la gueule - Junior Chamber Biel-Bienne

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la gueule - Junior Chamber Biel-Bienne

la gueule

das Magazin der Junior Chamber Biel-Bienne

2/2008

Die Welt in Biel – Nationen

Bienne dans le monde – Nations

Sponsored by:


Inserat Ediprim


Fachstelle Integration

Bettina Bergner

Edito Extern

Biel-Bienne - vereint in Vielfalt!

Vielfalt wird in Biel als Bereicherung erlebt. Unternehmen haben seit

einiger Zeit erkannt, dass im globalisierten Markt die Berücksichtigung

der Vielfalt der Angestellten und die «Managing Diversity»-

Strategie zu mehr Leistung und Profit führt.

Deshalb ist die Stadt Biel nicht nur in der Unterstützung der Wirtschaft

stark, sondern fördert auch die Zwei- und Mehsrsprachigkeit

sowie die Integration.

Integration ist keine Einbahnstrasse, sondern ein zweiseitiger Prozess.

Dieser setzt die aktive Auseinandersetzung und Partizipation

der zugewanderten Menschen sowie Offenheit und Respekt durch die

einheimische Bevölkerung voraus.

Menschen fühlen sich integriert, wenn sie in ein Netz von persönlichen

Beziehungen eingebunden sind, Interessen teilen können und

Anerkennung erhalten.

Wer schon mal in eine andere Gemeinde umgezogen ist und nach Kontakt-

und Integrationsmöglichkeiten suchte, erhielt schnell eine

Aufzählung über Vereinigungen, Sportclubs, kulturelle Anlässe, Quartiervereine

etc.

Dies zu Recht, denn Vereine machen nicht nur Spass, bieten Heimat und

stärken die eigene Identität, sondern leisten einen wichtigen Beitrag

zur sozialen und kulturellen Integration. Hier findet Austausch und

Begegnung statt; werden gemeinsame Interessen gelebt. Oft sind Vereine

auch aktive Promotoren für innovative Projekte, Anlässe, Veranstaltungen

oder gar Träger von – meist humanitären – Organisationen.

la gueule 2/2008 1


Multimondo (Kompetenzzentrum Integration) steht als Anlauf- und Beratungsstellen

Vereinen zur Verfügung mit:

• Raumvermietung

• Information und Kurs «Wie gründe ich einen Verein»

• Projektberatung und – begleitung

• Datenbank als Uebersicht für Vereinigungen und

Plattform für ihre Veranstaltungshinweise

Link: www.multimondo.ch

Viel Vergnügen bei der vereint gelebten Vielfalt

Fachstelle Integration

Bettina Bergner

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Das führende Haus für Küche und Bad

2500 Biel 3, Dufourstrasse 38, Postfach

Tel. 032 344 85 44, www.sanitastroesch.ch


Redaktion

im Uhrzeigersinn ab 9:00:

Philippe Reich

Marc Weiss

Cyrill Ranft

Pascal Villard

Remo Zehnder

Hans Notter

fehlen auf dem Bild:

Markus Wittig

Cédric Huguenin

Edito Intern

Les cercles culturels

Courant 2001-2002, j’ai eu l’occasion lors d’un séjour à Chicago (je

travaillais dans une start-up internet) de participer à une fête

organisée par un des membres de l‘alliance française. La fête a eu

lieu dans l’appartement de ce dernier dont la vue donnait sur le lac.

L‘ambiance était très chaleureuse. La majorité des participants était

de nationalité française mais il y avait également quelques suisses

qui travaillaient dans des banques à Chicago. Cette première expérience

m‘a donné envie d‘en savoir plus sur cette association et de

participer à d‘autres évènements.

L‘alliance française est un organisme fondé en 1883 dont le but est

la diffusion de la langue française et des cultures francophones

dans le monde. L‘évènement qui m‘a le plus marqué s’est déroulé lors

d’une conférence dont le thème était « la signification de la langue

française dans votre pays ». Pour cela, l’alliance française avait

invité des personnes de France, Belgique, Canada, de certains pays

africains et également de Suisse. C‘était une table ronde où chacun

expliquait comment le français était vécu dans son pays et qu‘est-ce

que cela avait apporté. Après la conférence, chaque pays s’est regroupé

dans un salon propre où il pouvait mieux se faire connaître et

proposer certaines de ses spécialités gastronomiques. Le salon suisse

proposait des brochures touristiques et permettait de gouter à la

raclette et à d‘autres mets typiquement helvétiques. Quant au vin, il

avait les couleurs de l‘Expo 02 qui allait avoir lieu quelques mois

plus tard. Ce genre de manifestation resserre le lien qui nous unis à

notre pays, à notre culture.

la gueule 2/2008 3


Comme vous l‘aurez très certainement compris, les cercles culturels

seront le thème principal de cette édition. Nous allons vous

en présenter quelques uns qui se trouvent à Bienne. Afin d‘avoir une

certaine homogénéité dans les articles, nous avons posé à chacun la

même série de questions. A savoir l‘année de fondation, la structure,

le but de l‘association, les activités et le nombre de membres.

Je vous souhaite d‘ores et déjà de belles vacances d‘été et une excellente

lecture.

Hans Notter

Denys‘08


Inhalt

Sommaire

Editorial extern 1

Editorial intern 3

Inhalt / Sommaire 5

Multimondo 7

Ein Mitglied stellt sich vor 13

English club Biel/Bienne 15

The four seasons in New York City 17

Circolo Abruzzese Bienne 23

Centro Cultural Recreativo Español de Biel 28

Geburtstage / Anniversaires 30

Anlässe / Événements 31

Impressum 32

la gueule 2/2008 5


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Jürg Walker

Geschäftsleiter MULTIMONDO

MULTIMONDO

eine Welt in Biel

ist ein interkulturelles Integrationszentrum mit den Schwerpunkten

Begegnung-Bildung-Beratung

MULTIMONDO ist ein Integrations- und Austauschzentrum für die Bevölkerung

von Biel und Umgebung.

