in unserem Element! - Stadtwerke Potsdam

swp.potsdam.de

in unserem Element! - Stadtwerke Potsdam

Advents-Gewinnspiel!

Jeden Tag einen Preis gewinnen

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Das Kiezbad ist fertig!

Eröffnungsfeier am 1. Dezember

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Schadstoffkalender

Wann das Schadstoffmobil zu ihnen kommt

KUNDENMAGAZIN DER STADTWERKE POTSDAM GMBH

Hier sind wir

in unserem Element!

Wasserballer, OSC

Fahrplanwechsel zum 9. Dezember – Hier erfahren Sie die wichtigsten Änderungen · · · · · · · · · ·

Ausgabe 4 • 2007


Editorial

Editorial

Liebe Potsdamerinnen und Potsdamer,

liebe Kunden der STADTWERKE POTSDAM GMBH GMBH,

traditionell nutze ich das Vorwort der vierten „Quartett”-

Ausgabe des Jahres für eine kurze Rückschau auf die zurückliegenden

Monate. 2007 begann mit einer dramatischen

Woche zum Jahreswechsel. Eine schwere Turbinen-Havarie

in unserem Heizkraftwerk hätte am 27. Dezember

2006 beinahe ganz Potsdam lahmgelegt. Das umsichtige

Krisenmanagement aller Beteiligten in der EWP

und beim Turbinenhersteller sorgte letztlich dafür, dass

der hohe Sachschaden keine Auswirkungen auf die Versorgung

hatte. „Die von der EWP geleistete Versorgungssicherheit

ist eine Voraussetzung, damit die Stadt funktioniert”,

schrieb ich im Vorwort von „Quartett” 4 / 2006. In

dieser Krisensituation musste das nun unter erheblichen

Anstrengungen unter Beweis gestellt werden.

An vielen anderen Stellen ist es tägliche Routine und umfangreiche

Detailarbeit, die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.

Dies gilt natürlich nicht nur für die Bereiche Energie

und Wasser. Ebenso müssen die Busse und Straßenbahnen

pünktlich und die Straßen sauber sein. Die Bäder

müssen ein attraktives Angebot vorhalten.

Daneben werden wir in bedeutende städtische Maßnahmen

einbezogen. Die Umverlegung der Tram im Rahmen

der Neugestaltung der Potsdamer Mitte hat zwar als Baumaßnahme

noch nicht richtig begonnen, aber die Vorbereitungen

liefen 2007 bereits auf Hochtouren. Die Bauarbeiten

auf der Humboldtbrücke betrafen hingegen EWP

und ViP gleichermaßen.

Viele von Ihnen, liebe Potsdamerinnen und Potsdamer,

waren in diesem Jahr unsere Gäste – sei es im Neuen Lustgarten

beim STADTWERKE-Festival, beim ViP-Jubiläumsfest

„100 Jahre Elektrische”, beim „Tag der offenen Tür”

der Stadtentsorgung oder bei Veranstaltungen der Bäderlandschaft.

Die Resonanz zeigt, dass diese Angebote Ihren

Geschmack treffen. Mit unserer letzten Veranstaltung in

diesem Jahr wird das „Kiezbad Am Stern” am 1. Dezember

2007 wieder eröffnet. Wir würden uns freuen, Sie hier

künftig als Badegast begrüßen zu dürfen.

Als Nächstes steht der

Brauhausberg auf der Liste

unserer Baustellen. Ich bin

überzeugt, dass wir hier

2008 / 09 Positives erreichen.

Liebe Leser, das Weihnachtsfest

steht bevor.

Diesmal haben wir uns

etwas Besonderes überlegt.

Auf Seite 4 finden Sie

den Potsdamer local*card-

Weihnachtskalender. In Zusammenarbeit mit Potsdam

TV und unseren local*card-Partnern verlosen wir täglich

einen attraktiven Preis.

Apropos attraktiv: Die EWP bietet bereits seit 1999 mit

local-energy für Privatkunden günstige Strom-Sonderverträge

an. Seit 2007 bieten wir auch local-gas. Der Wechsel

dorthin ist übrigens sehr einfach und das Geld bleibt

in Potsdam.

Auch für 2008 haben wir wieder einen STADTWERKE-Kalender

vorbereitet. Sein Thema lautet „Faszination Wasser”.

Sie erhalten ihn in den Kundenzentren und ausgewählten

ViP-Verkaufsagenturen.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen

guten Rutsch ins Jahr 2008! Den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der STADTWERKE-Unternehmen danke ich

recht herzlich für ihre tägliche engagierte Arbeit!

Viel Spaß beim Lesen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Peter Paffhausen

Geschäftsführer

Impressum

Herausgeber: Stadtwerke PotSdam GmbH, Steinstraße 101, 14480 Potsdam

Verantwortlich: Stadtwerke PotSdam GmbH, marketingabteilung, dr. karin Sadowski (V.i.S.d.P.)

redaktion: Stefan klotz (ewP, SwP), karsten Zühlke (ewP), thomas Stutterich (SteP), andrea achtzehn (ViP)

Fotos: Stadtwerke PotSdam GmbH, soweit nicht anders gekennzeichnet.

Layout: katrin Janoschek, Peter Sablotny (Stadtwerke PotSdam GmbH)

druck: brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

auflage: 75.000

redaktionsschluss: 9. November 2007

erscheinungsweise: Vierteljährliche, kostenlose Verteilung an die Potsdamer Haushalte. außerdem in den kundenzentren,

in einigen ViP-Fahrzeugen und in den bürgerbüros der neuen ortsteile erhältlich.


Inhalt

Potsdamer local*card-Weihnachtskalender 2007 4

Energiebegriffe einfach erklärt 6

Spritkosten: 5,75 Euro auf 100 km... 6

Energieausweis für Gebäude 7

Don Carboni feiert Geburtstag 7

Sparpotenziale mit dem „Stromdetektiv” suchen 7

Besser als ihr Ruf: Hausinstallation 8

Potsdamer Wasser für neue Ortsteile 8

Wasser sparen – Ja oder Nein? 9

Pflichtaufgabe Abwasserentsorgung 9

Einsendeschluss für Fotowettbewerb 9

Abfallratgeber für Haushalte 10

Entsorgung der Weihnachtsbäume 10

Tag der offenen Tür bei der STEP 11

Altglas zur richtigen Zeit entsorgen 11

Sperrmüllentsorgung 11

Schadstoffkalender 2008 12

Änderungen im Spätverkehr 14

Fahrplandiskussion „Stadt + ” startet 14

Der erste sanierte „Combino” 15

Neue Broschüre zum ViP-ABO 15

Im Blickpunkt: Brauhausberg 16

Aqua-Fitness gegen Weihnachtsspeck 16

Kiezbad komplett modernisiert 17

Karten für‘s ganze Jahr 17

Kiezbad: Aqua-Fitness- Kurse ab 3. Dezember 17

Oscar Niemeyer 18

Sinnvolle Gemeinsamkeiten 20

STADTWERKE bilden aus 20

Gesundheit und Spaßfaktor 21

Haushaltsbefragung 23

Wie der „Bassinplatz” entstand 24

Rätsel 4 • 2007 26

4

8

10

14

16

20


Potsdamer local*card-Weihnachtskalender

Potsdamer local*card-Weihnachtskalender

2007

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2007

Mit der Energie und Wasser Potsdam GmbH und den local*Partnern der Stadt täglich tolle Preise gewinnen!

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Potsdamer local*card-Weihnachtskalender

Zuschauen und vergleichen, anrufen und gewinnen...

Ab 30. November zeigt Potsdam TV täglich eine andere Tür des local*card-Weihnachtskalenders, freitags immer drei Türen für

Samstag, Sonntag und Montag. Suchen Sie die Tür auf unserem Weihnachtskalender! Auf jeder befindet sich ein Buchstabe.

Mit dem richtigen Buchstaben und einem Telefon haben Sie die Chance auf den Tagesgewinn. Die richtige Reihenfolge aller

Buchstaben ergibt am Ende das Superlösungswort. Insgesamt verlosen wir Preise im Wert von über 1.500 Euro.

Attraktive Preise unserer local*card-Partner:

• 1.FFC Turbine Potsdam [ 2 VIP-Eintrittskarten 09.12. Turbine gegen Bayern München

• Augenoptiker Mathiebe [ Gutschein im Wert von 40 Euro

• Autohaus Schachtschneider [ kostenloser Frühjahrscheck inkl. einer Fahrzeugbewertung

• Blütenmeer [ Weihnachtsstrauß im Wert von 25 Euro

• Boutique Karin Genrich [ hochwertiger Designerschal für die Frau

• Café Filmmuseum [ 1 libanesisches Mezza für 2 Pers. im Wert von 35 Euro

• Coledampf‘s CulturCentrum [ Gutschein im Wert von 30 Euro

• famos liegen & sitzen [ Gutschein für ein hochwertiges Nackenstützkissen

• Filmpark Babelsberg [ Prinz Eisenherz – Themenabend im Wert von 100 Euro

• Filmpark Babelsberg [ 2 Eintrittskarten Filmpark

• Friedrichstadtpalast [ 2 Eintrittskarten für „Glanzlichter” am 8. Februar 2008 mit Blick hinter die Kulissen

• Gleis 6 [ Gutschein im Wert von 25 Euro

• Herrendorf Uhren & Schmuck [ Gutschein im Wert von 30 Euro

• jolie Mode & Accessoires [ Gutschein im Wert von 30 Euro

• Kabarett Potsdam [ 2 Eintrittskarten

• Kosmetikstudio Angelique [ Kosmetikgutschein im Wert von 49 Euro

• Komische Oper Berlin [ 2 Eintrittskarten für die Oper „Cosi fan tutte” am 2. Februar 2008

• Le Manege im Kutschstall [ 2 Eintrittskarten für den 21.12. „Don Carboni”

• Prinz Leopold [ Gutschein im Wert von 40 Euro

• Restaurant La Copa [ Gutschein im Wert von 30 Euro

• Thalia Kino [ Private Sondervorstellung für Sie und 50 Freunde

• Volkspark Potsdam [ Eintrittskarten für die Feuerwerkersinfonie für bis zu 4 Personen

• Waschbar [ 1 Wäsche mit Frühstück für zwei

• Weiße Flotte [ Brunchfahrt um Potsdam mit der Weißen Flotte

So funktioniert es mit dem Tagesgewinn:

• Die Sendung für den Gewinn am Folgetag läuft auf Potsdam TV ab 18:00 Uhr und wird stündlich wiederholt, an den

Wochenenden alle zwei Stunden.

• Die EWP-Gewinn-Hotline 0331 661 9711 ist am nächsten Tag, immer montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr geschaltet.

• Nennen Sie uns den Buchstaben der gezeigten Tür, Ihren Namen, Ihre Kundennummer und Ihre Rückrufnummer.

