Geschäftsbericht für das Jahr 2007 - Stadtwerke Velbert

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Geschäftsbericht für das Jahr 2007 - Stadtwerke Velbert

Geschäftsbericht 2007


Kennzahlen der Gesellschaft 2007 2006 Bilanzsumme Mio. EUR 119,3 109,6 Anlagevermögen Mio. EUR 66,5 73,5 Investitionen Mio. EUR 6,4 7,9 Stammkapital und Rücklagen Mio. EUR 75,6 75,6 Umsatzerlöse Mio. EUR 126,5 129,6 Ausgleichszahlen an außenstehende Gesellschafter Mio. EUR 1,4 2,2 Gewinnabführung Mio. EUR 3,9 2,6 Stromabgabe MWh 515.821 515.369 Gasabgabe MWh 726.808 767.620 Wasserabgabe Mio. m³ 3,7 4,2 Badegäste Anzahl 465.243 554.397 Mitarbeiter Anzahl 270 274 Einwohner des Strom- und Gasversorgungsgebietes Anzahl 86.350 86.831 Wasserversorgungsgebietes Anzahl 70.146 70.466


Inhaltsverzeichnis 2 Vorwort der Geschäftsführung 4 Bericht des Aufsichtsrats 6 Organe der Gesellschaft 10 Kundenberatung 14 Badebetriebe 18 Lagebericht 34 Bilanz 36 Gewinn und Verlustrechnung 37 Anhang 2007 42 Entwicklung des Anlagevermögens 44 Bestätigungsvermerk Geschäftsbericht 2007 1


Vorwort der Geschäftsführung Liebe Kunden, Anteilseigner und Mitarbeiter, Partner und Freunde der Stadtwerke Velbert GmbH, das vergangene Jahr 2007 war von einer intensiven Diskussion über Energiepreise und einem sich verschärfenden Wettbewerb im Endkundengeschäft geprägt. Zunehmende Preissensibilität und die Forderung nach mehr Preistransparenz machen es angesichts steigender Wechselquoten mehr denn je erforderlich, den Kunden von den Leistungen des Unternehmens zu überzeugen. Die anhaltende Debatte über einen drohenden Klimawandel gepaart mit klaren politischen Zielvorgaben zum Klimaschutz waren weitere bestimmende Themen des letzten Jahres. Die Kundenzufriedenheit steht dabei im Fokus der Stadtwerke Velbert GmbH. Eine aktive Verbundenheit mit der Stadt Velbert und den Menschen, ein lebendiger und offener Dialog sowie ein konsequentes ökologisches Handeln beschreiben dabei das Wertesystem, nach dem wir unser Unternehmen ausrichten. So wichtig wie die Fokussierung auf den Kunden ist der Blick auf die internen Kosten und Prozesse im Unternehmen und deren laufende Optimierung. Angesichts spürbarer Kürzungen bei den Netznutzungsentgelten und absehbar noch zunehmender Erlöseinbußen im Rahmen der Einführung der Anreizregulierung ab 2009 gilt es, die eigene Kostenposition weiter zu verbessern. Im Jahr 2007 wurde diesbezüglich ein Projekt mit den sehr ähnlich aufgestellten Stadtwerken aus Remscheid und Solingen unter enger Einbindung der kommunalen Anteilseigner gestartet, um die Möglichkeiten einer Kooperation zu untersuchen. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Wandels in der Energiebranche freuen wir uns, dass sich die Stadtwerke Velbert GmbH im Geschäftsjahr 2007 weiter gut im Markt behauptet hat. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsatzerlöse aus Energie- und Wasserabgabe annähernd konstant gehalten werden. Aufgrund des schlechten Sommers sind die Erlöse aus dem Verkauf von Eintrittskarten für unsere Bäder um 14,1 % gesunken. Mit einem Jahresgewinn nach Steuern in Höhe von 5,3 Mio. EUR haben wir erneut ein gutes Ergebnis realisiert. Wir wissen, dass Erfolg von vielen Schultern getragen und teils sehr hart erarbeitet werden muss. Wir freuen uns deshalb darüber, dass die beschriebenen Herausforderungen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Gemeinschaftsaufgabe verstanden und aktiv angegangen werden. Für den hohen Einsatz und das Engagement möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken. i 96 Jahre Stromversorgung 114 Jahre Gasversorgung 116 Jahre Wasserversorgung 20 Jahre Betrieb der Bäder 2 Stadtwerke Velbert GmbH


Ein weiterer Dank gilt natürlich unseren Kunden und Anteilseignern für ihr ungebrochenes Vertrauen. Wie bereits erwähnt, engagiert sich die Stadtwerke Velbert GmbH unabhängig von globalen und nationalen Energiethemen für die Belange der Stadt Velbert und übernimmt dabei gesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung. Als Arbeitgeber für 270 Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Auszubildende sowie als Auftraggeber für zahlreiche Firmen aus Velbert und Umgebung repräsentieren wir einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region. Neben finanziellen Abgaben wie Ergebnisabführung, Konzessionsabgabe und Gewerbesteuer leistet die Stadtwerke Velbert GmbH zudem einen beachtlichen Beitrag zu Veranstaltungen und Projekten in den Bereichen Kultur, Bildung, Sport und Freizeit. Um unsere Position im verschärften Wettbewerb weiter zu festigen, werden wir die geplanten Investitionen zügig und präzise umsetzen und neue Aufgaben und Projekte entschlossen und engagiert in Angriff nehmen. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre unseres Geschäftsberichtes. Mit freundlichen Grüßen Heinz-Werner Thissen Erster Geschäftsführer Ralph Güther Geschäftsführer Wolfgang Zak Geschäftsführer (bis 30.06.2007) Geschäftsbericht 2007 3


Aufsichtsrat Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Velbert GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen und konnte seine gesetzlich vorgeschriebene Kontrollfunktion gegenüber der Geschäftsführung wahrnehmen und die im Rahmen der satzungsmäßigen Zuständigkeit obliegenden Entscheidungen treffen. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Unternehmensplanung, die strategische Entwicklung des Unternehmens, den Gang der laufenden Geschäfte und die wirtschaftliche Lage informiert. Zudem hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Optimierung des Risikomanagementsystems in seiner Sitzung vom 13.06.2007 über die wesentlichen Risiken der Stadtwerke Velbert GmbH informieren lassen. Im Geschäftsjahr 2007 hat der Aufsichtsrat in fünf Sitzungen mündliche Berichte und schriftliche Beschlussvorlagen der Geschäftsführung eingehend diskutiert. Besondere Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat waren vor allem die wirtschaftliche Lage durch die Auswirkungen der neuen rechtlichen Vorgaben wie die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes und die Verordnungen zum regulierten Netzzugang und zum Netznutzungsentgelt. Insofern wurden Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vom Aufsichtsrat mehrfach diskutiert und beraten. Wesentlicher Bestandteil der Beratungen war hierbei die aktuelle Entwicklung der weltweit gestiegenen Energiepreise und ihre Auswirkungen auf die Ertragslage sowie auf die Absatz- und Beschaffungssituation der Stadtwerke Velbert GmbH und die damit verbundene Tarifgestaltung in den einzelnen Versorgungssparten Weitere bedeutende Themen der Aufsichtsrats sitzungen waren insbesondere die Beratungen zum Kooperationsprojekt Rheinisch-Bergischer Stadtwerke-Verbund (RBSV) mit den Werken aus Remscheid und Solingen sowie zur Beendigung der horizontalen Kooperation zwischen der Wuppertaler Stadtwerke AG und der Stadtwerke Velbert GmbH. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 wurden von der gemäß Aufsichtsratsbeschluss vom 04. Dezember 2007 zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EversheimStuible Treuberater GmbH, Düsseldorf, geprüft und der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss, den Anhang und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen sind keine Einwände gegen den Jahresabschluss, den Anhang und den Lagebericht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss in der von der Geschäftsführung vorgelegten Form und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, diesen festzustellen. Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurde ebenfalls gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz vom Abschlussprüfer geprüft. Es ergaben sich keine Beanstandungen. 4 Stadtwerke Velbert GmbH


Der Aufsichtsrat spricht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung für ihre im Geschäftsjahr 2007 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Velbert, den 18. Juni 2008 Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Velbert GmbH Stefan Freitag Bürgermeister der Stadt Velbert Geschäftsbericht 2007 5


Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Stefan Freitag, Dipl.-Verwaltungswirt Vorsitzender/Bürgermeister Manfred Bolz, Techniker stellv. Vorsitzender Volker Bajorat, Meister Arbeitnehmervertreter Volker Dittgen, Techniker (bis 14.08.2007) Vertreter der WSW AG Klaus Gericke, Dipl.-Volkswirt (bis 14.08.2007) Vertreter der WSW AG Volker Hahner, Meister Arbeitnehmervertreter Markus Heins, Techniker Arbeitnehmervertreter Mark Hirche, Dipl-Ing. Ratsmitglied Andreas Hofestädt, Techniker Arbeitnehmervertreter Bernd Rasche, Techniker Arbeitnehmervertreter Andreas Scheidt, Techniker (vom 21.02.2007 bis 14.08.2007) Vetreter der WSW AG Markus Schlomski, Industriekaufmann (bis 21.02.2007) Vetreter der WSW AG Klaus Schmitz, Techniker Ratsmitglied Dr. Matthias Schütte Vertreter der RWE Rhein-Ruhr AG Helmut Seiltgens, Pensionär Ratsmitglied Achim Südmeier, Dipl-Ing. Vertreter der RWE Rhein-Ruhr AG Hans-Joachim Wagner, Betriebswirt Ratsmitglied Barbara Wendt, Hotelkauffrau Ratsmitglied Peter Oentrich, Techniker Ratsmitglied 6 Stadtwerke Velbert GmbH


Geschäftsführung Dipl.-Volksw. Heinz-Werner Thissen Erster Geschäftsführer Dipl.-Ing. Ralph Güther Dipl.-Ing. Wolfgang Zak (bis 30.06.2007) Geschäftsbericht 2007 7


11:12 Uhr, Spaß im Panoramabad 8 Stadtwerke Velbert GmbH


Kundenberatung und -information Badebetriebe Geschäftsbericht 2007 9


Kundenberatung Kundenberatung und -information Im Rahmen der täglichen Informations- und Beratungstätigkeit ging es in den Kundencentern im Jahr 2007 im Wesentlichen um An- und Abmeldungen, Fragen zur Tarifwahl, Möglichkeiten der effizienteren Energienutzung, Heizungsmodernisierung, Verleih von Strommessgeräten und allgemeinem Informationsbedarf zur Energie- und Wasserthematik. Deutlich dominierten in den Kundenbüros allerdings im abgelaufenen Geschäftsjahr Fragen zu Energiepreiserhöhungen im Allgemeinen und Preisänderungen in Velbert im Speziellen. Durch die verschiedenen evivo- Sonderabkommen konnte vielen Kunden ein günstigerer Strom-Vertrag angeboten werden. Gerade aufgrund der Vielzahl an Mitteilungen zu Stromund Gaspreisen, zu Energiepreiserhöhungen und durch die Aufforderungen zum Wechsel des Energieversorgers in den Medien war der Informations- und Beratungs bedarf im Geschäftsjahr 2007 zeitweise extrem hoch. Um diese hohe Anzahl an telefonischen Kundenanfragen bewäl tigen zu können, bediente die Stadtwerke Velbert GmbH sich gegen Ende des Jahres versuchsweise eines Überhang- Call-Centers für den tariflichen Bereich. Die Wechselbereitschaft der Velberter Kunden stieg gegenüber den Vorjahren stark an, vor allem auch durch besonders günstige Strompreise einiger Online-Anbieter. Die zum Teil extrem niedrigen Preisangebote einiger Online-Anbieter können von der Stadtwerke Velbert GmbH nicht erwidert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Kunden einen besonderen Service vor Ort zu bieten, eventuell das Dienstleistungsangebot zu erweitern, auf den persönlichen Service hinzuweisen und insbesondere die Bedeutung und Besonderheit der örtlichen Stadtwerke für die Stadt Velbert im Gegensatz zu den überregionalen Strom- und Gasanbietern in der Öffentlichkeit hervorzuheben und bekannter zu machen. Energieeffizienzprogramm zur Gebäudesanierung Gemeinsam mit anderen Stadtwerken der Region hat die Stadtwerke Velbert GmbH ein Energieeffizienzprogramm zur Gebäudesanierung entwickelt. Neben finanziellen Zuschüssen zu unabhängigen Beratungsprogrammen in Höhe von 25 bzw. 50 Euro gab es kostenlose Informationsveranstaltungen im Haus der Stadtwerke zu den Themen „Energieausweis“, „Energetische Gebäude sanierung“, „Moderne Heizungstechnik“ und „Schimmelpilz“. Dieses kostenlose Angebot stieß auf großes Interesse und alle durchgeführten Vorträge waren entsprechend gut besucht. Dies verdeutlicht, dass ein erheblicher Bedarf an Informationen zu Fragen der Energieeffizienz besteht. Das Förderprogramm zur Vor-Ort- und Start-Beratung läuft im Jahr 2008 weiter. Für die Heizperiode 2008/2009 sind wiederum verschiedene Informationsveranstaltungen für unsere Kunden in Planung. Durchführung und Abschluss Thermografie Die zu Beginn der Heizperiode 2006 gestartete Sonderaktion Thermografie kam im Frühjahr 2007 zum Abschluss. Aufgrund der milden Wetterverhältnisse konnten die Aufnahmen erst Ende Februar/Anfang März erfolgen. Mit einer Informationsveranstaltung für alle angemeldeten Kunden wurde die Aktion erfolgreich abgeschlossen. Rund 60 Interessenten nahmen an der Sonderaktion teil. 10 Stadtwerke Velbert GmbH