MULTIMONDO spricht Einheimische und Zugewanderte zu einer gegenseitigen

Begegnung und Auseinandersetzung an.

MULTIMONDO fördert den Austausch und das Verständnis über soziale,

politische, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg.

MULTIMONDO wird durch Spenden verschiedener Institutionen und Privatpersonen

finanziert. Trägerschaft ist der 1998 gegründete „Verein

für ein multikulturelles Begegnungszentrum Biel“. Dieser setzt sich

seither im Migrations- und Integrationsbereich ein.

Im Zentrum am Oberen Quai 12 finden regelmässig die vielfältigsten

Veranstaltungen statt. Angeboten werden u.a. verschiedene Sprachkurse,

Informatikkurse, Kurse zur Zivilgesellschaft Schweiz, Kinderhütedienst,

Gesundheitskurse, Kinderhütedienst, Diskussionsabende

zu Integrationsfragen und eine interkulturelle Bibliothek. Daneben

steht das Zentrum als Treffpunkt, Kursort, Projektort, Informationsplattform

im Sinne von „interkulturelle Begegnungen“ einer breiten

Öffentlichkeit offen. Seit Anfang 2007 erweitert das Multimondo sein

Dienstleistungsangebot und betreibt am Oberen Quai 22, im Auftrag

der Stadt Biel und dem Bund ein Kompetenzzentrum für Integration

(KZI). Information und Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Projektberatung

und -begleitung sind die Schwerpunkte der neuen Aufgaben. Das

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Kompetenzzentrum für Integration informiert und vermittelt bei Fragen

im Migration- und Integrationsbereich.

Seit der Gründung des Vereines vor 10 Jahren ist das MULTIMONDO in

einem ständigen Entwicklungsprozess.

Entstanden ist die heutige Institution, um auf die Bedürfnisse der

neuen Migrationsbevölkerung und engagierten BürgerInnen von Biel und

Umgebung zu reagieren. Heute werden die verschiedenen Dienstleistungen

und Angebote von über 40 MitarbeiterInnen geleistet. Der Verein

zählt 100 Mitglieder und wird durch alle Schichten und Nationen

unterstützt. Viele Aktivitäten basieren auf Freiwilligenarbeit und

MULTIMONDO ist weiterhin auf die öffentliche Unterstützung angewiesen.

Zum Beispiel den Kinderhütedienst, welchen wir als Dienstleistung den

KursteilnehmerInnen im Kurgeld inbegriffen zur Verfügung stellen. Die

24 freiwilligen BetreuerInnen der über 150 Kinder pro Jahr arbeiten

alle ehrenamtlich und stammen aus über 12 verschiedenen Nationen.

Bereits diese gemeinsame Zusammenarbeit ist eine erfolgreiche Integrationsarbeit

und unterstützt die Frauen in ihrem Entwicklungsprozess.

Seit Sommer 2006 bieten wir dieses Angebot auch Eltern

an, welche unsere Kurse nicht besuchen und ihre Kinder bei uns zur

stundenweisen Betreuung anvertrauen. Mit einem bescheidenen Beitrag

finanzieren sie einen Teil dieser tollen Dienstleistung.

Mit einem Leistungsauftrag der Stadt Biel und dem Bundesamt für

Migration (BFM) ist MULTIMONOD auch im Bereich Beratung tätig. Die

Kontaktstelle für Ausländer der Stadt Biel wurde auf April 2007 mit

dem erwähnten Leistungsauftrag aufgelöst und die neuen Aufgaben dem

MULTIMONDO übertragen. An das Kompetenzzentrum können sich Anbieter

und Anbieterinnen sowie Bezüger und Bezügerinnen von Leistungen und

Projekten in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Kultur,

Arbeit und Freizeit wenden. Das Kompetenzzentrum setzt sich für die

Integrationsthematik ein und unterstützt Migrantinnen und Migranten.

Der Zugang zu bestehenden Ressourcen und Strukturen wird erleichtert

und ermöglicht. Wir unterstützen Aktivitäten für das friedliche Zusammenleben

zwischen den einheimischen und zugewanderten Einwohner-

Innen in Biel und Umgebung.

Diese Aufgaben können mit folgenden Stichworten umschrieben werden:

• Information und Beratung

• Vernetzung und Dokumentation

• Projektberatung, Projektinitiierung

• Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit

Die kostenlose Kurzberatung zu Migration- und Integrationsfragen

(z.B. Weiterbildung, Einbürgerung, Aufenthalt, Wohnen, Beziehung,

Projekte etc.) ist ohne Voranmeldung zu den Oeffnungszeiten des Kompetenzzentrum

Integration möglich. Im ersten Jahr seit dem Bestehen

des Kompetenzzentrum wurden 291 Personen zu den verschiedensten Themen

beraten, begleitet oder an Fachstellen weitervermittelt.

8


Ueber 70 Personen wurden an unsere juristische Beratung (ebenfalls

im Freiwilligenamt) überwiesen. 140 Personen erhielten kompetente

Auskünfte zu Sprachkurse und Integrationskurse in der Region Biel.

Das MULTIMONDO arbeitet in Biel sehr vernetzt und mit den verschiedensten

sozialen Akteuren und Organisationen zusammen. Die Ziele sind

dabei überall gemeinsam. Biel als zweisprachige, mehrkulturelle und

offene Stadt, ihre EinwohnerInnen im gemeinsamen friedlichen zusammenleben

zu unterstützen und zu fördern. Dies geschieht dabei in den

Bereichen. Begegnung – Bildung - Beratung

Biel hat bereits ein langjährige Migrationserfahrung mit ihrer Bevölkerung.

Denken wir nur an die „GastarbeiterInnen“ der 60-er Jahre.

Aus meiner langjährigen Erfahrung im Migrationbereich weiss ich wie

wichtig auch die gemeinsame Auseinandersetzung im Integrationsprozess

ist.

