Unsere Kirche 2/2012 Mai bis Juni - Evangelische Kirchengemeinde ...
Unsere Kirche 2/2012 Mai bis Juni - Evangelische Kirchengemeinde ...
Unsere Kirche 2/2012 Mai bis Juni - Evangelische Kirchengemeinde ...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Kantorin Yoerang Kim-Bachmann<br />
6<br />
Als Yoerang Kim-Bachmann damals im Jahr 1995 mit 23 Jahren aus Südkorea<br />
erstmals nach Deutschland kam, konnte sie nicht ahnen, dass das<br />
Schicksal sie im Jahre 2004 in unsere <strong>Kirche</strong>ngemeinde nach Watzenborn-<br />
Steinberg führen würde. Ein glücklicher Umstand für unsere mittelhessische<br />
Gemeinde, wie man heute feststellen kann. In einer christlichen Atmos phäre<br />
in Seoul groß geworden, ist Yoerang glücklich mit ihrer eigenen Familie hier<br />
zu sein. Sie ist auch dankbar, dass sie ihre Liebe zur Musik mit ihrer Arbeit<br />
in der <strong>Kirche</strong>ngemeinde und im Dekanat an die Gemeinde hier und darüber<br />
hinaus weitergeben kann.<br />
Wie sind sie zur Musik gekommen<br />
Y. Kim-Bachmann: Zufall! Meine<br />
Eltern hatten wenig Geld und<br />
Musik wurde zuhause nicht gemacht.<br />
Dafür hatte ich eine Tante<br />
mit einer Musikschule und dort<br />
lernte ich Klavier. Dadurch spielte<br />
ich auch in unserer <strong>Kirche</strong> in<br />
Seoul oft an der Orgel.<br />
Wie ging es weiter<br />
Y. Kim-Bachmann: Ich konnte später<br />
<strong>Kirche</strong>n musik studieren und lernte<br />
in meinen Studien dabei die deutschen<br />
Komponisten, wie Johann<br />
Sebastian-Bach mit ihren Werken,<br />
schätzen. Diese großen deutschen<br />
Musiker waren ein Grund, warum<br />
ich immer nach Deutschland wollte.<br />
Dazu lernte ich auch schon in Korea<br />
die deutsche Sprache am Goethe-<br />
Institut.<br />
Was waren ihre Stationen<br />
in Deutschland<br />
Y. Kim-Bachmann: Als ich 1995<br />
nach Deutsch land kam, war meine<br />
erste Station die Uni Heidelberg,<br />
bevor ich im April 1996 nach<br />
Düsseldorf ging. Dort studierte ich<br />
<strong>Kirche</strong>nmusik und Chorleitung.<br />
War Düsseldorf wichtig für sie<br />
Y. Kim-Bachmann: Ja, sehr (lacht).<br />
Dort lernte ich auch Claudius,<br />
meinen heutigen Ehemann, kennen.<br />
Er und unsere beiden Kinder<br />
geben mir bei meiner umfangreichen<br />
musikalischen Arbeit, die nötige<br />
Entspannung.<br />
Was bedeutet für sie Musik<br />
Y. Kim-Bachmann: Ich bekomme mit<br />
der Musik ein großes Glücksgefühl.<br />
Sie gibt mir eine innere Ruhe und<br />
<strong>Unsere</strong> <strong>Kirche</strong><br />
Zfid Zufriedenheit, hitdie mir hilft, mich ih<br />
auch weiterzuentwickeln.<br />
Beschreiben sie ihre Arbeit<br />
in der <strong>Kirche</strong>ngemeinde.<br />
Y. Kim-Bachmann: Zunächst einmal<br />
habe ich mich sehr gefreut, dass<br />
ich in Watzenborn-Steinberg sehr<br />
gut aufgenommen wurde. Für die<br />
Arbeit mit den Sängerinnen und<br />
Sängern kann man anerkennend<br />
sagen, dass sie <strong>bis</strong> heute immer<br />
meine Stärken gelobt und meine<br />
Schwächen unterstützt haben.<br />
Es ist wichtig, dass gegenseitiges<br />
Vertrauen und Akzeptanz da ist.<br />
Was sind die nächsten Ziele<br />
mit dem <strong>Kirche</strong>nchor<br />
Y. Kim-Bachmann: Im Mittelpunkt<br />
steht in diesem Jahr der 90. Geburtstag<br />
des <strong>Kirche</strong>nchores. Wir<br />
planen, neben Auftritten bei<br />
Gottesdiensten, am 18. November<br />
<strong>2012</strong> ein „Best of-Konzert“ des<br />
<strong>Kirche</strong>nchores mit So listen und<br />
Orchester. Das wird der Höhepunkt<br />
im Jahr der <strong>Kirche</strong>n mu sik mit den<br />
Highlights aus vorangegangenen<br />
<strong>Kirche</strong>nchor-Konzerten wie „Elias“<br />
sein. Darauf freuen sich die SängerInnen<br />
und auch ich.<br />
„Ich bin dankbar,<br />
dass ich zu Ehren<br />
Gottes Musik<br />
machen kann.“<br />
„Ich liebe<br />
meine<br />
Familie!“<br />
„Die richtigen<br />
Töne lernte ich<br />
in Korea und<br />
Deutschland.“<br />
Was ist für sie noch wichtig<br />
Y. Kim-Bachmann: Wesentlich ist<br />
für mich der Glauben der aus dem<br />
Herzen kommt. Dass ich mit meiner<br />
Musik zu Ehren Gottes spielen<br />
darf, ist ein Privileg und macht<br />
mich dankbar. In Pohlheim möchte<br />
ich noch viele Jahre bleiben.<br />
2/<strong>2012</strong> 7