Technologie der Zukunft | w.news 01.2015

hettenbach.de

01.2015 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Technologie der Zukunft – Industrie 4.0 • Gesundheitsmanagement • Verlagsjournal wirtschaftinform.de

NR. 01 | 2015

WIRTSCHAFTSMAGAZIN DER IHK HEILBRONN-FRANKEN

Seite 16

SÜDKOREA

Geschäfte in Asien

Seite 26

DOSSIER

Gesundheitsmanagement

Seite 32


Kann man

Leuchttürme

sammeln

Bettina M. träumt vom

Meer. Am liebsten mag

sie Leuchttürme. Bei der

Arbeit kann sie viele davon

sammeln, denn sie ist in

der Briefmarkenstelle

Bethel beschäftigt.

Seit 125 Jahren spenden

Menschen Briefmarken für

Bethel. Die bunten Postwertzeichen

schaffen

wertvolle Arbeitsplätze für

behinderte Menschen.

Briefmarkenstelle Bethel

Quellenhofweg 25 · 33617 Bielefeld

www.briefmarken-fuer-bethel.de

292


STANDPUNKT

Die Digitalisierung der Wirtschaft

braucht ein Betriebssystem

Die Digitalisierung verändert Gesellschaft

und Wirtschaft fundamental.

Neue Geschäfts modelle und

Wachstumschancen entstehen. Gleichzeitig

geraten jedoch klassische Branchen

unter Druck, etwa durch die zunehmende

Verbreitung der sogenannten

Share Economy. Wettbewerb belebt das

Geschäft, keine Frage. Allerdings sollten

für alle Marktakteure gleiche Regeln

und Besteuerungsmechanismen gelten.

Wirtschaftsmagazin

der IHK

Heilbronn-Franken

www.ihk-wnews.de

HERAUSGEBER

IHK Heilbronn-Franken

Postfach 2209

74012 Heilbronn

Ferdinand-Braun-Str. 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

Telefax 07131 9677-199

www.heilbronn.ihk.de

TITELBILD

Alberto Díaz Gutiérrez

Gestaltung: adextra

Wir benötigen geeignete Rahmen -

bedingungen für die zunehmende Digitalisierung

– sozusagen ein Betriebssystem.

Die IHK-Organisation wird sich in

den kommenden zwei Jahren verstärkt

damit auseinandersetzen, wie ein solches

aussehen kann. Klar ist: Nur mit digitalen

Grundkompetenzen von Mitarbeitern

und Führungskräften wird dies gelingen.

Digitalisierungsthemen müssen deshalb

stärker Eingang finden in die (Hoch-)

Schulen, Aus- und Weiterbildung, aber

auch in die Lehreraus- und -fortbildung.

Grundlegend für die „Wirtschaft 4.0“

ist die Sicherheit der Daten und der

Anwendungen. Denn es werden nicht

etwa nur der Maschinenbau und die

Elektrotechnik mit der Informations -

technologie zu einer intelligent vernetzten

Produktionsweise in den Fabriken

der Zukunft zusammenwachsen. Vielmehr

birgt die Entwicklung auch große

Chancen für weitere Wirtschaftsbereiche,

etwa im Bereich industrieller

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer.

Dienstleistungen. Noch haben wir keine

genaue Vorstellung davon, wie diese

Entwicklung unsere Produktions- und

Arbeitswelt verändern wird. Die IHKs

wollen dabei helfen, das Thema auch

für kleine und mittlere Unternehmen

greifbarer zu machen.

Ohne Vernetzung wird uns dies

nicht gelingen. Voraussetzung und

Beschleuniger der Digitalisierung sind

hochleistungsfähige Breitbandanschlüsse.

Die IHK-Organisation wird sich

daher in den Regionen aktiv für einen

zukunftsgerechten Ausbau engagieren.

Ihr Dr. Eric Schweitzer

JANUAR 2015 w.news

3


INHALT

Foto:

Foto: Sergej Khackimullin – Fotolia.com

Foto: Sommerfeld

DENKANSTÖSSE

Zukunftsmarkt

Gesundheit. Seite 41

GENIESSEN IN DER

REGION Zu Gast im

Schlosshotel Götzenburg.

Seite 48

TECHNOLOGIE DER ZUKUNFT

Industrielle Revolution 4.0. Seite 16

Foto: Patrick P. Palej – Fotolia.com

PSYCHISCHER ARBEITSSCHUTZ

Haftungsfalle. Seite 32

Foto: Sven Vietense – Fotolia.com

IHK + REGION

6 Mit Tüftlergeist – Kwasny aus Gundelsheim

10 Mit neuen Ideen den Markt aufmischen

12 Wirtschaftliche Entwicklung 2015 –

Fortschritt, Stillstand, Rückschritt

13 Nachfolge – rechtzeitig planen

14 IHK-Forschungstransferpreis

14 Japanisches Interesse an der Region

TITEL

TECHNOLOGIE DER ZUKUNFT

16 Digital vernetzt – IT in der Industrie

20 Interview – Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein

23 3D-Druck – so produzieren wir morgen

GELD + MÄRKTE

26 Südkorea – eines der führenden Länder in Asien

30 KfW baut Förderung aus

31 Elektronisch beantragen – Ursprungszeugnisse

DOSSIER

GESUNDHEITSMANAGEMENT

32 Psychischer Arbeitsschutz - Haftungsfalle

36 Work-Life-Balance und Prävention

41 Denkanstöße – Zukunftsmarkt Gesundheit

WIRTSCHAFTSJUNIOREN

44 Heilbronner Wirtschaftsjuniorin im Landesvorstand

44 WJ-Konjunkturprognosen

45 Holger Morlok – neuer Kreissprecher

SERVICE + INFO

46 Einsatz und Qualifikation von EnergieManagern

48 Genießen in der Region –

zu Gast im Schlosshotel Götzenburg

50 Sicheres Auftreten vor der Kamera

50 Life Science Markt –

Zukunftschancen und Herausforderungen

51 7. Heilbronner Sekretariatstag

4 w.news JANUAR 2015


w.news

SÜDKOREA

Eines der führenden Länder in Asien. Seite 26

Foto: mnimage – Fotolia.com

INDEX

AFRISO, Güglingen..........................64

ALFI, Wertheim ...............................62

AOK, Heilbronn...............................38

AS-SCHNEIDER, Nordheim.............64

AUDI, Neckarsulm..........................63

BALANCE HELP CENTER,

Löwenstein.....................................35

BARTEC, Bad Mergentheim.............59

BECHTLE, Neckarsulm..............18|62

BERA, Schwäbisch Hall..................62

BERBERICH, Heilbronn...................62

BFS, Kirchberg................................62

BINDER, Neckarsulm......................58

BIT INGENIEURE,

Öhringen/Bretzfeld.........................63

BOSCH, Abstatt..............................62

BÜRKERT, Ingelfingen .....................63

CIROSEC, Heilbronn........................19

DHBW, Heilbronn............................57

DISTELHÄUSER,

Tauberbischofsheim........................56

EBM-PAPST, Mulfingen....................64

EXPERIMENTA, Heilbronn................57

FRESH FIVE* PREMIUMFOOD,

Heilbronn ..........................11|44|65

GETRAG, Untergruppenbach...........59

GGS, Heilbronn........................50|64

GROSS, Heilbronn..........................44

HORNSCHUCH, Weißbach........40|61

H-O-T, Künzelsau............................57

INDECA, Heilbronn .........................11

INTERWAND, Dörzbach ...................62

ITQ, Schwäbisch Hall......................18

KENNGOTT, Weinsberg ....................60

KOHLER, Neckarsulm .....................65

KWASNY, Gundelsheim.....................6

LAUDA DR. R. WOBSER,

Lauda-Königshofen........................59

LAYHER, Güglingen.........................58

LEHANKA, Fichtenau ......................58

LOGG, Schwäbisch Hall..................56

MAYER-KUVERT, Heilbronn..............57

MEDIA K, Bad Mergentheim...........58

MORLOK SERVICES,

Neckarwestheim.............................45

MS MOTOR SERVICE,

Neuenstadt....................................31

OLLI’S CAFÉ & BAR,

Schwäbisch Hall.............................60

OPTIMA, Schwäbisch Hall...............63

PORTOLAN, Ilsfeld ..........................60

RADIO TON, Heilbronn....................57

RAUCH, Freudenberg......................59

RECARO, Schwäbisch Hall..............63

ROTO, Bad Mergentheim.................56

RÜDINGER, Krautheim....................61

R. STAHL, Waldenburg ....................39

SCHEUERLE, Pfedelbach................65

SCHLOSSHOTEL GÖTZENBURG,

Jagsthausen...................................48

SCHUNK, Lauffen.....................18|61

SMARTGAS, Heilbronn....................11

SMARTINDO, Heilbronn...................66

STRAUB, Wertheim .........................59

SUEDWESTBANK............................12

SUMCAB, Pfedelbach.....................56

VOLLERT, Weinsberg........................61

WHF, Heilbronn...............................61

WITTENSTEIN, Igersheim...........20|39

WÜRTH, Künzelsau.........................40

WÜRTH ELEKTRONIK,

Niedernhall....................................64

WÜRTH INDUSTRIE,

Bad Mergentheim...........................18

ZIEHL-ABEGG, Künzelsau .........38|56

RECHT + RAT

53 Lichtblick bei der Künstlersozialabgabe

54 Datenschutz im Arbeitsverhältnis

55 Aus- und Einbaukosten –

eine unendliche Geschichte

55 Handelsvertreterrecht – aktuelle Entwicklungen

FIRMEN + LEUTE

56 Meldungen aus den Unternehmen

RUBRIKEN

25 Newsticker „Neues aus Berlin und Brüssel“

25 IHK-Veranstaltungen

42 Statistik: Wirtschaftszahlen

52 Seminare – IHK-Zentrum für Weiterbildung

66 Made in Heilbronn-Franken

66 Kultur-Tipps

66 Impressum

Liebes IHK-Mitglied,

sollte sich die Bezugsadresse Ihrer w.news ändern oder

Sie möchten die w.news abbestellen, bitten wir Sie uns

dies per E-Mail an pr@heilbronn.ihk.de mitzuteilen.

Vielen Dank, Ihre w.news-Redaktion

Diese Ausgabe enthält folgende Beilage:

wirtschaftinform.de das verlagsjournal in w.news

2 Arbeitsschutz & Berufskleidung

7 TOP100-Websites in der Region – besteseiten.de

8 Facility-Management

11 Termine, Kleinanzeigen &

Branchendomains hierimweb.de

12 Lifestyle & Küche

15 Unternehmen aktuell &

Stellenangebote stelleninfos.de

JANUAR 2015 w.news

5


Mit Tüftlergeist zum

Technologiewandel

Sprühlackspezialist Kwasny

gestaltet die Zukunft

der Lackspraydose.

VON H ELMUT M ÜLLER


IHK + REGION

JANUAR 2015 w.news

7


IHK + REGION

Hans-Peter Kwasny (links), geschäftsführender

Gesellschafter der Peter

Kwasny GmbH mit seinem Vater Peter

Kwasny, dem Gründer der Firma.

E

s wird gebaut und umgebaut.

Mal wieder. In den letzten drei

Jahren hat die Peter Kwasny

GmbH in Gundelsheim Büroflächen

durch Aufstockung erweitert

und die Produktionsanlagen modernisiert.

In diesem Jahr investierte der

weltweit agierende Spezialist für Sprühlacksysteme

rund zwei Millio nen Euro

für neue Verpackungsanlagen. „Auch in

den nächsten Jahren werden wir mehrere

Millionen Euro in die Expansion und

die Modernisierung des Werkes investieren,

um den Standort Gundelsheim

langfristig zu sichern“, sagt Hans-Peter

Kwasny, geschäftsführender Gesellschafter

des Familienunternehmens.

Forschen mit Leidenschaft

Seit Firmengründer Peter Kwasny 1966

mit der „Lackierwerkstatt im Dosenformat“

die Farbsprühdose auch für den

professionellen Bereich hoffähig machte,

steht die Peter Kwasny GmbH für innovative

Lackspray-Technologien „Made

in Germany“. Rund 20 Mitar beiter in

Forschung und Entwicklung arbei ten

”Forschung und

Entwicklung ist bei

uns ein zentrales

Thema der Unternehmenskultur.


Hans-Peter Kwasny

kontinuierlich daran, Produkte zu optimieren,

neu zu entwickeln und Lösungen

für kundenspezifische Anwendungen zu

finden. „Forschung und Entwicklung

ist bei uns ein zentrales Thema der Unternehmenskultur“,

erklärt Hans-Peter

Kwasny. Über 50 nationale und internationale

Patente und Innovationen

untermauern die Leidenschaft, die Spraydose

immer wieder neu zu erfinden. Wie

etwa die bahnbrechende Erfin dung der

SprayMax Lackspray-Technologie, eine

Spraydose mit dem Spritzbild einer

Lackier pis to le. Oder Auto-K Liquid Gum,

eine abziehbare Sprühfolie für Fahrzeugteile

oder Deko-Gegenstände.

Lacksprays im Wandel der Zeit

Die neueste Entwicklung: Belton Free,

ein aerosolstabiler Wasserlack. „Die Wasserlack-Technologie

auf Dispersionsbasis

setzt bei umweltfreundlichem Sprühlackieren

neue Maßstäbe“, sagt Presse -

spre cher Michael Fasel. Belton Free ist

zu 95 Prozent wasserbasierend und

nahe zu lösemittelfrei. Der geruchsneutrale

Sprühlack für innen und außen

trocknet schnell, deckt sehr gut und

ist zudem hoch ergiebig. Das in Zu -

sammenarbeit mit BASF SE entwickelte

Produkt ist auch für Kinderspielzeug

geeignet und es reduziert deutlich den

Ausstoß von Kohlendioxid und flüchtigen

organischen Verbindungen (VOC).

Für diese Entwicklung hat Kwasny im

Frühjahr diesen Jahres den BHB-Kundenservicepreis

gewonnen. Heute finden

sich in Baumärkten noch rund 90 Prozent

lösemittelhaltige Lackspraydosen.

Die umweltfreundliche, wasserbasierende

Lösung von Kwasny ist da eine Alterna -

tive, wie vor 20 Jahren die wasser basie -

renden Streichlacke, die im Baumarkt

innerhalb weniger Jahre die löse mittel -

hal tigen Lacke weitgehend verdrängt

haben. „Das Produkt ist für uns ein

wichtiger Baustein in unserer Strategie,

den Technologiewandel der Zukunft mit

nachhaltigen Lösungen mitzugestalten“,

ergänzt Fasel.

Nachhaltige Firmenphilosophie

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und

schonender Umgang mit Ressourcen

haben bei Kwasny einen hohen Stellenwert.

Energie einsparen, Prozessabfälle

reduzieren, VOC bei der Lackabfüllung

reduzieren, recyclingfähige Kunststoffe

einsetzen – das ist für das nach der

Umweltnorm DIN EN ISO 14001 zertifizierte

Unternehmen selbstverständlich.

„Unser Firmenstandort liegt mitten in

einem Wasserschutzgebiet. Umweltschutz

ist deshalb seit der Firmengründung

zentraler Baustein unserer Unterneh-

8 w.news JANUAR 2015


IHK + REGION

mensphilosophie“, berichtet der Geschäftsführer

in zweiter Generation. Eine

wärmegedämmte Dachkonstruktion einschließlich

Heiztechnik mit Deckenstrahlplatten

sorgt für angenehmes Raum -

klima. Ein Blockheizkraftwerk gewinnt

Wär me und Strom, ein zweites ist geplant.

Ein innerbetriebliches Mehr -

wegsystem ersetzt Gebindereinigungen.

Moderne, energie effiziente Maschinen

reduzieren den Energie ver brauch ebenso

wie umweltfreundliche LED-Leuchten.

Für die neue Wasserlacktechnologie ist

ein energie effi zien tes klimatisiertes Lager

in Planung, der nächste Bau somit vorprogrammiert.

Testen, vorführen und optimieren

Seit 2011 ist das Kwasny-Technikum

in Betrieb. Hier werden Kunden von

Anwendungstechnikern geschult, Mitarbeiter

fort- und weitergebildet sowie

Forschungs- und Entwicklungsarbeiten

durchgeführt. „Produkte können wir

hier unter Prozess- und Praxisbedingungen

testen, vorführen und weiter

optimieren“, sagt Hans-Peter Kwasny.

Weltweit beschäftigt Kwasny über

400 Mitarbeiter, davon mehr als 300 am

Standort Gundelsheim und rund 50 im

Logistikzentrum in Sinsheim. Von dort

aus werden jährlich über 15 Millionen

Lackspraydosen in alle Welt versandt.

Insgesamt produziert Kwasny jährlich

etwa 26 Millionen Lackspraydosen, vier

Millionen Lackstifte, 38 Millionen Kunst -

stoff teile und rund 2.700 Tonnen Lacke.

Damit erwirtschaftete das Unternehmen

rund 62 Millionen Euro Umsatz im Jahr

2013. Ein nicht unerheblicher Teil geht

in Exportmärkte.

Drei-Marken-Strategie

Sechs ausländische Tochtergesellschaften,

darunter eine in den USA, Vertriebspartner

in Süd- und Osteuropa sowie in

Kanada steuern den weltweiten Vertrieb.

Marktchancen sieht das Unternehmen

weiterhin in der Expansion in Auslandsmärkte.

„Vor dem Eintritt in neue

Märkte fokussieren wir uns auf spezifische

Sortimente in den Ländern, in

denen wir bereits vertreten sind“, skizziert

Hans-Peter Kwasny die Internationalisierungsstrategie.

Das Unternehmen

trennt dabei klar zwischen dem Do-It-

Yourself-Markt (DIY) mit den Marken

belton und Auto-K sowie SprayMax,

das Aerosol-Lackiersystem für professionelle

Anwendungen. Kunden sind

Bau- und Heimwerkermärkte, Autoteile-

und Farbenfachhandel, aber auch

Industrie und Handwerk, Farben- und

Lackindustrie oder die Automobilindustrie.

„Wir liefern unter SprayMax

auch Lackiersysteme für die Bahn, für

die Flugzeugindustrie, für Land- und

Baumaschinenhersteller, Maschinenbauunternehmen

oder den Schiffsbau“, sagt

Michael Fasel. Das breitgefächerte Kundenspektrum

minimiert das Risiko und

federt Krisen in einzelnen Branchen

ab. Die Wirtschaftskrise 2008/2009 hat

Kwasny ohne Umsatzeinbruch gut über -

stan den. Seitdem wächst das Unternehmen

mit gesunden Zuwachsraten.

Mit Innovationen in die Zukunft

Einen Grund für den Erfolg von

Kwasny sieht Michael Fasel in der

Mentalität und der Arbeitsweise der

Mitarbeiter. Sie kommen zum großen

Teil aus der Region. „Fleiß, Wagemut und

innovatives Tüftlertum zeichnen unsere

gut ausgebildeten Fach- und Nachwuchskräfte

aus“, lobt er das Engagement

der Belegschaft. Extrem flache

Hierarchien sorgen für viel direkte

Kommunikation untereinander und ein

gutes Betriebsklima. Das motiviert gegenseitig

und fördert die Innovationsfähigkeit

der Unternehmensgruppe. Und

stellt letzten Endes sicher, dass auch

weiterhin erfolgreich in Deutschland produziert

wird.

www.kwasny.de

www.krebshilfe.de

SPENDENKONTO 82 82 82

KREISSPARKASSE KÖLN

BLZ 370 502 99

JANUAR 2015 w.news

9


IHK + REGION

Mit neuen Ideen den

Im Rahmen einer gemeinsamen

Informationsveranstaltung der

IHK Heilbronn-Franken und der

Wirtschaftsjunioren Heilbronn-

Franken zu Herausforderungen für

innovative Unternehmen gaben

kompetente Referenten und Unternehmer

Antworten auf viele

Fragen zu innovativen Unternehmensgründungen.

Thomas Leykauf, IHK-Referent

im Bereich Wirtschaftsförderung

sagte bei der Begrüßung

der rund 100 Teilnehmer:

„Die Schlüsselfaktoren für

Wachstum und Beschäftigung

sind neue Ideen. Ziel der Veranstaltung

ist es, die bei Unternehmensgründungen,

aber

auch Investitionen in bestehende

Unternehmen immer wieder

in der Praxis auftauchenden

Fragen zu beantworten.“

Fördermittel nutzen

Einführend in das Thema gab

Kai Plambeck, Referent Innovation

bei der IHK Heilbronn-

Franken, den Teilnehmern einen

Überblick über staatliche Fördermittel

für Unternehmen. Er

erklärte, dass gute Ideen oft „in

der Schublade“ liegen würden.

Ein häufiger Grund sei der

Mangel an finanziellen Mitteln.

Dies müsse laut Plambeck aber

nicht sein, da es „zu fast jedem

Thema das passende Förderprogramm

gibt“. Dabei betonte

er, dass der Antrag unbedingt

vor Projektanfang zu stellen

sei. Plambeck ging zudem

näher auf die Innovationsgutscheine

des Landes Baden-

Württemberg und Fördermöglichkeiten

bei Patenten ein.

Finanzierungsalternativen

Im Anschluss referierte Sigrid

Rögner, Geschäftsführerin des

Venture Forum Neckar e. V., über

Finanzierungsalternativen für

innovative Start-ups. Rögner

erläuterte, dass eine klassische

Finanzierung über Banken bei

Start-ups aus Risikogründen

meist scheitere. Hier setze das

Risikokapital an. „Durch einen

Business Angel bekomme ich

nicht nur Kapital, sondern

auch Know-how“, sagte die

Geschäftsführerin. Sie gab jungen

Unternehmen den Rat, sich

Bei der Informationsveranstaltung zu innovativen Unternehmensgründungen (von links): Christian Stein (SmartGas Mikrosensorik GmbH), Kai Plambeck (IHK Heilbronn-Franken),

Sven Scheu (Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken), Lutz Haufe und Timur Lauer (Fresh Five* Premiumfood GmbH), Volker Huelsekopf (SmartGas

Mikrosensorik GmbH), Sigrid Rögner (Venture Forum Neckar e. V.), Holger Morlok (Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken), Thomas Leykauf (IHK Heilbronn-Franken)

und Marcel Appolt (Indeca GmbH).

Foto: Marquart

10 w.news JANUAR 2015


Markt aufmischen

bei der Suche nach dem richtigen

Business Angel gut auf

dem Markt umzuschauen. Investoren

würden „in Köpfe investieren“

und es sei umso

wichtiger, diese von dem eigenen

Produkt überzeugen zu

können.

Diskussionsrunde

Abgerundet wurde der Abend

durch eine Diskussionsrunde

mit Lutz Haufe und Timur Lauer

von der Fresh Five* Premiumfood

GmbH, Marcel Appolt von

der Indeca GmbH und Volker

Huelsekopf und Christian Stein

von der SmartGas Mikrosensorik

GmbH. Anschaulich zeigten

sie die Chancen, aber auch Fallstricke

auf, die mit einer Unternehmensgründung

verbunden

sind. Timur Lauer und Lutz

Haufe erläuterten zu Beginn

die Vorteile einer Gründung im

Team. Lauer: „Es ist gut, wenn

mehr als eine Person hinter

einer Idee steht.“ Dies bestätigte

Haufe und ergänzte: „Da ist

es von Vorteil, wenn sich die

individuellen Fähigkeiten im

Team ergänzen.“ Auf die Frage

nach Erfahrungen und Tipps

bei Beratungsleistungen für

Existenzgründer fand Christian

Stein lobende Worte für die IHK:

„Wir haben mit der IHK sehr

gute Erfahrungen gemacht.“

Stein und Huelsekopf hätten

durch die IHK auch Zugang zu

den Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken

gefunden. Auf

die Frage, wie die Unternehmer

neben dem Tages ge schäft

Auszeiten für neue Ideen finden

und dann auch die rich -

tige Idee auswählen, erklärte

Marcel Appolt: „Bei uns wird

für Entwicklungen bewusst Zeit

eingeplant. Wichtig ist es, die -

se ausgiebig zu testen und am

Ende das Team selbst über die

Lösung eines Problems entscheiden

zu lassen.“

Das Schlusswort des Abends,

der in einen bundesweiten

Aktionstag der Industrie- und

Handelskammern und des Deutschen

Industrie- und Handelskammerstages

eingebettet war,

hielt der stellvertretende Vorsitzende

2014 der Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken

Holger Morlok. (red)

STARTEN SIE IHRE

GOOGLE-KAMPAGNE !

DAS ERLEDIGEN WIR FÜR SIE:

WO...

Kampagnengebiet lokal,

regional, national oder international

WANN...

Kampagnenstart jederzeit und

nach flexiblen Tageszeiten

WIE...

Bis zu 2.000 Suchbegriffe und

Anzeigen mit verschiedenen

Texten

SIE BESTIMMEN DEN ETAT

KONTAKT

LANGJÄHRIGE ERFAHRUNG

AUS ZAHLREICHEN ONLINEKAMPAGNEN

Werderstraße 134 · 74074 Heilbronn

Telefon: 0 71 31/ 79 30-100 · Telefax: 79 30-209

E-Mail: kontakt@hettenbach.de · Internet: www.hettenbach.de

JANUAR 2015 w.news

11


Wolfgang Jung, Mitglied der Vorstands der Südwestbank AG (von links), Prof. Dr. Lars Feld, Mitglied des Sachverständigenrates, Stefan Gölz, Mitglied der Geschäfts -

leitung der IHK Heilbronn-Franken sowie Dr. Marc Beise, Ressortleiter Wirtschaft der Südwestdeutschen Zeitung.

Wirtschaftsweiser in der IHK

Vor rund 250 Vertretern aus der

regionalen Wirtschaft stellte

Prof. Dr. Lars Feld als Mitglied

des Sachverständigenrates zur

Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen

Entwicklung (die

„fünf Wirtschaftsweisen“) am

13. November 2014 im Heilbronner

Haus der Wirtschaft das

einen Tag zuvor in Berlin veröffentlichte

Jahresgutachten vor.

VON J OHANNES L AUN

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung

der IHK

Heilbronn-Franken mit der

Südwestbank AG nutzten die

Gäste die Gelegenheit, sich un -

ter dem Motto „Wirtschaftliche

Entwicklung 2015 – Fortschritt,

Stillstand, Rückschritt“ über

die gesamtwirtschaftliche Lage,

deren Hintergründe und Prognosen

für die Zukunft zu informieren.

In den einleitenden Worten

beschrieb Stefan Gölz, Mitglied

der Geschäftsleitung der IHK

Heilbronn-Franken, anschaulich

die Aufgabe der Wirtschaftsweisen.

Als unabhängiges Gre -

mium in Deutschland gebe der

Sachverständigenrat mit seinen

Gutachten Aufschlüsse über die

wirtschaftliche Entwicklung und

berücksichtige dabei nicht im -

mer die aktuellen politischen

Meinungen. „In Deutschland

gibt es keinen politischen

Maulkorb für den Sachverständigenrat“,

sagte Professor

Feld, so wurde dann auch das

Gutachten am Tag zuvor von

der Politik nicht nur positiv

wahrgenommen. Dabei handele

es sich bei den Ergebnissen

laut dem Wirtschaftsweisen

nicht um „Wirtschaftstheologie“,

sondern um das Ergebnis

komplexer volkswirtschaftlicher

Modelle. Und diese stellte

Professor Feld in seinem

Vortag „kurz, schlüssig, fundiert

und einprägsam“ dar,

zog eine Teilnehmerin Bilanz.

Wettbewerbsfähigkeit verbessert

Unter dem Titel „Mehr Vertrauen

in Marktprozesse“ zeichnete

der Wirtschaftsweise ein

gemischtes Bild der Konjunktur

im Euro-Raum. Insgesamt

falle die wirtschaftliche Lage in

Europa aufgrund einer schwächeren

Konjunktur in Frankreich

und Italien derzeit etwas

schlechter aus, als der Sachverständigenrat

für 2014 prognostiziert

hatte. Die Wettbewerbsfähigkeit

der deutschen

Unternehmen habe sich in den

letzten Jahren aufgrund von

Globalisierungsstrategien, Konsolidierungen

im Privatsektor

und Reformen aber verbessert.

Demzufolge sei der deutsche

Leistungsbilanzüberschuss und

die Exportstärke Deutschlands

lediglich ein Abbild sich verändernder

Strukturen.

Beratern besser zuhören

Im Anschluss folgte eine

Gesprächsrunde zwischen Professor

Feld und Dr. Beise, Ressortleiter

Wirtschaft der Süddeutschen

Zeitung. Dabei wurden

die brisanten Themen des

Abends noch einmal be leuchtet,

hinterfragt und neue Themen

angesprochen. Auf die Frage

aus dem Publikum, warum es

in der Politik wenig Verständnis

für die Arbeit des Sachverständigenrates

gebe, meinte der

Professor: „Ich wünsche mir,

dass die Politik den Beratern,

die hinzugezogen werden, besser

zuhört.“ Außerdem lud er

Bundeskanzlerin Angela Merkel

dazu ein, ihn gerne einmal bei

seiner Vorlesung bezüglich der

Inhalte des Gutachtens an der

Freiburger Universität zu besuchen.

„Und mit dem Sachverständigenrat

ist es wie mit

alten Krawatten, die man nicht

wegwerfen sollte. Irgendwann

werden sie wieder modern“,

folgerte Dr. Beise.

www.heilbronn.ihk.de

Dok.-Nr.: NLS000306

12 w.news JANUAR 2015


IHK + REGION

Nachfolge rechtzeitig planen

Abschlussveranstaltung der Reihe

„Erfolgreiche Unternehmensnachfolge

im Ländlichen Raum“

im Bürgerzentrum in Brackenheim.

Dr. Gerhard Faix, Leiter

der Akademie Ländlicher

Raum Baden-

Württemberg und Brackenheims

Bürgermeister Rolf

Kieser begrüßten die etwa

100 Teilnehmer, unter ihnen

auch Friedlinde Gurr-Hirsch,

MdL im November zur

Abschlussveranstaltung der

Reihe „Erfolgreiche Unternehmensnachfolge

im Ländlichen

Raum“.

Die Tagung richtete sich

an interessierte Unternehmer

aus Gewerbe, Land- und

Weinwirtschaft sowie den

freien Berufen, die sich

rechtzeitig mit einer Betriebsübergabe

befassen wollen,

aber auch an potenzielle

familieninterne und -externe

Nachfolger.

IHK-Moderatorenkonzept

Nach Grußworten von Ministerialdirektor

Guido Rebstock

vom Ministerium für

Finanzen und Wirtschaft

Baden-Württemberg und

Ministerialdirektor Wolfgang

Reimer vom Ministerium für

Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Baden-Württemberg

stellte der stellvertretende

Hauptgeschäftsführer

der IHK Heilbronn-Franken,

Dr. Helmut Kessler, das

IHK-Moderatorenkonzept zur

Sicherung der Unternehmensnachfolge

vor.

Kessler: „Allein in Heilbronn-Franken

stehen jährlich

etwa 900 Unternehmen zur

Nachfolge an. Umso wichtiger

ist es, das Thema Unternehmensnachfolge

rechtzeitig

anzugehen.“ Dabei zeigte

Kessler auf, wie die IHK Heilbronn-Franken

Übergeber und

Übernehmer mit einem breit

gefächerten Service-Angebot

in allen Phasen der Betriebsübergabe

begleitet und unterstützt.

In weiteren Kurzvorträgen

wurden wichtige

Aspekte im Nachfolgeprozess

wie beispielsweise Finanzierung

oder Notfallplanung

aber auch mit einer Übergabe

verbundene emotionale Faktoren

beleuchtet und erörtert.

Beispiele aus der Praxis

In einer anschließenden

Podiumsrunde diskutierten

Übergeber und Übernehmer

gemeinsam mit den IHK-

Nachfolgemoderatoren, Jürgen

Becker und Stefan Hammes

aus der Praxis. Becker: „Jede

Unternehmensnachfolge ist

anders. Die Erfahrung lehrt

aber, dass eine erfolgreiche

Übergabe ein Prozess ist,

der nicht selten ein bis

drei Jahre dauert.“ Außerdem

betonte Becker, dass die

Regelung der Unternehmensnachfolge

keine Frage des

Alters sei. „Auch und gerade

in Notfällen ist es wichtig,

dass die Nachfolge geregelt

ist, da es sonst leicht

passieren kann, dass ein

Unternehmen ins Schlingern

gerät.“ In jedem Fall sollte

deshalb ein Notfallplan existieren,

um zu verhindern,

dass das Lebenswerk eines

Unternehmers und damit verbundene

Arbeitsplätze gefährdet

werde.

(red)


IHK + REGION

Japanisches Interesse

für die Region

Ein japanisches Wirtschaftsforschungsinstitut

führt derzeit eine

Studie über den wirtschaftlichen

Erfolg von Regionen außerhalb

von Ballungsgebieten durch. Anhand

eines Kennzahlenkatalogs

haben sie dabei die Region Heilbronn-Franken

als Best-Practice-

Beispiel ausgewählt.

VON C HRISTIANE B ALLREICH

Das japanische Wirtschaftsforschungsinstitut

„Normura

Research Institute“

erstellt derzeit eine Studie über

den wirtschaftlichen Erfolg von

Regionen außerhalb von Ballungsgebieten.

Anhand eines

weitreichenden Kennzahlenkatalogs

haben sie dabei die Region

Heilbronn-Franken als eine

von drei Best-Practice-Regionen

in Deutschland ausgewählt.

Unterschiede & Gemeinsamkeiten

Zur Untersuchung des hiesigen

wirtschaftlichen Erfolges

ist der Senior Researcher Fumihiko

Kamio in die Region gereist

und hat sich mit dem IHK-

Geschäftsführer Peter Schweiker

und der IHK-Referentin Christiane

Ballreich ausgetauscht.

Gesprächsinhalte waren dabei

Erfolgsfaktoren, regionale Wirtschaftsthemen

und zukünftige

Herausforderungen. Dabei

konnten sowohl Gemeinsamkeiten

als auch große Unterschiede

in der Wirtschaftsstruktur

und Hochschullandschaft

festgestellt werden.

Die Studie wird dem japanischen

Wirtschaftsverband

Keidanren, der mit dem Bundesverband

der Deutschen

Industrie (BDI) vergleichbar

ist, vorgestellt. Dadurch sollen

neue Handlungsfelder zur

Ankur belung der Wirtschaft

in den ländlichen Regionen

Japans iden ti fi ziert werden.

Kontakt

Christiane Ballreich

IHK-Referentin Clustermanagement

Telefon 07131 9677 298

E-Mail christiane.ballreich@

heilbronn.ihk.de

Gedankenaustausch über die Region (von links): IHK-Geschäftsführer Peter

Schweiker, Dolmetscher Masatoshi Sato, Senior Researcher Fumihiko Kamio und

IHK-Referentin Christiane Ballreich.

Preis für Unternehmen und Forscher aus der Region

Forschungstransfer

Foto: vege – Fotolia.com

Preisverleihung des IHK-

Forschungstransferpreises

2015 am 26. Februar im Heilbronner

Haus der Wirtschaft.

Der IHK-Forschungstransferpreis

2015 wird am frü -

hen Abend des 26. Feb ru -

ar in einer feierlichen Veranstaltung

verliehen. Drei heraus -

ra gen de Projekte werden dabei

im Heilbronner Haus der Wirtschaft

mit einem Preisgeld von

insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet.

Technologietransfer unterstützen

Mit dem IHK-Forschungstransferpreis

werden seit 2011

Kooperationsprojekte zwischen

Wirtschaft und Wissenschaft

ausgezeichnet. Er identifiziert

herausragende Forschungsleistungen

und besonders gelungene

Projekte zum Technologieund

Wissenstransfer. Mit dem

Preis soll zur stärkeren Thematisierung

und Nachhaltigkeit

des Transferprozesses beigetragen

und Forscher angeregt werden,

sich weiterhin intensiv mit

den Fragestellungen der Unternehmen

auseinanderzusetzen.

Damit wird der Technologietransfer

zwischen angewandter

Forschung und den Unternehmen

in der Region unterstützt.

Mit der Öffnung des Preises

2015, können sich alle Kooperationsprojekte

bewerben, bei

denen mindestens ein Partner

aus der Region stammt.

www.heilbronn.ihk.de

Dok.-Nr.: SPO004427

Kontakt

Kai Plambeck

IHK-Referent Innovation

Geschäftsbereich Standortpolitik

Telefon 07131 9677-297

E-Mail kai.plambeck@

heilbronn.ihk.de

14 w.news JANUAR 2015


karrierestarten de

Konzept für Arbeitgeber aus Baden-Württemberg

Über 3 Säulen online Mitarbeiter gewinnen für Ausbildung, Studium, Weiterbildung und Karriere.

Sprechen Sie potentielle Bewerber genau dort an, wo sich Ihre Zielgruppe bewegt: im Internet.

erfolgreich seit 2010

1. Online-Messe:

Auf einem virtuellen Messestand 365 Tage

im Jahr präsentieren, was man alles als

interessanter Arbeitgeber anzubieten hat.

www.karrierestarten.de

2. Stellenangebote:

Offene Stellen unter einer eigenen

Subdomain „ihrefirma.stelleninfos.de“ ausschreiben,

bis sie besetzt werden können.

karrierestarten.stelleninfos.de

3. Social Media:

Innerhalb kurzer Zeit, genau nach Altersgruppen

und Orten selektiert, Interesse

wecken bei den gewünschten Zielgruppen.

www.facebook.com/karrierestarten

Kontakt:

HETTENBACH GMBH & CO KG WERBEAGENTUR GWA

Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Telefon: 07131 / 7930-100

E-Mail: kontakt@hettenbach.de

In Kooperation mit dem Landesverband

Baden-Württemberg des Bundesverbands

mittelständische Wirtschaft

ab 83 €

monatlich


Digital vernetzt –

IT in der Industrie

Surfen im Internet mit Smartphone oder Tablet-PC ist Gewohnheit,

der Computer ist im Alltag selbstverständlich. Mit der

digitalen Revolution zieht das Internet jetzt auch in Produktionshallen

ein. Technologien der so genannten Industrie 4.0

bergen neue Möglichkeiten und Chancen, aber auch Gefahren.

VON K ATHARINA M ÜLLER


TITEL

NR. 01 | 2015

WIRTSCHAFTSMAGAZIN DER IHK HEILBRONN-FRANKEN

Seite 16

SÜDKOREA

Geschäfte in Asien

Seite 26

DOSSIER

Gesundheitsmanagement

Seite 32

JANUAR 2015 w.news

17


Das Schunk Safety-Greifsystem setzt einen neuen Maßstab in der sicheren Mensch-Maschinen-Zusammenarbeit.

Vor rund 200 Jahren hatte sie

begonnen – die industrielle

Revolution – mit dem Klackern

des Webstuhls und mit ratternden,

von Dampf- und Wasserkraft

betriebenen Maschinen. Das

Fließband ist schon lange eingeführt

und der deutscher Erfinder Konrad

Zuse hat mit seinem ersten Computer

den Grundstein für eine digitale Revolution

gelegt. Deutschland war schon

zu Beginn der industriellen Revolution

ein Vorreiter in der Automobil-, Maschinen-

und Elektroindustrie. Und das soll

auch in Zukunft so bleiben, denn die

Industrialisierung geht weiter und mit

ihr der technologische Fortschritt durch

Digitalisierung. Die deutsche Bundesund

auch die Landesregierung Baden-

Württemberg treiben diesen Entwicklungsprozess

voran, mit Investitionen

im IT-Bereich – um die Entwicklungen

der so genannten Industrie 4.0, das „Internet

der Dinge“ aktiv mitzugestalten.

(siehe: Interview mit Manfred Wittenstein,

Seite 20).

Fabrik der Zukunft

In der Fabrik der Zukunft wird nicht

alles neu, dafür aber smarter und auch

vernetzter sein. In einer solchen „Smart

Factory“ sind viele Akteure eines klassischen

Produktionsprozesses miteinander

vernetzt. Dafür sorgen Unternehmen

aus der Region wie beispielsweise die

Bechtle AG, IT-Dienstleister aus Neckar -

sulm oder ITQ GmbH, IT-Engineering-

Dienstleister mit Niederlassung in Schwäbisch

Hall. Diese richten entsprechende

IT-Infrastrukturen und Software ein. So

können Menschen mit Maschinen kommunizieren

oder Produkte mitteilen, wie

sie behandelt werden wollen. Es wird

bei Industrie 4.0 darum gehen, mittels

Software Schnittstellen zu bilden, um mit

standardisierter Sprache kommunizieren

zu können. Das sind keine Zukunfts -

szenarien, das ist bereits Realität – auch

in der Region Heilbronn-Franken. Beispielsweise

bei der Schunk GmbH & Co.

KG, Hersteller von Spanntechnik und

Greifsystemen aus Lauffen am Neckar

und bei der Würth Industrie Service

GmbH & Co KG. Dr. Markus Klaiber,

Diplom in ge nieur und technischer Geschäftsführer

bei Schunk erläutert die

Vorteile anhand von Greifern für Roboter:

„Unsere Industrie-4.0-tauglichen

Module sind flexibel und feinfühlig. Mithilfe

intelligenter Mechatronik können

sie unterschiedlichste Teile nacheinander

greifen. Unser Ziel ist es, dass die Module

vollständig in übergeordnete Systeme

integriert werden können.“ Würth

Industrie Service bestätigt, dass die

Digitalisierung schon seit einigen Jahren

in die Betriebe einzieht, Produktions -

abläufe, Materialversorgung und ganze

Systemwelten verändert und dabei mit

intelligenten Lösungen aufwartet.

Digital vernetzt

Mit Technologien von Industrie 4.0

ist es möglich, verschiedene Akteure in

ein „Cyber-Physisches System“ (CPS) zu

betten und so am Produktionsprozess

zu beteiligen. Dr. Ing. Rainer Stetter,

Geschäftsführer von ITQ erklärt: „Die

Vernetzung einzelner Systeme ist unabdingbar,

denn nur mit intelligenter Verschaltung

kann flexibel reagiert werden.“

Aus virtuellen Umgebungen speisen sich

große Mengen an Daten, die beispielsweise

in „Clouds“ gesammelt und interpretiert

werden können, um ein Echtzeitabbild

der Produktion zu erhalten.

Stefan Reuss, Geschäftsführer Logistik

& IT bei der Würth Industrie Service

GmbH & Co. KG aus Bad Mergentheim,

sieht darin die Chance, Materialwirtschaft

und Logistikprozesse transparenter

und nachhaltiger gestalten zu können.

„Jede Branche schaut zwar selbst,

inwiefern eine Umstellung an welcher

Stelle im Unternehmen passend sein

könnte. Generell lässt sich aber sagen,

dass auf Märkte und Kundenanforderungen

schneller eingegangen werden muss,

gerade weil Prozesse immer mehr an

Komplexität gewinnen und beherrschbar

sein müssen.“ Auch Dr. Markus Klaiber

weist auf diesen Aspekt hin, wenn er

betont, dass Industrie 4.0 sich nicht

als Quantensprung vollziehe, sondern

schrittweise erarbeitet werden müsse.

„Wer nicht vom Markt über holt werden

will, sollte kontinuierlich am Ball bleiben,

sprich die Prozesse sowie das Know-how

seiner Mitarbeiter weiterentwickeln.“

Vision mit Potenzial

Eine von Bitkom, dem Bundesverband

Informationswirtschaft, Telekommunikation

und neue Medien e.V. in Auftrag

gegebene Studie mit rund 500 Unternehmen

zeigte 2014, dass Investitionen

im Bereich Industrie 4.0 Deutschland

wichtige Wachstumsimpulse geben. So

könnte Deutschland volkswirtschaftlich

langfristig noch konkurrenzfähiger

18 w.news JANUAR 2015


WIRTSCHAFTSMAGAZIN DER IHK HEILBRONN-FRANKEN

Seite 26

DOSSIER

Seite 32

Seite 16

TITEL

werden. Mit Blick auf die Studie betont

Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf:

„Wenn wir Industrie 4.0 nicht umsetzen,

dann machen es andere. Und wenn

wir es umsetzen, müssen wir es schnell

tun, denn unsere globalen Wettbewerber

sind auch längst aktiv.“ Würth

Industrie Service sieht darin auch die

Möglichkeit, Maschinen optimal auszulasten

und noch nachhaltiger wirtschaften

zu können. Seit 2011 setzt das

Unternehmen auf ein System zur schnelleren

Datenübertragung. Inzwischen ist

daraus der intelligente Behälter (iBin®)

hervorgegangen, der den Kleinteilebestand

erkennt und bei Bedarf automatisch

nachbestellt. Auf Kundenwünsche

könne so besser eingegangen werden:

Produkte und Service sind personalisierter

und individualisierter.

Risiko Sicherheitslücken

Auch Charles Kionga, Leiter IT-Security

bei Bechtle AG aus Neckarsulm,

sieht Chancen, aber auch zu berücksichtigende

Risiken bei Industrie 4.0.

Seines Erachtens würden einerseits der

Material- und Ener gie ver brauch optimiert

und Wertschöpfungsketten neu

formiert. Andererseits bergen hochgradig

vernetzte Systeme auch Gefahren

wie Cyber-Angriffe oder Datenmissbrauch

durch Internetkriminelle. „Mit

geeigneten Strategien und durch hochsichere

Firewalls zum Schutz der IT-

Infrastruktur und Datacenter können

wir diesen Risiken aber begegnen“, sagt

er. „Deutschland genießt diesbezüglich

heute schon großes Ansehen in der Welt

– wir setzen hohe Sicherheitsstandards

um.“ Stefan Strobel von Cirosec GmbH,

einem Unternehmen für IT-Sicherheit

aus Heilbronn, ist dennoch skeptisch:

„Viele Bilder, die wir sehen sind noch

immer Science Fiction. Es existieren

derzeit industrielle Anlagen, die teilweise

schon seit zehn Jahren laufen

und in den kommenden Jahren oder

Jahrzehnten noch immer in Betrieb

”Wenn wir

Industrie 4.0

nicht umsetzen,

dann machen

es andere.


Prof. Dieter Kempf,

Präsident Bitkom

sein werden. Eine übereilte Umstellung

und zentrale Vernetzung würde in den

meisten Fällen zu großen Sicherheitslücken

führen. Wenn Betriebe umstellen,

muss da ein sehr guter Sicherheitsexperte

mit ran. Sonst gehen Industrie

4.0-Technologien in Verbindung mit

3.0-Anlagen ans Netz – da kann dann

schon der einfachste Virus großen

Schaden anrichten.“ Wer den großen

Schritt noch scheut, kann heute bereits

intelligente Komponenten nutzen, ohne

den gesamten Betrieb zu vernetzen.

Mensch und Maschine

Dr. Markus Klaiber: „Das Schunk Safe -

ty Greifsystem ermöglicht eine Zusammenarbeit

von Mensch und Maschine

auf engstem Raum. Tritt ein Mitarbeiter

in den Warnbereich der Maschine,

verlangsamt sich das System oder es

stoppt, ohne dass der gesamte Prozess

unterbrochen wird. Verlässt der Mitarbeiter

den Schutzraum, wird der Prozess

unmittelbar fortgesetzt – ohne Wartezeit

und ohne dass die komplette Anlage

jedes Mal neu hochgefahren werden

muss.“ Werden intelligente Maschinen

eingesetzt, sinken Fehlerquoten, die passgenaue

Fertigung und die Sicherheit

hingegen steigen. Dr. Markus Klaiber ist

überzeugt: „Die Digitali sierung der industriellen

Produktion und das Internet

der Dinge bahnen neue Wege zu noch

effizienteren Lösungen. Maschinen werden

sich mit einer Rüstzeit nahe Null

an neue Teilespektren anpassen lassen.

Mensch und Roboter werden in höchs -

ter Perfektion gemeinsam Montageaufgaben

ausführen.“ Fest steht, dass sich

durch die zunehmende Digitalisierung

Abläufe verändert haben und klassische

Produktionsprozesse auch in Zukunft

weiterhin beeinflusst werden. Dr. Rainer

Stetter unterstreicht daher: „Den Wandel

zu immer stärker Software-basierten

Systemen kann man nicht mehr ignorieren.

Ich sehe die Hauptgefahr darin,

dass viele Menschen sich damit aufhalten

zu diskutieren, ob es Industrie 4.0

überhaupt gibt und was es ist, statt sich

diesem Wandel zu stellen.“

Für nur 105 Euro Aufpreis wirbt Ihre

1/4-seitige Anzeige ein Jahr für Sie in

den online blätterbaren Versionen von

w.news inklusive Link auf Ihre Website.

Anzeigenverkauf:

recon-marketing GmbH

Werderstraße 134

74074 Heilbronn

Telefon: 07131 7930-313

Fax: 07131 7930-350

E-Mail: w.news@recon-marketing.de

Internet: w.news-mediadaten.de

NR. 01 | 2015

SÜDKOREA

Geschäfte in Asien

Gesundheitsmanagement


TITEL

Allianz zu Industrie 4.0

ist „Gold wert“

Die Landesregierung erkannte die Bedeutung

von Industrie 4.0 und versucht, die

vorhandenen Player in der Allianz „Industrie

4.0 BW“ zusammenzuführen. Nun

gilt es, aus der Zusammenarbeit konkrete

Projekte zu entwickeln, welche die

Unternehmen voranbringen.

Interview mit Dr.-Ing. E.h. Manfred

Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender

der familiengeführten Wittenstein

AG, geführt im Staatsministerium

Baden-Württemberg zum Thema

Industrie 4.0:

Was genau verbirgt sich hinter dem Schlagwort

„Industrie 4.0“

Wittenstein: Es gibt keine einheitliche

Definition von Industrie 4.0. Im

Kern geht es aber um die Verschmelzung

von Internettechnologie und

Produktionstechnologie. Die daraus

folgenden Konsequenzen sind sehr,

sehr umfassend und können sich in

vielen Ausprägungen in Unternehmen

breit machen. Das kann beispielsweise

die Logistik sein, neue Produktions -

abläufe, neue Produkte, neue Prozesse

bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.

Mitar beiter, die heute beispielsweise eine

Maschine bedienen, bekommen neue

digitale Assistenzsysteme an die Hand

und werden damit vom „Bediener“ zum

„Bedienten“. So können sie beispielsweise

schneller entscheiden, ob etwa

Ersatzteile bestellt werden sollen oder

ob Material angefordert werden muss.

Denn Werkzeuge oder Maschinenteile

melden selbstständig, ob sie ausgetauscht

oder gewartet werden müssen.

Ein anderes Beispiel ist die verbesserte

Rückverfolgbarkeit von Produkten oder

Komponenten im Produktionsprozess.

So sieht der Kunde direkt, in welchem

Bearbeitungszustand sein Produkt ist.

Wie genau wird diese Umstellung denn ablaufen

Grundsätzlich wird bei dieser sogenannten

vierten industriellen Revolution

nicht plötzlich alles komplett neu

erfunden. Vielmehr ist Industrie 4.0 die

logische Fortentwicklung dessen, was

wir in der Vergangenheit schon auf den

Weg gebracht haben. Das herausragend

Neue ist dabei die echtzeitnahe Synchronisierung

der physischen Welt mit den

Modellen der digitalen Welt. Denn

Digi ta li sie rung an sich gibt es ja schon

lange, auch in der Produktion. Das Entscheidende

ist, dass wir über das Internet

bald jedes einzelne Element in einer

Fabrik ansprechen können und diese

Ele men te auch untereinander kommunizieren.

So wird die Produktion insgesamt

effizienter.

Wird die Vernetzung auch zwischen den

Unternehmen stattfinden

Genau hier liegen sehr große Poten -

ziale: In Ansätzen sind solche unternehmensübergreifende

Prozesse bereits

heute an manchen Stellen umgesetzt.

