2015 CUMINAIVEL #3

cuminaivel

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2015

Nr. 3 | Freitag, 16. Januar 2015

///CUMINAIVEL

Informationsmagazin für alle eingesetzten Sicherheitskräfte am WEF 2015

/// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 081 632 16 75 /// Mail: info@kapo.gr.ch

WEF: Ein Meisterstück

Die Sicherheit am WEF gilt weltweit

als Vorzeigebeispiel. Wer ist dafür

verantwortlich Wir fragen Jean-Luc

Vez, Head of Security Policy and Security

Affairs am WEF. Seiten 2–3

Unter demselben Dach

Das Militär und Kindergärtner im

gleichen Gebäude Für das WEF ist

die Armee im Schulhaus Wiesen zu

Gast. Für die Kinder gibt es viel zum

Staunen. Seite 4

L’armée s’invite à l’école

L’école de Wiesen bei Alvaneu vit des

moments inédits pendant le WEF. Militaires

et écoliers cohabitent pour le

plus grand bonheur des petits qui ont

ainsi pu prendre d’assaut les véhicules

militaires… des étoiles plein les yeux.

Page 5

Kommunikation am WEF

Ohne Kommunikation funktioniert

nichts. Die Führungsunterstützungsbasis

(FUB) stellt sicher, dass die

Kommunikation am WEF einwandfrei

funktioniert. Keine leichte Aufgabe.

Seite 6

Meteo

Davos Chur

Min / Max

Freitag 3° / 11°

Samstag 3° / 4°

Freitag -4° / 3°

Samstag -2° / -1°

BUNT

TRIFFT

GRÜN

Bild: rmo.


2 /// FREITAG, 16. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

«Sicherheit in Davos

gilt als Meisterstück»

Jean-Luc Vez arbeitete viele Jahre beim Bundesamt für Polizei (fedpol). Seit April

letzten Jahres ist er bei der WEF-Stiftung für das Thema Sicherheit verantwortlich.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag ganz generell

aus Und was werden Sie während

des WEF in Davos machen

Während der ersten neun Monate habe

ich mich mit den physischen Sicherheitsbedürfnissen

des Forums vertraut gemacht.

Überall, wo wir Veranstaltungen

organisiert haben, bin ich hingereist: Afrika,

Latein-Amerika, China, Indien und

Nahost. Während des diesjährigen WEF

in Davos wird mein Team Security Affairs

unter der Leitung von Guy-Serge

Baer wie jedes Jahr zusammen mit den

Sicherheitsbehörden dafür sorgen, dass

eine optimale Sicherheit gewährleistet

wird. Meinerseits werde ich zum grössten

Teil verschiedene Meetings organisiseren

und leiten, wo Innenminister, Justizminister

und Vertreter von Interpol,

Europol und grossen, weltweit tätigen

Unternehmen über Cyber-Kriminalität

debattieren werden.

«Die Arbeit der

Sicherheitskräfte ist

sehr professionell.»

Jean-Luc Vez

Ist bei der WEF-Stiftung verantwortlich für das Thema Sicherheit: Jean-Luc Vez.

th. Herr Vez, Sie sind seit bald zehn

Monaten beim World Economic

Forum für die Bereiche Security

Policy und Security Affairs verantwortlich.

Was muss man sich darunter

vorstellen

Jean-Luc Vez: Security Affairs sorgt

für die Sicherheit der WEF-Veranstaltungen

wie das Jahrestreffen in Davos

oder die regionalen Gipfel. Bei Security

Policy geht es darum, Themen wie

Bild: zvg.

Cyber-Kriminalität, Menschenhandel

oder Korruption anzusprechen, welche

die Privatwirtschaft wie auch die Politik

weltweit interessieren.

Die Thematik Sicherheit ist nichts

Neues für Sie. Sie waren viele Jahre

Direktor des Bundesamtes für Polizei

(fedpol). Wo sehen Sie in Ihrer neuen

Funktion die grössten Herausforderungen

– immerhin gilt es, die Sicherheit

für rund 2500 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer zu gewährleisten

Während der letzten zehn Jahre durfte

ich feststellen, dass die Gewährleistung

der Sicherheit in Davos weltweit als ein

Meisterstück betrachtet wird. In der Tat

ein Vorbild einer effizienten Zusammenarbeit

zwischen allen Sicherheitspartnern

der Schweiz. So etwas schafft

Vertrauen, insbesondere bei den vielen

Teilnehmern, die aus der ganzen Welt

kommen.


CUMINAIVEL FREITAG, 16. JANUAR 2015

/// 3

Das Sicherheitsdispositiv rund um

das Annual Meeting ist sehr gross.

Wie arbeiten Sie mit den Sicherheitskräften

der Polizei und der Armee zusammen

Nach so vielen Jahren sind die Abläufe

zwischen den Partnern (Zivil, Militär,

Forum Security Team) sehr eingespielt.

Aber die Bedrohungslage kann heutzutage

rasch ändern; so müssen alle Partner

sehr flexibel und reaktionsfähig bleiben.

Herausforderungen aber auch immer

wieder neue Chancen, für das Forum,

für die Teilnehmer, aber natürlich auch

für die involvierten Sicherheitsbehörden.

In den letzten Jahren habe ich mir übrigens

sehr gute und kompetente Freunde

im Kanton Graubünden machen können.

Das alles gefällt mir sehr!

Wie beurteilen Sie die Arbeit der Sicherheitskräfte

Sehr professionell!

Wie hat sich aus Ihrer Sicht das Annual

Meeting über all die Jahre hinweg

entwickelt

Aus meiner Sicht hat sich in erster Linie

die Dimension des Anlasses rasch

und massiv entwickelt. Aufgrund der

steigenden Attraktivität des Anlasses ist

die Anzahl der Regierungsvertreter sehr

stark gestiegen.

Und wie wird es sich in Zukunft noch

verändern

Die rasante Entwicklung der internationalen

Sicherheitslage wird wahrscheinlich

eine der Hauptherausforderungen

bleiben. Und Bedrohungen aus der Terrorwelt

oder aus der Cyberwelt werden immer

wieder neue, ganz moderne Massnahmen

benötigen.

Was gefällt Ihnen persönlich an Davos

und an Graubünden

Davos und der Kanton Graubünden

sind für mich etwas Einmaliges. Dieser

Standort und die Bevölkerung stehen jedes

Jahr für ein paar Tage im Zentrum

der Welt. Das bedeutet jedesmal neue

«Davos und der Kanton Graubünden sind für mich etwas Einmaliges.»

Bild: zvg.


4 /// FREITAG, 16. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Panzer auf Pausenplatz

wiegt sieben Elefanten

Das Schulhaus Wiesen bei Alvaneu teilen sich eine Kompanie des Geb S Bat 6

und die örtliche Schule: Oben wird Mathe gepaukt und Geschichten vorgelesen,

unten üben die AdA den Ernsteinsatz für das WEF.

Es sei für die Kinder ein besonderes Ereignis,

wenn das Militär hier sei, meint

der Kompaniekommandant. Der Toggenburger

zeigt deshalb den Schülern

und Kindergärtlern höchstpersönlich

die Räume und Fahrzeuge. Die Kinder

sind begeistert.

Das grösste Schlafzimmer der Welt

Im Zivilschutzkeller übernachten die

AdA, praktisch alle Betten sind in

Beschlag. «Das ist das grösste Schlafzimmer

der Welt, nicht wahr», will

ein Kindergartenmädchen wissen. Es

stinke aber ein bisschen, flüstert eine

3.-Klässlerin. Im Mat Mag stehend,

fragt ein Junge, warum es denn so viele

«Der Schulbetrieb

funktioniert ganz

normal.»

Cornelia Gubser

Sind vom Radschützenpanzer 93 «Piranha» fasziniert: Schüler des Schulhauses Wiesen.

Bild: rmo.

cb. Die Turnhalle wurde in ein Mat

Mag umfunktioniert und vor der Schule

stehen Piranhas. Auf dem Pausenplatz

begegnen sich AdA und Kindergärtler

und begrüssen sich mit einem

lachenden «Hoi». Was unwirklich

klingt, ist im Schulhaus Wiesen Alltag.

«Die Kindergärtner müssen praktisch

durch das KP gehen, um in ihre Räume

zu gelangen», sagt Hptm Michael Müller,

Kdt Geb S Kp 6/2. Völlig neu ist

die Situation für die Schule in Wiesen

nicht. Schon im November und Dezember

fanden hier WK statt. Während des

WEF hat es aber mehr AdA und die Zutrittskontrollen

sind strenger.

