Wir verbinden Generationen« Ihre RLG im Kreis Soest und ...

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Wir verbinden Generationen« Ihre RLG im Kreis Soest und ...

»Wir verbinden Generationen«

Ihre RLG im Kreis Soest und Hochsauerland

Geschäftsbericht 2010

Fahrgäste werden

älter

Schülerzahlen

gehen zurück

Mobile Zukunft für

Alt und Jung


2

Vorwort

Aufsichtsratsvorsitzender

Winfried Stork

Geschäftsführer

André Pieperjohanns

Wir verbinden Generationen! Mit diesem Motto greift die

RLG ein Thema auf, das auch Politik und Verwaltung immer

stärker beschäftigt, den demografischen Wandel.

Leistungsfähige Mobilitätsangebote für Alt und Jung bilden

einen wichtigen Infrastrukturbaustein. Die Herausforderung

für alle Beteiligten besteht darin, eine möglichst attraktive,

ökologisch verträgliche und ökonomisch verantwortbare

Mobilität der Menschen in den wirtschaftlich starken, jedoch

relativ dünn besiedelten Regionen zu gewährleisten. Viel

spricht dafür, dass das öffentliche Verkehrsangebot in der Zukunft

eine immer wichtigere Rolle spielt. Jugendliche wie Senioren

sollten ohne Bring- und Abholdienste der Familie oder

Nachbarschaft mit Bus und Bahn unterwegs sein können.

Dazu gehören neben attraktiven Angeboten auch passende

Tickets wie das FunTicket und das 60plusAbo.

Die RLG und die Kreise Soest und HSK bemühen sich

schon seit Jahren um die Zielgruppe der älteren Menschen.

Für Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahre wird einmal im Jahr

ein Aktionstag durchgeführt, durch den diese manchmal vom

Bus entwöhnten Menschen wieder auf den Nahverkehr aufmerksam

werden sollen. Insbesondere das Modellprojekt

mobil4you ist ein Versuch, mit Maßnahmen wie der zeitlichen

Ausweitung des Busangebotes, maßgeschneiderter Verbesserungen

von Marketing, Information, Vertrieb und Service sowie

vereinfachter Ticketgestaltung die absehbaren Folgen des

demografischen Wandels zu beeinflussen. Das wird nicht ohne

Fördergelder seitens der EU oder des Landes NRW gehen.

Die RLG sieht ihre soziale Verantwortung und wird angesichts

knapper kommunaler Kassen in den nächsten Jahren

besonders darauf achten, die richtige Balance zwischen dieser

Verantwortung und der Wirtschaftlichkeit zu finden. Mit

der Direktvergabe eines Teils der Linienbus-Leistungen in den

Kreisen Soest und HSK haben Politik und Verwaltung der RLG

ihr Vertrauen ausgesprochen. Wir sehen darin auch eine Verpflichtung,

die richtigen Antworten auf die Herausforderungen

des demografischen Wandels im Nahverkehr zu finden.

Winfried Stork André Pieperjohanns

Aufsichtsratsvorsitzender Geschäftsführer

Inhalt

Mobile Zukunft für Alt und Jung ............... 3

Flexibel und wirtschaftlich für Alt und Jung 4

Angebote für Alt und Jung ........................ 5

Tickets für Alt und Jung ............................. 6

Informationen für Alt und Jung ................. 7

Initiativen für Alt und Jung ........................ 8

Unternehmensentwicklung ........................ 9

Leistungsdaten Personenverkehr ............ 10

Entwicklung Güterverkehr ....................... 11

Leistungsdaten Güterverkehr .................. 12

Gewinn- und Verlustrechnung ................. 13

Bilanz ......................................................... 14

Gesellschafter ........................................... 15

Standorte der RLG .................................... 16

Impressum

Herausgeber RLG

Krögerweg 11

48155 Münster

Tel.: 02 51/6 27 02 50

Redaktion Dr. Uwe Rennspieß

Annette Zurmühl

Gestaltung www.coteam.net

Druck G + W Meyer

Titelfoto Alt und Jung, Mann und Frau

... die RLG ist für alle da.

Statistisch gesehen wäre der

typische Fahrgast der RLG 28

Jahre alt und weiblich.

Foto: coteam.net


Fahrgäste werden älter

In den Bussen der RLG ist der demografische

Wandel längst spürbare Realität. Besonders

auf Stadtverkehrslinien beherrschen

ältere Menschen nicht selten das Bild. Kein

Wunder, denn in den Kreisen Soest und HSK

leben heute bereits ca. 147.000 Menschen,

die älter als 60 Jahre sind. Bei 577.000 Einwohnern

heißt das: 25,5 %. Bis 2020 wird

eine Zunahme auf 170.000 prognostiziert,

was bei zurückgehender Bevölkerungsentwicklung

(-4 %) dann einen Anteil von 30,7 %

bedeutet.

Der demografische Wandel und die neue Mobilitätsbedürfnisse

durch die Senioren unterstreichen die Bedeutung

des Nahverkehrs.

Ängste vor dem Bus

Mit zunehmendem Alter steigen bestimmte

Ängste vor dem Bus fahren. Im Juni 2010 hat

die RLG 821 Menschen über 60 Jahre dazu

befragt. 56 % nannten problematische Situationen,

die ihnen Angst machen. Spitzenreiter

mit 178 Nennungen ist ein zu großer Abstand

des Busses vom Bordstein beim Ein- oder

Aussteigen. Auf Platz zwei mit 153 Nennungen

folgt die Angst vor »zu schnellem Anfahren,

verbunden mit der Gefahr hinzufallen«.

Die RLG hat die Ergebnisse der Befragung

für ein spezielles Schulungsprogramm ihrer

Fahrerinnen und Fahrer genutzt. Es wird in

Zukunft ganz wesentlich darauf ankommen,

Gibt es den typischen

Fahrgast?

den Bedürfnissen der älter

werdenden Fahrgäste gerecht

zu werden. Dabei hat

die RLG viele gute Argumente

auf ihrer Seite, denn der

Bus ist für ältere Menschen

statistisch gesehen deutlich

sicherer als das Fahrrad oder

das Auto.

Schülerzahlen gehen zurück

Heute leben in den Kreisen

Soest und HSK ca. 69.500

Schüler. Im Gegensatz zu den

Senioren wird diese Zahl in

den nächsten zehn Jahren um

über 20 % auf 55.000 sinken.

Schüler sind nicht nur Fahrgäste

mit Zukunft, sondern

auch von großer wirtschaftlicher

Bedeutung für die RLG.

