Die Brex - Kallweit Design

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Die Brex - Kallweit Design

NEUWIED

SAYN

EBERNHAHN

ENGERS

RANSBACH-BAUMBACH

BENDORF

Konzept zur Reaktivierung

der Brexbachtalbahn als eine

Touristikbahn und mögliche

Zukunftsvision

HÖHR-GRENZHAUSEN

SIERSHAHN

GRENZAU


Zitat


Unser Geburtsort

ist uns immer das erste Vaterland

und unsere Nachwelt, die hier und überall

einst wieder andere Ideen, andere Sitten

und Gefühle haben wird,

und die ihre Vorgeschichte immer in den

erhaltenen Zeugnissen aufsucht,

wird uns dereinst scharf richten,

wenn wir es durch Mangel an Interesse

jetzt versäumen, etwas Erhaltungsmögliches

der Vernichtung zu entziehen.”

Ferdinand Franz Wallraf (1748 - 1824)

Sammler und Mäzen, Köln

Konzept Brexbachtalbahn Seite 3


Inhaltsverzeichnis

Kapitel I

Fakten, Daten, Hintergründe

Vorausdenken kommt von Nachdenken 6

Von Dampf und Diesel, Wachstum und Wohlstand 8

Die Chronik 9

Die Zu(g)kunft im Blick 10

Die Gegenwart entdeckt die Vergangenheit 11

Bahn frei für die neue „Brex“ 13

Maßnahmen für die Sanierung 15

Finanzierungsmöglichkeiten 16

Kosten einer Stilllegung und Bau Radweg 18

Mit dem Drahtesel zum Stahlross 19

Kapitel II

Die Touristikbahn

Die Region im Leitbild des Rheinland-Pfalz-Tourismus 23

Auf der Spur von Römern, Eisengießern und Kannenbäckern 24

Touristikbahn – was ist das eigentlich 25

Die Bedeutung „der Brex“ für die Region 26

Beschreibung, Zielgruppen, Angebote und Vermarktung 29

Was die Region um die „Brex“ so alles veranstaltet 33

Eisenbahnerlebnisregion Mittelrhein 34

Die Brex“ als Verkehrsbedürfnis 36

Mit „Der Brex“ on tour – Erlebnis pur 38

Beschreibung der Stationen und Orte 40

Kapitel III

Zukunftsvision

Das Klima ist reif für Züge 45

Kapitel IV

Ansprechpartner, Adressen, Presseartikel 50

Kapitel V

Impressionen 52

Seite

Konzept Brexbachtalbahn Seite 4


Kapitel I

Fakten, Daten, Hintergründe


Vorbemerkung des Autors

Vorausdenken

kommt von Nachdenken

Mit der Gründung des Vereins Brexbachtalbahn

e.V. im März dieses Jahres verfolgen

die zur Zeit etwa 80 ehrenamtlich tätigen

Vereinsmitglieder das Ziel, die seit 1996 still

gelegte, landschaftlich zu den schönsten

Bahnlinien Deutschlands zählende Strecke von

Neuwied am Rhein nach Siershahn im Westerwald

( „Die Brex“ ) wieder für einen Touristikverkehr

an Wochenenden und Feiertagen neu

zu beleben und damit einen aktiven Beitrag zur

Förderung eines regionalen und sanften Tourismus

zu leisten. Um dem Anspruch zukünftiger

Generationen auf kulturelle Teilhabe gerecht zu

werden, soll mit dem Projekt gleichzeitig das

Interesse und Verständnis für die Eisenbahnhistorie

als Teil der Verkehrs- und Sozialgeschichte

im ländlichen Raum des Unterwesterwaldes

gefördert und lebendig gehalten

werden.

Rheinland-Pfalz bezeichnet sich im 60ten Jahr seines

Bestehens 2007 zu Recht als europäisches

Kernland. In seinen heutigen Grenzen findet sich

eine Vielzahl einmaliger und wertvoller Zeugnisse

wechselvoller kulturgeschichtlicher Epochen, deren

Wirkung und Bedeutung bis in die heutige Zeit

reicht. Dieses kulturelle Erbe immer wieder neu zu

leben, zeitgemäß zu interpretieren und für zukünftige

Generationen zu bewahren und lebendig zu

erhalten, ist stete Aufgabe aller gesellschaftlichen

Kräfte.

Im nördlichen Teil des Landes an der Schnittstelle

zweier UNESCO-Welterbestätten, dem Oberen

Mittelrheintal und dem Römischen Limes, zeugen

besonders viele Bauwerke und archäologische

Funde von der historischen Prägung der Städte und

Landschaften. Aber auch geologische und regional

spezifische Besonderheiten wie Vulkanismus, Ton

und Keramik, Eisenguss und Wein sind die

Grundlage, auf dem der Tourismus im Land aufbaut.

Neben den wirtschaftlich starken Ballungsräumen

Mainz, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Trier und

Koblenz/Neuwied ist der Tourismus einer der wichtigsten

Branchen das Landes, jeder zehnte Arbeitsplatz

hängt davon ab. Insgesamt finden 190.000

Erwerbstätige direkt oder indirekt im Tourismus

Beschäftigung. Mit einem jährlichen Umsatzvolumen

von rund 6 Milliarden Euro zählt der

Tourismus zu den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen.

Neben Hotellerie und Gastronomie profitieren

der Handel und die Dienstleistung, gleichzeitig

lenkt der Tourismus kaufkräftige Nachfrage und

Investitionen in strukturschwache Regionen.

Die gestiegene Mobilität und die zur Verfügung

Konzept Brexbachtalbahn Seite 6


Vorbemerkung des Autors

stehende Freizeit und das daraus resultierende

geänderte Freizeitverhalten in unserer Gesellschaft

erfordern flexible interdisziplinäre und innovative

Konzepte. Mit dem Prinzip Nachhaltigkeit und

Subsidiarität, dem Ausbau von Freizeiteinrichtungen

und der Implementierung neuer Angebote (Vulkanpark,

Rheinsteig, Andernacher Geysier) und Events

(u.a. Mittelrhein-Musikmomente, Rhein-Vocal,

Nacht der Vulkane) hat sich die touristische

Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Landes

in den letzten Jahren erheblich verbessert, die

Wertschöpfung innerhalb der Regionen wurde

nachhalitg gestärkt. Moderne Kommunikationstools

machen heute eine weltweite Darstellung und

Vermarktung problemlos möglich.

Interdisziplinäre Tourismuspolitik verlangt aber

auch eine gute verkehrstechnische Anbindung an

das europäische Schienennetz, um in Verbindung

mit branchenübergreifenden Dienstleistungsprojekten-

und Angeboten Synergieeffekte zu generieren

und zielgruppengerecht am Markt zu platzieren.

Ein Aspekt, der besonders hinsichtlich der zukünftig

zu erwartenden Besucherströme aus dem asiatischen

Raum und Großprojekten wie der BUGA 2011

in Koblenz von besonderer Bedeutung ist.

Die Erhaltung der Bahnlinie durch das Brexbachtal

als letzte verbliebene bahntechnische Infrastruktureinrichtung

zwischen Rhein und dem Westerwald,

zwischen Rheinschiene und ICE ist deshalb nicht nur

unter dem touristischen Aspekt mit einer zudem

breiten Ausstrahlung ins benachbarte bevölkerungsreiche

Nordrhein-Westfalen interessant, sondern

hat mittelfristig strukturpolitisch höchste

Bedeutung. Die Zukunft wird im Zeichen sinkender

Bevölkerungszahlen und eines steigenden Wettbewerbs

von Kommunen und Gemeinden um

Neubürger stehen. Bevorzugt werden Orte sein, die

über eine gute Anbindung an ein öffentliches

Nahverkehrssystem verfügen. Der Klimawandel,

hohe Energiepreise und ein damit einhergehender

Bewusstseinswandel verändern zudem die Mobilitätsgewohnheiten

der Menschen.

Die Entwidmung der Bahnstrecke und ihre damit

einhergehende Zerstörung wäre deswegen fatal und

aufgrund gesetzlicher Bestimmungen und Auflagen

in Zukunft nicht mehr rückgängig zu machen. Sie

wäre endgültig!

Der Verein Brexbachtalbahn e.V. möchte mit diesem

Konzept die Entscheidungsträger im Land und

in den Kommunen sowie die Bevölkerung der

Anrainergemeinden von der hervorragenden Perspektive

überzeugen, die die Erhaltung und

Wiederinbetriebnahme der Bahn für die Region

Rhein/ Westerwald mit sich bringen wird. Die in

ihrer Vielzahl und Qualität einmaligen touristischen

Attraktionen entlang der Strecke werden mit der

Bahn in einzigartiger Weise miteinander verbunden,

der 3-Städte-Wandertages (zuletzt 1996 mit 30.000

Besuchern) hatte jahrelang Identität stiftende

Wirkung für die Städte Neuwied, Bendorf und Höhr-

Grenzhausen.

Springen Sie mit auf unseren Zug und stellen Sie

die Signale auf grün, damit die Fahrt möglichst bald

beginnen kann.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 7


Die Brexbachtalbahn gestern

Von Dampf und Diesel,

von Wachstum und Wohlstand


Dampfross kommt”! Dieser Ruf versetzte

Das am 30. Mai 1884 die Gemüter der Menschen

im Unterwesterwald in heftige Erregung,

gleichgültig, ob man das Projekt freudig und

ungeduldig erwartete oder als Teufelswerk verdammte.

Fabrikanten, Grubenbetreiber und das

produzierende Gewerbe erhofften sich mit dem

ersehnten Bahnanschluss eine bessere Möglichkeit

der Vermarktung, um Rohstoffe und

Produkte schneller und bequemer den fern

gelegenen Absatzmärkten zuführen zu können.

Dereinst war der Westerwald als wichtiger Teil

eines großen verkehrspolitischen Wurfs gedacht: die

Westerwald-Eisenbahn sollte Etappe sein auf dem

Weg von England als damals dominierende

Wirtschaftsmacht über Mittel- und Südeuropa bis zu

seinen Kolonien, sollte Ostende und Brüssel in

Belgien, dem zweiten europäischen „Fortschrittsland“,

mit Köln, Frankfurt und München verknüpfen.

Die Westerwaldbahn als Brücke zwischen den

Welten. Mit der Bahn verbanden sich große

Hoffnungen, die wirtschaftlichen Probleme und die

Verarmung durch die napoleonische Randlage und

wechselnden Herrschaften zu überwinden und

Arbeitsplätze zu schaffen.

Doch Kleinstaaterei, restriktive bürokratische

Verzögerungen der preußischen Regierung, topografische

Schwierigkeiten und geringe Bevölkerungsdichte

führten schließlich dazu, dass der

Westerwald nur von Gürtelbahnen (Siegstrecke,

Rheinschiene, Lahntalbahn) umschlossen, aber

nicht erschlossen wurde.

Das Kannenbäckerland mit seinem große Reichtum

an Bodenschätzen und der international bedeu-

tenden Tonindustrie war besonders auf eine

Verbesserung der Transportmöglichkeiten angewiesen.

1884 war es endlich soweit, nach schwierigem

Bahnbau nahm die Brexbachtalbahn zwischen

Engers und Siershahn den Betrieb auf.

Das Transportaufkommen entwickelte sich hervorragend,

so dass ein Ausbau der Strecke nach

Hillscheid und die Verbesserung der Infrastruktur an

den Bahnhöfen und Verladestationen notwendig

wurde. Doch der Bahnbau hatte auch eine wichtige

soziale Komponente. Junge Männer aus den Dörfern

der Region wurden angezogen, wer immer zu Hause

auf dem Hof abkömmlich war, bemühte sich um

eine bezahlte Arbeit beim Bahnbau. So bekamen

viele Westerwälder zum ersten Mal die Gelegenheit,

etwas über Politik und Gewerkschaften zu hören,

man erhielt Kontakt zu fremden Mentalitäten und

Kulturen, Sitten oder Mundarten. Der Horizont

erweiterte sich also auch „geistig“.

Zwei Weltkriege mit ihren Wirrungen, Brüchen und

Zerstörungen konnten der Bahn aber letztlich nichts

anhaben, die sechziger, siebziger Jahre waren

geprägt von einem enormen Verkehrsaufkommen

und wirtschaftlichen Aufschwung. Anfang der achtziger

Jahre wurde die Strecke noch einmal mit großem

Aufwand technisch überholt. Doch dem aufkommenden

Individualverkehr, die Verlagerung von

Verkehrsströmen auf LKW, der Niedergang der keramischen

Industrie und die politische Fokussierung

auf den Straßenbau sowie fehlender verkehrspolitischer

Wille zur Erhaltung der Strecke hatte die Bahn

letztlich nichts mehr entgegen zu setzen. Es erfolgte

schließlich eine schrittweise Stilllegung bis 2001.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 8


Die Chronik der Brexbachtalbahn

112 Jahre Zugnummer für die Region

Von 1884 bis 1996, also 112 Jahre lang, fuhren

Züge durch das Brexbachtal von Engers nach

Siershahn. Seit mittlerweile mehr als 10 Jahren ruht

der Bahnbetrieb. 2009 wird die Strecke 125 Jahre alt.

Sie ist in all den Jahren nicht weniger attraktiv

geworden und trotz ihres Alters gut in Schuss. Grund

genug für das Land und die ganze Region, die

„Jubilarin“ mit einem entsprechenden Geburtstagsfest

zu würdigen. Was die Bahn in all den Jahren

bewegt hat, verdeutlicht unser Zeitraffer:

1869 Erste Pläne einer Eisenbahn vom Rhein in

Neuwied an die Sieg zur Erschließung der

Bodenschätze

1873 Konzessionserteilung zum Bau der Bahn an

die Rheinische Eisenbahn in Köln. Planung

und Grunderwerb verzögern den Beginn des

Bahnbaus in den Folgejahren

1880 Baubeginn der Strecke von Engers über Bendorf

nach Siershahn in Richtung Altenkirchen

und Limburg mit einem Abzweig nach

Höhr-Grenzhausen in Grenzau

1881 Verstaatlichung der Rheinischen Eisenbahn

durch Preußen

1884 Am 30. Mai wird die Strecke nach teilweise

schwierigem Bau eröffnet

1908 Der Verkehr und das Transportaufkommen

haben sich so gut entwickelt, dass ein zweigleisiger

Ausbau in Erwägung gezogen wird

1911 Verlängerung der Stichstrecke von Höhr-

Grenzhausen nach Hillscheid

1918 Eine Verbindungskurve von Engers zur

Urmitzer Brücke wird gebaut, aber nicht in

Betrieb genommen.

1923 Regiebahn durch die französische Besatzung

/24

1945 Neubau einiger Brücken im Tal aufgrund der

/46 Kriegsschäden

1949 Erstmals Eilzugverkehr mit täglichem Zugpaar

1960 Beginn des Traktionswechsels von Dampf auf

Dieselfahrzeuge, Rückgang der Beförderungsleistungen

1972 Ende des Dampfbetriebs, Einstellung der

Strecke von Grenzau nach Hillscheid

1984 Große 100 Jahre- Jubiläumsfeierlichkeiten,

erster 3 Städte-Wandertag. In den Folgejahren

komplette Sanierung hin zur höchsten

Streckenklasse D4 wegen des schweren

Güterverkehrs

1984 Einstellung des Personenverkehrs Neuwied-

Siershahn

1994 Beginn der Verlagerung des Tonverkehrs von

„der Brex“ weg zur Limburger Strecke,

womit die Relation Engers – Siershahn

praktisch verkehrsfrei wurde

1995 Letzter 3 Städte Wandertag mit ca. 30.000

Besuchern

2001 Stillegung, Beginn eines politischen Diskurses

über SPNV. Die Städte Bendorf und

Ransbach überplanen das Eisenbahngelände

mit innerörtlichen Umgehungsstraßen.

Beschluss des Bendorfer Stadtrates

gegen eine Reaktivierung

2006 Konkrete Gedanken einiger Eisenbahnfreunde

und Touristiker zur Übernahme der

Strecke zwecks Touristikbetrieb

2007 Gründung des Brexbachtalbahn e.V am

26. März. Ablauf des Trassensicherungsvertrages

des Landes Rheinland-Pfalz am

31. März, Vorbereitung zur Wiederherrichtung

der Strecke. Der Bendorfer Stadtrat

revidiert seinen Beschluss des Nichtbetriebs

und unterstützt die Ambitionen einer

Touristikbahn.

