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DIE EUROPÄISCHE.

Das 8-seitige Extraheft

zum Herausnehmen

Travel Trade Press GmbH

Pf 10 07 51 · 64207 Darmstadt

PVST · DPAG · Entgelt bezahlt

E7086

www.travel-one.net

6. OKTOBER 2004 I 41. WOCHE

ONE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW

DER WOCHE

Michael Thamm will

noch mehr Schiffe

Warum aus Seetours

Aida Cruises wird ➤ 8

SALES

Carla Schäfer und die

Folgen der Nullprovision

Wie die Reisebüros

ihren Kunden das Service-

Entgelt erklären ➤ 16

DESTINATION

Dierk Berlinghoff

und der Bulgarien-Boom

Warum Rewe lieber

abseits von Gold- und

Sonnenstrand investiert ➤ 20

Ran an die Golfer!

Was Reisebüros wissen müssen, um mit Golfreisen Geld zu verdienen Produkt ➤ 10

+++ DRV tagt 2005 in Dubai ➤ 4 +++ Bahn legt Provision

fest ➤ 5 +++ Neckermann wächst bei Fernreisen

➤ 14 +++ NCL bringt zwei neue Schiffe ➤ 15 +++ HLX

sucht den Kontakt zum Counter ➤ 19 +++ Budapest

profitiert von Billigfliegern ➤ 22


Mollys

Deutschland-Trip

E-Learning ■ Die Deutsche Zentrale für Tourismus startet im

Extranet die zweite Online-Schulung für den Counter.

Deutschland ist buchbar. Kaum ein Land bietet so

attraktive Reiseangebote auf engstem Raum

Molly kennt sich aus – fröhlich führt

sie durch die virtuelle Deutschlandwelt

und zeigt Reiseprofis die Produktvielfalt

der Bundesrepublik.

Die Kuh Molly ist die Deutschland-Expertin

der Deutschen Zentrale für Tourismus

(DZT). Als virtuelle Assistentin der Online-

Schulung »Expedition Deutschland – Das Seminar

für Entdecker« aus dem Hause der

Deutschland-Werber begleitet Molly Reiseverkäufer

auf ihrem Bildungsweg. Bereits

zum zweiten Mal dreht sich im Extranet der

DZT alles um das Reiseland Deutschland. In

der neuen Runde stehen die buchbaren Produkte

im Vordergrund.

Zum Thema Erholungs-, Familien-

sowie Kultur- und Städteurlaub

weiß die schwarz-weiß-gefleckte

Assistentin allerhand zu

berichten. Molly nimmt die Schulungsteilnehmer

mit auf die virtuelle

Reise zu vielfältigen Angeboten

der wichtigsten Deutschlandveranstalter

und der Deutschen

Bahn. Sie zeigt ihnen, was

die einzelnen Bundesländer zu

bieten haben und gibt nützliche

Tipps zum Verkauf. Zwischen den

Lektionen testet die Assistentin

spielerisch das Wissen der künftigen

Deutschlandexperten.

Außerdem hält Molly eine

Überraschung bereit. Sie kann nun

auch sprechen. Der Ton kann jedoch

abgeschaltet werden. An der

Schulung ändert sich dadurch nichts. Ein

weiterer Vorteil des DZT-E-Learnings: Die

Reiseprofis können immer und überall lernen,

da die Schulung online verfügbar ist. Auch

wer zwischendurch einmal keine Zeit hat,

kann die Schulung später jederzeit fortsetzen:

Die erworbenen Punkte werden immer

zwischengespeichert und das Programm

kann später fortgeführt werden.

Jeweils am Ende der drei thematischen

Module stehen die Prüfungsfragen – und die

sollten die Teilnehmer auf jeden Fall beant-

worten. Schließlich gibt es tolle Preise zu gewinnen.

Darüber hinaus stiftet die Willy

Scharnow-Stiftung für Touristik beim erfolgreichen

Absolvieren der drei thematischen

Module eine Urkunde. Die Anmeldung ist

einfach. Sie erfolgt über das Extranet der

DZT, das Fachportal für Touristiker.

Infos im DZT-Extranet

Im Extranet erfahren Counterkräfte, was sie

für den Verkauf von Deutschlandreisen wissen

müssen. Wichtigster Bereich ist die Rubrik

»Counterinfos«.

Zu finden ist

dort alles, was

den Verkauf unterstützt:

Flyer

und Stadtpläne

sind dort ebenso

zu haben

wie Sonderdekorationen,Plakate

und Buchungskataloge

der Tourismusorganisationen

der Bundesländer.

Darüber

hinaus gibt es

Seminar- und

FACTS

Expedition Deutschland

■ Die Aufbauschulung ist unter

www.tourismus-in-deutschland.de

in das Extranet der DZT integriert

■ Die Teilnahme ist kostenlos

■ Lerninhalte: Erholungs- und

Familienurlaub sowie Kultur-

und Städtereisen

■ Verlosung von Reisegutscheinen

bei Teilnahme am Prüfungsteil

■ Urkunde der Willy Scharnow-

Stiftung

Workshop-Angebote. Und da Reiseprofis

besser beraten können, wenn sie die Ziele

selbst bereist haben, sind hier auch die Peps

aufgeführt.

Nützlich ist auch die Rubrik »Buchen Sie

Deutschland«, sie versorgt Reiseprofis mit Infos

rund um Deutschlands Buchbarkeit, darunter

Abwicklungsmodalitäten und Provisionen

sowie Adressen der Tourismusorganisationen

und der Veranstalter. Das Extranet

hilft Kundenwünsche schneller zu erfüllen.

So schnell und einfach ist Deutschland buchbar

– und Molly weist den richtigen Weg.

www.tourismus-in-deutschland.de

0180-5 67 19 20 (0,12 Euro/Minute)

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PULS

News, Facts & Trends....................................4

Alles, was die Branche bewegt

Interview der Woche ....................................8

Seetours-Präsident Michael Thamm

PRODUKT

Spezial: Golfreisen......................................10

Fachwissen bringt gute Kunden

Gute Noten für Nordafrika........................12

Marokko bietet hochwertige Golfprodukte

Neckermann feiert die Fernstrecke..........15

Der Veranstalter legt kräftig zu

SALES

Kaum Ärger bei Kunden ............................16

Erste Erfahrungen mit dem Service-Entgelt

Amadeus schafft Überblick .......................18

Neue Bildschirmmaske »Train or Plane«

DESTINATION

Mallorca am Goldstrand............................20

Bulgariens Schwarzmeerküste hat sich in

eine Party- und Kommerzmeile verwandelt

Boom-Stadt an der Donau.........................22

Budapest profitiert vom EU-Beitritt

NPD-Erfolg schadet Image ........................24

Sächsische Schweiz leidet als Reiseziel

EXIT

Relax Schnäppchen für Touristiker 26 I

TV-Tipps 27 I Impressum & Presse 28 I

Leute Köpfe & Karrieren 29 I

Mensch Eyüp Kökçe 30

BEILAGE

Die Europäische

Reiseversicherung ■ Das

8-seitige Extraheft zum

Herausnehmen !

ONE

24.08.2004 10:34 Uhr Seite 1

Die Themen der Info-Tour der EUROPÄISCHEN zum Nachlesen:

+++ Mehr Ertrag für das Reisebüro +++ Aktuelle Information zu

Produkten +++ Technische Neuerungen bei Versicherungsbuchungen

@

im Dialog

Heft 41 I 6.10.2004➤

DIESE WOCHE

Es gibt Hoffnung. Der Reisebranche gehen frische Geschäftsideen und pfiffige

Unternehmensgründer nicht aus. Das zeigt die riesige Resonanz auf

den TRAVEL ONE Gründerpreis und das ITB Gründerforum. Genau 176

kreative Köpfe tippten ihre ausführlichen Business-Pläne in das Online-

Bewerbungsformular ein. Dabei war das Zeitfenster für die Umsetzung einer Idee

in ein durchdachtes Geschäftsmodell mit zwei Monaten ziemlich knapp.

Schon die Menge

eingereichter Ideen

zeigt, dass die mittelständisch

geprägte

Touristik gute Chan-

cen hat, endlich das

Jammertal zu verlassen.

Aber Kreativität

alleine reicht nicht. Es

gehört auch der Mut

dazu, den Schritt in

die Selbstständigkeit

zu wagen und an sich

zu glauben. Ganz

nach dem Motto von

Computer-Gigant Michael

Dell: »Wenn dir

jemand erzählt, deine

Idee sei verrückt, höre

nicht auf ihn.«

Jede

Menge

Ideen

Thomas Hartung

Chefredakteur

Wir wollen mehr tun, als gut zureden. Wir wollen helfen, gute Ideen in die Tat

umzusetzen. Mit Geld, Wissen und Kontakten. Wir, das sind neben TRAVEL ONE,

die ITB, die FH Worms, die Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners,

Schirmherr Dr. Michael Otto, sechs Mentoren, die Jury und viele andere.

Doch jetzt geht es erst einmal an die Arbeit. 176 Unternehmenskonzepte

müssen studiert und beurteilt werden. Am 7. Dezember wird es dann spannend.

An diesem Tag ist Premiere für das ITB-Gründerforum auf dem Berliner Messegelände,

wo Gründer und Profis zusammentreffen. Auf dem ganztägigen

Branchen-Event präsentieren die zwölf besten Bewerber ihre Konzepte. Drei

davon werden den ersten TRAVEL ONE Gründerpreis mit nach Hause nehmen.

Gewonnen hat aber schon jetzt die gesamte Touristik. Die hohe Beteiligung an

unserem Wettbewerb beweist, dass die Branche nicht nur billig, sondern auch

wieder innovativ sein kann. Zum Glück.

Mailen Sie mir Ihre Meinung…

t.hartung@travel-one.net

Fette Beute im Netz

KOSTENLOS – TRAVEL ONE komplett zum runterladen!

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PULS

ITB wirbt im

neuen Outfit

Strategie ■ Mit neuem Design

und Werbeauftritt startet die

größte Reisemesse der Welt, die

ITB, in die Vorbereitung für

2005. Mit dem Werbeslogan

»Connecting the World of Tourism«

soll die globale Bedeutung

der Messe herausgestellt werden,

die allen Zielgruppen eine ideale

touristische Plattform bieten will.

Neu gestaltet wurden auch

die Internetseiten www.itb-ber

lin.de und www.itb-berlin.com.

Das bisherige Online-Teilnehmerverzeichnis

wurde durch den

neuen »ITB Business Guide« ersetzt.

Mitte Oktober wird außerdem

die neue Webseite www.itbmarket-trends-innovations.de

zum ITB-Kongress freigeschaltet.

Der Kongress steht unter dem

Motto »See what’s next«.

www.itb-berlin.de

LAST MINUTE

www.tourismus-in-deutschland.de GEHEIMTIPP

Gut informiert – besser verkaufen!

DIE SEITEN FÜR PROFIS

Büchy macht den Deckel zu

DB ■ »Das Thema Provision ist

abgeschlossen«, sagt Bahn-Vertriebschef

Jürgen Büchy. Bis um

halb elf habe er am Vorabend

noch mit dem Bahnausschuss um

DRV-Vize Hans Doldi verhandelt.

Laut Büchy spart die Bahn im

Reisebürovertrieb statt der ursprünglich

angepeilten 30 Prozent

nur 25 Prozent der Kosten

ein. Den durchschnittlichen Provisionssatz,

den die Agenten nach

Orbitz ■ Die Cendant Corporation, Eigentümer des CRS Galileo, will

das amerikanische Online-Reiseportal Orbitz für rund eine Milliarde

Euro kaufen. Bislang gehörte das Portal den Fluggesellschaften American,

Continental, Northwest, Delta und United. +++

TUI ■ Durch eine Kooperation mit dem Ticketvermarkter CTS Eventim

können die 1.380 TLT-Reisebüros von November an Tickets für jährlich

rund 70.000 Veranstaltungen verkaufen. +++

P&O ■ Die Reederei reduziert im westlichen Ärmelkanal die Zahl der

Schiffe von sechs auf eins. Die Fährdienste nach Portsmouth werden

eingestellt. Zwischen Calais und Dover verkehren künftig nur noch

sechs statt sieben Schiffe. +++

Eurodisney ■ Kein Aus für den französischen Freizeitpark: Das Unternehmen

einigte sich mit seinen Gläubigern auf Umschuldung. +++

Täglich aktuelle News…

www.travel-one.net

Standort-

Bonus

Bahnhof:

3%

Großkd./Fimenabo

Grundprov.: 3%

Agentur-Modul

ODER

Standort-

Bonus

Flächenpräsenz:

2%

Plus

Plus

Basismodul

ODER

ODER

Angebots-Modul

Gruppen-Bonus: 2%

Bahn-Tix-Bonus: 2%

1.Klasse-Bonus: 3%

Deutschland

MEHR ERLEBEN!

Volumen-

Bonus

Premium*-

Ladengeschäft:

2%

Grundprovision:

6%

* ab 25.000€

Monatsumsatz

Bahn-Provision

2005

Provisionssäule

»Fix«

Angebote mit Festprovision

DB-Autozug,

DB-Nachtzug etc: 7%

Reservierungen: 7%

Auslandstickets: 7%

Schulfahrten: 7%

Verbund: 5%

dem neuen Modell erreichen, beziffert

er auf 7,5 bis acht Prozent.

»In unserem eigenen Vertrieb

können wir mit dieser Vergütung

kostendeckend arbeiten«, sagt

Büchy. Deshalb gehe er davon

aus, dass der Fahrkartenverkauf

auch für die meisten Reisebüros

weiterhin rentabel sei. Auf »maximal

zehn bis 15 Prozent«

schätzt er den Anteil der Agenturen,

die ihre DB-Lizenz abgeben.

Tagung ■ Branchen-Gespräche

mit Wüstenflair: Die DRV-Jahrestagung

soll nächstes Jahr in Dubai

ausgerichtet werden. Vom 12. bis

16. Oktober soll das Emirat Gastgeber

für die Leitveranstaltung

des Verbandes sein. Mit dieser

Entscheidung würdigt der DRV

die Investitionen in die Zukunft

des Tourismus am Arabischen

Provisionssäule

»Sonstiges«

Sonstige Vergütung

BahnCard-Abo: 5%

Gutscheine: 5%

Erstattung: 15€ incl. MwSt.

Damit könne er leben. Für den

Fortbestand des Verkaufs in der

Fläche habe man über den Standort-Bonus

für Bahnhofsbüros und

Agenturen mit einer Alleinstellung

im Ort Sorge getragen.

Das glaubt Doldi nicht. Auch

das mehrfach nachgebesserte Angebot

sei nicht ausreichend. Die

»drastische Senkung« der Provision

werde dazu führen, »dass

viele Reisebüros den Fahrscheinverkauf

einstellen«.

www.drv.de

Dubai: Grandiose Kulisse für die Tagung des Branchenverbandes

DRV trifft sich in Dubai

Golf, sagt Hauptgeschäftsführer

Dr. Jochen Martin. Zudem gebe

es einen rasanten Gästezuwachs

aus dem deutschen Markt.

Im Jahr 2003 gab es 156.000

deutsche Hotelgäste in Dubai, im

ersten Halbjahr dieses Jahres waren

es 122.000. Das ist ein Plus

von 67 Prozent gegenüber dem

selben Zeitraum des Vorjahres.

4 TRAVEL ONE 6.10.2004


Flyloco fliegt mit Condor

Lameyer will mit Flyloco neue

Kundenkreise ansprechen

Kooperation ■ Die L’Tur-Marke

Flyloco nimmt zehn Flugziele der

Condor in ihr Programm auf und

erweitert damit die Angebotspalette

um vier Fernreise-Destinationen.

Der Schwerpunkt der

Condor-Kapazitäten, die über die

Flyloco-Homepage angeboten

und mit Hotelaufenthalten verknüpft

werden, liegt auf den Kanarischen

Inseln, den USA, den

Arosa: Nein

zum Rhein

Fluss-Kreuzfahrt ■ Auf dem

Rhein und dem Main werden in

absehbarer Zeit nun doch keine

Arosa-Schiffe fahren. Die Arkona

AG, Mutter der Arosa Flussschiff

GmbH, hat sich von den Plänen

verabschiedet, von 2006 an

Kreuzfahrten auf den beiden Flüssen

anzubieten und hierfür zwei

Schiffe bauen zu lassen.

Mehr Potenzial als auf Rhein

und Main sieht das Unternehmen

auf der Wolga. Doch verschiebt

Arkona den Eintritt in den russischen

Markt um ein Jahr. Nicht

2006 wie geplant, sondern erst

2007 sollen Kreuzfahrten auf der

Wolga angeboten werden. Als

Grund für die Verzögerung nennt

das Unternehmen die schwierigen

Gesprächsbedingungen in

Russland.

www.arosa.de

6.10.2004 TRAVEL ONE

Seychellen, der Dominikanischen

Republik und Kuba. Im Nahbereich

konzentriert sich die Kooperation

auf die Condor-Ziele Mallorca,

Valencia und Málaga.

Achim Lameyer, der den Einzelplatzverkauf

der Condor leitet,

sieht in der Zusammenarbeit mit

dem Internetportal ein »weiteres

Standbein im Vertrieb«. Die Bereitstellung

von Einzelplatzkontingenten

über den virtuellen

Lowcost-Veranstalter spreche

neue Kundenkreise an, vermutet

Lameyer.

Für L’Tur-Vorstand Markus

Orth steht der Ausbau der Flugstrecken

im Vordergrund. Die Kooperation

mit dem Ferienflieger

erweitere das Angebot von Flyloco

beträchtlich und ermögliche

nun auch die Vermarktung von

Hotelkontingenten in wichtigen

Fernreisezielen.

www.flyloco.com

Menkel: »Es gibt keine einheitliche

Lösung, das ist nicht gut«

SIA zieht

doch nach

Nullprovision ■ Zum 1. April

2005 führt Singapore Airlines die

Nullprovision ein. Noch im Mai

hat Deutschland-Chef Eric Lepleux

bekräftigt, man werde an

der prozentualen Provision für

die Reisebüros festhalten. Doch

das ist Schnee von gestern. Mitt-

Neuer Chef

bei Sixt

Vertrieb ■ Wechsel im Vorstandsressort

Vertrieb der Sixt

AG. Hans-Norbert Topp ist seit 1.

Oktober neuer Vertriebsvorstand

des Autovermieters. Sein Vorgänger

Hans-Ulrich Sachenbacher

verabschiedet sich nach zweieinhalb

Jahren und kümmert sich

künftig als geschäftsführender

Gesellschafter um die Corporate

World GmbH. Dazu übernimmt

er die 50-Prozent-Beteiligung von

Sixt an dem Online-Travel-Management-System.

Der neue Vertriebschef

kommt nicht aus der Reisebranche.

Zuletzt war er kaufmännischer

Geschäftsführer der SULO-

Gruppe in Herford, eines international

agierenden Entsorgungsunternehmens

mit rund 700

Millionen Euro Umsatz.

www.e-sixt.com

lerweile habe sich eine große Anzahl

von Airlines dazu entschlossen,

den Handelsvertreterstatus

aufzukündigen, man komme

nicht umhin, diesen Schritt nachzuvollziehen,

begründet die Airline

den Kurswechsel.

»Es gibt keine einheitliche

Lösung für den Markt, das ist

nicht gut«, bringt es Marketing-

Direktor Peter Menkel auf den

Punkt. Für die Reisebüros sei es

problematisch, den Kunden zu

erklären, warum sie für die eine

Fluggesellschaft ein Vermittlungsentgelt

nehmen und für die andere

nicht. Deshalb hätten viele

Agenturen auch für SIA-Flüge ein

Entgelt berechnet.

Bis Ende Oktober haben die

Reisebüros Gelegenheit, den neuen

SIA-Vertrag zu unterschreiben.

»Selbstverständlich werden

wir auch weiterhin bestrebt sein,

auf die Erfordernisse der Reisebüros

für eine gute Zusammenarbeit

einzugehen«, verspricht Menkel.

www.singaporeair.com

MSC

Kreuzfahrten

– die erste Wahl

Der Winter

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Karibik und Panamakanal

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Internet: www.msc-kreuzfahrten.de



INTERVIEW DER WOCHE Michael Thamm

Wann kommt die nächste

Aida, HERR THAMM?

Seit Richard Vogel das Unternehmen

verlassen hat, sind Sie nicht nur Präsident

von Seetours, sondern führen auch

den Bereich Sales und Marketing. Wollen

Sie beide Jobs dauerhaft ausüben?

■ Nein, aber im Moment funktioniert die

Kombination der Aufgabenbereiche ganz gut.

Aida war immer ein Teamprodukt und so

wird es auch bleiben. Ich rechne damit, dass

wir Anfang nächsten Jahres einen neuen Kollegen

für den Bereich Vertrieb und Marketing

präsentieren werden.

Der wird dann nicht mehr Seetours, sondern

Aida Cruises vermarkten. Wäre es

nicht sinnvoller, in andere Dinge als den

neuen Markennamen zu investieren?

■ Aida verfügt über einen gestützten Bekanntheitsgrad

von 80 Prozent, Seetours ist

dagegen außerhalb der Branche relativ unbekannt.

Es handelt sich also nicht um einen

teuren Relaunch, sondern um die konsequente

Umsetzung der Einmarken-Strategie, die

wir im vergangenen Jahr beschlossen haben.

Die Aida-Schiffe fahren künftig unter italienischer

Flagge und Aida Cruises operiert

dann als »deutsche Sektion von

Costa Crociere«. Wie groß sind Ihre Entscheidungsspielräume

eigentlich noch?

■ Der Erfolg unserer Mut-

ter Carnival Cruises basiert

auf der Stärke der einzelnen

Marken und ihrer Verankerung

in den nationalen

Märkten. Das drückt

sich in der Firmenphilosophie

aus. Wir tauschen

innerhalb des Konzerns Erfahrungen

aus, agieren

aber völlig eigenständig.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit

mit der

Schwester Costa?

■ Hinter dem Vorhang arbeiten

wir zusammen,

aber natürlich sind wir

auch Wettbewerber, sowohl

im Markt als auch im

FACTS

Aus Seetours

wird Aida Cruises

Von November an firmiert die

Tochter der Carnival Corporation

als »German Branche of

Costa Crociere S.p.A.« unter

Aida Cruises. Die vier Aida-

Clubschiffe fahren dann unter

italienischer Flagge.

Im Sommer 2005 kreuzen Aida

cara und Aida blu in der Ostsee,

Aida vita (ab Palma) und

Aida aura (ab Kreta) im Mittelmeer.

Aida Cruises dürfte 2004

mit vier Schiffen rund 360

Millionen Euro umsetzen.

»Wir tauschen

uns aus, aber

wir agieren

eigenständig«

Michael Thamm (41)

steht seit Juni an

der Unternehmensspitze

von Seetours

Konzern. Investitionen fließen schließlich immer

dahin, wo die beste Rendite winkt.

Apropos Investitionen – wann kommt

die nächste Aida?

■ Da wird sicher etwas passieren, denn es ist

jetzt schon absehbar, dass wir an Kapazitätsgrenzen

stoßen. Mehr

kann ich dazu im Augenblick

noch nicht sagen.

Ein Neubau?

■ Vermutlich. Der Ansatz,

unsere Schiffe selbst zu

entwickeln, hat sich bewährt.

Sie lassen im nächsten

Jahr erstmals zwei Schiffe

auf der Ostsee fahren?

Ist das nach dem

verregneten Sommer

nicht sehr mutig?

■ Die »Aida blu« fährt seit

2002 sehr erfolgreich in

der Ostsee. Für Kunden,

die zum ersten Mal aufs

Schiff gehen – immerhin zwei Drittel unserer

Gäste – sind Reisen von Deutschland aus sehr

attraktiv. Deshalb setzen wir hier im Sommer

zusätzlich die »Aida cara« ein.

Im Vertrieb herrscht Unruhe wegen der

neuen Agenturverträge...

■ Wirklich? Wir machen 90 Prozent des Geschäftes

über Reisebüros, zahlen durchschnittlich

zwölf Prozent Provision und bieten

viele Incentives. Angesichts dieser Fakten

sind wir doch ein attraktiver Partner.

Die Klagen betreffen vor allem die Nutzung

Ihrer Markenzeichen im Internet.

■ Wir unterstützen Reisebüros, die neue

Wege gehen, aber wir werden die Hoheit über

unsere geschützten Markenzeichen und unsere

Preise nicht aufgeben. Wenn ein Reisebüro

Aida-Angebote zum Festpreis bei Ebay

platziert, habe ich nichts dagegen. Wenn

Aida-Reisen dort in der Auktion versteigert

werden, hört der Spaß allerdings auf.

Das Interview führte Christian Schmicke

Mailen Sie uns Ihre Meinung…

c.schmicke@travel-one.net

8 TRAVEL ONE 6.10.2004


Liebe Konkurrenz,

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Preisvorteil



PRODUKT Golfreisen

»Wenn der Expedient

sich ein wenig mit der Materie

auskennt, hat er den Golfer

ruckzuck gefangen«

Reinhard Icke

Thomas Cook Reisen

Ran an die

Einsteiger

Beratung ■ Golfreisen sind ein ganz spezielles Produkt.

Doch wer die erste »Hürde« genommen hat und informiert ist,

kann sich über ein einträgliches Geschäft freuen.

Die Golfer – das ist eine Spezies für sich.

Sie waren es immer und werden es aller

Wahrscheinlichkeit nach auch bleiben.

Ehemals als snobistische und elitäre Gemeinschaft

verschrien, lässt sich die passende

Schublade nicht mehr so leicht ausmachen.

Immer mehr Bundesbürger frönen ihrem neuen

Hobby, dem Golfsport. Aus ehemals passionierten,

mit Vorliebe in der Kneipe sitzenden

Hobbyfußballern, werden quasi über Nacht

Menschen mit Frischluftfaible und dem Hang,

sich stundenlang in einem dem Nichtgolfer

fremden Vokabular der Fachsimpelei hinzugeben.

Doch auch sie können verstanden werden.

Mittels passender Anleitung entpuppt

sich der Golfer als einträglicher Kunde.

Die großen Veranstalter nehmen die Golfer

schon lange ins Visier und versuchen über

Weiterbildungsmaßnahmen auch den Counter

zu begeistern. »Das Interesse ist vorhanden. Es

gibt aber immer noch Vorurteile und die Chance,

neue Umsatzpotenziale zu erschließen, ist

noch nicht überall im Vertrieb erkannt«, analysiert

TUI-Produktmanager Andreas Castdorff.

»Man muss den Vertrieb sensibilisieren. Golf

ist längst kein abstraktes Hobby mehr«, ergänzt

Jürgen Seitner, Marketingdirektor von

Prima Tours. Voraussetzung, um das Produkt

verkaufen zu können, sei jedoch das Wissen

um den Fachjargon.

Und so versucht

TUI, Expedienten

das Produkt mit eintägigen

Schulungen

und Famtrips näher

zu bringen. Auch

Dertour lockt seit

diesem Sommer mit

Schnupperkursen

für Expedienten,

und Olimar widmet

sich in speziellen Seminaren

dem Thema Golf. Daneben warten

Kooperationen wie RTK und LCC jeweils gemeinsam

mit Partnern mit weiteren Schulungsangeboten

auf. Ein Ende ist nicht absehbar.

Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Veranstalter

überlegen, wie sie das Fachwissen noch

besser anbringen. So feilt etwa Thomas Cook

Reisen derzeit an einem Schulungskonzept

und auch Sportscheck Reisen denkt über neue

Informationsformen für Reisebüromitarbeiter

nach.

Sport-Scheck-Chef Alexander Will sieht in

der Beratung von Golf-Einsteigern eine echte

Chance für Reisebüros, die sich noch nicht spezialisiert

haben: »Der fortgeschrittene Golfer

hat so viel Vorkenntnisse, dass er sofort merkt,

ob sein Gegenüber Erfahrung hat oder nicht.«

Deshalb sollten sich nicht golfende Reiseprofis

10 TRAVEL ONE 6.10.2004


eher an die Einsteiger halten.

»Genau das ist die

Chance. Aber der Einsteiger

muss geführt werden

können. Wenn man dann

mit den Frischlingen Erfahrungen

gesammelt hat,

können Agenten den

Schritt zu den Fortgeschrittenen

machen«, erläutert

Will. Spätestens

Will: Nicht spezialisierte dann sollte der Verkäufer

genturen sollten Einsteiger selbst spielen.

ins Visier nehmen Auch Reinhard Icke,

Leiter Touristik bei Thomas

Cook Reisen, weiß, dass sich der golfende

Kunde durch ein hohes Fachwissen auszeichnet

und auch gerne darüber redet. »Wenn der

Expedient sich nur ein wenig mit der Materie

auskennt und sich mit den Fachausdrücken

auseinander gesetzt hat, hat er den Golfer

ruckzuck gefangen.« Um die Scheu vor dem

Produkt zu verlieren empfiehlt er, die unklaren

Begriffe im Katalog des Veranstalters zu sammeln

und sich dann an die Service-Hotline zu

wenden. »Die Mitarbeiter helfen gerne und

steigen in die Beratung ein, wenn der Expedient

nicht weiterkommt«, weiß Icke. Und

auch Dertour-Managerin Katrin Nehlsen bestä-

tigt: »Das ist kein Hexenwerk. Man muss sich,

wie bei allem, nur damit beschäftigen.«

Manfred Thomas, der bei Olimar das Produkt

Golfreisen verantwortet, reist bereits seit

sechs Jahren durch die Republik und unterweist

Reisebüropartner in Theorie und Praxis.

Auch er weiß: »Golfer wollen reden«. Deshalb

sei das Fachwissen im Alltag auch so wichtig.

»Der Kunde ist eigentlich leicht. Wenn es kein

Anfänger ist, weiß er in der Regel was er will

und wohin er will«, sagt Thomas.

Tipps für den Counter halten die Veranstalter,

unabhängig ob Spezialist oder Anbieter von

Kreuzfahrten, jede Menge bereit. Einen Golfer

interessierten Handicap-Begrenzung, Greenfee,

Startzeiten und deren Reservierung sowie

Transfers. Zudem will er wissen, ob für die

nichtgolfende Begleitung ein Ausweichprogramm

angeboten wird. Sport-Scheck-Mann

Will rät dazu, sich auf jeden Fall mit dem komplizierten

deutschen System auseinanderzusetzten.

»Nicht jeder, der im Ausland seine

Platzerlaubnis erwirbt, hat damit automatisch

das Recht auch auf deutschen Plätzen zu spielen«,

erläutert er das Prozedere. »Da muss man

wissen, welche Platzerlaubnis hier anerkannt

wird.« Yannick Fiedler

KLEINES GOLF ABC FÜR EINSTEIGER

Abschlag ■ Als Abschlag bezeichnet man den Ort, an dem das zu spielende Loch beginnt.

Golfer nennen die zumeist erhöhte Rasenfläche auch »Tee«

Birdie ■ Für jedes Loch gibt es bestimmte Vorgaben (Par, siehe unten). Mit dieser Anzahl von

Schlägen sollte das Loch gespielt werden. Bleibt der Spieler einen Schlag darunter, nennt sich das

Birdie.

Caddie ■ Ein Caddie trägt die Golftasche. Er kennt den Platz und berät bei der Auswahl der passenden

Schläger (je nach Entfernung werden verschiedene Schläger benutzt).

Driving Range ■ Der Übungsplatz. Dort werden unter anderem Stunden gegeben.

Flight ■ Spielen zwei oder drei Golfer zusammen, bilden sie einen Flight. Maximal dürfen vier

Spieler gemeinsam über den Platz laufen.

Greenfee ■ Eine Nutzungsgebühr für den Golfplatz. Muss von Spielern bezahlt werden, die

dem betreffenden Golfclub nicht angehören

Handicap ■ Wird auch als Vorgabe bezeichnet. Das Handicap sagt etwas über die Spielstärke

des Golfers aus. Je niedriger es ist, desto besser ist der Spieler.

Par ■ Par sagt dem Golfer in wie vielen Schlägen er idealerweise das Loch absolvieren soll. Es

gibt drei Möglichkeiten: Par drei, Par vier und Par fünf.

Platzerlaubnis (PE) ■ Auch Platzreife. Ohne sie darf der Anfänger nicht auf den Golfplatz. Um

diese zu bekommen muss eine theoretische (Golf- und Etikette-Regeln) und praktische Prüfung

vor dem Golflehrer abgelegt werden.

Platzstandard ■ Der Platzstandard ergibt sich aus der Länge aller Spielbahnen und liegt gewöhnlich

zwischen 68 und 74 Schlägen.

Professional ■ Auch Pro genannt. Englischer Begriff für Berufsspieler oder Golflehrer.

Tee-Time ■ Abschlagszeit. Die Uhrzeit, an der die Spieler am ersten Abschlag die

Golfrunde beginnen.

Trolley ■ Golfwagen auch Caddie-Cart genannt, auf dem die Golftaschen (Bags) über den Platz

gezogen werden.

6.10.2004 TRAVEL ONE

www.fdg.de



PRODUKT Golfreisen Mix

Türkei

legt zu

Golf ■ TUI bietet Golfern im

Winter Kuba, La Gomera und

Sharm el Sheik als neue Ziele.

Parallel dazu haben die Hannoveraner

den erdgebundenen Bereich

ausgedünnt. »Wir merkten,

dass im Wettbewerb der golfspezifischen

Hotels der Reisebürovertrieb

dem Direktvertrieb

unterlegen ist«, sagt Produktmanager

Andreas Castdorff. Dennoch

habe sich TUI mit dem Golfprodukt

im vergangenem Jahr

zum Marktführer in Deutschland

und Österreich entwickelt.

Besonders gut gebucht seien

Tunesien, Türkei und Ägypten.

»Die Türkei wird noch stark wachsen.

Es gibt dort zur Zeit zu wenige

Plätze. Doch bis 2006/2007

sind vier weitere fertig gestellt«,

prognostiziert Castorff.

www.tui-golf.de

Neu für badefreudige

Naturliebhaber!

Marrakesch zählt zu den Top-

Zielen von Pro Golf Reisen

Riva Zena, das familienfreundliche

fünf-Sterne Hotel direkt am Strand in

traumhafter Landschaft in Kemer

an der Türkischen Riviera. www.rivahotels.de

Gute Noten für Nordafrika

Pro Golf Reisen ■ Alfred Geldmacher

hat das getan, wovon viele

träumen: Er hat sein Hobby

zum Beruf gemacht, leitet den

Golfreisenveranstalter Pro Golf

Reisen und weiß über aktuelle

Trends Bescheid.

»Marokko und Tunesien erholen

sich langsam wieder«, freut

sich Geldmacher, der die Maghrebländer

gerne anbietet: »Die

Produkte in Tunesien eignen sich

besonders gut für preissensible

Kunden«, erzählt er. »Marokko

hat darüber hinaus ein besonders

hochwertiges Golfprodukt: »Die

Golfplätze in Marrakesch sind

mit den Courses in Dubai zu vergleichen.«

Schade findet er, dass

sich die beiden Länder zu wenig

um Kundschaft bemühten. »Weder

Tunesien noch Marokko haben

eine aktuelle Golfbroschüre«,

moniert er.

Mit dem Leverkusener Profi

verreisen im Jahr knapp 3.000

Kreuzfahrten ■ Auf der Aida

cara, der Aida vita und der Aida

aura hat sich der Golfsport zur beliebten

Freizeitbeschäftigung gemausert.

Dem will der Clubschiffspezialist

im Sommer Rechnung

tragen und bringt eine neue Broschüre

zum Thema heraus.

Das Unternehmen wolle das

Angebot mehr in den Vordergrund

rücken und gezielt Golfer

ansprechen, heißt es aus dem

Hause Seetours. Zudem will der

Anbieter Reisebüromitarbeiter

besser mit dem Thema vertraut

machen. Das Heft sei so konzipiert,

dass auch Greenhorns das

Angebot gut an den Kunden bringen

könnten. Hilfreich für den

Verkauf sei auch die Liste mit den

wichtigsten Begriffen.

Neu im Sommerprogramm

sind die Golfpakete. Anfänger

können auf den Schiffen zwischen

vier Paketen auswählen,

etwa zwischen einem Schnupper-

Golfer. »80 Prozent buchen im

Winter mit uns«, berichtet Geldmacher,

davon 98 Prozent über

das Telefon.

Geldmacher: Nordafrika eignet

sich zum Golf spielen

Beliebte Winterziele seien nach

wie vor Agypten und Spanien,

mit der Costa de la Luz, die der

Costa del Sol den Rang abgelaufen

hat. Newcomer ist Zypern.

www.progolf-reisen.de

Aida wirbt um Golfer

kurs an Bord im Simulator oder

an Land. Fortgeschrittenen stehen

drei Pakete zur Auswahl.

Zum Standard auf See gehören

ein Putting Green, ein Golfsimulator

sowie die Driving Cages.

Um einen korrekten Schwung

kümmert sich der Golflehrer.

Übung macht den Meister: Auf

hoher See geht es in den Simulator

www.aida.de

TRAVEL ONE 6.10.2004


Vier Runden Golf auf zwei Plätzen sind Kern des Golfturniers

Dertour-Turnier auf Zypern

Winter ■ »Wir liegen im Plus.«

Mit dem aktuellen Buchungsstand

für ihr Golfprodukt ist Dertour-Managerin

Katrin Nehlsen

zufrieden. Zu den Gewinnern der

Wintersaison zählen Dubai, als

hochwertiges Reiseziel, sowie die

Türkei, Marokko und Spanien.

Das gute Ergebnis führt Nehlsen

unter anderem auf die Pakete zurück,

die verstärkt für den Winter

geschnürt wurden. »Der Golfurlaub

wird dadurch oft günstiger«,

weiß Nehlsen.

Der Frankfurter Bausteinspezialist

bietet im Winter erstmals

eine Turnierreise nach Zypern an.

1 Katalog:

Wohlfühlurlaub

An Land und auf Flüssen.

Sie können den neuen

A-ROSA Katalog 2005

ab sofort bestellen über INFOX

(über AMADEUS-TOMA, Veranstalter:

Kata oder www.infox.de).

Golfer spielen dort vier Runden

auf zwei Plätzen. Wenn es von

den Teilnehmern gewünscht

wird, sind alle Wettspiele vorgabewirksam.

Die Transfers vom

Hotel zum Golfplatz sind ebenfalls

organisiert. Turnierreisen

können auch nach Dubai und

Ägypten gebucht werden.

Zudem hat der Anbieter seine

Angebotspalette um den 18-

Loch-Meisterschaftsplatz des

Sechs-Sterne-Hotels Lémuria Resort

of Praslin auf den Seychellen

erweitert. Die Greenfees sind inklusive.

Neu ist auch die »Autotour

durch Andalusien«.

Olimar golft in der Türkei

Neue Ziele ■ Der Kölner Veranstalter

zählt in puncto Golfkatalog

zu den alten Hasen. Seit zwölf

Jahren bündelt Olimar Golfpakete

für Portugal und Spanien.

Jetzt wagt sich der Anbieter

auf neues Terrain. »Von November

an bieten wir zum ersten Mal

Zypern und die Türkei an«, sagt

Manfred Thomas, bei Olimar für

Olimar baut die Palette

der Golfziele aus

Golfreisen verantwortlich. Im

Angebot sind vier Plätze im türkischen

Belek sowie drei Courses

auf Zypern.

Die erste Bilanz kann sich sehen

lassen: »Die Türkei läuft sehr

gut. Vor allem das Gruppengeschäft.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

ist dort hervorragend«, argumentiert

er. Für Zypern verlaufe

die Nachfrage dagegen eher zögernd.

Doch sei sie vorhanden.

»Das ist normal. Die Preise sind

dort etwas höher«, erläutert er

die Zurückhaltung. Erfolgversprechend

lasse sich auch Portugal

an. »Die Greenfees sind dort wieder

günstiger geworden. Wir geben

die Preise an unsere Kunden

weiter.«

Im Winter 2004 reisten rund

5.000 Golfer mit Olimar. »Es waren

schon mal mehr«, sagt Thomas,

»doch es zieht wieder an.«

www.olimar.de

Alles in einem Katalog:

A-ROSA Land

• Wohlfühlurlaub in exklusiven Resorts

• freie Anreisetage

• Tagespreise ab € 109,–

• Wochenend-Specials

A-ROSA Flussschiffe

• neue Themenreisen und Kurztrips

auf der Donau

• jetzt auch neu auf der Rhône/Saône

Sie werden sehen – über den

A-ROSA Wohlfühlurlaub können Sie

Ihren Kunden viel Neues erzählen.

Information unter Tel. 01 80 33 - 2 76 72 * (018033-AROSA *), buchbar über TOMA/MERLIN · www.a-rosa.de

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PRODUKT Mix

MOMENT MAL…

Des Pudels

Kern

Das muss man sich auf der

Zunge zergehen lassen. Da

will Karstadt/Quelle das Geschäft

radikal eindampfen und

77 Warenhäuser abgeben –

und Thomas Cook zählt weiterhin

zum »Kerngeschäft«!

Wichtiger als die Erkenntnis,

was man alles mit dem Begriff

Kerngeschäft anstellen

kann, sind die Schlussfolgerungen,

die das Festhalten des

Einzelhandelskonzerns an der

Cook Beteiligung zulässt.

Einerseits wissen die Karstadt-Manager

natürlich, dass

man mit dem Verkauf eines

integrierten Tourismuskonzerns,

der noch in der Sanierungsphase

steckt, nicht viel

Geld verdienen kann. Andererseits

zeigt die anhaltende

Treue des Handelsriesen zur

Touristik-Tochter aber auch,

dass Karstadt-Quelle-Vorstand

Christoph Achenbach den

Oberurselern zutraut, bald

wieder Gewinn einzufahren.

Vermutlich ist das

ein zuverlässigeres

positives Signal als

der Optimismus,

den der Cook-Vorstand

selbst verbreitet.

Christian Schmicke

stellv. Chefredakteur

c.schmicke@travel-one.net

Fernreisen laufen gut

Neckermann ■ Eigentlich assoziert

man die wichtigste Veranstaltermarke

des Thomas Cook

Konzerns eher mit Mallorca als

mit den Malediven. Aber der

Fernreisemarkt scheint den

Neckermännern zunehmend

Die Hurrikan-Schäden im neuen Neckermann-Ziel

Grenada sollen bis November behoben sein

UPDATES

■ Ibero Tours hat zum ersten Mal

einen Portugal-Katalog veröffentlicht.

Die Ganzjahres-Broschüre

»Portugal à la carte« umfasst Posadas,

Städtereisen nach Porto und

Lissabon, Badehotels an der Algarve

und Mietwagen-Rundreisen.

Außerdem im Programm sind

Rundreisen, die die spanischen Paradores

mit den portugiesischen

Pousadas kombinieren.

■ »Litera-Touren« nach Osteuropa

bilden einen neuen Schwerpunkt

im aktuellen Programm des Studien-

und Naturreiseveranstalters

Determann & Kreienkamp Touristik

(DUK). Sie sollen den Reisenden

Städte und Regionen aus besonderen

Blickwinkeln näher bringen,

etwa auf den Spuren Tolstojs

oder Puschkins in Russland.

■ Nazar Holiday hat eine Extra-

Broschüre mit »Sommer Highlights

2005« aufgelegt. Enthalten sind

drei Hotels an der türkischen Rivie-

Freude zu bereiten. »Wir sind die

stärkste Marke auf Kuba, den

Kapverden, den Malediven, Sri

Lanka, in Kenia, Venezuela und

Vietnam«, sagt Fernreise-Direktorin

Stefanie Berk. Für die Wintersaison

lägen die Fernreisen

gegenüber dem

Vorjahr um 25 Prozent

im Plus. Angaben

über den Anteil

von Neckermann

am Gesamtmarkt

der Fernreisen,

den sie auf

rund 1,2 Milionen

Gäste im Jahr

schätzt, will sie

nicht machen.

Der Veranstalter

hat nach Angaben

von Konzernvorstand

Dr. Peter

Fankhauser in der

Sommersaison ein

Gäste- und Um-

ra, die bis zum 15. November zu

Spezialpreisen buchbar sind.

■ Geführte Gruppenreisen ergänzen

erstmals das Programm von

Ameropa. Der Ganzjahres-Katalog

»Gemeinsam reisen – mehr erleben«

enthält Reisen in Sonderzügen

und per Schiff, kombiniert mit

Ausflügen, Rundfahrten und Essen

in ausgewählten Restaurants.

■ Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres

haben die Romantik

Hotels & Restaurants vierzehn

Berk: Starker Euro steigert

Nachfrage nach Dollar-Zielen

satzplus von sechs Prozent erreicht.

Von Anfang April bis Ende

September seien 2,6 Millionen

Gäste mit Neckermann gereist.

Die höchsten Zuwächse habe

man auf der Mittelstrecke in

Ägypten und der Türkei, auf der

Fernstrecke in Kenia, Thailand,

den USA, auf den Malediven und

in der Dominikanischen Republik

erreicht. Rückläufig sei die Zahl

der Reisen mit Auto und Bahn.

www.neckermann-reisen.de

■ Die »Island Sun« lichtet im April

in Port Louis auf Mauritius den Anker.

Auf ihrem Weg nach Travemünde

passiert sie die Seychellen, den

Suez-Kanal, Kreta, Sardinien, Mallorca

und Lissabon, im Oktober

geht es auf gleicher Route zurück

nach Mauritius. Teilstrecken sind ab

sofort bei Dertour buchbar.

neue Hotels aufgenommen. Darunter

sind ein Haus in Belgien sowie

je zwei Hotels in Frankreich

und Ungarn und drei in der

Schweiz. In Deutschland ergänzen

fünf neue Häuser das Portfolio.

■ Der Steigenberger-Winterkatalog

offeriert rund 140 Ferienmöglichkeiten

in Deutschland, Österreich,

der Schweiz, den Niederlanden

und Ägypten. Für Städtereisende

gibt es »Citytours«, außerdem

wurden die Wochenend- und Wellness-Programme

erweitert.

14 TRAVEL ONE 6.10.2004


NCL legt an Fahrt zu

Kreuzfahrt ■ Michael Zengerle,

Chef der kontinetaleuropäischen

Sektion von Norwegian Cruise

Line (NCL), lässt sich erstmals in

die Karten blicken. Rund 20.000

Europäer vom Festland, verrät er,

haben sich 2004 bei NCL eingeschifft.

Damit legte die Reederei

um 50 Prozent zu.

Grund für die wachsende Resonanz:

Die zusätzlichen Vertriebs-

und Marketingmaßnahmen,

so Zengerle. Er will 2005

das Ergebnis um weitere 30 Prozent

steigern und setzt daher auf

eine stärkere Kooperation mit

Reisebüros und Veranstaltern.

Ein Anreiz für die Reisebüros

sollen etwa die zehn Prozent Provision

sein, die NCL auf alle Flüge

zahlt. Zudem verspricht sich

Zengerle von dem neuen Online-

Buchungssystem – es wurde vor

wenigen Tagen freigeschaltet –

eine Erleichterung des Reservierungsprozesses.

Viking

verdient

Flussreise ■ Mit 2004 zufrieden,

für 2005 euphorisch – diese

Bilanz zieht Guido Laukamp

angesichts des aktuellen Buchungsstandes.

Denn der Vice

President von Viking Flusskreuzfahrten

geht davon aus, dass Viking

trotz der in diesem Jahr

stagnierenden Gästezahlen

2005 weitere Marktanteile gewinnen

wird.

Rund 47.000 Europäer

(26.000 Deutsche) buchten 2004

eine Viking-Flusskreuzfahrt. Hinzu

kommen 35.000 US-Amerikaner

(plus 9,3 Prozent). Der Umsatz

liegt bei 132 Millionen Euro.

Damit verzeichnet der Spezialist

nicht nur ein Plus von 20 Prozent.

Laukamp prognostiziert,

»2004 mit einem netten, kleinen

Gewinn abzuschließen« .

www.vikingrivercruises.com

6.10.2004 TRAVEL ONE

2005 stellt NCL zwei neue Kreuzer

in Dienst, für Hawaii und die

Ostsee. Erstmals wird ein NCL-

Schiffe in Warnemünde ablegen.

www.ncl.de NCL bietet 2005 vier unterschiedliche Hawaii-Kreuzfahrten an

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8366



SALES Service-Entgelt

Kaum Ärger

bei Kunden

Nullprovision ■ Seit dem 1. September arbeiten Reisebüros

mit Vermittlungs-Entgelten. Bislang gibt es wenig Diskussionen

um die neuen Gebühren. Erste Eindrücke vom Counter.

Carla Schäfer macht ein nachdenkliches

Gesicht und legt die Hände ineinander.

»Ich nehme es, wie es ist«, sagt sie und

zuckt mit den Schultern. Die Reisebüroinhaberin

spricht von der seit 1. September bei vielen

Fluggesellschaften geltenden Nullprovision.

Klar, am Anfang habe sie sich

schon Sorgen gemacht. Es

habe viele Fragen, viele Gespräche

gegeben. Denn durch

die Medienberichte hätten

die meisten Kunden gewusst,

dass manche Airlines Agenturen

nichts mehr für die Vermittlung

von Flügen zahlen.

»Ich habe dann erstmal erklärt,

wie das nun funktioniert«,

sagt die 41-Jährige, die

seit 15 Jahren T.O.M.S. Flugreisen

in der Darmstädter

Innenstadt führt.

Die Reaktionen ihrer

Kunden, meist Stammkunden,

seien positiv gewesen. Es

gebe eben eine Vertrauensbasis.

Eine Erfahrung, die Sandra

May bestätigt. Rund 60

Prozent betrage der Stammkundenanteil

in dem von May

geführten Thomas Cook Reisebüro

in Friedberg. »Das ist

ein Vorteil.«

Carla Schäfer jedenfalls

blickt positiv in die Zukunft:

»In das Thema werden wir

reinwachsen«, zeigt sie sich überzeugt. Ihr

Tipp: »Man muss sich klarmachen, dass man

seinen Service verkauft«. Eine Einstellung, die

viele Reisebüromitarbeiter noch lernen müssen.

Und auch die Kunden müssen umdenken.

»Bislang waren sie gewohnt, für den Service im

Reisebüro nichts zu bezahlen«, sagt Reimund

Kollek: »Kunden

sind informiert«

Neumann: »Es gibt

wenig Diskussionen«

Schäfer: Chance für kreatives Ticketing

Hörstel. Er betreut sechs Atlas- und DER-Büros

als Verkaufsleiter im östlichen Rhein-Main-Gebiet,

darunter die DER-Agentur in Hanau – seinen

Angaben nach das größte Touristikbüro der

Rewe-Gruppe in Hessen.

Kunden müssen lernen:

Ein guter Service kostet

In allen Atlas- und DER-Niederlassungen müssen

Kunden nun seit dem 1. September neben

dem Flugvermittlungsentgelt zusätzlich ein Reisebürovermittlungsentgelt

von 13 Euro bezahlen.

Die Herausforderung für das Counterpersonal:

»Wir müssen den Kunden klarmachen:

Wir sind die Experten. Wir helfen bei Reiseplänen

und haben den Anspruch, das Günstigste

zu verkaufen. Unser Personal ist hochqualifiziert

– und das muss honoriert werden«, betont

er. Reisebüromitarbeiter sollten Selbstbewusstsein

zeigen, »schließlich sind sie voll ausgebil-

dete Profis«. Profis, die vom Verkauf leben. Entgegen

aller Befürchtungen läuft die Umstellung

in den von ihm verantworteten Niederlassungen

besser als erwartet. »Wir haben uns das

schwieriger vorgestellt«, sagt Hörstel erleichtert.

Die selbe Erfahrung macht Annelie

Schmitt vom Karstadt Reisebüro auf der Frankfurter

Einkaufsmeile Zeil. »Bisher haben wir

zum Thema Nullprovision nur positive Erfahrungen

gesammelt«.

Die meisten Kunden zeigen also Verständnis

für die Reisebüros. »Ihnen ist bewusst, warum

dieses Entgelt erhoben wird«, sagt Carola

Neumann, Leiterin des Karstadt-Reisebüros in

Gießen. »Es ist alles überraschend unkompliziert«,

bestätigt Jens Becker vom TUI Reisecenter

im hessischen Schotten. »Nach unserer ersten

Erfahrung überwiegt der Ärger gegenüber

Lufthansa und Co. wegen der verdeckten Flugpreiserhöhung«,

ergänzt Michael Kollek, Leiter

des Karstadt-Reisebüros in Münster.

Anders sieht es aus, wenn zusätzlich eine

gesonderte Beratungsgebühr erhoben wird. Vor

allem Büros mit Laufkundschaft bekommen da

manchmal den Ärger der Kunden zu spüren.

Das erlebt jedenfalls Hörstel. Denn wer sich früher

– quasi im Vorbeigehen – eine komplizierte

Flugverbindung hat heraussuchen lassen, der

muss in DER- und Atlas-Agenturen nun neu für

diese Beratungsleistung bezahlen – eben jene

bereits erwähnten 13 Euro. Beim Ticketkauf

16 TRAVEL ONE 6.10.2004


werden diese dann angerechnet. Doch wer

nicht bucht, der zahlt eben trotzdem. Eine ungewohnte

Situation. Das Entgelt wird übrigens

auch für Flugbuchungen berechnet, bei denen

die Airlines den Agenturen (noch) Provision

zahlen.

Natürlich wägen Reisebüromitarbeiter ab.

Eine schnelle Auskunft ohne großen Aufwand

kostet in DER- und Atlas-Agenturen nach wie

vor nichts. Aber prinzipiell gilt: »Die Arbeitsleistung

der Expedienten muss belohnt werden«,

sagt Hörstel. Manche Laufkundschaft habe das

verschreckt, bedauert der

Verkaufsprofi. Doch klar

sei auch: Wer buchen

will, der bucht. Er wisse

von keinem Fall, bei dem

ein Kunde wegen der Gebühren

von dannen gezogen

sei.

Wichtig ist das

psychologische Geschick

der Reisebüromitarbeiter.

Und die richtigen Argumente.

Deshalb haben

Reisebüroketten und Konzerne

ihre Mitarbeiter am

Counter entsprechend vorbereitet. Argumentationshilfen

sollen den Angestellten die Angst

vor der Konfrontation nehmen. »Reisebüromitarbeiter

dürfen Kunden nicht peinlich berührt

Aust will mit Seminaren

das Selbstbewusstsein

der Agenten stärken

etwas zuflüstern«, sagt Birgit Aust, Chefin der

Reisebürokette Holiday Land. Ganz klar müsse

sein: »Das ist eine Gebühr, die ich für Dienstleistung

verlange«.

Verbraucher scheitern

im Tarifdschungel

Dieses Selbstbewusstsein sollen Expedienten in

Seminaren lernen. Rund 30 Schulungen hat

Holiday Land bislang dazu organisiert. Auch andere

Ketten bieten Unterstützung an. Auf jeden

Fall sollten Büros konsequent an den einmal

eingeführten Entgelten festhalten und kein

Dumping einführen, appelliert Aust.

Eine weitere Möglichkeit: Selbst kalkulieren.

Das macht etwa Carla Schäfer. Die Inhaberin

greift, wenn es sich vermeiden lässt, nicht

auf offizielle Airlinepreise zurück. Sie versuche

schon, davon wegzusteuern, sagt sie. Die Reisebürochefin

lehnt sich zurück, während Pflegehund

Baby um ihre Füße streicht. »Ich verkaufe

viele Fernflüge – etwa nach Südostasien

und Afrika«. Bei innereuropäischen Flügen sei

Eigenkalkulation natürlich schwieriger.

Da muss dann eben das Entgelt auf den

Preis aufgerechnet werden. Und das machen

alle anders. Die unterschiedliche Gebührenstruktur

ist sicher eine Schwachstelle: So verschieden

wie die Büros, ihre Anbindung an

Veranstalter, Franchise-Systeme oder Ketten

sind, so unterschiedlich gestalten sich Höhe

und Einsatz der Entgelte. Bei T.O.M.S. Flugreisen

in Darmstadt zahlen Kunden für die Vermittlung

innerdeutscher und europaweiter Flüge

30 Euro plus zehn Euro Ticketing-Gebühr,

bei interkontinentalen Flügen 50 Euro und

zehn Euro Ticketing. Konzerneigene Büros arbeiten

mit festen Tarifen,

Konzerne und Ketten geben

zudem Empfehlungen.

Ein kleiner Überblick:

Holiday Land rät, 30 Euro

Air-Ticket-Fee plus 13 Euro

Agent-Fee für Inland und

Europa zu nehmen, 45

Euro plus 13 Euro für Interkontinental-Verbindungen.

DER- und Atlas-Büros berechnen

30 Euro, plus 13

Euro Agent-Fee, plus acht

Euro fürs Papierticket;

interkontinental sind es 45

Euro, plus 13 Euro, plus

acht Euro fürs Papierticket.

TUI empfiehlt bei Inlandund

Europa-Flügen ein Entgelt

von 48,60 Euro für Papiertickets

und 40,60 Euro

für Etix. Interkontinental

wird zum Entgelt von 66

beziehungsweise 58 Euro

geraten.

Alles klar? Der Verbraucher

ist mit diesem Tarifwirrwarr

jedenfalls überfordert.

Agenturen vermeiden es

May: »Wir haben

keinen erhöhten

Erklärungsbedarf«

Schmitt: »Bislang

machen wir nur positive

Erfahrungen«

deshalb, die Flugpreise im Gespräch aufzuschlüsseln.

Das geschieht in der Regel nur auf

Nachfrage. »Wir nennen den Endpreis, inklusive

Servicegebühren und Steuern«, sagt Becker

aus Schotten. So wie er machen das die meisten.

Der Verbraucher interessiere sich letztlich

sowieso nur für den Endpreis, so die einhellige

Meinung.

Vielen Agenturen hat die Neuregelung sogar

positive Impulse geliefert: »Vorher habe ich

nie Gebühren genommen – ich hatte Bedenken.

Nun halte ich mich an die Handlungsempfehlung

der Zentrale«, sagt Becker vom

TUI Reisecenter, der die Agentur seit 13 Jahren

als Inhaber führt. Dass Beratung kostet, müsse

eine Selbstverständlichkeit sein, so der Wunsch

des 36-Jährigen.

Und Carla Schäfer ist überzeugt: »Man

wird dadurch ein Stück kreativer«. Pflegehund

Baby streckt sich und gähnt unterm

Schreibtisch. Die Reiseexpertin lacht und

krault die Pekinesendame. Eine entspannte Situation.

Tanja Ronge

6.10.2004 TRAVEL ONE 17



SALES Mix

MOMENT MAL…

Handeln

statt heulen

Guter Service kostet Geld. Das

wissen Verbraucher. Sie nutzen

das Angebot, wenn sie davon

überzeugt sind, nur so die ideale

Entscheidung treffen zu können.

Das ist Neuland für viele

Reisebüros. Bislang ärgern diese

sich vor allem, dass die Airlines

den Schwarzen Peter

weiterreichen.

Klar ist aber: Agenturen

müssen umdenken. Wenn

Kunden Service-Entgelt bezahlen

müssen, dann erwarten sie

von dem, der das einfordert,

eine entsprechende Leistung.

Und das sind nun mal die Reisebüros.

Wehklagen über die

bösen Airlines hilft da nicht.

Agenturen müssen ihre Arbeit

durch eine neue Brille betrachten:

Die des Verbrauchers.

Dem Kunden ist es

schnurz, was sich warum wie

genau ändert. Für ihn zählt,

was er zahlt – für welche Leistung.

Findet er das für ihn ideale

Produkt dank kompetenter

Hilfe, dann honoriert

er das auch finanziell

– und

zwar ohne Zähneknirschen.Diese

Chance können

alle nutzen.

Tanja Ronge

Redakteurin

t.ronge@travel-one.net

Amadeus schafft Überblick

CRS ■ Mit der neuen Bildschirmmaske

»Train or Plane«

will Amadeus die Suche nach

dem günstigeren Verkehrsmittel

erleichtern. »Damit entfällt der

Wechsel zwischen den unterschiedlichen

Masken«, nennt Birgit

Körting, Vice President Marketing,

einen der Vorteile. Aufgelistet

werden Preis, Reisezeit und

Die Anzeige ist auf Verfügbarkeit geprüft

UPDATES

■ Holiday Autos führt günstige

Wochenend-Tarife ein.Von Freitag

um zwölf Uhr bis Montag um

neun Uhr sind die Autos in Belgien,

Deutschland, Frankreich,

Großbritannien, Italien, Niederlande

und der Schweiz ab 102

Euro buchbar.

■ British Airways hat ein Service-

Entgelt für direkte Buchungen in

Deutschland erhoben. Es beträgt

35 Euro, sowohl für Kurz- als auch

für Langstrecken.

■ Vom 1. bis 31. Oktober hat die

Bahn ein Sonderangebot für die

15 Millionen ADAC-Mitglieder aufgelegt.

Sie können bei der Bahnfahrt

eine Begleitperson kostenlos

mitnehmen. Zusätzlich können

drei weitere Personen zum halben

Preis mitfahren. Kinder unter 15

Jahren reisen kostenlos mit.

■ Am 11. Oktober lädt der Arbeitskreis

Aktiver Counter zum Touris-

mögliche An- und Abfahrtszeiten.

»Wir haben auch Zubringerkosten

wie Taxi- und Parkkosten eingearbeitet«,

so Körting. Nach der

laufenden Pilotphase soll die

Marktfreigabe Mitte Oktober erfolgen.

Bei Destino haben die Produktentwickler

die Suchfunktion

um eine Standardabfrage

und eine

detaillierte

Bedarfsermittlungdifferenziert.»Angebote,

die

beim Veranstalter

auf Anfrage

sind, werden

in der

Angebotslisteentsprechend

gekenn-

tik-Stammtisch nach Frankfurt ein.

Sponsor des Abends ist billigweg.de,

los geht es um 19:30 Uhr im Relaxa

Hotel. Anmeldungen per E-Mail:

info@arbeitskreis.aac.de.

■ MyBalearen.com und Schmetterling

kooperieren. Den Partneragenturen

der Schmetterling Kooperation

steht nun die neue Buchungsmaschine

»Espana Powershopper«

von MyBalearen.com zur

Verfügung. Darüber können vakante

Hotelbetten in Spanien zum Tagespreis

abgerufen werden.

Körting : »Gelistet sind alle Städte

ab 5.000 Einwohner«

zeichnet«, kündigt Körting an.

Um grafische Komponenten

wurden auch die Oberflächen

der Masken »Toma«, »Verk« und

»TV« erweitert. Die neuen Verfahren

sollen im ersten Quartal

2005 für alle Vista-Nutzer verfügbar

sein, so Körting. Die

Kreuzfahrten von Royal Carribean

International und Celebrity

Cruises sind nun über Amadeus

Cruise buchbar.

www.portevo.de

■ China Airlines hat ihren Web-

Auftritt um ein Extranet für Reisebüros

ergänzt. Unter www.agentsci.de

sollen Agenturen schnelle Informationen

für Kundenanfragen

sowie praktische Verkaufsargumente

erhalten. Außerdem gibt es Auskünfte

zu Ticketing, Preislisten und

Tarifkonditionen.

■ Am 6. Oktober führt die Europäische

Reiseversicherung Amadeus

Insurance ein. Damit können

Reisebüros den Reiseschutz sowohl

über die AMA Buchungsmaske (bisher

Amadeus Travel Assistance) als

auch über Toma buchen.

■ Lufthansa hat ein Fünf-Jahres-

Abkommen mit IBM und Amadeus

e-Travel getroffen. Sie sollen das

Internet-Portal der Airline verbessern.

Amadeus stelle die gesamte

Buchungs- und Tariflösung zur Verfügung,

heißt es.

18 TRAVEL ONE 6.10.2004


Zümpel: Zielgerichtete Angebote für Wellness-Kunden

Karstadt sucht die Nische

Wellness ■ Dieter Zümpel, Leiter

des Konzernbereichs Reisen

der KarstadtQuelle AG, will am

Geschäft mit der Gesundheit teilhaben.

»Diesen Wachstumsmarkt

erschließen wir mit zielgerichteten

Angeboten«, erklärt er.

Die Wohlfühl-Offerten sind

in dem 24-seitigen Spezialkatalog

»Wellness und mehr« zusammengefasst.

Enthalten sind

Reisen mit je einem Karstadt-

Wohlfühl-Extra, darunter ein

Ein Gesicht für HLX

Agenturen ■ Die TUI-Billigtochter

will weg von der unpersönlichen

Internetadresse hin zu

mehr Persönlichkeit. Deshalb soll

die Kommunikationsstrategie zu

den Reisebüros ausgebaut werden,

etwa über das HLX-Agent-

Tool, sowie über Mailings und

Special Promotions. Außerdem

Von dem Bruch will engeren

Kontakt zu den Reisebüros

6.10.2004 TRAVEL ONE

Package mit drei Übernachtungen

im Steigenberger Parkhotel

Radebeul plus Wellness-Extra,

bestehend aus einer Anwendung

im türkischen Bad, einem Wellnesspräsent,

einem Vier-Gang-

Candle-Light-Dinner und einer

Stadtrundfahrt.

Die Wellness-Reisen sind in

den Karstadt-Reisebüros, übers

Callcenter sowie via Internet

buchbar, der Katalog liegt in den

Warenhäusern aus.

soll das HLX »Lowcost-College«

von 2005 an zwei- bis dreimal pro

Jahr mit jeweils 100 Teilnehmern

stattfinden. »Wir wollen am Agenturvertrieb

festhalten«, erklärt

HLX-Vertriebsleiter Ulrich von

dem Bruch. Rund 25 Prozent aller

Buchungen kämen von Reisebüros

– mit steigender Tendenz. An

den 7,5 Euro Provision werde

nicht gerüttelt, so der Vertriebsleiter.

Steigende Buchungen verzeichne

HLX auch auf den Sektoren

Gruppen- und Firmenreisen.

In Hannover wird momentan an

einem Firmenreisemodell für

Großkunden gebastelt.

Zum Sommer 2005 hat HLX

den Flugplan um die Ziele Rijeka

in Kroatien, Shannon, Stockholm

und Edinburgh erweitert. Neuer

Abflughafen in Richtung Olbia,

Palermo und Newcastle ist München.

www.hlx.com

ERBSENZÄHLER

Orange Zeiten brechen an für

Erbsenzähler, Sparschweine, Pfennigfuchser, Geizkragen…

Der neue FTI Flugreisen Katalog ist da!

Die Highlights der Saison: Frühbuchervorteile bis zu € 98,- /

attraktive Kinderfestpreise / Abo der Zeitschrift „Wellfit“ bei Buchung

eines Topwellness-Pakets inklusive / riesiges Wellness- und

Golfangebot / Valtur in Marokko wieder im Programm u.v.m.

Frühbucher-Spar-Beispiel:

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Türkei/Belek

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DESTINATION Bulgarien

Mallorca am

Goldstrand

Bulgarien ■ Die Seebäder am Sonnenstrand und Goldstrand

sind proppenvoll. Für neue Hotels ist kaum noch Platz.

Investoren wie Rewe weichen in andere Regionen aus.

An der abendlichen Strandpromenade

herrscht fröhliches Gewimmel. Bars

und Restaurants umwerben die Flaneure,

aus offenen Zelten am Strand dringt

das Gewummer von Discobeats. Verkaufsstände

bieten Souvenirs und Designerklamotten

zweifelhafter Herkunft. Plötzlich stößt der

Gast auf die Werbetafel einer Strandbar und er

weiß: dies ist nicht Mallorca. Was die Bar zur

Happy Hour verspricht, davon können Mallorca-Gäste

nur träumen: Zwei Bier je 0,5 Liter

für umgerechnet 1,50 Euro. Der günstige

Gerstensaft sprudelt am Goldstrand, dem

zweitgrößten Seebad Bulgariens.

Niedrige Nebenkosten, das ist eines der

Erfoglsrezepte, dem Bulgarien den kometenhaften

Aufstieg der letzten Jahre zu verdanken

hat. Die Wirtschaftsflaute in Deutschland hat

die preisbewussten Gäste, vor allem die Familien,

scharenweise an die bulgarische

Schwarzmeerküste gelockt. Seit der Jahrtausendwende

hat sich die Besucherzahl auf

535.000 fast verdoppelt. Die Touristen-Zentren

sind kräftig gewachsen. 80 Hotels gibt es

heute am Goldstrand. Im vergangenen Jahr

waren es noch 65. Im größten Resort, Sonnenstrand,

buhlen inzwischen 150 Hotels mit

insgesamt 55.000 Betten um die Gunst der

Urlauber.

Neuer Calimera

im nächsten Jahr

Zu den deutschen Hotelketten, die nach anfänglichem

Zögern dann doch den Weg nach

Bulgarien gefunden haben, gehören die Rewe-

Hotels. Heute ist der Konzern mit den Marken

Primasol und LTI am Schwarzen Meer vertreten.

Ein Calimera-Hotel gibt es zurzeit nicht.

Johannes Althapp plant drei neue Hotels am Schwarzen Meer

Aber das soll sich ändern. Im nächsten Jahr

wird das Primasol-Rodopi am Sonnenstrand in

das Vier-Sterne-Haus Calimera Sunny Beach

umgewandelt. Gleichzeitig wird das Primasol-

Zwete zum LTI-Flora Park aufgewertet. Johannes

Althapp, Geschäftsführer der Rewe Touristik

Hotels & Investments, will noch weiter expandieren:

»Mittelfristig planen wir ein

weitertes Primasol-Hotel, wahrscheinlich am

Sonnenstrand. Außerdem sollen noch ein LTI-

Hotel in Sveti Konstantin und ein Calimera-

Aktivhotel im Süden des Landes dazu kommen.«

Dass Althapp auch außerhalb der großen

Touristenzentren expandieren will, hat seinen

Grund. Sonnenstrand und Goldstrand sind

voll. Gute Lagen sind kaum noch zu haben.

Außerdem haben die hohe Hoteldichte, die

vielen Geschäfte, Restaurants und Bars, ganz

zu schweigen von den zahllosen Verkaufsständen

entlang den Promenaden die Urlaubsregionen

in Party- und Kommerzmeilen verwandelt,

die vor allem bei der wichtigen Zielgruppe

der Familien nicht mehr jedermanns

Geschmack treffen.

Das zeigt sich auch in der Besucherstatistik.

Zwar gibt es immer noch Wachstum aus

dem deutschen Markt. Aber Wachstumsraten

von mehr als 40 Prozent wie im Jahr 2001

sind Vergangenheit. Und das liegt nicht nur an

der jetzt höheren Berechnungsbasis. Auch an

den absoluten Besucherzahlen zeigt sich, dass

die Sättigungsgrenze näher rückt. Vor vier Jahren

lag der Zuwachs aus Deutschland bei rund

110.000 Gästen. Im vergangenen Jahr reisten

nur noch 54.000 Gäste mehr nach Bulgarien.

Der Trend setzt sich in diesem Jahr fort. In der

ersten Jahreshälfte lag das Plus aus Deutschland

nur noch bei sieben Prozent. Auf der

20 TRAVEL ONE 6.10.2004


Rangliste der wichtigsten Quellenmärkte ist

Deutschland inzwischen von Platz zwei auf

Platz vier abgerutscht. Die hohen Zuwachsraten

kommen heute aus England, Griechenland

und Russland.

»Der deutsche Markt für Bulgarien stagniert«,

sagt Dierk Berlinghoff. Der Bereichsleiter

Flugreisen der Rewe-

Pauschaltouristik rechnet

in diesem Jahr mit

150.000 Bulgarien-Gästen.

Damit bewegen sich

die Kölner etwa auf Vorjahresniveau.

Trotzdem

sind Berlinghoff und sein

Kollege Althapp vom Potenzial

Bulgariens überzeugt.

Denn auch jen-

Berlinghoff: der

deutsche Markt für

Bulgarien stagniert

seits der Urlaubs-Hochburgen

entwickeln sich

allmählich touristische

Angebote, die neue Ziel-

gruppen ansprechen sollen. Ein Beispiel dafür

ist das Landgut Tschukorovo, das rund 20 Kilometer

vom Seebad Albena entfernt liegt.

Eingebettet in eine ausgedehnte Waldlandschaft,

verfügt das alte Landgut über 20 gut

ausgestattete Gästezimmer. Sogar einen

Swimming-Pool gibt es. Wer will, kann das

bäuerliche Leben kennenlernen, entweder

theoretisch im angeschlossenen kleinen Museum

oder praktisch beim Melken und Käsezubereiten.

Ausflugsprogramme

sorgen für Abwechslung

Für Bulgarien-Besucher, die lieber mitten im

touristischen Geschehen bleiben, sich aber

eine Verschnaufpause gönnen wollen, gibt es

zahlreiche Ausflugsprogramme. An der

Schwarzmeer-Küste locken vor allem Nessebar

und Sozopol Ausflügler aus den Strandbädern.

Obwohl sich in den Straßen Souvenirund

Krimskrams-Shops fast nahtlos aneinander

reihen, haben sich die beiden Städtchen

ihren ursprünglichen Charme bewahrt. Nach

wie vor prägen traditionelle Holzhäuser das

Bild in den verwinkelten Gassen.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch

Ausflüge mit dem Geländewagen. Bei den

Touren, auf denen die Gäste schon mal in ei-

nem 50 Jahre alten Armee-Jeep Platz nehmen

können, geht es im wahrsten Sinne des Wortes

über Stock und Stein. Wer bis dahin nur

die Hotelburgen von Gold- und Sonnenstrand

kennengelernt hat, wird überrascht sein, was

das Hinterland an ursprünglicher Natur zu

bieten hat. Rewe-Manager Berlinghoff ist

überzeugt, dass sich Bulgarien heute mit allen

Mittelmeerländern messen kann.

Das gilt aber nicht nur im positiven Sinn,

wie bei der inzwischen guten Qualität der Hotes.

Ähnlich wie in anderen Destinationen gibt

es noch Mängel bei der Infrastruktur. Die Bulgarien-Urlauber

bekommen das zuerst an den

Flughäfen Burgas und Varna zu spüren, die

nicht für derart große Besucherströme ausgelegt

sind. In Stoßzeiten herrschen hier bisweilen

Zustände, die den Urlaubern von anderen

Ferien-Airports wie Heraklion und Antalya in

leidvoller Erinnerung sind. »Wenn zwei Großraumjets

auf einmal ankommen, ist das der

Supergau«, berichtet Berlinghoff. Der Rewe-

Manager geht aber davon aus, dass solche Probleme

innerhalb der nächsten fünf Jahre gelöst

werden können. Das gleiche gilt für die teilweise

noch immer mangelhaften Straßenverhältnisse.

Unterdessen lebt Bulgarien gut von seinem

Image als günstigem Reiseland. »Wir hoffen,

unseren Partnern ist das bewusst und sie bewahren

sich diesen Vorteil«, appeliert Berlinghoff

an die einheimischen Tourismus-Partner.

Dass sich das Land am Schwarzen Meer einmal

als Zielgebiet für den gehobenen Tourismus etablieren

könnte, hält er jedoch für unwahrscheinlich.

»Bulgarien wird eine Mittelklasse-

Destination bleiben.« Klaus Göddert

www.bulgariatravel.org

6.10.2004 TRAVEL ONE 21



DESTINATION Ungarn

Der Burgberg mit der Fischer-Bastei gehört zum Weltkulturerbe

Das Jahr 2004 stellt für die

Ungarn ein ganz besonderes

dar. Mit dem EU-Beitritt

am 1. Mai sind sie endlich

wieder in den Kreis der europäischen

Staatenfamilie zurückgekehrt,

wo sie nach ihrem Selbstverständnis

immer hingehört haben.

Zum Feiern gab es aber noch

einen anderen Grund, denn im

September jährte sich ein weiteres

historisches Datum. Vor 15

Jahren öffnete die ungarische Regierung

die Grenzen zu Österreich,

um den deutschen Botschaftsflüchtlingen

die Ausreise

in den Westen zu ermöglichen.

Zum Jahrestag reiste auch

Bundeskanzler Schröder zu Besuch

an die Donau. Und schon

haben die Ungarn das nächste historische

Datum im Blick, denn

der in der vergangenen Woche

Boom-Stadt an

der Donau

Budapest ■ Die ungarische Hauptstadt profitiert vom EU-Beitritt des Landes

und wird zu einem der beliebtesten Städtereisenziele.

vereidigte Ministerpräsident Ferenc

Gyurcsany hat die Erfüllung

der Maastricht-Kriterien bis zum

Ende des Jahrzehnts angekündigt.

Damit könnte Ungarn dann

Mitglied der Euro-Zone werden.

Der EU-Beitritt hat sich für

die Magyaren, so heißen die Ungarn

in ihrer Landessprache,

auch in konkreten Zahlen ausgedrückt.

Budapest hat sich bei vielen

Anbietern von Städtreisen zu

einem der populärsten Ziele mit

hohen Wachstumsraten entwickelt.

Ameropa meldet Zuwächse

für die ungarische Hauptstadt.

Frank Götze, Leiter Städtereisen

bei Dertour, spricht von einem

Wachstum von mehr als 120 Prozent

für die Donaustadt: »Das

Jahr 2003 war für Budapest ein

schwieriges, doch in diesem Jahr

boomt die Stadt auch wegen des

zunehmenden Angebots der Billigflieger.«

»Mit dem Beitritt Ungarns

zur EU hat sich für uns auch im

Tourismus vieles erleichtert«, erklärt

Klara Strompf, die beim Ungarischen

Tourismusamt in

Frankfurt für den Kontakt zur

FACTS

Reiseindustrie zuständig ist.

Auch für sie sind die Lowcost-

Anbieter der Hauptgrund für das

Wachstum. »In den drei Sommermonaten

hatten wir mit zwei

Millionen ein Plus von 27 Prozent.

In den ersten acht Monaten

kamen 4,1 Millionen Besucher in

unsere Stadt«, sagt sie nicht ohne

Stolz. Die Billigflieger hätten dieses

Jahr das Zehnfache ihres Vorjahresumsatzes

im Budapest-Verkehr

erreicht. So haben die deutschen

Anbieter rechtzeitig für

sich eine Marktlücke entdeckt.

Eine Tendenz, die auch nicht abnehmen

werde, so ihre Überzeugung.

Vom 1. November an baut

Air Berlin die Verbindungen aus

und fliegt von 14 Städten aus an

die Donau. Nonstop-Verbindungen

gibt es von Berlin, Düsseldorf,

München und Hamburg,

die restlichen Städte werden

über das Drehkreuz Nürnberg

bedient.

Zahlreiche

neue Hotels

Schwierigkeiten räumt Strompf

auf dem Flughafen Ferihegy ein,

der zeitweise an seine Kapazitätsgrenzen

stößt. Das alte Terminal1

werde renoviert und soll im Frühjahr

wieder eröffnet werden.

Gleichzeitig laufe die Erweiterung

der beiden Terminals 2A

und 2B.

Auch in der Stadt wird gebaut.

Neu im Hotelangebot Budapests

ist unter anderem das Four Seasons

Gresham Palace Hotel, das

seit August geöffnet ist. Das auf

Der Veranstaltungskalender im Herbst

■ Budapester Herbstfestival: 15.-24. Oktober, 80 Veranstaltungen

verschiedener Kunstrichtungen

■ Supermarathon: 19. -23. Oktober von Wien nach Budapest

■ Liszt-Festival: 22.-28. Oktober in Gödöllö

■ Fest des Neuen Weins: 12.-14. November

■ Budapester Purcell Festival: 21.-26. November

■ Festkonzert: 30. Dezember, 100 Musiker-Zigeunerorchester

■ Silvestergala: 31. Dezember, Opernhaus Budapest

22 TRAVEL ONE 6.10.2004


der Pester Seite direkt an der Kettenbrücke

gelegene Hotel bietet

Blick auf die Donau und den Budaer

Burgberg. Das im Art Nouveau-Stil

gebaute Hotel wurde für

rund 86 Millionen Euro umgebaut

und verfügt nun über 176 Zimmer

und sieben Suiten, davon zwei

Turm-Suiten auf verschiedenen

Ebenen. Im Norden der Stadt,

ebenfalls am Fluss gelegen, befindet

sich das Holiday Beach Budapest

Wellness & Conference Hotel.

Es ist einem Schiff nachempfunden

und hat 63 Zimmer. Der New

York Palast mit dem berühmten

New York Cafe soll nach einer

Grundrenovierung zum Jahreswechsel

wieder seine Pforten öffnen.

Zum Gebäudekompex gehört

dann auch ein neues Hotel. Auch

auf dem zum Unesco-WeltkulturerbegehörendenBudaerBurgberg,

dessen

historische

Bauten renoviert

werden

und desssen

Umbauten

bis 2012 abgeschlossen

Strompf: »Der EU-Beitritt

hat dem Tourismus

sehr geholfen«

6.10.2004 TRAVEL ONE

sein sollen,

sind neue Hotelprojekte

im Gespräch.

So hätten einige Hotelgesellschaften

Interesse an der Eröffnung eines

Fünf-Sterne-Hotels im ehemaligen

Verteidigungsministerium

gezeigt, sagt Strompf.

Burgberg wird

zum Kultur-Mekka

Das Burgviertel soll verstärkt zum

Ort für Museen und Ausstellungen

werden, so die Pläne des

Staates. Das Ludwig-Museum

wird nach der Fertigstellung des

neuen Kulturzentrums in den Palast

der Künste auf dem Burgberg

umziehen. Auch die ehemaligen

Museumshallen öffnen wieder.

Für sie ist der 1. März der Stichtag.

Nach ihrem Umbau werden

sie wieder für internationale

Wanderausstellungen genutzt.

Ein Muss für jeden Budapest-Aufenthalt

ist der Besuch eines der

vielen Bäder der Stadt. Insgesamt

verfügt die Donaumetropole über

mehr als 120 Thermalquellen und

-bäder. »Nach dem Abschluss der

Renovierungen des Gellert- und

Szechenyi-Bads soll Anfang Dezember

das Rudas-Bad mit viel

Pomp wieder seine Tore öffnen«,

blickt Strompf nach vorn.

In der Unterwelt von Budapest

sind aber nicht nur die heißen

Quellen und die älteste U-

Bahn des Kontinents zu finden,

Türkei Türkei

Winter Winter Dreams Dreams

04/05 04/05

www.gti-travel.de

sondern auch viele Höhlen. Am

Fuße des Jozefsbergs befinet sich

der Eingang zur Jonas-Molnar-

Höhle, die auf drei Kilometern

Länge nur von Tauchern erforscht

werden kann. Von Gängen

durchzogen ist auch der Budaer

Burgberg, wobei rund 1,2

Kilometer für die Öffentlichkeit

zugänglich sind. Die größte

Tropfsteinhöhle der Stadt ist die

Palvölgyi-Barlang. Von den mehr

als sieben Kilometer langen Gängen

sind aber nur rund 500 Meter

für Touristen geöffnet. Zum

Ägypten Ägypten

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Die feinste

Alternative zum

Winterschlaf!

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GTI German Travel Int. Grafenberger Allee 368, 40235 Düsseldorf, Tel.: 0211. 3891-0, Fax: 0211. 3891-420, e-mail: info@gti-travel.de

www.gti-travel.de

Weltkulturerbe gehört seit kurzem

auch das auf der flachen Pester

Seite gelegene jüdische Viertel

der Stadt. Hier finden Besucher

unter anderem die größte

Synagoge Europas und das jüdische

Museum.

Die Liste der Weltkulturerbe

vervollständigt die Andrássy Straße,

an der die Ungarische Staatsoper

liegt. Das in den 80er Jahren

renovierte Gebäude bietet die

größte Bühne Europas.

Wolfram Marx



DESTINATION Mix

DTV will

Lust machen

Tourismustag ■ Der Deutsche

Tourismusverband (DTV) stellt

das Thema Service in den Mittelpunkt.

»Lust auf Dienstleistungen«

lautet die Überschrift des

Deutschen Tourismustages, der

am Donnerstag, 21. Oktober, in

Weimar stattfindet.

Als Referenten haben sich neben

anderen der Staatsekretär im

Bundesministerium für Wirtschaft

und Arbeit, Georg Wilhelm

Adamowitsch, und Hermann Paschinger,

50plus-Hotels Österreich,

angesagt. Sie wollen aufzeigen,

wie mit Lust auf Dienstleistungen

Mitarbeiter und Kunden

begeistert werden können. Neben

den Vorträgen ist eine Diskussionsrunde

geplant. Interessenten

an der Veranstaltung wenden

sich an den DTV.

0228-9 85 22 10

Vor Irans Tourismus

liegt ein langer Weg

NPD-Erfolg schadet Image

Sächsische Schweiz ■ Die Ergebnisse

der Landtagswahlen in

Sachsen wirken sich negativ auf

den Tourismus des Bundeslandes

aus. Betroffen ist vor allem die

Sächsische Schweiz. In der Ferienregion

verzeichnete die NPD

einen überdurchschnittlichen

Wahlerfolg.

»Wir haben einen Imageschaden«,

weiß Tino Richter, Geschäftsführer

des Tourismusverbands

Sächsische Schweiz. Zwar

habe seines Wissens bislang niemand

seinen Urlaub storniert.

Doch so mancher, der mit einem

Aufenthalt in der ostdeutschen

Urlaubsregion geliebäugelt habe,

verwerfe nun diesen Gedanken.

Richter setzt auf Aufklärungsarbeit,

um die Sächsische Schweiz

wieder in ein anderes Licht zu

rücken: »Wir müssen auf die Anfragen

entsprechend reagieren«,

sagt er und ergänzt: »Alle Kräfte

müssen an einem Strang ziehen.«

Die NPD erzielte in den beiden

Wahlkreisen der Sächsischen

Schweiz zwei ihrer höchsten Ergebnisse

(Direktstimmen: 11,8

und 16,2 Prozent, Listenstimmen:

11,8 und 15,1 Prozent).

Die Sächsische Schweiz bekommt ihr Wahlverhalten zu spüren

Iran stärkt den Tourismus

WTO ■ Die Botschaft des iranischen

Vizepräsidenten Mohammad

Reza Aref läutet eine neue

Epoche ein: Während der Feierlichkeiten

zum Welttourismustags

verkündete der Politiker vor der

Welttourismusorganisation WTO,

dass der Iran den internationalen

Tourismus fördern wolle. Das Thema

stehe an vorderster Stelle des

nationalen Entwicklungsplans.

In diesem Zusammenhang

steht auch die Entscheidung des

iranischen Parlaments, die Visa-

Regeln zu lockern. Nach Angaben

der WTO erhalten Touristen, die

an den fünf wichtigsten internationalen

Flughäfen ankommen, bei

der Einreise ein siebentägiges Visum.

Die Regierung gab laut WTO

zudem bekannt, dass die Hotels

ihre Preise selbst festlegen können.

WTO-Generaksekretär Francesco

Frangialli ist seit längerem

mit dem Iran im Gespräch. Die

Ein erster Eindruck: Los Angeles aus der Luft

USA ■ Los Angeles in wenigen

Stunden zu besichtigen, ist ein

Ding der Unmöglichkeit. Vor allem,

wenn der Besucher am Boden

bleibt. Fliegt er aber mit einem

Hubschrauber über die Metropole,

kann er sich zumindest

einen Überblick verschaffen.

»Die Gäste bekommen in

kurzer Zeit ein Verständnis für die

WTO unterstützt das Land in seinem

Vorhaben, in 20 Jahren jährlich

20 Millionen Touristen zu

empfangen. Um dieses Ziel zu er-

Frangialli, WTO: Iran hat

touristische Zukunft

reichen, verachtfacht der Staat

von 2005 an das jährliche Budget

für den Tourismus. Zudem sollen

fünf Milliarden US-Dollar in die

touristische Infrastruktur und den

Erhalt historischer Monumente

fließen.

LA aus der Vogelperspektive

Stadt«, sagt Allison Raskansky,

Marketing- und Vertriebschefin

von Sundance Helicopters. Das

Unternehmen bietet Hubschrauber-Rundflüge

über LA an und

stößt damit besonders bei Urlaubern

auf Resonanz, die wenig Zeit

haben. Wie etwa Besucher, die

ein paar Stunden auf ihren Anschlussflug

warten.

24 TRAVEL ONE 6.10.2004


Gute Vorausbuchungen: Die Deutschen liebäugeln verstärkt mit einem Urlaub in Australien

Queensland stellt sich vor

Australien ■ Lernen in gemütlicher

Atmosphäre: Die touristische

Vertretung von Queensland

und ihre beiden Partner, Qantas

und Australian Airlines, haben

ein nettes Frühstück mit der

Weitergaben von Wissen verbunden.

Bei einer Tasse Kaffee, Brötchen

und Müsli erzählten sie Expedienten,

was es in dem australischen

Bundesstaat Neues gibt.

»Wir rechnen damit, dass im

kommenden Jahr viele Deutsche

UPDATES

■ »Echte Winterferien« heißt die

neue Broschüre von Graubünden.

Das 80-seitige Heft enthält Infos

zu Skipisten und Langlaufloipen.

Sie kann bestellt werden unter Telefon

0041-8 12 54 24 24.

■ »Dinosaurier mit Federn« nennt

sich die Sonderausstellung, die

derzeit im Naturhistorischen Museum

in Budapest zu sehen ist. Bis

6. Januar werden Reste der 124

Millionen Jahre alten Dinosaurier

aus China gezeigt.

■ Rund 35.000 Sportler erwartet

New York zum 35. Marathon in

der US-amerikanischen Metropole.

Der Startschuss für den 42,195-Kilometer-Lauf

fällt am 7. November.

■ Eine Liste der Veranstaltungen

im Saarland kann im Internet heruntergeladen

werden. Unter

www.tourismus-saarland.de finden

Interessenten die Termine der

nächsten drei Monate.

nach Australien reisen«, sagt Kai

Ostermann, Regionaldirektor für

Europa bei Tourism Queensland.

Während in den vergangenen

beiden Jahren die Besucherzahlen

aus der Bundesrepublik zurückgegangen

seien, könne 2005

mit einem Anstieg gerechnet

werden. Die Veranstalter meldeten

viele Vorausbuchungen.

Um den Counter für das wieder

ansteigende Interesse zu

wappnen, entschieden sich die

■ Bremen und Bremerhaven

wenden sich mit einem neuen Sales

Guide an touristische Leistungsträger.

Interessenten melden

sich im Internet unter www.bremen.bremerhaven.de,

Rubrik b2b-

Angebot an. Sie haben dann Zugriff

auf die Broschüre.

■ In Galicien gibt es einen neuen

Parador. Das ehemalige Benediktinerkloster

Santo Estevo wurde in

ein Hotel umgebaut. Das Vier-Sterne-Haus

befindet sich in Nogueira

de Ramuin in der Provinz Ourense.

drei Partner, bundesweit in Cafés

Schulungen zu organisieren. »Das

Angebot wurde sehr gut angenommen«,

freut sich Ostermann.

Infos erhielten die Teilnehmer

etwa über Cairns im tropischen

Norden – die Stadt ist nach

Sydney das wichtigste Urlaubsziel

internationaler Besucher –

und Coolangatta an der Gold Coast

im Süden. Zudem wurde das

King Fisher Bay Resort auf Fraser

Island vorgestellt. Ein Haus mit

ökologischem Anspruch.

www.queensland-europe.com

■ Guatemala City war Gastgeber

des ersten »Centroamérica

Travel Mart«. Auf der Reisemesse,

die vom 3. bis 5. Oktober stattfanden,

stellten Hotels, Fluggesellschaften

und Veranstalter ihre

Produkte vor. Die Aussteller stammen

aus Belize, Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras, Nicaragua

und Panama.

■ Sie ist erstmals Gast in Deutschland:Vom

7. bis 9. Dezember findet

in Lübeck die Weltmeisterschaft

der Eisskulpteure statt. Die Arbeiten

werden anschließend im Rahmen

des Eisskulpturenfestivals

ausgestellt. Die Schau in der Holstentorhalle

dauert bis 23. Januar.

■ Für 160 Millionen Euro entsteht

in der Cardiff Bay in Wales ein Kulturzentrum.

Es soll die Nationaloper,

Tanz- und Theaterensemble

beherbergen. Eröffnung ist am 26.

November.

MOMENT MAL…

Notbremse

ziehen

»Ballermann am Balkan«, das

ist kein Prädikat, auf das eine

Ferienregion stolz sein kann.

Dass Bulgarien in die Lücke

gesprungen ist, die durch die

hohen Nebenkosten auf Mallorca

entstanden ist, war sicher

richtig. Aber jetzt wird es

Zeit, die Notbremse zu ziehen,

wenn Bulgarien eine Familien-

Destination bleiben will.

Denn dass sich ein Hotel

mit integrierter Stripbar (wie

in Sonnenstrand) wirklich als

Familienhotel eignet, ist mehr

als zweifelhaft. Schwierig wird

es auch, wenn Papa und

Mama erklären müssen, warum

so viele junge Damen Natascha

heißen. Und dass es lästig

ist, sich ständig gegen die

Offerten der allgegenwärtigen

Verkaufsbuden zu wehren, ist

ebenfalls leicht vorstellbar.

Gegen Urlaubs-Partys ist

nichts einzuwenden. Aber sie

können nicht zum touristischen

Programm werden. Das

Reiseland Bulgarien

profitiert heute

auch von den

Fehlern Mallorcas,

deshalb sollte es

nicht die gleichen

machen.

Klaus Göddert

Redakteur

k.goeddert@travel-one.net

6.10.2004 TRAVEL ONE 25



RELAX Schnäppchen für Touristiker

Nix wie weg…

ZIEL & ZEIT

Irland ■ Dublin

1.10. bis 15.12.2004 und

10.1. bis 20.3.2005

Europa ■ Athen, Barcelona,

Basel, Mailand, Lugano,

Salzburg, Zürich

bis 31.12.2004

Tunesien ■ Hammamet

bis 31.10.2004

China ■ Hongkong

bis 12.12.2004

Hawaii ■ Kreuzfahrt

31.10., 11.11., 21.11., 2.12.

2004

Indischer Ozean ■

Mauritius

17.11. bis 30.11.2004

5.12. bis 19.12.2004

Dänemark ■ Kopenhagen

1.11.2004 bis 3.4.2005

Norwegen ■ Trysil

27.11 bis 4.12.2004

1. bis 15.1.2005

VAE ■ Abu Dhabi

1.10. bis 23.11.2004

LEISTUNG

Flug mit Begleitperson ab Frankfurt,

München und Berlin

Flug mit Begleitperson ab allen

deutschen Flughäfen

Eine Woche im Vier-Sterne-Hotel

Nesrine, Übernachtung im Doppelzimmer

mit Halbpension

All-inclusive

Verlängerungstag

Flug ab

BER/DUS/FRA/HAM/HAJ/CGN/

MUC/STR nach Hongkong + eine

Übernachtung im Doppelzimmer

zehn oder elf Nächte von Ensenada

nach Honolulu oder umgekehrt

Innenkabine

Außenkabine

Juniorsuite

ÜF im halben Doppelzimmer

Standard

Superior

Hin- und Rückflug mit Maersk Air ab

Frankfurt und München nach

Kopenhagen

Bis zu drei Begleitpersonen

Urlaub auf der Wildmark Husky Farm,

sieben Nächte mit Halbpension,

Ausrüstung, Schlittenführerzertifikat

Begleitperson

Transfer

Sechs ÜF im Sheraton Deluxe Beach

Resort, Transfer, ab FRA/MUC/DUS

Tipps zum Schmökern

■ Kathrin Körner vom Reisebüro Körner in

Klingenthal empfiehlt ein spannendes Buch:

den in Paris spielenden Thriller »Sakrileg«

von Dan Brown, Lübbe, 19,90 Euro.

PREIS

70 Euro (BP:

100 Euro) +

St. und Geb.

ab 66 Euro

(BP: ab 77

Euro) + St.

und Geb.

145 Euro

201 Euro

19 Euro

ab 454 Euro

633 Euro

715 Euro

1.067 Euro

55 Euro

60 Euro

ab 50 Euro

525 Euro

675 Euro

49 Euro

648 Euro

KONTAKT

Aer Lingus

Mail: resEI@aviareps.de

Swiss

Tel. 01803-00 04 31

Sun Promotions

www.sunpromotions.de

Lawson International

www.Lawson-International.de

Vacation at Sea

Telefon: 06257-50 79 70

Mail: m.was@vacationatsea.de

Beachcomber Hotels

Telefon: 089-6 29 84 90

Fax 6 09 68 11

Maersk Air

Fax: 06105-20 60 68

Mail: resdm@maerskair.de

Dertour

Fax: 069-95 88 35 06

Neher Reisen

Tel: 069-82 36 34 02

Noch mehr Angebote: www.travel-one.net

26 TRAVEL ONE 6.10.2004


TV-TIPPS

SAMSTAG, 9.10. l Naturparadies

Äußere Hebriden, 8:15 Uhr, SWR l

Skandinavien, 12:00 Uhr, Phoenix

l Grenzgänge – eine Reise durch

Mitteleuropa, 15:00 Uhr, WDR l

Lettland – Unterwegs im Baltikum,

15:30 Uhr, WDR l Der Balaton,

16:10 Uhr, RBB l Tochter der Nomaden

– Mit Malika Mokeddem an der

Küste Algeriens, 16:45 Uhr, Phoenix

l Wolkenlos: Türkei, 17:00 Uhr,

Vox l ARD Ratgeber Reise: Kapverden

/ Namibia / Ferienwohnungen,

17:03 Uhr, ARD l The Red Center

– Unterwegs im Herzen Australiens,

17:30 Uhr, NDR l Urlaubsmaschine

Prora – Das Naziseebad auf

IST – Bildung,

die bewegt

IST-Diplomabschlüsse:

Tourismusbetriebswirt/in (FH):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Touristikmanager/in (IST):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Rügen, 18:00 Uhr, Phoenix l Unbekanntes

Italien – Die stolzen Erben

der Picener, 19:15 Uhr, Phoenix l ntv

Reise: Taubertal, 23:15 Uhr, n-tv.

SONNTAG, 10.10. l Inseln: Pantelleria,

11:45 Uhr, RBB l Der

Schwäbisch-Fränkische Wald,

12:15 Uhr, SWR l Schätze der Welt:

Die Küste von Amalfi, 13:00 Uhr,

SWR l Im Rosenheimer Land,

13:45 Uhr, ARD l Lebuser Land,

15:00 Uhr, Hessen l Nix wie raus :

Schottland, 15:45 Uhr, Hessen l

Ägypten (1/2): Gottkönige, Goldschätze

und Grabräuber, 16:30

Uhr, 3sat l Von Buenos Aires bis

ans Ende der Welt, 16:35 Uhr, ARD

l Fernweh: Montenegro, 17:05

Uhr, BR l Der Kilimandscharo,

17:15 Uhr, SWR l Voxtours: Türkei

– Die Westküste, 18:15 Uhr, Vox l

Schätze der Welt: Die Altstadt von

Panama, 20:55 Uhr, 3sat l Afrika,

21:00 Uhr, Phoenix.

MONTAG, 11.10. l Im Süden Südtirols,

9:15 Uhr, BR l Berlin Weißensee,

11:45 Uhr, BR l Rund um

Tourismusfachwirt/in (IHK) / Bachelor of Tourism (CCI):

19-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

IST-Zertifikatskurse:

Modernes Tourismusmarketing:

6-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Grundlagen der Tourismuswirtschaft:

4-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Geplant ab April 2005

IST-Studieninstitut für Sport, Freizeit und Touristik

Moskauer Str. 25 • 40227 Düsseldorf • info@ist.de • www.ist.de

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in online-gestützter Form

Berchtesgaden, 14:30 Uhr, NDR l

Bonn, 16:30 Uhr, 3sat.

DIENSTAG, 12.10. l Schätze der

Welt: Bosra, Syrien, 10:40 Uhr,

RBB l Städtetour: Singapur, 10:45

Uhr, SWR l Das Tote Meer, 15:15

Uhr, ARD l Discovery: Giganten

der Meere, 15:15 Uhr, ZDF l Mit

Gerd Ruge unterwegs in China

(1/3), 15:15 Uhr, NDR l Service Reisen:

Dominikanische Republik,

19:00 Uhr, Hessen.

MITTWOCH, 13.10. l Weltreisen:

Ole’ Man River – Mit dem Boot

über den Mississippi, 9:45 Uhr,

WDR l Der Ayers Rock, 15:15

Uhr, ARD l Mit Gerd Ruge unterwegs

in China (2/3), 15:15 Uhr,

NDR l Georgien, 15:25 Uhr, 3sat.

DONNERSTAG, 14.10. l Fernweh:

Montenegro – Okzident trifft

Orient im kleinen Land an der Adriaküste,

12:30 Uhr, BR l Juist,

14:30 Uhr, NDR l Gerd Ruge unterwegs

in China (3/3) 15:15 Uhr,

NDR.

FREITAG, 15.10. l Dresden, 10:45

Uhr, MDR l Sehnsucht nach Arkadien

– Die Deutschen und Grie-

KAPVERDEN – Von Sal

nach Santo Antao und

Fogo / Namibia – Eine Safari

durch den Süden des

Landes / Ferienwohnungen

– Auch in Großstädten eine

gute Alternative zum teuren

Hotel, SAMSTAG,

17:03 Uhr, ARD

chenland, 13:15 Uhr, 3sat l Reiselust:

Südseetraumschiff Aranui,

15:15 Uhr, ZDF l Erlebnisreisen:

Die ABC-Inseln Aruba, Bonaire,

Curacao, 16:30 Uhr, RBB l

Arkadien, 16:30 Uhr.

6.10.2004 TRAVEL ONE 27

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Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx,Tanja Ronge

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TRAVEL ONE

erscheint wöchentlich mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 32

vom 1. Januar 2004

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

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Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der Verlagsgruppe

Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg

PRESSE

»Wir Weltmeister«

Spiegel, 27.9.2004

■ Es tagt der Bundesverband

der Deutschen Tourismuswirtschaft

e.V ... Der Präsident heißt

Klaus Laepple, er trägt eine bunte

Krawatte und sieht überhaupt

fröhlich aus. Auch Otto Schily,

der Innenminister, ist hier ...

Sie sitzen da wie in einer

Schmuckschatulle, es geht um

die Frage, wie Deutschland im

Jahr 2006 aussehen wird, wenn

hier die Fußball-Weltmeisterschaft

ist. ... Man wird eine

Freundlichkeits- und Servicekampagne

organisieren, wie man

es noch nicht erlebt hat. Es wird

freundliche Taxifahrer, freundliche

Polizisten, freundliche Parkplatzwächter

geben. Sie werden

alle Englisch sprechen. Es wird

keinen Parkplatzwächter mehr

geben, der sagt: »Voll« ...

Deutschland wird leicht

sein, spielerisch, wienerisch.

Otto Schilys Oberkörper tanzt

bei dem Wort »wienerisch« Walzer

durch die Luft ... Ob es vielleicht

noch Fragen gebe. Nur

eine. Jemand fragt nach der

Mannschaftsaufstellung.

www.spiegel.de

»Ab in die Umlaufbahn«

FAZ, 29.9.2004

■ Richard Branson ist in diesen

Tagen dauernd unterwegs ...

Zwischen seinen Pflichtterminen

fand der 54 Jahre alte Brite

immerhin noch Zeit, sich selbst

einen Kindheitstraum zu erfüllen.

Virgin Galactic heißt Bransons

jüngste Schöpfung. Der

neue Ableger seines Firmenim-

periums ist auf Touristikflüge ins

Weltall spezialisiert und soll binnen

drei Jahren den Flugbetrieb

aufnehmen. Mit seinem hochfliegenden

Projekt will der umtriebige

Firmengründer weltweit

bis zu 3.000 Privatpersonen gewinnen,

die gegen Barzahlung

von 154.700 Euro in 128 Kilometer

Höhe für wenige Minuten

durchs All gleiten wollen.

www.faz.net

»Petrus und Rudi«

Wirtschaftswoche, 30.9.2004

■ Die Branche muss ihre Strategie

ändern. Dazu gehören geringere

Investitionen in Hotels und

und Flugzeuge sowie Garantiezahlungen,

mit denen sie sich

Kapazitäten sichert. Gleichzeitig

brauchen Veranstalter EDV-Systeme,

mit denen sie wie die Billigflieger

schnell und flexibel auf

Preisveränderungen bei Hotels

und Fluglinien reagieren können

... Schlussendlich muss sich die

Branche stärker auf ihre Kunden

ausrichten. Bisher beschränkt

sie sich da auf Bausteinangebote

zum Kombinieren. Damit erliegen

die Veranstalter aus Sicht

von Tourismusforscher Born jedoch

einem Missverständnis:

»Die Leute entscheiden sich oft

für etwas, weil sie nichts besseres

gefunden haben, aber nicht

weil es ihren Wünschen entsprochen

hat.«

www.wiwo.de

»Endstation Markt«

Wirtschaftswoche, 30.9.2004

■ Soll der Staat ... durch den

Wettbewerb ... dem Zugfahren

wieder Auftrieb verleihen? Für

den Fiskus und den Verbraucher

wäre der Markt die beste Endstation.

Wenn das Geschäft mit

der Eisenbahn dadurch wächst,

gibt es auch mehr Arbeitsplätze.

Wenn dann staatlich alimentierte

Bahnen aus Frankreich, der

Schweiz oder Italien den deutschen

Eisenbahnmarkt aufrollen

wollen, sollen sie doch! Der

Nutzen für Verbraucher und Fiskus

sowie die Jobs bleiben ja

hier.

www.wiwo.de

»So schön kann fliegen sein«

FAZ, 30.9.2004

Hier über den Wolken, im bequemen

Sessel bei Café und Digestiv,

klingen die Schachzüge der Luftfahrtlenker

wie aus einer anderen

Welt: Dass die TUI den Billigflieger

Hapag-Lloyd Express nur

gründete, um die Angestellten ihrer

Ferien-Fluggesellschaft Hapag-Lloyd

aufs selbe Lowcost-Niveau

zu zwingen; dass Lufthansa-

Chef Wolfgang Mayrhuber dasselbe

mit der Drohung, auf billigere

Partnerfirmen auszuweichen,

erreichen will; oder dass

Condor in diesem Punkt die Quadratur

des Kreises wagt: Kosten

runter, Preise runter, aber keine

Abstriche beim Service.

www.faz.net

GESTERN

1974 ■ Vor 30 Jahren gibt

Israel Pläne bekannt, bis

1978 in Eilat am Roten Meer

einen internationalen Flughafen

zu bauen.

1984 ■ Vor 20 Jahren

nimmt Condor Flüge von

München in die nepalesische

Hauptstadt Kathmandu auf.

1994 ■ Vor zehn Jahren sagen

zahlreiche deutsche Veranstalter

Reisen nach Indien

wegen der dort ausgebrochenen

Pest ab.

2003 ■ Vor einem Jahr

kauft FTI-Gründer Dietmar

Gunz überraschend seinen

Veranstalter wieder zurück.

Geblättert

in TRAVEL ONE

und seinem

Vorgänger

Reisebüro

Bulletin

28 TRAVEL ONE 6.10.2004


Z U G E H Ö R T

»Roadshows sind

aus meiner Sicht inzestuöses

Marketing«

Dr. Christian Göke,

Geschäftsführer der Messe Berlin

Neuer Job für

Jörg Höhner

Vertrieb ■ Jörg Höhner ist neuer

Geschäftsführer der Touristik

Vertriebsgesellschaft (TVG) in

München. Er tritt die Nachfolge

von Jürgen Böckler an, der die

100-prozentige

FTI-Tochter aus

gesundheitlichen

Gründen verlassen

hat. Höhner

berichtet direkt

an FTI-Chef Dietmar

Gunz. »Wir

freuen uns, dass

wir mit Jörg Höhner

einen erfahrenen

Vertriebsprofi

gewinnen konnten«,

so Gunz. In der Branche

kennt man Höhner vor allem als

Geschäftsführer der Reisebüro

Management GmbH (RMG), bevor

er 2003 als Vertriebsleiter bei

Bentour anheuerte.

1

Daldrup wird Geschäftsführer

Alltours ■ Willi Verhuven hat einen neuen Geschäftsführer für die bereiche

Marketing und Vertrieb. Nachdem Dr. Wolfgang Overtheil, der

erst im März die Nachfolge von Kurt Uebachs angetreten hatte, das

Unternehmen nach offizieller Darstellung in beiderseitigem Einvernehmen

verlassen hat, übernimmt Markus Daldrup nun die Leitung

von Marketing und Vertrieb inklusive der Abteilungen Kurzfrist, Service,

Qualitäts- und Reklamationsmanagement, und EDV.

Dass Daldrup und Alltours-Chef Verhuven gut miteinander auskommen,

ist wahrscheinlich – schließlich ist Daldrup bereits seit neun

Jahren Geschäftsführer des Tochterunternehmens Alltours Reisecenter.

Der gelernte Reiseverkehrskaufmann und Betriebswirt entwickelte die

Reisebürokette zu einem Unternehmen mit 88 eigenen Büros und 104

Franchisenehmern, 155,7 Millionen Euro Jahresumsatz und einer Million

Euro Gewinn vor Steuern. Bis für die Leitung der Reisecenter ein

Nachfolger gefunden ist, bleibt Daldrup für sie verantwortlich.

N E W S M A K E R

1 Christian Böll übernimmt von Sven Hoffmeyer die Position des Direktors Marketing der Steigenberger

Hotel Group in Frankfurt. Böll arbeitete zuvor als Vice President Marketing bei Seetours. 2 Klaus Wenzel

wechselte aus dem Vorstand der Arkona AG in den Aufsichtsrat. Der 66-Jährige bleibt General Manager des

Hotels Neptun in Warnemünde, das den Arosa-Resorts angeschlossen werden soll. 3 Ralf Selzer (39) verstärkt

das Vertriebsteam von Austrian Airlines in Deutschland als Key Account Manager im Geschäftsreisesegment.

4 Jörg Boeckmann (36) hat die Position von Helen Schultheis-Schütt als Vertriebsdirektor von Arkona

Reisen übernommen. Davor war er Vertriebsleiter bei Reiseland in Leipzig. 5 Maren Hüskes (27) löst

bei der IFMA Cologne Vertriebsmanagerin Aussteller, Sonja Karallus, ab. 6 Tim Endres (31) ist neuer

Produktmanager der IFMA Cologne. 7 Ralph Michaelsen (39) ist zum Leiter Fremdvertrieb innerhalb des

Vertriebsressorts der Thomas Cook AG ernannt worden. Seit September 2002 war er Geschäftsführer der

Alpha Reisebüropartner GmbH, an der Cook zu 50 Prozent beteiligt ist. Diesen Job übernimmt Albin Loidl.

6.10.2004 TRAVEL ONE 29

2

5

3

4

6

7



MENSCH Privat

Eyüp Kökçe (49), Skorpion, ist

Geschäftsführer von Bentour International.

Der in Istanbul geborene, studierte Fotograf

lebt seit 33 Jahren in Deutschland. Die

berufliche Laufbahn Kökçes beginnt als

stellvertretender Geschäftsführer bei Ufo-

Reisen und als Regionalverkaufsleiter

Nordrhein-Westfalen bei Istanbul Airlines.

Von 2000 an berät er als externer Manager

mehrere Reiseveranstalter. Seit Dezember

2003 ist Kökçe Geschäftsführer beim Türkei-

Spezialisten in Frankfurt. Er ist verheiratet

und hat einen 27-jährigen Sohn.

Eyüp Kökçe

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Die Liebe zur Türkei und der Wunsch, sie anderen Nationalitäten nahe zu bringen

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Fotograf – ein Traum, den ich mir erfüllt habe

■ Ihr Traumurlaub?

Auf einer einsamen, ursprünglichen Insel, ohne Handy, Luxus und Großstadt-Lärm

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Meine Familie und alle Freunde um mich herum sammeln und wochenlange Feste feiern

■ Wo möchten Sie gerne leben?

Auf meiner einsamen Urlaubsinsel

■ Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Für die schönen Dinge des Lebens: Reisen, Bücher, Restaurantbesuche

■ Wie schalten Sie ab?

Beim Musik hören und beim Anschauen meiner alten Lieblings-Schwarz-Weiß-Filme

■ Was ärgert Sie?

Lügner und Schwätzer

■ Was lesen Sie gerade?

»My Life« von Bill Clinton

■ Was sagen Ihre Freunde über Sie?

Dass ich eine große Stärke und gleichzeitig Schwäche habe: Gutmütigkeit

■ Wo zappen Sie im Fernsehen weg?

Bei Börsenberichten

■ 20 Stunden Fliegen, neben wem möchten Sie nicht sitzen?

Neben meiner Ex-Frau, George W. Bush und

meinem früheren Mathematiklehrer (in dieser Reihenfolge)

■ Ihr jüngstes Kinoerlebnis?

»The Day After Tomorrow«

■ Wen bewundern Sie?

Stelios Haji-Ioannou, den Gründer von Easyjet

■ Wen würden Sie gerne mal treffen?

Gerhard Schröder

■ Ihre Lebensphilosophie?

Liebe, was du tust, tue, was du liebst

Nächste Woche in TRAVEL ONE: Was sich im GESCHÄFTSREISEMARKT tut ➤ Was AIR NEW ZEALAND auf den Europarouten plant

➤ Wie ZYPERN seine touristische Zukunft gestalten will ➤ Was TRAVELTAINMENT mit Bistro vorhat

➤ Wie DRV-T den Tarifkonflikt lösen will

30 TRAVEL ONE 6.10.2004


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