Schön? Ja. Sexy? Oh ja. Kann sich vor der Kamera ... - KaDeWe

kadewe.de

Schön? Ja. Sexy? Oh ja. Kann sich vor der Kamera ... - KaDeWe

Dein Schutzengel

Nur für Dich sichtbar, birgt Dein Wellendorff-Ring ein

kleines Geheimnis - einen Schutzengel im Innern Deines Ringes.

Die vollständige Geschichte, die uns zur Kollektion inspiriert hat,

finden Sie unter: www.wellendorff.de/schutzengel

Wellendorff-Boutique im KaDeWe • Tel. 030 - 21 01 65 80

Eine wahre Geschichte:

„Ein loderndes Feuer vernichtete eines Tages mein gesamtes

Hab und Gut, auch meinen geliebten Schmuck.

Nur ein einziges Schmuckstück überstand nahezu unversehrt

die Flammen: Das mit einem Schutzengel geschmückte

Wellendorff-Collier.

Nach diesem Feuer hat Schmuck für mich einen ganz anderen

Wert erhalten, da er bezeugt, dass Wunder geschehen.“

schreibt Inga Lasmane aus Riga.

Dieser Brief war Inspiration für unsere neue Kollektion.

Er hat uns wieder an den wahren Wert von Schmuck erinnert:

Freude schenken und beschützen.


STARRING

NICOLE KIDMAN

www.omegawatches.de


Chopard Boutique im KaDeWe

Tauentzienstraße 21-24 · 10789 Berlin · Tel. 030 / 206039830

www.chopard.de

IMPERIALE COLLECTION


Mit dem Wünschen ist das ja so eine Sache. Am

liebsten hätte man, sie würden einem von den

Augen abgelesen – das allerdings passiert nur

in den seltensten Fällen.

Wenn man ganz sicher

gehen will, dass sie auch

erfüllt werden, sollte man

sie auf irgendeine Weise

mitteilen. Vielleicht hilft

es ja, ein paar der schönen

Ideen in unserem neuen

Weihnachtsmagazin auffällig

unauffällig lange

anzuschauen.

Mit unserem Weihnachtsmagazin

entführen wir Sie

in eine magische Welt des

Wünschens. Blättern Sie

sich durch ein märchenhaftes

Heft, lassen Sie

sich inspirieren, die Fan­

tasie schweifen und Ihren

Wünschen freien Lauf.

Es gibt viel zu schauen

und zu lesen. Zum Beispiel darüber, wie sich

ungeliebte Geschenke am Ende als besonders

schön erweisen können. Der Schriftsteller

EDITORIAL

URSULA VIERKöTTER

Geschäftsführerin KaDeWe

Wladimir Kaminer erzählt uns von russischen

Weihnachten, vom Feiern und, was Geschenke

ihm bedeuten. Wir zeigen Ihnen die schönste

Festtagsmode und natürlich

alles, was Sie brauchen,

damit das »Spieglein

an der Wand« ohne

jedes Zögern »Du bist die

Schönste …« antwortet.

10

Träumen

kann

sich lohnen

Im KaDeWe feiern wir

Weihnachten wie im Märchen.

Auf unserem Gabentisch

gibt es Tellerchen,

von denen der Froschkönig

essen, Kleider, deren

Anblick sogar den bösen

Wolf zahm werden lassen,

und Schmuck, um

den Sie Aschenputtels

Stiefmutter beneiden würde.

Märchen sind gerade zur Weihnachtszeit

beliebt, wir haben aber das Gefühl, dass sie

nicht nur aus saisonalen Gründen momentan

eine besondere Faszination ausüben. Wer in

der letzten Zeit das Kinoprogramm verfolgt

hat, der weiß, wovon wir sprechen. Märchen

liegen in der Luft!

»In alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen

hat …« Solche Zeiten wünschen wir uns

doch alle ab und zu. Ein bisschen entspannen,

träumen und die Gedanken in alle Richtungen

schweifen lassen. Wann, wenn nicht jetzt, ist

die Zeit, sich etwas von diesem Traum zu erfüllen.

Ist nicht vielleicht doch etwas wahr an

der Idee, dass das, was man sich wirklich sehr

wünscht, auch in Erfüllung gehen kann? Träumen

kann sich lohnen!

Willkommen in

unserer

märchenWelT

Erinnern Sie sich noch daran, wie schön es

ist, in die Welt der Märchen abzutauchen?

Besuchen Sie uns im KaDeWe, schließen Sie

vor der Tür für einen Moment die Augen, machen

Sie einen Schritt über die Schwelle und

Sie werden staunen, in welch wunderbarer

Märchenwelt Sie plötzlich gelandet sind.

Ihre Ursula Vierkötter

hermes.com


21 nInE D’URSo

Das Gesicht zum Parfum

von Bottega Veneta

40 SPIEGLEIN,

TISCHLEIN

SPIEGLEIN

58

Märchenhafte Düfte

und Pflege

SCHÖN

84

89

IcH ScHEnKE DIR ...

Wunschzettel

EInE WAGGon­

LADUnG GEScHEnKE

Weihnachten mit

Wladimir Kaminer

16 ZEITLoSE

LEGEnDE

Für immer: Chanel N°5

22

KöSTLIcHE BücHER

»Modernist Cuisine« von Taschen

bei Hugendubel

SCHREIBER

Stilvolle

Schreibutensilien

85 ALLE JAHRE WIEDER

FERnWEH

Weihnachtsvarianten von

Anne Urbauer

93

FEIERn

Gastgeber KaDeWe

10

ediTorial

InhALT

96 Seiten Einkaufskultur

zum Blättern

18

24

SoFIA coppoLA

Adriano Sack über eine Frau mit Stil

EIn SToFF – EIn DUFT

Maßgeschneiderte Parfums:

»Boss The Collection«

WEIHNACHTEN WIE

IM MÄRCHEN

Feine Kleider und funkelnder Schmuck

für einen unvergesslichen Abend

72

TRAUMGEWAND

Lingerie und Nightwear für

lange Winternächte

86

GUTE GEScHEnKE

Von Wagenfeld und Zimmerli

92

WERTSAcHE

Das Portemonnaie von

Golden Head

14

conTribuTors

12

20 EDELFEDER

MEISTERSTücK

Ein Füllfederhalter, der

Geschichte schreibt

27 WünScHE MIR ...

Wunschzettel

26IcH

EDLE SocKE

Eine Kostbarkeit

50

von Falke

64

IM PARADIES

DER DAMEN

Auf den Spuren von

Schönheit und Essenz

90

Traumhäuser von

Richard Meier in Bodrum

92

IMMER GEöFFnET

Der KaDeWe-Onlineshop

94

impressum

DECK DICH

Glas, Porzellan

und alles, was zu einem

Festmahl gehört

88

EVA MEnDES

Eine Muse für Thierry Mugler

94

ZEITZEUGE

Die Omega Seamaster Professional

von James Bond


PETER

LANGER

Er ist der Mann, der wie kein anderer das leblose objekt zum

Leben erwecken kann: peter Langer, deutscher Fotograf und

großer Ästhet des Stilllebens. Seine mehrfach prämierte Stil­

kolumne im Zeit Magazin, in der er genau diese erschafft,

wurden eine Art Markenzeichen. Und auch für unser Magazin

erfindet er märchenhafte Universen. Er lässt Duftflakons

Abenteuer vor Scherenschnitten erleben und Schreibgeräte

in pergament­ und Büttenlandschaften wandeln. Geschichten

fürs Auge. Wie ein einziger großer Sagenschatz.

COnTRIbuTORs

Ohne sie wäre unser Magazin nicht das, was es ist: die kreativen Mitstreiter.

Auf dieser Seite wollen wir vier von ihnen – stellvertretend für alle – vorstellen.

DER WoLf

ist verschlagen, bösartig, monströs. Er bevölkert Sagen, Märchen

und Dorfchroniken. Der Wolf ist schlichtweg das große Angstsymbol

des Menschen – und der heimliche Star unseres Fotoshootings

in der Heftmitte. Dem grau­melierten, sibirischen

Wolfsrüden begegnete jeder am Set mit Respekt – und bei leichtem

Knurren mit echtem Grusel. Doch blieb er wirklich professionell:

Was der Fotograf (und der Tiertrainer) sagte, war Gesetz.

14

DIE PRINzESSIN

Bewundert vom Volk, umworben von den Schönen und Mächtigen,

versteckt entdeckt in Tristesse und Armut: Die Märchenprinzessin

unserer Zeit ist das Model. Kleine Mädchen wollen so werden

wie sie. Große Jungs sie erretten (oder einfach nur in ihrer nähe

sein). Die Modelkarriere bleibt eine magische Projektionsfläche

unserer Wünsche nach Schönheit, Ruhm, Erfolg. Und Sophie

Vlaming, das niederländische Star­Model, darf das prinzessinnen­

Sein in unserer märchenhaften Modestrecke endlich einmal wörtlich

ausleben – in majestätischen Roben.

ANNE

URBAUER

kennt sich mit Tradition bestens aus. Die Journalistin und Blattmacherin

in den Bereichen Design, Mode und Trends (Monocle,

NZZ am Sonntag) ist auf einem oberbayerischen Bauernhof groß

geworden. Und so fiel es ihr auch nicht schwer, einmal die Weihnachtsrituale

zum Anlass zu nehmen, uns die Traditionen jenseits

der Tradition zu zeigen – patchwork­Bescherung und heiliges

Fest unter palmen beispielsweise. Urbauer leitete zuletzt das

außergewöhnliche Münchner opernmagazin Max Joseph und das

Berliner Kulturmagazin Liebling. Heute ist sie chefredakteurin

der Zeitschrift Country.


Für immer

cHAnEL n°5

DER DUFT,

DER nIE VERGEHT

Coco Chanel hasste Parfums. Sie fand, eine Frau dürfe ruhig mal nach einer Frau riechen.

Gute 37 Jahre wartete sie deshalb, bis sie 1921 ein Parfum für sich akzeptierte – eines, das

90 Jahre später alle 30 Sekunden über den Ladentisch geht und noch heute den schlicht-

numerischen Namen seiner ersten Kundin trägt: Chanel N°5.

Fünf, das war für Gabrielle Bonheur chasnel,

besser bekannt als coco chanel, eine magische

Zahl. Sie zeigte ihre Kollektion stets am fünften

Tag des fünften Monats, am 5. Mai eines Jahres.

Mit derselben, man muss schon sagen, Starrsinnigkeit

entschied sie sich auch für die fünfte

probe, die ihr der parfümeur Ernest Beaux

in seinem Labor anbot. Sie besuchte ihn in

cannes – eine solvente Bettbekanntschaft, der

Großherzog Dimitri, hatte das Treffen arrangiert.

Beaux, dem früheren chefparfümeur des Zaren,

erschien die frisch gegründete Sowjetunion kein

passender ort für sein dekadentes Handwerk

zu sein, die nach Glanz dürstende côte d’Azur

von

ULF LIppITZ

hingegen schon. Wie schön, dass coco chanel

gerade Urlaub am Mittelmeer machte und sich

liebevoll um die Exil­Russen kümmerte.

Auch für Beaux war die Fünf eine mystische

Zahl. Schließlich schlug sein Herz für den fünften

Sinn, den Geruchssinn. Er wusste, welches

Kopfkino so ein Duft in Bewegung setzt. Wir

können nur ahnen, was Ernest Beaux in einem

Soldatenlager nahe Murmansk im Sommer 1918

erlebt hat. Wir wissen jedoch mit ziemlicher Bestimmtheit:

Es muss eine mächtige Erfahrung

gewesen sein, die frischen polarwinde um die

nase, der herbe Geruch der natur, so kostbar

für ihn, dass er im französischen Exil daran ging,

16

einen Duft mit der note von Winterschmelze zu

destillieren – aus dem Ende 1921 schließlich das

erste parfum von chanel hervorging. nach wie

vor wird es aus 31 parfumrohstoffen hergestellt,

von denen Rose, Jasmin, Vetiver und Bergamottenöl

selbst für ungeübte nasen durchscheinen.

coco chanel wollte, dass es ein parfum für

Frauen ist, die sich selbst gefunden haben. Der

Grundgedanke hat sich bis in das Internet­Zeitalter

gehalten. chanel n°5 eignet sich nicht für

Mädchen, die noch flatterhaft suchen.

coco chanel WollTe ein

parFum Für Frauen, die sich selbsT

geFunden haben

Frauen entscheiden sich in jungen Jahren erst

einmal gegen den Duft, um später überraschenden

Gefallen daran zu finden. Und die Geschichten

ihres Ehemanns zu hören, der an ihrem Hals

schnuppert und sofort von seiner Mutter schnattert.

na ja, eine Frau muss noch ganz andere Dinge

aushalten.

Seit 90 Jahren beruht der Duft auf

denselben 31 Rohstoffen.

Es heißt, hat eine Frau sich einmal für n°5 entschieden,

wird sie nie wieder zu einem anderen

Geruchsaufheller greifen. Marilyn Monroe

ließ sich 1954 zu einem viel kolportierten Zitat

hinreißen, als sie gefragt wurde, was sie denn

nachts im Bett trage: »Zum Schlafen trage

ich nur ein paar Tropfen chanel n°5.« Andy

Warhol widmete dem Flakon 1959 einen pop­

Art­Siebdruck – und verewigte ihn in neun

verschiedenen Variationen. In der hinreißenden

Sitcom »Absolutely Fabulous« von 1992 trank

die hedonistische Lebedame patsy das parfüm

aus der Flasche – als Ausdruck eines vielleicht

aus den Fugen geratenen Exzessverständnisses,

aber eines, das wenigstens noch mit den richtigen

Symbolen gesegnet war.

Heute überwacht Karl Lagerfeld als chanel­chef

die ästhetische Vision, die coco chanel vor mehr

als 100 Jahren prägte. Die Begründerin des pariser

Modehauses hatte keine Kinder – ein Erbe

hat sie der Welt trotzdem vermacht: das wohl berühmteste

parfum – ein Duft, der nie vergeht.

Illustration: 1921 CHANEL N° 5 by Sem

Chanel N° 5, 50 ml, Eau de Parfum Vaporisateur, 80 Euro, Erdgeschoss

So Clicquot, so responsible. www.massvoll-geniessen.de


Alles fing so vielversprechend an! Und wurde dann

ziemlich schlimm. Sofia Coppola, eine der perfektesten

Frauen unserer Tage, hat Aufstieg und Fall,

privileg und Erniedrigung im Schnelldurchlauf

erledigt. Ihr erster Filmauftritt war die Taufszene

in »Der Pate«. Sofia spielte den neugeborenen

Sohn von conny corleone und war als Säugling

sehr überzeugend. natürlich war ihr Auftritt auch

überschattet von den gegengeschnittenen Massenhinrichtungen,

die ihr

Filmonkel und Taufpa­

te Michael corleone –

der neue pate! – zur

Feier des Tages arrangiert

hatte. Dass sie in

einem Film ihres Vaters

einen Sprössling

der corleones spielte,

ist typisch für das

darstellerische Frühwerk

von Sofia Coppola. Sie wuchs im übergroßen

Schatten ihres Vaters auf – ca. so groß

wie ein privatjet –, der in den 70ern als Genie

galt: also in Hotelzimmern, unter Superstars, und

vermutlich auch unter dem Generalverdacht, dass

auch in ihr ein Talent schlummern müsse. 1990

wurde dieser Verdacht erst einmal ausgeräumt.

