Ausgabe Nr. 201 - Sachwertefonds beinhalten Inflationsschutz

sachwertefonds.de

Ausgabe Nr. 201 - Sachwertefonds beinhalten Inflationsschutz

Nr.: 201

39. KW / 25.09.2009

Kostenlos per E-Mail

ISSN 1860-6369 Sehr geehrte Damen und Herren,

Inhaltsverzeichnis

Editorial (Rohmert) 1

Platow-Tagung: Zwischen 2

positiver Markteinschätzung

und trauriger Realität

Deutsche Hypo: Einzelhan- 8

del begünstigt Städte

OSCAR: Steigende Neben- 11

kosten in deutschen Büros

BVI: Geringer Ertragsauf- 13

wand durch jungen Objektbestand

(Winckler)

Kommunikationskongress: 13

Pressearbeit 2009 (Maier)

Hannover Grund: Neues 16

Emissionshaus gesichtslos

EXPO REAL auf dem 17

Rückweg (WR)

Catella legt offenen Ge- 18

sundheits-Fonds auf

Flaute bei Shoppingcentern 19

DG HYP: Immobilien- 19

markt Deutschland

empirica - Wohnimmobi- 20

lien erholen sich

Wohnimmobilien bei Insti- 20

tutionellen stärker gefragt

F+B: Wohnmieten steigen 21

langsamer

Kemper´s JLL: Handel 22

profitiert von Touristen

München: Vermietung mit 22

Kreativität (Döbel)

Reverse Mortgage (Richter) 22

Mehr Wohnungseigentü- 24

mer als Mieter (Winckler)

Impressum 25

Immobilienbrief Köln ab S. 26

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 1 von 25

wenn man einen neuen Trend nicht aufhalten kann, muss man sich an die Spitze der

Bewegung setzen. Wir starten nach der Expo Real mit unserem Sender

„Immobilienbrief TV“. In Deutschland nutzen zwar noch weniger als 1% Internet TV,

in Frankreich sollen es aber schon fast 20% sein. Den Ausschlag gab aber meine 13jährige

Tochter, die sich aus dem Familien-Kampf um die „erste Reihe“ vor dem Fernseher

völlig ausgeklinkt hat. Sie verbringt ihre verfügbare Zeit mit „You Tube“. Vor einem

Jahr habe ich das noch für eine Zahnpasta gehalten.

Eine Beta-Variante von Immobilienbrief TV können Sie zur Einstimmung auf später –

naturgemäß noch mit Beiträgen und Interviews der letztjährigen Expo – über

www.immobilienbrief-tv.de anschauen. Sogar mir hat das „Spielen“ Spaß gemacht.

Sie können (zukünftig) zwischen 24h Immobilien Fernsehen, das von uns nicht beeinflusst

wird, oder im Immobilienbrief-TV einem von uns mit eigenen Beiträgen ergänztes

Programm oder „on demand“ Reportagen und Interviews wählen. Wenn es nicht

sofort funktioniert, liegt das daran, dass ihr PC Ihnen annähernd unsichtbar mitteilt,

dass er die Genehmigung für ein add on braucht. Danach funktioniert der Sender

sogar im Zug und im Auto.

Der Umweg über unsere Homepage, www.rohmert-medien.de ist uns lieber. Ab Ende

Oktober wird die Homepage ergänzend zu unseren aktuellen News auch täglich einen

neuen Artikel oder eine Meinung entweder aus unseren redaktionsinternen fast 100

Jahren Erfahrung in deutschen Top-Wirtschaftsmedien oder von Gästen enthalten.

Für das Immobilienbrief TV werden auf der Expo Real neue Interviews geführt. Die

Technik machen die Vollprofis von GRID-TV, dessen Chef Ingo Wolf sie z. B. on demand

im letztjährigen Interview mit Deutsche Hypo Vorstand Andreas Pohl sehen.

Annähernd parallel - wir hatten, glaube ich, die Beta Version schneller online - starten

auf gleicher Basis die geschätzten Kollegen vom Immobilien Manager. Wir werden

unseren Bestand an eigenen Beiträgen laufend um professionelle Interviews - alternativ

mit mir -, Diskussionsmitschnitten, Reportagen und auch externen Beiträge, wie z.

B. Markus Gotzi‘s Fondschecks im wmd Verlag oder auch Beiträge von Ihnen ergänzen.

Fazit: Das Briefmarken-Kino ist den Kinderschuhen entwachsen. Jetzt fehlen

Inhalte. Vielleicht können wir noch für die Expo etwas für Ihren Beitrag organisieren.

Zurück zur Immobilien-Realität - Platow Brief Tagung „Geschlossene Fonds“:

Wir haben Ihnen in Nachtschicht die ersten Eindrücke aus der Fonds-Szene zusammengestellt.

Die Branche lebt im Spannungsfeld zwischen Optimismus und aktuellen

Umsätzen. Die Volkswirtschaften hängen zwischen Deflation und (sicherer) Inflationserwartung.

Der Anleger steht nach wie vor nur indirekt im Vordergrund: „80% der Anleger

tun, was der Berater empfiehlt“. Im Background hören wir aber auch, dass es

jetzt wirklich Zeit wird, dass der Markt in Bewegung kommt, sonst stehen

schmerzhafte Anpassungsmaßnahmen auf dem betriebswirtschaftlichen Notwendigkeitsplan.

Jedem ist dabei aber klar, dass ein Abschneiden

von Know how, Vertrieb, Marketing und Pressearbeit die Zukunftschancen

drastisch beeinträchtigen.

Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner

aurelis Real Estate, Catella Real Estate AG, DEGI GmbH,

Deka Immobilien Investment, Fairvesta, Garbe Group,

Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder & Partner und

Deutsche Postbank AG.

Werner Rohmert, Herausgeber


Personalien

Wiesbaden: Prof. Nico B.

Rottke (33) wurde mit Wirkung

zum 14. August 2009

zum habilitierten Seniorprofessor

und Lehrstuhlinhaber

des Aareal Stiftungslehrstuhls

für Immobilieninvestition

und -finanzierung an der

European Business School

ernannt.

Essen: Prof. Dr. Petra

Brockhoff, seit zwei Jahren

Honorarprofessorin der Universität

Duisburg/Essen,

wurde zur Geschäftsführerin

der Brockhoff & Partner

Immobilien GmbH ernannt.

Zukünftig wird sie gemeinsam

mit Eckhard Brockhoff

die Geschäfte der Gesellschaft

leiten.

Wohnungswirtschaft

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 2 von 25

Der Platow Brief - Tagung Geschlossene Immobilienfonds

Fonds-Branche im Spannungsfeld zwischen positiver Markteinschätzung

und trauriger Realität

Werner Rohmert, Herausgeber „der Immobilienbrief“,

Immobilienspezialist „Der Platow Brief“

Am Mittwoch fand die Jahres-Tagung von "Der Platow Brief" zum Thema Geschlossene

Fonds statt. Sie hat sich als Kommunikations- und natürlich auch Vertriebs-

Nukleus weiter etabliert. Mehr als 100 Teilnehmer aus der Branche und rund 15 Referenten

gaben ein gutes Stimmungsbild - oder anders gesagt: eben nicht! Überlebenswichtiger

Optimismus nach den Mottos „Jetzt zieht der Markt richtig an“, „Der

geschlossene Fonds hat Zukunft“, „Der Anleger steht in den Startlöchern und braucht

Geschlossene Fonds zur Portfolio-Abrundung“ trifft auf die Realität eines doch „eher

schleppenden Absatzes“. Positive Nischen wie Games-Fonds und Deutschlandimmobilien-Fonds

der BVT oder Australien-Fonds oder auch die erstklassigen Ergebnisse

der Hannover Leasing reichen nicht aus, um die Gesamtstatistik zu retten (s.u.). Im

Background hören wir durchaus, dass es jetzt „wirklich Zeit wird, dass der Markt in

Bewegung kommt“, sonst stehen schmerzhafte Anpassungsmaßnahmen auf dem

betriebswirtschaftlichen Notwendigkeitsplan, von dem aber klar ist, dass ein Abschneiden

von Know how, Vertrieb, Marketing und Pressearbeit die Zukunftschancen

des Unternehmens drastisch beeinträchtigen.

Die Altmeister der Szene wie Christian Harreiner von DBM Delbrück Bethman

Maffei oder auch Jürgen Salamon von Dr. Peters (s.u.) schafften es, mit Randbemerkungen

ein neues Licht auf die Szene zu werfen bzw. die eher als defätistisch

apostrophierten, kritischen Beobachter der Szene zu bestätigen.

„80% der Anleger tun, was der Berater empfiehlt“

Unser Chefredakteur von "Der Fonds Brief", Markus Gotzi moderierte die erste

Diskussionsrunde: Was will der Kunde? Die Ergebnisse des Erkenntnisprozesses

waren für den Beobachter eher traurig. Markus wird das aber sicher für Sie im nächsten

Fondsbrief noch zusammenfassen. Der Autor, der die zweite Podiumsrunde moderierte,

beurteilte in der Einleitung zu seiner späteren Podiumsdiskussion die Ergebnisse

der kundenorientierten Runde in Erinnerung an einen alten Chauvi-

Um-Frage

WL Bank Direktor Ludger Kortemeyer-Lanvers:

Handel von Emmissionsrechten

auch für Wohnungsunternehmen

www.wohnungswirtschaft -heute.de


Pennälerwitz, der - im heutigen gleichberechtigten

Zeitgeist formuliert - auf die Frage,

woran man erkenne, dass das andere

Geschlecht in der engen persönlichen Zusammenarbeit

Freude empfinde, zum Ergebnis

kommt: „Wen interessiert’s?“. Mit

der Aussage „80% der Anleger tun, was der

Berater empfiehlt“ brachte Christian Harreiner

Zündstoff in die Diskussion und fuhr fort

„Das wenigste, was den Berater interessiert,

ist das, was der Kunde will.“ Lassen wir Markus

die Chance, den ersten Eindruck von

der Diskussion in seiner Berichterstattung

nächste Woche wieder richtig zu stellen.

Was geht? Was geht nicht? Was wird

wieder am besten gehen?

Das sind die zentralen Fragen. Klar ist für

eFonds24-Chef Alexander Betz am ehesten,

was NICHT geht. Schiffe und USA. Ein

nachvollziehbarer Grund dafür könnte aus

„Der Immobilienbrief“-Sicht die Angst des

Anlegers, dass er neue, fondstechnisch

getunte Produkte bekommt, die noch in der

Boomphase gekauft wurden und den

geplanten Verlust schon beim Start mitbringen,

sein. Alternativ hat er Angst vor dem

gerade jetzt sinnvollen antizyklischen Einstieg.

Zumindest mit Blick auf USA, manche

europäische Märkte und vielleicht auch bei

Schiffen gibt es, nach Ansicht der Referenten,

gute Einstiegschancen. Was Anleger

und Vertrieb nicht verstehen, geht auch

nicht mehr. Einfache, verständliche Produkte

mit deutschen Immobilien zum Anfassen

und langen Mietverträgen laufen dagegen

gut - zumindest relativ.

So sieht denn auch Feri-Research Chef

Helmut Knepel die Zukunft der geschlossenen

Fonds in schneller Reaktion auf Marktveränderungen,

Transparenz, einfachen

Konstruktionen und natürlich ein Rating.

(Feri - was sonst?) Mit „Der Immobilienbrief“-Blick

auf aktuelle

Ergebnisse mancher Ratings

auch renommierter

Gesellschaften und nicht

nur marketingstarker Newcomer

mit dem Motto,

„was die Telekom miete

Helmut Knepel

(auch im sale and lease

back) brauche man sich

nicht anzuschauen, denn

die Telekom wisse, was sie tut“, macht da

eher unsicher. Manche Ratingleistung in der

Beurteilung „innovativer“ Konzepte für den

Bau neuer Stadtteile auf anderen Kontinenten

oder auch bei den noch gut geratenen

Zeitbomben der Konzernentsorgungsfonds-

Ära, die für 2013 bis 2018 zur Explosion anstehen,

macht uns skeptisch. Zwar freuen

wir uns natürlich über jeden qualifizierten

Gutachter, der sich im Vorfeld ein Kapitalanlageprodukt

anschaut, sehen aber anderer-

DEUTSCHE POST

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 3 von 25

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Personalien

Köln: Ralph Günther (49)

ist neuer Sprecher der GF der

Corpus Sireo Holding und

folgt damit auf Michael

Zimmer. Seit 2007 ist Günther

Mitglied der GF und

dort u. a. für die Projektentwicklung

zuständig.

Berlin: Dr. Georg Conzen,

seit Juli 2008 geschäftsführender

Gesellschafter der

CRE Resolution, hat sein

Amt niedergelegt, nachdem

der Geschäftsbereich Refurbishment/Projektentwicklung

neu strukturiert worden ist.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 4 von 25

seits unsere Kritik aus der anfänglichen Rating-Diskussion, als der Begriff eigentlich

noch heilig war, bestätigt, dass Rating-Noten für Kapitalanlageprodukte mit Einmalentscheidung

eher gefährlich und irreführend sind. Hinzu kommt, dass manche gut

honorierte Gutachter - menschlich verständlich und auch im Sinne des Auftragsverhältnisses

korrekt - den positiven Beurteilungsspielraum zum „Gut“achten ausnutzen.

Wie sehen die Fonds-Marktzahlen aus?

Helmut Knepel blickte im Grußwort kurz auf den Fondsmarkt. 2008 gab es mit 10,21

Milliarden Euro Eigenkapital-Platzierung bzw. minus 19,3% einen dramatischen Einbruch.

Immobilien waren auf dem niedrigsten Niveau seit 1993 angekommen. Positive

Erwartungen, mit konjunktureller Erholung im 2. Hj. werde auch der Fondsmarkt

anziehen, sind lt. Knepel bisher jedenfalls nicht aufgegangen. Im ersten Hj. 2009 investierten

Anleger insgesamt nur 2,15 Milliarden Euro in Geschlossene Fonds. Das

sind rund 60% weniger als in der ersten Jahreshälfte 2008! Und Backgroundgespräche

machen klar, dass der Markt bisher noch nicht wieder angezogen ist.

Kommt der GAU einer Initiatorenpleite noch?

Zwar haben eine Reihe von Fonds Probleme, die oft auf die Finanz- und Wirtschaftskrise

zurückgeführt werden können, aber bei der Realitätsnähe der Fondsberichterstattung

wird das pragmatisch und überlebensorientiert abgearbeitet. In diesem

Fahrwasser schwimmen auch Fonds, deren Probleme auch in die Kategorie

„hausgemacht“ einzuordnen wären, ruhig hinterher. Den Initiatoren wird aber

aktuell durchaus eine hohe Managementleistung abgefordert. Das drückt die Laune

ebenso sehr wie die nicht öffentlichkeitswirksame Erkenntnis, was im worst case

noch alles schiefgehen könnte.

Der GAU wären öffentlichkeitswirksame Publikumsfonds-Pleiten. Hier stimmten

die en passant Äußerungen von Fondsaltmeister Jürgen Salamon von Dr. Peters,

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Personalien

Frankfurt: Bernhard H.

Hansen (55), Geschäftsführer

der deutschen CA Immo-

Tochter Vivico, wurde mit

Wirkung zum 1. Oktober

2009 zum CTO der CA Immo

bestellt. Er ergänzt in

dieser Vorstandsfunktion die

Vorstände Dr. Bruno Ettenauer

(48), CEO, und Mag.

Wolfhard Fromwald (57),

CFO, und zeichnet für sämtlicheDevelopment-Aktivitäten

der Gruppe verantwortlich.

