European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation 2010

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European Resuscitation Council Guidelines for Resuscitation 2010

Neue Aspekte der Reanimation

European Resuscitation

Council Guidelines for

Resuscitation 2010

Roland Krämer

Roland Krämer


Die Geschichte der HLW

• Die Entwicklung der Reanimation vom

Altertum bis heute


Im Altertum - die Hitze-Methode

Im Altertum - die Geißel-Methode

1530 - die Blasebalg-Methode

1770 - die Umkehr-Methode


1773 die Fass Methode 1812 - Trabendes-Pferd

Methode

1950 - Mund zu Mund Beatmung

1991 die Abdominelle CRP


Basismaßnahmen („basic life support“, BLS)

Erwachsener und Verwendung automatisierter

externer Defibrillatoren (AED)

Notfall Rettungsmed 2010 · 13:523–542

DOI 10.1007/s10049-010-1368-x

Online publiziert: 16.11.2010

© European Resuscitation Council 2010

R.W. Koster1 · M.A. Baubin2 · L.L. Bossaert3 · A. Caballero4 · P. Cassan5 · M. Castrén6 · C. Granja7

· A.J. Handley8 · K.G. Monsieurs9 · G.D. Perkins10 · V. Raffay11 · C. Sandroni12

1 Department of Cardiology, Academic Medical Center, Amsterdam

2 Department of Anaesthesiology and Critical Care Medicine, University Hospital Innsbruck

3 Department of Critical Care, University of Antwerp, Antwerpen

4 Hospital Universitario Virgen del Rocío, Sevilla

5 European Reference Centre for First Aid Education, French Red Cross, Paris

6 Department of Clinical Science and Education, Karolinska Institute, Stockholm

7 Emergency and Intensive Medicine Department, Hospital Pedro Hispano, Matosinhos, Porto

8 Colchester Hospital University NHS Foundation Trust, Colchester

9 Emergency Department, Ghent University Hospital, Gent

10 University of Warwick, Warwick Medical School, Warwick

11 Municipal Institute for Emergency Medicine Novi Sad, Novi Sad, AP Vojvodina

12 Catholic University School of Medicine, Policlinico Universitario Agostino Gemelli, Rom


Die wichtigsten Änderungen in

den Leitlinien 2010 der

Basismaßnahmen („basic

life support“, BLS) des

European Resuscitation

Council (ERC) beinhalten:


BLS-ERC-Leitlinien 2010

• Drucktiefe von mindestens 5 cm und eine Druckfrequenz

von mindestens 100 Herzdruckmassagen/min.

• Nach jeder Herzdruckmassage ist der Brustkorb vollständig

zu entlasten, und die Unterbrechungen der

Herzdruckmassagen sind auf ein Minimum zu reduzieren.

• Beatmungen im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2

Beatmungen durchführen.

• Wenn die Helfer nicht in Wiederbelebungsmaßnahmen

ausgebildet sind, sollen sie telefonisch zur Wiederbelebung

aufgefordert und angeleitet werden; hierbei reduzieren sich

die Maßnahmen dann auf die ununterbrochene

Herzdruckmassage.


BLS-ERC-Leitlinien 2010

• Bei der Anwendung eines AED sollen die Analyse des

Herzrhythmus und die Abgabe eines Schocks nicht

durch eine Phase mit Wiederbelebungsmaßnahmen

verzögert werden.

• Wiederbelebungsmaßnahmen vor und während des

AED-Einsatzes nur minimal unterbrochen werden.

• Die Bedeutung der Schnappatmung als Zeichen für

einen Kreislaufstillstand soll in der Ausbildung und bei

der Befragung durch den Leitstellendisponenten stärker

hervorgehoben werden.


Erweiterte Reanimationsmaßnahmen für

Erwachsene

(„advanced life support“)

des European Resuscitation Council 2010

Notfall Rettungsmed 2010 · 13:559–620

DOI 10.1007/s10049-010-1370-3

Online publiziert: 16.11.2010

© European Resuscitation Council 2010

C.D. Deakin1 · J.P. Nolan2 · J. Soar3 · K. Sunde4 · R.W. Koster5 · G.B. Smith6 · G.D. Perkins6

1 Southampton General Hospital, Southampton

2 Royal United Hospital, Bath

3 Southmead Hospital, Bristol

4 Oslo University Hospital Ulleval, Oslo

5 Department of Cardiology, Academic Medical Center, Amsterdam

6 University of Warwick, Warwick Medical School, Warwick


• Die wichtigsten Änderungen in den

Leitlinien 2010 zum „advanced life

support“ (ALS) des European

Resuscitation Council (ERC) beinhalten:


ERC- ALS Leitlinien 2010

• Thoraxkompressionen dürfen nur für ganz spezielle

Interventionen kurz unterbrochen werden.

• Die Fortsetzung der Thoraxkompressionen während der

Ladephase der Defibrillation.

• Bis zu 3 aufeinanderfolgenden Defibrillationen bei

Kammerflimmern (VF) oder bei pulsloser ventrikulärer

Tachykardie (VT) nach Herzkatheterisierung.

• Ist ein intravenöser Zugang nicht möglich, sollen die

Medikamente intraossär verabreicht werden.

• Atropin während der Asystolie oder der pulslosen

elektrischen Aktivität (PEA) wird nicht mehr routinemäßig

empfohlen.


ERC- ALS Leitlinien 2010

• Bei VF/VT wird 1 mg Adrenalin nach dem dritten Schock

verabreicht, danach alle 3–5 min während alternierender

CPR-Zyklen. Ebenso werden 300 mg Amiodaron nach

dem dritten Schock verabreicht.

• Die Bedeutung der frühen endotrachealen Intubation

wird reduziert, außer sie wird – bei minimaler

Unterbrechung der Thoraxkompressionen – von

hochqualifiziertem Personal durchgeführt.

• Verwendung der Kapnographie

• Sobald Spontankreislaufs („return of spontaneous

circulation“, ROSC) gesichert soll die SaO 2 mithilfe der

inspiratorischen Sauerstoffkonzentration (FIO2) auf 94–

98% titriert werden.


ERC- ALS Leitlinien 2010

• Blutglucosewerte von >10 mmol/l (>180 mg/dl)

behanden, eine Hypoglykämie muss jedoch vermieden

werden.

• therapeutischen Hypothermie bei komatösen

Überlebenden eines Kreislaufstillstands. Der niedrigere

Evidenzlevel für den Nutzen nach nichtdefibrillierbaren

Herzrhythmen wird anerkannt.

• Eine verstärkte Bedeutung wird auf die Durchführung der

Koronarintervention (PCI) bei geeigneten, jedoch

komatösen Patienten mit anhaltendem ROSC nach

Kreislaufstillstand gelegt.


ALS

Universalalgorithmus

Erwachsener

Defibrillation

VF / pVT

Ein Schock

150 –360 J biphasisch

oder 360 Joule

BLS 30:2

2 Minuten

Keine Reaktion

Atemstillstand /

Schnappatmung

Basismaßnahmen (BLS) 30: 2

Rhythmusanalyse

Während der Maßnahmen

• Korrigiere reversible Ursachen (1)

•Prüfe Elektroden, Paddleposition, Kontakt

•Sichere die Atemwege, dann BLS asynchron

•Sauerstoff geben

• Bemühe dich um i.v.‐Zugang

•Gib Adrenalin alle 3 ‐ 5 Minuten

•Erwäge: Amiodaron, Atropin, Magnesium

Rea Team

Keine Defibrillation

Asystolie / PEA

BLS 30:2

2 Minuten

(1) Potentiell reversible Ursachen

Hypoxie

Herzbeuteltamponade

Hypovolämie

Intoxikation

Hypo‐/ Hyperkaliämie & metab. Störungen Thromboembolie

Hypothermie

Spannungspneumothorax

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