Pädagogische Diagnostik und Beratung in der Schule

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Pädagogische Diagnostik und Beratung in der Schule

Pädagogische Diagnostik

und Beratung in der Schule

Eine Einführung in das Thema

Petra

Buchwald


Definition der Bund-Länder Kommission (1974)

Unter Pädagogischer Diagnostik

versteht man Maßnahmen

• zur Aufhellung von Problemen

• zur Messung des Lehr- und Lernerfolges

• zur Messung der Bildungsmöglichkeiten des

Einzelnen

im pädagogischen Bereich, ...


Definition

(Bund-Länder-Kommission, 1974)

...insbesondere solche Maßnahmen,

die bei der Auswahl

der Schullaufbahn,

• des Ausbildungsganges

der Berufsausbildung

der Weiterbildung helfen.


Definition von Reulecke und Rollett (1976)

Diagnostik in schulischen

Entscheidungssituationen hat den

Zweck, Informationen zur Optimierung

des pädagogischen Handelns zu

gewinnen.


Die Aufgaben der Pädagogischen Diagnostik

Optimierung

des

Lernens

Erteilung

von

Qualifikationen

Steuerung

des

Bildungsnachwuchses

Objektivierung

der

pädagogischen

Beurteilung

Pädagogische Diagnostik Seminar

Petra Buchwald SS 07 BUW

5


PISA-Konsortium (2001, S. 132)

„Eine zentrale Voraussetzung für eine optimale

Förderung ist eine ausreichende diagnostische

Kompetenz der Lehrkräfte, also die Fähigkeit, den

Kenntnisstand, die Verarbeitungs- und

Verstehensprozesse sowie die aktuellen

Leseschwierigkeiten der SchülerInnen korrekt

einschätzen zu können. Diagnostik in schulischen

Entscheidungssituationen hat den Zweck,

Informationen zur Optimierung des pädagogischen

Handelns zu gewinnen“.


Definition von Ingenkamp (1997)

Pädagogische Diagnostik soll

1) individuelles Lernen optimieren

2) im gesellschaftlichen Interesse

Lernergebnisse feststellen

3) den Übergang in Bildungswege

verbessern.


Definition von Ingenkamp (1997)

Pädagogische Diagnose zur

1) Ermittlung von Voraussetzungen /

Bedingungen planmäßiger Lehr- und

Lernprozesse

2) Lernprozessanalyse

3) Messung des Lernergebnis


ist die flexible, variable, individuums- und

bedürfnisorientierte Anwendung diagnostischer

Verfahren über einen längeren Zeitraum hinweg.

Pädagogische Fördermaßnahmen lassen

sich aus einer solchen Prozessdiagnostik

ableiten.


schaut nicht nur auf das Arbeitsergebnis, sondern

auch auf den

- Arbeitsstil,

- die Art , wie ein Kind sich einer Aufgabe nähert

- und wie es sie ausführt.


ist eine lernwegbegleitende Diagnostik, bei

der immer wieder der aktuelle

pädagogische Förderbedarf ermittelt wird.


Mit welchen Verfahren erfolgt

eine pädagogische Diagnose


Pädagogische Diagnosen erfolgen

unter Beachtung wissenschaftlicher

Gütekriterien durch

Befragung

Beobachtung

• um ein Verhalten zu beschreiben,

• Gründe für das Verhalten zu erläutern,

• zukünftiges Verhalten vorherzusagen.


Wenn Lehrende systematisch ihre

Schüler beobachten, dann

diagnostizieren sie.

Diagnostische Informationen

werden u. a. mit diesen Instrumenten

gewonnen:

Klassenarbeiten

-

Tests

-

Fragebogen

-

- Beobachtung


Diagnostische Informationen

werden u. a. mit Messinstrumenten der

Psychologischen Diagnostik gewonnen:

- Lern- und Gedächtnistest

- Intelligenztest

- Prüfungsangst-Test

- Kognitiver Fähigkeitstest

-...

Psychmetrische Test können mithelfen zu

entscheiden, ob ein Kind förderbefürftig ist.


Um ein pädagogisches

Förderkonzept für ein Kind zu entwickeln,

reicht psychologische Diagnostik nicht aus.

Hierzu bedarf es Pädagogischer Diagnostik,

die den Lernfortschritt in einem Fach nicht nur

punktuell, sondern kontinuierlich abbilden.


erfolgen z. B. mit

- Rechentests, die nicht nur feststellen, ob die Leistung

von Schülerin Gabi über oder unter dem Durchschnitt

liegt,

sondern mit Tests, die abbilden,

• ob Gabi bereits eine Zahlenbegriff ausgebildet hat,

• über welche elementaren Rechenoperation sie verfügt

und

• welche Lernschritte sie evtl. ausgelassen hat.

(Kretschmann, 2003)


ermitteln z. B. ob Schülerin Gabi ...

• überhastet operiert / planlos vorgeht,

• erfolgszuversichtlich oder versagensängstlich ist,

• Fehler macht, weil sie sich einen falschen

Algorithmus eingeprägt hat,

• überhaupt noch nicht über Lösungsvorstellungen

verfügt.

• über automatisierte Lernschritte verfügt.

(Kretschmann, 2003)


ermitteln z. B.

• die lernbereichsspezfische Motivation,

• die Gefühle, die ein Kind einem Lerngegenstand

entgegenbringt.

(Kretschmann, 2003)


•ist Situationsdiagnostik und Lernprozessdiagnostik

•geht von den Fähigkeiten und dem Lernwillen der

Pädagogische

Diagnostik mit

Blick auf den

Einzelnen

•keine normorientierte Statusdiagnose

SchülerInnen aus

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