Biometrische Risiken 2012 - WMD Brokerchannel

wmd.brokerchannel.de

Biometrische Risiken 2012 - WMD Brokerchannel

+ Berufsunfähigkeit + Krankenversicherung + Pflegeversicherung +

Biometrische Risiken

UNISEX Special

2012

Welche Absicherung gegen biometrische Risiken für

Versicherungsnehmer empfehlenswert sind

www.wmd-brokerchannel.de

Ausgabe - September 2012 7,50 €


Kundenfreundlich:

Übersichtliche und leicht

verständliche Police

Weg damit: Entsorgen Sie die Haftungsrisiken

Ihrer Unternehmerkunden.

Industriehaftpflichtversicherung für das produzierende Gewerbe

D&O-Versicherung zur Absicherung der persönlichen Haftung

Internationale Haftpflichtversicherung für Auslandsgeschäfte

Weitere Informationen bei Ihrem Maklerbetreuer oder unter www.makler.gothaer.de


Editorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Editorial

Liebe Leserinnen

und Leser,

nach wie vor sind biometrische Risiken bei den allermeisten

Bundesbürgern nicht oder nur in unzureichendem

Maße adäquat abgesichert. Genau hier

ist die Branche gefordert, neue Produktlösungen

anzubieten, bestehende Produkte zu optimieren

und auch zu kombinieren, im Sinne der Versicherten.

Diese Herausforderung mit den begleitenden

enormen Geschäftschancen, haben viele Versicherer

als ihren „Wachstumsmarkt“ identifiziert und

bieten eine Menge neuer Produkte an.

Mit dieser Ausgabe wollen wir Ihnen die neuesten

Informationen und Entwicklungen in den verschiedenen

Produktbereichen biometrischer Risiken

aufzeigen. Gibt es die optimale Absicherung biometrischer

Risiken überhaupt auf den jeweiligen

Beratungsfall bezogen Wo lauern eventuelle Fallstricke

in den Versicherungsbedingungen und auf

welche Leistungen kommt es besonders an Wie

sieht die gesetzliche Versorgung im Krankheits-

oder Pflegefall zukünftig aus und welche privaten

Möglichkeiten hat man zur Abdeckung der Versorgungslücken

Die Absicherungen in den biometrischen

Risiken erfordern eine kompetente Beratung.

Hier sind Sie gefragt! Warum die Beratung

gerade jetzt für Kunden einen besonderen Vorteil

hat Damit haben wir uns in dem Magazin-Special

„Unisex“ auseinandergesetzt. Bisher werden die

biometrischen Risiken bei Mann und Frau unterschiedlich

kalkuliert. Ab 21.Dezember 2012 darf

hier kein Unterschied mehr gemacht werden. Das

führt zu großen Beitragsersparnissen in der Regel

bei Männern, wenn man sich noch jetzt vor dem

Datum privat absichert.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre,

gute Entscheidungen und viel Erfolg!

Ihr Team vom wmd-brokerchannel

Täglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviews

unter www.wmd-brokerchannel.de

3


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Inhaltsverzeichnis

Risiko-Lebensversicherung

6 Neu auf dem deutschen Markt:

CARDEA.life, eine neue Marke für

die Risikoabsicherung geht mit

einem Rundum-Vorsorgeangebot an

den Start

8 Einzigartiges Service-Angebot

der EUROPA für Makler

Unfallversicherung

10 Neuer ERGO Unfallschutz:

bedarfsgerechte Hilfe von Anfang an

11 Unfallrisiko am Arbeitsplatz 2011 gesunken

30 WWK BioRisk optimiert

Berufsgruppeneinstufung

31 Die Stuttgarter stellen keine Fragen:

Berufsunfähigkeitsabsicherung ohne

Gesundheitsprüfung

Grundfähigkeitsversicherung

32 Unfallversicherung:

Dread Disease Komponente

Krankenzusatzversicherungen

34 Neue BBV-Zahnzusatzversicherung mit

Spitzenposition bei Waizmann-Ranking

48 KVpro.de: PKV-Kennzahlen 2011 - Jäger

und Gejagte!

51 uniVersa bietet Mehrwert für PKV-Versicherte

Pflegeversicherung

52 infinma vergibt erstmals Zertifikate für

Pflege-Renten-Versicherungen

53 Biometrische Risiken: Enormes Vertriebspotenzial

für Versicherer

Interview mit Lars Georg Volkmann, VPV Versicherungen

54 Schicksalsschlag Pflegefall

12 Ersthelfer und Problemlöser:

Zurich UnfallAss für Firmenkunden

Beitrag von Rainer Nicolas, Zurich Gruppe Deutschland

Berufsunfähigkeitsversicherung

14 Berufsunfähigkeitsversicherungen:

Zusatzleistungen als entscheidender

Wettbewerbsvorteil

Interview mit Thomas Klein, Heidelberger Lebensversicherung AG

16 Studie Abschlusspotenzial für

Berufsunfähigkeitsversicherungen

17 Neue Berufsunfähigkeitsversicherung der

VPV und Risikoprüftool „Sofort-Check

24/7“

Beitrag von Lars Georg Volkmann, VPV Versicherungen

18 Gothaer SBU jetzt auch als

Direktversicherung

20 Wenn Körper und Seele streiken

Berufsunfähigkeit: Unterschätzt und

doch so allgegenwärtig

Beitrag von Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler,

Zurich Gruppe in Deutschland

22 Biometrische Risiken: Enormes Vertriebspotenzial

für Versicherer

Beitrag von Frank Nobis, IVFP

24 Nur jeder 12. Bayer rechnet damit

berufsunfähig zu werden

26 Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

28 Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

der Heidelberger Leben mit

Bestnoten bewertet

35 Focus-Money testet Zusatzversicherungen

36 Die Tücken der Zahn-Zusatzversicherungen

37 Stationäre Zusatzpolicen im Test

38 OEKOTEST Juli 2012

38 AXA Krankenversicherung mit neuer

Zahnvorsorge

39 Neues Kombiprodukt DOMCURA pro care

bietet umfassende Absicherung

Betriebliche Krankenversicherung

40 Betriebliche Krankenversicherung mit

vielen Highlights

40 Neue Produktwelt der HALLESCHE

Gesetzliche Krankenversicherung

42 Studie Gesetzliche Krankenkassen

Private Krankenversicherung

43 Focus Money zeichnet SDK als fairsten

privaten Krankenversicherer aus

44 Studie belegt Irrglauben: Die PKV ist

keine Versicherung der Reichen

45 Neue Krankenversicherungsstudie sorgt

für gehörigen Wirbel

46 Continentale Krankenversicherung gibt

Beitragsgarantie für verkaufsstärkste Tarife

46 Stern: Privatversicherer werden in Zukunft

kräftig die Beiträge erhöhen

47 Windstille in der PKV-Beitragsentwicklung

55 Arbeitnehmerumfrage: Mehrheit

ungenügend für Pflegefall abgesichert

55 Ausgezeichnete Bewertungen für

die AachenMünchener Pflegerente 3Plus

56 VOLKSWOHL BUND macht

die PflegeVorsorge attraktiver

57 Top Thema Pflege: M&M Rating deckt

deutliche Schwächen auf

58 Höchstes Rating: Deutsche Familienversicherung

ausgezeichnet für bestes Pflegetagegeld

Technische Beratungsunterstützung

60 IDEAL bietet mobile Pflegeanalyse

per PflegeApp

61 Zurich Unisex-Vergleichsrechner macht

Unterschiede bei Versicherungsprämien

transparent

61 Gothaer bietet Unisex-Tarife in der bAV

62 MÜNCHENER VEREIN bietet Förderrechner

zum neuen Pflege-Bahr

63 DKV-RechnungsApp

Vertrieb

64 Das geeignete Altersvorsorge-Produkt

aus Maklersicht: Der Produktanbieter- und

Produkt-Auswahlprozess der Plansecur

Beitrag von Johannes Sczepan

66 Unisex: Makler brauchen Unterstützung

transparent

4


UNISEX Special

68 Die IDEAL PflegeRente – jetzt auch als Unisex-Tarif

70 LV 1871 Unisex-Retter sichern Vorsorgevorteile

72 Unisex: Grundfähigkeitsversicherung für alle

Berufsgruppen günstiger

Interview mit Bernhard Rapp, Canada Life Deutschland

74 Dank Umtausch-Joker Beitrags-und Leistungsvorteile sichern

74 Unisex-Tarife: VOLKSWOHL BUND spricht Frauen

Umstellungsgarantie aus

76 EU-Sozialpolitik - Unisextarife haben unerwünschte Folgen

76 maklermanagement.ag unterstützt Makler im Jahresendgeschäft

mit einem Beratungskonzept

77 Unisextarife in der PKV - aufwendige Neukalkulation mit weit

reichenden Auswirkungen

78 Augen auf bei Unisex: Kunden richtig beraten, Fallstricke vermeiden

Interview mit Dr. Dr. Michael Fauser, Continentale Lebensversicherung AG

80 Vor Einführung der Unisex-Tarife: Viel Aufklärungsarbeit bei

Männern nötig

81 Unisex: Drahtseilakt mit schwerem Anfang

81 WWK BioRisk mit außerordentlicher Nachversicherungsoption

Sofort-Check

VPV Risikoprüfung vor Ort

SBU-/BU-/

Vital-

Schutz

> Fallabschließende BU-Entscheidung

> Mit Alternativangebot

82 Unisex-Tarife: AXA, DBV und DÄV garantieren Wechseloption

83 Unisextarife: Versicherer langen bei den Preisen zu

83 ALTE LEIPZIGER - Unisex-Rechner vereint Vorteils- und

Angebotsrechner

84 Unisex: Zurich tauscht kostenlos um

84 Unisex: Bayerische Beamten Versicherungen bieten

Umtauschgarantie

85 Unisex-Garantie-Zertifikat der INTER sichert Kunden Vorteile

86 Unisex kommt - Eine Chronik der Gleichberechtigung

Advertorial

71 Unisex: Dialog bietet attraktiven Übergangstarif

75 Unisex-Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life:

Arbeitskraft noch günstiger und einfacher absichern

Impressum

58 Impressum


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Risiko-Lebensversicherung

Neu auf dem deutschen Markt:

CARDEA.life, eine neue Marke für die Risikoabsicherung

geht mit einem Rundum-Vorsorgeangebot an den Start

6

CARDEA.life, eine neue Marke in der Risikovorsorge,

wird seit Mitte August 2012 auf dem deutschen

Markt angeboten. Hinter der Marke steht die Idee,

für Menschen unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen

einen bezahlbaren Risikoschutz für jede

Lebensphase zu entwickeln. Darüber hinaus bietet

CARDEA.life allen Kunden lebensbegleitende Vorbeugungsprogramme

und Assistanceleistungen an.

Die Marke CARDEA.life schafft für Finanzdienstleister

neue Möglichkeiten in der Kundenansprache

über einen lebensbegleitenden, umfänglichen und

preisgünstigen Risikoschutz. Zudem wird der Vertrieb

mit einfachen und schlanken Prozessen im

Underwriting und in der Geschäftsabwicklung unterstützt.

CARDEA.life startet in diesem Sommer mit einem

ersten Produkt, einer Existenzversicherung. Stefan

Giesecke, Vorstand der fpb AG und Mit-Initiator von

CARDEA.life, sagt: „Um unseren ehrgeizigen Anspruch

an eine neue Generation der Risikovorsorge

realisieren zu können, haben wir das Know-how von

drei Gesellschaften mit internationalen Erfahrungen

zusammengebracht. In dieser Konstellation war es

Quelle: © ap_i - Fotolia.com

möglich, etwas Neues für den deutschen Markt

zu entwickeln, das Kunden und Vermittlern einen

Mehrwert bietet.“ An der Entwicklung der Marke

CARDEA.life haben folgende drei Gesellschaften

mitgewirkt: der weltweit agierende Rückversicherer

Swiss Re, der Liechtensteiner Lebensversicherer PrismaLife

und die Vertriebsmanagementgesellschaft

fpb AG aus Köln. Swiss Re bringt ihr internationales

Know-how und ihre Innovationskraft bei der Entwicklung

von Versicherungsdeckungen ein. Prisma-

Life liefert die Produktlösungen, die technische Abwicklung

der Versicherungsverträge und organisiert

den Kundenservice. Die fpb AG ist verantwortlich

für den Vertrieb und die Belange der Makler.

Markus Brugger, Vorsitzender der Geschäftsleitung

der PrismaLife AG, erklärt: „Seit Jahren beschreiten

wir im deutschen Markt neue Wege in der Alters-

und Risikovorsorge. Wir entwickeln innovative

Produktlösungen, die wir effizient verwalten. Hierfür

erhalten wir regelmäßig beste Auszeichnungen.

Nun ist es uns gelungen, mit der Vermarktungs- und

Vertriebsstärke der fpb AG sowie der internationalen

Erfahrung und Solidität der Swiss Re einen weiteren

Meilenstein für eine erfolgreiche und langfristige

Partnerschaft zum Vorteil von Versicherten und

Vertriebspartnern zu setzen.“ Markus Unterkofler,

Head Client Management Germany L&H bei der

Swiss Re, sagt: „Wir haben unsere internationale

Erfahrung und Innovationsstärke in die Produktentwicklung

eingebracht, um Trends im Biometriemarkt

zu setzen. Wir freuen uns, diesen neuartigen Ansatz

in der Risikoabsicherung als Rückversicherer langfristig

zu begleiten.“

Um die Existenz der Menschen in allen Lebensphasen

umfassend zu schützen, startet CARDEA.

life zunächst mit einem Multiriskprodukt (Mehrgefahrenprodukt),

das fünf elementare Risiken des

menschlichen Lebens absichert: Tod, Unfall, Pflegebedürftigkeit,

schwere Krankheiten und Grundunfähigkeiten.

Daneben stehen als Vorsorgeangebote

Präventionsprogramme und medizinische Assistanceleistungen.

www.prismalife.com


Unsere Berufsunfähigkeitsversicherung

Bester Makler-Service für Sie -

Top Rundum-Schutz für Ihre Kunden

Ihr Vorsorgepartner für alles,

was Ihr Kunde und Sie später noch vorhaben.

Wir sind für Sie da: 0800 200 13 13 50

oder www.hlcm.de


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Risiko-Lebensversicherung

Einzigartiges Service-Angebot

der EUROPA für Makler

Risikoverträge jetzt direkt beim Kunden online abschließen

Als erste Versicherung überhaupt bietet die EUROPA

ab sofort für ihre Versicherungsvermittler die Möglichkeit,

Risiko-Lebensversicherungen ganz einfach

online abzuschließen. Diese Innovation basiert auf

den positiven Erfahrungen der letzten Monate, in

denen dieses Verfahren bereits den Endkunden angeboten

wurde. Und dort auf große Zustimmung

gestoßen ist. Während des Beratungsgespräches

kann der Makler über die Internetseite www.europa.de/vep

online mit nur einem Klick auch den Vertragsabschluss

vornehmen. Dadurch ist der Makler

jetzt in der Lage, den kompletten Vorgang - von der

individuellen Beratung über die Angebotserstellung

bis zum konkreten Abschluss - mit dem Kunden gemeinsam

durchzugehen. Egal, ob in seinem Büro,

von unterwegs oder mit seinem Laptop im Wohnzimmer

des Kunden. Dieses Angebot gilt nicht

nur für Deutschland. Unter www.europa-versicherungen.at

steht dieser Service auch den Vermittlern

in Österreich zur Verfügung.

Das Vorgehen spart dem Makler nicht nur Zeit, sondern

erhöht auch sicherlich seine Abschlussquote.

Denn nach der Antragsstellung muss der Kunde lediglich

die Einwilligungsklausel im Original gegenzeichnen.

Diese bekommt er nach dem Abschluss

per Post von der EUROPA zugeschickt. Oder noch

einfacher: Der Makler druckt die Einwilligungsklausel

direkt nach dem Onlineabschluss aus und schickt

seinerseits das vom Kunden gegengezeichnete Dokument

an seinen Maklerbetreuer bei der EUROPA.

Die Vorteile dieses neuen Services für den Makler

liegen also auf der Hand: Denn die Anträge sind

vollständig, leserlich und hinsichtlich Plausibilität geprüft.

Dadurch wird eine sehr schnelle Bearbeitung

und Policierung ohne Rückfragen gewährleistet. Bei

policierfähigen Anträgen garantiert die EUROPA sogar

eine Policierung innerhalb von 24 Stunden. Der

Kunde hat früher den gewünschten Versicherungsschutz

- und der Makler schneller seine Provision

bzw. Courtage. www.europa.de

8

Quelle: © Mammut Vision - Fotolia.com


MEHR ERFOLG

Mit PKV-Produkten nach Maß

und Beitragsstabilität

BIS 20.12.

ATTRAKTIVER

PREISVORTEIL

FÜR MÄNNER!

www.hansemerkur-vertriebsportal.de

Mehr Qualität im Leben.


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Unfallversicherung

Neuer ERGO Unfallschutz:

bedarfsgerechte Hilfe von Anfang an

In Deutschland werden jährlich mehr als acht Millionen

Menschen Opfer eines Unfalls

Ein zeitgemäßer und ganzheitlicher Unfallschutz leistet

weit mehr als finanzielle Sicherheit, er ist auf die wirklichen

Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Der neue

ERGO Unfallschutz steht den Kunden in jeder Phase

nach einem Unfall zur Seite. Er bietet Hilfe von Anfang

an, wertvolle Unfall-Assistenzleistungen, einen umfassenden

Beratungsservice und deutlich verbesserte

finanzielle Leistungen. Und für Schwerstverletzte gibt

es ein spezielles Nachsorgeprogramm. In Deutschland

werden jährlich mehr als acht Millionen Menschen Opfer

eines Unfalls. 70 Prozent aller Unfälle geschehen

in der Freizeit – z.B. im Straßenverkehr, zu Hause, bei

sportlichen Aktivitäten oder im Urlaub. Doch genau

dort besteht kein gesetzlicher Unfallschutz. Er schützt

nur im beruflichen Umfeld bei Arbeits- und Wegeunfällen.

Folgekosten, die durch einen Unfall entstehen,

werden von staatlicher Seite nicht übernommen (z.B.

Kosten für Hilfe im Alltag, Fahrdienste oder einen persönlichen

Reha-Trainer).

Unfallschutz neu definiert – Unfall-Assistenten

Nach einem Unfall zählt für Verunfallte aber nicht zuerst

die finanzielle Leistung einer klassischen Unfallversicherung:

„Wir haben unsere Kunden befragt, was

einen guten Unfallschutz ausmacht und was für sie

am wichtigsten nach dem Unfall war. Denn Versichern

heißt verstehen. Unsere Kunden beschäftigten sich

vordergründig mit den Fragen: Wie geht es jetzt weiter

Wer kümmert sich Wann bin ich wieder fit und

wann kann ich wieder arbeiten Persönliche Unfall-Assistenten

waren für uns die logische Schlussfolgerung.

Denn Absicherung muss erlebbar sein. Spürbar und

lebensnah“, erläutert Jürgen Engel, Vorstandsmitglied

der ERGO Versicherung, die neue Produktphilosophie.

Der ERGO Unfallschutz ist auf die Bedürfnisse unterschiedlicher

Zielgruppen zugeschnitten – als einziger

Unfallversicherer bietet ERGO fünf spezielle Zielgruppenprodukte

an: Für junge Erwachsene, Erwachsene

ohne Kinder, Familien, Selbstständige und Senioren.

Die entsprechenden Unfall Assistenzleistungen orientieren

sich an der jeweiligen Lebenssituation und

dem Grad der Verletzung – und das von Anfang an.

Zu den Leistungen zählen praktische Hilfen im Alltag

(z.B. Haushaltsorganisation, Fahrdienste), Fitnessmaßnahmen

und Aufbau-Sport, Reha-Manager und die

berufliche Wiedereingliederung sowie eine langfristige

Nachsorge. „Wir setzen auf erfahrene Profis, so z.B.

die Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken, um unsere

Kunden wieder zurück in den Beruf bzw. Alltag zu

bringen. Bei komplizierten Unfallfolgen setzen wir auf

weiterführende Rehabilitationen und persönliche Reha-

Manager. Als erster Unfallversicherer haben wir einen

durchgängigen Beratungsservice für den Unfall-Folgezeitraum

entwickelt. Damit ist der neue Unfallschutz

mehr als nur eine Versicherung. Denn wir sind noch

da, wenn andere schon längst weg sind“, so Engel.

Sollten dennoch bleibende Beeinträchtigungen zurückbleiben,

werden alle benötigten Hilfsmittel, wie z.B.

Sportprothesen und Rollstühle, sowie Alternativtherapien

erstattet. Denn sie bieten den Grundstock für ein

weiterhin lebenswertes Leben. Kooperationspartner ist

in dieser Phase der Deutsche Rollstuhl-Sportverband.

Finanzielle Sicherheit

Der neue ERGO Unfallschutz bietet darüber hinaus

finanzielle Sicherheit: Sollten nach einem Unfall Beeinträchtigungen

zurückbleiben, ermöglicht der Unfallschutz

ein barrierefreies und unabhängiges Leben.

„Wir haben die finanziellen Leistungen deutlich erhöht.

Der neue Unfallschutz bietet eine sechsfache

Kapitalleistung und eine Unfall-Rente, die bereits ab

einem Invaliditätsgrad von 35 Prozent vereinbart werden

kann. Damit können im Falle einer Invalidität die

Einkommensverluste aufgefangen werden“, so Engel.

„Klartext-Bedingungen“

jetzt auch im Unfallschutz

Im Rahmen der Klartextinitiative zielt ERGO auf eine

bessere Verständlichkeit in der Kundenkommunikation.

Seit 2011 werden die deutlich verkürzten und

sprachlich vereinfachten Versicherungsbedingungen

eingesetzt. Mit diesen Neuerungen gestalten sich die

Klartext-Bedingungen des Unfallschutzes inhaltlich

transparenter, verständlicher und sind in ihrem Erscheinungsbild

für den Kunden somit deutlich leichter zugänglich.

www.ergo.de

10


Unfallversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Unfallrisiko am Arbeitsplatz 2011 gesunken

Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung stabil

Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz ist im vergangenen

Jahr wieder gesunken. Das geht aus den Geschäfts-

und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen hervor, die ihr

Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

(DGUV), heute in Berlin vorgestellt hat. Danach

ging die Quote von 25,8 Unfällen je 1.000

Vollarbeiter im Jahr 2010 auf 24,5 Unfälle im Jahr

2011 zurück. Sie liegt damit fast wieder auf dem

Niveau von 2009 (24,3 Unfälle). Weiter zugenommen

hat dagegen die Zahl der bestätigten Berufskrankheiten.

Im Durchschnitt blieben die Beiträge

zur gesetzlichen Unfallversicherung stabil. "Die Zahlen

zeigen: Nicht nur die Wirtschaft hat eine gute

Konjunktur, sondern auch der Arbeitsschutz", sagte

DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer.

Die Investitionen der Unternehmen in die Prävention

lohnten sich doppelt. "Zum einen sind niedrige Unfallrisiken

eine gute Voraussetzung, um die Beitragsbelastung

der Wirtschaft auch zukünftig gering zu

halten. Zum anderen zeigen wissenschaftliche Studien,

dass Unternehmen direkt von Investitionen in

den Arbeitsschutz profitieren - zum Beispiel durch

geringere Ausfallzeiten oder weniger unfallbedingte

Betriebsstörungen."

In der Schüler-Unfallversicherung sank die Unfallquote

beim Schulbesuch um 0,8 Prozent auf 75,8

Unfälle je 1.000 Versicherte. Die Unfallquote auf

dem Schulweg ging von 7,3 Unfällen auf 6,7 Unfälle

je 1.000 Versicherte zurück. Der Schutz der

Schüler-Unfallversicherung umfasst neben Schülern

an allgemeinbildenden und Berufsschulen auch Studierende

an Hochschulen und Kinder in Kindertageseinrichtungen

und Tagespflege.

Über 2.500 Todesfälle in Folge einer Berufskrankheit

2.548 Menschen starben 2011 in Folge einer Berufskrankheit.

Die meisten dieser Erkrankungen

waren durch anorganische Stäube ausgelöst, insbesondere

Asbest. Insgesamt entschieden Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen in 71.738 Fällen

über die Anerkennung einer Berufskrankheit.

Bei 34.573 Versicherten stellten sie die berufliche

Verursachung der Erkrankung fest. "Nach wie vor

handelt es sich hier in der Mehrzahl der Fälle um

Hauterkrankungen", so Breuer. Diese Erkrankungen

könnten mit Mitteln der Rehabilitation inzwischen

sehr gut behandelt werden. 5.407 Versicherte erhielten

2011 erstmalig eine Berufskrankheiten-Rente

von der gesetzlichen Unfallversicherung, da ihre

Erkrankung zu bleibenden Gesundheitsschäden geführt

hatte.

Beiträge zur Unfallversicherung bleiben stabil

Rund 11,6 Mrd. Euro gaben Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen im vergangenen Jahr für

Prävention, Entschädigungsleistungen und Verwaltung

aus. Die Arbeitgeber in der gewerblichen Wirtschaft

mussten insgesamt 10,3 Mrd. Euro für die

Versicherung ihrer Beschäftigten aufbringen. Das

entspricht einem durchschnittlichen Beitragssatz

von 1,32 Prozent. Der tatsächliche Beitrag weicht

allerdings in der Regel hiervon ab, da in der gesetzlichen

Unfallversicherung risikogerechte Beiträge

erhoben werden. Die öffentlichen Arbeitgeber mussten

rund 1,3 Mrd. Euro für die Versicherung ihrer

Beschäftigten und die Schüler-Unfallversicherung

aufwenden. www.dguv.de

Quelle: © fotomek - Fotolia.com

11


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Unfallversicherung

Ersthelfer und Problemlöser:

Zurich UnfallAss für Firmenkunden

Beitrag von Rainer Nicolas,

Key Account Manager Maklerservice General Insurance (Sach),

Zurich Gruppe Deutschland

Assistance – ja oder nein Laut einer Studie des

Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

(GDV) stimmen mehr als 83 Prozent der Bevölkerung

klar dafür. Sie halten Assistance-Leistungen

bei ihrem Versicherungsschutz für sehr wichtig.

Auch immer mehr Firmen suchen nach Absicherungslösungen

für ihre Mitarbeiter, die sie nicht nur

ausreichend absichern sondern ihnen im Ernstfall

auch die richtigen Hilfestellungen bieten. „Das Zurich

Assistance-Paket für Firmenkunden ‚UnfallAss’

ist darum Ersthelfer und Problemlöser zugleich“, erklärt

Rainer Nicolas, Assistance-Experte bei Zurich.

„Dieses Produkt gibt Unternehmen die Möglichkeit,

ihre Mitarbeiter optimal zu versorgen und vor allem

aber auch für sie vorzusorgen.“

Aktiv - schon vor dem Schadenfall

UnfallAss ist ein umfangreiches Leistungspaket,

dass durch die persönliche Unterstützung im Ernstfall

und die ständige Übermittlung von hilfreichen

Informationen aus der Masse hervorsticht. Dabei ist

das Assistance-Paket bereits dann schon aktiv, wenn

der Schadenfall noch gar nicht eingetreten ist – zum

Beispiel bei der Vermittlung von Pflegehilfsmitteln

und Pflegediensten oder etwa bei der Zusendung

von aktuellen Reiseinformationen und Formularen.

„In Assistance steckt der einfache Gedanke, Kunden

direkten und vor allem schnellen Service zu bieten

und sie mit ihren Problemen nicht allein zu lassen“,

erläutert Nicolas. „Bei Zurich sind wir uns dieser Definition

sehr bewusst und haben darum speziell für

Firmenkunden ein Produkt entwickelt, das eine klassische

Unfallversicherung mit den Vorteilen eines

umfangreichen Assistance-Pakets kombiniert. Der

Kunde erhält somit alle klassischen, leistungsstarken

Versorgungsbausteinen und hat darüber hinaus die

Möglichkeit, sich selbst und seine Mitarbeiter auf

Wunsch mit einem Assistance-Paket bei Unfällen im

In- und Ausland absichern.“

Servicebedarf nimmt stetig zu

Quelle: © THesIMPLIFY - Fotolia.com

Assistance-Leistungen werden immer stärker in Anspruch

genommen: So wies der GDV daraufhin,

dass im Jahr 2011 rund 3,2 Millionen Assistanceund

Servicefälle abgewickelt wurden. Im Vergleich

zum Vorjahr stiegen die Fallzahlen im Bereich der

Unfall-Assistance bereits um 50 Prozent. „Ein Grund

für diese Nachfrage ist sicherlich, dass immer mehr

Menschen durch Änderungen bei gesetzlichen Sozialversicherungen

unzureichend abgesichert sind

und nach alternativem Schutz suchen“ erklärt der

Zurich Experte. Aber auch familiäre Bindungen neh-

12


Unfallversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

men nach Einschätzungen von Rainer Nicolas immer

mehr ab – gleichzeitig würden die Menschen immer

älter. All diese Faktoren beeinflussen laut Nicolas

den wachsenden Servicebedarf eines jeden Einzelnen,

im Ernstfall persönliche Hilfe zu erhalten. Und

so will sich Zurich auch in der Zukunft weiterhin

ganz gezielt auf Assistance-Angebote konzentrieren.

Aktuell arbeitet der Versicherer mit zwei großen

Assisteuren zusammen und besitzt ein umfassendes

Netzwerk an qualifizierten Dienstleistungsunternehmen

und weltweit 120 Niederlassungen. „Wir blicken

bereits auf jahrelange Erfahrungen im Bereich

der Assistance zurück und konnten uns so auch mit

dem unfangreichen Unfallversicherungsprodukt für

Senioren als Vorreiter auf dem Markt behaupten.

Unser Focus liegt auch künftig ganz klar auf Assistance“,

betont Rainer Nicolas.

Zurich UnfallAss auf einen Blick

Assistance-Leistungen vor einem möglichen Schadenfall

Zusendung von Formularen

Benennung von Pflegediensten

Reiseinformationsleistungen

Vermittlung von Pflegehilfsmitteln

Pflegeberatung

Assistance-Leistungen im Schadenfall

Inland:

Begleitung/Fahrdienst zu Arzt und Behörden, Fahrdienst zur Krankengymnastik

und zu Therapien, Einkaufsdienst, Menü-Service,

Wäscherei-Service, Hausnotrufanlage, Pflegeschulung für Angehörige,

Unterbringung von Haustieren, Grundpflege, Tag- und Nachtwache,

Reinigung der Wohnung

Ausland:

Vermittlung ärztlicher Betreuung, Arzneimittelversand, Krankenrücktransport,

Erstattung von Krankenbesuchen, Rückholung von

mitreisenden Kindern, Hilfe im Todesfall, Hilfeleistung in besonderen

Notfällen

Quelle: © Dmitry Ersler - Fotolia.com

13


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Berufsunfähigkeitsversicherungen:

Zusatzleistungen als entscheidender Wettbewerbsvorteil

Interview mit Thomas Klein,

Leiter Marketing & Vertrieb,

Heidelberger Lebensversicherung AG, Heidelberg

Die Versicherer stehen angesichts des schwierigen

Marktumfelds und der wachsenden Ansprüche

einer heterogener werdenden Kundschaft

vor großen Herausforderungen. Da

sind herausragende Produkte und Serviceleistungen

gefragt, die sowohl Kunden wie auch

Vermittlern einen besonderen Mehrwert bieten.

Wir sprachen mit Thomas Klein, Leiter Marketing &

Vertrieb der Heidelberger Lebensversicherung AG,

worauf Kunden beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

besonderen Wert legen sollten

und durch welche Leistungen sich Produktanbieter

in diesen Zeiten hervorheben können.

Thomas Klein: Bei der Heidelberger Leben beginnt

der Prozess bereits vor der eigentlichen Antragstellung.

Vermittler können im Rahmen einer

unverbindlichen Risikovoranfrage von uns prüfen

lassen, ob und unter welchen Voraussetzungen

ein Kunde angenommen wird. Das Ergebnis wird

in der Regel bereits binnen 48 Stunden mitgeteilt

und nicht an das Hinweis- und Informationssystem

(HIS) des GDV weitergeleitet. Kommt es dann zu

einer Antragstellung bieten wir durch das Tele-

Underwriting eine besondere Serviceleistung, um

die aufwendige Risikoprüfung für Kunden und Vermittler

zu vereinfachen.

wmd: Herr Klein, worauf sollten Kunden und Vermittler

bei der Auswahl eines geeigneten BU-Produkts

achten

Thomas Klein: Ein wirklich gutes BU-Produkt

muss die sich verändernden Lebensumstände während

der Vertragslaufzeit berücksichtigen und sich

flexibel darauf anpassen lassen. Dafür bilden transparente

und verständliche Antragsmodalitäten sowie

ein verbraucherfreundliches Bedingungswerk

eine solide Basis. Damit es im Leistungsfall nicht zu

bösen Überraschungen kommt, spielen die Kompetenz

des Anbieters sowie klare und verbindliche

Regelungen im Falle der Berufsunfähigkeit eine

entscheidende Rolle.

wmd: Was meinen Sie genau mit transparenten Antragsmodalitäten

und wie können Kunden und Vermittler

davon profitieren

Quelle: © frank peters - Fotolia.com

14


Berufsunfähigkeitsersicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

wmd: Wie sieht diese Vereinfachung genau aus

Thomas Klein: Wir übernehmen die Aufnahme

der Gesundheitsfragen. Dabei führen speziell geschulte

Mitarbeiter ein Telefoninterview und gehen

mit dem zu Versichernden die Gesundheitsfragen

durch. Der Kunde spart sich dadurch Zeit und Geld.

