Festschrift

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Festschrift

125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Foto: Archiv FF Stockelsdorf


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Grußwort des Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes

Schleswig-Holstein

Grußwort des Innenministers des Landes

Schleswig-Holstein

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Stockelsdorf

Grußwort

Zum 125jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf spreche ich

im Namen aller Mitgliedsverbände des Landesfeuerwehrverbandes die

herzlichsten Glückwünsche aus.

Hinter dem Namen Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf stehen engagierte

Kameradinnen und Kameraden, die das Feuerwehrgeschehen mit Leben und

Ideen erfüllen – und das seit 125 Jahren. Ohne neue Ideen, ohne ständige

Rücksichtnahme auf die sich laufend ändernden gesellschaftlichen und

beruflichen Bedingungen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte wäre diese

kontinuierliche Weiterentwicklung und Beständigkeit des Feuerwehrwesens in

Stockelsdorf nicht möglich.

Die Vielzahl der Einsatzanforderungen bedingt aber auch eine immer

umfassendere Ausbildung, der sich jeder Feuerwehrangehörige unterziehen muss,

wenn er wirksam helfen will. Für diese Bereitschaft gebührt den

Feuerwehrangehörigen ebenso Dank, wie ihren Familien, die diesem Opfer an

Zeit volles Verständnis entgegenbringen.

Für die geleistete Arbeit spreche ich allen Mitgliedern in der Freiwilligen

Feuerwehr Stockelsdorf meinen herzlichen Dank aus. Ich ermuntere sie

gleichzeitig, auch in den kommenden Jahren nach besten Kräften in bewährter

Weise weiter mitzuarbeiten, zum Wohle und zur Sicherheit unserer Bürger.

Mögen bei den Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf und

der Kommune auch in den nächsten 125 Jahren die Ideen und das ehrenamtliche

Engagement nicht nachlassen. Dann können sich die Bürgerinnen und Bürger

auch in Zukunft auf ein funktionierendes Sicherheitssystem verlassen.

Detlef Radtke

Landesbrandmeister

Ich gratuliere der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf zu ihrem 125-jährigen

Jubiläum. Mein besonderer Dank geht an alle Mitglieder der Wehr für ihren Einsatz

zum Wohle ihrer Mitmenschen. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Stockelsdorf

und überall in Schleswig-Holstein beweisen, dass das Ehrenamt lebendig

ist.

Die Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft ist heute leider nicht

mehr selbstverständlich. Die Arbeit der Feuerwehren ist vor diesem Hintergrund

besonders hoch anzuerkennen. Ehrenamtliche Arbeit und freiwilliger Feuerwehrdienst

sind Teil einer gelebten Demokratie.

Das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf ist Anlass, auch den Familien

und den Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern der Feuerwehrleute für ihr

Verständnis und ihre Unterstützung zu danken.

Die Arbeit in der Feuerwehr verlangt Opfer an Freizeit, ständige Einsatzbereitschaft

und Disziplin. Diese drei Tugenden waren bei der Gründung der Stockelsdorfer

Wehr vor 125 Jahren aktuell, sie haben bis heute ihre Berechtigung und

Gültigkeit nicht verloren und gelten auch in der Zukunft unvermindert fort.

Ich wünsche allen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf weiterhin

Freude am Ehrenamt, mögen alle von ihren Einsätzen und Übungen stets gesund

zurückkehren.

Klaus Schlie

Innenminister

des Landes Schleswig-Holstein


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Grußwort des Kreises Ostholstein

G r u ß w o r t

Grußwort des Kreisbrandmeisters

Zum 125. Geburtstag gratuliere ich der Freiwilligen Feuerwehr

Stockelsdorf herzlich im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes,

aber auch im Namen aller Feuerwehren

des Kreises Ostholstein.

Der Kreis Ostholstein hat ein intaktes Feuerwehrwesen von hoher

Leistungsfähigkeit. Ausrüstung und Ausbildungsstand unserer Wehren können

sich auch im Landesvergleich sehen lassen. Die kleineren Ortswehren sind dabei

nicht nur unverzichtbarer Bestandteil der Feuerwehr, sondern auch für das

gesellschaftliche Leben im ländlich strukturierten Kreis Ostholstein von großer

Bedeutung.

Die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf wurde im Jahre 1887 gegründet. Das sind

nunmehr 125 Jahre ständige Einsatzbereitschaft zum Wohle der Bevölkerung. In

all diesen Jahren haben die Kameradinnen und Kameraden nicht nur eine

kommunale Pflichtaufgabe, sondern ein besonderes Ehrenamt mit großer

Verantwortung erfüllt. Ständig wechselnde Gefahrenlagen erfordern zudem eine

regelmäßige Anpassung an technische Errungenschaften. Die Kameradinnen und

Kameraden müssen heute nicht nur flexibler reagieren, auch der

Ausbildungsstand muss stetig angepasst wer-den. Die Freiwillige Feuerwehr

Stockelsdorf ist heute mit 4 aktiven Frauen und 44 aktiven Männern eine der

größten von 11 Ortswehren in der Großgemeinde Stockelsdorf. Sie ist außerdem

als Gefahrguterkundungsgruppe Teil des Löschzuges Gefahrgut Ostholstein Süd.

Wir gratulieren der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf herzlich zum 125-

jährigen Jubiläum und verbinden diese Glückwünsche mit Dank und

Anerkennung für die in der Vergangenheit erbrachten Leistungen.

Eutin, im Juni 2012

Als am 10. Mai 1887 gestandene Männer in Stockelsdorf

die Feuerwehr gründeten, taten sie dies im Bewusstsein,

den in Not geratenen Mitmenschen bei Brand und Gefahr

zu helfen und Schaden abzuwenden.

Dieser Gedanke bewegt auch heute noch nach 125 Jahren die Männer und

Frauen der Wehr, die nach wie vor freiwillig und ehrenamtlich für die Bürger

ihrer Gemeinde einstehen. Zur Gründerzeit noch mit einfachen Hilfsmitteln

ausgestattet, verfügt die Wehr heute über moderneres Lösch- und Rettungsgerät.

Der Feuerwehrdienst ist trotz modernster Technik nicht leichter geworden,

das wissen die Männer der Jubiläumswehr. Wenn sich auch die Ausbildung

und die Aufgabenstellung der Wehr geändert haben, geblieben sind die

Kameradschaft, der Idealismus und die Einsatzbereitschaft. Wie wichtig

gerade die Kameradschaft ist, haben die Einsatzereignisse des Jahres 2011

gezeigt.

Lieber Wehrführer Matthias Fock, liebe Kameradinnen und Kameraden,

möge auch in Zukunft der kameradschaftliche Geist Euer Handeln bestimmen,

zum Wohle Eurer Familien und Eurer Heimatgemeinde.

Ich wünsche Euch, dass Ihr die bevorstehenden Festtage gemeinsam mit

Euren Frauen und Angehörigen begehen könnt und dass Euch die Bevölkerung

durch rege Teilnahme an Euren Veranstaltungen unterstützt.

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".

Euer

Joachim Wegener

Kreispräsident

Reinhard Sager

Landrat

Ralf Thomsen

Kreiswehrführer


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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Ahrensböker Str. 20

23617 Stockelsdorf

0451/6116156


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Grußwort

der Gemeinde

Stockelsdorf

Zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf gratulieren wir recht herzlich. Für 125 Jahre erfolgreiche Feuerwehrarbeit im Zeichen der Sicherheit

und des bürgerschaftlichen Miteinanders sprechen wir der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf unseren Dank und unsere Anerkennung aus.

Vom ersten Gründungstag an bis heute, hatte der Werdegang dieser Feuerwehr eine rasante Entwicklung genommen. Besonders erwähnenswert ist, dass bereits zur

Gründung 25 Männer als aktive Mitglieder beigetreten sind. Dadurch wurde ein sicheres Fundament geschaffen, auf das die Freiwillige Feuerwehr in den folgenden 125

Jahren weiter aufbauen konnte. Zu jeder Zeit war und ist die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf eine starke, einsatzbereite und aktive Wehr. Die Aufgaben sind immer

vielschichtiger und umfassender geworden und forderten einen immer anspruchsvolleren Ausbildungsstand. Die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf gewährleistet nicht

nur den Brandschutz im gesamten Gemeindegebiet, sondern stellt darüber hinaus noch eine Gefahrguterkundungseinheit des LZG-OH Süd und eine Gruppe der 4.

Feuerwehrbereitschaft des Kreises Ostholstein und rückt damit zu Einsätzen im gesamten Kreis Ostholstein aus. Mit der aus Ihrer Wehr 1978 gegründeten

Jugendfeuerwehr hat Sie einen wesentlichen Grundstein zum Erhalt und für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren gelegt.

Wir brauchen den Mut, das Wissen, die Umsicht und die Bereitschaft aller Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf. Die Feuerwehren sind der wichtigste

Partner in allen Fragen, die die Sicherheit unserer Gemeinde betreffen. Nur mit ihnen können wir die verantwortungsvolle Aufgabe des Brandschutzes in unserer

Gemeinde sicherstellen.

Die Gemeinde Stockelsdorf stellt sich dieser Aufgabe, auch indem sie eine moderne Ausrüstung stellt. So konnten wir der Feuerwehr ein neues

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 im letzten Jahr übergeben. Eine große Aufgabe, die noch gemeinsam vor uns liegt, ist der Bau eines neuen

Feuerwehrgerätehauses. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam weitere Schritte zu gehen, um auch den steigenden Anforderungen, die an uns gestellt werden,

gerecht zu werden.

In den 125 Jahren hat es viele Einsätze gegeben, die alle Feuerwehrkameradinnen und –kameraden in höchstem Maße gefordert haben. Gerade in jüngster Zeit wurde

allen auch wieder bewusst, wie gefahrvoll sich Situationen vor Ort einwickeln können. Die Gemeinde ist dankbar, dass sich zur Zeit 50 Feuerwehrkameradinnen und

-kameraden für unsere Sicherheit engagieren.

Sie rücken nicht nur mit Ihrer Kompetenz das Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, sondern sind auch durch das Parkfest und

weitere Veranstaltungen positiv im Bewusstsein der Bevölkerung präsent.

Wir sind auf die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf stolz und sprechen allen Mitgliedern nochmals unseren persönlichen Dank aus.

Harald Werner

Bürgervorsteher

Brigitte Rahlf- Behrmann

Bürgermeisterin


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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Grußwort des Gemeindewehrführers

Zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf überbringe ich die herzlichsten Grüße der Feuerwehren der Gemeinde

Stockelsdorf. Zu diesem besonderen Geburtstag gratuliere ich allen Mitgliedern der Feuerwehr recht herzlich.

Vor über 125 Jahren haben verantwortungsbewusste Männer in Stockelsdorf die Feuerwehr gegründet mit dem Ziel dem Nächsten bei Bränden

und Gefahren zu helfen.

Diese Grundidee bewegt auch heute noch alle Kameradinnen und Kameraden in unseren Feuerwehren, die nach wie vor freiwillig und ehrenamtlich

sich für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen.

Möge auch in Zukunft die Kameradschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft Euer Tun und Handeln bestimmen; nicht nur für den Ort Stockelsdorf, sondern auch zum Wohle

unserer Heimatgemeinde und darüber hinaus.

Danken möchte ich an dieser Stelle besonders Euren Familienangehörigen und Arbeitgebern für deren Verständnis und Fürsorge, die damit wesentlich durch diese Mithilfe

an Euren hervorragenden Leistungen beteiligt sind.

Ich wünsche Euch, dass Ihr den bevorstehenden Festtag gemeinsam mit Euren Familien und Gästen feiern könnt; und hoffe, dass sich die Bevölkerung durch ihre Teilnahme

an den Veranstaltungen Euch unterstützt und damit Eure ehrenamtliche Arbeit würdigt.

Möge Euch auch weiterhin eine gute Kameradschaft begleiten gemäß unserem Leitspruch

„Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr.“

Das wünscht Euch mit kameradschaftlichen Grüßen

Euer Peter Dornheim

1.Hauptbrandmeister

GENINER STRASSE 243,

23560 Lübeck

Telefon: 0451 / 5 39 37

Fax: 0451/ 5 77 43


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Grußwort des Ortswehrführers

125 Jahre FF Stockelsdorf

„Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.“

-Ernest Hemingway-

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

sehr geehrte Gäste,

125 Jahre ehrenamtlicher Dienst von pflichtbewussten Männern und Frauen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stockelsdorf. Dieser Anlass gibt uns heute die

Gelegenheit ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern.

Als Ortswehrführer fühle ich mich heute sehr geehrt in dieser Festschrift ein Grußwort niederschreiben zu dürfen. Ich möchte daher in diesem Rahmen die Gelegenheit

nutzen um meinen persönlichen Dank an die Kameradinnen und Kameraden meiner Wehr zu richten.

Insbesondere in der heutigen Zeit ist es wichtig, das Ehrenamt zu fördern und mit entsprechendem Lob zu honorieren. Das was unsere Vorfahren vor 125 Jahren geschaffen

haben, führen wir heute mit hoher Motivation und Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen fort.

Der Qualitätsstandard, beispielsweise in der Aus- und Fortbildung von Feuerwehrleuten wächst stetig. Dieses beansprucht unsere wertvolle Freizeit, neben Beruf und

Familie, zusätzlich. Ich spreche daher meine Hochachtung an meine Kameradinnen und Kameraden, sowie deren Angehörige aus.

Bemerkenswert ist seit Jahren der Altersdurchschnitt unserer aktiven Abteilung. Im Jahre 2011 lag dieser bei aufgerundet 34 Jahren. Dieser Zustand ist nicht zuletzt der

guten Arbeit unserer Gemeindejugendfeuerwehr zu verdanken. Fast jährlich können wir aus der Jugendabteilung junge und gut ausgebildete Kameradinnen und Kameraden

in den aktiven Dienst übernehmen.

Personell ist die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf also gut aufgestellt und somit die Gewährleistung für den Brandschutz in der Gemeinde sichergestellt.

