Geschäftsbericht 2011 - Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG

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Geschäftsbericht 2011 - Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG

Geschäftsbericht 2011

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Wir machen den Weg frei.

Volksbank

Büren und Salzkotten eG


Wir sind …

die Volksbank des ländlichen Raumes und fühlen uns den

hier lebenden Menschen und Unternehmen als zuverlässiger

und leistungsfähiger Partner dauerhaft verbunden. Dabei

ist es unser erklärtes Ziel, die Menschen und Unternehmen

in unserer Heimat heute und in Zukunft wirtschaftlich zu

unterstützen und zu fördern – engagiert, werteorientiert,

individuell und kompetent.

Wir bleiben …

Gemeinsam Zukunft gestalten

die neue Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten

verlässlicher Partner für unsere Mitglieder und Kunden: Als

innovatives Unternehmen, das offen für Herausforderungen

ist, wollen wir weiterhin Wachstumsmotor für unsere Heimat

sein.

Wir schaffen …

die Arbeitsplätze in der Region und ermöglichen für

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Karrierechancen

durch weitere Spezialisierungen.

Wir stehen …

zur Filiale. Unsere modernen Bankgebäude vor Ort sind

wichtig. Sie zeigen unsere Präsenz und unterstreichen

mit ihrer modernen Technik die Leistungsfähigkeit. Mit

36 Geschäftsstellen versorgen wir die Region flächendeckend

und klar strukturiert mit Finanzdienstleistungen.

Wir wachsen …

mit der Region und für die Region – zum Nutzen unserer

Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter.


Verlar

Gemeinsam für Sie vor Ort

die Geschäftsstellen

Delbrück-Bentfeld

Mantinghausen

Geseke-Mönninghausen

Steinhausen

Rüthen-Oestereiden

Bigge

Scharmede

Verne

Weiberg

Brenken

Büren

Hegensdorf

Thüle

Tudorf

Siddinghausen

Alme

Scharfenberg

Brilon

Altenbüren

Salzkotten

Leiberg

Rösenbeck

Messinghausen

Hoppecke

Olsberg Elleringhausen

Bruchhausen

Winterberg-Niedersfeld

Winterberg-Grönebach

Madfeld

Haaren

Bad Wünnenberg

Fürstenberg

Bleiwäsche


»Nah vor Ort«

»Persönliche Beratung«

»Ein Top-Arbeitgeber«

»Dem Mittelstand

verbunden«

»Unabhängig bleiben«

»Alles aus einer Hand«

»Den Mitgliedern verpflichtet«

»Demokratische Strukturen«

»Eigenverantwortlichkeit

aus Tradition fördern«

»Die Bank gehört

den Mitgliedern«

»Eine starke Gemeinschaft«

Mehr als Zahlen

Förderbilanz der

Volksbank Büren und Salzkotten eG

Wertschöpfung

Als Unternehmer stärken wir mit rund 10,4 Millionen Euro an

Löhnen und Gehältern das Vermögen und die Kaufkraft in der

Region und finanzieren öffentliche Leistungen durch Steuern

von 1,4 Millionen Euro.

Arbeitgeber

Mit 191 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die überwiegend

im Geschäftsgebiet wohnen, sind wir einer der großen Arbeitgeber

in der Region.

Ausbilder

14 Auszubildende erhalten bei uns eine qualifizierte Ausbildung.

Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Zukunft

der Region.

Kreditgeber und Partner für den Mittelstand

Mit einem betreuten Kreditvolumen von ca. 729,4 Millionen

Euro wurden gewerbliche und private Investitionen finanziert,

die Arbeitsplätze sichern und gestalten.

Vermögensverwalter

Zahlen und Fakten

Unsere 47.700 Kunden haben uns über 918,9 Millionen Euro an

Einlagen anvertraut, um vorzusorgen und Vermögen zu bilden.

Bank vor Ort

Mit 23 Geschäftsstellen (davon zwei Selbstbedienungsgeschäftsstellen)

versorgen wir die Region flächendeckend und

klar strukturiert mit Finanzdienstleistungen.

Genossenschaft

Über 26.000 Menschen haben sich als Anteilseigner für eine

einzigartige Beziehung zu unserer Bank entschieden und profitieren

von besonderen Vorteilen durch ihre Mitgliedschaft.

Förderer

Mit rund 120.000 Euro fördern wir das kulturelle, sportliche

und soziale Engagement der Vereine, Schulen, Kindergärten,

Kirchen und besonders deren Jugendarbeit. Denn partnerschaftliches

Handeln und die gezielte Förderung unserer

Region und ihrer Menschen entsprechen unserem genossenschaftlichen

Selbstverständnis.


Vorwort des Vorstands

Gemeinsam Zukunft gestalten 2

Im Dialog

Was uns gemeinsam antreibt

Ein Gespräch mit dem Vorstand 4

Unser Firmenkundengeschäft

Gemeinsam stark sein

Zukunft finanzieren 6

Unsere Firmenkunden

Gemeinsam für regionale Produkte

»Einkaufen. Erleben. Genießen.« 8

Marktkauf Richard Hesse in Büren 11

Gemeinsam Werte schaffen

»Alles unter einem Dach« 12

Kaefer Stahl und Baustoffe in Brilon 15

Gemeinsam für Qualität

»Präzision und Qualität für erstklassige Produkte« 16

Werkzeugbau Berger GmbH in Scharmede 19

Inhalt

Gemeinsam Zukunft gestalten

Geschäftsbericht 2011

Unser Dienstleistungsgeschäft

Gemeinsam Ziele verwirklichen

Unsere ganzheitliche Beratung für Mitglieder und Kunden 20

Unser gesellschaftliches Engagement

Gemeinsam die Region fördern

»Einzigartige Eisenbahnromantik mit der Waldbahn Almetal« 24

Ehrenamt stärken 27

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Gemeinsam an der Zukunft arbeiten

Chancen und Perspektiven 28

Gemeinsam zusammenarbeiten

Bericht des Aufsichtsrats 30

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 31

Kurzfassung Jahresabschluss 2011 42

Wir sind für Sie da

Die Geschäftsstellen 45


»Gemeinsam

Zukunft gestalten«

2

VOrWOrt deS VOrStandS


Sehr geehrte Mitglieder und Kunden,

VOrWOrt deS VOrStandS

Gemeinsam Zukunft gestalten

Geschäftsbericht 2011

gemeinsam die Zukunft gestalten: Als Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten haben

wir unser Zuhause im Hochsauerlandkreis und in dem südlichen Paderborner

Land. Hier begleiten wir seit unserer Gründung vor fast 130 Jahren unsere Mitglieder

und Kunden in allen Phasen ihres Lebens – sei es in der Kindheit oder

beim Berufseinstieg, sei es bei der Karriere oder während der Vermögensbildung

und Alterssicherung. Dabei ist es unser erklärtes Ziel, die Menschen und Unternehmen

vor Ort heute und in Zukunft wirtschaftlich zu unterstützen und zu fördern

– engagiert, werteorientiert, individuell und kompetent. Mit einem vielseitigen,

umfassenden Leistungsangebot und individuellen Lösungen setzen

wir diesen Anspruch Tag für Tag in die Praxis um. Im Geschäft mit unseren Kunden

– von jungen Menschen, Auszubildenden und Studenten über Familien und

Senioren bis hin zu Existenzgründern und etablierten Unternehmen – haben wir

auch im Jahr 2011 erfolgreich gearbeitet.

Mit 301 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleiten und betreuen wir alle

Kunden auf Augenhöhe – sie erfahren uns ganz in ihrer Nähe als kompetenten

Partner – in jeder Lebensphase. Dies schaffen wir mit unserer ganzheitlichen

Beratung und mit unserem Engagement, oftmals für die ganze Familie. Die

Familie erfüllt auch in der modernen Gesellschaft wichtige Funktionen für das

Wohl der Gemeinschaft und des Einzelnen.

Für uns ist dies ein willkommener Anlass, Ihnen in diesem Jahr nicht nur

die gewachsene »Volksbank-Familie« Ihrer Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten

vorzustellen, sondern stellvertretend für die Region Unternehmer, Privatkunden

und auch Vereine, die uns in besonderer Weise verbunden sind. Durch ihren

Zusammenhalt zeigen sie deutlich: Familie ist etwas Wunderbares und gibt von

Kindesbeinen an gestalterische Kraft. So wird dieses »Miteinander« – in unserem

Bericht fotografisch mit unseren Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern umgesetzt

– zu einem starken Bild dafür, was uns gemeinsam antreibt.

Natürlich erfahren Sie darüber hinaus alles über die finanziellen Ergebnisse

des vergangenen Geschäftsjahres. Schauen Sie mit uns zurück auf das Jahr 2011

und begleiten Sie uns auch weiterhin auf unserem gemeinsamen Weg.

Denn wir machen den Weg frei – auch für Sie!

Heinz Sonntag Josef Brücher Karl-Heinz Hemsing

Karl-Udo Lütteken

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Wie entwickelten sich die Volksbank Brilon und die Volksbank

Büren und Salzkotten 2011?

Josef Brücher: Als verlässlicher Partner für unsere Mitglieder

und Kunden waren wir auch 2011 Wachstumsmotor

für die heimische Region. Das lag in erster Linie

an unserer Vertriebsstärke sowie an der Leistung unserer

Mitarbeiter, die alle an einem Strang gezogen haben.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmendaten

liegen die Kundeneinlagen beider Banken auf

einem hohen Niveau: Sie stiegen 2011 auf 312,7 Millionen

Euro (Volksbank Brilon) und 600,0 Millionen Euro

(Volksbank Büren und Salzkotten) an. Das Wachstum

an Kundenforderungen lag mit 3,9 Prozent (VB Brilon)

und 1,8 Prozent (VB Büren und Salzkotten) insgesamt

über dem Durchschnitt der Kreditgenossenschaften im

Verbandsgebiet. Unsere engagierten Kreditspezialisten

und Finanzierungsexperten haben ihre Kunden kompetent

und individuell beraten – mit Erfolg: Während

die Volksbank Brilon für ihre qualifizierte Baufinanzierung

erneut vom TÜV zertifiziert wurde, erhielt die

Volksbank Büren und Salzkotten von der Genossenschafts-Zentralbank

(WGZ) den »Nr. 1 Award« für ihr

erfolgreiches Fördermittelgeschäft.

4

IM dIalOG

Was uns gemeinsam antreibt

ein Gespräch mit dem Vorstand

Josef Brücher: Vorstand für das Firmenkundengeschäft Karl-Heinz Hemsing: Vorstand für das Privatkundengeschäft

Viele Mitbewerber konzentrieren sich besonders auf bestimmte

Produkte oder einen Vertriebsweg. Ist das Modell

als umfassender Finanzdienstleister mit weitverzweigtem

Geschäftsstellennetz weiterhin zukunftsfähig?

Karl-Heinz Hemsing: Absolut. Die Breite im Angebot macht

es doch erst möglich, dass die Kunden beim Besuch

ihrer Geschäftsstelle vor Ort die gesamte Produktpalette

– vom Girokonto bis zur Altersvorsorge – bekommen

können. Und das von Beratern, die ihre Kunden wirklich

kennen. Unser Geschäftsmodell setzt auch unter

der vollen Nutzung moderner Onlineangebote auf persönliche

Betreuung. Damit sind kompetente Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der entscheidende Hebel für

Wertschöpfung. Das genossenschaftliche Prinzip orientierte

sich schon immer an den Bedürfnissen der Menschen.

Für die neue Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten

bedeutet das, dass wir selbst noch aktiver werden und

mit passenden Produkt- und Beratungsangeboten auf

die Kunden zugehen – für jede Lebensphase je nach

Lebenssituation das Richtige. Denn bei uns steht der

Kunde dort, wo er sich am wohlsten fühlt: im Mittelpunkt!


IM dIalOG

Karl-Udo Lütteken: Vorstand für den Bereich Produktion Heinz Sonntag: Vorstandsvorsitzender,

Vorstand für den Bereich Steuerung

Die Anforderungen der mehr als 70.000 Kunden und

40.000 Mitglieder sind so unterschiedlich wie die Menschen

selbst. Die Kunst der qualifizierten Beratung besteht darin,

zum passenden Zeitpunkt die richtigen Antworten und

Lösungen zu haben. Was zeichnet den ganzheitlichen

Beratungsansatz der neuen Volksbank aus?

Karl-Udo Lütteken: Die Ziele unserer Kunden sind auch

unsere Ziele. Unsere Beratungsphilosophie orientiert

sich stets an den individuellen Bedürfnissen der Mitglieder

und Kunden. Wir wollen, dass sich jeder Kunde

– unabhängig vom Einkommen und Vermögen – bei

uns gut aufgehoben fühlt. Wir beraten unkompliziert

auf gleicher Augenhöhe, verfügen aber auch über Fachkompetenz,

die den höchsten Ansprüchen gerecht wird.

Gute Beratung schafft Vertrauen und Sicherheit. Wir

helfen, die richtigen Vorsorgeentscheidungen zu treffen

und Vermögen ertragreich anzulegen. Wir bieten flexible

Finanzierungslösungen für Privat- und Firmenkunden.

Als leistungsfähiges Institut steht die Volksbank

Brilon-Büren-Salzkotten auch in Zukunft für Zuverlässigkeit,

Sicherheit und Kontinuität. Wir sind der Meinung,

dass wirtschaftliche Stärke eine gute Grundlage

für eine weiterhin erfolgreiche Partnerschaft mit unseren

Kunden sein wird.

Wer die Presseberichte in der Zeitung verfolgt, erfährt viel

über das gesellschaftliche Engagement der Volksbanken.

Es gibt viele Wege, Gutes zu tun. Wo engagiert sich die neue

Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten besonders?

Heinz Sonntag: Für die Volksbanken war bürgerschaftliches

Engagement schon selbstverständlich, lange bevor

die Debatte darüber in Mode kam. Die Verantwortung

für die Menschen in der Region haben uns unsere Vorväter

schon in die Gründungsprotokolle geschrieben.

Unsere Verantwortung reicht dabei weiter als nur bis

zur nächsten Geschäftsstelle, denn die Nähe zu den

Menschen gehört zu unserem genossenschaftlichen

Selbstverständnis. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

fühlen sich unserer Heimat besonders verbunden

und nehmen deshalb aktiv am gesellschaftlichen

Leben teil. Besonders wichtig ist uns, den Nachwuchs

zu fördern. Das gilt sowohl für den Sport, die Kultur,

die Schulen als auch für die Vereine. Außerdem setzen

wir auch mit den Bürgerstiftungen in Brilon, Büren und

Salzkotten auf langfristige Partnerschaften. Viele Initiativen

begleiten wir über lange Zeit. Diese Strategie

gehört zu uns als Volksbank, die sich konsequent auf

die Bedürfnisse der Menschen in der Region ausrichtet.

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Die Finanzierung des Mittelstands gehört aufgrund unseres

genossenschaftlichen Förderauftrags traditionell

zu unserem Kerngeschäft. Mit unserer kompetenten

und ganzheitlichen Beratung begleiten wir regionale

Unternehmen in guten Zeiten – und ebenso verlässlich

auch durch schwieriges Fahrwasser. Dabei übernehmen

wir in unserer Heimat nicht nur die Rolle des regionalen

Kreditversorgers, sondern auch die des Ratgebers.

Die Firmenkundenberater der Volksbank Brilon-

Büren-Salzkotten sind wichtige Ansprechpartner für

sämtliche Finanzfragen. Gemeinsam mit dem Unternehmer

entwickeln sie maßgeschneiderte Lösungen. Dies

gilt sowohl für die betrieblichen Belange als auch für

alle privaten Finanzierungs-, Vorsorge- und Anlagefragen.

Wir stehen mit unseren Kunden in einem engen

Kontakt, geben unsere Erfahrungen weiter und helfen,

wann immer es geht, schnell und unbürokratisch.

Unternehmerinnen und Unternehmer erhalten bei der

Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten schnelle Entscheidungen,

regionale Kompetenz und maßgeschneiderte

Lösungen. Eine individuelle, umfassende Kundenbetreuung

gelingt nur mit einer universalen Angebotspalette:

Gemeinsam mit den Spezialinstituten des Finanzverbunds

bieten wir den Unternehmen »alles aus einer

Hand« und stärken damit ihre Zukunftsfähigkeit.

Erfolgreich beraten

Unsere umfassende und persönliche Betreuung spiegelt

sich auch in den Ergebnissen des Jahres 2011 wider:

Das Kreditvolumen für langfristige Hypothekendarlehen

– darunter auch der Wohnungsbau – stieg bei der

Volksbank Brilon im letzten Jahr um 10,9 Millionen

Euro auf 367,9 Millionen Euro sowie bei der Volksbank

Büren und Salzkotten um 18,3 Millionen Euro auf

729,4 Millionen Euro an. Hier waren aufgrund des

niedrigen Zinsniveaus überwiegend wieder langfristige

Zinsfestschreibungen und besonders öffentliche

Förderdarlehen gefragt. Die Inanspruchnahme von

zinsgünstigen öffentlichen Förderkrediten hat ebenfalls

weiter zugenommen: Im Fördermittelbereich belegt

ein Zusagevolumen von rund 45,6 Millionen Euro

6

unSer FIrMenkundenGeSchäFt

Gemeinsam stark sein

Zukunft finanzieren

(35,0 Millionen Euro Volksbank Büren und Salzkotten

/ 10,6 Millionen Euro Volksbank Brilon), dass unsere

engagierten Finanzierungsspezialisten auch im Jahr

2011 ihre Kunden kompetent und individuell beraten

haben – mit Erfolg: Während die Volksbank Brilon für

ihre qualifizierte Baufinanzierung erneut vom TÜV zertifiziert

wurde, erhielt die Volksbank Büren und Salzkotten

von der Genossenschafts-Zentralbank (WGZ)

den »Nr. 1 Award« für ihr erfolgreiches Fördermittelgeschäft

im Vorjahr.

Bei der Finanzierung von betrieblich notwendigen

Investitionen bieten die öffentlichen Finanzierungsmittel

viele Vorteile: Unternehmerinnen und Unternehmer

können über diese Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite

erhalten. Falls keine ausreichenden Sicherheiten

vorhanden sind, werden Bürgschaften sowohl über die

Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen als auch über

das Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Die Volksbank

Brilon-Büren-Salzkotten arbeitet eng mit der

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bürgschaftsbank

Nordrhein-Westfalen zusammen. Als wettbewerbsneutraler

Partner setzt die NRW-Bank das gesamte

Spektrum kreditwirtschaftlicher Förderprodukte

ein, von der Existenzgründung bis zur Mittelstandsförderung.

Die KfW-Bankengruppe unterstützt unsere

Kunden in den Bereichen Umweltschutz, Infrastruktur

und Bildung. Darüber hinaus bietet sie maßgeschneiderte

Export- und Projektfinanzierungen für Unternehmen,

die im In- und Ausland die passende Finanzierungslösung

suchen. Mit dem EDV-Informations- und

Beratungssystem »Geno-Star« bieten wir auf unseren

Internetseiten außerdem rund um die Uhr Fachwissen

über nahezu alle öffentlichen Finanzierungshilfen an.

Zukunftsenergien

Regenerative Energien gewinnen angesichts steigender

Energiekosten und attraktiver Anreize für unsere

Kunden weiter an Bedeutung: 2011 waren wir bei der

Finanzierung einer Vielzahl von Photovoltaik-Anlagen

gefragt (192 Anlagen im südlichen Paderborner Land,

57 Anlagen im Hochsauerlandkreis). Darüber hinaus


wurde in der Region mit unserer Unterstützung auch

in Windkraft und in Biogasanlagen investiert. Heute

erzeugen sie in unserem Geschäftsgebiet ressourcenschonenden

Strom. Für Maßnahmen zur Energieeinsparung

und Nutzung erneuerbarer Energien gibt es

spezielle Fördermittel: EU, Bund und Länder unterstützen

die Markteinführung umweltfreundlicher Energietechniken

mit speziellen Förderprogrammen. Unsere

Spezialisten entwickeln die optimale Finanzierungsstruktur

für ein Projekt, beantragen die Förderdarlehen

und geben Informationen zur Verfügbarkeit von öffentlichen

Mitteln. Sie behalten im »Förderdschungel«

immer den Überblick: Einige Kreditprogramme – wie

das KfW-Sonderprogramm »Wohnraum modernisieren«

– sind zum Ende des Jahres 2011 ausgelaufen.

Zum Frühjahr 2011 wurden außerdem weitere Veränderungen

in der Förderlandschaft umgesetzt. Verbesserungen

wie die Wiederaufnahme der Förderung von

Einzelmaßnahmen aus dem Programm »Energieeffizient

Sanieren« stehen einer Absenkung bei der Einspeisevergütung

bei Photovoltaik-Anlagen gegenüber. Auch

nach der Kürzung der Solarförderung rechnen wir weiterhin

mit hohen Investitionen im Bereich der erneuerbaren

Energien – besonders bei Windkraft und Biogasanlagen.

Baufinanzierung mit TÜV-Siegel

Für die meisten Menschen ist eine Immobilienfinanzierung

die größte und wichtigste Finanzentscheidung

ihres Lebens. Das wissen unsere Baufinanzierungsspezialisten.

Daher hat die Volksbank Brilon sich

bereits seit 2007 jedes Jahr freiwillig einer TÜV-Prüfung

unterzogen. Die beauftragten Spezialisten vom TÜV

Saarland haben ein System entwickelt, das Anspruch

und Wirklichkeit der Baufinanzierung aus Kundensicht

neutral überprüft. Stimmen beide überein, gibt es ein

Prüfsiegel mit Zertifikat. Die Volksbank Brilon-Büren-

Salzkotten wird die Qualität der Baufinanzierungsberatung

kontinuierlich weiterentwickeln: Noch in diesem

Jahr werden wir daher die TÜV-Zertifizierung für die

gesamte Bank anstreben. Unsere umfassende und per-

unSer FIrMenkundenGeSchäFt

sönliche Betreuung spiegelt sich auch in den Ergebnissen

des Jahres 2011 wider: Die Entwicklung im Bereich

der Immobilienfinanzierung (Neubau oder Kauf) orientierte

sich an der Entwicklung des gesamten Immobilienmarktes

und blieb leicht über dem hohen Vorjahresniveau.

Auch die Nachfrage nach Finanzierungsmitteln

für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen

nahm weiter zu, wobei insbesondere die energetische

Sanierung im Vordergrund stand. Unsere engagierten

Baufinanzierungsexperten vermittelten Kredite mit

einem Volumen von rund 16,2 Millionen Euro im Bereich

Wohnungsbau (3,6 Millionen Volksbank Brilon

/ 12,6 Millionen Volksbank Büren und Salzkotten).

Darüber hinaus wurden auch Darlehen an unsere

Verbundpartner (R+V, Münchener Hypothekenbank

und WL-Bank) mit rund 8,1 Millionen Euro (Volksbank

Büren und Salzkotten) und 11,4 Millionen Euro

(Volksbank Brilon incl. Teambank) weitergegeben. Hier

waren wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus besonders

langfristige Zinsbindungen gefragt.

Erfolgreiche Familienunternehmen

Innovationen und neue Produkte entstehen zumeist

nicht in großen Konzernen. Die deutsche Wirtschaft

profitiert vor allem von ihren erfolgreichen Mittelständlern.

Sie agieren auf lange Sicht und sind gerade

deswegen oft besser als die Konkurrenz. Der weit

überwiegende Teil der mittelständischen Unternehmen

in Deutschland sind Familienunternehmen, bei denen

die Mehrheit der Gesellschaftsanteile in den Händen

einer oder mehrerer Familien liegt. Mittelständische

Unternehmer haften – weitgehend – mit ihrem eigenen

Vermögen. Dies unterscheidet sie grundsätzlich von

angestellten Managern, die kein Haftungsrisiko tragen.

Familienunternehmen werden nachhaltig geführt, um

ihren Bestand langfristig zu sichern. Einige Beispiele

unserer engagierten Firmenkunden finden Sie auf den

nächsten Seiten.

7


8

unSere FIrMenkunden

Gemeinsam für regionale Produkte

»Einkaufen.

Erleben. Genießen.«

Hervorragend sortiert, serviceorientiert und kundenfreundlich – so lädt

der Marktkauf seit einigen Monaten in Büren große und kleine Kunden

zum Einkaufen ein. Dabei setzt Inhaber Richard Hesse auf entspanntes

Shoppen in angenehmer Atmosphäre. Ein Konzept, das funktioniert: »Wir

bieten unseren Kunden ein echtes Einkaufserlebnis«, betont der gebürtige

Weiberger, der seit 2008 auch den Marktkauf in Marsberg betreibt.

Auf mehr als 3.600 Quadratmeter Verkaufsfläche kümmern sich der

Marktleiter und seine 100 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, um

rund 40.000 Artikel des täglichen Bedarfs. Der größte Teil des Sortiments

sind Lebensmittel. Etwa 24 Meter misst allein die integrierte Frischetheke

mit Fleisch- und Wurstwaren sowie Käse. Daneben gibt es frischen Fisch

und ein üppiges Obst- und Gemüseangebot. Auch der Non-Food-Bereich

ist mit umfangreichen Sortimenten für nahezu jede Nachfrage gerüstet.

Doch nicht nur das vielfältige Angebot macht den Marktkauf in Büren so

attraktiv für die Kunden. »Das Personal ist das Aushängeschild jeder Firma.

Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten den Kunden freundlich

und kompetent, egal ob es um Obst, Fisch oder Wein geht – wir versuchen,

jeden Kundenwunsch zu erfüllen«, berichtet Richard Hesse.

Dabei setzt der selbstständige Kaufmann auf eine sehr persönliche

Einkaufsatmosphäre: »Wir kennen unsere Kunden, und unsere Kunden

kennen uns und unsere Mitarbeiter.« Im Bürener Warenhaus macht

die Kombination aus vorbildlichem Verkaufsraum, exzellenter Ware und

geschultem Fachpersonal den Unterschied. Hinzu kommt ein Angebot,

das kaum Wünsche offenlässt – egal ob Feinkost, Obst und Gemüse,

Fisch, Wurst- oder Fleischwaren: Auswahl, Präsentation und Qualität sind

vorbildlich. Dabei kommen manche Produkte wie die Eier aus Weiberg,

der Spargel aus Delbrück oder der Honig aus Ahden direkt aus der

heimischen Region. Das schafft Vertrauen beim Einkauf und macht oft

den Unterschied: »Wir sind zuverlässige Ansprechpartner für alle Fragen

rund um Lebensmittel und lassen unsere Kunden auf der Suche nach den

richtigen Produkten nicht allein.«


»Einkaufen. Erleben.

Genießen.«


»Einkaufen muss Spaß machen. Mit

unserem Warenhaus wollen wir ein Stück

Lebensqualität in die Region bringen«,

sagt Richard Hesse, seit Kurzem Inhaber

des Marktkaufs in Büren. Mit einem ganz

neuen Konzept ist das Bürener Warenhaus

der Edeka-Marktkauf-Gruppe vor gut

einem Jahr nach einem umfangreichen

Umbau gestartet. Schon von außen hat

das Gebäude ein ganz neues Gesicht

bekommen. Zwar ist das grüne Marktkauf-

Logo erhalten geblieben, sonst aber

setzen die Farben Bordeauxrot und

Silbergrau ganz neue Akzente in den

Gebäudekomplex an der Werkstraße.

Im neu versetzten Eingangsbereich

befinden sich in der Vorkassenzone

ein Blumenladen und die Bäckerei

Austerschmidt, wo die Kunden gemütlich

frühstücken, Kaffee und Kuchen sowie

kleine Snacks und Tagesgerichte genießen

können. Auch im Markt selbst hat sich seit

der Modernisierung jede Menge getan.

Aus dem ehemals zweckmäßigen Warenhaus,

das vielen Bürenern noch als »dixi-

Kaufhaus« bekannt ist, hat Marktleiter

Richard Hesse gemeinsam mit seiner Frau

Helga und über 100 engagierten Mitarbeitern

ein modernes Einkaufszentrum geschaffen,

das auch in seiner Gestaltung

in der Region einzigartig ist.

Wer heute den Bürener Marktkauf

betritt, beginnt seinen Einkaufsbummel

im sonnigen Italien – nach dem Vorbild

der Piazza im toskanischen Lucca wurde

die Obst- und Gemüseabteilung gestaltet:

Ein Sonnensegel, Fußboden aus rustikalem

Kopfsteinpflaster und eine mediterrane

Atmosphäre sorgen beim Kunden schnell

für Urlaubsstimmung. Neben exotischen

Früchten aus aller Welt finden sich hier

unSere FIrMenkunden

Gemeinsam mit kundennähe zum erfolg

Marktkauf richard hesse in Büren

auch regionale westfälische Produkte.

Dem neuesten Trend entsprechend gibt es

frisches Obst und Salate auch verzehrfertig

vorbereitet und frisch abgepackt. Traditionell

ist der Marktkauf auch über die

Lebensmittel hinaus eine gute Adresse: Bei

Elektrogeräten für Haushalt, Unterhaltung

und Kommunikation, bei Kleidung und

Spielwaren bietet das Kaufhaus eine umfangreiche

Auswahl und ein ausgezeichnetes

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Herzstück des Bürener Marktes

sind aber die neuen Bedienungstheken

für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch. Neben

über 250 verschiedenen Käsesorten findet

der Genießer alles, was Herz und Bauch

begehren. Hier ist Probieren ausdrücklich

erwünscht: »Unsere Mitarbeiter an den

Frischetheken wissen bestens Bescheid

– und das nicht nur über die Herstellung

und Reifung vieler Käsespezialitäten.

Ob Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Fisch,

Obst oder Gemüse: Frische Lebensmittel

sind unser Spezialgebiet«, betont

Richard Hesse. Dieses umfangreiche

Wissen setzt immer eine gründliche

Schulung voraus: Vielfältige Aus- und

Weiterbildungsangebote geben der

Bürener Marktkauf-Familie eine solide

Basis, um sich ganz ihrer »Liebe zu

Lebensmitteln« zu widmen.

Für Richard Hesse hat das Thema

Aus- und Fortbildung auch ganz persönlich

einen besonders hohen Stellenwert.

Als Einzelhandelskaufmann lernte der

gebürtige Bürener seinen Beruf von

der Pike auf. Nachdem er im damaligen

Bürener dixi-Kaufhaus seine Ausbildung

erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete

er 15 Jahre lang bei der AVA-Marktkauf-Gruppe

in verschiedenen Waren-

häusern. »Während dieser Zeit habe ich

mich kontinuierlich fortgebildet und viel

gelernt«, erinnert sich der erfolgreiche

Unternehmer. 1999 wechselte er dann als

Marktleiter zu Marktkauf nach Marsberg.

Im Sommer 2008 übernahm er sogar

das Warenhaus im Hochsauerlandkreis

als selbstständiger Kaufmann. »Ich

war damals einer der Ersten, die diesen

Schritt wagten.« Möglicherweise hat seine

Erfahrung auch dazu beigetragen, dass

er vom Edeka-Verbund (Rhein-Ruhr) im

Jahr 2010 auch den nächsten Zuschlag

für das Bürener Haus bekommen hat. Seit

dem Schritt in die Selbstständigkeit haben

Richard und Helga Hesse viel erreicht: Das

Familienunternehmen zeichnet sich durch

vielfältige Beziehungen zu regionalen

Produzenten und eine einzigartige

Kundennähe aus. Mit guten Ideen und

viel Engagement ist das Marktkaufteam

auch für die Zukunft bestens gerüstet:

Pfiffige Aktionen wie der beliebte Bürener

Schlemmerabend, der Warenlieferservice

nach Hause sowie der Hol- und Bringservice

speziell für Senioren zeigen,

dass es hier noch viel Potenzial gibt. Die

Kunden sind begeistert – und kommen

gerne wieder. Denn wo sonst kann man

zwischen Frischetheken und Regalen so

viel erleben?

