aktueller Gemeindebrief (pdf) - evangelische Gustav-Adolf-Gemeinde

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aktueller Gemeindebrief (pdf) - evangelische Gustav-Adolf-Gemeinde

GEMEINDEBRIEF

Evangelische Gustav-Adolf-Gemeinde

Offenbach-Bürgel

September 2012 - November 2012


Ein neuer Kon�rmandenjahrgang Kon�rmationsjubiläum am 10. Juni 2012


3 ANDACHT

…dass der Mensch was lernen

muss!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„was“ muss der Mensch lernen,

aber was ist das? Für unsere erwartungsvollen

ABC-Schützen ist

das sonnenklar: Lesen, Schreiben,

Rechnen, allenfalls noch Turnen und

Malen. Aber sonst? Wer schon seine

9, 10 oder 13 Jahre Schule samt

Berufsausbildung hinter sich hat,

der weiß, dass es noch viel mehr

gibt, was alles in ein armes Hirn

hineingetrichtert werden soll, mal

mehr, mal weniger erfolgreich. Und

im Rückblick fragt man sich: Was ist

eigentlich hängengeblieben? Gut:

ich kann Wand�ächen berechnen,

wenn´s ans Tapezieren geht, kann

einige Geschichtsdaten einsortieren

und in Frankreich die Straßenschilder

lesen. Nicht schlecht, aber verschwindend

wenig gegenüber dem,

was ich alles schon in meinem Leben

wieder vergessen habe! Manchmal

schlage ich Fachbücher auf und

wundere mich, wer all die wichtigen

Textpassagen unterstrichen hat. Es

dämmert mir: Das muss ich selbst

gewesen sein!

Wahrscheinlich ist mein Hirn ein

Sieb, in dem nur das hängen bleibt,

was mir irgendwann einmal etwas

bedeutet oder geholfen hat. Lernen

als pures Eintrichtern funktioniert

also schlecht. Aber Lernen als Ausprobieren,

das ist schön und bleibt

hängen. Manchmal hören wir Eltern

oder Großeltern schimpfen über den

Kindergartenalltag. Dann heißt es:

Die Kinder lernen nichts, die spielen

ja bloß! Zum einen stimmt es

nicht, weil bei uns wie überall der

hessische Bildungsplan durchgeführt

wird. Zum anderen ist Spiel für

Kinder eine ganz wichtige Lernarbeit,

sei es sozial, aber auch in ihrer

körperlichen und geistigen Entwicklung.

Kicken, buddeln, Rädchen fahren

und aushandeln, wer den Vater,

die Mutter oder das Kind

spielen darf, das ist wichtig!

Oder in der Schule: Sich

nicht alles gefallen lassen,

ohne dass die Fäuste �iegen,

das ist nicht nur für Kinder

schwierig. Frau Lenhardt zeigt,

wie es geht (Seite 34).

Woher lerne ich eigentlich,

wem ich vertrauen kann?

Dann, wenn es hart auf hart kommt,

wenn ich allein bin und verunsichert?

Jesus sagt: Gehet hin und

macht zu Jüngern alle Völker.(…)

Lehret sie halten alles, was ich

euch befohlen habe. Und siehe

ich bin bei euch alle Tage bis an

der Welt Ende. Mt 28,19

Die Jünger haben etwas gelernt

von ihrem Rabbi Jesus, das sollen

sie weitergeben. Viel haben sie gehört,

sich vieles gemerkt, etliches

nicht verstanden, noch mehr vermutlich

wieder vergessen. Aber eines,

das ist ganz einfach, das wissen sie

ganz genau, das haben sie auch

über zahllose Generationen weitergegeben:

Jesus ist bei uns alle Tage

bis an der Welt Ende.

Lieber Leser, Vieles kann man

vergessen, ohne Schaden zu erleiden.

Aber dass Jesus nicht von

unserer Seite weicht, was auch geschieht,

das wollen wir uns merken.

Machen Sie mit, lassen Sie andere

wissen, was uns tröstet und wem

man vertrauen kann!

Es grüßt sie herzlich

Ihre Pfrn. Amina Bruch-Cincar


GOTTESDIENST

GEMEINDEVERSAMMLUNG

Falls nicht anders angegeben, hält Frau Pfarrerin Bruch-Cincar

den Gottesdienst um 10.30 Uhr.

Das Kirchencafé lädt im Anschluss an den Gottesdienst zum

Gespräch bei Kaffee oder Tee ein.

2. September, Abendmahlsgottesdienst

mit Pfrn. Lippek.

9.September, Gottesdienst.

16. September, Gottesdienst mit

Vikarin Biester.

23. September, Gottesdienst mit

Taufmöglichkeit.

30. September, Gottesdienst mit

Pfr. Müller.

7. Oktober, Familiengottesdienst

zum Erntedankfest mit Agape-

Mahl. Es singt der Gospelchor. Im

Anschluss gibt es eine gute Suppe

und die Gemeindeversammlung im

Saal.

14. Oktober, Gottesdienst mit Pfr.

Müller.

21. Oktober, Gottesdienst.

28. Oktober, Gottesdienst mit

Vikarin Biester.

Gemeindeversammlung am 7. Oktober 2012

Der Kirchenvorstand unserer Gustav-

Adolf-Gemeinde lädt im Anschluss an den

Gottesdienst zum Erntedankfest am 7. Oktober

um 11.30 Uhr zu einer Gemeindeversammlung

ein.

1. Der Kirchenvorstand berichtet über seine

Arbeit im zurückliegenden Jahr.

2. Es wird über die Verwendung der zur Verfügung

stehenden Mittel informiert.

3. Es besteht die Möglichkeit zur Aussprache

über Fragen des kirchlichen und gemeindlichen

Lebens.

Der Kirchenvorstand hofft, dass viele Angehörige

unserer Gemeinde an der Gemeindeversammlung

teilnehmen.

4

4. November, 11 Uhr in der

Lutherkirche, Dekanatsgottesdienst

zum Reformationsfest.

Samstag, 10. November, 18 Uhr:

Dekanatsgottesdienst zur Eröffnung

der Offenbacher Orgeltage.

Die Offenbacher Kantorei wird die

Bach-Kantate „Wachet auf, ruft uns

die Stimme“ aufführen, Predigt Pfrn.

Bruch-Cincar.

11. November, Gottesdienst mit

Abendmahl, Vikarin Biester.

18. November, Taufgottesdienst.

25. November, Ewigkeitssonntag.

Wir gedenken der Verstorbenen

des vergangenen Jahres. Neben

deren Angehörigen sind besonders

alle eingeladen, die um einen Menschen

trauern.

2. Dezember, 1. Advent, Gottesdienst

mit Abendmahl.


5

Bitte zum Erntedankfest

Am 7. Oktober 2012 feiern wir

das Erntedankfest. Wir danken Gott

für die Kartoffeln und das Korn auf

dem Feld, für Gemüse und Obst aus

unserem Garten und nicht zuletzt für

die Blumen, die unser Herz erfreuen.

Wir denken auch an die Bauern,

die im Frühjahr das Feld bestellten,

die im Sommer vor Hagel und Gewitter

bangten, und die dann alle

Feldfrüchte in einer großen Anstrengung

einbrachten.

Am Erntedanktag wollen wir unseren

Altar mit den geernteten Früchten

schmücken. Im Anschluss an

den Gottesdienst werden wir diese

meistbietend verkaufen und den Erlös

an „Brot für die Welt“ geben.

ERNTEDANKFEST

KINDERGOTTESDIENST

Bitte helfen Sie uns und bringen

uns Gemüse, Obst und alles, was

Sie in Ihrem Garten geerntet haben!

(Bitte abgeben im Gemeindebüro

am Samstag vorher)

Kindergottesdienste

Sie sind geeignet für Kinder von 4 -10 Jahren und �nden einmal im Monat

samstags vormittags statt. 9.30 Uhr geht es los in der Kirche. Mit Singen,

Erzählen, Malen und Beten feiern wir den Gottesdienst (ca. 30 - 40 Minuten).

Danach ist Zeit zum Toben, es gibt Frühstück. Wir basteln, malen, backen,

kneten etc. bis 11.30 Uhr. Dann können Sie Ihr Kind abholen. Natürlich können

Sie auch dabei bleiben und mitmachen. Und darum wird es gehen:

1. September Abrahem packt die Koffer: Wohin soll´s denn gehen?

29. September Josef und seine Brüder – Ärger im Anzug

3. November Josef und seine Brüder – Ein König hat Träume

Es geht wieder los mit den Krippenspielproben.

Wir brauchen viele Kinder, die mitspielen: Hirten und Engel, den Wirt

und Josef, Maria und einen Soldaten. Wir haben Rollen mit und ohne

Text. Wer macht mit? Die Proben sind immer samstags von 9.30 bis

10.30 Uhr in der Kirche.

17.11. Heute werden die Rollen verteilt. Und dies sind die weiteren

Termine: 24.11. Krippenspiel, 01.12. Krippenspiel, 08.12. Krippenspiel,

15.12. Krippenspiel, 22.12. Generalprobe


MUSICAL

Wenn

Engel lachen...

Die

Liebesgeschichte(n)

der

Katharina von Bora

Ein leidenschaftliches

Kammer-Musical.

Freitag, den 7. September 2012,

19.30 Uhr im Gemeindesaal

Eintritt 11 Euro, im Vorverkauf im Gemeindebüro

und im Salon Brilka 10 Euro

Mit Miriam Küllmer-Vogt

6


7 ZUM ANSCHAUEN


ZUM MITMACHEN

LebendigerAdventskalender

in Bürgel

Bald ist es wieder so weit: Die Adventszeit

beginnt und Abend für Abend treffen

sich nun Bürgeler bei einem hell erleuchteten

und schön geschmückten Adventsfenster,

in dem auch die Zahl des Tages deutlich

zu sehen ist.

An jedem Tag in dieser Zeit lädt eine Familie

um 18 Uhr in ihren Garten, in die Hofeinfahrt

oder in die Garage. Es werden ein passendes Gedicht oder eine Geschichte

vorgelesen und ein paar Adventslieder gesungen. Über einen heißen

Tee oder Glühwein freuen sich die Besucher und über einen Saft die Kinder.

Ein paar Plätzchen sind sehr beliebt!

Wichtig ist aber: Menschen sprechen miteinander, lernen sich kennen, werden

Freunde. Wer mitmachen will und einen Termin braucht, melde sich im

Gemeindebüro (86 20 91). Dort erhalten Sie auch Tipps für die Gestaltung.

Machen Sie mit!

Eine anatolische Reise

live erzählt von

Steffen Hoppe

am 9. November 2012 ,

19.30 Uhr im Gemeindesaal

Im 18. Jahrhundert schrieb Alphonse de Lamartine:

„Wenn man nur einen einzigen Blick auf die Welt

werfen könne, sollte man sich Istanbul anschauen.“

Steffen und Regina Hoppe bereisen seit 2004

regelmäßig Istanbul und Anatolien. Sie können uns

daher in ihrem Lichtbildervortrag das ganze Land im Jahresreigen zeigen.

Beginnend mit dem Frühling am tiefblauen Mittelmeer, weiter in der gnadenlosen

Hitze Zentralanatoliens zu den Ruinen des antiken Hattuscha und

in die Täler des Katschkar-Gebirges, im Herbst zur heiligen Stadt Urfa im

fernen Südosten und im Winter nach Kappadokien und nach Konya.

Ein Vortrag von Stefan Hoppe lebt von den Bildern der Menschen in den bereisten

Landschaften und von den unzähligen Geschichten, die er mit ihnen

erlebt hat.

Freuen Sie sich mit uns auf einen Augenschmaus und auf einen wunderbaren

anschaulichen Erzähler!

Der Eintritt ist frei, aber über eine Spende freut sich der Autor.

8


9 MUSIK - MUSIK

„Über Gott und die Welt“

Klassisches Konzert in der Gustav-Adolf-Kirche

Samstag, den 29. September 2012 um 19.30 Uhr

Im geistlich geprägten ersten Teil des Konzerts hören wir Werke von Joh. Seb.

Bach, Händel, Mendelssohn-Bartholdy und Max Bruch an der Orgel, dem Cello

oder vokal.

Im weltlichen zweiten Teil erklingen Arien von Mozart, Puccini und Joh. Strauß.

Hans-Wolfram Hooge wird ein Klavierstück von Anna Stoffers-Assipenko uraufführen.

Die Cellistin Frau Uschakowa wird unsere Kirche mit Melodien von

Schumann zum Schwingen bringen.

Gesang: Annette Bigalke, Amina Bruch-Cincar, Anja Lyssy, Horst Scheffel,

Melita Schuller

Cello: Irina Uschakowa

Klavier / Orgel: Hans-Wolfram Hooge, Sera�ma Teffner

Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.

Orgel - Präsentation

Der Organist Cameron Carpenter

an der elektronischen Rodgers-Orgel

am Samstag, dem 24. November 2012 um 20.00 Uhr

in der Gustav-Adolf-Kirche

Wir haben eine wirkliche Sensation zu bieten: Im Rahmen einer Produkt-Präsentation

der Firma Rodgers wird der berühmte Orgel-Virtuose Cameron Carpenter

ein Konzert an seiner Rodgers-Orgel geben, die der in unserer Kirche

verwendeten elektronischen Orgel gleicht.

Carpenter hat erst kürzlich beim Schleswig-Holstein-Festival mit dem

Leonard-Bernstein-Award eine hohe künstlerische Auszeichnung erhalten.

Dieser unfassbar virtuose Musiker und exzentrischste Organist der Welt ist eines

der grellsten Phänomene der internationalen Musikszene. Mit vier Jahren

saß er erstmals an einer Kirchenorgel und mit elf Jahren spielte er das gesamte

wohltemperierte Klavier Bachs. Sein Auftreten mag exotisch erscheinen, als

Künstler aber ist er bestrebt, seriös zu wirken. (Zeit Online)

Der Eintritt ist voraussichtlich frei.

Achtung: Der Beginn des Konzerts kann sich noch verschieben!


MUSIK

Russisches Chorkonzert

Sonntag, 14. Oktober 2012, 19.30 Uhr

Ev. Gustav-Adolf-Kirche, Offenbach-Bürgel

mit dem Kosaken Vokalensemble „Russische Seele“

St. Petersburg

10

Glockenreine Soprane und tiefste Bässe

versetzen die Zuhörer ins alte Russland,

in Kathedralen und Klöster, wo die liturgischen

Gesänge mit ihrer schwermütigen

Melodik und ihrer reichen Harmonik gep�egt

wurden. Ebenso tragen die Musiker

russische Volkslieder vor.

Trotz fast 80-jähriger Unterdrückung durch

das atheistische kommunistische System

fanden sich immer wieder Musiker, die

diese reiche Tradition über die Zeit der

Unterdrückung gerettet haben.

Das Vokalensemble besteht aus

professionellen Sängerinnen und

Sängern aus der Schule des berühmten

St. Petersburger Konservatoriums.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine

angemessene Spende gebeten, um die

Unkosten der Tournee zu bestreiten. Der

Chor unterstützt auch ein Waisenhaus.

Der Buß- und Bettag

lädt nicht ein zur frommen „Nabelschau“,

sondern zur konkreten Umkehr. Ein gutes

Beispiel sind „Umweltsünden“. Ein aktiver

Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung ist

gelebte Buße.


11 MUSIK

Jahreskonzert

der

GustavAdolf – Gospel – Singers

Zu Gast: Fallou Sy & friends

mit ihren afrikanischen Trommeln

Piano: Mascha Prokoffjewa

Leitung: Ulrike Fausel

Sonntag, den 18. November 2012 um 18 Uhr

in der Gustav-Adolf-Kirche

Der Eintritt ist frei.

Um eine Spende wird gebeten.


ZUM MITMACHEN

Gemeindefahrt nach Eisenach - neu!

Zu unserer Gemeindefahrt

nach Eisenach werden

wir mit eigenen PKWs

fahren. Und so sieht nun

unser Programm aus:

Montag, 29. 10. 2012:

Anfahrt mit privaten PKWs

zum Sophienhotel in Eisenach,

15.00 Uhr geführter

Stadtrundgang durch Eisenach.

Dienstag, 30. 10. 2012: vormittags

Besichtigung des Bachhauses,

nachmittags Wanderung durch

die tief eingeschnittene Drachenschlucht

zur Hohen Sonne am

Rennsteig.

Mittwoch, 31. 10. 2012: vormittags

Fahrt zum Baumkronenpfad im

Nationalpark Hainich und Spaziergang

in luftiger Höhe, nachmittags

Bibelteilen in unserer Gemeinde

Wir wollen uns an diesen

Mittwochabenden mit dem

Wort Gottes in der Bibel beschäftigen:

Einen Abschnitt

lesen, ihn auf uns wirken

lassen, Eindrücke sammeln,

sie austauschen, still

werden und beten. So weit,

so einfach, denn das „Bibel-

Teilen“ wurde in Afrika entwickelt

von Gläubigen mit

12

Besuch der Wartburg mit Führung,

18.00 Uhr Gottesdienst zum Reformationstag

auf der Wartburg.

Donnerstag, 1. 11. 2012: Fahrt

nach Mühlhausen, dort Stadtführung

mit Besichtigung des Rathauses,

14.30 Uhr Besuch im Strumpfmuseum

in Diedorf, anschließend Kaffee

trinken.

Freitag, 2. 11. 2012: mit dem Zug

nach Erfurt, dort vormittags Besichtigung

von St. Severin, nachmittags

öffentliche Führung durch das historische

Erfurt.

Samstag, 3. 11. 2012: Heimfahrt,

dabei Besichtigung von Point Alpha.

Gerne nehmen wir noch einige

wenige zusätzliche Reisende mit,

sofern sie über ein eigenes Fahrzeug

verfügen.

und ohne theologische Vorkenntnisse.

Wenn Sie haben, bringen Sie

eine Bibel mit, anderenfalls haben

wir hier auch welche vorrätig. Die

Stunden bauen nicht aufeinander

auf.

Mittwoch, Halb Acht Gemeindesaal

19. September,

10. Oktober,

14. November 2012.

Entschuldigung

Leider haben wir im letzten Heft den Vornamen unseres Interview-Partners

falsch angegeben. Das tut uns sehr leid. Herr Schneider heißt natürlich Uwe.


13

Lena und die Kartoffeln

Kartoffeln und „nur Anschauen“

Es war in einer Ferienwohnung in

Bolsterlang. Lenas Mama, Papa,

Schwester und Oma waren auf

dem Skihang. Lena und ich hatten

die Aufgabe, Kartoffeln zu schälen.

Lena wuselte um mich herum und

wollte alles sehen und anfassen.

Wir ließen uns auf dem Fußboden

nieder. Messer, Schere, Gabel, Licht

dürfen kleine Kinder nicht. Aber ich

hatte ein kleines Kneipchen. Unsere

Lerneinheit begann. Drei Töpfe

standen vor uns. Kleine Kinderhände

können Kartoffeln gut anfassen.

„Gib mir die Kartoffel, Lena“ war meine

Bitte und Lena verstand es schon

und es klappte wunderbar. Ich �ng

an zu schälen und Lena wollte das

Kneipchen, die Schalen und später

die geschälte Kartoffel erkunden.

Bei allen Versuchen der Berührung

Mensch und Hund 1

Am Main traf ich Hannelore Sch.

mit ihrer Nelli (5). Sie erzählte:

Nelli war in ihrer Jugend ein sehr

lebhaftes Tier mit ausgeprägtem

Forscherdrang. Allein im Zimmer

ließ sie nichts auf ihrem Platz und so

lernte sie die Menschenumgebung

kennen.

NEIN. Dieses Wort hatte ich schon

bei früheren Hunden als guten Befehl

für meine vierbeinigen Freunde

gelernt. Nein ohne Wenn und Aber.

THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

sagte ich „Lena, nein, nicht

anfassen, nur anschauen“.

Wir hatten viel Zeit und ich

erfuhr, dass Lena es immer

besser verstand. Geduld

und ruhige Worte führten

zum Erfolg.

Zum Schluss gab Lena

mir nur noch die ungeschälten

Kartoffeln und schaute

dann geduldig zu, bis ich

wieder eine benötigte. Wenn

Sie wissen, wie lange man

zum Kartoffel schälen für

4 Erwachsene und 2 Kinder benötigt,

so wissen sie auch, wann

Lena es gelernt hatte.

Heute sage ich nur ruhig „nicht

anfassen, nur anschauen“ und wir

kommen sogar prima an den Süßigkeiten

an der Supermarkt-Kette

vorbei. U. K.

Nelli hat dieses Wort auch

schnell als Orientierungshilfe

anerkannt und es seit langem

schon voll akzeptiert.

Eine Hundeschule war

während der ersten zwei Jahre

auch für Nelli ein absolutes

Muss. Unser Ziel, Nelli frei

herumlaufen zu lassen, ohne

dass sie Andere belästigt,

haben wir dort prima erreicht.

U. K.

Ulrich K. mit Enkelin

Lena (15 Monate)


AUS DER GEMEINDE

Neues vom Gospelchor

14

Lang hat´s gedauert, aber nun endlich hat unser Chor einen Namen. Wenn

Sie von nun an auf Plakaten, in der Zeitung, unserer Homepage oder an diesem

Ort „Gustav-Adolf-Gospel-Singers“ lesen, wissen Sie gleich, wer es

ist. Auf T-Shirts heißen wir lässig „Berler Gospel-Mädscher“, aber das quasi

nur für werktags.

An einem Sonntag, übrigens

dem heißesten

Tag des Jahres, bei 38

Grad brachen 22 der

besagten „Mädscher“ mit

einem nicht unglücklich

dreinschauenden Herrn

zusammen nach Marburg

auf. „Choraus�ug“ hieß

diese Tauglichkeitsprüfung

für einen Tropeneinsatz,

sorgfältig erarbeitet

von Heinke und Uli Krause

(vielen lieben Dank!).

Nach einem Besuch der

Elisabethkirche nahm uns

Stadtführer Brückner mit

durch die alten Gassen der Universitätsstadt, um uns etwa an einem dicken

Eckstein eines Hauses zu erklären, was es früher einmal bedeutete, „die

Kurve zu kratzen“, einen „Stein des Anstoßes“ zum Schutz gegen Schäden

durch Radnaben

zu haben.

Nach einem

aufregenden Ritt

aufs Schloss

gönnten wir uns

etwas Ruhe, ein

Schöppchen

Apfelwein und

ein Marburger

Krüstchen,

durchaus bei

einer angenehm

kühlen Brise,

bevor ein später

Zug uns wieder

heim nach Offenbach

brachte.


15 AUS DER GEMEINDE

Lautenlieder aus Renaissance und Barock

Ein Liederabend der besonderen

Art wurde uns im Gemeindebrief

Juni/August 2012 versprochen.

Und was wir dann am Sonntag,

dem 17. Juni, um 18.00 Uhr in der

Gustav-Adolf-Kirche in Bürgel zu

hören bekamen, war wirklich außergewöhnlich.

Die Mezzosopranistin Johanna

Krell und Toshinori Ozaki, der die

Sängerin auf der Theorbe (Laute)

meisterhaft begleitete, boten ein abwechslungsreiches

Musikprogramm

aus der Epoche des 16. - 18. Jahrhunderts.

Wir hörten Werke verschiedener

Komponisten, u.a. von

Heinrich Schütz (1585 - 1630), Alessandro

Grandi (um 1575 - 1630),

Alessandro Piccinini (1566 - 1638)

und John Dowland (1563 - 1626).

Unter den Komponisten war auch

die Tochter von Giulio Caccini (1546

- 1618) zu �nden, Francesca Caccini:

eine Frau in einer Zeit, in der

künstlerischer Ruhm in erster Linie

den Männern vorbehalten war. Und

das Musikstück klang so wunderschön,

wie es eigentlich nur eine

Frau komponieren kann, vorgetragen

von einer Künstlerin, deren

weicher samtiger Mezzosopran die

einzelnen Töne zum Schmelzen

brachte.

Die Zugabe war ganz besonders:

Wir Zuhörer bekamen zunächst einen

Kurs in der Kunst des Küssens

musikalisch vorgetragen, und zum

Schluss erklang dann das wunderschöne

Schla�ied „Guten Abend,

Gute Nacht“. Damit schloss sich

dann der Kreis...

Ein beeindruckendes Konzert, für

das wir uns dann auch mit reichlich

Applaus bedankt haben.

Hanna Stelling

„Offener Handarbeitstreff“

Nachdem sich bei den „Kreativen Köpfen“ das Thema Häkeln als sehr interessant

und gesellig herausgestellt hat, hier die neue Idee: ein reiner Handarbeitstreff,

der im Wechsel mit unseren normalen Treffen statt�nden wird. Die

Treffen �nden mittwochs ab 19:30 Uhr im Kindergruppenraum der GAG statt.

Die Veranstaltung ist kostenfrei!

Die ersten Termine sind der 12. September und der 07. November 2012

neu!


Fotos

(Kaestner,

Krause, Peter)

auf der letzten

Umschlagseite

AUS DER GEMEINDE

Der 1. Berler Sommernachtstraum

Es ist schon fast 20.00 Uhr, als

die letzte Zugabe von Irish Dew im

Innenhof der Gustav-Adolf-Gemeinde

verklingt. Heute ging es etwas

länger als sonst. Es stand alles unter

dem Zeichen „Musik von der grünen

Insel“.

Die beiden Musiker Ralf

Grombacher und Wolfgang

Prieß sind Multiinstrumentalisten.

Ralf Grombacher singt

und spielt Tin whistle, viola da

gamba (Kniegeige) und Gitarre,

während Wolfgang Prieß

mehr den multipercussiven

Part der Band übernimmt. Das

Duo spielt eher traditionelle

irische Musik. Standards,

wie die Pub-Klassiker „Molly

Malone“, „Whiskey in the jar“

oder der „Wild Rover“ animieren

das Publikum schon fast

automatisch zum Mitklatschen

und Mitsingen.

Irish Dew beschlossen am

5. August unsere diesjährigen

3 Konzerte des 1. Berler Sommernachtstraums

mit einem Rekord von

über 160 Besuchern.

Alles begann mit einer Idee unserer

Pfarrerin, im Sommer eine Art

kulturellen, kommunikativen Treffpunkts

zu schaffen, den sie einfach

„Sommernachtstraum“ nannte. In

lauer „Sommernacht“ sollten die

verschiedensten lokalen Künstler

auftreten und „Open Air“ Musik, Lesungen,

Theater usw. im Kirchhof

darbringen. Aus der Idee wurde dieses

Jahr Realität.

Petrus war uns gnädig, so dass

16

wir alle Konzerte tatsächlich im Freien

statt�nden lassen konnten. Nur

beim 1. Konzert zwang uns ein Gewitter

mitten im letzten Lied die Veranstaltung

hastig zu beenden. Die

Zugabe �el wortwörtlich ins Wasser.

A apropos, das 1. Konzert am

8. Juli: Das Duo „SaiteSeeing“ - Oliver

Lach und Frank Mittenzwei aus

Biebergemünd. Die beiden Fingerakrobaten

auf der Konzertgitarre nahmen

das Publikum mit auf eine musikalische

Reise - von Jorge Cardoso

bis Peter Horton & Sigi Schwab,

von argentinischem Tango bis zur

Modernen. Ein romantischer Nachmittag

mit stimmungsvoller Musik.

Am 22. Juli hatten wir dann den

Barden XXL zu Gast – Rudi Eitel, bekannt

als König Henninger aus dem

gleichnamigen Schanz Comedy-

Musical in Mühlheim. Rudi ist „Müllemer“

und ein Fan und Botschafter

des hessischen Nationalgetränkes

„Ebbelwoi“. Seine Lieder, die er auf

der Gitarre begleitet, handeln daher

natürlich auch von diesem Stöffche,

wie „Der knaddel-dattel, rüttel-rappel

- Ebbelwei Express“ oder der Klassiker

„Die Fraa Rauscher aus de Klappergass“.

Das Publikum amüsierte

sich köstlich. Lokalpatriotische Gräben

zwischen Mühlheim und Bürgel

waren bei Handkäs mit Musik und

Ebbelwoi vergessen.

Es freut uns riesig, dass der erste

Berler Sommernachtstraum so gut

angenommen wurde.

Vielen Dank allen Mitwirkenden!

Bis nächstes Jahr! H. Peter


17

LOVE

The Wild Woodies

vereinen moderne

Arrangements

mit den Sounds

einer Big Band,

klassischen

Orchesterklängen

und Rock/Pop.

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IV

Moderation:

Rudi Eitel

PEACE

Musikalische Leitung:

Andrea Jeruschewski

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(in der Pause grosses Kaffee- & Kuchenbuffet)

MUSIK

Eintritt : Erwachsene 7.- 7 .- € / Kinder&Schüler 4.-


Weitere Informationen unter www.thewildwoodies.de

oder andrea-music@t-online.de

Crossover,

d.h. rockige

Gitarrensounds

der Rolling Stones

oder Metallica

treffen auf

klassische

Orchesterwerke.


ZUM MITMACHEN

Flötenkreis

Mittwoch Für Erwachsene Ute Schramm

18.45-19.45 Uhr

18

Mittwoch Halb Acht -

Offene Runde für Erwachsene

Treffpunkt: Jeweils der letzte Mittwoch (mit Ausnahmen!) im Monat um

19.30 Uhr im Gemeindesaal. Gäste sind herzlich willkommen. Auskunft bei

Klaus Hillingshäuser, Tel. 86.21.19. Programm siehe Seite 35

Kirchenvorstand

Sitzungen unseres KV am Dienstag, dem 4. September, 9. Oktober und

6. November 2012.

Friedensgruppe - Weltladen

Wir treffen uns jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 20.00 Uhr. Infos

bei Ulla Suchan, Tel. 86.24.63

Theatergruppe „Die Kirchenmäuse“

Montagabends. Infos bei Rüdiger Bock, Tel. 06074 / 2.11.61.73 sowie unter

069 / 83.00.33.52 (Anrufbeantworter) und www.kirchenmaeuse.de. Diesjährige

Aufführungen siehe Seite 7

Gospelchor Chorprobe donnerstags, 20 Uhr

Leitung: Ulrike Fausel

Trommelgruppen am Montag

18-19 Uhr Anfänger, 19-20 Uhr Fortgeschrittene mit monatlichem Beitrag

Im Kindergruppenraum, Leitung Fallou Sy

Kreative Köpfe

am 29. August, 10. Oktober und 28. November (siehe Seite 22)

NEU: Offener Handarbeitstreff

am 12. September und 7. November (siehe Seite 15)

Jugendgruppe

Wir treffen uns immer freitags von 18.00 bis 19.30 Uhr im Jugendraum mit

Corinna Böhme-Prömper und Michael Köhler. Das Programm denken wir uns

selbst aus. Bisher haben wir Pizza gebacken, waren Kegeln und gemeinsam

im Kino.


19

Frauenhilfe + Ruheständler

Verantwortlich für die Frauenhilfe: Christa Dünkel, Ursula Prieß,

Renate Zimmermann

Ruheständler: Ruth Rumpf, Helga Jung,

Elke Röhs

19. September 2012, 13.00 (!) Uhr

Frauenhilfe + Halbtagesaus�ug ins

Ruheständler renovierte Puppenmuseum

Wilhelmsbad und anschl.

zum Kaffeetrinken.

Treffpunkt um 13.00 Uhr am

Dalles (Anmeldung beim

Frauenhilfsteam erbeten)

10. Oktober 2012, 15.00 Uhr Ruheständler + Naomi und Ruth,

Frauenhilfe Frauenfreundschaften nicht

nur in der Bibel. Ein Nachmittag

mit Pfr. Br-C und Vikarin

Biester

14. November 2012, 15.00 Frauenhilfe + Informationen durch einen

Ruheständler Referenten: „Selbstschutz vor

Straftaten im Alltag“

12. Dezember 2012, 15.00 Uhr: Weihnachtsfeier für die Senioren der Gemeinde

Altengymnastik (nur nach Anmeldung)

Leitung: Ruth Rumpf: Montags 14.30 Uhr und 16.00 Uhr

Hilfe! Strick- und Häkelnadeln gesucht!

Bitte spenden Sie uns Ihre Stricknadeln,

Häkelnadeln, Stickrahmen,

Stickgarn und bunte Wollreste. Auch

über Bücher oder Hefte zum Thema

Häkeln, Stricken und Sticken würden

wir uns freuen.

Warum? Wir planen, einen offenen

Handarbeitstreff einzurichten,

der das Ziel hat, gemeinsam Neues

auszuprobieren, mit dem angefangenen

Pullover einfach mal in Ge-

ZUM MITMACHEN

sellschaft weiterzuarbeiten oder von

Grund auf das Häkeln oder Stricken

zu erlernen. Näheres dazu erfahren

Sie bei den Terminen.

Ihre Materialspenden geben Sie

bitte im Pfarrbüro oder bei Britta

Klüber-Meichsner, Wintergasse 3,

ab.

Für Ihre Mühe vielen Dank im

Voraus.


FREUDE UND LEID

20

Wir gratulieren herzlich den 75-, 80-, 85-jährigen und älteren Gemeindemitgliedern

zum Geburtstag. Die Jubilare werden vom BESUCHSDIENST

unserer Gemeinde besucht. Wir bitten, uns fehlerhafte Angaben mitzuteilen,

damit wir uns entschuldigen können.

Wir gratulieren im September

02. 09. 2012 Anna-Maria Hofmann (92), Eduard-Oehler-Straße 29

02. 09. 2012 Hiltrud Neumann (86), Sachsenstraße 10

05. 09. 2012 Helga Niedenthal (94), Falltorstraße 18

07. 09. 2012 Hildegard Schäfer (88), Offenbacher Straße 58

09. 09. 2012 Katharina Frohneberg (91), Staudenstraße 46

13. 09. 2012 Eva Kopp (89), Am Maingarten 11

15. 09. 2012 Elfriede Röck (85), Thüringer Straße 9

16. 09. 2012 Margot Beckert (87), Steinheimer Straße 34 a

24. 09. 2012 Klaus Fischbach (75), Von-Behring-Straße 110

25. 09. 2012 Margarete Dietz (85), Kettelerstraße 8

25. 09. 2012 Adelheid Frank (80), Alicestraße 14

26. 09. 2012 Rosemarie Lapp (75), Mühlheimer Straße 182

26. 09. 2012 Waltraud Vetter (75), Mecklenburger Straße 17

28. 09. 2012 Frieda Hottmann (91), Von-Behring-Straße 33

30. 09. 2012 Erika Jarosch (92), Stiftstraße 52

Wir gratulieren im Oktober

01. 10. 2012 Christa Könnemann (75), Gottfried-Schaider-Straße 44

02. 10. 2012 Waltraud Klement (75), Alicestraße 129

03. 10. 2012 Katharina Schmidt (75), Mühlheimer Straße 200 a

05. 10. 2012 Hans Skibba (75), Seestraße 31

07. 10. 2012 Irmgard Kreile (75), Staudenstraße 65

10. 10. 2012 Elisabeth Weber (87), Arnoldstraße 12

11. 10. 2012 Elma Merrettig (88), Alicestraße 16

11. 10. 2012 Ruth Schulz (85), Von-Behring-Straße 75

12. 10. 2012 Eva Hoffmann (90), Steinheimer Straße 36 b

15. 10. 2012 So�e Schneider (88), Von-Behring-Straße 9

21. 10. 2012 Karl Boecker (89), Ludwigstraße 62

29. 10. 2012 Ehrentraud Hussein (85), Alicestraße 103

29. 10. 2012 Erika Hoppe (75), Kettelerstraße 49

31. 10. 2012 Maud Luckert (80), Steinheimer Straße 36 a


21 FREUDE UND LEID

Wir gratulieren im November

01. 11. 2012 Hermann Schickedanz (91), Alicestraße 6

01. 11. 2012 Harry Müller (86), Alicestraße 125

04. 11. 2012 Zo�a Rahmsdorf (88), Mühlheimer Straße 244

13. 11. 2012 Hans Jäger (75), Mecklenburger Straße 22

16. 11. 2012 Liselotte Gimpel (75), Staudenstraße 19

20. 11. 2012 Hannelore Richter (80), Larochestraße 9

23. 11. 2012 Otto Hofferbert (86), Merowingerstraße 43

25. 11. 2012 Margarete Sauer (75), Staudenstraße 6

27. 11. 2012 Irmgard Debes (87), Gerhard-Becker-Straße 12

Wir wünschen Gottes Segen zur Taufe

Emily Pohl 24. 06. 2012

Luisa Pohl 24. 06. 2012

Justus Elias Fricke 24. 06. 2012

Tom Walther 22. 07. 2012

Jonathan Dänner 19. 08. 2012

Wir gratulieren zur Hochzeit

Viktoria und Friedrich Kreis 02. 06. 2012

Stefanie und Patrick Seidel 16. 06. 2012

Melanie Uhlein-Pohl und Nico Pohl 24. 06. 2012

Wir trauern mit den Angehörigen

Jürgen Nölke (52), Gottfried-Schaider-Straße 19 24. 05. 2012

Inge Glib (71), Seestraße 59 02. 06. 2012

Ingeborg Bablich (80), Kurfürstenstraße 20 09. 06. 2012

Margarete Pohl (84), Sprendlinger Landstraße 132 a 13. 06. 2012

Wolfgang Neise (59), Gerhard-Becker-Straße 20 12. 07. 2012

Andreas Frank (86), Alicestraße 14 28. 07. 2012

Jürgen Schneider (54), Kreuzstraße 1 04. 08. 2012

Ingeborg Kyritz (85), Von-Behring-Straße 54 09. 08. 2012


ZUM MITMACHEN

Kreative Kids

Die KREATIVEN KIDS sind zwischen

8 und 12 Jahren alt

und treffen sich wieder zu folgenden Themen:

18. September 2012, 15.30 Uhr: Immer im Kreis

herum… wir weben. Mal sehen, was daraus wird?

09. Oktober 2012, 15.30 Uhr: Es wird auf alle

Fälle bunt! Wir umwickeln, bekleben und bemalen

einen kleinen Keilrahmen.

06. November 2012, 15.30 Uhr: Ein Licht in der

dunklen Jahreszeit. Aus schönem Papier falten wir

eine Tischlaterne.

04. Dezember 2012, 15.30 Uhr: Wie passen die Worte „Stricken“ und „Gabel“

zusammen? Wir werden es heraus�nden!

Wir treffen uns an diesen Dienstagen von 15:30 bis 17:30 Uhr im Kindergruppenraum

der Gustav-Adolf-Gemeinde (Langstraße 62) zum gemeinsamen

Basteln. Bitte meldet euch an unter: Tel.862091 oder 86777703. Materialkosten:

2,00 € je Termin. Leitung: Britta Klüber-Meichsner

22

Kreative Köpfe

Wir treffen uns jeweils um 19.30 Uhr im Kindergruppenraum:

29. August: „Speckstein“; es ist handwerkliches Geschick gefragt, wenn

wir die Stein-Rohlinge bearbeiten.

10. Oktober: Nähen mit und ohne Maschine; aus

selbst mitgebrachtem Material (Stoff, Garn, Knöpfe,

Schließen, etc.) nähen wir nach eigener Vorstellung.

Dabei könnte eine Tasche, ein Kuschelkissen oder ein

einfaches Tier entstehen.

28. November: „Weihnachtsbasteln“; da kann so Allerlei

entstehen, z. B. ein Adventskalender, ein Präsent

für den Partner oder einfach eine schöne weihnachtliche

Dekoration.

Spezielle Wünsche, wenn möglich, vorab mit uns besprechen.

Um Anmeldung wird gebeten.

Materialkosten: max. 5,00 € je Termin. Leitung: Nicole

Mante, Heike Jung und Britta Klüber-Meichsner, Tel. 86777703

kreativekoepfe2011@googlemail.com


„Wir freuen uns auf die Schule!“

ABC-Schützen im Interview

Johanna Matschke, (6)

Ich freue mich auf die

Schule, da hab ich schon

zwei Freunde: Die Anastasia

und die Leyla, wir treffen

uns auf dem Schulhof.

Wir müssen sehr viel lernen:

Rechnen, Schreiben und Lesen.

Am besten ist das Lesen,

dann kann ich alleine ein

Buch lesen. Blöd ist, wenn

einen andere Kinder ärgern,

z.B. wenn man von den Großen

geschubst wird.

Ann-Sophie Sattler, (6)

Johanna, Philipp und Ennis

kommen mit mir in die

Klasse, auch der Finn und

der Linus. Das Zeichen

auf meinem Schulranzen

bedeutet Peace, das heißt

Frieden. Für in die Schultüte

wünsche ich mir ein

Tagebuch zum Abschließen

mit Schlüssel, außerdem

eine CD von Barbie

und der Nussknacker und

was von Lillifee.

„Philippa Lendl, (5)

In der Schule, da lernen

die Kinder schön, aber

manchmal quasseln sie

auch dabei. Dann schimpft

die Lehrerin und setzt sie

auseinander. Hausaufgaben

gibt es auch, die sind

aber langweilig. (Das weiß

sie alles von Schwester

Monique, 12 Jahre) Jetzt

kann ich schon die Namen

von meiner Familie

schreiben, Papas Name

hat nur drei Buchstaben.

Auf meinem Ranzen sind

ganz viele Sterne.


Gustavs Kinder Kiste

Gustavs Kinder Kiste

Die Seite für dich!

Die Seite für dich!

Das Gefäß oben faßt nur halb

soviel Flüssigkeit wie das Gefäß

rechts.

Wieviel Streichhölzer muss man

mindestens umlegen, damit beide

Gefäße die gleiche Menge

Flüssigkeit fassen?

Au�ösung auf Seite 33

Gustavs Kinderkiste


Gustavs Kinder Kiste

Die Seite für dich!

Ich ch bin immer wieder begeistert

von den vielen Anregungen,

die es auf der Kinderseite

www.blinde-kuh.de gibt.

Diese wird vom Familienministerium

gefördert. Hier sind

die Internet-Adressen von

einigen sehr schönen interaktiven

Spielen, die ich dort gefunden

habe. Auf der „Home-

Page“ einfach auf „Spiele“

klicken und sich durchsuchen.

Besonders ge�elen mir:

Hühnchen zählen in einem

Gatter: das fängt ganz einfach

an und wird immer

schwerer!

Labyrinth: Hier ist ein Weg

von der einen Seite zur anderen

zu suchen. Durch Anklicken

des nächsten Wegstückes

sagt man dem Computer,

wie man gehen will.

Wenn man einen Weg gefunden

hat, erscheint gleich

wieder ein neues Labyrinth.

Wasserfarben: Mit dem

Computer einen Malbogen

farbig ausmalen. Dabei

kann man die vorgegebenen

Grundfarben auch mischen.

Zauberei mit Zwergen: Das

muss man selbst gesehen und

ausprobiert haben! Plötzlich

ist einer der vielen Zwer-

ge weg! Die oberen beiden

Teile des Bildes können vertauscht

werden und dadurch

vermehrt oder verringert

sich die Zahl der Zwerge.

Wie geht das bloß?

Mastermind: Dies ist ein

altbekanntes Spiel. Hier

kann man es allein spielen.

Kaskade: Ein schnelles Strategiespiel

für die etwas größeren

ab 10 oder 12. Wenn

man auf eine Kugel klickt,

wird diese und alle benachbarten

gleichfarbigen Kugeln

entfernt. Es geht darum,

mit möglichst wenigen

Klicks das ganze Spielfeld

abzuräumen. A. K.


Gustavs Kinder Kiste

Die Seite für dich!

Wir haben ein neues Spiel. Das heißt Carcassonne, genauso wie eine

französische Stadt mit einer dicken Mauer darum herum, die in einer

weiten grünen Landschaft liegt.

Zum Spiel gehört eine Menge verschiedener Kärtchen, auf denen entweder

Teile einer Stadt mit einem Stück Stadtmauer abgebildet sind

oder ein Stück Weg inmitten von grünen Wiesen oder ein Kloster. Die

Karten werden verdeckt als Stapel

auf den Tisch gelegt. Bei Beginn wird

eine Karte offen in die Tischmitte

gelegt. Jeder Spieler erhält sieben

„Gefolgsleute“, die er entweder als

Bauern, als Wegelagerer, als Ritter

oder als Mönch einsetzen kann.

Wer dran ist, nimmt sich eine Karte

vom verdeckten Stapel und legt

diese irgendwo an die schon liegenden

Karten an, wobei ein Weg natürlich

an der Grenze zwischen zwei Karten

nicht einfach aufhören darf. Ebenso

muss sich eine Stadt mit ihrem Stück

Stadtmauer auf der angrenzenden Karte fortsetzen. Dabei versucht

man, eine durch eine Mauer vollständig abgeschlossene Stadt zu bilden.

Immer, wenn man eine Karte genommen und hingelegt hat, darf man

auf die eben hingelegte Karte einen von seinen Gefolgsleuten setzen und

damit diese gerade entstehende Stadt (oder diesen Wegeabschnitt,

dieses Kloster oder die Wiese) als

Eigentum kennzeichnen. Wenn eine

Stadt ganz fertig ist, d. h. durch

eine komplette Mauer umschlossen

ist, dann gibt es Punkte für den

Inhaber. Dasselbe gilt für einen

Wegeabschnitt, ein Kloster oder

eine Wiese.

Carcassonne ist ein sogenanntes

Strategie-Spiel. Man muss sich also

sehr genau überlegen, wohin man

die gerade erhaltene Karte legt und

wo man seine Gefolgsleute einsetzt.

Das Spiel ist sehr spannend und es bringt die Mitspieler ins Gespräch

miteinander. Kinder ab 6 oder 7 Jahren haben ihre Freude daran. A. K.


27

Schule kann Spaß machen

Schule kann Spaß machen ...

... das sollen die künftigen Schulanfänger

auch schon vor der Einschulung

am „Kennenlern-Tag“

erfahren. Beim Lösen kleiner Aufgaben

können sie dort außerdem

zeigen, was sie schon können. Das

war aber einmal einem wissbegierigem

kleinen Jungen zu wenig.

Er fragte zum Schluss ungeduldig:

„Und wann fangen wir mit Wurzel-

Ziehen an?“

Bald ging es für ihn und alle anderen

in der Schule richtig los, wenn

auch nicht gleich mit mathematischen

Höchstleistungen. Die Erstklässler

lernten viel Neues und (teilweise)

Interessantes, und manch

einer musste sich darüber lebhaft

und lautstark mit seinen Mitschülern

austauschen. Dummerweise erwartete

die Lehrerin aber beharrlich ein

Mindestmaß an Arbeitsruhe. Ein

schwieriges Problem!

Eines Tages war der Geräuschpegel

so hoch, dass sie zum Abschied

empfahl: Heute ist das Wetter

„Wunderbar ist es, wenn die Kinder

total begeistert von etwas sind:

Ein neues Lied, das ihnen so gut

gefällt, dass sie es immer singen

wollen. Ein Aus�ug – und alle Augen

strahlen. Oder der Moment: Jetzt

habe ich es verstanden!“

Ulrike Freytag ist Grundschullehrerin,

und es fällt ihr leicht, von

THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

so schön, dass ihr draußen spielen

könnt und so laut schreien dürft, wie

ihr wollt. Da empörte sich ein kleiner

Blondschopf mit hochrotem

Gesicht: „So!!! Und unsere

Eltern sollen dieses Gebrüll

den ganzen Nachmittag aushalten?!“

Atemlose Stille, ja betroffenes

Schweigen herrschte

aber, als es vor Ostern um

das Thema „Leiden, Tod und

Auferstehung Jesu“ ging. So

etwas können Grundschüler

nicht nur verstandesmäßig

verarbeiten. Um der kindlichen

Seele nicht zu viel Trauer

zuzumuten, stand dann der Sieg

des ewigen Lebens über den Tod

und die grenzenlose Freude darüber

im Mittelpunkt. Über die Freude wurde

noch viel geredet, als die Schulglocke

den Unterricht beendete und

die Ferien begannen. Wir verabschiedeten

uns fröhlich, ein Schüler

reichte mir strahlend die Hand und

sagte: „Ich wünsche ihnen schöne

Ferien und ein noch schöneres Leben

nach dem Tod!“

Elke Pechfelder

Lesen, Schreiben, Rechnen –

darum geht es in der Schule und um viel mehr.

Porträt einer Grundschullehrerin

der Begeisterung für ihren Beruf

zu erzählen. Lehrerin zu werden,

gehörte zu ihren allerersten Berufswünschen.

Vorne an der Tafel zu

stehen wie ihre eigene Lehrerin in

der Grundschule - das wäre es! Das

war jedenfalls die Perspektive der

sechsjährigen Schülerin…


THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

Vielleicht war durch die

guten Erfahrungen mit der

Schule tatsächlich der Weg

geebnet, denn der Berufswunsch

begann sich zu konkretisieren.

Sie absolvierte

ein Praktikum in einer Schule

für Körperbehinderte; vor

allem aber arbeitete sie als

Trainerin für Leichtathletik.

Das Pädagogik-Studium

schloss sich an. Jetzt ist sie

Klassenlehrerin einer vierten

Klasse der Uhlandschule

und unterrichtet neben Mathe,

Deutsch und Sachkunde auch Sport

und Evangelische Religion.

„Mit Kindern arbeiten, ihnen

Partnerin beim Lernen sein“, so

formuliert sie ihr beru�iches Anliegen

heute. „Natürlich geht es in der

Schule um Wissensvermittlung, um

Lernstoff, das gehört einfach dazu.

Aber das ist nicht alles“.

Eine Grundschullehrerin begleitet

Kinder vier Jahre lang auf einem

Weg, täglich sieht sie die Kinder fünf

Stunden, da geht es dann um viel

mehr als Unterrichten, „Erziehung“

darf man das wohl nennen. Ulrike

Freytag spricht davon, wenn sie

Mensch und Hund 2

Marcel K. (13) mit

Chandortrafichzusammen

mit seinem Freund am

Schultheisweiher. Wir

sprachen darüber, was

Chandor gelernt hat. Lob:

Chandor hat gelernt, dass

gutes Benehmen belohnt

wird. Er liebt Leckerlies und

28

über das nachdenkt, was die tägliche

Arbeit von der Einschulung bis

zum Abschluss der vierten Klasse

begleitet:

„Zum gemeinsamen Lernweg gehört

ganz viel: Mit den Kindern Gemeinschaft

entwickeln; überlegen,

welche Feste wir feiern oder welche

Rituale wir für die Klasse �nden;

Vorstellungen vom täglichen Umgang

miteinander einüben“.

Das braucht Zeit und Beständigkeit:

Hin und wieder muss ein Thema,

ein Kon�ikt und seine Lösung

vertagt werden; aber manchmal,

oft, gelingt das Zusammenleben

ganz ungezwungen. Ulrike Freytag

fallen dazu die Unterrichtsstunden

ein, in denen die Kinder intensiv an

verschiedenen Aufgaben arbeiten.

Manche rechnen, andere schreiben

etwas, wieder andere malen. Es

herrscht eine friedliche Arbeitsatmosphäre,

in der sie als Lehrerin die

Chance bekommt, auch einmal mit

einzelnen Kindern oder einer Kleingruppe

gezielt zu arbeiten.

„Ein großes Anliegen bleibt nämlich

immer: es geht darum, das einzelne

Kind bestmöglich zu fördern“.

Gespräch mit Claudia Biester

wenn er diese erwarten kann, so ist

er immer lieb. Dann kommt er auch

wirklich immer. SITZ und PLATZ

sind seine leichtesten Übungen.

Hochspringen mit den Pfoten an der

Brust drückt Chandors Freude aus.

Er bellt wie ein Wachhund und so

fühle ich mich zu Hause sicherer.

Marcel mag Chandor. „Er muss

nichts mehr lernen“.


29

Ich lerne, solange ich lebe.

Ich lerne, solange ich lebe. Wenn

ich mich frage, welchen Nutzen ich

aus der Schulzeit gezogen habe,

so war eigentlich nur Mathematik

etwa ab der 9. Klasse nicht sonderlich

sinnvoll für mich. Alle anderen

Fächer haben zu dem beigetragen,

was man damals Allgemeinbildung

nannte und ohne Allgemeinbildung

ist eigentlich kaum ein Gespräch

denkbar. Das, was ich in der Schule

lernte, war nicht mal so wichtig

für den Beruf, es war eigentlich viel

wichtiger für mich als Menschen.

Wie hätte ich so viele verschiedene

Leute kennengelernt ohne meine

Sprachkenntnisse (die weiter zu entwickeln

eine ständige Aufgabe ist)?

Selbst Latein erwies sich als nützlich,

wenn ich mal wieder vor einer

Inschrift stand. Manches wie Geschichte

habe ich mein Leben lang

zum Vergnügen weiter gep�egt, und

heute nutzen mir meine Kenntnisse,

Georg B. und seine Enkel Daniel

(7) und Mark(4) begegneten mir

zwischen Bürgel und Rumpenheim

am Rande eines Stoppelfeldes auf

zwei Fahrrädern mit Kindersitz.

Tagebuch: Gefrühstückt hatten

Daniel und Mark mit Oma und

Opa, die im selben Haus wie

die arbeitenden Eltern wohnen.

Die Buben haben rumgetollt. Da

erinnerte sich Opa, dass Radfahren

Kinder ruhig macht.

Und das war Opas Lernprogramm

im Feld: „Wir wollen vielleicht eine

THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

wenn ich mal wieder eine neue

Stadtführung ausarbeite.

Darüber hinaus habe ich insbesondere

während des Studiums

für das Lehramt das Vergnügen

am Lernen gelernt und

ganz besonders erfahren, welches

ungeheure Privileg es war,

dass ich in einem Lebensalter

noch lernen durfte, in dem fast

alle anderen Gleichaltrigen in

einer Fabrik schufteten und sich

um den Lebensunterhalt sorgen

mussten. Als Studentin hatte ich

die Freiheit, in alle Richtungen

zu denken und zu diskutieren.

Erst seit meiner Pensionierung

habe ich wieder dieses Vergnügen

kennengelernt. Kein materieller

Druck, kein Vorgesetzter, kein

festgelegter Tagesablauf mehr und

endlich die Freiheit, leer gelaufene

geistige Batterien wieder au�aden

zu können.

Rosemarie Auerswald

Großeltern und Enkel können viel voneinander lernen

lebendige Maus sehen.

Ich möchte ihnen die

Stoppelfelder zeigen

und erklären, was mit

dem Korn auf dem

Halm geschieht“.

Der Nachwuchs lernt

so nebenbei. Daniel

übt Fahrrad fahren im

Gelände. Opa sagt:

„die Kinder kann man

gut vertragen und ihre

Fröhlichkeit übernehmen.“

U. K.


THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

Sie haben uns geprägt: Dr. Müller

Kennen Sie Theo Lingen? Den

Schauspieler der alten UFA-Filme,

ein schneidiger, dennoch irgendwie

schrullig-versonnener Mann im

grauen Dreiteiler und korrekt gescheiteltem

Haar?

Mir war, als beträte dieser das

Klassenzimmer als sich zum Beginn

der 9. Klasse bei uns ein neuer Lateinlehrer

vorstellte: Herr Dr. Müller.

Unwillkürlich saßen wir etwas gerader

als zuvor und merkten gleich,

dass ein neuer Wind durch unsere

altsprachlichen Stunden wehte: Fünf

Mal pro Woche zeigte er uns, was

ein Lateiner ist: Tägliche benotete

Vokabel abfragen, Übersetzungen

aus dem Deutschen ins Lateinische

usw. Bevor uns schwarz vor den

Augen wurde, hatte Dr. Müller aber

ein Einsehen und ließ uns an seiner

anderen Leidenschaft neben den alten

Sprachen teilhaben: den klassischen

Balladen der großen Dichter.

Kurze Einführung in die Handlung

und schon deklamierte er – selbstverständlich

auswendig – die Kraniche

des Ibikus, den Panther, die

Füße im Feuer, dass man hinterher

meinte, die Handlung im Kino gesehen

zu haben. 100 Balladen konnte

er aufsagen, dafür lernte er täglich

auf den Autofahrten zur Schule.

Klar: viele Schüler verdrehten die

Augen, wenn er wieder loslegte,

dennoch spielten alle mit, denn alles

war besser als Lateinunterricht.

Dr. Müller tat streng, aber das

war nur Fassade. Beim Aufschließen

der Klassentür �üsterte er mir

zu: „Amina, haste gelernt?“ – Einzelne

Schüler wurden täglich her-

30

ausgepickt, um Vokabeln abgefragt

zu werden. Heute sollte ich dran

sein. Erschrocken schüttelte ich den

Kopf. „Na gut, dann morgen!“ antwortete

er, hat mich dann aber erst

drei Tage später drangenommen,

ich hatte dann jedenfalls gelernt. Ein

andermal: „Was heißt oblivisci?“ Ich

zögerte, na das wusste ich nicht und

schwieg. Er darauf: „Das hast du

wohl…?“ – „…Vergessen!“, ergänzte

ich bedauernd. „Richtig! Oblivisci

heißt „Vergessen“, erwiderte er und

hatte seinen Spaß.

Die Abschlussfahrt führte uns

nach Rom und Florenz, selbstverständlich

mit Dr. Müller, der zu jeder

Kirche einen Vortrag aus seinem

schier unendlichen Wissensschatz

halten konnte. Urlaub ging anders,

aber es war ja auch eine Studienfahrt,

die den Namen wahrhaft verdiente.

Mit dem Latinum verlor ich ihn

aus dem Blick, dann kam das Abitur,

erstes Semester Theologie, Altgriechisch

stand auf dem Programm,

es öffnete sich die Tür und eintrat

– Dr. Müller! Er hatte doch gleichzeitig

das Gymnasium verlassen, um

an der Universität alte Sprachen zu

lehren. Auch Hebräisch hat er uns

beigebracht, natürlich wie sich jeder

denken kann, unterbrochen von Balladen

und Gedichten.

Er war ein komischer Kauz (er

schwor auf den politischen Kommentar

in der Bildzeitung!), ein

wandelnder Anachronismus und ein

Lehrer, den ich wirklich gerne hatte.

Von einem Schulkameraden hörte

ich, dass er inzwischen verstorben

sei. A. B-C.


31

Paul Drewniok

Ohne ihn wäre mein Leben sicher

anders verlaufen. Wer weiß, ob ich

ohne ihn je ein Abitur hätte machen

und studieren können.

Herr Drewniok war unser

Klassenlehrer in den letzten Jahren

der Volksschule, die in der damaligen

sowjetisch besetzten Zone von allen

Schülern gemeinsam bis zur 8.

Klasse besucht wurde. Erst dann

konnte man bei guten Leistungen

auf die Oberschule wechseln,

vorausgesetzt, man stammte aus

einer Arbeiter- oder Bauernfamilie

oder war durch politischeAktivität (im

Sinne der SED) positiv aufgefallen.

Herr Drewniok war im Weltkrieg

Feldwebel gewesen, dann

„Neulehrer“ geworden. Er war

eine von uns allen hoch geachtete

Autorität, gradlinig, und er hat uns

kaum mit den damals üblichen

politischen Parolen behelligt.

Ein halbes Jahr vor Schulende

rief er etliche Klassenkameraden

THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

Ich setze als ganz sicher voraus, dass wir irgendwann

in der Schule die verschiedenen Säulenarten der

griechischen Tempel vorgesetzt bekommen haben. Ist

doch „Bildung“, also klar.

Und dennoch. Bei jedem Klassentreffen, bei denen wir

immer ein bisschen auf „Kulturtrip“ gehen, kommt mein

Freund Hans-Jürgen H. - mit Leib und Seele Architekt -

vor irgendeinem Gebäude ins Dozieren, gebraucht den

Begriff dorische (oder ionische oder korinthische) Säule

und setzt als selbstverständlich voraus, dass ich dabei

eine bestimmte Vorstellung vor meinem geistigen Auge

habe. Aber leider – Fehlanzeige! Ich kann mir die Dinger

und ihre Namen einfach nicht merken.

BeimSchreibenistmirebeneinepassendeEselsbrücke

eingefallen: Mit den im Alphabet fortschreitenden

Anfangsbuchstaben wird die Gestaltung des Kapitells

der Säule immer komplizierter. Ist doch ganz einfach –

oder? A. K.

und auch mich zu sich. „Ihr geht

mir jetzt in die FDJ (das war die

Staats-Jugendorganisation), sonst

bekomme ich euch nicht auf die

Oberschule“. (Was für ein Glück,

dass damals keiner von uns diesen

politisch höchst brisanten Gedanken

weitergetragen hat!)

Wir haben alle brav den

Aufnahmeantrag unterschrieben,

und damit war der Weg zur

Oberschule frei.

Nach der Flucht meiner Familie

„in den Westen“ zwei Jahre später

war es immer noch schwer genug,

mit meiner Vorbildung von einem

Gymnasium aufgenommen zu

werden. Aber ohne die beiden Jahre

auf der östlichen Oberschule (die

meine Mutter „Gymnasium“ nannte),

wäre ich wohl kaum zu einem Abitur

in der Bundesrepublik gekommen.

Danke, Paul Drewniok!

A. K.

Was ich trotzdem immer wieder vergesse


THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

Kennen Sie das Patenschaftsmodell Offenbach?

Worum geht es dabei?

Ehrenamtliche Patinnen und Paten

treffen mit Hauptschülern der

8. und 9. Klasse zusammen. Menschen,

die berufstätig sind

oder ihr Berufsleben hinter

sich haben, begleiten, beraten

und fördern einen Schüler

ein Jahr lang. Ziel ist es, einen

Ausbildungsplatz zu �nden.

Die Paten stammen aus

ganz unterschiedlichen Berufen.

Die Schüler kommen

buchstäblich aus aller Welt,

sie gehen auf die Bachschule,

die Mathildenschule, die

Geschwister-Scholl-Schule

und, ganz neu seit diesem Schuljahr,

auch auf die Ernst-Reuter-Schule.

„Wir überwinden die Grenzen und

schaffen es, gemeinsam zu leben“,

so beschreibt es Pfarrerin und Projektleiterin

Anja Harzke.

Wer trägt das Projekt?

Das PMO ist ein Kooperations-

Modell der Evangelischen Kirche in

Offenbach und des Offenbacher Jugendamts.

Ermöglicht wird es durch

das Engagement ehrenamtlich arbeitender

Menschen. Außerdem

gibt es eine Reihe von Kooperationspartnern

aus der Wirtschaft. Sie

stellen z. B. Praktikumsplätze zur

Verfügung Die meisten unterstützen

ihre Mitarbeiter darin, im Rahmen

ihrer Mentoringprogramme eine

Patenschaft zu übernehmen. Die

Hilfe sieht sehr unterschiedlich aus:

Patenschaften, Schülerstipendien,

Leih-Laptops, aber auch Workshops

und Events.

32

Was machen diese Paten?

Sie treffen sich mit jeweils einem

Schüler oder einer Schülerin regelmäßig,

etwa alle 14 Tage, für anderthalb

Stunden. In diesen Treffen geht

es um fachliche Unterstützung, um

gemeinsame Erlebnisse oder auch

um emotionale Begleitung: Welcher

Beruf könnte der richtige sein? Was

für Berufe gibt es eigentlich? Wo

und wie kann man sich bewerben?

Wie gestaltet man ein Bewerbungsschreiben?

Wie sieht eine Ausbildung

eigentlich aus? - das alles

können Themen sein. Oft wird auch

einfach Rat in unterschiedlichen

Lebenslagen angefragt. „Die Paten

sollen ihre Zeit für ein Schuljahr zur

Verfügung stellen, wer danach ausscheiden

möchte, kann das erhobenen

Hauptes tun. Aber die meisten

wollen sehr gerne noch ein Jahr

anhängen. Denn es lohnt sich“. Die

Jugendlichen treten ganz anders im

Unterricht auf, berichten die Lehrer

und, das ist besonders schön, auch

nach einer erfolgreichen Vermittlung

auf Ausbildungsplätze ist die ‚Durchhaltequote‘

sehr gut.

„Es ist das erste Mal, dass sich

mit mir ein Deutscher unterhalten

hat, außer meinem Lehrer in der

Schule.“ Dieser Schülersatz lässt

ahnen, wie wichtig und gleichzeitig

wie wenig selbstverständlich Begegnungen

sind.

Zusätzlich gibt es noch das Team

der Hausaufgaben-Paten, auch das

arbeitet ehrenamtlich. Das Programm

ist schnell erklärt, die Wirkung

nachhaltig: „Komm, wir


33

machen jetzt mal Hausaufgaben.“

Zweimal pro Woche treffen sich die

Paten mit den Schülern und unterstützen

sie in den Hauptfächern

Mathematik, Deutsch und Englisch.

Leistungssteigerungen, bis zu zwei

Noten, sprechen für diese Aktion.

„Der Erfolg eines solchen Patenprogramms

hängt wesentlich davon

ab, ob die Jugendlichen zu motivieren

sind. Das haben wir gelernt, seit

das Programm 2004 begonnen hat.“

Deshalb müssen sich die Schüler

für dieses Programm bewerben,

auch für die Hausaufgaben-Gruppe.

Ohne die eigene Motivation geht

gar nichts. „Wo sie aber da ist, ist

es berührend mitanzusehen, wie

viel Potential bei den Jugendlichen

vorhanden ist“, sagt Anja Harzke.

Die „Zahlen und Ergebnisse“ des

PMO sind gut und auf der Webseite

(siehe unten) nachzulesen: Ein hoher

Anteil der Schüler beginnt nach

dem Programm eine Berufsausbildung,

manche entschließen sich für

einen Besuch der Realschule, um

einen höheren Schulabschluss zu

erwerben, oder sie besuchen eine

Berufsfachschule.

Warum macht die Kirche das?

Die Kirche hat den Auftrag, bei

den Menschen zu sein. Sie hat gesellschaftliche

Verantwortung, gera-

THEMA: ... DASS DER MENSCH

WAS LERNEN MUSS

de da, wo Menschen benachteiligt

werden. Aus der Hoffnung, die die

Kirche für die Welt und ihre Menschen

hat, entsteht das Engagement

für das Gemeinwesen. Dort arbeitet

die Kirche zusammen mit den Partnern

aus Politik und Wirtschaft.

Was könnten Sie für dieses Projekt

tun?

„Man braucht Geduld, man

braucht ganz sicher auch ein Herz

für diese Arbeit. Es geht nicht so

sehr darum, konkretes Wissen über

ganz viele Berufe mitzubringen,

denn bei solchen praktischen Fragen

können wir den Paten helfen“,

meint Anja Harzke. Natürlich gibt

es Unterstützung und Vorbereitung

für die Paten: Supervision, einen

Patenstammtisch, Informationsmaterial…

Das Projekt braucht persönliche

und �nanzielle Unterstützung:

Vielleicht haben Sie Lust bekommen,

sich genauer über die Schüler-

Patenschaft oder das Hausaufgaben-Projekt

zu informieren.

Vielleicht können Sie eine Praktikumsstelle

zur Verfügung stellen

und den Schülern einen Einblick in

das Berufsleben ermöglichen.

Das Gespräch mit Anja Harzke

führte Claudia Biester.

Kontakt: Anja Harzke, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung,

Evangelisches Dekanat Offenbach, Ludo-Mayer-Str. 1, 63065 Offenbach

Tel.: (069) 82 37 62 01, E-Mail: anjaharzke@gmx.de

Spenden an die Evangelische Kirche im Dekanat Offenbach

Konto 0000 140 350, BLZ 505 500 20 bei: Sparkasse Offenbach

Kennwort “Patenschaftsmodell Offenbach”

Internet: www.patenschaftsmodell-of.de

Au�ösung des

Rätsels von

Seite 24


Wie lernt man eigentlich in der Schule, achtsam miteinander

umzugehen?

Die große Pause ist vorbei. 25

Kinder drängeln zurück ins Klassenzimmer.

Da gibt es schon einmal

Rangeln, Schubsen und Streit

– wie man miteinander umgeht,

muss halt auch gelernt werden.

Gut, wenn es in der Schule dafür

Unterrichtszeit gibt: „Sozialtraining“

heißt das. Dort wird zum

Beispiel im Rollenspiel geübt,

wie man Kon�ikte erkennen und

lösen kann: Zwei Kinder spielen

eine Streitsituation nach. Der Rest

der Klasse schaut zu. Tolle Szenen

gibt es zu sehen, witzig, und voller

Spielfreude. Und allen wird beim

Zuschauen plötzlich klar, wieso wiederholtes

spaßiges Anrempeln zu

Handgrei�ichkeiten führt; warum

�apsiges „die-Kappe-vom-Kopf wischen“

nach dem dritten Mal mit

Tränen endet. „…er ist da gelaufen,

und dann hat er sie plötzlich gestoßen,

ich glaube er hatte einfach Lust

dazu …, die war voll wütend, das

habe ich gesehen …“.

Warum ist der Streit passiert?

Welche Möglichkeiten gibt es, anders

zu reagieren? Die Kinder sind

voll bei der Sache und lernen nebenbei

noch etwas anderes, nämlich:

über den Streit zu sprechen, sich

auszudrücken: „Wer sprechen kann,

muss nicht hauen.“ Und, möchte

man ergänzen, wer als Kind gelernt

hat, mit dieser Art von Auseinandersetzungen

re�ektiert und verständig

umzugehen, wird es auch bei künftigen

Kon�ikten leichter haben.

Schrittweise erarbeiten sich die

34

Kinder, was ‚positives Verhalten‘

heißt. Die meisten Kinder können

das eigentlich ziemlich gut: Soziales

Miteinander übt man ja täglich in der

Familie, bei Freunden und im ganz

normalen Schulunterricht. Aber

selbst die Kinder, die ein spitzenmäßiges

Betragen und Miteinander an

den Tag legen, sind sehr interessiert

daran, über die Begründungen für

das positive Verhalten nachzudenken.

Bei diesem Prozess entsteht

„soziale Kompetenz“ und es ist beeindruckend,

das zu beobachten.

Da werden gemeinsame Aktivitäten

diskutiert und geplant, da werden

eigene Klassenregeln aufgestellt,

da werden Kon�ikte gelöst, da wird

miteinander gespielt. Es gilt immer

wieder neu zu entdecken: „Du bist

toll, aber dein Gegenüber ist auch

toll, auch wenn er anders reagiert.“

Klar, man könnte das einfach mit

‚Respekt voreinander haben‘ beschreiben

– so machen das Erwachsene.

Aber Kinder sind anders. Sie

probieren Verhalten aus, sammeln

Erfahrungen, brauchen Rückmeldung.

Das kann aus einer Perspektive

geschehen, die den Blick

weglenkt von De�ziten, hin zur Ressource.

Was habe ich gut gemacht?

Was klappt schon? Die allermeisten

Lehrerinnen und Lehrer arbeiten so.

Das ermöglicht viele optimistische,

fröhliche Momente und nachhaltige

Erfolgserlebnisse in einer Schulklasse.

Das Gespräch mit Kerstin Lenhardt,

Sozialpädagogin, führte Claudia Biester.


35 MITTWOCH-HALB-ACHT

Mittwoch-Halb-Acht: Unser aktuelles Programm

Donnerstag (!), 4. Oktober 2012, 14.00 Uhr: Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

liegen viele historisch, wissenschaftlich und künstlerisch bedeutende

Persönlichkeiten. Dazu gibt es viele sehenswerte Grabdenkmäler. Der Frankfurter

Stadtführer Setzepfandt wird uns herumführen und uns die bedeutsamsten

und skurrilsten davon zeigen. Leider konnten wir nur diesen für uns

ungewöhnlichen Termin bekommen. Wir fahren gemeinsam mit öffentlichen

Verkehrsmitteln dorthin. Kosten für die Führung ca. 6,50 €. Anschließend werden

wir sicher einen passenden Ort für eine Nachlese �nden. Anmeldung bitte

bei U. Suchan, Tel. 862463.

24. Oktober 2012, 19.30 Uhr: Welche technischen Geräte habe ich in meinem

Haushalt? Welche davon benutze ich wirklich regelmäßig, so dass ich

ungern darauf verzichten würde? Wir machen eine anonyme Umfrage, diskutieren

über deren Ergebnisse und sprechen über einschlägige Erfahrungen.

28. November 2012, 19.30 Uhr: Wie ich dazu gekommen bin, dieses Buch

zu lesen. Woher bekomme ich meine Anregungen zum Lesen? Mit Frau

H. Fischer, Steinmetz‘sche Buchhandlung Offenbach.

Die Gruppe Mittwoch-Halb-Acht heißt so, weil sie sich üblicherweise am

(letzten) Mittwoch eines Monats um Halb Acht Uhr im Gemeindesaal trifft,

um sich über ein vorher festgelegtes Thema zu informieren, darüber zu

diskutieren und eine eigene Meinung zu bilden. Jeder ist willkommen.


KINDERTAGESSTÄTTE

Neues aus der KITA

Wie in jedem Jahr haben wir auch

in diesem Jahr Kindertagesstättenkinder

verabschiedet, die nun ihren

Weg als Schulkind gehen werden. In

diesem Jahr waren es 17 Kinder, die

uns verlassen haben. Das ist für alle

Beteiligten immer ein aufregender

Neuanfang.

Der Einschulungsgottesdienst

am 14. August war von vielen Familienangehörigen

gut besucht und

somit ein gelungener Abschied und

Neuanfang in einem. Wir wünschen

allen Schulanfängern viel Freude an

der Schule und Spaß am weiteren

Lernen.

Wir begrüßen ab dem 13. August

viele neue Kinder in unserer Einrichtung.

Dies bedeutet eine große

Herausforderung für die neuen Kinder,

ihre Familien und auch für uns

Fachkräfte.

Die Trennung von den vertrauten

Personen und der vertrauten Umgebung

ist nicht für jedes Kind einfach,

deshalb legen wir als Team sehr viel

36

Wert darauf, einen sanften Übergang

zu schaffen und jedes Kind

individuell kennen zu lernen.

Es ist ebenfalls wichtig, ein Vertrauensverhältnis

zwischen Eltern

und Erziehern aufzubauen, um

eventuelle Trennungsängste zu mildern.

Zum guten Schluss noch etwas

Sportliches von uns: Das diesjährige

Sommerfest stand auch unter dem

Motto: bewegen und Spaß haben.

Nach Stelzen laufen, Hüpfpferden

springen und vielem mehr war der

Höhepunkt der 3-Beinlauf von Vater

und Vorschulkind, was vielen sportliche

Höchstleistungen abverlangte.

Doch wie immer war die Belohnung

die Schultüte.

Der Schlosskirchen-Cup 2012 war

ein großer Erfolg für unsere Fußball-

Mannschaft. Die Spieler hatten viel

Freude beim Training auf dem Main-

Spielplatz und erreichten durch ihre

Disziplin und ihren Mannschaftsgeist

den 5. Platz von 12 Kitas. „Bravo!“

St. Martin, St. Martin,

St. Martin ritt durch Schnee und Wind,

sein Roß, das trug ihn fort geschwind.

St. Martin ritt mit leichtem Mut,

sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee, da saß ein armer Mann,

hat Kleider nicht, hat Lumpen an;

„O helft mir doch in meiner Not,

sonst ist der bittre Frost mein Tod.“

St. Martin zieht den Zügel an,

das Ross steht still beim armen Mann.

St. Martin mit dem Schwerte teilt

den warmen Mantel unverweilt.


37 KINDERTAGESSTÄTTE

Aber auch unsere Cheerleader

haben eine tolle Figur gemacht mit

ihrer Choreographie, die sie mit Tabea

Böttcher einstudiert haben.

In den nächsten 3 Monaten werden

wir mit den Kindern gemeinsam

christliche Feste feiern wie Erntedank

und Sankt Martin. Die Termine

werden noch bekannt gegeben.

Ich grüße Sie alle herzlich.

Ihre Susanne Stadtmüller

für das Kita-Team

P. S. Zur Info: Die Kita hat noch Plätze

frei!

Liebe Eltern und Mitglieder der Gemeinde,

mein Name ist Sina Weipert und ich bin 19 Jahre alt. Ich

besuche die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach am Main

und mache dort die Ausbildung zur Sozialassistentin.

Hierzu absolviere ich hier in der Kindertagesstätte der

Gustav-Adolf-Gemeinde mein Jahrespraktikum vom August

2012 bis zum Sommer 2013.

Mit freundlichen Grüßen

Sina Weipert


WELTLADEN

Einmal ganz persönlich:

Ein Mittwoch im Juli, in meinem Kalender

steht „Laden 10-13 Uhr“.

Juli - eigentlich eine Zeit, in der viele

Betriebe Ferien machen. Im Weltladen

haben wir vor ein paar Jahren beschlossen,

dies nicht zu tun.

Es war gut so, die Kundschaft, die

nicht in den Sommerferien verreist,

freut sich darüber.

Alles läuft ein bisschen ruhiger, an

manchen Tagen wird mehr geredet

als verkauft. Ein Stammkunde meint:

“Warum komme ich hierher ? - Weil für

mich die Kommunikation ein wichtiger

Bestandteil meines Lebens ist - und

das finde ich hier !“

Als Mitarbeiter im Weltladen frage ich

mich:

Warum verkaufe ich Waren, die es in

ähnlicher (nicht der gleichen !) Form

bei Discountern und anderen Läden

billiger gibt ? Was sind für mich die

wichtigsten Gründe ?

Da wäre die schon von Kundenseite

genannte Kommunikation. Der Weltladen

ist eigentlich ein Tante Emma

Laden alter Art mit vielen verschiedenen

Angeboten auf kleinstem Raum.

Kunden, die genau wissen, was sie

wollen gibt es natürlich auch, aber

sehr oft entwickeln sich gute Gespräche,

begünstigt durch die angebotene

Tasse Kaffee oder Espresso. Hier tref-

Am 23.September 2012

trifft man sich beim Langstraßenfest

im Dschungel-Cafe´ des Weltladens !!

Der Weltladen hat hat geöffnet: Mittwoch, Donnerstag, Freitag

10-13 + 15-18 Uhr, Samstag 10-13 Uhr

38

fen sich meine Freude am Reden und

meine Lust am Verkaufen.

Die besondere Art und Herkunft der

angebotenen Waren sind die beiden

nächsten Gründe: Der Laden bietet

teilweise richtig exklusive Qualität

und besonderes Design vieler Geschenkartikel

aus aller Welt, einmalig

in Bürgel und Offenbach.

Noch ein Grund: Der Faire Handel -

der spricht für sich und wurde schon

des öfteren hier beschrieben.

Der letzte Grund: Die Art des finanziellen

Umgangs mit den Gewinnen aus

unserem kleinen „Handelsbetrieb“.

Ich will nicht nur verkaufen, auch

wenn das alleine schon viel Spaß

macht. Der Gewinn aus unseren Verkäufen

soll aber auch wieder zurückfließen

in die Länder, die es nicht so

einfach schaffen, ihrer Jugend die

Bildung zukommen zu lassen, die ihr

das Überleben ermöglicht. Die Bilder

zeigen, wo unser Hilfe-Schwerpunkt

liegt.

Das meint ihr Gerhard

Suchan

Am 11. November 2012

wird das Kochteam des Weltladens

wieder ein delikates Mehrgängemenü

im Gemeindesaal anbieten

- ein bisschen fremd, ein bisschen

deutsch. Mit Bildern und

Informationen.

Spenden zugunsten unserer Projekte

in Südafrika.

Um Anmeldungen bis zum 2.Nov.

wird gebeten.


39 WELTLADEN

BESUCH....... IN SÜDAFRIKA

Ulla und Gerhard Suchan in Paarl und Wupperthal

Nellys kleiner Kindergarten für Straßenkinder

im Township von Paarl.

Essenszuschüsse vom Weltladen.

Sechs lustige Mädchen in Wupperthal,

dank ihrer Ausbildung haben sie eine

Zukunftsperspektive.

Klassenraum im Internat Wupperthal.

Gehaltszahlung von 1,5 Lehrerinnen,

damit Klassen verkleinert werden können

Doowayne Koopman, der Schulbeste in

seinem Jahrgang braucht ein Stipendium

für seine Ausbildung in Kapstadt.

BESUCH ....... IM WELTLADEN

Der Kindergarten der Hl. Kreuz Gemeinde Waldheim

Die Schulanfänger-Gruppe des Waldheimer Kindergartens hatte viel Spaß beim Musizieren

mit afrikanischen Musikinstrumenten und Theaterspiel mit Fingerpuppen.


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Um Ihnen eine noch bessere Versorgung zu ermöglichen, haben wir uns mit

anderen Offenbacher Praxen zusammengeschlossen:


WICHTIGE ADRESSEN

Pfarrbüro: Von-Behring-Straße 95

63075 Offenbach

Telefon: 069 / 86.20.91

Fax: 069 / 86.77.78.97

Öffnungszeiten: Mo 14 - 16 Uhr,

Di+Do+Fr 10 - 12 Uhr

Pfarrstelle:

Pfarrerin Frau Amina Bruch-Cincar

Von-Behring-Straße 95, Tel.86.20.91

Sprechstunden der Pfarrerin

Frau A. Bruch-Cincar: Di 10 - 12 Uhr

und nach Vereinbarung

Pfarrsekretärin: Frau G. Palcer

Vikarin: Frau Claudia Biester

Internet: www.GAG-Buergel.de

e-mail: GAG-Buergel@t-online.de

Gemeindezentrum:

Langstraße 62.

Hausmeisterin: Frau Carmen Wolff

Kegelbahn: Termine sind im

Gemeindebüro zu vereinbaren.

Kindertagesstätte:

Langstraße 62, Tel. 86.37.99

Leiterin: Frau Michaela Rögner

Stvtr. Leiterin: Frau Tanja Kleemann

Diakoniestation, der P�egedienst

unserer evangelischen Gemeinden:

63065 Offenbach, Ludo-Mayer-Str. 1

Tel. 98.54.25.40

Leiterin: Frau Martina Desch

Hilfe für Ältere, Kranke, Behinderte

über das Pfarrbüro, Tel. 86.20.91

Konten für Spenden u. a.:

Städt. Sparkasse Offenbach BLZ

505 500 20, Konto 604 75 30 und

Vereinigte Volksbank Maingau

BLZ 505 613 15, Kto. 910 800 0344

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Diakonisches Werk Offenbach-

Dreieich-Rodgau, Arthur-Zitscher-

Str.13, 63065 Offenbach, Telefon

829770-0. Hier �nden Sie u. a.:

Allgemeine Lebensberatung, Migrations-

und Migrationserstberatung,

Schuldnerberatung, Insolvenzberatung,

Schwangeren- und Schwangerschaftskon�iktberatung.

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Sie: Kurzzeitübernachtungsstätte,

Dezentrales Stationäres Wohnen,

Ökumenische medizinische Ambulanz,

Teestube, Straffälligenhilfe

und Kleiderladen.

Gemeindebrief: Erscheint 4x

jährlich und wird in alle Haushalte

gebracht, in denen ev. Gemeindemitglieder

wohnen. Der Gemeindebrief

wird auf umweltfreundlichem

Papier gedruckt (Gemeindebrief

Druckerei Groß Oesingen). Au�age

1900 Exemplare

Impressum

Herausgeber: Kirchenvorstand der Ev.

Gustav-Adolf-Gemeinde, Von-Behring-Str. 95,

63075 Offenbach

Redaktionsteam dieser Ausgabe:

Pfrn. Amina Bruch-Cincar, Claudia Biester,

Dr. Andreas Kaestner, Ullrich Krause

Verantwortlich i. S. d. Presserechts:

Pfrn. A. Bruch-Cincar

Anregungen, Leserbriefe, Veranstaltungsberichte,

Fotos aus dem Gemeindeleben und

ähnliches sind willkommen. Redaktionelle

Kürzungen und Änderungen vorbehalten.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben

die Auffassung des Verfassers wieder.

Der nächste Gemeindebrief

erscheint am 29. 11. 2012

Redaktionsschluss: 21. 11. 2012


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