DMG-informiert 1/2015

dmginterpersonal

Spannende und bewegendet Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen.

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 1/2015

Ein Gott, der

Wunder tut


Thema

Ein Gott, der

Wunder tut

Als Jesus sich dem Stadttor näherte, kam ihm ein Trauerzug entgegen. Der Verstorbene war der einzige

Sohn einer Witwe … Als Jesus, der Herr, sie sah, war er von ihrem Leid tief bewegt. „Weine nicht!“,

tröstete er sie. Er ging zu der Bahre und legte seine Hand darauf. Die Träger blieben stehen. Jesus sagte

zu dem toten Jungen: „Ich befehle dir: Steh auf!“ Da setzte sich der Junge auf und begann zu sprechen.

So gab Jesus der Mutter ihr Kind zurück.

Lukas 7,12–17

Geht es Ihnen beim Bibellesen auch

manchmal so: Wir lesen einen Bibelbericht;

der Text ist uns vertraut, und wir

merken gar nicht, welchen Sprengstoff er

eigentlich enthält So ging es mir mit der

Geschichte oben. Sie ist unfassbar. Jesus

berührt die Bahre eines toten Jungen und

spricht einen knappen Befehl. Da steht

der Tote auf und lebt wieder. Einfach so.

Das ist menschlich gesehen völlig unmöglich.

Aber die Bibel berichtet es, und sie

ist vertrauenswürdig. Zudem war der

Autor dieses Textes, der Apostel Lukas,

Arzt von Beruf und mit medizinischen

Befunden vertraut. Er fordert uns auf,

von Jesus Christus Großes zu erwarten –

auch heute.

Von Gott Großes erwarten

Nach dem Tod meiner Mutter vor

drei Jahren mussten wir Geschwister

unser Elternhaus ausräumen. Auf dem

Schreibtisch meiner Mama fand ich eine

Postkarte mit der Aufschrift: „Erwarte

ein Wunder!“ Sie stand dort schon seit

meiner frühen Kindheit, der Spruch war

das Lebensmotto meiner Mama und das

schönste Erbstück. Nicht nur die vergilbte

Karte, sondern ihre Grundhaltung;

dass es sich lohnt, Gott fest zu vertrauen

und von ihm Großes zu erwarten. Gott

hat alle Macht, und er tut Wunder. Auch

heute. Auch für Sie und mich …

Die Bibel beschreibt viele Wunder, Lukas

7 ist nur eines davon. Es ist eindrucksvoll,

wie kraftvoll Jesus damals gehandelt

hat. Besonders beeindruckt mich seine

Motivation: Er sieht eine unscheinbare

Mutter, die ihr einziges Kind verloren

hat. Er hat Mitleid und ihm kommen die

Tränen. Aus Liebe zu dieser einsamen

Frau holt er ihren Jungen wieder aus dem

Tod zurück. Dabei handelt nicht nur ein

Mensch, sondern der allmächtige Gott

(siehe Phil 2,6–11). Gott tut Wunder –

aus Liebe zu uns Menschen …

Jesus hat unglaubliche Kraft …

Viele aufgeklärte Zeitgenossen haben

mit solchen Berichten ihre Probleme;

selbst manche überzeugte Christen

glauben, dass es diese großen Wunder

nur vor 2.000 Jahren gab, aber nicht

mehr heute. Die Bibel jedoch bezeugt,

dass Gott sich über die Zeiten nicht

ändert. Psalm 33,11.12: „Der Ratschluss

des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne

seines Herzens überdauern die Zeiten.“

Oder in Maleachi 3,6a: „‚Nein, ich habe

mich nicht geändert‘, sagt der Herr.“

Gott ist und bleibt derselbe – auch über

Jahrtausende hinweg, auch heute noch.

Als Redakteur der DMG erstelle ich

unter anderem unsere Zeitschrift DMGinformiert

mit spannenden Berichten aus

aller Welt. Es ist immer wieder eindrucksvoll,

was unsere 350 Mitarbeiter mit Gott

erleben. Da denke ich beispielsweise an

Wolfgang und Judith Stücher, die viele

Jahre in Sibirien gearbeitet haben. Judith

berichtete 2012:

„Ein ‚schwerer Junge‘ ist er, unser

Bekannter Ljowa. Zwei Mal hat er wegen

Diebstahls im Gefängnis gesessen. Nun

sucht er Arbeit, um seine Familie zu

ernähren. Dazu der Kampf mit dem

Alkohol … Unsere Beziehung vertieft sich

langsam, bis wir einen Anruf von Ljowas

Handy bekommen. Seine Schwester ist

dran und erzählt weinend, dass Ljowa

sich erhängt habe. Sie ruft alle Verwandten

und Bekannten zur Beerdigung zusammen,

dabei ist sie zufällig auf unsere

Nummer gestoßen.

Wolfgang lässt alles stehen und liegen

und ist der Erste in der dunklen Hütte.

Die Schwester will ihn nicht ins Zimmer

lassen, in dem Ljowa aufgebahrt ist. Er

soll ihr zuerst Wodka und Zigaretten

zur Beruhigung kaufen. Schließlich fährt

Wolfgang mit ihr ins Geschäft und kauft

Brot und Wurst ein, denn im Haus gibt

es buchstäblich nichts zu essen. Dann

schildert sie die Situation: ‚Ja, Ljowa wurde

sofort ins Krankenhaus gefahren, wo

man seinen Tod feststellte und ihn in die

Pathologie brachte. Der Arzt bemerkte

unerwartet noch sachte Atmung, gab

Ljowa aber keine Überlebenschance. So

hat ihn der Leichenwagen nach Hause

gebracht, wo er aufgebahrt liegt.‘

Während Wolfgang um Weisheit für

die Situation vor Ort ringt, fühle ich

daheim das starke Bedürfnis, um Ljowas

Leben zu beten. Gibt es noch Hoffnung

‚Jesus, was willst du tun‘ Ich bitte unsere

Kinder, mich im Gebet zu unterstützen.

Wir flehen gemeinsam zu Gott,

dass Ljowa überlebt. Kurz darauf ruft

Wolfgang an und erzählt, dass Ljowa zu

sich kam, mit ihm gesprochen und seine

Hand festgehalten hat. Wir jubeln und

tanzen dankbar durch die Wohnung, voll

Ehrfurcht, was Gott da getan hat!“

Ihr Bericht endete mit dem Satz:

„Wir beten weiter für Ljowa, Ljuba und

die kleine Diana, dass sie auch geistlich

lebendig werden.“ Ja: Der Gott, der die

Kraft hat, einen Menschen dem Tod zu

entreißen, hat auch die Macht, Ljowa

und seine Familie geistlich und fürs ewige

Leben zu retten. Von Gott, der das ganze

Universum geschaffen hat, dürfen wir

Großes erwarten.

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Gott hat selbst

bei der Platzreservierung

im Zug den

Überblick

Die kleinen Wunder im Alltag

Die meisten Wunder jedoch sind

weniger spektakulär. Oft gebraucht Gott

Einfaches, Schlichtes, Kleines, um Zeichen

in unserem Alltag zu setzen. Vor kurzem

rief mich eine junge Frau im Büro an, völlig

am Boden zerstört. Sie schluchzte vor

Liebeskummer, weil ihr Freund, ein ehemaliger

Freiwilligendienstler der DMG,

die Beziehung zu ihr beendet hatte. Ich

hörte ihr eine Weile zu, dann sagte ich

am Telefon: „Nicole (Name geändert),

Jesus hat dich lieb. Er legt dir jetzt seine

Hand auf die Schulter …“ Plötzlich war

es still in der Leitung. Schließlich die

Worte: „Theo, was passiert da mit mir“

Auf meine Nachfrage hin erklärte sie mir,

dass sie deutlich gespürt hatte, wie Jesus

ihr seine Hand auf die Schulter gelegt und

sie in den Arm genommen hat. So real

erlebte sie die Gegenwart von Jesus. Er

hilft auch heute.

Eine Platzkarte von Gott

Ein andermal erlebte ich Gottes Größe

auf einer Zugfahrt nach Österreich: Die

Tage zuvor bin ich gesundheitlich angeschlagen

und will eigentlich nicht alleine

reisen. Auf dem Bahnsteig in Heidelberg

steht plötzlich Pascal, der 19-Jährige Sohn

einer unserer Missionarsfamilien vor mir.

Er steigt in denselben Intercity, ja in den

gleichen Wagen – und sein reservierter

Platz ist genau meinem gegenüber. Meine

Platzkarte ist Wagen 18, Platz 25, Pascal

hat Wagen 18, Platz 26 reserviert, genau

mir gegenüber. Im gleichen Zug und

genau auf diesen unter 1.000 Sitzplätzen

– an so viel Zufall glaube ich nicht. Wir

haben ein wunderbares Gespräch miteinander

bis Lindau und sind beide nicht

Nina (rechts) erlebte

beim Moderieren der

JUMI-NIGHT 2014

eindrucksvoll Gott

alleine unterwegs. Und abends habe ich

gleich das passende Beispiel für meinen

Jugendabend in Dornbirn, denn dafür war

ich in Österreich. Die Größe Gottes wird

oft im Kleinen sichtbar.

Besondere Gelegenheiten

Wir als Familie Volland wohnen in

der DMG-Basis Buchenauerhof. In einer

warmen Sommernacht kommt um halb

zwölf eine Missionarsfamilie an, und ich

helfe ihnen, ihr Gepäck aufs Zimmer

zu tragen. Dabei komme ich mit dem

jungen Fahrer des Flughafenshuttles ins

Gespräch. Schon die ganze Fahrt im

Kleinbus hat er die müden Missionare mit

Glaubensfragen gelöchert. Nun setzt er

sich mit mir auf die Treppenstufen vor

dem Gästehaus der DMG und schildert

mir traurige Erlebnisse aus seiner Jugend

– und ich erzähle ihm von Jesus, der mir

Hoffnung gibt.

Am Ende frage ich, ob ich für ihn beten

darf. Lächelnd bejaht er, und ich bete:

„Jesus, bitte segne Daniel und bewahre

ihn auf seinen Fahrten … heile sein Herz

und zeig dich ihm …“ Nach dem Amen

blickt mich der junge Mann mit großen

Augen an: „Jetzt muss ich wirklich über

den Glauben nachdenken“, sagt er. „Als

Sie für mich gebetet haben, da hab ich

so eine Wärme in mir gespürt. Das war

unglaublich.“ Mit diesen Worten setzt

er sich in den Kleinbus und fährt in die

Nacht davon …

Durch viel und wenig

In ähnlicher Weise erlebten

wir Gott bei unserem Jugendevent

JUMI-NIGHT vergangenen

Juli: Kurz vor Beginn frage

ich Moderatorin Nina, ob es ihr gut geht.

Sie verneint und bittet um ein Gebet,

weil sie heftige Bauchschmerzen hat. Wir

beten kurz zusammen, dass Gott ihr das

Bauchweh nimmt. Und Gott tut es. Fröhlich

betritt sie die Bühne, und es wird ein

gelungenes Fest …

Lassen wir uns nicht einreden, dass

Gott heute keine Kraft mehr hat. Er hat

alle Power, im Großen wie im Kleinen.

Das bezeugt auch mein Konfirmationsvers

1. Samuel 14,6: „Denn es ist Gott

nicht schwer, durch viel oder wenig zu

helfen!“ Jesus kann … auch heute. Was

trauen wir ihm in unserem Alltag zu

Glauben wir, dass er heute auch durch

Sie und mich Wunder tun will Er ist der

Gleiche, damals wie heute – in Deutschland

und bei unseren Missionaren in

Übersee.

Ricarda Huch brachte das auf den

Punkt, als sie schrieb: „Wer scheinbar

nichts mehr tun kann, kann doch das

Wichtigste tun: Er kann sich betend mit

der Allmacht Gottes verbinden.“ In diesem

Sinn wünschen wir als DMG Ihnen

herzlich ein reich gesegnetes Jahr 2015.

Erwarten wir gemeinsam betend Großes

von unserem lebendigen Herrn.

Theo Volland

DMG-Redakteur

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Europa

Heimatzentrale

NEU: Dorothea Pracht

Spanien

César und Julia Palomino Parada

Für die

Arbeit

hinter den

Kulissen

Ich bin in einer

christlichen Familie

aufgewachsen, die zur

Landeskirchlichen Gemeinschaft

Buchenau/Lahn gehört,

und schon als Kind Gott begegnet.

Nach jedem Essen beteten wir und lasen

ein Kalenderblatt. Manchmal erlebte

ich meinen Vater, wenn er vor seinem

Bett kniete und betete. Ich war noch

nicht einmal in der Schule, da hat meine

Schwester mir klargemacht, dass ich eine

Sünderin bin und nur zu Jesus gehören

kann, wenn ich ein Übergabegebet spreche.

Gesagt, getan, denn ich wollte zu

Jesus gehören.

Jedes Jahr im Spätsommer besuchten

DMG-Missionare unsere Gemeinschaft

und Familie. Als

Teenager wurde

aus dem Familienglauben

eine persönliche

Beziehung

zu Jesus. Nach der

Schule arbeitete

ich ein Jahr mit

OM unter Kindern

und erzählte

ihnen von Gottes

Liebe. Nach vielen

Gebeten entschied

ich, Grundschullehramt zu studieren,

und im Referendariat hielt ich begeistert

Religionsunterricht.

Leider war ich für den Schulbetrieb

nicht geeignet. Warum ich so geführt

wurde, weiß ich nicht. Ich stieß bei manchen

Kindern an Grenzen und kündigte.

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Inhalt

EUROPA

Missionare unterwegs

Interview mit Monika Mench

ASIEN

AFRIKA

Veranstaltungen

AMERIKA

Ich kenne deine Werke. Siehe,

ich habe vor dir eine Tür aufgetan

und niemand kann sie

zuschließen; denn du hast eine

kleine Kraft und hast mein Wort

bewahrt und hast meinen Namen

nicht verleugnet.

Offenbarung 3,8

Sie

sollten

eine

Lehrkraft

haben, die

ihnen gewachsen

war. Außerdem diagnostizierten

meine Ärzte einen

Burnout. Mit diesem „Knick“ im

Lebenslauf wusste ich zunächst

nicht umzugehen; hatte Gott mich

nicht in die Schule geführt

Ich suchte Seelsorge und fand

sie bei einer therapeutischen

Einrichtung in Augsburg. Dort

brachte Gott mir bei, wie wichtig

die Arbeit hinter den Kulissen ist.

Hatte ja sogar Luther schon gesagt,

dass eine Kuh

zu melken in

Gottes Augen

genauso wertvoll

ist, wie

auf der Kanzel

zu stehen.

So absolvierte

ich eine

kaufmännische

Ausbildung und

arbeitete zwei

Jahre in der

Buchhaltung von Global Volunteer

Services in Korntal.

Seit August darf ich das Team

der DMG-Buchhaltung verstärken.

Das Leben mit Gott ist ein

Abenteuer. Wer will seine Wege

begreifen Ich kann es nicht, doch

ich liebe niemanden so sehr wie

meinen besten Freund Jesus. Weil

er mich liebt, alles kann und weiß

und jederzeit an allen Orten ist.

Nie bin ich allein, das ist wunderbar.

Und wenn jemand

mir sagt, Gott habe ihn

durch mich gesegnet,

dann bin ich der

glücklichste Mensch

auf der Welt. Mit Offenbarung

3,8 grüße

ich jeden Leser von

DMG-informiert

herzlich.

Begegnung auf

dem Rastplatz

Wir fuhren zur Hochzeit einer

Freundin nach Andalusien und hatten

zwei arabische, christliche Kalender im

Gepäck, denn in Andalusien leben viele

Marokkaner. Vor der Abfahrt baten wir

Gott, dass er uns zwei Menschen über

den Weg schickt, denen wir die Kalender

mit christlicher Botschaft schenken könnten.

Das Wochenende war schön – doch

wir trafen keine Marokkaner.

Auf der Rückreise nach Madrid hatten

wir die Kalender vergessen, sie waren

auch irgendwie ganz unten im Gepäck

gelandet. Bis wir Halt machten auf einem

menschenleeren Rastplatz. Einsam in

einer Ecke war eine muslimische Familie;

der Vater betete auf seinem Gebetsteppich,

Mutter und Sohn standen abseits.

Da fielen uns die zwei Kalender wieder

ein. Wo hatten wir sie noch gleich

Wir durchwühlten das Gepäck: „Hoffentlich

fährt die Familie jetzt nicht los“,

dachte ich. Wir spürten deutlich, dass

Gott uns diese Situation geschenkt hatte.

Als ich die Kalender fand, waren Mutter

und Sohn gerade auf dem Weg zur

Tankstelle und kamen an unserem Auto

vorbei. Lächelnd drückten wir ihnen die

Kalender in die Hand. Sie staunten über

das unerwartete Geschenk in ihrer Muttersprache

und bedankten sich herzlich.

Wir wissen nicht, was aus der Familie

geworden ist. Aber es berührt uns, wie

Gott selbst ganz kleine Gebete erhört.

Anmerkung der Redaktion: Palomino

Paradas kehren am 24.01. in die Gemeindegründung

nach Spanien zurück. Beide

sind in Madrid zum Glauben gekommen

und hatten vorher keine Gemeinde in

Deutschland. Wir bitten um Spenden und

Gebet, damit sie ihren wertvollen Dienst

langfristig tun können – Stichwort:

„P10511 Palomino Parada“.

Jetzt haben Palomino Paradas stets

einen christlichen Kalender dabei :)

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Niederlande

NEU: René Reifel

Seebären

für Jesus gewinnen

DANKE!

Sie haben uns im vergangenen Jahr treu unterstützt.

Dank Ihrer Gebete und Spenden können

unsere 350 Mitarbeiter auch im neuen Jahr in 80

Ländern weltweit Menschen mit der Liebe und Botschaft

von Jesus beschenken.

In diesen Tagen versenden wir die Zuwendungsbestätigungen

für 2014. Wenn Sie Ihre nicht bis

Ende Januar erhalten, wenden Sie sich bitte an

unsere Spendenbuchhaltung:

Thomas Aurich, Tel. 07265 959-113,

Spenden@DMGint.de

Schon als Teenager fand ich Missionsabende

spannend. Und meine Heimatgemeinde

in Freimersheim/Pfalz legte

wirklich Wert auf diesen Teil des Programms.

Doch nie hätte ich mir träumen

lassen, dass Gott mich einmal selbst in

die Seemannsmission führt.

Es begann mit einer unüberlegten

Aussage zu einem

Dann hieß es im Gottesdienst:

„Es wäre schön, wenn mal

jemand aus unserer Gemeinde

eine theologische Ausbildung

absolviert.“ Ich fühlte mich,

als wäre ich vollkommen

alleine im Saal …

Freund: „Falls

Gott mich rufen

sollte, dann geh

ich halt.“ Dass

Gott mich beim

Wort nehmen

würde, schien

undenkbar. „Für

Mission bin ich

doch eh nicht zu

gebrauchen“, dachte ich. Nach meiner

Ausbildung zum Straßenwärter (die

Männer in Orange) stellte sich mir immer

wieder die Frage: „War‘s das jetzt … Bis

zur Rente“ Diese Fragen habe ich auch

Gott gestellt.

Die Antwort kam bei einem Missionswochenende

für Jugendliche von „Evangelium

für Alle“. Der Prediger erzählte vom

biblischen Helden Gideon, der ganze Armeen

in die Flucht geschlagen hat. Doch

vorher, bei seiner Berufung, hatte er

nur die Worte parat: „Ich kann doch eh

nichts!“ Später zeigte sich, dass es nicht

auf ihn ankam, sondern auf Gott. Der tat

die ganze Arbeit – Gideon brauchte nur

ein wenig Lärm zu machen. Mit diesem

Helden konnte ich mich identifizieren.

Ich begriff: „Gott kann

mich gebrauchen, weil

er schon alles vorbereitet

hat.“

Dann hieß es in

unserem Gottesdienst:

„Es wäre schön, wenn

mal wieder jemand

aus unserer Gemeinde

eine theologische

Ausbildung absolviert.“

Ich fühlte mich, als wäre ich vollkommen

alleine im Saal – das war mein Stichwort.

Nach Gesprächen mit unseren Gemeindeleitern

bewarb ich mich an der Bibelschule

Brake. Die Ausbildung dort war

wertvoll und hat mich tief geprägt. Die

Bibelworte aus Matthäus 28 begleiten

mich seitdem: „Geht hin in alle Welt und

macht alle Völker zu meinen Nachfolgern

…“

Begegnungen mit Seemannsmissionaren

wie Felix Henrichs (DMG, Rotterdam)

und Praktika in verschiedenen Häfen

überzeugten mich. Die Seeleute auf

den riesigen Containerfrachtern sind oft

monatelang auf See unterwegs und haben

kaum Kontakt nach außen. Sie freuen

sich, wenn jemand auf ihr Schiff kommt

und mit ihnen über Glaubensfragen redet.

Was für eine Chance! Viele kommen aus

unerreichten Völkern in Südostasien. Im

Hafen von Rotterdam werde ich zusammen

mit Felix Menschen aus aller Welt

begegnen, ihnen von Jesus erzählen und

praktisch Gottes Liebe weitergeben. Der

Dienst ist vielfältig und die DMG der

beste Partner dafür.

Übrigens: Im Januar fängt mein Reisedienst

in den Gemeinden und Hauskreisen

an. Wer sich für Seeleute und meine

künftige Arbeit interessiert, kann mich

gerne über die DMG einladen.

Im Hafen von Rotterdam erreichen René Reifel (Bild)

und Felix Henrichs Seeleute aus aller Welt

DMG-informiert | 1 | 2015

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Europa

Frankreich

Magnus Rabel (Jahreseinsatz)

Vorsicht Bibel!

!

Ein Mann kommt in unser christliches

Café. „Er ist oft hier, seit mehr als zwei

Jahren“, sagt eine Mitarbeiterin hinter

vorgehaltener Hand. Der Mann bestellt

einen Espresso, und wir reden über dies

und jenes. Er ist überzeugter Atheist, wie

so ziemlich jeder in unserer nordfranzösischen

Stadt. Natürlich weiß er, dass wir

Christen sind und

das auch bezeugen.

Vielleicht kommt

er ja gerade deshalb

schon so lange. Er

sucht. Die Konfrontation

Während wir uns mit einem Gemeindemitglied

über dessen neues Handy und

den Internetempfang unterhalten, klinkt

er sich ein: „Was brauchst du denn Internet

Du hast doch eine Standleitung nach

oben!“ Er lacht. Wir lachen

mit und geben

ihm Kontra:

!

!

!

!

!

!

Einige Menschen sind durch

solche Gespräche ganz nah

an Jesus herangekommen.

„Genau, und das fehlt dir.“ Alle lachen,

aber nicht wie nach einem Witz. Denn

von diesem Moment an redet er über den

Glauben.

Ein paar Tage darauf haben wir unsere

Café-Bibliothek ausgemistet und einige

Körbe Bücher mit einem Schild „Servezvous“

(zu verschenken) herausgestellt.

Dem Stammgast fallen die Bücher auf,

und er sagt schmunzelnd einem anderen:

„Pass auf, sonst findest du noch eine Bibel.“

Wieder prallen lachend zwei Welten

aufeinander. „Du

hast Angst.“ Der

Stammgast dreht

sich um. „Wovor soll

ich Angst haben“

„Du hast Angst

davor, in den Spiegel zu schauen und

dich selbst zu sehen.“ Keine Antwort.

Die harte Schale ist angekratzt. Nach

einem tiefen Gespräch geht er mit leisen

Schritten und einem zaghaften Adieu, in

Gedanken versunken.

Ein anderer Tag. Zwei Damen

unterhalten

sich über

die

neusten Entwicklungen, niemand diskutiert

so gerne über Politik wie die Franzosen:

„Alles geht den Bach runter“, sagt

die eine. „Was ist nur los mit der Welt …

all die Kriege. Wie viele Menschen sind

schon in Syrien gestorben“ Einer unserer

Mitarbeiter gesellt sich dazu und wirft

ein: „Ich glaube, dass die Welt eines Tages

untergeht und Jesus wiederkommt. Dann

wird alles Wehklagen ein Ende haben und

aus dem Chaos wieder Ordnung. Darauf

müssen wir uns vorbereiten.“ Dieser

Einwurf bringt das Gespräch längere Zeit

auf Jesus. Bewegt gehen die Frauen, das

Erzählte hallt nach.

Einige Menschen sind durch solche

Gespräche ganz nah an Jesus herangekommen.

Kürzlich meldete sich eine

Dame, der jemand hier vor drei Jahren

eine christliche Verteilschrift in die Hand

gedrückt hat. Sie glaubt inzwischen an

Jesus. Im Vertrauen darauf, dass wir Großes

von dem Größten erwarten dürfen,

verkündigen wir unseren Gästen fröhlich

seinen Namen.

Magnus Rabel (l.) und

Dominik Reuter (r.)

machen einen Kurzeinsatz

in einem

christlichen Café in

Nordfrankreich

Wir beten

für Frankreich!

Weitere Informationen auf

unserer Internetseite unter:

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www.DMGint.de/

beten-fuer-Frankreich


Russland

Claudia Wendt

Neue Heimat für

eine Flüchtlingsfrau

Letztes Jahr arbeitete ich in einer

Notunterkunft für ukrainische Flüchtlinge

mit, die in einer Turnhalle untergebracht

war. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen

sortierte ich Kleidung, Bettwäsche,

Schuhe und Geschirr in Kartons und

gab sie aus, dazu Lebensmitteltüten mit

Zucker, Reis und Buchweizen. Unter

den Flüchtlingen waren viele Mütter

mit Kleinkindern. Eines Abends verließ

ich müde die Turnhalle. Doch nach 100

Metern sprach mich eine zierliche, junge

Frau mit Kleinkind auf

dem Arm an, wo die

Flüchtlingsstation sei.

Gerne zeigte ich ihr

den Weg und half ihr

mit dem Kinderwagen

die Stufen hinauf.

Abends in meinem ikea-Sessel beschlich

mich ein Gedanke: Wie hatte sie die

Hilfsgüter wohl weggetragen Sechs Kilo

Lebensmittel plus Babynahrungsgläser,

Windeln und Kleidung für die ganze

Familie Was hätte Jesus an meiner Stelle

getan Ich tat Buße, für den nicht zu Ende

gebrachten Auftrag, und bat Gott um

eine neue Chance. Die kam prompt am

nächsten Tag, als ich eine andere junge

Mutter kennenlernte.

Sie war mit ihrem Mann und Sohn

aus Donezk geflohen. Er hatte schon

Arbeit, sodass sie allein mit dem Kind

zur Flüchtlingsstation kam – zu Fuß, 45

Minuten vom Bahnhof. Erschöpft saß sie

mit dem Kleinen auf einer Turnbank, um

sich herum Tüten mit Lebensmitteln und

Hygieneartikeln. Sie hatte nicht mehr die

Kraft, noch nach Kleidung zu schauen.

Ich fragte, wie sie die Sachen mitnehmen

wollte. „Keine Ahnung, in die Ausländerbehörde

muss ich auch noch, und

um 17 Uhr fährt mein Zug.“ Also bestellte

ich ihr ein Taxi, und wir fuhren gemeinsam

zur Ausländerbehörde. Sie vertraute

mir nicht nur ihre Tüten an, sondern

auch ihren kleinen, geselligen Schelm. Das

war ein schöner Moment. Danach begleitete

ich die Beiden zum Bahnhof, wo wir

noch eine Stunde redeten. Der Kleine

schlief auf meinem Arm. Dann brachte

ich sie zum Zug, gab ihr etwas Geld und

bat sie anzurufen, falls sie Hilfe benötige.

Der Anfang einer

Freundschaft, die

Gott vorbereitet

hat.

Zwei Wochen

später meldete

sie sich und bat

um ein Kinderbett. Über einen Familienvater

unserer Gemeinde fand sich bald

eines. Ich mietete ein Auto und fuhr es

die 100 Kilometer zu ihr. Gemeinsam

bauten wir das Bett auf, gingen einkaufen

und spazieren. Zum Abschied schenkte

ich ihr das Büchlein: „Warum Jesus“

Seitdem telefonieren wir zweimal die

Woche und besuchen uns ab und zu. Ich

schenkte ihr eine Bibel, die sie intensiv

liest. Als sie nach Obninsk umzogen,

konnte ich ihr eine Gemeinde

empfehlen, wo sie ein geistliches

Zuhause gefunden hat. Dem

Kleinen gefällt der Lobpreis, er

singt freudig in Babysprache mit.

Für ihren Ehemann beten wir

noch …

Sie vertraute mir nicht nur ihre

Tüten an, sondern auch ihren

kleinen, geselligen Sohn. Das war

ein schöner Moment.

Kleidersortieren in der

Notunterkunft für Flüchtlinge

Claudia Wendt

hält den Sohn

einer ukrainischen

Flüchtlingsfrau im Arm

DMG-informiert | 1 | 2015

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Interview

DMG-Heimatzentrale

Monika Mench

Missionare fürs

„10/40-Fenster“ gesucht

Interview mit Monika Mench, die als Mentorin die

Einsätze neuer DMG-Missionare koordiniert

Frau Mench, warum wird heute noch

jemand Missionar

Ganz einfach: Weil Gottes Mission

noch nicht zu Ende ist. Er handelt heute

und möchte, dass Menschen Vergebung

ihrer Schuld und neues Leben finden.

Dabei lädt Gott uns zur Mitarbeit ein.

Missionare sind Menschen, die das

Geschenk der Vergebung, der Heilung,

der Liebe und des ewigen Lebens nicht

für sich behalten, sondern fröhlich mit

anderen teilen. Sie tun das auf ganz

unterschiedliche Art, in Wort und Tat,

und laden Menschen ein, Jesus ihr Leben

anzuvertrauen.

Und was ist Ihre Aufgabe in diesem

Zusammenhang

Ich berate Interessierte, meist junge

Erwachsene, im Blick auf mögliche Missionseinsätze,

wo sie mit ihrem Gabenprofil

hineinpassen und welche Voraussetzungen

erforderlich sind. Darüber hinaus

begleite ich neue Missionare im Bewerbungsprozess

und der Vorbereitung auf

den interkulturellen Dienst.

Missionar klingt ja nicht gerade nach einem

normalen Beruf Wie wird man das

Missionare sind Botschafter, Gesandte

Gottes, so die wörtliche Übersetzung

des Begriffs. Das Berufsbild Missionar ist

vielfältig und bunt. Als Missionar wird

man weder geboren, noch gibt es eine

klassische Ausbildung. Es sind ganz normale

Menschen, die mit ihrer Ausbildung,

Berufserfahrung und Fähigkeiten, letztlich

mit ihrem ganzen Sein, Menschen in anderen

Kulturen dienen.

Wie geschieht das praktisch

Sie zeigen Interesse am Gegenüber und

an der anderen Kultur, integrieren sich

in den fremden Kontext und erlernen

deren Sprache. Selbstverständlich gehört

eine gute Vorbereitung dazu. Die beginnt

bereits in Deutschland: indem man die

Interessen anderer höher achtet als

die eigenen und Menschen mit seinen

Begabungen dient. Wir können schon

hierzulande üben, Fremden, Flüchtlingen

und Einwanderern offen zu begegnen,

das Gespräch suchen und auch von ihnen

lernen. Liebe zu Gott zeigt sich auch

darin, wieviel Zeit wir mit der Bibel und

im Gebet verbringen. Gestern stieß ich

auf ein Zitat, das die wichtigsten Kriterien

auf den Punkt bringt: „Wer Gottes

Liebe widerspiegelt, kann nicht anders –

er wird leidenschaftlich.“ Missionare sind

Christen, die von Gottes umfassender

und bedingungsloser Liebe angesteckt

sind und diese mit anderen teilen, ohne

Wenn und Aber.

Solche Mitarbeiter sucht die DMG also

Ja. Unsere internationalen Partner

bitten uns dringend um christliche

Fachkräfte in ganz vielen Bereichen: für

Gemeindebau, die Arbeit mit Kindern,

Jugendlichen und Erwachsenen, Seelsorger,

Mentoren, kreative Künstler

für missionarische Arbeit, theologische

Lehrer, Dozenten an Ausbildungsstätten

und Unis, Grafiker, Computerexperten,

Ingenieure, Dorfentwickler, Agrarwissenschaftler,

technische, medizinische

und Verwaltungsleute, dazu Mitarbeiter

für sozialdiakonische Aufgaben aller Art.

Ganz wichtig ist die Fähigkeit, andere

anzuleiten, auszubilden und zu befähigen,

die Arbeit später selbst zu tun. Missionare

machen sich mit der Zeit abkömmlich

und übernehmen dann neue Aufgaben.

Für welche Ländern und Kontinente

Wir legen den Schwerpunkt auf Bevölkerungsgruppen,

die Jesus noch nicht

kennen, besonders im „10/40-Fenster“

zwischen dem 10. und 40. Breitengrad

nördlich des Äquators: also Nord- und

Westafrika, Nahost und weite Teile Asiens.

Dort gibt es ganz viel materielle und

soziale Not, und die Wenigsten kennen

das Evangelium. Außerdem möchten wir

uns den Problemen im heutigen Europa

stellen und neue, kreative Wege finden,

die Botschaft der Bibel der säkularen Gesellschaft

weiterzugeben. Darüber hinaus

kommen so viele Flüchtlinge nach Europa

– täglich werden es mehr, die sich nach

Zuwendung, Hoffnung und Liebe sehnen.

Wir tragen auch Verantwortung für die

Welt vor unserer Haustür.

Zwei konkrete Beispiele für offene

Stellen der DMG

In Ost- und Westeuropa lieben viele

junge Leute Sport. Es entstehen sportmissionarische

Projekte, für die wir dringend

Mitarbeiter suchen. Hier können

neue Missionare Jugendliche fördern und

im gemeinsamen Training biblische Werte

vermitteln. Zudem suchen wir einen

Betriebswirt für ein junges Unternehmen

in Südostasien, das in nachhaltige,

wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen

Raum und fairen Handel investiert, um

armen Dörfern eine Existenzgrundlage

zu schaffen. Dazu gehören Finanzmanagement,

Controlling, Marketing und die

Anleitung einheimischer Mitarbeiter.

Viele Ihrer offenen Stellen liegen in

Regionen, wo Krieg und Terror herrscht.

Kann man es verantworten, neue Mitarbeiter

dorthin zu senden

Gerade die Menschen dort benötigen

unsere Hilfe. Es genügt nicht, ihnen ein

paar Euro zu schicken und sie ansonsten

in Hoffnungslosigkeit zu lassen. Wir

sind uns der Risiken bewusst und wägen

verantwortungsvoll ab, ob und wohin wir

Mitarbeiter schicken. In der Regel gibt es

vor Ort erfahrene Kollegen und Organisationen,

die die Situation gut einschätzen

und im Notfall auch helfen. Als DMG

gehen wir keine unkalkulierbaren Risiken

ein. Für Krisenmanagement haben wir

klare Strategien. Gewissenhafte Vorbereitung

und gute Betreuung ersetzen aber

nicht unser Vertrauen in Gott. Letztlich

liegt unser Leben in seiner Hand, und wir

leben unter seinem Schutz.

8 DMG-informiert | 1 | 2015


Welche weiteren Vorgaben hat die DMG

an einen Einsatz

Missionare wollen ihren Dienst multiplizieren.

Wie Paulus, der seinen Mitarbeiter

Timotheus ermutigte, das Evangelium

zuverlässigen Christen anzuvertrauen, die

wieder andere im Glauben unterweisen

(2.Tim 2,2). Und unsere Missionare kommen

stets als Lernende ins Einsatzland.

Sie nehmen sich Zeit fürs Sprach- und

Kulturstudium, hören zu, beobachten

und stellen Fragen. Sie erarbeiten die

Projekte gemeinsam mit den Menschen

und Kirchen vor Ort. Nur dann wird es

nachhaltig.

Welche Art Einsatz braucht es heute

nicht mehr

Früher haben Missionare oft Krankenhäuser

und Schulen gebaut – heute

bringen sie sich mit ihrer Fachkompetenz

in lokale Institutionen ein. Integration in

die Gesellschaft oder bestehende Projekte

ist wichtiger als Parallelstrukturen zu

errichten. Wenn es bereits Einheimische

zum Beispiel als Krankenschwestern und

Handwerker gibt, dürfen Missionare nicht

deren Arbeitsplätze ersetzen. Deshalb

konzentrieren wir uns verstärkt auf die

Aus- und Weiterbildung Einheimischer.

Im „10/40-Fenster“ zwischen dem 10. und 40. Breitengrad nördlich des Äquators

leben die meisten Menschen, die Jesus noch nicht kennen

Welche Eigenschaften wünschen Sie sich

bei Missionaren

Authentisch sein, ausdauernd, barmherzig,

dankbar, engagiert, flexibel, Gottvertrauen,

hingegeben, integer, leidenschaftlich,

offen für Neues, respektvoll,

sozialkompetent, teamfähig, vergebungsbereit

und zuverlässig. Aber keine Angst,

wir wissen, dass niemand perfekt ist.

Wie sieht die Vorbereitung aus

Das beginnt bereits mit dem Sammeln

von Erfahrungen in der eigenen Gemeinde.

Bibelkenntnis und Erfahrungen im

Begleiten von Interessierten und jungen

Christen sind genauso wichtig wie gute

Englischkenntnisse. Wer dann den Schritt

ins Ausland wagt, dem bietet die DMG

einen zwei bis viermonatigen Vorbereitungskurs,

ein ganzheitliches Training, das

Kopf, Herz und Hand anspricht. Dabei

geht’s ums Leben, Lernen und Arbeiten

in anderen Kulturen, Weltanschauungen,

praktische Tipps; Persönlichkeit und

geistliches Wachstum sowie die Weiterentwicklung

von Fähigkeiten.

Und wie finanziert sich mein

Missionseinsatz

Wir laden Freunde und Gemeinden ein,

echte Partner im Dienst des Missionars

zu werden. Die Finanzen sind nur ein

kleiner Teil der notwendigen Unterstützung:

Ermutigung, kleine Zeichen der

Aufmerksamkeit, praktische Hilfe und

Gebet sind genauso notwendig, damit der

Dienst gelingt.

Ihr Rat an junge Christen, die in eine

andere Kultur wollen

Mach dich auf den Weg. Sprich mit

engagierten Christen und Verantwortlichen

deiner Gemeinde, wie sie dich

einschätzen und was sie darüber denken.

Nimm Kontakt zu Missionswerken auf

und erkundige dich nach Einsatzmöglichkeiten

und Voraussetzungen. Frage

Missionare nach ihren Erfahrungen, Freud

und Schmerz und bete für sie. Und bleibe

offen für Gottes Führung – er hat einen

weiten Horizont.

DMG-informiert | 1 | 2015

9


Asien

Philippinen

Johannes Hofelich (Jahreseinsatz)

Stunde um Stunde,

Tag für Tag …

rere Studenten, Mitarbeiterin Ate Marylan

und ich besuchen die kranke Frau

jeden Sonntag. Wir säubern ihre Wunde,

was mich eine Portion Überwindung

kostet, anschließend singen wir Lieder,

beten und lesen ihr aus der Bibel vor. Ate

Jannice beginnt zu weinen, und auch ein

paar Studenten und ich können unsere

Tränen nicht halten.

Sie hat Angst vor dem Tod, Wut auf

die Ärzte und fühlt sich von ihrer Familie

im Stich gelassen, da diese sie nur selten

besuchen und andere Frauen sie pflegen

müssen. Durch unsere regelmäßige Hilfe

lernt sie Gottes Liebe kennen. In Ate

Jannices Herz beginnt sich etwas zu verändern.

In ihrer Ausweglosigkeit

öffnet

sie sich

Vor mir im Armenviertel der Stadt in

einem abgedunkelten Zimmer liegt eine

spindeldürre, hilflose und verzweifelte

Frau. Sie heißt Ate Jannice, ist 29 Jahre

alt, verheiratet und hat ein Kind. Diagnose:

Brustkrebs. Das aggressive Krebsgeschwür

hat sich wie ein eitriger Brotlaib

über ihre Schulter auf den Oberarm

ausgebreitet, sodass sie ihren rechten

Arm nicht mehr bewegen kann. Ich bin

schockiert, so einen offenen Krebs habe

ich noch nie gesehen. Die Krankheit

scheint alles Leben aus ihr zu saugen.

Ich absolviere meinen Jahreseinsatz

an der theologischen Ausbildungsstätte,

die von den DMG-Missionaren Andreas

und Angela Staigmiller

geleitet wird.

Mehfürs

Evangelium, sodass Wut, Zorn und

Bitterkeit verschwinden. Es ist ein Prozess:

Das verbitterte Gesicht lächelt immer

öfter. Eines Tages erzählt sie freudig,

dass sie für ihre Familie betet, obwohl die

sie abgeschoben hat. Und dass sie bereit

sei, zu sterben und ihren Erlöser Jesus

Christus zu sehen. Ihre Tage sind gezählt,

das weiß sie.

Am Sonntag, 9. November um 8.30

Uhr stirbt Ate Jannice. Als wir sie

nachmittags besuchen wollen, stehen wir

vor ihrem leblosen Körper. Jetzt kann

ich nicht mehr weinen. Denn ich weiß,

dass dort, wo sie hingegangen ist, kein

Schmerz, kein Leid und keine Krankheit

mehr sind.

Die Veränderung in ihrem Leben und

Gesichtsausdruck haben wir einzig und

allein Jesus zu verdanken. Der Herr tut

auch heute noch Wunder, wie es die

Bibel in 2. Korinther 5,17 ausdrückt:

„Darum: Ist jemand in Christus, so

ist er eine neue Schöpfung; das

Alte ist vergangen; siehe, es ist

alles neu geworden!“

10 DMG-informiert | 1 | 2015

Ate

Jannice

Ist es

nicht wunderbar,

an diesem Tag zu sein.

Es ist ein Privileg,

erachte es nicht als klein …

Legst du dein Leben hin,

gibt er deinem Leben Sinn …

Lebe die Zeit in Perspektive Ewigkeit.

Denn der Herr

tut heute noch Wunder,

Stunde um Stunde,

Tag für Tag. Samuel Harfst


Afrika

† JOHANNES HAGEN

ehem. Senegal

Stefan und Dorothea Henger

Unerreichtes Volk

Die Wolof

Zwischen 3,5 und 6,5 Millionen Wolof

leben im Senegal und Gambia. Der Islam,

vermengt mit animistischem Gedankengut,

bestimmt ihr Denken und Handeln,

und sie praktizieren die Mehr-Ehe. Viele

gehören zur muslimischen Bruderschaft

der Muriden. Sie haben eine heilige Stätte

im Dorf Touba im Landesinnern, jährlich

brechen 1 Million zu einer Wallfahrt

dorthin auf. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit

wandern viele junge Wolof in den

Westen aus. Im Senegal sind bisher nur

weniger als 100 Wolof-Christen bekannt.

Für Senegalesen ist es erstaunlich,

dass ein Wolof auch christlicher Pastor

sein kann: Amet kam als Teenager zum

Glauben und leitet heute eine Gemeinde

in Dakar. Er hat viele Möglichkeiten, Jesus

zu bezeugen: Ein Radiosender strahlt jede

Woche seine Predigt aus. Eine Schule bat

ihn um Religionsunterricht. Auch muslimische

Eltern schicken ihre Kinder dorthin,

weil sein Glaube sie beeindruckt. Amet

erzählte in einem Video von Jesus. Das

ermutigte andere Wolof, sich ebenfalls

als Christen zu outen. Ein Sänger macht

christliche Musik in Wolof. Teile der

Bibel, Bücher und Videos sind in dieser

Sprache erschienen.

V e r a n s t a lt u n g e n u n d R e i s e n

06.02.2015, 20 Uhr: Gebet für die Welt – Mexiko

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

15.02.2015, 10 Uhr: Gebetssonntag – Europa

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

Gebetsanliegen:

28.02.–01.03.2015: Missionswochenende

74336 Brackenheim, Tel. 07135 8450

06.03.2015, 20 Uhr: Gebet für die Welt – Pakistan

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

08.03.2015: Missionsmatinée

64291 DA-Arheilgen, Tel. 06150 82744

13.–15.03.2015: Infowochenende für Auslandseinsätze

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

14.–15.03.2015: Missionswochenende

51570 Rosbach, Tel. 02292 5791

15.03.2015, 10 Uhr: Gebetssonntag – Asien

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

• Bitte beten Sie für die wenigen Wolof-

Christen, dass sie im Glauben wachsen

und sich mutig zu Jesus stellen.

• Um neue Missionare unter den Wolof

im Senegal, Gambia, USA und Europa.

• Für die Verbreitung christlicher Videos

und Bücher, damit viele Wolof Jesus

kennenlernen.

• Beten Sie für Johann und Lydia Isaak,

die bei den Wolof tätig sind

Trefft uns am Infostand

und in Seminaren bei:

*13.11.1921 † 07.01.2015

Johannes (Hans) Hagen ist in Ostberlin aufgewachsen.

Im Zweiten Weltkrieg erlebte er eindrucksvoll Gottes

Bewahrung. Er studierte Elektroingenieur und Lehramt und

arbeitete als Schulleiter. Bei einem Missionsvortrag des damaligen

DMG-Geschäftsführers Gottfried Liebenau erhielt er seine

Berufung. Er floh mit seiner Familie auf abenteuerliche

Weise aus der DDR und reiste 1959 als

DMG-Missionar nach Äthiopien, später

Sierra Leone aus. 1976 kehrte er zurück

und war bis zur Pensionierung

1984 in der Haustechnik, Ausbildung

neuer Missionare sowie

Öffentlichkeitsarbeit der DMG

tätig. Selbst mit über 80 absolvierte

er noch Kurzeinsätze

in Äthiopien. Am

7. Januar hat Gott ihn

zu sich gerufen. Hans

darf jetzt schauen,

was er hier geglaubt

hat.

16.–17.02.2015: Kindertage im Lebenszentrum Adelshofen

26.–28.02.2015: Kongress christlicher Führungskräfte in Hamburg

27.–28.02.2015: JuMiKo Lippe in Detmold

20.–22.03.2015: Jugendplus-Kongress in Erfurt

16.–28.04.2015:

Frühlingsreise nach Israel

Auf den Spuren von Jesus: Galiläa,

Jerusalem, Bethlehem. Besuch im

Gästehaus der DMG-Missionare

Johnny und Marlene Shahwan.

Information:

G. Sigrist, Tel. 07265 8610,

Gerd.Sigrist@gmx.net

Wolof-Mann im Senegal

DMG-informiert | 1 | 2015

11


Afrika

Namibia

Sarah Beisiegel / Martha Strothmann (Jahreseinsatz)

In einer Schule

aus Containern

Mitten in der Blechhüttensiedlung vor

der Hauptstadt Windhuk sind mehr als

20 Kinder in einem kleinen, halbdunklen

Raum versammelt. Jede Klasse sitzt an

einem klapprigen Tisch. In der hintersten

Ecke bringe ich (Sarah) meinen fünf Schülern

gerade das kleine Einmaleins bei.

Während wir die Reihen aufsagen, sind

Paulinus und Christian nicht ganz bei der

Sache. Sie beschimpfen sich und ziehen

sich immer wieder eine über. Paulinus

gibt sich Mühe, aufmerksam zu bleiben,

doch Christian ist

mehr auf Zanken

aus als auf Mathe.

Da springt Paulinus

auf und gibt Christian

eine ordentliche

Backpfeife, wohl um

die Sache endgültig zu klären. Christian

fängt zu weinen an und geht auf Paulinus

los, sodass mitten in der Mathestunde

und im Raum mit drei anderen Klassen

eine handfeste Schlägerei entsteht.

Wir sind vier Kurzzeitlerinnen der

DMG – Lena, Stefanie, Martha und ich

– und arbeiten seit August 2014 bis Juni

2015 im Bildungsprogramm von „Family

of Hope“. Hier werden Kinder aufgenommen,

die nicht an eine staatliche Schule

können, mit dem Ziel, sie nach einem

Jahr wieder in eine solche zu integrieren.

Mit Situationen wie oben wurden wir

in den ersten Wochen öfter konfrontiert.

Der neunjährige Christian hat mich am

meisten herausgefordert. Anders als die

anderen schaute er bei einer freundlichen

Wir waren ratlos, wie sollten wir

mit Kindern wie Christian umgehen

In dieser Situation wandten

wir uns bewusst an Gott.

Begrüßung unsicher und skeptisch

weg, war unruhig und schien irgendwie

unter Strom zu stehen. Bei jeder Kleinigkeit

wurde er aggressiv und hatte ständig

Ärger mit Schülern und Lehrern.

Nach zwei anstrengenden Wochen war

uns klar, dass sich etwas ändern musste.

Das Unterrichten in einer fremden Sprache,

die vielen neuen Gesichter und die

Umstände im Armenviertel waren schon

anstrengend genug. Wir waren ratlos,

wie sollten wir mit Kindern wie Christian

umgehen In dieser

Situation wandten wir

uns bewusst an Gott.

Selbst konnten wir eh

nicht viel ändern, aber

wir wollten von Gott

Großes erwarten. So

baten wir Freunde in Deutschland, für

einzelne Kinder eine Gebetspatenschaft

zu übernehmen. Viele erklärten sich

bereit, auch für Christian wurde ab sofort

gebetet.

Einige Mathestunden später: Christian

ist wieder unruhig, macht seine Aufgaben

nicht und stört andere. Ich drücke ihm

ein Bilderbuch in die Hand. Er lächelt und

beschäftigt sich damit. Nach einiger Zeit

ist Nikolaus mit seinen Aufgaben fertig

und schaut sich friedlich mit Christian das

Buch an. Es hat sich einiges verändert –

bei ihm und auch bei uns.

Wenn Christian heute unaufmerksam

ist und andere ablenkt, versuche ich nicht

mehr,

ihn zu

zwingen, Aufgaben

zu machen und still zu sein. Inzwischen

weiß ich, dass er dadurch nur aggressiver

wird. Lieber beschäftige ich ihn mit

etwas, das ihm Spaß macht: gebe ihm

ein Buch, Malstifte oder lasse ihn sich auf

dem Spielplatz austoben. Dadurch lenkt

er andere nicht ab und ist später wieder

in der Lage, dem Unterricht zu folgen.

Heute fällt es mir leichter, auf ihn einzugehen.

Auch wenn er manchmal noch

unaufmerksam ist, versteht sich Christian

besser mit den anderen und streitet

weniger. Sogar Lehrer sind auf mich

zugekommen und haben mir gesagt, dass

sie Christians Veränderung überrascht. Er

ist offener, lächelt öfter, kommt morgens

vor dem Unterricht auf uns zu, um uns

zu begrüßen, vertraut uns und lässt mit

sich reden. Wir schenken ihm Aufmerksamkeit

und nehmen uns Zeit, mit ihm

ein Buch anzuschauen oder ihn auf der

Schaukel anzuschubsen.

Es ist schön, wie Gott handelt, wenn

wir ihn bitten. Er hat uns, Christian und

unsere Beziehung verändert. Inzwischen

fällt es uns auch leichter, mit den Umständen

zurechtzukommen; und meistens

haben wir Spaß daran, die Kinder zu

unterrichten. Das gibt uns Mut, weiter

für sie zu beten – machen Sie mit

12 DMG-informiert | 1 | 2015

Nahe der Hauptstadt Windhuk

unterrichten unsere vier Kurzzeitlerinnen

Sarah Beisiegel, Lena Bernhardt, Stefanie Schmidt und

Martha Strothmann Kinder in einem Armenviertel


Kenia

Marcos und Zufan Habtetsion

Äthiopien

Ruth Weber

Südafrika

Thomas und Laura Hasenknopf

Operation

Kichererbse

In unserer Gemeinde bin ich (Zufan)

für die Kinderstunden zuständig, was mir

viel Freude bereitet. Auch die Kleinen

haben Spaß; sie merken oft gar nicht,

dass wir keinen Raum haben, sondern

uns im Freien vor dem Gemeindehaus

treffen. Eines der Kinder ist die fünfjährige

Feven. Ihr Vater brachte sie manchmal

in die Kinderstunde, blieb jedoch nie zum

Gottesdienst. Das hat sich im Oktober

geändert:

Zu Hause beim Mittagessen verschluckte

sich die kleine Feven damals an einer

Kichererbse. Die etwa einen Zentimeter

große Hülsenfrucht nistete sich so in

ihrer Lunge ein, dass das Mädchen kaum

noch atmen konnte. Röntgenbilder und

die ärztliche Untersuchung ergaben, dass

sie operiert werden müsse, was umgerechnet

4.000 Euro kosten würde. Woher

sollten sie das Geld nehmen Weil sie

die Operation nicht bezahlen konnten,

schickte die Klinik sie wieder nach Hause.

Im Kampf gegen die Zeit telefonierten

sie mit ihrem gesamten Bekanntenkreis,

um Geld aufzutreiben. Schnell war auch

der Gebetskreis unserer Gemeinde kontaktiert.

Wir beteten im Glauben: „Herr,

du kennst Fevens Familie. Wir bitten

dich, dass du das Mädchen heilst, dass

kein Messer sie schneiden muss, sondern

du ihr Kraft gibst, die Kichererbse wieder

loszuwerden.“

Am Nachmittag ging Fevens Atem

noch schwerer, und ihre Mutter Elsa war

vollkommen fertig. Plötzlich richtete

sich die Fünfjährige auf und winkte ihrer

Mutter zu. Sie nahm die Hände ihrer

Mutter und spuckte hinein. Elsa erschrak

fürchterlich. „Ich wollte nicht, dass was

auf den Teppich kommt“, lächelte Feven.

Da schaute die Mutter in ihre Hände –

mittendrin lag die Kichererbse. Ohne

Operation!

Feven war auch nicht besonders aufgeregt.

Jedem, der sie heute fragt, antwortet

sie: „Jesus hat mir geholfen!“ Und

dann zeigt sie, wie sie die Kichererbse

ausgespuckt hat. Seither kommt ihr Vater

mit in die Gemeinde, weil er erlebt hat,

wie Gott Gebet erhört.

Familie

Habtetsion

Wie bei Elia …

Jeden Donnerstag finden in unserem

Krankenhaus Bibelkleingruppen statt.

Eine dieser Gruppen machte sich kürzlich

auf, um einem unerreichten Volk, eine

Tagesreise entfernt, von Jesus weiterzusagen.

Gleich bei ihrer Ankunft im Dorf

wurde ihnen deutlich mitgeteilt, dass sie

unerwünscht seien. Es sei denn, es würde

in den nächsten 24 Stunden regnen.

Was für eine Herausforderung! Wenn

es regnete, würden alle aus dem Dorf

Jesus nachfolgen. Wenn nicht hätte es

ernste Konsequenzen für unsere Gruppe.

Sie waren echt in einer brenzligen Lage:

In der Region hatte es drei Jahre nicht

mehr geregnet. Würde Gott ihre Gebete

erhören

Wenn es regnete, würden alle

aus dem Dorf Jesus folgen, wenn

nicht hätte es ernste Konsequenzen

für unsere Gruppe. Sie waren

echt in einer brenzligen Lage.

Erst kürzlich las ich in der Bibel (1.

Könige 18), wie Gott seinem Diener Elia

in einer ähnlichen Situation geholfen hat.

Und auch bei uns erhörte Gott die Gebete

seiner Kinder. Innerhalb der festgesetzten

24 Stunden begann es zu regnen

– das erste Mal nach drei Jahren! Und

wie aus Kübeln, sodass das Auto unserer

Gruppe im Schlamm steckenblieb.

Die Leute aus dem Dorf waren

total verblüfft. Nach diesem sichtbaren

Eingreifen Gottes wollten sie unbedingt

mehr von Jesus hören. Das Team konnte

offene Herzen unterrichten. 90 Personen

standen zu ihrer Entscheidung und folgen

nun Jesus nach. Voller Freude kehrte die

Gruppe zurück und erzählte, wie Gott

auch heute Wunder tut.

Der alte und

der neue Bund

Vor fünf Jahren kamen

wir in Südafrika an, mit dem

starken Wunsch, den „Amazioni“

Jesus Christus als Retter

zu bezeugen. Die Amazioni sind eine

Religionsgemeinschaft mit Millionen Anhängern

im südlichen Afrika, die traditionell

christliche Elemente mit Okkultem

und der alten Naturreligion vermischt.

Gott stand uns zur Seite und hat das Wenige,

was wir zu geben haben, in Segen

verwandelt. Mittlerweile gibt es sechs

Amazioni-Bibelschulen im Großraum

Durban. Mehr als 200 studieren hier

regelmäßig die Bibel und vergleichen das

Gelehrte mit ihren religiösen Traditionen.

Obwohl sie sich als Kirche verstehen,

sind die meisten Amazioni tief in Ahnenkult

verstrickt, bevor sie an unsere Bibelschule

kommen. Bei ihnen ist es üblich,

Ahnengeistern durchs Opfern einer Ziege

die Kontrolle ihres Lebens zu übergeben.

Als Zeichen für dieses Bündnis mit der

Geisterwelt tragen Amazioni ein Stück

Ziegenfell ums Handgelenk. Im Verlauf

unserer Treffen werden viele frei von

geistlichen Bindungen, was einen drastischen

Wandel in ihrem Lebensstil nach

sich zieht. Als äußeres Zeichen der neu

gewonnenen Freiheit trennen sie sich von

dem Ziegenfellarmband.

Letzte Woche im Unterricht fiel mir

plötzlich auf, dass keiner der 14 Anwesenden

mehr das alte Armband trug.

Als ich vor zwei Jahren die Bibelschule

gegründet hatte, erblickte ich noch viele

Ziegenfelle unter den Ärmeln. Einige

haben sie ersetzt durch Armbänder mit

der Aufschrift „What Would Jesus Do“

(was würde Jesus tun).

Während wir Amazioni biblische

Wahrheiten vermitteln, erhalten wir ihre

Kirchenkultur, damit sich die biblische

Botschaft innerhalb ihrer Gemeinschaft

verbreitet. Wir nutzen bewusst ihr

hundert Jahre altes Kirchenwappen

für unsere Bibelschulen und treten bei

Veranstaltungen in ihren Priestergewändern

auf. Je weniger sie uns

als Fremdkörper wahrnehmen,

desto mehr öffnen sich die

Menschen für Jesus – und

Jesus macht sie frei …

Jahresabschlussveranstaltung der

theologischen Ausbildungsstätte

DMG-informiert | 1 | 2015

13


Amerika

Mexiko

Pia Kaufmann

Mexiko

Susanne und Eleazar Tello Harbich

Es wurden alle satt, und

wir hatten noch übrig!

Als

am 30. Mai

2013 Hurrikan

„Barbara“ mit zerstörerischer Wirkung

über Mexiko hinwegzog, erlebten wir im

Kinderheim und in unserer Gemeinde

Gottes Größe:

Damals zogen wir

Mitarbeiter uns mit

den 23 Kindern in

ein Zimmer zurück

und „beteten

Sturm“. Bäume

fielen um, der Strom fiel aus, der Abfluss

verstopfte und Wasser drang in die Zimmer

ein. Doch wir blieben bewahrt.

Weder Menschen, noch Gebäude

kamen zu Schaden. Die Fenster hielten,

ja sogar der Kleinbus vor dem Haus hatte

nur ein kaputtes Fenster, obwohl große

Äste vor und hinter ihm heruntergekracht

waren. Mitarbeiter, Kinder und

Freiwillige haben hart gearbeitet, um alles

wieder in Ordnung zu

bringen und die Baumkrone

aus dem Hinterhof zu

räumen.

In drei Schulen unserer

Umgebung hatte der

Staat Notunterkünfte

eingerichtet, in denen

rund 800 Personen

Wir teilten fleißig Lebensmittel

und Kakao aus, im Namen von

Jesus und mit einem freundlichen:

„Gott segne dich.“

untergebracht wurden. Es fehlte an Nahrung,

Kleidung, Decken und Hygieneartikeln.

Eine wunderbare Gelegenheit für

unsere Gemeinde, Nächstenliebe zu

üben. Ohne Aufforderung halfen sie

zwei Wochen lang, die notleidenden

Menschen zu versorgen.

Meine Kollegin erinnert sich:

„Pro Mahlzeit und Schule haben

wir 20 Liter heiße Schokolade,

24 Keksrollen, 25 Kilo Essen

und 15 Liter Milchreis vorbereitet.“

Beim Broteschmieren fragten

wir uns, ob die Lebensmittel

reichen würden Jemand wischte

die Zweifel mit großer Zuversicht

vom Tisch: „Wenn es nicht genug

ist, kann Gott es ja vermehren!“ So

zogen wir los.

Wir teilten fleißig Lebensmittel und

Kakao aus, im Namen von Jesus und mit

einem freundlichen: „Gott segne dich.“

Ein Mitarbeiter hatte Bibelverse auf Zettel

gedruckt, die wir mit verteilten. Wir

sangen, erzählten von Gott und beteten

mit den Leuten. Ein Mann entschied sich

auf der Stelle für Jesus.

Abends waren sogar noch Brötchen

und Kakao für uns

selbst übrig. Die drei

Eimer Kakao waren

eigentlich zu wenig

für so viele Leute –

unmöglich! Und jetzt

konnten sogar wir

uns noch stärken. Auf dem Nachhauseweg

begegnete mir ein Jugendlicher aus

der Gemeinde und erzählte genau das

Gleiche. Auch sie hatten verteilt und verteilt

– und die Lebensmittel gingen nicht

aus. Gott tut Wunder – heute noch!

Aufräumen

nach dem

Sturm

Gott ist einfach

„wunderbar“!

Einen Artikel über Wunder

Nein, lieber nicht, das überlasse

ich besser den richtigen Glaubenshelden,

was weiß ich schon

von Wundern In meiner Jugend

sang ich gerne das Lied: „Denn du

bist groß, ein Gott, der Wunder

tut.“ Doch wo sind die Wunder in

meinem kleinen Leben

Ich fange an, eine „Wunderliste“

zu erstellen: Ist es nicht ein Wunder,

dass Eleazar als Kind überlebt

hat, als er von einem Auto angefahren

wurde Oder dass meine

Schwiegermutter von Brustkrebs

geheilt worden ist Überhaupt

unglaublich, wie Gott mich nach

Mexiko geführt und mit Eleazar zusammengebracht

hat! Und wie er

uns gemeinsam gebraucht hat, um

eine Gemeinde zu gründen. Viele

Menschen haben Jesus ihr Leben

anvertraut …

Auch heute erleben wir Gebetserhörungen:

Gott hat vorgesorgt

und zum richtigen Zeitpunkt (vor

dem Heimatdienst) einen einheimischen

Pastor für unsere Gemeinde

geschenkt. Gerade hatten wir

begonnen, um eine neue Perspektive

zu beten, als unsere künftige

Teamkollegin Esperanza (sicher

kein Zufall, dass sie „Hoffnung“

heißt) fragte, ob wir sie in ihrer Arbeit

bei den Tarahumara-Indianern

unterstützen könnten.

Zudem hat Gott uns hier in

Deutschland perfekt mit allem

versorgt: zwei geliehenen Autos,

Handy, Navi, Fernseher und

Spielsachen. Als unser Auto

Probleme mit der Lichtmaschine

hatte, waren wir gerade bei

einem mechanisch begabten,

hilfsbereiten Freund zu

Besuch, der es gerne

repariert hat.

Gott hatte auch

den Herzenswunsch

unseres

vierjährigen

Samuels

im

Blick.

14 DMG-informiert | 1 | 2015


Sammy hatte Gott um Legos gebeten,

die er mit nach Mexiko nehmen darf. Die

kamen ein paar Tage später mit der Post!

Zudem hat Gott unseren Kindern neue

Freunde in der Nachbarschaft geschenkt,

nachdem ihre ersten deutschen Freunde

weggezogen sind. Und die sprechen sogar

Spanisch, genauso wie alle Ärzte, bei

denen ich Termine für Eleazar ausmachte.

Unsere Wunderliste wird immer länger.

Wir denken an Evelia, eine mexikanische

Freundin, der die Ärzte sagten, dass sie

todkrank sei. Sie kehrte gerade fröhlich

von einer Israelreise zurück. Auch ihre

Schwester hat entgegen der Arztprognose

die schweren Komplikationen bei der

Geburt ihrer Tochter überlebt.

Wikipedia definiert Wunder so: „Ein Ereignis,

dessen Zustandekommen man sich

nicht erklären kann, sodass es Verwunderung

und Erstaunen auslöst.“ Gott ist

„wunderbar“! Das bedeutet nach Duden:

„Etwas, was in seiner Art durch sein

Maß an Vollkommenheit das Gewohnte,

Übliche so weit übertrifft, dass es große

Bewunderung, großes Staunen erregt.“

Ich will Augen und Herz weit offen

halten, um Gottes Eingreifen in meine

kleine Welt nicht zu verpassen, und immer

wieder staunen über ihn. Mein Leben

ist keine Kette von Zufällen, sondern ein

Meisterplan meines wunderbaren

Herrn.

Sammy hatte

für Legos gebetet

Denn

du bist groß, ein

Gott, der Wunder tut.

Du bist Gott allein, weis mir den

Weg, oh Herr.

Ich will wandeln vor dir,

erhalt mein Herz in

deiner Furcht.

Dich nur preise ich,

Herr, mein Gott, von

ganzem Herzen,

und deinem Namen geb

ich Ehr in Ewigkeit!

Gitta Leuschner

Brasilien

Kirsten Giese

Schöner ist es

nur im Himmel

„Nimm dir am Abend des 20. Juli nichts

vor, sondern komm zum Gottesdienst“,

luden mich Freunde aus der Gemeinde im

Stadtteil Vinhais (São Luís) ein. Abends

erfuhr ich den Grund: Sie veranstalteten

einen besonderen Gottesdienst für mich,

bevor ich in den Heimataufenthalt abflog.

Die fröhliche Feier machte mir bewusst,

welche Wunder Gott in meinen vergangenen

vier Einsatzjahren gewirkt hat.

Alles war liebevoll vorbereitet, mit extra

Deko nur für diesen Abend. Danach

gab es ein Festessen. Ich konnte Gott nur

danken, schöner kann es nur im Himmel

sein! In dieser Gemeinde habe ich vier

Jahre Kindermitarbeiter geschult und

begleitet. Jetzt haben Elzonete, die Frau

des Pastors, und Lousanira die Kinderprogramme

übernommen.

13 Mitarbeiter konnte ich ausbilden,

zehn Kinder sind zum Glauben gekommen.

Weitere entschieden sich bei Kinderfreizeiten

im Januar für Jesus. Durch

manche Kinder erreichten wir ganze

Familien, die nun in den Gottesdienst

kommen.

Als ich vor vier Jahren meine Arbeit

in São Luís angefangen hatte, betete ich,

dass Gott mir dort Freunde schenkt. Er

tat es, drei enge Freundinnen sind mir

zum Segen geworden. Die Jahre zuvor

hatte es im Kindermitarbeiterbüro oft

Leiterwechsel gegeben; ich hatte Gott

um einen dauerhaften Leiter gebeten.

Nach drei Jahren hat sich Lucas zur Verfügung

gestellt. Und Gisa, eine ehrenamtliche

Mitarbeiterin, übernahm

ein paar Wochen vor meinem

Heimataufenthalt meine

Aufgaben im Büro. Ich

staunte nicht schlecht

Als ich vor vier Jahren meine

Arbeit in São Luís angefangen

hatte, betete ich, dass Gott mir

gute Freunde schenkt. Er tat es.

und sagte ihr: „Du bist meine Gebetserhörung!“

Lucas und seine Frau Priscila haben ein

weiteres Wunder erlebt: Lange hatten sie

für ein Kind gebetet. Trotz ungünstiger

ärztlicher Prognose hat Gott ihnen im Juli

einen gesunden Jungen geschenkt. Zudem

hat Lucas dieses Jahr die theologische

Ausbildung am Seminar unserer Stadt

begonnen. Und meine Freundin Meirislei

führt ihre theologische Ausbildung weiter,

die sie vor Jahren abgebrochen hatte.

Ich konnte sie zu diesem Schritt ermutigen,

Meirislei hat eine außerordentliche

Lehrbegabung.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen,

berichte ich gerne in Ihrer Gemeinde,

Ihrem Kreis darüber. Bis Juni 2015 bin ich

noch im Reisedienst. Sie können über die

DMG Kontakt zu mir aufnehmen.

Kirsten sagt Kindern von Jesus weiter.

Unten: Das Leitungsteam des

Kindermitarbeiterbüros

DMG-informiert | 1 | 2015

15


F

Amerika

Peru

Siegfried und Dorothee Reuter

Chile

Hans und Carmen Ziefle

Name des Ko

Glaubenstransfer

am Bankschalter

Seit

25 Jahren

ist unsere „Kinderhilfe

Arequipa“ Großabnehmer einer peruanischen

Milchfabrik. Täglich genießen

bis zu 1.500 Kinder aus armen Familien

über christliche Gemeinden und Schulen

unser gutes Frühstück plus Andacht. Ich

mache mich auf den Weg zur Bank, denn

der Preis für die

Pulvermilch ist

ausgehandelt.

Das Depot muss

gefüllt sein, um

Streiks und anderen

unliebsamen

Unterbrechungen vorzubeugen, den Kindern

zwischen 1 und 13 Jahren zuliebe.

Wir haben 400 Kisten mit jeweils 48

Beuteln Pulvermilch angefordert, steril,

hygienisch verpackt und sechs Monate

haltbar. Die Kisten vertragen den

Transport bis in abgelegene

Hochlanddörfer auf 4.000

Metern Höhe oder in ärmlichen

Vorstadtsiedlungen.

Und die Beutel schützen vor

Staub und Kleingetier, denn

auf den Einsiedlerhöfen und

im Armenviertel gehören

Motte und Maus noch zum

Inventar.

Lächelnd drückt sie die Enter-

Taste mit den Worten: „Danke

Herr Jesus! Bitte segne das Frühstück

weiter, Amen.“

Am Bankschalter gebe ich den Geldtransfer

schriftlich in Auftrag. Die Daten

des Empfängers mitsamt der Verwendung

werden geprüft. Ich weise

mich mit meinem peruanischen

Pass aus. Die Señorita bedient

freundlich und bittet mich, alle

Eingaben zu prüfen. „Sie sind

Bruder Víctor Reuter nicht

wahr“, fragt sie mich mit Blick

auf das Dokument. Ich bejahe

überrascht („Víctor“ = „Sieger“

– mein peruanischer Name).

„Dann gehören Sie zum Frühstücksprogramm

in Arequipa“ Ich

staune und nicke schmunzelnd.

„Ich heiße Mariela“, erklärt die

junge Bankangestellte, „und möchte

mich angesichts dieser Milchtransaktion

persönlich bei ihnen bedanken. Ich habe

als Kind viele Jahre jeden Morgen diese

Milch und das Frühstück der Kinderhilfe

genossen. Ich bin auf Freizeiten mitgefahren,

habe die Schulungen durchlaufen und

arbeite heute aktiv in der Gemeindejugend

mit.“

Lächelnd drückt sie die Enter-Taste mit

den Worten: „Danke Herr Jesus! Bitte

segne das Frühstück weiter, Amen.“ So

schließen wir gemeinsam und überglücklich

unseren Transfer

am Bankschalter ab.

Wie gut, dass alle Kinder

im Frühstücksprogramm

den Namen

ihres wahren Wohltäters,

Jesus Christus,

erfahren. Übrigens, die Herstellerfirma

der Milch heißt „Gloria“ und die Marke

„Pura Vida“! – Wahrhaftig, Leben pur!

Anlieferung der Milch

für hunderte Kinder

Hoffnungslos

Nicht für Jesus!

Gestern Abend rief unsere Tochter

Julia ganz aufgeregt an. Ihrem Schwiegervater

hatte man direkt vor seiner

Haustür das Auto gestohlen. Sowas ist

in der chilenischen Hauptstadt Santiago

normalerweise ein hoffnungsloser Fall.

Gestohlene Fahrzeuge werden hier in

wenigen Stunden in 500 Ersatzteile zerlegt

und sind nie wieder auffindbar. Wer

keine Vollkaskoversicherung hat, kann

sein Fahrzeug abschreiben, und niemand

ersetzt ihm den Verlust. Trotzdem haben

wir uns sofort zusammengesetzt und um

ein Wunder gebetet …

Gleichzeitig fuhr mein Schwiegersohn

David mit seinem Auto durch die

Stadt und suchte nach dem gestohlenen

Wagen. Eigentlich sinnlos in einer Sechs-

Millionen-Metropole. Doch schon nach

wenigen Minuten entdeckte er das Auto

seines Vaters an einer Ecke geparkt. Das

Nummernschild war bereits abgenommen.

Der Dieb schien gerade mit einem

Kollegen über den Preis und die Übergabe

zu verhandeln.

David fuhr vorbei und rief umgehend

die Polizei. Innerhalb weniger Minuten

hatten sie den Dieb eingekesselt. Es kam

zu einer heißen Verfolgungsjagd. Der

Räuber stieß mit einem anderen Auto

zusammen, dann stellten ihn die Beamten.

Er war erst wenige Tage wieder

aus dem Gefängnis frei, wo er wegen

Autodiebstahls gesessen hatte! Das Auto

hatte zwar einen Blechschaden, doch der

war zu verschmerzen. Es war schön, wie

Gott innerhalb weniger Stunden unsere

Gebete erhörte.

Auch in unserem Medienprojekt

erleben wir Gottes Hilfe: Seit zwei Jahren

produzieren wir Filme, um chilenische

Christen für Mission zu mobilisieren.

Damals hatten wir kein Geld, aber die

Zusage Gottes, dass es sein Wille war

und wir im Glauben vorangehen sollten.

Inzwischen sind wir jede Woche drei

Stunden im chilenischen und eine Stunde

im ecuadorianischen Fernsehen auf Sendung

und produzieren Schulungs videos

und Dokumentarfilme über fremde

Kulturen, Religionen und Ideologien. Sie

stehen in bester Qualität im Internet

allen Spanischsprachigen zur Verfügung.

Gott hat uns Monat für Monat die rund

2.000 Euro gegeben, sodass wir weiterproduzieren

und auf Sendung bleiben

konnten. Ihm vertrauen wir auch für

2015. Danke an alle Geber und Beter.

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DMG-informiert | 1 | 2015


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Kontakt@DMGint.de

www.DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

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G E N O D E 6 1 W I E

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erstmals ab:

(frühestens 15 Tage nach Eingang dieses Mandats bei der DMG)

Geburtsdatum

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Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

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Mandatsreferenz-Nr.: Wird von der DMG vergeben und Ihnen separat mitgeteilt.

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einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von DMG interpersonal e.V. auf

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Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des

belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

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in in andere EU-/EWR-

Staaten in in Euro. Euro.

06 06

SPENDE

SPENDE


Jahresfest

Sinsheim-Buchenauerhof

26. April 2015, ab 10 Uhr

Herzliche Einladung

am 26. April 2015

JeSUS

unbekannt !

Parallel:

TeenTREFF

Jahresfest

26. april 2015, ab 10 Uhr

74889 sinsheim-buchenauerhof

ab 12.30 Uhr

Missionare live

Frank u. angelika bosch, Kroatien

Gottes schönster Einfall: Musik!

erwin u. almut büschlen /

susanne stoehr, italien

Kunst und Kreativität als Brücke zu

Menschen

sigrid Fähnle, brasilien

Weichen stellen – Mitarbeiter

ausbilden im Nordosten Brasiliens

andreas u. Gabriela Fuchs,

brasilien

Ein Luther für jedes Volk! –

Gottes Wort in der Muttersprache

verändert Leben

stefan Henger, senegal

Unerreichte Volksgruppen –

das geht uns an

Matthias Knödler, deutschland

Migranten mit Gottes Liebe beschenken

Kurzeinsätze – mega bereichernd

Kurzeinsatzteam

robert, orient

Naher Osten: Theologische Lehre im

Kriegsgebiet

eleazar u. susi tello Harbich, Mexiko

Warum wir zu den

Tarahumara-Indianern gehen

luis trujillo, ecuador/deutschland

Berufung – hin und zurück

Programm:

10.00 Uhr

Gottesdienst

Predigt: Stefan Henger, Senegal

12.00 Uhr

MissionsaUsstellUnG,

MittaGessen, Gebet

15.00 Uhr

ForUM Mission

Ansprache: Dr. Detlef Blöcher,

Missionsleiter

durchgehend

GeMäldeaUsstellUnG

von Missionarin Susanne Stoehr, Italien

Infos:

www.DMGint.de/Jahresfest

Offene Stelle

in der DMG-Zentrale

Für die Leitung der Freiwilligendienste auf

dem Buchenauerhof und zur Verstärkung

unseres Teams der Kurzeinsatz-Koordinatoren

suchen wir ab Mai 2015 einen:

Sozialpädagogen /

Sozialarbeiter

(Diplom oder B.A. – m/w)

Bestellen Sie kostenlos Einladungsflyer und

Plakate für Ihre Gemeinde und Freunde

04.–08.05.2015

DMG-Missionsfreizeit

auf dem Buchenauerhof

D M G - M i s s i o n s f r e

i z e i t

Übernachtung und Vollpension, DZ (Etagendusche):

155 Euro/Person. EZ: 180 Euro. Zimmer mit Dusche und WC,

Zuschlag: 25 Euro.

Die wunderschön gelegene DMG-

Zentrale als ruhigen Ort des Gebets

erleben, Ausflüge in die Umgebung,

Bibelarbeiten, Berichte von Missionaren,

Aktuelles der DMG und Zeit

für Begegnung mit Missionaren und

Mitarbeitern. Leitung: Gerd Sigrist,

Detlef Garbers.

Informationen und Bewerbung:

www.DMGint.de/Stellenangebot

Information, Flyer und Anmeldung:

Bettina Janzen, Tel: 07265 959-127,

E-Mail: Anmeldung@DMGint.de

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