Gemeindebrief - evangelische Kirchengemeinde Steinenbronn

ev.kirche.steinenbronn.de

Gemeindebrief - evangelische Kirchengemeinde Steinenbronn

Herbst 2010

Weltwärts

Gemeindebrief

der Evangelischen Kirchengemeinde

Steinenbronn

Steinenbronner weltwärts unterwegs

Gäste aus Indien

Bericht aus Sri Lanka

10 Jahre KiBiWo


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

alle Sommerausflügler und -urlauber

sind mittlerweile wieder heimgekehrt

und im Alltag angekommen. Einige

aber sind für länger ins Ausland

gegangen – und Menschen anderer

Nationen haben bei uns dauerhafte

Heimat gefunden. In diesem

Gemeindebrief wollen wir Ihre

Gedanken „weltwärts“ lenken. Wir

berichten von unseren drei

Steinenbronner Jugendlichen, die ein

„Jahr für Gott“ im Ausland machen.

Sie lesen von unserem internationalen

Gottesdienst Ende Juli mit indischen

Gästen und von der

Mesnerfamilie Rajendra, die Grüße

aus ihrem Heimaturlaub in Sri Lanka

mitgebracht haben. Gottes Familie

reicht einmal um die ganze Erde!

Einen weiten Horizont mitten im

manchmal engen Alltag wünscht

Ihnen

Ihr Pfarrer Marc Stippich

Gemeindebriefredaktion:

Pfarrer Marc Stippich (V.i.s.d.P.)

Georg Dornes

Margarete Hauser

Christiane Schweizer

Gestaltung und Layout:

Evelyn Busch, Holzgerlingen

Titelbild: (c) Thorben-Wengert, pixelio

Druck: Jung + Brecht GmbH&Co.KG.,

Weil im Schönbuch

Redaktionsschluss für die nächste

Ausgabe ist der 19.11.2010

Kontakt und Impressum

Evangelische Kirchengemeinde

Steinenbronn

Internet: www.ev-kirche-steinenbronn.de

Pfarrer Marc Stippich

Tulpenweg 3

Tel. 07157/20393

Fax 07157/8940

E-Mail: marc.stippich@ev-kirchesteinenbronn.de

Öffnungszeiten im Pfarrbüro,

Tulpenweg 3

Di, Mi., Do. und Fr. jeweils

von 9.00 – 12.00 Uhr

Tel. 07157/20393

Fax 07157/8940

E-mail: sekretariat@ev-kirchesteinenbronn.de

Gemeindediakon Siggi Rösch

Tel. 07031/2622089

E-mail: Siggi.Roesch@ev-kirchesteinenbronn.de

Evang. Kirchenpflege Steinenbronn

Kreissparkasse Böblingen

Konto Nr. 2014678, BLZ 60350130

Vereinigte Volksbank

Konto Nr. 650201000, BLZ 60390000

Kirchenpflegerin Roswitha Schrade

Tel. 07157/3326

E-mail: kirchenpflege@ev-kirchesteinenbronn.de

2


An”GE”dacht

Weltwärts oder

die Welt zu Gast

bei uns

In Deutschland

sind mittlerweile

Menschen

aus

allen

Nationen

vertreten

(laut einer

Statistik vom Bundesamt

wohnten 2005 in Deutschland knapp

7 Millionen Menschen aller Nationen

– Ausnahme: die Cookinseln J). Bei

uns in Steinenbronn wohnen 897

Personen anderer Nationalitäten.

Wie geht es Ihnen, wenn

Sie Menschen sehen, die

eine andere Hautfarbe,

Kleidung haben oder

Sprache sprechen Sie

merken vielleicht, sie

sind anders und es ist

manchmal schwierig, sie

zu verstehen. Hindert Sie

das daran, auf sie zuzugehen,

sie zu grüßen

Wir tun uns oft schwer

mit Fremdartigem. Die

vertraute und lieb gewonnene

Umgebung gibt uns Sicherheit. Das

ist die eine Seite.

Es gibt aber auch eine andere Seite.

Meine Erfahrung ist: Immer dort, wo

ich mich aufgemacht habe, auf mir

fremde und ungewöhnliche

Menschen zuzugehen, hat dies mei-

nen Horizont erweitert. Auch hier in

Steinenbronn erging es mir schon so.

Es bringt uns selber weiter, wenn wir

die Menschen anderer Nationen

unter uns wahrnehmen und in

Kontakt mit ihnen treten. Ganz

nebenbei sei noch bemerkt, dass dies

Gottes ureigenster Auftrag an uns ist.

Als Jesus, der Sohn Gottes, die Erde

verließ um in den Himmel zu kommen,

lautete sein Vermächtnis an

seine zurückbleibenden Jünger, dass

sie allen Menschen aus allen Ländern

und Sprachen von Gottes Liebe

weitersagen sollten.

Seine Liebe gilt mir, Ihnen und allen

Menschen, egal welcher Hautfarbe

oder Sprache.

Ich wünsche mir und uns allen viel

Liebe und Mut, auf Menschen, die

uns fremd sind, zuzugehen. So erfüllen

wir Jesu Vermächtnis hier bei uns

und in aller Welt. Wir werden selber

davon profitieren und ein offenes

und weites Herz bekommen.

Ihr Diakon Siggi Rösch

(c)www.gemeindebrief.de

3


DiMOE - eine Einrichtung unserer Kirche

DiMOE steht für „Dienst für Mission,

Ökumene und Entwicklung“.

Hier ein paar Sätze aus den Leitlinien

des DiMOE:

"Wir, die Mitarbeitenden des DiMOE

nehmen teil an dem Auftrag Christi,

der allen Christen auf der Erde gegeben

ist. Wie Gott seinen Sohn zum

Heil dieser Welt sandte, sind auch wir

beauftragt, in die Welt hineinzugehen,

die voll Gewalt und

Ungerechtigkeit ist. Weil die Liebe

Christi uns motiviert, sind wir herausgefordert,

uns für Gerechtigkeit,

Frieden und die Unversehrtheit der

Schöpfung Gottes einzusetzen.“

In unserem Frauenkreis haben wir

durch Mitarbeiter des DiMOE interessante

Abende erlebt, die uns weit

über unseren 'Kirchturm' hinaus mit

Christen in anderen Ländern und

ihrem oft sehr schwierigen Alltag in

Verbindung brachten. Pfarrer

Reinhard Hauff berichtete uns z.B.

aus der Arbeit der christlichen

Kirchen auf Kuba und Pfarrer Kichie

Minami von der kleinen christlichen

Minderheit in seiner Heimat Japan.

Als Vorbereitung für die Besichtigung

der griechisch-orthodoxen Kirche in

Esslingen hatten wir Pfarrer Manfred

Wagner eingeladen, der uns

Grundkenntnisse der orthodoxen

Christen nahe brachte.

Ein Kooperationspartner des DiMOE

ist das Gustav-Adolf-Werk(GAW), das

Kontakte zu über 40 evang.

Minderheitskirchen in Europa und

Lateinamerika unterhält.

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Verschiedene Referenten haben uns

aus der Arbeit des GAW in der

Slowakei, in Rumänien sowie in

Paraguay und Uruguay berichtet.

All diese Informationen machen uns

deutlich, dass wir zu der weltweiten

Kirche Jesu Christi gehören, dass wir

Verantwortung füreinander tragen,

Rumänien

dass wir voneinander lernen können

und dass wir dankbar sein dürfen, in

einem Land zu leben, in dem wir

unseren Glauben in Freiheit praktizieren

können.

Adelheid Fried

Afrika

Weitere Infos finden Sie im Internet

unter www.dimoe.de und

www.gaw-wue.de

(c)MarkusHäfele (c)MarkusHäfele


Donau-Friedenswelle

Am 26. September feierten wir einen

besonderen Gottesdienst zum Projekt

„Donau-Friedenswelle“. Was es damit

auf sich hat, beschreiben wir in diesem

Artikel:“

Im Mai 2011 wird die Dekade zur

Überwindung von Gewalt mit einem

Fest in Jamaika abgeschlossen. Als

Beitrag dazu haben die evangelischen

Kirchen entlang der Donau das

Projekt „Donau-Friedenswelle“ entwickelt.

Eine „Donauwelle“ fließt von

September 2010 bis April 2011 durch

Württemberg, Bayern, Österreich, die

Slowakei, Ungarn und Rumänien.

Der dreiteilige Name des Projekts ist

sein Programm.

Die Donau ist der bestimmende Strom

durch Mittel- und Osteuropa. Zwischen

dem Ursprung und der Mündung fließt

die Donau 2888 Kilometer, vorbei an

evangelischen, katholischen und orthodoxen

Kirchen, an Kathedralen,

Synagogen und Moscheen. Die Donau

verbindet mehrere Länder, zwischen

denen viele Konflikte und kriegerische

Auseinandersetzungen ausgetragen

wurden. Wie sich Christen im

zusammenwachsenden Europa für

Frieden und Versöhnung im Rahmen

der nun zu Ende gehenden Dekade zur

Überwindung von Gewalt eingesetzt

haben und über die Dekade hinaus einsetzen

wollen, steht dabei im

Mittelpunkt. Ein gemeinsamer

Gottesdienst unter dem Motto „Es ströme

das Recht wie Wasser und die

Gerechtigkeit wie ein nie versiegender

Bach“ (Amos 5,24), „fließt“ wie eine

Welle von Württemberg bis nach

Rumänien.

Nachdem die „Gottesdienst-Welle“ von

Württemberg bis ans Schwarze Meer

gewandert ist, findet am Ende nochmals

eine Bewegung zurück nach

Deutschland statt. Am 2. Juli 2011

endet das Projekt „Donau-Friedenswelle“

in Bayern und in Württemberg

mit einem gemeinsamen Festakt mit

allen beteiligten Kirchen.

Das Projekt will uns Mut machen,

Gewalt wahrzunehmen und zu überwinden.

Christinnen und Christen sollen

sich für ein gewaltfreies

Miteinander einsetzen, sich vernetzen

und eine Spiritualität des Friedens

leben.

Christiane Schweizer

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(c) Evelyn Busch


Weltwärts unterwegs

Drei Steinenbronner Abiturienten

sind weltwärts „im Auftrag des

Herrn“ unterwegs

Am 18. Juli 2010 war es endlich

soweit: Wir, Sarah Landenberger,

Daniel Gfrörer und Carmen Schwab,

hatten unseren

Aussendungsgottesdienst!

Alle drei werden wir ein Jahr im

Ausland verbringen, manche mehr,

manche weniger weit weg.

Im Gottesdienst durften wir eine

Predigt von Siggi Rösch zusammen

mit Jochen Schnaidt hören. Das fanden

wir klasse, da uns beide in den

letzten Jahren auf unserem

Glaubensweg begleitet haben. Am

Ende hat unser Hauskreis noch „Geh

unter der Gnade“ für uns gesungen,

was für uns sehr schön, aber auch

sehr bewegend war.

Beim anschließenden Ständerling

konnten wir mit Menschen der

Gemeinde ins Gespräch kommen und

uns in Ruhe verabschieden. Jeder von

uns hatte ein Plakat mit Bildern zu

seinem Einsatzland und Einsatzort

gebastelt, sodass man sich auch

näher informieren konnte.

Danke an alle, die mitgewirkt haben!

Es war super zu sehen, wie viele

Menschen hinter uns stehen! Wir

freuen uns über jeden, der für uns

betet oder uns finanziell unterstützt!

Carmen, Sarah und Daniel

Ich, Sarah Landenberger, mache von

Juli 2010 bis Juni 2011 einen

Freiwilligendienst in Tansania. Meine

Entsendeorganisation ist die

Neukirchener Mission.

Mit zwei anderen Mädels unterrichte

ich an einer afrikanischen, christlichen

Schule in einem kleinen Dorf

am Viktoriasee (Nassa). Die Schule

umfasst eine Grundschule und eine

Sekundarschule. Insgesamt lernen

dort etwa 400 Schüler, wovon die

Hälfte direkt auf dem Schulgelände

untergebracht ist. Wir drei teilen uns

eine kleine Wohnung direkt neben

den Schülern.

Zu meinen Aufgaben gehören der

Musikunterricht in den Klassen 1 bis

7, in Klasse 1 die Mithilfe in anderen

Fächern und einfach für die Kids

dazusein. Also ein volles, aber

abwechslungsreiches Programm!

Ich freue mich über alle, die dieses

Jahr gemeinsam mit mir teilen. Wer

meine Rundbriefe bekommen möchte,

kann mir eine E-Mail an

sarah_landenberger@yahoo.de

schicken.

6


Aussendungsgottesdienst am 18. Juli

Kia Ora! Ein herzliches Hallo vom

anderen Ende der Welt!

Seit Anfang August bin ich nun schon

hier in Neuseeland um meinen Ersatz

für den Zivildienst abzuleisten.

Ich arbeite in der presbyterianischen

Kirchengemeinde St. Columbus in

Tradale, einem Vorort von Napier.

Dort wohne ich in einer Gastfamilie –

bei den Jamiesons – und verstehe

mich sehr gut mit ihnen. Neben mir

beherbergen Kirsty und Wayne noch

Kirstys Sohn Glen und weitere internationale

Gäste.

In meinem Projekt in der Kirche habe

ich vier Hauptaufgaben: Nachmittags

ist immer von 2:30 bis 5:30 „KFC“

(„Kids Friendly Care“). Da holen wir

ca. 25 - 35 Grundschüler aus umliegenden

Schulen ab. Es gibt einen kleinen

Snack im Gemeindehaus und

dann machen wir Hausaufgaben und

spielen mit den Kids, bis die Eltern sie

abholen.

Vormittags ab 9 bin ich entweder im

„EIT“ („Eastern Institute of

Technology“) im Büro der Kirchengemeinde

administrativ tätig, habe

"Mainly Music" (ein Angebot für

Mütter mit Kindern zwischen 0 und

4, bei dem man im Gemeindehaus

zusammenkommt, ein paar Lieder

singt und anschließend noch gemütlich

eine Tasse Tee trinkt). Oder habe

Hausmeistertätigkeiten zu erledigen

in und um die Kirche.

Alles in allem macht mir die Arbeit

hier echt Spaß. Mein Tag ist ausgefüllt,

die Kolleginnen und Kollegen

sind total nett und ich fühle mich in

der Gemeinde sehr willkommen!

Ich bin sehr dankbar für die schöne,

erlebnis- und erfahrungsreiche Zeit,

die ich hier schon verbracht habe und

hoffentlich auch weiterhin verbringen

werde!

Daniel Gfrörer

Ich bin jetzt (9.9.2010) seit 4 Tagen

hier im Norden von Portugal in einem

Ort namens Canelas. Hier werde ich

im kommenden Jahr in einem

Kinderheim mit Campus für Christus

mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

machen. Zur Zeit sind nur 5 Kinder

da, es werden aber im Oktober noch

mehr werden. Sie alle kommen aus

schwierigen Familien und haben jetzt

hier ein Zuhause gefunden. Ab nächster

Woche (und wenn das mit dem

Portugiesisch reden besser klappt)

werde ich morgens immer dabei helfen,

die Kinder zu wecken und in die

Schule zu bringen. Abends ist es

meine Aufgabe mit ihnen Hausaufgaben

zu machen und einfach mit

ihnen zu spielen.

Ich freue mich schon auf die neuen

Erfahrungen und bin schon sehr

gespannt, was das Jahr für mich

bereit hält!

Wer meinen Rundbrief bekommen

will, kann mir gerne schreiben: carmen_schwab@yahoo.de

.

Ich freue mich auch immer über

Mails, die mir vom Leben in

Deutschland erzählen.

Carmen Schwab

7


Gäste aus Indien

Vom 20.-27. Juli fand die alle sechs

Jahre stattfindende Tagung des

Lutherischen Weltbundes in Stuttgart

statt, zu der 400 Delegierte und weitere

1000 internationale Gäste aus

über 100 Kirchen weltweit zu

Beratungen zusammenkamen. Am

Wochenende 24./25. Juli waren

Kontakte zu einheimischen Christen

aus der Region Stuttgart geplant.

Dazu gab es am 24. Juli einen Abend

der Begegnung am Stuttgarter

Schillerplatz mit Musik, kulinarischer

Verköstigung und Infoständen, an

denen sich weltweit tätige Werke

unserer Kirche präsentierten. Für

Sonntag hatten sich 80

Kirchengemeinden bereiterklärt,

Gäste aufzunehmen – auch wir in

Steinenbronn.

So kamen um 9.45 Uhr vier indische

Tagungsteilnehmer zu uns: ein

Bischof, eine Pfarrerin, eine Schulleiterin

und eine junge ehrenamtliche

Mitarbeiterin aus zwei indischen

lutherischen Kirchen. Empfangen

wurden sie mit einem Sonnenblumen-

Gruß im Blumenbeet neben dem

Kircheneingang. Unsere Gäste wirkten

bei uns im Gottesdienst mit. Nach

8

einer Tauffeier am Anfang des

Gottesdienstes hielt uns Bischof

Goudo die Predigt – kompetent übersetzt

von Billy Fraser – die drei

Frauen sangen uns ein christliches

Lied auf Hindi und es gab Grußworte

von Seiten der indischen Delegation.

Eine kleine Betreuungsgruppe unserer

Gemeinde begleitete im Anschluss

die Gäste zum Mittagessen und

unternahm mit ihnen eine Fahrt nach

Tübingen. Pünktlich um 18 Uhr trafen

sie wieder in Stuttgart ein, wo zu diesem

Zeitpunkt ein Abendgottesdienst

für die Tagungsteilnehmer geplant

war. Sie waren überaus dankbar für

die freundliche Aufnahme, die sie

erfahren hatten, und nahmen Grüße

aus Steinenbronn in ihre

Heimatgemeinden mit zurück.

Marc Stippich


Fußball-WM

Die Fußballweltmeisterschaft in

Steinenbronn

beginnen. Bis zum Halbfinale zeigten

wir nur die Spiele unserer

Mannschaft, und ab dem Halbfinale

alle Spiele. Es kamen jeweils zwischen

dreißig und sechzig fußballbegeisterte

Steinenbronner zu den

Übertragungen unserer Mannschaft.

Die Begeisterung steckte an, so dass

wir sogar zwei Spiele in Zusammenarbeit

mit der bürgerlichen Gemeinde

Wieder einmal hatte es unsere deutsche

Mannschaft ins Halbfinale einer

WM geschafft und uns dabei tolle

Spiele zum Anschauen geboten. Nur

schade, dass es erneut nicht zum

Finalsieg gereicht hat. Trotzdem hatten

wir viel Spaß bei den Übertragungen

in unserem Gemeindehaus.

Bis es so weit kam, galt es noch einiges

zu organisieren. So hatten wir

keine Leinwand in ausreichender

Größe. Dank der Gemeinde in

Waldenbuch konnten wir das Bild

dann auf 4m x 4m projizieren.

Ebenso nach einigem Aufwand hatten

wir die Genehmigung als

Veranstalter und eine funktionierende

Technik. Vielen Dank an dieser

Stelle allen, die mitgeholfen haben, in

der Vorbereitung und an den

Abenden selber.

So konnten wir dann am 13. Juni mit

der Übertragung des ersten Spiels

unserer deutschen Mannschaft

und der Gruppe Aktivspielplatz im

Bürgerhaus übertragen konnten.

Fußball verbindet, aber auch der

Glaube an Jesus verbindet. Das

haben beide gemeinsam. Und das

Gemeinschaftserlebnis war neben

der sportlichen Seite das Schönste an

einer gelungenen Aktion, die Spaß

machte und manche neue Kontakte

ermöglichte.

Siggi Rösch

9


Rajendras berichten aus der Heimat

Internationales Flair im

Steinenbronner Gemeindehaus

Fredric Rajendra ist inzwischen bald

10 Jahre Mesner und Hausmeister in

unserer Kirchengemeinde und wohnt

mit seiner Familie im Martin-Luther-

Gemeinde-haus. Im Sommer war er

mit seiner Frau in ihrem Heimatland

in Urlaub, auf der Insel Sri Lanka.

Dort konnte er im Kreis seiner Familie

seinen 60. Geburtstag feiern.

Frau Rajendra zuhause sind. Lange

konnten sie wegen des Bürgerkriegs

und wegen Visaproblemen nicht in

ihr Heimatland einreisen. Inzwischen

aber waren sie dreimal dort und

konnten alte Bekanntschaften wieder

aufleben lassen.

In Batticaloa, einer Provinzhauptstadt

an der Ostküste, in der Fredric

Rajendra aufgewachsen ist, leben

zwei Geschwister von ihm. Dort sind

sie bekannt mit Pastor Loganathan

John, der neben seiner Gemeinde

auch ein Waisenhaus leitet für

Kinder, deren Eltern im Bürgerkrieg

um´s Leben kamen (z.Z. 36 Jungs und

16 Mädchen).

Letztes Jahr endete in Sri Lanka nach

30 Jahren der Bürgerkrieg zwischen

der Mehrheit der Singhalesen und

der Minderheit der Tamilen. Heute

vor 30 Jahren kam Fredric Rajendra

nach Deutschland, da es ihm als junger

Tamile im Land nicht erspart

geblieben wäre, als Kämpfer in den

Untergrund zu gehen. Hier in

Deutschland gründete er seine

Familie mit seiner Frau Jenita und

den Kindern Anita und Christof.

Ihre Verwandten sind aufgrund des

Bürgerkrieges in der ganzen Welt zerstreut

– viele Tamilen wohnen z.B. in

Kanada und auch in England, wo die

Mutter und einige Geschwister von

Beim Tsunami an Weihnachten 2004

wurde das Gebäude zerstört – glücklicherweise

kam damals niemand vom

Waisenhaus um´s Leben. Seither gibt

es Beziehungen zwischen unserer

Kirchengemeinde und dem

Waisenhaus von Batticaloa. 2005

spendete die Kirchengemeinde eine

beträchtliche Summe für den

Wiederaufbau des Zentrums. Und

auch auf dieser Reise konnte Ehepaar

Rajendra einen Scheck über € 605,-

mitnehmen, der der Arbeit im

Waisenhaus zu Gute kommen wird.

10


Bericht aus Sri Lanka

Pastor John schrieb einen herzlichen

Dankesbrief und gab Rajendras einige

Fotos mit nach Hause.

Heute ist der Krieg im Land zwar zu

Ende, aber durch die endgültige

Niederschlagung des tamilischen

Aufstandes hat sich die politische

Situation der Tamilen nicht wirklich

gebessert. Nach wie vor ist es für

junge Tamilen nach ihrer Ausbildung

fast unmöglich, eine Arbeitsstelle zu

finden. Der Auswanderungsdrang der

jüngeren Generation ist ungebrochen

stark.

Wir freuen uns, dass wir durch persönliche

Kontakte die Möglichkeit

haben, an einer Stelle im Land wichtige

Hilfe zu leisten. Und wir freuen

uns, dass das Ehepaar Rajendra in

Deutschland eine neue Heimat finden

konnte und mit ihren Kindern bei uns

Wurzeln geschlagen haben.

Ihr christlicher Glaube ist ihnen sehr

wichtig, wie bei vielen, die aus

Ländern kommen, in denen Christen

in der Minderheit sind. So konnten

wir auch am Abend meines Besuches

miteinander beten – sie auf

Tamilisch, Christof und ich auf

deutsch. Gott führt Menschen

zusammen, die durch Region, Kultur

und Sprache eigentlich weit voneinander

entfernt sind. Als

Kirchengemeinde wollen wir uns diesen

bewussten Blick nach außen

wahren. Wir möchten eine offene

Gemeinde sein – und sind deshalb

dankbar, dass Familie Rajendra in

unserer Mitte lebt und arbeitet.

Marc Stippich

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Ihre Opfer und Spenden

Wir sind sehr dankbar für die vielen

Opfer und Spenden, die Sie uns in

den vergangenen Monate haben

zukommen lassen!

Immer wieder erbitten wir im

Gottesdienst die Kollekten für unsere

eigene Gemeinde. Da die

Kirchensteuerzuweisung von der

Landeskirche immer weiter abnimmt,

sind wir auf zusätzliche Spendeneinnahmen

angewiesen, um unsere

kontinuierliche Gemeindearbeit im

bisherigen Rahmen weiterführen und

auch immer wieder einmal etwas

Neues anbieten zu können. Dazu

kommen Bauvorhaben, wie im

Herbst/Winter der Einbau des barrierefreien

WCs im Gemeindehaus und

das Einrichten einer neuen Sakristei

im Kirchenvorraum.

Im Jahr 2009 sind so EUR 8.885,- an

Opfer und Spenden für die Arbeit

unserer Kirchengemeinde eingegangen.

Dazu kamen EUR 6.720,- im

Rahmen des freiwilligen

Gemeindebeitrags. Weitere größere

Beträge sind 2009 bei der

Mangoaktion zustandegekommen

(EUR 3.790,-) sowie bei den

Sammlungen für Brot für die Welt an

Weihnachten (EUR 4.415,-).

So wollen wir uns an dieser Stelle

ganz herzlich bedanken bei allen

Spenderinnen und Spendern, die

immer wieder bereit sind, unsere

eigenen und auswärtigen Projekte zu

unterstützen. Ein Dankeschön gilt

auch den Kirchensteuerzahlern,

deren Beiträge wir über die landeskirchliche

Zuteilung erhalten.

Roswitha Schrade, Kirchenpflegerin

Marc Stippich, Pfarrer

(c) Ingrid Zehendner

Beim diesjährigen Gemeindefest

kamen EUR 3.772,- als Erlös zusammen,

davon allein ca. EUR 2.000,- aus

der Sponsoringaktion im Rahmen des

Kistenstapelns.

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Erinnerungen schwelgen.

10 Jahre KiBiWo

In diesem Jahr feiern wir unser 10-

jähriges Jubiläum.

Seit dem Jahr 2000 sind die

Herbstferien fest in KiBiWo-Hand.

Kirche und Gemeindehaus sind erfüllt

von Lachen und Staunen. Aus weit

über 80 Kehlen wird fröhlich gesungen

und begeisterte Kinderaugen folgen

biblischen Theaterspielen. In

altersgerechten Kleingruppen sorgen

junge und fast noch junge

Mitarbeiter für gute Stimmung, interessante

Gespräche und kreatives

Basteln.

Mit großem Elan stecken wir mitten

in den Vorbereitungen der Jubiläums-

KiBiWo 2010. Wir möchten den

Kindern, aber auch den Eltern und

Freunden, ohne die 10 Jahre KiBiWo

nicht möglich gewesen wären, etwas

ganz Besonderes

bieten. Jedes Kind

soll beispielsweise

ein Jubiläums-T-

Shirt erhalten und

alle sollen die

Gelegenheit

haben, hinter die

„Kulissen“ der

KiBiWo zu blicken

und können

mittels Fotos und

Ausstellungen in

Da unsere finanziellen Mittel

begrenzt sind, freuen wir uns über

jede Unterstützung. Gerne auch in

Form von weißen Bettlaken, die

unser Deko-Team sofort gestalterisch

einsetzen wird.

Spenden jeder Art nimmt das Evang.

Pfarramt entgegen. Wir sagen schon

heute herzlichen Dank und freuen

uns darauf, Sie in der ersten

Novemberwoche begrüßen

zu dürfen.

Ihr KiBiWo-

Team

Tag der offenen Tür

Samstag, 6. Nov. im

Gemeindehaus 15-18 Uhr,

anschl. Fackelwanderung

13


Gottesdienst zum Schulanfang

Ökumenischer Gottesdienst

zum Schulanfang

Mittwoch, 15.9.2010

"Liebe kann man lernen. Und niemand lernt besser als

Kinder. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich

nicht wundern, wenn sie selbst lieblos werden."

Astrid Lindgren


Termine - Freud und Leid

Besondere Gottesdienste bis Ende Nov.:

17.10. 18 Uhr Lobpreisabend (Diakon

Rösch und Schwester Gretel)

24.10. Gottesdienst mit Mitarbeitenden

des Seniorenzentr. (Pfr. Stippich)

7.11. Familiengottesdienst zum

Abschluss der Kinderbibelwoche.

Mit Begrüßung der neuen Konfi 3-

Kinder (Pfr. Stippich und

KiBiWo-team)

17.11. 19.30 Uhr Buß- und Bettag.

Abendgottesdienst mit Abendmahl

(Pfr. Stippich)

21.11. Ewigkeitssonntag. Gottesdienst

für trauernde Gemeindeglieder

(Pfr. Stippich)

Taizé-Abendgebet: (Beginn 19 Uhr)

7.11. Evangelische Kirche Waldenbuch

5.12. Katholische Kirche Waldenbuch

Seniorenkreis: (Beginn 14.30 Uhr)

19.10. Filmnachmittag mit Ch. Decker

2.11. Wir treffen uns um 14.30 in der

Weinstube Maier. Anschließend

Teambespr. im Gemeindehaus

16.11. „Naturparadies in Südfrankreich“

(Frank Derer)

7.12. Adventsfeier

Frauenkreis:

12.10. Schema Israel – jüdischer Glaube

von der Zeit Jesu bis heute

(Pfr. Stippich), Beginn 20 Uhr

26.10. Besichtigung der Peter und Paul-

Kirche in Leinfelden

9.11. Aus der Arbeit des CVJM-

Weltdienstes in Äthiopien (M. Goll)

Beginn 19.30 Uhr

23.11. „Gönn dir einen schönen

Adventsabend als Einstieg in die

Adventszeit“

(Diakonin G. Jauß)

Kirchlich getraut wurden:

Boris und Irina Weichert (geb. Steitz), Kegelsklingstraße 22

Stefan und Sabrina Hauser (geb. Wagner), Jakobstraße 22

Sascha und Birgit Hiller (geb. Gärtner), Hohewartstraße 21/1

Kirchlich getauft wurden:

Lilly Kelekovic´, Hohewartstraße 15/5

Alicia Kirsch, Zollernweg 34 (in Sehmatal)

Lennard Schienle, Stuttgarter Straße 40

Maximilian und Felix Koczor, Friedrichstraße 8

Maike Eberwein, Lerchenstraße 39

Adrian Sohn, Jakobstraße 27/1

Beerdigungen:

Jochen Sommer, Seestraße 20/1, 88 Jahre

Irmgard Hanselmann, früher Schafgartenstraße 32, 82 Jahre

Lore Berner, Jakobstraße 15, im Alter von 83 Jahren

Erich Burkhardt, Lindenstraße 4, im Alter von 85 Jahren

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Kinderseite

Zwiebelrätsel

Text/Ullustration: Christian Badel

Die gemeine Küchenzwiebel bringt

fast jeden von uns zum Heulen,

besonders wenn wir sie für eine der

zahlreichen Speisen zubereiten wollen.

Die Tränen treibende Knolle

gehört zur großen Pflanzenfamilie

der Lilien und soll ursprünglich aus

den asiatischen Steppengebieten

stammen. In unserer Küche ist sie

neben Salz und Pfeffer das am meisten

verwendete Gewürz. Zwiebeln

sind aus vielen Gerichten nicht wegzudenken.

Zwiebelkuchen ist ein

bekanntes Gericht in Süddeutschland,

Sachsen und Thüringen. So wie

auf dem Bild sieht der Zwiebelkuchen

allerdings nicht ganz aus, sondern

eher wie ein Kuchenblech mit Pizza.

7 Fehler sind zu finden.

Auflösung: Haarschleife, rote Bäckchen, Bilderrahmen, Mund,

Teller, Messergriff, Zwiebeln auf der Schürze

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