Sofia spielte die inzestuös verliebte Tochter von

Michael corleone in »Der pate – Teil III« und

wurde im Film von einem besonders versierten

Killer und in der Wirklichkeit von den Kritikern

hingerichtet. Wer den Film mit klaren Augen betrachtet

– und nicht mit den Augen eines Fans, der

vom schwindenden Talent Francis Ford coppolas

enttäuscht war –, sah ein junges Mädchen: nicht

Modisch

wagemutig,

aber nicht

hysterisch

einmal besonders hübsch, aber sinnlich, unsicher,

töd lich entschlossen. Sofias Besetzung war der

letzte Geniestreich ihres Vaters. In meinen Augen

hat sie für ihre Leistung und für die prügel, die

sie ungerechterweise dafür bezog, lebenslangen

Welpenschutz verdient.

Zumal sie die genau richtigen Konsequenzen zog.

Sie gab die Schauspielerei auf, wurde Regisseurin

und zeigte es allen. Der Trick an ihrer Arbeit, die

auf aufreizende Art

von ihrem Wesen und

ihrem Leben nicht

trennbar scheint: Sie

macht aus Vorteilen,

die nachteile sein

könnten, Trumpfkarten.

nichts kann gefährlicher

sein, als der

Verdacht, es zu leicht

im Leben zu haben

und alles nur durch die richtigen Beziehungen zu

erreichen. Sofia umgab sich immer mit den richtigen

kreativen Menschen. Und für ihren ersten

großen Kinofilm »The Virgin Suicides« bot Sofia

ein casting auf, wie es nur ein Mädchen aus Hollywoods

Hochadel kann: Kathleen Turner, James

Woods, Josh Hartnett, Danny DeVito, Giovanni

Ribisi, Hayden christensen und vor allem Kirsten

Dunst. nebenbei inspirierte sie die französische

Band Air zu einem der besten Alben der

späten 90er­Jahre. Was ihr aber vor allem gelang,

war ein Film, der zart, verträumt, mädchenhaft,

grausam war. Unverkennbar das Werk einer jungen

Frau und zugleich perfekt im Einklang mit

ihrer Zeit.

18

porTraiT

EInE FRAU MIT STIL

SoFIA

coppoLA

Niemals in die Fallen der Männer tappen:

die hart erkämpfte und doch hingegossene

Allüre einer großen Tochter.

von

A D R I A n o S A c K

Illustration

DAAVID MöRTL

natürlich ist sie auch eine Modeikone. obwohl

nicht hochgewachsen, bevorzugt sie

flache Schuhe – ein pièce de Résistance der

vermeintlich zu kleinen Frau. Meist sieht man

sie in schlichten Blusen (weiß oder schwarz),

was nur den Showeffekt unterstreicht, wenn

sie für den großen Auftritt eine Robe trägt –,

die dann garantiert richtig ausgewählt ist. Als

sie für »Somewhere« den Goldenen Löwen in

Venedig erhielt, tat sie dies in einem Kleid

von Louis Vuitton mit Tuschemuster. Feierlich

genug für den Lido, albern genug für Modefreunde.

Sie ist das, was man eine Fashionista

nennt, aber sie macht kein Aufhebens

darum. Bevor es irgendwer realisierte, hatte

sie bereits eine eigene kleine Linie in Japan.

Die richtigen Designer, Marc Jacobs, Stella

Mccartney etc. sind ihre Freunde. Anders

aber als bei Lady Gaga oder Madonna, entspringt

ihre Beschäftigung mit Kleidung niemals

dem Bedürfnis nach Show. Sie spricht

leise, mag eher schöne als laute Dinge.

Für die Louis­Vuitton­Kampagne, in der auch

Michail Gorbatschow und Keith Richards

zu sehen sind, posiert sie mit ihrem Vater im

pampagras der Familienhazienda in Argentinien.

Francis Ford coppola sitzt auf einem Stuhl,

in der einen Hand hält er ein handschriftliches

Manuskript, mit der anderen weist er durchaus

autoritär in Richtung seiner Tochter, die

hübsch dahingegossen am Boden liegt und

scheinbar ergeben ihrem Vater zuhört. Sie hat

die Anmut einer Frau, die sich durchsetzen

musste und trotzdem niemals in die Fallen der

Männer getappt ist.

www.kpm-berlin.com

DAS ZEITALTER DES BEGEHRENS

OBJEKTE DER BEGIERDE SEIT 1763

Die Schatzinsel

von Robert Louis Stevenson,

frei interpretiert und inspiriert durch

über zwei Jahrhunderte faszinierender

Stilwelten königlicher Porzellankultur.

manufaktur verkaufsgalerie

im kpm quartier

wegelystrasse 1 10623 berlin

königliche verkaufsgalerien

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brandenburger str. 3 14467 potsdam

tel. +49 (0)30 390 090


DAS MEISTERSTücK 149

Von MonTBLAnc

Als Konrad Adenauer 1963, über das Goldene Buch der Stadt Köln gebeugt, vergeblich nach einem

Schreibgerät suchte, reichte ihm John F. Kennedy seinen Füllfederhalter. Es war der mit dem weißen

Stern, eine Edelfeder, die Geschichte schreibt – bis heute. Ein Blick in die Montblanc-Manufaktur.

Wer schreibt schon noch mit Füllfederhalter?

Schulkinder und hoffnungslose Romantiker,

könnte man meinen. Die Schrift des 21. Jahrhunderts

ist anonymisiert und digital, das letzte

Handschriftliche ist oftmals unser name, den wir

unter Rechnungen oder Verträge kritzeln. Dazu

reicht den meisten ein Einwegkugelschreiber,

den Füllfederhalter benutzt kaum einer mehr.

Wer es aber doch tut, tut es ganz bewusst und

sucht sich dafür ein Gerät, das sein Stilbewusstsein

unterstreicht.

Ein echter Klassiker unter den Edelfedern, und

das wusste nicht erst John F. Kennedy, ist das

»Meisterstück 149« von Montblanc. Der Füllfederhalter

mit dem voluminösen schwarzen Körper

aus Edelharz und der Feder aus 18­karätigem

Gold wurde 1924 von dem Hamburger Schreibgerätehersteller

auf den Markt gebracht und gilt

seither als Ikone unter den Füllfederhaltern. Erkennungszeichen

der Montblanc­produkte ist der

weiße Stern auf der Kappenspitze, der in Wahrheit

die verschneite Kuppe des Mont Blancs, Europas

höchstem Berg, versinnbildlicht. Das »Meisterstück

149« selbst hat noch ein weiteres Merkmal:

In die Feder ist die Zahl 4810 eingraviert, die die

Höhe des Mont Blancs in Metern angibt. Das ist,

wie sich später herausstellte, eine klitzekleine

übertreibung, zwei Meter müsste man abziehen,

handgriFFe

EIn pRoDUKT IM DETAIL

von

MARIE­SopHIE MüLLER

Illustration

DAAVID MöRTL

um auf die tatsächliche Höhe zu kommen. Aber

wer will denn schon so kleinlich sein?

Dort, wo man eine Manufaktur namens Montblanc

am wenigsten vermutet, findet man sie –

in Hamburg, der Hauptstadt des norddeutschen

Flachlands. Eben dort werden seit 105 Jahren in

perfektionistischem Kunsthandwerk Schreibgeräte

hergestellt, die ihren Besitzer ein Leben

lang begleiten sollen. Das Herzstück des Meisterstücks

ist seine Feder. Es braucht mehr als

100 Arbeitsschritte, bis sie flüssig und sanft über

das papier fährt.

»may i help you, mr. adenauer?«,

sagTe John F. kennedy und reichTe dem

bundeskanzler sein meisTersTück

Ein schmales Band aus weichem, 18­karätigem

Gold ist der Ausgangspunkt für die Feder. Das

Material wird gehärtet und in konisch zulaufende

Abschnitte geformt. Aus den Goldplättchen

wird die Federform und das Herzloch ausgestanzt,

das später den Federspalt begrenzt und

für einen gleichmäßigen Tintenfluss sorgt. Anschließend

wird die Montblanc­Gravur in die

Feder eingeschrieben; sie besteht aus dem Stern,

der Karat­Angabe und der Zahl 4810.

Die Feder wird in die richtige Form gebogen

und an der Spitze mit einem Iridiumpunkt

versehen – der Durchmesser der kleinen Kugel

bestimmt die Schriftstärke. nachdem die

Feder poliert und der Iridiumpunkt von Hand

geschliffen wurde, wird sie mit einer kunstvollen

Intarsie aus platin veredelt.

Das Einschreiben der Feder wird nur von sehr

erfahrenen Mitarbeitern durchgeführt. In einem

von den produktionswerkstätten abgeschotteten,

ruhigen Atelier zieht die Handwerksmeisterin

gleichmäßige Achten mit blauer Tinte. Sie

lauscht dem Klang der Feder, die über das papier

gleitet. nur, wenn die Melodie gleichmäßig

und sanft ist, kein Kratzen, kein Stocken zu

bemerken ist, hat die Feder den Test bestanden.

Eine letzte Sichtkontrolle gewährleistet die

Makellosigkeit des Füllfederhalters, der für die

Ewigkeit bestimmt sein soll.

Wer mit der Zeit geht, wird Tastatur oder Touchpad

nicht missen wollen – es gibt allerdings ein

paar Gelegenheiten, bei denen auch nicht­politiker

zum Füllfederhalter greifen sollten: Wer

sich zum Beispiel mit dem Gedanken trägt, eine

Liebesbotschaft zu schicken, ist gut beraten,

zu papier und Füllfederhalter statt zum Handy

greifen. Die Liebe hält deshalb nicht unbedingt

länger, aber immerhin ihr Beweis.

»Meisterstück 149«,

Montblanc Boutique, Erdgeschoss

musen

BoTTEGA VEnETA

nInE D’URSo

FüR BoTTEGA VEnETA

Die Schönheit liegt ihr in den Genen. Anmut, Understatement und klassische Eleganz hat sie von

Kindheit an umgeben. Jetzt ist Nine d’Urso Star der Kampagne für den ersten Duft von

Bottega Veneta. Eine Rolle, für die sie wie geschaffen scheint.

nine d’Urso ist in gewisser Weise ein Versprechen.

Es besteht aus ihrer klassischen Schönheit

und einer Familie, die für Stil und Eleganz

steht. Mutter Inès de la Fressange war in den

80er­Jahren die Muse der pariser Modewelt

und lief erst kürzlich mit unglaublich unsichtbaren

53 Jahren noch einmal über den Laufsteg.

nines Vater Luigi d’Urso war ein italienischer

Geschäftsmann und Kunsthändler, der

Großvater ein Marquis und die patentante heißt

caroline von Monaco. nine d’Urso ist also –

noch – in erster Linie Tochter, 17 Jahre jung

und auf dem Sprung ins Leben, der gleich zu

einem Höhenflug ansetzt, denn Nine d’Urso ist

das Gesicht des neuen und ersten Duftes aus

dem italienischen Modehaus Bottega Veneta.

»When your own initials are enough«, lautet der

Slogan von Bottega Veneta und dieser drückt

aus, wofür das Haus steht: Individualität, Selbstbewusstsein

und Modernität. Alles Attribute,

mit denen auch nine d’Urso beschrieben werden

kann. Ihr Gesicht ist noch nicht so bekannt

und strahlt sofort etwas Fesselndes aus. Sie ist,

wie Bottega Veneta, von stolzer Herkunft. Sie

ist modern und dabei ganz eigen. Fast scheint

es, als sei nine d’Urso das Gesicht, auf das Bottega

Veneta gewartet hat, bis es sein erstes Eau

de parfum auf den Markt bringt.

Text

nIKoLAS FEIREISS

1966 wurde Bottega Veneta gegründet und ist

berühmt für seine ganz besonderen Lederwaren.

Seit Tomas Maier 2001 Kreativdirektor

Bottega Veneta: eine Chypre-Kreation

aus rotem Pfeffer, Bergamotte, Patschuli, Jasmin,

Eichenmoos – und natürlich Leder

wurde, hat das Haus mit seinen Kollektionen

auch die Modewelt erobert. Längst war die Zeit

reif, die philosophie von Bottega Veneta, das

Understatement und die Modernität auch über

einen Duft erfahrbar zu machen. Das parfum

fängt den Traum vom venezianischen Landleben

in einem Duft ein. Er ist durchdrungen

20 21

von Wärme, Sonnenschein, dem Zirpen der

Zi kaden vor einer eleganten Villa. Säulen, alte

Holzböden und ausgebleichte Fresken an den

Decken schaffen diese besondere Atmosphäre

gelebter Tradition. Die Bücher in der Bibliothek

sind in edles Leder gebunden. Jeden Moment

erwartet man nine d’Urso, die in einem

champagnerfarbenen Kleid von Bottega Veneta

durch die Tür kommt. Frische Wiesen, gemähtes

Heu, Blumen, Erde, Holz und Leder sind

darüber hinaus die Assoziationen, die der Duft

hervorruft.

nonchalance, sTil und

individualiTäT lebT nine d’urso ganz

selbsTversTändlich

Für ihren ersten Model­Auftrag arbeitete d’Urso

gleich mit einem Experten der Fotografie zusammen.

Die Kampagne und der TV­Spot wurden

von Bruce Weber aufgenommen. Spielend leicht

gelingt es nine d’Urso, die Feinheit, Individualität

und Sinnlichkeit von Bottega Veneta Eau

de parfum, kurz, seine Seele, zum Ausdruck zu

bringen.

Sie löst ihr erstes Versprechen ein. Wir warten

auf mehr. Versprochen.

Bottega Veneta Eau de Parfum Vaporisateur,

50 ml, 75 Euro, Erdgeschoss


Molekulare Küche? Das sind doch die Verrückten

mit den Schäumen, die nach Foie Gras

schmecken. Die Koch­Avantgarde, die zu gern

Zentrifugen anschmeißt und ihre Zutaten in Flüssigkeiten

nahe des absoluten nullpunktes taucht.

Kurz: nachkochen kann ein normalsterblicher

das niemals.

Die 2011 im Taschen

Verlag erschienene

Edition »Modernist

cuisine« beweist uns

das Gegenteil. Auf

2.440 Seiten wird die

neue Kochkunst nicht

als eine sinnbefreite

Hightech­Lebensmittelwissenschaftzelebriert,

die Großmutters

Küche bekämpft.

»Modernist cuisine«

ist einfach nur neugierig.

neugierig auf die Möglichkeiten, die

Sinne des Menschen anzuregen – und auch einmal

auszutricksen. Dazu werkeln überall auf

der Welt experimentierfreudige Gourmets in

ihren Kochlaboren. Die echten Kenner pilgern

in die entferntesten Kultstätten: nach Katalonien

ins elBulli, in die Grafschaft Berkshire ins

buch

HUGEnDUBEL

IM BAUcH DER

AVAnTGARDE

Die Spitzenköche von heute sind Wissenschaftler der Aromen: Sie schäumen, reduzieren,

vakuumieren und zentrifugieren. Das Mammutwerk »Modernist Cuisine« blickt hinter die

Kulissen dieser Revolution – und will vor allem eines: die Physik des Kochens mit der

Kunst der Köche in Einklang bringen.

