Konzeption des Haupthauses - Bezirksverband Oldenburg

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Konzeption des Haupthauses - Bezirksverband Oldenburg

Die Ausbildung des Selbstbewusstseins, die Selbstverwirklichung und die Individualität

der seelisch behinderten Menschen spielen eine große Rolle in der Betreuungsarbeit.

Die eingangs genannten drei Bereiche sind organisatorisch und wirtschaftlich

voneinander abgegrenzt und haben entsprechende separate Entgeltregelungen.

3. Die Situation

Mit dieser überarbeiteten Konzeption wollen wir den veränderten Rahmenbedingungen

der letzten Jahre Rechnung tragen. Aufgrund dieser Erfahrung war eine weitere

Differenzierung unseres Angebotes in der stationären Behindertenhilfe notwendig. Wir

stellten fest, dass die von uns zu betreuende Klientel sich deutlich verändert hatte. Bei

den Aufnahmegesuchen stellen sich häufiger Personen vor, die weniger im klassischen

Sinne geistig behinderte Langzeitfälle sind, sondern sie gehören eher zum

Personenkreis mit einer leichteren Intelligenzminderung oder einer Lernbehinderung

(sog. Grenzfälle) mit starken psychischen Verhaltensauffälligkeiten bzw. psychischen

Behinderungen (insbesondere mehrfach geschädigte, chronische Suchtkranke) Es

ergeben sich hierbei Doppel- und sogar Mehrfachdiagnosen, wobei die psychische

Behinderung im Vordergrund steht.

Nach der Gesundheitsreform und durch eine geringere Verweildauer in den

Landeskrankenhäusern bedingt, erreicht uns eine Reihe von Aufnahmegesuchen, die

ebenfalls zu dem oben beschriebenen Personenkreis gehören.

Ein weiterer Bedarf ergibt sich aus dem eigenen stationären Wohnungslosenhilfebereich

(Hilfe gem. § 72 BSHG) der Einrichtung heraus. Die Situation in der Wohnungslosenhilfe

stellt sich wie folgt dar. Wenn die auf eine Befristung angelegte Hilfe nach § 72 BSHG

scheitert, wird zwangsläufig eine Änderung der Hilfeart (zur Eingliederungshilfe) von

Kostenträgerseite veranlasst. Diese Personen haben einen weiteren laufenden

stationären Hilfebedarf für die Wohnheimplätze der Eingliederungshilfe benötigt werden.

Für unseren Eingliederungshilfebereich ergibt sich daraus folgende Konsequenz.

Insgesamt erweitern wir den Eingliederungshilfebereich um 7 Plätze auf nunmehr 47

Plätze. Wir reduzieren dafür den Wohnbereich für geistig behinderte Menschen auf

insgesamt 10 Wohnheimplätze. Für psychisch behinderte Menschen bieten wir in

Zukunft insgesamt 37 Wohnheimplätze in zwei verschiedenen Gebäuden an.

4. Die bauliche Struktur und Ausstattung

Der Wohnheimbereich der seelisch behinderten Menschen gliedert sich in das

Haupthaus mit der angeschlossenen Wohngruppe sowie in das Haus Birke. Soweit

Mahlzeiten nicht in den jeweiligen Gruppen eingenommen werden, steht allen der an

das Haupthaus angebaute Speisesaal zur Verfügung.

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