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19065 · 56. Jahrgang · Einzelpreis 19,00 € · www.iee-online.de

5/2011

Elektrische Automatisierung + Antriebstechnik

Hannover Messe 2011

Alle heiß

auf Elektroautos

Seite 8

Interview

Maximilian Brandl, Eplan

Termindruck entschärfen

Seite 30

Prozessautomatisierung

„Den Ethernet-Krieg

verhindern“

Seite 56

Peter Adolphs, Pepperl+Fuchs

Tastender Schall

Praxis:

Verpackungstechnik

Alles Bio beim Plastik

Seite 70


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EDITORIAL

Gerne sparen –

aber richtig

„„Das Angstsparen

ist die größte Konjunkturbremse

überhaupt.“

Bernd Pischetsrieder,

Automobilmanager

„ Unverzichtbare

Grundvorrausetzungen

dafür sind

jedoch eine klare

Zielperspektive sowie

ein Gerechtigkeitsprinzip,

damit

es sinnvoll erscheint.

„ Ohne gut aus- und

fortgebildete Lehrer

kein guter Unterricht

und damit

auch kein gutausgebildeter

Nachwuchs.

Meine Großmutter pflegte immer zu sagen, „Kind spare,

es kommen lausige Zeiten.“ Woher kommt die Sehnsucht

nach dem Sparen Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs,

angesichts eines völlig zerbombten und moralisch

in Verruf geratenen Landes, sehnte man sich nach Sicherheit,

auch in materieller Hinsicht. Dafür wurde brav gespart,

um sich später einmal etwas Schönes leisten zu können.

Der Gesellschafts-Psychologe Stephan Grünewald

bezeichnet es sogar als eine ‚seelische Notwendigkeit‘. Unverzichtbare

Grundvorrausetzungen dafür sind jedoch eine

klare Zielperspektive sowie ein Gerechtigkeitsprinzip

damit es sinnvoll erscheint. „Jeder Spar-Appell verraucht,

wenn das Gefühl da ist, dass nur bestimmte Gruppierungen

zum Aderlass gebeten werden“, erklärt Grünewald.

Kein Wunder, dass neuerdings immer mehr Zweifel an der

deutschen Lieblingsbeschäftigung aufkommen.

Trotz des aktuellen Wirtschaftswachstums setzen fast

vier Fünftel der großen Unternehmen und Konzerne weiter

auf Kostensenkung zur Profitabilitätssteigerung. Und

wenn gespart werden muss, steht ein allgemeines Sparen

bei den Personalkosten ganz oben auf der Agenda. Man redet

von Sparen, also, das Zurücklegen momentan freier

Mittel zur späteren Verwendung.

Also hat sich die Lage beim so beklagten Facharbeiterund

Ingenieurmangel schon entspannt Denn auch bei der

Grundlage, also der Ausbildung zukünftigem Fachpersonals,

scheint dies die vorherrschende Meinung zu sein.

Hessens Kultusministerium plant über 68 Millionen Euro

bis 2012 einsparen. Wo der Rotstift angesetzt wird, steht

angeblich noch nicht fest. Doch es mehren sich die Gerüchte,

dass die Sparaxt an der Lehrerausbildung angelegt und

damit an der wichtigsten Grundlage für die Qualität des

Unterrichts gespart wird. Ohne gut aus- und fortgebildete

Lehrer kein guter Unterricht und damit auch kein gutausgebildeter

Nachwuchs für die Unternehmen.

Da bekommt der Ausspruch von Christian Angermayer,

einem Fonds-Manager, einen ganz anderen Dreh. „Wir

sind zwar ein Land der Sparer, aber nicht wirklich der intelligenten

Anleger.“

Ihr Harald Wollstadt

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INHALT IEE 05/2011

[16] [8]


Technik in

bewegten Bildern

Gipfelgespräch mit dem Filmemacher

Eberhardt Fetz über die emotionale

Wirkung von Technikfilmen.

Alle heiß auf E-Autos

Das Motto der diesjährigen Hannover Messe

hätte eigentlich 'Smart Electromobility'

heißen müssen.


MÄRKTE + UNTERNEHMEN

8 Rückblick Hannover Messe 2011

Alle heiß auf E-Autos

12 Messevorschau Control 2011

Die Kraft steckt in der Qualität

16 Gipfelgespräch mit Eberhard Fetz,

Geschäftsführer der Filmplattform

Technik in bewegten Bildern

TITEL

Peter Adolphs, Pepperl+Fuchs,

erklärt die

entscheidenden Faktoren

einer Sensorikanwendung

und die

Vorteile verschiedener

Sensortechnologien.

[42]

TECHNIK

Leitebene

22 Sechs Fragen zum PLM/Cax-Markt

Daten durchgängig bereitstellen

28 Produkte

30 Interview mit Maximilian Brandl,

Eplan und Mind8

Termindruck entschärfen

Prozessebene

34 Siemens zum Thema Engineering

und Stuxnet

Digitaler Schatten

37 Produkte

38 Sicher signalisieren nach der

neuen Maschinenrichtlinie

Normenkonform warnen

Feldebene

42 Interview mit Peter Adolphs,

Geschäftsführer Pepperl+Fuchs

Tastender Schall

46 Applikation

Straßen mit Ultraschall messen

48 Produkte

50 Datenlogger überwacht

Brennstoffzelle

Energie aus Abfall

54 Bremswiderstand oder

Rückspeisung

Suche nach der besseren Alternative

56 PNO-Podiumsdiskussion: Ethernet

in der Prozessautomatisierung

„Den Ethernet-Krieg verhindern“

60 Generationen im Vergleich

Antriebssystem

64 Schrittmotoransteuerungen mit

interner Kommutierung (Teil 2)

Schritt für Schritt angesteuert

68 Leser fragen, Unternehmen

antworten

Noch Fragen

4 IEE • 5-2011


Flexible Komplettlösungen

für Ihre Verpackungsmaschine.

[70]


Alles Bio beim Plastik

Dass es in der Verpackungsbranche ökologischer und Öl-sparender

geht, zeigen Biokunststoffe.

PRAXIS

Verpackungstechnik

70 Biokunststoffe in der

Verpackungsbranche

Alles Bio beim Plastik

73 Kolumne

Sinn und Unsinn von Verpackungen

Die optimal aufeinander abgestimmten

Komponenten von Pilz bieten Ihnen

flexible Lösungen

für Ihre Verpackungsmaschine.

74 Messevorschau Interpack 2011

Packende Messe

76 Verpackungsmaschinen

schneller anschließen

Weniger Kabel

79 Produkte

RUBRIKEN

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www.pilz.de, Webcode: 0749

3 Editorial

6 Top Five

7 Märkte und Unternehmen

60 Damals & Heute

80 Impressum


81 Medien für Techniker

82 Vorschau

82 Firmenverzeichnis

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MÄRKTE + UNTERNEHMEN Top 5

TOP

5

ARTIKEL

1

Messevorschau zur Hannover

Messe 2011

797iee0411 Redaktion IEE

Hier präsentiert Ihnen die IEE jeden Monat die Top 5 Artikel, News und

Produkte von unserer Internetseite www.all-electronics.de.

Unsere Leser haben diese Inhalte in den letzten vier Wochen am häufigsten

gelesen. Interessieren Sie sich für spezielle Informationen, gehen Sie

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sein, abonnieren Sie unseren Newsletter unter www.all-electronics.de.

2

3

Das etwas andere Messekonzept

766iee0411

Pepperl+Fuchs

Robotik – Von der Illusion zur unentbehrlichen

Technik

798iee0411

Redaktion IEE

Bildquelle: Deutsche Messe

4

5

Bonfiglioli im Aufwind

925iee0411

Bonfiglioli

Roboter-Entgratzelle für Antriebswellen setzt auf

neue Werkzeugtechnologie

750iee0411

Indat

NEWS

1

VEM kauft Transtech

917iee0511 VEM-Elektroantriebe

2

3

Das verdienen Ingenieure

913iee0311

Hans-Böckler-Stiftung

Verstärkung für das deutsche Telit-Team

912iee0511

Telit Wireless Solutions

Bildquelle: M86 Security Bildquelle: VEM-Elektroantriebe

PRODUKTE

1

Schutz vor dynamischen

Bedrohungen

712iee0411 M86 Security

4

5

2

3

4

5

Immer mehr Wireless in der Industrie

903iee0511

ISM Research

Familienunternehmen in der vierten Generation

914iee0511

Dehn+Söhne

3D-CAD-Software

720iee0411

Frei programmierbare Safety-SPS

250iee0411

Modul oder Board

608iee0411

Ethernet-Switches fürs Smart Grid

606iee0411

Autodesk

ABB

Elatec

Moxa

6 IEE • 5-2011


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Aktuell

TU Chemnitz macht Fabriken virtuell erlebbar

Mit Gesten steuern

Wenn eine Maschine konstruiert

oder ein Arbeitsprozess geplant

wird, greifen Wissenschaftler heute

oft auf die virtuelle Realität – kurz

VR – zurück. Dadurch entstehen

einzelne Anlagen bis hin zu ganzen

Fabriken dreidimensional am Computer

Sie sind begehbar, können

getestet und verändert werden, ohne

dass ein einziges Bauteil gefertigt

werden muss. Die Professur

Fabrikplanung und Fabrikbetrieb

der TU Chemnitz hat eine solche

fabrik Mehrwertdienste sowohl für

eigene Forschungen als auch für

Unternehmen generieren“, sagt

Prof. Dr. Egon Müller, Leiter der Professur

Fabrikplanung und Fabrikbetrieb.

Ein wesentlicher Vorteil

dieser selbstentwickelten Anlage:

Sie ist bausteinartig aus Komponenten

zusammengesetzt, die

auch im Consumer-Bereich auf

gung der Fernbedienung im Raum

registrieren. Außerdem steht zur

Steuerung ein sogenanntes Balance

Board zur Verfügung – eine betretbare

Sensorflächen, die eine

Steuerung durch die Verlagerung

des Körpergewichtes ermöglichen.

infoDIRECT

903iee0511

Bildquelle: TU Chemnitz/Uwe Meinhold

Intuitive Bedienung: Die Studenten

Andre Hurzig und Patrick

Helbig (l.) verbessern das

Layout einer virtuellen Fabrikumgebung.

Die VR-Anlage steuern

sie durch Gesten.

dem Markt sind – dadurch ist sie

vergleichsweise preisgünstig. Zum

Einsatz kommen neben einer handelsüblichen

Software, Stereoprojektoren,

einem Sound-System sowie

3D-Foto- und Videotechnik beispielsweise

Controller der Spielkonsole

Nintendo Wii. Diese arbeiten

mit eingebauten Bewegungssensoren,

die Position und Bewe-

VR-Anlage in ihrer Experimentierund

Digitalfabrik mit Mitteln aus

dem Hochschulbauförderungsgesetz

(HBFG) realisiert. Eingesetzt

wird sie für Untersuchungen zur

Fabrik- und Logistiksystemplanung.

Die Wissenschaftler können

ganze Anlagen und Maschinen planen,

aber auch Logistik-, Fertigungs-

und Montagesysteme. Außerdem

testen sie Materialflüsse

und kümmern sich mit Ergonomieuntersuchungen

um die Gestaltung

von Arbeitsplätzen.

Einsatz findet die VR-Anlage nicht

nur in der Forschung, sondern auch

in der Aus- und Weiterbildung von

Studierenden, Mitarbeitern und Unternehmen

sowie bei virtuellen

Konferenzen. „Auch in Zukunft

werden wir durch stetige Weiterentwicklungen

der VR-Anlage in

der Experimentier- und Digital-

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MÄRKTE + UNTERNEHMEN Hannover Messe Rückblick

Bildquelle: alle Bilder Redaktion IEE

Rückblick Hannover Messe 2011

Alle heiß auf E-Autos

Die diesjährige Hannover Messe vom 04. bis zum 08. April stand unter dem Motto

'Smart Efficiency'. Eigentlich hätte das Motto aber 'Smart Electromobility' heißen müssen,

denn das alles beherrschende Thema der Industriemesse war die Elektromobilität.

Um Themen abseits dieses Mainstreams zu entdecken, musste man sich auf die

Suche begeben.

„Die Zulieferer und

Komponentenhersteller

scheinen

auf die Zukunft

vorbereitet zu sein.

Das große Thema der Hannover Messe 2011 war ganz klar die

Elektromobilität. Kaum ein Stand – egal aus welcher Industriesparte

– schien ohne ein eigenes E-Auto oder ein E-Fahrrad auszukommen.

Überall wurde über Ladestationen, Antriebsstränge

und Emissionsfreiheit diskutiert. Das ganze

lief unter dem Motto 'Wir sind bereit für

die Elektromobilität von morgen', denn

auch wenn die Besucher auf der Messe Hybridautos

und reine Stromer Probe fahren

konnten, sind heute immer noch viele Fragen

der Elektromobilität unbeantwortet.

Vor allem zu dem drängendsten Problem,

der Batterietechnik, gibt es noch keine

100%ige praxistaugliche Lösung. Die Zulieferer

und Komponentenhersteller scheinen aber auf die Zukunft

vorbereitet zu sein.

So präsentierte Wittenstein Motoren für E-Autos in drei Baugrößen

für Kleinwagen, Mittelklassewagen, Rennsportwagen und

Nutzfahrzeuge. Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Wittenstein

stellte dabei vor allem das Zusammenspiel zwischen Elektronik,

Motor und Getriebe in den Vordergrund, das maßgeblich an der

Effizienz und somit an der Reichweite beteiligt sei. „Wittenstein

beherrscht dieses Wechselspiel zwischen elektrischen und mechanischen

Komponenten von Haus,“ stellte er fest.

Die Automobilkonzerne selbst stellten zwar hier und dort ihre

E-Autos oder Prototypen als Messeexponat zur Verfügung,

glänzten aber bis auf Volkswagen durch Abwesenheit. Es ist ein

interessanter Aspekt, dass die Automobilkonzerne der Hannover

Messe konsequent fern bleiben, die sich immerhin selbst als

größte Paradeschau der deutschen Industrie sieht. Für kaum eine

andere Industrie ist Deutschland so berühmt und anerkannt wie

für seine Automobilhersteller. Aber die fühlen sich anscheinend

auf einer IAA in Frankfurt oder einer IAA Nutzfahrzeuge, die

auch in Hannover stattfindet, wohler. ABB betrachtet das Thema

Elektromobilität von der anderen Seite und möchte sich als

Komplettanbieter von der Stromerzeugung über die Stromübertragung

und -verteilung etablieren. Dafür hat das Unternehmen

eine Schnellladestation auf Gleichstrombasis. Diese Sstation

kann die Batterie eines Elektroautos in rund 15 Minuten von

20 auf 80 % laden.

Erneuerbare Energien weiterhin ein Trendthema

Mit einigem Abstand in der Wahrnehmung folgt der Elektromobilität

der Bereich Erneuerbare Energien als zweites großes Thema

der Messe. Vielen Industrieunternehmen war dieser Bereich

so wichtig, dass sie die angestammten Industriehallen hinter sich

ließen und in die Hallen der Leitmessen Energy-, Power-Plant-

Technology- oder Wind umzogen. Diese Abwanderung war aber

schon letztes Jahr zu bemerken. Weiterhin in der Industriehalle

11 blieb Weidmüller und stellte seine neue Photovoltaik-Anschlussbox

mit Brandabschaltung und Diebstahlschutz vor.

„Auch unsere Monitoring-Lösung, mit denen die Effizienz der

Photovoltaik-Anlagen gesteigert werden kann, ist eine direkte

Antwort auf die Anforderungen des Marktes der Erneuerbaren

Energien,“ stellte Vorstandssprecher bei Weidmüller Dr. Peter

Köhler fest.


8 IEE • 5-2011


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Hannover Messe Rückblick

IEE • 5-2011 9


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Hannover Messe Rückblick

Rückblick Hannover Messe 2011


Nicht viel energieeffizienter als im letzten Jahr

Das Motto der diesjährigen Hannover Messe war zwar Smart Efficiency

aber die Energieeffizienz war genauso viel oder wenig

vertreten wie im letzten Jahr. Die Antriebstechniker redeten und

zeigten natürlich viel zum Thema Energieeffizienz. Aber ihnen

Es sind mehr

Robotikanbieter

als in den letzten

Jahren nach

Niedersachsen

gekommen.

steht mit Termin am 16. Juni 2011 auch

die neue Norm zur Energieeffizienz ins

Haus. Die IEC 60034-30-2008 definiert

Effizienzklassen von Asynchronmotoren

bei 50 und 60 Hz im Leistungsbereich

von 0,75 bis 375 kW und löst damit die

bisher geltenden, national unterschiedlichen

Regelungen ab. Ab dem Stichtag

müssen alle Motoren die Effizienzklasse

IE2 erfüllen.

Auch für die Aussteller der Digital Factory war Energieeffizienz

ein Thema. Hier aber übersetzt in Energie gleich Zeit und Arbeit.

Denn die immer ausgefeilteren Softwaretools unterstützen Entwickler,

Planer und Betreiber von Anlagen und Maschinen immer

besser darin ihre Arbeit effizienter zu verrichten. Auch für

Rittal als Gehäuse- und Schaltschrankspezialist war und ist Energieeffizienz

ein Thema. Egal ob es um die schnelle Montage von

Schaltschranksockeln oder die effiziente Kühlung durch Kühlgeräte

oder Luft-Wasser-Wärme-Tauscher geht.

Themennische der Messe: Wasser/Abwasser

Ein etwas versteckteres Thema war der Bereich Wasser/Abwassertechnik.

Interessant zu beobachten war, dass nicht nur die

klassischen Prozesstechniker wie Sensorik- und Messtechnikanbieter

dieser Anwendung Platz auf ihren Messeständen widmeten.

Auch die großen Steuerungstechniker griffen das Thema

deutlich häufiger auf. Dabei ist das Anwendungsgebiet Wasser/

Abwasser viel größer als so mancher auf dem ersten Blick vermuten

würde. Einer der Hauptabsatzmärkte ist weiterhin die

Niederlande, die sich ständig darin weiterentwickelt das Land

unter dem Meeresspiegel über Wasser zu halten. Auch die deutschen

Klär- und Wasseraufbereitungsanlagen der Kommunen

sind ein weites Feld, in das vor allem während der Wirtschaftskrise

stabil weiter investiert wurde. Aber moderne Technik für

Wasser/Abwasser findet auch immer mehr ihren Weg in die Arabische

Welt oder andere Gebiete, wo vor allem der effiziente Umgang

mit Wasser ein noch drängenderes Problem ist als im Regen-verwöhnten

Deutschland. Vega zeigte beispielsweise seinen

neuen Radarsensor Vegaplus WL 61, der speziell für den Einsatz

in der Wasser- und Abwasserwirtschaft entwickelt wurde. Die

berührungslose Radarmessung bietet gegenüber der gängigen

Ultraschallmessung Vorteile. Denn Radar arbeitet unabhängig

von Windbewegungen, Nebel oder Regen. Wegen Temperaturresistenz

ist der Radarsensor auch bei der Durchflussmessung in

Flüssen, Kanälen oder anderen offenen Gerinnen genauer als ein

Ultraschallgerät.


Ein bisschen mehr Robotik

Ob die Robotik nun wirklich nach Hannover zurückgekehrt ist,

lässt sich noch nicht abschließend beantworten. Sicherlich waren

mehr Robotikanbieter als in den letzten Jahren nach Niedersachsen

gekommen. Die meisten drängten

sich in der Halle 17. Auf einem der größten

Stände der Halle 17 präsentierte sich

zum Beispiel der Roboterhersteller Kuka.

In der Unternehmens-Pressekonferenz

erklärte Vorstandsvorsitzender

Dr. Till Reuter, dass Kuka alle zwei Jahre

in Hannover sein werde. Und zwar

immer in den Jahren, in denen keine Automatica

stattfindet. Ein klares Statement

für die Branchenmesse in München. Neue Produkte zeigte

zum Beispiel auch Stäubli Robotics mit der neuen neue Generation

seiner Scara-Roboter.

In der Robotation Academy auf dem Messegelände wurden die

Preisträger des Robotics Award 2011 bekannt gegeben. Jörg Bode,

Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr,

zeichnete die Gewinner aus. Der erste Preis für angewandte

Roboterlösungen ging an die Firma IBG Automation aus Neuenrade.

Prämiert wurde das Projekt 'Assembly on the fly', bei

dem es sich um eine automatisierte Frontend-Montage im Fließbetrieb

handelt. Dabei entnimmt ein Roboter das PKW-Frontend

aus der Bereitstellungsposition und montiert es im Fließbetrieb

an der Karosse.

Autorin

Melanie Feldmann

ist Redakteurin der IEE.

infoDIRECT

www.iee-online.de

Link zur Messe

Die Antriebstechniker

redeten und

zeigten viel zum

Thema Energieeffizienz.

Ihnen

steht auch die neue

Norm zur Energieeffizienz

ins Haus.


753iee0511

10 IEE • 5-2011


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MÄRKTE + UNTERNEHMEN Aktuell

Wer heute im globalen Wettbewerb

vorn liegen will, kommt

um Qualität in allen Stufen des

Produktionsprozesses nicht

herum.

Bildquelle: alle Bilder P.E. Schall

Messevorschau Control 2011

Die Kraft steckt

in der Qualität

Vom 3. bis zum 6. Mai dreht sich in Stuttgart auf der Messe Control wieder alles um

die Qualitätssicherung. Die Veranstaltung möchte gute Gründe dafür liefern, gerade

jetzt in die Qualität von Produkten zu investieren, um den angestammten Kundenkreis

auch künftig zu überzeugen und neue Interessenten hinzuzugewinnen.

Die Messe-Projektleiterin Gitta

Schlaak meldete bereits im Februar

2011 die feste Zusage von

über 700 Ausstellern. Diese werden in den

Hallen 1, 3, 5 und 7 insgesamt 52 400 m 2

Bruttofläche beanspruchen. Das Interesse

von ausländischen Herstellern und Anbietern

im Bereich Qualitätssicherung hält

außerdem unvermindert an – Aussteller

aus 25 Ländern der Erde sind registriert.

Dazu sagte Gitta Schlaak: „Schon jetzt

zeichnet sich ab, dass wir zum 25. Geburtstag

über 800 Aussteller aus etwa 30

Ländern zählen können. Das ist im ersten

Jahr nach der überstandenen Finanz- und

Wirtschaftskrise ein hervorragendes Ergebnis,

mit dem wir so gar nicht rechnen

konnten.“

Die Brücke zwischen Theorie und Praxis

Darüber hinaus finden sich auf der Messe

sowohl die internationalen Marktführer

als auch die mittelständischen Technologie-Spezialisten,

die ebenfalls in vielen

Märkten zuhause sind. Damit möchte die

Messe eine Brücke zwischen Theorie und

Praxis schlagen und als Branchen-Plattform

die Verbindung zwischen der Forschung

und Lehre sowie der Erprobung

und industriellen Anwendung unterstützen.

Deutlich wird dies am aktualisierten

und ausgebauten Programm an Sonderschauen

und Themenparks.

Zu nennen wäre hier die Sonderschau

'Berührungslose Messtechnik', die in diesem

Jahr zum siebten Mal in Folge stattfindet.

Mit dem Partner Fraunhofer-Allianz

Vision ist es gelungen, diese Sonderschau

dauerhaft zu etablieren und in diesem

Jahr in der Halle 1, Stand-Nr. 1612,

1615 und 1712 mit einer Ausstellungsfläche

von diesmal 350 m 2 prominent zu

platzieren. Die Sonderschau will einen

Beitrag dazu leisten, den Bekanntheitsgrad

und die Akzeptanz neuer Technologien

zu steigern. Denn durch die permanent

wachsende Performance und Flexibilität

der Systeme werden immer neue

12 IEE • 5-2011


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Aktuell

[1]

[1] Die Sonderschau 'Berührungslose Messtechnik',

findet in diesem Jahr zum siebten Mal in

Folge statt.

Anwendungsfelder und Skalenbereiche

erschlossen. Die Dynamik in der technischen

Entwicklung macht es für potenzielle

Anwender jedoch nicht einfach, sich

am Markt zu orientieren und eine geeignete

Auswahl im Hinblick auf eine Investitionsentscheidung

zu treffen.

In der Halle 1, Stand 1502 wird außerdem

die Sonderschau 'Null-Fehler-Produktion

durch Bildverarbeitung und optische

Mess- und Prüftechnik' veranstaltet.

Auch hier heißt der Partner Fraunhofer

Allianz Vision.

Lösungsorientierte

Prozessketten-Kompetenz

Ein weiteres Highlight der Messe ist das

vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik

und Automatisierung (IPA) organisierte

Eventforum zum Thema 'Computertomographie

im industriellen Einsatz'.

Hier erhalten die Fachbesucher die Gelegenheit,

sich gezielt über die Technologie

und Anwendungsmöglichkeiten der industriellen

Computertomografie zu informieren.

Das Eventforum setzt sich aus

zwei Bausteinen zusammen: Einem praxisnahen

Vortragsforum und einer Erlebnis-Sonderschau.

Das Vortragsforum

wird an allen vier Messetagen jeweils in

einem Vormittagsblock und einem Nachmittagsblock

auf dem Eventforum-Stand

des Fraunhofer IPA präsentiert. In der

Sonderschau werden in Form von ausgewählten

Exponaten und Vorführungen

die prinzipielle Funktionsweise, Möglichkeiten,

Vorzüge und Grenzen der Technologie

demonstriert. Dabei wird das gesamte

Spektrum der Datenverarbeitungskette

und -auswertung mit Exponaten

und Vorführungen abgedeckt, zum Beispiel

Software zu den Themen Materialprüfung,

Materialanalyse, messtech-

Messe im Detail

Control 2011

Veranstaltungsort:

Landesmesse Stuttgart

Adresse fürs Navi:

Messepiazza

70629 Stuttgart

Termin:

3. bis 6. Mai 2011

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Donnerstag

Freitag

Eintrittskarten:

Tageskarte

ermässigte Tageskarte

Zwei-Tageskarte

9 bis 17 Uhr

9 bis 16 Uhr

25 Euro

15 Euro

40 Euro

nische Auswertungen, Reverse Engineering

und weitere Anwendungsfelder der

industriellen Computertomografie.

Auch der aus den letzten Jahr bekannte

Themenpark 'Qualitätssicherung in der

Medizintechnik' wird fortgesetzt. Und

mit dem neuen Themenpark 'Aktuatorik'

wird dem steigenden Bedarf an QS-Automatisierung'

Rechnung getragen.

Mit Berater auf die Messe

Damit Besucher ihre fachspezifischen

Fragen effizient und erfolgreich auf der

Messe beantworten können, bietet die

Messe den Service 'Messe-Coach by

Fraunhofer IPM' an. Ein neutraler und

kompetenter Experte des Kooperationspartners

Fraunhofer-Institut für Physikalische

Messtechnik (IPM) begleitet den

Besucher bei einem Rundgang über die

Messe und steht ihm dabei mit Rat und

Tat zur Seite. Für den erfolgreichen Besuch

arbeitet er im Vorfeld einen auf die

Fragestellungen des Besuchers maßgeschneiderten

Rundgang aus. Der Service

soll den Einstieg in das Thema Qualitätssicherung

erleichtern und das Angebot

für den Besucher fokussieren. Auf der

Internetseite der Messe können sich Besucher

für diesen Service anmelden.

Autorin

Melanie Feldmann

ist Redakteurin der IEE.

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www.all-electronics.de

Link zur Messe

Link zum Messe-Coach


782iee0511

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IEE • 5-2011 13


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Aktuell

Bildquelle: DSM Computer

TU Darmstadt eröffnet Zentrum gegen Produktpiraterie

Keine Plagiate im Maschinenund

Anlagenbau

Um Originalhersteller vor den Folgen

der Produktpiraterie zu schützen,

haben das Institut für Produktionsmanagement,

Technologie und

Werkzeugmaschinen (PTW) der TU

Darmstadt, das Patentinformationszentrum

Darmstadt und das

Unternehmen Festo das Centrum

für Angewandte Methoden gegen

Produktpiraterie Camp eröffnet.

Das Camp bündelt die Expertise

unter anderem aus den Bereichen

Risikobewertung, Organisation von

Know-how-Schutz im Unternehmen

sowie Realisierung technischer

Schutzkonzepte und dient

betroffenen Unternehmen als zentraler

Ansprechpartner zum Thema

Produkt- und Know-how-Schutz.

Die Camp-Partner verfügen über

ein IT-basiertes Analysewerkzeug,

mit dessen Hilfe die Unternehmen

ihre Schutzlücken finden und passende

Schutzmaßnahmen auswählen

können. So empfiehlt das

Risikoprozessmodell je nach Art der

Gefährdung unter anderem den

Einsatz von Kennzeichnungstechnologien

oder Computer-Programmen,

die CAD-Datenmodelle so bearbeiten,

dass wettbewerbsrelevantes

Wissen geschützt, aber

gleichzeitig die Zusammenarbeit

mit einem Entwicklungspartner

noch möglich ist. Außerdem haben

die Partner ein technisches Konzept

zum Schutz von Werkzeugmaschinenkomponenten

entwickelt:

Dabei prüft die Maschinensteuerung

automatisch, ob es sich

bei den eingebauten Komponenten

um Originale handelt. Dadurch

kann der Originalhersteller ungerechtfertigte

Regressansprüche

ausschließen und dem Kunden die

Gewissheit bieten, auch nach einem

Austausch von Ersatzteilen

über eine leistungsfähige und sichere

Werkzeugmaschine zu verfügen.

infoDIRECT

DSM Computer und Able Design fusionieren

Industrie-PC trifft Display

906iee0511

Basler schließt Geschäftsjahr 2010 ab

Bestes Jahr

der Firmengeschichte

„2011 werden wir unser Produktportfolio

und unsere internationale

Absatzorganisation

weiter ausbauen“, gibt Dr. Dietmar

Ley, Vorstandsvorsitzender

bei Basler, einen Ausblick.

Der Kameraspezialist Basler hat im

Geschäftsjahr 2010 das beste Ergebnis

der Unternehmensgeschichte

erzielt. Der Konzernumsatz

nahm im Geschäftsjahr 2010

um 51,3 % auf 51,0 Millionen Euro

(Vorjahr: 33,7 Millionen Euro) zu.

Die Bruttoergebnismarge erhöhte

sich auf 43,5 % nach 35 % im Vorjahr.

Das Vorsteuerergebnis stieg

auf 5 Millionen Euro (Vorjahr:

-7,3 Millionen Euro). Die Rendite

vor Steuern betrug 9,8 % (Vorjahr:

-21,7 %). Infolge neu bewerteter

aktivierter Verlustvorträge kletterte

der Konzernjahresüberschuss auf

8 Millionen. Euro (Vorjahresfehlbetrag:

-10,1 Millionen Euro). „Die

in den vergangenen 18 Monaten

vorgenommene strategische Neuausrichtung

des Unternehmens mit

Fokus auf das Kamerageschäft hat

sich als erfolgreich erwiesen“, so

der Vorstandsvorsitzende Dr. Dietmar

Ley. „2011 werden wir unser

Produktportfolio und unsere internationale

Absatzorganisation weiter

ausbauen, um den Marktanteil

bei Industrie- und Videoüberwachungskameras

weiter zu steigern.“

2011 rechnet das Unternehmen

aufgrund des unverändert positiven

Trends bei Auftragseingang

und Umsatz mit profitablem

Wachstum im mittleren einstelligen

Prozentbereich.

infoDIRECT

916iee0511

Immer mehr Wireless in der Industrie

Durch die Synergien der

14 IEE • 5-2011 beiden Unternehmen

Zwischen Überflieger

entstehen Anzeigesysteme,

die sowohl im industriellen

und Problemkind

Umfeld zur

Die weltweiten Lieferungen von dem Endanwender die Erstinvestition

in drahtlose Infrastrukturen ge-

Visualisierung als auch

drahtlos kommunizierenden Industrieprodukten

werden von gemacht

haben, wird das Erweitern

in hochwertigen Digital-

Signage- und Multimedia-Anwendungeschätzten

1,2 Millionen in 2009 auf bei immer mehr Anwendungen zunehmend

attraktiver.“ Die Verwir-

über 3 Millionen in 2015 ansteigen.

zum Einsatz kommen.

Dies prognostiziert die Studie 'The rung aufgrund der verschiedenen

Der Hersteller von industriellen

Rechnersystemen DSM Computer

und der Display-Spezialist Able Design

haben nach einer langjährigen

Zusammenarbeit fusioniert. Durch

die Fusion stärkt DSM Computer

seine Kernkompetenz im Bereich

'Industrielle Public Display-Systeme'

und kann komplette Lösungen

für die industrielle Prozessvisualisierung

und professionelle Digitalführt.

DSM Computer fertigt alle

Produkte im eigenen Haus am

Standort München. Auch der Service

für bereits ausgelieferte Displays

wird in gewohnter Weise fortgesetzt.

Um von der Beratungsund

Entwicklungs-Expertise von

Able Design in den Bereichen Display-Technologien,

Schnittstellenlösungen,

Display-Controller und

Gehäusetechnik zu profitieren, hat

World Market for Wireless Communications

in Factory and Process

Automation – 2011' des Marktforschungsunternehmens

IMS Research.

„Drahtlose Automatisierung

war ein Überflieger – viele Anbieter

haben ihr Geschäft während

der Rezension ausgebaut. Dies war

möglich, weil viele Anwender die

Installation von drahtloser Kommunikation

als wertvoll erachten –

viele erwarten einen Return on Investment

Wireless-Technologien bleibt dennoch

weiterhin eine Problem für

Endanwender in der Prozessautomation.

Die fehlende Standardisierung

wird vor allem bei zukünftigen

Anwendungen mit einer

langen Amortisationszeit ein Problem.

Endanwender müssen sich

sicher sein, dass Ersatzteile für viele

Jahre zur Verfügung stehen,

wenn die Investition in solche Anwendungen

attraktiv sein soll.

Signage-Systeme anbieten. Able DSM alle Mitarbeiter übernommen.

innerhalb eines Jahres,“

Design wird als Marke für industrielle

Anzeigesysteme weiterge-

IMS Toby Colquhoun fest. „Nach-

stellt Automatisierungs-Analyst bei

infoDIRECT 924iee0511

infoDIRECT 903iee0511

Bildquelle: Basler


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© PHOENIX CONTACT 2011


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Gipfelgespräch

Bildquelle: alle Bilder Redaktion IEE

Gipfelgespräch mit Eberhard Fetz, Geschäftsführer der Filmplattform

Technik in

bewegten Bildern

Das Medium Film fördert das Verständnis komplexer technischer Zusammenhänge

und damit die sachliche Beurteilung und Akzeptanz technischer Neuerungen. Die IEE

sprach im Gipfelgespräch mit dem Filmemacher und Geschäftsführer der Filmplattform

Eberhardt Fetz über die emotionale Wirkung von bewegten Bildern für das Marketing.


Im Marketingkreisen wird des Öfteren darüber diskutiert, welches

Potenzial das Medium Film für Unternehmen hat. Auch und

gerade im Zuge des Internets existiert eine größere Community,

der Unternehmen ihre Film präsentieren können. Die immer

schnelleren Internetverbindungen mit DSL und Breitband sichern

eine Übertragung in annehmbarer Qualität. Aber eine

wichtige Frage bleibt doch: Was bringt mir ein solcher Film Ist

Fernsehen ist ein

Massenmedium und

da muss ich etwas

anbieten, was die

Massen auch interessiert.

Im Internet

kann ich gezielt das

Publikum ansprechen.

er zielführend im Rahmen meiner Marketingstrategie

Auf welche Weise beeinflusst

ein solcher Business- oder Imagefilm,

wir sprechen nicht von einem Werbespot,

das Geschäft Oder: ich möchte

mein Unternehmensausrichtung verändern,

ist dann ein Imagefilm das richtige

Werkzeug Grundsätzlich lohnt sich

das Medium Film für ein Unternehmen.