Werden zum Beispiel in einer Firma

bestimmte Bauteile knapp, wird automatisiert

Nachschub beim zuständigen

Zulieferer bestellt. Mit dem vermehrten

Datenaustausch zwischen Firmen werden

künftig Prozesse also ungemein

einfacher, schneller und besser.

20 w.news JANUAR 2015


Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der familiengeführten Wittenstein AG.

Foto: Wittenstein

Welche Chancen können sich für Baden-

Württemberg durch die vierte industrielle

Revolution ergeben

Laut einer aktuellen Studie erwarten

die befragten Unternehmen eine Effizienzsteigerung

von 3,3 Prozent pro

Jahr. Mehr als ein Drittel der Unternehmen

geht sogar von noch größeren

Poten zi a len aus. Für die baden-württembergische

Wirtschaft mit ihrem

hohen Industrieanteil von über 30 Prozent

am Bruttoinlandsprodukt eröffnen

sich hier also große Chancen.

Wie sind die Voraussetzungen in Baden-

Württemberg beim Thema Industrie 4.0

Grundsätzlich ist die Ausgangslage

in Baden-Württemberg sehr gut. Hier

sind alle relevanten Industrien beheimatet,

allen voran die Maschinenbaubranche

als der entscheidende Player

in diesem Thema: Das produzierende

Gewerbe ist stark, wir haben große

Branchen wie die Automobilindustrie,

”Ich freue mich,

dass die Landesregierung

die

Bedeutung von

Industrie 4.0

erkennt.

“Dr.-Ing. E.h.

Manfred

Wittenstein

aber auch Elektroindustrie und IT-Unternehmen.

Für eine schnelle Entwicklung

wird von Bedeutung sein, dass wir uns

untereinander enger abstimmen, weil

wir die neuen Technologien gemeinsam

in unsere Prozesse und Produkte integrieren

müssen. Da müssen alle Akteure

zusammenarbeiten, von der Industrie

bis hin zu den Gewerkschaften. Dann

haben wir gute Chancen, die Wettbewerbsfähigkeit

für Baden-Württemberg

im internationalen Vergleich weiter

zu erhöhen. Denn auch anderswo, etwa

in Amerika, wird die Digitalisierung in

der Produktion natürlich vorangetrieben,

wenn auch mit etwas anderen

Schwerpunkten.

Sind durch die effizienteren Prozesse

nicht auch Arbeitsplätze gefährdet

Irgendwo geistert offenbar immer noch

das Bild der mannlosen Fabrik umher.

In einem so komplexen System wie

einer Fabrik ist das aber ein Unding.

JANUAR 2015 w.news


21


TITEL

Solche Systeme können nicht ohne Mitarbeiter

gefahren werden. Was wir mit

Industrie 4.0 machen, ist, dass wir die

Produktion durch Assistenzsysteme für

die Mitarbeiter besser machen. Für diese

Assistenzsysteme müssen wir unsere Mitarbeiter

qualifizieren und schulen. Es

ändern sich also die benötigten Quali -

fikationen, aber das ist ein normaler

Prozess, den wir gut organisieren können.

Ich würde behaupten: die neue

Herangehensweise, um Produktion zu

steuern und zu führen, kann ein Alleinstellungsmerkmal

für Baden-Württemberg

oder auch für ganz Deutschland

bedeuten. Wenn wir unsere Technologielösungen

für Industrie 4.0 in alle

Welt verkaufen können, werden dadurch

sogar neue Arbeitsplätze geschaffen. Wir

sehen also eher die Chance der Entwicklung.

Und ich bin froh, dass die

Landesregierung da eine ähnliche Sichtweise

hat.

Ministerpräsident Kretschmann hat kürzlich

im Landtag eine Regierungserklärung

zum Thema Digitalisierung gehalten. Er

hat damit das Thema Industrie 4.0 zur

Chefsache gemacht. Wie sehen Sie das

Engagement der Landesregierung

Ich freue mich, dass die Bedeutung

von Industrie 4.0 von der Landesregierung

erkannt wird. Wenn Wirtschaft,

Politik und Wissenschaft den Weg gemeinsam

gehen, haben wir eine ganz

starke Vision, die dabei hilft, unsere

Ressourcen künftig richtig auszurichten.

Auch die Initiative des Wirtschaftsministeriums,

die vorhandenen

Player in der Allianz „Industrie 4.0

BW“ zusammenzuführen, ist Gold wert.

Die Initiative wird übrigens in ganz

Deutschland als außergewöhnlich und

führend anerkannt. Mehrere Bundesländer

wollen die Idee aufgreifen. Nun

gilt es, aus der Zusammenarbeit konkrete

Projekte zu entwickeln, die unsere

Unternehmen voranbringen.

Wenn Firmen sich untereinander vernetzen

und sensible Daten austauschen, wird auch

die Sicherheit der Netzwerke eine Rolle

spielen. Was muss da noch getan werden

Sicherheitsfragen existieren immer,

das ist vollkommen klar. Hundertprozentige

Sicherheit wird es nie geben.

Wir müssen deshalb ein Risikomanagement

entwickeln: welche Daten sind für

uns wichtig, welche sind für uns weniger

wichtig, und wie können wir uns im

konkreten Fall schützen Letztendlich

sind beim Thema Datenschutz aber

auch Bundes- und EU-Politik gefragt:

dort müssen die Rahmenbedingungen

reguliert werden.

Was ist nun der nächste Schritt in Sachen

Industrie 4.0 in Baden-Württemberg

Heute können erst wenige Elemente

miteinander vernetzt werden. In zehn

Jahren werden es wahrscheinlich extrem

viele sein. Wir müssen bis dahin

die Verhaltensweisen der traditionellen

Industrie mit den Verhaltensweisen der

IT-Branche koordinieren. Bisher ist die

Industrie oft noch sehr zurückhaltend

mit der Software-Integration, weil sie

zu allererst ein zuverlässiges Produkt

liefern muss. Die Software-Welt ist dagegen

manchmal sehr locker. Salopp

gesagt: Wenn ein Bürocomputer mal

abstürzt oder nicht richtig funktioniert,

ist das erstmal nicht so tragisch. Wenn

aber eine Maschine in der Produktion

falsche Daten liefert, dann kann das

sofort einen riesigen Schaden zur Folge

haben. Industrie und IT müssen deshalb

auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Mit der Allianz sind wir gut aufgestellt,

um uns schnell austauschen zu

können und voneinander zu lernen.

www.baden-wuerttemberg.de

Zur Person

Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein, 1942 in

Berlin geboren, studierte Ingenieurwissenschaften

an der Technischen Universität Berlin.

Mitte der 70er Jahre übernahm er die väterliche

Firma in der Nähe von Bad Mergentheim

an der Tauber und entwickelte sie zu einer

Unternehmensgruppe, die bei Getrieben und

intelligenten mechatronischen Antriebssystemen

zu den Weltmarktführern zählt. Im März

2014 schied Wittenstein aus dem Vorstand

des Unternehmens aus. Heute ist er Aufsichtsratsvorsitzender

und Inhaber der familiengeführten

Wittenstein AG. Von 2007 bis 2010

war Wittenstein Präsident des Verbandes Deutscher

Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

22 w.news JANUAR 2015


TITEL

Foto: Oleksiy Mark – Fotolia.com

So produzieren wir morgen

Am Beispiel „3D-Druck“ wird deutlich, wie Industrie 4.0 unsere

Produktion verändern wird. Beim 3D-Druckverfahren entstehen

Bauteile, Endprodukte und Ersatzteile direkt aus elektronischen

Daten heraus.

Man kann auch von einem

Paradigmenwechsel sprechen

– weg von einer zentralen,

hin zu einer dezentralen

Steuerung, mit dem

Ziel einer flexiblen Produktion für in -

dividualisierte Produkte und Dienste.

„Klassische Branchengrenzen verschwinden,

es entstehen neue, übergreifende

Handlungsfelder und Kooperationsformen“,

heißt es dazu in einer Studie des

Bundeswirtschaftsministeriums.

Branchen werden sich verändern

Fachleute sagen voraus, dass dem

3D-Druck die Zukunft im digitalen

Zeitalter „Industrie 4.0“, gehört. Einer

Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft,

Telekommunikation

und neue Medien e.V. (Bitkom) zufolge,

sind 76 Prozent der befragten Unternehmen

der Meinung, dass 3D-Drucker

einzelne Branchen stark verändern

werden. Auch Holger Denzin, der bei

der IHK zuständig für den Bereich

E-Business ist, geht davon aus, dass

der 3D-Druck einen enormen Einfluss


JANUAR 2015 w.news

23


TITEL

Mithilfe der 3D-Drucktechnik lassen sich hochwertige Objekte und Bauteile herstellen.

auf große Teile der Wirtschaft haben

wird. “Schon heute können mit der 3D-

Drucktechnik hochwertige Bauteile ohne

den Einsatz von Werkzeugen hergestellt

werden“, berichtet Denzin. “Innovative

Unternehmen aus dem Automobilbau,

dem Flugzeugbau, der Medizintechnik

oder dem Werkzeugbau, setzen bereits

3D-Druckanlagen in der Produktion ein,

darunter auch Unternehmen aus der

Region Heilbronn-Franken.“

Foto: vege –Fotolia.com

Neue Möglichkeiten in der Produktion

Wie weit die Entwicklung bereits

voran geschritten ist, zeigte auch eine

IHK-Veranstaltung, die auf breites Inte -

resse stieß. Rund 130 Teilnehmer kamen

ins Haus der Wirtschaft, um sich über

den Stand der Technik sowie über die

aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Gut besucht waren auch die Begleitstände,

an denen 3D-Drucker in Aktion

zu sehen waren. Wer bislang dachte, dass

3D-Druck nur etwas aus Science-Fiction-

Filmen ist, wurde bei der Veranstaltung

eines Besseren belehrt. Die Technologie

befindet sich bereits in der Übergangsphase

von einer reinen Prototypenherstellung

hin zur Serienfertigung und bietet

ein gewal tiges Spektrum an Möglichkeiten.

So können beispielsweise langfristig

Ersatzteile durch Abrufen digitaler

Datensätze mittels 3D-Drucker dort hergestellt

werden, wo sie benötigt werden.

Somit kann flexibel auf Kundenbedürfnisse

reagiert werden, zudem reduzieren

sich die Versand-/Lagerhaltungskosten.

In der Forschung werden im 3D-Druck

eben falls neue Chancen gesehen, wo

beispielsweise bereits Prothesen oder

Zahn im plan ta te mit dem 3D-Drucker

hergestellt werden können. Auch in der

Lebensmittelindustrie tut sich einiges

in Sachen 3D-Druck. Erst vor kurzem

stellte ein italienischer Teigwarenhersteller

erstmals Spaghetti mit dem 3D-

Drucker her.

Anschluss nicht verpassen

Für die Zukunft zeigten sich die Fachleute

sehr optimistisch. Wenn man den

Prognosen glauben schenken darf, so

wird der Markt in den nächsten zehn

Jahren im Schnitt mindestens um 20 Pro -

zent wachsen, sagt Dr. Philipp Urban

vom Fraunhofer-Institut für Graphische

Datenverarbeitung (IGD). So bietet die

Technologie viel Potenzial und eröffnet

neue Marktchancen, weshalb sich Unternehmen

frühzeitig mit diesem wichtigen

Thema auseinandersetzen und entsprechend

auf diese Entwicklung reagieren

sollten, um nicht den Anschluss zu verpassen.

(red)

24 w.news JANUAR 2015


Neues aus Berlin und Brüssel

NEWSTICKER

Von TTIP profitiert vor allem der Mittelstand

Berlin. Kurzinterview mit DIHK-

Präsident Eric Schweitzer:

Worum geht es beim Freihandelsabkommen

der EU mit den USA Ziel von

TTIP ist es, Handel und Investitionen zwischen

den USA und der EU zu erleichtern.

Zölle sollen abgebaut und Zertifizierungen

anerkannt werden, wenn sie

gleiche Sicherheit garantieren. Davon

profitiert vor allem der Mittelstand, der

die derzeitigen Doppelzertifizierungen

für seine Produkte kaum bezahlen kann.

Durch die niedrigeren Kosten können

auch die Preise vieler Produkte sinken.

Der so angekurbelte Handel schafft

Wachstum und Arbeitsplätze.

Es gibt doch zahlreiche bilaterale Abkommen.

Brauchen wir TTIP überhaupt

Ein Abkommen zwischen zwei so großen

Partnern wäre ein Impuls für weitere Liberalisierungsrunden.

Andere Staaten

könnten sich an den für TTIP gefundenen

Lösungen orientieren. Damit würde

der Handel weltweit vereinfacht.

Inhalt und Verhandlungen zu TTIP werden

teilweise heftig kritisiert. Warum

Bedenken zum TTIP müssen ernst genommen

werden, zum Beispiel mit Blick

auf Sicherheitsstandards. Da schwingen

Ängste mit, denen wir mit fundierten

Informationen begegnen müssen. Die

Bedeutung des Abkommens ist zu groß,

um es zu zerreden.

Ansprechpartnerin: Freya Lemcke

lemcke.freya@dihk.de

Einheitliche Europäische Bankenaufsicht

gestartet

Brüssel. Seit Anfang November hat die

Europäische Zentralbank (EZB) die

Bankenaufsicht im Euroraum übernommen.

Sie überwacht 120 systemrelevante

Banken, darunter 21 deutsche. Aus

Sicht des DIHK ist die europäische

Bankenaufsicht ein notwendiger Schritt

zur Vollendung des Binnenmarkts. Ab

2016 wird es einheitliche Regeln zur

Bankenabwicklung geben. Der Einrichtung

einer entsprechenden Behörde

und eines Abwicklungsfonds in der Eurozone

steht der DIHK allerdings kritisch

gegenüber, weil dies indirekt zu einer

Vergemeinschaftung der Schulden führen

könnte. Zudem befürchtet der DIHK

Interessenskonflikte, wenn die EZB

Geldpolitik und Bankenaufsicht gleichzeitig

betreibt. Der DIHK rät dazu, die

Aufsicht auf eine eigenständige Behörde

zu übertragen.

Ansprechpartner: Tim Gemkow

gemkow.tim@dihk.de

Wirtschaft fordert Abschiebestopp für

Azubis Berlin. Beim diesjährigen Integrationsgipfel

stand die Verbesserung

der Ausbildungssituation von Jugendlichen

mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt.

Bundeskanzlerin Merkel hatte

Vertreter aus Politik, Wirtschaftsverbänden,

Gewerkschaften und Migrantenverbänden

ins Kanzleramt geladen. DIHK-

Präsident Eric Schweitzer betonte: „Für

die deutsche Wirtschaft sind die Menschen

mit Migrationshintergrund eine

große Chance. Wir wollen unseren Beitrag

dazu leisten, gerade die Jugendlichen

in die Ausbildung zu integrieren.“

Zugleich mahnte er verlässliche Rahmenbindungen

für Flüchtlinge und Betriebe

an. Es müsse sichergestellt werden,

dass geduldete Ausländer, die eine

Ausbildung in Deutschland absolvieren,

diese auch abschließen können. Außerdem

sollten Asylverfahren wesentlich

beschleunigt werden. Bis über einen

Asyl an trag entschieden wird, vergingen

im Schnitt sieben Monate. „Das ist eine

belastende Zeit der Unsicherheit für die

Flüchtlinge, aber auch für potenzielle

Ausbildungsbetriebe“, so Schweitzer.

Auch sollten allen Asylsuchenden von

Anfang an Sprachkurse zur Verfügung

stehen.

Ansprechpartner: Markus Kiss

kiss.markus@dihk.de

Gegen Kriminalisierung der Unternehmen

– für Compliance

Berlin. Die politische Diskussion über

ein Unternehmensstrafrecht führt in erster

Linie zu einer Kriminalisierung von

Unternehmen, kritisiert der DIHK. Zudem

besteht kein wirklicher Regelungsbedarf

für ein solches Strafrecht. Im bisherigen

Recht existieren bereits ausreichend

scharfe und abschreckende Sanktionen

mit hohen Bußgeldern. Einer langjährigen

Forderung des DIHK entspricht da-

gegen, dass künftig mehr Anreize für

Compliance-Maßnahmen gesetzt werden

sollen, zum Beispiel, indem sie

bußgeldmindernd wirken. Es ist allerdings

wichtig, dass Branche, Unternehmensgröße

und unternehmensspezifische

Risi ken für die Frage der Angemessenheit

von Compliance-Maßnahmen

berücksichtigt werden. Einheitliche und

starre Standards würden der Unternehmensvielfalt

nicht gerecht.

Ansprechpartnerin:

Hildegard Reppelmund

reppelmund.hildegard@dihk.de

Familienpflegezeit: DIHK erreicht Ausnahmen

Berlin. Gute Nachricht für kleinere

Betriebe: Unternehmen mit bis zu

25 Beschäftigten werden vom Rechtsanspruch

auf Familienpflegezeit ausgenommen.

Ursprünglich sollte die Grenze

bereits bei 15 Mitarbeitern liegen. Doch

vielen kleinen Betrieben bereiten schon

die bestehenden Ansprüche auf Frei -

stellung und Teilzeit organisatorische

Schwierigkeiten. Darauf hatte der DIHK

in der Bundestagsanhörung hingewiesen

und die praktischen Probleme verdeutlicht,

die durch die Vielzahl einseitiger

Rechtsansprüche entstehen – mit

Erfolg! Damit werden gegenüber dem

ursprünglichen Entwurf gut 80.000 Unternehmen

von dieser Regelung ausgenommen.

Ansprechpartnerin: Stefanie Koenig

koenig.stefanie@dihk.de

IHK-Veranstaltungen (Auszug) Jan.–März 2015

Datum Veranstaltung Ort Preis

15.01.2015 Existenzgründungsberatung Crailsheim kostenfrei

21.01.2015 Sachkundeprüfung zum/zur geprüften Finanzanlagenfachmann/-frau Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) 380,00 €

22.01.2015 RKW-Sprechtag Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) kostenfrei

27.01.2015 Sprechtag mit L-Bank und Bürgschaftsbank/MBG Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) kostenfrei

10.02.2015 Sprechtag mit der L-Bank Schwäbisch Hall kostenfrei

12.02.2015 Existenzgründungsberatung Crailsheim kostenfrei

24.02.2015 Sprechtag mit L-Bank und Bürgschaftsbank/MBG Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) kostenfrei

24.02.2015 Zoll und Steuern in der Türkei Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) 71,40 €

26.02.2015 Life Science Management Kongress Bildungscampus der 290,00 €

Dieter Schwarz Stiftung, Heilbronn

03.03.2015 Warenursprung und Präferenzen – Zollvorteile nutzen Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) 150,00 €

Weitere Infos zu den Veranstaltungen unter www.heilbronn.ihk.de/termine

JANUAR 2015 w.news

25


Südkorea –

eines der führenden


GELD + MÄRKTE

Länder in Asien

Taekwondo, Gangnam Style und Kimchi: Die südkoreanische

Kultur begeistert durch ihre Vielfältigkeit

die Menschen weltweit. Doch Südkorea gehört

auch zu den führenden Nationen der Wirtschaftslandschaft

Asiens und hat großen politischen Einfluss

im asiatisch-pazifischen Raum.

VON D R. FRITZ A UDEBERT


GELD + MÄRKTE

In Südkorea gibt es viele

kulturelle Aspekte, die für

eine Zusammenarbeit zu

beachten sind. Was soll daher

ein Manager wissen, um erfolgreiche

Geschäfte mit Südkoreanern

abzuschließen „In

Südkorea ist das Einhalten von

Fristen und Deadlines sehr

streng und wichtig“, betont Dr.

Vendula Knopfova, interkulturelle

Beraterin der ICUnet.AG,

„geht es jedoch um das pünktliche

Erscheinen zu Meetings

oder Entscheidungsterminen,

nehmen es die Koreaner selbst

nicht so genau“. Wer einen

Termin mit einem Geschäftspartner

hat, sollte sich nicht

wundern, wenn dieser ein

paar Minuten zu spät erscheint.

Aber auch dann kennt

der Koreaner keine Eile. Daher

kann es sein, dass mehrere

Termine stattfinden müssen,

um sich zu einigen. Man sollte

jedoch darauf achten, pünktlich

zum vereinbarten Termin

zu erscheinen, denn der südkoreanische

Geschäftspartner

sieht das als Zeichen des Respekts

ihm gegenüber. Hierarchie

wird in Südkorea sehr

groß geschrieben, daher betritt

immer die älteste Person

den Raum zuerst. Auch das

Jackett sollte immer zuerst

von der ältesten Person abgelegt

werden.

Gastgeschenke pflegen

die Geschäftsbeziehung

Südkoreaner befürchten, dass

ausländische Unternehmen nur

vor Ort sind, um einen schnellen

Gewinn zu machen. Aus

diesem Grund ist es wichtig,

den Geschäftspartnern zu zeigen,

dass Sie an einer langfristigen

Zusammenarbeit und

einer guten Geschäftsbeziehung

interessiert sind. Die Pflege

der aufgebauten Geschäftsbeziehung

ist daher sehr wichtig.

„In Südkorea ist es gängig,

dass sich die Geschäftspartner

gegenseitig Geschenke mitbringen“,

erklärt die interkulturelle

Expertin der ICUnet.AG.

Besonders gern gesehen als

Geschenk sind landestypische

Spezialitäten aus Deutschland.

Man sollte jedoch darauf achten,

das überreichte Gastgeschenk

mit beiden Händen entgegenzunehmen,

denn dies ist

ein Zeichen des Respekts in

Südkorea. Auch in Bezug auf

den Wert des Geschenkes spielt

die Hierarchie eine wichtige

Rolle. „Die älteste Person bekommt

immer das wertvollste

Geschenk überreicht“, berichtet

Dr. Knopfova.

Kommunikation – ein wichtiger

Schritt zum Erfolg

„Weniger ist mehr“: Dieses

Sprichwort passt sehr gut zu

der Kommunikation in Südkorea,

denn die Koreaner bevorzugen,

indirekt zu kommunizieren.

Es ist daher für Europäer

etwas schwieriger herauszufinden,

welche Meinung der

koreanische Geschäftspartner

hat oder was er gerade fühlt

und denkt. „Wer die Stimmung

mit Small Talk auflockern will,

sollte niemals über politische

Themen oder über die Beziehung

zu Nordkorea sprechen“,

warnt die interkulturelle Beraterin,

„es ist besser über persönliche

Themen zu sprechen –

das stärkt auch die Beziehung“.

Auch sollte man sich nicht

wundern, wenn die Gesprächspartner

bei der Unterhaltung

nicht direkt in die Augen ihres

Gegenübers schauen. Sie zeigen

so den Respekt, den sie gegenüber

ihm haben. „Es ist wichtig

zu wissen, dass das Ansehen

sehr geschädigt wird, wenn

eine Person vor mehreren Leuten

kritisiert wird‘‘, erzählt Dr.

Knopfova.

Geselligkeit fördert

die Geschäftsbeziehung

Die Gastfreundschaft und

Tischmanieren sind in Südkorea

von großer Bedeutung.

Häufig wird man zum Essen,

ob zu Mittag oder Abend, eingeladen

und dabei ist es sehr

wichtig, nicht in eines der vielen

Fettnäpfchen zu treten.

„Sich beim Essen am Tisch die

Nase zu putzen gilt in Südkorea

als äußerst unhöflich, daher

sollte man dazu den Tisch kurz

verlassen‘‘, betont die interkulturelle

Beraterin. Wenn man zu

einem Südkoreaner nach Hause

eingeladen wird, treffen sich

die geladenen Gäste meistens

an einem vereinbarten Treffpunkt,

um gemeinsam beim

Gastgeber zu erscheinen. „Der

Gastgeber wird jeden Gast einzeln

mit einem Willkommensgetränk

begrüßen. Er legt dabei

viel Wert darauf, dass das Getränk

auch ausgetrunken wird“,

erklärt Knopfova. Anschließend

sollte man warten, bis der

Gastgeber einen Platz zuweist,

da er für seine Gäste festlegt,

wo diese Platz nehmen dürfen.

Wichtig ist, dass die ältere

Person sich immer als erstes

hinsetzt und auch als erstes

mit dem Essen beginnt.

Der Autor

Dr. Fritz Audebert ist Gründer

und Vorstandsvorsitzender der

ICUnet.AG.

Make success global

Die ICUnet.AG ist Service-, Innovations-

und Qualitätsführer für

interkulturelle Beratung, Qualifizierung

und Assignment Management

mit Büros in Berlin, Bremen,

Frankfurt, Fürth, Hamburg, Köln,

Leipzig, München, Münster, Passau,

Shanghai, Stuttgart und Wien.

Das interdisziplinäre Expertenteam

mit Kompetenz für mehr

als 75 Länder und 25 Sprachen

bereitet jährlich mehrere tausend

Fach- und Führungskräfte

auf die internationale geschäft -

liche Zusammenarbeit vor.

www.icunet.ag

Foto: mnimage – Fotolia.com

28 w.news JANUAR 2015


Treffen Sie Ihre B2B-Zielgruppe:

Reichweitensieg

der IHK-Zeitschriften

Die Reichweiten im Mittelstand (in Prozent)

IHK-Zeitschriften 43,4

Der Spiegel 20,6

Stern 17,0

Focus 16,1

Creditreform Magazin 9,6

Welt am Sonntag 8,1

Die Zeit 7,2

Manager Magazin 6,7

Impulse 5,0

Markt- und Mittelstand 2,4

Die Reichweitenstudie Entscheider

im Mittelstand 2012 beweist: Mit den

IHK-Zeitschriften erreichen Sie mit

Abstand die meisten mittelständischen

Firmenlenker in Deutschland.

Das sind 1,47 Millionen Leser

pro Ausgabe.

Weitere Informationen:

www.ihkzeitschriften.de

www.entscheider-mittelstand.de


GELD + MÄRKTE

KfW baut

Förderung aus

Foto: antasista – Fotolia.com

Seit Dezember 2014 bietet die

KfW mit dem Unternehmerkredit

Plus innovativen Unternehmen

eine zinsgünstige Finanzierung

von Investitionen und Betriebsmitteln

an.