Heute wird viel von Integration gesprochen und auch wann Integration

vollzogen sein soll. Integration ist jedoch keine Zustand oder einfach

mit wenigen Indikatoren messbar, sondern ein Prozess in dem wir,

die Einheimischen und die Zugewanderten gegenseitig diesen Prozess

gestalten. Es sind alle eingeladen an diesem Prozess mitzuwirken und

Schritte in das Unbekannte zu wagen. Oft ist das, was anschliessend

erfahren und erlebt wird, weniger bedrohlich, als was in pauschalen

Urteilen und Vorurteilen aufgenommen worden ist. Integration ist auch

immer mit Konflikten und Spannungen verbunden. MULTIMONDO will diese

Spannungen frühzeitig erkennen und mit seinen Möglichkeiten darauf

reagieren, informieren, beraten, bilden und begleiten. MULTIMONDO ist

somit eine wichtige Institution in Biel, welche diese Prozesse mitgestaltet

und dabei vielfältige Unterstützung und Auseinandersetzung

bieten kann.

Zum Beispiel stellen wir verschiedenen ethnischen Gruppen erste Unterstützung

in ihrem Integrationsprozess zur Verfügung. Die russische

Frauengruppe trifft sich einmal pro Monat bei uns. Die somalischen

Frauen bauen für ihre Kinder Kurse für heimatliche Sprachkurse auf.

Weiss man doch heute wie wichtig es für die Kinder ist, ihre Muttersprache

zu lernen, um darauf die Referenz für eine Zweitsprache aufzubauen.

Oder die tamilische Tanzgruppe trifft sich zum Üben ihrer

Tänze. Auch die arabische Sprachgruppe führt Kurse für ihre Kinder

durch und die kurdische Musikgruppe übt in unseren Räumlichkeiten.

Neben diesen Möglichkeiten, Räume für die Gruppen zur Verfügung zu

stellen, ist auch die interkulturelle Bibliothek bei uns im Haus und

stellt Bücher in 13 Sprachen zur Verfügung.

MULTIMONDO bietet 6 Französisch- und 6 Deutschkurse auf den Niveaustufen

A1 bis B2 an (Europäisches Sprachenportfolio ESP). Kursdauer:

einmal oder zwei Mal pro Woche jeweils 2 Stunden. Diese Kurse werden

von erfahrenen SprachkursleiterInnen gegeben und werden über die

Erziehungsdirektion des Kanton Bern und dem Bundesamt für Migration

la gueule 2/2008 9


und den Beiträgen der Kursteilnehmenden finanziert. Pro Jahr besuchen

ca. 250 Personen aus über 30 Nationen unsere Sprachkurse und im

Durchschnitt besuchen die KursteilnehmerInnen unsere Kurse über 2

Jahre.

Neben den Gruppen, welche die Räumlichkeiten regelmässig nutzen,

finden pro Jahr über 40 weitere interne oder externe Veranstaltungen

statt. Kino für Kinder und Erwachsene, Tanzen für Frauen, div. kulinarische

Veranstaltungen oder Diskussionsrunden zum Beispiel zu

Ausweisfragen, Informationsveranstaltungen wie: Gründen eines Vereins

oder die Räume werden für Sitzungen oder Tagesveranstaltungen genutzt.

Bis vor 2 Jahren wurden diese vielfältigen Aktivitäten vor allem

über den Vorstand geleistet. Die Aktivitäten und Aufgaben sind jedoch

in der Zwischenzeit soweit angewachsen, dass seit letztem Jahr der

Verein neue Strukturen aufgebaut hat und die operationellen Aufgaben

mir als Geschäftsleiter übertragen hat. Seither ist MULTIMONDO erneut

gewachsen und hat die Grösse eines kleineren mittleren Unternehmens

erreicht. Die grosse Herausforderung besteht auch in Zukunft

die MigrantInnen weiterhin gezielt in ihrem Integrationsprozess zu

begleiten. Das ausgewogene Verhältnis der freiwilligen und bezahlten

Arbeit, sowie die nötigen finanziellen Ressourcen zu finden, werden die

Herausforderungen der nächsten Jahre sein. Mit einem Jahresbudget

von knapp 460‘000 Franken sind uns sehr enge Grenzen gesetzt, um die

vielfältigen Aufgaben voll erfüllen zu können.

Wir danken auch bei dieser Gelegenheit allen, kirchlichen, privaten,

wirtschaftlich und staatlichen Organisationen, welche bisher und

auch in Zukunft unsere Bestrebungen unterstützt haben und dies auch

weiterhin tun werden. Und nicht zuletzt den zahlreichen freiwilligen

MitarbeiterInnen aus unserer Bevölkerung.

Jürg Walker, Geschäftsleiter MULTIMONDO / Mai 2008

Adresse: MULTIMONDO, Beratung – Begegnung - Beratung

Geschäftstelle: Oberer Quai 22, 2503 Biel/Bienne

Kontakt: 032 322 50 20, info@multimondo.ch, www.multimondo.ch

Öffnungszeiten: Kompetenzzentrum Integration Biel und Umgebung

Dienstag 12h30 – 18h00, Donnerstag 16h00 – 18h00

Werden Sie Mitglied bei MULTIMONDO. Unterstützen Sie einzelne Anlässe

durch ihre Spende oder mit ihrer direkten Mitarbeit. Das Team MUL-

TIMONDO freut sich auf ihre Kontaktaufnahme. Weitere Informationen

finden Sie in unserer Homepage. www.multimondo.ch

10


Ein inspirierendes Umfeld nimmt

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Andrei Borissov

Ein Mitglied stellt sich vor

Ich in Biel und Biel in mir

Entscheidungen zu treffen ist schwierig, besonders dann, wenn man

mehrere Wege vor sich hat. Eine solche Situation hatte ich im Jahr

2000, als ich zusammen mit meiner Frau die für uns wichtige Entscheidung

traf, von Moskau nach Biel einzuwandern, weil ich hier einen

neuen Job als Informatiker erhielt.

Für uns war es damals ganz spannend aus einer anderen Welt in diese

zu reisen. Es gab noch keine Freunde oder Bekannte, welche uns im

Alltag mit Hinweisen helfen könnten. Man musste alles selber herausfinden,

wo man am besten einkaufen geht, wie der öffentliche Verkehr

funktioniert, wie hoch die Mietkosten sind, welche Gesellschaftsregeln

und Normen gelten, welche Versicherung am besten passt und so weiter

und so fort. Auf der anderen Seite war es für uns eine riesige Chance,

neues Land, neue Leute und die schöne Stadt Biel kennen zu lernen.

Meine erste Herausforderung war, Deutsch oder Französisch zu lernen,

da ich nur Englisch konnte und so viele Information wie möglich über

das Leben in Biel sammeln wollte. Der Eindruck vom Leben hier war im

Vergleich zu meinem Herkunftsland positiv und überraschend gut: die

Busse kommen pünktlich, es gibt den Jura und den See, schöne Kanäle

und die Aare, sehr viele Restaurants, das Konservatorium, zahlreiche

Velo- und Wanderwege und noch vieles mehr. Die Leute sind sehr

freundlich, sehr viele können Englisch sprechen, die meisten arbeiten

sehr effizient, geniessen das Leben und alles läuft ohne Stress und

Chaos.

la gueule 2/2008 13


Ich hätte nie gedacht, dass die Integration in der Schweiz für mich

eine sehr spannende und wichtigste Aufgabe wird. Die ersten Schritte

sind immer schwierig. Aber wenn man weiss, was es bedeutet, für mich,

für meine Familie und nicht zu letzt für die Leute, mit welchen ich

täglich arbeite und lebe, geht man den Weg viel leichter. In Biel

wohnen viele Nationalitäten aus verschiedenen Ländern und ich bin

sehr begeistert, weil es sich in dieser multikulturellen Gesellschaft

sehr gut leben lässt.

Vor einem Jahr habe ich mich für die Junge Wirtschaftskammer interessiert

und mich dort als Gast angemeldet. Schon in den ersten

Tagen merkte ich, wie viel Aktivitäten dort laufen und wie gross das

Engagement der Mitglieder ist. Mit grossem Teamgeist, zielgerecht

und motiviert arbeiten die jungen Leute voller Energie an verschiedenen

Projekten. Diese Stimmung und die gute Atmosphäre hat mich

angesteckt. Seit Januar 2008 bin ich als Kandidat aufgenommen und

Mitglied einer Arbeits-Kommission, wo ich meine Berufserfahrungen und

meine Projektmanagementkenntnisse einbringen kann.

Eine meiner ersten Aufgaben war die Organisation eines Russischen

Familienfest für JCBB Mitglieder. Wir haben einen sehr interessanten

Tag mit abwechslungsreichem Programm auf die Beine gestellt.

Traditionelles russisches Essen, Kinderprogramm, Musik und ein Stück

russische Kultur konnte man kennen lernen. Alle Kinder und Eltern

waren zufrieden und gingen mit guter Laune nach Hause.

Ich freue mich auf neue Herausforderungen und interessante Projekte

im JCBB Team.

Nach dem bekannten Zitat „Heimat ist da, wo man geboren ist, aber zu

Hause ist man da, wo man sich wohl fühlt“ kann ich mit Bestimmtheit

sagen, dass die Stadt Biel mein zu Hause ist und wir fühlen uns beide

wohl. Ich in Biel und Biel in mir. Ich wünsche Euch dieses Gefühl

auch.

Andrei Borissov

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Sylvia Jakob

ENGLISH CLUB BIEL/BIENNE

(founded in 1908)

The English Club Biel/Bienne is proud to be celebrating its centenary

anniversary this year. The Club was founded in 1908 by, we think, a

Swiss lady with a group of friends. Unfortunately no written records

exist for the first 40 years of the Club’s existence – but at the 50th

anniversary celebration the guest book has been signed by “Henriette

Gétaz, founder member”.

The aim of the Club in the very early years is also unknown, though

it is probable that people with English as their mother-tongue met

each other socially and the club gradually developed from there.

But in 1932 The EC Bienne, together with similar clubs from Lucerne,

Basle and Geneva, was instrumental in the foundation of the Federation

of Anglo-Swiss Clubs (FASC) which took place at the Grand Hotel

in Magglingen. The aim of FASC, and therefore of all the member clubs

of FASC, is “to promote friendship and understanding between the

Swiss and English-speaking peoples”.

In 1936 General Motors Suisse S.A. settled in Biel and in 1938

Mr C.S. Allanson, a director of GM became President of the English

Club. It is recorded that several of GM’s employees became members

of the Club around this time. During World War II Mrs H. Wernli (one

of the earliest members and possibly also a founder member) took over

the presidency of the Club but in 1948 Mr Allanson held this office

again until 1950, when he handed over the reins to Mr John Jenoure,

Mrs Wernli’s son-in law.

la gueule 2/2008 15


The longest-serving President in the Club’s history was Mr Werner

Koch who took over from Mr Jenoure in 1963 and who ran the Club very

successfully until his death in 1999.

There are records to show that the English Club enjoyed a high social

standing in Biel, especially during the early and mid-twentieth century.

Many talks given by famous speakers were organised and held at

General Motors, where they were open to the general public as well as

to Club members.

Today,the Club’s activities are organized and carried out by a committee

of between 7 and 9 members, headed by Nina Koch who took over

the role of President on the death of her husband. Weekly meetings

are held and the programme is very varied, consisting of lectures on

many different topics, given sometimes by Club members and sometimes

by speakers brought over from England. In between there are games

evenings, quizzes, treasure hunts and, in summer, barbecues and outside

visits. The committee are always on the lookout for new ideas

to vary the programme of activities, and recently a “speed talking”

evening was organized. Based on the idea of “speed dating”, members

paired up and talked together on any subject for several minutes.

When a signal was given they changed partners, thus having the opportunity

to talk to everybody in the room, while at the same time

practising their English. Rather to the surprise of the organizers,

this new activity was very successful with the members

For approximately the last 30 years the English Club has been lucky

enough to have its own rented premises in the centre of Biel. As

there is a kitchen attached to the main meeting room and as the Club

has always had people willing and able to cook delicious meals, the

members enjoy regular eating evenings.

Members are drawn from all walks of life and from all age-groups,

the only criteria being that they should have at least an elementary

knowledge of the English language in order to be able to communicate

with their fellow members. Membership numbers have fluctuated

slightly over the years – at the end of 2007 they stood at 92, which

includes active and passive members.

The English Club Biel/Bienne is always happy to accept new members

and/or visitors. Further information can be obtained from the E.C.

website: www.englishclubbienne.ch or from the Vice-President: Sylvia

Jakob, tel. 032 323 47 05, email: sy.ru.jakob@freesurf.ch

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Cédric Huguenin

The four seasons in New York City

Frühling – Der Central Park

Frühling in New York und der Central Park gehören zusammen wie der

Wind und das Meer – der Central Park ist eine Art Bieler Elfenaupark

im Grossformat. Er ist für viele New Yorker und so auch für mich ein

wichtiger Ort der Erholung, Begegnung und riesiger Spielplatz für

unterschiedlichste Sportaktivitäten. Am Wochenende drehe ich hier

Runden auf dem Rennrad oder beobachte das bunte Treiben der internationalen

Besucherströme. Ich tauche in die Natur ein und das Hupen

der NY Taxis, die Sirenen der Polizei, Ambulanzen und der Feuerwehr

sind nur noch aus weiter Ferne zu hören – abschalten!

Dies sind die Gründe, warum dieser Artikel über den Frühling in New

York ausschliesslich diesen Erdenfleck, der ca. 6 % der Gesamtfläche

Manhattans ausmacht, zum Thema hat.

Al Pacino, Woody Allen und Yoko Ono,

Witwe von Beatles John Lennon, haben’s gut:

Sie gehören zu den Privilegierten, die eine Wohnung mit Sicht auf den

Central Park ihr Eigen nennen. Die Millionärsdichte dürfte nirgends

auf der Welt so hoch sein wie an den Avenues, die den Central Park

säumen. Östlich die Fifth Avenue, die weltbekannte Shoppingmeile, und

westlich Central Park West. Eine Wohnung mit „park side view“ ist ein

nahezu unbezahlbares Gut. Ein bescheidenes Studio kostet hier gut

und gerne mehrere Millionen Dollar – Tendenz der Immobilienkrise zum

Trotz steigend.

Einer weitsichtigen Politik vor über 150 Jahren und sicherlich auch

Mäzenentum verdankt New York seine grüne Lunge. Fast unglaublich,

la gueule 2/2008 17


dass der Central Park die Steuerkrise in den 70er Jahren, die zeitweise

hohe Kriminalität, den generell sehr teueren Unterhalt und

allem voran geldgetriebene Baulöwen überlebt hat. Verlockend wären

die Verkaufserlöse gewesen und die hohen Unterhaltsbudgets flink anderweitig

eingesetzt.. Mittlerweile ist der Central Park nicht mehr

von New York wegzudenken und in seiner Form geschützt.

Geschichte

Die Idee für einen grossen Park entstand 1850. Bereits damals wurden

hitzige Debatten geführt, ob ein Park überhaupt nötig sei, wo dessen

Lage sein solle und wer die Erstellungskosten zu tragen habe. Die

Kosten waren dann auch der Grund für die Wahl des Standortes. Aufgrund

des sehr felsigen Untergrundes (riesige Felsen sind noch heute

überall zu sehen) war dieser Boden für Bauprojekte eher uninteressant

und dadurch relativ günstig. Im Jahre 1857 hatte die Stadt die meisten

Landbesitzer ausbezahlt, die meisten Bewohner der Gegend hatten

ihre Häuser verlassen. Der Landkauf kostete den Steuerzahler damals 5

Mio. US-Dollar. Den ausgeschriebenen Wettbewerb (die maximalen Baukosten

waren auf 1.5 Mio. US-Dollar festgesetzt) gewannen der damalige

Aufsichtsbeamte des Parks, Frederick Law Olmsted und der in England

geborene Architekt Calvert Vaux (nicht ganz ohne „Vitamin-B“). Ab 1858

wurde der felsige und morastige Untergrund sukzessive landschaftlich

verschönert. Über 1.9 Millionen Kubikmeter Erde und Steine wurden

ausgehoben, versetzt oder neu in den Park gebracht. 166 Tonnen

Schiesspulver wurden für die Sprengung von Felsen gebraucht. Auf dem

Höhepunkt der Bauarbeiten 1859 und 1860 war der Central Park Ausschuss

New Yorks grösster Arbeitgeber. Bereits 1859 zählte der Park

jährlich 2 Millionen Besucher. Insgesamt dauerte die Bauzeit 15 Jahre

und kostete damals über 14 Mio. US-Dollar (dies entspricht heute ca.

200 Mio. US-Dollar). Spaziert man heute durch diese künstlich angelegte

Umgebung, hat man das Gefühl, die Natur habe diese geschaffen

und es habe hier schon seit jeher so ausgesehen.

18


Statistik

Grösse: 3.41 km2 / Nord-Süd Länge: gut 4 Kilometer / Ost-West Breite:

knapper Kilometer

Der Park ist grösser als zwei der kleinsten Nationen. Er ist fast

zweimal grösser als Monaco und achtmal grösser als der Vatikan /

Besucherzahl (jährlich): 25 Millionen. / Anzahl Bäume: 26‘000 / Anzahl

Parkbänke: 9‘000 / 93 km Fusswege / 7 km Reitwege / 10 km befahrbare

Strassen / Insgesamt 21 Spielfelder (Baseball, Fussball, etc.).

I Am Legend, Hitch, Taxi, Men in Black II, You’ve Got Mail, Highlander

sind nur einige Beispiele von bekannten Filmen, welche teilweise

im Central Park spielen.

Restaurants: Tavern on the Green, Boathouse und Sheep Meadow Café –

alle verfügen über ein etwas in die Jahre gekommenes Ambiente, sind

völlig überteuert und das Qualitätsniveau ist eher niedrig.

1/8 der Parkfläche bildet das Wasserreservoir des Central Parks, das

“Jacqueline Kennedy Onassis” Reservoir. In frühen Jahren war dieses

Sammelbecken ein wichtiger Bestandteil des Trinkwassersystems New

Yorks, welches mittlerweile abgekoppelt und durch Pipelines aus dem

Norden Manhattans ersetzt worden ist.

Meine persönlichen Lieblingsecken

Full loop (6.1 miles)

Hier in New York habe ich das Velofahren wieder neu entdeckt. Die

regelmässigen Trainingseinheiten rund um den Bielersee liegen Jahre

zurück. Aufgrund der Weiterbildungen, der Arbeit und nicht zuletzt

dem Wohnort Bern, habe ich dieses Hobby in den letzten Jahren etwas

vernachlässigt. An den Wochenenden nehme ich mir nun immer 2 – 3

Stunden Zeit, um meine Rundenzeiten zu verbessern.

Central Park Skate Circle

Eine Welt für sich – der Skate Circle. Eigentlich handelt es sich um

einen ganz simplen asphaltierten Platz. Zu Dancemusic aus den 70er

la gueule 2/2008 19


und 80er Jahren hauchen die Skater (teilweise semiprofessionelle Athleten,

teilweise mit Rollschuhen, teilweise mit Inline-Skates) diesem

Ort mitreissende Lebensfreude ein. Diese Leute sind so fröhlich, so

begeistert – ich habe bereits über eine Stunde dort gestanden und

gestaunt. Hier herrscht Frieden: schwarz, weiss – jung, alt. Hier

spielen Ethnien, Religion, Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht keine

Rolle. Hauptsache gemeinsamer Spass – hier vergisst man für eine Weile

den Alltagsstress! Könnte ich nur auch so skaten….

Südwest-Ecke

Am südwestlichen Ende des Parks befindet sich der Columbus circle,

ein grosser Kreisel, der den Verkehr von Midtown Richtung Upper West

Side sortiert. Diese Südwest-Ecke ist meistens der Ausgangspunkt für

meine Central Park Abendteuer, wohne ich selbst doch in nächster

Nähe. Am Wochenende, bei schönem Wetter kann man in aller Regel eine

Gruppe Breakdancer bewundern. Die Agilität, Schnelligkeit, Kraft und

Körperbeherrschung dieser jungen Leute faszinieren mich immer wieder

aufs Neue.

Nun freue ich mich auf das sommerliche Wetter! Der Winter war kalt

und lang in New York. Bis bald und häbets guet,

Autor:

Cédric Huguenin ist seit 2003 Mitglied der Jungen Wirtschaftskammer

in Biel und der Arbeitskommission „la Gueule“. Im Herbst 2007 hat er

die Schweiz für mindestens zwei Jahre verlassen und arbeitet in New

York für eine Schweizer Grossbank.

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Stevan Terzini, Präsident des

Circolo Abruzzese Bienne

Interview mit Herrn Stevan Terzini

Präsident des Circolo Abruzzese Bienne

1. Wann wurde der Verein gegründet

Gegründet wurde der Verein Circolo Abruzzese Bienne im Jahr 1978

und das Ziel war einen Treffpunkt in Biel zu haben für alle Leute,

welche ursprünglich aus der Region Abruzzen stammen und nach Biel

gekommen waren. Die Region Abruzzen befindet sich in Mittelitalien

auf der anderen Seite von Rom, zwischen Adria und Apennin. Die

wirtschaftlich wichtigste Stadt der Region ist Pescara.

2. Was ist der Zweck des Vereins Circolo Abruzzese Bienne heute

Heute wird der Verein von der Region Abruzzen unterstützt. Deshalb

hat der Verein heute auch den Zweck, die Region Abruzzen bekannt

zu machen und die Kultur von Abruzzen zu fördern, in kulinarischer

Hinsicht, sowie mittels Kunstausstellungen und Konzerten.

3. Wie ist der Verein strukturiert

Der Verein hat einen Vorstand, welcher aus dem Präsidenten, einem

Vizepräsidenten und 3 weiteren Vorstandsmitgliedern besteht. Sodann

haben wir ein eigenes Clublokal, welches dem Verein gehört. Neben

dem Vorstand gibt es zusätzlich Herrn Paulo Crocetti, welcher als

Betriebsleiter des Clublokals tätig ist. Dieses ist jeden Abend offen,

ausser am Montag. Die Mitglieder können hier somit jeden Abend

italienische Spezialitäten, insbesondere aus der Region Abruzzen

geniessen, wie z.B. ausgezeichnete Pasta oder die traditionellen

Spieße aus Lamm (arrosticcini), welche auf einen extra für die

Spieße gefertigten Grill zubereitet werden.

la gueule 2/2008 23


4. Welches sind die Aktivitäten des Circolo Abruzzese Bienne

Wir haben jedes Jahr Feiern, welche zu fixen Daten stattfinden, so

zum Beispiel zum Muttertag, zum Vatertag; sodann veranstalten wir

jedes Jahr das Grillfest und das traditionelle Maronnifest (dieses

findet den ganzen Monat November hindurch an jedem Samstag statt).

Am Muttertag, also am 10. Mai, bezahlen alle Mütter, welche bei uns

Mitglied sind, für das Menü nichts und bekommen eine schöne Rose

geschenkt. Sodann feiern wir auch Jubiläumsfeste, wenn die entsprechende

Zeit gekommen ist. Diese finden meist an einem anderen Ort als

im Clublokal statt. Neben den fixen Feiern unternehmen wir auch spontan

Ausflüge je nach Lust und Laune, zum Beispiel nach Abruzzen oder

in den Europapark etc.

5. Wieviele Mitglieder hat der Verein und welches sind die typischen

Vereinsmitglieder

Unser Verein ist sehr gemischt; wir haben sehr verschieden Mitglieder,

von jung bis alt. Aktuell haben wir 250 Mitglieder. Damit

ist immer die ganze Familie gemeint. In den Statuten steht, dass nur

eine Person pro Familie Mitglied sein muss und trotzdem darf dann die

ganze Familie an die Vereinsanlässe kommen. Jedes Mitglied kann zu

einem Event auch einen Freund oder eine Freundin mitbringen. Es ist

nicht Voraussetzung, dass man aus der Region Abruzzen kommt, damit

man in unserem Verein Mitglied werden kann. Wir haben Mitglieder

von vielen verschiedenen Nationalitäten, u.a. auch Schweizer. Der

Mitgliederbeitrag beträgt CHF 40.- pro Jahr. Dafür hat man Zugang zum

Clublokal und kann an den Vereinsaktivitäten teilnehmen (welche z.T.

extra kosten). Ende Jahr bekommt jedes Mitglied einen Panettone geschenkt.

Der Verein kümmert sich auch sonst um seine Mitglieder. Wenn

ein Mitglied z.B. im Spital ist, bringen wir Blumen vorbei etc.

6. Wie lange sind Sie schon Mitglied im Circolo Abruzzese und wie

lange Präsident

Seit 2004 bin ich Präsident und vorher, d.h. von 1987 bis 2003 war ich

auch schon Mitglied und Sekretär des Circolo Abruzzese. Vor mir war

mein Vater Vereinspräsident. Mein Vater ist eines der Gründungsmitglieder

des Vereins.

7. Welches war für Sie persönlich das beste Erlebnis im Rahmen des

Circolo Abruzzese Bienne

Es gibt viele Dinge und zahlreiche Events und Erlebnisse, welche

mir in guter Erinnerung geblieben sind. Eines der besten Erlebnisse

war für mich persönlich die Eröffnungsfeier des neuen Clublokals.

Kürzlich sind wir umgezogen. Nach 28 Jahren an der Alex-Schöni-

Strasse sind wir am 7. September 2006 in das neue Clublokal an der

Zentralstrasse 66a umgezogen. Und bei der offiziellen Eröffnungsfeier

war neben Vertretern der Region Abruzzen auch der Stadtpräsident

von Biel, Herr Stöckli, anwesend und hat zur Feier des Tages eine

Rede gehalten. Er hat unter anderem gesagt, dass Biel nicht nur eine

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ilingue Stadt sei, sonderen eine trilingue Stadt, weil eben auch

das Italienische hier in Biel sehr viel gesprochen wird und dementsprechend

wichtig ist. Diese Aussage des Stadtpräsidenten hat vielen

Mitgliedern des Circolo Abruzzese gefallen. Sodann waren auch Leute

von unserem Dachverband anwesend. In der Schweiz gibt es 14 Abruzzen

Vereine und einen Dachverband. Dessen Präsident, Herr Antonio Razzi,

ist zugleich Abgeordneter im italienischen Parlament. Anlässlich

der Eröffnungsfeier des neuen Clublokals hat er mir als Anerkennung

für meine Verdienste für die Bekanntmachung der Region Abruzzen und

respektive meine aktive Mitarbeit im Rahmen des Vereins Circolo Abruzzese

eine Medaille überreicht.

8. Was ist Ihnen sonst noch wichtig, im Zusammenhang mit Ihrem Verein

zu erwähnen

Wir waren und sind sehr strikt in unserem Verein beziehungsweise

haben wir klare Regeln. Zum Beispiel sind Kartenspiele um Geld – wie

etwa Poker – nicht erlaubt in unserem Clublokal.

Sodann möchte ich gerne auch hervorheben, dass wir ein offener Verein

sind. Wir suchen den Kontakt zu anderen Vereinen und auch zu den Behörden

der Stadt Biel, wie etwa der Integrationsbeauftragten.

9. Haben die verschiedenen Circoli Abruzzesi untereinander Kontakt

Ja, von der Region Abruzzen gibt es eine Sonderkommission für die

Abruzzese in der ganzen Welt. Jedes Jahr gibt es einen Kongress. Von

jedem Land dürfen jedes Jahr zwischen 1 und 3 Mitglieder vom Dachverband

an den Kongress gehen. Im 2005 fand der Kongress in Italien

statt, im 2006 dagegen in Chile und im 2007 in Südafrika. 2008 wird

der Kongress im September in Australien über die Bühne gehen. Sodann

gibt es auch eine Jungkommission, welche sich um den jährlichen

Jungkongress kümmert. Dieser ist für die jungen Mitglieder zwischen

18 und 40 Jahren bestimmt. Auch an diesen Jungkongress schickt jedes

Land jeweils zwischen 1 bis 3 Vertreter.

10. Haben die Circoli Abruzzesi eine Internetseite

Ja, die Leser von Ihrem Magazin „la gueule“ finden uns unter der folgenden

Internetadresse: www.abruzzesinelmondo.regione.abruzzo.it .

Sodann hat auch der Circolo Abruzzese Bienne eine eigene Homepage:

www.circolo-abruzzese.ch.

Stevan Terzini, Präsident des Circolo Abruzzese Bienne

Interviewer: Cyrill M. Ranft

la gueule 2/2008 25


Enten legen ihre Eier in aller Stille.

Hühner gackern dabei wie verrückt.

Was ist die Folge

Alle Welt isst Hühnereier. Henry Ford

Wir gackern nicht, sondern kreieren durchdachte Kommunikationskonzepte und

Werbemittel, die denselben Zweck erfüllen. Unser Leistungsspektrum spannt sich

vom Corporate Design über klassische Werbekampagnen bis zu den neuen Medien

in allen Variationen.

werbeagentur asw | ländtestrasse 5 | 2501 biel | tel 032 322 05 74 | www.wcd.ch


Jose Fernandez

Interview mit Herrn Jose Fernandez

Centro Cultural Recreativo Español de Biel

Die Geschichte

Im Jahre 1969 wurde das C.C.R. Español de Biel gegründet. Es ist auf

dem Platz Biel/Bienne der einzige Club spanischer Migranten. Der heute

noch ca. 100 Mitglieder zählende Club der in Biel/Bienne lebenden

Spanier und Spanierinnen umfasste 1987 mehr als 700 Mitglieder. Mit

dieser Anzahl Zugehörigen war der Circle zeitweise der mitgliederstärkste

in ganz Europa!

Grundsätzlich kann jeder der einen Bezug zu Spanien hat, dem Verein

beitreten. Tritt ein Familienmitglied bei, ist automatisch die ganze

Familie Mitglied. Kinder sind bis zum 18. Altersjahr resp. wenn noch

in Ausbildung bis zum 25. Altersjahr dabei. Aktuell handelt es sich

bei den Jugendlichen mehrheitlich um die 3. Generation, welche stark

mit der schweizerischen Mentalität verwurzelt ist. Das Interesse

dieser Generation am C.C.R. Español hat leider stark abgenommen. Dies

sowie die Tatsache, dass zahlreiche spanische Einwanderer nach ihrer

beruflichen Laufbahn im Rentenalter wieder in ihr Heimatland Spanien

zurückkehren, führte zu einem starken Rückgang der Mitgliederzahlen.

Der Verein

Das Clublokal befindet sich seit 1994 in der alten Güdelfabrik an der

Kontrollstrasse 12 in Biel/Bienne. Dort betreibt das C.C.R. Español

ein privates Restaurant, welches täglich von 10.00 bis 22.30 Uhr geöffnet

hat. Freitag und Samstag ist der Club bis 00.30 Uhr geöffnet.

Um in den Genuss der spanischen Küche zu kommen, muss man Mitglied

sein oder mindestens einen persönlichen Bezug zu einem Mitglied haben.

28


Beim C.C.R. Español handelt es sich um einen Non-Profit-Verein, welcher

weder vom spanischen Staat noch von der Stadt Biel/Bienne finanziell

unterstützt wird.

Die Aktivitäten haben in den letzten Jahren leider abgenommen. Trotzdem

finden jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt. Gleich zu

Beginn des Jahres feiern die Kinder den Dreikönigstag. Auch zum

Karneval organisiert das C.C.R. Español ein Fest für die Kinder. Die

besten drei Kostüme werden jeweils prämiert. Ein besonderer Höhepunkt

des Jahres ist das Muttertagsfest. An diesem Tag werden die

Mütter unter den Mitgliedern im Clublokal mit einem Essen verwöhnt.

Weitere Aktivitäten sind zum Beispiel das „Fiesta de Otoño“ (Herbstfest),

clubinterne Lottos, Samichlaustag, eine Theateraufführung der

Kinder von der spanischen Schule Biel sowie das Fest zum Jahreswechsel.

In früheren Jahren organisierte der Verein Städtereisen zur

Auffahrt. Es wurden Städte wie Berlin, Paris, Venedig, etc. besucht.

Dieser Anlass musste leider in den vergangenen Jahren mangels Interesse

eingestellt werden.

Dieses Jahr hat sich der Verein bemüht, die Gäste der Braderie

Biel/Bienne wieder mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Spanien zu

verwöhnen. Leider hat der Vereinspräsident bis heute keine Antwort

betreffend Standplatz erhalten. Hoffen wir, dass es für nächstes Jahr

wieder klappt!

Die Zukunft

Die Zuwanderung von Spaniern in die Schweiz ist in den letzten

Jahren rückläufig. Zudem hat das Interesse der jungen Spanier am

C.C.R. Español abgenommen. Es wäre denkbar, den Club als Verein für

„Personen im 3. Lebensabschnitt“ weiterzuführen. In diesem Falle wäre

es sogar möglich, finanzielle Unterstützung vom spanischen Staat zu

erhalten.

Jose Fernandez, geboren 1952

seit Juli 1968 in der Schweiz

aufgewachsen in Castilla-León

zu seinen Hobbies gehört der Fussball

Herzliche Gratulation zum EM-Titel!!

la gueule 2/2008 29


Geburtstage

Anniversaires

Juli / Juillet

Schorpp Romain 15.07.1973

Harttig Sven 27.07.1973

Reich Philippe 29.07.1967

August / Août

Ruchti Caroline 08.08.1976

Ruhstaller Adrian 13.08.1973

Noga Cyril 17.08.1973

Rychiger Barbara 24.08.1967

Notter Hans 25.08.1976

September / Septembre

Borissov Andrei 04.09.1972

Greber-Probst Tatjana 14.09.1979

von Gunten Claudia 22.09.1978

Oktober / Octobre

Hirzel Hildegard 20.10.1958

Wenger Urs 26.10.1972

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Anlässe

Événements

Juli / Juillet

Big Bang 31.

August / Août

JCI Crayfish Party 2008 08.

Besichtigung Baustelle mit De Luca Roberto 21.

September / Septembre

Afterwork 17.

Galaanlass 06.

Oktober / Octobre

Nako 10.

PAX Anlass im X-Projekt 20.

Afterwork 22.

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Impressum

«la gueule»

«la gueule» erscheint vier Mal pro Jahr in einer Auflage von 1200

Exemplaren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Vervielfältigung

von Artikeln auch auszugsweise nur mit Zustimmung der Redaktion.

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