Geht ihre Zahl zurück, sinken

die Erträge. Hier lässt

sich nur gegensteuern, wenn

es gelingt, Jugendliche langfristig

zu binden und auch im

Freizeitverkehr für den Bus zu

interessieren.

Die RLG als Dienstleister für

alle Generationen

Für ca. 6 Millionen Euro

kauft die RLG jährlich Fahrleistungen

von 41 klein- und

Bevölkerungsentwicklung

Statistisch gesehen wäre der typische Fahrgast 28 Jahre

alt und weiblich. Genauer sind folgende Zahlen: In

SchnellBus und RegioBus-Linien überwiegen die Frauen

mit 53 % zu 47 %, in den StadtBus-Linien sogar mit 57 %

Mobile Zukunft für

Alt und Jung

mittelständischen Bus- und

Taxiunternehmen ein. Diese

erbringen ungefähr die Hälfte

Material vom Bleistift bis

zur Hebebühne sowie Dienstleistungen

vom Fensterputzer

bis zum Heizungsmonteur.

Und dies alles vornehmlich

aus der heimischen Region.

In Zukunft werden weniger Schüler

unterwegs sein.

Das RLG-Sicherheitstraining für Schüler

erfreut sich großer Beliebtheit.

Menschen ab

60 Jahre

Schüler

2010 576.064 146.854 69.442

2020 553.276 169.580 54.955

In % -4 % +15,5 % -20,8 %

(Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, Febr. 2011)

zu 43 %. Den Altersdurchschnitt ziehen

die Schüler nach unten. 74 %

der Fahrgäste sind unter 30 Jahre.

3


4

Flexibel und wirtschaftlich

für Alt und Jung

Kürzung der Ausgleichsleistungen

des Landes für den Schülerverkehr

2010

2009

2008

2007

2006

2005

Linienweg

und Angebot

1,59

1,77

1,96

2,07

2,15

0,5 1 1,5 2 2,5 3

in Millionen Euro

DIENSTLEISTUNG

AUS EINER HAND

Tickets und Preise

Wie viele Schüler befördert

die RLG?

3,00

Fahrgastinformation

und Vermarktung

Angebotsplanung, Beratung, Verkauf, Werbung,

Einnahmeaufteilung, Betriebsmanagement,

Tarifgestaltung, Ausgleichsleistungen, Zählungen,

Infrastrukturbetreuung, etc.

Für die Fahrkarten im Schülerverkehr gibt es immer weniger

Mittel vom Land.

Umsetzung des politisch Gewollten

Durch die kommunal besetzten Aufsichtsgremien und die

enge Abstimmung mit Kreisen und Kommunen ist die RLG

von Politik und Verwaltung flexibel steuerbar. Seit dem 1. Januar

2011 hat die RLG vom Kreis Soest und dem HSK auf der

Grundlage der EU-Verordnung 1370/2007 eine Direktvergabe

in Gestalt eines sogenannten öffentlichen Dienstleistungsauftrags

erhalten. Die erforderliche Neuordnung der Gesellschafteranteile

in der WVG-Gruppe war vorab erfolgreich durchgeführt

worden. Die Beauftragung von über 40 mittelständischen

Bus- und Taxiunternehmen kann fortgesetzt werden.

Vorteile des Unternehmensverbundes

Im Zuge der Umstrukturierung nach dem EU-Recht hat die

RLG Anteile an der Westfälischen Verkehrsgesellschaft mbH

(WVG) erworben. Damit ist auch weiterhin die bewährte Zusammenarbeit

im Unternehmensverbund der WVG-Gruppe

gewährleistet. Dies bringt für die RLG erhebliche Vorteile –

zum Beispiel beim Einkauf von Bussen und Material. Sinnvoll

zentralisierbare Aufgaben lassen sich bündeln und es können

effiziente EDV-Lösungen eingesetzt werden. Kostensparende

Organisationslösungen sorgen für eine Entlastung der öffent-

lichen Haushalte.

RLG – Ansprechpartner vor Ort

Von einem attraktiven Nahverkehr im Kreis Soest und HSK

erwarten die Menschen vor allem, dass die Busse häufig genug,

pünktlich und sicher fahren. Damit dies den Bedürfnissen der

Fahrgäste entspricht und möglichst kostengünstig erfolgt, ist

es gut, wenn Planung und Praxis miteinander verwoben sind.

Die RLG plant nicht vom grünen Tisch, sondern mit großer Orts-

kenntnis und dem Wissen um die betriebliche Machbarkeit.

Landesmittel für Schülerbeförderung halbiert

Allein in den letzten fünf Jahren haben sich die Ausgleichsleistungen

des Landes NRW für den Schülerverkehr

fast halbiert. Das heißt, in dieser Zeit hatte die RLG die Mindereinnahmen

von rund 1,4 Millionen Euro zu kompensieren.

Gleichzeitig stiegen die Kosten insbesondere für den Einkauf

von Diesel. Im Vergleich zum Vorjahr zahlte die RLG

265.000 Euro bzw. 16 % mehr für die Betankung ihrer Busse.

Seit mehreren Jahren realisiert die RLG ein vom Aufsichtsrat

beschlossenes Einsparprogramm. Es sieht einen strikten

Sparkurs in allen Arbeitsbereichen vor. Dazu gehörten in den

letzten Jahren auch geringere Personalkosten durch die Einführung

eines neuen Tarifvertrages. Außerdem wird konsequent

daran gearbeitet, krankheitsbedingte Fehlzeiten zu minimieren

und die betrieblichen Abläufe zu optimieren.

An einem durchschnittlichen Schultag benutzen rund

43.000 Schüler die Busse der RLG. Auf das Jahr gerechnet

sind es ca. 8 Millionen.

Von den 13 Millionen Fahrgästen der

RLG im Jahr 2010 machen die Schüler

einen Anteil von 62 % aus.


Entwicklung der Fahrgastzahlen

2010 stiegen ca. 12,9 Millionen Fahrgäste in die Busse

der RLG ein. Das waren 1,8 % weniger als im Jahr 2009. Hier

macht sich bereits der demografische Wandel bemerkbar,

denn es fuhren alleine fast 80.000 Schüler weniger mit den

Schulbussen als im Vorjahr. Es muss leider damit gerechnet

werden, dass sich diese Tendenz in den nächsten Jahren verschärft.

60plusAbo belebt die Nachfrage

423 Menschen über 60 Jahre wurden im Jahr 2010 Abonnenten

des am 1. August 2009 eingeführten 60plusAbos. Damit

setzt sich das Abo immer mehr durch.

