ETF+Magazin+3+2013 - peersuna

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ETF-Szene

Stresstest bestanden

Wie reibungslos der Handel mit ETFs inzwischen auch während schwieriger Börsenphasen abläuft, zeigt

eine Untersuchung der Fonds-Rating-Agentur Morningstar. Die Analysten betrachteten die Handelsspreads

aller an der Deutschen Börse notierten In- dexfonds für deutsche und US-Staatsanleihen - und zwar

im Zeitraum von Anfang Mai bis Mitte Juli. Hinter- grund: Vor allem im Juni zogen Anleger Milliardenbeträge

aus Rentenfonds ab, weil sie das baldige Ende der lockeren Geldpolitik der US-Notebank herannahen

sahen. Auslöser der Verkaufswelle waren Kom- mentare von Fed-Chef Ben Bernanke Ende Mai. Trotz

des erhöhten Verkaufsdrucks blieben nach den Be- rechnungen der Morningstar-Analysten die An- und

Verkaufsspannen der ETFs erstaunlich stabil. Bei den ETFs für deutsche Anleihen verharrte der Geld-Brief-

Spread im Mai und Juni mit durchschnittlich 0,06 Pro- zent auf seinem üblichen niedrigen Niveau. Bei den

ETFs für US-Anleihen wurde eine leichte Spreadaus- weitung von durchschnittlich 0,1 Prozent im Mai auf

0,14 Prozent im Juni registriert. In der Summe zeig- te sich bei beiden Anleihen eine leichte Ausweitung

der Handelsspannen von durchschnittlich 0,07 Prozent auf 0,09 Prozent. Die Analyse verdeutlicht, dass die

Market-Maker auch in Krisensituationen sehr niedri- ge Spreads stellen können und damit Anlegern den

Verkauf ihrer Papiere zu günstigen Bedingungen er- möglichen. „Die von uns registrierte Stabilität der

Geld-Brief-Spannen zeigt einmal mehr die Vorteile von ETFs – dass diese nämlich selbst in volatilen Märkten

einen adäquaten Handel gewährleisten“, kommen- tiert Gordon Rose, ETF-Analyst bei Morningstar.

Gut gesichert:

ETF-Handel funktioniert

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Foto: Dreamstime

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