Programm - bei Polizeifeste.de

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LIZEI

EIN ARTNER

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Kreisgruppe Viersen

G e w e r k s c h a f t d e r Po l i z e i

Grefrath-Oedt

26. Oktober 2013

Großes Bürger-

und Polizeifest


www.VDPolizei.de

26.10.2013,

20.00 Uhr

Albert-Mooren-Halle

Grefrath-Oedt

POLIZEI –

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Viersen

DEIN PARTNER

Impressum

Verantwortlich für den redaktionellen Teil:

xxxx Ralf Robertz, Viersen

Fotos: Die Verfasser

Nachdruck des redaktionellen Teils nur nach

ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers

Sämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die im

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gestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.

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Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:

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Ein Unternehmen der Gewerkschaft der Polizei

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Telefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174

AV@VDPolizei.de

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Bodo Andrae, Joachim Kranz

Anzeigenleiterin: Antje Kleuker

Gestaltung und Layout: Jana Kolfhaus

Satz und Druck:

DTP KUK & GmbH, Druck Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf

© 2013

Großes

Bürger- und

Polizeifest 2013

Grußworte

Programm

Artikel

Danksagung

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9

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28

05/2013/69

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

© 2011

Anzeigenverwaltung


Grußwort

Das Verhältnis unserer Bevölkerung

zu unserer Polizei im Kreis Viersen ist

von Respekt und Vertrauen gekennzeichnet.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gewerkschaft der Polizei, Kreisgruppe

Viersen, überrascht uns auch in diesem

Jahr wieder mit einem interessanten und

kurzweiligen Show-Programm zu dem

Großen Bürger- und Polizeifest 2013.

Im Namen des Kreistags, der Kreisverwaltung

und unserer Bürgerinnen und Bürger

übermittele ich auf diesem Wege allen

Beteiligten und Gästen meine herzlichen

Grüße.

Das Verhältnis unserer Bevölkerung zu

unserer Polizei im Kreis Viersen ist von

Respekt und Vertrauen gekennzeichnet.

Wir reden hier miteinander, nicht übereinander

und im Kreis Viersen erkannte polizeirelevante

Themen werden professionell

bearbeitet und behandelt.

Auf die guten Ergebnisse unserer Polizeiarbeit

im Kreis Viersen bin ich sehr stolz,

denn diese sind angesichts der knappen

Personal- und Sachressourcen in unserer

Kreispolizeibehörde nicht selbstverständlich.

Hier gilt mein Dank allen Beschäftigten,

die sich mit großer Motivation immer

wieder zum Zweck unserer polizeilichen

Aufgabenbewältigung einbringen und so

zum guten Verhältnis zu unserer Bevölkerung

beitragen.

Es freut mich in Anbetracht der drohenden

Überalterung in unserer Polizei, dass wir

im September durch elf „lebensjüngere“

Polizeivollzugsbeamte und Polizeivollzugsbeamtinnen

verstärkt wurden. Ich bin

mir sicher, dass diese Entwicklung in den

kommenden Jahren durch die Landesregierung

fortgesetzt wird.

Die öffentliche Sicherheit ist das wichtigste

Ziel unserer Polizeiarbeit.

Ich bin überzeugt, dass unsere Polizei dies

in enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen

und Bürgern erreichen wird.

Allen Gästen und Mitwirkenden des Bürger-

und Polizeifestes wünsche ich angenehme,

unterhaltsame und fröhliche

Stunden.

Mein Dank gilt den Veranstaltern und

Organisatoren, denen ich einen guten

und reibungslosen Verlauf des Festes

wünsche.

Peter Ottmann

Landrat

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Grußwort

Deshalb ist es gut, dass wir als Polizei

einen großen Rückhalt in der Bevölkerung

genießen. Das hilft uns bei

der täglichen Arbeit, denn die Polizei

lebt von der Kommunikation mit den

Bürgern.

Liebe Gäste,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

Polizistinnen und Polizisten sind nicht

für die Politiker da, sondern für die Menschen.

Wir sorgen dafür, dass jeder in

Deutschland in Sicherheit leben kann,

und dass Straftäter konsequent verfolgt

werden, denn es darf in Deutschland kein

risikoloses Verbrechen geben.

Für das Sicherheitsempfinden der Menschen

sind nicht nur die schweren Kapitalverbrechen

wie Mord um Totschlag

entscheidend, sondern auch die Alltagskriminalität,

wie zum Beispiel die in den

vergangenen Jahren dramatisch gestiegene

Zahl der Wohnungseinbrüche. Deshalb

ist es für uns als Gewerkschaft der

Polizei wichtig, dass sich die Polizei um

beides kümmert, um Kapitalverbrechen

und Alltagskriminalität. Auch hier im

Kreis Viersen – denn beides findet auch

hier bei uns statt.

Wer heute mit seinem Auto zum unserem

Polizei- und Bürgerfest in der Albert-

Mooren-Halle gekommen ist, steht vielleicht

genau auf dem Parkplatz, auf dem

vor gut zwei Jahren die Einsatzfahrzeuge

der Hundertschaften gestanden haben,

die im Fall Mirco eingesetzt waren. Dass

wir den Täter überführen konnten, ist ein

wichtiger Erfolg für die Polizei. Dass

muss uns auch bei Bekämpfung der Alltagskriminalität

gelingen.

Deshalb ist es gut, dass wir als Polizei

einen großen Rückhalt in der Bevölkerung

genießen. Das hilft uns bei der täglichen

Arbeit, denn die Polizei lebt von

der Kommunikation mit den Bürgern.

Deshalb freue ich mich, dass so viele der

Einladung zu unserem Polizei- und Bürgerfest

gefolgt sind. Wir haben heute

Abend nicht nur Gelegenheit, gemeinsam

über die Arbeit der Polizei zu diskutieren,

sondern auch gemeinsam zu feiern und

zusammen mit unseren Künstlern einen

schönen, unterhaltsamen Abend zu

genießen.

Arnold Plickert

Landesvorsitzender

3


Grußwort

Diese Veranstaltung findet in diesem

Rahmen nunmehr zum 23. Mal statt

und sie ist Ausdruck des guten Verhältnisses

zwischen der Bevölkerung

und der Polizei im Kreis Viersen.

Liebe Gäste,

liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

ich freue mich Sie heute zu unserem Großen

Bürger- und Polizeifest 2013 in der

Albert-Mohren-Halle in Grefrath-Oedt

begrüßen zu dürfen.

Diese Veranstaltung findet in diesem Rahmen

nunmehr zum 23. Mal statt und sie

ist Ausdruck des guten Verhältnisses zwischen

der Bevölkerung und der Polizei im

Kreis Viersen.

Wir hoffen, dass Sie sich heute Abend hier

wohl fühlen.

Zum Wohlbefinden gehört auch, dass

man sich sicher fühlt, nicht nur an diesem

Abend sondern auch in seinem persönlichen

Lebensumfeld.

Ihr persönliches Sicherheitsgefühl liegt

uns besonders am Herzen.

Auch wenn einige traurige Meldungen in

den zurückliegenden Wochen subjektiv

einen anderen Eindruck erwecken können,

ist festzustellen, dass der Kreis Viersen

im Vergleich mit anderen Kreispolizeibehörden

im Bereich der Verkehrsunfall-

und Kriminalitätsentwicklung einen

guten Platz belegt.

Wir leben in unserem Kreisgebiet in einem

objektiv sicheren Wohnumfeld.

Dies ist bei tatsächlich zurückgehenden

Personalressourcen, bei einem zunehmenden

Altersdurchschnitt in der Kollegenschaft

und ständigen Organisationsveränderungen

innerhalb der Polizei keine

Selbstverständlichkeit, sondern ist insbesondere

auf das persönliche Engagement

unserer Kolleginnen und Kollegen

zurückzuführen.

Es ist absolut berechtigt, dass unsere Polizeibeschäftigten

hierfür auch eine gerechte

und angemessene Besoldung und Altersversorgung

erwarten.

Wir hoffen hier auf Ihr Verständnis, Ihre

Unterstützung und zukünftig auch auf

weitere gute Zusammenarbeit.

Mit diesem Großen Bürger- und Polizeifest

will die GdP-Kreisgruppe Viersen diese

Bindung verstärken, in dem wir mit Ihnen

feiern und einen unterhaltsamen Abend

verbringen wollen.

