KRUPP - Villa Hügel

villahuegel.de

KRUPP - Villa Hügel

18. JUNI

BIS 11. DEZ. 2011

VILLA HÜGEL

ESSEN

KRUPP

FOTOGRAFIEN

AUS ZWEI JAHRHUNDERTEN

ÖFFNUNGSZEITEN

18. Juni bis 11. Dezember 2011

Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr

Taschen, Schirme und Fotoapparate müssen an der Garderobe abgegeben werden!

INFORMATION

Tel.: + 49 – (0)201 – 61 62 9 0 · www.villahuegel.de

EINTRITTSPREISE

Villa Hügel inklusive Park, Historische Ausstellung Krupp,

Fotografie-Ausstellung

Erwachsene € 3,-

Kinder bis zum 14. Lebensjahr frei

Schulklassen in Lehrerbegleitung frei

AUDIO-GUIDE € 4,-

FÜHRUNGEN NACH VEREINBARUNG

Tel.: + 49 – (0)201 – 61 62 9 17

Fax: + 49 – (0)201 – 61 62 9 11

info@villahuegel.de

Max. 20 Personen pro Gruppe, 60 / 90 Min.

Deutsch € 50,- / € 60,-

Fremdsprachlich (engl., franz., niederl.) € 60,- / € 70,-

Schulklassen

auf Anfrage

Kombi-Führung (Ausstellung und Villa Hügel)

Deutsch (ca. 90 Min.) € 60,-

Fremdsprachlich (ca. 90 Min.) € 70,-

Keine Fremdführungen

AUSSTELLUNGSGESTALTUNG

Dr. Ulrich Hermanns · Ausstellung Medien Transfer, Münster

BEGLEITBAND ZUR AUSSTELLUNG € 24,90

„Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten”

Deutscher Kunstverlag, 232 Seiten u. ca. 190 Abbildungen

ISBN: 978-3-422-02308-6

www.villahuegel.de

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Hügel 15 · D - 45133 Essen

Anfahrt Villa Hügel Essen

S-Bahn · S 6 aus Richtung Essen od. Köln-Hbf bis „Essen-Hügel

Pkw · A 52 Abfahrt Essen-Haarzopf (27)

oder Abfahrt Essen-Rüttenscheid (28),

dann der Beschilderung „Villa Hügel“ folgen

Reisebusse · Einfahrt nur über Frankenstr./Haraldstr.


Fotografisches Gedächtnis

und Schatzkammer

Von keinem Unternehmen, keiner Industriellen familie

ist wohl eine solche Fülle von Fotografien

überliefert wie von Krupp. Zwei Millionen Aufnahmen

be wahrt das Historische Archiv Krupp auf.

Erstmals präsentiert die Alfried Krupp von Bohlen

und Halbach-Stiftung in einer Ausstellung die bedeutendsten

Schätze dieser einzigartigen Sammlung.

In 15 Räumen der Essener Villa Hügel, dem

ehemaligen Wohnhaus der Familie, werden fast 400

Aufnahmen in aufwändig inszenierten Themen bereichen

zu sehen sein. Die Ausstellung schlägt einen

Bogen von den Anfängen der Fotografie bis zur zeitgenössischen

Fotokunst.

Zu sehen sind Familienfotos ebenso wie industriege

schichtliche Bilddokumente: gewal tige Produkt

ionsstätten und legendäre Produkte, Arbeiter

und Direk toren, prominente Besucher und Sozial

einrichtungen, Familienporträts und Reisealben

– Schnappschüsse und Inszenierungen. Der

Anlass für diese außergewöhnliche Ausstellung

ist ein Jubiläum. Im Jahr 1811, also vor 200

Jahren, grün dete Friedrich Krupp in Essen eine

Guss stahlfabrik: die Keimzelle eines Weltkonzerns,

die Geburts stunde eines Mythos.

„Die Bilder […] sind wunderschön. […] Nach langen Jahren

werden diese Bilder noch interessant sein. Sie sind

und bleiben würdige Geschenke für Fürsten, Behörden

und Private.“ (Alfred Krupp, 1875)

Begeisterung

für das neue Medium

Krupp war wohl das erste Unternehmen, das sich im

19. Jahrhundert intensiv dem neuen Medium zuwandte.

Dessen Anfänge lagen in den 1830er Jahren,

als Fotografie-Pioniere wie Daguerre und Talbot mit

ihren Erfindungen den Weg bereiteten. Zwei Porträt-

Daguerreotypien von Alfred Krupp, um 1849 entstanden,

gelten als erste fotografische Zeugnisse

der Stahlindustrie.

Dokumentation

und Inszenierung

Bereits 1861 gründete Alfred Krupp eine „Photo -

gra phische Anstalt“. Seitdem nutzte die Firma Fotografien

zur Dokumentation, zur Öffentlichkeitsarbeit

und zur Forschung. Die Werksfotografie wandte sich

allen Bereichen des Unter neh mens zu. Doch nicht

nur die Werksfotografen be mühten sich um Bilder

von Krupp. Auch bekannte freie Fotografen wie

René Burri, Josef Darchinger, Erich Lessing und

Timm Rautert widmeten sich seit den 1950er

Jah ren dem Thema. Industriefotografie des späten

20. Jahrhunderts wird dynamischer, atmosphärischer,

subjektiver.

Panoramen von Krupp:

Weltweit einzigartig

Mit enormem Aufwand fertigte die „Photographische

Anstalt” seit 1861 Werkspanoramen an. Zu

den Höhepunkten der Ausstellung zählt eine acht

Meter lange Werksansicht. Sie ist weltweit einzigartig.

Alfred Krupp hatte genaue Anweisungen gegeben:

Er wollte „in größtem Maaßstabe eine oder

besser zwei Ansichten mit Staffage und Leben auf

den Plätzen, Höfen und Eisenbahnen. Ich würde vorschlagen,

dass man dazu Sonntage nehme, weil die

Werktage zu viel Rauch, Dampf und Unruhe mit

sich führen, auch der Verlust zu groß wäre. Ob 500

oder 1000 Mann dazu nöthig sind, stelle ich anheim“.

©Agata Madejska

Familienfotografie:

Zwischen Kunst und Hobby

Die Familie Krupp begeisterte sich auch privat schon

früh für das Fotografieren und hielt per Schnappschuss

fest, wie sie ihre Freizeit verbrachte oder was sie auf

Reisen unternahm. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach

hinterließ als ambitionierter Fotoamateur über

30.000 Dias von seinen Reisen in den 1950er und 1960er

Jahren. Aber die Krupps ließen sich auch im mer wieder

von prominenten Fotografen ihrer Zeit por trätieren. Nicola

Perscheid und Jacob Hilsdorf, Yousuf Karsh und

Arnold Newman schufen eindrucks volle Aufnahmen.

Reisealben:

Weltbilder für den Salon

In höchst ungewöhnlicher Breite sammelte die

Familie Krupp Fotoalben aus der ganzen Welt. Vielfach

überreichten ausländische Besucher ihr solche

Schätze. Schon im 19. Jahrhundert konnten

die Krupps sich über Fotoalben die Welt im Bild

aneignen: Spanien und Großbritannien, Ägypten

und Japan, Chile und Kanada. Tanzende Derwische,

asiatische Teeverkäufer, nordamerikanische

Indianer – auch das ist in der Aus stellung zu sehen.

Förderung

zeitgenössischer Fotokunst

Heute fördert die gemeinnützige Alfried Krupp von

Bohlen und Halbach-Stiftung die Fotografie auf vielfältige

Art, z.B. durch Stipendien für Fotografen und

Kuratoren. Sie setzt damit die lange Fotografietradition

des Hauses Krupp auf ganz neue Weise fort.

Begleitprogramm

Vorgesehen sind vier Vorträge zur Fotografie sowie ein Abend

mit historischen Filmen. Voraussichtliche Termine:

5. Juli, 2. Aug., 6. Sept., 4. Okt., 8. Nov., jeweils 19.00 Uhr

Nähere Informationen unter www.villahuegel.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine