BNA GERMANY Januar/Februar 2015 - NEU

bnagermany

No.1 Magazine for Indian Cinema & Culture Cover Story Jacqueline Fernandez, Star Profile von Govinda, Konkana Sen Sharma und Shahid Kapoor, exklusivem Interview mit Prem Chopra, alles über die diesjährigen AIFA (Annual Indian Film Awards), 10 Jahre BNA GERMANY®, Hindi Film Previews und Reviews, Indische Bundesstaaten: Nagaland, News, Indisch Kochen und vieles mehr. No.1 Magazine for Indian Cinema & Culture. The magazine and its content (text, graphics and pictures) are strictly copyrighted© by BNA GERMANY®. All rights reserved. Any illegal use without our authorization will be reported as a crime.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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2 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


EDITORIAL

ENTDECKEN SIE MIT BNA GERMANY® DIE

VIELFALT DES INDISCHEN KINOS UND DER

INDISCHEN KULTUR

Liebe Leserinnen und Leser,

BNA GERMANY® feiert sein 10-jähriges Jubiläum und wir

blicken mit Ihnen zusammen in dieser Ausgabe in unserem

Special Feature auf diese vergangenen, erfolgreichen Jahre

zurück. Außerdem gibt es eine Premiere: Ab sofort

schreibt der indische Film-Kritiker Bobby Sing unsere Film-

Reviews. Unser Fotoshoot-Girl ist diesmal die hübsche,

Tanvi Sinha, die exklusiv von unseren Fotografen Shiraz

Henry abgelichtet wurde. Unsere Cover-Story ist über

Jacqueline Fernandez und in unseren Star-Profilen stellen wir Ihnen Govinda,

Konkana Sen Sharma und Shahid Kapoor näher vor. Wir hatten zudem die

große Ehre mit Schauspiel-Legende Prem Chopra ein Interview zu führen.

Darüber hinaus haben wir selbstverständlich viele aktuelle Previews zu den

kommenden Filmen und News aus der Filmindustrie und stellen Ihen in dieser

Ausgabe den eher unbekannten indischen Bundesstaat Nagaland vor. Abgerundet

wird die Ausgabe mit zwei neuen leckeren indischen Rezepten.

In diesem Monat erscheint auch erstmalig unsere erste englischsprachige

Ausgabe unseres Magazins mit dem Titel „BNA INDIA“. Zudem möchten wir Sie

darauf hinweisen, dass die Abstimmung zu den diesjährigen AIFA Awards

begonnen hat - alle Infos dazu finden Sie in diesem Heft, zusammen mit dem

Link, über welchen Sie zur Abstimmung gelangen.

Ihr Feedback, Kritik und Anregungen sind uns jederzeit willkommen. Schreiben

Sie uns einfach eine E-Mail an info@bna-germany.com. Sollten Sie eine Ausgabe

unseres Print-Magazins, das zwischen 2010 und 2013 erschienen ist,,

verpasst haben, so können Sie Einzelhefte nach wie vor jederzeit bequem

nachbestellen, indem Sie uns an die oben genannte Adresse eine E-Mail

schicken.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihre

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INHALT

JANUAR / FEBRUAR 2015

NEWS

6 Aktuelles aus der indischen Filmindustrie

PREVIEWS

12 Tevar

13 Alone

14 Baby

15 Shamitabh

16 Roy

17 Badlapur

INTERVIEW:

Prem Chopra

Seite 28

STAR PROFILE

18 Govinda

52 Konkana Sen Sharma

56 Shahid Kapoor

REVIEWS

22 Special: Bobby Sing

24 Happy Ending

26 Kill Dil

32 Rang Rasiya

34 Ungli

60 Action Jackson

62 PK

INTERVIEW

28 Prem Chopra

COVER STORY

36 Jacqueline Fernandez

COVER STORY:

Jacqueline Fernandez

Seite 36

AIFA AWARDS

42 Nominierungen der diesjährigen

AIFA Awards

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JANUAR / FEBRUAR 2015

FOTOSHOOT

48 Tanvi Sinha

SPECIAL FEATURE

64 10 Jahre BNA GERMANY®

INDISCHE BUNDESSTAATEN

68 Nagaland

INHALT

IMPRESSUM

BNA GERMANY®

Deutschsprachige Ausgabe

Eine Produktion der BNA Germany und

M.G.M. SAI PRODUCTION Ltd.

603, Morya Landmark II

Off Link Road, Andheri West

400053 Mumbai

0091-22-26736996

INDISCH KOCHEN

72 Neue indische Rezepte - einfach zum

Nachkochen

Verlag

Chefredakteurin

Head in India

Grafik Design

Redaktion

Cheffotograf

Fotos

Cover Foto

Vertrieb

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Leserservice

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BNA Germany

Münchner Straße 34

85757 Karlsfeld

0049-151-52987996

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Alexandra Ccahuana Tito

Manjeet Maan

Alexandra Ccahuana Tito

M.C. Raja Narayanan, Jasmin N.

Weidner, Pankaj Goswami, Ravi

Birthwal, Diana N. Weidner,

Jyothi Venkatesh, Tania Vom

Lehn, Sylvia Cholschreiber

Tania Vom Lehn/Shiraz Henry

UTV, Eros Entertainment, Yash

Raj Films, Nagaland Tourism,

BNA GERMANY®, Wikipedia,

Shiraz Henry, Prem Chopra,

Bobby Sing

Jacqueline Fernandez PR

BNA Germany

Alexandra Ccahuana Tito

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info@bna-germany.com

Alexandra Ccahuana Tito

Kannan Dhawan

(0091-22-26736996)

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BNA GERMANY® erscheint zweimonatlich in der BNA

Germany, Münchner Straße 34, 85757 Karlsfeld b. München.

Wiederverwendung des Inhalts ist nur mit schriftlicher

Zustimmung des Verlags gestattet. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos keine Haftung.

Zur Zeit ist die Anzeigenpreisliste Nr.2 vom 01.08.2011

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AIFA AWARDS:

Alle Nominierungen

Seite 42

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BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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NEWS & GOSSIP

„The Lunchbox“ ist für

die BAFTA Awards

nominiert

Die Erfolgsgeschichte von „The Lunchbox“

geht weiter, denn der Film wurde

für die diesjährigen BAFTA Awards in

der Kategorie „Bester ausländischer

Film“ nominiert. Bereits 2013 kam der

Film, in welchem Irrfan Khan und Nimrat

Kaur die Hauptrollen spielen und

Ritesh Batra Regie führte, in die indischen

Kinos, wurde jedoch erst 2014

in Großbritannien gezeigt. Ritesh Batra

freut sich: „Es ist eine besondere

Ehre, zusammen mit vielen anderen

guten Filmen, nominiert worden zu

sein und dies ist meinem ganzen

Team und der tollen Arbeit, die wir

geleistet haben, zu verdanken. Wenn

wir nicht unsere Geschichte erzählen,

wird es niemand tun.“ Der Regisseur

arbeitete an „The Lunchbox“, obwohl

viele Leute ihm dazu abgeraten hatten.

„Das Budget für den Film war

sehr klein und nur 50 Prozent des

Geldes kamen aus Indien. Die anderen

50 Prozent wurden durch Gelder

aus Deutschland und Frankreich finanziert,

die natürlich auch wollten,

dass das Geld in ihren Ländern ausgegeben

wird. Das ist eine allgemeingültige

Regel. Also machten wir den

Sound in Deutschland und hatten

deutsche Musik-Komponisten und die

Nachfärbung in Frankreich. Ich würde

gern weiterhin Filme im Ausland machen,

da solche Zusammenarbeiten

viel Nutzen bringen“, erklärte der Regisseur.

Irrfan Khan, der nicht nur den

verwitweten Mann in dem Film spielte,

sondern ihn auch koproduzierte, ist

ebenso begeistert von der Nominierung:

„Der Triumph des Films zeigt,

dass Geschichten aus Indien durchaus

ein universelles Publikum unterhalten

können.“ Die BAFTA

Award-Zeremonie wird am 8. Februar

2015 in London stattfinden.

Hrithik Roshan in

„Mohenjo

„Mohenjo Daro“ ist eine Zusammenarbeit

von Disney und der Ashutosh

Gowariker Production Pvt. Ltd. und

wird Hrithik Roshan in der männlichen

Hauptrolle zeigen. Die weibliche

Hauptrolle übernimmt Pooja Hegde,

6 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


NEWS & GOSSIP

die mit diesem Film ihr Bollywood-Debüt

geben wird. Der Film wird viele

Action-Szenen und Stunts haben, für

welche sich Hrithik Roshan mit viel

Fitness- und Krafttraining vorbereiten

Ritesh Deshmukh, der in den vergangenen

Wochen seit der Geburt seines

Sohnes im Dezember 2014, seine Vaterrolle

in vollen Zügen genossen hat,

will sich nun wieder dem Filmen widmen.

In „Masti 3“ wird er eine der

Hauptrollen übernehmen und das, obwohl

er einst sagte, er würde keine

Sex-Komödien mehr drehen wollen.

„Masti“ war ein noch eher mäßiger Hit,

aber schon der zweite Teil „Grand

Masti“ wurde ein Super-Hit am Box-

Office und war die erste Sex-Komödie,

die es in den 100-Crore-Club geschafft

hatte. Schon dann dachten die Macher

des Films über einen dritten Teil nach.

Damals erklärte Deshmukh, er würde

keine Fortsetzung machen wollen, da

er bereits in dieser Sex-Komödie mitspielte

und in einer Fortsetzung schauspielerisch

nichts Neues mehr bieten

könne. Doch scheinbar hat ihn Regis-

Hrithik Roshan

wird. Auch Alt-Star Kabir Bedi wird in

dem Film mitspielen und in der Rolle

des Bösewichts zu sehen sein. Ursprünglich

wurde geplant, den Film im

Januar 2016 in die Kinos zu bringen,

doch wie jetzt seitens der Produzenten

bekannt gegeben wurde, wird

„Mohenjo Daro“ erst am 12. August

2016 veröffentlicht.

Riteish Deshmukh in

„Masti 3“

Riteish Deshkukh

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NEWS & GOSSIP

seur Indra Kumar nun doch vom Skript

überzeugen können, sodass Ritesh

Deshmukh nun doch in der Fortsetzung

dabei sein wird.

Ajay Devgn spielt in Milan

Luthrias neuem Film

„Baadshaho“

Schon lange planen Regisseur Milan

Luthria und Produzent Bhushan Kumar,

einen Film zusammen zu machen.

Nun, wo das Skript fertig ist und der

Ajay Devgn

Titel des Films steht, trafen sich der

Regisseur und Ajay Devgn. Da Luthria

mit „Kachche Dhaage“, „Chori Chori“

und „Once Upon A Time In Mumbai“

bereits drei erfolgreiche Filme mit

Devgn gedreht hatte, fragte er diesen

auch für die Hauptrolle seines neuen

Films „Baadshaho“ an. „Ajay entschied

sich bisher immer innerhalb

einer halben Stunde, ob er in meinen

Filmen mitspielen wird oder nicht. Ajay

ist ein sehr ungeduldiger Mann. Ich rief

ihn an und sagte ihm, wie aufgeregt

ich wegen des Films bin und wollte ihm

unbedingt die Story erzählen. Er war

gerade mit Dreharbeiten beschäftigt

und ich traf ihn in seinem Van in einer

Drehpause und er war total gespannt

auf die Story. Ich erzählte sie ihm und

wie immer sagte er bereits nach 30

Minuten, dass er dabei ist“, erklärt Milan

Luthria. Produzent Kumar fügt hinzu:

„Es freut mich sehr, dass Ajay

Devgn und Milan Luthria wieder zusammen

für die Kinoleinwand arbeiten.

Das Duo hat bereits Filmhits gemacht

und „Baadshaho“ wird ein weiterer Hit

werden.“ Die Dreharbeiten zum Film

werden Mitte des Jahres beginnen

und es ist geplant, den Film dann zum

indischen Unabhängigkeitstag 2016 in

die Kinos zu bringen.

Release zu „Jagga

Jasoos“ verschoben

Am 28. August 2015 sollte „Jagga Jasoos“

mit Ranbir Kapoor und Katrina

Kaif in den Hauptrollen eigentlich in die

Kinos kommen. Genau am gleichen

Tag ist auch der Release von Katrina

Kaifs „Phantom“ und man war schon

gespannt, welcher Film sich am Box-

Office besser schlagen wird. Doch nun

entschieden sich die Macher von

„Jagga Jasoos“, ihren Release weiter

nach hinten zu verschieben. Für Katrina

Kaif wäre es zu stressig geworden,

gleichzeitig für beide Filme auf Promo-

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NEWS & GOSSIP

Tour zugehen und zudem verzögern

sich die finalen Dreharbeiten zu

„Jagga Jasoos“ ohnehin, sodass es

Produzent Anurag Basu ganz recht in,

den Termin weiter nach hinten zu

schieben und somit mehr Luft zu haben.

Neben Ranbir Kapoor und Katrina

Kaif wird auch Govinda in dem Film

mitspielen. In Katrina Kaifs „Phantom“,

der von Sajid Nadiadwala produziert

wird, spielt Saif Ali Khan die männliche

Hauptrolle.

Diana Penty und Abhay

Deol in „Happy Bhaag

Jayegi“

Bollywoods Schauspielerin Sridevi forderte

Produzent und Regisseur Ram

Gopal Verma auf, den Filmtitel seines

neusten Films umgehend zu ändern.

Dieser betitelt nämlich seinen Film

„Sridevi“. Der Film handelt von einem

jungen Teenager, der in eine 25-jährige

Frau verliebt ist. Sridevi sieht ihren

Namen und Ruf in den Dreck

gezogen, da die Zuschauer davon

ausgehen würden, dass der Film davon

handelt, dass Ram Gopal Verma

als Teenager in die schöne Schauspielerin

verliebt war. Doch Ram Gopal

Verma wiegelt diese Annahmen gleich

ab und erklärt, dass der Film weder

von ihm, noch von der Schauspielerin

Sridevi handelt. Seine Protagonisten

im Film seinen weder Regisseure

noch Schauspieler, vielmehr sei die

Story des Films ganz anders. Der ursprüngliche

Filmtitel lautete übrigens

„Savitri“. Wieso der Regisseur den Titel

in „"Sridevi“ änderte, ist unklar und

man könnte vermuten, dass dies ein

gezielter PR-Schachzug war, denn so

ein Rechtsstreit um seinen Filmtitel

beschert ihm genügend öffentliche

Aufmerksamkeit für seinen Film.

John Abraham verletzt

sich während der

Dreharbeiten zu

„Welcome Back“

Diana Penty

Immer wieder kommt es zu Verzögerungen

in der Fertigstellung des Fortsetzungsfilms

„Welcome Back“ von

Regisseur Anees Bazmee, sodass

der Release immer weiter nach hinten

verschoben werden muss. Jüngst verletzte

sich John Abraham während der

Dreharbeiten der Schlussszenen für

den Film. Diese fanden in der Wüste

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NEWS & GOSSIP

Prakash Jha in

„Gangaajal 2“

Das einzige Mal, dass man Regisseur

Prakash Jha in einem Film sah, war

sein Cameo-Auftritt in „Raajneeti“, in

welchem Prakash Jha Regie führte.

Doch nun geht er einen Schritt weiter

John Abraham

vor Dubai statt. In der Szene sollte

John Abraham mit seinem Auto gegen

ein anderes Auto krachen, der Aufprall

war jedoch so hart, dass sich der

Schauspieler an seinem Rücken verletzte

und nicht einmal sehr sitzen

konnte. Mithilfe von Schmerztabletten

und einigen Physiotherapie-Stunden

konnten die Dreharbeiten schließlich

einige Tage später fortgesetzt werden.

Auch wenn es John Abraham jetzt

schon wieder besser zu gehen scheint,

rieten ihm die Ärzte, in den nächsten

Wochen keine schweren Sachen zu

heben und sich viel auszuruhen. Nun

wird „Welcome Back“, in dem auch

Shruti Haasan, Nana Patekar, Anil Kapoor,

Naseeruddin Shah und Dimple

Kapadia mitspielen, wahrscheinlich

erst am 29. Mai 2015 in die Kinos kommen.

Prakash Jha

und wird sogar in einer kompletten

Rolle als Darsteller in seinem eigenen

Film zu sehen sein, denn in

„Gangaajal 2“, der Fortsetzung seines

Films aus dem Jahr 2003, wird Jha in

der Rolle eines manipulativen Polizisten

zu sehen sein.

Mehr News finden Sie täglich auf unserer

Facebook-Seite unter

http://www.facebook.com/bna.germany

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FILM PREVIEW

TEVAR

„Tevar“ ist ein Remake

des sehr erfolgreichen Telugu-Films

„Okkadu“ von

Regisseur Gunasekhar aus

dem Jahr 2003, in welchem

Mahesh Babu und

Bhoomika Chawla in den

Hauptrollen zu sehen waren.

In der Hindi-Version

werden diese Hauptrollen

von Arjun Kapoor und Sonakshi

Sinha übernommen,

wobei Arjun Kapoor in der

Rolle eines College-Studenten

aus Agra zu sehen

ist, der ein führender Meister

im beliebten indischen

Spiel Kabaddi ist. Manoj

Bajpai wird einen Bösewicht

in dieser Action-Komödie

spielen. Die

Dreharbeiten zum Film

fanden ausschließlich in

Indien statt.

Cast: Arjun Kapoor, Sonakshi Sinha, Manoj Bajpai

Regisseur: Amit Sharma

Musik: Sajid-Wajid

Produzenten: Boney Kapoor, Sanjay Kapoor, Sunil Lulla

Genre: Action-Komödie

Release Datum: 9. Januar 2015

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Als die beiden Zwillinge

Sanjana und Anjana zur

Welt kommen, sind ihre

Körper zusammengewachsen.

Die beiden Schwestern

wachsen so

zusammen auf. Als sie erwachsen

sind, unterziehen

sie sich einer Trennungs-

OP in welcher Anjana

stirbt. Sanjana hingegen

genießt ihr Leben und heiratet

ihren Traummann Kabir

(Karan Singh Grover),

der auch der Schwarm ihrer

Schwester Anjana war.

Schon bald wird das Eheglück

durch gespenstische

Aktivitäten getrübt, denn

Anjana kehrt als Geist zurück

und will aus Eifersucht

Rache an Sanjana

üben und sie mit Kabir auseinander

bringen.

FILM PREVIEW

ALONE

Cast: Bipasha Basu, Karan Singh Grover, Zakir Hussain

Regisseur: Bhushan Patel

Musik: Ankit Tiwari, Mithoon

Produzenten: Kumar Mangat Pathak, Abhishek Pathak,

Prashant Sharma

Genre: Horror

Release Datum: 16. Januar 2015

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FILM PREVIEW

BABY

Ajay Singh Rajput

(Akshay Kumar) ist Mitglied

einer geheimen indischen

Anti-Terror-

Einheit, die aus den Besten

der Besten gebildet

wurde. Seine Aufgabe

ist es, den Terror, der

nicht nur sein Land, sondern

die ganze Welt bedroht,

ausfindig zu

machen und zu bekämpfen.

Dabei verschlägt es

ihn und seine Kollegen

nach Kathmandu, Istanbul,

Abu Dhabi, Delhi

und Mumbai.

Priya Suryavanshi

(Taapsee Pannu), Jai

Singh Rathore (Rana

Daggubati) und Om

Prakash Shukla

(Anupam Kher) bilden

den Kern von Ajays

Team.

Cast: Akshay Kumar, Taapsee Pannu, Anupam Kher,

Rana Daggubati

Regisseur: Neeraj Pandey

Musik: M. M. Kreem, Meet Bros Anjjan

Produzenten: Bhushan Kumar, Krishan Kumar, Shital

Genre: Action-Thriller

Release Datum: 23. Januar 2015

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FILM PREVIEW

SHAMITABH

Der kürzlich veröffentlichte

2-Minuten-Trailer zum

Film gibt leider nicht viel

Aufschluss über die Story.

Jedoch verspricht er eine

großartige Performance von

den beiden männlichen

Hauptdarstellern Amitabh

Bachchan und Danush. In

der weiblichen Hauptrolle

ist Akshara Haasan zu sehen,

die Tochter des berühmten

Kamal Haasan, die

hier ihr Filmdebüt hat. Es

heißt, dass Bollywood-Star

Rekha ebenfalls in dem

Film zu sehen sein wird.

Darüber hinaus haben viele

namhafte indische Regisseure

wie Rohit Shetty, Karan

Johar, Mahesh Bhatt,

Anurag Basu, Rakeysh Omprakash

Mehra und Rajkumar

Hirani einen

Cameo-Auftritt im Film.

Cast: Amitabh Bachchan, Dhanush, Akshara Haasan

Regisseur: R. Balki

Musik: Ilaiyaraaja

Produzenten: R. Balki, Sunil Lulla, Amitabh Bachchan

Genre: Drama

Release Datum: 6. Februar 2015

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FILM PREVIEW

ROY

Mit dem Liebes-Thriller

„Roy“ gibt Vikramjit Singh

sein Regie-Debüt. Der

Film zeigt Ranbir Kapoor,

Arjun Rampal und

Jacqueline Fernandez in

den Hauptrollen. Dabei

übernimmt Ranbir Kapoor

die Titelrolle des

mysteriösen Diebes namens

Roy. Arjun Rampal

spielt den Filmemacher

Kabir Grweal und Jacqueline

Fernandez ist in einer

Doppelrolle zu

sehen: zum einen als Ayesha

Aamir - eine unabhängige

Filmemacherin

und zum anderen als Tia

Desai - eine glamuröse

Weltenbummlerin. Anupam

Kher wird in der Rolle

des Vaters von Kabir

Grewal zu sehen sein.

Cast: Ranbir Kapoor, Jacqueline Fernandez,

Arjun Rampal

Regisseur: Vikramjit Singh

Musik: Ankit Tiwari, Amaal Mallik, Meet Bros Anjjan

Produzenten: Bhushan Kumar, Divya Khosla Kumar

Genre: Liebes-Thriller

Release Datum: 13. Februar 2015

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FILM PREVIEW

BADLAPUR

Über die Story dieses Action-Thrillers

ist nicht viel

bekannt: es dreht sich in

dem Film alles um einen

Mann, der nach dem Mord

an seiner Frau und seinem

Sohn auf einem Rachefeldzug

befindet. Gespielt wird

dieser von Varun Dhawan

in der Rolle des Raghu. In

der weiteren männlichen

Hauptrolle ist Nawazuddin

Siddiqui als Liak zu sehen.

Zu den Nebendarstellern

zählen Huma Qureshi, Yami

Gautam und Divya Dutta.

Die Dreharbeiten

begannen bereits im Mai

2014 und es heißt, dass

Varun Dhawan mit Yami

Gautam und Divya Dutta

Kuss-Szenen im Film haben

wird.

Cast: Varun Dhawan, Huma Qureshi, Yami Gautam,

Nawazuddin Siddiqui, Vinay Pathak, Divya Dutta

Regisseur: Sriram Raghavan

Musik: Sachin-Jigar

Produzenten: Dinesh Vijan, Sunil Lulla

Genre: Action-Thriller

Release Datum: 20. Februar 2015

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18 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


STAR PROFIL

Bollywoods begnadeter

Tänzer und Komiker

Govinda, der mit bürgerlichem Namen Govind Arun

Ahuja heißt, ist nicht nur Schauspieler, sondern

auch Politiker und arbeitete als Parlamentsabgeordneter.

Dafür, dass Politiker doch einen Sinn für

Humor haben, ist Govinda das beste Beispiel. Seine

Filmkarriere begann er jedoch nicht mit Komödien,

sondern mit Dramen, Action-Filmen und Liebesfilmen

in den 1980er Jahren. Erst mit seinen

Filmen in den 1990er Jahren schaffte er sich seinen

Platz als Top-Komiker in Bollywood. Auch wenn er

nach wie vor auch in ernsten Rollen zu sehen ist

und hier immer wieder unter Beweis stellt, was für

ein großartiger Schauspieler und darüber hinaus

auch Tänzer er ist, so sehen ihn die meisten seiner

Fans am liebsten in Komödien.

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STAR PROFIL

Geboren wurde Govinda am 21. Dezember

1963 in Mumbai und entdeckte seine

Leidenschaft fürs Tanzen schon in frühster

Jugend, nachdem er den Film „Disco

Dancer“ gesehen hatte. Seitdem trainierte

Govinda jeden Tag mehrere Stunden lang

verschiedene Tänze

und Tanzstile

und zählt heute zu

den begnadetsten

Tänzern in Bollywood.

Sein Filmdebüt

gab er 1986

mit dem Film

„Ilzaan“. Der

Film wurde ein

Box-Office-Hit

und Govinda

konnte durch seine

Tanzeinlagen

im Song „Street

Dancer“ auf sich

aufmerksam machen

und wurde

von allen Seiten

hoch gelobt. Fortan

wurde Govinda

überschüttet mit

Filmangeboten

und man sah ihn

in den folgenden

Jahren in Dramen,

Action-Filmen

und Liebesfilmen, die mal mehr und mal

weniger erfolgreich waren. Zu den erfolgreichen

Filmen jener Zeit zählen der Action-Film

„Taaqatwar“ (1989), „Awaargi“

(1990) und „Zulm Ki Hukumat“ (1992).

Dann traf Govinda auf Regisseur David

Dhawan, mit dem er bis heute 17 Filme,

die fast durchweg große Box-Office-Hits

wurden, gemeinsam drehte. Die beiden

kannten sich bereits von den Dreharbeiten

zu „Taaqatwar“ und drehten fortan vor

allem Komödien wie „Shola Aur Shabnam“

(1992), „Aankhen“ (1993), „Raja

Babu“ (1994), „Coolie No.1“ (1995) und

„Hero No.1“ (1997). Schon bald erhielt

Govinda den Beinamen

„"Mr.

No.1“, da er in vielen

Filmen, die im

Titel „No.1“

enthielten, mitspielte:

Neben den

bereits erwähnten

Filmen auch in

„Aunty No.1“

(1998), „"Anari

No.1“ (1999),

„Beti No.1“

(2000) und „Jodi

No.1“ (2001).

Es folgten einige

weitere Filme, die

jedoch kaum Beachtung

fanden

und es wurde ab

2003 ruhig um

den einst so gefeierten

Tänzer und

Komiker Bollywoods.

In dieser

Zeit widmete sich

Govinda seiner politischen Laufbahn, ließ

sich ins Parlament wählen. Seine Wählerschaft

kritisierte jedoch schon bald, dass

Govinda sich nicht genügend um die

wichtigen politischen Belange seiner Region

kümmere und kaum Präsenz zeige.

Dem Druck der Politik hielt er nicht lange

stand und trat als Parlamentsabgeordneter

2008 wieder zurück.

20 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


STAR PROFIL

Bereits 2006 wagte er ein Comeback in

Bollywood mit der Komödie „Bhagam

Bhag“. Der Film wurde ein Hit und trieb

die Karriere von Govinda wieder an. Es

folgte 2007 der Film „Salaam-e-Ishq: A

Tribute to Love“, ein Drama, in welchem

auch Salman Khan mitspielte. Noch im

gleichen Jahr feierte

genau dieses

Duo mit der Komödie

„Partner“ einen

Blockbuster-Hit

und Govinda hatte

durch diesen Film

endlich wieder

den Erfolg, den er

bereits in den

1990er Jahren feiern

konnte. Zudem

erhielt er für seine

Rolle in „Partner“

etliche Film

Awards als bester

Komiker und bester

Nebendarsteller,

darunter auch

den Zee Cine

Award und den II-

FA Award.

An diesen unglaublichen

Erfolg von „Partner“ anzuknüpfen,

fiel Govinda mit den Filmen der folgenden

Jahre mehr als schwer. So waren

seine weiteren Filme, wie „Life Partner“

(2009), „Raavan“ (2010), „Naughty @40“

(2011) oder „Deewana Main Deewana“

(2013) nur mäßige Erfolge, wenn gleich

auch Govindas jeweiligen Performences

gelobt wurden. Erst 2014 konnte Govinda

mit „Kill Dil“ wieder einen erfolgreichen

Film für sich verbuchen. Hier spielte er

als Antagonist an der Seite von Ranveer

Singh, Ali Zafar und Parineeti Chopra

und erhielt für seine Darbietung durchweg

positive Resonanz. In „Happy Ending“"

sah man Govinda - ebenfalls 2014 -

erstmalig überhaupt zusammen mit Saif

Ali Khan vor der

Kamera. Auch

wenn der Film

nicht den erwünschten

kommerziellen

Erfolg

hatte, konnte Govinda

dennoch

mit seiner Schauspielleistung

in

der Rolle eines

Superstars überzeugen.

Und auch

für dieses Jahr stehen

noch einige

gute Filme an, in

denen man Govinda

sehen kann,

darunter „Jagga

Jasoos“ von Anurag

Basu, in welchem

Govinda in

der Rolle des

Stiefvaters von

Hauptdarsteller

Ranbir Kapoor zu sehen sein wird, in

Mira Nairs „The Bengali Detective“ wird

Govinda die Titelrolle übernehmen und in

„Avataar“ von Pahlaj Nihalani wird er

einen Football-Trainer spielen und mit

Shatrughan Sinha gemeinsam vor der Kamera

stehen, jenem Schauspiel-Star mit

dem 1986 mit „Ilzaam“ die Karriere von

Govinda in Bollywood begann.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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FILM REVIEW - SPECIAL

FILMKRITIKER

BOBBY SING

„Seit über 20 Jahren bin

ich nun im Bereich Musik

und Medien tätig und

bin überaus dankbar dafür,

mit Hilfe SEINER

GNADE, Teil dieser kreativen

Ausdruckformen

zu sein. Filme sind seit

meiner frühsten Kindheit

meine große Liebe

und meine Leidenschaft

für's Schreiben habe ich

in den 90er Jahren entdeckt,

als ich angefangen

habe, Gedichte und Lieder zu

schreiben.“

Bobby Sing heißt eigentlich Harpreet Singh,

doch seine große Liebe zum Film

brachte ihm den Namen Bobby, inspiriert

durch den gleichnamigen indischen Kultfilm

mit Raj Kapoor, der in den 70-er

Jahren sehr erfolgreich in den indischen

Kinos lief. Nach der Jahrtausendwende

begann Bobby Sing schließlich auch,

Filmreviews zu schreiben. Das Internet

und die Erfindung der DVD brachten ihn

dichter an die internationale Filmwelt

heran und schon bald musste er entdecken,

dass viele seiner indischen Lieblingsfilme

von großen Filmen der Welt

inspiriert - um nicht zu sagen kopiert -

worden waren. So begann Bobby Sing

eben über diese Filme - die Originale und

deren indische Kopien - zu schreiben und

entwickelte seine ganz persönliche Liste

an Must-Watch-Filmen,

die er bis heute weiterführt.

Seine Filmreviews

und Kommentare veröffentlicht

er seitdem auf

seiner eigenen Webseite

http://www.bobbytalksci

nema.com und in ausgewählten

Publikationen,

wie eben auch in unserem

Magazin.

Bobby Sing veröffentlichte

zudem kürzlich sein

erstes eigenes Buch mit dem Titel „Did

You Know: For All Bollywood Obsessed

Movie Buffs“, in welchem er interessante

und bisher wahrscheinlich von noch niemandem

entdeckte Fakten über das Hindi-

Cinema enthüllt. Hier handelt es sich

nicht um triviale Zwei-Zeiler-Fakten, sondern

wird der Sache bis ins Detail auf den

Grund gegangen und in einen interessanten

Zusammenhang gebracht. Das

Buch richtet sich also an all jene Leser, für

die Filme im Leben so wichtig sind, wie

das Atmen.

Titel: Did You Know: For All Bollywood

Obsessed Movie Buffs

Author: Bobby Sing

ISBN-109384391077

ISBN-139789384391072

Sprache: English

Seitenanzahl: 192

Veröffentlichungsjahr: 2014

Preis: 195 Rupees

Publisher Name: Notion Press

22 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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Cast: Saif Ali Khan, Govinda, Ileana D'Cruz

Regie: Raj & D.K.

Genre: Komödie

Filmlänge: 136 Minuten

Release: 21. November 2014

Rating:

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FILM REVIEW

HAPPY ENDING

Enttäuschend und vor allem eine

Verschwendung von Govinda

Wer die früheren Filme des Regisseur-Duos Raj

Nidimoru und Krishna DK (bekannt als Raj &

D.K.) gesehen hat, darunter auch „99“, „Shor

In The City“ und „Go Goa Gone“, wird mit

zustimmen, dass die beiden ein wirklich außergewöhnliches

Talent haben, eine einfache Story

in einen mitreißenden

Film zu verwandelt. So

erwartete der Zuschauer

bei „Happy Ending“

nicht nur wegen der guten

Besetzung, sondern

auch wegen der tollen

Promos die mit peppigen

Tanznummern aus dem

Film unterlegt waren, berechtigterweise

einen tollen

Film. Aber vielleicht

liegen Krimis und Thriller

dem Regisseur-Duo

einfach mehr, als Liebes-

Komödien, denn was sie

mit „Happy Ending“ lieferten,

ist nichts Neues

und Frisches, abgesehen von einigen guten

Dialogen und ein paar unterhaltsamen Szenen

mit Govinda.

Der Film beginnt noch recht spannend und

innovativ, auch wenn sich manch ein Zuschauer

an den Film „Before Sunset“ erinnert fühlt,

doch mit der Zeit kommt Langeweile auf, weil

einfach alles bis zum Schluss hin vorhersehbar

wird und daher dem Zuschauer jegliche Spannung

nimmt. Zudem waren sich die Filmemacher

scheinbar auch nicht einig darüber, wer

denn die Zielgruppe des Films sein sollte. Einerseits

sollte das indische Publikum angesprochen

werden, gleichzeitig wollte man durch

mehr oder weniger exotische und weltliche

Locations wohl auch die westlichen Zuschauer

für sich gewinnen. Doch leider ist dieser Spagat

nicht gelungen und wir sehen Raj & D.K. in

einem Dilemma, was dazu führt, dass sie sich

einfach verzetteln und ziellos „Happy Ending“

gedreht haben.

Saif Ali Khan reißt mich mit seiner Darbietung

nicht von dem Kinosessel, wirkt teilweise recht

antriebslos. Ileana

D'Cruz glänzt wie immer

durch ihre süße Art,

aber wird „Happy Ending“

sicher nicht zu den

Glanzstücken ihrer Filmkarriere

zählen. Govinda

hingegen ist eine

wahre Freude für den

Zuschauer, auch wenn

er in nur vier Szenen

seinen Auftritt hat. Aber

in seiner Tanzszene des

Songs „Nacho Saare G

Phaadke“ zeigt er wieder

einmal, was für ein

hervorragender Tänzer

er ist. Dass Kareena Kapoor

Khan und Preity Zinta in Cameos im Film

zu sehen sind, hätte man sich sparen können, da

sie nichts dazu beitragen, den Film irgendwie

aufzuwerten.

Was man dem Film aber definitiv zugute halten

muss, ist die Musik. Sie ist mitreißend und im

Soundtrack gibt es einige ganz gute Tanznummern.

Aus technischer Sicht bezüglich Kameraführung

und Schnitt gibt es nicht viel zusagen,

da hier nichts Außergewöhnliches abgeliefert

wurde, was es zu erwähnen gäbe.

Insgesamt gesehen muss man „Happy Ending“

nicht unbedingt im Kino gesehen haben. Warten

Sie einfach, bis er auf DVD erscheint oder

mal im TV kommt. Ein netter Zeitvertreib ist

der Film allemal.

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FILM REVIEW

KILL DIL

Erinnert stark an „Gunday“

Dieser Film enttäuscht mich sehr, obwohl die

Erwartungen an Regisseur Shaad Ali hoch

waren, da er bereits so erfolgreiche Filme wie

„Saathiya“ und „Bunty Aur Babli“ gedreht

hatte. Aber mit dem völlig unspektakulären

Skript zu „Kill Dil“ bleibt man nur enttäuscht

und ich möchte auch

gar keine detaillierte

Review zum Film

schreiben. Die Promotion

und der Trailer

zum Film waren vielversprechend,

doch

was dem Zuschauer

dann in zwei Stunden

im Film geboten wird,

ist beinahe eine Verarschung.

Der Filmtitel lehnt

sich an den großartigen

Filmklassiker

„Kill Bill“ von Quentin

Tarantino an, doch

wenn man meint, dass

Shaad Alis Film sich auch nur ansatzweise

irgendwie an „Kill Bill“ anlehnt, hat weitgefehlt.

Das war wohl auch nicht Ziel von „Kill

Dil“. Ausgehend von den Promos und der

Tatsache, dass Ranveer Singh, Ali Zafar und

Parineeti Chopra in den Hauptrollen zu sehen

sind, erwartet man einen hippen, frischen

Film, doch „Kill Dil“ ist leider nichts anderes,

als „Gunday“, der seinerzeit schon nur mäßig

in den Kinos lief, neu in einer lausigen

Liebes-Story verpackt. Doch so leicht kann

man das Publikum nicht täuschen. Schade ist

es nicht nur um die Hauptdarsteller, sondern

auch um Govinda, der in der Rolle des Don

einfach nur der Lächerlichkeit preisgegeben

wird, indem man ihn aus dem Nichts heraus

plötzlich singen und tanzen lässt. Govinda

war sichtlich bemüht, seine Rolle gut zu spielen,

aber wenn das Skript schlecht ist, kann

selbst der beste Schauspieler nichts mehr reißen.

Ähnlich schaut es aus bei Ranveer Singh, der

nach starken ersten 30 Minuten mehr und mehr

in Stereotype verfällt. Ali Zafar wirkt ebenfalls

in seiner Rolle verloren. Am wenigsten überzeugen

kann Parineeti

Chopra, da man von ihr

nichts sieht, was sie nicht

bereits früher schon in

anderen Rollen zeigte.

Eine Weiterentwicklung

als Schauspielerin ist jedenfalls

nicht erkennbar.

Wie bereits erwähnt, sind

die ersten 30 Minuten im

Film, die wie in „Gunday“

mit einer Rückblende

eingeleitet werden, noch

ganz vielversprechend,

doch schon bald fängt

der Zuschauer sich vor

Langeweile an, wegzudösen.

Der Film zieht sich

so dermaßen unspannend in die Länge, dass ich

am Ende des Films das Gefühl hatte, bereits den

ganzen Tag in Kino gesessen zu haben. Die

Filmmusik als solche ist ganz gut, verfehlt jedoch

durch die schlichte Deplatzierung im Film

ihre Wirkung und ihren Charme. Einziges Plus

in der Musik ist, dass die Texte von niemand

Geringerem als Gulzar stammen.

Alles in Allem können Sie „Kill Dil“ beruhigt

ignorieren. Es ist eine Schande, was Shaad Ali

aus der Story, den Darstellern und der Musik

machte. Und ich frage mich, wieso Aditya

Chopra, als Chef von Yash Raj Films diesem

Film überhaupt herausbrachte. Das ist doch

hoffentlich nicht die Zukunft von YRF!

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Cast: Govinda, Ranveer Singh, Ali Zafar, Parineeti Chopra

Regie: Shaad Ali

Genre: Krimi

Filmlänge: 122 Minuten

Release: 14. November 2014

Rating:

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INTERVIEW

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INTERVIEW

PREM

CHOPRA

Seit über 50 Jahren arbeitet er nun bereits in der indischen

Filmindustrie und machte mehr als 350 Filme. Er gewann alle

großen, namhaften und wichtigen internationalen Film-

Awards und veröffentlichte im letzten Jahr seine eigene Biografie.

Er ist eine lebende Legende des Indischen Kinos und

wurde in den späten 60-er Jahren berühmt als der bestaussehende

Bösewicht Bollywoods. Sein Satz „Prem naam hai

mera, Prem Chopra“ (Prem ist mein Name, Prem Chopra) aus

dem indischen Klassiker-Film „Bobby“, in welchem Raj Kapoor

die Hauptrolle spielte, machte Prem Chopra berühmt.

Der heute 79-jährige Prem

Chopra begann seine berufliche

Laufbahn einst als Zeitungsverteiler

für die „Times Of

India“. Parallel dazu begann

Prem Chopra Filme zu drehen.

Sein erster Film war der Punjabi-Film

„Chaudhary Karnail Singh“,

der 1964 in die Kinos kam

und sehr erfolgreich war. Prem

Chopra erhielt hierfür auch

prompt seinen ersten National

Film Award. Einige weitere

Filme folgten, doch erst nachdem

sein Film „Upkaar“ (1967)

auch ein Riesenhit wurde, verließ

Prem Chopra seinen Job

bei „Times of India“ und widmete

sich fortan komplett der

Schauspielerei. So begann seine

einzigartige Karriere. Wir

sprachen mit Prem Chopra

über diese Karriere und darüber,

welche Träume er noch hat

und welche Projekte in der Zukunft

noch anstehen.

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INTERVIEW

Sie hat es nie sonderlich gestört, den

Bösewicht in Filmen zu spielen, was ja

schließlich auch zu Ihrem Markenzeichen

wurde

und Ihnen Erfolg

einbrachte.

Aber

wieso zieren

sich so viele

Schauspiel-

Kollegen heute,

den Bösewicht

zu

spielen

Prem

Chopra: Mir

war es egal,

ob ich einen

Bösewicht

spiele oder

nicht. Ich wollte

Schauspieler

sein, egal

in was für einer

Rolle. Ich

kann nur für

mich selbst

sprechen und

nicht für andere

Schauspieler.

Als Sie in die

Filmindustrie

Prem Chopra in „Kaala Patthar“ (1979)

kamen, waren

Sie jung und sehr gutaussehend -

hatten alles, was man als Schauspieler

brauchte, um als Film-Held gefeiert zu

werden. Haben Sie es denn nie bereuht,

sich gegen diesen Karriereweg des begehrten

Heros entschieden zu haben

und stattdessen den bösen Mann gemimt

zu haben

Prem Chopra: Nein, überhaupt nicht.

Knapp 30 Jahre lang waren Sie vorwiegend

in negativen Rollen zu sehen und

erst ab Mitte der 90-er Jahre begannen

Sie, auch mehr und mehr positive Rollen

anzunehmen. Wie kam es zu diesem

Wechsel

Prem Chopra:

Ich kam aus

dem Alter raus,

in dem ich den

jungen Bösewicht

mimen

konnte und erhielt

gleichzeitig

mehr

Rollenangebote,

in denen

ich positive

Charaktere

darstellen

konnte. Dem

Publikum hat

dieser Wandel

gefallen und

daher mache

ich mir über

diesen Wandel

jetzt

Kopf.

keinen

Man könnte

meinen, dass

Sie bereits alles

erreicht

haben, was

Sie sich jemals

gewünscht

haben. Aber dennoch: gibt es Rollen,

die Sie gern spielen würden oder andere

unerfüllte Träume

Prem Chopra: Ein kreativer Mensch ist

niemals zufrieden. Ich würde gerne noch

herausforderndere Rollen machen, wenn

sie mir angeboten werden würden.

Sie sind in den letzten Jahren ja sehr

wählerisch bei der Auswahl Ihrer Filme

geworden. Nach welchen Kriterien entscheiden

Sie sich für oder gegen ein

Filmangebot

30 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


INTERVIEW

Prem Chopra: Viele der Rollen, die ich in

den letzten Jahren angeboten bekam, waren

für mich nicht interessant genug und

daher lehnte ich sie ab. Aber die, die gut

waren, habe ich auch gemacht. Nur sind

das eben nicht viele Filme.

Welche Filmrollen kommen dem wahren

Prem Chopra Ihrer Meinung nach

am nächsten

Prem Chopra: Das kann man als Schauspieler

selbst gar nicht sagen, sondern

das muss das Publikum

entscheiden.

Nur das

Publikum könnte

Ihnen die Filme

nennen.

Im Laufe Ihrer

Karriere sahen

Sie viele große

Schauspieler

kommen und gehen,

haben mit

den größten

Stars des Indischen

Kinos zusammengearbeitet.

Wen bewunderten

Sie am meinsten und mit wem teilen

Sie die schönsten Erinnerungen

Prem Chopra: Mit Dilip Kumar. Aber es

gibt soviele schöne Erinnerungen, dass

ich diese jetzt gar nicht alle teilen könnte.

Ihr letzter großer Film ist „Honour Killings“

aus dem Jahr 2012, der bis heute

sehr erfolgreich auf allen großen internationalen

Filmfestivals geziegt wird

und auch schon viele Auszeichnungen

erhielt. Nun endlich werden wieder

neue Filme mit Ihnen veröffentlicht.

Was können Sie uns über diese Filme

und Ihre Rollen erzählen

Prem Chopra: Ich arbeite gerade an drei,

vier verschiedenen Filmen, die alle ganz

unterschiedlich sind, was meine Rolle betrifft.

Da gibt es Komödien, emotionale

Filme und auch positive Filme. Ein Film ist

„Jai Jawaan Jai Kisaan“, ein Drama mit

Om Puri, Rati Agnihotri und mir in den

Hauptrollen. Der Film wird jetzt im Februar

2015 in die Kinos kommen.

Gibt es darüber hinaus noch weitere

Filmprojekte

Prem Chopra: Gibt es, aber da ich gerade

mitten in den Verhandlungen bin, kann ich

auch noch nicht darüber sprechen.

Man muss es als

seine Bestimmung

sehen und verstehen,

Sie konnten den

Wandel des Indischen

Kinos im

Laufe der letzten

50 Jahre miterleben.

Welches ist

der bisher größte

Wandel Ihrer Meinung

nach und in

welche Richtung

wird sich wohl

das Indische Kino

in den nächsten

zehn Jahren entwickeln

Prem Chopra: Alles

unterliegt dem Wandel der Zeit. Einen

großen positiven Wandel gibt es natürlich

vor allem in der Technik - im Bereich der

visuellen Effekte und Special Effects. Dadurch

sind auch ganz andere Arten von

Filmen und Stories realisierbar. Die Entwicklung

wird sich auch in den nächsten

zehn Jahren fortsetzen und ich denke, zum

Besseren.

in der Filmindustrie

zu arbeiten und zwar

ehrlich und hart.

Was würden Sie einem Newcomer, der

Fuß in der Filmindustrie fassen will raten,

damit er möglichst lange und erfolgreich

dabei sein wird

Prem Chopra: Man muss es als seine

Bestimmung sehen und verstehen, in der

Filmindustrie zu arbeiten und zwar ehrlich

und hart. Und man muss die Gelegenheiten

beim Schopf packen, wenn sie sich

einem bieten.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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Cast: Randeep Hooda, Nandana Sen, Vipin Sharma, Paresh Rawal

Regie: Ketan Mehta

Genre: Drama

Filmlänge: 132 Minuten

Release: 7. November 2014

Rating:

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FILM REVIEW

RANG RASIYA

Diesen Film müssen Sie sich

anschauen!

Das Hindi-Kino macht oftmals einen großen

Bogen um Biografien, insbesondere, wenn es

sich dabei um talentierte Künstler unseres

Landes handelt, die im letzten Jahrhundert

lebten. Glücklicherweise zählt „Rang Rasiya“

zu diesen seltenen Filmen. Er erzählt vom Leben

des Malers Raja Ravi

Varma, ein

Ausnahmetalent des 19.

Jahrhunderts, der sich

seinen Namen machte

durch seine unverwechselbaren

Zeichnungen

und Bilder der indischen

Gottheiten mit all ihrem

Glanz und ihrer Schönheit.

Regisseur Ketan Mehta

verfilmte die Biografie

mit Randeep Hooda und

Nandana Sen in den

Hauptrollen bereits 2008.

Interne Unstimmigkeiten

zwischen Regisseur

und Produzenten und

auch mit der indischen Zensur zögerten die

Veröffentlichung des Films so viele Jahre hinaus.

Ein weiteres Problem war auch, dass sich

kein Vertrieb für den Film fand. Erst, seitdem

Hauptdarsteller Randeep Hooda in jüngster

Vergangenheit einige erfolgreiche Filme machte,

zeigten sich nun auch Interessenten für

„Rang Rasiya“.

Der Film basiert auf dem biografischen Roman

von Ranjit Desai und handelt von der Besessenheit

des Künstlers Varma, der sein ganzes Leben

lang dafür kämpfte, Anerkennung mit

seinen Werken zu erhalten. Er bekam sie auch,

allerdings nicht im eigenen Land, sondern nur

im Ausland auf dem internationalen Kunstmarkt.

In Indien hingegen wurde er verfolgt

und gefangen genommen, da seine Bilder zu

freizügig und in den Augen der indischen

Gesellschaft anrüchig waren und einer Gotteslästerung

gleichkamen. Für den Film erfolgten

tiefgründige Recherchen

über den Künstler,

sodass „Rang Rasiya“

dem Zuschauer viele

interessante Fakten liefert.

Selbst ich als Inder

habe noch viel über

diesen Künstler meines

Landes dazugelernt.

Und genau deswegen

plädiere ich dafür, dass

es viel mehr solcher

verfilmten Biografien

gibt.

Aus technischer Sicht

besticht der Film durch

seine künstlerische

Freiheit, die sich bei

diesem Thema ja auch

geradezu anbietet. Die schauspielerischen

Leistungen des gesamten Casts ist hervorragend,

insbesondere natürlich die von den beiden

Hauptdarstellern Randeep Hooda und

Nandana Sen. Was den Film zu einem Must-

Watch-Film macht ist jedoch nicht die Technik

oder der Cast, sondern sein informativer Wert

und lehrender Inhalt, der einfach der heutigen

jüngeren Generation erzählt werden muss und

nicht unter den Teppich gekehrt werden darf,

auch wenn die Fakten teilweise beschämend

und schockierend sind. Also: Unbedingt den

Film anschauen!

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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FILM REVIEW

UNGLI

Sozial relevantes Thema

uninteressant verpackt

Die erste Reaktion, die man hat, nachden man

„Ungli“ gesehen hat, ist, dass der Film wohl

schon sehr lange in der Pipe-Line war, bevor

er endlich veröffentlicht wurde, da er ein Thema

behandelt, das in der Vergangenheit schon

so oft behandelt wurde, dass es überstrapaziert

ist. Ganz schlimm ist zudem, dass diverse

Stars einen Cameo-Auftritt

in dem Film haben

und niemand weiß, wieso.

Eindruck beim Zuschauer

haben sie jedenfalls nicht

hinterlassen und auch

nicht viel zur Story des

Films beigetragen, ebenso

wenig wie die nur mittelmäßigen

Songs des Films.

Allerdings fängt der Film

in den ersten Minuten

wirklich sehr stark und beeindruckend

an. Wir sehen

eine knallhart-realistische

Szenerie, untermalt mit

einem Song der zu gesellschaftlichen Bewusstsein

aufruft mit „A Respected Aadarniye Ungli“.

Das gesamte politische und

gesellschaftliche System Indiens soll hinterfragt

werden. Nach den ersten zehn starken

Minuten erwartet der Zuschauer berechtigterweise,

dass der Film ebenso kraftvoll weitergeht.

Doch weit gefehlt. Schon der nächste

Song mit einer Item-Nummer von Shraddha

Kapoor zieht den Film runter. Der Fokus geht

weg vom sozial-kritischen Ausgangspunkt hin

zu einer künstlich kreierten Liebesgeschichte,

die scheinbar nur in den Film eingebaut wurde,

damit dieser überhaupt eine Liebesgeschichte

hat. Damit lenkt der Film vom eigentlichen

Inhalt, nämlich dem Kampf und dem Aufruf

zur Revolution gegen die Korruption, unnötigerweise

ab. So werden die Erwartungen an

den Film einfach nur enttäuscht und man fragt

sich, wieso Schauspieler wie Emraan Hashmi,

Randeep Hooda, Kangna Ranaut, Mahesh Manjrekar

und Sanjay Dutt überhaupt Ja zum Film

gesagt haben, wo doch die

Charaktere total unausgegoren

und mit lauter Klischees

behaftet sind.

Durch den Schnitt und die

Hintergrund-Musik wird

versucht, dem Film zumindest

etwas Tempo zu geben.

Doch nichts kann

darüber hinweg täuschen,

dass die Arbeiten an dem

Film bereits vor zwei Jahren

anfingen und somit das

Thema einfach schon überholt

und nichts Neues

mehr ist. Man mag vielleicht

noch mit viel Wohlwollen anerkennen,

dass die Macher des Films wirklich mit den

besten Absichten arbeiteten, doch das Ergebnis

ist einfach nur enttäuschend und hinterlässt

keinerlei emotionale Regung beim Zuschauer.

Hier scheint sich Produzent Karan Johar zu

sicher seines hauseigenen Regisseurs und des

starken Casts gewesen zu sein und wollte ein

Stück vom Kuchen, ein brisantes sozial-kritisches

Thema in einem Film aufzugreifen, abhaben.

Leider ging meiner Meinung nach

dieser Schuss, aufgrund dieser hohen Selbstüberschätzung,

nach hinten los. Daher kann ich

Ihnen den Film auch nicht als sehenswert empfehlen.

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Cast: Emraan Hashmi, Kangana Ranaut, Randeep Hooda, Sanjay Dutt

Regie: Rensil D'Silva

Genre: Drama

Filmlänge: 114 Minuten

Release: 28. November 2014

Rating:

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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36 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


COVER STORY

Sie ist 29 Jahre alt und hat den Durchbruch

in der indischen Filmindustrie geschafft.

Noch nie war Jacqueline Fernandez in

Bollywood so gefragt wie heute. Die aus Sri

Lanka stammende Schönheit studierte Massenmedien

und arbeitete als Journalistin,

bevor sie ins Model- und Filmbusiness kam.

2006 gewann sie die Miss Universe Wahlen

als Miss Sri Lanka und erhielt viele Modelaufträge.

So wurde auch Regisseur Sujoy

Ghosh auf sie aufmerksam und nahm sie für

seinen Film „Aladin“ unter Vertrag. Mit diesem

Film gab Jacqueline Fernandez ihr Bollywood-Debüt.

Vor einigen Monaten konnte

man sie an der Seite von Salman Khan in

„Kick“ sehen und nun steht ihr neuster Film

„Roy“ kurz vor dem Release.

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COVER STORY

Geboren wurde Jacqueline Fernandez

am 11. August 1985 als jüngste von

insgesamt vier Geschwistern in Sri Lanka.

Dort lebte sie jedoch nur kurz, denn

ihre Familie zog nach Bahrain. Nach

ihrem Schulabschluss studierte sie Massen-Kommu-

nikation an einer Universität

in Australien und arbeitete als

TV-Reporterin in Bahrain, bevor sie in

ihre Heimat Sri Lanka zurückkehrte.