Ich darf mich an dieser Stelle bei allen Helferinnen

und Helfern, die zum Gelingen

dieses Abends beigetragen herzlich für

ihren Einsatz bedanken und wünsche uns

allen ein fröhliches Beisammensein, interessante

Gespräche und ein abwechslungsreiches

kurzweiliges Programm.

Ralf Robertz

Kreisgruppenvorsitzender

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Programm

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Viersen

BERT REX

CONFÉRENCIER

JOSEPHINE

EQUILIBRISTIK – HULA-HOOP

DIRK SCHEFFEL

ACTION-MUSIC-SHOW

Programm

Wir wünschen allen Besuchern

des heutigen Festabends frohe

Stunden in beschwingter und

heiterer Atmosphäre.

DRUNTER UND

DRÜBER

COMEDY-JONGLEURE

RED SHOE BOYS

TRAVESTIE VOM FEINSTEN

GALANT

DIE SHOWBAND DER SPITZENKLASSE

BEGLEITET DAS PROGRAMM UND

SPIELT ANSCHLIESSEND AB CA. 23 UHR

ZUM TANZ

5


ZAUBERKÜNSTLER UND CONFÉRENCIER

„Da bin ich, zaubere und mache Spaß mit

Dingen, Wörtern, Klischees, mit Ihnen und mir

selbst – für Sie!

Ich weiß oft selbst nicht, warum Sie lachen oder

staunen. Aber wenn es so ist, dann soll es so

sein!“

Entdecken Sie mit Bert Rex eine Welt voller Lug

und Trug, Sein und Schein, Worte, Witze und

Sensatiönchen.

Programm

BERT REX

6


Programm

JOSEPHINE

KRAFT UND BIEGSAMKEIT

Josephine entführt Sie mit ihrer

phantasievollen Kraftakrobatik in eine

faszinierende Welt voller Geheimnisse.

Ganz ohne Worte – mit der Bildersprache

eines sich formenden Körpers

– erzählt sie eine Geschichte voll

dramatischer Anmut, ausdrucksstarker

Erotik und wunderschöner

Melancholie.

Grenzen der Anatomie und der

Schwerkraft gelten in ihrer Welt nicht

mehr.

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Programm

XYLOPHON-SHOW

Der sympathische

Xylophon-Solist präsentiert

mit viel Temperament einen

musikalischen Cocktail für

jeden Geschmack!

DIRK SCHEFFEL

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Programm

SCHLUSS MIT LUSTIG.

Artistische Comedy, tollkühne Jonglage und skurrile Magie: Wenn Ebel&Mai die Bühne

betreten ist die Hochspannung garantiert und der nächste Krach nicht weit. Denn die beiden

geraten nicht nur beim Jonglieren aneinander.

Im stets korrekten Outfit präsentieren Ebel&Mai halsbrecherische Wurf- und Flugnummern,

die Nerven und Lachmuskeln gleichermaßen strapazieren.

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Programm

RED

SHOE

BOYS

VORHANG AUF FÜR DIE

RED SHOE BOYS!

Travestie ist die populäre Kunst

der reizvollen Verwandlung.

Thomas Schwabe und Peter Kohn

beherrschen dieses Spiel perfekt.

Der Bühnentänzer und der Schauspieler

lernten sich bei einem gemeinsamen Gastspiel

in Zürich kennen und wurden ideale

Partner. Eines Tages kamen sie zur Kunst der

Travestie und gründeten die „Red Shoe

Boys“.

Sie präsentieren mit ihrer Bühnenshow

einen gut gemixten Cocktail aus Gesang,

Tanz, Verwandlung und Moderation. Das

Highlight der Show sind die verblüffenden

Darstellungen und Parodien der internationalen

Stars des Showbusiness. Herrliche

Kostüme und glänzende Masken der

Verwandlungskünstler versetzten ihr

Publikum im In- und Ausland immer

wieder in Staunen und Begeisterung.

Eine Show, die Sie nicht versäumen sollten!

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Programm

GALANT

Musik überwiegend von Hand gemacht, in einer dafür

eigenwilligen, aber künstlerisch interessanten musikalischen

Besetzung, die sich wohlwollend von anderen

Bands unterscheidet.

Der gute Ton macht die Musik!

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pressto gmbh, Köln

Nachbarschaftshilfe

Gegenseitig Hilfe leisten

Senioren profitieren von Nachbarschaftshilfe

Die meisten Senioren machen früher oder später die Erfahrung, dass sie die

verschiedenen Aufgaben des Alltags wie Einkaufen oder Gartenarbeit nicht

mehr im gewohnten Maße allein bewältigen können. Wenn dann die eigenen

Angehörigen nicht unterstützend eingreifen können oder wollen, lohnt es sich

für Senioren, lokale Angebote zur Nachbarschaftshilfe zu prüfen.

Überall in Deutschland haben sich in

Stadtvierteln und Gemeinden Menschen

zusammengeschlossen, um sich gegenseitig

unter die Arme zu greifen. Je nach Mitgliederanzahl

und wirtschaftlichen Möglichkeiten

variieren die Angebote der Vereine

u. a. von der gegenseitigen Unterstützung

bei Einkäufen, Amtsgängen oder

leichten handwerklichen Arbeiten bis hin

zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten.

Besonders attraktiv sind solche Angebote

für ältere Personen, die allein leben und

sich mehr Kontakte wünschen, aber auch

für Alleinerziehende oder Personen mit

Krankheiten oder Behinderungen.

Sicherheit im eigenen Haus, Wohnblock

und Stadtviertel. Zentraler Punkt dabei

ist die Aufmerksamkeit für das, was auf

der Straße oder im Hausflur passiert.

Damit ist nicht das Ausspionieren anderer

Personen gemeint, sondern eine

besondere Achtsamkeit gegenüber auffälligen

und verdächtigen Verhaltensweisen

unbekannter Personen. Ein Beispiel

könnten auf dem Grundstück herumstreifende

Fremde sein, die nacheinander

bei verschiedenen Wohnungen klingeln.

Sicherheit der Nachbarn leisten. Damit

unter Nachbarn ein Klima gegenseitiger

Verantwortung entsteht, ist die Abstimmung

zwischen den unterschiedlichen

Parteien sehr wichtig. Die Polizei rät dazu,

Telefonnummern untereinander auszutauschen,

Erreichbarkeiten abzuklären

und sich gegenseitig über längere Abwesenheiten

zu informieren.

Mögliche Anzeichen für

einen geplanten oder

durchgeführten Einbruch:

• Unbekannte Personen klingeln mehrmals

an unterschiedlichen Türen und

erkunden die Umgebung – vielleicht

suchen hier Kriminelle eine verlassene

Wohnung.

Dialog suchen und

aufmerksam sein

Das Prinzip der Nachbarschaftshilfe bietet

für alle Beteiligten eine Reihe von Vorteilen:

So können Senioren von der Entlastung

bei Alltagsaufgaben wie beispielsweise

dem Herausstellen der Mülltonnen

oder der Entsorgung von Leergut durch

jüngere Nachbarn profitieren. Auf der

anderen Seite können die Senioren aufgrund

ihrer Lebenserfahrung die jüngeren

in schwierigen Situationen mit Tipps und

Ratschlägen unterstützen oder sich im

Urlaub um Blumen und Briefkästen der

Nachbarn kümmern. Ein wichtiger

Aspekt im Rahmen der Nachbarschaftshilfe

ist aber insbesondere der Schutz vor

Kriminalität.

Wer Nachbarn nicht nur als Menschen

von nebenan begreift, sondern gezielt

den Dialog sucht und ein gegenseitiges

Verantwortungsbewusstsein entwickelt,

legt den Grundstein für eine höhere

Vielleicht wollen Straftäter feststellen, ob

jemand zuhause ist.

Gegenseitige Fürsorge in Form von gesteigerter

Aufmerksamkeit erhöht die Sicherheit

in der Nachbarschaft, weil bei einem

Notfall wie einem Einbruch fast immer

ein Nachbar in der Nähe ist, während die

Polizei nicht überall gleichzeitig sein

kann. Gerade Rentner und Senioren sind

oft zuhause, wenn berufstätige Nachbarn

arbeiten. Durch ihre Aufmerksamkeit

können sie einen wertvollen Beitrag zur

• Autos mit auswärtigen Nummernschildern

fahren mehrmals in langsamen

Tempo die Wohnsiedlung ab –

vielleicht kundschaften Kriminelle

gerade ein lohnendes Objekt aus.

• Fensterscheiben in der Nachbarschaft

zerspringen oder Holz splittert im

Flur – eine Wohnung könnte aufgebrochen

worden sein.

• In der Nachbarschaft schlägt eine

Alarmanlage an – ein Einbrecher

könnte den Alarm ausgelöst haben.

Gina Sanders/Fotolia.com

12


Recht

pressto gmbh, Köln

Was darf man in

seinen vier Wänden

Tipps für Nachbarn: Grillen,

Lärm und Grundstücksgrenzen

Streit unter Nachbarn muss nicht mit einem Mord enden wie im Juli 2010 in

Krefeld: Die Polizei wurde gerufen, weil ein Mann den quakenden Frosch auf

dem Nachbargrundstück erschossen hatte. Hier einige Tipps zur Rechtslage in

Haus, Wohnung und Garten.

Erlaubt und verboten in

Haus und Wohnung

Was man in seiner Wohnung, in Haus und

Garten tun darf und was nicht, regelt das

Nachbarschaftsrecht. Dessen Inhalte sind

Ländersache und unterscheiden sich deshalb

in wichtigen Details. Damit es erst

gar nicht so weit kommt, dass

die Polizei eingeschaltet werden

muss, gibt Ulrich Ropertz,

der Pressesprecher des Deutschen

Mieterbundes (DMB),

einige generelle Tipps über

Rechte und Regeln. Zum Beispiel

zu einem Klassiker unter

nachbarschaftlichen Streitthemen:

Kinderlärm.

Kinderlärm und

Treppenhäuser

Torsten Schröder/Pixelio.de

Wer wegen nächtlichem Kindergeschrei

die Polizei ruft, hat

schlechte Karten: „Weinende

Säuglinge und Kleinkinder

müssen die Nachbarn akzeptieren“,

erklärt Ulrich Ropertz.

Auch das normale Bewegen

von Kindern, Laufen und

manchmal auch Springen und

Türenschlagen müssen die

Nachbarn dulden. Je älter und

vernünftiger die Kinder allerdings

werden, desto mehr kann man auch

von ihnen fordern, dass sie Rücksicht auf

die Nachbarn nehmen und ruhig sind.

„Die Eltern stehen in der Verantwortung,

dafür zu sorgen, dass die Wohnung nicht

als Fußballplatz verwendet wird“, sagt

Ropertz.

Nicht nur bei Geräuschen, auch bei visuellen

Maßnahmen muss Rücksicht genommen

werden: Wer in einem Mehrparteienhaus

den Raum außerhalb seiner gemieteten

vier Wände mit einem Bild oder einer

Topfpflanze verschönern will, ist auf das

Wohlwollen der Nachbarn und des Vermieters

angewiesen. Einen Rechtsanspruch

darauf, das gemeinschaftlich

genutzte Treppenhaus nach eigenem Gusto

dekorieren zu dürfen, gibt es nicht. Entweder,

der Vermieter gestaltet den

Gemeinschaftsraum nach seinen Vorstellungen

oder die Mieter stimmen sich

untereinander ab. Anders ist das, besitzt

man ein eigenes Haus mit eigenem Garten:

Wenn einem Nachbarn der japanische

Kiesvorgarten oder die Bepflanzung der

Rabatten nicht gefällt, kann er rechtlich

nichts dagegen unternehmen.

Tür an Tür mit

giftigen Tieren

In den Bundesländern Baden-

Württemberg, Brandenburg,

Hamburg, Nordrhein-Westfalen

und Rheinland-Pfalz dürfen

auch gefährliche und giftige Tiere

privat gehalten werden. Hier

gibt es bis auf Artenschutzrichtlinien

keine Haltungsbeschränkung.