• Die Tagesgewinner werden dann im Laufband auf Potsdam TV ab 18:00 Uhr genannt. Montags werden die Gewinner der

drei Türrätsel vom Wochenende (Freitag, Sonnabend und Sonntag) gezogen. Deshalb gibt es montags drei Gewinner.

Potsdam TV empfangen Sie im Potsdamer Kabelnetz der RKS/RFT auf Kanal 7 (189,25 MHz) bzw. im Potsdamer Netz der

Kabel Deutschland auf Kanal 3 (55,25 MHz).

So funktioniert es mit dem Superlösungswort:

2007

• Wenn Sie bis zum 24. Dezember zuschauen, kennen Sie die Reihenfolge aller Buchstaben und gewinnen mit etwas Glück

eine Stromgutschrift für 1.000 kWh. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2007 (Poststempel).

• Schicken Sie die Lösung mit dem Kennwort Weihnachtsrätsel an: STADTWERKE POTSDAM GMBH

Steinstraße 101

14480 Potsdam

www.ewp-potsdam.de Mail: weihnachtsraetsel@swp-potsdam.de


Quartett 4 • 2007_energie

Energiebegriffe einfach erklärt

Netznutzungsentgelte und Erneuerbare-Energien-Abgabe

Heizkraftwerk

Potsdam-Süd:

dezentrale, umweltschonendeStromerzeugung

Ökostrom, der aus Wasserkraft, Deponiegas, Biomasse,

Geothermie, Windkraft und Solarenergie erzeugt wird,

fließt auch in unseren Stromnetzen. Das eigens dafür

geschaffene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt

die Abnahmekosten und Einspeisemodalitäten. Neben

der Strom- und Umsatzsteuer sowie den Konzessionsabgaben

zählen diese Kosten zu den rund 40 % des

Strompreises, die der Staat festlegt.

Abgabe dient dem Klimaschutz

Wie alle Stromnetzbetreiber ist die EWP zum Anschluss

solcher Erzeugungsanlagen gesetzlich verpflichtet. Wir

müssen den erzeugten Ökostrom abnehmen und dem

Einspeiser vergüten. Die Vergütungswerte sind im Gesetz

festgelegt und höher als die Erzeugungskosten

im Heizkraftwerk Potsdam-Süd. In Potsdam gibt es vor

allem Photovoltaikanlagen. Derzeit muss die EWP an die

Solarstrom-Erzeuger bis zu 49,21 Cent / kWh zahlen.

Die Kosten für sämtliche nach EEG eingespeiste Energie

verteilen sich bundesweit auf alle Stromkunden. Damit

6

werden unterschiedliche Belastungen der Energieversorger

ausgeglichen, denn die Ökostrom-Einspeisung

ist regional sehr unterschiedlich. Der jährliche Zuwachs

an erneuerbaren Energien fließt in die Berechnung ein.

2007 wurde deutlich mehr Ökostrom als 2006 erzeugt.

Der Anteil am EWP-Strommix stieg von 8 auf 12 %.

Netznutzungsentgelte

Ehe der Strom mit 230 Volt bei Ihnen ankommt, durchfließt

er Leitungsnetze verschiedener Spannungsebenen

(Hoch-, Mittel- und Niederspannung). Auf jeder Spannungsebene

entstehen Kosten für Betrieb, Instandhaltung

und Investitionen in die Netze. All diese Kosten

werden durch Netznutzungsentgelte abgegolten.

Die Netznutzungsentgelte werden regelmäßig für einen

bestimmten Zeitraum kalkuliert und von uns bei der Landesregulierungsbehörde

vorgelegt. Sie entscheidet, ob

dem Endkunden und anderen Stromanbietern, die Strom

durch unser Netz durchleiten, das Netznutzungsentgelt

in der beantragten Höhe berechnet werden darf.

Die Kalkulation ist ein sehr komplexer Vorgang, meist

unter Einbeziehung der Netzkosten mehrerer Netzbetreiber.

Zum einen hat die EWP ihre eigenen Netze

für Hoch-, Mittel- und Niederspannung im Potsdamer

Stadtgebiet. Zum anderen fließen anteilige Netzkosten

des mit dem EWP-Netz verbundenen Regionalversorgers

EON edis in die Kalkulation ein. Das hat folgenden

Grund: Im Sommer, wenn das EWP-Heizkraftwerk wegen

der Temperaturen nicht so viel Fernwärme produziert,

kann es auch nicht genug Strom erzeugen. Weil

der dann eingekaufte Strom aus einem fernen Großkraftwerk

oder Windpark kommt, durchfließt er auf der

Hochspannungsebene das Fernleitungsnetz des vorgelagerten

Netzbetreibers EON edis und erst danach das

Netz Ihres örtlichen Energieunternehmens EWP.

Spritkosten: 5,75 Euro auf 100 km...

„erdgas als kraftstoff“ ist eine antwort auf den klimawandel. die

effizienz und klimafreundlichkeit von erdgasautos demonstrierte

die „erdgas-rallye“, die im September durch berlin und brandenburg

führte und am Heizkraftwerk Potsdam-Süd Station machte.

Nicht die Geschwindigkeit entschied über den Sieg, sondern wer

auf der festgelegten Strecke am wenigsten erdgas verbrauchte.

der Schnitt aller teilnehmer lag bei 6,3 kg / 100 km. der Preis für

erdgas liegt an der ewP-tankstelle derzeit bei 0,914 eUr / kg. dies

bedeutet kraftstoffkosten von 5,75 euro auf 100 kilometer. mit

einem „benziner” oder mit einem „diesel” ist dies nicht zu schaffen.

die ewP fördert außerdem jedes erdgasauto mit einem 511euro-tankgutschein.

www.ewp-potsdam.de


Energieausweis für Gebäude

Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen

Käufer oder Mieter von Wohnungen und

Häusern nur wenig über deren Energiebedarf.

Dies soll jetzt anders werden: Gemäß der neuen

Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) müssen

Hausbesitzer bei Neuvermietung oder Verkauf

künftig einen Energieausweis („Energiepass“)

für ihr Gebäude vorlegen. Mehr noch: Sie als

Interessent haben künftig das Recht, den Energieausweis

einzusehen, und können so die zu

erwartenden Energiekosten besser einschätzen.

Zwei Varianten – ein Ziel

Die Energieausweise werden entweder auf der

Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder

des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt.

Der Energieverbrauchsausweis sagt aus, wie

viel Energie die bisherigen Bewohner in den vergangenen

drei Jahren verbraucht haben. Dies ist

Don Carboni feiert Geburtstag

der Pate don Carboni feiert seinen 60. Geburtstag. eingeladen

hat er Freunde und bekannte. Gerade soll ihm eine große Überraschung

übergeben

werden, da geschieht

der erste mord. als

der kommissar auftritt,

bahnt sich ein

größeres drama an.

doch das ist nicht

alles. Liebe Freunde

Carbonis sind durch

seltsame Umstände

die einfachere und billigere Variante,

kann jedoch schnell problematisch

werden, wenn die Immobilie nicht

oder nur teilweise genutzt wurde. Der

Energiebedarfsausweis wird ausgestellt,

nachdem zugelassene Fachleute

das Haus untersucht haben und

den Zustand der Heizungsanlage, der

Fenster, Decken und Außenwände

dokumentiert haben. Diese Variante

ist zwar deutlich teurer, aber auch

aussagekräftiger. Für Wohngebäude mit bis

zu vier Wohnungen und einem Bauantrag vor

November 1977 müssen Energieausweise ab

1. Oktober 2008 grundsätzlich auf der Grundlage

des Energiebedarfs ausgestellt werden.

Schrittweise Einführung

Die Einführung des Energieausweises erfolgt

schrittweise ab 1. Juli 2008. Umfassende Informationen

zu diesem sehr komplexen Thema bietet

die Deutsche Energie-Agentur (DENA) im Internet

unter www.gebaeudeenergiepass.de. Mit

dem Energieausweis-Check können Sie als Gebäudeeigentümer

online testen, ob und wann

Sie einen Energieausweis vorlegen müssen und

welche Anforderungen erfüllt werden müssen.

Ihr Ansprechpartner bei der EWP ist Göran Böhm

0331 661 9712.

7

Sparpotenziale mit dem

„Stromdetektiv” suchen

Unsere „Stromdetektive“

spüren Stromfresser in Ihrem

Haushalt auf. Die ausleihbaren

Messgeräte ermitteln

den momentanen und den

Tagesverbrauch einzelner

Geräte. Mehr Infos und Vergleichswerte

für den Stromverbrauch

von Haushaltsgeräten

finden Sie im Menüpunkt

„Beratung” unter

www.ewp-potsdam.de

„auf der Strecke“ geblieben und erscheinen erst gar nicht. was

geht hier vor? wie alles endet können Sie im „Le manège“ im

kutschstall-ensemble, am Neuen markt erleben. „don Carboni“

ist kein klassisches theater. der Gast wird zum teilnehmer und

kann dabei bestens speisen.

Termine: 6., 13., 20., 21., 22. dezember, einlass: 19:00 Uhr,

beginn: 19:30 Uhr. das mafia-dinner mit 3-Gänge-menü kostet

64,00 eUr pro Person.

mit local*card zahlen Sie nur 59 eUr. Jede eintrittskarte für das

mafia-dinner gilt außerdem als Fahrkarte die Hin- und rückfahrt

mit den bussen und bahnen der ViP.

Reservierung unter: 0331 9510585 / www.don-carboni.de


Quartett 4 • 2007_wasser

Besser als ihr Ruf: Hausinstallation

Mikrobiologische Situation wissenschaftlich untersucht

Hausinstallation

mit hochwertigenmaterialien.

Machen Sie sich Sorgen um Ihre Hausinstallation? Wir

können Sie beruhigen. Neueste Untersuchungsergebnisse

der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches

e.V. (DVGW) haben gezeigt, dass die mikrobiologische

Situation in Hausinstallationen deutlich besser

ist, als bislang angenommen. Die Studie hatte zum Ziel,

eine Bestandaufnahme in Trinkwasserinstallationen von

Ein- und Mehrfamilienhäusern durchzuführen.

Ausgehend von der Tatsache, dass in großen Installationen

von öffentlichen Einrichtungen wiederholt Befunde

von Krankheitserregern, wie z.B. Legionellen, festgestellt

wurden, sollten nun auch Hausinstallationen wissenschaftlich

bewertet werden. Dazu wurden repräsentativ

181 Installationen und 304 Zapfstellen auf typische

Wasserkeime untersucht.

Keine systematische Verkeimung

Zusammenfassend stellten die Wissenschaftler fest,

dass keine erhöhten mikrobiologischen Befunde in Installationen

von Privathäusern zu finden sind. Warmwassersysteme

in großen unsanierten bzw. teilsanierten

Mehrfamilienhäusern sowie dezentrale Anlagen (Warmwasserboiler)

mit Temperaturen von weniger als 40 °C

bildeten dagegen bei Legionellen einen Belastungsschwerpunkt.