VON M ARTIN N EUBERGER

Innovativ im Sinne des Programms

ist ein Unternehmen

dann, wenn es eines

von mehreren Innovationsmerkmalen

erfüllt, wie zum

Beispiel die erfolgreiche Anmeldung

eines Patents innerhalb

der letzten 24 Monate.

Der Förderkredit wird zu kundenindividuellen

Zinssätzen

ausgegeben. Kleine und mittlere

Unternehmen können aus

dem KfW-Unternehmerkredit

Plus maximal drei Millionen

Euro zu besonders günstigen

Konditionen erhalten, größere

Mittelstandsunternehmen können

bis zu 7,5 Millionen Euro

beantragen.

Kreditvergabe erleichtert

Mit dem Unternehmerkredit

Plus können bis zu 100 Prozent

der förderfähigen Investitionskosten

mit einer Laufzeit

von bis zu sieben Jahren beziehungsweise

Betriebsmittel

mit einer Laufzeit von bis zu

fünf Jahren finanziert werden.

Das Besondere am Unternehmerkredit

Plus ist, dass die KfW

und der Europäische Investitionsfonds

eine Haftungsfreistellung

von jeweils 25 Prozent

(insgesamt also 50 Prozent) des

Kreditrisikos der durchleitenden

Banken übernehmen und so

die Kreditvergabe erleichtern.

Voraussetzungen

Alle Antragsteller müssen

seit mindestens drei Jahren

am Markt aktiv sein und ihre

Innovationsfähigkeit bereits

unter Beweis gestellt haben,

beispielsweise durch den Erhalt

von Zuschüssen, Krediten

oder Bürgschaften aus nationalen

oder europäischen Forschungs-

und Innovationsprogrammen,

einer Patentanmeldung

in den letzten zwei Jahren

vor Antragstellung oder

den Gewinn eines Innovationspreises.

Förderung für junge Unternehmen

verbessert

Verbessert hat die KfW den

ERP-Gründerkredit – Universell.

Seit Dezember 2014 können

Gründer und junge Unternehmen

bis zum 5. Jahr ihrer

Geschäftstätigkeit den zinsgünstigen

Kredit beantragen

und somit zwei Jahre länger

als bisher. Außerdem können

nun bis zu 25 Millionen Euro

(vorher bis zu zehn Millionen

Euro) beantragt werden, um

größere Investitionen oder Betriebsübernahmen

zu finanzieren.

Der ERP-Gründerkredit –

Universell ist neben dem ERP-

Gründerkredit – StartGeld das

Flaggschiff der KfW-Gründungsfinanzierung.

Der ERP-

Gründerkredit – StartGeld bietet

zinsgünstiges Fremdkapital

bis 100.000 Euro. Die KfW

übernimmt gemeinsam mit

dem Euro päischen Investitionsfonds

eine Haftungsfreistellung

von 80 Prozent.

www.kfw.de

Kontakt

Martin Neuberger

IHK-Berater Wirtschaftsförderung

Telefon 07131 9677-112

E-Mail martin.neuberger@

heilbronn.ihk.de

30 w.news JANUAR 2015


GELD + MÄRKTE

Ursprungszeugnisse elektronisch beantragen

Die Behörden vieler Staaten verlangen,

dass Waren, die in ihr

Hoheitsgebiet eingeführt werden,

von Ursprungszeugnissen (UZ)

und/oder bescheinigten Handelsrechnungen

begleitet sind. Allein

die IHK Heilbronn-Franken stellt

pro Jahr rund 30.000 Dokumente

aus.

VON S IMONE G ONZALEZ R OMERO

Seit 2004 gibt es die Möglichkeit,

Ursprungszeugnisse

auch elektronisch

zu beantragen. Über ein Formular

im Internet ist es möglich,

der IHK einen Antrag auf

Ausstellung eines Ursprungszeugnisses

(digital signiert) zuzuleiten.

Daraufhin kann die

IHK das Ursprungszeugnis prü -

fen, bestätigen und zum Ausdruck

im Unternehmen freischalten.

Die Vorteile des elektronischen

Verfahrens:

æ Der Ausdruck von Ursprungs -

zeugnissen und sons tigen

Bescheinigungen erfolgt im

Unternehmen.

æ Kommentare der IHK werden

online erteilt.

æ Ursprungsnachweise, Rechnungen

und andere Dokumente

können dem Ursprungszeugnis

in elektronischer

Form beigefügt werden.

æ Im Benutzerprofil können

Voreinstellungen vorgenommen

werden.

Erfahrungsberichte

w.news befragte Ute-Martina

Kulbarts, Manager Präferenzrecht/Exportkontrolle,

Export-

Auftragsabwicklung, Zoll- und

Außenhandel der MS Motor

Service International GmbH

aus Neuenstadt:

„Wir sind sehr zufrieden,

dass wir das elektronische Ursprungszeugnis

nutzen, da wir

auf elektronischem Weg zu jeder

Zeit die Dokumente erstellen

können und sie sehr zeitnah von

der IHK überlassen bekommen.

Auch Änderungen und Anpassungen

werden auf diesem Weg

schneller durchgeführt.

Wir können Exportabläufe

flexibler und kundenfreundlicher

abwickeln, weil uns die

IHK die Dokumente sofort bereitstellt.

Wir sparen Zeit, senken

Kosten und vermeiden

Botengänge.“

Kontakt

Simone Gonzalez Romero

Außenwirtschaft

Telefon 07131 9677–155

E-Mail simone.gonzalez@

heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de/euz2plus

Die Motor Service Gruppe ist die

Vertriebsorganisation für die weltweiten

Aftermarket-Aktivitäten von

Kolbenschmidt Pierburg. Sie ist ein

führender Anbieter von Motorkomponenten

für den freien Ersatzteilmarkt

mit den Premium-Marken

Kolbenschmidt, Pierburg und TRW

Engine Components. Damit Fahrzeuge

unabhängig aller Anforderungen

in Bewegung bleiben, ist Motor

Service mit 1.200 Handelspartnern

in über 130 Ländern präsent.

www.ms-motor-service.com

Unser Ziel:

und sie hat Wasser.

Ulrich Wickert:

„Mädchen brauchen

Ihre Hilfe!“

Nähere Infos:

www.plan-deutschland.de

e

JANUAR 2015 w.news

31


dossier

Haftungsfalle

Arbeitsschutz

Schon zum 1. Januar 2014 hatte der

Gesetzgeber im Arbeitsschutzgesetz

festgelegt, dass auch psychische Gefähr -

dungen von jedem Arbeitgeber berücksichtigt

werden müssen. Dies bedeutet

Haftungsrisiken, aber auch Chancen für

das Rekrutieren von Arbeitnehmern.

VON J ÜRGEN L OGA


GESUNDHEITSMANAGEMENT

psychischer

JANUAR 2015 w.news

33


dossier

GESUNDHEITSMANAGEMENT

Der Gesetzgeber hatte in seiner

Novelle zum Arbeitsschutz

zum 1. Januar 2014 schriftlich

festgelegt, dass sich jeder

Arbeitgeber ab sofort nicht

nur um die physische Gefährdungsvermeidung

(beispielsweise die Pflicht, in

gefährlichen Bereichen Helme zu tragen),

sondern auch um die psychische Gefährdungsvermeidung

(also zum Beispiel

durch Anpassung der Arbeitsverhältnisse,

dass keine Über-/Unterforderung

entsteht) kümmern muss (§ 5 „Beurteilung

der Arbeitsbedingungen“). Viele

Arbeitgeber sind bislang der Meinung

gewesen, dass eine Nicht-Umsetzung des

novellierten Arbeitsschutzgesetzes keine

größeren Gefahren birgt. Doch jetzt

gibt es erste Hinweise darauf, dass das

Hauptproblem nicht in der Kontrolle

durch die Gewerbeaufsicht oder die

Berufsgenossenschaft liegt, sondern in

dem sich daraus ergebenden Haftungsrisiko.

Haftungsanspruch droht

Denn wenn keine Durchführung erfolgt,

bedeutet dies für die jeweilige

Organisation, dass damit ein Haftungsanspruch

seitens der Berufsgenossenschaft,

Renten-, Kranken- und Unfallversicherung

besteht, wenn ein Arbeitnehmer

aufgrund einer psychischen Situation

(etwa durch Überlastung, Erschöpfung,

Monotonie oder starken Stress)

krank wird.

In Österreich, wo das EU-Gesetz schon

länger umgesetzt wurde, rät die Rechtsanwältin

Ulrike Kargl ihren Klienten im

Internet: „Bei erlittenen persönlichen

Beeinträchtigungen kann man laut Gesetz

eine Entschädigung fordern.“ Eine

ähnliche Entwicklung findet aktuell

auch in Deutschland statt.

Handlungsbedarf überprüfen

Dabei sind die Abläufe, die zu einer

psychischen Gefährdungsbeurteilung

führen, einfach und leicht zu dokumentieren.

Denn der Gesetzgeber erlaubt

es, dass am Anfang jeder Beurteilung

Kennzahlen erhoben werden können,

die grundsätzlich aufzeigen, ob überhaupt

Handlungsbedarf besteht. Diese

Kennzahlen wie zum Beispiel am Jahresende

nicht genommene Urlaubstage

oder im Jahr entstandene Überstunden

liegen in der Regel jedem Arbeitgeber

vor beziehungsweise werden aufgrund

eines Qualitätsmanagements, einer vorliegenden

ISO 900n Zertifizierung oder

einer bestehenden Konzeption zum

betrieblichen Gesundheitsmanagement

ohnehin schon erfasst.

Maßnahmen dokumentieren

Erkennt der Arbeitgeber zusammen

mit einem Auditor Auffälligkeiten, beispielsweise

überdurchschnittlich schlechte

Kennzahlen in der Branche, erlaubt

die Gewerbeaufsicht eine Beurteilung

der Arbeitsplatztypen, also nicht der

einzelnen Arbeitsplätze oder Arbeitnehmer.

Dies geschieht in Form einer

Befragung – entweder nur der Führungskräfte,

je nach Wunsch des Arbeitgebers

aber auch der Arbeitnehmer. Der

Ablauf und die dann zu empfehlenden

Maßnahmen (sofern ein Handlungsbedarf

erkannt worden ist) müssen schriftlich

dokumentiert und auf Wunsch der Gewerbeaufsicht

beziehungsweise Berufsgenossenschaft

vorgelegt werden.

Experten zu Rate ziehen

Arbeitgeber stellen sich dabei zunehmend

die Frage, ob sie selbst eine psychische

Gefährdungsbeurteilung vornehmen

können. Dies ist zwar im Gesetz

erlaubt, birgt jedoch das Risiko, dass

diese im Haftungsfall wegen Formfehlern

nicht anerkannt wird – zum Beispiel

weil ein Verfahren angewandt wird, das

nicht nach DIN ISO 10075:3 zertifiziert

ist oder von der Gewerbeaufsicht nicht

anerkannt wird. Da zahlreiche Auditoren

für psychologische Gutachtenerstellung

IHK-Onlinecheckliste

Gesundheitsbewusster Betrieb

Durch den demographischen Wandel wird das

Durchschnittsalter der Belegschaften in den

Unternehmen kontinuierlich steigen. Mitarbeiter

benötigen in Zukunft also vermehrt Unterstützung

bei der Erhaltung ihrer physischen

und psychischen Konstitution. Die badenwürttembergischen

IHKn haben in Kooperation

mit der Wissenschaftlichen Hochschule

Lahr (WHL) eine indikatorenbasierte Checkliste

„Gesundheitsbewusster Betrieb“ entwickelt.

Interessierten Unternehmen wird dadurch ein

Instrument an die Hand gegeben, ihre Möglichkeiten

in der betrieblichen Gesundheits -

förderung zu ermitteln.

Die Checkliste gibt es im Internet unter:

www.heilbronn.ihk.de

Dok.-Nr. UEU002483

Foto: Schlierner – Fotolia.com

Bevor ein Arbeitnehmer aufgrund

einer psychischen Situation

(etwa durch Über las -

tung, Erschöp fung, Monotonie

oder starken Stress) krank

wird, sollte der Arbeitgeber

reagieren, sonst besteht ein

hohes Haftingsrisiko.

34 w.news JANUAR 2015


GESUNDHEITSMANAGEMENT

und Beratung (PGB) die Realisierung zu

einem Festpreis anbieten, lohnt es sich

in jedem Fall, hier mit einem Experten

zusammenzuarbeiten.

Die psychische Gefährdungsbeurteilung

ist mitbestimmungspflichtig im

Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes

(§ 87 Abs. 1 Nr. 7). Sie sollte zudem

unter Mitwirkung der im Betrieb Beschäftigten

erfolgen. Diese Verpflichtung

wird in zahlreichen weiteren

Rechtsgrundlagen zum Arbeitsschutz,

bezogen auf die darin enthaltenen

speziellen Aspekte konkretisiert (zum

Beispiel Arbeits sicherheitsgesetz, Betriebssicherheitsverordnung,

Lärm- und

Vibra tions-Arbeitsschutzverordnung,

Mutterschutzrichtlinienverordnung).

Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren

Gleichzeitig ist die gesetzlich verlangte

Umsetzung einer psychischen

Gefährdungsbeurteilung aber auch die

ideale Chance, interne Abläufe und

Verhältnisse zu optimieren und so den

psychosomatisch ausgelösten Krankenstand

zu reduzieren. Die erfolgreiche

Durchführung ist damit für den Arbeitgeber

auch eine optimale Werbung, um

Bewerbern aufzuzeigen, dass diese

nicht nur ansprechende Entlohnung

erhal ten, sondern auch Arbeitsverhältnisse

vorfinden, die der Gesunderhaltung

dienen. Der Arbeitgeber schlägt

so zwei Fliegen mit einer Klappe.

Für die meisten Organisationen gibt es

nach der psychischen Gefährdungsbe -

urteilung allerdings noch eine Heraus -

forderung. Denn viele durchgeführte

Beurteilungen zeigen, dass in den meisten

Fällen nicht die Verhältnisse der

Grund für eine Erkrankung des Arbeitnehmers

sind, sondern dessen persön -

liches Verhalten, also seine Sichtweisen

und seine Überzeugungen. Hier kann

nur der Arbeitnehmer selbst etwas verändern

– beispielsweise durch das Besuchen

von geeigneten Seminaren. Viele

Arbeitgeber bieten deshalb selbst in

den eigenen Räumen das Semi nar „Kurs

Stabilisierung“ an. Die Teilnahme von

Arbeitnehmern an dieser Maßnahme

wird von allen großen Kranken kassen

bezuschusst. An sechs Terminen lernen

die Teilnehmer, wie sie stressfrei kommunizieren,

mit Druck und Anforderungen

besser umgehen, selbst ge fass te

Ziele dauerhaft erreichen und dabei

eige ne Körpersignale erkennen können,

wenn eine Über las tung droht. Allein im

Landkreis Heilbronn haben im letzten

Quartal 2014 über 4.000 Arbeitnehmer

diese Kurse besucht. Arbeitgeber können

den Kurs komplett absetzen.

Psychische Gefährdungsbeurteilung

Seit dem 1. Januar 2014 verlangt der Gesetzgeber

von jedem Arbeitgeber, seine Arbeitsplätze

auf potenzielle psychische Gefähr -

dungen wie zum Beispiel Stress, Erschöpfung,

Ermüdung und Monotonie zu untersuchen. Geschieht

dies nicht, riskiert er neben einem Bußgeldbescheid

der Gewerbeaufsicht vor allem

Regressansprüche der Sozialversicherungsträger

wie Krankenkassen, Unfall- oder Rentenversicherung.

Im Rahmen einer IHK-Veranstaltung

werden die gesetzlichen Grundlagen vorgestellt,

Haftungsrisiken aufgezeigt aber auch

Hinweise für die betriebliche Praxis gegeben.

Info-Veranstaltung

Donnerstag, 29.01.2015, 16 bis 18 Uhr, im

Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK)

Kontakt

Christoph Oberländer

IHK-Referent Dienstleistungswirtschaft

Telefon 07131 9677-172

E-Mail christoph.oberlaender@

heilbronn.ihk.de

Der Autor

Jürgen Loga ist Auditor PGB und Institutsleiter

der Balance-Helpcenter in Löwenstein. Der

Buchautor hat eine hohe Praxiserfahrung und

bereits zahlreiche Organisationen im Landkreis

Heilbronn auditiert.

Er ist auch Autor der informierenden Seite:

www.psychische-gefährdungsbeurteilung.de

H ALLEN

Industrie- und Gewerbehallen

von der Planung und Produktion bis zur

schlüsselfertigen Halle

Wolf System GmbH

94486 Osterhofen

Tel. 09932/37-0

gbi@wolfsystem.de

www.wolfsystem.de

JANUAR 2015 w.news

35


dossier

Work-Life-Balance


GESUNDHEITSMANAGEMENT

und Prävention

JANUAR 2015 w.news

37


dossier

GESUNDHEITSMANAGEMENT

Betriebliche Gesundheitsförderung kann einen wesentlichen Beitrag

zur körperlichen wie psychischen Gesundheit leisten und damit auch

zu verbesserter Lebensqualität und verlängerter Erwerbsfähigkeit

der Beschäftigten beitragen.

VON M ATTHIAS M ARQUART

Angesichts des demografischen

Wandels und den damit verbundenen

Veränderungen, ist

es nötig Gesundheitsförderung

und Prävention zu stärken,

Leistungen der Krankenkassen zur

Früherkennung von Krankheiten weiterzuentwickeln

und das Zusammenwirken

von betrieblicher Gesundheitsförderung

und Arbeitsschutz zu verbessern.

Denn Prävention gewinnt auch mit

Blick auf die Notwendigkeit längerer

Arbeitszeiten, zunehmender Chronifizierung

von Erkrankungen und dem

steigenden Fachkräftemangel an Gewicht.

So kann betriebliches Gesundheitsmanagement

nicht nur einen wesentlichen

Beitrag zur körperlichen wie psychischen

Gesundheit leisten, sondern darüber

hinaus als personalpolitisches Instrument

die Gewinnung von Mitarbeitern

vereinfachen. Unabhängig davon liegt

gesundheitliche Prävention aber immer

noch primär in der persönlichen Verantwortung

jedes Einzelnen. Betriebe

können aber für ihre Mitarbeiter Anreize

zur Prävention setzen.

Einige Beispiele aus der Region verdeutlichen:

Das Thema Gesundheits -

management ist längst in den Betrieben

der Region angekommen.

Mit „Lebe Balance“

Mitarbeiter mental stärken

Nach Erkenntnissen der AOK Baden-

Württemberg gingen 42,7 Prozent der

Frührentner 2013 aufgrund psychischer

Störungen in den Ruhestand und damit

dem Arbeitsmarkt verloren. Das ist ein

neuer Negativrekord. Eine vergleichbare

Entwicklung gibt es laut AOK bei den

Krankschreibungen. Mit „Lebe Balance“

hat die AOK Baden-Württemberg als

erste deutsche Krankenkasse ein An -

gebot entwickelt, das die psychische

Gesundheit stärkt. Menschen lernen so,

38 w.news JANUAR 2015

wie man dem zunehmenden Stress in

Beruf und Familie begegnen und stabiler

die Höhen und Tiefen des Alltags

meistern kann. Das Programm nutzt

Erkenntnisse aus Psychotherapie und

Resilienzforschung und basiert auf

erprobten Methoden zum Stressabbau.

Professor Dr. Martin Bohus, ärztlicher

Direktor am Zentralinstitut für seelische

Gesundheit in Mannheim und

Leiter dieses Programms, stellte „Lebe

Balance“ kürzlich Personalleitern im

Heilbronner Insel-Hotel vor. Betriebe

”Wir sehen die

Verantwortung

für die Menschen,

die bei uns arbeiten

und nehmen

diese durch zahl -

reiche Aktionen

zum Thema

Gesundheits -

förderung wahr.


Birgit Dörr, Hornschuch-

Personalleiterin

können das Programm für ihre Mitarbeiter

buchen. Diese erfahren in Vorträgen

und Seminaren mehr über die Psyche

und erhalten nützliche Werkzeuge,

um einen achtsameren Umgang mit

sich selbst und ihrem Umfeld zu lernen.

Perspektiven aufzeigen

Eine Erkenntnis, die sich auch beim

Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-

Abegg SE schon seit geraumer Zeit

durchgesetzt hat. Außer den zahlreichen

Fitness-Initiativen mit mehreren externen

Partnern zu vergünstigten Preisen

für die Mitarbeiter wird dort auch zunehmend

auf die Psyche geachtet. Denn

Ursachen für psychische Erkrankungen

sind vielfältig: Eine Beziehung geht zu

Ende, man hat eine traumatische Erfahrung

gemacht, es liegt eine Diagnose für

eine schwere körperliche Erkrankung

vor, man kommt mit der Erziehung der

Kinder einfach nicht mehr zurecht,

stark herausfordernde berufliche Aufgaben

und Situationen, Stress, Sucht

oder vieles mehr.

In solchen Fällen gibt es bei Ziehl-

Abegg einen Perspektiven-Coach, der

kurzfristig Hilfe anbietet, um die ersten

Schritte aus der schwierigen Phase heraus

zu tun. Der erfahrene Psychotherapeut

Joachim Armbrust begleitet die betreffenden

Mitarbeiter ein Stück auf ihrem

Weg zu mehr Stabi lität, Entspannung

oder Zukunftsperspektiven. Manchmal

reicht es nämlich schon aus, in wenigen

unterstützenden Begleitungs-Terminen

die eigenen Fähigkeiten wahrzunehmen

und einzusetzen. Die Krisenbegleitung

kann aber auch eine kurzfristig erreichbare

Unterstützung zur Vorbereitung für

andere Schritte und Maßnahmen sein.

Immer entscheiden die Mitarbeiter selbst,

ob und in welchem Zeitrahmen sie

wiederkommen wollen. Psychotherapeut

Armbrust sagt: „In einer Krisensituation


GESUNDHEITSMANAGEMENT

geht es oft darum, eine erste Handlungslandkarte

zu entwickeln.“ Die Gespräche

sind vertraulich. Das Unternehmen

erfährt nicht, welcher Mitarbeiter das

Angebot angenommen hat. Der Perspektiven-Coach

stellt dem Unternehmen

die Sitzungstermine in Rechnung, ohne

den Namen des Mitarbeiters oder den

Gesprächsinhalt anzugeben. Für jeden

Mitarbeiter werden bis zu drei Beratungstermine

pro Jahr bezahlt.

Impulse für eine gesunde Lebens- und

Arbeitsweise

Südamerikanische Rhythmen dringen

aus dem Pausenraum von R. Stahl, dem

Waldenburger Spezialisten für Explosionsschutz.

Zahlreiche Mitarbeiter bewegen

sich gut gelaunt zur Musik. Sie

haben Spaß an der Bewegung und

nehmen an einem Zumba-Schnup -

perkurs teil. Regelmäßig veranstaltet

das Unternehmen Gesundheitstage, bei

denen es zahlreiche weitere attraktive

Angebote für die Beschäftigten gibt.

Dazu gehören beispielsweise die Prüfung

des zentralen Gesichtsfelds, Sehtest,

Venenmessung, Hauttypbestimmung,

Computer-Fußanalyse, Gefäßuntersuchung,

Ausdauercheck und ergänzende

Sportkurse für aktive Pausen und zur

Entspannung. Auch das Betriebsres -

taurant beteiligt sich mit einem ge -

sunden Speiseplan aus Bio-Produkten

der Region, Obstbuffet und Fruchtcocktails.

Die Veranstaltung ist bei R. Stahl

ein fester Bestandteil der betrieblichen

Gesundheitsförderung. Regelmäßig bekommen

die Beschäftigten die Möglichkeit,

sich über das Thema Gesundheit

zu informieren, verschiedene Angebote

zur Förderung des eigenen Wohler -

gehens kennenzulernen und sich in

persönlichen Beratungsgesprächen Tipps

zu holen. „Als Arbeitgeber tragen wir

Verantwortung für das Wohl unserer

Mitarbeiter. Wir wollen sie deshalb für

verschiedene Gesundheitsthemen sensibilisieren

und dazu anregen, etwas für

ihr eigenes Befinden zu tun“, erklärt

R.-Stahl-Personalleiter Klaus Jäger.

Work-Life-Balance für Azubis

Aufgrund häufiger Nachfrage bietet

die Wittenstein AG Seminare zum

Thema Work-Life-Balance und Stressbewältigung

für Auszubildende und

Studierende an. Dabei haben Nachwuchskräfte

beim Igersheimer Mechatronikkonzern

einen besonderen Stellenwert.

Rund 200 Azubis und dual

Studierende machen immerhin 13 Prozent

des Mitarbeiterstamms des international

tätigen Herstellers von innovativen

Antriebssystemen aus. Vielseitig ist

das Angebot an Seminaren und Work -

shops, das ihnen ihr Ausbildungsbetrieb

im Rahmen der hauseigenen Aka de mie

anbietet. Doch wiederholt äußerten die

jungen Nachwuchskräfte den Wunsch

nach einem Seminar zum Thema Work-

Life-Balance/Stressbewältigung, das inzwischen

wiederholt angeboten wird

und stets ausgebucht ist. Dr. Sebastian

Spörer, Experte für Neuro-Bio-Chemie

und Leiter des Deutschen Zentrums

für Leistungsmanagement, verdeutlicht,

welche Auswirkung Ernährung, Schlaf

und Sport auf Körper und Geist haben.

Auch psychische Faktoren und die Früh -

er ken nung von Erschöpfungssignalen

stehen im Fokus der ganztägigen Veranstaltungen,

an deren Ende jeder Teilnehmer

einen persönlichen, selbst erarbeiteten

Masterplan zu seiner Work-Life-

Balance erhält. Dieses Beispiel zeigt,

dass sich das betriebliche Gesund -

heitsmanagement (BGM) bei Wittenstein

schon für Jugendliche und junge

Erwachsene verantwortlich fühlt und

damit für jede Altersgruppe Aktivitäten

ergreift. Das Portfolio des Angebots mit

dem Namen „Witalplus“ ist vielseitig

und umfangreich. Ein Beachvolleyballplatz,

Fitnessraum und mehrere Sportgruppen

bieten Ausgleich zum Arbeitsalltag.