Unabhängig von Tierschutzgesetzen

ist es mietrechtlich

so, dass man den Vermieter

darüber informieren muss,

wenn man exotische Tiere halten

will. „Ich kann nicht einfach ein

Krokodil in die Badewanne

legen, aber ein Kleintier im Terrarium

darf man halten, auch

ohne dass der Vermieter es

weiß“, erklärt Ulrich Ropertz. Es

kann also in einigen Bundesländern

vorkommen, dass in der

Nachbarwohnung eine Giftspinne

oder Würgeschlange gehalten

wird, ohne dass es der Vermieter

oder die Nachbarn wissen.

13


Recht

Grillen und Sonnen

auf dem Balkon

wurde noch eine Geruchsbelästigung für

die Nachbarn gibt.

Der Balkon wird nicht nur dazu genutzt,

um Würstchen zu brutzeln. Auch lässt

sich hier gut ein Sonnenbad nehmen. Ob

der Anblick nackter Nachbarn einem

gefällt oder nicht: „Es gibt keine Kleiderordnung

für den Balkon“, sagt Ulrich

Ropertz. Erlaubt ist die Freikörperkultur

dort und im eigenen Garten mietrechtlich

schon – solange die Nachbarschaft daran

keinen Anstoß nehmen kann und muss.

Das heißt: „Wenn der Nachbar sich den

Hals verrenken muss, um einen dabei zu

beobachten, dann ist das sein Problem.

Etwas anderes ist es, wenn der Balkon,

auf dem man sich nackt präsentiert, zu

einer Hauptstraße raus geht und es dort

zu Auffahrunfällen kommt.“ Man muss

unterscheiden, ob das Sonnenbad den

Ansatz von Privatheit hat oder ob es eher

eine exhibitionistische Zurschaustellung

ist. Grundsätzlich geht es niemanden

etwas an, wie man sich auf seinem Balkon

oder auch in seiner Wohnung

bewegt.

Laute Musik und

rauschende Feste

Bei Lärmbelästigung macht der Ton die

Musik: „Das Spielen eines Instruments in

der Wohnung kann vom Vermieter nicht

gänzlich verboten werden: Mieter haben

das Recht, etwa zwei Stunden am Tag zu

musizieren“, erklärt der Pressesprecher

des Mieterschutzbundes. Dabei gilt das

Betty/Pixelio.de

Ein heißes Eisen unter Nachbarn ist stets

auch das Grillen mit Kohle – vor allem in

Mehrfamilienhäusern mit Balkon.

„Grundsätzlich darf man auf dem Balkon,

der Terrasse und im Garten grillen – es sei

denn, es ist ausdrücklich im Mietvertrag

verboten worden“, erklärt Ulrich Ropertz.

Wenn es eine solche Regelung im Mietvertrag

gibt, zum Beispiel „Grillen mit Holzkohle

verboten“, dann gilt dieses Verbot

und man muss sich als Mieter daran halten.

Sowohl Mieter als auch Wohnungseigentümer

müssen zudem das jeweilige

Landesimmissionsschutzgesetz beachten.

„Danach ist es eine Ordnungswidrigkeit,

wenn Qualm in Nachbarwohnungen

dringt“, sagt Ropertz. Wenn also der Holzkohlegrill

so viel Rauch entwickelt, dass

er in Nachbarwohnungen zieht, ist das

verboten. Man darf also nur dann grillen,

wenn es weder im Mietvertrag verboten

Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Das heißt: Man sollte so leise wie möglich

sein. Wenn sich Nachbarn beschweren

und es zu einem Prozess kommt, versuchen

die Gerichte, einen Kompromiss zu

finden. Ulrich Ropertz weiß, wie dieser

meist ausfällt: „In aller Regel geht er dahin,

dass man bis zu zwei Stunden täglich auf

dem Instrument spielen darf, sich mit den

14


Recht

Oft wird die Polizei

gerufen, um bei

Nachbarschaftsstreitigkeiten

für Ruhe und

Ordnung zu sorgen.

Spielzeiten aber an den Lebensgewohnheiten

des Nachbarn orientiert.“ Das

bedeutet: Geübt wird bestenfalls dann,

wenn der Nachbar nicht da ist, weil er zum

Beispiel arbeitet.