Das Militär als Gast

«Ausser auf die Turnhalle müssen wir

eigentlich auf nichts verzichten, der

Schulbetrieb funktioniert ganz normal»,

erklärt Lehrerin Cornelia Gubser

gelassen. Auch der Militärbetrieb

funktioniert wie anderswo. Das Militär

sieht sich aber klar als Gast und sucht

deshalb den Austausch mit der Schule.

Kleider habe, wenn doch alle Mannen

schon Kleider anhätten. Einige würden

halt dreckig oder gingen kaputt,

erklären ihm die AdA schmunzelnd.

Währenddessen erklärt Sdt Marco Bischof

draussen kinderfreundlich den

Radschützenpanzer: «Das Ding ist so

schwer wie sieben Elefanten.» Grosses

Staunen. Aber im Nu haben die Kinder

das schwere Gefährt übernommen und

schauen durch die Luke. «Du darfst

hier nicht rein, das ist unser Panzer»,

ruft ein Junge selbstbewusst. Zum Abschluss

gibt es für alle Zwipf. «Ich will

später auch mal ins Militär», meint ein

Junge mit strahlenden Augen. Ob er

nach seiner Schulzeit immer noch so

überzeugt ist, wird sich zeigen.


CUMINAIVEL FREITAG, 16. JANUAR 2015

/// 5

Lourd comme

sept éléphants

L’école de Wiesen bei Alvaneu partage ses locaux avec la compagnie bat car

mont 6. A l’étage, on enseigne les maths et l’histoire alors qu’en bas, les mil

se préparent à leur engagement en situation réelle pour le WEF.

cb/da. La salle de gym s’est transformée

en mag mat et devant l’école on

trouve des chars de grenadier à roues.

Dans la cours de récréation, les écoliers

et les militaires se rencontrent,

se saluent avec un «Hoi» et un grand

sourire. «Les écoliers doivent passer au

milieu de la compagnie pour rejoindre

leur classe», explique le cap Michael

Müller, cdt cp car mont 6/2. Bien que

surprenante, cette situation n’est pas

nouvelle pour l’école de Wiesen. En novembre

et en décembre, des CR se sont

déjà déroulés ici. Toutefois pendant le

WEF, les militaires sont plus nombreux

et les contrôles à l’entrée plus stricts.

Les écoliers à la rencontre du monde militaire.

Photos: rmo.

Ravitaillement pour tous!

Des invités militaires

«Le fonctionnement de l’école n’a pas

été altéré, nous avons seulement dû

renoncer à utiliser la salle de gym»,

souligne l’enseignante Cornelia Gubser.

L’activité militaire n’est pas

différente d’ailleurs. En contrepartie de

leur présence, les militaires échangent

volontiers avec l’école. Pour les petits,

c’est toujours un événement lorsque les

militaires sont ici, explique le cap Michael

Müller. L’habitant du Toggenburg

leur montre alors en personne les espaces

et les véhicules. Les enfants sont

enchantés.

Le plus grande chambre à coucher

Les mil ont pratiquement réquisitionné

tous les lits de l‘abri de la protection

civile qu’ils occupent. «C’est la plus

grande chambre à coucher au monde,

n’est-ce pas », s’interroge une fillette

du jardin d’enfant. Ca sent un peu mauvais,

chuchote une camarade de 3ème.

Un jeune garçon qui se tient au milieu

du mag mat se demande à quoi tous ces

habits peuvent-ils bien servir, alors que

tout le monde est déjà habillé. Certains

se salissent ou s’abiment, lui expliquent

«Le fonctionnement

de l'école n'a pas

été altéré»

Cornelia Gubser

les mil en souriant. Pendant le repas, le

sdt Marco Bischof décrit le char de grenadiers

à roues dans un langage adapté

aux enfants : «Cette chose pèse aussi

lourd que sept éléphants». Grand étonnement.

Très rapidement, les enfants

s’approprient le blindé et guignent par

la tourelle. «Tu n’as pas le droit d’entrer

ici, c’est notre char», lance un jeune

avec fierté. Et pour finir, ravitaillement

pour tous. «Plus tard, je veux aussi aller

à l’armée», dit un jeune au regard

brillant. L’avenir nous dira s’il en sera

toujours autant convaincu à l’issue de

sa scolarité.


