Internationale Messe für Klassische Moderne und ... - art KARLSRUHE

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Internationale Messe für Klassische Moderne und ... - art KARLSRUHE

Markus Lüpertz im Interview

Messe-Aktionshalle mit Ballon-Installation von Stefan Strumbel

Internationale Messe

für Klassische Moderne

und Gegenwartskunst

im Rückblick, März 2013

Skulpturenplatz der Galerie Scheffel mit Stefan Rohrers "Miniatus Floridus"


Messe-Geschäftsführerin Britta Wirtz

und Messe-Kurator Ewald Karl Schrade

Internationale Ausstrahlung – prägende Willkommenskultur

Messe-Geschäftsführerin Britta Wirtz zieht Bilanz

Frage: Die zurückliegende

art KARLSRUHE, die zehnte, war

zweifelsfrei erfolgreich. Nicht nur die

meisten Aussteller zeigten sich mit

ihren Umsätzen zufrieden; auch das

Publikum strömte reichlich und sorgte

dafür, dass erstmals mehr als 50.000

Besucher in die Messe Karlsruhe kamen.

Wie erklären Sie sich diese positive

Resonanz, die sich nicht zuletzt in der

Medien-Berichterstattung spiegelt

Britta Wirtz: Wir haben in den

zurückliegenden Jahren laufend an der

Verbesserung der art KARLSRUHE

gearbeitet und haben dank Ewald Karl

Schrade, der selbst als Galerist tätig ist,

einen Kurator im Einsatz, der sich mit

besonderer Leidenschaft für die

Wünsche der Aussteller einsetzt. Er

kennt die Branche wie kein Zweiter. Auf

diese Weise haben wir eine Willkom-

menskultur geschaffen, welche die

Aussteller sehr zu schätzen wissen. So

entstanden exzellenter Service und die

freundliche, beinahe familiäre Atmosphäre

in Karlsruhe. Freilich dürfte auch

die internationale Ausstrahlung der art

KARLSRUHE eine große Rolle spielen: In

diesem Jahr haben wir beispielsweise

eine weitere Zunahme dieses Publikums

aus der Schweiz, aus Frankreich und

Italien beobachten können. Allein die

Tatsache, dass jeder zweite Schweizer ein

Erstbesucher war, zeigt deutlich, dass wir

auf dem richtigen Weg sind.

Frage: Das zunehmend internationale

Interesse, das sich gewiss auch an der

Teilnahme von 220 Ausstellern aus

13 Ländern dokumentierte, darunter Galeristen

aus Großbritannien, Spanien und

den Niederlanden, könnte mittelfristig

die regionale Verwurzelung gefährden,

die für Ewald Karl Schrade offenbar

besonders bedeutsam ist. Er und der ihm

bei der Sichtung der Bewerbungen

behilfliche Beirat scheinen bislang stark

auf Aussteller aus Baden-Württemberg

zu setzen. Offenbar gibt es so etwas wie

einen Treue-Bonus für Bewerber, die von

der Stunde null an dabei sind. Sehen Sie

da mittel- oder langfristig ein Problem

Britta Wirtz: Nein, man muss das

eine tun können, ohne das andere zu

lassen. Klartext: Wir verfolgen weiter

den internationalen Anspruch, eine

Messe für Klassische Moderne und

Gegenwartskunst zu bieten. Aber das

schließt keineswegs aus, dass wir die

art KARLSRUHE obendrein im regionalen

Kontext verankern. Wie so oft im Leben:

Auf die Balance kommt es an. Und:

Regionale Herkunft ist ja keine Frage der

Qualität.

Kein Übermut

Messe-Kurator Ewald Karl Schrade blickt zurück

Als ich während der zurückliegenden

Jubiläumsmesse laufend von Journalisten

gefragt wurde, wie ich die Entwicklung

der art KARLSRUHE im Rückblick

beurteile, merkte ich immer wieder einen

gewissen Unmut, Bilanz zu ziehen, die

eigene und die Leistung der Karlsruher

Messe- und Kongress-GmbH zu bewerten.

