Der Oberlausitzer Sechsstädtebund - und Lessingstadt Kamenz

kamenz.de

Der Oberlausitzer Sechsstädtebund - und Lessingstadt Kamenz

Oberlausitz.Kulturell

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Der Oberlausitzer Sechsstädtebund

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Bautzen · Görlitz · Kamenz · Lauban · Löbau · Zittau


Von wehrhaften Städten

und frühem Europahandel

M

itte des 14. Jahrhunderts weckte die im Herzen Europas gelegene

Oberlausitz bei einigen deutschen Landesfürsten Begehrlichkeiten,

diese zu besitzen. Das Gebiet erstreckte sich von der Pulsnitz

im Westen bis zum Queiß im Osten (heute Polen).

Um wehrhaft zu sein und sich den Erhalt der guten Sitten und des Rech-

tes zu versichern, erhielten die sechs Städte Bautzen, Görlitz, Kamenz,

Lauban, Löbau und Zittau vom aussichtsreichsten Anwärter auf den böh-

mischen Thron, dem späteren Kaiser Karl IV. die Erlaubnis, einen Bund zu

schließen, den historischen Sechsstädtebund.

Ausgestattet mit umfangreichen Rechten sicherte der Bund fortan die

für Europa so wichtigen Handelswege durch die Oberlausitz, wie die via

regia, die „Hohe“ oder „Königsstraße“!

Diese Sicherheit ließen sich die Städte teuer bezahlen. Dadurch wurde

der Sechsstädtebund reich und mächtig.

Trotz vereinzelter Fehden – wie dem Bierkrieg 1491 zwischen Görlitz

und Zittau – war der Bündnisgedanke der sechs Oberlausitzer Städte

über die Jahrhunderte immer sehr lebendig. Viele ereignisreiche Jahre

Geschichte liegen zwischen damals und heute.

Heute heißt Sechsstädtebund: Geschichte und Geschichten erleben. Be-

geben Sie sich in atemberaubende Zeitreisen auf den Spuren des mäch-

tigen mittelalterlichen Bundes und entdecken Sie die individuellen Reize

seiner Mitgliedsstädte.

Umfangreiches Material zum Oberlausitzer Sechsstädtebund erhalten Sie

in den Touristinformationen der Mitgliedsstädte.

Sechs auf einen Streich


Kulinarischer Start in

die Vergangenheit

D

as Konventsmenü mit Hasenbraten entstand nach Rezepturen

und Überlieferungen aus dem 15./16. Jahrhundert,

in denen die Konventstreffen des Landadels genau

beschrieben wurden.

Das Menü besteht aus sechs Gängen: Frische Früchte der

Jahreszeit oder frische, mit Öl, Essig und Salz aufbereitete

Salate; Suppe oder Brühe; Hasenbraten mit verschiedenen

Soßen, auf Brotscheiben angerichtet; Gebäckstückchen, kan-

dierte Früchte, Käsewürfel; Dessert, Süßigkeiten, Cremes; Würz-

oder Likörwein. Diese kulinarischen Köstlichkeiten, zubereitet nach

den Originalrezepturen der Ratsherren, können Sie zusammen mit

einem unterhaltsamen Programm und Anekdoten aus Historie und

Gegenwart der Oberlausitz in ausgewählten Gasthäusern in den

Städten des Oberlausitzer Sechsstädtebundes genießen. Mit diesem

schmackhaften Einstieg lässt sich eine Sechs-Städte-Tour am aller-

besten beginnen. Natürlich fi nden Sie in den Oberlausitzer Städten

jede Menge weiterer regionaltypischer Köstlichkeiten.

Erlebnis hoch 6

I n der Mitte Europas, im Dreiländereck Deutschland – Polen

– Tschechien, schlägt das Herz des Oberlausitzer Sechsstädtebundes.

Bautzen, Görlitz, Zittau, Löbau und Kamenz auf sächsischer

Seite sowie Lauban (heute Lubań) in Polen bilden dieses Bündnis.

Zwischen Heide- und Teichlandschaft mit UNESCO-Biosphärenreservat,

Oberlausitzer Bergland und Zittauer Gebirge laden die sechs liebevoll

restaurierten Städte zu ausgedehnten Erkundungen ein.

Prächtige Bauwerke aus fast allen Stilepochen von Spätgotik über

Barock bis Jugendstil und Gründerzeit künden von Reichtum und

Fleiß, von Geschick und Tradition der Bewohner. Diese Kulissen

erzählen Geschichte(n) aus 1000 Jahren Oberlausitz. Geschichten

von wechselnden Herrschern, blutigen Kriegen und sprichwört-

lichem Reichtum.

Freuen Sie sich auf ereignisreiche und erholsame Tage

in der Oberlausitz mit sagenhaften Stadtführungen,

kulturellen und kulinarischen Genüssen und Stipp-

visiten in traditionsreichen Handwerksbetrieben.

Entdecken Sie Einmaliges: wie eindrucksvolle Kultur

und lebendiges Brauchtum der Sorben, eine seit Jahr-

hunderten in der Lausitz ansässige slawische Volksgrup-

pe. Und genießen Sie bei Wanderungen, Radtouren und

Wassersport das naturbelassene Umland. Sechs Städte.

Ein Bund. Das Erlebnis hoch 6.

Titelmotiv: Görlitz, Ratsapotheke; Erste Innenseite: Die Stiftung des

Sechsstädtebundes zu Löbau 1546; Diese Seite: Bautzener Türmerpaar,

Jan Mickan und Heike Ostendorp aus dem Ensemble des Deutsch-

Sorbischen Volkstheaters Bautzen als „Wassermann und Wasserfrau“;

Historische Ratsaktenlesung


Bautzen - Budysin

Mdurch

das Tal schlängelt.

ittelalterliche Türme und Basteien erheben sich kraftvoll

auf einem Granitplateau, zu dessen Füßen sich die Spree

Ein Rundgang durch die historische Altstadt mit rund 1.400 Bau-

denkmalen, malerischen Gassen und glanzvollen barocken Häuser-

fassaden vermittelt unvergessliche Eindrücke. Wenn Sie die Historie

der Stadt tiefer ergründen möchten, begeben Sie sich auf die Spuren

des „Bautzener Geschichtspfades“. Dort werden Sie manch Inter-

essantes aus 1000 Jahren Stadtgeschichte entdecken. Noch mehr

Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte Bautzens, in der es

zahlreiche Stadtbrände, Kriege und Epidemien gab, erfährt man bei

einem Besuch im Stadtmuseum. Einen Teil der jüngeren Geschich-

te mit Zeitzeugnissen aus Nationalsozialismus und Stasi-Diktatur

dokumentiert eindrucksvoll die Gedenkstätte Bautzen.

Das Leben der Stadt ist seit Jahrhunderten durch das Miteinander

von Deutschen und Sorben geprägt, einem kleinen slawischen Volk

mit beeindruckender Kultur und lebendigem Brauchtum. Nicht nur

das Osterfest wird so für Besucher zu einem einzigartigen Erlebnis.

Bei den verschiedensten Veranstaltungen inmitten der romantischen

Kulisse Bautzens erleben Sie die Einzigartigkeit dieser Stadt und

ihrer regionalen Traditionen.

Zahlreiche Cafés, Restaurants, gemütliche Kneipen und historische

Gasthäuser mit Oberlausitzer und Sorbischer Küche laden obendrein

zum Verweilen ein. Entdecken Sie die Geheimnisse aus 1000 Jahren

Bautzener Stadtgeschichte!

^

Bautzener Highlights:

geführte Stadtrundgänge durch die

romantische Altstadt

mit dem Bautzener Türmer unterwegs –

abendlicher Stadtrundgang für Gruppen

Entdeckungen auf dem „Bautzener Geschichtspfad“

Stadtrundgang mit Audio-Guide (mp3-Gerät)

Wahrzeichen der Stadt: die Alte Wasserkunst;

technisches Museum mit Aussichtsplattform

Dom St. Petri - Simultankirche, seit der

Reformationszeit von evangelischer und

katholischer Konfession gemeinsam genutzt

Domstift mit Domschatzkammer

Reichenturm, auch Schiefer Turm genannt,

mit 1,44 Metern aus dem Lot geraten

Stadtmuseum Bautzen – Stadt- und Regionalgeschichte

der Sächsischen Oberlausitz

Gedenkstätte Bautzen – Gedenkstätte für die Opfer poli-

tischer Gewaltherrschaft in den Bautzener Gefängnissen

Saurierpark – 200 lebensgroße Saurierplastiken u. v. m.

Stadt der Türme

Sorbische Kultur und Bräuche

Sorbisches Museum

Deutsch-Sorbisches Volkstheater mit Burgtheater

Sorbisches National - Ensemble

Sorbischer Ostereiermarkt

Osterreiterprozession am Ostersonntag

Sorbische Kulturinformation

Bautzener Spezialitäten

Bautz‘ner Senf

Sorbische Ostereier

Bautzen per Rad


Spree-Radfernwanderweg

Sächsische Städteroute

Stadtführung per Fahrrad

Kontakt

Tourist-Information Bautzen-Budyšin

Hauptmarkt 1, 02625 Bautzen

Tel.: +49 (0) 3591 42016 oder 19433

Fax: +49 (0) 3591 464499

touristinfo@bautzen.de

www.bautzen.de

v. l. n. r.: Eingangsportal des Domstiftes, Alte Wasserkunst und Michaeliskirche, Brunnenfi gur Ritter Dutschmann, Dom St. Petri mit Rathaus, Sorbisches Nationalensemble


Görlitz

IHollywood

die schöne Alte als Paris-Kulisse für den Historienfi lm „In

m Jahr 1071 wurde sie als „villa goerelic“ erstmals erwähnt, die

Stadt an der Neiße. Doch von Falten keine Spur. 2003 entdeckte

80 Tagen um die Welt“. Nein, Vergleiche mit den schönsten Städten

der Welt muss Görlitz nicht scheuen. Eindrucksvoll empfängt sie ihre

Besucher mit einer geschlossenen Altstadt. Hier trifft das verzückte

Touristenauge im Sekundentakt auf Reichtümer aus Spätgotik, Re-

naissance und Barock. Ehrfürchtig surrende Kameras halten Einma-

ligkeiten fest: einen fl üsternden Torbogen, den ältesten deutschen

bürgerlichen Renaissancebau namens Schönhof und begehbare

Wehranlagen aus kriegerischen Vorzeiten. 4000 Einzeldenkmale be-

herbergt Görlitz. Darunter auch eindrucksvolle Gründerzeitviertel und

Jugendstilbauten, wie das einzig erhaltene Großkaufhaus deutscher

Warenhausarchitektur.

Was treiben eigentlich die Ururenkel der reichen Görlitzer Tuchmacher

und Händler? Spucken in die Hände und pfl egen ihr Städtchen mit einer

Liebe, die anderswo nur Vorgärten erfahren. Feiern rauschende Feste

mit mittelalterlichen Spielleuten und bauen am neuen Europa: Mit ein

paar Schritten über die Neiße treffen sich Görlitzer und Zgorzelecer.

Einst vereint, durch den Krieg geteilt, werkeln nun beide Seiten an der

gemeinsamen Europastadt. Bei einem Abstecher in den polnischen Teil

entdecken Besucher die imposante Oberlausitzer Gedenkhalle und

das Wohnhaus des berühmten Theosophen Jacob Böhme – einem der

größten Söhne von Görlitz.

Europastadt Görlitz/Zgorzelec

Görlitzer Highlights:

Schönhof, ältestes datiertes Renaissance-Bürger-

haus in Deutschland – heute zeigt das Schlesi-

sche Museum darin seine Ausstellungen

Heiliges Grab – die Grabkapelle ist eine

originalgetreue Kopie der hochmittelalterlichen

Begräbnisstätte Christi in Jerusalem

Jacob Böhme – „Philosophus teutonicus“–

berühmtester Sohn der Stadt, fand auf dem

Nikolaifriedhof seine letzte Ruhestätte

tägliche Stadtführungen durch die

historische Altstadt

„Orgel.punkt 12“ – in St. Peter und Paul erklingt

zur Mittagsstunde für 40 Minuten die

Sonnenorgel, mit Meditation und Information


Mit wenigen Schritten über die Altstadtbrücke

ins polnische Zgorzelec

Görlitzer Feiertage

Jazztage Görlitz (Mai/Juni)

Europamarathon Görlitz-Zgorzelec (Juni)

Sommertheater (Uraufführung)

„Jacob Böhme und die Pest zu Görlitz“ (Juni/Juli)

Schlesischer Tippelmarkt (Juli)

Internationales Straßentheaterfestival ViaThea (August)

Görlitzer Altstadtfest (August)

Patrimonium Gorlicence und

Tag des offenen Denkmals (September)

Lange Nacht der Muse(e)n (September)

Schlesischer Christkindelmarkt (Dezember)

Kontakt

Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH

Görlitzinformation

Brüderstraße 1 · 02826 Görlitz

Tel.: +49 (0) 3581 4757-0

Fax: +49 (0) 3581 475727

e-mail: info@marketing-goerlitz.com

Internet: www.goerlitz.de

v. l. n. r.: Görlitzer Hallenhaus, Altstadtgastronomie, Neptunbrunnen, Untermarkt, Flüsterbogen, Sommertheater auf dem Untermarkt


Kamenz

E in Name elektrisiert Kamenz und seine Besucher: Gotthold

Ephraim Lessing. Schließlich stand die Wiege des großen

humanistischen deutschen Dichters 1729 in der heutigen Kreisstadt.

200 Jahre später begannen die Kamenzer zu Ehren ihres größten

Sohnes mit dem Bau des Lessinghauses. Seit 1962 richtet sich der

Fokus der internationalen Aufmerksamkeit auf die alle zwei Jahre

stattfi ndenden Lessing-Tage im Januar und Februar.

Kamenz ist aber mehr als Lessing. 1225 erstmals urkundlich durch den

Bischof von Meißen erwähnt, beeinfl ussten die strategisch günstige

Lage an der Handelsstraße „Hohe Straße“ und die Mitgliedschaft im

Sechsstädtebund die Entwicklung des westlausitzer Zentrums. Reste

der historischen Stadtbefestigung sind heute noch im Bereich der

Hauptkirche, der Mönchsmauer und am Roten Turm zu entdecken.

Zauberhafte Erlebnisse verspricht auch ein Besuch auf dem Hutberg.

Die Verbindung von idyllischer Natur, botanischen Kostbarkeiten und

kulturellen Höhepunkten lassen Jahr für Jahr Tausende zur Hutberg-

bühne pilgern.

Unmittelbar vor den Toren von Kamenz beginnt in nordöst-

liche Richtung das Kerngebiet der sorbischen Region. Ob

zu Fuß oder auf einem 72 Kilometer langen Radweg zwi-

schen Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz entdecken

Sie hier den Mythos der sorbischen Sagenfi gur

Krabat, die einst vom Schwarzen Müller in die

Kunst der Magie eingeführt wurde und später als

gutherziger Zauberer in der Region wirkte.

Kamenzer Highlights:

mittelalterliche Innenstadtstruktur

klassizistische Häuserfassaden

Rathaus im Neorenaissancestil

sakrale Kostbarkeiten: Hauptkirche St. Marien,

Katechismuskirche, St.-Just-Kirche und Klosterkirche

St. Annen mit wertvollen gotischen Schnitzaltären

Stadtführung „Auf Lessings Spuren“

Zeitreise zurück in das 18. Jahrhundert in die

Lebenswelt von G. E. Lessing

Besichtigung originaler Schauplätze seiner Kindheit

Kulinarische Spezialitäten

Kamenzer Würstchen

Lessing-Törtchen

Jägermeister Kräuterlikör

Kamenzer Museen laden ein

Lessing-Museum

stadtgeschichtliche Ausstellung im Malzhaus

Museum der Westlausitz (Elementarium und Sammel-

surium) mit interaktiven Ausstellungen zur Zoologie,

Geologie, Botanik, Archäologie und Kulturgeschichte

der Region

Die Lessingstadt

Jährliche Veranstaltungshöhepunkte

Kamenzer Lessing-Tage (Januar/Februar alle zwei Jahre)

Fest des 18. Jahrhunderts (Mai)

Rhododendron- und Azaleenblüte auf dem

Kamenzer Hutberg (Mai/Juni)

