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Rede von Dr. Bernward Loewenberg als PDF - Volksbildungswerk ...

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<strong>Dr</strong>. <strong>Bernward</strong> Löwenberg<br />

Kunst und Erwachsenenbildung im kommunalen Bereich<br />

Vortrag anläßlich 50 Jahre <strong>Volksbildungswerk</strong> Eschborn und 30 Jahre Eschborn K<br />

Eschborn, 25 Juni 2004<br />

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Speckhardt!<br />

Sehr verehrte Frau Jonberg! Sehr geehrter Herr Reichert, lieber Herr Schnee!<br />

Meine sehr geehrten Damen und Herren!<br />

Auch ich gratuliere dem <strong>Volksbildungswerk</strong> Eschborn und dem Eschborn K zu den beachtli-chen 50<br />

bzw. 30 Jahren ihres erfolgreichen Wirkens in dieser Stadt sehr herzlich. Einrichtun-gen leben <strong>von</strong><br />

Menschen; daher gilt mein Glückwunsch natürlich auch den vielen ehrenamt-lichen und anderen<br />

in der Erwachsenenbildung in Eschborn engagierten Damen und Herren, namentlich Frau Jonberg<br />

und Herrn Schnee.<br />

Die beiden Jubiläen sind Anlaß genug, sich einmal mehr mit dem Kulturellen in der Kommunalpolitik<br />

zu befassen. Gerade in Zeiten leerer Kassen besteht die Tendenz, sich ganz auf die<br />

Befriedigung des notwendigen Bedarfs zu konzentrieren und die sog. freiwilligen Aufgaben, zu<br />

denen die Kultur gerechnet wird, zu reduzieren.<br />

Wo ist aber der eigentliche Schnittpunkt zwischen beiden. Ich habe für mich eine einfache<br />

Faustregel entwickelt: Kultur beginnt dort, wo – bildlich gesprochen – mehr getan wird, <strong>als</strong> das<br />

„Dach über dem Kopf“ herzustellen.<br />

Kultur hat begonnen, <strong>als</strong> der erste Mensch Zeichen in einen Stein geritzt hat, um eine Infor-mation<br />

zu fixieren oder weiterzugeben, <strong>als</strong>o eine geistige Leistung vollbracht hat, die über unmittelbare<br />

Befriedigung des physischen Bedarfs hinausging.<br />

Unstreitig ist – denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein -, daß auch die seelisch-geistigen<br />

Bedürfnisse des Menschen ihre Erfüllung finden müssen. Dazu trägt kommunale Kulturpolitik<br />

wesentlich bei.<br />

Schon lange spricht man bei der Wirtschaftsförderung <strong>von</strong> sog. weichen Standortvorteilen. Dazu<br />

gehört ebenso unstreitig auch ein qualitativ hochwertiges kulturelles Angebot.<br />

Kulturpolitik ist insofern durchaus keine freiwillige, beliebig reduzierbare, sondern eine Kernaufgabe<br />

der kommunalen Selbstverwaltung <strong>von</strong> großer Bedeutung für das Wohlbefinden der<br />

Menschen in einer Stadt.<br />

Kulturpolitik war deshalb für mich immer ein wesentliches Anliegen, und so freue ich mich, daß<br />

ich heute abend über das Thema:<br />

Kunst und Erwachsenenbildung im kommunalen Bereich<br />

Sprechen kann.<br />

Sie merken sicher: nach dem, was ich eben gesagt habe, würde ich natürlich am liebsten<br />

über Kultur im kommunalen Bereich sprechen. Dann könnte auch so Wichtiges einbezogen<br />

werden wie Bibliotheken, die selbstverständlich auch zur Erwachsenenbildung gehören, e-benso<br />

wie Tätigkeiten der Vereine mit kulturellen Zielsetzungen und viele andere Aktivitäten, die nicht


unbedingt der Kunst zuzurechnen sind, aber wesentlicher Ausdruck <strong>von</strong> Kultur einer und in einer<br />

Stadt sind.<br />

Aber die Themenstellung fokussiert auf die Aspekte der Kunst und der Erwachsenenbildung.<br />