Befunde von mehr als 100 Koloniebildenden

Einheiten (KBE) – dann geht man von einer möglichen

Gesundheitsgefährdung aus – wurden aber nur

in 10 % der untersuchten Installationen festgestellt. Es

Potsdamer Wasser für neue Ortsteile

ab 1. Januar 2008 erhalten mehrere neue ortsteile im Potsdamer

Norden – Fahrland, Neu Fahrland, Groß Glienicke, marquardt,

Satzkorn und Uetz-Paaren – ihr trinkwasser aus dem

ewP-wasserwerk Nedlitz (siehe Foto). damit findet die Übertragung

der trinkwasserversorgung und abwasserentsorgung

durch die Landeshauptstadt an die ewP ihren abschluss. Vorausgegangen

war anfang 2006 die Übertragung der betriebsführung

von trinkwasserrohrnetzen und Schmutzwasserkanalisation

sowie der kaufmännischen aufgaben an die ewP.

die Qualitätswerte der Potsdamer wasserwerke finden Sie in

der trinkwasseranalyse, die wir auf der webseite im bereich

wasser veröffentlichen. www.stadtwerke-potsdam.de

8

konnte auch kein Zusammenhang zwischen den verwendeten

Installationsmaterialen und einer systematischen

Verkeimung gefunden werden.

Meiden Sie Billigmaterialien!

In der Praxis der Wasserinstallation hat sich bewährt,

dass die Anlagen nach den Regeln der Technik hergestellt

und betrieben werden und nur geprüfte Materialien

zum Einsatz kommen. Billigmaterialien sollte man

meiden, da diese oftmals nicht über die erforderlichen

Prüfzeichen verfügen. So kann es zum Beispiel zu starkem

mikrobiologischen Bewuchs auf Dichtungen aus

Kunststoff oder in flexiblen Schläuchen kommen, wenn

die falschen Materialien eingesetzt werden.

Um ganz sicher zu gehen, sollte man aber kein Wasser

aus dem Wasserhahn trinken, das lange (mehrere Stunden)

in der Leitung gestanden hat. Lassen Sie dieses erst

ablaufen, bis der Leitungsinhalt ausgetauscht ist.

0331 661 2180

www.stadtwerke-potsdam.de


Wasser sparen – Ja oder Nein?

Deutschland ist wasserreich: Nur drei Prozent des

Wasserdargebotes – die zur Verfügung stehende

nutzbare Menge an Süßwasser aus dem natürlichen

Wasserkreislauf – wird für die Trinkwasserversorgung

genutzt. Dieses Wasser geht nicht

verloren, sondern bleibt im Wasserkreislauf, der

einen „Umweg“ über Klärwerke nimmt. Übertrieben

sparsamer Trinkwasserverbrauch entlastet

die Umwelt aus diesem Grunde nicht merkbar,

im Gegensatz zum Energiesparen.

Die Sparappelle datieren aus Zeiten, in denen

man einen deutlichen Wasserverbrauchsanstieg

erwartete. Der Bedarf hat sich jedoch seit 1990

halbiert. Neben dem geänderten Verbrauchsverhalten

jedes Einzelnen sind effizientere

Pflichtaufgabe Abwasserentsorgung

die abwasserentsorgung und dietrinkwasserversorgung sind

kommunale Selbstverwaltungsaufgaben. So schreibt das brandenburgische

wassergesetz im § 66 vor, dass die Gemeinden das

auf ihrem Gebiet anfallende abwasser beseitigen und die notwendigen

abwasseranlagen betreiben müssen. dazu gehört auch

die beseitigung des in abflusslosen Sammelgruben anfallenden

abwassers.

Regelung bleibt erhalten

durch diese gesetzliche ausgestaltung mit Übertragung der

aufgaben auf die kommunen soll erreicht werden, dass die abwasserentsorgung

stets der kontrolle der Gemeinden unterliegt,

kostengünstig durchgeführt wird und die Vorgaben an den Um-

Haushaltsgeräte, z.B. Waschmaschinen und Geschirrspüler,

der Grund. Dies stellt die deutsche

Wasserwirtschaft vor viele Probleme.

Wasser muss fließen

Durch den sinkenden Verbrauch steht das Trinkwasser

öfter in den Leitungen und die Qualität

kann beeinträchtigt werden. Andererseits müssen

die Leitungen groß genug sein, um den

Löschwasserbedarf abdecken zu können. Aus

Gründen der Hygiene muss ein ständiger Wasseraustausch

gewährleistet sein. Daher muss das

Rohrnetz verstärkt gespült werden.

Komfort und Hygiene

Natürlich sollte man

Trinkwasser nicht verschwenden,

aber beim

Sparen auch nicht übertreiben.

Wasser kostet

Geld, wie die Gebührendebatte

zeigt. Allerdings

weniger, als die meisten

denken: Jeder Bürger

in Deutschland gibt im

Durchschnitt täglich 56

Cent für Trink- und Abwasser

aus. Sollten wir

bei diesen Kosten auf

den gewohnten Komfort

und die Hygiene

verzichten?

9

Einsendeschluss

für Fotowettbewerb

Potsdam und Wasser –

Gesichter und Sichten” lautet

das Motto des Potsdamer

Fotowettbewerbs 2007.

Die EWP unterstützt die vom

Fotoclub und dem Bürgerhaus

am Schlaatz veranstaltete

Aktion. Gesucht werden

Landschaftsaufnahmen

sowie Reflexionen und Porträts

in Kombination mit

dem Element Wasser.

Noch bis zum 15.12.2007

können Sie Ihre Fotos (max.

6 Stück im Format A3) einsenden.

Bürgerhaus am

Schlaatz, Schilfhof 28,

14478 Potsdam. Kennwort:

Fotowettbewerb 2007.

weltschutz erfüllt werden. an dieser regelung sollen auch zukünftig

keine abstriche gemacht werden.

EWP arbeitet im Auftrag

auf Grund dieser gesetzlichen regelungen wurden durch die

Stadtverordneten die entsprechenden Satzungen zur wasserversorgung

und abwasserentsorgung erlassen. Sie sind der rechtliche

rahmen für die ausgestaltung der wasserversorgung und abwasserentsorgung

und sozusagen die „Vertragsbedingungen“. auf ihrer

Grundlage werden auch die Gebühren beschlossen. die Grundstückseigentümer

sind die empfänger der Gebührenbescheide der

Stadt und legen die kosten bei Vermietung im rahmen der betriebkostenabrechnung

auf die mieter um. die Gebührenbescheide

werden von der ewP erstellt, die die gesamte betriebsführung und

die Investitionen für trink- und abwasser durchführt.


Quartett 4 • 2007_entsorgung

Abfallratgeber für Haushalte

Die Stadtverwaltung, Bereich Umwelt und Natur, informiert

der neue abfallratgeber

der

Landeshauptstadt

Potsdam

Ein neuer Abfallratgeber bietet Ihnen ab sofort die wichtigsten

Informationen rund um die Abfallentsorgung in

zusammengefasster Form. Die Landeshauptstadt Potsdam

gibt Anfang Dezember 2007 erstmalig diese Informationsbroschüre

zur Entsorgung von Abfällen aus

weitere Infos erteilt die abfallberaterin, alexandra Noack.

Entsorgung der Weihnachtsbäume

Nach den Feiertagen fährt die SteP gesonderte touren, um

Ihre weihnachtsbäume einzusammeln. Im Januar 2008 gibt es

für jedes Stadtgebiet zwei entsorgungstermine. bitte legen Sie

die weihnachtsbäume zusammen mit den bäumen Ihrer Nachbarn

am abholtag bis spätestens 06:00 Uhr auf einen Stapel in

Fahrbahnnähe ab und entfernen Sie sämtlichen weihnachtsschmuck!

Vielen dank.

• 02.01. und 16.01.: Stern / drewitz

• 03.01. und 17.01.: waldstadt l und ll, Schlaatz, teltower

Vorstadt, templiner Vorstadt, Hermannswerder

• 04.01. und 18.01.: Zentrum ost, berliner Vorstadt, Jägervorstadt,

Nauener Vorstadt

10

Privathaushalten heraus. Sie wird alle zwei Jahre neu

aufgelegt und kostenlos an sämtliche Potsdamer Privathaushalte

verteilt. So finden Sie den Abfallratgeber in

den nächsten Tagen auch in Ihrem Postkasten.

Was gehört wohin?

Der Abfallratgeber ist übersichtlich aufgebaut und führt

Sie schnell ans Ziel, egal ob Sie Tipps zur Abfallvermeidung

suchen oder wissen möchten, wer sich wie an die

Abfallentsorgung anschließt. Sie erhalten Informationen

zu den einzelnen Abfallarten, was dazu gehört, wie sie

zu entsorgen sind, ob dabei Kosten entstehen und welche

Behältergrößen und Entleerungsrhythmen es gibt.

Die Übersicht der Abfallannahmestellen zeigt Ihnen auf,

wo Wertstoffhöfe sind, welche Öffnungszeiten sie haben

und was Sie dort kostenlos bzw. kostenpflichtig abgeben

können. Nützlich ist auch die Auflistung der Vertriebsstellen

von Abfallsäcken, falls Sie Restabfall- und

Laubsäcke oder gelbe Säcke benötigen.

Für Fragen stehen Ihnen selbstverständlich auch weiterhin

die Ansprechpartner der Landeshauptstadt Potsdam

zur Verfügung, deren Telefonnummern Sie ebenfalls im

Ratgeber finden.

Konkrete Entleerungstermine enthält der Abfallratgeber

nicht. Die Auflistung wäre zu umfangreich, als dass sie

für alle Haushalte übersichtlich herausgegeben werden

könnte. Die Termine können Sie gern bei der Abfallberatung

erfragen.

Gewinnchance für Sie

Ein Tipp zum Schluss: Auch Rätselfreunde kommen mit

dem Abfallratgeber auf ihre Kosten. Mit Ihrem Wissen

über die Abfallentsorgung in Potsdam haben Sie die

Chance, einen von insgesamt fünf Einkaufsgutscheinen

im Wert von 25 Euro zu gewinnen. Viel Glück!

0331 289 1796

www.potsdam.de

• 07.01. und 21.01.: Groß Glienicke, Neu Fahrland, marquardt

• 08.01. und 22.01.: kirchsteigfeld, babelsberg

• 09.01. und 23.01.: Stadtzentrum, Potsdam west, kiewitt

• 10.01. und 24.01.: bornim, bornstedt, eiche, Golm

• 11.01. und 25.01.: Fahrland, Paaren, Uetz, Satzkorn

• 15.01. und 28.01.: klein Glienicke, Sacrow, krampnitz,

kartzow, Grube, Nattwerder, Schlänitzsee


Tag der offenen Tür bei der STEP

Altglas zur richtigen Zeit entsorgen

da die beschwerden über den Lärm beim einwerfen von Flaschen

und Gläsern in letzter Zeit zunehmen, weist der bereich Umwelt

und Natur darauf hin, dass die wertstoffbehälter für weiß-, Grün-

und braunglas nur werktags in der Zeit von 7 bis 20 Uhr benutzt

werden sollen. Nehmen Sie bitte rücksicht auf die Nachbarn!

Sperrmüllentsorgung

Sperrmüll, Schrott und elektrogroßgeräte können Sie bei der SteP

zur abholung anmelden oder bei den genannten wertstoffhöfen

abgeben. kosten entstehen Ihnen dabei nicht, denn sie sind

bereits mit der abfallgrundgebühr abgegolten. die SteP nennt

11

Ihnen einen abholtermin, zu dem Sie den Sperrmüll bereitstellen

können. dies sollte bis spätestens 6 Uhr morgens erfolgen.

achtung: der Sperrmüll darf frühestens ab 18 Uhr des Vortages

an die Straße gestellt werden, denn je länger der abfall draußen

steht, desto mehr wird dazugestellt, er wird durchwühlt und oft

weiträumig verteilt.

• Neuendorfer anger 9, babelsberg (mo, mi 7-15 Uhr; di 7-18

Uhr; do, Fr 7-13 Uhr, jeden letzten Sa im monat 9-12 Uhr)

• Handelshof 1-3, Potsdam Industriegebiet (keine annahme von

elektroaltgeräten; mo - do 6-18 Uhr; Fr 6 -17 Uhr)

• anmeldung unter: 0331 661-7166

Sperrmuellauftraege@SteP-Potsdam.de


Quartett 4 • 2007_entsorgung

Schadstoffkalender 2008

Für eine gesunde Umwelt und eine lebenswerte Stadt

Der Bereich Umwelt und Natur der Stadt Potsdam informiert

Schadstoffentsorgung aus Haushalten

der Stadt Potsdam

Die Entsorgung erfolgt durch das Schadstoffmobil der

Stadtentsorgung Potsdam GmbH an den auf der rechten

Seite genannten Tagen und Standorten sowie an der

zentralen Annahmestelle.

Zur Beachtung:

• Am Schadstoffmobil werden schadstoffhaltige

Abfälle bis 20 kg pro Abfallart

aus Haushalten der Stadt Potsdam,

nicht jedoch von Gewerbetreibenden

angenommen. Diese können

mit Hilfe des bei der Stadtverwaltung,

Bereich Umwelt und Natur, erhältlichen

Abfallausweises schadstoffhaltige Abfälle

bis zu einer Menge von 500 kg

kostenlos an der Schadstoffannahmestelle

entsorgen.

• Die Schadstoffe sollten möglichst in

Originalverpackungen abgegeben werden.

• Schadstoffe in sperrigen Verpackungen

(Kanister u.ä.) oder mit einem Gewicht

über 20 kg können nur in der zentralen

Annahmestelle angenommen werden.

Hinweis:

Wer Abfälle vor dem Eintreffen des

Schadstoffmobils an den bekanntgegebenen

Standorten ablagert, begeht eine

Ordnungswidrigkeit.

Folgende Schadstoffe werden kostenlos

entsorgt: Altfarben, Altlacke (nicht ausgehärtet),

Altöl, Auto- und Haushaltsbatte-

rien, Altmedikamente, Düngemittelreste,

Fotochemikalien, Haushaltschemikalien,

Holzschutzmittel, Insektenschutzmittel,

Klebstoffreste, Lösemittelreste, Leuchtstoffröhren,

Pflanzenschutzmittel, Thermometer

sowie alle weiteren im Haushalt

anfallenden Schadstoffe.

Für weitere Informationen und Fragen

steht Ihnen der Bereich Umwelt und Natur

der Landeshauptstadt Potsdam unter

der folgenden Telefonnummer zur Verfügung:

0331 289 1796 und unter der

E-Mail-Adresse:

Abfallberatung-Abfallentsorgung@Rathaus.Potsdam.de

Schadstoffannahmestelle der STEP GmbH

Neuendorfer Anger 9

14482 Potsdam

Herausgeber:

Verantwortlich: Der Bereich Umwelt und

Natur der Stadtverwaltung Potsdam

12

Öffnungszeiten

der Schadstoffsammelstelle:

Neuendorfer Anger 9

(Nähe Lutherplatz, Babelsberg)

dienstags: 08:00 - 18:00 Uhr

(außer an gesetzlichen Feiertagen)

und

sonnabends: 09:00 - 12:00 Uhr

an den folgenden Terminen:

26.01.2008

23.02.2008

29.03.2008

26.04.2008

31.05.2008

28.06.2008

26.07.2008

30.08.2008

27.09.2008

25.10.2008

29.11.2008

20.12.2008


Quartett 4 • 2007_verkehr

Änderungen im Spätverkehr

Fahrplanwechsel am 9.12. berücksichtigt Kundenwünsche

Am Sonntag, den 9. Dezember 2007, gibt es im Verkehrsverbund

Berlin-Brandenburg (VBB) den nächsten

Fahrplanwechsel. Auch für Sie als Fahrgast von Straßenbahnen

und Bussen der ViP ändert sich einiges, aber

deutlich weniger als bei den Fahrplanwechseln im Sommer,

bei denen jeweils neue Konzepte („Takt +” im Jahr

2006 und „Nacht +” im Jahr 2007) in Kraft traten.

Die wichtigsten Neuerungen

Tram 94 Schloss Charlottenhof Fontanestraße

verkehrt im Spätverkehr ab ca. 20:00 Uhr nicht mehr.

Die bisherigen Fahrten Platz der Einheit – Fontanestraße

werden von der Tram 99 übernommen, die bis etwa

1:15 Uhr S Hauptbahnhof – Fontanestraße verkehrt.

Tram 99 Marie-Juchacz-Str. Fontanestraße

verkehrt im Spätverkehr ab ca. 20:00 Uhr anstelle der

Tram 94 S Hauptbahnhof – Fontanestraße. Damit wird

die Berliner Straße bis zur Holzmarktstraße im Spätverkehr

im 20-Minuten-Takt mit dem Hauptbahnhof verbunden.

Mit Inbetriebnahme der verlegten Tramtrasse

auf der Humboldtbrücke ab voraussichtlich März 2008

Fahrplandiskussion „Stadt+” startet

Für den Sommer 2008 ist die einführung eines veränderten

Liniennetzes für den busverkehr im Potsdamer westen unter

dem Namen „Stadt + “ geplant. die Änderungen betreffen insbesondere

den Verkehr zwischen Golm / eiche und der Potsdamer

Innenstadt bzw. dem Hauptbahnhof. ViP startet dazu

die diskussion per Internet am 10.12.2007, hier werden das

konzept erläutert und die Fahrpläne vorgestellt. Im Januar wird

es dann mehrere öffentliche kundenforen geben, geplant sind

sie am 15., 16. und 17. Januar 2008. orte und Zeiten geben

wir Ihnen rechtzeitig über Presse und andere medien bekannt.

Neben dem Internet können Sie für Ihre Hinweise auch den üblichen

Postweg nutzen. wir hoffen auf Ihre rege beteiligung.

wird die zusätzliche Haltestelle Schiffbauergasse / Uferweg

vor der Brücke bedient, mit der der Standort Schiffbauergasse

eine weitere ÖPNV-Anbindung erhält.

Bus 690 S Babelsberg Johannes-Kepler-Platz

Die erste Fahrt Mo-Fr verkehrt anstelle Bhf Medienstadt

Babelsberg bereits ab Johannes-Kepler-Platz 3:11 Uhr.

Bus 692 Nedlitz, Weißer See Höhenstraße

Die erste Fahrt Mo-Fr verkehrt ab Weißer See bereits

4:07 Uhr und ab Hugstraße als Bus N17 durchgehend

bis S Hauptbahnhof. Damit wird ein besserer Anschluss

zum RE1 4:50 Uhr in Richtung Berlin hergestellt.

Bus 693 Hermannswerder, Küsselstraße Am

Stern, Johannes-Kepler-Platz

Der Bus 693 erhält im Spätverkehr ab ca. 20:00 Uhr

neue Abfahrtszeiten, um am Bhf Rehbrücke bessere Anschlüsse

mit dem veränderten RE7 herzustellen.

Sonstige Änderungen

Abfahrtszeiten

Auf mehreren Linien erfolgen zur Herstellung von Anschlüssen

und zur Sicherung der Pünktlichkeit geringfügige

Fahrzeitkorrekturen.

Haltestellen

Zehn Haltestellen werden umbenannt bzw. neu eingerichtet.

In den Liniennetzplänen ist in Golm und auf der

Humboldtbrücke bereits der Zustand mit Fertigstellung

der neuen Unterführung bzw. Inbetriebnahme der verlegten

Tramtrasse angegeben.

Fahrplanfolder

Neue Fahrplanfolder werden für Tram 91, 92, 94 und

99 sowie Bus 693 herausgegeben. Ein gemeinsamer

Flyer infomiert Sie über die Fahrpläne der Nachtlinien

Bus N14, N15, N16 und N17. Veränderungen auf den

übrigen Linien werden in einem Berichtigungsblatt bekannt

gegeben.

ausführliche Infos zum neuen Fahrplan finden Sie im Internet www.vip-potsdam.de

0331 661 4275

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Der erste sanierte „Combino”

Eine gute Nachricht für die vielen Nutzer von

Niederflurbahnen in Potsdam: Ende Oktober

konnte die ViP die erste sanierte Tram des Typs

„Combino“ vorstellen. Das Fahrzeug mit der

Wagennummer 409 „Melbourne“ war zuvor

im Bereich Transportation Systems (TS) beim

Hersteller Siemens AG komplett saniert worden.

ViP-Geschäftsführer Martin Weis: „Mit der von

Siemens vorgestellten, solide umgebauten Bahn

haben wir gute Chancen, dass die Negativdiskussion

um den Combino in Potsdam endlich

beendet wird.“ Vor dreieinhalb Jahren, am 12.

März 2004, hatte Siemens die weltweite, zeitweise

Stilllegung aller Combinos veranlasst.

Einsatz im täglichen Verkehr

Nun können Sie mit dem Combino Nr. 409 wieder

im täglichen Linienverkehr fahren, nachdem

das Eisenbahn-Bundesamt im Oktober die Freigabe

erteilt hat. Mit dem Erfolg der als Pilotprojekt

angelegten Sanierung dieses Fahrzeugs stehen

nun die Signale für die Sanierung aller insgesamt

16 Combino-Bahnen der ViP auf Grün. Derzeit

sind bereits fünf Fahrzeuge beim Hersteller zur

Neue Broschüre zum ViP-ABO

In der neu aufgelegten broschüre

erleben Sie, wie Sie

statt mit der altbekannten monatskarte

mit dem ViP-Jahresabonnement

noch günstiger

fahren. ohne trick und doppelten

boden – Sie brauchen

dafür lediglich die monatskarte im ViP-abo von der Verkehrsbetrieb

Potsdam GmbH. dann heißt es: Vergessen Sie für ein Jahr

den monatskarten-kaufstress, steigen Sie an 365 tagen im Jahr

so oft ein und aus, wie Sie wollen, werden Sie mitglied der ViPabo-Familie.

keine bange, der Vertrag endet, wann immer Sie

schrittweisen Sanierung. Damit wird erreicht,

dass immer genug Combinos in Potsdam fahren

und der Fahrplan für mobilitätsbehinderte Fahrgäste

erfüllt wird. Bis 2009 sollen

alle Combinos saniert sein.