Mit einem 60plus-Aktionstag am 25. August 2010 hat die

RLG das Abo noch einmal stark beworben. Über Anzeigen

mit Bestellcoupons und einer Hotline konnten sich Interessenten

über 60 Jahre ein 60plus-Freifahrtticket zusenden lassen.

Damit sollten auch Menschen, die zum Teil schon jahrelang

nicht mehr Bus gefahren sind, wieder auf den Nahverkehr

aufmerksam gemacht werden.

FunTicket erreicht hohes Niveau

Aufgrund des zunehmenden Nachmittagsunterrichts ging

der Freizeitverkehr der Jugendlichen mit dem FunTicket immer

stärker zurück. Am 1. August 2010 haben die RLG und

die anderen Partner im Raum Ruhr-Lippe mit

einem mutigen Schritt reagiert und die Preise

spürbar gesenkt. Jugendliche bezahlen für

diese Monatskarte, die nur in der Freizeit genutzt

werden darf, heute 12,30 Euro fürs Gesamtnetz

im Abo und 15,40 Euro im Freiverkauf.

Begleitet wurde die Preisreduzierung

von einer umfangreichen Marketingkampagne,

bei der sogar zwei Models in einer

Castingshow zum »FunTicket-Gesicht« des

Jahres gekürt wurden. Seit der Preissenkung

gehen die Verkaufszahlen wieder nach oben

und die RLG hatte im Dezember 2010 bereits

514 FunAbonnenten.

Wie viele Fahrgäste sind

über 60 Jahre?

Das FunTicket – immer mehr junge

Leute fahren darauf ab.

12,5 Millionen Fahrgäste in 2010.

2010 machten Fahrgäste über 60 Jahre in den Bussen der

RLG durchschnittlich 9 % aus. Wegen des hohen Schüleranteils

sagt dies aber wenig aus. Betrachtet man nur die

Tickets für Alt

und Jung

Es bietet viel Mobilität und ist einfach in der Handhabung

– das 60plusAbo kommt immer besser an.

StadtBus-Linien, die keine Schulen

bedienen, so ist im Durchschnitt

jeder vierte Fahrgast über 60 Jahre.

5


6

Angebote für Alt

und Jung

SchnellBusse überzeugen alle

Altersgruppen

Einen starken Auftritt haben die Schnell-

Busse der RLG. Auf den drei Linien S30 Brilon

– Medebach, S40 Schmallenberg – Niedersfeld

und S60 Warstein – Lippstadt kommen

besondere Fahrzeuge mit spezifischen Produktqualitäten

zum Einsatz. Sie überzeugen

durch bequeme Sitzplätze, Klimaanlagen,

moderne TFT-Bildschirme für Haltestellenanzeigen

– auf der S60 sogar mit Newsticker –

sowie einen Leseservice mit aktuellen Tageszeitungen.

Mehr als 5.600 Fahrgäste nutzen

werktäglich die RLG-SchnellBusse.

Die drei SchnellBus-Linien der RLG bieten einen ganz besonderen

Komfort.

Aktive Freizeitgestaltung mit den Fahrrad-

Bussen

Zwischen Sorpesee, Möhnesee und der

Soester Börde sind in der Zeit von Ende April

bis Anfang Oktober Linienbusse mit Fahrradanhängern

unterwegs. Gemeinsam mit

dem Kreis Soest und dem HSK bietet die RLG

dieses besondere Freizeitangebot an Sonn-

und Feiertagen an. Auf den Linien R51 Soest

– Warstein und R61 Lippstadt – Belecke sowie

der Strecke Soest – Sundern ließen sich in

der Saison 2010 rund 1.500 Radfreunde mitsamt

ihrem Gefährt mitnehmen.

Ist auf den Busverkehr der

RLG immer Verlass?

Unbeschwertes Wandervergnügen

Ein ausgeklügeltes Mobilitätskonzept

sorgt im Sauerland

für pure Wanderfreude.

Umweltfreundlich und

bequem – per Bus – sind die

Ausgangspunkte zahlreicher

Wandertouren gut zu erreichen.

Die Nutzung ist für Feriengäste

mit der Sauerland-

Card kostenlos. In der Woche

und am Samstagvormittag

bieten RegioBusse und

SchnellBusse ein komfortables

und flächendeckendes

Angebot. Am Wochenende

ist zusätzlich der Wander-

RufBus auf fünf Linien unterwegs.

Von Ende April bis

Anfang November ist so ein

Immer mehr Menschen nutzen

die FahrradBusse, um auf Entdeckungstour

zu gehen.

flexibles und unbeschwertes

Wandervergnügen garantiert.

Bei der Planung hilft der

neu aufgelegte BusTouren-

Planer mit den wichtigsten

Strecken sowie attraktiven

Ausflugszielen. Mit seiner Hilfe

lässt sich das Sauerland

besonders leicht erwandern

und erfahren.

Trotz hoher Verkehrsdichte im Berufsverkehr kann die

RLG eine hohe Pünktlichkeit vorweisen. Sollte ein Bus

trotzdem einmal mehr als 20 Minuten Verspätung haben,

kann sich der Fahrgast ein Taxi bestellen und die RLG

Aber auch für Wanderfreunde

im Kreis Soest hält

die RLG ein besonderes Angebot

bereit. Der »StadtLand-

Fluss Bus« zeigt dort, welche

interessanten Ausflüge und

Wanderungen in Verbindung

mit einer Busfahrt möglich

sind.

Neues Angebot:

SkiBus »Astenexpress«

Erstmals im Winter

2010/2011 vernetzte der Ski-

Bus Astenexpress die Angebote

der Ferienwelt Winterberg.

Immer samstags und

sonntags waren so die Pisten,

Loipen und Winterwanderwege

rund um den Kahlen

Asten bequem und umwelt-

Ideal für Winterurlauber –

der SkiBus.

freundlich per SkiBus erreichbar.

Direkt vom Winterberger

Bahnhof und aus der Kernstadt

brachte der SkiBus zahlreiche

Besucher in die umliegenden

Skidörfer. Eine ideale

Ergänzung zum regulären Linienverkehr

und eine gelungene

Kooperation zwischen

der Winterberg Touristik, den

örtlichen Liftbetreibern und

der RLG.

zahlt die Rechnung. Zwischen den

wichtigsten Umstiegsverbindungen

gibt die RLG zudem eine Anschluss-

Garantie.