HUGENDUBEL

IM KADEWE

Seit 2008 lädt die Münchner Buchhandlung

Hugendubel auf einer 700 Quadratmeter großen

Fläche auch im KaDeWe zum Schmökern ein.

Mit seiner stilbildenden, großzügigen Leselandschaft

betont das Unternehmen die anregende Wirkung

des Leseerlebnisses. Im Mittelpunkt stehen

Unterhaltungsliteratur, Reiseführer sowie

Kinder- und Jugendbücher. Eine Kunstbuch- und

Lifestyle-Abteilung runden das Sortiment ab.

von

TILL ScHRöDER

The Fat Duck oder ins WD­50 nach new York.

Deren gesammelte Erfahrungen gibt es nun zu

bestaunen: neben 300 Seiten völlig neu erfundener

Rezepte der Autoren führt das Buch auch

Schritt für Schritt durch die Ideen der wagemutigsten

Meisterköche von heute wie Grant

Achatz, Ferran Adrià,

Heston Blumenthal,

David chang, Wylie

Dufresne oder David

Kinch.

Bei Weitem mehr als

nur als hochkarätige

Rezeptesammlung,

glänzt es in seinem

Anspruch als detailversessenes

Lehrbuch

und opulenter Bildband:

In sechs großformatigen

Bänden

dreht sich alles um

die physik des Kochens – ohne dabei den

Genuss oder die praktikabilität zu vernachlässigen.

Es erklärt eben nicht nur, wie etwas

zubereitet wird, sondern auch, warum es so

funktioniert. Und somit für jeden nachkochbar.

Warum das permanente Schwenken der

Zutaten im Wok nicht nur Show ist, sondern

22

die effizienteste Garmethode. Oder warum das

Garen nicht aufhört, wenn man Lebensmittel

mit Eiswasser abschreckt. Erst wer weiß, wie

Zutaten reagieren, kann sie neu kombinieren.

Der schreckt auch nicht vor Enzymen, proteinen

und Hydrokolloiden zurück, die in vielen

Lebensmitteln die heimlichen Herrscher sind.

Atemberaubend anzuschauen ist das vor allem in

der aufwendigen Fotografie der Kochprozesse.

Da werden Woks im Betrieb halbiert und Töpfe,

Dampfdruckkessel und Holzkohlengrills während

ihrer nutzung zerlegt. Da schweben

Hamburger und deren Beilagen in der Luft.

Stickstoffwolken umnebeln obst, und Hummer

schwimmen im Vakuum. Das erste coffeetable­Buch

für die heimische Arbeitsplatte.

»Modernist cuisine« fordert auf, den Baukasten

der natur kreativer als bisher zu nutzen –

zum Vorteil von Geist und Gaumen gleichermaßen.Wie

ein Kritiker richtig bemerkte: Hätte

Leonardo da Vinci heutzutage ein Kochbuch

verfasst, »Modernist cuisine« wäre dabei herausgekommen.

Nathan Myhrvold, Chris Young und Maxime Bilet, »Modernist Cuisine:

Die Revolution der Kochkunst«, 2.440 Seiten in fünf Bänden in Schutzkassette

und einer Kochanleitung mit Beispielrezepten auf abwaschbarem

Papier gedruckt. Taschen Verlag, 399 Euro.

Erhältlich ab Ende November in der Buchhandlung Hugendubel

in der 5. Etage

Sie fi nden Iittala in der 4. Etage im KaDeWe.

Timeless design with a thought.

Handmade

since 1936.

Alvar Aalto hat das Original der Aalto Vase vor 75 Jahren

entworfen. Heute wird dieser berühmte Klassiker immer

noch mundgeblasen in der Iittala-Fabrik in Finnland. Jede

Vase durchläuft zwölf Arbeitsschritte und sieben Glasfachleute

stellen sicher, dass die einzigartige Geschichte genau so

erzählt wird, wie sie gemeint ist. Jetzt sind Sie an der Reihe,

diese Vase an eine besondere Person weiterzugeben.

Aalto Vase 160mm

riobraun € 99,00

Aalto Vase 160mm

opalweiss € 99,00

Set.

Aalto Vase 160mm + 95mm

klar € 99,00 (statt € 156,50)

www.iittala.com


DüFTE,

MASSGEScHnEIDERT

Die maßgeschneiderte Duftsammlung »Boss The Collection«

verbindet Stoffe und Parfum auf ungewöhnliche Art und Weise. Ab Oktober

sind die Düfte exklusiv im KaDeWe erhältlich.

von

nIKoLAS FEIREISS

markenWelT

HUGo BoSS

24

Foto

pETER LAnGER

25

dandy oder businessman:

Jeder bekommT den duFT, der zu ihm passT

Sich als Mann bei Hugo Boss gut einzukleiden, das war noch nie

ein problem. Die Mode des Labels steht seit über 40 Jahren für

Eleganz, Qualität und einen zeitlos­klassischen Stil. Schon früh

hat das Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt und edle, leichte

Materialien, etwa italienische Wolle, Kaschmir, Samt und feinste

Baumwolle, an den Mann gebracht. Innovatives, stilvolles Design

und höchste Schneiderkunst gehen dabei Hand in Hand. Mit

»Boss The collection« präsentiert das Modehaus aus Metzingen

nun ab oktober 2011 im KaDeWe eine Kollektion außergewöhnlicher

Männerparfums, die den feinen Stoffen Tribut zollt. Fünf

Düfte interpretieren fünf ausgewählte Materialien – parfum und

Schneiderkunst gehen in den Kompositionen cotton & Verbena,

Silk & Jasmine, Wool & Musk, Velvet & Amber sowie cashmere &

patchouli eine außergewöhnliche Verbindung ein. Will Andrews

vom p & G Fragrance creation Team beschreibt die neue Duftreihe

so: »Jeder Mann hat seinen favorisierten Anzugstoff – jetzt hat er

auch das passende parfum dazu. ›Boss The collection‹ stellt mit

der Verbindung von Textilie und Duft eine neuheit dar. Die luxuriöse

Struktur und der besondere charakter eines jeden Stoffes

werden überzeugend durch einen einzigartigen Duft interpretiert.

›Boss The collection‹ ist eine maßgeschneiderte Duftsammlung

mit erlesenen, hochwertigen Inhaltsstoffen.«

cotton & Verbena zum Beispiel ist ein besonders moderner Duft

mit frischem, belebendem Temperament. Er ist der perfekte Begleiter

für jeden Anlass. Saftige Zitrusfrische in der Kopfnote,

süße, erdige Spuren von Vetivergras und Moos in der Herznote

sowie eine holzige Basisnote verleihen ihm einen eleganten charakter.

Zeitlos, luxuriös und extravagant wie Seide dagegen ist Silk &

Jasmine. Eine blumige Kopfnote aus Jasmin, Spuren von nelke

und Honig in der Herznote und Vanille als Basisnote vereinen sich

zu einem erlesenen Duft. Als schwerer, sinnlicher Duft vermittelt

Wool & Musk das Gefühl von angenehmer Wärme. Die umhüllende

aromatische Herznote aus weißem Moschus und die Basisnote

aus weichem Sandelholz mit einem Hauch von Zimt machen das

parfum von Wool & Musk zu einem Klassiker.

Das intensive Velvet & Amber ist ein Duft, der den Mann sinnlich

wie eine Samthülle umgibt. Eine Kopfnote aus warmem Bernstein,

eine süßliche Balsamico­Herznote und eine cremige Basis aus Vanille

machen Velvet & Amber zu einem besonders extravaganten

und stilvollen Duft. cashmere & patchouli dagegen betont die natürlichen

Duftnoten, ist edel und unaufdringlich zugleich. Frische

und luftige patschuli­noten und zarter, weicher Kaschmir ergeben

die perfekte Kombination für diese außergewöhnliche Kreation.

So stilvoll und edel wie die Düfte sind auch ihre Verpackungen.

Ein schlichter, quadratischer Glasflakon betont ihre zeitlose Eleganz.

Der Beutel, der jeden Flakon umhüllt, ist jeweils aus dem

zum Duft gehörenden Stoff gefertigt. ob Wolle, Baumwolle, Seide,

Kaschmir oder Samt: Der Boss-Mann findet ab sofort nicht nur

den perfekten Look für Anlass und Stimmung, sondern auch den

dazu passenden, maßgeschneiderten Duft.

»Boss The Collection«, je 50 ml, Eau de Toilette Vaporisateur,

je 110 Euro, Erdgeschoss


Seit 1895 stricken die Falkes aus Schmallenberg

im Sauerland schon Socken und pullover. Und

von Generation zu Generation versuchen sie dabei,

sich selbst zu übertreffen. Die diesjährige

Herrenkollektion für Herbst / Winter 2011 / 2012

ist allerdings an Exklusivität schwer zu überbieten.

Falke ist weltweit der erste Bekleidungshersteller,

der Socken aus Vicuña­Wolle anbietet.

Vicuña­Wolle ist die seltenste und teuerste der

Welt. Aus Vicuña­Wolle gewebte Stoffe sind

extrem leicht, halten besonders warm und sind

von einer Weichheit, die selbst Kaschmir um

Klassen übertrifft. Die Fasern sind einzigartig

fein und haben einen Durchmesser von nur

zwölf Tausendstel Millimetern. Ein menschliches

Haar ist ungefähr sechsmal dicker. Die

feingliedrigen paarhufer, von denen die Wolle

stammt, sind die kleinsten Kamele der Anden,

die in über 4.000 Metern Höhe in peru, Ecuador,

Bolivien, Argentinien und chile leben.

Dass es in den Anden heute überhaupt noch

Vicuñas gibt, grenzt an ein Wunder. Die Jagd

der spanischen Eroberer auf das Vicuña – nicht

nur wegen der Wolle, sondern auch, um Weideland

zu gewinnen – hatte die Bestände stark

dezimiert. In den 60er­Jahren war die Spezies

vom Aussterben bedroht. Dank staatlicher

Schutzmaßnahmen und der Reglementierung

DIE KoSTBARSTE

SocKE DER WELT

Unbeschreiblich weich, warm und leicht. Die Vicuña-Wolle ist sehr selten und sehr

teuer, die Qualität dafür unübertroffen. Nur diese allerfeinste Wolle war Falke gut genug

für eine limitierte Auflage exklusiver Socken.

von

nIKoLAS FEIREISS

vom FeinsTen

FALKE

Foto

pETER LAnGER

des Handels ist sie wieder gewachsen. Trotzdem

ist Vicuña­Wolle auf dem Weltmarkt nur schwer

zu bekommen. Weil die wild lebenden Tiere

nicht im Besitz von Farmern, sondern der Allgemeinheit

sind, fließen die Erlöse aus dem

Handel mit der kostbaren Wolle an die indigene

Bevölkerung und sind eine wichtige Einnahmequelle

in den Vicuña­Gebieten. Für Falke ist es

eine besondere Ehre, für eine limitierte Kollektion

von Socken und pullovern das kostbare Material

verarbeiten zu können.

aus gerade einmal 40 gramm des

selTenen vicuña-garns Wird ein paar

socken geFerTigT

Ein Vicuña darf nur alle zwei Jahre geschoren

werden und liefert dabei eine Garnmenge von

etwa 250 Gramm. Die gesamte Jahresproduktion

beläuft sich auf gerade mal 5.000 Kilo

Vicuña­Fell. Zum Vergleich: Bei Kaschmir sind

es um die 10.000 Tonnen. Für die produktion

der Falke­Socken wurden pro paar 40 Gramm

des kostbaren Vicuña­Garns verwendet. Die

Menge reichte für gerade zehn paare der exklusiven

Stücke und erklärt den stolzen preis von

860 Euro pro paar.

»chaccu« sagen die Einheimischen dazu, wenn

den filigranen Tieren einmal im Jahr ihr haariges

Gold geschoren werden soll. Keine einfache

Angelegenheit, da Vicuñas zwar Herdentiere

sind, sich aber nicht in Gehegen halten lassen.

Die scheuen Tiere müssen von Hunderten von

Männern und Frauen zusammengetrieben werden,

bis schließlich ungefähr anderthalbtausend

Exemplare beisammen sind.

Die empfindliche Vicuña-Wolle wurde ungefärbt

zu Falke­Socken verarbeitet. Ein besonders

ausgebildeter Stricker musste den

Herstellungsprozess an der Maschine mit der

Hand begleiten. Die Spitze der Socken wurde

sogar ganz von Hand gekettelt, und auch die

Etiketten sind mit der Hand eingearbeitet. Einen

ganz besonders weichen Griff haben die

Socken, weil jeder einzeln nach dem Stricken

noch einmal separat gewaschen wurde. Angeboten

werden sie in einer hochwertigen, handgefertigten

nussbaum­Schatulle.

Die zehn Käufer dieser limitierten Edition

von Falke­Socken können sich ganz sicher

sein: Feinere, wärmere und exklusivere Fußkleidung

ist nicht vorstellbar. Allerdings gilt

hier wie auch sonst: Es war schon immer etwas

teurer, einen besonderen Geschmack zu

haben.

Socken aus Vicuña-Wolle von Falke, auf 10 Paar limitiert,

für je 860 Euro, 1. Etage

WunschzeTTel

WEIHnAcHTEn

IcH WünScHE

MIR ...

Es ist immer dasselbe: Im Laufe des Jahres fallen einem 100 Sachen ein, die man

sich wünschen könnte, und kurz vorm Fest ist alles vergessen. Wir helfen Ihnen gern mit

ein paar Ideen auf die Sprünge.

01 Königin der nacht: elegantes, schwarzes Abendkleid mit perlen­ und Strass­Applikation, 399 Euro. vera monT, 2. eTage 02 clutch »camoscio« in Bleu, 995 Euro.

miu miu sTore, erdgeschoss 03 nicht nur zum Leine­Halten: Handschuhe »Dog« aus weichem Lammleder, je ca. 605 Euro. hermès bouTique, erdgeschoss

04 Farbtupfer: nagellacke Mink Brule, Ginger Fire und Smoke Red, je 30 Euro. Tom Ford, erdgeschoss 05 Winterspaziergang: braune Stiefel mit schmalem hohen

Schaft, 639 Euro. FraTelli rosseTTi, 2. eTage 06 Schön verpackt: zartes, schwarzes Spitzenset »Vanité«, BH, 75 Euro, Serre­Taille, 60 Euro, und Shorty, 50 Euro.

chanTelle, 3. eTage 07 Märchenstunde: zartes nachthemd in Blau­Melange mit weißer Spitze, 76 Euro. vive maria, 3. eTage

26 27

01

05

02

06

03

04

07


TALBoT RUnHoF

Dornröschen erwacht: rotes Samtkleid von

Talbot Runhof, 1.399 Euro. ohrringe und Ring von

chopard, preis auf Anfrage, Schuhe von Miu Miu.