Indirekt werden wir allerdings doch stets über das Kulturelle im allgemeinen mitsprechen; denn<br />

ganz unbestritten: wie die Erwachsenenbildung gehört Kunst zur Kultur.<br />

Die Befassung mit Kunst ist immer ein kultureller Vorgang, übrigens auch deren Vernachläs-sigung<br />

ebenso wie die Beseitigung oder Zerstörung <strong>von</strong> Kunstwerken, letztere allerdings ein negativer.<br />

Packen wir <strong>als</strong>o unser Thema an:<br />

Es hat zwei wesentliche Teile: Kunst und Erwachsenenbildung und diese scheinen irgendwie<br />

miteinander verbunden zu sein. Das soll zu klären versucht werden.<br />

Dabei stellt sich sofort die Frage: welcher Bereich der Kunst soll denn behandelt werden <br />

Wenn wir <strong>von</strong> Kunst sprechen wollen, liegt nämlich ein weites Feld vor uns.<br />

Beim Wort „Kunst“ denken viele meistens ganz spontan an bildende Kunst, Gemälde, Zeichnungen,<br />

Skulpturen .... Wir wissen aber: das Spektrum <strong>von</strong> „Kunst“ ist viel weiter. Zu Kunst<br />

gehören natürlich Musik, Dichtkunst ( Schriftstellerei, Roman, <strong>Dr</strong>ama, Lyrik usw), darstellende Kunst<br />

( Theater, Oper, Tanz, Film, Video .... ), Kunst der <strong>Rede</strong> und weiter viele Varianten <strong>von</strong> Kunst – wir<br />

denken an die 9 Musen der alten Griechen - bis hin zur Kochkunst. Niemand wird bestreiten, daß<br />

gut zu kochen eine Kunst ist und ein gutes Menu ein Kunstwerk sein kann.<br />

Jeder <strong>von</strong> uns begegnet fast täglich bewußt oder unbewußt irgendeiner dieser Formen <strong>von</strong> Kunst,<br />

überwiegend rezeptiv, d.h. wahrnehmend, nicht selbst gestaltend.<br />

Mir scheint wichtig, ins Bewußtsein zu rufen: die Begegnung mit Kunst ist jeweils anders zu<br />

bewerten je nach dem, ob sie aktiv (gestaltend) ausgeübt oder ob ein Kunstwerk im Entstehungsprozeß<br />

oder <strong>als</strong> Ergebnis <strong>von</strong> Gestaltung betrachtet, beobachtet, gehört, gelesen wird.<br />

Diese allgemeinen Vorbemerkungen sollen sicherstellen, daß wir das gesamte Spektrum „Kunst“<br />

insgesamt im Auge haben, wenn wir exemplarisch über Kunst und Erwachsenbildung im kommunalen<br />

Bereich nachdenken.<br />

Wir müssen aber auch die Frage stellen, was zur Erwachsenenbildung im kommunalen Be-reich<br />

gehört.<br />

Beim heutigen Anlaß, der Geburtstagsfeier des <strong>Volksbildungswerk</strong>s Eschborn und des Eschborn K,<br />

könnte leicht vergessen werden, daß im kommunalen Bereich Bibliotheken einen wichtigen Beitrag<br />

zur Erwachsenenbildung leisten und die ganz natürliche Ergänzung der anderen Einrichtungen der<br />

Erwachsenenbildung sind. So ist es auch hier mit den beiden Bibliotheken in Eschborn selbst<br />

und im Stadtteil Niederhöchstadt.<br />

Es wäre nun höchst reizvoll zu fragen, welchen Beitrag zur Kunst jeweils die Bibliotheken und das<br />

<strong>Volksbildungswerk</strong> Eschborn leisten.<br />

Wenn auch in den Bibliotheken bei den Ausleihen der Erwachsenen Sachbücher im Vorder-grund<br />

stehen, so spielt der Bereich der Belletristik, <strong>als</strong>o der literarischen Kunst, keine ganz untergeordnete<br />

Rolle. Literatur in Form <strong>von</strong> Romanen, <strong>Dr</strong>amen, Essays oder Lyrik wird in Zukunft<br />

wahrscheinlich mehr nachgefragt werden, da die Menschen mehr Zeit zur Lektüre haben.<br />

Um das gestellte Thema ganz auszuschöpfen, müßte <strong>als</strong>o eigentlich auch der Bereich der


Bibliotheken und der Kunst der Literatur behandelt werden. Das würde aber den Rahmen<br />

dieses Vortrages sprengen. Immerhin: ganz ausgeklammert ist diese Kunstgattung nicht, denn das<br />

<strong>Volksbildungswerk</strong> bietet auch die Auseinandersetzung mit Literatur in seinem Programm an.<br />

Wenn ich mich hier – und damit erfülle ich sicher auch ihren Auftrag – auf die beiden Geburtstagskinder<br />

und den Bereich der bildenden Kunst beschränke, ist nach allem <strong>als</strong>o klar, daß<br />

andere Einrichtungen im kulturellen Bereich mitgewürdigt werden.<br />

Eine der herausragenden Leistungen des <strong>Volksbildungswerk</strong>s ist, seinen Hörerinnen und Hörern<br />

den Zugang auch und gerade zur Kunst zu eröffnen oder doch zu erleichtern. Dies bestätigt<br />

beispielhaft eine Analyse der letzten Programme.<br />

Das Eschborn K hat seine Aufgabe immer in der Präsentation anspruchsvoller Filme, Werken<br />

<strong>als</strong>o der darstellenden Kunst, gesehen und steht damit besonders im Dienste der Rezeption<br />

<strong>von</strong> Kunst.<br />

Demgegenüber macht das <strong>Volksbildungswerk</strong> Eschborn unter der Rubrik „Kunst und Kreati-vität“<br />

regelmäßig relativ viele Angebote. Offensichtlich wird <strong>als</strong>o die Möglichkeit und Befähi-gung zu<br />

eigener künstlerischer Betätigung entsprechend nachgefragt. Auffällig und interes-sant ist, daß weit<br />

weniger Kurse zur Kunstbetrachtung ( z.B. durch Ausstellungsbesuche, Vorträge etc.), zum Erlernen<br />

des Umgangs mit Kunst und zur Kunstgeschichte angeboten werden. Die Nachfrage danach scheint<br />

<strong>als</strong>o nicht im gleichen Maße zu bestehen.<br />

Das stimmt auch mit der Erfahrung überein, daß bei der bildenden Kunst im allgemeinen eigene<br />

Aktivität wohl eher stimuliert, <strong>als</strong> mehr rezeptives Verhalten. Die eigene – wie auch immer<br />

qualitativ zu bewertende – künstlerische Tätigkeit, auch Kreativität genannt, scheint attraktiver zu<br />

sein <strong>als</strong> die Auseinandersetzung mit künstlerischer Tätigkeit anderer und deren Ergebnissen.<br />

Woran liegt das<br />

Ein <strong>von</strong> einem anderen geschaffenes Kunstwerk zu begreifen, ist ein höchst komplexer und mit<br />

Mühen verbundener Vorgang, der in mehreren Schritten erfolgt:<br />

∑ Der erste Schritt ist, daß man sich selbst ganz zurücknimmt und auf einen an-deren einstellt.<br />

Das fällt manchem schon durchaus schwer.<br />

∑ Im zweiten Schritt findet die genaue Beobachtung und dadurch die Erfassung des Kunstwerks<br />

statt.<br />

∑ Der dritte Schritt ist die Bewertung: wie ist dieses Kunstwerk nach allgemeinen Kriterien<br />

einzuordnen und was sagt es mir<br />

∑ Im vierten Schritt findet die Entscheidung darüber statt, ob ich das Kunstwerk für mich selbst<br />

akzeptiere, es zurückweise, aber doch toleriere.<br />

Sie erkennen sicher auch die Parallele zu politischen und anderen gesellschaftlichen Ent-scheidungsprozessen.<br />

Wobei allerdings zu bemerken ist, daß bei der Auseinandersetzung mit dem<br />

Kunstwerk, regelmäßig das Korrektiv des Partners oder Gegners fehlt. Das Kunstwerk kann sich<br />

nicht wehren und ist uns in gewisser Weise schutzlos ausgeliefert.<br />

Um so bemerkenswerter ist die Konstellation in Eschborn für die „Kunst in der Stadt“.<br />

Durch die Art und Weise, wie Vertreter des <strong>Volksbildungswerk</strong>s Eschborn mit den verant-wortlichen<br />

Vertretern der Stadt im Strom- und Gegenstromverfahren zusammenarbeiten, sind die Kunstwerke<br />

in der Stadt nicht wehrlos.<br />

Im Gegenteil: die politischen Vertreter der Stadt, die über Aufstellung, Ausstellung und / oder<br />

Anschaffung <strong>von</strong> Kunstwerken zu entscheiden haben, finden im <strong>Volksbildungswerk</strong> Esch-born


kompetente Gesprächspartner. Sie stehen damit in der Entscheidung über Für, Wider oder<br />

Tolerierung eines Kunstwerks, die sie ja nicht nur nach eigenem Geschmack oder Ge-fallen zu<br />

treffen haben, nicht allein.<br />

Ja, mehr noch: die über Kunst im kommunalen Bereich zur Entscheidung berufenen Politiker<br />

können mit einer hohen Akzeptanz bei der Bevölkerung und den Medien rechnen, wenn sie in<br />

Übereinstimmung mit Personen stehen, die wegen ihres Sachverstandes in der Stadt an-erkannt<br />

sind.<br />

Ein besonders schönes Beispiel ist dafür die „Skulpturen-Achse Westerbach“. Sie ist über<br />

einen gewissen Zeitraum gedanklich gereift ist und unter Nutzung der Gunst der Stunde mit<br />

der Gründung des „Förderkreises Skulpturen-Achse“ bei der Jahreshauptversammlung 1988<br />

des <strong>Volksbildungswerk</strong>s Eschborn in die Umsetzungsphase übergeleitet wurde. Die Auswahl der<br />

Künstler und der Standorte folgte dann jeweils in enger Abstimmung zwischen den städ-tischen<br />

Gremien und dem <strong>Volksbildungswerk</strong> Eschborn.<br />

Die Flexibilität in der Zusammenarbeit beider Seiten kam schließlich zum Ausdruck, <strong>als</strong> Thomas<br />

Beckers „Adam und Eva“ wegen Problemen des Verbleibs am ursprünglich vorgesehenen Standort<br />

kurzer Hand ans Rathaus gesetzt wurden. Dort stehen sie nun so, <strong>als</strong> seien sie für den Ort<br />

wie geschaffen.<br />

Damit war zwar streng genommen das Projekt „Skulpturen-Achse Westerbach“ verlassen, aber<br />

der Gedanke, die Stadt durch Skulpturen besser erfahrbar zu machen, ist zusätzlich akzentuiert<br />

worden.<br />

Das Gleiche gilt für John Henrys monumentales Kunstwerk „Fulcrum“ im Mittelpunkt des Gewerbegebietes<br />

Süd, durch das die „Skulpturen-Achse Westerbach“ nun zu recht und tat-sächlich zur<br />

„Skulpturen-Achse Eschborn“ geworden ist. Seine Akzeptanz wurde wesentlich verstärkt durch<br />

die Aktion der vier Fotographen, die das „Fulcrum“ in seiner Wiederentstehung in Eschborn<br />

höchst dynamisch mit ihrem Medium der bildenden Kunst, der Photographie, erfaßt und in einer<br />

Ausstellung dokumentiert haben.<br />

Diese Entwicklung hat ihre Fortsetzung schließlich in einem anderen Großkunstwerk gefun-den,<br />

dem „Travel a head“ <strong>von</strong> Florian Borkenhagen im ehemaligen Camp, fast physisch spürbar mit<br />

dem „Fulcrum“ verbunden.<br />

Damit bin ich an einem etwas sensiblen Punkt angekommen. Aber ich sage gleich deutlich meine<br />

Meinung: das „Fulcrum“ muß in Eschborn bleiben und auch an dieser Stelle, wenn nicht die<br />

gesamte Konzeption <strong>von</strong> „Kunst in der Stadt“ in Frage gestellt werden soll.<br />

Ich war bei der Vorstellung dieses Kunstwerks im Herbst 2002 dabei und überrascht, daß es nicht<br />

schon immer dort gestanden hat. So genau paßt es an diese Stelle, so sehr identifiziert es mit<br />

der Dynamik und Weltoffenheit <strong>von</strong> Eschborn, daß es nicht hinweggedacht werden kann, ohne eine<br />

schwere Wunde zu hinterlassen. Videant consules...!<br />

Vor wenigen Tagen noch bin ich in einer anderen Stadt des Rhein-Main Gebietes nördlich <strong>von</strong><br />

Frankfurt gewesen mit einem längst nicht so großen Gewerbegebiet wie das <strong>von</strong> Eschborn, aber<br />

voller Kunstwerke im Straßenraum, auf Kreisverkehrsinseln, vor und in den Un-ternehmen. Wie<br />

ich in Erfahrung gebracht habe, sind einige dieser Kunstwerke <strong>von</strong> in diesem Bereich ansässigen<br />

Gewerbebetrieben gesponsort worden.<br />

In Brüssel habe ich vor Jahren erlebt, daß mehrere Großkunstwerke im Verlauf des Boule-vard<br />

Jacquemin <strong>von</strong> den dort befindlichen Unternehmen der Stadt geschenkt wurden, um ihren Beitrag<br />

zur <strong>als</strong> notwendig erkannten künstlerischen Gestaltung dieses neuen Gewer-begebietes zu leisten.


Bei der Dynamik der Eschborner müßte doch ein Pakt mit den anliegenden Unternehmen gelingen,<br />

daß diese maßgeblich zur Finanzierung <strong>von</strong> „Fulcrum“ beitragen.<br />

Damit sind wir übrigens wieder ganz beim Thema: „Kunst und Erwachsenenbildung im kommunalen<br />

Bereich“. Das ist ein Programm, das auch für die Unternehmensleitungen in Esch-born<br />

geöffnet werden kann und sollte. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt sich<br />

Unternehmenskultur <strong>als</strong> gelebte „Bildung <strong>von</strong> Erwachsenen“, wenn sich Unternehmen z.B. an Kunst<br />

im kommunalen Bereich beteiligen.<br />

Nun wäre es sicherlich zu euphorisch, ja f<strong>als</strong>ch, alles, was bisher an bildender Kunst im städtischen<br />

Raum in Eschborn entstanden ist, unmittelbar auf die gute Zusammenarbeit zwi-schen der Stadt<br />

und dem <strong>Volksbildungswerk</strong> zurückzuführen.<br />

Wichtig ist für das Gedeihen <strong>von</strong> Kunst im kommunalen Bereich vielmehr, daß ein Klima der<br />

Offenheit für Kunst besteht.<br />

Ein solches Klima entsteht am ehesten, wenn in einer Stadt Einrichtungen sind, die zur geistigen<br />

Betätigung anregen und zur intellektuellen Bereicherung der Bürger beitragen. Dazu gehören<br />

Vortragsveranstaltungen, Ausstellungen, die Bibliotheken mit ihrem Angebot an Literatur, um nur<br />

einige Beispiele zu nennen.<br />

In Eschborn haben in besonderem Maß das <strong>Volksbildungswerk</strong> und das Eschborn K daran einen<br />

nicht zu unterschätzenden Anteil. Die in diesen Einrichtungen tätigen Personen, zu einem guten Teil<br />

selbst ausübende Künstler, setzen - bewußt oder unbewußt wahrgenom-men – seit Jahren geistige<br />

Potentiale frei, geben Anstöße, greifen in Diskussionen ein und wirken so weit über ihren engeren<br />

Bereich positiv und motivierend auf das geistige Klima der Stadt ein.<br />

So sind <strong>als</strong>o in Eschborn Kunst und Erwachsenbildung im kommunalen Bereich in beispiel-hafter<br />

Weise miteinander verbunden.<br />

Mögen <strong>Volksbildungswerk</strong> Eschborn und Eschborn K auf diesem Wege weiter gleichermaßen<br />

erfolgreich wie bisher voranschreiten und dabei die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, der<br />

Unternehmungen und der Stadt behalten.

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