Bedeutung des Internets steigt sprunghaft

Wie die Grafik zeigt, steigt die Bedeutung

des Internets fast täglich. Waren es 2009 noch

1.156 Nutzer pro Tag, stieg die Zahl im Jahr

2010 auf 1.471 und damit um 27 %. Anfang

2011 hat die RLG ihre Kunden über die Zufriedenheit

und Nutzungsgewohnheiten mit dem

Internetauftritt befragt: Auf der Fünferskala

von »vollkommen zufrieden« bis »unzufrieden«

erreicht die RLG einen Wert von 2,5.

80 % sind mit der Menüführung zufrieden

und 78 % loben das Erscheinungsbild der

Homepage. Am häufigsten benutzt werden

die Fahrplanauskunft EFA, Auskünfte über

Tickets und Preise und Störungsinfos. In diesem

Jahr plant die RLG auf Basis dieser Befragung,

den Auftritt noch benutzerfreundlicher

zu gestalten.

Schlaue Nummer und Sprechender Fahrplan

Auch das Telefon bleibt weiter eine beliebte

Möglichkeit zur Fahrplaninformation. Rund

400 Mal am Tag wird aus diesem Grund aus

dem Kreis Soest und dem Hochsauerlandkreis

bei der Schlauen Nummer 0 180 3 / 50

40 30 angerufen. Damit das nicht nur zu normalen

Bürozeiten, sondern rund um die Uhr

möglich ist, hat die WVG-Gruppe im Auftrag

des Landesverkehrministeriums auch einen

Sprechenden Fahrplan entwickelt. Dahinter

verbirgt sich ein Sprachcomputer, der über

eine Spracherkennung verfügt. Das Kompetenzcenter

Fahrgastinformation im Hause der

WVG steuert die Schlaue Nummer und den

Sprachcomputer für ganz NRW.

Der SchnellBus S60 ist zwischen Lippstadt und Warstein

unterwegs.

Wie geht die RLG auf die

Generationen ein?

Auskünfte per Telefon bietet die

Schlaue Nummer rund um die Uhr.

Flächen deckende Buchfahrpläne

Nach wie vor haben Buchfahrpläne

einen hohen Stellenwert

als Informationsmedium

über Fahrplan sowie

Tickets und Preise. Es ist daher

Ziel der RLG, diese Informationen

in handlicher und

übersichtlicher Form zur Verfügung

zu stellen. Zu jedem

Fahrplanwechsel werden

Ortsfahrpläne für die Kommunen

des Kreises Soest und

des Hochsauerlandkreises heraus

gegeben.

Nachrichtenticker und Hotspot

im SchnellBus

In den SchnellBussen der

Linie S60 zwischen Warstein

und Lippstadt sind Ende 2010

Router eingebaut worden, die

einen UMTS-Datenempfang

ermöglichen. Dadurch konnten

zwei neue Angebote reali-

Zunächst gibt es für Jugendliche, Familien oder Menschen

über 60 Jahre spezielle Ticketangebote. Außerdem

wird das Fahrpersonal gezielt für die Belange unserer

jüngsten und ältesten Fahrgäste geschult. Mit speziellen

Fahrgastinformation

für Alt und Jung

Zugriffszahlen Internet

Tägliche Besucherzahlen im

Durchschnitt

2.000

1.500

1.000

500

2008 2009 2010

siert werden: Zum Einen wird

der Internet-Nachrichtenticker

des Medienpartners WDR 2

auf die in den Fahrzeugen

vorhandenen TFT-Bildschirme

eingespielt. Zum Anderen

bietet der Router die Möglichkeit

des WLAN-Empfangs im

Fahrzeug, so dass die Fahrgäste

mit ihrem Endgerät

(Laptop, Smartphone etc.) ins

Internet gehen können.

Diese Neuerungen werden

in den SchnellBussen des

S60 auf ihre Laufsicherheit

und Akzeptanz bei den Fahrgästen

geprüft. Die eingebauten

Router bieten außerdem

die Möglichkeiten einer präzisen

Ansteuerung der rollenden

Fahrzeuge über einen

FTP-Server zur Versorgung

der Bildschirme mit Informationen

über Staus oder andere

Besonderheiten.

Programmen und Aktionen werden

die einzelnen Zielgruppen angesprochen.

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8

Initiativen für Alt

und Jung

Kundenbarometer 2010

Die RLG beteiligte sich zum vierten Mal an

der von tns-Infratest durchgeführten telefonischen

Kundenbefragung im Rahmen des

Deutschen Kundenbarometers. Nachdem

zwischen 2006 und 2009 Lippstadt sowie 2008

Arnsberg im Mittelpunkt standen, waren

diesmal der StadtBus Soest und die RLG-Linien

im Hochsauerlandkreis an der Reihe. Bei

den Ergebnissen konnte sich die RLG besonders

über Platz 2 und Platz 3 (Soest) bei der

Freundlichkeit des Fahrpersonals freuen.

Zumal 36 Verkehrsunternehmen aus ganz

Deutschland beteiligt waren.

Großes Interesse gab es bei den geführten Ausflugsfahrten

zum 60plus-Aktionstag.

60plus-Aktionstag

Zur Feier des ersten Geburtstages des

60plus Abos veranstalteten die Verkehrsunternehmen

im Kreis Soest und im HSK am 1.

August 2010 einen 60plus-Aktionstag. An diesem

Tage erhielten ältere Fahrgäste ein Freifahrtticket

und konnten damit Bus und Bahn

im ganzen Raum Ruhr-Lippe testen. In Soest

und Arnsberg bot die RLG besondere Ausflugsfahrten

an, die mit Kaffee und Kuchen endeten.

Um die Zielgruppe anzusprechen und

über die Vorteile des Busverkehrs und des

60plusAbos aufzuklären, war die RLG darüber

Wie sicher ist der

Linienbus?

Die RLG will älteren Fahrgästen ihre Ängste beim Ein- und Ausstieg nehmen.

hinaus im Sommer mit einem Info-Team auf Wochenmärkten

unterwegs.

Hilfen für Senioren

Ein passendes Ticketangebot ist wichtig, um Menschen ab

60 Jahre wieder an den ÖPNV heran zu führen. Viele ältere

Menschen haben ein veraltetes Bild vom Busverkehr. Dazu

kommt die Angst, etwas falsch zu machen oder sich durch einen

Sturz zu verletzen. Die RLG reagiert auf diese Ängste zum

einen durch die gezielte Schulung ihres Fahrpersonals, zum

anderen mit Tipps für die Fahrgäste zur Fahrtenplanung sowie

zum sicheren Ein- und Ausstieg. In Lippstadt unterstützt

die RLG ein besonderes Projekt zur Mobilität im Alter. Dabei

bieten ehrenamtliche Busbegleiter den älteren Lippstädtern

ihre Hilfe an.

