Einsatzberichte 2005 - Freiwillige Feuerwehr Günzburg

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Einsatzberichte 2005 - Freiwillige Feuerwehr Günzburg

Freiwillige Feuerwehr

Günzburg

Das Feuerwehrjahr Feuerwehrjahr 2005 2005

Festschrift Festschrift zum zum 150jährigen 150jährigen Jubiläum Jubiläum


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Zu unserem Titelbild:

Schwerer Verkehrsunfall

B16 Richtung Gundelfingen

am 15. Mai 2005

Das Feuerwehrjahr 2005

Liebe Leser,

liebe Freunde und Gönner

der Günzburger Feuerwehr!

Auch in diesem Jahr stellen wir

Ihnen unser „Feuerwehrjahr“ vor.

Wir wurden im Kalenderjahr 2005

324 mal zum Einsatz gerufen.

Mit diesem Bericht möchten wir Sie

in Streifzügen über einige interessante

Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr

Günzburg informieren.

Ergänzt haben wir den Jahresbericht

2005 um die Festschrift zum 150jährigen

Jubiläum der FF Günzburg.

Die FF Günzburg ist die älteste Feuerwehr

im Landkreis Günzburg und zählt

zu den 7 ältesten in ganz Bayern.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort 1

Grußworte 4

Jahresbericht

Einsätze 2005 8

Fahrzeuge und Geräte 44

Lehrgänge, Übungen, Aus- und Fortbildung, Sport 67

Jugendarbeit 76

Oldtimer 79

Vereinsaktivitäten 80

Personalien 86

Strukturdaten 88

Festschrift

Festausschuss 91

Gründung der Günzburger Feuerwehr 92

Feuerwehrgeschichte „Urenkel“ 108

Kommandanten/Träger der goldenen Ehrennadel 110

Mitglieder 112

Feuerwehr-Poet 116

Erlebnisbericht 118

Rauchmelder retten Leben 120

Einsätze von 1987–2002 122

Einsatzstatistik von 1981–2005 124

Freiwillige Feuerwehr Günzburg 128

3


Grußwort des Oberbürgermeisters

Nach dem großen Stadtbrand

von 1735, bei dem

die halbe Oberstadt ein

Raub der Flammen wurde,

hatte sich an der sehr

einfachen Feuerwehrtechnik

nichts geändert, und

der beste Schutz war immer

noch das rechtzeitige

Erkennen der Gefahr. Bei

Bränden innerhalb der

Stadt musste der Wächter

auf dem Unteren Tor die

Feuerglocke läuten; betraf

es einen Ort in der Umgebung,

blies er das Feuerhorn

und zeigte durch

Heraushängen einer Fahne

bei Tag bzw. einer Laterne

bei Nacht die Richtung

an, in der Hilfe

benötigt wurde. Als es am

29. Mai 1856 wieder einmal

zu einem größeren

Brandschaden in der Hofgasse

gekommen war und

die Löscharbeiten ziemlich

konfus abgelaufen waren,

gründeten mehrere Hand-

4

werksmeister zwei Tage

später den Günzburger

„Löschverein“. Sie verpflichteten

sich bei Bürgermeister

Gernbeck, „bei

vorkommenden Bränden

zu jeder Zeit die Dienstleistung

zu besorgen sowie

durch Übungen die nötige

Gewandtheit zu erlangen“.

Damit entstand in Günzburg

die insgesamt siebte

Freiwillige Feuerwehr im

Königreich Bayern. Nach

dem Vorbild und mit

tatkräftiger Unterstützung

der schon seit 1849

bestehenden Augsburger

Feuerwehr wurden nun

Feuerwehrleute ausgebildet

und auch mit den

nötigen Ausrüstungsgegenständen

ausgestattet.

Die Feuerlöschordnung

vom 1. Juli 1863 gab der

Freiwilligen Feuerwehr

Günzburg“, wie sie sich

seit 1859 nannte, auch

noch den nötigen rechtlichen

Rahmen.

Seither sind 150 Jahre

vergangen, und die Kameraden

von damals haben

es sich wohl nicht träumen

lassen, welche Herausforderungen

heute zu

bestehen sind und welch

ausgefeiltes Gerät in der

Hektik eines Unfallortes

sicher bedient werden

muss. Vieles hat sich

geändert, was die Gefahren

und ihre Bekämpfung

betrifft, eines aber ist geblieben:

Die Bereitschaft,

dem Nächsten zu helfen

beseelt bis heute Frauen

und Männer, ihre Freizeit

für Lehrgänge und Übungen

zu opfern und Tag

für Tag und rund um die

Uhr bereit zu sein, wenn

die Alarmierung erfolgt.

Dafür danken wir allen,

die bei der Feuerwehr

Dienst tun, und wir denken

dabei auch an jene,

die in den eineinhalb

Jahrhunderten vorher im

gleichen Geist zusammengehalten

haben.

150 Jahre sind aber auch

ein Grund zur Freude und

zum Feiern. Die Günzburger

Feuerwehrler haben

sich für ihr Jubiläumsjahr

allerhand vorgenommen,

aber Details verraten

wir hier noch nicht.

Gerhard Jauernig

Oberbürgermeister und

Vereinsvorsitzender

Christian Eisele

Kommandant und Stadtbrandinspektor


„Für eine Wohltat so groß

wie ein Wassertropfen

gib zum Dank eine sprudelnde

Quelle zurück“,

besagt ein chinesisches

Sprichwort.

150 Jahre Freiwillige

Feuerwehr Günzburg. Was

für ein Jubiläum!

Wie viele Einsätze gab es in

all diesen Jahren?

Wie oft haben Feuerwehrleute

über Generationen

hinweg ihr Leben gewagt,

um anderen zu helfen?

Die Freiwillige Feuerwehr

Günzburg ist die älteste

Wehr im Landkreis Günzburg.

Sie entstand sieben

Jahre nach der Augsburger

und Nürnberger Wehr;

in München gab es noch

keine. Engagierte Bürger

schlossen sich zusammen,

um dem Feind „Feuer“ effizienter

entgegentreten zu

können als in den vergangenen

Jahrhunderten. Die

ungeordnete, oft planlose

Grußwort des Landrates

Hilfe wurde nun in geregelte

Bahnen gelenkt und

später in Feuerlöschordnungen

– in Günzburg ab

1863 – klar festgelegt.

Ausrüstung und Mobilität

haben sich in anderthalb

Jahrhunderten stets verbessert.

In gleichem Maß

haben sich aber auch die

Aufgaben der Feuerwehr

gewandelt und die Anforderungen

vergrößert. Die

Freiwilligen Feuerwehren

stehen ständig vor neuen

Herausforderungen und

die Günzburger Wehr, als

eine der 10 ältesten in Bayern,

hat dabei Vorbildfunktion

und besonders viele

Einsätze. Außerdem unterstützt

sie die kleineren

Ortsfeuerwehren, wo deren

Möglichkeiten nicht ausreichen.

Die stetige technische

Aufwärtsentwicklung

fordert den effektiven Einsatz

modernster Ausrüstungsgegenstände,Fahrzeuge

und Gerätschaften.

Die Günzburger Feuerwehr

ist bei schweren Verkehrsunfällen,

Umweltkatastrophen oder

Gefahrgutunfällen mit allen

wichtigen Gerätschaften

ausgerüstet. Sie

ist auf sämtliche denkbaren

Eventualitäten bestens

vorbereitet und arbeitet

zuverlässig Hand in Hand

mit den anderen Rettungseinheiten

zusammen. Um-

fassende Kenntnisse, gute

Ausstattung und regelmäßige

Aus- und Weiterbildung

sind unabdingbar.

Feuerwehrmann/-frau zu

sein ist kein Freizeitvergnügen,

sondern Schwerstarbeit.

Es ist fast ein zweiter

Beruf.

Jede Kultur lebt von Tradition

und Fortschritt. Die

Leistungen im Auf und

Ab der langen Geschichte

gebührend zu würdigen,

zu gewichten und einzustufen,

ist fast unmöglich.

Angesichts der vielen

Wohltaten, der vielen tausend

Wassertropfen in anderthalb

Jahrhunderten

möchte ich vor allem den

aktiven Feuerwehrleuten,

deren Familienangehörigen,

allen Freunden und

Förderern der FF Günzburg

danken und ihnen

meine besondere Anerkennung

aussprechen. Starker

Zusammenhalt, Teamgeist

und Pflichtbewusstsein

können für viele junge

Leute Ansporn und Beispiel

sein für ehrenamtlichen

Einsatz. Auch weiterhin

wünsche ich alles Gute

und viel Erfolg.

Hubert Hafner

Landrat

5


Grußwort vom BFV Schwaben

Vor 150 Jahren wurde in

Günzburg die Freiwillige

Feuerwehr gegründet.

150 Jahre Freiwillige

Feuerwehr Günzburg

sind wahrlich ein Grund

zum Feiern.

Das Jubiläum bedeutet

150 Jahre Einsatzbereitschaft,

um den in Not geratenen

Mitbürgern zu

helfen. Immer hat es in

dieser Stadt Bürger gegeben,

die ihr privates Interesse

zurückgesetzt

und sich in den Dienst einer

öffentlichen Aufgabe

gestellt haben.

150 Jahre erfolgreiches

Feuerwehrwirken in

Günzburg sind Beweis,

dass mehrere Generationen

sich stets verändernde

Probleme und Situationen

meisterten. Diese

150 Jahre sind auch ein

Beweis für hervorragenden

Bürgersinn bei all

denen, die diese Hilfsor-

6

ganisation getragen und

gefördert haben. Sie sind

allerdings auch verpflichtende

Tradition für die

jetzige und die folgenden

Generationen.

Tag und Nacht waren

und sind die Feuerwehren

bereit, bedrohten

Menschen in ihrer Not

und Gefahr zu helfen und

wertvollen Besitz der Mitbürger

vor der Vernichtung

zu bewahren. Möge

diese Hilfsbereitschaft,

die sich trotz fortgeschrittener

Technik und Mehrung

der Aufgaben bewährt

hat, auch in der

Zukunft in echter Kameradschaft

gepflegt und

gefördert werden.

Es ist in der heutigen

Zeit, in der jeder für jede

Leistung Lohn fordert,

nicht mehr selbstverständlich,

daß sich Frauen

und Männer finden,

die sich mit Idealismus

und Treue der Allgemeinheit

zur Verfügung stellen.

Diese Freiwilligkeit

im Feuerwehrdienst zu

erhalten muß unser aller

Aufgabe sein.

Im Namen der Feuerwehren

des Regierungsbezirkes

Schwaben, sowie persönlich

gratuliere ich den

Kameradinnen und Kameraden

aus Günzburg

zu diesem Jubiläum und

wünsche stets eine ge-

sunde Rückkehr von

Übungen und Einsätzen.

Ich grüße alle, die zu diesem

Fest nach Günzburg

gekommen sind und

wünsche der Veranstaltung

einen guten Verlauf.

Alfred Raible

Kreisbrandrat und

Vorsitzender des

BFV Schwaben


Es ist mir eine besondere

Freude, mit der Freiwilligen

Feuerwehr Günzburg

das 150jährige Gründungsjubiläum

feiern zu

dürfen. Die Gründungsmitglieder

aus dem Jahre

1856 haben wohl nicht

darüber nachgedacht, ob

Ihre Idee und die Hilfsbereitschaft

auch heute,

150 Jahre nach der

Gründung noch Bestand

haben wird. Zunächst

war das Streben der

Männer ausgerichtet,

Hab und Gut der Mitbürger

bei Feuersbrünsten

zu retten und zu schützen.

Heute in einer Zeit, in der

Worte wie Idealismus,

Opferbereitschaft und

Kameradschaft oft nur

Fremdwörter sind, lebt

die Feuerwehr mit Ihren

aktiven Helfern geradezu

vorbildlich den Gemeinschaftsgeist

der Gründer-

Grußwort des Kreisbrandrates

zeit vor. In einer Zeit, in

der immer mehr Aufgaben

auf die Feuerwehr

delegiert werden, ist aus

der anfänglichen Brandschützertruppe,

eine

Hilfstruppe aus Spezialisten

entstanden. Spezialisten,

die Ihr Handwerk

verstehen, sei es bei

Bränden, Verkehrsunfällen,Unwetterkatastrophen,

Tierseuchen oder

sonstigen Diensten. Bei

vielen dieser Hilfeleistungen

gehen die Aktiven oft

bis an die Grenzen der

körperlichen Belastbarkeit

und setzen dabei oft

Ihre eigene Gesundheit

und Ihr Leben aufs Spiel,

um anderen Menschen

zu helfen.

Die Bevölkerung und die

Stadtväter von Günzburg

können stolz auf Ihre

Freiwillige Feuerwehr

sein. Nie gab es einen

Stillstand in der Feuerwehr,

immer wurde vorausgeblickt

und man war

bemüht, die Aufgaben

mit bestmöglichen Hilfsmitteln

zu erfüllen. Auch

die Weltkriege konnten

die Feuerwehr Günzburg

nicht hindern, Ihren Aufgaben

gerecht zu werden

und den Mitbürgern zu

helfen.

Leo Tolstoi sagte: „Ausdauer

und Entschlossenheit

sind zwei Eigen-

schaften, die bei jedem

Unternehmen den Erfolg

sichern“. Ausdauer und

Entschlossenheit demonstrieren

die Aktiven der

Feuerwehr Günzburg

auch heute nach 150

Jahren, sei es bei Einsätzen,

Übungen oder Fortbildungen.

Dank und Anerkennung

möchte ich der Jubelwehr

im Namen der Feuerwehrinspektion,

des

Kreisfeuerwehrverbandes

und auch ganz persönlich

für Ihr Engagement

aussprechen. Für die Zukunft

wünsche ich, dass

Glück und Erfolg auch

weiterhin der Feuerwehr

Günzburg treue Wegbegleiter

sein werden.

Robert Spiller

Kreisbrandrat und

Vorsitzender des

Kreisfeuerwehrverbands

Günzburg e.V.

7


Kleiner Wortführer der verwendeten Abkürzungen

AS Anschlussstelle (Autobahn)

BAB Bundesautobahn

BKH Bezirkskrankenhaus

BRK Bayerisches Rotes Kreuz

BWK Bundeswehrkrankenhaus

CSA Chemieschutzanzug

DLK 23/12 Drehleiter mit Korb, 23 m Rettungshöhe bei 12 m Ausl.

DLRG Deutsche Lebensrettungsgesellschaft

ELW Einsatzleitwagen

FF Freiwillige Feuerwehr

GW-G Gerätewagen Gefahrgut

HLF Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

KED-System System zum Stabilisieren der Wirbelsäule

KKH Kreiskrankenhaus

LF Löschgruppenfahrzeug

MZF Mehrzweckfahrzeug

PA Pressluftatmer (schwerer Atemschutz)

PacEx2 Explosionswarngerät

PD, PI Polizeidirektion, Polizeiinspektion

RTH Rettungshubschrauber

RW Rüstwagen

RZ 1, RZ 2, RZ 3 Rettungszylinder, die Zahlen geben die Länge an

SEZ Schnelleinsatzzelt

CMS-Messgerät Messgerät für gefährliche Stoffe

SP 40 Hydraulischer Spreizer mit einer Kraft von 4 t an der Spitze

S 260 Hydraulische Schere mit einer Öffnungsweite von 260 mm

THW Technisches Hilfswerk

TLF Tanklöschfahrzeug

Tro-LF Trocken-Löschfahrzeug

Vers-LKW Versorgungs-LKW

VSA Verkehrssicherungsanhänger

VU Verkehrsunfall

WF Werkfeuerwehr

ZK Zentralklinikum

KBR, KBI, KBM Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektor, Kreisbrandmeister

UG-ÖEL Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung

8


Einsätze im Jahr 2005

Gesamteinsätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 324

Art Menschenrettungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Brandfälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Hilfeleistungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228

Wachdienste und Feuersicherheitsdienst . . . . . . . . . . . . . . . 56

Fehlalarme!!! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Gebiet Stadtgebiet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 286

Landkreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

außerhalb des Landkreises . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

(davon auf der Bundesautobahn A8) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Monat Januar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Februar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

März . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

April . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Mai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Juni . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Juli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

August . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

September . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Oktober . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

November . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Dezember . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Tag Montag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Dienstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Mittwoch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

Donnerstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

Freitag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Samstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Sonntag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Zeit bei Tag (von 6.00 bis 20.00 Uhr) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 265

bei Nacht (von 20.00 bis 6.00 Uhr) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

9


Stundenübersicht

Tatsächlich geleistete Einsatzstunden 7011

Wachdienste und Feuersicherheitsdienst 702

Zeitaufwand bei Fehlalarmen 150

Gesamteinsatzstunden 7863

Davon auf der BAB A8 geleistete Stunden 807

Dabei wurden 2577 FW-Dienstleistende eingesetzt.

Stunden für Übungen, Unterrichte, Sonderübungen bestimmter Einsatzgruppen,

Fortbildungen auf Bezirks- und Landkreisebene und Lehrgänge

an den Staatlichen Feuerwehrschulen sind bei vorstehenden Angaben

nicht enthalten!

10


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Einsatzberichte 2005

4. Januar

Schwerer Verkehrsunfall

mit eingeklemmter

Person,

B 16, Höhe Legoland

12

Zu unserem ersten Einsatz

im Berichtsjahr wurden wir

am Dienstag, 04. Januar,

nach Deffingen gerufen. Um

17.38 Uhr ging der Alarm

ein: „Schwerer VU mit eingeklemmter

Person, B16 Höhe

Legoland“. Eine PKW-Fahrerin

war mit ihrem Fahrzeug

gegen ein stehendes landwirtschaftliches

Gespann geprallt

und wurde unter dem

Traktor lebensgefährlich verletzt

eingeklemmt. 29 Mann

fuhren in 7 Fahrzeugen zur

Einsatzstelle. Während die

Verunglückte vom Notarzt

und den Helfern des BRK

versorgt wurde, setzten wir 2

Rettungsscheren, 1 Spreizer

und 1 Rettungszylinder ein

um sie aus ihrem total demolierten

Wagen zu befreien.

Ebenso leuchteten wir die

Unfallstelle und die B16 zur

Landung des Rettungshubschraubers

großflächig aus.

Die Bundesstraße wurde von

uns total gesperrt und der

Verkehr umgeleitet. Das Abbinden

von ausgelaufenen

Fahrzeugflüssigkeiten sowie

Reinigung der Fahrbahn waren

die abschließenden Arbeiten.

Um 19.58 Uhr konnten

wir den Einsatz, bei dem

ein Sachschaden von ca.

20.000 Euro entstand, beenden.

Gleich 5 Einsätze hielten

uns am Donnerstag, 13. Januar,

auf Trab. Bereits um

0.44 Uhr wurden wir zu einer

großen Ölspur in die Unterstadt

gerufen. In der Königsbergerstraße,

Kötzerweg,

Pappelweg und Wasserburgerweg

hatte ein Unbekannter

auf einer Fläche von ca.

600 m 2 Motorenöl verteilt. 13

Mann unserer Wehr beseitigten

die Gefahr mittels 10

Sack Ecoperl-Ölbindemittel.

Um 2.02 Uhr konnten wir

den Einsatz beenden und

verlorenen Schlaf nachholen.

Doch um 9.55 Uhr rief uns

diese Ölspur erneut auf den

Plan: in der Gerhard-Hauptmann-Straße

waren ebenfalls

ca. 80 m 2 Straße mit Öl

verunreinigt, das von 2

Mann abgebunden wurde.

Nach 1 Stunde war auch dieser

Einsatz beendet.

Der nächste Alarm erfolgte

um 15.05 Uhr: „Dachstuhlbrand

in der Nusser-von-

Nußeck-Straße“. Beim Ein-


treffen der 32 Mann in 6

Fahrzeugen konnten wir die

Rauchentwicklung im Dachgeschoss

feststellen. 2

Trupps unter schwerem

Atemschutz hatten das Feuer

rasch gelöscht. Durch den

enormen Qualm zog sich jedoch

ein Bewohner eine

leichte Rauchvergiftung zu.

Das Gebäude wurde von uns

mittels Überdrucklüfter

belüftet; mit der Wärmebildkamera

kontrollierten wir die

Brandstelle auf versteckte

Glutnester. Es entstand ein

Sachschaden von ca. 10.000

Euro. Als Brandursache

wurde ein Kurzschluss in der

Computertastatur ermittelt.

Um 16.05 Uhr waren wir wieder

einsatzbereit am Gerätehaus

zurück.

Der vierte Einsatz an diesem

Tag war eine Feuersicherheitswache.

2 Kameraden

waren von 19.15 Uhr bis

23.15 Uhr im Forum vor Ort

und hatten ein wachsames

Einsatzberichte 2005

Auge auf „Die Fledermaus“.

Einsatz Nummer 5 schließlich

begann um 23.13 Uhr

und sollte uns bis Mittwoch,

19. Januar, beschäftigen.

Am Donnerstag, 13. Januar,

war auf der BAB A8 bei km

83,5 in Fahrtrichtung Stuttgart

ein mit Aluminiumschlacke

beladener Sattelzug

umgestürzt. Bereits an der

Einsatzstelle setzte aufgrund

des Regens eine chemische

Reaktion ein. Die Ladung

wurde durch eine Günzburger

Entsorgungsfirma geborgen

und ins Industriegebiet

zur Zwischenlagerung gebracht.

Gefahrguteinsatz für

unsere Wehr. 15 Mann sind

mit dem ELW 1, TLF 24/50,

TroLF 250, GW-G, MZF und

Vers-LKW im Industriegebiet

vor Ort. Wir leuchten die Einsatzstelle

aus. Trupps im

CSA führen Gefahrstoffmessungen

durch. Die Container

werden gegen Wassereintritt

mit Planen abgedeckt. Um

13. Januar

Zimmerbrand

Nusser-von-Nußeck-

Straße

13


Einsatzberichte 2005

14. Januar

Gefahrguteinsatz

Gefahrstoffmessung

im CSA im

Industriegebiet

Günzburg

19. Januar

Rücktransport des

Gefahrgutes nach

Österreich

14

3.30 Uhr rücken wir wieder

ins Gerätehaus ein. Am folgenden

Tag führen wir erneut

Messungen der Gaskonzentrationen

an den 5

Containern durch. Methan

und Ammoniak in erhöhten

Konzentrationen hatten sich

gebildet und stellen so eine

Explosionsgefahr dar. In Abstimmung

mit dem Landrats-

amt Günzburg wird entschieden,

die Container in den

Fliegerhorst nach Leipheim

zu verbringen, bis zur Entscheidung,

wie mit dem Gefahrgut

weiter verfahren werden

soll. Wir begleiten diesen

Transport und leuchten den

Lagerplatz im Fliegerhorst

aus. Zunächst werden die

Container hier zwischengelagert.

Am Montag, 17. Januar

und Dienstag, 18. Januar,

führen wir erneute Kontrollmessungen

durch und

erstellen Messprotokolle.

Ebenso setzen wir die Wärmebildkamera

zur „Durchleuchtung“

der Container

ein. Das geborgene Material

soll am Mittwoch, 19. Januar,

zurück zum Absender

verbracht werden, einer Aluminiumfirma

in Österreich.

Aufgrund des Gefahrenpotentials

muss der Transport

nach Rücksprache mit dem

Umweltbundesamt bis zur

deutsch-österreichischen


Grenze bei Ranshofen von

uns begleitet werden; dort

wird er von der Werkfeuerwehr

des Unternehmens

übernommen. Mit dem ELW

1 und dem TLF 24/50

sichern wir den Transport

ab und können den langwierigen

Einsatz nach der

abschließenden 8 Stunden

langen Begleitfahrt am

Mittwoch Abend um 20.15

Uhr beenden.

Zu einem Kellerbrand wurden

wir am Sonntag, 30. Januar,

gegen 13.39 Uhr nach

Reisensburg gerufen. Vermutlich

durch eine Verpuffung

im Kachelofen wurde

der Brand ausgelöst. 17

Kräfte unserer Wehr sind mit

4 Fahrzeugen im Einsatz.

Zusammen mit der FF Reisensburg

ist der Brand rasch

mit Wasser und Schaum

gelöscht. Wir belüften das

Gebäude und kontrollieren

die Brandstelle mit der Wärmebildkamera.

Um 15.10

Uhr sind wir wieder am

Gerätehaus zurück. Bei diesem

Brand entstand ein

Sachschaden von ca. 10.000

Euro, verletzt wurde niemand.

Ein bis zu 10 m breiter Ölfilm

auf der Donau erforderte unseren

Einsatz am Freitag,

11. Februar, ab 12.17 Uhr.

Aufgrund der großen Ölmenge

alarmierten wir die Feuer-

Einsatzberichte 2005

wehren aus Burgau, Leipheim

und Burtenbach zur

Unterstützung. So groß wurde

im Landkreis noch nie

alarmiert. Ein ähnliches

Schadensszenario wurde jedoch

im Jahr 2004 bei einem

angenommenen Ölunfall auf

der Günz trainiert. Mit 3 Motorbooten

brachten die Feuerwehren

Ölschlängel und

Ölsperren in die Donau ein.

Der Ölfilm wurde mit Ecoperl

abgebunden und abgeschöpft.