Aufgrund des guten Ergebnisses und der positiven Erfahrung mit dem durchführenden Unternehmen wurde dieses Gebäudescanning zu Sonderpreisen auch zu Beginn der Heizperiode 2007 als Bestandteil des Energieeffizienzprogramms wieder gestartet. Erneut gab es Zuschüsse für die ersten 50 Teilnehmer. Insgesamt wurden rund 90 Gebäude, darunter viele Mehrfamilienhäuser, für diese Sonderaktion angemeldet. Die Thermografieaufnahmen erfolgten zu Beginn des Jahres 2008. Die Thermografie ermöglicht es, Wärmebrücken und energetische Schwachstellen am Gebäude aufzu spüren und Ansatzpunkte für eine Gebäudesanierung zu verdeutlichen. Umweltunterricht an Velberter Grundschulen Die vierten Klassen aller Velberter Grundschulen bekamen die Gelegenheit – dank Finanzierung durch die Stadtwerke Velbert GmbH – kostenlos einen Umweltunterricht der Deutsche Umwelt Aktion e. V. an ihrer Schule zu nutzen. Das Thema Energie (Strom erzeugung, Kraftwerke, Umweltauswirkungen, Energiesparmaßnahmen) stand im Mittelpunkt dieses umwelt pädagogischen Unterrichtes. Ziel war und ist es, bereits bei den Grundschülern klimabewusstes Handeln auf spielerische Weise zu verankern. Von den 36 angeschriebenen Schulklassen haben 29 an der Aktion teilgenommen, insgesamt waren es mehr als 700 Schülerinnen und Schüler. Aufgrund dieser positiven Resonanz soll dieses Unterrichtsangebot auch im kommenden Jahr an den Grundschulen wiederholt werden. Energiegeladene Schülerinnen und Schüler beim Umweltunterricht an Velberter Grundschulen Geschäftsbericht 2007 11


Kundenberatung Glückliche zweite Sieger: das Schülerkochteam der Realschule Kastanienallee Erdgaspokal der Schülerköche Das bereits 2006 gestartete Projekt Erdgaspokal der Schülerköche nahm 2007 seinen weiteren Verlauf. Das Schülerteam der Realschule Kastanienallee war äußerst erfolgreich und schlug sich im Wettbewerb auf hohem Niveau bis zur Teilnahme am Landesfinale in Paderborn. Leider mussten die Schülerköche sich dort der Konkurrenz geschlagen geben. Von den teilnehmenden vier Schülermannschaften erzielten sie mit ihrem kreativen Drei- Gänge-Menü, der wunderbaren Tisch dekoration und ihrer Präsentation den zweiten Platz. Über den Wettbewerb wurde ausführlich in der regionalen Presse berichtet. Neben diesem erfolgreichen Abschluss im Wettbewerb kann zusätzlich als positiv gewertet werden, dass zwei der teilnehmenden Schüler in ihrem Berufswunsch gestärkt wurden und diese Projektteilnahme auch bei der Ausbildungsplatzsuche einsetzen konnten. Sie haben nach dem Schulabschluss im Sommer eine Ausbildung zum Koch begonnen. Fazit der Stadtwerke Velbert GmbH: eine Unterstützung bei speziellen Schulprojekten kann für Schülerinnen und Schülern eine Hilfestellung bei der Berufsfindung darstellen und auch bei der Ausbildungsplatzsuche hilfreich sein. Projekte dieser oder ähnlicher Art sollen deshalb auch zukünftig an den Schulen gefördert und unterstützt werden. Ferienaktion Wassermuseum Aquarius Inzwischen schon traditionell, führt die Stadtwerke Velbert GmbH in den Sommerferien mit Unterstützung der RWW eine Ferienaktion im Wassermuseum Aquarius durch. Auch im Geschäftsjahr 2007 hatten sich wieder 9 – 12-jährige Kinder im Rahmen der Aktion Ferienspaß für Kids (organisiert von der Stadt Velbert) zur Wasserrallye angemeldet. Aufgeteilt in Kleingruppen galt es für die Kinder, Fragen zum Wasser zu beantworten. Die Lösungen fanden sie auf den verschiedenen Ebenen bei der Erkundung des Wassermuseums. Die An- und Abreise nach Mülheim erfolgte per Bus. 12 Stadtwerke Velbert GmbH


Bürgerführungen im Wasserwerk Kettwig Die Führungen im RWW-Wasserwerk Essen-Kettwig wurden dank Hilfe der RWW auch im Geschäftsjahr 2007 durchgeführt. Velberter Bürger hatten die Gelegenheit, sich über die Trinkwassergewinnung und -aufbereitung an der Ruhr im Allgemeinen und des Velberter Trinkwassers im Besonderen vor Ort zu informieren. Neben den öffentlich ausgeschriebenen Terminen gab es zusätzlich Führungen für spezielle Interessengruppen und Schulklassen. Hier scheint es vor allem wichtig, Schülerinnen und Schüler für die Einzigartigkeit des Wassers und einen vernünftigen Umgang damit zu sensibilisieren. Teilnahme Immobilienmesse Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert Traditionell nahmen die Stadtwerke auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder an der jährlich im Frühjahr stattfindenden Immobilien-Messe der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert mit einem Messestand zum Sonderthema „Energiesparen“ teil. Die Mitarbeiter der Stadtwerke informierten über Möglichkeiten einer effizienten Energienutzung und zeigten Energiespar-Möglichkeiten auf. Jubiläum des Forums Niederberg Das Forum Niederberg feierte 2007 sein 25-jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten wurden von der Stadtwerke Velbert GmbH finanziell unterstützt und am Jubiläumstag waren die Stadtwerke auch mit einem Informationsstand vor Ort vertreten. Geschäftsbericht 2007 13


Badebetriebe Besucher und Badgeschehen Gesundheit, Fitness, Entspannung – ein paar Stunden Abschalten vom Alltag: Das waren auch 2007 die wesentlichen Motive der Gäste für den Besuch der Velberter Bäder. Die Badesaison 2007 war gekennzeichnet durch beträchtliche, wetterbedingte Schwankungen, die sich stark in den monatlichen Besucherzahlen – speziell im Freibad bereich – niederschlugen. Die Freibadsaison fiel buchstäblich ins Wasser. Bundesweit verzeichneten die Badbetreiber zum Vorjahr einen Besucherrückgang von 35 %; in NRW sogar von 60 %. In 2007 besuchten insgesamt 55.857 Gäste (2006: 151.421) die Velberter Freibäder. Dieser Rückgang ist einzig auf den regnerischen Sommer zurück zu führen. Wie in den letzten Jahren wurde das Freibadangebot witterungsabhängig angeboten. Dies führte 2007 aufgrund der verregneten Monate Mai und August zu einer sehr kurzen Außen-Saison. Die Öffnungsvariante, bei kühlem Wetter nur ein eingeschränktes Badeangebot vorzuhalten, trägt massiv zur Energieeinsparung bei. In 2007 war das Nizzabad an 70 Tagen und das Panoramabad an 106 Tagen geöffnet. In den Hallenbädern (inklusive Ganzjahresbad) konnte in 2007 eine leichte Steigerung um 6.410 Gäste auf insgesamt 409.386 Besucher (2006: 402.976) erzielt werden. Die Monate Januar bis April und Oktober sind dabei die bestbesuchten Monate in den Hallenbädern. Zu den stärksten Besuchertagen zählen die wöchentlichen Warmbadetage und die weit über die Stadtgrenzen bekannten Schwimm- Möglichkeiten an Wochenenden und Feiertagen. Erfreulich ist die Zunahme bei den Erwachsenen, die Frühschwimmzeiten ab 6.30 Uhr und nach 18.30 Uhr werden immer besser angenommen. Für diese Schwimmzeiten gibt es ein neues Angebot: „Schnurlos“ – Sportschwimmen auf extra reservierten Bahnen. Für unsere Gäste wurde auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Veranstaltungs- und Kursprogramm zusammengestellt. Veranstaltungen wie: „Immer auf der Matte bleiben“, PRO NIZZA Triathlon, School-out Party, Nichtschwimmerfreie Zone, Aquakino, Poolparty sowie Infotage in den Bädern wurden gut angenommen. Unser Fitness-Angebot umfasste: Kinder- / Erwachsenenschwimmkurse, Babyschwimmen, Aqua-Fitness, Hydropower, Aqua-Boxing, XXL Kids, Aqua-Jogging und Wassergymnastik. Die Teilnehmerzahl bei den Aqua-Fitness Kursen konnte – trotz des großen allgemeinen Angebotes im Fitnessbereich in und um Velbert – weiter gesteigert werden. Hydropower und Aqua-Boxing Kurse sind ausgebucht. Insgesamt nutzten 1.318 Gäste die Angebote im Wasserfitnessbereich. Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Fitness-Studio PRO VITA Velbert nutzten weitere 6.400 Gäste die Bäder. Damit besuchten in 2007 insgesamt 465.243 Gäste die Velberter Hallen- und Freibäder – 2006 waren es 554.397 Besucher. 14 Stadtwerke Velbert GmbH


Schulsport Allen Velberter Schulen stehen Schwimmzeiten zur Verfügung. In direkter Abstimmung zwischen Schulleitung und Bäderabteilung werden Belegungswünsche und Schulsportveranstaltungen koordiniert. Die Schülerzahlen sind dabei leider weiter rückläufig (2007: 53.825 / 2006: 58.283). Um die Schwimmausbildung von Schülern zu verbessern, wurde die Aktion „Nichtschwimmerfreie Zone Velbert“ gestartet. Hier bietet die Stadtwerke Velbert GmbH den Schulen besondere Schwimmkurse an, die auf die Bedürfnisse und Stundenplanung abgestimmt sind. Vereinsschwimmen Unverändert gegenüber 2006 wurden auch den Vereinen dieselbe Anzahl an Übungsstunden zur Verfügung gestellt. Die Ortsgruppen der DLRG und die Schwimmvereine haben konstante Besucherzahlen; leicht rückläufig sind die Anzahl der Mitglieder aus den Tauchsportvereinen und der Behinderten-Sportgemeinschaft Velbert. Gebäudeunterhaltung Auch das Jahr 2007 war von Modernisierungen der Bäderlandschaft geprägt. Erhaltung der Bausubstanz und kleinere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung wurden ausgeführt. Im Nizzabad ist der Beach-Volley- Ball-Bereich nun wettkampftauglich. Über neue Liegeund Spielflächen verfügt der Pfützenbereich am Spielplatz. In der Halle konnten wir den Kleinkinderbereich „Nizzaland“ fertig stellen sowie den gesamten Sanitärbereich erneuern. Das Freibad in Neviges verfügt jetzt über einen Bistroplatz. Im Parkbad sind die Wandflächen am Lehrschwimmbecken neu gestaltet worden. Ein „Piratenschiff“ mit interaktiven Spielmöglichkeiten steht unseren kleinen Gästen nun zur Verfügung. Auch eine kleine „Muckibude“ mit „Stepper“, „Ruderbank“ und „Reißmaschine“ befindet sich neu im Außenbereich; der Strömungs kanal im Erlebnis becken wurde den aktuellen Sicherheits bedingungen angepasst. Alle Blockheizkraftwerke und Heizkesselanlagen erhielten regelmäßige Wartungen und technische Modifizierungen zur sparsamen Energieerzeugung. Ausblick Alle Schwimmbadbetreiber im Bergischen Land und in den Nachbarstädten versuchen ihre Bäder mit unterschiedlichsten Mitteln zu positionieren und preiswert zu betreiben. Halbherzige Angebote wie ungeheizte Freibadbecken, Reduzierung von Öffnungszeiten, Bad in Trägerschaft von Vereinen und/oder Schlüsselgewalt beobachtet man immer öfter im Umkreis. Diese Tendenzen sind kritisch zu bewerten. Einerseits führen solche Ansätze zum Verfall sozialer Strukturen, Sportvereine verlieren Trainingsorte und eine amateurhafte Betreibung der komplexen Anlagenteile eines Bades durch Ehrenamtliche führen zu Verlusten bzw. Schädigung der Gebäudesubstanz. Der Schwimmgast nimmt sehr schnell solche Einschneidungen bei der Qualität des Angebotes und beim Service wahr und sucht sich schnell neue sportliche Betätigungen oder andere Schwimmstätten. Mit einer Angebotserweiterung – in einem bezahlbaren Rahmen – und Kostentransparenz aller Aufgaben könnten Bäder wirtschaftlicher werden. Hierzu zählen u.a.: • Wetter abhängige Öffnungen der Freibadbereiche • Verdichtung der Wasserflächen durch Parallelbetrieb • Öffnung der Stadtteilbäder für externe (gewerbliche/ Vereine/Betriebssportgruppen) Nutzer • Kurse, Kurse, Kurse • Optimierung der technischen Gebäudeteile speziell im Bereich Energieeinsatz Wir in Velbert stellen uns dieser Herausforderung und freuen uns auf Ihren Besuch! Geschäftsbericht 2007 15


16:33 Uhr, Backen mit Mama 16 Stadtwerke Velbert GmbH


Lagebericht Geschäftsbericht 2007 17


Lagebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die Weltwirtschaft ist auch 2007 dynamisch gewachsen. Allerdings verstärkte sich im Jahresverlauf der Einfluss der Krise am US-Hypothekenmarkt. In den meisten Industriestaaten verlor der Aufschwung daher an Kraft; in den Schwellenländern dagegen setzte er sich nahezu ungebremst fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Euro-Zone 2007 lag auf inflationsbereinigter Basis um rund 2,5 % über dem Vorjahreswert. Motor der Konjunktur war bei steigender Kapazitätsauslastung die Investitionstätigkeit. Positive Beschäftigungseffekte stützten den privaten Konsum. In Deutschland wuchs die Wirtschaft real ebenfalls um rund 2,5 %. Aufgrund gestiegener Ertragskraft und guter Auftragslage erhöhten die Unternehmen ihre Ausrüstungsinvestitionen. Die Exporte legten nicht mehr ganz so stark zu wie im Vorjahr, weil sich der Euro gegenüber dem US-Dollar erheblich verteuerte. Der Konsum entwickelte sich trotz verbesserter Beschäftigungslage nur schwach. Experten führen dies u. a. auf die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 zurück. Auf unsere operative Geschäftsentwicklung haben sich die dargestellten Konjunkturbewegungen nur begrenzt ausgewirkt. Der Energieverbrauch reagiert auf Änderungen des BIP generell unterproportional. Die wirtschaftliche Dynamik schlägt sich dabei vor allem in der Nachfrage von Industrieunternehmen nieder; bei Haushalten hängt der Energieverbrauch hauptsächlich von den Witterungsverhältnissen ab. Wirtschaftliche Entwicklung in der Region Düsseldorf Der Aufschwung in der Region Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein hat zwar an Dynamik verloren, der IHK- Geschäftsklimaindex bewegt sich allerdings nach wie vor auf hohem Niveau. Ursache der konjunkturellen Beruhigung ist in erster Linie die abgeschwächte Dynamik der Binnennachfrage. Berichteten im Spätsommer 2007 noch 68,0 % der Betriebe von steigenden Auftragseingängen aus dem Inland, so ist dieser Anteil auf 40,0 %, bei den Auslandsorders von 63,0 % auf 50,0 % zurückgegangen. Die dadurch etwas nach lassende konjunkturelle Dynamik betrifft sowohl die Industrie, den Großhandel als auch die produktionsnahen Dienstleistungs unternehmen. Angesichts der guten Auftragslage sind die industriellen Produktionskapazitäten mit 85,6 % mehr als gut ausgelastet. Der Auslastungsgrad ist gegenüber dem Spätsommer sogar um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Dies ist umso beachtlicher, als das Produktionspotenzial insgesamt größer geworden ist, denn seit gut zwei Jahren wird auch am eigenen Standort wieder spürbar in neue Kapazitäten investiert. 42,0 % der Unternehmen wollen auch im laufenden Jahr ihre Ausgaben für Inlandsinvestitionen erhöhen oder konstant halten. Die gute konjunkturelle Lage sowie die weiteren Perspektiven führen auch zu einer Akzentverschiebung bei den Investitionsmotiven. Während die Rationalisierung mit 52,0 % der Nennungen an Bedeutung verliert, wollen 75,0 % der Unternehmen in neue Produkte und Verfahren investieren. Und für fast 40,0 % spielt auch die Kapazitätsausweitung eine bedeutende Rolle. Der Aufschwung hält auch auf dem Arbeitsmarkt an. So melden 36,0 % der Unternehmen zusätzliche Einstellungen, nur bei 18,0 % ist die Beschäftigung zurückgegangen. Diese erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung hat inzwischen fast die gesamte Breite der Wirtschaft erreicht – lediglich der Einzelhandel meldet einen negativen Beschäftigungssaldo. Ende des Jahres 2007 lag die Inflationsrate bereits bei 2,8 % und hat sich seitdem – trotz Wegfall des Basiseffektes der Mehrwertsteuererhöhung – nur um 0,1 Prozentpunkte verringert. 18 Stadtwerke Velbert GmbH


Wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Mettmann Im Kreis Mettmann erweist sich zu Jahresbeginn 2008 der Aufschwung als stabil. Das Konjunkturklima ist unverändert gut. Die Nachfrage von Produkten und Dienstleistungen aus dem Kreis Mettmann ist hoch und steigt weiter. Konjunktureller Spitzenreiter im Kreis Mettmann ist, wie auch schon im Spätsommer 2007, der Großhandel. Diese Branche befindet sich mit einem Positivsaldo der Geschäftslage von über 80 Prozentpunkten nach wie vor in hervorragender Verfassung. Auch bei den Geschäftserwartungen überwiegen die optimistischen Großhändler mit 55 Prozentpunkten. Erneut am Ende des Konjunkturzuges befindet sich der Einzelhandel. Zeichen der guten Konjunkturlage sind eine starke Kapazitätsauslastung und eine hohe Arbeitskräftenachfrage. Für den regionalen Arbeitsmarkt bedeutet das eine fortgesetzte Erholung. Fast jedes zweite Unternehmen beschäftigt bereits mehr Mitarbeiter als vor Jahresfrist. Branchensituation Nachfrage- und Preisentwicklung Milde Temperaturen in der ersten Jahreshälfte dämpften die Nachfrage nach Strom und Gas. Daneben regte das hohe Energiepreisniveau zu einem sparsameren Verbrauch an. Gegenläufig wirkte die gute Konjunktur im Industriesektor. In Deutschland lag der Stromverbrauch 2007 etwa auf Vorjahresniveau. Der witterungsbedingt niedrigeren Nachfrage für Heizzwecke standen positive Effekte durch die expandierende industrielle Produktion gegenüber. Beim Erdgas waren die Verbrauchsmengen um 5,0 % rück läufig. Hier kam der verringerte Heizwärmebedarf wesentlich stärker zum Tragen. Ölpreise auf Rekordniveau Die Notierungen an den internationalen Rohölmärkten haben im Laufe des Jahres stark angezogen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent, der im Januar 2007 noch bei rund 50 USD gelegen hatte, erreichte im Dezember die vorläufige Rekordmarke von 96 USD. Im Jahresdurchschnitt kostete das Barrel Brent 72 USD und damit 11,0 % mehr als im Vorjahr. Mitte Mai 2008 lag der Barrel-Preis bereits über der Marke von 120 USD, was einem weiteren Anstieg von über 25,0 % seit Jahresbeginn entspricht. Ausschlaggebend für das noch moderate Preisniveau zum Jahresbeginn 2007 waren die ungewöhnlich milden Temperaturen. Sie dämpften den Verbrauch von Öl und Gas und ließen die Rohölvorräte ansteigen. Im weiteren Jahresverlauf machte sich jedoch zunehmend der Nachfragedruck aus den asiatischen Schwellen ländern bemerkbar. Hinzu kamen preiserhöhende Effekte auf der Angebotsseite: Als sich im Laufe des ersten Quartals 2007 der Konflikt zwischen den USA und dem Iran verschärfte, befürchteten die Marktteilnehmer Engpässe bei Öllieferungen aus der arabischen Welt. Weiterhin brachten Unruhen in Nigeria große Teile der dortigen Ölproduktion zum Erliegen. Zum Jahresende 2007 beunruhigten bürgerkriegsähnliche Zustände in Pakistan die Märkte. Die Mitgliedstaaten der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder) ergriffen keine wirksamen Maßnahmen, um den Preis anstieg nachhaltig zu bremsen. Importpreise für Erdgas unter Vorjahresniveau Die kontinentaleuropäischen Gasnotierungen werden in starkem Maße von der Preisentwicklung am Ölmarkt bestimmt – allerdings mit einer Verzögerung von mehreren Monaten. Die Preise für Erdgasimporte nach Deutschland gaben bis zur Jahresmitte 2007 nach und zogen dann wieder deutlich an. Sie waren durchschnittlich 7,0 % niedriger als 2006. Im Endkundengeschäft war die Preisentwicklung gleichmäßiger. Für Industrie kunden haben sich Gasbezüge leicht verbilligt, für Privat haushalte dagegen etwas verteuert. Steinkohlepreise auf Rekordniveau Neben Rohöl hat sich auch Steinkohle im zurückliegenden Jahr massiv verteuert. Ende 2007 notierte die metrische Tonne im Rotterdamer Spothandel mit 127 USD (inkl. Fracht und Versicherung) gegenüber 67 USD zu Jahresbeginn. Im Berichtszeitraum kostete sie Geschäftsbericht 2007 19


