Eckhard Pols Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube über ...

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Eckhard Pols Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube über ...

Eckhard Pols

Mitglied des Deutschen Bundestages

Platz der Republik 1, 11011 Berlin

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Telefon 030 227 – 73880

Fax 030 227 – 76881

eckhard.pols@bundestag.de

17. November 2010

Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube über

Bahnprojekte in Lüneburg und Lüchow-Dannenberg

Berlin. Die Landesgruppe Niedersachsen hat den

Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger

Grube, vergangene Woche zu einem Gesprächsaustausch über

zukünftige Bahnprojekte und die Neuausrichtung der Deutschen

Bahn eingeladen. Der Lüneburger und Lüchow-Dannenberger

Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols stellte Fragen zum

„Juniorbahnhof“ Dannenberg. Er sprach dabei insbesondere die

Problematik der fehlenden Fahrausweisautomaten am Bahnhof

Dannenberg an. Im Übrigen war dies bereits Thema eines

Fernsehbeitrags der Sendung „Panorama“. Bahnchef Grube

verwies darauf, dass die Deutsche Bahn AG die Automaten

entlang der gesamten Strecke nicht aufgestellt habe. Diese hätte

man aufgrund des hohen Schädigungspotentials während der

Anti-Atom-Demonstrationen wirtschaftlich nicht betreiben können.

Die Kunden könnten deshalb ihre Fahrausweise alternativ im

Fahrzeug oder in der Agentur erwerben.

Ein für Eckhard Pols besonderes Anliegen für seine Region ist

der Erhalt des Eurocity „Wawel“ Hamburg-Krakau über Uelzen,

Stendal und Berlin, den Pols auch häufig persönlich in Anspruch

nimmt. „Für die Strecke Hamburg-Krakau werden zurzeit weniger

Wagen eingesetzt als sonst, außerdem fehlt ein Speisewagen“,

beanstandete Pols. Im Hinblick auf die Verbesserung der

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Zugqualität erläuterte Dr. Rüdiger Grube, dass die DB

Fernverkehr AG bei ihren rund 1.500 IC-Wagen derzeit eine

Generalüberholung durchführe, wovon auch die Bistrowagen

betroffen seien. Aus diesem Grund stünden für einen längeren

Zeitraum entsprechend weniger Wagen für den täglichen Betrieb

bzw. als Reserve zur Verfügung. Dies führe leider dazu, dass

teilweise bei den IC-Zügen einzelne Wagen fehlen bzw. durch

älteres Wagenmaterial ersetzt werden müssen. Grube

versicherte, dass die ursprünglich geplante Wagenkapazität

schnellstmöglich wieder dauerhaft zur Verfügung gestellt werde.

Der Bistrowagen entfalle derzeit wegen der relativ schwachen

Nachfrage im EC Hamburg-Krakau.

Hinsichtlich Pols Frage nach den Auswirkungen der Y-Trasse auf

den Personenfernverkehr nach/von Lüneburg führte Grube aus,

dass die Grundkonzeption der Y-Trasse Fahrzeitverkürzungen im

Personenfernverkehr zwischen Hamburg bzw. Bremen und

Hannover beinhalte. Die über die Bestandsstrecken

verkehrenden ICE-Linien werden daher auf eine neue Trasse

geführt. Nach derzeitigem Planungsstand sei auch vorgesehen,

eine Linie des Personenfernverkehrs mit IC-Standard im 2-

Stunden-Takt weiterhin über die Nord-Süd-Strecke über

Lüneburg, Uelzen und Celle zu führen und diese Orte weiterhin

direkt an den Fernverkehr anzuschließen. „Der Bau der Y-Trasse

ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt für meinen Wahlkreis zur

Verbesserung der Hinterlandanbindung der norddeutschen

Seehäfen“, betonte Pols. Bahnchef Grube informierte, dass in der

aktuellen Planung vorgesehen sei, die Y-Trasse in stärkerem

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Maß für den Güterverkehr zu nutzen, da entsprechende

Kapazitäten auf den Bestandsstrecken frei werden.

Bundestagsabgeordneter Eckhard Pols hat sich ausdrücklich

dafür ausgesprochen, den Güterverkehr besonders auch in den

Nachtstunden über die neue Y-Trasse zu führen und nicht auf der

jetzigen Eisenbahnstrecke durch den Landkreis rollen zu lassen.

Eine weitere Frage von MdB Pols betraf den Ausbau der Strecke

Dannenberg-Lüchow für den Personenverkehr. Laut Bahnchef

Grube betreffe dies aber nicht die Deutsche Bahn AG. Zuständig

für den schienengebundenen Personennahverkehr sei der

Aufgabenträger (Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen,

LNVG), da für den Betrieb vstl. Zuschüsse erforderlich

werden. Gleichfalls sei der Schienenweg zwischen Dannenberg

und Lüchow (Jeetzeltalbahn) nicht im Besitz der DB Netz AG,

sondern der Deutschen Regionaleisenbahn (DER), so dass die

DB AG eventuelle erforderliche Investitionskosten nicht bewerten

kann.

Bezüglich der Schaffung einer durchgehenden Anbindung

Dannenbergs an Hamburg bzw. günstigere Umstiegszeiten für

Reisende aus Dannenberg in Lüneburg nach Hamburg verwies

Bahnchef Grube erneut auf die Zuständigkeit der LNVG. Dieser

lege Zeitlagen und Fahrtenhäufigkeit allein verantwortlich fest.

Die DB Regio bediene die Strecke lediglich auf Basis des

Verkehrsvertrages in seinem Auftrag.

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