Ebenso erfolgte die

Erkundung des Geländes um

die Ursache des Ölfilms zu

ermitteln. Es war ein defekter

Hydraulikschlauch an

einem LKW im Industriegebiet

Donauried, von wo aus

das Öl über die Kanalisation

und ein Überlaufrohr in die

Donau gelangte. Um 15.37

Uhr waren die 7 Fahrzeuge

11. Februar

10 m breiter Ölfilm

auf der Donau

15


Einsatzberichte 2005

3. März

Eiszapfen von bis zu

1,5 m Länge

an 18 Gebäuden

entfernen

16

wieder aufgerüstet; 32 Männer

und Frauen unserer

Wehr waren im Einsatz.

Wenn Wasser aus Steckdosen

läuft ist das nicht nur

kurios, sondern auch gefährlich.

So geschehen am Sonntag,

27. Februar, gegen

19.10 Uhr. Vermutlich bei

der Demontage der Küche im

1. OG eines Wohnhauses in

der Molostraße wurde die

Armatur beschädigt. Da die

Verursacher gerade mit dem

Umzug beschäftigt waren,

konnte das Wasser ungehindert

fließen. Bei unserem

Eintreffen stand das Wasser

in der Küche etwa 4 cm hoch

und lief im Erdgeschoss

bereits aus den Steckdosen.

Auch im Keller sammelte

sich das kühle Nass bereits.

Mittels Wassersaugern legten

wir das Gebäude wieder

trocken und konnten den Einsatz

um 20.30 Uhr beenden.

Im gesamten Stadtgebiet waren

4 Mann unserer Wehr am

Donnerstag, 3. März, von

8.15 Uhr bis 14.15 Uhr mit

Drehleiter und Mehrzweckfahrzeug

unterwegs. An 18

Gebäuden mussten Eiszapfen

von bis zu 1,5 m Länge

entfernt werden, die eine Gefahr

für Fußgänger oder den

Straßenverkehr darstellten.

Am Freitag, 4. März, wurden

wir um 9.03 Uhr zu einem

VU mit eingeklemmter

Person auf die ST2028 Richtung

Rettenbach alarmiert.

Vermutlich wegen eines

Schwächeanfalls kam ein

PKW-Fahrer auf die Gegenfahrbahn

und prallte seitlich

gegen einen LKW. Dabei wurde

der 78-jährige PKW-Fahrer

verletzt in seinem Fahrzeug

eingeklemmt, der LKW-

Fahrer blieb unverletzt. Mittels

Spreizer befreien wir den

Rentner und übergeben ihn

dem BRK. Neben Fahrbahn-


einigung und Mithilfe bei

der Fahrzeugbergung suchen

wir noch die Umgebung ab,

da im PKW Kinderschuhe

und Kindersitz vorhanden

waren. Den Einsatz beendeten

wir nach 2 Stunden, es

entstand ein Sachschaden

von ca. 11.000 Euro.

Auf die BAB A8 bei km 95,0

in Richtung München wurden

wir am Samstag, 5.

März, um 2.49 Uhr gerufen.

In der Links-Verschwenkung

der Fahrbahnen war ein

Lastzug nach rechts von der

Fahrbahn abgekommen, an

der Betongleitwand abgeprallt

und nach links geschleudert.

Dort hatte er die

Mittelschutzplanke durchbrochen

und war auf die Gegenfahrbahn

gekippt. Dabei

wurde der Dieseltank aufgerissen.

Zusammen mit der

FF Burgau leuchteten wir die

Unfallstelle großflächig aus.

Außerdem banden wir ca.

Einsatzberichte 2005

200 Liter ausgelaufenen

Kraftstoff, Motoröl und Kühlflüssigkeit.

Zum Einsatzumfang

gehörte auch das Absichern

der Unfallstelle mit

Verkehrslenkung sowie die

Stauvorwarnung an der AS

Günzburg; teilweise musste

die Autobahn in beide Richtungen

total gesperrt werden.

Die Ladungsbergung

(16 Kanister Gefahrgut) wurde

von uns unter Einweg-

CSA durchgeführt, der Ab-

4. März

Verkehrsunfall mit

eingeklemmter

Person

auf der ST2028

5. März

BAB A8 km 95,0

Umgekippter LKW

mit Gefahrgutbergung

17


Einsatzberichte 2005

31. März

BAB A8 km 94,5

Von der Fahrbahn

abgekommener LKW

18

transport begleitet. Die Fahrzeugbergung

wurde von uns

unterstützt ebenso wie die

Reparatur der Betongleitwände.

Außerdem wurde von

uns die Versorgung der Einsatzkräfte

mit Verpflegung

bei diesem langen Einsatz sichergestellt.

Um 13.29 Uhr

konnten unsere 29 Kameraden

den Einsatz beenden.

Der Fahrer des LKW wurde

leicht verletzt, es entstand

ein Sachschaden von ca.

120.000 Euro.

Ein Wasserrohrbruch setzte

die Keller zweier Wohnhäuser

in der Ichenhauser

Straße am Mittwoch, 9.

März, – ca. 1,30 m hoch unter

Wasser. Um 8.45 Uhr

rückten 10 Mann mit 3 Fahrzeugen

aus um mit Tauchpumpen

und Wassersaugern

die Keller wieder trocken zu

legen. Einsatzende war um

11.15 Uhr.

Von einem Haus im Kötzer

Weg entfernten wir am Donnerstag,

10. März, mit Hilfe

der DLK 23/12 den Schnee

vom Dach. Am Vortag hatte

eine abgehende Dachlawine

ein geparktes Auto stark beschädigt.

5 Mann waren dazu

von 10.30 Uhr bis 13.45

Uhr im Einsatz.

Am Donnerstag, 31. März,

werden wir um 6.50 Uhr auf

die BAB A8 km 94,5 in Richtung

Stuttgart gerufen. Ein

mit 35 Tonnen Kunststoffgranulat

beladener Sattelzug

war nach rechts von der

Fahrbahn abgekommen, die

Böschung hinuntergefahren

und ca. 20 m neben der

Fahrbahn zum Stehen gekommen.

Dabei hat er sich


is über die Achsen ins Erdreich

eingegraben. Wir sichern

die Unfallstelle ab und

reinigen die Fahrbahn. Zur

Vorbereitung der Fahrzeugbergung

pumpen wir den

Dieseltank des LKW in bereitgestellte

Fässer um. Aufgrund

des hohen Verkehrsaufkommens

wird entschieden,

den LKW erst am Abend

zu bergen, da hierzu eine Totalsperrung

der BAB in Richtung

Stuttgart erforderlich

ist. Daher beenden wir

zunächst den Einsatz um

9.50 Uhr. Gegen 19.45 Uhr

fahren 17 Mann erneut zur

Einsatzstelle, leuchten diese

aus und helfen bei der Bergung

der Ladung. Ferner

spritzen wir den geborgenen

Sattelzug ab und reinigen die

Fahrbahn auf einer Länge

von 250 m. Abschließend

pumpten wir den Kraftstoff

wieder in die unbeschädigten

Tanks des LKW. Während

der Aufräumarbeiten auf der

BAB ging um 20.50 Uhr ein

weiterer Alarm ein: „Containerbrand

in der Reindlstraße“.

14 Mann rücken aus und löschen

das Feuer rasch mit

einem C-Rohr, so dass dieser

Einsatz um 21.35 Uhr beendet

werden kann. Als wir mit

den beiden Einsätzen beschäftigt

sind lässt ein weiterer

Alarm um 21.05 Uhr den

Adrenalinspiegel ansteigen.

Im Rückstau auf der Autobahn

brennt ein LKW, so die

Einsatzberichte 2005

Meldung. Ein mit Flüssig-Bitumen

beladener LKW

brannte im Bereich des Domdeckels.

Das Feuer wurde jedoch

vom Fahrer bereits

gelöscht. Die Nachkontrolle

übernimmt die ebenfalls

alarmierte FF Burgau.

Um 0.30 Uhr können wir

endgültig den Einsatz beenden.

Zur Unterstützung der Feuerwehren

aus Jettingen,

Scheppach, Burgau, Burtenbach,

Offingen und Oberwaldbach

wurden wir am

Mittwoch, 6. April, um

15.33 Uhr gerufen. Östlich

der Kirche Allerheiligen loderten

die Flammen bei einem

großflächigen Waldbrand.

25 Kräfte unserer

Wehr rückten mit dem TLF

16, TLF 24/50 GW-G und

MZF aus. In den Faltbehältern

des GW-G wurden große

6. April

Waldbrand östlich

der Kirche

Allerheiligen

19


Einsatzberichte 2005

20

Mengen Löschwasser, das

z.T. von ansässigen Landwirten

in Güllefässern angeliefert

wurde, zwischengelagert.

Ebenso wurden die TLFs zur

Bereitstellung von Löschwasser

und Schaum eingesetzt.

Insgesamt kämpften

rund 110 Feuerwehrleute gegen

die Flammen, die immer

wieder vom Wind aus unterschiedlichen

Richtungen angefacht

wurden und den Einsatzkräften

bis zu 5 m hoch

entgegenschlugen. Nach etwa

1,5 Stunden war der

Brand, dessen Ursache eine

nicht vollständig abgelöschte

Reisigverbrennung am Vortag

war, unter Kontrolle. Wir

setzten die Wärmebildkamera

zur Suche nach Glutnestern

ein. Die örtliche Feuerwehr

aus Jettingen stellte

noch eine Brandwache bis

0.00 Uhr, wir konnten den

Einsatz um 18.51 Uhr beenden.

Gerade waren wir von dem

Waldbrand aus Allerheiligen

auf dem Rückweg, als wir um

18.50 Uhr in die Dillingerstraße

angefordert wurden.

Dort lag in der Böschung eine

hilflose Person. Mittels

zweier Steckleiterteile konnten

wir den Verletzten aus

der schlammigen Böschung

retten und den Kräften des

BRK übergeben. Um 19.15

Uhr beendeten wir auch den

zweiten Einsatz an diesem

Tag.

Die Baustelle am Bahnhof

Günzburg rief uns im Berichtsjahr

einige Male auf

den Plan: die zur Grundwasserabsenkung

eingesetzte

Tauchpumpe fiel des öfteren

aus, so dass die Unterführung

unter Wasser stand.

So z.B. am Mittwoch, 27.

April, um 5.11 Uhr. Die ca.

10 cm hoch überflutete Unterführung

wurde von uns

mit Tauchpumpen trockengelegt.

Nach einer Stunde

war der Einsatz wieder beendet.

Zum 112. Einsatz im Jahr

2005 wurden wir am Dienstag,

11. Mai, um 2.31 Uhr

aus dem Schlaf gerissen.

Nach einer Vandalismus-

Tour – es wurden zahlreiche

Kanaldeckel ausgehoben –

setzte sich eine betrunkene

Person von einer Gruppe Jugendlicher

ab und drohte

vom Dach der Jugendherberge

zu stürzen. Nach der Anforderung

durch die Polizei

setzten wir 6 Flutlichtstrahler

zur Ausleuchtung der

Einsatzstelle ein. Außerdem

suchten wir die Dächer der

Umgebung mit Drehleiter

und Wärmebildkamera ab.

Nach gut einer Stunde wurde

die Suche erfolglos abgebrochen.

Nach dem Einsatz erfuhren

wir, dass die vermisste Person

über ein Fenster in den

Dachboden des Kolpinghau-


ses geklettert war und sich

trotz der Suchaktivitäten

versteckt hielt.

32 Kameraden unserer Wehr

rückten am Freitag, 13.

Mai, um 23.02 Uhr auf die

BAB A8 bei km 95,5 in Richtung

München aus. Mit dem

ELW 1, TLF 24/50, TLF 16,

GW-G, RW 2, SEF, MZF und

Vers-LKW mit VSA waren wir

an der Einsatzstelle vor Ort.

Ein 7,5-t-LKW war im Baustellenbereich

von der Fahrbahn

abgekommen, gegen

die Betongleitwand geprallt

und umgekippt, Diesel läuft

aus. Die beiden Insassen

konnten sich selbst befreien.

Der LKW hatte 2 Fässer á

200 l Gefahrgut – flüssiges

Pflanzenschutzmittel – geladen,

so dass wir den LKW zur

Bergungsvorbereitung unter

schwerem Atemschutz entlu-

Einsatzberichte 2005

den. Außerdem dichteten wir

den Dieseltank ab, banden

den ausgelaufenen Kraftstoff

und sorgten zusammen mit

dem THW für die Absicherung

der Unfallstelle. Nach

dem groben Reinigen der

Fahrbahn und Aufräumen

unseres eingesetzten Materials

verließen wir die BAB

wieder und waren um 2.32

Uhr einsatzbereit am Gerätehaus

zurück.

Erneut auf die BAB A8 wurden

wir am Sonntag, 15.

Mai, um 0.37 Uhr gerufen.

Bei km 85,9 in Richtung

München streifte ein 19jähriger

PKW-Fahrer beim

Überholen einen PKW, kam

dadurch ins Schleudern und

krachte in die Schutzplanke.

Leicht verletzt konnten er

und seine Beifahrerin sich

aus dem Wagen befreien. Der

13. Mai

BAB A8 km 95,5

Umgekippter LKW

21


Einsatzberichte 2005

15. Mai

B 16 Richtung

Gundelfingen

Tödlicher

Verkehrsunfall

22

Motorraum des Fahrzeuges

fing Feuer, das von einem

Verkehrsteilnehmer mit einem

Handfeuerlöscher eingedämmt

wurde. Unsere

Kräfte führten lediglich

Nachlösch- sowie Aufräumarbeiten

an der Einsatzstelle

aus. Gegen 2.10 Uhr waren

wir von diesem Routine-Einsatz

wieder zurück.

Ungleich dramatischer verlief

der Unfall auf der B16 in

Richtung Gundelfingen, zu

dem wir um 5.51 Uhr gerufen

wurden. Ein 22-jähriger

Mann war auf dem Weg zur

Arbeit mit überhöhter Geschwindigkeit

frontal in den

PKW eines entgegenkommenden

19-jährigen gekracht.

Der Verursacher

wurde schwerst verletzt in

seinem Fahrzeug eingeklemmt,

der Wagen des 19jährigen

fängt Feuer. Der

ebenfalls lebensbedrohlich

Verletzte kann von Ersthelfern

aus dem Fahrzeug gerettet

werden, bevor dieses in

Vollbrand steht. Bei unserem

Eintreffen werden die Einsatzkräfte

bis an die Grenzen

belastet. Es gilt den Vollbrand

des PKW zu löschen,

mit der Ungewissheit, ob

sich noch Personen im Fahrzeug

befinden, so dass auch

gleich die Umgebung nach

eventuellen Mitfahrern abge-


sucht wird. Parallel dazu arbeiten

wir fieberhaft daran,

den eingeklemmten 22-jährigen

aus seinem Wrack zu befreien.

Dennoch kommt für

beide junge Männer jede Hilfe

zu spät, sie erliegen ihren

schweren Verletzungen. Wir

alarmieren den Notfallseelsorger

zur Betreuung der Einsatzkräfte

und Ersthelfer. An

der Unfallstelle können wir

nur noch bei der Fahrzeugbergung

helfen und die Fahrbahnreinigung

durchführen.

Mit der Drehleiter unterstützen

wir die Polizei noch bei

der Unfallaufnahme. Um

9.51 Uhr beenden wir diesen

tragischen Einsatz.

Am Sonntag, 22. Mai, wurden

wir vom BRK um 15.54

Uhr angefordert. Ein Patient

konnte aus dem 7. OG eines

Hochhauses in der Kirnerstraße

nicht über das Treppenhaus

gerettet werden, so

dass wir mit der Drehleiter

anrückten, die mit ihren 30

m Länge gerade noch an den

Patienten heranreichte. Um

16.44 Uhr war Einsatzende.

Gegen 13.45 Uhr wurden wir

am Dienstag, 24. Mai, in die

Christa-Wall-Straße gerufen.

Ein Bauarbeiter war unter

einer umgestürzten 6 Tonnen

schweren Betonmauer

begraben worden. Nach kürzester

Zeit waren wir mit

SEF, RW 2 und LF16/12 vor

Einsatzberichte 2005

Ort und konnten den Verunglückten

bereits 11 Minuten

nach der Alarmierung mittels

eines Hebekissens und

Spreizer befreien. Doch trotz

Reanimation am Einsatzort

verstarb der Mann auf dem

Weg ins Krankenhaus. Wir

unterstützten noch die Kripo

bei den Ermittlungen am

Einsatzort und waren um

16.45 Uhr wieder am Gerätehaus

zurück.

Eine korrodierte Druckgasflasche

beschäftigte uns am

Montag, 13. Juni, ab 21.15

Uhr. An der Donau hatte ein

Passant die Flasche mit unbekanntem

Inhalt aufgefunden

und die Feuerwehr alarmiert.

Nach Hinzuziehen des

Fachberaters Gefahrgut der

Fa. Linde Gase wurde festgestellt,

dass es sich um eine

Acetylenflasche handelte.

Unter Aufsicht wurde die

24. Mai

Bauarbeiter wird

unter umgestürzter

Betonmauer befreit

23


Einsatzberichte 2005

25. Juni

Scheunenbrand in

Nornheim

24

Flasche kontrolliert abgeblasen

und ordnungsgemäß

entsorgt. Der Einsatz war um

1.00 Uhr beendet.

Zahlreiche Absperrdienste

und Parkplatzeinweisungen

wurden von uns im Berichtsjahr

durchgeführt. Mit Personal

und Fahrzeugen unterstützten

wir dabei hauptsächlich

örtliche Veranstalter.

So. z.B. am Freitag, 17.

Juni, als wir von 10.15 Uhr

bis 14.30 Uhr bei der Oldtimer-Rallye

den Marktplatz

sperrten. Neben dieser Veranstaltung

halfen wir auch

beim Narrenbaumstellen,

Landkreislauf, Handball-

Länder- und Nostalgiespiel,

Altstadtlauf, Rockets-Konzert

im Waldbad und vielen

weiteren.

Auf Anforderung durch die

FF Krumbach brachten wir

am Mittwoch, 22. Juni, um

1.40 Uhr die Wärmebildkamera

nach Krumbach. Dort

wurde sie eingesetzt um

nach einem Wohnhausbrand

im Dreifaltigkeitsweg nach

versteckten Glutnestern zu

suchen. Um 3.10 Uhr ist unser

Einsatz beendet.

Zu einem Scheunenbrand

nach Nornheim wurden wir

am Samstag, 25. Juni, um

0.33 Uhr alarmiert. Bei unserem

Eintreffen brannte das

leerstehende Gebäude einer

alten Ziegelei lichterloh. Zusammen

mit der FF Nornheim

bekämpfen wir den

Brand mit dem Wenderohr

auf der DLK 23/12 unter

schwerem Atemschutz. Dennoch

brennt das baufällige

Gebäude vollständig ab. Neben

der Brandbekämpfung

wird eine verletzte, ca. 4 m

abgestürzte Person durch


uns erstversorgt und dem

BRK übergeben. Die Ursache

des Brandes, bei dem ein

Sachschaden von ca. 10.000

Euro entstand, war vermutlich

ein defekter Verteilerkasten.

Unsere 26 eingesetzten

Feuerwehrdienstleistenden

waren um 3.03 Uhr am

Gerätehaus zurück.

Um 22.11 Uhr wurden wir

am Mittwoch, 6. Juli, alarmiert:

Schwerer VU mit eingeklemmter

Person. Ausgangs

des Mühlwegtunnels

auf der B16 neu in Richtung

Deffingen war ein Geländewagen

unter einen Sattelzug

geraten. 18 Mann unserer

Wehr waren in RW2, TLF

24/50, SEF und Vers-LKW

mit VSA vor Ort. Nachdem

sich bei unserem Eintreffen

herausstellte, dass der Fahrer

des Geländewagens nicht

eingeklemmt war, beschränkten

sich unsere Aufgaben

auf das Absichern und

Ausleuchten der Einsatzstelle

sowie die Verkehrsumleitung.

Zur Sicherung gegen

Brandgefahr klemmten wir

die Batterie des demolierten

PKW ab. Ebenso unterstützen

wir die Fahrzeugbergung

und übernahmen die Fahrbahnreinigung.

Um 23.56

Uhr war der Einsatz zu Ende.

Zur Beseitigung einer größeren

Ölspur wurden wir am

Freitag, 15. Juli, um 22.22

Einsatzberichte 2005

Uhr alarmiert. Aufgrund eines

technischen Defektes

hatte eine landwirtschaftliche

Zugmaschine große

Mengen Hydrauliköl verloren.

Die Spur zog sich auf einer

Länge von 4 km vom Auweg

über die B16, Dillingerstraße,

Augsburgerstraße

auf die B10 in Richtung Burgau.

33 Einsatzkräfte benötigen

55 Sack (!) Bindemittel

um die Ölspur abzubinden.

Absichern und Ausleuchten

der jeweiligen Einsatzabschnitte

wurden von uns

ebenfalls übernommen. Gegen

23.52 Uhr waren wir wieder

einsatzbereit am Gerätehaus

zurück.

Am Samstag, 16. Juli, mussten

wir unsere Schleifkorbtrage

zur Rettung einer Person

einsetzen. Um 15.36 Uhr

wurden wir nach Großkötz

gerufen; dort war ein Bauar-

6. Juni

B16 neu Ausgang

Mühlwegtunnel

Schwerer VU

(PKW unter LKW)

25


Einsatzberichte 2005

16. Juli

Personenrettung

mit Schleifkorbtrage

und Baukran

26

beiter zwischen Baugrube

und Kelleraußenwand abgestürzt.

Der regungslose

Mann wurde vom Rettungsdienst

versorgt. Für die patientengerechte,

schonende

Rettung setzten wir die

Schleifkorbtrage und einen

Baukran ein. Um 16.56 Uhr

konnten wir und die ebenfalls

alarmierte FF Großkötz

den Einsatz beenden.

Amtshilfe für die Polizei

leisteten wir am Sonntag,

17. Juli, von 22.49 Uhr bis

0.49 Uhr. Auf dem Areal des

Wertstoffhofes wollte ein

Dieb aus den abgestellten

Maschinen den Kraftstoff abzapfen

und wurde dabei von

Streifenbeamten auf frischer

Tat ertappt. Leider gelang

dem Ganoven die Flucht; so

wurden wir von der Polizei

angefordert um das Areal zur

Personensuche großflächig

auszuleuchten und u.a. mit

unserer Wärmebildkamera

abzusuchen. Auch ein Hundeführer

war dabei im Einsatz.

Die Polizei konnte über

das Kennzeichen des abgestellten

Fluchfahrzeugs den

Täter ermitteln und später in

seiner Wohnung festnehmen.

Ein misslungener Überholvorgang

führte am Samstag,

23. Juli, zu einem schweren

VU. Auf der B16 in Höhe des

Flugplatzes war ein PKW

frontal gegen einen Kleintransporter

mit Anhänger geprallt.

Dabei wurden beide

Fahrzeuge stark beschädigt,

Trümmer und Flüssigkeiten

großflächig verteilt. Um

12.57 Uhr wurden wir alarmiert.

Die nicht eingeklemmten

Fahrer wurden vom BRK

und Notarzt versorgt. Wir sicherten

die Unfallstelle ab

und übernahmen die Verkehrsregelung.

Außerdem

banden wir ausgelaufene

Flüssigkeiten und reinigten

die Fahrbahn. Abschließend

stellten wir Ölspur-Warnschilder

zur längerfristigen

Sicherung des Unfallortes

auf. Um 14.12 Uhr meldeten

wir Betriebsende.

Zu einem spektakulären VU

auf die BAB A8 bei km 89,0

in Richtung München wurden

wir am Sonntag, 24. Juli,

um 16.30 Uhr gerufen.


Vermutlich aus Unachtsamkeit

kam eine 36-jährige

PKW-Lenkerin nach links

von der Fahrbahn ab, geriet

am Mittelstreifen ins Schleudern

und überschlug sich

mehrfach. Alle 6 Insassen

(3 Frauen und 3 Kinder) werden

dabei verletzt, können

sich aber selbst aus dem

Wrack befreien. Einige Fahrzeugteile

sowie Schotter aus

dem Mittelstreifen geraten

auf die Gegenfahrbahn und

beschädigen dort ein Auto.

Ein Großaufgebot von Rettungskräften

ist alarmiert:

vom BRK sind 4 RTW, 2

Notärzte und 1 RTH im Einsatz,

wir stellen 28 Kräfte in

7 Fahrzeugen, die FF Burgau

wird zur Fahrbahnreinigung

und Stauabsicherung in

Richtung Stuttgart nachalarmiert.

Wir sicherten die Einsatzstelle

ab und unterstütz-

Einsatzberichte 2005

ten das BRK bei der Versorgung

und dem Abtransport

der Verletzten; dabei galt es

auch, Schaulustige zurückzuhalten.

Wir halfen bei der

Fahrzeugbergung, banden

ausgelaufene Flüssigkeiten

ab und reinigten die Fahrbahn.

Die Stauabsicherung

in Richtung München wurde

ebenfalls von uns durchgeführt.

Nach gut zwei Stunden

waren wir wieder am Gerätehaus

zurück.

Ein geplatzter Wasserfilter

war die Ursache für einen

vollgelaufenen Keller in der

Kapuzinergasse am Montag,

1. August. Wir werden um

0.12 Uhr durch die Polizei

angefordert. Bei unserem

Eintreffen stand das Wasser

im Keller eines Juweliergeschäftes

etwa 1 m hoch und

stieg noch an. Mittels zweier

24. Juli

BAB A8 Richtung

München

Verkehrsunfall mit

6 Verletzten

27


Einsatzberichte 2005

15. August

Verkehrsunfall mit

3 Schwerverletzten

zwischen Bubesheim

und Kötz

28

Tauchpumpen und einem

Wassersauger pumpen wir

den Keller leer. Ebenso verständigen

wir das Wasserwerk

und schiebern den Zufluss

ab. Ein größerer Schaden

am Gebäude konnte verhindert

werden. Gegen 1.22

Uhr waren wir wieder am

Gerätehaus zurück – selbstverständlich

ohne im Juweliergeschäft

in Versuchung

geraten zu sein.

