Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich - Tiefbauamt - Kanton ...

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich - Tiefbauamt - Kanton ...

Beleuchtungsreglement

des Kantons Zürich

Grundsätze, Vorschriften und Richtlinien

bezüglich

Planung, Bau und Unterhalt an Staatsstrassen

Januar 2005


Zuständige Fachstelle:

Elektrodienst

Werkhofstrasse 1

8902 Urdorf

2

Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Version: 1.0

Mutationsdatum: 14.12.2004


Inhaltsverzeichnis

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

1. Zweck und Geltungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

2. Eigentumsverhältnisse und Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

3. Zweck der öffentlichen Beleuchtung (ÖB) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

4. Bau und Planung der Anlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

5. Bewilligungsverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

6. Betrieb der Anlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

7. Unterhalt der Anlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

8. Ersatz von Beleuchtungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

9. Beleuchtungsdatenbank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

10. Anderwertige Anlagen im Strassenbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

11. Vorschriften, Normen und Richtlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

12. Tarife und Verrechnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

13. Dokumentation, Kontrollen und Messungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

14. Haftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

15. Verhalten bei Arbeiten im Strassenbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

16. Budgetierungsprozess . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

17. Weitere Bestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

18. Inkraftsetzung, Ausführungsbestimmungen und Anhänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

18.1 Abweichungen vom Beleuchtungsreglement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

18.2 Bewilligungsverfahren für Beleuchtungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

18.3 Betriebszeiten (Fahrbahn)beleuchtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

18.4 Beleuchtungszonen Staatsstrassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

18.5 Tarifblatt (Vergütung Kanton Zürich) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

18.6 Verrechnungsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

18.7 Abnahmeprotokoll/Messprotokoll (mit Muster) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

18.8 Gesuch und Vorschriften für eine Installation an Kandelabern im

Staatsstrassengebiet (Verkehrsspiegel/Weihnachtsbeleuchtung) . . . . . . . . . . . . . 19

18.9 Gesuch Nostalgiebeleuchtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

18.10 Budgeterhebungsblatt (Budgetplanung/Bauprogramm) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

18.11 Ansprechpersonen beim Elektrodienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

18.12 Behebung von Unfallschäden an elektrischen Anlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24


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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

1. Zweck und Geltungsbereich

Dieses Reglement legt die allgemeinen und technischen Grundlagen für die öffentliche Beleuchtung

(ÖB) auf Staatsstrassen (ausser Zürich und Winterthur) fest. Zudem ist es Gegenstand von Vereinbarungen

mit den jeweiligen Netzbetreibern. Nationalstrassen und Kantonale Autobahnen werden

in einem separaten Reglement geregelt.

Ziel und Inhalt:

Gleichbehandlung aller Gemeinden und Netzbetreiber (Elektrizitätswerke)

Einheitliche Tarifstruktur und Verrechnung

Einheitlich geregelte Unterhaltsleistungen

Richtlinien bezüglich Vorschriften, Normen und Spezifikationen

Zielvorgaben für Bau und Planung der Anlagen

Budgetierungsprozess

Betriebsarten

Zuständigkeiten

2. Eigentumsverhältnisse und Grundlagen

Nach § 3 lit. g des Strassengesetzes vom 27. September 1981 sind Beleuchtungsanlagen Bestandteil

der Strassen und gehören somit im Bereich der Staatsstrassen zum Inventar der Baudirektion Kanton

Zürich. Die Eigentumsverhältnisse an den Beleuchtungsanlagen (Kandelaber und Kabelanlage)

richten sich nach den Strassenparzellen oder dem Verknüpfungspunkt (Netzanschlusspunkt).

Die Eigentümerinteressen (fachtechnische Betreuung) dieser Anlagen werden durch das Tiefbauamt

des Kantons Zürich, vertreten durch den Elektrodienst, Werkhofstrasse 1, 8902 Urdorf, wahrgenommen.

Die Netzbetreiber gelten gemäss Kapitel 14 als Betriebsinhaber der Beleuchtungsanlagen

im Sinne der Starkstromverordnung.

3. Zweck der öffentlichen Beleuchtung (ÖB)

Die öffentliche Beleuchtung ist grundsätzlich eine reine Fahrbahnbeleuchtung, die zur Verbesserung

der Sichtverhältnisse dient.

Strassenbeleuchtungen werden deshalb insbesondere nur noch dort eingesetzt, wo Fussgänger und

der motorisierte Verkehr häufig miteinander in Verbindung kommen, das heisst im bebauten Innerortsbereich.

Dort sollen primär bessere Voraussetzungen geschaffen werden, damit ein frühzeitiges

Erkennen der Verkehrsteilnehmer ermöglicht wird.

Die Beleuchtungszonen sind in Beilage 18.4 beschrieben.

Grosse Industrieüberbauungen sowie Liegenschaften, die nicht von Hauptstrassen, sondern von Gemeindestrassen

her erschlossen sind, fallen nicht unter diese Bestimmung. Sie werden durch den

Elektrodienst einzeln beurteilt.


Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

4. Bau und Planung der Anlagen

In Städten und Gemeinden werden die Beleuchtungsanlagen an Staatsstrassen durch die zuständigen

Netzbetreiber oder Dritte projektiert und erstellt. Bei einer Ausschreibung sind die örtlichen

Netzbetreiber auf eine laufende Submission hinzuweisen. Grundsätzlich sind die Anlagen so zu planen,

dass sie einen sparsamen Betrieb, einen kostengünstigen Energieverbrauch und einen nachhaltigen

Unterhalt gewährleisten. Es sind die üblichen beim Tiefbauamt eingesetzten Normmaterialien

zu verwenden.

Das Tiefbauamt legt auf Grund von allgemein gültigen Richtlinien die technischen Ausführungsnormen

fest. Grundsätzlich sind die Vorschriften, Normen und Richtlinien gemäss Kapitel 11 einzuhalten.

Der Aufstellungsort, die Lichtart, die Lampenleistung sowie die Betriebsart (Vollleistung, reduzierte

Leistung oder Kombination) sind bei allen Neuanlagen und Sanierungen vor der Realisation

durch den Elektrodienst schriftlich bewilligen zu lassen.

5. Bewilligungsverfahren

Gesuche für Neuanlagen, Erweiterungen und Änderungen sind dem Tiefbauamt rechtzeitig und

schriftlich zur Bewilligung vorzulegen. Spezialwünsche, wie zum Beispiel eine Nostalgiebeleuchtung,

sind mit einem zusätzlichen Gesuch (Beilage 18.9) beim Elektrodienst einzureichen. Die Mehraufwendungen

für die Erstellung werden dem Verursacher in Rechnung gestellt wie auch die notwendige

Beschaffung von Reservematerial. Sind als Folge der Spezialwünsche die Energie- und Unterhaltskosten

erheblich teurer, werden auch hier die Mehrkosten dem Verursacher überwälzt.

Im Zusammenhang mit Netzbauten, bei denen vorhandene Freileitungen durch erdverlegte Kabelleitungen

ersetzt werden, sind, sofern weiterhin notwendig, die vorhandenen Freileitungsleuchten

durch eine neue Standardbeleuchtung zu ersetzen.

Die Kosten für Neuanlagen, Erweiterungen und Änderungen gehen zu Lasten des Kantons, sofern

dieser die Bewilligung dazu erteilt hat.

Der Ablauf der jeweiligen Bewilligungsverfahren ist in Beilage 18.2 beschrieben.

Beleuchtungsaufträge dürfen nur mit schriftlicher Zustimmung des Elektrodienstes (Stempel ELD

und Visum) ausgeführt werden.

6. Betrieb der Anlagen

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Das Ein- und Ausschalten der Lampen erfolgt in der Regel durch Netzkommandoanlagen der Netzbetreiber.

Den Einschaltbefehl am Abend und den Ausschaltbefehl am Morgen geben Fotozellen abhängig

von der Aussenhelligkeit.

Die von der Baudirektion Kanton Zürich bezahlten Betriebszeiten der Beleuchtungen sind in Beilage

18.3 definiert. Abweichende Betriebszeiten sind durch die jeweiligen Gemeinden in Absprache mit

den zuständigen Netzbetreibern festzulegen. Die Mehrkosten trägt die Gemeinde.


Änderungen der programmierten Schaltzeiten müssen vom zuständigen Netzbetreiber umgehend

dem Elektrodienst schriftlich mitgeteilt werden.

Zusätzliche Schaltungen für den Betrieb der öffentlichen Beleuchtung bei ausserordentlichen Anlässen

dürfen nur mit der Bewilligung des Strasseneigentümers (Betriebsleiter Unterhaltsbezirk) ausgeführt

werden. Allfällige Kosten sind dem Auftraggeber direkt in Rechnung zu stellen.

7. Unterhalt der Anlagen

Die Beleuchtungsanlagen an Staatsstrassen (ohne Signalisationsbeleuchtungen) werden durch die

vom Elektrodienst beauftragten Netzbetreiber betrieben und unterhalten. Der Ersatz defekter Lampen

erfolgt in der Regel anlässlich von acht Unterhaltstouren pro Jahr. Dieser Intervall wird der Jahreszeit

bzw. der Einschaltzeit der Beleuchtungsanlagen angepasst. An exponierten Stellen (z.B. bei

Kreuzungen oder Fussgängerstreifen) müssen die als defekt gemeldeten Lampen innerhalb von zwei

Wochen, auch ausserhalb der Unterhaltstouren, ersetzt werden.

Eine detaillierte Aufstellung der Unterhaltsleistungen ist unter Kapitel 12 Bst. B aufgeführt.

Beeinträchtigt der Zustand der Anlagen die Sicherheit der Strassenbenützer, ist der Eigentümer (Elektrodienst)

schriftlich in Kenntnis zu setzen. Im Zweifelsfall können Wandstärkemessungen von Kandelabern

vorgenommen werden. Die dazu benötigten Messgeräte können kurzfristig und kostenlos

beim Elektrodienst ausgeliehen werden. Die Kosten für solche Spezialmessungen werden nach

vorgängiger Bewilligung vom Elektrodienst übernommen.

Bei Unfallschäden ist der Korrosionsschutz wieder anzubringen und es sind dem Unfallverursacher

sämtliche Kosten zu verrechnen. Das Vorgehen bei Unfallschäden ist in Beilage 18.12 beschrieben.

Im Rahmen der Betreuung der Beleuchtungsanlagen führen die Netzbetreiber auch Kontrollen und

Reparaturen bei Kabelstörungen, bei mutwilligen Beschädigungen, bei Naturkatastrophen usw.

durch. Diese Aufwendungen sind nicht Bestandteil des Unterhaltes und im Tarif für die öffentliche

Beleuchtung nicht inbegriffen, sie gehen zu Lasten des Strasseneigentümers.

Reparaturen von mehr als Fr. 1'000.- sind vorgängig mit dem Elektrodienst abzusprechen und bewilligen

zu lassen.

8. Ersatz von Beleuchtungsanlagen

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Beleuchtungsanlagen haben in der Regel eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren. Über diesen

Zeitraum halten die Netzbetreiber das notwendige Normmaterial an Lager. Müssen Beleuchtungsteile

aus Alterungsgründen oder weil sie den technischen Anforderungen nicht mehr genügen, ersetzt

werden, sind die Kosten vom Strasseneigentümer zu tragen. Die Kostenübernahme setzt eine

Absprache und einen schriftlichen Auftrag durch den Elektrodienst an den zuständigen Netzbetreiber

voraus.


9. Beleuchtungsdatenbank

Der Elektrodienst führt eine Beleuchtungsdatenbank. Diese ist Grundlage für die Ermittlung der

Rückvergütung von Energie- und Unterhaltskosten der Beleuchtungen an Staatsstrassen. Die Netzbetreiber

sind verpflichtet, bei allen Änderungen die nachgeführten Daten dem Elektrodienst mit

der jeweiligen Arbeitsabrechnung zuzustellen. Ausnahme: EKZ, die die Datenbank in eigener Regie

führen. Ohne aktualisierte Datenblätter werden die Rechnungen nicht bezahlt.

Die Daten der EKZ-Datenbank über die Beleuchtung der Staatsstrassen werden dem Elektrodienst

jährlich Mitte Jahr oder bei Bedarf übermittelt.

10. Anderweitige Anlagen im Strassenbereich

Wegweiser, Leuchtpfosten, Hinweis- und Verbotssignale sowie Weihnachtsbeleuchtungen können

nach Massgabe der Leistungsfähigkeit der Anlagen und im Einvernehmen mit dem Strasseneigentümer

an die Anlagen der öffentlichen Strassenbeleuchtung angeschlossen werden. Diese Verbraucher

sind im periodischen Unterhalt nicht enthalten. Alle den Netzbetreibern für solche Anlagen

übertragenen Aufträge für Bau, Betrieb und Unterhalt sind dem Auftraggeber gesondert zu verrechnen.

Einrichtungen zur Speisung von anderen Anlagen (z.B. Verkehrsanlagen, Spiegelheizungen, Verkehrszählstellen,

Billettautomaten usw.) gehören nicht zur öffentlichen Beleuchtung. Diese sind mit

separaten, eigenen Netzanschlüssen und Zählern auszurüsten oder können mit einem Pauschaltarif

verrechnet werden.

11. Vorschriften, Normen und Richtlinien

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Die folgenden Vorschriften, Normen und Richtlinien sind bei der Planung und beim Betrieb von Beleuchtungsanlagen

an Staatsstrassen zu beachten:

Für die Schweiz gültige Beleuchtungs-Normen für Strassen und Plätze (Schweizer Norm, Schweizer

Licht Gesellschaft (SLG), EN-Norm)

Gesetzliche Grundlagen:

– Elektrizitätsgesetz (ELG) vom 24. 6. 02

– Starkstromverordnung (StV) vom 30. 3. 94

– Leitungsverordnung (LeV) vom 30. 3. 94

– Schwachstromverordnung (SchV) vom 8.12. 97

– Niederspannungs-Erzeugnisverordnung (NEV) vom 9. 4.97

– Verordnung über die elektromagnetische Verträglichkeit (VEMV) vom 9.4.97

Vorschriften, Normen und Weisungen des Eidgenössischen Starkstrominspektorates (ESTI)

Richtlinien:

– EN 50110 Betrieb von Starkstromanlagen

– ESTI-Weisung 406.696 (Arbeitssicherheit, Arbeitsmethoden, Tätigkeiten an elektrischen

Anlagen)


Anerkannte Regeln der Technik sowie:

– Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 19.12. 83 (UVG)

– Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV)

– SUVA-Richtlinie SBA Nr. 65 / 98/99 / 103 / 116 / 135 / 140 / 148 / 1863/2232

– EKAS-Richtlinie SBA Nr. 6029 (Wegleitung, Arbeitssicherheit)

Trotz der pauschalen Energieverrechnung auf Grund der Beleuchtungsdatenbank sind heute schon

getrennte Netze (Gemeinde- und Staatsstrassen) beizubehalten. Neuanlagen sind, sofern sinnvoll,

mit getrennten Netzen zu planen (ohne Ausführung der Messeinrichtung).

Im Weiteren ist jeder Kandelaber mit einem Nummernschild als eindeutige Identifikation zu versehen.

Die Nummernschildfarben sind folgendermassen definiert:

Rot Staatsstrassen, EKZ

Grün Staatsstrassen, übrige Netzbetreiber

Gelb Spezialabschnitte, z.B. Hochleistungsstrassen, TBA/ELD

Blau Gemeindestrassen, EKZ

12. Tarife und Verrechnungen

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Grundsätzlich werden zwei Tarife unterschieden, nämlich:

A. Energietarif (E)

Beim Energietarif sind folgende Leistungen enthalten:

Energiekosten

Durchleitungskosten (komplette Transportkosten)

Energiemessung und Verrechnung

B. Unterhaltstarif (U)

Bei den Unterhaltskosten sind folgende Leistungen enthalten:

gemäss Starkstromverordnung Kapitel 2, Abschnitt 4, Art. 17 und nachfolgende Leistungen

Durchschnittlich alle fünf Jahre:

Leuchtmittelersatz inkl. Entsorgung sowie die gleichzeitige Reinigung und Prüfung von Leuchte,

Glas und Reflektor.

Diese Arbeiten müssen in geeigneter Weise dokumentiert werden, damit sie nachvollziehbar

sind.

Beim Leuchtmittelersatz sind nur Lampen mit hohem Lichtstrom und langer Lebensdauer einzusetzen.

z.B. Natriumhochdrucklampen-/ Plus-, Super- oder Pro.

Kandelaber, Fundamente, Ausleger, Aufsatz und Leuchten auf Rost oder andere Schäden mittels

Sichtkontrolle prüfen.


Das Ersetzen von Sicherungen und Startern einschliesslich der Lieferung;

Vorschaltgeräteersatz (ohne EVG und Spezialleuchten CDM sowie Serienausfälle);

Prüfung der elektrischen Einrichtung auf ihre Funktion;

Prüfen der Beleuchtungssteuerung;

Datenbankauskünfte gegenüber dem Elektrodienst;

Entsprechende Nachführung der Dokumentation gemäss Kapitel 13;

Bereitschaftsdienst;

alle zehn Jahre ist eine Erdungsmessung beim Speisepunkt (Transformatorenstation oder Verteilkabine)

durchzuführen.

Grundsätzlich dienen die EKZ-Tarife als Verrechnungsbasis. Vergütungsänderungen werden vorgängig

mit dem Vertreter des Verbandes Kommunaler Elektrizitätswerke (VKE) abgesprochen. Die

gemeinsam festgelegte Vergütung (Energie und Unterhalt) wird den Netzbetreibern jeweils vom

Tiefbauamt in einem separaten Blatt mitgeteilt.

C. Verrechnungsarten

Die Verrechnung erfolgt gemäss Beilage 18.6

13. Dokumentation, Kontrollen und Messungen

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Folgende Dokumentationen müssen bei den Netzbetreibern vorhanden sein und laufend aktualisiert

werden:

– Beleuchtungsdatenbank auf dem aktuellen Stand mit Nummerierungssystem;

– Dokumentation der Kontrolltätigkeit Beleuchtungskontrolle gemäss Kapitel 12;

– Werkleitungspläne.

Bei Neuanlagen, Netzänderungen und Erweiterungen von Beleuchtungsanlagen ist pro Beleuchtungsstrang

der Kurzschlussstrom beim letzten Kandelaber zu messen.

Details und Muster gemäss Beilage 18.7 .

Wird an einem Kandelaber die Leuchte oder dessen Zuleitungskabel ersetzt, ist eine Isolationsmessung

durchzuführen. Das Gleiche gilt für jede Neuerstellung von Kandelabern sowie auch für Unfallkandelaber.

Die aufgeführten Messungen und Kontrollen umfassen auch die entsprechende Verwaltung und

Aufbewahrung der Dokumente gemäss den gesetzlichen Vorschriften.

Der Elektrodienst kann die erwähnten Unterlagen jederzeit stichprobenweise prüfen.

Werden Beleuchtungsanlagen durch Dritte erstellt, können die Aufwendungen, die den Netzbetreibern

für die Übernahme in die Werkdokumentation entstehen, dem Eigentümer in Rechnung

gestellt werden.


14. Haftung

Betriebsinhaberhaftung:

Die Netzbetreiber sind für den vorschriftsmässigen Betrieb gemäss Starkstromverordnung im Rahmen

der Vereinbarung mit der Baudirektion Kanton Zürich, Tiefbauamt/Elektrodienst, verantwortlich.

Bezüglich Haftung gilt Folgendes:

Der Betriebsinhaber trägt gemäss Art. 27 des Elektrizitätsgesetzes die Verantwortung für die an ihn

übertragene Anlage beziehungsweise für deren Zustand. Es wird daher allen Netzbetreibern der Abschluss

einer speziellen Versicherung empfohlen.

Die Haftung beschränkt sich auf Anlagen, welche mit dem Tarif E+U oder nach

Tarif U gemäss Kapitel 12 abgegolten werden (Beleuchtungsdatenbank).

15. Verhalten bei Arbeiten im Strassenbereich

Im Speziellen sind den Themen «Verhalten auf Baustellen» (Signalisation und Warnbekleidung) besondere

Beachtung zu schenken, z.B. Norm SN 640 710c.

Im Zweifelsfall oder bei Unklarheiten muss der Betriebsleiter des jeweiligen Unterhaltsbezirkes kontaktiert

werden.

16. Budgetierungsprozess

Die Betriebskosten (E+U) können auf Grund der Beleuchtungsdatenbank ermittelt werden.

Alle übrigen Kosten sind zu planen und zu budgetieren (z.B. Neubauten, Sanierungen usw.).

Termine:

Für die nächsten zwei Budgetfolgejahre muss der Elektrodienst bis spätestens Ende September im

Besitz der aktualisierten Unterlagen (Bauprogramm) sein. Die Daten sind elektronisch zu übermitteln.

Die entsprechenden Formulare findet man unter Beilage 18.10 sowie auf der Homepage des Tiefbauamtes:

www. strassen.zh.ch, unter Download Formulare.

17. Weitere Bestimmungen

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Für die Realisierung eines Projektes ist die erforderliche Zustimmung des jeweils betroffenen Grundeigentümers

für das Erstellen von Kandelabern und Trägern sowie das Anbringen von Abspannseilen,

Ankern und Leitungen an Gebäuden einzuholen.

Dies hat - in Absprache - entweder durch das Tiefbauamt, den Planer oder den Netzbetreiber zu erfolgen.

Der Strasseneigentümer orientiert die privaten und öffentlichen Grundeigentümer, dass Bäume und

Sträucher zurückzuschneiden sind, damit die Wirksamkeit der öffentlichen Beleuchtung und deren

Unterhalt nicht beeinträchtigt werden (§ 240 PBG).


Der Strasseneigentümer hat die Netzbetreiber bei der Kontrolle des richtigen Funktionierens der Beleuchtungsanlagen

durch die Ortspolizei oder andere Organe möglichst zu unterstützen und den

zuständigen Betriebsleitungen Unregelmässigkeiten zu melden.

18. Inkraftsetzung, Ausführungsbestimmungen und Anhänge

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Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

Bestandteil des Reglements sind folgende Ausführungsbestimmungen und Anhänge:

18.1 Abweichungen vom Beleuchtungsreglement

18.2 Bewilligungsverfahren für Beleuchtungsanlagen

18.3 Betriebszeiten (Fahrbahn)beleuchtungen

18.4 Beleuchtungszonen Staatsstrassen

18.5 Tarifblatt (Vergütung Kanton Zürich)

18.6 Verrechnungsarten

18.7 Abnahmeprotokoll/Messprotokoll (mit Muster)

18.8 Gesuch und Vorschriften für eine Installation an Kandelabern im Staatsstrassengebiet (Verkehrsspiegel/Weihnachtsbeleuchtung)

18.9 Gesuch Nostalgiebeleuchtung

18.10 Budgeterhebungsblatt (Budgetplanung/Bauprogramm)

18.11 Ansprechpersonen beim Elektrodienst

18.12 Behebung von Unfallschäden an elektrischen Anlagen

Die Ausführungsbestimmungen 18.1, 18.3 und 18.4 werden durch die Baudirektion erlassen. Für

die übrigen Anhänge ist das Tiefbauamt zuständig.

Dieses Reglement mit Ausführungsbestimmungen und Anhängen ist ab 1. Januar 2005 anwendbar.

Zürich 17. Dezember 2004

Dorothée Fierz, Baudirektorin


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Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.1 Abweichungen vom Beleuchtungsreglement sind in

folgenden Fällen möglich:

Unfallschwerpunkte

Neben der Beleuchtung sind flankierende Massnahmen vorzusehen.

(z.B. Geschwindigkeitsreduktion, Überholverbot etc.)

Gefahrenträchtige Knotenpunkte

Neben der Beleuchtung sind flankierende Massnahmen vorzusehen.

Wenn möglich nur als Übergangslösung.

Begehren von Gemeinden

Zu Lasten Gemeinde.

Realisation gemäss Beleuchtungsreglement.

Beleuchtungszonen

Die Richtlinien bezüglich Beleuchtungszonen (Kapitel 3, 2. Abschnitt) kommen nur bei Sanierungen,

Erneuerungen oder Neubauten zur Anwendung.

Für die aktuell betriebenen Anlagen besteht somit kein Handlungsbedarf (Besitzstandswahrung).


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Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.2 Bewilligungsverfahren für Beleuchtungsanlagen

Tiefbauamt

Unterhaltsregion/ Elektrodienst =

Staatsstrassen = Beleuchtungs-

Projektart Planer/EW Projektbewilligung bewilligung

Neubau

Projektmappe mit

Gesuch zur Genehmigung

Sanierung mit baulichen Massnahmen

Projektmappe mit

Gesuch zur Genehmigung

Sanierung ohne bauliche Massnahmen

Projektmappe mit

Gesuch zur Genehmigung

Demontage/Abbruch

Gesuch zur Genehmigung

Spezialbewilligungen

Weihnachtsbeleuchtung,

Spiegel etc. (mit sep. El.-Anschluss)

Eingabe

Bewilligung

Notwendiger Beschrieb

– Planunterlagen

– Kabelquerschnitte

– Lichtpunkthöhe

– Bauart

– Material und Farbe des Kandelabers

– Leuchtentyp mit Leistungsaufnahme

– Strassenbreite und Kandelaberabstand

– Kandelabernummern

– Offerten und Terminplan

– Auf Verlangen:

Grundlage für die Auswahl der Beleuchtungsklasse und

Beleuchtungsberechnung gemäss gültigen Normen

und Richtlinien.

Im Weiteren ist ein Planausschnitt

(Übersichtsplan 1:2'500 oder 1:5'000) als Groborientierung

beizulegen.


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Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.3 Betriebszeiten Fahrbahnbeleuchtungen

12:00

Als Richtwert für das Ein- und Ausschalten sind 50 Lux vorgesehen.

Abenddämmerung (AD) bis 24:00 Uhr eingeschaltet (zu Lasten des Kantons)

Betrieb zwischen 24:00 - 05:00 Uhr a) ausgeschaltet (5hx365T=1815h/J)

b) eingeschaltet (zu Lasten der Gemeinden)

Morgendämmerung (MD) ab 5:00 Uhr eingeschaltet (zu Lasten des Kantons)

Minimale Betriebszeiten: Beleuchtung muss bis 23:00 Uhr und ab 05:30

eingeschaltet sein!

Änderungen der Betriebszeiten sind dem Elektrodienst schriftlich mitzuteilen.

AD

24:00

Abweichende Betriebszeiten für Signal- und Unterführungsleuchten (Fussgänger) AD–MD

gehen zu Lasten des Kantons (4240h/J).

Die Signalbeleuchtungskosten werden mittels einer Pauschale von 2% (ab 1.1.2005 mit 1%) der

Strassenbeleuchtungskosten abgegolten.

05:00

MD

12:00


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Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.4 Beleuchtungszonen Staatsstrassen

Staatsstrassen Staatsstrassen

weiss/blaue schwarz/weisse

Signalisation Signalisation

Fahrbahnbeleuchtung innerorts (überbautes Gebiet)

Kreuzungen / Kreisel ja ja

Offene Strecken ja ja

Rad- und Gehwege (in der Regel Streulicht) ja ja

Fussgängerstreifen ja ja

Tunnel nach SLG nach SLG

Fussgänger- Unterführungen ja ja

Fahrbahnbeleuchtung ausserorts

Kreuzungen mit LSA (ohne Baustellenanlagen) ja ja

Kreuzungen / Kreisel nein nein

Offene Strecken nein nein

Rad- und Gehwege nein nein

Tunnel nach SLG nach SLG

Fussgänger- Unterführungen ja ja

Signalisationsbeleuchtung innerorts

Hinweissignale bei Kreuzungen mit LSA ja ja

Überkopfsignale ja ja

Vorschriftssignale reflektierend reflektierend

Inselschutzpfosten reflektierend reflektierend

Signalisationsbeleuchtung ausserorts

Hinweissignale und Wegweisungen mit LSA ja ja

Hinweissignale reflektierend reflektierend

Wegweisung reflektierend reflektierend

Vorschriftssignale reflektierend reflektierend

Inselschutzpfosten reflektierend reflektierend

SLG = Schweizer Licht Gesellschaft


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Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.5 Tarifblatt «Vergütung Kanton Zürich

Öffentliche Beleuchtung; Rp/kWh»

Preise übrige Netzbetreiber (Endverteiler)

Termin Energie Unterhalt Amortisation Bemerkungen

ab 01.10.2001 12.90 12.50 aufgehoben 25.40 27.33

+ MWSt 7.6%

ab 01.10.2004 11.80 12.50 aufgehoben 24.30 26.15

+ MWSt 7.6%

Nettopreise EKZ(Abweichungen)

identische Anpassung

Termin Energie Unterhalt Amortisation Total Bemerkungen

ab 01.10.2001 12.90 12.51 aufgehoben 25.41 27.35

+ MWSt 7.6%

ab 01.10.2002 12.64 12.26 aufgehoben 24.90 26.78

+ MWSt 7.6%

ab 01.10.2003 12.24 11.87 aufgehoben 24.11 25.94

+ MWSt 7.6%

ab 01.10.2004 10.20 12.33 aufgehoben 22.53 24.24

+ MWSt 7.6%

Regelung Tarifanpassungen für Endverteiler(Die Tarife werden jährlich mit dem VKE ausgehandelt.)

Basis für Tarifanpassungen: (Ausgangspunkt ist der 1.10.2004)

Energie Entwicklung EKZ-Tarif für Endverteiler

Unterhalt Leistungsumfang gemäss ÖB-Reglement

Teuerungsentwicklung, sofern Differenz jeweils grösser als 0.2 Rp.


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Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.6 Verrechnungsarten

Normalfall (wie bisher)

Grundlage für die Ermittlung der Rückvergütung von Energie- und Unterhaltskosten für Beleuchtungen

an Staatsstrassen ist die Beleuchtungsdatenbank.

(Ausnahmefälle, wie z.B. separat gemessene Unterführungsbeleuchtungen werden mittels Zählerablesung

direkt an die Baudirektion / Elektrodienst verrechnet.)

Die EKZ stellen automatisiert im Auftrag der Gemeinden Mitte Jahr direkt Rechnung an die Baudirektion,

Elektrodienst, für die Jahresrückvergütungen.

Nachstehendes gilt nur für die übrigen Netzbetreiber:

Sofern Änderungen stattgefunden haben, erhalten die Gemeindeverwaltungen und die zuständigen

Netzbetreiber jeweils im Frühjahr einen neuen Ausdruck der Beleuchtungsdatenbank vom Elektrodienst.

Auf Grund dieser Daten stellt die Gemeindeverwaltung der Baudirektion Kanton Zürich, Tiefbauamt/Elektrodienst,

Werkhofstrasse 1, 8902 Urdorf, Mitte Jahr den ganzen Jahresbetrag in Rechnung.

Die Netzbetreiber stellen nach Zählerablesung den jeweiligen Gemeinden Rechnung.

Auf Wunsch: Variante für «übrige Netzbetreiber»

In Abweichung zum Normalfall stellt der Netzbetreiber auf Grund der Beleuchtungsdatenbank der

Baudirektion Kanton Zürich, Tiefbauamt / Elektrodienst, Werkhofstrasse 1, 8902 Urdorf, Mitte Jahr

den ganzen Jahresbetrag in Rechnung.

Die Mehrkosten (längere Betriebszeiten, als der Kanton übernimmt) werden durch den Netzbetreiber

der jeweiligen Gemeinde in Rechnung gestellt.

Wichtig

Wichtig für die Baudirektion ist, dass die einmal festgelegte Verrechnungsvariante beibehalten wird

und die Energie nur einmal, d.h. durch die Gemeinde oder den Netzbetreiber in Rechnung gestellt

wird.


18

Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.7 Abnahmeprotokoll/Messprotokoll (mit Muster für

Neuanlagen sowie Unfallkandelaber)


19

Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.8 Gesuch für eine Installation an Kandelabern im

Staatsstrassengebiet


20

Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

Vorschriften für die Montage einer Weihnachtsbeleuchtung

oder eines Verkehrsspiegels an Kandelabern der öffentlichen

Beleuchtung vom 22. Januar 2003.

Die Baudirektion Kanton Zürich, vertreten durch das Tiefbauamt, Strasseninspektorat, ist Eigentümerin

der öffentlichen Beleuchtungsanlagen entlang der Staatsstrassen. Das Anbringen von Weihnachtsbeleuchtungen

oder Verkehrsspiegeln an solchen Anlagen ist bewilligungspflichtig.

a) Für die Montage einer Weihnachtsbeleuchtung an Kandelabern sind folgende Vorschriften einzuhalten:

1. Die Strassenbeleuchtung darf während des Betriebs einer Weihnachtsbeleuchtung nicht ausgeschaltet

werden.

2. Es muss eine Grundplatte aus Chromstahl mit einer Steckdose hergestellt werden, welche fest

am Kandelaber montiert wird. Die Montage muss mit Chromstahl-Bändern erfolgen.

3. Die Weihnachtsbeleuchtung muss auf die fest montierte Grundplatte geschraubt oder gesteckt

werden.

4. Die Kabel sind im Innern des Kandelabers zu verlegen.

5. Damit kein Wasser in den Kandelaber eindringt, müssen Bohrungen mit passenden Durchführungstüllen

abgedichtet werden.

6. Ein Sujet inkl. Grundinstallation darf das Gewicht von 15 kg pro Mast nicht übersteigen.

7. Die elektrische Anschlussleistung darf pro Kandelaber nicht grösser als 250 Watt sein.

b) Für die Montage eines Verkehrsspiegels an Kandelabern sind folgende Vorschriften einzuhalten:

1. Die Montage eines Verkehrsspiegels erfordert erstinstanzlich die schriftliche Zustimmung der

politischen Gemeinde gestützt auf § 2 PBG lit. c und in Anwendung von § 6 der Verkehrssicherheitsverordnung.

2. Es muss eine Kugelgelenkhalterung mit Bride oder Chromstahlband fest am Kandelaber montiert

werden.

3. Die Kabel sind im Innern des Kandelabers zu verlegen.

4. Damit kein Wasser in den Kandelaber eindringt, müssen Bohrungen mit passenden Durchführungstüllen

abgedichtet werden.

5. Ein Verkehrsspiegel inkl. Halterung darf das Gewicht von 15 kg pro Mast nicht übersteigen.

6. Die elektrische Anschlussleistung darf pro Kandelaber nicht grösser als 250 Watt sein.

Gemäss § 2 der Gebührenverordnung für die Verwaltungsbehörden von 30. Juli 1966 sind für die

Erteilung von Bewilligungen und Konzessionen Gebühren zu erheben.

Für die Behandlung von Installationsgesuchen fallen in der Regel Gebühren nicht unter Fr. 400.- an.

Diese werden dem Gesuchsteller mit der Bewilligung (Verfügung) durch die Baudirektion Kanton

Zürich, Tiefbauamt, Strasseninspektorat, in Rechnung gestellt.


21

Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.9 Gesuch Nostalgiebeleuchtung


22

Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.10 Budgeterhebungsblatt (Budgetplanung/Bauprogramm)


23

Beleuchtungsreglement Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich des Kantons Zürich

18.11 Ansprechpartner beim Elektrodienst

Ansprechpartner in allen Belangen der Beleuchtung ist:

Baudirektion Kanton Zürich

Tiefbauamt / Elektrodienst

Herr Urs Solenthaler

Werkhofstrasse 1

8902 Urdorf

Tel. 044 / 736 54 28

Natel 079 414 59 28

E-Mail: urs.solenthaler@bd.zh.ch

Ansprechpartner in allen Belangen der Energieverrechnung ist:

Baudirektion Kanton Zürich

Tiefbauamt / Elektrodienst

Herr Samuel Griner

Werkhofstrasse 1

8902 Urdorf

Tel. 044 / 736 54 20

E-Mail: samuel.griner@bd.zh.ch


24

Anhang zum Beleuchtungsreglement des Kantons Zürich

18.12 Behebung von Unfallschäden an elektrischen Anlagen

Aufgebot

Sicherheits-

Massnahmen

Aufnahme

Schadenausmass

Regieauftrag

Ausführung

Abrechnung

Verrechnung

Aufgebot des Netzbetreibers, der den Schaden behebt, durch Pikettdienst TBA /

ELD, KAPO oder TBA / UB.

Notfallmässige Reparatur, damit Sicherheit gewährleistet ist.

Der ausführende Netzbetreiber besichtigt die Unfallstelle, schätzt die Kosten inkl.

Fremdkosten (z.B. Fundament) der Unfallbehebung und übermittelt diese dem

Unterhaltsbezirk.

Zudem sind vor Instandstellung des Schadens Fotos als Beweisunterlage für die

Fahrzeugversicherung zu machen. Aufnahmen durch TBA / UB.

Der betreffende TBA-Unterhaltsbezirk erteilt einen Regieauftrag über die geschätzten

Instandstellungskosten an den Netzbetreiber.

Die Ausführung der Unfallbehebung ist sofort in Angriff zu nehmen und spätestens

innerhalb von drei Wochen abzuschliessen. Allfällige technische Fragen sind

mit dem Elektrodienst abzusprechen.

Alle Rechnungen sind an den Unterhaltsbezirk in zweifacher Ausführung zu stellen.

Im Rechnungstitel sind die Angaben gemäss Regieauftrag aufzuführen, d.h.

Unfall Nr., Gemeinde, Strasse, km und Kandelaber Nr. Die Abrechnungen sind

spätestens 60 Tage nach Abschluss der Arbeiten zu stellen. Der Abrechnung ist

ein Beleuchtungsdatenbanknachtrag der Elektroanlage mit Messprotokoll beizulegen.

Der betreffende Unterhaltsbezirk verrechnet alle externen und internen Aufwendungen

an den Unfallverursacher, d.h. an dessen Versicherung.

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