Aber man sollte schon wissen, wo und

wie man diesen Film einsetzt. Denn nicht selten wird ein Film

sehr aufwendig und teuer produziert, aber nur eine Handvoll

Leute bekommt ihn zu sehen.

Die Redaktion der IEE unterhielt sich mit dem Filmemacher und

Geschäftsführer der Filmplattform Eberhardt Fetz über die Wirkung

von Business- und Imagefilmen. Den Rahmen für dieses

Gesprächs, bildete das Museum für Kommunikation in Frankfurt.

Historisch knüpfen die Sammlungen des Museums an die

Gründung des Reichspostmuseums durch Heinrich von Stephan

im Jahre 1872 an. Daher spiegeln sie die Sammlungsgeschichte

der Vorgängerinstitutionen wider, wobei die zahlreichen auf-

gelösten regionalen Museen und Sammlungen in Stuttgart, Hannover

oder Münster in die heutigen Beständen eingeflossenen

sind. Und so war es auch der Bereich Mediengeschichte mit den

alten Rundfunk- und Fernsehapparaten, die Sende- und Studiotechnik,

aber auch der Bereich Mediennutzung und Medienrezeption,

Internet und Neue Medien, welcher immer wieder das

Gespräch prägte.

Herr Fetz, wie kommt man ins Filmbusiness

Oh, ich habe nicht den direkten Weg in dieses Business eingeschlagen.

Nach einer gewerblich-technischen Ausbildung an einer

Fachoberschule im Bereich Maschinenbau – daher kommt

auch meine Affinität zu diesem Thema – und danach habe ich Politik,

Soziologie und Ethnologie in Mainz studiert. Zum Fernsehen

kam ich durch Zufall. Nach einer Hospitanz bei 3sat eröffnete

sich die Möglichkeit, das Fernsehbusiness von der Pike auf

zu lernen und so war ich unter anderem bei der Wiso-Redaktion

und verantwortlicher Redakteur für die Techniksendung Hitec

und habe auch an der Entwicklung des Wissenschaftsmagazins

Nano mitgearbeitet.

In dieser Zeit reifte bei mir auch die Idee, eine Internetplattform

zu schaffen, auf welcher Fernsehjournalisten Firmenfootage recherchieren

können. So etwas gab es bis dato noch nicht. Üblicherweise

musste ein Journalist für einen Filmbeitrag mühsam

bei allen relevanten Unternehmen anfragen. Und so haben wir

2001 die Filmplattform gegründet. Neben der Internetplattform

haben wir aber auch angefangen Filme zu produzieren und diese

den Sendern anzubieten.


16 IEE • 5-2011


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Gipfelgespräch

Museum für Kommunikation im Detail

Die Welt der Kommunikation

Das Museum für Kommunikation in Frankfurt setzt Kommunikation kunstvoll in Szene: Im mehrfach

preisgekrönten Museumsbau am Schaumainkai erhält das Publikum einen umfassenden Einblick in

die Geschichte der Kommunikation. Als Besonderheiten gelten die Abteilung Kunst und Kommunikation

und das lebendige Angebot der Kinderwerkstatt. In der Dauerausstellung 'Medien erzählen Geschichte(n)'

kann der Besucher auf 2 500 m 2 die Entwicklung der Kommunikation erleben. Der Ursprung

des Museums liegt in der Auslagerung der Sammlung des Berliner Reichspostmuseums während

des Zweiten Weltkriegs: 1945 wurden Teilbestände durch amerikanische Soldaten nach Hessen

überführt, wo sie den Grundstock für das Museum bildeten. Untergebracht in einer Gründerzeitvilla,

gehörte es zu den ersten Museen am Frankfurter Schaumainkai – dem späteren Museumsufer.

IEE • 5-2011 17


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Gipfelgespräch

Gipfelgespräch mit Eberhard Fetz, Geschäftsführer der Filmplattform

„Wenn ein Bild

schon mehr als

tausend Worte

sagen soll, was

sagt den ein Film

mit 24 Bildern pro

Sekunde erst aus.

Welches Genre von Filmproduktionen haben Sie denn damals adressiert,

waren das ausschließlich Image- und Businessfilme

Unser Schwerpunkt ist Wissenschaft und Technik. Wir arbeiten

für die Fraunhofer Gesellschaft, für das VDI Technologie Zentrum

und für verschiedene Einrichtungen in diesem Bereich. Unser

Ansatz war es, zu sagen: „Wissenschaft

und Technik spielen in den Medien,

gemessen an der Bedeutung welche

sie für Deutschland haben, eine viel

zu untergeordnete Rolle“. Wir brauchen

mehr Technik und Wissenschaft

im Fernsehen, gerade auch in der heutigen

Situation, wo alle bedauern, dass zu

wenig Jugendliche sich für Technik begeistern

und es an Nachwuchs mangelt.

Das Leitmedium ist nunmal das Fernsehen.

Natürlich machen wir auch für Unternehmen Filme. Aber es sollten

schon Innovationen im Mittelpunkt stehen. Ein guter Film

sollte emotionalisieren, Gefühle ansprechen und gleichzeitig

wichtige Informationen vermitteln. Und somit einen positiven

Eindruck vom Unternehmen hinterlassen.

Ich kann mir aber vorstellen, dass die Unternehmen ihre Neuigkeiten

zwar gerne zeigen möchten, aber beim Medium Film habe ich doch die

Möglichkeit technische Neuigkeiten detaillierter zu zeigen. Und das

möchte man doch aus Wettbewerbsgründen siche auch wieder nicht

Ich würde sagen, die großen Innovationen sind doch eher Softwarebasierend,

oder es sind Details, die nicht so augenfällig sind.

Damit möchte ich sagen, das, was wir drehen und zeigen, bewegt

sich dann doch eher an der Oberfläche. Und wir drehen ja im

Kundenauftrag, das heißt, wir nehmen nichts auf, was das Unternehmen

nicht zeigen möchte oder dessen Marktposition beeinträchtigen

könnte.

Was unterscheidet den Technischen Dokumentarfilm, also das dokumentieren

von Technik, von den Filmen, die in Ihrem Hause produziert

werden

Der Anspruch, den wir haben und auch weitgehend umsetzen,

ist, dass wir Themen, die eine breite Öffentlichkeit interssieren

könnten, auch so umsetzen, dass man es nachvollziehen kann.

Ähnlich wie Sie Ihre Arbeit als Fachjournalist. Sie sind ja auch eine

Art Übersetzer. Wir drehen also journalistische Filme, das

heißt, redaktionell gestaltete Beiträge, die sich an einem Magazinbeitrag

orientieren, also journalistisch sauber recherchiert

und aufbereitet sind. Es ist nicht das sachlich, kalte Dokumentieren

von technischen Features. Wir versuchen die Technik auch in

gesellschaftliche Themen einzubinden. Was wir den Sendern anbieten

sollte auch eine gesellschaftliche Relevanz haben.

Es gibt wenige Firmen, die es mit ihren technischen Themen in eine

Fernsehsendung schaffen. Woran liegt das

Das hat wiederum etwas mit den Produkten zu tun. Unternehmen

die Konsumerprodukte herstellen haben es natürlich leichter,

andere fertigen Produkte, die ihre Wirkung oder ihre Anwendung

Einfluss auf das gesellschaftliche Leben nehmen.

Können Sie uns einen Rat geben, wie Unternehmen

die sich mit dem Medium Film auseinandersetzen,

vorgehen sollen

Also es hat in erster Linie immer etwas

mit Geld zu tun. Damit meine ich, dass

die Firma für den Anspruch, den sie an

den Business-Film hat, die richtige Größe

haben muss. Für kleine Firmen bietet

sich eventuell dann ein Produktfilm an.

Gerade für das Internet ist dies sinnvoll,

„Fachverlage sollten

auch Filmmagazine

anbieten, weil das

eine zusätzliche

Darstellung der

technischen Inhalte

ermöglicht.

denn der Trend geht zum Bewegtbild. Auch ein Produktfilm ist

schon für das Marketing sinnvoll. Je größer dann ein Unternehmen

ist, ich sage mal eine Aktiengesellschaft, so ist es sicher gut

beraten, Footage von ihrer Produktion, Produktentwicklung und

weiteres anzufertigen. Footage ist schneidbares Filmmaterial für

Fernsehjournalisten.

Wie oft greifen Fernsehjournalisten, nach Ihren Erfahrungen, auf Material

der Filmplattform zurück

Das ist zum einen themenabhängig, zum anderen auch von der

Aktualität. Aber wir haben schon einen regen Betrieb auf unserer

Plattform. Besonders sind das natütlich auch kleinere Sender

oder Produktionen, die nicht soviel Geld haben, um sich viele

Filmteams zu leisten. Uns geht es auch darum, die Unabhängigkeit

der Fernsehredaktion zu berücksichtigen. Also wenn ein redaktionell

gestalteter Beitrag von uns downgeloaded wird, dann

wird dieser nicht 1:1 übernommen. Sondern die Kollegen klammern

sich das heraus, was sie gebrauchen können.

Passt das überhaupt, Film und Technikjournalismus

Genau darum geht es uns ja. Wir wollen immer wieder Formen

finden, wie man Technik darstellt beziehungsweise spannend

18 IEE • 5-2011


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Gipfelgespräch

darstellen kann. Das ist eine Herausforderung, vor der wir jedes

Mal stehen.

Was benötige ich um einen guten Film über Technik machen zu können

Wie gesagt, am interessantesten sind die Geschichten, die auch

das Leben der Meschen betreffen oder positiv verändern. Dann

ergeben sich nachhaltige Bilder. Business-, Technik oder Imagefilme

sollten in ein Marketingkonzept eingebunden sein, damit sie

auch gesamtheitlich wirken. Das hat auch manchmal damit zu

tun, dass in den Presse- und Marketingabteilungen nicht die Leute

sitzen, die schon mal mit Film zu tun hatten. Die meisten kommen

aus dem Printbereich. Als gutes Beispiel kann man Festo

nennen, die ein ganzheitliches Konzept haben.

Manche Firmen beschäftigen sich mit dem Gedanken eine Art Firmen-

TV einzuführen. Wie denken Sie darüber

Firmen-TV ist ein Teil der Unternehmenskommunikation und

macht gerade bei großen Konzernen Sinn. Es muss aber auch mit

den entsprechenden Themen bestückt sein.

Gehört es zu einer guten Presseabteilung, dass sie neben den herkömmlichen

Pressemittelungen und Bildern auch Footage bereitstellt

Na gut, soweit möchte ich jetzt nicht gehen. Aber es funktioniert

heute viel mehr mit Bewegtbild. Sicher gibt es gute Bilder, aber

ein Film packt eben doch mehr, auch den Journalisten, der über

ein Unternehmen berichten soll. Wenn ein Bild schon mehr als

tausend Worte sagen soll, was sagt denn ein Film dann aus. Eine

Filmsekunde besteht aus 24 Bildern.

Film, Fernsehen und Video haben die Kommunikation verändert. Wir

sind hier im Kommunikationsmuseum und sehen hautnah, wie sich

das verändert hat. Inwieweit wird das Internet und insbesondere der

sogenannte Webcast weitere Veränderungen bewirken

Das Internet verändert die Kommunikation schon allein dadurch,

dass es die Sehgewohnheiten verändert. Es gibt ja schon

heute viele Leute die sich ihr Programm im Internet zusammenstellen.

Aber auch die Anspüche an die Qualität der Filme, ich

meine jetzt die Bildqualität, wird sich ändern. Handyfilme sstehen

nicht gerade für Qualittät. Wie dies sich am Ende auswirkt,

kann ich aber nicht absehen. Aber der Platz wo vermehrt Film gezeigt

wird, der wird sich auf jeden Fall in Richtung Internet verlagern.

Sollten Fachverlage, die heute Crossmedial arbeiten, also Print und Internet

anbieten, auch Footage anbieten

Das macht auf jeden Fall Sinn, weil es eine zusätzliche, ja abrundende

Darstellung der technischen Inhalte ist. Ich kann im Film

andere Inhalte vermitteln als im Text. Je komplexer die Dinge,

umso eher eignet sich auch der Einsatz von Filmen. Da sollten

sich Fachverlage mal ihre Gedanken machen.

Wäre eine 'Sendung mit der Maus' auf einem hohen Level sinnvoll

Ja, davon träumen alle. Wenn wir in Gesprächen mit den Unternehmen

sind, kommt die Idee immer wieder auf. Leider hat es

einfach noch keiner gemacht.

Zwei Zitat zum Abschluss. „Guter Technikjournalismus ist ein kostbares

Gut“, sagte Prof. Milberg von der Acatech. Wie sehen Sie das

Absolut, gute Technikjournalisten können im Zweifel auch gegen

den Strom, ich meine den Mainstream, anschwimmen, wenn

sie Technikthemen interessant und spannend darstellen.

„Der Glaube es gäbe nur eine Wirklichkeit, ist die gefährlichste Selbsttäuschung.“

Das ist unbestritten so. Natürlich muss man skeptisch sein wenn

man Fernsehen schaut. Das gilt auch heute für Fotos. Solche Dinge

werden immer von Menschen hergestellt und Menschen haben

immer ihre eigene Vorstellung von den Dingen. Da schadet

die Bereitschaft, sich Dinge kritisch anzusehen, auf keinen Fall.

Film, insbesonder Business- Image und Techikfilme, sind Ihr tägliches

Busniss. Möchten sie nicht gerne einmal einen Spielfilm à la Hollywood

machen

Nein, überhaupt nicht. Den Ehrgeiz hatte ich nie. Das ist nicht

meine Welt und da gibt es Andere, die können das besser.

infoDIRECT

www.all-electronics.de

Link zum Interviewpartner

Link zum Kommunikationsmuseum


Das Interview führte Harald Wollstadt,

Chefredakteur IEE

771iee0511

IEE • 5-2011 19


MÄRKTE + UNTERNEHMEN Aktuell

Bildquelle: AMA Fachverband

Sensor- und Messtechnik erwartet Rekordjahr

Steigender Umsatz und

mehr Investitionen

Das Ergebnis der Umfrage zeigt eine überwiegend positive Stimmung

in der Sensor- und Messtechnik, vor allem beim Umsatz.

Die Januarumfrage des AMA Fachverbands

für Sensorik lässt auf ein

Rekordjahr in der Sensor- und

Messtechnik schließen. Der AMA

Verband befragte im Januar rund

460 Mitglieder zur wirtschaftlichen

Entwicklung. Rund 90 % rechnen

mit weiteren Umsatzsteigerungen

im laufenden Jahr. Hochgerechnet

auf die Branche ergäben sich 13 %

Umsatzsteigerung. Damit nähme

die Branche ziemlich genau die

Entwicklung der Vorkrisenjahre

wieder auf. Nach Berechnungen

des Verbands liegt der Umsatz der

rund 2 300 Unternehmen der mittelständisch

geprägten Branche im

deutschsprachigen Raum bei etwa

35 Milliarden Euro pro Jahr. Hatte

die Branche in den Jahren

2009/2010 zurückhaltend investiert,

zeigt sie sich durch die positive

Umsatzentwicklung ermutigt

und plant für 2011 wieder signifikante

Investitionen.

infoDIRECT

927iee0511

Erweiterungen rund um EDDL

Standards und

Bedienerfreundlichkeit

Millionen Feldgeräte, wie Stellungsregler,

Radar-Füllstandsmessgeräte

oder Bus-Diagnosemodule,

arbeiten mithilfe von EDDL

(Electronic Device Description

Language) zusammen, auch wenn

sie von verschiedenen Herstellern

stammen. Die neuesten Erweiterungen

der EDDL-Technologie ist

jetzt in die zweite Ausgabe der internationalen

Norm IEC 61804-3

aufgenommen worden. Zu den

Neuerungen der EDDL-Erweiterung

zählt die Möglichkeit zur Offline-

Konfiguration mit vom Hersteller

empfohlenen Standardparameterwerten,

um die Inbetriebnahme von

Geräten zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Texte, beispielsweise

von Diagnosemeldungen, können

ab sofort in verschiedenen Sprachen

angezeigt werden – auch

Japanisch und Chinesisch. Gerätediagnose-

und Setup-Informationen

lassen sich auf einen Blick

übersichtlich darstellen, was Inbetriebnahme

und Wartung entsprechend

vereinfacht. Geräteinterne

Mechanismen verhindern, dass angezeigte

Übersichten oder Konfigurationsassistenten

mit irrelevanten

Informationen überladen werden.

Eine weitere wesentliche Neuerung

betrifft die Abbildungen: Erläuterungen

in den Grafiken werden jetzt

jeweils entsprechend der ausgewählten

Sprache angezeigt, was

die korrekte Interpretation von Diagnose-

und Setup-Informationen

durch das Bedienpersonal vereinfacht.

EDDL bleibt weiterhin eine

komprimierte Textdatei, sodass der

Vorteil der Unabhängigkeit vom jeweiligen

Betriebssystem erhalten

bleibt. Die Weiterentwicklung der

EDDL ist ein wichtiger Schritt in

Richtung des FDI-Projektes dar,

denn die EDDL wird integraler Bestandteil

der FDI-Technologie sein.

infoDIRECT

920iee0511

Autodesk beschließt Übernahme von Blue Ridge Numerics

Mehr Simulation

Simulation ist ein

wichtiger Wachstumsbereich

für

Autodesk.

58 % mehr Umsatz bei Allied Vision Technologies

Die Bildverarbeitung boomt

Der Hersteller von Digitalkameras

für die industrielle und wissenschaftliche

Bildverarbeitung Allied

Vision Technologies (AVT) erwirtschaftete

auf einem boomenden

Markt 43,4 Millionen Euro, knapp

58 % mehr als im Vorjahr. Maßgeblich

am Erfolg beteiligt sei jedoch

nicht nur das Marktwachstum, sondern

auch neue Produkte. So führte

das Unternehmen 2010 zwei neue

Kamerafamilien auf dem Markt ein.

Der Erfolg beider Modelle wirkte

sich positiv auf den Umsatz aus.

Beide neuen Kameraserien setzen

auf das neue GigE Vision Interface.

Zwischen 2009 und 2010 hat sich

der Umsatz des Kameraherstellers

mit GigE-Vision-Kameras mehr als

verdoppelt. Aber auch das Geschäft

mit Firewire-Kameras verzeichnete

ein Umsatzplus von 30 %.Ein weiterer

Grund für das hohe Umsatzwachstum

ist das Erschließen neuer

Märkte. AVT profitierte unter

anderem von der boomenden Konjunktur

in Asien. Weiterer Wachstumstreiber

war das Erschließen

neuer, nicht-industrieller Anwendungsgebiete

für digitale Bildverarbeitung.

infoDIRECT

900iee0511

Bildquelle: Autodesk

Autodesk, Anbieter von 3D-

Design-, Planungs- und Entertainmentsoftware,

hat die Übernahme

von Blue Ridge Numerics, einem

Anbieter von Simulationssoftware,

bekannt gegeben. Der Übernahmepreis

liegt bei rund 39 Millionen US-

Dollar. Die CFdesign-Technologie

von Blue Ridge Numerics stellt für

Autodesk eine Ergänzung seines

Portfolios an Simulationssoftware

für die Fertigungsindustrie dar. Dieses

umfasst derzeit die Produkte

Autodesk Inventor, Autodesk Algor

Simulation und Autodesk Moldflow.

Mit der CFdesign-Technologie erweitert

das Unternehmen seine Lösung

für die digitale Erstellung von

Prototypen und bietet eine Reihe

von CFD-Berechnungsfunktionen

(Computational Fluid Dynamics),

welche die Simulation und Berechnung

von Gas- oder Flüssigkeitsströmung

und Wärmeübertragung

am Computer ermöglichen. Dies

hilft, teure physische Prototypen zu

vermeiden.

infoDIRECT

913iee0511

20 IEE • 5-2011


E20001-F1990-P272

Wie optimiert das Zusammenspiel

meine Performance

Die SIMATIC S7-1200 Steuerung ist das Kernstück des Siemens

Angebots für einfache, hochpräzise Automatisierungslösungen.

SIMATIC S7-1200, die modulare kompakte Steuerung, ist perfekt auf eine ganze Bandbreite an Applikationen ausgerichtet.

Durch die integrierte PROFINET Schnittstelle für problemlose Kommunikation zwischen der Steuerung, SIMATIC HMI Basic

Panels und der neuen überzeugenden SIMATIC STEP 7 Basic Engineering-Software erreichen Sie einen beispiellosen Effizienzgrad

bei einfachen, aber hochpräzisen Automatisierungsaufgaben. Und ganz neu – PROFINET IO Controller-Funktionalität,

PROFIBUS und Fernwirken erweitern entscheidend das Spektrum der Möglichkeiten im Bereich kompakter Automatisierung

mit SIMATIC S7-1200. www.siemens.de/simatic-s7-1200

Answers for industry.


TECHNIK Leitebene

Bildquelle: Eplan

Bildquelle: Autodesk

Bildquelle: ISD Group

[4]

[1] [2] [3]

22 IEE • 5-2011

Sechs Fragen zum PLM/CAx-Markt

Daten durchgängig

bereitstellen

Die IEE hat verschiedene PLM/CAx-Anbieter nach ihrer Sicht der IT-Welt im Jahr 2011

gefragt. Heraus kam ein differenziertes Bild mit unterschiedlichen Sichtweisen und

Schwerpunkten. Die spannendsten Antworten haben wir für Sie zusammengefasst.

Wie erleben Sie, als Anbieter von IT-Tools im Umfeld des Produkt- den und den heutigen internationalen Regulatorien gar keine andere

Vorgehensweise mehr erlaubt. Transparenz, Nachverfolg-

Lebenszyklus-Management (PLM), die Entwicklung von PLM-Strategien

bei Ihren Kunden

barkeit, Verwendungsnachweise, Konformität, digitale Freigabeprozesse,

Produktkomplexität und vieles mehr ist im Unterneh-

Roger Scholtes, Eplan: Wir stellen fest, dass unsere Kunden ihre Prozesse

der Produktentstehung durchgängiger gestalten wollen, um men in der notwendigen Tiefe nur noch

wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig ist auch die Kopplung über einen PLM-Ansatz realisierbar und „Heutzutage muss

zur kaufmännischen Welt – Stichwort ERP – im Fokus.

nachvollziehbar. Ein besonderes Thema

man sich mit PLM

Wolfgang Lynen, Autodesk: Große Unternehmen, speziell in der Automobil-

ist die steigende Komplexität durch Pro-

auseinandersetzen,

und Zulieferindustrie, verfolgen schon lange eine PLM- duktvarianten. Historisch vorhandene

da der Druck keine

andere Vorgehensweise

mehr erlaubt.

Strategie. Jetzt steht das Thema auch bei kleineren Unternehmen Unternehmenssteuerungssysteme verfügen

kaum über Anreize einen Mit-

verstärkt auf der Tagesordnung; das zeigt sich auch in wachsendem

Interesse und zunehmender Nachfrage nach unseren Digital-Prototyping-Lösungen

und nach unserer Datenmanagement/ tät zu motivieren. Im Produktvertrieb

arbeiter zur Vermeidung von Komplexi-

Wolfgang Heinrichs,

Zuken

PDM-Lösung. PDM ist für kleinere Unternehmen der Einstieg in

eine PLM-Lösung. Diese Unternehmen können sich allerdings

keine aufwendigen PLM-Implementierungen leisten, die sich

über Jahre hinziehen, sondern sie benötigen skalierbare Lösungen,

bei denen bereits die ersten Ausbaustufen messbare Zeitund

Kostenvorteile bringen.

Arnd Paulfeuerborn, ISD: Der Trend geht eindeutig in Richtung Zusammenführung

aller im Unternehmen am Prozess beteiligten

IT-Systeme, wie PDM, ERP und CRM. Die bisher vorhandene

Abgrenzung der einzelnen Systeme wird zunehmend in Frage gestellt.

Der Anwender will idealerweise in einem auf ihn zugeschnittenem

System seine Daten eingeben und recherchieren, unabhängig

davon in welchen System oder Datentöpfen die Informationen

letztlich physikalisch landen.

Wolfgang Heinrichs, Zuken: Heutzutage ist man mehr oder minder gezwungen

sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, da der

etwa sind die Mitarbeiter ausschließlich

an jeder Verkaufseinheit interessiert. In der Folge steigt die Variantenzahl,

weil möglichst alle Kundenwünsche erfüllt werden

sollen. Im Einkauf wiederum werden die Mitarbeiter an Materialkosten-Senkung,

Globalisierung und Beschaffungssicherheit

gemessen. Besonders stark wirken sich fehlende Anreize zur

Komplexitätsvermeidung im Bereich der Produktentwicklung

aus, wo die Entwicklungsleistung an den Herstellkosten, der

Funktion und dem Termin gemessen wird.

Weil nun diese verschiedenen Komplexitätstreiber auch noch in

unterschiedlicher Stärke auf alle Unternehmensbereiche wirken,

ist der Komplexität mit punktuellen Maßnahmen definitiv nicht

beizukommen. Erst ein durchgängiges Konzept zur Vermeidung

von Komplexität kann zum Erfolg führen. Um den Kreis von der

steigenden Komplexität wieder zum Thema PLM zu schließen

kann aufgezeigt werden, dass die Einführung von PLM im Unternehmen,

Druck aus dem eigenen Marktsegment, von seinem eigenen Kun-

durch die Transparenz und Nachverfolgbarkeit, ➜

Bildquelle: Zuken


TECHNIK Leitebene

Bildquelle: Siemens

[5]

[1] Roger Scholtes ist Leiter M-Solutions bei Eplan Software & Service in Monheim am Rhein.

[2] Wolfgang Lynen ist als Manufacturing Manager, EMEA Marketing Campaign, bei Autodesk tätig.

[3] Arnd Paulfeuerborn leitet die PDM Solutions bei der ISD Group in Dortmund.

[4] Wolfgang Heinrichs ist Direktor für das E-PLM Business Europe & Americas bei Zuken in Hallbergmoos.

[5] Jürgen Hasselbeck ist Vice President Marketing D/A/CH bei Siemens Industry Software in Köln.

Bildquelle: corepics by Fotolia.com

Der Trend geht eindeutig in Richtung

Zusammenführung aller im

Unternehmen am Prozess beteiligten

IT-Systeme.

IEE • 5-2011 23


TECHNIK Leitebene

Sechs Fragen zum IPC-Markt

signifikant dazu beitragen kann, dieses Thema zu lösen.

Jürgen Hasselbeck, Siemens: Ich denke es ist eher eine Diskussion der

Kundengröße und der Branchen, denn es hängt sehr stark davon

ab, welche Durchdringung die Systeme haben. Der Trend wird

dahin gehen, dass gerade KMUs und Mittelständler zu mindestens

über eine PDM-Strategie nachdenken. Während bei Großunternehmen

die Diskussion dahin geht, die Menge der Daten aller

Unternehmenbereiche, also auch die des Marketings, des Vertriebs,

die der global verteilten Produktionsstandorte, aber auch

die der Zulieferer in den Gesamtprozess zu integrieren. Aber

grundsätzlich unterscheiden sich die Schwerpunkte bei den

PLM-Strategien sich nicht von denen vor drei oder vier Jahren.

Einige Strategien gehen dahin, dass man komplett neue Geschäftsfelder

mit einbezieht, wie zum Beispiel der immer größer

werdende Anteil an mechatronischen Systemen, die neue Anforderungen

an die IT-Landschaft stellen. Simulation in den unterschiedlichsten

Ausprägungen sind ebenso ein großes Thema,

denn es gibt erste Ansätze, diese im Produktionsumfeld zu nutzen.

PLM, das immer noch häufig mit Produkt-Datenmanagement (PDM)

verwechselt wird, hat die Industrie heute auf der technischen Seite in

ähnlichem Ausmaß verändert, wie in den vergangenen 20 Jahren die

Einführung kaufmännischer Systeme. Was erwarten Sie für die nächsten

zehn Jahre an IT-Evolutionen

Roger Scholtes, Eplan: Aus unserer Sicht ist das Thema PLM zwar in

Großunternehmen weitestgehend umgesetzt, aber im Mittelstand

weiterhin aktuell. Für beide gilt: PLM ist die Basis für neue

Methoden im Produktentstehungsprozess. Von Standardisierung,

Automatisierung über Variantenmanagement bis hin zum

funktionalen Engineering sind hier Potenziale erkennbar.

Wolfgang Lynen, Autodesk: Es ist schwierig in diesen Zeiten eine

Zehn-Jahres-Prognose abzugeben. Wir konzentrieren uns darauf,

unseren Kunden zu helfen, die vorhandenen Technologien

umzusetzen; da gibt es noch viel zu tun. Ein wichtiger Zukunfts-

Trend ist sicher das Thema 'Cloud Computing'. Cloud ermöglicht

Zugriff auf Daten und deren Bearbeitung, egal wo man sich

gerade befindet. Ein zweites Beispiel für die Vorteile von 'Cloud

Computing' sind Simulationen oder FEM-Analysen. Konstrukteure

möchten möglichst viele Varianten durchspielen und hier

bietet die Cloud Vorteile, weil man dort zahlreiche Varianten parallel

und gleichzeitig berechnen kann. Für Subscriptions-Kunden,

die unsere neuen Suiten verwenden, sind verschiedenene

Web-Services in der Zukunft geplant.

Arnd Paulfeuerborn, ISD: Der Zugriff auf die Produktdaten und die

begleitenden Informationen wird transparenter und entfernt sich

von den zugrunde liegenden Applikationen. Heute schon erhält

der Anwender Datenzugriff über portable Geräte wie etwa

Smartphones und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.

Das Produktdaten-Browsing wird gestützt durch die realitätsnahe

3D-Darstellung, in der der Anwender durch alle Informationen

einfach durchblättern kann. Das dahinter liegende PLM-System,

beziehungsweise die kombinierten Einzelsysteme, erscheinen

dem Anwender wie ein Portal oder eine Wolke (Stichwort:

„Wenn wir das Internet

in seiner Definition

als Netzwerk

sehen, dann spielt

es eine immer größere

Rolle.

Jürgen Hasselbeck,

Siemens

Cloud Computing), die die Anfrage losgelöst von der Datenherkunft

beantwortet.

Wolfgang Heinrichs, Zuken: Ich weiß nicht, ob es richtig ist, von IT-

Evolution zu sprechen oder lediglich von der Weiterentwicklung

oder Optimierung vorhandener Lösungen.

Derzeit kursiert in der IT das

Schlagwort Cloud. Es wird mittlerweile

für alle Belange benutzt und wird sich

daher ebenso schnell abnutzen. Schauen

wir lieber auf das, was unsere Kunden

heute benötigen, um die Komplexität

der sich immer wieder ändernden Unternehmensorganisationen

und -strukturen

sowie die permanenten Anpassungen

an Unternehmensprozesse, Design Tools und Infrastrukturen

zu bewältigen. Hier stellen wir fest, dass die am Markt schon verfügbaren

IT-Lösungen und Ansätze bis heute nicht in aller Gänze

beim Kunden zum Einsatz kommen können.

Eine Evolution sehen wir in der Autorentoolwelt als dringend

notwendig an, denn hier liegen die Potenziale in der Verkürzung

der Entwicklungsschritte über den etablierten System-Design-

Ansatz und weiterhin der Entwicklung des elektrischen beziehungsweise

elektronischen Produktes direkt an der Geometrie

des zu entwickelnden Endproduktes – 3D-Verkabelung und

3D-Leiterplattenentflechtung. Somit sehen wir eher die Aufgabe

darin, innerhalb der nächsten zehn Jahre den Kunden zu helfen,

die zur Verfügung stehenden IT-Lösungen zu implementieren, integrieren,

etablieren und die Evolutionen im Bereich der 'mechatronischen

3D' E-CAD-Entwicklung aufzubauen.

Jürgen Hasselbeck, Siemens: Ich tue mich da etwas schwer, einen zeitlich

so weiten Ausblick zu geben. Wir sind ja in einer Branche, die

sich sehr schnell dreht, und damit meine ich, dass wir nicht wie

ein Maschinenbauer lange Produktlebenszyklen haben. Was

man aber vielleicht sagen kann ist, dass die Unternehmen ihre

PLM-Strategien langfristig anlegen müssen und die IT-Anbieter

mit dem Blick auf die Datenkonsistenz neue Evolutionen, also

Weiterentwicklungen und Optimierungen ihrer Lösungen bringen

werden.

Die weltweit verteilte Entwicklung und Fertigung industrieller Produkte,

Maschinen und Anlagen zwingt die Industrie dazu, ihre Prozesse

und die Abstimmung aller Beteiligten mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Nur mit einer effektiven, möglichst perfekten Abarbeitung von

Einzelaufgaben ist es nicht mehr getan. Was raten sie den Unternehmen

Roger Scholtes, Eplan: Wenn wir Unternehmen beraten, betrachten

wir immer den Gesamtprozess – und zwar von der Produktidee

bis in die Fertigung. Dabei sind die zu hebenden Potenziale einer

interdisziplinären Durchgängigkeit weit höher als die optimierter

Einzelprozesse.

Wolfgang Lynen, Autodesk: Ein Teilaspekt der Abstimmung ist der

Austausch von Produktdaten. Obwohl die globale Zusammenarbeit

stark zugenommen hat, verwenden viele Unternehmen

nach wie vor traditionelle Verfahren wie Zeichnungen für die

24 IEE • 5-2011


TECHNIK Leitebene

Kommunikation in der technischen Entwicklung. Neue Verfahren

wie die 'direkte Modellierung' bieten hier eine Lösung, denn

sie gestatten den Austausch und die Bearbeitung von 3D-Modellen

ohne Rücksicht auf das erzeugende System. Ein weiterer Teilaspekt

ist die Datenverwaltung. Hier raten wir den Unternehmen,

skalierbare Lösungen einzusetzen. Man beginnt mit einer

Lösung für das Konstruktions-Team, erweitert das mit eventuell

vorhandenen weiteren Standorten, und bezieht dann wichtige

Zulieferer mit ein.

Arnd Paulfeuerborn, ISD: Komplexe Prozesse

einfach und überschaubar

darstellen zu wollen, ist immer das

oberste Ziel einer Optimierung. Dafür

muss ich den Fokus verändern,

je weiter ich mich vom Detail entferne.

Um dies zu erreichen, hilft es

den Gesamtprozess in kleinere Teilprozesse

zu untergliedern, die parallel

ablaufen. Somit können wie

bei einer Pyramide die Informationen

verdichtet werden, ohne die Relevanz

der Information zu verlieren.

Damit kann ich von oben auf den

Gesamtprozess schauen, um den

Überblick zu erhalten, sehe aber

auch auf Basis von Kenngrößen

oder Merkern, an welchen Stellen

Probleme aufgetreten sind. Generell

gilt es dabei, sich vom Groben zum

Feinen zu bewegen.

Wolfgang Heinrichs, Zuken: Wir versuchen

dem Kunden dabei zu helfen,

den Einstieg in den Systemdesignansatz

so leicht wie eben möglich

zu gestalten. Dies bedeutet einen

Produktentstehungsprozess zu

unterstützen, der zum einen die verschiedenen

disziplinspezifischen

Aspekte berücksichtigt und zum anderen

die notwendigen disziplinübergreifenden

Prozessschritte so

einfach gestaltet, dass keine direkte

organisatorische Änderung beim

Kunden notwendig ist. Dies ist nur

machbar wenn die Autorentool-Lösungen

prozessorientiert aufgestellt

sind und nahtlos in einander übergehen

und integriert sind.

