Leben in zwei Welten - bei der Velberter Mission

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Leben in zwei Welten - bei der Velberter Mission

F KuS

Mıssıon

M i S S i o n S n a C H r i C H t e n d e r V e l b e r t e r M i S S i o n

MISSIONARSKINDER

Leben in

zwei Welten

Nr. 2/2006

NR. 2/2006

gottes auftrag

– uns anvertraut

2

werte in die zukunft

der Kinder legen

Gerhard Fick

3

baixinhos

Ruth Halstenberg

Hallo, ich bin ein MK

Missionarskinder

kommen zu Wort

7

abenteuer in den

bergen nepals

Stefan Winkler

die Missionarsausbildung

und das

Markusevangelium

Hintergrundbericht

1 0

euer Schicksal ist

den Menschen in

deutschland nicht egal

JuMi

die Junge

MiSSionSSeite

S.11

Außenmission des BFP

Bericht aus dem

Tsunami-Gebiet

Marja Strohbehn kümmert sich um

Kinder in einem Waisenheim

1


l i e b e l e S e r i n , l i e b e r l e S e r !

Werte in die Zukunft

der Kinder legen

Als wir in Peru ein Stück Land für die Bibelschule

kauften, war es mir wichtig, ebenes Land zu erwerben.

An den Hängen im Urwald reißt der Regen die

gute Erde schnell mit sich fort und nach einigen Jahren

bleibt nur noch unfruchtbares Land zurück.

Doch es reicht nicht, ebenes Land mit guter Erde zu

besitzen. Ohne die nötige Kultivierung kann man auch

auf diesem Land nichts ernten. Unkraut und Gestrüpp

ersticken die Pfl anzen, die einmal gute Früchte bringen

sollen. Intensive Arbeit, Überwachung und Dünger ist für

die Pfl anzen wichtig, damit auf guter Erde gute Früchte

wachsen können.

Dieses Prinzip ist auch im Leben von uns Menschen

sichtbar. Zunächst einmal dürfen wir uns freuen: Gott hat

jeden Menschen so geschaffen, dass er gute Früchte bringen

kann.

„Gute Erde“ ist in jedem Menschen. Es ist nur schade,

dass nicht alle Menschen gute Früchte bringen.

Es ist unser Ziel, Menschen in aller Welt anzuleiten und

zu lehren, damit sie Frucht zur Ehre Gottes bringen.

Ein gutes Beispiel sehen wir im Leben Abrahams.

Nachdem Gott Abraham einen Sohn versprochen hatte,

machten sich die Engel Gottes auf den Weg nach Sodom.

Abraham begleitete sie eine Strecke ihres Weges und Gott

offenbarte ihm seine Sicht für Sodom.

Es ist interessant zu sehen, was Gott bewog,

Abraham seine Pläne kundzutun: „Er sollte seine

Nachkommen auffordern, so zu leben, wie es

ihm gefällt“. Es war ein richtiger Kontrast. Lot

kam nach Sodom und die Sodomiter lehrten

seine Kinder ihre Wege. Nur durch

Abrahams Fürbitte konnten

sie ihr Leben retten.

Gute Früchte haben sie

nachher trotzdem nicht

gebracht. Abraham sollte

seine Kinder Gottes Wege

lehren. Und sie sollten gute

Früchte bringen.

Das hat auch Moses seinem

Volk nochmals richtig eingeschärft:

„Richtet euer Herz auf

all die Worte, die ich euch heute

bezeuge, damit ihr sie euren Kindern

gebietet, dass sie darauf achten, alle

Worte dieses Gesetzes zu tun! In den

Sprüchen lesen wir: „Gewöhne einen

Knaben an seinen Weg, so lässt er auch

nicht davon, wenn er alt wird.“

Das Unterrichten der Kinder hat

dem Volk Israel über Jahrhunderte geholfen, Gottes Wort

lebendig zu erhalten und gute Früchte zu ernten.

Als Jesus kam, nahmen seine Jünger die Kinder nicht

wichtig. Sie wollten sie fortschicken. Doch Jesus belehrte

sie eines besseren. „Lasst die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu

mir zu kommen! Denn solcher ist das Reich der Himmel.“

In den Ländern der dritten Welt leben viele Kinder.

Einige von ihnen haben das Vorrecht, die Liebe Gottes in

Jesus kennen zu lernen. Auf unserer Bibelschule in Peru

haben wir jetzt Schüler angetroffen, welche Anni früher in

der Kinderstunde unterrichtet hat. Kinderstundenmaterial,

das Anni vor Jahren unseren Bibelschülern weitergegeben

hat, wird heute noch im Kinderunterricht benutzt. Gott

hat junge Menschen berufen, gerade auch den Kindern das

Evangelium weiterzusagen. Diese Kleinen brauchen mehr

denn je ein solides Lebensfundament, sie brauchen

Jesus und die Gewissheit im Herzen: „Der gute Hirte

hat mich lieb“.

Wir möchten mithelfen, durch das Wort Gottes

ihr Leben grundlegend auszurichten. Kinder sollen

wissen: auch wir können Frucht bringen für die

Ewigkeit. Wir möchten mit dazu beitragen,

damit auf der „guten Erde“ im Leben von

vielen Kindern in aller Welt viel Frucht zur

Ehre Gottes gedeiht.

Gerhard Fick

Gerhard Fick gehört zum Vorstand der

VM. Er bereitet sich zusammen mit seiner

Frau Anni auf eine erneute Ausreise nach

Peru vor.

MiSSionSnaCHriCHten

Herausgeber

Velberter Mis si on e.V.

Postfach 10 13 64

D-42513 Velbert

Tel. 02051/9517-17

Fax 02051/9517-16

info@velberter-mission.de

www.velberter-mission.de

Missionswerk des BFP KdöR

Vorstand

Siegfried Bongartz (Missionsdirektor);

Heinz Krebs

(Stellv. Mis si ons di rek tor);

Wer ner Strobel (Kassierer);

Heiko Klemm; Gerhard Fick;

Oliver Schmitz

redaktion

Siegfried Bongartz

(verantwortlich) Monika

Bongartz, Wolfgang Petersen

arbeitsgebiete

Afrika: Ghana, Kenia, Lesotho,

Malawi, Mali, Mosambik,

Südafrika

Asien: China, Indien,

Indonesien, Israel, Nepal,

Phil ip pi nen

Europa: Bulgarien, Frankreich,

Portugal, Slowakei

Südamerika: Peru

Missionspartner der

Velberter Mission

Freie Christengemeinden in

Öster reich

bankverbindungen

Bank für Sozialwirtschaft

(BFS) Köln,

Konto-Nr. 401 29 00

(BLZ 370 205 00)

Spendenkonto

Förder-Stiftung

Velberter Mission

Bank für Sozialwirtschaft (BFS)

Köln, Konto-Nr. 428 11 00

(BLZ 370 205 00)

IBAN: DE34 3702 0500 0004

2811 00

BIC: BFSWDE33

Zuwendungsbestätigung/

Spenden bescheinigung

möglich (Anerkennung wegen

Förderung gemeinnütziger

Zwecke liegt vor).

Satz und gestaltung

Daniel Zabel@artkonzepte.de

druck

Schönbach-Druck GmbH,

Erzhausen

erscheinungsweise

alle zwei Monate

2

Fokus Mission


Baixinhos

Die Kleinchen

– unsere

Verantwortung

In Mosambik wimmelt es nur so von Kindern. Wenn man Sonntagmorgen

in eine Gemeinde kommt, ist fast die Hälfte der Anwesenden

„Baixinhos“, das ist portugiesisch und heißt in etwa „die Kleinchen“. Da

sitzen sie dann alle wie die Hühner auf der Stange, und wenn die Jüngsten

unter ihnen kein Sitzfl eisch mehr haben (ist ja bei zwei bis drei Stunden

Gottesdienst normal), werden sie von einem Aufpasser energisch wieder

auf ihren Platz verfrachtet. Da denke ich dann oftmals: „Die Ärmsten, die

bräuchten jetzt ein Extraprogramm, das ihnen Spaß macht.“

Aber in den wenigsten einheimischen Gemeinden gibt es bis heute

einen Kindergottesdienst. Wir sind sehr froh, dass in der Gemeinde, der

wir uns angeschlossen haben, seit ein paar Monaten ein parallel zum

Gottesdienst laufender Kindergottesdienst stattfi ndet. Dort durfte ich

inzwischen auch schon mithelfen und von meinem in Brasilien ausgearbeiteten

portugiesischen Kinderstundenmaterial profi tieren.

Warum ist es eigentlich so wichtig, die einheimischen Kinder persönlich

anzusprechen oder zu erreichen, auch wenn das in dieser Kultur gar nicht

so üblich ist? Eine allein stehende brasilianische

Kindermissionarin in Chimoio sagte vor einigen

Wochen zu mir: „Dass es Mosambik trotz der vielen

Gemeinden immer noch so schlecht geht, liegt

daran, dass nie etwas für die Kinder getan wurde“.

Ich glaube, da ist etwas Wahres dran.

Das, was Kinder von klein auf lernen, prägt

ihr ganzes Leben und darüber hinaus die ganze

Gesellschaft. In einem Volk, das durchtränkt ist

von Spiritismus und Aberglaube, von Misstrauen,

Diebstahl und Lüge, von Gewalt und Gefühlskälte,

haben die Kinder keine rosigen Zukunftschancen

auf ein würdevolles, anständiges Leben. Sie lernen in

frühestem Alter, wie man stiehlt, wie man die Tiere

misshandelt, wie man am erfolgreichsten lügt oder

welche Zauberrituale man einhalten muss, damit z.B.

ein Baby gesund aufwächst oder eine Ehe glücklich

wird (was natürlich in Wirklichkeit oft genau das

Gegenteil bewirkt). Darum ist es für Mosambik

überlebenswichtig, dass wir die Kinder mit dem

Evangelium erreichen, damit sie die Wahrheit

erkennen und die Wahrheit sie freimacht.

Es ist nicht schwer, Kinder, die noch nie eine

Geschichte mit bunten Bildern oder eine Handpuppe

gesehen haben, mit einem kleinen geistlichen

Programm zu begeistern. Als ich in unserer

Gemeinde die Schöpfungsgeschichte erzählte,

verfolgten sie gespannt jede Illustration.

Es gibt mir so viel Freude, mit Kindern zu

arbeiten. In Zukunft möchten wir versuchen,

in den umliegenden Gemeinden Kindertage durchzuführen und nach

Möglichkeit auch Kindermitarbeiter zu schulen.

Unsere Schule hier in Moyo Mucuru ist auch ein Platz, an dem schon über

Jahre viele Kinder mit Jesus bekannt gemacht wurden. Unser Gebet ist, dass

dadurch unsere Stadt Chimoio und die ganze Umgebung gesegnet und in

Zukunft durch errettete junge Menschen die Bevölkerung verändert wird.

Darum betet bitte für die Kinder in Mosambik und in aller Welt!

Ruth Halstenberg

M o S a M b i K

Ruth Halstenberg

bringt eine

anschauliche Lektion

Nr. 2/2006

3


M i S S i o n a r S K i n d e r – l e b e n i n z w e i w e l t e n

MK ist die Abkürzung für Missionarskind.

34 Kinder gehören zu unserer großen VM-

Familie, bald werden es 36. Einige sind schon

erwachsen, verheiratet und haben wieder Kinder. Die meisten

MKs wurden nicht gefragt, ob sie in ein anderes Land

gehen wollen, sie wurden dort geboren oder mitgenommen,

als sie noch klein waren. Sie sind der Berufung ihrer Eltern

gefolgt. Das fremde Land wurde ihnen zur Heimat und das

Heimatland ihrer Eltern oft zum fremden Land.

Wir, als Velberter Mission, stehen hinter den Familien

und es ist unser Wunsch, dass es ihnen gut geht und sich

die Kinder wohl fühlen. Es ist uns ganz wichtig, dass sie

eine gute Schulausbildung bekommen, die in Deutschland

oder Europa anerkannt wird. Da diese in einheimischen

Schulen meist nicht möglich ist, müssen die MK’s oft eine

Privatschule besuchen oder durch eine Fernschule unterrichtet

werden. Beides ist mit Schulkosten verbunden.

Zurzeit haben wir keine Kinder im Internat, sie leben alle

zu Hause bei ihren Eltern.

In dieser Ausgabe möchten wir euch unsere Missionarskinder

ganz besonders ans Herz legen.

Sie brauchen euer Gebet:

• für Bewahrung und Schutz vor Krankheit, vor Überfällen,

vor Unfällen

• für gute Freunde, in dem Land, in dem sie wohnen

und in ihrem Heimatland

• dass sie mit den verschiedenen Kulturen zurechtkommen

• dass sie eine gute geistliche Heimat finden

• dass sie eine gute schulische Ausbildung bekommen

• dass sie, wenn sie zurück nach Deutschland kommen,

den Anschluss schaffen

Sie brauchen eure Unterstützung: Wenn jemand gerne

eines dieser Kinder unterstützen möchte, können Spenden

auf die Projekte der jeweiligen Missionare mit dem Zusatz

„Schuldgeld“ überwiesen werden:

Neben einmaligen Spenden ist es eine große Hilfe,

wenn eine monatliche Unterstützung gegeben, sozusagen

eine Patenschaft für ein Kind übernommen wird. Damit ist

nicht gemeint, dass das ganze Schulgeld von einem Kind

gezahlt werden soll. Auch kleine regelmäßige Beträge sind

eine große Hilfe.

Benjamin Halstenberg lebt mit seiner jüngeren

Schwester und seinen Eltern seit einem Jahr

in Chimoio/ Mosambik. Davor waren sie fünf

Jahre in Brasilien. Sie werden mit dem deutschen

Fernschulprogramm

H

unterrichtet.

allo, mein Name ist Benjamin, ich bin elf Jahre alt.

Ich bin der Sohn von Thomas und Ruth Halstenberg,

zwei Missionaren hier im Missionsland Mosambik.

Meine Schwester heißt Annika. Das Klima hier in Mosambik

ist für mich schon ganz okay, doch für Mama total ätzend.

Die ständige Luftfeuchtigkeit bekommt ihr nicht gut. Seit

Wochen regnet es. Wir haben oft Stromausfall.

Trotzdem scheint öfter die Sonne und ich kann barfuß

Hallo, ich bin ein MK

Hier Haben wir einige unSerer MKS zu wort KoMMen laSSen:

Verwendungszweckangaben

für Spenden

Benjamin und Annika

Halstenberg:

„Projekt 620

Halstenberg/ Schulgeld“

Maria und Simon

Hoffmann:

„Projekt 800

Hoffmann/ Schulgeld“

Felicia und Nathan Kort:

„Projekt 175

Kort/ Schulgeld“

Stefanie und Jennifer

Mitchell:

„Projekt 910

Mitchell/ Schulgeld“

Hanna-Joy und Joas-

Benjamin Renner:

„Projekt 550

Renner/ Schulgeld“

Susan, Betsy und Elisa R.:

„Projekt 190 R./ Schulgeld“

Marja, Annika und Celine

Strohbehn:

„Projekt 420

Strohbehn/ Schulgeld“

Marna, Anika

und Celine

Fokus Mission


laufen, auf Bäume klettern und Mangos pflücken.

Diese Zeit ist nämlich schön, denn mit den Mangos

kann man Marmelade kochen, Saft machen oder sie

einfach roh essen.

Ich habe auch mosambikanische Jungs als

Freunde. Mit denen habe ich schon oft Mutproben

gemacht, z.B. an einen drei Meter hohen Ast hängen

und sich fallen lassen. Meine zwei besten Freunde

heißen: Gabriel und Barnei.

Wenn die Schulzeit wieder anfängt, kann ich nur

wenig mit meinen Freunden spielen, denn ich habe

morgens Schule und sie nachmittags.

Meine Schule ist die Deutsche Fernschule. Meine

Mutter lernt mit meiner Schwester und mir zuhause,

und die Tests schicken wir nach Deutschland.

Hier in Afrika haben wir viel Platz zum spielen,

das gefällt mir. In Deutschland mag ich die tollen

Einkaufsbummel. Darum freue ich mich auf nächstes

Jahr.

Tschüss, euer Benjamin

Hanna-Joy Renner lebt mit

ihren Eltern und ihrem jüngeren

Bruder seit 1999 im Nordosten

Kenias. Auch sie werden über ein

Fernschulprogramm unterrichtet.

Sie werden im Unterricht von

einer

H

Lernhelferin betreut.

allo, mein Name ist Hanna-Joy und ich bin

fast 11 Jahre alt. Ich lebe mit meinem Bruder

Joas Benjamin und meinen Eltern Thomas

und Dörte Renner in Kenia, genauer gesagt in Wajir,

das liegt im Nordosten, wo es sehr trocken ist. Dort

leben die Somalis.

Ich will euch mal meinen Tagesablauf erzählen.

Morgens stehen wir um 6.30 Uhr auf. Dann

frühstücken wir gemeinsam als Familie. Danach

haben wir mit Almut und Mirjana Andacht. (Almut

und Mirjana machen zurzeit einen Kurzzeiteinsatz

bei uns und wohnen in der Gästewohnung gleich

neben uns).

Zur Schule müssen wir natürlich auch. Unser

„Schulgebäude“ ist ein kleiner Raum auf dem

Nachbargrundstück, wo ich mit meinem Bruder,

Joas Benjamin, Almut und den Ziegen hinlaufe. Joas

Benjamin und ich sind die einzigen Schüler, Almut

ist zurzeit unsere Lehrerin. Die Ziegen nehmen wir

mit, damit sie auf dem andern Grundstück etwas

Gras fressen können. Auf dem Weg dorthin treffen

wir viele Leute. Hier grüsst man jeden, auch wenn

man ihn nicht kennt.

Nr. 2/2006

Die Hauptsprache

in Kenia ist Englisch.

Zwar können nicht alle

die Hauptsprache, aber

„How are you? Fine,

Fine!“ kann jeder.

Nach der Schule gehen

wir wieder nach

Hause und nehmen natürlich auch unsere Ziegen

wieder mit. Wir essen dann Mittag und danach halten

wir Mittagsschlaf. Am Nachmittag machen wir

Hausaufgaben und versorgen die Tiere. Wir haben

zwei Hunde, zwei Katzen, sieben Ziegen und Schafe,

einen Hasen und viele Spinnen. Ich muss auch immer

unsere Pflanzen gießen und noch Klavier üben.

Ab und zu gehe ich mit Joas-Benjamin unsere

kenianischen Freunde besuchen. Wir haben mit

Almut eine Bude gebaut. Dort spielen wir oft. Wenn

die Moskitos kommen, gehen wir rein und duschen.

Zum Abendessen, sind oft Leute da – Freunde oder

Bekannte. Das heißt, dass wir selten allein sind. Mich

nervt das manchmal, wenn jeden Tag irgendwelche

Leute da sind, vor allem, weil wir dann nicht offen

reden können. Wenn es noch nicht zu spät ist, liest

Papa noch eine Geschichte vor. Ins Bett gehen wir

dann meistens um 20.30 Uhr.

Joas-Benjamin und ich sind froh, dass wir mit

unseren Eltern in Kenia leben. Wir finden, dass das

Leben hier viel spannender ist, als in Deutschland.

Hanna-Joy Renner

Susan, 13 Jahre, lebt seit

2000 mit ihren Eltern in einem

arabischen Land. Deswegen ist

ihr

U

Bericht anonym gehalten.

nsere Mutter bringt mich

und meine zwei Schwestern

mit dem Taxi zur Schule.

Die Fahrt mit dem Taxi ist in

unserem Land total billig. Bevor

der Unterricht beginnt, müssen

wir uns aufstellen und die Nationalhymne

singen. In meiner Klasse

sind 25 Kinder. Als Fremdsprachen

lernen wir Arabisch, Englisch und

im nächsten Jahr lerne ich noch

Französisch. Es gibt ein Deutsches

Programm und ein Arabisches. Die

meisten Schüler von meiner Klasse

sind im Arabischen Programm. Der

Deutschunterricht ist aufgeteilt

in Deutsch als Fremdsprache und

Deutsch als Muttersprache. Im Religionsunterricht

gibt es drei Gruppen:

den muslimischen Unterricht,

den Evangelischen Unterricht

und den Koptisch-Orthodoxen

Unterricht. In meiner Klasse bin

ich die einzige, bei der Mutter und

Vater Deutsche sind. In den Pausen

sprechen die anderen Mädchen

immer sehr schnelles Arabisch, das

ich kaum verstehe. Deshalb bin ich

froh über meine deutsche Freundin

aus der Parallelklasse.

Nach der Schule werden wir von

unserem Vater abgeholt. Wenn wir

mit dem Taxi wieder zurückfahren,

ist fast immer Stau. Die Autos

haben meistens gar keine Filter.

Die Luft ist immer total dreckig.

Manchmal erwischen wir auch den

Bus, dann atmen wir nicht so viele

Abgase ein. Auf breiten Straßen gibt

es Mittelinseln, die verhindern,

dass die Autos auf die Gegenfahrbahn

kommen. Auf manchen dieser

Inseln stehen häufig Polizisten, die

den Verkehr zu lenken versuchen,

denn auf Zebrastreifen und ähnliche

Straßenbemalungen achtet

grundsätzlich niemand. So kommt

es öfter vor, dass fünf Personen

auf einem Motorrad sitzen oder

das Leute während der Busfahrt

auf- oder abspringen.

Freitags gehen wir als Familie

zum Gottesdienst einer großen


M i S S i o n a r S K i n d e r – l e b e n i n z w e i w e l t e n

Forsetzung von Seite 5

internationalen Gemeinde. Dort gehen Leute aus

über 50 Nationen hin, die miteinander Englisch

sprechen. Auch sehr viele Flüchtlinge aus dem Sudan

sind dabei, von denen viele sehr arm sind. Seit fünf

Jahren spiele ich Geige, was mir großen Spaß macht.

Meine Geigenlehrerin kommt aus der Ukraine und

wir reden Englisch miteinander.

Susan

Marja Strohbehn lebt

seit 1997 mit ihren

beiden Schwestern

Annika und Celine und

ihren Eltern, Ulf und Kirsi

in Blantyre/ Malawi. Sie

geht in eine Englische

internationale Schule.

Hallo, mein Name ist

Marja Alexandra Strohbehn und ich

bin 13 Jahre alt. Mission fi nde ich

interessant, weil diese Arbeit ganz anders

ist als in Europa. Zum Beispiel hüpfen,

tanzen und singen die Leute in den Gemeinden

so laut, dass es nur so kracht. Und

wenn der Pastor dann anfängt zu reden,

tut er es so laut, dass ich darauf wetten

könnte, dass er am nächsten Tag völlig

heiser sein wird. Mein Papa fährt jeden

Sonntag in solche Buschgemeinden, aber

meine Mama, meine beiden Schwestern

und ich besuchen eine Stadtgemeinde, zu

der auch unsere Freunde gehen. Meine

Freunde sind für mich etwas Besonderes,

weil sie echte Freunde sind und sie auch

Gott wirklich nachfolgen wollen.

Hier gibt es auch einen Sportclub, wo

wir oft Tennis spielen. Die Plätze sind

gut, aber der Belag ist Sand und deswegen

müssen wir nach einem Regenschauer

bis zu einem Tag warten, bis wir wieder

spielen können.

Die Schule, in die ich gehe, ist die

Saint Andrews International High School.

Eigentlich ist sie ganz cool, die Lehrer

sind nett und die Leute helfen einander.

Mein Lieblingsfach ist Theater. Ich mag

gerne etwas aufführen und würde in

Zukunft gerne Schauspielerin werden.

Die meisten Schüler arbeiten hart und

lernen macht Spaß. Saint Andrews ist

eine riesige Schule. Es gibt mehr als 40

Lehrer und die 630 Schüler kommen aus

allen Ecken der Welt.

Ich fi nde das Leben in

Malawi besser als irgendwo

sonst auf der Welt oder in Europa

weil ich mich an dieses

schmutzige, unzivilisierte

und doch so freundliche

Land gewöhnt habe. Es gibt

hier vieles zu sehen und zu

unternehmen. Natürlich

kann man nicht mit einem

Bus reisen oder in ein Kino gehen, weil

es keine richtigen Busse und auch keine

Kinos gibt. Dafür kann man eine Safari

machen, viel Sport, wie zum Beispiel

Fußball spielen und viele andere super

Sachen. Malawi ist mein Zuhause, weil ich

hier die meiste Zeit meines Lebens gelebt

habe. Europa ist zu zivilisiert und sauber

und dann gibt es dort noch Schnee! Den

habe ich nicht so oft gesehen. Ich meine,

es ist schon ein Kontrast, wenn man solch

ein reiches, gefegtes und zivilisiertes Land

besucht. Also, im Allgemeinen denke ich,

dass wir in Malawi bleiben sollten und

nicht in die Zivilisation zurückkehren.

Marja

Joas Benjamin Renner ist der Bruder von

Hanna-Joy. Er erzählt uns, wie sein Freund

Sammy lebt.

Mein Freund Sammy ist neun Jahre alt. Er

ist von dem Stamm Kuria und lebt mit

seiner Familie in einem sehr kleinen

Haus in Wajir.

Zur Familie gehören die Eltern, drei Schwestern

und ein Hausmädchen. Das heißt, dass

er der einzige Junge im Haus ist. Ich besuche

ihn oft und wir denken uns unsere eigene

Sprache aus.

Sammys Familie lebt einfacher, als man sich

denkt. Sie haben nur zwei Zimmer, ein stinkiges

Außenklo und müssen sich mit einem Kanister

waschen.

Sie haben kein fl ießendes Wasser, sondern

müssen Wasser von der Pumpe holen. Weil

Stefanie ging bisher in eine Türkische Privatschule.

Seit Anfang des Jahres geht sie in eine Englische

Internationale Schule.

Mein Name ist Stefanie, ich bin 12 Jahre alt und bin

in der Türkei (Istanbul) geboren. Bisher habe ich

in keinem anderen Land gelebt, nur mal Urlaub

in England und Deutschland gemacht, da meine Mama

Deutsche ist und mein Papa aus England kommt. Wenn

wir meine Omas und Opas besuchten, war es schön, aber

oft mussten wir auch viel rumreisen und sonntags waren

wir dann immer in einer anderen Sonntagsschule. Eine

wirkliche Freundschaft habe ich in so kurzer Zeit mit

niemandem aufbauen können.

Wir sind vor sieben Jahren von Istanbul in eine Kleinstadt

gezogen. Mein Papa arbeitet als Englischlehrer und

meine Mama hat ein Cafe aufgemacht. Meine Schwester

Jenny und ich gehen in dieselbe Schule, in der auch

mein Papa lehrt.

Jeden Sonntag treffen wir uns zum Gottesdienst,

aber meine Schwester und ich sind die einzigen Kinder,

manchmal ganz schön langweilig! Das letzte Weihnachtsfest

sind wir nach Istanbul gefahren und dort

habe ich all meine alten Freunde wieder gesehen! Es

war richtig super, wir wollten gar nicht wieder zurück

in die Kleinstadt, da wir dort keine Freunde haben, die

auch an Jesus glauben.

Meine Mama und mein Papa machen sich nun über

unsere weitere Schulausbildung Gedanken, da ich die

Grundschule beendet habe. Ich spreche drei Sprachen,

aber türkisch am besten. Sie sagen, wenn wir im türkischen

Schulsystem bleiben, haben wir später Probleme in Europa

zu studieren. Gern möchte ich Englischlehrerin werden.

In eine Gemeinde zu gehen, wo es auch andere Kinder

gibt, die dann evtl. noch in dieselbe Schule gehen, wäre

wirklich super!

Stefanie

sie keine richtige Küche haben, kochen sie auf

einem Kohleofen vor dem Haus. Trotzdem sind

sie zufrieden damit.

Sammy geht auch in die Schule. Er geht

in die sechste Klasse. 15 Minuten fährt er mit

dem Bus dorthin. Der Schultag geht von 8.00

Uhr morgens bis 15.45 Uhr nachmittags. Seine

Fächer sind Bio, Mathe, Geo, Sport, Englisch und

Kiswahili. In Sammys Klasse sind 40 Schüler.

Zu Hause muss er dann noch Hausaufgaben

machen. Danach geht er Wasser holen und die

Hühner füttern. Wenn er dann endlich Freizeit

hat, spielt er Gitarre. Abends dürfen die Kinder

so spät, wie sie wollen, ins Bett gehen. Sie müssen

sich zu zweit ein Bett teilen und einige schlafen

auf dem Fußboden.

So ist das Leben von meinem Freund Sammy

und von vielen anderen Jungs aus Kenia.

Joas-Benjamin

6 Fokus Mission


Abenteuer in den Bergen Nepals

Verwendungszweck-

Angabe für Spenden

Winkler 100

Seit Jahren haben wir zum Gebet für Nepal aufgefordert.

Durch Terror lebten die Menschen dort dauernd

in Angst. Viele Witwen und Waisen sind aus dieser Zeit

hervorgegangen. Noch ist es nicht vorbei. Wir beten gerade

für eine gläubige Familie, deren drei Teenager Söhne

entführt wurden.

Aber wir wollen Euch in diesem Brief sagen, dass es

zurzeit eine positive Entwicklung gibt. Seit vielen Wochen

haben wir nichts mehr von Bomben und neuen Eroberungen

durch die Rebellen gehört.

Im Oktober und November ist in Indien und Nepal

die Zeit der großen religiösen Feste. Das bedeutet für uns

Ferienzeit. Überall in den christlichen Gemeinden fi nden

Glaubenskonferenzen und Jugendfreizeiten statt.

Auch unsere großen Heimjungen nahmen an einer

Freizeit teil. Wir hatten geplant, sie in ein christliches Ju-

Hunger­HilFe FÜr aFriKa

Immer wieder hören wir in den

Nachrichten von Ländern in

Afrika, die von Hungersnöten

heimgesucht werden. Das betrifft

auch die Länder, in denen einige

unserer Missionare arbeiten.

Malawi hatte im vergangenen

Jahr in vielen Gebieten sehr wenig

Regen und eine schlechte Ernte.

Viele Menschen müssen deshalb

hungern. Wir haben schon einen

Betrag vorab geschickt und unser

Missionar Ulf Strohbehn konnte

17 Tonnen Mais verteilen, und

somit etwas Not lindern. Es wird

immer noch weiter Hilfe benötigt,

saßen sie in der letzten Reihe, nur wenig der nepalesischen

Sprache mächtig. Da wollte ihnen der Mut sinken. Aber bald

stellten sie fest, wie es in den Herzen der Nepalis brannte

und mit welchem Verlangen sie gekommen waren.

All die Jahre hatten unsere Jungen wohl die Bomben

von drüben gehört, aber die waren nie hautnah. Da war

kein Verlust in ihren/unseren Reihen. Ihre Motivation,

den Berg hinaufzufahren, war Abenteuer. „Unsere nepalesischen

Freunde waren anders“, bezeugte einer der

Unsrigen, „sie kamen, um Jesus zu begegnen, und das hat

uns angesteckt.“

Gott sei Dank, wo Sein Geist wirkt, ändern sich auch

Motive, und wir haben Jungen zurück, die wirklich von

IHM ergriffen sind. Betet für sie, damit der Hunger, Gott

zu erleben bleibt und sie geistlich wachsen.

Stefan und Maria Winkler, Rupaidiha, Indien

Spenden für diese

beiden Länder können

auf das Projekt

0 Hungerhilfe

überwiesen werden.

da die neue Ernte erst Ende April

eingebracht wird.

Auch die Menschen im Nordosten

Kenias, wo Thomas R. arbeitet,

werden von einer extremen

Hungersnot heimgesucht. Thomas

R. schreibt uns: „Noch sehen wir

keine toten Menschen, aber der

Boden ist übersät mit toten Rindern

und Schafen. Milch ist hier rar, sehr

teuer und das Hauptnahrungsmittel

der Somalis. Wir haben die Situation

noch nie so elend und hoffnungslos

erlebt, wie momentan. Die nächste

Regenzeit kommt nicht vor März /

April. Auch hier müssen wir dringend

helfen.

i n d i e n

gendlager in die Nachbarstadt

zu schicken. Das war ihnen

aber zu wenig aufregend. Sie

wollten weiter weg. Wir gaben

nach. Wir wussten ja nicht,

dass sie auf dem Busdach die

steile Straße hinauffahren

mussten, da im Bus wegen der

Festtage kein Platz war und

viele Alkoholberauschte mit

fuhren. Engel waren mit ihnen

und sie kamen gesund wieder.

Sie schafften die drei Stunden

Strecke in acht Stunden.

Der Anfang der Freizeit in

den Bergen war für sie ernüch-

ternd. Mit 400 Jugendlichen

Nr. 2/2006

7


H i n t e r g r u n d a r t i K e l

Die Missionarsausbildung und das Markusev

Fortsetzung von der Ausgabe 2/2006

Er war ein schlanker, schüchterner, normal aussehender

Farmer von mittlerer Größe mit einem breiten, offenen,

mit Sommersprossen übersäten Gesicht. Er war nicht

besonders kultiviert oder elegant, doch was er in seinem

Leben geleistet hat, war so gewaltig, dass er die Präsidenten

von vierzig Ländern kennen lernen durfte.

Er glaubte allen Ernstes, dass Bibelübersetzung die

höchste Berufung ist, die ein Mensch haben kann. Nach

zwölfjähriger, mühsamer Arbeit in Guatemala überreichte

Townsend dem Präsidenten Guatemalas das erste jemals

in Cakchiquel veröffentlichte Buch, ein Neues Testament.

Doch mit dieser Leistung war er keineswegs zufrieden.

Mindestens fünfhundert Eingeborenenstämme in Süd-

und Mittelamerika hatten noch keine

Schriftsprache. Die Folge war, dass

Townsend 1934, auf dem Höhepunkt der

Weltwirtschaftskrise, in die Vereinigten

Staaten zurückkehrte, um mit dem ersten

Kursus dessen, was später als „Summer

Institute of Linguistics“ bekannt wurde,

zu beginnen. Zwei Studenten erschienen.

Doch bereits 1946 hatten sich über hundert Freiwillige bei

seiner neu gegründeten Organisation, den Wycliff-Bibelübersetzern,

verpflichtet.

Heute arbeiten sechstausend Wycliff-Sprachforscher

und unterstützendes Personal in mehr als siebzig Ländern

mit 1.100 Sprachgruppen, die alle neun Tage eine neue

Sprachgruppe in Angriff nehmen. Tatsächlich hat die Hälfte

aller Sprachgruppen weltweit, in denen es die Bibel gibt,

diese während Cameron Townsends Lebenszeit erhalten

(Graham und Yancey 1986, 34).

Nimm Gottes Wort samt seiner Gegenwart mit. Gemäß

dem Lehrplan Jesu war die Zeit gekommen, dass die

Jünger praktische Erfahrungen sammeln sollten. Deshalb

bevollmächtigte er sie, seine Delegierten – seine Vertreter

mit Wort und Tat – in Galiläa zu sein.

Dann zog Jesus durch die Dörfer ringsum und lehrte.

Und nachdem er die Zwölf herzu gerufen hatte, sandte er

sie zu zwei und zwei aus und gab ihnen Vollmacht über

die bösen Geister. Und er gebot ihnen: „Nehmt nichts mit

auf den Weg als nur einen Stab – kein Brot, keine Tasche,

kein Geld in eurem Gürtel. Zieht Sandalen an, aber keine

zwei Unterkleider. Wo ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt,

bis ihr jene Stadt verlasst. Und welcher Ort euch nicht

aufnehmen und wo man euch nicht anhören wird, von

dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter

euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis.“ Sie nun zogen aus

und predigten, dass die Menschen Buße tun sollten. Sie

trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit

Öl und heilten sie. (Markus 6,6b-13)

Wir sollten beachten, dass die Vorbehalte in Verbindung

mit diesem Auftrag auf die Jünger des ersten Jahrhunderts

beschränkt waren. Sie sollten zeitlich begrenzt gelten, nicht

permanent. Das Verbot, Vorräte einzupacken, war eine Sache

besonderer Bevollmächtigung in einem lokalen Rahmen.

Ein interessanter Einschub bei diesem Auftrag ist die

Anweisung in Bezug auf das Quartier. Es galt folgende

Regel: Wenn immer die Jünger irgendwo umsonst Kost und

Logis erhielten, sollten sie dies annehmen – und zwar mit

Dankbarkeit. Sie sollten ihre Gastgeber nicht unehrenhaft

behandeln, indem sie ein besseres Angebot einige Häuser

weiter in Anspruch nahmen. Doch wenn immer sie sich

einem Haus näherten, in dem sie nicht willkommen

geheißen wurden, sollten sie den Staub von ihren Füßen

schütteln als eine Warnung gegen die Dorfbewohner und

woanders hingehen. Diese Sitte an sich war nicht neu.

Fromme Juden, die außerhalb Israels reisten, entfernten

zuerst den Staub der fremden Länder, der sich auf ihrer

Kleidung angesammelt hatte, ehe sie wieder heimatlichen

Boden betraten. Für die Juden war heidnischer Staub etwas,

was sie verunreinigte. Die Bedeutung hier war die, dass der

betroffene Ort als heidnisch erklärt wurde, und machte

deutlich, dass selbst jüdische Heiden, die die Botschaft

des Evangeliums ablehnten, sich am Tag des Gerichts vor

Gott würden verantworten müssen.

Der springende Punkt bei dieser strengen Anweisung ist

ganz einfach dieser: Von Jesus Ausgesandte sollen auf seine

Gegenwart vertrauen, nicht auf ihre Vorräte. Die Jünger

sollten nur das mitnehmen, was sie auf dem Leib trugen

– einschließlich Wanderstab und Sandalen. Aber kein „Brot“

(Essen irgendwelcher Art), keine „Tasche“ (Bettlertasche)

und kein „Geld“ (kleine Kupfermünze); auch kein zweites

Unterkleid (um die nächtliche Kälte abzuhalten) war

erlaubt. Im Grunde gab Jesus seinen Auszubildenden den

Auftrag, Gott zu vertrauen und daran zu glauben, dass er

imstande ist, sich als „Jahwe-jireh“ zu beweisen – als den

Gott, der versorgt.

Auch heute noch fordert Gott seine Gesandten heraus,

seine Gegenwart anstelle ihrer Vorräte mitzunehmen.

Eines Samstags brachte Herr Nybakken einen Großteil

des Nachmittags damit zu, Kisten für Gebrauchtkleider zu

zimmern, die seine Gemeinde an ein Waisenhaus in China

schicken wollte. Auf dem Heimweg griff er auf der Suche

nach seiner Brille in seine Hemdtasche, aber sie war nicht

mehr da. In Gedanken ging er nochmals durch, was er

zuletzt getan hatte, und ihm wurde klar, was passiert war.

Die Brille war bestimmt aus seiner Tasche gerutscht, ohne

dass er es gemerkt hatte, und in eine der Kisten gefallen,

die er anschließend zugenagelt hatte. Seine nagelneue

Brille befand sich auf dem Weg nach China! Die Weltwirt-

Fokus Mission


angelium

und hatte den Wunsch, alle Gemeinden, die seine Arbeit

unterstützten, zu besuchen. Im Zuge dessen kam er auch

in die kleine Gemeinde in Chicago. Als erstes dankte der

Missionar den Gemeindegliedern für ihre Treue in der

Unterstützung des Waisenhauses. „Aber am allermeisten“,

sagte er, „muss ich euch für die Brille danken, die ihr letztes

Jahr geschickt habt. Ihr müsst wissen, die Kommunisten

hatten soeben das Waisenhaus durchsucht und dabei alles

kaputtgemacht, auch meine Brille. Ich war völlig verzweifelt.

Selbst wenn ich das Geld gehabt hätte – es gab schlichtweg

keine Möglichkeit, die Brille zu ersetzen. Neben der Tatsache,

dass ich nicht gut sehen konnte, hatte ich jeden Tag

Kopfschmerzen, deshalb beteten meine Mitarbeiter und

ich sehr viel für diese Sache. Dann kamen eure Kisten an.

Als die Mitarbeiter bei einer den Deckel

entfernten, fanden sie oben darauf eine

Brille liegen.“

Der Missionar machte eine kurze

Pause, um seine Worte wirken zu lassen.

Dann fuhr er, noch immer von dem großen

Wunder ergriffen, fort: „Geschwister,

als ich die Brille aufsetzte, war es, als

sei sie speziell für mich angefertigt worden! Ich möchte

euch danken, dass ihr daran gedacht habt“ (Stewart 1997,

42). Das gleiche Resultat wartet heute auf diejenigen,

die das Unsichtbare sehen und Gott für das Unmögliche

vertrauen.

Nimm das Kreuz samt dem Preis mit, den es kostet.Das

Crescendo des von Markus orchestrierten Themas „der Preis

der Nachfolge“ – nämlich von Angehörigen und Freunden

abgelehnt zu werden – finden wir in dem folgenden Text:

Petrus sagte zu ihm: „Wir haben alles verlassen, um dir

nachzufolgen!“ Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage euch:

Da ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern

oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen

hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der

nicht hundertfach empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und

Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker

– und mit ihnen Verfolgungen – und in dem kommenden

Zeitalter ewiges Leben. Aber viele Erste werden Letzte und

Letzte Erste sein.“ (Markus 10,28-31)

Markus warnte die reisenden Botschafter davor, an dem

Irrtum festzuhalten, dass das Christenleben immer nur

siegreich ist. Er machte deutlich, dass Verfolgung die Abgesandten

Christi erwartet, sowohl in der Heimat als auch im

Ausland. Wenn die Christen gestärkt und das Evangelium

wirksam verkündigt werden sollten, würde es nötig sein, die

Ähnlichkeit mit der Situation, in der Jesus sich befunden

hatte, herauszustellen. Was Petrus hier beschäftigte, war

klar durchschaubar: Im Gegensatz zu dem reichen jungen

Nr. 2/2006

schaftskrise war auf ihrem

Höhepunkt und der Verlust

von zwanzig Dollar keine

Kleinigkeit.

Ein Jahr später befand

sich der Leiter des Waisen-

hauses auf Heimaturlaub

Mann, dem sein Reichtum wichtiger war als die Ewigkeit,

hatten er und die anderen Jünger alles verlassen, um Jesus

nachzufolgen (Kapitel 1,16-20; 2,14). Es ist nicht schwer,

sich den Ton vorzustellen, in dem er sich und die anderen

mit diesen Worten selbst beglückwünschte.

Markus schließt die Worte „und mit ihnen Verfolgungen“

wegen der besonderen Bedeutung mit ein, die sie für die

Menschen hatten, welche sich Sonntag für Sonntag als

Gemeinde in Rom zusammenfanden. Für ihren Glauben an

Christus zu leiden, war für diese hingegebenen Gläubigen

zu einem regelmäßigen Ereignis geworden. Die Empfänger

von Markus‘ Brief hatten also das Wissen dringend nötig,

dass der zu erwartende Lohn alles Leid wert war. Brillant,

wie Markus Jesu Erfahrung mit der ihrigen verwob. So wie

ihr Leben auf ein Katakombendasein reduziert worden war,

lasen sie, dass ihr Herr tief in die Wüste hineingetrieben

worden war (1,12). Das nur von Markus berichtete Detail,

dass wilde Tiere sich in der Wüste befanden (1,13), war

für diejenigen von besonderer Bedeutung, die miterleben

mussten, wie schutzlose Glaubensgeschwister unter Neros

wachsamen Blicken zu den wilden Tieren in die Arena getrieben

wurden. Genau wie sie, war auch

Jesus vor dem Volk falsch dargestellt und

zu Unrecht als „von Sinnen“ und „einen

unreinen Geist besitzend“ abgestempelt

worden (3,21,30).

Leider ist es wahr, dass die Mitglieder

dieser geistlichen Familie gerade durch

Verfolgung ihre tiefste Erfahrung der

Einheit machen würden. Jesus enthielt ihnen die grausame

Wahrheit nicht vor, dass der Bruder seinen Bruder, der Vater

sein Kind oder die Kinder ihre Eltern verraten und seine

Nachfolger von allen Menschen gehasst werden würden,

nur weil sie zu ihm hielten. Gemäß den neuen Prinzipien

des Reiches Gottes würde gerade diese Aufforderung zum

Leiden Zeugnis für ihn ablegen (Markus 13,1-13). Die

Warnung Jesu ist eine ernüchternde Mahnung an alle

Missionskandidaten, dass sie zuerst zum Tod ihres Ichs

ja sagen müssen, ehe sie sich entscheiden können, für

Jesus zu leben.

Richard Wurmbrand, ein evangelisch-lutherischer

Pfarrer jüdischer Abstammung, wurde 1909 in Rumänien

geboren. Als die Kommunisten 1945 in seinem Vaterland die

Macht ergriffen, wurde er ein Führer in der Untergrundkirche.

1948 wurden er und seine Frau Sabine verhaftet, und er

saß vierzehn Jahre lang in kommunistischen Gefängnissen;

darunter waren drei Jahre Einzelhaft in einer unterirdischen

Zelle, ohne je die Sonne, Sterne oder Blumen zu sehen. Er

sah keinen Menschen außer den Gefängniswärtern und

seinen Peinigern. 1964 kauften ihn christliche Freunde

aus Norwegen schließlich für zehntausend Dollar frei.

Wurmbrand schreibt:

Ich erinnere mich an meine letzte Konfirmandenklasse,

bevor ich Rumänien verließ. Mit einer Gruppe von zehn

bis fünfzehn Jungen und Mädchen ging ich an einem

Sonntagmorgen ... nein, nicht in eine Kirche, sondern in

den Zoo. Vor dem Löwenkäfig blieben wir stehen, und

ich sagte zu ihnen: „Eure Glaubensväter hat man damals

Artikel von Bill Thornton,

übersetzt von Doris Ewert

Abdruck mit freundlicher

Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel erschien

zuerst in der EMQ,

Ausgabe 39/Nr. 2,

April 2003.

www.billygrahamcenter.

org/emis

BILL THORNTON dient

zurzeit als zweiter Pastor

in der Springvale Baptist

Church im Süden Ontarios.

Er ist verheiratet und hat vier

Töchter.


Forsetzung von Seite 9

wegen ihres Glaubens den wilden

Tieren vorgeworfen. Ihr müsst

wissen, dass auch euch Leid nicht

erspart bleiben wird. Zwar werdet

ihr nicht den Löwen vorgeworfen,

aber ihr werdet es mit Menschen zu

tun bekommen, die viel schlimmer

sind als Löwen.

Entscheidet euch hier und jetzt,

ob ihr Christus die Treue schwören

wollt.“ Mit Tränen in den Augen

sagten sie: „Ja, das wollen wir.“

Wir müssen heute Vorkehrungen

treffen, ehe wir ins Gefängnis gehen.

Im Gefängnis verliert man alles. Man

wird ausgezogen und bekommt Sträflingskleidung.

Es gibt dort keine schönen

Möbel, keine schönen Teppiche

und auch keine schönen Gardinen.

Man hat keine Frau und keine Kinder

mehr. Man hat keine Bücher und sieht

keine einzige Blume. Nichts von dem,

was das Leben schön und angenehm

macht, bleibt übrig.

Niemand kann der Versuchung,

lKw FÜr die

eVangeliSationSarbeit

unter den

zuluS

Christus zu verleugnen, widerstehen,

der nicht vorher den Freuden des

Lebens innerlich entsagt hat. (Piper

1993, 79)

Der Weg ins Reich Gottes führt

über Golgatha; er geht mit vielen

Drangsalen und Leiden einher. Deshalb

ist Markus schnell bei der Hand,

die auserwählten Mitarbeiter Christi

daran zu erinnern, dass Verfolgung

ein Berufsrisiko ist.

Abschließend ist zu sagen, dass

das Markusevangelium einige klare

Aussagen enthält, wie die Missionsarbeit

vorankommt. Egal, ob

jemand einen Einsatz als Kurzzeit-

oder Vollzeitmissionar plant, ob er

bei der Gemeindegründung oder

lokalen Evangelisation mitarbeiten

will – gewisse Grundkenntnisse über

das Markusevangelium sollten zur

Grundausstattung jedes Gesandten

gehören.

Deshalb: Auf die Plätze, fertig,

los!

Bodo Hoffmann hat ein Zelt, Stühle, eine Verstärkeranlage. Er hat aber

nur einen Pickup mit einer kleinen Ladefl äche. Das bedeutet, er muss

immer einige Male fahren, bis er alles an Ort und Stelle hat. Das ist

ein großer Zeitaufwand, da viele Orte weit abgelegen sind. Deshalb braucht

er dringend einen kleinen LKW, damit er alles auf einmal transportieren

kann.

Es sind schon einige Spenden dafür eingegangen, dafür möchten wir

ganz herzlich danken. Aber es werden noch einige tausend Euro benötigt,

damit der LKW gekauft werden kann.

Die nächste Evangelisation fi ndet vom 24. Januar bis zum 21. Februar

statt. Bodo schreibt: „Wir wollen viel Energie in diese Evangelisation legen,

aber ohne Gottes Segen sind wir machtlos!“ Bitte betet ganz besonders für

diesen Einsatz, damit es zu einem Durchbruch kommt

und viele Menschen eine

Entscheidung treffen, betet

auch für Bewahrung

für Hoffmanns und das

ganze Team.

Verwendungszweckangabe

für Spenden:

Projekt 802

Hoffmann LKW

V e r S C H l o S S e n e w e l t e n

Sumatra, eine der großen Inseln Indonesiens, hat

die meisten unerreichten Volksgruppen. Besonders

Aceh, ganz im Norden ist ein islamisches und

sehr verschlossenes Gebiet. Wir alle wissen, dass

gerade dort der Tsunami am mächtigsten gewütet

hat. Dadurch wurden die Türen zur Außenwelt

geöffnet. Durch die Hilfseinsätze konnte die Liebe

Gottes weitergegeben werden. Bitte betet, dass der

ausgestreute Same aufgeht und viel Frucht entsteht.

Euer Schicksal ist

Dieser Bericht soll euch zeigen, was wir mit den

Spendengeldern aus Deutschland alles machen

konnten. Ihr sollt euch auch daran erfreuen,

was euer Betrag alles Gutes in Aceh, Nordsumatra

ausrichten konnte.

Wenn ihr auf die Karte von Sumatra schaut und

dann mit dem Finger die Westküste von Aceh abfahrt,

könnt ihr vielleicht die Städte Meulaboh und Calang

erkennen. Genau zwischen diesen beiden Städten liegt

die Kleinstadt Teunom. Man müsste eigentlich sagen:

lag die Kleinstadt Teunom, denn von den Häusern

ist nicht mehr viel übrig geblieben, nachdem die

Monsterwellen die Stadt überrollt und alles zermalmt

haben. Viele hundert Schüler und Schülerinnen kamen

in der Schlammlawine ums Leben.

Mit zwei LKWs und zwei Allrad-Kleinlastern machten

wir uns am 16.07.05 auf den Weg, um den Lehrern

und Schülern der Stadt Teunom zu helfen. Schon

auf halber Strecke blieben wir aber inmitten einer

überfl uteten Straße stecken. Wir waren gezwungen,

auf freier Flur zu übernachten. Wir brauchten für die

Strecke von 200 km geschlagene 36 Stunden!

Sobald wir am nächsten Tag in Teunom

angekommen waren, fi ngen wir zusammen mit einer

amerikanischen Partnerorganisation mit dem Bau eines

Schulgebäudes an. Habt ihr schon einmal ein Haus

gebaut? Gerne würde ich euch zeigen, wie wir das in

Aceh gemacht haben. Eigentlich ganz einfach, so nach

dem Fischer-Technik Prinzip. Die fertigen Teile ließen

wir aus den USA kommen und wir mussten nur noch

alles zusammenschrauben.

Ich hatte auch zwei Psychologinnen mitgebracht,

um die Lehrer von Teunom und Umgebung darin zu

schulen, wie man Kindern helfen kann, die so etwas

10

Fokus Mission


Wiederaufbau einer Schule nach dem Tsunami

Kinder fi nden ihre eigene Geschichte

in den Comics wieder

den Menschen in Deutschland nicht egal

Schlimmes wie den Tsunami erlebt hatten. Viele Kinder

haben ja gesehen, wie ihre Eltern oder Geschwister

ums Leben gekommen sind. Es war uns ein großes

Anliegen, den Menschen in Aceh nicht nur Essen,

Kleider und Häuser zu geben, sondern auch Hilfe für

ihre Seelen.

Wir gaben den Lehrern auch ein Hilfsmittel in die

Hand, wie sie mit ihren Schülern über das Erlebte

reden können. Ein Comic Heft, extra für „Tsunami-

Kinder“ produziert, erzählt die Geschichte von zwei

Geschwistern, welche sich vor der Welle in Sicherheit

bringen können und sich später auf die Suche nach

ihren Eltern machen. Das Ende ist offen, denn jeder

Leser ist gefragt, die Geschichte nach eigenen

Vorstellungen zu

beenden. Die Resonanz

war überwältigend. Die

Lehrer weinten beim

Lesen der Geschichte.

„Uns muss auch geholfen

werden, sonst können wir

den Kindern nicht helfen!“

sagten sie. Sie hatten viele

Fragen und nahmen alle

Hilfe begierig auf.

Zum Abschluss des

Seminars überreichten

wir jedem Lehrer und

jeder Lehrerin eine schöne

Tasche und Stoff für

eine Lehreruniform. Wir

hatten im März schon mit

VM Spendengeldern 20

Nähmaschinen an lokale

Schneider verteilen können. Somit bekamen die

Schneider jetzt Aufträge, Uniformen zu nähen.

In diesen zwei Tagen konnten wir 180 Lehrern und

Lehrerinnen Anleitung geben, wie man traumatisierten

Menschen hilft, ihnen zuhört und Verständnis zeigt.

Auch besuchten wir 15 Schulen und verteilten über

3000 Comic Hefte. Den Waisenkindern gaben wir

Schulranzen, Bücher und eine Schuluniform.

Noch müssen die meisten Schüler in Aceh in

Zelten „büffeln“ und sind damit auch dem Regen

und dem Hochwasser ausgesetzt. Es fehlen noch

viele Schulgebäude. Manchmal mag die Not uns

überwältigen, aber ich hoffe, dass mein Bericht zeigen

konnte, dass Spendengelder

ankommen und viel Gutes

bewirken können.

Unsere Spende

mag klein erscheinen

gegenüber der großen

Not. Aber auch wenn das

letzte Brot gegessen ist,

dass von Spendengeldern

gekauft wurde, ein Satz

wird den Menschen in

Erinnerung bleiben: „Euer

Schicksal ist den Menschen

in Deutschland nicht egal.

Sie leiden mit euch mit und

denken an euch!“

Diesen Satz hätte ich

nicht sagen können, hätte

keiner gespendet...

Rick Leiner

JuMi

die Junge

MiSSionSSeite

Nr. 2/2006

11


P o S t V e r t r i e b S S t Ü C K K 2 3

DPAG, Entgelt bezahlt

Velberter Mission e.V.

Kollwitzstraße 8 · 42549 Velbert

Abgabe erfolgt un ent gelt lich

engliSCHunterriCHt

FÜr ouSMane

Nun ist auch das Johannes-Evangelium

im Rohentwurf übersetzt.

Wir sind dankbar für

17,5% der Bibel, die es schon

in Songhai gibt.

Gerne würden wir, wenn

möglich, die Arbeit beschleunigen

und verbessern.

Einige Hilfsmittel (Kommentare

und Handbücher)

gibt es bereits in Franzö-

Verwendungszweckangabe

für Spenden:

Projekt 500 Liebrecht-

Englischkurs

sisch, und sie werden auch von Ousmane Tandina, unserem

Songhai-Übersetzer benutzt, andere gibt es bislang nur in

Englisch, besonders für die weniger bekannten

Bücher der Bibel. Damit auch er sie

verwenden kann und nicht nur wir,

ist es notwendig, dass er besser Englisch

kann.

Er hat nun die Möglichkeit,

in diesem Sommer in Ghana für drei

Monate an einer Sprachschule intensiv

Englisch zu lernen. Andere einheimische

Übersetzer aus Mali haben dort mit

Erfolg studiert und auf diese Weise eine bessere

Arbeit tun können

Leider ist die Ausbildung nicht kostenlos,

noch sehr günstig.

Wer von euch bei diesem Anliegen fi nanziell

mit anfassen möchte, dem wären wir

sehr dankbar.

Matthias und Tanja Liebrecht

MiSSionzelt FÜr die SlowaKei

Stefan Horn benötigt dringend ein Zelt. Damit könnte

er an einem Ort für längere Zeit evangelisieren und die

Gemeinde durch Seminare festigen.

Hier einige Sätze von ihm selbst: „Die Hauptzielgruppe, die

wir erreichen wollen, sind die Romas, eine Volksminderheit

in der Slowakei, die von der slowakischen Bevölkerung sehr

gemieden wird. Die Romas leben sehr arm, hauptsächlich

in Ghettos.

Durch die Trennung der Romas und der Slowaken, ist

eine Spannung zwischen den zwei Völkern entstanden, die

sehr oft in von Hass erfüllten Brutalitäten ausartet.

Deswegen ist es für uns fast unmöglich, in den Ortschaften,

in denen wir unsere Missionsstationen haben, einen Raum

zu mieten, in dem wir Evangelisationen durchführen können.

In den Sommermonaten haben wir an vielen Orten

Freiversammlungen durchgeführt und wir konnten viele

Menschen erreichen. Doch das Problem ist, dass der Regen

uns oft einen Strich durch die Rechnung macht.“

Vielleicht gibt es ja jemand,

der weiß, wo man günstig ein

gut erhaltenes Zelt bekommt. Der

melde sich bitte bei der VM.

Verwendungszweckangabe

für Spenden:

Projekt 994 Horn Stefan

Missionszelt

eS gibt erFreuliCHe naCHriCHten

Horst Kappl schreibt aus Bulgarien. „Ende

November habe ich endlich die Nachricht

bekommen, dass mein Visum nun bewilligt

ist. Danke euch allen, die ihr mit für das Visum

gebetet habt. Das Sprachstudium geht weiter.

Ich habe zwölf Stunden in der Woche an der

Uni und 2-4 Stunden Privatunterricht.

Ein ganz herzliches Dankeschön an

euch alle für euer Mittragen im

Gebet und im Geben!“

12 Fokus Mission

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