Landschaft im Licht - Pfalzgalerie Kaiserslautern

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Landschaft im Licht - Pfalzgalerie Kaiserslautern

Museumsplatz 1 | 67657 Kaiserslautern

Tel: 0631 3647-219 Fax: 0631 36 47- 202

A.Löschnig@pfalzgalerie.bv-pfalz.de

Landschaft im Licht

Bildräume traditioneller europäischer und zeitgenössischer

chinesischer Malerei

Lehrerfortbildung

Dienstag, 11. September 2012 14:30 – 17:30 Uhr

Mittwoch, 12. September 2012 14:30 – 17:30 Uhr

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Video: Qiu Shihua im Hamburger Bahnhof 2012

BIOGRAFIE

Qiu Shihua wurde 1940 in Zizhong in der Provinz Sichuan, im Südwesten Chinas,

geboren. Er studierte an der Kunstakademie Xi’an und erhielt dort vor allem eine

Ausbildung in traditioneller chinesischer Malerei. Am Ende seiner Studienzeit

beschäftigte er sich mit dem sozialistischen Realismus nach sowjetischem Vorbild.

Nach seinem Abschluss 1962 arbeitete Qiu Shihua während und nach der

Kulturrevolution bis 1984 als Plakatmaler für ein Kino.

In den folgenden Jahren bereiste er Europa und stellte hier vereinzelt auch aus.

Diese Erfahrungen sowie seine Hinwendung zum Taoismus trugen zur Entwicklung

seines heutigen Werkes bei.

Qiu Shihua ist verheiratet und lebt und arbeitet in Beijing und in der Wirtschaftsmetropole

Shenzhen.

1.Einzelausstellung in Hongkong 1990 im Alter von 50 Jahren. Das mpk zeigt gemeinsam

mit Berlin die erste große monographische Ausstellung in Europa.


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Über die Ausstellung:

Das mpk bietet in der Ausstellung „Landschaft, Licht und Stille“ mit rund 60 zum Teil

großformatigen Gemälden einen eindrucksvollen Einblick in das Œuvre Qiu Shihuas.

Ausgehend von den frühen siebziger Jahren ist bis zu jüngst entstandenen Werken

mit Hilfe zahlreicher Leihgaben eine repräsentative Auswahl dieser aus dem Kanon

aktueller chinesischer Malerei herausragender Werke zu sehen.

Das Werk des 1940 in Zizhong (Provinz Sichuan) geborenen Künstlers ist noch

weitgehend unbekannt. Qiu studierte an der Kunstakademie Xi’an Malerei. Nach

Abschluss seines Studiums 1962 arbeitete er während der Kulturrevolution bis 1984

als Plakatmaler für ein Kino. In den folgenden Jahren bereiste er Europa und stellte

hier vereinzelt auch aus. Diese Erfahrungen sowie seine Hinwendung zum Taoismus

trugen zur Entwicklung seines heutigen Werkes bei. Qiu Shihua lebt und arbeitet in

Beijing und Shenzhen.

Erstmalig in Europa zeigt das mpk, in Kooperation mit der Nationalgalerie Berlin, das

außergewöhnliche Schaffen in einer Einzelausstellung. Außergewöhnlich, da es

sowohl Elemente östlicher als auch westlicher Traditionen aufgreift und in einer

eigenwilligen Synthese fortentwickelt. Außergewöhnlich vor allem durch das von

seinen Werken ausgelöste Seherlebnis.

Denn hat man sie erst entdeckt, die weißen, weiten Landschaften, menschenleer,

einsam und still, dann üben sie augenblicklich eine starke Anziehungskraft aus. Man

möchte sie festhalten und tiefer ergründen. Stattdessen verflüchtigen sich die ersten

Eindrücke unweigerlich und neue kommen hinzu. Kein optischer Eindruck bleibt

konstant – eine erstaunliche Seherfahrung. Dafür entwickeln die zurückhaltenden

Ölmalereien während des Betrachtens eine Stimmung, die der diffusen

Wahrnehmung eines Traums – ebenso flüchtig wie eindrücklich und aufschlussreich

– vergleichbar ist. Und wie wir in Träumen unserem eigenen Dasein in seiner

vielfältigen Verflechtung begegnen, vermögen auch die Werke des chinesischen

Künstlers vergleichbare Erfahrungen auszulösen.

Die gemalten Landschaften geben nicht bestimmte Orte wieder, sondern bilden ein

Amalgam aus optischen Eindrücken und der allgemeinen Vorstellung, vielleicht auch

Erinnerung einer Landschaft, die wir in uns tragen. Die von der diffusen Erscheinung

des Bildes ausgelöste Wahrnehmung verbindet sich mit unserem inneren Bild. Nicht

ohne Grund bezeichnet Qiu Shihua seine Landschaften als eine Art

Orientierungshilfe, als Einladung zur Reflexion. Wer dabei wachsam über die

Schwelle zum Träumen tritt genießt eine wundersame Passage.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen.

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