Jürgen Hasselbeck, Siemens: Aus der IT-

Sicht heraus, kann ich nur raten, auf

Systeme zu setzen, die skalierbar

sind, eine hohe Flexibilität, eine stabile

Architektur und eine größtmögliche

Offenheit bieten. Gerade

die Offenheit ist ein nicht unwesentlicher Punkt für die Zukunft,

denn der Anwender weiß nicht, was noch auf ihn zukommt. Deshalb

benötigen sie eine offene Architektur und ein System, das ihnen

erlaubt neue Tools und Systeme zu integrieren.

In der Folge der Wirtschaftskrise, kommt es in der Automobilindustrie

zu Sparmaßnahmen, Insourcing und Kurzarbeit, was dazu führt, dass

PLM-Investitionen gestreckt oder gestoppt werden. Wie sehen Sie

die Entwicklung


“WSCAD – für uns

die Nummer 1 der

Elektro-CAD-

Lösungen.”

Matthias Schmitz und

Klaus Schumacher, RWE Power AG,

Elektrotechnisches Konstruktionsbüro

Braunkohle-Tagebau Inden

Im Tagebau Inden gewinnt RWE bis ca. 2030

Braunkohle für eine sichere Energieversorgung.

Präzise Planung und exakte Dokumentation der

Elektroinstallationen sind dabei von zentraler Bedeutung.

Easy. Intelligent. Smart.

Dafür nutzt RWE seit Jahren die Software von WSCAD, denn

sie ist intuitiv, äußerst einfach zu bedienen und dank regelmäßiger

sinnvoller Updates immer auf dem neusten Stand.

Und wenn mal eine Frage auftaucht, gibt es sofort per Telefon

oder Internet Antworten – freundlich und kompetent.

RWE setzt auf WSCAD.

WSCAD electronic GmbH

Kreisstr. 28, 85232 Bergkirchen

Telefon 081 31-36 27-0 Fax: -50

info@wscad.com www.wscad.com

Ein Unternehmen der Buhl Data Group

WSCAD – die führende CAD-Software zur Planung & Dokumentation von Elektroautomation und Elektroinstallation

Messen: Intertech (Dornbirn,A) • Elektrotechnik (Dortmund) • SMART Automation (Linz) • Eva (Leipzig) • SPS (Nürnberg)


TECHNIK Leitebene

Sechs Fragen zum IPC-Markt

Wolfgang Lynen, Autodesk: Von der Wirtschaftskrise war ja nahezu

der gesamte Maschinenbau und die Fertigungsindustrie betroffen,

nicht nur die Automobil-Industrie und deren Zulieferer.

Aber was PLM-Investitionen betrifft, so investieren die Unternehmen

jetzt nicht nur in zusätzliche Lizenzen, sondern wir sehen

auch einen qualitativen Wandel: Es wird mehr in PLM und

Digital-Prototyping-Lösungen investiert, ganz konkret in PDM,

in anspruchsvolle Visualisierungs-Software und auch deutlich

mehr in Lösungen für Simulation und Berechnung.

Arnd Paulfeuerborn, ISD: Im Rahmen der Wirtschaftskrise wurden sicherlich

die Investitionen und die Projektumsetzungen stark zurückgefahren,

was den fehlenden finanziellen und genauso den

personellen Mitteln geschuldet war. Dass mit der Beendigung der

Krise so schnell Fahrt aufgenommen werden konnte, lag im Wesentlichen

daran, dass das personelle Know-How erhalten blieb.

Damit zeigt sich, dass Wissenskonservierung langfristig ein wesentlicher

Erfolgsfaktor ist. IT-spezifische Wissenskonservierung

erfolgt zu einem wesentlichen Faktor in PLM-Systemen. Das haben

auch die Unternehmen erkannt und versuchen sich nun auch

auf diesem Feld zu verbessern, was wir als Anbieter deutlich an

der Nachfrage ablesen können.

Jürgen Hasselbeck, Siemens: All diese Maßnahmen wurden im Zuge

der Kriese getroffen, besonders das Incourcing ist hier zu nennen.

Bei den PLM-Investitionen sind die großen Implementierungs-

Projekte meist so weiter gelaufen wie sie geplant waren. Manchmal

sind natürlich auch Projekte überdacht und deshalb auch

erst etwas später angestossen worden. Aber nie wurden Projekte

storniert.

Wie ist die Sättigung des PDM- und des MCAD- und ECAD-Marktes in

den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz

Wolfgang Lynen, Autodesk: Fast jedes Unternehmen im deutschsprachigen

Raum, das Produkte entwickelt, setzt heute ein CAD-System

ein, also könnte man von einem nahezu gesättigten Markt

sprechen. Aber es findet auch eine Marktbereinigung statt: Noch

vor wenigen Jahren gab es deutlich mehr CAD-Anbieter als heute;

global spielen nur noch etwa eine Handvoll Anbieter jeweils

im MCAD- und im ECAD-Markt eine Rolle. Weil einige der alten

CAD-Systeme nicht mehr weiterentwickelt werden oder weil

ihre Zukunft unsicher erscheint, richten manche Unternehmen

ihre CAD- und PLM-Strategie neu aus. Oft nimmt man diese Gelegenheit

zum Anlass, eine längst fällige Umorientierung durchzusetzen,

hin zu einer durchgängig digitalen Produktentwicklung.

Arnd Paulfeuerborn, ISD: Der Sättigungsgrad der einzelnen Märkte ist

sicherlich schwer zu beurteilen. Die einzelnen Systeme sind bei

dem Großteil der Unternehmen bereits im Einsatz. Der Markt für

die Anbieter ergibt sich jedoch aus der Suche der Unternehmen

nach einer optimalen Gesamtlösung, die durchaus den Austausch

einzelner Komponenten einschließt.

Wolfgang Heinrichs, Zuken: Zur Sättigung im PDM und Mechanik-

Markt kann Zuken nicht viel sagen, da wir ausschließlich im Nischensegment

der E-CAD und E-PLM-Lösungen tätig sind. Zum

allgemeinen Thema Marktsättigung kann man jedoch sagen,

dass es heutzutage keinen Kunden mehr auf der 'grünen Wiese'

gibt und somit ein Geschäft in diesem Umfeld immer ein Verdrängungsgeschäft

ist.

Jürgen Hasselbeck, Siemens: Ich denke, dass wir in diesen drei Ländern

in einem Verdrängungswettbewerb stehen. Wir finden heute

kein Unternehmen mehr, Ausnahme vielleicht einzelne Startups,

die über kein PLM/CAx-Systeme verfügen. Die Erweiterung

des Marktes hängt heute davon ab, dass wir neue Disziplinen,

wie die mechatronischen Systeme pushen.

Wie wird sich die Nutzung von Internet Communities für die Zusammenarbeit

in der verteilter Entwicklung und Prozessstandardisierung

auswirken

Roger Scholtes, Eplan: Neue Technologien wie Web-Services, Mobile

Kommunikation und Cloud Computing werden sich auch in

der professionellen Anwendung etablieren und die ortsunabhängige

Zusammenarbeit künftig prägen.

Wolfgang Lynen, Autodesk: Bei der Nutzung des Internets in der Produktentwicklung

sahen wir bisher bei vielen Unternehmen Bedenken

hinsichtlich der Datensicherheit. Aber viele Firmen sehen

auch die Vorteile, die das Internet bietet: etwa die Verfügbarkeit

von Katalogteilen, den Zugriff auf Zeichnungen über mobile Geräte

oder den vereinfachten Datenaustausch mit Partnern und

Zulieferern. Eine mögliche Lösung des Konflikts zwischen Sicherheitsbedürfnis

und Datenaustausch stellen unternehmenseigene

Clouds dar.

Wolfgang Heinrichs, Zuken: Die sozialen Netze sind Instrumente,

welche gerade erst den Einzug in die technische Welt erfahren.

Man muss diese Netze sehr aufmerksam verfolgen und unterstützen.

Es bleibt jedoch abzuwarten, in wie weit die IT Vorschriften

der Unternehmen die Nutzung solcher Internet Communities

und sozialen Netze erlaubt. Damit steht und fällt der Erfolg

der Netze.

Jürgen Hasselbeck, Siemens: Wenn wir das Internet in seiner Definition

als Netzwerk sehen, dann spielt das eine immer größere Rolle.

In dem Moment wo ich meine Servicemitarbeiter zum Beispiel

häufiger vor Ort oder meine Manager auf verteilte Standorten

einsetze, muss ich dieser Mobilität Rechnung tragen. Dies sind

Themen, welche ich mit dem Internet abdecken kann. Cloud

Computing ist ein Thema, welches in aller Munde ist, aber bei

welchem der Sicherheitsaspekt eine wichtige Rolle spielt. Für

Entwicklungsdaten glaube ich, ist es nicht das Richtige. Im privaten

Bereich gehe ich da vielleicht etwas laxer heran, aber nicht

mit Unternehmensdaten.

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Die Gespräche führte Harald Wollstadt,

Chefredakteur IEE

792iee0511

26 IEE • 5-2011


Totally Integrated Automation Portal –

intuitiv, effizient, bewährt

Mit SIMATIC STEP 7 im TIA Portal auf einem neuen Level programmieren

TIA Portal ist das innovative Engineering-Framework zur

intuitiven und effizienten Gestaltung aller Planungs- und

Produktionsprozesse. Es überzeugt durch seine bewährte

Funktionalität und bietet eine einheitliche Engineering-

Umgebung für alle Steuerungs-, Visualisierungs- und

Antriebsaufgaben. Im TIA Portal integriert ist die neu entwickelte

Version des Engineering-Systems SIMATIC STEP 7

für die Projektierung, Programmierung und Diagnose aller

SIMATIC Controller.

Einheitliches Engineering sorgt für Datenkonsistenz

SIMATIC STEP 7 bietet das intuitive Bedienkonzept des

TIA Portals und nutzt dessen gemeinsame Dienste wie Konfiguration,

Kommunikation, Bibliothekskonzepte und Onlinefunktionen.

Das einheitliche Engineering von Controllern,

Bediengeräten und Antrieben im TIA Portal gewährleistet

absolute Datenkonsistenz und schnell zugängliche Projektdaten.

Die zentrale Datenhaltung stellt sicher, dass Änderungen

von Daten in einem Projekt automatisch für alle Geräte

aktualisiert werden und vermeidet so Mehrfach- und Fehlereingaben.

Mehr Qualität, Effizienz und Durchgängigkeit

Mit einer neuen und leistungsfähigen Generation der Programmiereditoren

werden die Qualität, Effizienz und Durchgängigkeit

im gesamten Produktionsprozess optimiert. Zur

Verfügung stehen strukturierter Text, Kontaktplan, Funktionsplan,

Anweisungsliste und Schrittkettenprogrammierung.

Als Teil des TIA Portals eröffnet SIMATIC STEP 7 neue

Perspektiven für höchste Programmierungseffizienz und

Qualität im Engineering.

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TECHNIK Leitebene

Bildquelle: B&R

Panel-Oberflächen

Im Web individuell gestalten

B&R: Mit dem neuen Panel Designer

stellt das Unternehmen ein kostenloses

Online Tool für das kreative

Gestalten von Panel-Oberflächen

bereit. In einfachen Schritten

werden Endanwender bei der

schnellen Umsetzung von Corpora-

te-Design-Vorgaben sowie individuellen

Gestaltungsideen unterstützt.

Intuitiv und mit wenigen

Klicks gelangt der Anwender von

der Standardoberfläche zum individuellen

Panel-Design. So steht von

der Kleinvisualisierung bis hin zum

großformatigen Panel-PC innerhalb

weniger Minuten ein downloadfähiges,

kundenspezifisches Layout

zur Verfügung.

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701iee0511

Leitsystem

Alle Gewerke vereint

len Prozessen fungiert das Leitsystem

als Steuerung und Kontrollsystem,

in das der Bediener per Fernschaltung

eingreifen kann. Jeder

Vorgang wird vom System dokumentiert.

Im Falle einer Störung

wird eine automatische Alarmierung

der zuständigen Personen per

E-Mail und/oder SMS gestartet.

HTC Kral: Vicoweb (Visualisation

and Control via Web) heißt das Intranet-Leitsystem

des Unternehmens.

Das Leitsystem wird in der

Energieoptimierung, dem Contracting

und der Gebäudeautomation

eingesetzt, wenn die Lösung

komplexer Aufgaben und das Zusammenspiel

verschiedener Gewerke

gefordert ist. Das durchgängige

skalierbare Leitsystem ist vom

Einfamilienhaus bis hin zum Großprojekt

einsetzbar. Es beherrscht

unter anderem Heizungs-, Lüftungs-

und Klimaanlagen, Lichtund

Zutrittssysteme. In industrielinfoDIRECT

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700iee0511

PDF-Generator

Engineering im 3D-PDF

Prostep: Mit dem PDF-Generator

3D ist es möglich, dreidimensionale

Modelle aus allen CAD-Systemen

zusammen mit PDM-Metadaten

wie Produktstrukturen, Materialdaten

und Stücklisten aus dem ERP-

System und andere Engineering-

Informationen in ein 3D-PDF einzubinden

und weltweit zu verteilen.

Die Container-Funktion erlaubt es,

die PDFs um native CAD-Daten,

Worddokumente, Bilder oder Videoclips

zu ergänzen. Je nach den

Rechten lassen sich die Inhalte mit

dem Adobe Reader visualisieren,

kopieren, drucken und/oder mit

Anmerkungen versehen. Gleichzeitig

sorgen die 3D-PDFs durch ein

mehrstufiges Sicherheitskonzept

für den Schutz der kommunizierten

Inhalte. Ziel der Kooperation mit

Adobe Systems ist es, die 3D-PDF-

Technik in der Fertigungsindustrie

als ISO-Norm für die 3D-Kommunikation

und -Dokumentation von

Produktdaten zu verankern.

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709iee0511

Bildquelle: HBM

Prozesscontroller

Makros für Eplan-Electric-P8

HBM: Die Prozesscontroller der Serie

MP85A kommen in industriellen

Produktionsanlagen zur Qualitätsüberwachung

zum Einsatz und sind

jetzt mit passenden Eplan-Makros

ausgestattet. Der Kunde kann die

Controller nun nahtlos im Rahmen

der Projektierung seines Automatisierungssystems

integrieren. Artikeldaten,

Zeichnungen und Anschlussbelegungen

sind nach dem

Import der Makros direkt in der

Plattform Electric-P8 abrufbar. Ab

sofort gibt es die Makros zusammen

mit den Prozesscontrollern

kostenlos auf der Dokumentations-

CD. Alternativ stehen sie zum

Download bereit.

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705iee0511

CAD-App

Updates für

leichtere Fernwartung

Autodesk: Die App für AutoCAD WS

für Iphone, Ipad und Ipod-touch hat

einige Updates erfahren, wodurch

Anwender ihre 2D-Daten nun auch

aus Inventor DWG betrachten, bearbeiten

und mit anderen teilen

können. Neben acht Sprachen erleichtern

verbesserte Editing- und

Anzeigewerkzeuge die Bedienung.

Die kostenlose Web-Applikation ermöglicht

es mittels Cloud Computing,

über das Internet oder via mobile

Endgeräte zu kommunizieren.

Inventor-Anwender, die ihre Modelle

als DWG-Dateien veröffent-

lichen, können diese jetzt auf Auto-

CAD WS laden. Zu den Verbesserungen

hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit

gehören die Unterstützung

für DWG-Layouts, ein

neues Copy/Paste-Tool und Markup-Funktionen.

Bisher wurde das

Programm 900 000 Mal heruntergeladen.

Es steht im Apple Itunes-

App-Store und als Download bereit.

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706iee0511

Fachbuch

Methoden der

Produktentwicklung

Oldenbourg Industrieverlag: Autor

Werner Engeln will mit seinem

Buch 'Methoden der Produktentwicklung'

Hilfe leisten: Er befasst

sich mit der systematischen Vorgehensweise

zur Produktentwicklung.

Der Weg zu einem erfolgreichen

Produkt setzt als Basis eine

klare Wettbewerbsstrategie des

Unternehmens voraus, da diese

signifikanten Einfluss auf die Produktentwicklung

hat. Deshalb wird

die Wettbewerbsstrategie in einem

besonderen Kapitel behandelt. Anschließend

wird Schritt für Schritt

die Entwicklung eines Produktes

beginnend bei der Produktdefinition

bis hin zur geeigneten Strukturierung

des Produktes beschrieben.

Da die späteren Herstellkosten

eines Produktes im Wesentlichen

bei der Entwicklung festgelegt werden,

wird auch die zielkostenorientierte

Entwicklung thematisiert.

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708iee0511

28 IEE • 5-2011


TECHNIK Leitebene


Fernwartung

Systemdiagnose via Web

B&R: Mit der neuen Version des System Diagnostics

Managers wurde das Einsatzportfolio um Diagnosefunktionen

erweitert. Da sämtliche Servicefunktionen

für eine Maschine oder Anlage

bereits im System integriert sind, kann der SDM

ohne Programmierung auf jedem PC mittels konventionellern

Web Browser aufgerufen werden.

Neben einem raschen Zugang zum aktuellen Zustand

der Antriebe, wie zur aktuellen Geschwindigkeit,

Position oder Reglerfreigabe, informiert

die Achsfehlerliste über bereits quittierte sowie

aktuell zur Quittierung anstehende Fehler in tabellarischer

Darstellung.


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702iee0511

Bildquelle: B&R


MES

Software-as-a-Service aus

der Cloud leitet die Produktion

wie Kosten für Anschaffung, Implementierung,

Betrieb und Updates. Durch die Zusammenarbeit

kann das Unternehemn flexibel auf jede Nachfrage

reagieren und diese abdecken. Dabei ist die

Zuverlässigkeit auch bei Nutzungsspitzen – die

für produzierende Unternehmen essenziell ist

und durch das MES jederzeit gewährleistet werden

muss – sichergestellt.

Itac: Der Manufacturing-Execution-System-Spezialist

hat eine Partnerschaft mit Fujitsu geschlossen.

Bisher bestand der Kundenstamm

des Unternehmens hauptsächlich aus Betrieben,

die über eine entsprechende IT-Infrastruktur verfügen.

Mit dem Konzept von Fujitsu, dem Einsatz

von Software und Infrastruktur in der Cloud, ist

der MES-Anbieter ab sofort in der Lage, sein System

über internetbasierte Kommunikationsstrecken

auch Kunden zur Verfügung zu stellen, die

nicht über die Ressourcen und technologischen

Voraussetzungen für den Einsatz eines MES verfügen.

Das Software-as-a-Service-Mietmodell

spart auf Kundenseite Aufwand, Know-how soinfoDIRECT

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Praxishilfe

Kennzahlen mit einem

20-Fragen-Selfcheck verbessern

Production Intelligence-Institute: Das Insitut hat

eine Praxishilfe zur Optimierung der Kennzahlen

(KPI) in der Fertigung herausgegeben. Er richtet

sich an Produktions-, Qualitäts- und Prozessverantwortliche

in den Unternehmen. Der kostenlose

Leitfaden betrachtet die relevanten Einflussund

Wirkungsfaktoren der Kennzahlensysteme

und zeigt mit hohem Praxisbezug die zukünftigen

Wege auf. Ein wesentlicher Inhalt der Praxishilfe

besteht in einem Selfcheck, um durch eine

Statusanalyse der Kennzahlenbedingungen für

eine gezielte Leistungsverbesserung den unterinfoDIRECT

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704iee0511

nehmensindividuellen Handlungsbedarf zu ermitteln.

Dieser Selfcheck mit seinen 20 Fragen

zu allen relevanten Aspekten bietet einen vergleichsweise

einfachen und pragmatischen Ansatz,

um die möglichen Problembereiche zu

identifizieren.

716iee0511


TECHNIK Leitebene

Bildquelle: alle Bilder Eplan

Interview mit Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan und Mind8

Termindruck entschärfen

180 Tage ist Maximilian Brandl als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan

und seiner Schwestergesellschaft Mind8 im Amt. Nun zieht er eine erste Bilanz. Unter

dem Stichwort 'Efficient Engineering' stellt der frühere SAP-Manager die Optimierung

von Engineering-Prozessen bis zur integrierten PLM-Lösung ins Zentrum.

„Meine Mission ist

es, unsere Kunden

dabei zu unterstützen,

insgesamt

produktiver

zu werden.

Im Engineering lässt sich ein Trend besonders erkennen, das Thema

PLM treibt sowohl die Unternehmen als auch Anbieter um.

Auch das ‚baukastenorientierte‘, funktional übergreifende Engineering

ist auf dem Vormarsch. Das heißt im Wesentlichen, dass

Maschinen und Anlagen in kleinere Einheiten zerlegt, als mechatronische

parametrierbare Module in einem Baukasten hinterlegt

und dann individuell neu konfiguriert werden. Die Methode

ist besonders für den Sondermaschinenbau und die Einzelfertigung

hochinteressant, da damit insgesamt

ein höherer Grad an Standardisierung

erreicht wird. So liegt es nahe,

dass Brandl die Optimierung von Engineering-Prozessen

bis zur integrierten

PLM-Lösung als vordringlich erachtet.

Im Interview mit der IEE-Redaktion erläutert

er seine Intentionen.

In der Politik gibt es die berühmten ersten

100 Tage. Sie führen seit September 2010 nun die Geschäfte von Eplan

und Mind8. Wie waren Ihre ersten 180 Tage

Bringt man es auf einen Nenner, so würde ich sagen: hoch interessant,

extrem vielversprechend und arbeitsreich. Die ersten

sechs Monate sind im Eiltempo verflogen; ich habe mich im Unternehmen

gut eingelebt und fühle mich sehr wohl in meiner neuen

Rolle. Auch das Geschäft rund um effiziente Engineering-Lösungen

gestaltet sich extrem spannend.

Eines Ihrer Ziele war die Steigerung der Effizienz im Engineering-Prozess.

Was ist konkret Ihre Mission

Meine Mission ist es, unsere Kunden dabei zu unterstützen, insgesamt

produktiver zu werden. In Zeiten voller Auftragsbücher

gilt es, den Termindruck in der Produktentstehung zu entschärfen.

Mit dem Eplan-Engineering-Center treiben wir durch einen

Methodenwechsel die Standardisierung und Automatisierung

gewaltig voran. Zudem steht auch die Entwicklung weiterer

Schnittstellen in Richtung ERP- und PLM auf meiner Agenda;

mit dem Ziel einer noch höheren Effizienz der Prozesse unserer

Kunden.

Stichwort Globalisierung – wie sehen Ihre Pläne zur Internationalisierung

aus

Wir werden definitiv unsere internationale Präsenz weiter ausbauen.

Schon jetzt sind wir in 50 Ländern weltweit präsent. Im

Fokus bei der Erweiterung unserer Marktanteile sind das neben

einzelnen europäischen Ländern unter anderem Nordamerika

und China. Gerade China sehen wir als zentralen Absatzmarkt

der Zukunft, in dem wir weiter überproportional Marktanteile

gewinnen wollen. Das ist eine unserer Antworten auf aktuelle

Marktbedingungen.

Eine Ihrer früheren Stationen war SAP – wie

wirken sich Ihre Beratungserfahrungen auf „Der nächste

das heutige Business aus

Schritt, um weitere

Nun, meine persönliche Beratungskompetenz

ist für den Erfolg des Eplan-Ge-

Effizienzreserven

zu heben, ist das

disziplinübergreifende

Engineering.

schäfts weniger entscheidend als die Tatsache,

dass unser Unternehmen immer

anspruchsvollere Beratungsthemen anbietet.

Das geht von Implementierungsund

Standardisierungskonzepten bis hin

zu komplexen PDM- und PLM-Lösungen. Hier haben wir mit

unserer Abteilung Professional Services in den letzten Jahren

konsequent Know-how aufgebaut.

Das klingt nach einem Wandel – hin zum ganzheitlichen Lösungsanbieter

für die Produktentstehung

Sehr richtig. Der Kunde will heute ganzheitliche Lösungen und

wir bieten mit Consulting, Software und Customer Solutions –

eben alles aus einer Hand. Hinzu kommt, dass unsere Kom-

30 IEE • 5-2011



Das

Geschäft rund um effiziente

Engineering-Lösungen gestaltet sich

extrem spannend.

TECHNIK Leitebene

petenz unterschiedliche Themen wie Elektrotechnik, Mechanik

und Data Management umfasst. Hier unterscheiden wir uns

deutlich von anderen Anbietern, die ihren Schwerpunkt auf nur

einer Disziplin haben. Unser rotes 'e' steht also längst nicht mehr

nur für die Elektrotechnik, sondern für Effizienz im Engineering.

Sind die Systeme der Eplan-Plattform dafür weiterhin bedeutend

Absolut. Natürlich liegt unsere Kernkompetenz in unseren klassischen

CAE-Lösungen für Elektro-, Fluid-, MSR-Technik und

Schaltschrankaufbau. Alle Systeme agieren mit der Eplan-Plattform

auf einheitlicher Datenbasis und bieten für sich genommen

bereits enorme Potenziale, das Engineering durchgängiger und

damit effizienter zu gestalten. Natürlich gibt es noch höheren

Nutzen, wenn sie gesamthaft eingesetzt werden. Die Plattform

selbst hat eine offene Systemarchitektur, die eine nahtlose Integration

in den Produktentstehungsprozess eines Unternehmens

ermöglicht.

Welche Rolle spielt das Geschäft mit Autodesk-Produkten aus Ihrer

Sicht

Eine sehr bedeutende. Aus strategischen Gründen benötigen wir

eine solide Basis im wichtigen Mechanik- und PDM-Segment.

Vor einigen Jahren haben wir uns deshalb für den Partner Autodesk

entschieden. Wir positionieren uns bewusst im gesamten

Engineering-Bereich – insofern ist für uns diese Partnerschaft mit

dem Vertrieb der Autocad Inventor- und Vault-Produktfamlie ein

weiteres Standbein.

Das Eplan Engineering Center (EEC) schlägt die Brücke zwischen Elektrotechnik,

Mechanik und Automatisierung. Wo liegen die Vorteile

In den vergangenen Jahren hat sich ein Großteil der Unternehmen

darauf fokussiert, innerhalb einer Disziplin, beispielsweise

Elektrotechnik oder Mechanik, den Prozess zu optimieren. Der

nächste Schritt, um weitere Effizienzreserven zu heben, ist das

disziplinübergreifende Engineering. Mit unserem Eplan-Engineering-Center

(EEC) bieten wir dafür eine ausgereifte, generische

Konfigurationsplattform, die seit Jahren in unterschiedlichen

Branchen im Einsatz ist. Unsere Kunden erhalten ein Standardsystem,

das sich für eine komplette Prozessunterstützung

sehr leicht anpassen lässt. Andererseits bieten wir eine vollständig

offene Plattform, die Steuerungen, CAD-Systeme etc. verschiedener

Hersteller integriert und so eine maximale Investitionssicherheit

für die Abbildung von Standards und Regelwissen

bietet.

Passt das EEC denn auch zum Sondermaschinenbau, wo eine Lösung

der anderen eben nicht gleicht

Das EEC passt perfekt zum Sondermaschinenbau, weil wir genau

dort die Potenziale haben, durch Standardisierung von einzelnen

Teilfunktionen – nicht der kompletten Maschine – die

Komplexität der Gesamtanlage besser zu beherrschen und damit

die Qualität zu steigern und Kosten zu senken. Zusätzlich erlaubt

die Parametrierung die flexible Anpassung der Einzelkomponenten

an individuelle Kundenanforderungen, so dass in Summe eine

höhere Variantenvielfalt zu niedrigeren Kosten realisiert werden

kann.

Werfen wir einen Blick auf das Eplan Data Portal. Rund 20 000 der

mehr als 65 000 Eplan-Anwender nutzen das Portal. Welche Gründe

gibt es dafür

Ganz einfach: Unsere Anwender werden damit schneller. Hinzu

kommt: Wenn man im Konstruktionsprozess direkt auf freigegebene

Gerätedaten zugreift, werden auch nur die Komponenten

verbaut, die verfügbar sind. Zudem lassen sich die Stücklisten-

Daten dann fehlerfrei ins ERP-System zurückspielen und dort direkt

verwenden. Gute Gründe also für den Zugriff auf´s Portal.

Zur Hannover Messe haben wir übrigens eine Technologieerweiterung

mit der Integration von Konfiguratoren präsentiert. Rittal

Therm und Endress+Hauser sind aktuelle Beispiele.

Herr Brandl, welche weiteren Neuheiten wurden zur Hannover Messe

vorgestellt

Das neue Eplan Pro Panel feierte Premiere. Wir zeigten es erstmals

in voller Ausbaustufe. Damit wurde eine Engineering-Lösung

für den Schaltschrankbau geschaffen, die auch die Fertigung

integrativ unterstützt. Apropos Fertigung: Im Rahmen

von Best-Practice-Live wurde ein brandneuer Verdrahtungsroboter

in Aktion gezeigt. Anhand der Daten aus dem Eplan Engineering

Center übernimmt der Roboter nicht nur das Aderrouting,

sondern alle fertigungsrelevanten Schritte inklusive Verdrahtung.

Das war ein absoluter Publikumsmagnet.

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Link zum Data Portal


Das Interview führte

Harald Wollstadt, Chefredakteur IEE

790iee0511

IEE • 5-2011 31


TECHNIK Leitebene

TPM-System

Aktives Emissionsmanagement

Felten: Das Unternehmen hat mit

Pilotgreen eine Lösung zur Emissionssteuerung

für Produktionsunternehmen

entwickelt. Sie dient

nicht nur der durchgängigen Analyse

des Energieverbrauchs und der

CO 2

-Bilanz, sondern gleichzeitig

können die Verbrauchswerte über

ein intelligentes Maßnahmenmanagement

systematisch optimiert

werden. Die Green-Production-Lösung

beruht konzeptionell auf dem

Produkt Pilot TPM, ein Produkt zur

Ermittlung von Betriebs- und Prozessdaten.

Es löst herkömmliche

MDE/BDE-Systeme ab, weil sie

nicht in der Lage sind, zusätzlich

Prozessdaten zu erfassen und die

erfassten Daten visuell in einer

sinnvollen Reihenfolge über ein

Dashboard darzustellen. Ergänzend

zum TPM-System nutzt die

Software Analysetools zur intelligenten

Auswertung der relevanten

Emissionsdaten.

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Fernwirktechnik

Überwachungslösung

im Energiebereich

Tele Haase: Speziell für die ausfallsichere

Überwachung von selbsttätig

wirkenden Freischaltstellen hat

das Unternehmen eine Lösung zur

Spannungs- und Frequenzüberwachung

entwickelt. Aufgrund ihrer

wichtigen Funktionen sind selbsttätige

Freischaltstellen strengen

Richtlinien und Normen unterworfen.

So müssen sie neben der

Spannung auch die Frequenz überwachen

und zusätzlich über eine

Inselbetriebserkennung verfügen.

In Deutschland wird darüber hinaus

nach der Norm VDE 0126-1-1 die

Einhaltung der Einfehlersicherheit

715iee0511

verlangt. Die zweikanalige Spannungs-

und Frequenzüberwachung

G4PM400VDFA02 50Hz kontrolliert

in Freischaltstellen die Einspeisung

von Energie in das 230-/400-V-

Netz. Durch die zweikanalige Ausführung

ist 'Funktionale Sicherheit'

gewährleistet.

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711iee0511

Industrieplanung

Fertigungskosten senken

Euro Engineering: Egal, ob es darum

geht, Verpackungssysteme zu

optimieren, die Effizienz einer Montagelinie

zu steigern oder eine Produktionsstätte

fristgerecht fertigzustellen,

der Engineeringdienstleister

bietet Unternehmen aus der

fertigenden und verarbeitenden Industrie

Engineering-Lösungen an.

Die Schwerpunkte liegen dabei in

der Beratung für die Bereiche Fabrikplanung

und Produktionssysteme.

Das Unternehmen bietet beispielsweise

für die Fabrikplanung

neben der Fertigungsplanung und

der Intralogistik auch eine energieeffiziente

Gestaltung von Fabrikgebäuden.

Der Vorteil der Dienstleistung

liegt darin, dass oftmals

außenstehende Experten einfacher

Flaschenhälse in einer Produktionslinie

erkennen, also Faktoren

und Abläufe, die den reibungslosen

und effizienten Ablauf bremsen und

so Kosten verursachen können.

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Powermanagement-Software

Virtualisierte Server

herunterfahren

Eaton Power Quality: Mithilfe der

Intelligent - Power - Manager - Software

können Vsphere-Anwender

die Server eines Clusters bei

Stromstörungen aus der Ferne herunterfahren.

Anstatt die Software

auf jedem Host-Server des Cluster

zu installieren, haben IT-Manager

über den Vcenter Server, die Management-Anwendung

von Vsphere,

direkten Zugriff auf die Software.

Der Server fährt die Host-

Server im betroffenen Clusters automatisch

herunter, nachdem die

virtuellen Maschinen auf andere

Systeme übertragen wurden. KlininfoDIRECT

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710iee0511

gen die Störungen in der Stromversorgung

ab, startet die Software die

Server automatisch – ein IT-Manager

muss nicht mehr vor Ort sein.

Über den Eaton-Power-Tab und den

Events-Tab bekommt man einen

einfachen und schnellen Zugriff auf

die IPM-Software aus der gewohnten

Managementumgebung heraus.

714iee0511

Kommunikationsarchitektur

Alles mit Ethernet/IP

Netzwerke. Kunden können durch

Rockwell Automation: In Kooperation

32 IEE • 5-2011

mit Cisco hat man gemeinsame den Einsatz von Ethernet-Tech-

CPwE-Architekturen (Converged nologien im IT-Bereich und in der

Plant-wide Ethernet) entwickelt,

um das Zusammenführen von Industrie

und Unternehmensnetzwerken

zu unterstützen. Ethernet/

IP ist die wichtigste Komponente

für den Echtzeit-Datenfluss zwischen

Fabrik und Verwaltung. Die

integrierten Fertigung, darunter

diskrete, Bewegungs-, Prozess-,

Chargen-, Antriebs- und Sicherheits-Applikationen,

einen in hohem

Maße sicheren Informationsfluss

in der Fabrik und im gesamten

Unternehmen einrichten.

Architekturen helfen der Industrie

mit Design-Leitfäden, Empfehlungen

und Best Practices. Ein 'Design infoDIRECT 712iee0511

and Implementation Guide' unterstützt

bei dem korrekten Einrichten

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standardgerechter Ethernet/IP-

Simulationssoftware

Simulation logistischer Prozesse

tenz unterstützt den Anwender dabei,

typische logistische Fragestellungen

zu einem vorliegenden

Simulationsmodell in ein Experimentdesign

zu überführen. Dazu

spezifiziert der Anwender relevante

Untersuchungsziele und die in der

Simulation zu beobachtenden

Messgrößen. Unterstützend stehen

in einer Wissensdatenbank vorkonfigurierte

Elemente zur Verfügung.

Simplan: Der Einsatz von Computersimulation

gehört in vielen

Unternehmen längst zum Standard.

Produktions- und Logistiksysteme

können mithilfe von Simulationssoftware

am Computer unter realistischen

Bedingungen nachgebildet

werden. Die Aufgabe des Projektes

Assistsim war die Erstellung

eines Software-Prototypen, der den

Anwender bei der Planung und

Durchführung von Simulationsexperimenten

mit dem Computermodell

eines Systems unterstützt.

Die Software besteht aus mehreren

Komponenten. Die PlanungsassisinfoDIRECT

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713iee0511


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EtherCAT-Klemmen.

Das schnelle All-in-One-System für alle

Automatisierungsfunktionen.