3 Schwerverletzte forderte

ein schwerer VU am Montag,

15. August, zwischen Bubesheim

und Großkötz. Gegen

14.29 Uhr hatte ein 57jähriger

PKW-Fahrer ein vorausfahrendes

Fahrzeug

überholen wollen und beim

Ausscheren einen entgegenkommenden

PKW übersehen.

Es kam zum Frontalzusammenstoß.

Der 57-jährige

Unfallverursacher wurde lebensbedrohlich

verletzt in

seinem Wrack eingeklemmt.

Der 38-jährige Fahrer des

entgegenkommenden Fahrzeuges

erlitt ebenfalls lebensbedrohlicheVerletzungen,

sein Beifahrer wurde

schwer verletzt. Beide waren

ebenfalls in ihrem total demolierten

PKW eingeklemmt.

Nach kurzer Zeit waren 4

Notärzte, 3 RTW, 2 Rettungshubschrauber

zur Verletztenversorgung

vor Ort. 27

Mann unserer Wehr eilten in

7 Fahrzeugen zur Unfallstelle.

Gemeinsam mit der FF

Bubesheim setzten wir hydraulisches

Rettungsgerät

zur Befreiung der Verunglückten

ein. Nach möglichst

patientenschonendem Einsatz

mehrerer Spreizer,

Scheren und Rettungszylinder

konnten wir Fahrer und

Beifahrer des Unfallgegners

um 15.11 Uhr befreien, der

57-jährige konnte um 15.37

Uhr aus dem Fahrzeugwrack


gehoben werden. Der Beifahrer

wurde mit dem RTW ins

BWK Ulm verbracht, die beiden

anderen Verletzten wurden

mit den RTH ins ZK

Augsburg bzw. die Uniklinik

Ulm transportiert. Nach der

Personenrettung standen

noch Aufräumarbeiten an;

mit Hilfe der DLK wurden

noch Luftbilder zur Unfallaufnahme

angefertigt. Um

17.45 Uhr beendeten die

letzten einrückenden Kräfte

den Einsatz.

Doch bereits als die ersten

Kräfte auf der Rückfahrt waren,

ging um 17.25 Uhr ein

neuer Alarm ein. Ein PKW

hatte aufgrund eines Getriebeschadens

Öl verloren und

eine ca. 300 m lange Ölspur

in der Schlachthausstraße

und im Auweg verursacht.

Mit 6 Sack Bindemittel

streuten wir die Spur ab und

beendeten auch diesen Einsatz

um 18.15. Uhr.

Doch es ging nahtlos weiter:

Um 18.15 Uhr rückten wir

Einsatzberichte 2005

zur Beseitigung einer Dieselspur

in die Dillingerstraße

aus. Wieder streuten wir 3

Sack Bindemittel auf und

banden den ausgelaufenen

Kraftstoff. Um 18.45 Uhr

konnten wir dann endgültig

Betriebsende melden.

Schon wieder zu einem

schweren VU mit eingeklemmter

Person mussten

wir am Dienstag, 16. August,

um 12.30 Uhr ausrücken.

An der Kreuzung Polizeiohr/B16

neu wollte ein

PKW-Fahrer auf die B16 einbiegen,

nahm dabei aber einem

Richtung Autobahn fahrenden

LKW die Vorfahrt.

Dieser konnte nicht mehr

rechtzeitig bremsen und

krachte in die Seite des

Kleinwagens. Der LKW-Fahrer

blieb unverletzt, der Fahrer

des PKW wurde leicht

verletzt, seine Beifahrerin erlitt

schwere Kopfverletzungen

und wurde eingeklemmt.

Mittels Schere und Spreizer

15. August

Verkehrsunfall mit

3 Schwerverletzten

zwischen Bubesheim

und Kötz

29


Einsatzberichte 2005

17. August

Personenrettung

mit Schleifkorbtrage

und Abseilspinne

21.-24. August

Hochwasserschutz

errichten

30

befreiten wir die Frau und

übergaben sie dem Rettungsdienst.

Dazu musste die B16

zeitweise total gesperrt werden

– wir übernahmen die

Verkehrsumleitung. Wir unterstützten

noch bei der

Fahrzeugbergung und der

Fahrbahnreinigung. Einsatzende

war um 14.00 Uhr.

Erstmals eingesetzt haben

wir den Gerätesatz Absturzsicherung

am Mittwoch, 17.

August. Ein Arbeiter war in

einen hohen Container einer

Recycling-Firma gestürzt

und wurde schwer verletzt.

Wir wurden um 8.37 Uhr

alarmiert. Nach Versorgung

durch den Notarzt führten

wir die Rettung mittels

Schleifkorbtrage und Abseilspinne

mit Hilfe der Drehleiter

durch und übergaben

den Patienten den Helfern

des BRK. Gegen 9.17 Uhr

waren wir wieder am Gerätehaus

zurück.

Starkregen / Hochwasser

am 21.-24. August 2005

Dieses Hochwasser hatte

sich abgezeichnet: Starkre-

gen am Alpenrand, über 200

Liter Regen auf den Quadratmeter,

das kann kein Boden

aufnehmen und auch kein

Flussbett auffangen. So

kann der Führungsstab in

Ruhe aufgebaut, der K-

Alarm rechtzeitig ausgelöst

und somit die erforderlichen

Maßnahmen eingeleitet werden.

Wieder einmal hat es

sich bewährt Stadtteilfeuerwehren

einzubinden und die

Hauptwache für Akuteinsätze

zu schonen (siehe nächster

Bericht). So waren wir

zum Keller auspumpen,

Sandsack füllen, Kontrollfahrten

durchführen 4 Tage

lang unterwegs. Die

Führungskräfte wurden

durchgewechselt, was sehr

gut war. Am 25. August gegen

12 Uhr ist die normale

Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

Teilweise waren

wir mit 8 Fahrzeugen und 27

Mann im Einsatz.


Hätten wir mit dem Hochwasser

nicht schon genug

Arbeit erreichte uns am

Mittwoch, 24. August um

09.08 Uhr folgende Meldung:

Explosion und Brand bei der

chemischen Fabrik Bucher

in Waldstetten. Mit 6 Fahrzeugen

und 29 Mann unterstützten

wir die örtlichen

Feuerwehren mit unserem

tragbaren Schaum-Wasserwerfer

sowie der Drehleiter

zwecks Niederschlagen von

Dämpfen. Ferner setzten wir

unseren PLA 250, Wärmebildkamera

sowie unser CMS

samt PacEx2 ein. Mit unserem

ELW wird der Einsatz

genau dokumentiert. Die

letzten Kräfte von uns sind

gegen 18 Uhr am Standort

zurück.

Etwas verblüfft vernahmen

wir die Alarmmeldung, die

uns am Montag, 29. August,

um 3.03 Uhr aus dem

Schlaf riss: Es brennt eine

Straßenlaterne im Hofgarten.

Beim Eintreffen stellten

wir fest, dass der Schirm einer

Straßenlaterne in Flammen

stand. Wir ließen das

Feuer kontrolliert abbrennen

und überprüften die Laterne

mit der Wärmebildkamera.

Nach 20 Minuten war der

Einsatz beendet. Die Ursache

dieses ungewöhnlichen

Brandes lag in der mutwilligen

Zerstörung des Lampenschirmes,

bei der sich

Einsatzberichte 2005

Kunststoffteile an der heißen

Glühbirne entzündeten.

Am Mittwoch, 31. August,

werden wir um 16.45 Uhr

alarmiert: Flugzeugabsturz

am Flugplatz Günzburg.

Nach einem missglückten

Startabbruch schoss eine

Cessna 150 über die Startbahn

hinaus über einen

Feldweg und krachte frontal

mit dem Propeller in einen

Rübenacker. Dabei wurde

der 42-jährige Pilot im Gesicht

verletzt. Sein 7-jähriger

Sohn kam mit dem

Schrecken davon. Beide Insassen

konnten sich selbst

befreien und wurden vom

BRK versorgt. Wir klemmten

die Batterie des Flugzeuges

ab und banden auslaufenden

Treibstoff. Anschließend

24. August

Brand bei der

Firma Bucher in

Waldstetten

31


Einsatzberichte 2005

31. August

Flugzeugabsturz am

Flugplatz Günzburg

12. September

Hochwassereinsatz

nach Starkregen

32

helfen wir bei der Bergung

des Flugzeuges. Im Einsatz

waren auch die FF Reisensburg,

Wasserburg und das

THW Günzburg. An der gut

30 Jahre alten Cessna entstand

Totalschaden von ca.

30.000 Euro. Um 20.25 Uhr

beendeten wir den relativ

glimpflich verlaufenen Einsatz.

Starkregen hielt uns am

Montag, 12. September, ab

21.55 Uhr auf Trab. 37 Kräfte

unserer Wehr waren in 10

Fahrzeugen im Einsatz.

Durch den Regen schwoll der

Riemgraben derart an, dass

Teile des Birkets überflutet

wurden. Es galt hier zahlreiche

Keller auszupumpen

oder auch Sandsäcke zu verlegen.

Auch der über die Felder

angespülte Schlamm

stand in einigen Kellern zentimeterhoch.

Auch in Reisensburg

standen einige Keller

unter Wasser. Schließlich

sperrten wir über 1 Stunde

auch die B10 in Höhe Nornheim,

da sie bis zu 30 cm

überflutet war. Unterstützt

bei den zahlreichen Einsätzen

wurden wir von der FF

Reisensburg, FF Deffingen,

FF Nornheim, FF Denzingen

und dem THW Günzburg.

Erst um 4.40 Uhr beendeten

wir alle Einsätze.

Die FF Leipheim und FF

Riedheim befanden sich bereits

seit 16.37 Uhr im Einsatz

als wir am Donnerstag,

22. September, um 17.00

Uhr angefordert wurden. In


einem Autohaus in Leipheim

war es zu einer Explosion mit

anschließendem Brand in

der Werkstatt gekommen.

Zwei Mitarbeiter erlitten lebensgefährlicheVerbrennungen,

für einen Azubi kam jede

Hilfe zu spät. Die Einsatzleitung

vor Ort forderte zur

Betreuung der Angehörigen

und der Einsatzkräfte die

Notfallseelsorger aus Günzburg

an, die wir an die Unglücksstelle

verbrachten.

Außerdem führten wir Kontrollmessungen

weiterer Explosionsgefahr

durch. Die

Arbeiten können wir um

19.44 Uhr beenden - die Eindrücke

dieses tragischen

Einsatzes wirken aber noch

lange nach.

Am Sonntag, 9. Oktober,

wurden wir nach Großkötz

alarmiert. Kellerbrand in

einem Einfamilienhaus,

lautete die Alarmmeldung

um 12.10 Uhr. Mit ELW 1,

DLK 23/12, TLF 24/50 und

dem HLF fuhren wir zur

Brandstelle. Der brennende

Wäschetrockner wurde von

den Kameraden der FF

Großkötz gelöscht, wir unterstützten

die örtliche Wehr

mit Atemschutzträgern sowie

der Wärmebildkamera und

übernahmen die Einsatzdokumentation

mit dem

ELW 1. Bei dem Brand wurde

eine Person leicht verletzt

– sie erlitt eine Rauchvergif-

Einsatzberichte 2005

tung. Es entstand vor allem

durch den verbreiteten Ruß

ein Sachschaden von ca.

10.000 Euro. Einsatzende

war um 13.10 Uhr.

Eine Vielzahl von Atemschutzgeräteträgern

musste

bei einem Silobrand in einer

Ichenhauser Futtermittelfabrik

am Montag, 17. Oktober

ab 22.04 Uhr eingesetzt

werden. Mit 6 Fahrzeugen

fuhren 31 Kräfte unserer

Wehr nach Ichenhausen. In

einem 30 m hohen Silo zur

Maistrocknung war vermutlich

aufgrund eines technischen

Defektes ein Brand

ausgebrochen. Von uns wurde

der Einsatzabschnitt

„Brandbekämpfung außen“

übernommen, die Feuerwehren

aus Ichenhausen, Hoch-

22. September

Explosion mit

anschließendem

Brand in einem

Autohaus

in Leipheim

33


Einsatzberichte 2005

17. Oktober

Silobrand in einer

Futtermittelfabrik

in Ichenhausen

22. Oktober

Spektakulärer

Verkehrsunfall

Kreuzung Ulmer

Straße/Wetzlerstraße

34

wang, Ettenbeuren, Rieden

und Oxenbronn waren in

den Abschnitten „Brandbekämpfung

Silo innen“,

„Brandbekämpfung Treppenhaus

innen“ und „Wasserversorgung“

eingesetzt.

Mittels Wenderohr auf der

DLK und dem Foam-Master

des TLF 24/50 sowie einem

tragbaren Schaum-Wasserwerfer

kühlten wir den Siloturm

ab. Außerdem setzten

wir 2 Schaumrohre zur

Brandbekämpfung ein.

Durch den massiven Einsatz

von Schaum und Wasser unter

schwerem Atemschutz

konnte der Silobrand

schließlich abgelöscht werden.

Es entstand dennoch

ein Sachschaden von ca.

300.000 Euro. Der langwierige

Einsatz konnte um 5.04

Uhr beendet werden.

Zum Abbinden eines Ölflecks

nach einem VU wurden wir

am Samstag, 22. Oktober,

um 1.18 Uhr alarmiert. Bei

unserem Eintreffen an der

Kreuzung Ulmer Straße/

Wetzlerstraße erwartete uns

jedoch ein spektakuläres

Szenario, das selbst „altgediente“

Feuerwehrler so noch

nicht erlebt hatten: ein total

demoliertes PKW-Wrack,

zwei schwer beschädigte

Wohnmobile, ein Ampelmast,

der in einem weiteren Wohnmobil

steckte und zahlreiche

weit verstreute Trümmerteile,

die teilweise bis zu 4 m

hoch in einer Hauswand eingeschlagen

waren. Das BRK

war bereits vor Ort und versorgte

zwei Personen. Was

war passiert? Der 21-jährige

PKW-Fahrer befuhr mit weit

überhöhter Geschwindigkeit


die Ulmer Straße, verlor am

Bahnübergang die Kontrolle

über seinen BMW und kam

nach rechts von der Fahrbahn

ab. Dabei riss er einen

Ampelmast ab (dieser flog

über 10 m über die Fahrbahnen),

drehte sich so, dass er

mit der Fahrerseite quer auf

eine Gartenmauer prallte,

überschlug sich über (!) zwei

Wohnmobile und kam im Hof

der Firma wieder auf den Rädern

zum Stehen. Der Fahrer

wurde dabei aus dem Wagen

geschleudert und schwer

verletzt, seine Beifahrerin

konnte sich selbst befreien.

Wir halfen bei der Verletztenversorgung,

leuchteten die

Einsatzstelle aus und unterstützten

bei der Fahrzeugbergung.

Bei dem Unfall entstand

ein Sachschaden von

ca. 100.000 Euro, die 12 eingesetzten

Kräfte waren um

2.48 Uhr wieder am Gerätehaus

zurück.

Eine geplatzte Leitung sorgte

am Donnerstag, 27. Oktober

für einen vollgelaufenen

Keller in der Rathausgasse.

Um 14.15 Uhr wurden wir

gerufen um mittels Tauchpumpen

und Wassersaugern

das Archiv des Finanzamtes

wieder trockenzulegen. Einsatzende

war um 16.15 Uhr.

Um 16.50 Uhr mussten wir

nach einem VU im Steppachweg

noch eine größere Menge

ausgelaufene Kühlflüssigkeit

Einsatzberichte 2005

binden und die Fahrbahn

reinigen. Diesen Einsatz beendeten

wir gegen 17.30 Uhr.

Großbrand am Freitag, 4.

November um 3.15 Uhr:

Vollbrand eines Reiheneckhauses

Auf dem Grieß. Bei

unserem Eintreffen bereits

9 Minuten nach dem Alarm

loderten schon meterhohe

Flammen aus dem Anwesen,

ein angebautes Zweifamilienhaus

ist akut gefährdet,

Alarmstufe 3 wird ausgelöst.

Mit 4 C-Rohren im Außenund

Innenangriff und dem

Wenderohr nahmen wir die

Brandbekämpfung auf und

errichteten eine Widerstandslinie.

Doch das eingesetzte

Wasser zeigt keine

Wirkung, das Feuer loderte

weiter. Erschwert wird das

4. November

Vollbrand eines

Reiheneckhauses

Auf dem Grieß

35


Einsatzberichte 2005

18. November

Pkw-Brand

auf der BAB A8

Richtung München

36

Ganze noch durch die unter

Strom stehende Freileitung,

die unser Kamerad Hobor

schnell freischalten konnte.

Der Einsatzleiter entschließt

sich zu einem massiven

Schaumeinsatz, der Brand

konnte so innerhalb von

30 Minuten eingedämmt

werden. Die Nachlöscharbeiten

ziehen sich bis gegen

8 Uhr hin. Ausser uns

(10 Fahrzeuge und 45 Mann)

waren die FF Reisensburg,

die FF Wasserburg sowie die

WF des BKH zur Unterstützung

im Einsatz.

In der darauffolgenden Nacht

am Samstag, 5. November,

wurden wir um 5.38 Uhr erneut

aus dem Schlaf gerissen.

Eine Person hatte unter

Suizidandrohung das Haus

verlassen und wurde vermisst.

Auf Anforderung der PI

Günzburg suchten wir das

Gebiet um den Birketweiher

großräumig ab. Nachdem die

Person dort nicht aufgefunden

wurde, durchsuchten

wir nach Rücksprache mit

der Polizei noch den gesamten

Birketwald. Dazu forderten

wir die Unterstützung

der FF Deffingen, Leinheim

und Nornheim an. Trotz Einsatzes

zweier Wärmebildkameras

(die FF Burgau wurde

dazu ebenfalls alarmiert)

konnte die Person nicht gefunden

werden. Gerade wollten

wir die Suche abbrechen,

als die Meldung kam, dass

die Person lebend an der Donau

aufgegriffen wurde. So

konnten wir den Einsatz um

8.08 Uhr beenden. Leider erfuhren

wir einige Tage später,

dass die Person einen

zweiten Suizidversuch nicht

überlebt hat.


Auf die BAB A8 bei km 94,8

in Richtung München wurden

wir am Freitag, 18. November

um 6.04 Uhr alarmiert.

Ein PKW stand dort

bei unserem Eintreffen bereits

im Vollbrand, Brandursache

war ein Defekt an der

Bremsanlage. Unter schwerem

Atemschutz wurde das

Feuer mit Schaum gelöscht.

Wir sicherten die Einsatzstelle

ab, leuchteten sie aus und

reinigten nach erfolgter

Fahrzeugbergung die Fahrbahn.

Verletzt wurde niemand.

Einsatzende war um

8.04 Uhr. Schwierig war bei

diesem Einsatz die Anfahrt:

das Schneetreiben war derart

dicht, dass sich die Kompressorhörner

der Sondersignalanlage

zusetzten und

wir uns nur in eingeschränk-

Einsatzberichte 2005

tem Maße bemerkbar machen

konnten.

Der nächste Alarm erfolgte

am Samstag, 19. November,

um 14.33 Uhr. Auf der B16

neu an der Abfahrt zum

Krankenhaus waren 2 PKW

zusammengestoßen, 1 Fahrzeug

kam auf der Verkehrsinsel

zum Stehen, die Fahrerin

konnte zunächst ihren

Wagen nicht verlassen. Wir

demontierten dazu ein Verkehrsschild

und halfen bei

der Verletztenbetreuung. Wir

sicherten außerdem die Unfallstelle

ab und übernahmen

die Verkehrsumleitung.

Ausgelaufene Kühlflüssigkeit

wurde von uns abgebunden.

Zur Sicherheit wurde aufgrund

der niedrigen Außentemperaturen

die Unfallstelle

19. November

B16 neu

Verkehrsunfall

37


Einsatzberichte 2005

38

mit Streusalz abgestreut.

Einsatzende war nach einer

Stunde.

Zur Unterstützung der örtlichen

Wehren wurden wir am

Samstag, 4. Dezember, um

23.33 Uhr nach Rettenbach

alarmiert. Dort war vermutlich

aufgrund eines technischen

Defektes an der Hauselektrik

ein freistehendes

Einfamilienhaus in Brand

geraten. Mit DLK, TLF

24/50, GW-G, MZF und

KdoW fuhren wir zur Brandstelle.

Große Mengen brennenden

Isoliermaterials im

Dach machten die Löscharbeiten

schwierig und erforderten

den massiven Einsatz

von Schaum. Unsere Wehr

setzte 7 Atemschutzgeräteträger

und 2 Schaumrohre

ein. Nachdem der Brand mit

den vereinten Kräften der

Feuerwehren aus Rettenbach,

Offingen, Burgau,

Gundremmingen, Remshart

und Schnuttenbach gelöscht

war, setzten wir auch unsere

Wärmebildkamera zur Nachsuche

von Glutnestern ein.

Trotz des Großaufgebotes

von Rettungskräften wurde

das Haus gänzlich ein Raub

der Flammen. Um 4.33 Uhr

beendeten wir den Einsatz.

Um 0.15 Uhr am Sonntag,

11. Dezember, rief uns die

Brandmeldeanlage des V-

Marktes in der Augsburger

Straße auf den Plan. Vermutlich

aufgrund eines technischen

Defektes löste die BMA

aus. Wir rückten um 0.45

Uhr von diesem Fehlalarm

wieder ein. Kurios: nachdem

bereits erste Kräfte vor Ort

waren, erhielten wir die Information,

dass es sich nicht

um einen Brandalarm sondern

einen bewaffneten

Raubüberfall handeln soll.

Trotz der raschen Klärung,

dass dies eine Fehlinformation

sei, blieb ein mulmiges

Gefühl bei uns zurück.

Schon wieder zu einem Hausbrand

wurden wir ebenfalls

am Sonntag, 11. Dezember,

kurze Zeit später um 4.16

Uhr alarmiert. In Reisensburg

war im Keller einer Doppelhaushälfte

ein Feuer ausgebrochen.

Bei unserem Eintreffen

konnten wir starke

Rauchentwicklung im gesamten

Gebäude feststellen, die

Bewohner konnten sich jedoch

bereits in Sicherheit

bringen. Zur Brandbekämpfung

setzten wir einen Trupp

unter PA mit einem Schaumrohr

ein. Die oberen Geschosse

wurden unter schwerem

Atemschutz von einem zweiten

Trupp kontrolliert. Nach

der Meldung „Feuer aus“ suchen

wir mit der Wärmebildkamera

nach Glutnestern

und belüften das Gebäude

mit dem Typhoon. Aufgrund

des dichten Qualms im ge-


samten Haus entstand ein

Sachschaden von mindestens

100.000 Euro. Einsatzende

für uns und die FF Reisensburg

ist um 6.50 Uhr.

Von einem Gabelstapler war

auf dem Hof eines Getränkemarktes

im Oberen Erlenbad

größere Mengen Hydrauliköl

ausgelaufen und hatten den

Hof, Gehweg und Straße

großflächig verschmutzt.

Alarm für unsere Wehr am

Freitag, 16. Dezember, um

12.26 Uhr. 14 Wehrmänner

streuen 5 Sack Ölbinder auf,

um den sehr rutschigen Ölfilm

zu beseitigen. Heftige

Windböen behinderten uns

dabei. Sie waren auch der

Grund für einen parallelen

Einsatz von 12.50 Uhr bis

13.30 Uhr: Am Stadtbach

war ein kleinerer Baum auf

die Fahrbahn gestürzt und

wurde von uns mittels Motorsäge

entfernt. Den Einsatz

am Getränkemarkt konnten

wir nach dem Aufstellen von

Stadtwerke Günzburg

Einsatzberichte 2005

Warnschildern um 13.51

Uhr beenden.

Am Freitag, 23. Dezember,

wurden wir um 19.40 Uhr zu

einem Haus Am Weiher gerufen.

Die Bewohner wollten

auf einen Geburtstag, hatten

aber Geschenke und Schlüssel

im Haus vergessen. Mittels

Zieh-Fix öffneten wir die

Wohnungstür rasch und verhalfen

den Eingeladenen so

wieder zu ihren Geschenken.

Einsatzende war um 20.15

Uhr.

Neben zwei Feuersicherheitswachen

auf dem Marktplatz

und im Forum war ein Einsatz

von 19.30 Uhr bis 20.00

Uhr, am Samstag, 31. Dezember,

der letzte Alarm im

Berichtsjahr. Das ausgehängte

Tor einer Garage in

Denzingen war auf einen

PKW gestürzt. Nach Anforderung

durch die PI Günzburg

wurde es von uns gesichert

und wieder eingehängt.

'+77/6:/67361921

,;+77/6,/7/�8�1921

$�/01+6+1/

'+�.,+.

Heidenheimer Strasse 4, 89312 Günzburg

Telefon: 0 82 21 / 36 71 – 6, Telefax: 0 82 21 / 36 71 – 71

www.stadtwerke-guenzburg.de

39


Einsätze auf der BAB A8 2005

Unsere Wehr wurde im

Kalenderjahr 2005 zu

13 Einsätzen auf der

Bundesautobahn A8

gerufen (3 Fahrzeugbrände,

10 technische

Hilfeleistungen).

Auf der BAB A 8 wurden

2005 insgesamt

807 Einsatzstunden

geleistet.

40

01 01.03.05 / 06.03 Uhr /

km 95,9 Mchn.

PKW-Brand war lediglich ein

Motorschaden

Absichern, Abbinden von ausgelaufenem

Motorenöl, Stauvorwarnung

02 05.03.05 / 02.49 Uhr /

km 95,0 Mchn.

Lastzug hatte Mittelschutzplanke

durchbrochen und war umgestürzt

Absicherung, Ausleuchtung,

Abbinden von Diesel, Ladungsbergung,

Fahrbahnreinigung,

Stauvorwarnung

03 24.03.05 / 11.45 Uhr /

km 92,5 Mchn.

Benzin läuft aus PKW

Absicherung mit VSA,

Abbinden von Treibstoff

1 2

8 13

4


7

5

04 31.03.05 / 06.50 Uhr /

km 94,5 Stgt.

LKW war von Fahrbahn abgekommen

und eingesunken

Absicherung, Fahrbahnreinigung,

Abpumpen von 250l Diesel,

Stauvorwarnung

05 31.03.03 / 19.45 Uhr /

km 94,5 Stgt.

LKW-Bergung, Ausleuchtung

06 31.03.05 / 21.05 Uhr /

km 90,3 Stgt.

Brand eines Gefahrgut-LKW

Einsatz konnte abgebrochen

werden, FF Burgau löschte den

Kleinbrand

3

10

07 08.04.05 / 12.13 Uhr /

km 94,0 Mchn.

Person droht von Brücke zu

springen

Einsatz nicht mehr erforderlich,

Polizei kann die Frau zurückhalten

08 13.05.05 / 23.02 Uhr /

km 95,5 Mchn.

LKW mit 7,5t zGG war umgestürzt

Absichern, Ausleuchten, Ladungsbergung,

Abbinden von Öl

und Diesel, Fahrbahnreinigung,

Stauvorwarnung

09 15.05.05 / 00.37 Uhr /

km 85,9 Mchn.

VU mit 3 PKW

Absichern, Ausleuchten,

Brand mit Schaum gelöscht,

Fahrbahnreinigung

6

10 18.06.05 / 16.34 Uhr /

km 89,9 Mchn.

VU mit 2 PKW

Absichern, Abbinden von

Motorenöl, Fahrbahnreinigung,

Stauvorwarnung

11 12.07.05 / 04.32 Uhr /

Km 84,5 Mchn

LKW-Brand

Unterstützung der FF Burgau bei

LKW-Brand mit 2 Tanklöschfahrzeugen

12

12 24.07.05 / 16.30 Uhr

km 89,0 Mchn.

PKW hatte sich überschlagen

und landete auf dem Dach

6 Verletzte.

Absicheren, Unterstützung BRK

bei Versorgung, Öl abbinden,

Fahrbahnreinigung, Stauvorwarnung

13 18.11.05 / 06.04 Uhr /

km 94,8 Mchn.

PKW-Brand

Fahrzeug brannte beim Eintreffen

lichterloh.

Brand mit Schaum gelöscht,

Unfallstelle abgesichert.

Freiwillige Feuerwehr

Günzburg

9

41

11


1

3

Momentaufnahmen 2005

42

4

2

1 Brand eines Wohnhauses Auf dem

Grieß in Günzburg

2 Tödlicher VU B16

3 Schwerer VU Bubesheim-Großkötz

4 Lkw-Unfall BAB8 Leinheim

5 VU BAB mit 6 Verletzten

6 Schwerer VU Nornheim-Rettenbach

7 Selbstrettung Atemschutz-Geräteträger

8 Schwerer VU Ulmer Straße

9 Hochwasser an der Donau


6

8

5

7

9

43


Fahrzeugspiegel

44

Florian Günzburg 2

KdoW

Mercedes Vaneo

GZ-EC 777

Baujahr 05/02

517 km

Beladung:

Schutzkleidung

Handscheinwerfer

Feuerlöscher

Funkgeräte 2m u. 4m

Kartenmaterial

Florian Günzburg 10/1

KdoW

BMW

GZ-260

Baujahr 08/95

15896 km

Beladung:

Schutzkleidung

Handscheinwerfer

Feuerlöscher

Funkgeräte 2m u. 4m

Material zur

Verkersabsicherung


Kilometer und Betriebsstunden

Florian Günzburg 11/1

MZF

VW/Ziegler

GZ-230

Baujahr 09/90

5117 km

Beladung:

Schutzkleidung

Handscheinwerfer

Feuerlöscher

Funkgeräte 2m u. 4m

Material zur

Verkersabsicherung

Florian Günzburg 12/1

ELW 1

Mercedes/Furtner

GZ-210

Baujahr 02/04

817 km

Beladung:

Funkgeräte 2m und 4m

Laptop, Fax, Drucker

und Scanner

umfangreiches

Kartenmaterial sowie

Einsatzpläne

Notstromagregat

Schnelleinsatzzelt

45


Fahrzeugspiegel

46

Florian Günzburg 21/1

TLF 16/25

Magirus/Magirus

GZ-219

Baujahr 09/76

346 km

6,0 Betriebsstunden

Beladung:

2500 Liter Wasser

240 Liter Schaum

4 Atemschutzgeräte

Überdrucklüfter

4-teilige Steckleiter

Ölbindemittel

Besen, Schaufeln

Florian Günzburg 23/1

TLF 24/50

Mercedes/Ziegler

GZ-207

Baujahr 05/87

1149 km

20,1 Betriebsstunden

Beladung:

5000 Liter Wasser

500 Liter Schaum

2 Atemschutzgeräte

Hitzeschutzbekleidung

tragbarer

Schaum- Wasserwerfer

Ölbindemittel

Schaufeln, Besen


Kilometer und Betriebsstunden

Florian Günzburg 25/1

Tro-LF 250

VW/Minimax

GZ-215

Baujahr 06/80

2754 km

Beladung:

Pulveranlage P250

Handscheinwerfer

Feuerlöscher

Warnwesten

Funkgeräte 2m u. 4m

Florian Günzburg 30/1

DLK 23/12CC n.B.

Magirus/Iveco

GZ-202

Baujahr 12/96

1389 km

94,4 Betriebsstunden

Beladung:

Stülpkorb belastbar

bis 270 kg

2 Atemschutzgeräte

Krankentragenhalterung

Schleifkorbtrage

Stromerzeuger

Überdrucklüfter

Motorsägen

47


Fahrzeugspiegel

48

Florian Günzburg 40/1

LF 16/12

MAN/Ziegler

GZ-241

Baujahr 11/99

723 km

2,9 Betriebsstunden

Beladung:

1600 Liter Wasser

120 Liter Schaum

6 Atemschutzgeräte

hydr. Rettungssatz

4-teilige Steckleiter

3-teilige Schiebleiter

Sprungretter

Florian Günzburg 40/2

HLF 20/20

MAN/Rosenbauer

GZ-208

Baujahr 09/05

1434 km

17,5 Betriebsstunden

Beladung:

2000 Liter Wasser

200 Liter Schaum

6 Atemschutzgeräte

Strahlenschutzausrüstung

hydr. Rettungssatz

4-teilige Steckleiter

3-teilige Schiebleiter

Sprungretter


Kilometer und Betriebsstunden

Florian Günzburg 52/1

GW-G

Mercedes/Ziegler

GZ-2357

Baujahr 04/89

458 km

16,6 Betriebsstunden

Beladung:

6 Atemschutzgeräte

6 CSA, Ölschutzbekl.

Gefahrgutdatenblätter

div. Umfüllpumpen

versch. Auffangbehälter

Leck- u. Rohrdichtkissen

Be- u. Entlüftungsgerät

2 Stromerzeuger

Florian Günzburg 53/1

GW-StrSch

Ford/Bachert

GZ-254

Baujahr 04/69

269 km

Beladung:

9 Atemschutzgeräte

Strahlenschutzausrüstung

Meßgeräte

Funkgeräte

Handscheinwerfer

umfangreiches

Absperrmaterial

49


Fahrzeugspiegel

50

Florian Günzburg 61/1

RW2

Magirus/Iveco

GZ-220

Baujahr 12/94

895 km

31,5 Betriebsstunden

Beladung:

hydr. Rettungssatz

Gerätesatz

Absturzsicherung

LKW-Rettungsbühne

Plasma-Schneidgerät

Luftheber

Rohrdichtkissen

Seilwinde 5 to.

Florian Günzburg 69/1

SEF

Nissan Patrol/Furtner

GZ-206

Baujahr 01/98

637 km

3,5 Betriebsstunden

Beladung:

hydr. Rettungssatz

Notfallkoffer

2 Atemschutzgeräte

Seilwinde 3 to.

Feuerlöscher

Material zur

Verkehrsabsicherung

Lichtmast


Kilometer und Betriebsstunden

Florian Günzburg 81/1

Vers-LKW

Mercedes/Ziegler

GZ-240

Baujahr 02/88

2466 km

Beladung:

Schutzkleidung

Handscheinwerfer

Feuerlöscher

Funkgeräte 2m u. 4m

Ladebordwand

mit einer Hubkraft

von 1500 kg

Florian Günzburg 99/1

Motorboot/A-Boot

Ringmaier

GZ-06

Baujahr 05/66

2,5 Betriebsstunden

51


Fahrzeugspiegel

52

ÖSA

Ziegler

Baujahr 07/66

1 Betriebsstunde

Schaumwasserwerfer

Ziegler

Baujahr 10/81


Kilometer und Betriebsstunden

Ölsanimat

Pflaum

Baujahr 12/83

1 Betriebsstunde

Schlauchanhänger

560 m

Barth

Baujahr 03/83

53


Fahrzeugspiegel

54

Pulverlöschanhänger

250 kg

Minimax

Baujahr 06/83

VSA

Nissen/A1-L

Baujahr 04/91

43,1 Betriebsstunden


Kilometer und Betriebsstunden

4 Notstromaggregate

tragbar

2 Stück Bosch 5 kVA

2 Stück Bosch 8 kVA

Bosch 5 und 8 kVA

Baujahr 89-99

19,0 Betriebsstunden

Notstromaggregate

tragbar

Eisemann 13 kVA

Baujahr 10/02

und

Rosenbauer 13,2 kVA

Baujahr 09/05

gesamt

18,0 Betriebsstunden

55


Fahrzeugspiegel

56

Wassersauger

Motorsägen

Belüftungsgeräte

Tauchpumpen

gesamt

86,7 Betriebsstunden

Wärmebildkamera

Auer

Baujahr 02/00

16,3 Betriebsstunden


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58

Öffnungszeiten:

Täglich 7.30–12.00, 13.00–17.00 Uhr

Mittwoch 7.30–12.00, 13.00–20.00 Uhr

Besuche außerhalb der Geschäftszeiten

nach Vereinbarung


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D-74363 Güglingen

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Partner der Feuerwehr


Dienstleistungen

60

Von der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg wurden im abgelaufenen

Kalenderjahr folgende Arbeiten durchgeführt:

Schläuche waschen, prüfen, trocknen, rollen: 470

Pressluftatmer Grundüberholung: 6

Pressluftatmer Jahresprüfung: 85

Atemschutzmasken reinigen, desinfizieren, trocknen, prüfen: 105

Leinen prüfen: 87

Gurte prüfen: 77

Steckleitern prüfen: 28

Atemluftflaschen füllen: 459 Stück

das entspricht einer Luftmenge von 655.680 Liter

Elektrische Geräte prüfen: 247

Chemieschutzanzug prüfen: 12

Begehungen im vorbeugenden Brandschutz: 29

Hydraulikgeräte prüfen 22

Hebekissen prüfen 4


Par tnerschaft …

Als Partner der bayerischen Feuerwehren sind

wir da, wo man uns braucht. Vor Ort, bei Ihnen.

Ist doch schön, wenn man alles unter einem Dach weiß:

Altersvorsorge, Absicherung bei Krankheit und Unfall,

Kfz-Versicherung plus Schutzbrief, Sicherheit für Haus

und Wohnung, dazu Rechtsschutz und Bausparen.

Bayerische Landesbrandversicherung AG

Geschäftsstelle Günzburg

Marktplatz 1 · 89312 Günzburg

Telefon (0 82 21) 36 20 10

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Wir versichern Bayern.


In Dienst gestellt

62

Im September konnten wir

ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

HLF 20/20 in

Dienst stellen. Ein MAN-

Fahrgestell bot die Grundlage,

den Aufbau fertigte die

Fa. Rosenbauer mit einem

AT2. Die Beladung lieferte

die Fa. Feuerschutz Fischer

in Dinkelscherben.

Hier die wichtigsten technischen

Daten:

– Fahrgestell Allrad MAN,

285 PS, ESP, Differentialsperren,

14,5t zGG

– Lackierung: Tagesleuchtfarbe

RAL 3024

– Martinhörner,

Front-, Heckblitzleuchten,

Umfeldbeleuchtung

– Lichtmast 4x 1000W,

pneumatisch ausfahrbar,

Bedienung am Heck

– Generator 13,2 kVA, vom

Heck aus bedienbar

– Kompletter Rettungssatz:

Schere, Spreizer, 3 Zylinder,

Unterbaumaterial,

Stab-Fast-System,

Notfallkoffer

– Tauchpumpe TP-4,

Mini-Permanent-Sauger,

Spechtenhauser

Schmutzwasserpumpe

– Multicut-Säge, Säbelsäge,

Trennschleifer

– Wassertank 2000 l,

Schaumtank 200 l, Pumpe

mit 3000 l bei 10 bar Druck

– Fest eingebaute

Schaumzumischanlage

Leistung: 6% bei 3000 l

Wasser

– 14 C-Schläuche,

8 B-Schläuche,

2 Einmann-Haspeln am

Heck

– 4-teilige Steckleiter,

3-teilige Schiebleiter, mit

elektrischer Absenkvorrichtung

– Sprungretter System

Lorsbach

– 6 Atemschutzgeräte im

Mannschaftsraum

– Strahlenschutzausrüstung

für 2 Trupps im

Mannschaftsraum

– Wathosen, Einweg-CSA,

Ölschutzhandschuhe,

Sicherheitsstiefel

– Funkgerät 4m,

4 Funkgeräte 2m,


–2 PacEx 2, Geräte zur

Gefahrgutschnellanalyse

–Material für Einsätze im

Rahmen der Geflügelpest

Das Fahrzeug wurde nach einer

europaweiten Ausschreibung

beim günstigsten Anbieter

für knapp 370.000 Euro

bestellt. Die Abwicklung

und Ausführung verdient

volles Lob: Die Gerätschaften

wurden nach unseren Vorstellungen

gelagert, alle Ausrüstungsgegenstände

fanden

einen zweckmässigen Platz.

Eine weitere Vorgabe war,

den Maschinisten bei Nachteinsätzen

so gut es geht zu

entlasten. Die Schlagkraft

musste unser „Baby“, wie

HLF 20/20

unser Oberbürgermeister

und Vereinsvorsitzender Gerhard

Jauernig es liebevoll

nennt, bereits bei einem

Wohnhausbrand Auf dem

Grieß und bei einem Kellerbrand

in Reisensburg unter

Beweis stellen: Die Fähigkeiten

traten hier eindrucksvoll

zu Tage, die FF Günzburg besitzt

momentan das modernste

Löschfahrzeug im Landkreis.

Eines sei hier am Rande

noch erwähnt: Das Fahrzeug

ersetzt gleich 2 Fahrzeuge:

Das TLF 16/25 Baujahr

1976 und den Gerätewagen

Strahlenschutz Baujahr

1969.

63


Neu- und Ersatzbeschaffungen

64

Trotz anhaltend knapper

Kassen konnten alle notwendigen

Ersatzbeschaffungen

im abgelaufenen Kalenderjahr

getätigt werden:

Bei schweren LKW-Unfällen

oder anderen Einsätzen, bei

denen das autogene Brenn-/

Schneidgerät zum Einsatz

kam, kann jetzt auf ein modernes

Plasma-Schneidgerät

zurückgegriffen werden. Dieses

einfach zu bedienende

und mobile Gerät hat eine

Schneidleistung von 20mm

Vollmaterial bei Stahl. Zum

Betrieb genügen Strom und

normale Druckluft. Ein weiterer

Vorteil ist die geringe

Wärmestrahlung. Untergebracht

ist es auf dem RW 2,

der nun die Norm Rüstwagen

nach neuer Norm erfüllt.

In einigen Arbeitsstunden

wurde ein Rollcontainer

nach den gültigen UVV-Vorschriften

gebaut. In ihm sind

über 20 Atemluftflaschen

6 l sowie einige Atemschutzmasken

untergebracht. Verlastet

wird er auf dem Versorgungs-LKW.

Weitere Rollcontainer

sollen in den nächsten

Jahren folgen.


In unsere Wache wurde ein

neues Notstromaggregat eingebaut.

Das alte, über 25

Jahre alte Gerät war nicht

mehr betriebssicher. Mit dem

neuen Aggregat, das eine Leistung

von 32 kVA aufweist,

ist der reibungslose Dienstbetrieb

auch bei längerem

Stromausfall sichergestellt.

Für die Reinigung der Fahrzeughallen

sowie die Pflege

der Fahrzeuge wurde ein

Hochdruckreiniger sowie eine

Putzmaschine beschafft.

Sicherlich eine sinnvolle

Investition, sollen die Fahrzeuge

ca. 25 Jahre ihren

Dienst bei uns versehen.

Für den GW-G wurde ein

sog. Remote-System für das

CMS-Messgerät beschafft.

Mit ihm können jetzt auch

Schadstoffmessungen abgesetzt

vom Basisgerät an Leitungen

oder in Kanalschächten

durchgeführt werden.

Ebenfalls für den GW-G wurden

2 CSA der Firma Interspiro

beschafft. Nötig geworden

war dies, nachdem die

vorhandenen CSA überaltert

waren und ein sicherer

Schutz vor Chemikalien

nicht mehr garantiert werden

konnte. 2 weitere CSA

folgen im Jahr 2006.

Bedanken möchten wir uns

an dieser Stelle beim Günz-

Neu- und Ersatzbeschaffungen

burger Stadtrat sowie beim

Kreisbrandrat Robert Spiller

für die Bereitstellung der erforderlichen

Mittel und die

erfahrene Unterstützung.

Außerdem gilt unser Dank

allen Förderern unserer

Wehr, ohne deren Großzügigkeit

einige Beschaffungen

mit Sicherheit nicht möglich

gewesen wären.

65


Besuchte Lehrgänge:

Atemschutzgeräteträger

Ausbilder für Truppmann / Truppführer

Lehrgänge und Übungen

Aufbaulehrgang für Ausbilder TM / TF „Absturzsicherung“

Aufbaulehrgang für Führungsdienstgrade „Gefährliche Stoffe“

Aufbaulehrgang für Ausbilder für Maschinisten

Gerätewart

Gruppenführer

Fachberater EDV Basis

Leiter einer Feuerwehr

Leiter des Atemschutzes

Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber „Technik“

Maschinist für Löschfahrzeuge

Maschinist für Drehleitern

Sanitätsausbildung

Stressbewältigung

Schiedsrichter

Sprechfunker

Technische Hilfeleistung LF 16 / RW

Unfallverhütung

Verbandsführer-Besondere Führungsdienstgrade

32 Übungen wurden im Jahr 2005 abgehalten:

13 Übungen der gesamten Wehr

8 Übungen der einzelnen Züge

1 Alarmübung

10 Sonderübungen

67


Aus- und Fortbildung

68

Parallel zum normalen

Übungsbetrieb fanden einige

Sonderausbildungen statt.

Am 15. Januar fand eine

Fortbildung für Gerätewarte

für den Inspektionsbereich

Günzburg statt. Den Gerätewarten

wurden die gesetzlichen

Grundlagen deutlich

gemacht, ehe es an verschiedenen

Stationen galt Steckleitern,

Ausrüstung, Schläuche,

elektrische Betriebsmittel

oder Atemschutzgeräte zu

prüfen und die verschiedenen

Gegenstände richtig zu

bewerten.

Im Juni hatte der Kreisfeuerwehrverband

einen holzbefeuerten

Brandübungscontainer

angemietet. 2 Atemschutzträger

unserer Wehr konnten an

der „Wärmegewöhnung“ teil-

nehmen. Sicherlich ist diese

„Heißausbildung“ eine wichtige

Sache, die in der Zukunft

sicher noch an Bedeutung

gewinnen wird, um die

Atemschutzgeräteträger fit

für scharfe Einsätze zu machen.

Vom 18. – 23. September

fand unter Federführung der

Feuerwehr Neu-Ulm ein

Lehrgang für Drehleitermaschinisten

statt. Die Vorteile

liegen auf der Hand:

– Geringere Lohnausfallkosten

als bei einem Lehrgang

an einer Feuerwehrschule

– Die Maschinisten werden

auf dem Gerät geschult,

auf dem sie nachher

Einsätze fahren

– Hintergrundinfos sind

durch hochqualifiziertes

Personal möglich

– Die Ortskenntnis wird verbessert


Fazit: Der Lehrgang war ein

voller Erfolg, es wird angestrebt,

bei Bedarf ihn in gleicher

Art wieder durchzuführen.

4 Wehrmänner unserer Wehr

bildeten sich zum Thema

„Patientengerechte Rettung

aus PKW und LKW“ bei den

sog. Rescue Days Anfang Oktober

in Augsburg fort. Über

100 PKWs teilweise Neuwagen

der Vorserien und mehr

als 20 LKW-Führerhäuser

wurden in knapp 2 Tagen

zerlegt. Außergewöhnliche

Unfallsituationen wie zum

Beispiel PKW auf Leitplanke,

LKW auf PKW, PKW unter

Anhänger oder PKW auf der

Seite waren nur einige Beispiele,

die sehr realitätsnah

dargestellt wurden. Das erweiterte

Wissen konnte am 4.

Dezember gleich ausprobiert

werden: Die DaimlerCrysler

AG hatte unserer Wehr eine

S-Klasse aus der Nullserie

zur Verfügung gestellt. Trotz

klirrender Kälte an diesem

Abend konnten wir einige

Rettungstechniken ausprobieren.

Ebenfalls ausprobiert

haben wir parallel dazu das

neue Computerprogramm,

das auf dem ELW installiert

ist. Mit ihm sind wichtige Informationen

über Batterien,

Airbags, Versteifungen, Steuergeräte

innerhalb von Sekunden

greifbar und bieten

uns Helfern neue Möglich-

Aus- und Fortbildung

keiten bei der Einsatztaktik

und Informationsbeschaffung.

Ebenfalls viel Zeit haben wir

in die Thematik „Selbstrettung

von Atemschutzgeräteträgern“

gesteckt. Hier kann

Material vom Gerätesatz „Absturzsicherung“

schnell und

sicher angewendet werden.

Vorteil dabei ist natürlich,

dass die Mannschaft das Material

kennt und somit nicht

umdenken muss. Dass in

diesem Bereich eine Ausbildung

erforderlich ist zeigte

nicht zuletzt der Unfall bei

der Feuerwehr Tübingen.

Dort kamen bei einem

Brandeinsatz zwei Feuerwehrmänner

ums Leben. Erforderlich

ist dies aber auch,

da der normale Feuerwehrhaltegurt

nicht die erforderliche

Sicherheit und Effizienz

bietet, die bei solchen

Einsätzen nötig ist.

69


Bootsübung

70

Am 15. September fand eine

Bootsübung für alle Boote

der Feuerwehren des Landkreises

Günzburg statt. Ausgearbeitet

hatten die Übung

KBM Helmut Werdich, KBM

Erwin Berchtold, SBI Christian

Eisele sowie BM Bernhard

Ziegler.

Folgende Szenarien wurden

eingespielt:

– Leblose Person im Wasser

– Einziehen zweier Ölsperren

– Übergabe von verletzten

Personen vom Boot auf die

Drehleiter

– Übersetzen von Personal

und Material von Ufer zu

Ufer

– Schleusen aller Boote in

Günzburg und Offingen

– Funkausleuchtung bei

Einsätzen 4m und 2m

– Löschangriff nach Brand

eines Güterzuges auf das

Festland

– Auf- und Abslippen im

fließenden Gewässer

– Person droht von Brücke

zu springen

– Personensuche

Gezeigt hat sich hierbei, dass

es wichtig ist, das Zusammenspiel

der einzelnen Boote

zu üben. Gerade beim richtigen

Einziehen der Ölsperre

ist eine gute Zusammenarbeit

der Garant für einen reibungslosen

Ablauf bei einem

Schadensfall. Allen Beteiligten

hat die Ganztagesübung

riesigen Spaß gemacht, eine

Wiederholung ist geplant.


Vom 11.01. – 26.02.2005

fand in Zusammenarbeit mit

dem BRK KV Günzburg unter

der Leitung von Reinhold

Attenhauser und Bernhard

Ziegler eine 48 Stunden dauernde

Sanitätsausbildung

für das BRK und FF Günzburg

statt. Für die ehrenamtlichen

BRK-Helfer gehört diese

Ausbildung zu den

Grundlagen, nicht aber für

die Feuerwehr. Sinn und

Zweck ist es jedoch den eigenen

Kameraden und Kameradinnen

bei Notfällen adäquat

zu helfen. Natürlich ist

ein positiver Nebeneffekt dabei,

dass bei Großschadenslagen

oder einem Massenanfall

von Verletzten die Feuerwehr

den Rettungsdienst

qualifiziert unterstützen

kann.

Folgende Lerninhalte wurden

vermittelt:

– Grundlagen der Anatomie

und Physiologie

– Versorgung der unterschiedlichstenUnfallsituationen

– Maßnahmen bei kardiologischen

Notfällen

– Vorbereiten von Medikamenten

und Infusionen

– Wiederbelebung

– Assistenzmaßnahmen für

Rettungsassistent und

Notarzt

– Rettung aus Gefahrensituationen.

Sanitätsausbildung

Der Lehrgang war vom harmonischen

Miteinander der

beiden Fachdienste Feuerwehr

und BRK geprägt. Nebenbei

lernten beide Fachdienste

die gegenseitigen

Komponenten und Ressourcen

kennen. Dadurch entsteht

auf beiden Seiten ein

großes Verständnis für den

anderen Fachdienst.

Zum Abschluss mussten sich

die Teilnehmer einer theoretischen

wie auch praktischen

Prüfung in 4 Sequenzen unterziehen.

Alle Teilnehmer

bestanden die Prüfung mit

teils sehr guten Ergebnissen,

wir gratulieren herzlich zu

dieser Leistung. Ein Dank

gilt an dieser Stelle allen, die

zum Gelingen des Lehrgangs

beigetragen haben.

Ein herzliches „Vergelt` s Gott“

sei an dieser Stelle auch dem

BRK gesagt für die gute Zusammenarbeit

während des

ganzen Jahres.

71


Nachtübung

72

In der Nacht vom 16. auf 17.

September führten die FF

Günzburg, die FF Deffingen,

die FF Wasserburg, das THW

OV Günzburg, das BRK KV

Günzburg sowie BRK-Einheiten

aus ganz Bayern eine

Nachtübung auf dem Fliegerhorst

Leipheim durch.

Insgesamt mussten die Helfer

18 Übungen absolvieren.

Ausgearbeitet hatten das

Ganze SBI Christian Eisele

sowie Reinhold Attenhauser

vom BRK Günzburg.

Folgende Schadenszenarien

wurden dargestellt:

– Gasbetriebener PKW-

Brand

– Abgestürzter Fallschirmspringer

– LKW-Brand

– PKW gegen LKW, Person

eingeklemmt, Gefahrgut

läuft aus

– Radfahrer unter LKW

– Internistischer Notfall im

LKW

– Teerkesselbrand auf einem

Dach

– PKW gegen Gebäude,

Person eingeklemmt

– PKW im Wald

– Massenkarambolage mit

Busbeteiligung

– Terroranschlag

(Autobombe) in einer Disco

Folgende Ziele wurden

dabei verfolgt:

– Verbesserung der Zusammenarbeit

FW / THW /

BRK

– Arbeiten unter Stress

– Zurechtfinden in

unbekanntem Gelände

– Schulung von Trupp-,

Gruppen- und Zugführern

– Bildung von klaren Strukturen

an der Einsatzstelle

– Zusammenführung von

Verletzten von 2 Schadensstellen

– Testen der Gerätschaften

bei Nacht sowie Dauerbelastung

– Herantasten an die Leistungsgrenze

der Helfer

– Versorgung von fast 300

Einsatzkräften über einen

Zeitraum von 12 Stunden

(20.00 Uhr – 08:00 Uhr)

Fazit:

Die Übung war ein voller Erfolg.

Die Einsatzkräfte waren

hochmotiviert. Nicht zuletzt

wurde dies dadurch erreicht,

dass die Übungen sehr realitätsnah

dargestellt warendenkt

man nur an die darge-


stellte Bombenexplosion.

Unterstützt wurde dies von

der Schminkgruppe Thannhausen,

die die Mimen sehr

ansprechend geschminkt

hatte. Beobachtet wurden

die Übungen von mehreren

Schiedsrichtern des BRK sowie

der FW-Inspektion. Nach

jeder Übung erfolgte an Ort

und Stelle die Nachbesprechung,

was sehr gut ankam.

Hervorragend war auch die

Verpflegung, die das BRK die

ganze Nacht zubereitete - als

krönender Abschluss der

köstliche Brunch.

Eines darf man aber bei der

ganzen Sache nicht vergessen:

Ohne die Unterstützung

der Bundeswehr mit

Personal und Material sowie

der Fa. Hölldobler aus

Leipheim, die alle Übungsfahrzeuge

kostenlos zur

Verfügung gestellt hatte,

Nachtübung

wäre diese Mammutübung

nicht möglich gewesen.

Auch allen Anderen, die

zum Gelingen beigetragen

haben, sei an dieser Stelle

ein herzliches „Vergelt`s

Gott“ gesagt.

73


Sport in unserer Feuerwehr

74

Bereits zum 15. Mal fand das

Kegelturnier für die Feuerwehren

des Landkreises

Günzburg statt. Diesmal ließ

die Mannschaft Großanhausen

I nichts anbrennen und

gewann das Turnier mit

1981 Holz. Vizemeister wurde

unsere Mannschaft Günzburg

I (Reinhold Reinegger,

Ernst Füssl, Richard Mitterhuber,

Christian Sebald und

Peter Demharter) mit 1945

Holz, gefolgt von Wasserburg

I mit 1888 Holz. Unsere 2.

Mannschaft (Andrea Eisele,

Christian Eisele, Stefan

Hauf, Renate Hobor und

Christine Alstetter) erkämpfte

sich den 7. Platz mit 1798

Holz. Ungebrochen ist die

Resonanz bei diesem Turnier,

beteiligten sich doch

wieder 39 Mannschaften aus

dem gesamten Landkreis,

das entspricht 195 Keglern

sowie 9750 Schub auf die

Kegel jeden Tag. Bester

Kegler war dieses Mal Christian

Sebald von unserer

1. Mannschaft mit der gigantischen

Gesamtholzzahl von

464 Holz. Die FW-Inspektion,

die zum 3. Mal mitkegelte,

musste am 2. Tag Federn

lassen und landete mit 1409

Holz auf dem 29. Platz.

Beim Günzburger Firmenund

Behördenturnier erreichten

wir den 8. Platz mit

1946 Holz. Für unsere

Mannschaft kegelten Peter

Demharter, Stefan Hauf, Renate

Hobor, Reinhold Reinegger

sowie Christine Alstetter.

Neu bei uns ist der Dienstsport,

der jeden Freitag

Abend in der Sporthalle

Bleiche stattfindet. Unter

Anleitung von ausgebildeten

Übungsleitern wird von Lauftraining,

Zirkeltraining über

Dehnungsübungen aber auch

Fußball, Basketball oder

Volleyball einiges geboten.

Sinn und Zweck ist es einerseits

die Jugendlichen und

die Aktiven zusammenzuführen,

andererseits haben

wir Aktive auch die Möglichkeit

uns für harte Einsätze

gerade im Bereich des Atemschutzes

fit zu machen und

zu halten. Die Kampagne „Fit

for Fire Fighting“ sei hier erwähnt.


Zusammenarbeit mit

der Landesschule des

BRK

Nach 15 Jahren endete am

31.12.2005 die Zusammenarbeit

mit der Landesschule

des BRK in Jettingen. Grund

dafür war die Schließung der

Einrichtung. Viele Unterrichte

konnten wir mitgestalten,

beteiligt waren wir bei folgenden

Lehrgängen:

– Gefahrgutunfälle: Zusammenarbeit

FW-RD

– Rettungsassistentenausbildung:

Grundlagen der Feuerwehrarbeit

– Disponent in der Rettungsleitstelle:

Zusammenarbeit

FW-RD

– Fortbildung für RA: Patientengerechte

Rettung aus

PKW

Zusammenarbeit mit BRK

Die Zusammenarbeit war immer

sehr kooperativ und kameradschaftlich.

Durch diese

Unterrichte haben nicht

nur die Schüler viel gelernt,

es wurden dadurch viele

Kontakte zu anderen Kreisverbänden

aufgebaut. Unter

Mitwirkung der Schule wurde

die Ausbildung aller

Stützpunktfeuerwehren des

Landkreises Günzburg im

Bereich der technischen Rettung

bei eingeklemmten

PKW-Insassen forciert und

auf ein hohes und einheitliches

Niveau gebracht werden.

Bedanken möchten wir

uns an dieser Stelle bei allen

Lehrkräften, mit denen wir in

dieser langen Zeit zusammengearbeitet

haben. Unser

besonderer Dank gilt Herrn

Peter Hausl, Herrn Hans

Malec, Herrn Heini Artmann,

Herrn Franz Reichel sowie

Herrn Martin Ibrom vom Präsidium.

75


Jugendarbeit

76

Am 31.12.2005 bestand unsere

Jugendgruppe aus 21

Jugendlichen, die auf 2

Gruppen aufgeteilt sind. 5

Jugendliche wurden im abgelaufenen

Kalenderjahr in

die aktive Wehr übernommen.

Die Jugendwarte Sven

Megyes, Thorsten Müller,

Martin Schmitz sowie Martin

Müller hielten insgesamt 22

Jugendübungen ab. Außerdem

nahmen die Jugendlichen

an zahlreichen Übungen

der gesamten Wehr teil.

Vom 12.01.05 – 20.04.05

führten wir wieder einen Jugendgrundlehrgang

durch,

an dem von uns 13 Jugendliche

und von der FF Wasserburg

2 Jugendliche teilnahmen.

Am 29. Juni durften die Jugendlichen

auf dem Gelände

der Fa. Hölldobler in Leip-

heim unter Anteilung erfahrener

Feuerwehrmänner einen

PKW mit hydraulischen

Rettungsgeräten zerlegen,

die Jugendlichen kamen dabei

ganz schön ins schwitzen.

Ein Dank gilt hier der

Fa. Hölldobler, die den PKW

kostenlos zur Verfügung gestellt

hatte.

Zum 1. Mal führte unsere

Wehr zusammen mit den

Feuerwehren aus Deffingen,

Riedhausen und Wasserburg

ein eigenes Zeltlager durch.

Dieses wurde vom 29. – 31.

Juli auf dem Gelände des VfL

Abteilung Kanu an der Donau

in Günzburg abgehalten.

Ein großer Dank gilt den

Gerätewarten, Kommandanten,

den aktiven Kameraden

mit den Frauen sowie dem

VfL Günzburg, die diese Veranstaltung

bei der Vorberei-


tung und Durchführung unterstützt

haben.

In der Nacht vom 16. auf 17.

September fand auf dem

Gelände des Fliegerhorstes

Leipheim eine Nachtübung

statt. Die Jugendlichen beider

Gruppen konnten teils

als Übende teils als Mimen

teilnehmen, sicherlich ein

einmaliges Erlebnis.

Am 24. September fand im

Feuerwehrgerätehaus Günzburg

der Tag der Jugend mit

Abnahme der Bayerischen

Jugendleistungsprüfung

und des Wissenstestes statt.

Die Jugendlichen Daniel

Baumeister, Daniel Gollmann,

Matthias Reinhardt,

Kevin Schneidmadl, Michael

Spiegler und Patrick Tonhäuser

legten die Jugendleistungsprüfung

mit sehr guten

Ergebnissen ab. Der Jugendliche

Dennis Sixtl bestand

die Prüfung sogar mit

0 Fehlern, wir gratulieren

dazu recht herzlich. Auch

zeigten die Jugendlichen

beim Wissenstest sehr gute

Ergebnisse.

Im letzten Jahr konnten

durch den Einsatz von Christian

Eisele und Günther

Schlögl 20 Überjacken für

die Jugendlichen beschafft

werden. Dadurch haben unsere

Jungs auch bei schlechtem

Wetter eine funktionale

Jugendarbeit

Kleidung, die obendrein

auch noch pfiffig aussieht.

Auch darf bei soviel Übungsfleiß

die Kameradschaft

nicht zu kurz kommen: im

Dezember fand im Feuerwehrgerätehaus

wieder eine

zünftige Jahresabschlussfeier

statt.

77


Jugendwarte von 1970 bis heute

78

Hugo Schwarz

1. 7. 1970 - 31. 12. 1971

Mathias Ringeis

1. 1. 1971 - 31. 12. 1978

Reinhold Hobor

1. 1. 1979 - 17. 7. 1990

Christian Eisele

1. 7. 1991 - 31. 12. 1999

Herbert Lipp

18. 7. 1990 - 30. 6. 1991

Günther Schlögl

1. 1. 2000 - 31. 12. 2001

Peter Demharter

1. 1. 2002 - 31. 12. 2004

Sven Megyes

1. 1. 2005 - Heute


Auch 5 Jahre nach Gründung

des „Vereins zur Erhaltung

alter Feuerwehrfahrzeuge

Günzburg“ sind die

Mitglieder immer noch emsig

unterwegs. So sind die Raritäten

bei einer Vielzahl von

Ausstellungen und Festen zu

sehen. Die Höhepunkte des

Jahres 2005 waren das

150jährige Fest der Freiwilligen

Feuerwehr Aalen sowie

der „Tag der Helden“ im

Legoland Deutschland. Aber

auch ohne Oldtimer gibt es

ein reges Vereinsleben, das

jedem etwas Interessantes

bietet. Zweifelsfrei machten

die Oltimerfreunde beim

Jedermann-Schießen im

Schießhaus Günzburg eine

Oldtimer

gute Figur und belegten dabei

den 2. Platz. Außerdem

wurde beim Maibaumfest der

Stadt Günzburg der Baum

von den Oldtimerfreunden

geschnitzt. Durch den Aufund

Abbau der stadteigenen

Hüpfburg kann sich der Verein

finanziell über Wasser

halten. Dennoch sind neue

Mitglieder oder Sponsoren jederzeit

herzlich willkommen.

Kontakt:

Helmut Balkie

(08221/23680)

Georg Megyes

(08221/33178)

Internet

www.feuerwehroldtimer-guenzburg.de

79


Gartenfest

80

Am 11. September feierten

wir unser traditionelles Gartenfest.

Höhepunkt hierbei

war sicherlich die offizielle

Übergabe und Weihe unseres

neuen HLF 20/20 auf dem

Schlossplatz, und das bei

strahlendem Sonnenschein.

Ferner konnte unser Kommandant

und Stadtbrandinspektor

Christian Eisele das

Feuerwehrehrenzeichen für

25 Jahre aktiven Dienst in

der Feuerwehr von Kreisbrandrat

Robert Spiller und

Oberbürgermeister Gerhard

Jauernig entgegennehmen.

Unser Kamerad Richard

Müller wurde aufgrund seines

60. Geburtstages offiziell

aus dem aktiven Dienst ver-

abschiedet. Anschließend

gings unter den zünftigen

Klängen des Günzburger

Fanfarenzuges ins Feuerwehrgerätehaus.

Dort konnten

sich die Festbesucher

Kaffee und Kuchen, Steaks,

Schnitzel, Grillwürste, Pommes,

Brotzeitteller oder Käseteller

schmecken lassen.

Ein Renner war wieder einmal

die „Feuerwehrwurst“,

die reißenden Absatz fand.

Für die Kinder hatten wir

uns auch einiges einfallen

lassen: Schlauchkegeln, Zielspritzen

auf unser brennendes

Haus, Mohrenkopf-Wurfmaschine

oder Kürbisschnitzen.

Da kam keine Langeweile

auf. Wir stellten unsere


Fahrzeuge und Gerätschaften

aus und stellten anhand

von Einsatzbildern die Leistungsfähigkeit

und Vielseitigkeit

unserer Wehr dar. Die

Besucher konnten sich an einem

gasbetriebenen Übungsfeuer

im Umgang mit Handfeuerlöschern

vertraut machen.

Der Zustrom aus der

Bevölkerung war wieder einmal

enorm, was uns natürlich

sehr freute. Zur musikalischen

Unterhaltung spielte

das Duo „Skyline“. Unsere

Jugendgruppe war wieder

für den Spüldienst verantwortlich,

bei so vielen Gästen

natürlich eine Knochenarbeit

- hier sei an dieser Stelle

nochmals „Danke“ an die

Jugendgruppe gesagt. Bei

bestem Wetter klang unser

Fest gegen 23 Uhr aus.

Gartenfest

81


Freizeitaktivitäten

82

Nicht nur bei Übungen und

Einsätzen verbringen wir viel

Zeit miteinander- nein es haben

sich in den letzten Jahren

einige Freizeitaktivitäten

entwickelt, die es in unser

Festschrift zu erwähnen gibt:

Zum einen ist es die FF Radolfzell

am Bodensee, mit denen

wir einen engen Kontakt

pflegen. Letztes Jahr war zur

Stadtfestzeit wieder eine Delegation

bei uns zu Gast.

Kaum angekommen gings

erst mal ins Waldbad: relaxen

war angesagt. Anschliessend

konnten sie unsere

Fahrzeuge bei einer Führung

begutachten, danach stand

eine Stadtführung auf dem

Programm. Natürlich durfte

der Besuch des Stadtfestes

am Abend nicht fehlen - ein

solches Fest gibt es in ihrer

Region nicht. Am Sonntag

morgen konnten sich unsere

Gäste einen Einblick ins

LEGOLAND DEUTSCHLAND

aus der Sicht des vorbeugen-


den Brandschutzes verschaffen.

Unsere Gäste durften

sich nach der Führung noch

im Park vergnügen. Ein

„Dankeschön“ sei hier

nochmals Herrn Tschabrun

gesagt, der die Führung im

LEGOLAND ermöglichte. Anschließend

traf man sich zum

Mittagessen nochmals auf

dem Stadtfest. Frisch gestärkt

traten unsere Gäste nachmittags

die Heimreise an.

Alle Jahre wieder geht’s nach

Obervellach (Kärnten) zum

raften. Genannt wird der

Zeltplatz mit den großzügigen

Anlagen auch „Paradies“,

denn hier gibt’s keine Hektik

und keinen Stress. Von den

Inhabern, Paul und Jette,

werden wir jedenfalls bestens

versorgt und verpflegt.

beim Raften, Canyoning, Outside

fahren oder Wandern

kommt keine Langeweile auf.

Beliebte Ausflugsziele sind

auch die Ragga Schlucht

oder die Eisriesenwelt in

Werfen. Wer es ruhiger haben

will kann an einen der

unzähligen Seen zum Baden

gehen. Natürlich darf das

gemütliche Beisammensein

an so einem Wochenende

auch nicht fehlen.

Ins tief verschneite Allgäu

zieht es auch jedes Jahr einige

Kameraden. Nach gut einer

Autostunde ist man am

Ziel: die ehemalige Poli-

Freizeitaktivitäten

zeihütte im Kreuzthal, viele

passive Kameraden waren

schon dort - die Gästebücher

erzählen einige Geschichten

davon. Aber bevor es gemütlich

wird, muss man den

Proviant bis zur Hütte tragen

- eine schweißtreibende Arbeit,

denn im Winter ist die

Hütte nur zu Fuß zu erreichen.

Kaum begreiflich auch,

dass man heute noch ohne

Fernseher oder Handy einige

Tage überleben kann - aber

es geht doch. Bewegung ist

hier angesagt: Schneebar

bauen, Rodeln, Spazieren gehen,

die Seele baumeln lassen

- Entspannung pur also.

In unserer hektischen und

kurzlebigen Zeit sicherlich

sehr sehr wichtig, um wieder

neue Kraft für den stressigen

Alltag zu tanken.

83


Fernsehauftritt

84

Sonntag, 12. März 2000,

10.00 Uhr: 7 Mann unserer

Wehr steigen mit einem flauen

Gefühl in der Magengegend

in einen Omnibus ein.

Das Ziel: Die Bavaria Filmstudios

in München.

Der Anlass: Aufzeichnung

der beliebten Quiz-Show

Bayern Champions

Der Gegner: Die Stadt

Wunsiedel

Unsere Mitstreiter:

– der damalige Oberbürgermeister

Dr. Rudolf Köppler

– Bezirkstagspräsident Dr.

Georg Simnacher

– Die Gruppe „Rockets“

– Das A-capella-Ensemble

„Serafinen“

– und viele andere mehr

Auf der Fahrt dorthin müssen

wir zur Beruhigung eine

Kiste “Löschzwerge” trinken,

in der Hoffnung es beruhigt.

Kaum in der Stadt der Illusionen

angekommen, der erste

Schock: Das Filmstudio

ist viel kleiner, als es sich

vom Fernseher aus vermuten

lässt, aber nun gut, viel

Zeit zum Überlegen bleibt

nicht, denn schon folgt die

erste Probe: Einzug der

Mannschaften, parallel dazu

dürfen die „Rockets“ ein paar

fetzige Töne von sich geben,

alles passt. Eine Hitze ist das

in dem Studio, kaum auszuhalten.

Nun folgt die Einweisung

in das Finalspiel:

Brücke bauen, Herz suchen,

auf den Maibaum klettern

und natürlich „Haut den Lukas“.

Hier haben die Leute

von den „Bavaria“ nach der

Probe alle Hände voll zu tun:

Unser Magge hat es mit einem

tollen Schlag geschafft,

dass die Apparatur in die

Werkstatt muss- hoffentlich

ist sie bis zur Aufzeichnung

wieder ganz. So nun schnell

zum Essen, dann warten unsere

Schlachtenbummler

schon auf uns. Wir können

noch schnell ein paar Worte

wechseln, dann wird’s ernst:

Alle Plätze besetzen, los

geht’s. Spiel für Spiel kann

Günzburg Punkte sammeln,

die Spannung steigt bis aufs

Unermessliche. Gerd Rubenbauer

führt mit seinen lockeren

Sprüchen durch die Sendung.

Gott sei Dank: Die Apparatur

für „Hau den Lukas“

funktioniert wieder. Vor dem


Finalspiel liegt Günzburg

vorn, nun sind wir dran:

Volle Konzentration, dann

der Startschuss: Peter und

Christian bauen die Holzbrücke,

Klaus kraxelt wie ein

Wiesel auf den Maibaum und

holt den Gamsbart herunter.

Magge haut mit 4 Schlägen

den Hut herunter, Günzburg

liegt in Führung! Nun muss

Martin nur das Herz im Heuhaufen

finden: Er hat gleich

eines- aber das Falsche, weiter

geht die Suche. Er findet

das Richtige zum Schlussleider

zu spät. Wunsiedel hat

auf die letzten Sekunden das

Spiel doch noch gewonnen.

Zeit zum Trübsal blasen

bleibt nicht: Wir werden von

unseren Fans gefeiert wie die

richtigen Sieger. Das tut gut.

Von der FF Günzburg waren

am Start: Klaus Demharter,

Peter Demharter, Christian

Eisele, Christian Hofner,

Fernsehauftritt

Thomas Wagner, Roman

Reitmaier, Markus Strobel

und Martin Müller.

Und eines zum Schluss: Für

alle von uns, egal ob Zuschauer

oder Mitstreiterwar

es ein unvergessliches

Erlebnis, das wir nicht missen

möchten und um das

uns im Nachhinein viele beneidet

haben.

85


Personalien

Neuverpflichtungen:

Bei der Generalversammlung

am 17. März 2005 im Gasthof

„Moll“ in Denzingen

konnten Vereinsvorsitzender

Gerhard Jauernig und Kommandant

Christian Eisele die

Jugendlichen Christian

Baumgartner, Axel Leix, Fabian

Lindenmayer, Kevin

Schneidmadl, Dominik Seitz,

Dennis Sixtl und Patrik Tonhäuser

in die Jugendgruppe

sowie Martin Schroweg, Christoph

Killewald, Benjamin

Mader, Mario Obeser, Martin

Schmitz, Christoph Schwarz

und Martin Wolf in die aktive

Wehr aufnehmen.

Langjährige Dienstzeiten:

20 Jahre:

Guldenschuh Robert

Strobel Markus

Auf 25 Jahre aktiven

Feuerwehrdienst kann

unser Kamerad

Eisele Christian

zurückblicken.

Vermählt haben sich

Marina Rötzer und

Thomas Deininger

86

Geburtstage im Jahr 2005:

(alles passive Mitglieder)

50 Jahre:

Blaha Werner

Mayer Werner

65 Jahre:

Bucher Georg

Kempfle Erwin

75 Jahre:

Götz Alois

Renner Erich

80 Jahre:

Kempter Hermann sen.

85 Jahre:

Osterlehner Friedrich

Beförderungen:

Zu Oberfeuerwehrmännern

wurden befördert:

Martin Müller

Thorsten Müller

Bernhard Röger

Zum Hauptfeuerwehrmann

wurde Christian Hofner

befördert.

Zum Oberlöschmeister

wurde Günther Schlögl

befördert.

Wir gedenken

in Ehrfurcht

unseren im

Jahr 2005

verstorbenen

Mitgliedern

Johann Gollmann

gestorben am

02.01.2005

passives Mitglied,

Ehrenkommandant,

Träger des

Goldenen

Ehrenzeichens der

FF Günzburg

Julius Kurz

gestorben am

25.08.2005

ehemaliger

Kommandant

Träger des

Goldenen

Ehrenzeichens der

FF Günzburg

Georg Imminger

gestorben am

30.12.2005

passives Mitglied,

Träger des

Goldenen

Ehrenzeichens

der FF Günzburg


Mitgliederstand

(Stand 1. Januar 2006)

Vorstandschaft

Gerhard Jauernig

Oberbürgermeister und

Vereinsvorsitzender

Matthias Ringeis

2. Vereinsvorsitzender

Christian Eisele

Kommandant und

Stadtbrandinspektor

Gerätewart

Werner Kohler

stv. Kommandant und

Stadtbrandmeister

Werner Gollmann

Brandmeister

Reinhold Hobor

Brandmeister

Helmut Stammer

Brandmeister

Bernhard Ziegler

Brandmeister

Sven Megyes

Jugendwart

Mitgliederstand, Vorstand

Aktive . . . . . . . . . . . . . . . . 95

davon Jungfeuerwehr . . . . . 24

Passive . . . . . . . . . . . . . . . . 80

Fördernde . . . . . . . . . . . . . 28

Günther Schlögl

Gerätewart

Helmut Balkie

Oberlöschmeister

Christian Hofner

Hauptfeuerwehrmann

Günter Jehle

Oberfeuerwehrmann

Georg Megyes

Schriftführer

Achim Senser

Kassierer

Impressum:

„Das Feuerwehrjahr”

21. Jahrgang

Herausgeber:

Freiwillige Feuerwehr

Günzburg

Fotos:

Fotostudio Denk

Freiwillige Feuerwehr

Günzburg,

Günzburger Zeitung

Feuerwehr-Inspektion

Texte:

Christian Eisele

Maximilian Treutlein

Helmut Werdich

Gesamtherstellung:

Druckhaus Appel

Günzburg

87


Strukturdaten

Stadtgebiet Die Gesamtfläche des Stadtgebietes, einschließlich der

Stadtteile Deffingen, Denzingen, Leinheim, Nornheim,

Reisensburg, Riedhausen und Wasserburg beträgt

55,300 qkm.

Die größte Ausdehnung unserer Stadt beträgt in Nord-

Süd-Richtung 11,2 km und in Ost-West-Richtung 7,3 km.

Einwohnerzahl 19.910 betrug die Einwohnerzahl am 31. Dezember 2005.

Zuständigkeits- Stadtgebiet Günzburg.

bereiche Teilstrecken der Bundesautobahn A8 München-Stuttgart

von der Anschlussstelle Günzburg (Stadtteil Deffingen) in

Fahrtrichtung München bis zur Anschlussstelle Burgau

(Scheppach). In der Gegenrichtung von der Baustellenrampe

(Notausfahrt) Limbach bis zur Anschlussstelle

Leipheim. Dies sind 22,5 Autobahnkilometer.

Als Stützpunktwehr leistet die FF Günzburg bei größeren

Schadensfällen im nördlichen Landkreis oftmals Hilfe.

Nachalar- Bei mittleren und größeren Einsätzen im Bereich der

mierungsstelle Polizeiinspektion Günzburg wird die Einsatzzentrale der

FF Günzburg besetzt und übernimmt die Nachalarmierung

weiterer Feuerwehren bzw. koordiniert den

Einsatz. Im Jahr 2005 war das zusätzlich zu den Einsätzen

der FF Günzburg 21 mal der Fall. Dabei wurden

62 Dienststunden geleistet.

88

88


Stadtteilfeuerwehren

Strukturdaten

Stadtteil aktive weibliche Jugend/ Jugend- Lösch- Einsätze

Wehr- Dienst- Anwärter gruppe fahrzeug in

männer leistende 2005

Deffingen 44 2 14 1 LF8/6 9

Denzingen 38 7 8 1 TSF 2

Leinheim 24 1 9 1 TSF 2

Nornheim 32 4 6 1 TSF 14

Reisensburg 24 – 6 1 LF8 11

Riedhausen 37 7 5 1 TSF 3

Wasserburg 27 3 8 1 LF8/6 12

Werkfeuerwehren Fahrzeuge/Geräte Aktive Einsätze 2005

Bezirks- LF8/6 + TSA 36 46

krankenhaus Mehrzweckfahrzeug

Günzburg Anhängeleiter 18 m

PLA 250

Fa. Arkema TLF 30/40 + 32 6

Deutschland GmbH TSA + PLA 250

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Feuerwehrgerätehaus der FF Günzburg

Günzburg, Am Stadtbach 3a (Ausfahrt zur Augsburger Straße)

Telefon (0 82 21) 36 34-0

Fax (0 82 21) 36 34-18

Notruf 112 (Polizeiinspektion Günzburg).

Das Gerätehaus ist tagsüber durch zwei hauptamtliche Gerätewarte besetzt.

„Flach spielen – hoch gewinnen.”

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89


150

150 Jahre

Freiwillige Feuerwehr

Günzburg

Geburtstag. Feiern Sie doch mit!

90

Eine der ältesten Feuerwehren Bayerns feiert

150

Ausstellung im Kuhturm ab 7. Mai 2006

Große Fahrzeug- und Geräteschau

beim Guntia-Fest am 24. und 25. Juni 2006

Schauübung am Samstag, 19. August 2006 um

10.00 Uhr auf dem Marktplatz

Festumzug

am Samstag, 19. August 2006

zum Günzburger Volksfest

Traditionelles Gartenfest

am 10. September 2006

150


Festausschuss und Vorstandschaft

91


Geschichte der FF Günzburg

92

Brandbekämpfung

einst und heute

Willi Lorenz früherer Stadtarchivar

sowie Christian Eisele

und Maximilian Treutlein

(beide FF Günzburg)

Wenn heute der schlimme Ton

der Feuersirene über die friedlichen

Dächer unserer Stadt

heult, dann braust in kurzer

Zeit die neuzeitlich ausgerüstete

Freiwillige Feuerwehr

durch die Straßen zum Brandplatz

und macht dem gefährlichen

Element den Garaus.

Zwar finden sich immer noch

genug Neugierige ein, die nur

zuschauen und nicht immer

sehr verständig daherreden,

die aber nicht mehr mitzuhelfen

brauchen.

So war es nicht immer. In alten

Zeiten gab es keine schnell

alarmierte motorisierte Feuerwehr.

Da mussten alle Einwohner

des Städtchens mitanpacken,

wenn es brannte. Und

es brannte oft. Warum, das

werden wir noch sehen.

Verheerende Brände im

Mittelalter

Aufgefundene Brandspuren

deuten darauf hin, dass vor allem

die Günzburger Unterstadt

im Mittelalter oft und schwer

unter Feuer gelitten hat. Die

dortigen Häuser waren

schlecht gebaut. Nur die Begüterten

und Vornehmen wohn-

ten in Gebäuden aus Stein,

und die standen meist in der

Oberstadt. Die kleinen

Handwerker, Landwirte, Taglöhner

und Händler aber konnten

sich nur mit Stecken

geflochtene und mit Lehm

überdeckte Holzbauten leisten,

deren Dächer aus Schindeln

und Stroh bestanden. Es lässt

sich denken, dass die Feuerungsanlagen

in diesen Behausungen

ebenfalls höchst primitiv

waren. Schornsteine waren

bei den Kleinhäuslern der Unterstadt

unbekannte Dinge. Eine

Bau- und Feuerpolizei gab

es noch nicht. Von gemeindlichen

Löscheinrichtungen wusste

man nichts. Wie leicht

konnte unter so dürftigen Verhältnissen

Feuer ausbrechen,

das verheerende Ausmaße annehmen

musste, wenn in

heißen Sommern die eng zusammenhängenden

und vielfach

übereinandergehenden

Schindel- und Strohdächer

ausgetrocknet waren.

Wer konnte da schon viel ans

Löschen denken, wenn es in

diesen mittelalterlichen Holzbauten

brannte! Es galt, das

eigene Leben, die Kinder, Kranken

und Gebrechlichen sowie

die notdürftige Habe in Sicherheit

zu bringen. Die engen

Gassen füllten sich mit Menschen,

die dem wütenden Element

völlig hilflos gegenüberstanden.

Die Leute rannten

hilfesuchend, kopflos und

während der Nacht doppelt


planlos durcheinander. Wirre

Knäuel verstopften die engen

Gässchen. Im Gedränge wurden

nur zu oft Frauen, Alte

und Kinder erdrückt und Niedergefallene

zertrampelt. Gar

mancher fand wohl in den

Flammen den Tod.

Mit Feuerkübel,

Wasserfass und

Feuerpatsche

In späteren Jahrhunderten

wurde es besser. Bürgermeister

und Rat der Stadt sahen

nicht mehr tatenlos zu, sondern

sorgten in Brandfällen für

Zucht und Ordnung. Es zeichneten

sich die ersten Anfänge

einer Feuerpolizei und

Brandordnung ab. Es wurden

die ersten Anordnungen zur

Verhütung von Feuersbrünsten

erlassen und die Bürger

ermahnt, mit Fleiß und Umsicht

diese zu befolgen.

Viele Hände waren anno dazumal

nötig, und darum durfte

am Brandplatz keiner müßig

herumstehen. „Unnütze Gaffmäuler“,

wie sie damals

hießen, wurden nicht mehr geduldet.

Es galt, den Feuerkübel,

den ledernen Wassereimer

von der Wasserstelle aus durch

ein Spalier vieler Hände wandern

zu lassen. Die Feuerpatsche

war ein zwar primitives,

aber wichtiges Instrument.

Auch wenn sie nur aus einem

einfachen Besen oder einer

Geschichte der FF Günzburg

Stange bestand, die man mit

Leinwand oder Leder überzog

und dann ins Wasser tauchte,

um damit auf brennende Gegenstände

loszuschlagen.

In Günzburg gab es früher eine

„Leitergasse“. Heute heißt sie

Willroidergasse. An ihren

Hauswänden waren die Feuerleitern

aufgehängt. Ferner hatten

die Leute Feuerhacken, mit

denen sie beim Brand gefährliche

Gebäudeteile niederrissen

oder brennende Gegenstände

aus dem Feuer zogen. Bürger,

die Pferde oder andere Zugtiere

hielten, waren verpflichtet, diese

zum Transport der primitiven

Gerätschaften zur Verfügung

zu stellen. Bürger mit

Fässern und Kufen und Zubern

mussten bereit sein. Zimmerleute,

Dachdecker und

Taglöhner mussten mit ihren

Geräten zur Brandstätte eilen.

Wer den Anordnungen der

Männer vom Rat nicht gehorchte,

bekam ein Bußgeld

oder Arrest aufgebrummt. Im

Wiederholungsfalle musste er

mit Stadtverweis rechnen.

Die Handfeuerspritze war zwar

schon im 15. Jahrhundert erfunden

worden, kam aber erst

viel später allgemein zur Einführung.

Sie brachte eine Verbesserung,

aber noch keine

Wende in der Brandbekämpfung.

Der lederne Eimer - jeder

Bürger musste davon einen

oder mehrere besitzen - war ihr

Ersatz.

93


Geschichte der FF Günzburg

94

Als der Turmwächter

die Feuerglocke schlug

Schaurig heulende Sirenen

gab es in alter Zeit nicht.

Jahrhundertelang war der Türmer

früher hieß er der „Wärtel“

- auf dem Unteren Tor das allzeit

wachsame Auge der Stadt.

Viertelstunde um Viertelstunde

musste er nach den

vier Himmelsrichtungen spionieren.

Feuer und anrückende

Feinde hatte er zu entdecken

und zu melden. Und so blies er

im Ernstfall gar oft das Signalhorn

oder schlug auf die

Alarmglocke.

Zu keiner Tages- und Nachtzeit

durfte der luftige Ausguck unbesetzt

sein. War der Türmer

selbst nicht anwesend, mussten

ihn seine Frau oder die Söhne

und Töchter vertreten. Manchmal

bekam er auch Vorwürfe,

wenn die Alarmierung nicht

schnell genug erfolgte. „I ka

net vorher aschlaga, vor i an

Rauch oder a Fuierle sieh“, hat

mal so ein Türmer im 19.

Jahrhundert gemeint. Er hatte

zweifellos recht damit.

Ab und zu soll es auch vorgekommen

sein, dass er Alarm

schlug, obwohl es gar nicht

brannte. Aber lieber einmal zu

viel als zu wenig! Dieser

Grundsatz gilt für die Alarmierung

auch heute noch.

Ausgleich für den

Brandwächter:

Hochzeiten und

Kindstaufen

Da haben zum Beispiel im September

1837 die Günzburger

ihren ehrenwerten Mitbürger

Ferdinand Böck als Wärter auf

den Turm geschickt. Vor Dienstantritt

wurde ihm eingetrichtert:

Bei Tag und Nacht die

ganze Gegend und die Stadt

wegen Feuers fleißig übersehen!

Stand der Ausbruch eines

Brandes für ihn fest, hatte er,

wenn es auf dem Land war, das

Feuerhorn zu blasen und zur

Nachtzeit eine Laterne mit rotem

Licht am Turm aufzuhängen.

Genau so hatte er zu handeln,

wenn er den Brand zwar

nicht selbst sah, wenn ihn

aber der reitende Feuermelder

aus einer der umliegenden Ortschaften

meldete. Das waren

die Feuerreiter, die gar oft die

Hilfe der Stadt in Anspruch

nahmen. Bei einem Brand in

der Stadt selbst hatte er die

Sturmglocke anzuschlagen

und musste die Feuerfahne in

der Richtung nach dem Feuer

aus dem Torturm hängen.

Nachts war es statt der Fahne

die Feuerleuchte.

Als Ausgleich für die etwas

langweilige und dadurch auf

die Nerven gehende ständige

Feuerwache gönnten die Günzburger

ihrem Stadttürmer

auch einige angenehmere


Dienstobliegenheiten. So durf-

te er gegen gute Gebühren und

noch besseres Essen und Trin-

ken bei Hochzeiten und Kind-

staufen lustige Weisen blasen.

Da mochte es dann wohl öfters

geschehen sein, dass er nach

so einer feuchtfröhlichen Festi-

vität beschwingten Schrittes

die Treppen in seinem Unteren

Torturm emporgegondelt ist!

Wer damals abbrannte,

war ein Bettler

Wenn es anno dazumal im

Städtchen brannte, bedeutete

dies viel mehr als heute eine

allgemeine Gefahr. In alten Zei-

ten waren, wie wir sahen, viele

Häuser aus Holz gebaut und

mit Stroh oder Schindeln ge-

deckt. Weil die Bedachung so

primitiv war, ist es auch im

Jahr 1735 beim großen Günz-

burger Stadtbrand rasend

schnell gegangen. Es gab noch

keine Streichhölzer und die

Bewohner haben das Herdfeu-

er oft nächtelang unterhalten.

Es gab noch kein Elektrizitäts-

werk, das in alle Häuser Licht

leitete. Statt dessen brannten

Kerzen und Kienspan und er-

höhten die Feuersgefahr.

Geschichte der FF Günzburg

Und nicht zu vergessen: Es gab

noch keine Sparkassen und

Banken und keine Feuerversicherung.

Mit dem Haus war oft

auch das ganze Geld in der

Truhe vernichtet. Wer damals

abgebrannt ist, stand tatsächlich

vor dem Nichts.

Zwar waren, wie bereits erwähnt,

in einem Brandfalle alle

Bürger der Stadt zur Feuerbekämpfung

nach altem Herkommen

verpflichtet. Aber die

allgemeine Unsicherheit

während des Brandes war

groß. Unsaubere Elemente benutzten

die Verwirrung unter

der Bevölkerung, um im Trüben

zu fischen. Darum verließen

während eines Brandes

viele nur ungern die eigene Behausung.

Man musste schwere

Strafen für solche androhen,

die das Brandelend anderer zu

Diebstählen ausnutzten. Gar

mancher Schlawiner mag als

Folge solchen Tuns am Strang

geendet haben. Die Nachbarn

eines Brandleiders aber wurden

angehalten, darauf zu achten,

dass nichts von dem wegkam,

was aus dem Brandhaus

getragen wurde.

Die Brandstifter aber trafen

unbarmherzig harte Strafen.

Auch wenn das Feuer durch

Unachtsamkeit, Ungehorsam,

Versäumnis und Verwahrlosung

verursacht war, wurde

ohne Ansehen der Person bestraft.

95


Geschichte der FF Günzburg

96

Der Schlossbrand

vom Jahr 1703

Der Spanische Erbfolgekrieg

wütete im Land, da kamen im

Juni 1703 auf der Donau viele

Flöße von Ulm herunter. Auf

ihnen wurden nicht weniger

als 1400 ruhrkranke Franzosen

nach Günzburg transportiert.

Das alte Markgrafenschloss

unserer Stadt verwandelte

man in aller Eile in ein

Soldatenhospital. 600 Soldaten

trug man als Tote aus dem

ehedem so lebensfreudigen

Schlossgebäude.

Da läutete um die Mitternachtsstunde

des 2. August

die Feuerglocke vom Torturm

Sturm. Im Schloss war Feuer

ausgebrochen, das mit rasender

Schnelligkeit um sich griff.

„Die Franzosen haben das

Schloss abgebrannt“, bemerkte

die alte Chronik der Günzburger

Franziskanerinnen.

Außer dem Schloss brannten

40 Bürgerhäuser. Auch die

Hofkirche brannte aus. Der

Prunksaal im Schloss, der so

viele rauschende Feste erlebt

hat, fiel den Flammen zum Opfer.

Bei der Brandkatastrophe

fanden noch viele kranke Soldaten,

die sich selbst nicht helfen

und die man nicht mehr

retten konnte, den Verbrennungstod.

Es dauerte knapp

33 Jahre, da traf Günzburg

das nächste und noch weit

schlimmere Brandunglück.

Großer Stadtbrand, die

„erbärmliche Brunst“

vom Jahr 1735

An einem schönen Maiensonntag

des genannten Jahres war

es, da brach abends gegen

9 Uhr im Haus des Hafners

Sebastian Miller am Schnöllermarkt

am Stadtberg 16, Feuer

aus, das den daneben gebauten

Stadel des Spitalmeisters

Winkler am Stadtberg 14,

rasch ergriff. Ein Sturm dehnte

das Feuer auf die rechte Seite

der Ulmer Straße und auf

die Häuser der Schmiedgasse

aus. In kurzer Zeit waren 36

Firste niedergebrannt. Durch

den ganz auf Westen drehenden

Wind und den bei jedem

Großbrand herrschenden Feuersturm

griffen die Flammen -

nach der mündlichen Überlieferung

durch das Storchennest

auf dem unteren Bachturm,

der an der Stadtmauer zwischen

dem Unteren Tor und

dem Vogelturm stand - auf die

Oberstadt über, wo sie in wenigen

Stunden 140 Häuser, 2

Schulen, 2 Benefizien, die

Frauenkirche und das Frauenkloster

sowie 8 Stadttürme

vernichteten. Die halbe Stadtmauer

stürzte ein. Es war, wie

in einem alten Zunftbuch vermerkt

ist, eine „wilde, erbärmliche,

grausame, tobende und

viel fressende entsötzliche

Brunst“.


Die halbe Bürgerschaft wurde

durch sie total verarmt. Die betroffenen

Bewohner konnten

nur noch das nackte Leben

retten; von Löschen war bei

diesem Feuersturm keine Rede

mehr. Es war nicht anders, „als

wenn ein feuriger Drach oder

eine Kugel von einem Dach

zum anderen geflogen und selbes

angezündet hätte“. Die obdachlos

gewordene Günzburger

Bevölkerung fand in den

vom Feuer verschonten Häusern

und in den umliegenden

Dörfern Aufnahme. Die Not

war ungeheuer groß. Aber der

gute Bürgersinn ließ aus den

Ruinen bald wieder neues Leben

und das Wunderwerk unserer

Liebfrauenkirche durch

Meister Dominikus Zimmermann

erstehen.

St. Florian, der himmlische

Feuerwehrmann

Seit dem Brandjahr 1735 wird

in der Günzburger Spitalkirche

am St. Florianstag ein Amt gehalten.

In ihm sangen die Besucher

immer das alte Günzburger

Florianslied, dessen

zweite Strophe mit den Worten

beginnt: „Als vor vielen, vielen

Jahren das Feuer uns verunglückt

hier, Günzburg hat leideres

erfahren, ach bewahre

uns hiefür!“

Ja, der feuerlöschende Florian

hat als mächtiger Fürbitter unter

der Günzburger Bürger-

Geschichte der FF Günzburg

schaft allzeit große Verehrung

genossen. Auf den Märkten

verkaufte man früher „Feuersegen“,

die man daheim unters

Dach oder an den Stadel nagelte

und in denen es hieß: „Sanct

Florian wolle uns bewahren

vor den Brandt- und Feuersgefahren!“

Für manches Gewerbe,

das mit Feuer zu tun

hatte, war der hl. Florian der

Schutzpatron. So für die Seifensieder

und die Kaminkehrer.

Auch die Töpfer, Zinngießer

und Fassbinder wählten

St. Florian, wohl weniger wegen

des Feuers als wegen des

Wassers. Der Spruch: „St. Florian,

behüt mein Haus, zünd

andere an“, war und ist heute

noch eine recht boshafte Bitte,

die von wenig Nächstenliebe

zeugt.

In der Günzburger Brandkatastrophe

aus neuerer Zeit, nämlich

der vom stürmischen

Kriegsfrühling des Jahres

1945, verbrannte ein uraltes

Gemälde im städtischen Altersheim,

auf dem zu sehen

war, wie die halbe Stadt anno

1735 in Flammen stand. Im

Vordergrund des Bildes stand

der große Fürbitter gegen

Feuersgefahr, der hl. Florian,

wie er mit der Rechten aus einem

Kübel über das Schlossgebäude

Wasser gießt, damit

es nicht nochmals abbrenne

wie anno 1703; in der Linken

hielt er eine Fahne mit dem

Günzburger Wappen.

97


Gründung

98

In den vierziger und fünfziger

Jahren des 19. Jahrhunderts

setzte sich in mehreren

bayerischen Städten die

Überzeugung durch, dass

man dem furchtbaren Element

des Feuers nicht so unvorbereitet

und planlos wie

in den vorangegangenen

Jahrzehnten und Jahrhunderten

gegenüberstehen

darf. Selbstlose und

opferwillige Männer taten

sich zusammen und gründeten

die ersten Wehren: 1849

in Nürnberg und Augsburg.

Günzburg folgte bereits im

Jahre 1856, während die

Hauptstadt München erst einige

Jahre später eine freiwillige

Wehr erhielt.

Am 29. Mai 1856 nachts

halb 12 Uhr brach beim

Tuchmacher Bögner ein

Brand aus. Bei den Löscharbeiten

klappte es hinten und

vorne nicht, und drum berief

ein Günzburger Bürger, der

Brauereibesitzer Josef Hänle,

für den Abend des folgenden

Tages eine Versammlung

in der „Münz“ ein. In ihr wurde

beschlossen, einen

„Löschverein“ zu gründen.

Am Samstag, 31. Mai 1856,

begaben sich, wie aus einem

alten Archivprotokoll hervorgeht,

der Brauereibesitzer

Hänle, der Metzgermeister

Haan, der Buchbindermeister

Moßauer, der Bäckermeister

Schwarz, der Uhrmachermeister

Keller, der

Brauereibesitzer Hauber, der

Schreinermeister Oswald

und der Brauereibesitzer Bucher

in die Kanzlei des Bürgermeisters

Josef Gernbeck

und verpflichteten sich, „bei

vorkommenden Bränden zu

jeder Zeit die Dienstleistung

zu besorgen sowie durch

Übungen die nötige Gewandtheit

zu erlangen“. Zu

ihrem ersten Kommandanten

- damals hieß es „Obmann“

- wählten sie den Einberufer

der Versammlung,

Brauereibesitzer Josef Hänle.

Damit war die erste Günzburger

Freiwillige Feuerwehr

gegründet.

Rasche Aufwärtsentwicklung

der

jungen Wehr

Das alte Protokoll meldet

weiterhin, dass sofort an die

Werbung gegangen wurde.

Die Mitglieder der damals in

unserer Stadt bestehenden

„Liedertafel“ traten geschlossen

dem Löschverein

bei. 1859 wurde der Löschverein

bereits in 3 Züge eingeteilt.

Im September des

gleichen Jahres nahm der

Günzburger Löschverein an

der Hauptübung der Freiwilligen

Feuerwehr Augsburg

teil. Einen Monat später kam

der Augsburger Kommandant

nach Günzburg, um die


hiesige Steigerabteilung zu

organisieren. Der städtische

Feuerlöschkommissär, Eisenhändler

Franz Rebay,

setzte beim Stadtmagistrat

die Anschaffung der nötigen

Steiger-Requisiten durch.

Den Günzburgern gefiel die

gute Organisation der Augsburger

Wehr und sie organisierten

ihre eigene nunmehr

ganz nach dem Augsburger

Vorbild durch. Seit Herbst

1859 ließ man den Namen

„Löschverein“ fallen und

nannte sich „Freiwillige Feuerwehr

Günzburg“. Die erste

große Hauptübung war im

September 1860, an der 38

Mann der Augsburger Feuerwehr

teilnahmen. Die Günzburger

Wehrmänner bestanden

vor sehr kritischen und

fachmännischen Augen ihre

Probe glänzend und ernteten

das Lob aller auswärtigen

sachverständigen Zuschauer.

Von da an waren die Kinderkrankheiten

des Günzburger

Feuerwehrvereins überstanden

und es ging rasch

aufwärts. Die Mitgliederzahl

und das Interesse der einheimischen

Bevölkerung

nahmen ständig zu. Mit

großem Eifer wurde geübt,

der Stadtmagistrat hatte für

die Notwendigkeit einer guten

Ausrüstung Verständnis.

1864 stiftete die Günzburger

Frauenwelt der Feuerwehr

die erste prächtige Fahne.

Gründung

Die Patenstelle bei der Fahnenweihe

übernahm die befreundete

Freiwillige Feuerwehr

Augsburg, die zum Fest

mit vielen Mitgliedern nach

Günzburg kam. Wenn man

heute die ältesten Akten

durchliest, stößt man immer

wieder auf begeisterte Dankesworte

an die Adresse der

Augsburger Wehr.

Die erste Feuerlöschordnung

von 1863

Am 1. Juli 1863 hat rechtsk.

Bürgermeister Britzelmayr

eine Feuerlöschordnung unterzeichnet.

In ihr waren der

Freiwilligen Feuerwehr die

Löscharbeiten, die Bedienung

des Zubringers und

die Rettungsarbeiten zugewiesen.

Die städtischen

Spritzen wurden unter die

Leitung der Feuerwehr gestellt.

Zur Bedienung der

Spritzen wurden die aus den

Bürgern der Stadt gebildeten

Rotten verwendet. Der Vorstand

der Feuerwehr stand

unmittelbar unter der Direktion,

die sich ausfolgenden

Stellen zusammensetzte:

dem Vorstand des kgl. Bezirksamts,

dem Bürgermeister

der Stadt, dem mit

der Aufsicht über die Feuerlöschrequisiten

betrauten

Magistratsrat und zwei aus

der städtischen Lokalbaukommission

vom Magistrat

99


Gründung

100

bezeichneten Technikern.

Die Feuerwehr hatte nach

den Anordnungen der Direktion

zu verfahren. Zu einem

auswärtigen Brand war sie

nur bei geringer Entfernung

des Brandortes, großer Ausbreitung

des Brandes und

mit Bewilligung des Magistratsvorstandes

auf freiwilliges

Anerbieten zu verwenden.

Die Feuerwehr hatte alljährlich

dem Magistrat über

den Personalstand der Wehr

zu berichten; wenn der

Personalstand zu sehr absank,

musste der Magistrat

die erforderlichen Mannschaftsergänzungsanordnungen

treffen.

Enge Verbindung von

Stadt und Feuerwehr

Die Beziehungen zwischen

Stadt, Bevölkerung und Feuerwehr

wurden im Lauf der

Jahre immer enger. Es war

im Krieg 1870/71, da erfüllte

die junge Wehr bereits Aufgaben,

die infolge des damaligen

Mangels anderer Organisationen

im allgemeinen

Interesse erfüllt werden

mussten. Ihre Mitglieder

stellten die Bahnhofswache,

die für Erfrischungen der

nach dem Kriegsschauplatz

fahrenden Soldaten sorgte.

Am Kirchweihmontag 1870

traf der erste große Verwundetentransport

mit

Schwerverwundeten in

Günzburg ein; die Mitglieder

der Freiwilligen Feuerwehrverbrachten

sie auf Tragen in

das Kasernengebäude am

Landmannplatz, ehem. Gymnasium

- heute Grundschule,

das im Siebziger Krieg in

ein Lazarett umgewandelt

war.

Gar bald erwies es sich, dass

man die geschäftlichen Angelegenheiten

des Feuerwehrvereins

nicht auch noch

dem Kommandanten aufhalsen

konnte. Man stellte deshalb

bereits im Jahr 1865

zur Leitung dieser Dinge einen

eigenen Vorstand auf.

Als erster auf diesem Posten

wurde der damalige rechtskundige

Bürgermeister Britzelmayr

gewählt, der zwei

Jahre zuvor der Stadt eine

gutausgearbeitete Feuerlöschordnung

gegeben hatte.

Durch die Wahl des Stadtoberhauptes

zum Vorsitzenden

des Feuerwehrvereins

waren eine stete Weiterentwicklung

und eine zweckentsprechende

Ausrüstung der

Wehr bis zum heutigen Tage

gesichert.

Die Ausrüstung der

Wehr wurde ständig

verbessert

Gehen wir um einige Jahrzehnte

zurück und werfen einen

kurzen Blick ins Günz-


Gründung

101


Gründung

102

burger Feuerwehrhaus. Da

finden wir 3 Leitern - die 14

Meter hohe Magirusleiter war

das Stadtgeschenk zum

50jährigen Jubiläum im Jahre

1906 -, ferner einen Steigerwagen

mit Leiternausrüstung,

1 Sanitätswagen, 1

Rettungsschlauch, 6 Spritzen,

6 Schlauchwagen und

entsprechendes Schlauchmaterial.

Alle Chargierten, Steiger und

die Mannschaft der Hydrantenabteilungen

waren mit

Dienströcken, Messinghelmen

und Gurten mit Beil versehen.

Es gab einen

Kommandanten für die freiwillige

und einen für die

Pflichtfeuerwehr, 5 Zugführer,

2 Adjutanten, l Requisitenmeister,

7 Sanitätsmannschaften,

4 Hornisten, 2

Tambours, 44 Steiger, 36

Mann Hydrantenabteilung,

202 Spritzenmänner in zwei

Zügen, 27 Mann Demolierungsabteilung

und 83

Rettungs- und Ordnungsmannschaften.

Letztere hießen

die „Kappeler“, weil sie

keine Helme, sondern nur

Kappen trugen. Das war also

die alte Wehr, die im Lauf der

Jahre immer besser ausgestattet

wurde: 1927 erhielt

sie die erste Motorspritze,

1942 das erste Löschfahrzeug

mit angehängter Spritze,

1943 das Löschfahrzeug

LF 15, und zum 100jährigen

Bestehen das heißersehnte

erste Tanklöschfahrzeug.

Im Jahre 1929 ertönte zum

Alarm die erste Sirene. Im

Stadtgebiet wurden Feuermeldestellen

errichtet, und

für den Turmwächter entfiel

von da an seine jahrhundertalte

Feuerwachtätigkeit.

Auch brauchten die Mesner

der Frauen-, Hof- und Stadtpfarrkirche

nicht mehr anschlagen.

Später fanden

dann die Luftschutz-Sirenen,

die oft genug unheimlich

über die Stadt heulten, als

Feueralarmanlagen bis zum

heutigen Tage Verwendung.

Das Kriegsende 1945

- die härteste

Bewährungsprobe

für die Günzburger

Feuerwehr

Wohl die schwersten Tage im

Lauf ihrer Geschichte erlebte

die Freiwillige Feuerwehr im

Monat April 1945. Da war

der 9. April unseligen Andenkens,

an dem über 35 Häuser

in unserer Stadt brannten;

der Süd- und Westteil

der Stadt war mit einer Unzahl

von Spreng- und Brandbomben

belegt worden. In

der äußeren Ulmer Straße,

auf dem Gries, in der Mühlgasse,

Wagnergasse, Hockergasse,

am Stadtberg, Ichenhauser

Straße, Krankenhausviertel,

Mengele-Fabrik

- überall brannte es. Bis zu


Gründung

Gruppenbild der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg

vor dem Gerätehaus am Bürgermeister-Landmann-Platz

(ehemaliger Salzstadel)

Aufnahmezeit, vermutlich 1940

(von links nach rechts): Georg Bloching

(Schlossermeister, Münzgasse 2); Ferdinand

Markt (Buchdrucker); Josef Strehle (Kaufmann,

Bürsten-, Toilettenartikel, Hofgasse);

Anton Schipfel (Schlosser, Heil- und Pflegeanstalt

Günzburg, heute BKH); Josef Baumeister

(Webmeister, Weite Gasse, heute

Weißenhorner Straße); Leonhard Seethaler

(Stadtbaumeister); Josef Schild (Kaufhaus

Schild); Hans Weithmann (Schützenstraße);

Karl Nusser (Schlosser in der ESBI und Bauer,

Auf der Bleiche); Max Leupold (Kommandant,

Schlossermeister, Institutstraße 8);

Ludwig Keis (Hausmeister Jahn-Turnhalle,

Vorturner); Hans Reithmayer (Mühlgasse,

an der Günz); Ruppert Schatz sen. (Gärtnermeister,

Ichenhauser Straße); Adam Stricker

(Maurermeister, Brunnengasse, später Firma

Weber); Anton Wall (Malermeister, Zum

Kuhturm, heute „Spatzennest“); Leopold

Vogt (langjähriger Zeugwart, Schlosser Fa.

Mengele); Hans Bengeser sen. (Maurerpolier,

Drillgasse); Norbert Greißle (Maurerpolier,

Königswiesenweg); Johann Gollmann (städt.

Lkw-Fahrer, Vater des späteren Kommandanten);

Andreas Rogg (Küfermeister, Mosterei,

Schlachthausstraße); unbekannt; Hans

Linder (Obsthändler, Hilfspolizist, Am Stadtberg,

ehem. Zollhaus); Alfons Demharter

(Zugführer, Landwirt, Mühlgasse)

103


Gründung

104

20 Feuerwehren weilten an

diesem schwarzen Tag in

Günzburg. Am 19. April gingen

vier Waggons eines Munitionszuges

am Bahnhof in

die Luft. Die Folge waren

Brände in der Bahnhofstraße.

In den letzten Tagen

vor dem Einmarsch der Amerikaner

wurde Günzburg mit

Artilleriefeuer belegt, das viele

Brände und Verheerungen

zur Folge hatte. Es brannte

in der Schützenstraße, in der

Schlachthausstraße, am

Kuhberg; auch in den Marktplatz

wurde eine Lücke gerissen,

das „Rößle“ brannte ab.

150 Wohnungen der Stadt

Günzburg wurden in diesen

bösen Tagen völlig zerstört;

weitere 481 Wohnungen sind

schwer beschädigt worden.

Für die Freiwillige Feuerwehr

und ihre Leitung war dieses

Kriegsende eine äußerst harte

Bewährungsprobe. Die

junge Mannschaft stand unter

den Fahnen, und die

noch einsatzfähigen Männer

in der Stadt konnten bei einer

solchen Vielzahl gleichzeitiger

Brände nicht überall

sein. Im Rathauskeller war

die zentrale Befehlsstelle; es

wurde das Menschenmögliche

getan, um die zur Verfügung

stehenden Männer und

Geräte auf die zahlreichen

Brandplätze zu verteilen. Es

fielen manchmal recht ungerechte

Vorwürfe, die aus der

persönlichen Notlage heraus

durchaus verständlich waren;

aber die allgemeine Verwirrung

war eben zu groß,

um allen Anforderungen gerecht

werden zu können. Dazu

kam noch, dass bei den

auswärtigen Feuerwehren

großenteils das notwendige

Schlauchmaterial fehlte.

Die Aufgaben in den

Nachkriegsjahren

nahmen gewaltig zu

Nach dem zweiten Weltkrieg

begann für die Freiwillige

Feuerwehr Günzburg die Periode

eines neuen und nicht

immer leichten Aufbaus.

Vordem nicht gekannte Aufgaben

traten an die Feuerwehr

heran. Die stete technische

Aufwärtsentwicklung in

allen Bereichen des täglichen

Lebens hat es mit sich gebracht,

dass die Wehrmänner

zur Erreichung eines effektiven

Einsatzes über moderneAusrüstungsgegenstände,

Gerätschaften und

Fahrzeuge verfügen müssen.

Dies erforderte einen stets

wachsenden finanziellen

Aufwand. Die Stadt Günzburg

als Sachbedarfsträgerin

für ihre Wehr und die selbstständig

gebliebenen Wehren

in den sieben Stadtteilen

sind ihrer Verpflichtung in

ausreichendem Maße

nachgekommen. Auch die

Ausbildung der Wehrmänner


wurde der fortschreitenden

Entwicklung angepasst. Hervorzuheben

ist die ständige

Gewinnung von Nachwuchskräften

während der

Nachkriegsjahre. Die Inanspruchnahme

der Wehr als

Hilfsorganisation gewann in

den Nachkriegsjahren bis

zum heutigen Tag immer

mehr an Bedeutung.

Neue Fahne für die

Günzburger Wehr

Als Geschenk des verstorbenen

Ehrenbürgers der Stadt,

des Ingenieurs Karl Mengele,

erhielt die Freiwillige Feuerwehr

Günzburg nach dem

zweiten Weltkrieg eine neue

Fahne, deren Weihe am 5.

Juli 1953 erfolgte. Die

kunstvoll gearbeitete Fahne -

sie wurde im Kloster Wettenhausen

angefertigt -zeigt auf

der Vorderseite in Samt den

heiligen Florian, der ein

brennendes Günzburger

Bürgerhaus löscht. Als Motiv

ist der Turm der Liebfrauenkirche

eingearbeitet. Die Heiligenfigur

ist in japanischem

Gold gestickt. Die Rückseite

zeigt das Günzburger Stadtwappen.

Die Fahne wurde

zum 150jährigen Jubiläum

sehr aufwendig restauriert.

Die Kosten der Restaurierung

übernahm Dieter Mengele,

der Enkel des Ingenieurs

Karl Mengele.

Gründung

Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr

Günzburg am

23./24. Juni 1956 ihr

hundertjähriges Bestehen

feiern konnte, wurde bei der

Mitgliederversammlung des

Jahres 1967 zum ersten Mal

über die Einleitung konkreter

Maßnahmen für den Bau

eines modernen Feuerwehr-

Gerätehauses berichtet. Im

Jahre 1968 erklärte die Stadt

durch Ratsbeschluss ihr

Einverständnis mit der Planung

des großen Projekts.

Ende September des Jahres

1969 fand der Baubeginn für

das neue Feuerwehrgerätehaus

am Stadtbach

statt. Der erste Bauabschnitt

umfasste die große Fahrzeughalle

mit sieben Fahrzeugboxen,

einer Kfz-Werkstätte,

einer Atemschutzwerkstätte,

eines Schlauchlagerraumes

und anderer

105


Gründung

106

Werkräume. Ferner gehörten

dazu die Erbauung des

Schlauch-Trockenturms und

der Schlauchwerkstätte. Im

zweiten Bauabschnitt wurde

das Dienstgebäude errichtet,

das einen Unterrichtsraum

mit Nebenräumen, einen Bereitschaftsraum,

einen

Wasch- und Duschraum u.a.

sowie eine Dienstwohnung

umfasst. Ferner gehörte zu

diesem Abschnitt die Einrichtung

einer Kommandozentrale.

Der Neubau des Feuerwehr-

Gerätehauses wurde in der

Amtszeit von Altoberbürgermeister

Dr. Seitz begonnen

und unter Alt-Oberbürgermeister

Dr. Köppler

vollendet; die Oberbürgermeister

sind zugleich die 1.

Vereinsvorsitzenden der

Freiwilligen Feuerwehr. Für

die feuerwehr-fachtechnische

Beratung beim Neubau

des Gerätehauses zeichnete

der damalige Kommandant

und Stadtbrandinspektor

Franz Mader verantwortlich.

Damit fanden seine engagierten

Bemühungen um eine

zeitgemäße Unterkunft für

die Feuerwehr, die bereits

von seinem Vorgänger Julius

Kurz in die Wege geleitet

wurden, einen erfreulichen

Abschluss.

Das neue Feuerwehr-Gerätehaus

stellte zur damaligen

Zeit eines der modernsten

Gerätehäuser in Städten ver-

gleichbarer Größe dar. Seine

Gesamtkosten betrugen

rund 1,2 Millionen DM. Mit

seinen stattlichen Gebäuden

und dem alles überragenden

Turm dehnt es sich eindrucksvoll

zwischen Stadtbach

und Augsburger Straße

aus. Am 23. Juni 1973 erfolgten

die Übergabe und die

Einweihung in feierlicher

Form. Bei dem Festakt war

viel Prominenz anwesend.

Alt-Oberbürgermeister Dr.

Köppler würdigte die große

Gemeinschaftsleistung und

erläuterte das bedeutend erweiterte

Aufgabenspektrum

der Feuerwehr. 1984 wurde

die Fahrzeughalle um weitere

3 Fahrzeugstellplätze und

einiger Lagerräume erweitert.

Modernisierung des

Fahrzeugparks bis

zum heutigen Tag

Der Fahrzeugpark der Günzburger

Wehr umfasste 1980

10 Fahrzeuge sowie 2 Anhänger.

Die stetig steigenden

Anforderungen an eine

Stützpunktfeuerwehr sowie

die Alterung der Fahrzeuge

machen eine ständige Modernisierung

unabdingbar.

Deshalb wurde 1987 vor allem

für die Einsätze auf der

BAB ein TLF 24/50 in Dienst

gestellt. Aufgrund der Zunahme

von Einsätzen mit


Hochwasser wurde 1988 ein

Versorgungs-LKW mit Vereinsmitteln

gekauft. 1989

folgte der Gerätewagen-Gefahrgut,

der von Bund und

Landkreis finanziert wurde.

Mit ihm ist die FF Günzburg

für den gesamten Landkreis

Günzburg sowie den halben

Landkreis Dillingen zuständig.

Aufgrund der technischen

Weiterentwicklung

war es notwendig 1994 einen

Rüstwagen RW 2 in Dienst

zu stellen. Die nach 30 Einsatzjahren

überholte Technik

machte die Anschaffung

einer computergesteuerten

Drehleiter im Jahr 1996 notwendig.

Im Jahr 1999 stellten

wir ein LF 16/12 in

Dienst, das unser altes

LF 16TS, Baujahr 1962, und

unser TSF, Baujahr 1966 ersetzte.

Aufgrund immer umfangreicherer

Aufgaben im

Bereich der technischen Hilfeleistung

wurde im Jahr

2003 das Schnelleinsatzfahrzeug

seiner Bestimmung

übergeben, ein Jahr später

erhielten wir einen Einsatzleitwagen.

Als letztes und

neuestes Fahrzeug wurde

2005 ein HLF 20/20 beschafft.

Es ersetzt wiederum

2 Fahrzeuge: Zum einen das

TLF 16/25, Baujahr 1976

und zum anderen den Gerätewagen

Strahlenschutz,

Baujahr 1969. Dieses Fahrzeug

stellt aufgrund seiner

umfangreichen Beladung zur

Gründung

Zeit das modernste Löschgruppenfahrzeug

des Landkreises

dar. Außer den genannten

Fahrzeugen wurden

einige Anhänger neu oder ersatzbeschafft:Schaum-Wasser-Werfer-Anhänger,Pulverlöschanhänger

mit 250 kg

Löschpulver, Ölsanimat,

Schlauchanhänger, Verkehrssicherungsanhänger

sowie das Motorboot. Um die

Ausrüstung auf dem neuesten

Stand zu halten wurden

teils aus Spenden, Vereinsmitteln

und dem städtischen

Haushalt zahlreiche Sondergerätschaften

beschafft, z.B.

Wärmebildkamera, Rettungssäge,Rettungsplattform,Schaumzumischanlage,

Hilfeleistungssatz Eisenbahn,

Gerätesatz Absturzsicherung

mit Schleifkorbtrage,

halbautomatischer Defibrillator.

Die Freiwillige Feuerwehr

Günzburg ist mit den vorhandenen

Fahrzeugen und

Gerätschaften bestens ausgerüstet.

Dies erfordert auch eine

hochmotivierte und gut ausgebildete

Mannschaft, die

den Dienst am Nächsten ehrenamtlich

versieht.

Bei einer Feuerwehr bedeutet

Stillstand Rückschritt, so

werden auch in Zukunft Investitionen

nötig sein, um

den Bürgern der Stadt eine

leistungsfähige Feuerwehr

bereit zu stellen.

107


Feuerwehrgeschichte

108

Herausragende Treue zur

Feuerwehr Günzburg und

beispielhafte Pflichterfüllung

als Requisitenmeister

- Urenkel tritt nach 42

Jahren bei der Feuerwehr

Günzburg als Gerätewart

in die Fußstapfen seines

Urgroßvaters

Der am 12. Oktober 1878 in

Günzburg geborene Leopold

Vogt wurde am 12. Mai 1898

Mitglied der Feuerwehr

Günzburg. Eine enge Verbindung,

die bis zu seinem Tod

im hohen Alter von 92 Jahren,

am 31. Juli 1971, festen

Bestand hatte.

Der gelernte Bauschlosser

Leopold Vogt (In Günzburg

nur der "Vogtapolde" genannt,

dessen äußeres Erscheinungszeichen

die "Wetschinia"

war. Ab Anno 1900,

so erzählte er später, habe er

täglich seine Virginia geraucht.)

ging nach seiner

Lehrzeit in Krumbach auf die

Walz, die ihn u.a. nach

Chemnitz, Hamburg und in

die Schweiz führte. "Wenn’s

damals Frühling wurde", so

erzählte er selbst, "dann waren

die jungen Gesellen nicht

mehr zu halten. Das war eine

schöne und unvergeßliche

Zeit!". Nach der Wanderschaft

arbeitete er bei der

Firma Frank und Odenwald,

im Sternwinkel, als Schlosser.

Das war im Jahr 1898.

Er ging dann noch einige

Jahre zu Magirus nach Ulm.

Als Karl Mengele, der spätere

Günzburger Ehrenbürger, im

Jahr 1916 aus dem Krieg

zurück kam, trat Vogt bei

ihm ein. Bis 1944 blieb er

dem Betrieb treu.

Neben seinem aktiven Dienst

in der Feuerwehr Günzburg

übernahm Leopold Vogt im

März 1930 als Zweiundfünfzigjähriger

die verantwortungsvolle

Aufgabe des Requisitenmeisters

für die gesamte

Ausrüstung der Wehr.

Als solcher hat er schwere

Zeiten mitgemacht, vor allem

in den Kriegsjahren, als es

am nötigen Schlauchmaterial

fehlte. Zwanzig Flicken hat

er oft aufeinander machen

müssen, um die schadhaften

alten Schläuche zu reparieren.

Diesen Posten bekleidete er

28 Jahre, bis zu seinem

achtzigsten Lebensjahr am

31. Dezember 1958. Er

gehörte der Wehr sechzig

Jahre an. Ihm wurde am 24.

Juli 1949 das seltene Feuerwehr-Ehrenzeichen

in Gold

für 50-jährige Dienstzeit verliehen.

(Anm.: Damals gab es

Gold erst mit 50 Jahren,

heute bereits bei 40 Dienstjahren.)

In einem Dankschreiben

des rechtskundigen

1. Bürgermeisters der

Stadt, Dr. Seitz, an Herrn

Vogt anlässlich seiner 50jährigen

Dienstzeit hat dieser

ausgeführt: „Sie haben nicht


nur als aktives Mitglied der

Freiwilligen Feuerwehr

Günzburg Ihre Pflicht voll

und ganz erfüllt, sondern

darüber hinaus auch

während Ihres wohlverdienten

Ruhestandes das Amt eines

Requisitenmeisters in

vorbildlicher Weise versehen.

Es ist Ihr persönlicher Verdienst,

wenn die Freiwillige

Feuerwehr Günzburg, dank

Ihrer Zuverlässigkeit, Ihrer

Umsicht und Ihres unermüdlichen

Fleißes bei der

Wartung und Pflege der Feuerlöschgerätschaften,

für alle

Ernstfälle stets einsatzbereit

war. Trotz vorgerückten Alters

waren Sie während des

letzten Krieges, in der die

Feuerwehr unserer Stadt einer

besonders harten Belastungsprobe

unterworfen

war, als Wehrmann und Requisitenmeister

von seltener

Pflichterfüllung beseelt."

Auch nach dem 80. Lebensjahr

pflegte er weiterhin sehr

enge Kontakte zur örtlichen

Wehr und verfolgte aufmerksam

das Geschehen. Er hatte

es ja nicht weit zum Gerätehaus

im ehemaligen Salzstadel

am Bürgermeister-Landmann-Platz,

da er nur rund

50 Meter entfernt am Wätteplatz

wohnte.

Die Nachfolge als ehrenamtlicher

Gerätewart trat am 1.

Januar 1959 Johann Gollmann

aus Günzburg an, der

später auch viele Jahre 1.

Feuerwehrgeschichte

Kommandant der Wehr war.

Gerätewart war er – neben

seiner aktiven Zugehörigkeit

zur Wehr - bis 15. Juli 1971.

Ab 16. Juli 1971 wurde mit

Horst Frey aus Günzburg der

erste hauptamtliche Gerätewart

bei der Stadt Günzburg

für die Feuerwehr Günzburg

eingestellt. Auch Frey war

bereits vor seiner Einstellung

aktives Mitglied der Wehr

und auch 16 Jahre lang deren

zweiter Kommandant.

Gerätewart war er bis 31.

August 2001.

Am 1. August 2000 trat

Christian Eisele, der Urenkel

von Leopold Vogt, im Alter

von 34 Jahren die Stelle als

hauptberuflicher Gerätewart

bei der Feuerwehr Günzburg

an. Kommissarischer Kommandant

der FF

Günzburg war Eisele

ab 13. Mai

2003. Am 11. November

2003 hat

Christian Eisele

das Vertrauen der

aktiven Mannschaft

bei der

Kommandantenwahl

erhalten und

ist derzeit 1. Kommandant

und

gleichzeitig Stadtbrandinspektor

der Freiwilligen

Feuerwehr Günzburg.

Helmut Werdich

Januar 2006

Leopold Vogt mit der

„Wetschinia“ war mit

88 Jahren immer

noch rüstig

109


Kommandanten

110

Kommandanten und Vereinsvorsitzende der

FF Günzburg

Namen der Männer, die im Lauf der 150jährigen Geschichte das

Kommando der Wehr inne hatten:

1856–1859 Josef Hänle

1859–1862 Karl Forstner

1862–1863 Franz Anton Moßauer

1863–1867 Leonhard Edelmann

1867–1869 Martin Brottinger

1869–1871 Franz Anton Moßauer

1871–1873 Julius Waibel

1873–1877 Franz Anton Moßauer

1877–1884 Karl Niederhofer

1884–1886 Karl Beran

1886–1911 Sebastian Hutter

1911–1922 Hans Spring

1922–1934 Peter Hutter

1934–1945 Max Leupold,

in den letzten Kriegsjahren Hans Weithmann

1945–1951 Georg Ziegler

1951–1966 Julius Kurz

1966–1975 Franz Mader

1975–1990 Johann Gollmann

1990-2002 Helmut Stammer

2002 Christian Eisele

2002–2003 Bernhard Ziegler

ab 2003 Christian Eisele

Vereinsvorsitzende der Günzburger Feuerwehr

1947–1970 Oberbürgermeister Dr. Josef Seitz

1970–2003 Oberbürgermeister Dr. Rudolf Köppler

ab 2003 Oberbürgermeister Gerhard Jauernig

Ehrenvereinsvorsitzender der Günzburger Feuerwehr

22.10.2004 Dr. Rudolf Köppler wird zum

Ehrenvorsitzenden ernannt


Träger der Ehrennadel in Gold

Name Verleihung

Mader Franz 04.04.1975

Denk Josef 02.03.1979

Dr. Köppler Rudolf 03.07.1981

Huber Franz 02.07.1989

Jehle Eugen 02.07.1989

Fischer Eugen 28.03.1990

Dr. Ermer Paul 04.07.1993

Ringeis Matthias 10.07.1994

Holzheuer Helmut 19.04.1996

Frey Horst 09.09.2001

Träger der Ehrennadel in Gold

Verstorbene Träger der Ehrennadel in Gold

Name Verleihung verstorben am

Lohr Bernhard 30.05.1973 13.05.1983

Mengele Alois 30.01.1974 02.02.1974

Bastelberger Friedrich 26.04.1974 25.12.1986

Städele Alfred 18.11.1975 12.05.2003

Maier Anton 22.09.1977 12.1977

Egger Georg 14.10.1977 02.04.2002

Bucher Georg 02.03.1979 06.08.1989

Kurz Julius 20.03.1980 25.08.2005

Imminger Georg 20.03.1980 30.12.2005

Meck Hans 20.03.1980 21.06.1983

Schmid Erich 20.03.1980 18.10.2000

Pastors Wolfgang 20.03.1980 09.09.1997

Riegg Rudolf 20.07.1980 11.01.2004

Ziegler Georg 30.07.1980 06.01.1981

Pargent Walter 23.10.1982 13.05.2000

Mayer Heinrich 19.06.1988 18.03.1996

Gollmann Johann 29.10.1993 02.01.2005

111


Aktive Mitglieder

Aleiter Kai

Arnold Peter

Balkie Helmut

Baumeister Daniel

Baumeister Manuel

Baumgartner Christian

Bergmann Dominik

Blöck Frank

Deininger Thomas

Demharter Klaus

Demharter Mathias

Demharter Peter

Däubler Matthias

Egenberger Frank

Egly Andreas

Eisele Christian

Eisermann Dennis

Enke Christoph

Frick Daniela

Frick Norbert

Füssl Bernd

Füssl Ernst

Füssl Manuel

Füssl Michael

Gollmann Daniel

Gollmann Werner

Guldenschuh Robert

Hartner Thomas

Hauf Stefan

Hobor Reinhold

Hofner Christian

Honold Tobias

Ihle Günter

112

Imminger Fabian

Jaitner Roland

Joubert Dominik

Jehle Günter

Jehle Stefan

Keppeler Klaus

Keppeler Stefan

Killewald Christoph

Kohler Georg

Kohler Werner

Leix Axel

Lindenmayer Florian

Lindenmayer Fabian

Mader Benjamin

Megyes Georg

Megyes Jennifer

Megyes Sven

Müller Martin

Müller Thorsten

Obeser Mario

Österle Hans - Joachim

Prokscha Robert

Propp Florian

Reinegger Reinhold

Reinhardt Mathias

Reitmaier Roman

Rohrhirsch Sascha

Röger Bernhard

Schlögl Günther

Schlögl Rudolf

Schmid Georg

Schmitz Martin

Schneidmadl Kevin

Schroweg Martin

Schroweg Hermann

Schwarz Christoph

Schödel Martin

Sebald Christian

Senser Achim

Snukat Maximilian

Spiegler Michael

Stammer Christoph

Stammer Helmut

Stocker Markus

Strobel Markus

Thiel Ralf

Thiel Stefan

Tiroch Bernd

Tonhäuser Arthur

Tonhäuser Patrik

Treutlein Maximilian

Wagner Thomas

Weber Christoph

Weigl Stephan

Weilbach Reinhold

Wesely Raimund

Wesely Thomas

Wolf Martin

Wörz Christian

Ziegler Bernhard


Bader Helmut

Baumann Xaver

Bernert Dieter

Bernert Roland

Berstel Sebastian

Bucher Georg

Deininger Holger

Demharter Adolf

Demharter Franz

Denk Josef

Dolch Gerhard

Dr. Köppler Rudolf

Einwag Herbert

Eisele Georg

Essenwanger Lothar

Frey Horst

Föge Benno

Ganser Hermann

Glogger Michael

Gollmann Helmut

Grießmayr Gerhard

Guckler Markus

Götz Alois

Güntner Heinrich

Güntner Thomas

Heiderich Björn

Herbolsheimer Stefan

Herold Werner

Herrmann Klaus

Huber Franz

Häfele Achim

Hänle Michael

Hötzel Hermann

Passive Mitglieder

Imminger Hans

Jauernig Gerhard

Jehle Eugen

Kempfle Erwin

Kempter Hermann

Kränzle Wolfgang

Labatzky Peter

Lohr Erich

Mader Franz

Mader Helmut

Maier Otto

Mayer Werner

Mengele Dieter

Miller Anton

Mitterhuber Richard

Müller Thomas

Mueller Richard

Münz Karl

Noll Alexandra

Neuer Roland

Osterlehner Friederich

Probst Karl

Rathgeber Gottfried

Renner Erich

Rettich Alfons

Rieder Reinhold

Ringeis Matthias

Rogg Andreas

Ruch Horst

Schmid Horst

Schmid Siegfried

Schmidt Markus

Schroft Josef

Schuster Willi

Schwarz Hugo

Schön Thomas

Speer Michael

Steck Hans

Stiastny Karl

Stricker Helmut

Tonhäuser Anton

Weilbach Klaus

Weibacher Anton

Werdich Helmut

Wilsdorf Eduard

113


Fördernde Mitglieder

Herr Bendl Harry

Herr Brenner Friedrich

Herr Dirr Andreas

Herr Ermer Dr. Paul

Herr Fasold Ludwig

Fa. Fischer Georg Gmbh & Co

Herr Galgenmüller Franz, Gem.

Baugenossenschaft

Herr Grabert Walter

Frau Hirsch Katharina

Herr Hutter Hermann

Fa. Obere Apotheke, Dr. Jaud

Herr Knöfel Ulrich

Herr Konle Johann

Fa. Küchle W. U. H.

114

Fa. Lederle Musikhaus

Herr L. Bundschuh u. Co., Münzbrauerei

Fa. Nahrungsmittelfabrik Gebr.

Strehle

Fa. Opel Zimmermann

Fa. Raiffeisenbank

Herr Röger Wilhelm

Fa. Schild Modehaus

Fa. Luxor-Stadttheater, Lichtspiele

Kino

Fa. Vanoni GmbH Bett + Gardine

Fa. Volksbank Günzburg

Herr Zeidler, Wilhelm

Fa. Molkerei Zott

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Blumenerde,

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Sponsoren

Arkema, Organische Peroxide, Wasserburg

Bayerische Versicherungskammer, Außenstelle Günzburg

Esca Food Town, Günzburg

Fischer Brandschutztechnik, Dinkelscherben

Fischer Georg GmbH & Co., Heizkessel und Fahrzeugwerk, Günzburg

Frick Schuhfachgeschäft, Günzburg

Glink MAN-Vertretung, Burgau

Greb, Gastronomie, Leipheim

Gröger Containerservice, Günzburg

Günzburger Steigtechnik Munk

Hafner Futtermittelfabrik, Ichenhausen

Hölldobler Abschleppdienst, Leipheim

Ihle Reifen, Günzburg

Kalka Dienstleistungs-GmbH, Günzburg

Kamps Brot- und Backwaren, Günzburg

Luible Speditions-GmbH, Günzburg

Prasser Autolackierung, Beklebungen, Günzburg

Radbrauerei Gebrüder Bucher, Günzburg

Rosenbauer Feuerwehrfahrzeuge, Leonding/Österreich

Sauter Waffen und Pokale, Günzburg

Schmid, Farben und Lacke, Günzburg

Sparkasse Günzburg-Krumbach

Steinhardt Rasenmäher, Motorsägen, Günzburg

Strehle Nahrungsmittelfabrik, Günzburg

WLS Waren-und Logistik-Service, Günzburg

Ziegler Feuerwehrgerätefabrik, Giengen

Zott und Zoma, Günzburg

Danke den vorgenannten Firmen für Ihre Unterstützung.

115


Unser Feuerwehr-Poet

116

Georg Egger

D’Fuierwehr, jetzt und früher!

Jetzt geant mal acht, ihr Leit

beinand, i möcht ui saga heit:

Es isch net überall bekannt,

was d’Fuirwehr uns bedeut.

Für mi isch klar und hat koi

Gfauhr, a strammer gsunder

Bua, der soll scho en de junge

Jauhr zur Fuerwehr drzua.

Der soll drzua auf alle Fäll,

weils um an Eisatz gat,

der andre nützt und au eam sell,

gleich, was ma isch und hat.

So lernt ma scho en deane Jauhr,

in Gemeinschaft sich eifüaga,

und des hält zam en Noat und

Gfauhr, auf Brecha oder Biaga.

Steckbrief:

Aktives Mitglied von 1951 – 1977,

ab 1977 passives Mitglied

Träger des

„Goldenen Ehrenzeichens“,

verliehen am 14.10.1977

Er wurde liebevoll

„Haus- und Hofpoet“ genannt

Hat die Nikolausabende unserer

Feuerwehr als „St. Nikolaus“ über

Jahre hinweg geprägt

Er schrieb ein eigenes Buch

„Ebbes von dr Fuierwehr und von

andre nette leit“, vorgestellt in der

Sparkasse im Jahr 1987

Verstorben ist Georg Egger

am 02. April 2002

Kameradschaft isch de erschte

Zier, hasch nia koi bessra gsea,

ma merkts beim Dienscht und

merkts beim Bier, des machts

Drbeisei schea.

Und wenns amaul en Eisatz gat,

wia staunat dau dia Leit,

was d’Fuierwehr an Technik hat,

s’Modernste, was halt geit.

Scho d’Fahrzeug, dia ma dau

heit fährt, modern und groaß

und schwer, dau wenn dr ois

zum Fahra ghört, nau bisch frei

heit scho wer.

Denk i mal zruck an frühera Zeit,

wos des alz no net gea,

wenns brennt hat und wars no

so weit, am Springa isch ma

gwea.

Au Technik hat net gar zviel

taugt, bis so a Pump isch gloffa,

wia hat ma kurblat und se

plaugt, de moischt Zeit wars

versoffa.

Wenn heit blos auf a Knöpfle

drucksch, a Ventil muasch au no

dreha, nau kasch, bevoar da

richtig gucksch, am Strahlrohr

s’Wasser seha.

Weil mir hand z’earschte Auto

ghet, wars au manchmal a

Zoara, gar oimal hat ma um a

Eck an Brandmoischtr verloara.

Ja früher war, ihr liabe Leit,

dr Dienscht grad net bequem

und trotzdem hat mi d’Fuierwehr

gfreit, vielleicht grad weaga dem.

Jetzt hat jeds Schwätza sei

Moral, au i möchts net verhähla,

für mi hoißts heit: „Des war

amal, jung däts i wieder wähla!“

Schorsch Egger


Feuerwehr-Nikolausabend

1988

Den Abschluss der vereinsinternen

Veranstaltung in

jenem Jahr bildete der Nikolausabend.Oberbürgermeister

und Vereinsvorsitzender

Dr. Köppler schilderte in besinnlichen

Worten, dass der

Feuerwehrdienst als ein besonderes

Beispiel tatsächlich

praktizierter Nächstenliebe

Unser Feuerwehr-Poet

angesehen werden muss.

Gleichzeitig bedankte er sich

für die vielen Stunden, die

bei Einsätzen, Hilfeleistungen

und Übungen für das

Gemeinwohl geopfert wurden.

Die Rolle des Nikolaus übernahm

traditionell unser „Vereinsdichter“

Georg Egger. Mit

gekonnten Versen in schwäbischer

Mundart berichtete

er über das Vereinsleben des

Jahres 1988.

117


Erlebnisbericht

Feuerwehr

Kein ganz normales Hobby

„Wir sind anders als die anderen Leute,

die in dieser Stadt arbeiten: Bankiers,

Werbefachleute, Käufer und Verkäufer –

sie alle wissen mit ziemlicher Sicherheit,

daß sie am Abend auf die gleiche Weise

von der Arbeit heimkehren werden, wie

sie morgens gegangen sind, nämlich auf

den Füßen. Feuerwehrleute sind nie sicher.“

[Dennis Smith, Engine Comp., efb-Verlag,

Hanau 1981]

Dieser Bericht ist frei erfunden. Er

soll einen Abriss über den Ablauf und

die Eindrücke eines (Brand-) Einsatzes

geben, wie er immer wieder passieren

kann.

Das Piepsen des Funkweckers reißt

mich aus dem Schlaf. Mein Blick wandert

kurz zu den Leuchtziffern meines

Radioweckers: 04.19 Uhr – Tiefschlafphase

... eigentlich.

Als freiwilliger Feuerwehrmann weiß

man jedoch nie so genau, was in der

nächsten Sekunde passiert: man trifft

sich gemütlich mit Freunden – Alarm;

steht gerade an der Kasse im Supermarkt

– Alarm; ist auf dem Weg zur Ar-

118

beit – Alarm; beim Essen – Alarm. In jeder

Sekunde des Alltags kann sich der

Funkwecker melden, ohne Vorwarnung!

Unglücke ziehen nicht langsam

herauf; sie schlagen buchstäblich ein

wie der Blitz aus heiterem Himmel.

Der Piepser schrillt immer noch. Es

werden viele Schleifen alarmiert –

Großalarm. Währenddessen stürze ich

aus dem Bett und streife eilig Hose und

Pullover über – die Nacht ist klirrend

kalt. In der Durchsage vermeldet der

alarmierende Polizeibeamte: „Brand in

einem Mehrfamilienhaus“. Jetzt kommt

es auf jede Sekunde an. Adrenalin wird

ausgeschüttet und ich bin hellwach.

Noch schnell den Autoschlüssel greifen

und hinaus in die Kälte. Völlig ruhig ist

es hier draußen: keine Autos fahren,

keine Kinder schreien – die Stadt

schläft. Ich setze noch schnell den

Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“

auf mein Auto und fahre los. Aus allen

Richtungen eilen die Feuerwehrmänner

zum Gerätehaus. Ich stelle mein Auto

ab und haste zu meinem Spind. Andere

Kameraden sind schon da oder treffen

mit mir ein. Schutzhose und Stiefel anziehen,

den feuerhemmenden Nomex-

Schutzmantel überwerfen, Helm,

Handschuhe und Atemschutzmaske

schnappen und auf das abfahrbereite

Löschfahrzeug aufsitzen.

Blaue Blitze zucken, der Motor heult

auf und die Fahrt geht los. Vor etwa 3

Minuten schlief ich noch seelenruhig in

meinem warmen Bett! Immer wieder

krächzt das Funkgerät. Der Kompressor

für die Fanfaren rasselt; das Martinshorn

räumt einzelne Autofahrer von

den nächtlichen Straßen. Gedanken

schießen mir durch den Kopf: Wie sieht

die Brandsituation aus? Sind noch


Menschen im Gebäude? Wie groß ist

der Brand? Wann sind wir da?

Noch während der Fahrt rüsten sich

zwei Kameraden mit schwerem Atemschutz

aus: Maske aufsetzen, Dichtsitz

prüfen, Nomex-Haube über den Kopf

und die Ohren ziehen, Helm aufsetzen,

Atemschutzgerät auf den Rücken

schnallen, Funkgerät in die Brusttasche,

Totmann-Signal anstecken,

Pressluftflaschen aufdrehen, Flaschendruck

kontrollieren, Lungenautomat

festschrauben und Handschuhe anziehen.

In der Enge der Mannschaftskabine

des Löschfahrzeuges herrscht geordnete

Hektik.

Etwa 8-10 Minuten sind seit dem

Alarm vergangen. Bei unserem Eintreffen

dringt dichter Qualm aus 3 Fenstern

im 2. Stock. Anwohner und Nachbarn

stehen verstört und frierend auf

der Straße.

Brennende Möbel, Teppiche, Tapeten,

Holzdecken und Kunststoffe lassen uns

schon hier den Brandgeruch einatmen.

Der Angriffstrupp rüstet sich mit

Scheinwerfer und Strahlrohr aus und

dringt in das brennende Gebäude ein.

Der Maschinist bringt die Pumpe auf

Touren, Wasser schießt durch den

Schlauch. Der Löschtrupp nimmt im

Innenangriff Personensuche und

Brandbekämpfung auf. Der Rauch ist

so dicht, dass man keine 40 cm weit sehen

kann. Die Hitze ist enorm. In der

unbekannten Wohnung kriechen die

Feuerwehrmänner auf dem Boden um

ihr zu entgehen. Glassplitter, zerstörte

Möbel und herabfallende Glut erschweren

das Vorankommen. Mit kreisenden

Bewegungen dämmen sie dennoch das

Feuer in zwei Zimmern rasch ein.

Währenddessen werden verängstigte

Erlebnisbericht

Bewohner über die Drehleiter sicher

aus der Brandwohnung gerettet. Aus

dem Korb klettert ein Feuerwehrmann

in das noch unversehrte Zimmer, in das

die Bewohner geflüchtet sind. Er hilft

den Personen nach und nach über die

Fensterbrüstung zu seinem Kollegen in

Korb zu klettern. Dieser bringt sie zur

Erde wo sie vom Rettungsdienst mit

Decken gewärmt und medizinisch versorgt

werden. Nach zwanzig Minuten

kann „Feuer aus“ gemeldet werden.

Doch der Einsatz geht noch weiter.

Die Nachlöscharbeiten erfordern es,

dass wir das Brandgut, die Habseligkeiten

der Bewohner, nach Glutnestern

durchsuchen – manchmal ein sehr privater,

ja intimer Vorgang. Ebenso müssen

wir das Gebäude belüften und unsere

Geräte wieder verstauen. Der

Schaden und damit das Leid nach so

einem Brand ist erheblich: zum Einen

ist das der direkt durch die Flammen

vernichtete Besitz. Dazu kommen

rußverschmierte Wände, auch in den

Zimmern ohne direkte Brandeinwirkung.

Auch Wasserschaden ist nicht

vermeidbar. Schließlich setzt sich noch

der Brandgeruch im gesamten Gebäude

fest und erinnert noch lange Zeit an

das Geschehene.

Dennoch rückt man von einem so geschilderten

Einsatz mit dem guten Gefühl

ab, größeren Sachschaden verhindert

und Menschen in einer Notlage geholfen

zu haben wieder ins Gerätehaus

ab.

Und das allein ist der Grund, warum

wir freiwillige Feuerwehrleute uns trotz

der Konfrontation mit zahlreichen Gefahren

und oftmals unendlichem Leid

in der Feuerwehr einsetzen.

119


Rauchmelder

120

Rauchmelder retten

Leben

Kennen Sie auch die Meinung

„Wenn es brennt werde

ich vom Prasseln des Feuers

geweckt?“, „Wenn es brennt,

rieche ich den Rauch und

wache auf?“, „Bei mir brennt

es nicht, und wenn es beim

Nachbarn brennt, habe ich

genügend Zeit mich in Sicherheit

zu bringen?“

Leider sind das weit verbreitete

Annahmen, die in keiner

Weise zutreffen. Aus erster

Hand wissen wir um die Gefahren

bei Brandfällen. Die

weitaus meisten Brandopfer

sterben nicht an Verbrennungen

sondern weit vorher

an der Rauchvergiftung.

Durch einen Kurzschluss

gerät die Waschmaschine im

Keller in Brand. Dort könnte

man das Feuer hören – doch

wer schläft neben der Waschmaschine?

In das Schlafzimmer

im ersten Stock zieht

lautlos aber nur der Rauch.

Bis Sie ihn riechen wird der

Qualm immer dichter und

Sie haben drei, vier Atemzüge

eingeatmet – das reicht für

die Bewusstlosigkeit. Aber

Sie atmen weiter den giftigen

Rauch ein, vor allem CO und

CO 2 . Das CO lagert sich an

den roten Blutkörperchen

an, so dass kein Sauerstoff,

der aus der Luft vom CO 2

verdrängt wird, mehr im Blut

transportiert werden kann.

Weder Herz noch Gehirn ertragen

dies lange. Eine tödliche

Rauchvergiftung in kürzester

Zeit ist die Folge.

Anders sieht es mit einem

Rauchmelder aus. Bereits

der im Flur des Erdgeschosses

installierte Lebensretter

sendet beim ersten Kontakt

mit Rauch einen schrillen

Alarmton aus – lauter als jedes

prasselnde Feuer und

nicht zu überhören. Auf diese

Weise rechtzeitig geweckt

können Sie sich nach der besten

Fluchtmöglichkeit umsehen:

auf den Balkon, über

das Treppenhaus durch die

Haustür oder den Hinterausgang,

durch ein Fenster im

Erdgeschoss … Der Rauchmelder

schenkt Ihnen die

entscheidende Zeit, verschafft

den entscheidenden

Vorsprung, sich und andere

zu retten. Für den Gegenwert

einer Schachtel Zigaretten!

Vertrauen Sie auf den Rat Ihrer

Feuerwehr, installieren

Sie Rauchmelder – Rauchmelder

retten Leben!

IHR Leben!

Ihre Freiwillige Feuerwehr

Günzburg

Lesen Sie auf der folgenden

Seite Tipps zur Auswahl und

Anbringung der richtigen

Rauchmelder.


Auswahl des richtigen

Gerätes

Im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen

oder

bei Brandschutzfirmen erhalten

Sie nicht nur Qualitätsprodukte,

sondern auch

kompetente Beratung für

den richtigen Umgang mit

Rauchmeldern. Verwenden

Sie nur optische Rauchmelder,

die folgende Merkmale

erfüllen:

– VdS-Prüfzeichen

– mit Warnfunktion bei

Nachlassen der Batterieleistung

– mit Testknopf zur Funktionsüberprüfung

– Rauch kann von allen Seiten

gut in den Melder eindringen

Rauchmelder in

einem mehrstöckigen

Haus

Für den Mindestschutz installieren

Sie einen Rauchmelder

pro Stockwerk in

möglichst zentraler Position,

normalerweise im Flur sowie

im Schlaf- und Kinderzimmer.

Optimalen Schutz erzielen

Sie, indem Sie

jedes Zimmer

und den

Rauchmelder

Flur in jedem Stockwerk mit

je einem Rauchmelder ausrüsten.

Dabei sollten Keller

und Dachboden nicht vergessen

werden.

Rauchmelder in einer

3-Zimmer-Wohnung

Für den Mindestschutz in-

stallieren Sie einen Rauchmelder

in möglichst zentraler

Position, normalerweise im

Flur sowie im Schlaf- und

Kinderzimmer. Optimalen

Schutz erzielen Sie mit je einem

Rauchmelder pro Zimmer

und Flur. Ausnahme:

Räume, in denen Wasserdampf

oder eine hohe Staubbelastung

vorkommen.

Quelle: www.rauchmelder-lebensretter.de

121


1 2

3

Einsätze von 1987 – 2002

122

4

1 2001: Gefahrgut-Unfall BAB A8

2 2000: Gefahrgut-Unfall mit

Wasserstoff BAB A8

3 2002: Tödl. LKW-Unfall

auf der BAB A8

4 1999: Massenkarambolage mit

58 Fahrzeugen BAB A8


6

8

5

7

9

5 1998: Brand der Fahrschule

Eisenkolb

6 1997: Eisstau an der Günz

7 1994: Massenkarambolage

mit Bus-Beteiligung BAB A8

8 1993: Massenkarambolage

mit 75 Fahrzeugen BAB A8

9 1987: Unfall mit 2 Toten

BAB A8 „Waldvogelkurve“

123


124

Einsatzentwicklung 1981 - 2005

400

350

300

250

200

150

100

50

0

142

128 124

111 114

101

94

87

81

72

34

5

1981

1982

29 29

5

4

1983

1984

Brandeinsätze

Hilfeleistungen

Wachdienste und Feuersicherheitsdienste

Fehlalarme

Gesamteinsätze

38

3

32

5

1985

1986

178 174

105 104

35

34

4

37

29

4

1987

1988

214

152

29

25

8

194

123

38

29

4

1989

1990

222

159

41

3

19

44

99

31

6

242

180

112

91

32

1991

1992

7

217 222 214

132

50

25

10

1993

1994

121

75

104

89

20 17

6

3

239

115

72

1995

1996

264

141

76

37 34

15

13

128

79

38

13

345

258

203

85

1997

1998

1999

41

16

175

59

142

68

335

212

70

26 29 32

22

282

2000

2001

12

251

21

152

59

2002

2003

46

10

345

267

214

67

54

10

324

228

56

2004

2005

31

9

Einsatzstatistik 1981 – 2005


www.guenzburger-weizen.de

Dafür lass’ ich gerne

mal was Blondes

stehen!

D a s h e f e f r i s c h e Ve r g n ü g e n


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FF Günzburg im Jahr 2006

128


Neue

Multifunktionsleiter

Wir gratulieren der

FFW Günzburg

zum 150-jährigen

Bestehen !

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