Herunterladen - Pro Natura Luzern

pronatura.lu.ch

Herunterladen - Pro Natura Luzern

LUZERN

3/2004

lokal

20 Jahre Geschäftsstelle

Pro Natura Luzern


2 GESCHÄFTSSTELLE

20 Jahre

Geschäftsführer

Impressum

Mitgliederzeitschrift von

Pro Natura Luzern

Erscheint 3–4-mal jährlich

Titelbild: Kornblume (siehe Text 20 Jahre

Geschäftsführer). Dieses Foto widme ich

Karl Borgula, der am 18.6. 2004 unerwartet

verstorben ist.

Niklaus Troxler

Herausgeberin:

Pro Natura Luzern

Geschäftsstelle:

Mühlemattstrasse 28, 6004 Luzern

Tel. 041 240 54 55,

Postkonto 60-17029-7

www.pronatura.ch/lu

E-Mail: pronatura-lu@pronatura.ch

Redaktion und Gestaltung:

Karin Voegelin, Niklaus Troxler

Druck und Versand:

AZ Grafische Betriebe AG, Aarau

Auflage: 4600

Niklaus Troxler feierte am 1. Mai

sein 20-jähriges Dienstjubiläum.

Unermüdlich setzt er sich für

bedrohte Pflanzen und Tiere

ein. Besprechungen, Beratungen,

Büroadministration, Stellungnahmen,

hie und da eine

Einsprache, die Zusammenarbeit

mit dem Dachverband,

den Vorstandsmitgliedern und

zielverwandten Organisationen –

all diese Tätigkeiten prägen seinen

Alltag. Daneben verwaltet

er die Pro Natura Schutzgebiete

im Kanton. Er kennt «seine» Reservate

fast blind, da er neben

dem Job als Geschäftsführer

diese auch professionell pflegt.

Lieber Niklaus, wir danken dir

für deinen schier unermüdlichen

Einsatz und hoffen, dass dich

deine Arbeit weiterhin freut.

Jörg Baumann

Präsident

Pro Natura Luzern

Die folgenden Fragen stammen von

den Vorstandsmitgliedern.

Welches ist der grösste Erfolg, den du

in deiner 20-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer

verbuchen kannst

Von einem grössten Erfolg zu sprechen

fällt mir schwer. Ich kann hier einige

Erfolgsgeschichten aufzählen, wobei

ich betonen möchte, dass es in den wenigsten

Fällen nur mein Verdienst war.

Mitgewirkt haben meine KollegInnen

im Vorstand, naturverbundene Menschen,

engagierte Jugendliche. Die Renaturierung

von zehn Hektaren intensiv

bewirtschaftetem Kulturland in Under

Äbrüti (Ebikon) war wohl die grösste

Herausforderung. Die Familie Speiser

stellte 1991 Pro Natura Luzern dieses

Grundstück zur Verfügung mit dem

Auftrag, einen Lebensraum für möglichst

viele Pflanzen und Tiere zu gestalten.

Wenn ich heute das Gebiet besuche,

darf ich mit Stolz behaupten,

dass uns das gelungen ist. Hecken mit

einer Artenfülle von Sträuchern, wie

sie im Kanton Luzern leider immer

noch die Ausnahme darstellt, Blumenwiesen,

Hochstammobstbäume, Kleingewässer,

Krautsäume, Steinmauern

usw. Und so ist es nicht erstaunlich,

dass zum Beispiel der Grünspecht ruft,

Unken sich in den Kleinweihern tummeln

oder Fledermäuse auf der Jagd

sind.

Warum braucht es Naturschutz heute

immer noch Hat Pro Natura Luzern

bis jetzt nichts oder so wenig erreicht

Die Gesetzgebung ist doch gut genug ...

Ich denke, dass wir eine gute Gesetzgebung

haben. Aber bei der Umsetzung

hapert es oft. Öfters sehen wir uns gezwungen,

mit Einsprachen oder gar Beschwerden

Projekte zu verbessern oder

manchmal zu verhindern, weil Behörden

oder Amtsstellen ihre Verantwortung

zu wenig wahrnehmen. Pro Natura

Luzern muss dann mit grossem finanziellem

und personellem Aufwand einspringen.