Das Beckhoff-I/O-System integriert Klemmen für:

Alle digitalen/analogen Standardsignaltypen

Antriebstechnik, wie z. B. Schrittmotoren, AC/DC-Motoren

Gateways zur Einbindung unterlagerter Feldbussysteme

Hochpräzise Messtechnik, Condition Monitoring

TwinSAFE PLC und Safety-I/Os

Highspeed-Automation (XFC)

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Echtzeit-Ethernet bis zur I/O-Ebene

Geringe Systemkosten

Flexible Topologie

Maximale Performance

Einfache Konfi guration

Feldbussysteme und Safety-Geräte integrierbar

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IPC

I/O

Motion

Automation

Ethernet bis in die Klemme: mit Vollduplex-Ethernet im Ring und

einem Telegramm für mehrere Teilnehmer. Anschluss direkt am

Standard-Ethernet-Port.


TECHNIK Prozessebene

Ralf-Michael Franke, CEO Industrial Automation Systems, Siemens

Bildquelle: Código Global – Fotolia.com

Siemens will das Engineering zu

seinem ureigenen Thema machen

und strebt in diesem Beriech eine

SAP-ähnliche Marktposition an.

34 IEE • 5-2011


TECHNIK Prozessebene

Siemens zum Thema Engineering und Stuxnet

Digitaler Schatten

Siemens setzt auf eine tiefgehende Integration seiner Automatisierungslösungen. „Unsere

langfristige Vision ist die digitale Fabrik“, erläuterte Ralf-Michael Franke, CEO des

Geschäftsbereichs Industrial Automation Systems, auf der Vor-Pressekonferenz zur

Hannover Messe. Wie sich Integration und IT-Security vereinbaren lassen und was sich

durch den Stuxnet-Virus verändert hat, erläuterte Franke im Interview.

Was hat sich für Siemens durch den Stuxnet-Vorfall verändert

Wir verzeichnen zumindest keinen negativen Effekt. In den Märkten hat sich

nach Stuxnet die Sensibilität für die Security-Themen verändert. Sicherheit

wird wieder verstärkt als ein ganzheitliches Konzept diskutiert. Insofern war

das ein Glücksfall, dass das passiert ist – ein Wecksignal für die Industrie.

Das Security-Problem kann niemals allein durch gute Produkte gelöst werden.

Es muss in ein Gesamtkonzept eingebettet sein. Der Betreiber der Anlage

muss die Security-Rahmenbedingungen schaffen. Produkte wie solche

aus unserem Security-Portfolio können diese Rahmenbedingungen nur

ergänzen. Da hat sich einiges getan. Und durch Stuxnet ist das Thema Security

nach auf der Agenda der Unternehmen nach oben gerutscht. Inzwischen

werden verstärkt Beratungsleistungen

„Alle Sicherheitslücken

sind identifiziert

und geschlossen.

zum Thema IT-Security angeboten – auch wir

werden da stärker gefordert.

Welche eigenen Security-Produkte und

auch Beratungsleistungen wird Siemens

anbieten

Das läuft unter dem Oberbegriff 'Professional

Services': So wie wir auch zum Beispiel für

Energieeffizienz Consultingleistungen anbieten,

werden wir verstärkt Security-Analysen durchführen und Vorschläge

erarbeiten, wie die IT-Sicherheit einer Produktion erhöht werden kann. Und

natürlich können wir diese Maßnahmen dann auch selbst integrieren.

Manche Anwender befürchten, dass die Stuxnet-Malware modifiziert

werden wird. Wie gravierend schätzen Sie die Gefahr ein

Alle Sicherheitslücken, die Stuxnet genutzt hat, sind inzwischen identifiziert

und geschlossen. Durch Kopieren wird man da keinen Erfolg mehr haben.

Stuxnet wird in gewisser Weise einmalig bleiben, weil der Aufwand, einen

solchen Virus zu schaffen, immens hoch ist. Natürlich kann ich keine Prognose

abgeben, was noch alles passieren wird – insbesondere deshalb, weil

mir das Geschäftsmodell der Virenerzeuger nicht plausibel ist. Fakt bleibt:

Wir müssen mit allem rechnen, was in der Office-Welt passiert, kann auch

ins Produktions- und Fertigungsumfeld transferiert werden. Wir halten

Schritt mit den Abwehrmaßnahmen – sowohl in Hard- als auch in Software.

Durch die Integration der Automatisierung über das Engineering und

den Anlagenlebenszyklus entstehen zahlreiche zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten.

Was muss man tun, um durch

die Integration nicht weitere Sicherheitslücken

zu öffnen

Ich glaube nicht, dass Security davon abhängig

ist, ob es viele oder wenige Eingriffsmöglichkeiten

gibt. Eine einzige ist schon eine zu viel. Es gibt

nur 'secure' oder 'unsecure'. Wenn man eine Lösung

baut, muss sie dem aktuellen Stand entsprechen.

Wo in der Zukunft der nächste Angriff

stattfindet, kann niemand wissen.

„„Stuxnet hat Security

zum Thema gemacht“

Wälzen Sie die Verantwortung damit nicht auf den Betreiber ab, obwohl

der Engineeringprozess immer heterogener wird

Der Unterschied besteht darin, dass wir in Zukunft die Security über die gesamte

Lieferkette hinweg sehen müssen. Das Thema Security hört nicht am

Werkszaun auf. Wenn man Engineeringdienstleistungen nach draußen vergibt,

dann müssen die Schutzzäune auch in der virtuellen Welt gezogen

werden. Doch die Sicherheit einer Anlage darf sich sowieso nicht nur auf die

Automatisierung abstützen. Die Anlage muss durch Hardware sicher gemacht

werden, diese bildet die letzte Rückfallebene.

Automatisierungsplaner erwarten sich von integrierten Prozessen,

wie Sie diese mit Comos schaffen, ein großes Einsparpotenzial. Wie

werden die nächsten Schritte aussehen

Comos ist für mich ein Glücksfall und ein technologisches Highlight, weil wir

damit eine Schlüsseltechnologie gefunden haben, welche die Basis für unseren

Automation Designer bildet. Das ist das Bindeglied zwischen Diskreter

Fertigung und Prozessindustrie. Die durchgängige Unterstützung des

Engineerings einer DCS-Anlage ist noch nicht realisiert. Das werden wir sicher

noch in der Zukunft sehen, und diesen Prozess unterstützen wir mit

Comos.


IEE • 5-2011 35


TECHNIK Prozessebene


Ralf-Michael

Security hört nicht am Werkszaun auf.

Franke, CEO Industrial Automation Systems bei Siemens

Reale Anlagen sind in Zukunft nur

noch das Abbild ihres digitalen

Originals. Dieser Vision will sich

Siemens mit Riesenschritten nähern, ließ

der Konzern jüngst auf einer Vor-Pressekonferenz

zur Hannover Messe verlauten.

Anders herum betrachtet: Über den

gesamten Lebenszyklus eines Produktes

und einer Produktionsanlage soll künftig

ein digitaler Schatten mitgeführt werden;

die digitale Fabrik wird Realität.

Ein Element der Strategie war die Übernahme

des CAE-Systemhauses Innotec im

Herbst 2008. Das dadurch mit übernommene

Comos-System bildet heute das

Rückgrat der 'Automation Designer' genannten

grafischen Engineering-Plattform,

mit der das Unternehmen Engineering-Daten

aus Mechanik, Elektrik und

Steuerungstechnik in einer Anlagenstruktur

zusammenführt und die zum Ziel hat,

ein durchgängiges Datenmanagement

von der Planung bis zur Fertigung zu erreichen.

Durchgängiges Datenmanagement von der

Planung bis zur Produktion

Und was den Projekteuren von Anlagen

der Prozessindustrie das CAE-Tool Comos

ist, ist für den Fertigungsautomatisierer

der Automation Designer. Das Engineeringtool

TIA-Portal wird dafür die gemeinsame

Basis sein. „Wir wollen alle Industrien

der Welt auf einer integrierten

Plattform bedienen“, verdeutlichte Ralf-

Michael Franke, CEO des Geschäftsbereichs

Industrial Automation Systems,

im Vorfeld der Hannover Messe. Im Engineering

verfahrenstechnischer Anlagen

bedeutet der integrierte Ansatz beispielsweise,

dass Daten vom Produkt- und Produktionsdesign

durchgängig über die

Schritte Engineering und Inbetriebnahme

bis hin zum Betrieb und der Wartung ge-

nutzt werden. Die bereits vor Jahren

'Totally Integrated Automation' benannte

Vision soll mit Werkzeugen wie Comos

oder TIA-Portal nun Realität werden.

„Wir sind überzeugt, dass Siemens damit

in Zukunft eine ähnliche Rolle einnehmen

wird, wie sie heute die SAP bei transaktionsorientierten

Prozessen spielt“, erläuterte

Franke im Interview und beantwortete

Fragen zur IT-Security integrierter

Lösungen.

Technik im Detail

Das Stuxnet-Problem


Im Sommer vergangenen Jahres sorgte die Entdeckung

des Computervirus Stuxnet für Aufregung

unter Prozessbetreibern. Die Malware

greift Anlagen an, die mit dem Prozessleitsystem

Simatic PCS 7 und dem Scada-System WinCC

von Siemens arbeiten. Dabei scheint es sich

nicht um die zufällige Entwicklung eines Hackers

zu handeln, sondern wurde die Malware gezielt

zum Angriff auf Industrieanlagen entwickelt. Der

Trojaner ist demnach in der Lage, Industrieanlagen

auszuspähen und sogar in diese einzugreifen.

Im Januar hatten sich nach einem Bericht

der New York Times Spekulationen verdichtet,

dass der Computerwurm dazu entwickelt wurde,

das iranische Atomprogramm zu verzögern. Der

Virus kann demnach die Rotationsgeschwindigkeit

von Zentrifugen, wie sie zur Urananreicherung

verwendet werden, verändern. Laut Siemens

sind die von der Malware genutzten Sicherheitslücken

inzwischen geschlossen.

Autor

Bildquelle: Siemens

[1]

Effizientes und durchgängiges Engineering von Automatisierungssystemen ist das Ziel des TIA-Portals,

auf dem auch die Editoren des neuen Engineering-Systems Simatic Step 7 V11 basieren.

Armin Scheuermann

ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK.

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785iee0511

36 IEE • 5-2011


TECHNIK Prozessebene

SCHNELL UND

LEISTUNGSSTARK

Analyse-Software

Messen bei eingeschränktem Zugang

Optris: Mit der Linescanner-Funktion der zum

Lieferumfang aller PI-Wärmebildkameras gehörenden

Analysesoftware PI Connect lassen sich

kontinuierliche Prozesse wiedergeben und überwachen.

Die Funktion dient hauptsächlich zur

berührungslosen Temperaturmessung an sich

bewegenden Messobjekten, besonders wenn

der optische Zugang eingeschränkt ist. Damit

bietet sich der Einsatz zum Überwachen der

Temperaturhomogenität auf Kunststoffplatten

nach dem Extrudieren oder bei der Herstellung

von Flachglas an. In einer Zeile sind Temperaturmessungen

an bis zu 200 Bildpunkten möglich.

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205iee0511

Bildquelle: Optris

HÖCHSTE PERFORMANCE

100% LÜFTERLOS

INTEL CORE I5/I7

Bedienkonsole

Kostengünstige

Mensch-Maschine-Schnittstelle

Baldor: Das Unternehmen hat seine Motion Control-Produktreihe

um eine kompakte und

IP65-konforme Bedienkonsole mit CANopen-

Schnittstelle ergänzt. Die Bedienkonsole

KPD202-501 verfügt über ein vierzeiliges

20-Zeichen-Display, das von sechs programmierbaren

Funktionstasten umgeben ist, mit

denen der Bediener eindeutige Multiple Choice-

Menüs aufrufen kann. Weitere 15 Tasten stehen

für die Eingabe von numerischen Werten zur Verfügung.

Zudem können vier weitere Tastenpaare

für Funktionen wie das Vor- und Zurückbewegen

einzelner Maschinenachsen verwendet werden.

Nach dem Einbau entspricht die Konsole der

Schutzklasse IP65. Die erforderlichen Anschlüsse

sind eine 24-V-Gleichspannungsversorgung

und die Kommunikationsverbindung. Serienmäßig

ist die Konsole mit einem CANopen-Anschluss

ausgestattet, an den Stecker des Typs D

oder RJ45 angeschlossen werden können. Für

die Programmierung der Bedienkonsole

KPD202-501 sind keine besondere Software

oder Tools erforderlich.

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311iee0511

ARB BT-750x Serie

Art. Nr. 15425

Fahrzeugterminal

Unterwegs kommunizieren

WIR BIETEN PROFESSIONELLE IT-LÖSUNGEN

FÜR DEFINIERTE INDUSTRIEANWENDUNGEN.

te Lautsprecher gesprochene Richtungsanweisungen

wieder. Die Steckverbindungen sind

auch mit Standardkabeln gegen Feuchtigkeit

und Vibrationen geschützt. Das komplett lüfterlose

System ist für Temperaturen von -30 bis 55 °C

ausgelegt, mit einem 1,6-GHz-Atom-Prozessor

ausgestattet und unterstützt gängige Betriebssysteme

wie Windows 7 oder XP sowie diverse

Linux-Derivate.

MCTX: Das robuste Fahrzeugterminal 1214S mit

Schutzklasse IP65 unterstützt LKW-Fahrer mit

Satellitennavigation und eignet sich mit integriertem

UMTS-Modem zur mobilen Auftragsabwicklung.

Fahrer können Aufträge empfangen

und mit Kunden sowie deren Transportunternehmen

über Sprache, Video, Instant Messaging,

SMS und Email kommunizieren. Über die integrierte

Breitband-Datenkommunikation lässt

sich das System auch unterwegs und in Bereichen

ohne Zugang zu anderen drahtlosen Netzwerken

verwenden. Der Mobil-PC unterstützt alle

Arten von Applikationssoftware für spezifische

Endkundenapplikationen und gibt über integrierinfoDIRECT

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Datenblatt

309iee0511

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Suchfunktion!

Telefon 08142 47284-0

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TECHNIK Prozessebene

Bildquelle: Istockphoto.com

Nach der neuen Maschinenrichtlinie

haben sich die Sicherheitsvorschriften

bei der Konstruktion

von Maschinen verschärft. Auch

Signalisierung an Maschinen ist

davon betroffen.

Sicher signalisieren nach der neuen Maschinenrichtlinie

Normenkonform warnen

Im Rahmen einer Risikoanalyse muss nach der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

der Konstrukteur in einem iterativen Verfahren ermitteln, ob Sicherheitsrisiken an der

geplanten Maschine bestehen. Sind Risiken an der Maschine gegeben, muss er Vorkehrungen

einbauen, um diese Risiken auszuschalten. Auch sicherheitsrelevante Signalgeräte

müssen in diesen Prozess mit einbezogen werden.

Sicherheitsrelevante Signalgeräte

können Teil einer Sicherheitsvorkehrung

sein und vor einer unmittelbaren

Gefahr informieren. Zum Beispiel

kann ein akustischer Summton einen

Maschinenbediener rechtzeitig warnen,

bevor ein Gewicht wegen ausfallenden

Vakuums auf ihn herabfällt. Es gibt jedoch

auch Fälle, in denen Signalgeräte an

Maschinen nicht sicherheitsrelevant sind.

So gibt es informative Signalanwendungen.

Beispielsweise kann eine Signallampe

oder ein Ton Personen darüber in Kenntnis

setzen, ob ein Lager leer oder ein Prozess

beendet ist. Signalgeräte, die keine Sicherheitsfunktion

erfüllen, sprich, nicht

sicherheitsrelevant sind, müssen nicht in

die Risikoanalyse einbezogen werden.

Die Signalgeräte der Firma Werma teilen

sich deswegen in sicherheitsrelevante und

nicht sicherheitsrelevante Anwendungen

auf. Generell aber gilt: Alle Signalgeräte

des Unternehmens eignen sich gemäß der

neuen europäischen Maschinenrichtlinie

2006/42/EC (seit 29.12.2009) zur Maschinensignalisierung.

Dabei muss jedoch

je nach Einsatzfeld eben zwischen sicherheitsrelevanten,

nicht sicherheitsrelevanten

und hygienisch einwandfreien Signalgeräten

unterschieden werden.

Signaleinrichtungen

in Sicherheitsanwendungen

Nur für sicherheitsrelevante Signalgeräte

gilt: Diese müssen mit einem Sicherheitswert

in die Risikoanalyse der Maschine

einberechnet werden. Diese Sicherheitswerte

ermitteln entweder die Maschinenkonstrukteure

für die einzelnen sicherheitsrelevanten

Bauteile zeitaufwendig

selbst oder sie bekommen sie schon vom

Bauteilehersteller mitgeliefert. Bei Signal-

38 IEE • 5-2011


TECHNIK Prozessebene

[1] TÜV-bestätigte MTTFd- und PL-Werte für Signalgeräte

helfen Maschinenkonstrukteuren bei

der Risikoanlayse für ihre Anlagen.

Bildquelle: Werma

[1]

schine sucht, hat die Wahl zwischen Signalgebern

wie der Blitz-Mehrtonsirene

444, kleinen Einbausignalgeräten wie der

LED-Leuchte 231 oder Leuchten mit bewegten

Lichteffekten sowie rein akustischen

Signalgeräten wie der Sirene 584.

Auch klassische Signalsäulen mit TÜV-geprüftem

MTTFd-Wert bietet das Unternehmen.

Es gibt sie mit Optik und Akustik

und 50 oder 70 mm Durchmesser.

geräten bieten bislang nur wenige Hersteller

den Konstrukteuren diese Sicherheitswerte

als Hilfestellung.

Der Signalgeräte-Spezialist hat diese Werte

für seine Produkte vom TÜV ermitteln

lassen. Die MTTFd-Werte (Mean Time to

Failure, dangerous) und den Performance

Level. Der MTTFd-Wert beschreibt die

statistische mittlere Betriebsdauer bis zu

einem gefährlichen Ausfall. Die vom TÜV

ermittelten MTTFd-Werte für ausgesuchte

Signalgeräte erreichen den höchstmöglichen

Sicherheitswert von mehr als 100

Jahre.

Der Konstrukteur, der ein Signalgerät für

eine Sicherheitsfunktion an seiner Ma-

Integrierte Elektronik sorgt für Sicherheit

Außerdem bietet das Unternehmen zwei

optische Signalgeräte mit integrierter

Überwachungselektronik. Sie erreichen

nach der Sicherheitsnorm EN ISO

13849-1 den höchstmöglichen Performance

Level PL e. Die beiden Dauerleuchten

826 und 829 überwachen ➜

Automation Sicherheit MenschMaschine

Berührungslose

Sicherheitssysteme

CES

Überwachung von Schutz türen

Eindeutig codierter Betätiger

Lesekopf und Auswertegerät

Manipulationssicher

Sicherheitskategorie 3 und 4

Anschluss von einem bis zu

vier Leseköpfen

I SPS · 25.-27. November 2008

Halle 7/Stand 440

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IEE • 5-2011 39


TECHNIK Prozessebene

[2] Einfach runterladen: Die Sicherheitsdaten von

über 100 Signalgeräten kann der Konstrukteur

herunterladen und zur Risikoanalyse in die Software

Sistema einbinden.

Bildquelle: IFA

[2]

sich aufgrund einer integrierten Elektronik

selbst und bieten zwei potenzialfreie

Sicherheitsausgänge zum direkten Anschluss

an die Steuerung. Eine teure und

aufwendige externe Überwachung ist somit

nicht nötig. Die Sicherheitswerte für

die Signalgeräte kann der Maschinenbauer

gleich in seine Risikoanalyse miteinbeziehen.

Sie erleichtern seine Planung

und sparen ihm Zeit. Eine komplette Liste

der passenden Signalgeräte für Sicherheitsanwendungen

finden sich auf der Internetseite

des Unternehmens (siehe Link

zur Liste der Signalgeräte für Sicherheitsanwendungen).

Hilfe zur Risikoberechnung

Eine Hilfe zur Berechnung des Maschinenrisikos

ist Sistema. Das ist eine kostenlose

Software des deutschen Instituts für

Arbeitsschutz (siehe: Link zu Sistema).

Mithilfe dieser Software kann jeder die Sicherheit

von Maschinen bewerten und bestimmen.

Unter anderem hilft das Programm

bei der Berechnung des Performance

Levels von Maschinen. Für Sistema

hat der Signalgeräte-Spezialist eine

Datenbank erstellt, in der Signalgeräte

mit TÜV-geprüftem Sicherheitswert eingepflegt

sind.

Schnell und einfach kann der Konstrukteur

ohne Registrierung die Datenbank

mit allen Signalgeräten und deren Sicherheitswerte

herunterladen. Die Datenbank

enthält über 100 Signalgeräte. Der Anwender

kann je nach Bedarf aus rein optischen,

akustischen oder optisch-akustisch

kombinierten Signalgeräten mit unterschiedlichen

Farben, Formen und Tönen

wählen.

Hygienisch einwandfreie Signalisierung

Als erster Hersteller weltweit hat Werma

nach eigenen Angaben eine Signalsäule

entwickelt, die den Richtlinien der

EHEDG für hygienegerechtes Design entspricht.

Mit der Cleansign – so heißt der

optisch-akustische Signalgeber – kann der

Maschinenbediener die Anforderungen

der Maschinenrichtlinie leichter erfüllen.

Diese fordert, dass bei Einsatz von Maschinen

im Nahrungs- und Pharmabereich

das Risiko einer Infektion, Krankheit

oder Ansteckung ausgeschlossen ist.

Die spezielle Form des Signalgebers reduziert

das Risiko einer Verunreinigung

durch das Signalgerät entscheidend.

Autor

Cornelia Lüth

ist Pressereferentin bei Werma Signaltechnik GmbH &

Co. KG in Rietheim-Weilheim.

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769iee0511

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Link zur Liste der Signalgeräte für Sicherheitsanwendungen

Link zu Sistema

TECHNIK Prozessebene

Bediensystem

Filter lenken

Umgebungslicht ab

Stahl: PC-basierende, Ex-geschützte Bediensysteme

der Baureihe Open HMI sind optional mit

15“-Displays ausgestattet, die störende Reflexionen

reduzieren. Ein Filterpaket lenkt auch

starkes einfallendes Umgebungslicht wirksam

ab. Die Lösung beruht auf einer effektiven Kombination

über- bzw. hintereinander angeordneter

Polarisationsfilter vor dem Display. Sperrige Vorbauten,

die Schatten spenden sollen, oder High-

Brightness-Displays sind nicht mehr erforderlich.

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308iee0511

TFT-LCD

Aufstellen für den

Außeneinsatz

Sharp: Für Anwendungen im Outdoor- oder

Semi-outdoor-Bereich eignet sich dieser TFT-

LCD mit LED-Hintergundbeleuchtung und einer

Lebensdauer von max. 50 000 Stunden. Das

23“-UXGA-Display LQ231U1LW31 mit max.

500 cd/m² bei 600:1 Kontrastverhältnis und

170° Betrachtungswinkel kommt schon in Kartenlesetischen

auf Schiffen zum Einsatz, wo sich

besonders die Dimmbarkeit der Hintergrundbeleuchtung

bewährt.

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301iee0511

Embedded Box-PCs

Leistung und Flexibilität

kombinieren

Kontron: Der für raue Umgebungsbedingungen

entwickelte Embedded Box-PC CB 511 mit N270

Atom-Prozessor verfügt über eine kompakte

Bauweise, Energieeffizienz und einen Temperaturbereich

von -15 bis 60 °C. Dagegen kombiniert

der CB 753 mit Core-2-Duo-Prozessor

hohe Leistung mit flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten

über zwei PCI-Slots und einen PCI-Express-Steckplatz.

Beide kennzeichnen sich

durch hohe Zuverlässigkeit und Langzeitverfügbarkeit.

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411iee0511

40 IEE • 5-2011


TECHNIK Prozessebene

Speed Controller

Universell

Faulhaber: Speed Controller der

Serien SC 5004 und SC 5008 sind

universell zu verwenden für elektronisch

kommutierte Antriebe oder

bürstenbehaftete Gleichstrommotoren.

Außerdem eignen sie sich

für bürstenlose DC-Servomotoren

mit integrierten analogen Hallsensoren.

Dabei lässt sich der Drehzahlbereich

je nach Betriebsart von

50 bis 60 000 rpm regeln. Die Parametrierung

erfolgt ohne Trimmer

oder DIP-Schalter über die Software

Motion Manager 4.5. Der

Controller ist in gehäuster Version

und als Platinenausführung erhältlich.

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410iee0511

Kameras

Beschützt große Kameras

ems-p.com

häuse befestigte Kamera thermisch

an das Außengehäuse

anbinden und dessen passive Kühlwirkung

senkt die Kameratemperatur

um bis zu 10 °C.

Autovimation: Für alle Kameras mit

einem Querschnitt bis 62 x 62 mm

gibt es jetzt Orca-Gehäuse in

Schutzart IP67. Dazu gehören auch

größere Kameras wie Toshiba Teli,

SVS Vistek, Basler- und Rauscher

Aviiva-Zeilenkameras sowie die

Ranger-Baureihe von Sick. Über

die Heatguide/Quicklock-Kamerabefestigung

lässt sich die im GeinfoDIRECT

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204iee0511

Bildquelle: Autovimation

www.schmersal.com

Board

Speicher

erweitern

Bildquelle: ICS

ICS: Zur Ausstattung des Epic-Boards

gehören ein Core-i7- oderi5-Prozessor

mit zwei Sodimm-

Sockeln für bis zu 8GB DDR3-Systemspeicher

und ein QM57-Chipsatz.

Das Board enthält Schnittstellen

wie sechsmal USB, vier COM-

Ports, Mouse, Keyboard und programmierbare

digitale I/O. Für erweiterte

Speichermöglichkeiten

stehen zwei Sata-Konnektoren und

ein Typ-II-Compactflash-Sockel

bereit. Darüber hinaus sind

PCI-104- und PCIe/104-Anschlüsse

sowie einen Mini-Card Slot vorhanden.

Damit bietet sich der Einsatz

in den Bereichen Industrial Automation,

Transport sowie Test &

Measurement.

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409iee0511

Ein Paket voller Lösungen.

NEU

Gut und sicher verpacken:

Mit maßgeschneiderten Sicherheitskonzepten.

Sicherheitsschalter MZM 100 AS mit integrierter

„AS-Interface Safety at Work“ Schnittstelle:

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TITELSTORY Feldebene

Interview mit Peter Adolphs, Geschäftsführer Pepperl+Fuchs

Tastender Schall

Mit dem Slogan 'Sensing your needs' hat Pepperl+Fuchs es auf den Punkt gebracht.

Ein Sensorhersteller muss sich in die Applikation des Kunden hineindenken können, um

ihm dann eine Technologien bereitzustellen, die für ihn optimal ist. Im Interview erklärte

Peter Adolphs, Geschäftsführer Entwicklung & Marketing, was die entscheidenden

Faktoren dafür sind und welche Vorteile die verschiedenen Sensortechnologien haben.

„Wir sind damit klar

Marktführer für die

Ultraschallsensorik

im industriellen

Anwendungssegment.

1945 wurde Pepperl+Fuchs von Ludwig Fuchs und Walter Pepperl in

einer kleinen Reparaturwerkstatt gegründet und beschäftigt heute

4 300 Mitarbeiter. Wie sehen Sie die Entwicklung des Unternehmens

Als ich 1992 begann, hatte Pepperl+Fuchs bereits eine internationale

Ausrichtung und wir hatten schon viele verschiedene Technologien

im Portfolio. Ultraschall- und Optosensorik waren damals

aber noch Neuland für uns. Im induktiven

Bereich waren wir längst etabliert.

Das Unternehmen wuchs durch eine

gewisse Doppelstrategie, bei welcher

man konsequent neue Innovationen in

bestimmten Produktbereichen vorstellte

und dazu gehörte insbesondere die

Optoelektronik, der Ultraschall, aber

auch RFID. Der zweite Teil der Strategie,

der seit Mitte der 90er Jahren vorangetriebende

wurde, war Wachstum durch Akquisition. Sicherlich

ist hier die Akquisition von Visolux zu nennen, damals einer

der drei großen optoelektronischen Anbieter in Deutschland. Die

Doppelstrategie, Akquisition durch Innovationen wie die PRT-

Technik, die Pulslaufzeitmessung, die es ermöglichte die Lichtschranke

auf eine günstige Kostenbasis zu bringen, zu ergänzen,

hat sich bewährt.

Vor zwei Jahren übernahmen Sie VMT, vor einem dreiviertel Jahr die

Siemens-Sparte Beros mit dem Ultraschallportfolio. Was waren die

Hintergründe für diese Akquisition und wie sind Ihre Erfahrungen in

diesem dreiviertel Jahr

Man muss dazu sagen, dass wir ja bereits Produkte im Ultraschallbereich

hatten. Siemens war damals die Nr. 1 am Markt

und wenn sich eine solche Gelegenheit ergibt, muss man diese

nutzen. Heute können wir einen Umsatz von rund 40 Millionen

Euro vermelden und sind damit klar Marktführer für die Ultraschallsensorik

im industriellen Anwendungssegment. Klar gibt es

noch andere Anwendungsfelder die viel größer sind, aber ich

spreche vom Umfeld des Maschinen- und Anlagenbau. Insofern

war diese Akquisition keine reine Portfolioergänzung, eher eine

Markterweiterung, denn wir haben neue Märkte wie zum Beispiel

Italien, wo Beros sehr stark war, hinzu bekommen.

Wie hat dies der Markt aufgenommen, insbesondere die aktuellen Anwender

Also das Echo der Kunden war überwiegend positiv: Es wurde

letztlich wertgeschätzt, dass sie nun von einem Spezialisten bedient

wurden, der sich ausschließlich dem Thema Sensorik widmet.

Es waren nur wenige dabei, die es als Nachteil ansahen, dass

man sich jetzt nicht mehr aus dem großen Siemensportfolio bedienen

konnte.

Würden Sie sich als Marktführer oder als Technologieführer bezeichnen

Für die Ultraschallsensorik, ja. Die Frage zu beantworten ist extrem

schwer, weil es letztlich immer eine Frage des Marktes ist.

Wenn ich den gesamten Sensormarkt nehme und vielleicht am

Ende sogar noch Sensorik für Automotive dazu nehme, sind wir

ein kleiner Player. Wenn ich mich auf bestimmte Segmente kapriziere,

sind wir stellenweise ganz vorne platziert. Also zum Beispiel

sind wir seit vielen Jahren Marktführer im Bereich Sensorik

für Chemieanlagen, also explosionsgeschützte Sensorik. Sie finden

immer Industrien, immer Anwendungssegmente, wo wir

ganz vorne sind und andere, wo wir noch Aufholbedarf haben.

Wo sehen sie für Pepperl+Fuchs noch Aufholbedarf, unabhängig ob

durch Akquisition oder durch neue Entwicklungen

Im Segment der Optoelektronik haben wir im Vergleich zu den

anderen Sensoren, noch den größten Aufholbedarf. Das liegt natürlich

historisch auch daran, dass wir mit der Visolux eine Firma

übernommen haben, die wir integriert mussten. Das dauert

bis es im Markt ankommt, dass wir dort in den letzten zehnJahren

einen Menge Innovationen entwickelt haben. Und unser

Markt ist schon relativ träge. Das ist nicht so, dass man ein neues

Produkt vorstellt und dies sofort zum Rennern wird. Zum Beispiel

die PRT-Technik, die wir seit einem Jahr massiv vermarkten,

hat noch ein erhebliches Potential. Wir rechnen, dass es ➜

42 IEE • 5-2011


TITELSTORY Feldebene

Bildquelle: Redaktion IEE/Renate Schildheuer


Sensoren sind als

klares Produktgeschäft

anzusehen.

Natürlich wollen wir

auch Lösungen anbieten,

aber Lösungen

mehr im Sinne,

dass wir eine Applikationsproblematik

lösen.

IEE • 5-2011 43


TITELSTORY Feldebene

Interview mit Peter Adolphs, Geschäftsführer Pepperl + Fuchs

bestimmt noch drei bis fünf Jahre dauert, bis es überall angekommen

ist.

Die Sensorik ist eigentlich ein reines Produktgeschäft. Sehe ich das

falsch

Ich würde es schon als klares Produktgeschäft ansehen. Natürlich

reden wir auch immer davon, dass wir den Kunden Lösungen

anbieten möchten. Aber Lösungen mehr im Sinne, dass wir

eine Applikationsproblematik lösen. Im

„Bis vor einigen Jahren

waren die Geräte

aufwendig herzustellen

und deshalb

teuer. Dank moderne

Halbleitertechnik

hat sich dies geändert.

Einzelfall entwickeln wir auch mal eine

spezielle Lösung, aber dann ist es letztendlich

auch wieder ein Produktgeschäft.

Gibt es die Intention ihr Lösungs- und Entwicklungs-Know-how

mehr einzubringen

Im Prinzip schon. Sie haben das Thema

VMT angesprochen und VMT ist als Anbieter

von Bildverarbeitungslösungen am Markt bekannt, primär

für die Automobil- und Pharmaindustrie. Man liefert von

der Problemstellung bis zur Fertigstellung der Anlage letztlich alles.

Das ist der Schritt ins Systemgeschäft. Dabei mussten wir

aber lernen, dass dieses Geschäft nach ganz anderen Regeln

funktioniert als unser Komponentengeschäft. Weshalb VMT

auch weiter als eigene Marke besteht, mit dem dezenten Hinweis

auf die Pepperl+Fuchs-Gruppe.

Bieten Sie Entwicklungsleistungen auch im Rahmen des Produktgeschäftes

an

Es ist natürlich immer eine Frage der Rentabilität. So eine Produktentwicklung

ist mit allen Qualifizierungsmaßnahmen, die

notwendig sind, ein sehr aufwendiger Prozess und das lohnt sich

natürlich nur, wenn nachher eine bestimmte Stückzahl erreicht

wird. Aber es gibt natürlich Großkunden im Maschinenbau, die

entsprechende Stückzahlen abnehmen.

Gibt ein beispielhaftes Projekt welches Sie erwähnen dürfen

Im Bereich der Druckindustrie haben wir für eine Digitaldruckmaschine

die entsprechende Sensorik entwickelt, welche die Bogenführung

im Druckwerk überwacht. Das ist eine Sensorik, die

ist ganz speziell für diese Digitaldruckmaschine konzipiert und

ist auch nirgendwo anders einsetzbar.

Nennen Sie mir die verschiedenen Vorteile der induktiven, optoelektronischen

und der Ultraschall-Technologie.

Eigentlich gibt es noch mehr Technologien. Aber wenn man die

drei genannten vergleicht, dann ist der induktive Sensor nach wie

vor der Robusteste. Er hat zwar eine sehr kurze Reichweite, ist

aber unverwüstlich. Er detektiert über Jahre hinweg die Targets

selbst in rauesten Umgebungen. Das heißt, immer dort, wo solche

Bedingungen vorhanden sind, ist es ratsam auf das induktive

Prinzip zu setzen. Die beiden anderen Technologien haben beide

den Vorteil, dass sie deutlich höhere Reichweiten haben, sich

aber in ihren Eigenschaften grundlegend unterscheiden. Die Optoelektronik

hat eine sehr schmale Strahlerfassung, sodass sie

kleine Objekte auf große Entfernungen gut erkennen kann. Das

ist für bestimmte Applikationen von Vorteil. Das könnte ich mit

Ultraschall nicht erreichen. Die Ultraschalltechnologie hat einen

sehr breiten Erfassungsbereich und ist für andere Applikationen

im industriellen Umfeld besser geeignet.

Also sind die Vorteile sehr applikationsbezogen

Ja. Die Optoelektronik ist etwas verschmutzungsanfälliger als

der Ultraschallsensor. Wenn also mit einer großen Staubentwicklung

zu rechnen ist, ist der Ultraschallsensor bei weitem besser

geeignet. Auch weil er so eine Art Reinigungseffekt hat, also den

Staub auf Grund der Vibration immer wieder abklopft. Aber primär

gibt die jeweilige Applikation vor, welche Technologie relevant

ist.

