Equal Pay Day 2013 - Landesrätin Mag. Doris Hummer

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Equal Pay Day 2013 - Landesrätin Mag. Doris Hummer

04.04.2013

Equal Pay Day 2013

Frauen-Landesrätin Mag. a Doris Hummer:

"Frauen arbeiten in Österreich 95 Tage länger,

um so viel zu verdienen wie Männer!"

(LK) Der Equal Pay Day (Tag der Einkommensgleichheit) findet in Österreich

heuer am 5. April statt. Er markiert den Entgeltunterschied zwischen Frauen und

Männern als den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten

müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen.

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte heute selbstverständlich sein. Dem ist aber

nicht immer so. Frauen verdienen nach wie vor oft weniger als Männer. Daher muss es

ein wichtiges Ziel sein, die Einkommensschere zu schließen und damit mehr

Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen", sagt

Hummer.

Gründe für die Einkommensdifferenz

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern haben sich in den letzten zehn

Jahren nur leicht verändert. Der Einkommensbericht 2012 des

Bundesrechnungshofes über die (durchschnittlichen) Einkommen der

unselbstständig und selbstständig Erwerbstätigen sowie der Pensionist/innen - der alle

2 Jahre dem Nationalrat, dem Bundesrat und allen Landtagen vorgelegt wird - zeigt

auf, dass Frauen nach wie vor und in allen Beschäftigungsgruppen deutlich weniger

verdienen als Männer. Im öffentlichen Bereich ist das Lohngefälle zwischen Frauen

und Männer geringer als in der Privatwirtschaft.

Die Gründe für diesen nach wie vor hohen Einkommensunterschied zwischen den

Geschlechtern sind vielschichtig und reichen von der Berufswahl (viele Frauen wählen

tendenziell geringer entlohnte "frauentypische" Berufe) über Kinder- und Pflegezeiten

bis hin zum Umstand, dass nach einer Teilzeitbeschäftigung nicht mehr der Weg

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04.04.2013

zurück in die Vollzeitbeschäftigung gefunden wird. Zu berücksichtigen ist auch, dass es

für Teilzeitbeschäftigte schwierig ist, in gut bezahlte Führungspositionen zu gelangen.

Aber auch wenn nur ganzjährig Vollzeitbeschäftigte verglichen werden, beträgt der

Median der Fraueneinkommen nur 81% des mittleren Männereinkommens.

Besonders auffallend ist, dass die Alterspension der Frauen um rund 52,5% lt. Statistik

Austria unter jener der Männer liegt. Betrachtet man die Alterspensionen (ohne

Beamtinnen und Beamte), so betrug die mittlere monatliche Alterspension der Frauen

im Jahr 2011 793 Euro und jede der Männer 1.668 Euro.

Maßnahmen des Landes OÖ für mehr Einkommensgerechtigkeit

"Weil sich gerade die Kinderzeiten negativ auf die Einkommensentwicklung der Frauen

auswirken, unterstützt das Land OÖ mit dem 'Kompetenzzentrum für Karenz und

Kariere' Unternehmen und Eltern, um Beruf und Familie besser zu vereinen", so

Hummer.

Darüber hinaus hat das Lande OÖ Initiativen und Aktionen entwickelt, um Mädchen

und Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern und sie zu

unterstützen, Führungspositionen wahrzunehmen, z.B.:

- über 50 Technikinitiativen (Girls' Day Junior, Open Labs...)

- Mutmachprogramme: Frauen in Aufsichtsräten, Cross-Mentoring-Programm,

Polittraining etc.

- OÖ Forscherinnen-Award

Das Land Oberösterreich nimmt in Bezug auf Einkommenstransparenz eine

Vorreiterrolle ein. "Alle oö. Landesbetriebe mit mehr als 150 dauernd Beschäftigten

Arbeitnehmer/innen haben bereits erstmals mit 31. Juli 2011 einen

Einkommensbericht erstellt – laut Gleichbehandlungsgesetz wäre dies erst ab dem

Jahr 2014 vorgesehen. Die oö. Landesunternehmen dienen somit als Vorbild für

private Unternehmen und nehmen Österreich weit eine Vorreiterstellung ein", so

Landesrätin Hummer.

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