Denn in vielen Fällen muss kein Hausarztbericht

mehr angefordert werden, lange Wartezeiten entfallen

und die Policierung kann schneller erfolgen.

Weiterhin ist es vielen Kunden lieber, die teilweise

intimen Gesundheitsdaten diskret am Telefon offenzulegen,

als persönlich mit dem Berater zu besprechen.

Für den Vermittler entfällt nicht nur das

zeitaufwendige Ausfüllen des Fragebogens, gleichzeitig

sichert er sich auch gegen Haftungsrisiken in

Bezug auf die Gesundheitsfragen ab.

wmd: Sie erwähnten gerade das verbraucherfreundliche

Bedingungswerk. Können Sie hierzu einige

Beispiele nennen

Thomas Klein: Dazu gehören kundenfreundliche

Zusagen wie ein sofortiger und weltweiter

Versicherungsschutz oder auch Erhöhungsoptionen

ohne erneute Gesundheitsprüfung. Weitere

Beispiele sind eine Infektionsklausel für Human-,

Zahn- und Tiermediziner und der Verzicht auf Beitragsanpassung

und Kündigung nach § 19 VVG bei

unverschuldeten Falschangaben zum Gesundheitszustand.

Für einen späteren Leistungsfall sollten

Kunden darauf achten, dass der Versicherer auf die

abstrakte Verweisung und eine Meldefrist bei Eintritt

der Berufsunfähigkeit verzichtet.

wmd: Welche konkrete Unterstützung können Ihre

Kunden erwarten, wenn der Leistungsfall dann

wirklich eintritt

Thomas Klein: Im Fall der Fälle erwarten Kunden

schnelle und unbürokratische Hilfe. Auch hier

bietet die Heidelberger Leben wichtige Leistungsmerkmale.

Dazu gehört die zinslose Stundung der

Beiträge während der Leistungsprüfung. Bei bestimmten

Erkrankungen zahlen wir bis zur abschließenden

Prüfung der Berufsunfähigkeit für maximal

sechs Monate eine Soforthilfe (Ausnahme: Basisrentenverträge),

die nicht zurückgezahlt werden

muss, egal wie das Ergebnis ausfällt. Außerdem

unterstützen wir unsere Kunden beim Ausfüllen

des Leistungsantrags. Dies erfolgt entweder telefonisch

oder – bei der Außenregulierung – sogar

direkt beim Kunden zuhause. Dies erspart zeitaufwendige

Rückfragen und gewährleistet einen beschleunigten

Prüfungsprozess.

Herr Klein, vielen Dank für das Gespräch!

Quelle: © pixelfabrik - Fotolia.com

15


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Studie Abschlusspotenzial

für Berufsunfähigkeitsversicherungen

Versicherung gegen Berufsunfähigkeit:

16 Millionen Erwerbstätige können sich Abschluss in den

kommenden 18 Monaten vorstellen

Für Erwerbstätige ist die Berufsunfähigkeitsversicherung

eines der wichtigsten Vorsorgeprodukte.

Immerhin scheidet jeder vierte Arbeitnehmer in

Deutschland durch Krankheit oder Unfall vorzeitig

aus dem Berufsleben aus. Obwohl die Versicherung

Berufsunfähigen hilft, sich und ihre Familie finanziell

abzusichern, haben lediglich 25 Prozent der Erwerbstätigen

in Deutschland zwischen 16 und 50

Jahren sich für diese Form der Grundabsicherung

entschieden. Den Gründen für diese Versorgungslücke

geht die Studie "Abschlusspotenzial für Berufsunfähigkeitsversicherungen"

des Marktforschungsund

Beratungsinstituts YouGov auf den Grund, für

die deutschlandweit 1.500 repräsentativ ausgewählte

erwerbstätige Personen zwischen 16 und 50

Jahren befragt wurden. Sie ermittelt den Kenntnisstand

sowie die Motive und Produktpräferenzen von

Erwerbstätigen in Deutschland zum Thema Berufsunfähigkeit.

Abschlussmotiv: Verlust an Lebensqualität

"Nicht mehr im gewohnten Beruf arbeiten zu können,

ist für viele Menschen ein schwer greifbares

Risiko", sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand der

YouGov Deutschland AG. "Dennoch löst es starke

Befürchtungen über einen Verlust an Lebensqualität

aus, so dass eine grundlegende Sensibilisierung für

Berufsunfähigkeitsversicherungen im Markt vorhanden

ist." Laut der Befragung haben 85 Prozent der

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 16

und 50 Jahren sich bereits Gedanken zur Berufsunfähigkeit

gemacht und vier von fünf der Erwerbstätigen

halten eine Berufsunfähigkeitsversicherung

für wichtig. "Das Kernmotiv für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

ist die finanzielle Absicherung.

Jedoch fällt es vielen Erwerbstätigen schwer, die tatsächliche

Versorgungslücke für sich persönlich zu ermitteln",

so Gaedeke weiter. Jeder zweite Erwerbstätige

in Deutschland zwischen 16 und 50 Jahren

ohne Berufsunfähigkeits-versicherungsschutz kann

es sich zumindest "vielleicht" vorstellen, in den

kommenden 18 Monaten eine Berufsunfähigkeitsversicherung

abzuschließen. Dies sind bezogen auf

die Gesamtbevölkerung mehr als 16 Millionen Personen,

die einem entsprechenden Beratungsangebot

offen entgegentreten würden.

Preis bleibt Hemmschuh

Quelle: © rcx - Fotolia.com

Wenn Personen trotz hohen Interesses keine Berufsunfähigkeitsversicherung

abschließen, liegt dies

meistens an der Höhe der monatlichen Beiträge.

Andere mögliche Gründe, wie fehlende Transparenz

oder Gesundheitsprüfungen, wirken weniger

hemmend. "Produktinnovationen für die Berufsunfähigkeitsabsicherung

müssen Kundenerwartungen

hinsichtlich mehr Preis-Leistungsflexibilität berücksichtigen,

um im gesamten Markt erfolgreich zu

sein", sagt Gaedeke.

Studie liefert Einblicke in die Verbraucherpsychologie

Die Studie legt neben generellen Einstellungen,

Motiven und Barrieren für den Abschluss einer

Berufsunfähigkeitsversicherung vor allem das Informationsverhalten

sowie die Produkt- und Vertriebswegepräferenz

der Befragten offen. Weitere

Informationen finden Sie hier: http://research.

yougov.de/trade/productview/319/6/

16


Berufsunfähigkeitsersicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Neue Berufsunfähigkeitsversicherung der VPV

und Risikoprüftool „Sofort-Check 24/7“

VPV Berufsunfähigkeits-Schutz

VPV Power+BU

Beitrag von Lars Georg Volkmann,

Vertriebsvorstand, VPV Versicherungen

Die VPV Versicherungen bieten, auch über ihre

Tochtergesellschaft „Vereinigte Post. Die Makler-

AG“, seit Juli eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung

an. Die Varianten – selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

mit Beitragsverrechnung

oder Fondsanlage mit Garantieelement – sind bereits

Unisex-Tarife. Zahlreiche Berufe wurden günstiger

eingestuft als bisher, auch viele besonders bei

Frauen beliebte. Makler und freie Vermittler profitieren

ebenfalls, denn ein Online-Tool für die Gesundheitsprüfung

vereinfacht und verkürzt auch die Antragstellung

deutlich: Fast immer kann schon direkt

im Kundengespräch geklärt werden, ob der Antrag

angenommen wird. Die Annahmequote der VPV lag

2011 bei 93 %.

Zu den Highlights der

neuen Berufsunfähigkeitsversicherung

gehören

neben attraktiven

Neueinstufungen

von Berufen auch vielfältige

Möglichkeiten

einer Besserstellung

Quelle: VPV LEBENSVERSICHERUNGS-AG

während der Vertragslaufzeit.

So können bei bestimmten Berufen auch

eine entsprechende Ausbildung, eine Leitungsfunktion

und/oder eine Tätigkeit hauptsächlich im Büro

zu einer besseren Einstufung – und damit zu niedrigeren

Beiträgen – führen. Ein Handwerker etwa

wird als Geselle einer Berufsklasse zugeordnet, nach

Abschluss der Meisterprüfung – nach dreijähriger

bis zehnjähriger Vertragslaufzeit – kann er sich aber

ohne erneute Gesundheitsprüfung in die nächstbessere

Berufsklasse einstufen lassen. Sollte er eine Leitungsfunktion

innehaben, könnte er von weiteren

Vergünstigungen profitieren. Eine Sekretärin oder

ein Sekretär beispielsweise zahlen bei 30-jähriger

Vertragslaufzeit und für 1.000 Euro garantierte Monatsrente

nur 34,41 Euro anstelle von 54,37 Euro

(für einen Mann) in der bisherigen Tarifgeneration*.

Neu ist die Möglichkeit eines Berufsklassenwechsels.

Falls ein Kunde mittlerweile eine andere berufliche

Tätigkeit ausübt als zu Vertragsbeginn, kann er unter

bestimmten Voraussetzungen prüfen lassen, ob

er dadurch in eine für ihn günstigere Berufsklasse

eingestuft wird und sich dadurch der Beitrag für ihn

zukünftig reduziert – attraktiv beispielsweise für sich

weiterbildende Berufstätige. Eine Umstufung in eine

ungünstigere Berufsgruppe wird bedingungsgemäß

ausgeschlossen. Nach einer aktuellen Veröffentlichung

des Analyse- und Beratungsunternehmens

infinma ist die VPV die einzige Gesellschaft, die dies

eindeutig in den Bedingungen regelt.

Ebenfalls interessant: zahlreiche moderne Nachversicherungsoptionen.

So wurden Anlässen ergänzt

und die Gesamterhöhungsgrenze geändert. Daneben

kann der BU-Schutz jetzt ohne besonderen

Anlass bis fünf Jahre nach Vertragsabschluss ohne

erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden.

Die Bedingungen der VPV Berufsunfähigkeitsversicherung

entsprechen übrigens in allen relevanten

Punkten mindestens dem von infinma geforderten

17


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Marktstandard, sodass die VPV das BU-Zertifikat von

infinma erhalten hat – ein begehrtes Zertifikat, das

nur an 18 von 88 untersuchten Versicherungsgesellschaften

vergeben wurde. Die Ratingagentur Morgen

& Morgen bewertet sowohl die Bedingungen

der neuen Berufsunfähigkeitsversicherungstarife als

auch die Antragsfragen mit der Bestnote „Ausgezeichnet“.

Die BU-Tarife der VPV punkten also mit attraktiven

Neuerungen – aber nicht nur das: Bei der Gesundheitsprüfung

wird das bei Maklern und Vermittlern

sehr beliebte Online-Tool „Sofort-Check 24/7“ genutzt.

Es prüft direkt beim Kundengespräch nicht

nur, ob und zu welchen Bedingungen der Abschluss

der Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist,

sondern parallel dazu auch ein Alternativangebot

in Form eines erweiterten Grundfähigkeitsschutzes,

der VPV Vital.

* Eintrittsalter 30 Jahre, 30-jährige Vertragslaufzeit, 1.000 € garantierte

Monatsrente nach Verrechnung d. Überschüsse mit dem Beitrag

Weitere Informationen unter: www.vpv.de/Produkte/Versichern/Berufsunfähigkeit

Gothaer SBU jetzt auch als Direktversicherung

Beiträge noch günstiger durch Abgabenersparnis

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine der

wichtigsten Formen der persönlichen Risikoabsicherung.

Nachdem der Gesetzgeber vor elf Jahren allen

nach Januar 1961 Geborenen die Leistungen aus der

gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung gestrichen

hat, kommt kein Berufstätiger mehr an einer

zusätzlichen Vorsorge vorbei. Neben ihrer BU-Zusatzversicherung

und der klassischen selbständigen

BU (SBU) bietet die Gothaer Lebensversicherung die

SBU jetzt ab 1. Mai 2012 auch als Direktversicherung

an.

Direktversicherung: Beiträge senken durch Abgabenersparnisse

Wird die SBU als Direktversicherung abgeschlossen,

können die Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei

eingezahlt werden, was den Nettoaufwand

noch einmal deutlich verringert. Bei Abschluss

einer Direktversicherung schließt der Arbeitgeber

als Versicherungsnehmer zugunsten des Arbeitnehmers

eine SBU ab.

Gothaer SBU als Direktversicherung: Die Vorteile

bleiben

Die Starter-Option in der neuen Gothaer SBU ermöglicht

jungen Menschen den Einstieg in den notwendigen

Berufsunfähigkeitsschutz durch besonders

günstige Anfangsbeiträge – und das bei vollem

Versicherungsschutz von Beginn an. Ein Alleinstellungsmerkmal

der Gothaer SBU der Familienbonus.

Das bedeutet, dass Eltern mit mindestens einem gemeinsamen

Kind, das im selben Haushalt lebt, bei

identischer Prämie höhere Leistungen erhalten. Die

Gothaer SBU bietet hohe Flexibilität: Versicherungsschutz

und Beitragszahlungen können der persönlichen

finanziellen Lage angepasst werden. Dabei

werden umfangreiche Nachversicherungsmöglichkeiten

ohne neue Gesundheitsprüfung geboten.

Zusätzlich kann zu Vertragsbeginn auch eine Leistungsdynamik

zur garantierten Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente

im Leistungsfall eingeschlossen

werden – so ist auch ein angemessener Schutz im Falle

der Berufsunfähigkeit gewährleistet. www.gothaer.de

18


Bewertung von Leistungen in den Allgemeinen

Versicherungsbedingungen der Pflegetagegeldtarife

Versicherbare Höhe DFV

Deutsche Familienversicherung

AG

Auslandsaufenthalt

Ausgezeichnet mit

Rahmenbedingungen

5 von 5

Leistungsrahmen

PremiumPlusPoints

+

Leistungsanspruch

Tarif: VPV

Stand 06/12

VolksPflege Premium

Erläuterungen und Bewertungsparameter:

www.premiumcircle.de

In Kooperation mit

Neu! VPV VolksPflege

Besuchen Sie uns

auf der DKM.

Halle 3 B, Stand E 07

Die erste Pflegetagegeldversicherung mit integrierter Familienpflegezeitversicherung:

> Pflegezusatzversicherung mit weltweiten Pflege-Leistungen.

Auch bei Umzug ins Ausland

> Umfassend geschützt: Leistet bei Pflegebedürftigkeit und bei Demenz

> Nur bei der VPV: Integrierte Familienpflegezeitversicherung

> Pflege zu Hause: Keine Leistungskürzung

> Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und im Pflegefall

> Optional: Automatische Leistungserhöhung alle 3 Jahre um 10 % und

Sofortleistung im Pflegefall

Vertrauen Sie einem der ältesten Lebens versicherer Deutschlands:

VPV VERSICHERUNGEN – Der Vorsorgeberater seit 1827.

Mehr erfahren Sie unter:

02 21/ 93 66-10 90 oder www.vpv-makler.de

Hier geht‘s

zum Video >

Ein Unternehmen der


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Wenn Körper und Seele streiken

Berufsunfähigkeit: Unterschätzt und doch so allgegenwärtig

Beitrag von Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler,

Vorstand Makler Leben bei der Zurich Gruppe in Deutschland

20

Für Thomas H. war der 15. März vergangenen Jahres

zunächst ein Tag wie jeder andere: Frühstück mit

der Familie, Fahrt zur Arbeit, erste Kundentermine.

Und doch ein Tag, an dem sich für den Banker

aus Frankfurt alles änderte, denn ein Kaffee in der

Mittagspause endete für den 37-jährigen mit einer

plötzlichen Bewusstlosigkeit. Die Diagnose: Hirnblutung.

Die Behandlung: Endlose Krankenhaus- und

Reha-Aufenthalte, um einen erfolgreichen Genesungsprozess

so gut wie möglich zu sichern. Doch

trotz unterschiedlichen Therapiemaßnahmen wird

es lange dauern, bis Thomas H. wieder der Alte ist

und seine Karriere im Bankgeschäft vorantreiben

kann. Ein Schock für die Angehörigen, denn neben

den Sorgen um den Familienvater beschäftigt Frau

H. auch die finanzielle Absicherung durch ein regelmäßiges

Gehalt. Unbegründet, denn die Berufsunfähigkeitsversicherung

ihres Mannes kommt zum

Tragen.

Quelle: © N-Media-Images - Fotolia.com

Der fiktive Fall von Thomas H. ist eines von rund

170.000 Szenarien, bei denen Arbeitnehmer jedes

Jahr gezwungen sind, ihren Job aus gesundheitlichen

Gründen aufzugeben oder die Arbeitszeit zu

reduzieren. Das Gravierende dabei: Nur rund

25 Prozent der Erwerbstätigen haben laut einer

Studie des Marktforschungsinstitutes YouGov

privat vorgesorgt und ihre Arbeitskraft abgesichert.

„Die Mehrheit der Deutschen – insgesamt 75 Prozent

– unterschätzen leider das Risiko, berufsunfähig

zu werden. Fakt ist aber: Es kann jeden treffen.

Aufklärung ist also das A und O in der Kundenberatung“,

sagt Prof. Hans-Wilhelm Zeidler, Vorstand

für das Ressort Makler Leben bei der Zurich Versicherung.

Im Fall von Thomas H. konnte sich die Familie

glücklich schätzen, dass der Angestellte nicht

zu den 75 Prozent ohne Berufsabsicherung zählt

und vorausschauend den Schutz abgeschlossen hat.

„Es kann nicht oft genug auf die Bedarfs-Situation

hingewiesen werden. Als Versicherungsvermittler

ist es unsere Aufgabe, auf die existenziellen Risiken

hinzuweisen und diese bedarfsgerecht abzusichern.

Gerade bei jungen Menschen sollte viel mehr Beratungsaufwand

betrieben werden“, so Zeidler. „Es

scheint, als würde gerade bei Studenten und Berufsanfängern

die Meinung vorherrschen, dass der Staat

im Falle des Falles schon einspringen wird. Doch seit

2001 haben die nach 1960 Geborenen absolut keine

gesetzliche Berufsunfähigkeitsabsicherung mehr!“

Besonders betroffen seien laut Zeidler Studenten,

die wegen eines Unfalls oder wegen Krankheit gar

nicht erst ins Arbeitsleben einsteigen könnten. So

haben Studenten gar keinen Anspruch auf die relativ

gering bemessene gesetzliche Erwerbsminderungsrente,

da sie dafür bereits fünf Jahre gearbei-


Berufsunfähigkeitsersicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

tet und somit ihre Pflichtbeiträge eingezahlt haben

müssen. „Ein Berufsunfähigkeitsschutz – oder zumindest

ein Erwerbsunfähigkeitsschutz – darf also

nicht fehlen. Mit einem Monatsbeitrag von 25 bis

30 Euro ist bereits eine Rente von bis 1.000 Euro

im Ernstfall sicher“, erklärt Zeidler. Der Beitrag einer

BU-Versicherung richtet sich generell nach dem

Eintrittsalter des Versicherungsnehmers, möglichen

Vorerkrankungen, dem Risiko der ausgeübten Nebentätigkeiten

sowie der vereinbarten Rentenhöhe.

In diesem Fall zahlt die Versicherung eine monatliche

Rente. Kann die zuletzt ausgeübte Tätigkeit

nicht mehr ausgeübt werden, spricht man von Berufsunfähigkeit.

Auch dann leiste laut Zeidler die

ErwerbsunfähigkeitsVorsorge für die Dauer von maximal

drei Jahren. Diese Zeit reiche in vielen Fällen

aus, um ins Erwerbsleben zurückzukehren. Zudem

kann der Kunde mit dem Zurich Produkt im Falle des

Falles kostenfrei sowohl eine Rehabilitations- und

Berufsberatung als auch Wiedereingliederungshilfe

in Anspruch nehmen. Gelingt eine Rückkehr ins Erwerbsleben

nicht, wird die Rente in gleicher Höhe

weitergezahlt, sofern eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt.

„Damit können wir gerade Berufsanfängern

ein bedarfsgerechtes und kostengünstiges Angebot

machen und den Grundbaustein zur Existenzsicherung

legen. Ist dieser erst mal vorhanden, lässt sich

der Versicherungsschutz nach und nach ausbauen“,

betont Zeidler.

Einheitstarife ab dem 21.12.2012: Auswirkungen

auf die Berufsunfähigkeitsversicherung

Quelle: © detailblick - Fotolia.com

Arbeitsabsicherung gerade für junge Menschen

unverzichtbar

Sollte das Studentenbudget sehr knapp sein, besteht

in einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine

kostengünstigere Alternative zur Berufsunfähigkeitsabsicherung.

„Das Zurich Produkt ErwerbsunfähigkeitsVorsorge

mit anfänglichem Berufsunfähigkeitsschutz

bietet beispielsweise eine monatliche

Grundversorgung zum günstigen Preis“, so der

Professor. “Das Produkt verbindet die Absicherung

für den schlimmsten Fall der Erwerbsunfähigkeit

mit der zeitlich befristeten Leistung bei Berufsunfähigkeit

und gehört somit zu den wichtigsten Absicherungsbausteinen.“

Kann der Kunde infolge von

Krankheit oder Unfall gar keiner beruflichen Tätigkeit

mehr nachgehen, liegt Erwerbsunfähigkeit vor.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs

sind für private Versicherungsverträge ab dem

21.12.2012 nur noch einheitliche Tarife (sogenannte

Unisex-Tarife) für Frauen und Männer erlaubt. Bisher

zahlten Männer und Frauen aufgrund unterschiedlicher

Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten

verschiedene Prämien für gleiche Versicherungen

und Leistungen. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung

hat das die Folge, dass die Beiträge für Männer

in der Regel teurer und für Frauen günstiger werden.

So zahlt zum Beispiel ein 35-Jähriger Mann

für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nach der

Unisex-Umstellung monatlich neun Prozent mehr.

Ein Abschluss der Versicherung vor der Umstellung

lohnt sich. „Neben den Beitragsvorteilen der Unisex-Tarife

profitieren die Kunden vom frühzeitigen

Einstieg und damit von günstigeren Beiträgen aufgrund

des jüngeren Eintrittsalters und der Absicherung

zum aktuellen Gesundheitszustand“, betont

Prof. Zeidler. So werden Risikozuschläge bzw. Antragsablehnungen

bei zukünftiger Verschlechterung

des Gesundheitszustands vermieden. „Außerdem

sollte im Hinterkopf behalten werden, dass das Risiko

– Berufsunfähigkeit oder Tod - jederzeit besteht.

Wer frühzeitig Vorsorge trifft, schützt sich und die

Familie vor finanziell existenzbedrohenden Risiken“,

so Prof. Zeidler.

21


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Biometrische Risiken:

Enormes Vertriebspotenzial für Versicherer

Beitrag von Frank Nobis,

Geschäftsführer,

Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP)

Angst ist ein schlechter Ratgeber – das ist kein Geheimnis.

Dennoch hat sie sich in der jüngsten Vergangenheit

besonders stark in der Finanzbranche ausgebreitet. Es

herrscht Unsicherheit, sowohl unter den Verbrauchern

als auch bei den Versicherungsgesellschaften. Bleibt

der Euro bestehen Welches Land steht als nächstes

vor einer möglichen Pleite Was passiert mit meinem

Geld bei einer erneuten Finanzkrise Fragen, die sich

viele Menschen gegenwärtig stellen. In Verbindung

mit einer Medienberichterstattung, die permanent

neue Hiobsbotschaften unters Volk bringt, bleiben die

Folgen auch für Versicherungsgesellschaften nicht aus.

So wundert es nicht, dass gerade die Sparte Leben Verluste

hinnehmen muss. Besonders stark betroffen sind

Policen rund um die Altersvorsorge. Riester lohne sich

nicht mehr, Rürup auch nicht, und die Privatrente erst

Recht nicht – heißt es vielerorts. Die Folge: Verbraucher

investieren nur noch widerwillig ihr Geld in reine

Altersvorsorge. Allerdings scheint sich ein anderer

Bereich in der Assekuranz überraschenderweise steigender

Beliebtheit zu erfreuen: Nämlich Policen rund

um die Absicherung biometrischer Risiken. Hierbei

handelt es sich um Risiken, die unmittelbar mit einer

versicherten Person bzw. einem Versicherungsnehmer

verknüpft sind. Dies sind: (vorzeitiger) Tod, Langlebigkeit,

Berufsunfähigkeit, Invalidität, Unfalltod, Unfallinvalidität,

schwere Erkrankungen, Pflegefall bzw. -bedürftigkeit.

begrenzt sich weitestgehend auf die Fachpresse – was

nicht zuletzt damit zusammen hängen dürfte, dass

biometrische Risiken bisher (noch) kein öffentlicher

Diskussionsgegenstand in der Politik waren. Parallel

scheint sich auch der Vertrieb von Versicherungsgesellschaften

entsprechend positioniert zu haben. Gerade

weil bei Versicherungsnehmern die Gelder nicht

mehr so locker sitzen, könnte das Argument lauten,

doch wenigstens die Hinterbliebenen oder die eigene

Arbeitskraft abzusichern – um zumindest ein Mindestmaß

an Sicherheit zu genießen.

Absicherung gegen Berufsunfähigkeit bleibt

einem ausgewählten Kreis vorbehalten –

Absicherung der Grundfähigkeiten nicht

Aus der Not eine Tugend machen

22

Nach Aussagen vieler Versicherer scheint die Absicherung

biometrischer Risiken bei Versicherungsnehmern

auf großes Interesse zu stoßen. Gründe hierfür

könnten sein: Im Gegensatz zur klassischen Altersvorsorge

in Form von Rentenversicherungen handelt es

sich hier nicht um „verbrannte Erde“. Bisher jedenfalls.

Die Medienberichterstattung zu dieser Absicherung

Quelle: © arztsamui - Fotolia.com


Berufsunfähigkeitsersicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Ein bestimmtes biometrisches Risiko, nämlich die Absicherung

gegen Berufsunfähigkeit (BU), ist eine der

wichtigsten Vorsorgemaßnahmen in jungen bzw. jüngeren

Jahren. Doch nicht jeder kommt in den Genuss,

seine Arbeitskraft versichern zu können. Gerade für

Personengruppen, die einen (hohen) gesundheitsgefährdeten

Beruf ausüben, ist eine BU schier unbezahlbar.

Erfreulicherweise hat sich an dieser Stelle in

den vergangenen Jahren bei den Versicherungsgesellschaften

einiges getan. Zwar ist die BU für diesen Personenkreis

nicht günstiger geworden, alternativ bietet

sich jedoch die Möglichkeit, die eigenen Grundfähigkeiten

abzusichern – also ebenfalls eine Risikoabsicherung,

die jedoch deutlich günstiger als eine BU ist. Zu

den Grundfähigkeiten zählen dabei: sehen, sprechen,

hören, gehen, sitzen, stehen etc. – die Einteilung erfolgt

dabei nach einem so genannten Fähigkeiten-Katalog.

Auf diese Weise können Berufstätige zumindest

ihre berufsbezogene wichtigste Grundfähigkeit entsprechend

absichern.

Mit der neuen Risikovorsorge-Beratung

IVFP stets auf der sicheren Seite

vom

Die Risikovorsorge-Beratung vom Institut für Vorsorge

und Finanzplanung ermöglicht es, die Absicherungslücke

für den Fall einer BU (Berufsunfähigkeit) bzw.

im Todesfall zu ermitteln. Die beiden Tools – Berufsunfähigkeits-

und Hinterbliebenenrechner – sind Bestandteile

des AltersvorsorgePLANER des IVFP, einer

Software, die je nach Bedarf eine begrenzte oder

ganzheitliche Vorsorgeberatung ermöglicht. Der BU-

Rechner verdeutlicht hierbei das existenzielle Risiko bei

Verlust der Arbeitskraft und zeigt auf, welche Lücken

für den Fall einer BU abgesichert werden sollten. Zu

Beginn der Beratung steht eine Vielzahl an Grafiken

zur Verfügung, mit denen Finanzberater unterschiedliche

verkaufsunterstützende Statistiken aufzeigen

können. Aus diesen geht beispielsweise hervor, was

die häufigsten Ursachen für eine BU sind. Außerdem

werden die Berufe aufgezeigt, die statistisch betrachtet

am gefährlichsten bzw. ungefährlichsten sind, wie

groß die Wahrscheinlichkeit ist, bis zum Rentenbeginn

berufsunfähig zu werden und wie der Versicherungsschutz

in deutschen Haushalten aufgeteilt ist. Anhand

des monatlichen Einkommens berechnet das BU-Tool

das Lebenseinkommen des Interessenten bis zum Ruhestandsbeginn

und zeigt ihm je nach angegebenem

Absicherungsbedarf die Absicherungslücke auf. Der

Interessent weiß jetzt, wie sich eine mögliche Arbeitsunfähigkeit

in absoluten Beträgen auswirken würde.

Besonders bei Berufseinsteigern können hier selbst

bei durchschnittlichen Einkommen mehrere Millionen

Euro „verloren“ gehen. So würde ein heute 25-Jähriger

mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von

2.500 Euro – bei einer unterstellten durchschnittlichen

Gehaltssteigerung von zwei Prozent bis zum Rentenbeginn

– über 1,9 Millionen Euro brutto verlieren,

wenn er nicht mehr arbeiten kann. Informationen zum

Einkommen dienen also dazu, die jeweiligen Lebensumstände

möglichst exakt abzubilden – eine wichtige

Voraussetzung, um optimal und vor allem individuell

beraten zu können.

Mit dem Hinterbliebenen-Rechner lässt sich der voraussichtliche

finanzielle Bedarf der Angehörigen ermitteln,

für den Fall, dass der Versicherungsnehmer

verstirbt – stets unter Berücksichtigung der bereits

vorhandenen Absicherung. Neben dem monatlichen

Versorgungsbedarf führt der Rechner abhängig von

der Abdeckungsdauer auch die empfohlene Todesfallsumme

auf. Grundlage bildet dabei das monatliche

Nettogehalt. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen

Witwen-/Waisenrente wird schließlich die Absicherungslücke

für die Hinterbliebenen ermittelt.

Am Ende des Beratungsprozesses besteht bei beiden

Tools die Möglichkeit, sich die Empfehlungen entsprechend

dokumentieren zu lassen.

www.vorsorge-finanzplanung.de

23


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Nur jeder 12. Bayer

rechnet damit berufsunfähig zu werden

Studie der Versicherungskammer Bayern deckt Irrtümer der

Bayern zur Berufsunfähigkeit auf

Berufsunfähig – und dann Viele Betroffene haben

nur geringe oder gar keine finanziellen Polster, auf

die sie zurückgreifen können. Sie sind im schlimmsten

Fall ein Leben lang auf die Unterstützung anderer

angewiesen. Ein Risiko, das viele immer noch

unterschätzen. „Nur jeder 12. Bayer schätzt das Risiko,

selbst einmal berufsunfähig zu werden als stark

erhöht ein. Tatsächlich scheidet jedoch jeder 4. Arbeitnehmer

vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen

aus dem Berufsleben aus“, sagt Barbara Schick, Mitglied

des Vorstands der Versicherungskammer Bayern.

Die Studie führte das Institut forsa im Auftrag

der Versicherungskammer Bayern durch. Insgesamt

wurden 500 in Bayern lebende Personen zwischen

18 und 45 Jahren zum Thema Berufsunfähigkeit befragt.

Mit ihrer Studie will die Versicherungskammer

Bayern für dieses Risiko sensibilisieren und hat als

regionaler Versicherer weitere Städte in Bayern und

der Pfalz in den Fokus genommen.

Irrtum 1: „Mich trifft es sowieso nicht“

Die Befragung hat gezeigt, dass nur jeder 12. Bayer

das Risiko, selbst einmal berufsunfähig zu werden,

als „stark erhöht“ einschätzt. Knapp die Hälfte

vermutet, dass maximal 10 Prozent der gesamten

Bevölkerung in Deutschland im Laufe ihres Arbeitslebens

berufsunfähig werden. Tatsächlich scheidet

jedoch jeder 4. Arbeitnehmer vorzeitig aus gesundheitlichen

Gründen aus dem Berufsleben aus.

Quelle: © styleuneed - Fotolia.com

Quelle: © Alexandr Mitiuc - Fotolia.com

Irrtum 2: „Mir reicht die gesetzliche Absicherung“

Nahezu ein Drittel der befragten Bayern glaubt, bei

einer Berufsunfähigkeit durch gesetzliche Leistungen

zwar knapp, aber ausreichend versorgt zu sein. Fakt

ist jedoch: Ein gesetzlicher Versicherungsschutz besteht

nur für die heute 52-Jährigen und Ältere. Für

alle nach dem 1. Januar 1961 Geborenen gibt es

keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung

mehr, sondern lediglich eine Erwerbsminderungsrente.

Um den Lebensstandard zu halten, reicht diese

aber nicht aus.

Irrtum 3: „Ich arbeite im Büro – da kann mir nichts

passieren“

Die deutliche Mehrheit der Befragten glaubt, dass

der eigene Beruf kaum Gefahren birgt, da sie keine

körperlich schwere Arbeit verrichten. Die Ursachen

für eine Berufsunfähigkeit sind aber vielfältig. An

erster Stelle nannten die befragten Bayern Erkrankungen

des Skelett- und Bewegungsapparats wie

Rückenleiden, gefolgt von Nervenkrankheiten oder

psychischen Ursachen wie Burnout und an dritter

Stelle Unfälle. Die Bayern haben erkannt, dass psychische

Erkrankungen eine der Hauptgründe für

eine Berufsunfähigkeit sind; überschätzt haben sie

hingegen die Bedeutung von Unfällen.

24


Berufsunfähigkeitsersicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Irrtum 4: „Ich bin noch jung – nur Ältere werden

berufsunfähig“

Fast jeder 2. Bayer schätzt, dass die Wahrscheinlichkeit

berufsunfähig zu werden, bei den 50-Jährigen

am größten ist. Längst ist nicht nur die ältere

Generation von Berufsunfähigkeit betroffen. 2010

waren laut Deutscher Rentenversicherung rund 40

Prozent der Leistungsbezieher einer Erwerbsminderungsrente

jünger als 50 Jahre. Nach Angaben der

Deutschen Aktuarvereinigung werden rund 40 Prozent

der heute 20- bis 40-Jährigen im Laufe ihres

Berufslebens einmal berufsunfähig.

Irrtum 5: „Ich habe gut vorgesorgt“

Nur jeder 3. Bayer rechnet bei einer Berufsunfähigkeit

mit erheblichen finanziellen Einbußen. Die Bayern

setzen vor allem auf ihre Ersparnisse sowie auf

eine Unfallversicherung. Aber nur in elf Prozent der

Fälle ist ein Unfall die Ursache für Berufsunfähigkeit.

Unfallversicherungen bieten somit nur einen

unzureichenden Schutz. Auch gesparte Mittel sind

bei Verlust eines regelmäßigen Einkommens schnell

verbraucht.

Irrtum 6: „Ich kann mir eine Berufsunfähigkeitsversicherung

nicht leisten“

Von den befragten Bayern, die kein Interesse am

Abschluss einer Versicherung haben, gibt jeder

Vierte an, dass die Versicherung zu teuer sei. Fakt

ist: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung deckt ein

hohes Risiko ab: Rund 1,4 Millionen Euro verdient

ein heute 40-Jähriger laut Statistischem Bundesamt

durchschnittlich in seinem Arbeitsleben.

Berufsunfähigkeit als „doppeltes Risiko“

Wenn die laufenden Einkünfte, verursacht durch eine

Berufsunfähigkeit, deutlich sinken, ist auch die Altersvorsorge

in Gefahr. Wer berufsunfähig wird, kann seinen

Lebensunterhalt nicht mehr selbstständig bestreiten

und gleichzeitig auch keine finanziellen Rücklagen

für seine Rentenphase bilden. Dies betrifft sowohl die

gesetzliche als auch die private Vorsorge. Die Berufsunfähigkeit

ist somit gleichsam ein doppeltes existenzbedrohendes

Risiko. Die Versicherungskammer Bayern

hat einen Bedarfsrechner eingerichtet www.versicherungskammer-bayern.de/berufsunfaehigkeit.

Er zeigt

das Risiko für eine Berufsunfähigkeit sowie den monatlichen

Vorsorgebedarf auf. www.vkb.de

Quelle: © Kurhan - Fotolia.com

25


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Alternativen zur

Berufsunfähigkeitsversicherung

Finanztest: Besser als nichts

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die erste

Wahl für jeden, der auf seine Arbeitskraft angewiesen

ist. Doch für diejenigen, die wegen Vorerkrankungen

keine Police mehr bekommen oder

den Beitrag nicht aufbringen können, sind alternative

Versicherungen besser als nichts. Für die Juli-

Ausgabe der Zeitschrift Finanztest hat die Stiftung

Warentest die wichtigsten Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

geprüft. Zur Auswahl

stehen Erwerbsunfähigkeitsschutz, Funktionsinvaliditätsversicherung,

Grundfähigkeitsversicherung,

Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease)

und private Unfallversicherung. Gerade für Selbstständige

kann der deutlich günstigere Erwerbsunfähigkeitsschutz

sogar sinnvoller sein als eine Berufsunfähigkeitsversicherung,

denn häufig zahlt die

Berufsunfähigkeitsversicherung sowieso erst, wenn

Selbstständige gar nicht mehr arbeiten können.

Und dann greift auch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Günstige Angebote gibt es zum Beispiel

von Europa, Interrisk und Aachener und Münchner

für einen Jahresbeitrag zwischen 600 bis 708 Euro

(Frau) und zwischen 556 und 666 Euro (Mann).

Bei der Diagnose Krebs, Alzheimer oder Multiple

Sklerose zahlt die Schwere-Krankheiten-Versicherung

nach Ablauf einer Karenzzeit eine vereinbarte

Summe. Im Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung

gibt es diese Summe auf einen Schlag

und nicht in monatlichen Raten. Angebote gibt es

für 1.300 bis 2.600 Euro im Jahr für den Finanztest-

Modellkunden bei einer Versicherungssumme von

300.000 Euro. Die ausführlichen Test- Alternativen

zur Berufsunfähigkeitsversicherung sind in der Juli-

Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter

www.test.de/thema/berufsunfaehigkeitsversicherung

veröffentlicht.

26

Quelle: © vege - Fotolia.com


Märkte analysieren

Chancen erkennen

Wertzuwächse sichern

www.janus-wa.de

Ein Unternehmen der SVF AG.

SVF Sachwert AG

Kurfürsten-Anlage 34

69115 Heidelberg

Tel.: +49 6221 | 539750

info@sachwertbeteiligung.de

www.sachwertbeteiligung.de


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

der Heidelberger Leben mit Bestnoten bewertet

Neues Produkt mit verbraucherfreundlichen Bedingungen

Die Heidelberger Lebensversicherung erweitert ihr

Angebot um eine Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

(SBU). Die beiden unabhängigen

Analysehäuser Franke & Bornberg sowie Morgen &

Morgen zeichneten das neue Produkt mit den Bestnoten

"FFF" beziehungsweise "5 Sterne" aus. Dieselbe

Bewertung hat die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

(BUZ) der Heidelberger Leben bereits.

Höchstbewertungen durch die Rating-Agenturen

bekam vor allem das verbraucherfreundliche Bedingungswerk

der SBU: Finanzielle Soforthilfe bei

bestimmten schweren Erkrankungen leistet die SBU

genauso wie weltweiten Versicherungsschutz. Die

Rente wird auch dann gezahlt, wenn die Berufsunfähigkeit

durch Pflegebedürftigkeit oder durch

altersbedingten Kräfteverfall verursacht wird. Des

Weiteren verzichtet die Heidelberger Leben auf

eine nachträgliche Erhöhung der Beiträge oder eine

Kündigung, wenn der Versicherungsnehmer unverschuldet

falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand

gemacht hat. Nach Paragraf 19 des Versicherungsvertragsgesetzes

wäre das erlaubt. Auf

Wunsch können finanzielle Einmalleistungen für

den Berufsunfähigkeitsfall vereinbart werden. Auf

die abstrakte Verweisung wird verzichtet. In den

Leistungen enthalten ist auch die sogenannte Infektionsklausel

für Human-, Zahn- und Tiermediziner.

Risiko-Vorabfrage per Telefon möglich

Die telefonische Risikoprüfung (Tele-Underwriting)

der Heidelberger Leben ist eine besondere Form des

Telefoninterviews, um die Gesundheitsfragen zuverlässig

und diskret mit dem Kunden zu klären. Speziell

geschulte Mitarbeiter begleiten den Kunden durch

die risikorelevanten Daten. Der Vermittler kann sich

auf seine Kernkompetenz konzentrieren und sichert

sich gegen potenzielle Haftungsrisiken ab.

Kundenfreundliche Lösungen bei Eintritt der

Berufsunfähigkeit

Der Ablauf bei Eintritt der Berufsunfähigkeit wurde

klar und verbindlich geregelt: Es gilt keine Meldefrist

für die Berufsunfähigkeit. Sie wird - auch bei verspäteter

Meldung - rückwirkend auf den Tag genau

anerkannt. Während geklärt wird, ob Anspruch auf

Berufsunfähigkeitsrente besteht, können Versicherte

die Beiträge zinslos aussetzen. Finanzielle Engpässe

werden so vermieden. Ferner werden die bei

Vertragsabschluss vereinbarten Leistungen ausgezahlt,

auch wenn die Rentenleistung durch Beitrags-

Dynamik höher ausfällt als das aktuelle Einkommen.

Qualitätsanbieter auch für

biometrischen Risiken

Quelle: © eyeami - Fotolia.com

"Mit unserer neuen SBU," so Thomas Bahr, Vorstandsvorsitzender

der Heidelberger Leben, "setzen

wir unsere Strategie fort, Lebensrisiken mit ausgezeichneten

und kundenorientierten Lösungen abzusichern

und so unsere Position bei Kunden und

Vermittlern auszubauen." Als Spezialist für fondsgebundene

Altersvorsorge mit und ohne BUZ-Baustein

ist das Unternehmen auf dem Markt eine feste Größe.

Ihren 5R-Qualitätssicherungsprozess bezeichnete

die Ratingagentur Assekurata jüngst als "ein

bewährtes Verfahren, um eine hohe Qualität der

angebotenen Fonds sicherzustellen". www.heidelberger-leben.de

28


obustus privileg

ENDLICH

in einem Produkt vereint.

robustus privileg – Die Traumhochzeit aus Versicherung und Immobilie.

robustus privileg ist Vorreiter einer völlig neuen Anlageklasse. Die Immobilienpolice verbindet die größtmögliche

Sicherheit und den weitestgehenden Inflationsschutz von Immobilien mit der hohen Flexibilität

einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Anleger profitieren von überdurchschnittlichen Renditechancen,

flexiblen Laufzeiten sowie von attraktiven Steuervorteilen, einem starken Hinterbliebenenschutz

und sehr günstigen Erbregelungen.

Alle Informationen zu robustus privileg und einen persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden

Sie unter www.robustus-gmbh.com

robustus GmbH

Breitenbachstraße 23 • D-13509 Berlin

Telefon +49 (0) 30.41749868550

E-Mail info@robustus-gmbh.com


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung

WWK BioRisk

optimiert Berufsgruppeneinstufung

Versicherungsschutz gegen die finanziellen Risiken bei

Verlust der Arbeitskraft jetzt noch attraktiver

Die WWK Lebensversicherung a. G. hat ihr Angebot

im Bereich des Versicherungsschutzes vor dem Verlust

der Arbeitskraft noch attraktiver gestaltet. Mit

Gültigkeitsdatum 1. April 2012 wird die Produktlinie

WWK BioRisk mit weiteren Produktfeatures angereichert.

Wesentlicher Bestandteil ist dabei eine modifizierte

Berufsgruppeneinstufung. Zahlreiche Berufe

können nun deutlich günstiger abgesichert werden.

Zudem wurde die Grundfähigkeitsversicherung für

körperlich anstrengende Berufe als hervorragende

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung positioniert

und eine neue Wechseloption für Schüler

und Studenten geschaffen.

Optimierte Berufsgruppeneinstufung

Die WWK hat die Berufsgruppeneinstufung weiter

optimiert und für die Kunden individualisiert. So

konnte der Nettobeitrag für zahlreiche Berufe um

rund 40 Prozent gesenkt werden. Zudem können

durch Zusatzparameter, wie Personalverantwortung

oder Gehaltsangaben viele überwiegend im Büro

tätige Menschen nun in die günstigste Berufsgruppe

eingestuft werden, unabhängig ob Akademiker

oder nicht. In den im Versicherungsmarkt gängigen

Vergleichsportalen wie beispielsweise MORGEN &

MORGEN, Franke & Bornberg und Softfair wird die

Systematik der WWK entsprechend berücksichtigt.

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

Grundfähigkeitspaket Plus

Noch attraktiver gestaltet wurde die Grundfähigkeitsversicherung.

Neben noch kundenfreundlicher

formulierten Bedingungen kann nun auch das

Grundfähigkeitspaket Plus optional eingeschlossen

werden. Dieses umfasst vor allem für körperlich tätige

Berufstätige relevante, zusätzliche Leistungsauslöser,

sowie eine Todesfallleistung in Folge eines Arbeitsunfalls.

Die WWK Grundfähigkeitsversicherung

bietet damit für alle Berufe mit körperlicher Tätigkeit

eine echte Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung,

bei deutlich günstigerem Beitrag.

Neue bedarfsgerechte Wechseloptionen für

Schüler und Studenten

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Schüler

und Studenten oft zu teuer und nicht risikoadäquat.

Die WWK bietet Schülern und Studenten, die sich

durch eine selbstständige Grundfähigkeits- oder

Erwerbsunfähigkeitsversicherung frühzeitig zu günstigen

Beiträgen absichern wollen, die Möglichkeit

bei Vertragsabschluss eine Wechseloption einzuschließen.

Sie können damit bei Berufseintritt bis

zum 31. Geburtstag ohne erneute Gesundheitsprüfung

in eine Berufsunfähigkeitsversicherung Komfort

wechseln. Versichert wird dann der tatsächliche

Beruf. Für den Einschluss der Wechseloption wird

kein Mehrbeitrag erhoben. Die Produktlinie WWK

BioRisk ist am Markt bislang einzigartig. Vier Versicherungen

bieten die Möglichkeit modularen Versicherungsschutz

mit entsprechend differenziertem

Prämienniveau zu wählen.

Quelle: © Bertold Werkmann - Fotolia.com

30


Berufsunfähigkeitsersicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Berufsunfähigkeitsversicherung Komfort

Der Top-Schutz. Für Kunden geeignet, die ihr Einkommen

nur in dem ausgeübten Beruf erzielen können

bzw. möchten.

Berufsunfähigkeitsversicherung Basis

Der Basisschutz. Für Risikoberufe, Berufseinsteiger

und Kunden, die ihr Einkommen auch in vergleichbaren

Berufen erzielen können oder möchten.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung Komfort

Günstige Absicherung der „Arbeitskraft“ bzw. „Erwerbsfähigkeit“.

Besonders für Selbstständige und

Erwerbstätige in Risikoberufen ist diese Absicherung

sehr wichtig.

Grundfähigkeitsversicherung Komfort

Die kostengünstige Grundvorsorge. Auch für

Selbstständige und Personen mit Vorerkrankungen

geeignet.

Höchste Qualitätsansprüche trotz attraktiven Prämienniveaus

und differenzierter Leistungen. Das ist

der Anspruch der WWK BioRisk. Bestnoten von den

Ratingagenturen Franke & Bornberg und Morgen &

Morgen, sowie Testsiege in diversen Verbraucherzeitschriften,

bezeugen diese herausragenden Qualität.

Damit das so bleibt, wird die Produktlinie stets

auf dem aktuellsten Stand gehalten und weiter optimiert.www.wwk.de

Die Stuttgarter stellen keine Fragen:

Berufsunfähigkeitsabsicherung ohne Gesundheitsprüfung

Eine Rentenversicherung der Stuttgarter ist die optimale

Vorsorge für einen komfortablen Lebensstandard

im Alter. Aber was passiert im Falle einer

Berufsunfähigkeit Zahlungsschwierigkeiten sind

die Folge. Deshalb ist die Absicherung der Altersvorsorge

durch eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit

außerordentlich wichtig. Kunden der

Stuttgarter profitieren dabei ab jetzt von einem vereinfachten

Antragsprozess, denn sie müssen keine

Gesundheitsfragen mehr beantworten. Versicherte

können die neue Zusatzversicherung „BUZ-B

Xpress“ zu den Stuttgarter Rententarifen hinzuwählen.

Die Stuttgarter zeigen sich mit dieser Neuerung

als moderner und dynamischer Versicherer, der aktiv

auf die Erfordernisse des Marktes eingeht.

Mit dieser neuen BUZ-Beitragsbefreiung beschleunigt

sich der Antragsprozess erheblich, denn es sind

keinerlei Gesundheitsfragen und keine Fragen nach

sonstigen Risiken zu beantworten. Nur seinen Be-

Quelle: © by-studio - Fotolia.com

ruf muss der Versicherte angeben. Die Wartezeit

beträgt drei Jahre, ist die Berufsunfähigkeit durch

einen Unfall verursacht, entfällt sie komplett. Die

Vorteile für Vermittler und Kunden liegen auf der

Hand: Die Stuttgarter BUZ-B Xpress übernimmt im

Fall der Berufsunfähigkeit die Beiträge zur Rentenversicherung,

der Makler profitiert von einem deutlich

schlankeren Verkaufsprozess und der Kunde

kann sich seine Altersvorsorge auch für den Fall einer

Berufsunfähigkeit sichern.

Kunden können die BUZ-B Xpress ohne Gesundheitsprüfung

zu folgenden Stuttgarter Tarifen

31


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Berufsunfähigkeitsersicherung / Grundfähigkeitsversicherung

wählen: BasisRente, DirektRente, FlexRente, Gesundheitskonto

sowie in der betrieblichen Altersversorgung.

Sie ist pro Person bei allen Rententarifen

generell bis zu einem monatlichen Höchstbeitrag

der Hauptversicherung von 250 Euro wählbar, in der

bAV sind höhere Maximalbeiträge der Hauptversicherung

möglich.

Klaus-Peter Klapper, Leiter Produkte und Software,

ist überzeugt: „Mit der innovativen BUZ-B Xpress

gehen wir aktiv und lebensnah auf die realen Bedürfnisse

der Menschen ein. Wir beweisen damit

erneut, dass wir unsere Werte Modernität und Dynamik

als hohe Kundenorientierung verstehen und

unsere Produktentwicklung an den Bedürfnissen

des Marktes ausrichten. Wir verfolgen damit konsequent

unsere über 100-Jährige Tradition, auf die wir

besonders stolz sind.“

Die BUZ-B Xpress auf einen Blick BUZ-B Xpress gilt

für alle Rentenversicherungen ohne Gesundheitsprüfung

(außer Riesterrente).

• Keine Fragen zur Gesundheit

• Keine Fragen nach Hobbys

• Wartezeit: 3 Jahre

• Unfallbedingte BU: Wartezeit entfällt

• Höchsteintrittsalter: 51 Jahre

• Mindestversicherungsdauer: 12 Jahre

• Dynamik: 5 % des zuletzt gezahlten Beitrages

• Höchstbruttobeitrag je Person:

• 250 € monatlich

• Direktversicherung: 4 % der BBG plus ggf.

1.800 € p.a.

• Rückdeckungsversicherung: 4 % der BBG plus

1.800 € p.a.

www.stuttgarter.de

Unfallversicherung: Dread Disease Komponente

DOMCURA Dread Disease

schließt finanzielle Versorgungslücke

Im Rahmen der Dread Disease Komponente der

DOMCURA Unfallversicherung gelten die schweren

Krankheiten Herzinfarkt, Schlaganfall und fortgeschrittene

Krebserkrankung als mitversichert.

Nicht selten haben diese Krankheiten eine Dauer,

die über den Zeitraum der Lohnfortzahlung durch

den Arbeitgeber deutlich hinausgeht. Für den einzelnen

kann in der Folge ein beachtlicher Kapitalbedarf

erwachsen. Fakt ist: Die gesetzliche Krankenkasse

zahlt gewöhnlich ein beitragspflichtiges

Krankengeld von 70 Prozent des letzten monatlichen

Bruttoentgelts, aber höchstens 90 Prozent

des letzten vollen monatlichen Nettoeinkommens -

für eine Dauer von höchstens 78 Wochen in einem

Dreijahreszeitraum. Die Leistungen aus der Dread

Disease Komponente können hier für eine erheb-

liche finanzielle Entlastung sorgen.

Führt man sich vor Augen, wie viele Personen allein

in 2010 wegen einer Krebserkrankung vollstationär

in einem Krankenhaus aufgenommen,

behandelt und wieder entlassen wurden, erkennt

man die Bedeutung einer entsprechenden privaten

Absicherung: Das Statistische Bundesamt meldet

aktuell rund 1,5 Mio. erkrankte Patientinnen und

Patienten bundesweit. Im Rahmen der DOMCURA

Dread Disease Komponente kann eine Versicherungssumme

von 5.000, 10.000, 15.000, 20.000

oder 25.000 EUR vereinbart werden. Für Nichtraucher

wartet das Produkt mit einer ganz besonders

günstigen Prämie auf.

www.domcura.de

32


ALLES KOSTENFREI!

3. HAUPTSTADTMESSE DER VERSICHERUNGS- UND FINANZDIENSTLEISTERBRANCHE

Donnerstag, 11. Oktober 2012 | 9.00 – 18.00 Uhr | Estrel Hotel Berlin

DIE HÖHEPUNKTE DER 3. HAUPTSTADTMESSE

DIE HAUPTSTADTMESSE IN BERLIN ist der

Pflichttermin für alle Versicherungsvermittler

und Finanzdienstleister. In Europas größtem

Convention Center können Sie die Maklerbetreuer

aller wichtigen Produktgeber und das

Team der Fonds Finanz persönlich treffen und

Ihre Kontakte vertiefen.

Alle wichtigen Versicherungen, Fondsgesellschaften,

Emissionshäuser, Banken und Bausparkassen

Maklerbetreuer vor Ort

Über 50 Workshops und Vorträge mit Hans D. Schittly,

Gerhard Pscherer, Hagen Engelhard u. v. a.

Kostenfreie Anmeldung unter

www.hauptstadtmesse.de

Top-Themen 2012: Unisex, Neukundengewinnung,

Bestandskundenterminierung

Spezialforum: Ihr Weg in die

Unabhängigkeit

Starredner: Walter Riester,

Bundesminister a. D.

Exklusive Messeparty

Walter Riester

Besuchen Sie uns auf Facebook:

www.facebook.com/fondsfinanz

www.fondsfinanz.de


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Krankenzusatzversicherungen

Neue BBV-Zahnzusatzversicherung

mit Spitzenposition bei Waizmann-Ranking

BBV-Zahnzusatzversicherung V.I.P. dental Prestige

ist 2. Leistungssieger bei dem bekannten Vergleich von

154 Zahn-Zusatzversicherungen

Die Bayerische Beamten Versicherungen (BBV) erzielt

mit ihrem neuen Zahn-Zusatztarif V.I.P. dental

Prestige den 2. Platz im aktuellen Leistungs-Ranking

des führenden deutschen Online-Vergleichsportals

www.waizmanntabelle.de unter 154 bewerteten

Zahnzusatzversicherungen. Wenn die hohen

Leistungen mit den günstigen Prämien ins Verhältnis

gesetzt werden, belegt der neue BBV Dental Prestige

in Tests regelmäßig Spitzenplätze. Die Platzierung

ist abhängig vom jeweiligen Eintrittsalter und Geschlecht.

Das individuelle Preis-Leistungsverhältnis

kann jeder sofort für sich überprüfen. Interessenten,

die eine Berechnung auf www.waizmanntabelle.de

starten, erhalten schnell und kostenlos die für Alter,

Geschlecht und Zahnzustand besten Preis-/Leistungssieger

individuell errechnet.„Wir freuen uns

über dieses exzellente Qualtitätsurteil“, sagt Martin

Gräfer, Vorstand Service und Vertrieb der BBV. “Das

ist eine Bestätigung für uns, dass wir mit unseren

V.I.P.-Lösungen ein besonders attraktives Verhältnis

von Preis und Leistungen am Markt bieten.“

Die wissenschaftlich fundierte Bewertungsmethode

von Hans Waizmann findet deutschlandweit

Akzeptanz - rund 75 Prozent aller Zahnärzte und

Versicherungsmakler nutzen sie zur Patienten- und

Verbraucherinformation. Der WaizmannWert gibt

an, wie viele Eigenanteile nach GKV-Erstattung für

genau definierte zahnärztliche Behandlungen (Gesamtwert

4.970 Euro) in-nerhalb von vier Jahren

von einer Zahnzusatzversicherung erstattet werden

können. Im Fall des V.I.P. Dental Prestige beläuft sich

diese Erstattung auf 4.622,10 Euro (93 Prozent).

Um die BBV- Produktlinie V.I.P. dental mit günstigen

Beiträgen anbieten zu können, basiert die Kalkulation

auf dem Prinzip der Schadenversicherung. Die

Kunden zahlen, je jünger Sie sind, umso niedrigere

Beiträge, die ihrem individuellen Risiko entsprechen.

www.bbv.de

Quelle: © Thomas Hecker - Fotolia.com

34


Krankenzusatzversicherungen | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Focus-Money testet Zusatzversicherungen

CSS gehört zu den besten Zusatzversicherungen

ambulante Leistungen

Der CSS.flexi mit den Bausteinen Gesundheit plus

und Heilpraktiker zählt zu den besten Zusatzversicherungen

für ambulante Leistungen, so der aktuelle

Produkttest im Bereich Krankenzusatzversicherungen

von Focus-Money. In der Ausgabe 25/2012

hat Focus-Money mit dem Analysehaus Franke und

Bornberg Krankenzusatzversicherungen unter die

Lupe genommen. Dabei wurden Tarife mit und

ohne Zahnleistungen unterschieden. Zu den besten

Tarifen ohne Zahnleistungen gehört der CSS.

flexi mit den Bausteinen Heilpraktiker und Gesundheit

plus. Einzigartig in Deutschland ist das Baukastensystem,

nachdem die CSS Versicherung AG ihren

Tarif anbietet. „Mit den sechs leistungsstarken

Bausteinen des CSS.flexi können unsere Kunden

ihren Versicherungsschutz ganz nach ihren persönlichen

Bedürfnissen zusammenstellen. Das Testergebnis

von Focus-Money belegt einmal mehr die

Verlässlichkeit und die Flexibilität unserer Krankenzusatztarife“,

betont Beat Moll, Vorstandsvorsitzender

der CSS Versicherung AG.

Gesundheit plus – Krankheiten dank ausgezeichneter

Vorsorge frühzeitig erkennen

Das deutsche Gesundheitswesen gehört zu einem

der besten weltweit. Um Krankheiten bereits

frühzeitig zu erkennen, werden Vorsorgeuntersuchungen

immer wichtiger. Doch nicht alle Früherkennungsuntersuchungen

werden von den gesetzlichen

Krankenkassen bezahlt. Häufig muss der

Patient die Kosten aus eigener Tasche finanzieren.

So zum Beispiel bei Ultraschalluntersuchungen der

inneren Organe oder umfassenden Blutbildern,

die Aufschluss über Dysfunktionen oder Krankheit

geben könnten. Im Jahr 2008 starben in Deutschland

215.440 Menschen an Krebs, die Tendenz

ist steigend (Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum).

Die gesetzlichen Kassen übernehmen

für Frauen ab dem Alter von 50 bis 69 Jahren das

Mammographie-Screening. Die Kosten für Darmspiegelungen

werden erst ab 55 Jahren gezahlt.

Um Prostatakrebs vorzubeugen, übernehmen die

Quelle: © teracreonte - Fotolia.com

Krankenkassen die Kosten der Vorsorgeuntersuchung

ab dem Alter von 45 Jahren. Der Tarif CSS.

flexi mit dem Baustein Gesundheit plus trägt die

Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, wie Sonographie

zur Brustkrebsfrüherkennung, Ultraschalluntersuchungen

zur Früherkennung von Prostatakrebs

oder Blutuntersuchungen, zu 100 Prozent.

Sanfte Heilmethoden schonen die Gesundheit

Akupunktur, Shiatsu und Homöopathie zählen zu

den Naturheilverfahren, die meist von den gesetzlichen

Kassen nicht übernommen werden, aber

durchaus bei Patienten beliebt sind. Der CSS.flexi

mit dem Baustein Heilpraktiker springt für die

Kosten zu 80 Prozent ein. Bei Rückenschmerzen,

Niedergeschlagenheit oder Einschlafstörungen

können alternative Heilmethoden zur Genesung

beitragen. Wer neben Vorsorge- und Heilpraktikerleistungen

auch etwas für seine Zahngesundheit

tun möchte, kann im Tarif CSS.flexi zusätzliche

Module auswählen. Weitere Wahlmöglichkeiten

umfassen die Bausteine Zahnersatz top, Zahnersatz

extra, Zahnersatz basis oder Zahnbehandlung.

www.cssversicherung.com

35


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Krankenzusatzversicherungen

Die Tücken der Zahn-Zusatzversicherungen

ERGO Direkt baut vor der Leistungsgewährung

unzumutbaren Bürokratie-Berg auf

- sagt der Spezial-Informationsbrief versicherungstip

Mit Sprüchen wie „Die Zahn-Zusatzversicherung,

mit der Sie wie ein Privatpatient behandelt werden“

animieren Krankenversicherer den Verbraucher

zum Abschluss von Zusatzversicherungen an ihrem

persönlichen Versicherungsvermittler vorbei. Der

Düsseldorfer Informationsbrief 'versicherungstip'

weist darauf hin, dass die Einsparung der Provision

ihren Preis hat. Sie kann den Verbraucher zu folgenschweren

Missverständnissen führen. Welcher

Verbraucher liest schon aus der Formulierung, dass

der „implantat-getragene Zahnersatz“ versichert

ist, die eigentliche Aussage, dass Implantate eben

nicht versichert sind Laut ′versicherungstip’ besteht

bei Direktversicherungen immer die Gefahr, dass der

Verbraucher online ein Produkt mit eingeschränkten

Leistungen einkauft bzw. fehlende Leistungen eben

gar nicht erkennt. Nach der Beratung durch einen

Versicherungsvermittler wäre der Verbraucher

aufgeklärt gewesen, und ihm wären böse Überraschungen

erspart geblieben.

So benutzt der Versicherungskonzern Ergo in der

Werbung für eine seiner Direktversicherungen die

unklaren Formulierungen der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Gerade weil die Ergo mit einer millionenschweren

Kampagne „Versichern heißt verstehen“

suggeriert, dass der Verbraucher so informiert

werde, dass der alles versteht, muss Ergo auch dem

Verbraucher die Begrifflichkeiten aus der GKV erläutern,

meint der ´versicherungstip’. Aber das macht

Ergo nicht. Da werde zum Beispiel beim Tarif ZEF

geworben mit „Verdoppelung der Festzuschüsse Ihrer

Krankenkasse bei Zahnersatz bis zu 100 Prozent

der Gesamtrechnung“ oder „Anspruch auf Leistung

ohne Wartezeit“ oder „Keine Altersbegrenzung“.

Erst im Kleingedruckten erfahren die Verbraucher,

dass die Leistungen in den ersten vier Jahren höchst

eingeschränkt sind. Dazu erklärte die Ergo: „Wir

verzichten bei diesem Tarif auf die sonst üblichen

Gesundheitsfragen bei der Antragstellung. Das gibt

den Kunden den Vorteil, dass auch Personen mit

mehreren fehlenden Zähnen Versicherungsschutz

bei uns erhalten können. Bei anderen Gesellschaften

und Tarifen mit Gesundheitsfragen werden Anträge

von diesen Personen in der Regel nicht angenommen.

Diese Erleichterung für den Verbraucher bedeutet

für den Versicherer jedoch eine Erhöhung

des Risikos. Und dieses Risiko müssen wir – auch im

Sinne der Versichertengemeinschaft – entsprechend

ausgleichen.“

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

Als bürokratischen Fallstrick bezeichnen die Düsseldorfer

Experten, dass bei Vertragsabschluss vom

Versicherten keine Bescheinigung verlangt werde

über die alles entscheidende Geschäftsgrundlage

des Vertrages, nämlich den Status quo seiner Zähne

zum Versicherungsbeginn. Will sich der Patient

nach 4, 6 oder 10 Jahren zum Beispiel entstandene

Zahnlücken durch Implantate füllen lassen, wird

vom ihm verlangt, dass er nachweisen soll, wann

die einzelnen Zähne extrahiert wurden. Dazu meint

die Ergo: „Im Leistungsfall benötigen wir die Angaben,

seit wann die jetzt zu ersetzenden Zähne fehlen

und ob dieser Bereich, falls die Entfernung vor

Versicherungsbeginn stattfand, zum Zeitpunkt des

Versicherungsbeginns mit Zahnersatz versorgt waren.

