Sitzungsergebnisse - Über das Dialogforum

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Sitzungsergebnisse - Über das Dialogforum

EVALUIERUNGSBERICHT 2007

SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN


Sitzungsergebnisse und Themen

Berichtsjahr 2007 –

Gesamtüberblick

Das Berichtsjahr 2007 war im Vergleich zum Jahr

2006, in dem der Verein Dialogforum Flughafen Wien

seine Aktivität mit der konstituierenden Sitzung am

18. Jänner 2006 aufgenommen hat, vor allem durch

die Realisierung bzw. den Umsetzungsbeginn mehrerer

Vereinbarungen des Mediationsvertrags geprägt.

Als besondere Meilensteine sind

• der Beginn der Umsetzung der Nachtflugregelung

(1. Quartal),

• die Eröffnung des Visitair-Centers (3. Quartal) und

• die Einigung auf die Ausweitung des Lärmschutzprogramms

für die Betroffenen der negativen

Auswirkungen des aktuellen Zweipistensystems

(4. Quartal)

zu nennen.

Im 1. Quartal 2007 hat die Flughafen Wien AG (FWAG)

mit der Abgabe der Umweltverträglichkeitserklärung

(UVE) des Parallelpistenprojekts 11R/29L am 1. März

2007 die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der

„3. Piste“ formal gestartet. Im Dialogforum wurden parallel

dazu die Prüfungen zur Einhaltung der Vereinbarungen

des Mediationsvertrags in vollem Umfang aufgenommen.

Die Arbeitsintensität für alle Mitglieder, insbesondere

aber für die Flugverkehrsexperten war phasenweise

überaus hoch (vgl. Tabelle 1 und Text unten) und führte

dazu, dass einige Sitzungsunterlagen nur verspätet

bereit gestellt werden konnten. Aus diesem Grund

kam es auch vereinzelt zu Terminverschiebungen von

Arbeitkreis- und Arbeitsgruppensitzungen. Das gegenseitige

Vertrauen der Mitglieder wurde dadurch punktuell

auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Trotzdem

konnte die sehr gute Gesprächsbasis bis auf

wenige kurz andauernde Zeitperioden aufrecht erhalten

werden.

Auswirkungen für die gesamte Arbeit des Dialogforums

im Jahr 2007 hatten auch die Aktivitäten der sogenannten

„Klagsparteien“. Hervorzuheben sind hier die

eingereichte EU-Beschwerden und einige Meldungen

in den Medien. Die Medienpräsenz der „Klagsparteien“

erforderten in einigen Fällen eine Klarstellung seitens

des Dialogforums aber auch anderer Vereinsmitglieder,

insbesondere der ARGE gegen Fluglärm, einzelner

Gemeindevertreter und der Aviation Group.

Berichtsjahr 2007 nach Quartalen

Differenziert nach Quartalen, zeigt ein Überblick über

die Schwerpunktsaktivitäten im Jahr 2007 folgendes

Bild:

1. QUARTAL 2007

Neben der Durchführung der geplanten Arbeitskreissitzungen

und Bezirkskonferenzen wurde am 1. Jänner

2007 mit der im Mediationsvertrag vereinbarten Reduktion

der Nachtflugbewegungen während der Nachtkernzeit

(23:30 Uhr bis 05:30 Uhr) begonnen. Nach

vorliegen des ersten Datenmaterials zum Flugverkehrsgeschehen

im Jahr 2006 wurde auch mit der Erstellung

des Evaluierungsberichts für das Jahr 2006 begonnen.

Am 1. März 2007 wurde mit der Abgabe der

Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) der Parallelpiste

11R/29L beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

durch die Flughafen Wien AG (FWAG) die

Umweltverträglichkeitsprüfung der „3. Piste“ begonnen.

Parallel dazu ist im 1. Quartal 2007 auch der

dialogforumsinterne Prüfprozess der UVE angelaufen.

Geprüft wird laufend, ob in der UVE Unterlagen enthalten

sind, die die Umsetzung der Mediationsvereinbarungen

be- oder sogar verhindern würden.

2. QUARTAL 2007

Im 2. Quartal 2007 hat der Arbeitskreis Landungen

sein inhaltliches Arbeitspaket abgearbeitet und wurde

vorläufig still gelegt. Neben der Abwicklung vieler

Sitzungen konzentrierten sich die Arbeiten auf die

Evaluierungsbericht 2007, Seite 1


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Berichtsjahr 2007 nach Quartalen

inhaltliche Entwicklung des Dialogforumsauftritts im

Visitair Center, dem neuen Besucherzentrum der Flughafen

Wien AG sowie auf die Entwicklung des Evaluierungsberichts

für das Jahr 2006 und die Freigabe des

Berichts in der 6. Sitzung des erweiterten Vorstands

des Dialogforums. Der erste Zwischenbericht des dialogforumsinternen

Prüfprozesses der UVE zeigt einige

Unklarheiten auf, die intensiv diskutiert wurden.

Grundsätzliche Hindernisse zur Umsetzung der Mediationsvereinbarungen

werden aber bis zum Zeitpunkt

des Zwischenberichts des Prüfprozesses nicht gefunden.

Im 2. Quartal erfolgte auch der Start der Arbeitsgruppe

Lärm mindernde Regulative und eine grundsätzliche

Einigung auf die gemeinsame Entwicklung und anschließende

Verhandlung eines Lärm mindernden

Landegebührenmodells. Ziel des Modells ist es, den

Flugzeugmix so zu beeinflussen, dass möglichst nur

die leisesten Flugzeuge am Flughafen Wien starten und

landen. Zeitlich hat man sich das ambitionierte Ziel gesetzt,

ein im Konsens zu beschließendes Lärm minderndes

Landegebührenmodell erstmals für den Sommerflugplan

2009 anzuwenden.

Seitens der Bürgermeister der Anrainergemeinden und

der ARGE gegen Fluglärm wurde in mehreren Sitzungen

gefordert, das auf ein mögliches 3-Pisten-System

ausgelegte Lärmschutzprogramm der Flughafen Wien

AG auch auf die Betroffenen von der aktuellen Fluglärmsituation

im 2-Pisten-System auszuweiten.

allen anderen Informationsstationen des Visitair

Centers. Sowohl die Veröffentlichung des Evaluierungsberichts

als auch die Eröffnung des Visitair Centers finden

ein reges Medienecho. Neben der laufenden Arbeit

in den Arbeitskreisen und Bezirkskonferenzen werden

im Umweltfondsbeirat intensive Verhandlungen über

die Ausweitung des Lärmschutzprogramms für die von

der aktuellen Flugverkehrsbelastung betroffenen Menschen

geführt.

4. QUARTAL 2007

Im letzten Quartal 2007 wird ein besonders dichtes

Sitzungsprogramm absolviert. Die Flughafen Wien AG

einigt sich mit den Anrainergemeinden und der ARGE

gegen Fluglärm auf die Ausweitung des Lärmschutzprogramms

für die vom aktuellen Flugverkehr des 2-

Pisten-Systems betroffenen Siedlungsgebiete. Das Amt

der Niederösterreichischen Landesregierung als zuständige

UVP-Behörder erteilt der FWAG den Verbesserungsauftrag

für die UVE des Parallelpistenprojekts

11R/29L. Die Verhandlung der Nachttransitions kommen

in die entscheidende Phase. Die Umsetzung der

Nachttransitions wird vorbehaltlich einer letzen Prüfung

durch die ARGE gegen Fluglärm beschlossen.

Auch eine Klausursitzung des Arbeitskreis Grundsatzthemen

bringt keinen Durchbruch bei den Verhandlungen

zu den Themen „Sichtanflüge“, Propellerflugrouten

und 6.000 ft-Freigabe. Es wird vereinbart, die Diskussionen

zu den genannte Themen erst nach erfolgter

Reparatur der SID WAGRAM7B und der Weiterentwicklung

der SID ABLOM4B fort zu setzen.

3. QUARTAL 2007

Anfang September erfolgte die Veröffentlichung des

Evaluierungsberichts für das Jahr 2006 in Form einer

Presseaussendung. Am 17. September 2007 wird mit

dem Visitair Center das neue Besucherzentrum der

Flughafen Wien AG eröffnet. Die Themen des Dialogforums

werden nicht nur in der sogenannten „Nachbarschaftsstation“

dargestellt, sondern finden sich auch in

Evaluierungsbericht 2007, Seite 2


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Berichtsjahr 2007 – Zahlen und Fakten

Berichtsjahr 2007 –

Zahlen und Fakten

Zur Charakterisierung der Arbeiten des Vereins Dialogforum

Flughafen Wien einige Eckdaten im Berichtsjahrs

2007. In der folgenden Tabelle 1 gibt der erste

Wert die Zahl der Sitzungen, der zweite Wert die (konservativ)

geschätzten Sitzungsstunden, der dritte Wert

die Zahl der SitzungsteilnehmerInnen lt. Anwesenheitslisten

und der vierte Wert die geschätzte Summe

der geleisteten Arbeitsstunden wieder.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass neben

sehr vielen Sitzungen in Kleingruppen und vor allem

ohne die Rückbindungsrunden der ARGE gegen

Fluglärm, das Dialogforum in seinem zweiten Vereinsjahr

seit der Gründung im Jänner 2006

• 51 größere Sitzungen (2006: 53) abgehalten hat,

• die geschätzte (reine) Sitzungsdauer (ohne An- und

Abfahrtszeiten und den oft langen „Gesprächen danach“)

rund 200 Stunden betragen hat,

• 922 TeilnehmerInnen zu den 51 Sitzungen gekommen

sind und schlussendlich

• die geschätzte Zahl an Arbeitsstunden in den

51 Sitzungen die unglaublich hohe Anzahl von rund

3.600 Stunden (!) erreichte.

den) ist aber um rund ein Drittel gestiegen. Die Ursache

für die gestiegene durchschnittliche Sitzungsdauer

liegt primär darin, dass schwierige Themen behandelt

und alte – bereits seit mehreren Jahren intensiv diskutierte

Themen – in die entscheidende Verhandlungsphase

eintraten.

An dieser Stelle muss klar gestellt werden, dass sehr

viele der hier dargestellten Arbeitsstunden die Bürgerinnen

und Bürger in ihrer Freizeit und unentgeltlich

geleistet haben, weil sie bereit waren, sich konstruktiv

in den Diskussionsprozess einzubringen und nach gemeinsamen

Lösungen im Sinne des Interessensausgleichs

zu suchen.

Im Vergleich zum Jahr 2006 haben zwei große Sitzungen

weniger stattgefunden, die Zahl der von allen Mitgliedern

geleisteten Arbeitsstunden (rund 3.600 Stun-

TABELLE 1: SITZUNGEN DES VEREINS DIALOGFORUM FLUGHAFEN WIEN 2007















Quelle: Verein Dialogforum Flughafen Wien (2008)

Evaluierungsbericht 2007, Seite 3


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Bezirkskonferenzen

Ergebnisse aus

den Bezirkskonferenzen

Im Berichtsjahr 2007 haben 11 Bezirkskonferenzen

und 2 Stadtkonferenzen stattgefunden. An den Sitzungen

haben insgesamt 290 Personen teilgenommen.

Wie auch schon im Jahr 2006 haben darüber hinaus

zahlreiche kleinere Besprechungen zur Vorbereitung

der Bezirkskonferenzen stattgefunden. Auf der Basis

einer vorsichtigen Schätzung ergibt sich eine Gesamtsitzungsdauer

von rund 45 Stunden und eine geleistete

Zahl an Arbeitsstunden von rund 980.

BEZIRKSKONFERENZ BADEN

6. Sitzung Bezirkskonferenz Baden am 17. Jänner 2007

Die BK Baden wurde über die Überlegungen der BK

Mödling zum Thema „Flugroutenrotation“, die Arbeiten

des Dialogforums und insbesondere über die Ergebnisse

der 4. Dialogforumssitzung informiert.

7. Sitzung Bezirkskonferenz Baden am 20. Juni 2007

Die Bezirkskonferenz wurde über den Stand des Prüfprozesses

informiert, wie die Mediationsvereinbarungen

in der UVE des Parallelpistenprojekts 11R/29L

umgesetzt wurden. Weitere Berichtsthemen waren die

Ergebnisse des Arbeitskreises Grundsatzthemen sowie

der 5. Dialogforumssitzung des erweiterten Vorstands.

Abschließend wurde auch der Umsetzungsstand des

Evaluierungsberichts 2006 den Mitgliedern der Bezirkskonferenz

erläutert und festgelegt, dass die nächste

Bezirkskonferenz erst im Februar 2008 erfolgen

soll, da derzeit in der Bezirkskonferenz Baden kein aktueller

Änderungsbedarf von Flugrouten gegeben ist.

unter Einhaltung einiger Randbedingungen zugestimmt.

Vereinbart wurde weiters, dass in einer Sitzung

zwischen den Gemeinden Bruck an der Leitha und

Rohrau / Pachfurth als letztes Detail noch die genaue

Lage eines Waypoints zwischen diesen Gemeinden an

der A4 festgelegt wird.

3. Sitzung Arbeitsausschuss Bezirkskonferenz Bruck an

der Leitha „SID ABLOMxB“ am 16. Jänner 2007

In der Arbeitsgruppensitzung wurden alle geforderten

Analysen zur Gestaltung der SID ABLOMxB – Start 16

vorgelegt und eingehend diskutiert. Dabei zeichnete

sich eine Lösung ab, die in der zwei Tage später statt

findenden Bezirkskonferenz Bruck an der Leitha unter

Beisein der Gemeinde Bruck an der Leitha besprochen

wurde. Insgesamt war die Arbeitsgruppe durch eine

hohe Bereitschaft aller Beteiligten geprägt, einen Konsens

in der lange andauernden Diskussion um die SID

ABLOMxB zu erzielen.

Sondertermin Bezirkskonferenz Bruck an der Leitha

Thema „SID ABLOMxB im Bereich Stadt Bruck / Gemeinde

Pachfurth“ am 27. Februar 2007

Der Sondertermin wurde vereinbart, um die Details für

die Führung der SID ABLOMxB zwischen der Stadt

Bruck an der Leitha und der Gemeinde Pachfurth im

Bereich der A4-Ostautobahn zu klären. Trotz intensiver

Verhandlungen konnte keine Routenführung festgelegt

werden, der beide Gemeinden zustimmen konnten. Die

Fortsetzung der Verhandlungen wurde deshalb an den

erweiterten Vorstand des Dialogforums im Rahmen der

5. Dialogforumssitzung delegiert.

BEZIRKSKONFERENZ BRUCK AN DER LEITHA

11. Sitzung Bezirkskonferenz Bruck an der Leitha

am 18. Jänner 2007

In der Sitzung konnte ein Durchbruch bei den Diskussionen

zum Thema „SID ABLOMxB – Start 16“ erreicht

werden. Die Bezirkskonferenz hat den Veränderungen

der SID ABLOMxB sowie der Lage der Nachttransitions

Sondertermin Bezirkskonferenz Bruck an der Leitha

Thema „Reparatur SID WAGRAM7B“ am 25. Sept. 2007

Im Rahmen des Sondertermins wurden alle Möglichkeiten

erläutert, die für eine Routenführung der SID

WAGRAM7B in Betracht zu ziehen sind, die verhindern,

dass der Großteil der Luftfahrzeuge bei der Linkskurve

nach dem Start von Piste 16 direkt über das

Evaluierungsbericht 2007, Seite 4


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Bezirkskonferenzen

Siedlungsgebiet der Katastralgemeinde Gallbrunn

fliegt. Es wurde beschlossen, drei Optionen zu prüfen

und die Diskussionen in der 12. Sitzung der BK Bruck

an der Leitha fortzusetzen.

BEZIRKSKONFERENZ GÄNSERNDORF

7. Sitzung Bezirkskonferenz Gänserndorf am 8. März 2007

Auch die Bezirkskonferenz Gänserndorf war durch die

Erkrankung der Experten geprägt. Alle Anträge konnten

nicht wie geplant behandelt werden und auch die Diskussion

der Nachttransitions musste auf die nächste

BK Gänserndorf vertagt werden. Neben den Berichten

zur aktuellen Dialogforumsarbeit wurde vor allem die

Analyse der Flugverkehrsentwicklung im Raum

Deutsch-Wagram präsentiert. Diese zeigt im Untersuchungszeitraum

eine Zunahme der Starts von 2005 auf

2006 bei einer gleichzeitig etwas größeren Abnahme

der Landungen. Die Verschwenkung der SID WA-

GRAMXD im Bereich Deutsch-Wagram konnte nicht als

Ursache für die vermehrten Starts identifiziert werden.