Ist Ultraschall auf bestimmte Applikationen begrenzt

Der Ultraschaller ist deutlich begrenzter einsetzbar, das muss

man ganz klar sagen, gerade weil es mehr Applikationen gibt, die

eine punktförmige Detektion benötigen. Auch muss man sagen,

dass Ultraschallsensoren in der Vergangenheit deutlich teurer

waren als Optoelektronische. Das hat sich aber in den letzten

Jahren geändert.

Die Ultraschallsensorik wird seit etwa 30 Jahren industriell eingesetzt.

Welche technologischen Entwicklungen hat es hier in den letzen

Jahren gegeben und wo sehen Sie noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten

44 IEE • 5-2011


TITELSTORY Feldebene

Bis vor fünf, sechs Jahren waren die Geräte noch sehr aufwendig,

gerade im Bezug auf die Elektronik. Deshalb bewegte man sich

hier in einer Preisklasse, bei welcher ich mir den Einsatz sehr genau

überlegte. Durch die moderne Halbleitertechnik hat sich dies

aber grundlegend geändert. Inzwischen ist in einem Ultraschallsensor

nur noch eine Platine verbaut. Das waren früher drei.

Auch bei der Herstellung des Wandlers gibt es heute Änderungen.

Früher haben wir 20 000, 30 000 Geräte im Jahr hergestellt,

inzwischen sind es über 200 000. Dadurch konnten wir ganz andere

Produktionsverfahren aufbauen, womit sich diese Wandler

wesentlich preiswert herstellen lassen. So können wir heute sehr

kompakte, kleine Geräte herstellen, die durchaus in Applikationen,

wie sie vormals ausschließlich Lichtschranke vorbehalten

waren, eingesetzt werden können. Insofern glaube ich, dass der

Ultraschall sich neue Anwendungsfelder erschließen wird.

Für den Einsatz in der Pharma- und Lebensmittelindustrie müssen die

Sensorgehäuse hochgenau gefertigt sein und bestimmte Vorschriften

erfüllen. Dies schlägt sich doch auf den Anschaffungspreis nieder

Ja, da gebe ich Ihnen Recht. Auf der letzten Messe haben wir einen

solchen Sensor vorgestellt, aus Volledelstahl mit Edelstahlmembran,

konzipiert für den Einsatz in medienberührenden Bereichen

der Lebensmittelindustrie. Er ist so gestaltet, dass sich

keine Keime ansammeln können. Natürlich ist er kostenseitig

nicht mit den herkömmlichen vergleichbar, aber man muss sich

darüber im Klaren sein, dass für die Füllstandsüberwachung in

der Joghurtabfüllung alle anderen Sensorprinzipien nicht tauglich

sind und ich den hochwertigen Anforderungen gerecht werden

muss. Da sind keine Low-End-Geräte gefragt.

Wie hoch ist Ihre Fertigungstiefe

Sehr hoch. Grundsätzlich machen wir alles, von der Platinenbestückung,

über die Gehäusefertigung bis zur Montage. Das

hängt auch damit zusammen, dass wir das nötige Fertigungs-

Know-how besitzen. Und für bestimmte Schritte ist wiederum eine

hohe Flexibilität gefragt, welche externe Zulieferer oftmals

nicht abwickeln können. Insofern gibt es zwei Argumente, die

Wertschöpfungstiefe im eigenen Unternehmen zu haben: Einmal

die Flexibilität, auch im Hinblick auf kleinere Stückzahlen, und

zum zweiten, bestimmte Kernprozesse, die für die Qualität entscheidend

sind.

Erklären sie mir doch den Begriff Metalface-Wandler

Beim Metalface-Wandler ist die aktive Fläche nicht in Epoxydharz

ausgeführt, sondern komplett aus Edelstahl gefertigt. Diese

Edelstahlmembran ist mit dem Gehäuse komplett verschweißt,

dadurch erreichen wir eine hermetisch Versiegelung. Das Resultat

ist eine hervorragende Dichtigkeit, auch bei Temperaturschwankungen.

Somit ist dieser Sensor für die Anforderungen

der Lebensmittelindustrie geeignet. Er hat keinerlei Kavitäten,

keinerlei Kanten und Ecken, wo sich irgendwelche Bakterien niederlassen

können.

Welche Schweißtechnik verwenden Sie, um diese Verbindung herzustellen

Das ist ein Laserschweißverfahren für Edelstahl.

Eine anschließende Frage: Kann ich aus Kostengründen nicht bestimmte

Kunststoffe verwenden

Also man muss ganz klar sagen, im Food & Beverage-Bereich

gibt es momentan keine bessere Lösung als Edelstahl.

Zum Abschluss noch einmal kurz zusammengefasst, die Stärken von

Pepperl+Fuchs

Unser Firmenmotto 'Sensing your needs' haben wir ganz bewusst

gewählt. Was wir damit ausdrücken wollen, ist, dass wir

ein Sensorhersteller sind, der sich in die Applikation des Kunden

hineindenkt und von dieser Applikation rückwärts eine Technologie

entwickelt. Wir möchten verstehen, was der Kunde mit

dem Sensor machen möchte, um ihm dann eine Technologie bereit

zustellen, die für ihn optimal ist. Das ist eine der ganz wesentlichen

Säulen des Erfolges von Pepperl+Fuchs.

Ich glaube, dass das schon ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor

ist, der uns auch gegenüber anderen positiv abgrenzt, und wir

wollen dieser Linie treu bleiben.

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Das Interview führte

Harald Wollstadt, Chefredakteur IEE

763iee0511

IEE • 5-2011 45


TITELSTORY Feldebene

Applikation

Straßen mit

Ultraschall vermessen

Ultraschallsensoren sind seit mehr als dreißig Jahren als Näherungsschalter mit binärem

oder analogem Ausgang in der Fertigungsindustrie zu finden. Dieses Sensorprinzip

hat in den letzten Jahren auch vermehrt in Anwendungsfeldern Fuß gefasst, in denen

Ultraschallsensoren nicht sofort vermutet werden.

Der Projektauftrag

Das Unternehmen Moba Mobile Automation ist Marktführer

bei OEM-Komponenten für Straßenbaumaschinen und benötigt

eine bewährte Sensortechnik für die Füllstandmessung und für

Referenzierung von Flächen. Mit Einzelsensoren für die Füllstandsmessung

soll zum Beispiel der Materialauftrag gesteuert

werden. Mehrfachsensoren hingegen sollen zum Abtasten von

Referenzflächen, Referenzseil oder Bordstein dienen und die Maschine

bei der Abtragung beziehungsweise dem Aufbringen der

Asphaltschicht steuern. Die Sensoren werden dazu eng in die Ablaufsteuerung

der Maschinenregelung eingebunden. Eine weitere

Problematik sind die engen Einbauverhältnisse für Füllstandsmessung

in der Materialzuführung und dass der heiße Asphalt

die Umgebungsluft über 100°C zusätzlich aufheizt. Zudem sollten

die Sensoren vor einem Verkleben geschützt sein, falls beim

Befüllen der Straßenbaumaschinen heißer Asphalt die verbauten

Sensoren verschmutzt.

Die Projektdurchführung

Moderne Ultraschallsensoren liefern heute auch in widriger Umgebung

stabile Abstandssignale unabhängig von den Eigenschaften

des reflektierenden Objektes. Gerade diese Eigenschaften heben

diese Sensoren von anderen Sensorprinzipien ab und bieten

sich für Applikationen an Straßenbaumaschinen an.

Moba setzt nun Ultraschallwandler von Pepperl + Fuchs ein, die

speziell für hohe Temperaturen entwickelt wurden. Eine glatte

Oberfläche verhindert ein Verkleben des Sensors falls beim Befüllen

heißer Asphalt austritt. Die Sensorelektronik liefert das

Abstandssignal an die vom Anwender eigens entwickelte Reglerelektronik.

Der Sensor gibt dann das adäquate Ausgangssignal

an das entsprechende Ventil zur Mengenregulierung des Materials

am Fertiger. Durch das berührungslose Arbeitsprinzip entfallen

mechanische Paddel. Verschleiß ist kein Thema und die Reinigung

beschränkt sich auf das Abreiben des Sensorkopfes mit einem

Lappen. Die wesentlich anspruchsvollere Aufgabe erfüllt

der sogenannte Sonic-Ski, einen Art Schallvorhang. Mehrere Ultraschallsensoren

von Pepperl + Fuchs bilden diesen Vorhang,

welcher den Abstand zu einem gespannten Referenzseil, einer

Bordsteinkante oder zum Boden misst und an die Steuerung im

Straßenfertiger weitergibt. Hier muss der Abstand millimetergenau

ermittelt werden. Temperaturunterschiede und Wind dürfen

das Messergebnis nicht verfälschen. Durch einen Trick lässt sich

dies auf einfache Art und Weise erreichen. Die Temperatur wird

indirekt ebenfalls mithilfe von Ultraschall ermittelt. Quer zur

Ausbreitungsrichtung des Schallvorhangs wird eine feste Referenzstrecke

mittels Ultraschall vermessen. Temperaturänderungen

verändern den gemessenen Wert für die Referenzstrecke.

Diese Änderung kann direkt zur Laufzeitkompensation des Temperatureinflusses

auf die Messwerte aus dem Schallvorhang verrechnet

werden. Lokal begrenzte Temperatureinflüsse durch

Schlierenbildung über dem heißen Asphalt können so ohne Zeitverzögerung

ausgeglichen werden.

Eine trickreiche Auswertung der verschiedenen Ultraschallköpfe

ermöglicht es, ein dünnes, als Referenz gespanntes Seil, mit hoher

Präzision abzutasten beziehungsweise Schwankungen bei flächiger

Abtastung zu eliminieren. Bei der Seilabtastung wird das Sensorelement

mit kürzestem Abstand zum Seil zur Ermittlung der

korrekten Abstandsinformation herangezogen. Bei einer Abtastbreite

von 25 cm ergibt sich eine Abstandsgenauigkeit von

± 2 mm.

Bei der flächigen Abtastung einer Referenzfläche, beim Anschluss

an eine bestehende Asphaltdecke, werden aus den fünf

Abstandsinformationen diejenigen mit der größten Abweichung

aussortiert. Die verbliebenen Signale werden zur Bildung eines

Mittelwerts herangezogen. Somit ist sichergestellt, dass Hindernisse

und Ungenauigkeiten ausgeschlossen oder minimiert werden.

Um diese sehr speziellen Anforderungen zu erfüllen ist eine

enge Verzahnung des Ultraschallsensors mit der auf die jeweilige

Applikation abgestimmten Steuerung nötig. Um die Varianz der

Sensorkomponenten gering zu halten, wurde ein neuer Sensortyp

entwickelt. Die Auswertung der Ultraschallsignale beschränkt

sich nicht auf eine reine Laufzeitmessung, es werden an einer se-

46 IEE • 5-2011


TITELSTORY Feldebene

Bildquelle: Pepperl + Fuchs

„ Die gegen Umwelteinflüsse

robuste

Arbeitsweise

hat in den

letzten Jahren

neue Anwendungsfelder

für

Ultraschallsensoren

eröffnet.

riellen Schnittstelle die Daten mehrer Echos zur Verfügung gestellt.

Neben der Laufzeit steht auch die Echogüte zur Verfügung.

Über die bidirektionale Schnittstelle kann der Sensor an seine

speziellen Aufgaben angepasst werden.

Arbeitet der Sensor alleine um zum Beispiel den Füllstand in der

Materialsteuerung zu überwachen und zu steuern, ist die Unterdrückung

von störenden Kanten die Herausforderung. Im Sonic

Ski spielen sechs Ultraschallmodule zusammen, um ein dünnes

Referenzseil abzutasten oder die Maschine auf das Niveau der

Anschlussfläche auszuregeln. Fünf Sensoren arbeiten im Parallelbetrieb,

um die Umgebung abzutasten. Ein Wandler sendet das

Ultraschallsignal aus um danach mit den weiteren vier Sensorköpfen

auf Empfang zu gehen. Der sechste Ultraschallsensor arbeitet

um 90° versetzt zur Messrichtung auf einen festen Reflektor.

Mit diesen gemessenem Wert kann der Temperatureinfluss

auf die Abstandsmessung zum Seil oder zum Anschlussniveau

kompensiert werden.

Dieses kundenspezifische Sensor-Modul kann auch zur Lösung

der vielfältigen Applikationen eingesetzt werden. Dieses kann

zusammen mit einem Ultraschallwandler als Standalone-Lösung

im Sende-Empfangsbetrieb arbeiten oder in Kombination mit

weiteren Modulen im synchronisierten Betrieb als Sender oder

Empfänger eingesetzt werden. Diese verschiedenen Arbeitsmodi

werden im Regelfall bei der Montage des Systems festgelegt und

können aber bei Bedarf auch im laufenden Betrieb umgeschaltet

werden. Die im Sensormodul anfallenden Messwerte werden

über eine bidirektionale, schnelle, serielle Schnittstelle an die Maschinensteuerung

übergeben. Über diese Schnittstelle kann auch

die Parametrierung des Sensor-Moduls und damit die Anpassung

an die spezielle Aufgabe vorgenommen werden

Das Projektfazit

Ultraschall kann vielfältige Aufgaben erfüllen. Neben den klassischen

Anforderungen an Näherungsschalter mit einer großen

Bandbreite an Reichweiten und Bauformen lösen Ultraschallsensoren

auch Aufgaben, bei denen sie auf den ersten Blick nicht vermutet

werden. Gerade bei Anwendungen in widriger Umgebung

wie an Baumaschinen kann die Ultraschalltechnik ihre gegen

Umwelteinflüsse robuste Arbeitsweise ideal einbringen.


IEE • 5-2011 47


TECHNIK Feldebene

Bildquelle: Harmonic Drive

Servomotor

Direktantriebe

für Rotationsachsen

Harmonic Drive: Der Torquemotor

Torkdrive ist eine Antriebslösung

für Dynamik, Genauigkeit und Systemsteifigkeit.

Stator und Rotor

werden als Einzelkomponenten ohne

Gehäuse geliefert. Die Funk-

tionsweise entspricht dem eines

Synchron-Servomotors. Der Rotor

ist mit Permanentmagneten versehen,

im Stator befindet sich die

Wicklung. Der Unterschied liegt in

der hochpoligen Ausführung des

Stators und des Rotors. Durch die

Einzelpolwicklung für 400 V AC

wird ein hohes Drehmoment bei

niedrigen Drehzahlen erreicht.

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453iee0511

Gleichstrommotor

Hohe Leistung auf

kleinem Raum

Maxon: 170 W Leistung in einer

handgroßen Umhüllung von 40 x

80 mm finden in dem bürstenlosen

Gleichstrommotor EC 40 Platz. Der

Motor ist mit einem Neodym-Permanentmagnet,

rostfreiem Gehäuse

und geschweißten Flanschen

ausgerüstet. Markante technischen

Kennzeichen sind eine flache

Kennliniensteigung von rund

3,7 min -1 mNm -1 , die mechanische

Anlaufzeitkonstante von 2,1 ms, die

Grenzdrehzahl 18 000 min -1 und

der Wirkungsgrad mit 89 %. Wie alle

Motoren des Unternehmens, ist

auch dieser mit Anbaukomponenten

wie Encodern oder Getrieben

kombinierbar. Neu ist die auf den

Motor abgestimmte Permanentmagnet-Bremse

AB 32 für Betriebstemperaturen

von -40 bis

100 °C. Kompatible Kontroller sorgen

für die Vielseitigkeit des

Kleinstmotors.

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452iee0511

Bildquelle: IAI

Servo-Schlittenachsen

Erfüllt hohe Anforderungen

verschleißarm

IAI: Servomotorantriebe sind im Gegensatz

zu Schrittmotorantrieben

von Vorteil, wenn Dynamik, hohe

Präzision und ein verschleißfreier,

geräuscharmer Antrieb gefordert

sind. Die 230-V-Servo-Schlittenachsen

RCS3-SA8C erfüllen die

Anforderungen hinsichtlich einer

Lebensdauer von 10 000 km, einer

Präzision von ±0,01 mm, einer

Beschleunigung bis 1 G und der

Verfahrgeschwindigkeit von bis zu

1,8 m/s. Die Vorschubkräfte der

Achsen reichen von 57 bis 340 N

bei entsprechenden horizontalen

Zuladungen von 8 bis 80 kg. Die

maximalen Hübe sind von 50 bis

1100 mm angegeben.

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Bildquelle: Koch

Palettiersystem

Flexibel unterschiedliche

Gebinde handhaben

Koch Industrieanlagen: Die Bandbreite

der Palletsystems genannten

Roboter - Palettiersysteme reicht

von Lösungen mit Leistungen von

bis zu 24 Einheiten in der Minute

bis hin zu High-Speed-Systemen,

die in der gleichen Zeit bis zu 100

Gebinde stapeln. Mit ihnen lassen

sich Kartons, offene Trays und Kisten

mit bis zu 100 kg Gewicht, 100

bis 600 mm Länge und 80 bis 500

mm Breite handhaben. Zudem eignen

sie sich für Ballen, Säcke, Kanister,

Fässer, Hobbocks, Eimer und

ähnliche Gebinde. Die Systeme lassen

sich nachträglich an unterschiedliche

Anwendungen anpassen.

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450iee0511

Bildquelle: Keba

Systemlösung

Verpacken ohne Limits

Keba: Kemotion Packaging erlaubt

die rasche und einfache Automation

von Verpackungsprozessen in

Pick&Place und in Palettieranwendungen.

Ein Schwerpunkt liegt da-

bei auf der Integration von Robotern,

Vision-Systemen und Conveyor

Belts sowie auf der einfachen

Konfiguration und Programmierung

der gesamten Maschinen- und Roboterapplikation.

Robotik, SPS und

HMI werden dabei mittels des integrierten

Steuerungskonzeptes zusammengeführt.

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459iee0511

Bildquelle: Oriental Motor

Schrittmotor

Zuwachs

Oriental Motor: Das Unternehmen

führt zwei weitere Baugrößen bei

Zwei-Phasen-Schrittmotoren mit

hoher Auflösung in bipolarer Ausführung

ein. Damit stehen diese

nun in den Rahmengrößen 42 und

56,4 mm zur Verfügung. In der Größe

42 wird ein Haltemoment von

0,2 bis 0,38 Nm erreicht. Der Nennstrom

beträgt 1,5 A pro Phase. Die

größeren Motoren mit Nennströmen

von 1,4, 2,8 oder 4,2 A pro

Phase erreichen Haltemomente

zwischen 0,48 und 1,75 Nm.

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48 IEE • 5-2011


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Neigungssensor

Neigung von zwei

Achsen messen

Allmetallsensor

In nichtbündiger

Kunststoffausführung

Wegaufnehmer

Mit elektronischen

Signalausgängen

Bildquelle: ASM

ASM: Der Überwachungsbereich des Neigungssensors

PTAM5 in Mems-Technik beträgt für eine

Achse ±180° und für zwei Achsen ±60°. Dabei

lassen sich die Messbereiche ab ±15° in

15°-Schritten wählen. Die Auflösung beträgt

0,05° und die Linearität ±0,5°. Untergebracht im

stabilen Edelstahl-Vollgehäuse eignet sich das

Gerät für den Einsatz im Freien.

Bildquelle: Turck

Turck: QP08 heißt das jüngste Mitglied der ferritkernlosen

Familie Uprox+. Der nichtbündige

Faktor-1-Sensor im Kunststoffgehäuse bietet eine

hohe EMV- und Magnetfeldfestigkeit sowie

gegenüber vergleichbaren Sensoren 300 % höhere

Schaltabstände auf alle Metalle. Der Sensor

verfügt über ein kompaktes Gehäuse und hat

einen Schaltabstand von 10 mm.

Bildquelle: Megatron

Megatron: Die potenziometrischen Wegsensoren

der E-Baureihen sind mit Ausgängen ausgestattet,

die für Steuerungen lesbar sind. Darunter

zählen neben der Serie SPR18E die Typen

SPI18E, MMS33E, RC35E, MSL38E und HEM12E.

Die Signalwandler-Elektronik stellt die Standardstrom-

und Spannungssignale 4 bis 20 mA bzw.

0 bis 10 V zur Verfügung.

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Maßnehmer

Wenn es um die Entwicklung innovativer, optoelektronischer

Distanzsensoren geht, nehmen wir es ganz genau. Und

manchmal sieht man uns diese Liebe zum Detail regelrecht

im Gesicht an. Ergebnis dieser Leidenschaft sind Lösungen

die Ihnen einen echten Mehrwert bringen – und uns zufriedene

Kunden.

Willkommen bei den Spezialisten für optoelektronische

Distanzsensoren – Willkommen bei den sensor people

Lichtschnittsensoren LPS und LRS zur Objektvermessung

und -erkennung über Distanzen bis zu

800 mm – die kostengünstige Alternative in vielen

Einsatzbereichen.

Weitere Informationen und Produktdetails unter

www.leuze.de

Leuze electronic GmbH + Co. KG – In der Braike 1 – D-73277 Owen

Telefon +49 (0) 7021 / 573-0 – www.leuze.de

interpack

Düsseldorf 12. – 18. Mai 2011

Halle 13, Stand A94


TECHNIK Feldebene

Bildquelle: alle Bilder Deltalogic

Bei der Produktion von 1,5 Millionen

Hektolitern Weißbier pro Jahr

fällt eine Menge Biogas an, das

die Brauerei nun als Energiequelle

nutzt.

Datenlogger überwacht Brennstoffzelle

Energie aus Abfall

Im hart umkämpften Biermarkt steigen die Energie- und Rohstoffkosten und damit die

Herstellungskosten. Erdinger Weißbräu setzt deswegen auf ein eigenes Energiemanagement

und senkt so den Energiebedarf pro Hektoliter Bier um 40 %. Im vergangenen

Jahr integrierte das Unternehmen zusätzlich eine Brennstoffzelle in die betrieblichen

Energie- und Stoffströme, um aus ungenutzten Abfällen Energie zu machen.

Bei der Reinigung von Produktionsabwasser

in einer betriebs-

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Außer-

ist möglich. An der Brennstoffzelle

die Brennstoffzelle alle vergleichbaren chert sie ab. Auch eine Historien-Anzeige

eigenen Vorkläranlage von Erdinger

dem lässt sich ein bisher nicht verwendbarer

kommt die Software zur Anzeige und

Weißbräu entsteht Biogas. Dieses

wird nun aufgefangen und direkt abgeführt.

Die Brennstoffzellenanlage des

Typs Hotmodule HM 300 setzt das Biogas

in einem elektrochemischen Prozess in

Strom und Wärme um. Rund 50 % des

Energiegehalts des Biogases wandelt die

Brennstoffzelle in Strom und etwa 40 %

in rund 400 °C heiße Abwärme. Mit einem

Wirkungsgrad von 90 % übertrifft

Reststoff einer energetischen Nut-

zung zuführen.

Energiedaten zentral sammeln

Für das integrierte Energiemanagement

lieferte das Unternehmen Deltalogic Automatisierungstechnik

aus Schwäbisch

Gmünd die Datenlogger-Software Accon-

S7-Easylog. Der Datenlogger liest Daten

aus der SPS aus, zeigt diese an oder spei-

Speicherung der aktuellen Leistungsdaten

in einem Display zum Einsatz. Im gesamten

Betrieb wird die Software eingesetzt,

um in festgelegten Intervallen Zählerstellen

für Strom, Wasser, Temperaturen,

Durchflussmengen oder Füllstände abzufragen

und die Daten zu sammeln.

Vor dem Einsatz der Software mussten

Arbeiter die im gesamten Firmengelände

verteilten Zählerstellen zeitaufwendig


TECHNIK Feldebene

[1]

Anwender im Detail

Erdinger Weißbräu

Die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu ist nach eigenen

Angaben Weltmarktführer im Marktsegment

Weißbiere. Mit rund 450 Mitarbeitern produziert

die oberbayrische Brauerei einen Jahresausstoß

von über 1,5 Millionen Hektolitern Weißbier

pro Jahr. Mittlerweile wird der bayerische

Weißbier-Klassiker in über 70 Länder rund um

den Globus exportiert. Nach wie vor wird ausschließlich

in Erding, der ehemaligen Herzogstadt

nördlich von München, gebraut. Neben

dem Klassiker Erdinger Weißbier gibt es acht

weitere Sorten wie dunkles oder kristallklares

Weißbier, Erdinger Weißbier Pikantus Dunkler

Weizenbock oder Erdinger Alkoholfrei.

kontrollieren und die Daten manuell zusammenführen.

Heute liest der Datenlogger

die Betriebsdaten automatisch aus

und speichert sie ab oder zeigt Abweichungen

von der Norm direkt an. Anlagenstillstände

kann der Datenlogger

ebenso leicht überwachen wie das Überschreiten

von Soll-Werten.

Einfach an die SPS anbinden

Der Datenlogger ist anwenderfreundlich

konzipiert, sodass der Systembetreuer die

Software ohne spezielle Programmierkenntnisse

schnell in Betrieb nehmen

kann. Das erleichtert den Einsatz im Alltag.

Die Software setzt auf die bestehende

Programmierung auf und verändert diese

nicht. Das Auslesen der Daten aus der SPS

kann entweder zeit- oder prozessgesteuert

geschehen. Die Datei- und Pfadnamen

können Aktualwerte aus der SPS enthalten.

Der Datenlogger unterstützt MPI,

Profibus, PPI und TCP/IP für den SPS-Zugriff.

Auch die Quittierung an der SPS

nach der Protokollierung ist möglich.

Die Daten werden als CSV-Datei gespei-

[2]

[1] Rund 50 % des Energiegehalts des Biogases

wandelt die Brennstoffzelle in Strom und etwa

40 % in rund 400 °C heiße Abwärme.

[2] Um die Herstellungskosten zu senken setzt

das Unternehmen auf ein integriertes Energiemanagement.

chert und lassen sich mit PC-Programmen

wie Microsoft Excel anzeigen und weiterverarbeiten.

Alle gängigen Kommunikationswege

zur S7-200, S7-1200, S7-300

und S7-400 unterstützt sie. Sonderanpassungen

der Software für Spezialanwendungen

sind kostengünstig erhältlich.

Autor

Rainer Hönle

ist Geschäftsführer der Deltalogic Automatisierungstechnik

GmbH in Schwäbisch Gmünd.

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TECHNIK Feldebene

Bildquelle: Micro-Epsilon

Triangulationssensor

Mit blauem Laser

Micro-Epsilon: Ab sofort gibt es einen

Triangulationssensor mit Blue-

Laser-Technik. Das blau-violette

Laserlicht dringt bei Metall und auf

organischen Stoffen durch die kürzere

Wellenlänge nicht in das

Messobjekt ein, sondern bildet auf

der Oberfläche einen minimalen

Laserpunkt und sorgt damit für stabile

und präzise Ergebnisse auf

sonst kritischen Messobjekten. Die

Sensoren sind mit High-end-Objektiven,

intelligenter Lasersteuerung

und Auswerte-Algorithmik

ausgestattet. Die Blue-Laser-Technik

ist bei den Lasersensoren

OptoNCDT 1700 optional erhältlich.

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504iee0511

Zähler und Tachometer

Erweiterte Produktreihe

Crouzet: Die nunmehr aus 120 Zählern

und Tachometern bestehende

Produktreihe hat ein Update erfahren:

Sie sind nicht nur ergonomisch

geformt, sondern bieten mehr

Funktionen und Kombinationsmöglichkeiten

an den Eingängen. Eine

zweizeilige LCD-Anzeige, wahlweise

zweifarbig oder hinterleuchtet,

erlaubt ein besseres Ablesen der

Daten. Allen gemein sind die Zählfrequenzen

von bis zu 50 kHz. Die

Versorgungsspannung der elektronischen

Zähler reicht von 10 bis

60 V, in Gleich- und Wechselstrom.

Die Bauformen von 15 x 32 mm bis

48 x 48 mm im modularen 35-mm-

Gehäuse machen sie zur Montage

auf einer DIN-Schiene geeignet. Mit

Schraubsteckverbindern lassen

sich die Systeme leicht installieren.

Für Stromverbrauchskontrollen

verfügen die Zähler über einen Impulsausgang.

Für raue Umgebungsbedingungen

sind die Geräte

mit IP65- oder IP52-geschützter

Gerätevorderseite im Angebot.

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503iee0511

Bildquelle: HBM

Messverstärker

Flexibel bei

Vielkanalanwendungen

HBM: Um eine hohe Flexibilität in

vielkanaligen Anwendungen mit

größtenteils aktiven Sensoren oder

Beschleunigungsaufnehmern zu

ermöglichen, gibt es jetzt den

MX1601, einen 16-Kanal-Messverstärker.

Damit lassen sich alle phy-

sikalischen Messgrößen erfassen.

Außerdem erlaubt er, stromgespeiste

piezoelektrische Aufnehmer

(IEPE/ICP) anzuschließen. Das

Messverstärkermodul lässt sich

einfach konfigurieren und unterstützt

das sogenannte Transducer

Electronic Data Sheet (TEDS), mit

dem eine automatische Erkennung

und Konfiguration angeschlossener

Sensoren möglich ist.

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501iee0511

Bildquelle: National Instruments

WSN-Gateway

Kommunikations- und Messfunktionen

für Wireless

mierbares WSN-Gateway, das sowohl

mit den WSN-Messknoten als

auch mit anderer Hardware über

eine Reihe offener Kommunikationsstandards

verwendet werden

kann. Es kombiniert einen Labview

Real Time Controller mit integriertem

WSN-Sender/Empfänger, sodass

Anwendungen lokal auf dem

Gateway ausgeführt werden können.

National Instruments: Das Unternehmen

bietet ein WSN-Gateway

an, mit dem die Kommunikationsund

Messfunktionen der Plattform

für Wireless-Sensornetzwerke von

NI erweitert werden. Beim NI 9792

handelt es sich um ein programinfoDIRECT

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507iee0511

Bildquelle: Festo

Schutzhaube

Sicher unter der Haube

Festo: Die Schutzhaube CAFC bietet

Sicherheit für Atex-Zone 2/22 und

ist zum Schutz der CPX/MPA-Ventilinsel

konzipiert. Auf vormontierter

Installationsplatte gibt es die Haube

auch als einbaufertige Lösung.

Gestuft in 100-mm-Schritten lässt

sich die schlagfeste Haube in der

Länge beliebig erweitern. Sie lässt

sich mit einem Handgriff aufklappen,

was den Installations- und

Wartungsaufwand senkt. Hierzu

trägt auch die Wanddurchführung

der Schläuche und Leitungen bei.

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650iee0511

Bildquelle: Dostmann

Temperaturmessgeräte

Großer Messbereich

Dostmann Electronic: Neun Handgeräte-Modelle

der P700-Serie

sind nun zur Messung von Temperatur

und Luftfeuchtigkeit erhältlich.

Die Handgeräte messen mit

dem Platinfühler Pt100 im Bereich

von -200 bis 850 °C und mit Thermoelementen

bis 1760 °C bei einer

Auflösung von 0,1 °C. Die Auflösung

der Messgeräte P750, P755

und P755-Log liegt im Bereich von

-199,99 bis 199,99 bei 0,01 °C,

sonst 0,1°C. Die Auflösung des

P795 reicht bis 0,001 °C.

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506iee0511

52 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

Bildquelle: Lütze

Zange

Ganz fest im Griff

Lütze: EMV-Schirmklammern sind

ein einfaches Mittel zur Schirmkontaktierung

von Leitungen und werden

in sehr großen Mengen im Anlagenbau

verwendet. Oftmals

kommt es vor, dass Monteure zur

Demontage einer Klammer

Schraubenzieher verwenden. Nur

mit Schraubendreher ausgebaut,

ist die entfernte Klammer verbogen

oder komplett beschädigt. Will man

nun einen neuen Leitungsschirm

kontaktieren, fehlt ausgerechnet

dann eine neue Schirmklammer.

Mit der Zange ZSD wird das Entfernen

einfach: die Klammern bleiben

unbeschädigt und können erneut

eingesetzt werden.

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651iee0511

Energieverteiler

Schlüssel zur Energieeffizienz

lauf der Verbrauchswerte wird analysiert

und für Einsparmaßnahmen

und Verlaufsanalysen gespeichert.

An den Energieverteilern können

gezielt Freischaltungen im Netzwerk

zur Vermeidung von Lastspitzen

oder auch zur Energieeinsparung

zum Beispiel in Produktionspausen

oder am Wochenende vorgenommen

werden.

Harting: Das Unternehmen hat intelligente

Energieverteiler entwickelt,

die z.B. die Struktur des

Verteilernetzes automatisch erkennen,

die Verbrauchswerte messen

und übertragen und so Condition

Monitoring im Netzsegment ermöglichen

– ohne zusätzlichen Installations-

und Programmieraufwand.

Ein Industrie-PC dient zur Visualisierung,

zum Sammeln der

Messwerte und als Kommunikationsschnittstelle

zum Ethernet. Die

Struktur des Netzwerks in einer Anlage

wird durch intelligente Verteiler

erkannt und dargestellt. Der VerinfoDIRECT

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652iee0511

USB-Messmodule

Multifunktions-Module mit USB-

2.0-Anschluss

Bildquelle: Data Translation

Data Translation: Mit den Modellen

DT 9812-10V, 9813-10V und

9814-10V gibt es drei Multifunktions-Module

mit USB-2.0-Anschluss.

Sie verfügen über acht, 16

oder 24 analoge Eingänge mit

12 Bit, zwei analoge Ausgänge und

Jacob: Mit der Perfect Fix Kabelverschraubung

werden die Montagezeiten

in der Produktion und für

Wartungsarbeiten verkürzt. Weiterer

Vorteil: Es ragt kein Gewinde

mehr ins Schaltschrankinnere. Das

zahlt sich bei beengten Platzverhältnissen

im Schrank- bzw. Gehäuseinneren

positiv aus. Die Montage

der Kabelverschraubung ist

einfach. Beim Ein- und Ausbau wird

die Befestigungsmutter von außen

in die Durchgangsbohrung gesteckt

und auf dem Linksgewinde

festgezogen. Die Hutmutter aus Po-

einen Counter/Timer für Frequenzmessungen

oder für Impulsgeber.

Je nach Modell ist ein 8- bzw.

16-Bit-Digital-I/O-Port erhältlich.

Die Eingangsspannung reicht von

-10 bis 10 V, ein Eingangswiderstand

von 10 MOhm sorgt für präzise

Messwerte. Die analogen Einund

Ausgänge lassen sich unabhängig

voneinander mit Abtastraten

bis 50 kHz betreiben.

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Kabelverschraubung

Einfach, praktisch und fix

lyamid besitzt ein Rechtsgewinde

und kann anschließend mit jedem

Standardwerkzeug fest verschraubt

werden. Die Kabelverschraubung

erfüllt die hohen Dichtigkeitsvorgaben

der Schutzklasse

IP65, der Einsatz ist in extremen

Temperaturbereichen von -20 bis

100 °C ist problemlos möglich.

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505iee0511

657iee0511

250 °C – Hitzefrei

Nicht für die

induktiven Hochtemperatursensoren

vom Sensorspezialisten

EGE. Für diese sind

Dauertemperaturen

bis 250 °C kein Problem.

• 250 °C Dauertemperatur

kein Problem

• Sensorkopf einfach

austauschbar

• Mit Metall-Panzerkabel

EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH

Ravensberg 34 • D-24214 Gettorf

www.ege-elektronik.com • Tel. 04346 - 41580


TECHNIK Feldebene

Bremswiderstand oder Rückspeisung

Suche nach der

besseren Alternative

In der elektrischen Antriebstechnik wird die Rückspeisung von elektrischer Energie ins

Netz beim Abbremsen als die Energiespar-Lösung gehandelt. Doch dies muss nicht

zwangsläufig in allen Fällen sinnvoll sein – der klassische Bremswiderstand wäre oft die

bessere Alternative.