Hansen übt zudem

weiterhin die Funktion des

Vorsitzenden der Geschäftsführung

der Vivico aus.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 6 von 25

der auf 30 Jahre Erfahrung zurückblickt - der Autor ist leider erst vor 27 Jahren mit

der Bearbeitung notleidender Immobilienfonds ins Fonds-Geschäft eingestiegen -

bedenklich. Wir hatten Ihnen schon im Juni vorgerechnet, dass die Fondsaktiengesellschaften

mit 70 oder mehr Schiffs-Bestellungen bei der Ermittlung ihrer Zukunftschancen

nicht mehr auf den Taschenrechner, sondern auf Gottvertrauen und die gemeinsame

Interessenlage von Bank, Initiator, Werft, Charterer oder auch Politik zurückgreifen

sollten. Die Grundrechenarten sprechen eine eindeutige Sprache. Andererseits

berichteten wir aktuell durchaus mit Hochachtung von der Managementleistung

der Betroffenen. Es sieht tatsächlich so aus, als seien die Probleme in den Griff

zu bekommen. Vielen privaten Initiatoren dürfte es im Verborgenen ähnlich gehen.

Hier macht Salamon allerdings eine neue Baustelle in der Beurteilung der Managementleistung

auf. Lt. Salamon gibt es für einen Fondsinitiator keinen Grund, auch

nicht unter dem Aspekt einer sinnvollen Produktpipeline, die Notwendigkeit, mehr als

70 Schiffe mit Milliardenwerten voraus zu ordern.

Volkswirtschaften in den Spannungsfeldern zwischen Deflation und Inflation,

Aufschwung und blutleerer Erholung

Auf die Marktbeobachtungen - meist in den Spannungsfeldern zwischen Inflation

und Deflation bzw. zwischen möglichem rasantem Aufschwung der Schwellenländer

und ebenso möglicher blutleerer Entwicklung der Industrieländer kommen wir in

der kommenden Woche in unserer Expo Real Sonderausgabe zurück. Hermann

Wüstefeld, Head of Closed End Fund Production & Management bei DWS

Finanz-Service GmbH, Michael Kohl, Executive Director, Head of Fund Conception,

Commerz Real AG, Albert Behler, President & CEO, Paramount Group, Inc.,

New York, und Alexander P. Möll, Managing Director, Hines Europe, gaben hier

einen nachdenklichen Ausblick.

Allein der Blick auf die Inflationserwartungen macht die Recherche schon interessant.

Behler geht für die USA von einer rasanten Erholung der Immobilienmärkte in den

Metropolen der USA bei gleichzeitiger, unvermeidlicher rasanter Inflation, aus.

Hermann Wüstefeld sieht für Deutschland zwar auch geringe Inflationsgefahren, gibt

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EXPO REAL 2009

Stand C1.224


Unternehmens-News

Duisburg: Garbe Logistic

errichtet für die Spedition

Reiner Bohnen und Danone

Waters ein neues Logistikzentrum

auf dem logport-

Gelände. Ab 2010 werden

von dort aus die Wassermarken

„evian“ und „Volvic“ in

den Norden und die Mitte

Deutschlands vertrieben. Die

Fertigstellung ist noch für

das laufende Jahr geplant.

Lyon/Frankreich: Bilfinger

Berger übernimmt 80% der

Anteile am französischen

Industriedienstleister LTM.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 7 von 25

einer Deflation dagegen eine höhere, „mittlere“ Wahrscheinlichkeit und rechnet selber

bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit mit einer Konjunkturstabilisierung bei geringen

Wachstumsraten und kontrolliertem Anstieg der Inflationsraten ab 2010.

Chancen der Qualitätsverbesserung bei geschlossenen Fonds

Die zweite Podiumsrunde, die vom Autor mit jetzt 21-jähriger Platow-Zugehörigkeit

als Immobilienspezialist und früher als Mitglied des Platow Konjunkturteams mit

volkswirtschaftlichem Schwerpunkt geleitet wurde, verlief lebhaft. Aber dafür brauchen

wir noch etwas Zeit - bis nächste Woche im Expo Spezial. Die Nacht zum Redaktionsschluss

ist zu kurz.

Aber nach wie vor stehen wir zu unserem Statement: Es gibt kein transparenteres,

steuerehrlicheres und besser prospektiertes Kapitalanlageprodukt als den geschlossenen

(Immobilien) Fonds. Nur schafft es die Branche nicht, das herüberzubringen.

Dabei bleibt es anscheinend. Dennoch gibt es interessante Entwicklungen.

Beispiel: Vor einigen Jahren haben wir Ihnen einmal den Gedanken des Eigenkapitalfonds

vorgestellt und pro und contra herausgearbeitet. Bereits zu Anfang des Jahrtausends

und vor genau 200 Ausgaben, nämlich in unserer „No. 1“ haben wir Ihnen

die Chancen der Wohnimmobilie aufbereitet und die Dekade als „Dekade der Wohnimmobilien“

vorhergesehen. „9/11“ hat konjunkturellem Optimismus zwar einen Strich

durch die Rechnung gemacht, aber in Relation zum Absturz der Gewerbeimmobilien

hat sich die Prognose voll bestätigt. Nie gedacht hätten wir natürlich an den Portfoliowahn

internationaler Investoren, die zwar unsere Grundgedanken, aber leider nicht

das praktische Know How nacherfinden konnten und systematische Anfängerfehler

machten, die allerdings durch die Greenspan’schen Finanzrahmenbedingungen oft

ausgeglichen wurden. Jetzt reagiert auch die Fonds-Branche auf beide Prognosen.

Allerdings gehe ich davon aus, dass hier Spezialistenteams monatelang an einem

neuen Erfindungsprozess gearbeitet haben. Mehr dazu nächste Woche.

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Unternehmens-News

Hamburg/Kiel: HSH Nordbank

vollzieht als Ergebnis

von Untersuchungen in ihrer

New Yorker Niederlassung

Änderungen im dortigen Management.

Die Bank trennt

sich von einem der drei General

Manager der Niederlassung

sowie vom Leiter der

örtlichen Rechtsabteilung.

Mit sofortiger Wirkung wurde

Dr. Christof Domrös

(45) zum neuen General Manager

der New Yorker Niederlassung

bestellt.

linuscontent.com

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 8 von 25

Deutsche Hypo - Einzelhandel begünstigt Städte

André Eberhard, Chefredakteur „Der Immobilienbrief“

Der Strukturwandel im Einzelhandel wird sich zu Gunsten der Städte fortsetzen. Das

ist ein Ergebnis der am Montag veröffentlichten Studie „Einzelhandelsimmobilien –

Trends auf der Angebotsseite“ der Nord/LB-Tochter Deutsche Hypo, die sich mit

den generellen Entwicklungen auf der Angebotsseite bei deutschen Einzelhandelsimmobilien

befasst. Die Studie basiert auf exklusivem Zahlenmaterial von GfK GeoMarketing.

Einzelhandelsimmobilien spiegeln gleichermaßen volkswirtschaftliche, geldpolitische,

konjunkturelle, kulturelle, demografische und investitionsstrategische Entwicklungen

wider. Regelmäßig werden die Nachfragekomponenten untersucht. Unter

Aspekten von Investition und Finanzierung ist aber die Angebotsseite von herausragender

Bedeutung. Dieser Aspekt wird aber meist nur für spezifische Standortentscheidungen

in engem Umfeld untersucht. Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis,

dass trotz relativ schwacher Umsatzentwicklung gerade die Dynamik des Strukturwandels

auch zukünftig interessante Investitionsmöglichkeiten biete.

Kurzfristig werde die Entwicklung des Einzelhandels von den Folgen der Finanzund

Wirtschaftskrise geprägt. Der Umsatz werde sinken und auch zahlreiche Einzelhandelsprojekte

würden zurückgenommen. Mittelfristig rechnet das Immobilien Research

der Deutschen Hypo, dem Kompetenzzentrum für Gewerbeimmobilienfinanzierungen

im Nord/LB-Konzern eher mit einer sich wieder stabilisierenden Flächenproduktivität,

da Umsatz und Flächen annähernd parallel wachsen werden. Dabei

werde die Entwicklung in Ostdeutschland sich der Entwicklung im Westen anpassen.

Eine Stabilität – auf Deutsch: Stagnation – der Einzelhandelsumsätze bezogen auf

die Fläche (Flächenproduktivität) ist insofern von Bedeutung, da eine stagnierende

Einkommensentwicklung und ein wachsendes Flächenangebot seit 1992 eine Abnahme

der Flächenleistung in Westdeutschland von 1992 bis 2003 um ca. 17% brachte.

Seither stagnierte sie bis 2008. Jetzt geht es erst einmal wieder abwärts. Verände-

GRR

Heute hier, morgen auch.

Wir, die GRR AG, investieren in Basic-Retail-Objekte

– das heißt Märkte der Grundversorgung – an intensiv

geprüften Standorten. Weil wir an lang fristig halt -

baren Immobilien interessiert sind. Der Fokus auf

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Deals Deals Deals

Paris: Commerz Real erwirbt

für den Offenen Immobilienfonds

hausInvest europa

die Büroimmobilie “Le

Flavia“ in Ivry-sur-Seine mit

rd. 16 400 qm Mietfläche für

rd. 72 Mio. Euro von GE

Real Estate France über

Estate Consultant. Das Gebäude

ist an FNAC, Markführer

im Vertrieb von Unterhaltungsprodukten,vermietet.

Duisburg: Bürostuhlproduzent

Nowy Styl mietet eine

1 450 qm große Lagerhalle

mit Bürotrakt, Am Röhrenwerk

15, von Privat über

Brockhoff & Partner.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 9 von 25

rung der Konsumgewohnheiten, zunehmende Mobilität, Verschiebungen der Altersund

Einkommenspyramiden, Folgen der Wiedervereinigung, Internethandel und neue

Unternehmens- und Einzelhandelskonzepte führen anhaltend zu einer sich verstärkenden

Dynamik im Einzelhandel.

Wichtiger Grund für den Strukturwandel zu Gunsten der Städte sei die restriktive Genehmigungspraxis.

Die größeren Städte verfügen auf Grund der Zentralitätsaspekte

über höhere Flächenanteile und Umsätze pro Einwohner als ländliche Regionen. Der

ländliche Raum weist aber insgesamt den höheren Anteil an Umsatz und Ertrag auf.

Auf ihn entfielen gut 60% des Umsatzes und knapp 65% der Fläche. A- und B-Städte

haben 2008 einen Anteil von nur 20% am Umsatz und 16% an der gesamten Einzelhandelsfläche.

Als Flächenillusion erweist sich aber die Annahme, dass die Zunahme

der Fläche pro Einwohner parallel zur Größe der Städte verläuft. Denn Großstädte

haben geringere Verkaufsflächen pro Kopf.

Die sich immer stärker differenzierenden Konsumgewohnheiten zwingen den Einzelhandel

dazu, Konzepte und Betriebsformen anzupassen. Unabhängig davon wird der

Internethandel zunächst weiter stark zunehmen. Die wichtigsten demographiegetriebenen

Herausforderungen sehen die Researcher der Deutsche Hypo in dem sich

weiter verschärfenden Konzentrationsprozess und der Anforderung, seniorengerechte

Konzepte zu entwickeln. Gleichzeitig wird auch in der Diskussion um die Einzelhandelsstrategien

in den Innenstädten die tatsächlich zunehmende Bedeutung der

ländlichen Räume unterschätzt. Investitions- und Expansionsperspektiven gibt es vor

allem in den Mittelstädten.

Beim deutschen Einzelhandelsangebot kam es nach der Studie der Nord/LB-Tochter

auf Grund veränderter Konsumgewohnheiten und neuer Unternehmensstrategien zu

starken strukturellen Veränderungen beim Umsatz und bei der Flächenexpansion.

Zwar haben schwaches Umsatzwachstum und deutlicher Flächenzuwachs auf lange

Sicht grundsätzlich zu sinkender Flächenproduktivität geführt, aber dieser generelle

Trend ist eben nicht in allen Teilmärkten und allen Zeitperioden gültig. In den letzten

Jahren erreichte der Abstieg der Flächenleistung den Boden. Jetzt erwartet Deutsche

realis

Manche Zwillinge erkennt man sofort.

Bei anderen ist ein zweiter Blick nötig: Australien und Kanada liegen geografisch weit auseinander, von den Rahmenbedingungen

her sind sie allerdings fast „eineiig“: Beide verfügen über stabile Volkswirtschaften, die sich auch in den aktuellen Krisenzeiten

bewähren und langfristig positive Aussichten bieten. Basis hierfür sind eine geringe Staatsverschuldung, reichhaltige und breit

diversifizierte Rohstoffvorkommen sowie eine zukunftsträchtige demografische Struktur. Diese ausgezeichneten Voraussetzungen

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Diegem/Brüssel: Real I.S.

erwirbt für ihren institutionellen

Fonds BGV Bayerische

Grundvermögen III

SICAV FIS einen Büro-

Neubau für rund 35 Mio.

Euro von Segro über Cushman

& Wakefield und Savills.

Der Neubau verfügt

über 18 760 qm Mietfläche

und dient Ernst & Young

als Hauptniederlassung in

Belgien.

Leipzig: Görgens-Gruppe

mietet rd. 9 950 qm Fläche

im Petershof, Petersstr. 20,

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Comfort.

Köln: Rheinische Fachhochschule

Köln erweitert

bestehenden Mietvertrag auf

insgesamt 4 000 qm Bürofläche

in der Schaevenstr. 1 a/b

aus dem Bestand eines Offenen

Immobilien-Spezialfonds

der Deka Immobilien.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 10 von 25

Hypo Immobilienresearch-Leiter Dr. Günter Vornholz zwar konjunkturell bedingt sinkende

Einzelhandelsumsätze und damit wieder sinkende Flächenproduktivität; längerfristig

sei wieder mit einer Stagnation zu rechnen. Wesentliche Unterschiede zeigen

sich bei der Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. Nach dem Aufholprozess

in Ostdeutschland in den 90er Jahren hat bei nach wie vor geringerer Kaufkraft die

Verkaufsfläche pro Kopf heute den Bundesschnitt deutlich überholt.

Eine Trendwende im Zeitablauf hat sich in der Bedeutung der Städte für den Einzelhandel

vollzogen. In den 90er Jahren nahm dieser aufgrund der Bauten auf der Grünen

Wiese ab (Ausnahme: Flächenanteil in ostdeutschen Städten), in dieser Dekade

jedoch zog es den Einzelhandel wieder vermehrt zurück in die Stadt. Dennoch haben

die kleinen Städte und der ländliche Raum den größten Anteil am Umsatz bzw. an

der Fläche, während die Städte sowohl die höhere Verkaufsfläche pro Kopf als auch

die höhere Flächenproduktivität aufweisen.

Naturgemäß ist nach den Verwerfungen der Nachwendeperiode die Flächenleistung

in westdeutschen Städten heute deutlich höher als in ostdeutschen Städten. Sehr

unterschiedliche Entwicklungen gibt es zwischen den verschiedenen Städte-clustern.

Der Umsatz wuchs in den größeren Städten in den letzten 5 Jahren stärker, während

in den 10 Jahren zuvor dies in den mittleren und kleineren Städten der Fall war. Bei

der Flächenexpansion dagegen wuchsen die mittleren Städten immer stärker. Die

differenzierte Expansionsstrategie der Einzelhandelsunternehmen hat zu größten

Unterschieden bei der Flächenproduktivität geführt.