Physiotherapie und Massage werden

auf dem Firmengelände ebenso

angeboten wie Aktivpausen. Umfangreiche

Gesundheitschecks im Rahmen

von Gesundheitstagen stoßen auf breites

Interesse, höhenverstellbare Schreib -

tische werden von Jung wie Alt aktiv

genutzt und äußerst flexible Arbeitszeitmodelle

sowie Homeoffice-Lösungen

helfen Beruf und Familie in Einklang

zu bringen.


JANUAR 2015 w.news

39


dossier

GESUNDHEITSMANAGEMENT

An Bedeutung gewann das Thema

Gesundheitsmanagement bei Wittenstein

bereits vor einigen Jahren auf Grund

einer Mitarbeiter-Gesundheitsbefragung.

Das Ergebnis zeigte nicht nur das

Interesse am Thema, sondern auch den

klaren Willen der Belegschaft, etwas für

das eigene Wohl zu tun. Seither ist das

BGM ein Vorstandsthema, für das es

einen Steuerkreis mit Mitgliedern aus

vielen Unternehmensbereichen und

Alters schich ten gibt. Begleitet wurde

der kontinuierliche Aufbau der Maßnahmen

von einem externen Institut für

betriebliches Gesundheitswesen. Petra

Bartlotti aus dem Human Ressources

Management und Mitglied des Steuerkreises.

„Dennoch sehen wir, sowohl zur

Vielseitigkeit der Angebote als auch

in puncto Kontinuität, in der Nutzung

noch einige Potenziale. Die Vertreter der

Gene ration Y, scheinen jedenfalls ein

ausgeprägtes Bewusstsein für Gesundheit

und Wohlbefinden zu haben, wie

die Nachfrage am Seminar zur Stressbewältigung

zeigt.“

Hilfe und Prävention

Das Thema Gesundheitsmanagement

hat auch bei der Konrad Hornschuch

AG aus Weißbach einen sehr hohen

Stellenwert. Prisca Bollgönn, Junior

Manager Communications, Marketing

& Sales: „Wir sehen die Verantwortung

für die Menschen, die bei uns arbeiten

und nehmen diese durch zahlreiche

Aktionen zum Thema Gesundheits -

förderung wahr. Wir sind mit kranken

Mitarbeitern im Gespräch und versuchen

zu helfen, wo es geht.“ So hat

Hornschuch zum Beispiel den langjährigen

Mitarbeiter Peter Perlich, der an

Leukämie erkrankt war, dabei unterstützt,

einen geeigneten Spender zu

finden. Im März 2013 ließen sich über

200 Mitarbeiter in einer firmeninternen

Aktion typisieren, um ihrem Kollegen

zu helfen. Zusätzlich konnten die vom

Deutschen Roten Kreuz durchgeführten

Blutspendetermine in Künzels au,

Mulfingen und Forchtenberg damals

um eine Typisierung erweitert werden,

an der rund 300 Personen teilnahmen.

Die Kosten für die gesamte Aktion wurden

von Hornschuch getragen.

Außerdem spielen präventive Maßnahmen

bei Hornschuch eine große Rolle.

Prisca Bollgönn: „Aufgrund der demografischen

Entwicklung wird es immer

wichtiger, dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter

so lange wie möglich gesund bleiben,

um ihnen langfristig einen adäquaten

Arbeitsplatz bieten zu können. Deshalb

muss ein Bewusstsein dafür geschaffen

werden, dass jeder Einzelne etwas für

seine Gesundheit tun muss. Aufgabe des

Arbeitgebers ist es hier, entsprechende

Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung

anzubieten.“ So bietet Hornschuch seinen

Mitarbeitern zahlreiche Angebote: Von

Bewegungsschulungen, Kursen zur Entspannung

und Stressreduktion wie Yoga

und Qi Gong, über Rauchfreiseminare,

jährliche Gesundheitstage, Lauftreffs bis

hin zu Gefährdungsanalysen, die zur

Iden ti fi ka tion und zur Vermeidung von

Gefahren dienen, ist für jede Zielgruppe

etwas dabei.

Ausgezeichnet

Auch der Künzelsauer Montagespezialist

Würth setzt sich seit 20 Jahren mit

dem innerbetrieblichen Gesundheitsprogramm

„Fit mit Würth“ aktiv für

seine Mitarbeiter ein. Ziel ist es, das Bewusstsein

für eine gesunde Lebens- und

Arbeitsweise bei den Mitarbeitern zu

stärken. Das Würth Gesundheitsmanagement

umfasst dabei verschiedene

Schwerpunktbereiche, da runter Bewegung,

Ernährung und Stressbewältigung.

Was 1994 mit zehn Sportkursen

begann, hat sich mittlerweile zu einem

Kursprogramm aus über 300 Kursen mit

rund 1.200 Teilnehmenden entwickelt.

Besonders frequentiert sind die Aktivpausen

in Meetings und Konferenzen.

Um insbesondere den Mitarbeitern der

Logistikzentren einen Ausgleich zu

ihrer Arbeitstätigkeit zu bieten, ist ein

sogenanntes Kraftmobil, ein Elektro -

auto mit einem Gerät zum Muskel -

aufbautraining auf der Ladefläche an

verschiedenen Haltestellen in den Ver -

triebs zentren im Einsatz. Die Mitar -

beiter im Außendienst erhalten seit

September 2014 orthopädische Gesundheitssitze

für ihre Fahrzeuge. Ein Betriebsarzt

gewährleistet die Einhaltung

und Kontrolle von Maßnahmen zum

Arbeits- und Gesundheitsschutz. Ein erfolgreiches

Konzept. So wurde das Gesundheitsmanagement

der Adolf Würth

GmbH & Co. KG im vergangenen Jahr

mit dem Exzellenz-Siegel des Corpo rate

Health Award ausgezeichnet. Würth-

Personalleiterin Carmen Hilkert: „Dieses

Siegel ist für uns eine Bestätigung,

dass wir unsere Unternehmensstrategie

‚Nähe-nah am Menschen‘ leben. Die

Auszeichnung macht uns nochmal deutlich,

wie wertvoll der Einsatz für die

Gesundheit unserer Mitarbeiter ist.“

www.aok.de

www.hornschuch.com

www.stahl.de

www.wittenstein.de

www.wuerth.de

www.ziehl-abegg.com

Home Office Arbeiten in vertrauter Umgebung –

USM Möbelbausysteme verbinden Welten.

Verrenberger Weg

27

74613 Öhringen

Mobil 0151 42257010

www.breuninger24.de

40 w.news JANUAR 2015


GESUNDHEITSMANAGEMENT

Zukunftsmarkt Gesundheit

Der Szenario-Management-Experte Dr. Alexander Fink, Dr. Georg Matheis von

der Xenios AG und Prof. Dr. Dirk Höfer von den Hohenstein Instituten werden

sich im Rahmen der 11. Denkanstöße am 15. Januar diesem Thema widmen

und ihre Ideen und Visionen hierzu vorstellen.

VON C HRISTIANE B ALLREICH

Aktuelle Trends wie der demografische

Wandel, Digitalisierung,

intelligentes Wohnen

oder Urbanisierung treiben

unsere Gesellschaft um. Sie

bereiten den Weg für neue Lösungen

und Lebensweisen, bringen aber auch

Risiken mit sich. Kann der Blick in die

Glaskugel hierzu Klarheit schaffen Der

erfahrene Strategieberater und Szenario-Management-Experte

Dr. Alexander

Fink wird die Megatrends rund um

den Gesundheitsmarkt der Zukunft

skizzieren und die möglichen Auswirkungen

auf die Stadt von morgen beschreiben.

Zukunftsthemen im Fokus

Aufbauend auf den Zukunftsszenarien

wird der Unternehmer, Mediziner

und Wissenschaftler Dr. Georg Matheis

am Beispiel der Medizintechnik in Heilbronn

zeigen, wie Wirtschaft und Wissenschaft

schon heute an Lösungen von

morgen arbeiten. Prof. Dr. Dirk Höfer

von den Hohenstein Instituten wird

seine Ausführungen anhand ausgewählter

Forschungsprojekte abrunden und

zeigen an welchen Zukunftsthemen die

Wissenschaft derzeit arbeitet.

Die Ideen des Abends sollen im

Anschluss als Antwort auf die Frage

Zukunft findet Stadt – auch in Heilbronn-Franken“

erprobt werden.

Impulse für die strategische Arbeit

Die „Denkanstöße“ stellen das jährliche

Highlight der IHK-Profit-Veranstaltungsreihe

(mit produktiven

Wertschöpfungsketten fit im

Wettbewerb) dar. Gemäß der

Leitfrage „Wovon leben wir

morgen“ sollen den

Teilnehmern Impulse

für ihre strategische

Arbeit gegeben werden.

Moderiert

wird die Veranstaltung

von

Hanspeter Faas,

Geschäftsführer

der Buga Heilbronn

2019 GmbH.

Die 11. Denkanstöße

finden am Donnerstag, den

15. Januar, 18 Uhr im Heilbronner

Haus der Wirtschaft (IHK) statt.

Informationen und Anmeldung im

Internet unter:

www.heilbronn.ihk.de

Dok.-Nr. TER001423

Kontakt

Christiane Ballreich

IHK-Referentin Clustermanagement

Telefon 07131 9677 298

E-Mail christiane.ballreich@heilbronn.ihk.de

Foto: Sergey Nivens – Fotolia.com


STATISTIK

Wirtschaftszahlen

Im Oktober 2014 lag der Umsatz der regio -

nalen Industrie um 2,5 Prozent unter dem

Vorjahresniveau. Das Auslandsgeschäft verzeichnete

ein Minus von 2,5 Prozent. Im

Oktober 2014 beschäftigten die regionalen

Industriebetriebe 114.267 Personen. Damit

waren 2.285 Personen mehr als im Oktober

2013 beschäftigt (+2,0 Prozent).

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen

Erwerbspersonen betrug im November 2014

in der Region Heilbronn-Franken 3,5 Prozent

(Baden-Württemberg 3,8 Prozent).

ARBEITSMARKT

Offene Stellen

Veränd.

Nov. 2013 Nov. 2014 in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 2.743 3.178 + 15,9

Hohenlohekreis 598 840 + 40,5

Landkreis Schwäbisch Hall 1.223 1.448 + 18,4

Main-Tauber-Kreis 1.229 1.340 + 9,0

Region Heilbronn-Franken 5.793 6.806 + 17,5

Baden-Württemberg 67.124 76.011 + 13,2

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 368.836 414.447 + 12,4

Deutschland (insgesamt) 457.996 514.599 + 12,4

Arbeitslose

Veränd.

Nov. 2013 Nov. 2014 in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 10.692 9.826 – 8,1

Hohenlohekreis 1.814 1.803 – 0,6

Landkreis Schwäbisch Hall 3.404 3.631 + 6,7

Main-Tauber-Kreis 2.486 2.302 – 7,4

Region Heilbronn-Franken 18.396 17.562 – 4,5

Baden-Württemberg 222.552 219.048 – 1,6

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 1.996.023 1.956.799 – 2,0

Deutschland (insgesamt) 2.806.146 2.716.852 – 3,2

PREISE

Index für die Lebenshaltung

Verbraucherpreisindex Nov. 2013 Nov. 2014

Veränd.

in %

Baden-Württemberg (2010 = 100) 105,8 106,3 + 0,5

Deutschland (insgesamt) (2010 = 100) 106,1 106,7 + 0,6

Gewerbliche Indizes Nov. 2013 Nov. 2014

Veränd.

in %

Industrielle Erzeugnisse (2010 = 100) 106,5 105,5 – 0,9

Einzelhandelspreise (2010 = 100) 104,8 105,1 + 0,3

Großhandelspreise (2010 = 100) 106,3 105,1 – 1,1

Arbeitslosenquote November 2014

in % der in % aller

abh. EWP 1) EWP 2)

Stadt- und Landkreis Heilbronn 4,4 3,9

Hohenlohekreis 3,2 2,8

Landkreis Schwäbisch Hall 3,8 3,4

Main-Tauber-Kreis 3,5 3,1

Region Heilbronn-Franken 4,0 3,5

Baden-Württemberg 4,2 3,8

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 6,3 5,6

Deutschland (insgesamt) 7,0 6,3

Aktuelle Wirtschaftszahlen inklusive der „Einfuhr- und Ausfuhrpreise“ (Gewerbliche Indizes und Industrielle

Erzeugnisse) können Sie direkt nachlesen unter www.heilbronn.ihk.de/wirtschaftszahlen.

Hinweis für den Abschluss von Wertsicherungsklauseln:

Die Berechnung der Indizes für das frühere Bundesgebiet, die neuen Länder und für spezielle Haushalts -

typen wurde ab Februar 2003 bei der Umstellung auf das Preisbasisjahr 2000 eingestellt.

Weitere Informationen zu Wertsicherungsklauseln bietet das Statistische Bundesamt:

Telefon 0611 754777, Internet: www.destatis.de/wsk/ (interaktives Berechnungsprogramm).

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden- Württem berg, Statistisches

Bundesamt, eigene Berechnungen (Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

1) bezogen auf abhängige zivile Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäf tigte, geringfügig

Beschäftigte, Beamte, Arbeitslose)

2) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Agenturen für Arbeit der Region; Regio nal direktion Baden-

Württemberg der Bundesagentur für Arbeit; Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen (Tabelle: IHK

Heilbronn-Franken).

42 w.news JANUAR 2015


STATISTIK

VERARBEITENDES GEWERBE 3)

Beschäftigte

Veränd.

Okt. 2013 Okt. 2014 in %

Stadtkreis Heilbronn 10.106 9.733 – 3,7

Landkreis Heilbronn 43.666 44.961 + 3,0

Hohenlohekreis 18.401 18.975 + 3,1

Landkreis Schwäbisch Hall 22.813 23.509 + 3,1

Main-Tauber-Kreis 16.996 17.089 + 0,5

Region Heilbronn-Franken 111.982 114.267 + 2,0

Baden-Württemberg 1.091.786 1.103.862 + 1,1

Deutschland 5.324.995 5.385.107 + 1,1

Umsatz (in 1.000 Euro)

Veränd.

Okt. 2013 Okt. 2014 in %

Stadtkreis Heilbronn 231.492 229.751 – 0,8

Landkreis Heilbronn 1.446.106 1.372.113 – 5,1

Hohenlohekreis 329.810 354.819 + 7,6

Landkreis Schwäbisch Hall 497.706 482.194 – 3,1

Main-Tauber-Kreis 259.486 256.210 – 1,3

Region Heilbronn-Franken 2.764.600 2.695.087 – 2,5

Baden-Württemberg 26.578.870 28.017.848 + 5,4

Deutschland 144.511.710 148.381.975 + 2,7

davon Export (in 1.000 Euro)

Veränd.

Okt. 2013 Okt. 2014 in %

Stadtkreis Heilbronn 96.725 104.958 + 8,5

Landkreis Heilbronn • • •

Hohenlohekreis 168.565 178.773 + 6,1

Landkreis Schwäbisch Hall 227.267 212.197 – 6,6

Main-Tauber-Kreis • • •

Region Heilbronn-Franken 1.533.598 1.495.999 – 2,5

Baden-Württemberg 14.506.388 16.023.204 + 10,5

Deutschland 68.309.875 72.641.438 + 6,3

BESCHÄFTIGTE Verarbeitendes Gewerbe

120.000*

72.000*

24.000

18.000

12.000

6.000

10.106

9.733

Oktober 2013

Oktober 2014

43.666

44.961

18.401

18.975

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

DAVON EXPORT Verarbeitendes Gewerbe

1.800.000*

250.000

Oktober 2013

Oktober 2014

22.813

UMSATZ Verarbeitendes Gewerbe

3.000.000*

1.750.000*

500.000

375.000

250.000

125.000

231.492

229.751

Oktober 2013

Oktober 2014

1.446.106

1.372.113

329.810

354.819

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

497.706

23.509

482.194

16.996

259.486

17.089

256.210

111.982

2.764.600

1.533.598

114.267

2.695.087

1.495.999

3) Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008

(WZ 2008); Daten 2013: jahreskorrigierte Werte

• = keine Angaben aus Geheimhaltungsgründen

Die Daten stehen immer mit einer Verzögerung von rund zwei Monaten zur Verfügung und werden monatlich

aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

(Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

200.000

150.000

100.000

50.000

96.725

104.958

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

168.565

178.773

Stadtkreis Landkreis Hohenlohe- Landkreis Main-Tauber- Region

Heilbronn Heilbronn kreis Schwäbisch Kreis Heilbronn-

* gekürzt

Hall

Franken

227.267

212.197

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

JANUAR 2015 w.news

43


WIRTSCHAFTSJUNIOREN

Heilbronner Wirtschafts juniorin

im Landesvorstand

Marion Fritzsche von den Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken

übernimmt für zwei Amtsjahre

das Ressort „Bildung und

Wirtschaft“ im Landesvorstand

der Wirtschaftsjunioren Baden-

Württemberg.

VON S VEN S CHEU

Auf der Landessitzung der

Wirtschaftsjuniorenkreise

Baden-Württemberg

in Esslingen wurde Marion

Fritzsche in den Landesvorstand

der Wirtschaftsjunioren

(WJ) Baden-Württemberg

gewählt. Das Mitglied der WJ

Heilbronn-Franken über nimmt

das Ressort „Bildung und Wirtschaft“

von Catherine Haenle

aus Albstadt, die turnusgemäß

ausscheidet.

Ressort „Bildung und Wirtschaft“

Das künftig von Fritzsche

verantwortete Ressort „Bildung

und Wirtschaft“ beschäftigt sich

mit allen Bildungsthemen – angefangen

bei der Bildung an

Schulen und Hochschulen über

Ausbildung bis hin zum lebenslangen

Lernen. Auch die interne

Weiterbildung der WJ-Mitglieder

wird von hier aus koordiniert.

Das Kapital sind „Köpfe“

Fritzsche betonte ihre Motivation

und die geplanten

Schwerpunkte ihrer Amtszeit:

„Das Kapital unseres Landes

steckt in seinen Köpfen. Ich

kenne viele Projekte aus der

Kreisarbeit in Heilbronn-Franken

von Grund auf und möchte

mein ehrenamtliches WJ-

Engage ment nun auf Lan des -

ebene ausweiten, um unsere

Projekte überregional voranzubringen.“

Zum Beispiel sollen

Ausbildungsplatzchancen für

Haupt- und Realschüler mit

„Stufen zum Erfolg“ verbessert

werden.

Heilbronner auf Landesebene

Fritzsche ist damit neben

Jochen Mulfinger (Ressortinhaber

„Unternehmertum“), bereits

zweiter Vertreter der WJ Heilbronn-Franken

im Landesvorstand.

Dies bietet den regio -

nalen Wirtschaftsjunioren die

Möglichkeit, ihre Erfahrungen

aus der Kreisarbeit in die

Landesarbeit einzubringen. Die

Wirtschaftsjunioren Heilbronn-

Franken leisten damit einen

wichtigen Beitrag, Baden-

Württemberg weiterhin mit

guten Fach- und Führungskräften

auszustatten.

Marion Fritzsche leitet 2015 und

2016 das Ressort „Bildung und

Wirtschaft“ im Landesvorstand

der Wirtschaftsjunioren Baden-

Württemberg.

Aufschwung, Abschwung

oder Stagnation

Am 4. Februar 2015 laden die

Wirtschaftsjunioren Heilbronn-

Franken (WJ) zu den traditionellen

Konjunkturprognosen in

das Intersport Event- und Messecenter

redblue nach Heilbronn

ein.

Hochrangige Vertreter der

regionalen Wirtschaft

wagen dabei einen Ausblick

in die Zukunft. Zu den

Referenten des Abends zählen

unter anderem:

æ Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin

IHK Heilbronn-Franken

æ Lutz Haufe, geschäftsführender

Gesellschafter Fresh

Five* Premiumfood GmbH

æ Andreas Kühner, geschäftsführender

Gesellschafter

Friedrich Gross OHG, Int.

Reisebüro und Omnibusverkehr

æ Hanspeter Faas, Geschäftsführer

Bundesgartenschau

Heilbronn 2019 GmbH.

Expertenwissen gefordert

In der vom diesjährigen

Kreissprecher der WJ Holger

Morlok moderierten Veranstaltung

blicken die Experten

in ihren Vorträgen auf das

vergangene Jahr zurück und

wagen zudem einen branchenspezifischen

Ausblick auf

die Lage und die wirtschaftlichen

Entwicklungen des

aktuellen Jahres. Mit ihrer

langjährigen Erfahrung und

dem damit verbundenen Expertenwissen

vermitteln die

Referenten bereits erkannte

Tendenzen. Im Anschluss

haben Gäste und Referenten

die Möglichkeit, sich untereinander

auszutauschen. Die

Konjunkturprognosen bilden

den traditionellen Auftakt in

ein neues Wirtschaftsjuniorenjahr.

Mit über 500 erwarteten

Gästen zählt die Ver -

anstaltung zu den größten

der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken.

44 w.news JANUAR 2015


WIRTSCHAFTSJUNIOREN

Nach außen stärken – nach innen optimieren

Holger Morlok ist seit Januar

2015 Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken.

Er ist gespannt auf seine

Arbeit, den Austausch sowie die

neuen Impulse und Möglichkeiten

der Veränderung.

VON K ATHARINA M ÜLLER

W.news sprach mit Holger

Morlok über sein Amt

als Kreissprecher und

die damit verbundenen Ziele.

Sie sind seit 2009 als selbständiger

Unternehmer (Holger Morlok

Services) bei den Wirtschafts -

junioren engagiert. Was bedeutet

es für Sie, ein WJ’ler zu sein

Morlok: Ich fühle mich als

Mitglied ausgesprochen wohl.

Wir sind ein unglaublich facettenreiches

Netzwerk mit Unternehmern

und Führungskräften

aus den unterschiedlichsten

Branchen. Wir alle sind Teil

der Region und haben daher

ähnliche Belange und Interessen.

Ich verstehe die WJ aber

auch als Lern- und Trainingsorganisation.

Erfahrungen sammeln,

das ist es, was es für

mich ausmacht. Hinzu kommt,

dass der Austausch und das

Engagement im Netzwerk mich

persönlich enorm weitergebracht

haben und mit den neu -

en Herausforderungen als Kreissprecher

weiterbringen werden.

Womit wir beim Thema wären:

Welchen Auftrag haben die WJ

Ihnen, mit der Wahl zum Kreissprecher

übertragen

Es ist eine Ehre für mich, als

Kreissprecher gewählt worden

zu sein. Ich war bisher als Vorsitzender

der Regionalgruppe

Heilbronn engagiert und habe

jetzt mein neues Amt angetreten.

Die Arbeitskreise, Teams

und Projekte der WJ Heilbronn-Franken

laufen bereits

sehr gut. Ich sehe mich aber

trotzdem in der Position eines

Unternehmers: Ich übernehme

Holger Morlok ist seit Januar 2015 Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken.

hiermit offiziell Verantwortung

für eine Truppe von Engagierten

und möchte da Führungskompetenz

zeigen und die WJ

nach innen und außen repräsentieren.

Was wird für Sie das Highlight

im Jahr 2015 sein

Ein wichtiger Termin für

mich sind die Konjunkturpro -

gnosen am 4. Februar 2015.

Dieser bedeutet für mich auch

eine neue Herausforderung –

vor einem großen und hochkarätig

besetzten Publikum

zu sprechen. Selbstverständlich

freue ich mich auf weitere

interessante Projekte und

Veranstaltungen wie beispielsweise

„Nacht der Ausbildung“,

„Abenteuer Technik“, „Sandkasteningenieure“

und „Jenseits

vom Mittelmaß“. Und ich bin

gespannt auf meine Arbeit als

Kreissprecher, auf den Austausch,

die neuen Impulse und

Möglichkeiten der Veränderung.

Darf man denn Veränderungen

erwarten

Das Rad werde ich sicher

nicht komplett neu erfinden.

Ich denke wir müssen die Zusammenarbeit

der Regionalgruppen

weiter stärken. Das

heißt auch zu schauen, was die

anderen machen – dann können

wir den Austausch untereinander

intensivieren, erfolgreiche

Projekte übernehmen

und voneinander profitieren.

Ich denke da beispielsweise an

Projekte wie „Nacht der Ausbildung“

oder „Zündende Idee“.

In der Öffentlichkeit sind wir

in der Zwischenzeit präsenter,

aber das interne Marketing

muss verbessert werden. Das

Foto: Müller

bedeutet, über die Arbeitskreise

hinaus Anreize schaffen und

zugleich eine größere Transparenz

herstellen, beispielsweise

durch einen Newsletter.

Wie würden Sie die Ziele für Ihre

Amtszeit beschreiben

Wir bezeichnen uns als

Sprachrohr der jungen Wirtschaft

– aber was heißt das

genau Ich würde hier gerne

beginnen in den kommenden

Jahren viel konkretere Forderungen

zu stellen. Ich möchte

diese Forderungen und den

„WJ-Spirit“ systematisch und

mit einer gewissen Strategie

greifbarer machen und das

auch kommunizieren – intern

und extern. So könnte man

das Profil der Wirtschaftsjunioren

nach außen stärken

und die Struktur nach innen

optimieren.

JANUAR 2015 w.news

45


SERVICE + INFO

Energie-Teams

installieren

Am 20. Januar findet im Heilbronner Haus

der Wirtschaft (IHK) eine IHK-Infoveranstaltung

zum Einsatz und der Qualifikation

von EnergieManagern zur Erreichung

von Energieeffizienzzielen statt.

VON R OBERT S CHLEGEL

Wer den Spitzenausgleich

2015 erstattet

bekommen möchte,

muss die weiter verschärften

Anforderungen des Gesetzgebers

erfüllen. Die Übergangsfrist

zur Einführung eines

Ener gie ma nage ment sys tems

(EnMS) oder Umweltmanagementsystems

(UMS) lief zum

31. Dezember 2014 aus. Die

Rückerstattung des Spitzenausgleichs

wird nur noch

gewährt, wenn die Einführung

eines EnMS nach ISO

50.001, DIN 16247-1 beziehungsweise

alternativen Systems

oder eines UMS nach

EMAS abgeschlossen ist. Des

Weiteren sind Energieeinsparungen

von 1,3 Prozent im

Vergleich zum Bezugsjahr

2013 zu erreichen.