Auch dort arbeitete Jacqueline

Fernandez zunächst

noch als

Journalistin. 2006 nahm

sie an den Miss Universe

Wahlen statt und gewann

diese als Vertreterin für

Sri Lanka. Ihr wurde die

Krone mit dem Titel

„Miss Sri Lanka Universe

2006“ verliehen.

Dieser Erfolg brachte ihr erste Modelaufträge

ein und so sah man sie 2007 in

ihrer ersten TV Werbung. Als sie für

einen Modelauftrag in Indien war, wurde

sie von Regisseur Sujoy Ghosh entdeckt,

der sie unbedingt für seinen Film

„Aladin“ haben wollte.

Man zweifelte

an ihrem

Schauspieltalent,

lobte jedoch

gleichzeitig ihre

Schönheit.

Jacqueline Fernandez übernahm in dem

Film die weibliche Hauptrolle der Jasmine,

erhielt jedoch nicht die erhoffte

Resonanz von Kritikern und dem Publikum.

Man zweifelte an ihrem Schauspieltalent,

lobte jedoch gleichzeitig

ihre Schönheit. Sicher war dies nicht der

Start ihrer Bollywood-Karriere, den sich

Jacqueline Fernandez erhoffte, wenn

gleich sie für ihre Rolle mit dem IIFA

Award und dem Stardust Award als beste

Newcomerin ausgezeichnet wurde.

Doch es wurde nicht besser: für ihren

nächsten Film, der Liebeskomödie

„Jaane Kahan Se Aayi Hai“, in welcher

sie gemeinsam mit Riteish Deshmukh

2010 vor der Kamera stand, erhielt sie

ebenfalls durchweg negative Kritiken.

Es schien beinahe so, als sei die junge

Schönheit aus Sri Lanka ein Flopp in

Bollywood. Doch Mahesh Bhatt sah Potenzial

in ihr und gab ihr

die weibliche Hauptrolle

in „Murder 2“. Hier

spielte sie an der Seite von

Emraan Hashmi und konnte

gerade wegen ihrer

Schönheit und ihres Sex-

Appeals punkten, denn das

war genau das, was ihre

Rolle der Priya erforderte.

Doch auch wenn die Kritiken

zum Film gut waren und „Murder

2“ ein finanzieller Erfolg war, so wollte

Jacqueline Fernandez nicht als Sex-

Bombe gesehen werden. Sie erhielt nach

„Murder 2“ viele Filmangebote, lehnte

jedoch die meisten ab, eben weil ihr hier

hauptsächlich Rollen als Sex-Bombe abgeboten

wurden.

Die Wahl für eine in ihren Augen adäquate

Filmrolle fiel schließlich auf

„Housefull 2“. In dieser Komödie spielte

sie zwar nur eine kleinere Rolle, arbeitete

jedoch mit Akshay Kumar, Rishi Kapoor

und Asin zusammen. Ihr war es

wichtig, neben namhaften Stars aufzutreten,

da sie sich so mehr Aufmerksamkeit

erhoffte. „Housefull 2“ wurde ein Blockbuster

und zählte zu den besten Filmen

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COVER STORY

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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COVER STORY

des Jahres 2012, allerdings erhielt Jacqueline

Fernandez auch hier wieder

nicht die erhofften Kritiken, sondern

musste sich damit zufrieden geben, dass

wieder hauptsächlich ihr Aussehen gelobt

wurde.

Mit dem Action-Thriller „Race 2“ konnte

sie das Blatt wenden. Zum einen hatte

sie in dem Film eine

größere Rolle und konnte

daher zeigen, dass

mehr in ihr steckt, als

nur bloße Schönheit;

zum anderen erhielt sie

hier endlich positive

Kritiken, was ihre Karriere

förderte. Trotz des

großartigen Casts mit

Anil Kapoor, Saif Ali

Khan, John Abraham,

Deepika Padukone und

Ameesha Patel schaffte

es Jacqueline Fernandez in der Rolle der

Omisha, ihren ganz eigenen Platz im

Film zu finden und ihre Rolle gut und

überzeugend zu spielen.

So wundert es kaum, dass auch ihr

nächster Film ein Action-Thriller war.

2014 sah man sie in der weiblichen

Hauptrolle neben Salman Khan, Randeep

Hooda und Nawazuddin Siddiqui in

„Kick“, der zwar nur durchwachsene

Kritiken erhielt, trotzdem zum Blockbuster

wurde. Sie überzeugte in ihrer

Rolle der aus Polen stammenden Psychiaterin

Doktor Shaina Mehra und entwickelt

sich so langsam aber stetig zu einer

doch ernstzunehmenden Schauspielerin

Ihr Wunsch, einmal

an der Seite von

Salman Khan zu

spielen, erfüllte sich

2014 mit dem Film

„Kick“, der ein

Box-Office-Hit

wurde.

Bollywoods. Noch 2013 äußerte sie in

einem Interview gegenüber den indischen

Medien, dass es ihr großer

Traum sei, einmal an der Seite von Salman

Khan zu spielen und nun erfüllte

sich auf so wunderbare Weise dieser

Wunsch.

Mit Spannung wird nun ihr neuster

Film „Roy“, der im

Februar 2015 in die

Kinos kommen wird,

erwartet. Hier wird

man Jacqueline Fernandez

erstmals in einer

Doppelrolle sehen - sie

spielt zwei Charaktere,

die unterschiedlicher

nicht sein könnten. In

den männlichen Hauptrollen

dieses Liebes-

Thrillers sind Arjun

Rampal und Ranbir

Kapoor zu sehen. Wir sind uns sicher,

dass Jacqueline Fernandez ihren Weg

gehen wird und es schaffen wird, sich

an die Spitze Bollywoods zu arbeiten

und dort auch als Schauspielerin zu

behaupten, denn mit jedem Film, den

sie gemacht hat, wurde sie besser und

zeigte immer mehr von ihrem schauspielerischen

Können. Sie ist eben nicht

nur schön und gebildet, sondern gehört

einfach nach Bollywood.

Zudem engagiert sie sich sehr für die

Tierschutzorganisation Peta und unterstützt

auch andere soziale Projekte mit

viel Herz und Überzeugung. Wir wünschen

Jacqueline Fernandez weiterhin

viel Erfolg!

40 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


COVER STORY

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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42 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


Seit Jahren haben wie die ACEBA

Awards (Annual Central European

Bollywood Awards), die durch

Marco Spiess, dem Betreiber des

erfolgreichsten Bollywood-

Forums im deutschsprachigen

Raum, Molodezhnaja, sehr erfolreich

unterstützt und zu internationaler

Anerkennung geführt, nicht

zuletzt durch unsere stetige Pressearbeit

und Promotion, aber auch

durch die von uns organisierten

Award-Shows 2011 in der Schweiz

und 2012 im Rahmen unseres Indischen

Filmfestivals in Berlin.

Nun hat BNA GERMANY® seine

eigenen Film-Awards ins Leben

gerufen, in Anlehnung an die ACE-

BA Awards und als Weiterentwicklung

dieser. Die AIFA Awards

(Annual Indian Film Awards) berücksichtigt

in insgesamt 16 Kategorien

nicht nur Bollywood-

Mainstream-Filme, sondern zudem

auch Hindi-Filme jenseits des

Mainstreams. Die Nominierung

der Filme erfolgt duch eine kompetente

Fach-Jury und die Abstimmungen

erfolgen durch

Bollywood-Fans, und Fans des

Indischen Films europaweit, vor

allem jedoch aus dem deutschsprachigen

Raum. Es wird abgestimmt

über den besten Film, den

besten Regisseur, die besten Darsteller,

die besten Kostüme, die

beste Kamera, die beste Musik,

die besten Sänger und die beste

Choreografie. Zudem wird auch

über die All-Time-Favourites der

Schauspieler abgestimmt und als

besondere Auszeichnung zudem

der Lifetime-Archivement Award

verliehen.

Wir freuen uns über eine Rege

Teilnahme an der Abstimmung

und sind auf die Ergebnisse, die

detailiert ab dem 1. März 2015

veröffentlicht werden, gespannt.

Die Gewinner dier diesjährigen

AIFA Awards werden, wie es auch

schon in der Vergangenheit bei

den ACEBA Awards der Fall war,

die Awards persönlich überreicht

bekommen.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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1. BESTER MÄNNLICHER HAUPTDARSTELLER

Arjun Kapoor - 2 States

Aamir Khan - PK

Emraan Hashmi - Ungli

Randeep Hooda - Highway

Shahid Kapoor - Haider

Ranveer Singh - Gunday

2. BESTER MÄNNLICHER NEBENDARSTELLER

Vipin Sharma - Kick

Sanjay Dutt - Ungli

Irrfan Khan - Gunday

Arjan Bajwa - Bobby Jasoos

Ritesh Deshmukh - Ek Villian

Govinda - Holiday

3. BESTE WEIBLICHE HAUPTDARSTELLERIN

Priyanka Chopra - Mary Kom

Rani Mukerji - Mardaani

Deepika Padukone - Finding Funny

Alia Bhatt - Highway

Madhuri Dixit - Gulaab Gang

Parineeti Chopra - Daawat-e-Ishq

4. BESTE WEIBLICHE NEBENDARSTELLERIN

Huma Qureshi - Dedh Ishqiya

Dimple Kapadia - Finding Funny

Kangna Ranaut - Ungli

Tabu - Jai Ho

Anushka Sharma - PK

Jacqueline Fernandez - Kick

5. VIELVERSPRECHENSTER MÄNNLICHER NEWCOMER

Vivaan Shah - Happy New Year

Sushant Singh Rajput - PK

Tiger Shroff - Heropanti

Ram Kapoor - Shaadi Ke Side Effects

Karan Wahi - Daawat-e-Ishq

Siddharth Shukla - Humpty Sharma Ki Dulhania

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6. VIELVERSPRECHENSTE WEIBLICHE NEWCOMERIN

Tamannaah Bhatia - Entertainment

Esha Gupta - Humshakals

Shraddha Kapoor - Ek Villian

Ayesha Khanna - Dishkiyaoon

Kriti Sanon - Heropanti

Ileana D’Cruz - Happy Ending

7. BESTER FILM

Dedh Ishqiya

PK

Mardaani

2 States

Finding Funny

Ungli

Mary Kom Rang Rasiya

Highway

Gulab Gang

8. BESTER REGISSEUR

Imtiaz Ali - Highway

Rohit Shetty - Singham Returns

Vikram Bhatt - Creature 3D

Vishal Bhardwaj - Haider

Ketan Mehta - Rang Rasiya

Rajkumar Hirani - PK

9. BESTE KAMERAFÜHRUNG

Finding Funny

Bang Bang

Kick

Highway

2 States

Singham Returns

10. BESTER PLAYBACKSÄNGER

Himesh Reshammiya - Jai Ho - Photocopy

Sukhwinder Singh - Happy New Year - Satakli

Yo Yo Honey singh - Kick - Yaar Naa Miley

Mohit Chauhan - Mary Kom - Teri Baari

Mika Singh - Kick - Jumme Ki Raat

Sonu Nigam - Daawat-e-Ishq - Mannat

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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11. BESTE PLAYBACKSÄNGERIN

Shreya Ghoshal - Kick - Hangover

Sunidhi Chauhan - Happy New Year - Dance Like a Chammiya

Harshdeep Kaur - Bang Bang - Uff

Tulsi Kumar - Singham Returns - Kuch To Hua Hai

Shweta Pandit - Highway - Heera

Anushka Manchanda - Dedh Ishqiya - Horn OK Please

12. BESTER SOUNDTRACK

Highway - A.R. Rahman

Happy New Year - Vishal–Shekhar

Mardaani - Salim-Sulaiman

Daawat-e-Ishq - Sajid-Wajid

Mary Kom - Shashi Suman

Kick - Meet Bros Anjjan

13. BESTE KOSTÜME & AUSSTATTUNG

Creature 3D

Happy New Year

PK

Mary Kom

Gulaab Gang

Rang Rasiya

14. BESTE CHOREOGRAFIE

Farah Khan - Happy New Year

Saroj Khan - Gulaab Gang

Ahmed Khan - Kick

Remo D'Souza - Dedh Ishqiya

Ganesh Acharya - Humshakals

Bosco-Caesar - Bang Bang

Noch bis zum 28. Februar können Sie für Ihre Favouriten des indischen Kinos

abstimmen. Die komplette Auswertung der Voting-Ergebnisse finden

Sie ab dem 1. März 2015 auf unseren Webseiten, auf Facebook und in der

kommenden Ausgabe unseres Magazins.

Zum Voting:

http://kwiksurveys.com/s.aspsid=gyl7wryzd4phvxq475595

46 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


15. ALL TIME FAVOURITE - MÄNNLICH

Saif Ali Khan

Akshay Kumar

Abhishek Bachchan

Shah Rukh Khan

Salman Khan

Aamir Khan

Amitabh Bachchan

Hrithik Roshan

Arjun Rampal

Ranbir Kapoor

John Abraham

Ajay Devgn

Irrfan Khan

Nawassuddin Siddiqi

Naseeruddin Shah

Ranveer Singh

Boman Irani

Govinda

Farhan Akhtar

Riteish Deshmukh

16. ALL TIME FAVOURITE - WEIBLICH

Aishwarya Rai Bachchan

Kajol

Rani Mukerji

Kareena Kapoor

Vidya Balan

Madhuri Dixit

Juhi Chawla

Priyanka Chopra

Katrina Kaif

Anushka Sharma

Preity Zinta

Deepika Padukone

Bipasha Basu

Kalki Koechlin

Parineeti Chopra

Alia Bhatt

Sonakshi Sinha

Jacqueline Fernandez

Dimple Kapadia

Jaya Bachchan

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FOTOSHOOT

TANVI SINHA

Tanvi Sinha wurde am 13. Januar 1992 in Mumbai geboren. Nachdem sie

ihre Schulausbildung abgeschlossen hatte, stieg sie ins Model-Geschäft ein

und arbeitet seitdem für verschiedene Werbekapmagnen, aber auch als

Schauspielerin und Moderatorin. Sie spricht fließend Englisch, Hindi,

Gujarati und Punjabi und hofft, wie viele Mädchen in ihrem Alter, einmal

in Bollywood groß herauszukommen und sich einen Namen zu machen.