Kooperationen

Die Vernetzung von Unternehmen verschiedener Branchen

wird in heutigen Zeiten immer wichtiger. Seit Jahren wird

deshalb die Zusammenarbeit mit WDR2 beim SchnellBus und

mit der Provinzial-Versicherung beim NachtBus vertieft. Die

RLG ist darüber hinaus mit ihrem Busangebot Mobilitätspartner

für touristische Einrichtungen in der Region. Dabei reicht

die Palette der Kooperationen von Events, zu denen die RLG

einen Shuttlebus-Verkehr organisiert bis hin zu Veranstaltungen,

um etwa die NachtBusse zu bewerben. Gemeinsam mit

dem Zweckverband Ruhr-Lippe gab es 2010 unter dem Motto

»Ruhr-Lippe-Streifzüge« ein Projekt mit geführten Wanderungen.

Eine besondere Herausforderung ist vor allem die Soester

Allerheiligenkirmes. Bei den wenigen Veranstaltungstagen

werden von den RLG-Bussen über 26.000 Fahrgäste sicher

chauffiert und außerdem ca. 6.600 Menschen im P&R-Verkehr

befördert.

Im Bus ist ein Airbag nicht erforderlich. Das Risiko, im

PKW schwer verletzt zu werden, ist statistisch gesehen

22 Mal höher als im Bus. Um in einen Unfall verwickelt

zu werden, müssen Sie in einem

RLG-Linienbus schon 19 Mal um die

Erde fahren.


Personenverkehr

Im Umfeld des demographischen

Wandels und der

sich erholenden Konjunktur

bei gleichzeitigen Kostensteigerungstendenzen

und zurückgehenden

staatlichen

Zuschüssen konnte das operative

Ergebnis des Vorjahres

nicht gehalten werden. Rückläufige

Fahrgastzahlen und

nur leicht gestiegene Fahrgeldeinnahmen

konnten steigende

Energiepreise, erhöhte

Aufwendungen für Subunternehmer

sowie weiterhin sinkende

Zahlungen nach § 45a

PBefG nicht kompensieren.

Die Arbeit im Geschäftsjahr

war neben dem verkehrlichen

Tagesgeschäft geprägt

von der Kapitalneuordnung

der WVG-Gruppe und den

Vorbereitungen für den erfolgreich

zum 01.01.2011 vergebenen

Öffentlichen Dienstleistungsauftrag

(ÖDLA)

nach EU VO 1370/2007 durch

die Kreise Hochsauerland

und Soest. Die Vertragswerke

zum Ausscheiden des

LWL aus der WVG, zur Übernahme

eines WVG-Anteils

durch die RLG, zur Übernahme

von RLG-Geschäftsanteilen

durch die Kreise sowie

für den ÖDLA erforderten für

die beteiligten Fachabteilungen,

die Kreisverwaltungen

und die Unternehmensgremien

erheblichen Entscheidungsbedarf

und banden

nennenswerte Ressourcen im

Management.

Die WVG als Garant für

kaufmännische Synergien

ist nun als Dienstleister für

die RLG, RVM, VKU und WLE

eine Servicegesellschaft dieser

Verkehrsunternehmen.

Die RLG hat nun mit dem

ÖDLA eine beihilferechtskonforme

Finanzierung ihres Ver-

kehrsangebots in den Kreisen

Hochsauerland und Soest bis

Ende 2020 gesichert.

Nachfrageentwicklung

Die RLG beförderte im Berichtsjahr

12,9 Mio. Fahrgäste.

Nach einem Rückgang um

2,9 % im Vorjahr ging die

Fahrgastentwicklung des Berichtsjahres

um weitere 1,8 %

zurück. Diese fielen im sogenannten

Jedermannverkehr

mit -0,7 % moderat aus. Im

für das Unternehmen besonders

wichtigen Ausbildungsverkehr

war der Rückgang

bei den Schulträgerkarten mit

-3,9 % besonders hoch. Der

Freiverkauf von Schülerkarten

stieg hingegen um rd. 8,5 %.

Insgesamt ging der Ausbildungsverkehr

um 2,5 % zurück.

Hier zeigen sich die

Auswirkungen des demographischen

Wandels.

An einem Schultag benutzten

im Mittel rd. 43.000 Schüler

die Busse der RLG.

Erträge

Die Erträge im Linienverkehr

stiegen auf Grund von

Tariferhöhungen um 1,8 %.

Während sie sich im Jedermannverkehr

mit +0,9 % auf

Vorjahresniveau entwickelten,

verzeichnete der Ausbildungsverkehr

einen Zuwachs

um rd. 2,4 %.

Die wichtigen Ausgleichsleistungen

für den Schülerlinienverkehr

gem. § 45a

PBefG verringerten sich nach

190 TEUR im Vorjahr systembedingt

um weitere 180

TEUR.

Begünstigt war das Ergebnis

des Berichtsjahres durch

nachträgliche Einnahmezuscheidungen,Ausgleichsleistungen

gem. § 45a PBefG für

Vorjahre sowie Auflösung

Unternehmensentwicklung

von nicht benötigten Rücklagen und Rückstellungen.

Die Gesamtumsätze lagen um rd.

300 TEUR unter denen des Vorjahres.

Kosten

Im Berichtsjahr leistete die RLG für ihre

Fahrgäste 9.162.900 km. Davon wurden 41 %

durch die etwa 45 mittelständischen privaten

Partnerunternehmen der RLG erbracht.

Bei den Kosten der Fahrleistungen wirkten

sich insbesondere die im Jahresvergleich

mit durchschnittlich rd. 14 % stark gestiegenen

Dieselpreise negativ aus. Darüber hinaus

führten Tariferhöhung für Mitarbeiterentgelte

sowie Vergütungsanhebungen für eingekaufte

Fahrleistung zu höheren operativen Kosten

von rd. 3,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Eisenbahngüterverkehr

Es wurden insgesamt 546.938 t transportiert.

Bei sonst allgemein gutem Geschäftsverlauf

war das Ergebnis geprägt durch rückläufige

Transportmengen des Massengutes

Steinkohle zum Kraftwerk RWE in Hamm-

Uentrop. Das Ergebnis schließt trotzdem mit

einem Überschuss von 16 TEUR ab.

Finanzanlagen

Aus der Beteiligung an der KEB Holding

AG wurde ein Überschuss von 15,2 Mio. EUR

erzielt.

Bilanzergebnis

Insgesamt beträgt der Jahresüberschuss

rd. 10,5 Mio. EUR.

Dank an Mitarbeiter

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

in Fahrdienst, Werkstatt und Verwaltung der

RLG danken die Betriebsleitung und die Geschäftsführung

für das große Engagement

in diesem außergewöhnlichen, weichenstellenden

Geschäftsjahr 2010. Dieser Dank

gilt gleichermaßen den Mitgliedern aller Betriebsratsgremien

sowie unseren privaten

Auftragsunternehmen.

9


10

Leistungsdaten Personenverkehr

Fahrgastzahlen nach der Ertragsstatistik (in TSD)

Einzel-/MehrfahrtenTickets

Zeitkarten Jedermann

Sonstige Tickets

Jedermannverkehr

Ausbildungsverkehr

Schwerbehinderte/Freifahrer

Öffentlicher Linienverkehr

Gesamtverkehr

Leistungsdaten (in TSD)

Verkehrsnetz

164

150

1.000

942

924

2.000

1.957

1.946

1.579

1.579

3.000

4.000

3.699

3.674

5.000

6.000

Linienlänge gesamt in km 3.871 3.902 4.031 3.963 4.027

davon im öffentlichen Linienverkehr 3.528 3.538 3.673 3.575 3.583

davon im freigestellten Schülerverkehr 283 304 298 280 250

Anzahl der Linien gesamt 166 168 167 168 171

davon im öffentlichen Linienverkehr 141 141 139 138 140

7.000

8.000

8.026

7.826

9.000

10.000

11.000

12.000

13.000

12.667

12.425

13.136

12.900

14.000

2009

2010

2006 2007 2008 2009 2010

Omnibusse

gesamt 217 219 220 219 222

eigene 114 114 113 111 111

angemietete 103 105 107 108 111

Betriebsleistung

Wagen-km Omnibus gesamt in Tsd. 8.922 8.946 9.114 8.954 9.163

davon im öffentlichen Linienverkehr 8.315 8.436 8.655 8.614 8.790

eigene Leistung 5.462 5.358 5.463 5.359 5.374

angemietete Leistung 3.460 3.588 3.651 3.596 3.789

angemietete Leistung in Prozent 38,8 40,1 40,1 40,1 41,4

Personal (31.12.)

Anzahl der Mitarbeiter (Vollzeitstellen) 220 212 208 206 204

Anzahl Auszubildende 6 5 6 5 9


Mengen und Gutarten

Die allgemeine gute Konjunkturentwicklung

wirkte sich im Jahr 2010 auch positiv auf

den Güterverkehr der RLG-Eisenbahn aus. Es

wurden insgesamt 546.938 t im Güterverkehr

auf der Schiene befördert.

Die Transportmengen an chemischen Gütern

wurden um erfreuliche 25 % auf rd.

145.000 Tonnen gesteigert. Die in Uentrop

und Bruchhausen angesiedelte Chemische Industrie

produziert aus den über die Schiene

eingehenden Vorprodukten Grundstoffe für

die Farben- und Kunststoffindustrie. Da die

RLG-Kunden bedingt durch die eigene Infrastruktur

und Lagervorschriften keine Ganzzüge

mit chemischen Produkten aufnehmen

können, werden diese Transporte im Einzelwagen-

und Wagengruppensystem in Kooperation

mit DB Schenker Rail befördert.

Hohes Maß an Sicherheit

Die Gewährleistung der nötigen Versorgungssicherheit

der Kunden mit diesen unverzichtbaren

Vorprodukten (Methanol,

Acetaldehyd, Ameisensäure, Adipin, Hexamethylendiamin)

erfordert ein hohes Maß an

Sicherheit, Flexibilität und Zuverlässigkeit.

Die zu transportierenden Mengen schwanken

je nach Angebotslage und Preisentwicklung

und können kurzfristig zu Veränderungen der

Bezugsquellen und somit der Verkehrsverbindungen

führen. Eine genaue Taktung der Produkte

ist deshalb nicht nur in der Produktion,

sondern auch bei der Logistik unverzichtbar.

Die beteiligten Bahnen spielen dabei eine

Schlüsselrolle. Verspätungen von nur einigen

Stunden können sich schwerwiegend in der

Produktion auswirken.

Kohle und Holz

Von der steigenden Konjunktur konnte die

RLG jedoch im Bereich der Kohleverkehre

zum RWE-Kraftwerk Westfalen nicht profitieren.

Durch einen Unfall musste der Block C

wegen Reparaturarbeiten vom 12.12.2009 bis

April 2010 außer Betrieb genommen werden.

Hinzu kam von Anfang August 2010 bis Ende

September 2010 die Abschaltung der Blöcke

A, B und C aufgrund von Überkapazitäten.

Die für die Sägeindustrie nutzbaren

Stammhölzer des Sturms Kyrill sind aufgearbeitet

und abgefahren worden. Deshalb wurden

die Mengen der Vorjahre nicht erreicht.

Mengen 2010

Eisenbahn-Güterverkehr

RLG mit Gaskesselwagen im Bahnhof Neheim-Hüsten RLG

Infolge der Insolvenz des Lagerhalters und Spediteurs sind

die Papiertransporte der RLG ab Ende April 2010 gänzlich entfallen

und führten zu rückläufigen Mengen bei den sonstigen

Gütern.

Chemische Güter 144.255 t

Holz 5.011 t

Stahl/Schrott 12.890 t

Papier 4.233 t

Sonstige Güter 8.649 t

Steinkohle 371.898 t

Strecke Konzessions- u.

Betriebslänge in km

Hamm – Vellinghausen 15,000

Abzw. Uentrop Süd 1,930

Neheim-Hüsten – Arnsberg Süd 11,202

Neheim-Hüsten – Sundern 13,600

SoestSoest Süd 2,875

Gesamt 44.607

11


12

Allgemeine Entwicklung

Eisenbahn-Güterverkehr

Oberbauinstandhaltung

Im Rahmen der Kleinen Unterhaltung wurden

auf dem Streckenabschnitt Hamm – Vellinghausen

auf ca. 595 m und auf dem Streckenabschnitt

Neheim Hüsten – Arnsberg auf

ca. 250 m Schienen und Schwellen erneuert.

Alle Weichen im Streckennetz der RLG erhielten

im Jahr 2010 regelmäßige Inspektionen.

Als Vegetationskontrolle an den Gehölzen

entlang der Strecken wurden Rückschnittarbeiten

zur Freihaltung des Lichtraumprofils

vorgenommen und die Bahnseitengräben gemäht.

Es fand eine Unkrautbekämpfung mit

ausgewählten und zugelassenen Unkrautvernichtungsmitteln

statt.

Leistungsdaten Güterverkehr

Betriebsleistungen

2006 2007 2008 2009 2010

Nettotonnenkilometer (in Tsd.) 17.184 21.661 17.868 18.266 18.881

Lokomotivbetriebsstunden 3.914 6.439 4.551 3.386 3.517

Beförderte Wagen

Durchschnittliche

18.604 24.918 21.417 17.020 12.949

Beförderungsweite (km) 21,20 18,77 18,64 23,64 34,52

Verkehrsleistungen in Tonnen

Erneuerung von Bahnübergängen

n Der Bahnübergang Papenweg im Bereich der Strecke

Hamm – Vellinghausen wurden komplett erneuert.

Signal- und Sicherungstechnik

n Im Jahr 2010 wurde gemeinsam mit der Stadt Hamm der

Bahnübergang »Braamer Straße« komplett erneuert und

mit einer neuen Lichtzeichenanlage mit Halbschranken

und Gehwegschranken in Betrieb genommen. Hierdurch

wurde die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

an diesem Bahnübergang deutlich erhöht.

n Durch regelmäßig durchgeführte Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

wurde der hohe Sicherheitsstandard aller

technisch gesicherten Bahnübergänge gewährleistet.

Beförderte Güter gesamt 810.726 1.154.357 958.572 772.698 546.936

davon Kooperationsverkehr

Dritte EVU 810.477 602.772 553.698 556.730 360.757

davon Kooperationsverkehr

Railion/Stinnes 288.296 551.585 404.874 215.968 186.179

Erträge in TEUR

Verkehrserträge Eisenbahn 2.415 3.261 2.472 2050 1.683

Kostenbeteiligung Dritter 272 261 406 276 275

Sonstige Erträge 686 345 263 103 145

Aufwendungen in TEUR

Personal 562 527 598 483 488

Material 1.462 2.063 1.785 1.225 971

Abschreibungen und Zinsen 104 79 45 78 85

Personal (Stand: 31.12.)

Anzahl der Mitarbeiter 11 11 11 10 10


Gewinn- und Verlustrechnung

der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, Soest, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar – 31. Dezember 2010

1. Umsatzerlöse

2. andere aktivierte Eigenleistungen

3. sonstige betriebliche Erträge

2.792.002,50 3.984

22.594.225,57 24.449

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

und für bezogene Waren 3.353.417,51 2.976

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.532.644,18 9.368

12.886.061,69 12.344

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

b) soziale Abgaben und Aufwendungen

6.484.195,42 6.745

für Unterstützung 1.303.683,02 1.314

c) Aufwendungen für Altersversorgung 529.818,08 557

8.317.696,52 8.616

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-

stände des Anlagevermögens und Sachanlagen

7. sonstige betriebliche Aufwendungen

8. Erträge aus Beteiligungen

9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

11. Abschreibungen auf Finanzanlagen

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

14. außerordentliche Aufwendungen

15. sonstige Steuern

16. Jahresüberschuss

17. Vorabausschüttung auf den Jahresüberschuss

18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

19. Bilanzgewinn

EUR 2010 EUR 2009 TEUR

19.780.727,68 20.450

21.495,39 15

1.459.779,21 2.679

4.003.219,13 3.828

16.657.522,88 22.559

936.244,31 936

235.091,26 314

305.901,00 0

2.702.835,44 2.687

10.747.591,03 18.104

129.169,00 0

123.068,64 22

10.495.353,39 18.082

0,00 3.220

22.146.098,15 21.284

32.641.451,54 36.146

13


Bilanz der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, Soest, zum 31. Dezember 2010

14

PASSIVSEITE

A. Eigenkapital 31.12.2010 EUR 31.12.2009 TEUR

I. Gezeichnetes Kapital 6.161.100,00 6.161

II. Kapitalrücklage 2.299.842,75 2.300

III. Bilanzgewinn 32.641.451,54 36.146

davon Gewinnvortrag: EUR 22.146.098,15

(Vorjahr: EUR 21.283.805,61)

41.102.394,29 44.607

AKTIVSEITE

A. Anlagevermögen 31.12.2010 EUR 31.12.2009 TEUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.084,00 46

II. Sachanlagen 11.251.133,51 10.525

III. Finanzanlagen 81.294.094,41 80.979

92.584.311,92 91.550

B. Umlaufvermögen

0,00 552

B. Sonderposten mit Rücklageanteil

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen 225.135,00 204

2. Steuerrückstellungen 100.321,00 0

3. sonstige Rückstellungen 7.042.440,45 6.355

7.367.896,45 6.559

D. Verbindlichkeiten

I. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 381.889,65 317

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen 689.868,19 958

2. Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht 82.366,70 82

3. Forderungen gegen

Gesellschafter 156.861,00 5.590

4. sonstige Vermögensgegenstände 6.360.740,17 15.899

III. Kassenbestand, Guthaben bei

Kreditinstituten 12.222.387,40 1.530

19.894.113,11 24.376

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.133.789,45 28.533

2. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 1.383.988,22 1.959

3. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen 157.746,14 81

4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 32.668.709,66 32.640

5. sonstige Verbindlichkeiten 1.663.361,49 993

davon aus Steuern: EUR 68.710,09

(Vorjahr: EUR 84.033,28)

davon im Rahmen der

sozialen Sicherheit: EUR 3.837,08

(Vorjahr: EUR 5.473,29)

64.007.594,96 64.206

10.382,49 9

C. Rechnungsabgrenzungsposten

112.488.807,52 115.935

10.921,82 11

E. Rechnungsabgrenzungsposten

112.488.807,52 115.935


Der Aufsichtsrat

NAME MANDAT BERUF

WINFRIED STORK, Vorsitzender, Hochsauerlandkreis, Kreisdirektor

DR. FRITZ BAUR, WLV/WVG, Erster Landesrat, bis 31.10.10

DIRK LÖNNECKE, 1. stv. Vorsitzender, Kreis Soest, Kreisdirektor

FRANZ-JOSEF TEUBER, 2. stv. Vorsitzender, Arbeitnehmervertreter,

Verw.-Angestellter

WOLFGANG DIEKMANN, WLV/WVG, Kfm.-Angestellter

DR. GÜNTER FIEDLER, Kreis Soest, Realschulkonrektor

MARTIN FRIGGER, Kreis Soest, Dipl.- Handelslehrer

KLAUS GÜNTHER, Arbeitnehmervertreter, Busfahrer

HEINZ-JÜRGEN HAVERLAND, Arbeitnehmervertreter, Verw.-Angestellter

MATTHIAS LÖB, WLV/WVG, Erster Landesrat, ab 01.11.10

PETER NEWIGER, Hochsauerlandkreis, Fachwirt

PETER NIGGEMANN, Arbeitnehmervertreter, Kfz-Elektriker

BERNHARD SCHLADÖR, Kreis Soest, Beamter i. R.

RITA SCHULZE BÖING, Stadt Hamm, Stadtbaurätin

MARTINA TAUBERT, Arbeitnehmervertreterin, Busfahrerin

HANS-JOSEF VOGEL, Stadt Arnsberg, Bürgermeister

NADINE WAGNER, Arbeitnehmervertreterin, Verw.-Angestellte

PETER WAPELHORST, Stadt Soest, Erster Beigeordneter, ab 11.06.10

WERNER WOLFF, Hochsauerlandkreis, Oberstaatsanwalt

Der Beirat

NAME MANDAT BERUF

WINFRIED BORGMANN, Stadt Winterberg, Dipl.-Verwaltungswirt

URSULA ECKS, WLV/WVG, Kfm.-Angestellte

DR. YASMINE FREIGANG, Stadt Lippstadt, PR-Referentin

MICHAEL GROSSMANN, Stadt Werl, Bürgermeister

HEINRICH HOLTKÖTTER, Gemeinde Anröchte, Bürgermeister

REINHOLD HUXOLL, Stadt Brilon, Beamter, ab 11.06.10

HUBERTUS KLENNER, Stadt Marsberg, Bürgermeister

CHRISTIAN KLESPE, Gemeinde Möhnesee, Rechtsanwalt

MICHAEL KRONAUGE, Stadt Hallenberg, Bürgermeister

DETLEF LINS, Stadt Sundern, Bürgermeister

MATTHIAS LÜRBKE, Gemeinde Lippetal, Bürgermeister

WOLFGANG LUTTERBECK, Stadt Warstein, Direktor d. AG a. D.

ELISABETH NIEDER, Stadt Olsberg, Allg. Vertreterin des Bürgermeisters

JOHANNES RAHMANN, Stadt Arnsberg, 1. Beigeordneter

REINHARD SOMMER, Stadt Brilon, 1. Beigeordneter, bis 11.06.10

INGO TEIMANN, Gemeinde Welver, Bürgermeister

HUBERT WEGENER, Gemeinde Ense, Bürgermeister

PETER WEIKEN, Stadt Rüthen, Bürgermeister

ERNST WELTICKE, Stadt Medebach, Versicherungskaufmann

PETER WESSEL, Stadt Erwitte, Bürgermeister

Die Geschäftsführung

Geschäftsführer der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH sind:

DIPL.-WIRTSCH.-ING. (FH) ANDRé PIEPERJOHANNS

DIPL.-GEOGR. WERNER LINNENBRINK, Stellvertreter

Gesellschaftsorgane Stand 31.12.2010

lfd. Nr. Die Gesellschafter Gesellschaftsanteile

1a Westf. Verkehrsges. mbH *

794.310 EUR

1b Westf. Verkehrsges. mbH *

794.320 EUR

2 Kreis Soest

1.455.540 EUR

3 Hochsauerlandkreis

1.371.130 EUR

4 Stadt Arnsberg

458.880 EUR

5 Stadt Hamm

329.620 EUR

6 Stadt Soest

245.720 EUR

7 Stadt Lippstadt

230.840 EUR

8 Stadt Sundern

158.290 EUR

9 Stadt Brilon

61.960 EUR

10 Stadt Winterberg

43.510 EUR

11 Stadt Medebach

34.050 EUR

12 Stadt Warstein

23.770 EUR

13 Stadt Werl

15.740 EUR

14 Stadt Hallenberg

15.590 EUR

15 Gemeinde Ense

15.590 EUR

16 Gemeinde Möhnesee

15.590 EUR

17 Stadt Erwitte

15.590 EUR

18 Gemeinde Lippetal

15.590 EUR

19 Gemeinde Welver

15.590 EUR

20 Stadt Rüthen

15.590 EUR

21 Gemeinde Anröchte

15.590 EUR

22 Stadt Marsberg

9.350 EUR

23 Stadt Olsberg

9.350 EUR

Gesellschaftskapital

6.161.100 EUR

*gem. Teilungsbeschluss vom 06.10.2010

15


Die Standorte der RLG

Hamm

1

2

3

7

Werl

Welver

Wickede Ense

4 6

Geschäftsleitung

Krögerweg 11

48155 Münster

Tel. 02 51/62 70-0

Verkehrsmanagement

Altenbürener Straße 49

59929 Brilon

Tel. 0 29 61/97 02-0

Leitung Produktion

Am Bahnhof 10

59494 Soest

Tel. 0 29 21/3 95-0

Betriebshof Soest

Am Bahnhof 10

59494 Soest

Tel. 0 29 21/3 95-0

Sundern

Lippetal

2

3

Arnsberg

Soest

Möhnesee

4

5

Bad Sassendorf

Eslohe

Betriebshof Arnsberg

Grabenstraße 30

59759 Arnsberg

Tel. 0 29 32/96 01-33

WLE

Betriebshof Brilon

Altenbürener Straße 49

59929 Brilon

Tel. 0 29 61/97 02-0

Lippstadt

Erwitte

Anröchte

Warstein

Meschede Bestwig

Schmallenberg

6

7

Rüthen

Geseke

Olsberg

1 5

Brilon

Winterberg

Bahnhof Neheim-Hüsten

Bahnhofstraße 128 b

59759 Arnsberg

Tel. 0 29 32/96 03-0

Hallenberg

Bahnhof Hamm

Gottfried-Bürger-Straße 8

59063 Hamm

Tel. 0 23 81/5 17 17

Weitere Betriebshöfe der RLG

Medebach

Marsberg

www.rlg-online.de

Die Schlaue Nummer

für Bus und Bahn

0 180 3/50 40 30

(0,09 EUR/Min. aus dem Festnetz,

Mobil max. 0,42 EUR/Min.)

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