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12

unSere FIrMenkunden

Gemeinsam Werte schaffen

»Alles unter

einem Dach«

Seit über 65 Jahren ist das Unternehmen Kaefer aus Brilon in der

Region dort präsent, wo gebaut, renoviert und saniert wird. Von einem

kleinen Baustoffhandel hat sich der Betrieb zu einem der leistungsstärksten

Baufachzentren im Briloner Raum entwickelt. »Als Baustoff-

Fachhändler mit langjähriger Erfahrung betreuen wir gewerbliche

Kunden gleichermaßen professionell und zuverlässig wie private

Bauherren«, weiß Andreas Kaefer. »Alle finden bei uns hochwertige

Baustoffe, kompetente Berater, informative Ausstellungen und auf

Wunsch auch den richtigen Handwerker.« Dabei betreibt das Unternehmen

nicht nur den Baustoffhandel erfolgreich, sondern ist auch

überregional im Stahlhandel aktiv. Die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens

begann kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges:

Am 8. Juli 1945 beantragte der Kaufmann Josef Kaefer bei der

Industrie- und Handelskammer Arnsberg über den Landrat des Kreises

Brilon die Genehmigung zum Großverkauf von Drahterzeugnissen,

Drähten, Drahtstiften, Stacheldraht und Geflechten. Damit begann

die Entwicklung eines Familienunternehmens, das heute mit seinem

umfassenden Angebot und Service im Hochsauerlandkreis führend ist.

Aus dem Einmannbetrieb des Gründers entwickelte sich schon bald

unter der Leitung des Gründersohns Hugo Kaefer und seiner Frau

Ursula ein Handelshaus mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

1980 wurden die Räumlichkeiten in Brilon zu eng, daher erfolgte

die Umsiedlung in das Gewerbegebiet West vor den Toren der Stadt.

Nach mehreren Erweiterungen und stetigen Modernisierungen finden

Handwerker, Häuslebauer und Wohnungsrenovierer heute auf über

14.000 Quadratmetern alles, was zum Bauen, Modernisieren und

Verschönern benötigt wird.


»Alles unter

einem Dach«


Erfolgreich bauen, renovieren oder

modernisieren heißt heute: wertbeständig,

ressourcenschonend und kostensparend

bauen. Der Baustoff-Fachhandel – im

Mittelpunkt des Baugeschehens – unterstützt

sowohl den Profi- als auch den

Privatkunden mit qualifizierten Produktund

Problemlösungen. Wer als Privatmann

oder im gewerblichen Bereich bauen

oder renovieren möchte, kommt in Brilon

seit den vergangenen 65 Jahren an Kaefer

Stahl und Baustoffe nicht vorbei. Bei

dem Familienunternehmen kümmern sich

kompetente Spezialisten ganz individuell

um Märkte und Kunden. »Bei uns deckt

nicht jeder Baustoffverkäufer alles ab.

Wir vermarkten auch nicht aus den Regalen

direkt in den Einkaufswagen, wie es

bei Baumärkten der Fall ist«, verrät Inhaber

Andreas Kaefer sein Erfolgsgeheimnis.

Der gebürtige Briloner führt seit 2004 das

Unternehmen nun schon in der dritten

Generation.

Fliesen oder Parkett, Laminat oder

doch lieber Holz? Bauherren und Modernisierer

stehen beim Neu-, Aus- oder Umbau

vor einer Vielzahl von Produktentscheidungen.

Bei der Suche nach dem geeigneten

Material helfen über 30 Kaefer-Mitarbeiter

kompetent und engagiert. In der modernen

und großzügigen Ausstellung können

Kunden unterschiedliche Lösungen im

Einbauzustand begutachten und in Ruhe

auswählen. Damit Profi-Kunden und private

Bauherren ihre Kaufentscheidung

nicht »aus dem Bauch heraus« treffen

müssen, stehen ihnen immer qualifizierte

Berater zur Seite.

»Der Kunde will heute die Materialien

sehen und auch fühlen«, weiß der Unternehmer.

Die Suche nach den besten Mate-

unSere FIrMenkunden

Gemeinsam Werte schaffen

kaefer Stahl und Baustoffe in Brilon

rialien hält den 38-jährigen Familienvater

auf Trab. »Auch für Traumgärten und ein

lebendiges, landschaftliches Umfeld führen

wir die komplette Auswahl an Steinarten

in verschiedensten Farben. In unserem

umfassenden Lagersortiment bieten wir

erstklassige Steine aus verschiedensten

Ländern der Welt an.« Neben dem richtigen

Riecher für interessante Gärten setzt

Kaefer auch bei der Inneneinrichtung auf

ausgezeichnete Qualität und die richtigen

Schaueffekte. Auf 600 Quadratmetern

zeigt man bei Fliesen und Bodenbelägen

ein umfangreiches Angebot an Materialien,

Farben und Formaten.

Eine weitere wichtige Dienstleistung

des Briloner Traditionsunternehmens ist

die erstklassige Transportlogistik. Ob direkt

vom Lager oder vom Hersteller abgerufen,

das Material wird umgehend oder im Zuge

des Baufortschrittes »just in time« auf der

Baustelle angeliefert.

Wer langfristig Erfolg haben will,

braucht Mut und Ausdauer: Auch im

Unternehmensbereich Stahlhandel bietet

Kaefer seit Jahrzehnten ein umfassendes

Know-how. Ȇber die heimische Region

hinaus sind wir für unsere gewerblichen

Kunden ein starker und kompetenter

Ansprechpartner. Unser Sortiment umfasst

Walzstahl, Betonstahl mit Biegezentrum,

Blankstahl, Edelstahl oder auch Aluminium«,

betont Andreas Kaefer. Mit internationalen

Lieferanten, schneller Verfügbarkeit

und Qualität kann das Unternehmen bei

seinen Kunden im Wettbewerb überzeugen.

Auch die Logistik im Stahlhandel ist

professionell organisiert: Alle Lieferungen

erfolgen mit einem eigenem Fuhrpark.

Darüber hinaus ist jedes Fahrzeug mit

einem Ladekran ausgestattet.

Seit dem letzten Jahr ist das erfolgreiche

Briloner Unternehmen sogar europaweit

als Projektpartner für Solarparks gefragt.

»Wir liefern mit den ›Sigma Pfosten 100‹

verzinkte Stahlpfosten, die bei dem Aufbau

der Solartische benötigt werden.

Das Rammprofil kann ohne Abstufung in

allen Längen produziert und direkt auf die

Baustelle geliefert werden.« Mit seinem

Know-how überzeugte Kaefer auch die Betreiber

des größten Solarstrom-Kraftwerks

in Europa, das 2011 auf dem ehemaligen

Militärflughafen Eberswalde erweitert

wurde und sich nun auf einer Fläche von

260 Fußballfeldern erstreckt.

Die enorme Bandbreite des Kaefer’schen

Angebotes erfordert bei den

über 30 Mitarbeitern und drei Azubis ein

hohes Ausbildungs- und Fortbildungsniveau:

»Die Idee, nicht nur Ware, sondern

auch Konzepte zu verkaufen, liegt in dem

Ursprung unseres Geschäftes. Unsere

Berater brauchen daher ein vielfältiges

Expertenwissen, um in der Branche erfolgreich

zu sein.« Neben vertieften kaufmännischen

Kenntnissen ist ein umfangreiches

Wissen über die einzelnen Baumaterialien,

ihre Zusammensetzung, Einsatzbereiche

und Verarbeitung erforderlich. Seit 2011

bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern

nach der Ausbildung auch ein duales

Studium im Bereich BWL an. Andreas

Kaefer ist überzeugt, dass freundliche,

kompetente und begeisterte Mitarbeiter

das wichtigste Kapital für die Zukunft

seines Unternehmens sind. Mit ihnen wird

Kaefer Stahl und Baustoffe auch in der

vierten Generation erfolgreich sein.

15


16

unSere FIrMenkunden

Gemeinsam für Qualität

»Präzision und Qualität für

erstklassige Produkte«

Werkzeug- und Formenbauer haben im Entstehungsprozess eines Produkts

eine Schlüsselstellung. Sie bilden die Schnittstelle, an der aus einer

Produktidee, einer Konstruktion zum ersten Mal ein fassbares Produkt

wird: Sie gestalten die ersten greifbaren Prototypen und erschaffen die

Betriebsmittel, die bei der eigentlichen Serienproduktion zum Einsatz kommen.

Dabei hängt es entscheidend vom Know-how der Werkzeugmacher

ab, wie effizient, wie wirtschaftlich, aber auch in welcher Qualität in der

Serie produziert werden kann.

Die Region Ostwestfalen-Lippe gilt bundesweit als Zentrum und

Ideenschmiede für den Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. Mit

Produkten aus der Region weltweit erfolgreich ist auch Norbert Berger

aus Scharmede. Seine Firma hat sich als Spezialist im Werkzeugbau am

Markt positioniert – und das seit über 40 Jahren. »Unsere Stärke ist es,

den Kunden sehr spezielle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen

bieten zu können«, begründet der gelernte Werkzeugmacher die positive

Entwicklung des Scharmeder Familienunternehmens, das nun schon in

der dritten Generation als solches geführt wird. Ganz so, wie man es sich

für einen soliden ostwestfälischen Mittelständler vorstellt, der für jeden

Kunden ein offenes Ohr hat. Ob klassischer Werkzeugbau, Prototypen oder

Kleinserien – Präzision, Schnelligkeit und Liefertreue sind die Stärken, die

die anspruchsvollen Kunden bei der Firma Berger Werkzeugbau schätzen

Über 60 qualifizierte und gut ausgebildete Mitarbeiter tragen ihren Teil

zur zufriedenen Kundschaft bei. Alle Fachkräfte bildet das Scharmeder

Unternehmen selbst aus: »Zur Firmenphilosophie gehört, dass junge

Menschen ihre Chance erhalten. Ausbildung mit Übernahme, sofern es

die wirtschaftliche Situation zulässt, ist bei uns selbstverständlich«, sagt

Schwiegersohn Reinhold Borghoff, der als gelernter Werkzeugmechaniker

und Diplom-Wirtschaftsingenieur für die kaufmännische Geschäftsführung

verantwortlich ist. Kein Wunder also, dass große Konzerne der Automobil-,

Möbel-, Elektro- und Haushaltsgeräteindustrie auf der Kundenliste stehen,

die international aktiv sind. »Das ist für uns natürlich ein Ansporn. Genauso

wichtig sind uns aber die mittelständischen Kunden aus der Region.«

Schließlich begann mit ihnen die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, die

mit einer gelungenen Kombination aus traditionellen Werten und zukunftsorientiertem

Handeln bis heute andauert.


»Präzision und Qualität für

erstklassige Produkte«


»Etwas besser zu machen als andere – das

heißt für uns, mit besserer Qualität, besserem

Service und mit zukunftsweisenden

Technologien immer einen Schritt voraus

zu sein«, betont Norbert Berger. Zusammen

mit seinem Vater Hermann startete

der gelernte Werkzeugmachermeister 1969

im Elternhaus seiner Mutter in Dreihausen

in Scharmede in die Selbstständigkeit. Seit

dieser Zeit wurde der Betrieb ständig erweitert:

Aus der ehemaligen kleinen Werkstatt

ist heute ein modernes Firmengebäude

mit rund 1.700 Quadratmeter Fläche

geworden. Nach der ersten Hallenerweiterung

1998 und einem weiteren Anbau

2011 ist es mittlerweile wieder eng geworden.

Heute beschäftigt das Unternehmen

60 Mitarbeiter – und das soll noch

nicht das Ende der Entwicklung sein.

In den letzten drei Jahrzehnten hat Familie

Berger nicht nur jede technologische

Innovation im Werkzeugbau begleitet, sondern

auch aktiv mitgestaltet. So wurden

schnell die Vorteile der Technik erkannt

und bereits 1985 die ersten computergesteuerten

CNC-Maschinen in Betrieb

genommen. Schon seit 1996 besteht eine

direkte Softwarevernetzung zwischen

Konstruktionsabteilung und Fertigung.

Die Präzisionswerkzeuge müssen bis

auf den Hundertstelmillimeter passen.

Produkte, die mit Berger-Werkzeugen

hergestellt werden, sind heute überall

präsent: Ob im Mercedes, BMW, Audi oder

sogar Porsche 911 Boxster – die Werkzeuge

für die neue Leuchtenproduktion

in der Automobilindustrie stammen allesamt

aus Scharmede. »Wir sind im Grunde

Tüftler, die für jedes Problem eine Lösung

finden«, sagt Norbert Berger. Daher

kümmert sich die Konstruktionsabteilung

unSere FIrMenkunden

»Made in Scharmede«

Werkzeugbau Berger Gmbh

mit sechs Mitarbeitern unter der Leitung

seines Schwiegersohnes Jürgen Stripmeier

um die Entwicklung intelligenter Produkte:

»Die Idee zum Produkt bringt der Kunde

mit, und wir setzen diese dann innovativ

um«, erklärt Jürgen Stripmeier.

Im Tagesgeschäft sieht das dann so

aus, dass die Kunden manchmal nur mit

einer Skizze nach Scharmede kommen.

Manche schildern auch ihr Anliegen und

erwarten, dass man bei Berger eine innovative

Lösung findet. Und das gilt für die

verschiedensten Branchen und Produktionsbereiche.

So baute das Unternehmen in

den letzten Jahren für die Möbelindustrie

verschiedene Werkzeuge zur Herstellung

von Beschlägen und Montage-Elementen.

Dagegen setzt die Elektroindustrie auf

Berger-Werkzeuge, um damit Verbindungselemente

und Abdeckungen zu produzieren.

Und auch die Haushaltsgerätehersteller

greifen gern auf Präzisionswerkzeuge

aus dem Hause Berger zurück. »Etwa

50 bis 60 Werkzeuge produzieren wir

pro Jahr«, erklärt Norbert Berger. Jedes

Werkzeug durchläuft vor seiner Auslieferung

die hauseigene dreidimensionale (3-D)

Vermessungskontrolle. Je nach Komplexität

des Auftrags brauchen die Experten zwei

bis sechs Monate Vorlauf bis zur Vollendung

ihres Produkts. In dieser Zeit

werden die nötigen Werkzeuge entwickelt,

angefertigt und optimiert. Danach kann

die Auslieferung erfolgen und im Werk mit

der Serienproduktion begonnen werden.

»Unsere Kunden können das Präzisionswerkzeug

vor Ort direkt in der Produktionsstraße

einsetzen«, weiß Norbert

Berger. Mit seiner ausgewiesenen technischen

Kompetenz ist das mittelständische

Unternehmen inzwischen auch

weltweit tätig: So kommen hochkomplexe

Werkzeuge aus Scharmede nicht nur im

europäischen Ausland, sondern auch in

Mexiko zum Einsatz. Auch die für viele

Unternehmen kritische Nachfolgefrage

ist bereits geklärt: Alle Kinder aus der

Unternehmerfamilie haben eine technische

oder kaufmännische Ausbildung gemacht

und engagieren sich nun gemeinsam für

das Familienunternehmen. Bereits im Jahr

2010 wechselte Schwiegersohn Reinhold

Borghoff in die Geschäftsführung. »Neue

Techniken und Ideen, gekoppelt mit

langjähriger Erfahrung – so etwas funktioniert

nur, wenn alle voneinander lernen

können«, meint Borghoff zur perfekten

Ergänzung von Jung und Alt.

Aktiv ist Werkzeugbau Berger traditionell

auch in der Ausbildung und Fortbildung.

Neue Technologien fordern eine

immer intensivere Ausbildung und eine

ständige Aktualisierung des Gelernten,

deshalb legt man großen Wert auf die

berufliche Weiterbildung und fördert die

Ausbildung. Jedes Jahr entstehen so in

Scharmede neue Ausbildungsplätze. Die

Arbeit mit den jungen Menschen ist eine

Investition in Köpfe, die sich auf Dauer

bezahlt macht: So erreichten Azubis aus

Scharmede bei der Gesellenprüfung sehr

gute Ergebnisse. »Wir sind sehr stolz,

dass wir alle Mitarbeiter selbst ausund

weitergebildet haben und unseren

Auszubildenden eine anspruchsvolle

Berufsperspektive bieten können«, sagt

Norbert Berger, der sich seit Jahren als

Handwerksmeister im Prüfungsausschuss

der IHK engagiert. »Das Ergebnis unseres

guten Teams ist eine Fluktuationsquote

von nahezu null.«

19


20

unSer dIenStleIStunGSGeSchäFt

Gemeinsam Ziele verwirklichen

unsere ganzheitliche Beratung für Mitglieder und kunden

Bedürfnisse verstehen

Wer Wachstumsimpulse geben will, muss verstehen,

was die Menschen bewegt. Wir nutzen die Nähe zu unseren

Kunden, um unsere Leistungen an ihren Bedürfnissen

auszurichten: Mit transparenten Produkten und

effektiven Prozessen wichtige finanzielle Entscheidungen

für unsere Mitglieder und Kunden einfach, leicht

und sicher zu machen – das treibt uns an.

»Es gibt nichts Gutes, außer man tut es«, sagte Erich

Kästner. Das Richtige und Notwendige auch wirklich zu

tun, ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist vielmehr

Ausdruck von Engagement, wenn man sich seinen Aufgaben

stellt und sie im Sinne der Kunden erledigt: als

Wertegemeinschaft, die durch Respekt und Aufrichtigkeit

gekennzeichnet ist, und als Leistungsgemeinschaft,

die sich durch Leistungswillen und Leistungsvermögen

immer wieder aufs Neue auszeichnet: Gemeinsam

mit den Spezialinstituten des Finanzverbunds, die auf

ihrem Gebiet zu den marktführenden deutschen Unternehmen

zählen, bieten wir allen Mitgliedern und Kunden

eine breite Palette an Finanzdienstleistungen »aus

einer Hand«.

Unsere Stärken sind die genaue Kenntnis des Marktes

und der persönliche Kontakt zu den Menschen

in der Region. Nähe heißt für uns gute Erreichbarkeit

– räumlich und zeitlich. Nähe heißt aber auch

persönlicher Kontakt und individuelle Beratung. Nähe

bedeutet, Kundenwünsche zu verstehen, Bedürfnisse

zu erkennen und den Markt aus eigenem Erleben einschätzen

zu können. Unsere Kundenberaterinnen und

Kundenberater überzeugen jeden Tag mit ihrer Leistung

und ihrer Verlässlichkeit.

Vertrauen erreichen

Kundennähe ist bei Ihrer Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten

kein vollmundiges Werbeversprechen. Vielmehr

steht dieser Begriff bei uns seit Generationen traditionell

für die echte Verbundenheit unseres Unternehmens

mit Land und Leuten sowie mit der heimischen

Wirtschaft. Seit fast 130 Jahren gehört die Volksbank

für einen Großteil der Menschen zum täglichen Leben.

Deshalb möchten wir auch direkt vor Ort unseren Beitrag

dazu leisten, die Lebensqualität zu erhalten und zu

fördern. Diese gewachsenen Werte verbinden wir mit

modernen, zukunftsweisenden Lösungen.

Unser Anspruch ist es dabei, unsere Definition

von Kundennähe ganzheitlich zu zeigen. Geografisch,

menschlich und durch unsere Funktion als kompetenter

Ansprechpartner in allen Finanzfragen. Für jeden

möchten wir ein offenes Ohr haben und ein zuverlässiger

und vertrauenswürdiger Partner sein; ein Partner,

der in allen finanziellen und wirtschaftlichen Anliegen

mit attraktiven Lösungen den Wünschen unserer Kunden

flexibel und schnell gerecht wird.

Diese Unternehmensphilosophie sehen wir für uns

als richtigen Weg, um eine ehrliche und sehr persönliche

Kundenbeziehung aufzubauen, die ein ganzes

Leben lang andauert.

Regionale Nähe ermöglichen

Vom Zusammenspiel zwischen qualifizierter Beratung

und optimalem täglichem Service profitieren rund

40.000 Mitglieder und 70.000 Kunden. Diese hohe Mitglieder-

und Kundenanzahl sehen wir nicht nur als Erfolg

unserer Geschäftsphilosophie, sondern insbesondere

als Vertrauensbeweis der Menschen in der Region.

Für unsere Kundenberater spielt die lokale Nähe eine

ganz wesentliche Rolle, denn für uns ist die Präsenz

vor Ort die Basis unserer täglichen Arbeit.

Deshalb haben wir in den letzten Jahren das Angebot

an zahlreichen Standorten im Geschäftsgebiet

verbessert und ausgebaut. Die Bank wird auch weiterhin

vor Ort investieren und damit die Region stärken:

So haben wir 2011 die Volksbank in Fürstenberg

und in Mönninghausen umgestaltet. Neue, offene

Raumkonzepte schaffen dort nun beste Beratungsbedingungen.

Vermögen aufbauen

Unter dem Eindruck der anhaltenden Eurokrise setzten

die Volksbank-Kunden auch im vergangenen Jahr auf

klassische Bankeinlagen wie Tagesgelder, Festgelder


Familie Bausparen

»Gemeinsam Ziele

verwirklichen«


und Spareinlagen, die kurzfristig verfügbar und zu

100 Prozent sicher sind. Bei der Volksbank Büren

und Salzkotten hatten die Kunden 600 Millionen

Euro und damit 37 Millionen Euro mehr als im

Vorjahr in diese Anlageformen investiert. Auch das Ein-

lagengeschäft der Volksbank Brilon legte um 8,8 Millio-

nen Euro auf 312,7 Millionen Euro zu. Mit einer

Steigerung von 6,5 Prozent (VB Büren und Salzkot-

ten) und 2,9 Prozent (VB Brilon) liegen wir leicht

über dem Durchschnitt der genossenschaftlichen Ban-

kengruppe in Rheinland und Westfalen. Das Bedürf-

nis nach Sicherheit bestimmte daher auch das Anlegerverhalten

im Wertpapiergeschäft – das 2011 leicht

rückläufig war.

Auf den Wertpapierdepots und Anlagekonten gingen

die Bestände unserer Kunden bis Ende Dezember

um 16,1 Millionen Euro oder 7,8 Prozent auf über

191,7 Millionen Euro (VB Büren und Salzkotten) und

um 2,3 Millionen Euro oder 1,8 Prozent auf 128,9 Millionen

Euro zurück.

Auch mit einer auf Sicherheit bedachten Grundeinstellung

ist es aber weiterhin sinnvoll, in eine ausgewogene

Vermögensstruktur zu investieren. Bei einem

langfristigen Anlagehorizont und mehr Chancenorientierung

kann der Anteil dieser Investments größer

sein. Aber auch in diesem Fall gilt die Regel: Nicht alles

auf eine Karte setzen, sondern auf eine breit gestreute

Vermögensstruktur achten.

Gibt Sicherheit: private Altersvorsorge

Nicht nur die Vermögensanlage stand 2011 im Zeichen

der Sicherheit, sondern auch der Vermögensaufbau.

So schlossen die Kunden der Volksbank Brilon

829 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von

26,7 Millionen Euro ab, während die Kunden der Volksbank

Büren und Salzkotten 1.293 Bausparverträge

mit einer Bausparsumme von 39,7 Millionen Euro erreichten.

Neben Guthaben auf Bausparverträgen, in

Fonds der Union Investment und bei Lebensversicherungen

eingeschlossen, verwalteten die beiden Banken

außerhalb der Bilanz ein Kundenvermögen von

unSer dIenStleIStunGSGeSchäFt

186 Millionen Euro (VB Brilon) und 318,9 Millionen

Euro (VB Büren und Salzkotten). Unseren Kundenberaterinnen

und Kundenberatern geht es dabei immer um

die ganzheitliche Beratung im Einklang mit den Zielen

des Kunden.

Bausparguthaben in Millionen Euro

50

40

30

20

10

0

Bestände Wertpapier- und Anlagekonten in Millionen Euro

250

200

150

100

50

0

200

100

15080

100 60

39,2

197,9

2007

156,0

170,1

193,9

2008 2009

207,8

2010

191,7

139,3 131,7 131,2 128,9

Volksbank Büren und Salzkotten Volksbank Brilon

Guthaben Lebensversicherung in Millionen Euro

250

197,9

67,5

26,0

2007

???

36,0

170,1

70,7

24,5

???

38,9

2008 2009

193,9

75,8

25,8

???

43,7

2010

Volksbank Büren und Salzkotten Volksbank Brilon

207,8

28,6

80,5

????

40

50

20

0

24,3 24,7 26,2 27,2

0

2007

2007

2008

2008

2009

2009

2010

2010

Volksbank Büren und Salzkotten

Volksbank Büren und Salzkotten

Volksbank Brilon

Volksbank Brilon

47,6

????

79,6

2011

2011

30,5

2011

2011

????

27,0

23


24

unSer GeSellSchaFtlIcheS enGaGeMent

Gemeinsam die region fördern

»Einzigartige Eisenbahnromantik

mit der Waldbahn Almetal«

Einsteigen und das Flair der alten Bahn auf einer der schönsten

Eisenbahnstrecken in Westfalen erleben – das ist möglich durch die

ehrenamtliche Arbeit des Vereins Waldbahn Almetal e.V. »Die Eisenbahnromantik

ist für kleine und große Besucher ein tolles Erlebnis«,

weiß der Vorsitzende Dirk Nölting, der seit Jahren im Verein aktiv ist.

Mit einem historischen Schienenbus der Baureihe VT 98 aus dem

Jahr 1960 ist er an diesem Tag gleich zweimal auf der Bahnstrecke

zwischen Büren und Brilon-Alme unterwegs. Zwischen Ostern

und Oktober befördert das historische Gefährt jährlich bis zu

2.000 Fahrgäste von Brilon an den Almequellen vorbei durch das

Almetal zum Waldbahnhof Ringelstein und weiter durch Siddinghausen

und über den Weiner Viadukt bis nach Büren. Der Verein Waldbahn

Almetal leistet damit wertvolle Arbeit für die heimische Region – denn

seine Mitglieder bieten großen und kleinen Fahrgästen nicht nur ein

einmaliges touristisches Angebot, sondern sind auch unermüdlich für

den Erhalt der Eisenbahnstrecke aktiv: Die Eisenbahnfreunde treffen

sich häufig zu Arbeitseinsätzen, um die Strecke in Schuss zu halten.

»Dazu gehören auch Instandhaltungs- und Verschönerungsarbeiten an

den alten Fahrzeugen und dem Bahnhof in Ringelstein oder auch der

Thekendienst für die Reisenden im Zug«, weiß Dirk Nölting. Und wer

sich ehrenamtlich für den Erhalt der Museumsbahn engagieren möchte

und sowohl technisches Interesse als auch Improvisationstalent zu

seinen Stärken zählt, kann vielleicht schon beim nächsten Treffen der

Waldbahner in Ringelstein dabei sein.

Weitere Informationen: http://www.waldbahnalmetal.de


»Einzigartige Eisenbahnromantik

mit der Waldbahn Almetal«


»Ehrenamt ist Ehrensache«, sagt der Volksmund. Schon

für die Gründer der Volksbanken, Friedrich Wilhelm

Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, gehörte der

Einsatz für die Gemeinschaft vor 140 Jahren zu den

wichtigsten genossenschaftlichen Werten. Daher ist

es für uns heute als Volksbank selbstverständlich,

gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen

– für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter,

aber auch für die Belange unserer Region und ihrer

Bewohner. Gesellschaftliches Engagement verbinden

wir aber nicht ausschließlich mit dem Thema Geld.

Über eine rein finanzielle Unterstützung hinaus verstehen

wir uns als tatkräftiger Mithelfer, als Impulsgeber

und als Initiator der eigenen Projekte zur Förderung

der Region.

Ehrenamt stärken

Ob bei der Betreuung von Kindern, der Unterstützung

von Familien oder der Jugendarbeit im Verein – Ehrenamtliche

leisten wertvolle, aber oftmals unbemerkte

Hilfe. Ihr unermüdlicher Einsatz vermittelt beispielhaft

gelebte Demokratie sowie Verantwortungsbewusstsein

für ein menschliches Miteinander. Mit unseren Fördergeldern

möchten wir den Ehrenamtlichen, die viele

Stunden in das Gemeinwohl investieren, ihre Arbeit

etwas erleichtern. Entscheidend für die Auswahl sind

Aspekte wie Notwendigkeit, Nachhaltigkeit und Langfristigkeit

– und vor allem eine engagierte Jugendarbeit:

So förderten die Volksbank Brilon und die Volksbank

Büren und Salzkotten im Jahr 2011 ehrenamtliche Projekte

aus den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und

Sport mit über 211.194 Euro.

Vereine fördern

Nicht nur die Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten übernimmt

aktiv Verantwortung für die Gemeinschaft – auch

unsere 301 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören

zu den Aktiven in der Region, die frei nach dem traditionellen

Motto »Einer für alle, alle für einen« handeln

und sich ehrenamtlich in Vereinen engagieren. Durch

ihre Kontakte und Netzwerke vor Ort sind sie nah an

unSer GeSellSchaFtlIcheS enGaGeMent

Gemeinsam die region fördern

ehrenamt stärken

Gesellschaftliches Engagement 2011 in Euro

Volksbank Büren und Salzkotten

Volksbank Brilon

94.000 25.244 119.244

78.600 13.350 91.950

Spenden aus Reinerträgen Spenden allgemein

den Fragen, die die Menschen bewegen. Vereine und

gemeinnützige Organisationen stärken schon bei Kindern

Teamgeist, Verantwortungsgefühl und soziales

Engagement. Der Verein ist für viele Menschen der

Ort, an dem soziale Kontakte geknüpft und persönliche

Beziehungen aufgebaut werden. Das so geschaffene

Netzwerk bildet ein gutes Fundament, bei Fragen und

Problemen nicht allein zu sein. Ohne Frage wird über

das Vereinsleben auch so mancher wirtschaftliche Kontakt

geknüpft. Dieses so gesponnene Netz leistet damit

einen ganz wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität.

Gemeinsam mit Stiftungen mehr erreichen

In den vergangenen Jahren hat die Gründung von

Stiftungen stark zugenommen. Wir unterstützen diese

Form des gesellschaftlichen Engagements nach Kräften

durch finanzielle Hilfen und personelle Ressourcen.

Von der ersten Stunde an waren wir dabei, als die drei

Bürgerstiftungen in Brilon, Büren und Salzkotten gegründet

wurden – und bis heute haben sich diese »Stiftungen

von Bürgern für Bürger« zu einer echten Erfolgsgeschichte

entwickelt. Als erste Ansprechpartner

für bürgerschaftliches Engagement bieten sie alles aus

einer Hand und wirken dabei nachhaltig: Das einmal

angelegte Stiftungsvermögen bleibt in der Region und

kommt ihr dauerhaft zugute. Ob mit Geld, Zeit oder Ideen

– jeder kann bei einer Bürgerstiftung aktiv werden.

Weitere Informationen zu den Bürgerstiftungen in

unserer Heimat gibt es auch im Internet:

www.buergerstiftung-bueren.de

www.briloner-buergerstiftung.de

www.buergerstiftung-salzkotten.de

27


»Gemeinsam an der

Zukunft arbeiten«

28

Die Volksbank-Familie: Dietmar Nolte mit Leo, Franz-Josef

Kaiser mit Johanna Loreen, Joachim Wundling mit Milo,

Katrin und Andreas Beel mit Sophie, Markus und Daniela

Knoche mit Philipp, Karin Lüke mit Anna, Friedhelm Klocke

mit Fabian, Sabine Wiesing mit Julian, Eileen Bange mit

Johannes, Stefanie Kramer mit Luca.


Was macht eigentlich einen guten Arbeitgeber aus?

Die »Mitarbeiterzufriedenheit« hat für uns als Volksbank

einen ebenso hohen Stellenwert wie die »Kundenzufriedenheit«.

In diesem Kontext spielt künftig auch

die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale

Rolle. Sie ist großes Plus unserer genossenschaftlichen

Unternehmenskultur und eine gute Grundlage für die

erfolgreiche Arbeit der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten.

Eine familienfreundliche Ausrichtung bezieht

alle Mitarbeiter ein. Die demografische Entwicklung

und der Fachkräftemangel machen eine familienbewusste

Personalpolitik zu einer Investition in die betriebliche

Zukunft. Studien zeigen, dass die positiven

betriebswirtschaftlichen Effekte einer besseren Vereinbarkeit

von Beruf und Familie die Umsetzungskosten

deutlich wettmachen. 94 von 301 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern haben minderjährige Kinder. Das ist

Grund genug, um dieses Thema verstärkt in den Blick

zu nehmen. Wir wollen »als Bank in der Region«

die Menschen und Unternehmen vor Ort auch in Zukunft

wirtschaftlich unterstützen und kompetent beraten.

Dazu ist es unerlässlich, qualifizierte und motivierte

Menschen möglichst langfristig an die Volksbank

zu binden. Dies kann nur durch die Förderung einer

Balance zwischen Beruf und Familienleben gelingen,

die darauf basiert, die Beschäftigten in ihrer

jeweiligen Lebenssituation wahrzunehmen und zu

unterstützen.

Miteinander

Gemeinsam an der Zukunft arbeiten

chancen und Perspektiven

Familiäre Veränderungen zwingen in bestimmten Lebens-

phasen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dazu, dem

Unternehmen nur noch temporär, eingeschränkt oder

gar nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Die gute, verantwortungsvolle

Versorgung und Erziehung der Kinder

bringen berufstätige Menschen manchmal in Konflikte

zwischen Beruf und Privatleben. Eine Sensibilisierung

des Arbeitsumfelds, das heißt der Vorgesetzten und der

Kollegen, für die familiär bedingten besonderen Lebenssituationen

ist eine wichtige Grundlage für eine familienfreundliche

Unternehmenskultur. Wir möchten hier

unSere MItarBeIterInnen und MItarBeIter

Unsere Jubilarinnen und Jubilare 2011

Wir danken den Jubilaren, die uns zwischen beachtlichen zehn und bemerkenswerten

40 Jahren die Treue gehalten haben. Wir danken für die gemeinsamen

erfolgreichen Jahrzehnte der Leistungsbereitschaft und Loyalität zu unserer

Bank. Ihre Verlässlichkeit und Beständigkeit schätzen wir als hohes Gut.

40 Jahre: Dieter Becker | Gebhard Leifels | Heinz Rummel | Anton Schumacher |

Hubertus Schlenke | Rita Vornweg | Hans-Dieter Wieners 30 Jahre: Bernward

Gockel | Markus Korte | Brigitte Stember | Elisabeth Wibbeke | Mechthild

Wieseler 25 Jahre: Martin Herbst | Sandra Hillebrand | Martin Karthaus |

Hubert Stork 20 Jahre: Monika Dahmann | Edeltraud Kemper | Beate Kößmeier |

Anja Kordes | Michaela Korte | Birgit Lammers | Albert Münster | Birgit Poßienke |

Helga von Rüden | Thomas Schramm | Doris Schmidt | Rena Seifried |

Simone Wenk 10 Jahre: Carina Ackermann | Kerstin Buchholz | Daniel Fromme |

Heike Heinemann | Elisabeth Heming | Yvonne Kuroczik | Patrick Pelkmann |

Christian Müller | Michaela Schlüter | Bettina Steden

aktive Unterstützung leisten – beispielsweise in Form

von zahlreichen Angeboten im Bereich Teilzeittätigkeit,

Rückkehr nach der Elternzeit, flexible Arbeitszeit oder

individuelle Hilfestellungen in persönlich schwierigen

Situationen.

Perspektiven

Gegenseitige Wertschätzung und eine gemeinsame

genossenschaftliche Unternehmenskultur bilden ein

stabiles Fundament und verdeutlichen, warum die

Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten nahezu keine Fluktuation

kennt. 301 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

davon 25 Auszubildende, prägen »ihre Bank« mit ihrer

charakterlichen Vielfalt und ihrer hohen Identifikation.

Sie geben ihr tagtäglich ein Gesicht – oftmals schon seit

vielen Jahren. Diese Bindung lässt sich auch in Zahlen

ausdrücken: 2011 waren 89 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

länger als 25 Jahre in unserem Unternehmen

tätig. Das ist im Schnitt jeder vierte Beschäftigte. Eine

gute Balance zwischen Beruf und Privatleben fördert

Einsatz- und Leistungsbereitschaft, Motivation und Zufriedenheit

unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Dies sind Erfolgsfaktoren, die dann auch in diesem Maß

bei unseren Mitgliedern und Kunden spürbar sind. Die

Zukunft kann kommen, wir haben die Perspektiven!

29


30

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

Gemeinsam zusammenarbeiten

Bericht des aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2011 haben der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse die

ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben

wahrgenommen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Vorstand

hat den Aufsichtsrat in regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen über die geschäftliche

Entwicklung, die Liquiditäts-, Ertrags-, Vermögens- und Risikolage

sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle der Bank unterrichtet. Die

erbetenen Auskünfte wurden stets umfassend erteilt. Darüber hinaus haben

die Ausschüsse des Aufsichtsrats (Kredit-, Personal- und Prüfungsausschuss)

regelmäßig getagt und die nach der Satzung erforderlichen Beschlüsse

gefasst. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2011 sowie den

Lagebericht geprüft. Mit den Berichten des Vorstands erklärt sich der Aufsichtsrat

in allen Teilen einverstanden und stimmt dem Vorschlag des Vorstands

zur Gewinnverwendung zu, der im Einklang mit der Satzung steht.

Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband e.V. hat die gesetzlich

vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes

vorgenommen und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

erteilt. Der Aufsichtsrat ist über das Prüfungsergebnis umfassend informiert

worden. Darüber hinaus hat der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband

e.V. die Depotprüfung gemäß § 30 KWG durchgeführt.

Am 11. Januar 2011 haben die Aufsichtsräte beider Banken in getrennten

Sitzungen jeweils einstimmig den Beschluss gefasst, Fusionsverhandlungen

aufzunehmen. Alle Vertreterinnen und Vertreter wurden mit einem

Schreiben vom 12. Januar 2011 unverzüglich informiert, dass nunmehr

konkrete Gespräche über eine gemeinsame Bank geführt werden sollten.

Auf zwei außerordentlichen Versammlungen (in Brilon am 22.11. und

in Büren am 23.11.) votierten die Vertreter bei jeweils nur einer Gegenstimme

für einen gemeinsamen Weg in die Zukunft – und damit für die

Fusion zum 1. Januar 2012.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre engagierte Arbeit. Das gemeinsame

Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat sind auch künftig der Erfolg der

Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten und die wirtschaftliche Förderung der

Menschen in unserer Region.

Rudolf Niggemeier

(Vorsitzender des Aufsichtsrats)


I. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der

Kreditgenossenschaften

1. Konjunktur in Deutschland – Wirtschaftsleistung abermals

kräftig gestiegen

In 2011 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von

der schweren globalen Rezession der Jahre 2008 und

2009 erholt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen

Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt

Deutschlands preisbereinigt um kräftige 3,0 Prozent

expandiert, nachdem es bereits 2010 um 3,7 Prozent

gestiegen war. Das vor Ausbruch der Rezession erlangte

gesamtwirtschaftliche Produktionsniveau konnte infolge

eines witterungsbedingt überaus dynamischen Jahresauftakts

bereits im zweiten Quartal wieder erreicht

werden. Zum Jahresende haben die konjunkturellen

Auftriebskräfte dann aber angesichts der zunehmenden

Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrisen

in einigen Euro-Ländern und den USA sowie eines

geringeren Expansionstempos der Weltwirtschaft merklich

an Schwung verloren. Stärker noch als in 2010 war

das Wirtschaftswachstum 2011 durch die hohe inländische

Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern

getrieben. Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels hat

sich hingegen im Vorjahresvergleich vermindert.

2. Finanzmarkt – Nach Zinserhöhungen

im ersten Halbjahr …

Die Europäische Zentralbank (EZB) leitete im ersten

Halbjahr die Zinswende im Währungsraum ein. Auf

seinen geldpolitischen Sitzungen im April und Juli beschloss

der EZB-Rat insgesamt zwei Zinserhöhungen

von jeweils 0,25 Prozentpunkten auf 1,5 Prozent. Es

waren die ersten Zinserhöhungen seit Sommer 2008.

Ausschlaggebend für die Straffung der europäischen

Geldpolitik waren zum einen aufwärtsgerichtete Preisrisiken

im Euro-Raum sowie ein positiv bewertetes

konjunkturelles Umfeld. Zum anderen waren die Hoffnungen

auf nachhaltige Stabilisierungsfortschritte an

den Finanzmärkten gestiegen.

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

lagebericht* der Volksbank Büren und Salzkotten eG

Geschäftsjahr 2011

* Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form. Es handelt sich nicht um die der gesetzlichen Form entsprechende Veröffentlichung

von Jahresabschluss und Lagebericht. Diese erfolgt nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Vertreterversammlung

im Bundesanzeiger und beim Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Paderborn.

… kehrte die EZB im Spätsommer zurück zum Krisenmodus

Bereits im August 2011 zeichnete sich jedoch angesichts

der sich wieder zuspitzenden Schuldenkrise ein

geldpolitischer Kurswechsel im Währungsraum ab. So

beschloss der EZB-Rat, sowohl neue langfristige Refinanzierungsgeschäfte

mit einer Dauer von sechs Monaten

aufzulegen als auch Anleihen unter Druck geratener

Euro-Staaten am Sekundärmarkt wieder aufzukaufen.

Bis zum Jahresende fragte die EZB Staatsanleihen der

Peripheriestaaten im Wert von rund 138 Milliarden

Euro nach.

Sie senkte den Leitzins zum Jahresultimo auf 1,0 Prozent …

Ihre zinspolitische Kehrtwende vollzog die EZB im November

unter ihrem neuen Präsidenten, dem früheren

italienischen Notenbankchef Mario Draghi. In den letzten

beiden Monaten des Jahres 2011 senkte der EZB-

Rat den Leitzins in zwei Schritten um insgesamt einen

halben Prozentpunkt auf 1,0 Prozent. Die EZB reagierte

damit auf die anhaltend hohe Verunsicherung auf dem

europäischen Rentenmarkt sowie die sich abzeichnende

Verschlechterung der konjunkturellen Situation. Die

Preisstabilität sah der EZB-Rat durch die wieder expansivere

Geldpolitik trotz einer erhöhten Teuerungsrate

nicht gefährdet.

… und beschloss weitere geldpolitische Sondermaßnahmen

Zusätzlich zu den zwei Leitzinssenkungen weitete die

EZB zum Jahresende ihre liquiditätsfördernden Maßnahmen

aus. Dabei beschloss der EZB-Rat erstmals in

seiner Geschichte langfristige Refinanzierungsgeschäfte

mit einer Dauer von drei Jahren. Zudem startete die

EZB im November ein neues Programm zum Ankauf

von Pfandbriefen in Höhe von 40 Milliarden Euro. Die

erneute Ausweitung der geldpolitischen Sondermaßnahmen

war die geldpolitische Antwort auf die zunehmenden

Verspannungen am europäischen Interbankenmarkt.

So hatte das Misstrauen der europäischen

Finanzinstitute untereinander im Zuge der Zuspitzung

der Staatsschuldenkrise wieder deutlich zugenommen.

Dies zeigte sich an den wachsenden Risikoaufschlä-

31


gen für unbesicherte Geldgeschäfte sowie an den stetig

steigenden Übernachteinlagen der Banken bei der EZB.

Auch der Zugang zu Dollar-Liquidität verknappte sich.

So hatte sich die Liquiditätsversorgung in US-Dollar

im Euro-Raum angesichts des gestiegenen Misstrauens

US-amerikanischer Finanzinstitute gegenüber europäischen

Banken erheblich erschwert. Die weltweit

führenden Notenbanken reagierten darauf mit einer

konzertierten Dollar-Aktion. So beschlossen die Federal

Reserve, die EZB sowie die Zentralbanken Japans,

Großbritanniens, Kanadas und der Schweiz Ende November

2011, den Zugang der Finanzinstitute zu US-

Dollar über verbilligte Dollar-Swapgeschäfte der Zentralbanken

zu erleichtern.

3. Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 – Stabiler und

kontinuierlicher Wachstumskurs: erfreuliche Geschäftsentwicklung

der Kreditgenossenschaften im Jahr 2011

Die Geschäftsentwicklung der 1.121 Volksbanken und

Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und

sonstigen Kreditgenossenschaften in Deutschland ist

im zurückliegenden Geschäftsjahr von Stabilität und

Kontinuität gekennzeichnet gewesen. Es ist den Kreditgenossenschaften

erneut gelungen, an die gute wirtschaftliche

Entwicklung der Vorjahre anzuknüpfen.

Insgesamt stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der

Kreditgenossenschaften mit einem Plus von 3,4 Prozent

auf 524 Milliarden Euro sowie die Kundenkredite

mit 4,5 Prozent auf 425 Milliarden Euro. Die addierte

Bilanzsumme der Kreditgenossenschaften nahm um

23 Milliarden Euro (bzw. 3,2 Prozent) auf 729 Milliarden

Euro zu. Die Zahl der Kreditgenossenschaften sank

um 17 Institute (oder -1,5 Prozent) auf 1.121. Die Attraktivität

der Kreditgenossenschaften zeigte sich auch

in der starken Zunahme der Mitglieder um mehr als

300.000 auf 17,0 Millionen.

Deutliches Plus beim Eigenkapital

Als robust lässt sich auch die bilanzielle Eigenkapitalbasis

der Volksbanken und Raiffeisenbanken charakterisieren.

Den Instituten ist es im Jahresverlauf

2011 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem

deutlichen Plus von 6,1 Prozent auf 38,5 Milliarden

Euro zu steigern. Deutlich zulegen konnten die Rücklagen

um 7,4 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro, auch

die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen

um 2,5 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro. Mit der im

Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigerten Eigenka-

32

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

pitalquote – berechnet als bilanzielles Eigenkapital im

Verhältnis zur Bilanzsumme – in Höhe von 5,3 Prozent

(plus 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) verfügen

die Kreditgenossenschaften über ausreichende

Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von

Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu

werden. Anzeichen für eine Kreditklemme sind nicht

in Sicht.

Kaum Fusionstätigkeit

Der Konsolidierungsprozess unter den Volksbanken

und Raiffeisenbanken hat sich gegenüber den Vorjahren

erneut leicht verlangsamt. Im Jahresverlauf ist

die Zahl der Kreditgenossenschaften ausschließlich

aufgrund von Fusionen um 17 Institute (-1,5 Prozent)

auf nunmehr 1.121 Banken per 31. Dezember 2011

gesunken. Dadurch erhöhte sich die durchschnittliche

Bilanzsumme je Institut auf knapp 651 Millionen Euro.

Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter

den Kreditgenossenschaften von 14 Millionen Euro für

die kleinste bis zu knapp 39 Milliarden Euro für die

größte Kreditgenossenschaft.

Dichtes Bankstellen- und SB-Zweigstellennetz

Die regionalen Bankenfusionen hatten keinen Einfluss

auf die Anzahl der personenbesetzten Bankstellen und

SB-Zweigstellen, die den Kunden vor Ort für ihre Bankgeschäfte

oder elektronischen Bankdienstleistungen

flächendeckend über alle Regionen in Deutschland zur

Verfügung standen. Insgesamt unterhielten die Volksbanken

und Raiffeisenbanken Ende 2011 13.350 Bankstellen

(= Zweigstellen plus Hauptstellen), das sind 124

weniger als noch vor einem Jahr. Dem Abbau der Personen-Bankstellen

stand aber eine deutlich überkompensierende

Zunahme von 142 auf 3.343 SB-Zweigstellen

gegenüber.

Mitgliedschaft boomt – mehr als 300.000 neue Mitglieder

Das stabile und solide Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften

wird auch von neuen Kunden und Mitgliedern

stark nachgefragt: Die Mitgliederzahlen der

Volksbanken und Raiffeisenbanken steigen weiter, was

darauf hindeutet, dass der Zuspruch zu Kreditgenossenschaften

ungebrochen ist. Ende 2011 konnten die

Volksbanken und Raiffeisenbanken 17,0 Millionen Personen

und Unternehmen zu ihren Mitgliedern zählen.

Das sind fast 313.000 Personen und damit 1,9 Prozent

mehr als im Vorjahr.


4. Geschäftsentwicklung rheinisch-westfälischer

Kreditgenossenschaften

Im Geschäftsjahr 2011 wurden sechs Fusionen durchgeführt.

Die Anzahl der Mitgliedsbanken reduzierte

sich insgesamt auf 196 Institute. Darunter befinden

sich elf Sonderinstitute.

Die addierte Bilanzsumme aller RWGV-Mitgliedsbanken

stieg im Geschäftsjahr um 2,6 Prozent (Vorjahr:

+1,0 Prozent) auf nunmehr 175,1 Mrd. Euro.

Bei den RWGV-Mitgliedsbanken ohne Sonderinstitute

konnte eine Bilanzsummensteigerung um 3,9 Prozent

auf 106,5 Mrd. Euro (Vorjahr: +3,5 Prozent) festgestellt

werden.

Aufgrund der Fusionen und infolge des normalen

Bilanzsummenwachstums hat sich die durchschnittliche

Bilanzsumme je RWGV-Mitgliedsbank von 537 Mio.

Euro auf 576 Mio. Euro erhöht. Die Bilanzsumme der

kleinsten Bank belief sich auf 39 Mio. Euro; die nach

Bilanzsumme größte Bank erreichte einen Wert von

39 Mrd. Euro (ohne Sonderinstitute: 4,4 Mrd. Euro).

Nach dem Rekordzuwachs des Vorjahres (+4,1 Prozent)

konnten die Forderungen an Kunden im Geschäftsjahr

2011 mit einer Zuwachsrate von +4,2 Prozent

nochmals deutlich auf 64,2 Mrd. Euro gesteigert

werden (= 60,3 Prozent der Bilanzsumme). Die Kunden

nutzten das immer noch günstige Zinsniveau und

fragten insbesondere langfristige Kredite (+4,9 Prozent)

nach. Der Bestand der kurz- und mittelfristigen

Kredite mit einer Laufzeit bis einschließlich fünf Jahre

erhöhte sich leicht um 0,1 Prozent. Mit einem Anteil von

85,0 Prozent (Vorjahr: 84,4 Prozent) bilden die langfristigen

Kredite nach wie vor den größten Anteil an

den gesamten Kundenforderungen.

Auf der Passivseite wuchs der Bestand der Kundeneinlagen

im Geschäftsjahr 2011 um 2,4 Mrd. Euro bzw.

3,3 Prozent (Vorjahr: 4,0 Prozent) auf 77,1 Mrd. Euro.

Zwischen den einzelnen Anlagekategorien gab es spürbare

Verschiebungen.

Konnten die Spareinlagen noch im Vorjahr um

+8,0 Prozent gesteigert werden, fiel der Zuwachs hier

in 2011 mit +0,2 Prozent deutlich moderater aus.

Während sich die Sondersparformen mit einer Kündigungsfrist

von drei Monaten um 942 Mio. Euro erhöhten,

reduzierte sich der Bestand bei den Sondersparformen

mit einer Kündigungsfrist von über drei

Monaten um 990 Mio. Euro. Insgesamt beträgt der

Anteil der Sondersparformen an den Spareinlagen

79,6 Prozent.

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

Die befristeten Einlagen dagegen konnten signifikant

um +7,8 Prozent (Vorjahr: -8,9 Prozent) zulegen.

Die steigende Tendenz bei den täglich fälligen Einlagen

setzte sich auch im Geschäftsjahr 2011 weiter fort

(+1,6 Mrd. Euro oder +5,6 Prozent). Aufgrund des niedrigen

Zinsniveaus sind die Kunden eher bereit, größere

niedrig- bzw. unverzinsliche Sichteinlagen zu unterhalten.

Betrug der Anteil der täglich fälligen Einlagen an

der Bilanzsumme im Jahr 2005 rund 20 Prozent, sind

es Ende 2011 bereits rund 28 Prozent.

Das Eigenkapital der RWGV-Banken hat sich im

Berichtsjahr deutlich erhöht (+5,6 Prozent). Aus den

Geschäftsguthaben und den Ergebnisrücklagen errechnet

sich ein Eigenkapital von 6,3 Mrd. Euro (Vorjahr:

6,0 Mrd. Euro). Die Geschäftsguthaben belaufen sich

auf 1,4 Mrd. Euro, was einem Volumenzuwachs von

2,2 Prozent entspricht. Die Rücklagen stiegen auf

4,9 Mrd. Euro (+6,5 Prozent).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt am Jahresende

5,9 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent).

Der Anteil der Rücklagen am Eigenkapital macht

aktuell 78,3 Prozent aus.

Der Bestand des Fonds für allgemeine Bankrisiken

wuchs im Geschäftsjahr 2011 um 139 Mio. Euro (+17,3

Prozent) auf 944 Mio. Euro.

Das bankaufsichtliche Kernkapital stieg im Jahresvergleich

kräftig um 9,1 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro. Die

Kernkapitalquote erhöhte sich von 10,6 Prozent auf

11,1 Prozent. Das haftende Eigenkapital nahm mit einer

Rate von 12,3 Prozent auf 8,3 Mrd. Euro zu. Der

Solvabilitätskoeffizient stieg im Geschäftsjahr 2011 im

ungewogenen RWGV-Durchschnitt von 16,2 Prozent

auf 17,0 Prozent und übertraf damit den Mindeststandard

wie in den Vorjahren deutlich.

Zum Jahresende wurde bei den RWGV-Banken entsprechend

den Vorschriften der Liquiditätsverordnung

eine Liquiditätskennzahl (ungewogener Durchschnitt)

von 2,48 (Vorjahr: 2,49) errechnet bei einem bankaufsichtlich

vorgeschriebenen Mindestwert von 1,00.

5. Entwicklung der Volksbank Büren und Salzkotten eG

Von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in

Deutschland konnte auch unser Haus profitieren.

Grundlage für dieses weiterhin gute Abschneiden ist

das unserem Hause entgegengebrachte Vertrauen unserer

Mitglieder und Kunden. Die im Jahresabschluss

vorgelegten Zahlen belegen insgesamt eine stabile

Entwicklung, die unsere Erwartung zur geschäftli-

33


chen Entwicklung vollumfänglich zufriedenstellt. Mit

4,9 Prozent ist die Bilanzsumme wiederum deutlich gestiegen

und liegt mit diesem Wachstum über unseren

Planungen. Die Impulse für dieses Wachstum kamen

aus dem Kundengeschäft.

Entwicklung der Bilanzsumme in Millionen Euro

Unsere Kunden nutzten das im Jahresdurchschnitt

noch niedrige Zinsniveau und bevorzugten Kredite mit

langfristigen Zinsbindungen. Insgesamt führte die Kreditnachfrage

zu einem Anstieg der Kundenforderungen

um 1,8 Prozent oder 10,7 Mio. Euro.

34

800

700

600

500

400

300

200

100

0

700,1

2007

730,2

771,9

2008 2009

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

811,2

2010

Förderkredite 2011 mit der WGZ

insgesamt 374 Verträge im Wert von 35,0 Millionen Euro

Handel, Handwerk, Gewerbe

19,2 Millionen Euro 54,8 %

Wohnungsbau

12,6 Millionen Euro 36,0 %

Landwirtschaft

3,2 Millionen Euro 9,2 %

851,0

2011

Verbundbilanz aktiv und betreutes Kundenkreditvolumen

in Millionen Euro

800

700

600

500

400

300

200

100

0

618,9

98,4

520,5

636,2

104,5

657,6

113,8

711,1

117,8

2007 2008 2009 2010 2011

Bank (bilanzwirksam) Verbund (bilanzunwirksam)

729,4

124,9

531,7 543,8 593,8 604,5

Die Bankguthaben und die Wertpapieranlagen haben

sich aufgrund der starken Ausweitung der Kundeneinlagen

um 28,1 Mio. Euro erhöht.

Kundeneinlagen in Millionen Euro

800

700

600

500

400

300

200

100

0

483,5

224,0

121,8

137,7

522,7 539,2 563,1

213,1

156,8

224,3

113,0

237,6

94,6

2007 2008 2009 2010 2011

Sichteinlagen Termineinlagen Spareinlagen

600,0

251,4

100,3

152,8 201,9 230,9 248,3

Verbundbilanz passiv und betreutes Kundenanlagevolumen

in Millionen Euro

1.000

800

600

400

200

0

788,0

304,5

483,5

799,5

276,8

847,8

308,6

895,1

332,0

2007 2008 2009 2010 2011

Bank (bilanzwirksam) Verbund (bilanzunwirksam)

Gesamt 318,9

Lebensversicherungen 79,6

Bausparkasse

Schwäbisch Hall 47,6

Wertpapiere und

Union Investment 191,7

918,9

318,9

522,7 539,2 563,1 600,0

Verbundbilanz Kundenanlagen 2011 in Millionen Euro


Die Erhöhung der Kundeneinlagen in Höhe von

36,9 Mio. Euro oder 6,6 Prozent entfällt insbesondere

auf die Zuwächse bei den Sichteinlagen und bei den

Sondersparformen innerhalb der Spareinlagen. Die in

diesem Bereich angebotenen Produkte, deren Verzinsung

sich an den aktuellen Geldmarktsätzen orientierte,

fanden bei unseren Kunden großes Interesse.

Die Bankenrefinanzierungen haben sich im Berichtsjahr

kaum verändert.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die unwiderruflichen Kreditzusagen erhöhten sich

um 5,5 Mio. Euro oder 12,5 Prozent und umfassen

grundsätzlich alle nicht ausgenutzten befristeten Zusagen.

Die Eventualverbindlichkeiten erhöhten sich von

32,5 Mio. Euro um 2 Mio. Euro auf 34,5 Mio. Euro und

betreffen übernommene Bürgschaften und Garantien

für Kunden sowie Kreditderivate.

Die am Stichtag darüber hinaus im Bestand befindlichen

Swapgeschäfte in Höhe von 27,5 Mio. Euro wurden

mit unserer Zentralbank abgeschlossen und dienen

grundsätzlich der Reduzierung des Zinsänderungsrisikos

auf Gesamtbankebene im Falle steigender Zinsen.

Derivatgeschäfte mit Kunden bestanden zum

Bilanzstichtag in Form von Devisentermingeschäften,

die durch exakt gegenläufige Geschäfte mit der genossenschaftlichen

Zentralbank gedeckt sind.

Dienstleistungsgeschäft

Unser Dienstleistungsgeschäft umfasst im Wesentlichen

den Zahlungsverkehr, das Wertpapier- und das

Auslandsgeschäft sowie die Vermittlung im Versicherungs-,

Bauspar- und Kreditbereich.

Im Wertpapiergeschäft stiegen die Kaufumsätze

auf 40,4 Mio. Euro (Vorjahr: 34,8 Mio.) und die Verkaufsumsätze

auf 24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 23,4 Mio.).

Dieser Trend zeigte sich auch bei der Vermittlung von

Union-Investment-Fonds: Hier stiegen die Kaufumsätze

auf 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio.) und die Verkaufsumsätze

auf 19,4 Mio. Euro (Vorjahr 18,2 Mio.).

Im Lebensversicherungsbereich wurden 635 (Vorjahr:

586) neue Verträge mit einem Volumen von 9,6 Mio.

Euro (Vorjahr: 9,3 Mio.) abgeschlossen. Die Anzahl aller

vermittelten Sachversicherungsverträge liegt mit

3.567 Stück leicht unter dem Niveau des Vorjahres

von 3.830 Stück. Im Bauspargeschäft konnten wir die

guten Ergebnisse der Vorjahre weiter ausbauen. Ins-

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

gesamt wurden 1.293 neue Verträge (Vorjahr: 1.182)

mit einer Bausparsumme von 39,7 Mio. Euro (Vorjahr:

34,9 Mio.) abgeschlossen.

Die Anzahl der Buchungsposten stieg von 8,6 Mio.

auf 9,1 Mio. Stück.

Investitionen

Investitionen wurden auch im Geschäftsjahr 2011 getätigt.

Die Modernisierung der Geschäftsstellen nach

einem einheitlichen Erscheinungsbild wurde im Jahr

2011 mit dem Umbau der Geschäftsstellen Fürstenberg

und Mönninghausen fortgesetzt. Insgesamt wurden in

beide Objekte 0,5 Mio. Euro investiert. Darüber hinaus

wurden Ersatzinvestitionen vorgenommen.

Personal- und Sozialbereich

Das ausgeprägte Betriebszugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter spiegelt sich in der wiederum

geringen Fluktuation wider. Bis zum Jahresende

2011 waren bereits 60 Mitarbeiter länger als 25 Jahre

in unserer Bank tätig. Durch die hohe Leistungsbereitschaft

und Beratungsqualität unserer Mitarbeiter

konnte das Wachstum im Kundengeschäft mit einem

konstanten Mitarbeiterbestand (ohne hauptamtlichen

Vorstand) von 191 (Vorjahr: 191) erreicht werden, davon

unverändert gegenüber dem Vorjahr 14 Auszubildende

und 50 (Vorjahr: 52) Teilzeitbeschäftigte. Im Geschäftsjahr

2011 haben wir unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern inkl. Auszubildenden an 592 Tagen

(Vorjahr: 668) die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen

unserer Bildungsakademien und Verbundpartner

ermöglicht.

Ereignisse bzw. wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Zwischen der Volksbank Büren und Salzkotten eG und

der Volksbank Brilon eG wurde am 12.10.2011 ein

Verschmelzungsvertrag über den rechtlichen Zusammenschluss

zum 01.01.2012 auf Basis der Jahresabschlüsse

zum 31.12.2010 bzw. des Bilanzstatus zum

31.08.2011 geschlossen. Dem Verschmelzungsvertrag

wurde in außerordentlichen Vertreterversammlungen

am 22.11.2011 bei der Volksbank Brilon eG und am

23.11.2011 bei der Volksbank Büren und Salzkotten eG

35


zugestimmt. Am 30.11.2011 wurde der Verschmelzungsvertrag

notariell beurkundet. Zur Vorbereitung

und Durchführung der Fusion wurden Projektgruppen

gebildet, die zielorientiert ihre Arbeit aufgenommen

haben.

Eigenkapital in Millionen Euro

II. Vermögenslage

Eigenmittel

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung

stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt

dar: Ein angemessenes haftendes Eigenkapital bildet

– auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen

– neben einer stets ausreichenden Liquidität

die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik.

Unser bilanzielles Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr

durch die Zuweisung aus dem Bilanzgewinn

2010 weiter erhöht. Gemäß den bankaufsichtsrechtlichen

Vorschriften sind die Risikopositionen der

Bank zu ermitteln und mit Eigenmitteln zu unterlegen.

Die Risikopositionen setzen sich aus den Risikoaktiva,

den Anrechnungsbeträgen der Marktrisikopositionen

und aus den operationellen Risiken zusammen. Die

Gesamtkennziffer (SolvV) wurde am 31.12.2011 mit

11,4 Prozent ermittelt und liegt damit über der geforderten

Mindestkapitalausstattung von 8,0 Prozent. Seit

der Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2005

wenden wir die Regelungen des § 10 Abs. 6 Nr. 1 KWG

für die Beteiligungen an der WGZ Beteiligungs-GmbH

& Co. KG freiwillig an. Hierdurch gilt diese Beteiligung

nicht als Kredit im Sinne des § 13 KWG.

36

50

40

30

20

10

0

43,2

2,1

30,6

10,5

43,9

1,3

32,1

2007 2008 2009 2010 2011

Geschäftsguthaben Ergebnisrücklagen Gewinn

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

44,9 46,1 47,4

1,6 1,6 1,6

32,8

34,0

35,2

10,5 10,5 10,5 10,6

Prozentuale Verteilung der Bilanzsumme aktiv

Forderungen an Kunden 71,0 %

Forderungen an Kreditinstitute 3,9 %

Wertpapiere 19,3 %

Sachanlagen 1,2 %

Sonstiges 4,6 %

Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Die Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) stellen mit

einem Anteil von 71,0 Prozent (Vorjahr: 73,2 Prozent)

der Bilanzsumme weiterhin den größten Posten der Aktivseite

dar. Mit einem Anteil von 19,3 Prozent (Vorjahr:

18,8 Prozent) an der Bilanzsumme sind wir in Schuldverschreibungen

und anderen festverzinslichen Wertpapieren

(Aktivposten 5 und 6) investiert. Der Anteil der

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Passivposten 2)

Prozentuale Verteilung der Bilanzsumme passiv

Verbindlichkeiten gegenüber

Kunden 70,5 %

Kreditinstituten 21,7 %

Eigenkapital 5,6 %

Sonstiges 2,1 %

an der Bilanzsumme beträgt 70,5 Prozent (Vorjahr:

69,4 Prozent), während die Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten (Passivposten 1) 21,7 Prozent

(Vorjahr: 22,8 Prozent) ausmachen.

Wertpapierkategorien

Die Wertpapieranlagen in Höhe von 164,2 Mio. Euro

beinhalten mit 151,3 Mio. Euro Schuldverschreibungen

und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie mit

12,9 Mio. Euro im Wesentlichen Fondsanlagen und zu

einem geringen Teil Aktienbestände. Die Wertpapieranlagen

wurden vollständig der Liquiditätsreserve zugeordnet

und wie Umlaufvermögen nach dem strengen

Niederstwertprinzip bewertet. Die Fälligkeitsstruktur

der Eigenanlagen ist ausgewogen und berücksichtigt

die Fristigkeiten und Zinsbindungen im bilanziellen

Kundengeschäft.


Sicherungseinrichtung

Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes

der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

e.V. angeschlossen.

III. Finanz- und Liquiditätslage

Aufgrund der hohen und breit gestreuten Kundeneinlagen

und der daraus resultierenden geringen Abhängigkeit

von Refinanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt

war die Zahlungsbereitschaft zu jeder Zeit gegeben. Die

nach den Vorschriften der Liquiditätsverordnung ermittelte

Kennziffer zur Beurteilung der Liquiditätslage

wurde stets eingehalten.

Die Finanz- und Liquiditätslage unserer Bank ist

geordnet; die bei der Deutschen Bundesbank zu unterhaltende

Mindestreserve wurde stets ordnungsgemäß

erfüllt.

Auch für die Zukunft erwarten wir keine Beeinträchtigung

der Zahlungsbereitschaft. Darüber hinaus

bestehen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe

sowie bei der Europäischen Zentralbank hinreichende

Refinanzierungsmöglichkeiten.

IV. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Ertragsrechnung

stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie

folgt dar:

Der Zinsüberschuss unter Einschluss der zinsähnlichen

Erträge liegt im Berichtsjahr um 0,3 Mio. Euro

über dem Überschuss des Vorjahres. Ursächlich für das

gestiegene Zinsergebnis war unter anderem die günstige

Zinsstruktur. Das Provisionsergebnis erhöhte sich

gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. Euro auf 5,8 Mio.

Euro aufgrund von Steigerungen bei den Provisionen

für den Zahlungsverkehr und dem Vermittlungsgeschäft.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem

Vorjahr um 0,2 Mio. Euro oder 2,0 Prozent im Rahmen

unserer Planungen erhöht. Die anderen Verwaltungsaufwendungen

entsprechen den geplanten Budget-Zahlen,

sie sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. Euro

oder 5,8 Prozent gestiegen. Hier sind unter anderem

bereits Aufwendungen für die Fusion mit der Volksbank

Brilon eG enthalten.

Neben dem Jahresüberschuss ist das Betriebsergebnis

vor Bewertung für die Beurteilung der Ertragslage

eine wichtige Berichtskennziffer unserer Bank. Es

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

Zinsüberschuss in Millionen Euro

20

15

10

Provisionsüberschuss in Millionen Euro

6

4

2

0

5,5

2007

5,5 5,2

2008 2009

Aufwendungen in Millionen Euro

20

15

10

5

0

5

0

15,6

2007

15,8

1,2

4,8

9,8

15,8

16,3

1,2

5,0

18,1

2008 2009

17,8

1,1

2010

ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich

des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses

sowie bereinigt um wesentliche periodenfremde

Erfolgsposten bzw. Einmaleffekte/Sondereinflüsse. Das

Betriebsergebnis vor Bewertung errechnen wir mit

7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,6 Mio.). Die Aufwands- und

Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis

der Verwaltungs- und sonstigen betrieblichen

Aufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie

zu den sonstigen betrieblichen Erträgen ermittelt

haben, beträgt 72,1 Prozent und hat sich somit gegenüber

dem Vorjahr (67,8 Prozent) verschlechtert.

5,2

18,4

2010

5,5

16,8

1,4

5,2

5,8

2011

2007 2008 2009 2010 2011

Personalaufwand einschließlich Aufwendungen

für Altersvorsorge und Altersteilzeit

Andere Verwaltungsaufwendungen

Planmäßige Abschreibungen und sonstige Aufwendungen

18,7

2011

17,9

2,0

5,5

10,1 11,5 10,2 10,4

37


V. Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagementziele und -methoden

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das

Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen

Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen,

neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige

sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen

spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere

in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken

(z. B. Zins-, Währungs- und Aktienkursänderungen) sowie

Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative

Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und

Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs-

und überwachungssystem ist primär darauf

ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und

bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.

Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem

dient uns aber zugleich zur

Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen

haben wir für Marktpreis- und Adressenausfallrisiken

Verlust- und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen

auch Zielgrößen definiert. Das Risikocontrolling

beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung,

Limitierung, Überwachung und das Reporting der Risiken.

Die Quantifizierung, die lfd. Überwachung und das

Reporting der Risiken an den Vorstand werden durch

die vom Handel unabhängige Stelle Controlling wahrgenommen.

Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck

durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch

Stress-Szenarien umfassen, werden der Aufsichtsrat,

der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche

durch vierteljährliche Risikoreports informiert. Die

interne Revision überwacht durch regelmäßige Prüfungen

die vorhandenen Abläufe. Im Mittelpunkt des Risikomanagements

steht die Gesamtheit aller geeigneten

Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung

der identifizierten Risiken.

Unser Risikocontrolling und Risikomanagementsystem

basiert im Wesentlichen auf einem GuV-orientierten

Steuerungsansatz. Darüber hinaus wird als weiteres

Steuerungsinstrument »VR Control« eingesetzt,

welches unter Anwendung der Marktzinsmethode das

Barwertkonzept verfolgt. Die Ergebnisse von VR Control

werden derzeit jedoch nur als Entscheidungshilfe

38

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

zur Steuerung der Cashflow-Strukturen des strategischen

Zinsbuches herangezogen.

Unsere Controlling- und Steuerungsmaßnahmen erfassen

neben den Risiken aus dem Kerngeschäft (Einlagen-

und Kreditgeschäft mit den Kunden) auch solche

aus allen anderen wesentlichen Transaktionen. Die

Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf

die Verwendung von Finanzinstrumenten sind integrativer

Bestandteil unserer Gesamtbanksteuerung. Neben

den Finanzinstrumenten zur Steuerung von Kredit-

und Zinsänderungsrisiken sowie Transaktionen im

Kundenauftrag mit exakt gegenläufigen Deckungsgeschäften

bestehen auch in einzelnen Wertpapieren eingebettete

Finanzinstrumente (Credit Linked Notes) in

Höhe von rund 13 Mio. Euro mit bonitätsmäßig zweifelsfreien

Referenzadressen bzw. Staatsanleihen.

Adressenausfallrisiken

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken)

basiert insbesondere auf Kreditratings

nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation.

Die Verfahren ermöglichen, für alle wesentlichen Kreditsegmente

Ausfallwahrscheinlichkeiten (»erwartete

Verluste«) zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen

zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu einem

Großteil mit diesem Verfahren klassifiziert.

Über die »erwarteten Verluste« hinaus ermitteln wir

die »unerwarteten Verluste« mittels eines »Credit Value

at Risk« (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten

die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere

nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen,

berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt

an, dass die »unerwarteten Verluste« mit einer Wahrscheinlichkeit

von 99,0 Prozent innerhalb von zwölf

Monaten einen bestimmten Betrag nicht übersteigen

werden.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter

Basis unter anderem nach Volumina, Blankoanteilen

und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben

außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens

nach Branchen und Größenklassen.

Zur Diversifizierung von Adressenausfallrisiken

haben wir uns an dem Programm WGZ Loop (Credit

Default Swap) bzw. VR Circle beteiligt. Verlust- bzw.

Volumenslimite dienen der Initiierung risikosteuernder

Maßnahmen.


Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen

und Größenklassen ist ausgewogen. Nennenswerte

Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland

bestehen nicht. Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind

hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der Forderungen

mit erhöhten latenten Risiken ist überschaubar; für

hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer

Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten

aus dem laufenden Ergebnis bzw. vorhandenen

Vorsorgereserven. Adressenausfallrisiken in festverzinslichen

Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich

dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben

und nur Papiere mit einem Rating im Bereich Investmentgrade

in den Bestand nehmen. Aktien bzw. andere

nicht festverzinsliche Wertpapiere halten wir derzeit in

Höhe von 13,3 Mio. Euro (Vorjahr: 22,7 Mio. Euro), die

Ausfallrisiken steuern wir zusammen mit den Marktpreisrisiken

über Value-at-Risk-Ansätze.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen

aktiven und passiven Festzinspositionen insbesondere

dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamisierter

Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren

Zinsprognosen, werden die Auswirkungen hiervon abweichender

Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis

ermittelt. Nach abgestuften Risikoszenarien haben wir

für mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben,

an deren Auslastung sich unsere Steuerungsmaßnahmen

ausrichten. Nach den zum 31.12.2011

gemessenen Zinsänderungsrisiken (einschließlich Kursrisiken

in festverzinslichen Wertpapieren) werden Zinsveränderungen,

die in der Ad-hoc-Betrachtung unsere

Zinsprognose um einen Prozentpunkt übersteigen, unser

vorausberechnetes Ergebnis mit 0,8 Mio. Euro (vor

Steuern) belasten. Zur Steuerung der Risiken setzen

wir Zinssicherungsinstrumente ein (vgl. I. Außerbilanzielle

Geschäfte). Die Quantifizierung der Risiken unserer

Aktien- und Investmentfondsbestände nehmen wir

monatlich unter Zugrundelegung der von den Fondsgesellschaften

gelieferten Risikokennziffern vor. Die

Risiken werden mit Value-at-Risk-Ansätzen gemessen,

hierfür sind Limite vergeben.

Unseren gesamten Wertpapierbestand haben wir

nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Im Eigen- und Kundengeschäft bestehen keine ungedeckten

Währungspositionen.

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus

Zahlungsstromschwankungen

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet,

allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen

pünktlich nachkommen zu können. Insoweit

achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der

Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements

getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken

bzw. in Wertpapieren tragen neben

Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Operationelle Risiken

Neben Adressen-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken

hat sich unsere Bank aber auch auf operationelle Risiken

(z. B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte

Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und

Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen.

Unser innerbetriebliches Überwachungssystem

trägt dazu bei, die operativen Risiken zu identifizieren

und so weit wie möglich zu begrenzen. Den

Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch

die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B.

im EDV-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen).

Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und

Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge

in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen

Einschätzung die künftige Entwicklung unserer

Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

VI. Voraussichtliche Entwicklung der Genossenschaft mit

ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

Die im Folgenden dargestellten Erläuterungen beziehen

sich auf das fusionierte Institut Volksbank Brilon-

Büren-Salzkotten eG.

Wir erwarten – wie auch der Sachverständigenrat

– eine Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung

in Deutschland auf ein Wachstum von 0,9 Prozent.

Generell betrachten wir ein qualitatives Wachstum als

maßgebenden Faktor für eine unter Risiko- und Ertragsgesichtspunkten

ausgerichtete Geschäftspolitik.

Im Einlagengeschäft rechnen wir weiterhin mit einer

39


Rückbesinnung vieler Kunden auf einfache, verständliche

und sichere Bankprodukte, die zu einer Belebung

des Einlagengeschäftes führen wird.

Unter Beachtung dieser Aspekte sowie der gegebenen

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen planen wir

für die nächsten zwei Jahre im Kundenkreditgeschäft

ein Wachstum in Höhe von 1,1 Prozent in 2012 sowie

1,8 Prozent in 2013, welches vorrangig im Darlehnsbereich

realisiert werden soll. Diese Prognose basiert

auch auf der Prämisse eines weiterhin relativ niedrigen

Zinsniveaus. Darüber hinaus unterliegt unsere Prognose

zum Kundenkreditgeschäft einer positiven Erwartungshaltung

der Unternehmen, die entsprechende Investitionen

zur Folge haben könnte.

Im Einlagengeschäft gehen wir nach der positiven

Entwicklung im Berichtsjahr für 2012 von einem

Wachstum von etwa 2 Prozent aus. Für 2013 planen

wir ein Wachstum von ca. 1,7 Prozent. Dabei erwarten

wir weiterhin einen anhaltend starken Wettbewerbsdruck,

insbesondere auch durch Direktbanken. Unsere

Ziele wollen wir durch eine nach wie vor konsequente

Vertriebsausrichtung, Kundennähe, hohe Servicequalität

und individuelle Beratung unserer Mitglieder

und Kunden erreichen. Ausgehend von einem weiterhin

niedrigen Zinsniveau, erwarten wir, dass sich das

Wachstum auf kurzfristig verfügbare Anlageformen

konzentrieren wird.

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir für

die beiden Folgejahre wieder steigende Umsätze im

Wertpapiergeschäft mit Kunden und aus der Vermittlung

von Investmentfondsanteilen. Auch die Vermittlung

von Bausparverträgen, Anschaffungsdarlehen und

Versicherungen soll nach unseren Zielsetzungen weiter

forciert werden. Bei den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr

und der Kontoführung rechnen wir mit leicht

steigenden Erträgen.

Insgesamt prognostizieren wir für die nächsten zwei

Geschäftsjahre einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf,

wobei das voraussichtliche Wachstum insbesondere

vom Einlagen- und Kreditgeschäft mit unseren

Kunden geprägt sein wird.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf

den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere,

wenn entgegen unserer Annahme die Nachfrage im

Kreditgeschäft deutlich stärker als erwartet zunimmt

und eine unerwartet gute Börsenentwicklung zu höheren

Wertpapierumsätzen/Fondsvermittlungen als prognostiziert

führen wird.

40

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung

resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen

Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage

auswirken kann. Eine weitere Verschlechterung der

Konjunktur und eine damit verbundene negative Börsenentwicklung

bergen das Risiko, dass die geplanten

Umsätze aus dem Wertpapier- und Investmentgeschäft

nicht erreicht werden.

Vermögens- und Finanzlage

Wesentliche Chancen, die zu einer besseren Entwicklung

der Vermögenslage führen können, sehen

wir bei der Realisierung nachfolgend aufgeführter Ertragschancen,

die weitere Dotierungen in die Eigenmittel

ermöglichen können. Nach unseren Planungsrechnungen,

die insbesondere auf den genannten

Prämissen beruhen, erwarten wir eine Stärkung unserer

Eigenkapitalbasis und die Stärkung der stillen

versteuerten Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Die

vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses

aus dem Geschäftsjahr 2011 wird, sofern die Vertreterversammlung

dem Vorschlag zustimmt, zu einer

Erhöhung des haftenden Eigenkapitals im Sinne des

§ 10 KWG führen. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen

an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung

werden wir auch in den beiden folgenden Jahren

einhalten.

Die im Abschnitt V. dargestellten Risiken der künftigen

Entwicklung, insbesondere die Risikolage im Kreditgeschäft,

werden nach unserer Einschätzung keine

wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage der

nächsten beiden Jahre haben, wenngleich aufgrund

des wirtschaftlichen Umfeldes mit erhöhten Adressrisiken

zu rechnen ist.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem

leicht steigenden, jedoch noch immer niedrigen

Zinsniveau ausgeht, rechnen wir für die nächsten zwei

Jahre mit einem sinkenden Zinsergebnis. Gemessen

am durchschnittlichen Geschäftsvolumen, rechnen wir

mit einem um 0,18 Prozentpunkte geringeren Zinsüberschuss.

Unser Provisionsergebnis wird auch in den nächsten

beiden Jahren durch die Erträge aus der Kontoführung

und dem Zahlungsverkehr, aus dem Wertpapiergeschäft

sowie aus dem Vermittlungsgeschäft geprägt

sein.


Die Personalaufwendungen werden sich nach unse-

ren Planungen in 2012 und 2013 leicht erhöhen. Dabei

haben wir tarifliche Gehaltssteigerungen in Höhe von

rund 2 Prozent in 2012 unterstellt. Unsere Personalplanung

sieht für 2012/2013 planmäßig eine rein altersstrukturbedingte

leicht rückläufige Mitarbeiteranzahl

vor.

Für die sonstigen Verwaltungsaufwendungen sowie

die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und

Sachanlagen planen wir in den nächsten zwei Jahren

fusionsbedingte Erhöhungen gegenüber dem abgelaufenen

Geschäftsjahr.

Insgesamt erwarten wir für 2012/2013 im Vergleich

zum Berichtsjahr einen Rückgang des Betriebsergebnisses

vor Bewertung. Auf der Grundlage der erwarteten

Erträge und Aufwendungen für die nächsten beiden

Jahre rechnen wir mit einer Cost-Income-Ratio in Höhe

von ca. 72 Prozent in 2012 und 2013.

Aus der Bewertung von Kundenforderungen erwarten

wir für die folgenden beiden Jahre im Vergleich

zum Berichtsjahr steigende Nettoaufwendungen. Wir

haben in unseren Planungen rd. 0,29 Prozent des

durchschnittlichen Geschäftsvolumens als voraussichtliche

Risikovorsorge berücksichtigt. Grundlage unserer

Planungen sind insbesondere die im Abschnitt VI. beschriebenen

Rating- und Scoringmodelle.

Aus der Bewertung der Wertpapiere wird sich bei

der von uns unterstellten Zinsentwicklung voraussichtlich

in 2012 ein geringer Abschreibungs- bzw. in 2013

ein Zuschreibungsbedarf ergeben.

Das Bewertungsergebnis, sowohl aus der Bewertung

von Kundenforderungen als auch aus der Bewertung

der Wertpapiere, ist unter anderem aufgrund der Unsicherheiten

an den Kapitalmärkten mit Unwägbarkeiten

behaftet, denen wir mit den im Abschnitt VI. dargestellten

Risikomanagementsystemen begegnen.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen

rechnen wir für die nächsten beiden Jahre mit einem

im Vergleich zum Berichtsjahr rückläufigen Jahresüberschuss.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage

stehenden Risiken resultieren insbesondere

aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressenausfallrisiken,

die wir im Abschnitt V. ausführlich erläutert

haben.

Zusätzliche wesentliche Ertragschancen sehen wir

insbesondere bei einer deutlich über unseren Erwartungen

liegenden wirtschaftlichen Entwicklung, ver-

laGeBerIcht Für daS GeSchäFtSjahr 2011

bunden mit einem stärkeren Wachstum im Kundenkreditgeschäft

als von uns geplant. Auf der Grundlage

unserer Zinsprognose, die von moderat steigenden Zinsen

ab der zweiten Jahreshälfte ausgeht, sowie unter

Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen

zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und

Einlagengeschäft rechnen wir für die nächsten zwei

Jahre mit einem insgesamt leicht sinkenden Zinsergebnis.

Wir rechnen in den kommenden zwei Jahren mit

einem Zinsüberschuss von 2,10 Prozent bzw. 2,09 Prozent

der dBS.

VII. Zweigniederlassungen

Nachstehende Zweigniederlassungen sind beim Genossenschaftsregister

Paderborn unter der Registernummer

262 eingetragen.

Volksbank Bad Wünnenberg

Zweigniederlassung der Volksbank Büren und Salzkotten

eG, 33181 Bad Wünnenberg

Volksbank Fürstenberg

Zweigniederlassung der Volksbank Büren und Salzkotten

eG, 33181 Bad Wünnenberg

Die Geschäftsstruktur der Niederlassungen entspricht

im Wesentlichen der des Gesamtinstitutes.

41


Kurzfassung* Jahresabschluss 2011

aktiva

42

kurZFaSSunG jahreSaBSchluSS 2011

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 6.140.031,92 6.221

b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 11.681.199,75 11.119

darunter: bei der Deutschen Bundesbank 11.681.199,75 11.119

c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00

17.821.231,67

0

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0

darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 0

b) Wechsel 0,00 0

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig 7.993.962,70 8.782

b) andere Forderungen 25.457.314,26 8.065

33.451.276,96

4. Forderungen an Kunden 604.483.135,54 593.812

darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 284.234.413,10 280.077

darunter: Kommunalkredite 10.650.285,02 8.571

5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 0

ab) von anderen Emittenten 5.014.590,28 2.527

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.014.590,28 0

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten 2.002.887,65 0

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 2.002.887,65 0

bb) von anderen Emittenten 144.251.749,51 127.603

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 130.847.681,83 116.086

c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0

Nennbetrag 0,00 0

151.269.227,44

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 12.886.849,04 22.705

7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

a) Beteiligungen 16.018.982,77 16.019

darunter: an Kreditinstituten 63.193,05 63

darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 0

b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 761.968,00 747

darunter: bei Kreditgenossenschaften 280.000,00 280

darunter: bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 0

16.780.950,77

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50

darunter: an Kreditinstituten 0,00 0

darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 0

9. Treuhandvermögen 335.563,24 355

darunter: Treuhandkredite 335.563,24 355

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand

einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0

11. Immaterielle Anlagewerte 33.917,00 19

12. Sachanlagen 9.885.541,95 9.781

13. Sonstige Vermögensgegenstände 3.998.867,04 3.348

14. Rechnungsabgrenzungsposten 19.613,37 30

Summe der Aktiva 851.016.174,02 811.183

* Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form. Es handelt sich nicht um die der gesetzlichen Form entsprechende Veröffentlichung

von Jahresabschluss und Lagebericht. Diese erfolgt nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Vertreterversammlung

im Bundesanzeiger und beim Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Paderborn.


Kurzfassung* Jahresabschluss 2011

Passiva

kurZFaSSunG jahreSaBSchluSS 2011

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 1.049.572,89 1.062

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 181.251.761,07

182.301.333,96

181.399

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 233.607.864,84 218.137

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 17.765.901,86 19.434

b) andere Verbindlichkeiten

ba) täglich fällig 248.259.789,89 230.865

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 100.300.820,30 94.572

599.934.376,89

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen 1.994.322,31 2.096

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0

darunter: Geldmarktpapiere 0,00 0

darunter: eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 0

4. Treuhandverbindlichkeiten 335.563,24 355

darunter: Treuhandkredite 335.563,24 355

5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.415.772,92 1.340

6. Rechnungsabgrenzungsposten

7. Rückstellungen

179.732,31 230

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.045.191,00 3.909

b) Steuerrückstellungen 108.345,19 64

c) andere Rückstellungen 5.570.741,98

9.724.278,17

4.653

8. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 90

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 6.780.839,03 6.781

10. Genussrechtskapital 0,00 0

darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 0

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000.000,00 0

darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB

12. Eigenkapital

0,00 0

a) Gezeichnetes Kapital 10.615.243,05 10.517

b) Kapitalrücklage

c) Ergebnisrücklagen

0,00 0

ca) gesetzliche Rücklage 18.892.740,00 18.302

cb) andere Ergebnisrücklagen 16.264.866,79 15.674

d) Bilanzgewinn 1.577.105,35

47.349.955,19

1.703

Summe der Passiva

1. Eventualverbindlichkeiten

851.016.174,02 811.183

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 34.530.346,44 32.478

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

2. Andere Verpflichtungen

0,00

34.530.346,44

0

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0

b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 49.586.312,36 44.567

darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00

49.586.312,36

0

43


Kurzfassung* Jahresabschluss 2011

Gewinn- und Verlustrechnung

44

kurZFaSSunG jahreSaBSchluSS 2011

Geschäftsjahr Vorjahr

EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 29.862.747,73 30.661

b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.140.208,32

34.002.956,05

4.235

2. Zinsaufwendungen 16.367.715,23

17.635.240,82

17.331

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 828.847,04 571

b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 267.590,39 269

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0

1.096.437,43

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0

5. Provisionserträge 6.315.768,15 6.061

6. Provisionsaufwendungen 560.686,23 569

5.755.081,92

7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0

8. Sonstige betriebliche Erträge 366.187,75 953

9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 89.700,00 0

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter 8.525.489,60 8.381

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.832.137,01 1.791

darunter: für Altersversorgung 296.329,93 301

b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.541.756,02 5.185

15.899.382,63

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.153.782,14 977

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 869.909,60 456

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und

bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.043.558,89 4.925

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren

sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen

und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen

und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0

19. Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit 3.976.014,66 3.135

20. Außerordentliche Erträge 0,00 20

21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 199

22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 179

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.358.914,95 1.288

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 40.001,51 35

24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000.000,00

25. Jahresüberschuss 1.577.098,20 1.703

26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7,15 0

27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen

a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0

b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0

28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen

a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0

b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0

29. Bilanzgewinn 1.577.105,35 1.703


Hauptverwaltung Büren

Königstraße 9

33142 Büren

Tel.: 0 29 51 . 9 77-0

Fax: 0 29 51 . 9 77-115

E-Mail:

bueren@volksbank-bs.de

Hauptverwaltung

Salzkotten

Marktstraße 15

33154 Salzkotten

Tel.: 0 52 58 . 5 02-0

Fax: 0 52 58 . 5 02-2 00

E-Mail:

salzkotten@volksbank-bs.de

Salzkotten-Simonstraße

Simonstraße 1

33154 Salzkotten

Tel.: 0 52 58 . 37 66

Fax: 0 52 58 . 2 22 14

E-Mail: simonstrasse@

volksbank-bs.de

Bad Wünnenberg

Im Aatal 2

33181 Bad Wünnenberg

Tel.: 0 29 53 . 96 37-0

Fax: 0 29 53 . 96 37-20

E-Mail: badwuennenberg@

volksbank-bs.de

Bentfeld

Bentfelder Straße 75

33129 Delbrück-Bentfeld

Tel.: 0 52 50 . 76 86

Fax: 0 52 50 . 93 29 21

E-Mail: bentfeld@

volksbank-bs.de

Bleiwäsche

Christophorusstraße 5

33181 Bad Wünnenberg-

Bleiwäsche

Tel.: 0 29 53 . 4 68

Fax: 0 29 53 . 96 31 23

E-Mail: bleiwaesche@

volksbank-bs.de

Brenken

Kilianstraße 52a

33142 Büren-Brenken

Tel.: 0 29 51. 25 92

Fax: 0 29 51. 93 13 79

E-Mail: brenken@

volksbank-bs.de

Fürstenberg

Kirchstraße 3

33181 Bad Wünnenberg-

Fürstenberg

Tel.: 0 29 53 . 470

Fax: 0 29 53 . 96 65 94

E-Mail: fuerstenberg@

volksbank-bs.de

Haaren

Paderborner Straße 9

33181 Bad Wünnenberg-

Haaren

Tel.: 0 29 57. 98 08-0

Fax: 0 29 57. 98 08-13

E-Mail: haaren@

volksbank-bs.de

Hegensdorf

Quellenstraße 6

33142 Büren-Hegensdorf

Tel.: 0 29 51. 21 37

Fax: 0 29 51. 93 63 75

E-Mail: hegensdorf@

volksbank-bs.de

Leiberg

Hauptstraße 29

33181 Bad Wünnenberg-

Leiberg

Tel.: 0 29 53. 80 47

Fax: 0 2953 . 96 31 25

E-Mail:

leiberg@volksbank-bs.de

Mantinghausen

Lippestraße 20

33154 Salzkotten-

Mantinghausen

Tel.: 0 29 48 . 94 08 07

Fax: 0 29 48 . 94 08 14

E-Mail: mantinghausen@

volksbank-bs.de

Mönninghausen

Corveyer Straße 6

59590 Geseke-Mönninghausen

Tel.: 0 29 42 . 46 04

Fax: 0 29 42 . 57 41 69

E-Mail: moenninghausen@

volksbank-bs.de

Oestereiden

Antoniusstraße 3

59602 Rüthen-Oestereiden

Tel.: 0 29 54 . 8 23

Fax: 0 29 54. 8 14

E-Mail: oestereiden@

volksbank-bs.de

Scharmede

Bahnhofstraße 10

33154 Salzkotten-Scharmede

Tel.: 0 52 58 .18 88

Fax: 0 52 58. 2 22 68

E-Mail: scharmede@

volksbank-bs.de

Steinhausen

Eringerfelder Straße 1

33142 Büren-Steinhausen

Tel.: 0 29 51. 98 14-0

Fax: 0 29 51. 98 14-14

E-Mail: steinhausen@

volksbank-bs.de

GeSchäFtSStellen

Wir sind für Sie da

die Geschäftsstellen

Thüle

Eschenstraße 5

33154 Salzkotten-Thüle

Tel.: 0 52 58 . 88 88

Fax: 0 52 58 . 2 22 64

E-Mail: thuele@

volksbank-bs.de

Tudorf

Brockensklee 24

33154 Salzkotten-

Niederntudorf

Tel.: 0 29 55 .74 65-0

Fax: 0 29 55.74 65-20

E-Mail: tudorf@

volksbank-bs.de

Verlar

Dorfstraße 34

33154 Salzkotten-Verlar

Tel.: 0 29 48 . 94 86-0

Fax: 0 29 48 . 94 86-40

E-Mail:

verlar@volksbank-bs.de

Verne

Hauptstraße 31

33154 Salzkotten-Verne

Tel.: 0 52 58 . 9 80 32-0

Fax: 0 52 58 . 9 80 32-20

E-Mail:

verne@volksbank-bs.de

Weiberg

Weiberger Straße 14

33142 Büren-Weiberg

Tel.: 0 29 58 . 2 13

Fax: 0 29 58 . 99 09 61

E-Mail:

weiberg@volksbank-bs.de

Hauptverwaltung Brilon

Bahnhofstraße 18

59929 Brilon

Tel.: 0 29 61.7 96-0

Fax: 0 29 61.7 96-2 01

E-Mail: info@vb-brilon.de

Alme

Untere Bahnhofstraße 20

59929 Brilon

Tel.: 0 29 64 . 9 68 00

Fax: 0 29 64 . 96 80 21

E-Mail: info@vb-brilon.de

Altenbüren

Hüttenstraße 2

59929 Brilon

Tel.: 0 29 61.38 67

Fax: 0 29 61.98 92 46

E-Mail: info@vb-brilon.de

Bigge

Hauptstraße 48d

59939 Olsberg

Tel.: 0 29 62.9 74 70

Fax: 0 29 62 .97 47 20

E-Mail: info@vb-brilon.de

Bruchhausen

Hochsauerlandstraße 17

59939 Olsberg

Tel.: 0 29 62.24 73

Fax: 0 29 62.32 56

E-Mail: info@vb-brilon.de

Elleringhausen

Elleringhauser Straße 51

59939 Olsberg

Tel.: 0 29 62.1871

Fax: 0 29 62.84 52 04

E-Mail: info@vb-brilon.de

Hoppecke

Bontkirchener Straße 19

59929 Brilon

Tel.: 0 29 63 .18 46

Fax: 0 29 63.9 53 93

E-Mail: info@vb-brilon.de

Madfeld

Bernhard-Bartmann-Str. 9

59929 Brilon

Tel.: 0 29 91.62 04

Fax: 0 29 91.7 91 51

E-Mail: info@vb-brilon.de

Messinghausen

Uferstraße 2

59929 Brilon

Tel.: 0 29 63.3 25

Fax: 0 29 63.9 53 95

E-Mail: info@vb-brilon.de

Olsberg

Ruhrstraße 10

59939 Olsberg

Tel.: 0 29 62. 9 73 00

Fax: 0 29 62.97 30 20

E-Mail: info@vb-brilon.de

Rösenbeck

Zur Weißen Frau 2

59929 Brilon

Tel.: 0 29 63.4 14

Fax: 0 29 63.9 53 95

E-Mail: info@vb-brilon.de

Scharfenberg

Mittlere Straße 22

59929 Brilon

Tel.: 0 29 61.22 90

Fax: 0 29 61.74 23 99

E-Mail: info@vb-brilon.de

Winterberg-Grönebach

Antoniusstraße 8

59955 Winterberg

Tel.: 0 29 85.8105

Fax: 0 29 85.15 66

E-Mail: info@vb-brilon.de

Winterberg-Niedersfeld

Ruhrstraße 24–26

59955 Winterberg

Tel.: 0 29 85.4 25

Fax: 0 29 85.15 66

E-Mail: info@vb-brilon.de

www.volksbank-brilon.de

www.volksbank-bs.de


Impressum

Herausgeber: Volksbank Büren und Salzkotten eG

Gestaltung: d-Druck, Paderborn

Fotografie: Veit Mette, Bielefeld;

Volksbank Büren und Salzkotten eG – Öffentlichkeitsarbeit;

Volksbank Brilon eG

Volksbank

Büren und Salzkotten eG

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Wir machen den Weg frei.

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