13 Dat Gift dat ni! - Unfallkasse Nord

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13 Dat Gift dat ni! - Unfallkasse Nord

GUV-I 8913-SH

Dat Gift dat ni!

Niemals Reinigungsmittel

in Reichweite

von Hygieneartikeln!

13

Sicherheit

im Haushalt Nr.

Unfallkasse

Schleswig-Holstein

Prävention


Chemikalien im häuslichen Bereich

Stoff Wirkung auf den Menschen

Putz- und Entfettung der Haut,

Reinigungsmittel teilweise ätzend

Entkalker stark ätzend auf der Haut

Backofenspray sich entwickelnde Dämpfe

sind reizend und gesundheitsschädlich

WC-Reiniger ätzend auf der Haut,

besonders auf den Schleimhäuten

Rohrreiniger ätzend auf der Haut

Fleckenwasser gesundheitsschädlich,

Entfettung der Haut, führt

u. U. zur Benommenheit

Klebstoffe je nach Lösemittel mehr

(lösemittelhaltig) oder weniger gesundheitsschädlich,

narkotisierend

Vergiftungen und Verätzungen sind

Wie reizend,

dieses neue

Backofenspray.


Saubermachen muss nicht ätzend sein ...

Sicherheitsratschlag Alternative

Schutzhandschuhe tragen/ Schmierseife; statt Glasreiniger

Hautschutzcreme verwenden klares Wasser mit Essig

Schutzhandschuhe/ Essigwasser für Kochtöpfe

Schutzbrille tragen; auf und Kaffeemaschinen

kindersicheren Verschluss verwenden, Zitronensäure

achten

Gummihandschuhe/Schutz- Verschmutzungen einweichen,

brille tragen; gut lüften! dann schrubben, bürsten,

kratzen; Backofen säubern,

solange er noch warm ist

nie gleichzeitig verschiedene mechanische Reinigung mit

Reiniger einsetzen (Gefahr Bürste und Scheuermittel;

durch Bildung giftiger Dämpfe), Essigwasser gegen Kalk- und

insbesondere Essig- und Chlor- Eisenablagerungen; Prothesenreiniger

niemals mischen; auf reiniger gegen Ablagerungen

kindersicheren Verschluss achten

Gummihandschuhe/ Saugglocke oder Spirale,

Schutzbrille tragen evtl. Siphon öffnen

nur bei geöffnetem Fenster Flecken sofort mit milden

anwenden; kindersicher Reinigern, z. B. warmem Wasser

aufbewahren und (Gall-)Seife behandeln

Hautkontakte vermeiden, bei soweit möglich wasserlösliche

umfangreicheren Klebearbeiten Kleber (Kleister) verwenden

intensiv lüften

absolut überflüssig und vermeidbar!

Ein Haushalt ohne Chemikalien ist fast nicht denkbar,

dennoch gibt es vielfach Alternativen. Einige finden Sie

in der Tabelle, weitere können Sie z.B. im Informations -

material der Verbraucherzentralen nachlesen.


Wie gescheuert kann man sein?

Nachlässigkeit kann tödlich enden

■ Bewahren Sie Chemikalien immer in

der Originalverpackung und für Kinder

unzugänglich auf!

Giftige Präparate nur sorgsam verwenden!

■ Beim Einkauf gut beraten lassen und möglichst

Produkte auswählen, die für Mensch und Umwelt

geringe Gefahren potenziale aufweisen

( z. B. „blauer Engel“).

■ Verwendungshinweise beachten!

Generell gilt: Größere Wirkung = Größere Gefährdung!

Gefahrstoffe

sind u. a.:

> giftig

> gesundheitsschädlich

> ätzend

> krebserzeugend

> fortpflanzungsgefährdend

> erbgutverändernd

> brandfördernd

> entzündlich

> explosionsgefährlich

> sensibilisierend

> umweltgefährlich

Stopp! Stopp!

> Gefahrenstoffreste gehören nicht in den Trinkwasserkreislauf.

Sauber!


Augen auf!

Xn

Xi

Wichtige Sicherheitszeichen

Giftig sind Stoffe, die in geringer Menge

durch Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme

durch die Haut akute Gesundheits -

schäden oder den Tod verursachen können

(z. B. manche Insektensprays).

Ätzend sind Stoffe, die bei Berührung

mit der Haut bzw. den Schleimhäuten zu

Zerstörung des Körpergewebes führen

können.

Gesundheitsschädlich sind Stoffe, die vorübergehende

oder bleibende Gesundheits -

schäden hervorrufen oder zum Tode führen

können.

Leicht Entzündlich sind brennbare Stoffe

und/oder deren Dämpfe, die mit der Umgebungsluft

explosionsfähige Gemische

bilden und bei Anwesenheit einer Zündquelle

leicht entzündet werden können.

Reizend sind Stoffe, die bei Berührung

mit der Haut bzw. den Schleimhäuten

Entzündungen hervorrufen können.


Erstmaßnahmen bei Vergiftung

■ Bei Säuren- und Laugenvergiftungen hilft Verdünnung –

so schnell wie möglich Wasser, Tee oder Saft in kleinen

Schlucken trinken.

■ Vorsicht! Milch ist kein Gegengift, sondern beschleunigt

in vielen Fällen die Giftaufnahme durch den Darm.

■ Vorsicht! Der Versuch, den Betroffenen zum Erbrechen

zu bringen, sollte nur von einem erfahrenen Arzt mit

einem speziellen Medikament vorgenommen werden.

■ Vorsicht! Ebenfalls sollte kein Salzwasser verabreicht

werden, um ein Erbrechen auszulösen. Dies hat zum Teil

fatale Folgen.

Erstmaßnahmen bei Einatmung

■ Für frische Luft sorgen. Vorsicht – in geschlossenen

Räumen, Silos und Gruben sind auch die Helfer gefährdet.

■ Betroffene Person warm zudecken, ruhig halten.

Erstmaßnahmen bei Augenkontakt

■ Besonders bei Verätzungen durch Säuren, Laugen

und Kalk: Augen sofort mindestens 10 Minuten unter

fließendem Wasser spülen. Augenlider dabei mit den

Fingern offen halten. Wasserfluß direkt auf das Auge

richten, um noch vorhandene Säure- bzw. Laugenreste

so schnell wie möglich zu verdünnen und auszuspülen.

Erstmaßnahmen bei Hautkontakt

■ Benetzte Kleider sofort entfernen.

■ Betroffene Hautpartien ausgiebig unter fließendem

Wasser spülen.

Erste Hilfe bei Bewußtlosigkeit

■ Bewußtlose(n) in eine stabile Seitenlage bringen,

Kopf nach unten gewendet.

■ Keine Flüssigkeiten einflößen.

■ Keinen Brechversuch unternehmen.

■ Unverzüglich den Notarzt rufen! (die Verpackungen

mitgeben – damit die Vergiftung eingeschätzt

werden kann)

Giftzentrale: 0551/1 9240

0551/38 31 80

Giftinformationszentrum (GIZ Nord)

Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

Tel.: siehe gelben Kasten; Fax: 0551/3 83 18 81

E-Mail: giznord@med.uni-goettingen.de

Internet: www.giz-nord.de


Erste-Hilfe-Koffer/Verbandkasten

Folgendes gehört unbedingt in einen

ordnungsgemäßen Verbandkasten:

■ 1 Rolle Heftpflaster

■ 8 Wundschnellverbände

■ 1 Verbandpäckchen (10 x 12 cm)

3 Verbandpäckchen (8 x 10 cm)

■ 1 Verbandstuch (60 x 80 cm)

■ 2 Verbandstücher (für Brandwunden)

■ 6 Kompressen

■ 5 Fixier- oder Mullbinden

■ 2 Dreieckstücher

■ 1 Rettungsdecke

■ 1 Schere

■ 12 Sicherheitsnadeln

■ 4 Einmalhandschuhe

■ 1 Erste-Hilfe-Broschüre

Erste Haushaltshilfe!


Weitere Informationen zur

Unfallprävention bietet auch:

Landesvereinigung für

Gesundheitsförderung e. V.

in Schleswig-Holstein

Flämische Straße 6–10

24103 Kiel

Telefon 04 31/9 42 94

Telefax 04 31/9 48 71

E-mail gesundheit@lvgfsh.de

Internet www.lv-gesundheit-sh.de

Unfallkasse

Schleswig-Holstein

Wir stehen Ihnen

mit Rat und Tat zur Seite!

Wir hoffen, dass wir einen Teil dazu beitragen,

Gefahrenquellen in Ihrem Haushalt bewusst zu

entdecken und Abhilfe zu schaffen.

Weitere Informationen:

Unfallkasse

Schleswig-Holstein

Prävention

Seekoppelweg 5a

24113 Kiel

Telefon 04 31/64 07-0

Telefax 04 31/64 07-4 50

E-mail praevention@uksh.de

Internet www.uksh.de

Redaktion: Michael Taupitz, Unfallkasse SH Gestaltung: Schmidt und Weber, Kiel Fotos: www.pixelquelle.de (4), S + W ( 5)

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