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Ich, der Bauer - Gemeinde Mühlenbecker Land

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www.mühlenspiegel.de | Kostenlos für Bürger und Gäste <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> | Ausgabe 4 | Sept. 2013<br />

mühlenspiegel<br />

Bürgerzeitung <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Witwen erzählen<br />

Petra Wolf und ihr erstes Buch<br />

Was nun,<br />

Herr Platzeck<br />

Über Vergangenheit und Zukunft<br />

eines politischen Lebens<br />

<strong>Ich</strong>, <strong>der</strong><br />

Auf dem<br />

Löwenzahnpfad<br />

Rund um die Schönerlin<strong>der</strong> Teiche<br />

<strong>Bauer</strong><br />

Portrait eines<br />

<strong>Land</strong>mannes<br />

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vorwort<br />

Romantisch<br />

genießen<br />

22. September · 10 - 14 Uhr<br />

Herbstanfangsbrunch<br />

11,90 € pro Person<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

<strong>der</strong> Aufschwung in unserer <strong>Gemeinde</strong> ist deutlich zu spüren und nicht mehr zu übersehen.<br />

An allen Ecken und Kanten wird „gewuselt“ und gebaut. Die Wohnsiedlung „Am Tegeler<br />

Fließ“ in Mühlenbeck ist beispielhaft dafür; sie wächst rasant, blüht auf und gedeiht wie<br />

eine Blumenwiese im Frühling.<br />

Der Neubau <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>tagesstätte „Spatzenhaus“ in Schildow erhielt bereits die Richtkrone<br />

und die umfangreichen Umbauarbeiten des roten Backsteingebäudes in Mühlenbeck,<br />

vom Grundschulgebäude zum Schulhort, wurden termingerecht nach den Sommerferien<br />

abgeschlossen. Der Neueröffnung des Hortes unter neuer Leitung und neuem pädagogischem<br />

Konzept stand somit Mitte August nichts mehr im Wege.<br />

Der Pfaffenwald in Schildow und die direkte Umgebung erhielt mit dem neuen Bolzplatz<br />

in <strong>der</strong> Magdalenenstraße ein neues attraktives Angebot vor Ort.<br />

Der Straßenbau in den Straßen „In den Laaken/ In den Klötzen“ liegt im Zeitplan und<br />

wird eine deutliche Verbesserung des Wohnumfeldes für die Anwohner mit sich bringen.<br />

Die Planungen für den Spielplatz in Zühlsdorf ist abgeschlossen; <strong>der</strong> Startschuss für<br />

den Baubeginn soll nach Vorlage <strong>der</strong> Baugenehnigung noch in diesem Jahr erfolgen.<br />

Bereits in diesem Jahr beginnen wir, nach Abschluss <strong>der</strong> Planungen, mit den ersten<br />

Umsetzungen für das wirklich ambitionierte Straßenausbauvorhaben 2014 Schillerstraße/<br />

Möchmühlenstraße/Mönchmühlenallee/Kastanienallee. Das größte Straßenausbauvorhaben,<br />

das es bisher in unserer <strong>Gemeinde</strong> überhaupt gab.<br />

Einen Dank hier an die Kommunalpolitik, die mit ihren Beschlussentscheidungen<br />

maßgeblich die politische Richtung vorgibt und somit unser aller Lebensqualität steigert.<br />

Das Unternehmen Collonil feierte Anfang September im Ortsteil Mühlenbeck seine<br />

Eröffnung und auch im Ortsteil Zühlsdorf fand die ehemalige Schleckerfiliale eine neue<br />

gewerbliche Nutzung. Das <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> boomt und anlässlich unserer 10-jährigen<br />

Jubiläumsfeier am 22.06. konnten wir unsere 14.500te Einwohnerin begrüßen.<br />

Wir hoffen, mit <strong>der</strong> 4. Printausgabe unseres mühlenspiegel wie<strong>der</strong> Ihren „Geschmack“<br />

getroffen zu haben und Sie umfassend über das Geschehen in unserer <strong>Gemeinde</strong> zu informieren.<br />

Diesbezüglich verweisen wir auch noch einmal auf unsere Online-Nachrichten unter<br />

www.muehlenspiegel.de, wo Sie sich kontinuierlich über die neuesten Nachrichten im<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> informieren können.<br />

06. Oktober · 10 - 14 Uhr<br />

Enrntedankbrunch<br />

12. Oktober · 18 Uhr<br />

Hamburger<br />

Fisch- und Tanzabend<br />

Leckere Fischgerichte / 5,- € pro Person<br />

27. Oktober · 10 - 14 Uhr<br />

Herbstbrunch<br />

11,90 € pro Person<br />

11. November · 12 - 21 Uhr<br />

Martinsgansessen<br />

Reservieren Sie Ihre Plätze<br />

17. November · 10 - 14 Uhr<br />

Novemberbrunch<br />

11,90 € pro Person<br />

22. November · 19 Uhr<br />

Glühweinabend<br />

Live-Musik / 5,- € pro Person<br />

24. November · 10 - 14 Uhr<br />

Vorweihnachtsbrunch<br />

11,90 € pro Person<br />

1., 8., 15. und 22.<br />

Dezember · 10 - 14 Uhr<br />

Adventsbrunch<br />

17,- € pro Person<br />

25. und 26. Dezember<br />

11 - 17 Uhr geöffnet<br />

24. 12. und 31.12. -2.1.2014 geschlossen<br />

Okober bis April montags und dienstags Ruhetag!<br />

Herzlichst<br />

Ihr Bürgermeister<br />

Ihre Kämmerin und stellv. Bürgermeisterin<br />

Filippo Smaldino-Stattaus<br />

Kerstin Bonk<br />

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3<br />

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24<br />

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Vorwort<br />

Editorial des Bürgermeisters<br />

Viel Glück mit<br />

kleinen Tieren<br />

75 Jahre Kleintierzüchterverein<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Im Wandel <strong>der</strong><br />

Demografie<br />

Zur Bevölkerungsentwicklung in <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Die Aufteiger<br />

Der SV Mühlenbeck 1947 (D-Jugend)<br />

spielt jetzt in <strong>der</strong> Kreisliga<br />

Witwen erzählen<br />

Frauen berichten vom Leben nach<br />

dem Tod ihres Mannes<br />

Mit Kompetenz<br />

und Vision<br />

Der Ausschuss für Umwelt, Ordnung,<br />

Sicherheit u. touristische Entwicklung<br />

Neustart in den Beruf<br />

Das gemeinnützige Berufsför<strong>der</strong>ungswerk<br />

in Mühlenbeck hilft nach<br />

Krankheit o<strong>der</strong> Unfall<br />

Schwarzfall<br />

Wie bereitet sich die <strong>Gemeinde</strong> auf<br />

Katastrophen vor<br />

Auf dem Löwenzahnpfad<br />

Ein Spaziergang um die Schönerlin<strong>der</strong><br />

Teiche<br />

Teambildung für<br />

Mensch und Hund<br />

Was passiert eigentlich in einer<br />

Hundeschule<br />

BMX-Racing in Schönfließ<br />

Wann kommt die geplante<br />

BMX-Anlage<br />

Lesezeichen<br />

Der neue Buchtipp von Raja Redlich<br />

Wir haben die Wahl<br />

Bundestagswahl 2013 – Was bedeutet<br />

das für unsere <strong>Gemeinde</strong><br />

Historisches Bil<strong>der</strong>album<br />

Ein fotografischer Rückblick<br />

Ordnung muss sein<br />

Ein Arbeitstag im Leben <strong>der</strong> Christine<br />

Peschke vom Ordnungsamt<br />

Was nun, Herr Platzeck<br />

Ein persönliches Gespräch mit dem<br />

Ministerpräsidenten nach dessen<br />

Amtsverzicht<br />

20<br />

30<br />

24<br />

26


Titelbild<br />

<strong>Land</strong>wirt<br />

Helmut Schneermann<br />

Foto: Reinhard Musold<br />

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50<br />

Neuer Hort Mühlenbeck<br />

Alte Käthe-Kollwitz-Schule wurde<br />

saniert und komplett neu eingerichtet<br />

<strong>Ich</strong>, <strong>der</strong> <strong>Bauer</strong><br />

Helmut Schneermann –<br />

Portrait eines <strong>Land</strong>mannes<br />

Herr <strong>der</strong> Bienen<br />

Ein Besuch in Schildow bei<br />

Hobby-Imker Ronald Wermke<br />

Das schnelle<br />

Internet kommt<br />

Zur Breitband-Versorgung im<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Eine Arbeit, die<br />

Sinn macht<br />

Eine Begegnung in <strong>der</strong> Nordbahn<br />

gGmbH in Schönfließ<br />

Die Kanoniere von<br />

Zühlsdorf<br />

Bericht über ein ungewöhnliches<br />

Hobby<br />

Der Mann mit dem<br />

Goldhelm<br />

Neue Kunststücke im Rathaus –<br />

Marian Zaic und seine goldenen<br />

Plastiken<br />

Nachrichten aus<br />

dem Rathaus<br />

Kurzmeldungen aus Verwaltung<br />

und <strong>Gemeinde</strong><br />

Das junge Magazin<br />

new Generation X – Ein Jugendmagazin<br />

aus dem <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Collonil kehrt zurück<br />

Das Traditionsunternehmen eröffnete<br />

Logistikzentrum am historischen<br />

Standort in Mühlenbeck<br />

Vorschau<br />

Der nächste mühlenspiegel erscheint<br />

am 20. Dezember 2013<br />

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Leserbriefe sind<br />

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vereinsleben<br />

Viel Glück mit kleinen Tieren<br />

Eine Angelegenheit des Herzens – 75 Jahre Kleintierzüchterverein Mühlenbeck e.V.<br />

Für mich ist die Kleintierzucht und<br />

Kleintierhaltung nicht nur eine Herzensangelegenheit,<br />

son<strong>der</strong>n eine naturverbundene<br />

und verantwortungsvolle<br />

Freizeitbeschäftigung. Wir halten unsere<br />

Tiere artgerecht, so dass sie ihren Bedürfnissen<br />

entsprechend leben können. Unser<br />

Zuchtziel ist, Schönheit, Leistung und Vitalität<br />

<strong>der</strong> Tiere zu erhalten und zu för<strong>der</strong>n“,<br />

diese Worte des 37jährigen Vorsitzenden<br />

des Kleintierzuchtvereins Mühlenbeck,<br />

Christian Brüsch, <strong>der</strong> diese ehrenamtliche<br />

Funktion seit sechs Jahren ausübt, spiegelt<br />

die Philosophie aller 26 Vereinsmitglie<strong>der</strong><br />

wi<strong>der</strong>.<br />

Die meisten von ihnen gehören dem<br />

Verein schon jahrzehntelang an. Sie wohnen<br />

in Mühlenbeck, Glienicke, Schönwalde,<br />

Hohen- Neuendorf und<br />

Basdorf. Der Verein ist Mitglied<br />

im zuständigen Kreis-,<br />

Bezirks- und <strong>Land</strong>esverband<br />

sowie im Bund Deutscher<br />

Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter.<br />

Er verfolgt<br />

unmittelbar und ausschließlich<br />

gemeinnützige Zwecke.<br />

Monatlich findet eine<br />

Mitglie<strong>der</strong>versammlung und<br />

jährlich eine Jahreshauptversammlung<br />

statt. Der Vereinsvorsitzende<br />

und <strong>der</strong> vierköpfige<br />

Vorstand werden alle<br />

zwei Jahre gewählt. Der junge<br />

Vorsitzende selbst züchtete<br />

6<br />

schon als kleiner Junge Kaninchen. Die<br />

75jährige Historie des Vereins kennt er teils<br />

aus Erzählungen seines Vaters und an<strong>der</strong>en<br />

älteren Vereinsmitglie<strong>der</strong>n wie Dora Lehmann,<br />

die seit über 50 Jahren gemeinsam<br />

mit ihrem Ehemann Günther dem Verein<br />

angehört. In unserem Gespräch schil<strong>der</strong>t<br />

die Seniorin einige Meilensteine <strong>der</strong> Vereinsgeschichte:<br />

Am 8. Mai 1938 versammelten sich in<br />

Mühlenbeck im Lokal „Schwarzer Adler“<br />

Herr Ahlert, Frau Hommel, Frau Born, das<br />

Ehepaar Glass – alle aus Summt – sowie<br />

Erich Knopp und Walter Döring aus Mühlenbeck,<br />

um den „Kleintierzüchterverein<br />

Mühlenbeck und Umgebung“ zu gründen.<br />

Zum ersten Vorsitzenden wurde Walter<br />

Döring gewählt.<br />

Die etwas größeren Kleintiere: Zwei Ziegen und ihr Zuhause. Um ihr Wohl kümmert sich Wolfgang Brüsch<br />

Nach einem Jahr wurde beschlossen, am<br />

29. August 1939 die erste Jungtier- und<br />

Lehrschau im Lokal „Schwarzer Adler“<br />

in Mühlenbeck durchzuführen. Alle fieberten<br />

diesem Tag mit großer Unruhe<br />

entgegen, denn am politischen Horizont<br />

wurden die Gewitterwolken immer dunkler.<br />

Die schlimmen Ahnungen wurden zur<br />

Gewissheit. Am 28. August zog Militär in<br />

den „Schwarzen Adler“ ein. Nach einigen<br />

Verhandlungen mit dem zuständigen Offizier<br />

durfte die Veranstaltung aber mit Einschränkungen<br />

durchgeführt werden.<br />

Während des Zweiten Weltkrieges ruhte<br />

das Vereinsleben, die Züchter wurden zur<br />

Wehrmacht eingezogen. Nach dem Krieg<br />

wurde sofort <strong>der</strong> Versuch unternommen,<br />

das Vereinsleben wie<strong>der</strong> zu aktivieren. Die<br />

erste Ausstellung fand 1945<br />

statt und zählte 200 Besucher.<br />

In <strong>der</strong> Nachkriegszeit stand<br />

die häusliche Nahrungsgewinnung<br />

im Mittelpunkt <strong>der</strong><br />

Vereinstätigkeit. Während<br />

<strong>der</strong> DDR- Zeit waren die<br />

Kleintierzüchter im Verband<br />

<strong>der</strong> Kleingärtner, Siedler und<br />

Kleintierzüchter (VKSK) organisiert.<br />

Seit 1953 wurden die jährlichen<br />

Veranstaltungen mit<br />

<strong>der</strong> Frühlingsschau zu Ostern<br />

und <strong>der</strong> Sommerschau<br />

regelmäßig durchgeführt. Die<br />

Besucherzahl betrug durch-


schnittlich 2000 Gäste.<br />

Natürlich verän<strong>der</strong>te sich<br />

in dieser Zeit das Bild <strong>der</strong><br />

Ausstellungen erheblich,<br />

sie wurden mo<strong>der</strong>ner,<br />

übersichtlicher.<br />

Die Käfige sind reihenförmig<br />

angeordnet<br />

und eine aufgelockerte<br />

Gestaltung mit dekorativem<br />

Blumenschmuck und<br />

frischem Grün ist selbstverständlich.<br />

Schautafeln<br />

informieren über die<br />

Zuchten <strong>der</strong> Spartenmitglie<strong>der</strong><br />

und wer sich näher<br />

informieren möchte,<br />

findet immer kompetente Gesprächspartner.<br />

Große Schwierigkeiten bereitete in den<br />

Jahren <strong>der</strong> Raummangel.<br />

Nachdem die traditionelle Versammlungsgaststätte<br />

im Gasthaus von Wilhelm<br />

Lohse geschlossen wurde, musste dringend<br />

eine neue Bleibe gesucht werden. Durch<br />

eine Initiative des damaligen Spartenvorsitzenden<br />

Horst Marks und die aktive Mitwirkung<br />

<strong>der</strong> damals 30 Spartenmitglie<strong>der</strong>,<br />

darunter elf Frauen, entstand in <strong>der</strong> Woltersdorfer<br />

Strasse in Mühlenbeck auf einem<br />

verwil<strong>der</strong>ten, teils als Müllkippe genutzten<br />

Gelände ein schmuckes Spartenheim mit<br />

80 Quadratmetern Grundfläche sowie zwei<br />

Ausstellungshallen. Der Aufbau des Spartenzentrums<br />

war notwendig, weil dringend<br />

ein Versammlungs- und Schulungsraum<br />

sowie Ausstellungsmöglichkeiten geschaffen<br />

werden mussten. Das Bauland hatte<br />

die <strong>Gemeinde</strong> dem Verein kostenlos zur<br />

Verfügung gestellt. Mit Hilfe eines zinslosen<br />

staatlichen Kredits in Höhe von 20.000<br />

Mark konnten die wichtigsten Baumaterialien<br />

gekauft werden. 1984 war Baubeginn.<br />

Doch bis alles so weit war, verging einige<br />

Zeit. Aber voller Optimismus und Schaffensfreude<br />

wurde die Aufgabe gemeistert.<br />

Es wurde ein Zentrum für Kleintierzucht<br />

vereinsleben<br />

Regelmäßig treffen sich die Mitglie<strong>der</strong> zu Kleintierschauen im Vereinsheim in <strong>der</strong> Woltersdorfer Str. 38a in Mühlenbeck<br />

errichtet, das sich sehen lassen konnte. Für<br />

die Bauarbeiten selbst leisteten die Kleintierzüchter<br />

rund 2000 freiwillige Aufbaustunden.<br />

Die Sommerschau 1985 fand<br />

erstmals in dem neuen Kleintierzentrum<br />

statt.<br />

Höhepunkte und Programm in jedem<br />

Jahr sind nach wie vor die Osterschau, die<br />

Jungtierschau im Sommer und die Exotenschau<br />

eines befreundeten Vereins im<br />

Herbst. Ein gesellschaftlicher und geselliger<br />

Höhepunkt im Vereinsleben ist das „Hähnekrähen“<br />

zu Himmelfahrt. Sieger dieses<br />

Wettbewerbs ist <strong>der</strong> Besitzer des Hahnes,<br />

<strong>der</strong> am häufigsten in einer bestimmten Zeit<br />

kräht.<br />

Die Ausstellungen sind zur Tradition<br />

geworden, das zeigte auch die diesjährige<br />

Osterschau. Trotz Eis und Schnee lockte sie<br />

zahlreiche Besucher aus dem Umland und<br />

Berlin auf das Gelände in <strong>der</strong> Woltersdorfer<br />

Strasse. Ein Hauch von Frühling wehte<br />

durch die Ausstellungshallen. Die 300 Tiere,<br />

darunter Hühner, Tauben, Kaninchen und<br />

Enten gackerten und krähten um die Wette.<br />

Publikumsmagnat waren wie stetsdie<br />

knuffigen kleinen Tierkin<strong>der</strong>. Seit Beginn<br />

des Jahres 2000 ist die allgemeine Beratung<br />

und Aufklärung über sachgemäße Haltung<br />

und neueste wissenschaftliche<br />

Erkenntnisse zum<br />

Tierschutz, zur Zucht, zu<br />

Krankheiten und Seuchen<br />

von Kleintieren eine<br />

wichtige Aufgabe. Daraus<br />

ergibt sich auch eine enge<br />

Zusammenarbeit mit den<br />

zuständigen Behörden<br />

wie beispielsweise dem<br />

Veterinäramt.<br />

Anerkennende Worte<br />

findet <strong>der</strong> Vereinsvorsitzende<br />

für die gute Zusammenarbeit<br />

und die stete<br />

Hilfe seitens <strong>der</strong> Kommune.<br />

Ohne die finanzielle<br />

Unterstützung hätte manches Bauvorhaben<br />

nicht gestartet werden können, wäre<br />

die Überwindung mancher bürokratischer<br />

Hürden schwieriger gewesen. Dora Lehmann<br />

sagt: „Im Rathaus finde ich immer<br />

offene Ohren, wenn es einmal klemmt“.<br />

In diesem Jahr steht die Restaurierung<br />

und Renovierung <strong>der</strong> Sanitärräume auf<br />

dem Plan. Auch diesmal kann <strong>der</strong> Verein<br />

mit einem finanziellen Zuschuss seitens<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> rechnen. Nach ihren Zukunftswünschen<br />

gefragt, meinen Christian<br />

Brüsch und Dora Lehmann: „Zuerst<br />

wünschen wir uns, dass unser Verein noch<br />

viele Jahre besteht. Wie in den vergangenen<br />

Jahren geht es uns darum, weiterhin einen<br />

Beitrag zur Artenerhaltung in <strong>der</strong> Kleintierzucht<br />

zu leisten und bei den Kin<strong>der</strong>n die<br />

Tierliebe zu wecken und zu för<strong>der</strong>n.“<br />

Interessenten an einer Mitarbeit im<br />

Kleintierzüchterverein wenden sich bitte<br />

an Christian Brüsch, Tel. (0173) 9159963.<br />

Text: Doris Krohn<br />

Fotos: Kleintierzüchterverein Mühlenbeck e.V.<br />

Getränkelieferdienst Haensel<br />

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Wenn nicht wir - Wer dann<br />

7


evölkerungsstatistik<br />

Im Wandel <strong>der</strong> Demografie<br />

Wie viele Menschen werden einmal in unserer <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> leben<br />

Im Fachbereich Soziales und<br />

Bürgerservice <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

werden regelmäßig<br />

die demographischen<br />

Gegebenheiten untersucht, um<br />

Trends zu erkennen und Entwicklungen<br />

zu prognostizieren<br />

Diese Frage ist von großer<br />

Bedeutung für die Ausrichtung<br />

<strong>der</strong> kommunalen Infrastruktur<br />

insbeson<strong>der</strong>e im sozialen Bereich.<br />

Beson<strong>der</strong>es Augenmerk<br />

wird auch auf die Anzahl <strong>der</strong><br />

Kin<strong>der</strong> <strong>der</strong> Altersstufen 1. Lj.<br />

bis 12. Lj. gelegt. Das gemeindliche<br />

Angebot an Betreuungsplätzen<br />

nach dem Kita-Gesetz<br />

richtet sich mit seinen Angeboten<br />

Tagespflege – Krippe, Kin<strong>der</strong>garten<br />

und Hort an diese<br />

Adressaten.<br />

Die Betrachtung dieser Altersgruppen<br />

ist auch für die<br />

angemessene Ausstattung <strong>der</strong><br />

gemeindlichen Grundschulen<br />

unerlässlich.<br />

Die Bertelsmann-Stiftung 1<br />

ordnet das <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

methodisch in den Demographietyp<br />

„Prosperierende Kommune<br />

im Umfeld dynamischer<br />

Wirtschaftszentren“ ein.<br />

Zu diesem Demographietyp<br />

gehören deutschlandweit 292<br />

Kommunen. Es handelt sich<br />

dabei um kleine und mittelgroße<br />

Städte und <strong>Gemeinde</strong>n und<br />

um einen fast rein westdeutschen<br />

Typ. Aus Ostdeutschland<br />

sind nur 15 Kommunen, davon<br />

allein 14 aus dem Umfeld von<br />

Berlin, zugehörig.<br />

Was charakterisiert das<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> und die<br />

an<strong>der</strong>en vergleichbaren Kommunen<br />

Sie sind vor allem<br />

Wohnstandorte für hochqualifizierte<br />

Arbeitskräfte und daher<br />

geprägt durch eine hohe Kaufkraft<br />

ihrer Bewohnerinnen und<br />

Bewohner. Für das Wachstum<br />

<strong>der</strong> Vergangenheit waren immer<br />

hohe Zuwan<strong>der</strong>ungsraten<br />

verantwortlich. Dabei ergaben<br />

sich die größten Gewinne aus<br />

<strong>der</strong> Familienwan<strong>der</strong>ung, was<br />

dem typischen Muster <strong>der</strong> Suburbanisierung<br />

entspricht. Vor<br />

allem im Berliner Umland hat<br />

die nachholende Suburbanisierung<br />

Höchstwerte erreicht.<br />

Kennzeichnend ist weiterhin<br />

ein überdurchschnittlich hohes<br />

Steueraufkommen pro Kopf,<br />

die Anteile hochqualifizierter<br />

Arbeitskräfte am Ort, eine unterdurchschnittliche<br />

SGB-II-<br />

Quote und geringe Kin<strong>der</strong>armut.<br />

Das <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

hat eine geringe Bedeutung als<br />

Arbeitsort und es stehen sehr<br />

wenige Arbeitsplätze für Hochqualifizierte<br />

zur Verfügung.<br />

Die Erwerbstätigkeit wird<br />

überwiegend in <strong>der</strong> benachbarten<br />

Metropole ausgeübt.<br />

Die in Brandenburg als relevant<br />

angesehene Trendaussage<br />

zur Bevölkerungsentwicklung<br />

ist <strong>der</strong> vom <strong>Land</strong>esamt für Bauen<br />

und Verkehr erstellte „Bericht<br />

zur Raumbeobachtung,<br />

Bevölkerungsschätzung 2011<br />

- 2030, Ämter und amtsfreie<br />

<strong>Gemeinde</strong>n des <strong>Land</strong>es Brandenburg“<br />

2 .<br />

Die dortigen Ergebnisse<br />

sind plausibel und gehen<br />

konform mit den kommunalen<br />

Trenduntersuchungen <strong>der</strong><br />

Vergangenheit. Nachstehende<br />

Angaben verdeutlichen den<br />

Dynamiktrend <strong>der</strong> Einwohnerentwicklung<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>.<br />

8


Anzahl<br />

Anzahl<br />

16000<br />

14000<br />

12000<br />

10000<br />

8000<br />

6000<br />

4000<br />

2000<br />

0<br />

1400<br />

1200<br />

1000<br />

800<br />

600<br />

400<br />

200<br />

0<br />

2500<br />

Einwohnerentwicklung <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Bevölkerungsentwicklung <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

1993<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

Jahr<br />

Einwohnerzuwachs <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Bevölkerungszuwachs <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

Ortsteile<br />

bevölkerungsstatistik<br />

<strong>Gemeinde</strong><br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

2003<br />

Jahr<br />

Einwohnerentwicklung Schönfließ<br />

Einwohnerentwicklung Schönfließ<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

Willkommen im<br />

Regale Laden<br />

Schubladenbetten, Schrank- und<br />

Regalsysteme aus Skandinavien<br />

Anzahl<br />

Anzahl<br />

Anzahl<br />

Anzahl<br />

2000<br />

1500<br />

1000<br />

500<br />

0<br />

4500<br />

4000<br />

3500<br />

3000<br />

2500<br />

2000<br />

1500<br />

1000<br />

500<br />

0<br />

7000<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

0<br />

2500<br />

2000<br />

1500<br />

1000<br />

500<br />

0<br />

1993<br />

1994<br />

1993<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1993<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

Einwohnerentwicklung Jahr Mühlenbeck<br />

Einwohnerentwicklung Mühlenbeck<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

Einwohnerentwicklung Jahr Schildow<br />

Einwohnerentwicklung Schildow<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

Einwohnerentwicklung Jahr Zühlsdorf<br />

Einwohnerentwicklung Zühlsdorf<br />

1993<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

Jahr<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

Passend zu unseren JABO-Betten:<br />

Gesun<strong>der</strong> Schlaf durch<br />

Naturmatratzen von Sembella.<br />

Wir beraten Sie gerne<br />

und freuen uns auf Ihren Besuch.<br />

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evölkerungsstatistik<br />

Die voraussichtliche Einwohnerentwicklung<br />

bis 2030:<br />

Jahr 3 Einwohner<br />

2015 14.639<br />

2020 15.028<br />

2030 15.438<br />

Bemerkenswert ist, dass das<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> nach o.g.<br />

Erhebung die perspektivisch<br />

gesehen am stärksten wachsende<br />

<strong>Gemeinde</strong> im <strong>Land</strong>kreis<br />

Oberhavel mit 9,7 % Wachstum<br />

(2010 bis 2030) wäre, dicht gefolgt<br />

von Birkenwer<strong>der</strong> (6,6 %),<br />

Velten (6 %) und Kremmen (3,4<br />

%). Innerhalb <strong>der</strong> letzten 18<br />

Jahre 43 stieg die Einwohnerzahl<br />

von 6.057 auf nunmehr 14.399<br />

zum Ende 2012. Allerdings ist<br />

die Dynamik des Wachstums<br />

stark abgeschwächt und wird<br />

sich einem Limes annähern.<br />

Dies zeigen die historischen<br />

Entwicklungen in den an<strong>der</strong>en<br />

Ballungsräumen Hamburg,<br />

München, Köln. Die Bestimmung<br />

dieses Limes kann nur<br />

unter Berücksichtigung <strong>der</strong><br />

jeweiligen wirtschaftlichen,<br />

kulturellen, infrastrukturellen<br />

Rahmenbedingungen erfolgen.<br />

Nicht zu vernachlässigen<br />

ist auch die Frage <strong>der</strong> vorhandenen<br />

Baugelegenheiten. Die<br />

Möglichkeit <strong>der</strong> Innenverdichtung<br />

<strong>der</strong> Ortsteile wird perspektivisch<br />

abnehmen. Möglicherweise<br />

kann man angesichts<br />

<strong>der</strong> vorhandenen Freiflächen<br />

durch Än<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Flächennutzungspläne<br />

weitere Siedlungsflächen<br />

ausweisen, ohne<br />

dass die Ziele <strong>der</strong> Raumordnung,<br />

<strong>der</strong> <strong>Land</strong>esplanung bzw.<br />

die Rahmenbedingungen o<strong>der</strong><br />

Ziele <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>planung im<br />

Wesentlichen eine Berührung<br />

erfahren.<br />

Das Wachstum setzt sich<br />

zusammen aus <strong>der</strong> Addition<br />

<strong>der</strong> Salden von Geburten und<br />

Sterbefällen einerseits und Zuzüge<br />

und Wegzüge an<strong>der</strong>erseits.<br />

Es wird aus beiliegenden<br />

Tabellen deutlich, dass die positive<br />

Einwohnerentwicklung<br />

überwiegend auf Wan<strong>der</strong>ungsgewinne<br />

zurückzuführen ist<br />

(92,64 %) im Mittel <strong>der</strong> letzten<br />

18 Jahre. Demgegenüber trägt<br />

Anzahl<br />

Anzahl<br />

Anzahl<br />

<strong>der</strong> erfreulicherweise positive<br />

Saldo aus Geburten und Sterbefällen<br />

nur mit 7,36 % zum<br />

Wachstum bei.<br />

Welche strategischen Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

ergeben sich perspektivisch<br />

exemplarisch aus <strong>der</strong><br />

Einwohnerentwicklung<br />

1. Vor dem Hintergrund<br />

140<br />

120<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

0<br />

1800<br />

1600<br />

1400<br />

1200<br />

1000<br />

800<br />

600<br />

400<br />

200<br />

0<br />

250<br />

200<br />

150<br />

100<br />

50<br />

0<br />

21<br />

17<br />

31<br />

37<br />

20 22<br />

zunehmen<strong>der</strong> Alterung ist mit<br />

einer verän<strong>der</strong>ten Nachfrage<br />

nach Infrastruktureinrichtungen<br />

zu rechnen. Deren Umbau<br />

und die flexible multifunktionale<br />

Nutzung sind eine weitere<br />

48<br />

38<br />

Geburten und Sterbefälle<br />

Geburten und Sterbefälle<br />

53<br />

55<br />

79 80<br />

66<br />

87<br />

daraus resultierende Herausfor<strong>der</strong>ung.<br />

Es werden beispielsweise<br />

statt Kin<strong>der</strong>tagesstätten<br />

perspektivisch mehr Gelegenheiten<br />

für altersgerechtes Wohnen<br />

benötigt.<br />

2. Durch eine in <strong>der</strong> Vergangenheit<br />

zeitgleiche Erschließung<br />

zusammenhängen<strong>der</strong><br />

78<br />

76 75 73<br />

90<br />

68 69<br />

101 99<br />

80<br />

82<br />

56<br />

124<br />

73<br />

108<br />

Wohngebiete und eine Besiedlung<br />

meist durch junge Familien<br />

findet aktuell in vielen<br />

Nachbarschaften ein Prozess<br />

<strong>der</strong> Kohortenalterung statt.<br />

Die betreffenden Gebiete haben<br />

70<br />

90<br />

84<br />

109 110<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

Zuzüge und Wegzüge<br />

1481<br />

Geburten<br />

1622<br />

1557<br />

1228<br />

1129<br />

Jahr<br />

Zuzüge und Wegzüge<br />

Sterbefälle<br />

70<br />

94<br />

80 82<br />

1264 1230 1257<br />

1099 1072<br />

871<br />

855 855<br />

885<br />

848<br />

816<br />

604 611<br />

814<br />

784<br />

449<br />

744 725 742<br />

774<br />

730 737 714 699<br />

639<br />

657<br />

588<br />

548<br />

458 472<br />

313 310<br />

265<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

Zuzüge<br />

Jahr<br />

Baugenehmigungen und -fertigstellungen<br />

Wegzüge<br />

Baugenehmigungen und Fertigstellungen<br />

208<br />

186 176 177 192 166<br />

161<br />

147<br />

147<br />

169<br />

145 143 137 127 134<br />

123<br />

125<br />

80 85<br />

77 79 82 89<br />

104<br />

96<br />

86 81<br />

64 66 60<br />

1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012<br />

Jahr<br />

Baugenehmigung<br />

Fertigstellung<br />

eine sehr homogene Altersstruktur,<br />

was mit zunehmendem<br />

Alter <strong>der</strong> Bewohner zu<br />

einer Herausfor<strong>der</strong>ung für die<br />

Kommunen wird. Dieses Phänomen<br />

wird in den Wohngebieten<br />

Pfaffenwald, Bieselheide,<br />

Feldweg und Tegeler Fließ<br />

zu beobachten sein.<br />

3. Durch einen künftig<br />

erwarteten Anstieg <strong>der</strong> Einund<br />

Zweipersonenhaushalte<br />

kann es trotz stabiler o<strong>der</strong><br />

wachsen<strong>der</strong> Bevölkerung zum<br />

Phänomen des “ inneren Leerstandes“<br />

kommen: einer Unterauslastung<br />

<strong>der</strong> auf Familien<br />

ausgelegten Wohnfläche in<br />

den Wohnungen und Eigenheimen.<br />

Die damit einhergehende<br />

sinkende Dichte <strong>der</strong><br />

Bevölkerung hat Auswirkungen<br />

auf die sozialräumliche<br />

Struktur.<br />

Bis es dazu kommt, wird aber<br />

noch etwas Zeit vergehen. Im<br />

Augenblick sind wir neben<br />

vielen an<strong>der</strong>en Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

damit beschäftigt, im<br />

Sinne von Familienfreundlichkeit<br />

die Kin<strong>der</strong>tagesbetreuung<br />

optimal zu gestalten<br />

und noch bessere Lernbedingungen<br />

für die Schüler unserer<br />

Grundschulen zu schaffen.<br />

Die Grafiken verdeutlichen<br />

einige Aspekte <strong>der</strong> Entwicklung<br />

von Ortsteilen und<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>.<br />

In <strong>der</strong> kommenden Ausgabe<br />

des mühlenspiegel finden<br />

Sie eine Fortsetzung dieses<br />

Textes. Beson<strong>der</strong>es Augenmerk<br />

wird darin auf die Entwicklung<br />

<strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>zahlen<br />

und die Entwicklung bedarfsgerechter<br />

Kapazitäten von<br />

Kin<strong>der</strong>tagesbetreuung und<br />

Grundschulen gelegt.<br />

Text: Jörg Matthes<br />

Grafiken: Jörg Matthes<br />

Foto: Alena Ozerova<br />

1) Nachfolgende Ausführungen sind überwiegend<br />

entnommen: Stadt-<strong>Land</strong>-Umland, Handlungsansätze<br />

für Kommunen im demographischen Wandel,<br />

Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2013<br />

2) Herausgeber: <strong>Land</strong>esamt für Bauen und Verkehr,<br />

Lindenalle 51, 15366 Hoppegarten, www.lbv.<br />

brandenburg.de<br />

3) vgl. Angaben aus Berichte Raumbeobachtung,<br />

Anlage 3, Blatt 3<br />

4) Seinerzeit waren Zühlsdorf, Schönfließ, Schildow<br />

und Mühlenbeck selbständige <strong>Gemeinde</strong>n.<br />

Mit <strong>der</strong> Bildung <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> in 2003 erfolgte <strong>der</strong> Zusammenschluss<br />

10


sportspiegel<br />

Die Aufsteiger<br />

Kreismeister SV Mühlenbeck 1947 e.V. (D-Jugend) spielt jetzt in <strong>der</strong> Kreisliga Oberhavel<br />

Für die Fußballer <strong>der</strong> D-Jugend vom<br />

SV Mühlenbeck 1947 e.V. ist ein<br />

Traum in Erfüllung gegangen. Im<br />

Juni 2012 hatte die Mannschaft die Meisterschaft<br />

<strong>der</strong> Ersten Kreisliga erkämpft<br />

und spielt seit August dieses Jahres nun in<br />

<strong>der</strong> Kreisliga Oberhavel. Die Kreismeisterschaft,<br />

das sind bleibende Erinnerungen an<br />

ein erfolgreiches Fußballjahr, ein schicker<br />

Pokal im Vereinsheim und Urkunden und<br />

Medaillen für jeden von ihnen.<br />

Die Mannschaft von Trainer<br />

Dennis Reike (oben rechts im<br />

Bild), das sind zwölf fußballbegeisterte<br />

12- bis 13-jährige Jungs<br />

aus Schildow und Mühlenbeck.<br />

Jeweils dienstags und donnerstags<br />

treffen sie sich ab 17:30 Uhr<br />

auf dem Sportplatz Mühlenbeck,<br />

um sich auf die nächsten Spiele<br />

vorzubereiten.<br />

Das Training dauert jeweils<br />

eineinhalb Stunden. Auf dem<br />

Programm stehen Taktik, Kondidion<br />

und natürlich Übungsspiele.<br />

Unterstützt wird Dennis Reike,<br />

<strong>der</strong> selbst bereits seit 30 Jahren<br />

Vereinsmitglied ist, von seinem Co-Trainer<br />

Alfred Günther, einem <strong>der</strong> „zuverlässigsten<br />

und hingabevollsten Menschen“, die er<br />

kenne, sagt Dennis Reike.<br />

Die Jugend-Fußballabteilung des SV<br />

Mühlenbeck 1947 e.V. besteht aus 90 Jungen<br />

im Alter von 4 bis 13 Jahren. In <strong>der</strong><br />

jüngsten Gruppe spielen die 4- bis 6-Jährigen<br />

(G-Jugend); in <strong>der</strong> D-Jugend die 12- bis<br />

13-Jährigen. Ein Fußballspiel dauert für die<br />

Auch in <strong>der</strong> Halle Kreismeister: Die D-Jugend des SV Mühlenbeck 1947 e.V.<br />

Kids 2 mal 30 Minuten und das Spielfeld<br />

entspricht <strong>der</strong> Hälfte <strong>der</strong> Originalgröße.<br />

Angefangen hat alles mit einer Fußball-<br />

AG <strong>der</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> Grundschule, aus<br />

<strong>der</strong> sich die späteren Jugendmannschaften<br />

des Vereins entwickelt haben. Heute spielt<br />

man bereits die 6. Saison und die Begeisterung<br />

am Jugendfußball wächst weiter.<br />

Nachwuchssorgen gibt es wenig. Oft sind<br />

es Eltern o<strong>der</strong> Lehrer, die beim Verein anfragen<br />

und natürlich sorgen auch<br />

Presseberichte für Interesse.<br />

Wer mitspielen möchte, ist<br />

dazu herzlich eingeladen. Entwe<strong>der</strong><br />

zum öffentlichen Training<br />

kommen und Kontakt knüpfen<br />

o<strong>der</strong> beim Jugendleiter René Wetzel<br />

anrufen unter (0172) 3127952.<br />

Kosten entstehen nur in Form<br />

von Fußballschuhen und des<br />

Vereinsbeitrages von jährlich 36<br />

Euro. Um alles an<strong>der</strong>e kümmert<br />

sich <strong>der</strong> Verein.<br />

Text: Claus Schmidt-Eckertz<br />

Fotos: Dennis Reike, Oliver Hinz<br />

11


lebenshilfen<br />

Witwen erzählen<br />

Frauen berichten vom Leben nach dem Tod ihres Mannes<br />

In einem Buch von Petra Wolf<br />

In Deutschland gibt es rund fünf Millionen<br />

Witwen. Fast alle Frauen stürzen<br />

nach dem Tod ihres Mannes o<strong>der</strong> Partners<br />

in eine tiefe Lebenskrise. Sie haben das<br />

Gefühl, allein kaum noch weiterleben zu<br />

können und fühlen sich von ihrem Umfeld<br />

ausgegrenzt und unverstanden.<br />

Vom Leben dieser Frauen nach dem<br />

Tod des Mannes berichtet die Schildower<br />

Journalistin Petra Wolf in ihrem ersten<br />

Buch „Das Bleiben schmerzt mehr als das<br />

Gehen“. Es sind 18 autorisierte Berichte in<br />

<strong>der</strong> <strong>Ich</strong>-Form von Frauen im Alter von 39<br />

bis 77 Jahren, die unterschiedlich lange mit<br />

ihren Partnern zusammen gelebt hatten.<br />

Die Lebenssituationen <strong>der</strong> Frauen waren<br />

und sind sehr unterschiedlich. Auch die<br />

Konfrontation mit dem Tod des Mannes<br />

unterscheidet sich: lange Krankheit bis<br />

zum Siechtum, plötzlicher Tod, Unfalltod<br />

o<strong>der</strong> Suizid.<br />

In den Erzählungen in Petra Wolfs<br />

Buch geht es um Einsamkeit, Leere, Wut,<br />

Enttäuschung, um Schuldgefühle, Zweifel,<br />

Sehnsucht nach Liebe und Zuwendung, um<br />

erfolgloses Suchen, Liebe über den Tod hinaus,<br />

eine neue Körperwahrnehmung mit<br />

Lust und Leidenschaft bis ins hohe Alter<br />

und um neue Lebensaufgaben und Lebensziele.<br />

Kaum eine <strong>der</strong> Frauen verspürt nicht<br />

den Wunsch und die Sehnsucht nach Geborgenheit,<br />

Liebe und Sex. Daher wird in<br />

diesem Buch <strong>der</strong> Frage nach einer neuen<br />

Partnerschaft beson<strong>der</strong>s breiter Raum<br />

gegeben. Und ja, Petra Wolfs Buch thematisiert<br />

nicht nur den Tod des Partners<br />

12<br />

und den Umgang mit <strong>der</strong> Trauer, son<strong>der</strong>n<br />

bricht auch ein Tabu: Auch Witwen wollen<br />

Sex - und zwar in jedem Alter. „Gestreichelt<br />

und berührt zu werden, das ist doch etwas<br />

Schönes“, betont die 75-jährige Gertrud.<br />

In Zeiten des Internets und vieler Partnerforen<br />

gibt es sehr viel mehr Möglichkeiten<br />

für Witwen, Männer kennen zu lernen.<br />

Jedoch: Witwen suchen an<strong>der</strong>s. Sie sind<br />

vorsichtiger!<br />

Drei Jahre hat Petra Wolf, die als feste,<br />

freie Journalistin für den Oranienburger<br />

Generalanzeiger arbeitet, an ihrem Buch<br />

Petra Wolf wurde 1955 in Berlin geboren und studierte<br />

Betriebswirtschaft. Seit 1994 ist sie freie Journalistin.<br />

Zu ihren bevorzugten Themen gehören Portraits. Ihr<br />

Mann nahm sich 2006 das Leben. Sie hat zwei erwachsene<br />

Kin<strong>der</strong> und lebt mit ihrem neuen Partner in Schildow<br />

geschrieben. Die eigene Einsamkeit nach<br />

dem Tod ihres Mannes hat sie dazu veranlasst.<br />

Und nach den ersten Gesprächen mit<br />

an<strong>der</strong>en Witwen wurde ihr schnell klar:<br />

Ihre Geschichte ist auch die Geschichte<br />

vieler an<strong>der</strong>er Frauen.<br />

Nach an<strong>der</strong>en Witwen suchen musste<br />

Petra Wolf nicht; ein Kontakt ergab den<br />

nächsten und die Bereitschaft <strong>der</strong> interviewten<br />

Frauen über ihre Erfahrungen zu<br />

erzählen war allenthalben groß. In Petra<br />

Wolf hatten die Witwen eine Gesprächspartnerin,<br />

die aus eigenem Erleben wusste,<br />

worüber man sprach. Und dennoch erlebte<br />

und verarbeitete jede Frau ihren Verlust<br />

an<strong>der</strong>s.<br />

„Das Bleiben schmerzt mehr als das<br />

Gehen“ handelt von Tod und Trauer und<br />

ist doch nicht Trauerliteratur im üblichen<br />

Sinne. Denn das Buch macht auf eine ganz<br />

neue Art Mut. Es ist ein Trost für Betroffene<br />

in jedem Lebensalter und unterstützt<br />

alle, die Trauernden begegnen und sie in<br />

ihrer Trauer verstehen wollen.<br />

Das Buch erscheint am Freitag, 25. Oktober.<br />

An diesem Tag stellt es Petra Wolf<br />

persönlich im Bürgersaal Schildow vor. Die<br />

Präsentation beginnt um 20:00 Uhr; <strong>der</strong><br />

Eintritt beträgt 5,- Euro (Mitglie<strong>der</strong> des<br />

Kulturvereins Schildow zahlen 4,- Euro).<br />

„Das Bleiben schmerzt mehr als das<br />

Gehen“ erscheint im Custos Verlag.<br />

Text: Claus Schmidt-Eckertz<br />

Fotos: Egon Homer / Fotolia


gemeindevertretung<br />

Mit Kompetenz und Vision<br />

Der Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und touristische Entwicklung<br />

„Die <strong>Gemeinde</strong>vertretung kann zur Vorbereitung ihrer Beschlüsse und<br />

zur Kontrolle <strong>der</strong> Verwaltung aus ihrer Mitte ständige o<strong>der</strong> zeitweilige<br />

Ausschüsse bilden. Die Ausschüsse können <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>vertretung<br />

Empfehlungen geben.“<br />

Diese sprachlich trockene Formulierung in § 43 <strong>der</strong> Brandenburger Kommunalverfassung<br />

lässt kaum erahnen, dass hier von einem Kernstück <strong>der</strong><br />

lokalen politischen Beratungen die Rede ist; denn in den Fachausschüssen<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>vertretung sind Sachkenntnisse und Vertrautheit mit örtlichen<br />

Gegebenheiten ebenso gefragt wie die Bereitschaft und Fähigkeit zur abwägenden<br />

Auseinan<strong>der</strong>setzung mit fachlichen Alternativen und unterschiedlichen<br />

Auffassungen. Die Fraktionen überlegen sich daher<br />

sehr genau, wen sie aus ihren Reihen für die Arbeit in einem<br />

Ausschuss benennen, da diese Personen in den Beratungen<br />

auch als Gesicht und Stimme <strong>der</strong> Partei o<strong>der</strong> Wählergemeinschaft<br />

öffentlich wahrgenommen werden.<br />

In dieser und den beiden folgenden Ausgaben des mühlenspiegels<br />

werden nacheinan<strong>der</strong> die drei Ausschüsse für<br />

„Umwelt, Ordnung, Sicherheit und touristische Entwicklung“,<br />

für „Bauen, Wohnen und Gewerbe“ sowie für „Soziales,<br />

Bildung, Kultur und Sport“ vorgestellt.<br />

Stimmberechtigte und beratende Mitglie<strong>der</strong><br />

Mitglie<strong>der</strong> im Umwelt-Ausschuss sind Thomas Henning<br />

(B90/Grüne) und Anne Christin Bleumer (parteilos) für<br />

die Fraktion SPD-B90/Grüne, Harald Ziekursch (CDU), Volker Engel (DIE<br />

LINKE) und Jens Berschnei<strong>der</strong> (Freie Wähler ML). Darüber hinaus hat die<br />

<strong>Gemeinde</strong>vertretung von <strong>der</strong> Möglichkeit Gebrauch gemacht, sachkundige<br />

Einwohner in den Ausschuss zu berufen: Peter Witte (auf Vorschlag von<br />

SPD-B90/Grüne), Prof. Eckhard Ripke (Vorschlag CDU), Dr. Barbara Nöbel<br />

(Vorschlag DIE LINKE), Marianne Gierloff-Karaca (Vorschlag Freie Wähler<br />

ML), Karin Schultz (Vorschlag AG ML). Mit ihrem aktiven Teilnahmerecht<br />

können sie das Wort ergreifen, Vorschläge einbringen sowie Fragen und<br />

Anträge stellen und begründen. Stimmberechtigt sind die fünf Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong>vertretung; den Vorsitz hat Herr Henning inne, zur Stellvertreterin<br />

gewählt wurde Frau Bleumer.<br />

Die Tagesordnung<br />

Die Tagesordnung sieht oftmals recht amtlich-bürokratisch aus: Abwägungsbeschlüsse,<br />

Bebauungspläne, Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse,<br />

Satzungsän<strong>der</strong>ungen ... Doch davon sollte sich niemand schrecken lassen,<br />

meint Thomas Henning: „Die Ausschusssitzungen sind oft viel lebendiger, als<br />

die Tagesordnung vermuten lässt.“ Sie entsteht aus mehreren Quellen. Zunächst<br />

setzt die Verwaltung die Punkte auf die Tagesordnung, die aus ihrer<br />

Sicht notwendig sind. Weitere Punkte werden vom Vorsitzenden benannt,<br />

an<strong>der</strong>e Ausschussmitglie<strong>der</strong> machen ebenfalls Vorschläge, sachkundige Einwohner<br />

kommen mit eigenen Ideen. Auch Bürgerinnen und Bürger, die auf<br />

ein Thema gestoßen sind, das ihrer Meinung nach vom Umweltausschuss<br />

behandelt werden sollte, können sich je<strong>der</strong>zeit an ein Ausschuss-Mitglied<br />

o<strong>der</strong> die Verwaltung wenden. Wenn die Tagesordnung vom Vorsitzenden im<br />

Benehmen mit dem Bürgermeister aufgestellt und vom Ausschuss bestätigt<br />

worden ist, kann es losgehen.<br />

Harald Grimm<br />

Umwelt, Ordnung, Sicherheit, touristische Entwicklung<br />

Die Beratungen im Umweltausschuss des <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>es sind bekannt<br />

für eine gewisse Lockerheit. So for<strong>der</strong>te <strong>der</strong> Vorsitzende in <strong>der</strong> letzten<br />

Sitzung den anwesenden Fachbereichsleiter mit Bezug auf ein vorliegendes<br />

Konvolut von 88 Seiten (plus 13 Anlagen) spontan auf, „mal eben in zwei<br />

Sätzen zu erklären“, was eigentlich ein „Selbstbindungsbeschluss“ zum Lärmaktionsplan<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> sei, dem <strong>der</strong> Ausschuss seine Zustimmung erteilen<br />

solle. Herr Labitzky entledigte sich <strong>der</strong> Aufgabe schmunzelnd mit nur<br />

einem einzigen Satz: „Wir bekennen uns dazu, dass wir uns bemühen, die<br />

auf Seite 79 aufgelisteten Maßnahmevorschläge abzuarbeiten.“ - Natürlich<br />

müssen Regeln eingehalten werden, aber wenn es <strong>der</strong> Sache dient, lässt es<br />

<strong>der</strong> Vorsitzende schon mal zu, dass Zuhörer auch außerhalb<br />

<strong>der</strong> Einwohnerfragestunde zu Wort kommen. Richtig lebendig<br />

wird es in den Sitzungen, wenn es nicht um Formalien<br />

geht, son<strong>der</strong>n um Dinge von allgemeinem Interesse:<br />

Müssen die Pappeln in <strong>der</strong> schönen alten Allee wirklich<br />

gefällt werden Lebhafte Diskussionen (u.a. mit <strong>der</strong> BI<br />

Baumschutz Kommunal) sind zum Beispiel <strong>der</strong> Ausarbeitung<br />

einer gerechten und wirksamen Baumschutzsatzung<br />

vorausgegangen, in <strong>der</strong> öffentliche und private Interessen<br />

gegeneinan<strong>der</strong> abgewogen werden müssen – zum Beispiel,<br />

ob eine Eiche einem Bauvorhaben geopfert werden darf.<br />

Wie kommen Kin<strong>der</strong> sicher zur Schule und zurück Was<br />

können wir tun, um als <strong>Gemeinde</strong> unseren Teil zum Klimaschutz<br />

beizutragen Mit wem wollen wir eine <strong>Gemeinde</strong>partnerschaft<br />

eingehen Auch das neue Kommunikationskonzept<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>, das das Glück seiner Bewohnerinnen und Bewohner<br />

in den Mittelpunkt kommunalpolitischen Handelns stellt, stammt zu großen<br />

Teilen von Mitglie<strong>der</strong>n des Umwelt-Ausschusses, <strong>der</strong> auch stets eng mit <strong>der</strong><br />

Leitbildgruppe zusammenarbeitet.<br />

Anhörungen und Besichtigungen vor Ort<br />

Mitunter können Entscheidungen nur nach Anhörung sachkundiger Fachleute<br />

und professioneller Beratung getroffen werden. Auf <strong>der</strong> letzten Sitzung<br />

am 26. August trug zum Beispiel <strong>der</strong> Projektleiter <strong>der</strong> 50Hertz Transmission<br />

GmbH den Planungsstand des „380-kV-Nordrings Berlin“ vor, mit dem die<br />

Netzintegration <strong>der</strong> Windkraft für die Stromversorgung im Norden und Osten<br />

Deutschlands gesichert wird. Für an<strong>der</strong>e Angelegenheiten trifft sich <strong>der</strong><br />

Ausschuss auch schon mal außerhalb des Sitzungssaales, um vor Ort einen<br />

Eindruck zu erhalten: Verwaltung und hinzugezogene Experten müssen dann<br />

am Tatort Rede und Antwort stehen, bis sich die Kommunalpolitiker sicher<br />

sind, bei <strong>der</strong> Abstimmung mit Überzeugung die Hand heben zu können.<br />

Empfehlungen<br />

Die vom Umweltausschuss erarbeiteten Ergebnisse stellen keine Beschlüsse<br />

dar, son<strong>der</strong>n sind Empfehlungen an die etwa einen Monat später tagende<br />

<strong>Gemeinde</strong>vertretung. Fast immer werden sie von ihr bestätigt – woraus sich<br />

schließen lässt, dass <strong>der</strong> Umweltausschuss gute Arbeit leistet.<br />

Harald Grimm<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>vertretung<br />

Text: Harald Grimm<br />

Foto: Axel Berschnei<strong>der</strong><br />

13


gemeindespiegel<br />

Neustart in den Beruf<br />

Das gemeinnützige Berufsför<strong>der</strong>ungswerk in Mühlenbeck hilft nach Krankheit o<strong>der</strong> Unfall<br />

14<br />

Welche Vorstellung verbinden Sie<br />

mit dem Begriff „Reha“ Denken<br />

Sie vielleicht an Unterwassergymnastik,<br />

Völkerballspielen o<strong>der</strong> an<br />

Laubsägearbeiten Das wären jedenfalls die<br />

gängigsten Assoziationen.<br />

Zweifellos ist das Wort „Reha“ (verkürzt<br />

für „Rehabilitation“) in <strong>der</strong> Vorstellungswelt<br />

<strong>der</strong> Bevölkerung sehr unterschiedlich<br />

besetzt. Rehabilitation bedeutet „Wie<strong>der</strong>herstellen“<br />

und wird in dreierlei Hinsicht<br />

verwendet: Als medizinische, berufliche<br />

o<strong>der</strong> soziale „Wie<strong>der</strong>herstellung“.<br />

Mit <strong>der</strong> beruflichen Rehabilitation befasst<br />

sich das Berufsför<strong>der</strong>ungswerk im<br />

Ortsteil Mühlenbeck. Viele kennen sicher<br />

den Gebäudekomplex auf dem 20 ha großen<br />

Grundstück in <strong>der</strong> Kastanienallee von<br />

ihrem Weg zur S-Bahn o<strong>der</strong> zur Historischen<br />

Mönchmühle. Was aber geschieht<br />

dort genau<br />

Das „BFW“ ist tatsächlich ein großes<br />

Gebäude. Innen hell, großzügig dimensioniert<br />

und farbenfroh gestaltet. Rund 500<br />

so genannte Rehabilitanden werden dort<br />

beruflich fit gemacht für eine Wie<strong>der</strong>einglie<strong>der</strong>ung<br />

in den Arbeitsmarkt.<br />

Ihr Problem: Nach einer Krankheit<br />

o<strong>der</strong> einem Unfall können sie in ihren erlernten<br />

bzw. ausgeübten Berufen nicht weiter<br />

arbeiten. Beispiel: Ein gelernter Florist<br />

darf aufgrund einer Allergie nicht mehr<br />

mit Blumen in Berührung kommen. Eine<br />

berufliche Umorientierung o<strong>der</strong> Weiterqualifizierung<br />

würde in diesem Fall vor einer<br />

anhaltenden Arbeitslosigkeit schützen.<br />

Kostenträger einer „Reha“ sind die<br />

Agentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung,<br />

die Berufsgenossenschaften<br />

und die kommunalen JobCenter. Diese<br />

entscheiden, ob die Voraussetzungen einer<br />

För<strong>der</strong>ung gegeben sind.<br />

Das Erlernen einer neuen, rein fachlichen<br />

Qualifikation, ist heute nur ein<br />

Baustein einer erfolgreichen „Integration<br />

in Arbeit“. Beratung bei <strong>der</strong> beruflichen<br />

Orientierung, das Erwerben spezieller<br />

Kompetenzen, Bewerbungstraining, Arbeitsvermittlung<br />

und an<strong>der</strong>e begleitende<br />

Maßnahmen gehören heute ebenfalls dazu.<br />

All das wird im Berufsför<strong>der</strong>ungswerk<br />

in Mühlenbeck geleistet, zu dem auch ein<br />

weiterer Standort in Berlin-Charlottenburg<br />

und eine Spezialeinrichtung für Menschen<br />

mit psychischer Behin<strong>der</strong>ung in Berlin-<br />

Treptow gehören.<br />

Den Berufsför<strong>der</strong>ungswerk Berlin-<br />

Brandenburg e.V. gibt es seit mehr als 40<br />

Jahren, den Standort Mühlenbeck seit<br />

1995. Er wurde gewählt aufgrund seiner<br />

beschaulich-ruhigen Lage und <strong>der</strong> günstigen<br />

Verkehrsanbindung; für Teilnehmer,<br />

die nicht täglich nach Hause fahren können,<br />

bietet das „BFW“ während <strong>der</strong> Rehabilitationsmaßnahme<br />

ein eigenes Internat<br />

mit Unterkunft und Verpflegung an.<br />

Die räumliche und technische Ausstattung<br />

mit Übungswerkstätten, PC-<br />

Kabinetten o<strong>der</strong> Büroarbeitsplätzen ist<br />

beeindruckend. Und auch die Freizeit-<br />

und Sportangebote, z.B. ein eigenes Bewegungsbad<br />

und ein Fitnessstudio machen<br />

die Philosophie des Hauses deutlich: Unser<br />

Beruf ist <strong>der</strong> Mensch!<br />

Für Interessierte bietet das Berufsför<strong>der</strong>ungswerk<br />

am Standort Mühlenbeck Informationstage<br />

an. Die nächsten Termine:<br />

24. Sept., 22. Okt. und 26. Nov. jeweils ab<br />

10:00 Uhr; um Anmeldung wird gebeten<br />

unter <strong>der</strong> Tel.-Nr. (033056) 86-450. Offene<br />

Sprechstunden finden jeweils dienstag von<br />

10:00 bis 12:00 Uhr statt (bitte am Empfang<br />

melden).<br />

Das Berufsför<strong>der</strong>ungswerk im Ortsteil<br />

Mühlenbeck ist mit 155 Mitarbeitern<br />

<strong>der</strong> größe Arbeitgeber unserer <strong>Gemeinde</strong>.<br />

Und, das Unternehmen und seine Mitarbeiter<br />

fühlen sich wohl im <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong>. Siegfried Pfefferkorn, <strong>der</strong> Leiter des<br />

Standortes sagt es so: „Uns geht es sehr gut<br />

in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>. In<br />

den letzten Jahren wurde hier wirklich viel<br />

geleistet, speziell im Bereich Kin<strong>der</strong>betreuung.<br />

Unsere Mitarbeiter und Teilnehmer<br />

wissen das zu schätzen. Und mit <strong>der</strong> Verwaltung<br />

arbeiten wir auch vertrauensvoll<br />

zusammen. Es ist alles perfekt!“<br />

www.bfw-berlin-brandenburg.de<br />

Text: Claus Schmidt-Eckertz<br />

Fotos: Berufsför<strong>der</strong>ungswerk


notfallplanung<br />

Schwarzfall!<br />

Wie bereitet sich unsere <strong>Gemeinde</strong><br />

auf Katastrophen vor<br />

Wir sind auf unsere<br />

Infrastruktur dringend<br />

angewiesen.<br />

Gerade Elektrizität ist lebenswichtig.<br />

Ohne Strom gäbe es<br />

kein Wasser aus <strong>der</strong> Leitung,<br />

Heizungen würden nicht funktionieren<br />

– auch die Kommunikation<br />

über Telefon o<strong>der</strong> Handy<br />

wäre unterbunden. Man könnte<br />

nicht mehr einkaufen, weil automatische<br />

Kassen und Scanner<br />

nicht einsetzbar wären. Eine<br />

Bargeldversorgung am Kassenautomaten<br />

<strong>der</strong> Bank wäre<br />

ebenso ausgeschlossen. Diese<br />

wenigen Beispiele zeigen: Ein<br />

längerer Stromausfall, <strong>der</strong> sogenannte<br />

Schwarzfall, brächte in<br />

kurzer Zeit existentielle Probleme<br />

für unser Gemeinwesen.<br />

Die <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

bemüht sich aktiv, ihre Handlungsfähigkeit<br />

in außerge-<br />

Filippo Smaldino-Stattaus und Jörg<br />

Matthes beim 6. Bürgermeisterkongress<br />

in Bad Neuenahr<br />

wöhnlichen Situationen unterhalb<br />

<strong>der</strong> Katastrophenschwelle<br />

zu erhalten und auszubauen.<br />

Ebenso sind im Katastrophenfall<br />

die Maßnahmen des <strong>Land</strong>kreises<br />

und <strong>der</strong> zuständigen<br />

Katastrophenschutzbehöre<br />

durch die <strong>Gemeinde</strong> zu ergänzen<br />

und zu unterstützen.<br />

Dass Bürgermeister Filippo<br />

Smaldino-Stattaus diese Herausfor<strong>der</strong>ung<br />

annimmt, zeigt<br />

seine Teilnahme in Begleitung<br />

durch Fachbereichsleiter Jörg<br />

Matthes am 6. Bürgermeisterkongress<br />

in Bad Neuenahr. Im<br />

Fokus des durch das Bundesamt<br />

für Bevölkerungsschutz und<br />

Katastrophenhilfe gestalteten<br />

Programmes standen kritische<br />

Infrastrukturen, Großveranstaltungen<br />

und Trinkwasserversorgung.<br />

Unsere <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

erhielt wertvolle Hinweise<br />

und hofft, bis zum Jahresende<br />

als eine <strong>der</strong> ersten <strong>Gemeinde</strong>n<br />

in Brandenburg einen gemeindlichen<br />

Krisenmanagementplan<br />

aufzustellen, um bei Gefahren<br />

und außergewöhnlichen Lagen<br />

alles Erfor<strong>der</strong>liche für unsere<br />

Menschen schnell und sicher<br />

leisten zu können.<br />

Text: Jörg Matthes<br />

Foto: Privat


naturerleben<br />

Auf dem Löwenzahnpfad<br />

Ein Spaziergang um die Schönerlin<strong>der</strong> Teiche<br />

Was krabbelt denn hier<br />

Ein Naturparadies <strong>der</strong> beson<strong>der</strong>en Art erwartet die Besucher<br />

rund um die Schönerlin<strong>der</strong> Teiche nahe unseres Ortsteiles<br />

Mühlenbeck. Der so genannte Löwenzahnpfad, die Bezeichung<br />

geht auf eine Idee des ZDF und des Verbandes Deutsche<br />

Naturparke zurück, ist gut erreichbar vom S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle<br />

und bietet Naturfreunden ein vielseitiges Erlebnisangebot.<br />

Auf dem ca. 4 Kilometer langen Rundweg kann man weidende<br />

Wasserbüffel genauso beobachten wie Herden von Wild- o<strong>der</strong> Konikpferden,<br />

die ausgelassen durch eine urige <strong>Land</strong>schaft galoppieren.<br />

Im Spätsommer ist es auch ein guter Zeitpunkt, Zugvögel zu<br />

beobachten, bevor sie sich aus unserer Region verabschieden. Aber<br />

nicht nur die Fauna begeistert. Die Wildheckenpflanzungen zum<br />

Beispiel, die einen Teil des Pfades umgeben, bezaubern mit ihrem<br />

reichen Angebot an Früchten und die bunten Farben des Spätsommers<br />

erfreuen jeden Besucher.<br />

Auf dem Löwenzahnrundweg um die Schönerlin<strong>der</strong> Teiche<br />

sind diverse Schautafeln (zum Teil interaktiv) zu unterschiedlichen<br />

Themen aufgestellt. Neben diesen Schautafeln gibt es mehrere, vor-<br />

Ein Heupferd<br />

Viele Schautafeln informieren über<br />

Fauna und Flora<br />

Rustikal gebaute Aussichtspunkte laden<br />

zum Rundblick ein<br />

Kleingartenkollonie<br />

PKW-<br />

Sperre<br />

Bildungswerk<br />

Feldweg<br />

Löwenzahn-<br />

Lehrpfad<br />

nach<br />

Schönerlinde<br />

A10<br />

Kreative gestaltete Gelegenheiten zum<br />

Verschnaufen gibt es auch<br />

Aussichtsturm<br />

Mühlenbeck<br />

Mönchmühle<br />

Begegnung mit einem <strong>der</strong> zumeist<br />

friedfertigen Wasserbüffel<br />

Asphalt<br />

Wil<strong>der</strong> Pfad<br />

(Gras, Erde)<br />

Mönchmühle<br />

Das Erkennungszeichen des Löwenzahnpfades<br />

weist den Weg<br />

Schotter<br />

nach<br />

Arkenberge<br />

Der Pfad ist romantisch gestaltet<br />

Der Löwenzahnpfad ist mit <strong>der</strong> S-Bahn o<strong>der</strong> dem Auto gut erreichbar. Zur Begehung<br />

ist er bestens ausgeschil<strong>der</strong>t. Informationstafeln auf dem Weg gibt es reichlich<br />

Wildhecken verzaubern den Herbst<br />

16


naturerleben<br />

Der Löwenzahnpfad an den Schönerlin<strong>der</strong> Teichen ist ein Idyll <strong>der</strong> Ruhe und<br />

Beschaulichkeit. Er gehört unbedingt zu den Sehenswürdigkeiten unserer Region<br />

rangig für Schulklassen gedachte „Treffpunkte“ mit überdachten<br />

Sitzbänken und meist auch mit Schautafeln.<br />

Der Rundweg wird für Fußgänger frei gehalten, d.h. die Wege<br />

sind gemäht. Über zwei Brücken kann man die Wasserläufe überwinden.<br />

Das Interessante an diesen Brücken ist, dass man direkt<br />

durch die Tiergehege läuft. Durch die Konstruktion dieser Brücken<br />

können nur Menschen die Mäan<strong>der</strong> durchlaufen; für die Pferde<br />

und Büffel sind die Kurven zu eng. Fahrrä<strong>der</strong> kommen dort auch<br />

nicht durch, man kann sie aber über die Absperrungen heben. Ein<br />

befahren des Rundweges ist aber nur sehr eingeschränkt möglich<br />

und nicht zu empfehlen.<br />

An markanten Punkten sind Aussichtsplattformen, Hochstände,<br />

o<strong>der</strong> nur Sitzbänke aufgestellt. Am Interessantesten ist eine<br />

In je<strong>der</strong> Jahreszeit unterwegs: Die genügsamen, robusten Konikpferde trotzen je<strong>der</strong><br />

Witterung. Sind es gewohnt draußen zu sein<br />

Aussichtsplattform, die man durch einen Weidengang erreicht und<br />

die sich durch ihre „Knüppelkonstruktion“ sehr gut in die Natur<br />

integriert. Auf dem Rundweg kommt man auch an zwei Insektenhotels<br />

vorbei. Wer nicht auf eigene Faust die Natur erobern möchte,<br />

kann auch Führungen mit den Berliner Stadtgütern, sie sind<br />

Eigentümer <strong>der</strong> Flächen, vereinbaren.<br />

Kontakt: Christian Sobioch, Tel. (030) 46794208 (c.sobioch@<br />

berlinerstadtgueter.de). Weitere Informationen gibt auch gern die<br />

Touristinformation <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>, Hauptstraße<br />

9 im Ortsteil Mühlenbeck; Tel. (033056) 28947 (touristinformation@muehlenbeckerland.de)<br />

Text: Gudrun Engelke / Reinhard Musold<br />

Fotos: Fotogruppe SichtWeisen / Gudrun Engelke<br />

..bis zum<br />

15.12.2013<br />

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Sa 11 –14 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> Str. 6 · 16552 Schildow<br />

✆ 033056/80342<br />

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(eingetragener Meisterbetrieb)<br />

17


tierfreunde<br />

Teambuilding<br />

für Mensch und Hund<br />

Was passiert in einer Hundeschule Ein Gespräch mit Berit Kaspar,<br />

Inhaberin <strong>der</strong> Schönfließer Hundeschule Andoggen<br />

Frau Kaspar, Ihre Hundeschule Andoggen<br />

wird oft als ein Verein betrachtet.<br />

Ist das richtig<br />

Nein, die Hundeschule Andoggen ist kein<br />

Verein. Es gibt zwar einen Club, doch dieser<br />

Club ist ein Forum für Stammkunden. Andoggen<br />

ist eine professionelle Hundeschule, die<br />

ich mit Mitarbeitern seit 2004 in Schönfließ<br />

betreibe.<br />

Hier sind nicht die Zugehörigkeit zu einer<br />

Gruppe, die Bereitstellung von Räumlichkeiten o<strong>der</strong> die Organisation<br />

von Freizeitaktivitäten das Ziel, son<strong>der</strong>n die intensive und zielorientierte<br />

Schulung von Mensch und Hund. Entsprechend werden<br />

Ausbildungsziele und damit die Effizienz des Unterrichts durch Kurse<br />

bestimmt. <strong>Ich</strong> biete auch verschiedene Kurse an, die einen Schwerpunkt<br />

auf Sport und Beschäftigung legen, aber Ziel aller meiner<br />

Dienstleistungen ist, dass <strong>der</strong> Hund innerhalb sozialer Strukturen<br />

sich gut und nachhaltig in ein Team mit seinem Hundeführer, in einen<br />

Familienverband o<strong>der</strong> aber auch in eine Gruppe an<strong>der</strong>er Hunde<br />

einglie<strong>der</strong>n kann. Hier geht es primär um das Erlernen von sozialem<br />

Verhalten bis hin zur professionellen Verhaltenstherapie hinsichtlich<br />

<strong>der</strong> Ausbildung des Hundes.<br />

Den Hundeführer unterrichten wir dahingehend, dass sein<br />

Hund ihn und seine Kommandos auch versteht. Aber das ist nur<br />

ein Teil <strong>der</strong> Hundeschule Andoggen, denn darüber hinaus biete ich<br />

entsprechend zertifiziert und auch mit För<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Bundesagentur<br />

für Arbeit eine Ausbildung zum Hundetrainer, Verhaltensberater<br />

und Dogwalker, bzw. Hundesitter an. Außerdem ist Andoggen<br />

eine Hundetagesstätte sowohl für berufstätige<br />

Hundebesitzer als auch mit intensiver Betreuung<br />

des Hundes im Rahmen <strong>der</strong> Resozialisierung<br />

und Verhaltenstherapie.<br />

Das ist ein großes Spektrum an Leistungen,<br />

woher kommt die Idee und welche<br />

berufliche Ausbildung haben Sie<br />

Tatsächlich liegen Idee und berufliche<br />

Ausbildung sehr nah beieinan<strong>der</strong>. <strong>Ich</strong> bin<br />

Veterinäringenieurin und habe an <strong>der</strong> Fachhochschule<br />

Rostock studiert. Während des Studiums und noch intensiver<br />

nach meinem Studium habe ich im Laufe meines beruflichen<br />

Werdegangs erkannt, dass für ein gutes Verhältnis von Mensch<br />

und Hund ein gewaltfreies Hundetraining mit positiver Verstärkung,<br />

bei Bedarf eben auch durch gezielte Verhaltenstherapie, <strong>der</strong><br />

Schlüssel zu einem guten Team ist.<br />

Inzwischen blicke ich auf langjährige Erfahrung zurück, die ich<br />

seit <strong>der</strong> ersten Gründung einer Hundeschule im Jahre 2000 stets<br />

durch weitere Schulungen ergänzt habe. Dazu gehören auch Module<br />

tierärztlicher Weiterbildung auf dem Gebiet <strong>der</strong> Verhaltenstherapie.<br />

Das große Leistungsspektrum kann ich aber mit meiner Mitarbeiterin<br />

Charleene Koehn, die auch eine sehr engagierte Hundetrainerin<br />

ist, sehr gut abdecken. Im Übrigen haben wir hier durch unsere<br />

Ausbildungen stets angehende Hundetrainer und Verhaltensberater,<br />

so dass sich die Angebote für Hunde mit den Ausbildungszielen <strong>der</strong><br />

Menschen gut ergänzen.<br />

Was sind denn für den typischen Hundehalter die beliebtesten<br />

Angebote aus Ihrem Angebot<br />

Die Ausbildung in <strong>der</strong> Gruppe trainiert beson<strong>der</strong>s Gehorsam bei gleichzeitiger<br />

Ablenkung durch Artgenossen<br />

Im Einzelunterricht o<strong>der</strong> gar bei Hausbesuchen gilt die ungeteilte Aufmerksamkeit<br />

von Mensch und Hund dem Hundetrainer<br />

18


Natürlich fängt alles mit<br />

Welpenstunden an, bei denen<br />

wir schon sehr früh positiv<br />

auf die soziale Entwicklung<br />

<strong>der</strong> kleinen Hunde einwirken<br />

können. Und dann kommen<br />

gleich die Kurse zum Training<br />

von Gehorsam, was ich in 3<br />

Altersklassen einteile, denn<br />

junge und alte Hunde gleichzeitig<br />

auszubilden ist nicht<br />

wirklich effizient. Ergänzend<br />

dazu ist natürlich auch<br />

<strong>der</strong> „Hundeführerschein des<br />

BHV“ ein Ausbildungsziel.<br />

Immer wie<strong>der</strong> werden<br />

wir auf Einzelunterricht und<br />

Hausbesuche angesprochen.<br />

Das ist selbstverständlich,<br />

denn viele Übungen im Rahmen <strong>der</strong> Verhaltenstherapie müssen<br />

sogar im Einzelunterricht und auch im gewohnten Territorium daheim<br />

erfolgen. Aber ein sehr großes Interesse findet auf jeden Fall<br />

unser Antijagdtraining. Hunde leben viel sicherer, wenn sie nicht<br />

durch unbändigen Jagdtrieb blindlings über eine Straße rennen.<br />

Abschließend bitte ich Sie um den „Experten-Tipp für Außenseiter“.<br />

Was wäre für unsere Leser, die keinen Hund haben,<br />

aus Ihrem Fachgebiet interessant zu wissen<br />

<strong>Ich</strong> höre immer wie<strong>der</strong> von Fahrradfahrern und Inline-Skatern,<br />

dass sie Angst haben, Hunde zu überholen. Tatsächlich neigen viele<br />

Hunde dazu, nach dem Überholen aggressiv hinter her zu sprinten.<br />

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Wenn man sich vor Augen<br />

führt, dass Hunde domestizierte<br />

Raubtiere sind, ist<br />

dieses Verhalten vielleicht<br />

auch einem Menschen<br />

klar, <strong>der</strong> keinen Hund besitzt.<br />

Beson<strong>der</strong>s wenn <strong>der</strong><br />

Hund das Herannahen<br />

durch Umgebungsgeräusche<br />

nicht wahrnehmen<br />

kann, wird durch das<br />

plötzliche Erscheinen und<br />

die scheinbare Fluchtbewegung<br />

ein tiefsitzen<strong>der</strong> Instinkt<br />

erweckt, den wir alle<br />

als Beutetrieb kennen. Ein<br />

rudimentärer Instinkt, <strong>der</strong><br />

mit antrainiertem Gehorsam<br />

in Konflikt gerät, kann dann wie<strong>der</strong> zu Verhaltensstörungen<br />

führen. Also ist mein guter Rat an jeden, <strong>der</strong> sich einem Hund nähert,<br />

dass er sich rechtzeitig bemerkbar macht, damit <strong>der</strong> Hund sich<br />

auf die Situation einstellen kann.<br />

Wie hoch die Zielsetzung im Kurs ist, darf nicht eine Frage <strong>der</strong> Perspektive sein. Fachkompetenz<br />

sorgt für individuelle Maßstäbe und Motivation durch Erfolgserlebnisse<br />

www.andoggen.de<br />

Text: Peter Ralf Lipka<br />

Fotos: Joachim Wagner, H. Heilt<br />

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erzeugen und zu konkreten Abschlüssen führen: mit guten Fotos,<br />

aussagekrätigen Texten, Energie-Ausweis usw.<br />

Der Ihre Immobilie inseriert und die Kosten dafür übernimmt.<br />

Der alle Termine, von den Besichtigungen bis zum Notar, für Sie<br />

organisiert.<br />

Der für Sie mit Geld, Zeit und Energie in Vorleistung geht und<br />

nur im Erfolgsfall honoriert wird.<br />

Der Ihnen Diskretion garantiert.<br />

<strong>Ich</strong> würde mich freuen, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen,<br />

selbst wenn die Vermittlung Ihres Objektes erst mittelfristig erfolgen soll.<br />

Ihr Profi vor Ort:<br />

Immobilien-Steinbock<br />

In den Ruthen 3<br />

16552 Schildow<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Tel. 033056 - 40 94 94<br />

Fax 033056 - 40 94 95<br />

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www.immobilien-steinbock.de


gemeindeleben sportspiegel<br />

BMX-Racing<br />

in Schönfließ<br />

Wann kommt die geplante BMX-Anlage<br />

Seit mehr als vier Jahren<br />

kämpfen sieben engagierte<br />

Bürgerinnen und<br />

Bürger um die Verwirklichung<br />

ihres Traums: einer für Wettkämpfe<br />

anerkannten BMX-Racing-Anlage.<br />

BMX steht für Bicycle Moto<br />

Cross, einen actionreichen<br />

Fahrrad-Rennsport, bei dem<br />

die Fahrer auf 20“-Fahrrä<strong>der</strong>n<br />

einen kurven- und hügelreiche<br />

Parcour bewältigen. Ältere<br />

kennen vielleicht noch das in<br />

den 70er Jahren in Mode gekommene<br />

Bonanza-Fahrad, ein<br />

Vorläufer <strong>der</strong> heutigen Modelle.<br />

BMX ist mittlerweile eine beson<strong>der</strong>s<br />

bei Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen<br />

beliebte Sportart,<br />

die auch zunehmend Erwachsene<br />

begeistert und sich seit<br />

dem ersten offiziellen Wettkampf<br />

in Deutschland 1982 zu<br />

einem festen Bestandteil des<br />

Bundes Deutscher Radfahrer<br />

entwickelt hat. 2008 wurde<br />

BMX-Racing zu einer olympischen<br />

Disziplin.<br />

Wer sich im BMX-Racing<br />

üben und an Wettkämpfen teilnehmen<br />

möchte, benötigt eine<br />

Anlage, die den offiziellen Normen<br />

dieser Sportart genügt.<br />

Die nächsten Anlagen dieser<br />

Art findet man in Brandenburg<br />

in Cottbus und Plessa.<br />

Dort regelmäßig zu trainieren<br />

ist für BMX-begeisterte Sportlerinnen<br />

und Sportler unserer<br />

<strong>Gemeinde</strong> zeitlich und finanziell<br />

jedoch kaum zu bewältigen.<br />

Darum schlossen sich Gleichgesinnte<br />

2009 zu einer Initiative,<br />

dem heutigen BMX-Club-<br />

Nordbahn e.V. (in Gründung),<br />

zusammen.<br />

Der Platz für den Bau <strong>der</strong><br />

Anlage war schnell gefunden:<br />

4000 Quadratmeter Freifläche<br />

am Kindelweg neben dem Planzenmarkt<br />

in Schönfließ, die Eigentum<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> ist.<br />

Auch eine auf 2 Jahre befristete<br />

Baugenehmigung wurde<br />

erteilt und die <strong>Gemeinde</strong>n<br />

Glienicke und <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> signalisierten eine För<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Baukosten. Der<br />

Knackpunkt allerdings: Das<br />

ausgesuchte Gelände ist ein<br />

Grafik: Steffan Druschke<br />

ausgewiesenes <strong>Land</strong>schaftsschutzgebiet<br />

und <strong>der</strong> Bau <strong>der</strong><br />

BMX-Anlage an dieser Stelle<br />

wäre mit hohen Auflagen und<br />

exorbitanten Kosten verbunden.<br />

Wäre alternativ nicht eine<br />

behördliche Än<strong>der</strong>ung des<br />

Status <strong>der</strong> benötigten Fläche<br />

möglich Im Prinzip schon.<br />

Die genannten <strong>Gemeinde</strong>n, <strong>der</strong><br />

<strong>Land</strong>kreis Oberhavel und das<br />

<strong>Land</strong> Brandenburg befürworten<br />

die Realisierung <strong>der</strong> BMX-<br />

Anlage jedenfalls nach wie vor.<br />

Allerdings: Das Zusammenspiel<br />

amtlicher Zuständigkeiten<br />

benötigt Zeit und <strong>der</strong><br />

Naturschutz ist ein sensibles<br />

Gut. Jedenfalls, so versichert<br />

Hanns Labitzky, im Rathaus<br />

Fachbereichsleiter für Bauen,<br />

Wohnen und Tourismus: „Wir<br />

stehen weiter auf <strong>der</strong> Seite <strong>der</strong><br />

BMXler. Wir bleiben dran!“<br />

www.bmx-club-nordbahn.jimdo.com<br />

Text: Claus Schmidt-Eckertz<br />

Foto: BMX-Club-Nordbahn e.V. (i.G.)<br />

20


lesezeichen<br />

Uwe Feiler<br />

Gut. Besser. Feiler.<br />

Trio fatale<br />

Raja Redlich empfiehlt Ellen Berg<br />

Du mich auch<br />

Ellen Berg wurde 1969 geboren, studierte<br />

Germanistik, arbeitete als<br />

Reiseleiterin und in <strong>der</strong> Gastronomie.<br />

Heute schreibt sie Bücher und lebt mit<br />

ihrer Tochter auf einem kleinen <strong>Bauer</strong>nhof<br />

im Allgäu. „Du mich auch“ ist Ellen Bergs<br />

erster Roman.<br />

Drei Frauen – Evi, Beatrice<br />

und Katharina – in<br />

<strong>der</strong> Schule damals als „Trio<br />

fatale“ bekannt, treffen sich<br />

das erste Mal nach 25 Jahren<br />

Abitur auf dem Klassentreffen<br />

wie<strong>der</strong>.<br />

Das Leben hat es gut mit<br />

ihnen gemeint: Evi, früher<br />

die Hoffnung aller ihrer<br />

Lehrer, ist glückliche Hausfrau<br />

und Mutter, Beatrice<br />

ist Creative Director, eine<br />

weltgewandte, chice Karrierefrau<br />

und Katharina ist<br />

eine aufstrebende Politikerin,<br />

hochanständig und intelligent.<br />

Doch nach einigen<br />

Drinks bringt <strong>der</strong> Alkohol<br />

zutage, was die drei Frauen<br />

gut kaschiert haben und<br />

(natürlich) nicht zugeben<br />

wollten: hinter <strong>der</strong> Fassade<br />

sieht es an<strong>der</strong>s aus:<br />

Evis Ehe geht den Bach<br />

runter - ihr Mann will die<br />

Scheidung und sie mittellos<br />

zurück lassen, Beatrice wird<br />

von ihrem Mann belogen<br />

und betrogen und Katharina<br />

hat durch die Affäre mit<br />

ihrem Vorgesetzten mächtige<br />

Probleme.<br />

Raja Redlich (45) ist Bibliothekarin<br />

und betreut unsere<br />

<strong>Gemeinde</strong>bibliothek bereits<br />

seit 2005. Ihren Beruf hat sie<br />

auf Rügen gelernt; seit 1991<br />

lebt sie im <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong>. Die <strong>Gemeinde</strong>bibliothek<br />

und die ihr angeschlossene<br />

Touristeninformation<br />

sind (außer Montag) täglich<br />

von 10 bis 12 Uhr und ab 13<br />

Uhr geöffnet. Die Sammlung<br />

umfasst knapp 6.000 Bücher<br />

und Filme. Der Verleih erfolgt<br />

für unsere Bürger kostenlos.<br />

Hauptstraße 9, Mühlenbeck<br />

Fon (03 30 56) 434 733<br />

Mail bibliothek_m@g-m-l.de<br />

Sie schmieden Rachepläne, die Frauen<br />

sind sich einig: Sie wollen sich für die erlittene<br />

Schmach rächen und tricksen ihre<br />

Männer nun nach allen Regeln <strong>der</strong> Kunst<br />

und Weiblichkeit aus.<br />

Egal, ob es <strong>der</strong> Callboy auf Bestellung<br />

ist o<strong>der</strong> im Saunaclub Désirée Beatrices<br />

Ehemann verführt o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Herr Minister<br />

an <strong>der</strong> Nase herumgeführt wird, am Ende<br />

sind die drei Frauen die Gewinnerinnen.<br />

Evi, Beatrice, Katharina, drei Frauen,<br />

wie sie unterschiedlicher nicht sein können,<br />

sie werden in diesem Buch als starke<br />

Persönlichkeiten beschrieben, die nicht nur<br />

Rache an ihren Männern üben, son<strong>der</strong>n<br />

auch ihre Freundschaft neu beleben und<br />

ihr Leben nun selbst in die Hand nehmen.<br />

Ein altes Thema wird hier mit sehr<br />

(sehr) viel Fantasie, noch mehr Witz und<br />

und einer hohen Dosis an<br />

skurrilen Ideen beschrieben<br />

Hier eine Leseprobe:<br />

„<strong>Ich</strong> habe einen neuen, sehr<br />

charmanten Mitbewohner“,<br />

verkündete Evi freudig.<br />

„Das ging aber schnell“, sagte<br />

Katharina. „Muss ja ein<br />

Vermögen kosten, so eine<br />

Vierundzwanzig-Stunden-<br />

Betreuung.“<br />

„Wieso Wir haben ihn einfach<br />

aus dem Heim geholt“,<br />

erwi<strong>der</strong>te Evi. „Er roch ein<br />

bisschen streng, aber nach einer<br />

kräftigen Dusche ging´s.<br />

Danach hat er ein Kilo rohes<br />

Rindfleisch verputzt.“<br />

„Robert wohnt in einem<br />

Heim“ fragte Beatrice entgeistert.<br />

„Und isst rohes Fleisch“ ,<br />

fragte Katharina ebenso verblüfft.<br />

„Außerdem – als ich<br />

ihn das letzte Mal sah, roch<br />

er ...“<br />

„Aber doch nicht Robert!“<br />

rief Evi. „Der Hund! Wir haben<br />

uns im Tierheim einen<br />

Hund geholt!“<br />

<strong>Ich</strong> habe mich lange<br />

nicht mehr so amüsiert beim<br />

Lesen! Das Buch garantiert<br />

gute Unterhaltung, beson<strong>der</strong>s für Abende<br />

auf <strong>der</strong> Couch, an denen man über nichts<br />

mehr nachdenken möchte.<br />

Ellen Berg „Du mich auch“<br />

Aufbau-Verlag 2011<br />

302 Seiten<br />

Broschiert: 9,99 €<br />

ISBN: 978-3746627465<br />

Text: Raja Redlich<br />

Foto: Gudrun Engelke<br />

•<br />

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•<br />


ürgerbeteiligung<br />

Wir haben die Wahl!<br />

Am Sonntag, 22. September ist Bundestagswahl – Was bedeutet das für unsere <strong>Gemeinde</strong><br />

Für die Bürgerinnen und Bürger ist die Ausübung des Wahlrechts<br />

kein großes Ding: einfach nur HINGEHEN und<br />

WÄHLEN – fertig! Um 18:05 Uhr gibt’s auf Basis <strong>der</strong> so genannten<br />

Wahlnachfragen von Meinungsforschungsinstituten im<br />

Fernsehen schon die erste Prognose, bevor im Jugendtreff Schönfließ<br />

überhaupt die Auszählung begonnen hat ...<br />

Aus Sicht <strong>der</strong> Verwaltung <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

hingegen ist so eine Wahl ein organisatorischer Kraftakt, bei dem<br />

nichts schiefgehen darf - und damit alles nach Recht und Gesetz<br />

abläuft und möglichst reibungslos klappt, hat die <strong>Gemeinde</strong>vertretung<br />

Joachim Pätzold als verantwortlichen Wahlleiter bestellt;<br />

Stellvertreterin ist Angela Müller.<br />

In <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> mit rund 11.500 Wahlberechtigten<br />

werden für die 12 Wahllokale etwa 80 Wahlhelferinnen<br />

und Wahlhelfer benötigt. Der Wahlleiter ist froh, dass<br />

sich neben erfahrenen<br />

Muster<br />

Einwohnern wie<strong>der</strong> viele <strong>Gemeinde</strong>bedienstete dafür zur Verfügung<br />

stellen. Mehrere Rathaus-Abteilungen sind mit <strong>der</strong> Bundestagswahl<br />

befasst, vor allem <strong>der</strong> Fachbereich 3 (Bürgerservice) mit<br />

Einwohnermeldeamt und Ordnungsdienst. Eine IT-Firma unterstützt<br />

die Verwaltung bei Anwendung und Betreuung <strong>der</strong> Rechner-Programme<br />

für die Wahldaten und hat vorbereitend mit den<br />

Wahlvorständen Schulungen durchgeführt, um sicherzustellen,<br />

dass alle Auszählergebnisse umgehend gespeichert und weitergeleitet<br />

werden.<br />

Im Vorfeld <strong>der</strong> Wahl achten Mitarbeiter des Ordnungsdienstes<br />

darauf, ob die Parteien ihre Plakate korrekt angebracht haben<br />

und nicht etwa durch großformatige Kandidatenbil<strong>der</strong> die Orientierung<br />

und Sicht im Straßenverkehr behin<strong>der</strong>n o<strong>der</strong> durch unzureichende<br />

Verankerung von Aufstellern die öffentliche Sicherheit<br />

gefährden. Sie überprüfen die Anzahl und Gebrauchsfähigkeit<br />

<strong>der</strong> gemeindeeigenen Wahlurnen und kümmern<br />

sich um die Ausstattung <strong>der</strong> Wahllokale. 20.000 Stimmzettel<br />

wurden über die Kreisverwaltung an die <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> angeliefert, darunter auch vergrößerte<br />

Musterexemplare für den Aushang im Wahllokal.<br />

Ausschlaggebend für die Sitzverteilung im nächsten<br />

Bundestag ist die Zweitstimme (Schwarzdruck), mit <strong>der</strong><br />

eine Partei gewählt wird; die Erststimme (Blaudruck) entscheidet<br />

darüber, welche Person den Wahlkreis im Parlament<br />

vertritt.<br />

Meinungsforschungsinstitute, die sich an das Statistische<br />

<strong>Land</strong>esamt gewandt haben, werden wahrscheinlich<br />

vor dem Wahllokal Schildow 1 (Kita Heidekrautbahn)<br />

ihre Nachbefragungen durchführen; denn bei vergangenen<br />

Wahlen in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> lag<br />

hier das Ergebnis meistens sehr dicht am <strong>Land</strong>esdurchschnitt.<br />

Die offizielle „Schnellmeldung“ des Wahlleiters<br />

wird allerdings erst im Laufe des Abends abgehen: Er<br />

hofft um 22 Uhr die Rechner ausschalten zu können,<br />

da bei <strong>der</strong> Bundestagswahl nur ein einziger Stimmzettel<br />

mit zwei Kreuzen pro Wahlberechtigtem anfällt.<br />

- Wenn im nächsten Frühjahr Kommunal- und EU-<br />

Wahl zusammenfallen, wird’s länger dauern.<br />

Text: Harald Grimm<br />

Foto: Scan Simmzettel<br />

22


ückblicke<br />

Historisches Bil<strong>der</strong>album<br />

Von Silvia Lucas und Thomas Klebow<br />

Steuerberaterin · Diplom-Kauffrau<br />

Mühlenbeck. Ein Blick auf die Hauptstrasse in Richtung Schildow (um 1920). Anstelle <strong>der</strong> Tankstelle „Standard“<br />

befindet sich heute die <strong>Gemeinde</strong>bibliothek und das Büro <strong>der</strong> Revierpolizei. Damals war es sehr üblich von Hand<br />

bediente Tank- Zapfsäulen, genannt Eiserne Jungfrau, zu betreiben mit einem geringen Tankvolumen. So war die<br />

Tankstelle gegenüber <strong>der</strong> Post eher die Ausnahme, denn sie war mit einem großen Bodentank versehen worden.<br />

Zum Leidwesen <strong>der</strong> Angestellten <strong>der</strong> gegenüberliegenden Post war <strong>der</strong> Tank wohl undicht und <strong>der</strong> Benzingeruch in<br />

den Kellerräumen <strong>der</strong> Post sehr stark. Gerade bis in die 40-iger Jahre des vorigen Jahrhun<strong>der</strong>ts waren die Ortschaften<br />

Mühlenbeck und Summt sehr beliebte Ausflugsziele <strong>der</strong> Berliner. Es gab <strong>Bauer</strong>nhöfe, fünf Fabriken, Ziegeleien<br />

und Töpfereien, 27 Handwerksbetriebe, einige Tankstellen, sechs Einzelhandelsgeschäfte, je eine Arztpraxis, Apotheke,<br />

Drogerie, Sparkasse sowie ein Kino und 16 Gasthäuser.<br />

Persönliche Betreuung<br />

Professionelle Beratung<br />

Partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit<br />

Ansprechpartnerin für<br />

Privatpersonen<br />

Vermieter<br />

Freiberufler<br />

Gewerbetreibende<br />

Gesellschaften<br />

Unterstützung bei<br />

Steuererklärungen<br />

Zusammenarbeit mit Behörden<br />

Finanzbuchhaltung<br />

Lohnbuchhaltung<br />

Erstellung von Jahresabschlüssen<br />

Gründung eines Unternehmens<br />

Entwicklung Ihres Unternehmens<br />

Summt. Gustav Friedrich und seine Frau Pauline betrieben nach <strong>der</strong> Aufteilung des Gutes Summt in den 1920-<br />

iger Jahren neben <strong>Land</strong>wirtschaft auch das Gartenlokal „Seeschloß / Seeterrassen“. Summt war damals noch nicht<br />

an einen Versorger für elektrischen Strom angeschlossen. Gustav Friedrich errichtete daraufhin eine Anlage zum<br />

Erzeugen von Strom auf Basis eines 26m hohen Windrades. Die Anlage lieferte 110V Gleichstrom, <strong>der</strong> in Batterien<br />

gespeichert wurden.<br />

Katrin Grassmann<br />

Steuerberaterin<br />

Diplom-Kauffrau<br />

Hauptstraße 35<br />

16567 <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

OT Mühlenbeck<br />

Summt. Die Badeanstalt am Nordufer des Summter Sees wurde zwischen 1926 bis 1928 von Gustav Friedrich im<br />

Stil des Strandbades Briese errichtet. Bis zu drei Ru<strong>der</strong>boote wurden vermietet und an Wochenenden bot man das<br />

Motorboot „Rennfried“ für Rundfahrten auf dem See an.<br />

Telefon (03 30 56) 41 84 70<br />

Telefax (03 30 56) 41 84 79<br />

kontakt@steuerkanzlei-grassmann.de<br />

www.steuerkanzlei-grassmann.de<br />

23


Ordnung muss sein<br />

Ein Arbeitstag im Leben <strong>der</strong> Christine Peschke vom Ordnungsamt<br />

Christine Peschke ist „das Gesicht“<br />

des Ordnungsamtes. Seit 2004 ist<br />

die Schildowerin im Außendienst<br />

tätig. Sie kennt das <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

wie kaum eine an<strong>der</strong>e. Fast täglich ist sie<br />

im <strong>Gemeinde</strong>gebiet unterwegs. <strong>Ich</strong> möchte<br />

mir einen Eindruck von ihrem Berufsalltag<br />

verschaffen und habe sie einen Arbeitstag<br />

lang begleitet.<br />

Für gewöhnlich beginnt ihr Arbeitstag<br />

um 7 Uhr. Sie sondiert ihre Termine und<br />

macht sich dann auf den Weg. Heute geht<br />

es zuerst nach Zühlsdorf. Hier ist sie mit<br />

einem Ehepaar verabredet, das von <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> aufgefor<strong>der</strong>t worden ist, den bewachsenen<br />

Grünstreifen vor dem Grundstück<br />

aus Verkehrssicherheitsgründen<br />

zurückzuschneiden. „Zühlsdorf ist schon<br />

eine Beson<strong>der</strong>heit“, erklärt sie mir unterwegs,<br />

„hier ist die Welt tatsächlich noch in<br />

Ordnung.“<br />

So gebe es kaum Nachbarschaftsstreitigkeiten,<br />

was wohl auch an den allgemein<br />

recht großen Grundstücken liege. Da gebe<br />

es wenig Berührungspunkte. Auffällig sei<br />

auch, dass Grundstücke und Straßenland<br />

sehr gepflegt sind in Zühlsdorf. „Fängt<br />

einer an, den Grünstreifen vor seinem<br />

Grundstück zu mähen, ziehen die Nachbarn<br />

bald nach“, sagt sie. Dieses Phänomen<br />

beobachte sie ganz beson<strong>der</strong>s deutlich in<br />

24<br />

diesem Ortsteil. Und kommen die Anwohner<br />

in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> ihren Straßenreinigungspflichten<br />

einmal nicht nach, klärt<br />

Christine Peschke auf. Denn nicht immer<br />

sind insbeson<strong>der</strong>e die Neubürger mit <strong>der</strong><br />

Straßenreinigungssatzung vertraut. Dann<br />

steckt sie ein Informationsblatt zusammen<br />

mit <strong>der</strong> Satzung in den Briefkasten. Über<br />

die Jahre habe sich<br />

das gut eingespielt im<br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>,<br />

berichtet sie. Es gebe<br />

nur wenige Beschwerden.<br />

Unterwegs achtet<br />

die Außendienstlerin<br />

scheinbar beiläufig darauf,<br />

dass alles seine<br />

Ordnung hat. Hier sind<br />

einige Straßenlampen<br />

zugewachsen. Schnell<br />

macht sie sich eine Notiz<br />

und wird später das<br />

zuständige Fachamt<br />

informieren, damit die<br />

Laternen freigeschnitten<br />

werden.<br />

Am Containerplatz<br />

liegt Müll, <strong>der</strong> dort<br />

nicht hingehört. Auch<br />

wenn die Plätze in<br />

<strong>der</strong> Zuständigkeit <strong>der</strong><br />

Ein bekanntes Gesicht in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>:<br />

Christine Peschke im Außendienst<br />

gemeindeverwaltung<br />

AWU liegen, hält die Ordnungshüterin an<br />

und beseitigt den Unrat kurzerhand selbst.<br />

Handschuh, Schaufel und Müllsack liegen<br />

immer griffbereit. Mit dabei hat sie auch<br />

einen Fotoapparat, so kann sie Gefahrenstellen<br />

und Mängel, die zu beseitigen sind,<br />

fotografieren und zur weiteren Bearbeitung<br />

weiterleiten. Oftmals kommen aber auch<br />

Hinweise von Bürgern.<br />

Allen diesen Angaben werde nachgegangen,<br />

versichert Christine Peschke. Nicht<br />

immer sei die Verwaltung allerdings auch<br />

zuständig, so z.B. wenn ein Fahrzeug ohne<br />

TÜV einfach am Straßenrand abgestellt<br />

werde. In solchen Fällen werden dann die<br />

zuständigen Behörden und Ämter eingeschaltet.<br />

Beim Ortstermin wird die Verwaltungsangestellte<br />

freundlich begrüßt. Das<br />

Straßenland vor dem großen Grundstück<br />

in <strong>der</strong> Sandstraße ist mit einer natürlichen<br />

Hecke bewachsen, die im Laufe <strong>der</strong> Jahre<br />

immer dichter und breiter geworden ist. Sie<br />

dient den Grundstückeigentümern nicht<br />

nur als Sichtschutz, son<strong>der</strong>n bietet auch<br />

Schutz vor <strong>der</strong> beson<strong>der</strong>s im Sommer sehr<br />

starken Staubbelastung durch passierende<br />

Fahrzeuge. Die Ordnungshüterin hat Verständnis<br />

für das Interesse <strong>der</strong> Bürger, die<br />

Hecke vor <strong>der</strong> Terrasse zu erhalten. Allerdings<br />

ist durch den ausladenden Wuchs<br />

<strong>der</strong> Sträucher nicht nur <strong>der</strong> Gehweg verschwunden,<br />

son<strong>der</strong>n auch die Fahrbahn<br />

wird inzwischen erheblich geschmälert,<br />

so dass zwei sich begegnende Fahrzeuge<br />

Schwierigkeiten haben, gefahrlos aneinan<strong>der</strong><br />

vorbei zu kommen.<br />

Hinzu kommt, dass die Sicht auf die<br />

Gegenfahrbahn durch die Hecke beeinträchtigt<br />

wird. Um die Verkehrssicherheit<br />

zu erhalten ist es daher<br />

unumgänglich, die<br />

Hecke insoweit zu beschneiden,<br />

dass die ursprüngliche<br />

Breite <strong>der</strong><br />

Fahrbahn wie<strong>der</strong> hergestellt<br />

wird. Einvernehmlich<br />

einigt man<br />

sich auf einen entsprechenden<br />

Rückschnitt.<br />

Stets ist Christine<br />

Peschke bemüht, eine<br />

Kompromisslösung<br />

herbeizuführen und<br />

die Interessen <strong>der</strong> Bürger<br />

soweit es geht zu<br />

berücksichtigen, denn:<br />

„Natürlich hat je<strong>der</strong><br />

seine eigene Sichtweise<br />

und je<strong>der</strong> vertritt<br />

seinen Standpunkt.“<br />

Als Mitarbeiterin des<br />

Ordnungsamtes ist es


gemeindeverwaltung<br />

Eine Uniform ist unnötig. Ein bedrucktes Poloshirt reicht völlig.<br />

aber ihre Aufgabe, dafür Sorge zu tragen,<br />

dass Gesetze und Vorschriften zum Erhalt<br />

<strong>der</strong> öffentlichen Sicherheit und damit zum<br />

Wohl <strong>der</strong> Allgemeinheit eingehalten werden.<br />

Bei allem Verständnis und aller Bemühung<br />

kann da nicht immer eine einvernehmliche<br />

Lösung gefunden werden.<br />

Ihr anschließen<strong>der</strong> Kontrollgang durch<br />

die übrigen Ortsteile führt sie auch hier zu<br />

den verschiedenen Container- und Müllsammelplätzen.<br />

Immer wie<strong>der</strong> geben diese<br />

Anlass zu Unmut und Verärgerung. „Dabei“,<br />

so stellt Christine Peschke fest, „sind<br />

es ja die Bürger und Bürgerinnen selbst,<br />

die die Verunreinigung herbeiführen.“<br />

Mitunter wünscht sie sich mehr Gemeinsinn<br />

Fahrbahn gelangen, begleitet die<br />

Außendienstlerin insbeson<strong>der</strong>e die<br />

Erstklässler und steht ihnen schützend<br />

und helfend zur Seite.<br />

Zu den Aufgaben des Ordnungsamtes<br />

gehört auch die Kontrolle<br />

des ruhenden Verkehrs. Ein<br />

Kontrollschwerpunkt ist hier <strong>der</strong> S-<br />

Bahnbereich in Mühlenbeck. Heute<br />

gibt es keine Beanstandungen.<br />

Es bleibt natürlich nicht aus, dass<br />

sie auf ihren Dienstfahrten auch<br />

mal jemanden beim Begehen einer<br />

Ordnungswidrigkeit wie z.B. beim<br />

Falschparken „auf frischer Tat ertappt“.<br />

Dann spricht sie die Person<br />

und Verantwortungsbewusstsein. gleich an. „Manche Leute denken, ich sitze<br />

Lei<strong>der</strong> handelten einige Bewohner nach auf <strong>der</strong> Lauer und warte darauf, jemanden<br />

dem Motto „Hauptsache vor <strong>der</strong> eigenen zu erwischen. Die Menschen nehmen es<br />

Kontakt Tür zu ist uns es ordentlich“. Wie es aber „um die oftmals persönlich, So finden wenn Sie sie uns auf einen Verstoß<br />

Ecke“ aussehe, interessiere viele nicht. Und<br />

Kontakt so zu entstehen uns immer wie<strong>der</strong> neue unschöne hingewiesen werden“, berichtet sie.<br />

In So solchen finden Fällen Sie bleibt uns sie sachlich und<br />

Müllecken.<br />

oft gelingt es ihr auf ihre sympathische Art<br />

en o<strong>der</strong> vielleicht Zum Schulschluss eine um die Mittagszeit<br />

Summter und Storch mit dem ihr eigenen Humor den Be-<br />

freut ist dann sich ihre Anwesenheit Restaurant vor <strong>der</strong> troffenen und <strong>Land</strong>gasthof<br />

zu besänftigen. Dass sie mit einem<br />

Unser Team<br />

en servierungswünsche.<br />

o<strong>der</strong> vielleicht Grundschule eine in Mühlenbeck gefragt. Summter Hier Storch Verwarngeld den Unmut <strong>der</strong> Falschparker<br />

Unser Team an <strong>der</strong> freut Hauptstraße sich hat sich die Restaurant Situation und hervorruft, <strong>Land</strong>gasthof dafür hat sie Verständnis. Aber<br />

servierungswünsche.<br />

nnen Sie zu auf Beginn mehrere<br />

Liebenwal<strong>der</strong> Straße 64<br />

des Schuljahres auf Grund <strong>der</strong> zweifellos hat auch hier die Sicherheit <strong>der</strong><br />

ifen. Für Vielzahl allgemeine <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>, die nach Summt 16567 und Mühlenbeck-Summt<br />

Allgemeinheit Vorrang vor dem Interesse<br />

des einzelnen und so steht außer Frage,<br />

nnen Sie auf mehrere<br />

Liebenwal<strong>der</strong> Straße 64<br />

besten unser Zühlsdorf Kontaktf<br />

unserer dramatisch Internetseite<br />

in die Horte fahren müssen,<br />

eifen. Für allgemeine<br />

16567 Mühlenbeck-Summt<br />

besten unser Kontaktf<br />

unserer überraschend Internetseite hat die OVG die Bushaltege<br />

freizuhalten sind. In den Wohngebieten<br />

verschärft: Für die Verwaltung Tel.: +49 033056 dass Feuerwehrzufahrten 2 22 41 und Rettungswe-<br />

Tel.: summter.storch@t-online.de<br />

+49 033056 2 22 41<br />

stelle von <strong>der</strong> Buswendeschleife kurzfristig behin<strong>der</strong>n auf <strong>der</strong> Straße abgestellte Autos<br />

fragen haben, auf die wie gegenüberliegende z. B.<br />

summter.storch@t-online.de<br />

www.summter-storch.de<br />

Seite <strong>der</strong> Hauptstraße<br />

die wie verlegt. Organi-<br />

z. B.<br />

www.summter-storch.de<br />

dass <strong>der</strong> Müll nicht abgeholt werden kann.<br />

immer wie<strong>der</strong> die Fahrzeuge <strong>der</strong> AWU, so<br />

fragen halts o<strong>der</strong> haben,<br />

thalts rufen o<strong>der</strong> Sie die uns Wegen Organirufen<br />

an. Sie werden uns für jetzt ein<br />

für <strong>der</strong> ein wachsenden Schülerzahlen Dies wie<strong>der</strong>um ist den Anwohnern dann<br />

rekt Öffnungszeiten<br />

drei statt zwei Busse eingesetzt,<br />

was zu Platzmangel in <strong>der</strong><br />

ein Ärgernis. Katastrophal kann es aber<br />

irekt an.<br />

Öffnungszeiten<br />

Mo: Ruhetag<br />

Mo:<br />

Wendeschleife<br />

führt. So müssen die Kin<strong>der</strong> Di bis So: nun 11.30 fahrzeuge - 21 Uhr auf Grund von Einengungen ih-<br />

Di bis So: Ruhetag 11.30<br />

sein,<br />

-<br />

wenn<br />

21 Uhr<br />

im Falle eines Falles Rettungs-<br />

die stark befahrene <strong>Land</strong>esstraße<br />

Der<br />

überqueren.<br />

Damit die Schüler sicher Der nördlichen<br />

<strong>Land</strong>gasthof<br />

ren Einsatzort<br />

Summter<br />

nicht<br />

Storch<br />

erreichen<br />

ist über<br />

können.<br />

den<br />

über <strong>Land</strong>gasthof die<br />

Berliner Summter Oft stehen<br />

Ring Storch sich<br />

(A10 ist unterschiedliche<br />

Richtung über den Hamburg)<br />

problemlos zu erreichen.<br />

Inter-<br />

nördlichen Berliner Ring (A10 Richtung Hamburg)<br />

problemlos zu erreichen.<br />

Sie<br />

Sie<br />

nehmen<br />

nehmen<br />

die Ausfahrt<br />

die Ausfahrt<br />

MÜHLENBECK<br />

MÜHLENBECK<br />

und<br />

und<br />

fahren fahren weiter weiter in Richtung in Richtung Liebenwalde. Liebenwalde.<br />

essen gegenüber und die Ordnungshüterin<br />

steht dazwischen. Das Ordnungsamt muss<br />

dabei immer im Interesse <strong>der</strong> Allgemeinheit<br />

handeln, denn seine Aufgabe ist vor<br />

allem <strong>der</strong> Schutz <strong>der</strong> Gesellschaft und damit<br />

auch jedes einzelnen Bürgers vor Situationen,<br />

die eine Störung <strong>der</strong> öffentlichen<br />

Sicherheit und Ordnung darstellen.<br />

Christine Peschke lebt und arbeitet<br />

in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>. Viele Bürgerinnen und<br />

Bürger kennen sie persönlich. Durch ihr<br />

freundliches und kompetentes Auftreten<br />

hat sie sich einen Namen gemacht. Wo sie<br />

erscheint, wird sie gegrüßt und angesprochen<br />

und oftmals ist sie die erste Ansprechpartnerin<br />

für zahlreiche Wünsche, Anregungen<br />

und Beschwerden. Sie ist es, die für<br />

die nötige „Ordnung“ sorgt im <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong>.<br />

Text: Birgit Rathmann<br />

Fotos: Reinhard Musold<br />

Nach Nach ca. 3 ca. Autominuten 3 Autominuten erreichen erreichen Sie auf Sie <strong>der</strong> auf <strong>der</strong><br />

rechten rechten Seite Seite den den Summter Summter See. Auf See. <strong>der</strong> Auf linken <strong>der</strong> linken<br />

Seite Seite befindet befindet sich sich das Restaurant das Restaurant Summter Summter<br />

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nachgefragt<br />

Was nun,<br />

Herr Platzeck<br />

Ein persönliches Gespräch mit dem<br />

Ministerpräsidenten nach dessen Amtsverzicht<br />

Herr Platzeck, lei<strong>der</strong> konnten Sie<br />

krankheitsbedingt nicht zum<br />

10-jährigen Jubiläum unserer <strong>Gemeinde</strong><br />

ins <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> kommen.<br />

Vor kurzem sind Sie aus gesundheitlichen<br />

Gründen auch vom Amt des Ministerpräsidenten<br />

zurückgetreten. Wie geht es<br />

Ihnen zurzeit<br />

Gesundheitlich geht es mir jeden Tag<br />

ein bisschen besser. Die Entscheidung zurückzutreten,<br />

musste ich trotzdem so fällen.<br />

Die Ärzte haben mir klar gesagt: 40 bis 50<br />

Stunden pro Woche kann ich arbeiten, aber<br />

nicht die 80 Stunden, die das Amt als Ministerpräsident<br />

in meinem Verständnis normalerweise<br />

braucht. <strong>Ich</strong> muss ehrlich zugeben,<br />

dass ich mich an die Vorstellung noch<br />

gewöhnen muss, etwas kürzer zu treten.<br />

Aber meine Familie passt auf mich auf und<br />

bremst mich, wenn es sein muss.<br />

Welche Zukunftspläne haben Sie Wie<br />

werden Sie sich politisch weiter engagieren<br />

Na klar, ich bin und bleibe ein politischer<br />

Mensch. Als <strong>Land</strong>tagsabgeordneter<br />

werde ich mich weiterhin für meinen<br />

Wahlkreis und für das <strong>Land</strong> Brandenburg<br />

engagieren. Und nach fast 25 Jahren in<br />

politischer Verantwortung kann ich auch<br />

nicht so tun, als wenn mich das alles nicht<br />

mehr interessieren würde…<br />

Ein Blick in die Vergangenheit: Warum<br />

sind Sie Politiker geworden Gab es da<br />

einen bestimmten Anlass<br />

Ganz am Anfang wollte ich einfach, dass<br />

wir in <strong>der</strong> DDR besser, demokratischer, umweltgerechter,<br />

fröhlicher leben. Und unser<br />

Tun Bestand hat vor den Augen unserer damals<br />

heranwachsenden Kin<strong>der</strong>. Die Wendezeit<br />

hat mich dann nachhaltig geprägt.<br />

Welchen Rat würden Sie Neulingen in<br />

<strong>der</strong> Politik geben, um nicht „abzuheben“<br />

26<br />

<strong>Ich</strong> habe immer versucht, die Füße fest<br />

am Boden zu halten. Dabei hat mir zum<br />

Beispiel geholfen, dass ich noch immer<br />

im selben Haus wohne und mit denselben<br />

Mitbewohnern wie zu DDR-Zeiten, dass<br />

ich in dieselbe Stammkneipe gehe und im<br />

Fußballstadion noch immer am gleichen<br />

Platz stehe. Aber natürlich gab es auch Politiker,<br />

die für mich wichtig waren. Ganz<br />

beson<strong>der</strong>s Manfred Stolpe, mein Vorgänger<br />

als Ministerpräsident, und Regine Hildebrandt,<br />

unsere langjährige Sozialministerin.<br />

Mit ihrer Wärme und Menschlichkeit,<br />

aber auch mit ihrer Beharrlichkeit, wenn es<br />

Wi<strong>der</strong>stände gab, sind beide für mich persönlich<br />

und in meiner Arbeit sehr wichtig.<br />

Was war in Ihrer politischen Tätigkeit<br />

das Wichtigste, das Sie erreicht haben<br />

Die Entwicklung unseres <strong>Land</strong>es! Die<br />

Arbeitslosenzahlen in Brandenburg sind<br />

deutlich zurückgegangen, die Wirtschaft<br />

wächst, wir sind Vorreiter bei Erneuerbaren<br />

Energien und haben keine neuen Schulden<br />

in letzten Jahren aufgenommen. Es gibt viele<br />

Möglichkeiten für Brandenburgerinnen und<br />

Brandenburger, sich in unserem <strong>Land</strong> selbst<br />

zu verwirklichen. Und vor allem: Fast alle<br />

hier würden Brandenburg mit keinem an<strong>der</strong>en<br />

Bundesland tauschen. Da geht nichts<br />

drüber.<br />

Jedenfalls ist die Politiker- bzw. Wahlverdrossenheit<br />

groß. Was wollen Sie persönlich<br />

dagegen tun<br />

Moment! <strong>Ich</strong> teile Ihre Einschätzung<br />

nicht durchweg. In vielen Regionen haben<br />

wir aktive Bürgerbewegungen. Das ist gelebte<br />

Demokratie. Wir haben auch deshalb<br />

in dieser Wahlperiode die Hürden für Mitbestimmung<br />

gesenkt. Richtig aber ist, dass<br />

die reine Wahlbeteiligung nicht immer so<br />

ist, wie das <strong>der</strong> Verantwortung <strong>der</strong> Abgeordneten<br />

eigentlich entspricht. Und da sage<br />

ich: Politik muss den Menschen reinen Wein<br />

einschenken. Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit<br />

sind die besten Mittel auch gegen zu geringe<br />

Wahlbeteiligungen. Dazu kommt: Gut<br />

zuhören und so handeln, wie man redet.<br />

Fühlen Sie sich als Politiker und/o<strong>der</strong><br />

Ministerpräsident von den Medien eigentlich<br />

fair behandelt Zum Beispiel bei<br />

den Problemen mit dem BER<br />

Als Politiker muss man manches aushalten<br />

können. Es ist die Aufgabe von Medien,<br />

politische Entscheidungen kritisch zu hinterfragen.<br />

Natürlich ärgere ich mich manchmal<br />

über Dinge, die ich in <strong>der</strong> Zeitung lese<br />

o<strong>der</strong> im Fernsehen sehe. Aber damit muss<br />

ich leben – und das kann ich auch.<br />

Etwas persönlich gefragt: Wie halten<br />

Sie es mit <strong>der</strong> Demokratie in <strong>der</strong> eigenen<br />

Familie<br />

Da müssen Sie meine Familie fragen…<br />

Was treibt Matthias Platzeck in seiner<br />

freien Zeit Wie halten Sie sich fit und<br />

tanken Sie Kraft<br />

Die wenige Freizeit, die bislang blieb,<br />

hab` ich so weit wie nur irgendwie möglich<br />

mit meiner Familie verbracht. Daran wird<br />

sich auch jetzt nichts än<strong>der</strong>n. Morgens laufe<br />

ich regelmäßig und wenn irgendwo Zeit<br />

bleibt, gehe ich ins Kino o<strong>der</strong> nehme ich ein<br />

gutes Buch zur Hand. Gern auch Biografien.<br />

Herr Platzeck, das neue Werbemotto<br />

unserer <strong>Gemeinde</strong> lautet: Das Glück liegt<br />

so nah! Welche Vorstellung verbinden Sie<br />

mit dem Begriff Glück<br />

<strong>Ich</strong> empfinde Glück, für Getanes Zuspruch<br />

zu erhalten.<br />

Interview: Claus Schmidt-Eckertz<br />

Foto: Reinhard Musold


kin<strong>der</strong>glück<br />

Links: Die neue<br />

stählerne Außenfluchttreppe<br />

Neuer Hort<br />

Mühlenbeck<br />

Alte Käthe-Kollwitz-Schule wurde<br />

saniert und komplett neu eingerichtet<br />

Die alte Käthe-Kollwitz-Schule ist ein Schmuckstück<br />

unserer <strong>Gemeinde</strong>. 1906 wurde das dreigeschossige<br />

Mauerwerk mit <strong>der</strong> schönen Klinkerfassade errichtet<br />

und ist bis heute ein beliebtes Fotomotiv. Bis zum<br />

Ende 2012 diente <strong>der</strong> denkmalgeschützte Bau noch regulär<br />

als Grundschule und wurde bis vor kurzem funktionell<br />

umgestaltet, um nun als mo<strong>der</strong>ner Kin<strong>der</strong>hort eine neue<br />

Bestimmung zu erhalten.<br />

Am 16. August wurde das Haus feierlich eröffnet und<br />

bietet jetzt Raum für 136 Kin<strong>der</strong>. Die Gesamtkapazität <strong>der</strong><br />

neuen Einrichtung beläuft sich auf ca. 180 Plätze. Eingerechnet<br />

sind hier vier Räume in den Raumzellen, die vom<br />

Hort im Rahmen des Projektes „Hausaufgabenbetreuung“<br />

mit genutzt werden.<br />

Gänzlich neu ist <strong>der</strong> Anbau einer Außenfluchttreppe<br />

als 2. Rettungsweg vom Dachgeschoss und dem 1. Obergeschoss<br />

nach draußen sowie <strong>der</strong> Einbau zusätzlichger Innentüren<br />

als Brandschutzmaßnahme. Die Bauzeit betrug<br />

vom 22. April 2012 bis 2. August 2013 fünfzehn Wochen.<br />

Gesamtbaukosten: 400.000 Euro.<br />

Als Novum sind im Innenbereich eine Caféteria und<br />

ein Computerraum zu nennen. Die Caféteria ist als kommunikativer<br />

Eltern- und Erzieherinnentreff konzeptiert<br />

und schließt im Erdgeschoss offen an den Kin<strong>der</strong>-Küchenbereich<br />

des Hortes an.<br />

Der gesamte Hort wurde neu eingerichtet und ausgestattet.<br />

Neben einem Kreativ- und Theaterraum steht ein<br />

Entspannungs- und Bewegungsraum sowie ein weiterer<br />

Spiel- und Bauraum zur Verfügung, darin unter an<strong>der</strong>em<br />

ein Billardtisch, ein Tischfußball sowie ein Air-Hockey-<br />

Tisch.<br />

Als Außenbereich wird <strong>der</strong> sich hinter dem Hort anschließende<br />

Schulhof genutzt; <strong>der</strong> Eingang zum Hort<br />

befindet sich ebenfalls hinter dem Gebäude, da das historische<br />

Portal aus Gründen <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>sicherheit nicht geöffnet<br />

bleibt.<br />

Leiterin des Hortes ist Heike Doll (vgl. mühlenspiegel<br />

Nr. 2/2013), die in den letzten Monaten gemeinsam mit ihrem<br />

Team für den Kin<strong>der</strong>hort Mühlenbeck ein neues, offenes<br />

För<strong>der</strong>ungs. und Erziehungskonzept entwickelt hat.<br />

Neu sind übrigens auch die Optionen <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>betreeuungszeiten.<br />

Eltern, die an einer längeren Betreuung<br />

ihrer Kin<strong>der</strong> bis 19 Uhr interessiert sind, können sich an<br />

den Fachdienst „Kita- und Schulangelegenheiten“ <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

wenden. Sofern ein Rechtsanspruch auf längere<br />

Betreeungszeiten gegeben ist, werden diese auch angeboten.<br />

Die Caféteria als Treff und<br />

Gesprächsraum für Eltern<br />

und Erzieherinnen<br />

Der Turn- und Bewegungsraum<br />

mit <strong>der</strong> eindrucksvollen Decke<br />

Helle und großzügig eingerichtete<br />

Spielbereiche bestimmen das Innere<br />

des neuen <strong>Mühlenbecker</strong> Horts<br />

Text: Claus Schmidt-Eckertz<br />

Fotos: Reinhard Musold, Petra Witte<br />

Der neue Freizeitraum mit Pool-<br />

Billard-, Kicker- und Air-Hockey-<br />

Tischen


landsleute<br />

<strong>Ich</strong>, <strong>der</strong> <strong>Bauer</strong><br />

Helmut Schneermann – Portrait eines <strong>Land</strong>mannes<br />

Es ist Erntezeit. Auf dem <strong>Land</strong>gut Erlenhof<br />

in Schönfließ herrscht rege<br />

Betriebsamkeit. <strong>Land</strong>maschinen<br />

fahren über den Hof, Rundballen werden in<br />

die große Lagerhalle transportiert, in <strong>der</strong><br />

hofeigenen Werkstatt wird gehämmert und<br />

gesägt und mittendrin, unbeeindruckt vom<br />

geschäftigen Treiben stehen ganz entspannt<br />

die eigentlichen Protagonisten des Betriebes:<br />

die Pferde.<br />

<strong>Land</strong>wirt Helmut Schneermann ist im<br />

„Stress“. Wegen <strong>der</strong> starken Regenfälle in<br />

den letzten Tagen ist er mit <strong>der</strong> Ernte im<br />

Verzug. Jetzt, wo es trocken ist, muss das<br />

Getreide möglichst schnell geerntet werden.<br />

Immer wie<strong>der</strong> klingelt sein Handy.<br />

Ein Mitarbeiter benötigt Rat und die Entscheidung<br />

des Chefs, Absprachen sind zu<br />

treffen, ein Nachbar möchte sich ein Gerät<br />

ausleihen und bittet um Hilfe…<br />

Seit sechs Jahren betreibt <strong>der</strong> aus Nie<strong>der</strong>sachsen<br />

stammende <strong>Land</strong>mann den<br />

Erlenhof. Nach und nach hat er den ehemaligen<br />

Rin<strong>der</strong>zuchtbetrieb in eine mo<strong>der</strong>ne<br />

Pferdepension umgewandelt. Heute finden<br />

hier 88 Rosse eine artgerechte Unterkunft.<br />

Auf 24 ha Weiden, die direkt an den Stall<br />

angrenzen, können die Steppentiere täglich<br />

ihrer von <strong>der</strong> Natur vorgesehenen Beschäftigung<br />

nachgehen: <strong>der</strong> Futtersuche auf wei-<br />

Neulich in Mühlenbeck... aufgezeichnet von Erika Cipper<br />

tem Grasland. Zwei Reithallen, zwei überdachte<br />

Roundpens und drei Außenplätze<br />

stehen den Reitern und Trainern zur Verfügung<br />

und natürlich das traumhafte Gelände<br />

rund um<br />

Schönfließ. Das<br />

<strong>Land</strong>gut bietet<br />

auch Krankenpaddocks<br />

und<br />

einen Diätstall<br />

für Problempferde.<br />

So wissen die<br />

Pferdebesitzer<br />

ihre Tiere stets in<br />

guter Obhut.<br />

Das Futter<br />

für die Vierbeiner<br />

wird direkt<br />

auf dem Hof<br />

produziert. Auf<br />

370 ha Ackerland<br />

Helmut Schneermann, ein Herr<br />

baut Schneermann<br />

Getreide<br />

<strong>der</strong> großen <strong>Land</strong>maschinen<br />

für die Futtermittelherstellung an. Auch<br />

Heu und Stroh werden in eigener Qualitätsproduktion<br />

erzeugt. So ist er autark<br />

und vollkommen unabhängig von <strong>der</strong> Entwicklung<br />

<strong>der</strong> Futtermittelpreise, was nicht<br />

zuletzt den Einstellern zu Gute kommt.<br />

Der Getreideanbau ist somit ein wesentlicher<br />

Wirtschaftsfaktor des Betriebes<br />

und nimmt einen großen Stellenwert ein.<br />

Befremdlich und völlig unverständlich ist<br />

Schneermann dabei das scheinbar unbedachte<br />

Verhalten einiger Mitbürger. Jedes<br />

28


landsleute<br />

Jahr aufs Neue wird mitten durch sein Getreidefeld<br />

am Schönfließer S-Bahnhof, ein<br />

Trampelpfad eingerichtet, um den Weg<br />

von <strong>der</strong> Bahnstation ins Dorf abzukürzen.<br />

Nicht nur, dass ihm unweigerlich ein Teil<br />

des Ertrages verloren geht, dadurch, dass er<br />

diesen Teil des Feldes nicht beernten kann,<br />

werden ihm auch EU-Mittel gestrichen,<br />

denn für den Anbau und die Ernte erhält<br />

er För<strong>der</strong>mittel. Die zerstörte Fläche wird<br />

dabei regelmäßig heraus gerechnet. „In<br />

Nie<strong>der</strong>sachsen ist das undenkbar“, sagt er.<br />

„Niemand kommt dort auf die Idee, über<br />

ein bestelltes Feld zu laufen“, und er fügt<br />

hinzu: „<strong>Ich</strong> laufe ja auch nicht durch Ihren<br />

Garten!“ Das Bewusstsein für die <strong>Land</strong>wirtschaft<br />

scheint ihm in Brandenburg ein<br />

an<strong>der</strong>es zu sein. Vielleicht liegt es daran,<br />

dass es hier heute nur noch wenige <strong>Bauer</strong>nhöfe<br />

gibt, die Agrarwirtschaft in den Augen<br />

<strong>der</strong> Menschen einfach nicht so eine große<br />

Rolle spielt<br />

Helmut Schneermann ist <strong>Bauer</strong> aus Leidenschaft.<br />

Die <strong>Land</strong>wirtschaft wurde ihm<br />

quasi „in die Wiege gelegt“. Aufgewachsen<br />

auf dem elterlichen Betrieb in Eystrup bei<br />

Bremen, <strong>der</strong> bereits in <strong>der</strong> 6. Generation<br />

betrieben wird, versteht er sich von Kindesbeinen<br />

an als <strong>Land</strong>wirt. Ein an<strong>der</strong>er Beruf<br />

kam für ihn nie in Frage.<br />

Und was führt einen in Nie<strong>der</strong>sachsen<br />

verwurzelten <strong>Bauer</strong>n ins <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> „Der Zufall“, räumt er unumwunden<br />

ein. „Nach <strong>der</strong> Wende haben sich viele<br />

<strong>Land</strong>wirte aus Nie<strong>der</strong>sachsen eine Dependance<br />

in den neuen Bundeslän<strong>der</strong>n aufgebaut.“<br />

Das Angebot an Höfen war groß<br />

und das Interesse <strong>der</strong> Ortsansässigen, zu<br />

investieren, scheinbar eher gering. Auch<br />

für Schneermann ist <strong>der</strong> Erlenhof ein zweites<br />

Standbein. Von den beiden Höfen sollen<br />

einmal zwei Generationen leben können.<br />

Das <strong>Land</strong>gut mit direkter Anbindung an<br />

Berlin erschien ihm damals ideal für einen<br />

Pferdepensionshof. Und die Entscheidung<br />

war richtig. Der Hof ist lukrativ. Gerade für<br />

Berlinerinnen und Berliner ist <strong>der</strong> ländliche<br />

Standort direkt vor <strong>der</strong> Standgrenze<br />

eine attraktive Alternative zu den beengten<br />

Anlagen und Ställen in <strong>der</strong> Großstadt.<br />

Die Schneermanns sind angekommen<br />

in Brandenburg. Sie fühlen sich wohl im<br />

„Märkischen Sand“, auch wenn <strong>der</strong> nicht<br />

<strong>der</strong> ertragsreichste ist. Das <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> ist ihre zweite Heimat geworden.<br />

„Die Leute hier sind in Ordnung, da gibt es<br />

nichts! Auch die Zusammenarbeit mit <strong>der</strong><br />

Verwaltung war von Anfang an gut – und<br />

das ist jetzt keine Lobhudelei!!“, beteuert<br />

Schneermann.<br />

Text: Birgit Rathmann<br />

Fotos: Reinhard Musold<br />

Für alle Fälle ist vorgesorgt: Pflegebedürftige Pferde erhalten eine individuelle Fürsorge und im Bedarfsfall<br />

tiermedizinische Behandlungen auf den Einzelpaddocks<br />

Ein Bild während <strong>der</strong> Ernte des Pferdefutters, das eigens auf dem Hof von <strong>Bauer</strong> Schneermann produziert<br />

wird. Auch das Wetter spielt mit, was nicht immer <strong>der</strong> Fall ist<br />

Gut untergebracht sind die Pferde in ihren geräumigen, hellen und luftigen Boxen. Auch an <strong>der</strong> menschlichen<br />

Zuwendung fehlt es nicht<br />

29


tierfreunde<br />

Herr <strong>der</strong> Bienen<br />

Ein Besuch in Schildow bei Hobby-Imker Ronald Wermke<br />

Wer erinnert sich nicht an die Zeit zurück, als eine kleine<br />

freche Biene, die sich Maja nennt, gemeinsam mit ihrem<br />

etwas dicken Freund Willi gemütlich über Blumenwiesen<br />

flog und für all die kleinen Schwierigkeiten ihres Insektenalltags<br />

immer eine tolle Lösung parat hatte In <strong>der</strong> Trickfilmserie war<br />

ihre Welt noch in Ordnung.<br />

Heute sorgen sich nicht nur die Imker um das Wohl <strong>der</strong> Honigbienen.<br />

Verschiedene wissenschaftliche Studien haben in den letzten<br />

Jahren eines deutlich gezeigt: die Anzahl <strong>der</strong> Insekten nimmt<br />

ab. Gab es im <strong>Land</strong> Brandenburg 1991 noch<br />

22.697 Bienenvölker, so ist die Zahl im Jahr<br />

2012 auf 18.764 gesunken, so die Angaben<br />

des Deutschen Imkerbundes.<br />

Als zunehmend problematisch wird auch<br />

<strong>der</strong> Eintritt <strong>der</strong> phänologischen Jahreszeiten<br />

gesehen, <strong>der</strong> sich in den letzen Jahrzehnten<br />

verschoben hat.<br />

Das kann unter Umständen dazu führen,<br />

dass die Bienen, wenn sie im Frühjahr erstmals<br />

ihren Stock verlassen, nicht genügend<br />

Nahrung finden. Neben den Honigbienen<br />

sind es vor allem auch Wildbienen, die für<br />

die Bestäubung <strong>der</strong> Pflanzen sorgen. Man<br />

schätzt, dass Bienen für ca. 30% aller Futterpflanzen<br />

weltweit die Bestäubung übernehmen<br />

und damit die Erträge auch unserer<br />

Nahrungsmittel entscheidend regulieren.<br />

Albert Einstein brachte es treffend auf<br />

den Punkt: Wenn die Biene einmal von <strong>der</strong><br />

Erde verschwindet, hat <strong>der</strong> Mensch nur noch<br />

vier Jahre zu leben.<br />

30<br />

Das Entnehmen eines so genannten Rähmchens<br />

aus <strong>der</strong> Magazin-Beute<br />

Ronald Wermke, Hobbyimker aus Schildow, weiß um diese Zusammenhänge<br />

und kennt sich bestens mit Honigbienen aus. Seit<br />

über 30 Jahren beschäftigt sich <strong>der</strong> 48-Jährige mit Bienen, eine<br />

Tradition, die er in 4. Generation ausgeübt. Im Durchschnitt hält<br />

er 4 Völker, ein Volk besteht dabei aus etwa 60.000 Bienen im Sommerhalbjahr.<br />

Im Winter sind es weniger, was an <strong>der</strong> spezifischen Lebenserwartung<br />

<strong>der</strong> Insekten liegt, denn nur jene Bienen, die mit <strong>der</strong><br />

letzten Brut im Oktober schlüpfen, überwintern mit <strong>der</strong> Königin<br />

im Bienenstock. Schildow ist wirklich ein<br />

idealer Ort für die fleißigen Nektarsammler.<br />

Die Nähe zu naturnahen Wiesen und<br />

Wäl<strong>der</strong>n ist ein wahres Paradies, denn hier<br />

finden sie noch genügend Wildpflanzen,<br />

Obstbäume und Kräuter. Und dafür fliegen<br />

sie schon mal eine ganz schön lange Strecke,<br />

<strong>der</strong> Aktionsradius <strong>der</strong> Honigsammlerinnen<br />

wird mit etwas 5 Kilometern angegeben!<br />

Die Hauptarbeitszeit des Imkers, so berichtet<br />

Ronald Wermke, ist <strong>der</strong> Frühsommer.<br />

Die Insekten sind während dieser Periode<br />

am aktivsten, denn <strong>der</strong> Blütenflor hat seinen<br />

Höhepunkt erreicht, es gibt genügend<br />

Nektar und Pollen. Wie sieht es eigentlich<br />

in einem Bienenstock aus Heute verwenden<br />

viele Hobbyimker Magazin-Beuten, das sind<br />

Holz- o<strong>der</strong> Kunststoffkästen, in denen die sogenannten<br />

Rähmchen mit den Bienenwaben<br />

senkrecht und in einem gleichmäßigen Abstand<br />

eingehängt werden.Dabei sind Brutund<br />

Honigraum getrennt, was die Entnahme


tierfreunde<br />

<strong>der</strong> Honigwaben erleichtert und ein Bebrüten verhin<strong>der</strong>t. Im herrlichen<br />

naturnahen Garten des Hobbyimkers stehen die Beuten und<br />

man vernimmt ein gleichmäßiges und beruhigendes Summen <strong>der</strong><br />

Bienen. Aus unmittelbarer Nähe kann ich mit verfolgen, wie vorsichtig<br />

<strong>der</strong> Deckel des „Bienenhauses“ entfernt wird.<br />

Ronald Wermke geht dabei ruhig und mit Bedacht vor. Obwohl<br />

er auch schon gestochen wurde, trägt er nicht die sonst typische<br />

Imkerbekleidung, wie Hut und Schleier. Ein langärmeliges Hemd,<br />

<strong>der</strong>be Hosen und Stiefel tun es auch, weiß Herr Wermke zu berichten.<br />

In regelmäßigen Abständen überprüft er im Sommer die<br />

Honigwaben und wenn sie voll sind, kann die Honigernte erfolgen.<br />

Beherzt helfe ich dabei, die mit Wachs überzogenen Bienenwaben<br />

sicher zu stellen. Die Insekten geben sie nicht ohne weiteres auf<br />

und werden vorsichtig mit einem Fe<strong>der</strong>kiel vom Rähmchen abgestrichen.<br />

Dennoch sind die Bienen erstaunlich gelassen, auch wenn<br />

ihnen gerade <strong>der</strong> Honig „geklaut“ wird.<br />

Nachdem die Waben, die ein erhebliches Gewicht haben, mit einem<br />

kammähnlichen Schaber vorsichtig entdeckelt werden, kommen<br />

jeweils 4 Wabenrähmchen in die Honig-Schleu<strong>der</strong>. Durch die<br />

Zentrifugalbewegung wird <strong>der</strong> Honig aus den Waben geholt und<br />

tropft goldgelb und dickflüssig in den Behälter.<br />

Herr Wermke gewinnt den Honig nur für den Eigenverbrauch<br />

und schil<strong>der</strong>t den vielfältigen Einsatz dieses unvergleichlichen Naturproduktes.<br />

Honig zählt schon seit alters her zu den haltbarsten<br />

Lebensmitteln. Er wird, neben den an<strong>der</strong>en Bienenprodukten<br />

wie Wachs, Gelee Royal o<strong>der</strong> Pollen, in <strong>der</strong> Medizin und Kosmetik<br />

o<strong>der</strong> als Heilmittel eingesetzt. Übrigens ist Deutschland Spitze<br />

beim weltweiten Honigverbrauch- durchschnittlich mehr als 1 Kilogramm<br />

isst je<strong>der</strong> Bundesbürger pro Jahr.<br />

Nachdem die Rahmen nun von ihrer süßen Last befreit wurden,<br />

werden sie wie<strong>der</strong> ins Magazin eingesetzt und <strong>der</strong> Kasten<br />

wird verschlossen. Die Bienen lassen es sich aber nicht nehmen,<br />

wenigstens an den Honigresten zu naschen. Es kehrt wie<strong>der</strong> Ruhe<br />

ein im Bienenstock. Jetzt, zum Ende des Sommers, ist die Hauptarbeit<br />

getan.<br />

Viele Hobbyimker halten Bienen auf dem eigenen Wohngrundstück,<br />

so wie das hier in Schildow <strong>der</strong> Fall ist. Probleme haben sich<br />

daraus noch nicht ergeben, erzählt Herr Wermke. Viele seiner<br />

Nachbarn sind interessiert an seiner Tätigkeit und unterstützen<br />

sein Wirken. Durch die entsprechende Standortwahl <strong>der</strong> Magazin-<br />

Beuten auf dem Grundstück sind keine Belästigungen durch die<br />

Wabenrähmchen. Deutlich zu sehen sind die mit Wachs verschlossenen Waben<br />

Bienen zu befürchten, man könnte die Beuten selbst direkt neben<br />

die Terrasse stellen, bestätigt <strong>der</strong> Schildower.<br />

Inzwischen gibt es 5 bis 6 Hobbyimker im Raum Schildow/<br />

Glienicke und schätzungsweise 100 Bienenvölker in <strong>der</strong> Gegend.<br />

Und alle helfen sie ein bisschen mit, dass unsere Natur weiterhin<br />

funktioniert.<br />

Die Imkerei wird mit Leidenschaft betrieben; das ist zu spüren<br />

bei meinem Besuch beim Hobbyimker Ronald Wermke. Und wer<br />

weiß, vielleicht probiere ich das Imkern im nächsten Jahr mal aus!<br />

Wer Lust bekommen hat, sich mit Bienen und <strong>der</strong> Imkerei zu<br />

beschäftigen o<strong>der</strong> selbst Bienen halten möchte, kann sich an den<br />

Imkerverein Hohen Neuendorf e.V. wenden.<br />

Text: Gudrun Engelke<br />

Fotos: Gudrun Engelke<br />

www.imkerhohenneuendorf.de<br />

31


webseiten<br />

Das schnelle<br />

Internet kommt<br />

Zur Breitband-Versorgung im <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Wer von Berlin nach Mühlenbeck o<strong>der</strong> Schildow zieht,<br />

in <strong>der</strong> Hoffnung, dort die komfortable Verbindung von<br />

Großstadt und Natur zu finden, <strong>der</strong> lernt beim Thema<br />

Internet das Fürchten – o<strong>der</strong> eben das Warten.<br />

Unsere 14.500-Seelengemeinde liegt nicht irgendwo in <strong>der</strong><br />

brandenburgischen Provinz. Sie liegt direkt vor den Toren <strong>der</strong><br />

Hauptstadt. Auf <strong>der</strong> einen Seite des gelben Ortsschildes steht Mühlenbeck<br />

und auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Berlin“ schrieb <strong>der</strong> „Tagesspiegel“ im<br />

April vergangenen Jahres.<br />

Diesen unhaltbaren Zustand will Filippo Smaldino-Stattaus<br />

än<strong>der</strong>n, denn in seinem Wahlprogramm hat <strong>der</strong> Bürgermeister die<br />

Verbesserung <strong>der</strong> Breitbandversorgung als eines seiner wichtigsten<br />

Ziele benannt. Er betonte: „Für die <strong>Gemeinde</strong> ist das langsame<br />

Internet ein Riesenproblem. Für Unternehmen ist das schließlich<br />

ein entscheidendes Kriterium, wenn sie sich hier ansiedeln wollen.“<br />

Es erfolgte Anfang des Jahres eine Ausschreibung <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>, die kommunale Eigenmittel und För<strong>der</strong>mittel<br />

<strong>der</strong> EU vorsah, um die Verfügbarkeit von schnellen Breitbandanschlüssen<br />

für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gewerbetreibenden<br />

in den<br />

unterversorgten Ortsteilen <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> zeitnah sicherzustellen. Nach dem Ende <strong>der</strong><br />

Abgabefrist im April 2013 gab es nur die Telekom als Bewerber,<br />

aber kein diesbezügliches Angebot. Mitte März erhielt die <strong>Gemeinde</strong><br />

ein Schreiben von <strong>der</strong> „DNS:NET Internet Service GmbH“<br />

mit folgendem Inhalt:<br />

„Im Rahmen unserer Planungen zur Netzerweiterung analysieren<br />

wir die Versorgungssituation in etlichen <strong>Gemeinde</strong>n<br />

Brandenburgs und haben auch in den Ortsteilen <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> Problemgebiete mit zu schlechter DSL-Versorgung<br />

identifiziert. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können,<br />

dass unser Unternehmen in den Gebieten Schildow, Summt und<br />

Schönfließ ein mo<strong>der</strong>nes VDSL2-Breitbandnetz errichten wird. Im<br />

Ergebnis erhalten Ihre Einwohner schnelle Internetanschlüsse mit<br />

30 MBit/s (technisch sind 50 und 100 Mbit/s möglich). Telefonie<br />

und TV-Angebote werden ebenfalls bereitgestellt. Weiter schrieb<br />

DNS:NET „..weitere För<strong>der</strong>mittel o<strong>der</strong> Zuschüsse durch Ihre <strong>Gemeinde</strong><br />

werden nicht benötigt.“<br />

Fortuna<br />

Fußballferienspaß<br />

Für Kin<strong>der</strong> und Jugendliche von 7 bis 14 Jahren<br />

Montag, 30. 09. 2013 bis Mittwoch, 02. 10. 2013<br />

Jeweils 09.30 – 15.30 Uhr<br />

Lizenzierte, erfahrene Trainer + Verpflegung<br />

inklusive Mittagessen und vieles mehr!<br />

Preis pro Teilnehmer 45,00 €<br />

Ort:<br />

Sportplatz Bieselheide<br />

Glienicker Chaussee<br />

16567 Schönfl ieß<br />

BSC Fortuna Glienicke e.V.<br />

Anmeldung unter www.fortuna-glienicke.de Weitere Infos: Uli Ribak 0163-292 45 65<br />

32<br />

KOMMT VORBEI, ZUSAMMEN MACHT ES MEHR SPASS !


webseiten<br />

Die Telekom ließ nicht lange auf sich warten und offerierte in<br />

einer E-Mail von Ende April ebenfalls einen für die <strong>Gemeinde</strong> kostenfreien<br />

VDSL-Ausbau mit den Worten:<br />

“….wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Telekom<br />

ihre Strategie für den Breitbandausbau in Deutschland weiterentwickelt<br />

hat. Ihre <strong>Gemeinde</strong> profitiert in beson<strong>der</strong>em Maße davon.<br />

Die Telekom wird in dem gemäß oben angeführten Auswahlverfahren<br />

unterversorgten <strong>Gemeinde</strong>gebiet in <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

einen FTTC¹-Eigenausbau ohne kommunale Kostenbeteiligung<br />

bis Ende 2015 realisieren. Mit den dadurch verfügbaren Bandbreiten<br />

von bis zu 50 MBit/s (Download) haben die Bürger Zugang zu<br />

breitbandigen Dienstleistungen wie z.B. Entertain (100 TV-Sen<strong>der</strong>,<br />

davon mehr als 17 in HD; mehr als 18.000Film- und TV-Highlights<br />

auf Abruf)“. Georg von Wagner, Pressesprecher <strong>der</strong> Telekom, bestätigte<br />

in einer E-Mail, das <strong>der</strong> VDSL2-Ausbau in allen Ortsteilen<br />

bis Ende 2015 erfolgt sein soll.<br />

Derweil hat die Firma DNS:NET mit dem ersten Ausbau bereits<br />

begonnen und wird die Region in absehbarer Zeit an ihren Brandenburger<br />

10-Gigabit Glasfaserring anbinden. In den Ortsteilen<br />

werden dazu schon Stromsäulen und Multifunktionsgehäuse aufgestellt<br />

sowie Horizontalbohrungen wie hier in Schildow für die<br />

Verlegung <strong>der</strong> Glasfaserkabel vorgenommen.<br />

Welche Probleme bereitet DSL und was ist bei VDSL2 an<strong>der</strong>s<br />

In Deutschland ist <strong>der</strong> Begriff DSL das Synonym für einen Internet-Breitbandzugang<br />

mit ADSL-Technik. Der Begriff „DSL“ ist<br />

die Abkürzung von „Digital Subscriber Line“ - übersetzt: „Digitale<br />

Teilnehmeranschlussleitung“. Gemeint war ursprünglich die<br />

Übertragungstechnik für den ISDN-Basisanschluss, inzwischen<br />

versteht man unter DSL verschiedene Trägerverfahren.<br />

Die wichtigste Anfor<strong>der</strong>ung an die damalige DSL-Übertragungstechnik<br />

war, dass die bereits für Telefonie verlegten Kupferleitungen<br />

weiter verwendet werden konnten um ein kostspieliges<br />

neues Leitungsnetz zu vermeiden, denn ursprünglich war die Verkabelung<br />

ausschließlich für die Sprachübertragung im Telefonnetz<br />

ausgelegt - darüber auch noch Daten zu übertragen war nie geplant.<br />

Inzwischen bietet aber DSL die Möglichkeit hohe Datenraten<br />

auf dem bisherigen Telefonnetz zu erreichen, wobei die Reichweite<br />

des Signals physikalisch bedingt durch Resonanzeffekte auf<br />

<strong>der</strong> Leitung, Fremdeinstrahlungen und sogenanntes Übersprechen<br />

stark reduziert wird.<br />

Diese Dämpfung auf <strong>der</strong> Leitung erhöht sich nun lei<strong>der</strong> mit<br />

steigen<strong>der</strong> Frequenz und steigen<strong>der</strong> Entfernung zur Vermittlungsstelle.<br />

Je länger das Telefonkabel und je mehr Internetteilnehmer in<br />

dem Strang aktiv sind, desto kleiner ist die Datenrate o<strong>der</strong> umgekehrt,<br />

je höher die Datenrate, desto geringer die Reichweite. Diese<br />

Begrenzung <strong>der</strong> Reichweite und Übertragungsrate führt dazu, dass<br />

DSL nicht überall möglich ist wo auch eine Leitung liegt.<br />

Das ist auch <strong>der</strong> Grund dafür, warum die Anbieter in ihren<br />

Angeboten den Passus „bis zu Mbit/s“ verwenden, da sie feste<br />

Datenraten nicht garantieren können. Will heißen, wer neben <strong>der</strong><br />

Vermittlungsstelle wohnt, kommt in den vollen Genuss <strong>der</strong> Bandbreite,<br />

wer am Ende <strong>der</strong> Leitung - vielleicht außerhalb <strong>der</strong> Ortschaft<br />

- wohnt, kann dann zur Trommel greifen um seine Daten<br />

zu übermitteln. Die Bandbreite tendiert bei ihm nämlich Richtung<br />

null.<br />

Bundestagsabgeordnete<br />

Die VDSL2-Infrastruktur<br />

VDSL2 steht für „Very High Digital Subscriber Line“ und ist eine<br />

Übertragungstechnik, die speziell für das Breitband-Internet und<br />

die sogenannten Triple Play-Angebote¹ im Telefonnetz entwickelt<br />

wurde. Es bietet eine deutlich höhere Übertragungsgeschwindigwww.a-k-l.de<br />

Angelika<br />

Krüger-Leißner<br />

Am 22. September<br />

AKL wählen!<br />

Eine von uns.<br />

Eine für uns.<br />

www.spd-muehlenbecker-land.de


webseiten<br />

Die Horizontalbohrungen für das Glasfaserkabel in <strong>der</strong> Franz-Schmidt-Straße in Schildow ; <strong>der</strong> Aufbau eines KVv/Multifunktionsgehäuses mit Stromsäule in <strong>der</strong> Ahornstraße<br />

keit als ADSL und ADSL2+. Der Leitungsweg ist hierbei eine Kombination<br />

aus Glasfaser- und Kupferkabel, ein sogenanntes Hybridnetz,<br />

und garantiert damit die angestrebten Übertragungsraten<br />

von 30 bis 50 MBit/s und mehr, da die Länge <strong>der</strong> Kupferleitungen<br />

von den KVZ bis zum Hausanschluss nur wenige hun<strong>der</strong>t Meter<br />

beträgt.<br />

Glasfasern als Lichtwellenleiter haben gegenüber elektrischer<br />

Übertragung den Vorteil einer erheblich höheren Bandbreite. Es<br />

können so mehr Information<br />

pro Zeiteinheit<br />

übertragen werden. Ein<br />

weiterer Vorteil ist, dass<br />

das übertragene Signal<br />

unempfindlich gegenüber<br />

elektrischen und magnetischen<br />

Störfel<strong>der</strong>n ist und<br />

darüber hinaus eine hohe<br />

Abhörsicherheit bietet.<br />

Für den weiteren Ausbau<br />

werden in den einzelnen<br />

Ortsteilen zahlreiche Multifunktionsgehäuse<br />

mit Stromsäulen aufgestellt und mit dem Glasfaserkabel<br />

verbunden. Dieses Verfahren nennt sich „Fiber To The<br />

Curb - abgekürzt FTTC“ was so viel bedeutet wie „Glasfaser bis zur<br />

Von <strong>der</strong> Innung zugelassener Betrieb für den<br />

Einbau und die Prüfung von Autogasanlagen.<br />

• Inspektionsservice<br />

• Achsservice<br />

• Reifenservice<br />

• Elektronik<br />

34<br />

Darstellung <strong>der</strong> Abhängigkeit von Bandbreite und Reichweite<br />

GmbH<br />

• Abschleppdienst<br />

• Anfertigung Abgasanlagen<br />

• Mechanik<br />

• Karosserie<br />

Barankauf von Fahrzeugen<br />

Triftweg 2 –10 (neben REWE) • 16552 Schildow<br />

Tel.: 03 30 56 / 2 36 50 24 h: 0171 / 742 41 44<br />

Fax: 03 30 56 / 4 18 80 www.auto-burdinski.de<br />

Straße/Bordstein“. Im Prinzip ist damit <strong>der</strong> Standort gemeint, an<br />

dem üblicherweise die grauen Verteilerkästen <strong>der</strong> Telekom stehen<br />

und die Leitungen von den Teilnehmern ankommen.<br />

Was macht VDSL2 so interessant<br />

Eines vorweg: die VDSL2-Technik spielt ihre Stärken nicht bei<br />

Downloads und beim Surfen im World Wide Web aus. Kaum<br />

ein Internet-Server im Web ist für die hohen Downstream-Geschwindigkeiten<br />

von<br />

VDSL2 tatsächlich vorbereitet.<br />

Es ist ein an<strong>der</strong>er<br />

Aspekt, <strong>der</strong> VDSL so<br />

interessant macht: Die<br />

Technik ermöglicht äußerst<br />

leistungsfähige<br />

Triple-Play-Angebote.<br />

Darunter versteht man<br />

die 3er-Kombinationen<br />

aus einem breitbandigen<br />

Internet-Anschluss, Fernsehen<br />

über das Internet –<br />

kurz IPTV genannt- und Telefonie. Für alles zusammen benötigt<br />

man nur noch ein einziges Kabel. Gleichzeitig ermöglicht die hohe<br />

Übertragungs-Bandbreite des IPTV -Anschlusses Fernsehen in<br />

HD-Qualität, somit ist man bestens vorbereitet auf die kommende,<br />

hochauflösende Fernsehtechnik.<br />

Um die Vorteile von VDSL2 im Entertainmentbereich zu verdeutlichen,<br />

schauen wir <strong>der</strong> Familie Blümel mit ihren zwei Kin<strong>der</strong>n<br />

Lotte und Max bei ihrem abendlichen digitalen Treiben mal locker<br />

über die Schulter. Wir sehen, wie Mutter Blümel gemütlich auf dem<br />

Sofa sitzend eine Herz-Schmerz-Telenovela per IPTV in Full-HD<br />

konsumiert und dabei per Internet mit ihrer Freundin Janine in<br />

Kuala Lumpur telefoniert – natürlich von ihrem Smartphone aus.<br />

Vater Blümel versendet gerade seine neuesten Videoclips um die<br />

halbe Welt und lädt parallel aktuelle Updates aus dem Internet auf<br />

seinen Rechner, während Lottchen fröhlich mit ihren Bekanntschaften<br />

chattet, selbstverständlich per Video-Chat. Max <strong>der</strong>weil<br />

steuert einen feuerroten Renn-Boliden in hochauflösen<strong>der</strong> Grafik<br />

zeitgleich per Online-Spiel über die Rennstrecke von Le Mans.<br />

Ein DSL-Anschluß in unserem Bereich bricht bei dem beschriebenen<br />

Szenario völlig zusammen, VDSL2 kommt da erst richtig in<br />

Fahrt und hat sogar noch einen Trumpf in <strong>der</strong> Hinterhand. Das<br />

Zauberwort heißt Vectoring und ist für eine spätere Erweiterung


webseiten<br />

<strong>der</strong> VDSL2-Technik vorgesehen. Hierbei können Störungen auf<br />

den noch vorhandenen Teilnehmeranschlussleitungen, die noch<br />

aus Kupfer bestehen, berechnet und kompensiert bzw. vermin<strong>der</strong>t<br />

werden. Durch diese Technik wird es möglich, die Kapazität <strong>der</strong><br />

Leitungen bis 100 MBit/s und mehr zu erhöhen, allerdings gibt es<br />

da noch rechtlichen Klärungsbedarf von Seiten <strong>der</strong> Bundesnetzagentur,<br />

<strong>der</strong> Telekom und weiterer privater Netzbetreiber.<br />

Und was ist mit den Uploads<br />

Auch wer die angebotene Download-Geschwindigkeit nicht ausreizen<br />

kann, für den macht ein Anschluss mit nominell 30, 50 o<strong>der</strong><br />

sogar 100 Mbit/s durchaus Sinn, denn bei schnellen Verbindungen<br />

steigt das Upload-Tempo proportional und bringt somit echte Zeitvorteile,<br />

wenn z.B. großvolumige Dateien wie Festplatten-Backups,<br />

Videos o<strong>der</strong> hochaufgelöste Bil<strong>der</strong> versandt o<strong>der</strong> in die Cloud geladen<br />

werden. Einen E-Mailversand mit einem 5 Mbyte großen Anhang<br />

in 30 Minuten zu senden, gehört dann <strong>der</strong> Vergangenheit an.<br />

VDSL2 und die Hardware - was sollte beachtet werden<br />

Der Router als Schnittstelle zum Internet, sollte auf jeden Fall<br />

VDSL2-tauglich sein. Ist er es nicht, dann ist eine Neuanschaffung<br />

notwendig. Um dann für die Zukunft gewappnet zu sein, sollte er<br />

schon für das VDSL2-Vectoring, also für noch höhere Datenraten,<br />

ausgelegt sein. Kaufen muss man solche Geräte nicht unbedingt,<br />

man kann sie auch vom Netzwerkbetreiber mieten. Die Kosten liegen<br />

in <strong>der</strong> Regel bei 4 bis 5 € monatlich, dafür hat man dann immer<br />

das neueste Modell zur Verfügung, sicherlich eine interessante<br />

Alternative.<br />

Natürlich sollte <strong>der</strong> PC o<strong>der</strong> das Notebook nicht zu den betagtesten<br />

seiner Gattung gehören, denn um die volle Übertragungsrate<br />

zu nutzen, muss das Gerät auch mit <strong>der</strong> angebotenen üppigen<br />

Datenflut zurechtkommen. Bei 50 MBit/s sind das immerhin mehr<br />

als 6 Megabyte pro Sekunde. Kann <strong>der</strong> Rechner das nur schwer<br />

verdauen, bremst man sich selber richtig aus. Auch auf solche profanen<br />

Dinge wie das WLAN-Netz mit seinen Steckkarten und<br />

WLAN-Sticks sollte das Augenmerk gerichtet werden. Viele PC‘s<br />

haben noch veraltete Netzwerkkarten, zum Teil On-Bord verbaut,<br />

die gerade 10 MBit leisten – bei einem solchen Flaschenhals nützt<br />

dann <strong>der</strong> schnellste Internetanschluss nichts. Alle WLAN-Komponenten<br />

sollten mindestens den Standard IEEE 802.11g o<strong>der</strong> a<br />

(bis 54 MBit) erfüllen.<br />

www.dsl-fuer-brandenburg.de<br />

www.breitbandatlas-brandenburg.de<br />

Text: Karl-Heinz Schmidt<br />

Fotos: Karl-Heinz Schmidt<br />

Grafiken: Telekom, Fraunhofer, Fotolia<br />

Was bisher geschah...<br />

Die Entwicklungsgeschichte des Schnellen Internets<br />

in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

02.01.2012<br />

Der Bürgermeister erteilt <strong>der</strong> Fachabteilung einen Arbeitsauftrag zur zügigen<br />

Realisierung des Schnellen Internets<br />

27.01.2012<br />

Erste Information an die Bürgerinnen und Bürger und Aufruf zur Bedarfsanmeldung<br />

(Fragebogen)<br />

02.02.2012<br />

Erfahrungsaustausch mit <strong>der</strong> Stadt Hohen Neuendorf; Ergebnis: Beauftragung<br />

eines DSL-Beraters zum Erhalt <strong>der</strong> notwendigen För<strong>der</strong>mittel<br />

02.02.2012<br />

Fachgespräche mit <strong>der</strong> TeleDialogServiceGesellsch. und Kabelbetreibern<br />

16.02.2012<br />

Fachgespräche im Rathaus mit <strong>der</strong> Telekom zum künftigen Netzausbau<br />

29.02.2012<br />

Informationsgespräch mit Ralf Berger, DSL-Berater von Hohen Neuendorf<br />

13.03.2012<br />

Erste Erkundungen <strong>der</strong> Firma DNS-Net zum Netzausbau in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

20.03.2012<br />

Mit <strong>der</strong> ILB Potsdam weiteres Vorgehen besprochen und eine För<strong>der</strong>mittelauskunft<br />

eingeholt<br />

22.03.2012<br />

Anbieter DSL-Berater gesucht und Angebote abgefragt<br />

30.03.2012<br />

För<strong>der</strong>mittelantrag für Planungs- und Beratungsleistungen gestellt<br />

16.04.2012<br />

Die <strong>Gemeinde</strong>vertretung beschließt auf Antrag <strong>der</strong> CDU-Fraktion die Beauftragung<br />

eines DSL-Beraters<br />

20.04.2012<br />

Auftragserteilung DSL Berater nach Eingang von drei Angeboten<br />

Mai-Dez. 2012<br />

Ergebnisbericht Breitbandverfügbarkeit und Erfassung des Breitbandbedarf für<br />

die <strong>Gemeinde</strong> erstellt. Unterversorgung <strong>der</strong> einzelnen Ortsteile als Voraussetzung<br />

zur Erlangung von För<strong>der</strong>mitteln nachgewiesen.<br />

30.01.2013<br />

För<strong>der</strong>mittelantrag zur Umsetzung <strong>der</strong> Verbesserung <strong>der</strong><br />

Breitbandversorgung - Bezuschussung von Wirtschaftlichkeitslücken bei <strong>der</strong><br />

Investitionsbank des <strong>Land</strong>es Brandenburg (ILB) gestellt<br />

19.02.2013<br />

Veröffentlichung <strong>der</strong> Bekanntmachung zur Ausschreibung<br />

„Verbesserung <strong>der</strong> Breitbandversorgung in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>“<br />

21.02.2013<br />

Erklärung <strong>der</strong> Telekom zu Teilnahme am Bieterverfahren<br />

13.03.2013<br />

FAX von DNS:NET mit Erklärung zum Eigenausbau (ohne För<strong>der</strong>mittel)<br />

18.03.2013<br />

Auffor<strong>der</strong>ung zur Angebotsabgabe an die Telekom<br />

15.04.2013<br />

Gespräch mit DNS:NET im Rathaus<br />

29.04.2013<br />

Schriftliche Erklärung <strong>der</strong> Telekom zum Eigenausbau (ohne För<strong>der</strong>mittel) bis<br />

Ende 2015<br />

August 2013<br />

Beginn des Trassenausbaus durch die DNS:NET<br />

35


gemeindespiegel<br />

Händen. Die studierte Diplom- Sozialpädagogin<br />

mit speziellen Zusatzausbildungen<br />

ist gebürtige Hamburgerin. Mit Erfolg bewarb<br />

sie sich auf eine öffentliche Ausschreibung<br />

als Geschäftsführerin <strong>der</strong> Nordbahn<br />

gGmbH, <strong>der</strong>en Gesellschafter die Lebenshilfe<br />

Oberhavel Süd e. V. und die Fürst<br />

Donnersmarck - Stiftung zu Berlin sind.<br />

„<strong>Ich</strong> war nicht sicher, ob es mit <strong>der</strong> Bewerbung<br />

klappt und außerdem glaubte ich,<br />

dass mir als Hamburgerin in Berlin das<br />

Wasser und ausgedehnte Fahrradwege fehlen<br />

würden. Aber die Havel und Umgebung<br />

bieten ungeahnte Möglichkeiten zum Entspannen<br />

und für den Sport. Es ist alles bestens,<br />

ich fühle mich hier sehr wohl ! Mein<br />

Ehemann wohnt noch in Hamburg. Wir<br />

sehen uns am Wochenende abwechselnd in<br />

Berlin o<strong>der</strong> Hamburg, wo auch unsere vier<br />

Kin<strong>der</strong> mit ihren Familien zuhause sind.“<br />

Eine Arbeit, die<br />

Sinn macht<br />

Eine Begegnung in <strong>der</strong> Nordbahn gGmbH in Schönfließ<br />

Es sitzt sich gut auf den einladenden<br />

Bänken auf dem Gelände <strong>der</strong> Nordbahn<br />

gGmbh in Schönfließ, Glienicker<br />

Chaussee 6.<br />

<strong>Ich</strong> nutze die Zeit bis zum vereinbarten<br />

Termin mit <strong>der</strong> Chefin <strong>der</strong> Einrichtung, um<br />

mich hier ein wenig umzuschauen. Gleich<br />

werde ich von Mitarbeitern aus <strong>der</strong> Grünlandpflege<br />

gefragt, ob sie mir weiterhelfen<br />

I M M O B I L I E N<br />

Wohn(t)raum in Berlin-Heiligensee<br />

Haus mit 5 Zimmern<br />

ca. 150 m 2 WFL<br />

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Kompetenz in<br />

und um Berlin<br />

• Haus- und Grundstücksverkauf<br />

• Baufi nanzierung<br />

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www.burchardt-immobilien.de<br />

Für unsere Kunden suchen wir Grundstücke,<br />

Wohnungen und Häuser<br />

können o<strong>der</strong> ob ich etwas zu trinken haben<br />

möchte. Alle machen einen freundlichen<br />

und entspannten Eindruck. Überhaupt<br />

herrscht überall eine friedliche Atmosphäre.<br />

Kurze Zeit später sitze ich einer zierlichen<br />

blonden Frau, <strong>der</strong> Geschäftsführerin<br />

Nicola Pantelias, gegenüber. Seit 2010 liegen<br />

die Geschicke <strong>der</strong> Einrichtung in ihren<br />

Wein und Design aus Südafrika.<br />

Besuchen Sie uns ...<br />

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am 14.9. auf dem Weinfest in Glienicke<br />

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Mario Klante arbeitet in <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ungsschnei<strong>der</strong>ei<br />

Als anerkannte „Werkstatt für behin<strong>der</strong>te<br />

Menschen“ bietet die Nordbahn gGmbH<br />

seit 1992 ein breites Spektrum an Arbeitsund<br />

Trainingsplätzen in einer Vielzahl<br />

von Berufsfel<strong>der</strong>n an. Menschen mit einer<br />

geistigen, psychischen o<strong>der</strong> mehrfachen<br />

Behin<strong>der</strong>ung können hier ihre Fähigkeiten<br />

entdecken und entwickeln.<br />

Sie werden dabei unterstützt, indem<br />

auf die individuellen Bedürfnisse und Talente<br />

jedes Einzelnen eingegangen wird.<br />

So wird Teilhabe am Arbeitsleben wie<strong>der</strong><br />

möglich und bei allen Mitarbeitern mit einer<br />

Behin<strong>der</strong>ung wachsen Selbstvertrauen<br />

und Selbstbewußtsein. Auch schwerst- und<br />

mehrfach behin<strong>der</strong>te Mitarbeiter finden<br />

hier einen anspruchsvollen Arbeitsplatz.<br />

Derzeitig sind über 400 Mitarbeiter<br />

mit einer geistigen, körperlichen o<strong>der</strong> psychischen<br />

Behin<strong>der</strong>ung hier beschäftigt.<br />

Betreut werden sie von 100 Fachkräften<br />

.Der Einstieg in die Werkstatt erfolgt im<br />

Berufsbildungsbereich. Hier können die<br />

Mitarbeiter in maximal drei Monaten ihre<br />

Fähigkeiten testen und sich beruflich orientieren.<br />

Danach wird die berufliche Bildung<br />

in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren<br />

36


gemeindespiegel<br />

durchgeführt. Während<br />

<strong>der</strong> gesamten Zeit steht <strong>der</strong><br />

Begleitende Dienst den Beschäftigten<br />

bei allen Fragen<br />

und Problemen sozialpädagogisch<br />

zur Seite. Ein weiteres<br />

Angebot ist das Projekt<br />

Stellwerk. Hier werden individuelle<br />

Weichen gestellt,<br />

dass Menschen mit Behin<strong>der</strong>ung<br />

den Weg auf den ersten<br />

Arbeitsmarkt finden.<br />

Viele Instrumente können<br />

dabei sinnvoll sein:<br />

fachliche Qualifizierung,<br />

Langzeitpraktika, persönliche<br />

Trainings, Coachings.<br />

Mit dem Angebot Stellwerk<br />

werden For<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong><br />

UN- Behin<strong>der</strong>tenrechtskonvention<br />

umgesetzt.<br />

Die Außenansicht <strong>der</strong> Nordbahn gGmbH „Werkstatt für behin<strong>der</strong>te Menschen“ in <strong>der</strong> Bieselheide im Ortsteil Schönfließ<br />

Für jeden denpassenden Arbeitsplatz<br />

In den unterschiedlichen Arbeits- und<br />

Ausbildungsbereichen können die 400<br />

Mitarbeiter ihre Talente und ihr Wissen<br />

unter Beweis stellen bzw. neue Fähig- und<br />

Fertigkeiten erwerben. Der Bereich Industriemontage<br />

ist <strong>der</strong> mitarbeiterstärkste in<br />

<strong>der</strong> Nordbahn. Hier werden Teile für die<br />

Möbel- und Automobilindustrie gefertigt.<br />

Dabei werden Maschinen genutzt, die im<br />

hauseigenen Son<strong>der</strong>maschinenbau konstruiert<br />

und hergestellt wurden. Ausgehend<br />

von einer klassischen Tischlerei hat sich<br />

<strong>der</strong> Bereich Holzverarbeitung zu einem<br />

Hersteller von hochwertigen Parkbänken<br />

entwickelt.<br />

Zu sehen sind diese Produkte auf Plätzen<br />

und in Parkanlagen im gesamten Bundesgebiet<br />

und wie anfangs bereits erwähnt,<br />

auch auf dem eigenen Betriebsgelände. In<br />

<strong>der</strong> Druckerei / Konfektionierung sind die<br />

Mitarbeiter auf knifflige Aufträge spezialisiert.<br />

Großdruckereien und Firmen <strong>der</strong><br />

Verpackungsindustrie kommen hierher,<br />

wenn es beispielsweise darum geht, von<br />

Hand zu kleben o<strong>der</strong> speziell zu verpacken.<br />

Langjährige Geschäftsbeziehungen gibt es<br />

u. a. mit bekannten Kosmetikherstellern,<br />

<strong>der</strong>en Produkte hier etikettiert, verpackt,<br />

zusammengestellt und montiert werden.<br />

Der Arbeitsbereich Grünlandpflege<br />

bietet einen kompletten Service. Mit Hilfe<br />

eines umfangreichen Maschinenparks<br />

können die vielfältigsten Aufgaben gelöst<br />

werden. Alle Materialien, die bei <strong>der</strong> Nordbahn<br />

angeliefert o<strong>der</strong> ausgeliefert werden,<br />

durchlaufen den Arbeitsbereich Lager und<br />

Logistik. Die Waren werden nicht nur bewegt,<br />

son<strong>der</strong>n auch geprüft und per EDV<br />

dokumentiert. Kunden in Berlin und Brandenburg<br />

schätzen, dass alles zur richtigen<br />

Zeit am richtigen Ort ist. Fleißige Saubermänner<br />

und –frauen wirken im Bereich<br />

Hauswirtschaft. Als interner Dienstleister<br />

sind sie für die komplette Reinigung <strong>der</strong><br />

Werkstatt verantwortlich. Darüber hinaus<br />

übernehmen sie auch Reinigungsarbeiten<br />

für private und gewerbliche Kunden. Als<br />

beson<strong>der</strong>en Service wird das Waschen von<br />

Pferdedecken und an<strong>der</strong>en Reitsportartikeln<br />

angeboten.<br />

In <strong>der</strong> Schnei<strong>der</strong>ei wird genäht und gemangelt.<br />

Die Schnei<strong>der</strong>stube ist eine feste<br />

Größe in den angrenzenden Wohngebieten.<br />

Von Küche und Kantine werden die<br />

Mitarbeiter und Gäste mit leckerem, gesunden<br />

Essen verwöhnt. Höhepunkte sind<br />

Festtage und beson<strong>der</strong>e Events, dann wird<br />

gezeigt, was Küche und Lager hergeben<br />

und was das Team an kulinarischen Genüssen<br />

zaubern kann. Der Son<strong>der</strong>maschinenbau<br />

<strong>der</strong> Einrichtung ist bundesweit ein<br />

echter Geheimtipp. Die hochqualifizierten<br />

Son<strong>der</strong>maschinenbauer <strong>der</strong> Nordbahn sind<br />

gefragte Spezialisten für die Möbel- und<br />

Automobilindustrie. Die von ihnen hergestellten<br />

Maschinen und Vorrichtungen<br />

sind beson<strong>der</strong>s auf die Anfor<strong>der</strong>ungen von<br />

Menschen mit einer Behin<strong>der</strong>ung zugeschnitten.<br />

Zwei Insi<strong>der</strong> berichten<br />

Doch über all den neuen Eindrücken vergesse<br />

ich nicht, dass ich noch mit zwei Mitarbeitern<br />

verabredet bin. Als Heidemarie<br />

Kubusch den Raum betritt, modisch gekleidet,<br />

dezent geschminkt, merke ich gar<br />

nicht , dass sie eine Behin<strong>der</strong>ung hat. 1999<br />

kam die junge Frau in die Nordbahn, um<br />

ein Praktikum zu absolvieren. Sie durchlief<br />

mehrere Arbeitsbereiche. Beson<strong>der</strong>s<br />

gut gefiel es ihr in <strong>der</strong> Keramikabteilung.<br />

Heute ist sie aber nur einmal in <strong>der</strong> Woche<br />

hier beschäftigt, an den an<strong>der</strong>en Tagen<br />

arbeitet sie in <strong>der</strong> Industriemontage.<br />

In Hennigsdorf lebt sie in einer eigenen<br />

Wohnung. Morgens fährt sie mit öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln nach Schönfließ. In<br />

ihrer Freizeit unternimmt Heidemarie ausgedehnte<br />

Fahrradtouren, abends hört sie<br />

gerne klassische Musik, guckt Liebesfilme<br />

o<strong>der</strong> Märchen.<br />

Momentan schwebt Heidemarie auf<br />

Wolke sieben, sie ist frisch verliebt in Peter<br />

aus <strong>der</strong> Montageabteilung.<br />

Unsere Unterhaltung ist angeregt, am Ende<br />

des Gesprächs sagt Heidemarie: „<strong>Ich</strong> möchte<br />

nach Möglichkeit mein Leben so gut ich<br />

kann selbst managen und nur im Notfall<br />

fremde Hilfe annehmen. Wünschen würde<br />

ich mir, dass Menschen mit Handicap in<br />

<strong>der</strong> Gesellschaft mehr Beachtung finden,<br />

denn auch behin<strong>der</strong>te Menschen haben alle<br />

Rechte am Leben teilzunehmen und Freude<br />

zu haben.“<br />

Mario Klante arbeitet in <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ungsschnei<strong>der</strong>ei.<br />

Auch er kommt aus<br />

Hennigsdorf und lebt in einer eigenen<br />

Wohnung. In dem Wohnprojekt gibt es<br />

Betreuer, die den Bewohnern bei allen Fragen<br />

des Lebens zur Seite stehen. Eigentlich<br />

wollte Mario Schuhfacharbeiter werden,<br />

doch zur Wendezeit musste <strong>der</strong> Betrieb<br />

Konkurs anmelden und die Arbeitsagentur<br />

vermittelte ihn zur Nordbahn.<br />

Voller Stolz berichtet er, dass in <strong>der</strong><br />

Werkstatt sogar Kostüme für eine Theatervorstellung<br />

genäht wurden. Das Alltagsgeschäft<br />

besteht aber meistens aus<br />

Än<strong>der</strong>ungsarbeiten für Kunden aus den<br />

37


gemeindespiegel<br />

Meilensteine <strong>der</strong> Nordbahn gGmbH<br />

1992 – 1995<br />

Nachwendezeit: Wichtig war es, für Menschen<br />

mit einer Behin<strong>der</strong>ung neue Arbeitsplätze<br />

in Werkstätten zu schaffen und dabei<br />

die Betroffenen und die Wirtschaftlichkeit<br />

nicht aus dem Blick zu verlieren.<br />

1996 – 2000<br />

Die Werkstatt in <strong>der</strong> Aufbauphase. Christoph<br />

Brun übernahm die Führung <strong>der</strong> Nordbahn.<br />

Die Phase war gekennzeichnet durch ein hartes<br />

Sanierungskonzept. Neue Strategien und<br />

Strukturen wurden entwickelt.<br />

2001 – 2005<br />

Wirtschaftswachstum und Ausdehnung <strong>der</strong><br />

Produktionsbereiche prägten diese Zeit.<br />

Heute wird hier in den Arbeitsbereichen Industriemontage,<br />

Holzbearbeitung, Druckerei /<br />

Konfektionierung, Grünlandpflege, Lager und<br />

Logistik, Hauswirtschaft, Textil- und Schnei<strong>der</strong>ei,<br />

Küche und Kantine und Son<strong>der</strong>maschinenbau<br />

unter mo<strong>der</strong>nen Arbeitsbedingungen<br />

produziert.<br />

2006 – 2009<br />

Bahnbrechend für diese Zeit war die Entwicklung<br />

des Son<strong>der</strong>maschinenbaus. Mit ihren<br />

teilweise spektakulären Spezialmaschinen erreicht<br />

die Nordbahn jetzt hohe Stückzahlen in<br />

<strong>der</strong> Produktion bei gleichbleiben<strong>der</strong> Qualität.<br />

2010 – 2013<br />

Erfolgreiche Integration in den ersten Arbeitsmarkt.<br />

Die Werkstatt wird von den Kunden<br />

geschätzt. Die Arbeitsbedingungen gleichen<br />

einem Wirtschaftsbetrieb, sind aber sozialer<br />

und nachhaltiger.<br />

umliegenden Wohngebieten o<strong>der</strong> für gewerbliche<br />

Auftraggeber. Sorgfältig zu arbeiten<br />

ist für den 38jährigen Ehrensache.<br />

Ricarda, ebenfalls in <strong>der</strong> Schnei<strong>der</strong>ei beschäftigt,<br />

ist seit fünf Jahren seine Herzensdame.<br />

Am Wochenende wird gemeinsam<br />

gekocht und anschließend gemeinsam<br />

sauber gemacht. „ <strong>Ich</strong> fühle<br />

mich hier sehr wohl . Glücklich<br />

bin ich über die schöne,<br />

große Werkstatt, hier macht<br />

das Arbeiten richtig Spaß.“<br />

Ziele und Wünsche für die<br />

Zukunft<br />

Am Ende meines Besuches<br />

treffe ich mich noch einmal<br />

mit <strong>der</strong> Geschäftsführerin.<br />

Nach den Wünschen für die<br />

Zukunft gefragt, sagt Nicola<br />

Pantelias:„ Beruflich würde<br />

es mich freuen, wenn die Ämter und Behörden<br />

, beson<strong>der</strong>s die Arbeitsagenturen und<br />

Rentenversicherungsträger, die Nordbahn<br />

gGmbH noch stärker als Dienstleister begreifen<br />

und in Anspruch nehmen würden.<br />

Natürlich wollen wir auch künftig so<br />

erfolgreich wie bisher sein und unsere<br />

Kunden zufrieden stellen. Deshalb ist auch<br />

ein wichtiges Ziel, sich in den unterschiedlichen<br />

Arbeitsbereichen weiterhin auf die<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> Kunden einzustellen<br />

und außerdem innovative Konzepte <strong>der</strong><br />

Rehabilitation zu erstellen und umzusetzen.<br />

Beson<strong>der</strong>s am Herzen liegt mir die<br />

Gründung unserer Integrationsfirma. Die<br />

Verhandlungen befinden sich auf einem<br />

guten Weg. Angesichts <strong>der</strong> noch immer<br />

hohen Zahl von arbeitssuchenden schwer-<br />

behin<strong>der</strong>ten Menschen sind solche Unternehmen<br />

ein positives Signal. Sie können<br />

Menschen mit Handicap dauerhafte Arbeitsplätze<br />

bieten. Wenn alles klappt, können<br />

wir vielleicht Ende 2014 o<strong>der</strong> Anfang<br />

2015 mit etwa 18 Mitarbeitern starten.“<br />

Erklärend fügt die Geschäftsführerin zu:<br />

„Seit 1975 gibt es Integrationsfirmen<br />

mit viel Idealismus.<br />

Gegründet wurden sie<br />

von Betreuern psychisch<br />

kranker Menschen. Mittlerweile<br />

gehören Integrationsprojekte<br />

in die Unternehmenslandschaft.<br />

An ihrer<br />

Spitze stehen Arbeitgeber,<br />

die den doppelten Auftrag<br />

<strong>der</strong> Unternehmensführung<br />

ernst nehmen:<br />

Nicola Pantelias, Geschäftsführerin<br />

<strong>der</strong> Nordbahn gGmbH<br />

im wirtschaftlichen und<br />

im menschlichen Sinne. Um neben den<br />

niedrigschwelligen Arbeitsangeboten <strong>der</strong><br />

Werkstatt auch sozialsicherungspflichtige<br />

Arbeitsplätze anbieten zu können, wollen<br />

wir eine solche Firma gründen.“<br />

<strong>Ich</strong> verabschiede mich von Frau Pantelias<br />

mit dem Gefühl, dass sie bei ihrer<br />

täglichen Arbeit immer versucht, ein Stück<br />

Normalität, eine Atmosphäre von Achtung<br />

und Geborgenheit zu schaffen.<br />

www.nordbahn-ggmbh.de<br />

Text: Doris Krohn<br />

Fotos: Karin Hohensee, Reinhard Musold<br />

Glienicker Chaussee 6 · 16567 Schönfl ieß<br />

Tel.: 033056/838-0<br />

Fax: 033056/838-10<br />

E-Mail: info@nordbahn-ggmbh.de<br />

Wir integrieren Menschen<br />

mit Behin<strong>der</strong>ung in Arbeit!<br />

Wir produzieren zuverlässig<br />

und mit höchster Qualität!<br />

38<br />

Unsere Angebote<br />

Druckerei • Konfektionierung • Freiraummöbel<br />

Schnei<strong>der</strong>ei • Pferdedeckenservice<br />

Grünlandpflege • Industriemontage<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

Infos unter www.nordbahn-ggmbh.de


lebensfreude<br />

Die Kanoniere<br />

von Zühlsdorf<br />

Bericht über ein ungewöhnliches Hobby<br />

Wer am diesjährigen Umzug zum Heidefest mitgemacht hat,<br />

dem wird das obige Bild vertraut sein. Passend zu den wun<strong>der</strong>schönen<br />

historischen Kostümen hatten sich die Zühlsdorfer Böllerschützen<br />

als <strong>Land</strong>sknechte ausstaffiert und verstärkt durch den<br />

kurfürstlichen Mohren ließen sie es bei <strong>der</strong> Hissung <strong>der</strong> Ortsflagge,<br />

wie in jedem Jahr, zünftig krachen.<br />

Vor sechzehn Jahren hat das ungewöhnliche Hobby <strong>der</strong> Zühlsdorfer<br />

Schützen mit einer Schwarzpulverpistole angefangen und<br />

heute schießen Gerhard Drieschner, Jürgen Berger, Constance und<br />

Thomas Ugé sowie Manfred Hoffmann mit Kanonen.<br />

Man muß schon ein solches Üngetüm live erlebt haben, um<br />

verstehen zu können, was die Faszination von Donner, Rauch und<br />

Feuer ausmacht. Außer dem imposanten Schauspiel ist natürlich<br />

auch immer <strong>der</strong> Kick dabei, einem beson<strong>der</strong>en Ereignis das gewisse<br />

Etwas zu verleihen. Ob Staatsbesuch o<strong>der</strong> blaublütige Nie<strong>der</strong>kunft,<br />

alles konnte und wird beböllert, o<strong>der</strong> besser gesagt es wird Salut<br />

geschossen.<br />

Die Zühlsdorfer arbeiten, was die Historie angeht, sehr intensiv<br />

mit <strong>der</strong> 1. Vorpommerschen Böllerkompanie und dem ersten Gardeartellierie<br />

Regiment in <strong>Land</strong>in zusammen.<br />

Übrigens kommt auch <strong>der</strong> Sport nicht zu kurz. Es verlangt schon<br />

etwas Kraft, das gut vier Zentner schwere Geschütz bei Einsätzen zu<br />

bewegen. Noch schweißtreiben<strong>der</strong> ist es, wenn einmal richtig scharf<br />

geschossen wird. Einmal im Jahr nehmen die Zühlsdorfer dann den<br />

Kampf gegen die deutsche Elite <strong>der</strong> Schwarzpulverkanoniere bei<br />

einem Wettkampf auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück auf.<br />

Sieben Wertungsschüsse <strong>der</strong> 51 mm Kanone müssen per Hand geladen<br />

werden und das Ausrichten auf ein Ziel ist Millimeterarbeit<br />

und verlangt eine gute Zusammenarbeit zwischen Geschützführer,<br />

Richt- und Ladeschützen.<br />

Mit dem Ende <strong>der</strong> Freiluftsaison geht auch die rege Reisetätigkeit<br />

<strong>der</strong> Zühlsdorfer Kanoniere zu Ende. Dann wird über das im<br />

vergangenen Jahr erlebte geplau<strong>der</strong>t und Pläne fürs neue Jahr werden<br />

geschmiedet, vielleicht auch über ein Böllern in allen Ortsteilen<br />

unserer <strong>Gemeinde</strong> . Anlässe gibt es mit Sicherheit genug. Übrigens:<br />

Wer mitböllern will, bitte melden unter Mail: boellerkopp@web.de<br />

Text: Thomas Ugé<br />

Foto: Elisabeth Ugé<br />

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<strong>Ich</strong> helfe Ihnen gern.<br />

Claudia E. Kopitz<br />

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39


kulturspiegel kunstspiegel<br />

Der Mann mit dem<br />

Goldhelm<br />

Neue Kunststücke im Rathaus: Marian Zaic und seine goldenen<br />

Plastiken – Ausstellung vom 22. Oktober bis 13. Dezember 2013<br />

Glänzend, fast mystisch,<br />

erscheint <strong>der</strong> goldene<br />

Helm auf dem Plakat,<br />

den <strong>der</strong> Künstler trägt und <strong>der</strong><br />

das Gesicht nur zum Teil frei<br />

gibt. Auch die Augen bleiben<br />

darunter verborgen, sieht man<br />

davon ab, dass <strong>der</strong> Betrachter<br />

durch das magische Auge in<br />

<strong>der</strong> Kappe beobachtet werden<br />

könnte. Wer ist <strong>der</strong> Mensch darunter<br />

Marian Zaic, Jahrgang<br />

1954, lässt seine Kunst für sich<br />

sprechen. Diese ist nicht leicht<br />

zu beschreiben, denn die Werke<br />

sind nicht einfach nur Bil<strong>der</strong>,<br />

die Erkennbares wie<strong>der</strong>geben,<br />

son<strong>der</strong>n Bild und Plastik zugleich,<br />

die mit Licht und Schatten<br />

spielen, voller Formen und<br />

Verblüffende Details <strong>der</strong> Werke reizen<br />

zum genauen Betrachten. Das untere<br />

Bild zeigt eine vergrößerte Seitenansicht<br />

des „Medusa“-Kopfes darüber<br />

chen Formaten die dreidimensional<br />

sind, angelehnt an die<br />

alten Meister des Mittelalters,<br />

die Kunst und Handwerk in<br />

den sakralen Werken einzigartig<br />

verschmelzen ließen.<br />

Die Farbe Gold gibt das Unverwechselbare<br />

seiner Werke<br />

wie<strong>der</strong>. Sie strahlen mit einer<br />

unnachahmlichen Eleganz;<br />

mal rötlich, mal goldgelb und<br />

manchmal findet man schon<br />

Patina auf den Reliefs.<br />

Marian Zaic ist voller Ideen<br />

und die Suche nach neuen und<br />

interessanten Materialien für<br />

seine Kunstwerke stößt immer<br />

wie<strong>der</strong> an Grenzen <strong>der</strong> Machbarkeit,<br />

denn sein Ziel ist es,<br />

das zweidimensionale Bild mit<br />

dem Dreidimensionalen <strong>der</strong><br />

Plastik zu vereinen.<br />

Und so sind seine Arbeiten<br />

heute reliefartige Kompositionen<br />

aus gemischten Materialien,<br />

wie Modelliermasse, Ton,<br />

Draht, Metall, Styropor o<strong>der</strong><br />

Heißkleber.<br />

„Mit Absicht gebe ich meinen<br />

Arbeiten keine Titel, denn<br />

ich bin <strong>der</strong> Meinung, dass ein<br />

Titel schon eine Interpretation<br />

ist und ich möchte nichts suggeheimnisvoller<br />

Gesichter , getaucht<br />

in Gold. „Kunst spielte<br />

in meinem Leben schon immer<br />

eine übergeordnete Rolle“, so<br />

<strong>der</strong> aus Katowice stammende<br />

Marian Zaic.<br />

In seiner Jugend begeisterte<br />

er sich für die Kunstwerke <strong>der</strong><br />

Antike und des Mittelalters. Beson<strong>der</strong>s<br />

<strong>der</strong> Krakauer Hochaltar,<br />

ein mittelalterliches Kunstwerk<br />

des Bildhauers Veit Stoß,<br />

hinterließ in ihm einen tiefen<br />

Eindruck. Und fortan tat er<br />

alles, um die Kunst zu seinem<br />

Lebensinhalt zu machen. Heute<br />

blickt Zaic auf ein sehr wechselvolles<br />

Leben zurück, immer<br />

wie<strong>der</strong> musste er sein künstlerisches<br />

Entfalten zurückstellen.<br />

Ende <strong>der</strong> 1980er Jahre, nach<br />

einer Zeit persönlicher Nie<strong>der</strong>lagen,<br />

war es die Kreativität, die<br />

ihn über diese Lebenssituation<br />

hinweg half. Tage und Nächte,<br />

über ein Jahr lang, arbeitete er<br />

damals ununterbrochen. Als<br />

Autodidakt beschäftigt sich<br />

Zaic mit unterschiedlichen Materialien.<br />

Da er jedoch meist<br />

nur kleine Ateliers hat, schieden<br />

Öl- o<strong>der</strong> Acrylmalerei aus.<br />

Es entstanden Bil<strong>der</strong> in handli-<br />

gerieren. Je<strong>der</strong> fühlt und empfindet<br />

an<strong>der</strong>s ... zum Glück!“<br />

Überhaupt, so erzählt <strong>der</strong><br />

Künstler, sind die Reflexionen<br />

<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Menschen, die seine<br />

Werke betrachten, für ihn<br />

sehr spannend. Viele Plastiken<br />

sind streng symmetrisch angeordnet,<br />

ein Hinweis auf seinen<br />

ausgleichenden Charakter, so<br />

vermutet er. Auf den zweiten<br />

Blick findet man religiöse Details,<br />

wie Kreuz o<strong>der</strong> Baldachin,<br />

hier wird <strong>der</strong> Einfluss <strong>der</strong> Kunst<br />

des Mittelalters deutlich, einer<br />

Mystik, die ihn gefangen hält,<br />

wie er selbst sagt.<br />

Die Ausstellung <strong>der</strong> Werke<br />

von Marian Zaic dauert vom<br />

22. Oktober bis 13. Dezember<br />

2013 und ist in den Räumen des<br />

Rathauses (Alt- und Neubau)<br />

während <strong>der</strong> regulären Öffnungszeiten<br />

<strong>der</strong> Verwaltung zu<br />

sehen.<br />

Ein guter Ort übrigens für<br />

Zaics Werke, denn hier befinden<br />

sich auch das von ihm gestaltete<br />

Futeral des Goldenen (!)<br />

Buches <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> und im<br />

Historischen Rathaussaal ein<br />

vom Künstler gestaltetes Relief<br />

unseres Wappens.<br />

Die Vernissage findet am<br />

Dienstag, 22. Oktober 2013, um<br />

17:00 Uhr statt. Alle Bürgerinnen<br />

und Bürger sind dazu herzlich<br />

eingeladen.<br />

www.marian-zaic.de<br />

Text: Gudrun Engelke<br />

Fotos: Gudrun Engelke, Marian Zaic<br />

40


4<br />

LEEGEBRUCH JOURNAL<br />

Harald Petzold<br />

Liebe Bürgerinnen,<br />

liebe Bürger,<br />

viele von Ihnen fragen, ob<br />

wählen etwas bringt, die da<br />

„oben“ machen ja doch, was<br />

sie wollen. <strong>Ich</strong> sage: gerade<br />

deshalb wählen gehen!<br />

Zu meiner Person<br />

„Schaut nicht auf meinen grauen Kopf, was<br />

stört <strong>der</strong> euch Denn meine Seele ist noch<br />

jung!“ heißt es in einem meiner jiddischen<br />

Lieblingslie<strong>der</strong> vom Frühling, <strong>der</strong> wie ein<br />

Katzensprung vergeht. Deshalb stören Sie<br />

sich nicht an meinen inzwischen 51 Lebensjahren<br />

und den grauer gewordenen Haaren.<br />

Schauen Sie mir in die Augen und erleben<br />

Sie meinen jung gebliebenen Tatendrang für<br />

ein besseres Leben für uns alle. So, wie ich<br />

Verän<strong>der</strong>ung in <strong>der</strong> Gesellschaft erreichen<br />

möchte, habe ich mich selbst in den letzten<br />

Jahren immer wie<strong>der</strong> verän<strong>der</strong>t. Nach erfolgreichem<br />

Studium war ich zunächst <strong>Land</strong>tagsabgeordneter,<br />

danach Lehrer mit Leib<br />

und Seele an Gesamtschulen, später Büroleiter<br />

von Bundestagsabgeordneten, jetzt<br />

bin ich „Redenschreiber“ eines Ministers.<br />

Was ich dabei lernen konnte, habe ich an<br />

an<strong>der</strong>e weiterzugeben versucht. <strong>Ich</strong> habe<br />

zwei Patenkin<strong>der</strong> – Judith und Ana Laura. Auf<br />

beide bin ich sehr stolz. Auch sie stehen fest<br />

im Leben und werden ihren Weg gehen. In<br />

meiner wenigen Freizeit spiele ich jiddische<br />

und klassische Musik, treibe Sport und bin<br />

gern unter Menschen.<br />

www.harald-petzold.de<br />

DIE LINKE hat bewiesen:<br />

sie packt nach <strong>der</strong> Wahl an,<br />

was sie davor verspricht. Ob<br />

für Arbeitsplätze, Rentenangleichung,<br />

gegen Hartz IV o<strong>der</strong><br />

Auslands-Einsätze <strong>der</strong> Bundeswehr.<br />

Sie ist glaubwürdige Alternative<br />

zu den Lobby-Parteien<br />

<strong>der</strong> Konzerne und Banken.<br />

Nur eine starke LINKE zwingt<br />

diese zum Politikwechsel. Das<br />

beweist die Mindestlohn-Diskussion.<br />

Gehen Sie deshalb zur<br />

Wahl! Nehmen Sie Ihre Nachbarn<br />

mit!<br />

Wählen Sie DIE LINKE!<br />

Damit es gerechter zugeht<br />

im <strong>Land</strong>.<br />

Damit wir alle besser leben können<br />

Wir leben in Zeiten ständiger Verän<strong>der</strong>ungen.<br />

Grundsätzlich finden das<br />

viele Menschen gut. Verän<strong>der</strong>ungen bedeuten<br />

oft Lebendigkeit und Frische. Aber<br />

zahlreiche Verän<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> letzten<br />

Jahre waren auch mit erheblicher Verunsicherung<br />

ihres Lebens verbunden,<br />

hervorgerufen durch unsichere Arbeitsverhältnisse,<br />

explodierende Preise o<strong>der</strong><br />

Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg.<br />

Zwei Drittel <strong>der</strong> Menschen in unserem<br />

<strong>Land</strong> wünschen sich deshalb für ihr Leben<br />

Arbeit, von <strong>der</strong>en Lohn man gut leben kann,<br />

Damit die Energiewende gelingt<br />

DIE LINKE sagt „Ja“ zu einer sozial-ökologischen<br />

Energiewende. Das Thema<br />

„Strompreis“ ist dabei ein sehr wichtiger<br />

Bestandteil. Denn bezahlbare Strompreise<br />

sind nicht nur eine Frage sozialer<br />

Gerechtigkeit. Sie entscheiden wesentlich<br />

über die Akzeptanz und damit den Erfolg<br />

einer Energiewende insgesamt. Gelingt es<br />

den Gegnern, weiterhin die Angst vor unbezahlbaren<br />

Strompreisen zu schüren und<br />

wirkungsvolle Maßnahmen für eine echte<br />

Strompreisbremse zu verhin<strong>der</strong>n, könnte<br />

die Energiewende scheitern. DIE LINKE<br />

gleiche Chancen für alle Kin<strong>der</strong> auf gute<br />

Bildung und eine Grundsicherung, durch<br />

die niemand in Not gerät. DIE LINKE steht<br />

für ein solches gutes Leben für alle – mit<br />

flächendeckendem gesetzlichen Mindestlohn,<br />

solidarischem Rentensystem, Steuererhöhungen<br />

für Reiche und Vermögende,<br />

einer solidarischen Gesundheitsversicherung,<br />

sozial-ökologischem Umbau <strong>der</strong><br />

Gesellschaft, einer konsequenten Friedenspolitik<br />

o<strong>der</strong> dem Abzug <strong>der</strong> Bundeswehr<br />

aus Auslandseinsätzen.<br />

for<strong>der</strong>t deshalb kurzfristig u. a. die Senkung<br />

<strong>der</strong> Stromsteuer und die Aussetzung<br />

<strong>der</strong> Mehrwertsteuer auf den Strompreis<br />

für einen Übergangszeitraum, um noch<br />

in diesem Jahr private Verbraucher und<br />

kleine und mittlere Unternehmer zu entlasten.<br />

Darüber hinaus sollen alle Umlagebefreiungen<br />

geprüft werden. Langfristig<br />

for<strong>der</strong>t DIE LINKE ein konzeptionelles und<br />

finanzielles Gesamtkonzept für die Energiewende.<br />

Mit ihrem „Plan B“ hat sie dafür<br />

einen eigenen Vorschlag.<br />

gerechter, demokratischer, friedlicher<br />

DIE LINKE will nicht nur einen Wechsel<br />

<strong>der</strong> Regierung o<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

politischen Farben an<br />

<strong>der</strong> Spitze. Wir wollen<br />

gemeinsam mit Ihnen<br />

dieses <strong>Land</strong> verän<strong>der</strong>n.<br />

Unser Programm dafür<br />

lautet: „100 % sozial!“ Damit bieten wir weit<br />

mehr als das. Neben 100 % sozial sind wir<br />

100 % vor Ort, 100 % mit den Menschen,<br />

100 % für den Frieden! Wir haben Top-Vorschläge,<br />

wie alle in sozial sicheren Verhältnissen<br />

bei sozial gerechter Verteilung <strong>der</strong><br />

damit verbundenen Lasten in Frieden leben<br />

können. Bezahlbarer Wohnraum, gleiche<br />

Bildungschancen für alle, eine Miet- und<br />

Strompreisbremse, die<br />

diesen Namen auch<br />

verdient, solidarische<br />

Renten von mindestens<br />

1 050 Euro, Rentenund<br />

Lohnangleichung<br />

Ost-West, solidarische Gesundheitsversicherung,<br />

Abzug <strong>der</strong> Bundeswehr aus allen<br />

Auslandseinsätzen, aktive Auseinan<strong>der</strong>setzung<br />

mit Neofaschismus, Rassismus<br />

und Antisemitismus, ein bürgerfreundlicher<br />

und langfristig kostenfreier Personennahverkehr<br />

sind dafür nur einige Stichworte.


Nachrichten aus<br />

NEU IN DER VERWALTUNG<br />

Seit 1. August dieses Jahres macht<br />

Pia Schölzke (18) in unserer <strong>Gemeinde</strong><br />

eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.<br />

Die junge Frau liebt<br />

es, mit Zahlen, Tabellen und Listen<br />

zu arbeiten und schätzt den Umgang<br />

mit den Bürgerinnen und Bürgern. Als<br />

späteren Einsatzbereich wünscht sie<br />

sich deshalb auch den Bürgerservice<br />

unseres Rathauses.<br />

WILLKOMENSZEICHEN<br />

Die ersten vier Ortsbegrüßungsschil<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

sind jetzt an <strong>der</strong> Bundesstraße 96a,<br />

<strong>der</strong> Wandlitzer Chaussee, <strong>der</strong> Liebenwal<strong>der</strong><br />

Straße und <strong>der</strong> Glienicker Straße<br />

aufgestellt worden. Die freundlichen<br />

Willkommenszeichen begrüßen<br />

künftig nicht nur die Besucher unserer<br />

<strong>Gemeinde</strong>, son<strong>der</strong>n auch alle Bürgerinnen<br />

und Bürger <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>. Unsere<br />

Botschaft: Das Glück liegt so nah<br />

im <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>.<br />

ALTERNATIVE ENERGIE<br />

Die Verpachtung <strong>der</strong> ehemaligen Deponiefläche<br />

in Mühlenbeck-Buchhorst<br />

ist unter Dach und Fach. Hier soll eine<br />

Photovoltaikanlage entstehen, die<br />

jetzt in die Bauplanung geht. Läuft<br />

alles wunschgemäß, könnte die Anlage<br />

Ende nächsten Jahres ans Netz<br />

gehen.<br />

42<br />

NATURPARKZENTRUM<br />

NEU ERÖFFNET<br />

Der Naturpark Barnim bezieht gemeinsam<br />

mit dem Agrarmuseum<br />

Wandlitz sein neues „Barnim Panorama“.<br />

Auch unsere <strong>Gemeinde</strong> ist Teil<br />

des Großschutzgebietes. Im Barnim-<br />

Panorama kann man die ganze Vielfalt<br />

einer Kulturlandschaft unter einem<br />

Dach erleben. Zum ersten Mal werden<br />

ein Museum und ein Naturparkzentrum<br />

miteinan<strong>der</strong> vereint und in einer<br />

gemeinsamen Ausstellung die Themen<br />

Natur und <strong>Land</strong>wirtschaft präsentiert.<br />

Info: www.barnim-panorama.de<br />

LTE IM KOMMEN<br />

Gemäß <strong>der</strong> Mobil- und Kommunalvereinbarung<br />

baut die Telekom ihr<br />

schnelles Mobilfunknetz LTE jetzt<br />

auch zügig im <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

aus. Gegenwärtig werden dabei die<br />

bereits vorhandenen Mobilfunkstandorte<br />

mo<strong>der</strong>nisiert. Unter an<strong>der</strong>erm<br />

werden die Stationen am Jägerhof 9<br />

in Mühlenbeck und an <strong>der</strong> Dorfstraße<br />

43 in Schönfließ mit dem Dienst LTE<br />

erweitert.<br />

SENIORENRATGEBER<br />

In Zusammenarbeit mit dem Mediaprint-Verlag,<br />

dem Seniorenbeirat und<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>verwaltung wird zum<br />

April 2014 ein Seniorenratgeber für<br />

das <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> erscheinen.<br />

In dieser rund 50 Seiten umfassenden<br />

A5-Broschüre werden alle für unsere<br />

älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen<br />

interessanten Informationen kompakt<br />

und anschaulich zusammengefasst.<br />

Der Ratgeber wird allle wichtigen<br />

Kontakte und Anschriften und eine<br />

Vielzahl interessanter Berichte über<br />

Seniorenaltivitäten innerhalb <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> enthalten. Der kostenlose<br />

Ratgeber erscheint in einer Auflage<br />

von 5.000 Exemplaren und wird durch<br />

Werbung finanziert.<br />

VIEL GLÜCK FÜR<br />

GABRIELE UND KEVIN<br />

Der Samstag des 20. Juli 2013 wird für<br />

Gabriele Floericke und Kevin Smith in<br />

beson<strong>der</strong>er Erinnerung bleiben. Es ist<br />

<strong>der</strong> Tag ihrer Trauung im Historischen<br />

Rathaus <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong>. Denn Trauungen sind hier in<br />

einer stimmungsvollen romantischen<br />

Atmosphäre ab sofort wie<strong>der</strong> möglich.<br />

Für die in Schönfließ beheimatete Versicherungskauffrau<br />

und den Englisch-<br />

Lehrer aus New Castle war es natürlich<br />

ihr großer Festtag. Ursprünglich<br />

sollte die Trauung wie üblich in <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> Glienicke stattfinden,<br />

aber die benötigten Räumlichkeiten<br />

standen nicht zur Verfügung. So verwirklichte<br />

man einen lang gehegten<br />

Wunsch: Heiraten im <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> soll wie<strong>der</strong> möglich sein!<br />

VERANSTALTUNGSTIPPS<br />

Hinweise auf nicht kommerzielle<br />

Veranstaltungen in unserer <strong>Gemeinde</strong><br />

werden künftig kostenlos auf <strong>der</strong><br />

neuen Internetseite <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

bekannt gegeben. Bitte alle wichtigen<br />

Infos (Ort, Datum, Uhrzeit, Homepage,<br />

usw.) mailen an veranstaltungen@<br />

muehlenbecker-land.de; auch die Einstellung<br />

eines Fotos ist möglich. Bis<br />

zum Start <strong>der</strong> neuen Internetseite <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> werden die Hinweise im<br />

Online-Kalen<strong>der</strong> des mühlenspiegel<br />

veröffentlicht. Ansprechpartnerin ist<br />

Raja Redlich, Tel. (033056) 28947.<br />

VEREINE, AUFGEPASST!<br />

Auf <strong>der</strong> neuen Internetseite <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

wird es für unsere Vereine<br />

auch eine eigene Nachrichten-Seite<br />

geben. Auf dieser können Vereine, die<br />

in unserer <strong>Gemeinde</strong> ansässig sind,<br />

eigenverantwortlich Nachrichten in<br />

Wort und Bild einstellen. Die Seite<br />

wird „Vereins-News“ heißen. Vereine,<br />

die an dieser Möglichkeit interessiert<br />

sind, erhalten nach ihrer schriftlichen<br />

Anmeldung und ihrem Einverständnis<br />

zur Netiquette einen Redaktionszugang.<br />

Wer einen Zugang beantragen<br />

möchte, sendet eine Mail: gemeindemarketing@muehlenbecker-land.de<br />

SICHERE SCHULEN<br />

Das neue Schulsicherheitskonzept soll<br />

spürbar zur Verbesserung <strong>der</strong> Sicherheit<br />

<strong>der</strong> Schüler beitragen. Präventionsschwerpunkte<br />

sind: AMOK, Gewalt<br />

durch SchülerInnen, Gewalt durch<br />

Schulfremde, Schulwegsicherung,<br />

Busbegleitung. Die Verwaltung erarbeitete<br />

dieses Konzept unter enger<br />

Einbindung von Schulen und Eltern,<br />

Polizei und Kommunaler Unfallkasse<br />

Berlin-Brandenburg. Auf die Erfahrungen<br />

an<strong>der</strong>er Schulträger in Berlin-<br />

Brandenburg wurde zurückgegriffen.<br />

Dieses Konzept wird aktuell in den<br />

zuständigen kommunalen Gremien sowie<br />

den Schulgremien zur Diskussion<br />

gestellt und soll u.a. als Begründung<br />

für geplante Investitionen in die Sicherheitsarchitektur<br />

genutzt werden.<br />

Gegenwärtig wird es überarbeitet und<br />

im Dezember <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>vertretung<br />

vorgelegt. Ansprechpartner für weitere<br />

Anregungen ist Jörg Matthes, Tel.:<br />

(033056)841-20, Mail: matthes@<br />

muehlenbecker-land.de - Eine Downloadoption<br />

finden Sie auf <strong>der</strong> Website<br />

www.muehlenspiegel.de


dem Rathaus<br />

NEUBAUTEN IN SCHILDOW<br />

Bereits Ende 2011 wurde in Zusammenarbeit<br />

mit Eigentümern, <strong>Gemeinde</strong>,<br />

Planern und <strong>der</strong> Firma Burchardt<br />

Immobilien <strong>der</strong> gültige Bebauungsplan<br />

Nr. 23 „Wohnen südlich des Katahrinensees“<br />

beschlossen. Nach <strong>der</strong><br />

Planung und Projektierung konnte das<br />

Gelände des ehemaligen Jugendfreizeitheims<br />

am Katharinensee (Bild) in<br />

Schildow für die Bebauung frei gegeben<br />

werden. Diesem Meilenstein gingen<br />

lange, aber auch faire Verhandlungen<br />

zwischen allen Beteiligten voraus.<br />

Von <strong>der</strong> Umsetzung eines Ameisenhügels,<br />

<strong>der</strong> Erhaltung des Ufergebietes<br />

und <strong>der</strong> möglichen Parzellierung zur<br />

Einbindung <strong>der</strong> geschützten Rotbuche,<br />

bis hin zur Bebaubarkeit und Gestaltung<br />

<strong>der</strong> zu errichtenden Häuser<br />

zum Schutz des grünen Dorfbildes,<br />

waren diverse Punkte zu berücksichtigen.<br />

So konnte das Jahr 2012 ganz<br />

im Sinne von Baureifmachung und<br />

Verkauf <strong>der</strong> Grundstücke stehen. In<br />

kurzer Zeit hat Burchardt-Immobilien<br />

Bauherren gefunden, die für die<br />

Grundstücke in natürlicher Lage begeistert<br />

werden konnten. Das letzte<br />

Grundstück ist verkauft und die Vermessung<br />

und Beräumung <strong>der</strong> Parzellen<br />

abgeschlossen.<br />

NEUE INFO-BROSCHÜRE<br />

Im Herbst 2014 wird mit einer Auflage<br />

von 8.000 Stück und 50 Seiten Umfang<br />

eine Info-Broschüre über unsere<br />

<strong>Gemeinde</strong> erscheinen. Die Broschüre<br />

richtet sich sowohl an Bürgerinnen<br />

und Bürger als auch an Touristen. Der<br />

Druck wird durch Anzeigenverkäufe<br />

des BVB-Verlages finanziert.<br />

GEWERBEMESSE<br />

Der angekündigte Termin für die vom<br />

Gewerbeverein geplante Gewerbemesse<br />

muss verschoben werden.<br />

Neuer Termin ist Sa., 28.09.2013. In<br />

<strong>der</strong> Zeit von 10 bis 16 Uhr können sich<br />

alle interessierten Gewerbe auf dem<br />

Gelände <strong>der</strong> Dorfaue/Breite Straße<br />

in Schildow präsentieren. Darüber<br />

hinaus hat <strong>der</strong> Gewerbeverein das<br />

Ziel, eine Börse für Praktikums- uns<br />

Ausbildungsplätze zu schaffen und<br />

unseren Schülern die Möglichkeit zur<br />

Kontaktaufnahme zu geben. Anmeldungen<br />

sind noch möglich unter <strong>der</strong><br />

E-Mail-Adresse des Gewerbevereins<br />

vorstand@gewerbeverein-ml.de<br />

RICHTFEST DER NEUEN<br />

KITA SPATZENHAUS<br />

Am Ersatzbau <strong>der</strong> Kita Spatzenhaus<br />

in Schildow wurde jetzt das Richtfest<br />

gefeiert. Gemeinsam mit den Kin<strong>der</strong>n<br />

<strong>der</strong> Kita trafen sich Bürgermeister<br />

Filippo Smaldino-Stattaus und die<br />

Leiterin <strong>der</strong> Einrichtung Jutta Teut<br />

(Bild) an dem neu entstehenden Gebäude,<br />

in dem einmal 83 Kin<strong>der</strong> Platz<br />

finden werden. Im Dezember 2013 ist<br />

<strong>der</strong> Umzug aus dem bisherigen noch<br />

genutzten Altbau in das neue, mo<strong>der</strong>ne<br />

Haus geplant. Der Baubeginn<br />

hatte sich aufgrund <strong>der</strong> Witterung<br />

um ca. 4 Wochen verzögert. Die Kita<br />

wird über 496 Quadratmeter Nutzfläche<br />

verfügen. Das gesamte Projekt,<br />

einschließlich <strong>der</strong> Außenanlagen und<br />

<strong>der</strong> Parkplätze auf dem Grundstück,<br />

wird im April nächsten Jahres fertig<br />

gestellt sein. Die Gesamtbaukosten<br />

betragen ca. 1,71 Millionen Euro. Eine<br />

ausführliche Bildreportage folgt in <strong>der</strong><br />

nächsten Ausgabe des mühlenspiegel<br />

am 20. Dezember 2013.<br />

WENIG PLATZ FÜR BUSSE<br />

Aufgrund des vermehrten Busverkehrs<br />

an <strong>der</strong> Wendeschleife vor <strong>der</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> Grundschule hatte sich<br />

die Oberhavel Verkehrsgesellschaft<br />

mbH (OVG) entschieden, mit Beginn<br />

des neuen Schuljahres die Buslinie<br />

806 nicht mehr dort, son<strong>der</strong>n auf<br />

<strong>der</strong> Straße halten zu lassen. Diese<br />

Entscheidung ist in <strong>der</strong> Elternschaft,<br />

<strong>der</strong> Schulleitung und in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

sofort auf Wi<strong>der</strong>stand<br />

gestoßen. Denn: Durch die Neuregelung<br />

wird eine Überquerung <strong>der</strong> Straße<br />

durch die Kin<strong>der</strong> nötig und damit<br />

<strong>der</strong>en Sicherheit beeinträchtigt. Durch<br />

eine Inititative von Eltern, Lehrern und<br />

des Ordnungsamtes wurde - soweit<br />

möglich - <strong>der</strong> Straßenübergang <strong>der</strong><br />

Kin<strong>der</strong> beaufsichtigt. - Eine bauliche<br />

Erweiterung <strong>der</strong> Wendeschleife ist<br />

kurzfristig nicht realisierbar; zumal<br />

sich dahinter ein geschütztes Biotop<br />

befindet. Betroffen sind von <strong>der</strong> Verlegung<br />

<strong>der</strong> Haltestelle für den 806er-<br />

Bus 62 Schüler <strong>der</strong> Klassen 1 bis 6<br />

aus Zühlsdorf. Dazu kommen 20 bis<br />

40 Schüler aus den Ortsteilen Summt<br />

und Feldheim. Aufgrund <strong>der</strong> Dringlichkeit<br />

haben sich Bürgermeister Filippo<br />

Smaldino-Stattaus, Schulleiter R. Körber<br />

und Klaus-Peter Fischer, <strong>der</strong> Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> Oberhavel Holding<br />

Besitz- und Verwaltungsgesellschaft<br />

mbH (OHG), <strong>der</strong>en Tochter die OVG ist,<br />

auf eine Zwischenlösung verständigt.<br />

Die bisher für PKW vorgehaltenen<br />

Parkplätze an <strong>der</strong> Wendeschleife werden<br />

bis auf Weiteres als erweiterte 3.<br />

Bus-Haltezone zur Verfügung gestellt.<br />

Dies wird wenigstens zur Mittagszeit<br />

<strong>der</strong> Fall sein. An einer dauerhaften<br />

Lösung des Problems wird von allen<br />

Beteiligten gearbeitet.<br />

WO GEHTS ZUM SPIELEN<br />

Auf Initiative des Kin<strong>der</strong>lobby e.V. wird<br />

die <strong>Gemeinde</strong> in den nächsten Wochen<br />

Hinweiszeichen an Straßenschil<strong>der</strong>n<br />

anbringen lassen. Sie weisen<br />

jeweils in Richtung des nächstgelegenen<br />

Kin<strong>der</strong>spielplatzes.<br />

NEU: GESCHWISTERKIND-<br />

REGELUNG<br />

Die Betreuung von Kin<strong>der</strong>n ab dem<br />

dritten Geburtstag erfolgt u.a. in den<br />

kommunalen Kin<strong>der</strong>tagesstätten <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>. Für<br />

jüngerer Kin<strong>der</strong> dagegen ist rechtsanspruchsgemäß<br />

ausschließlich die<br />

Betreuungsform Tagespflege vorgesehen.<br />

Was aber, wenn jüngere Geschwisterkin<strong>der</strong><br />

vorhanden sind und<br />

eine „Trennung“ <strong>der</strong> Geschwister zum<br />

Wohle <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong> nicht zumutbar ist<br />

In diesem Fall ist nach einer individuellen<br />

Prüfung durch die <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

auch eine Ausnahme, die so<br />

genannte Geschwisterkindregelung,<br />

möglich. Danach können auch jüngere<br />

Kin<strong>der</strong> in einer Kin<strong>der</strong>tagesstätte<br />

aufgenommen werden, wenn ein<br />

Geschwisterkind dort bereits betreut<br />

wird. Weitere Auskünfte in dieser<br />

Frage erteilt gern <strong>der</strong> Fachbereich Soziales<br />

und Bürgerservice im Rathaus.<br />

Ansprechpartnerin ist Frau Geßner. Tel<br />

(033056) 841-48, Mail: gessner@<br />

muehlenbecker-land.de<br />

AUSBAU DER<br />

SCHILLERSTRASSE<br />

Der Beginn <strong>der</strong> Ausbauarbeiten <strong>der</strong><br />

Straßen Schillerstraße/Kastanienallee/Mönchmühlenstraße<br />

rückt näher.<br />

Ab Oktober 2013 starten sie mit <strong>der</strong><br />

Erneuerung des Durchlasses des Tegeler<br />

Fließ` an <strong>der</strong> Mönchmühle, damit<br />

im Folgenden <strong>der</strong> Straßenbau in<br />

diesem Bereich erfolgen kann. Der<br />

Busverkehr wird ab Ende September<br />

über die Hermann-Grünberg Straße<br />

bis zur S-Bahn führen; dort wird<br />

eine Haltestelle mit Wendeschleife<br />

eingerichtet. Der Weiterverkehr über<br />

die Mönchmühlenalle/Schillerstraße<br />

entfällt dann bis zur Fertigstellung <strong>der</strong><br />

Baumaßnahmen 2014. Alle betroffenen<br />

Bürgerinnen und Bürger werden<br />

um Verständnis gebeten.<br />

43


Nachrichten aus<br />

<strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong><br />

Das Glück<br />

liegt so nah<br />

NEUE GEMEINDEKARTE<br />

ERSCHEINT IM OKTOBER<br />

In Kooperation mit dem BVB-Verlag<br />

wird <strong>der</strong>zeit eine aktualisierte Straßenkarte<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> vorbereitet. Auf dieser werden<br />

auch die wichtigsten Kontaktdaten zur<br />

<strong>Gemeinde</strong>verwaltung und touristische<br />

Informationen enthalten sein. Der<br />

<strong>Gemeinde</strong>plan wird durch Werbung<br />

finanziert. Anzeigenaufträge sind<br />

bis Ende September noch möglich.<br />

Kontakt: Jörg-Olaf Borchwaldt, Tel.<br />

(05921) 9730-0 o<strong>der</strong> per Mail an:<br />

contact@bvb-verlag.de<br />

KAUFVERTRAG FÜR<br />

SUMMTER SEE<br />

Nach dem Beschluss <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>vertretung<br />

Anfang 2013 wurde <strong>der</strong><br />

Kaufvertrag für den Summter See<br />

und den angrenzenden Splitterflächen<br />

und Parkfllächen jetzt notariell beurkundet.<br />

Damit ist <strong>der</strong> entscheidende<br />

Schritt zum vollständigen Erwerb des<br />

32.000 Quatratmeter großen Areals<br />

zugunsten <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> getan.<br />

Sofern beim Nachlassgericht (<strong>der</strong><br />

Summter See befindet sich noch im<br />

Eigentum einer Erbengemeinschaft)<br />

kein Wi<strong>der</strong>spruch eingelegt wird, wird<br />

<strong>der</strong> Kaufvertrag rechtskräftig. Der<br />

Kaufpreis beträgt 100.000 Euro.<br />

FREIE PLÄTZE IN DER<br />

RAUPE NIMMERSATT<br />

Etwa 35 Kin<strong>der</strong> <strong>der</strong> Altersgruppe „1.<br />

Lebensjahr bis 3. Lebensjahr“ werden<br />

außerhalb des <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>es<br />

in an<strong>der</strong>en Kommunen betreut.<br />

Die gleiche Anzahl fand Aufnahme in<br />

Berliner Einrichtungen. Die <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

ist bestrebt, zu mindestens<br />

einem Teil dieser Kin<strong>der</strong> wie<strong>der</strong><br />

ein Betreuungsangebot im näheren<br />

Umfeld anzubieten. Lei<strong>der</strong> sind auch<br />

die Aufnahmekapazitäten <strong>der</strong> Tagespflegestellen<br />

begrenzt, die für diese<br />

Altersgruppe vorrangig die Betreuung<br />

übernehmen. Mit <strong>der</strong> Inbetriebnahme<br />

des neuen Hortes in Mühlenbeck erfolgt<br />

die Betreuung <strong>der</strong> Hortkin<strong>der</strong>,<br />

die bisher in <strong>der</strong> Einrichtung Raupe<br />

Nimmersatt Aufnahme fanden. Im<br />

neuen Schulhort und in <strong>der</strong> „Raupe“<br />

können jetzt freie Plätze für Kin<strong>der</strong>,<br />

die zwei Jahre alt sind, vergeben<br />

werden. Mit dieser Erweiterung des<br />

Angebotes strebt die Verwaltung u.a.<br />

an, das Wunsch- und Wahlrecht <strong>der</strong><br />

Eltern weiter auszubauen, die Auslastung<br />

<strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>tagesstätte Raupe<br />

Nimmersatt in Mühlenbeck zu erhöhen,<br />

den auswärtig untergebrachten<br />

Kin<strong>der</strong>n eine Betreuungsalternative<br />

zu eröffnen, die hohen Kosten für die<br />

auswärtige Betreuung zu verringern<br />

und die Tagespflege zu entlasten. Die<br />

Aufnahme ist zum 1.1.2014 vorgesehen,<br />

da bis dahin die personellen und<br />

sachlichen Voraussetzungen geschaffen<br />

sein werden. Die Vergabe <strong>der</strong> 22<br />

Plätze erfolgt in <strong>der</strong> Reihenfolge des<br />

Antrageinganges an Kin<strong>der</strong>, die in einem<br />

beliebigen Ortsteil <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> wohnen.<br />

WINTERDIENST<br />

Im kommenden Winter arbeitet die<br />

<strong>Gemeinde</strong> in <strong>der</strong> Schneeräumung mit<br />

einem neuen Dienstleister zusammen.<br />

Ansprechpartner in <strong>der</strong> Verwaltung<br />

zum Thema Winterdienst sind die<br />

Herren Döpke, Neumann und Labitzky.<br />

Tel. (033056) 841-0.<br />

BOLZPLATZ IN SCHILDOW<br />

Der im Sommer dieses Jahres fertig<br />

gestellte Bolzplatz in <strong>der</strong> Schildower<br />

Magdalenenstraße ist am 19.<br />

September von 14:00 bis 15:30 Uhr<br />

Schauplatz eines vom Schildower Hort<br />

veranstalteten Fußballturniers (inklusive<br />

eines Cheerlea<strong>der</strong>-Auftritts). Zuschauer<br />

sind herzlich eingeladen. Der<br />

Bolzplatz, <strong>der</strong> vorrangig von den Jugendlichen<br />

<strong>der</strong> nahe gelegenen Pfaffenwaldsiedlung<br />

genutzt wird, liegt in<br />

einer herrlichen Naturlage am östlichen<br />

Ende <strong>der</strong> Magdalenenstraße. Die<br />

neue Anlage steht <strong>der</strong> Öffentlichkeit<br />

zum Spielen offen. Fußballtore und<br />

Basketballkörbe sind vorhanden. Das<br />

Spiel kann beginnen.<br />

REGIONALES<br />

ENERGIE-KONZEPT<br />

Die Regionale Planungsgemeinschaft<br />

„Prignitz-Oberhavel“ hat jetzt ein Regionales<br />

Energiekonzept beschlossen.<br />

Ziel ist die deutliche und nachhaltig<br />

Einsparung von Energie auch im Kreis<br />

Oberhavel. Im Rahmen <strong>der</strong> Umsetzung<br />

wird am 17. Sept. 2013 eine vom Kreis<br />

bestellte Energieberaterin mit unserer<br />

<strong>Gemeinde</strong>verwaltung über konkrete<br />

und umsetzbare Möglichkeiten <strong>der</strong><br />

Energieeinsparung sprechen. Die Themen<br />

Geothermie und Fotovoltaik werden<br />

hier im <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> sicher<br />

von beson<strong>der</strong>em Interesse sein. Erste<br />

Handlungsempfehlungen werden dann<br />

im Umweltausschuss vorgestellt. Ingesamt<br />

befindet sich die <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> hier weiter auf<br />

ihrem Weg zu einer ökologisch verantwortungsbewussten<br />

Entwicklung.<br />

Weitere Informationen gibt die Regionale<br />

Planungsmeinschaft auf ihrer<br />

Website www.rpg-po.de<br />

BIESELHEIDE MACHT<br />

SORGEN<br />

Immer wie<strong>der</strong> gab es Beschwerden<br />

über verschmutzte und unaufgeräumte<br />

Außenbereiche <strong>der</strong> Schönfließer<br />

Wohnsiedlung Bieselheide vermieteten<br />

Eigentumswohnungen. Besichtigungen<br />

<strong>der</strong> „öffentlichen Räume“ dort<br />

(Vorgärten, Mülltonnenabstellflächen<br />

usw.) bestätigen diese Problematik.<br />

Die <strong>Gemeinde</strong>verwaltung wird deshalb<br />

in den nächsten Monaten gemeinsam<br />

mit <strong>der</strong> Anwohnern und Vermietern einen<br />

Aktionsplan besprechen, um eine<br />

nachhaltige Säuberung <strong>der</strong> betroffenen<br />

Flächen zu initiieren. Immerhin:<br />

Die Satzung <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> verpflichtet<br />

alle Bürgerinnen und Bürger an <strong>der</strong><br />

Erhaltung von Sauberkeit und Ordnung<br />

im „öffentlichen Raum“ mitzuwirken.<br />

GERIATRIE- UND THERA-<br />

PIEZENTRUM SUMMT<br />

Zum Planungskonzept eines künftigen<br />

Geriatrie- und Therapiezentrums<br />

in Summt wurden sowohl vom Umwelt-<br />

als auch vom Bauausschuss<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> Bedenken geäußert<br />

und die Verwaltung aufgefor<strong>der</strong>t, mit<br />

dem Investor und dem Betreiber über<br />

<strong>der</strong>en Ausräumung zu sprechen. Der<br />

Bürgermeister teilt die vorgebrachten<br />

Bedenken. Als problematisch werden<br />

insbeson<strong>der</strong>e die nicht zureichende<br />

Verkehrsanbindung, die zu geringe<br />

Zahl <strong>der</strong> vorgesehenen Stellplätze<br />

und eventuelle Belastungen <strong>der</strong> Umwelt<br />

genannt. Ziel ist es nun, das<br />

Planungskonzept entsprechend zu<br />

überarbeiten.<br />

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN<br />

IM RATHAUS<br />

Bürgerinnen und Bürger haben eine<br />

Än<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Öffnungszeiten des<br />

Rathauses zugunsten Berufstätiger<br />

empfohlen. Die Verwaltung möchte<br />

dem gern folgen und vermehrt frühere<br />

bzw. spätere Sprechzeiten anbieten.<br />

Eine Entscheidung hierüber wird <strong>der</strong>zeit<br />

gemeinsam mit dem Personalrat<br />

vorbereitet.<br />

44


dem Rathaus<br />

WELCHE ZUKUNFT HAT<br />

DIE MÖNCHMÜHLE<br />

Die Historische Mönchmühle ist das<br />

über die Grenzen <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> hinaus<br />

bekannteste Gebäude im <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> und zu einer Art Wahrzeichen<br />

geworden. Es kann für die<br />

Bürgerschaft identitätsstiftend wirken,<br />

dem Tourismus als Anziehungspunkt<br />

dienen, ein Kultur- und Kommunikationszentrum<br />

werden o<strong>der</strong> vieles<br />

mehr. Welche Zukunft wünschen wir<br />

uns aber konkret für die Mönchmühle<br />

Eine von <strong>der</strong> Gemeinvertretung<br />

initiierte Arbeitsgruppe mit Vertretern<br />

des För<strong>der</strong>vereins Historische Mönchmühle<br />

und <strong>der</strong> Gemeinverwaltung soll<br />

nun hierüber beraten und ein künftiges,<br />

einheitliches Nutzungskonzept<br />

skizzieren. Das erste Treffen <strong>der</strong> Arbeitsgruppe<br />

fand vor Ort am 4. September<br />

statt.<br />

SOLARENERGIE AUS<br />

ZÜHLSDORF<br />

Für die im Bereich Neue Straße geplante<br />

„Solar-Carport-Anlage“ mit<br />

500 Stellplätzen hat <strong>der</strong> zuständige<br />

<strong>Land</strong>kreis Oberhavel bereits eine Baugenehmigung<br />

erteilt. Allerdings sind<br />

anwaltlich abschließend noch ungeklärte<br />

Rechte in den Grundbucheintragungen<br />

zu klären, die die Realisierung<br />

verzögern. Mit einer Nie<strong>der</strong>schlagung<br />

des Vorhabens wird jedoch nicht gerechnet.<br />

„GEMEINDEMAGAZIN“<br />

Im August wurde von <strong>der</strong> „Stadtmagazinverlag<br />

BS GmbH“ eine A5-Broschüre<br />

mit dem Titel „<strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong> - <strong>Gemeinde</strong>magazin“ kostenlos<br />

vertrieben. Dieses Magazin wurden<br />

ohne Wissen und ohne Zutun <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>verwaltung<br />

erstellt.<br />

STRASSENBAU „light“<br />

Die meisten Sandstraßen in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

sind schwer begeh- und befahrbar<br />

und viele Bürgerinnen und<br />

Bürger warten hier auf Abhilfe. Aus<br />

Kostengründen ist jedoch ein grundhafter<br />

Ausbau dieser nicht befestigten<br />

Verkehrswege auf absehbare Zeit<br />

nicht komplett möglich. Eine Option<br />

wäre hier ein privat finanzierter Straßenbau.<br />

Beim grundhaften Ausbau<br />

beteiligen sich die Anwohner je nach<br />

Straßenkategorie im Höchstfall bei einer<br />

reinen Anliegerstraße mit 75% <strong>der</strong><br />

Baukosten. Geprüft wird seitens <strong>der</strong><br />

Verwaltung nun, ob eine kostengünstigere<br />

und schnellere Lösung, ein so<br />

genannter Straßenbau „light“ zu vergleichbaren<br />

Kosten eine Alternative<br />

wäre. Inwieweit diese Light-Bauweise<br />

dauerhaft belastbar ist und ob ggf.<br />

rechtliche Bedenken zu überlegen<br />

sind, wird jetzt geprüft.<br />

WO BLEIBT DIE AMPEL<br />

Aufgrund des starken LKW-Verkehrs<br />

und <strong>der</strong> nahen <strong>Mühlenbecker</strong> Schule<br />

hatten sich die Bürgerinnen und<br />

Bürger, <strong>der</strong> Ortsbeirat Mühlenbeck<br />

und die <strong>Gemeinde</strong>verwaltung für den<br />

Bau einer Ampelanlage an <strong>der</strong> Ecke<br />

Bahnhofstraße/Liebenwal<strong>der</strong> Straße<br />

stark gemacht. Ein Vor-Ort-Termin mit<br />

Vertretern des <strong>Land</strong>kreises und des<br />

<strong>Land</strong>esbetriebes Straßenwesen führte<br />

zu <strong>der</strong> Entscheidung, eine Ampelanlage<br />

im Vorfeld des geplanten Ausbaus<br />

<strong>der</strong> <strong>Land</strong>esstraßen vorzuziehen.<br />

Diese Ampelanlage sollte mit Beginn<br />

des Schuljahres 2013/2014 aufgestellt<br />

werden. Dieser Termin konnte<br />

vom <strong>Land</strong>esbetrieb nicht eingehalten<br />

werden. Auf Nachfrage wurde <strong>der</strong> Verwaltung<br />

mitgeteilt, dass nunmehr die<br />

mobile Ampelanlage bis Ende Oktober<br />

aufgestellt werden soll.<br />

NEU: KALENDER 2014<br />

Das ist eine Geschenkidee, die sich<br />

sehen lassen kann: Ein repräsentativer<br />

Wandkalen<strong>der</strong> mit den schönsten<br />

Fotos <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong>. Auf 12 Ansichten im A4-Format<br />

werden die Beson<strong>der</strong>heiten des <strong>Mühlenbecker</strong><br />

<strong>Land</strong>es und seiner Menschen<br />

eindrucksvoll darstellt. Der vom<br />

För<strong>der</strong>verein Historische Mönchmühle<br />

in Zusammenarbeit mit <strong>der</strong> mühlenspiegel-Redaktion<br />

und <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

herausgegebenen Wandkalen<strong>der</strong> ist<br />

ab 1. Oktober in <strong>der</strong> Touristeninformation<br />

und im Rathaus in Mühlenbeck<br />

erhältlich und wird künftig jährlich<br />

erscheinen. Die Verkaufspreis beträgt<br />

7,90 Euro. Reservierungen bitte unter<br />

touristinfo@muehlenbeckerland.de<br />

PFLANZUNGEN AUF DEM<br />

FRIEDHOF ZÜHLSDORF<br />

Die Nachpflanzungen auf dem Friedhof<br />

in Zühlsdorf werden im Frühjahr<br />

2014 durchgeführt.<br />

„LÄRMVERMEIDUNGSPLAN“<br />

Die Lärmaktionsplanung ist durch<br />

eine Richtlinie <strong>der</strong> Europäischen<br />

Union ein vorgeschriebenes Instrument<br />

zur Lärmbekämpfung. Sie soll<br />

zur Vermeidung o<strong>der</strong> zumindest zur<br />

Lärmmin<strong>der</strong>ung beitragen. Die <strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> hat einen<br />

Lärmaktionsplan durch die Ingenieurgesellschaft<br />

Hoffmann Leichter<br />

aus Berlin erarbeiten lassen und ist<br />

bereits in diversen Gremien beraten<br />

worden. Der Lärmaktionsplan ist als<br />

Entwurf fertiggestellt und zu je<strong>der</strong>mann<br />

Einsichtnahme im Rathaus öffentlich<br />

ausgelegt. Zudem gibt es eine<br />

PDF-Version zum Download auf www.<br />

muehlenspiegel.de - Das Thema Vermeidung<br />

von Umgebungslärm besitzt<br />

in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> einen hohen Stellenwert.<br />

Ziel ist und bleibt die Erhaltung<br />

bzw. Steigerung <strong>der</strong> Lebensqualität<br />

aller Bürgerinnen und Bürger. Für das<br />

zukünftige Handeln <strong>der</strong> Verwaltung<br />

ist dieser Lärmaktionsplan mit seinen<br />

vorgeschlagenen Hinweisen und Maßnahmen<br />

Richtschnur für alle weiteren<br />

Handlungen. Dieser Plan erfährt eine<br />

regelmäßige Fortschreibung und wird<br />

sukzessive vervollständigt.<br />

KUNSTSTÜCKE GESUCHT!<br />

Für die nächsten Kunst-Ausstellungen<br />

im Rathaus werden ambitionierte<br />

Künstlerinnen und Künstler aus unserer<br />

<strong>Gemeinde</strong> gesucht. Bewerbungen<br />

für die nächsten „Kunststücke im Rathaus“<br />

werden per E- Mail erbeten an<br />

engelke@muehlenbecker-land.de<br />

45


Das junge<br />

new-generationX ist ein Jugendma<br />

Gemacht wird es in <strong>der</strong> Ge<br />

Bereits in <strong>der</strong> dritten Ausgabe erschie<br />

Die rund 32 Seiten starken Hefte s<br />

vom Deutschen Roten Kreuz Kreisv<br />

Kreis Overhavel und punktuell an weiteren<br />

trieben. Geför<strong>der</strong>t und unterstützt wird da<br />

<strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong>.<br />

Hier, in Räumen des <strong>Mühlenbecker</strong> Jug<br />

ße 16, befinden sich auch die Redaktionsr<br />

Kegel, <strong>der</strong> bereits beim DDR-Jugendmagaz<br />

Jugendlichen für Jugendliche gemachte new<br />

2.000 Exemplaren. Die Hefte sind an den<br />

und auch im Rathaus erhältlich.<br />

Weitere Details über die Redaktion und<br />

Seite des Magazins und beim Herausgeber e<br />

von <strong>der</strong> Themenvielfalt und <strong>der</strong> Gestaltun<br />

auch auf <strong>der</strong> Homepage des Magazins einge<br />

Wer Interesse daran hat, im Redaktio<br />

wendet sich an die Redaktion, Tel. (033056<br />

generationX.de<br />

46


Magazin<br />

gazin für Berlin und Brandenburg –<br />

meinde <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

n jetzt das junge Magazin new-generationX.<br />

ind kostenlos und werden vier Mal jährlich<br />

erband Oranienburg e.V. an Jugendliche im<br />

Verteilstellen in Brandenburg und Berlin vers<br />

Projekt vom Demokratie leben e.V. und <strong>der</strong><br />

endhauses AllroundB16, in <strong>der</strong> Bahnhofstraäume<br />

des Magazins. Chefredakteur ist Ralf<br />

in Frösi als Chefreporter tätig war. Das von<br />

-generationX erscheint mit einer Auflage von<br />

Schulen und Jugendclubs unserer <strong>Gemeinde</strong><br />

ihre Arbeit sind auf <strong>der</strong> Web- und Facebookrhältlich.<br />

Unsere Collage gibt einen Eindruck<br />

g des Magazins. Ein vollständiges ePaper ist<br />

stellt.<br />

nsteam <strong>der</strong> new-generationX mitzuarbeiten<br />

) 43591-7 o<strong>der</strong> per Mail an redaktion@new-<br />

47


wirtschaftsleben<br />

Collonil kehrt zurück<br />

Das Traditionsunternehmen eröffnete Logistikzentrum<br />

am historischen Standort in Mühlenbeck<br />

Weithin sichtbar wehen<br />

die Fahnen vor<br />

dem neuen Industriebau<br />

in <strong>der</strong> Kastanienallee.<br />

Neben <strong>der</strong> Brandenburger<br />

<strong>Land</strong>esfahne ragt die des Unternehms<br />

COLLONIL in <strong>der</strong><br />

markanten grünen Farbe und<br />

beigen Schriftzug in die Höhe.<br />

Das Traditionsunternehmen,<br />

welches sich vor mehr als 100<br />

Jahren gründete, ist seit 5. September<br />

wie<strong>der</strong> in Mühlenbeck.<br />

Angefangen hat damals alles<br />

mit dem Abfüllen von Le<strong>der</strong>öl,<br />

daraus entwickelte sich dann<br />

ein eigener Betrieb mit Schuhund<br />

Le<strong>der</strong>pflegemitteln unter<br />

dem Markennamen „COLLO-<br />

NIL“ (frz. „coller“-kleben). Um<br />

1921 wurde in Mühlenbeck mit<br />

<strong>der</strong> Produktion von Schuhputz-<br />

und Le<strong>der</strong>pflegemitteln<br />

geglänzt. Mit dem Werbeslogan<br />

„Schuhe wollen Collonil“ kamen<br />

die Produkte auch erfolgreich<br />

im benachbarten Ausland<br />

an. Nach dem 2. Weltkrieg wurde<br />

das Unternehmen enteignet<br />

und erwarb daraufhin 1956 den<br />

heutigen Firmensitz in Berlin-<br />

Wittenau. Erst Mitte <strong>der</strong> 1990er<br />

Jahre wurden Grundstück und<br />

Gebäude in Mühlenbeck an<br />

COLLONIL zurückübertragen.<br />

Die Zeichen stehen auf<br />

Wachstum. 60% des Umsatzes<br />

fallen auf die sehr gewinnbringenden<br />

Exportgeschäfte, so die<br />

Angaben <strong>der</strong> Firma.<br />

Das Unternehmen konnte<br />

in den letzten Jahren seinen<br />

Kundenstamm weltweit erfolgreich<br />

ausbauen und musste<br />

sich demzufolge erweitern.<br />

Bei <strong>der</strong> Wahl des Standortes<br />

Mühlenbeck für das mo<strong>der</strong>ne<br />

Logistikzentrum vereint COL-<br />

LONIL historische Verbundenheit<br />

und unternehmerische<br />

Verantwortung gegenüber unserer<br />

Region. „Mit dem Bauprojekt<br />

am Standort Mühlenbeck<br />

stellen wir uns unseren<br />

eigenen hohen Ansprüchen<br />

als verantwortungsbewusstes<br />

Unternehmen in <strong>der</strong> Region.<br />

Unsere Entscheidung für den<br />

Standort Deutschland basiert<br />

nicht nur auf wirtschaftlichen<br />

Faktoren. Wir bezogen bei <strong>der</strong><br />

Standortwahl vor allem auch<br />

soziale und ökologische Aspekte<br />

mit ein“, so <strong>der</strong> geschäftsführende<br />

Gesellschafter Frank<br />

Becker über die Hintergründe.<br />

In Mühlenbeck wird jetzt die<br />

komplette Bestellarbeit des Unternehmens<br />

bewerkstelligt und<br />

bis zu 1.200 Pakete können pro<br />

Tag versendet werden. Dazu<br />

wird, so die Ankündigung <strong>der</strong><br />

Unternehmensgruppe, eine<br />

hochmo<strong>der</strong>ne Lagerorganisation<br />

eingesetzt. Das unter<br />

dem Namen „Pick-to-Light“<br />

bekannte System optimiert die<br />

Lager- und Fertigungsprozesse<br />

und gewährleistet Qualität sowie<br />

kurze Lieferzeiten. Bedient<br />

wird die Technik von qualifizierten<br />

Mitarbeitern, es arbeiten<br />

insgesamt 22 Beschäftigte,<br />

darunter 5 aus unserer Region<br />

im neuen Logistikzentrum.<br />

Die Produkte, dazu gehören<br />

inzwischen auch Pflegeserien<br />

für Autole<strong>der</strong> und Motorradbekleidung,<br />

werden in über 100<br />

Län<strong>der</strong> exportiert. In Deutschland<br />

ist COLLONIL Marktführer<br />

im Bereich <strong>der</strong> Schuh- und<br />

Le<strong>der</strong>pflege. Im Unternehmen<br />

selbst ist man stolz auf die Erfolgsgeschichte<br />

und legt seit je<br />

her Augenmerk auf Qualität.<br />

Dass dies auch in Bezug auf<br />

Umweltverträglichkeit gelingt,<br />

zeigt die freiwillige Erklärung<br />

des Grundsatzes für eine verantwortungsvolle<br />

Produktentwicklung<br />

und eine umweltbewusste<br />

Fertigung. Ziel ist es,<br />

Produkte zu schaffen, die bei<br />

optimaler Wirksamkeit den geringstmöglichen<br />

Anteil an umweltbelastenden<br />

Inhaltsstoffen<br />

enthalten, so die Selbst- Verpflichtung<br />

von COLLONIL.<br />

Das Traditionsunternehmen<br />

fühlt sich dem attraktiven<br />

Standort sehr verbunden, betonte<br />

Herr Becker.<br />

Und hört man sich in Mühlenbeck<br />

um, sprechen viele<br />

Bürger von einer „Bereicherung“<br />

und einem “gelungenen<br />

Ensemble“.<br />

Herzlich Willkommen.<br />

www.collonil.net<br />

Text: Gudrun Engelke<br />

Foto: Gudrun Engelke<br />

48


anzeigenseiten<br />

Werkstatt für behin<strong>der</strong>te Menschen<br />

Grünlandpflege<br />

- Baumfällungen<br />

- Laubharken, Heckenschnitt<br />

- Graufl ächenreinigung<br />

- Brennholzlieferung<br />

Glienicker Chaussee 6,16567 Schönfl ieß<br />

Telefon: (033056) 838-21, Herr Kottke<br />

www.grünlandpfl ege.com<br />

Werkstatt für behin<strong>der</strong>te Menschen<br />

Än<strong>der</strong>ungsschnei<strong>der</strong>ei<br />

- Bügel- und Mangelservice<br />

- Än<strong>der</strong>ung von Gardinen und<br />

Textilien<br />

- Reparieren von Pferdedecken<br />

Glienicker Chaussee 6, 16567 Schönfl ieß<br />

Telefon: (033056) 838-55, Frau Fritsch<br />

www.nordbahn-ggmbh.de<br />

IBH Ingenieurbüro Jens Hemmerling<br />

Sachverständiger<br />

für Schimmelpilze<br />

Bauleitung<br />

Energieberatung<br />

Bauschadengutachten<br />

Jens Hemmerling Diplom-Ingenieur<br />

Gartenstrasse 5 · 16552 Schildow<br />

Tel: schimmelpilz-sv.com<br />

033056 / 23 619<br />

www.schimmelpilz-sv.com<br />

MichAEl MöllEr<br />

rechtsanwalt<br />

Fachanwalt für Arbeitsrecht<br />

Büros:<br />

hauptstraße 33, 16567 Mühlenbeck<br />

(Nähe rathaus)<br />

Tel.: 033056/432 992<br />

Fax: 033056/432 994<br />

Florastraße 58, 13187 Berlin<br />

(direkt am S-/U-Bhf. Pankow)<br />

Tel.: 030/484 76 393, Fax: 030/48476394<br />

e-Mail: info@ra-michaelmoeller.de<br />

homepage: www.ra-michaelmoeller.de<br />

Arbeitsrecht<br />

Kündigung, Vergütung<br />

Zeugnis<br />

Arbeitsvertragsrecht<br />

außerdem:<br />

Allg. Zivilrecht<br />

Familienrecht<br />

Verkehrsrecht<br />

Erbrecht<br />

Mietrecht<br />

49


vorschau<br />

Impressum<br />

Der mühlenspiegel ist ein Nachrichtenmagazin von Bürgern<br />

für Bürger. Es soll <strong>der</strong> Meinungsbildung und dem allgemeinen<br />

Austausch <strong>der</strong> Menschen untereinan<strong>der</strong> dienen und die<br />

Identifikation <strong>der</strong> Bürger mit ihrer <strong>Gemeinde</strong> för<strong>der</strong>n. Zugleich<br />

fungiert er als ein nichtamtliches Informationsbulletin <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong>verwaltung. Der mühlenspiegel finanziert sich durch<br />

Anzeigenwerbung.<br />

Herausgeber<br />

Der Bürgermeister <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Filippo Smaldino-Stattaus<br />

Liebenwal<strong>der</strong> Straße 1<br />

16567 <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Fon (03 30 56) 8 41 - 0<br />

Mail gemeinde@muehlenbecker-land.de<br />

Web www.muehlenbecker-land.de<br />

Redaktion<br />

<strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong>marketing<br />

Claus Schmidt-Eckertz<br />

Fon (03 30 56) 8 41 - 31<br />

Mail redaktion@muehlenspiegel.de<br />

V.i.S.d.P: Filippo Smaldino-Stattaus<br />

Anzeigenkoordination<br />

<strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Liebenwal<strong>der</strong> Str. 1<br />

16567 <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Fon (03 30 56) 841 - 31<br />

Fax (03 30 56) 841 - 70<br />

Mail redaktion@muehlenspiegel.de<br />

Web www.muehlenspiegel.de<br />

Es gilt Anzeigenpreisliste N. 1 ab 2012/2013<br />

Die Rechnungsstellung erfolgt über den<br />

Der NORD-BERLINER Zeitung und Zeitschriften<br />

Verlag GmbH<br />

Druck/Anzeigen<br />

Der NORD-BERLINER Zeitung und Zeitschriften<br />

Verlag GmbH<br />

Hermsdorfer Damm 149<br />

13467 Berlin<br />

Fon (030) 4 19 09 - 132<br />

Mail muehlenspiegel@nord-berliner.de<br />

Web www.nord-berliner.de<br />

Auflage<br />

6.350 Exemplare Direktverteilung in die Haushalte/<br />

Briefkästen in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

1.150 Exemplare Auslage an exponierten Verteilstellen,<br />

z.B. Gastronomie, Behörden, Touristeninformation etc.<br />

Vertrieb<br />

Zustellservice Scheffler<br />

Wiesenstr. 3<br />

16567 <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong><br />

Fon (03 30 56) 80 407<br />

Mail schefflerzss@aol.com<br />

Web www.zss-online.de<br />

Erscheinungsweise<br />

4 x jährlich<br />

Online-Ausgabe<br />

www.muehlenspiegel.de<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt<br />

die Meinung <strong>der</strong> Redaktion wi<strong>der</strong>. Keine Haftung für unaufgefor<strong>der</strong>t<br />

eingesandte Manuskripte, Fotos, Illustrationen usw.;<br />

Der Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, ist nur mit<br />

Genehmigung <strong>der</strong> Redaktion gestattet. Die Redaktion behält<br />

sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen. Copyrightnachweise:<br />

siehe Hinweise auf den jeweiligen Seiten.<br />

50<br />

Ausgabe 5 erscheint am 20. Dez. 2013<br />

Hinweis: Der mühlenspiegel wird (jeweils mit einer aktuellen Ausgabe des NORD BERLINER) kostenlos in alle Haushaltsbriefkästen <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> gesteckt. Bei Reklamationen bitten wir um Ihre Mitteilung an den Zustelldienst Scheffler in Mühlenbeck.<br />

Wichtig: Straßenname und Hausnummer angeben! Tel. (033056) 80407 o<strong>der</strong> per Mail: schefflerzss@aol.com<br />

Kampfsport<br />

Sascha, <strong>der</strong><br />

Weltmeister<br />

Sascha Rudolph war mehrmaliger Weltmeister<br />

im Kung Fu. Er lebt und arbeitet<br />

in Mühlenbeck.<br />

Jahresrückblick<br />

2013 ... was<br />

für ein Jahr!<br />

Die <strong>Gemeinde</strong> <strong>Mühlenbecker</strong> <strong>Land</strong> im<br />

Rückblick – Die Bilanz am Schluss.<br />

Ehrenamt<br />

Kultur für<br />

uns alle<br />

Der Kulturverein Schildow - eine Erfolgsgeschichte<br />

bürgerlichen Engagements.<br />

Karriereplanung<br />

Berufsziel:<br />

Popstar<br />

Adrian Sarac ist 18 Jahre alt, Schüler<br />

und wohnt in Mühlenbeck. Er weiß<br />

genau, was er will...<br />

Senioren in Aktion<br />

Wie alt muss<br />

man sein...<br />

Jungsein ist keine Frage des Alters. Die<br />

Volkssolidarität Zühlsdorf beweist es.<br />

Immer aktuell auf www.muehlenspiegel.de


Offene Sprechstunden<br />

Zurück in Arbeit trotz<br />

gesundheitlicher Einschränkungen<br />

www.bfw-berlin-brandenburg.de<br />

Das Berufsför<strong>der</strong>ungswerk Berlin-Brandenburg e. V. ist ein<br />

mo<strong>der</strong>nes und zukunftsorientiertes Kompetenzzentrum für<br />

berufliche Rehabilitation und Integration. Wir qualifizieren<br />

Erwachsene, die aus gesundheitlichen (körperlichen und /<br />

o<strong>der</strong> psychischen) Gründen ihren Beruf o<strong>der</strong> ihre bisherige<br />

Tätigkeit nicht mehr ausüben können.<br />

Schon längst garantiert rein fachliches Knowhow keinen<br />

Arbeitsplatz mehr. Deshalb arbeiten wir nach einem ganzheitlichen<br />

Ansatz, in dem Fachkompetenz, Schlüsselkompetenzen<br />

und Gesundheitskompetenz gleichwertige Bedeutung<br />

haben. Ziel dieser beruflichen Neuorientierung ist die<br />

dauerhafte Einglie<strong>der</strong>ung in den Arbeitsmarkt.<br />

Sie sind interessiert Dann besuchen Sie unsere<br />

Offenen Sprechstunden o<strong>der</strong> rufen Sie uns an!<br />

Standort Berlin:<br />

montags 13 bis 15 Uhr<br />

Standort Mühlenbeck:<br />

dienstags 10 bis 12 Uhr<br />

BTZ Berlin:<br />

montags 13 bis 15 Uhr<br />

Standort Berlin<br />

Berufsför<strong>der</strong>ungswerk<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Epiphanienweg 1<br />

14059 Berlin-Charlottenburg<br />

Telefon 030 30399-0<br />

Standort Mühlenbeck<br />

Berufsför<strong>der</strong>ungswerk<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Kastanienallee 25<br />

16567 Mühlenbeck<br />

Telefon 033056 86-0<br />

BTZ | Berufliches<br />

Trainingszentrum Berlin<br />

Berufsför<strong>der</strong>ungswerk<br />

Berlin-Brandenburg e. V.<br />

Elsenstraße 87-96<br />

12435 Berlin-Treptow<br />

Telefon 030 30399-701


Gemeinsam zur Energiewende<br />

• Intelligente Energienetze<br />

• Smart City / Smart Home<br />

• Effiziente Beleuchtung<br />

• Elektromobilität<br />

• Virtuelles Kraftwerk<br />

Der Netzbetreiber

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