Bildquelle: alle Bilder Frizlen

Leistungswiderstände kommen in

unterschiedlichen Anwendungen,

beispielsweise als Bremswiderstände

in der elektrischen Antriebstechnik,

zum Einsatz.

54 IEE • 5-2011

In der elektrischen Antriebstechnik

kommen heute häufig Servomotoren

zum Einsatz, die von Frequenzumrichtern

angesteuert werden. Über einen

Gleichrichter, einen Gleichstromzwischenkreis

und einen anschließenden

Wechselrichter können die Drehzahl und

das Drehmoment des Motors präzise geregelt

werden. Im sogenannten Vierquadranten-Betrieb

kann der Frequenzumrichter

den Motor in beide Drehrichtungen

sowohl beschleunigen als auch abbremsen.

Beim Bremsen wird dabei Energie

in den Zwischenkreis zurück gespeist.

Da der Zwischenkreis nicht unbeschränkt

Energie aufnehmen kann, wird

diese – falls es der Umrichter zulässt – ins

Netz rückgespeist. Alternativ kommt ein

Bremschopper zum Einsatz, der bei Bedarf

Energie in einem angeschlossenen

Bremswiderstand in Wärme umwandelt.

Wirtschaftliche Alternative

Energierückspeisung ins Netz scheint generell

eine gute Idee zu sein. Statt die überschüssige

Energie einfach in einem Bremswiderstand

zu verheizen, lässt sie sich in

anderen Verbrauchern sinnvoll einsetzen.

Dass die Rückspeisung aber nicht in allen

Fällen die günstigste Alternative ist, lässt

sich mit einem Blick auf die gesamte Wirtschaftlichkeit

erkennen. Zunächst einmal

ist ein rückspeisefähiger Vierquadranten-

Umrichter in der Regel teurer als ein vergleichbarer

Umrichter mit Bremschopper

und Bremswiderstand. Zusätzlich sollte

bedacht werden, dass die zusätzlichen gesteuerten

Leistungshalbleiter im Regelbetrieb

zu einer höheren Verlustleistung

führen. Ein rückspeisefähiger Umrichter

rechnet sich also nur dann, wenn regelmäßige

Beschleunigungs- und Bremszyklen

auftreten. In jedem Fall sollte die wirtschaftliche

Betrachtung alle Faktoren,

wie Anschaffungskosten, Betriebskosten,

Verluste im Regelbetrieb und mögliche

Energieeinsparung durch Rückspeisung,

detailliert berücksichtigen.

Einige Anwendungen lassen sich ohne

Bremswiderstände kaum oder nur schwer

realisieren. Dazu gehören beispielsweise

Anwendungen, in denen ein Not-Aus realisiert

werden muss. So sind bestimmte

Anlagenteile innerhalb vorgeschriebener

Zeiten gefährdungsfrei still zu setzen,

wenn ein Notfall eintritt beziehungsweise

ein Not-Aus betätigt wird. Eine Rückspeisung

ist in solchen Anwendungen wirtschaftlich

kaum sinnvoll, da nur im Notfall

– also sehr selten – Energie ins Netz

zurückgespeist würde. Ganz abgesehen

von der Situation, dass im Notfall eventuell

gar kein Netz für eine Rückspeisung


TECHNIK Feldebene

[1] Die Leistungswiderstände sind auf Keramikrohre

gewickelt. Je nach Anforderungen der Anwendung

sind die Widerstände in unterschiedlichen

Konfigurationen erhältlich.

[2] Durch den modularen aufbau lassen sich die

Leistungswiderstände platzsparend im schaltschrank

unterbringen

[1]

zur Verfügung steht. Neben der wirtschaftlichen

Betrachtung sind hier auch

Aspekte der Sicherheit zu berücksichtigen.

Um entsprechende Sicherheitsvorschriften

zu erfüllen, führt in solchen Anwendungen

kaum ein Weg am Einsatz eines

Not-Aus-Bremswiderstands vorbei.

[2]

Normen sichern die Netzqualität

Um die Netzqualität in elektrischen Versorgungsnetzen

zu garantieren, müssen

die Rückwirkungen von angeschlossenen

Geräten auf ein gewisses Maß begrenzt

werden. Für Netzrückwirkungen elektrischer

Geräte durch Oberschwingungen

gelten je nach Gesamtstrom-Aufnahme

die Normen DIN EN 61000-3-2 (für Ströme

bis 16 A) eziehungsweise DIN

EN 61000-3-12 (für Ströme zwischen 16

bis 75 A). Selbstverständlich gelten diese

Normen auch für die Rückspeisung von

Bremsenergie durch Frequenzumrichter.

Um die Normen erfüllen zu können, sind

in der Regel zusätzliche Filterelemente

notwendig, die wiederum in ihren Grundelementen

aus Kombinationen von Induktivitäten,

Kondensatoren und Leistungswiderständen

bestehen.

Netzrückwirkungen beziehungsweise

Störungen können auch aus der Verwendung

regenerativer Energiequellen resultieren.

In den vergangenen Jahren hat die

aktuelle energiepolitische Situation dazu

geführt, dass der Anteil der elektrischen

Energie, der mit Windenergie- und Photovoltaikanlagen

erzeugt wird, stetig ansteigt.

Auch in diesem Bereich gibt es zahlreiche

Anwendungen für Leistungswiderstände.

Außer als Bremswiderstand kommen

Leistungswiderstände hier als Filter-,

Anlass-, Überschalt-, Symmetrier-, Lade-,

Entlade- und Haltestromwiderstände für

Leistungshalbleiter zum Einsatz.

Als rein passive Elemente sind Widerstände

servicefreundlich und müssen nicht gewartet

werden. Da sie ohne Leistungselektronik

und aktive Teile auskommen,

ist ihre durchschnittliche Lebensdauer in

der Regel länger als die der Anlage, in der

sie zum Einsatz kommen. Außerdem sind

Widerstände unempfindlich gegenüber

Störungen und Schwankungen in der

Netzqualität. In Netzen mit schlechter

oder wechselnder Netzqualität ist daher

eine Rückspeisung eventuell auch schon

generell ausgeschlossen. Da Widerstände

in der Regel aus wenigen Grundrohstoffen

bestehen, lassen sie sich mit wenig

Aufwand recyclen, sodass ein Großteil

der Rohstoffe wiederverwertet werden

kann.

Leistungswiderstände vom Spezialisten

Eine große Palette an Leistungswiderständen

bietet Frizlen an. Die Palette umfasst

Widerstände im Leistungsbereich von 10

W bis 300 KW. Darüber hinaus bietet das

Unternehmen Leistungswiderstände an,

die die Schutzart IP67 erfüllen. Für das

Abführen großer Wärmemengen sind

auch wassergekühlte Modelle erhältlich.

Alle wichtigen Baureihen haben eine UL-

Zulassung und können damit auch in den

amerikanischen und kanadischen Markt

geliefert werden.

Autor

Joachim Klingler ist stellvertretender Vertriebsleiter

bei Frizlen in Murr.

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751iee0511

PRÄZISE

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Interpack/Düsseldorf

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TECHNIK Feldebene

Bildquelle: alle Bilder Redaktion CHEMIE TECHNIK

Im Rahmen der PI Conference in

Karlsruhe diskutierten Hersteller

und Anwender das Thema 'Ethernet

in der Prozessautomatisierung'.

PNO-Podiumsdiskussion: Ethernet in der Prozessautomatisierung

„Den Ethernet-Krieg

verhindern“

Kaum hatte die BASF auf der zweiten PI-Konferenz im Februar ihr zweites Profibus-

PA-Großanlagenprojekt vorgestellt, da diskutierten die Protagonisten der Bus-Kommunikation

bereits intensiv über die nächste Bus-Generation: Ethernet soll ins Feld einziehen.

Doch wie tief und mit welchem Nutzen – darüber scheiden sich die Geister.

Es klingt, wie das Pfeifen im Wald:

„Der Feldbus ist in der Chemie

angekommen.“ Irgendwo schon,

aber noch längst nicht in der Breite der

deutschen Chemie. Das wurde auf den

jüngsten Anwenderkonferenzen der für

die Prozessindustrie relevanten Feldbusorganisationen

erneut deutlich: Ende Januar

bei der Foundation-Fieldbus-Anwenderkonferenz

in Leverkusen und Mitte

Februar bei der PI-Conference der Profibus-Nutzerorganisation

in Karlsruhe.

Während in Leverkusen über ein erstes

FF-Großprojekt bei Bayer Materialscience

in China berichtet wurde, stellte in

Karlsruhe Gerd Niedermeyer, BASF, die

zweite Profibus-PA-Großinstallation des

Chemiekonzerns vor. Wir erinnern uns:

Die Fieldbus Foundation wurde 1994 gegründet,

den Profibus gibt es seit 1989,

und an dessen eigensicheren Ausprägung

für die Prozessautomatisierung (Profibus

PA) wird ebenfalls seit 1994 gearbeitet.

Doch vor allem aus Sicht der Hersteller

von Automatisierungstechnik spricht einiges

dafür, dass der nächste Schritt zur

Kommunikation im Physical Layer – das

ist die Verbindung zwischen Prozessleitsystem

und Feldgeräten in der Anlage –

Ethernet heißen könnte. „Wahrscheinlich

führt an Ethernet kein Weg vorbei, weil

das die Technologie ist, an der die ganze

Welt arbeitet“, nennt Hans-Georg

Kumpfmüller, Siemens, im Rahmen einer

von Dr. Reinhard Hüppe, ZVEI, geleiteten

Podiumsdiskussion, einen Grund. Mit

Profinet setzt die Profibus Nutzerorganisation

bereits seit einigen Jahren auf die

aus der Bürokommunikation stammende

Busvariante. Bislang vor allem in den diskreten

Prozessen der Fertigungsindustrie,

künftig – so der Wunsch der Protagonisten

– soll diese Technik auch in Feldanwendungen

der Prozessindustrie hineinwachsen.

Doch wer hat welchen Nutzen davon

Und macht der Einsatz der Ethernet-Technik

in Feldgeräten – das Spektrum reicht

vom Temperaturmessumformer bis zur

komplexen Antriebssteuerung – überhaupt

Sinn Die erste Frage warf Michael

Pelz in der Diskussion als Vertreter der

Namur gleich in aller Deutlichkeit auf:

56 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

„Wahrscheinlich führt an

Ethernet kein Weg vorbei.

Hans-Georg Kumpfmüller, CEO Sensors & Communication

bei Siemens



Wir Anwender fragen uns,

wo der Mehrwert durch

den Einsatz von Ethernet

entstehen soll.

Michael Pelz, Clariant, Obmann des Namur-Arbeitskreises

2.6 Feldbus

Ethernet ist längst im Feld

angekommen.

Dr. Raimund Sommer, geschäftsführender Direktor

bei Endress+Hauser Process Solutions

Erfüllen Sie die

Maschinenrichtlinie

und steigern Sie die

Maschinenleistung – mit

integrierter Sicherheit

Ab dem 1. Januar 2012

müssen Sie entweder

„Selbst der Ersatz von Profibus DP als

Backbone für Remote-IOs durch Ethernet

hat in der praktischen Umsetzung noch

seine Tücken. Deshalb fragen wir Anwender

uns schon, wodurch für uns eigentlich

der Mehrwert durch den Einsatz von

Ethernet im Feld entstehen soll.“ Aus

Herstellersicht lässt sich die Frage einfacher

beantworten: Niedrigere Entwicklungskosten,

größere Mengeneffekte, einheitliche

Strukturen und einfachere

Know-how-Pflege zählen zu den Pluspunkten

auf der Anbieterseite.

Wem nutzt Ethernet in the Field

Dass jedoch auch auf der Anwenderseite

Mehrwert entsteht, ist aus Sicht von Dr.

Raimund Sommer, Endress+Hauser, bereits

klar zu erkennen: „Maschinenbauer

und OEM-Kunden fragen nach Geräten

mit Ethernet-Anschluss. Sie wollen die in

ihren Anlagen vorhandene Ethernet-

Struktur nutzen.“ Vor allem für Vier-Leiter-Geräte

wie Durchflussmesser sieht

Sommer den Bedarf: „Ethernet ist längst

im Feld angekommen, wir machen bereits

erste Gehversuche mit solchen Geräten

und lassen uns vom Bedarf der Kunden

ziehen.“ Achim Laubenstein, ABB, sieht

den Nutzen vor allem in der Einsparung

von Kabeln, Schaltschränken und zur

Kommunikation mit komplexen Feldgeräten:

„Ethernet hat sich als Backbone

für die Systeme bewährt und wird auch in

die Prozessautomatisierung Einzug halten.“

Er sieht den Nutzen allerdings eher

für die Kommunikation mit Motorsteuerungen

und zu Regelungszwecken. „Wo

liegt der Vorteil, einen Temperaturmessumformer

an eine 10-Megabit-Ethernetleitung

anzuschließen“, zweifelt Laubenstein.

Eine Sichtweise, die Michael Pelz

teilt: „Wir führen jetzt Feldbustechnik ein

und nutzen die inzwischen akzeptierten

Vorteile. Doch das ist noch längst nicht

flächendeckend im Einsatz. Was wir uns

im Moment nicht vorstellen können, ist

unsere einfachen Feldgeräte über Ethernet

anzubinden. Wir sind froh, wenn uns

das irgendwann problemlos für Umrichter

und Motorcontroller gelingt. Trotzdem

stellt sich die Frage, wird ➜

die funktionalen

Sicherheitsnormen

EN ISO 13849-1 bzw. EN/IEC 62061

anwenden oder direkt die Anforderungen der

Maschinenrichtlinie erfüllen. Funktionale

Sicherheitsnormen ermöglichen Ihnen den

Einsatz integrierte Sicherheitslösungen, mit

denen Sie die Produktivität und Leistung

Ihrer Maschine steigern können. Noch ist

Zeit, versäumen Sie es nicht mit Rockwell

Automation zu sprechen, einem der

führenden Anbieter sicherheitstechnischer

Lösungen für Maschinen und Anlagen.

Besuchen Sie uns unter:

www.scalabletechnology.eu/de/adv

Copyright © 2011 Rockwell Automation, Inc. All Rights Reserved. 2011


TECHNIK Feldebene

Technik im Detail

Gemeinschaftsstand

auf der Hannover Messe

Die Organisationen FDT Group, Fieldbus Foundation

(FF), Hart Communication Foundation (HCF)

sowie Profibus & Profinet International (PI) haben

sich auf der diesjährigen Hannover Messe erstmals

zu einer gemeinsamen 'Field Communication

Lounge' zusammengeschlossen. Im Rahmen

der Gemeinschaftsaktion in Halle 9, Stand

D05 boten die Organisationen ein an allen Messetagen

stattfindendes Forum an, in dem Experten

Technologien, Lösungen und Applikationen in

Form von Vorträgen präsentiert wurden.


es durch Ethernet wirklich einfacher oder

statt dessen nur noch komplexer“

Insbesondere für die sicherheitskritischen

Anwendungen in den Ex-Zonen der Chemie

sowie der Öl- und Gasindustrie

kommt dazu, dass die bisherige Ethernet-

Technik noch nicht reif für den Einsatz im

Ex-Bereich ist.

Doch Ethernet ist nicht gleich Ethernet.

Von mindestens 27 Protokollvarianten

berichtete Raimund Sommer, und Hans-

Georg Kumpfmüller plädierte dafür, zunächst

in einer 'Ethernet-Initiative' einen

Standard festzulegen. „Wir laufen sonst

Gefahr, dass ein Hersteller mit einem System

vorprescht und ein ähnliches Chaos

entsteht, wie derzeit bei Wireless. Einen

Ethernet-Krieg sollten wir unbedingt vermeiden.“

„Den Ethernet-Krieg haben wir

schon“, meint dagegen Raimund Sommer:

„Aber wir sind bereits in einer Phase

der Bereinigung: Für die PNO ist Profinet

auch eine Integrationsschiene, über die

unterschiedlichste Feldbusse – ob drahtgebunden

oder nicht drahtgebunden – integriert

werden.“ Zudem, so Laubenstein,

biete Ethernet Möglichkeiten, verschiedene

Protokolle auf einem Kabel zu nutzen.

Doch wie ist es um das Thema Sicherheit

und vor allem Security bei zunehmend integrierten

und vom Feld bis zur Unternehmensleitebene

vernetzten Systemen bestellt

Wandern via Ethernet die Viren aus

der Bürowelt bis in die Feldgeräte Hier

kommt eine große Herausforderung auf

die IT-Security zu. „Gewisse Vorteile müssen

oft mit einem Preis bezahlt werden“,

verdeutlicht Sommer. „Es gibt Techniken

wie VPN mit denen wir heute bereits einzelne

Fertigungszellen vor Viren schützen.

Solche Verfahren muss man auch für Prozessanwendungen

nutzen“, erklärte

Kumpfmüller. „Die IT-Security muss in

die Produkte hineinkonstruiert werden“,

erklärte Laubenstein. Doch Michael Pelz

Ethernet wird im Feld einziehen,

aber nicht in Temperaturmessumformern.

Ahim Laubenstein, Manager Fieldbus Standardization

bei ABB Automation Products

sieht ein noch viel weiteres Feld: „Im Moment

gibt es meist noch eine harte Trennung

zwischen IT-Abteilung und Automatisierung.

Wenn Ethernet immer tiefer

in den Prozess wandert, dann muss die IT

mit der Automatisierung zusammenwachsen.

Aber das bedeutet für den Anwender

eine zukünftige Baustelle, um die

er sich an dieser Stelle heute nicht kümmern

muss. Auch das ist ein Punkt, den

man dem Anwender schmackhaft machen

muss, um eine neue Ethernet-Technologie

einzusetzen.“

Autor

Armin Scheuermann

ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK.

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776iee0511

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Link zum Artikel zur Fieldbus Foundation Konferenz


TECHNIK Feldebene

Wireless-M2M-Routerfamilie

M2M-Mobilkommunikation

für die Industrie

Netmodule: Die Wireless Router-

Familie Netbox wurde um die für

Hutschienen-Montage geeignete

Modellreihe NB16xx erweitert. Alle

Modelle arbeiten im Temperaturbereich

zwischen -20 und 70 °C. Zwei

integrierte digitale I/Os ermöglichen

das voneinander unabhängige

Senden und Empfangen von

Signalen. Die Router mit zwei

Ethernet-Ports und einer seriellen

Schnittstelle verbinden dezentrale

Ethernet-Systeme und Netzwerke

über ein 2G/3G+-Modem mit dem

Internet/Intranet. Sie unterstützen

GSM/GPRS/EDGE bzw. UMTS/HSPA

mit bis zu 7,2 Mbps Downlink und

2 Mbps Uplink.

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601iee0511

Multisensorik-Messgerät

Kleine Werkstücke

leicht erkennen

te, glänzende oder kontrastarme

Oberfläche verfügen. Spiegelungen

oder fehlende Kontraste, welche

die korrekte Fokussierung einer

Kamera erschweren, spielen künftig

keine Rolle mehr. Das Werkstück

wird mit gebündeltem weißen Licht

bestrahlt.

Zeiss: Mit dem Multisensorik-

Messgerät O-Inspect lassen sich

komplexe Teile aus verschiedenen

Einsatzgebieten einfach und präzise

prüfen. Hierfür gibt es nun eine

Erweiterung um einen chromatischen

Weißlichtsensor. Mit dem

Sensor lassen sich Bauteile messen,

die weder mit einem Tastsensor

noch mit einer Kamera erfasst

werden können. Dazu gehören kleine

und empfindliche Werkstücke,

die zugleich über eine transpareninfoDIRECT

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556iee0511

58 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

7

Bildquelle: Koco Motion

Bildquelle: KML

Bildquelle: MTS

Schrittfrequenz-Konverter

Vom Schritt- zum Servomotor

Edelstahlsensor

Für sicheres Lenken

Linearschlitten

Adaptieren problemlos möglich

Steuerungstechnik

Plattformunabhängig einsetzbar

Sprint Electric: Der Stromrichterhersteller

hat ein auf Ethernet basierendes,

dezentrales Steuerungssystem

für Antriebe entwickelt.

Das System umfasst ein

grafisches Konfigurationswerkzeug

zur Diagnose und Konfiguration

aller Antriebe im Netzwerk über

das Internet – lokal oder ferngesteuert

– ohne SPS oder übergeordneten

Computer. Die Hardware

besteht aus einem Ethernet Port

und einem Prozessor, der dynamisch

Antriebsinformationen erfasst

und im Ethernet bereitstellt.

Zusätzliche Hardware enthält

Schnittstellen mit Wechselstromantrieben

und Remote-I/O-Module,

welche anderen Steuerungselementen

den Zugriff auf das Netzwerk

ermöglichen. Die Software

bietet Unterstützung bei der Inbe-

Ansteuerung meist weiter verwendet

werden. Das Modul wird zwischen

Controler und Treiber integriert.

Am Schrittmotor wird nur ein

Encoder mit wenigstens 100 Linien

benötigt.

Koco Motion: Mit dem Servotrack

Schrittfrequenz-Konverter lässt

sich ein Schrittmotor wie ein DC-

Servomotor betreiben. Die Steuerung

hat dabei eine schnelle Reaktionszeit

von 50 ns und verarbeitet

Mikroschritte mit 15 Auflösungen

zwischen 10 und 256 Mikroschritten.

Bei der Einbindung in bestehende

Systeme kann z.B. eine bereits

vorhandene Takt-/RichtungsinfoDIRECT

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455iee0511

blemlösungen. In Abmessung und

Leistung sind die Linearachsen vergleichbar

mit anderen am Markt

befindlichen Produkten – jedoch

eine kostengünstige Alternative.

KML: Die Kompakteinheiten von Line

Tech sind nach dem Baukastenprinzip

aufgebaute und einbaufertige

Linearschlitten mit Antrieb. Sie

eignen sich für Anwendungen mit

hohen Präzisions- und Leistungsanforderungen.

Eine Vielzahl von

mechanischen Antrieben wie Zahnriemen

und Kugelgewindetriebe erlauben

anwendungsbezogene ProinfoDIRECT

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bei in Form einer Magnetpille in den

Kolben integriert und meldet die

Position durch die Zylinderwand

aus nicht-magnetischem Material

an den Sensor.

MTS: Der Spezialist für Sensor-

Technologie hat sein Produktprogramm

magnetostriktiver Positionssensoren

für die Mobilhydraulik

um den Edelstahlsensor Temposonics

MB erweitert. Er ist speziell für

den externen Anbau an Hydraulikzylinder.

entwickelt und kannn mit

dem M14x1,5-Gewinde an doppeltwirkenden

Lenkzylindern installiert

werden. Der Magnet ist dainfoDIRECT

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456iee0511

triebnahme mit Echtzeitinformationen

von Antrieb und Netzwerk sowie

eine übersichtliche Benutzerschnittstelle

mit dynamischem Zugriff

auf Maschineninformationen.

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451iee0511

558iee0511

www.omega.de/tr/omusbtemp.html

www.omega.de/tr/omusbtemp.html

www.omega.de/tr/ombdaq24.html

www.omega.de/tr/omel.html

PC-Messtechnik mit USB

OM-USB-TEMP

8-Kanal-USB-Messsystem

• 8 Eingänge für Thermoelmente, Pt100,

Thermistoren, Spannung

• 24 Bit Auflösung

OM-USB-5203

8-Kanal-Datenlogger

• 8 Eingänge für Thermoelmente, Pt100,

Thermistoren, Spannung

• 24 Bit Auflösung

• mit Datenloggerfunktion

• USB-Schnittstelle

OM-USB-TEMP, OM-USB-5203 und

OMB-DAQ-2416 inklusive Treiber für

DASYLab ® und LabVIEW

OMB-DAQ-2416

USB-Multifunktionsmodul

• 16 differentielle Eingänge für

Themoelemente oder Spannungen

• 8 digitale I/O

• 1000 Messungen pro Sekunden

OM-EL-USB-2-LCD

Datenlogger im USB-Stick-Format

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TECHNIK Damals & Heute

[1]

[2]

Bildquelle: Redaktion IEE

Generationen im Vergleich

Antriebssystem

„Man muss das Gestern kennen, man muss auch an das Gestern denken, wenn man

das Morgen wirklich gut und dauerhaft gestalten will“, stellte der erste deutsche Bundeskanzler

Konrad Adenauer einmal fest. Die IEE schließt sich mit dem kleinen Rückblick

'Damals & Heute' dieser Weisheit an und wirft einen Blick auf die Automatisierungstechnik

vor 20 Jahren.

In der Maiausgabe der IEE – damals

noch unter dem Namen 'industrieelektrik

+ elektronik', von dem unser

Akronym IEE stammt – fand sich eine

Meldung des Servoreglers Dima der Firma

Jetter. Die Überschrift der Meldung

'Keine Schnittstelle zwischen Steuerung

und Motorwelle' trifft den Kern der damaligen

Entwicklung. Denn das Ziel war

es, die Antriebstechnik in die Steuerung

sowohl auf der Hardware- und insbesondere

auch auf der Softwareebene schnittstellenfrei

zu integrieren. Der Servoregler

konnte über die Prozess-SPS angesteuert

werden. So konnte die übliche Satzprogrammierung

des Servoteils und die damit

verbundenen Hard- und Software-

Schnittstellen entfallen.

Immer digitaler

„Mit dem Antriebssystem Dima-2 hatte

die damalige Jetter GmbH zwei wichtige

Alleinstellungsmerkmale gegenüber dem

Wettbewerb“, führt Andreas Kraut, Vorstand

Entwicklung und Vertrieb bei Jetter,

aus. „Zum einen war dies einer der ersten

volldigitalen Servoregler, der auf dem

Markt erhältlich war, zum anderen war

die Antriebstechnik vollständig in die

Steuerungstechnik integriert.“

Den Schritt von analog zu digital ging die

Antriebstechnik in den 90ern. Mittlerweile

ist die Digitalisierung längst kein The-

60 IEE • 5-2011


TECHNIK Damals & Heute

[3]

Bildquelle: Jetter

ma mehr. Viele Funktionalitäten von Antriebssystemen

verlagern sich einen

Schritt weiter in die digitale Welt: in die

Software. Kraut kommentiert die momentane

Situation von Antriebssystemen

und die Position seines Unternehmens:

„Heutzutage ist die volldigitale Ansteuerung

von bürstenlosen Servoantrieben

Stand der Technik. Trotzdem haben wir,

was die Integration der Antriebstechnik in

die Software anbelangt, immer noch einen

Vorsprung gegenüber den klassischen

SPS-Systemen. Diesen Vorteil wissen unsere

Kunden sehr zu schätzen.“

Antrieb, Steuerung und Programmierung

Mit der Jetmove-Reihe verfügt Jetter, heute

eine AG, über ein breites Portfolio an

dynamischen Servoverstärkern und -motoren

für jede Leistungsklasse. Der jüngste

Spross der Verstärker-Familie ist der

Servoregler Jetmove 225. Mit einem

Nennstrom von 25 A und einem maximalen

Strom von 50 A ist der Servoregler für

Anwendungen geeignet, bei denen hohe

Drehmomente erforderlich sind. Bei identischen

Außenmaßen wie der Jetmove

215, bietet der 225 mit 7 kW jedoch eine

höhere Dauerleistung. Mit dem Servoregler

lassen sich unterschiedliche Motortypen

mit dem Gerät ansteuern, optional

auch mit 'Sicherer Halt'.

Die Regler und Antriebe kommen bei verschiedenen

Anwendungen in der Industrie

zum Einsatz, sei es als Einzelantriebe oder

auch miteinander koordiniert im Technologie-

und Bahnverbund. Darunter fal-

[1] Die Titelseite der Maiausgabe der IEE im Jahr

1991. Die Themen CAE-Systeme, Bildverarbeitung

und Lichtschranken der damaligen Ausgabe decken

Themen von der Leit- über die Prozess- bis

zur Feldebene ab.

[2] Mit diesem Servoregler machte Jetter seinen

Schritt zur digitalen Antriebssteuerung.

[3] 20 Jahre später ist die digitale Antriebssteuerung

längst Standard. Mittlerweile sind es oft die

Feinheiten der Software, die die Funktionalitäten

eines Antriebssystems ausmachen.

len auch Roboteranwendungen und Technologiefunktionen

wie die Wickelfunktion

oder die fliegende Säge. Im Gegensatz

zur Dima-2, die noch über Registerzugriffe

mit der Programmiersoftware kommunizierte,

bietet das Entwicklungstool

Jetsym dem Anwender heute Setup-, Optimierungs-

und Diagnosefunktionen. Die

Programmierung erfolgt in der Hochsprache

Jetsym STX, in die die Motion-Befehle

eingebunden sind.

Autorin

Melanie Feldmann

ist Redakteurin der IEE.

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750iee0511


TECHNIK Feldebene

Bildquelle: Berghof

Profinet-RT-Anschluss

Steuerungsfamilie aufgerüstet

Berghof: Ab sofort können alle

Steuerungen des Unternehmens

mit einem Profinet-RT-Anschluss

der Conformance Class B ausgestattet

werden. Der Anschluss

gibt damit den Steuerungen den

Zugriff auf den unternehmensweiten

Datentransfer über alle Ebenen

hinweg. Der Profinet-Anschluss

wurde als reine Softwarelösung

implementiert, so steht dem Anwender,

unabhängig von der gewählten

Codesys-SPS-Steuerung,

immer derselbe Funktionsumfang

und dieselbe Performance der

Schnittstelle zur Verfügung.

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600iee0511

CANopen-Katalog

Alles im Blick

CIA: CAN in Automation hat den Online-Produktführer

'CANopen Product

Guide 2011' im Internet und

auf CD-Rom veröffentlicht. 72 Firmen

bieten mit insgesamt 273 Einträgen

einen Überblick über am

Markt erhältliche CANopen-Produkte.

Diese sind nach Kategorien,

Geräte- und Herstellername auffindbar.

Die Einträge umfassen anwendungsspezifische

Geräte, aber

auch generische Geräte wie bspw.

Sensoren und Aktuatoren, Steuerungen,

Bediengeräte, I/O-Module

und Gateways. Im Produktführer

sind auch Software, Literatur und

Dienstleistungen aufgeführt. Jeder

Produkteintrag ist von einem Informationsteil

über weltweite Vertriebskontakte

und technische

Kontakte der Hersteller begleitet.

Zusätzlich bietet die CD-Rom eine

umfassende Einführung in das

CANopen-Protokoll und in die Geräte-

und -Anwendungsprofile.

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608iee0511

Bildquelle: Wiesemann & Theis

Web-I/O

Brückenschlag zwischen

Modbus und Web

Wiesemann & Theis: Die Web-IO-

Produkte sind nun auch über Modbus

TCP ansprechbar. Web-IO erlaubt

nicht nur den Zugriff auf Inputs,

Outputs und Counter. Ein

Modbus-Master kann durch

Schreiben in einem speziellen

Adressbereich etwa per Write Coil

den Versand von frei konfigurierbaren

Meldungen per E-Mails, SNMP-

Trap oder Syslog auslösen. Zudem

stellt das System in Form von

64x16-Bit-Registern virtuellen

Speicher zur Verfügung, der vom

Master beschrieben werden kann.

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603iee0511

Bildquelle: Lyconsys

Industrie-Router

Router mit dem

Iphone oder Ipad konfigurieren

Lyconsys: Künftig lassen sich Industrie-Router

der Serie ERT100

und MRT150N mit dem Iphone und

dem Ipad konfigurieren, da die

web-basierte Router-Konfigurationsoberfläche

überarbeitet wurde.

Dadurch ist es möglich, alle Funktionen

der Router von unterwegs zu

erreichen. Ein App-ähnliches Design

erlaubt es den Nutzern, sich

schnell und intuitiv zurechtzufinden

ohne eine App installieren zu müssen.

Der Zugriff über die Konfigurationsoberfläche

ist für Geräte der

aktuellen Serie bereits eingerichtet.

Für bestehende ältere Systeme

gibt es ein kostenloses Update.

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604iee0511

Sicherheits-Lichtvorhänge

· große Reichweite bis 60 m

· integriertes Schaltgerät

· programmierbare Ausblendfunktion

· montagefreundlich, kompakte Bauform

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PoE

Netzwerke

kostengünstig nachrüsten

Bildquelle: Acceed

net-Ports stehen zur Auswahl, die

High-Power-Variante GPI8001 bietet

für acht Kanäle die Höchstleistung

von 30 W. Der Injektor lässt

sich einfach direkt hinter den

Switch schalten und die für eine

Stromversorgung gewünschten

Kanäle entsprechend durchschleifen.

Alle PoE-Injektoren sind IEEE-

802.3af-kompatibel.

Acceed/Rayon: Ältere Industrie-

Netzwerke lassen sich künftig mit

dem PoE-Injektor nachrüsten, da er

den vorhandenen Switch nahezu

ohne Installationsaufwand PoEfähig

macht. Verschiedene PoE-

Injektoren für 4- oder 8-GBit-EtherinfoDIRECT

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606iee0511

62 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

Bildquelle: Conec

Einbaustecker

Spezialist für Sensorrohrmontage

für den Einsatz bei der Sensorrohrmontage konzipiert.

Die Abdichtung zum Sensorrohr wird abhängig

von der Ausführung radial mit einem

O-Ring oder aber mit einer umlaufenden Dichtlippe

realisiert. Alle Komponenten sind entweder

mit Löt- oder Printkontakten zum direkten Leiterplattenanschluss

lieferbar. Die transparenten

Ausführungen sind mit einer Ausnehmung für die

Aufnahme einer SMD-LED konstruiert.

Conec: Der Spezialist für elektronische Bauelemente

hat die Produktfamilie der Einbaustecker

für die Baugrößen M12x1 und M8x1 ausgebaut.

Einbaustecker dieser Ausprägung sind speziell

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658iee0511

Sinus/Cosinus-Drehgeber

Zusätzliche Absolutspur gibt

Auskunft zur Startkommutierung

Bildquelle: Pepperl+Fuchs

Drehgeber RVK58S bei der Entwicklung SIL3-

und Ple-gerechter Antriebslösungen zur Verfügung.

Dieser ist mit einer zusätzlichen Absolutspur

ausgestattet, um die Rotorlage von Motoren

eindeutig zu detektieren. Der hochauflösende

Sensor liefert 1024 Inkremente pro Umdrehung

und verfügt als weiteres Highlight über eine zusätzliche

Absolutspur mit genau einer Periode

pro Umdrehung.

Pepperl+Fuchs: Um aktuelle Sicherheitsanforderungen

zu erfüllen, setzen Maschinen- und

Anlagenbauer auf den Einsatz sicherer Einzelkomponenten.

Hierfür steht der Sinus/Cosinus-

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457iee0511

Sensor-Konfiguration

Selbstkonfigurierbare Neigungs- und

Beschleunigungssensoren

LIP-Technologie: Um in der Vorentwicklungsphase

die Betriebsparameter von Beschleunigungssensoren

zu ermitteln, wurde die QG65-Serie

nun mit einem achtpoligen Anschluss entwickelt.

Für die Selbstkonfigurierung wird der

QG65-Konfigurator am PC (mit MS-Windows)

installiert, über die serielle Schnittstelle (COM

Port, RS232 Port) und einem Verbindungskabel

erfolgt die Verbindung zum Sensor. Die werksseitig

vorgegebene Konfiguration lässt sich durch

einen Upload vom Konfigurator in den Sensor

laden. Dann beginnt die eigentliche Selbstkonfiguration

des Sensors. Mit der Taste 'Sensor' ist

es möglich, die Offset-Temperatur zu setzen, die

Filterzeiten bzw. Bandbreiten festzulegen und

die Messrichtung des Ausgangs 'Normal' oder

'Reversed' festzulegen. Die Taste 'Zero calibration'

(Nullsetzung) sorgt für die Berichtigung einer

schrägen Einbau- oder Montagelage im Bereich

von max. ±5°. Mit den Tasten 'Output 1-2' lassen

sich die Messbereiche, Winkel oder Beschleunigung,

konfigurieren.

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550iee0511

Spectra Computersysteme GmbH

Mahdenstraße 3

D-72768 Reutlingen

Telefon +49 (0) 71 21 - 143 21 - 0

E-Mail spectra@spectra.de

Internet www.spectra.de

CH: www.spectra.ch

A: www.spectra-austria.at


TECHNIK Feldebene

DIR

LSPTIM

HSPTIM

STEPR

Hardware zur

Ansteuerung

durch interne

CHA

PHA

CURR_A

Uref

CHOPP

PH

Motor Drive IC

(A)

VCC

VMM

MA

MB

MAA

MAB

VMM

VCC

IA

Moto

RESET

INTCOM

PHB

CHB

PH

CHOPP

Uref

VCC

VMM

Motor Drive IC

(B)

MA

MB

MBA

MBB

IB

Bildquelle: Pixelkorn – Fotolia.com

Mikroprozessor

Die Serie über spezielle Ansteuerungsverfahren

von Schrittmotoren

geht weiter und widmet sich

den Schaltungsstrukturen.

CURR_B

Leistungsendstufen

Schrittmotoransteuerungen mit interner Kommutierung (Teil 2)

Schritt für Schritt

angesteuert

Bei der Kommutierung eines Schrittmotors über einen Encoder ergibt sich eine Vielzahl

von Vorteilen: der Motor kann überlastet werden und das Beschleunigen kann in kurzer

Zeit mit dem maximalen Motormoment erfolgen. Wie verhält es sich nun mit der

Schaltungsstruktur, den Steuerabläufen sowie den Bremsen

Die allgemeine Schaltungsstruktur

ist in einer vereinfachten Form in

der Abbildung 1 dargestellt. Für

den Schrittmotor werden durch einen Mikroprozessor

und durch die entsprechende

Firmware die Schrittfrequenzen und

die Schrittzahlen vorgegeben. Es ist erforderlich,

dass dazu die Chopperimpulse

(CHA, CHB) zur Bewertung als logische

Signale vorliegen. Die Bewertung der

Dauer der Chopperimpulse kann durch

die Hardware oder durch die Firmware

erfolgen.

Allgemeine Schaltungsstruktur

Die Wicklungen des Schrittmotors werden

in bekannter Weise durch die Leistungsendstufen

(Motor Driver IC A/B)

angesteuert. Die Amplituden der Motorströme

werden durch die Signale

CURR_A und CURR_B bestimmt. Die

Signale CURR_A und CURR_B können

dabei analoge Signale sein, die die Stromamplitude

stetig zwischen Null und

Imax steuern, es können aber auch Signalgruppen

sein, die logische Pegel haben

und die Stromamplituden in fest abgestuften

Werten einstellen. Die Signale

PHA und PHB bestimmen die Stromrichtung

in den Motorwicklungen. Die Signale

CHA und CHB sind die logischen

Chopperimpulse, die aus den Ausgangsspannungen

der Leistungsendstufen abgeleitet

werden müssen, und die zur Bewertung

der Impulsbreiten benötigt werden.

Gegenwärtig sind keine Ansteuerschaltkreise

bekannt, die die Chopperimpulse

(CHA, CHB) als logische Signale

bereitstellen. Die Firma Trinamic Motion

Control entwickelt und liefert Ansteuer-

64 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

Bildquelle: alle Bilder Siegfried Möller

schaltkreise für Schrittmotoren sowie

kundenspezifische Komplettlösungen.

Das Unternehmen ist dabei, sich sowohl

mit Einzelkomponenten als auch mit Gesamtlösungen

zur Ansteuerung von intern

kommutierten Schrittmotoren zu beschäftigen.

Die Signale DIR, LSTIM,

HSTIM, STEPR, RESET und INTCOM

sind interne Signale, die im Fall der Steuerung

durch Hardware benötigt werden

und die zur Erläuterung der internen Steuerabläufe

hilfreich sind.

[1]

CHA

CHB

RESET

LSPTIM

HSPTIM

DIR

Auswahlschaltung

für die Bewertung

der Signale CHA / CHB

Bewertungsschaltung

für die Dauer der

Chopperimpulse

PHAB

TAKT

INTCOM

Erzeugung der logischen Choppersignale

Solange keine Motortreiberschaltkreise

zur Verfügung stehen, die die Chopperimpulse

als logische Signale anbieten, ist

es die einfachste Möglichkeit, die Chopperimpulse

aus den Ansteuerspannungen

für die Motorwicklungen abzugeleiten,

wie es in Abbildung 2 dargestellt ist. Zur

Gewinnung der logischen Chopperimpulse

wird jeder Motoranschluss über einen

Spannungsteiler (R1/R2) mit dem nichtinvertierenden

Eingang eines Komparators

verbunden. Die invertierenden Eingänge

der Komparatoren sind mit einer

Komparatorspannung U Komp

verbunden,

die die Schaltschwelle für die Komparatoren

definiert. Beim Choppern liegen je

Endstufe entweder die Ausgänge MA

oder MB auf einem hohen Pegel und an

dem jeweils anderen Ausgang schaltet die

Ausgangsspannung zwischen einem niedrigen

und einem hohen Spannungspegel.

Haben die Komparatoren Ausgänge mit

open collector, dann können die Ausgänge

der Komparatoren je Motorwicklung

in der dargestellten Weise als Oderfunktion

zusammengeschaltet werden. Durch

eine Invertierung der Chopperinformation

werden die Choppersignale in der

Form gewonnen, dass für die Signale

CHA und CHB die Stromanstiegszeit und

die Impulse während der Zeit t imp

als positive

Impulse erzeugt werden.

Schaltungsstruktur einer Hardware Lösung

Der Steuerkomplex zur Steuerung eines

intern kommutierten Schrittmotors ist in

Abbildung 3 aufgezeigt und kann in die

dargestellten Funktionskomplexe aufgeteilt

werden. Über das Signal RESET

können alle Schaltungskomplexe in einen

definierten Ausgangszustand gesetzt werden.

Der Schaltungskomplex zur Erzeugung

der Phasensignale PHA, PHB und

STEPR (stepp ready) wird eingangsseitig

von den Signale LSPTIM, HSPTIM, INT-

COM und DIR gesteuert. Das Signal DIR

(direction) definiert die Drehrichtung für

den Motor, und die Signale PHA, PHB bestimmen

die Stromrichtungen in den Motorwicklungen.

Ein L/H-Übergang des Signals LSPTIM

(Low Speed Timer) erzwingt ohne Zusatzbedingung

eine Wicklungsfortschaltung

durch die Signale PHA und PHB.

Das Signal LSPTIM überträgt zusätzlich

durch die Dauer des High-Impulses an die

Bewertungsschaltung zur Bewertung der

Dauer der Chopperimpulse die Zeit t x

,

auf die jeder Chopperimpuls zu überprüfen

ist und die als Einschaltkriterium für

Schaltung zur

Erzeugung der

Signale PHA, PHB

und STEPR

Taktgenerator

PHA

PHB

STEPR

das Signal INTCOM gilt. Die Bewertungszeit

t x

, die als Einschaltkriterium für

das Signal INTCOM gilt, kann mit jedem

Impuls des Signals LSPTIM geändert werden.

Die Zeit t x

, die durch LSPTIM als Einschaltkriterium

für das Signal INTCOM

übertragen wurde, ist dann in der Bewertungsschaltung

für die Chopperimpulse

solange zu speichern, bis ein erneuter Impuls

des Signals LSPTIM übertragen

wird. Über das Signal LSPTIM wird der

Motor gestartet und über eine Beschleunigungskurve

in die Anlauffrequenz f Anlauf

gesteuert, gleichermaßen wird die Bremskurve

des Motors über das Signal

LSPTIM gesteuert.

Das Signal HSPTIM (high speed timer)

gibt die Zielfrequenz für den Motor vor.

Die low-Zeit von HSPTIM enthält die

Schrittzeit für die Zielfrequenz. Nur wenn

beide Signale, HSPTIM und INTCOM

high sind, erfolgt eine Wicklungsfortschaltung.

Während der Beschleunigung

und während einer Überlast für den Motor

ist der High-Speed-Timer abgelaufen,

bevor das Signal INTCOM gebildet wird

und nach high schaltet.

Läuft der Motor mit der Zielschrittfrequenz,

so schaltet das Signal INTCOM

vor dem Ablauf des High-Speed-Timers

bereits nach high. Jeder L/H-Wechsel der

Timersignale LSPTIM oder HSPTIM bewirkt,

dass das Signal STEPR nach high

geschaltet wird, und jeder Wechsel der

Signale PHA oder PHB bewirkt, dass

STEPR wieder zurück nach low geschaltet

wird. Läuft der Motor mit der Zielfrequenz,

dann ist aus dem Tastverhältnis

des Signals INTCOM die Momentreserve

des Motors ableitbar. Die Signale CHA

und CHB sind die logischen Choppersignale,

deren Chopperimpulsbreiten t imp

durch die Bewertungsschaltung bewertet

werden. Das Signal PHAB schaltet mit jedem

Wechsel der Signale PHA oder PHB

und definiert, welches der Phasensignale

PHA oder PHB zuletzt gewechselt hat,

und es bestimmt damit, welches Choppersignal

durch die Bewertungsschaltung zu

bewerten ist. Da zum Zeitpunkt einer

Wicklungsumschaltung in beiden Motorwicklungen

das Choppern asynchron abläuft,

darf durch die Auswahlschaltung

für die Chopperimpulse nicht einfach ➜

[1] Schaltungsstruktur einer Hardware-Lösung.


TECHNIK Feldebene

[2] Signalabläufe vom Start bis zur Anlauffrequenz.

[3] Signalabläufe während der Beschleunigung

bis zur Zielschrittfrequenz.

[4] Signalabläufe während des Laufes mit der

Zielschrittfrequenz und bei Überlast.

zwischen den Chopperimpulsen CHA

und CHB umgeschaltet werden. Um zu

verhindern, dass beim Umschalten nur ein

Teil eines Chopperimpulses der Bewertungsschaltug

zugeführt wird, muss beim

Umschalten eine Totzeit eingefügt werden,

und es muss gewährleistet sein, dass

die Bewertungsschaltung nur komplette

Chopperimpulse bewertet. Die Bewertungsschaltung

für die Dauer der Chopperimpulse

bewertet jeden Chopperimpuls,

ob die vorgegebene Impulszeit t x

unterschritten ist oder nicht.

Wurde die vorgegebene Impulszeit t x

erstmals

unterschritten, dann wird das Signal

INTCOM eingeschaltet, und es erfolgt bis

zum zugehörigen Wechsel des Signals

PHA oder PHB keine weitere

Bewertung der Zeiten der Chopperimpulse.

Das Einschalten des Signals INTCOM

und das Ende der Timerzeit des High-

Speed-Timers sind die Bedingungen für

den Wechsel der Phasensignale PHA oder

PHB. Für das Einspeichern der vorgegebenen

Vergleichszeit t x

und zur Bewertung

der Zeiten der Chopperimpulse ist

ein Takt erforderlich, der durch einen

Taktgenerator erzeugt wird. Anstelle eines

gesonderten Taktgenerators kann

auch ein extern verfügbarer Takt genutzt

werden. Die erforderliche Taktfrequenz

muss so hoch sein, dass die Chopperimpulse

mit einer hinreichenden Genauigkeit

bewertet werden können. Vorteil einer

Hardware Lösung ist, dass alle Abläufe

in Echtzeit ablaufen und dass der Mikroprozessor

durch das Bewerten der

Chopperimpulse nicht so stark belastet

wird.

Software-Lösung zur

Erzeugung des Signals INTCOM

Der gesamte Steuerablauf zur Erzeugung

des Signals INTCOM und zur Steuerung

der Phasensignale PHA und PHB kann

ebenfalls durch Mikroprozessoren erfolgen.

Die Steuerabläufe müssen aber exakt

den Abläufen entsprechen, die im nachfolgenden

Punkt beschrieben sind. Es hat

[2]

[3]

[4]

LSPTIM

HSPTIM

INTCOM

PHA

PHB

STEPR

t z

Zielschrirequenz Überlast Zielschrirequenz

sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Bewertung

der Chopperimpulse und die Erzeugung

des Signals INTCOM, sowie die

Steuerung der Phasensignale PHA, PHB

dann durch einen Subprozessor übernommen

wird.

Steuerabläufe

Die Abbildung 4 zeigt, dass, solange der

Motor steht, beide Timersignale LSPTIM

und HSPTIM low sind, es erfolgt keine

Wicklungsfortschaltung. Der Motor wird

dann über den Low-Speed-Timer

t anl

t z

(LSPTIM) gestartet. Jeder L/H-Übergang

des Signals LSPTIM führt ohne Zusatzbedingung

zu einer Wicklungsfortschaltung

durch die Signale PHA und PHB.

Der L/H-Übergang des Signals LSPTIM

schaltet auch das Signal STEPR nach

high. Ist die Wicklungsfortschaltung

durch den Wechsel der Signale PHA oder

PHB erfolgt, dann wird auch das Signal

STEPR wieder nach low geschaltet. Über

das Signal LSPTIM kann eine beliebige

Beschleunigungskurve realisiert werden,

so dass der Motor mit einer optimalen

66 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

Dynamik in die Anlauffrequenz f Anlauf

gestartet

werden kann. Während des Starts

und des Laufs in die Anlauffrequenz

bleibt das Timersignal HSPTIM konstant

auf low.

Die letzte Schrittzeit für den Anlauf des

Motors beträgt t anl

und wird durch den

Low-Speed-Timer bestimmt. Die Beschleunigungsphase

und der Lauf mit der

Zielfrequenz, zu der die Schrittzeit t z

gehört,

wird durch den High-Speed-Timer

(HSPTIM) gesteuert. Die Schrittzeit t z

des

High-Speed-Timers hat bei einer festen

Zielfrequenz vom Beginn der Beschleunigungsphase

bis zum letzten Schritt mit der

Zielschrittfrequenz stets den gleichen

Wert. Die Beschleunigungsphase ist dadurch

gekennzeichnet, dass die Zeit t z

des

High-Speed-Timers abgelaufen ist, bevor

der L/H-Übergang von INTCOM auftritt.

Erst wenn beide Signale, HSPTIM

und INTCOM high sind, erfolgt die

Wicklungsfortschaltung durch eines der

Signale PHA oder PHB. Die Zielschrittfrequenz

ist dann erreicht, wenn das Signal

INTCOM vor Ablauf der Zeit t z

des

High-Speed-Timers bereits high ist Parallel

zum High-Speed-Timer ist stets der

Low-Speed-Timer erneut zu starten, damit

in dem Fall, dass das Signal INTCOM

nicht oder nicht rechzeitig gebildet wird,

eine Wicklungsfortschaltung erzwungen

wird.

Solange die Bedingung zum Einschalten

des Signals INTCOM erfüllt ist, bevor die

Timerzeit t z

für die angesteuerte Zielschrittfrequenz

abgelaufen ist, läuft der

Motor mit der Zielschrittfrequenz. Tritt

eine Überlast für den Motor auf, dann ist

die Timerzeit t z

bereits abgelaufen, bevor

die Bedingung zum Einschalten des Signals

INTCOM gegeben ist. In diesem Fall

reduziert sich selbständig die Schrittfrequenz

für den Schrittmotor. Die gestrichelten

Linien im Signal des Low-Speed-

Timers deuten an, dass parallel zu jedem

Start des High-Speed-Timers auch der

Low-Speed-Timer erneut mit der Zeit t anl

gestartet wird. Wird aufgrund einer Überlast

bis zum Ablauf der Zeit t anl

des Low-

Speed-Timers das Signal INTCOM nicht

eingeschaltet, so wird für das Signal

LSPTIM ein Impuls generiert, der ohne

weitere Zusatzbedingung zu einer Wicklungsfortschaltung

führt.

Die Steuerung ist somit in der Lage, ohne

Sonderroutinen durch die Firmware auf

eine Überlastung des Motors zu reagieren,

ohne dass Schritte verloren gehen.

Die Überlastung des Motors führt dazu,

dass sich die Schrittfrequenz selbständig

soweit reduziert, bis sich das Motormoment

und das Lastmoment für den Motor

im Gleichgewicht befinden. Das Lastmoment

darf jedoch nicht soweit ansteigen,

dass sich die Schrittfrequenz unter die Anlaufschrittfrequenz

f Anlauf

reduziert. Während

der Steuerung des Motors mit der

Zielschrittfrequenz kann die vorgegebene

Schrittzeit t z

geändert werden. Das System

reagiert auf eine Änderung der vorgegebenen

Schrittzeit t z

derart, dass in kürzester

Zeit die geänderte Zielschrittfrequenz erreicht

wird. Es gibt dabei keine Einschränkungen,

ob es sich um eine Erhöhung

oder Reduzierung der Zielschrittfrequenz

handelt.

Bremsen

Das Abbremsen des Motors erfolgt mittels

einer Bremskurve durch das Signal

LSPTIM. Während des Abbremsens bleibt

das Signal HSPTIM konstant auf low.

Literatur: [1] Patentschrift DE 196 09

803 C1

Die Reihe wird mit dem Thema

„Schrittmotorenansteuerungen in offener

Steuerung/open loop“ in der nächsten

Ausgabe fortgesetzt.

Autor

Siegfried Möller

ist freier Autor in Vilingendorf.

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Link zu Schrittmotorsteuerung mit interner Kommutierung

Teil 1


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TECHNIK Leser fragen

Leser fragen, Unternehmen antworten

Noch

Fragen

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Liebe Leser,

herzlich willkommen in unserer Rubrik

'Leser fragen – Unternehmen antworten'!

Wir möchten Ihnen diesen Service bieten,

da uns hin und wieder Anfragen zu

verschiedenen Themen erreichen. Zur

Verfügung stehen uns kompetente und

erfahrene Techniker aus verschiedenen

Unternehmen. Selbstverständlich bleiben

Sie anonym. Nutzen Sie diese Gelegenheit

und mailen Sie Ihre Frage an:

harald.wollstadt@huethig.de

Vielen Dank.

Hallo,

meine Frage:

Ich habe eine FX48MR in einer Kälteanlage und

müsste von dieser SPS die Pufferbatterie wechseln,

vorher wollte ich mir das Programm sichern!

Welche Kabel und Software benötige ich dazu

Zur Programmsicherung einer FX-Serien-SPS benötigt man das

SC09-Kabel und den GX-Developer FX. Das Programmierkabel

SC-09 ist das Standard-Programmierkabel für alle FX-Serien

und verbindet diese mit der RS232-Schnittstelle eines PCs. Bei

PCs, die ausschliesslich USB-Schnittstellen besitzen, benötigt

man zusätzlich den Adapter UC232A USB-RS232. Die Programmiersoftware

GX Developer FX ist die Programmierumgebung

für alle FX-Serien (von FX bis zur aktuellen FX3-Familie), mit

der sich jedes Programm der FX-Serie sichern läßt.

Harald Voigt ist Produktmanager für Steuerungstechnik und

Industrie-Automation bei Mitsubishi Electric


Hallo,

ich steuere mittels einer NI-6211 über ein PWM-

Signal einen Digitalservo an. Die Ansteuerung zur

jeweiligen Position klappt einwandfrei. Jedoch

möchte ich auch den Servo in der Geschwindigkeit

steuern.

Daher nun meine Frage: Wie kann ich einen Servo im PWM-Signal

auch in der Geschwindigkeit steuern

Für eventuelle Hilfe bin ich dankbar.

Die Position eines Servos wird durch die Pulsbreite definiert, das

heißt der Bereich, den das Servo abfahren kann, definiert sich

über die minimale bis maximale Pulsbreite. Da die maximale Verstellgeschwindigkeit

als Eigenschaft des Servos vom Hersteller

für den jeweiligen Servo-Typ immer fest vorgegeben ist, kann

man die Positioniergeschwindigkeit nur dadurch beeinflussen,

indem man den Bereich von der Start- zur End-Position (Start-

Pulsbreite zu End-Pulsbreite) in für den Servo sinnvoll auflösbare

Inkremente unterteilt und diese mittels einer zeitgesteuerten

While-Schleife abfährt. Dabei gilt, je kleiner die Servo-Inkremente

und je länger die Verzögerungszeit der While-Schleife, umso

länger dauert der Fahrweg von Servo-Start- zur Servo-Endposition,

das heißt umso langsamer ist die Verstellgeschwindigkeit.


Heiner Illig ist Apllications Engineering Manager

bei National Instruments

68 IEE • 5-2011


TECHNIK Feldebene

Terminal-Server

Programmierbarer

Terminal-Server mit Funktechnologie

Bildquelle: Digi International

bination eines Terminal-Servers und eines Funkgateways

in einem einzigen Gerät lassen sich

Projekte platzsparend realisieren. Das Linuxbasierte

System sorgt für eine sichere und flexible

und Anbindung von Geräten mit seriellen

RS232/422/485-Schnittstellen ans Ethernet und

ist optional mit acht, 16 und 32 Ports lieferbar.

Digi International: Unter Connectport LTS ist ein

multifunktional programmierbarer Terminal-Server

mit Funktechnologie zu verstehen, der serielle

IP-Verbindungen und optional drahtlose Zigbee-Kommunikation

unterstützt. Durch die Kom-

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602iee0511

Bildquelle: Balluff

Netzgerät

Power Supply für Windenergieanlagen

Balluff: Das intelligente, energiesparende Netzgerät

ist für den Einsatz in Windenergieanlagen

vorgesehen. Ausgelegt ist das halbvergossene

Gerät mit seinem Wirkungsgrad von 93 % für hohe

Schwing- und Schockbelastungen und eine

Lebensdauer von nahezu 20 Jahren bei einer

MTBF von 800 000 Stunden. Es lässt sich ohne

einen teuren Zwischentrafo direkt an die Generatorspannung

anschließen. Neu sind auch die optischen

Anzeigen, die den Zustand des Gerätes

schnell erfassbar visualisieren. Da es dynamischen

Lasten folgt, kann man es dauerhaft

auch unter hoher Auslastung betreiben.

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653iee0511

Bildquelle: Coninvers

Rundsteckverbinder

Als Standard oder kundenspezifisch

Coninvers: Kunststoff-umspritzte Rundsteckverbinder

bieten eine sichere Lösung für den elektrischen

Anschluss von Maschinen und Anlagen.

Zugeschnitten auf den jeweiligen Einsatzfall

können kundenspezifische Ausführungen realisiert

werden. Der Anschluss eines umspritzten

Steckverbinders ist direkt in der Anlage ohne

Spezialwerkzeuge möglich und erfolgt ohne Einsatz

von Fachpersonal. Zeit- und kostenintensive

Tätigkeiten wie der Kabelanschlag oder die Auflage

des Schirmgeflechts sind nicht erforderlich.

Darüber hinaus steht ein Standardprogramm für

eine Vielzahl von Signal- und Leistungsapplikationen

zur Verfügung.

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654iee0511


PRAXIS Verpackungstechnik

[1] Mais ist einer der wichtigsten Rohstoffe für

die Produktion von thermoplastischer Stärke, aus

der 80 % aller Biokunststoffe bestehen.

Bildquelle: Marianne Mayer – Fotolia.com

[1]

Bildquelle: Novamont

[2]

[2] Längst findet

man Biokunststoffe

in vielen

Haushalten als

praktische Tüten

für den Bioabfall,

die einfach mit in

die Biotonne wandern.

Biokunststoffe in der Verpackungsbranche

Alles Bio beim Plastik

Bei Plastikverpackungen denken viele an Umweltverschmutzung und Delphine, die sich

in alten Sixpack-Verpackungen verheddern. Dass es ökologischer und auch Öl-sparender

geht, zeigen Biokunststoffe. Die Verpackungsindustrie und ihre Maschinenhersteller

müssen dafür weniger umdenken, als vielleicht angenommen.

Eine genaue Defintion, was ein Biokunststoff

ist und was nicht, hat

sich noch nicht etbaliert. Manche

Definitionen beziehen petro-basierte

Kuntstsoffe, die biologisch abbaubar

sind, mit ein. Manche lassen nur Kunststoffe

zu, die aus biologischen Rohstoffen

hergestellt werden, egal ob diese abbaubar

sind oder nicht. Der Branchenverband

European Bioplastics bezeichnet alle

Kunststoffe als Biokunststoffe, die aus

nachwachsenden Rohstoffen hergestellt

werden, also biobasiert und/oder biologisch

abbaubar sind. Diese Definition

schließt auch petro-basierte Kunststoffe

mit ein, so lange diese abbaubar sind – also

auch auf dem Komposthaufen landen

dürfen.

Abbaubare Kunststoffe sind aber schon

lange keine Exoten mehr – wie die

schwammige Definitonslage vermuten

lässt. Längst findet man sie in vielen

Haushalten als praktische Tüten für den

Bioabfall, die einfach mit in die Biotonne

wandern. In die Verpackungsindustrie

finden die Biokunststoffe vor allem auf

zwei Wegen. Zum einen treibt das steigende

Umweltbewusststein der Konsumenten

Unternehmen dazu an, ihre Produkte

nachhaltig und umweltbewusst zu produzieren

und zu verpacken. Da der Biokunststoff

aus nachwachsenden Rohstoffen

eine ausgeglichene CO 2

-Bilanz hat, also

beim Abbau nur so viel CO 2

wieder

freigibt wie er beim Wachsen aufgenommen

hat, erfüllt er diese Anforderungen

der Kunden. Zum anderen verteuert der

steigenden Rohölpreis die Kunststoffproduktion

und damit die Verpackung. Da

die niedrigen Ölpreise der 90er Jahre voraussichtlich

nicht wieder kommen werden,

suchen Unternehmen nach günstigeren

Alternativen. Hasso von Pogrell, Geschäftsführer

des Branchenverbandes European

Bioplastics, gab gegenüber der

Zeitschrift Plastverarbeiter eine Zukunftsprognose

ab: „Biokunststoffe werden

mit der Zeit in jedes Anwendungsfeld

für Kunststoffe vordringen. Vor allem

dort, wo ihre umweltrelevanten Eigenschaften

wie Biobasiertheit und biologische

Abbaubarkeit einen wichtigen Zusatznutzen

darstellen, werden sie klassische

Plastikprodukte teilweise ersetzen.“

Biokunststoff noch zu teuer

Zurzeit zahlt die Industrie pro Tonne Polyethylen

(PE), Polystyrol (PS), Polypropylen

(PP) oder Polyvinylchlorid (PVC)

rund 1 000 bis 1 500 Euro. Wer auf Biokunststoffe

zurückgreifen will, muss tiefer

in die Tasche greifen: Materialien aus

nachwachsenden Rohstoffen kosten etwa

zwei- bis viermal soviel wie Standardkunststoffe.

Das liegt aber vor allem daran,

dass die Forschung an den Biokunststoffen

und ihrer Produktion noch im vollen

Gange ist. Außerdem beträgt der Anteil

an Kunststoff aus nachwachsenden

Rohstoffen an der Gesamt-Kunststoffproduktion

nur rund 250 000 Tonnen pro

Jahr. Bei einer Kunststoff-Gesamt- ➜

70 IEE • 5-2011


PRAXIS Verpackungstechnik

Bildquelle: Polyone

Biokunststoff unterscheidet sich

rein äußerlich nicht von Öl-basierten

Kunststoffen. Auch die

tiefergehenden Materialeigenschaften

gleichen sich.

IEE • 5-2011 71


PRAXIS Verpackungstechnik

[3] Weil Biokunststoffe

so entwickelt werden,

dass ihre Eigenschaften

denen von

herkömlichen Kunststoffen

entsprechen,

lassen sie sich mit

den gleichen Maschinen

und Verfahren

verarbeiten.

Bildquelle: European Bioplastics

[3] [4]

Bildquelle: European Bioplastics

[4] Der Verband European

Bioplastics prognostiziert

eine Produktion

von 1 443 000

Tonnen Biokunststoff

für das Jahr 2012.

produktion von 260 Millionen Tonnen im

Jahr 2010 ist dieser Anteil verschwindend

gering. Wenn dieser Anteil steigt, sinken

die Produktionskosten.

Zurzeit wächst der Markt für Biokunststoffe

im Jahr durchschnittlich um 15 bis

20 %. Gegenwärtig liegt der Marktanteil

der Biokunststoffe bei unter 1 %. Bis

2013 erwartet die Branche nach Angaben

des Verbands European Bioplastics weltweit

einen Anstieg von derzeit knapp

600 000 auf über 1,4 Millionen Tonnen.

Biokunststoff ist nicht gleich Biokunststoff

Der derzeit wichtigste und gebräuchlichste

Vertreter der Biokunststoffe ist mit einem

Marktanteil von etwa 80 % die ther-

Technik im Detail

Biokunststoffe

auf der Interpack

Das Thema Biokunststoff präsentiert sich auf der

Interpack vom 12. bis 18. Mai in der Halle 9 bei

den Packstoffen, Packmitteln und der Packmittelherstellung.

Damit gehört die Branche der

grünen Kunststoffe 2011 nicht mehr zu der Sonderschau

Innovationparc Packaging und soll sich

nun innerhalb der etablierten Branchen beweisen.

Unter der Kategorie 'Packstoffe aus Kunststoff

(Granulat, Folien)/Bio-Kunststoff' listete die

Messe im März 57 Aussteller. „Die zahlreichen

Anmeldungen im Biokunststoffsektor unterstreichen

die Bedeutung der Interpack für unsere Industrie.

Damit tragen die Unternehmen, gerade

nach der Krise der letzten zwei Jahre, der zunehmenden

Nachfrage nach Klima- und Ressourcen

schonenden Produkten Rechnung“, kommentierte

Hasso von Pogrell, Geschäftsführer des

Verbands European Bioplastics.

moplastische Stärke. Die wichtigsten

Pflanzen, die zur Gewinnung von Stärke

genutzt werden, sind aktuell Mais, Weizen

und Kartoffeln in Europa, Afrika und

Nordamerika sowie Tapioka in Asien. Die

Rohmasse wird von Beiprodukten wie

Proteinen, Pflanzenölen und Pflanzenfasern

gereinigt und entsprechend für die

Nutzung vorbereitet. Thermoplastische

Stärke ist aufgrund ihrer Eigenschaft,

Wasser aufzunehmen, meist nur eine der

Komponenten, aus der moderne Biokunststoffe

auf Stärkebasis hergestellt

werden. Der zweite Grundbestandteil dieser

Kunststoffmischungen besteht aus

wasserabweisenden, biologisch abbaubaren

Polymeren wie Polyester, Polyesteramiden,

Polyurethanen oder Polyvinylalkohol.

Ein Hoffnungsträger der Biokunsstoffe ist

Kunststoff auf Basis von Polymilchsäure

(Polylactid, PLA). Die Polymilchsäure

entsteht durch die Polymerisation von

Milchsäure, die wiederum ein Produkt

der Fermentation aus Zucker und Stärke

durch Milchsäurebakterien ist. PLA verfügt

über ähnliche Eigenschaften wie seine

petro-basierten thermoplastischen Geschwister.

Er ist durchsichtig und lässt

sich auf konventionellen Anlagen verarbeiten.

Außerdem kann er je nach Ausgangsmischung

so produziert werden,

dass er schnell biologisch abbaubar oder

auch jahrelang funktionsfähig ist. Weitere

Vorteile der Polylactid-Kunststoffe sind

die hohe Festigkeit. PLA und PLA-Blends

(Mischungen aus PLA und anderen

Kunststoffen) werden als Granulate in

verschiedenen Qualitäten für die Kunststoff

verarbeitende Industrie zur Herstellung

von Folien, Formteilen, Dosen, Bechern,

Flaschen und sonstigen Gebrauchsgegenständen

angeboten.

Gleiche Eigenschaften, gleiche Anlagen

Biokunststoffe lassen sich mit den gängigen

Techniken und auf den herkömmlichen

Maschinen zur Kunststoffverarbeitung

konfektionieren. Das liegt daran,

dass sich die Biokunststoffe in ihren Eigenschaften

und Anforderungen an die

Maschinen oft kaum von ihren herkömmlichen

Verwandten unterscheiden. Probleme

können dann auftauchen, wenn Untersuchungen

und Prüfmethoden mangelhaft

sind und Produktions- und Verarbeitungsparameter

sich nicht mit Sicherheit

im Voraus bestimmen lassen. Aus Anwendersicht

ist ein Problem, dass es noch wenige

Daten zu wichtigen Materialeigenschaften

der Biokunststoffe gibt. So gibt

es nur wenige Erkenntnisse zu Langzeiteigenschaften

wie UV-Beständigkeit oder

Ermüdungsverhalten. Für kurzlebigen,

kompostierbaren Biokunststoff ist dies

aber beispielsweise gar nicht notwendig.

Gesicherte Erkenntnisse bestehen inzwischen

zu Eigenschaften wie Wärmeformbeständigkeit,

Barriereeigenschaften und

Schrumpfungsverhalten.

Autorin

Melanie Feldmann

ist Redakteurin der IEE.

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www.all-electronics.de

Link zur Infoseite zu Biokunststoffen

Link zum Verband European Bioplastics


783iee0511

72 IEE • 5-2011


KOLUMNE

Sinn und Unsinn

von Verpackungen

„ Manche Verpackungen

haben

durchaus ihre Berechtigung.

In der

Zukunft leisten

Verpackungen

noch viel mehr.


Nachhaltige

Verpackungskonzepte

sollten

neben der Kompostierbarkeit

vor

allem das Cradleto-cradle-

Konzept

beinhalten.

„ Eine Utopie Vielleicht.

Die Zukunft

wird es zeigen.

Haben Sie schon einmal in England Chips gekauft Bis man endlich in die Kartoffelscheiben

beißen kann, gilt es erst etliche Lagen von Verpackung zu durchbrechen, nur um dann,

neben einem Müllberg sitzend, ein schlechtes Gewissen zu haben. Gut, das Rascheln gehört

dazu, aber reicht allein das Rascheln Nicht viel besser sind Gesellschaftsspiele: Da steht

nach dem Kauf meist ein Regal-Umbau an, damit die viel zu große Schachtel mit all ihren

Plastikeinlagen irgendwo Platz findet. Verpackungen – eine Materialschlacht ohne Sinn und

Verstand

Manche Verpackungen haben durchaus ihre Berechtigung. Das Goldpapier um den Butterklotz

zum Beispiel, oder Milchtüten – Milch geht nicht ohne Verpackung. Milchtüten sind

überhaupt ein gutes Beispiel für den Sinn und Zweck von Verpackungen. Sie schützen Lebensmittel

vor Sauerstoff, in dessen Umgebung sie schneller verderben würden. Oder vor

UV-Licht, das denselben Effekt hätte. Doch Verpackungen leisten vielleicht bald noch viel

mehr. Unsere Milchtüte könnte uns in Zukunft über eine variable Farbskala warnen, wenn

die Milch verdorben ist, was wiederum durch antimikrobielle Beschichtungen viel später der

Fall sein wird als bisher. Im Supermarkt könnten RFID-Chips per Fernauslesegerät anzeigen,

welche verderblichen Waren das Haltbarkeitsdatum überschritten haben.

Bei all den potenziellen Innovationen sollte jedoch eines nicht zu kurz kommen: Fast jede

Verpackung endet aktuell als Abfall. Und meist können beim Recycling weder die für die

Herstellung aufgewandte Energie noch alle Rohstoffe komplett zurückgewonnen werden –

ein Minusgeschäft also, und noch dazu eines, das das Klima schädigt und Ressourcen verbraucht

und damit eigentlich nicht zeitgemäß ist.