2008 Geplante Wiederaufnahme eines saisonalen

Zugbetriebs Wiedereinführung des 3 Städte-

Wandertages

2009 Geplant: Große Geburtstagsfeier zum 125jährigen

Streckenjubiläum

Konzept Brexbachtalbahn Seite 9


Die Brexbachtalbahn heute

Die Zu(g)kunft im Blick

1976 befuhr im Rahmen des 3 - Städte -

Wandertages zum letzen Mal ein Zug die Strecke in

der Relation Neuwied - Grenzau. Ca. 30.000

Menschen waren an diesem Tag im wahrsten Sinne

des Wortes auf den Beinen und nutzten die Bahn

zum Pendeln zwischen den einzelnen Stationen.

Seit dem liegt die Strecke im Dornröschenschlaf.

Sie ist still gelegt, jedoch nicht entwidmet und zum

erheblichen Teil von der Vegetation des Tals überwachsen.

Aufgrund der kompletten Sanierung der

Strecke in den achtziger Jahren und der dabei nahezu

durchgehenden Verlegung von Stahlschwellen

für den damaligen schweren Güterverkehr befindet

sich die Infrastruktur heute in einem erstaunlich

guten Zustand. Die Begehung des TÜV Rheinland

ergab keine nennenswerten Schäden, weder am

Gleisbett noch in den Tunneln. Die Strecke ist oberbaumäßig

und signaltechnisch für einen Güterverkehr

nicht mehr geeignet und als Rangierstrecke

oder Anschlussbahn bahntechnisch definiert. Eine

Reaktivierung das Güterverkehrs - das Hauptbefürchtnis

der Bahngegner - kann also rein technisch

nicht stattfinden, sehr wohl aber die geplanten Touristenfahrten

mit einem historischen Schienenbus.

Zur Zeit werden die Fundamente der Brücken frei

geschnitten, um den bautechnischen Zustand zu

begutachten. Ein Gartenbaubetrieb und ehrenamtli-

che Helfer arbeiten Hand in Hand am Freischnitt der

Strecke, die Genehmigung hierfür wurde von der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz im Juli erteilt.

Parallel werden ebenfalls von freiwilligen Helfern

einige Baufahrzeuge technisch aufgearbeitet, mit

denen dann die Strecke für weitere Maßnahmen

befahren werden soll.

Aufgrund des Ausbaus der Einfahrtweiche im

Bahnhof Engers ist die Strecke zur Zeit nur von

„oben“ also von Siershahn aus zu erreichen. Zur Zeit

wird deswegen geprüft, in wie fern die DB AG diese

Weiche einer nicht entwidmeten Strecke einfach

ausbauen durfte und wie diese Maßnahme nun

rückgängig gemacht werden kann.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 10


Reaktivierungsbemühungen Teil 1 - 2001 bis 2006

Die Gegenwart entdeckt

die Vergangenheit…

Schon kurz nach der Einstellung des Verkehrs

regten sich Stimmen, die aufgrund der verkehrsmäßigen

Überlastung des umliegenden

Straßennetzes eine Fortführung zumindest des

Personenverkehrs forderten. Insbesondere im

Hinblick auf den geplanten Schnellbahnbau ICE

von Köln nach Frankfurt via Montabaur kam

Bewegung in die Sache.

So erschien im Lokalteil der WZ (Westerwälder

Zeitung) am 06. 04.2001 ein Bericht über die Sitzung

des Ausschusses für Umwelt, Wirtschaft und

Verkehr des Westerwaldkreises, der die Reaktivierung

der Bahn diskutierte. Es wurden allerdings

erhebliche Bedenken zum Ausdruck gebracht:

- Lärmbelästigung für zwei an der Strecke gelegene

Hotels

- Beeinträchtigung des Verkehrsflusses und Stau an

den Bahnübergängen in der Ortslage Ransbach -

Baumbach

Deswegen wurde beschlossen, der Regiobuslinie

Montabaur - Neuwied - Koblenz zunächst den Vorrang

gegenüber der Bahn einzuräumen, gab allerdings

an den Kreisausschuss die Empfehlung, die

Reaktivierung der Brexbachtalbahn zu befürworten,

wenn o. g. Bedenken ausgeräumt werden könnten.

Am 23. 04. 2001 sollte in der Sitzung des Kreisausschusses

über die Reaktivierung entschieden

werden. Diese wurde jedoch auf den 21.05. 2001

vertagt, um bis dahin die Meinungen der betroffenen

Anrainerkommunen einzuholen.

Grund für die Vertagung war auch ein Brief des

rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Hans Artur

Bauckhage an den Westerwälder Landrat Peter Paul

Weinert, in dem zum Ausdruck gebracht wurde, das

Land stehe voll hinter der Reaktivierung einer solch

strategisch wichtigen Verbindungsbahn als Zubringer

zum ICE-Bahnhof Montabaur. Über die Finanzierung

brauchten sich die Kommunen keine

Sorgen zu machen, 15 Millionen Euro stünden bereit

und der Zweckverband Schienenpersonen-Nahverkehr

(SPNV) würde die laufenden Kosten tragen.

In der Zwischenzeit erschienen in der Westerwälder

Zeitung zahlreiche Leserbriefe, die eine

Konzept Brexbachtalbahn Seite 11


Reaktivierungsbemühungen Teil 1 - 2001 bis 2006

Wiederinbetriebnahme befürworteten und auch

forderten.

Bereits am 03.04.2001 wurde auf der Sitzung des

Zweckverbandes SPNV für das nördliche Rheinland-

Pfalz in Daun über die Reaktivierung der Strecke auf

der Grundlage des Gutachtens eines Darmstädter

Ingenieurbüros diskutiert, das einen positiven

Kosten-Nutzenfaktor herausstellte. Bei einer Strekkenhöchstgeschwindigkeit

und dem Bau einer

Umfahrungskurve in Siershahn ließe sich die

Fahrzeit von Neuwied zum ICE-Bahnhof Montabaur

auf 40 Minuten reduzieren, eine echte Alternative zu

Bus oder PKW. Deswegen wurde die Reaktivierung

der Bahn beschlossen.

In Höhr-Grenzhausen hat der Stadtrat am

07.05.2001 sowie der Verbandsgemeinderat am

09.05.2001 nach langen Diskussionen ebenfalls

einer Reaktivierung zugestimmt, wenn gewisse

Bedingungen eingehalten werden:

- keine Güterzüge am Wochenende und in der Nacht

- aktive und passive Lärmschutzmassnahmen

- kein Zugverkehr auf der Stichstrecke nach Höhr-

Grenzhausen

Nach einem Treffen der betroffenen Kommunen

sowie dem Kreis mit Mitgliedern des Zweckverbandes

Nord konnte man davon ausgehen, dass die

Strecke reaktiviert würde. Die eigentliche Abstimmung

vom Kreisausschuss fand dann am 21.05.

2001 statt, folgender Beschluss wurde formuliert:

„Der Westerwaldkreis stimmt einer Reaktivierung

der Brexbachtalbahn grundsätzlich zu.

Voraussetzung ist, dass die Belange der im Bereich

der Strecke liegenden Anliegergemeinden

grundsätzlich zu berücksichtigen und vertraglich

gewahrt werden. Für den Kreis hat die möglichst

umgehende Schaffung einer Regio-Bus-

Verbindung zwischen Neuwied und dem ICE-

Bahnhof Montabaur absoluten Vorrang. Im

übrigen bittet der Kreis um Mitteilung, ob die

für die Reaktivierung und den Betrieb der

Strecke vorgesehenen Mittel für die Verbesserung

des ÖPNV im Westerwaldkreis nicht

an anderer Stelle wirksamer eingesetzt werden

könnten.“

In den folgenden Jahren hat sich dann aber nicht

viel bewegt. Die deutsche Bahn bot zwischenzeitlich

sogar das letzte noch nicht stillgelegte Teilstück von

Siershahn bis zur Anschlussstelle Ludwig zum Kauf

an - ohne Erfolg.

Dieses Teilstück wurde während der Bauphase der

ICE-Strecke genutzt, indem eine Verbindungskurve

von der Brexbachtalbahn an die NBS gebaut wurde.

In dieser Zeit herrschte ein reger Zugbetrieb auf dem

Teilstück bis ca. Ende Juni 2001. Danach wurde diese

Verbindungsrampe wieder zurück gebaut, da die

Materialtransporte von diesem Zeitpunkt an direkt

via Montabaur auf der Neubaustrecke verkehren

konnten. Seitdem befuhr kein Zug mehr die Strecke

Ende 2004 wurde dann erst einmal entschieden,

die Bahnstrecke nicht mehr zu reaktivieren, da die

Kosten für Sanierung und Unterhalt als ICE-

Zubringer betriebswirtschaftlich nicht darstellbar

seien. Entwidmet wurde die Strecke aber nicht, die

Bundesbahn als Eigner war demnach verpflichtet,

die Infrastruktur funktionsfähig und betriebstechnisch

in Ordnung zu halten. Ein Trassensicherungsvertrag

durch das Land bis zum 31. März 2007

bedeutete darüber hinaus zunächst eine Bestandsgarantie

bis zu diesem Zeitpunkt. Investitionen von

Seiten der Bahn in den Unterhalt der Strecke unterblieben

jedoch in den letzten Jahren völlig.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 12


Reaktivierung Teil 2 - ab 2006

Bahn frei für die neue Brex

Bei vielen Anwohnern und Bewohnern der

Region blieb die Bahn aber im Bewusstsein

lebendig. Für Eisenbahnfreunde in Deutschland

und Europa ist „Die Brex“ nach wie vor ein

Mythos.

Das Brachliegen, gar die Zerstörung einer landschaftlich

und bautechnisch so einzigartigen und als

potentielle Verbindungsbahn strategisch wertvollen

Strecke wollte man das nicht einfach tatenlos hinnehmen.

Am 26.03.2007 gründeten deshalb 17

Mitbürger unterschiedlichster sozialer und beruflicher

Herkunft den Verein Brexbachtalbahn e.V. mit

dem Ziel, die Bahn und deren Infrastruktur nach

Ablauf des Trassensicherungsvertrages in ihrer gesamten

Länge zu erhalten und wieder zu nutzen.

Der Verein sieht sich selber als moderne Heimatinitiative

und hat sich zur Aufgabe gestellt, historisch

wertvolle Einrichtungen als Daseinsvorsorge für

nachfolgende Generationen zu Erhalten und die kulturhistorische

Erfahrung des Reisens mit der

Eisenbahn erfahrbar zu machen, wie er sich einem

großer Teil der Bevölkerung heute mangels

Angebot nicht mehr erschließt. Die Mitglieder des

Vereins sind Menschen, die in der Region zu Hause

und verwurzelt sind und sich aktiv für eine kulturelle

und touristische Identität und Wertschöpfung in

der Region engagieren. Der Verein wurde vom

Finanzamt Koblenz als gemeinnützig anerkannt.

Es folgten erste Presseveröffentlichungen und

Informationen an alle Bürgermeister von Neuwied

bis Wirges. Da der Verein weder die bahnspezifischen

Lizenzen noch eigenen Fahrzeuge besitzt, wurden

gleichzeitig Eisenbahnverkehrsunternehmen kontaktiert,

um sie von dem Konzept einer Touristikbahn

zu überzeugen und als potentiellen Partner und

Betreiber zu gewinnen.

Eine Zusage kam schließlich von der Eifelbahn-

Verkehrsgesellschaft in Linz am Rhein, die bereits die

Steilstrecke von Linz nach Kalenborn erfolgreich mit

einem Zugverkehr betreibt. Sie verfügt über die

Voraussetzungen und das entsprechende Know

Konzept Brexbachtalbahn Seite 13


Reaktivierung Teil 2 - ab 2006

How. Die Brexbachtalbahn passt zudem aufgrund

der räumlichen Nähe vorzüglich in das Portfolio des

Unternehmens. Von Seiten der DB AG und des EBA

(Eisenbahnbundesamt) lagen die Zusagen einer

Wiederinbetriebnahme vor.

Um für das Projekt zu werben, veranstaltete der

Verein mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen,

um Anwohner und allen Interessierten

Einblick in die Planungen zu geben, aber auch um

Kritik zu begegnen und um aufzuklären. Diese

Veranstaltungen wurden rege besucht und fanden

in diversen Presseveröffentlichungen Beachtung.

Eine Vielzahl von Leserbriefen mit positivem Tenor,

E-Mails und Besuchen auf der Homepage des

Vereins zeigen ein (bundes)weites Interesse an dem

Projekt.

Die Begehung der Strecke durch das Verkehrsunternehmen

und den TÜV ergaben keinerlei gravierenden

Mängel, ein weiteres Gutachten ist in

Auftrag gegeben. Den politischen Gremien der

Anrainerkommunen wurde nun das Konzept und die

sich daraus ergebenden touristischen Perspektiven

einer solchen Touristikbahn dargelegt mit folgender

Beschlusslage:

Neuwied:

Der Stadtrat unterstützt die Reaktivierung der

historischen Bahnlinie vorbehaltlos

Ortsbeirat Engers:

Zustimmung ohne Gegenstimme

Stadt Bendorf:

Revidierung des Stilllegungsbeschlusses von

2001, Zustimmung mit großer Mehrheit

am 15.05.2007

Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen:

Zustimmung am 03.07.2007

Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach:

Beschluss gegen die Bahn, Entwidmung und

Abriss mit 18 gegen 7 Stimmen

Verbandsgemeinde Wirges:

Schon immer für eine Reaktivierung,

befürwortet das Konzept

Seit Oktober 2007 ist die komplette Strecke zwischen

Siershahn und Bendorf von Vereinsmitgliedern

in mehr als 4000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden

im Lichtraumprofil freigeschnitten und

dadurch wieder befahrbar gemacht worden.

Unterstützt wurden die Arbeiten durch Sachspenden

ortsansässiger Firmen wie Dieselöl, Container,

Häcksler und Werkzeug.

Ein vom Betreiber in Auftrag gegebenes Gutachten

durch den TÜV ergab keinen nennenswerten

Schäden an Brückenbauwerken und Tunnel.

Sämtliche an der Infrastruktur für einen Fahrbetrieb

noch notwendiges Arbeiten können in Eigenleistung

durch den Verein und den Betreiber bewerkstelligt

werden.

Im Bahnhof Ransbach wurden sämtliche Weichen

wieder gangbar gemacht, in Ransbach auch das

historische Stellwerk. An allen Bahnübergängen

wurden die Spurrillen freigefräst und die Straßenbrücke

in Ransbach nach Reparatur von Seiten der

Behörden wieder freigegeben.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 14


Sanierung

Maßnahmen für die Sanierung

bis zur Betriebsaufnahme

Wie bereits erwähnt, befindet sich die

Strecke in einem technisch sehr guten

Zustand. Zur Zeit werden die Brückenfundamente

frei geschnitten um zu sichten, welche

und ob überhaupt Maßnahmen ergriffen werden

müssen. Die Strecke ist eisenbahntechnisch

als Anschlussbahn mit einer Achslast von 16

Tonnen ausgewiesen. Nach Begehung durch

den TÜV Rheinland wurden kleine Mängel am

Mauerwerk einiger Tunnelpassagen festgestellt,

die neu zu verfugen sind. Außerdem müssen

punktuell einige Schwellen ausgetauscht werden.

In Engers ist die Weiche in die Rheinschiene neu

einzubauen, an dieser Stelle muss dann auch die bestehende

Schallschutzwand unterbrochen werden.

Es befindet sich aber hier keine Wohnbebauung in

direkter Gleisnähe. In den Ortslagen sind die Übergänge

am Gleiskörper vom Teer frei zu fräsen und

(illegal errichtete) Wege mit betoniertem Fundament

in der Ortslage Hundsdorf sind zu entfernen.

Insgesamt muss die Infrastruktur durch Gleiserneuerungen

und Ergänzungen für einen Touristikverkehr

so hergerichtet werden, dass auch längere

Sonderzüge und große Menschenmengen

gefahrlos zu transportieren sind und es logistisch

keine Probleme gibt.

Notwendige Maßnahmen zur Aufnahme eines

Touristenverkehrs:

Freischnitt der gesamten Strecke vom Bewuchs aus

13 Jahren unterbliebener Instandhaltung durch die

DB-AG, Aufarbeitung von Arbeitsfahrzeugen zur

Durchführung dieser Arbeiten, Instandsetzung der

Telefonleitung entlang der Strecke. Diese Arbeiten

sind seit Ende Oktober 2007 durch zahlreiche

Vereinsmitglieder in vollem Gang und werden größtenteils

bis Ende Mai 2008 abgeschlossen sein.