Weniger Freiheiten haben die Fans von

elektronischen Klängen: Hier kann und

sollte man an seiner Musikanlage eine

Lautstärke einstellen, die auch für die

Nachbarn verträglich ist. Bei lauter Musik

gilt das gleiche wie beim Geräuschpegel

von Feiern: „Bis 22 Uhr ist das grundsätzlich

erlaubt, danach gilt die Nachtruhe“,

sagt Ropertz. Dann darf nur noch in geringer

Lautstärke gefeiert werden, elektrische

Geräte dürfen nur noch in Zimmerlautstärke

betrieben werden. Das bedeutet: In

der Nachbarwohnung darf so gut wie

nichts mehr davon zu hören sein. Einen

Umkehrschluss kann aus der Nachtruheregelung

allerdings nicht abgeleitet werden:

„Man kann nicht bis 22 Uhr lärmen,

auch hier gilt das Gebot der gegenseitigen

Rücksichtnahme“, erklärt Ulrich Ropertz.

Eine bundesweit einheitlich geregelte

gesetzliche Mittagsruhe gibt es nicht mehr,

aber sehr wohl viele kommunale Verordnungen,

an die sich der Mieter auch zu

halten haben. In manchen Mietverträgen

ist die Mittagsruhe noch für die Zeit zwischen

12 und 15 Uhr vermerkt.

Bäume, Teiche,

Grundstücksgrenzen

Äste, die vom Nebengrundstück bis über

den eigenen Garten wachsen, können zum

Streitpunkt zwischen Nachbarn werden.

Wie nah an die Grundstücksgrenze Sträucher,

Bäume und Hecken reichen dürfen,

ist in den Nachbarschaftsgesetzen der Länder

und in den Landesbauordnungen

unter dem Stichwort „Grenzbebauung“

genau geregelt. „Es gibt Fristen, bis wann

ich mich dagegen wehren muss, das ist

sehr unterschiedlich“, erklärt Ropertz.

Eines darf ein Nachbar, egal in welchem

Bundesland, aber auf keinen Fall tun: sich

in irgendeiner Form selbst am Baum seines

Nachbarn zu schaffen machen, dessen

Äste bis auf das eigene Grundstück reichen.

Aber er kann gegebenenfalls

Ansprüche auf einen Rückschnitt der Äste

geltend machen.

Im eigenen Garten sollte man vor allem

darauf achten, den Teich ausreichend zu

sichern. Wer ein Gewässer auf seinem

Grundstück hat, muss alle Vorkehrungen

treffen, dass dort nichts passieren kann.

Bedeutet in der Praxis: Den Teich oder das

gesamte Grundstück einzäunen und

damit Kindern unzugänglich machen.

Streitschlichtung am

Gartenzaun

Geraten Nachbarn in Streit, sollten sie

erst einmal versuchen, die Meinungsverschiedenheit

mit einem klärenden

Gespräch aus der Welt zu räumen, rät

Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

„Jeder sollte sich erst einmal informieren,

wie die Rechtslage ist, damit er

nicht mit irgendeinem Irrglauben auf den

Nachbarn losgeht.“ Kann keine Einigung

erzielt werden, können sich die Nachbarn

an Schiedsstellen oder Mediatoren

wenden. Das Problem dabei: Beide Parteien

müssen sich dazu bereit erklären –

was bei zerstrittenen Nachbarn nicht einfach

ist. „Die Polizei zu rufen, ist auf der

Eskalationsstufe schon relativ hoch angesiedelt“;

sagt Ropertz. Danach werden

kaum noch Friede und Freundschaft im

Nachbarschaftsverhältnis eintreten.

Gegenseitige Rücksichtnahme und

gemeinsam geschmiedete Kompromisse

helfen also, jahrzehntelangen Nachbarschaftsfehden

vorzubeugen. Schon der

Dichter Friedrich Schiller wusste: „Es

kann der Frömmste nicht in Frieden

leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht

gefällt.“ (ks)

choroba/Fotolia.com

15


Danksagung

VIELEN

www.VDPolizei.de

DANK!

Liebe Inserenten!

Mit der Beteiligung an der Festschrift anlässlich unseres Polizeifestes

haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich!

Liebe Leser!

Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrer

nächsten Disposition.

Ihre

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Viersen

16

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