Die Erfolgsquote zeigt aber,

dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Als Geschäftsführer von Pro Natura

Luzern erlebt man immer wieder Rückschläge

in Bezug auf den Natur- und

Umweltschutz. Wie gehst du damit um,

und wie kannst du dich immer wieder

für das weitere Engagement motivieren

Ein Dankeskärtchen eines Schülers,

dem ich Material für seinen Vortrag

über die Schmetterlinge geschickt habe;

ein gewonnenes Gerichtsverfahren;

die begeisterten Rückmeldungen von

Eltern, deren Kinder die Veranstaltungen

der Jugendgruppe besuchten; das

Geld einer Stiftung, die eines unserer

Projekte unterstützt; Legate, die zeigen,

dass unsere Arbeit geschätzt wird

– es gibt so viele kleine und grosse


GESCHÄFTSSTELLE 3

Niklaus Troxler stellt das Pflege- und Aufwertungskonzept

Gitzitobel vor. Der Weiden-

Alant hat sich in den letzten Jahren stark

ausgebreitet.

Bild: Dominik Thali

Zeichen, dass kaum Resignation aufkommt!

Pro Natura Luzern hat verschiedene

Schutzgebiete im Kanton zu betreuen.

Welches ist dein bevorzugtes Gebiet

und warum

Jedes Gebiet hat seinen eigenen Reiz,

mit fast jedem verbinden mich schöne

Begegnungen mit Tieren und Pflanzen.

Im Moment fasziniert mich vor allem

die Aufgabe, im Ronfeld am Baldeggersee

eine eintönige Wiese in einen

abwechslungsreichen Lebensraum für

Pflanzen, Amphibien, Libellen und rastende

Vogelarten umzugestalten. Vielleicht

können wir hier auch einmal die

Möglichkeit anbieten, die Natur hautnah

und ohne Störung zu erleben. Aber

mehr möchte ich an dieser Stelle noch

nicht verraten.

Welche Arbeit liegt dir am meisten am

Herzen und warum

Ich arbeite bekanntlich nicht «nur» als

Geschäftsführer von Pro Natura Luzern.

Die andern 50 Prozent bin ich in

der Pflege von Naturschutzgebieten

tätig, und das sogar seit etwas mehr als

20 Jahren. Zudem organisiere und betreue

ich Einsätze für Schulklassen

und Lehrlingsgruppen, die eine Woche

tatkräftig in einem Reservat anpacken

wollen. Zum Glück darf ich neben der

oftmals zermürbenden Arbeit auf der

Geschäftsstelle draussen arbeiten. Das

ist zwar körperlich vielfach anstrengend,

aber auch mit einer grossen

Befriedigung verbunden. Ich denke,

die Arbeiten als Geschäftsführer und

Reservatspfleger ergänzen sich für

beide Seiten in idealer Weise, Theorie

und Praxis sind eine ideale Kombination.

Was bedeutet dir die Jugendgruppe

1969 wurde der damalige Luzerner Jugendnaturschutz

gegründet. Als Kantischüler

war ich bei der ersten Exkursion

auf den Emmenberg und im ersten

Naturschutzlager im Napfgebiet

dabei und lernte Tiere und Pflanzen

kennen. Ich verpasste kaum eine Veranstaltung.

1973 leitete ich im Lager in

Hemmental (SH) erstmals die ornithologische

Gruppe. Diese Naturbegeisterung

hat mich nie losgelassen. Und

heute ist mir auch klar, dass neben einem

begeisternden Biolehrer in der

Kanti diese Erlebnisse das Prägende

für meinen beruflichen Werdegang waren.

Wenn ich sehe, dass sich einige

meiner damaligen LagerteilnehmerInnen

heute aktiv im Naturschutzbereich

ebenfalls beruflich engagieren, kann

die Bedeutung der Jugendarbeit nicht

genug hervorgehoben werden. Wir

müssen alles daransetzen, diese zu för-


4 GESCHÄFTSSTELLE

Karl Borgula, alt Stadtoberförster

und seit 1993 Präsident des Landschaftsschutzverbandes

Vierwaldstättersee,

ist am 18. Juni gestorben. Mit

ihm verlieren wir einen konsequenten

Naturschützer, der sich jahrelang für

den Erhalt der Natur und Landschaft

eingesetzt hat, vor allem rund um den

Vierwaldstättersee. Wir haben unter

anderem gemeinsam für eine Optimierung

beim Ausbau der N 2 zwischen

Horw und Hergiswil gekämpft.