Diese Angaben sind durch den Zahnarzt zu machen.

Das funktioniert nach unserer Erfahrung völlig

problemlos – auch im Falle eines zwischenzeitlichen

Zahnarztwechsels ... selbst wenn ein Patient häufig

den Zahnarzt wechseln sollte, kann er die Unterlagen

problemlos per Telefon bei dem Zahnarzt anfordern

- schließlich ist der Zahnarzt verpflichtet, die

Unterlagen mindestens 10 Jahre aufzubewahren.“

36


Krankenzusatzversicherungen | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Was aber in der Theorie wie ein Klacks klingt, wird

in der Praxis nicht selten zur Nervenprobe für den

Patienten. Wie sollen die von ihm zugunsten eines

Konkurrenten verschmähten Ärzte dazu bewegt

werden, in ihren uralten Akten ohne Honorierung

des Zeitaufwandes nachzuschauen, wann sie denn

welche Zähne gezogen haben, auch wenn sie gesetzlich

zur Aufbewahrung der Akten verpflichtet

sind

„Ergänzt man all diese gezielten Hürden mit den

weiterhin im Kleingedruckten stehenden Bedingungen,

zum Beispiel dass der Versicherte den

Nachweis zu führen hat, dass die Maßnahme ´medizinisch

notwendig´ ist, ihm ´angeraten´ sein muss

(er also eine Bescheinigung des Zahnarztes vorlegen

muss) und dass für diese Maßnahme ein von

der gesetzlichen Krankenversicherung anerkannter

Leistungsanspruch besteht (Versicherungsfall), dürfte

mit Sicherheit feststehen, dass unzählige Patienten

lieber vor diesem Bürokratie-Berg kapitulieren

als endlos dem Privatpatient-Gefühl nachzujagen“,

Quelle: © Kzenon - Fotolia.com

zieht Dipl.-Ing. Dipl.-Oen. Erwin Hausen vom Düsseldorfer

Informationsbrief 'versicherungstip' sein

Fazit. „Statt scheinbar preisgünstig Online bei einem

Direktversicherer abzuschließen, sollte der Weg zu

einem neuen Vertrag über einen Versicherungsmakler

oder -vertreter führen. Der klärt im Vorfeld über

die tatsächlich abgesicherten Leistungen auf und

steht dann auch im Schadenfall bei der Bewältigung

des Formular-Wustes bei“, so der Tipp des Experten.

www.markt-intern.de

Stationäre Zusatzpolicen im Test

Rang 1 für uniVersa bei Focus-Money

Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat in der

Ausgabe 28/2012 in Zusammenarbeit mit der

Ratingagentur Franke & Bornberg stationäre Zusatzpolicen

von insgesamt 33 privaten Krankenversicherern

unter die Lupe genommen und dabei

die besten Tarife für Männer und Frauen ermittelt.

Anhand von 14 Tarifmerkmalen wurden die

Leistungen detailliert geprüft. Neben den Versicherungsbedingungen

wurde auch die Höhe der Beiträge

für Männer und Frauen im Alter von 30, 40

und 50 Jahren bewertet. Die uniVersa erreichte mit

dem Tarif SZ II sowohl in der Kategorie „Top-Tarife

Männer 2-Bett-Zimmer“ als auch in der Kategorie

„Top-Tarife Frauen 2-Bett-Zimmer“ den 1. Rang

mit der Gesamtnote von 1,5 - der Höchstbewer-

tung in der untersuchten Kategorie.

Erst vor kurzem wurde der Tarif bereits bei einem

Vergleich der Wirtschaftswoche zum Testsieger

„Preis-Leistungs-Verhältnis“ ausgezeichnet. Als

Besonderheit wird bei der uniVersa nicht nur eine

bessere Unterbringung mit Chefarztbehandlung

bezahlt, sondern auch anfallende Mehrkosten

übernommen, falls der Versicherte eine Spezialklinik

aufsucht. Zudem erfolgt bei medizinischer

Notwendigkeit keine Begrenzung auf die Höchstsätze

der Gebührenordnung. Für eine „Kapazitäten-Operation"

werden sogar individuell getroffene

Honorarvereinbarungen bis zum 5fachen Satz

der Gebührenordnung erstattet. www.universa.de

37


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Krankenzusatzversicherungen

OEKOTEST Juli 2012

Janitos Zahnzusatzversicherung JA dental plus erreicht

2.Rang

83 Tarife im Test

In der Zeitschrift ÖKOTEST, Ausgabe Juli 2012, errang

die Janitos Zahnzusatzversicherung JA dental

plus einen hervorragenden 2. Rang und platzierte

sich damit unter den wenigen leistungsstarken Tarifen

auf den vorderen Plätzen. Bewertet wurden

die Tarife an Hand von Kosten, die im zweiten

oder im vierten Versicherungsjahr für zwei Zahnreinigungen,

zwei Keramikinlays, einer Goldkrone,

zwei Keramikkronen, ein Implantat, zwei Kunststofffüllungen

und eine Wurzelkanalbehandlung

eingereicht wurden. Besonderheit im Test war

also, dass nicht nur die Erstattung im ersten Jahr

bzw. die Obergrenzen für die Erstattung berücksichtigt

wurden, sondern vor allem der Verlauf der

Erstattung über die ersten vier Versicherungsjahre.

Hier konnte der Tarif JA dental plus mit ihrer

kundenfreundlichen Zahnstaffel punkten. Nicht

berücksichtigt wurde im Test, dass Kunden durch

das Führen eines Bonusheftes die Erstattung weiter

erhöhen können. www.janitos.de

AXA Krankenversicherung

mit neuer Zahnvorsorge

Zusatzschutz für jeden Kundenbedarf

Die AXA Krankenversicherung hat ihr Produktangebot

im Bereich Zahnzusatzversicherung deutlich

verbessert. Mit der neuen Produktreihe Zahnvorsorge

DENT, Zahnvorsorge DENT Komfort und

Zahnvorsorge DENT Premium bietet AXA von der

Basisversorgung bis hin zum hochwertigen Rundum-Schutz

für jeden Bedarf eine entsprechende

Absicherung. "Es ist schon lange kein Geheimnis

mehr, dass Zahnarztbesuche schnell sehr teuer

werden können. Besonders im Bereich Zahnersatz

gibt es nur noch einen geringen Zuschuss und der

Patient bleibt in der Regel auf den hohen Kosten

sitzen", so Thomas Michels, Vorstand der AXA

Krankenversicherung. "Uns war es wichtig, unseren

Kunden mit der neuen Produktlinie eine bedarfsgerechte

Lösung zur Absicherung dieser Zusatzkosten

zu bieten." Besonders die Tarife DENT

Komfort und DENT Premium bieten ein großes

Leistungsspektrum mit hohen Erstattungen bis

Quelle: © Jocky - Fotolia.com

teilweise 100 Prozent. Sie enthalten Leistungen sowohl

für Zahnersatz und Inlays als auch für Zahnbehandlung,

Prophylaxe und Kieferorthopädie. Der

Tarif DENT wurde speziell für preisorientierte Kunden

entwickelt. Trotz seines geringen Beitrags bietet

er eine solide Leistung und kann individuell um

die Bausteine DENT Inlay und DENT Smile erweitert

werden. www.axa.de

38


Krankenzusatzversicherungen | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Neues Kombiprodukt DOMCURA pro care

bietet umfassende Absicherung

Ambulante-Zusatzversicherung, Stationäre- Zusatzversicherung,

Zahnzusatz-Versicherung, Krankentagegeld-Versicherung

und Schwere Krankheiten-Versicherung

Die Kieler DOMCURA AG führt derzeit ein neues

Kombiprodukt am Markt ein. Es heißt DOMCURA

pro care und setzt sich zusammen aus den Bausteinen

Ambulante-Zusatzversicherung, Stationäre-

Zusatzversicherung, Zahnzusatz-Versicherung,

Krankentagegeld-Versicherung und Schwere Krankheiten-

Versicherung. Mit DOMCURA pro care wird

die Absicherung auf ein neues Niveau gehoben, der

Versicherungsschutz präsentiert sich breit gefächert

– dafür stehen exemplarisch folgende Highlights:

Die Ambulante-Zusatzversicherung, welche in den

Varianten KOMFORT- und TOP-Schutz angeboten

wird, enthält eine 100-prozentige Kostenübernahme

der vorgesehenen gesetzlichen Zuzahlungen für

Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel sowie einen

Auslandsreisekrankenschutz für acht Wochen. Außerdem

wird im TOP-Schutz die Praxisgebühr bis

40,00 EUR pro Jahr übernommen. Im Rahmen der

Stationären- Zusatzversicherung hat der Versicherungsnehmer

die Möglichkeit, einen Tarif für ein

Einbettzimmer zu wählen und sich wahl- oder belegärztliche

Behandlung zu sichern.

Bei der Zahnzusatz-Versicherung sind insbesondere

die Leistungen für aufwendige und hochwertige

Implantat- Versorgungen zu erwähnen. Der Tarif

bietet maximalen Schutz in den Bereichen Zahnvorsorge,

Zahnbehandlung, Zahnersatz und kieferorthopädische

Maßnahmen. Eine Anpassung des

Tagegeldes bei Erhöhung des Nettogehaltes ohne

erneute Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit

gibt es im Zuge der Krankentagegeld- Versicherung.

Quelle: © psdesign1 - Fotolia.com

Des Weiteren sticht hier heraus, dass es nur eine

Gesundheitsfrage gibt, der Versicherer auf das ordentliche

Kündigungsrecht verzichtet und eine Entbindungspauschale

berücksichtigt ist. Abgerundet

wird das Kombiprodukt DOMCURA pro care mit der

Versicherung für Schwere Krankheiten. Hier wird im

Leistungsfall - also bei Schlaganfall, Herzinfarkt oder

fortgeschrittener Krebserkrankung – eine vertraglich

vereinbarte Summe fällig. Mit der Markteinführung

von DOMCURA pro care unterstreicht die AG

einmal mehr ihre Innovationskraft. Das Kieler Unternehmen

liefert seinen Vertriebspartnern hiermit

ein Produkt, das aufgrund seiner erstklassigen Bedingungen

die Vermittlerhaftung auf ein Minimum

reduziert. www.domcura.de

Quelle: © Alexandr Mitiuc - Fotolia.com

39


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Betriebliche Krankenversicherung

Betriebliche Krankenversicherung

mit vielen Highlights

Unkomplizierter Eintritt für Arbeitnehmer

Die Württembergische Krankenversicherung AG, ein

Unternehmen des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot

& Württembergische (W&W), hat ihre Produktpalette

um die betriebliche Krankenversicherung ohne

Wartezeiten und mit vereinfachter Gesundheitsprüfung

zu einem günstigen Beitrag erweitert – und

das bereits in Firmen ab fünf Mitarbeitern.

Die betriebliche Krankenversicherung wird für Unternehmen

immer wichtiger. Qualifiziertes Fachpersonal

zu finden und langfristig zu binden, gestaltet

sich auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt immer

schwieriger. Viele Mitarbeiter wünschen sich einen

Mehrwert, der über das monatliche Gehalt hinausgeht.

Die arbeitgeberfinanzierte Gesundheitsvorsorge

ist eine kostengünstige Mehrleistung des

Arbeitgebers und als Betriebsausgabe absetzbar.

Bis zu einem monatlichen Beitrag von 44 Euro sind

die Sachzuwendungen sogar steuer- und sozialversicherungsfrei.

Die einfache Implementierung und

ein einheitlicher Beitrag, durch Unisex-Tarife in drei

Altersstufen, machen den Verwaltungs- und Kostenaufwand

für den Arbeitgeber kalkulierbar und

überschaubar.

Die Württembergische Krankenversicherung bietet

Arbeitgebern so die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter

bei der Verbesserung ihrer Gesundheitsvorsorge zu

unterstützen. Durch individuell wählbare Zusatzversicherungs-Pakete

können Versorgungslücken

in der gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen

werden. Die Beitragszahlung übernimmt der

Arbeitgeber, der Mitarbeiter ist alleiniger Versicherungsnehmer.

Die betriebliche Krankenversicherung

kann grundsätzlich für alle gesetzlich versicherten

Arbeitnehmer abgeschlossen werden. Der Eintritt in

die Zusatzversicherung ist unkompliziert, denn der

Versicherungsschutz beginnt sofort – ohne die sonst

üblichen Wartezeiten. Die Württembergische Krankenversicherung

verzichtet bei den Mitarbeitern sogar

auf eine Gesundheitsprüfung, wenn folgende

Voraussetzungen gelten:

• Firma mit fünf bis zehn Mitarbeitern: mindestens

fünf zu versichernde Mitarbeiter

• Firma mit elf bis 250 Mitarbeitern: mindestens

50 Prozent der Mitarbeiter

• Firma mit mehr als 250 Mitarbeitern: mindestens

25 Prozent der Mitarbeiter

Der Beitrag in den Altersstufen „bis 20 Jahre“, „21

bis 65 Jahre“ und „über 65 Jahre“ ist jeweils einheitlich

und dadurch besonders günstig kalkuliert.

Familienangehörige können nach einer Gesundheitsprüfung

ebenfalls zum günstigen Beitrag und

ohne Wartezeiten in einem separaten Vertrag versichert

werden. www.wuerttembergische-makler.de

Neue Produktwelt der HALLESCHE:

Optimale Gesundheitsförderung durch

betriebliche Krankenzusatzversicherung und betriebliches

Gesundheitsmanagement

Mit dem neuen Konzept der betrieblichen Gesundheitsförderung

richtet sich die HALLESCHE Krankenversicherung

vornehmlich an mittelständische

Unternehmen, welche die Gesundheit ihrer Mitarbeiter

wirkungsvoll fördern möchten. Schon kurz

nach der Einführung profitieren rund 1.000 Ver-

40


Betriebliche Krankenversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

sicherte über ihr Unternehmen vom neuen Konzept.

Besonders mittlere Unternehmen sind vom

zunehmenden Mangel an Fachkräften betroffen.

Mit neuen Anreizen können sie sich auf dem enger

werdenden Bewerbermarkt Vorteile verschaffen.

Zugleich schützt ein professionelles betriebliches

Gesundheitsmanagement aktiv die Gesundheit der

Angestellten und ist ein wirkungsvoller Beitrag zur

Bindung qualifizierter Mitarbeiter.

Betriebliche Krankenzusatzversicherung:

flexibler und individueller Gesundheitsschutz

Die betriebliche Krankenzusatzversicherung (bKV)

der HALLESCHE ist durch die Vielzahl der angebotenen

Tarife und die fast unbeschränkten Kombinationsmöglichkeiten

flexibel an die Bedürfnisse des

Unternehmens anpassbar. Der Arbeitgeber kann

das individuelle Produktportfolio genau auf sein

Budget für die betriebliche Krankenversicherung

abstimmen. Die alters-unabhängig kalkulierten

Unisex-Tarife sind transparent und reduzieren den

Verwaltungsaufwand dank des Einheitsbeitrags

wirkungsvoll. Vom Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung

profitieren Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen.

Dabei ist der Personenkreis frei wählbar;

der Leistungsumfang ist leicht verständlich

formuliert. In allen Tarifen, beispielsweise „Sehhilfe“,

„Zahnersatz“ oder „Vorsorge und Bonus“

werden anfallende Kosten zu 100% erstattet – in

verschiedenen Tarifstufen mit unterschiedlichen

Höchsterstattungsgrenzen. Auch die Weiterversicherung,

z.B. nach dem Wechsel in den Ruhestand,

ist problemlos möglich. Da der Arbeitgeber

die Kosten für die betriebliche Krankenzusatzversicherung

seiner Mitarbeiter übernimmt, wirkt das

für diese viel nachhaltiger als eine Gehaltserhöhung,

die jener nur einmal zur Kenntnis nimmt.

Denn vom hochwertigen Versicherungsschutz der

bKV durch die HALLESCHE profitieren Mitarbeiter

dauerhaft.

Steuerliche Vorteile für Unternehmen und

Mitarbeiter

Auch für den Arbeitgeber lohnt sich die bKV, denn

nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs zählen

Beiträge für eine betriebliche Krankenzusatzversicherung

zu den Sachbezügen. Beiträge bis zu 44

Euro pro Monat bleiben demnach steuer- und sozialabgabefrei.

Höhere Beiträge können durch den

Arbeitgeber pauschal versteuert werden.

Hierbei stellen die Beiträge zur bKV als auch die

Pauschalsteuer Betriebsausgaben dar.

Betriebliches Gesundheitsmanagement:

Wichtiger Wettbewerbsvorteil

Bei Abschluss der bKV profitiert das Unternehmen

auf Wunsch zusätzlich vom professionellen Betrieblichen

Gesundheitsmanagement (BGM). Um

die Gesundheit der Mitarbeiter optimal zu fördern,

erstellen Kooperationspartner der HALLESCHE individuelle

Konzepte und Strategien. Je nach Bedarf

können punktuelle Maßnahmen wie Gesundheitsseminare

mit dem langfristig ausgerichteten Betrieblichen

Gesundheitsmanagement kombiniert

werden. Solche Maßnahmen wirken sich nachweislich

positiv auf die Arbeitszufriedenheit und

die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen

aus. Zudem können Sonderkonditionen

mit den Kooperationspartnern der HALLESCHE

vereinbart werden.

Abgerundet wird das Angebot durch das enthaltene

„Basispaket betriebliches Gesundheitsmanagement“.

Mitarbeiter können vom bewährten

Gesundheitsmanagement der HALLESCHE profitieren:

Gesundheitstelefon, Gesundheitsbroschüren,

Gesundheitsportal im Internet und die elektronische

Gesundheitsakte sind wertvolle Hilfen und

Ratgeber rund um die Gesundheit.

Qualitätssiegel der HALLESCHE

Teilnehmende Unternehmen erhalten das Qualitätssiegel

der HALLESCHE – für eine ausgezeichnete

betriebliche Gesundheitsförderung:

Links:

Informationen zur betrieblichen Krankenzusatzversicherung

und Beitragsrechner:

"http://www.hallesche-exklusiv.de/hg_index/hg_

bkv/hg_bkv_bkv.htm

Informationen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

der HALLESCHE Krankenversicherung:

www.hallesche-bkv.de

41


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Gesetzliche Krankenversicherung

Studie Gesetzliche Krankenkassen

Die besten Krankenkassen für Familien, Rentner und Singles

Die Wahl der passenden Krankenkasse fällt vielen

Verbrauchern nicht leicht. Denn nicht für jeden ist

die gleiche Krankenkasse gleich gut geeignet. Für

Familien sind Leistungen wie Zuschüsse zu ambulanten

Kuren für Kleinkinder oder Schutzimpfungen

zum Beispiel wichtiger als das Angebot an

Programmen für chronisch kranke Schlaganfallpatienten.

Dies ist dagegen eher für Rentner von Bedeutung.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität

untersuchte, welche der 20 größten gesetzlichen

Krankenkassen am besten für unterschiedliche

Zielgruppen geeignet sind. Neben den Leistungen

wurde auch der Service der Unternehmen bewertet.

Ergebnis: Für Familien ging AOK Plus als beste

Krankenkasse aus der Auswertung hervor. Die Kasse

überzeugte mit dem besten Service und erzielte

ein Leistungsergebnis, das über dem Durchschnitt

der Mitbewerber lag. Rentner sind am besten bei

SBK Siemens BKK aufgehoben. Die Kasse punktete

unter anderem mit dem umfassenden Angebot

an Behandlungsprogrammen für chronisch Kranke.

Für alleinstehende Männer und Frauen zeigte Techniker

Krankenkasse das beste Ergebnis. Im Mitbewerbervergleich

war das Angebot an alternativen

Behandlungsmethoden am besten und gehörte

ebenso zum Leistungskatalog wie attraktive Bonusprogramme.

"Es lohnt sich, die Leistungen vor

dem Hintergrund der eigenen Ansprüche genau zu

prüfen. Denn trotz des gesetzlich festgelegten Leistungskatalogs

unterscheiden sich die Krankenkassen",

erklärt Markus Hamer, Geschäftsführer des

Marktforschungsinstituts.

Im Rahmen einer umfassenden Analyse untersuchten

die Marktforscher im Auftrag des Nachrichtensenders

n-tv Leistungen und Service der 20

größten gesetzlichen Krankenkassen. Insgesamt

fanden 620 Servicekontakte statt. Die Tester untersuchten

den Kundenservice am Telefon, per E-

Mail und im Internet. Auch die Serviceinfrastruktur

wurde betrachtet. Zudem erfolgte in Kooperation

mit Krankenkassen-Kompass.de eine umfassende

Bewertung des Leistungsangebots. Dabei wurden

Aspekte wie Mehrleistungen, Wahltarife, Bonusprogramme

oder Gesundheitsförderung unter

die Lupe genommen. Der Service und die Leistung

flossen jeweils zu 50 Prozent in das Gesamtergebnis

ein. In einer zusätzlichen Auswertung wurden

die Leistungen der Kassen für Familien, Rentner

und Singles getrennt betrachtet. www.disq.de

Quelle: © Kzenon - Fotolia.com

42


Private Krankenversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Focus Money zeichnet SDK als fairsten privaten

Krankenversicherer aus

Sehr gut auch im Assekurata Karriere-Rating

Die Kölner Assekurata Solutions GmbH bewertet die

Karrierechancen im Außendienst der SDK Süddeutsche

Krankenversicherung zum vierten Mal in Folge

mit „sehr gut“ (A+). Focus Money untersuchte

erstmals, wie fair private Krankenversicherer mit

ihren Kunden umgehen. Die SDK ist eines der vier

besten, mit „sehr gut“ bewerteten Unternehmen.

Assekurata Solutions bewertet anhand von vier Teilqualitäten

Karrieremöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven

für Vermittler, die ausschließlich für die

SDK tätig sind. Demnach haben selbstständige Berater

sehr gute Einkommens- und Karrierechancen.

Das Vertriebsmodell der SDK wurde um so genannte

Servicedirektionen mit repräsentativem Bürostandort

erweitert. „Bisher haben wir Servicedirektionen

in Sinsheim, Fellbach, Laichingen, Backnang,

Schwäbisch Hall, Sindelfingen, Friesenheim und

Karlsruhe eröffnet“, so Klaus Henkel, Vorstandsvorsitzender

der SDK. „Damit bündeln wir unsere Kräfte

und können unsere Kunden intensiver betreuen.“

Großen Wert legt die SDK auf die fachliche Ausbildung

der Außendienstmitarbeiter, welche Assekurata

mit „exzellent“ bewertet. In der mit 40 Prozent

am stärksten gewichteten Teilqualität Vermittlerorientierung

erhält die SDK insgesamt ein „sehr gut“.

Die Teilqualität Finanzstärke zeigt Vermittlern, ob sie

für ein stabiles und dauerhaft verlässliches Unternehmen

arbeiten. Assekurata bewertet die Finanzstärke

der SDK mit „exzellent“. Die SDK arbeitet

mit den süddeutschen Volks- und Raiffeisenbanken

zusammen. Das sichert Vermittlern einen attraktiven

Zugangsweg zu Neukunden. Das mit „gut“ bewertete

Beratungs- und Betreuungskonzept der SDK

hilft bei der Kundenansprache im Bankenbereich.

Beleg dafür, dass die Vermittler gerne für die SDK tätig

sind, ist die geringe Fluktuation bei Mitarbeitern

im Außendienst. Die Teilqualität Wachstum bewertet

Assekurata mit „gut“. „Eine große Herausforderung

für die gesamte Branche ist es, qualifizierte

neue Mitarbeiter zu finden“, so Klaus Henkel. „Deshalb

bieten wir auch außendienstorientierte Ausbildungs-

und Studienplätze an. Mit dem Assekurata

Karriere-Rating zeigen wir Interessenten und Neueinsteigern:

Bei der SDK sind gute Leute auf einem

besseren Weg.“

Dass die Kunden mit dem SDK-Außendienst zufrieden

sind, zeigt eine Analyse von Focus Money in Zusammenarbeit

mit der Kölner Service Value GmbH

(Ausgabe 10/2012). In der Kategorie „faire Kundenberatung“

erhält die SDK – wie auch in der Gesamtwertung

– ein „sehr gut“. Neben der Beratungsqualität

untersuchten Focus Money und Service Value,

wie fair Kundenkommunikation,

Preis-Leistungs-Verhältnis, Produktangebot und

Leistungsabwicklung bei den 17 größten privaten

Krankenversicherern sind. Außer der SDK haben

drei weitere Unternehmen die Top-Platzierung erhalten.

„Wer sich für eine private Krankenversicherung

entscheidet sollte darauf achten, wie zufrieden

die Kunden mit ihrem Anbieter sind. Die veröffentlichten

Beschwerdequoten der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geben darüber

Auskunft. Mit der Fairness-Untersuchung von Focus

Money haben Wechselwillige eine neue Orientierungshilfe“,

so Henkel. www.sdk.de

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

43


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Private Krankenversicherung

Studie belegt Irrglauben:

Die PKV ist keine Versicherung der Reichen

Debeka bestätigt Ergebnis mit eigenen Erhebungen:

Bürgerversicherung ist Weg in die Zwei-Klassen-Medizin

Die Private Krankenversicherung (PKV) ist keine

Versicherung für besser verdienende oder gar

reiche Menschen, denn nur rund 20 Prozent der

Privatversicherten verfügen über ein Einkommen,

das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von

derzeit rund 50.000 Euro Jahreseinkommen liegt.

Die Versichertengemeinschaft besteht darüber

hinaus sogar zur Hälfte aus nicht erwerbstätigen

Personen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle

Studie des wissenschaftlichen Instituts der PKV

(WIP). Bestätigt werden diese Zahlen durch eine

Erhebung der größten privaten Krankenversicherung,

der Debeka, bei der rund ein Viertel aller

Privatversicherten Mitglied sind. Bei der Debeka

liegt die Zahl der angeblich "Reichen" mit 16 Prozent

sogar noch etwas niedriger. Damit werden

die immer wieder angeführten Behauptungen der

Quelle: © vege - Fotolia.com

Befürworter einer Bürger- bzw. Einheitszwangsversicherung

gegen die PKV eindeutig widerlegt. Sie

unterstellen, die PKV sei unsolidarisch, da sich ihre

Versicherten mit angeblich hohen Einkommen dem

Sozialprinzip der GKV entziehen würden. Die Analyse

belegt nun erstmals das Gegenteil. Denn die

PKV versichert - wie die GKV - Menschen aus verschiedensten

sozialen Gruppen mit unterschiedlichen

Einkommen, Familien mit Kindern ebenso

wie Studenten und Rentner. Privatversicherte leisten

aber einen sehr viel höheren Beitrag zur Finanzierung

der Gesundheitskosten als es ihrem

Anteil von elf Prozent an allen Krankenversicherten

in Deutschland entspricht, denn sie zahlen deutlich

mehr für ihre Behandlungen.

"Die PKV hat eine durchmischte Bevölkerungsstruktur,

das haben wir auch schon immer betont,

man wollte es aber nie hören“, kommentiert Uwe

Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka, die Analyseergebnisse.

"Das muss sich nun ändern, denn

das Hauptargument der politisch motivierten Anti-

PKV-Propaganda im Hinblick auf eine Einheitsversicherung

ist damit entkräftet."

Nach Laues Aussage ist aber auch der angebliche

Gleichstellungsgedanke einer Bürgerzwangsversicherung

widerlegt. Denn in einer Einheitsversicherung

würden sich finanziell besser gestellte

Menschen erst recht privatärztliche Leistungen erkaufen.

Es würde dann tatsächlich eine echte Benachteiligung

im Gesundheitswesen entstehen, ja

sogar eine Aufspaltung in unterschiedliche soziale

Klassen, die wirklich nach "arm" und "reich" unterscheide.

Und das große Problem der immer älter

werdenden Menschen mit weiter steigenden Ausgaben

sei nach wie vor nicht vom Tisch, so der Vorstandsvorsitzende.

Laue ist daher auch überzeugt,

dass die Diskussion um eine Bürgerversicherung

und die immer wieder verbreiteten Klischees gegen

die PKV nur dazu dienen, von den Problemen der

gesetzlichen Krankenkassen abzulenken, Wähler in

die Irre zu führen und die Gesellschaft ideologisch

motiviert zu spalten.

Mögliche Kritik gegenüber der Studie entkräftet

Laue bereits im Vorhinein: "Wer glaubt, aus der

Analyse den Umkehrschluss ziehen zu können, es

gäbe Menschen, die aufgrund ihres niedrigeren

Einkommens nicht in die PKV gehörten, da die Beiträge

dort angeblich zu stark steigen, der irrt. Ein-

44


Private Krankenversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

zelne Negativbeispiele der letzten Monate, etwa

beim Thema Beitragserhöhungen, werden von

Mitbewerbern aus dem Bereich der GKV gerne in

pauschale Urteile über die gesamte Branche umgewandelt

und für politische Zwecke genutzt. Das ist

unseriös und spiegelt - wie das vorliegende Beispiel

einmal mehr bestätigt - ebenfalls weder Wahrheit

noch Wirklichkeit wider. So wurden bei der Debeka

die Tarife für Angestellte und Selbstständige zum

Jahresanfang überhaupt nicht erhöht, für Beamte

erstmals nach zwei Jahren nur um rund 3,6 Prozent.

Nach Erhebungen des Analysehauses MORGEN &

MORGEN liegen die Beitragserhöhungen der Branche

für das Jahr 2012 im Schnitt bei 4,4 Prozent.

Fast jeder zweite PKV-Versicherte hatte dabei gar

keine Beitragsanpassung. Bei der GKV hingegen

wurde der Beitragssatz zuletzt deutlich von 14,9

auf 15,5 Prozent erhöht, teilweise wurden Zusatzbeiträge

erhoben und in der Vergangenheit immer

wieder erhebliche Leistungskürzungen vorgenommen."

Weitere Einzelheiten zu der Studie finden

Sie unter www.wip-pkv.de www.debeka.de

Neue Krankenversicherungsstudie sorgt für

gehörigen Wirbel

Studie: Privat Krankenversicherte häufig schlecht

abgesichert - Problem sind die Vermittler

Laut einer aktuellen Studie des Kieler Gesundheitsökonoms

Dr.Thomas Drabinski vom Institut

für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) und der Frankfurter

Beratungsfirma PremiumCircle

Deutschland GmbH "leisten mehr

als 80 Prozent der Tarifsysteme in der

privaten Krankenversicherung (PKV)

weniger als die gesetzliche Krankenversicherung".

Für ihre Studie untersuchten

die Experten zunächst

85 Tarifbestandteile, die sich am Leistungskatalog

der gesetzlichen Krankenkassen

orientierten. Dabei nahmen

sie insgesamt 32 der 46 PKV-Unternehmen mit

208 Tarifsystemen und 1.567 möglichen Tarifkombinationen

genauer unter Lupe. Den Ergebnissen

zufolge seien viele Privatversicherte in Deutschland

mit “teils existenziellen Leistungsausschlüssen im

Krankheitsfall” konfrontiert. Laut PremiumCircle-

Chef Claus-Dieter Gorr gehe es dabei vor allem um

Angebote, die in der GKV fest verankert seien, wie

etwa die häusliche Krankenpflege oder sogenannte

“Hilfsmitteldeklarationen ohne Einschränkungen”.

So konnte kein Produkt alle 85 Kriterien erfüllen.

"Tarife wurden nicht bedarfsgerecht für Endkunden

entwickelt", heißt es in der Studie, "sondern

unter der Prämisse", wie sie bei Preisvergleichen

"abschneiden würden". Auch der Vertrieb

kommt bei Branchenkritiker Gorr

schlecht weg. "Selbstständige Makler,

Pools, Direktvertriebe und sonstige

unternehmens-eigene Vertriebe würden

die PKV-Policen im Vertriebsmarkt

in der Regel ohne Qualifikationsnachweis

und -anforderungen absetzen."

Welche Intensität diese Aussagen haben,

zeigt das enorme mediale Echo,

das die beiden Experten mit dieser Studie ausgelöst

haben. In der aktuellen Ausgabe des Spiegel Nr.24

vom 11.6.2012 wird die Studie im Leitartikel mit

dem Titel "Der Tarif-Schwindel", ab Seite 58 auf

sechs Seiten ausführlich behandelt. Claus-Dieter

Gorr: "Die Studie bringt für die beiden Systeme

Staatsversagen und Marktversagen sowie den fehlenden

generationenübergreifenden politischen

Masterplan analytisch und präzise auf den Punkt

und kann über

www.premiumcircle.de bezogen werden."

Quelle: © DOC RABE Media - Fotolia.com

45


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Private Krankenversicherung

Continentale Krankenversicherung gibt

Beitragsgarantie für verkaufsstärkste Tarife

Neues Selbstbeteiligungsmodell ist ein Erfolg

Die Continentale Krankenversicherung gibt für ihre

beiden verkaufsstärksten Vollkostentarife ECONO-

MY und COMFORT sowie für die Stationärtarife

SGII1/100 und SGII2/100 eine Beitragsgarantie bis

zum 31. Dezember 2013. "Die Tarife entwickeln

sich so hervorragend, dass wir schon jetzt sagen

können: Wir werden

keine Beitragsanpassung

brauchen", erläutert

Vorstandsvorsitzender

Rolf

Bauer.

Quelle: © svort - Fotolia.com

Neues Selbstbeteiligungsmodell ist ein Erfolg

Besonders erfreulich sei es, die Beitragsgarantie

für die Tarife ECONOMY und COMFORT geben zu

können, weil sich diese durch ein bislang im Markt

einmaliges Selbstbeteiligungsmodell auszeichnen.

Anders als üblich haben sie keine jährliche Selbstbeteiligung,

sondern eine leistungsdynamische:

pro Arztbesuch sind im ECONOMY 10 Euro und im

COMFORT 20 Euro selbst zu tragen. "Die Tatsache,

dass wir jetzt eine Beitragsgarantie geben können,

zeigt, wie gut dieses innovative Selbstbeteiligungsmodell

funktioniert", so Rolf Bauer. www.continentale.de

Stern: Privatversicherer werden in Zukunft

kräftig die Beiträge erhöhen

AOK-Studie hält 2700 Euro Prämie im Jahr zusätzlich für nötig

Die neun Millionen Privatversicherten müssen mit

stark steigenden Beiträgen in der Zukunft rechnen.

Das geht aus einer Studie des AOK-Bundesverbandes

hervor, die dem stern vorliegt. Danach müssten die

Privatversicherer (PKV) von jedem Mitglied 2700

Euro Prämie im Jahr zusätzlich verlangen,

um in den nächsten vier

Jahrzehnten finanziell stabil über

die Runden zu kommen. Die Studie

begründet die Finanznot der PKV

mit drei Problemen. So würden die

Versicherer die ständig steigenden

Kosten für Ärzte, Arzneien und Kliniken

nicht in den Griff bekommen.

Sie würden nicht angemessen berücksichtigen,

dass die Menschen in

Zukunft länger leben und außerdem unter der Eurokrise

leiden. Wegen der niedrigen Zinsen würden

die milliardenschweren Kapitalanlagen zu wenig Ertrag

abwerfen, und dies würde indirekt zu höheren

Beiträgen führen.

Unterdessen wächst in der schwarz-gelben Koalition

die Kritik an den Privatversicherern. Nachdem

in der Vergangenheit sich bereits Unionspolitiker

zu Wort gemeldet hatten, fordert nun der FDP-Gesundheitspolitiker

Lars Lindemann "grundlegende

Veränderungen" von der Branche.

"Ich bezweifle, ob die Vollversicherung

in der heutigen Gestalt in der

Zukunft noch so bestehen bleiben

kann", sagte er dem stern. Auch

in der PKV-Branche wächst der Unmut.

So bemängelt Roland Weber,

Vorstandsmitglied des Marktführers

Debeka die hohen Maklerprovisionen,

den unzureichenden Versicherungsschutz

durch Billigtarife

oder die mangelnden Wechselmöglichkeiten der

Versicherten. "Wenn wir auf diese Schwierigkeiten

keine Antwort finden, machen wir uns angreifbar

und dürfen uns nicht wundern, wenn die Politiker

tätig werden", sagte er dem stern. www.stern.de

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

46


Private Krankenversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Windstille in der PKV-Beitragsentwicklung

Weniger Beitragsanpassungen

Die PKV erfährt aktuell den härtesten Gegenwind

in ihrer Geschichte. Das aktuelle M&M Rating

Beitragsstabilität hat die Beitragsentwicklung im

Neugeschäft auf den Prüfstand gestellt: Weniger

Beitragsanpassungen sind das überraschende Resultat.

Nicht nur das Niveau der Beitragsanpassungen

hat sich verbessert, sondern auch die Anzahl

der top bewerteten Tarife ist gestiegen. Vor

dem Hintergrund der aktuellen Debatte ist das eine

überraschende Entwicklung, die das M&M Rating

ans Licht bringt. „Bereits zum Jahreswechsel haben

wir die Beitragsanpassungen von 2011 auf 2012

analysiert und festgestellt, dass sie im aktuellen

Jahr mit durchschnittlich 4,4 Prozent weit unter

den 7,0 Prozent des letzten Jahres liegen“, erinnert

Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer von MOR-

GEN & MORGEN. Das aktuelle Rating untermauert

diese Sicht mit seiner langfristigen Betrachtung

von über zehn Jahren. Im Zeitraum von 2002 bis

2012 wurden die Beiträge im Schnitt um jährlich

4,6 Prozent angepasst, während sie von 2001 bis

2011 um jährlich 4,9 Prozent angehoben wurden.

Auch gab es eine Verschiebung nach oben in der

Verteilung der Sterne. 27 Prozent der PKV-Tarife

wurden mit vier und fünf Sternen top bewertet. Im

vergangenen Jahr schafften dies lediglich 21 Prozent.

56 Prozent der Tarife erhielten in 2012 drei

Sterne, in 2011 waren es nur 53 Prozent. Positiv zu

vermerken ist, dass es in Folge dessen im Vergleich

zum Vorjahr auch weniger schlecht bewertete

Tarife mit ein oder zwei Sternen gibt. Insgesamt

ein recht positives Ergebnis für die angeschlagene

Branche. Nichts desto trotz verbergen sich aber

hinter den Durchschnittszahlen der Tarifgesamtheit

auch weniger schöne Ausreißer. So gibt es einzelne

Tarife, deren Neubeiträge bis heute um mehr

als das doppelte angestiegen sind. Ein PKV-Tarif

kostete beispielsweise im Jahr 2002 nur 255 Euro

monatlich, heute jedoch 622 Euro.

“Insgesamt hat sich der Markt ein wenig beruhigt.

Sicherlich ist diese Entwicklung auch teilweise

den bevorstehenden tariflichen Veränderungen

hinsichtlich der Unisex Tarife geschuldet“, schätzt

Schinnenburg die aktuelle Marktlage ein. www.

morgenundmorgen.de

Quelle: © openwater - Fotolia.com

47


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Private Krankenversicherung

KVpro.de:

PKV-Kennzahlen 2011 - Jäger und Gejagte!

Gute Arbeit auf der Kapitalanlageseite

48

Die Freiburger KVpro.de, Informationsdienstleister

und einer der renommiertesten Marktbeobachter

des Krankenversicherungsmarktes in Deutschland,

hat die Geschäftsberichte 2011 aller PKV-Unternehmen

auf wesentliche Kennzahlen hin analysiert. Herausgekommen

sind dabei zum Teil überraschende,

aber auch anerkennenswerte Ergebnisse.

1. Gute Arbeit auf der Kapitalanlageseite

Vor dem Hintergrund der Krise an den internationalen

Finanzmärkten, dem daraus resultierenden

turbulenten Marktumfeld sowie den nach wie vor

volatilen Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt

sind die Anlageergebnisse der analysierten PKV-Unternehmen

bemerkenswert.

Nettoverzinsung im Fünf-Jahres-Zeitraum

Betrachtet man die Nettoverzinsung über die letzten

fünf Jahre (2007 bis 2011), schlugen sich diese Versicherer

am besten: Spitzenreiter ist die Debeka mit

5,05%, gefolgt von der DEVK mit 4,72%, der PAX

Quelle: © Naeblys - Fotolia.com

mit 4,38% und dem Deutschen Ring mit 4,36% (jeweils

im Fünf-Jahresdurchschnitt; siehe Tabellenanhang

). Zum Vergleich: Der niedrigste Wert lag bei

3,52%.

Nettoverzinsung im Jahr 2011

Das beste Ergebnis erzielte erneut der Klassenprimus

Debeka mit 4,76%, gefolgt von der Concordia

mit 4,50%, Allianz mit 4,30% und der DEVK

mit 4,26%. (siehe Tabellenanhang; Nettoverzinsung

2011)

Die Branche erreicht den derzeit gesetzlich festgeschrieben

Rechnungszins von 3,5% nicht nur, sie

übertrifft ihn trotz Krise teilweise deutlich.

Zinsergebnisse drücken Beitragsanpassungen

Positiv ist diese erfreuliche Entwicklung vor allem für

die Käufer von KV-Produkten. Denn die erwirtschafteten

Anlage-Ergebnisse helfen, die - durch den Gesetzgeber

verursachten - zum Teil erheblichen Mehrbelastungen

für die Versichertengemeinschaften der

PKV (z.B. durch Leistungs- und Budgetkürzungen

der GKV, die wiederum Privatpatienten beim Arzt

nachweislich stärker belasten) abzufedern und Beitragsanpassungen

(BAP), unter anderem ausgelöst

durch steigende ambulante Behandlungskosten,

entsprechend zu drücken.

Das funktioniert so: Mit dem Rechnungszins von

3,5% werden die zurückgelegten Alterungsrückstellungen

verzinst. Das bedeutet, durch Kostensteigerungen

der Leistungserbringer im Gesundheitswesen

ausgelöste BAP werden mithilfe dieser

Zinserträge gemildert. Auch von dem 3,5% übersteigenden

Teil der erwirtschafteten Zinsen erhält

der Verbraucher 90%, im Fachjargon Überzinsgutschrift

genannt, als weitere Gutschrift. Diese Effekte

gibt es bei der GKV mangels Zinserträgen nicht.

Beispiel Debeka: erwirtschafteter Zins 4,76% -

3,5% Rechnungszins = 1,26% Überzins; davon

90% = 1,13% zusätzlich als Überzinsgutschrift. Ergibt

4,63% Zinsgutschrift auf die im Tarif enthaltene

Alterungsrückstellung.


Private Krankenversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Das System der Alterungsrückstellung mit Zinserträgen

ist trotz Krise und derzeit niedrigem Zinsniveau

richtig, auch wenn Rahmen von Unisex ab

21.12.2012 ein noch niedrigerer Rechnungszins zu

erwarten ist.

2. Entwicklung der Vollversicherten-Zahlen 2011

Betrachtet man die Entwicklung der Vollversicherten

bei den einzelnen Gesellschaften, zeigen sich differenzierte

Ergebnisse.

Wachstum

Einen deutlichen Zuwachs konnten erneut die HanseMerkur

mit 18,02%, die R+V mit 13,04% sowie

der Deutsche Ring mit 8,59% verzeichnen. Zu beachten

sind dabei die unterschiedlichen „Wachstums“-

Strategien der einzelnen Unternehmen.

Wachstum KKV 2007-2008 2008-2009 2009-2010

2010-2011

HanseMerkur +6,15% +18,86% +22,32% +

18,02%

R+V +9,56% + 9,10% +11,43% + 13,04%

Deutscher Ring +7,69% + 8,85% + 9,15% + 8,59%

(Siehe auch Tabellenanhang, Spalte Wachstum Vollversicherte

2007-2011 und 2011)

Die HanseMerkur setzt weiter konsequent auf Low-

Budget-Tarife. So bezeichnet sich die Hanse Merkur

zwischenzeitlich selbst, wie im Interview der Vorstände

in AssCompact 07/12 nachzulesen ist, als

Grundschutzversicherer.

Betrachtet man die Zahlen genauer, stellt man fest,

dass der Hamburger Versicherer von 2007 bis 2011

um 82% an Vollversicherten zugelegt hat. Gemessen

am Bestand 2007 von 112.000 Personen wuchs

die Hanse um 92.000 Personen auf 204.000 Personen

in 2011. Im Schnitt waren das 16% bzw.

rund 18.400 Personen pro Kalenderjahr (siehe Zahlen

in den Geschäftsberichten).

Bei 140.000 Nichtzahlern, wovon nach Aussagen

von Branchenkennern zusammen knapp die Hälfte

auf die Versicherungsgesellschaften Central und

Hanse entfallen soll, ein teures Geschäft.

Analysiert man die Branchenentwicklung anhand

Quelle: © mopsgrafik - Fotolia.com

der Zahlen des PKV-Verbandes, muss ein Teil des

Versichertenzuwachses auch aus den Beständen

anderer PKV-Unternehmen (Stichwort „Umdeckung

durch Stallwechsel“) resultieren. Diese Low-Budget-

Strategie kann auf Dauer genauso gefährlich sein

(Stichworte Image bei Verbrauchern und der Politik,

Nichtzahler, Kostenentwicklung), wie das Aushöhlen

von qualitativen Beständen anderer Marktteilnehmer.

Problematisch kann auch das Thema „Hochleistungstarife“

(siehe Studie PremiumCircle) sein. Die

Studiengewinnerin „Mannheimer“ liegt 2011 mit

einer Nettoverzinsung von 2,4% am Schluss der

Tabelle und weist im 5-Jahresschnitt in der Wachstumskennzahl

ein negatives Ergebnis (Verlust an Bestandskunden)

aus. Hochleistung muss durch hohe

Tarifbeiträge bezahlt und von einem wirtschaftlich

starken Unternehmen getragen werden. Die Mannheimer

wurde in 2012 von der stärkeren Conti übernommen.

Sobald die Integration (siehe Pressemitteilung

der Conti vom 17.07.2012) abgeschlossen ist,

haben die Kunden der Mannheimer den Vorteil: Zugang

zu allen verkaufsoffenen - und für den Verkauf

geschlossenen Tarifen der Conti.

Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: die derzeit verkaufsoffenen

Tarife der Conti sind vom Inhalt her

49


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Private Krankenversicherung

nicht auf dem Niveau der Tarifinhalte der Mannheimer.

Deshalb gilt für den mündigen Verbraucher:

Augen auf beim Tarifwechsel nach § 204 VVG.

Die R+V hatte mit ihrem Qualitätstarifwerk AGIL,

welches mit den Alttarifen verbunden ist, im Jahr

2011 mit 13,04% erneut das zweitstärkste organische

Wachstum zu verzeichnen.

Das Wachstum der DKV in der ERGO Gruppe resultierte

vorwiegend aus Fusionen. In der Zuwachsquote

von 16,87% im Jahr 2010

ist die „Verschmelzung“ mit

der Viktoria enthalten. Davor

hatte die DKV bereits die Zürich

sowie die Globale übernommen,

musste allerdings

selbst Vollversicherte an den

Markt abgeben. Auch 2011

verlor die DKV erneut 1,25%

ihrer Kunden an den Markt.

Deutscher Ring, in 2010 im

Wachstum vierter, schiebt

sich mit 8,59% auf Platz 3

vor. Viele andere Unternehmen

konnten in 2011ebenfalls

zulegen, wohingegen

Gothaer, Mannheimer, LKH,

DKV, FAMK, Allianz, Inter,

BK, Union, Münchener Verein,

Central jeweils zwischen

0,02% und 2,87% ihrer

Vollversicherten verloren haben.

(siehe Tabellenanhang;

Wachstum 2007-2011 und

2011)

3. Zuführung zur Altersrückstellung 2011

Die Spanne der Zuführung zur Alterungsrückstellung

(AR) beträgt nach Auswertung der Geschäftsberichte

des Jahres 2011 zwischen 15,3% und

60,27%. Die Quote gibt an, wie viel Prozent der Beiträge

aller Vollversicherten im Durchschnitt in die AR

zurückgelegt werden. Von Bedeutung für die Aussagekraft

der Zuführungsquote ist auch die Tarifpolitik,

also ob mehr Qualitäts- oder Billigprodukte des

Versicherers verkauft werden.

Den höchsten Wert in der Zuführung zur AR weist

die LKH mit 60,27% aus. (2010 waren es 40,23%

und im 5 Jahresschnitt 44,75%).

Über 40% liegen die Alte Oldenburger mit 49,34%,

LVM mit 47,76%, uniVersa mit 44,33%, SDK mit

42,56%, Concordia mit 42,06%, Nürnberger mit

40,40% und Provinzial mit 40,35%.

Unter 40% liegen die Debeka mit 39,36%, Mannheimer

mit 39,74%, HUK mit 38,64%, Württembergische

mit 37,20%, UNION mit 36,78%, AXA

mit 36,08%, ARAG mit

34,42%, DKV mit 34,31%,

R+V mit 33,26%, Gothaer

mit 32,19%, FAMK mit

31,27%, Münchener Verein

mit 30,77% sowie die Inter

mit 30,32%.

Unter 30% liegen die BK

mit 29,30%, Central mit

29,12%, HanseMerkur mit

28,88%., Conti mit 29,21%,

HanseMerkur mit 28,68%,

Signal mit 27,89%, Allianz

mit 27,59%, Barmenia mit

26,71%, PAX mit 26,45%

und Conti mit 25,62%.

Unter 20% liegen Deutscher

Ring mit 19,69% und DEVK

mit 15,30%.

Auch beim Vergleich der

Zahlen in Prozent gilt die

Formel VW, also von was

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

wie viel! Was wird mit was

verglichen, was ist die Ausgangsbasis bzw. die Ausgangszahl

auf der der Prozentwert aufbaut.

Es kommt somit neben dem Produkt, dem Tarif und

dessen Inhalt (Von was wie viel), der Zusammensetzung

des (Kunden-)Kollektivs auch auf ein starkes

Unternehmen mit ausgewogenen Kennzahlen an.

Es geht dabei nicht zwingend um Spitzenwerte in

jedem Bereich, sondern es kommt, wie bei einem

10-Kämpfer in der Leichtathletik, letztendlich auf

die Summe aller Disziplinen an. Der nachhaltige und

ausdauernde Starke ist am Schluss der Gewinner.

www.KVpro.de

50


Private Krankenversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

uniVersa bietet Mehrwert für PKV-Versicherte

Leistungs- und Gesundheitsmanagement

Privat Krankenversicherte haben durch das Kostenerstattungsprinzip

eine bessere Transparenz

und Kostenkontrolle als gesetzlich Versicherte. Sie

erhalten von den Leistungserbringern, beispielsweise

Ärzten, eine detaillierte Rechnung mit Angabe

von Diagnose, Behandlungstag, erbrachter

Leistung und des Rechnungsbetrages.

Diese können sie im Vorfeld prüfen und anschließend

zur Kostenerstattung bei ihrem Versicherer

einreichen. Die uniVersa Krankenversicherung a.G.

bietet hierzu ein umfassendes Leistungs- und Gesundheitsmanagement

mit vielen Services an. Die

Leistungsregulierung dauert in der Regel nur drei

Arbeitstage. „Damit erhalten unsere Versicherten

die Erstattungsleistung meist noch vor Ablauf des

Zahlungszieles der Rechnung und müssen nicht in

Vorleistungen gehen“, erklärt Hauptabteilungsleiter

Tommy Unger. Bei schwer kranken Patienten,

die teuere Medikamente brauchen, bietet die uni-

Versa auf Wunsch auch eine Direktabrechnung mit

der Apotheke an. Bei jeder Rechnungseinreichung

erfolgt automatisch eine Besserstellungsprüfung

im Hinblick auf eine mögliche Beitragsrückerstattung

bei Leistungsfreiheit. Zudem wird ein kostenfreier

Rechnungs-Check angeboten. „Das ist

besonders für Versicherte interessant, die sich für

einen Selbstbehalttarif entschieden haben und vor

Bezahlung der Rechnung eine Überprüfung wünschen“,

so Unger.

Fragen können direkt - und ohne Vorschaltung

eines Callcenters - mit den Mitarbeitern der

Leistungsabteilung von Montag bis Freitag von

8.00 bis 19.00 Uhr besprochen werden. Bei gebührenrechtlichen

Unklarheiten bietet die uniVersa

eine Direktkorrespondenz mit Ärzten an. Zudem

gibt es als besonderen Service ein kostenfreies

Gesundheitstelefon und ein Gesundheitsportal

im Internet mit weiteren nützlichen Tipps rund

um das Thema Gesundheit. Für chronisch Kranke

werden bei Herzerkrankungen, Asthma, Diabetes

und Brustkrebs spezielle Behandlungsprogramme

angeboten, mit konkreten Hilfen und zusätzlichen

Informationsangeboten. www.universa.de

Quelle: © vege - Fotolia.com

51


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Pflegeversicherung

infinma vergibt erstmals Zertifikate für Pflege-

Renten-Versicherungen

7 Lebensversicherer erhalten von infinma ein Zertifikat für

die Qualität ihrer Pflegerentenversicherungen

Wie bereits im Herbst letzten Jahres angekündigt,

hat die infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse

GmbH ihr etabliertes Konzept der Markstandards

in der BU jetzt auch erstmals auf den Bereich der

Pflegerentenversicherungen übertragen. Im Rahmen

der Untersuchung „Marktstandards in der Pflegerente

– Stand 05/2012“ wurden 93 Tarife von 17

Gesellschaften analysiert und in insgesamt 17 Qualitätskriterien

gegen den Marktstandard verglichen.

Die Analyse basiert wie gewohnt auf der Erhebung

aller zu einem Qualitätskriterium am Markt tatsächlich

vorhandene Ausprägungen.

Diejenige Ausprägung, die von den Anbietern in ihren

Produkten am häufigsten verwendet wird, definiert

den jeweiligen Marktstandard im Sinne eines

Branchendurchschnittswertes. Im Weiteren werden

die Qualitätskriterien weder gewichtet noch aggregiert.

Eine für den Kunden unterdurchschnittliche

Regelung kann somit nicht durch eine besonders

vorteilhafte Formulierung bei einem anderen Kriterium

ausgeglichen werden. Der Verzicht auf jegliche

Verdichtung der Analyse-Ergebnisse erhält zudem

die wünschenswerte Detailtiefe. Zu den Bewertungskriterien

gehören bspw. die Leistungsdefinition

nach ADL-Punkten, Leistungen bei Demenz, die

verschiedenen Möglichkeiten der Todesfallabsicherung

vor und nach Rentenbeginn oder Regelungen

zum Leistungsbeginn.

Für diejenigen Versicherer und Tarife, die in allen getesteten

Kriterien den Marktstandard erfüllen oder

ihn übertreffen, hat infinma im Mai 2012 erstmals

ein entsprechendes Zertifikat vergeben. Hierbei erfüllten

21 Tarife von 7 Gesellschaften alle Voraussetzungen

für die Erlangung dieser Auszeichnung.

Dies sind in alphabetischer Reihenfolge: Aachen-

Münchener Lebensversicherung AG, IDEAL Lebensversicherung

a.G., Nürnberger Beamten Lebensversicherung

AG, Nürnberger Lebensversicherung AG,

Swiss Life AG, Volkswohl Bund Lebensversicherung

a.G. und WWK Lebensversicherung a.G.

Einen Sonderfall bildet die Gothaer Lebensversicherung

AG mit dem Tarif PflegeRent Invest. Hierbei

Quelle: © gunnar3000 - Fotolia.com

handelt es sich um das einzige am Markt zurzeit verfügbare

fondsgebundene Produkte, dessen Eigenschaften

daher schon konstruktionsbedingt vielfach

nicht vergleichbar sind. Die Pflegerente der IDEAL

wird auch von Provinzial Rheinland und Zurich Deutscher

Herold angeboten. Diese Produkte werden

jedoch nicht separat ausgezeichnet. „Die Absicherung

des Pflegerisikos gehört in unserer Gesellschaft

zu den wichtigsten, bisher noch ungelösten Problemen.

Trotz zunehmender Angebote durch die Versicherer

ist die Marktdurchdringung bisher relativ

überschaubar. Auch wenn viele Umfragen bestätigen,

dass die Angst vor dem Pflegefallrisiko die meisten

Deutschen stark berührt, konnten sich bisher

nur die wenigsten zur privaten Vorsorge entschließen“,

erläuterte der geschäftsführende Gesellschafter

Dr. Jörg Schulz.

„Um die Transparenz im Bereich der Pflege-Versicherungen

zu verbessern und der breiten Öffentlichkeit

den Zugang zu den Produkten zu erleichtern, hat

infinma bereits im Jahre 2010 in einem Arbeitskreis

mit mehreren Versicherern Qualitätskriterien für den

Vergleich von Pflege-Rentenversicherungen erarbeitet.

Mit den jetzt vergebenen Zertifikaten wird letztlich

bestätigt, dass die ausgezeichneten Produkte

diesen Anforderungen entsprechen.“ Zur Unterstützung

des Konzepts der Marktstandards ist auch für

den Bereich der Pflegerenten eine sehr leicht zu bedienende

Software erhältlich. Die sog. Pflege-Lupe

erlaubt den Vergleich von bis zu vier Produkten im

Hinblick auf die für die Zertifizierung maßgeblichen

Kriterien. Darüber hinaus bietet infinma das sog.

Pflege-Analyse-Tool P.A.T. an, mit dem sich detaillierte

Produktvergleiche und verschiedene Auswertungen

erstellen lassen. www.infinma.de

52


Pflegeversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Biometrische Risiken:

Enormes Vertriebspotenzial für Versicherer

Interview mit Lars Georg Volkmann,

Vertriebsvorstand, VPV Versicherungen

wmd: Die VPV hat ein neues Pflegeprodukt zusammen

mit einem zweiten Versicherer aufgelegt. Warum

kam es zu dieser Zusammenarbeit

Lars Georg Volkmann: Die Deutschen werden immer

älter, doch die wenigsten sind im Alter noch

völlig gesund. Auch nicht unsere Kunden und Interessenten

– einen eigenen Tarif, der die mögliche

Versorgungslücke zwischen der gesetzlichen Pflegeversicherung

und dem zu leistenden Eigenteil Produktportfolio

schließt, hatten wir bislang aber nicht

im Produktportfolio. Um dem Vertrieb kurzfristig

eine interessante Produktlösung anbieten zu können,

haben wir uns für eine Kooperation entschieden.

Mit der Deutschen Familienversicherung DFV

haben wir einen Partner gefunden, der im Bereich

Pflege über großes Know-how verfügt. Gemeinsam

haben wir dann die VPV VolksPflege entwickelt, die

auf einem Tarif der DFV basiert.

wmd: Die VPV Volkspflege kombiniert dabei zwei

Versicherungsprodukte. Worin liegt hier der Vorteil

Lars Georg Volkmann: Keine andere Pflegzusatzversicherung

bietet wie die VPV VolksPflege eine

integrierte Familienpflegezeitversicherung. Die VPV

VolksPflege schützt damit nicht nur die finanziellen

Risiken im Falle einer eigenen Pflegebedürftigkeit,

sondern berücksichtigt auch die Pflege von

Angehörigen. Die dafür

normalweise erforderliche

Familienpflegezeitversicherung

muss man also nicht

noch zusätzlich abschließen.

Die VPV VolksPflege ist

also quasi ein umfassender

Schutz im Hinblick auf Pflegebedürftigkeit.

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

wmd: Wodurch unterscheidet sich die VPV Volkspflege

sonst noch von den Mitbewerbern

Lars Georg Volkmann: Durch ihre Leistungsstärke!

Die VPV VolksPflege leistet immer – unabhängig davon,

wo oder von wem gepflegt wird. Das heißt,

die VPV VolksPflege greift unabhängig vom Ort der

Pflege: weltweit, egal ob zu Hause oder im Heim, ob

von Angehörigen oder Profis. Außerdem bietet die

VPV VolksPflege eine bedingungslose Leistungsdynamik

im Premiumtarif.

wmd: Wie wurde die VPV Volkspflege bisher von Produktanalysten

bewertet

Lars Georg Volkmann: Als hervorragende Absicherung.

Als einzige Pflegetagegeldversicherungen

am Markt wurden die VPV VolksPflege und die Tarife

der DFV von den unabhängigen Analysten mit

Bestnoten ausgezeichnet. Wir haben fünf Sterne

von Morgen & Morgen und ebenfalls fünf PremiumPlusPoints

von PremiumCircle erhalten, das ist

jeweils die Bestnote.

wmd: Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt eine VPV

Volkspflege abzuschließen Was sparen Männer und

Frauen heute

Lars Georg Volkmann: Wegen des Unisex-Urteils

des Europäischen Gerichtshofs müssen Männer im

kommenden Jahr deutlich mehr zahlen als jetzt.

Abgesehen vom Geschlecht hängt der exakte Preis

natürlich von weiteren individuellen Faktoren wie

dem Alter ab. Man kann aber sagen, dass Männer

noch bis zum 21.12. dieses Jahres beim Abschluss

des Bisex-Tarifs etwa 30 % sparen. Frauen können

schon heute den für sie circa 20 % günstigeren

Unisex-Tarif abschließen.

53


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Pflegeversicherung

Schicksalsschlag Pflegefall

Müssen Angehörige für die Pflegekosten aufkommen

54

Bei Pflegebedürftigkeit ist durch die gesetzliche

Pflegeversicherung meist nur ein Teil der tatsächlich

anfallenden Kosten abgedeckt – unabhängig

davon, ob die betroffene Person zu Hause oder

im Heim gepflegt wird. Was passiert, wenn der

Pflegebedürftige die zusätzlichen Kosten nicht

aus eigener Tasche tragen kann Unter welchen

Voraussetzungen Familienmitglieder finanziell zur

Verantwortung gezogen werden können, erläutert

Pflege-Experte Alexander Schrehardt im Interview

unter www.vorsorge-know-how.de/schrehardt.

Die Tochter studiert Politikwissenschaften,

der Sohn macht eine Ausbildung zum Mechatroniker.

Eltern sind ihren Kindern gegenüber

unterhaltspflichtig, das ist allgemein bekannt.

Die Wenigsten jedoch wissen, dass diese Unterhaltspflicht

ebenso in umgekehrter Richtung

greift: Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) sind

Verwandte in direkter Linie gegenseitig dazu

verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.

Unter Umständen können Kinder somit nicht

nur für den Unterhalt pflegebedürftiger Eltern,

sondern auch für ihre Groß- oder Urgroßeltern

finanziell in die Pflicht genommen werden.

Abhängig von der Pflegestufe kostet die Unterbringung

in einem Senioren- oder Pflegeheim

im Durchschnitt zwischen 2.700 und 3.300 Euro

im Monat. Je nach Pflegestufe leistet die gesetzliche

Pflegeversicherung monatlich zwischen

1.023 Euro und 1.550 Euro (beziehungsweise

1.918 Euro in Ausnahmefällen).

Quelle: © ferkelraggae - Fotolia.com

Quelle: © georgemuresan - Fotolia.com

Kann die pflegebedürftige Person den Differenzbetrag

nicht aus eigener Tasche finanzieren,

kommt das Sozialamt ins Spiel. Zunächst

wird geprüft, ob der Betroffene nennenswerte

Vermögenswerte verschenkt hat, wie etwa Bargeld,

Schmuck oder eine Immobilie. Fanden

derartige Schenkungen in den letzten zehn

Jahren statt, müssen sie von den Beschenkten

schlimmstenfalls komplett zurückerstattet werden.

Im nächsten Schritt ermittelt das Sozialamt

die unterhaltspflichtigen Familienmitglieder.

Pflege-Experte Schrehardt erklärt, wieso die

Höhe der Unterhaltszahlungen, zu denen ein

Angehöriger verpflichtet werden kann, äußerst

komplex zu ermitteln ist. So hängt sie beispielsweise

von der Einkommenssituation der Familie

und von individuellen Freibeträgen ab. In letzter

Instanz unterliegt die Bewertung des sogenannten

Schonvermögens dem jeweils zuständigen

Sozialamt. Das Sozialamt springt erst ein und

übernimmt die zu überbrückenden Pflegekosten,

wenn weder auf das Vermögen des Pflegebedürftigen

selbst noch auf die finanzielle

Unterstützung der Angehörigen zurückgegriffen

werden kann. www.swisslife.de


Pflegeversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Arbeitnehmerumfrage:

Mehrheit ungenügend für Pflegefall abgesichert

Einfluss durch staatliche Förderung dennoch begrenzt

Fast zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer fühlen

sich für den Pflegefall nicht hinreichend abgesichert.

Trotzdem ist der Einfluss der staatlichen Förderung

für private Pflegezusatzversicherung überschaubar.

Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

unter Arbeitnehmern, die von der IW Consult, einer

Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft

Köln (IW), im Auftrag der Initiative Neue Soziale

Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche

(WiWo) durchgeführt wurde. Demnach fühlen

sich 64,4 Prozent der Befragten nicht hinreichend

abgesichert (13,6 Prozent stimmen überhaupt nicht

zu und 50,8 Prozent eher nicht). Mit 35,6 Prozent

empfindet sich nur etwas mehr als jeder Dritte für

den Fall der Pflegebedürftigkeit gut und ausreichend

abgesichert. Trotz der zu geringen Absicherung zeigt

die ab 2013 geltende staatliche Förderung privater

Pflegezusatzversicherung mit monatlich fünf Euro nur

begrenzt Wirkung. Lediglich 52 Prozent der Befragten

geben an, dass die staatliche Förderung ihre Versicherungsentscheidung

beeinflusst. Im Umkehrschluss ist

die staatliche Förderung für 48 Prozent irrelevant.

"Der Pflege-Bahr ist kein ausreichender Anreiz, die

notwendige private Vorsorge zu stärken", so Hubertus

Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. "Fünf

Euro führen bestenfalls zu Mitnahmeeffekten, die

wir uns in Zeiten der Schuldenkrise besser gespart

hätten." Die Umfrage zeigt außerdem, dass für

Arbeitnehmer mit Haupt- beziehungsweise Volksschulabschluss

der Förderung unwichtigsten ist: In

dieser Gruppe gibt die Mehrheit an, von der Förderung

unbeeinflusst zu sein. Im Rahmen des IW-

Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer

zwischen dem 20. Juli und 02. August 2012 online

befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen

16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland

und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen

unterteilt. Arbeitnehmer ohne Schulbildung

sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage ist Teil

des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im

Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.

www.iwkoeln.de

Ausgezeichnete Bewertungen

für die AachenMünchener Pflegerente 3Plus

Infinma zeichnet Qualität der Privaten Pflegerente 3Plus

mit Zertifikat aus

Die AachenMünchener hat für ihre Pflegerente

3Plus ausgezeichnete Bewertungen erhalten.

Beim aktuellen Pflegerenten-Rating vergab das

unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen

fünf Sterne und damit die höchstmögliche Auszeichnung.

Auch das infinma Institut für Finanz-

Markt-Analyse GmbH bestätigte die Leistungsfähigkeit

des Tarifs mit einem Qualitäts-Zertifikat.

Die Absicherung des Pflegerisikos ist im Hinblick

auf die stetig steigende Lebenserwartung ein

wichtiges Element der Altersvorsorge. Eine private

Pflegeversicherung haben derzeit aber nur

rund zwei Prozent der Deutschen. Zwischen den

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

und den tatsächlichen Pflegekosten können Lücken

von bis zu 2.000 € monatlich entstehen.

„Dieser Betrag kann von den meisten Betroffenen

kaum finanziert werden. Eine ergänzende private

Pflegeabsicherung ist deshalb sehr empfehlens-

55


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Pflegeversicherung

wert“, sagt Peter Heise, Vorstand Lebensversicherung

der AachenMünchener.

Morgen & Morgen verglich die Bedingungswerke

von 56 Tarifen aus dem Angebot von 17 Anbietern.

Die Auszeichnung der Pflegerente 3Plus resultiert

insbesondere aus den außergewöhnlich

hohen finanziellen Leistungen in allen drei Pflegestufen

sowie der herausragenden finanziellen

Leistung bei Demenz von 75% der für Pflege-

stufe III vereinbarten Pflegerente. infinma haben

93 Tarife von 17 Gesellschaften anhand von 17

Qualitätskriterien analysiert. Ausgezeichnet wurden

nur Tarife, die in insgesamt 17 unterschiedlichen

Qualitätskriterien durchgängig mindestens

den Marktstandard erfüllen oder übertreffen. Nur

sieben Versicherungsunternehmen haben eine

durchgehend gute Bewertung erhalten. www.aachenerundmuenchener.de

VOLKSWOHL BUND

macht die PflegeVorsorge attraktiver

Absicherung selbst gestalten mit dem neuen Tarif Flexibel

56

Flexibler, günstiger, leistungsstärker: Die VOLKS-

WOHL BUND Lebensversicherung a.G. geht mit

ihrer Pflegerentenversicherung neue Wege. Die

VOLKSWOHL BUND-„PflegeVorsorge“ gibt es

ab sofort auch im neuen Tarif „Flexibel“. Kunden

und Vermittler können darin die gewünschten Leistungsmerkmale

und den Beitrag austarieren, bis

das passende Absicherungspaket geschnürt ist.

Zuzahlungen in den laufenden Vertrag sind ebenfalls

möglich. „Ein Kunde kann beispielsweise frei

werdende Geldbeträge in seine Pflegeversicherung

investieren und damit seine monatliche Belastung

dauerhaft senken“, erläutert VOLKSWOHL

BUND-Produktmanagerin Jennifer Klösel. Eine neue

Kalkulation sorgt darüber hinaus in allen vier Tarifvarianten

für ein hervorragendes Preis-Leistungs-

Verhältnis und macht die „PflegeVorsorge“ bis zu

30 Prozent günstiger. „Damit gehören wir nicht nur

in Bezug auf die Leistung, sondern auch was die Prämien

betrifft, zu den besten Pflegerenten-Anbietern

am Markt“, erklärt Jennifer Klösel. Hinzu kommen

Assistance-Leistungen, die eine Erstberatung sowie

die Vermittlung und Organisation von pflegenahen

Dienstleistungen umfassen. Auch ein Sterbegeld für

den Todesfall nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit

ist jetzt einschließbar. „Anders als das in Zukunft

geförderte Pflegetagegeld der privaten Krankenver-

sicherungen, handelt es sich bei unserer „PflegeVorsorge“

um eine Pflegerentenversicherung, die langfristig

stabile Beiträge bietet“, so Jennifer Klösel.

Ihr Tipp: „Insbesondere Männer sollten sich wegen

der Unisex-Umstellung noch vor dem 21. Dezember

2012 um eine geeignete Pflegerente kümmern. Der

Prämienvorteil für Männer beträgt in vielen Fällen

bis zu 30 Prozent und ist größer als die geplante

Förderung von fünf Euro pro Monat.“ Der neue

VOLKSWOHL BUND-PflegeVorsorge-Tarif „Flexibel“

hat mit der Fünf-Sterne-Bestnote von „Morgen &

Morgen“ sowie dem „infinma-Pflegerenten-Zertifikat“

bereits die ersten Auszeichnungen erhalten.

www.volkswohl-bund.de

Quelle: © frank peters - Fotolia.com


Pflegeversicherung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Top Thema Pflege:

M&M Rating deckt deutliche Schwächen auf

Nicht überall wo Pflege drauf steht, ist auch die entsprechende

Pflegeabsicherung drin

Das zeigt das neue Rating von MORGEN & MOR-

GEN zum Pflegetagegeld. Ein hohes Mittelmaß und

nur vier Top Versicherer sind das aktuelle Ergebnis.

Das Thema Pflege ist 2012 präsenter denn je und

vor allem demographisch unausweichlich. Doch

wer sich ganz konkret für den Pflegefall absichern

möchte, steht vor der Herausforderung, aus mehr

als 140 Tarifen die passende Versicherung zu finden.

Zur Absicherung des Pflegerisikos bringen

die Versicherer unterschiedliche Lösungen hervor.

Die Lebensversicherer in Form von Pflegerententarifen

und die Krankenversicherer in Form von Pflegetagegeldtarifen.

MORGEN & MORGEN hat sich

beide „Welten“ im Rahmen seiner M&M Ratings

ganz genau angesehen. Obwohl es sich um ein

und dasselbe Risiko handelt, wird es auf ganz unterschiedliche

Weise behandelt. Bisher wurde über

unterschiedliche Preise und Kalkulationsgrundlagen

diskutiert, heute steht mit den neuen M&M Ratings

vor allem die unterschiedliche Bedingungsqualität

im Fokus. „Leistungsseitig haben in jedem Fall die

Pflegerenten momentan die Nase vorne“, stellt Stephan

Schinnenburg, Geschäftsführer von MORGEN

& MORGEN, fest.

Mit dem neuen M&M Rating Pflegetagegeld hat

MORGEN & MORGEN aktuell die Qualität der

Leistungen in der PKV analysiert und Transparenz

bei Pflegetarifen der Krankenversicherer geschaffen.

„Wir erwarten, dass sich die Leistungen der Privaten

Pflegetagegeldtarife deutlich von den Leistungen

der GKV abheben. Jedoch hat sich die PKV in ihrer

Bedingungsqualität stark an dem Niveau der gesetzlichen

Forderungen, die für die Pflegepflichtversicherung

der GKV gelten, orientiert, “ stellt Schinnenburg

fest. Die zahlreichen Tarifkombinationen

von 34 Privaten Krankenversicherern wurden im

Rahmen des neuen Ratings analysiert und bewertet.

Ein Top Versicherer muss vor allem folgende der

insgesamt 39 Kriterien besonders gut erfüllen: Leistung

bei Demenz, auch wenn sonst keine Pflegebedürftigkeit

vorliegt; Beitragsbefreiung bei Eintritt

einer Pflegestufe sowie Leistung auch bei Verzug ins

Ausland. Das Ergebnis ist jedoch „gepflegtes“ Mittelmaß.

Es gibt nur vier Anbieter, die mit Tarifen der

Quelle: © vege - Fotolia.com

Höchstwertung von fünf und vier Sternen aufwarten

können. Dann folgt ein starkes Mittelfeld von 29

Anbietern und ein Anbieter bildet das Schlusslicht

mit nur einem Stern.

Insgesamt liegen viele Bedingungswerke der Pflegetagegeldtarife

momentan auf dem Niveau der

gesetzlichen Pflegepflichtversicherung oder knapp

darüber. Dass die Qualität der Bedingungen am

Markt eine entscheidende Rolle spielt, zeigt auch

das erstmals im März 2011 veröffentlichte M&M

Rating Pflegerente. Damals wurden nur acht Pflegerententarife

mit der Höchstwertung von fünf

Sternen bewertet. Das Niveau hat sich im Laufe des

Jahres stark angehoben und heute sind es 28 Tarife.

MORGEN & MORGEN hat die Pflegetagegeldtarife

bewusst einer eigenen Ratingbewertung unterzogen,

da sich die Bedingungen aktuell noch sehr von

den Bedingungen der Pflegerenten unterscheiden.

Die beiden Ratings setzen aber Maßstäbe für einen

zukünftigen spartenübergreifenden Vergleich der

Pflegetarife. „Es gibt bereits erfreuliche Tendenzen

einzelner Pflegetagegeldtarife, die sich in Richtung

der Pflegerententarife weiterentwickelt haben. Wir

gehen daher davon aus, dass auch die Privaten

Krankenversicherer ihre Pflegeprodukte bedarfsorientiert

weiterentwickeln, “ zieht Stephan Schinnenburg

sein Fazit. www.morgenundmorgen.de

57


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Pflegeversicherung

Höchstes Rating:

Deutsche Familienversicherung

ausgezeichnet

für bestes Pflegetagegeld

Die Pflege-Zusatzversicherung der DFV Deutsche Familienversicherung

AG ist vom unabhängigen Analysehaus Morgen & Morgen mit Höchstwerten

bewertet worden. Als einziges Pflegetagegeld erhielt die DFV-

DeutschlandPflege die Wertung "Ausgezeichnet" mit fünf Sternen. Im

Rahmen des Ratings wurden im Bereich Pflege-Zusatzversicherungen

Tarifkombinationen von 34 Anbietern analysiert und bewertet. Anhand

von 39 Kriterien wurde dabei die Qualität der Leistungen betrachtet.

Die Leistung bei Demenz bereits in der Pflegestufe 0, die Beitragsbefreiung

bei Eintritt in eine Pflegestufe und die weltweite Leistung

mussten als Kriterien hierfür besonders gut erfüllt werden. Philipp J.N.

Vogel, Vorstand der DFV für Marketing und Vertrieb, zu der Auszeichnung:

"Wir freuen uns sehr über das Rating. Es bestätigt das Konzept

unseres Pflegetagegelds und unseren Anspruch, das leistungsfähigste

Produkt anzubieten. Die Analyse dokumentiert außerdem, dass wir

der führende Anbieter in diesem Segment sind und für den Verbraucher

ein optimales Bedingungswerk entwickelt haben."

So leistet die DFV-DeutschlandPflege zum Beispiel bereits im Demenzfall

uneingeschränkt. Für den Fall, dass Demenz und Pflegebedürftigkeit

in einer versicherten Pflegestufe zusammenfallen, kann das Pflegegeld

verdoppelt werden. Die Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit,

Arbeitsunfähigkeit und im Pflegefall ermöglicht eine besondere finanzielle

Entlastung für den Verbraucher in einer solchen Engpass-Situation.

Unabhängig, ob die Pflege zu Hause oder stationär erfolgt, stehen

dem Versicherten immer 100 % des Pflegegeldes zur Verfügung. Die

weltweite Leistung rundet das Angebot ab. www.dfv.ag

Impressum

Verlag und Herausgeber:

wmd Verlag GmbH

Wiesseer Straße 126

83707 Bad Wiessee

Tel: +49 (0)8022 – 187110

Fax: +49 (0)8022 – 1871129

info@wmd-verlag.de

www.wmd-brokerchannel.de

Geschäftsführung:

Friedrich A. Wanschka

Chefredaktion:

Friedrich A. Wanschka

Layout:

Astrid Klee

Foto: fotolia, Pitopia

Titelmotiv- © CLIPAREA.com - fotolia

Handelsregister: HRB 165643

Amtsgericht München

Steuer-Nummer: 139/142/50247

Ust.- IdNr. DE 812638572

Bankverbindung:

Sparkasse Rosenheim - Bad Aibling

BLZ 711 500 00, Kto. 24364

Verkaufspreis: 7,50 Euro

Anzeigen:

Matthias Heß

wmd Verlag GmbH

Kattunbleiche 31a

22041 Hamburg

Tel: +49 (0)40 2841083-21

m.hess@wmd-verlag.de

Technische Umsetzung / Produktion:

wmd Verlag GmbH

Astrid Klee

Wiesseer Straße 126

83707 Bad Wiessee

Tel: +49 (0)8022 – 187110

Fax: +49 (0)8022 – 1871129

info@wmd-verlag.de

Der Verleger übernimmt keine Haftung für unverlangt

eingereichte Manuskripte und Fotos.

Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt

der Autor dem Verleger das ausschließliche Verlagsrecht

für die Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts.

Dieses Recht bezieht sich insbesondere

auch auf das Recht, das Werk zu gewerblichen

Zwecken per Kopie zu vervielfältigen und/oder

in elektronische oder andere Datenbanken aufzunehmen.

Alle veröffentlichten Beiträge sind

urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche

Genehmigung des Verlegers ist eine Verwertung

außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes

unzulässig. Aufsätze und Berichte geben

die Meinung des Verfassers wieder. Für den Inhalt

ist der Verlag nicht verantwortlich.

Quelle: © arahan - Fotolia.com

58


Aktuelle Finanz- und Produktinformationen,

Videos und vieles mehr - 2x wöchentlich

kompakt im Online-Newsletter

oder täglich auf

www.wmd-brokerchannel.de

..........schon gelesen

Unsere aktuellen eMagazine zum Download!

Klicken Sie bitte auf den jeweiligen Titel!


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Technische Beratungsunterstützung

IDEAL bietet mobile Pflegeanalyse

per PflegeApp

Mit der neuen PflegeApp wird nun für das iPhone und das

iPad im Apple-Store eine unabhängige Beratungsunterstützung

geboten

Als Marktführer von Pflegerentenversicherungen

steht bei der IDEAL die Pflegeberatung im Mittelpunkt.

Bereits durch das Online-Vertriebssystem

IPOS ist die IDEAL Pflegeanalyse als erfolgreiches

Einstiegsinstrument bekannt, das anschaulich die

jeweilige Pflegelücke aufzeigt. Da die IDEAL als

einer der ersten Versicherer auf die umfassende

Unterstützung des Vertriebspartners bei all seinen

Prozessen über das Internet setzt, wurde jetzt auch

die mobile Kommunikation miteinbezogen. Mit der

neuen PflegeApp wird nun für das iPhone und das

iPad im Apple-Store eine unabhängige Beratungsunterstützung

geboten. Sie dient zur Ermittlung

der Pflegelücke, indem Lebenserwartungen, Pflegewahrscheinlichkeiten

und bundeslandabhängigen

Kosten im Pflegefall berechnet

werden. Mit der

PflegeApp lässt sich aber

auch mobil ein Angebot

erstellen, das direkt

per E-Mail zum Kunden

versendet werden kann.

Sogar die Antragserfassung

kann dabei mobil

erfolgen. Da die Pflege-

App synchron mit IPOS

arbeitet, ist ein Wechsel

zwischen IPOS und der

App ohne Datenverlust

möglich.

Die App unterstützt aber nicht nur die Pflegeberatung,

sondern ermöglicht auch die Antragserfassung

aller sonstigen Lebensversicherungsprodukte

sowie die mobile Policierung aller Sachprodukte der

IDEAL. Alle Dokumente können per E-Mail an den

Kunden übermittelt und alternativ auch über IPOS

im Büro weiterverarbeitet werden. Somit rundet die

PflegeApp das Portfolio zur technischen Vertriebsunterstützung

ab. Neben dem Extranet IPOS bietet

die IDEAL Onlineservices zur einfachen Einbindung

von Tarifrechnern und Informationen auf den Webseiten

der Vermittler sowie Webservices nach BiPRO-

Normen. Hierfür hat die IDEAL den BiPRO-Award

2011 erhalten. www.ideal-versicherung.de

Auf vielen Android-

Systemen und neueren

Blackberry-Geräten kann

die Pflegeanalyse zudem

als WebApp genutzt

werden.

Weitere Informationen

und der Zugang hierfür

sind unter http://www.idealversicherung.mobi

zu finden.

Quelle: © kebox - Fotolia.com

60


Technische Beratungsunterstützung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Zurich Unisex-Vergleichsrechner macht

Unterschiede bei Versicherungsprämien transparent

Online-Tool berechnet unisexbedingte Beitragserhöhungen

Die Zurich Versicherung stellt ab sofort einen interaktiven

Unisex-Vergleichsrechner im Internet zur

Verfügung. Neben Hintergrundinformationen zu

den ab 2013 EU-weit verpflichtenden Unisex-Tarifen

stellt der Rechner die mit Unisex verbundenen Beitragsveränderungen

für Männer und Frauen nach

Eintrittsalter anschaulich dar. Unter www.zurich.de

lassen sich per Mausklick schon jetzt die finanziellen

Auswirkungen der kommenden Einheitstarife für

Männer und Frauen berechnen.

Online-Tool berechnet unisexbedingte Beitragserhöhungen

Bisher zahlen Männer und Frauen aufgrund biometrischer

Unterschiede (zum Beispiel bei der Lebenserwartung)

unterschiedlich hohe Beiträge für

ansonsten gleiche Versicherungsleistungen. Nach

einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs sind

für ab dem 21.12.2012 neu abgeschlossene private

Versicherungsverträge gesetzlich nur noch einheitliche

Tarife für Frauen und Männer, sogenannte Uni-

sex-Tarife, erlaubt. Die Beiträge für Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen

werden für Männer

in der Regel teurer und für Frauen günstiger. Dagegen

werden Risikolebensversicherungen für Männer

spürbar günstiger, für Frauen jedoch deutlich teurer.

Der Zurich Unisex-Vergleichsrechner gibt nach der

Eingabe des Geschlechts und des Alters eine Entscheidungshilfe,

ob sich ein Vertragsabschluss vor

dem 21. Dezember 2012 lohnt. Dabei werden aktuelle

Tarife 2012 mit einer fiktiven Mischkalkulation

auf Basis der bisherigen Rechnungsgrundlagen für

Frauen und Männer, aber noch nicht mit den tatsächlichen

Kalkulationsgrundlagen für Unisex-Tarife,

verglichen. Diese Näherungswerte bieten eine gute

Orientierung. So steigt zum Beispiel für eine 30-Jährige

Frau der monatliche Beitrag für eine Risikolebensversicherung

mit einer Versicherungssumme

von 100.000 Euro um 31 Prozent. Ein 35-Jähriger

Mann zahlt für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

nach der Unisex-Umstellung monatlich 9 Prozent

mehr. www.zurich.de

Gothaer bietet Unisex-Tarife in der bAV

Für die bAV direkte Vergleiche rechenbar

Am 21.12.2012 starten die neuen Unisex-Tarife mit

gleichen Leistungen bei gleichem Beitrag für Frauen

und Männer. Ob es für Männer oder Frauen teurer

wird, hängt im Bereich der Lebensversicherung individuell

vom jeweiligen Produkt ab. Insbesondere

im Bereich der betrieblichen Altersversorgung

(bAV) stellen sich bereits heute -für Arbeitgeber

wie für Arbeitnehmer- zahlreiche Fragen. Je früher

man sich damit befassen kann, desto besser. Die

Gothaer Lebensversicherung AG bietet Sicherheit.

Ab sofort können für alle Tarife inklusive Zusatzversicherungen

der betrieblichen Altersversorgung

(bAV) mit Versicherungsbeginn ab 01.01.2013 vollständige

Unisex-Angebote erstellt werden. Hierbei

handelt es sich nicht um sogenannte Übergangstarife,

die aktuell von einigen Versicherern angeboten

werden, sondern um die finalen Unisex-Tarife. Die

Gothaer bietet mit der frühen Angebotsfähigkeit

von Unisex-Tarifen in der bAV eine ideale Transparenz

für Vertrieb und Kunden. Darüber hinaus bie-

61


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Technische Beratungsunterstützung

tet die Gothaer ab sofort die Möglichkeit, über den

Angebotsservice für die Tarife der bAV konkrete Vergleichsberechnungen

zu erstellen. Hier wird auch

die direkte Gegenüberstellung des Bisex-Tarifs mit

dem entsprechenden Unisex-Tarif für Versicherungsbeginne

in 2012 ermöglicht.

Zusätzlich bietet die Gothaer Ihren Kunden mit dem

Unisex-Optionsrecht die gewünschte Flexibilität:

Der Kunde kann beruhigt einen Vertrag zum derzeit

gültigen Tarif abschließen ohne Gefahr zu laufen,

dass er von eventuell höheren Leistungen der

neuen Tarife ausgeschlossen ist. Ist der Unisex-Tarif

für den Kunden vorteilhafter, garantiert ihm das

Optionsrecht den Wechsel in den günstigeren Tarif

rückwirkend von Vertragsbeginn an. Und das ohne

zusätzliche Kosten, ohne erneute Gesundheitsprüfung

und unter Beibehaltung des günstigeren Eintrittsalters.

Das Gothaer Optionsrecht bietet Kunden

und Vermittler zusätzliche Sicherheit: Der Kunde

muss sich nicht jetzt schon für eine der beiden Tarifwelten

entscheiden, sondern kann in 2013 beide

Tarife in Ruhe vergleichen und sich für die attraktivere

Variante entscheiden. So sind sowohl Kunde

als auch Vermittler immer auf der sicheren Seite.

Ein vollständiges Angebot mit allen erforderlichen

Quelle: © iQoncept - Fotolia.com

Unterlagen ist unmittelbar über den Angebotsservice

der Gothaer Lebensversicherung AG erhältlich.

Dazu wurde extra eine Unisex-Hotline eingerichtet:

0221/30823269, E-Mail: LV_Angebote@gothaer.de.

www.gothaer.de

MÜNCHENER VEREIN bietet Förderrechner zum

neuen Pflege-Bahr

Mit nur drei Eingaben kann jeder anonym seine

persönliche Förderquote ermitteln

Die Eckpunkte der neuen staatlich geförderten Pflegeversicherung,

nach dem Bundesgesundheitsminister

Daniel Bahr auch Pflege-Bahr genannt, sind

entschieden: Einführung zum 1.1.2013, keine Gesundheitsprüfung,

kein Höchstaufnahmealter und

ein einkommensunabhängiger Förderbetrag von

maximal 60 EUR pro Jahr. Damit setzt die Bundesregierung

ein klares Zeichen in Richtung kapitalgedeckter

Absicherung durch ein privates Pflegetage-

geld. Der MÜNCHENER VEREIN bietet ab sofort auf

seinem Blog www.bahrgeld.de als einer der ersten

Versicherer Vertriebspartnern und Kunden einen

Förderrechner. Mit nur drei Eingaben kann jeder anonym

seine persönliche Förderquote ermitteln. Diese

errechnet sich aus dem Verhältnis von Jahresbeitrag

für die staatlich geförderte private Pflegeversicherung

und dem Förderbetrag von 60 Euro jährlich.

62


Technische Beratungsunterstützung | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

In weiten Bevölkerungskreisen wird der Bedarf für

eine private Pflegevorsorge als Thema der älteren

Generation gesehen. Dabei können ebenso jüngere

Menschen aufgrund von Krankheit oder Unfällen

zum Pflegefall werden. Für eben diese Zielgruppe ist

die errechnete Förderquote besonders attraktiv, da

der Beitrag für ein Pflegetagegeld umso günstiger

ist, je frühzeitiger sich ein Kunde dafür entscheidet.

Unabhängig vom individuellen Alter ist eine zusätzliche

private Pflegeabsicherung unverzichtbar, denn

der gesetzliche Schutz leistet in Pflegestufe 3 ca.

1.550 Euro monatlich. Damit wird nicht einmal die

Hälfte der durchschnittlichen Pflegeheimkosten in

Deutschland abgedeckt. Mit seinem Blog bahrgeld.

de unterstützt der Generationen-Versicherer aus

München die Initiative der Bundesregierung und

trägt dazu bei, die Bevölkerung für dieses wichtige

sozial- und gesellschaftspolitische Thema zu sensibilisieren.

Was die Bevölkerung vom Pflege-Bahr

erwartet, untersucht der MÜNCHENER VEREIN im

Rahmen einer aktuellen Befragung ebenfalls auf

bahrgeld.de. Hier finden Interessierte auch einen

Querschnitt der derzeitigen Statements von Meinungsbildnern

aus Medien und aus der Politik.

www.muenchener-verein.de

DKV-RechnungsApp:

Schnell und einfach Rechnungen einreichen

Ab sofort können Kunden der DKV Deutsche Krankenversicherung

ihre Rechnungen mit dem iPhone,

iPodTouch oder iPad einreichen. Dazu müssen die

Versicherten einfach die aufgedruckten quadratischen

QR-Codes einscannen. Die RechnungsApp

der DKV übernimmt dann den Rest und übermittelt

die gescannten Daten verschlüsselt an die DKV.

Voraussetzung ist, dass auf der Arztrechnung die

entsprechenden Barcodes aufgedruckt sind. Das ist

derzeit bei 38.000 Ärzten und Zahnärzten der Fall,

die über die Privatärztlichen Verrechnungsstellen

(PVS) abrechnen. Immer mehr Ärzte nehmen an diesem

Verfahren teil. „Die RechnungsApp macht das

Abrechnen einfacher und schneller“, erklärt DKV-

Vorstandsmitglied Silke Lautenschläger. Statt Rechnungen

zu kopieren und per Post zu senden, scannt

man lediglich ihre QR-Codes. „Wir würden uns freuen,

wenn bald viele Kunden dieses Angebot nutzen“,

sagt Lautenschläger. Die App ist kostenlos und spart

zusätzlich das Geld für das Porto. Sie ergänzt die bestehenden

Möglichkeiten, gescannte Rechnungen

im Kundenbereich myDKV hochzuladen und online

abzurechnen. Weitere Informationen zur DKV RechnungsApp

unter: www.dkv.com/apps

Quelle: © ecco - Fotolia.com

63


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Vertrieb

Das geeignete Altersvorsorge-Produkt

aus Maklersicht:

Der Produktanbieter- und

Produkt-Auswahlprozess der Plansecur

Beitrag von Johannes Sczepan,

Geschäftsführer, Plansecur Management GmbH

Die Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes

(VVG) 2007 hat dem Makler verdeutlicht, wie vielfältig

seine Aufgaben sind: zum Beispiel eine kundenspezifische

Bedarfsanalyse, die Auswahl der

geeigneten Anbieter und Produkte und die Dokumentation

der Beratung. Die Auswahl des passenden

Produktes ist sehr entscheidend. Dies gilt

vor allem für diejenigen, die der privaten Altersvorsorge

dienen: Sie sind aufgrund der hohen Geldbeträge,

die eingezahlt werden, und des Ansparcharakters

für die Verbraucher besonders wichtig.

Regelmäßiges Screening des Marktes nötig

Wie wählt der Makler den für den Kunden geeigneten

Tarif aus Laut Gesetzgeber genügt „die

Durchführung regelmäßiger Marktuntersuchungen

[…], die nicht für jeden Kunden wiederholt werden

muss“ (Bundestagsdrucksache 16/1935 zur Neuregelung

des Versicherungsvermittlerrechts). Das

heißt: nicht für jeden Kunden, aber für fast jede

Bedarfskonstellation ein komplettes Screening des

Markts nach Anbieter und Produkten.

Der Makler steckt in einer Bredouille: Einerseits muss

er den gesetzlichen Anforderungen genügen, andererseits

ist ein solch aufwändiges Auswahlverfahren

für ihn nur dann hilfreich, wenn er für jeden Bedarf

auch das geeignete Produkt findet. Dies muss drei

Bedingungen erfüllen: Es muss zur Lebensphase,

zum Anlegertyp und zur Bedarfssituation passen.

Um diesen Auswahlprozess erfolgreich zu gestalten,

hat die Plansecur eine VVG-konforme Vorgehensweise

entwickelt.

Zweigliedriges Auswahlverfahren:

erst Anbieter, dann Produkt

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

Der Auswahlprozess von Produkten zur privaten

Vorsorge von Lebensversicherungsunternehmen

ist zweigliedrig. Für den ersten Schritt, die Anbieterauswahl,

wertet die Plansecur beispielsweise Bilanzkennzahlen,

Beschwerdequoten der BaFin und

Veröffentlichungen von Ratingagenturen und ver-

64


Vertrieb | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

brauchernahen Zeitschriften aus. Es werden rund

80 Gesellschaften auf insgesamt 16 Kennzahlen untersucht,

von denen drei selbst entwickelt wurden.

Fünf Bilanzjahrgänge werden herangezogen. Der

Fokus liegt auf der Finanzstärke und der Existenzsicherheit

des Lebensversicherers. Neben harten Fakten

gehen auch selbstentwickelte Kennziffern ein,

zum Beispiel zur Servicequalität des Versicherers.

Bei Altersvorsorgeprodukten ist die Qualität

des Deckungsstocks entscheidend

Bei den Versicherungen, die den Anbieter-Test bestehen,

wird im zweiten Schritt die Produktqualität

untersucht. Hierbei ist für Altersvorsorge-, Berufsunfähigkeits-

und Risikolebensversicherungs-Produkte

die Qualität des Deckungsstocks von besonderer

Bedeutung. Der zweite wichtige Punkt für diese

drei Produktgruppen sind die Versicherungsbedingungen.

Am Ende des Auswahlprozesses erhalten

die Finanzplaner eine Matrix, die für die unterschiedlichen

Bedarfssituationen, Anlegertypen und

Quelle: © Christian Jung - Fotolia.com

Lebensphasen mehrere Tarifempfehlungen von vergleichbar

hoher Qualität enthält. Die Entscheidung

für oder gegen ein Produkt trifft dann der Kunde.

Der Plansecur-Auswahlprozess ist unter fachlicher

Beratung der Professoren Dr. Helmut Gründl und Dr.

Philipp Janetzke 2012 von der ajco solutions GmbH

zertifiziert worden.

65


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | Vertrieb

Unisex: Makler brauchen Unterstützung

Maklertrendstudie: Ansprüche an Versicherer steigen

Zu den Servicemaßnahmen, die im Vergleich zu den

Vorjahren wichtiger geworden sind, zählt die Unterstützung

bei der Bestandsbetreuung (74 Prozent,

2011: 71 Prozent) und der Neukundengewinnung

(62 Prozent, 2011: 52 Prozent). Auch hier setzt die

maklermanagement.ag in diesem Jahr mit ihrem Beratungskonzept

„Unisex“ an. „Die Bündelung von

Beratungstools (Unisex-Navigator und Quickwin-Altersvorsorge-Berater),

Bestandsaktionen und Schulungen

kommt bei Maklern sehr gut an“, berichtet

Helmut Kriegel. Und weiter: „In den vergangenen

Wochen haben wir in Gesprächen mit Maklern erfahren,

dass sich die meisten bisher noch nicht sehr

intensiv mit Unisex befasst hatten. Mit Hilfe unseres

Vertriebskonzeptes erkennen viele das Potenzial,

das in der Unisex-Beratung für ein dynamisches Jahresendgeschäft

steckt.“

Neue Kunden zu gewinnen, ist derzeit eines der

wichtigen Themen im Vertriebsalltag. Das wird

durch ein weiteres Ergebnis der Maklertrendstudie

bestätigt: Immerhin stellen 43 Prozent der Befragten

fest (2011: 34 Prozent), dass die zurückhaltende

Kundennachfrage eine Herausforderung ist, die sie

bewältigen müssen, um erfolgreich ihr Geschäft

betreiben zu können. Zu den Herausforderungen

gehört auch die gestiegene Beratungskomplexität

der Altersvorsorgeprodukte (56 Prozent, 2011:

52 Prozent). Darüber hinaus sind Makler offen für

betriebswirtschaftliche, steuerliche und rechtliche

Hilfestellungen. An oberster Stelle rangiert der

Wunsch, bei der Bewertung von Beständen unterstützt

zu werden (42 Prozent). Jeder vierte Makler

würde Hilfen bei der Nachfolgeplanung annehmen.

Ansprüche an Versicherer steigen

Die Maklertrendstudie zeigt, dass die Bereitschaft

der Makler, neue Partner aufzunehmen, generell

weiter sinkt (30 Prozent, 2011: 37 Prozent). Wer sich

jedoch damit beschäftigt, einen neuen Produktpartner

auszuwählen, achtet in erster Linie auf Verlässlichkeit

(100 Prozent, 2011: 98 Prozent), Servicestärke

(96 Prozent, 2011: 94 Prozent) und Finanzstärke

(96 Prozent, 2011: 93 Prozent).

www.drmm.de

Aktuelle Finanz- und Produktinformationen,

Videos und vieles mehr - 2x wöchentlich

Aktuelle kompakt im Online-Newsletter

oder täglich auf

www.wmd-brokerchannel.de

+ 66NEWS + SPECIALS + VIDEOS + NEWS + SPECIALS +


UNISEX Special

Quelle: © Yuri Arcurs - Fotolia.com


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Die IDEAL PflegeRente – jetzt auch als Unisex-Tarif

Beitrag von Tobias Maack,

Leiter Produktmanagement, IDEAL Lebensversicherung a.G.

Alle Versicherer müssen nach einem Urteil des Europäischen

Gerichtshofs bis zum 21.12.2012 ihre

Produkte auf Unisex-Tarife umstellen. Die IDEAL Lebensversicherung

a.G. hat als einer der ersten Versicherer

ihr bekanntestes Produkt IDEAL PflegeRente

bereits zum 1. Mai umgestellt, um insbesondere

Frauen schon vorzeitig den für sie

günstigeren Tarif bieten zu können. Bisher

zahlten Frauen wegen ihrer längeren Lebenserwartung

höhere Beiträge als Männer.

Verbesserter Todesfallschutz

Von dem neuen Unisex-Tarif der IDEAL

können aber auch die Männer profitieren,

da er eine neue flexiblere Todesfallleistung

enthält. Stirbt die versicherte Person

vor Beginn der Pflegerentenzahlung,

werden bis zu 100 Prozent der eingezahlten

Beiträge erstattet. Die Höhe der Beitragsrückerstattung

ist bei Antragstellung

wählbar.

Zudem haben Männer noch bis Jahresende die

Möglichkeit, sich im bisherigen Tarif zu versichern,

der aufgrund einer neuen Kalkulation erneut günstigere

Beiträge als bisher bietet.

Flexible Beitragszahlung

Bei der Beitragszahlung wird den Kunden die größtmögliche

Flexibilität geboten. So sind beim Vertragsabschluss

beliebige Kombinationen aus laufender

und einmaliger Beitragszahlung möglich. Während

der Laufzeit können weitere Einmalzahlungen zur

Reduzierung des laufenden Beitrags erfolgen. Die

laufende Beitragszahlung kann sogar vollständig

durch eine einmalige Zahlung ersetzt werden.

Auch die Leistungen sind sehr flexibel. So stehen die

drei Produktlinien IDEAL PflegeRente Basis, Klassik

und Exklusiv inzwischen auch für sehr individuelle

Kundenansprüche zur Verfügung. Als erste

und bisher einzige Gesellschaft bietet

der Berliner Seniorenversicherer beliebige

Rentenhöhen. Für die Pflegestufe III kann

zwischen Beträgen von 250 bis 4.000 Euro

gewählt werden. Auch die Leistungen für

die Pflegestufen II und I können flexibel festgelegt

werden.

Neu ist seit letztem Jahr auch der weltweit

gültige Versicherungsschutz. Ändert sich

die gesetzliche Definition der Pflegebedürftigkeit

hat der Kunde die Möglichkeit, ohne

erneute Gesundheitsprüfung in den dann

aktuellen Tarif der IDEAL zu wechseln, der

die veränderte Gesetzeslage berücksichtigt.

Demenz mitversichert

Die Rentenleistung wird nicht nur in einer der drei

Pflegestufen fällig, sondern auch ab einer mittelschweren

Demenz. Hier wurde eine transparentere

und verständlichere Darstellung in die Bedingungen

aufgenommen, die auch zur Vereinfachung der Leistungsprüfung

führt. Demnach werden Leistungen

in Höhe der Pflegestufe II fällig, wenn die versicherte

Person geistige Fähigkeiten verliert, die sich auf das

Denk-, Erinnerungs- und Orientierungsvermögen

sowie die Erfüllung einfacher Aufgaben auswirken.

Dieser Zustand muss mindestens sechs Monate anhalten

und in einem Mini-Mental-Status-Test bestätigt

werden.

68


21.12.2012: Unisex kommt!

Der Unisex-Retter der Continentale

Wer sich heute noch die Vorteile einer geschlechtsspezifischen Beitragsberechnung sichert,

der möchte auch in Zukunft davon profitieren. Der Unisex-Retter der Continentale sorgt jetzt

mit drei Innovationen dafür, dass auch künftige Erhöhungen auf Basis der heute aktuellen

Bisex-Tarife erfolgen.

„Unisex-sicher“ auch bei zukünftigen Erhöhungen!

• Sonderzahlungen

• Nachversicherungsgarantien

• Beitragserhöhungen

auch nach dem 20.12.2012 auf Basis der heute vereinbarten Rechnungsgrundlagen.

Damit bleiben Ihre Kunden flexibel und stets auf der „unisex-sicheren“ Seite!

Mehr Informationen:

www.contactm.de/unisex-retter


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

LV 1871 Unisex-Retter sichern Vorsorgevorteile

BU-Absicherung nicht aufschieben

Mit ihren Unisex-Rettern sichert die Lebensversicherung

von 1871 a. G. München (LV 1871) Männern

auch im kommenden Jahr Vorsorgevorteile bei Altersvorsorgeverträgen

und Berufsunfähigkeits(-

Zusatz)versicherungen. Frauen bietet die LV 1871

einen Unisex-Optionstarif für selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherungen.

„Wenn Männer noch

in diesem Jahr handeln, schlagen sie zwei Fliegen

mit einer Klappe. Sie schließen ihre Vorsorgelücke

und profitieren von günstigen Konditionen. Das

lohnt sich“, erklärt LV 1871 Vertriebsvorstand Rolf

Schünemann. Möglich wird das mit den LV 1871

Unisex-Rettern für Altersvorsorgeverträge und

Berufsunfähigkeits(-Zusatz)versicherungen (BU(Z))

mit Versicherungsbeginn ab dem 1. August 2012.

Wer eine BU(Z) abschließt, erhält im neuen Jahr

weiterhin die bei Vertragsabschluss gültigen, für

Männer besseren Rechnungsgrundlagen. Für Rentenversicherungsverträge

gelten auch bei Summenerhöhungen

die alten, für Männer günstigeren

Beiträge.

BU-Absicherung nicht aufschieben

Quelle: © grandeduc - Fotolia.com

Frauen sollten die Absicherung ihres individuellen

Berufsunfähigkeitsrisikos nicht aufschieben. Denn

ihr Gesundheitszustand kann sich jederzeit ändern.

Damit sie nicht auf die besseren Unisex-Konditionen

für die BU-Absicherung warten müssen, bietet die

LV 1871 Frauen den Unisex-Optionstarif. Bei selbstständigen

Berufsunfähigkeitsversicherungen führt

die LV 1871 im neuen Jahr auf Wunsch eine Besserstellungsprüfung

durch. Wenn der ab 21. Dezember

2012 angebotene Unisex-Tarif günstiger ist, können

Frauen bis Ende April 2013 ohne erneute Gesundheitsprüfung

wechseln. Voraussetzung ist ein Versicherungsbeginn

ab dem 1. August 2012.

Bedarfsgerechte Beratung

70

Quelle: © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Nach dem Unisex-Urteil des Europäischen Gerichtshofs

sind viele Kunden verunsichert und der Beratungsbedarf

steigt. Denn welche Konsequenzen

Unisex für den Einzelnen hat, muss immer individuell

überprüft werden. Mit ihren Lösungen bietet

die LV 1871 ihren Geschäftspartnern eine Basis

für die bedarfsgerechte Beratung ihrer Kunden.

www.lv1871.de


Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Unisex:

Dialog bietet attraktiven Übergangstarif

Prämie für Männer jetzt noch günstiger

Kostenloser Umtausch garantiert

Dialog-Vertriebsvorstand Rüdiger R. Burchardi:

„Absicherung gegen den Todesfall – jetzt so günstig wie nie!“

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden: Ab

dem 21. Dezember 2012 dürfen für Frauen und Männer

nur noch Tarife mit einheitlich kalkuliertem Beitrag

angeboten werden (Unisex-Regelung). Eine Folge: In der

Risikolebensversicherung werden die Prämien für Frauen

teurer, für Männer billiger.

Im Vorfeld der Neuregelung hat die Dialog, der führende

Maklerversicherer und Spezialversicherer für biometrische

Risiken, eine Übergangslösung entwickelt, die ihren

Vertriebspartnern hervorragende Marktchancen eröffnet:

1. Beitragsreduktion für Männer

Mit einer Übergangsregelung, die vom 1. August bis zum

30. November 2012 gilt, werden Männer im Nichtraucher-

Risikolebentarif nochmals deutlich günstiger gestellt. Sie

zahlen einen um 12,5 Prozent reduzierten Beitrag, der

Leistungsumfang des bewährten Produkts bleibt voll erhalten.

2. Die Dialog-Wechselgarantie

Mit dem 1. Dezember 2012 wird die Dialog die definitiven

Unisex-Tarife einführen. Gegenüber dem bisherigen Preisniveau

werden die Prämien für Männer dann billiger, für

Frauen teurer. Sollte der ab 01.12.2012 gültige Unisex-Tarif

für Männer günstiger als der Übergangstarif ausfallen,

bietet die Dialog eine Unisex-Wechselgarantie, die bis

zum 30. Juni 2013 gilt. In diesem Zeitraum erhalten die

Kunden die Möglichkeit, ihren Versicherungsantrag ohne

erneute Gesundheitsprüfung zum nächsten Monatsersten

in den entsprechenden Unisex-Tarif umzuwandeln. Für den

Vermittler ist dieser Wechsel provisionsneutral.

Jetzt oder teuer Beitragsveränderungen nach Unisex

Jetzt die Marktchancen nutzen!

Rüdiger R. Burchardi, Vorstand der Dialog Lebensversicherung

für Vertrieb und Marketing, plädiert für eine intensive

Marktbearbeitung in den kommenden Wochen

und Monaten und erläutert die Vorteile der Übergangsregelung:

„Wir haben eine Win-win-Situation, wie sie

so günstig nicht wiederkehrt. Der Versicherungsmakler

hat bestechende Argumente, dem Endkunden kann man

nur einen raschen Abschluss empfehlen. Frauen profitieren

von der noch gültigen, für sie attraktiven Bisex-Kalkulation,

Männern wird im Vorgriff auf die kommende

Unisex-Regelung ein besonders günstiger Tarif geboten.

Zudem gehen sie durch unsere für einen langen Zeitraum

geltende Wechselgarantie keinerlei finanzielles Risiko

ein. Generell“, so ergänzt Burchardi, „sollte eine Risikolebensversicherung

in jungen Jahren abgeschlossen

werden. Der Kunde profitiert vom günstigen Tarif entsprechend

seinem niedrigen Eintrittsalter und seinem in

aller Regel einwandfreien Gesundheitszustand. Risikozuschläge

und Ausschlüsse werden damit vermieden. Auch

bei einem frühzeitigen Ableben, das niemand ausschließen

kann, ist die Familie so gegen existenzbedrohende

finanzielle Risiken abgesichert.

3. Frauen noch mit günstigem Tarif

Frauen sollten bis zum 30. November 2012 eine Risikolebensversicherung

abschließen. Bis zu diesem Termin profitieren

sie von der für ihr Geschlecht günstigen Bisex-kalkulierten

Prämie, die für die gesamte Laufzeit gilt. Nach der Unisex-

Umstellung werden die Frauen-Tarife dann spürbar teurer.

Internet:

www.dialog-leben.de

Telefon: 0821 - 319 0

71


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Unisex: Grundfähigkeitsversicherung für alle

Berufsgruppen günstiger

Interview mit Bernhard Rapp,

Direktor Marketing und Produktmanagement,

Canada Life Deutschland

wmd: Wo sehen Sie die Vorteile ihrer Grundfähigkeitsversicherung

Bernhard Rapp: Sie ist eine bedarfsgerechte und

transparente Form der Vorsorge zu einem besonders

günstigen Preis. Die Versicherten bekommen eine

Rente, wenn sie elementare Fähigkeiten wie Laufen,

Sehen oder sich Konzentrieren verloren haben.

Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten hingegen,

wenn der Kunde seinen Beruf nicht mehr ausüben

kann. Dies ist oft schwer zu beurteilen, denn mitunter

bedeuten selbst gravierende gesundheitliche

Belastungen nicht automatisch Berufsunfähigkeit.

Zudem erleiden kaufmännische Angestellte eher

selten Beeinträchtigungen, die ihnen die Arbeit in

ihrem Beruf zu mindestens 50 Prozent unmöglich

machen.

Für die Leistung der Grundfähigkeitsversicherung

spielt es hingegen keine Rolle, ob die Betroffenen

noch arbeiten können oder nicht. Ein großer Vorteil

ist auch der einfache Zugang zum Versicherungsschutz.

Statt der vielfach üblich langen Fragebögen

brauchen Kunden je nach der gewünschten Höhe

der Rente nur sieben bis elf Gesundheitsfragen zu

beantworten. Auch ist Berufstätigkeit keine Zugangsvoraussetzung

für den Tarif. Er steht so auch

Schülern, Studenten und Hausfrauen offen – anders

als Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen.

wmd: Gibt es Schadensfälle, die ihrer bisherigen Erfahrung

nach, häufiger vorkommen

Bernhard Rapp: Einen Schwerpunkt hier bilden die

orthopädischen Erkrankungen (z.B. der Wirbelsäule

und des Knies), Folgen von Krebserkrankungen

und Knochenbrüche mit anschließenden Komplikationen.

wmd: Wie schnell wird ein Leistungsfall abgewickelt

Bernhard Rapp: Dies hängt ganz stark vom Einzelfall

ab, da viele Faktoren hier eine Rolle spielen. Eine

pauschalisierte Aussage kann daher nicht getroffen

werden.

wmd: Sie bieten auch bereits eine Unisexvariante

der Grundfähigkeitsversicherung an. Wie wirkt sich

hier die Beitragsveränderung in den verschiedenen

Berufen aus

Bernhard Rapp: Seit Ende Juli ist die optimierte

Grundfähigkeitsversicherung auf dem Markt – und

zwar ausschließlich als Unisex-Tarif. Dieser wurde

für alle Berufsgruppen günstiger, ganz besonders

profitieren Akademiker und kaufmännische Berufe.

Die Beiträge sind speziell auf Beruf und Eintrittsalter

der Kunden abgestimmt.

wmd: Welche besonderen Leistungen/Bedingungen

bieten Sie im Vergleich zu anderen Grundfähigkeitsversicherern

Bernhard Rapp: Die Grundfähigkeitsversicherung

deckt insgesamt 19 Alltagsfähigkeiten ab, die übersichtlich

in drei Kategorien eingeteilt sind. Neu davon ist

die Kategorie mit geistigen Fähigkeiten wie etwa Konzentrations-

und Aufmerksamkeitsfähigkeit. Auch gilt

die Beeinträchtigung ab Pflegestufe I der gesetzlichen

Pflegeversicherung bereits als erfüllt. Kunden können

bei uns den lebenslangen Bezug der Rente vereinbaren

und den Versicherungsschutz auch zum 5. und

10. Jahrestag des Vertrags erhöhen – ohne neue Gesundheitsprüfung.

Beim Abschluss der Versicherung

können sie eine vereinfachte Gesundheitsprüfung mit

nur sieben Fragen in Anspruch nehmen, wenn sie eine

Rente bis zu 1.000 Euro vereinbaren möchten.

72


Unisex!

Nicht nur für Studenten.

Wir freuen uns auf alle Ihre Kunden und bieten für jeden den besten Tarif.

Seit dem 1. Mai bieten wir für die IDEAL Pflegevorsorgeprodukte den Unisex-Tarif an, der für

Frauen wesentlich günstiger ist. Männer können noch bis Jahresende den für sie preiswerteren

Männer-Tarif nutzen.

Neugierig geworden Dann rufen Sie uns an unter 030/ 25 87 -261 oder besuchen Sie uns auf unserer

Homepage www.ideal-versicherung.de


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Dank Umtausch-Joker Beitragsund

Leistungsvorteile sichern

Generali offeriert neue Unisex-Tarife

Am 21. Dezember 2012 starten die neuen Unisex-Tarife

mit gleichen Leistungen bei gleichem Beitrag für

Frauen und Männer. Ob es für Männer oder Frauen

preiswerter oder teurer wird, hängt individuell vom

jeweiligen Produkt ab. Viele Kunden zögern deshalb

dieses Jahr noch mit dem Vertragsabschluss, da

sie nicht wissen, ob die neuen Tarife für sie Vorteile

bringen. Die Beiträge für Renten und Berufsunfähigkeitsversicherungen

werden für Männer in der Regel

teurer, Frauen dagegen können mit günstigeren Beiträgen

rechnen. Risikolebensversicherungen werden

hingegen für Männer günstiger, für Frauen werden die

Prämien im Allgemeinen steigen.

Ohne Risiko entscheiden

Damit sich Kunden ohne Risiko für das passende Vorsorgeprodukt

entscheiden können, bieten die Generali

Versicherungen den Umtausch-Joker an. Kunden, die

bis einschließlich 20. Dezember 2012 einen Versicherungsvertrag

abschließen, haben das Recht ihren Vertrag

zwischen dem 1. Januar 2013 und 1. Juni 2013

auf den neuen Unisex-Tarif umzustellen, wenn dieser

für sie bessere garantierte Leistungen verspricht. Die

Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand: Sie sichern

sich das günstigere Eintrittsalter und den aktuellen

Gesundheitszustand.

Sicherheit bei Vertragsabschluss

Der Umtausch-Joker gilt für alle Verträge mit dem Antragsdatum

1. September 2012 bis einschließlich 20.

Dezember 2012. Darunter fallen Rente, Rente Fonds,

Kinderrente Fonds, Kapital- und Risikoversicherung,

BU- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung, 3-D-Pflegevorsorge

und betriebliche Altersvorsorge über eine

Direktversicherung. Positiv für Kunden: Die Umstellung

auf einen der neuen Unisex-Tarife ist ohne zusätzliche

Kosten und ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.

Vom Umtausch ausgeschlossen sind Verträge, aus

denen schon Leistungen geflossen sind (z. B. BU-Fälle),

bei denen bereits eine Vertragsänderung durchgeführt

wurde oder bei denen ein Beitragsrückstand besteht.

Autor: Generali Deutschland Holding AG

Unisex-Tarife: VOLKSWOHL BUND spricht

Frauen Umstellungsgarantie aus

Mehr Leistung aus BU- und Rentenversicherungen

Die VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G. stellt

Berufsunfähigkeits- und Rentenversicherungen von

Frauen im kommenden Jahr automatisch auf günstige

Unisex-Tarife um. Kundinnen, die jetzt abschließen, erhalten

eine Umstellungsgarantie. Weder sie noch der

Vermittler müssen sich später kümmern – der VOLKS-

WOHL BUND startet im zweiten Quartal 2013 eine automatische

Günstigerprüfung.

Vor allem Frauen, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung

oder eine Rentenversicherung abschließen, haben

finanzielle Vorteile von den neuen Unisex-Verträgen.

Sie erhalten bei gleichem Beitrag höhere Leistungen.

Das sind gute Aussichten, doch wer deswegen wartet,

ist trotzdem falsch beraten. Darum spricht der VOLKS-

WOHL BUND eine Umstellungsgarantie für alle Frauen

aus, die jetzt ihre Arbeitskraft absichern oder ihre Altersvorsorge

in die Hand nehmen. Ihnen garantiert das

Unternehmen eine automatische Günstigerprüfung

im zweiten Quartal 2013. Fährt die Kundin mit dem

Unisex-Tarif besser, stellt der VOLKSWOHL BUND den

Vertrag bei gleichem Beitrag auf die neue Leistungshöhe

um. Kostenlos, bei unveränderter Risikoeinstufung

und ohne Gesundheitsprüfung. Die Umstellungsgarantie

gilt für Verträge, die zwischen dem 1. August

2012 und dem 1. März 2013 beginnen. Voraussetzung

ist, dass der Vertrag bis zur Umstellungsprüfung

nicht beitragsfrei gestellt wurde und dass noch kein

Antrag auf Zahlung einer Versicherungsleistung vorliegt.

www.volkswohl-bund.de

74


Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Unisex-Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life:

Arbeitskraft noch günstiger

und einfacher absichern

Nicht mehr gehen, sehen oder sich konzentrieren

zu können ist für viele unvorstellbar. Und doch

kann zum Beispiel eine schwere Erkrankung die

Leistungsfähigkeit dauerhaft schädigen. Mit der

Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life kann

man sich gegen die Folgen absichern. Der erneuerte

Unisex-Tarif bringt allen günstigere Prämien, erweiterte

Leistungen und wenig Gesundheitsfragen.

Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement

Canada Life Deutschland

Arbeitskraft absichern ist wichtig – da sind sich alle einig.

Aber wie Berufsunfähigkeitsversicherungen greifen,

wenn Betroffene ihren Beruf nicht mehr ausüben

können. Dies zu beurteilen ist jedoch mitunter schwer.

Die Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life geht

einen anderen Weg. Sie zahlt Kunden eine Rente,

wenn sie bestimmte Alltagsfähigkeiten wie Sehen,

Gehen, Sprechen oder Auto fahren verloren haben.

Seit neuestem gehören auch geistige Fähigkeiten wie

Auffassung und Konzentration dazu. Für die Zahlung

der Rente spielt es keine Rolle, ob die Betroffenen noch

arbeiten können oder nicht. Berufstätigkeit ist auch keine

Zugangsvoraussetzung für den Tarif. Er steht so auch

Schülern, Studenten und Hausfrauen offen – anders als

Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen.

Der neue Unisex-Tarif: Preiswert für Handwerker

und Schreibtisch-Täter

Doch die Grundfähigkeitsversicherung ist mehr als nur

eine zugängliche Vorsorge für alle. Der erneuerte Tarif

ist bereits geschlechtsneutral und für alle Berufsgruppen

noch günstiger als vorher zu haben. Insbesondere

profitieren Menschen mit akademischen und Büro-

Berufen wie etwa kaufmännische Angestellte, Medien-

Designer, Rechtsanwälte und Musikpädagogen von dem

Angebot. Auch für vorwiegend körperlich ausgeübte

Berufe wird es meist preiswerter.

Nur sieben Gesundheitsfragen für 1000-Euro-Rente

Interessierte können die Grundfähigkeitsversicherung

nun besonders einfach abschließen. Statt der vielfach

üblich langen Fragebögen genügen hier nur neun

Gesundheitsfragen, für eine beabsichtigte Rente ab

2.500 Euro elf. Wer lediglich eine Rente von bis zu

1.000 Euro im Monat vereinbaren möchte, kann sogar

eine vereinfachte Gesundheitsprüfung mit nur sieben

Fragen in Anspruch nehmen.

Neu: Katalog zur geistigen Leistungsfähigkeit

Als Highlight verfügt die Grundfähigkeitsversicherung nun

über drei Fähigkeiten-Kataloge. Der neu hinzugekommene

enthält geistige Fähigkeiten wie Auffassung, Konzentration

bzw. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung

und Orientierung. Auch wenn bei der versicherten

Person gesetzliche Betreuung angeordnet wird, ist

die Rente fällig. Zusätzlich liegt eine entsprechende

Beeinträchtigung nun auch automatisch ab Pflegestufe I

der gesetzlichen Pflegeversicherung vor.

Anschrift: Canada Life

Assurance Europe Limited

Postfach 1763

63237 Neu-Isenburg

Internet:

E-Mail:

www.canadalife.de

maklerservice@canadalife.de

Telefon: 06102-30619-00

75


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

EU-Sozialpolitik

- Unisextarife haben unerwünschte Folgen

Einflüsse auf die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland

Obwohl für die Sozialpolitik in der EU eigentlich

die nationalen Regierungen zuständig sind, engen

Vorgaben aus Brüssel die Spielräume der Mitgliedsstaaten

immer mehr ein - und das kann für

die Bürger unerfreuliche Konsequenzen haben. Ein

Beispiel sind die ab dem 21. Dezember 2012 vorgeschriebenen

Unisextarife für Versicherungen. Dass

etwa privat krankenversicherte Männer und Frauen

künftig trotz unterschiedlicher Risiken die gleichen

Prämien zahlen müssen, könnte auch in der gesetzlichen

Krankenversicherung (GKV) die Beiträge in

die Höhe treiben. Der Grund: Die privaten Versicherer

müssen aufgrund der unsicheren Auswirkungen

der Einheitstarife vorsichtiger kalkulieren, sodass

privater Gesundheitsschutz insgesamt teurer wird.

Wenn daraufhin mehr sogenannte Besserverdienende

freiwillig in der GKV bleiben, zahlen diese zwar

dort den Höchstbeitrag.

Doch ihre nicht erwerbstätigen Ehepartner und Kinder,

für die in den privaten Kassen eigene Prämien

fällig werden, sind bei AOK und Co. beitragsfrei

mitversichert. Fallen die zusätzlichen Kosten für diese

Familienmitglieder zusammen höher aus als die

Beiträge der neuen, zahlenden Versicherten, droht

den gesetzlichen Kassen unterm Strich ein Minusgeschäft

- und die Beitragssätze steigen.

Berthold Busch, Jochen Pimpertz: EU-Sozialpolitik

- Einflüsse auf die sozialen Sicherungssysteme in

Deutschland, IW-Positionen Nr. 54, Köln 2012, 54

Seiten, 11,80 Euro. Versandkostenfreie Bestellung

unter: www.iwmedien.de/bookshop

Autor: Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW),

www.iwkoeln.de

maklermanagement.ag unterstützt Makler im

Jahresendgeschäft mit einem Beratungskonzept

Online-Beratungstools und Bestandsaktionen

Rechtzeitig vor Umstellung auf die Unisex-Tarife

zum 21. Dezember 2012 unterstützt die Vertriebsservice-Gesellschaft

maklermanagement.ag Finanzdienstleister

mit Online-Beratungstools und

Bestandsaktionen in ihrem Jahresendgeschäft. Mit

diesen Vertriebshilfen soll die zielgruppengerechte

Kundenberatung erleichtert werden. „Da fast alle

Bereiche der Personenversicherungen von den neuen

geschlechtsneutralen Tarifen betroffen sind, wird

auf Makler ein erhöhter Informationsbedarf von Seiten

ihrer Kunden zu kommen", sagt Helmut Kriegel,

Vorstand der maklermanagement.ag.

Zu der Beratungsunterstützung gehört der „Unisex-

Navigator“, ein Online-Rechner, mit dem sich schnell

und einfach ermitteln lässt, wie sich die geschlechts-

Quelle: © Tonis Pan - Fotolia.com

neutrale Tarifkalkulation auf die Produktsparten auswirken

wird. Für einen Musterfall wird die prognostizierte

Versicherungsleistung bei einem Abschluss

vor und nach der Tarifumstellung errechnet. Über

die Gesamtlaufzeit ermittelt der „Unisex-Navigator“

einen Näherungswert in Prozent und Euro. Daraus

kann der Makler eine konkrete Handlungsempfehlung

für seinen Kunden ableiten. Der produktgeberneutral

gestaltete „Unisex-Navigator“ eignet sich

für die Kundenerstansprache.

www.maklermanagement.ag

76


UNISEX Special | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Unisextarife in der PKV

Aufwendige Neukalkulation mit weit reichenden

Auswirkungen

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs

vom vergangenen Jahr, nach der ab dem 21. Dezember

2012 in den Mitgliedsstaaten der EU die

Unisex-Regel für alle relevanten Versicherungsverträge

ohne jede Einschränkung umzusetzen ist, hat

insbesondere in der privaten Krankenversicherung

beträchtliche Auswirkungen – sowohl für die Versicherungsunternehmen

als auch für deren neue

Kunden.

Derzeit wird die private Krankenversicherung auf

der Basis der drei Rechnungsgrundlagen Kopfschaden,

Sterblichkeit und Storno geschlechtsabhängig

kalkuliert. Wichtigste Rechnungsgrundlage ist der

Kopfschaden, der bei jungen Männern niedriger ist

als bei Frauen, bei älteren Männern hingegen liegt

er höher als bei Frauen. In der Folge sind die heutigen

Neuzugangsbeiträge bei Männern bis Mitte

50 Jahre günstiger, später entsprechend höher als

bei Frauen.

Eine Unisex-Kalkulation für neue Verträge führt

bei jungen Frauen zu deutlich niedrigeren, bei jungen

Männern zu höheren Neuzugangsprämien als

bisher. Damit wären die Neuzugangsprämien für

junge Frauen niedriger als für gleichaltrige Frauen

im Bestand. Dies ist nach § 12 Abs. 4 Satz 2 VAG

verboten. Diese Regelung des VAG muss daher für

die Unisex-Kalkulation aufgehoben werden. Nach

§ 204 VVG wiederum kann jeder Versicherungsnehmer

verlangen, in einen gleichartigen Tarif umzustellen.

Das würden die jungen Frauen (und einige

der alten Männer) tun. In der Folge käme es zu

Unterkalkulationen, Beitragsanpassungen und Bestandswechseln

(Jo-Jo-Effekt). Der Verantwortliche

Aktuar steht deshalb bei der Erstkalkulation der

Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung

vor einer besonderen Herausforderung.

Um den „Jo-Jo-Effekt“ bei den Beiträgen zu vermeiden,

hat die Deutsche Aktuarvereinigung mit

Unterstützung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

(Bafin) einen Fachgrundsatz zur

Erstkalkulation der Unisex-Beiträge erarbeitet.

Dabei werden ausgehend von einem minimalen

Ansatz, der der heutigen Geschlechterverteilung

entspricht, Wechselströme simuliert, die den „Jo-

Jo-Effekt“ antizipieren.

Die so gewonnenen Ergebnisse oszillieren in der

Regel zwischen einem höheren und einem niedrigeren

Beitragsniveau. Der Aktuar wird dann das

sichere, das heißt „höhere Niveau“ ansetzen.

Aus heutiger Sicht sind bei der Krankheitskostenvollversicherung

für Beihilfe-berechtigte in der neuen

Unisex-Welt keine erheblichen Veränderungen

zu erwarten. Große Auswirkungen dürften sich

allerdings bei Arbeitnehmern und Selbstständigen

ergeben: Derzeit wählen weitaus mehr Männer als

Frauen eine private Krankheitskostenvollversicherung;

branchenweit beträgt das Verhältnis etwa

drei zu eins. Dagegen liegt das Geschlechterverhältnis

bei den freiwilligen PKV-Mitgliedern in dem

neuzugangsrelevanten Alter etwa bei zwei zu eins.

Dies legt nahe, dass die bisherigen Bisex-Prämien

auf den Zugang der Geschlechter einen erheblichen

Einfluss haben, der nun in der Unisex-Welt

entfallen wird.

Die schwierige Prognose der künftigen Geschlechterverteilung

wird nur eine Aufgabe bei der Kalkulation

von Unisex-Prämien sein. Sie wird jedoch

weit reichende Folgen haben: Sehr vorsichtige Annahmen

begrenzen zwar durch hohe Prämien das

Verlustrisiko und vermindern wahrscheinlich auch

die Ta-rifwechsel aus der Bisex-Welt, schränken auf

der anderen Seite jedoch die Wettbewerbsfähigkeit

der so kalkulierten Produkte stark ein. Dagegen

bergen attraktive Prämien das Risiko von Schadenunterdeckungen

und in der Folge überproportional

hohen Prämienanpassungen.

Die Unisex-Kalkulation in der PKV soll nur für neue

Verträge gelten. Es stellt sich somit die Frage der

eindeutigen rechtlichen Abgrenzung zwischen Altund

Neuverträgen. Hier gibt es eine Reihe schwieriger

noch zu klärender Rechtsfragen.

www.aktuar.de

77


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Augen auf bei Unisex:

Kunden richtig beraten, Fallstricke vermeiden

Interview mit Dr. Dr. Michael Fauser,

Vorstand, Continentale Lebensversicherung AG

Die Bevölkerung ist auch wenige Monate vor Einführung

der Unisex-Tarife völlig unzureichend über

dieses Thema informiert. Das ergab eine repräsentative

Bevölkerungsbefragung des Continentale

Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit*. 81

Prozent der Bundesbürger sagen, sie fühlten sich

schlecht informiert. Hier ist noch viel Beratung gefragt

– und die wünschen sich 55 Prozent der Befragten

durch einen Versicherungsvermittler. Doch

speziell in der Lebensversicherung lauern Fallstricke,

die der Vermittler kennen muss. Dr. Dr. Michael Fauser,

Vorstandsmitglied bei der Continentale, erläutert,

worauf es jetzt ankommt.

muss genau hinsehen, ob die alte Versicherungswelt

mit geschlechtsspezifischen Tarifen günstiger ist oder

die neue Unisex-Welt ab dem 21. Dezember 2012.

Für Männer sind in aller Regel die bisherigen Rechnungsgrundlagen

bei den Rentenversicherungen

sowie den Berufsunfähigkeitsversicherungen günstiger.

Für Frauen hingegen sind bislang Risikolebensversicherungen

günstiger als für Männer. Aufgabe

der Vermittler ist es, Kunden über den besten

Zeitpunkt zu beraten – alte Tarifwelt oder Unisex.

Um Vermittlern bei diesem Thema die Arbeit zu erleichtern,

hat die Continentale einen Unisex-Check

in ihre Beratungssoftware integriert, mit dem sie auf

Basis eines Modelltarifs schnell und einfach berechnen

können, ob die alte Tarifwelt für die Kunden

günstiger ist oder die kommende Unisex-Welt.

wmd: Gibt es Risiken, auf die der Vermittler hinweisen

muss

Dr. Dr. Michael Fauser: Gerade bei der Altersvorsorge

raten viele Vermittler Männern völlig zu Recht

zu einer Absicherung in der alten, günstigeren Tarifwelt.

Sie dürfen aber nicht vergessen, dass alle weiteren

Änderungen in den meisten Verträgen später

dann nach Unisex-Regeln erfolgen. Die Continentale

sichert mit dem Unisex-Retter den Kunden auch bei

Veränderungen und Anpassungen die bisherigen

Rechnungsgrundlagen. Damit war sie Vorreiterin in

der Branche.

Quelle: © freshidea - Fotolia.com

wmd: Herr Dr. Dr. Fauser, was müssen Vermittler bei

der Beratung zum Thema Unisex-Tarife beachten

Dr. Dr. Michael Fauser: Grundsätzlich gilt: Wer

Vorsorge in der Lebensversicherung betreiben will,

wmd: Wo liegt das Problem genau

Dr. Dr. Michael Fauser: Die Versicherten wünschen

und benötigen vor allem in der Lebensversicherung

Flexibilität, um ihre Vorsorge an sich verändernde

Lebensumstände anpassen zu können. Moderne

Tarife sehen daher Nachversicherungsgarantien vor,

78


UNISEX Special | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

die Möglichkeit, den laufenden Beitrag zu erhöhen

und auch Sonderzahlungen zu leisten. Das Problem:

Nach den Bedingungen erfolgen solche Änderungen

zu den dann aktuellen Rechnungsgrundlagen.

Wer also nach dem 21. Dezember 2012 seinen

Versicherungsschutz erweitert, tut dies zu den dann

gültigen, im Zweifel ungünstigeren Rechnungsgrundlagen

nach Unisex. Bei der Continentale ist

dies nicht der Fall. Sie hat in ihren aktuellen Bedingungen

festgeschrieben, dass auch nachträgliche

Änderungen zu den Rechnungsgrundlagen beim

Vertragsabschluss, also ohne Unisex, erfolgen. Wer

also bei der Continentale vor dem 21. Dezember

2012 in der alten Welt abschließt, erhält sich die

günstigen Rechnungsgrundlagen für Anpassungen

während der gesamten Vertragsdauer.

Der Einstieg ist bei der Continentale zudem mit sehr

niedrigen Beiträgen möglich. In der klassischen Rentenversicherung

liegt die Mindestbeitragsrate bei 10

Euro. Vermittler können dies zum Beispiel als Einstieg

in die Vorsorge für Männer nutzen. Diese können

sich so mit einem geringen monatlichen Beitrag

die alte Tarifwelt sichern und dann im Laufe der Jahre

ihre Altersvorsorge ausbauen.

wmd: Stichwort klassische Rentenversicherung: Die

Solvency II-Richtlinien fordern eine stärkere Hinterlegung

der garantierten Leistungen mit Eigenkapital.

Mit der Folge, dass die ersten Lebensversicherer bereits

klassische Produkte aus dem Angebot nehmen,

weil sie ohnehin nicht mehr zeitgemäß seien. Gilt das

auch für die Continentale

Dr. Dr. Michael Fauser: Nein, ganz im Gegenteil:

Wir haben zu Jahresbeginn sogar neue klassische

Produkte auf den Markt gebracht. Denn für Kunden

und Vermittler werden sie immer wichtiger. Es ergibt

keinen Sinn, sich gegen diese Bedürfnisse zu stellen,

zumal klassische Lebens- und Rentenversicherungen

auch in Zukunft hervorragende Produkte für die Altersvorsorge

sind.

wmd: Dabei galten die Klassiker ja schon als Auslaufmodelle

...

Dr. Dr. Michael Fauser: Das hat sich mit Beginn

der Finanzmarktkrise deutlich geändert, seitdem

werden sie immer stärker nachgefragt. Das hat offenbar

folgende Gründe:

Quelle: © maxmitzu - Fotolia.com

Erstens bieten die klassischen Produkte nach wie vor

eine hervorragende Basis für die Altersvorsorge. Sie

erzielen eine attraktive Rendite, die immer deutlich

über der Inflationsrate liegt – und das absolut sicher

und stabil. Schauen Sie: In der Lebensversicherung

verändert sich die Verzinsung von Jahr zu Jahr an

der Stelle hinter dem Komma. Bei anderen Anlageformen

haben Sie die Veränderung vor dem Komma

und, wenn man Pech hat, auch bei Plus oder

Minus vor der ganzen Zahl. Auch nach den Finanzmarktturbulenzen

des vergangenen Jahrzehnts ist

zu sehen, dass eine klassische Lebensversicherung

im Vergleich zu diesen Anlageformen eine attraktive

Rendite bietet ohne Risiko und Aufwand für den

Kunden. Hinzu kommt, dass wir bei unseren neuen

Tarifen mehr Freiheit und Flexibilität bieten, als das

bei Lebens- und Rentenversicherungen normalerweise

üblich ist.

Aber nicht nur Sicherheit, Werterhalt und Flexibilität

sprechen für die Lebensversicherung als wichtiger

Altersvorsorge-Baustein. Auch der Aspekt der Risikoabsicherung

darf nicht vernachlässigt werden.

Denn weder Fonds noch Banksparpläne sichern den

Todesfall ab oder bieten finanziellen Schutz bei Berufsunfähigkeit.

Insgesamt kommt es aber auf die

Mischung un die Risikobereitschaft des Kunden an;

auch fondsgebundene Produkte können für eine

optimale Altersvorsorge die erste Wahl sein. Die Entscheidung,

welches Produkt letztendlich das richtige

ist, treffen bei der Continentale Kunde und Vermittler.

* Der Continentale Versicherungsverbund befragte

in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut

TNS-Infratest bundesweit repräsentativ

1.285 Personen im Alter ab 25 Jahren.

79


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Vor Einführung der Unisex-Tarife:

Viel Aufklärungsarbeit bei Männern nötig

HonorarKonzept stattet Berater mit Marketing-Kit

für Männerrente 2012 aus

Ab 21. Dezember 2012 gelten europaweit Unisex-Tarife

für Lebensversicherungen von Männern

und Frauen. Grund genug für die Honorarkonzept

GmbH, den angeschlossenen Honorarberatern erstmals

sehr umfangreiche Kommunikationsmittel für

ihre eigenen Marketing- und Werbeaktivitäten an

die Hand zu geben. Berater können die einzelnen

Bausteine, wie Mailings, Checklisten, Rechenbeispiele

oder Printunterlagen individualisieren und so

eigene Kunden ansprechen. Gesprächsleitfäden,

konzeptionelle Unterstützung und auch konkrete

Vorschläge für die Neukundenakquise werden den

Honorarfinanzberatern zur Verfügung gestellt. Der

Start dieser intensivierten Kommunikation ist für

Volker Britt, Geschäftsführer der Honorarkonzept

GmbH, ein folgerichtiger Schritt: „Nach drei Jahren

der Etablierung am Markt wollen wir künftig

unseren rund 400 Honorarfinanzberatern konkrete

Unterstützungen für ihre eigene Kommunikation

anbieten. Die Inhalte zur Männerrente sind der erste

Schritt. Weitere werden folgen.“ Gemeinsam mit

ausgewählten Honorarberatern wird im Herbst ein

Pilotprojekt zur Kundenakquise gestartet, bei dem

eine sehr intensive und persönliche Betreuung und

Unterstützung der Berater stattfindet.

Renditevorteile bis zu 30 Prozent sichern

Unter dem Begriff „Männerrente“ fasst Honorarkonzept

die Einführung der Unisex-Tarife zusammen,

die für Männer eine auf Dauer geringere Rendite für

ihre Altersversorgung von rund 9 Prozent bedeutet.

Und das unabhängig davon, ob eine herkömmliche

Brutto-Lebensversicherung oder eine Netto-Lebensversicherung

gewählt wird. Dieser Nachteil gegenüber

der bisherigen Regelung berücksichtigt die

unterschiedlichen statistischen Lebenserwartungen

von Frauen und Männern und ist vielen Männern

bislang noch unbekannt. Besonders diejenigen zwischen

30 und 45 Jahren, die entweder erstmals ihre

private Altersvorsorge starten oder die bestehende

Versorgung aufstocken wollen, sollten sich vor dem

Jahresende für entsprechende Leistungen entscheiden.

In Kombination mit einem Netto-Produkt, bei

dem die üblichen Provisionszahlungen entfallen,

ergeben sich je nach persönlichem Steuersatz und

Höhe der Zahlungen Renditevorteile bis zu 30 Prozent.

www.honorarkonzept.de

Quelle: © lunizbln - Fotolia.com

80


UNISEX Special | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Unisex: Drahtseilakt mit schwerem Anfang

Die Unisex-Regelung steht vor der Tür und

das Einzige, was jetzt schon zu 100 Prozent

feststeht ist, das sie am 21.12.2012 in Kraft

treten wird. Alles andere gleicht momentan

eher einem Drahtseilakt.

So einfach die Unisex-Tarife werden sollen, so kompliziert

gestalten sich aktuell die vorgezogenen Übergangslösungen

einiger Versicherer und machen es

vielen Vermittlern schwer, klare Empfehlungen auszusprechen.

MORGEN & MORGEN hat es sich als

unabhängiges Analysehaus zur Aufgabe gemacht,

den Tarif-Dschungel der jetzt schon existierenden

Übergangslösungen mit Hinblick auf die kommenden

Unisex-Tarife zu entwirren. Betrachtet wurden

die Sparten private Rente, Fondsgebundene Rente

und Risikoleben innerhalb welcher einige Versicherer

schon jetzt Übergangslösungen in Richtung der Unisex-Tarife

anbieten. Diese zeigen jedoch noch kein

einheitliches Bild: So bieten einige Versicherer schon

heute für das risikoreichere Geschlecht die günstigere

Unisex-Prämie an; das risikoärmere Geschlecht erhält

bis zum Stichtag im Dezember weiterhin die bisherige

Bisex-Prämie – eine kundenfreundliche Übergangslösung.

Bis jetzt liegen die Beiträge für das risikoreichere Geschlecht

höher. Durch die Ende des Jahres kommenden

Unisex-Tarife wird das Risiko beider Geschlechter

gleichmäßig verteilt und das jeweils andere Geschlecht

zahlt automatisch das höhere Risiko mit. Infolgedessen

wird es vor allem für Männer im Bereich

Altersvorsorge, private Kranken- sowie Pflegeversicherung

teurer werden. „Bis jetzt haben nur wenige

Versicherer ihre Tarife auf Unisex umgestellt, doch die

Tendenz zu steigenden Beiträgen für Männer in der

Altersvorsorge ist erkennbar. Daher kann es für Männer

von Vorteil sein, eine geplante Altersvorsorge

noch in diesem Jahr abzuschließen und bis zu rund

74 € Jahresbeitrag zu sparen, wie unsere Beispielrechnungen

ergaben.“, so Stephan Schinnenburg,

Geschäftsführer MORGEN & MORGEN.

Grundsätzlich gilt es, hier nicht in die Pauschalisierungsfalle

zu tappen, und Männer zu einem schnellen

Abschluss zu drängen oder Frauen dringend zu raten,

bis 2013 zu warten. Die aktuelle Situation verlangt in

jedem Fall sehr sorgfältiges Vergleichen und eine gute

Beratung. Wie unterschiedlich die Versicherungen mit

dem Thema umgehen, zeigen die aktuellen Analysen von

MORGEN & MORGEN. www.morgenundmorgen.de

WWK BioRisk

mit außerordentlicher Nachversicherungsoption

Ohne erneute Gesundheitsprüfung

Die WWK Lebensversicherung a. G. bietet für ihre

Produktlinie WWK BioRisk ab sofort eine außerordentliche

und äußerst attraktive Nachversicherungsoption

an. Bestehende Kunden erhalten die

Möglichkeit, bis zur verpflichtenden Einführung von

Unisex-Tarifen zum 21. Dezember 2012, ihren Versicherungsschutz

gegen die finanziellen Folgen vor

Verlust der eigenen Arbeitskraft ohne erneute Gesundheitsprüfung

um bis zu 500 Euro monatliche

BU-Rente zu erhöhen. Kunden, die das Angebot annehmen,

sichern sich damit auch dauerhaft die heute

bestehenden Rechnungsgrundlagen. Ein Vorteil

insbesondere für Männer, da sich ihre Beiträge für

Neuverträge nach dem Unisex-Umsetzungsstichtag

merklich erhöhen. Für Frauen, deren Beiträge nach

dem Umsetzungsstichtag günstiger werden, bietet

die WWK bereits seit Juni 2012 eine UNISEX-Option

an. Diese ermöglicht es schon heute, den gewünschten

Versicherungsschutz ohne Prämiennachteile abzuschließen.

Damit eignet sich die WWK BioRisk-

Nachversicherungsoption für beide Geschlechter.

Versicherungen müssen nach einem Urteil des Europäischen

Gerichtshofs ab dem 21. Dezember 2012

81


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Unisex-Tarife anbieten. Alle nach diesem Stichtag

geschlossenen Versicherungsverträge dürfen nicht

mehr geschlechtsspezifisch kalkuliert werden. Wie

sich dies auf die Beiträge der Tarife auswirkt, hängt

bei der Lebensversicherung vom jeweiligen Produkt

ab. Vereinfacht dargestellt, steigen für Männer ab

dem Umsetzungstermin die Prämien bei der Absicherung

der Arbeitskraft und der Pflegevorsorge

merklich an, bei der Rentenversicherung sind zudem

sinkende Leistungen für Männer zu erwarten. Für

Frauen steigen die Prämien dagegen ab dem Umsetzungstermin

für den Todesfallschutz. www.wwk.de

Unisex-Tarife:

AXA, DBV und DÄV garantieren Wechseloption

Sicherheit beim Vertragsabschluss in 2012

- keine erneute Risiko- oder Gesundheitsprüfung

bei Umtausch in Unisex-Tarife - keine Zusatzgebühren

82

Mit der verpflichtenden Umstellung auf Unisex-Tarife

zum 21. Dezember 2012 werden sich im Neukundengeschäft

die Beiträge ändern. Bei Verbrauchern

herrscht vielfach Unsicherheit darüber, für

wen es sich lohnt, noch in diesem Jahr abzuschließen

und für wen ein späterer Abschluss vorteilhafter

ist. Damit sich Interessierte ohne Risiko für die richtige

Absicherung entscheiden können, bieten die

Lebens- und der Krankenversicherer im AXA Konzern

eine Wechseloption: Neukunden können nach

der Umstellung im bisherigen Tarif bleiben oder

ohne erneute Risiko- oder Gesundheitsprüfung in

die Unisex-Variante wechseln, wenn es für sie vorteilhafter

ist.

Sicherheit bei Vorsorgetarifen

Bei Vorsorge-Verträgen mit Versicherungsbeginn

zwischen dem 1. Juli und 1. Dezember 2012 erhalten

die Kunden ein Zertifikat mit einer garantierten

Wechseloption. Sollte der verfügbare Nachfolgetarif

im kommenden Jahr günstiger sein, tauschen AXA

Lebensversicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung

Lebensversicherung und Deutsche Ärzteversicherung

den Tarif auf Wunsch bis zum Stichtag

30. Juni 2013 rückwirkend zum Versicherungsbeginn

um - kostenfrei und ohne erneute Risikoprüfung.

Die Garantieaktion gilt für alle Neuverträge

bei Rentenversicherungen, Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherungen,

für mitversicherte Todesfallleistungen

sowie Risikolebensversicherungen.

Garantieerklärung auch in der

Krankenversicherung

In der Krankenvollversicherung können Kunden von

AXA und DBV bei Abschluss eines Bisex-Tarifes vor

dem 21. Dezember 2012 in diesem Tarif bleiben.

Wenn Neukunden in die entsprechende Unisex-

Variante - soweit vorhanden - wechseln möchten,

garantiert AXA dies für ausgewählte Tarife ohne erneute

Gesundheitsprüfung, sofern die Umstellung

bis zum 30. Juni 2013 erfolgt.

Für Neukunden gilt also in jedem Fall: Wer Bedarf

hat und über den Abschluss einer Versicherung

nachdenkt, sollte die neuen Regelungen in seine

Überlegungen einbeziehen

und sich beraten lassen. Bei

Abschluss in 2012 können

Kunden sich somit ohne

Risiko für die richtige Absicherung

entscheiden - unabhängig

davon, wie sich

die Unisex-Tarife preislich

auswirken.www.axa.de

Quelle: © BCDesigns - Fotolia.com


Unisextarife:

Versicherer langen bei den Preisen zu

UNISEX Special | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Finanztest mit einer Stichprobe

bei großen Versicherungsunternehmen

30 bis 40 Prozent – das sind die Preissteigerungen,

mit denen Männer bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung

oder einer Pflegezusatzversicherung

rechnen müssen, wenn sie nach dem 21. Dezember

2012 abschließen. Frauen zahlen dann bis zu 55

Prozent mehr für eine Risikolebensversicherung. Der

Grund: Ab 21.12.2012 dürfen Versicherer für Neuverträge

nur noch sogenannte Unisextarife anbieten,

bei denen Frauen und Männer gleich behandelt

werden. Wie sich das auf die Beiträge auswirkt, und

für wen sich jetzt noch ein Abschluss lohnt, zeigt

Finanztest in der aktuellen September-Ausgabe.

Bislang haben Versicherer bei ihrer Tarifkalkulation

oft nach Geschlecht unterschieden: Weil sie statistisch

häufiger zum Arzt gehen, zahlen Frauen in

der privaten Krankenversicherung 30 Prozent mehr

Beitrag. Und junge Männer zahlen als Fahranfänger

in der Autoversicherung oft mehr, weil sie mehr

Unfälle verursachen als junge Frauen. Damit ist ab

21. Dezember 2012 Schluss. Dann müssen Frauen

und Männer von den Versicherungen gleich behandelt

werden, eine Diskriminierung aufgrund

des Geschlechts ist nicht mehr zulässig. Das Pro-

blem dabei: Die Versicherer nutzen die Aufhebung

der Geschlechterdiskriminierung vor allem zu ihren

Gunsten; die Preise gehen deutlich nach oben, dort,

wo es billiger werden muss, aber nur mäßig nach

unten. Das stellte Finanztest mit einer Stichprobe

bei großen Versicherungsunternehmen fest.

Voraussichtlich etwas günstiger werden die Policen

für Frauen bei der Rürup-Rentenversicherung und

bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Männer profitieren

vor allem bei der Risikolebensversicherung.

Für viele wird es teurer. Doch trotz der teils saftigen

Preiserhöhungen für den Versicherungsschutz bei

Neuverträgen sollten Kunden einen kühlen Kopf

bewahren und nicht überstürzt einen Vertrag abschließen

– auch wenn Versicherungsvermittler mit

den Preissteigerungen argumentieren. Zuerst sollten

Kunden prüfen, ob sie diese Police überhaupt benötigen.

Und dann überlegen, ob sie die teils jahrelangen

Zahlungen aufbringen können. Denn ein

vorzeitiger Ausstieg ist meist teuer. Der ausführliche

Artikel Unisextarife ist in der September-Ausgabe

der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.

de/thema/versicherungscheck veröffentlicht.

ALTE LEIPZIGER - Unisex-Rechner vereint

Vorteils- und Angebotsrechner

Rechner vereint zwei wesentliche Funktionen

Die ALTE LEIPZIGER hat ihren Geschäftspartnern einen

neuen Aktionsrechner zur Verfügung gestellt, durch

den Beratung und Vertrieb von Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen

auf der Schwelle zur bevorstehenden

Unisex-Welt vereinfacht werden. Der Rechner

vereint zwei wesentliche Funktionen: Mit ihm lassen

sich schon heute die ungefähren Beiträge künftiger

Unisextarife bei Altersvorsorge- und Berufsunfähigkeitsversicherungen

ermitteln. Wie hoch ist der Vorteil

für Männer bei einem Abschluss vor dem 21.12.2012

Ist das dem Kunden verdeutlicht worden, kann der Vermittler

den Rechner darüber hinaus auch zur Erstellung

des individuellen Angebots verwenden. Der Rechner ist

ab sofort auf www.maennervorteil-2012.de für einen

klassischen Rententarif (Schicht 3) und die Berufsunfähigkeitsversicherung

frei geschaltet. Die entsprechende

Basisrente mit ergänzender Berufsunfähigkeitsversicherung

folgt in Kürze. www.alte-leipziger.de

83


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Unisex: Zurich tauscht kostenlos um

Ab dem 21.12.2012: Einheitstarife

Bei Abschluss einer Erwerbs-, Berufsunfähigkeits-,

oder Risikolebensversicherung bis zum 20.12.2012

bietet die Zurich Versicherung eine Umtauschoption

an. Kunden, die noch in diesem Jahr einen nach geschlechtsspezifischen

Merkmalen kalkulierten Vertrag

abschließen, haben damit die Möglichkeit, den

Vertrag in den ab 2013 gültigen Unisex-Tarif umzuwandeln,

wenn sich dadurch ein günstigerer Beitrag

bei gleicher Leistung ergeben sollte. Der Umtausch

erfolgt bei Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen

auf Kundenwunsch, ist kostenfrei und wird

ohne erneute Gesundheitsprüfung durchgeführt.

Das Umtauschrecht kann in dem Zeitraum vom 1.

Februar bis zum 30. Juni 2013 ausgeübt werden.

Ab dem 21.12.2012: Einheitstarife

Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler, Zurich Vorstand für

das Ressort Makler LebenNach einem Urteil des

Europäischen Gerichtshofs sind für private Versicherungsverträge

ab dem 21.12.2012 nur noch

einheitliche Tarife (sogenannte Unisex-Tarife) für

Frauen und Männer erlaubt. Bisher zahlten Männer

und Frauen aufgrund unterschiedlicher Sterbe- und

Invaliditätswahrscheinlichkeiten verschiedene Prämien

für gleiche Versicherungen und Leistungen.

Die Beiträge für Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen

werden für Männer in der Regel teurer

und für Frauen günstiger. Dagegen werden Risikolebensversicherungen

für Männer spürbar günstiger,

für Frauen jedoch deutlich teurer.

"Neben den Beitragsvorteilen der Unisex-Tarife profitieren

die Kunden vom frühzeitigen Einstieg und

damit von günstigeren Beiträgen aufgrund des

jüngeren Eintrittsalters und der Absicherung zum

aktuellen Gesundheitszustand", betont Prof. Hans-

Wilhelm Zeidler, Zurich Vorstand für das Ressort

Makler Leben. So werden Risikozuschläge bzw. Antragsablehnungen

bei zukünftiger Verschlechterung

des Gesundheitszustands vermieden. "Außerdem

sollte im Hinterkopf behalten werden, dass das Risiko

– Berufsunfähigkeit oder Tod – jederzeit besteht.

Wer frühzeitig Vorsorge trifft, schützt sich und die

Familie vor finanziell existenzbedrohenden Risiken",

so Zeidler. www.zurich.de

Unisex: Bayerische Beamten Versicherungen

bieten Umtauschgarantie

Garantieerklärung gilt für alle Verträge

die seit dem 1. Juni 2012 abgeschlossen wurden

Kunden der Bayerischen Beamten Versicherungen

(BBV) können ihre Verträge auf Wunsch in einen

Unisex-Versicherungsvertrag umtauschen. Die Garantieerklärung

gilt für alle Verträge, die seit dem 1.

Juni 2012 abgeschlossen wurden. Sie umfasst zum

einen die Bereiche Risikolebensversicherungen und

klassische aufgeschobene Rentenversicherungen,

zum anderen alle Sachtarife einschließlich der V.I.P.

Krankenzusatzversicherungen. "Damit nehmen

wird den Kunden die Sorge, dass ein späterer Abschluss

günstiger wäre", sagt Martin Gräfer, Vorstand

Vertrieb und Service der BBV. „Jeder kann die

neuen Unisex-Angebote im Dezember prüfen und

ohne Gesundheitsprüfung in den möglicherweise

günstigeren Tarif wechseln.“

84


UNISEX Special | BIOMETRISCHE RISIKEN 2012

Wer jetzt schon überprüfen will, wie sich der Tarifwechsel

ab dem 21. Dezember dieses Jahres

konkret auswirkt, kann dies anhand des Unisex-

Rechners www.bbv-unisex.de im Internet selbst

überprüfen. Dort findet sich alles Wissenswerte

zu dem Thema. Makler erhalten interaktiv eine

Einführung zu wichtigen Hintergrundinformationen

und können sich überdies ergänzende

Produktinformationen herunterladen. Eine Registrierung

auf der Webseite ist nicht erforderlich.

www.bbv.de

Quelle: © Tonis Pan - Fotolia.com

Unisex-Garantie-Zertifikat

der INTER sichert Kunden Vorteile

INTER Lebensversicherung AG:

Heute schon ohne Angst optimal vorsorgen

Ab dem 21. Dezember 2012 gelten für Männer und

Frauen gleiche Versicherungsbeiträge. Das "Unisex-

Garantie-Zertifikat" der INTER Lebensversicherung

AG sichert Kunden bereits jetzt die Vorteile der neuen

Unisex-Tarife. Verträge, die zwischen dem 1. August

2012 und dem 20. Dezember 2012 bei der IN-

TER abgeschlossen werden, werden automatisch auf

einen Vorteil für den Kunden überprüft und dann

im Falle besserer Konditionen zu seinen Gunsten

umgestellt. Die Einführung der neuen Tarife verunsichert

viele Menschen und veranlasst sie möglicherweise,

eine dringend notwendige Vorsorge hinauszuzögern.

Dank des "Unisex-Garantie-Zertifikates"

der INTER ist diese Angst jedoch völlig unbegründet.

Ergibt sich während der Prüfung im entsprechenden

Unisex-Produkt ein Vorteil, zum Beispiel durch eine

höhere garantierte Rente beziehungsweise Versicherungssumme

bei gleichem Beitrag, dann erhält

der Kunde diesen selbstverständlich.

"Durch das Unisex-Garantie-Zertifikat der INTER

können alle Interessenten bereits jetzt bedenkenlos

ihre individuelle Vorsorge auswählen: Entweder

Quelle: © svort - Fotolia.com

bleiben ihnen die aktuellen, günstigeren Konditionen

auch in Zukunft erhalten oder sie profitieren

rückwirkend von Verbesserungen", fasst Peter Thomas,

Vorstandsvorsitzender der INTER zusammen.

Zugleich unterstreicht er, dass die Umstellung für die

Kunden selbstverständlich kostenlos und unkompliziert

erfolgt. www.inter.de

85


BIOMETRISCHE RISIKEN 2012 | UNISEX Special

Unisex kommt

- Eine Chronik der Gleichberechtigung

Ab Ende Dezember gelten für alle neu

abgeschlossenen Versicherungen Unisex-Tarife.

Sie werden unabhängig vom

Geschlecht berechnet. Allerdings hat

bislang laut einer CosmosDirekt-Umfrage

nur knapp jeder dritte Deutsche (29

Prozent) von den neuen Tarifen gehört.

Dabei bringen sie entscheidende Veränderungen

mit sich: Bisher zahlten Frauen

und Männer für vergleichbare Leistungen

häufig unterschiedliche Beiträge. Grund

dafür waren die ungleichen Risiken. Da

Frauen zum Beispiel statistisch länger

leben und länger Rente beziehen, war

ihre private Rentenpolice teurer. Das gibt es künftig

nicht mehr. Der Europäische Gerichtshof bewertet

geschlechterspezifische Tarife als diskriminierend

und verordnet Gleichberechtigung - ein Thema, das

Deutschland seit Jahrzehnten beschäftigt.

Zehn Meilensteine im Überblick:

1987 - Die Abteilung für Frauenpolitik

nimmt ihre Arbeit auf: Als erste Bundesministerin

für Jugend, Familie, Frauen

und Gesundheit tritt Rita Süssmuth für

die Belange der Frauen ein. Das Ministerium

wird bis heute ausschließlich von

Frauen geführt.

1994 - Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes

wird um einen zweiten Satz

ergänzt. Gleichstellung soll gelebt werden:

"Der Staat fördert die tatsächliche

Durchsetzung der Gleichberechtigung

von Frauen und Männern und wirkt auf

die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Quelle: © Andrii Muzyka - Fotolia.com

2005 - Angela Merkel wird Bundeskanzlerin. Damit

steht nach sieben Männern erstmals eine Frau an

der Spitze der Regierung. Und in den Bundestag

werden zunehmend Frauen gewählt. Ihr Anteil liegt

aktuell bei rund einem Drittel.

1949 - "Männer und Frauen sind gleichberechtigt."

So will es das Grundgesetz, das in der Nacht vom

23. auf den 24. Mai 1949 in Kraft tritt. Doch Artikel

3, Absatz 2 der Verfassung ist damals eher Wunsch

als Wirklichkeit. Männer können zum Beispiel die

Arbeitsstelle ihrer Frau kündigen und verfügen über

die Familienfinanzen.

1957 - Der Bundestag verabschiedet das erste

Gleichberechtigungsgesetz, das 1958 in Kraft tritt.

Es schränkt den Einfluss der Männer ein, doch

Frauen wird nach wie vor die Rolle der Hausfrau

zugedacht. So dürfen sie nur einem Beruf nachgehen,

wenn dieser mit Ehe und Familie vereinbar ist.

1979 - Der Mutterschaftsurlaub wird eingeführt.

Damit haben arbeitende Frauen nach der Mutterschutzzeit

die Möglichkeit, zusätzlich vier Monate

zu Hause bei ihrem Kind zu bleiben. Sie erhalten

währenddessen Lohnersatzleistungen und genießen

Kündigungsschutz.

1980 - Das Gesetz über die Gleichbehandlung am

Arbeitsplatz ist beschlossene Sache. Es legt fest,

dass kein Arbeitnehmer wegen des Geschlechts

benachteiligt werden darf. Das heißt zum Beispiel

auch: gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

2009 - Das Wort "Vätermonat" schafft es in den

Duden. Der Begriff steht für einen neuen Schritt in

der Familienpolitik: das 2007 eingeführte Elterngeld.

Es soll die Verantwortung beider Elternteile für

die Kinderbetreuung fördern - und Männer bestärken,

ihre Vätermonate in Anspruch zu nehmen.

2011 - In Deutschland findet der erste bundesweite

Boys' Day statt - parallel zum Girls' Day, bei dem

Mädchen vermeintliche Männerdomänen kennenlernen.

Der Boys' Day gibt Jungen Einblick in Jobs,

die als Frauenberufe gelten, zum Beispiel in der Altenpflege

oder Kinderbetreuung.

2012 - Die Unisex-Tarife kommen. Ob Mann oder

Frau - das spielt bei der Beitragsberechnung für

neue Versicherungsverträge künftig keine Rolle

mehr. Bei gleichen Voraussetzungen zahlen Männer

und Frauen die gleichen Beiträge und erhalten die

gleichen Leistungen.

Übrigens: Fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent)

erwarten, dass ihr Versicherer sie aktiv informiert,

wenn sich durch Unisex individuelle Vorteile

ergeben könnten. Darüber hinaus wünschen 56

Prozent generell von ihrem Versicherer, über Unisex

aufgeklärt zu werden. www.cosmosdirekt.de

86


Sind Sie sexy

Erfolg macht bekanntlich sexy.

Wir machen Sie noch erfolgreicher.

Berater erwarten von Produktgebern heute: ausgezeichnete Produkte, ein

hervorragendes Fachwissen und umfassenden Service.

Unser effektiver Vertriebssupport sowie die renditestarken und sicheren

Immobilienhandelsfonds von fairvesta haben uns im Jahr 2012 zum

Marktführer der Spezialvertriebe Geschlossener Fonds nach testierten

Provisionserlösen gemacht. Profitieren auch Sie von der Nummer 1!

fairvesta International GmbH · Konrad-Adenauer-Str. 15 · 72072 Tübingen · www.fairvesta.de


Tja Chef,

wieder nicht das Chefjournal gelesen

www.chefjournal.de

Quelle © ArTo - pitopia.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine