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GUV-SI 8009 "Sicher und fit am PC in der Schule" - Sichere Schule

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<strong>GUV</strong>-<strong>SI</strong> <strong>8009</strong> (bisher <strong>GUV</strong> 20.48)<br />

<strong>GUV</strong>-Informationen<br />

<strong>Sicher</strong> <strong>und</strong> <strong>fit</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>PC</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Schule</strong><br />

M<strong>in</strong>destanfor<strong>der</strong>ungen an Bildschirmarbeitsplätze<br />

<strong>in</strong> Fachräumen für Informatik<br />

Gesetzliche<br />

Unfallversicherung


Herausgeber<br />

B<strong>und</strong>esverband <strong>der</strong> Unfallkassen, Fockenste<strong>in</strong>straße 1, 81539 München<br />

www.unfallkassen.de<br />

© 2002<br />

Alle Rechte vorbehalten<br />

Pr<strong>in</strong>ted <strong>in</strong> Germany<br />

Ausgabe Juni 2002<br />

Autoren:<br />

Dr. C.-D. Ahnert/Sekretariat <strong>der</strong> Kultusm<strong>in</strong>isterkonferenz – Berl<strong>in</strong>er Büro<br />

Sachgebiet „Bau <strong>und</strong> E<strong>in</strong>richtung“ <strong>der</strong> „Fachgruppe Bildungswesen“ des BUK<br />

Fotos: Dr. C.-D. Ahnert, M. Weichselbaum<br />

Gestaltung <strong>und</strong> Titelfoto: eigenart, Wiesbaden<br />

Bestell-Nr. <strong>GUV</strong>-<strong>SI</strong> <strong>8009</strong>, zu beziehen vom zuständigen Unfallversicherungsträger,<br />

siehe vorletzte Umschlagseite.


E<strong>in</strong>leitung<br />

Initiativen des B<strong>und</strong>es <strong>und</strong> <strong>der</strong> Län<strong>der</strong><br />

zum E<strong>in</strong>satz elektronischer Medien <strong>in</strong><br />

<strong>Schule</strong>n führen zur <strong>in</strong>tensiveren Nutzung<br />

des Computers im Unterricht.<br />

Wohlbef<strong>in</strong>den <strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heit können<br />

bei <strong>der</strong> Nutzung <strong>der</strong> EDV mit unzureichend<br />

gestaltetem Arbeitsumfeld erheblich<br />

bee<strong>in</strong>trächtigt bzw. nachhaltig geschädigt<br />

werden.<br />

Ges<strong>und</strong>heitsschäden treten <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel<br />

nicht sofort auf, son<strong>der</strong>n machen sich oft<br />

erst später bemerkbar, wenn die Schulzeit<br />

längst vorbei ist.<br />

Das belegen Erkrankungen wie Sehnenscheidenentzündungen,<br />

Nacken- <strong>und</strong><br />

Kopfschmerzen an <strong>PC</strong>-Arbeitsplätzen <strong>der</strong><br />

Erwachsenen. Deshalb ist es notwendig,<br />

sich auch im Schulbereich mit <strong>der</strong> ergonomischen<br />

Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen<br />

zu befassen.<br />

3


Anfor<strong>der</strong>ungen an den Fachraum für Informatik<br />

Lage des Raumes<br />

Größe des Raumes<br />

Belichtung/Lüftung<br />

Blendschutz<br />

E<strong>in</strong>bruchsicherheit<br />

Bei <strong>der</strong> Auswahl des Raumes ist darauf zu achten, dass er<br />

möglichst an <strong>der</strong> nordseitigen Fensterfront liegt. Räume <strong>in</strong> Südlage<br />

weisen e<strong>in</strong>e zu starke Sonnene<strong>in</strong>strahlung auf <strong>und</strong> s<strong>in</strong>d<br />

deshalb für den Rechnere<strong>in</strong>satz auf Gr<strong>und</strong> <strong>der</strong> ungünstigeren<br />

Beleuchtungsverhältnisse weniger geeignet.<br />

Neben den Bildschirmarbeitsplätzen für Schüler <strong>und</strong> Lehrer<br />

s<strong>in</strong>d ausreichend Flächen für Verkehrswege <strong>in</strong>nerhalb des<br />

Raumes e<strong>in</strong>schließlich <strong>der</strong> Aufstellflächen für periphere Geräte<br />

(Drucker, Scanner u. a.) vorzusehen.<br />

Die For<strong>der</strong>ung nach natürlicher Belichtung <strong>und</strong> Lüftung gilt für<br />

alle Unterrichtsräume. Die Notwendigkeit regelmäßiger <strong>und</strong><br />

<strong>in</strong>tensiver Lüftung wird durch die Wärmeabgabe <strong>der</strong> Rechner<br />

noch erhöht. Die Möblierung darf den Zugang zu den Lüftungsflügeln<br />

<strong>der</strong> Fenster nicht erschweren.<br />

Blendung <strong>und</strong> Spiegelung, auch bei nordseitigen Räumen,<br />

lassen sich durch das Anbr<strong>in</strong>gen von Lichtschutze<strong>in</strong>richtungen,<br />

wie z. B. Filterrollos, Jalousien mit möglichst vertikalen L<strong>am</strong>ellen<br />

o<strong>der</strong> hellen Vorhängen, vermeiden.<br />

Aufwendige E<strong>in</strong>bruchsicherungen an den Fenstern können bei<br />

e<strong>in</strong>er Lage des <strong>PC</strong>-Unterrichtsraumes <strong>in</strong> den oberen Geschossen<br />

entfallen.<br />

Stolperstellen<br />

Kabel <strong>und</strong> Zuführungen dürfen nicht<br />

zu Stolperstellen werden. Deshalb ist<br />

bei <strong>der</strong> Elektro<strong>in</strong>stallation (nur durch<br />

Elektrofachkräfte) <strong>und</strong> <strong>der</strong> E<strong>in</strong>richtung<br />

<strong>der</strong> Räume auf Boden- bzw. Wandkanäle<br />

o<strong>der</strong> Deckenverteilungen zu achten.<br />

Tischverteiler haben auf dem Fußboden<br />

nichts zu suchen. Diese <strong>Sicher</strong>heitsanfor<strong>der</strong>ungen<br />

gelten <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e auch<br />

für Verkabelungen von Laptops.<br />

4


Anfor<strong>der</strong>ungen an die Bildschirmarbeitsplätze<br />

Ergonomie<br />

Bildschirm<br />

Tastatur<br />

Maus<br />

Mobiliar<br />

Tische<br />

Sowohl bei <strong>der</strong> E<strong>in</strong>richtung <strong>der</strong> Bildschirmarbeitsplätze als auch bei <strong>der</strong><br />

Beschaffung <strong>der</strong> technischen Geräte s<strong>in</strong>d ergonomische Aspekte zu<br />

beachten.<br />

Bildschirm o<strong>der</strong> Monitor sollen flimmerfrei se<strong>in</strong>. Diese Anfor<strong>der</strong>ung<br />

wird bei e<strong>in</strong>er Bildwie<strong>der</strong>holfrequenz ab 70 Hz erfüllt. Darauf s<strong>in</strong>d vor<br />

allem ältere Geräte zu überprüfen. Mo<strong>der</strong>ne Bildschirme weisen e<strong>in</strong>e<br />

entspiegelte Bildschirmoberfläche auf. Die Bildschirmgröße sollte<br />

m<strong>in</strong>destens 17 Zoll betragen. Bei <strong>PC</strong>-Anwendungen, die größere<br />

Monitore erfor<strong>der</strong>n, ist dementsprechend mehr Platz- <strong>und</strong> Raumbedarf<br />

zu berücksichtigen. Flachbildschirme benötigen e<strong>in</strong>e ger<strong>in</strong>gere Tischtiefe,<br />

jedoch erschwert ihr begrenzter seitlicher Blickw<strong>in</strong>kel den Blick<br />

von zwei Schülern auf e<strong>in</strong>en Bildschirm.<br />

Bei <strong>der</strong> Auswahl <strong>der</strong> Tastatur sollte man darauf achten, dass diese e<strong>in</strong><br />

geneigtes <strong>und</strong> leicht bedienbares Tastaturfeld hat.<br />

Entsprechend <strong>der</strong> aktuellen<br />

Software sollten die Computerarbeitsplätze<br />

mit Maus <strong>und</strong><br />

dem dazugehörigen Mauspad<br />

ausgestattet werden.<br />

Die richtige Auswahl von<br />

Tischen <strong>und</strong> Stühlen ist von<br />

großer Bedeutung, denn die<br />

Körpergrößen von Schülern,<br />

die Bildschirmarbeitsplätze<br />

nutzen, können stark differieren.<br />

E<strong>in</strong>e falsche Körperhaltung<br />

ist ermüdend <strong>und</strong><br />

ges<strong>und</strong>heitsschädigend. Generell ist darauf zu achten, dass das Mobiliar<br />

robust <strong>und</strong> verschleißfest <strong>und</strong> mit wenigen Handgriffen e<strong>in</strong>stellbar ist.<br />

Die Tische sollen m<strong>in</strong>destens 80 cm (besser s<strong>in</strong>d 90 cm) tief se<strong>in</strong>. Die<br />

Be<strong>in</strong>freiheit darf nicht e<strong>in</strong>geschränkt se<strong>in</strong>. Bei e<strong>in</strong>er unverän<strong>der</strong>baren<br />

Tischhöhe werden 72 cm ab <strong>der</strong> Sek<strong>und</strong>arstufe <strong>und</strong> 64 cm <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Primarstufe empfohlen. Unterschiedliche Körpergrößen werden mit<br />

dem höhenverstellbaren Stuhl <strong>und</strong> gegebenenfalls mit e<strong>in</strong>er Fußbank<br />

ausgeglichen.<br />

5


Stühle<br />

Fußstütze<br />

Blickrichtung/<br />

Blickhöhe<br />

Stühle <strong>in</strong> EDV-Räumen sollten <strong>in</strong> <strong>der</strong> Sitzhöhe von 38–50 cm<br />

verstellbar se<strong>in</strong> sowie e<strong>in</strong>e Rückenlehne mit höhenverstellbarer<br />

Lendenwirbelstütze besitzen.<br />

Bei nicht höhenverstellbaren Tischen orientiert sich die richtige<br />

E<strong>in</strong>stellung <strong>der</strong> Sitzhöhe <strong>am</strong> rechten W<strong>in</strong>kel zwischen Ober- <strong>und</strong><br />

Unterarm. Sollten dann die Be<strong>in</strong>e den Boden nicht mehr erreichen,<br />

s<strong>in</strong>d für kle<strong>in</strong>e Schüler<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Schüler Fußstützen notwendig.<br />

Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, an jedem Arbeitsplatz<br />

<strong>und</strong> für jeden Schüler e<strong>in</strong>e optimale <strong>und</strong> ergonomische<br />

Sitzhaltung zu gewährleisten. Je<strong>der</strong> Schüler muss über se<strong>in</strong>e<br />

optimale Sitzposition Bescheid wissen <strong>und</strong> sie vor Beg<strong>in</strong>n <strong>der</strong><br />

Bildschirmarbeit selbst e<strong>in</strong>stellen.<br />

Bei <strong>der</strong> E<strong>in</strong>richtung <strong>der</strong> EDV-Arbeitsplätze ist die ergonomisch<br />

beste Variante, wenn die Blickrichtung zum Bildschirm parallel<br />

zur Fensterfront verläuft. Das reduziert die Direktblendung<br />

durch die Fenster <strong>und</strong> Spiegelungen <strong>der</strong> Fensterfront auf <strong>der</strong><br />

Bildschirmoberfläche erheblich. Werden aus pädagogischen<br />

Gründen an<strong>der</strong>e Arbeitsplatzanordnungen gewählt, ist <strong>der</strong><br />

Blendschutz sicherzustellen. Die Oberkante des Bildschirms<br />

sollte unter Augenhöhe se<strong>in</strong>. Der Monitor darf deshalb nicht<br />

auf das Rechnergr<strong>und</strong>gerät gestellt werden.<br />

Beleuchtung<br />

Neben den Spiegelungen über<br />

Fenster liegt e<strong>in</strong>e weitere Ursache<br />

für Blendungen im Beleuchtungssystem<br />

des Rechnerraumes. In<br />

vielen Räumen, die zuvor für an<strong>der</strong>e<br />

Zwecke genutzt wurden, ist das<br />

Beleuchtungssystem schon <strong>in</strong>stalliert<br />

<strong>und</strong> e<strong>in</strong>e Neugestaltung ist<br />

nicht <strong>in</strong> jedem Falle sofort realisierbar.<br />

Bei Neue<strong>in</strong>richtungen ist e<strong>in</strong>e<br />

gleichmäßige <strong>und</strong> blendungsfreie<br />

Deckenbeleuchtung (z. B. Spiegelrasterleuchten)<br />

anzustreben, um<br />

bei Bedarf Verän<strong>der</strong>ungen an <strong>der</strong> Arbeitsplatzanordnung vornehmen<br />

zu können.<br />

Lärm<br />

Sitzreihenabstand<br />

Bei <strong>der</strong> Auswahl <strong>der</strong> Rechner <strong>und</strong> <strong>der</strong> peripheren Geräte ist auf<br />

geräuscharme Modelle zu achten.<br />

Der Abstand zwischen den e<strong>in</strong>zelnen Sitzreihen sollte m<strong>in</strong>destens<br />

100 cm, besser 120 cm betragen, d<strong>am</strong>it die Schüler <strong>am</strong> Arbeitsplatz<br />

e<strong>in</strong>e ausreichende Bewegungsfläche haben <strong>und</strong> <strong>der</strong> Lehrer<br />

zwischen den Reihen die e<strong>in</strong>zelnen Arbeitsplätze erreichen kann.<br />

6


Anfor<strong>der</strong>ungen aus pädagogisch-didaktischer Sicht<br />

Unterrichtssituation<br />

Sicht zur Tafel<br />

Richtig sitzen<br />

Ausgleichsübungen<br />

Rechnerarbeitsplätze <strong>in</strong> <strong>Schule</strong>n unterscheiden sich h<strong>in</strong>sichtlich<br />

ihrer ergonomischen Anfor<strong>der</strong>ungen von denen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Wirtschaft<br />

<strong>und</strong> Industrie dadurch, dass das Unterrichtsgeschehen<br />

von jedem Rechnerarbeitsplatz aus je<strong>der</strong>zeit verfolgbar se<strong>in</strong><br />

muss <strong>und</strong> die Rechnerarbeit <strong>in</strong> das Unterrichtsgeschehen<br />

e<strong>in</strong>geglie<strong>der</strong>t ist. Das gilt s<strong>in</strong>ngemäß auch für den mobilen<br />

Laptop-E<strong>in</strong>satz.<br />

In vielen Informatikräumen ist zu beobachten, dass die Schüler<br />

aufstehen o<strong>der</strong> sich verrenken müssen, um den Lehrer o<strong>der</strong> die<br />

Tafel sehen zu können, weil die Bildschirme auf dem Rechnergr<strong>und</strong>gerät<br />

stehen. Der zu hoch aufgestellte Bildschirm zw<strong>in</strong>gt<br />

außerdem kle<strong>in</strong>ere Schüler, den Kopf <strong>in</strong> den Nacken zu legen,<br />

um den oberen Bildschirmbereich erfassen zu können. Dadurch<br />

treten erhebliche Belastungen im Nacken- <strong>und</strong> Schulterbereich<br />

auf, die zu Kopfschmerzen <strong>und</strong> Rückenschmerzen führen können.<br />

E<strong>in</strong>e wichtige pädagogische Aufgabe besteht dar<strong>in</strong>, den<br />

Schülern nicht nur den richtigen Umgang mit dem Rechner <strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> Software, son<strong>der</strong>n auch mit Tisch <strong>und</strong> Stuhl beizubr<strong>in</strong>gen<br />

<strong>und</strong> auf e<strong>in</strong>e richtige Sitzhaltung (dyn<strong>am</strong>isches Sitzen) h<strong>in</strong>zuwirken.<br />

Das prägt das Verhalten <strong>der</strong> Schüler für das „Rechnerleben“<br />

zu Hause <strong>und</strong> im späteren Beruf.<br />

Für die ergonomischen E<strong>in</strong>richtung des Bildschirmarbeitsplatzes,<br />

das Erlernen des dyn<strong>am</strong>ischen Sitzens <strong>und</strong> für Ausgleichsgymnastik<br />

steht heute e<strong>in</strong>e breite Palette von Lernprogr<strong>am</strong>men<br />

zur Verfügung. Durch ihre zum Teil lustige Art<br />

sprechen sie K<strong>in</strong><strong>der</strong> <strong>und</strong> Jugendliche beson<strong>der</strong>s an. Auch das<br />

Erlernen <strong>der</strong> Fertigkeit, mit zehn F<strong>in</strong>gern schreiben zu können,<br />

dient <strong>der</strong> Entlastung des Schulter-Armbereiches.<br />

Wechselnde Belastungen <strong>der</strong> Muskulatur durch „dyn<strong>am</strong>isches<br />

Sitzen“ beugen körperlichen Beschwerden vor. Darum sollte<br />

man während <strong>der</strong> Arbeit <strong>am</strong> Rechner immer wie<strong>der</strong> die Sitzhaltung<br />

verän<strong>der</strong>n.<br />

7


<strong>PC</strong>-Unterrichtsräume: worauf achten<br />

Der Unterrichtsraum<br />

Lage<br />

Blendschutz<br />

Lüftung<br />

<strong>Sicher</strong>heit<br />

Raum möglichst auf <strong>der</strong> Nordseite auswählen.<br />

Sonnenschutze<strong>in</strong>richtungen vorzugsweise außen anbr<strong>in</strong>gen,<br />

Lichtschutze<strong>in</strong>richtungen vorsehen,<br />

Leuchtenbän<strong>der</strong> parallel zur Fensterfront anordnen,<br />

anzustreben s<strong>in</strong>d Spiegelrasterleuchten.<br />

Fenster müssen zu Lüftungszwecken geöffnet werden können.<br />

Stolperstellen, z. B. durch Kabel, ausschließen,<br />

Erdgeschosslage möglichst vermeiden.<br />

Der Bildschirmarbeitsplatz<br />

Rechnergr<strong>und</strong>gerät<br />

Bildschirm<br />

Tastatur<br />

Stuhl<br />

Tisch<br />

Blendfreiheit<br />

Sitzreihenabstand<br />

Lüfter arbeiten geräuscharm.<br />

Monitor ist flimmerfrei (Bildwie<strong>der</strong>holfrequenz ab 70 Hz),<br />

Bildschirm steht direkt <strong>in</strong> Blickrichtung des Nutzers,<br />

Abstand zum Bildschirm beträgt ca. e<strong>in</strong>e Armlänge (45–70 cm),<br />

Oberkante des Bildschirms sollte unter Augenhöhe se<strong>in</strong>,<br />

Blickrichtung zum Bildschirm sollte parallel zur Fensterfront se<strong>in</strong>.<br />

Tastatur ist neigbar <strong>und</strong> leicht bedienbar,<br />

Maus <strong>und</strong> Mauspad s<strong>in</strong>d vorhanden.<br />

Stuhl ist leicht e<strong>in</strong>stellbar,<br />

Sitzhöhenverstellung von 38–50 cm ist möglich,<br />

Rückenlehne besitzt e<strong>in</strong>e Lendenwirbelstütze,<br />

Stuhl ist kippsicher.<br />

Tischhöhe beträgt 72 cm, <strong>in</strong> <strong>der</strong> Gr<strong>und</strong>schule 64 cm,<br />

Tischtiefe beträgt m<strong>in</strong>destens 80 cm,<br />

Tisch ist kippsicher,<br />

ausreichende Be<strong>in</strong>freiheit unter dem Tisch ist gewährleistet.<br />

Arbeitsplätze s<strong>in</strong>d möglichst nicht unmittelbar unter<br />

Leuchtenbän<strong>der</strong>n angeordnet.<br />

Sitzreihenabstand beträgt m<strong>in</strong>destens 100 cm.<br />

8


<strong>GUV</strong>-<strong>SI</strong> <strong>8009</strong><br />

Der pädagogisch-didaktische Aspekt<br />

Erlernen e<strong>in</strong>er ergonomischen Arbeitshaltung,<br />

Erlernen des dyn<strong>am</strong>ischen Sitzens,<br />

Erlernen geeigneter Ausgleichsübungen.<br />

Dyn<strong>am</strong>isches Sitzen<br />

Wechselnde Belastung <strong>der</strong> Muskulatur durch „dyn<strong>am</strong>isches Sitzen“ beugt<br />

körperlichen Beschwerden vor.<br />

Darum sollte man während <strong>der</strong> Arbeit <strong>am</strong> Rechner immer wie<strong>der</strong> die Sitzhaltung<br />

verän<strong>der</strong>n: leicht zurückgelehnt – aufrecht – leicht vorgebeugt.<br />

leicht zurückgelehnt<br />

aufrecht<br />

9


<strong>GUV</strong>-<strong>SI</strong> <strong>8009</strong><br />

Referenzmodell für e<strong>in</strong>e ergonomische Sitzhaltung<br />

80–90 cm<br />

45–70 cm<br />

72 cm<br />

38–50 cm<br />

Stuhl- <strong>und</strong> Tischhöhe s<strong>in</strong>d an die Körpergröße anzupassen. Bei nicht höhenverstellbaren<br />

Tischen orientiert sich die richtige E<strong>in</strong>stellung <strong>der</strong> Sitzhöhe <strong>am</strong> rechten<br />

W<strong>in</strong>kel zwischen Ober- <strong>und</strong> Unterarm. Sollten dann die Be<strong>in</strong>e den Boden nicht<br />

mehr erreichen, s<strong>in</strong>d <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e für kle<strong>in</strong>e Schüler<strong>in</strong>nen <strong>und</strong> Schüler Fußstützen<br />

notwendig.<br />

Literaturh<strong>in</strong>weis: (1) Scholz, Manfred, Fachraum für <strong>in</strong>formationstechnischen<br />

Unterricht, Handreichung zu Bau <strong>und</strong> Ausstattung an<br />

allgeme<strong>in</strong>bildenden <strong>Schule</strong>n, ZNWB 1989,<br />

(2) Dr. Carola Kästner, B<strong>und</strong>esanstalt für Arbeitsschutz <strong>und</strong><br />

Arbeitsmediz<strong>in</strong> „<strong>Sicher</strong> <strong>und</strong> <strong>fit</strong> <strong>am</strong> <strong>PC</strong>“ <strong>in</strong> „Pluspunkt“ 4/95,<br />

(3) Verordnung über <strong>Sicher</strong>heit <strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heitsschutz bei<br />

<strong>der</strong> Arbeit an Bildschirmgeräten. BildscharbV BMA 1999,<br />

(4) <strong>Sicher</strong>e <strong>und</strong> ges<strong>und</strong>heitsgerechte Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen,<br />

<strong>GUV</strong>-I 8566 (bisher <strong>GUV</strong> 50.12), 2001<br />

10


H<strong>in</strong>weis:<br />

Seit Oktober 2002 ist das BUK-Regelwerk „<strong>Sicher</strong>heit <strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heitsschutz“ neu strukturiert<br />

<strong>und</strong> mit neuen Bezeichnungen <strong>und</strong> Bestellnummern versehen. In Abstimmung mit dem Hauptverband<br />

<strong>der</strong> gewerblichen Berufsgenossenschaften wurden sämtliche Veröffentlichungen den<br />

Kategorien „Unfallverhütungsvorschriften“, „Regeln für <strong>Sicher</strong>heit <strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heitsschutz“,<br />

„Informationen“ <strong>und</strong> „Gr<strong>und</strong>sätze“ zugeordnet.<br />

Bei anstehenden Überarbeitungen o<strong>der</strong> Nachdrucken werden die Veröffentlichungen auf die<br />

neuen Bezeichnungen <strong>und</strong> Bestellnummern umgestellt. Dabei wird zur Erleichterung für e<strong>in</strong>en<br />

Übergangszeitraum von ca. 3 bis 5 Jahren den neuen Bestellnummern die bisherige Bestellnummer<br />

angefügt.<br />

Des Weiteren kann die Umstellung auf die neue Bezeichnung <strong>und</strong> Benummerung e<strong>in</strong>er so<br />

genannten Transferliste entnommen werden, die u.a. im Druckschriftenverzeichnis <strong>und</strong> auf <strong>der</strong><br />

Homepage des B<strong>und</strong>esverbandes <strong>der</strong> Unfallkassen (www.unfallkassen.de) veröffentlicht ist.<br />

U4

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