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Finanzberatung

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Ihr unabhängiger Experte für Kapitalanlagen

Hintergründe ∗ Aktuelles ∗ Kapitalmarktperspektiven ∗ Visionen

Informationsblatt für unsere Kunden 6. Jahrgang, Ausgabe Nr.1, März 2001

In In eigener Sache

Verehrte Kunden,

können Sie sich noch an

unsere „News“ Ausgabe

Februar 2000 erinnern

Nein Wir helfen Ihnen

weiter:

„Kaufpanik in vollem

Gange(...). Wenn Aktienfonds

sich innerhalb von

drei Monaten verdoppeln,

alles was mit .de oder .com

endet, auch bei KGV´s von

200 gekauft wird (wenn

überhaupt Gewinn gemacht

wird), dann ist die Zeit

gekommen, sich über den

Ausstieg Gedanken zu

machen. Alles, was Recht

ist, aber ein Glas Wasser für

20 DM kaufen wir nicht.“

Nun - ein Jahr später ist das

Gegenteil zu beobachten.

Aktien sind tot, Internetunternehmen

werden als

reine Geldverbrenner bezeichnet,

und der Neue

Markt gilt als Sammelplatz

dubiöser Abzocker.

Natürlich hat sich die Welt

geändert in diesem Jahr.

Gewinnrevisionen, schlechtere

Wirtschaftsaussichten,

Pleitemeldungen, Absturz

und Katerstimmung. Dieses

Mal ist die Verkaufspanik im

vollen Gange. Witzigerweise

will heute nur ein Bruchteil

der Kunden am Neuen

Markt investieren, wie

damals. Aktuell steht der

Nemax50 auf dem Stand

vom März 1998, auch wenn

dieser Vergleich etwas

hinkt, da damals viel

weniger Unternehmen am

Neuen Markt gelistet waren.

Fakt ist aber, daß der Neue

Markt heute 81 % unter

seinem Höchststand liegt.

Der Nasdaq hat immerhin

57 % verloren. Auch wenn

noch ein Kursrisiko in den

Märkten vorhanden ist, die

eine oder andere Gewinnrevision

oder die (Nicht-)-

Äußerungen des US-

Notenbankchefs Alan

Greenspann für schwarze

Tage und Panikstimung

sorgen werden, so muß

man sich jetzt Gedanken

machen, wie man in diesen

Märkten gewinnbringend

handeln kann.

Alle, die einen Sparplan

haben, können sich jetzt

richtig freuen, jetzt wird

billig eingekauft. Wer noch

keinen hat, sollte nun

dringend darüber nachdenken

einen Sparplan zu

beginnen. Wer Liquidität

hat, der muß jetzt einen

Plan erabreiten, wie er in

die Märkte einsteigt. Wer

letztes Jahr im Frühjahr

eingestiegen ist, kann jetzt

ebenfalls beginnen seine

Einstände zu verbilligen.

ERGIN Finanzberatung

News Seite 1


Unser Angebot:

Wir analysieren Ihre Depots,

die sich oftmals aus Einzelaktien

zusammensetzen und

erarbeiten einen Vorschlag,

wie man die Depots wieder

auf den richtigen Weg bringen

kann. In der nächsten Hausse

werden nämlich nicht

unbedingt die Stars von

gestern wieder die Renner von

morgen sein.

Marktberichte

Marktberchte

Berichtszeitraum:

24.11.00 – 02.03.01

USA:

Im Berichtszeitraum

präsentierte sich der Dow

Jones Index mit – 0,5 %

unverändert. Der S&P500

hat rund 7 % eingbüßt und

der Nasdaq Index stürzte –

wie in der letzten Ausgabe

angemahnt – nochmal 25 %

in den Keller.

Die US-Notenbank hat die

Zinsen im Januar zwei mal

gesenkt, eine weitere

Zinssenkung um 0,5 – 0,75

Prozentpunkte wird im

Moment vom Markt erwartet.

Die Wirtschaftsdaten sind

extrem zwiespältig. Im

Moment kann man absolut

keine Aussage treffen, ob ein

hard oder soft landing in der

US-Wirtschaft folgt. Beides ist

absolut möglich. Das

Verbrauchervertrauen ist

förmlich abgestürzt, einige

Infaltionsindikatoren stehen

auf rot, jedoch zeigen andere

Indikatoren, daß die Monate

Januar und Februar gar nicht

so schlimm waren, wie viele

befürchtet haben. Die

erfolgten, sowie die nun

erwarteten Zins- und Steuersenkungen

in den USA können

unterstützend wirken und

den Abschwung abfedern. Im

Moment sieht es aber so aus,

als ob die Talsohle in der US-

Wirtschaft noch nicht erreicht

ist.

