DAUERLÄUFER - Hanseatic Brokerhouse

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DAUERLÄUFER - Hanseatic Brokerhouse

MARKET REPORT

MÄRKTE TRENDS NEWS TERMINE WWW.MARKETREPORTONLINE.DE MAR 12

DAUERLÄUFER

DIE LANGZEITPERFORMER UNTER DEN CFD-WERTEN

DAUERLÄUFER

DIE LANGZEITPERFORMER

UNTER DEN CFD-WERTEN

FUNDAMENTAL-

KOMMENTAR AKTIEN

GILDEMEISTER, MANZ, UPS,

TNT, PROSIEBENSAT.1

TOPS & FLOPS

DAX, DOW JONES, ATX, SMI

© dimitri_c/sxc.hu


EDITORIAL MARKET REPORT MAR 12 2

Lieber Freund der Börse,

es ist soweit: In der Eurokrise ist die Eine-

Billion-Euro-Marke erreicht. Auf diese Summe

soll der europäische Rettungsfonds

ausgeweitet werden. Das fordert zumindest

Paris dieser Tage. Wie zu erwarten war,

stemmt sich die deutsche Seite gegen diese

neue Eskalationsstufe.

Sollte ein Graben zwischen den beiden

größten Geberländern Deutschland und

Frankreich aufreißen, könnte das fatale

Folgen für die Handlungsfähigkeit der

europäischen Union in diesen schweren

Tagen haben, zumal kritische Stimmen

aus dem Süden derzeit erneut für böses

Blut sorgen. So behauptete Italiens Premier

Monti jüngst, dass Deutschland und

Frankreich die eigentlichen Hauptverursacher

der Krise seien. Derweil toben

in Spanien und Griechenland weiterhin

Straßenschlachten und die nahe Zukunft

der Mittelmeerstaaten wird in düsteren

Farben gemalt.

DAX 1,61 %

DOW JONES 0,93 %

NASDAQ 100 5,22 %

S&P 500 2,43 %

Im Nahen Osten geht weiterhin das

Kriegsgespenst um, der syrische Diktator

Assad spielt auf Zeit und auch Nordkorea

gießt mit seinem frisch angekündigten

Raketentest Öl ins Feuer, obwohl erst vor

Kurzem die Bereitschaft für neue Verhandlungen

mit dem Westen angekündigt

wurde. Unter diesen Bedingungen

werden sich auch die Ölpreise nicht so

schnell erholen, zumal mit dem Osterfest

die traditionelle Frühjahrspreissteigerung

ins Haus steht.

Es sind zweifellos schwere Zeiten, doch

in solchen Zeiten werden neue Ideen geboren

und Bündnisse geschmiedet. Nicht

umsonst heißt es: „When the going gets

tough, the tough get going!“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel

Freude bei der Lektüre des Market Reports.

INHALT

Pascal Warnecke CEO

info@hansetrader.de

DAS GLOBALE GESAMTBILD

SEITE 3

DAUERLÄUFER

SEITE 4 - 7

TECHNISCHE ANALYSE

SEITE 8

FUNDAMENTALKOMMENTAR AKTIEN

SEITE 9 - 11

TOPS & FLOPS

SEITE 12 - 15

IMPRESSUM

SEITE 16

DISCLAIMER

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählten, öffentlich verfügbaren Quellen entnommen, die wir für glaubwürdig befinden. Wir garantieren in keinster Weise

Korrektheit oder Vollständigkeit, und keine Aussage in dieser Publikation soll als Teil einer solchen Garantie gewertet werden. Etwaige Meinungen, die in dieser Veröffentlichung vertreten werden,

repräsentieren die gegenwärtige Einschätzung der Autoren und reflektieren nicht unbedingt die Meinung der Hanseatic Brokerhouse Securities AG. Die Meinungen sind jederzeit unangekündigt

widerrufbar. Weder die Hanseatic Brokerhouse Securities AG noch ihr verbundene Unternehmen übernehmen die Verantwortung für Schäden oder Verluste, die aus der Nutzung dieses Dokuments

oder seiner Inhalte entstehen. Wir warnen an dieser Stelle ausdrücklich davor, ohne hinreichende vorherige Aufklärung und Informationen Termingeschäfte zu tätigen. Bitte beachten Sie, dass jedes

Börseninvestment mit Risiken verbunden ist und dass Kapitalanlagen in Futures, Optionen sowie Contracts for Difference aufgrund der hohen Risiken nur als Ergänzung zu Ihren konservativen

Anlagen geeignet sind. Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG unterliegt den Regularien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).


DAS GLOBALE GESAMTBILD MARKET REPORT MAR 12 3

GLOBALE MÄRKTE IM ÜBERBLICK

-4,94 %

1,61 %

5,22 %

2,43 %

0,93 %

-2,01 %

-0,69 %

-6,40 %

4,03 %

-4,94 %

-3,44 %

1,12 %

-1,73 %

0,77 %

Platz Index Land Monatsperformance Letzter Stand

1 NASDAQ 100 USA 5,22% 2.761,19

2 NIKKEI 225 Japan 4,03% 10.114,79

3 S&P 500 USA 2,43% 1.395,97

4 SMI Schweiz 2,05% 6.185,00

5 DAX Deutschland 1,61% 6.880,86

6 BOVESPA Brasilien 1,12% 65.079,34

7 DOW JONES USA 0,93% 13.062,75

8 S&P/ASX Australien 0,77% 4.422,00

9 FTSEMIB Italien 0,65% 16.040,47

10 CAC 40 Frankreich -0,69% 3.390,41

11 ATX Österreich -1,49% 2.139,88

12 JSE Südafrika -1,73% 33.621,93

13 FTSE 100 Großbritannien -2,01% 5.742,35

14 SENSEX 30 Indien -3,44% 17.058,61

15 RTX Russland -4,94% 2.286,90

16 HANG SENG Hongkong (China) -4,94% 20.609,39

17 IBEX 35 Spanien -6,40% 7.980,80

Platz Währung Länder Monatsperformance Letzter Stand

1 USD/JPY USA/Japan 1,48% 82,3525

2 EUR/USD Eurozone 0,56% 1,3270

3 USD/CHF USA/Schweiz 0,24% 0,9082

4 GBP/USD UK/USA -0,25% 1,5914

Platz Rohstoff Monatsperformance Letzter Stand

1 ROHÖL -1,29% 104,23

2 KUPFER -2,50% 8.317,00

3 GOLD -6,80% 1.658,90

4 SILBER -12,97% 31,90


DAUERLÄUFER MARKET REPORT MAR 12 4

DAUERLÄUFER

DIE LANGZEITPERFORMER UNTER DEN CFD-WERTEN

© winterdove/sxc.hu

An der Börse geht es auf und ab und der

Erfolg von heute kann schon morgen wieder

verloren sein. Und doch gibt es diese

Unternehmen, denen das Chaos der Märkte

scheinbar nichts anhaben kann. Jahr für

Jahr performen sie mit der Präzision eines

Uhrwerks, aus jedem Rückschlag gehen sie

nach kurzer Zeit gestärkt hervor und steigen

in noch luftigere Höhen.