Konzerte auf der Hutbergbühne (Mai-September)

Kamenzer Forstfest (August)

Advents-Spectaculum (Dezember)

Ausfl ugstipps in die Umgebung

aktiv mit dem Fahrrad, z. B. auf dem Krabat-Radweg

oder der Sächsischen Städteroute

sorbisches Siedlungsgebiet im Nordosten

Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau

Pfefferkuchenstadt Pulsnitz


märchenhafte Kamelien in Königsbrück

Barockschloss in Rammenau

Kontakt

Kamenz-Information

Pulsnitzer Straße 11 · 01917 Kamenz

Tel.: +49 (0) 3578 379205

Fax: +49 (0) 3578 379291

E-mail: Kamenzinformation@Kamenz.de

Internet: www.kamenz.de

v. l. n. r.: Rathaus mit Andreasbrunnen, Blick vom Hutberg, Gotthold Ephraim Lessing, Hauptkirche St. Marien, Kamenzer Forstfest, beschauliche Gassen


Lauban - Luban

Z u Füßen des sagenumwobenen Isergebirges, im Tal des Flusses

Queis (Kwisa), liegt Lauban. Die Stadt erlebte im Verlauf

ihrer wechselvollen Geschichte seit 1220 die verschiedensten Herr-

scher aus Böhmen, Brandenburg und Sachsen.

Wie der gesamte Sechsstädtebund profi tierte der Ort bereits im

13. Jahrhundert von seiner Lage an den wichtigen europäischen Han-

delswegen. Tuchmacher, Weber, Färber und Bierbrauer trugen den

Ruhm Laubans über die mächtige Stadtmauer hinaus. Besonders die

süffi gen Erzeugnisse der Brauereien sorgten in ganz Schlesien und

der Lausitz für feuchtfröhliche Gelage.

Die grausamen Stunden der Geschichte – von den Hussitenkriegen bis

zum Zweiten Weltkrieg - haben Spuren in Lauban hinterlassen. In den

letzten Kriegsmonaten 1945 kämpften einige deutsche Divisionen bis

zum bitteren Ende in der Stadt an der Queis. 60 Prozent der Gebäude

wurden zerstört. Infolge der Gebietsveränderungen nach dem zweiten

Weltkrieg wurde aus Lauban Lubań und gehört seitdem zu Polen.

Auch wenn durch die Expansion der Stadt zu Beginn des 19. Jahrhun-

derts und die Kriegsfolgen ein Großteil der historischen Wehranlagen

und Tore zerstört wurde, können Besucher auch hier den alten Ruhm

des Sechsstädtebundes hautnah erleben. Teile der ehemals imposan-

ten 2,40 Meter dicken Stadtmauer mit ihren halbrunden Basteien ge-

hören noch immer zu den Sehenswürdigkeiten Laubans, ebenso wie

der Brüderturm (Baszta Bracka) aus dem 14. Jahrhundert oder das

imposante, rund 500jährige Rathaus.

Die polnische Stadt im Sechsstädtebund

Laubaner Highlights:

Kulturhaus

Dreifaltigkeitskirche

Laubaner Regionalmuseum

Sporthalle, Hallenbad, Tennisplätze, Stadion

Rathaus mit Hallen, Portalen, prächtigen Türeinfassungen

Der Brüderturm (Baszta Bracka)

Salzhaus (Dom Solny)

Natur erleben

Wander- und Fahrradwege

Grüner Pfad und Blauer Pfad

Lehrpfad: Der Pfad erloschener Vulkane

Angeln im Queis, der „Perle“ niederschlesischer Flüsse

107 Naturdenkmäler:

z. B. Park und Basaltkegel auf dem Steinberg

59 Brutvogelarten, darunter gefährdete Arten

Freizeitanlage für Camping, Zelten und Wassersport

Kontakt

Stadtinformation Lubań

ul. Bracka 12 · PL-59-800 Lubań

Tel: +48 75 6464474 · Tel/Fax: +48 75 7222541

E-Mail: it@luban.pl

Internet: www.sudety.it.pl

v. l. n. r.: Markt, Mittelschiff in der Dreifaltigkeitskirche, Rathaus, Brüderturm,

Bracka Straße, Element auf dem „Das Haus unter dem Schiff“


Löbau

I n Löbau schlägt das Herz des Sechsstädtebundes, denn hier im

geographischen Mittelpunkt der Oberlausitz wurde die Allianz

gegründet. Vergangene Epochen werden bei einer Entdeckungsrei-

se durch Löbau schnell lebendig. Die aufwändig sanierte Innen-

stadt mit Nikolaikirche, dem einzigartigen Rathaus und stolzen

Bürger- und Handelshäusern ist dabei beliebter Ausgangspunkt

für einen Stadtrundgang.

Vielen alten Gemäuern haben die Löbauer modernes, prickelndes

Leben eingehaucht. Exemplarisch dafür steht das Kulturzentrum

Johanniskirche, das Besuchern während des gesamten Jahres mit

Veranstaltungen der unterschiedlichsten Couleur unvergessliche

Stunden beschert.

Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt, lädt das international

renommierte „Haus Schminke“ zu einem Rundgang ein. 1933 von

Professor Hans Scharoun im Stil der Moderne errichtet, beherbergt es

heute ein Architektur- Kultur- und Begegnungszentrum mit vielfälti-

gen Veranstaltungen.

Europaweit Einmaliges hüten die Stadtbewohner auf ihrem Hausgip-

fel, dem Löbauer Berg. Inmitten idyllischer Natur ragt der einzige

gusseiserne Turm des alten Kontinents in den Oberlausitzer Himmel.

Genießen Sie den herrlichen Blick in die Weiten dieses malerischen

Landstrichs und peilen Sie von hier aus Ihr nächstes Ausfl ugsziel an.

Löbauer Highlights:

Technik

Besichtigung Gusseiserner Turm

Dampfl okfahrt und -besichtigung

Kunst

Kulturzentrum Johanniskirche

Galerie Arkadenhof

Kulturquartier Wilhelm-Leuschner-Platz

Geschichte/Architektur

Einziger Gusseiserner Aussichtsturm Europas

Führung Haus Schminke

Museumsbesichtigung und -führung

Historische Ratsaktenlesung

Natur

Wandern und Radeln durchs Land-

schaftsschutzgebiet Löbauer Berg

Die Stadt am Berge

Sagen und Bräuche

Sagenwanderungen für die Familie

Osterschießen am Gusseisernen Turm

Erlebnis – Sport und Aktion

Kegeln, Bowling, Tennis


Freibad mit Nachtschwimmen

Dance-Center und Diskothek

Kartbahn, Dart und Billard

Veranstaltungshöhepunkte

Turmfest

Stadtfest

Altmarktfest

Osterhasen- und Wichteltag

Hexenfeuer

Jugendtheatertreffen des Sechsstädtebundes

Maschinenhaustage für Eisenbahnfans

Kontakt

Löbau- Information

Altmarkt 1 · 02708 Löbau

Tel.: +49 (0) 3585 450140

Fax: +49 (0) 3585 450141

E-mail: tourist-info@svloebau.de

Internet: www.loebau.de

v. l. n. r.: Kulturzentrum Johanniskirche, Jahrmarkt am Rathaus, Haus Schminke, Stadtpfeiffer, Löbauer Innenstadt, Gusseiserner Aussichtsturm, König-Albert-Bad


Zittau

Wohl nirgends sind sich altes und neues Europa so nah wie

hier. Zittau liegt im Dreiländereck zu Tschechien und Po-

len, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hrádek nad Nisou und Bogatynia.

Damit setzt die Stadt ihre Tradition als Tor zwischen den Kulturen fort.

Durch ihre exponierte Lage am Zugang zu den böhmischen Gebirgspäs-

sen entwickelte sich Zittau im 17./18. Jahrhundert zu einer der wohlha-

bendsten Handelsstädte Sachsens und wurde von den Bündnispartnern

des Sechsstädtebundes ehrfurchtsvoll „die Reiche“ genannt.

Fast scheint es wie ein Gemälde, wie sich die Türme der über 760jähri-

gen Stadt vor der Kulisse des Zittauer Gebirges erheben. Stein für Stein

erzählt die liebevoll sanierte und komplett erhaltene Altstadt ihre klei-

nen und großen Episoden. Geschichtsträchtige Kirchen, Handelshäuser,

Brunnen und Denkmale teilen sich mit malerischen Ruheplätzen und

grünen Oasen die historischen Plätze in seltener Harmonie. So ist an die

Stelle der einst umkämpften Stadtmauer eine idyllische Parkanlage – der

„Grüne Ring“ – getreten.

Zittau beherbergt für Besucher zwei besondere Schätze: Im Museum

„Kirche zum Heiligen Kreuz“ haben Sie die Gelegenheit, das „Große

Zittauer Fastentuch (1472)“ zu besichtigen. Das 6,80 Meter breite und

8,20 Meter hohe velum quadragesimale zeigt 90 Motive des Alten und

Neuen Testaments. Nicht weniger beeindruckend ist das „Kleine Zittauer

Fastentuch (1573)“, welches seit dem Jahr 2006 im kulturhistorischen

Museum Franziskanerkloster zu bewundern ist. Zittau ist damit die ein-

zige Stadt, die zwei vollständig erhaltene mittelalterliche Fastentücher

besitzt und sie den Besuchern ständig zeigen kann.


Zittau - die Stadt der Fastentücher

Zittauer Highlights:

Kunst und Architektur

„Großes Zittauer Fastentuch (1472)“

im Museum „Kirche zum Heiligen Kreuz“

„Kleines Zittauer Fastentuch (1573)“ im

kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster

Geschlossene Ringbebauung um den historischen

Altstadtkern („Grüner Ring“)

Marktplatz mit Rathaus im Stil eines

italienischen „Palazzo Grande“ (1845)

Zittauer Salzhaus von 1511 – einer der größten

Speicherbauten in Deutschland

Blumenuhr mit Fleischerbastei und Glockenspiel

aus Meißner Porzellan


Klassizistisches Schinkel-Denkmal „St. Johannis“

Veranstaltungshöhepunkte

Zittauer Gebirgslauf- und Wandertreff

(dritter Sonntag im April)

„Spectaculum Citaviae“ – Mittelalterliches

Theaterspektakel (Mittwoch vor Himmelfahrt)

Neiße Filmfestival (Mai)

Zittauer Klosterfest (Himmelfahrt)

Zittauer Stadtfest (erstes Wochenende im Juli)

Mandau Jazz (September)

Zittau erleben

Rundgang entlang des seit 1914 bestehenden

„Zittauer Kulturpfad“ mit 52 Sehenswürdigkeiten

„Sagenhaft – Die Mittelalterliche Stadtführung in Zittau“–

Szenen und Begebenheiten aus früheren Jahrhunderten

an Originalschauplätzen mit Originalfi guren

„Mit dem Zittauer Nachtwächter unterwegs“ –

Stadtführung einmal anders

Ausfl ugsziele in und um Zittau

Tier- und Freizeitpark im Weinaupark

Freizeitoase „Olbersdorfer See“

Zittauer Gebirge mit Lausche, Hochwald und Töpfer

als höchsten Erhebungen

mit der 115-jährigen dampfl okbetriebenen

Zittauer Schmalspurbahn zu den Kurorten Oybin

und Jonsdorf im Zittauer Gebirge

Grenzübergänge in und um die Stadt nach Polen

und Tschechien (PKW und Fußgänger)

Kloster St. Marienthal in Ostritz

Herrnhut – Ursprungsort der weltweiten Brüderunität

Kontakt

Tourist-Information Zittau

Markt 1 (Rathaus) · 02763 Zittau

Tel.: +49 (0) 3583 752137-8 · Fax: +49 (0) 3583 752149

E-Mail: tourist-info@zittau.de · Internet: www.zittau.de

v. l. n. r.: Blick zum Schinkel-Denkmal St. Johannis, Großes Zittauer Fastentuch (1472), Markttreiben am Rathaus,

Detail Rolandbrunnen, Stadtsilhouette aus Richtung Zittauer Gebirge (Süden), Marstall mit Herkulesbrunnen


Oberlausitzer

Sechsstädtebund

Aus dem Reiseprogramm:

Görlitz: Stadtrundfahrt, Rundgang

mit dem Görlitzer Stadtwächter und

schlesisches Essen in einem Görlit-

zer Altstadtlokal

Zittau: Stadtrundgang, Besichtigung

„Großes Zittauer Fastentuch“, Fahrt

ins Zittauer Gebirge

Löbau: Konventessen mit histori-

scher Ratsaktenlesung

Lauban: Stadtführung und Fahrt ins

Isergebirge (Besuch Bad Flinsberg

und Burg Tzschocha)

Bautzen: Stadtführung durch die

1000-jährige Altstadt und Mittag

„Zu Gast bei den Sorben“

Kamenz: Besuch im Lessing-Muse-

um, der Kamenzer Hutberg – ein Er-

lebnis aus Rhododendronblüten und

Rockmusik, zu Gast beim Zauberer

Krabat, Kloster St. Marienstern – le-

bendige Geschichte seit 750 Jahren

Impressum

Herausgeber:

Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH

Arbeitsgruppe Oberlausitzer Sechsstädtebund

Tzschirnerstraße 14a • 02625 Bautzen

Telefon: +49 (0) 3591 48770 • Telefax: +49 (0) 3591 487748

Internet: www.oberlausitz.com • E-Mail: info@oberlausitz.com

3. veränderte Aufl age, 20.000 Stück

Redaktionsschluss: März 2007

Konzeption und Innenseitenlayout:

Werbeagentur DIE PARTNER GmbH, Görlitz

Karte:

Werbung Kroemke, MGO, Marung & Bähr

Druck:

Druckerei Schütz, Kamenz

Fotografi en:

DIE PARTNER GmbH • Foto-Steinborn GmbH

Frank Neumann • Jürgen Matschie • André Wucht

Rene Pech • Matthias Weber • Dietmar Berthold

Jens Böhme • art Archiv • Ulrich Pilz • Dietmar Damzog

Rainer Große • Barbara Schultz

Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Archiv des Sorbischen Nationalensembles

Archiv der MGO • Ratsarchiv Görlitz


Oberlausitzer

Sechsstädtebund

Aus dem Reiseprogramm:

Görlitz: Stadtrundfahrt, Rundgang

mit dem Görlitzer Stadtwächter und

schlesisches Essen in einem Görlit-

zer Altstadtlokal

Zittau: Stadtrundgang, Besichtigung

„Großes Zittauer Fastentuch“, Fahrt

ins Zittauer Gebirge

Löbau: Konventessen mit histori-

scher Ratsaktenlesung

Lauban: Stadtführung und Fahrt ins

Isergebirge (Besuch Bad Flinsberg

und Burg Tzschocha)

Bautzen: Stadtführung durch die

1000-jährige Altstadt und Mittag

„Zu Gast bei den Sorben“

Kamenz: Besuch im Lessing-Muse-

um, der Kamenzer Hutberg – ein Er-

lebnis aus Rhododendronblüten und

Rockmusik, zu Gast beim Zauberer

Krabat, Kloster St. Marienstern – le-

bendige Geschichte seit 750 Jahren

Impressum

Herausgeber:

Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH

Arbeitsgruppe Oberlausitzer Sechsstädtebund

Tzschirnerstraße 14a • 02625 Bautzen

Telefon: +49 (0) 3591 48770 • Telefax: +49 (0) 3591 487748

Internet: www.oberlausitz.com • E-Mail: info@oberlausitz.com

3. veränderte Aufl age, 20.000 Stück

Redaktionsschluss: März 2007

Konzeption und Innenseitenlayout:

Werbeagentur DIE PARTNER GmbH, Görlitz

Karte:

Werbung Kroemke, MGO, Marung & Bähr

Druck:

Druckerei Schütz, Kamenz

Fotografi en:

DIE PARTNER GmbH • Foto-Steinborn GmbH

Frank Neumann • Jürgen Matschie • André Wucht

Rene Pech • Matthias Weber • Dietmar Berthold

Jens Böhme • art Archiv • Ulrich Pilz • Dietmar Damzog

Rainer Große • Barbara Schultz

Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Archiv des Sorbischen Nationalensembles

Archiv der MGO • Ratsarchiv Görlitz

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