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FOTOSHOOT

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FOTOSHOOT

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FOTOSHOOT

TANVI SINHA

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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52 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


STAR PROFIL

Konkana

Sen Sharma

Vereint Natürlichkeit mit

großem Schauspieltalent

Konkana Sen Sharma zählt zu den

besten Schauspielerinnen des Indischen

Kinos der heutigen Zeit. Filme wie „Mr. &

Mrs. Iyer“, „Page 3“, „Omkara“, „Life In

A Metro“ und „Luck By Chance“

machten sie weit über die Landesgrenzen

Indiens hinaus - auch im

deutschsprachigen Raum - berühmt. Sie

arbeitet sowohl im Hindi-Cinema als

auch im Bengali-Cinema und ist in

Arthouse-Filmen, Independent-Filmen

und Bollywood-Filmen zu sehen.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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STAR PROFIL

Geboren wurde Konkana Sen Sharma am

3. Dezember 1979 in Kolkata. Ihre Mutter

ist die berühmte Schauspielerin und Filmemacherin

Aparna Sen, die es auch war, die

ihre Tochter bereits in frühen Kindheitstagen

an Filme und die Schauspielerei heranführte.

Ihr Filmdebüt als Erwachsene gab

Konkana Sen Sharma schließlich im Jahr

2000 mit den Bengali-Film „Ek Je Aachhe

Kanya“. Ihr erster englischsprachiger

Film war „Mr. & Mrs Iyer“ (2002) mit

Rahul Bose in der männlichen Hauptrolle,

bei welchem Aparna Sen Regie führte. Für

ihre Rolle in diesem Film wurde Konkana

Sen Sharma mit den National Film Award

als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Sie

spielte die Rolle einer tamilischen Hausfrau,

die sich als Ehefrau eines Moslems,

der von hinduistischen Fanatikern verfolgt

wird, ausgibt.

Ihr erster Hindi-Film war „Page 3“ (2005)

von Madhur Bhandarkar in welchem sie die

weibliche Hauptrolle einer Zeitungsjournalistin

an der Seite von Atul Kulkarni und Boman

Irani spielte. Dieser Film machte sie

schließlich auch bekannt in Bollywood. Ihr

nächster Hindi-Film, „Mixed Doubles“

(2006) von und mit Rajat Kapoor lief sogar

auf dem Stuttgarter Filmfestival Bollywood

& Beyond, fand jedoch nicht viel Beachtung

beim Publikum. Diese erhielt sie jedoch noch

im gleichen Jahr mit dem Bengali-Film

„Dosar“ von Rituparno Ghosh und den Hindi-Film

„Omkara“ von Vishal Bhardwaj. Für

ihre Rolle in „Omkara“ wurde sie sogar als

beste Nebendarstellerin mit Filmfare Award

und erneut mit den National Film Award

ausgezeichnet.

Bereits im darauffolgenden Jahr 2007 arbeitete

Konkana Sen Sharma erneut mit Madhur

Bhandarkar zusammen und stand mit Kunal

Keemu, Neetu Chandra und Ranvir Shorey

(der bereits in „Mixed Doubles“ mitspielte)

für „Traffic Signal“ vor der Kamera und

mimte eine Prostituierte. Der Film wurde von

den Kritikern sehr positiv ausgenommen und

Regisseur Bhandarkhar erhielt als bester Regisseur

den National Film Award. Mit „Life

In A Metro“ von Regisseur Anurag Basu, der

ebenfalls 2007 in die Kinos kam, gewann

Konkana Sen Sharma ihren zweiten Filmfare

Award. Generell war 2007 ein sehr gutes Jahr

für die talentierte und vielseitige Schauspielerin,

die vor allem durch ihre Natürlichkeit

besticht. Denn auch die beiden folgenden

Filme „Laaga Chunari Mein Daag“ von Pradeep

Sarkar mit Rani Mukerji, Jaya Bachchan,

Kunal Kapoor und Anupam Kher in

den weiteren Hauptrollen, sowie „Aaja Nachle“

von Anil Mehta, der als Comeback-Film

von Madhuri Dixit gefeiert wurde, brachten

Konkana Sen Sharma durchweg gute Kritiken

ein. In den folgenden Jahren spielte sie

in vielen weiteren erfolgreichen Filmen wie

„Luck By Chance“ (2009), „Wake Up Sid“

(2009) und „Ek Thi Daayan“ (2013) mit.

Neben Hindi-Filmen spielte Konkana Sen

Sharma weiterhin auch in Bengali-Filmen

mit. Ihre letzte Zusammenarbeit mit Rituparno

Ghosh, dem erfolgreichen Bengali-Regisseur,

war der Film „Sunglass“, der auch der

Eröffnungsfilm des Kolkata International

Film Festivals war. Am 30. Mai 2013 ist

Regisseur Rituparno Ghosh verstorben.

In letzter Zeit ist es ruhiger um die begnadete

Schauspielerin geworden, da sie sich intensiver

ihrer eigenen Familie widmet. Seit

2010 ist sie mit ihrem Schauspiel-Kollegen

Ranvir Shorey verheiratet und brachte am 11.

März 2011 ihren Sohn Haroon zur Welt.

Doch seit Oktober 2014 laufen die Dreharbeiten

zu ihrem kommenden Film „Lipstick

Waale Sapne“ von Regisseur Prakash Jha, in

welchem sie an der Seite von Sushant Singh

Rajput zu sehen sein wird. Darüber hinaus

wird sie auch in Megha Gulzars Regie-Debüt

„Talwar“ neben Irrfan Khan und Sohum

Shah zu sehen sein. Wann diese beiden

Filme in die Kinos kommen werden, ist noch

nicht bekannt.

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STAR PROFILE

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STAR PROFIL

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STAR PROFIL

Vom lange unterschätzten

Schauspieler hin zum

Top-Star Bollywoods.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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STAR PROFIL

Harte Arbeit und vor allem Durchhaltevermögen

zeichnen Shahid Kapoor als Schauspieler

aus. Kaum ein anderer Schauspieler

Bollywoods experimentiert so sehr mit seinem

Aussehen. Die Wandlungsfähigkeit Shahid

Kapoors ist unglaublich und gerade das

zeichnet ihn auch aus und macht aus dem

lange unterschätzten Schauspieler heute einen

Top-Star Bollywoods.

Shahid Kapoor wurde am 25. Feburar 1981 in

Mumbai geboren und ist der Sohn des bekannten

Schauspielers Pankaj Kapur. Bereits im

Alter von gerade einmal 14 Jahren trat er dem

Shiamak Davar Institute for the Performing

Arts bei und erhielt hierüber die Chance, als

Hintergrundtänzer für verschiedene Bollywood-Filme

wie „Dil Toh Pagal Hai“ (1997)

und „Taal“ (1999) und für einige Musik-Videos

zu arbeiten. Zudem wurde er aufgrund seines

umwerfenden Aussehens, seines Charmes und

seiner positiven Ausstrahlung auch gern für

Werbespots gebucht. Noch bevor er seine Karriere

als Schauspieler begann, wurde er durch die

indische „Pepsi“-Werbung bekannt.

Mit „Ishq Vishq“ (2003) gab Shahid Kapoor

sein Film-Debüt als Schauspieler und erhielt

auch prompt den Filmfare Award als bester

Newcomer. 2004 kam sein nächster Film „Fida“

in die Kinos, der allerdings mehr oder weniger

floppte. In dem Film spielte er an der Seite von

Kareena Kapoor Khan. Die beiden verliebten

sich ineinander und waren fortan ein Paar. Allerdings

hielt die Beziehung nicht lange, denn

schon 2007, nach den gemeinsamen Dreharbeiten

zum Film „Jab We Met“ trennten sie sich

wieder und Shahid Kapoor behauptet, seitdem

Single zu sein. Zwischen 2004 und 2005 durchlief

Shahid Kapoor karrieretechnisch eine Durststrecke,

denn keiner seiner Filme wurde ein

Erfolg. Allerdings erhielt er als Schauspieler

zumeist positive Kritiken und wurde mit

„Shikhar“ (2005) sogar als bester Schauspieler

für den Star Screen Award nominiert. 2006

wendete sich das Blatt schließlich zum Positiven:

mit „36 China Town“ konnte er endlich

wieder einen erfolgreichen Film für sich verbuchen.

Sooraj R. Barjatyas Liebesdrama „Vivah“

kam ebenfalls 2006 in die Kinos und Shahid

Kapoor wurde geradezu überschüttet mit positiven

Kritiken und Lob. Seine Fangemeinschaft

wuchs stetig mit jedem neuen Film, den er

machte. So wundert es auch nicht, dass er ausgewählt

wurde, bei der Rockstars Concert Tour

zusammen mit Salman Khan, Kareena Kapoor

Khan, John Abraham, Esha Deol, Mallika

Sherawat und Zayed Khan aufzutreten. Es lief

einfach bestens für Shahid Kapoor und auch

sein nächster Film „Jab We Met“ (2007), einer

Liebeskomödie von Imtiaz Ali, in welcher er

gemeinsam mit seiner Partnerin Kareena Kapoor

Khan vor der Kamera stand, wurde ein

Blockbuster.

Trotz oder gerade wegen der Trennung von

Kareena Kapoor Khan 2007 konzentrierte sich

Shahid Kapoor auf seine Karriere und spielte in

weiteren erfolgreichen Filmen wie „Kismat

Konnection“ (2008), „Kaminey“ (2009) und

„Badmaash Company“ (2010) mit. Ein richtiger

Blockbuster fehlte ihm jedoch. So half ihm sein

Vater, der das Drehbuch schrieb und Regie führte

bei dem nächsten Film „Mausam“ (2011).

Der Film lief zwar auch nicht sonderlich erfolgreich

am Box-Office, bescherte Shahid Kapoor

jedoch viele neue Filmangebote, darunter auch

die männliche Hauptrolle neben Priyanka

Chopra in „Teri Meri Kahaani“ (2012) und

neben Sonakshi Sinha in „R... Rajkumar“

(2013). Doch seine beste Performance der letzten

Jahre lieferte Shahid Kapoor 2014 in der

Hamlet-Adaption „Haider“ von Regisseur

Vishal Bhardwaj. Hier wurde Shahid Kapoor als

bester Schauspieler mit dem Star Screen Award

und dem Star Guild Award ausgezeichnet und

es ist davon auszugehen, dass er in den nächsten

Wochen und Monaten weitere Awards für diesen

Film erhalten wird.

Doch Shahid Kapoor wäre nicht Shahid Kapoor,

wenn er sich auf diesem Erfolg ausruhen würde.

So arbeitet er bereits an seinen nächsten Film-

Projekten. Am 4. September 2015 kommt sein

neuster Film „Shaandaar“ in die Kinos, eine

Liebeskomödie von Regisseur Vikas Bahl, in

welcher er zusammen mit Alia Bhatt in der

Hauptrolle zu sehen sein wird. Außerdem wird

er im Krimi-Thriller „Farzi“ vom Regiesseurs-

Duo Raj & D.K., dem Thriller „Udta Punjab“

von Abhishek Chaubey und im Liebesfilm „Mr.

Chaalu“ von Reema Kagti zu sehen sein.

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STAR PROFIL

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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Cast: Ajay Devgn, Sonakshi Sinha, Yami Gautam, Kunaal Roy Kapur

Regie: Prabhu Deva

Genre: Action

Filmlänge: 144 Minuten

Release: 5. Dezember 2014

Rating:

60 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


FILM REVIEW

ACTION JACKSON

Sollte für den „Golden Kela Award“

nominiert werden

Regisseur Prabhu Deva gilt ja landläufig als

One-Hit-Wonder bezüglich seiner Fähigkeiten

als Regisseur von Hindi-Filmen. Sein erster Hindi-Film

„Wanted“ mit Salman Khan in der

Hauptrolle wurde zum Blockbuster des Jahres.

Allerdings ließ die Qualität seiner Arbeit von

Hindi-Film zu Hindi-Film

nach. Dennoch ging ich unvoreingenommen

in

„Action Jackson“, erwartete

mich doch ein vielversprechender

Cast.

Die erste Hälfte des Films

ist toll, beginnt mit einem

unterhaltsamen Mix aus Action

und Liebe, gespickt mit

ein paar tollen Songs und

Tanznummern und überraschenden

Cameo-Auftritten.

Doch schon bald fängt der

Film an, unlogisch und realitätsfern

zu werden. So sehen

wir Ajay Devgn, wie er

sich an seine früheren Zeiten erinnert durch

Rückblenden, wobei jedoch die meisten dieser

Szenen aus den Rückblenden gar nicht von Ajay

Devgns Charakter handeln, sondern von anderen

Charakteren, dessen Handlungen gar nicht in so

einer Rückblende auftreten dürften. Wir sehen

Polizisten, die für die Mafia arbeiten, statt für

die Regierung, wir sehen lauter Schießereien,

Prügeleien und Tote...Bei aller Liebe, aber soviel

Nonsens verträgt wirklich kaum ein Zuschauer.

Wieder einmal wurde ein guter Cast,

eine an sich gute Story, gute Songs und tolle

Film-Locations komplett an einen schlecht gemachten

Film verschwendet und ich frage mich,

wieso sich Sonakshi Sinha, Yami Gautan und

Kunaal Roy Kapur für diesen Film hergegeben

haben. Man muss nicht jeden Film machen, der

einem angeboten wird! Sonakshi Sinhas Rolle

gibt ihr keine Möglichkeit, eine neue Seite von

ihr zu zeigen; vielmehr sieht man sie in jener

Rolle, die sie so oder ähnlich bereits in all ihren

anderen Filmen spielte - mit Ausnahme von

„Loothera“. Yami Gautam, die gerade einmal

nur drei Filme bisher gemacht hat, kann leider

ebenso wenig von sich

überzeugen, was eben nicht

an mangelndem Talent,

sondern am Film liegt. Kunaal

Roy Kapur zeigt in dem

Film auch keine neue Seite,

ist dennoch in der Rolle des

Freundes von Ajay Devgn

sehr unterhaltsam und stellenweise

auch witzig.

Man fragt sich, was sich

Ajay Devgn und Prabhu Deva

dabei gedacht haben, als

sie diesen Film machten.

Dabei erinnere ich mich an

eine Parabel: Ein alter

Mann hatte drei Söhne, denen

er jeweils 100 Rupien in die Hand drückte

mit dem Auftrag, etwas zu Kaufen, was ihre

Wohnung füllen sollte. Zwei Söhne kauften für

das Geld allerlei billigen Krimskrams, wohin

gegen der dritte Sohn lediglich ein Räucherstäbchen

für 1 Rupie kaufte und die restlichen 99

Rupien sparte. Der wunderbare Duft dieses

Räucherstäbchen füllte im Nu die Wohnung

aus. Was ich damit sagen will, dass man natürlich

völlig wahllos sämtliche Zutaten, die es für

einen guten Film braucht, in einen Topf werfen

kann und schaut, was dabei herauskommt.

„Action Jackson“ hat zweifelsfrei alle guten

Zutaten, das Zusammenspiel funktioniert nur

leider nicht. Manchmal ist es eben besser, gezielt

auf eine einzelne Zutat zu setzen, um

Erfolg zu haben, eben genau so, wie es der

dritte Sohn in der Parabel getan hat.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

61


FILM REVIEW

PK

Ein schweres und sensibles Thema

unterhaltsam verpackt

Sicher spielt dieser Film von Rajkumar Hirani

nicht in der gleichen Liga, wie seine vorangegangenen

Filme „Munna Bhai MBBS“

(2003), „Lage Raho Munnabhai“ (2006), „3

Idiots“ (2009), die allesamt Blockbuster waren,

aber „PK“ handelt vom richtigen Thema

zur richtigen Zeit und

das ist einer seltenen humorvollen

Art und Weise

und ist nach „Oh My

God“ aus dem Jahr 2012

mal wieder ein Film, der

sich der Frage nach einer

höheren Macht stellt,

auch wenn er nicht so

sehr in die Tiefe geht wie

„Oh My God“.

Der Film zeigt Aamir

Khan in der Rolle eines

Außerirdischen, der auf

die Erde geschickt wurde,

um die Lebensweise der

Menschen zu studieren,

die in ihrem Aussehen dem dieser Aliens

nahezu gleichen. Anushka Sharma in der

weiblichen Hauptrolle spielt eine TV-Journalistin,

die dem Außerirdischen, wenn auch

nicht ganz uneigennützig um ihre Karriere

durch eine große Story anzukurbeln, hilft,

sich mit dem Leben und den Menschen auf

der Erde zurechtzufinden. Zudem tauchen

viele weitere interessante Charaktere im Film

auf, wie der eines enttäuschten Vaters, eines

missverstandenen Liebhabers, eines betrügerischen

Heiligen, einem nervenden TV-Sendechefs

und viele andere, was dazu führt,

dass der Zuschauer den gesamten Film hindurch

gut unterhalten wird. Die erste Hälfte

des Films ist jedoch weitaus unterhaltsamer,

als die zweite Hälfte, die viel mit Klischees

arbeitet und stellenweise auch immer wieder

an „Oh My God“ erinnert. Dennoch ist das

Ende des Films sehr gut umgesetzt, aufgrund

unerwarteter Wenden, die den Zuschauer

schließlich mit einem Lächeln im Gesicht und

Tränen in den Augen aus

dem Kinosaal entlassen.

Aamir Khan spielt seine

Rolle perfekt, was aber

auch nicht anders zu erwarten

war. Anushka Sharma

trägt ihren Teil, durch

ihre lebendige Art dazu

bei, für gute Unterhaltung

zu sorgen. Sushant Singh

Rajput überzeugt ebenfalls

in seiner Rolle, auch

wenn er nur in wenigen

Szenen zu sehen war. Saurabh

Shukla, Sanjay Dutt

und Boman Irani hatten

keine großen Rollen und

konnten daher nicht viel zeigen. Gerade für

Boman Irani ist es enttäuschend, nachdem er in

den anderen Filmen von Rajkumar Hirani tragende

Rollen spielen durfte, jetzt in so einer

kleinen und unbedeutenden Rolle mitzuwirken.

Ein Schwachpunkt des Films ist die Musik.

Kein einziger Song ist mit im Gedächtnis geblieben,

nachdem ich das Kino verlassen hatte.

Es ist nicht so, dass die Songtexter und Sänger

nicht gute Arbeit geleistet haben, doch den

Songs mangelte es an einer eindringlichen und

guten Melodie. Insgesamt gesehen, ist „PK“

ein guter Film, hinterlässt jedoch nicht dieses

tiefe befriedigende Gefühl, dass man als Zuschauer

bei seinen anderen drei Filmen hatte.

62 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


Cast: Aamir Khan, Anushka Sharma, Sushant Singh Rajput, Boman Irani

Regie:Rajkumar Hirani

Genre: Satire

Filmlänge: 153 Minuten

Release: 19. Dezember 2014

Rating:

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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10 JAHRE BNA

SPECIAL FEATURE

Obwohl BNA GERMANY® heute weitläufig bekannt

ist, werde ich ab und zu immer noch gefragt,

wofür BNA eigentlich steht. Für all

diejenigen, die diese Frage haben, kommt hier die

Antwort: BNA steht für Bollywood News Agency,

denn das ist wie BNA GERMANY® im Jahr 2005

startete, als die Idee geboren wurde, eine Voll-

Service Agentur für Nachrichten und Promotion

im Bereich des Indischen Kinos und der indischen

Kultur zu gründen, denn bis zu diesem

Zeitpunkt existierte so etwas im deutschsprachigen

Raum in Europa nicht und BNA GERMA-

NY® wurde so Pionier als erste deutschsprachige

Nachrichten-Agentur in diesem Bereich.

Zu dieser Zeit zeigten die deutschen TV-Sender arte

und später auch RTL2 die ersten Bollywood-Filme,

die von vielen Menschen gesehen wurden und einen

wahren Bollywood-Boom auslösten. Die Fangemeinschaft

an Bollywood-Fans wuchs stetig, aber es gab

keine deutschsprachigen News und Informationen

über Hindi-Filme, die Filmemacher und die Schauspieler.

Nicht jeder in Deutschland ist der englischen

Sprache mächtig, sodass es für diejenigen schwierig

war, an Informationen zu kommen. Und genau diese

Lücke wollten wir füllen. Wir boten all jenen Fans

die neusten Infos aus Bollywood, indem wir anfingen,

zu recherchieren und Artikel und Berichte über

das Indische Kino zu schreiben, in Kurzprofilen die

wichtigsten Stars und Macher vorzustellten und auch

einen Einblick in die indische Kultur gaben. All dies

wurde auf unserer eigens dafür entwickelten Webseite

http://www.bna-germany.com veröffentlicht

und war somit für jedermann

zugänglich. So begann eine wunderbare

Reise in die bunte und vielseitige Welt

der indischen Unterhaltungsindustrie.

Anfangs arbeitete ich noch allein, aber

schon bald fragten mich Freunde und

Bekannte, ob sie mich in diesem Projekt

unterstützen könnten. Sie boten an, Artikel

über Indien, Bollywood, die Stars

und die Events, die in Europa stattfanden,

zu schreiben. Schon bald hatte

BNA GERMANY® eine fixe Gruppe

an festen Freelancern an Editoren und

Fotografen. Ich selbst ließ es mir dabei

jedoch nie nehmen, selbst zu allen größeren

Bollywood-Events in Europa zu

fahren, um so Kontakte zur indischen

Filmindustrie aufzubauen. Ich traf mich

mit Sängern, Regisseuren, Promoters,

den Schauspielern, Filmvertrieben und

vielen mehr und mein Netzwerk wuchs

von Tag zu Tag. Schon bald war ich

auch mit allen wichtigen indischen

Film-Produzenten und Filmemachern,

den indischen Medien, den PR Agenturen

und dem Management der meisten

Stars vernetzt. Aufgrund dieses großen

Netzwerks, das sich BNA GER-

MANY® aufbaute und ständig erwei-

64 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


SPECIAL FEATURE

GERMANY®

terte, waren wir in der Position, Informationen

und News aus erster Hand zu

erhalten und exklusive Interviews zu

führen. Diese veröffentlichten wir auf

unserer Webseite. Schon bald sprach

sich unser Service innerhalb der Bollywood-Fan-Community

und auch darüber

hinaus herum und man lernte unsere

gute Arbeit sehr zu schätzen, sodass es

innerhalb kurzer Zeit täglich mehr und

mehr Leser auf unsere Webseite zog.

Bald schon fingen wir auch an, unsere

exklusiven Berichte über Bollywood-

Events in Europa auch in Indien zu publizieren.

Unsere Berichte wurden bei

IANS, Bollywood Hungama, dem Mumbai

Mirror, der Hindustan Times und

einigen anderen großen Medien Indiens

veröffentlicht.

Nach einem Jahr erweiterte BNA GER-

MANY® das Leistungsspektrum und

war nicht mehr nur auf News und Promotion

beschränkt, sondern bot auch,

aufgrund der bestandenen Nachfrage,

Dienste in den Bereichen Marketing &

PR von Filmen, Event Marketing,

Produktionsberatung für Film und

Fernsehen, Beratung für die Planung

und Organisation von Events, Shows

und Konzerten und auch Künstler-

Management und Promotion an. So wurde auf

BNA GERMANY® eine exklusive Voll-Service

Agentur im Bereich Indisches Kino und Kultur.

Als Berater standen wir Film-Produktionen wie

„Humraah - The Traitor“ (2006), „Aap Kaa Surroor“

(2007), „Karma - Crime Passion Reincarnation“

(2008), für die deutsche Dokumentation

„Kumbh Mela“ (2010) und die deutsche Fernsehsendung

„Lebe Deinen Traum“ (2009), ebenso wie

für die Live-Übertragung des Sonu Nigam- Konzerts

in Offenbach 2008 zur Seite. Wir berichteten

exklusiv über internationale Filmfestivals wie dem

London Indian Film Festival, der Berlinale, dem

Cannes Film Festival, dem Indischen Filmfestival

Stuttgart, dem IFFI Goa International Indian Film

Festival und dem Münchner Filmfestival, ebenso

wie über exklusive Events wie den IIFA Awards in

Yorkshire (2007), den Film-Premieren von „Veer

Zaara“ (2006, Paris), „Khabhi Alvida Naa Kehna“

(2007, Hamburg), „Om Shanti Om“ (2008, Berlin),

„My Name Is Khan“ (2010, Berlin), „Don 2“

(2012, Berlin) und „Highway“ (2013, Berlin), den

Konzerten von Sonu Nigam in Deutschland, London,

Den Haag und Paris, von Himesh Reshammiya

und Gurdas Maan in London und Mumbai,

von Sukhwinder Singh in Goa und von Udit Narayan

in Den Haag. Zudem war BNA GERMANY®

bei den Dreharbeiten von „Aap Kaa Surroor“ (2007),

„Don 2“ (2010), „Mujjahir“ (2010) und „Chennai

Express“ (2012) live dabei und berichtete exklusiv.

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

65


10 JAHRE BNA

SPECIAL FEATURE

Im Laufe der Jahre gab es mehr und mehr Webseiten

in Deutschland und Europa, die Nachrichten und

Informationen über Bollywood anboten. Einige Webseiten

wurden Partner von BNA GERMANY® und

durften unsere Berichte und Bilder veröffentlichen.

Unser guter Ruf, als einzige glaubwürdige Quelle für

Nachrichten und Berichte aus erster Hand, eilte uns

voraus und mich erfüllte dieses positive Image voller

Stolz, denn es bestätigte, dass wir auf dem richtigen

Weg waren. Der Bollywood-Boom ebbte jedoch um

das Jahr 2010 langsam ab. Zwischen 2004 und 2010

wurden regelmäßig in den deutschen Kinos die neusten

indischen Filme gezeigt - wenn auch zumeist in

Original mit englischen Untertiteln, viele Konzerte

und Bollywood-Shows fanden in ganz Europa statt

und viele Bollywood-Filme wurden hier gedreht. Für

jeden Bollywood-Fan war es eine aufregende Zeit,

da man oft Gelegenheit bekam, seine Stars persönlich

zu treffen, Autogramme zu bekommen und gemeinsame

Fotos zu machen. Doch es kam bald

immer häufiger vor, dass große Shows und Events

angekündigt wurden, jedoch nie stattfanden. Die

Fans verloren ihr Geld, das sie für die Tickets ausgegeben

hatten und damit auch bald den Glauben und

das Vertrauen in neue Events und Shows. Die TV-

Sender zeigten nur noch sporadisch Bollywood-

Filme und wenn, dann zumeist nur noch Wiederholungen.

Die einzige zuverlässige Institution war die

Berlinale, die fast jedes Jahr einen Roten Teppich

und Film-Premieren von indischen Filmen hatte, zu

welchen oftmals auch Cast und Crew des Films

anwesend waren. Da BNA GER-

MANY® von der indischen Unterhaltungsindustrie

lebt, überlegten wir, was

wir für unseren Teil tun konnten, um

Bollywood in Deutschland und Europa

am Leben zu erhalten.