Zur Sprache kam auch kurz das in der Öffentlichkeit

aktuell diskutierte Thema der Kerosinbesteuerung und

des Emission-Tradings.

8. Sitzung Bezirkskonferenz Gänserndorf

am 26. April 2007

In der Bezirkskonferenz Gänserndorf kam es erneut

zu einer Diskussion der SID WAGRAMxD und SID

ABLOMxD und deren Auswirkungen für einzelne Gemeinden

(Deutsch Wagram, Andlersdorf, Bad Deutsch

Altenburg), von denen Anträge auf Änderungen der

Flugrouten eingebracht wurden. Vereinbart wurde noch

ergänzende Analysen durchzuführen. Hauptthema der

Sitzung war die Diskussion der Führung der Nachttransitions

im Bezirk Gänserndorf. Die meisten Parteien

äußerten sich positiv hinsichtlich der Einführung von

Nachttransitions. Bedenken kamen vor allem von den

Vertretern von Deutsch Wagram. Es wurde vereinbart,

die Nachttransitions in einer Sondersitzung mit der Gemeinde

Deutsch Wagram noch einmal zu besprechen.

9. Sitzung Bezirkskonferenz Gänserndorf

am 5. Dezember 2007

In der Bezirkskonferenz Gänserndorf erfolgte eine detaillierte

Berichterstattung zu den Dialogforumssitzungen

und zu den Arbeitskreissitzungen. Berichtet wurde

auch über die erzielte Einigung auf die Ausweitung des

Lärmschutzprogramms für das vorhandene 2-Pisten-

System. Hauptthema waren die An- und Abflugrouten

im Bereich des Marchfelds und hier insbesondere die

mit neuen Höhendrehpunkten geflogenen SIDs WA-

GRAMxD und ABLOMxD. Die Evaluierung der Veränderungen

und die Lärmberechnungen zeigten hier, dass

einige Siedlungsgebiete (z.B. Wittau) etwas entlastet

werden konnten, dass aber die technisch unvermeidbare

Streuung im Kurvenflug nach dem Start auf der SID

ABLOMxD dazu führt, dass Schönau an der Donau nun

stärker überfolgen wird. Weiter Diskussionen betrafen

die u.a. durch die Downwindstrecke auf die Landung

34 betroffenen Gemeinden Andlersdorf und Orth an

der Donau. Behandelt wurde auch der Antrag von Bad

Deutsch Altenburg auf Verlegung der SID ABLOMxD.

Hier zeigte sich in der Diskussion, dass die gewünschte

Verlegung mit hoher Wahrscheinlichkeit weder sichtbare

Veränderungen in Bezug auf die Wahrnehmung

der Flugzeuge, noch eine Reduktion des Dauerschallpegels

mit sich bringen würde. Jedenfalls müsste mit

Hainburg eine Einigung erzielt werden, wenn die andiskutierte

Flugroutenänderung tatsächlich umgesetzt

werden sollte. Bad Deutsch Altenburg hat aufgrund der

Diskussion den Antrag vorerst ausgesetzt und wird

noch einmal im Gemeinderat über die weitere Vorgangsweise

beraten.

BEZIRKSKONFERENZ MÖDLING

13. Sitzung Bezirkskonferenz Mödling

am 23. Jänner 2007

In der Bezirkskonferenz Mödling erfolgte eine detaillierte

Berichterstattung über das Dialogforum vom

14. Dezember 2006, über den Stand der Einreichung

der UVE sowie über den neuen Arbeitskreis Grundsatz-

Evaluierungsbericht 2007, Seite 5


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Bezirkskonferenzen

themen. Weiters wurden die Streubreiten der Luftfahrzeuge

auf den Flugrouten zwischen Zwölfaxing und

Mödling analysiert und die Flughöhen der Luftfahrzeuge

über Breitenfurt und Laab im Walde diskutiert. Das

Thema „Rotation“ wurde auf die nächste Bezirkskonferenz

Mödling vertagt, da die vorbereitende Sitzung der

BürgermeisterInnen der Bezirkskonferenz noch nicht

stattgefunden hat.

14. Sitzung Bezirkskonferenz Mödling am 19. Juni 2007

Die Bezirkskonferenz wurde über den Stand des Prüfprozesses

informiert, wie die Mediationsvereinbarungen

in der UVE des Parallelpistenprojekts 11R/29L

umgesetzt wurden. Weitere Berichtsthemen waren die

Ergebnisse des Arbeitskreises Grundsatzthemen, der 5.

Dialogforumssitzung des erweiterten Vorstands, der

Evaluierungsbericht 2006 und die Streubreiten der

Flugspuren im Bereich der SID´s, die Mödling betreffen.

Diskutiert und beschlossen wurde auch die Stellungnahme

der Bezirkskonferenz Mödling zur UVE. Im

Rahmen der Diskussionen zum Thema Flugroutenänderungen

und Rotationsprinzip wurden noch einmal

alle Änderungswünsche festgehalten und im Konsens

beschlossen, dass alle Anträge aufrecht bleiben, vorerst

aber in der Bezirkskonferenz Mödling nicht weiter

behandelt werden.

BEZIRKSKONFERENZ WIEN-UMGEBUNG SÜD

6. Sitzung Bezirkskonferenz Wien-Umgebung

am 12. Februar 2007

Im Rahmen der Bezirkskonferenz wurde neben der

Überprüfung der SID-Belegung über den Münchendorfer

Seen seitens der ACG ein Vorschlag zur Verbesserung

der Flugverkehrssituation im Bereich Velm /

Gramatneusiedl eingebracht und diskutiert. Der Vorschlag

wurde positiv aufgenommen. Es wurde vereinbart,

unter Verwendung ergänzender Analysen in der

nächsten Bezirkskonferenz Wien-Umgebung den

Vorschlag im Detail hinsichtlich einer Konsensfähigkeit

zu prüfen.

7. Sitzung Bezirkskonferenz Wien Umgebung/Süd

am 5. Juni 2007

Die Bezirkskonferenz wurde über den Stand des Prüfprozesses

informiert, wie die Mediationsvereinbarungen

in der UVE des Parallelpistenprojekts 11R/29L

umgesetzt wurden. Weitere Berichtsthemen waren die

Ergebnisse des Arbeitskreises Grundsatzthemen sowie

der 5. Dialogforumssitzung des erweiterten Vorstands.

In Bezug auf die Diskussionen um die Flugrouten im

Bereich Gramatneusiedl / Velm wurden noch einmal

alle Änderungsüberlegungen zusammengefasst und

festgelegt, dass diese in einem Sondertermin gemeinsam

behandelt werden.

8. Sitzung Bezirkskonferenz Wien-Umgebung Süd

am 15. November 2007

Im Rahmen der Bezirkskonferenz Wien-Umgebung Süd

wurden noch einmal alle jemals diskutierten Varianten

von Abflugrouten sowie mögliche Verteilungen der Abflüge

auf einzelne SID´s diskutiert. Insgesamt konnte

keine konsensfähige Weiterentwicklung der vorhandenen

Abflugrouten beschlossen werden, da alle diskutierten

Varianten gegenüber der aktuellen Situation

Nachteile erbringen würden. Auch eine Entlastung von

Velm, dem in der Nacht am stärksten betroffenen Siedlungsgebiet,

während der Nachtzeit war für die Bürgerinitiative

Gramatneusiedl nicht konsensfähig. Man kam

deshalb überein, die Flugrouten im Bereich der Bezirkskonferenz

Wien-Umgebung Süd deshalb bis auf

Weiteres unverändert zu lassen.

Evaluierungsbericht 2007, Seite 6


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus der Stadtkonferenz Wien

Ergebnisse aus der

Stadtkonferenz Wien

4. Sitzung Stadtkonferenz Wien am 23. April 2007

Im Rahmen der Sitzung wurde eine Analyse des Flugverkehrsgeschehens

im Bereich der von den Landungen

Piste 11 und Starts 29 auf der SID STOxC präsentiert.

Es entwickelte sich eine Detaildiskussion über die

wichtigsten Verhandlungserfolge Wiens zur Begrenzung

der Flugbewegungen insbesondere im Bereich der Bezirke

14 und 23 sowie der übrigen Bezirke, die von den

Landungen Piste 11 betroffen sind.