Diese Entwicklungen sind in der Regel

kein Zufall. Aus fundamentaler Sicht betrachtet,

zeigt sich meist ein solide geführtes

Unternehmen mit einer guten Geschäftsidee

und Verantwortlichen, welche

die Zeichen der Zeit erkennen und ihre

Firma stets auf die richtigen Gleise setzen.

In den vergangenen fünf Jahren waren

dies vor allem Spezialisten für High-

Tech-Produkte oder Internetkonzerne.

Der Lifestyletechnologiekonzern Apple

dürfte wohl den meisten zuerst einfallen,

wenn es um starke Langzeitperformance

geht. Dabei sind die Kalifornier bei weitem

nicht der stärkste Performer der letzten

Jahre, so beeindruckend ihre Bilanz

auch ist.

Wir wollen im Folgenden einige der stärksten

Fünfjahresperformer vorstellen, welche

für Sie als CFD handelbar sind.

Denn wir glauben, dass in den meisten

Fällen noch lange Zeit von deren Entwicklung

profitiert werden kann. Es ist

schlicht kein Zufall, wenn ein Wert über

viele Jahre hinweg derart massiv steigt,

sondern ein Hinweis auf eines dieser Unternehmen

die ihren eigenen Königsweg

gefunden haben.

Baidu

Der beste Langzeitperformer ist der chinesische

Suchmaschinenbetreiber Baidu,

dessen Nasdaq-Notierung für Sie als CFD

handelbar ist. Von 9,05 US-Dollar im

März 2007 stieg das Papier auf zuletzt

144,30 US-Dollar und legte innerhalb

von fünf Jahren um sagenhafte 1.306,81

Prozent zu.

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen

ist mit einem Anteil von über 60 Prozent

chinesischer Marktführer vor Google.

Der chinesische Markt besitzt jedoch

seine eigenen Gesetzmäßigkeiten, vor

allem was die Freiheit von Meinung und

Informationen im Netz angeht. So sieht

sich auch Baidu dem Vorwurf ausgesetzt,

die chinesische Internetzensur mit zu unterstützen.

Besonders deutlich wird dies

am Beispiel der in China verbotenen und

strafrechtlich verfolgten religiösen Bewegung

Falun Gong: Suchanfragen nach

Falun Gong bleiben demnach nicht nur

ergebnislos, sondern führen sogar dazu,

dass die Baidu-Seite für eine Zeitlang

nicht mehr erreichbar ist.

Dem geneigten CFD-Trader bleibt es natürlich

selbst überlassen, inwiefern moralische

Bedenken den Vorzug gegenüber möglichen

soliden Gewinnen erhalten sollen.

Immerhin ist Baidu Ende 2011 in den

USA von der schwarzen Liste der „notorischen

Märkte“ genommen worden.

Zuvor hatten die Chinesen Kooperationsverträge

mit mehreren Medienunternehmen

geschlossen. Darunter befanden

sich Großkonzerne wie die Warner Music

Group, Universal und Sony.

Im vierten Quartal 2011 hatte Baidu

mit 710,9 Millionen US-Dollar gut 82,5

Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum.

Der operative Gewinn

wuchs um 80,2 Prozent um 365 Millio-

REPORT-INDEX ZUM KLICKEN

Baidu

Dialog Semiconductor

Priceline.com

Apple

Netflix

Amazon

Intuitive Surgical

Fazit


DAUERLÄUFER MARKET REPORT MAR 12 5

nen US-Dollar, während der Nettogewinn

um 76,9 Prozent auf 326,3 Millionen

US-Dollar zulegte.

Insgesamt steigerte Baidu seinen Jahresumsatz

2011 um 83,2 Prozent auf 2,3

Milliarden US-Dollar und stieß damit

endgültig in die Riege der großen Internetunternehmen

vor. Das Onlinemarketing

ist die wichtigste Einnahmequelle

für die Chinesen, welche vor allem von

einem 18,4-prozentigen Zuwachs bei

den aktiven Online-Kunden profitierten.

Baidu zählt mittlerweile rund 490.000

Mitglieder. Der Netto-Jahresgewinn stieg

um 88,3 Prozent auf 1,05 Milliarden US-

Dollar. Dazu verfügt Baidu nunmehr über

einen operativen Cashflow von gut 1,3

Milliarden US-Dollar.

Für 2012 hat das Unternehmen noch keinen

Ausblick abgegeben. Wir rechnen jedoch

damit, dass sich Baidu weiter stark

entwickeln wird. Dank seiner beherrschenden

Position auf dem bevölkerungsreichen

chinesischen Markt und der vermutlich

weitreichenden Verflechtung mit

der herrschenden Klasse besitzt Baidu einen

starken Rückhalt. Jedoch scheint es

unwahrscheinlich, dass die Chinesen in

der Lage sein werden, dem Suchmaschinengiganten

Google außerhalb Chinas

nennenswerte Marktanteile abzutrotzen.

Dialog Semiconductor

Was die Fünf-Jahres-Performance angeht,

sitzt den Chinesen ein deutsch-britisches

Unternehmen aus dem TecDAX dicht im

Nacken: Der Halbleiterhersteller Dialog

Semiconductor. Die Kirchheimer, deren

offizieller Geschäftssitz in London liegt,

steigerten ihren Aktienkurs innerhalb von

fünf Jahren um 1.293,85 Prozent auf zuletzt

18,60 Euro.

Schnelles Wachstum war schon immer

eine Stärke des nur wenige hundert Mitarbeiter

zählenden Unternehmens. Dank

seiner starken Großkunden zu denen Top-

Konzerne wie Apple, Sony und Samsung

gehören und dem Schwerpunkt Multimediatechnologie

profitiert Dialog derzeit

stark von Verkaufsschlagern wie iPhone,

iPad oder vergleichbaren Konkurrenzprodukten.

Dialog gilt als Marktführer besonders

leistungsfähiger und gleichzeitig

enorm energiesparender Chips für mobile

Multimediageräte. Dementsprechend bietet

Dialog seinen Anlegern auch für die

kommenden Jahre enorme Profitchancen.

Einzig steigende Rohstoffpreise könnten

diese Suppe versalzen.

Anfang März begab Dialog eine Wandelanleihe

von rund 200 Millionen US-Dollar

bei nur einem Prozent Zinsen. Mit dem

Geld sollen gezielte Zukäufe getätigt werden,

um die strategische Position des Unternehmens

weiter zu festigen.

Priceline.com

Die Reisebranche wird wieder attraktiver

und auch die Urlaubssaison steht vor der

Tür. Doch die US-amerikanische Firma

Priceline.com ist kein klassischer Reiseveranstalter.

Vielmehr beruht der Erfolg

der Website, die dem Unternehmen seinen

Namen gibt, darauf angehenden Urlaubern

Preisvergleiche von Tickets, Hotels

und Buchungen zu ermöglichen.

Innerhalb der letzten fünf Jahre hatte dieses

Geschäftsmodell so großen Erfolg, dass

der Wert der Aktie um 1.219,17 Prozent zuletzt

auf 731,62 US-Dollar wuchs. Anfang

2012 hatte das Papier noch mit 485,10

US-Dollar notiert, nachdem die Aktie 2011

recht volatil zwischen grob 450,00 und

550,00 US-Dollar verlaufen war.

Mittlerweile beschränken sich die Amerikaner

auch nicht mehr nur auf Reisevergleiche,

sondern bieten auch eine eigene

Hotel-Buchungsplattform (Booking.com)

mit fast 200.000 Hotels aus 160 Ländern

sowie die Mietwagenplattform Rentalcars.

com an. Letztere läuft besonders erfolgreich

in Thailand, Hongkong und Singapur.

In diesem Jahr will Priceline erstmals

mehr als fünf Milliarden US-Dollar Umsatz

erreichen. Für das noch laufende

erste Quartal 2012 erwartet Priceline

eine mehr als 20-prozentige Umsatzsteigerung

auf 1,03 Milliarden US-Dollar und

einen Nettogewinn von bis zu 3,93 US-

Dollar pro Anteilsschein.

Der beispiellose Anstieg der Aktie seit

Jahresbeginn kann sehr wohl der Beginn

eines anhaltenden Höhenflugs sein. Zwar

muss auch mit zwischenzeitlichen Rückschlägen

durch Gewinnmitnahmen gerechnet

werden, doch ist das Geschäft mit

Online-Buchungen und entsprechenden

Preisvergleichen noch lange nicht am

Ende seiner Wachstumsmöglichkeiten.

Und Priceline ist dabei, nach Kräften seine

Geschäfte in aller Welt auszubauen.

Rein theoretisch könnte die Aktie langfristig

sogar die 1.000-Dollar Marke knacken.

Da wir jedoch nichts von übertrie-

VON TAUSENDEN AKTIENWERTEN HALTEN NUR WENIGE DEN ERFOLGSMARATHON ÜBER JAHRE HINWEG DURCH...

© jeremi2/sxc.hu


DAUERLÄUFER MARKET REPORT MAR 12 6

DER RICHTIGEN GESCHÄFTSIDEE WINKT ERFOLG OHNE GRENZEN...

und bislang stellte sich stets heraus, dass

die Obergrenze noch nicht erreicht war. Im

CFD-Handel können Sie sich per Stoporder

gut absichern und sich auf den Moment

einstellen, wenn es tatsächlich wieder

nach unten geht. In einem solchen Fall

könnten Sie sogar per Shortposition weiter

profitieren, selbst wenn die Kurse fallen.

Momentan schließen wir uns der Mehrzahl

der Analysten an und sehen für Apple

2012 die Chance, noch bis an die Marke

von 700,00 US-Dollar vorzustoßen.

© said_w/sxc.hu

bener Euphorie halten, setzen wir unser

Kursziel zunächst auf 780,00 US-Dollar

und beobachten weiter. Da die Aktie noch

nie so hoch notierte wie jetzt, gibt es keinerlei

technische Widerstände mehr. Es

ist also quasi alles möglich, weshalb Sie

Ihre Trades unbedingt per Stoporder absichern

sollten.

Apple

Der kalifornische Hard- und Softwarehersteller

Apple dürfte vielen als erstes einfallen,

wenn es um das Thema Performancewunder

geht. Seit Einführung des iPhones

im Jahr 2007 explodieren die Aktienkurse

der Kalifornier förmlich, wobei der Anstieg

sich seit Jahren kontinuierlich fortsetzt.

Doch auch in der Prä-iPhone-Ära liefen die

Geschäfte bereits glänzend, seit der vor

Kurzem verstorbene Firmengründer Steve

Jobs das kränkelnde Unternehmen wieder

auf Vordermann gebracht hatte und mit

iPod und iTunes das Geschäft mit Musik

im Internet revolutionierte.

Allein in den letzten fünf Jahren steigerte

Apple den Wert seiner Aktie um 537,35

Prozent. Es scheint auch mit dem neuen

Unternehmenschef Timothy Cook ausschließlich

bergauf zu gehen. Seit Anfang

Januar stieg das Apple-Papier von

412,00 auf zuletzt 614,40 US-Dollar.

Zwar blieben weitere technische Innovationen

zuletzt aus, doch gelingt es Apple

nach wie vor, die vorhandenen Produkte

permanent zu verfeinern und die Begeisterung

der treuen Fangemeinde auf

gleichbleibend hohem Level zu halten.

Die neuen Versionen von Erfolgsmodellen

wie iPhone oder iPad kommen mindestens

im Jahresrhythmus heraus und verkaufen

sich grundsätzlich vom Fleck weg

wie warme Semmeln.

Auch im Bereich der Anwendungen für seine

Mobilgeräte, der sogenannten Apps, hat

Apple noch die Nase vorn und dürfte sich

noch eine Weile vor der scharfen Konkurrenz

durch Googles Android halten. Langfristig

könnten sich die Kalifornier allerdings

mit ihrem restriktiven, geschlossenen Geschäftsmodell

selbst im Weg stehen und

von den schnell lernenden Wettbewerbern

eingeholt werden. Doch dieser Tag scheint

noch nicht gekommen.

Macht es noch Sinn, Apple bei den aktuellen

Rekordkursen zu kaufen Nun, diese

Frage stellen wir uns jedes Jahr von neuem

Netflix

Das erst 1997 gegründete Unternehmen

Netflix gehört ebenfalls zu den absoluten

Top-Performern auf fünf-Jahressicht. Mit

über 20 Millionen Abonnenten ist Netflix

der größte Anbieter von Leih-DVDs und

Blu-rays in den USA. Auch in Kanada,

Großbritannien, Lateinamerika und Irland

ist das Unternehmen aktiv. Es werden sowohl

Filme per Post geliefert, als auch im

Internet per Videostream gezeigt.

Innerhalb der letzten fünf Jahre steigerte

Netflix seine Performance um 406,49

Prozent. Und das obwohl der Aktienkurs

seit Sommer 2011 stark nach unten abgeknickt

ist. Von damals 300,00 US-Dollar

fiel sie bis Jahresende auf 64,90 US-Dollar.

Seitdem konnte sich das Papier auf

zuletzt 120,60 US-Dollar erholen.

Wir sind der Ansicht, dass Netflix noch

ein wenig Luft nach oben hat und gehen

davon aus, dass der Kurs in den kommenden

Monaten noch bis auf 130,00 US-

Dollar steigen kann. Grundlage für diese

Einschätzung ist vor allem die stabile und

langsam aber stetig wachsende Kundenzahl

vor allem im Streamingbereich.

Amazon

Ein weiterer Pionier des Internetgeschäfts

und einer der wenigen Überlebenden der

goldenen Ära der Startups ist das Onlineversandhaus

Amazon. Das Geschäftsmodell

des Konzerns aus Seattle war derart

erfolgreich, dass Amazon seit seiner

Gründung im Jahr 1994 zum Standard

für das Einkaufen im Internet geworden

ist. Waren es zu Beginn vor allem Bücher,

Videos und DVDs, so können mittlerweile

nahezu alle Dinge des täglichen Lebens

über die Onlineplattformen des Unternehmens

bezogen werden. Selbst frische Lebensmittel

bietet Amazon schon an.


DAUERLÄUFER MARKET REPORT MAR 12 7

Mit der Einführung moderner elektronischer

Lesegeräte der Kindle-Familie dringt Amazon

auch verstärkt ins Geschäft mit tragbaren

Multimediageräten vor. Das kurz vor dem

Markstart stehende Kindle Fire wird sogar als

heißer Konkurrent für Apples iPad gehandelt.

In Deutschland ging vor Kurzem die Multi-

Touch-Version des Kindle-Lesegeräts in den

Verkauf, welches vor allem durch hohe Kontrastwerte

und perfekte Lesequalität auch bei

extrem hoher Lichteinstrahlung bietet.

In den vergangenen fünf Jahren wuchs der

Wert der Amazon-Aktie um 400,36 Prozent.

Seit Januar 2012 stieg das Papier

von 172,20 auf zuletzt 205,47 US-Dollar.

Im Herbst 2011 hatte Amazon allerdings

schon mit 246,60 US-Dollar notiert.

Die Marktposition von Amazon ist enorm

stark – das Unternehmen ist geradezu in

der modernen Gesellschaft verankert und

ein Bestandteil des täglichen Lebens vieler

Menschen geworden. Daher gehen wir stark

davon aus, dass die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben

wird, zumal die Macher von

Amazon stets die Zeichen der Zeit zu erkennen

scheinen und auf die richtigen Trends

setzen. Wir glauben daran, dass Amazon

in den kommenden Monaten noch bis auf

230,00 US-Dollar steigen kann.

Intuitive Surgical

Die High-Tech Unternehmen aus dem

sonnigen Kaliforniern werden in erster

Linie mit Internet und Computern in Verbindung

gebracht. Doch auch die Medizin

von heute macht verstärkt Gebrauch von

hochtechnisierten Robotiksystemen und

dazugehöriger Software. Einer der wichtigsten

Hersteller von Operationsrobotern

hat seinen Sitz in Sunnyvale im Silicon

Valley: Intuitive Surgical.

Das wichtigste Produkt der Kalifornier ist

das OP-System da Vinci. Dieses kann sowohl

bei Operationen am Herzen als auch

im gynäkologischen sowie urologischen

Bereich eingesetzt werden und wird von

einem Chirurgen an einer Konsole bedient.

Zu den Abnehmern dieses Systems

gehört neben Kliniken und Forschungszentren

auch das US-Militär.

Die Aktie von Intuitive Surgical weist

eine Fünfjahresperformance von 338,40

Prozent auf. Seit Sommer 2011 ist das

Papier unter zwischenzeitlichen, kurzen

Rücksetzern von 321,75 auf zuletzt

542,90 US-Dollar gestiegen.

Da es in diesem hochspezialisierten Bereich

kaum Konkurrenz zu fürchten gibt

und ein zumindest gleichbleibender Absatz

der teuren Gerätschaften gesichert

scheint, gehen wir davon aus, dass Intuitive

Surgical auch zukünftig steigen wird.

Enorme Kurssprünge sind allerdings nicht

zu erwarten, bislang bewegte sich die Aktie

stets eher langsam, aber kontinuierlich

nach oben.

Fazit

Die Unternehmen, welche wir Ihnen vorgestellt

haben, sind aus Sicht eines Fundamentalanalysten

absolute Musterschüler. Über

Jahre hinweg haben sie es verstanden, solide

Zahlen vorzulegen und sich stets selbst

zu übertreffen. Grundlage dieser Erfolge sind

gute Produkte oder Dienstleistungen, nach

denen immer Nachfrage besteht.

Ob es sich dabei um technische Gadgets

handelt, welche uns das tägliche Leben

versüßen, Onlineshops die „einfach alles“

haben oder Geräte, die den medizinischen

Fortschritt vorantreiben, sie alle haben für

sich das Rezept des Erfolges gefunden.

Vor allem die Halbleiterindustrie wird mit

hoher Wahrscheinlichkeit noch Jahre,

wenn nicht Jahrzehnte voranmarschieren.

Dialog Semiconductors hat rechtzeitig erkannt,

welches Wachstum dem Markt für

tragbare Computer, Tablettrechner und

Smartphones noch bevorsteht. Andere

Unternehmen werden ebenfalls versuchen,

auf diesen Zug aufzuspringen –

halten Sie die Augen offen und beobachten

Sie wie sich die Geschäftszahlen der

Branche entwickeln.

Es gibt noch mehr Superperformer, welche

wir Ihnen aus zeitlichen Gründen

noch nicht vorgestellt haben. Dies werden

wir gern in einer der kommenden Ausgaben

nachholen. Die beeindruckendsten

Exemplare mit Fünf-Jahres-Raten jenseits

der 300 Prozent haben wir Ihnen

jedoch präsentiert.

Wir sind der festen Meinung, dass die

Geschäftsmodelle dieser Aktiengesellschaften

weiter greifen werden und Ihnen

damit solide CFDs zum Handel zur Verfügung

stehen, welche nach fundamentalen

Maßstäben das Rückgrat eines erfolgreichen

Portfolios bilden können. Dennoch

darf die Absicherung Ihrer Trades

durch Stoporders nicht außer Acht gelassen

werden, denn auch ein Wert der jahrelang

stark performt, macht zwischenzeitlich

Phasen der Schwäche durch.

Bei allen Fragen zum Trading steht Ihnen

jederzeit unser Deskteam in Hamburg

zur Verfügung. Es ist unser erklärtes Ziel,

Ihnen zu helfen, selbst zum Langzeitperformer

zu werden und über Jahre Erfolge

im CFD-Trading zu sammeln. Und jetzt:

Laufschuhe geschnürt und ab ins Trading!

Matthias Protzel

DIE WERTE IM ÜBERBLICK

Unternehmen HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz

Baidu BIDU (US) NDQ.BIDU 175,00 US-Dollar positiv

Dialog Semiconductor DLG (Ger) 20,00 Euro positiv

Priceline.com PCLN (US) 780,00 US-Dollar positiv

Apple AAPL (US) NDQ.AAPL 700,00 US-Dollar positiv

Netflix NFLX (US) 130,00 US-Dollár positiv

Amazon AMZN (US) NDQ.AMZN 230,00 US-Dollar positiv

Intuitive Surgical ISRG (US) NDQ.ISRG 575,00 US-Dollar positiv


TECHNISCHE ANALYSE MARKET REPORT MAR 12 8

DAX

DAX

Der Deutsche Aktienindex hat mit

einem Anstieg von 5.898 auf 7.158

Punkte in diesem Jahr bereits

gut 21 Prozent zulegen können.

Das letzte Hoch lag mit 7.194 Punkten

an der fallenden Trendunterstützung

(dunkelrote fallende Linie), die

sich aus den fallenden Hochs 2011

(2. Mai 2011 und 8 Juli) ergibt.

Zwar hat der Index bereits mit

dem Überwinden der 200-Tage-

Gleitenden-Durchschnittslinie

(orange Linie) zurück in den übergeordneten

Aufwärtstrend gefunden, doch

DAX

bleibt das Überwinden dieses fallenden

Widerstands als Bestätigung für weiter

steigende Kurse noch abzuwarten.

Die Kurse haben zunächst die beschleunigte

und steil ansteigende

Trendunterstützung (gestrichelte

rote Linie: Tief 25 Nov. und 20 Dez.

2011) innerhalb des übergeordneten

Trendkanals (grüne Linien), wie auch

den 20-Tage-Gleitenden-Durchschnitt

(blaue dünne Linie) durchbrochen,

sodass sich der Leitindex am Anfang

einer Korrektur befinden könnte.

Hierbei sollte nun damit gerechnet

werden, dass beide ehemaligen Unterstützungen

sich bei kurzfristigen

Kursanstiegen als Widerstand erweisen

können.

Die Lage der Indikatoren bestätigt

dies zunächst, da der ADX relativ

wenig Trend offenbart und sich die

Stochastik aus dem oberen und überkauften

Extrembereich bereits auf

der Hälfte der Strecke zum unteren

Pendant befindet. Der MACD hat

bereits vor fünf Tagen oberhalb der

Nulllinie ein Verkaufssignal generiert.

Sie sehen in der Grafik auch ein

Fibonacci-Retracement, das vom

Tief bei 4.965 Punkten bis zum beschriebenen

Hoch dieses Jahres, den

gesamten Kursanstieg in vier mögliche

Korrektur-Korridore unterteilt.

Vorläufig sollte zwar nur mit einer

Konsolidierung bis zur nächsten Unterstützung

gerechnet werden, die

sich mit der 50-Tage-Gleitenden-

Durchschnittslinie (grüne dicke Linie)

deckt.

Eine weitergehende Korrektur könnte

dann im Bereich des ersten Korrekturlevels

bei 6.668 Punkten auf ausreichende

Unterstützung treffen, um wieder in eine

Aufwärtsbewegung zu drehen.

Es sollte davon ausgegangen werden,

dass sich eine Korrektur noch innerhalb

des übergeordneten Trendkanals (grüne

dicke Linien) abspielen würde, wo

die Kurse auf der Trendunterstützung

(untere aufsteigende grüne Linie) auf ausreichend

Unterstützung treffen sollten.

Für den Fall, dass die Kurse darunter

hinaus fallen, finden sich neben

der 200-Tage-Gleitenden-Durchschnittslinie

(orange Linie) auch

folgende Korrekturkorridore mit ihren

unterstützenden Marken (38 Prozent

bei 6.343, 50 Prozent bei 6.080).

Ein Kursanstieg wird zunächst wieder

bei 6.971 Punkten, wie bereits zweimal

zuvor, auf Widerstand treffen, welcher

sich aber wie bereits am 13. März nicht

als unüberwindbar erweist.

Erst mit dem Bruch der fallenden

Trendunterstützung ist der Weg für alte

Hochs bereitet und ein Kursanstieg auf

vorerst 7.600 Punkte wird möglich.

Florian Grundheber


FUNDAMENTALKOMMENTAR AKTIEN MARKET REPORT MAR 12 9

FUNDAMENTALKOMMENTAR AKTIEN

LIEBESBRIEFE FÜR TNT - PAKETSERVICE AUF AMERIKANISCH, BALD AUCH IN EUROPA...

© johannalg/sxc.hu

UPS vor Übernahme von TNT

Erstmals scheint es, als würde die Monopolstellung

der Deutschen Post auf

dem europäischen Markt in Gefahr geraten.

Denn die Übernahme des niederländischen

Transport- und Postunternehmens

TNT durch den US-amerikanischen

Logistikgiganten United Parcel Service

steht kurz bevor. UPS und TNT hätten in

Europa gemeinsam einen Marktanteil von

17,3 Prozent und säßen dem deutschen

Marktführer mit seinen 17,6 Prozent unangenehm

dicht im Nacken.

Entscheidend für den Erfolg der Verhandlungen

waren offenbar zwei Faktoren:

Zum Einen erhöhte UPS sein bisheriges

Angebot pro TNT-Aktie von 9,00 auf 9,50

Euro und bietet damit insgesamt 5,16

Milliarden Euro. Zusätzlich hat der TNT-

Großaktionär PostNL, einst die Briefsparte

der holländischen Post, sich einverstanden

erklärt, seine 30 Prozent an TNT

zu dem neuen Preis abzutreten.

TNT selbst hatte mit einem Jahresverlust

von 270 Millionen Euro zuletzt stark an

Wettbewerbsfähigkeit verloren. UPS dagegen

erzielte 2011 einen Gewinn von

3,8 Milliarden US-Dollar und hat somit

genug Geld für strategische Zukäufe

eingesammelt. Die Deutsche Post kam

2011 auf einen Überschuss von 1,16

Milliarden Euro.

Vor allem im Paketgeschäft will UPS zukünftig

an Boden gewinnen und mit dem

vereinten Unternehmen jährliche Synergieeffekte

von bis zu 500 Millionen Euro

erreichen. Dies ist momentan auch eines

der wichtigsten Geschäftsfelder der Deutschen

Post. Ein heißer Konkurrenzkampf

ist zu erwarten.

Allerdings müssen die europäischen

Wettbewerbshüter dem Deal noch zustimmen.

Angesichts der bereits bestehenden

Marktmacht der Deutschen Post

erscheint ein Nein der EU-Kommission

jedoch eher unwahrscheinlich und würde

gewiss einen seltsamen Nachgeschmack

hinterlassen.

Vor allem die UPS-Aktie zeigte sich zuletzt

gestärkt: Das Papier kletterte seit

Anfang März bereits von 76,75 auf zuletzt

80,10 US-Dollar. Das TNT-Papier

zeigt zumindest noch keine deutliche

Reaktion und verläuft seit Anfang März

zwischen 9,20 und 9,50 Euro seitwärts.

Zuletzt notierte TNT bei 9,40 Euro. Die

Aktie der Deutschen Post dagegen legte

nach einem kurzen Einbruch in der ersten

Märzwoche wieder stark zu und stieg von

12,90 auf zuletzt 14,30 Euro.

Vor allem UPS und der Deutschen Post

trauen wir auch weitere Anstiege in den

kommenden Wochen zu. Konkurrenz belebt

das Geschäft. Für TNT geben wir dagegen

vorerst einen verhaltenen Ausblick

ab und erwarten bis auf Weiteres eine

Fortsetzung der Seitwärtsbewegung.

Matthias Protzel

Schuldenschnitt bei ProSiebenSat.1

Gute Nachrichten für das deutsche Medienunternehmen

ProSiebenSat.1: Durch

den Verkauf seiner belgischen und niederländischen

Töchter konnte im vergangenen

Jahr die Schuldbelastung massiv

verringert werden. Nach rund drei Milliarden

drücken den Konzern nun „bloß“

noch 1,8 Milliarden Euro. Allein die ernorm

verringerte Zinslast sollte im laufenden

Geschäftsjahr für eine weitere

Gewinnsteigerung sorgen.

Denn auch das operative Geschäft hatte

zuletzt zugelegt. Ohne die abgestossenen

Unternehmen erzielte die Sendergruppe

2011 eine Gewinnsteigerung von 12,4

Prozent auf 309 Millionen Euro. Der Umsatz

war um sechs Prozent auf 2,76 Milliarden

Euro gestiegen.

Zwar machen die deutschen Sender

mit 1,91 Milliarden Euro den Löwenanteil

der Erlöse aus, jedoch konnten sie

2011 ihren Marktanteil in Deutschland

nur noch um 0,4 Prozent auf 28,9 Prozent

steigern. Da im Sportjahr 2012 die


FUNDAMENTALKOMMENTAR AKTIEN MARKET REPORT MAR 12 10

Rechte für Fußballeuropameisterschaft

und Olympiade bei anderen Sendern

liegen, dürfte der Marktanteil im Sommer

zunächst wieder reduziert werden.

Der vor einem halben jahr gegründete

Frauensender Sixx erreichte bereits 0,8

Prozent Marktanteil. Die internationalen

Sender des Konzerns dagegen legten um

12,4 Prozent zu und setzten 565,2 Millionen

Euro um. Vor allem die skandinavischen

Sender legten stark zu.

ProSiebenSat.1 ist in zwölf europäischen

Ländern aktiv und besitzt insgesamt

20 freie Sender, 24 Pay-TV-Sender

und 22 Radiostationen. Europaweit

sind insgesamt gut 78 Millionen Haushalte

in der Lage, diese Sender zu empfangen.

Momentan stellt das werbefinanzierte

Fernsehen noch die größte

Einnahmequelle dar, doch in den kommenden

Jahren soll das Pay-TV so weit

ausgebaut werden, dass das Verhältnis

50/50 beträgt.

Als große Schwäche in Deutschland wurde

vor allem das Vorabendprogramm von

Sat.1 ausgemacht, weshalb sich der geneigte

Fernsehzuschauer ab dem dritten

Quartal 2012 auf neue Soap- Quiz- und

Realityformate „freuen“ darf.

Seit Jahresbeginn hat sich die Aktie bereits

von 13,50 auf zuletzt 19,35 Euro erholt.

Zuletzt hatte sich der Kursanstieg nach

Bekanntgabe der guten Jahreszahlen etwas

beschleunigt. Das Vorjahreshoch von 24,57

Euro könnte 2012 wieder ins Blickfeld geraten.

Die Absicherung durch Stoporders

darf natürlich nicht vergessen werden.

Matthias Protzel

Manz wie es singt und lacht

2011 war ein starkes Jahr für den

deutschen Maschinenbauer Manz. Und

das obwohl es im eigentlichen Stammgeschäft

Solartechnik zu Stornierungen

kam, die ein noch höheres Ergebnis

verhinderten. Insgesamt steigerte das

Reutlinger Unternehmen seinen Umsatz

um 33 Prozent auf das Rekordergebnis

von 240,5 Millionen Euro. Damit

wurden die Analystenerwartungen

von 230 Millionen noch deutlich übertroffen.

Der Betriebsgewinn betrug 3,1

Millionen Euro.

Trotz der Stornierungen steigerte auch die

Solarsparte ihren Umsatz um gut zehn

Prozent auf 72,6 Millionen Euro. Manz

stellt beispielsweise Dünnschicht-Solarmodule

und kristalline Solarzellen her.

Jedoch wird die Fertigung von LCD-

Bildschirmen und Lithium-Ionen-Batterien

für den Kristallexperten Manz

zusehends wichtiger und erhält Rückenwind

durch die steigende Nachfrage

nach Tablettrechnern und Smartphones

mit Touchscreendisplays. Gegenüber

dem Vorjahr wurde der Umsatz in dieser

Sparte von 58,8 auf 98,5 Millionen

Euro gesteigert.

All diese Zahlen sind noch mit einer

gewissen Vorsicht zu genießen, denn

den vollständigen Geschäftsbericht

für 2011 wird Manz erst am 28. März

2012 veröffentlichen. Dennoch ist bereits

jetzt erfreulich klar, wie gut es dem

erst 1987 gegründeten Unternehmen

gelingt, sich an die Gegebenheiten der

Märkte und die aktuelle Nachfrage anzupassen

und seine Produktion dementsprechend

umzustellen.

Auch die Manz-Aktie nahm dank der

neuen Zahlen Fahrt auf. Seit Jahresbeginn

stieg das Papier bereits von 20,80

auf zuletzt 31,25 Euro. Rein fundamental

sieht es nach einer rosigen Zukunft

für Manz aus, zumal sogar der eigene

Vorstand Ende 2011 nicht mehr mit damit

gerechnet hatte, die Analystenerwartungen

einzuhalten.

Es wäre ein gutes Signal, wenn sich der

Kurs dauerhaft über 32,00 Euro etablieren

könnte. Spätestens dann wäre der

Aktie ein deutlicher Anstieg zuzutrauen.

Noch im April 2011 hatte Manz bei

51,75 Euro notiert.

Matthias Protzel

DIE WACHSTUMSCHANCEN FÜR PROSIEBENSAT.1 SIND WIEDER BESSER...

© Columbine/sxc.hu


FUNDAMENTALKOMMENTAR AKTIEN MARKET REPORT MAR 12 11

FRÄSEN BIS DIE FUNKEN FLIEGEN - GILDEMEISTER KANN SICH VOR AUFTRÄGEN KAUM RETTEN...

© abrao/sxc.hu

Gildemeister weiter auf Wachstumskurs

Der Maschinenbau bleibt der Musterschüler

der deutschen Wirtschaft. Bereits

im Januar hatten wir Ihnen die

Bielefelder Gildemeister AG als besonders

aussichtsreich empfohlen. Diese

Einschätzung ist auf dem besten Weg

sich bereits frühzeitig zu bestätigen.

Im Geschäftsjahr 2011 konnte Gildemeister

seinen Umsatz um 23 Prozent

auf 1,68 Milliarden Euro steigern. Das

EBIT wuchs gleichzeitig um sagenhafte

150 Prozent auf auf 112,5 Millionen

Euro. Unter dem Strich blieb ein satter

Gewinn von 45,5 Millionen Euro.

Insgesamt hatte Gildemeister im vergangenen

Jahr den Auftragseingang

um 36 Prozent auf 1,93 Milliarden

Euro steigern können. 2012 soll jetzt

erstmals die Grenze von zwei Milliarden

Euro überwunden werden. Dementsprechend

wäre mit einem Umsatz

von mehr als 1,9 Milliarden Euro und

einem EBIT von 66,9 Millionen Euro

zu rechnen.

Das stärkste Wachstum verzeichnete

Gildemeister in China und Brasilien,

wo eine ungebrochene Nachfrage nach

hochwertigen deutschen Werkzeugmaschinen

herrscht. Da fällt es gar nicht

mehr störend auf, dass Gildemeisters

junges Geschäft mit erneuerbaren Energien

ein Minus von 42 Millionen

Euro verzeichnete.

Angesichts der starken Position und

voller Auftragsbücher des Unternehmens

soll 2012 nach einem Jahr ohne

Dividende wieder eine Ausschüttung an

die Aktionäre stattfinden. Ein Betrag

von 25 Cent pro Aktie steht im Raum.

Als wir Ihnen im Januar Gildemeister

ans Herz legten, stand die Aktie bei

11,50 Euro. Seitdem stieg das Papier

weiter auf zuletzt 12,90 Euro. Unser

damaliges Kursziel von 15,00 Euro

erhöhen wir auf 16,00 Euro. Sichern

Sie Ihre Trades trotz aller positiven

Ausblicke stets per Stoporder ab, um

gegen Rücksetzer gefeit zu sein.

Matthias Protzel

DIE WERTE IM ÜBERBLICK

Unternehmen HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz

Manz MANA (Ger) 35,00 Euro positiv

ProSiebenSat.1 PSM (Ger) Xtr.PSMG_p 25,00 Euro positiv

United Parcel Service UPS (US) USA.UPS 88,00 US-Dollar positiv

TNT TNTE (Hol) Ams.TNT 9,50 Euro neutral

Deutsche Post DPW (Ger) Xtr.DPWGn 16,00 Euro positiv

Gildemeister GIL (Ger) Xtr.GILG 16,00 Euro positiv


TOPS UND FLOPS MARKET REPORT MAR 12 12

DIE TOPS UND FLOPS IM MÄRZ 2012

TOP PERFORMER IM DAX

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 MAN 15,34% 17,19% 14,75%

2 HeidelbergCement 11,75% -9,71% -59,26%

3 Henkel 11,44% 26,21% 49,02%

4 Deutsche Post 9,50% 14,94% -34,45%

5 Deutsche Bank 9,15% -8,01% -57,27%

6 RWE 7,37% -18,98% -53,22%

7 Merck KGAA 5,63% 30,77% -13,21%

8 Linde 5,39% 22,05% 67,93%

9 E.ON 4,89% -14,91% -45,93%

10 Munich Re 4,65% 6,29% -7,06%

FLOP PERFORMER IM DAX

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 ThyssenKrupp -7,87% -33,90% -47,59%

2 Volkswagen -5,61% 18,50% 77,10%

3 Bayer -5,30% -0,38% 13,18%

4 BMW -3,81% 17,19% 56,65%

5 Fresenius Medical Care -0,97% 11,14% 46,93%

6 Adidas -0,83% 30,03% 43,71%

7 BASF -0,81% 11,66% 60,01%

8 Deutsche Börse -0,78% -6,13% -39,12%

9 Daimler -0,61% -5,16% -24,52%

10 Infineon -0,49% 6,76% -33,39%

TOP PERFORMER IM DOW JONES

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 Bank of America 20,07% -27,08% -80,80%

2 J.P. Morgan Chase 18,01% 0,67% -3,58%

3 American Express 9,86% 29,18% 5,73%

4 Home Depot 5,67% 36,18% 35,74%

5 Pfizer 5,61% 10,56% -11,00%

6 Coca-Cola 5,53% 11,73% 51,66%

7 IBM 4,70% 28,46% 119,91%

8 General Electric 4,44% 1,32% -43,71%

9 Cisco Systems 4,36% 22,63% -17,98%

10 Wal-Mart 3,84% 17,24% 31,20%

FLOP PERFORMER IM DOW JONES

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 Caterpillar -9,93% -4,70% 57,40%

2 Hewlett-Packard -9,93% -44,04% -40,74%

3 Alcoa -5,21% -42,98% -70,73%

4 Chevron -3,39% -0,14% 42,94%

5 McDonald´s -2,71% 29,44% 116,55%

6 United Technologies -2,34% -2,34% 24,71%

7 Exxon Mobil -1,47% 2,86% 13,63%

8 Boeing -1,10% 1,41% -16,90%

9 Procter & Gamble -0,30% 10,76% 6,63%

10 Merck & Co -0,18% 18,06% -11,38%


TOPS UND FLOPS MARKET REPORT MAR 12 13

DIE TOPS UND FLOPS IM MÄRZ 2012

TOP PERFORMER IM ATX

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 RHI 8,47% -24,16% -46,57%

2 CA Immobilien Anlagen 8,06% -35,80% -65,49%

3 Oesterreichische Post 6,04% 7,98% -16,10%

4 Conwert Immobilien Invest 5,71% -24,43% -45,25%

5 Immofinanz 4,19% -13,39% -76,73%

6 Verbund 2,43% -26,99% -31,60%

7 Lenzing 1,70% -8,24% 76,64%

8 Mayr-Melnhof Karton 0,24% -8,89% -6,82%

9 Strabag 0,00% 4,24% nicht notiert

10 Vienna Insurance Group -0,10% -19,28% -35,49%

FLOP PERFORMER IM ATX

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 Zumtobel -15,62% -53,87% -55,38%

2 Voestalpine -8,83% -24,16% -52,67%

3 EVN -4,29% -22,85% -52,33%

4 Andritz -4,11% 5,32% 54,55%

5 Wienerberger -3,80% -38,44% -78,50%

6 OMV -2,43% -12,66% -42,55%

7 Erste Group Bank -2,38% -51,04% -69,59%

8 Raiffeisen Bank International -1,57% -35,81% -74,63%

9 Telekom Austria -1,57% -15,10% -53,85%

10 Schoeller-Bleckmann -0,19% -2,74% 73,70%

TOP PERFORMER IM SMI

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 Swiss Re 9,18% 13,20% -46,42%

2 Zurich Financial 7,48% -6,47% -29,80%

3 Credit Suisse 7,40% -32,52% -69,67%

4 Adecco 3,87% -21,47% -39,02%

5 Syngenta 3,72% 4,03% 38,24%

6 Swatch Group 3,64% 4,75% 34,05%

7 CIE Financière Richemont 3,47% 9,06% 95,67%

8 Nestlé 1,98% 8,13% 20,96%

9 SGS 1,76% 7,31% 21,46%

10 Novartis 1,33% -0,89% -26,59%

FLOP PERFORMER IM SMI

Platz Wert 1 Monat 1 Jahr 5 Jahre

1 Actelion -2,19% -34,95% -38,38%

2 ABB -2,03% -16,04% -11,28%

3 Givaudan -1,10% -5,04% -24,14%

4 Transocean -0,27% -32,66% nicht notiert

5 Synthes -0,19% 28,09% 2,49%

6 Julius Baer Gruppe 0,11% -10,16% nicht notiert

7 Holcim 0,26% -15,35% -49,67%

8 Swisscom 0,44% -11,01% -15,96%

9 Roche 1,01% 22,73% -25,40%

10 UBS 1,18% -24,75% -82,06%


TOPS UND FLOPS MARKET REPORT MAR 12 14

KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS / KURS-BUCHWERT-VERHÄLTNIS

KGV UND KBV IM DAX

Unternehmen KGV 2011 KGV 2012 KBV 2011

Adidas 15,71 15,74 1,97

Allianz 13,49 8,22 0,71

BASF 8,62 11,60 1,95

Bayer 10,23 10,96 2,12

BMW 6,95 9,13 1,25

Beiersdorf 21,38 24,31 3,66

Commerzbank 7,24 7,28 nicht vorhanden

Daimler 6,14 8,95 0,88

Deutsche Bank 6,85 7,90 0,50

Deutsche Börse 9,60 10,87 2,66

Deutsche Lufthansa 15,46 20,65 0,52

Deutsche Post 9,82 11,88 1,28

Deutsche Telekom 13,43 13,25 0,96

E.ON 12,73 12,20 0,84

Fresenius Medical Care 19,69 18,47 2,60

Fresenius SE 15,31 14,85 1,07

HeidelbergCement 11,92 14,57 0,45

Henkel 14,20 15,26 2,23

Infineon 8,81 17,91 1,88

K+S 9,92 12,08 2,17

Linde 15,07 16,68 1,62

MAN 12,68 17,20 1,81

Merck KGAA 10,23 11,30 1,60

Metro 10,72 9,42 1,43

MunichRe 24,06 8,28 0,73

RWE 5,90 8,90 0,98

SAP 14,43 17,23 3,95

Siemens 9,57 11,91 2,10

ThyssenKrupp 5,79 18,69 0,88

Volkswagen 6,25 6,82 0,85

KGV UND KBV IM ATX

Unternehmen KGV 2011 KGV 2012 KBV 2011

Andritz 14,37 15,40 3,55

CA Immobilien Anlagen 11,67 12,94 0,40

Conwert Immobilien Invest 38,02 24,81 nicht vorhanden

Erste Group Bank neg. 7,88 nicht vorhanden

EVN 10,07 8,80 0,61

Immofinanz 7,73 11,38 0,47

Lenzing 6,47 10,16 1,66

Mayr-Melnhof-Karton 11,08 12,45 nicht vorhanden

Oesterreichische Post 12,80 11,38 2,24

OMV 6,89 6,73 0,57

Raiffeisen Bank International 5,49 7,93 nicht vorhanden

RHI 5,28 7,20 nicht vorhanden

Schoeller-Bleckmann 20,49 16,79 3,47

Strabag 12,93 13,46 nicht vorhanden

Telekom Austria 17,77 16,54 4,63

Verbund 20,53 15,97 1,46

Vienna Insurance Group 9,36 9,42 nicht vorhanden

Voestalpine 7,13 9,67 0,78

Wienerberger neg. 109,88 nicht vorhanden

Zumtobel 8,36 22,15 1,23


TOPS UND FLOPS MARKET REPORT MAR 12 15

KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS / KURS-BUCHWERT-VERHÄLTNIS

KGV UND KBV IM DOW JONES

Unternehmen KGV 2011 KGV 2012 KBV 2011

Alcoa 12,01 20,77 0,62

American Express 11,53 13,71 2,92

AT&T 13,75 13,53 1,86

Bank of America 558,29 14,43 0,25

Boeing 13,76 16,77 20,58

Caterpillar 12,24 11,36 5,71

Chevron 8,07 8,28 2,13

Cisco Systems 11,16 11,38 2,08

Coca-Cola 18,22 17,63 7,72

Disney 14,76 14,92 2,57

Du Pont Nemours 11,65 12,53 9,11

Exxon Mobil 10,07 10,51 4,23

General Electric 13,07 13,01 1,77

Hewlett-Packard 5,28 5,84 1,31

Home Depot 20,71 20,26 4,85

Intel 10,15 11,70 2,64

IBM 13,68 13,88 19,83

Johnson & Johnson 13,12 12,76 3,58

JP Morgan Chase 7,42 9,66 0,74

Kraft Foods 16,31 15,24 nicht vorhanden

McDonald´s 19,04 16,94 11,58

Merck & Co 10,00 10,19 2,37

Microsoft 9,65 12,10 3,81

Pfizer 9,37 9,92 2,57

Procter & Gamble 16,89 16,98 3,93

Travelers Companies 18,04 10,19 0,95

United Technologies 13,31 14,93 4,48

Verizon Communications 18,66 15,56 1,39

Wal-Mart 14,68 13,63 2,95

3M 13,71 14,13 3,58

KGV UND KBV IM SMI

Unternehmen KGV 2011 KGV 2012 KBV 2011

ABB 12,80 13,50 nicht vorhanden

Actelion 9,74 11,96 2,79

Adecco 11,57 13,86 nicht vorhanden

CIE Financière Richemont 20,46 19,21 nicht vorhanden

Credit Suisse 16,23 9,65 nicht vorhanden

Givaudan 28,32 16,58 2,36

Holcim 23,26 17,73 0,84

Julius Baer Gruppe 16,49 14,41 1,76

Nestlé 18,24 17,27 3,06

Novartis 10,81 10,23 nicht vorhanden

Roche 12,94 11,67 1,76

SGS 21,26 20,69 5,95

Swatch 14,97 16,02 12,12

Swiss Re 7,22 9,62 nicht vorhanden

Swisscom 9,79 10,39 4,29

Syngenta 15,73 15,78 nicht vorhanden

Synthes 21,42 20,52 nicht vorhanden

Transocean 24,93 15,75 nicht vorhanden

UBS 10,16 9,73 0,74

Zurich Financial 9,19 9,36 nicht vorhanden


IMPRESSUM MARKET REPORT MAR 12 16

© Hanseatic Brokerhouse

IMPRESSUM

Internet-Magazin MARKET REPORT

Ausgabe März 2012

Herausgeber

Hanseatic Brokerhouse Securities AG

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Redaktion

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