Wir erhielten oft die Anfrage, ob wir

denn nicht ein Magazin herausbringen

wollten, sogar bekannte indische Filmmagazine

traten an uns heran. Bisher

lehnten wir jedoch derlei Angebote ab,

da der Markt hierzu im deutschsprachigen

Raum zu klein ist. Doch jetzt, mit

Unterstützung von niemand geringerem

als Gurdas Maan und seiner Firma

MGM Sai Production wagten wir den

Schritt, unser erstes eigenes Print-Magazin

auf den Markt zu bringen. Die erste

Ausgabe des monatlich erschienenen

Magazins „BNA GERMANY“ wurde

2010 veröffentlicht und wurde innerhalb

nur eines Jahres das größte und absatzstärkste

Magazin im Bereich Indisches

Kino und Kultur im deutschsprachigen

Raum.

Die Herausgabe unseres eigenen Magazins

war jedoch nur ein erster Schritt,

den einstigen Bollywood-Boom in

Deutschland wieder aufleben zu lassen.

66 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


SPECIAL FEATURE

GERMANY®

Da nach wie vor keine Bollywood-

Shows mehr in Deutschland stattfanden,

beschlossen wir, ein indisches Festival

zu organisieren, bei welchem es nicht

nur die besten und neusten indischen

Filme zu sehen gibt, sondern das auch

ein buntes Rahmenprogramm mit Tanz-

Shows, Fashion-Show, indischem Essen

und vor allem mit Stars aus Bollywood

bietet. Seit 2008 war BNA GERMA-

NY® Partner der ACEBA Awards

(Annual Central European Bollywood

Awards), die jährlich vom Schweizer

Bollywood-Forum Molodezhnaja durchgeführt

wurden. Wir promoteten diese

Bollywood Fan Awards international

und organisierten 2011 die erste Award-

Show in der Schweiz. 2012 organisierten

wir schließlich unser erstes eigenes

Indischen Filmfestival und die ACE-

BA Award Show wurde Bestandteil

des Festivals. Aufgrund unserer guten

und langjährigen Kontakte zur indischen

Filmindustrie gelang es uns, bekannte

Filmemacher und Stars aus Indien als

Gäste für das Festival zu gewinnen, darunter

Prem Chopra, Madhur Bhandarkar,

Vipin Sharma, Abhishek Pathak,

Omi Vaidya und viele andere. Film-Produzenten

und Filmvertriebe halfen uns

ebenso und boten uns ihre aktuellsten

und besten Filme an, sodass wir über 52 Filme während

des Filmfestivals zeigen konnten.

2014 führten wir mit den AIFA Awards (Annual

Indian Film Awards) unsere ersten eigenen Film-

Awards ein, als Weiterentwicklung der ACEBA

Awards und arbeiteten an der ersten englischsprachigen

Ausgabe unseres Magazins, die den Titel

BNA INDIA“ trägt und im Januar 2015 erstmals

veröffentlicht wird.

Unsere Reise, die vor zehn Jahren begann, wird

weitergehen, auch wenn wir noch nicht wissen, in

welche Richtung es uns ziehen wird, so genießen wir

den Trip. Das wichtigste Gut unserer Arbeit ist bei

alledem Vertrauen. Die Menschen - seien es unsere

Leser oder unsere Geschäftspartner - vertrauen uns.

Und das ist unsere größte Errungenschaft in unserer

Arbeit, denn ohne dieses Vertrauen über all die vergangenen

Jahre hinweg, würden wir nicht die guten

Beziehungen zu unseren Partnern haben und könnten

nicht so einen großartigen Job machen, der uns zu

Europas No.1 macht, denn Indisches Kino und die

indische Kultur sind unsere Leidenschaft. Darum

möchte ich mich an dieser Stelle auch bei all jenen

bedanken, die mich und BNA GERMANY® unterstützt

haben: Tania Vom Lehn, Diana Weidner, Sylvia

Cholschreiber, Sven Schlegelmilch, Gurdas

Maan, Jyothi Venkatesh, Saibal Chatterjee, Anupama

Kathyayni, Jattinn Kochhar, Ajay Bhambi,

Shiraz Henry, Rupa Batra, Nandita Dutta, Shoma A

Chatterji und Sreya Basu.

Alexandra Ccahuana Tito

BNA GERMANY Januar / Februar 2015

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INDISCHE BUNDESSTAATEN

Nagaland zählt sicher zu den eher unbekannteren

indischen Bundesstaaten. Nagaland

befindet sich im äußersten

Nordosten Indiens. Im Westen grenzt es

an Assam, im Norden an Arunachal Pradesh,

im Süden an Manipur und im Osten

an Myanmar. Mit seinen knapp 16.000

Quadratkilometern und gerade einmal

zwei Millionen Einwohnern ist Nagaland

auch eines der kleinsten Bundesstaaten

Indiens. Die Hauptstadt heißt Kohima

und zählt 80.000 Einwohner. Obwohl

Nagaland sowohl kulturell als auch religiös

durch die Traditionen der jeweiligen

Stämme geprägt ist, sind über 90 Prozent

der Bevölkerung Christen und nur ein

kleiner Teil sind Hindus oder Moslems.

Die Amtssprache in Nagaland ist Englisch,

doch der Großteil der hauptsächlich

indigenen Bevölkerung spricht eines der

vielen Naga-Sprachen, die im Übrigen

auch gern durch Sprachwissenschaftler

Willkommensschild an der Straße ins Nagaland

68 BNA GERMANY Januar / Februar 2015


INDISCHE BUNDESSTAATEN

erforscht werden, da man bisher noch

nicht viel von diesen Sprachen weiß und

sie zu einem raren kulturellen Weltgut

gehören.

Aufgrund der vielen verschiedenen Stämme

und Gruppen, die in Nagaland leben,

bietet sich hier dem Besucher eine traditionelle

und kulturelle Vielfalt. Zu dem

Naga-Stamm zählen die Unterstämme

Angami, Ao, Chakhesang, Chang, Khiamniungan,

Kuki, Konyak, Lotha, Phom,

Pochury, Rengma, Sumi, Sangtam, Yimchungru

und Zeliang. Jeder Stamm hat

seine ganz eigene Tradition, was Sprache,

Kleidung, Tänze, Riten und Bräuche betrifft.

Die meisten Riten und Gebräuche

werden mündlich von einer Generation

an die nächste weitergegeben und so am

Leben erhalten. Doch allen Stämmen gemein

ist die große Bedeutung, die Musik

in ihrem Leben hat. Es gibt unzählige

verschiedene Formen der Musik, von tra-

In sochen Hütten leben viele der Ureinwohner Nagalands.

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INDISCHE BUNDESSTAATEN

ditionellen Heldenliedern, über Gospelsongs

und religiösen Liedern, hin zu

Liebesgesängen. Fast das ganze Jahr hindurch

finden in

Nagaland verschiedenste

Feste

statt, da jeder

einzelne

Stamm seine

ganz eigenen

Festivals ausrichtet,

die sich

jedoch allesamt

großteils um

die Ernte drehen,

da die

Agrakultur ein

wichtiger Bestandteil im Leben der Naga

ist und davon auch ihre Existenz abhängt.

Geprägt sind diese bunten Festivalaktivitäten

von den tollen, farbenprächtigen

Kostümen, Musik, Gesang und Tanz -

und natürlich vorzüglichem Essen. zu

dem wohl wichtigsten Festival in Nagaland

überhaupt zählt das im Jahr 2000 ins

Leben gerufene Hornbill Festival, das

seitdem jährlich vom 1. bis zum 7. Dezember

in einem Vorort von Kohima

stattfindet. An diesem Festival nehmen

alle Stämme Nagalands teil und präsentieren

eine Woche lang ihre Stammeskultur

durch Wettkämpfe, Tanzdarbietungen,

den Verkauf ihrer Stammeshandwerkskünste,

Spiele,

Fashion-Shows

und viele Essensstände.

Neben der Landwirtschaft

ist

auch das traditionelle

Handwerk

eine wichtige

Einkommensquelle

der Bewohner.

So

Während des Hornbill-Festivals in Stammeskleidung.

haben die Stämme

ihre ganz eigenen jeweiligen Handwerke

wie Webarbeiten für Kleidung,

Taschen oder Teppiche, Korbflechtarbeiten,

Tonarbeiten für Vasen und andere

Behälter, Holzarbeiten und Metallarbeiten,

vorrangig für Schmuck.

Landschaftlich überzeugt Nagaland durch

seine wunderschönen Hügel und Berge

und wird auch gern als Schweiz des nordöstlichen

Indiens bezeichnet. Die Natur

ist einfach atemberaubend schön. Neben

Palmen wachsen auch Bambus, Rattan

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INDISCHE BUNDESSTAATEN

und Mahagonibäume. Die Tierwelt Nagalands

zeichnet sich ebenso durch seine

Artenvielfalt aus. So leben in dieser Region

Indiens Elefanten,

Leoparden,

Bären, verschiedene

Affenarten,

Hirsche, Ochsen,

Falken, Trappen

und viele andere

Tierarten. Am weitesten

verbreitet

ist jedoch das Mithun-Rind,

welches

daher auch

zum offiziellen

Wappentier Nagalands

wurde. Aufgrund der geografischen

Lage ist das feucht-tropische Klima in

Nagaland auch ganzjährig angenehm - je

nach Region und Jahreszeit schwanken

hier die Temperaturen zwischen 10 und

30 Grad Celsius.

Wer einen ruhigen und entspannenden

Ort sucht, um dem Trubel des Alltags

und der Stadt zu entkommen und einfach

mal abschalten und Natur pur genießen

will, ist in Nagaland komplett richtig und

wird hier auch warmherzig von der Bevölkerung

willkommen geheißen. Doch

auch der Sportfreund kommt hier nicht

zu kurz. In vielen größeren Orten Nagalands

werden

Trekking- und

Klettertouren

durch die Berge

oder aber auch

Dschungel-Campingtouren

angeboten.

Nach Nagaland

reisen Sie am besten

mit einem

Flug von Deutschland

aus nach

Einer der vielen Stämme Nagaland in typischer Tracht.

Mumbai, Kolkata oder Delhi. Von dort

aus fliegen die indischen Airlines regelmäßig

den Flughafen von Dimapur, der

größten Stadt Nagalands, an. Von Patna

im Bundesstaat Bihar, Guwahati im Bundesstaat

Assam oder auch von Kolkata im

Bundesstaat Westbengalen aus können

Sie auch mit dem Zug nach Dimapur

reisen. Von dort aus kommen Sie mit

einem gemieteten Auto oder dem regelmäßig

fahrenden Linienbus in die 75 Kilometer

von Dimapur entfernte

Hauptstadt Kohima.

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INDISCH KOCHEN

FISH MAKHANWALA

ZUTATEN:

(für 4 Personen)

750 g Fischfilets (z.B. Scholle)

2 EL Ghee (geklärte Butter)

2 Zwiebeln, geschnitten

4 Knoblauchzehen, gepresst

400 g Tomaten-Pelati

400 g Tomaten-Passato

2 Fleischtomaten

125 ml Sahne

1 Zitrone, davon den Saft

2 EL Koriandergrün, gehackt

4 Kardamom - Kapseln, gestoßen

2 TL Koriander, gemahlen

3 TL Kreuzkümmel (Cumin), gemahlen

1/2 TL Zimt, gemahlen

1/2 TL Cayennepfeffer

1 TL Gewürzmischung (Garam Masala)

1 TL Salz

ZUBEREITUNG:

Den Fisch in Stücke schneiden.

Dann das Ghee in einer großen

Pfanne erhitzen und die geschnittenen

Zwiebeln und den gepressten

Knoblauch darin glasig anbraten.

Nun die Gewürze zugeben alles

gut vermischen. Die Pelati, das

Passato und die in Stücke geschnittene

Tomaten beigeben und mitkochen.

Als nächstes geben Sie die

Sahne hinzu und danach den Zitronensaft.

Alles leicht einkochen lassen.

Je länger es kocht, desto

sämiger wird die Sauce. Den Fisch

zugeben und nochmals alles ca. 10

– 15 Minuten leicht kochen lassen,

bis der Fisch durchgekocht ist. Mit

dem Koriander bestreuen und mit

Basmati-Reis servieren.

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INDISCH KOCHEN

UPMA

ZUTATEN:

(für 2 Personen)

2 EL Butterschmalz (Ghee)

oder Sonnenblumenöl

2 TL rote Linsen (Chana

Dal/Urad Dal)

1/2 TL Kümmel

1/2 TL Senfkörner

15 Curryblätter

1 kleine Ingwerwurzel

1 kleine Zwiebel

20 g Erdnüsse

1 grüne Chilischote

250 ml Wasser

100 g Grieß

20 g Cashewnüsse

1/2 TL Kurkuma

1 TL Salz

250 ml Wasser

ZUBEREITUNG:

Verwenden Sie für die Zubereitung einen Topf mit gut

schließendem Deckel!Die Zwiebel fein würfeln und

die Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden.

Erdnüsse und Cashewnüsse hacken. Ingwer schälen

und reiben. Das Fett im Topf heiß werden lassen

und die vorher eingeweichten Linsen hinzu geben und

ca. 1 min erhitzen. Achten Sie darauf, dass die Linsen

nicht hart werden. Dann Kümmel und Senfkörner dazu

geben. Ingwer, Curryblätter, Erdnüsse und die Zwiebel

bei mittlerer Hitze weich und leicht goldgelb braten.

Nun geben Sie heißes Wasser hinzu und machen

den Deckel auf den Topf. Nachdem alles zum Kochen

gebracht wurde, reduzieren Sie die Hitze und lassen es

nur noch leicht köcheln. Nach ca. 10 min geben Sie

Salz, Kurkuma, das Chili und die Cashewnüsse in den

Topf geben und geben den Grieß hinzu. Bei sehr

schwacher Hitze rühren Sie die Masse immer wieder

vorsichtig um und schalten nach 5 min den Herd aus.

Sobald der Grieß fertiggekocht ist, können Sie servieren.

Als weitere Variation können Sie auch noch Erbsen

und Möhrchen hinzufügen.

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