5. Stadtkonferenz Wien am 11. Dezember 2007

In der Stadtkonferenz Wien konzentrierte sich die Berichterstattung

erneut auf die Analysen des Flugverkehrs

im Bereich Liesing. Die Auswertungen zeigten,

dass die Zahl der Landungen auf die Piste 11 weitgehend

unverändert geblieben sind. Weiters wurden die

noch erforderlichen Schritte zur Aufstellung einer zusätzlichen

mobilen Lärmmessstelle in Wien geklärt und

über das in Entwicklung befindliche Lärm abhängige

Landegebührenmodell gesprochen. Die eingangs der

Stadtkonferenz seitens anwesender VertreterInnen der

Klagsparteien vehement geforderte Behandlung des

Themas, ob die EU-Kommission von der Republik Österreich

die Durchführung eines nachträglichen UVPähnlichen

Verfahrens für einige Baumaßnahmen am

Flughafen einfordern wird, erfolgte nicht, da sich diese

Causa nach wie im Verhandlungsstadium befindet. Seitens

des Dialogforums wurde das schon vor einem Jahr

gemachte und damals von den Klagsparteien abgelehnte

Angebot ein Informationsgespräch zu führen, erneuert.

Sondertermin „Flugbewegungen über dem 23. Bezirk“

am 8. Jänner 2007

Auslöser für die Analysen und Diskussionen waren verstärkte

Beschwerden aus dem Raum Liesing. Die detaillierte

Prüfung ergab, dass die Überflüge über dem

bebauten Gebiet im Raum Liesing annähernd gleich

geblieben sind, die Einführung der Transition Arrivals

nicht für die vermehrten Beschwerden verantwortlich

sind und die getroffenen Vereinbarungen eingehalten

wurden. Es wurde vereinbart, die Entwicklung der Flugbewegungen

im Raum Liesing weiter kontinuierlich zu

beobachten und im Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles

Fluggeschehen darüber zu berichten.

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

Im Jahr 2007 haben insgesamt 26 Arbeitskreissitzungen

stattgefunden, wobei in mehreren Arbeitskreisen

eine dichte Sitzungsabfolge gegeben war. Der Arbeitskreis

Landungen hat 2007 sein Arbeitsprogramm erfolgreich

abgearbeitet und wurde bis auf Weiteres stillgelegt.

Bei Bedarf können die Arbeiten jederzeit wieder

aufgenommen werden. Die Arbeit aufgenommen hat im

Jahr 2007 erstmals der Arbeitskreis Grundsatzthemen,

im dem besonders komplexe und auch konfliktträchtige

Themen wie z.B. die Sichtanflüge oder ein Lärm abhängiges

Landegebührenmodell für den Flughafen

Wien behandelt werden.

An den Arbeitskreissitzungen haben insgesamt rund

450 Personen teilgenommen. Im Rahmen des Arbeitskreises

Grundsatzthemen wurden auch drei Sitzungen

der Arbeitsgruppe Lärm mindernde Regulative durchgeführt.

Weiters wurde mit 4 öffentlichen Informationsveranstaltungen

das im Mediationsvertrag vereinbarte

Lärmschutzprogramm der Flughafen Wien AG der

Bevölkerung in Margarethen am Moos, Zwölfaxing,

Himberg und Großenzersdorf vorgestellt.

Eine konservative Schätzung der Sitzungsdauer der

Arbeitskreise ergibt eine gesamte Sitzungsdauer von

über 100 Stunden und eine Anzahl von insgesamt rund

1.800 geleisteten Arbeitsstunden. Damit waren die

Arbeitskreissitzungen im Jahr 2007 arbeitsintensiver

als im Jahr 2006. Die Zahl der vorbereitenden und ergänzenden

Besprechungen und Veranstaltungen war

aber 2007 ähnlich intensiv, wie im Jahr 2006.

Evaluierungsbericht 2007, Seite 7


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

ARBEITSKREIS EVALUIERUNG &

AKTUELLES FLUGGESCHEHEN

19. Sitzung Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles Fluggeschehen

am 24. Jänner 2007

Neben dem Bericht über die Flugbewegungen über

dem 23. Bezirk wurde der Evaluierungsbericht 2006

geplant. Es konnte ein konsensualer Beschluss über

den Evaluierungsprozess und die erforderlichen Termine

erzielt werden, der eine Fertigstellung des Evaluierungsberichts

2006 noch im Juni 2007 vorsieht. Behandelt

wurde auch der Start der Umsetzung der

Nachtflugregelung, die eine Reduktion der Flugbewegungen

während der Nachtkernzeit (23:30 Uhr –

05:30 Uhr) schon 2007 bringen soll.

20. Sitzung Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles Fluggeschehen

am 11. April 2007

Im Arbeitskreis erfolgte ein Zwischenbericht über den

Arbeitsfortschritt des Evaluierungsberichts 2006. Am

Rande der Sitzung wurden in einer Kleingruppe die Details

zur Gestaltung von Tabellen und Karten einvernehmlich

festgelegt. Im Arbeitskreis wurde von der

FWAG auch ein konkreter Vorschlag für die Evaluierung

des Continuous Descent (CDA) unter Verwendung der

neuen FANOMOS-Software eingebracht, der von den

Parteien des Arbeitskreises auch konsensual für den

Evaluierungsbericht 2006 akzeptiert wurde.

21. Sitzung Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles Fluggeschehen

am 23. Mai 2007

Der größte Teil der Rohfassung des Evaluierungsberichts

2006 wurde im Rahmen der Sitzung vorgelegt

und die notwendigen Adaptierungen diskutiert. In einem

weiteren Tagesordnungspunkt berichtete die SCA

über die Umsetzung der Nachtflugregelung, die Slotvergabe

und die Steuerungsmöglichkeiten zur Reduktion

der Nachtflüge entsprechend den Vereinbarungen

aus dem Mediationsvertag. Weiters wurden von der

FWAG die neuen Monitoringmöglichkeiten für das Beschwerdesystem

vorgestellt, die dazu beitragen sollen,

die Qualität der Beschwerdebeantwortung zu verbessern

und die Reaktionszeiten so weit wie möglich zu

verkürzen. Berichte zu den beiden Themen werden im

Rahmen des Arbeitskreises immer wieder erfolgen.

22. Sitzung Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles Fluggeschehen

am 13. Juni 2007

Nach einem Kurzbericht zur Reparatur der SID WA-

GRAM7B konzentrierten sich die Arbeiten in der Sitzung

auf die Fertigstellung des Evaluierungsberichts

2006 unter Berücksichtigung aller eingelangten Änderungs-

und Ergänzungswünsche. Diese wurden im Detail

in die Rohfassung des Berichts eingearbeitet und

im Konsens beschlossen, dem erweiterten Vorstand des

Dialogforums die Freigabe des Berichts zu empfehlen.

23. Sitzung Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles Fluggeschehen

am 3. Oktober 2007

In der Arbeitskreissitzung erfolgte eine Berichterstattung

zu den Abflügen von Piste 16 auf den SID´s WA-

GRAM7B und ABLOM4B, wobei festgelegt wurde, dass

für die Weiterentwicklung der SID WAGRAM7B eine eigene

Sondersitzung einberufen wird. Weitere Besprechungspunkte

betrafen Erkenntnisse aus dem Evaluierungsbericht

2006 sowie die Themen Turbinentests

und 10-Minuten-Toleranz. Im Rahmen der Sitzung berichtete

die SCA über den Umsetzungsstand der Nachtflugregelung.

Für die nächste Arbeitskreissitzung wurden

die Tagesordnungspunkte Evaluierung Transitions,

Flugverkehrsgeschehen im Raum Liesing sowie Anfragen

und Beschwerden im Jahr 2007 festgelegt.

24. Sitzung Arbeitskreis Evaluierung & aktuelles Fluggeschehen

am 27. November 2007

Der Arbeitskreis Evaluierung hat sich darauf geeinigt,

den Evaluierungsbericht 2007 strukturell und inhaltlich

aus Vergleichbarkeitsgründen so zu gestalten, wie

schon den Evaluierungsbericht 2006. Geeinigt hat

man sich auch darauf, die Erstellung des Berichts so

zu organisieren, dass eine Veröffentlichung jedenfalls

Evaluierungsbericht 2007, Seite 8


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

vor den Sommerferien erfolgen kann. Der Arbeitskreis

Evaluierung ersucht den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

eine Broschüre über den Evaluierungsbericht

2006 vorzulegen, die von einer breiteren Öffentlichkeit

verstanden werden kann. Weiters erfolgte eine Berichterstattung

zum Thema Beschwerdesystem und Info-

Telefon sowie zum Flugverkehrsgeschehen im Raum

Liesing.

ARBEITSKREIS GRUNDSATZTHEMEN

1. Arbeitskreis Grundsatzthemen am 12. März 2007

In der konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises wurde

ein Arbeitsprogramm beschlossen, das wie folgt

aussieht: das Thema Aufzonung des Lärmschutzprogramms

für Margarethen am Moos wird im Paket mit

den Diskussionspunkten im Umweltfonds behandelt,

so dass im Arbeitskreis Grundsatzthemen nur laufend

Bericht erstattet wird. Alle anderen Themen (Sichtanflüge,

Propellermaschinen, Nachtflugzeiten und lärmarme

Landegebühren) werden parallel in jeder Arbeitskreissitzung

behandelt, wobei für die nächste Sitzung

vereinbart wurde, durch Begriffsdefinitionen, internationale

Vergleichsbeispiele und viele andere Daten und

Informationen alle Mitglieder des Arbeitskreises auf einen

gleichen Wissenstand zu bringen. Ziel ist es mit

dieser Vorgangsweise die Diskussionen und Verhandlungen

zu erleichtern.

2. Sitzung Arbeitskreis Grundsatzthemen

am 10. Mai 2007

Wegen Abwesenheit der Vertreter der Austrian Airlines

konnte der AUA-Antrag auf Änderung der Nachtflugzeiten

nicht behandelt werden. Berichtet wurde, dass sich

bei der Diskussion um die Aufzonung des Lärmschutzprogramms

für Margarethen am Moos noch für den

Sommer eine konsensuale Lösung abzeichnet. Die Themen

Sichtanflüge und Propellermaschinen wurden

wegen der Abwesenheit wichtiger Parteien nur kurz diskutiert.

Zum Thema „Lärm abhängige Landegebühren“

präsentierte die FWAG, wie sich das in Frankfurt ange-

wendete Modell für Wien auswirken würde. Insgesamt

konnten die Diskussionen, bedingt durch fehlende Informationen

und Arbeitsgrundlagen, nur oberflächlich

geführt werden. Beschlossen wurde die Einsetzung

einer Arbeitsgruppe „Lärm mindernde Regulative“, in

der das Thema „Lärm abhängige Landegebühren“ – gestützt

auf die eingeforderten und in der konstituierenden

Arbeitskreissitzung auch zugesagten Informationen

und Arbeitsgrundlagen – im Detail diskutiert werden wird.

3. Sitzung Arbeitskreis Grundsatzthemen

am 8. Oktober 2007

Im Arbeitskreis Grundsatzthemen erfolgte eine Berichterstattung

der Ergebnisse der Arbeitsgruppe Lärm

mindernde Regulative, die ein Lärm abhängiges Landegebührenmodell

für den Flughafen Wien entwickelt,

das in weiterer Folge konkret verhandelt werden soll.

Die weitere Berichterstattung betraf die erzielten Fortschritte

in der Diskussion um die Ausweitung des

Lärmschutzprogramms. In jeweils eigenen Tagesordnungspunkten

wurden dann die Diskussionen zu den

Themen ACG-Antrag bezüglich einer Änderung der

6.000 ft-Freigabe auf 5.000 ft, Sichtanflüge und Propellermaschinen

anhand der bereit gestellten Unterlagen

fortgesetzt. Einvernehmlich wurde festgelegt,

dass die offenen Fragen und Überlegungen vor der

nächsten Arbeitskreissitzung seitens der Parteien

schriftlich bekannt gegeben werden und noch im

Dezember in einer Sitzung mit Open-End nach Möglichkeit

konkrete Lösungen zu den genannten Themen

erarbeitet werden sollen.

4. Sitzung Arbeitskreis Grundsatzthemen

am 4. Dezember 2007

Die Arbeitssitzung fand in Form einer Klausursitzung

statt und konzentrierte sich darauf, die Themen Sichtanflüge,

Propellerflugrouten und den Antrag der ACG

auf Freigabe der Flugzeuge ab 5.000 ft im Detail zu

diskutieren. Im ersten Abschnitt der Sitzung wurden

zahlreiche offene Fragen erörtert und hinsichtlich der

Evaluierungsbericht 2007, Seite 9


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

3. Sitzung Arbeitsgruppe Lärm mindernde Regulative

am 6. November 2007

Im Rahmen der Arbeitsgruppensitzung wurde ein erster

grober Entwurf eines Lärm abhängigen Landegebührensystems

vorgestellt. Intensive Diskussionen gab es

darüber, wie differenziert ein Modell sein muss, das die

zugedachten Aufgaben erfüllen kann. Ebenso intensiv

wurde die Frage diskutiert, ob ein Modellansatz auf der

Basis von Informationen, die über die einzelnen Flugzeuge

seitens ICAO u.a. Quellen zur Verfügung stehen,

ausreichend für die Zielerreichung ist, oder ob auch direkte

Lärmmessungen zusätzlich herangezogen, oder

sogar ausschließlich verwendet werden sollten. Es wurde

besprochen, alle Optionen bei der Weiterentwickin

der Diskussion verwendeten Begrifflichkeiten eine

gemeinsame Sicht der Dinge erarbeitet und eine Angleichung

der unterschiedlichen Wissensstände zu den

drei Themen erzielt. In der Diskussion wurde eingehend

hinterfragt, welche Chancen für die Einführung

von gesonderten Propellerflugrouten bestehen. Hier

kam man gemeinsam zum Schluss, dass kaum Möglichkeiten

für die Einführung von Propellerflugrouten

vorhanden sind, weil die Dichte der vorhandenen Anund

Abflugrouten so groß ist, dass in den meisten Fällen

Kapazitätsrestriktionen die Folge wären, da die sehr

knapp neben einander liegenden Routen kaum unabhängig

von einander betrieben werden könnten. Zusätzlich

wurde die Gefahr erkannt, dass mit zusätzlichen

Propellerrouten auch bisher wenig überflogene

Gebiete stärker belastet werden würden. Hinsichtlich

der Themen Sichtanflüge und die Möglichkeit einer

5.000 ft-Freigabe der Flugzeuge verständigte man sich

darauf, dass zuerst in der Bezirkskonferenz Bruck an

der Leitha die Reparatur der SID WAGRAM7B und die

Weiterentwicklung der SID ABLOM4B erfolgreich abgeschlossen

werden sollen, um dann in der nächsten Sitzung

des Arbeitskreis Grundsatzthemen die genannten

Themen hinsichtlich einer gemeinsamen Einigung zu

verhandeln.

im Fall einer Einigung nach Möglichkeit für den Sommerflugplan

2009 umzusetzen. Ziel des Gebührenmodells

ist es, einen Beitrag zu leisten, um den Anteil von

Luftfahrzeugen mit möglichst geringen Lärmemissionen

am Flughafen Wien laufend zu maximieren und

auch Investitionsentscheidungen von Fluglinien zur

Anschaffung von möglichst leisen Flugzeugen nach

Möglichkeit zu beeinflussen.

2. Sitzung Arbeitgruppe Lärm mindernde Regulative

am 3. September 2007

Die Arbeitsgruppe diskutierte unterschiedliche Möglichkeiten

der Klassifizierung der Flugzeuge nach ihren

Lärmemissionen. Ausgehend von einer Auswertung der

fixen Lärmmessstellen wurden die durchschnittlichen,

die maximalen und die minimalen Spitzenschallpegel

der Flugzeugtypen analysiert und die Möglichkeiten erörtert,

mit und ohne Berücksichtigung vorhandener

Lärmzertifizierungen eine Klasseneinteilung vorzunehmen.

Im Konsens verständigte man sich auf Zielsetzungen,

die ein lärmabhängiges Gebührensystem für

den Flughafen Wien – so es beschlossen werden kann

– erfüllen soll. Vereinbart wurde, dass die Experten der

FWAG und AUA für die nächste Arbeitsgruppensitzung

einen ersten groben Entwurf vorlegen sollen.

1. Sitzung Arbeitsgruppe Lärm mindernde Regulative

am 25. Juni 2007

In der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe

Lärm mindernde Regulative wurde die aktuelle Tarifordnung

für den Flughafen Wien und deren gesetzliche

Grundlagen präsentiert. Für die weitere Arbeit hat man

sich im Rahmen der Sitzung auch auf gemeinsame Begriffsdefinitionen

zu Schlüsselbegriffen geeinigt. Die

Experten erläuterten beispielhaft Modelle für Lärm abhängige

Landegebühren, die an anderen europäischen

Flughäfen aktuell angewendet werden. Im Konsens

wurde darauf hin beschlossen, für den Flughafen Wien

ein eigenes „Lärm abhängiges Wiener Landegebührenmodell“

zu entwickeln, dieses dann zu verhandeln und

Evaluierungsbericht 2007, Seite 10


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

lung in Erwägung zu ziehen und hier auch Modelle von

englischen Flughafenstandorten mit in die Überlegungen

einzubeziehen. Die Modellentwicklung lag zum Sitzungszeitpunkt

insgesamt im Zeitplan.

ARBEITSKREIS LANDUNGEN

14. Sitzung Arbeitskreis Landungen am 31. Jänner 2007

Im Arbeitskreis Landungen waren die Nachttransitions

das zentrale Thema, wobei insbesondere der Zeitraum,

in dem die Nachttransitions geflogen werden können,

intensiv diskutiert wurde. Um diesen festlegen zu können

wurde konsensual beschlossen, für die nächste Arbeitskreissitzung

noch eine nach Stunden und Wochentagen

differenzierte Analyse der Flugbewegungen

durchzuführen.

15. Sitzung Arbeitskreis Landungen am 25. April 2007

Im Arbeitskreis Landungen konzentrierten sich die Diskussionen

auf zwei Themen. Erster Schwerpunkt war

die Fixierung der genauen Lage der Nachttransitions,

der zweite Themenschwerpunkt betraf die Definition

des Zeitraums, in dem die Nachttransitions verwendet

werden sollen. Beschlossen wurde die Nachttransitions

zwischen 23:30 Uhr und 05:30 Uhr jedenfalls zu fliegen

und nach Möglichkeit vor und nach dieser „Kernzeit“

die Nachttransitions so früh und lange wie möglich

zu benutzen. Bezüglich der Lage der Nachttransitions

gab es mit Ausnahme eines Details, das noch zwischen

dem Land Burgenland und der Stadt Bruck an

der Leitha geklärt werden muss, eine konsensuale Einigung.

Damit hat der Arbeitskreis Landungen vorerst

sein Arbeitsprogramm abgearbeitet und es wurde beschlossen,

den Arbeitskreis vorerst zu schließen.

ARBEITSKREIS LÄRMSCHUTZPROGRAMM

7. Sitzung Arbeitskreis Lärmschutzprogramm

am 21. Februar 2007

In der Sitzung erfolgte eine kurze Berichterstattung

über den Umsetzungsstand des Lärmschutzprogramms.

Zentraler Schwerpunkt der Diskussionen war

aber die Präzisierung von nicht eindeutig definierten

Umsetzungspunkten des Lärmschutzprogramms. Im

Rahmen des Arbeitskreises konnten alle erforderlichen

Präzisierungen als Gesamtpaket im Konsens beschlossen

werden. Damit konnte ein gemeinsames Verständnis

der Umsetzungsbestimmungen und Förderungsvereinbarungen

hergestellt werden.

8. Sitzung Arbeitskreis Lärmschutzprogramm

am 4. Juni 2007

Alle Tagesordnungspunkte befassten sich mit dem Umsetzungsstand

des Lärmschutzprogramms. Berichtet

wurde über die Notwendigkeit, die Berechnungen, die

dem Lärmschutzprogramm zugrunde liegen, an die Berechnungsmethoden

(gemäß ÖAL-Richtlinie) des UVP-

Verfahrens anzupassen. Beschlossen wurde, die Umstellung

der Berechnungen nach ÖAL-Richtlinie so

rasch wie möglich umzusetzen und so schnell wie möglich

auf der Basis von Plänen und Berechnungsergebnissen

allfällige Unterschiede gemeinsam zu prüfen

und eine weitere Vorgangsweise festzulegen. Weiters

wird über den Überprüfungsprozess zur Ermittlung eines

dB-Gesamtzuschlags berichtet, der sicherstellt,

dass die im Lärmschutzprogramm festgeschriebenen

Innenraumschallpegel erreicht werden. Beschlossen

wird dazu vorerst kein eigenes Gutachten zu erstellen,

da keine vom ermittelten dB-Gesamtzuschlag abweichenden

Ergebnisse zu erwarten sind. In der Sitzung

werden auch die weiteren Schritte zur Information der

Öffentlichkeit und der Gemeinden festgelegt.

9. Sitzung Arbeitskreis Lärmschutzprogramm

am 4. Oktober 2007

Die Berichterstattung zum Umsetzungsstand des Lärmschutzprogramms

ergab, dass bedingt durch die Ausweitungsdiskussion

für die Betroffenen im 2-Pisten-

System und die damit zusammenhängenden weiteren

zusätzlichen Arbeiten das Lärmschutzprogramm gegenüber

dem geplanten Zeitplan im Rückstand ist. Die

Gutachter im Lärmschutzprogramm stellten in weiterer

Evaluierungsbericht 2007, Seite 11


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

Folge Struktur, Inhalte und Umsetzungsprozess der

Gutachtenerstellung und -übermittlung vor. Die Vorschläge

wurden diskutiert und die Vereinbarungen zum

gemeinsamen Umgang mit den Gutachten in einem

einvernehmlichen Beschluss zusammengefasst. Für

die Gemeinden Himberg, Großenzersdorf und Fischamend

wurden die Termine für die öffentlichen Präsentationen

des Lärmschutzprogramms festgelegt.

10. Sitzung Arbeitskreis Lärmschutzprogramm

am 22. November 2007

Im Arbeitskreis Lärmschutzprogramm wurde die Einigung

darüber, dass das Lärmschutzprogramm der

FWAG nun auch auf die aktuelle Situation im 2-Pisten-

System angewendet werden soll, präsentiert. Die anschließende

Diskussion konzentrierte sich auf das Thema,

wie nun eine möglichst rasche Umsetzung des

Lärmschutzprogramms erfolgen kann und welche Vorgangsweise

dazu bestmöglich beitragen kann. Festgelegt

wurde, dass nach Vorliegen der neuen Lärmkarten

(für das 2- und das 3-Pisten-System) neben den technischen

und organisatorischen Details insbesondere

die Reihenfolge diskutiert werden muss, in der die

Siedlungsgebiete, die Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen

haben, bearbeitet werden sollen. Einigkeit

herrschte darüber, dass Gemeinden mit mehreren betroffenen

Siedlungsgebieten gemeinsam zu bearbeiten

sein werden und insbesondere die Lärmschutzmaßnahmen

zur Verbesserung der aktuellen Situation im 2-Pisten-System

forciert umzusetzen sein werden.

Öffentliche Informationsveranstaltung „Lärmschutzprogramm“

in Margarethen am Moos am 10. Jänner 2007

Margarethen am Moos ist vom aktuellen Flugverkehrsgeschehen

im 2-Pisten-System in besonderem Maß betroffen.

Das Lärmschutzprogramm FWAG ist auf die zu

erwartende Lärmbelastung in einem 3-Pisten-System

ausgelegt, weshalb seitens der BürgerInnen vehement

eine Adaptierung des Lärmschutzprogramms für die

IST-Situation gefordert wurde. Insgesamt verlief die

Veranstaltung konstruktiv. Das Dialogforum informierte,

dass im Arbeitskreis „Grundsatzthemen“ die „Aufzonung“

des Lärmschutzprogramms als eines der fünf

Schwerpunktthemen behandelt wird.

Öffentliche Informationsveranstaltung „Lärmschutzprogramm“

in der Gemeinde Zwölfaxing am 19. März 2007

Der Veranstaltungssaal war mit ca. 200 Personen sehr

gut gefüllt. Die Präsentation der FWAG und des Projektteams

konzentrierte sich auf die wesentlichen Informationen

für die Bevölkerung. Die Bürgerinitiative aus

Zwölfaxing, die das Parallelpistenprojekt 11R/29L

vehement bekämpft, versuchte durch einige Fragen die

Informationsveranstaltung zu einer Grundsatzdiskussion

über das Parallelpistenprojekt umzufunktionieren, was

aber vom Großteil der anwesenden Personen aus Zwölfaxing

nicht goutiert wurde. So konnte mit weiteren

Informationen wie geplant fortgesetzt werden und die

Experten beantworteten – wie schon in Kleinneusiedl,

Enzersdorf an der Fischa und Margarethen am Moos –

noch dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch zahlreiche

Fragen von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern.

Öffentliche Informationsveranstaltung „Lärmschutzprogramm“

in der Gemeinde Himberg

am 8. Oktober 2007

Die Informationsveranstaltung in Himberg fand im

Volkshaussaal statt und war durch eine insgesamt sehr

positive Stimmung geprägt. Die Besucher begrüßten

die detaillierten Informationen und die Umsetzung des

Lärmschutzprogramms für die Gemeinde Himberg.

Öffentliche Informationsveranstaltung „Lärmschutzprogramm“

in der Gemeinde Großenzersdorf

am 15. Oktober 2007

Die Informationsveranstaltung wurde im Stadtsaal der

Gemeinde Großenzersdorf durchgeführt und war von

ca. 50 Personen besucht. Die Diskussion und die Fragen

im Anschluss an die Präsentationen des Umsetzungsteams

des Lärmschutzprogramms waren teilweise

Evaluierungsbericht 2007, Seite 12


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

14. Sitzung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

am 18. September 2007

Der Arbeitskreis diskutierte Möglichkeiten die Umsetzung

der Evaluierungsberichte sowie die Pressearbeit

insgesamt zu beschleunigen bzw. zu erleichtern. Diskutiert

wurde in diesem Zusammenhang auch die

wechselseitige Information über geplante Presseaussendungen

von Parteien und Dialogforum. Festgelegt

wurde, das Thema Pressearbeit in der nächsten Dialogforumssitzung

anzusprechen und nach Möglichkeit Regeln

zu vereinbaren, die ein rasches Reagieren des Dialogforums

auf die Entwicklungen in Presse & Medien

sicherstellen. Weiters wurde der Newsletter 03/2007

redaktionell behandelt und beschlossen, den Newsletter

wie vorgesehen zu veröffentlichen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt

war die Berichterstattung zur Umsetzung

des Auftritts des Dialogforums im Visitair Center

sowie die Weiterentwicklung der Homepage.

15. Sitzung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

am 12. November 2007

Im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit wurden in mehreren

Tagesordnungspunkten die Eckpfeiler eine zukünftigen

proaktiven und offensiven Presse- und Medienarbeit

des Dialogforums angesprochen. Neben der Entwicklung

eines Szenarios, das darstellt, welcher wahrscheinliche

Diskussionsstand ohne Mediationsverfahren

und ohne Dialogforum gegeben wäre, wurden auch

die Themen Textbausteine, Rückbindung der Medienarbeit,

wenn rasches Agieren notwendig ist sowie Besehr

sachlich, einige TeilnehmerInnen brachten aber

auch vehement zum Ausdruck, dass sie das Parallelpistenprojekt

11R/29L mit allen zur Verfügung stehenden

Mitteln bekämpfen werden. Nach Ende der Veranstaltung

wurden von den Experten – wie auch schon bei

den bereits erfolgten Informationsveranstaltungen in

anderen Gemeinden – auch Detailfragen von Einzelpersonen

beantwortet und mit einigen TeilnehmerInnen

weitere Kontakte vereinbart.

finiert und beschlossen, die international sehr positiven

Meinungen zum Mediationsverfahren und zum Dialogforum

darzustellen. Erst der nach der Sommerpause

erscheinende Newsletter 03/2007 wird die Hauptergebnisse

des Evaluierungsberichts 2006 darstellen.

Im Konsens beschlossen wurde die Aktivierung des

Memberbereichs der Dialogforumshomepage zur Übermittlung

von großen Daten- und Informationsmengen

an die Mitglieder des Dialogforums.

ARBEITSKREIS ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

11. Sitzung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

am 9. Jänner 2007

Hauptthema des Arbeitskreises war die Überarbeitung

der über die Weihnachtsfeiertage adaptierten Struktur

und Inhalte der Dialogforumshomepage. Es wurde eine

weitere Straffung der Inhalte beschlossen und vereinbart,

den schon im Dezember festgelegten Termin der

Freischaltung nach Möglichkeit einzuhalten. Weiters

wurden die Interviewpartner für den Auftritt des Dialogforums

im neuen Info-Center festgelegt.

12. Sitzung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

am 13. März 2007

Im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit war neben der Berichterstattung

über die Homepage und die Arbeiten

am Auftritt des Dialogforums im neuen Besucherzentrum

der Flughafen Wien AG die Erstellung des Newsletters

01/2007 das zentrale Thema der Diskussionen,

der Ende März veröffentlicht werden soll.

13. Sitzung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

am 30. Mai 2007

Berichtet wurde über den angestrebten Termin im

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

(BMVIT) sowie über die Arbeiten am Auftritt

des Dialogforums im Internet. Ebenfalls diskutiert wurde

der Beitrag über die EU-Beschwerde im Rahmen der

ORF-Sendung „Hohes Haus“. Die Inhalte des Newsletters

02-2007 wurden im Rahmen der Sitzung neu de-

Evaluierungsbericht 2007, Seite 13


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

6. Sitzung Arbeitskreis UVE/UVP am 7. Mai 2007

In der Arbeitskreissitzung wurden von den für den Prüfprozess

seitens der ARGE gegen Fluglärm beigezogenen

Experten Zwischenberichte präsentiert und die

weitere Vorgangsweise in Form von zwei weiteren Kleingruppensitzungen

besprochen.

7. Sitzung Arbeitskreis UVE/UVP am 12. Juni 2007

Im Zentrum der Beratungen stehen die bisher erarbeiteten

Ergebnisse des Prüfprozesses, wie die Flughafen

Wien AG die Vereinbarungen des Mediationsvertrags in

der UVE des Parallelpistenprojekts 11R/29L umgesetzt

hat. Insgesamt wurden in der UVE vorerst keine grundreitstellung

von Unterlagen für die Presse- und Medienarbeit

und die Freischaltung eines Memberbereichs

auf der Homepage des Dialogforums behandelt.

16. Sitzung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

am 18. Dezember 2007

Eingangs war die Sitzung geprägt durch zahlreiche kurze

Berichterstattungspunkte. Insbesondere wurde über

den stattgefundenen Termin mit der neuen Bürgerinitiative

BILEF berichtet und diskutiert, ob und in welcher

Form Informationsveranstaltungen in den Gemeinden

vor der öffentlichen Auflage der UVE zum Parallelpistenprojekt

11R/29L sinnvoll sind. Weiters wurde eine

erste Version des neuen PR-Konzepts für das Dialogforum

vorgestellt und über das Update der Dialogforumshomepage

diskutiert. Beschlossen wurde, wie in Zukunft

Termine mit nicht im Dialogforum organisierten Bürgerinitiativen

abgewickelt und die ARGE gegen Fluglärm

dabei eingebunden wird. Abschließend wurde vor dem

Hintergrund der feststehenden Veröffentlichungstermine

für die Newsletter des Dialogforums und der angestrebten

Veröffentlichung des Evaluierungsberichts 2007

noch vor den Sommerferien 2008 die Vorgangsweise zur

Erstellung der Texte und des Berichts abgestimmt und

die erforderlichen Termine für den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

im ersten Halbjahr 2008 fixiert.

4. Sitzung Arbeitskreis UVE/UVP am 1. März 2007

Im Rahmen der Sitzung wurde dem Dialogforum ein

Exemplar der am gleichen Tag beim Amt der Niederösterreichischen

Landesregierung von der Flughafen

Wien AG eingereichten Umweltverträglichkeitserklärung

(UVE) des Projekts Parallelpiste 11R/29L übergeben.

Die Präsentation der UVE ging auf die Struktur

und inhaltlichen Schwerpunkte ein. Die Diskussion

konzentrierte sich neben Verfahrensfragen darauf, ob

und wann die umfangreichen Unterlagen auch in

elektronischer Form verfügbar sein werden.

5. Sitzung Arbeitskreis UVE/UVP am 10. April 2007

In der Sitzung wurden die Gutachten „Lärm“ und „Umweltmedizin“

im Detail hinterfragt. Insbesondere die

VertreterInnen der ARGE gegen Fluglärm zeigten sich

mit mehreren Textpassagen und Teilkapiteln unzufrieden,

die die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Mediationsvertrag

betreffen und forderten entsprechende

Klarstellungen.

Die Gutachter und die FWAG zeigten sich in den Diskussionen

gesprächsbereit und es wurde vereinbart,

entsprechende Adaptierungen zu prüfen, um im weiteren

Prüfprozess zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen

zu können.

ARBEITSKREIS UVE / UVP

3. Sitzung Arbeitskreis UVE-UVP am 13. Februar 2007

Zentraler Tagesordnungspunkt des Arbeitskreises war

die Präsentation der Gutachten zu den Themen „Lärm“

und „Umweltmedizin“ durch die Gutachter. Vereinbarungsgemäß

erfolgten im Rahmen der Diskussionen

primär Verständnisfragen. Die Detaildiskussion wird –

wie in der konsensual beschlossenen Vorgangsweise

vereinbart – nach eingehender Prüfung der beiden

Gutachten durch die Dialogforumsparteien in der

Arbeitskreissitzung am 10. April 2007 erfolgen. Bei

dieser Sitzung werden wieder beide Gutachter selbst

die Fragen beantworten.

Evaluierungsbericht 2007, Seite 14


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus dem Dailogforum

legenden Hindernisse für eine Realisierung der Mediationsvereinbarungen

gefunden, Wien kündigte eine eigene

Stellungnahme für die Dialogforumssitzung an.

8. Sitzung Arbeitskreis UVE/UVP am 13. November 2007

Die Flughafen Wien AG (FWAG) hat im Rahmen der Arbeitskreissitzung

die Inhalte des seitens der UVP-Behörde

für das Parallelpistenprojekt 11R/29L übermittelten

Verbesserungsauftrags vorgestellt. Für mehrere

Themenbereiche sind keine Ergänzungen erforderlich,

für einige Themen wurden seitens der Behördengutachter

weitere Informationen eingefordert. Die

FWAG stellte in der Sitzung klar, dass die um die geforderten

Verbesserungen und Ergänzungen erweiterte

Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) bis zum seitens

der Behörde gewünschten Termin vorgelegt werden

kann. Der Arbeitskreis UVE/UVP hat festgelegt, den

Prüfprozess unter Einbeziehung der ergänzenden

Unterlagen fortzusetzen.

Einführung eines Incentive Modells wurden an den

Arbeitskreis Grundsatzthemen verwiesen.

6. Sitzung Dialogforum am 21. Juni 2007

Die Tagesordnung der Dialogforumssitzung war sehr

umfangreich, sodass die Berichterstattung zu den

Themen Arbeitskreissitzungen, Bezirkskonferenzen,

Schiedsgerichtsvertrag, FANOMOS-Upgrade und der

Nachtflugregelung sehr kurz gefasst wurden. Die Empfehlung

des AK Evaluierung zur Freigabe des Evaluierungsberichts

2006 wurde vom erweiterten Vorstand

zur Kenntnis genommen und beschlossen, den fertig

gestalteten Bericht noch einmal auszusenden und

wenn binnen einer Woche kein Veto von einer der

Parteien eingebracht wird, den Bericht zu publizieren.

Beschlossen wurde die Umsetzung der Änderung der

SID ABLOMxB zum schnellst möglichen Zeitpunkt

sowie die Themen Sichtanflüge, Nachttransitions,

5.000 ft-Freigabe so schnell wie möglich zu behandeln.

Ergebnisse aus dem Dailogforum

An den 4 Sitzungen des erweiterten Vorstands des

Dialogforums haben insgesamt 140 Personen teilgenommen.

Die Arbeitszeit die von allen SitzungsteilnehmerInnen

in den Diskussions- und Kommunikationsprozess

eingebracht wurden, war sehr groß und lag bei

nicht weniger als 630 Arbeitsstunden.

5. Sitzung des Dialogforums am 15. März 2007

In der Sitzung erfolgte eine umfangreiche Berichterstattung

zu den Ergebnissen und Arbeiten in den

Arbeitskreisen und Bezirkskonferenzen und es wurde

ein Beschluss zur SID ABLOMxB / Start 16 gefasst. Die

Verhandlung der Streckenführung der Nachttransitions

wurde an den Arbeitskreis Landungen und die Bezirkskonferenz

Gänserndorf verwiesen, wobei das Ziel dahingehend

formuliert wurde, im Falle eines Konsens

eine allfällige Beschlussfassung für die nächste

Sitzung des erweiterten Vorstands des Dialogforums

vorzubereiten. Die Diskussion der Entwicklung und

Der Prüfbericht der UVE/UVP-Begleitgruppe wurde

kurz vorgestellt und seitens der Vertreter der Stadt

Wien berichtet, dass der stadtinterne Meinungsbildungsprozess

noch nicht abgeschlossen ist. Die Genehmigung

des Prüfberichts wurde verschoben und

vereinbart, den Prüfprozess im Herbst fortzusetzen,

wenn die seitens der behördlichen Gutachter und

Standortgemeinden eingeforderten Ergänzungen in die

UVE und deren Gutachten eingearbeitet sind und dann

der überarbeitete Stand geprüft werden kann.

Berichtet wurde weiters, dass bezüglich der verhandelten

Ausweitung des Lärmschutzprogramms noch keine

Einigung erzielt werden konnte.

Der Antrag der aatca (Austrian Air Traffic Controllers

Association) an den Dialogforumssitzungen teilzunehmen,

wird aus prozessorientierten Überlegungen und

dem Umstand, dass die ACG ohnedies in allen Sitzungen

vertreten ist, abgelehnt.

Evaluierungsbericht 2007, Seite 15


SITZUNGSERGEBNISSE UND THEMEN

Ergebnisse aus dem Dailogforum

Abschließend wurde der Termin im Bundesministerium

für Verkehr, Innovation und Technologie besprochen

und die Erreichung der Zielwerte bei der Pistenverteilung

behandelt.

programms und zu den Themen im Zusammenhang mit

dem UVP-Verfahren. Vorgestellt wurde auch der vorläufige

Messplan 2008 sowie Überlegungen zur Presseund

Medienarbeit.

7. Sitzung Dialogforum am 16. Oktober 2007

Die Tagesordnung der Dialogforumssitzung beinhaltete

eine umfassende Berichterstattung zu einer Vielzahl

von Themen (Berichte aus den Bezirkskonferenzen und

einzelnen Arbeitskreissitzungen). Wichtigste Ergebnisse

der Sitzung waren dann in weitere Folge im Konsens

gefasste Beschlüsse. Der erste Beschluss betraf

die Vorgangsweise, wie mit dem Thema EURO 2008 im

kommenden Jahr umgegangen wird; der zweite Beschluss

brachte die Einigung zum Thema Aufzonung

Lärmschutzprogramm.

Ein weiterer Beschluss betraf die Nachttransitions.

Eine intensive Diskussion erfolgte im Anschluss zum

Thema Bereitstellung von Daten und Informationsmaterialien

und Einhaltung von Terminen und Fristen als

Basis für die Bezirkskonferenzen und Arbeitskreissitzungen

sowie zum Thema Pressarbeit des Dialogforums.

8. Sitzung Dialogforum am 10. Dezember 2007

In der Sitzung des erweiterten Vorstands erfolgte eine

umfangreiche Berichterstattung zu den Arbeitskreissitzungen

und zu den Bezirkskonferenzen. Der Beschluss

der Nachttransitions wurde noch einmal im Detail

präzisiert. Vorbehaltlich einer Zustimmung der ARGE

gegen Fluglärm auf der Basis einer noch ausständigen

Rückbindungsrunde im Jänner 2008 und keinem Veto

zu den nur für die Not- und Sonderfällen benötigten

Nachttransitions auf die Pisten 11 und 34 und nun

auch unter Einbeziehung einer zeitlichen Gültigkeit

können die Nachttransitions umgesetzt werden.

Intensive Diskussionen gab es weiters zu den Themen

Fanomos im Internet, zur Ausweitung des Lärmschutz-

Evaluierungsbericht 2007, Seite 16

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