Für die Erledigung unserer Dienstleistungen können wir stets auf eine moderne technische Ausrüstung zurückgreifen. Erst im Jahre 2011 konnten wir ein neues Einsatzfahrzeug

in den Dienst stellen. Ausgestattet mit modernster Technik bietet dieses Fahrzeug den Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit noch professioneller und

vor allen Dingen noch sicherer ihren Einsatzdienst zu bewältigen. Für die Ausstattung der Feuerwehren sind die Gemeindeverwaltung und die politischen Gremien zuständig.

Daher möchte ich heute auch in diese Richtung einen ganz besonderen Dank aussprechen. Der Brandschutz erfährt in der Gemeinde Stockelsdorf einen ganz

großen Stellenwert. Vielen Dank an alle Verantwortlichen in diesem Bereich.

Zu guter Letzt möchte ich meinen Dank an unsere Mitglieder in der Förderabteilung richten.

Durch ihre regelmäßige finanzielle Unterstützung können wir uns zusätzlich notwendige und sinnvolle Ausstattungsanschaffungen leisten. Da wir jedoch in den letzten

10 Jahren einen kontinuierlichen Rückgang in dem Bereich der passiven Mitglieder zu verzeichnen haben, würde ich mir wünschen, dass diese Abteilung zukünftig wieder

an Zuwachs erfährt.

Dank für die stets gute Zusammenarbeit und Unterstützung in allen „Lebenslagen“ richte ich hiermit auch noch an die örtliche Polizeistation, das DRK Stockelsdorf, die

befreundeten Feuerwehren aus dem Kreis Ostholstein und Umland, sowie an die verschiedensten Stockelsdorfer Betriebe.

Ich freue mich auf einen schönen Festtag und möchte mit meinem Eingangszitat gerne zum Innehalten, Zurückblicken und Plaudern über die gute alte Zeit anregen.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,

„Gott zur Ehr`, dem Nächsten zur Wehr“

Mathias Fock, Hauptbrandmeister**


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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Nachdem schon Freiwillige Feuerwehren in den heute zur Gemeinde Stockelsdorf gehörenden Dörfern Obernwohlde,

Horsdorf und Malkendorf entstanden waren, wurde 1887 in Stockelsdorf eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Den Protokollen ist zu entnehmen, dass nach mehrfacher Besprechung verschiedener Bewohner von Stockelsdorf, betreffs Gründung

einer freiwilligen Feuerwehr zu Stockelsdorf, deren Bedürfnis immer mehr hervortrat, durch die schlechte Einrichtung des Gemeindelöschwesens,

versammelten sich die Freunde der guten Sache am 10. Mai 1887 im Lokale des Gastwirts Meier zur ersten Beratung.

Dieselbe war von überraschendem Erfolg gekrönt, so dass nach einigen Begründungen und Klarlegungen der Beschluss gefasst

wurde, eine freiwillige Wehr zu gründen und wenn möglich die ganze Ausrüstung auf eigene Kosten zu beschaffen.

Am selben Abend traten 25 Mann der neu gegründeten Wehr als aktive Mitglieder bei. Es wurde ein Komitee bestehend aus den

Bürgern H. Lütgens, D. Dau, F. Willers, J. Scheel und H. Brede gewählt, sie sollten die Statuten ausarbeiten und Geldmittel zur

ersten Ausrüstung beschaffen. Dies gelang mit Erfolg, so dass ein sicheres Fundament für die neu gegründete Wehr geschaffen

wurde. Um die Wehr mit einer notdürftigen Ausrüstung zu bestücken, mussten mindestens 1.500 Mark aufgewendet werden, dies

gelang durch Spenden in Höhe von 694 Mark und einem Darlehen bei der Schwartauer Sparkasse über 900 Mark.

Heinrich Lütgens

Damit konnten die ersten Ausrüstungsgegenstände beschafft werden, unter anderem eine Abprotzspritze von Fa. Kurtz aus Stuttgart

zum Preis von 900 Mark, Schläuche wurden bei der Lübecker Wehr gekauft und Uniformen bei Kassenburg in Hannover. Da die

Wehr über kein Spritzenhaus verfügte, wurden die Gerätschaften auf dem Gutshof Stockelsdorf untergebracht.

Am 8. Juni 1887 fanden die ersten Vorstandswahlen statt, in der Heinrich Lütgens

als erster Hauptmann der Wehr gewählt wurde. Er führte diese 20 Jahre

und wurde am 13. Mai 1907 zum Ehrenhauptmann gewählt. In den ersten Jahren

rückte die Wehr nicht nur in der Gemeinde Stockelsdorf zu Einsätzen aus,

sondern auch über Lübeck und Vorwerk bis nach Reinfeld. In Jahresberichten

bis 1900 wird erwähnt, dass bei einigen Einsätzen neben der Freiwilligen Feuerwehr

Stockelsdorf eine Gemeindespritze zum Einsatz kam.

Weitere Vorstandsmitglieder im Gründungsjahr waren:

1. Zugführer: U. Meier

2. Zugführer: Karl Eschenburg

Kassierer:

Fritz Willers

Schriftwart:

H. Brede

Hornist:

Heinrich Beth

Die Wehr um die Jahrhundertwende

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Gott zur Ehr‘

Dem Nächsten zur Wehr!

In Ehrfurcht und Dankbarkeit

gedenken wir

unseren verstorbenen Kameraden

1887– 2012


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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Protokoll aus dem Gründungsjahr


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Wehrführer seit 1887

Heinrich Lütgens erster Hauptmann

1887—1907

Wilhelm Pünner

1907—1914

Wilhelm Robrahn

1914—1937

Gustav Goldbohm

1937—1948

Walter Clasen

1948—1964

Gerhard Goerke

1964—1972

Ferdinand Rickelt

1972—1978

Helmut Stuhr

1978 – 1997

Jan-Christian Wienandt

1997 – 1999

Jens Brüggemann

1999 – 2005

Mathias Fock

2005 – heute


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Gruppenfoto mit der Abprotzsptitze

- 1907 -

Am 13. Mai 1907 wird als

Nachfolger von Heinrich

Lütgens Wilhelm Pünner als

neuer Hauptmann gewählt.

- 1913 -

Die Wehr wird zu einem

Großfeuer bei der Lübecker

Firma Havemann + Sohn

gerufen, es entsteht ein

Schaden in Höhe von 1,5

Millionen Mark.

- 1914 -

- 1904 -

Die Wehr schloss 1904

einen Vertrag mit der Gemeinde

Stockelsdorf. Diese

gewährte der Wehr eine

Unterstützung von 80 RM

und die freie Benutzung des

Gemeindespritzenhauses am

alten Marktplatz in der

Dorfstraße. Dafür übernahm

die Wehr die Ablöscharbeiten.

Im Laufe der Jahre,

vermutlich 1907, wurde eine

Handdruckspritze beschafft.

Am 25. Februar 1914 wird Wilhelm Robrahn neuer Hauptmann der Wehr. Im selben

Jahr beginnt der Erste Weltkrieg, sechs Kameraden werden zur Fahne einberufen.

- 1915 -

Es konnten in dem Jahrkeine Übungen stattfinden, da die Kameraden zum größten

Teil, nämlich 15 Mann, zum

Heer eingezogen waren.

- 1922 -

Im Jahr 1922 stellte die

Stockelsdorfer Wehr auf der

Versammlung der Vereinigung

der freiwilligen Feuerwehren

der Provinz Lübeck

den Antrag, anlässlich des

25-jährigen Jubiläums das

Verbandsfest in Stockelsdorf

abzuhalten welches dann

auch im Juni des gleichen

Jahres geschah.

Gruppenfoto mit der Handdruckspritze

Verbandsfest in Stockelsdorf

Verbandsfest in Stockelsdorf

- 1930 -

- 1927 -

Die Wehr tätigte eine große Anschaffung.

Sie kaufte für 4.525,10

Mark eine Motorspritze mit Anhänger,

die, wie auch alle anderen

Geräte, immer noch Eigentum der

Wehr waren.

- 1929 -

Es wird ein neuer Schlauchturm

gebaut, und das Spritzenhaus wird

repariert, da unter anderem

„verschiedene Ziegel schadhaft

waren ”.

Die Gemeinde erklärt sich bereit, Zinszahlungen für die Abzahlung der Motorspritze

zu übernehmen. Im gleichen Jahr wird über den Verkauf der Handdruckspritze

nachgedacht, jedoch wird dieser Gedanke verworfen. An den öffentlichen Gebäuden

sollen Feuerhaken angebracht werden, da sie vielerorts fehlten. Um die Motorspritze

zu schonen, es gab in der Vergangenheit verschiedene Schadensfälle, beschloss

man, sie bei einem Feuer außerhalb des Dorfes auf dem Auto zu verladen.

Würde die Motorspritze hinter das Auto gehängt werden, sollte eine Geschwindigkeit

vom maximal 30 - 40 km/h gefahren werden. Fremde Wehren sollten in Zukunft

nicht an die Motorspritze anlegen und außerhalb des Löschbezirks nur noch

auf Anforderung ausgerückt werden. Reparaturen der Motorspritze in Zukunft nur

noch bei der Lübecker Feuerwehr.

- 1931 -

Die Feuerversicherungen wurden aufgefordert, die Wehr mehr zu unterstützen, da

die Gemeinden finanziell am Ende waren. In der Vergangenheit gab es oftmals

Prämien der Versicherer für die geleisteten Einsätze der Wehr. Im gleichen Jahr

wurde der Wunsch nach einem Auto geäußert, von der Dorfschaft eine Beihilfe

hierfür jedoch abgelehnt.

- 1933 -

In diesem Jahr verstarb Ehrenhauptmann und Mitgründer unserer Wehr, H. Lütgens.

Das Dritte Reich nahm Einfluss in den Feuerwehralltag, die Dienstanordnungen

wurden schärfer.

- 1935 -

Die Wehr wurde motorisiert, sie erhielt ein Auto für 650 RM. Hierbei handelte es

sich um einen offenen Pkw, der durch den Stellmacher Plagmann umgebaut und

mit einer Halterung für eine neu beschaffte Leiter versehen wird. Er dient der Wehr

als Mannschafts- und Gerätewagen. Für den Transport des Schlauchmaterials und

der Spritze diente der Spritzenanhänger.

Fotos: Hans-Jürgen Stuhr


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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

- 1937 -

- 1946 -

1937 feiert die Wehr 50 Jahre FF Stockelsdorf. Im selben Jahr verlieren alle Feuerwehren

im Dritten Reich ihre Selbständigkeit, sie werden der Feuerlöschpolizei

unterstellt. Die Wehrführer werden von jetzt an nicht mehr von der Mitgliederversammlung

gewählt, sondern von den Machthabern eingesetzt. Die Wehr war jetzt

im Löschzug I eingegliedert.

Nach dem 1946 die ersten Kameraden der FF Stockelsdorf aus der Kriegsgefangenschaft

zurückkehrten fand am 28. August 1946 die erste Dienstversammlung nach

dem Krieg statt.

- 1947 -

Im Jahr 1947 feierte die Feuerwehr Stockelsdorf ihren 60. Geburtstag. Aus diesem

Anlass fand ein

Festumzug statt, an

dem viele benachbarte

Feuerwehren

teilnahmen.

Die Wehr zum 50. Jubiläum

Die Mannschaft zum 60.

- 1948 -

- 1942 -

Am 1. April 1948 tritt ein neues Feuerlöschgesetz in Kraft. Alle Wehren werden

wieder selbständig und wählen neue Vorstände. Auf Kreisfeuerwehrverbandstagen

finden Schnelligkeitswettbewerbe

statt, bei denen die

Stockelsdorfer immer recht

gut abschneiden. Am 9. Juli

wird Walther Clasen zum

neuen Ortswehrführer gewählt.

Die Stockelsdorfer Feuerwehrbereitschaft mit den

Gruppe LF 8 und LF 15

Im Jahr 1942 erhält die Wehr neue Fahrzeuge, ein LF 8 und ein LF 15, 1944 folgte

ein TSA. Zur Unterbringung der Fahrzeuge wurde in der Lohstraße 70 ein Geräteschuppen

gemietet und diente als Gerätehaus. Im Laufe des 2. Weltkrieg musste die

Wehr viele Einsätze über die Grenzen Stockelsdorfs fahren, wie z. B. in Kiel, Hamburg,

Neumünster und Lübeck.

Nach Ende des Weltkrieges und Ende des 3. Reiches standen fast alle Feuerwehren

vor einem Neuanfang, so auch die Stockelsdorfer Wehr.

Viele der aus dem Krieg heimgekehrten Kameraden wollten nie wieder eine Uniform

tragen und ein Einsatzfahrzeug, das LF 8, musste an die britische Besatzungsmacht

abgegeben werden.

- 1949 -

Kreisfeuerwehrverbandstag 1948 in Eutin

Die Wehr sucht ihr an die Briten abgegebenes LF8, dafür wird auch in Bielefeld

beim Straßen-Zentralamt nachgeforscht. Alarmiert wird noch mit Hornisten. Übungen

werden zurückgestellt, da vorläufig Arbeitsdienst für die Instandhaltung des

Gerätehauses Vorrang hatte. Dessen Beschaffenheit macht große Sorgen. Bei Regen

läuft das Wasser von der Auffahrt in das Gerätehaus. Besteht Frostgefahr, muss

das Kühlwasser der Fahrzeuge abgelassen werden. Bei Alarm bringt dann die Frau

des Kameraden Walter Stuhr, er wohnt in der Lohstraße 76, heißes Wasser zum

Gerätehaus und füllt die Kühler auf. Auch springen die Motoren schlecht an. Es

vergehen Minuten, bis man losfahren kann. Zu den 13 Einsätzen, die die Wehr in

diesem Jahr fährt, gehört auch das Feuer in der Schule Ravensbusch.

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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- 1950 -

Das LF8, was an die britischen Besatzungsmacht abgegeben wurde, wurde endlich

gefunden, es ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Bünningstedt eingesetzt. Neben der

Reparatur des Gerätehauses bewältigt die Wehr zwei Großfeuer, eins in der Wüstenei

und eins in der Ahrensböker Str.

- 1951 -

Es gab erste Verhandlungen mit der Gemeinde über den Neubau eines Gerätehauses,

dessen Bauzeichnungen bereits seit 1944 existierten und seitdem ständig überarbeitet

wurden. Es werden Eigenleistungen angeboten, da die Wehr über genügend

Handwerker verfügt.

- 1952 -

Die Feuerwehr Stockelsdorf wurde am 15. Juni zu einem Großfeuer auf der Bootswerft

in Niendorf/Ostsee gerufen.

Herstellung der Wasserversorgung

in Niendorf

Foto FF Niendorf/Ostsee

- 1953 -

Es wird auf den Baubeginn für das Gerätehaus gehofft, das Land hat Mittel in Höhe

von 5.000 DM bewilligt. Im gleichen Jahr wird das LF 8 an die Feuerwehr Mori

abgegeben. Die Wehr beantragt eine zweite Sirene zur Alarmierung, da die eine

nicht reicht.

Atemschutz im Jahr 1953 beim Kreisfeuerwehrverbandstag

in Eutin

Brand bei der Bootswerft Evers in

Niendorf/Ostsee am 15.06.1952

Foto FF Niendorf/Ostsee

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

- 1954 -

Endlich beschließen alle Fraktionen den Neubau des Gerätehauses im Bäckergang.

Der Bau soll großzügig erfolgen um zukünftige Aufgaben übernehmen zu können,

denn schließlich kann man sich nicht auf die Nachbarschaftshilfe der Berufsfeuerwehr

Lübeck verlassen. 18.000 DM wird der am 4. März begonnene Neubau kosten.

350 Std. Eigenleistung erbrachten

alle Kameraden der Wehr am Bau, in

230 Std. Eigenleistung wird das alte

Gerätehaus in der Lohstr. abgebaut, die

Nägel entfernt, Teile der Bretter als

Baumaterial für den Neubau genutzt. Am 24.10.54 ist dann endlich die feierliche

Einweihung des Gerätehauses. Der alte Schlauchturm in der Dorfstraße, er war Teil

des ersten Spritzenhauses, wurde durch Kameraden der Wehr dort ab und neben

dem Gerätehaus im Bäckergang wieder aufgebaut. Im gleichen Jahr wird das LF 15

in 80 Std. Eigenleistung neu lackiert und saniert.

- 1955 -

Die Wehr erhält eine neue Satzung. Bei einem Feuer in der Gr. Steinrader Mühle,

einem Brand des Dachgeschosses der Pinselfabrik Goldbohm und eines Zimmers in

der Schule Herrenhaus kam die Wehr ebenso zum Einsatz, wie bei elf Sturm- und

Hilfeeinsätzen.

- 1957 -

Anlässlich ihres 70. Jubiläums führte die Wehr am 16. Mai den Kreisverbandstag

durch. Durch den Kameraden G. Goerke erhielt die Wehr ein Planspiel, welches

alle Straßen und 75% aller Häuser beinhaltet. Zu zwei Großfeuern, eins in Steinrade,

eins auf Gut Bohnrade, musst die Wehr in diesem Jahr ausrücken.

- 1959 -

1959 wird der Wunsch nach einem neuen Fahrzeug und einer Fahne geäußert. Am

06.05. war dann die Übergabe eines TSF auf Ford FK1250 an die Wehr mit neuer

Metz-TS, die auch nach fast 50 Jahren noch

voll im Einsatz ist.

- 1960 -

Es ist ein Spender für eine Fahne gefunden

worden, sie soll zum 75. Geburtstag gestiftet

werden. Im gleichen Jahr gibt es erste Überlegungen

über die Gründung einer Jugendfeuerwehr.

Zu den zahlreichen Einsätzen

zählt das Großfeuer in Curau, wo ein Wirtschaftsgebäude

niederbrennt.

Die Grundsteinlegung des Gerätehaus

im Bäckergang

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf

Die Stockelsdorfer Gruppe beim

Gemeindefeuerwehrtag 1960 in

Dissau

Foto: Frau M. Egger


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Fahnenweihe vor dem Herrenhaus

- 1962 -

Die Fahnenweihe fand vor dem Stockelsdorfer Herrenhaus

statt und die ersten Fahnenträger waren Willi Schumacher,

Gerd Görke und Ferdinand Rickelt.

Am 12. Mai 1962 wurde die Fahne

der Feuerwehr Stockelsdorf durch

die Pastoren Scharnweber und Hohenstein

geweiht.

Die Fahne wurde der Feuerwehr

zum 75-jährigen Bestehen durch

einen Förderer

geschenkt.

- 1967 -

Von 1964-1968 brannte es in Arfrade 6 mal, alleine 2 mal im Jahr 1967, die Brandserie

wurde bis Heute nicht aufgeklärt. In Stockelsdorf brannte der Mühlenbetrieb

Willers und das Forsthaus in der Wüstenei. Insgesamt waren es im Jahr 1967 13

Brandeinsätze, 4 blinde Alarme und 8 Hilfeleistungen für die FF Stockelsdorf.

Am 24. Februar 1962 half die Feuerwehr Stockelsdorf

auch bei der großen Flutkatastrophe an der Nordseeküste

und der Elbe, die Stockelsdorfer Kameraden haben im

Wald Material für Faschinen (Faschinen sind walzenförmige

Reisig- bzw. Rutenbündel von einigen Metern Länge)

zur Ufer– und Deichverstärkung geschlagen.

- 1964 -

Erste Fahnenträger

Brand bei Landwirt Flick 1967

Foto: Dorfschaft Arfrade

Anlässlich ihres 80. Geburtstag richtete die Feuerwehr Stockelsdorf den Gemeindefeuerwehrtag

aus und erhält am 20. Mai 1967 als Ersatzbeschaffung ein gebrauchtes

LF 8 aus dem Jahr 1943.

In den Jahren 1964 bis 1968 wurde die FF Stockelsdorf unter andern zu 6 Großbränden

nach Arfrade gerufen, die als Brandserie von Arfrade bekannt wurde.

- 1966 -

- 1968 -

1968 hat die FF Stockelsdorf die Leistungsplakette in Bronze bestanden und 1969

folgte die Silberne.

Zwei Feuer in Arfrade, eins in Eckhorst und eins in Klein Parin beschäftigte die

Gemeindewehr und somit auch die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf.

An einem der größten deutschen Feuerwehreinsätzen beteiligte sich die Feuerwehr

Stockelsdorf vom 01. - 05. Januar 1966.

Die Wakenitz in Lübeck drohte nach starken Regenfällen über die Ufer zu treten.

Mit insgesamt 210 Feuerlöschkreiselpumpen

wurden in 88-stündigem

Pumpenbetrieb ca. 1,3

Millionen m³ Wasser in

Wakenitzhochwasser

den Elbe-Lübeck-Kanal gepumpt. An

dem Einsatz beteiligten sich über 2.300

Feuerwehrleute aus 200 Feuerwehren

Lübecks und den benachbarten Kreisen

sowie der Berufsfeuerwehr Hamburg.

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf

Die Plaketten zur Leistungsbewertung in Silber und Bronze

Foto: Archiv FF Stockelsdorf


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

20

- 1970 -

Die Wehr erhält ihr neues, zweites Einsatzfahrzeug. Am 14. Oktober wird ein nagelneues

TSF/GW übergeben. Nach der Auflösung der Kreisfeuerwehrverbände

Eutin und Oldenburg wird dann der Kreisfeuerwehrverband Ostholstein gegründet.

Feuerwehren aus dem ganzen

Land beim Deichbruch in der

Haseldorfer Marsch

Foto: E. J. Herrmann

- 1976 -

In der Wehr gibt es wieder Überlegungen über

die Gründung einer Jugendfeuerwehr. Neben

Bränden, wie das Feuer in Curau bei einem

Wohnwirtschaftsgebäude, einem Schornsteinbrand

am Mühlenberg, einem Scheunenbrand

in Eckhorst, rückte die Wehr auch zu Sturmund

Pumpeinsätzen in die Haseldorfer Marsch

im Kreis Pinneberg aus. Es gehörte auch zur

Aufgabe in diesem Jahr im Industriegebiet ein

ertrunkenes Kind zu bergen.

Gemeindefeuerwehrtag in

Arfrade

Foto: I. Klawikowski

- 1971 -

Am 14. Mai 1971 wird die Wehr als erste in der Gemeinde Stockelsdorf mit Atemschutzgeräten

ausgerüstet. Bei einem Brand in der Mühle Steinrade, vier Einsätze in

Curau und bei einem Verkehrsunfall leistete die Wehr Hilfe.

- 1972 -

Ferdinand Rickelt wird neuer Wehrführer für Gerd Görke. Das TSF/GW wird mit

Funk ausgerüstet und ein Antrag auf den Bau von Toiletten am Gerätehaus gestellt.

Ausgerückt ist die Wehr in diesem Jahr vor allem zum Brand einer Scheune und

eines Transformators im Industriegebiet.

- 1973 -

Es wird der Antrag auf Anbau einer Toilette erweitert auf den Bau eines größeren

Schulungsraumes mit Toiletten. Besondere Einsätze dieses Jahres waren ein Mähdrescherbrand

in Arfrade, das Großfeuer in Groß Steinrade und ein LKW-Brand in

Dissau.

- 1974 -

Für den Anbau des Schulungsraumes, Toiletten und einer kleinen Küche sind im

Haushalt der Gemeinde 80.000 DM bereitgestellt, im selben Jahr ist Baubeginn, am

21.10. fand dann die Schlüsselübergabe an die Wehr statt. Der erste Einsatz der

Wehr unter Atemschutz erfolgte bei einem Zimmerbrand in der Segeberger Straße.

Bei einem Verkehrsunfall konnten jedoch nur noch Tote geborgen werden.

- 1975 -

Es brennt gleich zweimal die Müllkippe Stockelsdorf, sowie eine Feldscheune auf

dem Gut Schönkamp.

- 1977 -

Das TSF/GW verunfallte auf einer

Einsatzfahrt, der Einsatz stellte sich

später als böswilliger Alarm heraus.

Ein betrunkener Mann musste aus

einem Baum befreit werden. Die

Wehr bestand die Leistungsbewertung

für das Jahresschild. Am 14.05.

feierte die Wehr ihren 90. Geburtstag.

- 1978 -

90 Jahre FF Stockelsdorf

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

Auf der Jahreshauptversammlung ist die Gründung einer Jugendfeuerwehr wieder

im Gespräch, die am 07.07. mit den beiden ersten Jugendwarten P. Dornheim und

H.-J. Stuhr aus unserer Wehr gegründet wurde. Wehrführer Rickelt gibt sein Amt

aus gesundheitlichen Gründen zurück und wird Ehrenmitglied. Neuer Wehrführer

wird Helmut Stuhr, Rickelts ehemaliger Stellvertreter. Das LF 8 wurde nach 35-

jähriger Dienstzeit ausgemustert.

Das 1979 angeschaffte LF 8

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

- 1979 -

Am 26. Mai wird ein neues Löschgruppenfahrzeug

LF 8 übergeben. Ein Großfeuer

in Arfrade, ein Schornsteinbrand in

der Ahrensböker Straße und ein Verkehrsunfall

auf der A1 bei Bad Schwartau

beschäftigten die Wehr, bei einem Wohnungsbrand

wird eine Person über die

Leiter gerettet.


21

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

- 1980 -

Es wird der Antrag auf einer Erweiterung der Fahrzeughalle an die Gemeinde gestellt.

Zu den bemerkenswerten Einsätzen diesen Jahres zählt der Großbrand der

Lackiererei Johannisson, ein Feuer in Curau und ein Küchenbrand im Eichenweg.

- 1981 -

Zwei Großbrände beschäftigen die Wehr genauso wie die Serie von fünf brennenden

Gartenbuden innerhalb von zwei Monaten. Auch die Zahl der Hilfeleistungen

steigt stetig, so musste z.B. ein Giebel eingerissen werden.

- 1986 -

Der Reaktorunfall in Tschernobyl hat auch Stockelsdorf erreicht, so muss die Wehr

zu mehreren Messeinsätzen ausrücken.

- 1982 -

Der beantragte Anbau des Gerätehauses wird aus Geldnöten verschoben. Zu den

Einsätzen diesen Jahres zählen ein Großbrand im Schulweg, eine brennende Garage

mit abgestelltem PKW in der Auguststraße. Zusätzlich musste eine Katze vom

Baum geholt und viele Türen geöffnet werden.

- 1983 -

Die Wehr erhält eine neue Satzung. In der Gemeinde Stockelsdorf wird der bundeseinheitliche

Notruf 112 eingeführt.

- 1984 -

Am 27.04. wird durch die Gemeinde ein gemeinsames Gerätehaus für beide Ortswehren

angesprochen. Der Grund dafür ist eine immer größer werdende Brandbelastung

und die damit verbundenen Fahrzeuginvestitionen. Auch sind die Gerätehäuser

der Wehren Mori und Stockelsdorf zu klein.

- 1985 -

Die Überlegung, die zu klein gewordenen Gerätehäuser Stockelsdorf und Mori

aufzugeben und dafür am Standort Mori ein neues, großes Gerätehaus zu bauen,

wird durch den Gemeindewehrführer wieder aufgegriffen. Dieser Gedanke nach

einer gemeinsamen Feuerwache wird jedoch im Laufe der Zeit verworfen. Die

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf tritt der Sterbekasse des Kreisfeuerwehrverbandes

bei. 32 Einsätze meisterten die 26 Mitglieder der Wehr in diesem Jahr.

Peter Dornheim beginnt in diesem Jahr erstmals mit der Brandschutzerziehung im

Rahmen einer Projektwoche in der Realschule Stockelsdorf.

Die Mannschaft zum 100. Jubiläum 1987

- 1987 -

Im Jahr des 100-jährigen Bestehens der FF Stockelsdorf erhält die Wehr ihre ersten

drei Handfunkgeräte. Im Mai wird das Jubiläum gebührend gefeiert.

- 1989 -

Die Brände im HL-Markt, bei Familie Schwantes und bei der Lackiererei Johannisson

zählen in dem Jahr 1989 zu den herausragenden Ereignissen.

Peter Dornheim bei der ersten Brandschutzerziehung

in der Realschule Stockelsdorf

Foto: LN, M. Gundermann

Brand des HL Markt in der Ahrensböker Straße

Heute steht an der Stelle das Wohn– und Geschäftshaus mit Penny

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

22

- 1990 -

Es wird der Antrag auf eine Erweiterung bzw. einen Neubau des Gerätehauses

gestellt; die Gemeinde teilt mit, in den nächsten 5 Jahren ist mit keinem neuen

Gerätehaus zu rechnen.

- 1991 -

In Stockelsdorf wird jetzt auch mit der Brandschutzaufklärung

für Erwachsene begonnen.

- 1992 -

Die Gemeindeverwaltung bekommt vom Hauptausschuss

den Auftrag zu prüfen, in welcher Form, ob

Anbau oder Renovierung, eine Verbesserung der

Situation bei der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf

erreicht werden kann.

Ein Brandstifter hielt die Wehr in Atem. Unter anderem

ging das Feuer in der Alten Marzipanfabrik, bei

dem auch ein Feuerwehrmann der Lübecker Berufsfeuerwehr

verunglückte, auf sein Konto. An der

Stelle des Fabrikgebäudes steht jetzt das Hotel

„Lübecker Hof“.

Feuer in der alten Marzipanfabrik

Foto: LN, W. Maxwitat

- 1993 -

Auf Initiative der Wehr finden erste Gespräche über eine Erweiterung des Gerätehauses

mit den politischen Parteien statt. Das Ergebnis ist, dass für ein neu zu

beschaffendes, drittes Fahrzeug eine Halle angebaut werden soll. Im August wurde

ein Beschaffungs- und Alarmierungskonzept für den Ort Stockelsdorf beschlossen,

wobei die FF Stockelsdorf neben der Brandbekämpfung Hilfeleistungen, wie z.B.

Türöffnungen, sowie Gefahrguteinsätze übernehmen soll. Zu Verkehrsunfällen und

Bränden werden weiterhin beide Ortswehren (Stockelsdorf und Mori) alarmiert.

- 1994 -

Die Aussicht auf den schon lange diskutierten Neubau eines Gerätehauses wird,

„laut Investitionsplan“, auf mindestens 1998 vertröstet. Daher soll der Anbau als

Notlösung bis zum Herbst verwirklicht werden, wobei statt 100.000 DM nur noch

75.000 DM zur Verfügung standen.

- 1996 -

Fast das ganze Jahr wird am Anbau gearbeitet, im April ist dann Richtfest für den

ersten Bauabschnitt. Nach einigem Hin und Her um die Beschaffung des LF 8/6,

wurde dieses im Januar endlich bestellt. Zwar möchte die Wehr ein LF 16, die

Gemeinde beschafft aber nur ein LF 8/6 auf 9,5 t Fahrgestell. Gleichzeitig wird die

Gefahrgutausbildung zusammen mit der FF Bad Schwartau begonnen. Elf Kameraden

starten mit dem Erwerb des Führerscheins Klasse 2, den sie im Dezember

erwerben, pünktlich zur Auslieferung des neuen LF 8/6 durch die Firma Schlingmann

am 12.12.1996. Schon vier Tage später fährt das neue Fahrzeug seinen ersten

Einsatz.

- 1997 -

Alle im Einsatz befindlichen Kameraden erhalten Nomex-Einsatzjacken, die von

der Jebsen - Stiftung gesponsert, sowie aus Förderbeiträgen finanziert werden.

Gleichzeitig beginnt die Ausrüstung mit Drägerhelmen. Am 20. März wird Jan-

Christian Wienandt neuer Ortswehrführer für Helmut Stuhr, sein Stellvertreter wird

Thorsten Pichura. Im Mai ist dann Einweihung des umgebauten Gerätehaus mit

Anbau, wobei aus dem ursprünglichen Anbau, der aus einem mit Blech benageltem

Holzgestell bestehen sollte, eine komplett neue Fahrzeughalle mit Funkraum, zwei

Werkstätten und einem Büro wurde. Hinzu kam die Erweiterung und der Umbau

des Toiletten – / Küchenbereiches. Hier entstanden eine Atemschutzwerkstatt, neue

größere Toiletten und ein Vorratsraum für die Küche. Es muss an dieser Stelle

erwähnt werden, dass ohne die großzügigen Spenden Stockelsdorfer und Lübecker

Betriebe dieser Umfang an Baumaßnahmen nicht möglich gewesen wäre. Im

Herbst des Jahres wird die Wehr gemeinsam mit der F.F. Bad Schwartau als Gefahrguterkundungseinheit

des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein anerkannt.

Nach dem Brand des Reetdachhauses von Familie Schwantes treten der Wehr

spontan mehrere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung bei. Sie wollen die sehr

dünne Personaldecke am Tage verstärken. Aus der anfänglichen Regelung, nur in

deren Arbeitszeit Einsatzdienst zu leisten, hat sich bei allen eine volle Mitgliedschaft

entwickelt.

- 1995 -

Zusammenarbeit mit dem Leiter des techn. Bauamtes, Herrn Auerbach, ergreift die

Wehr wiederum die Initiative. In langen Gesprächen ermöglicht erst die Zusage auf

Eigenleistungen durch die Wehr den Planungsbeginn des Bauvorhabens. Parallel

beginnen die Planungen für das

neue Löschgruppenfahrzeug. Im

Oktober starten endlich die

Arbeiten für den Anbau an das

vorhandene Gerätehaus, der sich

später als größerer Anbau sowie

auch Umbau gestaltet.

Im Dezember 1995 wurde das

Dänische Bettenlager in Stockelsdorf

ein Raub der Flammen.

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

Brand des Reetdachhauses 1997

Dänisches Bettenlager

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

Foto: LN, M. Gundermann


23

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

- 1998 -

Im Februar übernimmt die Wehr ein 6 Jahre altes LF 8 von der Feuerwehr Mori,

das in Eigenleistung instand gesetzt und umgebaut wird. Christoph Dornheim und

Mathias Fock aus der FF Stockelsdorf übernehmen die Leitung der Jugendfeuerwehr.

Auf Initiative der Stockelsdorfer Wehr wird der JF

im Juli anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums ein MTW

gestiftet. Erstmals in der Geschichte der Wehr werden in

einem Jahr mit 107 mehr als 100 Einsätze gefahren, unter

anderem ein Feuer in Bad Schwartau, bei dem der „Alte

Speicher“ vollständig abgebrannt ist und das Feuer in der

Stockelsdorfer Diskothek Abaco, das nach einem Einbruch

gelegt wurde.

Das Abaco in Flammen

Foto: LN, W. Maxwitat

Der Alte Speicher

in Bad Schwartau

Foto: LN

- 1999 -

Ihr 112-jähriges Bestehen feiert die Wehr 1999. Die Zielsetzung für die Zukunft ist

es, die geleistete Arbeit der Vergangenheit zu festigen, schneller, besser und moderner

zu werden und den niedrigen Altersdurchschnitt zu halten. Unser Wehrführer

und sein Stellvertreter treten überraschend zurück, neuer Wehrführer wird Jens

Brüggemann, Stellvertreter Mathias Fock. Als besondere Einsätze ist ein Feuer auf

dem Gut Bohnrade wo ca. 18.000 Legehühner ums Leben kamen und ein Feuer in

„Schneller Retter“ hieß eine Übung auf dem Übungsplatz Putlos der Bundeswehr,

an der die Feuerwehr Stockelsdorf zusammen mit anderen Feuerwehren, dem

THW, dem DRK und der Bundeswehr teilgenommen haben. Diese Übung wird seit

diesem Jahr jedes Jahr wiederholt.

- 2001 -

Ein Feuer in einem Einfamilienhaus, wobei der Bewohner leider nur noch tot geborgen

werden konnte, zählte zu den spektakulären Einsätzen. Seit diesem Jahr

präsentiert sich die Feuerwehr Stockelsdorf auch im Internet. Im Oktober 2001

wurde ein neues MZF in Dienst gestellt, das Fahrzeug wurde gebraucht gekauft, rot

lackiert und zum großen Teilen in Eigenleistung ausgebaut. Nach dem grauenvollen

Terroranschlägen am 11. September in den USA hat auch die Feuerwehr Stockelsdorf

etwas davon zu spüren bekommen! Die vor ein paar Jahren aufgestellte

Erkundungseinheit musste etliche Male zu Einsätzen ausrücken. Nachdem einige

Verrückte in den USA Milzbrand Bakterien ausgesetzt hatten, sie sorgten für Angst

und Panik, schwappte die Welle natürlich auch zu uns herüber. Einige Trittbrettfahrer

hatten nichts anderes zu tun, als irgendwelches Pulver in Tüten oder Kartons

liegen zulassen, die wir mit der FF Bad Schwartau zusammen in unserem Alarmbereich

räumen mussten. Das Parkfest ist 2001, auf Grund des 11. September ausgefallen.

- 2002 -

Die Feuerwehr Stockelsdorf ist zu 168 Einsätzen ausgerückt. Bereits zum Jahreswechsel

2001/2002 brannte ein Gewächshaus im Schulweg vollständig nieder.

Löschangriff beim brennenden Gewächshaus

Foto: LN, W. Maxwitat

Besonders zu erwähnen sind neben den Bränden bei der Fa. Knauf und in einer

Röstanlage der Fa. Lubeca auch die 82 Unwettereinsätze!

Feuer auf dem Gut Bohnrade

Foto: LN, H. Kröger

Pohnsdorf, bei dem das Haus einer Kameradin völlig zerstört wurde, zu erwähnen.

Nach dem Feuer in Pohnsdorf wurde für unsere Kameradin und ihrer Familie eine

Riesen Spendenaktion, „Köthe hilft helfen“, bei RSH gestartet.

- 2000 -

Der Jahrtausendwechsel! Auf Grund des Jahrtausendwechsels wurde die Feuerwehr

Stockelsdorf in Alarmbereitschaft versetzt und verbrachte die Sylvesternacht

ins Jahr 2000 im Gerätehaus, glücklicher weise passierte nichts.

Lager der Fa. Knauf, 400 Mio. Eisstiele wurden ein Raub der Flammen

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf und LN,


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

24

- 2003 -

Der Wunsch nach einem Pritschenwagen wird geäußert, da die Transportmöglichkeiten

von Gerätschaften insbesondere auf Grund der gestiegenen Gefahrguteinsätzen

sehr begrenzt sind. Ein Carportbrand in Eckhorst entwickelte sich zu einem

Dachstuhlbrand.

- 2004 -

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist stark angestiegen, wo wir leider auch Tote zu

beklagen hatten. Ein angebliches Feuer bei der Fa. Altropol entpuppte sich zu einem

Gefahrguteinsatz, wobei die Einsatzschutzbekleidung der eingesetzten Kräfte

und eine Vielzahl der Gerätschaften kontaminiert wurden und erneuert werden

mussten. Es wurde erneut darauf hingewiesen, dass die Anschaffung eines Pritschenwagen

sinnvoll und wichtig ist. Die Übung „Schneller Retter“ wurde in diesem

Jahr von der Feuerwehr Stockelsdorf auf dem Übungsplatz Wüstenei in Eckhorst

ausgerichtet.

- 2005 -

Mathias Fock ist zum Wehrführer und Marc Meinke zum Stellvertreter gewählt

worden. Ein Hochleistungslüfter und eine Rettungsplattform wurden angeschafft.

- 2006 -

Die Kuh „Molly“ ist im Stall eingebrochen

und wurde durch die Feuerwehr aus dem

Gülleschacht befreit! Die Feuerwehr hat

gegenüber der Gemeinde

mal wieder

die Platzsituation

angesprochen und

einen Neubau oder

Erweiterungsbau zur

Sprache gebracht!

- 2007 -

120 Jahre nach der

Gründung der Feuerwehr

Stockelsdorf kam das Sturmtief „Kyrill“ nach Deutschland. Diese Wettererscheinung

verursachte in Stockelsdorf

glücklicherweise nur für 4 Einsätze! Ein

weiterer besonderer Einsatz war ein Kellerbrand

in einem Einfamilienhaus. Aufgrund

der starken Hitzeentwicklung bestand

für das Gebäude nach kürzester Zeit

Einsturzgefahr, sodass das THW zum

Abstützen der Kellerdecke nachalarmiert

werden musste um die Nachlöscharbeiten

durchführen zu können.

Die Kellerdecke nach dem Brand

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

- 2008 -

Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Stockelsdorf

wird 30 Jahre alt und bekam

einen neuen MTW von der Gemeinde zum Geburtstag! Der Zusammenschluss der

Wehren Mori und Stockelsdorf wurde seitens der Feuerwehr Stockelsdorf angeregt

und in einer gemeinsamen Mitgliederversammlung besprochen und diskutiert.

Aufgrund der mehrheitlichen Ablehnung der Morier Kameraden war dann diese

Idee vorerst wieder vom Tisch. Die in 2006 angesprochene Platzsituation im Gerätehaus

wurde seitens der Gemeindeverwaltung aufgegriffen und durch einen Architekten

überprüft. Ein Fahrzeug- und Gerätehauskonzept wurde durch eine Arbeitsgruppe

des Vorstandes erarbeitet und der Verwaltung vorgelegt.

- 2009 -

Mit der Freigabe der BAB A 20 zwischen dem Kreuz Lübeck und Geschendorf hat

sich das Einsatzgebiet für die Wehr, im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe,

noch etwas erweitert. Auch 2009 war die Platzsituation im Gerätehaus wieder

Thema.

Das HLF 20/16

werden konnte:

Unser neues HLF 20/16

- 2010 -

Der Winter 2010 hat auch der Feuerwehr Stockelsdorf einiges an Arbeit verschafft,

so musste z.B. das Dach der Gemeinschaftsschule

von den Schneemassen befreit werden.

Des Weiteren wurden wir zur Unterstützung

der FF Bad Schwartau bei einem Gebäudebrand

gerufen und hatten dort mit extremen Frost zu

kämpfen.

Neben den 121 Einsätzen in 2010 wurden aber

auch viele Gespräche mit der Gemeinde geführt

und reichlich geplant, sodass kurz vor Weihnachten

der Erfolg der Gespräche und Planungen

bei der Fa. Ziegler in Rendsburg abgeholt

- 2011 -

2011 soll ein Jahr werden, welches die Feuerwehr Stockelsdorf nicht so schnell

vergessen wird. Erst musste ein ganzer Straßenzug wegen einer defekten Gasleitung

evakuiert werden. Nur eine Woche später

entwickelte sich ein brennender Vulkanisierungsofen

zu einem Großbrand, bei dem zwei

unser Kameraden

verletzt wurden.

Das neue HLF

20/16 wurde im

Januar von der

Bürgermeisterin

übergeben und

unser altes LF 8

konnte bei der

Gelegenheit an die

Feuerwehr Obernwohlde

übergeben

werden und bleibt

somit in der Gemeinde.

Foto FF Timmendorfer Strand

Feuer bei der Fa Kobau

Ein neues Gerätehaus wurde der Feuerwehr Stockelsdorf

auch in Aussicht gestellt und als Termin wurde

in der Presse 2014 genannt.

Foto Benjamin Helms

Die PSA der verletzten

Kameraden

Foto: Archiv FF Stockelsdorf

- 2012 -

heißt es 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf


25

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf

Lübecker Nachrichten


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

26

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27

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Stockelsdorf

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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Mathias Fock,

Ortswehrführer der Feuerwehr Stockelsdorf

Ahrensböker Strasse 98c

23617 Stockelsdorf

Telefon: 0451-4992510

Fax: 0451-88998691

E-Mail: Wehrfuehrer@ff-stockelsdorf.de


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

28

NOTRUF

Telefonnummern:

Polizei 110

Feuerwehr 112

Rettungsdienst 112

Bitte beachten Sie bei jedem Anruf die fünf W´s, damit Ihnen auch schnell geholfen werden kann:

Wer meldet (Vorname, Name und Ort)

Was ist passiert (Unfall, Gebäudebrand, Flächenbrand)

Wo ist es passiert (Ort, Strasse, Hausnummer, Stockwerk)

Wie viele Menschen in Gefahr (sind Menschen eingeklemmt, sind Menschen eingeschlossen)

Warten auf Rückfragen (erst auflegen, wenn die angerufene Stelle sie hierzu auffordert, ggf. sind noch weitere Informationen notwendig)

Der Notruf 112 ist eine europaweite einheitliche Notrufnummer, über die in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Feuerwehr und der Rettungsdienst erreicht

und alarmiert werden können. Der so genannte "Euro-Notruf 112" bietet eine verlässliche Verbindung zu einer Leitstelle, die je nach Notfall Polizei, Feuerwehr

oder Rettungsdienst alarmiert. Neben dem Euro-Notruf sind die nationalen Notrufnummern ebenfalls gültig, etwa in Deutschland der Polizei-Notruf 110.

Die Rettungskarte

Die Autos werden heute immer sicherer. Im ersten Moment schützt dies die Insassen, aber es kann für Rettungskräfte auch zum Problem werden: die Sicherheitsmechanismen

können bei der Rettung wertvolle Zeit kosten und sogar die Rettungskräfte und die Patienten verletzen.

Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften

nicht immer bekannt. Für schnellere Rettung sorgt nun die von den Automobilclubs, dem VDA (Verband der Automobilindustrie) und aller namhafter Autohersteller

eingeführte und als Standard geforderte Rettungskarte.

Die Rettungskarte zeigt alle wichtigen Teile in einem übersichtlichen Schema: Airbags, Gasdruckdämpfer, Gurtstraffer, Karosserieversteifungen, Batterie, etc.

Und so funktioniert's:

Auf http://www.adac.de die richtige Rettungskarte für das Auto ausdrucken oder direkt beim ADAC geben lassen.

Den Ausdruck in die Sonnenblende über dem Fahrsitz stecken.

Um die Rettungskräfte über das Vorhandensein einer Rettungskarte zu informieren gibt es beim ADAC Aufkleber.


29

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Rauchmelder = Lebensretter

Vorbeugender Brandschutz mit Rauchmeldern

Feuerwehrstatistiken belegen, dass nach Ausbruch eines Brandes im Durchschnitt vier

Minuten zur Flucht bleiben. Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig vor der Gefahr, noch

bevor sich die tödlichen Rauchkonzentrationen gebildet haben.

In einem Brandversuch des Bundesamtes für Materialforschung (BAM) im Jahre 2007 gemeinsam

mit der Berliner Feuerwehr alarmierte der Rauchmelder bereits 2 Minuten nach dem Brandausbruch,

es blieben weitere 2 Minuten, um ungefährdet den Raum zu verlassen.

Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und

verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.

Aus diesem Grund haben sich Rauchmelder als Lebensretter und wesentlicher Bestandteil

des vorbeugenden Brandschutzes bewährt.

Worauf Sie achten sollten

Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN

14604“ versehen sind. Beachten Sie: Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern

besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf.

Wenn Sie zusätzlich sicher sein wollen, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen

durch Dritte unterliegt, können Sie auf Rauchmelder achten, die von notifizierten Prüfinstituten

wie VdS und Kriwan zertifiziert wurden.

Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, empfiehlt das Forum Brandrauchprävention

zudem Rauchmelder, die über eine Batterie mit einer Lebensdauer von 10 Jahren verfügen.

Wenden Sie sich an den Elektro- und Sicherheitsfachhandel und lassen Sie sich beraten.

Gesetzliche Mindestanforderung

Kleinwohnung

3-Zimmer-Wohnung

Einfamilienhaus


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

30

Daniel Wriggers, René Andersch, René Lexow, Mikail Ch

Jan Kruse, Roland Becker, David Pasdzierny, Johannes Wulf, Christoph Dornheim, Victor Kaczkow

Mathias Fock, Peter Dornheim, Benjamin Ahrens, Brigitte Mehl, Kai Krüger, Christian Evers, Martin da Silva, Bernd

Dennis Wichelmann, Manfred Stuhr, Sonja Schmaal, Janina Baar, Yorck Heg

Nicht auf dem

Sabrina Klingenberg, Jennifer Kendziorra, Florian Kendziorra, Christian Garr, Fran

Willi Schumacher, Helmut Stuhr, Ge


31

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

ail Chapar, Markus Demmler, Claus Meinke, Steve Prüß

aczkowski, Christian Plath, Thore Trampenau, Torben Hempel, Norbert Plitt, Maximilian Brandes

Bernd Visser, Hans-Jürgen Schulke, Dieter Wengatz, Peter Zippert, Karl Grube, Ann-Kristin Themer, Marc Meinke

ck Heger, Marcus Fischer, Samet Savac, Bennet Roos, Florian Riepenhausen

uf dem Foto:

, Frank Lange, Patrick Nieland, Jörg Matthusen, Tim Sverre Quandt, Ferenc Scheel,

hr, Gerhard Klein, Heinrich Kibbel


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

32

Wehrvorstand

im Jahre 2012

Hauptbrandmeister**

Mathias Fock

Ortswehrführer seit

2005

mit den stellv. Gruppenführern

Oberbrandmeister

Marc Meinke

Stellv. Ortswehrführer seit

2005

OLM Claus Meinke

Gruppenführer seit

2006

HFM** Jan Kruse

Stellv. Gruppenführer seit

2012

Kreisausbilder Atemschutz

OLM René Lexow

Gruppenführer seit

2012

HFM** Christian Plath

Stellv. Gruppenführer seit

2011

LM`in Sonja Schmaal

Schriftführung seit 2001

Gefahrgutgruppenführerin

Kreisausbilderin Gefahrgut

LM Kai Krüger

Gerätewartung seit 2005

Brandschutzerziehung

Ausbilder Truppmann

HFM*** Bernd Visser

Kassenführung seit 2005

HFM** Daniel Wriggers

Stellv. Gefahrgutgruppenführer


33

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Funktionsinhaber

im Jahre 2012

1. HBM Peter Dornheim

Gemeindewehrführer

Beisitzer im KFV-OH

Brandschutzerziehung

Ausbilder Truppmann

Wehr-, Gemeinde- und Kreisebene

HFM*** Christian Evers

Stellv. Gemeindejugendfeuerwehrwart

HLM** Dennis Wichelmann

Kreisausbilder Atemschutz

OBM Christoph Dornheim

Stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart

FF Jennifer Kendziorra

Fachbereichsleiterin Jugendarbeit

der Kreisjugendfeuerwehr

Ostholstein

FFA Brigitte Mehl

Feuerwehrseelsorge

HFM** Florian Riepenhausen

Atemschutzgerätewart (Wehr)

LM Peter Zippert

Brandschutzerziehung

Ausbilder Truppmann

FM Bennet Roos

Funkgerätewart (Wehr)

HFM*** Marcus Fischer

Sicherheitsbeauftragter

(Wehr)


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

34

Ehrenmitglieder

im Jahre 2012

BM Helmut Stuhr

Ehrenmitglied seit 2000

OLM Willi Schumacher

Ehrenmitglied seit 1991

OLM Heinrich Kibbel

Ehrenmitglied seit 1994

LM Gerd Klein

Ehrenmitglied seit 1999

LM Karl Grube

Ehrenmitglied seit 2010


35

_

125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Parkfest

Es ist zwar noch nicht so alt wie unsere Wehr – gehört aber dennoch schon zur Tradition unsere Feuerwehr und der

Gemeinde Stockelsdorf: Das Parkfest.

Am 21. August 1981 ins Leben gerufen ist unser Parkfest seit über 30 Jahren fester Bestandteil des Stockelsdorfer

Veranstaltungskalenders. In den letzten 31 Jahren war es immer das Party-Highlight in der Gemeinde; nur in einem

Jahr fiel die Veranstaltung im Herrengarten aus. Aufgrund der Anschläge auf das

New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 entschieden die Kameradinnen

und Kameraden damals, die Party kurzfristig abzusagen.

Aus diesem Grund haben wir neben dem 125- jährigen Gründungsfest in diesem Jahr

ein weiteres Jubiläum:

am 15.September 2012

Parkfest 2008

findet das Parkfest zum 30. Mal statt. Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf zahlreiche

Gäste.

Immer nach der Ferien- und Urlaubszeit steht in Stockelsdorf am dritten Septemberwochenende

die größte Party des Jahres für Jung und Alt vor der Tür. Drei Spielmannszüge

– in den letzten Jahren der Spielmannszug Rot-Weiß Moisling, Spielmannszug

VfL Bad Schwartau und Lübecks Freibeutermukke- begleiten dann die

Besucher in den Herrengarten. Startpunkte sind schon traditionell die Breslauer Straße,

der Rathausmarkt und der Rotdornweg, an denen sich immer mehr als 1.000 Bürger der Gemeinde, aber auch Gäste aus der näheren Umgebung treffen, um gemeinsam

in Richtung Herrengarten aufzubrechen.

Im Herrengarten sorgen einige Schausteller für die Unterhaltung der kleinen Gäste. Nach einer Runde mit der Eisenbahn oder den Quadts können sich die jungen Besucher

eine Cola, gebrannte Mandeln oder Zuckerwatte schmecken lassen. Für die Eltern und die anderen Gäste halten wir Fassbier, Cocktails und Mixgetränke bereit.

Vom Holzkohlegrill servieren die Kameradinnen und Kameraden Nackensteaks oder

Bratwürste.

Hinter dem Fest steht ein großer organisatorischer Aufwand. Bereits im Frühjahr jeden

Jahres starten die Vorbereitungen. Die entsprechenden Genehmigungen müssen eingeholt,

die Schausteller angesprochen, die Plakate gedruckt und die Getränke und Speisen

bestellt werden. Der Auf- und Abbau geschieht dann in den beiden Tagen vor bzw. nach

dem eigentlichen Fest.

Die Mühe hat sich aber bisher immer gelohnt: Der Erlös kommt nämlich der Kameradschaftskasse

zu Gute. Aus ihm werden

Ausrüstungsgegenstände für den Einsatzalltag

aber auch Einrichtungsgegenstände

für das Gerätehaus oder sonstige

Kleinigkeiten für die Kameradinnen

und Kameradin finanziert. Einmal in

der Geschichte des Parkfestes wollten

Einbrecher dies verhindern, als sie im

Jahr 2008 in der Nacht nach dem Parkfest

in unsere Unterkunft im Bäckergang

eindrangen und das gesamte

Gerätehaus auf den Kopf stellten. Bis

auf einen erheblichen Vandalismusschaden

ging der Vorfall aber glimpflich

aus.

Wir bedanken uns bei allen Besuchern in den 31 Jahren für den stets sehr guten Zuspruch

und die Unterstützung.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 15. September 2012.

Parkfest 2006


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Interessengemeinschaft der Motorrad fahrenden Feuerwehrleute

Gegründet 16.12.2003 www.feuerwehrbiker-sh.de

„Mach Dich sichtbar…

Der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf übermitteln die FLAMING STARS Schleswig-Holstein kameradschaftliche Grüße und wünschen ein würdiges Jubiläumsfest

zum 125-jährigen Bestehen.

Der freiwillige und ehrenamtliche Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf ist ein Dienst an der Allgemeinheit, der ernstes soziales Engagement bedeutet. Seit

125 Jahren ist die Wehr auch unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde Stockelsdorf.

In dieser Feuerwehr verrichten Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Bevölkerungsschichten zu jeder Tages– und Nachtzeit ihren ehrenamtlichen Dienst für die

Solidargemeinschaft. Auch in der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf gibt es Personen, die das Motorradfahren zu ihren weiteren Hobbys zählen.

„Mach Dich sichtbar“ lautet das Jahresmotto der Flaming Stars, der im Dezember 2003 im Kreis Segeberg gegründeten Interessengemeinschaft der Motorrad fahrenden

Feuerwehrleute. Ein besonderes Anliegen der Feuerwehr-Biker ist, neben dem Spaß am Motorradfahren, die Werbung für das Feuerwehrwesen. Hinzu kommt das

soziale Engagement, beispielsweise für Projekte gegen Kindesmissbrauch oder der Unterstützung schwerstkranker Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens

stehen. Seit Bestehen der Gemeinschaft konnten mehrere tausend Euro gesammelt und sozialen Kinder- und Jugendprojekten gespendet werden.

Die FLAMING STARS Schleswig-Holstein wünschen der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf ein würdiges Jubiläumsfest zu Ihrem 125-jährigen Bestehen.

Aktuelle Informationen über die FLAMING STARS können im Internet unter der

Adresse www.feuerwehrbiker-sh.de recherchiert werden.

Werner Stöwer

Sprecher der FLAMING STARS

Jan Karnowski

Beauftragter der FLAMING STARS

Kreis Ostholstein

Wie es zu dem Namen FLAMING STARS kam:

Der Name FLAMING STARS stammt von Elvis Presley. Dieser drehte den Film „Flaming Stars“ im September 1960. Das gleichnamige Lied nahm er am 7. Oktober

1960 in Hollywood auf. Das Wort „Flaming“ steht für Feuerwehrleder im Einsatz und „Stars“ für den Stern, der sich den Betroffenen zeigt, wenn Retter nahen. Werner

Stöwer, Gründer der Flaming Stars, ist Fan von Elvis und gab der Interessengemeinschaft bei der Gründung am 16.12.2003 den Namen Flaming Stars.


37

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

.4. Feuerwehrbereitschaft des Kreis Ostholstein

Die Gliederung der Feuerwehrbereitschaften ist landesweit einheitlich per Erlass des Innenministeriums Schleswig-Holstein vom Mai 2008 geregelt, wobei die einzelnen

Bereitschaften aus unterschiedlichen Feuerwehren gebildet werden. Sie dienen der kreis- und landesübergreifenden Hilfe bei der Bewältigung unterschiedlichster Großschadenslagen,

wie etwa die tragische Massenkarambolage, die sich auf einem Autobahnteilstück in der Nähe von Rostock ereignete. Bus-, und Zugunglücke, aber auch

Flugzeugabstürze stellen weitere mögliche Einsatzszenarios dar.

Das HLF 20/16 der Feuerwehr Stockelsdorf gehört zum 3. Zug der 4. Feuerwehrbereitschaft des Kreis Ostholstein.

Die technische Bereitschaft mit ihren drei Zügen soll mit ihren Spezialgeräten und ihrer verkürzten Hilfsfrist auch innerhalb des Kreises Ostholstein vermehrt bei derartigen

technischen Gefahrenlagen zum Einsatz kommen. Dazu werden die Züge von nun an jedes Jahr gemeinsam üben, um neben den Fachkenntnissen, die regelmäßig auf

kommunaler Ebene geschult werden, auch die taktische Zusammenarbeit innerhalb der Bereitschaft zu trainieren

Bereitschaftsführung: 1.HBM Reinhard Wendt

1. Zug 2. Zug 3. Zug

ELW

FF Heiligenhafen

MTW

FF Neudorf

ELW

FF Bad Schwartau

MTW

FF Heiligenhafen

RW 2

FF Eutin

RW 1

FF Bad Schwartau

RW

FF Heiligenhafen

HLF 20/16

FF Neustadt i. H.

LF 10/6

FF Gnissau

Die 4. Feuerwehrbereitschaft

bei einer Übung in Oldenburg/H.

LF 16/12

FF Lensahn

LF 16/12

FF Oldenburg i. H.

TLF 16/25

FF Süsel

HLF 20/16

FF Stockelsdorf

LF 8/6

FF Sereetz

Der 3. Zug der 4. Feuerwehrbereitschaft

4. v. l. das HLF 20/16 der FF Stockelsdorf

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf

Unser Glückwunsch zum 125. Jubiläum gilt den stolzen,

hilfsbereiten & couragierten freiwilligen Feuerwehrleuten

unserer Gemeinde Stockelsdorf

Segeberger Strasse 9 Email: Geschäftsführer:

23617 Stockelsdorf info@luetgens.biz Andreas Harder

Telefon: 0451/290390

Internet:

Telefax: 0451/2903950 www.luetgens.biz

Öffnungszeiten: Montag - Freitag 8:00 - 12.30 und 13.00 - 16:45


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Gefahrgut-Erkundungsgruppe Stockelsdorf

Löschzug Gefahrgut Ostholstein-Süd

Zu dem Aufgabenbereich der Feuerwehr Stockelsdorf gehört nicht nur die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung innerhalb der Gemeinde

Stockelsdorf. Die Feuerwehr Stockelsdorf unterhält zusätzlich eine Gefahrgut-Erkundungsgruppe. Sie ist Bestandteil des Löschzuges Gefahrgut des

Kreises Ostholstein.

Aufgrund der Größe des Landkreises gibt es in Ostholstein für den nördlichen und den südlichen Bereich je einen eigenen Löschzug Gefahrgut. Im

Norden bilden die Gruppen der Feuerwehren Bisdorf-Hinrichsdorf, Heiligenhafen, Oldenburg und Eutin den Löschzug Gefahrgut Ostholstein-Nord.

Die Erkundungsgruppen der Feuerwehr Neustadt, Ahrensbök, Bad Schwartau und Stockelsdorf bilden zusammen den Löschzug Gefahrgut Ostholstein-Süd.

Das Einsatzgebiet unserer Erkundungsgruppe erstreckt sich somit hauptsächlich auf den Süden des Kreis Ostholstein - bei Bedarf aber auch auf den gesamten

Kreis.

Das Einsatzspektrum erstreckt sich über den gesamten Bereich der atomaren, biologischen und chemischen Gefahren. Dazu gehören neben der Beseitigung ausgetretener

Chemikalien auch die Prüfung von Gasgeruch, Messung von Brandgasen, Entnahme von Proben sowie die Dekontamination von Personen.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben ist häufig spezielle Ausrüstung erforderlich. Hierzu sind die Gefahrgutgruppen mit extra Equipment ausgestattet. Für die Einsatzkräfte

steht spezielle Schutzkleidung zur Verfügung, die sie z.B. vor ätzenden Flüssigkeiten, giftigen Dämpfen und auch radioaktiver Strahlung schützen. Des weiteren werden

verschiedene Messgeräte vorgehalten, um verschiedene Stoffe nachweisen oder bestimmen zu können. Hinzu kommen Gerätschaften, um Leckagen abzudichten oder die

Stoffe aufzufangen und umzupumpen.

Auch an das Personal werden erweiterte Anforderungen gestellt. So werden alle Mitglieder der Erkundungsgruppe in extra Gefahrgutlehrgängen für die Einsätze geschult.

Einmal im Monat trifft sich die Gefahrgutgruppe zu einem Ausbildungsdienst, der zusätzlich zum regulären Feuerwehrdienst stattfindet, um das Wissen auf aktuellem

Stand zu halten. Zusätzlich finden jährlich ein oder mehrere Ausbildungstage und Übungen statt.

Wilhelm-Maybach-Str.2, 23617 Stockelsdorf Tel. 0451/496080/ Mobil 0151/ 26409701

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39

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Bilder der Erkundungseinheit

Übung in Eutin 2012

Übung auf der Teerhofsinsel

Übung in Eckhorst

Übung auf der Teerhofsinsel

Ausbildung Massendekon im Herrengartenpark

Ausbildung ABC Erkundung

Gefahrguteinsatz in Niendorf/Ostsee

Gefahrguteinsatz in Timmendorfer Strand

Übung in Eutin 2012

Ausbildung Massendokon im Herrengartenpark

Übung in Stockelsdorf

Fotos: Archiv FF Stockelsdorf

FF Ahrensbök


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Zur 125 Jahr-Feier

wünschen wir auch weiterhin alles Gute.


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Einsatzfahrzeuge 2012


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf unterhält im Jubiläumsjahr drei Einsatzfahrzeuge

(HLF 20/16, LF 8/6 und MZF) und nutzt das Jugendfeuerwehrfahrzeug als MTW.

Der ganze Stolz der Wehr ist das im Jahr 2011 als Vorführwagen beschaffte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

der Firma Ziegler auf Mercedes-Benz Atego Fahrgestell. Das HLF 20/16 ist

ein in Deutschland in der DIN 14530-11 genormtes Feuerwehrfahrzeug. Es kommt v. a. bei

technischen Hilfeleistungen mittleren und größeren Umfangs sowie zur Brandbekämpfung zum

Einsatz. Aus diesem Grund gehört das Fahrzeug auch dem 3. Zug der 4. Feuerwehrbereitschaft

(Technische Feuerwehrbereitschaft) des Kreises Ostholstein an. Auf dem HLF befindet sich eine

umfangreiche feuerwehrtechnische Beladung zur Brandbekämpfung, sowie eine Feuerlöschkreiselpumpe

FPN 10-2.000 mit einer Nennförderleistung von 2.000 l/min bei einem Druck von 10

bar. Daneben verfügt das Fahrzeug über einen Tank mit einem Inhalt von 2.000 l. Eine Besonderheit

stellen die 2 zusätzlich im Mannschaftsraum verlasteten Pressluftatmer dar. Da diese in

einer Ausbuchtung der Mannschaftskabine untergebracht sind, erhielt das HLF schnell nach

Indienststellung den Spitznamen „Rucksack“.

Das zweite Großfahrzeug der Jubelwehr ist ein LF 8/6 von Schlingmann auf Mercedes-Benz

Fahrgestell aus dem Jahr 1996. Es dient v. a. der Brandbekämpfung und der Ölschaden- und

Gefahrgutabwehr. Aufgrund seiner umfangreichen Gefahrgut-Beladung kommt es im Rahmen

des Löschzugs Gefahrgut Süd des Kreises Ostholstein auch überregional zum Einsatz. Das

Löschgruppenfahrzeug verfügt über einen 600 l Wassertank und eine Feuerlöschkreiselpumpe

mit einer Leistung von 800 l / min. Zur Ausrüstung zählt ebenfalls eine Hochdrucklöschanlage

HDL 250, die vorwiegend bei der Ölschadensbekämpfung auf Straßen zur Anwendung kommt.

Das vorhandene Mehrzweckfahrzeug (MZF) auf Volkswagen LT 35 (BJ 1998) ist im November

2001 in Dienst gestellt und seitdem nach eigenen Vorstellungen umgebaut worden. Das MZF

dient bei größeren Schadenslagen gemeindeweit der Einsatzleitung als Führungsfahrzeug. Er ist

daher auch mit Kartenmaterial, zahlreichen 2m-Funkgeräten, Laptop inklusive Internetzugang,

Mobiltelefon und -fax ausgestattet. In der Gefahrgut-Erkundungseinheit wird es als Erstangriffsund

Erkundungsfahrzeug eingesetzt. Folgende Ausstattungsgegenstände sind derzeit u.a. auf

diesem Fahrzeug zu finden: Funktisch (2- und 4-Meter), Sonnen- und Regenschutz-Markise,

Stromerzeuger, Pressluftatmer, Chemikalienschutzanzüge (CSA), Absperrmaterial.


43

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Hersteller:

Typ:

Aufbau:

Daimler AG

Mercedes-Benz 1529 AF

Ziegler

Baujahr: 2010

Besatzung: 1/8

Wassertank:

Pumpe:

2.000 l

2.000 l/min

Einsatzzweck:

Technische Hilfeleistung

Brandbekämpfung

Ausstattung / Beladung (Auszug):

Lichtmast

Stromaggregat 13kVA

Überdruckbelüfter

Sprungretter

Pressluftatmer

Gas-/Explosionswarngerät

Hydraulischer Rettungssatz

Pneumatische Hebekissen

HLF 20/16

Florian Ostholstein 83/44/1


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

44

Hersteller:

Typ:

Aufbau:

Daimler-Benz AG

Mercedes-Benz 917 AF

Schlingmann

Baujahr: 1996

Besatzung: 1/8

Wassertank:

Pumpe:

600 l

800 l/min

Einsatzzweck:

Brandbekämpfung

Gefahrgut / Ölschaden

Ausstattung / Beladung (Auszug):

Lichtmast

Hochdrucklöschanlage 250 (HDL 250)

Pressluftatmer

Chemikalienschutzanzüge

Explosionswarngerät

Gasspürkoffer

Auffangbehälter (3.000 l)

LF 8/6

Florian Ostholstein 83/42/1


45

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Hersteller:

Volkswagen AG

Typ: VW LT 35

Aufbau:

Eigenausbau

Baujahr: 1998

Besatzung: 1/8

Wassertank: ---

Pumpe: ---

Einsatzzweck:

Einsatzleitung

Erkundung Gefahrgut

Ausstattung / Beladung (Auszug):

Kartenmaterial

Einsatzdokumentation

Objektinformation

Gefahrgutliteratur

Presslufttatmer

Chemikalienschutzanzüge

Gasmesskoffer

Strahlenschutzkoffer

Probeentnahmekoffer

MZF

Florian Ostholstein 83/14/1


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Stromerzeuger KVA

Anhänger

Hersteller:

Kirsch

Hersteller:

Westfalia

Typ:

Knurz D 27-4 DDAE

Typ: AB 2

elektrische Leistung: 39 A, 27 kVA

Aufbau:

Plane

Baujahr: 1983

Baujahr: 1980

Zul. Gesamtgewicht: 1.850 Kg

Das KVA dient zur

Stromerzeugung im Notfall

und wird mit Diesel

betrieben. Es können

damit einige öffentliche

Gebäude mit Notstrom

versorgt werden.

Zul. Gesamtgewicht: 800 Kg

Der Anhänger wird

überwiegend von

den Brandschutzerziehern

genutzt.

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Ehemalige Fahrzeuge der Feuerwehr Stockelsdorf

Abprotzspritze mit Vorderwagen

Als 1887 die Wehr gegründet wurde und durch Spenden so wie ein Darlehn

die nötigen Gelder zur Verfügung standen, wurde eine Abprotzspritze bei der

Glockengießerei & Feuerspritzen-Fabrik Heinrich Kurtz in Stuttgart gekauft.

Bei der Abprotzspritze handelte es sich vermutlich um eine einstrahlige Abprotzspritze

Nr. 2 mit 115 mm Zylinderweite und 8 Mann Bedienung. Sie

liefert ca. 170 Liter Wasser/min und 27 m Strahlweite. Der Vorderwagen

diente zum bespannen mit Pferden und zum Mannschaftstransport. Für die

Abprotzspritze wurde damals 900 Mark bezahlt über den Vorderwagen gibt es

leider keine Informationen, in einem Katalog aus dem Jahr 1891 wurde ein Preis von 350 Mark genannt.

Im Laufe der ersten Jahre, vermutlich 1907 wurde zusätzlich eine Handdruckspritze angeschafft.

Motorwagen

1935 wurde die Wehr motorisiert, sie erhielt ein Auto für 650 RM. Hierbei handelte es sich um

einen offenen Pkw, der durch den Stellmacher Plagmann umgebaut und mit einer Halterung für

eine neu beschaffte Leiter versehen wird. Er dient der Wehr als Mannschafts- und Gerätewagen.

Für den Transport des Schlauchmaterials und der Motorspritze diente der Spritzenanhänger, der

zusammen mit der Spritze bereits 1927 von der Wehr angeschafft wurde.

LF 8 (ehem. LLG)

Ab 1940 wurden die einheitlichen Leichten Löschgruppenfahrzeuge (LLG) in großen Stückzahlen gebaut. Ein

derartiges Fahrzeug auf dem Fahrgestell Mercedes Benz L 1500 bekam die FF Stockelsdorf 1942. Im Jahre 1945

musste dieses Fahrzeug an die britische Besatzungsmacht abgegeben werden und wird erst 1950 bei der Feuerwehr

Bünningstedt wieder gefunden, die es zurück nach Stockelsdorf gibt.

1953 musste das Fahrzeug dann aber an die FF Mori abgetreten werden.

Fahrgestelltragfähigkeit: 1,5 t

60 PS- 6 Zylinder-Ottomotor

3 große Laderäume für u.a. 2 B-Schläuche und 18 C-Schläuche.

Leiterngerüst für Steckleiter, Anhängerkupplung zur Mitführung einer TS 8 im TSA

LF 15 (ehem. SLG)

In großen Stückzahlen wurde auch das Schwere Löschgruppenfahrzeug (SLG), ab 1943 LF 15 genannt, auf dem

Mercedes-Benz-Fahrgestell L 3000 F gebaut.

So ein Fahrzeug versah von 1942 bis 1958 seinen Dienst in Stockelsdorf.

Fahrgestelltragfähigkeit: 3 t

80 PS-4 Zylinder-Dieselmotor

Feuerlöschkreiselpumpe: 1.500 l/min

Wasserbehälter: 400 Liter

Schaumlöschbetrieb mit Zumischer bzw. Vormischer

5 große Laderäume für u. a. 10 B-Schläuche und 25 C-Schläuche

Leitergerüst für zweiteilige Schiebeleiter, Steckleiternsatz, Anhängevorrichtung


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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TSF

Große Verbreitung als Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) fand der Ford FK 1250, der 1953 als Konkurrenz

zum VW-Kastenwagen auf den Markt kam. Am 06.05.1959 bekam auch die FF Stockelsdorf ein derartiges

Fahrzeug, das mit einer neuen Metz-TS ausgeliefert wurde. Dieses Fahrzeug wurde nach Indienststellung

eines LF 8 im Jahre 1967 an die FF Krumbeck abgegeben.

TSF-GW

Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Geräteausrüstung (kurz TSF-GW) wurde 1968 durch eine Baurichtlinie

des Landes Schleswig-Holstein initiiert, um auch die kleineren Freiwilligen Feuerwehren für technische

Hilfeleistungen auszurüsten.

Bei der Ausstattung zur technischen Hilfeleistung ist allerdings kein hydraulischer Rettungssatz mit Schere

und Spreizer gemeint (diese Technik befand sich Ende der 60er noch in den Kinderschuhen), sondern die

Ausrüstung umfasste im Groben Asbestdecken, einen Stromerzeuger mit Beleuchtungsgerät, Trennschleifer,

Brennschneidgerät, Mehrzweckzug und eine Krankentrage. Das Fahrzeug konnte notfalls auch für

Krankentransporte eingesetzt werden, indem die TS herausgenommen wurde.

1970 wurden für Feuerwehren im Kreis Ostholstein die ersten Fahrzeuge von der Firma Ziegler Feuerschutz

auf dem Mercedes Benz L 409 ausgeliefert. Sechs neue TSF-GW wurden am Feuerwehrhaus Eutin

vom Regierungsbrandamtmann Frenz von der Abteilung Brandschutz des schleswig-holsteinischen Innenministeriums

abgenommen und an die Feuerwehren Hutzfeld, Stockelsdorf, Guttau, Harmsdorf, Gremersdorf

und Haffkrug übergeben. Ein Fahrzeug wurde schon vorher in Göhl in Dienst gestellt. Burg a. F. und

Farve sollten noch eins bekommen.

Das TSF-GW ist ein sonstiges Löschfahrzeug mit einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe, einer TS 8/8 und mit einer Zusatzbeladung für technische

Hilfeleistung, sowie Beladung für die örtlichen Gegebenheiten. Das Fahrzeug ist mit einer Staffel (d.h. 6 Personen) besetzt und bildet eine selbstständige taktische

Einheit. Es dient vornehmlich zur Brandbekämpfung und zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen kleineren Umfangs. Durch die Typenreduzierung kurz vor

der Jahrtausendwende war die Notwendigkeit für eine solche Baurichtlinie nicht mehr gegeben und wurde somit zurückgezogen.

Standorte:

1970 – 1983 FF Stockelsdorf TSF-GW

1983 – 1992 FF Mori TSF-GW

1992 – 1994 FF Mori GW-ÖL

1994 – 1998 JF Gem. Stockelsdorf MTW

LF 8

Am 20.05.1967 erhielt die FF Stockelsdorf als Ersatz für das TSF ein LF 8, Baujahr 1943, auf dem Fahrgestell L

1500 S von Mercedes-Benz. Diese weiterentwickelte Ausführung des L 1500 war hochbeiniger und hatte einen

kürzeren Radstand und somit eine verbesserte Geländegängigkeit. Die Vorbaupumpe dürfte nachträglich montiert

worden sein, da diese Fahrzeuge ursprünglich ohne Vorbaupumpe gebaut wurden.


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

LF 8

Am 26.05.1979 wurde das 35 Jahre alte LF 8 durch ein neues ersetzt. Hierbei handelte es sich um ein

Mercedes-Benz LF 409, den feuerwehrtechnischen Ausbau nahm die Firma Metz vor.

Wassergekühlter 4-Zylinder-Vergasermotor, Leistung 66 kW (90 PS)

Dieses Fahrzeug wurde 1998 durch das nächste LF 8 ersetzt und an die FF Bliestorf (RZ) verkauft,

wo es noch einige Jahre im Einsatzdienst stand.

MZF

1981 erhielt die FF Mori ein MZF auf Mercedes Benz 307 D, den Ausbau übernahm die Fa. Metz. Dieses

Fahrzeug wurde mit einer TSF-Beladung (allerdings ohne Steckleitern) ausgeliefert und versah so auch nach

Übernahme durch die FF Stockelsdorf im Jahr 1984 weiterhin seinen Dienst.

Nach Indienststellung des LF 8/6 konnte die Beladung den aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Außerdem

erfolgte konsequent die Ausrüstung und der Einsatz als ELW, bis es 2001 altersbedingt ausgemustert

wurde.

MTW der Jugendfeuerwehr

1998 erhielt die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Stockelsdorf als Ersatz für das ehem. TSF-GW einen MTW

auf Basis des Ford Transit. Dieses Fahrzeug mit dem Baujahr 1992 wurde von der Fa. Preussen Elektra gestiftet.

Durch weitere Sponsoren konnte aus dem ehemaligen Firmenfahrzeug ein vollwertiges Feuerwehrfahrzeug

geschaffen werden, das bis 2008 seinen Dienst versah.

LF 8

Die Feuerwehr Mori erhielt 1992 das LF 8. Dieses Fahrzeug wurde dort dann im Jahr 1998 von einem LF 24

abgelöst und der Feuerwehr Stockelsdorf überlassen. Im Jahr 2001 wurde die TS 8/8 durch eine Hochdrucklöschanlage

(HDL) ausgetauscht. Auf Grund der ständig steigenden technischen Hilfeleistungen wurde das

Fahrzeug immer wieder erweitert und umgebaut bis es in der letzten Zeit an seine Gewichts- und Platzgrenzen

gestoßen ist.

2011 wurde das Fahrzeug durch das HLF 20/16 abgelöst und an die Feuerwehr Obernwohlde abgegeben wo es

jetzt weiterhin im Dienst steht.


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Unsere Feuerwehrhäuser

Die Geschichte einer Feuerwehr ist immer mit der Entwicklung ihrer Gerätehäuser

verbunden. Dies ist auch in Stockelsdorf so. Seit Gründung der Freiwilligen

Feuerwehr Stockelsdorf wird diese Verbindung durch den roten Faden „Raumund

Geldnot“ zusammengehalten.

Schon zur Gründung im Jahr 1887 war für den Bau eines Gerätehauses kein Geld

vorhanden. Die Feuerspritze und alle anderen Ausrüstungsgegenstände waren auf

einem Gutshof untergestellt. Erst Jahre später konnte das erste Spritzenhaus mit

dem daneben stehenden Schlauchturm auf dem alten Marktplatz in der Dorfstraße

errichtet werden. Dort war die Wehr bis 1942 stationiert.

Foto: Frau M. Eggers

Geräteschuppen in der Lohstraße

dem Jahr 1944 existieren. Konkrete Verhandlungen zu einem Neubau zwischen

Wehrführung und Gemeindeverwaltung sind aber erst wieder 1951 aktenkundig.

Das Gerätehaus in der Dorfstraße

Links die Rückseite mit dem Schlauchturm

LF 15 und LF 8 im Schuppen in der Lohstr.

Als die Gemeinde im Jahr 1942 für ihre Wehr ein LF 8 und ein LF 15 beschaffte,

musste auch ein neues Domizil zu deren Unterbringung gesucht werden. Man

wurde letztendlich in der Lohstraße fündig, wo die Gemeinde einen Geräteschuppen

anmieten konnte. Aber auch dieser Schuppen war schnell wieder zu klein, so

dass bereits im letzten Kriegsjahr über ein neues Gerätehaus nachgedacht wurde.

Der Chronik ist zu entnehmen, dass hierfür Skizzen und Bauzeichnungen aus

Die Baustelle des Gerätehaus im Bäckergang

„Jubiläum im Holzschuppen – still und bescheiden“ titeln die Lübecker Nachrichten

am 15. Mai 1952 anlässlich der 65-Jahr-Feier der Wehr. „Wie verlautet, sollen die

Festlichkeiten im September nachgeholt werden. Oberbrandmeister Clasen hofft, bis

dahin doppelten Grund zum Feiern zu haben: die gleichzeitige Einweihung eines

neuen Gerätehauses.“ Diese Hoffnung wurde jedoch nicht erfüllt, so dass die Wehr

weitere zwei Jahre in der Lohstraße verweilen musste.

Nachdem die Gemeindevertretung zu Beginn des Jahres 1954 den Neubau eines Gerätehauses

beschließt, kann am 4. März des selben Jahres mit dem Bau im Bäckergang

begonnen und der Grundstein am 4. August gelegt werden. Die Gemeinde stellt hierfür

ein Budget von 18.000 DM zur Verfügung. Nach 350 Stunden Eigenleistung

konnte das neue Gerätehaus am 24.10.1954 bezogen werden. Weitere 230 Stunden

investierten die Kameraden in den Abbau des alten Schuppens in der Lohstraße. So-


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Einweihungsfeier des neuen Gerätehauses

gar der vorhandene Schlauchturm, der noch vom ersten Gerätehaus übrig geblieben

war, wurde abgebaut und am neuen Standort wieder errichtet.

10 Jahre später wird dann der Wunsch nach einem Gemeinschafts- und Schulungsraum

immer größer. Die Kameraden wollen ihre Dienste im Winter in den eigenen

Räumen abhalten und nicht in den ortsansässigen Gaststätten. 1965 wird dann

schließlich ein entsprechender Antrag zur Erweiterung des Gerätehauses an die

Gemeinde gerichtet, der schnell positiv beschieden wird. Bereits am 27. Juni 1965

konnte Ortswehrführer Gerd Görke die Gäste zur Grundsteinlegung begrüßen. Bis

zur offiziellen Übergabe am 30. September 1966 wurden insgesamt über 850 Stunden

an Eigenleistung erbracht. 1974 wurde der Schulungsraum erneut erweitert und

das Gerätehaus um eine Toilette ergänzt.

Aber auch dieser An-

Gerätehaus Bäckergang mit dem

Schlauchturm im Hintergrund

Foto: Herr P. Blaas

und Erweiterungsbau

genügte nur einige Jahre

den größer werdenden

Ansprüchen einer modernen

und einsatzmäßig

immer mehr belasteten

Feuerwehr. Aus diesem

Grund wird 1980 erneut

ein Antrag auf Erweiterung

des bestehenden

Gebäudes gestellt, der

aber aus Geldnöten der

Gemeinde auf unbestimmte

Zeit verschoben

wird. Im Frühjahr 1984

wird dann erstmals seitens

der Gemeinde ein gemeinsames Gerätehaus für die Ortswehren Mori und Stockelsdorf

ins Gespräch gebracht. Beide Gerätehäuser sind zu klein, so dass über ein

neues, großes Gerätehaus am Standort Mori diskutiert wird. Dieser Gedanke wird

jedoch im Laufe der Zeit wieder fallen gelassen und sollte erst 25 Jahre später wieder

auftauchen.

Das Kapitel zum jetzigen Gerätehaus wurde auf der Jahreshauptversammlung 1991

durch Ortswehrführer Helmut Stuhr eröffnet. So kann man im amtlichen Mitteilungsblatt

der Gemeinde

Stockelsdorf vom

29. Januar 1991 lesen:

“An die Adresse der

Gemeinde ging die

„Vorwarnung“, dass

das Feuerwehrgerätehaus

im Bäckergang

allmählich zu klein

werde …“ Dieser Vorwarnung

folgte am 14.

Juli 1991 der offizielle

Antrag, in dem für eine

Erweiterung bzw. einen

Neubau unter anderem

Das Gerätehaus mit dem angebauten Schulungsraum

folgende Argumente aufgeführt wurden: Räumlichkeiten entsprechen nicht den

Sicherheitsbestimmungen der Feuerwehr-Unfallkasse Schleswig-Holstein, fehlende

Werkstatt für die Wartung und die Pflege der Gerätschaften, zu wenig Lagerkapazitäten

für Schulungs- und Ausrüstungsgegenstände, fehlende Wasch- und

Duschmöglichkeiten. Daraufhin erhält die Gemeindeverwaltung von den politischen

Gremien den Prüfauftrag, unter welchen Voraussetzungen (An- oder Neubau)

die Situation bei der Feuerwehr Stockelsdorf verbessert werden kann. Während

dieser Prüfung kam die Idee auf, drei Organisationen unter einem Dach unterzubringen:

Bauhof, Deutsches Rotes Kreuz und die Feuerwehr sollten auf einem

Gelände am Rensefelder Weg zusammenziehen, das heute noch unbebaut ist.

Nach intensiven Gesprächen mit der Verwaltung stellte sich im Laufe des Jahres

1993 immer deutlicher heraus, dass ein Neubau kurzfristig nicht zu realisieren ist.

Da aber auch an die Beschaffung eines weiteren Löschfahrzeugs gedacht wurde,

kam man zum Entschluss, eine Halle an das bestehende Gerätehaus anzubauen.

1994 bestätigte sich diese Situation, da die Wehr im gemeindlichen Investitionsplan

bis mindestens 1998 vertröstet wird. Stattdessen gab die Gemeindevertretung von

den ursprünglich geplanten 100.000 DM nur 75.000 DM für die Erweiterung am

Bäckergang frei. Diese Notlösung sollte bis zum Herbst des Jahres verwirklicht

werden. Doch auch diese Baumaßnahme ließ auf sich warten. Erst nach weiteren

Gesprächen mit den

Der Bäckergang mit der angebauten Fahrzeughalle

Fachabteilungen des

Rathauses und der Zusage

von umfangreichen

Eigenleistungen durch

die Kameraden wurde mit

den Planungen im Jahr

1995 begonnen. 1996

stand für die Stockelsdorfer

Blauröcke ganz im

Zeichen zweier Großprojekte.

Zum einen wurde

im Januar bei der Firma

Schlingmann ein neues

LF 8/6 bestellt, zum


53

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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

anderen konnte mit dem Bau einer dritten Fahrzeughalle begonnen werden. Die Bauarbeiten ziehen sich nach

dem Richtfest am 26.04.1996 noch bis ins Jahr 1997 hin. Die Freude war entsprechend groß, als im Mai 1997

das umgebaute Gerätehaus eingeweiht werden konnte. Aus dem ursprünglich geplante Holzanbau mit Blechbedachung,

wurden dann doch die heute noch bestehende dritte Fahrzeughalle, der Funkraum, die zwei kleinen

Werkstätten und das Vorstandsbüro. Gleichzeitig konnte der Küchen- und Toilettenbereich erweitert und umgestaltet

werden. Auf der anderen Seite wurde die heutige Atemschutzwerkstatt angebaut.

Die „Notlösung“ hatte schon über 10 Jahre Bestand, als das Thema „Neubau“ 2008 mit einem anderen altbekannten

Thema wieder auf die Tagesordnung kam. Nachdem die Feuerwehr-Unfallkasse die Raumsituation

wieder einmal bemängelte und auf die Unfallgefahren aufmerksam machte, beschloss der Wehrvorstand , einen

erneuten Vorstoß in Richtung Neubau zu unternehmen. Unter Leitung von Christian Garr wurde ein Fahrzeugund

Gerätehauskonzept erarbeitet, das Wehrführer Mathias Fock in mehreren Gesprächen und Sitzungen der

Verwaltung und den politischen Gremien vorstellen konnte. Grundidee des Konzeptes war, die beiden Ortswehren

Mori und Stockelsdorf in eine gemeinsame Wehr zu integrieren, den Fuhrpark zu optimieren und ein

Das Gerätehaus im Bäckergang

neues Gerätehaus für die Kerngemeinde zu bauen. Bei der ersten –und wohl in der Geschichte einzigen- gemeinsamen

Mitgliederversammlung der Wehren Mori und Stockelsdorf konnte sich der Fusionsgedanke zum

großen Bedauern der Stockelsdorfer Kameraden nicht durchsetzen. Daher nahm der Vorstand die Gespräche und Verhandlungen über einen Neubau wieder auf, bisher

leider ohne konkretes Ergebnis.

Alle Beteiligten –Feuerwehr, Verwaltung, Gemeindevertretung- sind sich einig, dass der jetzige Standort im Bäckergang für die zukünftigen Herausforderungen nicht

mehr geeignet ist. Alle in der Gemeindevertretung vertretenen Parteien haben auch ihre Unterstützung zugesagt. Jedoch erweist sich die Suche nach einem geeigneten

Standort als schwierig. Aber, die Hoffnung stirbt zuletzt …


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Ein Blick in die Verbandsarbeit: Von der Vereinigung des Feuerwehrwesen im Fürstentum Lübeck bis zum

Kreisfeuerwehrverband Ostholstein

* Die Vereinigung der Freiwilligen Feuerwehren im Fürstentum Lübeck wurde 1883 von den fünf damals im Fürstentum bestehenden Feuerwehren gegründet.

Ende des Jahres 1887 waren mit der Stockelsdorfer Wehr insgesamt schon neun Feuerwehren Mitglied dieser Vereinigung.

* Seit dem Jahre 1887 ist ein Aufblühen der Vereinigung zu verzeichnen. 1896 sind 17 Wehren mit 625 Mann Mitglied, im Jahre 1908 30 Wehren.

* 1896 fragt die Gleschendorfer Wehr: „Wie baut man am billigsten und praktischsten ein zweckmäßiges Schlauchtrockengerüst“ Hierzu wurden die verschiedensten

Vorschläge gemacht, man einigte sich schließlich dahin, dass die Stockelsdorfer Feuerwehr, die den Bau eines Trockengerüstes beabsichtigt und

Zeichnungen vorlegt, dasselbe als Muster für ländliche Wehren bauen soll.

* Ein Antrag von Stockelsdorf im Jahre 1909 betraf die „Vereinigung in drei Unterverbänden zu teilen“. Zur Begründung wurde angeführt, dass es vielen Wehren,

die nicht an der Bahn liegen, schwer falle, die großen Verbandsfeste zu besuchen. Durch die Schaffung von Unterverbänden würde erreicht, dass alljährlich

dort im engeren Kreis ein gemeinsames Fest abgehalten werden könnte, wodurch der kameradschaftliche Geist, die Zusammengehörigkeit, gestärkt werde.

Die Abstimmung ergab, dass 54 Vertreter dagegen und drei dafür stimmten.

* Die Frühjahrsversammlungen der Vereinigung fanden bis zu Jahre 1929 ständig in Eutin statt, alsdann auf Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf

vom 14. April 1929 abwechselnd in Eutin und Bad Schwartau. Die Sommerversammlungen dagegen auf Beschluss der Frühjahrsversammlung in verschiedenen

Orten.

* 1958: im Bereich des Kreisgebietes gibt es 79 Freiwillige Feuerwehren mit 90 Löschgruppen. Stockelsdorf mit 13 Feuerwehren rangiert an der Spitze, gefolgt

von Süsel mit 12 Wehren.

* 1961: Während einige Gemeinden zum Erwerb der weniger pflegebedürftigen synthetischen Kunststoffschläuche übergegangen sind, hat die Gemeinde Stockelsdorf

neuerdings einen Antrag auf Aufnahme beim Zweckverband Kreis Oldenburg-Eutin gestellt, um dort die Schlauchpflege vornehmen zu lassen.

* 1970 folgte der Zusammenschluss der Kreisfeuerwehrverbände Oldenburg und Eutin zum Kreisfeuerwehrverband Ostholstein.

Quelle: Chronik 125 Jahre KFV Ostholstein (2008)

Am 01.09.1952 hat die Kreisschlauchpflegerei des Zweckverband Kreis Oldenburg/Eutin den Betrieb in Lensahn

aufgenommen.

Heute steht in Lensahn die Feuerwehrtechnische Zentrale des Kreises Ostholstein, in der auch heute noch die

Schläuche gepflegt werden. Aber auch alle anderen Gerätschaften der Feuerwehren werden dort in vorgegebenen

Abständen von den 4 Mitarbeitern auf ihre Sicherheit und Funktion überprüft.

Auch der Kreisfeuerwehrverband Ostholstein (KFV-OH) ist dort untergebracht. Er führt in dem Gebäude und

auf dem angrenzenden Übungsplatz die Ausbildung der Feuerwehrkameradinnen

und Kameraden durch. Die Ausbildung wird

dort durch ca. 70 ehrenamtliche Ausbilderinnen und Ausbildern

aus den Feuerwehren des Kreises durchgeführt die neben ihren

Aufgaben in den Ortswehren noch zusätzlich für den KFV die

Ausbildung in den unterschiedlichsten Lehrgangssparten übernehmen.

Die Kreisausbildung bietet inzwischen eine große

Palette von Lehrgängen an. Waren es 1989 noch

vier Lehrgangsarten sind es

inzwischen 33 Lehrgangsabschnitte geworden.

Auch die Feuerwehr Stockelsdorf stellt zur Zeit 3

Ausbilder in den Bereichen Atemschutzgeräteträger

und Gefahrgut.

Die Kreisschlauchpflegerei früher und die FTZ Heute

Foto: KFV-OH


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Name:

Gründungsdatum: 07.07.1978

Mitglieder:

Dienstabende:

Jugendfeuerwehr der Gemeinde Stockelsdorf

ca. 30 Jungen und Mädchen

immer dienstags von 18.00 – 19.30 Uhr

Wo: im Feuerwehrgerätehaus Bäckergang 4

Aktivitäten: - Dienstabende

- Übungen

- Wettkämpfe

- Zeltlager / Fahrten

- Veranstaltungen

- Jugendsammlung

- Und vieles mehr

Wer kann mitmachen: Jeder Stockelsdorfer im Alter zwischen 10

Ansprechpartner:

Rolf Lüth unter 0175-5329238

und 17 Jahren

Christian Evers unter 0179-4583677

www.jf-stockelsdorf.de


125 Jahre _

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Zur Vorgeschichte der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Stockelsdorf

Über die Gründung einer Jugendfeuerwehr ist auf den Dienstversammlungen der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf in der Vergangenheit schon oft diskutiert worden.

Man ist aber fast jedes Mal zu dem Entschluss gekommen, so lange die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Stockelsdorf keine Nachwuchssorgen haben, bedarf

es auch keiner Jugendfeuerwehr.

Dieses änderte sich aber plötzlich. Obwohl auch weiterhin kein Mangel an Nachwuchskräften bei den Feuerwehren in der Gemeinde Stockelsdorf bestand, machte der

Gemeindewehrführer der Gemeinde Stockelsdorf, HBM Klaus Meyer, auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf am 3. Februar 1978 die

Äußerung, dass es jetzt an der Zeit wäre, in Stockelsdorf eine Jugendfeuerwehr auf Gemeindeebene zu gründen.

Auf der Jahreshauptversammlung der Ortswehrführer der Ortswehren der Gemeinde Stockelsdorf im März 1978, an der auch der Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises

Ostholstein, BM Uwe Wellach aus Stockelsdorf, teilnahm, wurde der LM Peter Dornheim als Jugendwart und der FM Hans-Jürgen Stuhr als stellvertretender Jugendwart

berufen. Sie gehören beide der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf an.

Daraufhin wurde mit der Werbung der Jugendlichen begonnen. Es meldeten sich ca. 70 Jungen im Alter von 11 bis 15 Jahren. Am 29. Juni 1978 kamen dann 26 Jungen

zu einer Vorbesprechung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehaus im Bäckergang zusammen. Auf dieser Zusammenkunft wurden den Jungen die Rechte und Pflichten

erläutert, die ihnen bei Eintritt in die Jugendfeuerwehr entstehen. Außerdem wurden die Termine für die Gründungsversammlung und für die Dienst– und Übungsabende

festgelegt. Die Gründungsversammlung sollte am 7. Juli 1978 um 18.00 Uhr stattfinden. Mit den Dienstabenden sollte am Dienstag, den 11. Juli 1978 um 18.00

Uhr begonnen werden. Es soll wöchentlich jeden Dienstag von 18.00 bis 19.30 Uhr ein Dienst– bzw. Übungsabend stattfinden.

Text: Peter Dornheim


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125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

MTW

Hersteller:

Typ:

Aufbau:

Daimler AG

Mercedes-Benz Sprinter 215 CDI

Bus

Baujahr: 2008

Besatzung: 1/8

Wassertank: ---

Pumpe: ---

Einsatzzweck:

Personaltransport

MTW und Anhänger der Jugendfeuerwehr

Florian Ostholstein 83/19/3

Anhänger

Hersteller:

Humbaur

Typ: HA 20

Aufbau:

Plane

Baujahr: 2004

Zul. Gesamtgewicht: 2.000 Kg


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Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

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Impressum

Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf Text: Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf

Herausgabe: Mai 2012 Bilder: Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf,

Zusammengestellt von: Christian Garr, Dennis Wichelmann, Lübecker Nachrichten, Margot Eggers,

Christoph Dornheim, Mathias Fock,

Peter Blaas, Peter Dornheim, H.-J. Stuhr,

Janina Baar

E. J. Herrmann, Holger Krüger

Auflage: 500 Stück Satz und Druck: Druckerei Rainer Schlichting


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Hiermit möchte ich meinen Dank an alle Mitwirkenden für das Zustandekommen dieser Festschrift aussprechen!

Insbesondere für die Text- und Bildbeiträge von:

Frau Margot Eggers und Frau Goerke

Herr Peter Blaas

Kamerad Peter Dornheim

Kamerad Hans-Jürgen Stuhr

Kamerad Hans-Jürgen Schulke

Kamerad Christoph Dornheim

Kamerad Dennis Wichelmann

Irmchen Klawikowski

Familie Pritschau

Holger Krüger FF Niendorf/Ostsee

Lübecker Nachrichten, Wolfgang Maxwitat

Lübecker Nachrichten, Herr Kröger

Dorfschaft Arfrade

Wernickes Foto und Film

Elisabeth J. Herrmann

Benjamin Helms

Für die Organisation und Gestaltung dieser Festschrift bedanke ich mich bei dem Team für Öffentlichkeitsarbeit:

Dennis Wichelmann, Christoph Dornheim, Christian Garr und Janina Baar

Mathias Fock, Hauptbrandmeister**

Ortswehrführer FF Stockelsdorf

Druckerei Schlichting

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