Die „Luxus – Liner“ - Kultourbikes.de

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Vergleich: Kawasaki VN 1700 Voyager, Victory Vision, Triumph

Rocket III Touring

dem fährt sich die „Rakete“ im Vergleich

auch noch sehr agil. Durch

den tiefen Schwerpunkt merkt man

ihr das hohe Gewicht nicht an. Die

wichtigsten Zutaten zu einem Luxustourer

fehlen ihr allerdings: Scheibe

zu nieder – kein Tempomat – kein Radio

– kein Topcase. Wer darauf verzichten

kann, bekommt mit der Britin

einen famosen „Reisedragster“.

An dieser Stelle möchte ich mich bei

der letzten Testkandidatin, der

Victory Vision, erstmal entschuldigen!

Fand ich das „Raumschiff Enterprise“

von den Fotos her noch als

extrem hässlich, so hat sich dies in

den 3 Testtagen komplett gewandelt.

Das Design mit den Rundungen

ist konsequent durchdacht. Nicht jedem

gefällt es aber es polarisiert auf

jeden Fall. Kein Wunder, schließlich

gehört die Bike-Factory Victory auch

zum Polaris-Konzern. Und nach den

vielen Testkilometern auf allen Bikes

ist die Amerikanerin für mich die eindeutige

Testsiegerin:

Bequemer geht es nicht! Hier passt

einfach alles. Tolles Radio mit 4 Lautsprechern

– externem MP3-Anschluss

– mit geschwindigkeitsabhängiger

Laut-Leise-Abstufung –

großen Trittbrettern elektronisch

verstellbarer Scheibe – Bordcompu-

24 WHEELIES

ter mit allen wichtigen Funktionen –

großer Stauraum toller durchzugsstarker

V2-Motor grandioser Langstreckenkomfort

– prima funktionierende

Kombi-Bremse – blitzsaubere

Verarbeitung. Einzige Kritikpunkte:

fehlende Schaltwippe – kippeliges

Fahrverhalten bei langsamer Fahrt –

Spurrillen-Empfindlichkeit. Ein Bike,

nicht nur für Individualisten, denen

Luxus zum bezahlbaren Preis wichtig

ist. Eye-Catcher-Garantie lebenslang!

Heiner John

Um ganz ehrlich zu sein: als eingefleischter

Tiger-Fahrer habe ich mir

vom „Dickschiff“-Vergleich im Vorfeld

nicht viel erwartet. Schwer, unhandlich

und in engen Alpenpässen

schwer bis gar nicht fahrbar, waren

meine Vorurteile über diese 400 kg-

Kolosse. Findet sich unter Voyager,

Rocket und Vision das „Traumschiff“

für Beatrice, Dr. Schröder und

Kapitän Paulsen

Optisch sehr schön anzusehen ist

die Kawasaki Voyager. Mit großer

Scheibe, Trittbrettern mit Schaltwippe,

Koffern, Topcase, Radio und

Tempomat ist alles vorhanden, was

man in dieser Klasse erwartet. Die

Gestaltung der Instrumente lässt

60er-Jahre Fans ins Schwärmen geraten.

Leider geht das Retro-Design

auf Kosten der Lesbarkeit. Tacho-Beschriftungen

in 30er Schritten ist in

einem Land mit so vielen Kontrollen

wie Deutschland eindeutig zu wenig.

Der Voyager wird auch nachgesagt,

sie sähe der Harley Davidson Electra

Glide auffällig ähnlich. Schließlich

fehlt es dem Big-Twin eindeutig an

Dampf. Die gut 70 PS Kawasaki-PS

sind absolut ungenügend für ein 400

kg-Motorrad. Egal welche Drehzahl,

es kommt keine Leistung. Überholen

wie sonst beim Motorradfahren gewohnt,

ist an vielen Stellen unmöglich

bis gefährlich. Mit diesem

„Traumschiff“ kommt Kapitän Paulsen

glatt zwei Wochen zu spät in der

Karibik angetuckert!

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