TalboT runhoF, 2. eTage

FoTos MARKUS JAnS sTyling nIKI pAULS

Blutrot oder tiefschwarz, kostbar bestickt und sprichwörtlich aus Samt und Seide

sind die Abendkleider dieser Saison. Wie aus einer Märchenwelt entsprungen, einem

Reich der Sage und der Fantasie, das bevölkert ist von zarten Prinzessinnen

und schönen Prinzen, bösen Stiefgeschwistern und geheimnisvollen Tieren. Nicht

das Hübsche, sondern das ausgesprochen Schöne, mitunter auch gefährlich Verführerische

macht den besonderen Reiz dieser Kleider aus.


cHopARD

Traumverloren: rotes Samtkleid von Talbot Runhof.

Diamantbesetzte ohrringe in Tropfenform aus Gelbgold,

preis auf Anfrage.

chopard bouTique, erdgeschoss

30

ALIcE + oLIVIA

Ball der Königskinder: Lurexkleid mit

Rückendekolleté und halbem Ärmel,

Alice + olivia, 375 Euro. ohrringe und

Ring von Bulgari, 4.500 und 6.000 Euro.

alice + olivia, 2. eTage


VERA MonT

Wie dahingegossen: elegantes, schwarzes

Abendkleid mit schwarzen perlen und Strass­

Applikationen, 399 Euro.

vera monT, 2. eTage

GABEnTIScH

Schöne Bescherung: chronograph Speedmaster von omega, 6.300 Euro. champagnerkelch

»Alta«, Besteck, 5­teilig, und Serviettenring: Robbe & Berking,

925er­Sterling­Silber, 900, 735 und 173 Euro. Großer platzteller, 52 Euro, Teller,

flach, 35 Euro, Rosenthal, aus der Service-Serie »Platinum«. Buch: Rainer Maria

Rilke, »Die Gedichte«, 15 Euro. Rubinrote champagner gläser »Mille nuits« von

Baccarat, 135 Euro. champagner Ruinart. Samtbox für Godiva­Schokoladen

und ­pralinés, 30 Euro (ohne Inhalt). »Santal Blush« und »Jasmin Rouge«, Eau

de parfum Vaporisateur, 50 ml, beides von Tom Ford, je 175 Euro. Grüner Flakon

»Sans Adieu« und Vase »Bacchantes«, beides von Lalique, 2.100 Euro und

3.200 Euro. Teddybär von Steiff, Replikat von 1925, 230 Euro. Porzellanfigur

»patron« von Hering, 613 Euro. Ankle­Boots von Eva Turner, 385 Euro.


TIFFAnY & co.

Funkelnd auf den Märchenball: platin­Diamant­

Armbänder und Halskette »Victoria«, 14.755, 19.365

und 46.105 Euro, platin­Diamant­Armband

»Wisteria«, 18.210 Euro.

TiFFany & co., erdgeschoss

EScADA / pAUL SMITH

passt der Schuh? Elegant fallendes Kleid mit Raffung

an der Hüfte von Escada, 1.495 Euro, pumps von

L.K. Bennett, 265 Euro, violettes Samtsakko von paul

Smith, 500 Euro, Herrenschuhe von Moreschi, 300 Euro.

escada, 2. eTage

paul smiTh, 1. eTage

35


JUWELIER cHRIST

Sie ist die Schönste im ganzen Land!

Ringe, je 2.499 Euro, und ohrringe,

2.499 Euro.

chrisT bouTique, erdgeschoss

BcBG

Da wird selbst der böse Wolf zahm: zartes Spitzenkleid,

449 Euro, transparente Strumpfhose von

Fogal, Lackschuhe von L.K. Bennett, 185 Euro.

bcbg, 2. eTage

Fogal, 3. eTage


BARBARA ScHWARZER

Gold­ oder pechmarie? Abendkleid aus grauer Spitze,

mit pailletten besetzt und großer Schleife, 999 Euro.

barbara schWarzer, 2. eTage

cHRISTInA DUxA

Froschkönig: Warten auf den Prinzen. Raffiniert geschnittenes

Abendkleid mit pailletten und chiffonbesatz, 669 Euro, collier

»Brillantspiel« von Wellendorff, 22.400 Euro.

chrisTina duxa, 2. eTage


SpIEGLEIn,

FoTos

pETER LAnGER

In Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, und aus Fröschen Prinzen wurden,

brauchte es keine Cremes und Düfte, um schön zu sein wie Schneewittchen. Heute

verlassen wir uns jedoch lieber auf die Wirkung von märchenhaften Düften und Pflegeprodukten,

wie sie nur die gute Fee und niemals die böse Hexe ersinnen könnte.

Alle Beauty-Produkte finden Sie im Erdgeschoss.

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pRADA

»prada candy« ist die duftende Blüte im dunklen Märchenwald. Moschus,

Benzoe und Karamell machen dieses parfum besonders verführerisch.

»Ein exzessiver Duft mit zu viel von allem«, beschreibt es Miuccia prada.

Eau de parfum Vaporisateur, 50 ml, 74 Euro.

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GUccI

»Gucci Guilty« ist ein Duft, der Liebende herausfordert. Das neue »Gucci Guilty Intense« ist

noch leidenschaftlicher. Der Damenduft ist ein orientalisch sinnlich­warmes Eau de parfum, der Herrenduft

ein Eau de Toilette, das gleichermaßen provoziert und verführt. »Gucci Guilty Intense« Eau de parfum

Vaporisateur, 50 ml, 80 Euro, »Gucci Guilty Intense«, Eau de Toilette Vaporisateur, 50 ml, 66 Euro.

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DIoR

Ein neues Kapitel in der märchenhaften Geschichte von »J’adore«.

Auf die üppige Duft­Komposition des Eau de parfum antwortet das neue Eau de

Toilette mit einer selbstbewussten Betonung des Bouquets der zarten Blütenblätter.

Ein Duft, so luxuriös wie das Haus Dior, 100 ml, 95 Euro.

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ETRo

paisleymuster sind das typische Erkennungszeichen der Etro­

Kollektionen. »paisley« heißt auch das neue parfum des Labels. Ein sanfter Duft

mit blumigen und exotischen noten wie Kardamom, arabischem Jasmin, rosa

pfeffer, Ambra und Vanille, 100 ml, 122 Euro.

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LA pRAIRIE

White caviar Illuminating cream, Serum und Eye Serum verleihen der Haut ein helles Strahlen,

wirken unregelmäßiger pigmentierung entgegen und beugen dunklen Augenschatten vor. Für mehr

Festigkeit, Feuchtigkeit und einen zarteren, glatteren und ebenmäßiger wirkenden Teint.

cream und Serum, je 370 Euro, Eye Serum, 206 Euro.

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SEnSAI / KAnEBo

Seide kann Ihrer Haut mehr geben, als Sie für möglich halten. Die Pflege von Sensai mit wertvoller

Koishimaru­Seide ist Kult. Die Basis­Kombination aus Lotion und Emulsion macht sie besonders feuchtigkeitsintensiv,

ergiebig und hautverträglich. Sie werden es sehen und fühlen. Sensai cellular performance Lotion II,

125 ml, 65 Euro, Sensai cellular performance Emulsion II, 100 ml im Spender, 100 Euro.

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ESTÉE LAUDER

Vier Zaubermittel für einen prinzessinen­Teint: »Advanced night Repair«, das Reparatur­Serum,

das auch auch am Tag verwendet werden kann, 66 Euro, »Idealist« für ein verfeinertes Hautbild und

minimierte poren, 63 Euro, »Illuminator« für einen ebenmäßigen Teint, 63 Euro, und das

Anti­Falten­Serum »perfectionist [cP+]«, 78 Euro.

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SHISEIDo

»Future Solution Lx Ultimate Regeneration Serum« optimiert die Hautfunktion

und steigert die Widerstandskraft der Haut gegenüber den Zeichen der Zeit. Es enthält die

maximale Konzentration des Wirkstoffes Skingenecell 1p, 30 ml, 270 Euro. Als Geschenk gibt

es von Shiseido als Ergänzung eine japanische Teeschale im typischen nipponrot.

Ein grüner Tee klärt den Geist und macht von innen schön.

DERMALoGIcA

Hollywoodstars, Visagisten und Hautpflegeprofis sind Fans von Dermalogica,

der Hautpflegeserie aus Los Angeles. »Age Smart« pflegt, regeneriert und beugt gleichzeitig

vorzeitiger Hautalterung vor. Super Rich Repair, 50 ml, 92 Euro, Reversal Eye complex, 15 ml,

63 Euro, Skin Resurfacing cleanser, 30 ml, 10 Euro, Antioxidant Hydramist,

30 ml, 10 Euro, Daily Microfoliant, 13 g, 11 Euro.

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FoTos

ATTILA HARTWIG

c/o Emeis Deubel

sTyling

THoMAS RooK

Food-sTyling

VoLKER HoBL

Zu Tisch, Schneewittchen, Froschkönig,

Rotkäppchen und Schneiderlein! Ein Streifzug

entlang märchenhafter Gabentische.

Alle Produkte finden Sie in der 4. Etage.

RoSEnTHAL

Weißes porzellanservice »Format« von christophe

de la Fontaine in minimalistischem Design der Rosenthal

»studio­line«. Kaffeetasse, zweiteilig,

25 Euro, Frühstücksteller, 13 Euro, Speiseteller,

19 Euro, Milchkännchen und Zuckerdose,

38 und 33 Euro.


VILLERoY & BocH

porzellanservice »Amazonia« mit Ranken, Schmetterlingen

und Kolibris dekoriert, Mokkatasse, zweiteilig, 40 Euro, Speiseteller,

40 Euro, Frühstücksteller, 37 Euro, Gourmetteller 70 Euro, große,

mittlere und kleine Blattschale, 150, 50 und 30 Euro.

MEISSEn

Zarte Seidentücher mit Ming­Drachen­, Tulpen­ oder paradiesvogel­

Motiven, in Schwarz oder Violett, je 280 Euro, Vase »Tide« von Arik Levy

aus weißem Biskuitporzellan, ab 120 Euro.

IITTALA

Vasen aus der Serie »claritas« des Designers Timo Sarpaneva, mit weißem,

rotem und sandfarbenem Kern, umfangen von durchsichtigem, massivem

Glas mit dekorativen Luftblasen, 1.350 Euro, 1.490 Euro, 990 Euro.

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ALESSI / DESIGn HoUSE STocKHoLM

Schwarzer obstkorb »La Stanza dello Scirocco« von Alessi, Design von Mario

Trimarchi, 47 Euro. Bernsteinfarbene »Block Lamp«, ein Klassiker von Harri

Koskinen, von Design House Stockholm, 220 Euro.

KRISTALLGLÄSER / BüRSTEnHAUS REDEcKER

Kristallgläser, von links im Uhrzeigersinn: Weinglas »Harcourt«

von Baccarat, 165 Euro, zartes Stilglas »Heights« von Theresienthal, 48 Euro, Weinglas

»Mozart« von Moser, 100 Euro, üppig reliefiertes Wasserglas »Massena« von Baccarat, 150 Euro,

Weinglas »Diamant« von Lalique, 80 Euro, und Weinglas »Roland« mit aufwendigem

Flächenschliff von Theresienthal, 115 Euro. Straußenwedel von

Bürstenhaus Redecker, 17 Euro.

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55


KAISER / GEoRGE SoWDEn

Gugelhupfform »La Forme plus« von Kaiser, 36 Euro.

Teekanne mit Filter aus Edelstahl von carl Henkel,

Design von George Sowden, 65 Euro.

linke Seite

LE cREUSET / poTT

Gusseiserne, schwarze Bratpfanne von Le creuset, 100 Euro.

20­cm­Kochmesser aus Zwetschgenholz aus der Serie

»Sarah Wiener« von pott, 180 Euro.

57


ScHön

FoTos

pETER LAnGER

Luxus, der in der Hand liegt. Edle Schreibgeräte für die besondere Botschaft

oder die Notiz zwischendurch sind Stilbeweis im Detail und Accessoires, die

unser Leben schöner machen.

Alle Schreibwaren in der 5. Etage.

MoLESKInE

Die Notizbücher von Moleskine mit fest-flexiblem

Einband sind Klassiker und in verschiedenen Größen,

Farben und Lineaturen erhältlich, ab 12 Euro.

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cARAn D’AcHE

Swiss Made: Füllfederhalter und Kugelschreiber

aus der Kollektion »Rnx.316 Steel« mit Feder aus

Stahl und einer schwarzen pVD­Beschichtung, die

perfekte Gleitfähigkeit garantiert. Füllfederhalter,

275 Euro, Kugelschreiber, 135 Euro.


pARKER

Die neue Form des Schreibens: Die bewegliche

Schreibspitze des »parker 5th« interagiert mit der

gravierten, metallenen Minenfassung der parker

Ingenuity collection. Schon nach wenigen

Worten passt sich das 5th Refill individuell dem

Schreibstil an, 160 Euro.

oTTo HUTT

otto Hutt, Sterling­Silber made in Germany. Die Traditionsmarke

folgt den prinzipien des Bauhauses. Füllfederhalter aus

Sterling­Silber und 18­Karat­Goldfeder mit eingraviertem otto­

Hutt­Logo, 495 Euro. Kugelschreiber, Sterling­Silber, 225 Euro.

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S.T. DUponT

Welcher name könnte die Qualität der neuen Schreibgeräte­

Kollektion von S.T. Dupont besser verkörpern als »Elysée«?

Schließlich ist Dupont der offizielle Hauslieferant der französischen

präsidenten. Kugelschreiber: schwarzer Lack, Diamantspitzendekor

und Palladiumauflage, 310 Euro. Tintenroller: Palladiumauflage,

390 Euro. Bleistift: schwarzer Lack und Palladiumauflage, 250 Euro.

Füllfederhalter: schwarzer Lack mit Gold, 390 Euro.

onLInE

Diese online­Schreibgeräte »Timeless Wood« verwenden

45.000 Jahre altes Kauri­Holz. Jedes ist ein Unikat und wird

in einer Holzkassette mit Zertifikat angeboten. Füllfederhalter,

160 Euro, Kugelschreiber, 150 Euro.


cRoSS

Die Linienführung der cross­c­Serie im Industriedesign

– mit einem durch elegante Sportwagen

inspirierten Finish – verleiht dieser Schreibgeräte­

Serie einen Hightech­Look. Füllfederhalter mit

Schreibfeder aus 18­Karat­Massivgold, 155 Euro,

Kugelschreiber / Rollerball, 105 Euro.

FABER­cASTELL

Holzkoffer mit 36 Künstlerfarbstiften und pastellkreiden

in den gängigsten Farben und feinster Qualität.

Zusätzlich eine große Auswahl von Zeichenmaterial

aus der PITT-Grafikserie (Stifte, Kohlen, Kreiden,

Spitzer, Knetradierer, Estompen usw.).

pELIKAn

Ein perfekter Begleiter für Vielschreiber: der

pelikan M1005 Demonstrator, ein transparenter

Kolbenfüllfederhalter in beeindruckender Größe

mit 18­Karat­Goldfeder, Rhodiumbeschichtung

und silbernen Beschlägen. Special Edition in

begrenzter Auflage, 580 Euro.

SEMIKoLon

Fächermappe mit 12 Fächern

und einem festen Einband.