Sollten nicht besser die anderen urteilen

Ich kann eigentlich nur feststellen, dass

wir diese Kunstmesse von einst 80

Ausstellern nach und nach tüchtig

erweitert haben und heute in vier Hallen

das Angebot von insgesamt über 220

Galeristen zeigen können. Sowohl das

wachsende Publikum als auch die

Aussteller, deren Zahl jetzt nicht mehr

erhöht werden soll, bestätigen uns, dass

wir alles richtig gemacht haben. Nicht

zuletzt dank der beachtlichen Umsätze,

die an vielen Messeständen erzielt

werden. So fällt die Bilanz natürlich

positiv aus, gleichwohl ich rundum alle an

der Messe Beteiligten stets warne, bitte

nicht übermütig zu werden. Denn der

gemeinsame Erfolg, der gewiss einer

soliden Messe-Politik zu verdanken ist,

hält nur so lange an, wie wir es, jährlich

neu, in den wunderbaren Messehallen

schaffen, das Interesse wachzuhalten.

Gerade diese zehnte art KARLSRUHE hat

bewiesen, dass die Aussteller selbst sich

immer noch steigern können, dass wir

auch seitens der Messe unsere Beiträge

leisten können. Dazu dienen Sonderausstellungen,

Skulpturenplätze, besondere

Installationen, wie diesmal jene von

Stefan Strumbel in der Eingangshalle, der

auch eine Messe-Edition beigesteuert

hat, sowie Preisvergaben und das

alljährliche ARTIMA art meeting. Auf

diesem Kurs wollen wir bleiben – und

dabei immer wieder von jener Leidenschaft

für die Kunst künden, die auch das

Motto 2013 prägte.


Von links: Peter Weibel (Vorstand des ZKM Karlsruhe),

Herlinde Koelbl (Fotografin), Nils Schmid (Minister

für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-

Württemberg), Ewald Karl Schrade (Messe-Kurator),

Marita Ruiter (Sammlerin)

Leidenschaft als Lebenselixier der Sammler

Markus Lüpertz als Eröffnungsredner

Wie zu erwarten: Nach den Reden

von Hausherrin Britta Wirtz, Geschäftsführerin

der Karlsruher Messe- und

Kongress-GmbH, sowie des Ministers

Nils Schmid und des Oberbürgermeisters

Frank Mentrup brachte Markus

Lüpertz als Laudator anlässlich der zehnten

art KARLSRUHE eine völlig andere

Klangfarbe in die Eröffnungsveranstaltung

vor Tausenden von Vernissage-

Gästen. Der prominente Künstler, der in

Karlsruhe lebt und lehrte, öffnete den

Horizont über regionale Grenzen hinaus

und sorgte einleitend mit poetisch aufgeladenen

Worten für eine unverwechselbare

Stimmung, bevor er sich, wortgewaltig,

mit manchen Entgleisungen der

Kunstmärkte auseinandersetzte. Dabei

ließ er keinen Zweifel aufkommen, dass

eben jene Spekulanten und Investoren,

die den anderen internationalen Messen

zwangsläufig Börsen-Charakter geben,

in Karlsruhe nicht anzutreffen sind, dass

hier noch mit Leidenschaft die Kunst als

Lebenselixier für die Sammler vermittelt

wird. So wirkten seine bejubelten Glückwünsche

zur Jubiläumsmesse ebenso

überzeugend wie überfällig.

Von günstiger Editionskunst bis zu

millionenschweren Werken

Wie jedes Jahr spannte die Messe einen

Bogen von der Malerei und Skulptur der

Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst:

220 Galerien aus 13 Ländern

zeigten in Karlsruhe vom 7. bis 10. März

Werke von über 1700 Künstlern aus

aller Welt. Hierbei reichte das Spektrum

von günstiger Editionskunst für den

kleinen Geldbeutel bis hin zu Werken

in Millionenhöhe. Dazu zählten Ernst

Ludwig Kirchners rund 3,7 Millionen Euro

teurer "Totentanz der Mary Wigman"

(1926/1928) am Stand der Schweizer

Galerie Henze & Ketterer sowie Emil

Noldes "Blumengarten (S)" von 1924,

der für 2,65 Millionen Euro am Stand der

Galerie Schwarzer präsentiert wurde.

Doch nicht nur in den Hallen fiel dieses

breite Angebot auf, auch die einzelnen

Kojen selbst steckten voller Überraschungen.

"Wie Ewald Karl Schrade bei

der Pressekonferenz erwähnt hat, geht

es auch darum, jungen Sammlern die

Möglichkeit zu geben, hervorragende

Kunst zu kleinem Preis zu erwerben",

betonte Bert Schlichtenmaier, Galerist

aus Stuttgart. So reichte sein Messeportfolio

von Ernst Wilhelm Nays "Kadenz in

Moosgrün" (1958) für 380.000 Euro bis

zu Hans Steinbrenners zwölf Zentimeter

großer Bronze für 480 Euro.

Galeristin Dorothea van der Koelen (links)

und Künstlerin Lore Bert (rechts)

Gute Verkäufe und zufriedene Galeristen

"Die Qualität einer Messe misst sich

letztlich an ihren Verkäufen", rief

Dorothea van der Koelen auf dem Podium

des ARTIMA art meetings eine goldene

Regel des Kunstmarkts in Erinnerung.

Die Mainzer Galeristin konnte in diesem

Jahr unter anderem mit Lore Berts

Bildobjekten aus handgeschöpftem

Japanpapier und 23-karätigem Blattgold

(jeweils 60.000 Euro) gute Umsätze

erzielen. "Es ist sensationell, wenn

Neukunden kommen und auch spontan

Nägel mit Köpfen machen", freute sich

van der Koelen über die große Resonanz

an ihrem Stand.

Bereits zur Preview zeichnete sich der

finanzielle Erfolg der Messe ab. Ob

Ernst Ludwig Kirchner:

"Totentanz der Mary Wigman"

(Ausschnitt), 1926/1928,

am Stand der Galerie Henze & Ketterer


Frank Mentrup, Oberbürgermeister der

Stadt Karlsruhe, hält die Eröffnungsrede

Stefan Strumbels "Black Sabbath"

(15.900 Euro) am Stand der Berliner

Circle Culture Gallery, Johannes Heisigs

"Puppen und Maler" (17.500 Euro) am

Stand von DIE GALERIE oder "Die Hausdame"

von Gabriele Münter (68.000 Euro)

bei Krümmer fine art, die Verkaufsmeldungen

in den ersten Messestunden

rissen nicht ab und markierten einen

überaus erfolgreichen Start in die zehnte

art KARLSRUHE. Die Galeristin Renate

Krümmer aus Hamburg schwärmte:

"Schon der Eröffnungstag lief spitze.

Sieben Werke für eine Galerie unserer

Preiskategorie, das ist ein Wort."

erfolgreiche Verkaufsabschlüsse: Bereits

in den ersten Messestunden ging ein

Gemälde von Jean Leppien an ein deutsches

Museum. Die Ankaufskommissionen

zweier deutscher Museen wurden

auch am Stand des Dresdner Galeristen

Johann Döbele fündig: Max Ackermanns

Gemälde "Frauen mit Kind" (1913) und

"Vertikale Akzente" (1959) bereichern

künftig ihre Sammlungen. "Unser Star

am Stand war Igor Oleinikov. Er wurde

sehr gut verkauft", verriet Döbele. Die

großformatigen Werke des Lüpertz-

Meisterschülers, angefertigt in einer

Mischtechnik aus Bleistift und Öl, fanden

beim Publikum nachhaltigen Anklang.

Höchst zufrieden mit den Geschäften

auch Günther Zulauf aus Freinsheim,

der außerdem mit guten Nachmessegeschäften

rechnet. "Unser Umsatz liegt

im sechsstelligen Bereich", verriet Zulauf,

der neben seinen etablierten Positionen

Arbeiten der jungen Berliner Künstlerin

Claudia Rößger zeigte. Auf Nachwuchsförderung

setzte auch die Schweizer

Galerie Rigassi, die Werke von Birke Bonfert

und Kai Klahre absetzen konnte. Am

Stand des Projektraums Knut Osper in

der dm-arena freute man sich über den

Zuspruch für die Werke des iranischen

Künstlers Alireza Varzandeh. Über 27.000

Euro Umsatz konnten dort bereits am

ersten Messetag erzielt werden.

"Wir waren geradezu euphorisch, so gut

lief es", bilanzierte Alexander Baumgarte.

Der Bielefelder Galerist konnte Fernando

Boteros Plastik "Schlafende Frau mit

Vogel" (1991) sowie dessen Gemälde

"Stehende Frau" (2000) in zwei renommierte

deutsche Sammlungen vermitteln

und das Afrika-Triptychon von Ruth

Baumgarte nach Frankreich verkaufen.