Lagebericht durchschnittlich 89 USD und damit 39,0 % mehr als 2006. Vor allem der hohe Rohstoffbedarf in Indien und China sowie Transport-Engpässe in Südafrika und Australien trieben die Preise nach oben. Außerdem haben sich die Entgelte für Seefrachten stark erhöht. Die Standardroute Südafrika– Rotterdam wurde 2007 mit durchschnittlich 32 USD je Tonne abgerechnet. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahr; zeitweise wurde sogar die Marke von 50 USD überschritten. Dazu beigetragen haben Abfertigungsstaus für Seeschiffe in den australischen Kohle häfen, durch die sich die verfügbare Hochseeflotten-Kapazität verringerte. Der Preis für deutsche Steinkohle wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt. Er folgt der Entwicklung an den internationalen Märkten, allerdings mit einer Verzögerung von einigen Monaten. Die BAFA-Notierungen lagen in den ersten drei Quartalen 2007 bei 65 EUR je Tonne Steinkohleeinheit. Für das vierte Quartal werden 77 EUR veranschlagt. Damit liegt der BAFA-Preis für 2007 merklich über dem Vorjahreswert (62 EUR) – ohne die Dollar-Schwäche gegenüber dem Euro wäre er noch stärker gestiegen. CO 2 -Emissionshandel: Preisverfall bei Zertifikaten für 2007 Der bereits 2006 beobachtete Preisverfall bei CO 2 - Emission srechten für das Jahr 2007 setzte sich fort. Die Notierungen hatten Anfang 2007 noch bei 6,50 EUR je Tonne CO 2 gelegen. Sie fielen im Februar erstmals unter die Ein-Euro-Marke; zum Jahresende betrugen sie gerade noch zwei Cent. Im Markt hatte sich die Erwartung durchgesetzt, dass den Unternehmen in der ersten Handelsperiode (2005 bis 2007) in ausreichendem Umfang Zertifikate zur Verfügung stehen würden. Bestätigt wurde diese Einschätzung durch die Emissionsbilanzen der EU- Länder für 2005 und 2006. In beiden Jahren war der CO 2 - Ausstoß der vom Emissionshandel erfassten Anlagen in Summe niedriger als die Zahl der vergebenen Zertifikate. Für die zweite Handelsperiode (2008 bis 2012) wird dagegen mit einer deutlichen Verknappung der Zertifikate gerechnet. Hintergrund ist, dass die nationalen Allokationspläne ab 2008 zum Teil erhebliche Kürzungen bei den Emissionsobergrenzen vorsehen. Dies zeigt sich in den Preisen der Emissionsberechtigungen für 2008, die im zurückliegenden Geschäftsjahr mit durchschnittlich 20 EUR je Tonne CO 2 gehandelt wurden. Die starken Preisunterschiede zwischen 2007er- und 2008er- Zertifikaten konnten deshalb zustande kommen, weil Emissionszertifikate für die erste Handelsperiode nicht in die zweite Handelsperiode übertragen werden dürfen. Weiterhin hohe Preise im Terminhandel mit Strom Die Entwicklung an den europäischen Strom-Großhandelsmärkten wurde maßgeblich von den hohen Brennstoffpreisen geprägt. Ein wichtiger Einflussfaktor war auch der CO 2 -Emissionshandel. Darüber hinaus zeigt sich in der Entwicklung der Terminpreise, dass die Marktteilnehmer mit langfristig knapper werdenden Stromerzeugungskapazitäten rechnen. Im kurzfristigen Spothandel kamen preisdämpfende Witterungseffekte zum Tragen. Im Spothandel an der deutschen Energiebörse EEX wurden Grundlastkontrakte im Jahresdurchschnitt mit 38 EUR und Spitzenlastkontrakte mit 56 EUR je Megawattstunde (MWh) abgerechnet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 ist das ein Rückgang um 25,0 % bzw. 23,0 %. Hier schlug sich der Preisverfall bei Emissionszertifikaten für 2007 nieder. In der ersten Jahreshälfte sorgten auch die milden Temperaturen und ein hohes Windenergie- Aufkommen für niedrige Stromnotierungen. Im Herbst zogen die Preise allerdings wieder merklich an, u. a. aufgrund des Stillstands mehrerer deutscher Kernkraftwerke und vermehrter Stromexporte nach Frank reich, wo Streiks und Revisionen die Kraftwerksverfügbarkeit beeinträchtigten. Im deutschen Strom- Terminhandel waren die Notierungen wesentlich höher als am Spotmarkt, was u. a. auf die Preisdifferenzen im CO 2 - Emissionshandel zurückzuführen ist. Wer sich 2007 für das Folgejahr mit Strom eindeckte, musste durchschnittlich 56 EUR je MWh (Grundlast) bzw. 79 EUR je MWh (Spitzenlast) bezahlen. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 kostete ein 2007er-Terminkontrakt 55 EUR bzw. 81 EUR je MWh. Die Entwicklung der Strompreise für deutsche Endkunden stellte sich uneinheitlich dar. Industriekunden mussten durchschnittlich 2,0 % weniger bezahlen 20 Stadtwerke Velbert GmbH


als 2006. Hier machte sich die Preisentwicklung am Großhandels markt (insbesondere im Spot handel) bemerkbar. Die Entgelte für Haushalte und kleine Gewerbe betriebe erhöhten sich hingegen um 3,0 % bis 4,0 %. Generell preissteigernd wirkte die Anhebung der Mehrwertsteuer zu Jahres beginn. Hinzu kam, dass die Belastungen aus dem Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG) zunahmen. Nach dem EEG haben die deutschen Netzbetreiber für Strom einspeisungen aus regenerativen Quellen feste Vergütungs sätze zu zahlen, die zumeist erheblich über den Notierungen am Strommarkt liegen. Das Gesetz sieht dabei einen bundesweiten Ausgleichsmechanismus vor: Die gezahlten Vergütungen werden zunächst auf alle Netzbetreiber umgelegt und von diesen über den Strompreis an die Endkunden weiterberechnet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veranschlagt das EEG-Stromaufkommen 2007 auf etwa 67 Mrd. kWh. Das ist ein Drittel mehr als 2006. Stark zugelegt hat die Stromerzeugung aus Windkraft, Biomasse und Sonnenenergie. Gestiegen ist auch die Durchschnittsvergütung für Einspeisungen nach dem EEG. Sie lag 2007 bei geschätzten 11,06 Cent/kWh gegenüber 10,30 Cent/kWh im Vorjahr. Hier kommt die überproportionale Zunahme der Ein speisung von Solarstrom zum Tragen. Politische Rahmenbedingungen Das politische Umfeld ist ein Schlüsselfaktor für unser Geschäft. Im abgelaufenen Jahr stand die Ausgestaltung des europäischen CO 2 -Handelssystems für den Zeitraum von 2008 bis 2012 im Blickpunkt. Zudem hat die Europäische Kommission Anfang 2008 ihre Entwürfe zur CO 2 -Handelsperiode von 2013 bis 2020 und einen Richtlinienentwurf zur Förderung der erneuerbaren Energien vorgelegt. Auf nationaler Ebene war 2007 die Entscheidung für die Einführung der Anreizregulierung im deutschen Netzgeschäft zum 1. Januar 2009 besonders bedeutsam für uns. Spürbare Auswirkungen auf unser Geschäft kann auch die Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen haben, die Ende 2007 in Kraft getreten ist. Zuteilungsgesetz für deutschen Emissionshandel 2008 bis 2012 verabschiedet Der Deutsche Bundestag hat am 22. Juni 2007 den gesetzlichen Rahmen für die Zuteilung von Emissionsrechten in der zweiten CO 2 -Handelsperiode von 2008 bis 2012 beschlossen. Am 6. Juli 2007 gab auch der Bundesrat dafür grünes Licht. Deutschland kann ab 2008 jährlich Emissionszertifikate für 453 Mio. Tonnen CO 2 an Industrie und Versorger vergeben – rund 11,0 % weniger als in der abgelaufenen ersten Handelsperiode (2005 bis 2007). Während die energieintensiven Industrien (etwa Chemie, Zement und Stahl) weiterhin 98,75 % der benötigten Zertifikate gratis erhalten, wird die staatliche Zuteilung vor allem bei den Stromversorgern gekürzt. Weitere Belastungen für die Energieversorger ergeben sich dadurch, dass aus ihrem Kontingent jährlich Zertifikate für 40 Mio. Tonnen CO 2 versteigert werden. Die Berechtigungen werden nach einem Mischsystem auf Basis von Benchmarks und historischen Emissionen zugeteilt. Dabei werden brennstoffabhängige Emissionsnormwerte für Erdgas (365g CO 2 /kWh) und Kohle (750g CO 2 /kWh) angesetzt, die sich an der besten verfüg baren Technik orientieren. Eine gesonderte Benchmark für Braunkohlekraftwerke gibt es nicht. Die Zuteilung für ältere und damit ineffizientere Kraftwerke wird über eine Malusregelung zusätzlich gekürzt. Bei der Vergabe der Emissionsrechte wird für bestehende Anlagen die jahres durchschnittliche Auslastung in den Jahren 2000 bis 2005 zugrunde gelegt. Bei Neu anlagen werden sogenannte Standardauslastungsfaktoren verwendet, die bei Gas und Steinkohle 7.500 Stunden und bei Braunkohle 8.250 Stunden pro Jahr betragen. Anlagenbetreiber dürfen ihre Abgabeverpflichtungen auch mit Zertifikaten erfüllen, die sie durch Klimaschutzprojekte im Rahmen der Kyoto-Mechanismen „Clean Development Mechanism“ (CDM) und „Joint Implementation“ (JI) erworben haben. Die Bundesregierung hat hierfür eine auf die anlagenspezifische Zuteilungsmenge bezogene Obergrenze von 22,0 % eingeführt. Geschäftsbericht 2007 21


Lagebericht Europäische Kommission verabschiedet Klimaschutzpaket für den Zeitraum 2013 bis 2020 Am 23. Januar 2008 hat die Europäische Kommission ein Klimaschutzpaket für den Zeitraum von 2013 bis 2020 vorgestellt. Darin werden allen EU-Mitglieds ländern verbindliche Ziele für die Verminderung der Treibhausgas emissionen und den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch vorgeschrieben. Gegenüber dem Basisjahr 1990 sollen die Emissionen bis 2020 um 20,0 % gesenkt werden. Im gleichen Zeitraum soll der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergie verbrauch auf 20,0 % ansteigen. Die Fortführung von CDM/ JI-Projekten will die EU-Kommission an die Bedingung knüpfen, dass die Länder, in denen die Projekte durchgeführt werden, ein internationales Klimaabkommen für die Zeit nach 2012 ratifizieren. Die gesamte Zuteilungsmenge für den Zeitraum von 2013 bis 2020 deckt CO 2 -Emissionen von durchschnittlich 1,85 Mrd. Tonnen pro Jahr ab und fällt damit äußerst knapp aus. Zusammen mit der restriktiven Haltung zu CDM/JI-Projekten wird dies voraussichtlich zu hohen Preisen im Emissionshandel und damit zu einer weiteren Verteuerung von Strom führen. Zudem soll die Energiewirtschaft ab 2013 besonders belastet werden, da für sie eine vollständige Versteigerung der benötigten Emissionszertifikate vorgesehen ist. Die anderen Wirtschaftszweige müssen dagegen ab 2013 anfänglich nur 20,0 % ihres Bedarfs an Zertifikaten ersteigern, bis 2020 soll dieser Anteil auf 100,0 % steigen. Für energieintensive Unternehmen, die in besonderem Maße dem globalen Wettbewerb ausgesetzt sind und bei denen ein erhebliches Risiko einer Verlagerung von CO 2 -Emissionen in Drittländer vorliegt, sieht der Entwurf eine Ausnahme vor: Sie könnten weiterhin eine vollständig kostenlose Zuteilung der benötigten Menge erhalten. Auf eine genaue Definition der Branchen will sich die Kommission allerdings erst 2010 festlegen. EU spricht sich für „Ownership Unbundling“ im Transportnetz-Geschäft aus Im vergangenen Jahr hat die EU-Kommission ein umfangreiches Energiepaket einschließlich der entsprechenden Richtlinienvorschläge vorgestellt. Dieses Paket zielt darauf ab, den Wettbewerb im europäischen Energiemarkt zu stärken und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Zudem sollen die Kompetenzen der nationalen Regulierungsbehörden gestärkt werden. Die EU-Kommission hat darüber hinaus das Ziel, durch eine Agenda für die Zusammenarbeit der nationalen Regulierungsbehörden die Grundlagen für eine europäische Regulierungs instanz zu schaffen. Im Mittelpunkt des Richtlinienpakets stehen die Stromund Gastransportnetze. Die EU-Kommission strebt deren vollständige eigentumsrechtliche Abtrennung von den übrigen Geschäftsbereichen integrierter Versorgungsunternehmen an (Ownership Unbundling). Ihr Argument, dass dies positive Auswirkungen auf Wettbewerbsintensität und Investitionen im Netzgeschäft habe, ist allerdings empirisch nicht belegt und wissenschaftlich umstritten. Das Richtlinienpaket sieht alternativ die Möglichkeit vor, einen „Independent System Operator“ (ISO) für die Transportnetze einzuschalten: Hierbei würde das operative Geschäft auf einen unabhängigen Dritten übertragen, der nicht mit einem Erzeugungsunternehmen verbunden ist; Eigentümer der Netze bliebe der Energieerzeuger. Im Rahmen der aktuellen politischen Diskussion des Energie pakets werden zurzeit Alternativen zum Ownership Unbundling und zum ISO diskutiert. Inzwischen hat eine Gruppe von acht Mitgliedstaaten, darunter Deutschland und Frankreich, ein drittes Modell vorgelegt, das den freien Netzzugang und ausreichende Investitionen in die Netzinfrastruktur sicherstellt. Das Richtlinienpaket wird im Wege des Mitentscheidungsverfahrens im EU-Ministerrat und im Europäischen Parlament verhandelt. Da im Juni 2009 Neuwahlen für das Europäische Parlament anstehen und die Kommission danach neu besetzt wird, ist zu erwarten, dass das Paket spätestens Februar 2009 verabschiedet wird. Novellierung des deutschen Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen Am 22. Dezember 2007 ist eine Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in Kraft getreten. Ihr Ziel ist, die Missbrauchsaufsicht im deutschen Energiesektor wirksamer zu gestalten. Vorgesehen ist u. a. eine verstärkte staatliche Kostenkontrolle bei der Bildung 22 Stadtwerke Velbert GmbH


von Energiepreisen. Ferner ist es nunmehr Aufgabe der Energieversorger, die Angemessenheit ihrer Preise nachzuweisen; bisher lag die Beweislast beim Kartellamt. Des Weiteren sind kartellrechtliche Missbrauchsverfügungen neuerdings sofort und damit bereits vor ihrer gerichtlichen Klärung vollziehbar. Allerdings darf das Kartellamt weiterhin nur dann eingreifen, wenn der Unterschied zwischen den Preisen des betroffenen Unternehmens und der Vergleichsunternehmen erheblich ist. Bundesrat beschließt Anreizregulierungsverordnung im deutschen Netzgeschäft Der Bundesrat hat Ende September 2007 die Anreizregulierungsverordnung für die deutschen Strom- und Gasnetze verabschiedet. Nach der Zustimmung durch die Bundesregierung wurde die Verordnung Anfang November im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Einführung der Anreizregulierung ist für den 1. Januar 2009 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll sich die Kalkulation der Netzentgelte nicht mehr ausschließlich an den Kosten der jeweiligen Netzbetreiber orientieren; zusätzlich werden auch die Kosten von Netzbetreibern einfließen, die von der Bundesnetzagentur als vorbildlich angesehen werden (Effizienzniveau = 100,0 %). Die nicht als effizient eingestuften Gesellschaften müssen innerhalb von zwei Regulierungs perioden, die jeweils fünf Jahre umfassen, die Effizienz der Vergleichsunternehmen erreichen. Keinem Unternehmen soll ein Niveau von weniger als 60,0 % bescheinigt werden. Zusätzlich sieht die Verordnung eine von allen Unternehmen zu erbringende Effizienzsteigerung vor. Diese soll in der ersten Regulierungsperiode um 1,25 % p. a. und in der zweiten um 1,5 % p. a. über dem jährlichen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsfortschritt liegen. Reform der deutschen Unternehmensbesteuerung Mitte 2007 haben Bundestag und Bundesrat das deutsche Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedet. Aus dem Gesetz ergeben sich weit reichende Veränderungen, die sowohl die Gewinn- und Einkommensermittlung als auch die Ertragsteuertarife betreffen. Für 2008 verringert sich der durchschnittliche zusammengefasste Ertragsteuersatz der in Deutschland besteuerten Unternehmen von bisher rund 39,0 % auf etwa 31,0 %. Wesentliche Ereignisse Netznutzungsentgelte Strom und Gas Die Anträge auf Genehmigung der Netznutzungsentgelte für die Strom- und Gasversorgung wurden von der Velberter Netz GmbH termingerecht beim Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (Landesregulierungsbehörde) gestellt. Mit Bescheid vom 24. Mai 2007 wurde die Höhe der Netznutzentgelte für Strom ab dem 01. Juni 2007 genehmigt. Die Netznutzungsentgelte Gas wurden mit Bescheid vom 15. November 2007 rückwirkend ab dem 01. Oktober 2007 genehmigt. Die Netznutzungsentgelte sind bis zum 31. Dezember 2008 gültig. Rheinisch-Bergischer Stadtwerke-Verbund Im Geschäftsjahr 2007 haben die Aufsichtsgremien der Stadtwerke Velbert GmbH die Beteiligung am Projekt „Rheinisch-Bergischer Stadtwerke-Verbund“ (RBSV) beschlossen. Gemeinsam mit den Stadtwerken aus Remscheid und Solingen sollte untersucht werden, ob und in welchem Ausmaß durch eine Fusion Synergie effekte realisiert werden können, die für den Fortbestand der beteiligten Unternehmen und deren Arbeitsplätze vor dem Hintergrund rückläufiger Einnahmen durch absinkende Netznutzungsentgelte und verschärften Wettb ewerb von entscheidender Bedeutung sind. Ende April 2008 stimmte der Rat der Stadt Velbert in einem Grundsatzbeschluss einer Fusion der drei Werke zu, die am 01. Januar 2009 vollzogen sein soll. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess Um den operativen Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern, setzt die Stadtwerke Velbert GmbH den eingeschlagenen Weg der Effizienzsteigerung und Anpassung an Markterfordernisse durch eine kontinuierliche Optimierung von Organisationsstrukturen, Prozessen und Steuerungssystemen fort. Geschäftsbericht 2007 23


Lagebericht Markt und Kunde Das Geschäftsjahr 2007 war für die Stadtwerke Vel bert GmbH ein zufriedenstellendes Jahr, wenngleich alle Sparten – mit Ausnahme der Sparte Strom – die Absatzzahlen des Vorjahres zum Teil deutlich verfehlten. Unternehmensstrategie Die Stadtwerke Velbert GmbH hat ihre Unternehmensstrategie im liberalisierten Energiemarkt bisher erfolgreich umgesetzt. Die Strategie, die sich aus der Liberali sierung entwickelnden Chancen zu nutzen und gleichzeitig die Risiken zu begrenzen, ist aufgegangen. Der Erfolg beruht dabei auf zwei Säulen: einer vorteilhaften Beschaffung von Strom, Gas und Wasser sowie einem kundenorientiertem Vertrieb. Eine Stärke unseres Unternehmens ist die starke lokale Verankerung und die Nähe zu unseren Kunden sowohl im Versorgungsbereich als auch bei den Bädern. Wir orientieren uns konsequent am Bedarf unserer Kunden und bieten wettbewerbsfähige Preise. Strom Unser Stromabsatz blieb mit einer nutzbaren Abgabe in Höhe von 515.821 MWh (einschließlich Netznutzung) im Berichtsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr 2006 (515.369MWh) nahezu unverändert, womit uns eine Festigung unserer Position in unserem lokalen Markt gelungen ist. Seit Beginn der Liberalisierung betrug die Wechselquote im Bundesdurchschnitt laut Verband der Elektrizitäts wirtschaft (VDEW) gut 7,0 % (Stand: August 2007). Die von der Stadtwerke Velbert GmbH versorgten Haushalte haben dabei nicht ganz so stark einen Wechsel zu einem anderen Energieversorgungsunternehmen voll zogen. Selbst bei den Industriekunden liegt unsere Wechsel quote noch immer deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 40,0 %. Gas Der gesamte Gasabsatz mit einer nutzbaren Abgabe in Höhe von 726.808 MWh sank gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %. Hauptursache für diese Entwicklung sind insbesondere witterungsbedingte Effekte in den Monaten Januar bis März und Oktober bis Dezember. Der Rückgang ist allerdings auch auf ein insgesamt sparsameres Verbraucherverhalten zurückzuführen. Wasser Im Berichtsjahr 2007 betrug die nutzbare Wasserabgabe 3,747 Mio. m 3 , was gegenüber dem Vorjahreswert (4,153 Mio. m 3 ) ein Rückgang von rund 9,8 % bedeutet. Der sinkende Pro-Kopf-Verbrauch, der das steigende Umweltbewusstsein widerspiegelt und den Trend der letzten Jahre fortschreibt, kann hier als Ursache angeführt werden. Bäder Insgesamt 465.243 Besucher nutzten von Januar bis Dezember 2007 das Ganzjahresbad sowie die beiden Hallen- und Freibäder in den Velberter Ortsteilen Mitte, Neviges und Langenberg. Dies entspricht einem Rückgang von rund 16,1 % gegenüber dem Vorjahreswert Entwicklung der Stromabsatzmenge (in GWh) 520 515 510 505 500 495 490 485 480 515 516 508 509 495 2003 2004 2005 2006 2007 24 Stadtwerke Velbert GmbH


in Höhe von 554.397 Besuchern. Ursache hierfür war der verregnete Sommer 2007, der den Freibädern sehr schlechte Besucherzahlen bescherte. Ertragslage Die gesamten Umsatzerlöse der Stadtwerke Velbert GmbH beliefen sich 2007 auf 126,5 Mio. EUR (2006: 129,6 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang beträgt damit rund 2,4 %. Das Ergebnis vor Ausgleichszahlungen und Gewinnabführung konnte hingegen aufgrund außerordentlicher Einflüsse um rund 12,5 % auf rund 5,3 Mio. EUR gesteigert werden (2006: 4,8 Mio. EUR). Umsatzerlöse Der Umsatz im Strombereich lag mit 68,5 Mio. EUR annähernd auf Vorjahresniveau (69,1 Mio. EUR). Hier spiegelt sich auch der relativ konstante Absatz wider. Unseren Strompreis mussten wir zum 01. Januar 2007 bezugskostenbedingt anheben. In der Sparte Erdgas wurden Umsatzerlöse von 48,0 Mio. EUR (Vorjahr: 50,9 Mio. EUR) erzielt, die – analog zur Entwicklung der Abgabemenge – rund 5,7 % unter dem Vorjahresniveau lagen. Jeweils zu Beginn des ersten und zweiten Quartals 2007 haben wir den Gaspreis wegen günstigerer Bezugskonditionen unserer Lieferanten senken können. Die erste Senkung wurde jedoch durch die Anhebung der Mehrwertsteuer aufgezehrt, so dass unsere Preise effektiv konstant blieben. Zum 01. Dezember 2007 war eine Preiserhöhung um 0,33 Cent/kWh unvermeidlich. Der Umsatz im Wassergeschäft stieg aufgrund einer zum 01. Januar 2007 durchgeführten Erhöhung des Wasserpreises trotz der deutlich gesunkenen Absatzmenge auf 9,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR). Dies entspricht einem Zuwachs in Höhe von rund 5,7 %. In der Sparte Bäder sanken die Umsatzerlöse auf 0,8 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr (0,9 Mio. EUR) entspricht dies einem Rückgang von 11,1 %. Grund dafür sind die gesunkenen Besucherzahlen in den Freibädern. Absatzzahlen der Stadtwerke Velbert GmbH nach Sparten Veränderung in % Sparte Absatzmenge 2007 gegenüber 2006 2006 gegenüber 2005 Strom 515,8 Mio. kWh* + 0,1 + 1,2 Gas 726,8 Mio. kWh - 5,3 - 2,0 Wasser 3,7 Mio. m³ - 9,8 + 1,7 Bäder 465,2 Tsd. Besucher - 16,1 + 9,5 *: einschließlich Netznutzung (142,7 Mio. kWh) Umsatzerlöse der Stadtwerke Velbert GmbH (ohne Energiesteuern) nach Sparten Angaben in % Sparte Umsatzerlöse 2007 gegenüber 2006 Anteil am Gesamtumsatz Strom 68,5 Mio. EUR - 0,9 54,2 Gas 48,0 Mio. EUR - 5,7 37,9 Wasser 9,2 Mio. EUR + 5,7 7,3 Bäder 0,8 Mio. EUR - 11,1 0,6 Gesamterlöse 126,5 Mio. EUR - 2,4 100,0 Geschäftsbericht 2007 25


Lagebericht Die sonstigen betrieblichen Erträge (ohne aktivierte Eigenleistungen) beliefen sich auf 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR). Sie enthalten im Wesentlichen die Erträge aus Betriebsführungen bzw. Geschäftsbesorgungen sowie Überschüsse aus Vermögensveräußerungen. Aufwendungen Der Materialaufwand, welcher sich aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und für bezogene Waren sowie aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen zusammensetzt, konnte insgesamt um rund 7,9 Mio. EUR (oder 8,1 %) auf 89,6 Mio. EUR abgesenkt werden. Zum einen machte sich hier erneut die Preissituation auf den Beschaffungsmärkten bemerkbar. Das weiterhin sehr hohe Preisniveau für Importkohle und Gas erhöhte insbesondere die Strombezugskosten erheblich. Der Abschluss eines neuverhandelten Gasliefervertrages trug dazu bei, dass der Bezugskostenanstieg im Gasbereich etwas milder ausfiel. Auch Betreiber von regenerativen Stromerzeugungsanlagen speisten Strom in unsere Stromnetze ein. Wir haben den Betreibern den Strom gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz (KWK-G) vergütet. Die bundeseinheitliche Zuteilungsquote und die Vergütungssätze für EEG stiegen im Berichtsjahr weiter an. Dies spiegelt sich in einem Anstieg der entsprechenden Strombezugskosten wider. Neben dem Bezugsaufwand beinhaltet diese Position im Wesentlichen die an die Velberter Netz GmbH zu entrichtenden Netznutzungsentgelte für Strom und Gas. Personal Der Personalbestand der Stadtwerke Velbert GmbH verringerte sich zum 31. Dezember 2007 geringfügig auf 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 274). Der gesamte Personalaufwand lag mit 12,7 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Beteiligungserträge Die von uns übernommenen anteiligen Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen lagen mit insgesamt 1.617,2 Mio. EUR um 13,3 % unter Vorjahresniveau (1.865,3 Mio. EUR). Ursache hierfür ist eine um 0,3 Mio. EUR geringere Gewinnausschüttung der Wuppertaler Stadtwerke AG. Hiervon unabhängig wurde die Beendigung der wechselseitigen Beteiligung zwischen der Wuppertaler Stadtwerke AG und der Stadtwerke Velbert GmbH notariell am 14. August 2007 vereinbart und kurzfristig umgesetzt. Bilanzergebnis Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im Berichtsjahr 2007 – bedingt durch außerordentliche Einflüsse – um rund 2,6 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR. Die Konzessionsabgabe wurde voll erwirtschaften. Sie belief sich – wie im Vorjahr – auf 5,4 Mio. EUR. Das Zinsergebnis lag auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. dem Cash Pool der Stadtkasse Velbert erforderten Zinsaufwendungen. Das Finanzergebnis der Stadtwerke Velbert GmbH konnte mit 2,4 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, obgleich die Erträge aus Beteiligungen mit rund 1,6 Mio. EUR um rund 0,3 Mio. EUR geringer ausfielen. Die sich im Wesentlichen aus den Steuerumlagen der Beteiligungsverwaltungsgesellschaft der Stadt Velbert mbH ergebende Belastung mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhte sich um 1,9 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss 2007 vor Ausgleichszahlungen und Gewinnabführung betrug im Berichtsjahr 5,4 Mio. EUR; das Vorjahresergebnis konnte damit um rund 0,6 Mio. EUR übertroffen werden. Die Eigenkapitalrendite auf Basis des Jahresüberschusses vor Ausgleichszahlungen und Gewinnabführung betrug im Geschäftsjahr 2007 rund 7,2 % (Vorjahr: 6,4 %). 26 Stadtwerke Velbert GmbH


Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2007 gegenüber dem Vorjahr (109,6 Mio. EUR) um 8,8 % auf 119,3 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen ist mit 62,3 Mio. EUR der größte Aktiv-Posten und typisch für die hohe Anlagenintensität eines Versorgungsunternehmens. Mit einem Anteil von 63,4 % (Vorjahr: 69,1 %) an der Bilanzsumme stand Ende 2007 – nach Abzug des ausschüttungsfähigen Gewinns – ein Eigenkapital in Höhe von unverändert 75,6 Mio. EUR zur Verfügung. Den Finanzierungsbedarf der Stadtwerke Velbert GmbH – hauptsächlich für Investitionen in das Sachanlagevermögen – konnten wir nahezu vollständig aus dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit und über kurzfristige liquide Mittel decken. Die Liquidität der Stadtwerke Velbert GmbH war während des gesamten Geschäftsjahres 2007 gesichert. Investitionen Das Investitionsvolumen der Stadtwerke Velbert GmbH war geprägt von Investitionen in die Netzbereiche. Im Jahr 2007 wurden 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR) investiert, um insbesondere die Versorgungssicherheit von Anlagen und Leitungsnetzen weiter zu erhöhen und auszubauen. Investitionen in Sachanlagen Im Berichtsjahr investierten wir 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) in die Stromversorgung. Wir nahmen Erweiterungen an Umspannwerken vor und sorgten für eine Ertüchtigung von Netzstationen im Versorgungsgebiet. Auch in Kabelverlegungen im Rahmen des Stahlsanierungsprogramms wurde umfangreich investiert. In die Gasversorgung flossen 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Hier wurden im Wesentlichen Stahlleitungen im Stadtgebiet (hauptsächlich in Velbert-Mitte) erneuert und Leitungsverlegungen vorgenommen. Wie im Vorjahr investierten wir in die Wasserversorgung insgesamt 1,8 Mio. EUR. Für die gemeinsamen Anlagen und die Unterhaltung der Badebetriebe in Velbert-Mitte, Neviges und Langenberg gaben wir insgesamt 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) aus. Anlagevermögen der Stadtwerke Velbert GmbH (Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) nach Sparten Angaben in % Sparte Buchwerte zum 31.12.2007 2007 gegenüber 2006 Anteil am Gesamtbuchwert Strom 17.221,3 TEUR + 2,7 26,8 Gas 17.479,5 TEUR + 5,1 27,3 Wasser 12.777,1 TEUR + 8,2 19,9 Gemein. Anlagen 7.114,1 TEUR - 4,5 11,1 Bäder 9.516,2 TEUR - 8,4 14,9 Gesamtbuchwert 64.108,2 TEUR + 1,7 100,0 Geschäftsbericht 2007 27


Lagebericht Den Finanzbedarf für die Investitionen konnten wir fast vollständig aus den Mitteln der laufenden Geschäftstätigkeit decken. Überhänge wurden über den Cash Pool der Stadtkasse Velbert abgewickelt. Verantwortung für Stadt und Region Die Stadtwerke Velbert GmbH ist in der Versorgungswirtschaft aktiv. Mit unseren attraktiven Bädereinrichtungen fördern wir die Gesundheit und Erholung der Menschen in unserer Region. Als Unternehmen in mehrheitlich kommunaler Hand nehmen wir unsere unternehmerische, soziale und ökologische Verantwortung sehr ernst und engagieren uns stark für die Stadt Velbert. Wir stellen Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung. Durch unsere bewusst regionale Einkaufspolitik vergeben wir zahlreiche Aufträge an die heimischen Unternehmen und Handwerksbetriebe. So bleibt der überwiegende Teil des Auftragsvolumens in der Region und sichert so Arbeitsplätze. Unsere Investitionskraft und unsere erfolgreiche Unternehmenspolitik ermöglichen uns auch ein besonderes Engagement im Umweltschutz. Wir kümmern uns um effiziente und rationelle Energie- und Wasserversorgung. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Nach Fertigstellung des Abschlusses für das Geschäftsjahr 2007 haben sich keine weiteren Geschäftsvorgänge ergeben, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Risikomanagement Risikomanagement hat das Ziel, frühestmöglich Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand der Stadtwerke Velbert GmbH gefährden könnten. Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) schreibt dessen Einrichtung zwingend vor. Wir haben unser Risikomanagementsystem in die internen Berichtsstrukturen integriert; es ist damit Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungs prozesses. Chancen und Risiken werden im Rahmen der langfristigen Unternehmensplanung, der jährlichen sowie der unterjährigen Berichte für alle Geschäftsaktivitäten beurteilt. Wir steuern unsere Geschäftsprozesse auf Basis der laufend fortgeschriebenen Wirtschaftsplanung, um eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegebenen falls Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung einzuleiten. Die kontinuierliche Früherkennung sowie Erfassung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erfolgt durch eine Risikoberichterstattung. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses identifizieren wir regelmäßig alle relevanten Risikopotenziale und bewerten sie nach ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintritts wahrscheinlichkeit. So ermöglichen wir eine systematische Analyse unserer Risikolage, die in einer computergestützten Risikodokumentation erfasst und fortgeschrieben wird. Die Führungs- und Aufsichtsgremien erhalten regelmäßig Informationen über die aktuelle Risikosituation. Die Wirtschaftsprüfer überprüfen das Risikomanagementsystem prozessunabhängig. 28 Stadtwerke Velbert GmbH


Risiken der künftigen Entwicklung Die wesentlichsten Risiken und Chancen für die Stadtwerke Velbert GmbH unterteilen wir in folgende Kategorien: Betriebsrisiken In den Verteilungsanlagen des Versorgungsbereiches betreiben wir technologisch komplexe Anlagen. Dies gilt ebenfalls für den Bäderbereich. Längere Betriebs störungen oder der Ausfall von Anlagen oder Komponenten könnten unsere Ertragslage beeinträchtigen. Den Ausfallrisiken begegnen wir, indem wir unsere Wartungs-, Instandhaltungs- und Erneuerungsprogramme kontinuierlich optimieren. Wir verbessern ständig die technischen Standards und schulen unser Betriebspersonal intensiv. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Komplexe Informationstechnologien erlangen in Unternehmen eine immer stärkere Bedeutung. Ihr Einsatz bedingt jedoch auch eine zunehmende Abhängigkeit. Ausfälle oder Störungen der Systeme können den Betrieb erheblich beeinträchtigen. Die Risiken im Datenverarbeitungsbereich sichern wir deshalb mit modernen Sicherungssystemen ab. Marktrisiken Neben den allgemeinen konjunkturellen Risiken ergeben sich infolge der Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes wettbewerbsbedingte Preis- und Absatzrisiken, aber auch neue Vermarktungschancen. Wir begegnen diesen Risiken mit geeigneten Preis- und Vertriebsstrategien, einem konsequenten Kostenmanagement sowie mit einem vorsichtigen Ansatz in der Planung der jeweiligen Sparte. Weitere Risiken entstehen aus dem politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld. Entwicklungen in diesen Bereichen können die Ertragslage der Stadtwerke Velbert GmbH erheblich beeinflussen: • Durch das neue Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) werden die Bedingungen des Netzzugangs und die Netz entgelte auf den Strom- und Gasmärkten reguliert. Die Entscheidungen der Regulierungsbehörden sehen bislang überwiegend eine Senkung der Netz entgelte vor. Die über die Bundesnetzagentur verfügte Absenkung der Netzentgelte hat Auswirkungen auf alle Energieversorgungsunternehmen und damit auch auf die Stadtwerke Velbert GmbH. • Ab dem Jahr 2009 soll die Anreizregulierung die bisherigen individuellen Netzentgeltgenehmigungen er setzen. Für die zukünftigen Verfahren der Anreizregulierung durch die Bundesnetzagentur (BNA) haben wir in unserer Wirtschaftsplanung einen mittleren Faktor zur Produktivitätssteigerung berücksichtigt. Ob dieser in den Verlautbarungen der BNA genannte Faktor den tatsächlich für die Stadtwerke Velbert GmbH zugrunde zu legenden Faktoren entspricht, ist derzeit weder bekannt noch ableitbar. • Strom- und Gaspreise werden weiterhin durch gesetzliche Maßnahmen belastet. Aus dem Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) und der Regelung zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWKG) ergibt sich das Risiko, die damit verbundenen höheren Kosten nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung an die Kunden weitergeben zu können. • Im Bereich des operativen Netzbetriebs besteht die Gefahr des Direktleitungsbaus, bei dem Kunden abwandern und somit Erlöse aus der Netznutzung verloren gehen. • In der Wasserwirtschaft hat das Europäische Parlament die Pflicht zur Ausschreibung für Wasserkonzessionen gefordert, nachdem es sich noch Anfang 2006 gegen die Liberalisierung ausgesprochen und der Alternative der Modernisierung zugestimmt hatte. Schwerpunkt dieses Modernisierungskonzeptes war unter anderem die Einführung eines freiwilligen Benchmarkings bei den Unternehmen der Wasserwirtschaft. • Nachteilige Auswirkungen kann auch der Verlust von Know-How-Trägern haben. Aufgrund der hohen Spezifität des Wissens und des Fehlens von quali fizierten Nachwuchs kräften ist adäquates Ersatzpersonal kaum kurzfristig verfügbar. Geschäftsbericht 2007 29


Lagebericht Geschäftspartnerrisiken Fremdanbieter liefern der Stadtwerke Velbert GmbH Materialien, Dienstleistungen, Anlagen und Anlagenkomponenten. Dadurch sind Lieferverzögerungen, Lieferausfälle und Qualitätsmängel der bezogenen Komponenten möglich. Dies kann zu Produktionsstörungen führen und unsere Ertragslage beeinflussen. Wir begrenzen derartige Risiken durch eine sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten und eine enge Zusammenarbeit mit ihnen. Darüber hinaus bestehen Risiken durch Zahlungsverzögerungen oder -ausfälle im Kundenbereich, die wir durch ein verstärktes Forderungsmanagement steuern und kontrollieren. Liquiditätsrisiken überwachen und steuern wir im Rahmen der kurz- und langfristigen Finanzplanung. Entwicklungen, die im Sinne des KonTraG bestandsgefährdend sein können oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Velbert GmbH wesentlich zu beeinträchtigen, liegen derzeit nach unserer Einschätzung nicht vor. Ausblick 2008 Für das Geschäftsjahr 2008 gehen wir von einer deutlichen Verschärfung des regulatorischen und wettbewerblichen Umfeldes sowohl im Strom- als auch im Gasgeschäft aus. Trotz der zunehmenden Wettbewerbsdynamik wollen wir unsere erfolgreiche Entwicklung fortsetzen. Dabei ist unsere Geschäftspolitik auf Verlässlichkeit und langfristige Kundenbindung ausgerichtet. Entwicklung der Ertragslage Für das Jahr 2008 streben wir einen auf dem Niveau des Jahres 2007 liegenden Umsatz an. Das Jahresergebnis wird allerdings durch verschiedene externe Faktoren beeinflusst werden. Insbesondere steigen die Quote und die Zuschlagssätze für den aus erneuerbaren Energien zu übernehmenden Strom weiter an. Niedrigere Entgelte aus der Netznutzung im Strom- und Gasbereich aufgrund der Genehmigungspraxis der Regulierungsbehörden werden sich auf unsere Ertragslage auswirken. Die höheren Bezugskosten für Strom und Gas belasten das Ergebnis zusätzlich. Strom Der Staatsanteil am Strompreis für Haushalte ist 2008 doppelt so hoch wie 1998 zu Beginn des Wettbewerbs im Strommarkt. Der Betrag für Steuern und Abgaben wuchs von gut 12 EUR auf knapp 25 EUR im Monat, und macht im Bundesdurchschnitt rund 40,0 % (1998: 25,0 %) der Stromrechnung eines Drei-Personen-Musterhaushalts aus. Der reine Strompreis – vor Steuern und Abgaben – beträgt 2008 beim Musterhaushalt rund 38 EUR im Monat und liegt damit auf dem Niveau von 1998. Die Lebenshaltungskosten sind dagegen in diesen zehn Jahren um mehr als 16,0 % gestiegen. Anfang April 2008 zahlt der Musterhaushalt durchschnittlich rund 63 EUR im Monat für Strom und damit etwa 4,0 % mehr als im Vorjahr. Im Stromgeschäft wollen wir unsere Marktstellung auf dem erreichten Niveau konsolidieren und mit verstärkten Vertriebsaktivitäten versuchen, die Verkaufsmengen an Sondervertragskunden zu steigern. Die Rohstoffpreise werden auch im Jahr 2008 weiter anziehen. Die anhaltend hohe weltweite Nachfrage wird die Preise auf einem hohen Niveau halten. Auch wir mussten unseren Strompreis bereits zum 01. Januar 2008 bezugskostenbedingt anheben. 30 Stadtwerke Velbert GmbH


Gas In der Gasversorgung erwarten wir stärker werdende Wettbewerbseinflüsse bei den Sondervertragskunden. Wir haben uns frühzeitig auf die Liberalisierung des Gasmarktes vorbereitet und entsprechend am Markt positioniert, um die sich aus dem Wettbewerb ergebenden Chancen zu nutzen. Im von zunehmendem Wettbewerb geprägten Gasmarkt wollen wir unsere Kunden mit unseren Stärken wie marktorientierten Preisen, optimierten Prozessen, Individualität und Schnelligkeit überzeugen. Wasser In der Wasserversorgung gehen wir davon aus, dass sich der Trend der letzten Jahre nicht umkehren wird. Der Wasserabsatz wird somit stagnieren bzw. sich eher leicht rückläufig entwickeln. Bäder Die Besucherzahlen in unseren Bädern wollen wir weiter steigern. Um dies zu erreichen, pflegen wir kontinuierlich unsere Anlagen. Dabei richten wir uns an gesellschaftlichen Trends aus: Die Nachfrage nach familiengerechten Freizeitangeboten steigt und das Gesundheits bewusstsein wird größer. Wir hoffen, dass uns der Sommer 2008 wieder eine echte Freibadsaison bringen wird. Investitionen 2008 Die Stadtwerke Velbert GmbH hat in ihrem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2008 finanzielle Mittel für Investitions- und Aufwandsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 10,3 Mio. EUR vorgesehen. Diese Mittel werden hauptsächlich in die Verteilungsnetze fließen. In der Elektrizitätsversorgung sind Mittel von 3,5 Mio. EUR geplant. Wir werden u. a. im Zuge des Stahlsanierungsprogramms Kabelverlegungen im 1 kV Niederspannungsnetz und Ertüchtigungen von Netzstation im Versorgungsgebiet vornehmen. In der Gasversorgung sind 2,9 Mio. EUR für den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen. Für die Sparte Wasserversorgung planen wir Investitionsund Aufwandsmaßnahmen von 2,5 Mio. EUR. Bei den gemeinsamen Anlagen und den Badebetrieben ist eine Summe von insgesamt 1,4 Mio. EUR vorgesehen. Stellungnahme gemäß § 108 Abs. 2 Nr. 2, Gemeindeordnung NW Gemäß § 108 Abs. 2 Nr. 2 der Gemeindeordnung NW gibt die Stadtwerke Velbert GmbH folgende Stellungnahme zur Einhaltung der öffentlichen Zweckerreichung ab: Unternehmensgegenstand der Stadtwerke Velbert GmbH ist die unmittelbare und mittelbare Versorgung insbesondere der Bevölkerung und der industriellen und gewerblichen Wirtschaft mit Elektrizität, Erdgas und Wasser sowie mit den damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Die Stadtwerke Velbert GmbH hat sich zu einem leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Von ihr werden Energieberatungen von Privat- und Gewerbekunden hinsichtlich eines ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Energieeinsatzes sowie zur Förderung von Energiesparmaßnahmen einschließlich des Einsatzes unerschöpflicher Energieträger durchgeführt. Geschäftsbericht 2007 31


18:56 Uhr, Fernsehabend mit der besten Freundin 32 Stadtwerke Velbert GmbH


Jahresabschluss Geschäftsbericht 2007 33


Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2007 Aktiva in EUR 31.12.2007 31.12.2006 A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.761.652,74 1.624.464,36 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.803.365,61 13.894.307,02 2. Technische Anlagen und Maschinen 40.344.135,99 40.671.544,48 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.575.602,82 1.825.137,58 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.623.401,94 5.030.320,59 62.346.506,36 61.421.309,67 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00 2. Beteiligungen 2.248.488,95 10.321.638,95 3. Sonstige Ausleihungen 78.785,63 79.673,08 2.377.274,58 10.451.312,03 66.485.433,68 73.497.086,06 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 861.962,84 941.520,82 2. Waren 2.379,00 2.351,94 864.341,84 943.872,76 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.512.321,69 8.930.132,48 2. Forderungen gegen die Stadt Velbert 546.776,62 537.047,06 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.517.932,91 25.324.927,81 4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 109.780,80 198.575,61 5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.088.545,55 113.380,20 43.775.357,57 35.104.063,16 III. Wertpapiere 8.073.150,00 0,00 52.712.849,41 36.047.935,92 C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.526,25 49.638,67 119.261.809,34 109.594.660,65 34 Stadtwerke Velbert GmbH


Passiva in EUR 31.12.2007 31.12.2006 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 19.055.900,00 19.055.900,00 II. Kapitalrücklage 56.422.810,30 56.422.810,30 III. Gewinnrücklagen 147.534,29 147.534,29 75.626.244,59 75.626.244,59 B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 15.304,68 30.609,35 C. Empfangene Zuschüsse 6.513.516,45 7.154.617,38 D. Rückstellungen 1. Pensionsrückstellungen 421.722,30 406.563,30 2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 3. Sonstige Rückstellungen 5.548.359,96 3.653.569,16 5.970.082,26 4.060.132,46 E. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.331.865,67 8.937.456,90 3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Velbert 12.386.581,91 3.451.822,03 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.343.036,56 5.002.637,31 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.424.312,56 3.982.480,01 6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.180.549,46 1.345.406,52 28.666.346,16 22.719.802,77 F. Rechnungsabgrenzungsposten 2.470.315,20 3.254,10 119.261.809,34 109.594.660,65 Geschäftsbericht 2007 35


Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar – 31. Dezember 2007 in EUR 31.12.2007 31.12.2006 1. Umsatzerlöse 136.130.350,97 138.567.837,66 abzgl. Strom- und Erdgassteuer -9.614.328,89 -8.918.795,56 126.516.022,08 129.649.042,10 2. Aktivierte Eigenleistungen 597.468,38 656.204,70 3. Sonstige betriebliche Erträge 3.461.092,61 1.392.968,72 4. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe und für bezogene Waren -85.692.991,30 -94.299.493,69 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.942.685,64 -3.154.883,42 -89.635.676,94 -97.454.377,11 5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -10.013.801,27 -9.975.190,46 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung: 739.772,56 EUR / Vorjahr: 705.751,76 EUR) -2.721.184,31 -2.764.680,21 -12.734.985,58 -12.739.870,67 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.637.971,46 -5.390.219,73 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen a) Konzessionsabgabe -5.413.882,25 -5.436.569,24 b) Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -10.020.988,73 -6.329.222,55 -15.434.870,98 -11.765.791,79 Betriebsergebnis 7.131.078,11 4.347.956,22 8. Erträge aus Beteiligungen 1.617.183,65 1.865.307,26 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.442.618,58 1.441.292,45 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -286.301,68 -654.431,92 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -625.842,03 -269.562,89 Finanzergebnis 2.147.658,52 2.382.604,90 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.278.736,63 6.730.561,12 12. Aufwand aus Ausgleichszahlungen an außenstehende Gesellschafter -1.447.681,00 -2.190.302,00 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag a) Eigene Steuern -509.101,00 -770.256,00 b) Steuerumlagen -3.327.899,00 -1.033.744,00 -3.837.000,00 -1.804.000,00 14. Sonstige Steuern -120.873,30 -118.949,26 15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -3.873.182,33 -2.617.309,86 0,00 0,00 36 Stadtwerke Velbert GmbH


Anhang 2007 Der Jahresabschluss wurde entsprechend den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Besonderheiten der Versorgungswirtschaft sind in der Bilanz durch Hinzufügung eines Postens berücksichtigt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Erläuterungen zu Bilanzposten Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungsbzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Bei den selbst erstellten Anlagen sind in angemessenem Umfang Gemeinkosten berücksichtigt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen grundsätzlich unter Anwendung der steuerlichen Höchstsätze. Für Gebäude finden – soweit zulässig – die Abschreibungen nach § 7 Abs. 5 EStG Anwendung. Die von der Stadt Velbert übernommenen Sachanlagen der Bäderbetriebe sowie die übernommenen Versorgungsanlagen in Velbert-Langenberg werden linear abge schrieben. Alle anderen abnutzbaren Anlagen der Energie- und Wasserversorgung werden im Rahmen der steuerlichen Möglich keiten degressiv abgeschrieben. Die abnutzbaren Wirtschaftsgüter wurden zeitanteilig abgeschrieben, wobei im Zugangsmonat der volle Monatsbetrag der Abschreibung angesetzt wird. Die degressive Abschreibungsmethode wird auf die lineare umgestellt, sobald sich dadurch höhere jährliche Abschreibungsbeträge ergeben als bei Fortführung der degressiven Abschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Risiken infolge Lagerdauer und geminderter Verwendbarkeit werden ausreichende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen bei erkennbaren Risiken angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos besteht eine Pauschalwertberichtigung. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungs betrag bewertet. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen (50 TEUR) betreffen die Velberter Netz GmbH. Die Gesellschaft wurde am 05.10.2005 gegründet und am 13.10.2005 in das Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadtwerke Velbert GmbH. Die Beteiligungen betreffen die Beteiligung in Höhe von 4,50 % an der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, Wuppertal (1.832 TEUR), die Beteiligung in Höhe von 10,00 % an der BEG Bergische Entsorgungsgesellschaft mbH, Wuppertal (331 TEUR) und die Beteiligung in Höhe von 33,33 % an der DBV Deponiegesellschaft Velbert mbH, Velbert (86 TEUR). Geschäftsbericht 2007 37


Jahresabschluss Am 14. August 2007 wurde die Beendigung der wechselseitigen Beteiligung zwischen der Wuppertaler Stadtwerke AG und der Stadtwerke Velbert GmbH notariell vereinbart und kurzfristig umgesetzt. Die Stadtwerke Velbert GmbH hielt eine Beteiligung an der Wuppertaler Stadtwerke AG in Höhe von 4,68 % oder 8.073 TEUR. Die sonstigen Ausleihungen enthalten Darlehen an Mitarbeiter zur Förderung des Wohnungseigentums. Die Darlehen sind durch Grundpfandrechte und Abtretungen aus Kapitalversicherungen abgesichert. Die Entwicklung der Finanzanlagen ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Aus Energie- und Wasserlieferungen sowie Installationen und Materialverkäufen bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 16.512 TEUR nach 8.930 TEUR im Vorjahr und 15.854 TEUR in 2005. Die Forderungen gegen die Stadt Velbert in Höhe von 547 TEUR (Vorjahr: 537 TEUR) setzen sich zusammen aus Energie- und Wasserlieferungen, Straßenbeleuchtung sowie Installationen und Bestand an Bau- und Installationsmaterial für die Straßenbeleuchtung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 24.518 TEUR (Vorjahr: 25.325 TEUR) resultieren aus Finanzvorlagen an die Beteiligungsverwaltungsgesellschaft der Stadt Velbert mbH. Die Forderungen in Höhe von 110 TEUR (Vorjahr: 199 TEUR) gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen Darlehen an die BEG Bergische Entsorgungsgesellschaft mbH, Wuppertal. Die Wertpapiere betreffen die zur Veräußerung an die RWE Rhein-Ruhr AG bestimmten eigenen Anteile, die nach der Rückabwicklung der wechselseitigen Beteiligung mit WSW aus den Finanzanlagen in diesen Posten umgegliedert worden sind. Die bis 2002 erhaltenen Bauzuschüsse für die Herstellung von Hausanschlüssen und den Anschluss an das Verteilungsnetz werden jährlich mit 5,00 % erfolgswirksam aufgelöst. Ab 2003 werden die Baukostenzuschüsse entsprechend der Abschreibungsmethode über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst. Die Baukosten- und Ertragszuschüsse sowie Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beliefen sich in 2007 in Summe auf 6.529 TEUR, so dass der Buchwert in Summe um 657 TEUR unter dem Stand des Vorjahres in Höhe von 7.186 TEUR liegt. Rückstellungen Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Pensionen. Diese Rückstellung für zwei Versorgungsempfänger und eine Anwartschaft ist mit dem Teilwert nach den Richttafeln 2005 G ausgewiesen. Die Höhe der Rückstellung beläuft sich auf 422 TEUR (Vorjahr: 407 TEUR) Die kurzfristigen (sonstigen) Rückstellungen liegen mit 5.548 TEUR um 1.895 TEUR über dem Vorjahreswert von 3.653 TEUR. Im Wesentlichen wurden Zuführungen zu den Rückstellungen für energiewirtschaftliche Risiken, Regelenergiekosten und Abrechnungsverpflichtungen vorgenommen. In den sonstigen Vermögensgegenständen (2007: 2.089 TEUR/Vorjahr: 113 TEUR) sind der Erstattungsanspruch gegen das Hauptzollamt Wuppertal aus dem Überhang der Stromsteuervorauszahlungen, Mietforderungen sowie Lohn- und Gehaltsvorschüsse ausgewiesen. 38 Stadtwerke Velbert GmbH


Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.332 TEUR nach 8.937 TEUR im Vorjahr und 9.438 TEUR in 2005 resultieren vor allem aus Energieund Wasserlieferungen im Dezember 2007. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft vor allem einen Marketing-Zuschuss sowie von der VNG weitergeleitete Baukosten zuschüsse. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Velbert in Höhe von 12.387 TEUR (Vorjahr: 3.452 TEUR) betreffen im Wesentlichen den Habensaldo des bei der Stadt Velbert geführten Kassenkontos sowie den noch ausstehenden Anteil der Konzessionsabgabe. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (2007: 7.343 TEUR / Vorjahr: 5.003 TEUR) betreffen die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Velbert mbH; sie resultieren im Wesentlichen aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung und aus Ertragsteuerumlagen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen (2007: 2.424 TEUR / Vorjahr: 3.982 TEUR) sind die Ausgleichszahlungen an die RWE Rhein-Ruhr AG sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Wuppertaler Stadtwerke AG aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in TEUR 31.12.2007 Gesamt unter 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2006 Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.332 5.332 0 0 8.937 Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 12.387 12.387 0 0 3.452 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.343 7.343 0 0 5.003 davon gegenüber Gesellschaftern (7.343) (7.343) 0 0 (5.003) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.424 2.424 0 0 3.982 davon gegenüber Gesellschaftern (2.424) (2.424) 0 0 (3.982) Sonstige Verbindlichkeiten 1.181 1.181 0 0 1.346 Gesamt 28.667 28.667 0 0 22.720 Geschäftsbericht 2007 39


Jahresabschluss Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung Umsatzerlöse 2007 in TEUR 2006 in TEUR Veränderung in TEUR in % Erlöse aus der Energie- und Wasserabgabe Stromversorgung 47.060 46.669 391 0,8 Gasversorgung 35.237 37.790 -2.553 -6,8 Wasserversorgung 8.984 8.358 626 7,5 91.281 92.817 -1.536 -1,7 Umsatzerlöse Badebetriebe 797 928 -131 -14,1 Nebengeschäftserträge 33.731 35.249 -1.518 -4,3 Auflösung der empfangenen Ertragszuschüsse 705 655 50 7,6 Summen 126.514 129.649 -3.135 -2,4 In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 3.461 TEUR (Vorjahr: 1.393 TEUR) sind neben Verwaltungskostenumlagen sowie Miet- und Pachterträgen auch Überschüsse aus Vermögensveräußerungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 15.435 TEUR (Vorjahr: 11.766 TEUR) betreffen vor allem die Konzessionsabgabe (5.414 TEUR), so wie Dienstleistungen der Wuppertaler Stadtwerke AG vor allem für EDVund Vermessungsarbeiten (2.102 TEUR), Fremdleistungen für Verwaltung und Vertrieb sowie Betriebsgebäude und Wohnhäuser (2.189 TEUR) und die Weiterleitung der Erträge aus der Auflösung von Bau- und Ertragszuschüssen an die Velberter Netz GmbH (780 TEUR). Im Zuge der Rückabwicklung der wechselseitigen Beteiligung mit der Wuppertaler Stadtwerke AG hat die Stadtwerke Velbert GmbH eine Einmalzahlung in Höhe von 1.082 TEUR zur Abgeltung aller wechselseitigen Ansprüche an die Wuppertaler Stadtwerke AG geleistet, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusätzlich belastet haben. 40 Stadtwerke Velbert GmbH


Gewinnverwendung Nach Ausgleichszahlungen an die außenstehenden Gesellschafter in Höhe von 1.448 TEUR (Vorjahr: 2.190 TEUR) ist der Gewinn für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 3.873 TEUR (Vorjahr: 2.617 TEUR) aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Velbert mbH abgeführt worden. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Stadtwerke Velbert GmbH wird in den Konzernabschluss der Beteiligungsverwaltungsgesellschaft der Stadt Velbert mbH, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird, einbezogen. Aktivitätenabschlüsse Sonstige Angaben Der Personalstand der Stadtwerke Velbert GmbH verringerte sich zum 31. Dezember 2007 auf 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 274). Der Personalaufwand lag mit 12,7 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Vergütungen Die Geschäftsführervergütungen werden unter zutreffender Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Die an den Aufsichtsrat gezahlten Vergütungen beliefen sich auf 10,3 TEUR (Vorjahr: 8,1 TEUR). Velbert, im Mai 2008 Stadtwerke Velbert GmbH Die Aktivitätenabschlüsse im Sinne des § 10 Abs. 3 EnWG sind Bestandteil der internen Rechnungslegung. Thissen Güther Geschäftsbericht 2007 41


Jahresabschluss Entwicklung des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten in EUR 01.01.2007 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2007 I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und ähnliche Rechte 3.401.847,70 777.072,69 22.321,82 0,00 4.156.598,57 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 25.626.943,90 300.493,43 519.262,71 2.763.984,66 28.172.159,28 2. Technische Anlagen und Maschinen 157.653.642,67 3.117.908,03 1.020.525,89 346.742,27 160.097.767,08 3. Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung 11.397.110,96 380.133,47 468.563,92 0,00 11.308.680,51 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.030.320,59 2.703.808,28 0,00 -3.110.726,93 4.623.401,94 199.708.018,12 6.502.343,21 2.008.352,52 0,00 204.202.008,81 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 50.000,00 2. Beteiligungen 10.321.638,95 8.073.150,00 0,00 2.248.488,95 3. Sonstige Ausleihungen 79.673,08 2.074,32 2.961,77 0,00 78.785,63 10.451.312,03 2.074,32 8.076.111,77 0,00 2.377.274,58 Gesamt 213.561.177,85 7.281.490,22 10.106.786,11 0,00 210.735.881,96 42 Stadtwerke Velbert GmbH


Abschreibungen Buchwerte 01.01.2007 Zugänge Abgänge 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007 in TEUR 1.777.383,34 634.967,82 17.405,33 2.394.945,83 1.761.652,74 1.624 11.732.636,88 676.859,89 40.703,10 12.368.793,67 15.803.365,61 13.895 116.920.502,69 3.715.381,58 943.848,68 119.692.035,59 40.405.731,49 40.731 9.633.568,88 610.762,17 449.657,86 9.794.673,19 1.514.007,32 1.764 0,00 0,00 0,00 0,00 4.623.401,94 5.031 138.286.708,45 5.003.003,64 1.434.209,64 141.855.502,45 62.346.506,36 61.421 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 50 0,00 0,00 0,00 0,00 2.248.488,95 10.322 0,00 0,00 0,00 0,00 78.785,63 80 0,00 0,00 0,00 0,00 2.377.274,58 10.452 140.064.091,79 5.637.971,46 1.451.614,97 144.250.448,28 66.485.433,68 73.497 Geschäftsbericht 2007 43


Jahresabschluss Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Velbert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzu führen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahres abschluss und Lagebericht und in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt. Düsseldorf, den 30. Mai 2008 EversheimStuible Treuberater GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Hausmann Wirtschaftsprüfer Faasch Wirtschaftsprüfer 44 Stadtwerke Velbert GmbH


Impressum Stadtwerke Velbert GmbH Kettwiger Straße 2 · 42549 Velbert Postfach 10 09 40 · 42509 Velbert Telefon: (0 20 51) 9 88-0 Telefax: (0 20 51) 98 84 39 E-Mail: info@stwvelbert.de http://www.stwvelbert.de

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