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ZWISCHENBERICHT

30. JUNI 2013


Inhaltsverzeichnis

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 03

ZWISCHENLAGEBERICHT 04

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER 07

ZWISCHENABSCHLUSS 08

Konzernbilanz 08

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 10

Konzern-Kapitalflussrechnung 12

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 14

ANHANG 15

Erläuterungen zur Konzernbilanz 16

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18

Sonstige Angaben 21


Brief an die Aktionäre

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

die Dresdner Factoring hat sich in einem starken Wettbewerbsumfeld erneut behauptet und das hervorragende Halbjahresergebnis des

Vorjahres wie geplant 2013 bestätigt. Der Forderungsumsatz stieg um 28 % auf EUR 331 Mio. (H1 2012: EUR 259 Mio.). Der Gewinn

vor Ertragsteuern beträgt TEUR 1.097 (H1 2012: TEUR 1.109). Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Forderungsumsatz

von EUR 650 Mio. und einem Gewinn vor Ertragsteuern von EUR 2,1 Mio. bestätigen wir.

Voraussetzung für die Erhöhung des Forderungsumsatzes als Grundlage für den anhaltenden Geschäftserfolg war und ist die Erweiterung

der Refinanzierungslinien. In Vorbereitung des zielstrebig verfolgten Wachstumskurses wurden die Refinanzierungslinien wiederum

erhöht, so dass dem Konzern nunmehr EUR 52,0 Mio. zur Refinanzierung zur Verfügung stehen. Das damit von unseren Refinanzierungspartnern

entgegengebrachte Vertrauen können wir mit anhaltend angemessenen Risikokosten rechtfertigen.

Entsprechend der aktuellen Entwicklung gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach unseren kundenorientierten und maßgeschneiderten

Factoringlösungen weiterhin anhalten wird. Unsere Kunden schätzen die individuelle und professionelle Betreuung und

empfehlen die Dresdner Factoring deshalb gern weiter. Offensichtlich sind sie mit uns zufrieden und schätzen den wertebasierten

Geschäftsansatz, gelebte Kundennähe sowie die flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege.

Das Übernahmeverfahren durch die abcfinance Beteiligungs AG ist seit dem 22. August 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die

abcfinance - ein Unternehmen der Werhahn Gruppe - ist mit 81,27 % der Anteile neuer Mehrheitsaktionär der Dresdner Factoring AG.

Die abcfinance möchte nach eigenen Angaben die erfolgreiche Entwicklung der Marke Dresdner Factoring weiter fortführen und durch

Bündelung der spezifischen Stärken deutlich ausbauen. Dresden soll dabei perfekter Ausgangspunkt für eine stärkere Expansion im

mitteldeutschen Factoring- und Leasing-Markt werden. Diese Herausforderung nehmen wir gern an.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Kerstin Steidte-Megerlin

Dresden, den 29. August 2013

Dresdner Factoring AG 2013 2 | 3


Zwischenlagebericht

1 WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Während sich die Wirtschaft in den USA und in den Schwellenländern

langsam wieder erholt, steckt Europa nach wie vor in der

Krise. Die wirtschaftliche Lage wird in vielen europäischen Ländern

als schlecht bewertet. Die Stimmung in Europa helle sich

zwar langsam auf, wird im ifo World Economic Survey vom

7. August 2013 berichtet, dennoch liegt der ifo-Indikator für das

Wirtschaftsklima im Euroraum nach wie vor unter dem langfristigen

Durchschnittswert.

Die schlechte konjunkturelle Lage im Euroraum hat großen

Einfluss auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Besonders

der deutsche Mittelstand kämpft mit sinkenden Exportzahlen

in europäische Staaten. Dennoch zeigt sich die deutsche

Wirtschaft weiterhin robust, wobei die gute Binnennachfrage

eine wichtige Rolle spielt. Der stabile Arbeitsmarkt sowie Lohnerhöhungen

verbessern den inländischen Konsum. Ungeachtet

der Niedrigzinspolitik herrscht in deutschen Unternehmen allerdings

immer noch eine geringe Investitionsbereitschaft, was mit

Gefahren für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit verbunden

ist. Resultierend aus den anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

stiegen die Unternehmensinsolvenzen in

Deutschland laut Creditreform im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich

zum Vorjahr um 3,4 % an. Wesentliche Gründe dafür sind

unter anderem der angestiegene durchschnittliche Zahlungsverzug

sowie die steigenden Zahlungsausfälle. Experten prognostizieren

für viele europäische Länder einen deutlichen Anstieg der

Insolvenzen, was erheblichen Einfluss auf die Schadensquoten

durch Forderungsausfälle in deutschen Unternehmen haben

dürfte (vgl. 8 Ausblick).

Die Lage an den Finanzmärkten ist weiterhin unsicher. Auch

wenn die Weltwirtschaft sich schrittweise erholt, spielt die Bewältigung

der Finanzkrise nach wie vor eine zentrale Rolle. Über

die notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung des weltweiten

Finanzsystems wird kontrovers diskutiert. Besonders die Ausgestaltung

der künftigen Bankenregulierung steht dabei im

Mittelpunkt und beeinflusst die Refinanzierungsbedingungen der

Banken erheblich. Befürchtet werden überhöhte aufsichtsrechtliche

Anforderungen für europäische Banken und damit Nachteile

für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum.

Voraussetzung für die Erhöhung des Forderungsumsatzes

ist die Erweiterung der Refinanzierungslinien. In Vorbereitung

des zielstrebig verfolgten Wachstumskurses wurden die

Refinanzierungslinien wiederum erhöht. Insgesamt stehen

dem Konzern Bankkredite in Höhe von EUR 52,0 Mio. zur

Verfügung (30. 06. 2013: EUR 50,0 Mio.) und es besteht eine

Zusage für eine weitere Erhöhung. Zum 30. Juni 2013 wurden

die Linien mit EUR 43,3 Mio. genutzt, so dass Raum für zukünftiges

Wachstum besteht.

Das uns von unseren Refinanzierungspartnern entgegengebrachte

Vertrauen können wir mit anhaltend angemessenen

Risikokosten rechtfertigen.

3 ERTRAGSLAGE

Der Gewinn vor Ertragsteuern beträgt TEUR 1.097 (H1 2012:

TEUR 1.109), der Gewinn nach Ertragsteuern TEUR 750 (H1

2012: TEUR 761). Die Gesamterträge stiegen auf EUR 3,97 Mio.

(H1 2012: EUR 3,59 Mio.).

Die Gesamtaufwendungen erhöhten sich um 16 % auf EUR

2,87 Mio. (H1 2012: EUR 2,48 Mio.). Die Steigerung beruht im

Wesentlichen auf dem höheren Geschäftsvolumen. Von den

Steigerungen entfallen auf Aufwendungen für Factoring TEUR

157, auf Personal TEUR 87, auf Zinsen TEUR 60, auf Risikokosten

TEUR 58 und auf sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 38.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert

im Wesentlichen aus Sonderaufwendungen für Rechts- und

Beratungskosten im Zusammenhang mit den Übernahmeangeboten.

Im zweiten Halbjahr 2012 wurden Einstellungen im Vertrieb

vorgenommen. Dies führt einerseits zur Steigerung des Personalaufwandes

im Vorjahresvergleich, andererseits werden dadurch

weiter wachsende Forderungsumsätze erwartet.

2 GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die Dresdner Factoring hat sich in einem starken Wettbewerbsumfeld

behauptet und das hervorragende Halbjahresergebnis

des Vorjahres wie geplant bestätigt. Der Forderungsumsatz

stieg um 28 % auf EUR 331 Mio. (H1 2012: EUR 259 Mio.).


4 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich auf EUR 70,4 Mio.

(31.12.2012: EUR 56,9 Mio.). Auf der Aktivseite entfällt der

überwiegende Teil der Bilanzsumme auf die Forderungen aus

Factoringverhältnissen. Diese stiegen um EUR 14,3 Mio. auf

EUR 66,0 Mio. (31.12.2012: EUR 51,7 Mio.). Dem folgend erhöhten

sich auf der Passivseite wegen des Ankaufs von Forderungen

die Finanzverbindlichkeiten um EUR 13,2 Mio.

Das Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 15,4 Mio. (31.12.2012:

EUR 15,3 Mio.). Dabei ist zu berücksichtigen, dass am 30. Juni

2013 die von der Hauptversammlung 2013 beschlossene Dividende

in Höhe von EUR 0,6 Mio. bereits vollständig ausgezahlt

war.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich als Folge des erfolgreichen

Geschäftsausbaus erwartungsgemäß und beträgt 22 %

(31.12.2012: 27 %).

5 WICHTIGE EREIGNISSE DER BERICHTSPERIODE

Aktienoptionsprogramm

Im Februar und März 2013 wurden 2.200 Optionen der Tranche

5 durch Mitarbeiter ausgeübt. Der Bestand an Aktienoptionen

der Tranche 5 reduzierte sich dadurch auf 9.700 Aktien.

Im Februar und März 2013 sowie im Mai 2013 wurden 9.600

Optionen der Tranche 7 durch Mitarbeiter ausgeübt. Der Bestand

an Aktienoptionen der Tranche 7 reduzierte sich dadurch

auf 22.500 Aktien.

Das gezeichnete Kapital erhöhte sich durch die Ausübungen

von Aktienoptionen im Berichtszeitraum von 2.812.100 Aktien

auf 2.823.900 Aktien zum Stichtag.

Aktienrückkaufprogramm

Rechtsangelegenheiten

In der Berichtsperiode bestehen keine Rechtsangelegenheiten

bzw. Rechtsstreitigkeiten, die sich aus den üblichen Geschäftsaktivitäten

ergeben und für sich genommen und auch in der

Summe wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Dresdner Factoring auswirken würden.

Hauptversammlung

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Juni 2013 in

Dresden waren 68 % des stimmberechtigten Grundkapitals

präsent. Alle Vorschläge der Verwaltung wurden mit der erforderlichen

Mehrheit angenommen. Kurz zusammengefasst:

Dem Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Zahlung einer

Dividende von EUR 0,25 pro Aktie wurde zugestimmt.

Aufsichtsrat und Vorstand wurden entlastet.

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Thomas Agerholm hat sein Mandat

mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung vom

26. Juni 2013 niedergelegt. Die Hauptversammlung wählte

Herrn Dr. Holger Bissel in den Aufsichtsrat. Seine Amtszeit läuft

bis zum Ende der regulären Amtszeit des ausgeschiedenen

Aufsichtsratsmitglieds, Herrn Thomas Agerholm.

Die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft,

Stuttgart, wurde erneut zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer

bestellt.

Refinanzierung

Zum 30. Juni 2013 stellten neun Kreditinstitute Kreditrahmen

von insgesamt EUR 50,0 Mio. (31.12.2012: EUR 48,0 Mio.) zur

Verfügung. Die Dresdner Factoring verfügte im Berichtszeitraum

jederzeit über ausreichende Liquidität.

Im Januar 2008 wurde ein Aktienrückkaufprogramm begonnen.

Es konnten höchstens 280.000 eigene Aktien erworben werden.

Bis zum 31. Dezember 2012 wurden insgesamt 279.957 Aktien

zum Durchschnittspreis von EUR 3,73 erworben. Im ersten

Halbjahr 2013 fanden keine Aktienrückkäufe statt. Das Aktienrückkaufprogramm

wurde mit Vorstandsbeschluss und Genehmigung

des Aufsichtsrates vom 11. April 2013 beendet.

Dresdner Factoring AG 2013 4 | 5


Pflichtangebot (Barangebot) der Wegold Holding AG

Am 18. Dezember 2012 hatte die Wegold Holding AG, deren

100 %iger Aktionär Herr Jürgen Freisleben ist, ein Pflichtangebot

(Barangebot) zum Erwerb aller Aktien der Dresdner Factoring

AG gegen Zahlung einer Gegenleistung von EUR 6,08 je

Stückaktie veröffentlicht. Die Annahmefrist begann am 18. Dezember

2012 und endete am 22. Januar 2013.

Nach Abschluss des Angebotes verfügte die Wegold Holding

AG über 1.671.324 Aktien der Dresdner Factoring AG. Dies

entsprach einem Anteil von ca. 59,43 % des damaligen Grundkapitals

und der Stimmrechte der Dresdner Factoring AG.

Zum Berichtsstichtag verfügte die Wegold Holding AG über

1.742.324 Aktien der Dresdner Factoring AG. Dies entsprach

einem Anteil von ca. 61,70 % des damaligen Grundkapitals und

der Stimmrechte der Dresdner Factoring AG.

Die Wegold Holding AG hatte sich am 29. Mai 2013 im Wege

einer unwiderruflichen Annahmeverpflichtung gegenüber der

abcfinance Beteiligungs AG im Hinblick auf ihre 1.742.324

Aktien der Dresdner Factoring AG verpflichtet, das Angebot der

abcfinance Beteiligungs AG (vgl. Freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot

(Barangebot) der abcfinance Beteiligungs AG)

anzunehmen.

Freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot (Barangebot) der

abcfinance Beteiligungs AG

Die abcfinance Beteiligungs AG hat am 29. Mai 2013 ihre Entscheidung

veröffentlicht, den Aktionären der Dresdner Factoring

AG anzubieten, im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes

(Barangebot) sämtliche Aktien der Dresdner

Factoring AG zu erwerben. Die Angebotsunterlage wurde am

28. Juni 2013 veröffentlicht und sieht eine Gegenleistung von

EUR 8,75 je Stückaktie vor. Die letzte Annahmefrist für das

Übernahmeangebot endete am 15. August 2013 (weitere Ausführungen

unter 6 Ereignisse nach dem Stichtag des Zwischenberichtes).

im Vergleich zum Bilanzstichtag 2012 bzw. von 5,4 % im Vergleich

zum 30. Juni 2012.

6 EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG DES

ZWISCHENBERICHTES

Im Juli 2013 wurden 48.300 Aktienoptionen durch Mitarbeiter

und Vorstand ausgeübt. Das gezeichnete Kapital der Dresdner

Factoring AG erhöhte sich durch die Ausübungen auf 2.872.200

Aktien. Der verbleibende Bestand an Aktienoptionen reduzierte

sich auf 1.300 Aktien. Davon entfallen 300 Aktien auf die Tranche

5 und 1.000 Aktien auf die Tranche 7.

Mit Abschluss des freiwilligen Übernahmeangebotes verfügen

die abcfinance Beteiligungs AG / abcfinance GmbH über

2.334.254 Aktien der Dresdner Factoring AG. Dies entspricht

einem Anteil von ca. 81,27 % des aktuellen Grundkapitals und

der Stimmrechte der Dresdner Factoring AG.

Im Zuge des Übernahmeangebotes der abcfinance Beteiligungs

AG hat die Dresdner Factoring AG ihre 279.957 Stück eigene

Aktien an der Dresdner Factoring AG an die abcfinance Beteiligungs

AG verkauft. Der Kaufpreis in Höhe von EUR 2,45 Mio.

wurde am 21. August 2013 gutgeschrieben. Dies führt zu einer

Erhöhung des Eigenkapitals der Dresdner Factoring AG um

EUR 2,42 Mio.

Im Juli 2013 wurde der Refinanzierungsrahmen durch ein Mitglied

des Bankenpools um EUR 2,0 Mio. erhöht. Damit stehen

der Gesellschaft Kreditlinien über insgesamt EUR 52,0 Mio. von

neun Refinanzierungspartnern zur Verfügung. Darüber hinaus

hat ein weiteres Mitglied des Bankenpools eine feste Kreditzusage

über EUR 2,5 Mio. gegeben. Nach Einbindung des unterzeichneten

Kreditvertrages in den Sicherheitenpool steht die

zusätzliche Refinanzierungslinie der Dresdner Factoring zur

Verfügung.

Aktie / Investor Relations

Der Schlusskurs zum 28. Juni 2013 betrug EUR 8,75. Bezogen

auf den Schlusskurs des Vorjahres von EUR 6,02 verzeichnete

die Aktie eine Performance von fast 45 %. Der niedrigste Stand

war am 22. Februar mit EUR 5,90 zu verzeichnen, der Höchststand

wurde am 6. Juni 2013 mit EUR 9,00 erreicht (XETRA-

Handel).

Ende Juni 2013 wurde die von der Hauptversammlung am

26. Juni 2013 beschlossene Dividende in Höhe von EUR 0,25 je

Aktie ausgezahlt. Zum 30. Juni 2013 errechnet sich für die Aktie

ein Buchwert von EUR 6,06. Das ist eine Steigerung von 0,5 %

7 RISIKOBERICHT

Die Ausführungen im Risikobericht als Bestandteil des

Geschäftsberichts 2012 (Seiten 30 bis 40) gelten unverändert.

8 AUSBLICK 2013

Durch die schrittweise Erholung der Weltwirtschaft wächst die

Hoffnung auf eine baldige konjunkturelle Stabilisierung im Euroraum.

Vor allem deutsche Unternehmen blicken – den Umfragen

des ifo-Instituts zufolge – wieder mit etwas mehr Zuversicht in


die Zukunft. Dies gilt sowohl hinsichtlich ihrer Geschäftstätigkeit

in den nächsten sechs Monaten als auch bezüglich ihrer Exporterwartungen.

Die Vorbereitung auf die verschärften Eigenkapitalvorschriften

des Basel-III-Regelwerks (EU-Richtlinie CRD IV)

haben jedoch Auswirkungen auf die Refinanzierungsbedingungen

der europäischen Banken und damit auch auf die

Finanzierungsbedingungen vor allem kleiner und mittelständischer

Unternehmen. Die Neuregelungen werden für mittelständische

Unternehmen zu einer erschwerten Liquiditätsbeschaffung

führen, weil sich die Zugangskriterien für die Kreditvergabe

verschärfen werden. Gleichzeitig ist mit steigenden Kapitalbeschaffungskosten

zu rechnen und das Rating wird bei den Kreditkosten

eine zunehmende Rolle spielen. Die Bedeutung von

alternativen Finanzierungsformen wie Factoring wird durch diese

Rahmenbedingungen zunehmen. Es ist davon auszugehen,

dass sich das Factoringvolumen in Deutschland weiter erhöhen

wird, da besonders immer mehr mittelständische Unternehmen

Alternativen zur klassischen Kreditfinanzierung nutzen werden,

um ihren Finanzierungs-Mix auszuweiten. Außerdem tritt der

Schutz vor Forderungsausfällen als Baustein der Factoringfinanzierung

aufgrund der steigenden Insolvenzgefahr in vielen europäischen

Ländern in den Fokus.

Die Dresdner Factoring konnte ihre Marktposition trotz der Herausforderungen

der anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen

Lage sowie des anhaltend starken Wettbewerbsumfeldes weiter

ausbauen. Die Wachstumsziele wurden im ersten Halbjahr –

nicht zuletzt wegen der konsequenten Risikopolitik – erfolgreich

umgesetzt. Damit liegt die Gesellschaft auf Kurs, das prognostizierte

Konzernergebnis vor Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr

von EUR 2,1 Mio. zu erreichen.

Versicherung der

gesetzlichen Vertreter

Konzern-Zwischenabschluss nach International Financial

Reporting Standards zum 30. Juni 2013 und Konzern-

Zwischenlagebericht der Dresdner Factoring AG

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden

Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-

Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des

Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der

Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und

der Lage des Konzerns so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie

die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen

Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr

beschrieben sind.

Dresden, 29. August 2013

Dresdner Factoring AG

Der Vorstand

9 PRÜFUNG DES ZWISCHENABSCHLUSSES UND

ZWISCHENLAGEBERICHTES

Kerstin Steidte-Megerlin

Vorstand

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht

wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht

durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Dresden, 29. August 2013

Dresdner Factoring AG

Der Vorstand

Kerstin Steidte-Megerlin

Vorstand

Dresdner Factoring AG 2013 6 | 7


Konzernbilanz

ZUM 30. JUNI 2013 / AKTIVA

Anhang 30.06.2013 31.12.2012

TEUR TEUR %

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

2.614 2.682 -2,5

Immaterielle Vermögenswerte 2,3 2.316 2.334 -0,8

Sachanlagen 2 293 343 -14,6

Steuererstattungsansprüche 2 5 5 0,0

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

67.771 54.249

24,9

Liquide Mittel 1.310 2.052 -36,2

Forderungen aus Factoringverhältnissen 1 66.031 51.700 27,7

Sonstige Vermögenswerte 428 495 -13,5

Steuererstattungsansprüche 2 2 0,0

BILANZSUMME 70.385 56.931 23,6


ZUM 30. JUNI 2013 / PASSIVA

Anhang 30.06.2013 31.12.2012

TEUR TEUR %

EIGENKAPITAL 15.418 15.265 1,0

Gezeichnetes Kapital 2.824 2.812 0,4

Kapitalrücklage 7.969 7.942 0,3

Ergebnisvortrag und andere Rücklagen 5.672 5.558 2,1

Eigene Aktien im Bestand -1.047 -1.047 0,0

LANGFRISTIGE SCHULDEN

2.067 2.065 0,1

Finanzverbindlichkeiten 2 2.000 2.000 0,0

Sonstige Rückstellungen 2 43 41 4,9

Latente Steuern 24 24 0,0

KURZFRISTIGE SCHULDEN

52.900 39.601 33,6

Finanzverbindlichkeiten 41.265 28.064 47,0

Verbindlichkeiten aus Factoringverhältnissen 10.126 9.154 10,6

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35 83 -57,8

Sonstige Verbindlichkeiten 735 1.460 -49,7

Steuerrückstellungen 646 767 -15,8

Sonstige Rückstellungen 93 73 27,4

BILANZSUMME 70.385 56.931 23,6

Dresdner Factoring AG 2013 8 | 9


Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. HALBJAHR

Anhang 2013 2012

TEUR TEUR %

Erträge aus dem Factoringgeschäft 4 2.193 2.064 6,3

Sonstige betriebliche Erträge 5 227 198 14,6

Finanzerträge 6 1.549 1.325 16,9

ERTRÄGE 3.969 3.587 10,6

BETRIEBSAUFWAND -2.

2.39

399 -2.065

16,2

Personalaufwand -974 -887 9,8

Aufwendungen für Factoring 8 -474 -317 49,5

Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -701 -663 5,7

Abschreibungen auf Gegenstände

des Anlagevermögens

7 -83 -89 -6,7

Abschreibungen auf Forderungen und

Zuführung Wertberichtigungen

-167 -109 53,2


1. HALBJAHR

Anhang 2013 2012

TEUR TEUR %

FINANZAUFWENDUNGEN 6 -473

-413

14,5

GESAMTAUFWAND -2.87

2.872 -2.478

15,9

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

1.097 1.109 -1,

1,1

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -347 -348 -0,3

KONZERN-PERIODENÜBERSCHUSS

= GESAMTERGEBNG

SAMTERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN

750 761 -1,4

Unverwässertes Ergebnis pro Aktie (EUR) 10 0,30 0,30 0,0

Verwässertes Ergebnis pro Aktie (EUR) 10 0,29 0,30 -3,3

nachrichtlich

Forderungsumsatz (EUR Mio.) 331,3 259,3 27,8

Dresdner Factoring AG 2013 10 | 11


Konzern-Kapitalflussrechnung

1. HALBJAHR

2013 2012

TEUR

TEUR

Ergebnis vor Zinsen und Steuern 21 197

Erhaltene Steuern 0 2

Gezahlte Steuern -469 -9

Erhaltene Zinsen 1.560 1.305

Gezahlte Zinsen -437 -377

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 83 89

Veränderung der Rückstellungen 22 49

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 64 65

Ergebnis aus Anlagenabgängen 0 0

Veränderungen der Forderungen aus Factoringverhältnissen sowie sonstiger Vermögenswerte,

die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

-14.374 -12.155

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Factoringverhältnissen, der Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Verbindlichkeiten, die nicht der

Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

-542 2.994

a) Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit -14.072

-7.840


1. HALBJAHR

2013 2012

TEUR

TEUR

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -1 0

Investitionen in Sachanlagen -14 -6

Auszahlungen und Einzahlungen aus Positionen, die nicht der betrieblichen Tätigkeit oder

der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

0 0

b) Cashflow aus der Investitionstätigkeit

tigkeit -15

-6

Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten bei Kreditinstituten 14.665 12.172

Tilgung von Finanzverbindlichkeiten bei Kreditinstituten -722 -1.517

Zahlung von Dividenden -636 -506

Ausübung Aktienoptionen 38 37

c) Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

13.

3.345

345 10.186

Zahlungsmittel zum 1. Januar 2.052 429

Nettoänderung von Zahlungsmitteln -742 2.340

Zahlungsmittel zum 30. Juni 1.310 2.769

Dresdner Factoring AG 2013 12 | 13


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anzahl der

Stammaktien

Gezeichnetes

Kapital

Kapitalrücklagen

Ergebnisvortrag

und

andere Rücklagen

Eigene

Aktien im

Bestand zu

Anschaffungskosten

Konzerneigenkapital

*

Stück TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Stand am 01.01.2012 2.520.043

.043 2.800 7.900 4.637 -1.0

1.047

14.290

Dividenden 0 0 0 -506 0 -506

Aktienoptionsprogramm 0 0 10 0 0 10

Kapitalerhöhung 12.100 12 25 0 0 37

Summe der direkt im

EK erfassten Posten

12.100 12 35 -506

0 -459

Periodenüberschuss 2012 0 0 0 761 0 761

Änderungen 2012 gesamt

12.100 12 35 255 0 302

Stand am 30.06.

3

06.201

2012 2.532.143 2.812 7.935 4.892 -1.04

1.047 14.592

Stand am 01.01.2013 2.532.143 2.812 7.942 5.557 -1.047

15.264

Dividenden 0 0 0 -635 0 -635

Aktienoptionsprogramm 0 0 1 0 0 1

Kapitalerhöhung 11.800 12 26 0 0 38

Summe der direkt im

EK erfassten Posten

11.800 12 27 -635

0 -596

Periodenüberschuss 2013 0 0 0 750 0 750

Änderungen 2013 gesamt

11.800 12 27 115 0 154

Stand am 30.06

3

0.06.201

.2013 2.543.943 2.824 7.969 5.672 -1.047

15.418

*

Minderheitenanteile sind nicht zu berücksichtigen


Anhang

GRUNDLAGE DER ERSTELLUNG

Die Dresdner Factoring AG, Glacisstraße 2, 01099 Dresden,

Deutschland, erstellt ihren Konzernabschluss und Konzern-

Zwischenabschluss nach den International Financial Reporting

Standards (IFRS) so, wie sie vom International Accounting

Standard Board („IASB“) veröffentlicht und durch die Europäische

Union in europäisches Recht übernommen wurden.

Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde gemäß

§ 37w WpHG sowie in Übereinstimmung mit der IFRS-

Vorschrift für die Zwischenberichterstattung (IAS 34 „Interim

Financial Reporting“) erstellt.

Im Rahmen der Erstellung des Zwischenabschlusses in Übereinstimmung

mit IAS 34 hatte der Vorstand Beurteilungen und

Annahmen zu treffen hinsichtlich der Bestimmung des Fair

Value bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,

der Risikovorsorge im Factoringgeschäft, der Wertminderung

(Impairment) von Vermögenswerten, der Verpflichtungen

aus passiven latenten Steuern sowie gesetzlicher,

steuerlicher und sonstiger Vorgänge. Diese Beurteilungen und

Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva

sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode.

Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen

des Vorstands abweichen. Nach Überzeugung des Vorstands

wurden alle periodisch wiederkehrenden Anpassungen, die für

eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage notwendig sind, im 1. Halbjahr 2013 berücksichtigt.

WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

haben sich gegenüber dem IFRS-Konzernabschluss 2012 nicht

verändert.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern

nicht gesondert darauf hingewiesen wird, sind alle Beträge in

Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Aus rechentechnischen

Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen

zu den sich nach mathematischer Rundung exakt ergebenden

Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

Die konsolidierten Finanzinformationen in diesem Bereich

beinhalten Daten der Muttergesellschaft Dresdner Factoring

AG zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft TEWEFA Factoring

GmbH. Die wesentlichen Konsolidierungsmethoden und

der Konsolidierungskreis haben sich gegenüber dem Geschäftsbericht

2012 nicht verändert.

ERSTMALIGE ANWENDUNG VON STANDARDS

Gemäß IAS 34.16A(j) sind in der Konzernzwischenberichterstattung

erstmals Angaben nach IFRS 13 Bemessung des

beizulegenden Zeitwerts und IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

erforderlich. Der Konzern stellt diese Informationen in den

Angaben (2) und (3) dar.

Der Zwischenabschluss 2013 fußt auf dem geprüften IFRS-

Konzernabschluss 2012. Der vorliegende Konzern-

Zwischenabschluss 2013 sowie der Zwischenlagebericht sind

weder einer prüferischen Durchsicht im Sinne des WpHG

unterzogen noch gemäß § 317 HGB geprüft worden. Das in

diesem Zwischenabschluss veröffentlichte Halbjahresergebnis

kann nicht notwendigerweise als Indikator für ein zu erwartendes

Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2013 gewertet

werden.

Dresdner Factoring AG 2013 14 | 15


Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) FORDERUNGEN AUS FACTORINGVERHÄLTNISSEN

30.06.2013 31.12.2012

TEUR

TEUR

Angekaufte Factoringforderungen 66.134 52.193

Sonstige Forderungen des Factoringverkehrs 453 424

Rückforderungen Factoringkunden 312 412

Zahlungen im Transfer 190 8

abzgl. Wertberichtigungen -1.058 -1.337

SUMME 66.031 51.700

Die Forderungen aus Factoringverhältnissen

erhöhten sich um 28 %, davon entfallen 27 %

auf die Steigerung der angekauften

Factoringforderungen. Diese erhöhten sich

um TEUR 13.941 auf TEUR 66.134.

Die angekauften Forderungen von TEUR

66.134 (31.12.2012: TEUR 52.193) wurden

nach unveränderten Grundsätzen im Wert

gemindert. Der nicht wertgeminderte Teil entfällt

auf folgende Alterscluster:

30.06.2013 31.12.2012

TEUR

TEUR

nicht fällig 55.822 37.406

überfällig 1 bis 30 Tage 8.245 11.254

überfällig 31 bis 60 Tage 492 1.453

überfällig 61 bis 90 Tage 154 356

überfällig über 90 Tage 611 744

SUMME 65.324 51.213


(2) ERMITTLUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben

des Konzerns verlangen die Ermittlung der beizulegenden

Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte wurden für

Bewertungs- und / oder Angabezwecke auf der Grundlage der

nachstehenden Methoden ermittelt.

Sachanlagen

Der beizulegende Zeitwert von Betriebs- und Geschäftsausstattung,

Einbauten und Zubehör basiert auf dem Anschaffungswert,

vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Der beizulegende Zeitwert des Geschäfts- oder Firmenwertes

basiert auf den abgezinsten Cashflows, die voraussichtlich aus

der Verwendung des Vermögenswertes erzielt werden.

Langfristige Steuererstattungsansprüche

Langfristige Steuererstattungsansprüche werden nach der

Effektivzinsmethode mit dem fristenkongruenten Marktzins

abgezinst.

Langfristige sonstige Rückstellungen

Langfristige sonstige Rückstellungen werden nach der Effektivzinsmethode

mit dem fristenkongruenten Marktzins abgezinst.

Der beizulegende Zeitwert von Software und Lizenzen basiert

auf dem Anschaffungswert, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der langfristigen Finanzinstrumente zum 30. Juni 2013

Buchwert

TEUR

Zeitwert

TEUR

VERMÖGENSWERTE

Geschäfts- oder Firmenwert 2.084 2.084

Steuererstattungsansprüche, langfristig 5 5

SCHULDEN

Finanzverbindlichkeiten, langfristig 2.000 2.000

Sonstige Rückstellungen, langfristig 43 43

(3) HIERARCHIE DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Die Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 nach einer

Hierarchie bezüglich der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes

klassifiziert. Eine Umgliederung in der Hierarchie gab es im

Berichtszeitraum nicht. Die Ermittlung des Zeitwertes für den

Geschäfts- oder Firmenwert entspricht der Stufe 3.

STUFE 3 – Bewertungsverfahren (bei denen der niedrigste

Input-Parameter, der sich wesentlich auf die Bewertung zum

beizulegenden Zeitwert auswirkt, nicht beobachtbar ist).

Dresdner Factoring AG 2013 16 | 17


Erläuterungen zur

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Die Dresdner Factoring erreichte im ersten Halbjahr 2013 ein

Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 1.097 (H1 2012: TEUR

1.109).

Ein sonstiges Ergebnis ist in H1 2013 wie auch für den Vorjahreszeitraum

nicht auszuweisen.

Die Erhöhung der Zinserträge aus Factoring sowie der Aufwendungen

für Bankzinsen ergeben sich aus dem gewachsenen

Geschäftsvolumen sowie dem gestiegenen Bestand der angekauften

Factoringforderungen. Der Nettozinsertrag aus Factoring

stieg auf TEUR 1.056 (H1 2012: TEUR 892).

(4) ERTRÄGE AUS DEM FACTORINGGESCHÄFT

Die Erträge aus dem Factoringgeschäft stiegen um 6 % auf

TEUR 2.193.

(7) ABSCHREIBUNGEN

Im 1. Halbjahr 2013 wurden planmäßige Abschreibungen auf

immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 20 (H1 2012:

TEUR 27) und auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 61 (H1

2012: TEUR 60) vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen

waren wie im Vorjahreszeitraum nicht zu verzeichnen.

(5) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Limitgebühren

in Höhe von TEUR 118 (H1 2012: TEUR 96), sonstige

Erträge in Höhe von TEUR 49 (H1 2012: TEUR 68) sowie

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von

TEUR 46 (H1 2012: TEUR 21).

(6) FINANZERTRÄGE / FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzerträge enthalten Zinserträge aus Factoring in Höhe

von TEUR 1.529 (H1 2012: TEUR 1.304). Der übrige Teil

entfällt auf sonstige Zinserträge.

Die Finanzaufwendungen enthalten Bankzinsen in Höhe von

TEUR 473 (H1 2012: TEUR 412).


(8) AUFWENDUNGEN FÜR FACTORING

H1 2013 H1 2012

TEUR

TEUR

Warenkreditversicherung 268 148

Prüfgebühren und Inkassoaufwendungen 87 72

Provisionen 76 55

Sonstige Aufwendungen für Factoring 33 34

Werbung 10 8

SUMME 474 317

(9) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

H1 2013 H1 2012

TEUR

TEUR

Verwaltungsaufwendungen 432 404

Betriebsaufwendungen 257 255

Aufwendungen für „operating lease“ 8 0

Periodenfremde Aufwendungen 4 4

SUMME 701 663

Dresdner Factoring AG 2013 18 | 19


(10) ERGEBNIS PRO AKTIE

Unverwässertes Ergebnis pro Aktie

H1 2013 H1 2012

Konzern-Periodenergebnis (EUR) 750.337 761.617

Gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (Stück) 2.538.263 2.521.647

ERGEBNIS PRO AKTIE (EUR) 0,30

0,30

Verwässertes Ergebnis pro Aktie

H1 2013 H1 2012

Konzern-Periodenergebnis (EUR) 750.337 761.617

Gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien

einschließlich ausstehender Optionsrechte (Stück)

2.565.637 2.525.586

ERGEBNIS PRO AKTIE (EUR) 0,29

0,30


Sonstige Angaben

(11) BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Herr Jürgen Freisleben / Wegold Holding AG hielt zum Berichtsstichtag

eine Mehrheitsbeteiligung von 61,70 % der

Stimmrechte der Dresdner Factoring AG. Über den Einfluss von

Herrn Jürgen Freisleben in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsmitglied

der Gesellschaft hinaus war die Dresdner Factoring

AG in keiner Form weisungsgebunden.

Die Dresdner Factoring AG ist auch durch sonstige Vereinbarungen

in keiner Form weisungsgebunden.

Zwischen den Unternehmen des Konzerns und dem Vorstand

sowie dessen nahen Angehörigen bestanden in der Berichtsperiode

keine weiteren, über das reguläre Anstellungsverhältnis

hinausgehenden Geschäftsbeziehungen.

Zwischen den Unternehmen des Konzerns und den Mitgliedern

des Aufsichtsrats sowie deren nahen Angehörigen bestanden

im Geschäftsjahr weitere Geschäftsbeziehungen.

Ulrike Menard-Holzhauser, Pflanzen & Dekoration Dresden

Flowers, Dresden

Pflege der Zimmerpflanzen (Büro)

Vergütung H1 2013: TEUR 1

H1 2012: TEUR 1

d.facto AG, Wendelstein

Vermittlung von Factoringengagements

Vergütung H1 2013: TEUR 3

H1 2012: TEUR 5

HW Leasing GmbH, Wismar

Vermittlung von Factoringengagements

Vergütung H1 2013: TEUR 1

H1 2012: TEUR 1

TEWEFA Factoring GmbH

Dresdner Factoring AG

TACC Media & Production GmbH, Klagenfurt/Österreich

Dienstleistungen: Werbung und Marketing

Vergütung H1 2013: TEUR 5

H1 2012: TEUR 0

Prof. Dr. Holzhauser & Partner Rechtsanwälte GbR, Dresden /

H&P Prof. Dr. Holzhauser Rechtsanwaltsgesellschaft mbH,

Dresden

Inkassovertrag; Abrechnung auf Basis des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes

(RVG)

Vergütung gezahlt H1 2013: TEUR 12

H1 2012: TEUR 6

Davon wurden TEUR 4 durch die Dresdner Factoring AG gezahlt.

TEUR 8 zahlten Schuldner oder wurden an Factoringkunden

weiterberechnet. Die gezahlte Vergütung beinhaltet in

Höhe von TEUR 11 die ausstehende Vergütung zum

31. Dezember 2012.

Prof. Dr. Holzhauser & Partner Rechtsanwälte GbR, Dresden /

H&P Prof. Dr. Holzhauser Rechtsanwaltsgesellschaft mbH,

Dresden

Inkassovertrag; Abrechnung auf Basis des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes

(RVG)

Vergütung gezahlt H1 2013: TEUR 4

H1 2012: TEUR 3

Die gezahlte Vergütung wurde vollständig von Schuldnern

gezahlt oder wurde an Factoringkunden weiterberechnet. Die

gezahlte Vergütung beinhaltet in Höhe von TEUR 3 die ausstehende

Vergütung zum 31. Dezember 2012.

Vergütung ausstehend H1 2013: TEUR 4

H1 2012: TEUR 2

Die Zahlung erfolgt durch Schuldner bzw. die Zahlung des

Restbetrages erfolgt in den Folgejahren nach Abschluss des

Rechtsfalles durch die Factoringkunden oder die TEWEFA

Factoring GmbH.

Vergütung ausstehend H1 2013: TEUR 7

H1 2012: TEUR 11

Die Zahlung erfolgt durch Schuldner bzw. die Zahlung des

Restbetrages erfolgt in den Folgejahren nach Abschluss des

Rechtsfalles durch die Factoringkunden oder die Dresdner

Factoring AG.

Dresdner Factoring AG 2013 20 | 21


(12) AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Aufsichtsrat

Dr. Norbert Hörmann, Augsburg | Vorsitzender

Günter Cott, Konstanz

| 1. stv. Vorsitzender

Dr. Christian Heimann, Barleben | 2. stv. Vorsitzender

Thomas Agerholm, Wismar | bis 26. Juni 2013

Dr. Holger Bissel, Hannover | seit 26. Juni 2013

Jürgen Freisleben, Wendelstein

Prof. Dr. Guido Holzhauser, Dresden

Vorstand

Kerstin Steidte-Megerlin, Dresden

(13) INFORMATION DER AKTIONÄRE

Die Dresdner Factoring AG nutzt das Internet, um Aktionäre,

alle Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Aktionärsvereinigungen

und die Medien umfassend, gleichberechtigt und

zeitnah zu informieren. Unter www.dresdner-factoring.de im

Bereich Investor Relations sind die Entsprechenserklärung zum

Deutschen Corporate Governance Kodex sowie alle kursrelevanten

Veröffentlichungen und weitere Informationen über den

Konzern verfügbar. Einen Überblick über die Termine der

regelmäßigen Finanzberichterstattung bietet der Finanzkalender.

Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung

im Bundesanzeiger sowie auf der Internetseite des

Unternehmens.

Dresden, 29. August 2013

Dresdner Factoring AG

Der Vorstand

Kerstin Steidte-Megerlin

Vorstand


AKTIE

Stammaktien

Wertpapier-Kennnummer (WKN)

International Securities Identification Number (ISIN)

Zugelassen zum Handel – General Standard – in

2.872.200 Inhaberaktien

DFAG99

DE000DFAG997

Frankfurt am Main

Stuttgart

Berlin

Düsseldorf

München

XETRA

FINANZKALENDER

Zwischenmitteilung zum 30. September 2013 7. November 2013

Vorläufiges Jahresergebnis Geschäftsjahr 2013 März 2014

DESIGNATED SPONSOR

BankM – Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Frankfurt am Main

UNTERNEHMENS-RESEARCH

Solventis Wertpapierhandelsbank GmbH, Frankfurt am Main

ABSCHLUSSPRÜFER / KONZERNABSCHLUSSPRÜFER FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart

MITGLIEDSCHAFT IN BRANCHENVERBÄNDEN

Deutscher Factoring-Verband e.V., Berlin

Dresdner Factoring AG 2013 22 | 23


Hinweise zum Inhalt

Sofern nicht anders gekennzeichnet, sind die Informationen in

diesem Bericht gemäß den International Financial Reporting Standards

(IFRS) erstellt worden. Das in diesem Zwischenbericht

veröffentlichte Ergebnis zum 30. Juni 2013 kann nicht notwendigerweise

als Indikator für ein zu erwartendes Gesamtergebnis des

Geschäftsjahres gewertet werden. Im Zusammenhang mit der

Erstellung des vollständigen Konzernabschlusses 2013 kann es zu

Anpassungen kommen.

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete

Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit

beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über

unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf

Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung

der Dresdner Factoring AG derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete

Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an

dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung,

solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger

Ereignisse anzupassen.

Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und

Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu

beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten

Aussagen abweichen.

Die vorliegende Bilanz sowie Gesamtergebnisrechnung sind weder

einer prüferischen Durchsicht im Sinne des WpHG unterzogen

noch gemäß § 317 HGB geprüft worden.

Herausgeber

Dresdner Factoring AG

Glacisstraße 2

01099 Dresden

+49 (0) 351 888 55 110

dresden@dresdner-factoring.de

www.dresdner-factoring.de

Die Zwischenmitteilung

des Vorstands im Internet:

www.dresdner-factoring.de

Gestaltung

silkdesign GmbH

www.silkdesign.de

Christine Schwerdel

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