Und vor nicht langer Zeit haben wir

uns zusammen dafür eingesetzt, dass

Strassen ins Vitznauer Rigigebiet

möglichst umweltschonend gebaut

werden.

Wir werden Karl Borgula vermissen.

Allen, die zu seinem Gedenken

Pro Natura Luzern eine Geldspende

überwiesen haben, danken wir herzlich.

Wir werden das Geld für das

Projekt Ronfeld bei Hochdorf verwenden:

Eine eintönige Fettwiese

soll in einen Flachwasserbereich mit

neuem Lebensraum für Amphibien

und Libellen verwandelt werden.

Niklaus Troxler

dern. Ich bin ausserordentlich dankbar,

dass wir in Luzern eine hervorragend

funktionierende Jugendgruppe haben.

Das war nicht immer so. Es steht und

fällt halt mit den LeiterInnen. Momentan

ist ein Team von elf jungen Menschen

verantwortlich für ein Angebot

von rund 40 Veranstaltungen pro Jahr.

Da möchte man am liebsten selber

wieder Kind sein ...

Was sind die Wünsche deinerseits an

die Mitglieder von Pro Natura

Leider haben wir nur zu wenigen Mitgliedern

einen engeren Kontakt. Das

sind die Leute, die sich zum Beispiel

in der «Arbeitsgruppe Reservatspflege»

engagieren. Manchmal wünschte

ich mir, mit einer grösseren Zahl von

Mitgliedern in persönlichen Kontakt

zu treten, um über unsere Arbeit zu

diskutieren.

Welches wäre dein Traumwunsch

Da hätte ich viele Wünsche! Eine

Landwirtschaft, in der Feldlerche und

Kiebitz Platz haben, Stopp der Landschafts-Zersiedlung,

Stopp dem Artensterben,

mehr Geld für die Geschäftsstelle,

um die Stellenprozente aufzustocken

...

Welche Tier- und Pflanzenart würdest

du auf die Arche Noah mitnehmen

Es gibt in der Natur eine solch unglaubliche

Farben- und Formenfülle,

die fasziniert. Trotzdem kann ich die

Frage klar beantworten. Als begeisterter

Ornithologe seit der Jugendzeit ist

es selbstverständlich ein Vogel – der

Mornellregenpfeifer. Jahrelang hatte

ich den Wunsch, dieser Watvogelart,

die in Skandinavien brütet, einmal zu

begegnen. Immer wieder hörte ich,

wie einige dieser Vögel auf dem Zug

ins Winterquartier auf der Silberen

(SZ) im September kurz rasten. Also

machte ich mich mit einem Freund am

7. September 1991 auf den Weg in dieses

Karstgebiet. Auf rund 2300 m

ü. M. stellten wir unser kleines Zelt

auf und brieten eine Rösti auf dem

Gaskocher. Plötzlich sagte mir Martin

Brun leise, ich solle mich umdrehen.

Und siehe da, kaum einige Meter von

uns entfernt trippelten drei Mornellregenpfeifer

umher und suchten auf

dem kargen Boden Nahrung. Und so

plötzlich wie sie aufgetaucht waren,

verschwanden sie nach einigen Minuten

in der Dämmerung. Zweimal noch

habe ich diesen Vogel, der oft keine

Scheu vor dem Menschen zeigt, sehen

dürfen: In Skandinavien und der ungarischen

Puszta.

Meine Lieblingspflanze ist die Kornblume

(siehe Titelfoto). An ihrer Farbe

und Form kann ich mich kaum sattsehen.

Unvergesslich bleiben mir die

weiten Kornfelder Polens. Ein Meer

von Blau und Rot (Kornblumen und

Mohn) zwischen den Ähren. Leider ist

diese Blume in der Schweiz wegen der

Saatgutreinigung nicht mehr häufig anzutreffen.

Wenn du gewusst hättest, was dir in der

Naturschutzarbeit alles bevorsteht,

würdest du den Job noch einmal machen

Natürlich, das Positive überwiegt und

das Erreichte macht stolz. Aber vielleicht

war ich tatsächlich zu Beginn etwas

zu optimistisch und dachte, dass

wir mehr bewegen könnten. Heute bin

ich realistischer geworden. Das wird

aber vielleicht von vielen nicht verstanden,

die erwarten, dass wir überall und

zu jeder Zeit einzugreifen hätten.

Ich schätze, dass Pro Natura Luzern

mit den zur Verfügung stehenden Mitteln

gute Arbeit leistet. Allerdings sind

Karin Voegelin, meine Mitarbeiterin,

und ich mit den 70 Stellenprozenten

zeitlich voll ausgelastet.

Wo würdest du arbeiten, falls es Pro

Natura Luzern nicht gäbe

Irgendwo, wo ich mich für die Natur

engagieren könnte.


SEETAL 5

Innovative Hochstammförderung

im Seetal

Im Herbst 2003 haben die Vorbereitungen

zu einem weit gespannten

Hochstammförderprogramm

im Luzerner Seetal begonnen.

Der Brunch zum ersten

nationalen Tag der Hochstammobstbäume

vom 24. April 2004 in

Aesch war der offizielle Startschuss,

die Pflanzung von 2004

Bäumen Ende Jahr das erste

grosse Etappenziel.

Bereits seit 1996 fördert Pro Natura mit

dem Kulturlandschaftsprojekt KULA

und der Unterstützung des Fonds Landschaft

Schweiz Hochstammbäume im

Luzerner Seetal. Das Projekt läuft

Ende 2004 aus. Die Überlegungen zur

Fortsetzung beschäftigte uns bereits

über ein halbes Jahr.

Ende 2003 kam Bewegung in die konzeptionellen

Arbeiten. Mit Hochstamm

Suisse, der schweizerischen Förderorganisation

für die Hochstammbäume,

beteiligte sich ein Partner mit Erfahrung

in diesem Bereich. Aus einem anfänglichen

Dreiergremium ist inzwischen

eine Interessengemeinschaft aus

sieben verschiedenen Organisationen

entstanden, die alle das Ziel «Erhalt der

Hochstammobstbäume im Seetal» verfolgen.

Erarbeitet wurden vier Teilprojekte,

die einander gegenseitig unterstützen.

Ein Projekt soll vor allem die

Wertschöpfung der Hochstammkultur

erhöhen, indem neue Absatzkanäle

geöffnet und neue Produkte lanciert

werden. Pro Natura fördert vor allem

die Hochstammobstgärten als naturnahe

Lebensräume. Ein drittes Teilprojekt

soll möglichst flächendeckend

landwirtschaftliche Vernetzungsprojekte

im Tal unterstützen, und das

vierte Projekt beschäftigt sich mit der

erlebnisorientierten Inszenierung der

Hochstammobstkultur.

Innovation

Ende April organisierte Hochstamm

Suisse eine Studienreise ins Mostviertel

nach Österreich. Dort erlebten rund

50 Interessierte Hochstammvermarktung

vom Feinsten. Unter diesem Eindruck

lancierte Pro Natura Seetal am

24. April 2004 in Aesch ein erstes innovatives

Produkt: Hochstammpralinen

mit Birnel-, Gislerbirnenbrand-,

Kornelkirschen- und anderen kreativen

Füllungen. Die ersten Zeichen sind

also gesetzt.

Patenschaften

Momentan sind die Projektträger intensiv

an der Suche nach den notwendigen

finanziellen Mitteln. Die Idee

Seetal lancierte eine Obstbaumpatenschaft,

um die geplanten 2004 Bäume

teilfinanzieren zu können.

Beteiligen Sie sich doch auch und melden

Sie sich bei Pro Natura Seetal,

6246 Altishofen, Tel. 062 756 61 06

oder Mail für weitere Informationen

an: rhodel@freesurf.ch.

Roger Hodel

Am 1. nationalen Tag der Hochstammobstbäume

wurden bei einem Brunch bei Landwirt

Budmiger in Aesch die Teilprojekte zur Hochstammförderung

vorgestellt.

Das Mostviertel zwischen Linz und Wien

weist den Weg zur modernen Vermarktung

von Hochstammprodukten.

Fotos: Roger Hodel


6 NATURSCHUTZGEBIETE

Wechsel in Under Äbrüti

Anja, Capo, Elmira, Sonja, Luna,

Leila, Linda, Carol – das sind nicht

etwa die Kinder der neuen Bewirtschafter

auf Under Äbrüti. Nein, diese

Namen gehören zu acht Schottischen

Hochlandrindern, die neu für grössere

Vielfalt und Aufsehen im Naturschutzgebiet

oberhalb Ebikon sorgen.

Maja und Beat Linsenmaier betreuen

seit Jahresbeginn ihre Tiere und mähen

die Blumenwiese. Dabei haben sie

Freude, Vögel, Schmetterlinge und

andere Tiere in diesem reich strukturierten

Biotop zu beobachten.

Ueli Unternährer, der bisherige Bewirtschafter,

hat den Landwirtschaftsbetrieb

des Klosters Baldegg übernommen.

Wir danken Ueli und seinem

Vater Walter Unternährer herzlich für

die sorgfältige und engagierte Arbeit

in Under Äbrüti. Wir freuen uns, in

Maja und Beat Linsenmaier zwei ebenso

naturbegeisterte Menschen gefunden

zu haben.

Rotsee: neue Blumenwiese

«Wenn möglich sollte auch diese Parzelle

durch den Naturschutz übernommen

werden. Eine Nutzung könnte

dann als Magerwiese erfolgen.» Damit

meinte Peter Stünzi, Verantwortlicher

Schutzgebiete beim damaligen Schweizerischen

Bund für Naturschutz, die

Parzelle 175 am Rotsee. Diese liegt eingerahmt

von den Bahngeleisen und unserem

Schutzgebiet am nordöstlichen

See-Ende. Geschrieben hat Stünzi jenen

Text 1978 im «Pflege-Nutzungsplan

Rotseeried». Jahrelang versuchten

wir, diese noch in den 90er-Jahren

intensiv bewirtschaftete Wiese von der

Gemeinde Ebikon zu kaufen. 2003 kam

das endgültige Nein dazu.

Immerhin wurde unsere Vorstellung

von einer Blumenwiese von der kantonalen

Abteilung Natur und Landschaft

in ihr neues Pflege- und Aufwertungskonzept

aufgenommen.

Diesen Frühling war es so weit: Das

Land wurde umgebrochen und angesät.

Wir sind gespannt, an welchen Blumen

wir uns in Zukunft erfreuen können!

Fotos: Niklaus Troxler


JUGENDGRUPPE 7

Impressionen aus der Jugendgruppe

Von lautlosen Mäusejägern

und …

Am 19. Juni machten wir uns am frühen

Abend auf den Weg nach Eschenbach.

Auf einem Bauernhof, in dessen

Scheuer ein Schleiereulenbrutkasten

aufgehängt ist, konnten wir die

sechs jungen Schleiereulen sehen und

streicheln. Sie wurden in Stoffsäcken

aus dem Kasten geholt und danach vermessen.

Aufgrund der Flügel-, Federlängen

und des Gewichtes kann man

ihr Wachstum mitverfolgen. Vor allem

als die erste Schleiereule aus dem

Stoffsack geholt wurde, war ein lautes

«Jjööö» zu hören. Die meisten waren

erstaunt, dass die Jungtiere schon so

gross waren. Auch die Spiele, die wir

danach noch spielten, und das Gewöll,

das wir uns anschauten, trugen zu einem

gelungenen Anlass bei. Vielen Dank an

Martin und Marco für die vielen Erklärungen

und das Ermöglichen dieses

Anlasses.

Jasmin Buchs

Foto: Jasmin Buchs

... anderen geflügelten

Schönheiten

Alle Frühaufsteher trafen sich an einem

bewölkten Juli-Samstag am Bahnhof

Luzern. Zusammen begaben wir uns

auf die Reise mit der Brünig- und Luftseilbahn

nach Lungern-Schönbühl. Unterwegs

begegneten wir einigen der

bunten Schmetterlinge, aber auch anderen

Tieren wie einem küssenden

Weinbergschnecken-Pärchen, mehreren

Maienkäfern und sogar einer kleinen

Schlange. Doch versteckten sich

viele der majestätischen Falter, obwohl

sich einige der Teilnehmer mit einem

Lockstoff einschmierten. Da vor lauter

Beobachten die Zeit vergessen ging,

mussten wir beim steilen Abstieg

ein schnelleres Tempo einlegen. Zum

Schluss wurden aber alle jungen Naturfreundinnen

und Naturfreunde für

ihre grossartige Leistung mit einem

Glace belohnt.

Franziska Zihlmann

Foto: Mirjam Thalmann

Foto: Jonas Blum


88 AGENDA

Mittwoch, 25. August

Bunte Flugschau auf der

Allmend, 16–18 Uhr

Heugümper, Sommervögel und Libellen

sind in grosser Vielfalt auf der Allmend

unterwegs und lassen sich aus

nächster Nähe beobachten.

Leitung: Heinz Bolzern, Büro für

Naturschutzökologie, und Stefan Herfort,

Umweltschutz Stadt Luzern. In

Zusammenarbeit mit Pro Natura Luzern.

Treffpunkt: Haltestelle Zihlmattweg

(vbl-Bus 20)

Weitere Veranstaltungen des ökoforums

der Stadt Luzern sind erhältlich

unter: www.umweltberatung

luzern.ch

Samstag, 23. Oktober

Arbeitseinsatz für den Gelbringfalter

In der Chestenenweid zwischen Weggis

und Vitznau ist der vom Aussterben

bedrohte Falter wieder festgestellt

worden. Seinen bevorzugten Lebensraum

(lichte Wälder mit gut entwickelter

Krautschicht) wollen wir bei

einem ganztägigen Arbeitseinsatz optimal

pflegen. Interessierte melden

sich bitte auf der Geschäftsstelle von

Pro Natura Luzern.

Rückblick Generalversammlung

von

Pro Natura Luzern

Die diesjährige Generalversammlung

ging glatt über die Bühne. Die Rechnung

2003 von Pro Natura Luzern schliesst

mit einem Verlust von Fr. 4584.–; das

Eigenkapital beträgt neu Fr. 287371.–.

Seit 2002 ist Pro Natura Luzern zuständig

für den Verkauf der Angelpatente

und Angel-Tageskarten am Baldeggersee.

Das «Angelkonto Baldeggersee»

weist einen Gewinn aus von Fr. 415.–;

das Eigenkapital beträgt Fr. 15 737.10.

Zwei Vorstandsmitglieder, Martin

Käch und Daniel Nyfeler, gaben den

Austritt aus dem Vorstand. Pro Natura

Luzern dankt ihnen an dieser Stelle

nochmals herzlich für das langjährige

Engagement. Otto Holzgang, Mitarbeiter

der Schweizerischen Vogelwarte

Sempach, beendete den offiziellen Teil

mit einem Referat über den Feldhasen.

Der Vorstand von Pro Natura Luzern

setzt sich neu wie folgt zusammen:

Jörg Baumann, Thomas Fecker, Martin

Hafner, Stefan Lauber, Gabi Llopart,

Silvia Reist, Niklaus Troxler, Karin

Voegelin, Geni Widrig, Peter Wicki.

Flatternder Velowimpel

von Pro Natura

Luzern

Sie sind gedruckt, die neuen Velowimpel,

und schmücken jedes «Zweirad»

mit einem Schwalbenschwanz-Signet.

Bestellt werden können die Wimpel

auf der Geschäftsstelle, 041 240 54 55

oder direkt per Mail an pronatura-lu

@pronatura.ch.

Preis: Fr. 5.–/Stück; ab 3 Stück je

Fr. 3.50.

Sa, 21. August

Klettertag

Heute wollen wir die Lebensweise

der Gämsen hautnah nachempfinden

und laden deshalb zu einer steilen

Kletterpartie ein.

Mi, 8. September

Puppenhaus in der Wiese

14–16 Uhr

Welcher Schmetterling flattert da

Faszinierende Reise mit Spielen und

Bildern in die Welt der Schmetterlinge

und Raupen für 8- bis 14-Jährige.

Leitung: Monika Keller, Umweltschutz

Stadt Luzern, und Tanja

Aeschlimann, Pro Natura Jugendgruppe

Luzern.

Treffpunkt: Haltestelle Endstation

Würzenbach (vbl-Bus 6, 8).

Anmeldung bis 3. September 2004

im öko-forum, Tel. 041 412 32 32

Sa, 11. September

Pilze

Ein Pilzexperte begleitet uns und erklärt

alles rund um die Pilze, z.B.

welche essbar und welche giftig sind.

Mi, 22. September

Strassenparty

Auf der Strasse spielen, den König

der Verkehrsmittel küren oder einfach

den Asphalt bemalen Wir feiern

an diesem Mittwochnachmittag

den nationalen autofreien Tag.

Sa, 25. September

Ratten

Geheime Orte, dunkle Ecken, leise

huschende Tiere...Wir gehen auf die

Suche der heimlichen Untermieter

und erkunden nebenbei die Stadt.

Das ausführliche Halbjahresprogramm

der Jugendgruppe ist erhältlich

bei: Pro Natura Luzern, Telefon

041 240 54 55 oder pronatura-lu

@pronatura.ch

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine