Weekly News - Privatbank Bellerive

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Weekly News - Privatbank Bellerive

Weekly News


Weekly News 27. Januar 2014 S. 1

Unsere Empfehlungen

Anlageklasse Favorisieren Meiden

Obligationen

Einzeltitel

Schweizer Pfandbriefanleihen

Gedeckte europäische Anleihen

Anleihen von Kantonalbanken

Anleihen von hoch verschuldeten Staaten

Unbesicherte Anleihen von Schuldnern aus

dem Finanzsektor (Banken, Versicherungen)

Anleihen von Staaten mit stark negativen Realrenditen

Diversifiziert Firmenanleihen (Investment Grade) Anleihen von EU-Peripheriestaaten

Convertibles Diversifiziert Wandelanleihen (Investment Grade)

Regionen

Schweiz, Deutschland, USA, aufstrebende

Regionen Asien

EU-Peripherieländer

Aktien

Sektoren Energie, nichtzyklischer Konsum Finanzen, Versorger

Stile

Large Caps, hohe Dividenden, tiefe

Verschuldung

Alternative

Anlagen

Immobilien,

Rohstoffe und

weitere

Flexible Obligationenstrategien

Managed Futures Strategien

Insurance Linked Securities, High Yield

Schweizer Immobilienfonds mit Agios > 15%

Fund of Hedge Funds Strategien

Rohstoffe

Währungen USD JPY

Aktuelle Positionierung (Ausgewogen CHF)

Core

Satelliten

Liquidität

6.5%

CHF-

Anleihen

22.5%

Managed Futures **

5%

Insurance

Linked Bonds**

3%

75.0%

25.0%

Volatilitäts-

Strategie**

3%

Medizintechnik

*

2%

Total Return

Bonds **

4%

High Yield *

2%

Aktien

global

37%

CHF-

Wandelanleihen

9%

Brand- &

Marketleader *

2%

IT & Engineering *

2%

Dividendenperlen *

2%

Thema der Woche

* Anlagethemen / ** Alternative Anlagen

Kauf von europäischen Small und Mid Caps

Die Einkaufsmanagerindizes haben sich im Januar nochmals

spürbar verbessert. Sie weisen klar nach oben und signalisieren

eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung (vgl. Grafik).

Der private Konsum in der Eurozone hat viel Nachholpotenzial,

dieses ist aber wegen der starken Verschuldung der privaten

Haushalte, der hohen Arbeitslosigkeit und dem schwachen

Lohn-wachstum, begrenzt. Nichts desto trotz ist eine bessere

Einkaufsmanagerindizes signalisieren Wachstum

Quelle:Thomson Reuters Datastream

Konsumlaune ein erster, wichtiger Schritt zur Verbesserung der

Situation. Darüber hinaus kann ausgeschlossen werden, dass

die Europäische Zentralbank (EZB) in absehbarer Zeit eine Verschärfung

der Geldpolitik ins Auge fasst. Im Gegenteil, die EZB

hat mehrfach bewiesen, dass sie bei einer Verschlechterung

des Umfeldes nicht vor weiteren Stimulierungsmassnahmen

zurückschreckt. Aus diesen und anderen Gründen hat der

Anlageausschuss am 21. Januar 2014 beschlossen die

Erhöhung der Aktienrisiken (aus höherer strategischer

Aktienquote für 2014 ggü. 2013) durch den Zukauf eines

Aktienfonds, welcher nur in Europa investiert, zu tätigen.

Innerhalb der Aktien Europa setzten wir auf das Segment der

kleineren und mittelgrossen Unternehmen (sog. Small und Mid

Caps). In den letzten Wochen entwickelten sich Aktien aus

diesem Segment besser als der Gesamtmarkt. Wir haben

beschlossen den JP Morgan Europe Small Cap Fund zu kaufen.

Damit halten wir neu gegenüber der strategischen

Positionierung, zu Lasten von Aktien aus Nordamerika und den

Schwellenländern, ein Übergewicht in europäischen Aktien.


Weekly News 27. Januar 2014 S. 2

Wirtschaft und Finanzmärkte

Lagebeurteilung


In den USA enttäuschten die Zahlen für einmal. Der Markit Flash Manufacturing PMI sank

im Jan vom 54,4 auf 53,7 Punkte (erw. 55.0). Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg

von 3030T auf 3056T und übertraf die Erwartungen von 2925T. Die Erstanträge betrugen

326T (erw. 330T). Der Chicago Fed Activity Index sank im Dez. von 0,60 auf 0,16 (erw.

0,90). Die Hypothekenanträge stiegen um 4,7%, die Häuserpreise noch um 0,1% gegenüber

dem Vormonat. Die Kaufhausumsätze steigen auf monatsbasis um 0,2% und die Frühindikatoren

schliesslich um 0,1% (erw. 0,2%).

Die Schuldenquote in der Euro-Zone sinkt erstmals seit Beginn der Finanzkrise auf 92,7%

des BIP. Flash PMIs zeigen einen schwungvollen Start ins 2014 (Composite 53,2 P). Das

Verbrauchervertrauen hellt sich auf und liegt mit -11,7 gar über dem langfristigen Durchschnitt.

Die Leistungsbilanz weist im Nov.mit 23,5% Mrd. EUR einen Rekordüberschuss aus



Chinas PMI sinkt auf 49,6P und liegt somit in der Kontraktionszone.

Die japanische Handelsbilanz wies im Dezember einen Fehlbetrag von 1302 Mrd. Yen

aus. Damit ist das Defizit doppelt so hoch wie vor einem Jahr.

Obligationen



Aktien


Neu erwachte Risikoaversion durch gestiegene Unsicherheit in einigen Emerging Markets

und die Abwertung der Währungen in diesen Ländern, liessen die Renditen der Industrieländer

auf neue Jahrestiefs fallen. Der Zins der US-Treasuries belief sich auf 2,715%, der

Bundesanleihen auf 1,658%, der Eidgenossen auf 1,053% und der Gilt auf 2,772%.

Der Renditerückgang in Spanien und Italien legte eine Pause ein. Der Emissionsmarkt im

Euroraum präsentiert sich weiterhin als robust und Spanien konnte ohne Probleme eine

neue 10-jährige Anleihe platzieren, am Sekundärmarkt scheinen die Länder etwas an Attraktivität

eingebüsst zu haben.

Die Aktienmärkte korrigierten kräftig nach den enttäuschenden Zahlen aus den USA,

Wachstumsängsten in China und fallenden Währungen einiger Schwellenländer. Die

Marktteilnehmer nutzten die Meldungen für Gewinnmitnahmen. Für eine Konsolidierung

reicht dies noch nicht. Es sind nach wie vor Risiken am Markt für eine weitergehende Korrektur,

haben doch gewisse Aktienmärkte seit letzten Mai oder September keinen Rückgang

von mehr als 5% zu verzeichnen. Damit keine Missverständnisse entstehen; wir erwarten,

dass der Bullenmarkt nicht vorüber ist und Aktien weiterhin Obligationen vorzuziehen

sind.

Alternative Anlagen



Gold profitierte von den schwachen Daten und Unsicherheiten und kletterte auf 1270 USD

pro Unze. Silber hingegen fiel unter die Marke von 20 USD auf 19.95 pro Unze.

Die Preise für Rohöl sind in der letzten Woche wieder etwas gestiegen. Jedoch blieb die

Sorte WTI mit 96.64 USD pro Barrel weiterhin klar unter der 100 Dollar Grenze. Für die

Sorte Brent wurde am Freitag 107.88 USD bezahlt. Der Spread hat sich weiter eingeengt

zwischen den Sorten.

Geschäftsklima Industrie

70

70

65

65

60

60

55

55

50

50

45

45

USA

40

40

Eurozone

35

35

Schweiz

30

30

Jan 04 Jan 06 Jan 08 Jan 10 Jan 12 Jan 14

Konsumentenstimmung

130

+1

110

-5

90

-11

70

-17

50

-23

USA (links)

30

-29

Eurozone (rechts)

10

-35

Jan 04 Jan 06 Jan 08 Jan 10 Jan 12 Jan 14

Obligationenmärkte

5.0

5.0

EUR-Anleihen (Citi EuroBIG All)

4.0

4.0

CHF-Anleihen (SBI AAA-BBB)

3.0

3.0

2.0

2.0

1.0

1.0

0.0

0.0

-1.0

-1.0

-2.0

-2.0

-3.0

-3.0

31. Dez 09. Mai 15. Sep 22. Jan

Aktienmärkte

35

35

SPI

30

EuroStoxx 50

30

DAX

25

S&P 500

25

20

20

15

15

10

10

5

5

0

0

-5

-5

31. Dez 09. Mai 15. Sep 22. Jan

Physisches Gold

2'000

56'000

1'550

45'500

1'100

35'000

650

24'500

Feinunze in USD

Kilogramm in CHF

200

14'000

31. Dez 30. Jun 31. Dez 30. Jun 31. Dez

Währungen



Die Talfahrt des US-Dollars begann letzte Woche nach den schwachen Daten und erreichte

am Freitag mit 0.8904 gegenüber dem CHF den tiefsten Kurs dieses Jahres.

Der Franken wurde als sicherer Hafen gesucht, weil die Währungen einiger Schwellenländer

gewaltig unter Druck gerieten, teilweise wegen politischer und teilweise wegen wirtschaftlichen

Faktoren. Der argentinische Peso büsste an einem einzigen Tag gegenüber

dem Dollar bis zu 19% ein. Die TRL und ZAR büssten 3% an Wert ein.

1.02

1.00

0.98

0.96

0.94

0.92

0.90

0.88

Währungen

USD/CHF (links)

EUR/CHF (rechts)

31. Dez 31. Mrz 30. Jun 30. Sep 31. Dez

Konjunktur- und Zinsprognosen 1) Bewertung Aktien 3)

—— BIP —— —— Inflation —— —— Leitzins —— —— 10j. Rendite 2) —— Dividenden- KGV

2012 2013 2014 2012 2013 2014 aktuell 3M 1Y aktuell 3M 1Y rendite 12MF 4)

Schweiz 1.7 1.8 2.0 -0.2 0.5 1.0 0.02 0.02 0.05 1.06 1.10 1.40 Welt 2.80 14.70

Eurozone -0.4 1.1 1.7 1.4 1.9 2.1 0.25 0.25 0.25 1.68 2.00 2.25 Schweiz 2.80 14.80

Grossbritannien 1.2 2.3 2.9 2.5 1.9 1.8 0.50 0.50 0.50 2.99 3.00 2.30 Europa 3.80 13.40

USA 1.8 2.7 2.8 1.5 1.9 2.3 0.25 0.25 0.25 2.99 3.00 2.40 Nordamerika 2.40 15.60

Japan 1.8 1.6 1.2 0.3 2.5 1.6 0.10 0.10 0.10 0.71 0.70 1.10 Asien/Pazifik 2.50 14.20

China 7.6 7.4 7.2 2.7 3.1 3.2 3.00 3.00 3.00 na na na Schwellenländer 2.70 10.30

1) 2) 3) 4) ZKB-Prognosen, Renditen erstklassiger Staatsanleihen (für Eurozone: Bundesanleihen) MSCI (IBES) per 26.12.2013, 12-Monats-Gewinnschätzung

1.26

1.25

1.24

1.23

1.22

1.21

1.20

1.19


Weekly News 27. Januar 2014 S. 3

Indizes im Überblick

Aktien

Total Return - vergangene Woche

Total Return - seit Jahresanfang

Lokal Devisen in CHF Lokal Devisen in CHF

MSCI World -2.64% -1.35% -3.96% -2.34% 0.38% -1.97%

Schweiz SPI -3.10% 0.00% -3.10% -0.03% 0.00% -0.03%

Deutschland DAX -3.60% -0.72% -4.30% -1.68% -0.13% -1.80%

Holland AEX -3.53% -0.72% -4.23% -1.98% -0.13% -2.10%

England FT-SE 100 -2.39% -1.30% -3.66% -1.17% 0.20% -0.98%

Frankreich CAC 40 -3.81% -0.72% -4.51% -3.11% -0.13% -3.23%

FTSE Italia All-Share Index -3.01% -0.72% -3.71% 1.91% -0.13% 1.77%

Spanien Madrid General -5.75% -0.72% -6.43% 0.32% -0.13% 0.19%

Schweden OMX -2.34% -1.34% -3.65% -1.08% 0.25% -0.84%

Oesterreich ATX -3.46% -0.72% -4.16% 3.18% -0.13% 3.05%

Finnland HEX General -3.54% -0.72% -4.24% -1.80% -0.13% -1.93%

DJ Euro Stoxx 50 -3.99% -0.72% -4.68% -2.48% -0.13% -2.61%

DJ Stoxx 50 -3.40% -0.72% -4.10% -1.38% -0.13% -1.51%

USA S&P 500 -2.62% -1.66% -4.23% -3.06% 0.55% -2.53%

Nasdaq -1.65% -1.66% -3.29% -1.12% 0.55% -0.57%

Kanada TSE 300 -1.16% -2.74% -3.87% 0.91% -3.51% -2.63%

Australien All Ordinary -1.17% -2.40% -3.54% -1.84% -1.99% -3.79%

Japan Nikkei 225 -2.18% 0.18% -2.00% -5.52% 3.25% -2.45%

Hong Kong Hang Seng -2.95% -1.77% -4.67% -3.67% 0.42% -3.27%

Shanghai SE Comnposite 2.47% -1.64% 0.79% -2.91% 0.64% -2.29%

MSCI Emerging Markets -0.97% -2.97% -3.91% -3.22% -1.52% -4.69%

Obligationen

Total Return - vergangene Woche

Total Return - seit Jahresanfang

Lokal Devisen in CHF Lokal Devisen in CHF

Schweiz - Staatsanleihen 0.80% 0.00% 0.80% 1.72% 0.00% 1.72%

Schweiz - CHF-Gesamtmarkt 0.55% 0.00% 0.55% 1.26% 0.00% 1.26%

Eurozone - Staatsanleihen 0.14% -0.72% -0.59% 1.52% -0.13% 1.38%

Deutschland - Staatsanleihen 0.63% -0.72% -0.10% 1.54% -0.13% 1.41%

Italien - Staatsanleihen -0.49% -0.72% -1.21% 1.25% -0.13% 1.12%

Österreich - Staatsanleihen 0.52% -0.72% -0.21% 1.44% -0.13% 1.31%

Grossbritannien - Staatsanleihen 0.50% -1.30% -0.81% 1.76% 0.20% 1.96%

Dänemark - Staatsanleihen 0.78% -0.73% 0.04% 1.53% -0.16% 1.37%

Schweden - Staatsanleihen 0.58% -1.34% -0.77% 1.39% 0.25% 1.64%

Norwegen - Staatsanleihen 0.17% -1.43% -1.27% 0.88% -0.77% 0.10%

USA - Staatsanleihen 0.47% -1.66% -1.20% 1.31% 0.55% 1.87%

Kanada - Staatsanleihen 0.57% -2.74% -2.18% 2.00% -3.51% -1.58%

Australien - Staatsanleihen 0.27% -2.40% -2.14% 1.04% -1.99% -0.97%

Neuseeland - Staatsanleihen -0.06% -1.73% -1.79% 0.51% 0.82% 1.34%

Japan - Staatsanleihen 0.44% -2.74% -2.31% 0.86% 3.25% 4.14%

Unternehmensanleihen - hedged in CHF 0.16% 1.27%

Unternehmensanleihen - hedged in EUR 0.17% 1.29%

Immobilien

Total Return - vergangene Woche

Total Return - seit Jahresanfang

Lokal Devisen in CHF Lokal Devisen in CHF

Immobilien Schweiz - Fonds 0.24% 0.00% 0.24% 0.14% 0.00% 0.14%

Immobilien Schweiz - Aktien -0.14% 0.00% -0.14% 0.88% 0.00% 0.88%

Immobilien Global - Aktien -1.25% -1.43% -2.67% 0.10% 0.38% 0.48%

Rohstoffe

Total Return - vergangene Woche

Total Return - seit Jahresanfang

USD Devisen in CHF USD Devisen in CHF

S&P/Goldman Sachs Commodity Index 1.51% -1.66% -0.17% -1.23% 0.55% -0.68%

DJ/UBS Commodity Index 1.47% -1.66% -0.22% 1.00% 0.55% 1.55%

Gold - Feinunze 1.28% -1.66% -0.40% 5.34% 0.55% 5.92%

US-Leichtöl( WTI) - Barrel 2.45% -1.66% 0.75% -1.77% 0.55% -1.23%

Aluminium -3.46% -1.66% -5.07% -2.07% 0.55% -1.53%

Kupfer -2.20% -1.66% -3.82% -2.23% 0.55% -1.70%

Quelle: Bloomberg-Daten per 24. Januar 2014

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