MITTEILUNGEN - Rudolf Steiner Schule Basel

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MITTEILUNGEN - Rudolf Steiner Schule Basel

Nr. 195: Winter 2010/2011

M I T T E I L U N G E N


2 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

– Germanische Wahrbilder 6

– «Die Heiratsvermittlerin» 9

– Suchtprävention 10

– Was ist ist das, beginnende Erdenreife – Bojador 12

Schule aktuell

– Zehn Jahre Computerraum 16

– Anmerkungen zum Informatikunterricht 18

– Flohmarkt-Impressionen 21

– Mit dem Velo von der Rheinquelle bis zur Meermündung 22

– Klimafreundlich mit Stil, davon kochen wir viel! 25

– Titel der Abschlussarbeiten 26

– Tag der offenen Tür 28

– Neuigkeiten aus der EBK 30

Schule intern

– Aus dem Elternrat 32

– Bazar-Impressionen 34

– Abschied von Agnes Pipoz 36

– Neue Lehrpersonen 37

– Gedanken zu Abschluss 2009/10 und Budget 2010/11 39

– Bilanz und Erfolgsrechnung 40

– Für Bewegung im Wald 42

– Ein Jahr «Schwalbenäscht» 43

– Félicitations! 45

– Sesselrücken? 46

– Unsere Schulkrippe 48

– Geschenke an zukünftige Generationen 50

– «Wir kochen für Sie und sammeln für Pakistan!» 51

– Sonntagshandlungen 53

– Anschlagbrett 56

– Vorstand des Schulvereins 59

– Konferenzleitung 61

– Impressum 62


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Während des ganzen Jahres laden zahlreiche Veranstaltungen in

unserer Schule ein, sich von den verschiedensten Projektarbeiten

verzaubern, beeindrucken, entführen zu lassen. Sei es ein Konzert des

Oberstufenorchesters, ein Theaterstück der 8. (wie kürzlich Die Heiratsvermittlerin)

oder 12. Klassen, Aufführungen aller Klassenstufen

an den Semesterfeiern. Oder ein musikalisch-literarischer Abend der

Oberstufe wie kürzlich am Bazar «L’Esprit de Mignon», wo Gesang,

Eurythmie und Gesprochenes dem Zuschauer die Gestalt der Mignon

im Kosmos des Romanes «Wilhelm Meisters Lehrjahre» von Goethe

nahe bringen. Als ehemalige Schülerin dieser Schule war ich besonders

berührt durch die grossartigen eurythmischen Darbietungen der

Klassen: welch eine Reife und Ernsthaftigkeit und dennoch Leichtigkeit

und Harmonie in den Bewegungen, wie schön gestaltet die

Formen und Gebärden zu den musikalischen und gesprochenen Beiträgen.

Es war eine Freude, das zu erleben!

Es werden uns in der vorliegenden Nummer wieder einige Einblicke

in pädagogische Gesichtspunkte im Unterricht gewährt. Zudem

berichten wir wie immer über aktuelle Unternehmungen, Resultate

und aus dem Kollegium. Sie haben eine vielfältige Winterausgabe der

Mitteilungen vor sich, allen Schreibenden sei Dank!

Es sei jedoch an dieser Stelle auch einmal ein herzlicher Dank ausgesprochen

allen unseren Inserenten – bitte berücksichtigen Sie diese

Unternehmen, denn sie unterstützen unsere Schule! Und ohne sie

könnte dieses Heft vielleicht nicht mehr produziert werden.

So verbleibt es mir, Ihnen allen neben einer anregenden Lektüre eine

friedvolle Weihnachtszeit und einen recht guten Rutsch ins neue Jahr

zu wünschen – und die Möglichkeit, viele unserer Veranstaltungen zu

besuchen.

Für die Redaktion

Angelika Torrie

Editorial

3


4 Zum Titelbild

Zum Titelbild

Weder Extravagantes, noch Sensationelles

… und dennoch…

Raphael, aus der 11a, hat uns dieses Bild

gemalt, das ich verkleinert und umrahmt

habe, damit es uns entgegenzuleuchten

scheint, wie ein sonnendurchflutetes Kirchenfenster.

Es war eine einfache und schnelle Malübung,

die im Grunde genommen eher

bescheidenere Ziele verfolgte: es handelte

sich darum, Aufbau und Farbenklang, die

wir an einem Blumenstrauss beobachtet

und bearbeitet hatten, grosszügig neu aufzubereiten,

umzusetzen, zu vereinfachen

und in kleine farbige Vierecke aufzulösen.

Einfachheit, Armut und Streben nach dem

Wesentlichen (Abstraktionsprozess) waren

natürlich die Leitmotive dieser Arbeit. Hier

gibt es weder Extravagantes noch Sensationelles,

was den Zuschauer faszinieren

könnte. Dennoch vermitteln die Qualitäten

gewisser Farben, das herzerwärmende

Licht, das dieses Bild ausstrahlt, den Eindruck,

dass ein brüderliches Wesen einem

zu lächelt. Wo ist aber der Bezug zu Weihnachten,

werden Sie fragen? Nun, wenn es

auch weit hergeholt scheinen mag, denken

Sie an das Hirtenspiel, an einen armen Stall,

an ganz bescheidene Schäfer, an eine lange

Nacht, und dennoch…

Adrien Jutard


Winteranfang

Die Platanen sind schon entlaubt. Nebel fliessen.

Wenn die Sonne einmal durch den Panzer grauer

Wolken sticht,

Spiegeln ihr die tausend Pfützen ein gebleichtes

runzliges Gesicht.

Alle Geräusche sind schärfer. Den ganzen Tag über

hört man in den Fabriken die Maschinen gehn –

So tönt durch die Ebenen der langen Stunden mein

Herz und mag nicht stille stehn

Und treibt die Gedanken wie surrende Räder hin

und her,

Und ist wie eine Mühle mit windgedrehten Flügeln,

aber ihre Kammern sind leer:

Sie redet irre Worte in den Abend und schlägt das

Kreuz. Schon schlafen die Winde ein. Bald wird es

schnei‘n,

Dann fällt wie Sternenregen weisser Friede aus den

Wolken und wickelt alles ein.

Ernst Stadler (1883-1914)

Gedicht

5


6

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

Germanische Wahrbilder

Der Erzählstoff der vierten Klasse und seine Wirkung auf die Entwicklung

des Kindes. Klassenlehrerin Claudia Zäslin erklärt, was die Edda

mit Weihnachten zu tun hat.

Wie wir in den letzten Mitteilungen

(Herbst 2010 zum Thema Mützen

stricken in der 3. Klasse) berichtet

haben, gehen die Kinder der dritten

Klasse durch eine wichtige Phase

ihrer Entwicklung, in der sie immer

selbständiger werden und bewusster

die Welt entdecken wollen. Gleichzeitig

schliesst sich das Tor zur frühen

Kindheit.

Das Paradies, aus dem Adam und

Eva vertrieben wurden, verdämmert

langsam aus dem Bewusstsein. Es ist

ein Abschiednehmen, mit Wehmut

erfüllt und zugleich auch ein Neubeginn,

ein Weg zu unbekannten

Ufern, den die Kinder mit Freude zu

gehen bereit sind, wenn man sie mit

den geeigneten Unterrichtsinhalten

begleitet.

Viel Kraft und Energie lebt in einer

solchen vierten Klasse, sie will sich

betätigen und gefordert werden. Jetzt

lernen die Kinder ihre Umwelt in

einer ganz neuen Art und Weise kennen,

sie erforschen das Schulhaus,

Basel und die nächste Umgebung

in der Heimatkunde, sie lernen sich

zu orientieren nach den vier Himmelsrichtungen,

sie hören vom Menschen

und von der Tierwelt im ersten

Naturkundeunterricht.

Alle diese Inhalte sind wesentliche

Hilfen, um das Leben freudig und

voller Vertrauen ergreifen zu können.

Über allem aber steht das grosse

Thema der vierten Klasse, das sind

die germanischen Götter- und Heldensagen.

Diese Mythen stammen

aus den Mysterienstätten des Nordens,

es sind Wahrbilder grosser kosmischer

Ereignisse mit besonderer

Tiefe und unmittelbarer Ausdruckskraft.

Da hören die Kinder zum Beispiel

vom grossen Weltenbaum, von der

Weltesche Yggdrasil. Yggdrasil

bedeutet Ich – Träger.

Die Krone der Esche ragt hoch hinauf

in den Himmel, sie trägt das Reich

der Götter.

Ihre Wurzeln erstrecken sich bis in

die Unterwelt, in das Reich der Riesen.

Dort lauert Nidhögger, der neidische

Drache. Er nagt an der Wurzel Yggdrasils

und blickt voller Zorn hinauf

zur Krone, wo ein stolzer Adler

thront, der einen Habicht zwischen

den Augen sitzen hat. Zwischen diesen

beiden Todfeinden eilt das Eichhörnchen

Ratatösker eifrig hin und

her. Es trägt die Zank- und Schimpfwörter

vom Adler zum Drachen und

wieder zurück, immer hin und herkletternd.

Der Adler ist ein Bild für das helle,


BILD: JONATHAN

wache Denken. Im Drachen erleben

wir die unbewusste, unverwandelte

Triebnatur des Menschen. Der Weltenbaum

trägt den ganzen Kosmos

und ist zugleich auch Sinnbild für

das Ich des Menschen.

Unter einer zweiten Wurzel sitzen die

drei Nornen, die am Schicksalsfaden

der Menschen und Götter spinnen.

Noch viele Wahrbilder gäbe es zu

erwähnen, da ist zum Beispiel das

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

Schiff Skibladnir. Das wächst in der

Nacht bis zu den Sternen hinauf,

tagsüber aber kann man es in eine

Nussschale stecken. Gibt es ein schöneres

Bild für die menschliche Seele?

Alle Sagen und Mythen aber werden

getragen von einem roten Faden, das

ist die Erzählung von der Götterdämmerung.

Durch die gemeinsame

Schuld von Göttern und Menschen

werden die Riesen und die dunklen

Die Krone der Weltenesche

Yggdrasil ragt bis in

den Himmel und trägt das

Reich der Götter.

7


8

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

Mächte immer stärker Der Fenriswolf

ernährt sich von den Lügen, die

Mitgardschlange von der Selbstsucht

der Menschen. Schliesslich muss die

grosse Götterdämmerung hereinbrechen,

in der die Götter mit der

ganzen Welt zugrunde gehen:

Die Sonne verlischt,

das Land sinkt ins Meer,

vom Himmel stürzen

die heiteren Sterne

Lohe umtost

den Lebensnährer

Hohe Hitze

Steigt himmelan.

Doch der Seherin Blick reicht weiter

in die Zukunft:

Seh aufsteigen

zum andern Male

Land aus Fluten

Frisch ergrünend:

Fälle schäumen;

Es schwebt der Aar,

der auf dem Felsen

Fische weidet.

(aus der Edda)

Eine neue Welt wird erstehen aus

den Trümmern des Unterganges,

zwei Menschen werden ein neues

Geschlecht begründen, die alten Götter

kehren wieder.

Über allem aber thront ein mächtiger

neuer Gott, der grosse «Weltenumspanner».

Seinen Namen wagt die

Seherin nicht zu nennen. Mit seiner

Hilfe aber werden die Menschen die

neue Welt erbauen.

So endet die Edda mit einem hoffnungsvollen

Blick in die Zukunft.

Die alte Götterwelt, d.h. das alte,

intuitive Hellsehen musste «verdämmern»,

damit ein neues Bewusstsein

entsteht.

Als die ersten Missionare von Irland

zu den germanischen Völkern

kamen, war der Boden für das Christentum

schon vorbereitet. Die Menschen

warteten mit grosser Sehnsucht

auf den herannahenden Gott,

der die Menschheit aus dem Dunkel

der Götterdämmerung herausführen

sollte. Gemeinsam mit den Göttern

kämpften sie gegen den Fenriswolf

und die Mitgardschlange, indem sie

Lüge und Selbstsucht überwanden,

und erwarteten voller Hoffnung das

Herannahen des ungenannten Gottes,

der mit dem Weihnachtslicht auf

die Erde kommen sollte.

In diesem Sinne ist das Ende der

Edda durchaus eine weihnächtliche

Botschaft, wenn wir die letzten Verse

dieser grossartigen Dichtung recht

verstehen:

Doch dann kommt ein anderer

Mächtiger als er.

Nimmer wag ich zu nennen ihn.

Wenige nur sehen weiter vorwärts,

als bis Walvater dem Wolfe naht.

(mit Walvater ist der Göttervater

Odin gemeint, der im Kampf vom

Fenriswolf verschlungen wird.)


FOTOS: C. PROBST

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

«Die Heiratsvermittlerin»

In eine andere Person zu schlüpfen

und diese in Sprache und Ges-

ten glaubhaft darzustellen, fällt

14- bis 15-jährigen Jugendlichen

meist nicht leicht. Gerade deshalb

hat sich das Einstudieren eines

Theaterstücks in diesem Alter als

pädagogisch sinnvoll erwiesen.

Bei manchen Schülerinnen und

Schülern kann man nachher einen

deutlichen Entwicklungsschritt

feststellen. Nicht nur beim Spielen,

auch beim Herrichten der Bühne,

beim Malen der Kulissen und beim

Nähen der Kostüme sind persön-

licher Einsatz und Teamarbeit

angesagt.

Hier einige Eindrücke von dem

Anfang November 2010 von der

Klasse 8b aufgeführten Stück «Die

Heiratsvermittlerin» (Thornton

Wilder). Die Bilder sprechen für

sich…

9


10

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

Suchtprävention

Der Leporello zur Suchtprävention ist da. Kurzfassung: Der Lehrplan der

Rudolf Steiner Schule ist Suchtprävention.

Das in der Sommerausgabe angekündigte

Leporello ist da! Obwohl «nur»

ein Leporello, ist es doch eine umfassende

Skizze, in dem in Bild und Text

die Entwicklung von der Geburt bis

zur Ende der Schulzeit dargestellt ist.

In einem Parallelstrom wird der Lehrplan

in charakteristischen Beispielen

beschrieben und auf kritische Übergänge

hingewiesen.

Im Jahr 2002 wurde an unserer Schule

ein Arbeitskreis für Suchtprävention

gegründet. Drei Jahre später, im

Jahr 2005 konnte eine schulinterne

Suchtberatungsstelle eingerichtet

werden. Die mitarbeitenden Fachleute

betonten immer wieder, dass der

Lehrplan der Rudolf Steiner Schulen

erstaunlich viele Elemente aufweist,

die nach neueren Erkenntnissen einer

erfolgreichen Suchtprävention dienen:

frühe Sinnespflege, gezielte Schulung

des Willens, vielseitiger Werkunterricht,

künstlerische Projekte, Berufspraktika,

soziale Einsätze etc.

Der Arbeitskreis, an dem Eltern, Lehrer

und Fachleute teilnehmen, hat in

den folgenden Jahren den Zusammenhang

von kindlicher Entwicklung,

Pädagogik und Suchtprävention

genauer untersucht. Wichtige Beobachtungen

und Einsichten, die sich

für jede Lebensstufe ergaben, werden

jetzt in einem Informationsblatt in Bild

und Text, gezeichnet und geschrieben

von Christian Breme, dargestellt. Sie

können selbstverständlich in jeder

Hinsicht ergänzt werden. Doch werfen

wir einen Blick in den Inhalt:

Der Lehrplan stärkt die gesunde

Entwicklung

Auf einer Seite zeigt eine Darstellung

in wenigen Strichen ein Bild der Entwicklung

des Kindes bis zur Mündigkeit.

Charakteristische Abschnitte

und wesentliche Übergänge sollen

«auf einen Blick» anschaubar sein.

Im unteren Teil sind exemplarisch

Elemente des Lehrplans der Rudolf

Steiner Schulen angegeben. Dieser

Lehrplan ist ein fein abgestimmter

Organismus, der versucht, im Vermitteln

von Inhalten und Fähigkeiten die

kindliche Entwicklung in jedem Entwicklungsschritt

positiv zu stützen.

Entwicklungsstufen und

-aufgaben

Es werden alle Phasen der Entwicklung

von der Geborgenheit zur Selbständigkeit

– der gelb-rote und der

blaue Strom – beschrieben:

1. Den eigenen Leib als Instrument

heranbilden und mit ihm den Raum

ergreifen; die Sprache entdecken und

mit ihr erste Zusammenhänge verstehen,

2. Die Tätigkeit aller Sinne wachrufen

und ihren Zusammenhang pflegen,


3. Die Empfindungswelt vertiefen

und den Raum der Selbständigkeit

weiten,

4. Geschicklichkeit und klares Denken

schulen,

5. Forschergeist und Weltinteresse

wecken,

6. Verantwortung übernehmen und

Initiativkraft entwickeln,

7. den eigenen Standpunkt vertreten

lernen.

Die Entwicklungsstufen und ihre zentralen

Aufgaben werden umschrieben,

wobei die entsprechenden Übergänge

besondere Beachtung fordern:

1. Stufe – früheste Kindheit

2. Stufe - Vorschulalter

3. Stufe – erste Schulzeit

4. Stufe – nach dem 9. Lebensjahr

5. Stufe – Pubertät – beginnende

Erdenreife – Bojador (s. Erläuterung,

S. 12)

6. Stufe - Adoleszenz

7. Stufe – Abschluss der Schulzeit

Dieses sehr informative Leporello

wird allen interessierten Eltern und

Lehrern gerne zur Verfügung gestellt

und kann auf unserer Homepage

www.steinerschule-basel.ch bestellt werden.

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan 11

Interne Beratungsstelle für

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12

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

Was ist ist das, beginnende Erdenreife – Bojador

Auszug aus dem neuen Leporello «Richtkräfte der Entwicklung»

Text: Christian Breme

Vom Jugendlichen wird jetzt Mut gefordert.

BILD: CHRISTIAN BREME

Von körperlichen Veränderungen

und seelischen Erschütterungen

begleitet, tritt die Erdenreife ein. Aus

der neuen, verletzlichen Innerlichkeit

müssen Schritte in die Welt gewagt

werden. Diese Aufgabe des Jugendlichen

kann das historische Ereignis

in Erinnerung rufen, das die Zeit der

grossen Entdeckungen einläutete:

das erste Überqueren des Bojador im

Jahre 1434.

Der Bojador ist der Breitengrad,

hinter dem die mittelalterliche Weltanschauung

das Weltenende, den

Weltenabgrund, das kochende Meer

vermutete (26°,7`, südlich der kapverdischen

Inseln). Der Mut, der damals

von den Seefahrern gefordert wurde,

wird heute von jedem Jugendlichen

erwartet. Er kommt in dem Gedicht

von Fernando Pessoa «Mar português»

zum Ausdruck, dem wir die

folgenden Zeilen entnehmen:

O salziges Meer,

wie viel deines Salzes sind Tränen Portugals?

Viele versuchten dich zu überqueren,

doch nur wenige kehrten zurück.

Ist es der Mühe wert?

Alles ist der Mühe wert,

wenn die Seele nicht klein ist.

Denn wer über den Bojador hinaus will,

muss durch den Schmerz hindurch.

Gott gab dem Meer den Abgrund,

gab ihm die Wellen,

darin sich der Himmel spiegelt.

Unklares Denken, verschwommenes

Erinnerungsvermögen, mangelnder

Zeitbegriff und allgemeine Interessenlosigkeit

können in dieser Zeit

auftreten. Phänomene wie übermässiger

Medienkonsum, ungezügelte

Essgewohnheiten, Gewöhnung an

den Genuss von Suchtmitteln können

oftmals Folgen eines spärlich entwickelten

Weltinteresses sein. Solche

Fehlentwicklungen können vermieden

oder mindestens begrenzt werden

durch eine Freizeitgestaltung,


ei der die körperlichen und die

seelischen Kräfte wirklich gebraucht

werden: Sport im Verein, Bergsteigen,

Babysitten, Jugendarbeit, Mitarbeit

im Naturschutz, Zirkus, Theaterspielen,

Musizieren, begeisternde Unternehmungen

in Schule und Freizeit.

Beschäftigungen, durch welche die

Selbständigkeit, die Eigenverantwortung

und die soziale Verantwortung

gefördert werden. Eine liebevolle

Buchhinweis: Mythos Kap Bojador von Georg Kullik

Gil Eannes und Portugals Vorstoß

nach Afrika - Ein Lebensbericht

Die Geschichte Portugals im 15.

Jahrhundert liest sich wie ein Log-

buch der Pioniertaten des Infanten

Heinrich „der Seefahrer“. Er grün-

dete im südportugiesischen Sagres

die erste Seefahrtsschule der Welt.

Bald standen die besten Wissen-

schaftler, Schifffahrtstechniker,

hervorragende Seefahrer, Nautiker,

Kartographen und Astronomen in

seinen Diensten. Berühmte Entde-

cker wie Bartolomeo Diaz, Vasco

da Gama und Ferdinand Magellan

profitierten von den Erkenntnis-

sen und Erfindungen dieses neuen

Wissenszentrums und dominieren

seit jeher die Geschichtsbücher.

Doch ein anderer heute weitge-

hend unbekannter Mann legte

den entscheidenden Grundstein

für den Aufbruch in neue Welten:

Gil Eannes. 1434 gelang ihm die

erste Umfahrung des als Ende der

Schwerpunkt: Entwicklungsstufen und Lehrplan

13

und konsequente Führung hemmt

nicht, sie fördert die Selbständigkeit

des jungen Menschen.

Für den Unterricht: Aufklärung

über Suchtgefahren während der

Ernährungslehre der 7. Klasse. Thematisieren

von Aufklärungsfragen

(Beziehungskunde) während der

Naturkundeepochen der 7. Und 8.

Klasse.

Welt gefürchteten Kap Bojador, ein

gewaltiger Küstenvorsprung aus

Sandstein an der nordwestlichen

Atlantikküste Afrikas. Er zeigte auf,

dass die Welt grösser ist, als Europas

Kapitäne ahnten. Seine Tat war der

Startschuss für den Aufstieg Portu-

gals zu einer der ersten Gross- und

Kolonialmächte. Die geografischen

Entdeckungen leiteten die Epoche

der Weltgeschichte ein und beför-

derten neben Entwicklungen wie

der Erweiterung des Weltbildes und

der Wissenschaften auch Schatten-

seiten wie Sklavenhandel und Ko-

lonialismus. Die fesselnde Chronik

erzählt das ungewöhnliche Leben

dieses Mannes und hebt ihn aus

dem Geschichtsschatten heraus.

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16

Schule aktuell

Zehn Jahre Computerraum

Seit zehn Jahren verfügt die Rudolf Steiner Schule Basel über einen eigenen

Computerraum für den Informatikunterricht. 30 zeitgemäss ausgestattete

Arbeitsplätze stehen den Schülern zur Verfügung.

Nachdem der Paracelsus Zweig an

die Freie Strasse (Scala) einziehen

konnte, und damit auch die zugehörige

Bibliothek, hat vor nunmehr 10

Jahren der Computerunterricht an

der Rudolf Steiner Schule Basel einen

eigenen Raum bekommen: vernetzte

Arbeitsplätze (Office-Suite, Browser,

Bildbearbeitung) mit Drucker, Internetzugang

und persönlichem Benutzerkonto.

Ein Platz pro Schüler für

eine ganze Schulklasse. Dies gilt bis

heute, allerdings sind die eingesetzten

Computer bereits die 3. Generation.

Auch von den anfänglich genutzten,

gespendeten Röhrenbildschirmen

konnten wir uns nach ein paar Jahren

trennen.

Der Computerraum dient einerseits

dem Informatikunterricht (ein Artikel

zum Unterricht befindet sich in

diesem Mitteilungsheft). Andererseits

ist der Raum offen für alle Unterrichtsstunden,

in denen im Internet

recherchiert werden soll. Dies gilt

für Oberstufenklassen, die Referate

vorbereiten. Dies kann aber auch für

einen Religionsunterricht in der Mittelstufe

gelten, wo Berichte über Julia

Butterfly Hills Leben auf dem von ihr

besetzten Mammutbaum an der kalifornischen

Küste betrachtet worden

sind.

Dass der Schule diese Infrastruktur

zur Verfügung steht, ist nur durch

die tatkräftige Hilfe vieler Menschen

möglich geworden, wofür ich herzlich

danke! Namentlich nennen möchte ich

die Herren E. Marbach, C. Ammon, S.

Rotthaler, S. Rufli, F. Forcina und M.

Nordemann.

Bei der an den Arbeitsplätzen eingesetzten

Software gilt für die hauptsächlich

verwendeten Programme

(Firefox, OpenOffice, Gimp, Inkscape),

dass diese auf allen drei wichtigen

Plattformen (Windows, Mac, Linux)

laufen und von den Schülern kostenfrei

heruntergeladen und genutzt

werden können (open source).

Nun folgen noch Details zur aktuell

für den Computerraum eingesetzten

Technik. Nicht speziell daran interessierte

Leserinnen und Leser sind gebeten

diesen Absatz zu überspringen.

Die 30 Arbeitsplätze sind Thin Clients

(Strom sparend und ohne mechanisch

bewegte Teile); jeweils 10 Clients sind

per Gigabit-Ethernet an einen Server

angeschlossen. Serverseitig wird das

norwegische Opensource-Projekt Skolelinux

verwendet (u.a. mit zentraler

ldap basierter Benutzerverwaltung

für Linux- und für Windows-Clients).


FOTOS: JMP

Die Server laufen virtualisiert, um

die Ressourcen pro Server gezielter

zuweisen zu können. Diese Konfiguration

hat sich seit 2 Jahren als stabil

und wartungsfreundlich bewährt. Die

Daten auf dem Server werden täglich

auf ein NAS in einem anderen Raum

gesichert; tägliche Backups für 30

Tage, weiter zurück monatlich (kurz

nach Installation unseres Backups

hat die Firma Apple dieses Verfahren

unter dem Namen Zeitmaschine

(time machine) allgemeiner bekannt

gemacht).

Christian Ostheimer

Lehrer für Physik und Informatik

Schule aktuell

17


18 Schule aktuell

Anmerkungen zum Informatikunterricht

Informatiklehrer Christian Ostheimer über Ziel und Sinn des Informatikunterrichts

an der Rudolf Steiner Schule.

Ein Beispiel möge in die Thematik,

Computer-Unterricht an der Rudolf

Steiner Schule Basel, einführen: Ein

Pilot einer Linienmaschine befindet

sich über Indonesien im Nachtflug.

Plötzlich verschwinden die Sterne.

Wenig später fallen nacheinander

alle vier Düsentriebwerke aus. Der

Pilot hält sich an seine Dienstanweisung,

im Gleitflug tiefer zu gehen

und das Startprozedere für die Triebwerke

wiederholt durchzuführen,

was zuletzt auch gelingt. - Der Pilot

sitzt in einem Flugsimulator, und es

ist ein Segen, dass kritische Flugmanöver

auf diese Weise realitätsnah

trainiert werden können.

Ein zweites Beispiel zur Ergänzung:

Der Vater kommt nach dem Nachtdienst

heim und sieht im Zimmer

seines Sohnes flackernden Lichtschein.

Im Zimmer sitzt der Sohn

vor einem ebenfalls äusserst realitätsnahen

Computerspiel und hat die

Uhrzeit völlig vergessen. - Gemäss

einer Umfrage in Hamburg im Januar

dieses Jahres [1] gibt es unter den

regelmässigen Computerspielern

überproportional viele Schüler mit

schwachen Leistungen. Das Spielen

wird die Schulleistungen wohl kaum

verbessern helfen. Eher sind hier

klare zeitliche Vorgaben der Eltern

angesagt.

Einmal dient die Technik dem Menschen,

im andern Fall wird der

Mensch Diener oder sogar Sklave

der Technik. Was kann also die

Schule dazu beitragen, dass Technik

zum Wohl des Menschen verwendet

wird?

Heutzutage kann ein grosser Teil des

Wissens der Menschheit im Internet

gefunden werden. Um davon etwas

nutzbar zu machen, braucht es für

gewöhnlich eine konkrete Fragestellung

und zudem etwas Wissen, wie

man eine Suchmaschine bedient.

Letzteres kann im Informatikunterricht

erlernt werden. Die Fähigkeit,

Fragestellungen zu formulieren, setzt

voraus, dass man Grundkenntnisse

des betreffenden Gebiets hat – beispielsweise

aus einer Geschichtsepoche.

Virtuelles und reales Social

Networking

Viele der heutigen Internetangebote

beruhen darauf, dass die Nutzer dieser

Angebote die angebotenen Inhalte

selber bereitstellen. Man könnte dies

als erweitertes Ikea-Prinzip bezeichnen:

das Produkt wird vom Kunden

erzeugt, der Anbieter stellt nur

Werkzeuge bereit. Wikipedia und

Facebook sind erfolgreiche Beispiele

dafür. Dass der Gottlieb-Duttweiler-Preis

2011 an Jimmy Wales, den

Gründer von Wikipedia, geht, anerkennt,

dass Wikipedia auch in der

Schweiz zum Kulturfaktor geworden


ist. Aus Sicht der Schule stellt sich

die Frage, wo man die Fähigkeiten

erwirbt, kenntnisreiche Beiträge zu

Wikipedia zu geben oder beurteilen

zu können, ob ein Partyfoto an die

Öffentlichkeit soll. – Übt und lernt

man den sozialen Umgang miteinander,

während man auf Facebook

virtuelle Freunde sammelt, indem

man sich attraktiv präsentiert? Oder

bildet man ein wahrhaft tragfähiges

soziales Netzwerk, wenn es gelingt

als Gruppe auf der Bühne ein Stück

aufzuführen?

Gerade weil viele Fähigkeiten, die

man zum Umgang mit dem Medium

Computer haben sollte, nicht direkt

am Computer erlernt werden, hat der

Informatikunterricht an der Rudolf

Steiner Schule Basel eine relativ kleine

Stundenzahl: ein halbes Jahr lang

eine Schulstunde in der 9. Klasse und

ein halbes Jahr lang eine Doppelstunde

in der 10. Klasse, getrennt nach

2 Leistungsniveaus. Ausserdem gibt

es etwa alle 2 Jahre einen freiwilligen

Programmierkurs und neu seit

diesem Schuljahr in der 9. Klasse 12

Lektionen zum Thema Internetrecherche.

Der Informatikunterricht in der 9.

Klasse soll einerseits mit der Bedienung

der Computerarbeitsplätze in

der Schule vertraut machen. Andererseits

soll deutlich werden, dass

der Computer eine von Menschen

programmierte Maschine ist. Ein sehr

anschauliches Beispiel dafür sind

Computer-Übersetzungen, etwa die

kindlichen Gärten einer Steinerschu-

le im Ausland. Auch die hauptsächlichen

Bestandteile des Computers

werden behandelt.

In der 10. Klasse trennen wir nach

zwei Leistungsniveaus: Im Grundkurs

bildet Textbearbeitung den

Schwerpunkt. Das exakte Formatieren

von Dokumenten, z.B. Bewerbungsschreiben,

wird intensiv geübt.

Im Aufbaukurs ist ein Hauptteil die

Bearbeitung von Bildern. Einen weiteren

Schwerpunkt bildet das Bereitstellen

von Dokumenten im Internet

in verschiedenen Formaten (u. a.

HTML).

In den Lektionen zur Internetrecherche

wird geübt, wie man ausgehend

von wenigen Schlagworten sich einen

Überblick zu einem Thema verschaffen

kann (z.B. Bahnunglück, Schweiz,

Sommer 2010). Quellenangaben sind

dabei ein wichtiger Punkt.

Das 10-Finger-Schreiben wird an der

Schule unterstützt, ist aber letztlich

zu Hause zu lernen – ähnlich wie

das Fahrradfahren. Auf den Arbeitsplätzen

in der Schule ist ein 10-Finger-Lernprogramm

installiert. Die

Schüler werden in das Programm

eingeführt, und wer möchte, kann

gegen Ende der Informatikstunde mit

diesem Programm üben. Ein entsprechendes

Programm auch zu Hause

installiert zu haben, ist vorteilhaft.

Christian Ostheimer

Lehrer für Physik und Informatik

[1]

http://www.spiegel.de/schulspiegel/

wissen/0,1518,672777,00.html

Schule aktuell

19


Schule intern 21

Flohmarkt-Impressionen

Flohmarkt 2010 Rekordergebnis: 101‘000 Franken!

Herzlichen Dank allen Käuferinnen und Käufern, allen Helferinnen und

Helfern vor während und nach dem Flohmarkt.


FOTOS: RITA

22

Schule aktuell

Mit dem Velo von der Rheinquelle

bis zur Meermündung

Rita Staub hat als praktischen Teil ihrer Abschlussarbeit bereits während

der Sommerferien diese Reise unternommen. Ritas Reisebericht wurde

erstmals im BiBo vom 19.8.2010 abgedruckt. Die Fotos wurden uns von

Rita zur Verfügung gestellt.

«Das Kajak fahren machte eigentlich ziemlich Spass, man konnte einiges lernen.»

Ich war gemeinsam mit meiner

Freundin Lorena Heyer (Hofstetten)

unterwegs. Da sie wegen einer Sportverletzung

am Fuss für die 1. Etappe

vom Oberalppass bis nach Basel

noch nicht richtig fit war, begleitete

uns auf dieser Strecke spontan noch

Lionel Perrin. Und wirklich, Lorena

musste abbrechen - und ich war froh,

trotzdem nicht alleine unterwegs zu

sein. Aber eigentlich müsste ich ja

von vorne beginnen.

Also: Der Thomasee ist die Quelle des

Vorderrheins, die wir nach 1 ½ Stunden

Wanderung vom Oberalppass

aus erreichten. Allein der Anblick

des leicht verschneiten und in grosser

Ruhe alle Wolken und Berggipfel

reflektierenden Sees lohnte die

Anstrengung. Danach ging es während

3 ½ Wochen und 92 Stunden

reiner Fahrzeit fast nur noch bergab

– zunächst sehr stark, danach manchmal

auch eher theoretisch! In dieser

Zeit legten wir die 1553 Kilometer


is an die Nordsee zurück und können

unsere Erlebnisse nur mit einem

Wort zusammenfassen: UNGLAUB-

LICH!

Nach drei Tagen und einer letzten

Gewaltsetappe von 200 Kilometern

erreichten wir irgend-wann zwischen

Mitternacht und Morgengrauen des

1. Juli Therwil. Hier legten wir eine

zwei-tägige (Ruhe-)Pause ein, damit

Lorenas Fuss sich noch etwas länger

erholen konnte. Das gab mir Zeit,

anstelle des eigentlich geplanten

regelmässigen News-Emails an alle,

die uns unterstützten, eine Webpage

einzurichten, auf die wir dann von

unterwegs laufend unsere Erlebnisse

und ein paar Bilder aufschalten

konnten. Also eigentlich nur dann,

wenn wir wieder einmal einen Internet-Anschluss

fanden. Das abendliche

Schreiben dieser Berichte war

unerwartet anstrengend, da der Tag

streng und heiss war und man am

liebsten in der Badi oder sonst irgendwo

sich entspannen würde.

Am 3. Juli ging’s dann weiter und

Lorenas Fuss hielt glücklicherweise

bis am Schluss durch. Wir hatten eine

gute Zeit zusammen, radelten meist

im gleichen Tempo, hatten ziemlich

ähnliche Pausenbedürfnisse und

konnten lachen, bis uns die Backen

schmerzten. Alles schien uns wohlgesinnt

und auch das Wetter spielte

perfekt mit: Wir hatten immer Sonnenschein

und es war warm, manchmal

(zu) heiss mit bis zu 37°C, doch

streckenmässig fuhren wir, bis auf

die letzten zwei Tage mit viel Gegenwind,

immer in unserem Tagesplan.

Wir hatten uns ja vorgenommen, für

die täglichen Bedürfnisse während

der Tour mit maximal 2 Franken oder

einem Euro und 50 Cent pro Person

auszukommen. Dies prägte unsere

Erleb-nisse entscheidend mit! Auf

der Suche nach legalen Übernachtungsplätzen

sprachen wir jeden

Abend Menschen an, die uns sympathisch

erschienen und die vielleicht

ein Rasenplätzchen für unser Zelt

frei haben. Manchmal war es schwierig,

überhaupt jemand zu finden, den

wir ansprechen wollten, doch wir

fanden jeden Abend ein Plätzchen.

Die Herzlichkeit jeder Familie beeindruckte

uns schwer! Wir fühlten uns

wie «zu Hause», wurden fast immer

zum Nachtessen und zum Frühstück

eingeladen und durften immer noch

Brötchen schmieren für das Mittagessen.

Schule aktuell

23


24

Schule aktuell

Wenn wir morgens wieder losfuhren,

verabschiedeten wir uns einige

Male sogar mit einer herzlichen

Umarmung, obwohl man sich erst

seit ein paar Stunden das erste Mal

gesehen hatte. Dank all diesen lieben

Menschen erreichten wir auch ohne

Schwierigkeiten unser Ziel, mit nur

vier Franken respektive drei Euros

am Tag durchzukommen. Unser

Abenteuer war viel zu schnell wieder

zu Ende! Mit vielen neuen Erlebnissen

und Begegnungen; und mit einer

Hand voll neuem Selbstvertrauen

kamen wir schliesslich wieder zu

Hause an.

Ein grosses Dankeschön geht an:

Lorena Heyer und Lionel Perrin, die

mich auf dem Velo begleitet haben.

An jede Familie, die uns beim Gelingen

der Reise geholfen hat und an

alle kleinen und grossen Sponsoren

(Opticus, kleine Friedenswerkstatt,

Rita Hangartner, Sieber+Matter,

Restaurant Mühle, Leu Carrosserie

und Spitzwerk AG, Stöcklin Maler

GmbH, Raiffeisen Basel, Nationale

Suisse, Bitterli Optik, Malergeschäft

Spaltenstein), ohne welche die Reise

nicht möglich gewesen wäre.

Falls ihr euch nun fragt, was wir

genau alles erlebt haben, dann

könnt ihr auf die Internetseite www.

abschlussprojekt-rita.jimdo.com unsere

während der Fahrt laufend aufgeschalteten

Erlebnisberichte nachlesen

und einige Fotos bewundern!

Rita Staub


Schule aktuell

Klimafreundlich mit Stil, davon kochen wir viel!

Eine Gruppe der Klasse 9b macht am Dienstag, den 14. September 2010

mit bei der Aktion «Klima-Zmittag».

Nach der grossen Pause ging unsere

Kochgruppe anstatt in den Fachunterricht

in die Schulküche, um das

bevorstehende «Klima-Zmittag» vorzubereiten.

Die Aktion «Klima-Zmittag» am 14.

September 2010 wurde von WWF

organisiert und ruft zum klimafreundlichen

Kochen auf. (Vor allem

fleischhaltige Mahlzeiten führen im

Durchschnitt zu deutlich höheren

Treibhausgas-Emissionen als vegetarische

Gerichte. Wer vermehrt vegetarisch

isst und saisonale und regionale

Produkte serviert, leistet einen Beitrag

zum Klimaschutz. Rund 75000

Personen und über 1000 Institutionen

haben an diesem Aktionstag teilgenommen.)

Wir teilten uns in Zweier- und Dreiergruppen

auf. Die einen blieben in der

oberen Küche, und die anderen gingen

in die Küche im Gemeinschaftsraum.

Alle bereiteten das Mittagessen

vor. Unser Menü sah so aus: Als Vorspeise

gab es «Schutzengel-Suppe»,

der Hauptgang bestand aus Gemüsestrudel

mit Pilz-Béchamel-Sauce

und Salat, zum Dessert gab es Beerenquark.

Da wir ja den ganzen Morgen Zeit

hatten, waren wir, als es um 12.20 Uhr

klingelte und die ersten Leute kamen,

bestens organisiert. Wir hatten uns in

zwei Gruppen aufgeteilt, während die

einen assen, waren die Anderen an

der Essensausgabe.

Dank unserem selbstgemachten Plakat

mit der Aufschrift „Klimafreundlich

mit Stil, davon kochen wir viel!“

und den WWF-Klima-Zmittag-Flyern,

die wir noch verteilt hatten, kamen

tatsächlich noch ein paar Leute mehr

zum Essen.

Wir hatten, obwohl wir uns die meiste

Zeit ziemlich konzentrieren mussten,

sehr viel Spass. Ein riesengrosser Dank

geht an Frau Rotthaler, die das Ganze

ermöglicht hat. Unser Dank geht auch

an Frau Schläfli und Johannes aus der

Gemeinschaftsraumküche, und natürlich

an all die Leute, die sich von uns

nicht abschrecken liessen! Aus all den

positiven Rückmeldungen, die wir

bekommen haben, schliessen wir, dass

unser «Klima-Zmittag» allgemein gut

angekommen ist, und hoffen, dass so

etwas bald wieder zustande kommen

kann! Übrigens, wir kochen während

des ganzen Jahres vegetarisch und in

Demeter-Qualität!

Severine und Aylin, 9b

25

FOTO: JAN-PHILIPP, 9B


26

Schule aktuell

Titel der Abschlussarbeiten

Die Titel der Abschlussarbeiten beider zwölfter Klassen –Änderungen

vorbehalten.

Klasse 12a

Kim Albert Geheimsprache der Mode

Julia Eichenberger Wahrzeichen – Wahre Zeichen?

Vivienne Estoppey Innenarchitektur

Olivia Fink Die Entstehung eines Kindes

Julia Heinzer Problematik der Bekelidungsindustrie – mögliche

Lösungen

Dominique Messmer Entwicklungshilfe

Elgin Ris Kindersoldaten (in Afrika)

Lucia Seiler Prä- und postnatale Entwicklung – jeder fängt mal

klein an

Anna-Lena Spieler Faces in Change – Geschichte der Körperbemalung

Rita Staub Von der Quelle bis zum Meer

Judith Suter Entwicklung einr Mode-Motiv-Linie

Tabea Szabo Migration in die Schweiz, 1956 und heute

(Sie sind fortgegangen aus ihrer schönen Heimat…)

Aurel Everwijn Psychologie des Kinderspiels

Jeremias Ganzoni-Stähli Behandlngsmethoden im PUK

Oliver Maurer Zensur als Machtinstrument

Dominic Mesmer Der Dokumentarfilm

Mike Rufli Schach

Kevin Sadhu Fastfood/Slow-food: ein Vergleich

Renato Wiedemann Streichquartett op. 1


Klasse 12b

Schule aktuell

Ramo Ayaou Filmmusik

Odilia Ecknauer Chopin – Etüden, eine kunstvolle Studie

Lorena Grüter Recycling

Malin Lardon «Pia» – von Wortspielereine zur Novelle

Dominique-Sarah Lüscher Tanz

Diana Pfister Laufstil

Laura Schermbach Fotografie

Clarissa Schneider Die geheime Schönheit – Der Goldene Schnitt

Milena Selva Oral history – Der Brand der Schweizerhalle

Vanessa Walliser Musical

Raphaela Witzemann Der Ring

Céline Zaugg Schwarz-weiss Porträt/Fotografie

Laxman Balasubramanian Ein Vergleich der westlichen und indischen Kultur

Tristan Baumgartner Fasnacht im Wandel der Zeiten

Benedict Brunner Billard (Tisch)

Vinzent Gisi Die Clowns

Julian Günther Ekranoplan, Fahrzeuge über dem Boden

Daniel Oppliger Mit geschenkten Augen sehen

Florian Schläpfer Gletscher und sein Einfluss auf die Umwelt

Merlin Stohler Heimatlosigkeit in der Schweiz: Asylpolitik und

individuelles Schicksal

Johannes Wernicke Alphabeat (Eurythmie im Kontext der Elektronischen

Musik)

Ausstellung der Abschlussarbeiten:

3. – 9. Februar 2011,

Öffnungszeiten:

10.00 – 12.20 und 14.30 – 18.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung:

Donnerstag, 3. Februar 2011, 18.00 Uhr

Referate zu den Abschlussarbeiten:

Donnerstag, 3. Februar 2011,

18.30 – 22.00 Uhr

Freitag, 4. Februar 2011,

15.00 – 22.00 Uhr

27


28

Schule aktuell

Willkommen zu den Tagen der offenen Tür

Offener Unterricht

6 Schulen, 12 Kindergärten und 1

Musikschule öffnen ihren Unterricht

und laden Sie zu einem Besuch ein.

Die ersten beiden Lektionen am Morgen

unterrichten die Steiner-Schulen

in Epochen. Im Wechsel von drei bis

vier Wochen vertiefen sich die Kinder

in ein Fach. Es ist zu empfehlen,

den Epochenunterricht von Anfang

an zu besuchen.

Im Mittelpunkt das Kind

Im Mittelpunkt der Steiner-Schulen

steht die Entwicklung des Kindes

und eine starke Klassengemeinschaft.

Erziehung durch Beziehung ist unser

Motto - nicht Selektion oder Sitzenbleiben.

Ganzheitliche Förderung in den

Kindergärten

Bewegung und Sprache, Fantasie

und Kreativität, Sinneswahrnehmung,

soziale Fähigkeiten, Konzentration

– entdecken Sie, wie Kinder

von Anfang an konsequent ganzheitlich

gefördert werden.

Qualifizierte Abschlüsse – Wege in

die Berufswelt

Die Integrative Mittelschule von

der 10.-12. Klasse bietet qualifizierte

Abschlüsse an. Gerne beraten wir Sie

in einem persönlichen Gespräch über

den Weg in die Berufslehren, Fachhochschulen

und Universitäten.

Info-Abende – Ihre Fragen

im Gespräch

Jede Schule bietet Ihnen einen Info-

Abend mit Schulhausführung an. So

können Sie Pädagogik, Schulorganisation,

Klassenzimmer und vieles

mehr kennen lernen. Gerne gehen

die Lehrpersonen auf Ihre persönlichen

Fragen ein.

Herzlich willkommen!

Ihre Steiner Schulen Region Basel

Programm in Basel:

Freitag, 21. Januar

steinerschule plays classic

Werke von Cherubini, Mozart,

Gounod, Trachsel

Chor und Orchester der Rudolf

Steiner Schule Basel

19.30 Uhr, Eintritt frei/Kollekte,

Elisabethenkirche Basel

Mittwoch, 26. Januar

Offener Unterricht

Kindergärten der Rudolf Steiner

Schule Basel

8-11.45 Uhr

Donnerstag, 27. Januar

Offener Unterricht

7.50-12.30 / 14.30-17.50 Uhr,

Klassen 1-12

20 Uhr: Infoabend mit

Schulhausrundgang


ZVG

Mehr als Unterricht

Projektarbeit Chemie, 11. Klasse

Tage der offenen Tür

21. bis 29. Januar 11

Schule aktuell

Steiner Schulen Region Basel

www.steinerschulen-regionbasel.org

29


Kalt?

Nein, geheizt. LWS

www.waermeservice.ch

� Holz- + Pelletfeuerungen

� Solaranlagen

� Photovoltaik

� Wärmepumpen

� Störungsbehebung

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4106 Therwil

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Kompetent in Wärme und Energie


Schule aktuell

Neuigkeiten aus der EBK

Neues Formular für die Berechnung des Bruttofamilieneinkommens für

Angestellte und Selbständigerwerbende

Schon seit mehreren Jahren sucht die EBK

nach Lösungen für eine einheitliche Einschätzung

des Familieneinkommens der

selbständig Erwerbenden im Vergleich zu

den Angestellten. Immer wieder gab diese

Fragestellung in den Elterngesprächen,

aber auch in den Kommissionssitzungen

Anlass zu Diskussionen.

Die Einstufung selbständig erwerbender

Eltern ist für die Betroffenen selbst, wie

auch für die EBK, eine komplexe Angelegenheit.

Um eine gerechte und vergleichbare Situation

zwischen Angestellten und selbständig

Erwerbenden zu schaffen, wurde im

Jahr 2005 ein Leitfaden für selbständig

Erwerbende erarbeitet. In der Vergangenheit

mussten wir feststellen, dass dieser

Leitfaden und die Berechnung sowohl für

die Eltern als auch für uns EBK-Mitglieder

zu wenig klar war.

Wir haben uns in diesem Jahr nochmals

intensiv mit diesem Thema befasst und

eine neue Berechnungsgrundlage entwickelt.

Der Reingewinn der Erfolgsrechnung,

zuzüglich Familien- und Kinderzulagen,

sowie jeweils die Hälfte der

persönlichen AHV- und BVG-Beiträge

bilden neu die Grundlage zur Ermittlung

des Schulgeldes für selbständig Erwerbende.

Damit haben wir die Berechnung deutlich

vereinfacht und sind der Ansicht, dass

wir somit eine annähernde Gleichstellung

von Angestellten und selbständig Erwerbenden

erreicht haben.

Neu haben wir ein Formular zur Berechnung

des Bruttofamilieneinkommens

erstellt. Es berücksichtigt auch die Situation

von Familien, in denen gemischte

Einkommensverhältnisse bestehen.

Wir sind überzeugt mit dem neuen

Berechnungsformular das Vorgehen zu

vereinfachen und in der Praxis mehr Klarheit

zu schaffen.

Für die Elternbeitragskommission

Martin Schäppi, November 2010

Neues Buchhaltungsprogramm – es

braucht viel Geduld

In den Sommerferien hat die Schule ein

neues Buchhaltungsprogramm installiert.

Damit sollen in Zukunft die buchhalterischen

Abläufe deutlich vereinfacht

und verbessert werden. Aber wie so oft,

braucht zu Beginn viele Anpassungen

an die individuellen Bedürfnisse des

Betriebes und Schulungen und die Erfahrung

in der Praxis. Leider ist es bis heute

noch nicht gelungen, alle Probleme des

neuen Programms in den Griff zu bekommen.

Es wird aber mit Hochdruck daran

gearbeitet.

Sollten bei den administrativen Abläufen

in Bezug auf Rechnungen, Mahnungen

und Buchungen Verzögerungen entstehen,

so bittet die Buchhaltung alle Betroffenen

um Geduld und Verständnis. Sie

ist sehr bemüht, den normalen Ablauf so

bald wie möglich zu gewährleisten.

Für die Buchhaltung

Kerstin Vögeli, November 2010

31


32 Schule intern

Aus dem Elternrat

Moderner dynamischer Typ im Elternrat: Stefan Eugster Stamm

Der Basler Professor der Nationalökonomie,

Dr. Bruno S. Frey, hat den

Satz geprägt: «Ökonomie ist Sozialwissenschaft».

Daraus ist

ein Buch mit demselben

Titel entstanden, in dem

er schreibt: «Ökonomie

kann nur sinnvoll im

Zusammenhang mit anderen

Sozialwissenschaften

betrieben werden.» So

kann man auch den Wer-

Stefan Eugster Stamm degang des studierten Sozialpädagogen

FH und engagierten

Elternrates Stefan Eugster

Stamm sehen: Interdisziplinär.

Aufgewachsen ist der zweifache

Familienvater mit seinen Geschwistern

in Auenstein an der Aare und hat

dort die Schulen besucht; die Mutter

war Kauffrau, der Vater Generalagent

bei einer Versicherung. In Aarau

absolvierte er das KV, um dann in

Basel an der Fachhochschule Sozialpädagogik

zu studieren. Dort lernte

der sportliche Vierziger auch seine

Frau Barbara kennen.

Eine weitere Station war die «Krisenintervention

für suchtgefährdete

Jugendliche», eine stationäre Einrichtung

in Baden. Auch als Selbstständiger

hat der Elternrat gearbeitet und

Präventionsarbeit an Schulen der

Region Basel geleistet.

1999 stieg er bei «Mobile», einem

Projekt für sozialpsychiatrisches

Wohnen, ein, wo er mittlerweile die

Geschäftsführung als Manager inne

hat. www.verein-mobile.ch

Da sich sein Sohn nicht sonderlich

wohl fühlte in der Staatsschule und

ein Freund der Familie Lehrer an der

Zürcher Steiner Schule war, kamen

Stephan und seine Frau Barbara

dazu, ihren Kindern die Rudolf Steiner

Schule Basel zu ermöglichen.

Stefan Eugster Stamm, der von sich

sagt, dass er «gern mit Menschen

zusammen etwas Sinnvolles entwickelt»,

ist gar nicht auf der dogmatischen

Seite, sondern entspricht eher

einem Outdoorfreak – so bewegt

er sich auf Internetforen, wo es um

Finanzen, Geopolitik, soziale Fragen

und Gesellschaftliches geht. So hat er

auch mit Freunden zusammen eine

Internetplattform gegründet: www.

induque.ch. Das Wort hat er erfunden

und sich von «induktiv» (!) inspirieren

lassen.

Seit Anfang Jahr sitzt der umtriebige

Manager auch im Vorstand Schulverein

Rudolf Steiner Schule Basel,

wo er den Elternrat und die Wege zu

Qualität betreut, sowie allgemeine

Managementfragen.

In seiner Freizeit spielt der sportliche

Familienvater Volleyball bei «Traktor

Basel» (ebenfalls von ihm gegrün-


det) in der 2. Liga. Mit grosser Leidenschaft

wird auch Kitesurfen und

Snowboarden betrieben – meist mit

der ganzen Familie. Passend für den

sympathischen Mann sind die Zeilen

von Erich Fried, die hier am Schluss

stehen sollen: «Wichtig ist nicht nur,

dass ein Mensch das Richtige denkt,

sondern auch, dass der, der das Richtige

denkt ein Mensch ist.» (Erich

Fried: «Lebensschatten», Gedichte,

Verlag Klaus Wagenbach, Berlin1988)

Matthias Klausener

Ehemaliger Schüler der Schule

bietet als Masseur seine Dienste an:

Massagen und

Narbenbehandlungen

(sowie andere Anwendungen sind

auf Anfrage möglich)

ASCA. und EMR. anerkannt und

Registriert als med. Masseur FA.

SRK. Methoden 118

Gérard Alioth

Lange Gasse 41, 4052 Basel

Telefon 061 312 11 18

Weitere Informationen:

http://www.emindex.ch/gerard.alioth

Lehrer und Mitarbeiter der Schule

erhalten als Selbstzahler einen

Rabatt von 10 Prozent.

Richtpreis pro Behandlung

(30 Minuten) SFr. 60.-


34

Schule intern


Schule intern

Bazar-Impressionen

«Danke an alle, die den Bazar möglich machen!»

35


36 Schule intern

Abschied von Agnes Pipoz

FOTO: JMP

Zum Ende dieses Kalenderjahres

scheidet unsere Handarbeitskollegin

Agnes Pipoz aus dem aktiven Schuldienst

aus. Schon als junge Lehrerin

an der Staatsschule bekam sie den

Eindruck, dass die dortige Pädagogik

weder für die Kinder, noch für sie

selbst stimmte und entschied schon

damals, dass dies nicht die Schule

ihrer (zukünftigen) Kinder sein

würde. Für diese fand sie die Rudolf

Steiner Schule, wurde engagierte

Mutter und besuchte das berufsbegleitende

Lehrerseminar in Dornach.

1988 begann sie dann als Handarbeitslehrerin,

wurde Mitbegründerin

des Handarbeitsseminars und bildete

Seminaristinnen aus.

Sehr schnell unterrichtete sie jedoch

ein volles Deputat. Darüber hinaus

kümmerte sie sich jahrelang um die

Vorhänge in den Klassenzimmern

und um die Kostümkammer. Sie

betreute unzählige 8. und 12. Klassenspiele,

sowie weitere Mittelstufenaufführungen

bei der Ausstattung

mit den wunderbarsten Kostümen,

ebenso das an unserer Schule traditionelle

Luciasingen.

Auch als Lagerbegleitung in den verschiedensten

Altersstufen war Agnes

Pipoz sehr gefragt und war als Mentorin

an der Einführung des Schafscherlagers

beteiligt.

Darüber hinaus wirkte sie in den

Arbeitsgruppen „Grenzüberschreitungen“

und „Prävention“ mit. Aus

dieser Arbeit ging zum Beispiel der

an anderer Stelle in diesem Heft abgedruckte

Leporello zur Entwicklung

vom Kind zum jungen Erwachsenen

der Arbeitsgemeinschaft der Rudolf

Steiner Schulen in der Schweiz hervor.

Dankenswerter Weise hat Frau Pipoz

in der ersten Hälfte dieses Schuljahres

noch für Vertretungen in der Handarbeit

zur Verfügung gestanden.

Wir danken ihr sehr herzlich für

ihren grossen 22-jährigen Einsatz

und wünschen ihr für die Zukunft

die Gesundheit noch viele Pläne und

Träume in Erfüllung gehen zu lassen.

Für das Kollegium

Klaus von Roëll


Abschied – Seitenwechsel

Wie oft drehen wir im Leben eine

Seite um, wechseln wir Seiten und

auch Rollen?

Vor mehr als 22 Jahren habe ich von

der Elternseite zur Kollegiumsseite

gewechselt und nun wechsle ich

von den Aktiven zu den Pensio-

nierten, auf jeden Fall nicht zu den

Passiven. Bei dieser Gelegenheit, bei

diesem Abschiednehmen, das kein

wirklicher Abschied ist, möchte ich

allen Beteiligten von Herzen dan-

Bettina Seifert, Schulärztin

Aufgewachsen in Stuttgart als jüngste

von fünf Kindern besuchte ich

dort während 13 Jahren die Waldorfschule

Uhlandshöhe und erlebte eine

abwechslungsreiche Schulzeit. In Ulm

begann ich nach dem Abitur (Matur),

welches in Deutschland durch die

Oberstufenlehrer und externen Prüfer

ohne Schulwechsel abgenommen

wird, das Medizinstudium.

Mit einem Studentenaustauschprogramm

der WHO unterbrach ich

nach 4 Jahren das doch recht kopflastige

Studium, um für einige Zeit

in Ghana /Westafrika zu leben und

praktisch zu arbeiten. Unter sehr einfachen

Verhältnissen wurden dort in

den Dörfern Reihenuntersuchungen

ken, danken für die Chance, so viele

Jahre im Sinn und Geist der Steiner

Pädagogik unterrichten zu dürfen.

Dies erachte ich nicht als selbstver-

ständlich, braucht es doch sehr viel

Aufwand, diese Schule zu realisie-

ren, lebendig zu erhalten – aber

eben: es lohnt sich!

Liebe Eltern, Kinder, Ehemalige,

Kolleginnen, Kollegen, Freunde,

Mitstreiter... vielen herzlichen Dank!

Agnes Pipoz

Schule intern

Neue Lehrpersonen

Das neue Schuljahr hat begonnen und unser Kollegium hat neue

Mitglieder gewonnen. Hier stellen sie sich gleich selber vor.

durchgeführt, wobei die

körperliche Gesundheit

der Kinder im Vordergrund

stand. In Deutschland,

neu Freiburg i. Br.,

beendete ich mein Studium

und begann die Facharztausbildung

Innere

Medizin in der Region

Bettina Seifert

Basel, die ich 1998 im Universitätsspital

Basel abschloss. Wegen

der beruflichen Ausbildung meines

Mannes zogen wir vorübergehend

nach London. Dort wurde unser

erstes Kind geboren, später kam in

der Schweiz eine kleine Schwester

dazu. Zurück in Basel interessierte

mich einerseits die Präventivmedizin

in Form eines Zusatzstudiums für

37


38

Schule intern

Public Health, andererseits

begann ich im Bereich

der Onkologie in Teilzeit

zu arbeiten und habe

dort auch einen beruflichen

Platz gefunden.

2009 wurde mir die Frage

nach einer Unterstützung

Violaine Sirdey

der Schulärzte gestellt, da

sich Dr. Janach nach langer

Tätigkeit in diesem Bereich

langsam zurückziehen wollte. In der

neuen Aufgabe, welche zunächst vor

allem die Erstklassuntersuchungen in

einem kleinen Pensum umfasst, kann

ich mein Interesse an der Entwicklung

von Kindern und ihrer körperlichen

und seelischen Gesundheit in

das Schulleben mit einbringen.

Violaine Sirdey

In Frankreich «um die Ecke» geboren

und grossgeworden, ging ich 12

Jahre auf dem Jakobsberg in die Schule.

Anschliessend ging’s für mich in

Deutschland mit dem Abitur weiter.

Nach einem halben Jahr Arbeit packte

mich das Fernweh und so reiste

ich durch Nordafrika. Zurück «um

die Ecke» begann ich mein Studium

in Bern an der Pädagogischen

Hochschule. Kurz

darauf änderte ich meinen

Entscheid und fing in

Dornach an der Akademie

für Antroposophische

Pädagogik mit der Kindergartenausbildung

an.

Als die Ausbildung sich

Eva-Maria Thomas ihrem Ende zuneigte

wurde ich von Angelika Weber angefragt

ob ich während ihrem drei viertel

«Freijahr» den Kindergarten auf

dem Birsmattenhof in Therwil übernehmen

möchte. Da ich selbst als

Kind zwei Jahre in diesem Kindergarten

frische Karotten knabbern durfte,

nahm ich diese Herausforderung

mit Freude an. Somit schliesst sich für

mich ein Kreis und ich bin gespannt

auf den Bauernhofalltag im Kindergarten

mit den 18 Kindern…

Eva-Maria Thomas

Aufgewachsen bin ich in Aachen,

im Dreiländereck Holland-Deutschland-Belgien

und nun geniesse ich

die kulturelle Vielfalt hier im Dreiländereck

Schweiz-Deutschland-

Frankreich. Ich absolvierte das Studium

der Erziehungswissenschaften

an der Universität in Augsburg und

besuchte anschliessend für zwei Jahre

die Westfälische Schauspielschule in

Bochum. Danach widmete ich mich

einige Jahre meinen zwei Töchtern,

bis ich 1995 das Seminar für Waldorfpädagogik

in Nürnberg besuchte und

anschliessend dort an der Schule 6

Jahre als Klassenlehrerin arbeitete.

Von einem Ausflug nach England

kehrte ich nach 1 1/2 Jahren zurück

und unterrichtete nochmals 6 Jahre

an der Waldorfschule in Erlangen.

Nun freue ich mich, die Kinder hier

ein Stück weit auf ihrem Lebensweg

begleiten zu dürfen und wünsche mir

dabei eine gute Zusammenarbeit und

einen regen Austausch mit den Eltern

und Lehrern der Schulgemeinschaft.


Schule intern

Gedanken zu Abschluss 2009/10 und Budget 2010/11

Liebe Schulgemeinschaft,

liebe Leserinnen und Leser

Sie werden auch in diesem Jahr

ausser in nachfolgender Bilanz und

Erfolgsrechnung/Budget in meinem

Bericht keine Zahlen finden. Diesen

von den verantwortlichen Schulinstanzen

durchleuchteten und von

der Generalversammlung genehmigten

detaillierten Teil der Schulvereinsvergangenheit

bzw. Planung

und den dazugehörigen schriftlichen

Kommentar schicken wir

Ihnen bei Interesse sehr gerne zu

(andre.reymond@steinerschule-basel.ch).

Zusammenfassend und erfreulicherweise

kann zur Jahresrechnung und

zum Budget gesagt werden, dass wir

erneut eine ausgeglichene Rechnung

hatten und die Budgetzahlen eine

ebenfalls positive Entwicklung für

das Schuljahr 2010/11 erwarten lassen.

Ich möchte an dieser Stelle viel mehr

das Augenmerk auf eine wichtige

Rahmenbedingung lenken, welche

ein solches Ergebnis in der heutigen

Zeit der deutlich erlebbaren Entsolidarisierung

überhaupt möglich

macht und was in gewisser Weise

auch einzigartig ist. Genau besehen

ist unser «Wirtschaftswunder» ein

grosses Freudenereignis, fast vergleichbar

mit Weihnachten, dem Fest

der Liebe und des Schenkens. Denn

unser «Wirtschafts-System» basiert

in erster Linie auf dem gelebten

Schenkungsgedanken. Sie als Eltern

schenken Ihren Kindern eine Schul-

und Sozialbildung, die Sie bewusst

und frei auswählen. Ebenfalls schenken

Sie der Schulgemeinschaft je

nach persönlichen Verhältnissen

von Ihrem Einkommen, von Ihrer

Freizeit, von Ihrer fachlichen Kompetenz.

Die LehrerInnen und anderen

MitarbeiterInnen schenken mit

ihrem Fachwissen, mit dem Lohnverzicht

und dem überproportionalen

Zeiteinsatz das «Know-How»,

welches eine Schule braucht. Viele,

viele Freunde, Behörden und andere,

nicht oder nicht mehr direkt mit der

Schulgemeinschaft verbundene Menschen

schenken uns wiederum ihren

«Goodwill» ohne den es eben auch

nicht ginge.

So gesehen ist unsere Schule ein einzigartiges

Geschenk. Dafür hier ein

grosses D A N K E S C H Ö N allen

Beteiligten! Tragen wir alle, jeder

an seiner Stelle, mit Wachheit Sorge

dazu, dass dieses realisierte Solidaritätsmodell

jedes Jahr noch besser,

noch zeit- und menschengemässer

gestaltet, gelebt und weiter entwickelt

werden kann. Die Welt hat uns

nötig, wie wir sie.

André Reymond,

Leiter Finanzkommission und Schulbuchhalter

Basel im November 2010

39


40

Schule intern

Rudolf Steiner Schule Basel

Bilanz per 30.6.2010

AKTIVEN Saldo 09/10 Saldo 08/09 Abweichung

Flüssige Mittel 821'038.37 1'578'354.46 -757'316.09

Forderungen 349'708.49 338'132.00 11'576.49

Darlehen an MitarbeiterInnen 8'594.85 25'594.85 -17'000.00

Schulgelddarlehen an Eltern 82'961.25 93'643.00 -10'681.75

Delkredere -65'000.00 -65'000.00 0.00

Vorräte 2'629.40 2'629.40 0.00

Akt.Rechnungsabgrenzungen 152'453.85 34'632.60 117'821.25

Total Umlaufvermögen 1'352'386.21 2'007'986.31 -655'600.10

Finanzanlagen 18'015.00 18'015.00 0.00

Aktivdarlehen 272'000.00 75'000.00 197'000.00

Mobilien 1.00 1.00 0.00

Schulgebäude Jakobsberg 2'530'000.00 2'580'000.00 -50'000.00

Betriebsfr.Vermögen (Haus Rotbergerstrasse) 450'000.00 450'000.00 0.00

Total Anlagevermögen 3'270'016.00 3'123'016.00 147'000.00

TOTAL AKTIVEN 4'622'402.21 5'131'002.31 -508'600.10

PASSIVEN Saldo 08/09 Saldo 07/08 Abweichung

Verbindlichkeiten 199'987.43 264'131.17 -64'143.74

Kontokorrente 40'556.68 -57'772.05 98'328.73

Passivdarlehen 153'212.00 153'212.00 0.00

Pass.Rechnungsabgrenzungen 349'443.75 457'533.00 -108'089.25

Hypothekardarlehen 1'249'000.00 1'622'000.00 -373'000.00

Rückstellungen 871'332.51 1'007'517.56 -136'185.05

Zweckgeb.Fonds 576'677.05 506'146.18 70'530.87

Schenkungen mit Rückfallrecht 15'000.00 15'000.00 0.00

Total Fremdkapital 3'455'209.42 3'967'767.86 -512'558.44

Schulvereinskapital per 30.6. 736'719.50 736'108.61 610.89

Schulhausbaureserven 426'514.95 426'514.95 0.00

Total Eigenkapital 1'163'234.45 1'162'623.56 610.89

Subtotal Passiven 4'618'443.87 5'130'391.42 -511'947.55

Erfolg 3'958.34 610.89 3'347.45

TOTAL PASSIVEN 4'622'402.21 5'131'002.31 -508'600.10


Rudolf Steiner Schule Basel

Erfolgsrechnung 2009/10 mit Vorjahres- und Budgetvergleich und Budget 2010/11

Vorjahres-Vergleich Budget-Vergleich Budget 10/11

Saldo 09/10 Saldo 08/09 Abweichung Budget 09/10 Abweichung Budget

Schul- & Materialgeldeinnahmen 6'114'059.55 5'808'806.15 305'253.40 6'104'100.00 9'959.55 6'178'000.00

Sonstige Einnahmen 48'064.00 48'759.55 -695.55 44'500.00 3'564.00 46'500.00

BETRIEBSERTRAG 6'162'123.55 5'857'565.70 304'557.85 6'148'600.00 13'523.55 6'224'500.00

Schulmaterialaufwand -163'272.89 -142'841.82 20'431.07 -186'500.00 -23'227.11 -184'400.00

Personalaufwand -5'826'653.10 -5'543'316.56 283'336.54 -5'857'000.00 -30'346.90 -6'043'000.00

Mietaufw./Rep.Invest. Mobilien -121'183.39 -117'198.35 3'985.04 -140'500.00 -19'316.61 -164'600.00

Sonstiger Betriebsaufwand -129'907.76 -143'026.68 -13'118.92 -184'500.00 -54'592.24 -162'400.00

Finanzerfolg -958.74 19'510.05 -20'468.79 400.00 -1'358.74 -3'600.00

Gemeinschaftsraum (ohne Gehälter) 77'250.65 75'495.39 1'755.26 52'500.00 24'750.65 58'000.00

Schulhaus Jakobsberg -427'872.13 -557'425.23 -129'553.10 -436'100.00 -8'227.87 -423'600.00

BETRIEBSAUFWAND -6'592'597.36 -6'408'803.20 183'794.16 -6'751'700.00 -159'102.64 -6'923'600.00

BETRIEBSERFOLG -430'473.81 -551'237.50 -120'763.69 -603'100.00 -145'579.09 -699'100.00

Schulverein 12'239.40 -13'360.65 -25'600.05 15'000.00 -2'760.60 11'000.00

Elternspende Kantonsbeitrag 285'158.00 229'500.00 55'658.00 270'000.00 15'158.00 240'000.00

Bazar-/Flohmarktspende 256'821.18 237'605.67 19'215.51 240'000.00 16'821.18 255'000.00

Sonstige Spenden/Legate/Unt.Fds 60'832.72 99'003.37 -38'170.65 69'000.00 -8'167.28 92'000.00

Bildung zweckgeb.Rückst./Fonds -180'000.00 0.00 180'000.00 0.00 180'000.00 0.00

Schule intern

Liegenschaft Rotbergerstr. 31 -619.15 -900.00 -280.85 -900.00 -280.85 -900.00

SPENDEN UND A.O.ERFOLG 434'432.15 551'848.39 -117'416.24 593'100.00 -158'667.85 597'100.00

GESAMTERFOLG 3'958.34 610.89 3'347.45 -10'000.00 13'958.34 -102'000.00

41


42

Schule intern

Für Bewegung im Wald

Bereit für die 3. Etappe: den «Bewegungsparcours» im Wald

Seit drei Jahren werden die Pausenhöfe

rund um die Schule den Bedürfnissen

der Kinder und Jugendlichen

angepasst. Mit viel Engagement und

Eigenleistung von Schülern, Lehrern

und Eltern wurde zuletzt das Unterstufenareal

neu gestaltet. Nun steht

die nächste Etappe an.

Aktiv etwas gegen den zunehmenden

Bewegungsmangel vieler Kinder und

Jugendlicher zu unternehmen steht

dabei im Zentrum unserer Pläne. Es

soll ein «Bewegungsparcours», bestehend

aus einer Laufstrecke mit unterschiedlichen

Bodenbelägen, Stationen

zum Fördern der Geschicklichkeit

und zwei Ruheplätzen entstehen.

Damit schaffen wir für die Kinder

und Jugendlichen die Möglichkeit,

ihr Bewegungsbedürfnis sinnvoll

und vielseitig zu pflegen.

Doch auch dazu sind wir wieder auf

vielseitige finanzielle Unterstützung

angewiesen und würden uns natürlich

sehr über eine kleine oder grosse

Spende freuen. Herzlichen Dank!

Heidi Schaffner

Koordinatorin Steuergruppe

«Neue Pausenhöfe»

Spendenkonto: 40-6024-5


Schule intern

Ein Jahr «Schwalbenäscht»

Die Halbtages-Spielgruppe auf dem Bruderholz mit Spielgruppenleiterin

Sylvia Kost ist ein Jahr alt.

Mitte Oktober feierte das «Schwalbenäscht»

seinen ersten Geburtstag

in wohliger Nestwärme und vielsprachigem

Gezwitscher; denn sprachlich

betrachtet sind wir eine «internationale

Spielgruppe». Neben den

Basel-und-Region-Mundarten sind

da auch Hochdeutsch, Französisch,

Italienisch, Spanisch, Tschechisch,

Russisch, Finnisch, Englisch und für

kurze Zeit auch Arabisch hörbar.

Bereits steigt die Nachfrage nach

einem 4. Morgen. So sind Kinder im

Alter von 2 ½ bis 5 Jahren von Dienstag

bis Freitag im Schwalbenäscht

herzlich willkommen. Mit 10 Kindern

pro Gruppe ist das gute Mass

der Räumlichkeiten auf dem Bruderholz,

an der Löwenstr. 6h, die schön

übersichtlich für diese Altersstufe

gestaltet sind, erreicht. Die Spielgruppenkinder

treffen sich während 3 – 4

Stunden am Morgen in diesen kleinen

Gemeinschaften. Mit viel Heiterkeit,

Fantasie und Schaffensfreude

begegnen sie sich im Freispiel, beim

Aufräumen, im rythmisch-musikalischen

Kreisspiel, am Z’Nünitisch,

beim künstlerischen Schaffen und

beim Abrunden des Morgens mit

einer kleinen Geschichte eines Stehpuppenspieles.

Über das ganze

Jahr hindurch werden wir von den

schönsten Seiten der Jahreszeiten

begleitet und erleben gemeinsam was

uns der Frühling Neues hervorbringt,

der Sommer uns grosszügig schenkt,

der Herbst uns aufruft zum Sammeln

und wie der Winter uns einhüllt in

eine tiefe Geborgenheit.

So standen während des Freispieles

ein russisch-deutsch-sprachiges

kleines Mädchen und ein tschechisch

sprechender kleiner Bub vor

dem herbstlichen Jahreszeitentisch

und betrachteten hingebungsvoll die

geräumige Wurzelstube der Wollzwerge,

die alle am Zwergenstubentisch

versammelt waren und einen

Wurzeltee schlürften. Rings um

die Wurzelstube lagen viele, bunte

Herbstblätter. Da raschelten auf einmal

die 4 kleinen Kinderhändchen in

den Blättern und kurz danach waren

alle Wollzwerge liebevoll jeder auf

eine Herbstblatt-Matratze und ein

Herbstblatt-Kissen gebettet und mit

einem Herbstblatt-Duvet zugedeckt!

In unser Geborgenheit spendendes

«Schwalbenäscht» können am Mittwoch

und Donnerstag noch neue

«Schwalbenkinder» aufgenommen

werden.

43


Im Gespräch

Lösungen, Erkenntnisse und Entscheide finden

Wie werde ich fit dafür?

Ein Training über 3 Wochenenden

in Dynamischer Gesprächsführung nach Lex Bos

für EinsteigerInnen, Berufsleute, Neugierige

mit Doris Weiss und/oder Roland Hunziker

in Pratteln, Rudolf Steiner Schule Mayenfels

28./29. Jan, 25./26.Feb und 25./26. März 2011, jeweils Freitag 17h bis Samstag 19h

Anmeldung: www.wialog.ch, Tel +41 61 823 20 45


Félicitations!

30 Jahre engagiert für den Französischunterricht und

vieles mehr!

Ein besonderes Dienstjubiläum

konnte unser Französischlehrer und

Redaktionsmitglied der Mitteilungen

Jean-Marc Petit in diesem Jahr begehen.

Nachdem er vier Jahre an der französischen

Schule in Rabat/Marokko

unterrichtet hatte, kam er mit seiner

Familie in die Schweiz.

Am 1. Oktober 1980 trat er die freigewordene

Stelle einer Französischlehrkraft

an unserer Schule an.

30 (dreissig!) Jahre unterrichtet er nun

an unserer Schule von Klasse 1-12.

Für die 5. und 6. Klasse hat er eigene

Lehrwerke verfasst: Die Geschichte

der berühmten Pariser Opernsängerin

Sidonie wird an vielen Waldorfschulen

mit 5. Klässlern gelesen und

manchmal als Theaterstück aufgeführt.

Für seinen Matura Übersetzungskurs

hat er die 40 trucs für die

SchülerInnen zusammengestellt, ein

Compendium der wichtigsten Grammatikregeln,

die man bei der Übersetzung

vom Deutschen ins Französische

beachten muss. Ein grosses

Anliegen ist ihm auch die Vermittlung

von Fremdsprachaufenthalten

für SchülerInnen in französischsprachigen

Gebieten, sei es im Landwirtschaftspraktikum,

Au-Pair Stellen,

Sprachkursen etc. Einige Jahre

organisierte und leitete er immer um

Ostern ein Sechstklass-Franzilager in

der Provence.

Wir wünschen Jean-Marc Petit noch

fünf reiche, reife Jahre bis zu seiner

Pensionierung im Dienste der Vermittlung

der französischen Sprache

und Kultur an und mit unseren SchülerInnen.

Heidi Schaffner

Schule intern

45


46

Schule intern

Sesselrücken?

Sechzig Lebensjahre, dreissig Dienstjahre:

Ein halbes Leben im Dienste

der Rudolf Steiner Schule. Da gehört

man zum Inventar, «faire partie des

meubles» sagen die Franzosen. Drum

war mir mulmig zu Mute, als ich

vor einigen Wochen zusah, wie Herr

Sonntag die alten Sessel aus dem

Lehrerzimmer herauskarrte und mit

neuen modern aussehenden ersetzte.

Die neuen Stühle sind der klassische

«Freischwinger» in Stahlrohr und

schwarzem Spalt-Kernleder in 1a

Qualität. Entworfen von Mart Stam

(1899 - 1986) als einem der Initianten

des Stahlrohrstuhles, er wirkte als

Architekt und Designer. Seine Stühle

wurden in Stuttgart 1928 als Entwürfe

gezeigt. Also ein Klassiker. Im

Handel (Wohnbedarf) kostet so ein

Stuhl neu, mit dünnerem Leder und

ohne Armlehne, Fr. 1‘298.00. Unse-

re 35 erhielten wir

von einem Hotel,

wo sie nicht mehr

benötigt wurden,

für Fr. 78.00 pro

Stück.

Und etwas wehmütig

dachte ich

in Goethes Worten

«… Warte nur,

balde ruhest du

auch …».

Schon als ich an

der Schule begann,

s t a n d e n d i e s e

«alten» Sessel. Die Interne Konferenz

tagte damals im Lehrerzimmer. Dort

wo der Raum spitz zuläuft, war das

Zentrum der Macht, dort sassen die

tonangebenden Lehrer. Ich weiss

noch, wie wenn es gestern gewesen

wäre, welche Lehrer wo sassen und

was sie mich fragten: «Wissen Sie,

dass die Anthroposophie die Grundlage

der Waldorfpädagogik bildet?»

«Jawohl», antwortete ich, «ich habe

im Rahmen meines Germanistikstudiums

eine Diplomarbeit über dieses

Thema geschrieben.» Ich sei deswegen

in Chatou bei Paris, in Stuttgart

und in Dornach gewesen. «Warum

wollen Sie nach 6 Jahren als Staatsschullehrer

eine vielversprechende

Beamtenkarriere abbrechen?» Dazu

fiel mir La Fontaines Fabel «Le chien

et le loup» ein, in der ein Wolf im

Wald einen grossen entlaufenen Hund


antrifft und ihm zu seiner stattlichen

Postur gratuliert. Der Moloss erzählt

dem hungrigen Wolf, dass er jeden

Tag reichlich Futter von seinem Meister

bekomme. «Aber», unterbricht

ihn das wilde Tier, «was sehe ich an

Ihrem Hals?» «Das ist vielleicht», antwortet

der Hund, «eine Druckstelle,

die vom Halsband herrührt, das mir

mein Herr um den Hals legt, wenn er

mich ankettet.» «Anketten!» ruft der

Wolf aus, «nein danke!» und rennt

weg… Er rennt immer noch…

Meine Antworten müssen wohl gefallen

haben: Ich erhielt noch am gleichen

Abend die Zusage und begann

in der Woche darauf mit vier Klassen.

(Ich hatte mich auch in Bern

beworben; kein Wunder, bei diesem

Tempo, dass die Basler die schnelleren

waren!)

Jean-Marc Petit

Aufgeschnappt

Foto aufgenommen von Jean-Marc Petit

Schule intern

anlässlich Fährimaa (im Nebenberuf) André

Reymonds Geburtstagsfest auf dem Rhein, mit

Anita Probst und Christian Ammon, Geschäfts-

führer der Rudolf Steiner Schule Mayenfels:

«Na, lieber André, wie geht es der Schule, seit-

dem Anita dir ihr Amt übergeben hat?»

«Sehr gut, Christian, es ist alles im Fluss!»

47


48

Schule intern

Unsere Schulkrippe

Wie Maria, Josef und die drei Könige in die Eingangshalle der

Steinerschule fanden.

Während der Zeit vom ersten Advent

bis zum Dreikönigstag steht in der

Eingangshalle unserer Schule eine

Weihnachtskrippe. Wie entstand

diese Tradition?

Die Idee stammte ursprünglich von

Folkhart Waltz, der mit einer 3. Klasse

Krippenfiguren aus Ton modellierte,

im Keramikofen brannte, glasierte

und neben der grossen Treppe ausstellte.

Dies beeindruckte mich sehr

und brachte mich auf eine neue Idee.

Am Waldorflehrerseminar in Stuttgart

hatte ich bei Manfred Welzel

meine Freude am Tonen entdeckt.

So fasste ich den Entschluss, jedem

Schüler der 4. Klasse von Kurt Linder,

die ich damals in französisch

unterrichtete, eine aus getrocknetem

Lehm selbstgefertigte Krippenfigur

zum Geburtstag zu schenken. Es war

ein grosses Unterfangen (jetzt würde

man von einem «Projekt» sprechen).

Manchmal musste ich unter grossem

Zeitdruck arbeiten, so dass die

frische Farbe am Geschenkpapier

noch klebte. Heute noch treffe ich

junge Erwachsene, Väter und Mütter

meiner jetzigen Schüler, die mir

mit leuchtenden Augen sagen, dass

sie dieses besondere Geburtstagsgeschenk

lange aufbewahrt hätten.

Als sich das Jahr rundete, rief ich alle

Figuren zurück und wir stellten sie

im Schulzimmer als unsere klassen-

eigene Krippe auf. Dann wagte ich

es, als nächstes «Projekt», diesmal

für die ganze Schule eine Krippe zu

schaffen, aus Ton geformt, im Schulofen

gebrannt, und mit Stockmar Wasserfarben

bemalt. Als Vorlage wählte

ich traditionelle Motive aus der provenzalischen

und neapolitanischen

Krippentraditon. Als Podest diente

mir ein Teil der Bühne aus dem alten

Schulhaus an der Engelgasse.

Mit der Zeit bürgerte sich ein, dass die

Schulkrippe wie ein Adventskalender

jeden Tag um ein «santon» wächst.

Jeden Morgen im Advent, wenn das

Schultor aufgeht, rennen viele kleine

Schüler durch die noch dunkle

Halle zu der hell erleuchteten Krippe,

um nachzuschauen, was neu dazu

gekommen ist. Vor den Sonntagshandlungen

im Dezember können

die vor der Treppe wartenden Besucher

Erzählungen hören, die meine

sonst stummen «pastorini» zu Wort

kommen lassen. (Vielleicht überlassen

mir meine lieben Lehrerkollegen

einmal ihre Texte zum Abdruck in

den Schulmitteilungen! Was für ein

wunderbares Weihnachtsgeschenk an

unsere Leser und Leserinnen…)

Die Tradition der Weihnachtskrippe

im Foyer der Schule reicht also ins

Jahr 1986 zurück. Zehn Jahre später

zog das Moosgärtli, ein Teil der Bazardekoration,

vom ersten Stock ins Erd-


geschoss, an den Standort der Krippe.

Es erfuhr dadurch eine Aufwertung,

weil es seither an prominenter Stelle

am Fuss der über zwei Stockwerke

hohen Tanne steht. Handkehrum

erhielten damit die Krippenfiguren

ein wunderbares, liebevoll gestaltetes,

neues Zuhause.

Dieses Zusammenspannen 1996

würde man in der heutigen Sprache

als ein «win-win»-Geschäft bezeich-

nen. Das Jahr war offenbar günstig

für Fusionen: Im gleichen Jahr fusionierten

auch Sandoz und Ciba-Geigy

zu Novartis…

Als besonders lobenswert sei noch

mit Dankbarkeit erwähnt, dass in

all diesen Jahren an der Schulkrippe

nie etwas beschädigt wurde oder gar

abhanden kam.

Jean-Marc Petit

Schule intern

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50

Schule intern

Geschenke an zukünftige Generationen

Auch unsere Schule profitiert gelegentlich von

Spenden in Form von Erbschaften – sogenann-

ten Legaten. Diese Zuwendungen sind nicht

vorhersehbar und erreichen uns daher in der

Regel unerwartet. Sie zeigen aber, dass es den

Erblassern ein Bedürfnis war, über das Leben

hinaus zu wirken und etwas weiterzugeben.

Allen Menschen die diesen Wunsch hegen und

sich mit dem Gedanken tragen die Steinerschu-

le Basel in ihrem Nachlass zu berücksichtigen,

wollen wir in Zukunft eine dezente Hilfe an-

bieten. Denn dieser wichtige Schritt will gut

überlegt und vorbereitet sein. Und wer sich mit

der Regelung seines Nachlasses beschäftigt,

stellt fest, dass dies nicht ganz einfach ist.

Im kommenden Jahr bieten wir interessierten

Menschen einen einfach verständlichen und

übersichtlichen Testamentratgeber an. Wir

wollen mit dieser Broschüre einige oft gestellte

Fragen beantworten und Hinweise geben,

welches Vorgehen möglich ist, wenn ein Teil

des Vermächtnisses der Rudolf Steiner Schule

Basel zukommen soll.

Es wird erklärt, welche rechtlich verbindlichen

Testamentformen möglich sind, welche Er-

ben einen gesetzlichen Anspruch haben und

welche Anteile an Dritte vergeben werden

können. Zudem enthält die Broschüre eine

Empfehlung wie bei der Testamentsaufsetzung

vorgegangen werden kann und Antworten

auf die meisten Fragen, die sich ergeben.

Die Broschüre kann ab sofort beim Sekretariat

bestellt werden. Sie ist kostenlos und wird

– sobald die gedruckten Exemplare vorliegen

– per Post zugestellt. Gerne helfe ich Ihnen bei

Fragen auch persönlich weiter oder stelle den

Kontakt zu einer juristischen Fachperson her.

Kontakt:

Matthias Hugenschmidt

Fundraising Rudolf Steiner Schule Basel

Sekretariat: 061 311 62 50,

info@steinerschule-basel.ch

M. Hugenschmidt: 061 599 36 27,

matthias.hugenschmidt@steinerschule-basel.ch

gestaltet Ihr und Gärtner pflegt seit Gärten 1990

Mühle 4112 Bättwil • Tel. 061 731 30 22 • Fax 061 731 35 33

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«Wir kochen für Sie

und sammeln für Pakistan!»

Am 23. September 2010 lud die Klasse 10a

anlässlich ihres Abschlusskochens Eltern,

Freunde, (ehemalige) Lehrer/innen, samt

Familien, zu einem speziellen Anlass ein:

Einerseits wurde das Hilfsprojekt vorgestellt,

dem unter dem Motto «Essen Sie

soviel Sie mögen. Spenden Sie, soviel Sie

können» die Kollekte für das grandiose

Essen zufliessen sollte, anderseits wurde

die Eröffnung des neuen Pausenhofs der

1.-3. Klassen gefeiert. Der Abend begann

mit einer lustigen, musikalisch begleiteten

Polonaise zum neu gestalteten Pausenhofareal,

wo sich die zahlreich erschienenen

Gäste überzeugen konnten, wie vielseitig

unsere Erst- bis Drittklässler jetzt ihre Pausen

verbringen können. Dann ging es weiter

zur gesanglichen Eröffnung durch die

Schüler/innen und zum festlichen Buffet,

wo die Zehntklässler alle Register zogen,

um die vielen, vielen Gäste zu bedienen.

Schliesslich stellten Moeena Gross-Haus,

Schule intern

ihre Tochter Lara Jost und Gotthard Jost

die private Spendenaktion «H.E.L.P.»

(Hilfe, Engagement, Leben, Pakistan) für

die Flutopfer in Pakistan vor. Zentrum

der Aktion ist die Freie Waldorfschule

Schopfheim – die drei unterrichten dort

als Lehrer. «Wir garantieren, dass jeder

gespendete Franken in Pakistan ankommt

und helfen wird», erklärten die Initianten.

Das Spendenprojekt wird bewusst transparent

gehalten – es fallen keinerlei bürokratische

Kosten an, die Gelder werden

via Bekannte, Verwandte und Helfer vor

Ort nur zur direkten Hilfe verwendet (s.

auch www.pakistan-help.net). Nach den

Herbstferien wurde das stolze Ergebnis

der Aktion bekannt gegeben:

«HURRA! Wir freuen uns, Fr. 4‘778.75

für Pakistan eingenommen zu haben!

Klasse 10a.»

Text und Fotos: Angelika Torrie

51


Inserat_130x55 22.6.2009 22:32 Uhr Seite 1

Biographiearbeit

Standortbestimmung

Neuorientierung

Maarten de Hoog

Herzwerk

Life Coaching

Entscheidungshilfe

Visionsarbeit

www.dehoog.ch 079 425 49 11


Sonntagshandlungen

Daten der Sonntagshandlungen bis August 2011. Sie beginnen wie immer um 10.00 Uhr,

am Donnerstag 7.30 Uhr.

Weihnachten 25.12.10, 10.00 Uhr

Sonntag, 16. Januar 2011

Donnerstag, 20. Januar 2011

Sonntag, 30. Januar 2011

Sonntag, 13. Februar 2011

Donnerstag, 17. Februar 2011

Sonntag, 27. Februar 2011

Sonntag, 27. März 2011

Donnerstag, 31. März 2011

Sonntag, 10. April 2011

Sonntag, 08. Mai 2011

Donnerstag, 12. Mai 2011

Sonntag, 22. Mai 2011

Donnerstag, 16. Juni 2011

Sonntag, 26. Juni 2011

Sonntag, 21. August 2011

Schule aktuell

Jugendfeier: Sonntag, 17. April 2011, 11h

53


Bitte

beachten Sie

unsere

Inserenten und

Gönner!

Einladung an alle Ehemaligen

zum grossen Ehemaligenfest

Samstag, 11. Juni 2011

(Pfingsten)

Empfang ab 15.00 Uhr,

Abendprogramm 19.00 Uhr

im ganzen Schulhaus

Information und Anmeldung:

Internet:

ehemalige.steinerschule-basel.ch

E-Mail:

angelika.torrie@steinerschule-basel.ch


56

Schule aktuell

ANGEBOTE – WÜNSCHE – KONTAKTE

Diese Seite steht Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, im Sinne eines öffentlichen Anschlagbretts zur

Verfügung. Hier können Sie Ihre Angebote und Ihre Wünsche veröffentlichen. Suchen Sie eine pen-

tatonische Kantele oder ein katalanisches Ferienhaus? Haben Sie eine Viola zu verkaufen oder ein

Maiensäss zu vermieten? Hier finden Sie Kontakte. Senden Sie uns maximal acht Zeilen an:

redaktion@steinerschule-basel.ch oder per Post an: Rudolf Steiner Schule Basel, Redaktion Mit-

teilungen, Jakobsbergerholzweg 54, 4059 Basel. Vergessen Sie dabei nicht, Ihre eigenen Kontakt-

daten anzugeben.

Gesucht: Haus mit Garten:

Junge Familie mit zwei klei-

nen Kindern sucht ein Haus

mit Garten in einer familien-

freundlichen Umgebung im

Raum Basel. Potentielle Ange-

bote oder Informationen ger-

ne an: clairereymond@gmx.net

Aufgeschnappt

Barbara Rohrer und

André Reymond hatten

in der gleichen Woche

einen runden Geburtstag.

Beide Geburtstagskinder

wurden in der Lehrerkon-

ferenz gebührend gefei-

ert. Aber: Was sagt die

Eurythmielehrerin denn

ihrem Mitjubilar vor dem

gemeinsamen Auspusten

der Geburtstagskerzen,

dass er so lachen muss?

«Im Atemholen sind

zweierlei Gnaden: die

Luft einziehen, sich ihrer

entladen....»

Gesucht: musikfreundliche,

geräumige Wohnung: Wir sind

eine Familie mit 3 Kindern

und 1 Flügel und suchen eine

musikfreundliche, geräumige

Wohnung. Wegen Schulbeginn

wäre Frühling oder Sommer

2011 ideal. Wo: in der Nähe

der Steiner Schule oder im

Gundeli, Neubad, Bachletten,

Binningen. Gartenarbeiten

wären willkommen. Wir freuen

uns auf jeden Hinweis.

susanne.kern@bluewin.ch


Gesucht: Wir sind eine Fami-

lie mit fünf Kindern im Alter

von 13, 10, 8 und Zwillingen

von 3,5 Jahren und suchen

eine Praktikantin zur Unter-

stützung im Alltag. In Ihren

Aufgabenbereich gehören die

Mitgestaltung der Freizeit der

Kinder und kleinere Haushalts-

arbeiten. Bei Interesse freuen

wir uns über eine Kontaktauf-

nahme per E-Mail severinesoi-

ron@me.com oder Tel. 061 692

53 93, Familie Soiron

Geigenunterricht: Junge, en-

gagierte Musikerin (ehemalige

R. Steiner-Schülerin) mit Lehr-

und Konzertdiplom und inter-

nationaler Konzerterfahrung

gibt qualifizierten und span-

nenden Geigenunterricht. Ich

freue mich auf euch! Tel: 078

798 80 64, Verena Giovanazzi

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stück. Neu (2009): 2400.- VP

1800.-. Dominique Wendling,

Tel. 061 821 52 82.

Schule intern

57

Biete Nachhilfe in Französisch,

Englisch u.a.: in Nachhilfeleh-

rer mit umfangreicher Erfah-

rung mit Waldorf Schülern

bietet Nachhilfe in Englisch,

Französisch, Deutsch, Wirt-

schaftskunde. Auch Gruppen-

unterricht möglich. Anfragen

an: Nikolaus Weimann, Tel:

+33 3 89 43 22 13 oder +33 6

79 76 70 93 (Elsass)


Vorstand des Schulvereins

Vorstand Schulverein

Schule intern

Schaffner, Dieter (Vorsitz) 6, rue des Champs, F-68220 Leymen 0033 389 681 714

Breitenstein, Corinne (EBK) Weinbergstrasse 16, 4102 Binningen 061 560 80 42

Cuendet, Nicolas (Vizepräsident) Rainweg 18, 4143 Dornach 061 701 12 51

Eugster Stamm, Stefan (ER) Im Langen Loh 212, 4054 Basel 061 302 49 36

Jost, Christine In den Ziegelhöfen 125, 4054 Basel 061 301 70 64

Leibundgut, Bruno (FIKO) Erlenstrasse 18, 4127 Birsfelden 061 312 43 45

Meier, Guido (ER) Spitalholzweg 4, 4144 Arlesheim 061 411 20 25

Reymond, André (Admin./FIKO) Dammerkirchstrasse 12, 4054 Basel 061 560 80 43

Schwindl, Rolf (Bauverwaltung) Oberer Batterieweg 74, 4059 Basel 061 361 11 91

EBK: Elternbeitragskomission, ER: Elternrat, FIKO: Finanzkomission

Aufruf - Patenschaft

Für viele Menschen ist das wirt-

schaftliche Umfeld schwierig ge-

worden und ihre Familienformen

haben sich verändert. So stehen wir

immer wieder vor der Situation,

dass Kinder unsere Schule nicht

mehr besuchen oder gar nicht hier-

her kommen können. Mit einer Pa-

tenschaft von monatlich 50 bis 100

(oder mehr) Franken helfen Sie

einem Kind, auf das minimale

Schulgeld zu kommen, und ermög-

lichen ihm damit den Schulbesuch.

Möchten und können Sie sich an

diesen sozialen Anliegen beteiligen,

so bitten wir Sie, sich bei Frau Corin-

ne Breitenstein im Büro der Schule

Tel. 061 331 62 50 zu melden.

59


Konferenzleitung

Schule intern

Hunziker, Roland Grellingerstrasse 67, 4052 Basel 061 312 00 03

Karnieli, Emanuel 8,rue de la Fontaine F-68220 Leymen 0033 389 70 83 19

Kohler, Urs Sempacherstrasse 66, 4053 Basel 061 362 09 88

Müller, Karin Hechtweg 11, 4052 Basel 061 311 18 70

Schaffner, Dieter 6, rue des Champs, F-68220 Leymen 0033 389 681 714

Zaeslin, Claudia Kleinriehenstrasse 104, 4058 Basel 061 601 23 55

Die Konferenzleitung

Ansprechorgan des Lehrerkollegiums ist

die Konferenzleitung. Sie steht sowohl

Eltern, Schülerinnen und Schülern, Mit-

arbeitenden als auch der Öffentlichkeit

für deren Anliegen oder Fragen gerne

zur Verfügung. Sie nimmt Anliegen und

Fragen entgegen und vermittelt diese

bei Bedarf an die zuständigen Stellen.

Sie erreichen die Konferenzleitung über

das Sekretariat (Tel. +41 61 331 62 50,

info@steinerschule-basel.ch) oder di-

rekt über E-Mail (vorname.nachname@

steinerschule-basel.ch) oder privat per

Telefon.

Anliegen an einzelne Lehrpersonen sind

wenn möglich direkt an diese zu richten

61


62 Impressum

Rudolf Steiner Schule Basel Mitteilungen

Herausgeber:

Lehrerkollegium und Schulverein

Redaktion:

Jean-Marc Petit (JMP), Tel. 0033 389 685 833

Angelika Torrie, angelika@torrie.ch

E-Mail: redaktion@steinerschule-basel.ch

Inserate:

Senta Fosanelli, Tel. 061 331 62 50 oder

info@steinerschule-basel.ch

Produktion/Layout:

mz@matthiaszehnder.ch

Adresse:

Rudolf Steiner Schule Basel

Redaktion Mitteilungen

Jakobsbergerholzweg 54

4059 Basel

www.steinerschule-basel.ch

Postcheck: 40-6024-5

Druck:

OKT Offset- & Kopierdruck AG

Erscheint: vierteljährlich

Abonnement: Fr. 40.–

(für Eltern im Schulgeld inbegriffen)

Die Mitteilungen erscheinen im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Die Verantwortung für die einzelnen Artikel tragen die Verfasser.

Redaktionsschluss: 5. Februar, 5. Mai, 15. August, 5. November.


Öffnungszeiten Schulsekretariat

Unser Schulsekretariat ist telefonisch unter der

Nummer 061 331 62 50 erreichbar.

Montags, dienstags, mittwochs und freitags

von 07.30 Uhr bis 12.00 Uhr

14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

donnerstags

von 07.30 Uhr bis 12.00 Uhr

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Die Öffnungszeiten sind

von 09.00 Uhr bis 11.30 Uhr

14.30 Uhr bis 17.00 Uhr

(donnerstags bis 15.00 Uhr)

Ausserhalb der Öffnungszeiten erreichen Sie uns per Fax oder per E-Mail:

Fax 061/331 62 55, E-Mail: info@steinerschule-basel.ch


Steinerschule

plays Classic

Elisabethenkirche

21. Januar 2011, 19.30 Uhr

Chor und Oberstufenorchester der

Steiner Schule Basel spielen Werke von

Mozart, Cherubini, Gounod, und Trachsel.

Eintritt frei / Kollekte

www.steinerschule-basel.ch

RSS_Postkarte_A6_2011.indd 1 19.11.10 11:01

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