Verlegeanleitung - Vedag

vedag.de

Verlegeanleitung - Vedag

Verlegeanleitung

VEDAFIN ®


Allgemeines

VEDAFIN ® Dachbahnen haben eine seit vielen Jahren

bewährte Rezeptur und sollten nicht mit Dachbahnen

und Zubehörteilen anderer FPO-Dachbahnenhersteller

kombiniert werden.

Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen,

dass die Materialgarantie nur für Dachabdichtungen

gelten kann, die zusammenhängend aus VEDAFIN ®

Dachbahnen und VEDAFIN ® Zubehör (oder zugelassenen

Produkten von Fremdherstellern) hergestellt worden sind.

Im Folgenden sind Anweisungen für die korrekte Planung

und Ausführung der Verlegung der VEDAFIN ® Dachbahnen

aufgeführt. Manche ergeben sich aus den Materialeigenschaften

und den daraus ergebenden Einschränkungen.

Ferner finden Sie Hinweise und Empfehlungen für die

Verarbeitung der Produkte, die aus der langjährigen

Erfahrung mit VEDAFIN ® resultieren.


Inhaltsverzeichnis

Dachbahnen

Einsatzbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-5

Verschweißung

Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Überlappungen (Nahtüberdeckungen). . . . . . . . . . . . . . . 7

Nahtüberdeckung und Stoßverbindung bei VEDAFIN ® S . . . . . 8

An- und Abschlüsse bei VEDAFIN ® S . . . . . . . . . . . . . . . 9

„T“-Stöße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Schweißparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Verlegegeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12-13

Witterung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Vorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Nahtprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16-17

Trenn- und Schutzlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Details

Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Randfixierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-23

Mechanische Befestigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Verklebung mittels Dachbahnenkleber . . . . . . . . . . . . . 25

Bewegungsfugen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Befestigungselemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Wartungsempfehlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Reinigungsempfehlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Ausgabe vom 01.04.2011


4 Dachbahnen

Dachbahnen

Einsatzbereiche

System / Verlegung

Produkt

Dach mit Auflast

(lose verlegt)

Dach ohne Auflast

(mech. befestigt)

Dach ohne Auflast

(verklebt)

VEDAFIN ® F

Oberseitig cremeweiße, glasvlies- und glasgelegeverstärkte

Dachbahn aus flexiblem Polyolefin (FPO).

Die Bahn entspricht DIN EN 13956, DIN EN 13967,

DIN V 20000-201 Tabelle 16 und DIN V 20000-202

Tabellen 19 und 20. Die Bahn ist auf Wunsch auch in

anderen Farben erhältlich. Sie wird in Breiten von 1,06 m

und 1,50 m geliefert. Fixlängen sind auf Wunsch möglich.

VEDAFIN ® L

Oberseitig cremeweiße, glasvliesverstärkte Dachbahn aus

flexiblem Polyolefin (FPO). Die Bahn entspricht DIN EN

13956, DIN EN 13967, DIN V 20000-201 Tabelle 15 und

DIN V 20000-202 Tabellen 17 und 18. Sie wird in Breiten

von 1,06 m, 1,50 m und 2,12 m geliefert. Fixlängen sind

auf Wunsch möglich.

VEDAFIN ® S

Oberseitig dunkelgraue, glasvlies- und glasgelegeverstärkte

Dachbahn aus flexiblem Polyolefin (FPO).

Unterseitig ist die Bahn mit einem Polyestervlies,

min. 300 gr./m², als Schutz- und Haftvermittlungslage

Details

VEDAFIN ® F X X

VEDAFIN ® L X

VEDAFIN ® S X X X

VEDAFIN ® SRI X

VEDAFIN ® SW X

VEDAFIN ® D X


kaschiert. Die Bahn entspricht DIN EN 13956, DIN EN

13967, DIN V 20000-201 Tabelle 17 und DIN V 20000-202

Tabelle 21. Die Bahn ist auf Wunsch auch in anderen

Farben erhältlich. Sie wird in Breiten von 1,06 m und

1,50 m geliefert. Fixlängen sind auf Wunsch möglich.

VEDAFIN ® SRI

Oberseitig hochweiße, unterseitig blaue, glasvlies- und

glasgelegeverstärkte Dachbahn aus flexiblem Polyolefin

(FPO). Die Bahn entspricht DIN EN 13956, DIN EN 13967,

DIN V 20000-201 Tabelle 16 und DIN V 20000-202

Tabellen 19 und 20. Sie wird in Breiten von 1,06 m und

1,50 m geliefert. Fixlängen sind auf Wunsch möglich.

SRI-Wert (Solarer Reflexionsindex) 103.

VEDAFIN ® SW (als Systemergänzung für Detailausbildungen)

Oberseitig dunkelgraue, glasvlies- und glasgelegeverstärkte

Dachbahn aus flexiblem Polyolefin (FPO). Die Bahn

entspricht DIN EN 13956, DIN EN 13967, DIN V 20000-

201, Tabelle 16 und DIN V 20000-202 Tabellen 19 und 20.

Sie wird in einer maximalen Breite von 1,06 m geliefert.

VEDAFIN ® D (als Systemergänzung für Detailausbildungen)

homogene Dachbahn aus flexi blem Polyolefin (FPO).

Die Bahn entspricht EN 13956, DIN EN 13967 und

DIN V 20000-202 Tabellen 15 und 16. Sie wird in einer

maximalen Breite von 1,04 m geliefert. Es gibt sie in den

Farben cremeweiß, hochweiß und dunkelgrau.

5 Dachbahnen


6 Verschweißung

Verschweißung

Allgemeines

VEDAFIN ® Dachbahnen lassen sich mit allen für FPO

üblichen Schweißverfahren dauerhaft wasserdicht verbinden.

Die Warmgasschweißung ist in der Regel auf der

Baustelle die gebräuchlichste Form der Nahtverbindung.

Zur Feststellung der Qualität der Verschweißung ist vor

Beginn der Arbeiten eine Probe vor Ort herzustellen und

durch Aufschälen zu prüfen.

Die Mindestfügebreite gem. DIN 18531 Tabelle 3 beträgt

bei Warmgasschweißung 20 mm.

Die Schweißbreite muss gleichförmig ohne Verengungen

ausgeführt werden, da es beim mech. befestigten Dach

sonst in diesen Bereichen zu Spannungsspitzen und dem

Versagen der Abdichtung kommen kann. Bei der Abdichtung

von Einbauteilen mit handgefertigten Manschetten

aus VEDAFIN ® D kann es zu geringeren Schweißnahtbreiten

kommen.


Überlappungen (Nahtüberdeckungen)

Überlappungen müssen, außer bei der mechanischen

Befestigung des Dachpakets, eine Breite von mindestens

50 mm in jeder Richtung aufweisen, damit eine ausreichend

breite Schweißzone gewährleistet ist. Dies gilt

besonders für Ecken und andere Detailausbildungen, die

auf dem Dach aus VEDAFIN ® D (homogene Bahn) „vor Ort“

hergestellt werden.

Bei der mechanischen Befestigung von Dachbahnen

beträgt die Mindestbreite der Überlappung:

VEDAFIN ® F = 100 mm

Dieser Wert setzt sich zusammen:

1. aus der Schweißzone von 50 mm,

2. dem freien Bahnenrand jenseits des Haltetellers des

Befestigungselementes von 10 mm und

3. der Breite / dem Durchmesser des Haltetellers.

7 Verschweißung


8 Verschweißung

Nahtüberdeckung und

Stoßverbindungen bei VEDAFIN ®

* 80 mm bei EPS-Dämmung

50 mm bei allen anderen Untergründen

S


An- und Abschlüsse bei VEDAFIN ®

Alle An- und Abschlüsse können mit VEDAFIN ® S oder

VEDAFIN ® SW ausgeführt werden.

Detailausbildungen werden mit VEDAFIN ® D / dunkelgrau

ausgeführt.

Alle VEDAFIN ® Dachbahnen sind uneingeschränkt

kombinierbar.

S

9 Verschweißung


10 Verschweißung

„T“-Stöße

Bei „T“-Stößen ist ein Eckenschrägschnitt anzuordnen,

die Dicke der mittleren Bahn auf Breite der Schweißzone

muss mit der Heißluftdüse oder einem Dachbahn hobel

„auf Null“ abgeschrägt werden.

Mit der Andrückrolle wird der Höhenversprung unter der

obersten Bahnenlage besonders sorgfältig quer zum

Längsstoß nachgearbeitet.


Schweißparameter

Warmgasschweißen

Für eine mit Warmgas (Heißluft) geschweißte Naht sind

drei Parameter entscheidend:

• die Temperatur,

• der Anpressdruck und

• die Schweißgeschwindigkeit.

Besonders sind die variablen Umstände auf der Baustelle

zu beachten, wie Außentemperatur, Temperatur des

Schweißgutes („kalte Nacht“) sowie die Luftfeuchtigkeit /

Bildung von Tauwasser oder Raureif.

Nach dem Erkalten der Nahtverschweißung empfehlen

wir die Naht mit einer Prüfnadel zu kontrollieren. Auf

keinen Fall dürfen dunkle Spuren und / oder Aschereste

an der Nahtkante sichtbar sein. Treten diese auf, so ist

die Schweißtemperatur zu hoch oder die Schweißgeschwindigkeit

zu niedrig.

11 Verschweißung


12 Verschweißung

Verlegegeräte

Schweißfenster VEDAFIN

°C

650

620

590

560

530

500

470

440

410

380

350

320

290

260

230

200

Schweissbereich

1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0 5,5 6,0 m/Min

Die Temperaturen und Geschwindigkeiten

wurden mit dem Leister

VARIMAT V2 festgestellt. Eine

Änderung des Schweißgerätes ,

der Düse, der Gerätejustierung

oder der Randbedingungen

(Anschlussspannung, Temperatur,

Wind etc.) macht die Resultate

nichtig. Es ist deshalb grundsätzlich

vor Beginn der Schweißarbeiten

arbeitstäglich eine Probeschweißung

durchzuführen, zu

dokumentieren und archivieren,

bei Bedarf mehrmals täglich.


Handschweißgerät (bei ca. 20° C Bahnentemperatur)

Schweißtemperatur: ca 400° C

13 Verschweißung


14 Verschweißung

Witterung

In der Regel sollen Dachbahnen nur bei Temperaturen

über 5° C verarbeitet werden.

Für die Verschweißung von Dachbahnen gilt, dass die

Temperatur der untereinander zu verschweißenden

Bahnen maßgeblich ist. Diese sollte ≥ 15° C betragen.

Bei geringeren Temperaturen ist sicher zu stellen, dass

die Bahnenrollen (z.B. unter dem Dach) in einem temperierten

und trockenen Raum / Container gelagert werden

und auf der gesamten Länge (also auch in Nähe des

Rollenkerns) eine Temperatur von ≥ 15° C aufweisen.

Dies ist auch für das optische Erscheinungsbild der

fertigen Abdichtung notwendig, da nach einem Temperaturanstieg

die Bahn sonst Falten wirft.

Ein Schweißversuch auf dem Dach mit ausreichendem

Schälwiderstand und ausreichender Schweißbreite von

20 mm ist zwingend erforderlich, bevor mit den Arbeiten

begonnen werden kann (siehe Nahtprüfung Seite 16).


Vorbereitung

Werden VEDAFIN ® Dachbahnen auf der Dachfläche

gelagert, sollten Sie vor Feuchtigkeit und UV-Strahlen

durch eine Abdeckplane geschützt werden. Vor dem

Verschweißen der Nähte müssen die Nahtflächen frei

von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit sein.

Zu Beginn der Arbeiten und bei sich im Tagesverlauf

stark verändernden Temperaturen sind Probeschweißungen

zur Präzisierung der Nahtparameter durchzuführen.

Vor der Verlegung ist eine Versuchsschweißung mit

Schältest durchzuführen. Sie dient der Kontrolle der

Schweißgeräte, der Einstellwerte und der Anpassung an

die Baustellenbedingungen. Die Verschweißung wird für

den Automaten und das Handschweißgerät längs der

Naht ausgeführt. Der Schältest wird an der vollständig

abgekühlten Bahn durch Abziehen der oberen Bahn in

Schweißrichtung geprüft.

Der Schältest ist in Längs- und Querrichtung

durchzuführen.

Bei idealer Schweißung lässt sich die Bahn nicht abziehen,

sie reißt außerhalb der Nahtverbindung über die

gesamte Breite des Streifens ein. Lässt sich die obere

Bahn abschälen, ist das Schweißergebnis unzureichend.

Die Gerätetemperatur muss angepasst werden. Eine

große Schweißraupe gibt es bei der Verschweißung von

VEDAFIN nicht.

15 Verschweißung


16 Verschweißung

Nahtprüfung

Besonders bei Schweißautomaten gilt es, eventuell

mehrmals am Tag, anhand einer Schweißprobe die

Einstellungen von Temperatur, Geschwindigkeit und

Zusatzgewicht zu überprüfen.

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Probestücke

ausreichend groß sind und die gleiche Eigentemperatur

aufweisen wie die anschließend zu verschweißenden

Bahnen. Die Schälfestigkeit kann erst dann überprüft

werden, wenn das Probestück komplett abgekühlt ist.

Eine Delamination einer der verschweißten Dachbahnenstücke

belegt, dass die Schälfestigkeit der Naht höher ist

als die Trennfestigkeit der Folienschichten untereinander.

Dies ist die grundlegende Anforderung an eine Naht.


Lässt sich die Naht ohne Delaminierung auseinander

ziehen und sieht man nur geringe Schmelzspuren (und

zusätzlich Spuren der Kanten des Handrollers) so wurde

zu schnell und / oder mit nicht ausreichender Temperatur

geschweißt.

Dabei gilt, dass zu hohe Temperatur oder eine zu

geringe Geschwindigkeit zu Verbrennung der Dachbahn

(mit Aschebildung) führen kann und dass zu niedrige

Temperatur und / oder eine zu hohe Geschwindigkeit eine

unzureichende Schälfestigkeit (bis hin zu überhaupt

keiner Haftung) zur Folge haben.

Um einen ausreichenden Anpressdruck für einwandfreie

Nahtverschweißung zu erreichen, ist eine Wärmedämmung

mit einer Druckfestigkeit bei 10 % Stauchung von

min. 0,06 N/mm² erforderlich. Dies wird mit einem Wärmedämmstoff

von min. DAA dm nach DIN V 4108-10

erreicht.

17 Verschweißung


18 Verschweißung

Trenn- und Schutzlagen

Schutzlagen müssen einen ausreichenden Perforationswiderstand

aufweisen, der durch das Flächengewicht, die

Faserlänge (bei Vliesen) oder die Zähigkeit (bei Polyethylenfolien)

erreicht wird. Besonders im Falle einer Dachsanierung

oder einer Dachbegrünung sind die Dachbahnen

durch Schutzlagen vor einer mechanischen Beschädigung

besonders zu schützen.

Bei Sanierungen ohne Zusatzdämmung kann ein Vlies

auf der bestehenden Abdichtung eine Doppelfunktion

erfüllen: die chemische Interaktion verhindern und die

Bahn vor mechanischer Beschädigung schützen. Eingesetzt

werden kann VEDAFLOR ® TSV 300 bzw. VEDAG

Bautenschutzbahnen als Schutzlage vor Rauhigkeiten

des Untergrundes z.B. bei Altbitumen flächen oder als

oberseitiger Schutz vor Beschädigung bei der späteren

Nutzung.


Details

Allgemeines

Bei der Planung oder der ad-hoc Ausführung sind stets

die Prinzipien der Nahtausführung bezüglich der Überlappungen

und der Breite der Verschweißung zu beachten.

Wir verweisen auf unsere Detailzeichnungen und demonstrieren

im folgenden nur die grundsätzlichen Details.

19 Details


20 Details

Randfixierung

Flachdächer unterliegen unabhängig vom konstruktiven

Untergrund einer Vielzahl von Kräften und Bewegungen.

Eine Randfixierung ist daher gem. DIN 18531-3 und den

Fachregeln grundsätzlich auszuführen. Das gilt ebenso

bei Dachaufbauten und linearen Gefälleänderungen

(Firste und Kehlen).

Folgende Maßnahmen sind wahlweise vorzusehen:

Einzelbefestiger

Der Einbau von horizontal eingebauten Einzelbefestigern

mit Lastverteilungsteller, wie sie in der Saumbefestigung

der Flächenabdichtung eingesetzt werden, sind zugelassen.

Die Befestigungsanzahl pro Meter muss mindestens

der Anzahl der ersten Befestigungsreihe entlang des

Anschlusses, jedoch mindestens 4 St./m entsprechen.

Schienen

Der Einbau von horizontal (bevorzugt) oder vertikal

befestigten, biegesteifen Randschienen. Die Befestigung

muss kraftschlüssig sein und einen Auszugswiderstand

von 300 kg/lfm (5 Befestiger) aufweisen.

Winkel aus VEDAFIN ® Verbundblech

Der Einbau von horizontal (bevorzugt) oder vertikal

befestigten, biegesteifen Winkelprofilen aus VEDAFIN ®

Verbundblech. Die Befestigung muss kraftschlüssig

sein und einen Auszugswiderstand von 300 kg/lfm

aufweisen.


Die Flanschbreite hat in der Schweißebene mindestens

50 mm zu betragen, in der Vertikalen 40 mm.

Auf die Einhaltung der minimalen Breiten der Verschweißungszonen

und einen eventuellen Zuschlag für besseren

Zugang mit den Werkzeugen ist zu achten.

Attiken

1. VEDAFIN ® F

2. Verschweißung (Heißluft)

3. VEDAFIN ® Verbundblechprofil

4. Verklebung

5. Befestigungsmittel

6. Winddichtband

7. luftdichter Anschluss

8. Dampfsperre

VEDAFIN ® F

Die Dachbahn an der Aufkantung des Dachrandes

(aber auch an größeren Einbauteilen) ist immer als

separater Streifen auszuführen. Ein Hochführen der

Flächenbahn ist nicht zulässig.

21 Details


22 Details

Bei Attikaabwicklungen über 500 mm ist eine horizontale

Zwischenfixierung auszuführen. Diese kann mittels

einer biegesteifen Schiene oder eines Streifens von

VEDAFIN ® Verbundblech (Breite > 80 mm) geschehen,

wobei ein ausreichender Auszugswiderstand gewährleistet

sein muss.

Wahlweise kann eine streifenweise (in Ausnahmefällen

eine vollflächige) Verklebung mit Kontaktkleber an der

Attika erfolgen.

Dachrandabdeckung

Unabhängig von der Materialwahl ist bei der Befestigung

im Untergrund auf die ungehinderte thermische Längenänderung

zu achten.

Stoßfugen (min. 3 mm) bei VEDAFIN ® Verbundblech sind

mit einem 10 cm breiten Streifen aus VEDAFIN ® D gemäß

Detailzeichnung zu überdecken und nur im Randbereich

je 2 cm breit zu verschweißen.

Unverschweißte Zone (Kreppband)

Stoßverbinder


Ecken

Wo immer möglich sollen Fertigecken aus VEDAFIN ®

Dachbahnenmaterial verwendet werden.

Wenn die Situation auf dem Dach dies unmöglich macht,

dann ist zwingend darauf zu achten, dass sie fachgerecht

aus VEDAFIN ® D hergestellt werden.

Vorort angefertigte Ecken sollen folgende Anforderungen

erfüllen:

1. aus VEDAFIN ® D - Material hergestellt sein,

2. eine Höhe von mindestens 150 mm über OK Belag,

3. eine Überlappung auf die überschweißten Dachbahnen

von allseitig 80 mm und die minimale Breite der

Schweißzone aufweisen.

Ecken sind „T“-Stöße und müssen entsprechend den

obigen Anweisungen ausgeführt werden. Auf das Gebot

zum Abhobeln ist besonders zu achten.

An manchen Details können sich zwei oder mehrere

Ecken überlagern. Ist dies der Fall, so ist darauf zu

achten, dass keine Kreuzstoßsituation entsteht und dass

zwischen aufeinander folgenden Ecken untereinander

eine handhabbare Überlappung bestehen bleibt.

23 Details


24 Details

Mechanische Befestigung

In der Regel erfolgt die mechanische Befestigung der

Dachbahnen in der Nahtüberlappung. Es ist darauf zu

achten, dass diese eine ausreichende Breite aufweist und

zwar in Abhängigkeit von der Breite / dem Durchmesser

des Haltetellers.

Die Faustregel ist: Schweißzone + Breite des Haltetellers

+ 10 mm. Es ist sehr wichtig, sicher zu stellen, dass

zwischen Bahnenkante und Halteteller stets ein Dachbahnenstreifen

bleibt (mindestens 10 mm).

Kehlausbildung

Bei lose verlegten bzw. teilflächig verklebten VEDAFIN ® S

Dachbahnen sind Kehlausbildungen immer dann

erforderlich, wenn ein Kehlwinkel unter 174° entsteht.

Bei 174°-180° ist keine Kehlfixierung notwendig.

Kehlfixierungen bei aufgehenden Bauteilen sind,

wie bei VEDAFIN ® Zeichnung 02

F beschrieben, auszuführen.

Dachneigung 3,0°

Kehlwinkel 174°-180°

Dachneigung 3,0°


Verklebung mittels Dachbahnenkleber

Untergrund

Frei von Trennmittel, fest, baufeucht bis trocken.

Bitumenoberflächen können besandet, mineralisch

bestreut oder besplittet sein.

Bei Sanierungsflächen muss wegen der Unebenheiten

mit einem größeren Kleberauftrag gerechnet werden.

Bei trockenen Untergründen und niedriger Luftfeuchtigkeit

muss ggf. die Dachfläche angefeuchtet werden.

Auftrag

Einseitig, streifenförmig in Raupen zu ca. 50 gr./m

oder schaumförmig mit entsprechender Klebstoffbreite.

Streifenbreite der angerollten Dachbahn ca. 4 cm.

Der gleichförmige Klebstoffauftrag wird vorzugsweise

mittels eines Auftragwagens erreicht.

Kleber

PU-Dachbahnenkleber flüssig oder schaumförmig.

MINDESTAUFTRAGSMENGEN (2) (z.B. besandete Bitumenbahn):

Gebäudehöhe (1) Innenbereich Innerer

Randbereich

Äußerer

Randbereich

Eckbereich

bis 10 m 150 gr./m² 200 gr./m² 250 gr./m² 300 gr./m²

bis 18 m 200 gr./m² 300 gr./m² 350 gr./m² 400 gr./m²

bis 25 m 250 gr./m² 400 gr./m² 450 gr./m² 500 gr./m²

über 25 m Einzelnachweis Einzelnachweis Einzelnachweis Einzelnachweis

(1) Gebäude nicht exponiert, geschlossen

(2) Genaue Mengen sind den Datenblättern der Klebstoffhersteller zu entnehmen.

Details

25


26 Details

Bewegungsfugen

Bei Dachabdichtungen mit VEDAFIN ® können geringfügige

Bewegungen innerhalb des Schichtenaufbaus ausgeglichen

werden.

Ist im Schichtenaufbau keine Wärmedämmung als stützende

Unterlage vorhanden, sind die Fugen mit einem

Stützblech abzudecken.

Hilfskonstruktionen dürfen nicht über die Bewegungsfugen

geführt werden, sondern müssen im Bereich der

Fugen getrennt werden. Bei großen Dehnungs- oder

Setzungsbewegungen sind die Bewegungsfugen kon-

Zeichnung 05

struktiv auszubilden und wie An- und Abschlüsse zu

behandeln.

Zeichnung 04

Schutzlage

(unverklebte Zone)

Stützblech

bis 20 mm ab 20 mm

2 cm


Befestigungselemente

Für die unterschiedlichen Untergründe werden von den

Herstellern besonders geeignete Befestigungselemente

angeboten. Die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller

sind zu befolgen.

Bei Sanierungsmaßnahmen wird empfohlen, die Auszugswerte

vom gewählten Hersteller der Befestigungselemente

genehmigen oder ermitteln zu lassen.

Besonderheiten

Wenn von den Herstellern nicht explizit zugelassen,

gelten nach DIN 18531-1 die folgenden Mindestdicken

für die Befestigungsuntergründe:

Stahltrapezblech: 0,88 mm

Schalung aus Vollholz: 24 mm

Schalung aus Holzwerkstoffen: 22 mm

Bei Befestigern, für deren Kombination mit VEDAFIN ®

Dachbahnen keine Bemessungslasten ermittelt worden

sind, ist eine Bemessungslast von max. 400 N/Befestiger

anzusetzen.

Details

27


28 Details

Wartungsempfehlungen

Im eingebauten Zustand und im komplexen System der

Abdichtung mit allen Komponenten sind regelmäßig (mindestens

zweimal pro Jahr) Dachbegehungen durchzuführen.

Besonderes Augenmerk ist hierbei auf folgende Punkte

zu legen:

1. Einläufe, Überläufe, Wasserspeier, Rinnen und Kehlen

sind von Blättern, Ästen, Papierfetzen und allem Unrat

zu befreien und auch darauf hin zu kontrollieren, dass

die vollen Querschnitte wirksam sind.

2. Alle Dehn- und Bewegungsfugen sind zu kontrollieren.

3. Alle metallischen Profile sind auf Korrosion zu überprüfen,

das gilt ebenso für alle Anschlüsse mit dauerelastischem

Fugenkitt.

4. Die Lage und der ungestörte Verlauf des Blitzschutzes

ist zu überprüfen.

5. Nach dem Winter sind alle Bauteile, die Schnee- und

Eisschub ausgesetzt gewesen sein könnten, auf eventuelle

Beeinträchtigungen zu überprüfen (besonders

auf Verformungen oder Verlagerungen). In diesen

Zonen ist auch eine optische Nahtkontrolle durchzuführen.

Im Zweifelsfalle kann diese auch mit der

Prüfnadel erfolgen.


Reinigungsempfehlungen

VEDAFIN ® Dachbahnen müssen vor der Verlegung nicht

grundsätzlich gereinigt werden. Ist jedoch die Bahnennaht

mit Staub oder Feuchtigkeit verunreinigt, sollte die

Naht mit einem trockenen Tuch vorgereinigt werden.

Starke Verschmutzungen werden mit Wasser unter

Zugabe von einem fettlösenden Reinigungsmittel gereinigt

und anschließend wie vor beschrieben getrocknet.

Kleberreste und Bitumenverunreinigungen im Nahtbereich

werden mittels eines Reinigungsmittels auf Basis Isopropylalkohol

entfernt.

Sollten nach längerer Liegezeit der Abdichtung Einbauteile

angeschlossen oder Reparaturen an der Dachabdichtung

vorgenommen werden, sind die Nahtbereiche vorzubereiten.

Starke Verunreinigungen können im Bereich der

Naht mittels eines Excenterschleifers (Schleifpapier K120)

mechanisch abgetragen werden. Die Naht kann dann mit

einem Reinigungsmittel auf Basis Isopropylalkohol nachbehandelt

werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere

Anwendungstechnik.

29 Details


30 Inhalt


31 Inhalt


VEDAG überzeugt –

beim Produkt und vor allem beim Service.

Als einer der führenden europäischen

Erzeuger von Abdichtungs produkten aus

Bitumen, Polymerbitumen und Kunststoff

ist VEDAG der kompetente Partner, wenn

es um Dächer geht.

Das umfangreiche und hochwertige

Produkt portfolio findet Anwendung

auf Wohn- und Verwaltungsgebäuden,

Gründächern und Industriehallen,

Parkplätzen, Sport anlagen sowie Straßenbelägen

und Bauwerksabdichtungen.

Dem jeweiligen Einsatz entsprechend werden

VEDAG Produkte höchsten Anforderungen

gerecht und können weitgehend unabhängig

von Jahres zeiten schnell und sicher

Verlegeanleitung

verarbeitet werden.

VEDAG Kunden profitieren bei ihren Projekten

zusätzlich vom umfangreichen Service, der

von der Planung bis hin zur Qualitätskontrolle

wertvolle Dienste leistet.

Mit einer über 160-jährigen Tradition stehen

das Unternehmen und seine Mitarbeiter heute

für herausragende Qualität, Innovation und

konsequente Kundenorientierung.

Selbstverständlich ist unser Unternehmen

seit vielen Jahren nach DIN EN ISO 9001

zertifiziert. Die Zertifizierungen für die Führung

der CE-Zeichen nach den neuen europäischen

Normen für alle Produkte liegen ebenfalls vor.

Seit 1846 VEDAG GmbH

Kontakt:

Geisfelder Straße 85-91 Telefon: +49 951 1801-0

96050 Bamberg

Telefax: +49 951 1801-848

www.VEDAG.de

office@vedag.com

AL 3288 03/2011

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