Gemälde des ZERO-Künstlers Heinz

Mack und des Informel-Meisters Bernard

Schultze verkauften sich ebenfalls gut.

Abstrakte Positionen aus den Nachkriegsjahren

bildeten in diesem Jahr

einen der Schwerpunkte an den Ständen

der renommierten Galerien – auch Hans

Maulberger setzte hier einen besonderen

Akzent. Sein Resümee der zehnten

art KARLSRUHE: "Ich bin sehr zufrieden.

Unsere Kunden sind gekommen, und

wir konnten neue Kunden akquirieren."

Über 20 Arbeiten fanden am Stand des

Münchner Galeristen einen neuen Besitzer,

darunter Bilder von K.R.H. Sonderborg

(Wert zwischen 49.000 Euro und

über 100.000 Euro), eine große Arbeit

von Otto Piene für 19.800 Euro, ein Werk

von Rolf Cavael für 38.000 Euro sowie

zwei Gemälde von Fritz Winter.

Messestand der Galerie Döbele mit

Werken von Igor Oleinikov

"Wir waren sehr erfolgreich mit Arbeiten

von Christopher Lehmpfuhl, aber auch

im Bereich der Klassischen Moderne", so

der erfreute Düsseldorfer Galerist Rainer

M. Ludorff. Verkauft wurden an seinem

Stand unter anderem Arbeiten von Josef

Albers, Max Liebermann, Georg Kolbe

und Emil Nolde.

Einen fulminanten Auftritt erlebte die

Londoner Gilden's Arts Gallery, die ihr

teuerstes Werk am Stand, ein erst kürzlich

entdecktes Pastell des Impressionisten

Camille Pissarro, binnen kurzer Zeit

an einen deutschen Sammler abgeben

konnte. Auch die Pariser Galeristin Anne

Lahumière, die zu den 34 Neuausstellern

der art KARLSRUHE zählt, registrierte

Neben Meisterwerken des Informel

waren in Karlsruhe zahlreiche Werke

von ZERO-Künstlern gefragt. In den

Augen von Stephan Geiger, Galerist aus

Konstanz, ein nicht zu vernachlässigender

Grund für den Erfolg der Messe:

"Wir waren mit dem Verlauf und den

Verkäufen sehr zufrieden. Die Nachfrage

nach unseren ZERO-Künstlern steigt im

In- und Ausland gerade stetig, und wir

konnten bei Mack, Megert und Piene

Verkäufe verbuchen, die meisten schon

innerhalb der ersten zwei Stunden bei

der Preview. Die art KARLSRUHE hat in

den letzten Jahren eine kontinuierliche

Steigerung erlebt, die sich hoffentlich

auch in Zukunft fortsetzen wird."

Fernando Botero:

"Schlafende Frau mit Vogel" (Ausschnitt),

am Stand der Galerie Samuelis Baumgarte


Skulpturenplatz der Galerie Wohlhüter

mit Werken von Jörg Bach

Viel Lob für die art KARLSRUHE

Die Jubiläumsmesse im Spiegel der Presse

Es war durchaus kein Zufall, dass in

diesem Jahr sämtliche Medien mit

besonders umfangreichen Veröffentlichungen

auf die art KARLSRUHE

reagierten. Die zehnte Messe diente

vielen Redaktionen als Möglichkeit, eine

Bilanz – über die aktuelle Veranstaltung

hinaus – zu ziehen. Allein die "Frankfurter

Allgemeine Zeitung" veröffentlichte zwei

Korrespondenten-Berichte und füllte

damit beinahe eine komplette Zeitungsseite.

Auch im Internet sowie seitens der

Fernseh- und Radiosender viel Resonanz

während der Messetage. Zahlreiche

Kritiker der Fachpresse, die nach der

Pressekonferenz am Preview- und

Vernissage-Tag in den vier Messehallen

unterwegs waren, ließen erkennen, dass

in den kommenden Wochen weitere

Würdigungen publiziert werden.

Die Welt

"Da soll noch einer sagen, die lange als

gediegen und provinziell belächelte

art KARLSRUHE hätte keinen Sinn fürs

Mondäne."

Badische Neueste Nachrichten

"Seit zehn Jahren besteht die

art KARLSRUHE mittlerweile, und

diesmal zeigt sich klarer denn je, dass

sich diese Messe nicht nur neben Köln

etabliert hat, sondern dass sie mit einem

eigenen Profil zunehmend an Qualität

gewinnt."

Stuttgarter Nachrichten

"Die stattlichen Umsätze, die inzwischen

gemacht werden können, beruhen auf

Vertrauen und auf solider Vermittlungsarbeit.

Ohne Leidenschaft zur Sache und

Liebe zur Kunst geht das nicht."

Der Tagesspiegel

"Wirtschaftlich macht die Veranstaltung

alles richtig, weshalb die art KARLSRUHE

neben der Art Cologne mittlerweile die

einzige Kunstmesse auf deutschem

Boden ist. Im Süden gibt es, was Berlin

stets vermisste: kommerzielle Aktivität."

Mannheimer Morgen

"Ewald Karl Schrade hatte groß gedacht,

als er 2004 eine zunächst kleine Handelsplattform

im Südwesten gründete.

Eine Messe, der nur wenige eine Zukunft

prophezeiten und die doch stetig wuchs

und an Qualität gewann."

Badisches Tagblatt

"In den lichtdurchfluteten Messehallen

ist die art KARLSRUHE in zehn Jahren zu

einer Erfolgsgeschichte geworden."

art – das Kunstmagazin

"… die Zeiten, als die kleine, zunächst

eher mittelmäßige Messe belächelt

wurde, sind längst vorbei. Der Kurator

Ewald Karl Schrade hat einen langen

Atem bewiesen und mit seinem Konzept

recht behalten …"

Badische Zeitung

"An der diesjährigen Ausgabe der

art KARLSRUHE lassen sich mehr erfreuliche

Entdeckungen machen als je

zuvor."

Südkurier

"Der Erfolg der Messe, die sich selbstbewusst

gegenüber ihren Mitbewerbern

wie der Art Cologne behaupten kann

und andere wie die in Frankfurt und

Berlin längst abgehängt hat, trägt einen

Namen: Ewald Karl Schrade."

Handelsblatt

"Die zehnte Ausgabe der art KARLSRUHE

(bis 10.3.) schmückt zum Jubiläum das

Motto: 'Mit Leidenschaft für die Kunst'.

Das klingt selbstbewusst, aber auch

etwas betulich und trifft die Eigenart

dieser Messe tatsächlich auf den Punkt."

monopol

"Eine Erfolgsgeschichte, die wunderbar

zu der Messe passt, aus deren

Anlass dieses Monopol-Sonderheft

erscheint: Zum zehnten Mal findet die

art KARLSRUHE in diesem Frühjahr statt,

und wieder verspricht sie ein Angebot

von hohem Niveau bei perfekter

Organisation."

Blick in die Messehallen


Besucherandrang am Vernissage-Abend

der zehnten art KARLSRUHE

Neue Bestmarke von 50.000

und internationale Resonanz

"Es ist beeindruckend. Schon um viertel viele französische Neukontakte, und

vor zwölf stehen die Besucher in den auch aus Hamburg, Köln und München

Startlöchern und strömen auf die Messe", kamen die Sammler angereist", so die

beobachtete Clara Runge von der

Frankfurter Galeristin. Diese Beobachtungen

spiegeln sich in den Ergebnissen

Galerie Supper. Dass die art KARLSRUHE

ein wahrer Publikumsmagnet war, zeichnete

sich bereits am Vernissage-Abend ab tionalen Gästen haben die Schweizer

der Besucher-Umfrage: Bei den interna-

und der Run auf die Messe führte sich bis die Franzosen vom Spitzenplatz verdrängt

– beachtlich zudem, dass jeder

zum Ende fort: Am Sonntagnachmittag

konnten Messe-Geschäftsführerin Britta zweite Gast aus der Schweiz erstmals

Wirtz und Ewald Karl Schrade, der Kurator,

Petra Moderegger aus Königsbach- Platz drei liegen die Gäste aus den

die art KARLSRUHE besucht hat. Auf

Stein als 50.000. Besucherin begrüßen. Benelux-Ländern, gefolgt von Österreich,

Spanien und Italien.

Sie kam aus dem Sammlerland Baden-

Württemberg. Doch hatten viele der Über 90 Prozent des Publikums erteilten

Bestnoten für die hervorragenden

Kunstliebhaber einen weiteren Weg auf

sich genommen. Jeder dritte Besucher Messestände und die zahlreichen

absolvierte eine Strecke von mehr als Attraktionen im Begleitprogramm. Und

100 Kilometern, um in Karlsruhe dabei die Begeisterung der Besucher für das

zu sein. Das Gros des Messepublikums breite Angebot der 220 Galeristen aus

stammte aus Baden-Württemberg, 13 Ländern schlug sich in den Umsätzen

gefolgt von Rheinland-Pfalz, Hessen und in Millionenhöhe nieder. Galerist Werner

Nordrhein-Westfalen. Von einer internationalen

Besucher-Resonanz schwärmte fest: "Die Messe ist seriöser und

Lauth, zum zehnten Mal dabei, stellte

nicht nur Dorothea van der Koelen, auch professioneller geworden. Kam anfangs

Barbara von Stechow lobte das große eher schaufreudiges Publikum, gibt es

Einzugsgebiet der Messe. "Wir hatten heute viele Sammler mit ernstem

Kaufinteresse." Immerhin: Jeder zehnte

Besucher bezeichnete sich bei der

Befragung als Sammler, und mehr als

jeder Zweite kauft gelegentlich Kunst

oder will im Nachgang der Messe Kunst

erwerben.

Rosa Lachenmeier, Basel:

"Die art KARLSRUHE ist nicht nur eine

Verkaufsmesse, sondern auch eine

gelungene Präsentation. Der Grund:

Das Programm wird luftig gestaltet,

nichts ist vollgestopft, und die Räume

bieten ein tolles Ambiente."

Gudrun Weiss-Dannholz, Rimpar:

"Ich verfolge die Messe bereits seit

Jahren und beobachte besonders in den

letzten drei Jahren eine unglaubliche

Entwicklung. Für mich persönlich ist die

art KARLSRUHE die Nummer eins der

Messen in Deutschland."

Marion Lauter, Innsbruck:

"Die Messe ist unglaublich spannend,

gerade im Bereich der Klassischen

Moderne. Begeistert haben mich die

Fotografien von Gisèle Freund."

Jürgen Wittig, Ulm:

"Ich bin ein Fan von Kunstmessen, weil

man dort alles geballt vorfindet. Würde

man jede einzelne Galerie besuchen

wollen, bräuchte man Wochen dafür."

Sabine Magin, Frankfurt:

"Die Messe bietet einen guten Überblick

über junge Künstler. Ich finde das sehr

inspirierend. Die Arbeiten von Marion

Eichmann oder auch Marc Peschke

haben mir zum Beispiel sehr gut gefallen."

Ehepaar Moderegger (Mitte) mit

Geschäftsführerin Britta Wirtz (rechts) und

Kurator Ewald Karl Schrade (links)


GIOM / Guillaume Bruère, Preisträger

des Hans Platschek-Preises 2013

Bestnoten für die

Sonderschau "Gisèle Freund"

Jahr für Jahr lädt Ewald Karl Schrade

ausgewählte Kunstliebhaber ein, ihre

Schätze in den Sonderausstellungen

dem Messepublikum zu zeigen. Etwas

ganz Besonderes war die diesjährige

Präsentation der Fotografien von Gisèle

Freund aus der Kollektion der Luxemburger

Sammlerin Marita Ruiter – selten

sah man das Œuvre der deutsch-französischen

Fotokünstlerin (1908 bis 2000)

in einer solchen Dichte. Die Besucher

waren begeistert von den knapp 180

eindringlichen Reportagen und Porträtaufnahmen

der Meisterfotografin.

Die exklusive Sonder-Edition

von Stefan Strumbel

Im Eingangsfoyer begrüßten den Besucher

imposante, unter der Decke schwebende

Ballons des Offenburger Künstlers

Stefan Strumbel. Doch nicht nur in der

Aktionshalle konnte man die poppig

verfremdeten Schwarzwaldmotive des

33-jährigen Shootingstars der jungen

Kunstszene entdecken. In der dm-arena

setzte er die exklusive Sonder-Edition

"Liebe, Glaube, Hoffnung" in einer silberverspiegelten

Kapelle in Szene.

Anregendes Branchengespräch

beim ARTIMA art meeting

Alljährlich stehen beim ARTIMA art

meeting zentrale Aspekte des Kunstbetriebs

zur Debatte. Moderiert vom

Kunstjournalisten Hans-Joachim Müller,

begleitet von kritischen Fragen seines

Kollegen Carl Friedrich Schröer, ging es

am Donnerstag um "Zehn Jahre

art KARLSRUHE – die Messe im Rückblick".

Geschäftsführerin Britta Wirtz,

Ewald Karl Schrade, Kurator der Messe,

und die Galeristin Dorothea van der

Koelen beantworteten Fragen rund um

die erfolgreiche Entwicklung der Messe

zu einem attraktiven Handelsplatz.

Am Freitag stand "Märkte und Messen

– Pro und Contra" auf dem Programm.

Hier diskutierten die Sammlerin Marita

Ruiter, der Künstler HA Schult und der

Kunstmarkt-Journalist Stefan Koldehoff

streckenweise recht hitzig.

art KARLSRUHE-Preis an

Angelo Falzone und Claude Wall

Seit 2008 wird auf der art KARLSRUHE

der gleichnamige, mit 15.000 Euro

dotierte Preis vom Land Baden-Württemberg

und der Stadt Karlsruhe an die beste

One-Artist-Show verliehen. Und wie

jedes Jahr fieberten die Galeristen und

Künstler der 200 One-Artist-Shows auch

diesmal der Kür des gelungensten Messeauftritts

am Freitag entgegen. Über

den Ankauf von Arbeiten des Stuttgarter

Künstlers Claude Wall durch das Land

und die Stadt für die art KARLSRUHE-

Collection freute sich 2013 der Mannheimer

Galerist Angelo Falzone.

Plattform der Institutionen:

die Museumsmeile

Die Messe ist nicht nur Handelsplatz,

sondern bietet auch ein ausgedehntes

kommunikatives Netzwerk an. So dient

die Halle 1 jedes Jahr auch als Plattform

für zahlreiche Institutionen. Auf der

Museumsmeile präsentierten sich unter

anderem das Badische Landesmuseum,

Karlsruhe, die Staatsgalerie Stuttgart

und das Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen.

Ein Highlight der diesjährigen

Museumsmeile war die Messekoje

der Städtischen Galerie Karlsruhe:

Die Präsentation der Ankäufe der art

KARLSRUHE-Preisträger der letzten fünf

Jahre bot einen Überblick über das breite

Spektrum der Jury-Entscheidungen

seit 2008.

Hans Platschek-Preis an

GIOM / Guillaume Bruère

Fester Bestandteil des Begleitprogramms

ist die Verleihung des

Hans Platschek-Preises. Im Gedenken

an den im Jahr 2000 verstorbenen Maler

und Schriftsteller wird der mit 5.000

Euro dotierte Preis alljährlich vergeben.

2013 ging die Auszeichnung an den

in Berlin lebenden Franzosen GIOM /

Guillaume Bruère, dessen Werke in Halle

1 zu sehen waren. Da der diesjährige

Solo-Juror Robert Fleck nicht persönlich

erscheinen konnte, verlas Sebastian

Giesen, neues Vorstandsmitglied der

Hans Platschek-Stiftung, die Laudatio

auf den "Extremzeichner". Fleck rühmte

darin die Unabhängigkeit, die hochgradige

Expressivität und die individuelle

Zeichensprache des Malers, Zeichners

und Essayisten.

Angelo Falzone (links) und Claude Wall,

Preisträger des art KARLSRUHE-Preises 2013


art KARLSRUHE 2014: 13. bis 16. März

Fulminante Entwicklung:

Vom Geheimtipp zur größten deutschen

Messe für Klassische Moderne und

Gegenwartskunst

Das Erfolgsrezept der art KARLSRUHE

verdankt sich mehreren gewichtigen

Faktoren: der großzügigen Architektur,

dem engagierten Messe-Service für

Aussteller und Besucher, der idealen

geografischen Lage im Musterland

der Sammler und nicht zuletzt jener

"Leidenschaft für die Kunst", von der alle

Beteiligten durchdrungen sind. Die Entwicklung

kann sich sehen lassen: Von

82 Galerien und 20.500 Besuchern im

Jahr 2004, damals ein Geheimtipp, hat

sich die art KARLSRUHE im zehnten

Jahr zur festen Adresse im Kunstbetrieb

gemausert. Mit 220 Galerien und über

50.000 Besuchern ist die art KARLSRUHE

die größte deutsche Messe für Klassische

Moderne und Gegenwartskunst.

Ein Erfolg, der sich herumspricht. "Die

gute Entwicklung der Messe hat uns

überzeugt", sagte Anne Gichtbrock von

DIE GALERIE in Frankfurt. Vielen der 34

Erstaussteller wurde die art KARLSRUHE

von Kollegen empfohlen, die hier zuvor

selbst gute Erfahrungen gemacht haben.

"Man hörte viel Gutes von Kollegen",

begründeten sowohl Matthias Kleindienst

als auch René Bruijstens ihren

Entschluss, zum ersten Mal in Karlsruhe

Präsenz zu zeigen.

Absolute Hingucker:

Die 21 Skulpturenplätze

Seit Beginn setzt Kurator Ewald Karl

Schrade auf ein Konzept, das sich bewährt

hat: Neben konzentrierten Solo-Präsentationen

der Künstler in den 200 One-

Artist-Shows sind die 21 auflockernden

Skulpturenplätze zentraler Bestandteil

der Hallenstruktur. Ein absoluter Hingucker

das frühlingshaft sprießende

"Miniatus Floridus" von Stefan Rohrer am

Skulpturenplatz der Galerie Scheffel aus

Bad Homburg. Eindrucksvoll auch die in

Reih und Glied stehende Blechbüchsenarmee

des Kölner Künstlers HA Schult am

Platz der Galerie Schloß Mochental oder

Hellmut Bruchs souverän geschwungene

Edelstahl-Skulptur "Pneuma", die extra

für die art KARLSRUHE geschaffen wurde.

Für einen museumsreifen Auftritt

am Skulpturenplatz der Zürcher Galerie

Vertes Modern sorgte Giacomo Manzùs

über dreieinhalb Meter große Skulptur

"Grande Cardinale in Piedi".

Dank Willkommenskultur:

Überall zufriedene Galeristen

Für Zufriedenheit sorgen nicht nur die

Verkaufszahlen, sondern auch die Willkommenskultur,

die sich die Karlsruher

Messe zum Credo gemacht hat. "Die

Stimmung auf der art KARLSRUHE ist

wunderbar", so die Galeristin Gudrun

Pamme-Vogelsang. Und Arta Valstar-

Verhoff von der Galerie Andreae stimmte

in das Lob ein: "Wir sind begeistert

von der Zusammenarbeit." Auch die

Berliner Galeristin Eva Poll schätzt den

hervorragenden Messeservice und die

Qualität der Veranstaltung: "Auf der diesjährigen

art KARLSRUHE gibt es sehr viel

Sehenswertes. Gerade in diesem Jahr ist

sie deutlich internationaler als vorher."

Aus 13 Ländern – darunter Spanien,

Frankreich, Israel, Japan und Korea –

stammten die knapp 40 ausländischen

Galerien, die internationales Flair nach

Karlsruhe brachten. Darunter Lahumière

(Paris), Kanalidarte (Italien),Taguchi

Fine Arts (Tokio) oder 3 PUNTS GALERIA

(Spanien).

Impressum:

Diese Drucksache wird kostenlos verbreitet

und dient der Information über die Kunstmesse

art KARLSRUHE

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Martin Wacker, KMK

Projektleitung: Gabriele Lindinger, L + S

Konzept: Karlheinz Schmid

Koordination: Sonja Silberhorn

Textredaktion: Sabrina Schleicher

Bildredaktion: Claudia Hoyer

Fotos: Jürgen Rösner

Layout: Fons Hickmann m23, Berlin

Druck: Kraft, Druck GmbH, Ettlingen

Herausgeber: KMK – Karlsruher Messe- und

Kongress-GmbH,

Postfach 1208, D-76002 Karlsruhe

Lindinger + Schmid

Büro für Kunst und Öffentlichkeit

Margaretenstraße 8, D-93047 Regensburg

pr@lindinger-schmid.de

www.lindinger-schmid.de

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