Auflagen und Nachweise

Als weitere Auflage wird das,

vor allem für große Unternehmen

(mehr als 250 Mitarbeiter,

mehr als 50 Millionen Umsatz

oder 43 Millionen Bilanzsumme)

relevante, Ener gie dienst -

leistungsgesetz in Kraft treten.

Dadurch sollen die betroffenen

Unternehmen verpflichtet werden

in regelmäßigen Abständen

Energieaudits durchzuführen.

Bis zum 5. Dezember 2015 muss

das erste Energieaudit, welches

den Anforderungen der DIN

EN 16247-1 entspricht, nachgewiesen

und im Zeit raum von

vier Jahren wiederholt werden.

Die Durchführung der Energieaudits

ist von qualifizierten

oder akkreditierten Experten

zu realisieren und der Nachweis

beim BAFA vorzulegen.

Anforderungen, Nutzen und Zukunftsaussichten

Diese Vorgaben können nur

noch durch ein funktionierendes

Energie-Team im Betrieb

erreicht werden. Dafür empfiehlt

es sich Mitarbeiter entsprechend

zu qualifizieren.

Aus diesem Grund findet am

20. Januar im Heilbronner

Haus der Wirtschaft eine Info-

Veranstaltung zur Mitarbei -

terqualifikation statt, um mit

zukünftigen EnergieManagern

Energieeffizienzziele zu erreichen.

Im Rahmen der Veranstaltung

wird Jörg Partikel

von der beweka Kraftfutterwerk

GmbH, ein ehemaliger

Teilnehmer des EnergieManager-Lehrgangs,

über die Vorteile

für das Unternehmen,

welche durch seine Fortbildung

erreicht werden konnten,

berichten.

Dr. Dirk Engelmann wird

über die Anforderungen an die

Energieeffizienz, Lehrgangsinhalte

und die Zukunftsaussichten

referieren. Des Weiteren

werden die Inhalte sowie der

Ablauf des Ener gieManager-

Lehrgangs 2015 vorgestellt.

Die Veranstaltung findet am

20. Januar um 18 Uhr im Saal

Heilbronn der IHK Heilbronn-

Franken statt.

Kontakt

Robert Schlegel

IHK-Referent Energiemanagement

Telefon 07131 9677-311

E-Mail robert.schlegel@

heilbronn.ihk.de

46 w news JANUAR 2015


VON K ATHARINA M ÜLLER

Schon im Mittelalter haben

hinter den Mauern der

Burg Jagsthausen Ritter

vom Adelsgeschlecht Berlichingen

gelebt. Der Originalschauplatz

von Götz von Berlichingen,

Hauptfigur im Schauspiel

von Johann Wolfgang von

Goethe ist ein geschichts träch -

tiger Ort.

Geschichtsträchtig und vielfältig

Andreas Gravius, Geschäftsführer

im Schlosshotel Götzenburg:

„Viele verbinden mit

Jagsthausen vor allem die

Burgfestspiele und wissen gar

nicht, dass es hier auch ein

Restaurant mit Hotel gibt. Wir

haben für jede Gelegenheit die

passende Lokation und viel

Platz – und wir freuen uns

über jeden Gast der zu uns

kommt.“ Tagungsteilnehmer,

Belegschaften, Radler und

Biker oder Gäste großer Hochzeitsgesellschaften

– die Burg

Gemeinsam

stark

Im Rittersaal prasselt das Feuer im offenen Kamin,

die moderne Bar ist beleuchtet, die Gaststube

wartet auf mit gemütlichen Eckbänken, herzliches

Servicepersonal serviert Schnitzel und Entenkeule.

„Genießen in der Region“ zu Gast im

„Schlosshotel Götzenburg“.

mit ihren dicken Mauern, dem

geräumigen Innenhof und Gewölbekeller

strahlt einen besonderen

Charme aus. „Trotz

aller Historie“, betont Gravius

„uns kommt es auf die Kombination

von alten und modernen

Elementen an. Das Eine

bewahren und auch Neues

wagen.“

Dream-Team-Trio

Wenn Gravius „wir“ sagt,

meint er seine Lebensgefährtin

Nicole und deren eineiige

Zwillingsschwester Nadine

Muckenhuber. Gemeinsam leiten

sie seit über einem Jahr das

Schlosshotel Götzenburg. Die

Zwillinge haben den Beruf von

der Pike auf gelernt. Anschließend

ging es immer gemeinsam

in diverse 5-Sterne-Hotels. „Bei

der letzten Station waren die

beiden erstmals voneinander

getrennt – Nadine Restaurantleiterin

im Seehotel Riva in

Konstanz und Nicole in derselben

Position im Hamburger

Vlet“, erzählt Andreas Gravius.

Vom Büro in die Küche

Gravius war nach seinem

BWL-Studium ursprünglich in

der Baubranche tätig. Sein

Herzenswunsch aber war Gastronom

zu werden. Dann der

Schnitt: Ausstieg aus dem Job

und rein in ein unbezahltes

Praktikum in der Küche. „Jeder

hat gesagt: ‚Die Küche ist

etwas ganz anderes als das

Büro.‘ Aber ich hatte keine

Angst mir die Hände schmutzig

zu machen und das hab

ich auch meinem Chef gesagt.“

Schon nach einigen Jahren

war Gravius Hoteldirektor und

hatte zusätzlich noch die Ausbildung

zum Hotelfachwirt ab-

48 w.news JANUAR 2015


Fotos: Sommerfeld, Ydo Sol Images, Guido Sawatzki

geschlossen. „Um sich selbstständig

zu machen kann ein

bisschen Theorie nicht schaden“,

fügt er schmunzelnd

hinzu. Als für das Schlosshotel

Götzenburg ein Pächter gesucht

wurde, ergriffen die drei

die Chance. Alle brachen auf

nach Jagsthausen – sogar die

Eltern der Zwillinge gaben

ihren Betrieb auf, um gemeinsam

im Schloss hotel hier und

da mit anzupacken. Gravius

kümmert sich um die kaufmännischen

Belange, die Schwestern

geben dem Service in der

Burg die persönliche Note.

Frisch auf den Tisch

Für die Küche im Schlosshotel

konnten sie Florian Cam

aus Ludwigsburg gewinnen. Er

hat dort als stellvertretender

Küchenchef in einem Sternerestaurant

gearbeitet. Ein Blick

in die Karte zeigt Boden -

ständigkeit. Andreas Gravius

betont: „Wir wollen die gute

Gaststube von nebenan bleiben

– hier soll es aber nicht

nur Schnitzel und Zwiebelrostbraten

geben, sondern Hohenloher

Landhausküche neu interpretiert.

Und Florian Cam

ergänzt: „Alle zwei Monate

wechsle ich die Karte, je nach

Saison und Empfehlungen

vom heimischen Metzger oder

Fischzüchter. Die schwäbischen

Spezialitäten bleiben

aber immer drauf.“ Selber-

Machen ist die Devise. Angefangen

beim warmen italienischen

Brot, Focaccia, serviert

im Blumentopf mit Kräuterquark

und Gänseschmalz, über

die geschmorte Entenkeule mit

Apfeljus, Blaukraut, gebratenen

Serviettenknödeln und einer

Bratapfelkugel mit Mandeln

und Rosinenstücken, bis hin

zum Dessert: Kardamom-Schokoladenmousse

mit marinierten

Blutorangen und Schokoladeneis,

serviert auf einer schwarzen

Schieferplatte. „Es macht

einfach Spaß in der Küche

kreativ zu sein“, schwärmt Cam.

Gemeinsam für die Region

Andreas Gravius berichtet

aber auch, dass es nicht leicht

sei, sich in der Gastronomie

und als Familienbetrieb in der

Region zu behaupten. „Viele

junge Leute ziehen weg und es

ist nicht leicht, an Lehrlinge zu

kommen.“ In Zukunft werden

diese Probleme nicht weniger

werden und schon heute will

Andreas Gravius etwas dagegen

tun, denn Konkurrenzdenken

sei in dieser Situation

nicht mehr angesagt: „Wir

müssen in der Gastonomie

mehr zusammenarbeiten. Gemeinsam

kann man viel mehr

erreichen. Das fängt beim gemeinsamen

Einkauf an. Da

werden zahlreiche Produkte

günstiger, was sich für jeden

auszahlt. So setzt sich vielleicht

ein anderes Denken

durch – zum Wohle der ge sam -

ten Gastronomielandschaft in

der Region.“

www.goetzenburg.de

Land zum

Leben –

Grund zur

Hoffnung

Lagertechnik

Tel. 07062 23902-0

www.regatix.com

Fax 07062 23902-29

Regalsysteme

JANUAR 2015 w.news

49


SERVICE + INFO

Sicheres Auftreten

vor der Kamera

Foto: wellphoto – Fotolia.com

Intensivseminar „Interviews fürs

Fernsehen“ am 3. und 4. Februar

in Köln.

Am 3./4. Februar 2015 organisiert

der Ernst-Schneider-Preis

der deutschen

IHKs e.V. für Führungskräfte

das Intensivseminar „Interviews

fürs Fernsehen“. Dabei

üben die Teilnehmer, vor der

Kamera Sicherheit und Authentizität

zu erlangen und in wenigen

Sätzen Kernbotschaften

zu formulieren. Zum Seminar

gehört ein Gespräch mit der

Wirtschaftsredaktion des WDR.

Das Interviewtraining mit dem

Fernsehmoderator und Autor

Hans-Joachim Rüdel findet im

„Theater im Hof“ in Köln statt.

Das auf sieben Teilnehmer be -

grenzte Seminar kostet 930 Euro.

Im Preis enthalten sind zwei

gemeinsame Essen. Außerdem

erhält jeder Teilnehmer zur

Nachbereitung seine vom Seminarleiter

individuell kommentierten

Übungen auf DVD.

Anmeldung

Marta Duabsiewicz

Telefon 0221 1640-158

E-Mail marta.duabsiewicz@

koeln.ihk.de

Trends und Themen im Life Science Business

1. Life Science Management Kongress

am 26. Februar im Forum

des Bildungscampus der Dieter

Schwarz Stiftung in Heilbronn.

Der erste spezifisch auf

das Management in Life

Science Unternehmen ausgerichtete

Kongress widmet sich

den Herausforderungen und

Chancen dieser dynamischen

Zukunftsbranche. Hochkarätige

Referenten und Gesprächspartner

aus der Praxis, Forschung

und Beratung werden hier über

ihre Best-Prac tice-Erfah run gen

berichten und ihr Wissen mit

den Anwesenden teilen.

Fülle von Herausforderungen

Eine Vielzahl an Trends und

Themen treiben die Unternehmen

im Life Science Business

um. Die Gestaltung von Innovationsprozessen,

die richtige

Finanzierung, ein umfassendes

Risikomanagement, der Mangel

an Fach- und Führungskräften

sowie das Management

von Kooperationen sind

nur wenige Beispiele hierzu.

Diese Fülle an Themen verdeutlicht,

dass neben der Entwicklung

und Vermarktung

innovativer Produkt- und Ser -

vice ideen auch die Iden ti fi zie -

rung und das Meistern der

branchenspezifischen Manage -

ment the men von großer Bedeutung

für den nachhaltigen

unternehmerischen Erfolg sind.

Diesen Herausforderungen

und den damit verbundenen

Chancen widmet sich der erste

speziell auf das Management

in Life Science Unternehmen

ausgerichtete Kongress am

Donnerstag, 26. Februar von

9 bis 17 Uhr im Forum des

Bildungscampus der Dieter

Schwarz Stiftung, Heilbronn.

Veranstalter sind die German

Graduate School of Management

and Law (GGS), der Zukunftsfonds

Heilbronn und

die IHK Heilbronn-Franken.

Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt

250.- Euro zuzüglich sieben

Prozent MwSt. – inklusive

der Teilnahme am vorabendlichen

Einführungsreferat zum

Thema „Life Science Markt –

Zukunftschancen und Herausforderungen“

beträgt die Teilnahmegebühr

290.- Euro zuzüglich

sieben Prozent MwSt.

Anmeldung

German Graduate School of

Management and Law (GGS)

Ines Weybrecht

Telefon 07131 645636-44

E-Mail kongress@

lifescience-heilbronn.de

www.lifescience-heilbronn.de

50 w.news JANUAR 2015


Fit für Assistenz und

Büromanagement

Der 7. Heilbronner Sekretariatstag

findet am Donnerstag, 5. Feb -

ruar von 9 bis 17 Uhr statt.

Studien belegen, was viele

Top-Assistentinnen und

-Assistenten bereits wissen:

Neben Organisations-

Know-how, Korrespondenzund

EDV-Wissen ist es vor

allem die Persönlichkeit, die

über Erfolg und Wirksamkeit

im Beruf entscheidet.

Dabei geht es unter anderem

um eine selbstsichere Ausstrahlung,

die Fähigkeit zu kommunizieren

und Konflikte zu lösen,

um Einfühlungsvermögen und

Durchsetzungsfähigkeit.

Der 7. Sekretariatstag möchte

mit seinen acht Workshops

wichtige Impulse und Gelegenheit

zum Austausch geben, um

die Fitness für Assistenz und

Büromanagement steigern zu

können.

Workshops

Es werden acht halbtägige

Workshops angeboten:

æ Feedback-Workshop

æ Schlagfertigkeit

æ Ob Knigge, Etikette oder Stil:

Auf die Feinheiten kommt

es an!

æ Korrespondenz mit Pfiff

æ Office Plus: 20 Prozent

Effizienzsteigerung

æ Die Chefassistentin als Konfliktmediatorin

æ Nervensägen, Choleriker und

Co. – Umgang mit anspruchsvollen

Charakteren

æ Aktives Stressmanagement

Kosten

Der Kostenbeitrag beträgt

110.- Euro und beinhaltet Pausengetränke,

Snacks und ein

Mittagsbuffet.

Eine ausführliche Programmbeschreibung

gibt es auf der

Homepage des IHK-Zentrums

für Weiterbildung unter:

www.ihk-weiterbildung.de

Anmeldung

Hanna Kielmann

Telefon 07131 9677-985

E-Mail hanna.kielmann@

heilbronn.ihk.de

Wir bauen für Industrie und Gewerbe

Mit der Erfahrung aus über 400 Projekten

Bauunternehmung Böpple GmbH · Wannenäckerstraße 77 · 74078 Heilbronn · Telefon: 07131/2610-0 · www.boepplebau.de


SERVICE + INFO

IHK-Zentrum für Weiterbildung

Aktuelle Veranstaltungen (Auszug)

Datum Veranstaltung Ort Nr. Preis

15.+20.01.2015 Lohn & Gehalt 2015 – HN + BMGH 24032 260,00 €

aktuelle Änderungen im Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht

ab 17.01.2015 NEU! Business English 2 – B2 – samstags Heilbronn 64251H 420,00 €

ab 19.01.2015 Business English 1.2 – B1 BMGH 64223M 420,00 €

21.–22.01.2015 Excel@night – Einführungsseminar Heilbronn 18331H 180,00 €

ab 22.01.2015 Business English 1.1 - B1 SHA 64214S 420,00 €

27.01.2015 Reisekostenabrechnung – Grundlagen und aktuelle Änderungen HN 24051H 260,00 €

28.01.2015 Reisekostenabrechnung – Grundlagen und aktuelle Änderungen MGH 24052M 260,00 €

28.01.2015 Infoveranstaltung Geprüfte/-r Industriemeister/-in mit den Fachrichtungen: Heilbronn 72000 kostenfrei

Elektrotechnik, Mechatronik, Lebensmittel, Lack, Kunststoff/Kautschuk

28.01.2015 Infoveranstaltung Geprüfte/-r Industrietechniker/-in Maschinenbau Heilbronn 82000 kostenfrei

02.02.2015 NEU! Kommunikation im Projektmanagement – Heilbronn 12891H 260,00 €

Erfolg durch professionelle Zusammenarbeit

02.02.2015 MS Word – Einführungsseminar Heilbronn 18191H 180,00 €

03.02.2015 Geprüfte/-r Technische/-r Fachwirt/-in Heilbronn 30100H 4.195,00 €

05.–06.02.15 MS Excel – Einführungsseminar Heilbronn 18301H 350,00 €

06.02.2015 Geprüfte/-r Konstrukteur/-in Heilbronn 76021H 5.050,00 €

ab 18.02.2015 Ausbilderlehrgang zur Vorbereitung auf die Ausbilder-Eignungsprüfung Wertheim 6243W 360,00 €

19.02.2015 Geprüfte/-r Technische/-r Fachwirt/-in BMGH 30102M 4.195,00 €

IHK-Zentrum für Weiterbildung · Ferdinand-Braun-Str. 20 · 74074 Heilbronn · Tel. 07131 9677-986 · weiterbildung@heilbronn.ihk.de · www.ihk-weiterbildung.de

Für Ihr Firmen-Image:

DIGITALE PRESSEMAPPE

im Wirtschaftsportal

ab 498€

12 Monate Präsenz

– landesweit

Kontakt:

pr@b4b-bw.de

Redaktionelle Beiträge

Arbeitgeberporträt

Firmenbeschreibung

Standortplan

Bildergalerie

Unternehmensvideos

Branchenbuch

Firmenlogo

Kontakt- und Adressdaten

Downloads

Verlinkung auf Ihre Website

Verschlagwortung

www.b4b-bw.de

52 w.news JANUAR 2015


RECHT + RAT

Lichtblick bei der

Künstlersozialabgabe

Wichtiges Urteil und gesetzliche

Neuregelung bei der Künstler -

sozialabgabe.

Das Bundessozialgericht hat

entschieden, dass ein Unternehmen,

das eine in der

Rechtsform der OHG betriebene

Werbeagentur mit der Erstel -

lung von Werbedruck sachen,

Kollektionsheften, Katalogen,

Plakaten, Messefahnen, Internet-Auftritten

und weiteren

Werbemitteln beauftragt hat,

keine Künstlersozialabgabe entrichten

muss. Die von der

Künstlersozialkasse vertretene

und noch vom Sozialgericht

bestätigte Rechtsauffassung

wur de damit zurückgewiesen.

Korrektur der bisherigen Auslegung

Zunächst führt das Bundessozialgericht

aus, dass aufgrund

der zum 1. Januar 2012

in Kraft getretenen Änderung

des § 2 Satz 2 KSVG, wonach

Publizist im Sinne des KSVG

nur noch derjenige ist, der als

Schriftsteller, Journalist oder

„in ähnlicher Weise“ publizistisch

tätig ist oder publizistisch

lehrt, zu einer „Schärfung“

des bisherigen sehr

weitgehenden Tatbestandsmerkmals

„in anderer Weise

publizistisch tätig“ und damit

einer Korrektur der bislang als

zu weitgehend empfundenen

Auslegung durch die Recht -

sprechung geführt habe. Maßgeblich

sei nun, ob zum Beispiel

der Inhaber einer einzelkaufmännisch

geführten Werbeagentur

als Fachmann für

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

konkret in ähnlicher

Weise publizistisch tätig geworden

ist, wie ein Schriftsteller

oder Journalist.

Wesensmerkmal der Person

Im konkreten Fall kam es

auf diese Frage aber gar nicht

an, da Zahlungen an eine

OHG nicht als Entgelt für

selbstständige Künstler im

Sinne von § 25 Abs. 1 S 1

KSVG anzusehen seien. Denn

nach der Rechtsprechung

setze die Abgabepflicht unverändert

voraus, dass ein

Entgelt an Künstler/Publizisten

im Sinne des KSVG nur

dann geleistet werden muss,

wenn es sich um solche Personen

handelt, die ihre künstlerische

oder publizistische Tätigkeit

so nachhaltig ausüben,

dass sie als Wesensmerkmal

der Person angesehen werden

kann. Dies gelte allerdings nur

für natürliche, nicht hingegen

für juristische Personen.

GbR berührt Selbstständigkeit „als

Künstler“ nicht

Sofern es sich um eine eigenständige

Rechtspersönlichkeit

handele, die gegebenenfalls

selbst als abgabepflichtiges

Unternehmen zur KSA

heranzuziehen sei, fehle es an

dem erforderlichen inneren

Zusammenhang zwischen der

Abgabepflicht und der Inanspruchnahme

eines Künstlers

oder Publizisten. Danach seien

Entgeltzahlungen an eine Gesellschaft

bürgerlichen Rechts

als Zahlungen an den einzelnen

Künstler zu werten, soweit

selbstständige Künstler

ihre Leistung gemeinsam in

Form einer GbR erbrächten.

Der Zusammenschluss mehrerer

Personen in einer GbR berühre

deren Selbstständigkeit

„als Künstler“ in der Regel

nicht.

OHG ist nicht GbR

Die für die Gesellschafter

der GbR zutreffende Wertung

gelte für die Gesellschafter

einer OHG nicht in gleicher

Weise. Denn bei der OHG

könne nicht regelmäßig angenommen

werden, dass an der

Erstellung eines künstlerischen

oder publizistischen

Werkes alle Gesellschafter gemeinschaftlich

als selbstständige

Künstler oder Publizisten

mitwirken. Denn Voraussetzung

für die Gründung einer

OHG sei der Betrieb eines

Handelsgewerbes, wodurch

die Künstler ihre Tätigkeit

nach außen als gewerbliches

Unternehmen und unter Zurücktreten

der künstlerischen

Betätigung betrieben. Für den

„nicht gewerblichen“ Zusammenschluss

von Künstlern

(nebst Freiberuflern und Wissenschaftlern)

biete die

Rechtsordnung schließlich die

Bildung von Partnerschaftsgesellschaften

und der GbR an.

Sofern aber Vertreter der

Freien Berufe, der Wissenschaft

und der Kunst nach

ihrem historisch gewachsenen

Berufsbild und der Verkehrsanschauung

kein Gewerbe betreiben,

könne der Betrieb

einer OHG nicht auf den alleinigen

Zweck der Erstellung

von künstlerischen oder publizistischen

Werken gerichtet

sein. Es könne nicht regelmäßig

angenommen werden,

dass alle Gesellschafter an der

Erstellung eines künstlerischen

oder publizistischen

Werkes gemeinschaftlich als

selbstständige Künstler oder

Publizisten mitwirken. Dadurch

stellt das Gericht klar,

dass aufgrund der gewählten

Rechtsform die Zahlung der

Künstlersozialabgabe an eine

OHG ausgeschlossen ist.

Fazit

Entgegen der bisherigen Praxis

müssen Verwerter, die eine

KG oder OHG mit der Erstellung

von Werbemaßnahmen

beauftragen, keine Künstler so -

zialabgabe entrichten. Dies


RECHT + RAT

hat die Künstlersozialkasse auch

in ihrer Informationsschrift

Nr. 3 klargestellt.

Am 1. Januar 2015 trat das

Künstlersozialabgabestabilisierungsgesetz

in Kraft. Dadurch

wird eine Geringfügigkeitsgrenze

für Eigenwerber

und für Unternehmen, die der

Abgabepflicht nach der sogenannten

Generalklausel unterliegen,

eingeführt. Durch den

neuen § 24 Abs. 3 KSVG wird

das Merkmal der nur gelegentlichen

Auftragserteilung

in zeitlicher und wirtschaftlicher

Hinsicht konkretisiert.

Abgabepflichtig sind demnach

die genannten Unternehmen,

wenn die Summe der gezahlten

Entgelte bezogen auf die

Gesamtheit der Aufträge in

einem Kalenderjahr 450 Euro

übersteigt. Für die sogenannten

typischen Verwerter und

bei mehr als drei Veranstaltungen

im Jahr gilt die Geringfügigkeitsgrenze

nicht.

Die Neuregelung wird allerdings

erst für die Meldung des

Kalenderjahres 2015 (Abgabefrist

31. März 2016) bedeutsam.

Für das Kalenderjahr

2014 bleibt es bei der bisherigen

Rechtslage.

Prüfungen werden ausgeweitet

Außerdem werden die Prüfungen

bei den Arbeitgebern

erheblich ausgeweitet. Die

Prüfung der Künstlersozialabgabe

erfolgt dabei nach folgenden

Kriterien:

æ Arbeitgeber, die bereits

künstlersozialabgabepflichtig

sind, werden mindestens

alle vier Jahre geprüft.

æ Arbeitgeber mit mehr als

19 Beschäftigten werden

eben falls mindestens alle

vier Jahre geprüft.

æ Bei Arbeitgebern mit weniger

als 20 Beschäftigten

wird ein jährliches Prüfkontingent

festgelegt.

æ Arbeitgeber mit weniger als

20 Beschäftigten, die nicht

Teil des Prüfkontingents

sind, werden von den Trägern

der Rentenversicherung

im Rahmen der Prüfung des

Gesamtsozialversicherungsbeitrags

zur Künstlersozialabgabepflicht

beraten. Anschließend

bestätigen die

Arbeitgeber schriftlich, dass

relevante Sachverhalte der

Künstlersozialkasse gemeldet

werden. Soweit die schriftliche

Bestätigung des Arbeitgebers

unterbleibt, erfolgt

eine unverzügliche Prüfung.

Ansprechpartner

Stefan Widder

Telefon 07131 9677-443

E-Mail stefan.widder@

heilbronn.ihk.de

Datenschutz im Arbeitsverhältnis

Am 10. Februar findet im Heilbronner

Haus der Wirtschaft

(IHK) eine Informationsveranstaltung

zum Datenschutz im

Arbeitsverhältnis aus Arbeitgebersicht

statt.

Der Datenschutz und insbesondere

die Internetund

E-Mail-Nutzung

sind aus dem Arbeitsalltag

nicht mehr wegzudenken. Obgleich

die datenschutzrechtlichen

Vorgaben kaum noch zu

überschauen sind, verfügen

viele Unternehmen über keine

schriftlichen Regelungen zur

IT-Nutzung. So kommen

immer wieder die gleichen

praxisrelevanten Fragen auf:

Darf das Postfach des Mitarbeiters

bei Verdachtsmomenten

nach E-Mails durchsucht

werden Kann dessen Internetnutzung

kontrolliert und was

darf nach seinem Ausscheiden

archiviert werden

Ist die Videoüberwachung

bei Straftaten erlaubt und können

Detektive mit der Überwachung

eines verdächtigen Mitarbeiters

beauftragt werden

Oftmals unklar ist auch, ob

und ab welcher Größe Arbeitgeber

einen Datenschutzbeauftragten

benötigen.

Wertvolle Tipps

Mit dieser Veranstaltung

sollen Antworten auf die vielfältigen

Fragen des Datenschutzes

gegeben werden. Außerdem

erhalten die Teilnehmer

wichtige Hinweise, wie sie

sich durch sinnvolle Regelungen

in ihrem Unternehmen

verlässlich absichern können.

Die IHK-Informationsveranstaltung

richtet sich an Unternehmer,

Geschäftsführer, Personal-

und Abteilungsleiter

sowie Datenschutzbeauftragte.

Die Referenten, Dr. Gerhard

Janasik und Hansjörg Krueger,

sind Rechts- und Fachanwälte

für Arbeitsrecht in der SLP

Anwaltskanzlei in Heilbronn

und Reutlingen.

Die Veranstaltung findet am

10. Februar von 10 bis 13 Uhr

im Saal Franken im Heilbronner

Haus der Wirtschaft (IHK)

statt. Für Mitgliedsunternehmen

der IHK Heilbronn-Franken

ist diese Veranstaltung

kostenfrei.

Anmeldung

Nicola Krockenberger

Telefon 07131 9677-442

E-Mail nicola.krockenberger@

heilbronn.ihk.de

54 w.news JANUAR 2015


Der BGH hat sich mit der Grundsatzfrage

befasst, ob ein Hersteller

Erfüllungsgehilfe des

Baustoffgroßhändlers ist, wenn

er von diesem mit der Bearbeitung

des (vom Baustoffgroßhändler)

an einen Werkunternehmer

zu liefernden Standardprodukts

beauftragt wird.

Der Beklagte ist Baustoffgroßhändler.

Der Kläger

ist Werkunternehmer und

stellt Holzfenster mit einer

Alu miniumverblendung her. Er

erhielt einen Auftrag zur Lieferung

und zum Einbau von

Alu mi ni um-Holzfenstern in ein

Neubauvorhaben und bestellte

dafür bei dem Beklagten die

listenmäßig angebotenen, für

die Aluminium-Außenschalen

benötigten Profilleisten im

Farbton grau-metallic.

Der Beklagte beauftragte

einen Hersteller mit der Farbbeschichtung

der Profilleisten

und lieferte sie dann an den

Kläger, der die fertigen Fenster

einbaute. Anschließend rügte

der Bauherr Lackabplatzungen

an den Aluminium-Außenschalen,

die – wie sich herausstellte

– auf Fehlern während

des Beschichtungsprozesses

beruhen. Eine Nachbehandlung

an den eingebauten Fens -

tern ist nicht möglich. Die Alu -

minium-Außenschalen müssen

mit erheblichem Aufwand (un -

ter anderem Neuverputzung

des Hauses) ausgetauscht werden.

Der Bauherr verlangt vom

Kläger Mangelbeseitigung und

schätzt die Gesamtkosten auf

43.209,46 Euro. Der Kläger begehrt

vom Beklagten die Freistellung

von den Schadens -

ersatzansprüchen des Bauherrn

und erhält noch vor dem OLG

recht.

Umstrittenes Urteil

Der BGH hat jedoch entschieden,

dass der Kläger keinen

Anspruch auf Freistellung

von den Ansprüchen des Bauherrn

wegen des erforderlichen

Austausches der Aluminium-Außenschalen

hat. Ein

Anspruch auf Schadensersatz

statt der Leistung wegen verweigerter

Nacherfüllung (Ersatzlieferung

mangelfreier

Alu mi ni um-Pro fi le) besteht

nicht, weil die Aus- und Ein-

RECHT + RAT

Aus- und Einbaukosten – eine unendliche Geschichte

baukosten bei einem – hier

vorliegenden – Kaufvertrag

zwischen Unternehmern – anders

als bei einem Verbrauchsgüterkauf

– nicht vom Anspruch

auf Nacherfüllung umfasst

sind. Sie wären deshalb

auch bei ordnungsgemäßer

Nacherfüllung (Ersatzlieferung)

entstanden. Es besteht

auch kein Schadensersatzanspruch

wegen des Mangels der

vom Beklagten gelieferten

Alu minium-Profile, weil der

Beklagte den Mangel nicht

zu vertreten hat. Eigenes Verschulden

ist ihm unstreitig

nicht vorzuwerfen. Das Verschulden

des beauftragten

Herstellers bei der Farbbeschichtung

ist ihm nicht zuzurechnen,

weil dieser nicht Erfüllungsgehilfe

des Beklagten

im Hinblick auf dessen kaufvertragliche

Pflichten gegen -

über dem Kläger ist (§ 278

BGB). Das Urteil ist zum Teil

heftig kritisiert worden, weil

es für den Lieferanten einen

besonderen Anreiz schafft,

Vorleistungen nicht selbst zu

erbringen, sondern auf Dritte

auszulagern.

IHK-Tipp

Betroffenen Unternehmern kann

nur geraten werden, mit ihren

Lieferanten im Vorfeld nach individuellen

Lösungen zu suchen,

um im Schadensfall nicht auf

den Aus- und Einbaukosten sitzenzubleiben.

Vorgeschlagen

wird auch, dass sich der Werkunternehmer

mögliche Produkthaftungsansprüche

seines Kunden

im Zuge seiner Nacherfüllung

vorsorglich abtreten lassen sollte.

Letztlich stellt das Urteil klar,

dass der Unternehmerregress

auf den Verbrauchsgüterkauf beschränkt

bleibt. Eine allgemeine

Verantwortlichkeit des Händlers

für Herstellerfehler ist dem deutschen

Recht deshalb nach wie

vor fremd, wenngleich dies im

Einzelfall zu als unbillig empfundenen

Ergebnissen führen kann.

§ Urteil vom 2. April 2014 – VIII ZR

46/13

Ansprechpartner

Stefan Widder

Telefon 07131 9677-443

E-Mail stefan.widder@

heilbronn.ihk.de

Handelsvertreterrecht –

Ausgleichsanspruch und aktuelle Entwicklungen

Am 10. Februar findet im Heilbronner

Haus der Wirtschaft

(IHK) eine Informationsveranstaltung

zum Handelsvertreterrecht

statt.

Die Veranstaltung gibt

einen Überblick über die

wesentlichen Grundsätze

und die aktuelle Rechtsprechung

zum Handelsvertreterrecht.

Da sich in der Praxis

zumeist Probleme im Zusammenhang

mit der Beendigung

von Handelsvertreterverträgen

ergeben, wird insbesondere

auf typische Fragestellungen

rund um dieses Thema eingegangen.

Beispiele aus der Praxis

Hauptstreitpunkt ist regelmäßig

der Ausgleichsanspruch

nach § 89b HGB, der

sowohl für Unternehmen als

auch für Handelsvertreter von

großer wirtschaftlicher Bedeutung

ist. Die Schwierigkeiten

bei der Ermittlung des Ausgleichsanspruchs

werden anhand

von beispielhaften Berechnungen

dargestellt.

Unternehmen und Handelsvertreter

werden auf rechtliche

Fallen aufmerksam gemacht

und erhalten entsprechende

Tipps für die praktische Handhabung.

Die IHK-Informationsveranstaltung

richtet sich

glei cher ma ßen an Handelsvertreter

und an Unternehmer, die

Handelsvertreter einsetzen.

Der Referent, Dr. Gerald

Gräfe, ist Rechtsanwalt und

Partner in der Kanzlei CMS

Hasche Sigle in Stuttgart.

Die Veranstaltung findet am

10. Februar von 14 bis 17 Uhr

im Saal Franken im Heilbronner

Haus der Wirtschaft (IHK)

statt. Für Mitgliedsunternehmen

der IHK Heilbronn-Franken

ist diese Veranstaltung

kostenfrei.

Anmeldung

Nadine Heier

Telefon 07131 9677-441

E-Mail nadine.heier@

heilbronn.ihk.de

JANUAR 2015 w.news

55


FIRMEN + LEUTE

Distelhäuser,

Tauber -

bischofsheim

Stern für Dinkelbier

Die Distelhäuser Brauerei

hat beim härtesten Biertest

Europas mit ihrem Dinkelbier

den ersten Platz belegt. Bei

dem Wettbewerb „European

Beer Star Award“ komme es

ausschließlich auf „das besondere,

das authentische Bier“

an, schreibt die Distelhäuser

Brauerei Ernst Bauer GmbH &

Co. KG. Auf der BrauBeviale

in Nürnberg wurde das Bier

mit der Goldmedaille in seiner

Sparte ausgezeichnet – ein

ober gä ri ges Bier aus heimischem

Dinkel, rötlich in der

Farbe, kräftig, süßlich und gehaltvoll

im Geschmack.

www.distelhaeuser.de

Ziehl-Abegg, Künzelsau – Internationaler Wirtschaftspreis

Die Ziehl-Abegg SE hat den

„GlobalConnect-Award“ in

der Kategorie Global Player erhalten.

Dass es sich dabei um

einen „Preis von der Wirtschaft

für die Wirtschaft“ handelt,

mache diesen Preis besonders,

sagte Finanz- und Wirtschaftsminister

Dr. Nils Schmid bei der

Verleihung. Die Produkte „made

in Künzelsau“ seien überall auf

der Welt gefragt. „GlobalConnect“

ist ein Forum für Export

und Internationalisierung für

mittelständische Unternehmen

und findet alle zwei Jahre in der Dr. Nils Schmid (Mitte), stellvertretender Ministerpräsident und Finanz- und Wirtschaftsminister

des Landes Baden-Württemberg, überreicht mit IHK-Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. Harald

Messe Stuttgart statt.

www.ziehl-abegg.de

Unkelbach den GlobalConnect-Award an Thomas Brommer, Export leiter von Ziehl-Abegg (links).

Logg, Schwäbisch Hall – „Erlebnistheater“

Mit einem „Erlebnistheater“

deckte die Logg Personalentwicklung

Veränderungsprozesse

in Unternehmen auf. Etwa

40 Gäste, so wird gemeldet,

waren beim aktuellen Erlebnistheater

„Oh Gott, Personalentwicklung“

in der Koppenmühle

Obersontheim dabei. Gastgeber

Karl-Heinz Loske und sein Ensemble

zeigten Geschäftsführern

und Personalleitern, dass Veränderungsprozesse

langsam wachsen

müssen. Nur wenn sich die

Mitarbeiter auch auf die Neuerungen

einlassen, gelingen Veränderungen.

www.logg.de

Roto,

Bad Mergentheim

Landesprämierung

Die Roto Dach- und Solartechnologie

GmbH wurde

vom Land für das Neuprodukt

„RotoComfort i8“ mit dem

Designpreis Focus Open 2014

ausgezeichnet. Der Dachfens -

terhersteller erhielt den internationalen

Preis in der Kategorie

„Focus Special Mention“.

Wie Roto zum prämierten

Dachfenster meldet, war das

Ziel, „in puncto Bedienkomfort

neue Maßstäbe“ zu setzen. Das

Fenster kann elektrisch per

Schalter, Handsender, Smartphone

oder Tablet bedient

werden und öffnet sich vollständig

nach außen.

www.roto-frank.de

Sumcab, Pfedelbach – Neues Geschäftsfeld Event-Robotic

Das Tochterunternehmen der

Sumcab-Gruppe mit Sitz in

Barcelona hatte 2011 mit dem

Eintritt von Lothar Schütz als

Geschäftsführer und Mitgesellschafter

das Geschäftsfeld Robotics

gegründet. Die „Event-Robotic“

führe die bewährte industrielle

Robotertechnik in die

Show-Branche ein. Zielgruppen

seien Anbieter von Veranstaltungs-

und Bühnentechnik und

Eventagenturen, wird mitgeteilt.

Einen ersten Erfolg stelle der

Auftritt zweier Roboter bei einer

Lasershow am Nationalfeiertag

in Dubai dar.

www.sumcab.de

56 w.news JANUAR 2015


FIRMEN + LEUTE

Radio Ton, Heilbronn

Preis für Ausbildung

In der „Initiative Radiosiegel“

haben sich Landesmedienanstalten,

Ausbildungseinrichtungen,

Institutionen und der deutsche

Journalistenverband zusammengeschlossen,

um die Qualität

im Radio zu fördern. Bei der

Preisverleihung im Rahmen der

Frankfurter Hörfunkgespräche

konnten Radio-Ton-Programmchef

Marco König und Volon -

tärin Leandra Ibe stellvertretend

für alle Volontäre bei Radio Ton

das „Radiosiegel 2014“ für die

sehr gute Ausbildung der „Volos“

entgegennehmen.

www.radioton.de

Mayer-Kuvert,

Heilbronn

„Nordic Ecolabel“

Der Mayer-Kuvert-network

GmbH wurde das Nordic

Ecolabel verliehen. Als erster

Briefhüllenhersteller erfüllte

Mayer-Kuvert an seinen Produktionsstandorten

Heilbronn,

Kirchheim/Teck, Düren, Torgau

und Trebbin die sehr strikten

Kriterien des wichtigsten skandinavischen

Ökolabels. „Nor-

dic Ecolabel“ bewertet den

Produktlebenszyklus. Mit der

Herstellung von Briefhüllen

nach den Richtlinien des

Nordic Council of Ministers

„Nordic Swan“ möchte Mayer-

Kuvert seine Position in Skandinavien

festigen.

www.mayer-kuvert-network.de

Wärmeenergie ist der Schlüssel zur Energiewende,

sind sich Geschäftsführer Sebastian

Damm, H-O-T (von links), Umweltminister Franz

Untersteller und Bundestagsabgeordneter

Alois Gerig einig. Foto: Bioenergie-Region H-O-T

H-O-T, Künzelsau

Einladung

nach Berlin

Zu einem Frühstück nach

Berlin eingeladen hatte die

Bio ener gie-Region Hohenlohe-

Odenwald-Tauber GmbH (H-O-T)

Parlamentarier, Vertreter der Bioenergie-Branche

und Fachpresse.

Bei dem Arbeitsgespräch in der

Landesvertretung von Baden-

Württemberg in Berlin war auch

Umweltminister Franz Untersteller

dabei. Mitveranstalter war

der Bundesverband Bioenergie.

Thema war die Konzentration

auf die noch ungenutzten Potenziale

der Biomasse, zum Beispiel

bei den Biogasanlagen durch

Einsatz der Abwärme zu Heizzwecken.

www.bionenergie-hot.de

A

experimenta, Heilbronn

Jubiläum und Neubaupläne

m 12. November 2009

wurde die experimenta

mit einem Festakt eingeweiht.

Seither gingen jedes Jahr

170.000 Kinder, Jugendliche

und Erwachsene in der experimenta

auf Entdeckungsreise.

Die hier entwickelte „Talentsuche“

sei ein europaweit einmaliges

Angebot, heißt es in

der Mitteilung der experi -

menta gGmbH, die mittlerweile

auch ein anerkanntes

Mitglied der europäischen

„Science Centers“ sei. Trotz

der Neubaupläne laufe der

Betrieb weiter, auch die Son -

der ausstellung „Lebewesen des

Lichts“.

www.experimenta.de

DHBW, Heilbronn

Duale Master -

studiengänge

A

m 25. November wurde im

Forum auf dem Bildungscampus

der Dieter Schwarz

Stiftung der Start des „Center

for Advanced Studies“ der

Dualen Hochschule Baden-

Württemberg gefeiert. Damit

solle die Erfolgsgeschichte der

DHBW auch im Masterbereich

fortgesetzt werden, sagte Wissenschaftsministerin

Theresia

Bauer auf der Feier. Im „Center

for Advanced Studies“ bündelt

die DHBW ihre dualen

Masterstudienangebote unter

einem Dach. Auch das Zentrum

für Hochschuldidaktik

erhält hier seinen Sitz.

www.heilbronn.dhbw.de

JANUAR 2015 w.news

57


Lehanka,

Fichtenau

„Mehrkanaleinkauf“

und „Omni-

Channel Retailing“

Ein neuer Messestand und

gute Kontakte machten die

Teilnahme an der Electronica

2014 für die Franz Binder GmbH

& Co. Elektrische Bauelemente

KG zu einem Erfolg. Erstmalig

Binder, Neckarsul m – Messe-Erfolg

seien „Mitarbeiter- und Corporatefilme“

eingesetzt worden und

Steckverbinder als 3-D-Modelle.

„Faces of Binder“ wurde auf

einer 4 x 3 Meter großen Leinwand

vorgestellt. „Die Art und

Weise, wie unsere Mitarbeiter

darin das Unternehmen präsentieren“,

so geschäftsführender

Gesellschafter Markus Binder,

„hat mich sehr beeindruckt“.

www.binder-connections.de

Die Lehanka Kommunikationsagentur

GmbH schreibt:

„Gewinner werden diejenigen

Händler sein, die sich dem

Kaufverhalten der Kunden

anpassen“, mit „Mehrkanaleinkauf“

und „Omni-Channel

Retailing“. Eine deutliche

Mehrheit der Kunden nehme

mehrere Kanäle beim Kauf in

Anspruch. Sie habe den betreuten

Kunden schon in den

letzten Jahren die „richtigen

Wege empfohlen“. Die Kommunikationsagentur

für Retail-

Marketing betreue mittlerweile

„über 50 Stores für Einzelhändler“

in Deutschland und

der Schweiz.

www.springinsfeld-retail.de

Layher, Güglingen

Burgsanierung

Zahlreiche

Felsvorsprünge,

Mauerwerksreste und Erd -

überdeckungen mussten bei der

Einrüstung der auf einer Bergkuppe

gelegenen Burg Meistersel

bei Ramberg (Rheinland-Pfalz)

berücksichtigt werden. Bei den

Sanierungsarbeiten konnte mit

dem Allround-System der Wilhelm

Layher GmbH & Co. KG

dank des umfassenden Bauteilprogramms

das Arbeitsgerüst optimal

angepasst und erweitert

werden, heißt es in der Mitteilung.

Dazu gehörte auch die

Montage von Allround-Podesttreppen

als Baustellenzugang.

www.layher.com

media k, Bad Mergentheim

Berufung in Netzwerk

Der Bundesminister für Wirtschaft

und Energie, Sigmar

Gabriel, hat die Bad Mergentheimer

Unternehmerin Dr. Karin

Drda-Kühn als Gründungsmitglied

in die Initiative „Frauen

unternehmen“ berufen. Das Netzwerk

setzt sich für mehr Existenzgründungen

und Unternehmertum

von Frauen ein, heißt es

in der Mitteilung der media k.

Dr. Drda-Kühn führt ein europaweit

aufgestelltes Unternehmen

der Kulturwirtschaft, dessen

Ziel es sei, wirtschaftliche Effekte

aus dem Kulturbereich zu generieren.

www.media-k.eu

Dr. Karin Drda-Kühn wurde in die Initiative

„Frauen unternehmen“ berufen. Foto: media k

58 w.news JANUAR 2015


FIRMEN + LEUTE

Bartec,

Bad Mergentheim

Übernahme der

italienischen

Top Group

Die Bartec GmbH übernimmt

die Mehrheit der italienischen

Top Group mit den Firmen

Feam, Nuova ASP und Fenex.

Die Über nah me dieses Firmenverbunds

sei die bislang größte

in der vierzigjährigen Geschichte

des Anbieters von Explosionsschutz,

wird gemeldet. Das Umsatzvolumen

belaufe sich damit

bis zum Geschäftsjahresende auf

„deutlich über 200 Millionen

Euro“. Das Bartec-Portfolio wer -

de durch die Akquisition durch

innovative Technologien wie LED-

Beleuchtungstechnik für den Ex-

Bereich abgerundet.

www.bartec.de

Straub, Wertheim – Auf der Cosmoprof Asia

Die Fachmesse Cosmoprof

Asia ist laut Straub Beauty

Group die wichtigste Veran -

staltung der Kosmetikwelt im

zweiten Halbjahr. 2.400 Aus -

steller aus 42 Ländern stellten

ihre Schönheitsprodukte aus. Die

60.000 Besucher kamen aus

China, Korea, Taiwan, Thailand

Foto: Straub

und Japan. Die Straub GmbH

präsentierte im Deutschland-

Pavillon ihr gesamtes in Wert heim

produziertes Portfolio: die traditionsreiche

Pflegemarke Marbert,

ihre stärkste Marke Bettina Barty,

John Player Special, Strenesse

und Georg Gina & Lucy.

www.straub-gruppe.de

Rauch,

Freudenberg

Deutscher

Nachhaltigkeitspreis

Die Rauch Möbelwerke GmbH

wurde mit dem deutschen

Nachhaltigkeitspreis 2014

ausgezeichnet. Die Stiftung

deutscher Nachhaltigkeitspreis

vergibt die Auszeichnung an

Unternehmen, „die den wirtschaftlichen

Erfolg vorbildlich

mit sozialer Verantwortung

und Schonung der Umwelt“

verbinden, heißt es in

der Meldung des Verbands der

deutschen Möbelindustrie e.V.

Rauch beweise, wie innovativ

und leistungsfähig die mittelständisch

geprägte deutsche

Möbelindustrie sei.

www.rauchmoebel.de

Lauda Dr. R. Wobser, Lauda-Königshofen – Ausbildungssiegel

Die Lauda Dr. R. Wobser

GmbH & Co. KG hat das

Ausbildungssiegel „Dualis“ erhalten,

mit dem die IHK Heilbronn-Franken

eine „besonders

gute und engagierte Ausbildung“

würdigt. Wie der Temperierspezialist

Lauda weiter meldet, überzeugte

vor allem die Praxisnähe

der Ausbildung. Acht Prozent der

Belegschaft am Stammsitz sind

Auszubildende und Studierende.

Das Unternehmen habe am Dualis-Audit

auch deswegen teilgenommen,

um zu erfahren, „an

welchen Stellen wir noch besser

werden können“.

www.lauda.de

Getrag,

Untergruppenbach

Veränderungen im

Management

Die Getrag GmbH & Cie.

KG hat Veränderungen im

Management Board bekanntgegeben.

John McDonald über -

nimmt die neu geschaffene

Position Chief Operating Officer

für Produktion und Einkauf

bei Getrag. Sue Slaughter

wird COO von Getrag Ford

Transmissions. Mit der Ernennung

von Young Ho Lee zum

CEO Getrag Asia Pacific unterstreiche

der Getriebehersteller

die Bedeutung des asiatischen

Produktions- und Absatzmarkts.

Gordon Spaulding verantwortet

als CEO von GJT das volumenstärkste

Joint Venture in China.

www.getrag.com

Die Ausbildung bei Lauda ist sehr praxisnah – rund acht Prozent der Mitarbeiter sind Auszubildende oder Studenten. Dafür erhielt die Lauda Dr.

R. Wobser GmbH & Co. KG nun das Ausbildungssiegel „Dualis“. Foto: Lauda

JANUAR 2015 w.news

59


Oliver Jerkovic ist Inhaber

von Olli's Café& Bar.

Foto: Olli’s Café & Bar

Portolan, Ilsfeld

Auszeichnung

Die Trovarit bescheinigte der

Portolan EVN, einer beliebten

Lösung des Rechnungswesens,

„Platz 1 in der Peergroup

Core Midmarket von 50 bis 499

Mitarbeitern“ bei der Gesamtzufriedenheit.

Seit zehn Jahren

untersucht Trovarit in der

Studie „ERP in der Praxis“ den

Nutzen solcher Systeme. Bei

der Studie bewerten Anwender

ihre Zufriedenheit. Portolan

Commerce Solutions GmbH

habe mit EVN zum ersten Mal

teilgenommen und gleich erfolgreich

abgeschnitten.

www.portolancs.com

Die kontinuierlich herausragende

Leistung und Qualität

von Oliver Jerkovic und seinem

Barteam findet höchste Anerkennung

durch Aufnahme in den

„Mixology Bar Guide 2015“. Er

Olli’s Café & Bar, Schwäbisch Hall

Aufnahme in den „Mixology Bar Guide“

gelte als das Nachschlagewerk

der Barliebhaber und Connaisseurs

auf der Suche nach dem

perfekten Drink, heißt es in der

Mitteilung von Oliver Jerkovic.

Olli’s Café und Bar sei die erste

Bar in Schwäbisch Hall und auch

eine der ersten Bars in einer mittelgroßen

Stadt, die die Aufnahme

in den Mixology Bar Guide

geschafft habe.

www.ollis-cafe-bar.de

Kenngott, Weinsberg – Preisträger „Architects‘ Darling“

Zum zweiten Mal in Folge hat

der Treppenhersteller Kenngott

den Preis „Architects‘ Darling“

erhalten. Jedes Jahr wählen

2.000 Architekten, Fachplaner

und Bauingenieure aus 200 Herstellern

und Marken der Bauindustrie

in einer bundesweitern

Branchenumfrage ihre Favoriten.

Der Preis in der Kategorie Treppen

wird alle zwei Jahre verliehen.

Die Longlife-Treppen GmbH

Kenngott mit Fertigung in Sinsheim

und Weinsberg ist Spezialist

für Systemtreppen, die von

70 Handwerks-Partnern vertrieben

werden.

www.kenngott.de

60 w.news JANUAR 2015


FIRMEN + LEUTE

Die Neuheit d-c-fix Sambia aus der Velvet

Edi tion ist doppelt beflockt und bringt

die Wildheit Afrikas in jede vier Wände.

Foto: Hornschuch

Hornschuch,

Weißbach

Zweiter

„Preis der Preise“

D

ie Konrad Hornschuch AG

erhält zum zweiten Mal in

Folge den German Design

Award. War im letzten Jahr der

Polsterbezugsstoff skai cool

colors Venezia ausgezeichnet

worden, ging jetzt der Preis

des Rats für Formgebung an

die d-c-fix Velvet Edi tion. Sie

erhielt den German Design

Award Special Mention 2015.