Die 12 bunten Fächer bilden

einen Regenbogen.


IM

DER DAMEn

FoTos

öZGüR ALBAYRAK

c/o Emeis Deubel

Die feine Welt des Kaufhauses, die Émile Zola vor über

100 Jahren als das Paradies der Damen beschrieb, findet

man nach wie vor in seiner reinsten Form in der Parfümerie

– sie speist sich bis heute aus zeitlosen Zutaten:

die Verführung der Aromen, das Spiel der Farben und

die Anmut der Formen. Eine Fotoreportage auf den

Spuren von Schönheit und Essenz.

64 65


AcQUA DI pARMA

Mit seiner Serie »Le Nobili« beschwört

Acqua di Parma den Geist der kalabrischen

Gärten des 16. Jahrhunderts: Jasmin von

seiner betörendsten Seite.

cREED

In den Duftwelten, auf die schon Kaiserin Sissi schwor:

Creed, der ehemalige Hofparfümeur, betört noch heute

mit exaltierten Kreationen.

ToM FoRD

Tom Fords Versprechen des Sex-Appeals sind nie nur Lippenbekenntnisse:

Seine Beauty-Serie besticht mit aufreizenden Lippenstiftkreationen

wie Scarlet Rouge, Violet Fatale und Nude Vanille.

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SERGE LUTEnS

Orient trifft Okzident: Serge Lutens’ Düfte verbanden

schon immer westliche Reduktion mit der spielerischen

Vitalität des Maghrebs.

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MARc JAcoBS

Marc Jacobs bereichert seine sinnliche Duftwelt um

eine weitere Facette: Das neue Eau de Toilette »Oh, Lola!« ist

eine fruchtige Variation seines Erfolgsdufts »Lola«.


!QMS

Die regenerativen Pflegeserien aus der !QMS-

Forschungschmiede des Schönheitschirurgen Dr.

Erich Schulte genießen weltweit Kultstatus. Ihre

Zellpflege-Innovationen setzen Standards.

01

04

Duft ist Erinnerung. Und die parfümerie im

Kaufhaus ein Duft­Archiv. Bei dem einen Geruch

denkt man an die Mutter und den Duft ihrer

frisch eingecremten Hände, als sie uns über das

Haar strich. Ein anderer erinnert an das Rasierwasser

des Vaters, das einem beim morgendlichen

Abschiedskuss die nase umwehte. An den

Duft der ersten großen Liebe, an Urlaubsreisen

in ferne Länder, deren ungewohnte Gerüche wir

auf immer mit Exotik und trauter Zweisamkeit

verbinden. nirgendwo anders nehmen wir Düfte

so bewusst wahr wie an diesem ort: der Beauty­

Abteilung des Kaufhauses. Kaum tritt man durch

die Eingangstür, fällt das tägliche Geruchschaos

von einem ab. Der mondäne Hauch fremder Duftwelten

heißt einen willkommen: Hier bekommt

die nase Urlaub vom Tohuwabohu der Straße.

beauTy

REpoRTAGE

KLEInE

02

05

Durchatmen. Duft­Harmonie durchströmt die

Sortimente. Die flüchtigen Essenzen der Pflegeabteilung,

immer im Erdgeschoss angesiedelt,

bestimmen die Duftnote des gesamten Hauses.

Jedes Haus erhält so auch ein persönliches Bouquet,

ein wiederkehrendes Moment der Vertrautheit,

das wir bei jedem Besuch gern wieder

abrufen und bestätigen. Die Beauty­Abteilung

bedeutet uns auch körperliche Erholung. Regeneration

unseres wichtigsten Schutzschildes

gegen die Widrigkeiten der Umwelt: der Haut.

Hier atmet sie auf, darf sich in wohlriechenden

Lotionen räkeln und unter sanften cremes entspannen.

Hier bietet sich der gesuchte Balsam

für Haut und Seele: Skincare, die besänftigt und

heilt, aus den besten kosmetischen Forschungslaboren.

71

Wandert man die Flakons und Fläschchen, die

Tiegel und cremedöschen in der Beauty­Abteilung

ab, lösen auch sie permanent Assoziationen

aus: Klassiker wie Blumenwiese, Wald, frisch

geschnittenes Gras, Zitrusfrüchte, Leder, Grenadine

und Veilchen umspielen den Spaziergänger

im Duftparcours. Aber auch Unerwartetes

wie Bücher, eine Duftnote, die Karl Lagerfeld

zusammen mit Kunstbuch­Verleger Gerhard

Steidl kürzlich ankündigte. Und natürlich eines:

Verführung. Kein stärkeres Motiv erklärt

die omnipräsenz der Duftstoffe. Es verspricht

Erotik, Leidenschaft und nähe. Dieses Versprechen

zieht uns seit Jahrhunderten in die Wunderkammern

der parfümeure und Kosmetiker, ihm

suchen wir stets zu entsprechen – am liebsten

immer der nase lang.

01 Lippenstift Scarlet Rouge von Tom Ford, 45 Euro. 02 »oh, Lola!« Eau de Toilette Vaporisateur, 50 ml, von Marc Jacobs, 69 Euro. 03 Augencreme »cellular Marine«, 30 ml,

und »cellular Alpine«, 15 ml, von !QMS Medicosmetics, 230 Euro und 122 Euro. 04 Eau de parfum Vaporisateur »Gelsomino nobile«, 50 ml, von Acqua di parma, 85 Euro. 05 Eau de

parfum Vaporisateur »Royal oud«, 75 ml, von creed, 175 Euro. 06 Eau de parfum Vaporisateur »L’Eau Serge Lutens« von Serge Lutens, 100 ml, 98 Euro.

06

03


FoTos SABRInA THEISSEn sTyling Ann­KATHRIn oBERMEYER sTill liFe-sTyling BETTY SoMMER

Auch wenn die meisten Märchenprinzessinnen ihre Liebe mit Schläue, Mut und

Fleiß finden, so wussten auch sie schon um die Macht der kleidsamen Verführung.

Nicht umsonst ist in Märchen auffällig oft von »Leibchen« und »Hemdchen« die

Rede. Wir zeigen zauberhafte Lingerie und bequeme Nightwear für Prinzessinnen

und alle, die in langen Winternächten davon träumen.

Alle Artikel finden Sie in der 3. Etage.

LA pERLA

Schwarz wie Ebenholz: Body mit

zartem, transparentem Mittelteil, 385 Euro.

TRAUM


Joop!

Zum nicht­mehr­Ausziehen­wollen:

schwarzer Jumpsuit, 70 Euro.

cALVIn KLEIn

casual Beauty: Set aus gepolstertem

Bügel­BH und Slip in Schwarz mit weiß

abgesetztem Saum an Dekolleté und

Beinausschnitt, 40 und 20 Euro.

74

HAnRo

Zart wie eine Feder: Set bestehend aus

leicht transparentem BH und panty in

Taubengrau, 65 und 45 Euro.


LEJABY

La Dolce Vita: kurzes, schwarzes

nightdress mit polka­Dots­Muster,

100 Euro.

JUST cAVALLI

Zahme Wildkatze: BH­Hemdchen, 115 Euro, String, 56 Euro,

und Morgenmantel, schwarz­schimmernder Satin, abgesetzt mit

einem Saum in Leoparden­print, 179 Euro.

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MARc o’poLo

Wochenende im Bett: pyjama im Holzfäller­

Look, blau­weiß­kariert, 80 Euro.

LAUREn BY RALpH LAUREn

Eine nacht in den Highlands: schwarzes nachthemd

mit kleiner gerüschter Schottenkaroborte, 70 Euro.


FÉRAUD

Kuschelig: Homewear­Zweiteiler »Leo de Luxe«

aus weichem schwarzen nickystoff und schwarz­

weiß­meliertem Teddyfell, 249 Euro.

EMpoRIo ARMAnI

Königin der nacht: push­up­BH mit zarter

Spitze und passender panty, 46 und 30 Euro.

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SIMonE pÉRÈLE

Femme fatale: Set mit zarten, transparenten

Spitzendetails, bestehend aus schwarzem BH,

Miedergürtel und panty, 80, 90 und 55 Euro.


LISE cHARMEL

Verführerisch: push­up­BH und Taillenslip in

Miederoptik aus schwarzer Dentelle de calais

und lackierter Mikrofaser, je 120 Euro.

ELLE MAcpHERSon

Schön verpackt: Set aus schwarzer Spitze,

BH unterfüttert mit durchschimmernden

roséfarbenen Körbchen und passende panty

mit Schleifchen, 60 und 35 Euro.

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pRIncESSE TAM TAM

Für Freizeit­Ballerinas: schwarzer Body mit

Spitzensaum und Spaghettiträgern, 65 Euro.

TAUBERT

So weich: Hausmantel aus nickystoff

mit Zopfmuster in Mauve, 129 Euro.


WunschzeTTel

WEIHnAcHTEn

IcH ScHEnKE

DIR ...

Ein wirklich gutes Geschenk ist eines, über das man sich auch selbst freuen

würde und bei dem man gar nicht abwarten kann, dass es endlich ausgepackt wird.

Wir hätten da ein paar Vorschläge.

01

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01 Formvollendet: das weiße Smokinghemd, 90 Euro. Jacques briTT, 1. eTage 02 Edle Verpackung: christbaumkugel im Louis­Vuitton­Köfferchen, ca. 2.900 Euro. louis vuiTTon,

erdgeschoss 03 Gut vernetzt im Großstadtdschungel: Smartphone »Black Alligator«, 6.500 Euro. verTu, erdgeschoss 04 Zeitlos: Der chronograph »Timewalker 105850«,

5.490 Euro. monTblanc, erdgeschoss 05 Von Herzen: silberner Bilderrahmen in Herzform, 15 Euro. sia home Fashion, 4. eTage 06 Der Duft der Metropole: »new York oud«,

100 ml, 310 Euro. bond no. 9 neW york, erdgeschoss 07 Klassiker, aufgefrischt: »Kurland Multicolore«, Bürotasse, Set, 284 Euro. königliche porzellan- manuFakTur berlin,

4. eTage 08 Eleganter Klassiker: Manschettenknöpfe, 60 Euro. Jacques briTT, 1. eTage 09 prêt­à­porter: die schicke und kühlende Shopping­Bag für den

champagne Veuve clicquot Rosé­Brut (1 l = 80 Euro), 0,75 l Flasche mit Tasche, 60 Euro. veuve clicquoT, 6. eTage

02

03

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09

TradiTion

ALLE JAHRE WIEDER

DAS BESTE

ALLER FESTE

Das Weihnachtsfest zu Hause mit der ganzen Familie zu feiern ist das

unbestrittene Ideal, doch es führen viele Wege zu einer fröhlichen Weihnacht,

wenn besondere Umstände es erfordern.

Die Kinder fahren zur oma, während der Baum

geschmückt wird. Das Bimbim der kleinen Messingglocke

kündigt die Ankunft des christkindes

an, alle singen »Stille nacht«, es folgen die Bescherung,

der Kartoffelsalat mit Würstchen und

dann die christmette. Am nächsten Tag Gans,

Rehrücken oder Karpfen und beim Spaziergang

am nachmittag die Erkenntnis, dass man alle

Geschichten schon mindestens einmal erzählt

hat. Am zweiten Feiertag nimmt man sich vor,

im nächsten Jahr mal eine Runde auszusetzen.

Dann tritt Amnesie ein und zwölf Monate später

freut man sich wieder genauso sehr auf die

Familienfeier.

Weihnachten ist als Tradition so groß, dass es

höchst ambivalente Reaktionen auslöst, nicht

nur in einem selbst. Es gibt eherne Traditionalisten,

deren Seele Schaden nähme, würde

das Familienritual nicht ohne jede Abweichung

absolviert. Und es gibt verbiesterte Totalverweigerer,

die jedes Jahr betonen müssen, die

Forschung kenne keinerlei Beweis dafür, dass

der Heiland am Heiligen Abend zur Welt gekommen

sei. Weihnachten ist aber das Fest der

Liebe, nicht der Sturheit. Es kann viel für sich

haben, eingefahrene Bahnen auch einmal zu

verlassen.

Meistens sind es Zäsuren wie Trennungen oder

bloßes pech wie die Insolvenz des Billig­Ferienfliegers

– wer Weihnachten anders begeht als

im Kreise der Familie, tut das oft unfreiwillig

und kämpft mit dem Aschenputtel­Gefühl, als

Einzige nicht zum Fest geladen zu sein. Dann

aber kommt man auf den Geschmack. Folgende

»andere Weihnachten« habe ich ausprobiert und

kann sie empfehlen.

1. die aFTer-hours-parTy

Die Kleinkinder sind müde gespielt, die Show

ist vorbei und es ist gerade mal 21 Uhr. Laden

Sie jetzt Freunde auf eine gute Flasche zu sich

nach Hause ein. Es ist genau die Zeit, wenn deren

herzlose Teenie­Kinder auf die piste und

die schwerhörigen Großeltern zu Bett gehen.

Statt den Fernseher einzuschalten, hat man

als Mitglied der Sandwichgeneration besser

eine Verabredung, redet Erwachsenes und hört

Weihnachtsjazz. Sehr heilsam: Die eigenen

von

AnnE URBAUER

Frustrationen verwandeln sich in Lacher, wenn

man sie anderen erzählt. Und sobald die Heranwachsenden

merken, dass die Eltern an Heiligabend

etwas Besseres vorhaben, bleiben sie im

Jahr darauf verlässlich zu Hause.

2. paTchWorkbescherung à la beThlehem

nur weil man nicht dem klassischen Familienmodell

entspricht, feiert man noch lange kein

Fest zweiter Klasse. Stattdessen breitet man die

Arme weit aus, kocht, singt und spielt mit neuen

und alten Kindern, mit heimatlosen Single­

Freunden oder verwaisten nachbarn. Wir sind

öfter Gast bei einer solchen Heiligabend­Gesellschaft

aus Kreativ­Migranten mit ungeklärtem

Aufenthaltsstatus, Ex­Schwiegermüttern, ausnahmsweise

glühweintrinkenden Moslems und

Models, die in der Stadt gestrandet sind. Dafür

fehlt regelmäßig die Dame des Hauses. Sie kann

sich auch mit 40 Jahren nicht dazu durchringen,

Heiligabend nicht bei den eigenen Eltern im

Schwarzwald zu verbringen. na und? Herrliche

Abende und eine wahrhaft fröhliche Weihnacht.

Und sie atmet den Geist von Bethlehem.

3. die FesTFluchT

Für viele, die das ganze Jahr über unter kommunikativem

overload, überfrachtetem Terminkalender

und anderem psychosozialen

84 85

Illustration

DAAVID MöRTL

Erwartungsdruck leiden, ist es befreiend, am

23. Dezember abends ein großes Flugzeug zu

besteigen. Kaum schließt sich die Tür, fällt alles

von einem ab. Tags darauf sitzt man am

Strand, froh, entkommen zu sein und verfolgt

auf dem Handy anhand der SMS wie in einem

Live­Ticker mit, wann zu Hause in Deutschland

die Bescherung beginnt. Ich habe einen

Heiligabend in einer open­Air­Karaoke­Bar

in der Karibik in bester Erinnerung, in der wir

die einzigen Gäste waren. Es war sehr lustig

und auch ein bisschen wehmütig, ein Gefühl,

das den nächsten Morgen nicht überdauert.