Der Einzelhandel hat jetzt die Innenstädte wieder entdeckt. Differenziert nach einzelnen

Größenklassen ist die Bedeutung der Innenstädte umso höher, je kleiner eine

Stadt ist. Allerdings ist die Entwicklung nicht einheitlich. Das zeigt auch schon der

Vergleich der 8 Großstädte in der Studie. Umsätze und Flächen haben sich ebenso

unterschiedlich entwickelt wie die einzelhandelsrelevanten Kennziffern. Entsprechend

sind auch die Mieten auf verschiedenen Niveaus und ungleich angestiegen.

Während der Strukturwandel im Einzelhandel in den früheren Dekaden oft rasant und

einschneidend verlief, ist heute die bestehende Einzelhandelslandschaft bemerkenswert

stabil gegen die erwarteten Veränderungen des Einkaufsverhaltens durch das

Internet und passt sich eher kontinuierlich an. Für die Zukunft erwarten die Researcher

der Deutschen Hypo, dass die größten Wachstumspotenziale bei den mittleren

Städten liegen werden. Sie werden zu den Gewinnern des Strukturwandels gehören,

da gerade hier internationale Einzelhändler und Filialisten sowie Shopping Center

noch Marktpotenziale sehen. Für die Zukunft ist ebenso davon auszugehen, dass

gerade ältere Menschen im Zuge der Reurbanisierung vermehrt in die Städte zurückkehren

werden. Damit haben auf die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe abgestimmte

Einzelhandelskonzepte gute Erfolgsaussichten an innerstädtischen Standorten.

Dies wird bereits durch das Zahlenwerk gestützt, das im Westen seit Beginn der

Dekade und im Osten seit 2005 mit überproportionalem Wachstum in den Innenstädten

eine „Renaissance der Städte“ erkennbar macht.

1stred

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Lissabon: Portugal Telecom

mietet Büroimmobilie

im Central Business District

mit 11 650 qm Mietfläche

aus dem Offenen Immobilienfonds

Degi Intern..

Frankfurt: Commerzbank

mietet 15 000 qm Bürofläche

im Pollux-Gebäude von

OVG Investment Management

im Auftrag der IVG

Institutional Funds über

BNP Paribas Real Estate.

Duisburg: Havi Global Solutions

Europa mietet weitere

rd. 750 qm Bürofläche im

Looper, Schifferstr. 166 über

Cubion. Der Büroneubau

wurde von Projektentwickler

Kölbl Kruse realisiert.

Winterhude: BulwienGesa

mietet rd. 500 qm Bürofläche

im Moorfurthweg 13 von

Hannover Leasing über

Angermann. Der Einzug

wird 2010 erfolgen.

München: Konsortium aus

den Münchener Bauträgergesellschaften

Infraplan,

Klaus Wohnbau und GBW

erwerben eine umfangreiche

Projektentwicklung für ein 8

ha großes Grundstück von

der Deutschen Telekom

über Corpus Sireo. Dort ist

der Bau von rund 53 000 qm

Wohn- u. 30 000 qm Gewerbefläche

vorgesehen. Das

Maklerhaus Immocon und

die Kanzlei Nörr-

Stiefenhofer-Lutz unterstützten

Corpus Sireo bei der

Transaktion.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 11 von 25

Andreas Pohl, Vorstand der Deutschen Hypo, fasst zusammen: „Die Studie bestätigt

uns in unserer bestehenden Einschätzung und in unserer Kreditpolitik. Anders als

hohe Mieten, internationale Filialistennachfrage und auch Investorenverhalten suggerieren,

nimmt aus Volkswirtschafts- und auch aus Finanzierungs-Sicht die Bedeutung

der Innenstädte bei weitem nicht so stark zu, wie anhand der Veröffentlichungen zu

erwarten wäre. Die erheblich stattfindenden strukturellen Veränderungen führen zu

vielen Projekten, so dass sich hieraus attraktive Finanzierungsmöglichkeiten für uns

ergeben. Einzelhandelsimmobilien werden somit auch weiterhin wichtiger Bestandteil

unseres Portfolios bleiben.“ (Infos: Die Studie steht unter www.deutsche-hypo.de

zum Download bereit. Für Fragen steht der Leiter des Immobilien Research Dr. Günter

Vornholz unter 0511 / 3045-640 zur Verfügung.)

OSCAR - Steigende Nebenkosten in Deutschlands Büros

Im Jahresvergleich sind die Nebenkosten in Deutschlands Büros leicht gestiegen.

Nach der neuesten OSCAR*-Untersuchung von Jones Lang LaSalle erhöhte sich

der Durchschnittswert über alle Gebäude hinweg im Vergleich zum Vorjahr um 3%

und liegt bei 3,13 Euro/qm/Monat. Bei den klimatisierten Gebäuden ist der Gesamtdurchschnitt

um 5% angestiegen, bei unklimatisierten Objekten um knapp 2%.

Die Kosten bei unklimatisierten Gebäuden sind in den Bereichen Wartung,

Strom, Heizung und Wasser / Kanal angestiegen, gleichzeitig waren sie in den Bereichen

Versicherung, Reinigung, Bewachung und Hausmeister rückläufig. Verwaltung

(+16%), Heizung (+12%) und Wartung (+11%) legten besonders zu. Bei klimatisierten

Gebäuden gab es in neun von elf Kategorien Mehrkosten gegenüber dem Vor-

jahr. Deutlich gestiegen sind

die Kosten in den Bereichen

Wartung und Verwaltung mit

14% bzw. 16%.

Bei Bewachung und sonstigen

Kosten wurde bei beiden Kategorien

ein Rückgang gegenüber

dem Vorjahr beobachtet.

Trotz des Rückgangs lagen

die Kosten für Bewachung

immer noch deutlich über dem

Nebenkosten in Euro/qm/Monat

klimatisiert unklimatisiert

2007 2008 2009 2007 2008 2009

Berlin 2,98 3,06 3,19 3,06 3,01 2,90

Düsseldorf 3,25 3,13 3,20 2,84 2,91 2,93

Frankfurt 3,31 3,34 3,40 3,06 3,09 3,02

Hamburg 3,28 3,06 3,24 2,67 2,89 2,92

München 3,32 3,23 3,36 2,84 3,03 3,04

5-Jahresdurchschnitt. Ebenso über dem 5-Jahresdurchschnitt bilanzierten die Kosten

bei Wartung, Strom, Heizung und Hausmeister. Trotz einem leichten Rückgang ggü.

dem 5-Jahresschnitt bleiben die öffentlichen Abgaben höchster Kostenfaktor.

Gemittelt über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude hinweg fallen in München

mit 3,25 Euro/qm/Monat die höchsten Durchschnittskosten an, gefolgt von Frankfurt

mit 3,20 Euro/qm/Monat. Berlin hat mit 3,01 Euro/qm/Monat die niedrigsten Durchschnittskosten.

Das Mittelfeld bilden Düsseldorf und Hamburg (3,05 Euro/qm/Monat).

In Frankfurt sind die durchschnittlichen Bürokosten insgesamt - aufgrund der

hohen Durchschnittsmiete - mit 20,93 Euro/qm/Monat am höchsten. Die niedrigsten

Bürokosten weist wie im Vorjahr Berlin mit 15,75 Euro/qm/Monat auf. Im Vorjahr

lag dieser Abstand zwischen dem ersten und dem letzten bei den Gesamtkosten

allerdings noch bei ca. 40%, auch ein Ausdruck der im Jahresvergleich gestiegenen

gewichteten Durchschnittsmiete in Berlin und der bereits gesunkenen gewichteten

Durchschnittsmiete in Frankfurt. Mit dem Anstieg der Durchschnittsmiete einher

geht auch der Rückgang der relativen Bedeutung der Nebenkosten an den gesamten

Bürokosten in Berlin von fast 22% im OSCAR 2008 auf 19% im OSCAR 2009.

Ebenfalls über 19% liegt der relative Anteil der Nebenkosten in Düsseldorf – hier

allerdings nach knapp 18% im Vorjahr mit leicht steigender Tendenz. Der niedrigste

relative Anteil der Nebenkosten wird nach wie vor in Frankfurt mit gut 15% registriert

– auch hier angesichts der gesunkenen Durchschnittsmieten ebenfalls mit leicht

steigender Tendenz. (MGö)


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Marl-Frentrop: Internationaler

Energiekonzern mietet

für 5 Jahre rd. 7 800 qm Hallen-

u. Bürofläche im Industrie-

u. Technologiepark. Der

Mieter wurde von Realogis

vertreten, für den Vermieter

war Jones Lang LaSalle

vermittelnd und beratend

tätig. CRE Resolution ist als

Asset Manager vom Eigentümer

beauftragt, die knapp

31 000 qm des Logistikzentrums

für eine kleinteilige

Vermietung vorzubereiten

und neu zu vermieten. Der

aktuelle Vermietungsstand

beträgt zurzeit rund 44%.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 13 von 25

Geringer Ertragsaufwand durch jungen Objektbestand

Christina Winckler, Korrespondentin „Der Immobilienbrief“, Frankfurt

Die Mietvertragslaufzeiten der Offenen Immobilienfonds seien sehr gleichmäßig verteilt,

lässt der BVI wissen. Bis Ende 2013 stehen jährlich etwa 10% der Mietverträge

zur Neuverhandlung an. Über etwa 50% werden erst nach 2014 neu verhandelt. Im

laufenden Jahr sind es 4,9%.

Durch die Finanzkrise bedingte Mietausfälle seien so gut wie nicht zu beobachten.

Eine positive Auswirkung auf die Rendite der Fonds habe auch deren junger Objektbestand,

da der Erhaltungsaufwand bei neuen Objekten entsprechend niedriger ausfällt.

Laut BVI liegt der Anteil der bis fünf Jahre alten Immobilien in den Portfolien aktuell

bei 32,7%. Der Anteil der fünf bis zehn Jahre alten Gebäude beträgt 29,7%.

In den vergangenen 12 Monaten erwarben die Fonds 129 Immobilien mit einem Volumen

von 8,2 Mrd. Euro. Verkauft wurden 48 Objekte mit einem Wert von 1,1 Mrd. Euro.

Bei den Käufen lag der Schwerpunkt mit 6,7 Mtr. Euro im Ausland. Bei allen Fond

wurde der Deutschland-Anteil auf 29,5% zurückgefahren.

Kommunikationskongress 2009: Pressearbeit zwischen Twittern,

Sparzwang und (vergessenem) Handwerk

Bernhard S. Maier, PR / Text / Medien

Erinnern Sie sich, was Sie vor einem Jahr mit dem Begriff Twittern verbunden haben?

Wahrscheinlich nichts. Heute ist Twittern der neue Hype der Kommunikationsbranche.

Entsprechend nahm es in den Panels und Workshops des Kommunikationskongresses

2009, zu dem sich an die 1 400 Presseverantwortliche von Unternehmen und

Institutionen am 10. und 11.11. in Berlin versammelt hatten, breiten Raum ein.

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Zentrum Hamburg über

Engel & Völkers.

Dortmund: Internationaler

Textilfilialist mietet ca. 3 000

qm Einzelhandelsfläche und

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Paribas Real Estate.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 14 von 25

Der Kongress beschäftigte sich aber nicht nur mit Innovationen. Einmal mehr

wurde deutlich, dass die Werte guter Unternehmenskommunikation nach wie

vor gelten: Transparenz, Offenheit, Dialogstärke und Inhalte. Dies gilt insbesondere

in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation, die das Vertrauen in die Institutionen

geschwächt hat und deshalb erhöhten Erklärungsbedarf mit sich bringt.

Basisvoraussetzung ist aber die Beherrschung des Handwerks. Ein Panel beschäftigte

sich mit den „schönsten“ Fehlern de Presseabteilungen. Ganz vorne

steht der Versand einer Pressemeldung als angehängtes WORD-Dokument im Korrekturmodus.

Allerdings werden Anhänge aber so gut wie nicht geöffnet. Dann

kommt die fehlende Rückfragemöglichkeit nach dem Versand einer Meldung und

schließlich der Versand einer Meldung mit einem für alle offenen Presseverteiler

in der Adresszeile. Ebenso beliebt – und bei der Gegenseite gefürchtet – inhaltsleere

Zitate, veraltete Presseverteiler, Mail-Betreffzeilen mit dem Text

„Pressemeldung“ (hat sofortige Löschung zur Folge), geschützte Pressebereiche im

Internetauftritt oder die Rückfrage, ob eine Meldung beim Redakteur angekommen

sei. Übrigens, sollte Ihr Unternehmen immer noch Pressemeldungen als Fax versenden:

Faxe sind für Redaktionen mittlerweile ein absolutes No Go – Wahrnehmungswert

gleich Null.

Der Kongress bündelte als Branchenforum inzwischen zum 6. Mal die aktuellen Entwicklungen.

Neben prominenten Key-Note-Speakern wie Dieter Zetsche, Roland

Koch oder Hans-Jürgen Papier sind vor allem die Expertenvorträge gefragt, die

neue Trends vorstellen. 2009 konnte auch in diesem Kreis die Wirtschaftskrise nicht

außer Acht gelassen werden. Die Pressesprecher stellen einen gesteigerten Kommunikationsbedarf

fest bei gleichzeitig etwas geringeren Ressourcen. Die Krise wirkt

sich auf der Seite der Medien aber stärker aus, wegen zurückgehender Werbeeinnahmen

unterliegen sie strikten Sparvorgaben. Die Zusammenlegung von Redaktionen,

Streichung von Redakteursstellen und die Bedienung von Online- und Printmedien

aus einer Hand stellen einen echten Umbruch dar.

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Hamburg: Union Investment

erwirbt das Einkaufszentrum

Mercado für 164

Mio. Euro von einer Joint-

Venture-Gesellschaft von

Pirelli & C. Real Estate

SpA und Morgan Stanley

Real Estate Investing über

Freshfields BD.

Frankfurt: Equinix Holding

BV erwirbt eine Technologie-Immobilie

mit

310 000 qm Gesamtfläche in

der Lärchenstr. 110 für 28

Mio. USD von GI Partners.

Damit wurde das letzte Objekt

des Fund I, der in insgesamt

25 Technologie-

Immobilien investiert war,

verkauft.

Willich: Candella Metallverarbeitung

mietet ein Hallengebäude

mit ca. 1 347 qm

Hallen- u. Bürofläche im

Gewerbegebiet Münchheide,

Daimlerstr. 17 von Wafios

Umformtechnik über JLL.

Hamburg: Tommy Hilfiger

mietet rd. 1 000 qm Fläche

im Altonaer Kaispeicher,

Große Elbstr. 277-279, von

Aug. Prien Halle D über

Colliers Grossmann & Berger.

Der Speicher mit einer

Fläche von ca. 10 000 qm ist

somit zu über 95% vermietet.

Düsseldorf: Ein Privatinvestor

vom Niederrhein erwirbt

Immobilie an der Königsallee

12 von AXA Investment

Managers über Comfort.

Die Immobilie stammt aus

dem AXA Immoselect.

Hauptmieter der Gesamtmietfläche

von 1 000 qm ist

das Einzelhandelsunternehmen

Tods.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 16 von 25

Zusätzlich hat sich Redaktionsarbeit gerade durch die Einbindung der Onlinemedien

extrem beschleunigt. Frank Syré, stv. Chefredakteur von Bild.de erläuterte dies am

Beispiel der Rücktrittsmeldung von Dieter Althaus: Nach Bekannt werden der Meldung

wurden von der Redaktion innerhalb einer Stunde an die 50 Meldungen / Relaunches,

ein Video sowie Aktualisierungen des Archivmaterials produziert. Kleiner

Tipp: Machen Sie den Test mit NewsGoogle und prüfen Sie, wie viele Meldungen Sie

zu einem aktuellen Thema innerhalb einer Stunde finden können.