Für den diesjährigen German

Design Award waren drei Produkte

des Oberflächen-Spezialisten

nominiert: skai cool

colors Ancona, d-c-fix Lizzy

und d-c-fix Velvet Edition.

www.hornschuch.com

Rüdinger, Krautheim

Neue Omnibusse

A

b sofort fahren die Omnibusse

der Rüdinger Verkehrsbetriebe

zwischen Künzelsau und

Osterburken besonders umweltfreundlich:

400.000 Euro hat die

Spedition Rüdinger in zwei neue

Busse mit der Euro-Norm VI investiert.

Im Vergleich zur Norm

V stoßen die Busse 66 Prozent

weniger Partikel aus, die Stickoxide

sind um 80 Prozent reduziert.

„Weniger Partikel, als von Natur

aus in der Umwelt vorhanden

sind“, wie Roland Rüdiger voller

Stolz betont. Die Busse haben

zudem barrierefreien Zugang für

Rollstuhl und Kinderwagen.

www.ruedinger.de

Vollert, Weinsberg

90-jähriges Jubiläum

Die Vollert Anlagenbau GmbH

feiert 2015 ihr 90-jähriges

Bestehen. Zahllose Projekte in

aller Welt beweisen ihre immer

wiederkehrende Innovationskraft,

heißt es in einer Agentur-

Meldung. Im Jubiläumsjahr will

Vollert vier Millionen Euro investieren

„für künftige Herausforderungen

und weiteres Wachstum“.

Der Anlagenspezialist entwickelt

und fertigt als Generalunternehmer

vollautomatische Betonfertigbauteilwerke,

Intralogistiksysteme

für die Aluminium- und Metallindustrie,

Rangier- und Verladesysteme.

www.vollert.de

WHF, Heilbronn

E-Mobilitäts-Kongress

Das Land hat mit einem Ideen -

wettbewerb innovative Projekte

zur „Elektromobilität im

ländlichen Raum“ gesucht. In

diesem Rahmen engagiert sich

das „energieZentrum“ als regionale

Energieagentur des Landkreises

Schwäbisch-Hall mit vier

weiteren Partnern aus Wolpertshausen.

Am 8. Dezember führte

das „energieZentrum“ in Wolpertshausen

seinen ersten Mobilitätskongress

durch. Technologieführer,

Forscher und Kenner der

E-Mobilität referierten, meldet die

Wirtschaftsförderung Heilbronn-

Franken GmbH.

www.heilbronn-franken.com

Schunk, Lauffen

Spitzenplätze

Ihre Auszubildenden haben

„exzellente Ergebnisse“ bei

den Abschlussprüfungen erzielt,

so die Schunk GmbH &

Co. KG. Zwei Zerspanungstechniker

lieferten sich ein Kopf-an-

Kopf-Rennen: Beim Leistungswettbewerb

der Handwerkskammer

errang Denny Epprecht

den ersten Kammersieg, dicht

gefolgt von Ruben Stahl als

zweitem Sieger. Jens Obermeyer

erhielt eine Auszeichnung der

IHK Heilbronn-Franken für hervorragende

Prüfungsleistungen

als Fachkraft für Lagerlogistik.

www.schunk.com

JANUAR 2015 w.news

61


FIRMEN + LEUTE

Bosch, Abstatt

Neue Antriebe

für Motorräder

Die Robert Bosch GmbH

steigt mit neuen Antriebssystemen

in den weltweiten

Motorradmarkt ein. Insbesondere

der asiatische Markt biete ein

großes Wachstumspotenzial.

Hier könne die elektronisch

gesteuerte Einspritzung im

Vergleich zum nicht gesteuerten

Vergaser bis zu 16 Prozent

Kraftstoff einsparen und entsprechend

Emis sio nen reduzieren.

Bosch hat deshalb für Asien

und Indien ein kostengünstiges

robustes Motor-Management-

System mit einem kleinen Computer

als Herzstück entwickelt.

www.bosch.de

alfi, Wertheim

Zwei „German

Design Awards“

Die alfi GmbH sieht sich in

ihrer Design-Kompetenz erneut

bestätigt: Der Rat für Formgebung

vergab zwei „German

Design Awards 2015“ für Produkte

des Isolierspezialisten.

Einen „Winner“ gab es in der Kategorie

„Kitchen and Household“

für die Karaffe flowMotion und

eine „Special Mention“ in der

Kategorie „Lifestyle“ für die iso-

Bottle. Die zehn „Winner“ wählte

die Jury aus 2.250 internationalen

Einreichungen aus. Mit

„Special Mention“ wurden besonders

gelungene Teilaspekte

des Designs ausgezeichnet.

www.alfi.de

Foto: alfi

Interwand, Dörzbach

Übernahme durch

Armbruster

Die Armbruster Einrichtungssysteme

GmbH aus Oberkirch

hat die Interwand GmbH gekauft.

Mit der Übernahme des Produktionswerks

hat Armbruster auch

die internationalen Markenrechte

des Herstellers für Wandsysteme

übernommen. Für das Werk und

seine Beschäftigten stehen nach

dem Verkauf durch die niederländischen

Inves to ren keine konkreten

Veränderungen an, heißt es

in einer Armbruster-Mitteilung. Die

Unternehmensgruppe Armbruster

habe nun 100 Beschäftigte und

erwirtschafte einen Umsatz von

21 Millionen Euro.

www.interwand.com

Bechtle,

Neckarsulm

Beeindruckende

Bilanzzahlen

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender

der

Bechtle AG, erklärte: „Wir

haben im dritten Quartal sehr

erfolgreich an das bereits

äußerst gute erste Halbjahr

mit zweistelligen Zuwachs -

raten bei Umsatz und Ergebnis

anknüpfen können. Nach

wie vor ist unser Wachstum

breit getragen von beiden Geschäftssegmenten.

Erfreulich

sind auch der weitere Ausbau

unserer Mitarbeiterteams und

die hohe Ausbildungsquote

im Inland von rund neun Prozent.“

Der Umsatz Juli bis

September war um 10,6 Prozent

auf 618,3 Millionen Euro

gestiegen.

www.bechtle.com

Er sei ein Hochleistungstruck

für anspruchsvolle Transportaufgaben,

der MAN-TGX,

schreibt der Truckvermieter BFS

Business Fleet Services GmbH.

Zwei Lkw des neuen „MAN-

BFS, Kirchberg – Markante Optik für MAN-Lkw

Flaggschiffs“ – 560 PS, D38-Reihensechszylinder-Motor

mit 15,2

Liter Hub raum – habe BFS zur

„Son der edition BlueFire“ zusammengefasst

und mit einem auffälligen

Design versehen. Der

TGX 18.560 4x2 BLS sei für den

Fernverkehr mit hohen Zuggewichten

konzipiert und könne

von den Kunden über jeden BFS-

Stützpunkt gemietet werden.

www.bfs.tv

Die „Son der edition BlueFire“ wurde von BFS mit einem auffälligen Design versehen.

Foto: BFS

62 w.news JANUAR 2015


Von links: Dipl.-Ing. Andreas Klaus, Kfm. Ulrich Mörgenthaler, Dr.-Ing. Volker Mörgenthaler, Dipl.-Ing. Andreas Nußbaum, Dipl.-Betriebswirtin Bettina

Moser, Dipl.-Ing. (FH) Ernst Thomann, Dipl.-Ing. (FH) Harald Miltner, Dipl.-Ing. Dominik Bordt und Dipl.-Ing. Thomas Brendt.

Foto: BIT

BIT Ingenieure, Öhringen/Bretzfeld – Gebündeltes Know-how

Die Ingenieurbüros Mörgen -

taler, Öhringen, und Nußbaum,

Bretzfeld sind mit den

Büros Ernst+Co, Villingen und

Miltner, Karlsruhe zur BIT Ingenieure

AG verschmolzen. Dies sei

die ideale Gesellschaftsform, um

„gemeinsam zu wachsen, die

Nachfolge zu regeln und erfolgreich

am Markt zu bestehen“, wie

es in der Mitteilung heißt. Mit

dem Zusammenschluss habe

Optima, Schwäbisch Hall – Fotowettbewerb

Mit „Menschen und Gesichtern

dieser Welt“ entsteht

seit 19 Jahren der Optima-Kalender

aus einem Fotowettbewerb

der Beschäftigten der Optima packaging

group GmbH. Zwölf Motive

wurden aus 200 Aufnahmen

ausgewählt, die von Mitarbeitern

der Gruppenfirmen Consumer,

Life Science, Sierem, Pharma

und Nonwovens weltweit eingereicht

wurden. Die Preisträger

man auch Chancen auf größere

Aufträge. In der AG bündeln

über 100 Ingenieure, Architekten,

Techniker und Zeichner ihr

fachliches Können.

www.bit-ingenieure.de

wurden nach Schwäbisch Hall

eingeladen. 17.000 Kalender sind

für Kunden, Geschäftspartner,

Beschäftigte und Freunde bestimmt.

www.optima-ger.com

Recaro,

Schwäbisch Hall

Neue Sitze bei KLM

D

ie KLM Royal Dutch Airlines

setzt auf den Komfort des

Recaro-Sitzes CL3710. Die ers ten

Flugzeuge mit dem neuen Sitz

an Bord hoben im November

2014 ab. KLM hat 6.100 Langstreckensitze

des Typs CL3710

für die „Economy Class“ und

„Economy Class Comfort“ bestellt.

Die niederländische Fluggesellschaft

setze den Sitz als

Erstkunde ein, meldet die Recaro

Aircraft Sea ting GmbH & Co. KG,

und installiere sie in fünf neuen

Boeing 777-300 und in 15 umgerüsteten

Boeing 777-200.

www.recaro-as.com

Die Preisverleihung fand am 30. Oktober 2014 im Hotel Hohenlohe, Schwäbisch Hall statt.

Foto: Optima

Audi, Neckarsulm

Drei gute Quartale

In den neun Monaten des

Geschäftsjahres hat die Audi

AG ihre Auslieferungen um

Zehn Prozent gesteigert auf

weltweit knapp 1,3 Millionen

Automobile. Die Umsatzerlöse

betrugen 39,3 Milliarden Euro

und das operative Ergebnis

belief sich auf 3,8 Milliarden

Euro. Neben der „hohen

Attrak tivität der neuen A3-

Fami lie habe Audi auch von

der robusten Nachfrage nach

den Ober klasse- und Luxusmodellen

A6, A7 und A8

profitiert, heißt es in der Meldung.

Besonders beliebt bei

den Kunden seien auch die

SUV’s der Q-Baureihe.

www.audi.de

JANUAR 2015 w.news

63


FIRMEN + LEUTE

AS-Schneider,

Nordheim

Nachhaltige

Wertschöpfung

Die Franz Schneider GmbH

& Co. KG hat sich dem

Grundsatz nachhaltiger Gestaltung

der gesamten Wertschöpfung

verschrieben. In

die geschäftlichen Entscheidungen

werden nicht nur die

ökonomischen, sondern auch

ökologische und soziale Aspekte

einbezogen, heißt es in einer

Mitteilung von AS-Schneider.

So werde zur Reinigung der

Produkte eine besonders umweltschonende

Anlage eingesetzt,

die 40 Prozent weniger

Energie verbraucht als die

vorherige. Das Schmieröl wird

gereinigt wiederverwendet, so

werden pro Jahr 20.000 Liter

Öl eingespart.

www.as-schneider.com

Das Afriso Luftgeschwindigkeits- und Luftmengenmessgerät BlueAir-ST eignet sich unter anderem

für Einstell- und Prüfaufgaben in Lüftungsanlagen und -Kanälen, Klimaanlagen und Ventilatoren.

Afriso, Güglingen – Luftmengen-Messgerät

Das neue Luftgeschwindigkeitsund

Luftmengenmessgerät

BlueAir-ST der Afriso-Euro-Index

GmbH wird für Einstell-, Prüf- und

Messaufgaben in Lüftungsanlagen

und -kanälen, in Klimaanlagen und

Ventilatoren eingesetzt. Auf der

Geräteoberseite befindet sich ein

Foto: Afriso

Anschluss für als Zulieferung erhältliche

Sonden – die TFS-BA für

Temperatur und Feuchtigkeit und

die MiniAir20 mit Flügelraddurchmesser

11, 22 oder 85 Millimeter.

Das Messgerät, so Afriso, erkenne

alle Sonden automatisch.

www.afriso.de

Würth Elektronik,

Niedernhall

Spende an

Jugendfeuerwehr

Niedernhall

Die Würth Elektronik ICS GmbH

& Co. KG spendete die Einnahmen

vom Tag der offenen Tür

an die Jugendfeuerwehr Niedernhall.

Die Spende von 1.000 Euro

setzt sich zusammen aus Ein -

nahmen aus dem Verkauf von

Flammkuchen, eigens gestalteten

Fotohaltern und dem Sedway-

Parcours durch die Beschäftigten.

Die Spende wird von der

Feuerwehr in ein Rauchhaus und

ein Explosionshaus investiert,

die der Ausbildung junger Feu -

erwehrleute dienen und die

Rauchentwicklung bei einem

Hausbrand verdeut lichen.

www.we-online.de

GGS, Heilbronn

Innovationsverhalten

von Start-ups

Zum vierten Mal hat die

German Graduate School of

Management and Law gGmbH

(GGS) den „Young Talent

Award“ verliehen. Den ersten

Preis erhielt Nils Echtermeyer

für seine Masterarbeit zur „Öffnung

des Innovationsprozesses

bei Start-up-Unternehmen“, die

er am Karlsruher Institut für

Technologie verfasst hat. Der

Wissenschaftspreis, mit dem

die besten Abschluss arbei ten

zum Thema Entrepreneurship

und Unternehmensgründung

prämiert wurden, ging auch

an Aileen Moeck und Oliver-

Philipp Radtke.

www.ggs.de

ebm-papst, Mulfingen

Werksneubau in Mulfingen-Hollenbach eröffnet

Die ebm-papst Mulfingen

GmbH & Co. KG hat in Mulfingen-Hollenbach

einen Produktionsneubau

eröffnet. 15 Millionen

Euro wurden investiert, um die

Produktion von Großventilatoren

Thomas Wagner

(von links), Rainer

Hundsdörfer und

Heiko Scheu eröffnen

das neue Werk.

für den europäischen Markt zu

erweitern. Neben der Fertigungserweiterung

um rund 10.000 Quadratmeter

wurde auch ein neues

Rechenzentrum fertiggestellt. Der

Neubau stelle eine Standortsicherung

und Vorleistung dar, für die

sich ebm-papst politische Unterstützung

„notwendiger infra struk -

tureller Maßnahmen im ländlichen

Raum“ erhoffe.

www.ebmpapst.com

64 w.news JANUAR 2015


Der Transport kurz nach dem Start in

Al Jubail. Zwei feste und zwei temporäre

Lastschemel stützen den Abscheider,

32 (16 x 2) Achslinien Nicolas

MHD sorgen für eine stabile Basis.

Foto: Scheuerle

Scheuerle, Pfedelbach

Transporte in der Wüste erfordern robuste Fahrzeuge

Isabella Laböck, amtierende

Snowboard-Weltmeisterin und

zweifache Olympia-Teilnehmerin,

startet in die diesjährige Weltcup-

Saison mit Unterstützung des

Start-up-Unternehmens fresh five*

fresh five* premiumfood, Heilbronn

Unterstützung für Snowboard-Weltmeisterin

premiumfood und seiner Marke

kissyo. Die beiden Geschäftsführer

Timur Lauer und Lutz Haufe

sind begeistert von der neuen

Partnerschaft und wollen „Bella“

bei ihren ambi tionierten Zielen

Die glühende Hitze und der

sandige Untergrund bei

Transporten in der Wüste erfordern

robuste Fahrzeuge. Der

MHD von Nicolas ist ein solches

Fahrzeug für härteste Bedingungen.

So auch beim Transport

eines 252 Tonnen schweren Flüssigkeitsabscheiders,

der im letzten

Teil der Strecke vom saudiara

bi schen Al Jubail zu einer

von Aramco betriebenen Gasraffinerie

in Khursaniya 30 Kilometer

durch Wüste führte. Die französische

Nicolas gehört ebenso

wie die Scheuerle Fahrzeugfabrik

GmbH zur TII Group.

www.scheuerle.com

gerne unterstützen. Kissyo ist

Frozen Yogurt „Made in Germany

und Bella meint, er „passt

perfekt zu meinem Ernährungsund

Trainingsplan“.

www.fresh-five.de

Kohler, Neckarsulm

Niederlassung

in Rastatt

Die Kohler GmbH erhält eine

Niederlassung in Rastatt.

Kohler hat 160 Beschäftigte

und bietet an sieben Standorten

ein Lieferprogramm und zahlreiche

Dienstleistungen. Entwickelt

werden maßgeschneiderte

Lösungen für komplette

Hydraulik- und Pneumatiksysteme,

wird dazu mitgeteilt.

Am neuen Standort Rastatt mit

seinen drei Mitarbeitern und

zwei Außendienstmitarbeitern

ist Kohler offizieller ParkerStore-

Händler und als Premium-Partner

für Hydraulik und Pneumatik

von Parker zertifiziert.

www.kohler.de

Themen der März-Ausgabe 03/2015

TITEL-THEMA:

Bildungsmesse Heilbronn

ANZEIGENSCHLUSS:

02.02.2015

DOSSIER-THEMA:

Hannover Messe

THEMEN DES VERLAGSJOURNALS

WIRTSCHAFTINFORM.DE:

Messen, Tagungen, Seminare & Events

Wirtschaftsstandort Hohenlohe

Rechtsanwälte & Steuerberater

ANZEIGENVERKAUF:

recon-marketing GmbH

Werderstraße 134

74074 Heilbronn

Telefon: 07131 7930-313

Fax: 07131 7930-350

E-Mail: w.news@recon-marketing.de

Internet: w.news-mediadaten.de

NR. 01 | 2015

W IRT S C H A F T S M AG A Z IN DER IHK HE ILB R O N N - F R A N KEN

Seite 16

SÜDKOREA

Geschäfte in Asien

Seite 26

DOSSIER

Gesundheitsmanagement

Seite 32

JANUAR 2015 w.news

65


Kultur-Tipps

A

lte Dinge nützlich machen.

Künstler aus Heilbronn-

Franken wandeln gebrauchte

Alltagsgegenstände in neue

und dekorative Dinge um. Dieser

Trend heißt „Upcycling“ (aus

dem Englischen „up“ für „hoch“

und „recycling“ für „Wiederverwertung“

oder „Wiederaufbereitung“).

Upcycling ist damit

auch eine Art der Müllvermeidung.

So entstehen neue Produkte.

Im Gegensatz zu Recycling,

bei dem Abfallprodukte

beziehungsweise deren Ausgangsmaterial

wiederverwendet

wird, werden beim Upcycling

aus ehemaligen Abfallprodukten

neue, hochwertige Produkte

hergestellt.

Noch vor wenigen Jahrzehnten

war es selbstverständlich

oder sogar notwendig,

Gesünder leben

– ein Vorsatz

fürs neue Jahr, auf

den man sich

musikalisch einstimmen

kann:

Beim Winterkonzert

der Kulturstiftung

Hohenlohe in

der Kultura Öhringen,

am Sonntag,

den 25. Januar

2015 um 17 Uhr.

„Gesundheit!“ ist

dabei Programm bei den Donau-

Philharmonikern aus Wien:

„Erhöhte Pulse“ von Johann

Strauss, „Herztöne“ von Josef

Strauss oder die Arie der Grilletta

aus Joseph Haydns „Lo Speziale“

(italienisch: der Apo the ker).

www.hohenloher-kultursommer.de

om Landarzt zum Ritter:

Walter Plathe, vor allem bekannt

aus der Fernsehproduktion

„Der Landarzt“ wird im

Sommer 2015 den „Götz“ bei

66 w.news JANUAR 2015

Aus Alt mach Neu

Made in Heilbronn-Franken

Upcycling:

Ein Boot

wird

zu einem

Schrank.

Götz, Gesundheit und Moral

Neujahrskonzert der Donau Philharmonie Wien mit Chefdirigent

Manfred Müssauer.

Foto: Donauphilharmonie Wien (DPhW)

den Burgfestspielen in Jagsthausen

spielen. Das Schauspiel

„Götz von Berlichingen“ von

Johann Wolfang von Goethe

ist dort Tradition. Plathe ist

nicht nur im TV bekannt,

sondern auch auf Deutschlands

Bühnen – mehrfach

wurde er mit Theaterpreisen

ausgezeichnet.

www.burgfestspiele-jagsthausen.de

er genug hat von Lametta,

Gloria und fröhlich

Dinge zu reparieren oder in

einer anderen Funktion wiederzuverwenden.

So gehörte Upcycling

für unsere Großeltern

zum Alltag.

Auch heute ist es möglich,

Upcycling Produkte selber her -

zustellen oder zu kaufen. Ein

Boot, das zu einem Schrank

wird – das ist bei der Firma

smArtIndo-Wohnkultur in Heilbronn

zu finden. Das nicht

mehr als Boot zu verwendende

Material wird neu aufbereitet

und zu modernen Möbeln und

Wohnaccessoires verarbeitet.

Kunden können nach ihren

Designvorschlägen und Wünschen

produzieren lassen. So

landen „alte“ Dinge nicht im

Müll, sondern werden zu etwas

Nützlichem und Schönem umgewandelt.

(edm)

Schlagen auch Sie ein Produkt „Made in Heilbronn-Franken“ vor:

Einfach per Mail unter pr@heilbronn.ihk.de oder telefonisch unter 07131 9677-109

V

W

Neujahr kann am

11. Feb ruar 2015

im Hermann-Lenz-

Haus in Künzels -

au den Vortrag von

Joachim Sommer

anhören. Der Pro -

fes sor für Wissenschaftsgeschichte

an der Fachhochschule

Schwäbisch

Hall widmet sich

ab 9.30 Uhr erns -

teren Themen. Er

fragt nach Moral, nach Werten

und nach dem Verantwortungsbewusstsein

der Naturwissenschaftler.

Im Blick hat

er dabei eine der bedroh -

lichsten und erschreckendsten

Erfindungen der Menschheit:

die Atombombe. Doch die

moderne Gesellschaft kann

kaum auf Wissenschaft verzichten,

trotz Erfahrungen aus

Tschernobyl, Hiroshima und

Nagasaki.

www.kuenzelsau.de

(muk)

Impressum

w.news ist das offizielle Organ der

IHK Heilbronn-Franken.

Online-Ausgabe: www.ihk-wnews.de

Herausgeber:

IHK Heilbronn-Franken

Ferdinand-Braun-Straße 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

www.heilbronn.ihk.de

Geschäftsstellen:

Bad Mergentheim

Telefon 07931 9646-0

Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95052-0

Redaktion:

Matthias Marquart (Koordination)

Julia Sommerfeld

Katharina Müller (Volontärin)

Telefon 07131 9677-109

E-Mail pr@heilbronn.ihk.de

Der Bezug der Zeitschrift erfolgt

im Rahmen der grundsätzlichen

Beitragspflicht als Mitglied der IHK.

Die mit dem Namen eines nicht der

Redaktion angehörenden Verfassers

oder seinen Initialen gekennzeich -

neten Beiträge geben die Meinung

des Autors, aber nicht unbedingt die

der IHK Heilbronn-Franken wieder.

Das Verlagsjournal wirtschaftinform.de

wird sowohl redaktionell als auch

inhaltlich ausschließlich verantwortet

und betreut von der HETTENBACH

GMBH & CO KG WERBEAGENTUR GWA.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos und Unterlagen wird

keine Haftung übernommen.

Anzeigenvertrieb:

recon-marketing GmbH

Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Manfred Fehr (Anzeigenleiter)

Telefon 07131 7930-313

E-Mail fehr@recon-marketing.de

Mediadaten: w.news-mediadaten.de

Verlag, Gestaltung, Satz und

Produktion:

HETTENBACH GMBH & CO KG

WERBEAGENTUR GWA

Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Telefon 07131 7930-100

www.hettenbach.de

Druck:

Bechtle Druck & Service

GmbH & Co. KG

Zeppelinstraße 116, 73730 Esslingen

Anzeigenpreise:

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 12 vom

01.12.2011

Print

Auflage IVW-geprüft

k

ompensiert

Id-Nr. 1113492

www.bvdm-online.de

Emissionen durch Emissions einsparungen ausgeglichen

w.news-mediadaten.de


Telefonanlagen und Endgeräte von AWARES

Vertrauen Sie auf Markenhersteller

So wird

Kommunikation

leichter.

Optimieren Sie mit der AWARES GmbH Ihre Kommunikationskosten

und senken Sie nachhaltig Ihre Telefonausgaben ohne

Leistungs- und Komforteinbußen! Moderne Telefonanlagen

integrieren sich nahtlos in Ihre IT-Infrastruktur und erhöhen

die Produktivität der Mitarbeiter. Wir haben auch für Sie eine

praxisorientierte Lösung, die Ihre Kommunikation revolutioniert.

Kommunikationslösungen

Mit den Kommunikationslösungen von AWARES sind

Anforderungen wie CTI-Integration, intelligente Anrufverteilung,

Telefonkonferenzen, Tag/Nacht Betrieb,

Wartemusik, Rufweitweiterleitungen, DECT-Systeme,


vieles mehr problemlos realisierbar.

Kostenlose Beratung

Wir beraten Sie gerne unverbindlich und planen mit

Ihnen eine individuell angepasste Lösung. Unsere

langjährige Erfahrung ermöglicht es uns, Ihnen

alle Möglichkeiten aufzuzeigen und die für Sie

beste Lösung umzusetzen. Rufen Sie uns an und

vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin.

AWARES GmbH

Heilbronner Str. 30

74223 Flein

Telefon / Fax

☎ 07131-628550

07131-628557

E-Mail / Web

✉ info@awares.de

www.awares.de


oder Warenzeichen ihrer Eigentümer und/oder ihrer Hersteller.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine