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Travel Trade Press GmbH

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PVST · DPAG · Entgelt bezahlt

E7086

25. MAI 2005 I 21. WOCHE

ONE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

PRODUKT

Ferienresorts bauen

auf die Kraft der Marke

Warum Rewe-Manager

Johannes Althapp keine

Mega-Resorts will ➤ 8

SALES

Großer Fam-Trip

nach Down Under

Wie 196 Aussie Specialists

Australien im Acht-Minuten-

Takt kennenlernen ➤ 14

DESTINATIONI

Wettbewerb zwischen

Chinas Metropolen

Was Hongkong, Peking

und Shanghai den Gästen

zu bieten haben ➤ 18

»Fall ONUR war vermeidbar«

Sicherheitsberater Michael Grüninger zum Flugverbot für Onur Air Interview der Woche ➤ 7

+++ Weiter Hickhack um Onur Air ➤ 4 +++ Lidl verkauft

eine Million Bahntickets ➤ 5 +++ Meier’s Far East Live

Seminar macht Reisebüros für Asien fit ➤ 12 +++

Der Preiskampf am skandinavischen Himmel wird härter

➤ 22 +++ Mister Aida geht zur TUI ➤ 29


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PULS

News, Facts & Trends....................................4

Alles, was die Branche bewegt

Interview der Woche ....................................7

Flugsicherheitsberater Michael Grüninger

PRODUKT

Thema: Ferienresorts....................................8

Bettenburgen sind out. Die deutsche

Ferienhotellerie setzt auf weitläufige Anlagen

Club Med-Gäste können sparen ...............10

Viel Sport bei Robinson.............................11

SALES

Infotainment auf der Götterinsel.............12

Meier’s Weltreisen lädt Top-Reiseverkäufer

zum 16. Far East Live Seminar nach Bali ein

Down Under für Spezialisten ....................14

196 Expedienten reisten durch Australien

TVG stellt sich neu auf...............................16

DRV schult über Krisenmanagement .......17

DESTINATION

Thema: Asien/China....................................18

Verfeindetes Dreigestirn. Hongkong, Peking

und Shanghai sind die Topziele in China

Mit dem Rad um Bangkok.........................20

Cathay: mehr Geschäft durch Business....21

Thema: Skandinavien.................................22

Preisschlacht im hohen Norden. Finnair und

SAS stemmen sich gegen die Billigflieger

Scandlines: schneller nach Dänemark......24

Dansommer feiert 25-jähriges..................25

EXIT

Relax ............................................................26

Schnäppchen für Touristiker

TV-Tipps .......................................................27

Presse & Impressum...................................28

Leute ............................................................29

Köpfe & Karrieren

Mensch.........................................................30

Jörg Rudolph

Hinterher haben es angeblich wieder viele gewusst: Onur Air kämpft mit

finanziellen Problemen und spart bei der Wartung, so der harte Vorwurf.

Es spricht einiges dafür, dass das stimmt. Die Entziehung der

Landeerlaubnis ist schließlich kein Pappenstiel. Bis es soweit kommt,

muss eine Airline schon öfter unangenehm aufgefallen sein. Da stellt sich die

Frage, warum die Branche Onur Air nicht längst selbst ausgelistet hat?

Sicherheit ist keine

Verhandlungssache,

es geht um Menschenleben.

Wer hier

etwas weiß und

schweigt, macht sich

mitschuldig, wenn ein

Flieger vom Himmel

fällt. Und er riskiert

seine eigene Existenz.

Wie keine andere

Branche lebt der Tourismus

vom Vertrauen

der Kunden in die Industrie.

Steht das in

Frage, haben alle ein

Problem.

Die Türken selbst

müssen ein ureigenes

Heft 21 I 25.5.2005➤

DIESE WOCHE

Spiel

mit dem

Feuer

Thomas Hartung

Chefredakteur

Interesse haben, schwarze Schafe in ihren Reihen zu stoppen. Staat, Hotellerie

und Airlines investieren Milliarden in den Tourismus. Derzeit läuft das Geschäft

prima, aber ein Zwischenfall in der Luft kann den Erfolg schnell kaputt

machen.

Das gilt auch für Veranstalter. Sie haben zudem eine Sorgfaltspflicht bei der

Auswahl ihrer Zulieferer. Dabei können sie sich nicht allein auf Behörden verlassen.

Das tun sie beim Einkauf von Hotels auch nicht, sondern legen eigene

Maßstäbe an. Beim Fliegen muss die Latte viel höher liegen. Sicherheit geht vor

Qualität und Preis. Wem die Expertise dafür fehlt, der kann jemanden fragen,

der sich mit Airlines auskennt. Ausreden kann es nicht geben.

Mailen Sie mir Ihre Meinung…

t.hartung@travel-one.net

*

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PULS News, Facts & Trends

Jede Menge Fragezeichen

Onur Air ■ Das Flugverbot für

die türkische Fluggesellschaft

schlägt in der Touristik weiter hohe

Wellen, obwohl die Branche

um Schadensbegrenzung bemüht

ist. Einerseits mehren sich Berichte,

nach denen in den vergangenen

Wochen häufiger Sicherheitsmängel

an Flugzeugen der

Airline festgestellt wurden, anderer-

Werden die Kunden in Onur-Maschinen steigen,

wenn die Airline wieder fliegen darf?

LAST MINUTE

seits sähe ein Teil der Branche die

Onur-Maschinen gerne möglichst

bald wieder am Himmel. Immerhin

beförderte die Airline nach

Einschätzung von DRV-Präsident

Klaus Laepple zehn bis 13 Prozent

der rund vier Millionen Türkeibesucher.

Für Reiseveranstalter wie Nazar,

die rund die Hälfte ihrer Gäste

mit Onur Air fliegen ließen,

ist der Ausfall des Vertragspartners

wirtschaftlich ein

harter Brocken, wie Geschäftsführer

Jan Peeters

einräumt. Schließlich gelten

die Flugpreise der Airline

als besonders billig und

die Ersatzcarrier, die nun

die Gäste in die Türkei befördern,

müssen wegen der

guten Nachfrage keine

Preiszugeständnisse machen.

1-2-Fly, Alltours so-

wie die Rewe- und Cook-

Veranstalter, die ebenfalls

Tarifstreit ■ Nachdem Verdi die Tarifverhandlungen Mitte April für

gescheitert erklärt hatte, ist am vergangenem Donnerstag unter der

Leitung von Dr. Hans-Friedrich Eisemann das Schlichtungsverfahren

eingeleitet worden. Das Verfahren war zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses

noch nicht abgeschlossen. +++

Swiss ■ Die Airline hat im ersten Quartal 2005 ihren Verlust verringert.

Das Minus lag bei 44 Millionen Franken (rund 28,5 Millionen

Euro) gegenüber 78 Millionen Franken (rund 50,5 Millionen Euro) im

gleichen Zeitraum des Vorjahres. +++

Euro-Disney ■ Karl Holz (54) wird neuer Chef von Euro Disney. Der

deutschstämmige US-Amerikaner übernimmt damit den Posten des

bisherigen Vorstandsvorsitzenden André Lacroix. +++

Etihad Airways ■ Die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen

Emirate fliegt von Juni an täglich nonstop von Frankfurt nach Abu

Dhabi. Die Mainmetropole ist neben München das zweite deutsche

Ziel von Etihad Airways. +++

Oman ■ In der Ausgabe 18 von TRAVEL ONE hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Informationen über das Sultant gibt es im Internet unter

www.omantourism.de. +++

Darwin ■ Die Haupstadt des australischen Bundesstaates Northern

Territory investiert 650 Millionen Euro in einen komplett neuen Stadtbezirk.

In dem Viertel »Darwin City Waterfront« entsteht auch ein Kongress-

und Ausstellungszentrum. +++

Täglich aktuelle News…

www.travel-one.net

Laepple: Marktanteil

bis zu 13 Prozent

mit Onur Air fliegen, leiden unter

dem gleichen Effekt, wenn auch

weniger stark. Die Konzerne können

sich unterdessen wenigstens

freuen, dass das Türkeigeschäft ihrer

Airlines brummt.

Wie die Veranstalter auf eine

mögliche Aufhebung des Flugverbots

reagieren, war bei Redaktionsschluss

noch unklar. Während

sich etwa Nazar noch alle

Möglichkeiten offenhält, hat Thomas

Cook signalisiert, man wolle

die Gäste in diesem Fall wieder in

Onur-Maschinen setzen, mit Umbuchungswünschen

auf andere

Airlines aber »im Sinne der Kunden

umgehen«.

TUI weiter

vor Gericht

Djerba-Anschlag ■ Das Thema

Schmerzensgeld in Zusammenhang

mit dem Selbstmordanschlag

auf die Synagoge La Ghriba

im April 2002 in Tunesien hat

sich für die TUI nun doch noch

nicht erledigt. Der Kläger erzielte

vergangene Woche im Berufungsverfahren

gegen die Konzern-

Tochter 1-2-Fly einen Teilerfolg.

Das Oberlandgericht Celle ordnete

die Beweisaufnahme an.

Die Richter wollen prüfen, ob

der Veranstalter von der möglichen

Terrorgefahr hätte wissen

und seine Kunden warnen müssen.

Daher sollen am 30. August

die beiden Reiseleiter vernommen

werden, die damals auf Djerba

tätig waren.

Kläger ist ein heute sechsjähriger

Junge, der mit seiner Familie

mit 1-2-Fly nach Tunsien reiste

und während des Anschlags

Fusion mit

US Airways

American West ■ Star-Alliance-

Mitglied US Airways und American

West haben die seit längerem

geplante Fusion beschlossen. Die

neue Gesellschaft operiert unter

dem Markennamen US Airways,

wird jedoch von American-West-

CEO Doug Parker geführt.

Durch die Fusion verschmelzen

nicht nur die beiden Unternehmen,

sondern auch deren Geschäftssysteme.

So soll sich die

unter Gläubigerschutz nach Chapter

11 fliegende US Airways in den

ersten Lowcost-Netzwerk-Carrier

der USA verwandeln. Als Hubs

sind Charlotte, Phoenix und Philadelphia

vorgesehen. Kleinere

Drehkreuze soll es in Las Vegas

und Pittsburg geben. Durch die

Fusion wird US Airways zur fünftgrößten

Fluggesellschaft der USA.

www.usairways.com

Böttcher: Keine Änderung der

Rechtsposition des Veranstalters

schwerste Verbrennungen erlitt.

Er fordert von der TUI-Tochter

ein Schmerzensgeld von 100.000

Euro und eine monatliche Rente

von 800 Euro. Das Landgericht

Hannover hatte im Oktober 2004

die Klage abgewiesen.

Nach Meinung von TUI-Bereichsvorstand

Dr. Volker Böttcher,

ist der Schritt der Beweisaufnahme

nicht erforderlich.

»Wir werden das in den kommenden

Verhandlungsterminen

deutlich machen«, sagt er.

4 TRAVEL ONE 25.5.2005


Synergien sollen Air France/KLM auch 2005

zu Einsparungen verhelfen

Bilanz besser

als erwartet

Air France/KLM ■ Gute Stimmung

in Paris: Jean-Cyril Spinetta,

Chef der französisch-niederländischen

Fluggesellschaft Air

France/KLM, bezeichnet das erste

gemeinsame Geschäftsjahr der

beiden fusionierten Airlines als

durchschlagenden Erfolg. Denn

allen Widrigkeiten zum

Trotz übertraf der junge

Konzern alle Erwartungen.

Air France/KLM

erzielte im Geschäftsjahr

2004/2005, das

am 31. März endete, einen

Nettogewinn von

351 Millionen Euro

und verzeichnete damit

ein Plus von 20 Prozent.

Der Umsatz stieg

um 7,3 Prozent auf

19,1 Milliarden Euro.

Nach Angaben des

Unternehmens sparte der Konzern

durch Kostensenkungen

und Synergien aus der Fusion im

vergangenen Jahr rund 115 Millionen

Euro. Der Betrag liegt damit

deutlich über den prognostizierten

65 Millionen Euro. Spinetta

geht davon aus, dass im neuen

Geschäftsjahr Synergien von 165

Millionen Euro hinzukommen.

Die Fluggesellschaft ist gemessen

am Umsatz der größte

Carrier der Welt.

Keine Neuauflage geplant

Bahn/Lidl ■ Aller Protest der

Reisebüros hat nichts genutzt.

Die Bahn hat ihre Verkaufsaktion

mit Lidl durchgezogen und

am vergangenen Donnerstag

innerhalb weniger Stunden

mehr als eine halbe Million

Tickethefte verkauft. Der Versuch

des DRV, die Aktion per

einstweilige Verfügung zu stoppen,

wurde vom Landgericht

Frankfurt vereitelt.

Um eine grundsätzliche Klärung

herbeizuführen, prüft der

Verband jetzt eine Beschwerde

vor dem Oberlandesgericht. »Die

3.256 Reisebüros mit DB-Lizenz

brauchen Klarheit, ob die Bahn

ihre Produkte am Bahnschalter,

im Reisebüro, im Call Center, im

Internet, am Automaten und im

Einzelhandel zu unterschiedlichen

Preisen anbieten darf«, so

DRV-Vize Hans Doldi.

Kritik an der Bahn kommt

auch von den Verbraucherschüt-

zern. Da die Kontingente bereits

nach wenigen Minuten ausverkauft

waren, liege ein Fall von irreführender

Werbung vor, nimmt

die Verbaucherzentrale NRW die

Lidl-Aktion aufs Korn.

Trotz der riesigen Nachfrage

soll es laut Bahnchef Hartmut

Mehdorn keine Neuauflage des

Supermarkt-Vertriebs geben. Im

Verkehrte Welt?

Ladenöffnung ■ Das Online-

Reisebüro Travelchannel.de hat

am Wochende in Hamburg seine

ersten »reale« Filiale eröffnet.

»Ein nicht zu unterschätzender

Teil der Kunden ist daran

interessiert, sein Internet-Reisebüro

persönlich über einen Shop

erreichen zu können«, begründet

Oetjen: Die Trennung zwischen

Online- und Offline-Kunden verschwimmt

Juli plant die Bahn jedoch »andere

attraktive Angebote«, die über

die regulären Vertriebswege an

den Kunden gebracht werden sollen.

Näheres will man dazu in der

Berliner Zentrale nicht verraten.

Fest steht jedoch, dass sich die

Angebote innerhalb des normalen

Preissystems der Bahn bewegen

werden.

Mailen Sie uns Ihre Meinung

k.goeddert@travel-one.net

Für Bahntickets standen die Kunden vor den Lidl-Märkten Schlange

Jan Oetjen, Chef von Travelchannel.de,

den Schritt zurück zu den

Wurzeln des Urlaubsverkaufs.

»Mit unserer Multi-Channel-

Strategie schaffen wir einen zusätzlichen

Anreiz Travelchannel.de

mit Organisation und

Abwicklung einer ganz persönlichen

Reise zu betrauen«, sagt er.

Es gebe viele Menschen, die

sich im Vorfeld ihres Urlaubs im

Internet über mögliche Reiseziele,

Hotels und Flugverbindungen

informierten, aber bei der Buchung

immer noch auf die Kompetenz

der Reisebüromitarbeiter

vertrauten. Sollte sein Plan aufgehen,

wird Oetjen die lokale Präsenz

seiner Firma ausbauen und

bundesweit weitere Reisebüros

eröffnen. Der stationäre Vertrieb

könne das leisten, was das Netz

nicht kann: persönliche Beratung

bei der Entscheidungsfindung.

www.travelchannel.de

EU forciert

Abgabe

Ticketsteuer ■ Kaum ist die

Kerosinsteuer vom Tisch, steht

der nächste Vorstoß auf dem Tagesplan

der Parlamentarier: Vergangene

Woche hatten die EU-

Finanzminister erklärt, Flugpassagiere

zur Unterstützung der

Entwicklungshilfe zur Kasse bitten

zu wollen. Auf diese Weise

solle die weltweite Armut halbiert

und die Säuglingssterblichkeit

um zwei Drittel reduziert

werden.

Im Juni wollen sich die Mitgliedsstaaten

darauf einigen, ob

die Ticketsteuer verpflichtend

oder freiwillig sein soll.

Deutschland tritt für eine Abgabepflicht

ein. Wahrscheinlicher

ist jedoch eine freiwillige Abgabe.

Bei den Fluggesellschaften

und in der Reisebranche stößt

der EU-Vorstoß auf blankes Unverständnis.

25.5.2005 TRAVEL ONE 5


Themen 2005

JUNI

Nr. 24-25 15.06. Familienurlaub • Ägypten •

Deutschland

Nr. 26-27 29.06. Franchise/Kooperationen •

Indischer Ozean

JULI

Nr. 28-29 13.07 Fortbildung • Airlines • Osteuropa •

TRAVEL ONE Griechenland-Report

Nr. 30-31 27.07 Cluburlaub • Asien

AUGUST

Nr. 32-33 10.08. RDA Busreisen • Mexiko • Türkei

Nr. 34 24.08. Tauch- und Sportreisen • Marokko

Nr. 35 31.08. Stadthotels • USA

SEPTEMBER

Nr. 36 07.09. Wandern/Trekking • Spanien

Nr. 37 14.09. Technik im Reisebüro • Asien •

TRAVEL ONE Pocket: Winterkataloge

Nr. 38 21.09. Wintersport • Malta

Nr. 39 28.09. Wellness • Südliches Afrika

OKTOBER

Nr. 40 05.10. Airlines/Airports • Flusskreuzfahrten •

Australien/Pazifik

Nr. 41 12.10. DRV Golfreisen • Karibik •

Nr. 42 19.10.

Kreuzfahrten

Business Travel • Frankreich

Nr. 43 26.10. Studienreisen • Türkei

NOVEMBER

Nr. 44 02.11. Mietwagen • Zypern

Nr. 45 09.11. Touristische Züge • Mittelmeer

Nr. 46 16.11. Franchise/Kooperationen • Ostafrika

Nr. 47 23.11. Versicherungen • USA

Nr. 48 30.11. Messen • Asien

Infos: Telefon 06151-3 90 79 20

Fax 06151-3 90 79 29

Mail anzeigen@travel-one.net


PULS News, Facts & Trends

Gaebges: Ausbau bedeutet nicht

wirtschaftliche Belebung

Kassel soll

klein bleiben

Barig ■ Dass Airlines gegen den

Ausbau von Flughäfen ins Feld

ziehen, kommt selten vor. So geschehen

aber im Fall Kassel-Calden.

Die hessische Landesregierung

will den Provinz-Airport für

151 Millionen Euro ausbauen,

um die Wirtschaft in Nordhessen

USA will nur Rote

Einreise ■ Deutsche Reisende

können vom 26. Juni an nur noch

mit einem maschinenlesbaren,

also dem roten Pass in die Vereinigten

Staaten einreisen. Die

Regelung gilt für alle Länder, die

am Programm für die visafreie

Einreise in die USA teilnehmen.

Nach diesem Datum müssen

Fluggesellschaften oder Reedereien,

die einen Passagier ohne

anzuschieben. Dabei spekulieren

die Politiker offenbar auf die Anziehungskraft

für Lowcost-Carrier.

Und ernten prompt Widerstand

vom Board of Airline Representatives

in Germany (Barig).

»Ein Flughafenausbau bedeutet

nicht gleichzeitig wirtschaftliche

Belebung für die Region«,

sagt Barig-Generalsekretär Martin

Gaebges. Außerdem überlappe

sich das Einzugsgebiet mit vorhandenen

Großflughäfen wie

Frankfurt und Hannover. Für die

Airlines sei die Attraktivität von

Kassel gleich null.

Aus Sicht der Reisebüros in

der Region stellt sich die Sache

allerdings anders dar. Laut einer

Umfrage des Airports rechnen die

Agenturen mit einem Plus von

fünf bis zehn Prozent, wenn Kassel-Calden

ausgebaut wird. In jedem

zweiten Reisebüro fragten

die Kunden regelmäßig, ob sie

von Kassel-Calden aus zu ihren

Reisezielen fliegen können.

www.flughafenkassel.de

maschinenlesbaren Pass in die

Staaten befördern, eine Strafe in

Höhe von 3.300 US-Dollar (rund

2.600 Euro) zahlen.

Ausnahmen für die Einreise

ohne entsprechende Papiere werde

es dann nicht mehr geben,

teilt das Department of Homeland

Security mit.

www.seeamerica.org

USA-Reisende benötigen vom 26. Juni an einen maschinenlesbaren Pass

TRAVEL ONE 25.5.2005


Michael Grüninger

■ Ich weiß nicht, ob die Onur-Aktion für die

Veranstalter so billig war.

Was hätte eine Überprüfung auf eigene

Faust denn gekostet?

■ Ein Flugzeug kann ohne Spesen auf um die

tausend Euro kommen.

Das Flugzeug galt immer

als sicheres Verkehrsmittel.

Hat sich

daran etwas geändert?

■ Die Statistiken sagen

nein. Das Problem liegt

nicht so sehr im Ist-Zustand,

sondern im Trend. Zum Beispiel

zwingen die wachsende

Konkurrenz und die

schrumpfenden Margen die

Airlines zum Sparen. Es

sind manchmal ganz banale

Dinge. In Asien ist vor ein

paar Jahren ein Flugzeug abgestürzt,

weil es sich die

Firma nicht leisten konnte,

für beide Piloten eine Anflugkarte

zu kaufen.

INTERVIEW DER WOCHE➤

War das Onur-Debakel überflüssig,

HERR GRÜNINGER?

Wieder einmal ist die Branche wegen gestrandeter

Gäste in den Schlagzeilen.

Hätte das Onur-Air-Debakel verhindert

werden können?

■ Natürlich. Die Veranstalter hätten selbst

hingehen und sich die Flugzeuge anschauen

können. So wären die Informationen über

den Zustand der Onur Air früher zugänglich

gewesen.

Nehmen die Veranstalter das Thema

Flugsicherheit nicht ernst genug?

■ Das nicht. Aber man delegiert das Risikomanagement

an den Staat. Wenn Mängel

festgestellt werden, handeln die Behörden,

sonst hätte es das Einflugverbot für Onur Air

nicht gegeben. Aber bis ein Staat in seiner

Trägheit reagieren kann, muss schon viel passieren.

Was sollen die Veranstalter tun?

■ Sie können noch ernsthafter handeln,

wenn sie selbst Überprüfungen bei den Flugpartnern

durchführen lassen, bevor sie die

Verträge mit ihnen unterschreiben.

Ist das nicht ein bisschen praxisfremd?

■ Wieso? Studiosus überprüft sogar bei den

Partner-Busunternehmen in Südamerika, ob

die Arbeits- und Ruhezeiten der Fahrer eingehalten

werden. Das ist der

richtige Weg.

Mit Onur Air sind viele

Veranstalter geflogen.

Wen sehen Sie da in der

Pflicht?

■ In so einem Fall könnte

man darüber nachdenken,

ob ein Branchenverband

kollektiv eine Überprüfung

macht und das Wissen den

Mitgliedern zur Verfügung

stellt.

In der Touristik Geld zu

verdienen wird immer

schwieriger, da werden

die Veranstalter unnötige

Kosten vermeiden.

FACTS

Great Circle Services

Leistungen für Veranstalter:

■ Überprüfung der Flugsicherheit

vor Vertragsabschluss

■ Überwachung der Flugsicherheit

während des

Leistungsbezuges

■ Überwachung der Mängelbehebung

durch die Airline

Leistungen für

Luftfahrtbehörden:

■ Beratung, Ausbildung

■ Umsetzung von Aufsichtsmaßnahmen

www.gcs-safety.com

»Qualität bedeutet

auch, dass der

Kunde in einem

sicheren Flugzeug

sitzt«

Michael Grüninger (43), Pilot und

ehemaliger Inspekteur des Schweizer

Bundesamtes für Zivilluftfahrt,

betreibt heute die Beraterfirma Great

Circle Services in Luzern

Wodurch wird der Trend noch bestimmt?

■ Durch die Globalisierung der Luftfahrt haben

die Behörden nicht immer ohne weiteres

Zugang zu ihren Airlines. Die Birgenair-Maschine

zum Beispiel, die vor der Domrep abgestürzt

ist, war ein türkisches Flugzeug, das

praktisch nie in der Türkei war.

Und da sollen die Veranstalter in die Bresche

springen?

■ Im eigenen Interesse. Qualität bedeutet ja

nicht nur, dass der Kaffee gut ist, sondern

auch, dass der Kunde in einem sicheren Flugzeug

sitzt.

Warum sollten sich die Fluggesellschaften

darauf einlassen?

■ Für die Airlines sollte es ein Ansporn sein.

Für Sicherheit gibt es innerhalb der Industrie

im Moment keinen ökonomischen Incentive.

Die Airlines sollten merken, dass Sicherheit

ein gutes Geschäft ist.

Das Interview führte Klaus Göddert

Mailen Sie uns Ihre Meinung…

k.goeddert@travel-one.net

25.5.2005 TRAVEL ONE 7


Foto: Iberostar


PRODUKT Ferienresorts

»Der Hotelaufenthalt

ist Kern der

Kundenbindung«

Karl J. Pojer

Direktor TUI Hotels & Resorts

Die Macht

der Marke

Trend ■ Die deutsche Ferienhotellerie setzt auf die

Bekanntheit ihrer Marken. Bei den Hotels gibt es eine Abkehr

von den großen Bettenburgen hin zu weitläufigen Anlagen.

Der Bauboom in der Hotelbranche ist ungebrochen.

An der Türkischen Riviera

entsteht nach den Vorbildern von Topkapi

Palace und Kremlin ein Mega-Resort nach

dem anderen in der Umgebung von Antalya.

Doch auch in anderen Teilen der Welt, wie in

der Karibik, an den Stränden Asiens und in

Ägypten, schießen immer wieder neue Hotelkomplexe

aus dem Boden. Gebaut wird, obwohl

es in allen Destinationen Überkapazitäten

gebe, wie Johannes Althapp, Geschäftsführer

der Rewe Touristik Hotels & Investments

GmbH, zu bedenken gibt. »Die Quellmärkte

sind begrenzt, und die Nachfrage steigt nicht

so stark an, wie das Hotelwachstum. Daher sehen

wir eher sinkende Hotelbelegungsraten.«

Großflächige Anlagen

versus Mega-Resorts

Dabei sind die Konzepte beim Hotelbau

durchaus unterschiedlich. Während die Themenhotels

in der Türkei, die sich an ein internationales

Publikum richten, mit der Zahl ihrer

Betten und Zimmer beeindrucken, versuchen

vor allem die mit deutschen Konzernen

verflochtenen Hotelgesellschaften weitläufige

Hotelanlagen zu errichten

und auf

mehrstöckige Gebäude

zu verzichten.

So ist Karl J. Pojer,

Direktor TUI

Hotels & Resorts, davon

überzeugt, dass

die Bauweise der

Hotels verstärkt in

die Breite geht,

nicht aber in die

Höhe. »Der Trend

geht ganz klar zu einem Haupthaus mit kleinen

Bungalows, also einer dorfähnlichen Siedlung.«

Entscheidend seien die Kriterien von

mehr Fläche pro Hotel, großzügigen Poolanlagen,

einem entsprechenden Erlebnis- und Entspannungsbereich

in Kombination mit attraktiven

Zimmergrößen. Mehr auf Größe setzt

dagegen der Türkeiveranstalter GTI. Im vergangenen

Jahr eröffnete das Riva Diva in der

Nähe von Antalya mit fast 400 Zimmern. In

der Region Belek soll im nächsten Jahr das Eva

folgen, danach zwei weitere Häuser in den

nächsten drei Jahren. Eine Expansion nach

Ägypten steht fest.

Althapp sieht die Entwicklung hin zu den

Mega-Resorts eher als »bedenklich« an.

»Mittel- und langfristig ist für mich hier der Erfolg

fraglich.« An der bulgarischen Schwarzmeerküste

entstünden derzeit wahre Betten-

8 TRAVEL ONE 25.5.2005


Althapp: »Der

Kunde sucht Sicherheit

und Vertrauen«

burgen: »Da wollen wir

uns lieber heraushalten,

es wird viel zu eng und

für den Gast unüberschaubar

und unattraktiv.

Unsere Gäste wollen das

Individuelle und die Atmosphäre.«

Solche Mega-

Resorts passten nicht in

sein Markenportfolio und

könnten daher auch nicht zu den Rewe-Marken

gehören. »Die Obergrenze liegt in unseren

Häusern bei 650 Zimmern.«

Die Gäste wünschten sich immer mehr

und vielfältigere Erlebnisse, so Pojer. Dies

müsse sich auch in der Anlage der Hotels

widerspiegeln. »Die Ferienresorts holen die

Infrastruktur in die Hotels.« Diese bieten heute

diverse Sportmöglichkeiten im eigenen

Haus an, verfügen über Spa- und Wellnesseinrichtungen

sowie Restaurants unterschiedlichster

Prägung. Dies trage den Trends zu Wellness

und »Healthness«, All-inclusive, Authentizität

und Lifestyle Rechnung. Die Hotelqualität

beeinflusse die Kundenzufriedenheit

enorm. Zu rund 70 Prozent hänge der Urlaubserfolg

vom Faktor Hotel ab, sagt Pojer.

»Damit sind Hotels der Kern der Kundenbindung.«

Die Investition in die hohen Qualitätsstandards

der Markenhotellerie zahle sich aus.

Dies müsse bei der Gestaltung der Hotels beachtet

werden. Mit dem im vergangenen Jahr

eröffneten Grecotel Kyllini habe man den

Kundenbedürfnissen Rechnung getragen:

»Wir bieten hier auf 1,9 Millionen Quadratmetern

Gesamtfläche fünf Sterne in Suiten

und Villas mit einem breiten Angebot an Thalasso

und Wellness. Der Vier-Sterne-Bereich

mit All-inclusive richtet sich an Familien. Wir

können so in einer Anlage Erholung, Sport

und Aktivurlaub bie-

ten«, sagt Pojer. Die

Markenkraft ist denn

auch für Pojer und

Althapp maßgebend

für den Erfolg der Hotelketten

und neuer

Projekte.

»Die Zukunft gehört

der Markenhotellerie

und den Marken.

Vertraute Labels

werden dort am meisten

gebraucht, wo

sich der Gast am

fremdesten fühlt«,

glaubt Pojer. Nach

Auffassung Althapps

bieten die Markenhotels

sehr gute Mög-

FACTS

Ferienresorts im Überblick

International liegen die Hotelgruppen

deutscher Veranstalter zwar nur im Mittelfeld,

TUI Hotels & Resorts auf Platz 13,

national beherrschen sie aber den Markt.

■ TUI Hotels & Resorts: Robinson,

Magic Life, Iberotel, Grupotel, RIU, Sol y

Mar Hotels, Nordotel, Paladien Hotels,

Grecotels, Dorfotel, Atlantica Hotels, 285

Hotels mit über 162. 000 Betten

■ Rewe Touristik Hotels & Investments:

Calimera, Prima Sol, LTI, 41 Hotels

■ Iberostar: 94 Hotels mit mehr als

55.000 Betten

■ Riva: sechs Hotels

■ World of Wonders: sechs Hotels

lichkeiten, angemessene Belegungsraten trotz

der Überkapazitäten zu erreichen. »Die Kunden

suchen primär Sicherheit und Vertrauen

bei der Auswahl des Hotels. Dabei setzen sie

verstärkt auf die Marke. Wir haben Kunden,

die sich direkt nach einem neuen Calimera erkundigen,

die Region spielt bei der Wahl dann

nur eine untergeordnete Rolle.« Die Gäste

seien vor allem neugierig auf die neue Anlage.

Iberostar-Managerin Heike Genschow berichtet

ebenfalls von einem Stammkundenanteil

von 30 Prozent. Gästebefragungen zeigten,

dass die Kundenzufriedenheit und der Stammkundenanteil

in den Beteiligungshotels am

höchsten sei, sagt Pojer.

Festzustellen sei auch, dass die Hoteliers

vermehrt an einer Zusammenarbeit mit den

Hotelgesellschaften interessiert seien, berichtet

Althapp. »Früher mussten wir sie überzeugen,

mit uns zu kooperieren, heute geht die

Initiative oft von den Hotels aus.« Schwierig

sei die Akquise für die Calimeras. »Für unser

Clubprodukt benötigen wir großzügige Anlagen

im Bungalowstil mit entsprechenden

Sportmöglichkeiten und Animationseinrichtungen.«

Für die im gehobenen Segment angesiedelten

LTI-Häuser seien Hotels mit mehreren

Etagen, direkter Strandlage und einem

Wellness- und Gesundheitsbereich die passenden

Kandidaten.

60 Prozent der Gäste

über eigene Veranstalter

Interessante Destinationen sind für Althapp in

diesem Segment daher auch Dubai und die

anderen Emirate. »LTI passt genau dorthin«,

ist er überzeugt. Ein weiteres LTI-Haus entsteht

derzeit in Marokko, im ägyptischen Marsa

Alam öffnet ein

neuer Calimera zur

Wintersaison seine

Pforten. »Grundsätzlich

gehen wir dorthin,

wo unsere Veranstalter

stark sind,

denn 60 Prozent unserer

Gäste kommen

über sie.«

Expansionspläne

gibt es auch bei den

anderen Ketten. Iberostar

plant in diesem

Jahr die Eröffnung

von elf neuen Hotels.

Neu auf der Landkarte

der Spanier taucht

Montenegro auf, für

2006 sind Jamaika

und Brasilien als neue Zielgebiete avisiert.

Rund 102 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen

für Neubauten.

Auch beim zweiten spanischen Anbieter,

RIU, stehen neue Hotels auf der Wunschliste.

RIU-Chefin Carmen Riu hat dabei vor allem

die Karibik ins Auge gefasst, in der im ersten

Halbjahr 2006 jeweils ein neues RIU Palace in

Punta Cana in der Dominikanischen Republik

und an der mexikanischen Riviera Maya entstehen

sollen. Damit steige die Zahl der im

Vier- und Fünf-Sterne-Bereich angesiedelten

Palace-Häuser auf 18 in insgesamt sechs Ländern.

In Europa hat gerade mit dem Clubhotel

RIU Bonaca auf der Insel Brac das zweite Haus

Ferienhotels wie das Grupotel Menorca

gehören zum Kern der Kundenbindung

in Kroatien den Betrieb aufgenommen. Dazu

kommen in diesem Jahr noch zehn neue Anlagen

unterschiedlicher Kategorien in Bulgarien,

Rumänien, Tunesien, auf Jamaica, Portugal,

auf Malta und auf den Kapverden.

Pojer sieht in der Sicherung von Hotelkapazitäten

in strategisch wichtigen Zielgebieten

einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis.

In diesem Jahr steht bei den Hannoveranern

neben den zehn RIU-Häusern noch die

Eröffnung weiterer acht Anlagen der Marken

Iberotel, Sol y Mar und Grecotel bevor.

Wolfram Marx

25.5.2005 TRAVEL ONE 9



PRODUKT Ferienresorts Mix

MOMENT MAL…

Der feine

Unterschied

Die Geiz-ist-geil-Hysterie ist offenbar

an der Ferienhotellerie

vorbei gegangen. Was zählt ist

die Marke, berichten die Manager

unisono.

Was ein wenig überrascht,

denn die meisten Urlauber

antworten auf die Frage, in

welchem Hotel sie den Urlaub

verbracht haben, mit dem Namen

des Reiseveranstalters.

Von der Ertragsseite spielt dies

keine Rolle, denn das Geld

landet beim integrierten Konzern

sowieso in der Konzernbilanz.

Für die Markenbildung

der Hotels und die Gewinnung

von Stammkunden ist es

aber essentiell, dass der Kunde

den Unterschied zwischen einem

Iberotel und einem Iberostar

kennt.

Sollte diese Unterscheidung

nicht gelingen, haben

die Hotelverantwortlichen ein

Problem, denn schon heute

herrschen Überkapazitäten bei

den Hotelbetten, die nur mit

guter Werbung

und gutem Marketing

zu füllen sind.

Nur dann bleibt’s

dabei: Marke schlägt

Geiz.

Wolfram Marx

Redakteur

w.marx@travel-one.net

Sparen bei Club Med

Vertrieb ■ Club Med hat in diesem

Sommer die Option »Bar &

Snacks« eingeführt. Dabei gibt es

tagsüber und abends für die Gäste

Getränke und Snacks an der Bar

nach Belieben. Für Erwachsene

kostet Bar & Snacks 98 Euro pro

Woche, für Kinder je nach Alter

49 oder 63 Euro.

Auch in Frankreich gibt es sieben

Nächte zum Preis von fünf

UPDATES

■ Im Juli erweitert Iberostar das

Hotelportfolio um das Solaria Hotel

in Tunesien. Das Haus mit 239

Zimmern liegt in der Nähe von

Hammamet und bietet ein Thalasso-Center.

In der Umgebung befinden

sich auch zwei Golfplätze.

■ 1-2-Fly bietet für das C-you

Move Festival in Bulgarien ein besonderes

Paket im erstmals im Katalog

angebotenen C-you Clubhotel.

Vom 24. Juni bis 1. Juli geht es

in 40 Kursen um Aqua Fire, Stepaerobic,

MTV-Dance und Bodypump.

■ Lykia World in der Türkei hat

das Fitness-Angebot um Nordic

Walking erweitert. Für Touren steht

unter anderem der Lykische Wanderweg

zur Verfügung. Angeboten

werden insgesamt zwölf unterschiedliche

Routen.

■ Iberotel hat im Mai im türkischen

Manavgat ein neues Haus

als Familienclub eröffnet. Das Palm

Die Aktion »Club Med lädt Kunden

für zwei Nächte ein« wurde

verlängert. Für Buchungen eines

einwöchigen Urlaubs bis 31. Mai

mit Reisedatum bis Ende Juni erhalten

die Gäste zwei Übernachtungen

geschenkt. Die Aktion

läuft in zwölf Clubdörfern in

Frankreich, der Türkei, Griechenland,

Spanien, Tunesien,

Italien, Portugal, Indonesien und

Thailand.

In 25 ausgewählten Clubdörfern

weltweit können Erwachsene

bei gemeinsamer Buchung bis

zu 150 Euro pro Person sparen.

Voraussetzung ist ein mindestens

einwöchiger Aufenthalt. Das Angebot

gilt für den Juni sowie für

September und Oktober.

Seit dem 2. Mai können für

Aufenthalte in Clubdörfern Punkte

auf der Accor Favorite Guest

Karte gutgeschrieben werden.

www.clubmed.de

Garden verfügt über 4,5 Sterne

und bietet Platz in 390 Zimmern.

Neben einem breiten Sportangebot

werden auch Kurse für Seidenmalerei

oder eine Schmuckwerkstatt

angeboten.

■ Steigenberger hat den Vertrag

für ein neues Haus auf Norderney

unterzeichnet. Die Eröffnung des

Resorthotels ist für 2008 geplant.

In den Neubau für 65 Millionen

Euro wird auch das Conversationshaus,

das alte Kurhaus der Insel,

einbezogen.

Westin expandiert in der

Dominikanischen Republik

Luxus in der

Karibik

Neubau ■ Westin wächst um

ein weiteres Ferienhotel. Die

Gruppe plant für November 2006

die Eröffnung des Westin Roco Ki

Beach & Golf Resort in der Dominikanischen

Republik.

Das Hotel mit 315 Zimmern

liegt am Macoa Beach in der Nähe

von Punta Cana. Zum Resort gehören

20 Jungle Luxe Bungalows

und 56 Zwei- und Drei-Zimmer-

Apartments. Auf dem Gelände befindet

sich ein 18-Loch-Golfplatz

und ein Wellness-Areal.

www.starwood.com

■ Grecotel eröffnet dieser Tage

mit dem Eva Palace ein Hotel speziell

für Paare. Das auf Korfu gelegene

Haus verfügt über 225 Zimmer

in Bungalows. Im Garten des

Hauses liegen ein Süß- und ein

Meerwasserpool. Zu den Angeboten

gehören Langschläferfrühstücke,

Weinproben und Sonnenuntergangspicknick.

■ In Kwazulu-Natal hat die neue

Thonga Beach Lodge ihre Pforten

geöffnet. Die Vier-Sterne-Anlage

liegt im St. Lucia Wetlands Park direkt

am Ufer des Indischen Ozeans.

Demnächst soll die Lodge eine eigene

Tauchbasis erhalten.

■ Intercontinental ist mit dem

neuen Hotel am Golf von Aqaba

mit fünf Häusern in Jordanien vertreten.

Das Fünf-Sterne-Haus mit

255 Zimmern in drei Kategorien

liegt direkt am Strand und soll Mitte

Juni in Betrieb gehen.

10 TRAVEL ONE 25.5.2005


Viel Sport bei Robinson

Club ■ Robinson veranstaltet in

seiner Anlage im österreichischen

Landskron zwei Sportwochen.

Vom 11. bis 18. Juni steht die

»Cycling Week« unter dem Motto

»Spinning at its best« auf dem

Programm. Die Kosten für die

Eventwoche liegen bei 140 Euro.

In der Folgewoche geht es

beim »Team Rowing« ums Rudern.

Trainiert wird unter Anleitung

von Frank Kürzel auf Ruderergometern

auf dem Steg des

Clubs am Ufer des Ossiacher

Sees. Das Training soll für alle Fitness-

und Altersstufen geeignet

sein. Die Woche endet mit einer

Ruderregatta mit Wettkampfbooten

auf dem See. Die Kosten betragen

ebenfalls 140 Euro.

Der Robinson Esquinzo Playa

auf Fuerteventura wendet sich

vom 18. Juni bis 2. Juli in zwei

Aktionswochen unter dem Motto

»Young at heart weeks« an die

»Best Ager«. Geboten werden un-

Tanzen bei

Calimera

Sommer ■ Im Calimera Porto

Angeli auf Rhodos (bis 6. Juli)

und im Calimera Moderna Beach

in Sharm El Sheikh (bis 29. Juni

und wieder vom 5. bis 31. August)

können die Gäste unter Profi-Anleitung

das Tanzbein schwingen.

Für Frauen gibt es in Sharm

El Sheikh bis Ende Juni auch einen

Selbstverteidigungskurs.

Tanzen wie die Profis bei Calimera

25.5.2005 TRAVEL ONE

ter anderem Yoga, Meditation

und Entspannungstechniken,

Walking und Aquafitness sowie

Ernährungsworkshops.

www.robinson.de Das Esquinzo Playa bietet Entspannung für ältere Gäste

Türkei im Winter

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SALES Far East Live Seminar

Infotainment auf

der Götterinsel

Meier’s Weltreisen ■ 220 Topverkäufer reisten beim

16. Far East Live Seminar nach Bali. Vor den Workshops standen

zwölf Touren durch Asien und Australien auf dem Programm.

Das Meer rauscht, der Wind pfeift ins

Mikrofon und direkt am Strand ist das

Buffet angerichtet: Traumkulisse für

220 Reisebüromitarbeiter. Beim Präsentationsabend

des Far East

Live Seminars von Meier’s

Weltreisen auf Bali berichten

die in zwölf

Gruppen eingeteilten Reiseprofis

den Kollegen

über die Höhepunkte ihrer

Vortour. Mit umgetexteten

Gassenhauern,

einem austro-burmesischen

Quiz, einer nacher-

zählten Liebesgeschichte

oder in diversen Gedich-

Cavdir: Wir verkaufen Bali

auf 36 Katalogseiten

te – ebenso unterschiedlich wie die Gruppen

und Reisen waren auch die Vorträge.

Denn wie jedes Jahr konnten die Teilnehmer

als Vorprogramm zur Hauptveranstaltung

Rotter: Beachtliches Plus

im Sommer

auf Bali unter zwölf Vortouren auswählen. So

ging es beispielsweise nach Sri Lanka, Indonesien,

China, Malaysia, Vietnam, Myanmar,

Australien und sogar nach Nepal. Erst danach

reisten die Topverkäufer der Fernreisemarke

zum viertägigen Kernseminar nach Bali und

trafen dort mit ihren Kollegen aus den anderen

Gruppen zusammen. Dort standen dann

neben jenem Präsentationsabend auch Eröffnungs-

und Abschiedsparty in unterschiedlichen

Hotels, Erkundungen der touristischen

Highlights, Hotelbesichtigungen und einen

Tag lang Workshops rund um Asien auf dem

Programm. Und dabei hörten die Expedienten

immer wieder: Meier’s Weltreisen ist der Partner

der Reisebüros. Bereits zum dritten Mal

war die Insel der Götter und Dämonen übrigens

Veranstaltungort für das Kernseminar.

Ziel des Präsentationsabendes: »Das, was

die Teilnehmer erlebt und gesehen haben, sollen

sie durch die Vorbereitung

für den Abend Revue

passieren lassen; die Kollegen

tauschen sich noch

einmal aus und diskutieren

die Tour«, erläutert Kevin

Keogh, Marketing- und

Vertriebschef der Rewe-

Marken Meier’s, Dertour

und ADAC Reisen in

Frankfurt.

Koch organisiert mit ihrem

Team das Riesenevent

Und wie hat es den

Teilnehmern nun gefallen?

12 TRAVEL ONE 25.5.2005


»Es war super, sehr gut organisiert und wir

nehmen überwältigende Eindrücke mit nach

Hause«, schwärmt, stellvertretend für viele

andere, Katharin Grajeck von der Neckermann

Urlaubswelt aus Berlin. Genau das ist

auch Sinn und Ziel der gesamten Veranstaltung:

»Die Expedienten sollen die Vielfalt unseres

Produktes und natürlich Land und Leute

kennenlernen«, sagt Simone Koch, Leiterin

Marketing und Verkaufsförderung bei Meier’s

Weltreisen. Mit ihrem sechsköpfigen Team ist

sie für die Organisation des Seminars verantwortlich

– und hat in diesem Jahr für die größte

und wichtigste Schulung von Meier’s als

frisch Vermählte sogar ihre Flitterwochen erstmal

hintenangestellt.

Klar, dass die Expedienten durch die positiven

Erlebnisse an den Veranstalter gebunden

werden sollen. So erzählten viele von emotional

bewegenden Erlebnissen – beispielsweise

die Gruppe, die Nepal bereiste. Jede Tour wird

übrigens von einem Meier’s-Reiseleiter betreut,

meist Produktmanager oder Agenturbetreuer

aus verschiedenen Regionen Deutschlands.

Die Entscheidung für die Insel der Götter

als Veranstaltungsort des Kernseminars ist

dabei leicht gefallen: »Bali ist nach Thailand

für uns das Ziel mit den meisten Gästen und

rangiert vom Umsatz her immer unter den

Top drei«, erläutert Koray Cavdir, Produktleiter

Nordamerika, Asien, Neuseeland und Australien

bei Meier’s. Auf der Insel ist der Veranstalter

Marktführer, »mit großem Abstand«,

bekräftigt Matthias Rotter, Touristikchef des

Asienspezialisten. »Wir haben unseren Partnern

nach den Bombenanschlägen auf der Insel

die Treue gehalten; das hat sich ausgezahlt«,

sagt er.

Ȇber der Fernreise

lacht die Sonne«

Trotz der Buchungseinbrüche durch den Tsunami

blickt Rotter positiv nach vorne. »Asien

ist in diesem Sommer sehr gefragt«. In allen

Destinationen gebe es »ein beachtliches Umsatzplus«,

die Zahl der Buchungen sei aufgrund

des guten Dollarkurses sogar noch stärker

gestiegen. Die Gewinner: Bali, China, Malaysia

und Vietnam. Ȇber der Fernreise lacht

die Sonne«, freut sich da der Meier’s-Chef.

Auch Bali wird von dem Besuch der Topverkäufer

sicher profitieren. Die Buchungen

für Malaysia, Veranstaltungsort des Far East

Live Seminars im vergangenen Jahr, sind jedenfalls

auf das Doppelte in die Höhe geschnellt.

Gute Aussichten für die Insel der

Götter.

Tanja Ronge

Nicht nur Party: Während der Workshops mussten die Expedienten büffeln

Voller Einsatz: Die Reisernte sorgte für Spaß bei den Teilnehmern

Musikalischer Ausklang: Der Gassenhauer war eigens für Meier’s komponiert

25.5.2005 TRAVEL ONE 13



SALES Fam-Trip

Down Under

für Spezialisten

Discover Australia ■ Zum zweiten Mal tourten 196 Reiseprofis

durch Australien, um das Land besser kennenzulernen.

Australien im Acht-Minuten-Takt – das

geht tatsächlich. Mit der Stoppuhr in

der Hand sorgen Vertreter der australischen

Staaten und dem Territory für den reibungslosen

Ablauf des Workshops. Unterdessen

ziehen Reiseverkäufer, allesamt Absolventen

des Schulungsprogramms Aussie Specialist

von Tourism Australia, in kleinen Gruppen

von Tisch zu Tisch. Kaum nehmen sie Platz,

beginnen die Anbieter mit ihrer Präsentation:

Welcher Camper eignet sich für welchen Kun-

Partner (v.l.): Eva Seller (Tourism Australia),

Marco Auber (Gebeco), Jane Duncan (Qantas),

Peter Just (Dertour) und Jürgen Thiele (Meier’s)

den, wie groß sollte das Gefährt sein und warum

diesen Anbieter auswählen und nicht einen

anderen?

Drei Tage lang drehte sich Mitte Mai in

Cairns, im Bundesstaat Queensland, alles um

australische Produkte, die in Deutschland

buchbar sind. 125 Anbieter standen 196 Aussie

Specialists aus ganz Deutschland gegenüber.

Mit von der Partie auch Dertour, FTI, Gebeco

und Meier’s Weltreisen, die gemeinsam

mit Qantas, den Vertretern der australischen

Staaten sowie Tourism Australia den Fam-Trip

»Discover Australia« gesponsert hatten. Eine

Veranstaltung, die weit mehr zu bieten hatte

als »nur« einen dreitägigen Workshop im

Sunshinestate Queensland. Denn bevor es die

gesammelte Aussie-Mannschaft in den Nor-

den zog, stand erst einmal das intensive Studium

des fünften Kontinents auf dem Programm.

In kleinen Gruppen reisten Australien-Frischlinge

und alte Hasen eine Woche

lang durch das Land. Zur Auswahl standen

Touren durch Victoria, Queensland, New

South Wales, Südaustralien, Tasmanien, das

Northern Territory und Westaustralien. Auch

in puncto Aktivitäten ließen sich die Australien-Werber

nicht lumpen und zauberten etwa

mit einem Schnorchelausflug zu den Walhaien

am Ningaloo Reef, einem Helicopterflug

über die Great Ocean Road, einer

Jeepsafari auf Kangaroo Island

oder beim Schwimmen mit Delfinen

in Südaustralien ein breites Lächeln

auf die Gesichter der Teilnehmer.

Zufriedene Gesichter dann auch

in den Workshops in Cairns: »Das ist

eine gute Gelegenheit, Aussie Specia-

Unerwartetes Outback in Victoria: Ausflug in den Mungo Nationalpark

14 TRAVEL ONE 25.5.2005


lists zu treffen. Dieses

Event ist für uns sehr

wichtig«, macht FTI-

Manager Sigmar Mönch

klar. Und: »Agenten

brauchen diese Fachkenntnisse. Schließlich

investiert ein Kunde viel Zeit und Geld und erwartet

eine gute Beratung. Wenn er diese erhält,

kommt er auch wieder.«

Auch von Seiten der australischen Anbieter

kam viel Lob für die deutschen Reiseverkäufer.

So ist Lisieux Afeaki, Repräsentantin

der Voyages-Gruppe, beeindruckt vom Interesse

ihrer Zuhörer. »Selbst nach den vielen

Workshops kommen immer noch eine Menge

Fragen«, resümiert die junge Frau. Gelungen

findet auch Roger Thoenen von Magic Tours

die Veranstaltung. »Ich nutze die Gelegenheit,

um zu sehen, ob mein Produkt den Test im

Expedienten-Alltag besteht«, berichtet er und

bastelt im Kopf bereits an neuen Routen für

sein Unternehmen.

Für das Programm in Queensland verantwortlich

(v.l.): Matthew Cameron-Smith

und Judy Watkins von Tourism Australia,

Anthony Hayes von Tourism Queensland

sowie sein Kollege Leigh Sorensen von

Tourism Tropical North Queensland

Doch trotz guter Erfolge und

riesiger Resonanz findet im

nächsten Jahr keine dritte

Ausgabe von »Discover Australia«

statt. »Wir werden den

Fam-Trip erst wieder im Mai

2007 anbieten«, sagt Eva Seller,

die sich für Tourism Australia

um die deutschsprachigen

Märkte kümmert. Und

ihre Chefin Judy Watkins aus

dem Londoner Büro fügt hinzu:

»Dieses Mal waren etwa

30 Prozent der Reisebüromitarbeiter

bereits zum zweiten

Mal mit dabei. Wenn diese

Veranstaltung nur alle zwei

Jahre stattfindet, können wir wegen der hohen

Fluktuation in den Reisebüros wieder

mehr Agenten ansprechen, die noch nie in

Australien waren.« Außerdem brauche man

Zeit, um weiter am Konzept zu feilen. Das

nächste Jahr will Seller für die

Zusammenarbeit mit den einzelnen

Reiseveranstaltern nutzen.

»Natürlich werden wir

die Aktivitäten der Anbieter

sehr stark unterstützen«, unterstreicht

sie.

Yannick Fiedler

Mehr Bilder in unserer Fotogalerie

www.travel-one.net

Der Spaßfaktor bei Discover Australia war nicht zu unterschätzen

25.5.2005 TRAVEL ONE 15



SALES Mix

TVG stellt sich neu auf

Partnertreffen ■ Das Thema

Kundenbindung genießt bei ihm

höchste Priorität: Bernd Voigt,

frisch gekürter Bereichsleiter

Franchise und Kooperationen der

Touristik Vertriebsgesellschaft

(TVG), will die diesbezüglichen

Programme weiter auszubauen.

Zudem plant er, den Fokus seiner

Lernen und Spaß in Kalabrien: Partnertreffen der TVG

Abschied

von Kurs 90

Bahntickets werden nun mit

Amadeus Bahn ausgestellt

Amadeus ■ Das Unternehmen

spricht von einem Generationswechsel:

Amadeus Germany wartet

mit einem neuen Buchungsmodul

für Bahntickets auf. Kurs

90 ist durch Amadeus Bahn er-

Arbeit bei FTI stärker auf den aktiven

Verkauf zu legen.

Voigt stellte sich und seine

Zukunftspläne während des Partnertreffens

im italienischen Kalabrien

vor. Die 131 Agenturen, die

der Einladung in das neue FTI-

Flaggschiff Garden Resort Calabria

in Curinga gefolgt waren,

setzt worden. Damit gibt es statt

der bisherigen 15 Bahn-Masken

nur noch eine einzige Oberfläche,

die so genannte Rail Maske.

Das Amadeus-Produkt basiert

auf dem neuen Vertriebssystem

der Deutschen Bahn. Es enthält

laut dem Bad Homburger Unternehmen

alle Funktionen für Fahrplanauskunft,

Reservierung, Sondertickets,

Stornierungen und

DB-Auftragsverwaltung. Mit maximal

drei Mausklicks gelangen

Reisebüro-Mitarbeiter zum gewünschten

Angebot.

Im Juli sollen weitere Funktionen

hinzukommen. So verspricht

Amadeus den Nutzern,

dass sie künftig Kundendaten und

Kundenwünsche aus den Amadeus

Customer Profiles übernehmen

können. Zudem sollen Reisebüros

die Möglichkeit haben,

den Wagenplan aufzurufen, um

etwa Informationen über die Ausstattung

eines bestimmten Wagens

zu erhalten.

www.vistalandscape.de

lernten damit die Person kennen,

die infolge einer Verschlankung

der TVG-Führung den Posten des

Bereichsleiters übernommen hatte.

Zuvor hatte FTI-Geschäftsführer

Dietmar Gunz TVG-Geschäftsführer

Jörg Höhner gefeuert und

sich selbst an die Spitze gesetzt.

Den Teilnehmern wurde

außerdem das überarbeitete Logo

und der neue Internetauftritt der

Flugbörse präsentiert, die für eine

größere Bekanntheit der FTI-Marke

sorgen sollen. Auf dem Programm

standen ferner Workshops,

etwa zu den Themen Kundenbindung

und aktiver Verkauf

– ganz im Sinne von Voigt. Die

Teilnehmer unternahmen auch

Ausflüge in die Region und besuchten

ein Dorffest in Tropea.

Die TVG vereint unter ihrem

Dach verschiedene Partnermodelle

mit den Marken FTI-Ferienwelt,

Flugbörse, 5 vor Flug und

Allkauf Reisebüros. Sie zählt derzeit

222 Franchisebüros, 117

Agenturen in Kooperation und 76

Büros im Eigenvertrieb.

Chumbe Island Coral Park in Tanzania

zählte 2004 zu den Siegern

To Do! geht

in elfte Runde

Wettbewerb ■ Der Studienkreis

für Tourismus und Entwicklung

schreibt erneut den Wettbewerb

für sozialverantwortlichen Tourismus

aus. Zum elften Mal sucht

er unter dem Titel »To Do!« weltweit

nach Tourismusprojekten,

die bei Planung und Realisierung

die lokale Bevölkerung miteinbeziehen.

Zudem sollen die Initiatoren

das Ziel haben, soziale, kulturelle

und ökologische Schäden zu

vermeiden. Anmeldeschluss ist

der 31. August.

www.to-do-contest.org

Zahl der Hotels wächst

Patoga.de ■ Die Hotelsuchmaschine

findet stetig neue Partner.

Nach eigenen Angaben haben

sich inzwischen mehr als

190.000 Hotels aus sechs europäischen

Ländern bei Patoga.de eintragen

lassen.

Vor zwei Jahren ging das

Unternehmen mit Sitz in Altenberg

an den Start und sucht seit-

Hotelsuche im Internet: Zugriff auf 190.000 Häuser

her für Internetnutzer nach Hotels.

Die User geben Postleitzahl

oder Ort der gewünschten Unterkunft

ein oder klicken mit der

Maus auf die Landkarte der

Niederlande, Deutschlands, Belgiens,

Österreichs, der Schweiz

oder Italiens.

www.patoga.de

16 TRAVEL ONE 25.5.2005

Foto: Hal Thompson


Venetien

sucht Käufer

Messe ■ Vom 23. bis 25. Juni

findet in Venedig die Tourismusmesse

»Buy Veneto« statt. Während

der Veranstaltung stellen

sich Anbieter aus Venetien einem

internationalem Publikum vor.

Die Region ist nach Angaben des

Italienischen Fremdenverkehrsamts

in Frankfurt das beliebteste

Italien-Ziel der Deutschen.

Venedig und das Umland rühren

gemeinsam die Werbetrommel

UPDATES

■ Die Rewe-Bausteinveranstalter

warten mit einem neuen Buchungstool

für Mietwagen auf. Mit

Aktion G können sich Reisebüro-

Mitarbeiter alle vakanten Fahrzeuge

von Dertour, Meier’s Weltreisen

und ADAC Reisen auf den Bildschirm

holen.

■ Der DRV prämiert zum 19. Mal

Umweltschutzprojekte, die einen

engen Bezug zum Tourismus haben.

Bewerben können sich Einzelpersonen

sowie Gruppen, Organisationen,

Unternehmen und Kom-

Praktiker schildern ihren Alltag: Tobias Jüngert (DRV) und Klaus Rütt (TUI)

Wie Krisen meistern?

DRV ■ Der Verband will jungen

Führungskräften einen Einblick

ins Krisenmanagement geben

und lädt zu einer Wochenend-

Veranstaltung nach Hannover.

Referent ist Klaus Rütt, Leiter

Zielgebietsunterstützung und -abwicklung

der TUI Deutschland.

Er erläutert den Teilnehmern,

wie der Krisenstab des Konzerns

arbeitet. Zudem informiert Tobias

Jüngert, DRV-Geschäftsführer

und Leiter Kommunikation, die

■ »Von der Preussag zur TUI«

lautet der Titel eines Buches, das

jetzt im Klartext-Verlag erschienen

ist. Die Historiker Bernhard

Stier und Johannes Laufer beleuchten

die Firmengeschichte

des Hannoveraner Konzerns von

1923 bis 2003. Dabei zeichnen sie

den Weg des Bergbau-Unternehmens

zum Ferienmacher nach.

munen. Einsendeschluss ist der 30.

Juni. Interessenten fordern die Bewerbungsunterlagen

beim DRV,

Referat Umwelt und Kultur, Albrechtstraße

10a, 10117 Berlin an.

■ Delphin Seereisen lädt Expedienten

zu einem Rundgang auf

die Delphin Renaissance. Sie können

das Kreuzfahrtschiff am 11.

und 27. Juni sowie am 20. August

in Bremerhaven und am 7. August

in Kiel besichtigen. Die Veranstaltungen

finden jeweils von 10 bis

13 Uhr statt. Interessenten wen-

Gruppe, wie der Verband sich im

Fall einer Krise verhält. Als weiterer

Programmpunkt ist der Besuch

der Autostadt in Wolfsburg

vorgesehen.

Die Veranstaltung richtet sich

an Inhaber, Geschäftsführer und

leitende Angestellte aus DRV-Mitgliedsunternehmen

im Alter bis

45 Jahre. Interessenten wenden

sich an Susanne Ziegler.

030-2 84 06 40

den sich spätestens fünf Werktage

vor dem jeweiligen Termin an Sabine

Bartsch, T. 069-98 40 38 28.

■ TUI interactive und Hilton

International arbeiten nun zusammen.

Das Hannoveraner

Unternehmen zählt damit zu den

Vertriebspartnern der Hotelkette,

die weltweit 403 Häuser betreibt.

■ Zwei Personen verreisen, jedoch

nur eine Person bezahlt: Der Seereisen-Anbieter

Orient Lines verkauft

Mittelmeer-Kreuzfahrten auf

der Marco Polo im Sommer zum so

genannten Two-for-One-Tarif.

■ Hussam Tours veranstaltet vom

18. bis 22. Juni einen Fam-Trip

nach Jordanien. Die Rundreise mit

Stationen in Petra und Wadi Rum

richtet sich in erster Linie an Veranstalter

von Gruppenreisen. Nähere

Information unter T. 089-71 04 90

86 oder per E-Mail (hussamtours@tourism-affairs.com).

MOMENT MAL…

Nichts als

der Preis

Nach all dem Wirbel, die die

Lidl-Aktion der Bahn bei Reisebüros,

Medien und Verbraucherschützern

ausgelöst hat, bleibt

am Ende eine ebenso simple wie

fundamentale Erkenntnis. Bahnfahren

ist Preissache. Wenn dauerhaft

mehr Kunden auf die

Schiene gebracht werden sollen,

sind Zuverlässigkeit und ein

sinnvolles Streckennetz zwar

Grundvoraussetzungen. Aber als

ultimatives Lockmittel für Menschen,

die sonst mit dem Auto

fahren oder zuhause bleiben,

zählt einzig und allein der Preis.

Wieviele zusätzliche Kunden

die Bahn mit ihrer Aktion

gewonnen hat, ist schwer zu sagen.

Klar ist aber: Wenn diese

Gruppe wieder mit Normaltarifen

konfrontiert wird, bleibt

sie weg. Also muss die Bahn das

Preisthema erneut aufrollen.

Wichtigste Voraussetzung ist dabei

die Senkung von Zugangsbarrieren.

Dass sich damit neue

Fans gewinnen lassen, haben

ja schon die Rosaroten

Wochenenden,

Guten-Abend-Tickets

und Surf & Rail gezeigt.

Christian Schmicke

stellv. Chefredakteur

c.schmicke@travel-one.net

25.5.2005 TRAVEL ONE 17



DESTINATION Asien

Hongkong ist von den drei chinesischen Superstädten für Europäer am einfachsten zu erkunden

FACTS

Peking für Insider

Verfeindetes

Dreigestirn

Chinesische Metropolen ■ Hongkong,

Peking und Shanghai bleiben Besuchermagneten.

Aber andere Städte holen auf.

■ »Eine Tour durch die alten Wohnbezirke, die

Hutongs, zu Fuß und mit der Fahrradrikscha –

am besten mit Familienbesuch inklusive Maultaschenessen«

(Rolf-Dieter Scheerer, Gebeco)

■ »Ein Bummel durch das Kneipenviertel Houhai

beim nördlichen Teil der zentralen Seenkette

Sichahai« (Haidrun Brauner, Meier’s Weltreisen)

■ »Besuch der östlichen und westlichen Qing

Kaiser Gräber, der duftenden Berge und alternativer

Mauerabschnitte« (Michaela Tedsen,

Studiosus)

Shanghai für Insider

■ »Besuch des Volksplatzes mit Shanghai Museum

und Museum für Stadtentwicklung –

letzteres bietet einen faszinierenden Einblick

in die Zukunft der Stadt« (Rolf-Dieter Scheerer,

Gebeco)

■ »Chinas älteste Jazzband im Palace Hotel

erleben, Blick von der Aussichtsterrasse des Jin

Mao Towers« (Haidrun Brauner, Meier’s Weltreisen)

■ »Hafenrundfahrt, Ausflug zu den umliegenden

Wasserdörfern, Fahrt mit dem Transrapid«

(Klaus-Peter Betz, Dertour)

Freundlich gesonnen sind sie einander

nicht, die drei Supercitys des chinesischen

Riesenreiches. Dazu sitzt ihre historische

Rolle als Gegenspieler wohl zu tief.

Im Wettbewerb um Superlative, nationale und

internationale Bedeutung stehen die drei Megastädte

heute mehr denn je als Konkurrenten

da: das vergleichsweise arrivierte, aber immer

noch ehrgeizige Hongkong, der große Emporkömmling

Shanghai und das traditionell

mächtige Peking buhlen gegeneinander um

Investoren und Besucher.

Die schwierigste Rolle fällt dabei zweifellos

Hongkong zu, das seinen angestammten

Platz als wirtschaftliches und touristisches Tor

zu China verteidigen muss. Dies allerdings tut

die Sonderverwaltungszone, die 1997 von

den Briten an China übergeben wurde, mit

großem Elan. Die Stadt arbeitet kräftig an der

Verschönerung ihrer wichtigsten Attraktion –

der Waterfront mit Blick auf die Skylines von

Hongkong Island und Kowloon – und kämpft

mit neuen Publikumsmagneten wie dem Disneyland-Themenpark,

der im September eröffnet

werden soll, um Kunden. Außerdem bemüht

sich Hongkong-Werber Michael Fley,

Direktor des Hong Kong Tourism Board

(HKTB) für Zentraleuropa, intensiv darum,

auch das grüne Umland der Metropole zu

vermarkten. Dabei zielen die Investitionen

der Tourismusplaner weniger auf Gäste aus

dem europäischen Raum als auf den unaufhörlich

anschwellenden Strom der Besucher

vom chinesischen Festland.

Hongkong für Insider

■ »Das grüne Hongkong entdecken, Ausflüge

in die New Territories und auf die Inseln;

Teezeremonie, Besuch bei Einheimischen und

ein kulinarischer Streifzug quer durch die Küchen

der Welt« (Michael Fley, HKTB)

■ »Fahrt mit den Fähren nach Chengchau oder

Lamma Island« (Michaela Tedsen, Studiosus)

■ »Besuch der Insel Lantau« (Haidrun Brauner,

Meier’s Weltreisen)

■ »Besuch der größten sitzenden Buddha-Statue

beim Ausflug auf die Insel Lantau« (Rolf-

Dieter Scheerer, Gebeco)

18 TRAVEL ONE 25.5.2005


Die »junge Wilde« Shanghai

füllte eine ähnliche

Rolle wie heute bereits in

den 30er Jahren einmal

aus. Das »Paris des

Bohlander: Shanghai zieht Ostens« hatte damals die

junges Publikum an

luxuriösesten Hotels, die

elegantesten Straßen und

das verruchteste Nachtleben. Viel war davon

nicht mehr übrig, als Chinas damaliger Staatschef

Deng Xiaoping vor 13 Jahren den Startschuss

für eine neue Erfolgsstory gab. Nun

fasziniert die Stadt wieder mit Superlativen.

Neben dem 420 Meter hohen Jin Mao Tower

entsteht gerade das Shanghai World Financial

Trade Center, das bei seiner Fertigstellung mit

492 Metern das höchste Gebäude der Welt

sein soll. Am »Bund«, der Hafenpromenade

am Huangpu Fluss, geben sich schicke Lokale

mit Sterne-Köchen und Designerläden ein

Stelldichein. Und nicht zuletzt kann Shanghai

die erste Formel-1-Strecke Chinas und die erste

kommerziell genutzte Transrapidstrecke

der Welt vorweisen.

Peking: Drei Jahre

mit Olympia-Bonus

Unterdessen bereitet sich Peking mit Feuereifer

auf die Olympischen Spiele 2008 vor. Dabei

gehen die Behörden des politischen Zentrums

Chinas zum Entsetzen vieler Touristiker

allzu oft mit der Abrissbirne zu Werke.

Doch obwohl sich das Altstadtidyll auf dem

Rückzug befindet und Peking für rund 20

Milliarden Euro runderneuert wird, macht die

schiere Fülle kultureller Reichtümer die Metropole

nach wie vor zum faszinierenden Anziehungspunkt.

Die rund 20.000 Baustellen

können nicht verdecken, dass Peking mehr als

jede andere chinesische Stadt dazu einlädt, Lebensart,

Tempel und Paläste, Kunstschätze

und Musik im Reich der Mitte zu entdecken.

Viele der »großen« dreiwöchigen Chinarundreisen

in den Veranstalterkatalogen nehmen

alle drei Glanzlichter mit; auf kürzeren

Trips sind meist nur zwei von ihnen im Spiel.

Als »westlichste« der drei Superstädte ist

Hongkong naturgemäß für Einsteiger besonders

attraktiv. Wer eine Pause vom »Kulturschock«

braucht, findet in Kneipen und

Restaurants europäischer Prägung sowie in

der traditionell soliden bis hochklassigen

Hotellerie seine Rückzugsmöglichkeiten. Wilder,

abenteuerlicher und chinesischer kommt

Shanghai daher: Die Stadt hat sich laut Gebeco-Geschäftsführer

Thomas Bohlander mit ihrem

lebendigen Nachtleben sogar zum Städtereise-Geheimtipp

bei jüngerem Publikum ent-

25.5.2005 TRAVEL ONE

wickelt. Peking kann sich wegen seiner Kulturschätze

dem unmittelbaren Wettbewerb

ein wenig entziehen. Hier erschließen sich

den Besuchern zwischen Pekingoper und

Szenediscos, Konfuzius, Mao und ungezügeltem

Kapitalismus die stärksten Kontraste.

Echte Konkurrenz werden die drei Besuchermagneten

auf absehbare Zeit nicht erhalten,

meint Michaela Tedsen, die bei Studiosus

das Chinaprogramm leitet. Dabei hat China

bereits heute 37 Millionenstädte, und offizielle

Schätzungen gehen davon aus, dass sich deren

Zahl bis 2010 auf 126 erhöht. Doch es gibt

eine ganze Reihe weiterer Städte, die zumindest

als Rundreiseziele in den Veranstalterkatalogen

auftauchen. Dertour-Manager

Klaus-Peter Betz spricht vor allem der alten

Hauptstadt und Kaiserresidenz Xian hohes

touristisches Potenzial zu. Wichtigste Attraktion

der Stadt, die bereits in der Antike ein kulturelles

Zentrum war, ist die Terracotta-Armee

des ersten Kaisers Qin Shi Huang Di.

Vor allem als Anlaufpunkt für Jangtse-

Kreuzfahrten ist die 32-Millionen-Stadt

Chongqing von Bedeutung. Allerdings habe

die Megacity neben schierer Größe »nicht

wirklich etwas zu bieten«, meint Haidrun

Brauner, Produktmanagerin Studienreisen bei

Meier’s Weltreisen. Interessanter sei die 100

Kilometer entfernt gelegene Kleinstadt Dazu,

ergänzt Rolf-Dieter Scheerer, Gebeco Area

Manager für Asien. In den Felsen rings um

den Ort, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört,

befinden sich tausende von buddhistischen

Skulpturen, die vom 9. Jahrhundert an

in die Felsen geschlagen wurden.

Brauner hält Kunming, die auf 1.890 Metern

Höhe gelegene Hauptstadt der Provinz

Yunan, für ein attraktives Ziel. Auch Chengdu

sei als Ausgangspunkt für Tibetreisen

interessant.

Guilin am Li-Fluss zählt laut Studiosus-

Managerin Tedsen schon heute zu den Zugpferden

im Chinatourismus. Wahrzeichen der

Stadt sind vor allem die bizarren Hügelformationen

ihrer Umgebung, der Elefantenrüsselberg

und die Ludiyan-Tropfsteinhöhlen.

Bei den meisten Veranstaltern, die Guilin ansteuern,

steht eine Bootsfahrt auf dem Plan,

bei der die Gäste zwischen Hügeln, Reisfeldern,

Bambuswäldern und badenden Wasserbüffeln

dahingleiten.

Vorerst sorgt die rasante Entwicklung der

drei Supercitys dafür, dass die Erschließung

neuer Städteziele im Reich der Mitte eher im

Hintergrund bleibt. Doch dabei wird es

nicht bleiben. Denn mit der Zahl der Wiederholer

wächst auch die Lust auf bislang Unentdecktes.

Christian Schmicke

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DESTINATION Asien Mix

Engel für

den Jangtse

Nicko Tours ■ Von Juli an

kreuzt das neue Fünf-Sterne-

Schiff Yangzi Angel für den Veranstalter

auf Chinas großem

Strom. Die 70 Kabinen des Schiffes

sind rund 21 Quadratmeter

groß, 80 Prozent davon verfügen

über einen eigenen Balkon. Der

Newcomer ersetzt die ältere Yanzi

Princess.

Fünf Sterne, Sauna, Beauty- und

Massagecenter: Yangzi Angel

UPDATES

■ Malaysia hat die Zahl internationaler

Besucher im ersten

Quartal des Jahres um 4,6 Prozent

auf 4,16 Millionen gesteigert.

■ Mit sechs Airbus A380 will Malaysia

Airlines von 2007 an London

und Amsterdam anfliegen.

Nach MAS-Angaben sollen die

Großflugzeuge in Sachen Komfort

und Luxus Maßstäbe setzen.

■ In Shanghai soll ein Straßenzug

mit überwiegend historischen Gebäuden

restauriert und in eine

Die ländliche Umgebung Bangkoks erkundet Spiceroads auf zwei Rädern

Mit dem Rad um Bangkok

Spiceroads ■ Mit dem Drahtesel

lässt der thailändische Radreiseveranstalter

Spiceroads seine

Gäste die Umgebung der thailändischen

Hauptstadt erkunden.

Der Halbtagestrip, den das

Unternehmen zum Preis von 39

Euro anbietet, führt über 40 Kilometer

und verspricht laut Spice-

Nach 24 Jahren gönnt sich Thai

Airways International einen neuen

Auftritt. Bereits unterwegs ist

das erste frisch gestylte Langstreckenflugzeug,

ein A340-500. Innerhalb

von zwei Jahren sollen weitere

23 Maschinen folgen, die übrigen

59 Flugzeuge werden erst später

umgerüstet.

neue Vergnügungsmeile umgewandelt

werden. Die rund 250

Häuser der Julu-Straße stammen

vorwiegend aus den 30er Jahren

des 20. Jahrhunderts und wurden

in englischem Stil erbaut. Medienberichten

zufolge sollen vor allem

Cafés, Bars, Restaurants, Boutiquen

und Privat-Clubs entstehen.

Ein Großteil der alten Häuser sei

derzeit noch vom Verfall bedroht.

■ In Peking ist ein neuer botanischer

Garten eröffnet worden.

Die 41,8 Hektar große Anlage

roads-Werbung ländliche Idylle

und Kontakt zum ursprünglichen

thailändischen Leben.

Zum Stadtrand werden die

Ausflügler mit Minibussen gebracht.

Anschließend radeln sie

von der Kamalulislam Moschee

über den buddhistischen Tempel

Wat Phurt Udom Pol entlang der

macht dem älteren botanischen

Garten in den Westbergen vor den

Toren der Stadt Konkurrenz und ist

Teil der Vorbereitungen auf eine

»grüne Olympiade« im Jahr 2008.

■ Royal Brunei gewährt Kunden

bei flugplanbedingten Aufenthalten

auf dem Weg nach Australien

einen kostenlosen Hotelstopp.

Je nach Anschlussflug handelt

es sich um ein Tageszimmer

oder eine Übernachtung in Mittelklassehotels

inklusive Flughafentransfers.

Kanäle und vorbei an Reisfeldern,

traditionellen Teakholz-

Häusern und Fischzuchtfarmen

bis zur alten Handelsstadt Nong

Chok. Von dort aus geht es mit

dem Longtailboot auf dem Saen

Seab Kanal zurück zum

Ausgangspunkt der Reise. Geführt

werden die Touren in englischer

Sprache.

Der Radreiseveranstalter ist

nicht nur im Umfeld von Bangkok

aktiv, sondern veranstaltet

außerdem mehrtägige Touren aller

Schwierigkeitsgrade in verschiedenen

thailändischen Regionen.

Das Spektrum reicht von

gemütlichen Touren bis zu anspruchsvollen

Offroad-Trips, die

Ziele erstrecken sich vom Süden

des Landes bis ins Goldene Dreieck

– auf Wunsch werden neben

den Standardtouren auch individuelle

Programme ausgearbeitet.

Neben Thailand stehen auch

Vietnam, Kambodscha, Laos und

Burma auf der Liste der Ziele.

■ Der Hamburger China-Spezialist

China Tours veranstaltet im Oktober

zum zweiten Mal eine zehntägige

Reise inklusive Radrennen

durch die Taklamakan-Wüste. Die

beiden Rennetappen sind 240 und

290 Kilometer lang.

■ Singapur ist nach Erkenntnissen

einer Studie von Euromonitor

International die günstigste

Einkaufsmetropole Asiens.

Verglichen wurden die Preise für

Kleidung, Elektronik, Kosmetik,

Uhren, Schmuck und Lederwaren.

Sri Lanka: Eden Resort & Spa ★★★★★

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20 TRAVEL ONE 25.5.2005


Business-Kunden treiben Geschäft an

Cathay Pacific ■ Die Kapazitätsausweitung

ist bemerkenswert: Vier neue Frequenzen pro

Woche – ausnahmslos Abendflüge – verbinden

bis Ende Oktober Frankfurt und Hongkong.

Zusammen mit den Verbindungen über

die weiteren Gateways London und Amsterdam

bietet Cathay damit 39 wöchentliche Flüge

in die chinesische Sonderverwaltungszone

Cathay: starkes Geschäft nach Australien, Bali und Vietnam

Arrangements

für Frauen

Peninsula Bangkok ■ Weibliche Gäste der

exklusiven Hoteladresse in der thailändischen

Hauptstadt können nun unter einer Reihe von

Freizeitprogrammen abseits der üblichen touristischen

Attraktionen wählen. Auf dem Programm

stehen unter anderem Shopping mit

einem persönlichen Guide, eine Einführung in

die Meditation, medizinische Checks, Obstund

Gemüseschnitzkunst und Kulinarisches.

Das Peninsula Bangkok bietet weiblichen

Gästen jetzt mehr als Relaxen am Pool

25.5.2005 TRAVEL ONE

an. Treibende Kraft für den zeitweiligen Ausbau

der Kapazität sei die starke Nachfrage

nach der Business Class, sagt Marketing-Managerin

Teresa Gomes-Zimmermann. Die Auslastung

in der Premiumklasse liege bei mehr

als 90 Prozent.

Auch bei der Eco-Kundschaft kommt die

zusätzliche Kapazität gut an. 70 Prozent der

zusätzlichen Sitze, die Cathay

im Juli und August anbiete,

seien bereits verkauft, so Gomes-Zimmermann.

Dabei sei neben

den Flügen nach Hongkong

auch ein hoher Anteil an

weiterführenden Verbindungen

nach Australien, Bali und Vietnam

verkauft worden. Ob die

Zusatzverbindungen fortgesetzt

werden, ist noch unsicher, denn

auch auf anderen Strecken läuft

es für Cathay gut. Während

das Europa-Geschäft in den ersten

vier Monaten um 9,3 Prozent

wuchs, legten Nordasien

22 Prozent und Nordamerika 16

Prozent zu.

Taiwan will mit Transit- und Stopover-

Angeboten bei Touristen punkten

Taipeh-Paket für

Stopover-Kunden

Taiwan ■ Der Inselstaat will Transitreisende

mit Schnupperangeboten als Gäste gewinnen.

Passagiere, die bis zum Weiterflug einen Aufenthalt

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DESTINATION Skandinavien

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aller Steuern und Gebühren. Von

Hahn im Hunsrück nach Göteborg. Mit

Ryanair. Natürlich ist das kein Durchschnittspreis.

Aber das Ergebnis einer beliebigen Probebuchung

im Internet zeigt, was los ist. Der

Preisverfall in der Fliegerei sei in Skandinavien

weitaus größer als in anderen

Teilen Europas, sagen

Luftfahrtexperten. Schuld sind

die Lowcost-Airlines, die den

Homecarriern SAS und Finnair

das Leben schwer machen.

Anders als große Airlines

wie Lufthansa oder British

Airways, die über umfangreicheLangstreckenflotten

verfügten, hänge etwa

SAS stark von den regionalen

Märkten ab und habe die

Effekte des Preiskampfes

kaum durch andere Geschäftsfelder

abfedern können.

Auch an Finnair ging diese Entwicklung

nicht spurlos vorüber. Besonders die Auslastung

im Inlandsverkehr wird immer dürftiger: Sie

sank von 2003 auf 2004 um 2,3 auf nur noch

55,4 Prozent. Dass Finnair inzwischen dennoch

wieder rentabel arbeitet und nach Angaben

von Airline-Chef Keijo Suila sogar schuldenfrei

ist, liegt vor allem an den guten Ergebnissen

im Langstreckengeschäft. Besonders die

erfolgreichen Asien-Verbindungen, für die Finnair

auch im deutschen Markt intensiv wirbt,

brachten der Airline elf Prozent Umsatzwachstum

und 5,6 Millionen Euro Gewinn.

Was den alteingesessenen skandinavischen

Carriern Sorgen macht, freut die Kundschaft.

Schließlich wächst mit den neuen Billigfliegern

die Erreichbarkeit der Nordischen

Länder – insgesamt und erst recht zu günstigen

Preisen. Allein Ryanair fliegt vom Flughafen

Hahn aus Göteborg, Stockholm, Tampere

und Oslo an. Vom niederrheinischen Airport

Weeze aus wird Stockholm bedient.

Konkurrent Easyjet fliegt seit Mai 2004

täglich von Berlin-Schönefeld nach Kopenha-

Lindegaard: Der

Markt ist dreigeteilt

Preisschlacht

im hohen Norden

Airlines ■ Der Himmel über Europas Norden ist heiß umkämpft.

Finnair und SAS stemmen sich gegen die Lowcost-Eindringlinge.

gen. Besonders gut ausgelastet sind die Flüge

offenbar nicht. Jedenfalls ergab eine Stichprobe

mit Abflug im Mai einen Gesamtpreis von

44,05 Euro für Hin- und Rückflug. Davon werden

35 Euro für Steuern und Gebühren fällig.

Deutsche Billigflieger

entdecken den Norden

Auch die deutschen Billigflieger Hapag-Lloyd

Express und Germanwings starten Aktivitäten

in Richtung Norden. Bei HLX ist das Volumen

eher bescheiden: Dreimal pro Woche bedient

die Airline die Strecke Hannover – Stockholm.

Germanwings ist da schon stärker aufgestellt:

Vom Flughafen Köln/Bonn startet die Lowcost-Linie

fünfmal pro Woche nach Stockholm;

von Berlin-Schönefeld aus wird Stockholm

vom 5. Juni an ebenfalls fünfmal wöchentlich

angesteuert. Nach Oslo fliegt Germanwings

dreimal pro Woche ab Köln/Bonn.

Der Airport ist außerdem Ausgangspunkt für

drei wöchentliche Verbindungen nach Helsinki.

dba fliegt nach der Übernahme der Gexx-

Strecken von München den Flughafen Stockholm-Arlanda

an.

Mit leichtem Exotenstatus und echtem Alleinstellungsanspruch

geht Iceland Express ins

FACTS

Billigflieger auf einen Blick

■ Easyjet: Berlin – Kopenhagen

■ HLX: Hannover – Stockholm

■ Ryanair: Hahn – Göteborg, Oslo,

Stockholm, Tampere

■ dba: München – Stockholm

■ Germanwings: Köln, Berlin (ab 5. Juni)

– Stockholm, Köln – Oslo, Köln – Helsinki

■ Iceland Express: Hahn – Reykjavik

■ Maresk Air: Berlin, Frankfurt, München

– Kopenhagen, Frankfurt – Billund

■ Fly Nordic: Berlin, München – Helsinki

■ Blue 1: Hamburg, Berlin – Helsinki

■ Norwegian Air Shuttle: Berlin – Oslo

Rennen. »Islands einzige Lowcost-Airline« –

so der Werbespruch – hebt vom 21. Mai an

dienstags, mittwochs und freitags von Hahn

im Hunsrück nach Reykjavik ab. Der dänische

Regionalcarrier Maersk Air liefert sich in Kopenhagen

mit SAS einen heftigen Wettbewerb.

Im Deutschland-Flugplan der Airline ab

Kopenhagen stehen Berlin, Frankfurt und

München. Von Frankfurt aus wird außerdem

Billund angeflogen. Maersk Air fliegt seit dem

Frühjahr 2004 in einem Drei-Klassen-System.

Mit »Small«, »Medium« und »Large« soll vom

Billigticket bis zum flexiblen Business-Tarif das

ganze Spektrum möglicher Tarife und Leistungen

abgebildet werden.

Die Finnair-Tochter Fly Nordic bedient

auch Reiseveranstalter wie Haman Scandinavia,

die um die Flugverbindungen von Berlin

und München komplette Reisepakete schnüren.

Das SAS-Pendant Blue1 pendelt zweimal

täglich zwischen Hamburg und Helsinki sowie

einmal am Tag zwischen Berlin-Tegel und

der finnischen Hauptstadt.

Norwegian Air Shuttle AS (NAS) heißt

eine Ende 2002 gegründete Lowcost-Airline,

die mittlerweile fast 30 Prozent des norwegischen

Inlandsmarktes abdeckt. Die Fluggesellschaft

wächst kräftig: Mit rund zwei Millionen

Fluggästen schaffte sie 2004 ein Wachstum

von 68 Prozent. Die Auslastung der Sitze lag

bei 67 Prozent, was gemessen an Mitbewerbern

nicht schlecht ist. In diesem Jahr nimmt

NAS zwei neue Flugzeuge in Betrieb und will

22 TRAVEL ONE 25.5.2005


mit dann 13 Maschinen nochmals 30 bis 35

Prozent Wachstum erzielen. Erstes deutsches

Ziel der Airline von Oslo aus ist Berlin.

Noch kann von einem flächendeckenden

Lowcost-Angebot zwischen Deutschland und

Skandinavien keine Rede sein – aber das Angebot

wächst. Und mit zunehmender Angebotsbreite

werden die No-Frill-Carrier auch für Geschäftsreisende

attraktiv. Von den Airports in

Berlin, Köln/Bonn und Hahn sind die Maschinen

der Billiganbieter mittlerweile zu einem guten

Teil mit Geschäftsreisenden gefüllt.

Doch inzwischen sind auch SAS und Finnair

um Antworten auf den Wettbewerbsdruck

nicht mehr verlegen. Aus gutem Grund, denn

die gut laufenden Langstrecken nach Asien,

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die beide Airlines verstärken, können nur einen

kleinen Teil des Yield-Verfalls und Passagierschwundes

im Inlandsbereich und im

innereuropäischen Verkehr kompensieren.

Schritt zurück zu

mehr Differenzierung

SAS fliegt mittlerweile wie Maersk Air in Drei-

Klassen-Konfiguration und geht damit den

Schritt zurück zu mehr Differenzierung. Der

Markt sei dreigeteilt, erklärt SAS-Chef Jørgen

Lindegaard. Die Kunden achteten entweder

auf Komfort, Effizienz beim Reisen oder auf

den Preis. Für die Komfortorientierten gibt es

Günstige Tarife bescheren den Nordischen

Ländern mehr Aufmerksamkeit

viel Platz und Service an Bord sowie Zutritt zu

den Lounges. Die Effizienzorientierten erwarten

schnelle Verbindungen, große Routenauswahl,

kurze Transitzeiten und schnelles Boarding.

Für die Preisorientierten zählt nur die

Verbindung von A nach B. Auch im Inlandsmarkt

führt SAS drei Tickettypen ein: Fix, Flex

und Full Flex.

Finnair hat für Europastrecken ein dreistufiges

Preissystem eingeführt. Der »Happy-

Hour«-Tarif muss eine Woche im Voraus gebucht

werden. Stornos und Änderungen sind

nicht möglich. Für das »Tourist Special« ist das

Kontingent begrenzt, feste Vorausbuchungsfristen

gibt es aber nicht. Und der Tourist-Class-

Tarif gilt für alle übrigen Plätze.

Zudem werben SAS und Finnair mit Preisaktionen

um kostensensible Kundschaft –

meist über ihre Internet-Webseite. SAS bietet

ab Deutschland beispielsweise Frühbuchertarife,

die bis 42 beziehungsweise sieben Tage

vor dem Abflug erhältlich sind. Finnair startet

ebenfalls regelmäßige Angebote, zuletzt für

die Osterzeit.

Beide Airlines sind im deutschen Markt

zur Nullprovision übergegangen – das bedeutet,

Reisebüros erheben bei der Flugbuchung

eine Servicepauschale. Für Finnair-Buchungen

via Internet gilt bei elektronischen Tickets ein

Aufpreis von 30 Euro im innereuropäischen

Verkehr und 45 Euro auf Langstrecken. Papiertickets

kosten zehn Euro extra. SAS hat

wie Star-Alliance-Partner Lufthansa jüngst die

Servicepauschale für Online-Buchungen gesenkt.

Innerhalb Europas zahlen die Kunden

noch zehn statt bisher 20 Euro, für die Langstrecke

15 statt bisher 35 Euro. Papiertickets

kosten acht Euro zusätzlich.

Christian Schmicke

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25.5.2005 TRAVEL ONE 23



DESTINATION Skandinavien Mix

MOMENT MAL…

Billigflieger

als Segen

Man mag von den Billigcarriern

halten, was man will.

Aber aus der Sicht der Zielgebiete

sind sie sicher ein Segen.

Vor allem für die Nordischen

Länder. Es können nicht nur

eingefleischte Skandinavien-

Fans sein, die die Flugzeuge

der Lowcost-Flieger füllen.

Also bringen die Airlines auch

neue Gäste, vornehmlich Städtereisende,

nach Norden.

Die Zielländer haben jetzt

die Chance, die Städtereisenden

für die ganze Region zu

begeistern. Der Trend zu Individualreisen

zeigt ja, dass es

ein gewisses Bedürfniss gibt,

aus dem Urlaubseinerlei des

Mittelmeerraums auszubrechen.

Warum nicht Skandinavien?

Die Zeiten, in denen

man nur mit dem Auto durch

die – zugegebenermaßen –

grandiose Landschaft fahren

konnte, sind vorbei. Inzwischen

gibt es vielfältige Produkte,

auch für Familien. Jetzt

muss es noch gelingen,

das Teuer-

Image des Nordens

endgültig abzustreifen.

Auch

dabei helfen die

Lowcost-Carrier.

Klaus Göddert

Redakteur

k.goeddert@travel-one.net

Mit der Prins Joachim in 105 Minuten nach Gedser

Schneller nach Dänemark

Scandlines ■ Die Reederei hat

kürzlich die beschleunigte Überfahrt

zwischen Deutschland und

Dänemark auf der Route Rostock

– Gedser offiziell vorgestellt.

Durch die Modernisierung der

beiden Fährschiffe Prins Joachim

und Kronprins Frederik konnte

die Fahrzeit von 120 auf 105 Minuten

verkürzt werden. Für die

UPDATES

■ Die isländische Lowcost-Airline

Iceland Express hat den Flugverkehr

zwischen Hahn und Reykjavik

aufgenommen. Die Airline fliegt jeden

Dienstag, Mittwoch und

Samstag vom Hunsrück in die isländische

Hauptstadt.

■ Zusammen mit Hurtigruten und

der schwedischen Inlandsbahn hat

der Bahnreise-Spezialist IGE in

Hersbruck eine Rundreise durch

Schweden und Norwegen aufgelegt.

Die zehntägige Reise beginnt

am 5. August und führt von Stockholm

über Arvidsjaur und Jokkmokk

nach Trondheim. Mit Hurtigruten

erleben die Gäste Ålesund

und Geiranger. Dann geht es per

Bus und Bahn nach Oslo und von

dort mit Color Line nach Kiel.

■ Ende April hat Color Line mit

der Prinsesse Ragnild die Route

Hirtshals – Stavanger – Bergen eröffnet.

Das Schiff war zuvor auf der

Route Kiel – Oslo unterwegs und

Weiterfahrt nach Schweden bietet

Scandlines Kombinationstickets

für die Linie Helsingør –

Helsingborg.

Außerdem hat Bornholms

Trafikken, für die Scandlines als

GSA aktiv ist, Anfang Mai mit

dem neuen Schiff Hammerodde

den Betrieb auf der Linie Sassnitz

– Rønne aufgenommen.

ist für rund 4,5 Millionen Euro generalüberholt

worden. Color Line

unterstützt die neue Route mit verschiedenen

Eröffnungangeboten.

■ Im Juni feiert Norwegen mit

zahlreichen Festivals und Konzerten

100 Jahre Selbstständigkeit. Zu

den Höhepunkten gehören die große

Kulturnacht am 3. Juni und die

Eröffnung des neuen Nobel Friedenszentrums

am 11. Juni in Oslo.

■ Kopenhagen-Besucher können

die Stadt jetzt aus einer neuen Per-

Nostalgie

per Schiff

Hurtigruten ■ Im Herbst setzt

die Reederei zwei traditionelle

Postschiffe im Liniendienst entlang

der norwegischen Küste ein.

Wer nostalgische Schiffsreisen

mag, kann von Oktober bis April

mit den zwei »alten Damen« Lofoten

und Nordstjernen auf

Kreuzfahrt gehen.

Die erste Reisevariante beginnt

in Bergen und führt in acht

Tagen über Ålesund, Trondheim,

Harstad und Tromsø bis nach Kirkenes.

Die Reise kann auch in

Gegenrichtung gebucht werden.

Die zweite Variante dauert elf

Tage und beginnt in Bergen. Von

dort geht es auf der klassischen

Hurtigruten-Linie Richtung Norden.

Wendepunkt der Reise ist in

Kirkenes, von wo die Rückfahrt

bis Trondheim beginnt.

www.hurtigruten.de

■ Die Betreiber der Øresundbrücke

freuen sich über einen

Verkehrszuwachs von 46 Prozent

seit 2001. Im ersten Quartal 2005

gab es ein Plus von 15 Prozent. Im

vergangenen Jahr hat die Brücke

finanziell so viel abgeworfen,

dass mit dem Abtragen der Nettoschulden

von 2,7 Milliarden Euro

begonnen werden konnte.

spektive kennenlernen. Unter dem

namen »Copenhagen Water Taxi«

verkehren vier Wassertaxis im

Hafen, den Kanälen rund um die

historische Innenstadt und auf

Wunsch auch auf dem Øresund.

■ Anfang Mai wurde auf der dänischen

Halbinsel Als der neue Erlebnispark

»Danfoss Universe« eröffnet.

Der Park ist Natur- und

Wissenschaftsphänomenen gewidmet,

die sich um die Themen Wärme,

Kälte und Bewegung drehen.

www.danfossuniverse.dk.

24 TRAVEL ONE 25.5.2005


Nicht abstrampeln, sondern

Radfahren mit Genuss

Radeln

in Schweden

Amphi-Trek ■ Eine Radtour

durch Mittelschweden zum

Schloss Gripsholm am Mälarensee

hat der Flensburger Radreiseveranstalter

aufgelegt. Die Tagesetappen

liegen zwischen 35 und

65 Kilometern, so dass Alltagsradler

mit normaler Kondition mithalten

können. Übernachtet wird

größtenteils in ehemaligen Herrenhäusern.

Die Reise ist als individuelle

Tour mit Gepäcktransport

und vorgebuchter Unterkunft

buchbar.

www.amphitrek.de

Neue Produkte eingeführt

Schweden ■ Die Schweden

Werbung ist mit dem Verlauf ihres

»B2B«-Projektes zufrieden.

Das Projekt soll dabei helfen,

neue Produkte zu entwickeln

und im Markt einzuführen.

Gelungen ist das zum Beispiel

mit dem Produkt »Schweden

für Feinschmecker«. Inzwi-

Schweden für Feinschmecker ist

bei den Veranstaltern buchbar

25.5.2005 TRAVEL ONE

25 Jahre auf dem Markt

Dansommer ■ Der Ferienhaus-

Spezialist feiert in diesem Jahr seinen

25. Geburtstag. 1980 wurde

das Unternehmen von Niels Nymark

gegründet, der es bis zum

Verkauf an Novasol geleitet hat.

Der erste Katalog kommt 1982

auf den Markt. Im gleichen Jahr

fällt die Entscheidung, die däni-

schen hätten eine Reihe von Veranstaltern

wie Kodiak Reisen,

Nordic Holidays, Troll Tours

und Wolters, Gourmet-Reisen in

Schweden im Programm.

Auch die »Familien-Wildniswochen«

haben Einzug in die

Programme zum Beispiel von Kodiak

Reisen und Nordic Touristik

gehalten. Die Wildnisprogramme

in Värmland bietet Aktivitäten für

die Familie wie Floßfahren, Elchbeobachtung-Touren,Kanufahrten

und Lagerfeuerabende.

Schwedens Kultur steht beim

Programm »Musik und Kulturgeschichte«

im Zentrum. Zu den

Highlights gehört im August das

Operfestival in der Freiluftarena

Dalhalla in Dalarna. Der ehemalige

Kalksteinbruch gilt als eine der

schönsten Open-Air-Spielstätten

in Europa. Programme sind bei

Kultur & Natur Touristik buchbar.

www.visit-sweden.com

schen Ferienhäuser ausschließlich

über Reisebüros zu vertreiben.

Drei Jahre später nimmt

Dansommer die ersten Luxushäuser

mit Innenpool ins Sortiment.

Die luxuriösen Häuser

werden schnell zum wichtigsten

Produkt, so dass der Veranstalter

das Konzept 1991 nach Nor-

1985 bringt Dansommer die ersten Luxushäuser auf den Markt

©SAD 2005 FSIM08-2

wegen und 1997 nach Schweden

exportiert.

Seit drei Jahren sind auch

Häuser an der deutschen Nordsee

im Programm. Und nach dem

Schulterschluss mit Novasol und

Cuendet unter dem Dach der

Cendant Corporation gehören

auch andere europäische Länder

wie Spanien, Frankreich, Italien

und Griechenland zu den Dansommer-Destinationen.

Im Jubiläumsjahr können

Norwegen-Urlauber erstmals die

Anreise mit Color Line als Paket

buchen. Das Angebot enthält die

Hausmiete sowie die Überfahrt

mit einem Pkw und maximal fünf

Personen. Außerdem hat Dansommer

in Norwegen und

Schweden das Angebot an kinderfreundlichen

Häusern erweitert,

die Zusatzeinrichtungen wie

Wickelmöglichkeit, Kinderstuhl

und -bett, Schaukel, Sandkasten

oder ein aufblasbares Wasserbassin

für Kleinkinder anbieten.

www.dansommer.de

Rund um die Uhr

nach Skandinavien

und ins Baltikum

300 Mal am Tag fahren die komfortablen Scandlines-Fährschiffe über

die Ostsee nach Norden und ins Baltikum - und bringen Sie sicher an Ihr

Urlaubsziel. Auf Ihrem Weg in die Ferien bieten wir Ihnen durchschnittlich

alle fünf Minuten eine Abfahrt: Reisen Sie mit Scandlines so flexibel wie

auf einer Autobahn! Willkommen an Bord!

PUTTGARDEN-RØDBY . SASSNITZ-TRELLEBORG . ROSTOCK-TRELLEBORG . ROSTOCK-

GEDSER . HELSINGØR-HELSINGBORG . SASSNITZ-RØNNE . ROSTOCK-LIEPAJA . KIEL-

KLAIPEDA . NYNÄSHAMN-VENTSPILS . KARLSHAMN-LIEPAJA . SPODSBJERG-TÅRS .

BØJDEN-FYNSHAV . ESBJERG-FANØ

Buchung unter dem Reedereicode SCL über START und MERLIN oder auch direkt für

Reisebüros unter www.scandlines.de und per Tel.: 01805-72 26 35 46 37 (12Ct/Min.)



RELAX Schnäppchen für Touristiker

Tipps zum Schmökern

■ Simone Drubba von Nova Reisen aus Unterhaching

empfielt als Urlaubslektüre »Das Paradies ist immer

woanders« von Barbara Veit, erschienen bei

Frederking & Thaler, 22 Euro.

Nix wie weg…

ZIEL & ZEIT

Deutschland ■ Berlin

5.8. bis 27.8.2005

Indischer Ozean ■

Mauritius

bis 15.9.2005

Griechenland ■ Korfu

bis 31.10.2005

Emirate ■ Ras Al Khaimah

bis 31.10.2005

Deutschland ■ München

bis 12.9.2005

Portugal ■ Algarve

bis 15.10.2005

Brasilien ■ Flug

bis 30.6.2005

Deutschland ■ St. Englmar

bis 8.4.2006

Mallorca ■ Alcudia

bis 31.5.2005

Island ■ Fly & Drive

2.6. bis 1.9.2005

LEISTUNG

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Armenisch

39 Buchstaben, sieben Fälle, aber nur ein

grammatisches Geschlecht – die armenische

Sprache steckt voller Überraschungen. Umso

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Übernachtungen inklusive Frühstück

Übernachtung im Doppelzimmer

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Janeiro und zu weiteren Zielen in

Südamerika

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Hotel Predigtstuhl

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ab 373 Euro

30 Euro

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149 Euro

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Neckermann Reisen/Troll Tours

T. 02982-9 22 10

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TV-TIPPS

SAMSTAG, 28.5. l In der Mojawe-Wüste,

14:05 Uhr, SWR l The

Greenbriar – Amerikas ältestes

Resorthotel, 15:10 Uhr, 3sat l Im

Rosenheimer Land, 16:10 Uhr,

RBB l Das Engadin – Die Sonnenterrasse

der Schweiz, 17:00 Uhr,

VOX l Unbekanntes Malaysia –

Die Ostküste von Sarawak, 17:30

Uhr, NDR l Eine besondere WG auf

dem Weg nach Tunesien, 18:00

Uhr, 3sat.

SONNTAG, 29.5. l Das moderne,

urbane China, 7:00 Uhr, Phoenix l

Burgund, 8:15 Uhr, Phoenix l

Istanbul: Metropole zwischen Eu-

ropa und Asien, 8:30 Uhr, MDR l

Die Mosel von Zell bis Koblenz,

12:15 Uhr, SWR l Plaza Latina –

Maurische Spuren, 13:15 Uhr, ARD

l Durchs wilde Korsika, 13:15 Uhr,

MDR l Mit dem Zug durch Neuseeland

(2/2): Die Südinsel, 13:30

Uhr, NDR l Ost-Ansichten (10): Auf

Rügen, 14:30 Uhr, 3sat l Bodensee,

15:45 Uhr, Hessen l Der Ayers

Rock, 16:00 Uhr, SWR l Andalusien

(1/2), 16:30 Uhr, Hessen l Liparische

Inseln, 17:05 Uhr, BR l

Seychellen, 18:15 Uhr, VOX l Die

Frau mit dem Vier-Sterne-Blick –

Hotel-Kontrolle in der Karibik,

18:30 Uhr, ZDF l Die Mühlen von

Kinderdijk, Niederlande, 21:00

Uhr, 3sat.

MONTAG, 30.5. l Paris – Prunk

und Poesie im Spiegel der Seine,

13:00 Uhr, NDR l Procida – Eine

unbekannte Insel im Mittelmeer,

13:00 Uhr, MDR l Ein Traum von

Schiff – Die »Deutschland«,

13:15 Uhr, NDR l Im Rupertiwinkel,

14:30 Uhr, NDR l Im Land der

Huzulen, 15:45 Uhr, 3sat l Chem-

Die wunderschöne Natur oder das sommerliche

Treiben an der Côte d´Azur – da ist für jeden

etwas dabei! lädt Sie

nach Südfrankreich ein. Sie und bis zu vier

Begleitpersonen verbringen eine Woche in dem

Familienparadies »Le Village des Issambres«

in einem Zwei-Zimmer-Apartment.

nitz, 16:30 Uhr, 3sat l Die nordnorwegische

Stadt Kirkenes, 23:00

Uhr, VOX.

DIENSTAG, 31.5. l Norwegen,

8:00 Uhr, MDR l Städtetour: Isfahan,

10:45 Uhr, SWR l Fordlandia

– Die vergessene Stadt im Regenwald,

15:15 Uhr, NDR l Liparische

Inseln – Vulkanisches Kleinod vor

der Küste Kalabriens, 16:35 Uhr,

RBB l Die Niagarafälle, 17:15 Uhr,

Hessen l In den Bergen des Kaukasus,

19:30 Uhr, BR l Airbus

A380 – Ein Riese lernt fliegen,

23:00 Uhr, NDR.

MITTWOCH, 1.6. l Kamerun –

Vom Elefantenberg zum Killersee,

9:45 Uhr, WDR l Fehmarn, 14:30

Uhr, NDR l Das Donaudelta –

Fremde Welt der Sümpfe, 15:15

Uhr, NDR l Römerstraßen (1/4): Die

Via Egnatia – von Albanien nach

Makedonien, 21:00 Uhr, SWR.

DONNERSTAG, 2.6. l Verona –

Die Schöne an der Etsch, 12:30

Uhr, SWR l Das Emsland, 14:30

Die Fragen und alle Details zum Quiz im Internet

www.travel-one.net

Uhr, NDR l Die ungarische Puszta,

15:15 Uhr, NDR l Der Hamburger

Hafen, 18:30 Uhr, Phoenix.

HIGHLIGHT DER WOCHE

TV-Tipps➤

EXIT

LUFTHANSA – Vor 50

Jahren erhob sich die Airline

mit dem Kranich im

Nachkriegs-Deutschland.

Heute hat Lufthansa weltweit

177 Ziele im Angebot

und beschäftigt 93.000

Mitarbeiter, SAMSTAG,

28.5., 22:10 Uhr, VOX.

FREITAG, 3.6. l Pompeji – Zeitreise

in die Antike, 8:30 Uhr,WDR l Urlaub

2005: Die Sendung blickt hinter

die Kulissen der Touristikbranche

und gibt Reisetipps für Kurzentschlossene,

21:30 Uhr, 3sat.

Gewinnen Sie eine Woche

Urlaub in Südfrankreich

mit Pierre & Vacances

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS



EXIT Feedback & Leute

ONE

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TRAVEL ONE

erscheint wöchentlich mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 33

vom 1. Januar 2005

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der Verlagsgruppe

Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg

FEEDBACK

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E7086

ONE

18. MAI 2005 I 20. WOCHE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW DER WOCHE

Eric Lepleux über den

Super-Airbus A 380

Wie Erstkunde Singapore

Airlines den Riesenjet

füllen will ➤ 7

PRODUKT

Versicherungen als

Schulungs-Profis

Warum Versicherungen sich

so für die Fortbildung des

Vertriebs engagieren ➤ 8

SALES

Trumpf im

Verkaufspoker

Wie TUI Expedienten

auf die Produkte

einschwört ➤ 14

Die vergessene Karibik

Warum es sich für Urlauber lohnt, den Strand auch mal links liegen zu lassen

und auf Entdeckungstour ins Landesinnere zu gehen Destination ➤ 18

+++ Proteststurm gegen Bahnaktion bei Lidl ➤ 4 +++

Neues Provisionsmodell bei Viking ➤ 4 +++ Air-Berlin-

Provison: Skeptische Agenturen ➤ 5 +++ Protest bei TUI-

Hauptversammlung ➤ 6 +++ Öger Tours mit Nurflugportal

➤ 6 +++ Mensch: Ralph Wissenbach ➤ 30

Branche wird kaputt gemacht

»Proteststurm der Agenten«

TRAVEL ONE 18.5.2005

■ Es ist schon beschämend, was

hier in diesem Land hinsichtlich

des »Kaputtmachens« einer gesamten

Branche (des stationären

Vertriebs) passiert, und die Politiker

schauen seelenruhig zu…

Wir sollen nur noch die fleißigen

Berater sein, die den Kunden

kostenlos die Angebote der Veranstalter

und Airlines usw. »verklickern«,

unsere Fachtipps an

die Kunden weitergeben, die

Kunden durchs Wirrwarr der unzähligen

Internetangebote helfen,

Hoteltipps geben oder mal schnell

Vakanzen prüfen. Und wir sind

»so doof« und tun es auch noch,

in der Hoffnung, der Kunde

könnte ja wiederkommen. Tut er

aber oft nicht mehr, sondern

bucht gleich auf der Homepage

des Veranstalters selbst…

Wann wird endlich begriffen,

dass sich, wenn es so weitergeht,

viele Reisebüro-Expedienten in

das schon riesige Arbeitslosen-

Heer in Deutschland mit einordnen

werden, weil der Umsatz im

stationären Vertrieb immer mehr

einbricht.

Heidrun Jan

Reisebüro Globus, Döbeln

Keine Bahntickets verkaufen

»Proteststurm der Agenten«

TRAVEL ONE 18.5.2005

■ Ich finde es unmöglich, was

die DB sich hier erlaubt! Ich als

Reisebüro muss verschiedene Voraussetzungen

erfüllen um Bahntickets

zu verkaufen. Wie kann es

dann sein, dass ein Lebensmittel-

Discounter Billigtickets verkauft?

Wir als Reisebüro müssten

den Verkauf von Bahntickets ablehnen.

Jürgen Gigga

Reisebüro Hütchen, Biblis

Bigamie ist verboten

»Skepsis über AB-Modell«

TRAVEL ONE 18.5.2005

■ Die neuen Charter-Vergütungsmodelle,

die diesen Namen

gar nicht mehr verdienen, stellen

doch nur eine neue, von der LH

bekannte Preiserhöhung dar…

Man wollte uns auf einer so

genannten »Energy Tag«-Versammlung

in Oberursel vormachen,

dass man sich nur auf die

veränderten Marktbedingungen

einstelle und dass wir dies ebenso

tun müssten.

Wer verändert denn den

Markt? Der Kunde? Nein, dieser

nimmt nur das in Anspruch, was

ihm angeboten wird. Niemand

hat je nach 19 Euro-Flügen gefragt,

bis Ryanair und Co. auf

den Plan traten…

Langsam komme ich mir

echt verar… vor. Die Airlines

und Veranstalter sollen endlich

die ganze Wahrheit sagen: Entweder

sie wollen eine Partnerschaft

mit den Reisebüros oder

nicht, Bigamie ist in Deutschland

ja verboten.

Daniel Neumann

Holiday Land Reisebüro,

Schwarzenbek und Lauenburg

Nicht frei, aber sozial

»Zeit für neuen Anfang«

TRAVEL ONE 18.5.2005

■ In Ihrem Artikel schreiben Sie,

dass »die gute Zeit der Partnerschaft

vorbei ist und dies die freie

Marktwirtschaft sei«. Glücklicherweise

haben wir in der BRD

die soziale Marktwirtschaft. Niemand

(schon gar keine der größeren

Parteien) will in Deutschland

die »freie Martwirtschaft«, und

das ist gut so.

Wohin die freie Martwirtschaft

führt, sieht man an den

USA. Nur die soziale Martktwirtschaft

trägt zu dem »demokrati-

schen und sozialen Bundesstaat

Deutschland«, wie er in Artikel

20, Absatz 1 im Grundgesetz beschrieben

ist, bei.

Christine Kohlmeier

Advena Reisen, Göttingen

Branchenlösung erforderlich

Interview der Woche

TRAVEL ONE 11.5.2005

■ TUI hat die lange sichtbaren

Anzeichen erkannt und reagiert.

Die weltweite Unsicherheit beunruhigt

die Kunden, und die

gesamte Reisebranche ist gut beraten,

auf dieses Thema einzugehen…

Die Aktion der TUI gibt

Anlass zur Hoffnung, dass andere

folgen und vielleicht doch

noch eine Branchenlösung

kommt, bei der die Sicherheit

zum allgemeinen Qualitätsmerkmal

wird und nicht zum Alleinstellungsmerkmal.

Wolfgang Dreher

Synairgy Aviaton Consultants,

Glashütten

GESTERN

1975 ■ Vor 30 Jahren erhöht

die Bahn ihre Provision

für Reisebüros von 8,5 auf

neun Prozent.

1985 ■ Vor 20 Jahren

bremst das Bundeskartellamt

die Fusionspläne von ITS und

NUR Touristik.

1995 ■ Vor zehn Jahren

wird der Rewe-Veranstalter

ITS saniert. Die Marken Eurojet,

Direct Reisen und Jet Direct

fliegen raus.

2004 ■ Vor einem Jahr vereinbaren

Air Berlin und LTU

künftig zusammenzuarbeiten.

Es geht in erster Linie um Zubringerflüge.

Geblättert in

TRAVEL ONE und

seinem Vorgänger

Reisebüro Bulletin

28 TRAVEL ONE 25.5.2005


Z U G E H Ö R T

»Die Finanzminister der EU

halten die Flugreisenden

für Melkkühe, bei denen sie sich

nach Belieben bedienen können«

BTW-Präsident Klaus Laepple

Vogel geht

zur TUI

Comeback ■ Lange hat die

Branche spekuliert, bei wem

Mister Aida wohl an Bord gehen

würde. Nun ist es raus: Richard

J. Vogel fängt am 1. Juni seinen

neuen Job bei der

TUI AG an. Er

übernimmt die Position

des Direktors

für Sonderprojekte

und berichtet

direkt an Karl J.

Pojer, Direktor

TUI Hotels & Resorts.

Zu Vogels

Aufgaben sollen die

Sondierung neuer

Ziele und Konzepte für die TUI-

Hotellerie gehören, heißt es aus

Hannover. Gut möglich, dass

sich der Job wie beim heutigen

Magic-Life-Chef Andreas Karsten

als Sprungbrett für weitere

Aufgaben entpuppt.

Gottschalks Türkei

Wetten, dass…? ■ Diese Sendung war in jeder Form außergewöhnlich

für Thomas Gottschalk. Angefangen bei der antiken Kulisse im türkischen

Aspendos. 280 ZDF-Mitarbeiter setzten in zwei Wochen das Freilufttheater

bei Antalya für »Wetten, dass…?« fernsehgerecht in Szene.

Öger Tours hatte über 5.000 Eintrittskarten verkauft. 980 buchten eigens

eine Woche Türkei-Urlaub, um dabei zu sein. »Wir sind stolz auf

dieses einmalige Event«, freute sich Vural Öger. Wenn es nach Gottschalk

gegangen wäre, hätte der Unternehmer und Politiker bei ihm auf

der Couch gesessen. Aber die Fernsehmacher wollten sich nicht dem

Vorwurf der Schleichwerbung aussetzen. War auch nicht nötig. Was die

über zehn Millionen Zuschauer aus der Türkei zu sehen bekamen, war

Werbung genug für das Urlaubsland.

Aus dem Rahmen fiel auch das Timing. »Wetten, dass…?« war diesmal

überpünktlich, zwei Minuten vor dem geplanten Ende fiel die Klappe.

Das mag an den eher schwachen Wetten gelegen haben. Doch vielleicht

wollte Gottschalk nur eher zur After-Show-Party ins Rixos Hotel Belek.

Dort feierte er mit seinem Bruder und vielen Stars bis drei Uhr früh.

N E W S M A K E R

1 2

3

1 Ray Webster, Chef der britischen Fluggesellschaft Easyjet, verabschiedet sich im Dezember vorzeitig aus

dem Airline-Geschäft. Ursprünglich wollte er bis 2006 an der Spitze der Billigfluglinie bleiben. Easyjet-Gründer

Stelios Haji-Ioannou kehrt in den Vorstand zurück, übernimmt aber keine Exekutiv-Aufgaben. 2 Stephan

Rissmann, Vorstandsmitglied der Arkona AG, verlässt das Unternehmen zum 1. Juni auf eigenen Wunsch. Er

will sich »einer neuen beruflichen Herausforderung« stellen, heißt es aus der Zentrale. 3 Nicole Napast-

Grübl leitet jetzt das Verkaufsbüro der The Ritz Carlton Hotel Company in Eschborn. Als Verkaufsdirektorin

ist sie für alle Verkaufs- und Marketingaktivitäten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Russland und Skandinavien

zuständig. 4 Ralf Scheffler verstärkt das Team von Rezidor SAS Hospitality. Als neuer Director Revenue

Development Germany kümmert er sich um die Ausrichtung der Hotels in Bezug auf die Vertriebskanäle

und Ratenstruktur und unterstützt die Positionierung der Gruppe. 5 Eli Ohana, ehemals Vizepräsident der Arkia

Israel Airlines und Chef des Arkia Flugdienstes, hat den Veranstalter Israel Tours & Travel gegründet.

25.5.2005 TRAVEL ONE 29

Foto: ZDF, Carmen Sauerbrei

4

57



MENSCH Privat

Jörg Rudolph, 41, Waage, verheiratet, zwei

Söhne (vier und sechs Jahre), ist seit

Anfang 2005 Senior Vice President

Marketing & Sales bei Aida Cruises. Nach

dem BWL-Studium in Münster und

anschließender Promotion entwickelt er für

drei Jahre die Konzernstrategie bei Otto.

Dann folgt sein Wechsel in die Touristik, und

Rudolph wird Bereichsleiter und später

Geschäftsführer bei BS&K First. Daran

schließen sich zwei Jahre als Geschäftsführer

bei TUI Business Travel an. Nächster

Karriereschritt ist die Position des Direktors

Neue Medien und E-Commerce bei TUI,

davon ein Jahr als Geschäftsführer bei TV

Travel Shop.

Jörg Rudolph

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Viele Reisen seit meiner Kindheit, so dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot

■ Ihr Traumurlaub?

Ski fahren, mit dem Katamaran segeln und natürlich Aida

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Einmal mit dem Katamaran um die Welt segeln

■ Drei Dinge, die Sie mitnehmen?

Ellen, Tim und Ben

■ Wo möchten Sie gerne leben?

Meine Traumstadt ist Hamburg

■ Worüber können Sie herzhaft lachen?

Über die Offenheit von Kindern und originelle Situationen in diesem Zusammenhang

■ Was ärgert Sie?

Arroganz und Unaufrichtigkeit

■ Was lesen Sie gerade?

Siegfried Lenz: »Einstein überquert die Elbe bei Hamburg«

■ Was sagen Ihre Freunde über Sie?

Verständnisvoll, ehrgeizig, sehr guter Gastgeber

■ Wo zappen Sie im Fernsehen weg?

Keine Zeit für TV

■ Was hören Sie im Auto?

Nachrichten oder Klassik

■ Ihr jüngstes Kinoerlebnis?

Ein Kinderfilm zusammen mit meinen beiden Kindern

■ Wen bewundern Sie?

Einstein

■ Wen würden Sie gerne mal treffen?

Bill Gates

■ Ihre Lebensphilosophie?

Positiv denken, viel Freude im Beruf und Privatleben haben

Nächste Woche in TRAVEL ONE: Wie neue INTERNET-TOOLS die Arbeit am Counter erleichtern

➤ Mehr als Sonne und Strand: Mit welchen Angeboten Veranstalter für die TÜRKEI werben ➤ Was BRITISH AIRWAYS

auf dem deutschen Markt erreichen will ➤ Wie NAMIBIA sich um deutsche Urlauber bemüht

30 TRAVEL ONE 25.5.2005


Nice to see you –

die Fotogalerie bei TRAVEL ONE

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