Wichtige Geschenke – die patenkinder! – hat

man vorab per post geschickt. Und nächstes

Jahr, nimmt man sich in Äquatornähe heimlich

vor, feiert man wieder ganz idyllisch zu

Hause.

4. WinTer-Wonderland auF der skihüTTe

oberhalb von 1.500 Metern stehen die chancen

auf eine weiße Weihnacht immer noch gut.

Dem Schmelz von Holzstuben, Kachelöfen und

der kalten pracht draußen vor den Guckloch­

Fenstern können sich die wenigsten entziehen.

Allerdings sollte man auf perfekte Logistik achten:

Es ist Hochsaison, also frühzeitig eine Hütte

reservieren. Der Weihnachtsbaum sollte vor

ort organisiert werden, am besten beim vermietenden

Bauern oder einer Ferienhaus­Serviceagentur.

Je älter und hölzerner das Haus, desto

mehr Umsicht im Umgang mit Kerzenlicht ist

geboten. Ein Tipp: am besten über Silvester

bleiben und zusehen, wie die aus dem Tal abgeschossenen

Raketen auf der Höhe, auf der man

wohnt, wieder umkehren.

Gut zu wissen, dass viele Wege zu einem frohen

Fest führen, wenn besondere Umstände es

erfordern. Allerdings halten Kinder unter 16

normalerweise nichts davon, Weihnachten »ander

zu feiern.

Und was spräche dagegen, es auch 2011 zu halten

wie jedes Jahr, wenn das Bimbim des Messingglöckchens

die Ankunft des christkindes

ankündigt, alle »Stille nacht« singen und dann:

Bescheeerung!!!!


Geschenke sind eine heikle Angelegenheit. Man

darf ihre Wirkung nicht unterschätzen. Menschen,

die vereinbaren, sich einander zu Weihnachten

nicht mehr zu beschenken, haben das verstanden.

Sie wollen möglicherweise ihren Geldbeutel

schonen, ganz bestimmt aber möchten sie ihren

Seelenfrieden nicht aufs Spiel setzen.

Schenken und beschenkt werden ist eines der

größten Abenteuer der Weihnachtszeit. An einem

paar Socken sind schon vermeintlich glückliche

Ehen zerbrochen, andere konnten mithilfe eines

Diamantencolliers zumindest kurzfristig gerettet

werden. Aber Achtung: nicht um den Wert geht

es, sondern um die Geste. Das macht das Ganze

nicht unbedingt leichter.

Ich bin eigentlich eine ganz passable Alltagsschauspielerin,

aber die Enttäuschung über das falsche

Geschenk trifft mich derartig, dass mir nicht mal

ein falsches Lächeln gelingen will. Als älteste von

vier Geschwistern hatte ich grundsätzlich das Gefühl,

geschenktechnisch am schlechtesten abzuschneiden.

Meinem Alter entsprechend versuche

ich inzwischen mehr weihnachtliche Gelassenheit

auszustrahlen, was mir auch recht gut gelang, bis

zum Weihnachtsfest vor einem Jahr.

Es ist Heiligabend, Bescherungszeit. Ich greife

mir ein würfelförmiges päckchen, auf dem mein

das perFekTe geschenk

JEnAER GLAS

DER EIERKocH

Von WAGEnFELD

Es gibt Geschenke, die sind so einfallslos, das man sie nicht einmal umtauschen

oder weiterverschenken möchte. Eines dieser vermeintlichen No-Gos entpuppt sich

auf den zweiten Blick als sorgfältig ausgesuchtes Kleinod.

Text

MARIE­SopHIE MüLLER

name steht und löse das papier. Ein Eierkocher.

Aha. Dazu noch ein winzig kleiner, der darauf

schließen lässt, dass der Schenkende nicht davon

ausgeht, dass ich in den kommenden Jahren

mehr als ein Frühstücksei zubereiten werde.

Danke aber auch.

der bauhaus-eierkocher.

ein archiTekTenTraum?

Ich werfe böse Blicke in die Runde, mein Bruder

fängt sie auf. »Der ist von Wagenfeld«, versucht

er mich zu beruhigen, »ein Klassiker aus den

30ern!«. Das macht es nur noch schlimmer. Ein

Bauhaus­Eierkocher, der aussieht wie ein Marmeladenglas

und nicht einmal elektrisch betrieben

ist. »Schönen Dank«, murmele ich und stelle

das Ding wieder dorthin, wo ich es gefunden

habe. Mein Bruder ist Architekt, überlege ich,

vielleicht macht ihn ein Wilhelm­Wagenfeld­

Frühstücksei glücklicher als eines, das in einem

herkömmlichen Topf gekocht wird. Aber das

heißt ja noch lange nicht, dass ich ... lassen wir es

gut sein. noch zwei Tage, dann ist alles vorbei.

Der Eierkoch aus Jenaer Glas, wie er richtig

heißt, führt fortan auf der obersten Regalebene

meines Stauraums ein vernachlässigtes Dasein.

Bis ihn eines Tages durch Zufall eine sehr stilbe­

wusste Freundin, die aus London zu Besuch ist,

entdeckt. »Du hast einen egg coddler?«, ruft sie

»Das ist ja großartig! – Lass uns einen Brunch

machen!« Was dann folgt, verschlägt mir die

Sprache und weckt den Appetit.

ob im Wasserbad, im ofen oder auf dem Grill,

das kleine gläserne Gefäß kann nicht etwa nur

Eier kochen. Wir zaubern Frittatas, pasteten,

Soufflés und Eier im Glas nach einem Rezept

von Sternekoch Michel Roux. Das Tollste am

Eierkoch – er sieht so gut aus, dass man das Zubereitete

direkt so servieren kann, ohne es umfüllen

zu müssen. Das bedeutet allerdings, dass

man gleich mehrere braucht. Ich kaufe mir noch

drei weitere, meine Freundin packt sich das ganze

Handgepäck voll, sie kennt den egg coddler

nur in der klassischen englischen Version aus

porzellan und ist von Wagenfelds schlicht­funktionalem

Glas restlos begeistert.

Kürzlich war mein Bruder zu Besuch, der nicht

schlecht staunte, als ich ihm eine Jakobsmuschel­pastete

im Eierkoch servierte, was so viel

heißen soll wie: Bitte tausendmal um Verzeihung,

liebster Bruder. Es ist das perfekte Geschenk.

Danke!

Eierkoch von Jenaer Glas, 10 Euro, 4. Etage

Nicht jedes Geschenk lässt einem das Herz höherschlagen. Manchmal lohnt es

sich aber dennoch, das Präsent einer genaueren Betrachtung zu unterziehen.

Oder es ganz einfach einmal überzuziehen.

Bei mir will sich dieser Marlon­Brando­Endstation­Sehnsucht­Effekt

nicht einstellen. Ich

wirke im Unterhemd nicht männlich und schon

gar nicht sexy. Ein Unterhemd betont meine

mit den Jahren – und eigentlich schon immer

– zum Pflaumenhaften tendierende Figur. Im

Unterhemd bin ich eine lächerliche Gestalt.

Ich trage auch keines unterm Hemd. Man kann

sich also meine Begeisterung vorstellen, als

ich dieses vielversprechende kleine päckchen

mit der Aufschrift »Zimmerli of Switzerland«

ausgepackt hatte. Mit spitzen Fingern hielt ich

ein weißes Hemd in die Luft und muss irgendwie

enttäuscht ausgesehen haben. nicht, dass

ich von meinen Freunden erwarte, dass sie mir

immer besondere Geschenke machen, aber es

sollte doch irgendeinen Verweis von mir zum

präsent geben. Beim Unterhemd gab es nicht

einmal die allerkleinste gemeinsame Schnittmenge.

Ich muss so enttäuscht, ich befürchte

sogar ein bisschen empört, ausgesehen haben,

dass, noch bevor ich etwas sagen konnte, der

Satz »Du kannst es ja umtauschen«, laut wurde.

Er gab mir den entscheidenden Stoß, meine

contenance und vor allen Dingen auch meine

guten Manieren wiederzugewinnen. »nein,

warum denn, ein Unterhemd habe ich wirklich

das perFekTe geschenk

ZIMMERLI

DAS UnTERHEMD

Von ZIMMERLI

Text

nIKoLAS FEIREISS

noch nicht«, sagte ich wahrheitsgemäß, und »es

fühlt sich sehr gut an«. Um es mir nicht noch

coram publico anziehen zu müssen, hielt ich es

mir an die Wange und dachte: »Falls ich mal

Kinder haben sollte, ein Kuscheltuch liegt für

sie bereit.«

das mir zugedachTe modell isT seiT den

30er-Jahren der klassiker des hauses

Hinterher ist man immer schlauer. Was ich da

geschenkt bekommen hatte, war ein Unterhemd

aus der Serie Richelieu­Rippe aus 100

prozent Baumwollzwirn der Schweizer Traditionsmarke

Zimmerli. Das Garn für diese

Wäsche wird auf besonderen Flachstrickmaschinen

gestrickt – das macht sie nicht nur besonders

zart, sondern auch besonders elastisch.

Die Wäsche wird im Südzipfel des Tessins, in

Mendrisio, tatsächlich noch nach altem Manufakturprinzip

einzeln zugeschnitten und genäht.

Mir dämmerte etwas: Klasse, Tradition,

Qualitätsbewusstsein, auf eine traditionelle

Art sexy, deshalb also fanden meine Freunde

es naheliegend, mir ein Zimmerli­produkt zu

schenken. Und das Modell Richelieu ist sogar

das wohl meist gefilmte Unterhemd in Hollywood,

getragen beispielsweise von Sylvester

86 87

Stallone in »Rocky« oder Joaquin phoenix in

»Walk the Line«. Und überhaupt ist die Liste

der promis, die sich für die Zimmerli­Wäsche

aus extrafeiner Baumwolle entscheiden, lang:

Keanu Reeves oder Richard Gere, Tom Hanks,

aber auch Karl Lagerfeld. Für den Finanzminister

Saudi­Arabiens werden xxxL­Hosen

individuell angefertigt. nun bin ich weder Hollywoodstar

noch Karl Lagerfeld oder ein übergewichtiger

Finanzminister, aber das Spektrum

der Zimmerli­Liebhaber schien mir doch ein

Grund, das Hemd unter Ausschluss der öffentlichkeit

mal überzuziehen. Ich war alleine und

fand, es sei eine gute Idee, das Unterhemd zum

pyjamaoberteil umzufunktionieren. In dieser

nacht begann ich zu verstehen, warum dieses

Unterhemd so viele Freunde hat. Es ist zart,

weich und schmeichelt der Haut. Ich ertappte

mich dabei, es am Morgen gar nicht mehr ausziehen

zu wollen. Und mir wurde klar, dass ich

wohl doch ein Unterhemdtyp bin. Als ich weitere

nachkaufen wollte, stellte ich fest: Meine

Freunde hatten sich ihr schönes Geschenk auch

etwas kosten lassen.

Unterhemd von Zimmerli aus Richelieu-Rippe,

66 Euro, 1. Etage


musen

THIERRY MUGLER

EVA MEnDES

FüR THIERRY MUGLER

Wie wird man zur Muse? Gäbe es eine Checkliste für diesen Job, sähe sie bei Eva Mendes

ungefähr so aus: Schön? Ja. Sexy? Oh ja. Kann sich vor der Kamera bewegen? Sie ist immerhin

Schauspielerin! Und würde man diese Frau je mit einem Mädchen verwechseln? Absolut nicht.

Das macht Eva Mendes zur perfekten Muse für Thierry Muglers Parfum »Angel«.

Vielleicht hat der Designer Thierry Mugler selbst

eine solche Liste aufgestellt, denn Eva Mendes

wirbt nun für sein parfum »Angel« in einer Kampagne,

in der man gleich noch einen weiteren ihrer

Vorzüge erkennt: Sie sieht in einem zartblauen

chiffonkleid zum Anbeißen aus. Was sehr passend

ist, schließlich geht es hier um das erste parfum,

das sich als »Gourmand­Duft« bezeichnen durfte.

»Angel« hat Inhaltsstoffe, die man eher in einem

Dessert vermutet als in einem Flakon: Vanille,

Karamell und Schokolade. Mugler hatte

sich einen Duft vorgestellt, bei dessen Geruch

man die Frau, die ihn trägt, am liebsten anknabbern

möchte. In welchem Gericht neben dem

verführerischen Geschmack von pralinen auch

die Früchte Bergamotte und herber patschuli

vorkommen, bleibt sein Geheimnis. Fest steht,

dass viele davon kosten wollen.

Text

nInA KAGE

Den Duft gibt es seit 1992 und seitdem ist er

ununterbrochen beliebt. Das ist in etwa so,

als würde sich 20 Jahre lang derselbe Jackenschnitt

gleich gut verkaufen und bedeutet eine

Ewigkeit in einer Branche, in der jede Saison

neue Trenddüfte auf den Markt gebracht werden

und dann schnell und unbemerkt wieder

verschwinden. »Angel« ist dagegen ein parfum,

das man sich merkt. Und die Frauen, die

es tragen, werden auch nicht so leicht vergessen.

Das stellt sich ziemlich schnell heraus,

wenn man den Flakon ein paar Leuten unter

die nase hält. Meine Kollegin dachte sofort

an Jerry Hall. Ein Bekannter an eine Affäre in

paris. Mein Mann erinnerte sich daran, dass

es das erste parfum seiner ersten Freundin

war. »Angel« ist, anders als man dem namen

nach vermuten könnte, nichts für zarte

Wesen. Es braucht eine erwachsene Frau, um

damit durchzukommen, eine, die gerne auffällt.

Und vielleicht ist auch das eine Erklärung

für den großen Erfolg des parfums: eine

Frau, deren erster Duft »Angel« war, bleibt

auch dabei.

Allein 2009 lag der weltweite Umsatz bei 100

Millionen Euro. Irgendwo auf der Welt geht in

einem von 122 Ländern vermutlich in diesem

Augenblick ein Flakon über den Tresen. Vielleicht

auch, weil man sich damit ein Stück von

Muglers glamouröser Welt kauft.

In den 80er­Jahren prägte seine Ästhetik die

pariser Laufstege. Seine Frauen sahen aus wie

Superheldinnen: kantig und hart, mit breiten

Schultern und winzigen Taillen, ausgestattet

Ein Komet: der Flakon für

das neue Eau de Toilette

in Lacklederkleidern und Metallbustiers. Der

futuristische Look war schon Mitte der 90er in

die Jahre gekommen. Ende des Jahrzehnts zog

sich Mugler aus der Modelinie zurück, die inzwischen

unter der Leitung von nicola Formichetti

ein so aufsehenerregendes comeback erhalten

hat, wie man es von Lady Gagas Stylist

erwarten darf. Thierry Mugler hat sich derweil

auf seine parfums konzentriert, an deren Kreation

und Kampagnenentwicklung er entscheidend

mitwirkt.

Um ihn auch als Designer zurück auf die Bühne zu

holen, musste erst eine Frau wie Beyoncé daher­

kommen. nachdem sie 2008 in der »Superheroes«­

Ausstellung sein berühmtes Motorcycle­Bustier

gesehen hatte, beauftragte sie Mugler, die Garderobe

für ihre Welttournee zu entwerfen. Bestärkt

haben dürfte ihn ebenfalls, dass seine Mode auch

wieder auf der Straße angekommen war. überall

sah man Tops mit pagodenschultern, glitzernde

Röhrenhosen und Lederkorsetts.

Wenn, dann jetzt, wird er sich wohl gedacht

haben und machte sich daran, »Angel« für eine

neue Generation noch einmal zu überarbeiten.

Das Eau de Toilette ist eine leichte und raffinierte

Version des klassischen parfums. Was

allerdings nicht heißen soll, dass Mugler zahm

geworden ist. Den Flakon hat er variiert, der

Stern ist für das Eau de Toilette zum Komet geworden.

Auch im Werbespot fährt er groß auf,

in dem Eva Mendes in einem Hochgeschwindigkeitszug

durch die nacht rast und im Traum

durch die Lüfte schwebt. Und dazu »The windmills

of your mind« singt. Singen kann sie

nämlich auch.

»Angel« von Thierry Mugler,

Eau de Toilette Vaporisateur, 40 ml, 59 Euro, Erdgeschoss

WeihnachTen miT

WLADIMIR KAMInER

EInE WAGGonLADUnG

GEScHEnKE

Wladimir Kaminer ist ein in Deutschland lebender Schriftsteller mit einer bunten russischen

Seele. Sein erster veröffentlichter Text, »Wodka, rasiert« erschien 1998 in der »taz« und hatte

das russische Weihnachtsfest zum Thema. Seitdem ist Kaminer auf diesem Gebiet Experte, auch

wenn oder gerade weil er selbst den Heiligabend nicht unbedingt besinnlich begeht.

Was macht Sie zum Weihnachtsexperten, Herr Kaminer?

Ich werde immer danach gefragt, wie die Russen Weihnachten feiern. Dadurch,

dass sich in Russland der kirchliche von dem bürgerlichen Kalender

unterscheidet, gibt es alle Feste doppelt: Das alte neujahr, das neue neujahr,

Weihnachten gibt es inzwischen in zweifacher Ausführung, aber auch

ohne diese Feste hat es nie an Feierlichkeiten gemangelt. In der Sowjetunion

sowieso nicht und in der kapitalistischen, russischen Realität feiern wir,

um nicht zweimal vom Sofa aufstehen zu müssen, vom 20. Dezember bis

zum 6. Januar durch. Das heißt, glaube ich, Weihnachtsferien.

Davon können die Deutschen nur träumen!

Ich glaube, dass Weihnachten für Deutschland sehr wichtig ist. Es gibt

einfach zu wenig Feste hier und gerade solche, die einen familiären Sinn

haben, wo Menschen, die sich im Laufe des Jahres nicht so oft sehen, an

einem Tisch zusammenkommen, sind ein rares Gut!

Was machen Sie selbst an Heiligabend?

Ich habe jedes Mal einen Kampf auszutragen, denn ich bekomme immer

sehr interessante Einladungen und Angebote. In den letzten Jahren habe

ich an der Volksbühne in Berlin eine Weihnachtslesung mit anschließender

Russendisko veranstaltet für Menschen, die Weihnachten nicht zu

Hause verbringen wollen oder können. nicht jeder hat ja eine Familie

oder Menschen, zu denen er gehen will – aber niemand will alleine sein.

Und Ihre Familie ist damit einverstanden?

Meine Frau war streng dagegen, sie ist mehr für die klassische Variante.

Deswegen muss ich einen Kompromiss finden, um beides unter einen Hut

zu kriegen. Glücklicherweise haben wir Russen in Deutschland ja zwei

Feste. Also kann ich ein Weihnachten mit der Familie und ein Weihnachten

mit anderen Menschen verbringen.

Wann gibt es denn die Geschenke?

Es gibt natürlich auch an Heiligabend Geschenke, aber die Hauptgeschenke

gibt es zu Silvester, denn was hier Silvester ist, ist sozusagen

unser Weihnachten.

Am 31. Dezember, um Mitternacht, taucht der Weihnachtsmann mit einem

großen Sack voller Geschenke auf. normalerweise. Denn da wir viele

Verwandte, Freunde und Gäste haben, ist der Sack längst kein Sack mehr –

er ist zu einem Waggon voller Geschenke mutiert. Einer, der von mehreren

Männern getragen werden muss, so schwer ist er!

Wie praktisch, man kann also alle Geschenke, die man zum deutschen

Weihnachtsfest bekommen hat, und die einem nicht gefallen,

direkt weiterverschenken!

Aber das ist doch keine gute Geste, etwas zu schenken, das man selbst nicht

haben will! Das ist nichts anderes als Schadenfreude. Man muss das schenken,

was man selbst auch gern hätte. Jedes gute Geschenk ist auch gleichzeitig

ein Verlust für den Schenkenden. nur dann hat es auch einen Wert.

Das beste Geschenk, das Sie selbst je bekommen haben?

Das war eine Katze, vor ungefähr neun Jahren. Ein riesengroßer Kater,

Fjodor Dostojewski.

Gibt es denn etwas, das die Deutschen von den Russen in Sachen

Weihnachten lernen können?

nach wie vor ist ja Weihnachten in Deutschland ein sehr zurückhaltendes

Fest. Ein Abend, an dem sich die Menschen zu Hause einsperren. Die

Städte sehen aus wie leer gefegt! Die Russen feiern laut und gerne, auch

in einer großen Runde. Man fängt zu Hause an und dann geht es weiter. Es

ist doch kein gutes Fest, wenn man von Anfang an weiß, wie und wo es

endet.

Und was sollten die Russen sich abschauen?

Den deutschen Vorbereitungswahn finde ich sehr vorbildlich. Dass man

sich schon im Sommer auf Weihnachten freut und einstellt. Und die ganzen

kleinen Details, die zum Fest gehören, das finde ich hochinteressant.

Interview

MARIE­SopHIE MüLLER

88 89

Sie haben kürzlich ein neues Buch herausgebracht.

»Liebesgrüße aus Deutschland«.

Ein gutes Weihnachtsgeschenk?

Ja, denn direkt eine der ersten Geschichten ist eine Weihnachtsgeschichte. Sie

handelt davon, wie wir mit einem kranken Kater am Weihnachtsabend in die

nottierarztpraxis fahren und dort jede Menge Tiere mit weihnachtsbedingten

Verletzungen kennenlernen. Zum Beispiel einen papagei, der sich an einer

Kerze den Flügel verbrannt hat und große quadratische Meerschweinchen,

die geröntgt werden müssen, weil sie irgendetwas großes Quadratisches verschluckt

haben, wir tippen auf einen Adventskalender. Es ist eine sehr lebensbejahende

Geschichte, denn am Ende können alle Tiere gerettet werden.

Das sind gute Nachrichten.

Herr Kaminer, herzlichen Dank für das Gespräch.

Foto: Jan Kopetzky

»Jedes

gute Geschenk ist

gleichzeitig ein

Verlust«


FernWeh

BoDRUM

pRÄSEnZ

STATT ILLUSIon

DAS nEUE HIDEAWAY In BoDRUM:

RIcHARD MEIERS VILLEn In YALIKAVAK

An der türkischen Riviera beginnt der verlorene Charme von Saint-Tropez neu zu erstrahlen.

Bodrum heißt die Halbinsel, die alles bietet, was die Côte d’Azur einst ausmachte: endlose

Strände, malerische Buchten, unberührte Fischerdörfer und ein mildes, frühlingshaftes Klima,

wenn hierzulande das Thermometer Minusgrade anzeigt. Den Jetset fasziniert aber noch etwas:

Auf Bodrums antiken Hügeln entsteht Avantgarde-Architektur. Richard Meier entwarf

23 Villenträume für das mediterrane Paradies, die einer neuen Generation

ein exklusives Zuhause bieten.

Mythisches Sommerglück und Europas südliche

Strände sind kein selbstverständlicher Reim

mehr. Von dem lauschigen Fischerdorf, das

Saint­Tropez einmal war, ist wenig geblieben,

und auch die übrige côte d’Azur wurde touris­

tisch restlos erschlossen und bezahlt die Folgen

ihres legendären Rufs mit ihrem urspünglichen

charme. Während die Menge ans französische

Mittelmeer strebt, nimmt ein neues Jetset­Ziel

Gestalt an, das alle mediterranen Reize zu bieten

hat und von dem doch nur die wenigsten

wissen. Gemeint ist Bodrum, jene idyllische

Halbinsel an der türkischen Riviera, die mancher

St. Barths­ und Saint­Tropez­Kenner als

wohltuende Zeitreise empfindet. In Bodrums

nördlichen Hügeln, nur 20 Autominuten vom

Küstenstädchen Yalıkavak und seinem renommiertem

Jachthafen entfernt, entsteht eine visionäre

Villensiedlung. Richard Meier hat sie

im Auftrag von nicolas Berggruen entworfen.

Die Bauarbeiten haben begonnen; die erste der

23 geplanten Villen ist im november 2011 bezugsfertig.

Berührt von der Stille und Menschenleere, den

alten Zisternen und über die Hänge verstreuten

einstöckigen weißen Würfeln der traditionellen

anatolischen Musandira­Häuser skizzierte

Richard Meier an ort und Stelle ein Ensemble

von schneeweißen Villen. Seine spontane Idee

arbeitete er zu fünf Haustypen von raffiniertester

Modernität und makelloser Anmut aus, zu

fünf Variationen eines Grundthemas: der mit

Hilfe von Stein, Glas, Licht und Luft und Geometrie

ins Werk gesetzten Feier der Humanität.

Gemeinsam ist seinen Entwürfen der großzügige,

über zwei Stockwerke aufragende, komplett

verglaste Wohnbereich mit Meerblick. Dass die

von eleganten Rundsäulen getragene Decke an

die Architektur der Stoa, des antiken Hallenbaus,

erinnert, der zum Marktplatz hin offen

das Zentrum der griechischen Agora umgab, ist

kein Zufall: Mag das Haus für den Amerikaner

auch ein ort der Geborgenheit sein, so dient es

doch nie der Isolation. Jede Richard­Meier­Villa

kreiert eine kommunikative Atmosphäre, die

sich zwanglos auf mehrere Zentren verteilt. Sie

ist zur Terrasse hin offen, bezieht das Treppenhaus

und die Innenbalkone des ersten Stocks in

ihre große Bewegung ein und sorgt zugleich für

die privatsphäre von Bewohnern und Gästen.

Der gemeinsame Raum ist mit kosmopolitischer

Ungezwungenheit gestaltet, der Kamin,

der pool, der überdachte Speisetisch im Freien

und der couchbereich mit panoramablick bilden

separate Intensitäten. Stützpfeiler, Säulen,

tragende Wände wirken nie massiv, sie lösen

sich in einen harmonischen Rhythmus grafischer

Strukturen auf und machen die mit einem

starken Sinn für kubistische Grazie begabte

Konstruktion fast spielerisch transparent. Die

Dialektik von Durchlässigkeit und Geschlossenheit

ist bei Richard Meier nicht nur eine

Qualität des Raums, sondern auch eine Funktion

der persönlichkeit, ein pas de deux zwischen

Ich und Welt. Seine auf einem soliden

Fundament aus dem Fels wachsenden Villen

besitzen das Ethos eines gefestigten charakters,

der in sich verwurzelt und zugleich großzügig,

neugierig und reich an Emotionen ist.

Mit dieser Empfänglichkeit begründet der Architekt

seine Vorliebe für das allgegenwärtige

Richard­Meier­Weiß. Er schätzt die nichtfarbe,

die alle Spektralfarben enthält, weil die Farben

der Landschaft und der Wechsel von Licht und

Schatten sich auf ihrer Basis ungehindert entfalten.

Signalisieren weiße Flächen doch maximale

offenheit, Leichtigkeit und optimismus,

Zukunft statt Vergangenheit und das schwerelose

Vermögen, sein Leben mit jedem Tag neu

zu beginnen. Die Eindrücke strömen auf eine

Richard­Meier­Villa ein und durch sie hindurch.

Sie lässt sich vom Klima, von Wind und

Licht durchspülen wie eine Grotte und strahlt

dabei die heitere Souveränität eines modernen

Tempels aus.

Für Richard Meier geht es darum, die Architektur

auf das nichtmaterielle hin zu öffnen.

Er versteht sie als ein Element, das sich kontrapunktisch

zur sie umgebenden natur verhält,

das die Landschaft wie ein Brennspiegel

bündelt, steigert und fokussiert. Während die

natur von einem Augenblick zum anderen ihr

Gesicht verändert, inszeniert sich die Architektur

als Fluchtpunkt und meditatives Zentrum

der Verwandlung. Gerade weil sie ein durchdachtes

nichts ist, lässt sich das Außen auf die

flüchtigen Rahmungen ein, liegt den Terrassenaussichten

wie ein Schauspiel zu Füßen. Der

Bewohner genießt ein kontinuierliches Wechselspiel

von Kunst und natur, von Innen und

Außen, Ruhe und Bewegung. In diesem Sinne

ist Richard Meiers Architektur mit ihren kurzweiligen

perspektiven, tangentialen Blicken

und variierenden Klimazonen in hohem Maße

regenerativ. »Im Grunde meditiere ich in meiner

Arbeit über Raum, Form, Licht, die Bedin­

90 91

gungen, unter denen sie zustande kommen und

sich entfalten können. Mein Ziel ist präsenz,

nicht Illusion.«

Der Amerikaner ist durch zahlreiche öffentliche

Gebäude wie das kalifornische Gettycenter

berühmt geworden und wurde dafür

mit dem pritzker­preis für Architektur, der

höchsten Auszeichnung seiner Innung, geehrt.

Doch die größte Herausforderung, der ein Architekt

sich stellen kann, bleibt am Ende des

Tages das Wohnhaus. Denn hier zeigt sich, wie

viel er vom menschlichen Dasein und dessen

elementaren Bedürfnissen begriffen hat und ob

er wegweisend bleibt für kommende Generationen.

Mit Takt und Subtilität hat Richard Meier in

Bodrum auf das humane Maß der Antike zurückgegriffen.

Die Struktur der Villen ist so

unaufdringlich wie klar, seine Vision ist puristisch,

elementar, auf das Wesentliche konzentriert.

Damit steht nicht nur der Mensch

im Zentrum, die Architektur schlägt auch eine

Brücke zur Kulturlandschaft der anatolischen

Halbinsel und führt ein Gespräch mit ihrer langen

Tradition.

Bereits im Altertum war Bodrum ein Knotenpunkt

der Welten, arrangierte sich mit der

Eroberung durch Alexander dem Großen, importierte

die griechische Baukunst, trieb mit

Ägypten regen Handel und pflegte das persische

Erbe. Die vom Villenensemble 45 Autominuten

entfernte Stadt Bodrum ist auf den

Mauern des antiken Halikarnassos erbaut, das

der persische Satrap Maussollos in eine moderne

Festungsstadt umrüstete. Die internationale

Gesellschaft, die das türkische Elitedomizil

heute frequentiert, hat Bodrum von neuem

zum globalen Schlüsselort gemacht. Mit dem

Villenensemble Richard Meiers wird die Bodrumer

Szene noch an Glanz gewinnen.

BODRuM HOuSES

www.berggruen.com.tr / bodrum.html

Nicolas Berggruen Holdings GmbH

bodrum@berggruenholdings.de

Tel. 030 25 93 996-13

Die Liebhaber der Richard­Meier­Architektur

werden die Bodrumer Kultur bereichern. Die

entstehenden Synergien werden sich nicht

nur auf das ohnehin lebhafte nachtleben der

Halbinsel auswirken, sondern auch auf die Bedeutung

des Jachthafens palmarina im nahen

Yalıkavak. Zu den dortigen Attraktionen gehören

heute schon Regatten, eine hafennahe Einkaufsmeile

im osmanischen Stil mit eleganten

Lifestyle­Adressen, ein Wochenmarkt sowie

eine kilometerlange Strandpromenade mit

Bars, Bistros und erstklassigen Fischrestaurants.

noch immer sind die Bodrumer frei von

Hektik, sympathisch und weltoffen. Und noch

immer ist das Wasser der Ägäis glasklar und

erfrischend, reich an historischen Zeugnissen,

antiken Schiffswracks und versunkenen Mauern,

transparent für die Mosaikböden hellenistischer

Villen, denen Richard Meier eine kongeniale

Renaissance verschafft. IH


Ein portemonnaie sollte nicht nach

sehr viel mehr aussehen, als es in

der Regel beinhaltet, andererseits sei

auch keinem dazu geraten, sein Bares

in einem schlichten nylonetui mit

sich herumzutragen. nach der perfekten

Brieftasche kann man lange suchen.

Sie muss in jede Tasche passen,

ohne sie hässlich auszubeulen, muss

Scheine und Kleingeld, Kreditkarten,

Visitenkarten und personalausweis

und jede Menge Restaurantquittungen

beherbergen können, möglichst

ein Geheimfach haben, gut vernäht

und aus geschmeidigem Leder sein.

Und last but not least: Sie muss von

so zeitloser und unaufdringlicher

Eleganz sein, dass sie einen – sofern

man gut auf sie aufpasst – ein Leben

lang begleiten kann.

Eine, bei der man hinter jedem der hier aufgeführten

Merkmale ein Häkchen setzen

kann, ist die Brieftasche »colorado Gold« der

kleinen Ledermanufaktur Golden Head aus

www.

shop.kadewe.

de

Auf Shopping­Tour, ohne das Haus zu verlassen:

Das KaDeWe bietet seine persönlichen

Favoriten jetzt auch online an. orientiert an

den Trends der aktuellen Saison finden Sie in

unserem neuen onlineshop »KaDeWe loves«

Fashion­ und Accessoires­Highlights und unsere

WerTsache

GoLDEn HEAD

GEScHMEIDIGE

ScHATZKISTE

Die goldene Regel für den Geldbörsenkauf: weder protzen noch sparen.

Die richtige Brieftasche ist wie ein Gentleman – hat Format, ist aus gutem Hause,

unaufdringlich, elegant, hilfsbereit und immer da, wenn man sie braucht.

nürnberg. Mit acht Kreditkartenfächern, einer

Scheintasche mit Druckknopfverschluss,

netzfach für den Führerschein, zwei Scheinfächern

und einem verschließbaren Münzbeutel,

ist die schmale, tabakfarbene Schatzkiste

Warenkorb

onLInE

EIn KADEWE

FüRS ZUHAUSE

Einmal nachts ins KaDeWe oder am Sonntag? Die Türen zu

Deutschlands größtem Departmentstore stehen Ihnen ab jetzt

unter www.shop.kadewe.de immer offen.

aktuellen Lieblinge aus den Bereichen Beauty,

Home & Living und Gourmet. Das An gebot

des Webshops wird stetig erweitert, so dass Sie

in Zukunft immer mehr Marken und produkte

aus dem KaDeWe­Sortiment auch online bei

uns finden. Zur Geschenke-Saison bereiten

für alle Fälle ausgestattet. Für die

Brieftaschen verwendet man in der

Manufaktur von Golden Head nur

edelste Feintäschnerleder aus der

narbenoberschicht – bei der Kollektion

»colorado« sogar nur das Leder

einer ganz bestimmten partie: das

der charakteristisch genarbten Hälse

italienischer Rinder. Die Brieftasche

wird aus 50 Einzelteilen in ebenso

vielen Fertigungsschritten überwiegend

von Hand verarbeitet und mit

dem Signet der Manufaktur, einem

Wikingerhelm aus 585er­Gelbgold,

veredelt. Am Ende steht ein produkt,

das man so schnell nicht mehr aus

der Hand geben möchte. Schlicht und

überzeugend funktional, dabei aber

unverwechselbar und so wunderbar

geschmeidig, dass man es gern aus der Tasche

zieht, um die Rechnung zu begleichen.

Brieftasche »Colorado Gold« von Golden Head, mit 30-jähriger Garantie

auf Material und Verarbeitung. Jeder Börse ist ein Juwelierszertifikat

beigelegt, 299 Euro, Erdgeschoss.

wir Ihnen den prall gefüllten Gabentisch: Lassen

Sie sich von unserer exklusiven Auswahl

für Ihren eigenen Wunschzettel inspirieren

und bestellen Sie Ihre Geschenke und viele

schöne Dinge aus dem KaDeWe jetzt direkt

nach Hause.

GASTGEBER

KADEWE

Runde Zahlen, bunte Farben, neue Kollektionen:

Wenn es in Berlin etwas zu feiern gibt, ist der Lichthof im

KaDeWe ein besonders gern besuchter Ort.

13. sepTember 2011

KADEWE

fASHIoN SHoW

catwalk KaDeWe: Annähernd 400 geladene Kunden

konnten nach Geschäftsschluss exklusiv einen Blick auf die

neuen Herbst­ / Winter­Kollektionen erhaschen – von Akris

punto bis Talbot Runhof, von Boss Black bis Jil Sander.

Axel Dumas, christina Rosenberg und Wilfried Guerrand

Alexandra oetker und Evelyn Bresser

Zuschauer am catwalk

92 93

Feiern

EVEnTS

Akris punto Roberto cavalli Strenesse Boss Black

8. sepTember 2011

fASHIoN’S NIGHT

oUT DER voGUE

Fest der Mode: Zum dritten Mal lud die Vogue zur großen Fashion­

Feier. Viele namhafte Marken präsentierten sich den 2.500 Gästen

mit Specials: von limitierten Ferragamo­Taschen­Kreationen bis zu

Diors Deutschland­exklusiver Eye­Shadow­palette. Mit dabei:

Schauspielerinnen wie Anna Maria Mühe und Valerie niehaus, Models

wie Katrin Thormann und Iris Strubegger und die chefredakteurin der

deutschen Vogue, christiane Arp.

Andrang am Tauentzien

Hilton Mcconnico und Ursula Vierkötter

christiane Arp

Die neue Hermès Boutique

Jennifer Ulrich und Anna Maria Mühe Valerie niehaus

1. sepTember 2011

HERMÈS

oPENING EvENT

petit paris à Berlin: Die Eröffnung der neuen Hermès

Boutique im KaDeWe feierte das Modehaus mit

einer Ausstellung. Für »Seidenblicke« gestaltete der

amerikanische Künstler Hilton Mcconnico gedruckte

Geschichten auf Seidentüchern.

Ursula Vierkötter und nadeshda Brennicke

Accessoires im Augenschein


AUS DER SIcHT

EInER UHR

Der berühmteste Geheimagent der Filmgeschichte und seine Uhr – gemeinsam bestehen

sie Abenteuer an den aufregendsten Orten der Welt. Wie James Bond diese erlebt, erzählen

seine Filme. Die Sicht seiner Uhr erzählen wir.

Der Speisewagen im Erste­Klasse­Abteil eines

italienischen Schnellzugs. Draußen vor den

Fenstern fliehen die blauen Schatten der montenegrinischen

nacht. Daniel craig ist als James

Bond auf dem Weg ins casino Royale, zum

größten pokerspiel aller Zeiten. Es fehlen ihm

nur noch die 10 Millionen Dollar an Spieleinsatz.

Den bringt Vesper Lynd, Bond­Girl mit

niveau.

Auftritt: Eva Green.

VESpER LYnD lässt sich Bond gegenüber in

den Sessel gleiten, ist sich ihrer Wirkung bewusst:

I am the money.

zeiTzeuge

oMEGA SEAMASTER pRoFESSIonAL

von

MARTIn SIMonS

JAMES BonD Sein Blick scannt die dunkelhaarige

Schönheit wohlgefällig: Every penny of it.

VESpER LYnD senkt genüsslich die Augen.

Okay, das war nicht schlecht. Ich kenne dich

ja plumper. Oft begreifst du nicht, dass sich

bei den wirklichen Klassefrauen dein Raubtiercharme

allein nicht verfängt. Man kann

sich bei ihnen eben nicht bloß auf einen strammen

Po und harte Muskeln verlassen. Aber warum

verbirgst du mich die ganze Zeit unter dem

Tisch, als müsstest du dich für mich schämen.

Zeig mich!

Casino Royale © 2006 Danjaq, Llc, United Artists Corporation, Columbia Pictures Industries, Inc. 007 Gun Logo and Related James Bond Trademarks ©1962–

2007 Danjaq, Llc and United Artists Corporation. Casino Royale, 007 and Related James Bond Trademarks Are Trademarks of Danjaq, Llc. All rights reserved.

DIE KADEWE-sOLITAIRECARD

Der edle Joker für Ihre Brieftasche: Die Solitairecard bietet alle Vorteile einer Kundenkarte

und ist in der Version der Visa­Solitairecard als Kreditkarte weltweit einsetzbar.

Mit der SolitaireCard profitieren Sie vom Punkteprogramm und können sich wertvolle

Ein kaufsgutscheine sichern. 1 Und das Beste: Die KaDeWe­Visa­Solitairecard ist nicht nur

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Als Willkommensbonus erhalten Sie am Tag der Beantragung 10% Einstiegsvorteil

auf fast alle Einkäufe. 2

beide versionen der soliTairecard sind im kadeWe beim kundenservice in der 3. eTage

erhälTlich. nähere inFormaTionen unTer WWW.kadeWe.de.

1 Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Das Punkteprogramm gilt nicht für Verlagserzeugnisse, Dienstleistungen, Wunschkarten,

Reisen, Tabakwaren, Pfand, alle Artikel aus der 6. Etage sowie Einkäufe bei Mietern. Das KaDeWe kann das Programm jederzeit

mit Ablauf eines Kalenderjahres einstellen. Die Rabattierungshöhe kann mit Beginn eines neuen Kalenderjahres neu festgesetzt

werden.

2 Den Einstiegsvorteil von 10% erhalten Sie nur bei der Beantragung einer Visa SolitaireCard. Gilt nicht für Multimedia, Elektrogeräte,

0% Finanzierung, alle Artikel der 6. Etage, Tabakwaren und Zubehör, Prepaid-Mobilfunkverträge, Verlagserzeugnisse,

Dienstleistungen, Wunschkarten, Reisen, Pfand sowie Einkäufe bei Mietern und Concession-Shops. Der Einstiegsvorteil ist

nicht kombinierbar mit anderen Rabatten.

94

IMPREssuM

herausgeber:

Karstadt Premium GmbH

KaDeWe

Tauentzienstraße 21-24

10789 Berlin

proJekTleiTung:

Petra Fladenhofer (Leitung)

Andrea Ponholzer

arTdirekTion:

Mario Lombardo

design:

Helena Dietrich, Tania Parovic

BUREAU Mario Lombardo

redakTionsleiTung:

Marie-Sophie Müller

BUREAU Mario Lombardo

redakTion:

Nikolas Feireiss,

Till Schröder

bildredakTion:

June Fischer

Das Essen wird gebracht und abgeräumt. Wein

kommt ins Spiel. Der Flirt wird aggressiver.

Bond und Lynd versuchen jeweils, die Persönlichkeit

des anderen anhand von Äußerlichkeiten

zu durchschauen.

Hör auf, sie zu beleidigen. Gleich wird sie gehen.

Sie hält dich ja für einen eitlen Aufschneider,

jemand mit dem Gehabe eines Aufsteigers,

der sich in teure Anzüge zwängt. Leg die Hände

auf den Tisch. Sie muss mich endlich sehen!

Himmel, sie wirft dir ja sogar schon eine Vorliebe

für protzige Uhren vor.

VESpER LYnD beugt sich neugierig vor, um

einen Blick auf Bonds Handgelenk zu erhaschen:

Und?

JAMES BonD, als hätte er auf diese Frage gewartet,

selbstsicher: Omega.

VESpER LYnD schaut auffällig unauffällig zur

Seite: Beautiful.

Das hätte auch schiefgehen können, James.

Sei froh, das du mich hast! Siehst du, wie sie

ein Lächeln unterdrückt? Auch wenn du es

nicht wahrhaben willst, du Eitler: Charme

allein ist nicht alles. Doch mit einer Uhr wie

mir eroberst du auch das Herz der stolzesten

Frauen.

Omega Boutique, Erdgeschoss

auToren:

Nikolas Feireiss, Nina Kage,

Ulf Lippitz, Marie-Sophie Müller,

Adriano Sack, Till Schröder,

Martin Simons, Anne Urbauer

FoTograFie / illusTraTion:

Özgür Albayrak, Enver Hadzijaj,

Attila Hartwig, Markus Jans,

Peter Langer, Daavid Mörtl,

Sabrina Theissen

cvd:

Ilka Tödt

BUREAU Mario Lombardo

schlussredakTion:

Karola Handwerker,

Günter M. Okupski

druck:

E & B engelhardt und bauer

Druck und Verlag GmbH

WWW.kadeWe.de

Irrtümer (Druckfehler) und Preisänderungen vorbehalten. Farbabweichungen sind möglich. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.

WeihnachTen Wie im märchen s.28: models Sophie c/o Wilma Wakker model management, philipp Bierbaum c/o next company haare / make-up Martena Duss seT-designer Alexander

Kunz digiTal-operaTor Jana Gerberding assisTenz nina pieroth, Alexander Hagmann bildbearbeiTung Jana Gerberding, Jonas Holthaus c/o Shelter of produkTion Andreas Krogmann, Tim Tews c/o

claas cropp creative productions arTdirekTion Mario Lombardo Tischlein deck dich s.50: seT-bau Alexander Büchel digiTal-operaTor Kristina Weinhold assisTenz cosima Walther bildbearbeiTung

Maren Börner arTdirekTion Mario Lombardo im paradies der damen s.64: model Delphine c/o m4 models haare / make-up Gabrielle c/o Basics assisTenz Matthias Wehofsky

arTdirekTion Mario Lombardo TraumgeWand s.72: model Karen pillet c/o FM agency haare / make-up Jochen pahs assisTenz christoph Mack, Kenny Gessner arTdirekTion Mario Lombardo

produkTion June Fischer


www.chaneln5.com CHANEL-Kundenservice für Deutschland Tel. 01801-242635 (3,9 Cent / Min.

aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent / Min.); für Österreich: Tel. 0810-5000 10 (gebührenpflichtig)

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