Leseprobe - Deutsches Wissenschaftliches Institut der Steuerberater ...

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Leseprobe - Deutsches Wissenschaftliches Institut der Steuerberater ...

Matthias Petutschnig

Verteilung der Besteuerungsfolgen

innerhalb eines Konzerns bei

Anwendung einer Common

Consolidated Corporate Tax Base

LESEPROBE

DWS-Schriftenreihe Nr. 25


Matthias Petutschnig

Verteilung der Besteuerungsfolgen

innerhalb eines Konzerns bei

Anwendung einer Common

Consolidated Corporate Tax Base

Herausgegeben vom

Deutschen wissenschaftlichen

Institut der Steuerberater e.V.

LESEPROBE

Verlag des wissenschaftlichen Instituts

der Steuerberater GmbH

Berlin


Autor:

Titel:

Dr. Matthias Petutschnig

Verteilung der Besteuerungsfolgen innerhalb eines Konzerns bei

Anwendung einer Common Consolidated Corporate Tax Base

Herausgeber:

Verlag:

Deutsches wissenschaftliches Institut der Steuerberater e.V.

Verlag des wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater GmbH

Behrenstr. 42

10117 Berlin

Tel.: 030 / 28 88 56 73

Fax: 030 / 28 88 56 70

Internet: www.dws-verlag.de

E-Mail: info@dws-verlag.de

Gesamtherstellung: DCM Druck Center Meckenheim GmbH,

www.druckcenter.de

ISBN: 978-3-933911-52-0

1. Auflage 01/2012

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LESEPROBE


Für Irene,

Maximilian und Konstantin

LESEPROBE


Verteilung der Besteuerungsfolgen innerhalb eines Konzerns bei

Anwendung einer Common Consolidated Corporate Tax Base

Dissertation

zur Erlangung des akademischen Grades

Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

eingereicht an der Wirtschaftsuniversität Wien

von

Matthias Petutschnig

LESEPROBE


Vorwort

Eine von der Europäischen Kommission eingesetzte Arbeitsgruppe (AG GKKB)

veröffentlichte im März 2011 einen Richtlinienvorschlag für eine Gemeinsame Konsolidierte

Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB) für innerhalb der Europäischen Union

grenzüberschreitend tätige Konzerne. Im Rahmen dieses Gruppenbesteuerungssystems

sollen die bei den Gruppenmitgliedern nach EU-weit einheitlichen Bestimmungen ermittelten

Jahresergebnisse durch Konsolidierung zusammengefasst werden. Dieses konsolidierte

Jahresergebnis der GKKB-Gruppe wird in weiterer Folge mittels einer auf

mikroökonomischen Faktoren (Umsatz, Lohnsumme, Beschäftigtenanzahl und

Anlagevermögen) basierenden Aufteilungsformel an die Gruppenmitglieder zur Besteuerung

im jeweiligen Ansässigkeitsstaat aufgeteilt. Der vom betreffenden Gruppenmitglied zu

tragende Steueraufwand wird somit nicht ausschließlich von dem von diesem

Gruppenmitglied erwirtschafteten Ergebnis beeinflusst, sondern auch vom Gesamtergebnis

der GKKB-Gruppe sowie von den Ausprägungen der Aufteilungsfaktoren. Durch die

Konsolidierung und die Anwendung der Aufteilungsformel entsteht die Möglichkeit, dass

Gruppenmitglieder implizit Steuerzahlungen anderer Gruppenmitglieder übernehmen und es

somit zu einer Verschiebung von Vermögenswerten, Schulden und Liquidität innerhalb der

Gruppe kommt.

Die vorliegende Untersuchung, die im Sommersemester 2011 von der Wirtschaftsuniversität

Wien als Dissertation angenommen wurde, analysiert zum einen diese Verschiebung von

Steuerzahlungsverpflichtungen und somit von Vermögenswerten innerhalb der Gruppe und

entwickelt zum anderen eine Ausgleichsmethode, mit der diese Verschiebungen rückgängig

gemacht bzw verhindert werden können. Weiters wird die bilanzrechtliche Behandlung der

solcherart ermittelten Ausgleichsbeträge diskutiert.

Bei der Erarbeitung dieser Dissertation habe ich von vielen Seiten Unterstützung, Anregung

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und konstruktive Kritik erfahren. Danken möchte ich zu allererst meinem Doktorvater und

akademischem Lehrer Herrn ao Univ Prof Dr Klaus Hirschler, der die Beschäftigung mit der

GKKB angeregt, mir aber in der konkreten Themenwahl große Freiheit gelassen und die

Arbeit umsichtig betreut hat. Auch meiner zweiten akademischen Lehrerin Frau Univ Prof Dr

Eva Eberhartinger, LLM gilt mein herzlicher Dank, die zwar nicht Begutachterin oder

Betreuerin der Dissertation war, meine Arbeiten daran jedoch stets wohlwollend begleitet

und meine Thesen kritisch hinterfragt hat. Herrn Univ Prof Dr Claus Staringer, der die

Zweitbegutachtung der Arbeit übernommen hat und mit seinen kritischen Anmerkungen

Wertvolles zur Arbeit beigetragen hat, sei herzlich gedankt. Mein Doktoratskommittee


komplettierte Herr Univ Prof Dr Josef Schuch, dem ich dafür aufrichtig danke. Bei meinen

langjährigen Kollegen und Freunden am Lehrstuhl danke ich für kritische Diskussion,

Motivation, Gesprächsbereitschaft und geteilte Freude. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit

an der Abteilung für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der WU Wien haben zum

erfolgreichen Abschluss der Arbeit wesentlich beigetragen.

Die Dissertation wurde 2011 mit dem Preis des Deutschen wissenschaftlichen Institut der

Steuerberater (DWS-Förderpreis 2011) prämiert. Mein besonderer Dank gilt dem DWS-

Institut, der Jury unter dem Vorsitz von Herrn Prof Dr Jörg Manfred Mössner, sowie dem

Präsidenten der Bundessteuerberaterkammer Herrn Dr Horst Vinken.

Die Arbeiten an der Dissertation und deren Fertigstellung wurden 2011 auch vom

österreichischen Theodor-Körner-Fonds gefördert (Theodor-Körner-Preis 2011). An dieser

Stelle sei der Jury und dem Beiratsvorsitzenden Univ Prof DDr Oliver Rathkolb herzlich

gedankt.

Mein besonderer Dank gilt meiner lieben Ehefrau Irene Petutschnig-Mayerbrugger, einer

außergewöhnlichen Frau die mich in all meinen Bestrebungen stets unterstützt und mir

liebevoll zur Seite steht. Ohne ihren ständigen Zuspruch, ihre Unterstützung, Verständnis

und Liebe wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen.

Wien, im Februar 2012

Matthias Petutschnig

LESEPROBE


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis .......................................................................................... iii

Verzeichnis der verwendeten Symbole .................................................................vii

1. Einleitung .............................................................................................................. 1

1.1. Theorien der konzerninternen Gewinnabgrenzung ...................................................... 5

1.2. Problemstellung .......................................................................................................... 11

1.3. Aufbau der Arbeit ........................................................................................................ 19

2. Analyse von Konsolidierung und formelhafter Aufteilung ..............................22

2.1. Analyse der Konsolidierung ......................................................................................... 22

2.1.1. Technische Gestaltung der Konsolidierung – der Vorschlag der AG GKKB ........ 23

2.1.2. Wirkungsweise der Konsolidierung und Auswirkungen auf den steuerpflichtigen

Gewinn der CCCTB-Gruppe und der einzelnen Gruppengesellschaft ................ 36

2.1.3. Zwischenergebnisse ............................................................................................ 39

2.2. Analyse der formelhaften Aufteilung ............................................................................ 41

2.2.1. Wirkungsweise angewandter Aufteilungsformeln .................................................. 42

2.2.1.1. Die kanadische Aufteilungsformel ................................................................ 43

2.2.1.2. Die US-amerikanischen Aufteilungsformeln ................................................. 48

2.2.1.3. Zwischenfazit ................................................................................................ 57

2.2.2. Analyse der vorgeschlagenen Faktordefinitionen ................................................. 64

2.2.2.1. Umsatz ........................................................................................................... 65

2.2.2.2. Arbeit .............................................................................................................. 74

2.2.2.2.1. Lohnsumme ............................................................................................. 74

2.2.2.2.2. Beschäftigtenanzahl ................................................................................. 79

LESEPROBE

2.2.2.3. Vermögen ....................................................................................................... 82

2.2.2.4. Zusammenfassende Kritik der Faktordefinitionen .......................................... 90

2.3. Zusammenführende Betrachtung ............................................................................... 96

3. Von der Notwendigkeit eines Steuerausgleichssystems ...............................104

3.1. Mögliche Ergebniskonstellationen ............................................................................ 104

3.2. Analyse klassischer Gruppenbesteuerungskonzepte ............................................... 114

3.2.1. Verrechnung von Gewinnen und Verlusten ......................................................... 115

3.2.2. Umgang mit den Besteuerungsfolgen ................................................................. 124

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3.2.2.1. Group Relief und Group Contribution ........................................................... 124

3.2.2.2. Zurechnungskonzept .................................................................................... 125

3.2.2.3. Einheitskonzept ............................................................................................ 133

3.2.3. Gemeinsamkeiten ............................................................................................... 134

3.2.3.1. Nachteilsausgleich ........................................................................................ 136

3.2.3.2. Vorteilsausgleich .......................................................................................... 138

3.2.4. Europäischer Vergleich ....................................................................................... 139

4. Der Steuerausgleich bei Anwendung einer CCCTB ....................................... 148

4.1. Vergleichsmaßstab .................................................................................................... 151

4.2. Methode ..................................................................................................................... 157

4.2.1. Verteilungsmethode ............................................................................................ 159

4.2.2. Belastungsmethode ............................................................................................. 173

4.2.3. Kritik an den klassischen Methoden .................................................................... 183

4.2.4. Synthetische CCCTB-Ausgleichsmethodik ......................................................... 185

4.3. Simulation .................................................................................................................. 198

5. Bilanzielle Behandlung des Ausgleichspostens ............................................ 226

5.1. Bilanzielle Behandlung des Ausgleichspostens nach UGB ....................................... 226

5.2. Bilanzielle Behandlung des Ausgleichspostens nach IFRS ....................................... 229

6. Zusammenfassung der Ergebnisse ................................................................. 233

ANHANG ................................................................................................................. 239

ANHANG I – Berechnungen zu den Simulationen ........................................................... 239

ANHANG II – Verzeichnis der verwendeten Literatur ....................................................... 270

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