Mehr Komfort

Übergeben wurde die 409 am

29. Oktober vom Bereichsleiter

Region Deutschland Ost, Siemens

TS, Arnold Kallmerten.

Der sanierte Combino hat

sein typisches äußeres Erscheinungsbild

behalten. Für den

Fahrgast zu erkennen sind

lediglich zusätzliche Verstärkungen

in den Portalbereichen des Gelenkzuges.

Veränderungen am Fahrwerk, die während der

Sanierung vorgenommen wurden, verbessern

den Fahrkomfort.

Im Rahmen der Sanierung werden die „Mobilinfo”-Systeme

von Trendnetwork auf die neueste

Generation umgestellt. Sie bieten ausführliche

Informationen für die Fahrgäste.

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ViP-Geschäftsführer

martin weis (l.) übernahm

das Fahrzeug von arnold

kallmerten (Siemens)

es wollen. Sie gehen keine unüberschaubaren Verpflichtungen

ein. Und nicht zu vergessen: Sie sparen ordentlich! mitglieder der

ViP-abo-Familie erhalten im dezember kostenlose Führungen

durch das krongut bornstedt mit einer kleinen kostenlosen Überraschung.


Quartett 4 • 2007_bäder

Im Blickpunkt: Brauhausberg

Bad-Standort muss ab kommenden Jahr saniert werden

das Gebäude

des restaurants

„minsk” und die

Schwimmhalle

könnten durch

eine verglaste

brücke verbunden

werden

(bild oben).

blick auf das

bad am brauhausberg

mit

neuer dachterasse

(bild

rechts).

Nachdem die Pläne von Oscar Niemeyer nun nicht realisiert

werden, erneuern und erweitern wir stufenweise das

vorhandene „Bad Am Brauhausberg“. In der ersten Stufe

sanieren wir die Halle samt Außenanlagen. Dies ist die

Grundvoraussetzung für weitere Angebote (Sauna, Wellness

und Reha), die in weiteren Ausbaustufen das Projekt

ergänzen, vielleicht auch auf dem „Minsk”-Areal.

Neue Technik für die Schwimmhalle

Im Hinblick auf die Bedeutung des Standortes „Am

Brauhausberg“ für Sport-, Schul- und Vereinsschwimmen

in Potsdam hat die zügige Sanierung und Wiedereröffnung

der Schwimmhalle oberste Priorität. Das

1971 eingeweihte Gebäude ist aufgrund des schlechten

Zustandes z.B. der Dachkonstruktion, der Wasseraufbereitungsanlagen,

der Beckenfliesen und der Sanitärbereiche

stark sanierungsbedürftig. Im Zuge der geplanten

Arbeiten werden alle Grundelemente baulich grundsaniert

und wieder hergerichtet.

Die Kellerräume der Schwimmhalle statten wir mit der

neuesten Technik aus. Vor allem die Wasseraufbereitung

sowie die Lüftungs-, Heizungs- und Sanitärtechnik

weitere Infos zur baubedingten Schließung gibt „Quartett” 1 / 2008

Aqua-Fitness gegen Weihnachtsspeck

das „bad am brauhausberg” lädt am 28. dezember 2007 wieder

zur aqua-Fitness-Nacht ein. was im Fitnessstudio geht,

das geht auch im wasser. es ist ein ideales medium zur bewegungsschulung,

zum muskelaufbau, zur Steigerung von kraft

und ausdauer und zur allgemeinen Fitness, wobei die Gelenke

geschont werden. die bewegungen sprechen gesundheits-

orientierte menschen ebenso an wie fitnessorientierte. ausgestattet

mit „Pool-Nudel“ oder „Gürtel“ zur Unterstützung der

Schwimmfähigkeit erwartet die Gäste ein 60-minütiges trainingsprogramm

unter professioneller anleitung.

einlass ab 20:45 Uhr, beginn 21:00 Uhr. eintritt: 6,- eUr

Voranmeldungen: 0331 6619850 Herr meding

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werden zeitgemäß modernisiert. Im Erdgeschoss können

sich die Besucher in einem neu gestalteten Eingangsbereich

gleich wohlfühlen. Die Umkleiden sowie Sanitärbereiche

werden ebenso im neuen Glanz erstrahlen, wie

die Schwimmbecken für Groß und Klein. Eine Photovoltaikanlage

– sie dient der Erzeugung von Strom auf Basis

von Sonnenenergie – soll das sanierte Dach der neuen

Schwimmhalle effektiv nutzen. Eine neue Glasfassade

soll dem Besucher einen malerischen Ausblick auf die

Landeshauptstadt Potsdam bieten.

Eine moderne Wettkampfstätte

Die sportlichen Funktionen einer modernen Wettkampfarena

sollen künftig nicht fehlen, sondern verbessert

werden. Die Planungen sehen eine moderne Zeitmessanlage,

eine Erneuerung der Sprungturmanlagen sowie

der Vorrichtungen für den Wasserballsport vor. Im neuen

Obergeschoss der Schwimmhalle wird der komplette

Tribünenbereich inklusive des Sanitärbereichs modernisiert

und neu gestaltet.

Nach Abschluss aller Planungen und Genehmigungen ist

der Baubeginn der ersten Stufe für den Sommer 2008

vorgesehen. Für die Bauzeit werden Ausweichvarianten

mit Schulen, Vereinen und dem Saunapächter erarbeitet.

www.blp-potsdam.de


Kiezbad komplett modernisiert

Am Samstag, den 1. Dezember 2007, um 14:00

Uhr öffnet das „Kiezbad Am Stern“ wieder. Mit

einer Eröffnungsfeier bedanken wir uns für Ihre

Geduld, die durch unvorhersehbare Verzögerungen

leider auf die Probe gestellt wurde. Unsere

Badegäste begrüßen wir dann wieder am

03.12.2007.

Höherer Sanierungsbedarf

Der Arbeitsschwerpunkt war das 25-Meter-

Schwimmbecken. Beim Bau der 1988 fertig gestellten

Halle hatte es Material- und Konstruktionsmängel

gegeben, die zu undichten Stellen

im Beckenkörper führten. Nach dem Ablösen

der Fliesen von den Beckenwänden zeigte sich

ein stark sanierungsbedürftiger Untergrund,

dessen Zustand schlechter war, als die Voruntersuchungen

erwarten ließen. Ebenso wurde ein

großflächiger Niveauausgleich des Beckenkopfes,

der Beckenwände und des Beckenbodens not-

Karten für‘s ganze Jahr

mit einer Jahreskarte können Sie ein ganzes Jahr einmal täglich

unsere Schwimmhallen und Strandbäder nutzen. an 365 tagen

bietet sich Ihnen bei uns die möglichkeit, etwas für Leib und Seele

zu tun. bei schönem Sommerwetter nutzen Sie die Vielfalt unserer

Strandbäder und im winter ziehen Sie ein paar bahnen in

der Schwimmhalle – zu jeder Zeit und das für nur einen Preis. die

Jahreskarte kostet nur 194,- euro (ermäßigt 82,- euro) – wenn das

kein angebot ist!

wenn Sie z.b. nur im winter schwimmen gehen möchten, können

Sie aber auch unsere 3-monatskarte als eine günstigere alternative

wählen. weitere Informationen zu den eintrittspreisen

finden Sie im Internet unter www.blp-potsdam.de.

wendig. Da wir eine lange Nutzungsdauer bei

höchster Qualität sichern wollen, wurden sämtliche

Qualitätsprüfungen durchgeführt, darunter

eine zusätzliche, 14 Tage dauernde Füllung des

Becken zur Dichtigkeitsprüfung.

Einheitlich hoher Komfort

Saharagelb und blau sind die bestimmenden Farben

im neu gefliesten Hallenbereich. Unterwasserscheinwerfer

und Effektbeleuchtung an den

Wänden sorgen für eine angenehme Stimmung.

Völlig neu ist die Fußbodenheizung. Mit der bereits

2005 erfolgten Neugestaltung von Umkleide-

und Duschbereich bietet das Kiezbad nun

einheitlich hohen Komfort – vom Eingang bis

zum Sprung in das erfrischende und an Warmbadetagen

wohlig warme Wasser. Gegen starke

Sonneneinstrahlung und Neugier von außen hilft

eine elektrische Jalousie. Modernisiert wurde das

Nichtschwimmerbecken. Eine Bogenrutsche und

einen Wasserspeier haben wir neu eingebaut.

Ausgleichsregelungen

Zeitkarten werden an der Kasse des Kiezbades

um 14 Wochen verlängert, sofern sie dort vor

der Schließung am 14. Mai gekauft und nicht

genutzt worden sind. Schulen und Vereine hatten

Ausweichmöglichkeiten unter Einbeziehung

des Bades Am Brauhausberg erhalten.

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Kiezbad: Aqua-Fitness-

Kurse ab 3. Dezember

Am ersten offiziellen Badetag

im neueröffneten Kiezbad

am Montag, den

3. Dezember 2007, werden

dort auch wieder Aqua-Fitness-Kurse

angeboten:

Mo, Di, Mi und Fr jeweils

19:00 – 19:45

sowie 20:00 – 20:45

Do 18:15 – 19:00

Die Massagewirkung des

Wassers fördert die Durchblutung

der Haut, des Bindegewebes

und trägt zur

Regeneration der Muskulatur

bei. Es kommt zu einer

Entlastung der Wirbelsäule,

der Knochen und Gelenke.

Die Muskulatur wird gleichzeitig

gekräftigt, gedehnt

und gelockert.

Infos und Anmeldung:

r.lehmann@basic-motion.

com oder 0179 1482985.


Quartett 4 • 2007_aktuell

Oscar Niemeyer

Planer für Potsdamer Freizeitbad wird 100 Jahre alt

museum für

zeitgenössische

kunst in

Niteroi, einer

Nachbarstadt

von rio de

Janeiro

Gebäudekomplex

des Parlaments

und

kathedrale

in der Hauptstadt

brasilia

Spätestens seit den 2005 veröffentlichten Freizeitbadplänen

für den Brauhausberg ist der Name Oscar Niemeyer

auch hierzulande ein Begriff. Am 15. Dezember 2007

wird der große Architekt und einer der bedeutensten

Vertreter des Baustils der Moderne 100 Jahre alt. Das

verdient auch von uns eine Würdigung.