6 /// FREITAG, 16. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Dank der FUB

ein sicheres WEF

Um die Sicherheit am WEF gewährleisten zu können, braucht es eine zuverlässige,

einwandfrei funktionierende Kommunikation. Die Führungsunterstützungsbasis

(FUB) stellt dazu ein Kommunikationsnetzwerk zur Verfügung, welches sie mit

Berufs- und Milizpersonal betreibt.

Die Richtstrahl Kompanie 4/1 ist landesweit im Einsatz.

Bild: zvg.

zvg. Spezialisten der FUB leisten einen

wichtigen Beitrag zur Durchführung

des WEF. Ihre Hauptaufgabe ist es,

die Führungsfähigkeit der eingesetzten

Sicherheitsorgane zu gewährleisten.

Dafür stellt sie Kommunikationsnetze

und -mittel für die Truppe und die zivilen

Sicherheitskräfte bereit und betreibt

diese.

Frühzeitige Vorbereitung

Mitte Dezember bereitete sich ein Team

von militärischen und zivilen Mitarbeitern

der FUB auf den Einsatz am WEF

vor. Ein Teil der benötigten Kommunikationsverbindungen

wurde bereits vor

Weihnachten aufgebaut. Somit bleibt

den Sicherheitskräften genügend Zeit,

vor dem Start des WEF umfangreiche

Tests durchzuführen. Bereits zu Beginn

des WEF-Dienstes steht so ein sicheres

Netz von Daten- und Voice-Verbindungen

zur Verfügung. Der Datentransfer

erfolgt verschlüsselt und ist damit gegen

Einflüsse von Dritten geschützt.

Damit kann die FUB die Kommunikation

der Sicherheitskräfte im Einsatzraum

flächendeckend garantieren.

Für die Richtstrahlanbindung zugunsten

der Verbände, die dem Einsatzverband

Boden unterstellt sind, steht die

Richtstrahl Kompanie 4/1 landesweit

auf diversen Festnetzanlagen im Einsatz.

Während der heissen Phase, also

kurz vor und während des WEF, werden

die Netze im 24-Stunden-Betrieb

überwacht. Die Überwachung findet im

Network Control Center statt. Zusätzlich

stellt die FUB Spezialisten, Infrastruktur

und Funkgeräte bereit.

Unterstützung durch Partner

Die FUB erbringt ihre Leistungen zuverlässig,

zeit- und lagegerecht, so dass

das Kommunikationsnetzwerk während

des WEF optimal funktioniert.

Die FUB kann dabei auf eine enge Zusammenarbeit

mit der RUAG Defence

zählen, die im Bereich Support, Radar,

Netzerschliessung und Installation von

Endgeräten wertvolle Unterstützung

leistet. Damit der Zustand der Netze

stabil ist und es zu keinen Unterbrüchen

kommt, muss auf allen Stufen

präzise und zuverlässig gearbeitet werden.

Das Zusammenspiel aller ist der

entscheidende Punkt.


CUMINAIVEL FREITAG, 16. JANUAR 2015

/// 7

Vom Kosovo

bis zum WEF

Wie schnell die Stimmung bei grossen Menschenansammlungen kippen kann,

kennt Oberstlt i Gst Christian Steiner von seiner Zeit im Kosovo. Seine dort

gemachten Erfahrungen kann er im WEF-Einsatz optimal einbringen.

WEF – Stafette

Oberstlt i Gst Christian Steiner will den Stab an einen Churer Stadtpolizisten übergeben.

«Es sind Schüsse geflogen.

Ich stand mit

Schutzweste und Helm

mittendrin.»

Oberstlt i Gst Christian Steiner

mk. Unser Stafetten-Stab führt seine

Reise bei Oberstleutnant Christian

Steiner fort. Als Kommandant des

Gebirgsschützenbataillons 6 – dem ältesten

Schützenbataillon der Schweiz –

warten verschiedene Aufgaben für ihn

und seine Truppe während der Zeit um

das WEF. Die Vorbereitungen laufen

auf Hochtouren. «Wir sind hier im Einsatz.

Das heisst, es wird Leistung auf

Anhieb erwartet – eine zweite Chance

gibt es nicht», so der Bataillonskommandant.

Die Truppe wird vor allem

für die Objektsicherung und Überwachung

eingesetzt. «Im Bedarfsfall können

wir die zivilen Behörden zusätzlich

Bild: rmo.

unterstützen – wir könnten zusätzliche

Objekte übernehmen, absperren, transportieren,

Verkehr kontrollieren, etc.»,

fasst Christian Steiner zusammen.

Parallelen zum Kosovo-Einsatz

Dass er Erfahrung mit Ernstfällen hat,

zeigt seine Vergangenheit. Im Kosovo

war er Kommandant der KFOR-Truppen

JRD-Nord und war somit verantwortlich

für den gesamten Norden des

Kosovo. Obwohl die Bedrohungslage

dort eine andere ist, sieht Christian

Steiner Parallelen zum diesjährigen

WEF-Einsatz. Er hat selber hautnah

miterlebt, wie schnell die Emotionen

bei grossen Menschenmassen überkochen

können.

Zwischen den Fronten im Kosovo

Als im Fussballspiel Serbien-Albanien

im Oktober 2014 eine Drohne mit

albanischer Flagge auf das Spielfeld

flog, kam es auch ausserhalb des Stadions

zu Gewaltausbrüchen. Christian

Steiner war als Beobachter in Mitrovica

stationiert, wo er zwischen die

Fronten von serbischstämmigen und

albanischstämmigen Kosovaren geriet.

Die Lage drohte zu eskalieren.

Der Bat Kdt erzählt: «Es sind Schüsse

geflogen, Demonstranten haben in die

Luft geschossen. Ich stand mit Schutzweste

und Helm mittendrin.» Auf seine

Empfehlung hin wären bewaffnete

Truppen der KFOR ausgelöst worden,

um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Glücklicherweise kam es nicht so

weit und die Lage hat sich beruhigt. Da

war diplomatische Vermittlung gefragt

und Fingerspitzengefühl. Dies kommt

ihm nun auch am WEF zugute. Er beschreibt

die Lage: «Wir arbeiten nicht

im luftleeren Raum, sondern inmitten

der Bevölkerung. Das tägliche Leben

findet parallel zum Einsatz statt. Das

entspricht der heutigen Realität von

vielen militärischen Operationen.»

Die Stafette geht weiter

Da sich die Demonstrationen immer

mehr in die Städte verschieben, will

Christian Steiner den Stafettenstab

an ein Mitglied der Stadtpolizei Chur

übergeben, um zu sehen, was in der

Stadt alles geschieht.

WEF-Stafette

Im «Cuminaivel»-Staffellauf werden

Akteure von Seiten der Polizei sowie

der Armee in einem Portrait wechselweise

vorgestellt. Wer den Stafettenstab

abgibt, kann seinem Nachfolger

eine Frage mitgeben, die dieser in der

nächsten Folge beantworten muss.


8 /// FREITAG, 16. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

Pesante come

sette elefanti

Da alcuni giorni a questa parte gli scolari della scuola elementare di Wiesen bei

Alvaneu condividono la propria sede con i militi della compagnia fuc mont 6.

A pochi metri di distanza c’è chi si prepara per una verifica di matematica e chi

invece si prepara per l’imminente impiego al WEF.

dei soldati stazionati presso la scuola, che

si svolge esattamente come se si svolgesse

altrove. D’altro canto, è pur vero che

l’arrivo dei soldati nei pressi della scuola

è un evento del tutto inusuale per i piccoli

di Wiesen. Per soddisfare la loro curiosità

e per contraccambiare della gentile ospitalità

offerta dalla comunità locale, il cap

Michael Müller racconta di aver accompagnato

personalmente le classi a visitare

i mezzi e i locali occupati dall’esercito.

Inutile dire che l’iniziativa ha raccolto il

massimo entusiasmo da parte dei bimbi.

Gli studenti della scuola di Wiesen, affascinati dal Carro armato «Piranha».

cb/lr. La palestra è stata trasformata in

un magazzino per il materiale. Il piazzale

della scuola è occupato da carri armati

granatieri ruotati. Bambini e militi

che condividono gli spazi e si salutano

con un «Hoi». Ciò che pare inconciliabile,

o quantomeno incredibile, presso

la scuola di Wiesen è invece del tutto

normale. «Per raggiungere le proprie

classi i bambini hanno dovuto imparare

in fretta come aggirare la truppa e i

mezzi» ha riferito il cap Michael Müller,

cdt cp fuc mont 6/2. Questa convivenza

non è nuova per la scuola di Wiesen.

Nel corso dei mesi di novembre e

dicembre essa ha già ospitato un corso

di ripetizione. Tuttavia in occasione del

WEF, la presenza militare è maggiore

e i controlli all’entrata sono più severi.

Foto: rmo.

Ospiti della scuola

«Ad eccezione delle lezioni di educazione

fisica, lo svolgimento delle lezioni continua

in modo del tutto normale» chiarisce

Cornelia Gubser, maestra di scuola elementare.

Lo stesso può dirsi del servizio

«Lo svolgimento delle

lezioni continua in modo

del tutto normale »

Cornelia Gubser

La più grande stanza da letto del mondo

«Ma è la più grande stanza da letto del

mondo». Questa la domanda di una

bambina dell’asilo, stupita dalle dimensioni

del bunker della protezione civile

dove alloggiano i soldati. «Puzza un po’

però!» è invece stata la candida reazione

di una scolaretta del terzo anno. Il magazzino

ha suscitato nuovi interrogativi.

Un bambino particolarmente attento ha

chiesto quale utilità avessero tutti quegli

abiti ammucchiati, dal momento che ogni

soldato è già vestito di tutto punto. Nel

frattempo ai bambini è stato permesso

di toccare con mano i veicoli posteggiati

davanti alla scuola. Cercando di spiegare

in termini semplici il funzionamento

e le caratteristiche del carro armato, il

sdt Marco Bischof ha spiegato: «Questa

cosa pesa come sette elefanti». Stupore

e bocche aperte attorno al pesante mezzo.

Solo per un momento però. Un attimo

dopo i bambini erano già all’interno

del carro armato intenti a curiosare nei

vari scomparti e a sbirciare dai finestrini.

Particolarmente sicuro di sé, un bimbo

ha poi messo in guardia i militi: «non

potete entrare, il carro ormai è nostro».

Alla fine della visita a tutti i partecipanti

è stato offerto uno spuntino a base di tè,

biscotti e cioccolata militare. «Da grande

farò anch’io il militare», ha dichiarato

un bambino particolarmente entusiasta.

Non resta dunque che aspettare, per

vedere se in futuro sarà ancora altrettanto

motivato.


CUMINAIVEL FREITAG, 16. JANUAR 2015

/// 9

Unsichtbar,

aber unverzichtbar

Am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos sorgen Polizisten und Infanteristen sowie

die Luftwaffe für die Sicherheit der Teilnehmer. Im Hintergrund sorgt das Log Bat

ad hoc für einen reibungslosen Ablauf.

zvg. Die Leistungen der Logistikbasis

der Armee LBA am WEF 2015 lassen

sich sehen: Unter anderem werden 2300

Schutzwesten, knapp 580 optische Geräte

wie Restlichtverstärker und Wärmebildgeräte

oder 1180 Molankegel

verteilt. Zudem stellt die LBA knapp

350 Lastwagen sowie rund 620 Pw

bereit. In Davos werden auch fast 700

Zaunelementsortimente verbaut. Das

ergibt eine Länge von über 40 Kilometern.

Also etwa die Distanz von Zürich

nach Aarau. Neben dem Material

der LBA ist auch das Log Bat ad hoc

im Einsatz. Das Bat unter der Führung

von Cap Anthony Félix, Einh BO der

Log Ber Kp 104, besteht aus der Log

Ber Kp 104, der San Kp 4 und diversen

Kleindetachementen. Wohl die wichtigste

Aufgabe des Bat ist der Betrieb

der Thurgauer Höhenklinik: Diese ist

das Hotel für die Truppen im Einsatz.

Zum Teil müssen darin bis zu 600 Personen

verpflegt werden. Weitere logistische

Leistungen zugunsten des EVB

sind zum Beispiel Transporte oder die

Verkehrsregelung.

gefordert: Schneeketten montieren ist

für einmal keine Ausbildungssequenz

auf dem aperen Kasernenplatz, sondern

wetterbedingte Notwendigkeit. Auch

wenn der Lastwagen in der Kälte bockt,

sind die Fahrer gefordert. Spricht man

über die Truppe, die zu Gunsten des

WEF im Einsatz steht, denkt man häufig

an die Infanteristen, die bewaffnet

und gut eingepackt in der Kälte ihren

Dienst verrichten. Über die Logistiker

wird selten berichtet. Für Tobias Frey

und die AdA des Log Bat ad hoc ist das

aber kein Problem. Denn: Sieht man sie

nicht, haben sie ihre Arbeit richtig gemacht.

Der LBA unterstellt

Laut Maj i Gst Tobias Frey, ZSO Kdt

Log Br 1, ist es das erste Mal, dass das

Log Bat ad hoc direkt der LBA, und

nicht mehr dem EVB unterstellt ist.

Die Änderung bringe zwar eine leichte

Mehrarbeit mit sich, meint Maj Frey, allerdings

biete sie auch grosse Chancen:

Die LBA wird flexibler und auch die

Führung des Verbandes sei spannend.

Vor allem für die Log Ber Kp 104, weil

alle AdA gleichzeitig im Einsatz stehen.

Eine spannende Herausforderung ist der

Einsatz zum Beispiel für die FUG-Fahrer.

Aber auch Lastwagenfahrer werden

Die Thurgauer Höhenklinik wird vom Log Bat ad hoc betrieben.

Bild: zvg.


10 /// FREITAG, 16. JANUAR 2015 CUMINAIVEL

En toute sécurité

grâce à la BAC

Pour garantir la sécurité du WEF, une communication fiable est indispensable.

A cet effet, la Base d’aide au commandement (BAC) met à disposition un réseau

de communication exploité par du personnel professionnel et de milice.

Les spécialistes de la BAC contribuent

grandement au bon déroulement du

WEF. Leur tâche principale consiste

à garantir la capacité de conduite des

organes de sécurité engagés. Pour ce

faire, ils mettent à la disposition de la

troupe et des forces de sécurité civiles

des réseaux et des moyens de communication

et assurent leur exploitation.

Un partenaire en renfort

La BAC fournit ses prestations de manière

fiable, dans les délais et de façon

adaptée à la situation, garantissant ainsi

un fonctionnement optimal du réseau

de communication pendant le WEF. Ce

faisant, elle peut compter sur l’étroite

coopération de RUAG Defence dans

les domaines du support, des radars,

de la connexion des réseaux et de l’installation

des terminaux. Pour garantir

la stabilité des réseaux et éviter toute

interruption, tous les échelons doivent

impérativement travailler avec précision

et fiabilité. L’interaction entre tous

les intervenants est décisive.

Préparation effectuée en temps utile

A la mi-décembre, une équipe composée

de collaborateurs militaires

et civils de la BAC ont commencé à

préparer l’engagement en faveur du

WEF. Une partie des liaisons de communication

requises a déjà été mise en

place avant Noël. Les forces de sécurité

bénéficient ainsi de suffisamment

de temps pour procéder à des tests

approfondis avant la manifestation. Un

réseau de liaisons numériques et vocales

sécurisé est par conséquent garanti

dès le début du service d’appui pour le

WEF, et ce dans l’ensemble du secteur

d’engagement. Il permet un transfert

de données chiffrées et offre de la sorte

une protection contre l’intervention

intempestive de tiers. La compagnie

d’ondes dirigées 4/1 est en service

partout en Suisse dans diverses installations

de réseau fixe pour assurer les

liaisons par ondes dirigées au profit

des formations subordonnées à la formation

d’engagement SOL. Pendant la

phase cruciale, c’est-à-dire juste avant

et pendant le WEF, les réseaux sont

surveillés 24 heures sur 24 depuis le

Network Control Center à Dübendorf.

La BAC met en outre à disposition des

spécialistes, l’infrastructure et des appareils

radio.

La compagnie d’ondes dirigées 4/1 est engagée dans tout le pays.

Photo: rr.


CUMINAIVEL FREITAG, 16. JANUAR 2015

/// 11

Invisibili,

ma indispensabili

In occasione del Forum economico mondiale WEF a Davos, la sicurezza dei

partecipanti è garantita da agenti di polizia, soldati della fanteria nonché dalle

Forze aeree. Dietro le quinte, il bat log ad hoc fornisce prestazioni specifiche

affinché tutto funzioni senza intoppi.

Le prestazioni della Base logistica dell'esercito

a favore del WEF 2015 sono

di tutto rispetto: vengono per esempio

distribuiti ben 2300 giubbotti di protezione,

circa 580 apparecchi ottici (intensificatori

di luce residua e apparecchi

a immagine termica) nonché 1180

coni di plastica. Inoltre la BLEs mette

a disposizione circa 350 autocarri e

620 autovetture. A Davos verranno anche

utilizzati quasi 700 assortimenti di

transenne per creare sbarramenti lunghi

complessivamente più di 40 chilometri,

vale a dire la distanza tra Bellinzona e

Faido. Oltre alla BLEs con il proprio

materiale, è impiegato anche il bat log

ad hoc. Il battaglione è composto dalla

cp interv log 104, dalla cp san 4 e da diversi

distaccamenti minori ed è comandato

dal cap Anthony Félix, uff prof

U della cp interv log 104. Il principale

compito del bat è rappresentato dalla

messa in esercizio della Thurgauer

Höhenklinik, utilizzata come hotel per

le truppe impiegate. In alcuni casi nello

stabilimento è necessario preparare

fino a 600 pasti al giorno per il personale.

Ulteriori prestazioni logistiche

a favore della FIT sono per esempio i

trasporti o il disciplinamento della circolazione.

Nuove sfide e opportunità

Secondo il magg SMG Tobias Frey, uff

sup add cdt br log 1, è la prima volta

che il bat log ad hoc viene subordinato

direttamente alla BLEs e non alla

FIT. Tale novità comporta un leggero

aumento della mole di lavoro, afferma

il magg Frey, ma rappresenta anche

una grande opportunità: la BLEs diventa

più flessibile e anche il comando

dell'unità diventa più interessante. Ciò

Il bat log ad hoc in azione.

concerne in particolare la cp interv log

104, in quanto tutti i militi prestano

servizio contemporaneamente. Questo

impiego rappresenta una sfida interessante

ad esempio per i conducenti di

carrelli elevatori di campagna. Ma anche

i conducenti di autocarri sono sollecitati:

per una volta il montaggio delle

«Quando siamo invisibili

abbiamo lavorato correttamente»

magg SMG Tobias Frey

catene da neve non è un esercizio svolto

in caserma, su un terreno senza neve,

bensì rappresenta una necessità dettata

Foto: zvg.

dalle condizioni meteorologiche. Ed è

anche necessario essere in grado di togliersi

dagli impicci quando il motore

di un autocarro ha problemi a causa del

freddo.

La capacità di rimanere invisibili

Quando si parla delle truppe che prestano

servizio a favore del WEF si pensa

spesso ai soldati della fanteria che

assolvono il loro servizio armati e con

pesanti indumenti per proteggersi dal

freddo. I soldati della logistica sono

raramente sotto i riflettori. Per Tobias

Frey e i militi del bat log ad hoc ciò

non rappresenta tuttavia un problema,

perché: «Quando siamo invisibili abbiamo

lavorato correttamente».


CUMINAIVEL FREITAG, 16. JANUAR 2015

/// 12

Bild des Tages

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Thusis, 15.01.2015, 10:15

Bild: rmo.

Kopf des Tages: Fadri Gritti

Bild: dz.

dz. Fadri Gritti ist seit dem letzten

Dienstag in Davos. Sonst ist er auf

dem Polizeiposten Samedan stationiert.

Am WEF hat er die Funktion

des Chefs Logistik für das Steigenberger

Hotel Belvédère inne. «Für

den Einsatz im Hotel Belvédère haben

wir fünf Paletten Material von

Chur nach Davos transportiert», erklärt

Gritti. Das seien rund drei Tonnen,

bestehend aus Beleuchtungs-,

Büro-, Sperr- und Signalisationsmaterial.

«Ebenfalls dabei sind Metalldedektoren,

welche insbesondere

für die Eingangskontrollen benötigt

werden.»

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Impressum

Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der

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Redaktion: Kapo GR, EVB, EVL, FUB, LBA

Hotline Cuminaivel: 081 632 16 75

E-Mail: info@kapo.gr.ch

Verantwortliche:

Thomas Hobi, C Kommunikation Kapo GR

Oberst Marco La Bella, C Komm WEF Ter Reg 3

Ausgaben: Erscheint vom 14. 01. - 27. 01. 2015

News im Web täglich auf:

www.cuminaivel.ch

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