Technisch gesehen stehen wir

in fast allen Indizes nun an

sehr kritischen Marken und

die nächsten Tage werden

entscheiden, ob die Indizes

nocheinmal wegbrechen oder

ob der Boden bereits gefunden

ist – noch kann man

nichts Genaues sagen. Wer

jedoch langfristig denkt, sollte

unter genauer Beobachtung

der Märkte langsam beginnen

zuzugreifen.

Europa:

Der Dax hielt sich im

Berichtszeitraum noch am

besten – er verlor lediglich

8 %. Der EuroStoxx50 verlor

15 % und dem Nemax50

ging mit – 50 % vollkommen

die Luft aus.

Die Europäische Notenbank

ließ bisher die Leitzinsen

unverändern, auch wenn die

letzten Indikatoren auf eine

Konjunkturabkühlung hinweisen.

Ob eine Zinssenkung

kommt ist fraglich, da die EZB

anscheinend eher eine

restriktive Politik betreibt –

eventuell auch um den Euro

zu stützen

Der Euro konnte nach einer

klassischen technischen

Umkehrformation seinen

mittelfristigen Abwärtstrend

brechen und am vergangenen

Freitag nach einer kurzen

Gegenreaktion seinen Weg

nach oben weiter fortsetzen.

Asien:

Die asiatischen Börsen

scheinen teilweise Ihre

Böden bereits wieder

gefunden zu haben.

Nachdem, wie in der letzten

News angekündigt, nun

mehrere Regierungsspitzen

ausgetauscht wurden, konnten

hier die Kurse wieder ins

positive Terrain steigen.

Lediglich in Japan nimmt das

Trauerspiel kein Ende, jedoch

dürfte es nicht mehr lange

dauern bis auch dort Ministerpräsident

Mori zurücktritt.

Der Nikkei225 verlor 15 %,

Indonesien, Taiwan,

Hongkong und Singapur

stehen unverändert – haben

zwischenzeitlich jedoch starke

Kursbewegungen vollbracht.

Korea und Thailand konnten

mit + 9 % und + 14 %

deutlich zulegen.

In China sind weitere

Reformen zu beobachten, so

können nun Inländer auch die

bisher nur für Ausländer

zugelassenen, inländischen

Aktien kaufen. Jedoch sind

diese Titel alles andere als

liquide und die veröffentlichten

Bilanzen entsprechen

nicht unbedingt unseren

Standards. Die ausländischen

Direktinvestitionen in China

nehmen aber weiterhin stark

zu. Noch muß man dort kein

Geld investieren, jedoch

schadet es nicht, wenn man

die Veränderungen in dem

fernen Land beobachtet.


Psychologie

Börsenpsychologie:

Auch wenn nachfolgende

Grafik den meisten in

anderer Form bereits

bekannt ist, möchten wir

an dieser Stelle aus aktuellem

Anlaß nochmal den

typischen Stimmungsverlauf

vieler Anleger

abbilden.

Die Grafik spricht für sich –

die meisten Anleger wollen

zwar billig kaufen und teuer

verkaufen, nur ist die

Realität meist anders rum.

Warum Sicherlich hat die

Presse eine gewisse Mitschuld

dafür. Im Februar

2000 haben wir einige

Boulevardblätter zitiert:

„Die Bild Zeitung berichtet

auf der ersten Seite „ Run

auf die Internet Aktien“.

Harald Schmidt erzählt bei

SAT 1 in der Late Night

Show über eine Biotechnologie-Aktie.

Am nächsten

Tag steigt der Aktienkurs um

30%.

TZ bringt eine Serie

„Aktienfieber“ Wer den

richtigen Riecher hat, kann

IN WENIGEN TAGEN reich

werden.

Was hat das alles noch mit

anlegen zu tun Wenn die

Oma Call und Put kaufen

will und auf die Frage,

welchen Call oder welchen

Put, zuckt sie mit den

Schultern und antwortet

„Egal – am besten beide.

Hauptsache ich bin dabei.“

(TZ)“

Wer solche Meldungen

liest, der will dabei sein –

koste es, was es wolle. Die

Gier bricht aus. Wenn dann

aber Weltuntergangsmeldungen,

der Zusammenbruch

der Finanzmärkte,

Abzockerei und ähnliches

Zeug in der Presse verbreitet

werden, dann erfasst

Panik die Menschen und

man verkauft zu Tiefstkursen.

Ruhe bewahren und

regelmäßig investieren – das

ist wohl der beste Rat, dem

man generell im Moment

geben kann. Stellen Sie

niemals die Langfristigkeit

der Geldanlage in Frage.

Impressum

Herausgeber:

ERGIN Finanzberatung

Luisenstraße 7

80333 München

Tel. (089) 54 88 66 - 0

Fax (089) 54 88 66 - 44

Informationsblatt für unsere

Kunden

6. Jahrgang 2001

Ausgabe Nr. 1

Redaktionsschluß für Ausgabe 1

02. März 2001

ERGIN Finanzberatung

News Seite 3


Für Sie gelesen

Nachfolgend drucken wir ein Auszug aus einem

Statement zur aktuellen Lage an den Börsen von Klaus

Hagedorn, Fondsmanager des Metzler Wachstum

International ab:

„Vergleich USA 2000 / Japan 1989 / 1990

Von verschiedenen Seiten wird dieser Vergleich gezogen.

Dem Platzen der Blase in Japan folgten bisher 10 Jahre

einer miserablen Konjunktur- und Börsenentwicklung.

Dieser Vergleich hinkt an mehreren Stellen:

1) In Japan ging mit dem Börsenaufschwung eine riesige

Spekulationswelle in Immobilien einher. Der Kaiserpalast

in Tokio war 1990 mehr wert, als ganz Kalifornien – zu

den damaligen Preisen bewertet. Auf der Basis dieser

Preise waren Hypothekenkredite gewährt worden, die

noch heute als faule Kredite die Bankbilanzen belasten

und „normale“ Kreditvergabe immer noch behindern.

Dieser Effekt ist in den USA nicht zu beobachten.

2) Die japanischen Güter- und Arbeitsmärkte sind immer

noch hoch reguliert, ein wesentliches Wachstumshindernis.

3) Japan hat schon seit vielen Jahren ein riesiges

Haushaltsproblem; im laufenden Jahr beträgt das Defizit

z.B. 8 % vom Bruttosozialprodukt. Die USA hat einen

beträchtlichen Haushaltsüberschuß, der trotz

Steuersenkung in den nächsten Jahren für eine komplette

Tilgung der Staatsverschuldung ausreicht. Die Option,

durch Steuersenkung das Wirtschaftswachstum zu stärken,

hat Japan nicht.

4) Japan hat die schlechteste demographische Struktur

unter den industrialisierten Ländern, die USA die beste.

Ab der Altersgruppe 55 – 65 Jahre sinken die Konsumausgaben

absolut, nachdem sie in der Altersgruppe 45 –

55 Jahre schon eine stakre Wachstumsabschwächung

zeigen. Der Konsum umfaßt in allen industrialisierten

Ländern 2/3 des Bruttosozialproduktes. Bei der

Überalterung der japanischen Bevölkerung liegt hier der

Hauptgrund für die Wachstumsschwäche.

Performance:

Ein Problem existiert für alle Kunden, die im letzten Jahr in

die Metzler Wachstumsfonds eingestiegen sind. Kunden,

die schon vorher investiert waren, haben kein Problem,

auch im Vergleich mit anderen Fonds.

Der Metzler Wachstum International liegt im 3-Jahres-

Rückblick mit +28,9 % p.a. im Vergleich zu namhaften

Mitbewerbern immer noch sehr gut im Rennen. Auch der

5-Jahres-Vergleich geht klar zu Gunsten des Metzler

Wachstum International (+ 27,7 % p.a.). Die Kunden, die

im letzten Jahr eingesteigen sind, kann man nur darauf

hinweisen, daß wir uns im Augenblick mit hoher

Wahrscheinlichkeit in der Nähe der Tiefstände befinden.

Das Jahr 2001 wird trotz aller kurzfristigen Probleme ein

gutes Börsenjahr werden.“

Klaus Hagedorn, 01. März 2001

Indikatoren

Aktienindizes

Index Tendenz aktuell Tief/Hoch

(6 Monate) Seit 01.01.00

USA:

Dow Jones Industrial 10450 10441 / 10983

S&P 500 1241 1239 / 1373

Nasdaq 2183 2151 / 2859

Europa:

DJ EuroStoxx50 5416 5358 / 6052

DAX 6123 6075 / 6795

NEMAX-50 1836 1836 / 2920

Asien:

Nikkei 225 12681 12681 / 14032

HangSeng 14360 14360 / 16163

Kospi(Seoul) 578 520 / 627

Taipeh (Taiwan) 5499 4894 / 6104

Thailand SET 306 270 / 335

Zinsen

Europa

Geldmarkt 1 Monat 4,78 – 4,85 %

Geldmarkt 2 Monat 4,75 – 4,82 %

Geldmarkt 12 Monat 4,48 – 4,58 %

Rendite 3 Jahre 4,68 – 4,70 %

Rendite 10 Jahre 5,25 – 5,30 %

USA

Geldmarkt Commercial 5,23 %

USA T-Bills 6 Monate 4,68 – 4,69 %

USA Anleihen 10 Jahre 4,95 %

Rohstoffe

CRB Futures Index

(USA-Warenterminpreise) 220,23 219 / 231

Veranstaltung

Termine:

ACHTUNG: Dieses Jahr haben wir zwei

Doppelveranstaltungen geplant !!

16.05.01 Metzler Investment & Franklin-Templeton

17.10.01 Henderson & Merrill Lynch Mercury

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