Fütterung der Muttersau-1.pdf - AG für Tiergesundheit

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Fütterung der Muttersau-1.pdf - AG für Tiergesundheit

Fütterung der Muttersau

Weiterbildung 28. März M

2008

Rest. Kreuz Gunzwil


Programm

Was leistet eine Muttersau

Proteinversorgung

Energieversorgung

Futterstruktur

Vortrag Hans Breitenmoser


Leistung einer Muttersau

Pro Tag 10-12 12 Liter Milch, Inhaltstoffe 7 %

Fett, 5,5% Eiweiss, 8% Laktose

entspricht einer Milchleistung von 10000-

12000 Kg Milch einer Kuh

ca. 25 Ferkel, entspricht einem Kalb von

ungefähr 120 Kg

5 bis 8 Würfe W

im Leben


Proteinversorgung

Eiweiss besteht aus Aminosäuren

Können zum Teil nicht selbst aufgebaut

werden (essentielle Aminosäuren)

Müssen zwingend im Futter im richtigen

Verhältnis vorkommen

Lysin ist der Gradmesser

Die anderen müssen m

in günstigem g

Verhältnis zu Lysin stehen


Bedarf

Tragende Sau ca. 10 Gramm /MJVES

Säugende Sau ca. 12 Gramm /MJVES

Remonte braucht noch viel Eiweiss für f

Körperwachstum, also gleich viel geben

wie älterer Sau

Lysin 0.43 Gramm/MJVES tragend und

0.68 Gramm / MJVES säugends

Fazit: Zwei verschiedene Futter !!


Lysinverdaulichkeit

Gut in Schotte, Sojaschrot, Erbsen,

Fischmehl

Schlechter in Weizen, Gerste, Raps, Mais

und Grassilage

Also, wenn Rezept geändert wird, ändert

auch die Verfügbarkeit von Lysin und

somit die optimale Versorgung mit Eiweiss


Proteinüberschuss

Tiefere Wurfgewichte

Unausgeglichene WürfeW

Allgemeine Belastung des Stoffwechsels

(Proteinabbau braucht viel Energie)

Kleine Würfe, W

weil Ammoniak toxisch ist

Milchmangel


Proteinunterversorgung

Kleinere Ferkel bei Geburt

vermehrt Grätscher

eventuell fette Sauen, aber auch magere

schlechte Milchleistung pro Liter Milch

braucht es 5,1 Gramm Lysin


Fehlerquellen

Futterrezept stimmt nicht

Futterkomponenten stimmen nicht in

Futterration

Ergänzer

stimmt nicht zum Futtermittel,

zum Beispiel zur Silage


Beispiele 1

Fütterung mit CCM und Ergänzer

Wenn TS von CCM 60% statt 50 % ist,

ändert sich folgendes:

Rohprotein 9 %, Lysin 16 %,

Calcium19%

Verdauliches Protein 15 %


Beispiel 2

Grassilage statt Maissilage

dreimal mehr Rohprotein

aber weniger Energie

10 mal mehr Lysin

sehr ungünstiges nstiges Calcium

Phosphorverhältnis


Beispiel 3

Sau frisst statt 1.2 KG TS Grassilage nur die

Hälfte zu gleichem Ergänzer

Es fehlt 25% Energie

Es fehlt 75% Eiweiss

Es fehlt 20 % Lysin

Fazit: Fütterung F

mit mehreren Komponenten

sehr schwierig, weil Aufnahmen sehr

unterschiedlich und Inhalte sehr stark

schwanken


Energieversorgung

Ziele:

Jungsauen bei Belegung 220-230 230 Tage

alt, 130 Kg in der 3. Rausche 20 mm

Rückenspeck, BCS 3,

erreicht durch ca. 750 Gramm Zuwachs

pro Tag, 10-14 14 Woche weniger, weil Fett

in Euter

Ab 95.Tag 35-40 MJ, 10 vor decken

Flushing


Energieversorgung

Altsauen: Zunahme während w

Trächtigkeit ca. 45

KG,

Bei Geburt -20 Kg Produkte, bis absetzen -10

KG KGW, d.h. pro Wurf +15 KG KGW

Grosse Zunahme während w

Trächtigkeit hat

schlechtere Futterverwertung in Laktation zur

Folge, d.h. vermehrtes absäugen, d.h. Probleme

für r nächste n

Rausche und Trächtigkeit

Teufelskreis


Energieversorgung

Sau baut vorallem Muskel und Knochen

ab, weniger Fett und ziemlich viel Blut

Verletzungsgefahr in Gruppe wird grösser

Grössere Probleme mit Rausche

kleinere WürfeW

schlechtere Milchleistung

kürzeres Leben für f r Sau und Bauer


Futterkurve

0 – 12 Trächtigkeitswoche 30 MJVES

12-16. 16. Woche 35 MJVES

Vor Geburt 5 MJVES

In der Laktation bis 85 MJVES

Beim Absetzen 5 MJVES

ev Flushing


Tipps für f r genügenden

genden

Futterverzehr

dreimal FütternF

Nassfutter

Schmackhaftigkeit zum Beispiel Cocacola, nicht

zuviel Mineralstoffgabe

Genügend Wasser

Im Sommer vermehrt Fettzulagen

Beifütterung der Ferkel

Stalltemperatur zwischen 15 und 20 Grad

Faserreiches Futter in der Trächtigkeit

nach vier Wochen absetzen


Futterstruktur

Faseranteil versus Partikelgrösse

Partikelgrösse für f r Schwein wichtig

Partikel bei Weizen viel kleiner als bei

Gerste

Pelletierung ergibt Verlust von groben

Teilen um 27 %


Bedeutung Futterstruktur

Je gröber das Futter, desto weniger TS im

Kot, und desto weicher der Kot

Kot wird brösliger, geht besser durch

Spaltenboden

zuviel Trockenschnitzel gibt klebrigen Kot,

mit Melasse besser

Mit Ligninocellulose auch guter Effekt

Grobes Futter ist nicht schlechter

verdaulich


Folgen von zu feinem Futter

Magengeschwüre

Milchfieber

Fieber nach Geburt durch Endotoxine

Unruhe bis Aggressivität

Kein Prebiotischer Effekt

Schwanzbeissen

Oedem bei Jagern


Fragen

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