Redaktionen arbeiten mittlerweile nach dem Prinzip 24/7, d.h. 24 Stunden an 7 Tagen

Arbeit, weil die Onlinemedien rund um die Uhr gefüttert werden sollen. Das Ideal

ist die mediale Doppelung der Ereignisse der Welt in Echtzeit. Für Pressearbeit und

insbesondere Krisenkommunikation heißt dies auch 24/7. Da man aber nie weiß,

wann eine Krise ausbricht sollten Presseabteilungen rund um die Uhr erreichbar sein,

inklusive eines jederzeit einsetzbaren Krisenkommunikationsplans.

Die neuen Strukturen haben Konsequenzen: Die anwesenden Journalisten klagen

über erheblichen Zeitdruck, so dass für Außenkontakte - z.B. zu PR-Leuten - wesentlich

weniger Zeit zur Verfügung steht. Die Ansprüche an die Professionalität der Pressearbeit

steigen so, da jeder Fehler als Arbeitsbehinderung verstanden wird. Umgekehrt

muss Pressearbeit – im Eigentlichen aber Medienarbeit - neben einer klaren

Storyformulierung sich besonders auf die digitalen Medien konzentrieren. Diese bieten

die Chance aus eigener Kraft Aufmerksamkeit zu generieren, der neuen Währung

im PR-Geschäft. Standen früher Inhalte im Vordergrund so ist jetzt die Marke, das

Unternehmen etc. digital sichtbar zu machen. Inhalte, die in den Offline-Medien verbreitet

werden, dienen dann sozusagen nur als infrastrukturelle Grundierung, wie

Prof. Rolke von der FH Mainz ausführte.

Medienarbeit heißt also vor allem auch, die Kanäle auszufiltern, die die Persönlichkeit

eines Unternehmens zur Geltung kommen lassen, so dass Meldungen und Stories

auch die Gatekeeper in den Redaktionen erreichen. Dies fällt großen Unternehmen

leichter, bei kleineren ist es aber genauso wichtig, setzt aber eine bessere Vorbereitung

(oder kompetente Beratung) bei der Auswahl der regionalen oder fachspezifischen

Medien voraus.

Leichter gelingt dies, wenn man über die Online-Kommunikation im direkten Kontakt

mit den Usern geschieht. Interaktivität kommt hier ins Spiel, Twittern – also maximal

140 Zeichen lange SMS-Meldungen, die sofort online gehen – führt zu dynamischen

Websites, die den Dialog mit den Usern laufend wiedergeben. (Der Autor Bernhard

Maier ist erfahrener Lektor eines renommierten Verlages gewesen und verfügt über

zuletzt 10 Jahre Erfahrung als Pressesprecher einer Immobilienaktiengesellschaft.)

Neues Emissionshaus ohne Gesicht?

Diese Woche war in vielen Medien zu lesen, dass Torsten Deutsch und Manfred

Kemper ein neues Emissionshaus gegründet haben. Die Hannover Grund Vermögensanlagen

GmbH habe Ihre Tore in der niedersächsischen Landeshauptstadt geöffnet.

Nach Stationen bei IVG und Lloyd Fonds war Torsten Deutsch zuletzt bei der

der Deutschen Bank in London verantwortlich für die geschlossenen Fonds. Bei

Hannover Grund ist Deutsch für die kaufmännische Leitung und die Fondskonzeption

verantwortlich. Manfred Kemper ist seit mehr als 15 Jahren in leitenden Positionen

von Fonds- und Immobilienunternehmen tätig. Der promovierte Volkswirt verantwortet

bei der Hannover Grund die Vertriebsaktivitäten.

Das Unternehmen will sich auf die Emission von Wohnimmobilien spezialisieren und

wird in Kürze den Wohnportfolio 01 auf den Markt bringen. Das Asset Management

übernimmt die ZBI-Gruppe. Der Fonds soll 45 Mio. Euro (davon 24,5 Mio. Euro EK)

groß werden und erwirbt Wohnungen in Ballungsräumen wie Berlin, Düsseldorf,

Frankfurt/M oder Hamburg. Der Fonds soll 5,2% p.a. ausschütten. Gern hätten wir

Ihnen etwas mehr geboten als den allgemeinen Pressetenor. Problem: Eine Firmenhomepage

war nicht zu finden. Auch bei der ZBI-Gruppe war nichts zu erfahren. Wir

waren anscheinend auch nicht die ersten, die es bei der ZBI-Gruppe versucht haben.

Herr Wünsch war leider vor Redaktionsschluss nicht mehr zu erreichen. Das Örtliche

und auch die Gelben Seiten kennen die Hannover Grund (noch) nicht. Sehr geehrter

Herr Deutsch, sehr geehrter Herr Kemper, falls Sie das lesen, dann melden Sie sich

doch einfach mal. Vielen Dank! (André Eberhard 0524-901 250)


Deals Deals Deals

Düsseldorf: Business Center

Seestern verlängert langfristig

1 100 qm Bürofläche

am Bürostandort „Seestern“

aus dem Offenen Immobilienpublikumsfonds

Deka-

ImmobilienEuropa von

Deka Immobilien.

Frankfurt: Synovate mietet

gut 870 qm Bürofläche am

Carl von Noorden Platz 5

von Credit Suisse Asset

Management über BNP

Paribas Real Estate. Damit

ist das 6 500 qm Bürofläche

umfassende Objekt voll vermietet.

Hauptmieter ist die

Fujitsu Services.

3

fairvesta überzeugt:

EXPO REAL auf dem Rückweg

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 17 von 25

Die Entscheidungen für einen kostspieligen Messeauftritt fallen langfristig. So konnte

sich die Expo Real letztes Jahr noch annähernd ungerührt zeigen. Dieses Jahr waren

Einbrüche zu erwarten, allerdings dominierten noch die vollen Kassen der Boomjahre

und der Durchhaltewille. Im Anschluss an die diesjährige Expo Real vom 5. bis 7. Oktober

in München, wenn die Buchungen für das kommende Jahr kommen sollten, ist

erst das echte Stimmungsbild zu erwarten.

Die Expo Real 2009 rechnet nach Anmeldestand Mitte vorletzter Woche mit rund

1 600 Ausstellern (-14%) aus 34 Ländern. Das ist sicherlich nicht nur aus Sicht von

Messe GF Eugen Egetenmeir gemessen am Existenzkampf von Fondsgesellschaften

und Immobilienunternehmen ein erfreuliches Ergebnis. Der Großteil der langjährigen

Aussteller sei treu geblieben. Die Ausstellung belegt mit 6 Hallen insgesamt

64 000 qm. Das ist eine Halle weniger als letztes Jahr. Vorteil der Expo Real sei der

robuste deutsche Immobilienmarkt. Die deutsche Beteiligung sei nach wie vor stabil.

Der Anteil internationaler Aussteller sei mit 20% (Vj. 26%) rückläufig. Die Messe im

letzten Jahr 2008 besuchten 42 000 Teilnehmer aus 78 Ländern. Hier stehen dieses

Jahr deutliche Fragezeichen; denn die Teilnehmerzahl reagiert schneller als die Ausstellerzahl.

Mitarbeiterausflüge von Immobilienunternehmen könnten beschränkt werden.

Der Messe würde das nicht schaden, wie das Beispiel der diesjährigen MIPIM

zeigte, bei der „kleiner“ auch „besser“ bedeutete.

Gemeinschaftsstände von Städten, Regionen oder Ländern haben dieses Jahr auf der

Messe Konjunktur. Ob es die Besucher begeistert, irgendwo in überfüllten Messeständen

einen Gesprächspartner unter einem Standplakat oder neben einem Tischchen

mit Fähnchen bei gleichzeitigem dauernden Schultergeklopfe flanierender Messebesucher

aufzutreiben, ist fraglich. Da ist eher die Kostenschraube Auslöser. Der größte

internationale Gemeinschaftsstand wird die Holland Property Plaza sein. Außerdem

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konnte fairvesta 2008 bereits zum 7. Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielen.

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Stockelsdorf: Nordic Hotel

pachtet „Lübecker Hof“ von

der insolventen Hotel-Kette

Golden Tulip über Engel &

Völkers. Eigentümer ist die

Unternehmensgruppe Bartels-Fraatz

aus Hamburg.

Frankfurt: Health Care

Managers mietet für ein

medizinisches Versorgungszentrum

der Marke „ATRIO-

MED“ rd. 1 900 qm Praxisfläche

in der Mainzer

Landstr. 65 aus dem Publikumsfonds

WestInvest 1

von Deka Immobilien über

BNP Paribas Real Estate.

Magdeburg: Plasma Service

Europe mietet rd. 830 qm

Dienstleistungsfläche über

Aengevelt. Davon entfallen

rd. 605 qm auf das Büro-/

Geschäftshaus Alter Markt

12 von der Stadtsparkasse

Magdeburg und rd. 225 qm

auf die Markthalle, Alter

Markt 13/14 von Privatinvestor

Winfried Brager. Die

Flächen der aneinandergrenzenden

Gebäude sind zu einer

gemeinsamen Praxisfläche

verbunden. Mietbeginn

ist im November 2009.

Berlin: Lego mietet für die

Eröffnung eines Flagship-

Stores ca. 660 qm Fläche in

der Tauentzienstr. 20 von

einer privaten Erbengemeinschaft

über storescouts.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 18 von 25

werden mit gemeinschaftlichen Pavillons die Länder Frankreich, Luxemburg, Österreich,

Slowenien, die Schweiz sowie aus dem Ausland die Städte/Regionen Budapest,

Wien, Mailand, St. Petersburg und Moskau vertreten sein. Das umfangreiche

Konferenzprogramm mit 500 Referenten bietet einen fundierten Überblick über aktuelle

Trends und Innovationen des Immobilienmarktes. (WR)

Catella legt offenen Gesundheits-Fonds auf

Werner Rohmert, Herausgeber „der Immobilienbrief“,

Immobilienspezialist „Der Platow Brief“

Catella Real Estate AG Kapitalanlagegesellschaft startete mit einer Pressekonferenz

als Fondsmanager mit dem ersten Offenen Immobilienfonds, der sich als Publikumsfonds

für eine breite Zielgruppe auf Gesundheitsimmobilien spezialisiert. Der

Fonds investiert zu 90% in Westeuropa in ein diversifiziertes Portfolio von Kliniken,

Ärztehäusern, Seniorenpflege und -wohnen, Wellness sowie in Büro und Logistik für

den Gesundheitssektor. Investitionsschwerpunkt ist Deutschland.

Focus HealthCare ist der erste offene Immobilien Publikumsfonds nach deutschem

Investmentgesetz, mit einer Mindestbeteiligung von nur 20 000 Euro, der sich auf

Gesundheitsimmobilien spezialisiert und beschränkt. Für Vorstandschef Dr. Andreas

Kneip (Foto) ist der Fonds zur Beimischung eines Immobilienportfolios geeignet.

Catella: Die 2007 gegründete Catella Real Estate AG KAG

hat als Fondsmanager mehrere Offene Immobilienfonds

bzw. Spezialfonds für institutionelle Anleger aufgelegt. Gegen

den Trend internationaler Beratungsunternehmen, die

sich eher auf dem Rückzug befinden, ist die Catella Property

Group weiterhin expansiv. Das Investmentgeschäft gewinnt

gegenüber dem Transaktionsgeschäft an Bedeutung.

Die 1987 gegründete, indirekt mit dem Vermögen des IKEA-

Gründers Ingver Kamprad verbundene Catella Gruppe

zählt mit 410 Mitarbeitern sind in 30 Büros in 15 Ländern zu

den führenden bankenunabhängigen Immobilien-Beratern in Europa. Muttergesellschaft

ist die Catella AB, Stockholm, die sich u.a. im Besitz der Inter IKEA befindet.

Fonds-Fakten: Der Focus HealthCare investiert in Objekte der Risikoklasse Core bis

Core+. Das Zielvolumen beträgt 1 Mrd. Euro bis Ende 2014. Der Kaufpreis der Objekte

liegt zwischen 5 und 30 Mio. Euro. Sie sind damit kleiner und fungibler als klassische

Investments offener Immobilienfonds. Know how, qualifizierte Beratung, hochkarätig

besetzter Investmentausschuss und vor allem fehlender Investitionsdruck, der

ruhiges Cherry-Picking ermöglicht, sind lt. Kneip die Wettbewerbsvorteile.

Die Zielrendite liegt bei 5-6% p. a. nach BVI Methode. Zielgruppe des direkt über

Banken bzw. Finanzdienstleister vertriebenen Fonds sind Privatanleger und institutionelle

Investoren. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,6%. Es wird eine Ankaufsgebühr

bzw. Fertigstellungsgebühr von 1,25% bezogen auf den Verkehrswert

der jeweiligen Immobilie erhoben. Drei Startinvestments von zusammen über ca. 50

Mio. Euro sind ausverhandelt. In den Fondsbedingungen sind mit den Anlegern unbeschränkte

mögliche Anteilscheinrücknahmen von bis zu 50 000 Euro pro Anleger pro

Tag vereinbart. In den ersten 5 Monaten werden für Überschreitungen des Tageslimits

3% Rücknahmeabschlag fällig. Der erfahrene Fondsmanager Kneip, früher Siemens

und UBS, hat nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres als erster

Fondsmanager für seine Offenen Fonds Rücknahmevereinbarungen eingeführt.

„Der Focus HealthCare als Europäischer Gesundheitsimmobilienfonds profitiert vom

Megatrend ‚Gesundheit und Lifestyle’ und baut gleichzeitig auf die Solidität von Immobilien.

Focus HealthCare ist der erste offene, länderübergreifende Immobilienfonds

mit dem Privatanleger am Wachstumsmarkt Gesundheit partizipieren können.“

schließt Andreas Kneip ab.


Deals Deals Deals

Köln: DWF Deutscher

Wohnfonds 01 erwirbt ein

Wohn- und Geschäftshaus

mit einer Gesamtnutzfläche

von 1 328 qm in der Altstadt-

Süd über Engel & Völkers.

Düsseldorf: Energiebau

Solarstromsysteme mietet

4 240 qm Logistikfläche in

Ossendorf von einem institutionellen

Anleger über Realogis

Immobilien.

Dortmund: B & L Gruppe

erwirbt eine Immobilie im

Westenhellweg 91-93 von

einer dänischen Investorengruppe

über CityJung. Das

Haus wird abgerissen und auf

dem rund 1 200 qm großen

Areal ein Neubau mit 3 400

qm Handelsfläche errichtet.

Göttingen: Benetton mietet

rd. 400 qm Fläche in der

Weender Str. 57 über stores

and concepts.

Rüsselsheim/Unna: Züblin

Immobilien veräußert zwei

weitere Objekte für zusammen

2,9 Mio. Euro. Es handelt

sich um ein Bürogebäude

in der Rüsselsheimer Eisenstraße

mit rd. 10 100 qm

Bürofläche und um eine Einzelhandelsimmobilie

in der

Massener Straße 61 in Unna

mit 1 100 qm Verkaufsfläche.

Beide Objekte wurden

leicht unter ihrem Marktwert

veräußert.

Augsburg: Systemgastronom

Sausalitos mietet für

die Eröffnung eines Restaurants

ca. 600 qm Gesamtfläche

in der Maximilianstr. 37

über Kemper’s JLL.

Flaute bei Shoppingcentern

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 19 von 25

Die Zahl der Shoppingcenter-Neueröffnungen ist europaweit zurückgegangen und

wird bis 2011 weiter sinken. Im laufenden Jahr werden nur noch 8,7 Mio. qm Shoppingcenter-Flächen

(-5%) fertig gestellt. Im nächsten Jahr kommen nur noch 7 Mio.

qm und Center-Neubauten und -Erweiterungen dazu. Bis 2011 stürzt der Wert auf 5

Mio. qm ab. Das hat Cushman & Wakefield

für den neuen „European Shopping

Centre Development Report“ recherchiert.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden in

Europa 3,1 Mio. qm Flächen in 145 neuen

Shoppingcentern eröffnet, 18% weniger als

im Vorjahresvergleich. Die meisten neuen

Flächen kamen in Russland auf den Markt,

wo ca. 580 000 qm eröffnet wurden, 45%

davon in Moskau. In Westeuropa lag Italien

mit 18 neuen Centern und über 370 000

qm an der Spitze, in Deutschland (149 000

qm) und den Niederlanden (114 000 qm)

wurde ebenfalls relativ starke Aktivität im

Baufertigstellungssegment registriert. Mit einem prognostizierten Fertigstellungsvolumen

von 2 Mio. qm bzw. 1,8 Mio. qm führen die Türkei und Russland auch im nächsten

Jahr das Feld im Bereich der neuen Centerflächen an. In Westeuropa wird 2010

das größte Neubauvolumen in Frankreich auf den Markt kommen. Der Schwerpunkt

der Entwickler liegt dabei auf mittelgroßen Centern in B-Standorten.

Shoppingcenter-Investments sind europaweit in den ersten sechs Monaten dieses

Jahres um 54% eingebrochen und beliefen sich insgesamt auf 8,3 Mrd. Euro. Während

in Osteuropa Stillstand herrscht, bleiben die Investoren in etablierten Märkten

wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien aktiv. Langsam scheint

auch der Preisverfall („Anstieg der Renditen“) gestoppt. (WR)

DG HYP - Immobilienmarkt Deutschland

Geplante Fertigstellungen 2. Hj 2009

Wachstum

Rang Land qm insgesamt

1. Türkei 2.076.367 41,80%

2. Russland 1.815.000 19,50%

3. Frankreich 1.172.405 7,50%

4. Italien 867.625 7,10%

5. Polen 789.130 12,30%

6. Rumänien 681.229 33,60%

7. Bulgarien 496.075 254,80%

8. Spanien 470.972 4,80%

9. Großbritannien 454.415 2,90%

10. Deutschland 359.540 2,80%

Werner Rohmert, Herausgeber „der Immobilienbrief“,

Immobilienspezialist „Der Platow Brief“

Die Büromieten gehen 2009 um voraussichtlich 5% und 2010 um weitere 4% zurück.

Bei den Handelsimmobilien dürfte der Mietrückgang in diesem Jahr bei 2 bis 3% liegen

und sich 2010 nur leicht fortsetzen. Der Wohnimmobilienmarkt zeigt sich für 2009

und 2010 nahezu stabil. Das prognostiziert die Herbststudie der DG HYP.

Sie sieht zwar einen weiteren Abwärtstrend der Büromieten, jedoch werde der Einbruch

bei weitem nicht so stark ausfallen wie vor 8 Jahren. Überdurchschnittlich stark

dürften die Mieten in Berlin, Frankfurt und München sinken. Besonders auf dem ohnehin

preiswerten Berliner Büromarkt wandern immer mehr Mieter aus den Top-Lagen

in die wesentlich günstigeren Seiten-Lagen ab. Um einen noch stärkeren Mietpreisverfall

zu verhindern, werden potenziellen Mietern auf den deutschen Büromärkten

zurzeit zahlreiche Incentives angeboten.

Das Angebot an Handelsflächen steigt durch frei werdende Kaufhausflächen und die

Fertigstellung von Projekten, mit deren Bau noch in der konjunkturellen Boomphase

begonnen worden ist, bis 2011 weiter. Gleichzeitig erwartet DG Hyp, korrespondierend

mit der Studie der Deutsche Hypo, dass die Flächennachfrage leicht sinken

wird. Für die generellen Perspektiven spricht, dass aktuell neue internationale

Filialisten auf den deutschen Markt kommen. Der Rückgang der Mieten für Handelsflächen

in Top-Lagen wird moderat ausfallen. An B-Standorten wird in der Regel eine

negativere Entwicklung erwartet. Die Kunden würden sich stärker auf attraktive

Einkaufszentren konzentrieren.

Im Background-Gespräch sieht Handelsspezialist Eckhard Brockhoff die geringe

Krisenanfälligkeit darin begründet, dass die armen Schichten sowieso kaum Einkommensverluste

haben und die Billiganbieter expandierenden und andererseits die


Deals Deals Deals

München: Polizeipräsidium

München mietet gut 8 900

qm Bürofläche im Bürokomplex

TRIX, Hansastraße 24 –

36, über BNP Paribas Real

Estate. Die neuen Räumlichkeiten

sollen ab dem Frühjahr

2010 von drei Kriminalfachdezernaten

und den jeweiligen

Dienststellen genutzt

werden. Das Objekt

verfügt über eine Gesamtfläche

von rund 30 000 qm und

ist zu 95% vermietet.

Osnabrück: Aachener

Grundvermögen erwirbt ein

Geschäftshaus mit rd. 400

qm Fläche in der Achternstr.

14 über Lührmann.

Rüsselsheim: Private Investorengemeinschaft

twenty-m

erwirbt ein leer stehendes

Bürogebäude mit ca. 10 100

qm Bürofläche in der Eisenstr.

2-4 von Züblin Immobilien

über Nai apollo.

Hamburg: Exklusiv Business

Service Center mietet

850 qm in der HafenCity von

der DWI-Gruppe über BNP

Paribas Real Estate. Die

EBSC zieht als erster Mieter

in den kürzlich fertig gestellten

Neubau S-KAI am Sandtorkai

50.

Weiterstadt: Skoda und

Seat mieten für eine neue

Deutschlandzentrale ca.

11 000 qm Bürofläche von

einem Projektentwickler über

Colliers.

Durham/GB: Rreef Spezial

Invest erwirbt für einen Spezialfonds

das Price Bishops

Einkaufszentrum mit rd.

14 400 qm Nutzfläche für 60

Mio. GBP von BlackRock.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 20 von 25

Mehrleistenden noch nicht im Einkauf sparen müssen. Für Frankfurt rechnet DG Hyp

wegen des großen Flächenangebots pro Einwohner mit einem leicht überdurchschnittlichen

Rückgang, während München nur unterdurchschnittlich getroffen würde.

Wohnen bleibt auch in der Krise stabil. In den großen Wirtschaftszentren wächst

die Zahl der privaten Haushalte weiter zwischen 0,7% in Stuttgart und 1,9% in Frankfurt.

Der Wanderungsprozess vom Land in die Stadt hat leicht an Bedeutung gewonnen.

Dadurch geht die Schere der Mieten in Groß- und in Kleinstädten weiter

auseinander. Wegen der angespannten Arbeitsmarktlage dürften in diesem Jahr die

Mieten von neu gebauten Wohnungen dennoch höchstens um 1% steigen.

Auch 2010 wird nur mit leichten Mietsteigerungen, vor allem in den Großstädten,

gerechnet. Bei den Preisen für Wohnimmobilien erwartet DG Hyp bis zum kommenden

Jahr in München, Frankfurt und Hamburg einen leichten Anstieg, während in

Berlin nur mit Stagnation gerechnet wird.

empirica - Wohnimmobilien erholen sich

Auf breiter Front der 50 untersuchten Städte des empirica Miet- und Kaufpreisrankings

sind Mieten und auch Kaufpreise für Eigentumswohnungen gestiegen. Unter

den Top 10 Spitzenstandorten

gab es bei den inserierten Neubaumieten

im Vorjahresvergleich

nur im Rhein-Main Gebiet eine

„rote Null“ mit -0,2% in Frankfurt/

Main und in Mainz und Darmstadt

mit jeweils -1%. Spitzenreiter

bleibt mit rund 12 Euro nach einem

Tief bei 11 Euro in 2006

München. Vor allem B-Städte wie

Ulm, Mainz oder Heidelberg zeigen

sich angesichts der Weltwirtschaftskrise

unbeeindruckt. Bundesweit

liegen die inserierten qm-Mieten im Neubau in 27 von 118 kreisfreien Städten

über 8 Euro, weitere 24 im 7-Euro-Bereich, 37 im 6er- Bereich und 25 im 5 Euro Bereich.

Nur fünf Großstädte, Gera, Chemnitz, Plauen, Görlitz und Pirmasens, bieten

mittlere Neubaumieten unter 5 Euro an. Im Osten liegen Potsdam (7,72 Euro) mit

Jena (7,25 Euro) an der Spitze. Außer Rostock (6,92 Euro) liegen alle anderen ostdeutschen

Großstädte klar unter der 7-Euro-Schwelle.

Die inserierten Kaufpreise für neu gebaute ETW innerhalb der Top 10-Städte sind im

Vorjahresvergleich nur in Heidelberg (-0,2%) leicht gesunken, den höchsten Anstieg

erlebte Baden- Baden (+8%). Die größten Rückgänge innerhalb der Top-50 gab es in

Rostock (-8%) und Lübeck (-4%).

Bundesweit liegen die inserierten

Quadratmeterpreise im Neubau

in 9 von 118 kreisfreien Städten

über 2 500 Euro, weitere 35 im

Bereich 2 000 bis 2 500 Euro, 55

im Bereich 1 500 bis 2 000 Euro.

Nur in 19 Großstädten werden

Neubaupreise unterhalb 1 500

Euro verlangt. Im Westen bildet

Pirmasens (1 137 Euro), im Osten

Görlitz (1 006 Euro) das

Schlusslicht. (WR)

Wohnimmobilien bei Institutionellen wieder stärker gefragt

Aufgrund der Finanzkrise sind Wohnimmobilien wieder in den Fokus institutioneller

Investoren gerückt. Wer mit einem Anlagehorizont von fünf bis zehn Jahren in Mietwohnungsmärkte

Europas investieren will, sollte sich auf Schweden, Frankreich, Dänemark

und Deutschland konzentrieren, während man in osteuropäische Staaten wie


Deals Deals Deals

Frankfurt: Chiquita Fruit

Bar mietet rd. 45 qm Fläche/

Großen Bockenheimer Str.

30 von Development Partner

über Kemper’s JLL.

Frankfurt: Hysterie Fashion

mietet 80 qm Showroomfläche

in der

Bethmannstr. 52-54 von Steigenberger

Immobilien über

CB Richard Ellis.

München: Family Office

AM alpha erwirbt zwei Bürogebäude

und ein Hotel in

den Lenbachgärten von Immofinanz

über Clifford

Chance. Das 65 000 qm große

in der Innenstadt gelegene

Areal umfasst zwei voll vermietete

Bürogebäude und ein

Hotel der Fünf-Sterne-plus-

Kategorie. Der Immobilienwert

beträgt mehr als 200

Mio. Euro.

Hamburg: Paribus Real

Estate erwirbt das Geschäftshaus

Gossler’s Park in

Blankenese für 15,8 Mio.

Euro von Pirelli RE. Das

2008 fertiggestellte Objekt

mit einer Mietfläche von

6 000 qm war von Pirelli RE

entwickelt, realisiert und

vermietet worden. Zu den

Mietern zählen u. a. die

Dresdner Bank, Drogerie

Budnikowsky, die Hamburgische

Öffentliche Bücherhalle,

das Diakonische

Werk Blankenese, eine Kindertagesstätte,

eine Apotheke

sowie diverse Arztpraxen

und Büromieter.

Dortmund: Zeitungs-

Bestell-Service Herden mietet

ca. 300 qm Bürofläche im

Bürogebäude Hauert 6 über

DoReal IC.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 21 von 25

Polen, Ungarn und Tschechien dagegen nur mit Vorsicht investieren sollte. Beides

geht aus einem Bericht zum europäischen Wohnungsmarkt der Patrizia Immobilien

hervor. Die Mietwohnungsmärkte der Länder Litauen, Ungarn, Polen, Estland und

Österreichs präsentieren sich als unterdurchschnittlich attraktiv.

In puncto Nachfrage wird beispielsweise für Schweden zwischen 2005 und 2050 bei

einem Bevölkerungsplus von etwa 17% ein Anstieg der Einwohnerzahl in Städten um

etwa ein Fünftel erwartet. In Deutschland geht man von einem Abnehmen der Bevölkerung

um etwa 10% aus, zumindest in den Metropolen wird aber über den Prognosezeitraum

ein Anstieg von 15% bis 20% erwartet. Stärker als über die Nachfrage

punktet die Bundesrepublik mit einem guten Angebot. Mittel- bis langfristig gesehen

wird die Wohnraumnachfrage vor allem durch die demographische Entwicklung bestimmt.

Stabilisierend auf die Wohnraumnachfrage wirkt sich in den vom Bevölkerungsrückgang

betroffenen Ländern der Rückgang der durchschnittlichen Haushaltsgröße

aus, der zu einer steigenden Wohnflächennachfrage pro Kopf führt. Dies ist ein

Prozess, der sich insbesondere in den zentral- und osteuropäischen Ländern in den

kommenden Jahren positiv auf die Wohnraumnachfrage auswirken sollte bzw. die die

Folgen der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung zumindest abschwächt.

Die Analyse der Angebotsseite zeigt, dass durch hohe Eigentumsquoten geprägte

Wohnungsmärkte (z. B. Spanien, Irland, Großbritannien) zwischen 2003 und 2007

die größten Preissteigerungen erfahren haben. Folge dieser Preisentwicklungen war

in einigen europäischen Ländern eine enorme Bautätigkeit. Den Höhepunkt erreichten

die Wohnungsfertigstellungen im Jahre 2007 mit etwas über 2,6 Mio. Einheiten

europaweit. Davon entfiel rund ein Drittel auf Spanien. Auf Deutschland, die größte

Volkswirtschaft in Europa, entfiel mit rund 210 000 Fertigstellungen nur ein Anteil von

knapp 8%. Es verwundert nicht, dass der spanische Wohnungsmarkt aufgrund der

Finanzkrise die größten Preiskorrekturen erfahren hat, während Wohnungsmärkte mit

hohen Mieterquoten (Deutschland, Schweiz) sich stabil entwickelt haben. Hohe Eigentumsquoten

auf den Wohnungsmärkten können für die wirtschaftliche Entwicklung

durchaus bremsende Effekte haben. Zum einen sind dort spekulativen Preisblasen

wesentlich ausgeprägter, zum anderen verringert die eigen genutzte Immobilie

die Arbeitsplatzflexibilität und erschwert somit ein effizientes regionales Zusammenkommen

von Arbeitsplatzanbietern und Arbeitsplatzsuchenden. Auch in diesem Kontext

rücken Mietwohnungsmärkte wieder stärker in den Fokus. Erste Entwicklungen,

zum Beispiel in Großbritannien, deuten bereits darauf hin, dass erkannt worden ist,

welche Bedeutung funktionierende Mietwohnungsmärkte für die gesamte Volkswirtschaft

haben können. (MGö)

F+B-Mietspiegelindex - Wohnmieten steigen langsamer

Nach 15 Jahren durchschnittlicher Flaute hatten zuletzt die Wohnungsmieten vor allem

in Ballungsräumen wieder nominal etwas angezogen. Nach 0,8% im Vorjahr werden

dieses Jahr für die 65 qm „Musterwohnung“ allerdings nur noch 0,6% erreicht.

Das hat F+B Beratung in der aktuelle Studien "F+B-Mietspiegelindex 2009" ermittelt.

F+B verfügt nach eigenen Angaben über ein „bundesweit einzigartiges Archiv“, in

dem die Mietspiegel von 500 deutschen Gemeinden ab 10 000 Einwohnern seit 1995

gesammelt und ständig aktualisiert werden.

Die Stadt München mit 9,99 Euro/qm Durchschnitts-Kaltmiete und einzelne Umlandgemeinden

behaupten unangefochten ihre Spitzenplätze. In München zahlen die Mieter

71% mehr für ihre Wohnung als im Bundesdurchschnitt. Mit rd. 20 bis 30% überdurchschnittlichen

Mieten folgen Städte wie Wiesbaden, Stuttgart, Köln oder Düsseldorf.

In Hamburg, Frankfurt/Main und Mainz kostet das Wohnen auch rd. 15% mehr,

recht günstig ist es dagegen in Berlin mit 5,42 Euro/qm. Stuttgart und Köln erreichen

rd. 7,40 Euro bezahlt werden und in Hamburg und Frankfurt/Main im Durchschnitt

knapp 6,80 Euro/qm. Insgesamt zeigt der Vergleich der Mietenniveaus erneut das

anhaltende West-Ost-Gefälle und die Sonderstellung des Münchner Großraums mit

seinem überdurchschnittlichen Mieten. (WR)


Deals Deals Deals

Freiberg/Sachs.: IF Unternehmensgruppe

erwirbt die

Liegenschaft des ehem. Vordruckverlages

mit 2 500 qm

Mietfläche in der Petersstr.

36/38, Wallstr. 18.

Hamburg: Levi Strauss

mietet 400 qm Fläche am

Jungfernstieg 26 über storescouts.

Düsseldorf: Medizinische

Praxis mietet ca. 2 000 qm

Fläche in der Bismarckstr.

101 und ein Bestandsmieter

verlängert ca. 2 400 qm Fläche

in der Grafenberger Allee

40 von der irischen Cornerstone

Capital Management

über ON Real Estate.

Göttingen: Taschen- und

Lederwarenspezialist XBags

mietet rd. 345 qm Gesamtfläche

in der Weender Str. 76-

78 von einer niederländischen

Investmentgesellschaft

über Kemper’s JLL.

München: Einzelunternehmerin

aus Frankreich mietet

für die Eröffnung einer Herrenboutique

rd. 65 qm Ladenfläche

in der Belgradstr. 9

von Privat über Engel &

Völkers.

Hamburg: Internationaler

Filialist mietet über 400 qm

Verkaufsfläche in der Innenstadt,

Poststr. 2–4 über BNP

Paribas Real Estate und

Sergio Bon Immobilien.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 22 von 25

Kemper’s JLL mit Research Überraschung - Handel profitiert

von Touristen

Kemper’s Jones Lang LaSalle (JLL) hat den Zusammenhang zwischen Tourismus

und Einzelhandelsmieten anhand der Gästeübernachtungen in den 100 wichtigsten

Einzelhandelsstandorten untersucht. Danach wirkt sich die Zahl der Gästeankünfte

einer Stadt nachweislich auf die Höhe der Einzelhandelsmieten aus. So richtig kann

es den alten Fahrensmann zwar nicht überraschen, dass touristisch erhöhte Frequenz

sich auf Umsatz und Mieten auswirken, aber jetzt haben wir es auch statistisch belegt.

Bis zu 25% des jährlichen Einzelhandelsumsatzes einer Stadt entfallen auf Touristen

und Besucher. Metropolen wie Köln profitieren von einem regen Shopping-Tourismus.

Gleiches gilt für Standorte mit historischen Sehenswürdigkeiten. Berlin und Hamburg

geben den Touristenanteil mit ca. 25% an. Im Durchschnitt der 100 für den Einzelhandel

bedeutsamsten Städte in Deutschland liegt der Anteil der Gäste bei etwa 15%.

In den 25 meistbesuchten Städten werden jeweils mindestens 425 000 Gästeübernachtungen

pro Jahr gezählt. Elf Städte bringen es auf mehr als eine Million Übernachtungen.

Spitzenreiter ist Berlin mit fast acht Millionen Übernachtungen. Die Top 5

komplettieren die Metropolen München, Hamburg, Frankfurt und Köln. Besonders

deutlich ist der Zusammenhang zwischen Übernachtungszahlen und Miethöhe in den

kleineren Städten wie Passau, Trier, Heidelberg, Würzburg, Regensburg und Bamberg

mit hoher touristischer Anziehungskraft. Die Mieten in den von JLL genannten

Klein- und Mittelstädten sind überdurchschnittlich. Insgesamt beträgt die durchschnittliche

Spitzenmiete der 25 meistbesuchten Städte 153 Euro. Städte, die im Gästeranking

die Plätze 25 bis 50 belegen, erzielen nur durchschnittlich 74 Euro. Die 50 Städte

mit den niedrigsten Gästeübernachtungen liegen im Mittel bei 50 Euro/qm. (WR)

München: Vermietung von Büroimmobilien mit Kreativität

Thomas Döbel

Die hohen Leerstände von Büroflächen am Münchner Immobilienmarkt fordern neue

Wege, potenzielle Mieter Interessenten auf leerstehende Bürogebäude aufmerksam

zu machen. Mit besonderer Kreativität versucht dies das Münchner Immobilienunternehmen

Agilis AssetManagers GmbH. Mit einer Kunstausstellung im Büroobjekt

CONCOR in Aschheim bei München, Dywidagstr. 1 gezogen werden, das Agilis im

Auftrag des Eigentümers Münchner Grund AG vermieten will.

soll das Interesse vor allem auf das zu vermietende Objekt,

gleichzeitig aber auch auf die Kunstwerke gelenkt werden. Dabei

werden Werke von fünf spanischen Künstlern präsentiert.

Die Künstler Xano Armenter, Sonia Bermúdez, Francesc Arumi,

ISAO und Julio Barrionuevo haben bereits mit Knud Hartung,

dem Gründer und Eigentümer der Agilis, erfolgreich Ausstellungen

durchgeführt und werden bei dieser Gelegenheit ihre neuesten

Arbeiten zeigen, aber auch deren Interpretationen des

öffentlichen Raumes des CONCOR in virtueller Form. Mit der Ausstellung vom 16. bis

30. Oktober 2009, Mo.-Fr. 10 – 16 Uhr will Agilis neben möglichen Mietern auch andere

Kunstinteressierte ansprechen, die Künstler vorstellen und deren Bilder verkaufen.

Reverse Mortgage - In den Markt für Immobilienrenten kommt

Bewegung – Förderbanken in den Starlöchern

Sabine Richter, freie Wirtschaftsjournalistin

Alle Studien, die sich mit der finanziellen Situation im Alter beschäftigen, fördern eklatante

Mängel zutage. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen kann ihren Wohlstand im Ruhestand

nicht halten, heißt es beispielsweise im ersten deutschen Vorsorgeatlas des

Rentenexperten Bernd Raffelhüschen.

Rund 60% der Rentnerhaushalte besitzen Wohneigentum, bekanntermaßen eine beliebte

Form der Altersvorsorge. Etwa ein Viertel davon verfügt jedoch über so geringe

Einkünfte, das sie ihr Eigentum verkaufen müssten, um einigermaßen über die Run-


Fonds-News

München: Catella Real

Estate legt über ein Joint

Venture mit Castello,

Mailand, erstmals einen Immobilienfonds

auf, der sich

vor allem an institutionelle

Investoren aus Italien richtet.

Daneben sollen auch

mögliche Interessenten in

Deutschland und Österreich

angesprochen werden, die

sich mit mindestens 50 000

Euro beteiligen. Der Fonds

heißt Focus Alpe Adria, ist

nach italienischem Investmentrecht

konzipiert, soll bis

zu 500 Mio. Euro groß werden

und zu je 25% in Immobilien

in Norditalien,

Österreich, der Schweiz und

Süddeutschland anlegen. In

Ausnahmefällen wird auch in

Frankreich und Slowenien

gekauft. Das Portfolio des

Core-/Core-plus-Fonds wird

sich den Plänen zufolge zur

Hälfte aus Büroobjekten, zu

jeweils 20% aus Logistik-

und Einzelhandelsimmobilien

und zu 10% aus

gemischt genutzten Liegenschaften

speisen. Die Zielrendite

des gibt Catella mit

6% p.a. (BVI-Methode) an.

Der Start des Fonds ist aufgrund

noch ausstehender

Genehmigungen durch die

italienische Aufsichtsbehörde

erst für Anfang 2010 vorgesehen.

Die 10%-Beteiligung

von Catella an Castello war

Ende vergangener Woche

besiegelt worden.

Hamburg: Paribus Capital

startet den Vertrieb des Paribus

Schiffsportfolio Renditefonds

X GmbH & Co.

KG, der die Chancen am

Schiffsmarkt ausnutzt und in

Schifffahrtsgesellschaften,

die in Schieflage geraten

sind, investiert.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 23 von 25

den zu kommen. Ein Verkauf würde den Auszug aus dem Haus bedeuten, bei der

geringer werdenden Mobilität im Alter für viele eine unangenehme Option.

Anders als in den USA, Großbritannien und einigen anderen europäischen Staaten

kommt in Deutschland nach einigen erfolglosen Versuchen erst jetzt Bewegung in

den Markt für Reverse Mortgages. Einige Versuche, darunter von Dresdner und

Hypovereinsbank, waren ernüchternd; sie basierten meist auf einem Ansatz der der

deutschen Leibrente ähnelt. Ein ähnliches Produkt mit nur regionaler Verbreitung ist

die Zustifter-Rente der Stiftung Liebenau in Baden-Württemberg, die in Kooperation

mit den Sparkassen angeboten wird.

Kunden müssen sehr hohe Risikoabschläge akzeptieren, erklärt ein Baufinanzierungsexperte.

Zudem seien die Produkte sehr beratungsintensiv. In den USA funktioniere

das Modell der Umkehrhypothek nur aufgrund staatlicher Subventionen, der

Staat trägt das Ausfall- oder Kreditrisiko und garantiert die Zahlungsfähigkeit der

Bank. Mit den sogenannten Umkehrhypotheken können Hausbesitzer ihre Immobilie

zu Geld machen, ohne ausziehen zu müssen. Diese Hypothekenkredite mobilisieren

das in der Immobilie gebundene Kapital und tragen zur Erhöhung der Liquidität im

Alter bei. Die Bank schießt Kapital auf eine bestehende Immobilie vor, normalerweise

in Form einer lebenslangen monatlichen Rente, in Ausnahmefällen auch als Einmalbetrag.

Die Immobilie dient als Sicherheit. Die Kredithöhe berechnet sich nach der

statistischen Lebenserwartung des Eigentümers und dem geschätzten Verkehrswert

der Immobilie bei Erreichen dieser Lebenserwartung.

Die Modelle, die jetzt auf den Markt kommen unterscheiden sich in Hinblick auf die

Beendigung des Darlehensvertrages. Bei den Förderbanken, die in Kürze am Markt

sein werden, muss die Darlehensschuld bei Auszug aus der bislang selbstgenutzten

Immobilie zurückgezahlt werden. In der Regel wird dann die Immobilie verkauft. Stirbt

der Kunde können seine Erben auch alternativ die Darlehensschuld sukzessive über

ein neues Hypothekendarlehen zurückzahlen. Bei den privaten Anbietern entscheidet

der Kunde, ob er die Darlehensschuld zuzüglich der angefallenen Zinsen tilgt oder

das Haus in das Eigentum der Bank übergeht.

Stirbt der Kreditnehmer, ohne vorher die Hypothek getilgt zu haben, können die Erben

den Kredit tilgen oder die Bank verwertet die Immobilien und zahlt den Erben die

Differenz zwischen Erlös und Kreditschuld.

Seit März dieses Jahres ist die Münchner ImmoKasse deutschlandweit zusammen

mit der Deutschen Kreditbank als Produktgeber und Vertragspartner der Darlehensnehmer

mit dem Produkt Immorenten-Plus auf dem Markt. Immobilienbesitzer ab 65

bekommen zu einem Festzins von 6,9% einen Betrag einmalig ausgezahlt, der bis zu

35% vom Verkehrswert der Immobilie beträgt. Das Darlehen ist bis zum Verkauf oder

Ableben zins- und tilgungsfrei. „Die Mehrzahl unserer Kunden nutzen den Kredit für

die Sanierung oder den altersgerechten Umbau ihrer Immobilie, um eine Pflegekraft

zu finanzieren oder Kindern eine Anschubfinanzierung für eine eigene Immobilie zu

geben“, sagt Stefanie Leiter, Geschäftsführerin der ImmoKasse GmbH.

Angesichts drohender Altersarmut und damit Belastung der öffentlichen Kassen sowie

der Tatsache, dass inzwischen jeder vierte Haushalt ohne Kinder ist, entwickelt

der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (www.voeb.de) auf Druck

der Politik gemeinsam mit staatlichen Förderbanken Reverse-Mortgage-Produkte.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein will noch im Oktober starten, Hamburg

möchte folgen. Mit etwa 60 Jahren sollen Kunden ihre Immobilien beleihen können,

daraus eine monatliche Rente beziehen und trotzdem lebenslang Eigentümer bleiben.

Das Darlehen ist grundschuldgesichert, laufende Zins- und Tilgungszahlungen

fallen nicht an. Berechnungsgrundlage ist der Beleihungswert der Immobilie, die maximale

Darlehenssumme beträgt 60 bis 80% davon, hochgerechnet zum 90. Geburtstag.

Auch Einmalauszahlungen sollen möglich sein.

„Vertraglich ist festgelegt, dass der Kunde die Immobilien instand hält, die Bank behält

aber auch einen Abschlag für Instandhaltungen ein“, erklärt Brigitte Wesierski,

Bereichsleiterin beim Verband öffentlicher Banken.

Ein 70-jähriger könnte so nach Berechnungen des VÖB für sein Eigenheim im Wert

von 150 000 Euro bei einem Darlehenszins von 6% monatlich auf eine Zusatzrente

von 233 Euro kommen. Der VÖB schätzt das Potential für das Produkt auf eine Million

Haushalte, das entspricht einem Kreditvolumen von rund 90 Mio. Euro.


Fonds-News

München: BVT Unternehmensgruppe

hat einen weiteren

Fonds erfolgreich platziert:

Der erste Spezialitätenfonds

BVT-CAM Private

Equity New Markets Fund

wurde mit einem Volumen

von rund 11 Mio. Euro geschlossen.

Der Fonds setzt

auf Basis eines vielfach bewährtenBeteiligungskonzeptes

gezielt auf die Chancen

der neuen Private Equity-

Märkte jenseits der USA,

Kanada und Westeuropa.

Weiterer Pluspunkt ist, dass

mit CAM unter dem Dach

der Sal. Oppenheim Private

Equity Partners (SOPEP)

investiert wird.

Hamburg: Immac bietet mit

dem ImmacPflegezentrum

Braunschweig Renditefonds

den 5. Fonds im Jahr

2009 zur Zeichnung an. Das

Investitionsvolumen des

Fonds ohne Agio beträgt

11,8 Mio. Euro, der Eigenkapitalanteil

beläuft sich auf

5,5 Mio. Euro. Das Fondsobjekt,

ein Pflegeheim in

Braunschweig, ist für 20 Jahre

fest verpachtet. Betreiber

ist Curanum. Der Fonds

schüttet monatlich aus, anfänglich

mit 6,5% p.a., steigend

auf 8% p.a. Die Gesamtausschüttungen

bis zum

Jahr 2024 betragen 106,75%

ohne Berücksichtigung des

Veräußerungserlöses. Die

Mindestbeteiligungssumme

beträgt 20 000 Euro + Agio.

Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 24 von 25

Auch die Hypovereinsbank hat das Produkt Reverse Mortgage im Auge und ist derzeit

mit möglichen Kooperationspartnern im Gespräch. „Der Bedarf ist eindeutig vorhanden“,

sagt Martin Schütt, Experte für Baufinanzierungen bei der HVB Hamburg.

„Umkehrhypotheken werden sich langfristig auch in Deutschland etablieren. Interessenten

sollten sich aber von einer unabhängigen Stelle genau ausrechnen lassen,

wie hoch der Preis dafür ist, trotz Immobilienrente im eigenen Haus bleiben können",

sagt Achim Tiffe vom Institut für Finanzdienstleistungen in Hamburg (info@iffhamburg.de).

„Wie hoch sind die Risikoabschläge der Bank auf den Immobilienwert,

wie hoch sind Zins, Bearbeitungsgebühr und sonstige Kosten“ Die Produkte seien

kompliziert und von Nichtfachleuten nur schwer zu vergleichen, so Tiffe.

Es sei sehr positiv zu bewerten, dass jetzt endlich ein vernünftiges Produkt auf dem

Markt kommt, ergänzt Christian-Schmid-Burgk von der Verbraucherberatung

Hamburg. „Aber die Tücken stecken im Detail und die genauen Ausgestaltungen

sind noch unklar“, so der Verbraucherschützer. Auch er rät dringend zu unabhängiger

Beratung. Generell empfehlen Experten, auch andere Modelle wie den Verkauf an

einen Investor unter Einräumung eines lebenslangen Wohnrechtes, ein Leibrentenmodell,

zu prüfen. Auch die Aufnahme eines normalen Darlehen mit der Immobilie als

Sicherheit sei eine zu prüfende Option.

Im Rahmen eines ZEW-Finanzmarkttests wurden 232 Finanzmarktexperten zu den

Perspektiven von Reverse Mortgage befragt. Während die Experten mehrheitlich eine

steigende Bedeutung für das Produkt sehen, zeigt die Umfrage Kundenakzeptanzschwierigkeiten.

Hier dominierten das Erbschaftsmotiv, Misstrauen gegenüber den

Anbietern und die Abneigung gegen die Kalkulation der eigenen Lebenserwartung.

Mehr Wohnungseigentümer als Mieter

Christina Winckler, Korrespondentin „Der Immobilienbrief“, Frankfurt

Mit 52% stellen die Wohnungseigentümer in Deutschland die absolute Mehrheit. Dies

ist das Ergebnis einer im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) erstellten Untersuchung

des Forschungsinstituts empirica. Nach Auswertung der statistischen Daten

für 2008 liegt das Saarland mit 63% an der Spitze. In Hamburg und Berlin hingegen

lebt nur einer von vier bzw. von fünf Einwohnern in den eigenen vier Wänden.

Nach Auskunft von LBS-Research wird die Wohnungseigentumsquote in der Regel

daran gemessen wie viele Wohnungen von den Eigentümern selbst genutzt werden.

Dieser Anteil liegt aktuell bei 43%. Diese Zahl unterschätze die Bedeutung des Lebens

im Eigentum. Denn im bundesdeutschen Durchschnitt leben in Mieterhaushalten

nur 1,8 Personen, im Eigentum hingegen 2,5. Das sind vor allem Familien mit

Kindern. Somit liege die personenbezogene Eigentumsquote um zehn Prozentpunkte

höher, also über 50%.

Gründe für das Leben im Eigentum ermittelte der IVD Bundesverband durch Befragung

seiner Mitglieder. Dabei kristallisierte sich heraus, dass etwa die eigene Immobilie

die einzige Form der Altersvorsorge sei, die man bereits in der Gegenwart positiv

erleben könne. Weitere Argumente waren: Sicherheit vor Mieterhöhungen und Inflationsschutz,

da die Immobilie erfahrungsgemäß vor Geldentwertung schütze. Derzeit

motivieren die niedrigen Zinsen zum Kauf. Nach wie vor würden häufig Steuervorteile

und Förderungen als Kaufgrund genannt. Am wichtigsten ist den Käufern jedoch ihre

Unabhängigkeit selbst bestimmt leben zu können, so der IVD.

Übrigens Inflationsschutz, dazu äußerte sich kürzlich Dr. Georg Reul, Mitglied des

Vorstands der IVG. Dies sei zwar ein Thema, das angesichts der Unabhängigkeit

der Europäischen Zentralbank für viele Fachleute derzeit kein wirklich ernst zu nehmendes

Thema sei. Mitten in einem von Deflationsbefürchtungen geprägten Umfeld

mit tendenziell sinkenden Preisen über Inflation zu sprechen, scheine erst einmal widersprüchlich.

Doch die Kombination aus einer äußerst expansiven Geldpolitik und

einer Finanzpolitik mit hoher Neuverschuldung wecke zumindest die Furcht vor einer

später aufkeimenden Inflation, so Reul.


Impressum

Rheda-Wiedenbrück, T: 05242-

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Albat, Michael Beck, Dr. Thomas

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Rohmert, Martina Rozok, Frank

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Vierbuchen, Volkswirtschaft: Dr.

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Namens-Beiträge geben die Meinung

des Autors und nicht unbedingt der

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Nr. 201, 39. KW, 25.09.2009, Seite 25 von 25

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden:

BVT (2), 1stred (10), Aachener Grundvermögen (20), Aareal (2),

Aengevelt (17), Agilis AssetManagers (22), AMB Property Corporation

(14), Angermann (11), Aug. Prien (16), Aurelis (6), Axa (16), B&L

Gruppe (19), Bartels-Fraatz (17), Benetton (19), Bild (16), Bilfinger Berger

(7), BlackRock (20), BNPP RE (11,14,17,20,22), Brockhoff (2,9,19),

BulwienGesa (11), Business Center Seestern (17), BVI (12), BVT (24),

CA Immo (6), Candella Metallverarbeitung (16), Catella Property Group

(18), Catella Real Estate (12,18,23), CBRE (21), Chiquita (21),CityJung

(19), Clifford Chance (21), Colliers (20), Colliers G&B (16), Comfort

(10,16), Commerz Real (6,9,10), Commerzbank (11), Cornerstone

Capital Management (22), Corpus Sireo Holding (4,11), CRE Resolution

(4,13), Credit Suisse (17), Cubion (11), Cushman & Wakefield

(10,19), DBM (2), Degi (11,15), Deka Immobilien (10,13,17), Deutsche

Bank (16), Deutsche Hypo (8,9,10,11,19), Deutsche Kreditbank (23),

Development Partners (21), DG Hyp (19,20),DoReal IC (21), Dr. Peters

(2,4), Dresdner Bank (21,23), Dt. Annington (4), DWF (18), DWI-

Gruppe (20), DWS (6), EBZ (2), eFonds24 (3), empirica (20), Engel &

Völkers (14,17,18,22), Engergiebau Solarstromsysteme (19), Equinix

Holding BV (16), Ernst & Young (10), Estate Consultant (9), Exklusiv

Business Service Center (20), F+B (21), fairvesta (17), Familiy Office

AM Alpha (21), Feri (3), FH Mainz (16), FNAC (9), Freshfield BD (16),

Fujitsu (17), Garbe (7,14), GBW (11), GE Real Estate France (9),

GfK GeoMarketing (8), GI Partners (16), Golden Tulip (17), Görgens-

Gruppe (10), GRR (8), Hannover Grund Vermögensanlagen GmbH

(16), Hannover Leasing (2,11), Havi Global Solutions (11), Health Care

Managers (17), Hines Europa (6), HSH Nordbank (8), HVB Hamburg

(24), Hypo Vereinsbank (23), Hysterie Fashion (21), Ideenkapital (5),

IF Unternehmensgruppe (22), Ikea (18), Immac (24), Immo Finanz

(21), Immo Kasse (23), Immocon (11), Infraplan (11), Institut für

Finanzdienstleistungen (24), IVD (24), IVG (11,16,24), Jones Lang La-

Salle (11,13,16), Kemper's JLL (19,21,22), Klaus Wohnbau (11),

Klumpe & Partner (7), Kölbl Kruse (11), LBS (24), Lego (17), Levi

Strauss (22), Lloyd Fonds (16), Logistik Zentrum Hamburg (14), LTM

(7), Lührmann (20), Morgan Stanley (16), Nai apollo (20), Nord/LB

(8,9), Nordic Hotel (17), Nowy Styl (9), O2 (14), ON Real Estate (22),

OVG (11), Paramount Group (6), Paribus Capital (23), Paribus Real

Estate (21), Patrizia (21), Pirelli C. Real Estate (16,21), Plasma Service

(17), Polizei München (20), Postbank (3), Realis (9,10), Realogis

(13,19), Rheinische Fachhochschule Köln (10), Rreef Spezial Invest

(20), Sal. Oppenheim (24), sausalitos (19), Savills (10), Seat (20),

Segro (10), Sergio Bon Immobilien (22), Siemens (18), Skoda (20),

Stadtsparkasse Magdeburg (17), Steigenberger Immobilien (21),

Stores and concepts (19), storescouts (17,22), Synovate (17), Telekom

(3,11), Telekom Portugal (11), Tods (16), Tommy Hilfiger (16),

twenty-m (20), UBS (18), Union Investment (16), Universität Duisburg/

Essen (2), Verbraucherberatung Hamburg (24), Vivico (6), VÖB (23),

Wafios Umformtechnik (16), Wohnungswirtschaft (2), Xbags (22),

ZBI-Gruppe (16), Züblin (19,20).


Schlagzeilen

Neues Stadtarchiv wird am Eifelwall

gebaut

Das Tauziehen um einen neuen Standort

für das Historische Stadtarchiv der

Stadt Köln ist beendet. In einer für Köln

überraschend kurzen Zeit entschied sich

der Stadtrat für einen neuen Standort:

Eifelwall, Ecke Luxemburger Straße in

der Kölner Südstadt. In den Neubau

werden die Kunst- und Museumsbibliothek

und das rheinische Bildarchiv einziehen,

aber wohl auch die schlammgetränkten

Papiere, schwammig-weichen

Aktendeckel und stockfleckigen Fotos,

die unzählige Freiwillige aus den Trümmern

des am 3.3.09 eingestürzten alten

Stadtarchivs geborgen haben. Laut

Kölner Stadtanzeiger liegen die Investitionskosten

bei 98 Mio. Euro. Bauträger

ist die städtische Gebäudewirtschaft,

Mieter die Stadt Köln. Der Rat

beschloss zudem die Gründung einer

Stiftung zu Gunsten des Historischen

Archivs, in die die Stadt 5 Mio. Euro

einbringt.

Impressum

Chefredaktion: Dr. Karina Junghanns

(V.i.S.d.P.)

Am Wassermann 25

50829 Köln

info@immobilienbrief-koeln.info

Redaktion: André Eberhard,

Marion Götza

Hrsg.: Werner Rohmert

Verlag: Research Medien AG, 33378 Rheda-

Wiedenbrück, Repkestr. 5,

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F.: 05242/ 90 12 51

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Aufsichtsrat: Senator E.h. Volker Hardegen

(Vorsitz), Univ. Prof. Dr. jur. habil. Karl-

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nicht unbedingt der Redaktion wieder.

IMMOBILIENBRIEF-KOELN. INFO

Ausgabe 02 ISSN 1860-6369 39. KW / 25.September 2009

Köln: Hauen und Stechen wie

im Mittelalter

Ein Adliger mit dem Namen Geoffroy de Pruilly erfand gegen Ende des 11.

Jhs. das „Turnier“, ein neues Festspiel, in dem es den Rittern gestattet wurde,

sich mit ihren Gegnern kämpferisch zu messen. Als Waffen waren für die Reiter

Schwert oder Streitkolben, für die Knappen Stöcke und Keulen erlaubt. Ziel des

Turniers war es, die gegnerischen Truppen in die Flucht zu schlagen oder sie

kampfunfähig zu machen.

Das erste Turnier, das historisch bezeugt werden kann, fand in Flandern im

Jahre 1095 statt und hatte auch schon gleich sein erstes Todesopfer, einen gewissen

Grafen Heinrich III. von Löwen, zu beklagen. Sein Turniergegner stieß

ihm nämlich aus Versehen die Lanze ins Herz und tötete ihn so auf der Stelle.

Dieses Schauspiel gleicht den Sitzungen der Kölner Stadtväter. Auch hier sind

die Turniergegner alte Feinde, die schon mehrmals gegeneinander gekämpft

haben. Zwar benutzen die kriegerischen Damen und Herren keine Stöcke oder

Keulen, doch verfehlen ihre unsachlichen und bösartigen Diskussionen, ihre

persönlichen Angriffe und verbalen Attacken nicht die Wirkung. Opfer der jüngsten

Runde: Das Stifterehepaar Hans und Marlies Stock sowie das Kölner

Stadtmuseum. Die Eigentümer der Kölner Medizintechnikfirma „Diamed“ hatten

nach einem zehnjährigem Gezerre ihre Zusage für ihr 5,5 Mio. Euro teures

Geschenk - den Anbau des Kölnischen Stadtmuseums - formal zurückgezogen.

Folge: Das Kölner Stadtmuseum bekommt vorerst keinen Erweiterungsbau.

Eine große städtebauliche und kulturpolitische Chance wurde verpasst. Ein für

die Geschichte und die Identität der alten Colonia bedeutendes Museumsprojekt

ist verloren. Die Stadtväter haben sich im Parteienstreit verheddert und sich

einmal mehr blamiert und auf internationaler Bühne zur

Posse gemacht. Wieder einmal stellt sich die Frage, was

die Stadt möchte, wieder einmal fehlt es in Köln an Transparenz

und Verfahrenssicherheit. Selten war der Preis

dafür so hoch.

Dabei war es ein Elfmeter, den die Stadt Köln nur hätte

umwandeln müssen. Doch die Stadtväter haben ein

Turnier veranstaltet, in dem es nicht um Ruhm und

Ehre ging, sondern um Arroganz

und Macht. Vom Mittelalter

ist Köln erstaunlich

wenig entfernt.

Stifter-Ehepaar zieht 5,5 Mio. Euro-

Geschenk zurück

Die Stadt Köln bekommt keinen Erweiterungsbau an das Kölner Stadtmuseum.

Einen Tag vor der Ratssitzung, an dem das 5,5 Mio.-Euro Geschenk des Stifterehepaars

Hans und Marlies Stock formal angenommen werden sollte, hatten

das Ehepaar auf den Rat ihrer Kinder ihr außergewöhnliches Angebot zurückgezogen,

das mehr als zehn Jahre unbeantwortet geblieben war. Dies dürfe


IMMOBILIENBRIEF-KOELN. INFO

Kurz berichtet

Baugewerbe: Auftragseingang

rückläufig

Der Auftragseingang der in Köln ansässigen

Unternehmen ist im 1. Hj um

13,8% auf 479,2 Mio. Euro zurückgegangen.

In Nordrhein-Westfalen betrug

der Rückgang 16% (5 052 Mio. Euro).

Dies meldet der Bauindustrieverband

NRW auf Basis der amtlichen Statistik.

Vortrag: Schönheitsreparaturen

und kein Ende

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Stark,

Niedeggen & Kollegen lädt am Donnerstag,

den 24.September 2009 um

18:30 Uhr in den Rotonda Business-

Club zu Köln zu einem Vortag zum Thema

„Schönheitsreparaturen und kein

Ende“ ein. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Referent ist Dr. Ralf Stark, Rechtsanwalt

und Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht.

Cologne Bonn Business mit

neuem Internet-Auftritt

Cologne Bonn Business (CBB), die

Standortmarketinggesellschaft in der

Metropolregion Köln Bonn, geht mit

einem neuen Internet-Auftritt

www.cologne-bonn-business.de online -

zusammen mit den Partnern, dem Region

Köln/Bonn e.V., der Region

Köln/Bonn-Sparkassen-GbR und dem

Wirtschaftsinitiative e.V.. Von den

üblichen Werbefloskeln und den etwas

mageren Erfolgsbeispielen abgesehen,

sind einige themenbezogene Servicelinks

für ansiedlungswillige Unternehmen

sehr hilfreich.

Ausgabe 02 25. September 2009

indes kein Grund sein, so appelliert IHK-Geschäftsführer Ulrich Soénius an die

Stadtväter, den Plan aufzugeben. Im Gegenteil. „Das Stadtmuseum muss angepackt

werden“, fordert Soénius im Gespräch mit dem IMMOBILIENBRIEF

KÖLN. Für die vielen historischen Quellen der Kölner Stadtgeschichte müsse es

– nicht zuletzt für ein erfolgreiches Stadtmarketing - eine nachhaltige Gesamtkonzeption

geben. Mit Blick auf die leeren öffentlichen Kassen, so Kritiker, dürfte

der Platz an der Römermauer jedoch noch lange ein eher verwahrloster Parkplatz

bleiben. (vgl. IMMOBILIENBRIEF KÖLN Nr.1).

Jüdisches Museum bekommt Größe

eines Pavillons

Auf dem Kölner Rathausplatz, wo vor grauer Vorzeit der 1.FC seine deutsche

Meisterschaften feierte, im Akkord geheiratet wird und Glückwünsche übermittelt

werden, soll eine eher kärgliche Version eines Jüdischen Museums entstehen.

Von „klobig und monumental“ wie die ersten Entwürfe des Architektenbüros

Wandel, Hoefer, Lorch aus Saarbrücken einst tituliert wurden, kann indes nicht

mehr die Rede sein. Der neue Entwurf mutet, so ein Kritiker, wie ein „Pavillion“

an, der von seiner Umgebung - Rathaus und Wallraf-Richartz-Museum -

„hoffnungslos erdrückt“ wird. Offensichtlich, so befürchten Beobachter,

wollte niemand den mächtigsten Wirtschaftsvertreter der Stadt, den Verleger

Alfred Neven DuMont, verstimmen. Der

nämlich ist Vorsitzender des Stifterrats des

Wallraf-Richartz-Museums, eben jener

Institution, die durch den neuen Entwurf in den

Schatten gerückt werde.

Für IHK-Geschäftsführer Ulrich Soénius werde

das Museum an dieser Stelle „repräsentativ“

untergebracht. Bei der Größe hätte vielleicht

noch aufgestockt werden können, räumte er

ein, doch müssten die Quellen der Kölner Ge-

Areal Judengasse

schichte ohnehin neu geordnet werden. Zeugnisse

aus der Zeit nach 1424 - dem Jahr der Vertreibung der Juden aus Köln -,

die in dem neuen Jüdischen Museum keinen Platz finden, könnten im Stadtmuseum

Platz finden, so sein Vorschlag.

Die auf fast 45 Mio. Euro geschätzten Kosten des Projekts werden vom Ratsmitglied

und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion Karl-Jürgen Klipper

bereits angezweifelt. Sie seien „schön gerechnet“, behauptete er. Worauf seine

Mutmaßung beruht, sagte er indes nicht, und auch ein entsprechendes Gutachten

legte er bislang nicht vor.

Interview mit dem Architekten

Hadi Terehrani

Das „Kranhaus 1“ im Kölner Rheinauhafen ist das „Bürogebäude des Jahres

2009. Der Entwurf für die Baukomplexe stammt vom Büro Bothe Richter Teherani

aus Hamburg und Linster Architekten aus Trier. Verantwortlich ist der Hamburger

Architekt Hadi Teherani, allerdings ist um die mehr als zehn Jahre alte

Planung ein Gerichtsstreit anhängig, der Architekt Adolf Linster muss als Miturheber

genannt werden.

Immobilienbrief Köln: Was hat Sie inspiriert, das Kranhaus zu entwerfen

und zu entwickeln?

Hadi Teherani: Es ging mir vor allem darum, der traditionellen Dom-Stadt Köln

ein neues, modernes architektonisches Image zu geben. Die Fernwirkung am

2


IMMOBILIENBRIEF-KOELN. INFO

Kurz berichtet

RTL-Umzug: Hohe Strafe für

Hochtief erwartet

Der geplante Umzug des Fernsehsenders

RTL in die alten denkmalgeschützten

Deutzer Rheinhallen, der wegen massiver

Mängel bei der Bauausführung bereits

mehrmals verschoben wurde, könnte

für Hochtief teuer werden. Der Kölner

Stadtanzeiger berichtet, dass es im

Umfeld heiße, dass die Verzögerung

Hochtief pro Tag bis zu 40 000 Euro

koste. Da RTL bislang schon 18 Monate

wartet und erst im Winter mit einem

Umzug zu rechnen ist, dürfte für Hochtief

ein Millionenschaden entstehen.

Das regionale Online-Anzeigenportal

kalaydo.de (www.kalaydo.de) baut seine

Marktstellung als eines der führenden

Immobilienportale im Rheinland weiter

aus und kooperiert ab sofort mit dem

Aachener Haus- und Grundbesitzerverein.

Dadurch genießen die rund

4 000 Mitglieder der größten Eigentümergemeinschaft

in der Region Aachen

besondere Vorteile bei der Mieter- und

Käufersuche.

DWF Deutscher Wohnfonds 01 erwirbt

ein Wohn- und Geschäftshaus mit

einer Gesamtnutzfläche von 1 328 qm in

der Altstadt-Süd über Engel & Völkers.

Rheinische Fachhochschule Köln erweitert

bestehenden Mietvertrag auf

insgesamt 4 000 qm Bürofläche in der

Schaevenstr. 1 a/b aus dem Bestand eines

Offenen Immobilien-Spezialfonds

der Deka Immobilien.

Hansainvest kauft für 55 Mio. Euro die

beiden Büroobjekte RheinPalais und

RheinAtrium am Konrad-Adenauer-

Ufer von Vivico Real Estate über

BNPP RE. Beide Gebäude gehören

zum Büroensemble RheinTriadem, verfügen

über 16 000 qm Mietfläche und

werden in einen Spezialfonds der Hansainvest

eingebracht. Angemietet wurden

die Flächen von Pricewaterhouse-

Coopers, Douglas, BHF-Bank und

Kanzlei Loschelder.

Ausgabe 02 25. September 2009

Rheinufer war dafür prädestiniert. Historische Bauten sind für das Stadtbild und

unsere Kultur ungemein wichtig. Das darf aber nicht dazu führen, dass Neubauten

zu Phantombildern der Vergangenheit werden. Gleichzeitig wollte ich

aber auch den Bezug zum ehemaligen Hafenbetrieb herstellen.

IB Köln: Entspricht das Kranhaus Ihren Entwürfen und Vorstellungen?

Hadi Teherani: Für mich ist ein lange währender Traum in Erfüllung gegangen.

Sie wissen, wie lange ich mich für dieses Projekt eingesetzt habe. Der

Architekten-Wettbewerb liegt 17 Jahre zurück. Die Entwurfsidee hat dabei

bis heute ihre Überzeugungskraft nicht verloren. Einzelne Details bleiben

aus ökonomischen Gründen immer auf der Strecke. Solange die architektonische

Aussage nicht gefährdet wird, muss man sich diesen realen Bedingungen

der Bauaufgabe stellen.

IB Köln: Wie viele Mitbewerber hatten Sie bei der Ausschreibung?

Hadi Teherani: Es war mein erster offener Architekten-

Wettbewerb. Ich sammelte gerade im Büro von Joachim

Schürmann meine ersten beruflichen Erfahrungen. Zwei meiner

Kollegen dort besetzten Rang 2 und 3 des Wettbewerbs.

Erfolgreich war also ein kleiner Kreis von ortskundigen Architekten.

Das Thema wurde aus der unmittelbaren Stadterfahrung

heraus erschlossen. Dennoch war es ein großer internationaler

Wettbewerb mit über 100 Teilnehmern. Zaha Hadid war

dabei, Günter Behnisch war in der Jury. Der Bilbao-Effekt war

noch nicht erfunden, insofern zeigt Köln jetzt eine ganz neue

Hochhaus-Typologie, die nirgendwo sonst zu sehen ist.

IB Köln: Das Kranhaus wird als Wohn- und Bürohaus genutzt. Hatten Sie

diesen Vorteil bereits bei der Planung berücksichtigt?

Hadi Teherani: Im Vergleich zu konventionellen Hochhäusern, die als Turmhaus

rund um die Aufzüge nur relativ wenig nutzbare Fläche anbieten können,

sind die Kranhäuser in ihrer Nutzung nicht eingeschränkt. Die großen zusammenhängenden

Flächen des horizontalen Riegels, 1600 Quadratmeter pro Ebene,

bieten alle denkbaren Möglichkeiten. Das ist typologisch und ökonomisch

sicher der größte Vorzug dieses Entwurfs.

IB Köln: Ist das Kranhaus ein „green building“?

Hadi Teherani: Das was unter diesem Begriff heute nach Fortschritt klingt, verfolge

ich bereits seit mehr als 15 Jahren. 1993 haben wir bei einem Bankgebäude

in Kiel Geothermie eingesetzt, um die Decken zu kühlen oder zu beheizen.

Beim Energiezentrum in Berlin konnten wir schon 2001 den Energiebedarf

auf weniger als 100 kWh/m2a verringern. Das Gebäudekonzept des Kranhauses

bietet sehr viele neue Möglichkeiten. Die große Dachfläche lässt sich solar

nutzen oder begrünen. Windenergie, Querlüftung, Thermik sind in diese Gebäudeformation

besonders effektiv zu integrieren. Der Hochhaustyp ist sehr stadtverträglich,

da das Gebäude-Volumen bei einer Höhe von 55 Metern nur zu

einem kleinen Teil vertikal entwickelt ist. Dennoch wird nur die geringe Standfläche

eines Punkthauses beansprucht. Urbane Verdichtung im Sinne eines

verminderten Verkehrsaufkommens ist also auch ohne Wolkenkratzer möglich!

IB Köln: Wie haben Sie das Problem hoher Brandschutzbestimmungen

gelöst?

Hadi Teherani: Auch dieses Problem des Hochhausbaus relativiert sich beim

Kranhaus, zumal wir die ursprünglich geplante Stahlkonstruktion aus Brandschutzgründen

verworfen haben. Die vertikalen Fluchtwege liegen nicht dicht

beeinander sondern weit voneinander entfernt. Psychologisch handelt es sich

nicht um ein Hochhaus in herkömmlichem Sinne. Das wie eine Brücke in Beton

konstruierte Haus vermittelt Stabilität und Sicherheit. Trotz der dramatischen

Fernsicht im Panoramaformat bleibt die Stadt überall greifbar und sichtbar.

3


IMMOBILIENBRIEF-KOELN. INFO

Kurz berichtet

Nach sechs Monaten Bauzeit hat der

Investor, Gewerbeimmobilienentwickler

und Vermieter Alpha Industrial eine

5 800 qm große umweltfreundliche Immobilie

für Verwaltung, Werkstatt, Service

und Lager fertig gestellt und an

Cummins Deutschland übergeben. In

Deutschland erzielte Cummins rund 95

Mio. Euro und beschäftigt 120 Mitarbeiter.

Hauptniederlassung ist in Groß-

Gerau, Zweigniederlassungen befinden

sich in Hamburg, Leipzig und Nürnberg.

Die RGM Gebäudemanagement

GmbH (RGM), Dortmund, Niederlassung

Düsseldorf, übernimmt das technische

Facility Management für das neu

errichtete Bürogebäude „Sky Office“ in

Düsseldorf mit einer Bruttogeschossfläche

von über 56 000 qm.

Dietrich Schulz (42) übernimmt den

Vorsitz der Geschäftsführung der PropertyFirst

GmbH, Bochum. Zuvor verantwortete

er als Zentralbereichsleiter

die Bereiche Recht/ Versicherung/ Revision

der Muttergesellschaft RGM Gebäudemanagement

GmbH (RGM),

Dortmund.

Ausgabe 02 25. September 2009

IB Köln: Was sind aus Ihrer Sicht die größten städtebaulichen Probleme

der Stadt Köln?

Hadi Teherani: Die Stadt, ein bedeutendes kulturelles Zentrum in bevorzugter

Lage am Wasser, spielt ihr Potential städtebaulich und architektonisch zuwenig

aus. Vor allem architektonisch fehlt der Anspruch, das darzustellen, was man

sein könnte, um das Ziel dann mit diesem Ansporn auch zu erreichen. Die letzte

große strategische Maßnahme war der Rheinufertunnel.

IB Köln: Was ist Ihrer Ansicht nach die größte architektonische Nachkriegssünde

der Städteplaner in Köln?

Hadi Teherani: Wenn man es sich leicht machen wollte, könnte man sagen die

Domplatte. Die Kritik ist aber grundsätzlicher zu führen. Was Konrad Adenauer

als Oberbürgermeister mit Hilfe seines eigens dazu ausgewählten Stadtbaurats

Fritz Schumacher in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sehr weitsichtig

erreichen wollte, unter anderem mit modernen Hochhäusern, fehlt selbst

als Zielsetzung bis heute: ein Hauch von Weltstadt. Das bedeutet nicht, die historische

Verankerung der Stadt in Zweifel zu ziehen. Im Gegenteil, sie würde an

Bedeutung gewinnen.

IB Köln: Welches Gebäude der Welt käme Ihrer Idee von gelungenem

Gebäude am nahesten?

Hadi Teherani: Das zu beantworten, hieße die Komplexität von Architektur

grundlegend in Frage zu stellen. Man kann Architektur nicht im Vorübergehen

nach der schönsten Straßenansicht bewerten. Wenn man Architektur

ernst nimmt, geht es darum, Lebensqualität zu schaffen. Architektonischer Anspruch

ist dann keine ästhetische Zutat, sondern durchdringt das gesamte Leben.

Damit geht es mir um den gestalteten Lebenzusammenhang, vom Möbel

bis zum Städtebau. Und das alles nicht nur für zwei Sommerwochen an vereinzelten

Stellen der Toscana, sondern für die gesamte Zeit des Jahres. Da ist

noch einiges zu tun.

IB Köln: Was würden Sie jungen Architekten gern mit auf dem Weg geben?

Hadi Teherani: Mehr denn je müssen Architekten heute themenverbohrt und

eigensinnig sein wie ein Künstler. Sie müssen die Öffentlichkeit für ihr Anliegen

gewinnen, dabei aber gleichzeitig die Realisierungsmöglichkeiten im Blick behalten.

Mit dem Blick auf die ökologischen Fragestellungen ist sehr viel technisches

Gespür gefragt, gleichzeitig müssen Räume entstehen, die ihr Publikum emotional

berühren. Das waren im Grunde immer die Anforderungen. Aber Le Corbusier

hatte es leichter, die Rahmenbedingungen waren andere.

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