Bahnhof Engers: Einbau einer neuen Weiche,

Signalanlage, Unterbrechung der Schallschutzwand

Stadtgebiet Bendorf:

Spurrillenfräsen der Übergänge, punktuelle

Gleisarbeiten

Bahnhof Sayn:

Überarbeitung Umlauf - und Abstellgleis für

Sonderzüge

Anlegen eines neuen Haltepunktes an der

Abtei Sayn oder Heins Mühle

Bahnhof Grenzau:

Überarbeitung der Umlaufgleise

Weichen müssen gangbar gemacht werden

Erneuerung Anschlussgleis Höhr

Gleisüberarbeitung und Freischnitt der

Stichstrecke nach Höhr, Anlegen eines neuen

Haltepunktes in Höhe der Fa. Steuler

Streckenabschnitt Hunsdorf

Entfernung eines geschotterten Gehweges im

Gleisbett, Spurrillenfräsen Bahnübergang

Ortslage Ransbach

Spurrillenfräsen v. Bahnübergängen

Überarbeitung Umlauf- u. Rangiergleise

Weichen und Stellwerk in Betrieb setzen

Ortslage Siershahn

Einbau Weiche zum ehemaligen

Bahnbetriebswerk

Inwieweit die DB AG für das Entfernen der Weiche

in Engers in Regress zu nehmen ist, bleibt abzuwarten

und muss geprüft werden.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 15


Sanierung

Finanzierungsmöglichkeiten zur

Sanierung und zum Betrieb der Strecke

Um die dargelegten Kosten aufzubringen und

eine touristisch verwertbare Infrastruktur

zu schaffen, verfolgt der Verein verschiedene

Wege der Förderung. Aber auch eigene Konzepte

und Leistungen sollen und werden in den

ganzen Finanzierungskomplex einfließen. Welche

nationalen und EU - Fördermittel für dieses

Projekt letztlich zur Verfügung stehen, muss mit

den kommunalen Vertretern und den verantwortlichen

politischen Gremien eingehend

untersucht werden. Vergleichbare bundesweite

Projekte haben nach unseren Recherchen

Fördermittel aus diesen Programmen erhalten:

ÖFFENTLICHE MITTEL

ETLR

Europäisches Programm zur „Entwicklung typischer

Landschaften der ländlichen Räume“

VRW

Europäisches Programm zur „Verbesserung der

regionalen Wirtschaftsstruktur“ - Infrastrukturförderung

33. Rahmenplan.

TARGET

Fördermittel im Rahmen des Projektes TARGET im

Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III b.

EFRE

Programm des Landes zur Förderung der touristischen

Entwicklung aus Mitteln des Europäischen

Fonds für regionale Entwicklung nach Förderrichtlinien

im Rahmen des Ziel 2- Programms.

BUGA 2011

Mit der Bundesgartenschau in Koblenz fließen

erhebliche Finanzmittel in die Region Mittelrhein,

die u. a. auch in die Verbesserung der Infrastruktur

und einen leistungsstarken öffentlichen Nahverkehr

investiert werden. Inwieweit die Brexbachtalbahn

hier als Teil eines vernetzten Taktverkehrs fungieren

kann oder wird, bleibt abzuwarten. (mehr siehe Seite 34)

EU/InterReg III

Regionalförderprogramm mit einer Anschubfinanzierung

für die Wiederinbetriebnahme von

Eisenbahnstrecken für den Freizeit- und Touristikverkehr.

PAUL

Mit dem Programm Agrarwirtschaft, Umwelt- und

Landentwicklung fördert das Land Rheinland-Pfalz

Bürgerprojekte, die von ehrenamtlich engagierten

Bürgern initiiert werden und die dem Ausbau der

touristischen Infrastruktur und dem Erhalt des

Nahverkehrs dienen.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 16


Sanierung

PRIVATWIRTSCHAFTLICHE MITTEL

SDE - Stiftung Deutscher Eisenbahn

Die Stiftung Deutscher Eisenbahnen mit Sitz in

Meinerzhagen wurde als Förderstiftung mit dem

Ziel gegründet, privates Kapital zu sammeln, um

Aktivitäten und Projekte anderer gemeinnütziger

Körperschaften zu unterstützen und zu fördern, die

der Zielsetzung des Erhalts wertvoller Verkehrs - und

Industriegeschichte dienen.

Leistungsbestellung des Zweckverbandes Schiene

Wie das Beispiel der Eifelquerbahn zeigt, wird der

Erhalt einer landschaftlich attraktiven Bahnstrecke

zu einem Erfolgsmodell, wenn Kommunen und die

für die Regionalisierung verantwortlichen Stellen

den dafür nötigen politischen Willen haben und

Verkehrsleistungen bestellen

ABM - Kräfte

Wie viele vergleichbare Projekte zeigen, ließen sich

durch die Bereitstellung von ABM-Kräften durch die

ARGE viele Kosten einsparen, gleichzeitig würden

die Mitarbeiter in unterschiedlichsten Disziplinen

geschult und qualifiziert.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

Schon jetzt leisten etwa 50 Vereinsmitglieder seit

März Hunderte von freiwilligen Arbeitstunden. Dies

wird auch in Zukunft so bleiben, wodurch ein erheblicher

Mehrwert geschaffen wird und reale Kosten

eingespart werden.

Spenden, Sponsoren

Einige Firmen aus der Region haben sich mit

Materialspenden, der Finanzierung von Werbemitteln

oder unentgeldlicher Arbeit schon in das

Projekt eingebracht. Hier gilt es in den nächsten Monaten

noch verstärkt aktiv zu werden, um möglichst

eine große Zahl von Gönnern zu generieren.

Denkbar wäre auch die Gründung eines Fördervereins

oder Wirtschaftsrates.

Mitgliedsbeiträge

Der Verein hat zur Zeit 80 Mitglieder mit wachsender

Tendenz. Auch hier wird verstärkt weiter um

Zuwachs geworben, die Beiträge sind steuerlich

absetzbar und fließen voll in das Projekt.

Einnahmen aus dem Bahnbetrieb

Wenn man das bundesweite Feedback allenthalben

einmal in Relation zu den Fahrgastzahlen hochrechnet,

dann wird schon das erste Betriebsjahr ein

voller Erfolg sein. Der Verein rechnet konservativ mit

bis zu 80.000 Fahrgästen.

Investition des Betreibers

Die zu erwartenden Fahrgastzahlen lassen bei den

generell optimistischen Prognosen durchaus auch

Investitionen des Unternehmens zu, denkbar wäre

auch eine Kreditierung.

Patenschaften für Gleise

- Spender übernehmen die Patenschaft für 10, 100

oder 1000 Meter Gleis und erhalten eine

Metallplakette auf der ersten und letzten

Schwelle des gespendeten Gleisabschnitts sowie

eine hochwertig gestaltete Urkunde. Eine solche

Finanzierung wäre zudem höchst Identifikation

fördernd.

Merchandising

- Mit dem Verkauf von Aufklebern, T-Shirts, Mützen

etc. werden zusätzliche Einnahmen generiert,

gleichzeitig wirken die Artikel als Multiplikatoren.

Denkbar wäre mittelfristig sogar ein kleiner Shop

in Sayn, der während der Saison geöffnet ist ähnlich

den „Dampfshops“ der Harzer Schmalspurbahn,

die nicht unwesentlich zur Finanzierung

beitragen. Eine solche Einrichtung hätte

zudem den Vorteil, „Die Brex“ vor Ort aktiv zu

„verkaufen“ und neue Fahrgäste für die Bahn zu

interessieren.

Der Verein Brexbachtalbahn e. V. und der

Betreiber erwarten keine finanzielle Beteiligung der

Gebietskörperschaften entlang der Bahnlinie. Er

geht aber davon aus, dass alle berührten Städte und

Gemeinden das Umfeld der Haltepunkte und

Bahnhöfe so pflegen, wie es den Erwartungen von

Gästen, Ausflüglern und auch der einheimischen

Bevölkerung entspricht. Jede Station sollte eine

Visitenkarte der Anliegerkommune sein.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 17


Stilllegung

Die Kosten für eine Stilllegung der Strecke

und das Errichten eines Radweges auf der Trasse

Ein solches Konzept wäre unseriös, wenn nicht

auch der „Worst Case“ mit in die Überlegungen

einbezogen würde, schließlich gibt es nicht

nur Befürworter sondern auch erklärte Gegner

des Projektes, die eine Realisierung mit allem

Mitteln verhindern wollen. Ziel dieser Fraktion

ist die Endwidmung der Strecke, deren teilweisen

Abriss und der Bau eines Radweges.

Ein Abbau der Strecke entwertet nach unserer

Auffassung alle Aufwendungen aus den Sanierungen

in den achtziger Jahren und den Unterhalt in die

Strecke bis zur vorläufigen Stilllegung. Wertvolles

Volksvermögen würde der Vernichtung zugeführt,

und zwar mit einem hohen finanziellen Aufwand.

Eine solche Maßnahme wäre auch unumkehrbar

und ist neben den anfallenden Kosten auch mit

nicht zu unterschätzenden Verpflichtungen verbunden.

Mit dem Bau eines Radweges enden ja nicht

automatisch auch die Unterhaltsverpflichtungen.

Die Kommunen müssten die Strecke also zunächst

erst einmal kaufen, Schienen und Schotter müssten

entfernt und abtransportiert werden.

Es muss weiterhin dafür gesorgt werden, dass die

Brücken, Böschungen, Dämme und Tunnel nicht

unkontrolliert zerstört oder beschädigt werden und

niemand an den Bahnanlagen zu Schaden kommt.

Anlegen eines Radweges

Für den Rückbau müssen alle Tunnel vergittert

werden (Die Befürworter eines Radweges wollen

die Tunnel aus Umweltgesichtspunkten - Stichwort

Fledermäuse - nicht befahren) und die Brücken

wären mittels eines Geländers zu sichern. Vor- und

nach den Tunneln müssen Zuwege bez. Rampen aus

dem Tal auf den Radweg gebaut werden. Der

Radweg, der auch gleichzeitig als Spazier- und

Wanderweg gedacht ist, muss befestigt und geteert

werden. Pro Meter ist aufgrund des topografisch

anspruchsvollen Terrains mit Kosten von ca. 180,00

Euro/Meter zu rechnen. Das ergäbe eine Gesamtsumme

von 2,8 Millionen Euro.

Die Gesamtkosten für den Abbau der Strecke und

den Bau eines Radweges beliefen sich nach über-

schlägigen Rechnungen also auf bis zu 3 Millionen

EUR*. Rechnet man für den Verkauf der Schwellen

und Schienen einen Erlös von ca. 500.000 EUR ab,

blieben für den Steuerzahler 2,5 Millionen EUR*

übrig. 80 % davon fielen auf das Land Rheinland-

Pfalz, 20% müssten die Kommunen tragen. Die

Kommunen wären in der Folgezeit aber für die verkehrstechnische

Sicherheit des Weges und die

Vermarktung verantwortlich:

- Betriebssicherheit der Brücken und Rampen

- Sauberkeit und Pflege, besonders im Herbst

Laubpflege

- Winterdienste

- Werbung/ Marketingkosten/ Beschilderungen

Als Anmerkung sei an dieser Stelle darauf verwiesen,

dass schon heute entlang der Bahntrasse die

meisten Streckenbereiche durch Rad- und Wanderwege

erschlossen sind und asphaltierte und Wirtschaftswege

das Gebiet weitläufig durchziehen.

*Die Zahl beruht zunächst auf eigenen Recherchen von vergleichbaren Projekten, sind nicht valide und konservativ gerechnet.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 18


Bahn oder Radweg

Mit dem Drahtesel zum Stahlross

Sollte eine bestehende und sich in einem

technisch guten Zustand befindende öffentliche

Infrastruktureinrichtung wie die Brexbachtalbahn

wirklich zugunsten eines Rad- und

Wanderweges abgebaut werden? Rechnet sich

eine solche Investition? Hat ein Radweg eine

solch überregionale Ausstrahlung wie eine Touristikbahn

und lässt sich dadurch Mehrwert für

die Region schaffen? Klare Antwort: NEIN. Das

heißt jedoch keineswegs, das der Verein gegen

einen Radweg Stellung bezieht, im Gegenteil.

Unserer Vorstellung heißt nicht Bahn ODER

Radweg, sondern Bahn UND Radweg!

Der Erfolg einer Touristikbahn – Beispiele dafür

gibt es bundesweit viele – schließt einen Radweg

auf einer Eisenbahntrasse aus. Vielmehr gehört der

Radweg neben die Bahn, denn auf diese Weise

ergänzen sich beide Systeme. In einer so heterogenen

Freizeitgesellschaft mit ihrem sehr differenzierten

Konsumverhalten darf es nicht nur das eine oder

andere geben.

Die Brex“ legt großen Wert auf einen durchgehenden

Rad – und Wanderweg neben der Strecke

von Bendorf nach Siershahn. Zum großen Teil sind

schon entsprechende Wege vorhanden, die nur noch

miteinander verbunden oder ausgebaut werden

müssen: Zur Zeil fehlen noch einige wenige

Abschnitte, um zu einem drei Landkreise verbindenden

Weg zu kommen:

X = fehlende Verbindungen Weglänge

X Pfadfinderlager – HP Brexbachtal 1,5 km

X Steinbrück km 8,3 – km 9,3 1,0 km

X Bf Grenzau – Hüttenmühle 1,7 km

X Hunsdorf – Ransbach 0,9 km

X Stadtdurchfahrt Ransbach z.T 1,0 km

X Ebernhahn – Siershahn über Piuslinde 1,0 km

Der Bau eines durchgehenden Rad-und Wanderweges

neben „Der Brex“ dürfte nach den

Richtlinien des Landes Rheinland-Pfalz sehr gut förderfähig

sein. Er verbindet 3 Landkreise und 5

Städte/Gemeinden ebenso wie das Rad-, Schienenund

Fußwandern miteinander.

Die größeren Stationen „Der Brex“ ( Engers, Sayn,

Grenzau, Ransbach, Ebernhahn und Siershahn) sind

vorgesehene Anlaufpunkte zur Bahn, Ergänzungsrouten

oder Schleifen über die Höhen bereichern das

System. Unter einem eigenen Namen mit entsprechendem

Beschilderungssystem „Brex-Weg“ würden

die in den letzten Jahren erfolgten Investitionen

in die Wanderregion Unterwesterwald zudem um

ein weiteres attraktives Angebot ergänzt.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 19


Bahn oder Radweg

Wie sehr die Bahn von einem Rad- und

Wanderweg profitieren würde und umgekehrt, wie

vielfältig die Bahn vorhandenen Wanderwege

berührt und ergänzt, verdeutlicht eindrucksvoll die

nachfolgende Grafik:

Die Vielzahl der von der Brex berührten Wanderwege und Touristikstraßen:

Engers Bendorf

Rheinsteig x

Rheinhöhenweg x

Höhr-

Grenzhausen

Limeswanderweg x x

Limesradweg x x x

Ransbach-

Baumbach

Ebernhahn Siershahn

Thüringen-Rhein-Wanderweg x x x x x

WW HWO III x

WW HWO 3 x

Sayn-Grenzau-Weg x x

IVV 1 x x

IVV 4 x x

IVV 5 x x

IVV 6 x

WW 1 Radweg x x x

Kannenbäckerstraße x x

Deutsche Limesstraße x x

13 Wege, 2 Straßen 1 7 10 7 5 4

Dazu kommen viele lokale Wanderwege der Verbandsgemeimnden Höhr-Grenzhausen,Ransbach-

Baumbach und der Stadt Bendorf.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 20


Bahn oder Radweg

Wer dagegen nur den Radweg will, vergisst oder

unterschätzt den damit verbundenen Aufwand. Wer

sorgt dauerhaft für den Unterhalt? Wer sorgt dafür,

dass nicht nur lokale Tagestouristen eine solche

Einrichtung nutzen sondern auch Gäste aus anderen

Teilen des Landes und wie soll das bewerkstelligt

werden? Wer betreibt also ein aktives Radwegemanagement,

z. B. mit Veranstaltungen, die überregional

ausstrahlen? Wer unterhält einen Zubringerdienst,

um zum Ausgangspunkt zurück zu kehren?

Wird es ein Infotelefon geben mit Fahrplanauskunft?

Von bestimmten Orten an einem Radweg sollten

zusätzliche und ausgeschilderte Rundschleifen als

Abstecher zu benachbarten Örtlichkeiten angeboten

werden. Kann das geleistet werden und von wem?

Tangiert der Weg gastronomische Betriebe? Wer das

alles bejaht und Antworten auf diese Fragen gibt,

dem sei ein Radweg durchaus als Gewinn für einen

sanften und aktiven Tourismus gut geschrieben. Im

Grundsatz wird er aber letztlich immer nur der örtliche

Bevölkerung zu Gute kommen, Rad- und

Wandertourismus ist immer nur ein begrenzter. Von

weit her reisen Gäste nur an wenigen Tagen im Jahr

an, meist in den Ferien, an Feier- oder Brückentagen,

und dann alle auf einmal. Die gleiche Auffassung

vertritt im übrigen auch der Westerwald-Verein

mit seinen mehr als 4000 Mitgliedern. Eine

Touristikbahn würde demnach das gutausgebaute

Netz von Wanderwegen besser ergänzen

als ein weiterer Rad- und Wanderweg.

Das liegt ganz einfach an der Attraktivität und der

Besonderheit einer Touristikbahn, von denen es in

Deutschland ca. 200 gibt. Sie alle haben – obwohl

teils in entlegenen Regionen gelegen – eine beachtliche

großräumige wirtschaftliche und touristische

Außenwirkung hervorgerufen. Eine Touristikbahn

bringt ganz neue, zusätzliche Besucher, und

Radfahrer kommen mit oder wegen des Zuges ganz

automatisch. Viele Fahrgäste fahren mit dem Zug

eine Strecke hin und mit dem Rad wieder zurück

oder nutzen bestimmte Etappen des Weges. Die

Erfahrung zeigt, dass die Bahn in den meisten Fällen

der Anlass ist, die Region überhaupt zu besuchen,

die dann mit dem Rad weiter und tiefer gehend

erkundet wird. Mit einer brach liegenden oder abgebauten

Bahnlinie geht das natürlich nicht (mehr).

Und was geschieht mit einem Radweg im Winter?

Wenn im Dezember viele Kinder in ausverkauften

Nikolauszügen unterwegs sind, wird sich auf einem

Radweg vielleicht ein einsamer Wanderer finden, bei

Regen oder Schneefall noch nicht einmal das. Falls

doch, wer ist dann für die Verkehrssicherheit zuständig,

zumal es sich bei der Strecke um eine

Gefällstrecke mit bis zu 1:60 handelt?

Ein beispielhafter Blick in die Region verdeutlicht

die Entwicklung signifikant

Auf der ehemaligen Eifelstrecke Daun - Wittlich

wurden statt einer Synergie Bahn - Rad die Gleise

zugunsten eines Radweges 1998 abgebaut. Für den

Erhalt der Bahnlinie waren keine Mittel verfügbar,

jedoch für den Bau des Radweges. Mittlerweile

wurde Bilanz gezogen. Der Leiter der örtlichen Tourist-Information

gibt durchschnittlich 80 Tagesgäste

an, die neben den Einheimischen den Weg nutzen.

Eine Steigerung der Übernachtungszahlen wurde

nicht erreicht, vielmehr sei die Zahl der Gäste sogar

gesunken. Bei mehreren Besuchen des Autors jeweils

sonntags wurde er von einigen wenigen

Radlern überholt, 30 kamen ihm innerhalb von 2

Stunden entgegen. Insgesamt hat das Land in den

Maare - Mosel - Radweg 3 Millionen Euro investiert,

der Erhalt der Bahnstrecke mit allen sich daraus

ergebenden Optionen (Bereicherung des Weintourismus,

Themenfahrten etc.) hätte nur einen Bruchteil

dessen gekostet. Der Zustand des Weges selber

ist höchst unbefriedigend. An vielen Stellen ist er am

Rand verbuscht, Wurzeln wölben die Teerdecke und

Risse zeugen von fehlenden Unterhaltsinvestitionen,

es fehlt an vielen Stellen der Freischnitt und damit

das Erlebnis Landschaft.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 21


Kapitel II

Die Touristikbahn


Touristikbahn „Die Brex

Die Region im Leitbild

des Rheinland-Pfälzer Tourismus

Der Tourismus ist für das Land zweifellos eine

der wichtigsten Branchen überhaupt. Ein

wichtiges Ziel der Landesregierung und aller

regionalen Einrichtungen ist es deswegen, dieses

Potenzial für das Land optimal und nachhaltig

zu erschließen. Dazu gehört untrennbar die

stete Überprüfung und Weiterentwicklung konzeptioneller

Grundlagen und die Überführung

in innovative, zeitgemäße und neue attraktive

Angebote.

In den letzen Jahren ist dies mit großem Erfolg

geschehen mit nachweisbaren Erfolgen: sowohl die

Zahl der Gästeankünfte als auch die Übernachtungszahlen

haben sich zwischen 1997 und 2005 mit plus

16% und im Vergleich zu anderen westlichen

Flächenländern um plus 11% überdurchschnittlich

gut entwickelt, was beweist, dass sich fundierte

Konzepte zum Leitbild des Lande entwickelt haben.

Für die Zukunft gilt es, die Einflussnahme neuer

Trends aufzugreifen und mit entsprechenden Angeboten

zu bedienen, um sich weiterhin erfolgreich im

touristischen Markt zu positionieren. Diese Märkte

haben sich in den vergangenen Jahren weiter differenziert,

sind heterogener, anspruchsvoller geworden.

Dadurch bieten sich dem rheinland-pfälzischen

Markt aber auch viel mehr Möglichkeiten und

Chancen. Von der zunehmenden Offenheit eines

breiten Zielmarktes für Urlaub in Deutschland werden

nämlich letztlich nur die Anbieter profitieren,

die sich an den Bedürfnissen der Nachfrager orientieren

und ausrichten und sich konsequent an deren

formulierte Rahmenbedingungen anpassen: Qualität,

Erlebnis, Nachhaltigkeit, Wellness, Gesundheit,

Natur und Kultur in Verbindung mit einer entsprechenden

Gastronomie und Hotellerie.

Westerwald - zum Wandern verführt

Der Westerwald gehört (noch) zu den eher weniger

bekannten Urlaubsregionen, was sicherlich nicht

mit dem bekannten Liedtext zu tun hat, dass dort

der Wind so kalt pfeift. Seine Randlage und die

Konkurrenz zum Rheintal mit seinen gelenkten

Verkehrsströmen und seiner medialen Präsenz lenkte

die Aufmerksamkeit lange an der Region vorbei.

Die Rückbesinnung auf die Natur, auf Authentizität

und Entschleunigung sowie seine strategisch günstige

Lage zwischen den Ballungsräumen Rhein/

Ruhr im Norden, Köln/Bonn/ Koblenz im Westen

und Rhein/Main im Süden ergeben für die Region

heute aber besonders vielversprechende Chancen im

Wettbewerb der Destinationen, um sich mit einem

unverwechselbaren Profil am Markt neu zu positionieren.

Im Westerwald wurde deswegen der richtige,

nämlich ein anspruchsvoller Weg gewählt. Das

Thema WANDERN wird fokusiert und schwerpunktmäßig

besetzt. Ein umfassendes Angebot im Bereich

Nordic-Walking und die Implementierung leistungsfähiger

Erlebniswanderwege wie Rheinsteig,

Westerwaldsteig, Limeswanderweg oder Traumpfade

bieten hervorragende Perspektiven im wahrsten

Sinn des Wortes und lassen die in weiten Teilen

unberührte Landschaft mit allen Sinnen erleben.

Sämtliche Wege treffen sich in Sayn oder berühren

die Linie „Der Brex“ mehrfach.

Wandertourismus ist zudem Qualitätstourismus,

denn Untersuchungen zeigen, dass Wanderer überdurchschnittlich

gebildet und interessiert sind, sie

sind bereit, mehr Geld für gute Leistungen zu zahlen

und sie sind gute Multiplikatoren. Das Erlebnis

Brexbachtalbahn bildet folglich eine perfekte Ergänzung,

einerseits die Region vom Rheintal aus

verkehrstechnisch zu erschließen, andererseits um

einen schönen Tag mit einem nicht alltäglichen Erlebnis

abzurunden und vom Alltagsstress zu entspannen.

Die Wiederbelebung des 3-Städte

Wandertages würde deswegen voll dem Zeittrend

des Wanderns und der geschaffenen Infrastruktur

entsprechen.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 23


Touristikbahn „Die Brex

Auf der Spur von Römern,

Eisengießern und Kannenbäckern

Angebote mit kulturellen, historischen und

landschaftstypischen Hintergründen, regionaltypische

Events und Veranstaltungen sind

seit Jahren ein Wachstumsmarkt. Die Basis

dafür sind die zahlreichen Schlösser und Burgen,

Naturparks, Bauten und Relikte aus der

keltischen und römischen Zeit, Welterbestätten

und Museen, über die wir in der Region verfügen

und die mit großer Weitsicht und finanziellem

Aufwand erhalten und restauriert worden

sind. All dies bietet Touristen und „Erlebnishungrigen“

eine breite Angebotspalette.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, welche Vielzahl

kultureller Denkmäler entlang der Strecke zu finden

ist, welchen einzigartigen historischen „Background“

die Region besitzt und welche Perspektive

sich durch die Inszenierung dieser Attraktionen und

Erlebnisführungen bietet. Mit einer lebendigen

Geschichte von Römern, Eisengießern und Kannenbäckern

lassen sich thematisch zwei historische

Industrien als Klammer zwischen Rheintal und

Westerwald beschreiben, zudem vernetzt die

Strecke zwei Naturparks und zahlreiche Wanderwege

miteinander. Die Geschichte der Römer -

Stichwort keramische Trinkgefässe und Weinbau -

sind ebenfalls regionaltypische Alleinstellungsmerkmale.

Der Leitfaden für das Touristikprojekt „Die Brex

sollte demzufolge sein:

- Vernetzung und Bildung von Synergien zwischen

Kultur, Natur, Geschichte und Tourismus

- Identifikationsstiftung für die Region und die

dort lebenden Menschen

- Profilierung der Region durch Formulierung und

Implementierung innovativer Produkt - und Angebotsideen

- Profilierung eines „sinnlichen und besinnlichen“

Angebotes - segmentübergreifend für Nachhaltigkeit,

Authentizität und Sinngebung als aktives

Erlebnis einer neuen Wertevorstellung

- Schaffung eines „Gegentrends“: neue Langsamkeit

statt schnellem Urlaubskonsum

- Gewinnung neuer Zielgruppen und Schaffung von

Mehrwert für die Region

- Sensibilisierung für die Technikgeschichte

Die Brex ist eine der schönsten Bahnstrecken in

Deutschland, eine außergewöhnliche Taleisenbahn

mit 7 Tunnels und 30 Brücken sowie Steigungsabschnitten

von 1: 57 in einer Region, die in den

letzten 20 Jahren ihr Gesicht total verändert hat. Die

Steine - und Erdenindustrie ( Bims, Ton, Eisen) hat

sich in eine moderne Dienstleistungszone verwandelt.

Doch viel erinnert noch an die alten Zeiten, dies

gilt es nutzbar zu machen und touristisch noch besser

zu erschließen. Vulkanpark in der Eifel, Basalt -

und Tertiärpark im oberen Westerwald sind gute

Beispiele hierfür.

Von der Vitalisierung der Bahnstrecke haben alle

einen Vorteil: Städte und Kommunen, Gastronomie

und Handel, Dienstleister und produzierendes Gewerbe.

Und, bei allen schönen Formulierungen, theoretischen

Ausführungen und Plänen sei eines nicht zu

unterschätzen: Eisenbahn ist immer auch eine HER-

ZENSSACHE, bei Betreibern ebenso wie bei allen

Fahrgästen. Eisenbahn emotionalisiert, fasziniert

und begeistert, Generationen übergreifend jung und

alt. Und die Verbindung Eisenbahn und Landschaft

ist die Verbindung einer besonderen und nachhaltigen

Technik mit der Natur – unserer Natur! „Die

Brex“ ist dafür ein schönes Sinnbild!

Konzept Brexbachtalbahn Seite 24


Touristikbahn „Die Brex

Touristikbahn –

was ist das eigentlich?

Für Eisenbahnfreunde ist eine solche Frage

vermutlich schnell beantwortet, rechtlich

gibt es jedoch keine allgemeingültige Definition.

In der EU-Richtlinie 2004/50/EG zur

Interoperabilität des konventionellen Eisenbahnverkehrs

in Europa wurden auf Initiative

des europäischen Dachverbandes FEDECRAIL die

historischen und touristischen Eisenbahnen von

der Anwendung der Richtlinie ausgenommen.

Mit der Umsetzung in deutsches Recht trat damit

die Frage auf, wie sich die Abgrenzung einer solchen

Bahn in diesem Sinne vornehmen lässt. Es liegt

nahe, sich deswegen an einem Beispiel zu orientieren.

Nicht überraschend kommt aus dem Mutterland

der Eisenbahn - Großbritannien - eine Definition, die

auch für hiesige bundesdeutsche Bahnen geeignet

scheint und vom VDMT (Verband bundesdeutscher

Museums-und Touristenbahnen) im Rahmen der

Anhörung zur Abgrenzung der Transeuropäischen

Eisenbahn-Interoperabilitätsverordnung vorgeschlagen

wurde:

Eine Touristikbahn ist ein Eisenbahnunternehmen

gemäß §2 (1) AEG, das betrieben wird, um

- eine Eisenbahn(-infrastruktur) wie in der Vergangenheit

zu erhalten, wiederherzustellen ,

nachzustellen oder

- historische oder spezielle Formen der Antriebstechnik

oder das Rollmaterial zu demonstrieren

oder zu betreiben oder

- einen Betrieb für ausschließlich touristische

Zwecke, Freizeit - oder Bildung durchzuführen.

Das Touristikbahnkonzept „Die Brex“ beruht demzufolge

auf vier Säulen:

1) Regelmäßiger Fahrbetrieb

2) Regelmäßige Sonder - und Themenfahrten

3) Sonderfahrten auf private Bestellung

4) Durchführung von Veranstaltungen in Kooperation

mit externen Partnern

Es wird einen festen Fahrplan geben in der Zeit

zwischen Ostern und Ende Oktober am Wochenende

sowie an allen Feiertagen. Die Fahrzeiten werden

dabei so gestaltet, dass in Siershahn Anschluss nach

Limburg/ICE Montabaur und in Neuwied an die

Züge des Vehrkersverbundes Rhein-Mosel in

Richtung Köln / Koblenz / Wiesbaden / Mainz bestehen.

Fahrgäste können dann jederzeit ohne spezielle

Planung oder Vorbestellung die Züge nutzen. Der

Ticketverkauf erfolgt im Zug, dort gibt es auch kleine

Snacks und Getränke. Der Planverkehr findet mit

historischen Schienenbussen statt, an besonderen

Tagen und zu exponierten Veranstaltungen werden

auch Dampfzüge das Angebot erweitern und bereichern

mit einer entsprechend überregionalen

Ausstrahlung.

Darüber hinaus kann jeder einen Sonderzug mieten,

was besonders für Familienfeiern, Firmenjubiläen

oder Incentives ein interessantes zusätzliches

Angebot in der Region mit hohem Erlebnischarakter

darstellt.

Die Bahn wird auch mit anderen Vereinen bei der

Organisation von Veranstaltungen kooperieren und

Events gemeinsam durchführen: Feuerwehren, Historische

Traktoren oder Oldtimer, Freundeskreis

Sayner Hütte, Hein´s Mühle, Förderkreis Abtei Sayn,

aber auch überregional mit Veranstaltern von

Tagestouren, Erlebnisreisen, der Rhein-Zeitung oder

der Villa Musica. Dadurch wird die Bahn auch sozial

fest in der Region verankert, wodurch ein hoher

Akzeptanz - und Identifikationswert gebildet wird.

Selbstverständlich erfolgt auch eine enge Kooperation

mit allen Touristikämtern und Fremdenverkehrseinrichtungen

in den Kommunen.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 25


Touristikbahn „Die Brex

Die Bedeutung

der Touristikbahn „Die Brex

DieBrex” ganz zentral: im Radius von 200 km oder ca. zwei Stunden Anfahrt leben ca. 20 Millionen potentielle Fahrgäste bez. Besucher der Touristikbahn und der Region.

Wie bereits eingehend beschrieben und am

Ende dieses Kapitels konkret dargestellt,

liegen im Einzugsgebiet der Bahn eine Vielzahl

attraktiver Bauten geschichtlicher Zeugnisse

und touristischer Ziele, die mit einer Reaktivierung

in idealer Weise miteinander verbunden

werden können und die durch die Bahn noch

näher zusammen rücken. Ein Blick auf die Grafik

zeigt zudem, dass sich „Die Brex“ bei einer

Anreise von max. 2 Stunden von Metz / Luxemburg/Trier/Saarland

- Mannheim/ Ludwigshafen

- Rhein/Main - Aachen/Maastricht und

Rhein/Ruhr in einem Einzugsgebiet von ca. 20

Millionen Menschen befindet, die alle als potentielle

Gäste und Tagesausflügler unsere Region

erkunden könnten.

Aufgrund der einmaligen Tatsache, dass es sich bei

„Der Brex“ nicht um eine Stichbahn, sondern um

eine VERBINDUNGSBAHN handelt, kann eine solche

Anreise an beiden Enden mit dem Zug erfolgen,

sogar mit dem schnellsten und modernsten Zug

überhaupt, dem ICE 3, was als Kontrapunkt zur

gemütlichen Brex ein besonderes Erlebnis darstellt

Nach einer Studie der Stiftung Burgen und

Schlösser in Deutschland befindet sich in Deutschland

eine riesige Zahl von historischen Bauten, was

ein hohes Kulturbewusstsein beweist. Gleichzeitig

aber sind klare Defizite in der Technikkultur zu beklagen.

Mit dem Bewahren und Dokumentieren von

historischer Technik auch in Form von Bahnlinien

und deren Bauten wird deswegen ein wichtiges

Stück deutscher Kulturarbeit geleistet.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 26


Touristikbahn „Die Brex

Touristikbahnen – wichtig für die Ausstrahlung

einer Region

Zur Zeit gibt es bundesweit etwa 200 Museumsund

Touristenbahnen, die für das Freizeitverhalten

der Menschen und für die Regionen und Kommunen

eine immer wichtigere Rolle spielen. Wer kennt außerhalb

des Landkreises das Brohltal? Wer weiß wo

das Selftkant liegt oder Schmalzgrube im Erzgebirge?

Diese Orte werden jährlich von zig Tausenden

besucht, weil dort wie nirgends sonst Bahnerlebnisse

möglich sind oder wieder geworden sind.

Vielfach haben sich aus solchen Touristikbahnen

eigenständige Verkehrsunternehmen gebildet, wurden

Arbeitsplätze und Infrastruktur geschaffen, die

es sonst heute gar nicht mehr geben würde. Und die

ehrenamtliche Tätigkeit vieler tausender Mitglieder

in den Eisenbahnvereinen strahlt gesellschaftlich

aus, schafft Bewusstsein und Verständnis für die

Historie und weckt Interesse.

Die Brex“ als heimisches Produkt

Die Touristikbahn „Die Brex“ wird von Beginn an

viele Menschen aus den unterschiedlichsten Beweggründen

und Interessen ansprechen: Eisenbahnfreunde

aus nah und fern, Naturfreunde,

Besucher der historischen Stätten, Marktbesucher,

Neugierige und Familien aus der Region. Als wichtigste

Zielgruppe und Nutzer der Bahn werden sich

mittel- bis langfristig aber zweifellos die Wanderer

kristallisieren. Die meisten Fahrgäste werden an den

jeweiligen Endpunkten zusteigen. Ziel ist es aber

nicht, lediglich Durchgangstouristen zu befördern,

obwohl das im ersten Jahr sicherlich ein ganz verständlicher

Wunsch sein wird. Die Strecke ist aber

wegen ihrer landschaftlichen Ausprägung und der

Vielzahl an Wandermöglichkeiten mit den entsprechenden

Zwischenstationen schon allein das Ziel

vieler Bahnwanderer, die einen „Nahverkehr“ zwischen

den einzelnen Stationen erzeugen werden

und dem Fremdenverkehr zusätzlich Impulse verleihen.

Zusammen mit den Fremdenverkehrbüros der

Kommunen wird es darauf ankommen, den

Fahrgästen ein komplettes Kompendium der regionalen

Angebote und Einrichtungen an Hand zu

geben, um den Gästen eine Vorauswahl oder

Präferenzen zu erleichtern und Orientierung zu

geben. Wichtig ist eine touristische Betreuung, die in

der Lage ist Tipps und Empfehlungen für eine

umfassende Kundenbetreuung zu geben.

Bei den Fahrgästen aus dem Nahbereich wird dies

dagegen nicht der Focus sein, da diese sich in der

Regel besser auskennen und eher wetterabhängig

entscheiden, ob sie mit der Bahn fahren oder eine

Gaststätte oder Töpferei besichtigen. Wichtig ist, dass

der Zug in einem merkbaren Takt fährt und sich die

Gäste darauf einstellen können.

Auch „Die Brex“ selber kann Empfehlungen aussprechen,

ebenso wie alle anderen vom Tourismus

lebende Einrichtungen wie Museen, Gaststätten und

Verkehrsämter, die mit wechselnden Wanderungen,

Besichtigungen und Führungen das Angebot auf

vielfache Weise ergänzen. Hier sind den Ideen der

örtlichen Touristenmanager keine Grenzen gesetzt,

ebenso wenig den ortsansässigen Vereine und

Initiativen. Mit den gemeinsamen Angeboten von

Landschaft, Handel, Handwerk und Gewerbe gilt es,

die kulturelle und sportlich/aktive Motivation der

Besucher für die Region nutzbar zu machen und in

einen Mehrwert umzusetzen.

Auch Durchgangstouristen, speziell Gruppen, werden

zum Mehrwert der Region beitragen. Die

Gruppen reisen mit (Sonder)Zügen oder per Bus

nach Neuwied oder Siershahn an, nach der Fahrt mit

„Der Brex“ besuchen sie eines der vielen

Restaurants oder die Attraktionen in der Umgebung.

Vielleicht übernachten sie auch und vergnügen sich

am Abend in einem Tanzlokal am Rhein oder

Westerwald.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 27


Touristikbahn „Die Brex

Es sind vielfältigste Möglichkeiten denkbar, einen

Tagesausflug oder ein Wochenende zu gestalten.

Auslöser dafür ist immer „Die Brex“, und deshalb

brauchen wir „Die Brex“.

Mehr als nur Freizeit

Als Teil der Freizeit- und Kulturindustrie im modernen

Gesellschaften erfüllen Touristikbahnen eine

wichtige Aufgabe:

- Sie bewahren einen wertvollen Teil von Industrie

und Verkehrsgeschichte

- Sie bieten Menschen Raum für sinnvolles

Engagement ohne finanziellen Anreiz und fördern

damit die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Tätigkeit,

gleichzeitig verbunden mit der Möglichkeit zum

Erwerb neuer Kenntnisse und Fertigkeiten. Dies

ist besonders für Jugendliche von Bedeutung.

- Sie fördern die Region und sind ein wichtiges

Bindeglied zwischen Vereinen, Kommunen und

der lokalen Wirtschaft

Wer sind die Gäste

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt definiert,

werden es ganz unterschiedliche Gruppen

sein, die eine Begegnung mit der Bahn suchen oder

haben werden. Das Flair der Eisenbahn und das

Reisen wie in vergangenen Tagen lässt sich für alle

Passagiere mit „Der Brex“ buchstäblich erfahren.

Ganz besonders interessant ist das natürlich für

Familien – Kinder, Eltern und Großeltern, allein oder

in Gruppen. Den Jungen bietet „Die Brex“ Neues im

Alten, die Älteren finden Erinnerungen an ihre

Jugend und die faszinierende Technik, welche die

Industriegesellschaft im letzten Jahrhundert geprägt

hat.

Ein breites Freizeitangebot

Die größte Gruppe unter den wöchentlichen

Besuchern sind – neben den Wanderern natürlich –

die Familien. Für sie ist eine Fahr mit „Der Brex“ ein

preiswertes und zugleich lehrreiches Vergnügen. Die

Attraktion ist dabei immer, die Fahrzeuge im Betrieb

wahr zu nehmen. Schließlich macht nichts das

Reisen in vergangene Epochen so erfahrbar, wie die

selber erlebte Fahrt in einem historischen Fahrzeug.

Deswegen gilt auch für„Die Brex“:

„Tradition bedeutet nicht, die Asche aufzubewahren,

sondern eine Flamme am Brennen zu halten“.

Die aktiven Mitarbeiter „Der Brex

„Sie sind doch sicher von der Bundesbahn…“ schon

jetzt eine hin und wieder im Rahmen unserer

Aktivitäten gehörte und von vielen befreundeten

Touristikbahnen bekannte Bemerkung. Und das

Staunen ist immer wieder groß, wenn sich

Schaffner, Heizer oder Lokführer als Arzt,

Steuerberater, Rechtsanwalt, Werkzeugmacher oder

Pilot vorstellen, als Schüler, Student oder Lehrling.

Die meisten Arbeiten beim Gleisbau, der

Aufarbeitung und Unterhaltung der Fahrzeuge und

während des Fahrbetriebs wird von ehrenamtlich

tätigen Bürgern verrichtet, die unter Gleichgesinnten

ihre Freizeit sinnvoll verbringen wollen. Die

schweißtreibenden Tätigkeiten am Wochenende

gleichen oftmals die Arbeit während der Woche am

Schreibtisch im Büro aus. Junge Menschen sammeln

unter Anleitung Älterer praktische Erfahrung und

mancher erfüllt sich spät seinen Jugendtraum als

Lokführer. Wo hätte man sonst diese Möglichkeit als

bei einer Touristikbahn. „Die Brex“ wird also zu

einem echten „Mitmachfaktor“ in der Region, der

viele Jugendliche anspricht und begeistert. Schon

heute sind 40% der Mitglieder unter 30 Jahre alt, sie

vertreten die Bahn auf Infoständen und arbeiten an

den Fahrzeugen oder auf der Strecke. Diese Tendenz

wird sich mit dem Betrieb der Bahn noch verstärken.

In den letzten Jahren sind Museums- und

Touristikbahnen zudem ein fester Bestandteil des

„zweiten Arbeitsmarktes“ geworden. Hier finden

viele in der freien Wirtschaft nicht mehr benötigte

Kräfte nicht nur ein für die Gesellschaft sinnvolles

Betätigungsfeld, sondern oftmals auch eine neue

berufliche Aufgabe. Viele der ca. 200 Touristik- und

Museumsbahnen in Deutschland beschäftigen mittlerweile

festangestellte Kräfte, aus einigen Bahnen

haben sich richtige Eisenbahnunternehmen entwikkelt,

die professionell bundesweit Verkehr auf die

Schiene bringen und damit ihren Beitrag zur

Entlastung der Umwelt leisten.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 28


Touristikbahn „Die Brex

Beschreibung, Zielgruppen Angebote

und Vermarktung der Touristikbahn „Die Brex

Neben dem vorseitig genannten und

beschriebenen Fahrplan wird es das ganze

Jahr über interessante und breite Bevölkerungsschichten

ansprechende Zusatzangebote geben.

Das kann natürlich nicht alles von heute

auf morgen umgesetzt und realisiert werden,

aber die Reaktivierung der Strecke steht ja am

Anfang einer solchen Entwicklung, im Laufe

derer alle Beteiligten Erfahrungen sammeln

nach dem Prinzip „Learning by doing“. Das

Konzept wird jährlich weiter ausgebaut, verfeinert

und der Nachfrage angepasst. Konkrete

Ideen und die entsprechenden logistischen

Voraussetzungen stehen zur Verfügung, zudem

finden das ganze Jahr über zahlreiche Großveranstaltungen

im Einzugsgebiet der Bahn statt.

Neben dem „normalen“ Touristenverkehr am

Wochenendtakt sieht sich „Die Brex“ als die

„Zugnummer“ eines neuen Schienentourismus in

der Großregion (siehe auch Seite 34) So ist geplant,

die großen nationalen Bahnreiseveranstalter für

Sonderfahrten in den Westerwald als Partner zu

interessieren und zu gewinnen. Entsprechende

Kontakte sind bereits geknüpft bez. erste Anfragen

liegen dem Eisenbahnunternehmen bereits vor. „Die

Brex“ bietet sich für solche Fahrten grade zu in klassischer

Weise an. Von Nord, Süd, West und Ost werden

damit Rundfahrten wieder möglich:

Koblenz – Neuwied – Siershahn – Limburg –

Koblenz

Koblenz – Neuwied – Siershahn – Altenkirchen

– Köln – Koblenz

Trier – Köln – Altenkirchen – Siershahn –

Neuwied – Koblenz – Trier

Siegen – Altenkirchen – Siershahn – Neuwied

– Limburg – Wetzlar – Siegen

Siegen – Troisdorf – Linz - Neuwied –

Siershahn – Altenkirchen – Au – Siegen

In Siegen, Dieringhausen, Oberhausen, Krefeld,

Mönchengladbach, Wiesbaden, Frankfurt und

Hanau stehen betriebsfähige Dampflokomotiven für

solche Fahrten bei Eisenbahnmuseen - und Vereinen

betriebsfähig zur Verfügung,

Die Brex“ wird also gewissermaßen zur „Spinne

im Netz“ – und sie hält das Netz zusammen – ein

wesentlicher Aspekt, denn Eisenbahn ist strukturell

immer ein Netzsystem. Deswegen ist die Erhaltung

der durchgehenden Strecke von Engers nach Siershahn

auch von vitaler Bedeutung. Eine weitere

Stichbahn von Engers nur bis nach Grenzau – von

den Kritikern in Ransbach vorgeschlagen – macht

unter den genannten Gesichtspunkten keinerlei

Sinn. Nur als Verbindungslinie zwischen den

Rheinmagistralen und den Westerwaldstrecken,

dem Welterbe Mittelrheintal und dem Naturpark

Westerwald ergeben sich neue, attraktive Ziele und

Vermarktungsmöglichkeiten, zumal sich der Westerwaldkreis

zum Ziel gesetzt hat, im Tourismus ganz

vorne mitzumischen. (Siehe Artikel der Westerwälder

Zeitung vom 31. Mai und 23. Juni diesen

Jahres, „…leider nutzt er diese Möglichkeiten bisher

nicht konsequent“).

Ein neuer Bahntourismus käme für die Region also

genau zum richtigen Zeitpunkt. Für die Touristiker

wie für die Politiker gilt: global denken und lokal

handeln, die Eisenbahn im Kannenbäckerland gehört

dazu, vor allem wenn sie bereits vorhanden ist.

Nur ein isolierter Rad- und Wanderweg erfüllt solchen

Anspruch nicht. „Die Brex“ bildet das Netz –

und es besteht kein ernstzunehmender Grund, dieses

Netz zu zerstören.

Nachfolgend im Detail Aspekte der Vermarktung

und Darstellung der Touristikbahn in Stichworten:

Beschreibung

- Die Bahn befördert in historischen Schienenbussen

Personen jeden Alters.

- Im Zug sind Tickets zu erwerben, Getränke und

Snacks stehen zum Kauf bereit

- Der Fahrplan ist auf die Anbindungen von Bussen,

Bahnen und Schiffen ausgelegt

- Gepflegte Bahnhöfe und Haltepunkte sowie ausreichend

Parkplätze stehen bereit

- Eine einheitliche Beschilderung und Infotafeln an

den Bahnhöfen geben Auskunft über Wanderwege,

Gastronomie, WC-Anlagen, Ausflugsziele

und Attraktionen

Konzept Brexbachtalbahn Seite 29


Touristikbahn „Die Brex

- Kostenlose Beförderung von Fahrrädern und

Tieren

- Einrichten eines Notfallservice/Notfalltelefon für

Touristen, die den Zug verpasst , eine Panne oder

sonstige Probleme haben

- Bereitstellung von ausführlichem Werbematerial

in den Zügen und den Bahnhöfen

Zielgruppen

- Eisenbahnfreunde aus ganz Europa

- Wanderer, Aktivurlauber und Radfahrer (Zahl der

Wanderer im letzen Jahr nur auf dem Rheinsteig:

250.000)

- Besucher des Schmetterlingsgartens und aller

anderen Attraktionen in Sayn (80.000 Gäste im

letzen Jahr)

- Bucher von Tages- und Sonderfahrten

- Familien und Anwohner aus dem näheren Einzugsbereich

- Besucher von diversen Kulturveranstaltungen

entlang der Bahn

- Besucher der zahlreichen Märkte und Feste

(Keramikmarkt, Deichstadtfest)

- Pfadfinder. Im Brexbachtal befindet sich eines der

größten und bedeutensten Pfadfinderlager in

Deutschland mit jährlich an die 10.000 Gäste

- Naturliebhaber allgemein

- Ausländische Gäste, die die Region als Welterbestätte

Limes und Mittelrheintal besuchen. Beide

treffen in Sayn zusammen.

- Besucher der BUGA 2011 in Koblenz

Angebote

Das Top-Event: Fortführung des 3-Städte-Wandertages

- Diese Veranstaltung wird sich vor allem im

Hinblick auf die riesige Zielgruppe der Wanderer

und durch den Ausbau der spezifischen Infrastruktur

in der Umgebung des Brexbachtals zu

einem absoluten Highlight entwickeln mit bis zu

50.000 Besuchern. Die Städte Neuwied, Bendorf

und Höhr werden diese Veranstaltung wie früher

promoten. Hierfür wird ein dampfbetriebener

Sonderzug eingesetzt, es erfolgen ev. auch

Fahrten mit 2 Zügen im Stundentakt.

Sonderfahrten zum Keramik - und Töpfermarkt und

„Höhr-Grenzhausen brennt“

- Diese Märkte sind bundesweite „Topacts“ der

Keramikszene mit Besuchern aus aller Welt. „Die

Brex“ fährt sie hin

Nacht der Museen in Sayn

- Eine Veranstaltung der Vereine, der Werbegemeinschaft

Sayn und der Stadt Bendorf, um die

vielen einzigartigen Attraktionen im Rahmen

einer didaktisch wertvollen und spannend - informativen

Nacht erlebbar zu machen. „Die Brex

fährt sie hin.

NABU- Erlebnistag

- Eine Veranstaltung des NABU mit der Brex für

Kinder und Familien, Besuch Garten der Schmetterlinge,

der Falknerei und des Zoos in Neuwied.

Nikolausfahrten, Adventsexpress, Silvesterexpress,

Halloweenexpress, Partyliner

- In Verbindung mit den Hotels der Region und den

Touristenbüros lassen sich vielfältige Themenfahrten

das ganze Jahr über organisieren.

Klassik- oder Festspielexpress

- Sonderfahrten zu Festspielen in Rommersdorf,

Schloss Engers (Barockfest) oder im Schlosspark

Sayn. „Die Brex“ fährt sie hin.

Theaterexpress

- Aufführung eines Theaterstücks, teils im Zug, teils

an Orten entlang der Bahn. Eine entsprechende

Theatergruppe ist dem Autor bekannt.

Ostereiersuchfahrt

- Speziell für Familien mit Kindern, Fahrt von

Neuwied ins Brexbachtal, wo der Osterhase Eier

versteckt hat. Anschließend eine kleine Wanderung

zur nächsten Station und Rückfahrt an den

Rhein.

Auf den Spuren der Römer

- Exkursion zu den Artefakten der Römerzeit,

Wanderung entlang des Welterbes Limes und in

Verbindung mit der Gastronomie ein Römeressen.

Implementierung von Römerfestspielen im

Brexbachtal.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 30


Touristikbahn „Die Brex

Countryexpress

- Einer der Autoren veranstaltet seit 18 Jahren das

über die Region bekannte „Bendorfer Weihnachtsrockfestival“

Denkbar wäre eine ähnliche

Veranstaltung im Sommer auf den ausgedehnten

Wiesen des Pfadfinderlagers. „Die Brex“ fährt

alle Cowboys hin.

Rollende Weinstube

- In Verbindung mit den Winzern von Mosel und

Mittelrhein und der Burg Sayn Bahnfahrt mit

Weinprobe und Information über 2000 Jahre

Weinbau in der Region.

Romantik - Express

- Nachtfahrten bei Vollmond mit Picknick oder

Lagerfeuer im Brexbachtal.

„Olympia“ - Express

- In Grenzau, dem Abzweigbahnhof der Strecke

nach Höhr, befindet sich nicht nur der Olympiastützpunkt

Tischtennis des DTB, sondern Grenzau

ist auch die Heimat eines der erfolgreichsten

Tischtennisvereine in Europa, Europapokalsieger,

vielfacher Deutscher Meister. „Die Brex“ fährt sie

zu den Heimspielen.

Mit dem Drahtesel zum Dampfross

- Spezielle Kombiveranstaltungen im Rahmen von

„Jedem Sayn Tal“ – autofreies Sayntal, ein Event,

das jedes Jahr im Juni Tausende von Besuchern

anlockt.

Bahnerlebnis Mittelrhein

Siehe Seite 34

Eisenbahnerlebnistage

- Spezielle Angebote für Eisenbahnfreunde mit

besonderen Bespannungen, Dampflokfahrten,

Fotofahrten, Winterdampf. Die Strecke bietet hierfür

spektakuläre und einzigartige Perspektiven.

Ehrenlokführerausbildung

- Das Fahren einer Dampflok ist für jeden ein Jugendtraum.

Viele Museumsbahnen bieten die

Möglichkeiten für entsprechende Kurse, die einen

wichtigen Beitrag zur Refinanzierung bilden und

zum Teil ein Jahr im voraus ausgebucht sind. Ideal

auch als Geschenk oder Gutschein.

Bahnerlebnistag für Kinder

- Kinder erhalten Einblick hinter die Kulissen der

Bahn, dürfen selber rangieren oder auf dem

Führerstand mitfahren. Wichtiges Instrumentarium

in der Außenwirkung der Bahn einerseits

und zur Nachwuchsförderung anderseits. Eine

Touristikbahn muss immer generationsübergreifend

arbeiten.

„Mord im Brex-Express“

- Nachtfahrt mit Krimilesung und Spurensuche im

Brexbachtal. In Zusammenarbeit mit der Sayn-

Burg und dem Bendorfer Literatur-Cafe

„Der Jeck-Express“

- Schwerdonnerstag zur Weiberfassnacht oder

Rosenmontag vom Westerwald an den Rhein zu

den Umzügen: feiern bis der Arzt kommt, das

Auto bleibt zu Hause und der Führerschein in der

Brieftasche. In Kooperation mit der Westerwälder

Hotellerie.

Saisoneröffnug

- Mit der „Brex“ ins Grüne: fehlt der Geruch von

Rauch und Kohle, das historische Ambiente der

Holzklasse. Jetzt wird wieder Dampf gemacht. Mit

buntem Rahmenprogramm an der Strecke und

verdichtetem Fahrplan

Eisenbahnfest oder „Der Historische Tag

- Der Höhepunkt des Eisenbahnjahres Ende der

Saison, z. B. Wochenende um den 3. Oktober.

Großes Rahmenprogramm aller Vereine, Feuerwehr,

historische Landmaschinen, Oldtimerpräsentation,

historische Kostüme, Schlemmermeile,

Weinstände, Bierbrunnen, römischer Streitwagen,

Musik und Stände an den Stationen.

Großer Infomarkt der Touristeninfos der

Kommunen und von Rheinland-Pfalz-Touristik.

Sonderzüge aus ganz Deutschland, Dampf- und

Dieselzüge im Stundentakt, Lokparade, Führerstandmitfahrten,

Draisinenfahrten etc.

Schirmherrschaft: Fürstin zu Sayn-Wittgenstein

Konzept Brexbachtalbahn Seite 31


Touristikbahn „Die Brex

Tag des offenen Denkmals

- Sonderfahrt mit fachkundiger Führung und verschiedenen

Themenschwerpunkten und Blick

hinter die Kulissen der Bahn.

Vermarktung

Die Bahn muss zu einer Qualitätsmarke unserer

Region werden. Deshalb muss der Auftritt nach außen

immer professionell, freundlich, kompetent und

zuverlässig sein. Für die Wiedererkennung ist ein

einheitliches Corporate Identity notwendig, das

auch konsequent eingehalten wird. Wiedererkennung

bedeutet Sympathie!

Die Bahn muss in möglichst viele Reiseführer,

Landkarten, Wander- und Fahrradkarten aufgenommen

werden.

Fahrten mit Medienvertretern auch von Rundfunk

und Fernsehen müssen stattfinden.

Die Fahrkarten sollten in Verbundstickets oder

Übergangstarif-Tickets mit einbezogen werden, die

Rheinland-Pfalz Card, Bendorf Card, RZ-Card etc.

sollten auch für die Bahn gelten.

Die Bahn sollte in überregionale Projekte wie dem

Rheinsteig, der BUGA, Westerwaldtourismus etc. mit

eingebunden werden.

Die Bahn muss aktiv Werbung betreiben durch

Herausgabe eines Infoletters und von Prospekten,

und sollte auch Anzeigen in den entsprechenden

touristischen Publikationen schalten und einen

aktuellen und zeitgemäßen Internetauftritt besitzen.

Die Bahn sollte/muss Sponsoren generieren und

die regionale Presse als Medienpartner gewinnen.

Die Bahn muss mit der Aktion „Summi Sommerspass”

der Rhein-Zeitung kooperieren.

Die Bahn muss professionelle PR- und Öffentlichkeitsarbeit

leisten, damit sie häufig in regionalen

und überregionalen Medien Beachtung findet.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 32


Touristikbahn „Die Brex

Was die Region der Brex so alles veranstaltet

Die Rheinländer sind bekanntermassen ein

fröhliches, kommunikatives und feierfreudiges

Land, nicht umsonst wurde am Rhein der

Karneval erfunden. So lässt es sich leben, das

ganze Jahr über findet sich immer ein guter

Grund zu feiern oder außergewöhnliche

„Locations“ mit ihrem faszinierendem Ambiente,

um kulturelle Highlights zu präsentieren und

zu erleben.

Nachfolgend ein kleiner Überblick, was im Einzugsgebiet

der Brex so alles los ist, was wo und wie

so gefeiert wird, dass tausende Besucher jedes Jahr

in unsere Region strömen.

Neuwied

- Heddesdorfer Pfingstkirmes

- Deichstadtfest

- Festspiele Abtei Rommersdorf

- Rosenmontagsumzug

- Jazzfestival

Engers

- Konzertsommer Villa Musica

- Barockfest im Schloss

Bendorf

- Bendorfer Kunstmeile

- Größter Weihnachtsmarkt der Region

- Weihnachtsrockfestival

Sayn

- Schlossparkfest

- Nacht der Museen

- „ Jedem Sayn Tal “- Autofreies Sayntal

- Konzerte Abtei Sayn

- Sommerfest mit Gartenmarkt im Schlosspark

- Konzerte in der Sayner Hütte

Grenzau

- Burgfest

- Tischtennis Bundesliga

- Handwerksmarkt

Höhr-Grenzhausen

- Internationaler Keramikmarkt

- Höhr-Grenzhausen brennt – offene Werkstätten

der Keramiker

- Weihnachtsmarkt

Ransbach-Baumbach

- Töpfermarkt

- Internationale Konzerte in der Stadthalle

Überregional:

- Rhein in Flammen in Linz und Koblenz

- Bäckerjungenfest in Andernach

- Fest der tausend Lichter in Andernach

- Nacht der Vulkane im gesamten Kreisgebiet

- Gauklerfest in Koblenz

- Horizontefestival in Koblenz

Es sei noch einmal darauf hingewiesen: Da es sich

bei „Der Brex“ um eine öffentliche Eisenbahn handelt,

ist deren Einzugsgebiet nicht nur auf die Strecke

durch das Brexbachtal begrenzt. Sie kann auch als

Zubringer nach Koblenz oder Köln dienen oder jedes

beliebige andere Ziel in Deutschland ansteuern.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 33


Touristikbahn „Die Brex

Eisenbahnerlebnisregion Mittelrhein

Die gezielte Entwicklung und Positionierung

von ausgewählten Themen ist erforderlich,

um den heutigen diversifizierten Nachfragestrukturen

gerecht zu werden und neue

Zielgruppen und Märkte zu erschließen. Gleichzeitig

wird durch eine sinnvolle Auswahl geeigneter

Themen sowie Priorisierung innerhalb der

Themenauswahl ein gezielter Mitteleinsatz ermöglicht.

Das Land Rheinland-Pfalz hat hier in der

Vergangenheit schon Beachtliches geleistet und

langfristige touristische Zukunftsthemen zur

Profilierung, zum Mitmachen und Vormachen formuliert:

- Römer, Ritter und Romantiker

- Historische Städte und Stätten

- Erlebnis Weinkultur

- Rad- und Wanderland

- VITAPARC und Wellness

- Vulkanpark

- Familiensynergetik

Illustration: Kallweit Design

Solch thematische Führung greift die Erwartungen

und Motivationen von potentiellen Gästen des

Landes nach aktivem Landschafts- und Naturschutz,

dem Streben nach Gesundheit und Erlebnis auf. Im

einzelnen sollten ausgewählte Themen folgende

Anforderungen erfüllen:

- die Besonderheiten einer Region transportieren

- konkret, spezifisch und nicht austauschbar sein

- bestehende Kernmärkte berücksichtigen und

ergänzen

- zur Sicherung touristisch induzierter Wertschöpfung

beitragen

- künftige Wachstumspotentiale beinhalten

- dem Gast ein spezifisch thematisches Angebot

bieten

Konzept Brexbachtalbahn Seite 34


Touristikbahn „Die Brex

Bahnerlebnis Mittelrhein

Die Implementierung einer solchen Marke wäre

ein echtes Pionierthema als bundesdeutsches

Alleinstellungsmerkmal, vergleichbar vielleicht mit

der Marke „Sächsische Schmalspurstraße“. Eine entsprechende

Nachfrage ist vorhanden, wird aber zur

Zeit nirgends mit einem konkreten Angebot befriedigt.

Das Land könnte sich insofern hier in einer

Vorreiterrolle profilieren und den touristischen Markt

im nördlichen Teil des Landes mit großer

Ausstrahlung in das bevölkerungsreiche Nordrhein-

Westfalen.

Im Radius von gerade einmal 30 km befinden sich

mit der Kasbachtalbahn, der Brohltalbahn und der

Brexbachtalbahn drei höchst attraktive Bahnlinien,

die in ihrer Struktur völlig verschieden sind, sich aber

gerade deswegen hervorragend gemeinsam vermarkten

lassen:

Die Kasbachtalbahn als eine Steilstrecke, zudem

die steilste in Deutschland

Die Brohltalbahn als Schmalspurbahn mit Steilstrecke,

Tunnel und Hafen/Schiffanbindung, einmalig

in Deutschland

Die Brexbachtalbahn, eine außergewöhnliche

Taleisenbahn als Verbindungsstrecke vom Rhein in

den Westerwald mit bahntechnischer Anbindung an

beiden Enden und in ihrem historischen Ruf legendär.

Ergänzt werden könnte das Angebot mit dem DB-

Museum in Koblenz, der Vulkaneifelbahn ab Kaisersesch,

(die vom Land gerade mit 2 Millionen Euro

saniert wurde), der Drachenfelsbahn als Zahnradbahn

und der Kurwaldbahn in Bad Ems als

Standseilbahn. Auch die zweite Steilstrecke der

Region von Boppard nach Emmelshausen ist bahntechnisch

höchst attraktiv und würde in einem Gesamtkonzept

für Wochenendreisende mit berücksichtigt.

Alle Strecken sind zudem mit der Bahn bequem

zu erreichen, ein historischer Raddampfer wie

die GOETHE wäre als Zubringer ebenfalls ein lebendiges

industriekulturelles Denkmal und könnte ein

solches Konzept weiter aufwerten.

Spektakuläre Landschaftseindrücke unterschiedli-

cher erdgeschichtlicher Prägung, drei Flusstäler, die

räumliche Nähe der einzelnen Strecken in Verbindung

mit der zentralen Lage innerhalb Europas (siehe

S. 26) lassen eine Vermarktung auch im Hinblick auf

die BUGA 2011 als überaus erfolgversprechend

erscheinen.

Vulkanexpress vor Burg Ohlbrück im Brohltal

Lokparade vor dem DB-Museum in Koblenz

Abfahrt der Kasbachtalbahn in Linz

Konzept Brexbachtalbahn Seite 35


Touristikbahn „Die Brex

Die Brex“ als Verkehsrbedürfnis –

Betrieb der Touristenbahn und Kosten Fahrbetrieb

Zielsetzung von Verein und des Betreibers ist

die Aufnahme eines Zugverkehrs im

Teilabschnitt 2009 zum 125-jährigen Bahnjubiläum,

falls bis dahin die juristischen

Voraussetzungen erfüllt und die Genehmigungen

und Verträge vorliegen. Zur Zeit versucht

die Verbandsgemeinde Ransbach - Baumbach,

das Projekt mit allen Mitteln zu verhindern.

Die Brex“ erwartet aufgrund der in diesem

Konzept geschilderten Möglichkeiten und Potenziale

und anhand von Beispielen anderer Bahnen

eine Beförderungszahl von mindestens 50.000

Fahrgästen im Jahr. Allein zum 3-Städte-Wandertag

werden aufgrund der Erfahrungen in den Jahren

1994, 1995 und 1996 konservativ geschätzt mindestens

5.000 beförderte Gäste feststellen lassen. Mit

Sonderfahrten, Dampfzugfahrten, Nikolaus- oder

Ostereiersuchfahrten für Familien werden sich über

das Jahr gerechnet weiter 5.000 Beförderungsfälle

generieren lassen. Für die Wochenendpendelfahrten

lassen sich folgende Zahlen unterstellen:

Juni-September

20 So/Feiertage á 8 Fahrten a´120 Personen

19.200 Personen

18 Samstage á 4 Fahrten a´100 Personen

7.200 Personen

April, Mai, Oktober

14 So/Fei. á 8 Fahrten á 80 Personen

8.960 Personen

12 Samstage á 4 Fahrten á 60 Personen

2.880 Personen

Dezember

3 Sonntage á 4 Fahrten á 100 Personen

1.200 Personen

3 Samstage á 4 Fahrten á 80 Personen

960 Personen

Zusammen: 40.400

+ Sonderfahrten: 10.000

Gesamt: ca. 50.000

Zur Wiedereröffnung der Eifelquerbahn 2008 kamen

im übrigen 20.000 Besucher nach Ulmen.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 36


Touristikbahn „Die Brex

Das sind Größenordnungen, die dem Potenzial so

mancher Nahverkehrsstrecke nahe kommen bzw.

diese übertreffen werden. Andere Touristikbahnen

weisen im Jahr zwischen 10.000 und 35.000

Beförderungen auf. Angesichts von Streckenführung,

Landschaft, Attraktivität und Veranstaltungsdichte

entlang der Strecke sowie der zentralen Lage könnten

bei „Der Brex“ höhere Zahlen unterstellt werden.

Es liegt daher ein wesentliches Interesse für

ein langfristiges Verkehrsbedürfnis vor, was für

die Zweckbestimmung der Bahnlinie als Eisenbahn

ausschlaggebend ist.

Mit der Eifelbahn GmbH aus Linz hat der Verein

einen potenten Partner gefunden, der den Betrieb

auf der Strecke operativ abwickeln wird. Es handelt

sich hier um ein lizensiertes Eisenbahnstruktur- und

Verkehrsunternehmen, das bereits auf der Kasbachtalbahn

von Linz nach Kalenborn einen Touristikverkehr

auf der Schiene mit großem Erfolg

betreibt und über die entsprechenden Fahrzeuge

und Know How verfügt. Der reguläre Betrieb wird

mit historischen Schienenbussen abgewickelt, es

stehen aber fallweise auch andere Zugkompositionen

je nach Bedarf zu Verfügung oder können

entsprechend gemietet werden. Der Vorteil der

Schienenbusse ist eine hohe Wiedererkennung, da

es sich um streckentypische Fahrzeuge aus den 60er

Jahren handelt. Zudem ist der Wartungsaufwand

dieser robusten und leistungsfähigen Fahrzeuge

überschaubar und dementsprechend rationell.

Außerdem verfügen sie über einen relativ hohen

Fahrkomfort mit ihren gefederten Sitzbänken und

gewährleisten eine gute Rundumsicht.

Konzept Brexbachtalbahn Seite 37


Touristikbahn „Die Brex

Mit der Brex on Tour – Erlebnis pur

RHEIN

nach Köln

Bf Neuwied

• Schloss

• Zoo

Zoo von Neuwied

• Deich

• Schlosspark

• Eiszeitmuseum

• Abtei Rommersdorf

Hp. Pfadfinderlager

Deich mit Pegel

Bf

Engers

• Schloss

Villa Musica

• Silbersee

im

Engerser

Feld

nach Koblenz

Sayntunnel

Bf Bendorf-

Sayn

Burgtunnel

Hp. Bendorf-

Kaufland (geplant)

• Concordiahütte

• Stadtmuseum

• Römerturm

mit Limes

• Eisenerz-Rostöfen

• Deutsche

Limesstraße

Hp. Brexbachtal

Weltklasse Tischtennis

in Grenzau

Teufelsberg-

Tunnel Moorsberg-

Tunnel

Mühlberg-

Tunnel

Hp. Sayn-Abtei (geplant)

• Schloss mit Schlosspark u. Museum

• Garten der Schmetterlinge

• Sayner Hütte m. Jugendstil-Gießhalle

• Eisengussmuseum

• Burg Sayn mit Falknerei

• Hein´s Mühle

• Abtei

• Freibad

Limesturm Hillscheid

• Ausflugsorte Nauort,

Caan und Stromberg

Pfadfinderlager Brexbachtal

Wie schon verschiedentlich dargestellt, bieten

sich entlang der Bahnstrecke eine

Vielzahl von Attraktionen, die zu entdecken, erleben

und genießen sind. Die Bahn gilt unter

Bahnfreunden und Historikern zudem als eine

der schönsten Nebenstrecken in Deutschland.

Unternehmen wir also zum Schluss eine Fahrt

und starten in Neuwied.

Von hier geht es zunächst ca. 4 km auf der

Rheinstrecke bis zum Bahnhof Engers, in dem sich

heute ein Antikmarkt befindet. Für „Die Brex“ wird

hier ein eigener Bahnsteig geplant. Vom Bahnhof bis

zum Schloss am Rheinufer sind es 10 Minuten zu

Fuß.

Weiter geht es nun in Richtung Bendorf, wo die

Strecke von der Hauptlinie abzweigt. Über eine

große Straßenkreuzung gelangen wir zum neuen

Bendorfer Einkaufszentrum. Hier ist künftig ein

Haltepunkt geplant, es stehen Parkplätze in großer

Zahl zur Verfügung. Nach Querung der Bundesstraße

in Richtung Sayn durchfahren wir nun den ehemali-

Tunnel

Grenzau

• Sternwarte

Sessenbach

Hüttenfeld-

Tunnel

Bf Grenzau

• Burg Grenzau

• Historischer Ortskern

• Olympiastützpunkt

Tischtennis

• Handwerkermarkt

Wanderwege an der Strecke

• Rheinsteig

• Limeswanderweg

• Saynsteig

• Westerwaldwege III und 3

• Thüringen-Rhein-Weg

• Rheinhöhenweg

• Rhein-Burgen Weg

Hp. Höhr-Grenzhausen (geplant)

• Keramikmuseum

• Keramikmarkt

• Hochschule für Keramik

• Pfeifenmuseum

• Töpfereien

• Limesturm Hillscheid

Falknerei auf Burg Sayn

Hist. Töpferei „Der Schlondes“

Hp. Hundsdorf

Hp. Ebernhahn

Bf. Ransbach/Ww

• Kirchen

• Erlenhofsee

• Töpfermarkt

• Historische Töpfereien

• Aussichtsturm Köppel

mit Wanderwegen

• Glockenspiel am Markt

ICE-Strecke Köln-Frankfurt

nach

Altenkirchen

(Holzbachtalbahn,

nur Güterverkehr,

Draisinenbahn geplant)

Bf.

Siershahn

• Tonbergbaumuseum

• Bahnbetriebswerk

• Tongruben

nach

Wirges und

ICE-Bahnhof

Montabaur

Kirche in Ransbach-Baumbach

Veranstaltungen 2008

• Deichstadtfest Neuwied

• Nacht der Museen Sayn

• Schlossparkfest Sayn

• Jazzfest Neuwied

• Höhr-Grenzhausen brennt

• Festspiele Rommersdorf

• Barockfest Schloss Engers

• Autofreies Sayntal

Illustration: Kallweit Design

gen Bahnhof von Sayn, ein schönes altes und

gepflegtes Gebäude, das sich heute in Privatbesitz

befindet. Hier stehen noch einige Gleise zum

Abstellen von Fahrzeugen zur Verfügung, man hat

einen tollen Blick auf die Burg Sayn. Ein neuer

Bahnsteig soll hier die Anbindung an den historischen

Ortskern von Sayn verbessern. Nach Durchfahren

des ersten Tunnels gelangen wir zum neuen

Haltepunkt Abtei. Weiter geht es jetzt hinein ins Tal

über das größte Viadukt hinein in den Burgtunnel.

Tunnel und Brücken wechseln sich jetzt ab, bevor der

Haltepunkt Pfadfinderlager erreicht wird. Von hier

aus lassen sich die Höhenzüge und das Tal in alle

Richtungen auf vielen attraktiven Wanderwegen

erkunden. Zwischen zwei weiteren Tunnels passiert

der Zug den Haltepunkt Nauort und erreicht schließlich

Grenzau mit seiner Burg und der großen

Hotelanlage „Zugbrücke“. Auch der Bahnhof von

Grenzau ist in Privatbesitz, er wird zur Zeit aufwändig

saniert, hier entsteht eine Weinstube und ein

Geschäft für keramisches Kunsthandwerk. Der

Bahnhof verfügt noch über ausgedehnte Gleis-

Konzept Brexbachtalbahn Seite 38


Touristikbahn „Die Brex

anlagen, von hier zweigt die Stichstrecke nach Höhr-

Grenzhausen ab.

Wir fahren weiter, die Landschaft weitet sich, alte

Baumbestände wechseln sich mit Feuchtwiesen ab.

Wir durchfahren den Haltepunkt Hundsdorf und den

letzten Tunnel, vorbei an der Fohr-Brauerei erreichen

wir die Stadt Ransbach-Baumbach. Auch hier befinden

sich noch Umfahrungsgleise und ein Güterschuppen,

der Bahnhof selber wartet auf einen

Investor, der ihm neues Leben einhaucht. Entlang

des Erlenhofsees und einigen Neubaugebieten

erreicht „Die Brex“ schließlich den Haltepunkt

Ebernhahn. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf

die Berge ringsum mit dem Aussichtsturm Köppel.

Auf der letzten Etappe nach Siershahn unterquert

Die Brex“ die ICE-Neubaustrecke und biegt dann in

Siershahn auf die Unterwesterwaldbahn ein. Von

hier werden die Tonzüge in Richtung Italien abgefahren,

es herrscht ein reger Zugbetrieb in Richtung

Limburg. Das alte Bahnbetriebswerk mit seinem

Lokschuppen zeugt von der einstigen Bedeutung

der Station als Lokeinsatzstelle.

Unser Zug kommt auf dem eigenen Bahnsteig vor

dem imposanten alten Bahnhofsgebäude zum stehen.

Zu Fuß lässt sich von hier aus das Tonbergbaumuseum

in 10 Minuten erreichen, wo man u. a.

mit einer alten Lorenbahn seine Runden drehen

kann.

Ausfahrt aus dem Bahnhof Siershahn in Richtung Neuwied mit Aussichtsturm Köppel

Konzept Brexbachtalbahn Seite 39


Touristikbahn „Die Brex

Beschreibung der Stationen

und Orte entlang der Strecke

Abtei Rommersdorf Wehrturm der ehem. Engerser Stadtbefestigung, auch „Dudehäusje“ genannt.

Neuwied

Neuwied ist eine große Kreis angehörige Stadt und

Hauptstadt des Landkreises Neuwied mit ca. 60.000

Einwohnern. Neuwied liegt am rechten Rheinufer

am Fuße des Westerwaldes. Die Stadt gehörte zu

den frühesten Industriestandorten Deutschlands,

Eisenwerke und die Bimsindustrie bestimmen noch

heute die wirtschaftliche Entwicklung. Neuwied ist

reich an Kultur und Sehenswürdigkeiten:

- Schloss mit Theater und Schlosspark

- Ehemalige Prämonstratenserabtei Rommersdorf

- Roentgen-Museum, Museum für Archäologie

und Eiszeitgeschichte

- Zoo mit Gepardenzucht

- Deich und Rheinbrücke

- Galerie in der Mennonitenkirche

- Yachthafen

- Neues Freibad

- Innenstadt mit großzügigen Einkaufpassagen

Engers

Engers ist ein Stadtteil von Neuwied und genießt

seit 650 Jahren Stadtrecht. Ca. 6000 Einwohner

leben in dem Ort am rechten Rheinufer an der

Mündung des Saynbachs. Bedeutende Sehenswürdigkeit

ist das barocke Schloss, in dem 1995 die

rheinland-pfälzische Landesstiftung „Villa Musica“

ihren Konzertbetrieb aufgenommen hat. Seit 2003

ist das Schloss auch Sitz der Landsmusikakademie.

Außerdem beherbergt es einen Hotelbetrieb und ein

hervorragendes Restaurant mit Rheinterrasse.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind

- das alte Rathaus und Schlossschenke

- die Stadtbefestigung mit grauem Turm direkt

an der Rheinfront

- der Wasserturm in der Ortsmitte

Konzept Brexbachtalbahn Seite 40


Touristikbahn „Die Brex

Römerturm Sayner Hütte

Bendorf

Bendorf lieg auf halber Strecke zwischen Neuwied

und Koblenz am Beginn des Welterbes Oberes

Mittelrheintal und direkt an der deutschen Limesstraße.

Bendorf war lange geprägt vom Hüttenwesen

und bedeutendes Zentrum der Montanindustrie.

Es verfügt über einen Rheinhafen, der

heute das größte Mineralöllager zwischen Köln und

Koblenz beherbergt.

Heute ist Bendorf weitgehend vom Handel

geprägt, die Werbegemeinschaft Bendorf hat sich

eine aktive Standortförderung zum Ziel gesetzt, sie

unterstützt „Die Brex“ nach Kräften. Sehens- und

erlebenswert in Bendorf sind

- die ev. Pfarrkirche

- das Stadtmuseum

- der Limes mit Römerturm

- der größte Weihnachtsmarkt zwischen Mainz

und Köln

- das Industriedenkmal Concordiahütte

- das legendäre Weihnachtsrockfestival

Sayn

Der Bendorfer Stadtteil Sayn ist unter touristischen

Gesichtspunkten der absolute Höhepunkt entlang

der Strecke. Der Heimatort des Fürstengeschlechts

Sayn-Wittgenstein ist ein Kleinod in jeder Hinsicht:

historischer Ortskern mit Burg und Schlossanlagen

sowie bedeutende industriegeschichtliche Zeugnisse

sind mit einem Besuch kaum zu erkunden und

als Ausflugsziel ein absolutes Muss:

- Schloss mit Schlosspark, Schlossteich und

Schlossrestaurant

- Burg Sayn mit Falknerei und Restaurant

- Prämonstratenserabtei mit einmaligen Renaissancefresken

- Heins Mühle, alte komplett funktionstüchtige

Wassermühle

- Jugendstil - Gießhalle Sayner Hütte

- Garten der Schmetterlinge

- Villa Sayn mit Hotel und Restaurant

- Altes Freibad am Waldrand

- Eisenbahnviadukte

- Schnittpunkt von Limes, Rheinsteig, Westerwaldsteig

- Kletterwald Sayn

Konzept Brexbachtalbahn Seite 41


Touristikbahn „Die Brex

Burg Grenzau Stadtkirche Höhr-Grenzhausen

Grenzau

Eine außergewöhnliche Burg, ein kleiner aber feiner

Ortskern mit alten Fachwerkhäusern und malerisch

gelegener Dorfkirche, ein bundesweit bekanntes

Sport- und Wellnesshotel und eine der erfolgreichsten

Tischtennismannschaften in Europa – all

das ist der 200 Seelen-Ortsteil von Höhr-

Grenzhausen. Wer Ruhe und Entspannung inmitten

des Naturparks Rhein-Westerwald und im Brexbachtal

sucht, ist hier genau richtig. Besuchen Sie

- die Burg mit dem einzigen dreieckigen

Bergfried in Deutschland

- die alte Dorfkirche

- historischer Ortskern

- das Sporthotel Zugbrücke

- den alten Bahnhof mit Weinstube

- den Handwerksmarkt

Höhr-Grenzhausen

Als Zentrum der Keramischen Industrie ist die Stadt

mit ihrem Keramikmuseum und der Fachhochschule

mit Europas größtem fachspezifischen Forschungsund

Bildungszentrum weit über die Region als die

„Kannenbäckerstadt“ bekannt. Etwa 11.000 Menschen

leben auch heute noch zum Teil von dem

innovativen Werkstoff, sei es in Forschung,

Produktion oder Handel. Zu besuchen sind

- das Deutsche Keramikmuseum mit

vielfältigen Ausstellungen

- Museum für Stadtgeschichte

- Limesturm mit Römerkastell

- Pfeifenmuseum

- Keramikmarkt

- Wellness- und Tagungshotel Heinz

Konzept Brexbachtalbahn Seite 42


Touristikbahn „Die Brex

Erlenhofsee Tonbergbaumuseum

Ransbach-Baumbach

Die Töpferstadt gehört mit über 7.000 Einwohnern

zu den großen Orten im Unterwesterwald, sie profitiert

von der guten Verkehrsanbindung an der

Schnittstelle zweier Autobahnen und der ICE-

Neubaustrecke. Auch hier ist die Ton- und

Töpferindustrie noch allenthalben mit vielen

Handwerksbetrieben und historischen Brennereien

präsent. Daneben hat sich die Stadt zu einem

Zentrum der mittelständischen Industrie entwickelt

Sehenswert sind

- der idyllische Erlenhofsee mit Fontäne

- der Aussichtsturm Köppel

- historische Töpferei „Der Schlondes“

- zwei bedeutende Kirchenbauten

- der moderne Marktplatz

- Restaurant „Eisbachs“

Siershahn

Am Endpunkt der Strecke liegt die Ortsgemeinde

Siershahn. Sie ist geprägt von den großen

Tonvorkommen, die das Landschaftsbild auch heute

noch bestimmen. Der Abbau und die Geschichte des

Tonbergbaus werden im Tonbergbaumuseum lebendig

erhalten. Mit der Firma CeraTech, ehemals

Keramchemie, profitiert ein internationales Großunternehmen

von der verkehrsgünstigen Lage.

Siershahn ist auch heute noch eine bedeutende

Bahnstation, von hier aus verlassen täglich lange

Tonzüge den Westerwald in Richtung Italien.

Sehenswert sind

- Tongruben

- Tonbergbaumuseum

- Westerwälder Dom in Wirges

- Sanierter Ortskern

- Bahnknotenpunkt mit Betriebswerk

Konzept Brexbachtalbahn Seite 43


Kapitel III

Zukunftsvision


Touristikbahn „Die Brex

Das Klima ist reif für Züge

Bahnhof Ransbach im Jahr 2015? Ankunft der morgendlichen Regio-S-Bahn für Berufspendler Illustration: Kallweit Design

Der Glaube, mit der Bahn wolle niemand fahren,

stimmt nur dann, wenn sie wie bisher

tot geredet wird. Seit vielen Jahren artikuliert

die Politik und Verkehrsplanung die Umkehr in

der Investitionspräferenz mit dem Ziel, wieder

mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

Geschehen ist immer das Gegenteil. Immer

noch wird die Infrastruktur vor allem in der

Fläche ausgedünnt, Investitionen unterbleiben,

Gleise werden abgerissen und Strecken still

gelegt, anstatt mit innovativen Konzepten und

Angeboten die Bahn wieder attraktiv zu

machen. Mit fatalen Folgen.

Der augenblickliche Wirtschaftboom beruht im

wesentlichen auf der Logistik. Die Bahn stößt dabei

schon jetzt an ihre Grenzen, weil Strecken und

Fahrzeuge fehlen. Eine solche Entwicklung war

durchaus vorauszusehen, gehandelt wurde nicht.

Und so wollen auch heute noch Bahngegner Hand in

Hand Bahnlinien stilllegen oder unterbrechen und

sträuben sich aus Gründen der eigenen Wahr-

nehmung gegen Erfolg versprechende Verkehrskonzepte,

die allen zu Gute kommen. Ein Blick über

die Grenzen zum Nachbarn Schweiz würde genügen,

um zu sehen, wie es geht. Nirgends gibt es eine

solche Bahnvielfalt wie im Alpenland, nirgends wird

mehr Verkehr auf der Schiene abgewickelt. In der

Schweiz ist es nämlich Gesetz, dass Industrieanlagen

an das Bahnnetz angeschlossen sein müssen.

Gewerbegebiete ohne Gleisanschluss werden gar

nicht erst genehmigt. Bei uns werden Gleisanschlüsse

dagegen still gelegt und mit hohen Steuersubventionen

zu Fahrradwegen umgebaut, auf

denen weder nachts noch in der kalten Jahreszeit

jemand fährt.

Anders bei der Bahn. Die Regionalisierung und

Konzepte wie „Ein Land spart Zeit“ des Rheinland-

Pfalz-Taktes, kommunale Bahnbetreiber oder innovative,

neue Bahnunternehmen als Partner beweisen,

dass attraktive Angebote und flexibles, kundenorientiertes

Handeln die Menschen zurück in die

Züge bringt. Vielerorts hat die Regionalpolitik erkannt,

welchen Gewinn eine Reaktivierung für eine

Konzept Brexbachtalbahn Seite 45


Touristikbahn „Die Brex

Region mit sich bringt. Beispiele dafür gibt es genug:

Taunusbahn

Schönbuchbahn

Ammertalbahn

Ernstalbahn

Donnersbergbahn

Pellenz-Eifel Bahn

Haller-Willem-Bahn

… um hier nur einige hier zu nennen. Verbände

und Institutionen wie die Deutsche Regionaleisenbahn,

der Deutsche Bahnkundenverband, der

Verband ProBahn oder der Verkehrsclub Deutschland

unterstützen und begleiten diese Entwicklung

konzeptionell und kommunikativ.

Das Ziel eines modernen, zeitgemäßen, d.h. integrierten

ÖPVN ist die Vernetzung unterschiedlicher

Verkehrsträger und eine Verbesserung des

Angebotes mit dem Ziel, eine echte Alternative zur

Kfz-Nutzung darzustellen. Darüber hinaus übernimmt

der ÖPNV eine wesentliche Aufgabe im

Rahmen der Daseinsvorsorge, indem auch für den

(wachsenden) Teil der Bevölkerung, der nicht oder

aus Altersgründen nicht mehr über ein eigenes

Fahrzeug verfügt, Mobilität gesichert bleibt. Insofern

ist es ein gesamtgesellschaftliches Ziel, für alle

Bevölkerungsgruppen ein Mobilitätsangebot zu

schaffen und zu erhalten.

Im Unterwesterwald übernimmt derzeit der

Individualverkehr den überwiegenden Teil der

Verkehrsaufgaben. Es ist deswegen nicht verwunderlich,

dass der Kfz-Verkehr gleichzeitig auch den

wesentlichen Problemfaktor der Region darstellt:

- Die innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen vor

allem in Ransbach sind extrem belastet, was

zu einer schlechten Mobilitätsqualität führt

- Die hohe Verkehrsdichte in den Innerortsbereichen

führen zu erheblichen Konflikten

innerhalb der Verkehrsteilnehmer und

schränken die Wohn- und Aufenthaltsqualität

an den Straßenräumen ein

- Der fließende und ruhende Verkehr nimmt in

den innerörtlichen Straßenräumen erhebliche

Flächen in Anspruch.

- Die Gewerbegebiete verfügen teilweise nur

über unzureichende Anbindungen an das

überregionale Straßennetz, so dass Ortsdurchfahrten

zusätzlich durch Schwerlastverkehr

belastet werden

Gleichzeitig mit den Problemen im Kfz-Verkehr

weisen die übrigen Verkehrsarten erhebliche Mängel

auf, die deren Konkurrenzfähigkeit schwächt und

somit wiederum zur vorherrschenden Stellung des

Individualverkehrs beitragen.

- Die Bahnlinie vom Westerwald an den Rhein

ist sein 10 Jahren still gelegt, wodurch auf

eine potenziell leistungsfähige ÖPVN-Verbindung

verzichtet wird

- Die Netz- und Angebotsstruktur des Linienbusverkehrs

ist teilweise sehr unübersichtlich

und für den Kunden schlecht begreifbar

- eine Vernetzung der Systeme findet somit

nicht statt

Es gibt daher viele gute Gründe, die Bahnlinie nicht

nur als Infrastruktur zu erhalten, sondern sie auch

mittelfristig wieder in einen vernetzten ÖPVN einzubinden.

Denn

- die Bahn entlastet belastete Straßen

- viele Verkehrsströme verlaufen in der Achse

der Bahn

- Stationen wie Ransbach, Bendorf, Neuwied

und Engers liegen innerhalb der Orte in fußläufiger

Entfernung

- die Fahrt mit der Bahn wäre deutlich bequemer

als mit dem Bus

- mit einem Schienenverkehr erhöht sich die

Attraktivität der Region insgesamt.

Buslinien- und Verbindungen als Ergänzung bieten

sich zur „Feinerschließung“ der größeren Siedlungsgebiete

sowie zur Anbindung entlegener Ortsteile

an. Bahn und Bus arbeiten so Hand in Hand,

jeder Verkehrsträger wird gemäß seiner Stärken entsprechend

sinnvoll eingesetzt. Untersuchungen

belegen zudem eine Vorliebe der Kunden für die

Bahn, selbst dort wo der Bus vergleichbare Fahrzeiten

aufweist. Was macht also den Schienenverkehr

so attraktiv:

- Der Zug ist schneller

- Der Zug ist zuverlässiger

- Der Zug ist bequemer

Konzept Brexbachtalbahn Seite 46


Touristikbahn „Die Brex

- Der Zug hat eine flexiblere Kapazität

- Der Zug ist umweltfreundlicher

- Der Zug bedeutet mehr Lebensqualität

Denn moderne Fahrzeuge verfügen heute über

- serienmäßige Klimaanlagen

- hohe Panoramafenster

- stufenlosen Einstieg

- Barrierefreiheit nahezu im gesamten Fahrgastraum

- hohen Sitzkomfort mit gepolsterten Sitzen

und Armlehnen

- Mehrzweckräume für Fahrräder und Gepäck

Darüber hinaus hat sich die Diskussion und die

Sensibilität um den Klimawandel in den letzten

Monaten deutlich verschärft. Unter Berücksichtigung

der formulierten Reduzierung von erderwärmenden

Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 sind die

Vorteile des ÖPNV gegenüber dem Individualverkehr

in der CO 2 Bilanz weitgehend bekannt: je 100 Personenkilometer

verbrauchen Züge im Schnitt 4,79

kg CO 2, Autos dagegen 17,62 kg, Flugzeuge sogar 23

kg. Für 84% der globalen CO 2 Emission ist der

Straßenverkehr verantwortlich, angesichts der zunehmenden

Urbanisierung der Welt ein dramatischer

Wert. Unter den Vorzeichen des Klimawandels

wird deswegen der Schieneverkehr wieder eine völlig

neue Bedeutung bekommen, hohe Energiekosten

und Spritpreise werden die Mobilitätsgewohnheiten

der Menschen zudem erheblich verändern.

Die Brex als Verbindungslinie eines künftig vernetzten regionalen ÖPNV Illustration: Kallweit Design

Konzept Brexbachtalbahn Seite 47


Touristikbahn „Die Brex

Zudem werden die regionalen Fördermittel des

Landes nicht mehr flächendeckend über das ganze

Land mit der Gießkanne verteilt, sondern gezielt in

Regionen gelenkt, die strukturell – also auch verkehrstechnisch

perspektivisch besser gestellt und

zukunftsfähig sind. Eine entsprechende Strukturreform

wird zur Zeit im Land ja heftig diskutiert,

Regionen, Kreise und Kommunen sehen sich ihrer

Selbstverwaltung und Entscheidungsautonomie

beraubt.

Wer wird also in Zukunft auch im Wettbewerb um

Einwohner bei sinkender Bevölkerungszahl die Nase

vorne haben? Die Gemeinden und Kreise vor allem

in der Fläche, die über eine optimale Verkehrsanbindung

verfügen. So profitiert der gesamte

Unterwesterwald von der Schnellbahn ICE, Frankfurt

und Köln sind binnen Halbstundenfrist zu erreichen.

Einer Verbindungsstrecke wie die Brexbachtalbahn

kommt unter Berücksichtigung der genannten

Fakten zukünftig verkehrspolitisch, wirtschaftlich

und gesellschaftlich eine ganz neue Bedeutung

zu. Ob integriert in ein überregionales S-Bahnnetz

oder zunächst als Zubringer im Schülerverkehr oder

zur BUGA 2011 in Koblenz, die Bahn wird nicht nur

als Touristenattraktion gefragt sein, sondern im

öffentlichen Personennahverkehr eine Renaissance

erleben.

Warum Politiker in der Region, die in wenigen

Jahren aus ihren Ämtern ausgeschieden sein werden,

diese Entwicklung nicht erkennen und heute

die Weichen für morgen richtig stellen, muss allen

weitsichtigen und verantwortlichen gesellschaftlichen

Kräften ein Rätsel bleiben.

Michael Baaden und Gernot Kallweit

Konzept Brexbachtalbahn Seite 48


Kapitel IV

Ansprechpartner,

Adressen, Partner

Presseartikel


Impressum

Ansprechpartner, Adressen, Partner, Presseartikel

Der Verein

Brexbachtalbahn e.V.

Gegründet am 26. März 2007 in Bendorf

Mitgliederstand 1. September 2007: 81

Der Verein ist unter dem Vereinsregisterblatt

VR 20195 beim Amtsgericht Koblenz als

gemeinnützig anerkannt

www.diebrex.de

1. Vorsitzender:

Adolf Bongartz

Vallendarer Straße 95

56170 Bendorf

Telefon: 02622 – 47 92

Mail: a.ch.bongartz@t-online.de

Geschäftsführer

Armin Brast

Jägerweg 4

57555 Brachbach

Telefon: 0160 – 67 60 945

Mail: armin.brast@diebrex.de

Schatzmeister

Olaf Hof

Im Schulwäldchen 16

57572 Niederfischbach

Telefon. 02734 – 652174

Mail: olaf.hof@diebrex.de

Klaus Peter Kramer

2. Vorsitzender

Untere Meerbach 13

56179 Vallendar

Telefon 0261 / 5521

Mail: k-p-k@gmx.de

Der Betreiber

Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH

Rheinhöller 3

53545 Linz/Rhein

Telefon: 02644 – 80 90 – 0

Telefax: 02644 – 80 90 – 28

Mail: eifelbahn@zugtouren.de

www.zugtouren.de

Danke

Unser Dank gilt neben allen freiwilligen

Helfern, Unterstützern und den ca.1000

Menschen, die bisher für den Erhalt der

Bahn ihre Unterschrift geleistet haben,

folgenden Firmen und und Institutionen,

die das Projekt ideell und finanziell

unterstützen:

SST Signal- und Systemtechnik, Siershahn

Hotel Heinz, Höhr-Grenzhausen

Stadt Neuwied

Stadt Bendorf

Ortsgemeinde Engers

Verbandsgemeinde Wirges

Stadt Höhr-Grenzhausen

Baumpflege Wirges, Bendorf

WEKA GbR, Neuwied

Bernardi Marketing, Vallendar

EHSES-Druck, Zeltingen

Merfels Management-Beratung, Montabaur

Bernardi-Ingenieure GmbH, Koblenz

Hotel Zugbrücke, Grenzau

Restaurant Drehscheibe, Grenzau

Restaurant Bahnhof Grenzau

Kletterwald Bendorf-Sayn

Firma Oil-Tank, Bendorf

Firma Schablo-Design, Bendorf

Freundeskreis Sayner Hütte

Heimatarchiv Sayn

Limesverein Hillscheid

Konzept Brexbachtalbahn Seite 50


Kapitel V

Impressionen


Impressionen

bunte Zugkombination im Bahnhof Grenzau im Rahmen einer Sonderfahrt

Herbstidylle im Brexbachtal Hinein ins Vergnügen -

Dampfsonderfahrt beim letzten 3-Stadte-Wandertag

Konzept Brexbachtalbahn Seite 52


Impressionen

Volle Kraft voraus - Plandampf des Landes Rheinland-Pfalz

in Siershahn 2002

Natur pur - mit „Der Brex“ auf Tour für einen sanften Tourismus

Der Weg ist das Ziel -

Die Brex“ zwischen Grenzau und Hunsdorf

Konzept Brexbachtalbahn Seite 53


Wer will auf solche Bilder künftig verzeichten?

Dampfzug auf dem Sayner Viadukt vor Einfahrt in den Burgtunne

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