Von zentraler Bedeutung sind daher nachhaltige Verpackungskonzepte. Neben der vollständigen

Kompostierbarkeit ist vor allem das Cradle-to-cradle-Konzept zukunftsweisend.

Es basiert auf der simplen Einsicht, dass Abfall nichts anderes als ein Rohstoff ist. Anstatt

Verpackungen einfach nur zu entwerfen und sich später um deren selten ganz rückstandsfreie

Entsorgung zu bemühen, sollte in Zukunft schon bei der Entwicklung das spätere Recycling

mitbedacht werden, damit dieses nicht zum Downcycling gerät – schließlich ist der

Bedarf an Recycling-Parkbänken endlich. Die verwendeten Materialien und Additive müssten

also so ausgewählt werden, dass die Eigenschaften des Recyclingproduktes denen einer

neuen Verpackung gleichen. Auf RFID-Chips gespeichert könnten Informationen über die

verwendeten Materialien dafür sorgen, dass Abfall mit gleicher Zusammensetzung den Weg

zum Hersteller zurück findet und dort in den Produktionsprozess eingespeist wird. Das

klingt zunächst teuer. Langfristig können Unternehmen aber durch Einsparungen beim

Rohstoffbedarf betriebswirtschaftlich profitieren – und nicht zuletzt auch beim Image

punkten. Viel entscheidender ist jedoch die gesamtwirtschaftliche Perspektive: Je mehr Unternehmen

dem Cradle-to-cradle-Ansatz folgen, desto mehr könnte sich unsere Gesellschaft

dem Ideal einer Kreislaufwirtschaft annähern, in der das Wort Müll aus dem Wortschatz verschwunden

ist.

Wer weiß, vielleicht können wir also schon in einigen Jahren ganz ohne schlechtes Gewissen

Chips essen – aus einer raschelnden Tüte, die wir später auf ihre Reise zurück zum Hersteller

und damit in ein neues Leben schicken werden. Eine Utopie

Andreas Schaich

Foresight Analyst bei Z_punkt,

Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen


PRAXIS Verpackungstechnik

Rene Tillmann/Messe Düsseldorf

Auf der Interpack trifft sich in

diesem Jahr wieder die internationale

Verpackunsbranche.

Messevorschau Interpack 2011

Packende Messe

Den Löwenanteil der Hallenfläche Metallverpackungen, Konsumentenverhalten

und Nahrungsmittelverschwen-

belegen mit zehn Hallen die Unternehmen,

die Prozesse und dung. Die erste Sonderschau ist die Innovationparc

Packaging 2011 in der Halle

Maschinen für das Verpacken anbieten,

gefolgt von den Packstoffen, Packmitteln 7a. Sie steht unter dem Thema 'Quality of

und der Packmittelherstellung in mehr als Life'. Die Schau präsentiert ein Konzept,

vier Hallen. Ein Wachstum gegenüber das mit dem Konsumentenverhalten korrespondiert

und somit besonders interes-

2008 konnten die Prozesse und Maschinen

für Süß- und Backwaren verbuchen: sant für die Verpackungsbranche, Markenartikler

und den Handel ist. Das The-

Die entsprechenden Unternehmen füllen

die Hallen 1 bis 4 komplett. Einzelne Aussteller

aus allen Angebotsbereichen prä-

Bereiche Sinn, Gesundheit, Identität, Einma

'Quality of Life' wird durch die fünf

sentieren sich im Freigelände der Messe. fachheit und Ästhetik beschrieben. In der

Sonderschau stehen diese Bereiche jeweils

Dem Kosumenten auf der Spur

für das Motto eines Shopkonzepts. Zusammen

bilden alle Shops mit einer zen-

Mit drei Sonderschauen legt die Messe

einen speziellen Fokus auf die Themen tralen Vortragsfläche den ovalen Stand

74 IEE • 5-2011

Die Interpack erwartet vom 12. bis zum 18. Mai 2011 etwa 2 700 Aussteller aus rund 60

Ländern, die mit gut 174 000 m 2 Nettofläche erneut alle 19 Hallen des Düsseldorfer Messegeländes

belegen. Mit Sonderschauen legt die Messe dieses Jahr Schwerpunkte auf

Konsumentenverhalten, Metallverpackungen und Nahrungsmittelverschwendung.

der Schau. Die Sonderschau wurde in Zusammenarbeit

mit den Partnern EHI (European

Retail Institute), der Pan-European

Brand Design Association und dem

Zukunftsinstitut entwickelt.

Ein Markenzeichen der Sonderschau: Die

einzelnen Shopkonzepte entstanden

durch die Kooperation von Unternehmen

verschiedener Stufen der Wertschöpfungskette

und stehen in direktem Bezug

zu ihrem jeweiligen Überbegriff. So wird

beispielsweise im Shop 'Gesundheit' ein

auf die Zielgruppe der Lohas (Lifestyles

of Health and Sustainability) zugeschnittener

'Dr. Happy-Store' mit entsprechenden

Verpackungslösungen realisiert. Der

Shop 'Identität' zeigt das Konzept 'identi-


PRAXIS Verpackungstechnik

Messe im Detail

Interpack 2011

Veranstaltungsort:

Düsseldorf Messegelände

Adresse fürs Navi:

Am Staad

40474 Düsseldorf

Termin:

12. bis 18. Mai 2011

Öffnungszeiten:

Täglich von 10 bis 18 Uhr

Eintrittskarten:

Tageskarte

Drei-Tageskart

Schüler, Studenten, Auszubildende

55 Euro

120 Euro

12 Euro

fy me', welches unter anderem Lösungen

aus den Bereichen Augmented Reality,

Enhanced Packaging, Performance Packaging

sowie RFID umfasst. Weitere

Shops sind der 24/7-Convenience-Shop

(Einfachheit), ein Shopkonzept unter dem

Motto Green Sense (Sinn) sowie der Designstore

Birds of Paradise (Ästhetik).

Alles Metall

Die Sonderschau Nummer 2 heißt Metal

Packaging Plaza und ist in der Halle 11 zu

finden. Kernthemen sind Nachhaltigkeit,

Sicherheit, Convenience sowie Innovationen

im Bereich Metallverpackungen. Insgesamt

präsentieren sich rund 40 Unternehmen.

Im Zentrum der Metal Packaging

Plaza findet sich eine Informationsplattform

mit Forum, Bar-Lounge und

Meetingpoints. Die Sonderschau wird

von dem deutschen Verband Metallverpackungen

(VMV) und der europäischen

Interessenvertretung der Hersteller von

Metallverpackungen Empac unterstützt.

Keine Nahrungsmittel verschwenden

Die dritte und letzte Sonderschau ist der

Save-Food-Pavillon zwischen Halle 10

und 16. Er beschäftigt sich damit, wie die

einzelnen Elemente der Wertschöpfungskette

rund um Verpackung sowie Transport

und Logistik einen positiven Beitrag

im Kampf gegen das Problem der welt-

Die Verpackungsmesse belegt alle 19 Hallen der

Düsseldorfer Messe, rund 174 000 m 2 Nettofläche.

weiten Nahrungsmittelverschwendung

leisten können. Der Pavillon präsentiert

die Ergebnisse der durch die Welternährungsorganisation

der Vereinten Nationen

(FAO) im Vorfeld durchgeführten

Studien zum Thema weltweite Lebensmittelverluste

sowie Best-Practice-Beispiele.

Diese Fläche wird durch die Beiträge

von Unternehmen und Verbänden flankiert,

darunter Bosch Packaging Technology,

Multivac, Metro Cash & Carry

sowie der Verband Deutscher Maschinenund

Anlagenbau (VDMA) und die European

Federation of Corrugated Board

Manufacturers (FEFCO).

Autorin

Melanie Feldmann

ist Redakteurin der IEE.

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www.all-electronics.de

Link zur Messe


781iee0511

Bildquelle: Messe Düsselsorf

IEE • 5-2011 75


PRAXIS Verpackungstechnik

Bildquelle: alle Bilder Phoenix Contact

Direkter Vergleich des Platzbedarfs

beim Pacdrive M (links)

und Pacdrive 3 (rechts) – Schaltschrankvolumen

und Verdrahtungsaufwand

sind geringer.

Verpackungsmaschinen schneller anschließen

Weniger Kabel

Automatisierungssysteme für Verpackungsmaschinen müssen schnell, platzsparend

und servicefreundlich sein. Um auch den Montage- und Installationsaufwand zu verringern

kommen Stromschienen-Module und Schnellanschlusstechnik für die Steckverbinder

zum Einsatz.

Mit 30 Jahren Erfahrung in der

Automatisierungstechnik gehört

Elau zu den Pionieren der

Branche. Neben Produktionsmaschinen

und Robotern stehen vor allem Verpackungsmaschinen

im Fokus des Unternehmens.

Mit Pacdrive brachte der Automatisierer

ein Motion/Logic-Control-System

auf den Markt, das inzwischen weltweit

über 50 000 Verpackungsmaschinen

steuert. Das Unternehmen Elau mit Sitz in

Marktheidenfeld – am Fuße des Spessart –

gehört heute als Schneider Electric Elau

Packaging Solutions zum Schneider-

Electric-Konzern.

Nach über zehn Jahren Pacdrive M läuft

nun die Markteinführung des Nachfolgers.

Mit Pacdrive 3 kommt die Ethernetbasierte

Kommunikation auf Basis von

Sercos III. Ein neues Multiachs-Servoreglersystem

bildet dabei die Basis für

platzsparende Servoantriebe. Das Multiachskonzept

Lexium LXM 62 ermöglicht

flexiblere Servoantriebslösungen.

Durchgängiges Anschlusskonzept zum Ziel

Für ein neues Anschlusskonzept des voll

digitalen Servoverstärkers suchte Schneider

Electric Elau Packaging Solutions einen

Partner. „Unser Ziel war es, ein

durchgängiges Anschlusskonzept für die

Reihenmontage von Servoverstärkern

und zugehöriger Stromversorgung zu entwickeln.

Es sollte Montagezeiten senken

und den bisher üblichen Verdrahtungsaufwand

reduzieren“, erläutert Projektleiter

Christian Mussauer. „Unser neues

Anschlusskonzept sollte nicht nur modular

sein, sondern auch alle anderen Anschlusskonzepte

an Kundennutzen übertreffen.“

Im Einzelnen verfolgte das Unternehmen

folgende Ziele:

➜ Das benötigte Schaltschrank-Volumen

zu verringern.

➜ Eine intuitive Bedienbarkeit durch

den Kunden zu erreichen.

➜ Einen Schutz gegen Fehlbeschaltung

(Verpolungssicherheit) zu implementieren.

➜ Die Handhabung zu vereinfachen und

den Zeitaufwand bei Installation und

76 IEE • 5-2011


PRAXIS Verpackungstechnik

[1] [2]

Service zu verringern.

➜ Eine optische Anzeige der DC-Bus-Betriebsspannung

zu integrieren.

„Auf der Suche nach einem kompetenten

Partner wandten wir uns 2007 an unseren

langjährigen Lieferanten Phoenix Contact“,

erklärt Mussauer. „Bei den Vorgesprächen

in der Konzeptphase zeigte

sich, dass Phoenix Contact umfangreiche

Erfahrungen mit Kontakten für Hochstromanwendungen

hat, auf die wir aufbauen

konnten.“

Verschiebbare Stromschienen

Zunächst diskutierten die beiden Unternehmen

unterschiedliche Lösungsansätze,

darunter Twin-Steckverbinder, sowie

Front- und Back-Plane-Anschlusskonzepte

mit Hochstrom-Leiterplatten. Dabei

zeigte sich, dass eine Front-Plane-Lösung

im oberen Gerätebereich Vorteile für Anschluss

und Montage bietet. Aufgrund der

geforderten Stromtragfähigkeit wurde

auch klar, dass eine modular konzipierte

Stromschiene mit dem leicht modifizierten

Funktionsprinzip der Schraubanschluss-Reihenklemme

die Anforderungen

am besten erfüllt.

Um Zwischenkreisspannung, Versorgungsspannung

und PE-Kontakt ohne

Verdrahtungsaufwand zu verbinden, werden

Netzteil und Servoverstärker mithilfe

eines fünfpoligen Schiebers verbunden,

der auf hochleitfähigen Stromschienen

gleitet. In der Endposition stellt das Anziehen

von fünf in den Schieber unverlierbar

integrierten Schrauben eine gute Kontaktierung

zwischen Schieber und Schiene

her. Um ein versehentliches Trennen der

Verbindung unter Last zu verhindern, zeigen

im Gerät integrierte Lichtwellenleiter

immer den aktuellen Betriebszustand des

DC-Busses sowie der 24-V-Versorgung

[1] Die Stromschienen der Front-Plane-Lösung

stellen einen sicheren Kontakt zwischen Netzgerät

und Servo-Controller her.

[2] Die mechanische und elektrische Installation

der Servoverstärker dauert nur wenige Minuten.

an. Weitere Servoverstärker lassen sich an

das unmittelbar am Netzteil angekoppelte

Gerät auf die gleiche Weise anschließen.

Der Verzicht auf eine Backplane ist

neben der drahtlosen Montage einer der

Vorteile des Verfahrens.

Schnelle Verdrahtung spart Zeit und Geld

Durch die neue Anschlusstechnik entfällt

die zeitaufwendige Verdrahtung mit Brücken

und Twin-Aderendhülsen zwischen

den Geräten. „Mit der Verdrahtung über

das Stromschienen-Modul wird die

Handhabung für unsere Kunden viel einfacher

– bei der Installation, bei der Inbetriebnahme

und bei der Wartung“, stellt

Mussauer fest. Bei der Montage im Sondermaschinenbau

wird im Vergleich zu

den Vorgängergeräten 50 % Platz im

Schaltschrank gespart und der Zeitaufwand

für die mechanische und elektrische

Installation beschränkt sich auf wenige

Minuten.“ Auch bei einer Anlagenerweiterung

können Mitarbeiter der Betriebstechnik

die Geräte sowohl ohne Änderungen

der Verdrahtung austauschen als

auch weitere Geräte rechts und links vom

zentralen Netzteil ergänzen.

Standard-Steckverbinder

für Antriebe und I/Os

Außer dem eigens für diesen Einsatz produzierten

Stromschienen-Modul sind im

Lexium LXM 62 auch Standard-Steckverbinder

von Phoenix Contact im Einsatz.

So werden die Antriebe und ➜

IEE • 5-2011 77


PRAXIS Verpackungstechnik

Technik im Detail

Steckverbinder mit Push-In-Federkraft

Die Federkraft-Steckverbinder der Serien SPC 5, SPC 16 und FMC von Phoenix Contact

für Signale oder Leistungselektronik

➜ schneller und werkzeugloser Leiteranschluss aufgrund Federkraft mit Push-In-

Technik

➜kleines Rastermaß

➜ Bemessungsstrom von bis zu 76 A

➜ Leiterquerschnitt bis zu 16 mm²

➜ uneingeschränkte 600-V-UL-Zulassung (UL 1059) bei den Komponenten SPC 5

und SPC 16

➜ kompakte Grundgehäuse-Abmessungen – für einen geringen Platzbedarf auf der

Leiterplatte

„Unser neues Anschlusskonzept sollte nicht nur modular sein, sondern auch alle

anderen Anschlusskonzepte an Kundennutzen übertreffen.

Christian Mussauer Projekt-Manager Drives bei Schneider Electric Elau Packaging Solutions

I/Os über Push-In-Steckverbinder aus unterschiedlichen

sorgt das automatisch verriegelnde Ver-

Autor

Serien angeschlossen. rastungssystem. Die Servoantriebslösun-

Über diese Steckverbinder werden flexible

Leiter mit Aderendhülse verdrahtet. und als Double Drive für zwei Achsen – Combicon Power bei der Phoenix Contact GmbH &

gen gibt es als Single Drive für eine Achse Philipp Heitkämper

ist Produktmanager Leiterplatten-Anschlusstechnik

Darüber hinaus sind die Antriebe mit einem

beide Geräte haben das gleiche Format Co. KG ind Blomberg.

All-In-One-Hybridsteckverbinder – und lassen sich in einem einheitlichen

für Leistung, Schutzleiter, Motorbremse Raster montieren. Alle Komponenten eines

Achsverbundes nutzen ein zentrales

und Thermoelement – angeschlossen, sodass

infoDIRECT

794iee0511

der gesamte Anschluss mit nur einem Netzgerät. Die Geräte werden mit einem www.all-electronics.de

Steckvorgang erledigt wird. Für den sicheren

Halt der Steckverbinder am Gerät benachbarte Gerät angekoppelt.

Schieber über die Stromschienen an das

Link zu den Steckverbindern für Leistungselektronik

Link zum Anwender

PRAXIS Verpackungstechnik

Brückenverstärker

Für exakte

Kraft-Messketten

Baumer: Störsichere Messkraftverstärker für

raue Umgebungen sind mit dem Brückenverstärker

Dabu/I AD2T möglich. Ausgestattet mit einem

rein analogen Signalpfad wandelt er

mV/V-Signale in ein Spannungs- oder Stromsignal

um. Am Verstärkereingang lassen sich je

nach Produkttyp 2x¼-Brücke oder eine Vollbrücke

Kamerasystem

Kamerasystem auf

Fehlersuche

Modus: Mit einer 10-Megapixel-Kamera und

AOI-Software braucht das MCS-10-System für

die Prüfung inklusive Auswertung eines 10-Megapixel-Bildes

max. zwei Sekunden. In einem

Prüfplan lassen sich mehrere Kameras auswerten.

Angeschlossen an Industrierechner erreicht

das System eine deutlich höhere Datenverarbei-

Single-Board-Computer

CPU und Grafik

leisten mehr

Comp-Mall: Der Nova-HM551 ist ein Single-Board-Computer

im 5,25“-Format für industrielle

Anwendungen. Als Prozessoren kommen mobile

Core i7/i5/i3- und Celeron zum Einsatz, die in

Kombination mit dem HM55-Chipsatz eine Leistungssteigerung

von rund 60 % für CPU und Grafik

im Vergleich zu GM45/T9400-Konfiguratio-

anschließen. Die Bandbreite beträgt tung als Kameras mit integriertem DSP. Die Geränen

bieten. Außerdem stehen eine analoge VGA-

1 000 Hz, der Tarierbereich von ±6 mV/V ermöglicht

te gibt es als Standalone-Ausführung oder als in und zwei HDMI-Schnittstellen sowie ein

eine sichere Inbetriebnahme der Messkette. eine Produktionslinie eingegliederte Lösung. 18/24bit-LVDS-Interface bereit.

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500iee0511 infoDIRECT

202iee0511 infoDIRECT

402iee0511

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• Benutzerfreundliches GUI

Mit Prime Cube ganz einfach zur besten Umsetzung Ihrer


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Bildquelle: Sigmatek

Gateway

Einfache Integration von

Profibuskomponenten

Sigmatek: Das CPB 021 ergänzt

das C-Dias-Produktspektrum um

ein Profibus-DP-Slave-Gateway. Es

unterstützt einen galvanisch getrennten

Profibus-Slave und bietet

so viele Möglichkeiten bei der Kop-

pelung von Automatisierungsgeräten

mit Profibus. Damit lässt sich

ein effizienter Datenaustausch zwischen

dem Steuerungssystem und

den dezentralen Feldkomponenten

realisieren. Der On-board-Prozessor

übernimmt den Profibusverkehr

und entlastet den Hauptprozessor

der CPU von der Protokollbearbeitung.

Die Kommunikation zur SPS

erfolgt über ein 64 kB großes Dual-

Port-Ram.

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400iee0511

Bildquelle: MSC

PRAXIS Verpackungstechnik

Embedded-Modul

Im erweiterten Temperaturbereich

arbeiten

MSC: Als erstes ARM-basierendes

Qseven-Modul verbraucht Q7-NT2

nur 5 W und ist für den erweiterten

Temperaturbereich von -40 bis

85 °C spezifiziert. Die Grafikleistung

des Moduls erlaubt das Ab-

spielen von HD-Videos und eignet

sich so für Digital-Signage-Anwendungen.

Die Baugruppe basiert auf

dem Low-Power-Prozessor Tegra

290 mit dem Dual-Core ARM Cortex

A9, der mit bis zu 1 GHz getaktet ist.

Als Speicher sind bis zu 1 GB

DDR2-SDRAM und max. 8 GB

Nand-Flashspeicher vorgesehen.

Neben diversen Standardschnittstellen

sind eine I2C-Schnittstelle

und ein SPI vorhanden.

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403iee0511

Industrierechner

Jede Menge Steckplätze

DSM Computer: Eine leistungsfähige

Variante erweitert die 19“-

Industrierechnerfamilie 96M1574

aus der Infinity-Serie. Das für den

Einbau in 19“-Schränke geeignete

Gerät basiert auf der kompakten

Industrie-Slot-CPU 96M4296o mit

einem Core-2-Duo-Prozessor und

ist im 4HE-Gehäuse untergebracht.

Insgesamt sind 14 Steckplätze für

acht lange und sechs kurze Einsteckkarten

vorhanden. Neben der

Slot-CPU sind somit je nach Backplane

bis zu zwölf PCI-Slots oder

max. acht ISA-Steckplätze zugänglich.

Darüber hinaus bietet der IPC

vier 5,25“-Laufwerkseinschübe

und einen 3,5“-Einschub.

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401iee0511

Motorsoftstarter

Förderstrecken sanft starten

Wieland: Der elektronische Motorsoftstarter

Podis MSS 3I/W1,5 mit

Wendefunktion ist für Asynchron-

Normmotoren entwickelt und lässt

sich dezentral oder motornah für

Antriebe mit 0,09 bis 1,5 kW einsetzen.

Hochlaufzeit, Tieflaufzeit

sowie Losbrechmoment sind stufenlos

einstellbar; Ansteuerung und

Parametrierung erfolgen über AS-

Interface. Der Starter gehört zum

Energiebussystem Podis, das aus

Flachleitungsenergiebus und

steckbaren Funktionsmodulen besteht.

Der anzusteuernde Motor sowie

bis zu drei Sensoren lassen

sich über Rund- bzw. M12-Steckverbinder

anschließen.

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404iee0511

IEE • 5-2011 79


PRAXIS Verpackungstechnik

Miniatursensoren

Optische

Mini-Sensoren

Omron: Die Miniatursensoren der E3T-C-Familie

gibt es in den Gehäusegrößen M5 und M6 mit integriertem

Verstärker. Sie sind in drei Ausführungen

als Einweglichtschranken in M5 für die Axial-

und Radialmontage (Serie E3T-CT) oder als

Reflexionslichttaster in M6 für den axialen Einsatz

(Serie E3T-CD) erhältlich. Die E3T-C arbeiten

mit Rotlicht-LEDs, sind dunkelschaltend und haben

eine Reichweite von 1 m (axial) bzw. 0,5 m

(radial), während die E3T-CD Infrarotlicht verwenden

und hellschaltend konfiguriert sind. Der

einstellbare Tastbereich liegt zwischen 3 und

50 mm.

PIR-Sensoren

Detektiert

jede Bewegung

Panasonic Electric Works: Die PIR-Sensoren haben

eine Höhe von nur 6 mm (mit Silikonlinse)

bzw. 9,7 mm (mit Polyäthylenlinse) und die

Stromaufnahme variiert modellabhängig zwischen

1 bis 170 μA während sich der Erkennungsbereich

zwischen 3 und 12 m erstreckt.

Die Siliziumlinse benötigt eine Gehäuseöffnung

von 3 mm Durchmesser, um Bewegungen in einem

Bereich von horizontalen 58° und vertikalen

34° zu detektieren. Die etwas größere Polyäthylenlinse

erfasst Bewegungen in einem Winkel

von 94° horizontal und 80° vertikal bei einem

Linsendurchmesser von 9,5 mm.

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555iee0511

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IMPRESSUM

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56. Jahrgang

ISSN 1434–2898

ELEKTRISCHE AUTOMATISIERUNG + ANTRIEBSTECHNIK

REDAKTION

Dipl.-Ing. Harald Wollstadt (hw), Chefredakteur (v. i. S. d. P.),

Tel. +49 (0) 6221489-308, Fax +49 (0) 6221489-482

E-Mail: harald.wollstadt@huethig.de

Dipl.-Journalistin (FH) Melanie Feldmann (mf) Tel. -463

E-Mail: melanie.feldmann@huethig.de

Dipl.-Biol. Tina Walsweer (tw), Volontärin, Tel. -483

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Klaus Heyer (Assistenz), Tel. -345

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80 IEE • 5-2011

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TECHNIK Medien für Techniker

Die IEE-Redaktion bespricht

Nachgeschaut

TV-Kritik

➜ Roboter erobern unser Leben

Experten sind sich sicher: Den Robotern gehört

die Zukunft. Die Technik ist vorhanden.

Nun muss sie nur noch allumfassend zum

Einsatz kommen. Die Hannover Messe zeigte

wie.

Mi., 06. April 2011, n-tv

Der eine Roboter hat Rythmus in den Platinen

und den könnte als DJ arbeiten, der elektronische

Saubermann ist fast schon etabliert,

aber die neueste Generation der Roboter

könnte in absehbarer Zeit die Altenbetreuung

revolutionieren. Ältere Personen sind oft nicht

mehr so mobil und die neuen Serviceroboter

halten die Kommunikation zur Aussenwelt

aufrecht. Auf der Hannover Messe war die

Redaktion von n-tv unterwegs und suchte

nach den technischen Möglichkeiten. Es zeigte

sich, dass die Unternehemen sich dieses

Bildquelle: n-tv

Themas angenommen haben und vielfältige

Studien vorstellten. Ein Schritt in diese Richtung

ist die Bionik, wobei man versucht die

menschlichen oder auch tierischen Bewegun-

Mo., 9. Mai 2011

➜ Hitec: Energiespender Mensch

Etwa 100 kWh an Wärme- und Bewegungsgen

auf die Robotik zu übertragen. Schlaglichtartig

greift der Bericht diese Technologien

auf, geht aber leider nicht in die Tiefe. Die

Statements der Hersteller sind plakativ und

wenig aussagekräftig. Als Zuschauer würde

ich mir hier schon mehr Input wünschen. Gerade

wenn der Titel der Sendung 'Roboter erobern

unser Leben' heißt. Hier fragt man sich

doch, wie erobern sie unser Leben und erwartet

eine Antwort darauf. Die Messe hatte

sicher mehr zu bieten, als im Beitrag gezeigt

wurde. Der Beitrag schließt mit einer nichtaussagekräftigen

Zusammenfassung des Reporters.

IEE-Fazit: 2 von 6 IEE-Punkten. Ein kurzweiliger

Fernsehclip, der nicht fesselt oder zum Zusehen

anregt. Im Stile einer Nachrichtensendung

geschnitten, fehlen Aussagen welche die

Bilder unterstützen.

Die IEE-Redaktion empfiehlt

Technik fürs Sofa

TV-Vorschau

Mo., 2. Mai 2011

➜ Planet Wissen: Abenteuer Fliegen (Luftfahrt)

– Was bringt die Zukunft

Angeregt vom Vorbild der Natur versuchen

Ingenieure neue Flugzeugtypen in die Luft zu

bringen.

8:20 Uhr, WDR Fernsehen

Mi., 4. Mai 2011

➜ Meyer-Werft – Die dicken Pötte von der

Ems

Ein Porträt der Werf in Papenburg, die Ende

des 18. Jahrhunderts Segelschiffe baute und

heute mit der Konkurrenz aus Asien um Aufträge

für Kreuzfahrtschiffe buhlt.

14:15 Uhr, Eins Festival

➜ Die Burg im Strom – Das Donaukraftwerk

Jochenstein

Rund 20 km unterhalb von Passau steht inmitten

des idyllischen Donautals das größte

Flusskraftwerk Deutschlands – das Kraftwerk

Jochenstein. Ob der Maschinist an den Turbinen,

die Frau vom Reinigungstrupp oder der

Schleusenwärter – sie alle erzählen von ihrer

Arbeit und liefern so ein fassettenreiches Bild

des Kraftwerks.

17:00 Uhr, Bayerisches Fernsehen

So., 8. Mai 2011

➜ Die Ente klingelt um 1/2 8

Für den renommierten Computeringenieur

Dr. Alexander läuft das ganze Leben streng

nach Plan ab. Bis er sich von Elefanten verfolgt

fühlt. Der Film ist eine geistreiche Gesellschaftssatire

mit diversen Seitenhieben

gegen die zunehmende Technikbegeisterung

des Wirtschaftswunder Deutschlands, Freuds

Psychoanalyse und die sexuelle Revolution

der späten 60er Jahre. Heinz Rühmann liefert

als rationaler Querkopf eine Glanzleistung

seiner Karriere.

9:00 Uhr, rbb Fernsehen

energie erzeugt ein aktiver Mensch im Jahr

– Energie, die bislang ungenutzt verpufft.

Das soll sich ändern: Der Mensch als neuartige

Energiequelle gerät immer stärker ins

Blickfeld der Forscher.

21:30 Uhr, 3sat

Mo., 16. Mai 2011

➜ Hitec: Die Automatisierung des Krieges

Der Film dokumentiert die Automatisierung

des Militärs und zeigt die technologischen

Möglichkeiten und die Gefahren.

21:30 Uhr, 3sat

Mo., 30. Mai 2011

➜ Sprengbagger 1010

Der historische Film aus dem Jahr 1929

zeigt wie der Ingenieur Karl Hartmann einen

gigantischen Bagger entwickelte, mit dem

große Mengen von Braunkohle gefördert

werden können.

1:10 Uhr, Arte (Nacht von Mo. auf Di.)

Kurzfristige Programmänderungen der

Sender sind möglich.

Foto: fotolia.com

IEE • 5-2011 81


VORSCHAU Firmenverzeichnis

Vorschau auf IEE 06/11

Bildquelle: AMA Service

Bildquelle: Micropelt

Bildquelle: Pavel Losevsky – Fotolia.com

Vorbericht: Sensor+Test

Das diesjährige Schwerpunktthema der Sensor+

Test setzt den Fokus auf Benutzerfreundlichkeit,

Betriebssicherheit und intuitive Bedienbarkeit.

Das Ziel ist, mehr Effizienz in der Anwendung von

Sensoren und Messsystemen zu erreichen. Zahlreiche

Entwicklungen der Aussteller zeigen, wie

neue Lösungen schnell und einfach zu der gewünschten

Verbesserung führen.

Batterielos überwachen

Der Qnode ist ein Funksensor zur Zustandsüberwachung

sorgt für mehr Sicherheit und Verfügbarkeit

von Hochstrom-Verteilsystemen in kontinuierlich

laufenden Produktionsumgebungen.

Der Thermoharvesting-Hersteller hat das energieautarke

Funksensorsystem gemeinsam mit

der französischen Schneider Electric entwickelt,

einem Anbieter von Energie-Verteilsystemen.

Praxis: Holzbearbeitung

Nach Angaben des VDMA-Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen

erkennen deutsche Hersteller

einen wachsenden Bedarf an Technologien

für eine ressourceneffiziente Produktion. So wird

zum einen ein nachhaltiger Anbau des verwendeten

Holzes gefordert. Zum anderen wird auch eine

umweltverträgliche Produktion erwartet, die in

Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird.

FIRMENVERZEICHNIS (Redaktion /Anzeige)

A Acceed, Düsseldorf

Allied Vision, Ahrensburg

AMA, Berlin

ASM Automation, Moosinning

Autodesk, München

AutoVimation, Karlsruhe

B B&R, A-Eggelsberg

Baldor Electric Germany,

Kirchheim

Balluff, Neuhausen

Basler, Ahrensburg

Baumer, Friedberg

62

20

20, 61

49

20, 28

41

11, 28, 29

37

69

14

78

Beckhoff, Verl 33

Berghof, Eningen

62

Bernstein, Porta Westfalica

3.US

Bressner, Gröbenzell

37

C CAN in Automation, Nürnberg

62

Comp-Mall, München

78

Conec, Lippstadt

63

Coninvers, Herrenberg

69

Crouzet, Hilden

52

Cwieme, GB-Channel Islands 77

D Data Translation,

53

Bietigheim-Bissingen

Decision, Lienen

78

Deutsche Messe, Hannover

8

Digi International, Dortmund

69

Dina, Wolfschlugen

13

Di-soric, Urbach 69

Dostmann,

52

Wertheim-Reichholzheim

DSM Computer, München

14, 79

E Eaton Electric, Bonn

2.US

Eaton Power Quality, Achern

32

EGE-Elektronik, Gettorf

53

Eplan Software & Service,

30

Monheim am Rhein

Euchner, Leinfelden-Echterdingen

39

F

Euro Engineering, Düsseldorf

European Bioplastics, Berlin

Faulhaber, Schönaich

32

70

41

Felten, Serrig

Festo, Esslingen

32

52

Fiessler, Esslingen-Berkheim

Frizlen, Murr

62

54

G Graf-Syteco, Tuningen

29

H Harmonic Drive, Limburg

Harting, Espelkamp

48

53

HBM, Darmstadt

HTC Kral, A-Wien

28, 52

28

I IAI Industrieroboter, Schwalbach

IMS Research, GB-Wellingborough

Industrial Computer Source,

Pulheim

Itac Software, Dernbach

48

14

41

29

J Jacob, Kernen 53

Jetter, Ludwigsburg

60

K Keba, A-Linz

KML, A-Wien

Koch-Industrieanlagen, Dernbach

48

59

48

Koco Motion, Dauchingen

Kontron Embedded, Eching

59

40

L Leuze, Owen-Teck

LiP-Technologie, Landau

49

63

Friedrich Lütze, Weinstadt

53, 67

Lyconsys, Frankfurt

62

M Maxon Motor, CH-Sachseln

MCTX Mobile & Embedded,

48

37

Gottenheim

Megatron Elektronik, Putzbrunn

49

Micro-Epsilon, Ortenburg

Modus, Willich

3, 52

78

MSC, Tuttlingen 79

MSC Vertriebs, Stutensee

MTS Sensor Technologie,

Lüdenscheid

79

59

N National Instruments, München 52

Netmodule, CH-Niederwangen

58

Newport, Deckenpfronn 59

O Oldenbourg Industrieverlag,

28

München

Omron Electronics, Langenfeld

80

Optris, Berlin

37

Oriental Motor, Düsseldorf

48

P P. E. Schall, Frickenhausen

12

Panasonic Electric Works,

80

Holzkirchen

Pepperl+Fuchs, Mannheim 42, 63

Phoenix Contact, Blomberg

PI-Institute, Hürth

15, 76

29

Pilz, Ostfildern

5

Prostep, Darmstadt

28

R Reikotronic, Köln

Rockwell Automation,

Haan-Gruiten

I RS Components,

Mörfelden-Walldorf

Rübsamen & Herr, Neunkirchen

S Schmersal, Wuppertal

Sharp Electronics, Hamburg

Siemens, Nürnberg

Sigmatek, A-Lamprechtshausen

Simplan, Maintal

Spectra, Reutlingen

Sprint Electric, GB-Ford, Arundel

SSV, Hannover

T

W

78

57, 32

4.US

51

41

40

21, 27, 34

7, 79

32

63

59

75

R. Stahl, Waldenburg 40

Technische Universität, Chemnitz

7

Technische Universität, Darmstadt

14

Tele Haase, A-Wien

32

Turck, Mülheim

49, 55

Werma, Rietheim-Weilheim

38

Wieland Electric, Bamberg

79

Wiesemann & Theis, Wuppertal

62

WSCAD, Bergkirchen-Eisolzried

25

Z Carl Zeiss, Oberkochen 58

Dieser Ausgabe liegen

Prospekte folgender Firma bei:

Ethernet Powerlink, Berlin

82 IEE • 5-2011


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