Ein Leben für die Architektur

Der Brasilianer Oscar Riebeiro de Almeida de Niemeyer

Soares wurde 1907 in Rio de Janeiro geboren. Er machte

sich insbesondere ab 1957 / 1958 einen Namen mit den

Entwürfen der ersten Regierungs- und Repräsentationsbauten

für Brasília, u.a. Alvoradapalast, Planalto, Nationalkongress

und Kathedrale. Zehn Jahre zuvor war er

Mitglied des Planungskomitees zum Bau des UN-Hauptsitzes

in New York. Sein zusammen mit Le Corbusier

erarbeiteter Entwurf wurde zur Ausführung empfohlen,

wenn auch verändert realisiert.

Unter der brasilianischen Militärregierung hatte der

Kommunist Niemeyer von 1967 bis 1985 Schwierigkeiten

und realisierte in dieser Zeit vor allem Projekte in

Frankreich, Italien, Portugal und Algerien. Sein Lebensmittelpunkt

war damals Paris, 1979 wurde er zum Offizier

der französischen Ehrenlegion ernannt.

Ab 1985 entwarf er in Rio de Janeiro neue Projekte für

Brasilia und weitere Städte des größten lateinamerikanischen

Landes. Aber auch im Ausland war und ist das

Büro unter Leitung von Oscar Niemeyer gefragt und realisierte

eine Reihe von international beachteten Projekten.

18

Niemeyers hauptsächlicher Werkstoff ist Beton. Kurven

waren und sind das herausragende Stilmittel des Baumeisters,

was seinen Bauten einen hohen Originalitätswert

einbrachte.

„... ich mag die kurvige

Form. Es ist die Form

des Menschen.”

Die Fachwelt verlieh Oscar Niemeyer höchste Auszeichnungen,

darunter 1988 den Pritzker-Preis in Chicago,

der als inoffizieller Nobelpreis der Architektur gilt, und

2004 den „Praemium Imperiale“. Darüber hinaus gab

es Ehrenmitgliedschaften und Ehrendoktorwürden. Sein

Gesamtwerk wurde schon zu Lebzeiten zum UNESCO-

Weltkulturerbe erklärt.


Das Potsdamer

Freizeitbadprojekt

Anlässlich der Präsentation des

Entwurfes am 01.06.2005 sagte

der damals 97-jährige Niemeyer:

„Ich denke, der Architekt

kann sich die Aufgaben, die

er zur Bearbeitung in die Hände

bekommt, nie aussuchen.

Wenn es sich allerdings um

solch ein Projekt handelt, bringt

es einem eine ganz neue Freude

an der Arbeit.“ In deren Verlauf

war er zu dem Schluss gekommen,

„dass wir für die einzelnen

Schwimmbecken unterschiedliche

Formen finden mussten,

z.B. die Becken nicht in einer

geraden Linie anlegen, sondern

verstreut, in die Grünanlagen

eingebunden und untereinander

durch eine Glasveranda

verbunden, eine verglaste Galerie,

die bis zum zentralen Punkt

führt.“ Jedes Schwimmbecken

habe eine Kuppel. Die Lösung

„bindet die Grünanlagen in die

Schwimmbecken mit ein, um

so eine schönere Umgebung zu

schaffen“.

das Freizeitbad nach den überarbeiteten Niemeyer-Plänen in einer Computersimulation – gesehen aus richtung brauhausberg.

oscar Niemeyer und Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Paffhausen

(rechts) beim einem Gespräch 2006 in Niemeyers büro.

Der Entwurf Oscar Niemeyers (im Bild das signierte Originalblatt mit einer Draufsicht) zeigt die einzelnen

Kuppeln, unter denen sich die verschiedenen Angebotsbereiche des Freizeitbad-Komplexes

verbergen: Wellnessbereich „Aqualounge”, Wellenbad mit Attraktionen, Kinderbereich mit Planschbecken,

Gastronomie und Sauna. Die Kuppeln sollten untereinander verbunden werden wie auch

mit der Schwimmhalle, deren geschwungenes Dach ebenfalls Niemeyers Maxime perfekter Formen

entsprechen sollte. Der Eingangsbereich sollte ebenfalls in runder Form gestaltet werden, und neben

einem weiteren Restaurant einen Fitnessbereich enthalten.

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STADTWERKE-Geschäftsführer Peter Paffhausen: „Oscar Niemeyer

ist ein großartiger, stilprägender Architekt. Wir können sein umfangreiches

Lebenswerk, seine Bedeutung für die Architektur nicht

wirklich ermessen. Wenn ich in Bildbänden mit Niemeyers Werken

blättere, sehe ich eine reichhaltige Formensprache eines sehr produktiven,

kreativen Geistes. Die Arbeit mit ihm war sehr interessant

und inspirierend. Mit diesem Menschen der Zeitgeschichte beim

Italiener zu sitzen, ihm die Hand zu schütteln, fachlich zu diskutieren,

wirkt auch ein Jahr danach sehr nachhaltig. Wir hätten das

Potsdamer Freizeitbad-Projekt gern nach seinen Plänen umgesetzt

und es möglichst zum 100. Geburtstag eröffnet. Ziel unseres Projektes

war eine Verknüpfung von architektonischem Weltkulturerbe

und Spaßfaktor im neuen Freizeitbad, zum Wohle der Stadt,

ihrer Bewohner und ihrer Besucher. Insofern denke ich dieser Tage

an ihn mit Wehmut, auch wegen der festen Überzeugung, eine

große Chance vertan zu haben. Ich wünsche Oscar Niemeyer zu

seinem 100. Geburtstag alles erdenklich Gute.”


Quartett 4 • 2007_aktuell

Sinnvolle Gemeinsamkeiten

Zusammenarbeit städtischer Gesellschaften untersucht

Die Landeshauptstadt Potsdam ist an 38 Unternehmen

beteiligt, darunter die drei Großen - die STADTWERKE,

die PRO POTSDAM und das Klinikum „Ernst von Bergmann”.

Eine Reihe von Aufgabenbereichen fällt in jedem

Unternehmen an. Derzeit wird geprüft, ob durch

mehr Gemeinsamkeit der städtischen Unternehmen in

Zukunft vorhandene Einsparpotentiale und mögliche

Synergieeffekte genutzt werden können. Ein ähnlicher

Prozess ging der STADTWERKE-Gründung im Jahre

2000 voraus.

Einfache Grundidee

Die Grundidee ist schnell erklärt: In den städtischen Unternehmen

gibt es mit hoher Sachkenntnis ausgestattetes,

aber organisatorisch voneinander unabhängiges

Personal. Durch die Bündelung des Know-hows der internen

Dienstleister könnten die städtischen Unternehmen

die Kosten für Fremdleistungen senken oder gezielt

Fachkräfte einstellen. Die drei großen Unternehmen mit

STADTWERKE bilden aus

Seit 2001 haben insgesamt 94 junge Frauen und männer ihre

ausbildung bei uns begonnen. bisher haben 41 diese mit bestandener

IHk-Prüfung erfolgreich beendet. danach erhielten

sie befristete oder unbefristete Stellen. In der ausbildung befinden

sich derzeit noch 53 Lehrlinge. Über den eigenen bedarf

hinaus bieten die Stadtwerke mittelständischen Firmen an,

in der ViP-Lehrwerkstatt technische berufe ausbilden zu lassen.

Hier sind die Grundausbildung sowie die ausbildung an

dreh- und Fräsmaschinen, die Schweißer- und brennschneideausbildung

sowie Vorbereitungen auf die abschlussprüfungen

möglich. bewerben können Sie sich von Januar bis märz 2008.

www.stadtwerke-potsdam.de Fr. Vollandt 0331 6614210

20

den entsprechend ausgestatteten Abteilungen könnten

außerdem die kleineren deutlich entlasten und unterstützen.

Eine bessere Auslastung der Fachabteilungen

würde wiederum zur Kostensenkung bei den großen

Unternehmen beitragen.

Gemeinsames und Spezielles

Für das Ziel der Kostensenkung hat vor allem das Finanzmanagement

eine hohe Bedeutung. Ein gemeinsames

Cash-Management kann zur Senkung der Kapitalkosten

beitragen. Vorhandene Liquidität könnte gemeinschaftlich

zum Vorteil aller beteiligten Unternehmen und damit

der Stadt verwendet werden. Möglichkeiten bietet außerdem

der Liegenschaftsbereich, beispielsweise bei der

einheitlichen Vermarktung von nicht mehr betriebsnotwendigen

Grundstücken bzw. bei der zentralen Verwaltung

von vermieteten Grundstücken. Auch im Bereich

der Hard- und Software-Nutzung bieten sich erhebliche

Potentiale zur Vereinheitlichung in den Unternehmen,

was die Support- und Instandhaltungskosten insgesamt

senken könnte.

Ein anderer Aspekt sind die vielen Spezialqualifikationen,

die die STADTWERKE-Unternehmen einbringen,

wie Beratung in energetischen Fragen durch die EWP

oder Reinigungsleistungen durch die STEP. Seitens der

PRO POTSDAM könnte wiederum verstärkt Know-how

in Sachen Gebäudemanagement eingebracht werden,

während das Klinikum die arbeitsmedizinische Betreuung

übernehmen könnte.

Prüfung von Kooperationen

Vertreter der Unternehmen und der Landeshauptstadt

Potsdam werden gemeinsam prüfen, welche konkreten

Möglichkeiten der gegenseitigen Beratung und Kooperation

umgesetzt werden sollten.


Gesundheit und Spaßfaktor

Interview mit Bäder-Geschäftsführer Andreas Buchholz

Das jüngste Unternehmen der STADTWERKE ist die 2005 gegründete

Bäderlandschaft Potsdam GmbH (BLP). „Quartett” bat den

BLP-Geschäftsführer, Andreas Buchholz, um eine kurze Bilanz der

Jahre seit der Wende und um einen Blick in die Zukunft der Potsdamer

Bäder.

Was waren in den vergangenen Jahren die wesentlichen

Veränderungen für die Kunden Ihres Unternehmens?

Andreas Buchholz: Ausgangspunkt ist das geänderte Nutzungsverhalten

der Badegäste. Das Gesundheitsbewusstsein und der

Spaßfaktor haben deutlich zugenommen, während früher das

Interesse am Leistungssport höher war. Dennoch bleiben die

Sportvereine und Schulen nach wie vor wichtige Nutzer. Moderne

Anlagen und die Schaffung neuer Angebote sind entscheidend

– sei es die Modernisierung der Schwimmhallen oder der intensive

Ausbau des „Waldbades Templin“ vom reinen Strandbad zum

Freizeit- und Erholungsort. Das Dornröschen-Dasein der Potsdamer

Bäder ist auch durch die Marketing-Aktivitäten der STADT-

WERKE beendet worden. Neben Aktionen, wie Aqua-Fitness und

Bäder-Filmnächten sowie Wakeboard-Wettkämpfen, sind die vielfältigen

Kursangebote für Jung und Alt zu nennen.

Wie sieht die Bilanz aus technischer Sicht aus?

Andreas Buchholz: Die Technik, die wir 2005 vorfanden, als die

STADTWERKE-Tochter „Bäderlandschaft Potsdam GmbH“ die

beiden Schwimmhallen am Brauhausberg und Stern übernahm,

war veraltet. Deshalb war es einer der ersten und wichtigsten

Schritte, hier schnell etwas zu bewegen – mit der Modernisierung

der Technik sowie des Sanitär- und

Umkleidetraktes im „Kiezbad Am Stern“.

Die neue Technik verbraucht weniger

Energie und Chemie. Hier kommt auch

das Know-how des STADTWERKE-Unternehmens

EWP in Sachen Fernwärme- und

Stromversorgung zum Tragen. Das Kiezbad

zeigte aber auch, wie schwierig es ist, den alten Bestand zu

sanieren. Am Brauhausberg wollen wir von den Erfahrungen mit

dem Kiezbad profitieren.

Wie sieht es aus betriebswirtschaftlicher Sicht aus?

Andreas Buchholz: Betriebswirtschaftliche Gründe sind letztlich

die Ursache dafür, dass in den Jahren seit der Wende so wenig

gemacht wurde. In Trägerschaft der Stadt mussten die Arbeiten

auf das Notwendigste begrenzt werden, es wurde lediglich Daseinsvorsorge

betrieben. Die Folge war ein hoher Investitionsstau.

„Moderne Anlagen und die

Schaffung neuer Angebote

sind entscheidend”

21

Ein Unternehmen wie die STADTWERKE mit der Tochter BLP kann

dagegen die Mittel flexibler einsetzen. Die BLP kann andererseits

nur dann Geld verdienen, wenn sie die Kunden zufrieden stellt.

Das schon mit dem ersten Modernisierungs-Bauabschnitt im Jahre

2005 attraktiver gewordene Kiezbad hat seitdem rund 20 Prozent

mehr Besucher. Dennoch arbeiten unsere Bäder nicht kostendeckend.

Die STADTWERKE gleichen dieses Defizit aus, so wie es

auch in anderen Städten notwendig ist.

Was ist das strategische Ziel für die Zukunft?

Andreas Buchholz: Nach der ab Sommer 2008 anstehenden Umgestaltung

des Bades Am Brauhausberg wird die Bäderlandschaft

Potsdam für die nächsten zwei Jahrzehnte gerüstet sein. Dass das

Freizeitbad nach den Plänen von Oscar Niemeyer nicht realisiert

wird, ist traurig – besonders auch, weil die Fördermillionen fehlen.

Wir wollen aber unter den neuen Rahmenbedingungen ein Optimum

erreichen und für unsere Kunden möglichst viele Angebote

integrieren. Beim „Stadtbad Park Babelsberg” zeichnet sich eine

Einigung mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ab,

so dass auch hier hoffnungsvoll in die Zukunft geschaut werden

kann. Wir werden in den Strandbädern eher kostendeckend oder

sogar mit einem kleinen Gewinn arbeiten können. Voraussetzung

sind allerdings schöne Sommer.

Als städtische Unternehmen haben Sie eine besondere gesellschaftliche

Verantwortung.

Andreas Buchholz: Die Sicherstellung des Schulschwimmens und

des Vereinssports in Einklang zu bringen

mit den öffentlichen Badeangeboten, ist

eine ständige Aufgabe, die wir partnerschaftlich

mit allen betroffenen Stellen

in der Stadt bewältigen. Auch bedingt

unsere gesellschaftliche Verantwortung

eine Preispolitik, die das Baden nicht zum

unbezahlbaren Luxus macht.

Auf welche Neuerungen dürfen die Kunden gespannt sein?

Andreas Buchholz: Das sind ganz klar die Veränderungen im

„Bad Am Brauhausberg“. Die Ideen dafür werden ja im vorliegenden

„Quartett“-Heft kurz erläutert. Und wenn der Brauhausberg

fertig ist und für Sportler wie Zuschauer ein ansprechendes

Ambiente bietet, kann sich die Sportstadt Potsdam auch wieder

aktiv als Austragungsort für hochkarätige Wassersport-Wettkämpfe

bewerben.


Haushaltsbefragung

Seit 1963 wird in Deutschland alle fünf Jahre

eine Einkommens- und Verbrauchsstichprobe

(kurz EVS) durchgeführt – die größte freiwillige

Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik.

Im Jahr 2008 ist es wieder soweit.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg sucht

rund 7.000 Haushalte in Berlin und Brandenburg,

die auf freiwilliger Basis Auskunft über ihre

Einnahmen und Ausgaben, über ihre Wohnverhältnisse

und über den Besitz bestimmter Güter,

wie z.B. Pkw, Mobiltelefon und Computer geben.

Die Besonderheit der EVS ist auch die Teilnahmemöglichkeit

von Haushalten, in denen der

Hauptverdiener selbstständig ist.

Und so funktioniert es

Im Januar 2008 sind die ersten Fragen – die allgemeinen

Angaben zum Haushalt – zu beantworten,

entweder per Fragebogen oder auch

via Internet. Dabei geht es um die Zusammensetzung

des Haushaltes, die Wohnsituation und

Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern.

Zusätzlich erhalten die Haushalte einen kurzen

Fragebogen zu den Vermögensverhältnissen.

Danach sind für die Dauer von drei aufeinander

folgenden Monaten (ein Quartal) detailliert die

Einnahmen und Ausgaben aller Haushaltsmit-

Endspurt beim Bürgerhaushalt 2008

ab 10. dezember können Sie, die Potsdamerinnen und Potsdamer,

über den bürgerhaushalt 2008 mitbestimmen. Vorschläge

zu vorgegebenen Handlungsfeldern wurden zuvor in drei

bürgerversammlungen, per Post und über das Internet gesammelt.

ein redaktionsteam aus Vertretern der bürgerschaft und

mitarbeitern der Verwaltung hat die eingegangenen Vorschläge

gesichtet und in einer Liste zusammengeführt.

Vorschläge im Internet nachzulesen

die Liste der ausgewählten Vorschläge finden Sie ab dem 10.

dezember im Internet unter www.potsdam.de/buergerhaushalt.

wenn Sie zu den 3.000 per Zufall angeschriebenen einwohnern

gehören, können Sie auch per Post Ihr Votum abgeben.

glieder in ein zur Verfügung gestelltes Haushaltsbuch

zu notieren.

Ausgewählte Haushalte führen zusätzlich einen

Monat lang ein Feinaufzeichnungsheft zu ihren

Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren.

Nach Abschluss der Erhebung erhalten Sie eine

finanzielle Anerkennung von mindestens 80

Euro. Alle Angaben werden streng vertraulich

behandelt und völlig anonym für statistische

Zwecke verwendet. Datenschutz und statistische

Geheimhaltung sind umfassend gewährt.

Die Ergebnisse der Erhebung sind Basis für verschiedene

Berechnungen. Zum Beispiel wird der

Preisindex für die Lebenshaltung auf der Grundlage

eines Warenkorbes ermittelt, der aus den

Verbrauchsergebnissen der EVS abgeleitet und

nach fünf Jahren angepasst wird.

Interessierte Haushalte wenden sich bitte an das

Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

0355 4868-229 /-234

0355 4868-144

eVS2008@statistik-bbb.de

www.evs2008.de

www.statistik-berlin-brandenburg.de

23

welcher der Vorschläge ist für Sie wichtig und sollte realisiert

werden?

Abschluss im Januar 2008

auf der abschlussveranstaltung am 23. Januar 2008 bietet sich

Ihnen die letzte möglichkeit der abstimmung. Nun haben Sie die

wahl. Sie haben jeweils 5 Punkte zur Verfügung, die Sie auf bis

zu fünf verschiedene Vorschläge verteilen können. danach werden

die zwanzig am höchsten gewichteten Vorschläge als „Liste

der bürgerinnen und bürger“ zeitgleich mit der einbringung des

Haushaltsentwurfes 2008 der Stadtverordnetenversammlung

übergeben.

Nutzen Sie also die möglichkeit, über Potsdamer Vorhaben mitzuentscheiden.

www.potsdam.de/buergerhaushalt


Quartett 4 • 2007_historie

Wie der „Bassinplatz” entstand

Vom barocken Wasserbecken zur Lennéschen Grünanlage

das bassin mit

künstlicher Insel

im Grundriss

(1766)

bauzeichnung

der Gloriette im

bassin.

bild rechts:

die nicht mehr

vorhandene

behlertbrücke

und die Gotische

bibliothek

(aquarell von

august wilhelm

Ferdinand

Schirmer, 1824

kPm-archiv,

Schloss Charlottenburg).

Mit dem Alten Markt hatte das Potsdam der Vorkriegszeit

einen der schönsten Plätze Europas und mit dem

Bassinplatz zweifellos auch einen der größeren. Die Bezeichnung

des letztgenannten fasst dessen Geschichte

gleichsam in einem Wort zusammen: Zuerst befand sich

dort ein mit Wasser gefülltes Bassin, später verwandelte

sich dieses in einen begehbaren Platz.

Mit Balken auf Sumpf gebaut

Die Erweiterung Potsdams

durch die Errichtung

von Häuservierteln

im holländischen

Stil stieß im Nordosten

auf einen tiefen und

üblen Sumpf, der zu

einem sehr weitläufigen

Feuchtgebiet (Witam)

gehörte. König Friedrich

Wilhelm I. gab an

dieser Stelle die Ausgrabung

eines riesigen

Bassins in Auftrag. Die

sich von 1737 bis 1739

hinziehenden Arbeiten leitete der holländische Baumeister

Jan Boumann. Das Bassin wurde durch eingerammte

Pfähle und Querbalken befestigt sowie mit Bruchsteinen

eingefasst. Um den Wasserstand gleich zu halten und

einen gewissen Austausch zu ermöglichen, erhielt das

Bassin in nordöstlicher Richtung eine offene Verbindung

zum Heiligen See und nach Süden hin eine unterirdische

entlang des Wilhelmplatzes zum damaligen Stadtkanal.

24

Der Heilige See wiederum bekam durch den Hasengraben

eine Verbindung zum Jungfernsee. Doch in diesem

ausgeklügelten System hatte das Wasser nur eine äußerst

geringe Fließgeschwindigkeit.

Für den Wasserlauf zum Heiligen See musste die erst

1733 errichtete Stadtmauer durchbrochen werden. So

entstand am Ostrand des Bassins ein weiteres Stadttor,

das Neuwassertor. Außerdem erforderte der hinter

der damaligen Stadtmauer verlaufende Weg zwischen

Nauener und Berliner Tor einen Übergang. Dieser erhielt

die Bezeichnung Paddenbrücke.

Beim Heiligen See entstand um 1750 ebenfalls eine Brücke

über den Verbindungsgraben zum Bassin. Für sie

bürgerte sich rasch die Bezeichnung Behlert’s Brücke

ein, denn der erste Brückenpächter war der vormalige

Fährmann Martin Behlert. Sein Name übertrug sich auch

auf den Wasserlauf, der dementsprechend Behlertsgraben

hieß, sowie auf die Straße. Das Fischereirecht am

Graben verpachtete der Magistrat mit der Maßgabe,

dass die freie Schifffahrt und der Wasserfluss nicht behindert

werden dürfen.

Bau eines Bassins mit Lusthäuschen

In seiner Mitte erhielt das Bassin einen Schmuck besonderer

Art. Auf einer künstlichen Insel wurde ein kleines

Lusthäuschen im holländischen Stil erbaut, die Gloriette.

Über vier Räumen im Erdgeschoss erhob sich eine anmutig

geschwungene Dachlandschaft, die in der Mitte

ein pagodenartiges Türmchen trug. Das Häuschen stand

genau im Schnittpunkt der verlängerten Achsen von

Brandenburger und heutiger Benkertstraße. In die Abgeschiedenheit

der Gloriette konnte nur mit einem Boot

übergesetzt werden. Vermutlich entstand auch deshalb

die Legende, dort hätte der Soldatenkönig seine Tabakskollegien

abgehalten, also die von derben Gesprächen


und Späßen getragenen exklusiven Männerabende bei

Pfeife und Bier. Orte dieser Veranstaltungen waren jedoch

das Schloss zu Wusterhausen und das Potsdamer

Stadtschloss, aber nie das „Tabakshäuschen“ auf der Insel.

Dazu war auch wenig Gelegenheit, denn erst 1739,

also im Jahr vor seinem Tode, konnte der Monarch Bassin

und Gloriette einweihen. Doch die schöne Legende

lebt weiter.

Nach seinem Regierungsantritt 1740 ließ Friedrich II. das

unvollendete Holländische Viertel zu einem Abschluss

bringen und gab eine Neugestaltung des Bassins in Auftrag.

Dieses wurde geringfügig verkleinert und erhielt

anstelle der Holzverschalung geschwungene barocke

Einfassungen aus Sandstein, wodurch es einer „neumodischen

Bratenschüssel“ ähnelte. Mit Laternenträgern

besetzte Treppen führten zu Bootsanlegestellen und am

Ufer schützte fortan ein Metallgeländer lustwandelnde

Spaziergänger. Die Randflächen waren mit Linden besetzt

und von Wegen durchzogen. Diese Plantage am

Bassin erhielt nach außen hin einen Zaun. In der südöstlichen

Ecke ließ der König die Französische Kirche

errichten. 1746 feierte Friedrich beim Bassin im hellen

Lichterschein und mit Feuerwerken das einjährige Jubiläum

seines Sieges von Hohenfriedberg.

Künstliche Verlandung

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts stellten sich immer wieder

Meldungen ein, das Bassin, der Kanal zum Heiligen

See und der unterirdische Abzugsgraben würden „verschlämmen“

beziehungsweise Schäden aufweisen. Sie

zogen verschiedene Reparatur- und Räumarbeiten nach

sich, bis die Anlage um 1800 erneuert wurde. Doch

der Wasseraustausch blieb gering, so dass sich unangenehme

Gerüche und gesundheitliche Gefährdungen

einstellten.

Ab 1832 wurde das Bassin hauptsächlich in seinem

Westteil bis auf einen Wasserlauf um die Insel zugeschüttet.

Aus der damit gewonnenen Fläche entstand

nach früheren Plänen von Peter Joseph Lenné eine ansprechende

Grünanlage.

Die zunehmende Verschlammung von Behlertsgraben

und Bassin sowie der erhebliche Reparaturbedarf an den

überwölbten Kanalanlagen erforderten Mitte des 19.

Jahrhunderts sehr kostenträchtige Arbeiten. Doch die

Königliche Bezirksregierung und die Stadtverwaltung

konnten sich nicht darauf verständigen, wer die erforderlichen

finanziellen Mittel aufzubringen hatte. Deshalb

genehmigte König Wilhelm I. 1866, dass die östlichen

Anlagen am Bassin mit Ausnahme der Insel und des

Lusthäuschens der Stadt überlassen werden. Die Schenkung

war mit der Auflage verbunden, auch dort das

Bassin zuzuschütten und das Inselgrundstück entweder

durch einen Wassergraben oder durch einen trockenen

Graben und Eisenzaun zu schützen, so dass ein Zugang

nur durch eine verschließbare Tür möglich ist.

Zum Kirchenstandort entwickelt

Noch vor dieser Entscheidung hatte der König bestimmt,

dass der Platz Standort für die neue katholische Kirche

wird. Seit der feierlichen Enthüllung des Kreuzes auf der

Turmspitze 1868 dominiert das vom Schinkel-Schüler

Salzenberg errichtete kraftvolle Bauwerk den Platz und

die vom Brandenburger Tor ausgehende Sichtachse.

Die Einebnung des Bassins begann aber erst 1876. Die

Auslöser dafür waren eine Typhus-Seuche in der ostwärts

der französischen Kirche gelegenen Kaserne der

Garde-Jäger und eine entsprechende Entscheidung der

Königlichen Regierung. Die Zuschüttung des Bassins war

1879 abgeschlossen; die des Verbindungsgrabens zog

sich noch bis 1893 hin. Damit hatte das havelländische

Venedig innerhalb weniger Jahrzehnte einen beträchtlichen

Teil seiner innerstädtischen Gewässer verloren. Im

Gegenzug erhielt die Stadt etwa in ihrer späteren geografischen

Mitte einen sehr großen, überwiegend gärtnerisch

gestalteten Freiraum.

Dr. Rainer Lambrecht

25

die Gloriette

im bassin. Im

Hintergrund die

Französische

kirche und die

Heiliggeistkirche.

kolorierter

kupferstich von

Johann Friedrich

Nagel.

Um 1790


Quartett 4 • 2007_rätsel

Rätsel 4 • 2007

Für die richtige Lösung dieses Preisrätsels erhält der Gewinner einen Einkaufsgutschein über 250 EUR. Die Gewinnerin des Rätsels aus

der Ausgabe 03 / 2007 (Lösungswort: LINIENDIENST) heißt Petra Polgar. Sie wurde bereits benachrichtigt.

Lösungswort Quartett 4 • 2007:

Die Lösung des Rätsels schreiben Sie bitte auf eine frankierte Postkarte und senden Sie diese an:

STADTWERKE POTSDAM GMBH

Kundenzeitschrift

Steinstraße 101

14480 Potsdam

1 2 3 4 5 6 7 8 9

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2008 (Poststempel).

Die roten Zahlen aus allen vier Quartett-Ausgaben 2007 ergeben der Reihe nach das Super-Lösungswort 2007

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

Damit nehmen Sie an unserer Jahresverlosung teil. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2008.

Gewinnen Sie eine Reise für zwei Personen im Wert von 2.500 EUR.

26


Kostenloser STADTWERKE-Kalender 2008

Der STADTWERKE-Kalender 2008 hat das Thema „Faszination Wasser”, die Motive zeigen ein Zusammenspiel von Wasser, Grün

und Gebäuden. Auf Kundenwunsch verteilen wir ihn dieses Jahr nicht direkt in die Briefkästen, da bei dieser Verteilart viele

Exemplare ungenutzt verloren gehen. Stattdessen ist er in den vier STADTWERKE-Kundenzentren (Öffnungszeiten siehe Rückseite),

im Kundenbüro Steinstraße 101 sowie in den folgenden ViP-Verkaufsagenturen erhältlich:

„STADTWERKE aktuell“ im Fernsehen

Name Vorname

Straße

PLZ

Telefon

Potsdam

Sie können diese Karte auch persönlich abgeben im:

• STADTWERKE-Kundenzentrum WilhelmGalerie

in der Charlottenstraße 42 und Platz der Einheit

• STADTWERKE-Kundenzentrum Am Hauptbahnhof

• STADTWERKE-Kundenzentrum Karl-Liebknecht-Straße 4

• Verwaltungsgebäude der STEP Drewitzer Straße 47

Presse-Tabak-Lotto, B. Lipinski

14471 Potsdam, Geschwister-Scholl-Straße 9

PSG (Prima Service Gesellschaft mbH), Filiale Eckert

14478 Potsdam, Am Moosfenn 1

PSG (Prima Service Gesellschaft mbH), Filiale Eckert

14478 Potsdam, Erlenhof 32

PSG (Prima Service Gesellschaft mbH), Pall Mall Shop

14480 Potsdam, Johannes-Keppler-Platz 1

Presseshop Kalus

14482 Potsdam, Großbeerenstraße 123-135

Presseshop im HNC, Torsten Calvis

14480 Potsdam, Konrad-Wolf-Allee 1 / 3

Presseshop im Kirchsteigfeld, B. Nieschler

14480 Potsdam, Anni-von-Gottberg-Straße 5

Post und Lotto Shop Inh. Dirk Opitz

14476 Groß Glienicke, Glienicker Dorfstraße 15 – Seecenter

Buchhandlung Lucullus

14469 Potsdam, Potsdamer Straße 18-20 – Bornstedt-Caree

Tabak-Presse-Lotto, Monika Wysotzki

14469 Potsdam, Am Alten Mörtelwerk 10

Unsere nächste Sendung „STADTWERKE aktuell“ wird auf Potsdam TV vom 7. bis 10. Dezember

2007 ausgestrahlt. Themen sind u.a. die Eröffnung des Kiezbades Am Stern sowie der Start für

das Handy-Ticket-Pilotprojekt „Touch & Travel“ beim Verkehrsbetrieb.

Vom 28. bis 30. Dezember 2007 zeigt Potsdam TV den „STADTWERKE aktuell“-Jahresrückblick.

www.potsdamtv.net

Antwort

Abteilung Marketing

STADTWERKE POTSDAM GMBH

Steinstraße 101

14480 Potsdam

Entgelt

zahlt

Empfänger


STADTWERKE POTSDAM GMBH (SWP)

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14480 Potsdam

E-Mail: info@swp-potsdam.de

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP)

Steinstraße 101

14480 Potsdam

Telefon: 0331 6611000

Telefax: 0331 6611663

E-Mail: info@ewp-potsdam.de

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP)

Drewitzer Straße 47

14478 Potsdam

Telefon: 0331 6617166

Telefax: 0331 6617097

E-Mail: auftraege@step-potsdam.de

info gebührenfrei: 0800 6617002

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP)

Fritz-Zubeil-Straße 96

14482 Potsdam

Telefax: 0331 6614279

E-Mail: info@vip-potsdam.de

info: 0331 6614275

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

Bäderlandschaft Potsdam GmbH (BLP)

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Telefon: 0331 6619800

Telefax: 0331 6619803

E-Mail: info@blp-potsdam.de

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Zentrale Störungsnummern EWP:

24h Störung: 0331 6612000

Wasser, gebührenfrei: 0800 0112832

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·

Kundenservice EWP:

Strom – Erdgas –

Wärme – Wasser: 0331 6611000

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Was?

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