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Jahrbuch 2009/10 - Deutsche Schule Lissabon

Jahrbuch 2009/10 - Deutsche Schule Lissabon

187 Wie wäre der 8. Mai

187 Wie wäre der 8. Mai gewesen Judith Banitz hinterließ uns eine fiktive Reportage über das Ereignis vom 8. Mai. Später, am 30. Mai, traf es fast ... genauso ein: Endlich war der Tag gekommen, auf den sich so viele bereits gefreut hatten. Es war der 8. Mai 2010 und Hannah Stöhr und ich, Judith Banitz, gingen in Richtung des Hippodrom. Schon von weitem konnten wir lautes Wispern hören, als wären unzählig viele Menschen in dem Gebäude. Als wir dem Stimmengewirr folgten und wir uns letztendlich auf dem Platz befanden, wo sich alle versammelt hatten, wollten wir unseren Augen kaum trauen. Wir hatten schon eine Ahnung gehabt, was uns hier erwarten würde, doch das, was wir nun sahen war einfach nur überwältigend und stellte die einzelnen Kostüme, die wir gesehen hatten, in den Schatten. So viele Menschen tummelten sich an diesem Ort, um ihre Kunst zur Schau zu stellen und ihre monatelange Arbeit nun anderen Personen zu präsentieren. Man blickte sich um und fand keinen Fleck, auf dem nicht eine Person mit ihrem Gestell stand, was diesen Ort in ein buntes Farbenmeer verwandelte. Begeistert gingen wir weiter und man konnte sehen, dass jeder ausgelassener Stimmung war, während im Hintergrund Musik spielte. Die jüngeren unter den Teilnehmenden liefen rennend und mit vor Staunen weit aufgerissenen Mündern durch die Menge und versuchten zu erfassen, was sie dort sahen. Auch ich musste mir selbst eingestehen, dass diese Situation mehr als irreal auf mich wirkte und man so eine Vielfältigkeit an Kostümen und Gestellen nicht einmal im Zirkus würde bewundern können. Bewundernd betrachteten wir den chinesischen Drachen, den jemand aus langen Stoffbahnen, Pappe und viel Phantasie geschaffen hatte und nun an uns vorbeischlängelte Man konnte die Jugendlichen sehen, die dieses Gestell an Stangen hochhielten um gleichzeitig ihre Kunst anzupreisen, die an den Seiten des Drachens befestigt worden waren. Als wir weiter gingen, mussten wir aufpassen, dass wir mit unserem eigenen großen Gestell niemanden behinderten oder irgendwo hängen blieben und gingen langsam auf unsere Plätze auf die Tribüne. Dort würden wir warten müssen, Mit tatkräftiger Unterstützung der Zirkuskünste AG unter Leitung von Andreas Volk und der Zirkuskünstler aus München mit Peter Schmidt, der Lissabon nicht lassen kann.

188 So war es am 30. Mai! bis die Jury auch uns betrachtet hätte und schließlich alle zusammen durch die Straßen von Cascais wandern. Abgesehen vom Drachen gab es noch weitere bewundernswerte Gestelle. Ein Paar hatte es sogar geschafft, sich Stelzen zu basteln. Die Person ragte zwei Meter in die Luft und an die langen Stelzen war die Minikunst gehängt worden. Doch trotz dieses schwindelerweckenden Werkes konnte man gut sehen, dass dem Träger so langsam die Beine schwer wurden. Ein kleiner Junge hüpfte an den Leuten vorbei und fragte jede einzelne Person, ob sie ihm nicht etwas abkaufen wolle. Doch als die Personen ihm erklärten, dass er noch nichts verkaufen dürfe, schmollte der kleine Junge, hüpfte zur nächsten Person und machte somit seinem Gestell alle Ehre. Denn dieses war nichts Anderes, als ein riesiger Hüpfball, der so groß war, wie der Junge selbst und an welchem seine Minikunst festgeklebt worden war. Wahrscheinlich zu Recht in der Annahme, dass die Werke auf eine andere Art vom Gestell gefallen wären. Eine andere Person hatte sich wie eine riesige Fledermaus verkleidet, die Ohren, die hoch über den Kopf herausragten und die großen, schwarzen Flügel, die die Person nach Belieben einklappen konnte, um somit entweder die Kunstwerke zur Schau zu stellen oder verborgen zu halten und somit die Arme etwas Der 30. Mai 2010 in Cascais zu entspannen. Trotzdem wurde einem dann ziemlich schnell klar, dass nicht nur unsere Schule sich sehr von Flügeln und flügelartigen Gestellen hatte beeinflussen und inspirieren lassen. Jede vierte Person, die man erblickte hatte etwas Flügelartiges an sich und sie waren sich trotz ihrer Schönheit und Kreativität alle etwas ähnlich. Nachdem schließlich alle von der Jury begutachtet worden waren, gingen alle auf drei verschiedenen Wegen durch die Straßen von Cascais. Es war ein wundervolles Erlebnis. All diese lachenden und höchst erfreuten Jugendlichen zu sehen, die allesamt den Menschen auf den Straßen ihre Kunst zeigten und im Endeffekt einem riesigen Umzug glichen, wie man sie in Portugal sonst nur an Karneval sah. Die Auserkorenen, die die Preise verdient hatten, wurden mit stürmischem Beifall belohnt und jeder erkannte ihre künstlerische Leistung an. Am Ende waren dann selbst diejenigen, die nichts gewonnen hatten, überglücklich und überaus zufrieden mit sich selbst und ihrer Darbietung, denn sie erkannten schließlich, dass kein gewonnener Minicomputer dieses Erlebnis ausmachte, sondern die Erfahrung selbst. So war auch die Stimmung am Ende äußerst ausgelassen und jeder war zufrieden über das, was er geleistet und am Ende auch verkauft hatte. Judith Banitz

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